Mandari Insight

V/0929/2016

Anträge zur Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten bzw. Durchführung von Stadtteilentwicklungswerkstätten

Vorlagen 19.10.2016

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen, Sitzung am 24.11.2016, TOP 7.4

V-0929-2016-Anlage-2

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

26.10.16 Anlage 1 Indik. Vergl.

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Ansehen

V-0929-2016-Anlage-2

26094 Zeichen

CDU-Fraktion in der BV West 
A-W-0049/2015 
An den 
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster – West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 Münster 
Münster, 2. November 2015 
Zukunftswerkstatt Albachten 
Die Verwaltung möge eine Zukunftswerkstatt organisieren, in der Bürger, Verwaltung und Politi k die 
zukünftige Gestaltung des  Stadtteiles erarbeiten. 
Begründung: 
Albachten wird sich bald durch ein grosses Baugebiet verändern. Dies stellt den Stadtteil vor neue 
Herausforderungen. In diesem Rahmen kann die derzeitige Infrastruktur eine r Bestandsaufnahme 
unterzogen werden. Zukünftige Infrastruktur-Bedürfnisse für ein funktionierendes Leben in Albachten 
können erarbeitet werden.  
Hier einige Aspekte: 
 Sportanlagen 
 Radwege auf Ausfallstraßen von Albachten 
 Grundschule um/an/neu bauen 
 Ausbau des Bahnhaltepunkts (Barrierefreiheit, Fahrradstation , Kameraüberwachung der 
Unterführung gegen Vandalismus) 
 Bedarf an Kindertageseinrichtungen U3 /Ü3 
 Saal im Randgebiet des Ortes für private Feiern, wie Beerdigungen etc. 
 Integration fvon Flüchtlingen 
 Kleingartenanlage, Mischobstwiese, urban gardening 
 Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften (z.B. Drogeriefachmarkt) 
gezeichnet: 
Bernd Krekeler   
Peter Hamann  
Christian Hinzmann  
Christa Neugebauer 
Thomas Lilge 
Markus v. Diepenbroick-Grüter 
Peter Wolfgarten  
Nils Schappler 
Anlage 2
zur Vorlage Nr. V/0929/2016

Antrag an den Rat Nr. A-R/0015/2016 
 
SPD -Fraktion  
im Rat der Stadt Münster 
 
Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Tel. (0251) 45 314 
Fax (0251) 511 750 
www.spd-muenster.de 
 
 
Münster für alle -   
Städtebauförderung für Coerde beantragen 
Antrag an den Rat der Stadt Münster 
zur Verweisung an den ASSGVAf 
 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
I.  Für den Stadtteil Münster-Coerde wird ein integriertes Handlungskonzept erstellt. 
 
II.  Auf Basis dieses Handlungskonzepts werden Städtebaufördermittel beantragt. 
 
Dabei bieten ESF-Förderungen wie das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt und z.B. 
das damit verbundene Programm ‚Starke Quartiere – starke Menschen‘ gute, zielgerich- 
tete Ansätze, die Wohn- und Lebenssituation der Menschen vor Ort zu verbessern.  
 
Handlungsfelder wie Integration, Infrastruktur und öffentlicher Raum, lokale Ökonomie, 
Bildung, Soziale Sicherung, Jugend und Begegnung bieten zudem hohe Potentiale für 
die Partizipation aller Alters- und Herkunftsgruppen im Stadtteil. 
 
Begründung: 
 
In Coerde ist in den letzten Jahren das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil gewachsen. Es gibt eine 
ganze Reihe von Ansätzen bürgerschaftlichen Engagements, die gefördert werden sollten. So 
sind viele Träger und Vereine auf der Suche nach gemeinsam getragenen Begegnungsräumen 
für Jung und Alt, und für und mit den vielen interkulturellen Gruppen im Stadtteil. 
 
Jeder zweite Coerder Bewohner bzw. jede zweite Bewohnerin hat eine Migrationsvorgeschichte, 
die Zahl der Alleinerziehenden ist mit 33 % die höchste in Münster, ebenfalls liegen die Zahlen 
von Kindern und Jugendlichen sowie die Armutsquote deutlich über dem Münsteraner Durch- 
schnitt. Zudem gibt es Sanierungsbedarfe im baulichen Bereich, einschließlich des Einkaufszent- 
rums am Hamannplatz. 
 
Coerde hat gute Entwicklungspotentiale, die aber entsprechend befördert werden müssen, wozu 
Programme der Städtebauförderung zielführende Handlungsoptionen bieten. Das zeigen nicht 
zuletzt auch sehr deutlich der schrittweise Aufwärtstrend und die Attraktivitätssteigerung des 
Nachbarstadtteils Münster-Kinderhaus im Programmgebiet der Sozialen Stadt. 
  
Zudem bietet ein Förderprogramm den Coerderanerinnen und Coerderanern Möglichkeiten, 
07.04.2016

2 
 
 
 
über aktive Beteiligung ihren Stadtteil selbst mitzugestalten.  
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Fraktion im Rat der Stadt Münster 
 
Dr. Michael Jung   Thomas Fastermann   Doris Feldma nn 
Philipp Hagemann   Marius Herwig   Dr. Cornelia Jäg er 
Mathias Kersting   Michael Kleyboldt   Marianne Koc h 
Katharina Köhnke   Thomas Kollmann   Gaby Kubig-Ste ltig 
Hedwig Liekefedt   Anne Schulze Wintzler  Petra Sey fferth 
Ludger Steinmann   Beate Vilhjalmsson   Robert von Olberg 
     Maria Winkel

Antrag an den Rat Nr. A-R/0023/2016  
 
Ratsantrag  
 
 
 
 
03.05.2016 
 
 
Der Rat beschließt: 
1. Die Stadt Münster entwickelt zur sozialen, inklu siven und 
ökologischen Weiterentwicklung der Stadtquartiere s owie zur 
Verbesserung, Erhaltung, Sicherung der Lebensqualit ät in den 
Quartieren und zur Unterstützung bürgerschaftlicher  Initiativen Leitbilder für 
Quartiersentwicklung und Quartiersmanagement. Hierz u werden die Überlegungen aus 
dem Masterplan Quartier Münster (zur Versorgungssicherheit vom Menschen mit Pflege 
und Unterstützungsbedarf) mit einbezogen.  
2. Die Stadt Münster beteiligt sich verstärkt an de m integrierten Landesprogramm „Starke 
Quartiere – Starke Menschen“. 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, weitere 
 Anträge zu den einzelnen und für Münster 
geeigneten Förderbereichen beim Land zu stellen. 
 
Begründung: 
Stadtwachstum bietet Chancen – stellt aber auch vie le neue Anforderungen an die 
Stadtentwicklung  
Münster erlebt als wachsende Stadt viele unterschie dliche und zum Teil tiefgreifende 
strukturelle Veränderungen. Einige Beispiele:  
- Innerstädtische und stadtnahe Wohnquartiere mit gr oßem Wachstumsdruck und 
stagnierende Wohnquartiere in den äußeren Stadtteil en driften sozial und 
ökonomisch auseinander.  
- wirtschaftlicher Strukturwandel und neue Dienstlei stungsangebote greifen in 
Wohnbedingungen der Einwohner von Innenstadtquartie ren mehr als nur graduell 
ein. 
- Trotz überdurchschnittlicher Wohnungsbauzahlen zei gt sich ein zunehmender 
Mangel an preiswerten Wohnraum; er droht in vielen innerstädtischen Quartieren mit 
wirtschaftlichen Verdrängungsprozessen und sozialer Entmischung. 
Die kontinuierliche Zunahme der Einwohnerzahl und d as damit verbundene Wachstum von 
Arbeitsplätzen erhöhen den Druck auf die Stadt und ihre Bewohner*innen: Das 
Stadtwachstum schafft spezifische Wachstumsprobleme , die sich in den einzelnen 
Quartieren der Stadt ganz unterschiedlich auswirken.  
Zudem steht auch die soziale Infrastruktur vor neue n Herausforderungen. Viele Angebote 
vor Ort müssen erweitert oder konzeptionell weitere ntwickelt werden oder völlig neue 
kommen hinzu. Quartiere sind immer auch Orte der sozialen Vielfalt: Quartiere zeichnen sich 
immer durch verschiedene Lebensformen und soziale G ruppen aus. Unterschiede und 
Toleranz sind Teil des Alltags 
Inklusion und Barrierefreiheit sind dabei grundlege nde Gestaltungsprinzipien, die nicht 
zuletzt aufgrund der UN-Behindertenrechtskonvention  und den Anforderungen durch den 
demografischen Wandel Eingang in die Quartiersentwicklung finden müssen.  
Bündnis 90/Die Grünen/GAL  
Ratsfraktion Münster 
 
Windthorststr. 7 
48143 Münster 
 
Fon: 0251 / 8 99 58 10 
ratsfraktion@ gruene-muenster.de 
www.gruene -muenster.de 
„Starke Quartiere – Starke  Menschen “

Schließlich bedarf es der Entwicklung neuer zeitgem äßer Versorgungskonzepte, mit denen 
die Selbstbestimmung der Menschen in den Wohnquarti eren gesichert werden kann, wenn 
z.B. Pflege- und Unterstützungsbedarf besteht. Für „lebendige“ Quartiere, ist dabei auch ein 
guter Generationen-Mix, das Zusammenleben von Jung und Alt notwendig. Deshalb ist für 
eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung nicht  nur eine alters- und behindertengerechte 
Gestaltung wichtig, sondern auch eine familien- und  kindgerechte Ausrichtung der 
Lebensorte. Dies gilt besonders auch für die Gebiet e, die besonders von einem Rückgang 
junger Menschen an der Bevölkerung betroffen sind. Nur durch eine Infrastruktur, die auch 
eine Attraktivität für Familien und junge Menschen besitzt, lässt sich der wichtige 
Generationen-Mix vor Ort auf Dauer sichern. Hierzu sind auch generationenübergreifende 
Konzepte wichtig. 
Quartiersentwicklung, Quartierskonzepte und Quartie rsmanagement – neue Konzepte 
für Städte in der Veränderung  
Mit dem demografischen und sozialen Wandel sowie Mo dernisierungsnotwendigkeiten sind 
zahlreiche Anforderungen für die Wohnraum- und Nahv ersorgung, Infrastrukturausstattung 
und Daseinsvorsorge, die Stadterneuerung sowie die Kinder-, Familien-, Bildungs-, Schul-, 
Arbeitsmarkt-, Sozial- und Integrationspolitik wie auch der Umweltpolitik verbunden. Zugleich 
gilt es die Anforderungen eines inklusiven Gemeinwesens mit einzubeziehen. 
Die Beachtung 
 dieser sozialen, demografischen, wirtschaftlichen, baulichen, 
umweltbezogenen und anderen Entwicklungen führt daz u, dass das „Quartier“ als 
Betrachtungs- und Handlungsebene in Kommunen wachse nde Bedeutung gewinnt. Das gilt 
sowohl aus der Sicht der dort lebenden und arbeiten den Menschen, die auf veränderte 
Lebens- und Wohnbedingungen in der direkten Umgebun g ihrer Wohnung, Hauses oder 
Arbeitsplatzes sehr sensibel reagieren, als auch fü r die Kommune als Träger der örtlichen 
Daseinsvorsorge. Für beide gilt das Quartier als besonders beziehungsreiches und wichtiges 
Umfeld.  
Stichworte wie Gentrifizierung, Segregation, Lärmbe lastung oder Leerstand, Stadtbrache 
und Verslumung bezeichnen strukturelle Verschlechte rungen in „benachteiligten 
Stadtquartieren“, denen Gemeinden durch vielfältige  Maßnahmen entgegenzuwirken 
versuchen. Umgekehrt fördern Gemeinden, quartiersbe zogene Aufwertungs- und 
Erneuerungsprozesse wirtschaftlicher und baulicher Art, die mit dem Zuzug neuer 
Bevölkerungsschichten einhergehen, nach Kräften. Du rch Investitionen in Infrastruktur und 
gemeindliche Angebote in den Bereichen Bildung, Kul tur, Freizeit usw. versuchen sie, die 
Revitalisierung zu stabilisieren.  
Auch die anhaltende Zuwanderung von Flüchtlingen na ch Deutschland stellt die Städte nicht 
nur gesamtstädtisch vor Probleme der Unterbringung und Integration. Sie verlangt ebenso 
nach quartiersbezogenen Konzepten und Maßnahmen, oh ne die die Aufnahme und 
Integration der Neubürger*innen in ihre Umgebung ni cht oder nur mit Widerstand gelingen 
wird.  
Quartiere für alle Generationen  
Quartiersentwicklung, Quartierskonzepte und ein int egriertes Quartiersmanagement stellen 
neue und innovative Strategie der Stadterneuerung d ar. Ihr konzeptioneller Ansatz ist ein 
ganzheitlicher. Vielfältige Instrumente der gemeindlichen Daseinsvorsorge werden gebündelt 
und auf das Quartier als Teilbereich der Stadt fokussiert. Quartiersmanagement erscheint als 
eine kommunale Art des „Social Engeneering“.  
Entwicklung und Management auf der Ebene von Quarti eren helfen sowohl Städten mit 
prosperierender Wirtschaft und Einwohnerzuwachs, al s auch Gemeinden, die durch 
Wegzug, Leerstand und sozioökonomische Problemlagen  belastet werden. Zudem geht es 
darum die Infrastruktur auf die zeitgemäßen Anforde rungen einer inklusiven 
Stadtgesellschaft auszurichten. Im Unterschied zu d en bereits seit den 1960er Jahren 
gebräuchlichen Strategien der Stadterneuerung, besonders den klassischen städtebaulichen 
Sanierungen, stehen bei der Quartiersentwicklung un d dem Quartiersmanagement

städtebauliche und bodenordnende Maßnahmen nicht im  Vordergrund. Sozialpolitisch 
orientierte Instrumente der städtebaulichen Erneuer ung, insbesondere das Programm 
„Soziale Stadt“, können demgegenüber als Vorläufer und als Prototypen der 
Quartiersentwicklung und des Quartiersmanagements a ngesehen werden. Sie nutzen die 
gesamte Bandbreite der kommunalen Handlungsmöglichk eiten, von sozialpolitischen 
Instrumenten, über wohnungswirtschaftliche Aktivitä ten bis hin zu Maßnahmen des 
Immissionsschutzes und der Schaffung kultureller Angebote. Vorbereitung und Durchführung 
verlangen nach interdisziplinären Arbeitsweisen inn erhalb der Verwaltung, vorzugsweise 
durch Projektorganisation geleistet werden kann. 
Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Strat egien der Stadterneuerung und der 
Stadtentwicklung besteht darin, dass Quartiersentwi cklung und Quartiersmanagement 
bewusst als „Bottom-Up“-Prozesse und nicht „Top-Down“ angelegt werden. Bei der Definition 
von Zielen, Projekten, der Aufstellung von Konzepte n und auch beim Management sollen 
Bewohner, Nutzer, Gewerbetreibende bzw. ihre Vertre ter in Initiativen, Gruppen und 
Vereinen maßgeblich mitbeteiligt werden. Durch Dialog, Austausch und Partizipation können 
die Potenziale und Energien, die durch das Aufeinan dertreffen und Ineinanderwirken der 
unterschiedlichen Lebenswelten entstehen, genutzt w erden für eine positive 
Gebietsentwicklung. Im Idealfall entwickeln „Bewohn er*innen und Zivilgesellschaft“ das 
Leitbild der Quartiersentwicklung und organisieren den Managementprozess mit 
Unterstützung der Stadt. Dabei wird das Leitbild au ch mitgeprägt von einer „inklusiven“ 
Sozial- und Quartiersplanung.  
Quartiersentwicklung, Quartierskonzepte und Quartiersmanagement für Münster 
Münster sollte deshalb verstärkt quartiersbezogene Planungs- und Managementkonzepte 
nutzen. Dabei sollten die Erfahrungen aus dem Proje kt „Soziale Stadt“ und darüber hinaus 
von Städten mit einbezogen werden, die bereits über  weitergehende praktische Erfahrungen 
der Quartiersentwicklung und des Quartiersmanagements bei der Stadterneuerung verfügen, 
wie zum Beispiel Wuppertal, Bamberg oder in einigen  Berliner Bezirken. Hier gilt es in 
Münster Leitbilder für Quartiersentwicklung und Qua rtiersmanagement in den einzelnen 
Stadtteilen zu entwickeln. Darüber hinaus ist auch eine weitergehende ressortübergreifende 
Stadt- und Quartiersplanung notwendig. Mit Quartier skonzepten soll dabei eine integrierte 
und gemeinsame, aufeinander abgestimmte Sozial-, Wo hn- und Stadtplanung erfolgen.  
Die Stadt Münster selbst ist mit der Erarbeitung de s „Masterplans Quartier“ bereits 
bundesweit beispielhaft in die Entwicklung eines Qu artierskonzeptes eingestiegen, mit dem 
die soziale Infrastruktur zukunftsgerecht gestaltet  werden und die Angebote in den 
Stadtquartieren insbesondere für Menschen mit Pfleg e- und Unterstützungsbedarf eine 
umfassende Versorgungssicherheit bieten sollen. Der  Masterplan Quartier Münster (zur 
Versorgungssicherheit vom Menschen mit Pflege und U nterstützungsbedarf), der eine 
Grundlage für ein gesamtstädtisches Konzept bieten soll, befindet sich derzeit in der 
Erarbeitung. 
 Diese Arbeit gilt es zu verstetigen und kontinuierl ich auf die Stadtquartiere zu 
übertragen. 
Landesprogramm „Starke Quartiere – Starke Menschen“ 
Das 2015 ins Leben gerufenes integrierten Landespro gramm „Starke Quartiere – Starke 
Menschen“ soll die Kommunen dabei unterstützen, für  die benachteiligten Stadt- und 
Ortsteile, in denen sich ökonomische, soziale, demo grafische, städtebauliche und 
ökologische Probleme konzentrieren, ein integrierte s Handlungskonzept zu entwickeln, 
dieses in eine systematische Präventionsstrategie e inzubetten und umzusetzen. Mittel dazu 
sind integrierte Handlungskonzepte. Sie sollen syst ematische Präventionsstrategien 
ermöglichen.  
Das Programm bündelt Förderzugänge, konkret der NRW-EU Programme des Europäischen 
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Europäi schen Sozialfonds (ESF) und des 
Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie 
weiteren nationalen und landesweiten Aktivitäten fü r die Jahre 2014 bis 2020. Für NRW

stehen für die Förderung von benachteiligten Quarti eren und Ortsteilen bis 2020 rund 175 
Millionen Euro zur Verfügung. Dazu kommen in gleich er Höhe Mittel der nationalen 
Kofinanzierung aus Bundes- und Landesmitteln und au s Mitteln von Kommunen, Vereinen 
und Privaten.  
Die Förderkulisse dieser Mittel ist weitgespannt. Z .B. können früh ansetzende Hilfen für 
Kinder, Jugendliche und Familien, der Auf- und Ausb au sozialer Präventionsketten ebenso 
bezuschusst werden wie der Ausbau von Jugendwerkstä tten, die Entwicklung 
altersgerechter Quartiere, die baulichen Maßnahmen im Wohnungsbestand wie auch zur 
Verbesserung des öffentlichen Raums und des Wohnumf eldes. Förderfähig sind auch 
Maßnahmen für die ökologische Verbesserung und die energetische Erneuerung von 
Quartieren. Bevorzugt werden kommunale Projekte gef ördert, die einen Modell- oder 
Vorbildcharakter haben. 
Mit dem sog. Stadtentwicklungskredit als neuem Fina nzierungsinstrument können zudem für 
privatwirtschaftliche Investitionen in schwierigem Investitionsumfeld passgenaue 
Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet werden. 
Integrierte Handlungskonzepte können fortlaufend ab  der Veröffentlichung des 
gemeinsamen Aufrufs der Programme des EFRE, des ELE R und des ESF eingereicht 
werden. Der Aufruf erfolgte am 10. Februar 2015. Di e für die Auswahl von zu fördernden 
Projekten zuständige Interministerielle Arbeitsgruppe tagt bedarfsgerecht entsprechend dem 
Antragseingang. Der Projektaufruf der Landesregierung NRW liegt diesem Antrag als Anlage 
bei. 
Die Stadt Münster nutzt bereits einzelne Förderprog ramme aus dem integrierten 
Landesprogramm wie den Masterplan altengerechte Qua rtiere NRW oder Maßnahmen aus 
dem Wohnungsbauförderprogramm oder weitere Programm e. Darüber hinaus sollten die 
Fördermöglichkeiten der einzelnen Programmbereiche noch intensiver genutzt werden. 
Hierzu ist zu prüfen welche Programme zur Umsetzung  in Münster noch zusätzlich gut 
geeignet sind und genutzt werden können. 
Potentielles Fördergebiet Münster-Coerde 
Coerde ist ein kulturell sehr bunter Stadtteil. Wie  der Statistik 
1 zu entnehmen ist, liegt der 
Ausländeranteil und der Anteil der Bevölkerung mit Migrationsvorgeschichte im Vergleich zur 
gesamten Stadt Münster mehr als doppelt so hoch. Co erde ist zudem ein sehr kinderreicher 
Stadtteil mit vielen Großfamilien und alleinerziehe nden Eltern. Über 60% der Familien 
erhalten Sozialleistungen. Diese Daten belegen wie vielschichtig, wichtig und notwendig 
vernetzte Hilfsangebote sind und dauerhaft sein werden, um den Stadtteil zukunftsgerecht zu 
machen. 
Im Rahmen der Präventionskette sind bereits Kooperationsstrukturen im Quartier vorhanden, 
die es zu stärken, auszubauen und an deren bisherig e Erfolge es anzuknüpfen gilt, um alle 
Chancen für Kinder und Jugendliche von Anfang an si cherzustellen. Bestehenden Mängeln 
in der städtebaulichen Situation und bei den Wohnungsqualitäten ist aktiv entgegenzuwirken, 
um einen zukunftsfähigen Wohnstandort zu schaffen. Das Zentrum von Coerde 
(Coerdemarkt-Hamannplatz) beispielsweise muss mit B ürgerbeteiligung als attraktiver Platz 
mit hoher Aufenthaltsqualität  und als soziale und kulturelle Mitte entwickelt werden. 
 
                                                 
1 siehe http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/zahlen.html

http://www.efre.nrw.de/0_2_Aktuelles/2015_02_10_Aufruf_Quartiersentwicklung/Aufruf_Praeventive_Quartiersent 
wicklung.pdf  
 
Münster-Coerde ist somit prädestiniert als erstes Fördergebiet. 
 
Weitere Erläuterungen zum Antrag erfolgen mündlich. 
 
Jutta Möllers  
Otto Reiners 
Gerhard Joksch 
Harald Wölter  
 
Helga Bennink 
Susanne Dähne 
Christoph Kattentidt 
Annette Kemper 
 
Raimund Köhn 
Jörn Möltgen 
Dr. Didem Ozan 
Carsten Peters 
 
Pascal Powroznik 
Sylvia Rietenberg 
Tim Rohleder 
Dr. Rita Stein-Redent

Fraktion in der 
Bezirksvertretung 
Münster-West 
Mitglieder der SPD-Fraktion: 
Beate Kretzschmar, Vorsitzende 
Stephan Brinktrine 
Raimund Köster 
Elke Kraut-Kleinschmidt 
Nico Schmitz 
Herrn 
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster – West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 Münster 
A-W/0016/2016 
Mecklenbeck – lebenswerter und wachsender Stadtteil im Westen 
Die Bezirksvertretung möge beschließen: 
Die Verwaltung wird beauftragt, in Mecklenbeck alle Möglichkeiten zur kurz-, mittel- und 
langfristigen Ausweisung neuer Baugebiete zu prüfen und diese der Bezirksvertretung 
vorzustellen. 
Begründung: 
In Mecklenbeck – wie in ganz Münster – werden aktuell und in der Zukunft zahlreiche neue 
Wohnungen bzw. Häuser benötigt. Um das vom Herrn Oberbürgermeister ausgegebene Ziel 
von 6200 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2020 zu erreichen, sollten umgehend alle 
verfügbaren Möglichkeiten für die Ausweisung neuer Baugebiete geprüft werden. 
Um in einen kontinuierlichen Prozess für die ständig wachsende Stadt Münster zu gelangen, 
sollten im beliebten Stadtteil Mecklenbeck mit seinen sehr guten Einkaufs- und 
Freizeitmöglichkeiten dabei kurz-, mittel- und langfristig laufend neue Baugebiete 
ausgewiesen werden. 
Dabei sollten insbesondere die Bedürfnisse von jungen Familien und das barrierefreien 
Wohnen im Alter im Zentrum der Bemühungen stehen. Es gilt folglich, die verkehrliche 
Anbindung sowie die Versorgung mit Kita-Plätzen (Ziel des Oberbürgermeisters: 2000 neue 
Plätze bis 2020) im Blick zu behalten. 
Für die Fraktion: 
Nico Schmitz

A-W/0038/2015 
CDU-Fraktion in der BV West 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
An den 
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster – West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 M ü n s t e r 
Münster, den 22.9.2015 
Die Verwaltung prüft, ob und unter welchen Voraussetzungen es möglich ist, das 
Sportgelände der DJK SC Nienberge einschließlich Festplatz auf das Wiesengrundstück, 
das zur rechten Seite der Mehrzweckhalle an der Feldstiege gelegen ist, zu verlagern. Dabei 
ist zu berücksichtigen, das
s für den Schützenverein und den Musikzug Nienberge ein 
Festplatz mit eingeplant wird und dass ein neues Vereinsgebäude mit mehrgliedrigen Tanz- 
und Gymnastikräumen verbunden mit einer neuen energetisch sinnvollen Halle errichtet 
werden soll. Der Flächenbedarf für die DJK SC Nienberge ändert sich nicht. 
Das bisher von der  DJK SC Nienberge genutzte Gelände soll der Wohnbebauung dienen. 
Begründung: 
1.) Eines der wichtigsten Ziele der Stadt Münster ist für die nächsten Jahre, Wohnraum 
für die erwarteten neuen Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Die Stadt Münster ist zurzeit 
die Stadt, die am schnellsten in Deutschland wächst. Auch Nienberge als ältester Stadtteil 
Münsters soll an dieser positiven Entwicklung teilhaben. Die Besonderheit des Stadtteils ist, 
dass
 er weder in Richtung A1 und B54 noch entlang der Hagelbachstiege (wegen der Nähe 
zum Naturschutzgebiet) wachsen kann . Für Nienberge ist ein Wachstum in der Nähe des 
Zentrums u nd der Kirchen (katholische und evangelische), wo bereits Infrastruktur 
vorhanden ist und auch eine Versorgung mit dem ÖPNV bereits besteht (Linie5) , 
erstrebenswert. 
2.) D ie Sportausübung hat sich in den letzten 30 Jahren verändert. So besteht heute bei 
der DJK SC Nienberge eine deutlich höhere Nachfrage nach individueller Sportausübung wie 
z.B. Tanz, Bauch-Beine- Po- oder Herrengymnastik. Dafür werden zusätzliche kleingliedrige
Räume einschließlich eines Physioraum benötigt.

A-W/0038/2015 
CDU-Fraktion in der BV West 
 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
 
Bei dieser Gelegenheit könnten die Vereinsheime der verschiedenen Abteilungen 
zusammengelegt werden. 
 
3.) Der Festplatz vor der jetzigen Halle soll so verlegt werden, dass von ihm weniger 
Schallemissionen zur Wohnbebauung abgegeben werden. Dieser Platz ist wichtig für die 
traditionellen Schützenfeste (St. Jakobi und St. Sebastian Schützenbruderschaften). 
Außerdem organisiert der Musikzug alle 2 Jahre ein Oktoberfest, das in einem 1000 Mann 
Zelt gefeiert wird. Dies könnte auch in der Halle geschehen. 
 
 
Gezeichnet 
Bernd Krekeler 
Peter Hamann 
Christian Hinzmann 
Thomas Lilge 
Christa Neugebauer 
Nils Schapler 
Peter Wolfgarten 
Markus von Diepenbroick-Grüter

CDU Bezirksvertretung Münster- West 
 
 
An den  
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster-West 
Herrn Stephan Brinktrinne 
Pantaleonplatz 7 
48161 Münster 
         A-W/0011/2016 
 
                                                Münster, 24.1.2016 
 
Prüfantrag über Wohnbebauung in Nienberge, Wiese am Hof Theiken 
 
 
 
Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt, 
 
zu prüfen, ob eine Wohnbebauung auf der Freifläche hinter dem Wald, Am 
Braaken’ entlang des Lärmschutzwalls der A1 bis zur Hagelbachstiege möglich  
oder zum Teil möglich ist und welche Maßnahmen dazu erforderlich sind. 
 
 
Begründung: 
Der Stadtteil Nienberge soll weiter wachsen, damit seine Infrastruktur erhalten 
und gemäßigt ausgebaut werden kann. Hierbei ist es wichtig herauszufinden, 
wo sich noch Möglichkeiten einer Wohnbebauung befinden. Das Potenzial  ist 
durch die Autobahn A1 und durch die B54  eingeschränkt, aber auch der Natur-
und Landschaftsschutz sowie Gewerbeflächen lassen ein Wachstum kaum zu.  
 
 
Gezeichnet: 
Bernd Krekeler                        Thomas Lilge 
Christa Neugebauer                Peter Hamann 
Nils Schappler                          Christian Hinzmann 
Peter Wolfgarten                    Markus v.Diepenbroick-Grüter

CDU-Fraktion in der BV West 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
 
 
 
An die 
Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Münster – West 
Frau Elisabeth Westrup 
Pantaleonplatz 7 
48161 M ü n s t e r 
 
 
 
         Münster, 21.01..2014 
 
 
 
 
Die Verwaltung möge prüfen, ob ein Masterplan für da s Gebiet westlich Havixbecker 
Straße und südlich Im Rüschenfeld aufgestellt werden kan n. Ziel ist dort 
Wohnbebauung in angepasster Form zu verwirklichen. Hierb ei müssen 
Möglichkeiten zur Erweiterung der angrenzenden Sportflä chen berücksichtigt 
werden. 
Vor dem Hintergrund, dass dieses Gebiet gut an bestehend e Infrastrukturen 
anknüpfen kann (Schulzentrum, Kitas, Nahversorgung, Sport flächen fußläufig 
erreichbar), sollte die Erstellung zeitnah erfolgen, um   der aktuellen Wohnungsnot in 
Münster entgegenzuwirken. 
 
 
 
 
gezeichnet: 
 
Angela Stähler 
Bernd Krekeler 
Peter Hamann 
Christian Hinzmann 
Ingeborg Hißmann 
Andreas van der Meulen 
Peter Wolfgarten 
Elisabeth Westrup

Beschlussvorlage

21334 Zeichen

V/0929/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Anträge zur Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten bzw. Durchführung von 
Stadtteilentwicklungswerkstätten 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
15.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
17.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
17.11.2016 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
24.11.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Entscheidung 
 
 
Begründung: 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohne n nimmt den in der 
Anlage 1 vorgelegten Stadtteil -Indikatoren-Vergleich bzgl. der vorliegenden Anträge und An-
regungen zur Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten bzw. Durchführung von Stad t-
teilentwicklungswerkstätten (Anlage 2) zur Kenntnis. 
 
2. Auf der Grundlage dieses Stadtteil-Indikatoren-Vergleichs wird die Verwaltung beauftragt: 
 
2.1. für den Stadtteil Coerde im Jahr 2017 ein integriertes Handlungskonzept als han d-
lungsleitenden Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung von Coerde zu e r-
stellen u nd Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung zu prüfen und 
ggf. entsprechende Förderanträge vorzubereiten. Sofern dazu formale Voraussetzu n-
gen zu schaffen sind, z.B. ein entsprechender Gebietsbezug gem. BauGB , sind die 
entsprechenden Unterlagen zeitnah zu erstellen. 
 
2.2. für den Stadtteil Albachten im Jahr 2017 eine Zukunftswerkstatt im Rahmen der b e-
reits eingeleiteten 64. und 75. Änderung des Flächennutzungsplanes durch die Ve r-
waltung durchzuführen. 
 
2.3. für den Stadtteil Amelsbüren im Jahr 2017 eine Zukunftswerkstatt in Zusammenarbeit 
mit einem externen Planungsbüro durchführen zu lassen. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0929/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Popken 
Ruf: 
492 61 82 
E-Mail: 
PopkenF@stadt-muenster.de  
Datum: 
03.11.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0929/2016 
3. Der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen nimmt zur Kenn t-
nis, dass für die Stadtteile Mecklenbeck, Nienberge  und Roxel im Jahr 2017 von der  Verwal-
tung keine Stadtteilrahmenpläne oder Stadtteilentwicklungskonzepte erarbeitet bzw. Stadttei-
lentwicklungswerkstätten durchgeführt werden. Abhängig vom Ergebnis der laufenden „Pl a-
nungswerkstatt 2030“ zur langfristigen Ausweisung von weiteren Wohnbauflächenpotenzialen 
in der Stadt Münster werden im Rahmen von ggf. in diesen Stadtteilen dann erforderlich wer-
dender Flächennutzungsplan -Änderungsverfahren weitere Bürgerbeteiligungsprozesse 
durchgeführt. 
 
4. Mit den Beschlüssen zu Zf. 2. und Zf. 3. sind die nac hfolgenden Anträge und Anregungen er-
ledigt: 
 
- Antrag der CDU-Fraktion in der BV Münster -West vom 02.11.2015 (A -W/0049/2015) „Zu-
kunftswerkstatt Albachten“ 
 
- Anregung gem. § 24 GO des Gewerbe - und Handwerkervereins Amelsbüren vom 
18.02.2016 (Anregung Nr. 2016 -00022) „Zukunftswerkstatt Amelsbüren“  an die Bezirk s-
vertretung Münster-Hiltrup 
 
- Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 07.04.2016 (A -R/0015/2016) „Er-
stellung eines Integrierten Handlungskonzeptes für Coerde“ (der Antrag wurde in der Si t-
zung d es Rates am 11.05.2016 an den Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, 
Verkehr und Wohnen verwiesen) 
 
- Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL vom 03.05.2016 (A -R//0023/2016) 
Fördergebiet „Starke Menschen - starke Quartiere“ in Coerde (der Antrag wurde in der 
Sitzung des Rates am 11.05.2016 an den Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, 
Verkehr und Wohnen verwiesen) 
 
- Antrag der SPD -Fraktion in der BV Münster -West vom 15.02.2016 (A -W/0016/2016) 
„Ausweisung neuer Baugebiete in Mecklenbeck“    
 
- Antrag der CDU-Fraktion in der BV Münster-West vom 22.09.2015 (A-W/0038/2015) „Ver-
lagerung des Sportgeländes und des Festplatzes in Nienberge“   
 
- Antrag der CDU -Fraktion in der BV Münster -West vom 24.01.2016 (A -W/0011/2016) 
„Entwicklung einer Wohnbebauung am Hof Theiken in Nienberge“  
 
- Antrag der CDU -Fraktion in der BV Münster -West vom 21.01.2014 (A -W/ 0002/2014) 
„Aufstellung eines Masterplans westlich der Havixbecker Straße in Roxel“ 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes für den Stadtteil Coerde im Jahr 2017 durch 
die Verwaltung erfordert zunächst keine Bereitstellung von Haushaltsmitteln. Sollten ggf. zu einem 
späteren Zeitpunkt auf Grundlage des integrierten Handlungskonzeptes Anträge auf Städtebaufö r-
derung gestellt werden, wird über die Bereitstellung der erforderlichen Eigenmittel der Stadt Münster 
der Rat im Rahmen der Beschlussfassung über den jährlichen Haushaltsplan unter Berücksicht i-
gung der zum Zeitpunkt der Beschlussfassung gegebenen Haushaltslage der Stadt entscheiden. 
 
Bezüglich der Durchführung einer Zukunftswerkstatt für den Stadtteil Amelsbüren im Jahr 2017 in 
Zusammenarbeit mit einem externen Planungsbüro können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine ko n-
kreten Angaben bzgl. der anfallenden Kosten gemacht werden.

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V/0929/2016 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen in Höhe von 15.000 € sind im Haushaltspla n-
entwurf 2017 unter der Produktgruppe 09.01. zum Produkt 3 “Rahmenpläne Stadtteile“ vera n-
schlagt. 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass 
der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2017 bzw. der mittelfristigen Ergebnis - und Finanzpla-
nung die Ermächtigung bereitstellt. 
 
 
Begründung: 
 
Dem Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung liegt eine Reihe von Anträg en ver-
schiedener Bezirksvertretungen bzw. eine Anregung nach § 24 GO NRW vor, mit dem Ziel Stadtteil-
rahmenpläne und integrierte Handlungskonzepte zu erarbeiten oder Zukunftswerkstätten für Stadt-
teile durchzuführen (vgl. Anlage 2).  
 
Aufgrund der Vielzahl d ieser Anträge und Anregungen hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadt pla-
nung, Verkehrsplanung anhand der unten dargestellten Kriterien eine n Stadtteil-Indikatoren-
Vergleich (siehe Anlage 1) erstellt, anhand dessen eine Priorisierung für die Bearbeitung der vorlie-
genden  Anträge und Anregungen durch den Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Ve r-
kehr und Wohnen (ASSVW) mit dieser Vorlage vorgenommen werden kann.  
 
Folgende Kriterien wu rden für die Bewertung der vorliegenden An träge und Anregungen herang e-
zogen: 
 
- Bevölkerungsindikatoren (Einwohner im Stadtteil, prognostizierte Bevölkerungsentwicklung) 
 
- Sozialindikatoren (Anteil der Jugendlichen  und der Menschen über 65 Jahre , Ausländeranteil 
und SGB II – Empfänger) 
 
- Städtebauliche Indikatoren (Bautätigkeit und Anzahl der Flüchtlingsunterkünfte) 
 
- Infrastrukturindikatoren (Anzahl der Schulen, Alteneinrichtungen, Verkaufsfläche pro Ei nwoh-
ner) 
 
- Auswertung der Bürgerumfrage  (Einschätzung der Bürger schaft zum Attrakt ivitätsverlust ihres 
Stadtteils) 
 
 
Aufgrund des Stadtteil-Indikatoren-Vergleichs spricht die Verwaltung die nachfolgenden Empfehlun-
gen aus. 
 
 
A) Albachten 
 
Für Albachten  liegt ein Antrag der CDU -Fraktion in der BV Münster -West vom 02.11.2015 (A -
W/0049/2015) „Zukunftswerkstatt Albachten“ vor, mit den Kerninhalten: 
- Ausweisung neuer Wohnbauflächen 
- Anpassung der Infrastruktur 
- Integration von Flüchtlingen 
 
In Albachten sind gem. Baulandprogramm 2016 - 2025 umfangreiche Wohnbauflächenaktivierungen 
und Flächensicherungen vorgesehen, die deutlich über den en dogenen Bedarf des Stadtteils hi n-
ausgehen. Somit wird Albachten einen erheblichen Beitrag zur Lösung des gesamtstädtischen Defi-
zits an neuen Wohngebieten leisten. Im Rahmen der weiteren Entwicklung der neuen Wohngebiete 
sind auch die Frage n der damit verbundenen erforderlichen Infrastruktur (z.B. Schulbedarfe, KiTa -
Bedarfe, Erweiterung von Versorgungsangeboten)  im Rahmen der bereits eingeleiteten 64. Ände-

- 4 - 
V/0929/2016 
rung (Bereich Albachten - Südlich der Weseler Straße / östlich Hohe Geist ) und 75. Änderung (Be-
reich Albachten - Südlich Eisenbahnstrecke Münster - Wanne-Eickel / Steinbrede) des Flächennut-
zungsplans zu klären und mit der im Stadtteil interessierten Bevölkerung zu erörtern. 
 
Die Bevölkerungsindikatoren für Albachten sind größtenteils unauffällig. Der Arbeitslosenanteil (2,97 
%) und der Ausländeranteil (8,42 %) sind moderat. Lediglich die durchschnittliche Haushaltsgröße 
(2,4 Personen) und der Anteil unter 18-Jähriger (22,45 %) fallen vergleichsweise hoch aus.  
Laut der Bürgerumfrage 2015 sagen 15 % der befragten Bewohnerinnen und Bewohner aus Albach-
ten, dass der Stadtteil aus ihrer Sicht nicht besonders attraktiv ist. Der Vergleichswert für die G e-
samtstadt Münster beträgt 8  %. Als attraktiv bewerten ledi glich 52 % der Befragten d en Stadtteil. 
Der Vergleichswert für die Gesamtstadt liegt bei 59 % . Zudem sagen 19  % der Befragten, dass A l-
bachten attraktiv war, jetzt aber nicht mehr ist (Vergleichswert Stadt Münster 11 %).  
Die Bewertung der Einkaufsmöglichkeiten in der Bürgerumfrage 2015 weist mit einem Wert von 2 .8 
einen unterdurchschnittlichen Wert (gesamtstädtischer Wert 2.2) auf.  
 
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: 
Für Albachten soll im Jahr 2017 eine Zukunftswerkstatt im Rahmen der bereits eingeleiteten 64. 
und 75. Änderung des Flächennutzungsplanes durch die Verwaltung durchgeführt werden 
 
 
B) Amelsbüren 
 
Für Amelsbüren liegt  eine Anregung gem. § 24 GO des Gewerbe - und Handwerkervereins vom 
18.02.2016 (Anregung Nr. 2016 -00022) „Zukunftswerkstatt Amelsbüren“ an die Bezirksvertretung 
Münster-Hiltrup vor, mit den Kerninhalten: 
- Belebung des historischen Ortskerns 
- Stärkung des Stadtteilimages 
- Stärkung der Freizeit- und Erholungsfunktionen 
 
Auch für Amelsbüren sind gem. Baulandprogramm 2016 - 2025 umfangreiche Wohnbauflächenakti-
vierungen und Flächensicherungen vorgesehen, die deutlich über den endogenen Bedarf des Stadt-
teils hinausgehen  und die entsprechende Infrastrukturbedarfe erzeugen. Auch Amelsbüren wird 
damit einen nennenswerten Beitrag zur ge samtstädtischen Deckung des erforderlichen Bedarfs  an 
neuen Wohnbaugebieten leisten.  
 
Amelsbüren weist einige Auffälligkeiten bei den Bevölkerungsindikatoren auf. Der Anteil der Hau s-
halte mit fünf und mehr Personen ist im Vergleich der betrachteten Stadtteile am höchsten (7,37 %). 
Ebenso sind der Jugendquotient mit 22,3 3 % und die Jugendarbeitslosigkeit mit 9,83  % leicht e r-
höht. Der Stadtteil stellt 290 Wohnplätze für Fl üchtlinge, verteilt auf sechs Un terkünfte, zur Verfü-
gung. Dieser Wert ist im Vergleich der betrachteten Stadtteile der Spitzenwert.  
Die Bürgerumfrage 201 5 zeigt auf die Frage nach der Attraktivität des Stadtteils eine unter -
durchschnittliche Bewertung im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt bzw. auch anderer  A u-
ßenstadtteile. Während für die Gesamtstadt 59 % der Befragten sagen, dass die Stadt a ttraktiv ist, 
bewerten nur 49% der Befragten ihren Stadtteil Amelsbüren als attraktiv. 15% der Befragten s agen 
aus, dass Amelsbüren früher attraktiv war, es jetzt aber nicht mehr ist. Der Vergleichswert für die 
Gesamtstadt beträgt lediglich 1 1 %. Nur 9 % der Befra gten stellen eine Attraktivitätssteigerung im 
Vergleich zum vorher negativ bewerteten Stadtteil fest.  
Die Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil wurden mit dem zweitschlechtesten Wert aller betrachteten 
Stadtteile mit einem Wert  / einer Note von 3.9 bewertet; die Durchschnittsnote für die G esamtstadt 
Münster beträgt 2.2. 
Auch der Versorgungsgrad mit Spielplätzen (87  %) ist der geringste im Vergleich der b etrachteten 
Stadtteile.  
Die in der vorliegenden Anregung zu Amelsbüren angeführten  inhaltlichen Aspekte, z.B. die Bele-
bung durch eine Attraktivitätssteigerung des Ortskerns, decken sich im Wesentlichen mit den nega-
tiven Ergebnissen der Bürgerumfrage zu den genannten Aspekten in Amelsbüren.

- 5 - 
V/0929/2016 
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: 
Für Amelsbüren soll in der ersten Hälfte des Jahres 2017 eine Zukunftswerkstatt in Zusammenarbeit 
mit einem externen Planungsbüro mit entsprechenden Erfahrungen in städtebaulichen und komm u-
nikativen Beteiligungsprozessen durchgeführt werden. Hierfür wurden für den Haushalt splan 2017 
die o.g. Haushaltsmittel bereits veranschlagt. 
 
 
C) Coerde 
 
Für Coerde liegen zwei Anträge vor, die in der Sitzung des Rates am 11.05.2016 an den Ausschuss 
für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen verwiesen wurden: 
 
1. Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 07.04.2016 (A-R/0015/2016) „Erstel-
lung eines Integrierten Handlungskonzeptes für Coerde“ mit dem Kernzielen: 
- Verbesserung der Wohn- und  Lebenssituation  
- Partizipation aller Alters-und Herkunftsgruppen 
 
2. Antrag der Ratsfraktion Bündnis 9 0/Die Grünen/GAL vom 03.05.2016 ((A -R//0023/2016), 
Fördergebiet „Starke Menschen - starke Quartiere“mit den Kernzielen: 
-  Verbesserung der städtebaulichen und der Wohnqualität 
- Attraktivitätssteigerung des Hamannplatzes 
- Schaffung einer kulturellen und sozialen Mitte 
 
Für Coerde sind im Baulandprogramm 2016 - 2025 keine weiteren neuen Wohnbaugebiete enthal-
ten. 
Die Bevölkerungsindikatoren weisen in Coerde vielfach h erausfallende Werte auf. Soziale Proble-
matiken erg eben sich aus einem hohen Jugen danteil (2 2,6 %), einem hohen Arbeitslosenanteil 
(11,04 %) mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit (12,39  %) und einem hohen Ausländeranteil 
(19,91 %). Es gibt verhältni smäßig viele Haushalte mit fünf und mehr Personen (6,59  %). Auch die 
Anzahl der Plätze in Flüchtli ngsunterkünften fällt mit 176 Plätzen verteilt auf zwei Einrichtungen 
hoch aus.  
In der Bürgerumfrage 2015 schneidet der Stadtteil im gesamtstädtischen Vergleich und auch im 
Vergleich zu den betrachteten Stadtteilen unterdur chschnittlich schlecht ab. 34 % der befragten 
Personen bewerteten den Stadtteil als unattraktiv, 29  % der Befragten stellten einen Attraktivität s-
verlust fest und nur 19 %  gaben an, Coerde als attraktiv zu empfinden.  
Ebenfalls negativ wurden die Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil bewertet. Durchschnittlich wurde für 
diese die Schulnote 3 .2 vergeben. Die Einschätzung der Bürgerschaft aus Coerde korreliert mit e i-
ner unterdurchschnittlichen Verkaufsfläche von 0,21 m² pro Einwohner.  
 
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: 
Die oben aufgeführten I ndikatoren und das Ergebnis der Bürgerumfrage führen zu der Empfe hlung 
der Verwaltung, für Coerde im Jahr 2017 ein integriertes Handlungskonzept als handlungsleitenden 
Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung von Coerde zu erstellen und Fördermög lichkei-
ten im Rahmen der Städtebauförderung zu prüfen und ggf. entsprechende Förderanträge vorzub e-
reiten. Sofern dazu formale Voraussetzungen zu schaffen sind, z.B. ein entsprechender Gebietsb e-
zug gem. BauGB, sind die entsprechenden Unterlagen zeitnah zu erstellen. 
 
 
D) Mecklenbeck 
 
Für Mecklenbeck liegt ein Antrag der SPD-Fraktion in der BV Münster -West vom 15.02.2016 (A -
W/0016/2016) „Ausweisung neuer Baugebiete in Mecklenbeck“ mit dem Schwerpunkt auf junge 
Familien vor. 
 
Auch für Mecklenbeck sind bereits gem. Baulandprogramm 2016 - 2025 umfangreiche neue Wohn-
bauflächen (ehem. Beresa -Areal) vorgesehen. Für Mecklenbeck bleibt aus Sicht der Verwaltung

- 6 - 
V/0929/2016 
zunächst das Ergebnis der laufenden „Planungswerkstatt 2030“ (voraussichtlich Ende 2017) abz u-
warten, bevor weite re Aussagen zu neuen Wohngebietsentwicklungen in Mecklenbeck gemacht 
werden können. 
Seit 2010 gibt es in Mecklenbeck bereits einen hohen Zuwachs an Wohneinheiten durch Bauferti g-
stellungen (633 Wohneinheiten). 
U.a. aufgrund der Entwicklung des ehem. Beresa -Areals wird in der Bevölkerungsprognose 2013  - 
2020 von einer relativ starken Bevölkerungszunahme von 7,9 % ausgegangen.  
Alle anderen Bevölkerungsindikatoren in Mecklenbeck sind unauffällig.  
Infrastrukturell ist Mecklenbeck gut versorgt. Dies schlägt sic h auch in der Bürgerumfrage 2015 nie-
der. Mit 65 % der Befragten, die ihren Stadtteil als attraktiv bewerte ten, erreicht Mecklenbeck einen 
Spitzenwert. 
 
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: 
Für Mecklenbeck wird zunächst kein Stadtteilentwicklungskonzept erarbeitet. Abhängig vom Ergeb-
nis der laufenden „Planungswerkstatt 2030“ zur langfristigen Ausweisung von weiteren Wohnbauflä-
chenpotenzialen in der Stadt Münster werden im Rahmen eines dann ggf. für Mecklenbeck erforder-
lich werdenden Flächennutzungsplan-Änderungsverfahrens weitere Bürgerbeteiligungsprozesse im 
Stadtteil durchgeführt. 
 
 
E) Nienberge 
 
Für Nienberge liegen zwei Anträge vor: 
 
1. Antrag der CDU-Fraktion in der BV Münster -West vom 22.09.2015 (A -W/0038/2015) „Verla-
gerung des Sportgeländes und des Festplatzes“ zur Ausweisung weiterer Wohnbauflächen“   
 
2. Antrag der CDU -Fraktion in der BV Münster -West vom 24.01.2016 (A -W/0011/2016) „Ent-
wicklung einer Wohnbebauung am Hof Theiken“ 
 
Im Baulandprogramm 2016 - 2025 ist für Nienberge lediglich der Bereich Waltruper Weg als Stufe 2 
(Flächensicherung) vorgesehen. Ob und wann es hier am Waltruper Weg zu einer Wohnbaufl ä-
chenaktivierung kommen wird, ist zurzeit noch offen. 
 
Nienberge hat als e inziger der hier darg estellten Stadtteile einen Anteil von 20 % 65 -Jähriger und 
Älterer. Problematisch ist der hohe Seniorenanteil  auch in Anbetracht der  wenigen Plätze in Alte n-
einrichtungen (20 Plätze).  
Die Entwicklung der o.a. potenziellen Wohnbaufläche am Waltruper Weg wird aufgrund ihrer mögli-
chen Lärmbelastung derzeit gutachterlich überprüft. Sollte diese Fläche nicht für eine Wohnnutzung 
geeignet sein, würde der Stadtteil über keine w eiteren größeren Wohnbauentwicklungsflächen ver-
fügen und damit ein langfristiges Entwicklungspotential fehlen.  
Durch die Realisierung zusätzlicher Wohnbauflächen würden aus Verwaltungssicht u.a. auch weite-
re erforderliche Impulse für die Entwicklung des Einzelhandels im Ortskern gegeben. 
Abgesehen von der Anzahl der Plätze in Alteneinrichtungen ist Nienberge infrastrukturell ausre i-
chend versorgt.  
Laut Bürgerumfrage 2015 sagen 19  % der Befragten, dass ihr Stadtteil nicht attraktiv war bzw. ist. 
Diese Bewertung ist der mit Abstand schlechteste Wert aller hier berücksichti gten Stadtteile. Der 
Vergleichswert für die Gesamtstadt Münster beträgt lediglich 7,5 %. Von den Befragten im Stadtteil 
Nienberge bewerten nur 50  % der Befragten den Stadtteil als attraktiv, der Vergleich swert für die 
Gesamtstadt beträgt 59 %. Auffällig ist auch, dass nur 7 % der Befragten eine Steigerung des bisher 
als unattraktiv empfundenen Stadtteils feststellen. Im Vergleich aller hier berüc ksichtigten Stadtteile 
ist das der geringste Wert.  
 
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: 
Für Nienberge wird zunächst kein Stadtteilentwicklungskonzept erarbeitet. Abhängig vom Ergebnis 
der laufenden „ Planungswerkstatt 2030“ (voraussichtlich Ende 2017) zur langfristigen Ausweisung

- 7 - 
V/0929/2016 
von weiteren Wohnbauflächenpotenzialen in der Stadt Münster unter Einbeziehung der in den o.a. 
Anträgen für Nienberge angesprochenen Bereichen (1. Verlagerung des Sportgelände s und des 
Festplatzes / 2. Entwicklung einer Wohnbebauung am Hof Theiken) werden im Rahmen eines dann 
ggf. für Nienberge  erforderlich werdenden Flächennutzungsplan-Änderungsverfahrens weitere Bür-
gerbeteiligungsprozesse im Stadtteil durchgeführt. 
 
 
F) Roxel 
 
Für Roxel liegt ein Antrag der CDU -Fraktion in der BV Münster -West vom 21.01.2014 (A -W/ 
0002/2014) „Aufstellung eines Masterplans westlich der Havixbecker Straße“ vor. 
 
Für Roxel sind gem. Baulandprogramm 2016 - 2025 an zwei Standorten eine Baulandaktivieru ng 
sowie ebenfalls an zwei Standorten eine Flächensicherung vorgesehen. 
 
Roxel weist leicht erhöhte Werte in den Bevölkerungsindikatoren Seniorenquotient (18,33  %) und 
Ausländeranteil (10,19 %) auf. Trotz des leicht erhöhten Seniorenquotienten, werden in Roxel ledig-
lich 51 Plätze in Alteneinrichtungen angeboten.  
Aufgrund der vorliegenden problematischen Geruchsimmissionsbelastungen durch landwirtschaftli-
che Betriebe in einigen westlichen Randlagen des Stadtteils hat die Verwaltung ein Gutachten in 
Auftrag gegeben, das zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die umfangreichen Wohnbauflächenre-
serven des Flächennutzungsplanes (FNP) im Westen des Stadtteils aufgrund der bestehenden Ge-
ruchsimmissionslage überwiegend nicht genutzt werden können. Die Verwaltung beabsichtigt daher 
diese Wohnbauflächenreserven aus dem FNP  herauszunehmen sowie die Ausweisung von pote n-
ziellen neuen Wohnbauflächen in Roxel im Rahmen eines umfassenden Flächennutzungsplanände-
rungsverfahrens der Bürgerschaft im Stadtteil vorzustellen. 
 
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: 
Die Erstellung eines Masterplans gem. o.a. Antrag ist vor dem o.g. Hintergrund nicht mehr erforde r-
lich. Eine öffentliche Diskussion zur weiteren wohnbaulichen Entwicklung von Roxel kann daher im 
Rahmen des beabsichtigten FNP-Änderungsverfahrens erfolgen. 
 
 
I.A. 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen 
 
Anlage 1: Stadtteil-Indikatoren-Vergleich 
 
Anlage 2: Anträge und Anregungen zur Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten bzw. 
Durchführung von Stadtteilentwicklungswerkstätten

26.10.16 Anlage 1 Indik. Vergl.

4405 Zeichen

Indikatoren Albachten Amelsbüren Coerde Mecklenbeck Nienberge Roxel
Infrastruktur-
bedarfe
Attraktivitäts-
steigerung 
Verbesserung  
Lebenssituation
Ausweisung  
Wohngebiete
Ausweisung 
Wohngebiete
Ausweisung 
Wohngebiete
Zukunfts-
werkstatt Zukunfts-debatte
Integr. Hand-
lungskonzept
Entwicklungs-
konzept Prüfaufträge Masterplan
1. Bevölkerungsindikatoren
Einwohner im Stadtteil gesamt 6414 6417 10766 9310 6904 9184
Größe des Stadtteils in ha 1297,5 4341,06 587,2 624,9 2779,4 1994,1
Wohnberechtigte Bevölkerung pro ha 4,94 1,48 18,34 14,9 2,48 4,61
46,46 37,56 51,83 50,38 66,19 47,36
36,48 27,43 46,16 42,64 55,48 47,91
10,91 11,69 13,84 6,66 8,26 11,11
8,73 9,82 9,38 8,92 7,53 7,53
12,16 12 10,13 5,48 11,44 3,03
1589 1107 -219 1201 -641 -51
24,8 % 17,2 % - 2,0 % 12,9 % - 9,3 % - 0,6 %
2,40 2,42 2,14 1,95 1,97 2,08
6,45 7,37 6,59 3,67 4,47 4,90
16,73 17,56 16,44 18,2 22,25 18,33
22,45 22,33 22,6 14,7 15,85 19,35
2,97 2,34 11,04 3,03 4,98 3,91
7,32 9,38 12,39 6,03 10,81 5,53
8,42 8,21 19,91 6,36 8,49 10,19
21,85 26,57 23,37 10,47 12,46 18,16
2. Städtebauliche Indikatoren
2.1 Gesamtstädtische Aufgabenstellung
+ 289 + 166 + 161 + 633 + 186 + 334
Saldierte Wohnungsveränderung durch Baufertigstellung 2014 + 65 + 8 + 31 + 239 + 8 + 78
Saldierte Wohnungsveränderung durch Baufertigstellung 2015 + 50 + 35 + 38 + 37 + 22 + 12
450 306 - 400 - 135
2 6 2 1 3 2
Plätze Flüchtlingsunterkünfte gesamt (Stand September 2016) 72 290 176 100 78 100
2.2 Infrastruktureinrichtungen
Schulen (Stand 2014) 1 2 3 2 1 5
Kitas (Stand 2015) 4 3 7 5 5 5
Kinder- / Jugendfreizeiteinrichtungen (Stand 2015) 1 1 2 3 2 1
Sport (Hallen / Plätze) 3 6 7 7 5 7
Sportstätten in ha 33,1 28,5 43,8 116,2 40,6 55,6
Begegnungszentren für Seniorinnen/Senioren - 2 3 1 2 2
Anzahl der Plätze in Alteneinrichtungen 128 126 124 374 20 51
0,48 0,44 0,21 0,6 0,36 0,51
2,8 3,9 3,2 1,7 2,4 2,3
Spielplätze (Stand 2015) 6 5 13 11 8 10
Spielplätze Versorgungsgrad in % 105 87 121 95 113 107
Anteil der Erholungsflächen an der Gesamtfläche in % 1,6 2,6 5,3 10,5 1,3 1,7
3. Sonstiges
11,3 7 37,2 40,4 8,4 13
15 15 34 k. A. k. A. k. A.
19 15
29 - 11 25
10 9 11 16 7 k. A.
52 57 19 65 50 57
1. Nachfolger 2. Nachfolger
Anträge zur Erarbeitung von  Stadtteilentwicklungskonzepten - Indikatoren-Vergleich                                     Anlage 1 zur Vorlage V//0929/2016                                                                         
Antragsziel
Verfahren
Herausfallende Werte (Maximal-
/Minimalwerte)
Anteil der Haushalte mit 5 und mehr Personen an allen Haushalten in %
Anteil der Ausländer an der wohnberechtigten Bevölkerung in %
Anteil der Ausländer jünger als 18 Jahre an allen Ausländern in %
Anteil der Arbeitslosen an der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 
Jahren in %
Bewertung der Einkaufsmöglichkeiten in Schulnoten (Bürgerumfrage 2015)
WE-Kapazitäten (Baulandprogramm 2016-2025 Stufe 1)
Anteil der 65+-Jährigen an der wohnberechtigten Bevölkerung in %
Anteil der unter 25-jährigen Arbeitslosen an Arbeitslosen insgesamt in %
Anteil der wohnberechtigten Bevölkerung jünger als 18 Jahre an der 
Gesamtbevölkerung in %
Überbaute Fläche mit zugehörigen Freiflächen in % (Stand 2014)
Saldierte Wohnungveränderung durch Baufertigstellung 2015 bis 2025
Verkaufsfläche pro Einwohner in m² (Güter des täglichen Bedarfs)
Sozialhilfeempfänger je 100 Einwohner, Daten eventuell nicht verfügbar
Flüchtlingunterkünfte (Stand September 2016)
Anteil der Bewohner, die ihren Stadtteil als  unattraktiv bewerten in %               
(Abgeleitet aus derBürgerumfrage 2015)
Anteil der Bewohner, die ihren Stadtteil als attraktiv bewerten in %                   
(Abgeleitet aus der Bürgerumfrage 2015)
Anteil der Bewohner, die einen Attraktivitätsverlust feststellen in %                  
(Abgeleitet aus der Bürgerumfrage 2015)
Anteil der Bewohner, die eine Attraktivitätssteigerung feststellen in %              
(Abgeleitet aus der Bürgerumfrage 2015)
Durchschnittliche Haushaltsgröße in Personen 
Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung 2015 -2025 relativ                           
(Basisvariante, dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort)
Bewegung je 1000 Einwohner         
(Stand 2015)
Zuzüge
Fortzüge
Geburten
Sterbefälle
Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung 2015 -2025 absolut (Basisvariante, 
dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort)
Bewegung je 1000 Einwohner saldiert (Stand 2015)

Beratungsverlauf (4)

15.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 6.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.11.2016 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 7.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
24.11.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 7.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (13)

  • Bahnhofstraße 9
  • Windthorststraße 7
  • Mauritzstraße 4
  • Havixbecker Straße
  • Waltruper Weg
  • Hagelbachstiege
  • Im Rüschenfeld
  • Weseler Straße
  • Kinderhaus
  • Feldstiege
  • Am Braaken
  • Hohe Geist
  • Steinbrede

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Details

Aktenzeichen
V/0929/2016
Typ
Vorlagen
Datum
19.10.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37