0081/2023
Temporäre Fahrplananpassungen beim Stadtbahnangebot der KVB AG
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Mitteilung Ausschuss
4962 Zeichen
*Beratungsfolge wurde erweitert Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 18.01.2023/ *31.01.2023 0081/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 24.01.2023 *Bezirksvertretung 5 (Nippes) 02.02.2023 *Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 02.02.2023 *Bezirksvertretung 7 (Porz) 02.02.2023 *Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.03.2023 *Bezirksvertretung 8 (Kalk) 09.03.2023 *Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.03.2023 *Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 13.03.2023 *Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 13.03.2023 *Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 20.03.2023 Temporäre Fahrplananpassungen beim Stadtbahnangebot der KVB AG Wie viele andere Branchen auch ist der öffentliche Personennahverkehr und damit die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) aktuell von hohen Krankenquoten betroffen. Gemäß Einschät- zung der Gesundheitsexperten vom Robert-Koch-Institut liegen die Werte deutlich über den Vorjahreswerten. So bewegt sich die Krankenquote im Fahrdienst Stadtbahn und Bus seit einiger Zeit zwischen 15 und 20 Prozent und liegt tageweise sogar darüber. Hinter der großen Zahl an Infektionen stehen primär Atemwegserkrankungen, die nach fast drei Jahren Pande- mie und dem durch die Schutzmaßnahmen reduzierten Immunschutz in der Bevölkerung zu diesen hohen Zahlen führen. Dadurch bedingt besteht auch im Fahrdienst eine sehr ange- spannte Personalsituation. Nachdem im Busbereich bereits auf diese Situation durch entsprechende Fahrplananpassun- gen reagiert wurde, um einen stabileren Fahrplan zu ermöglichen (vgl. Vorlagen-Nr. 2464/2022 und 3802/2022), kam es im Laufe des 2. Halbjahres 2022 auch zu einer steigen- den Anzahl von Ausfällen im Stadtbahnangebot. Um der Kölner Bevölkerung ein stabileres Fahrplanangebot anbieten zu können, ist daher auch eine temporäre Anpassung des Stadt- bahnfahrplans unumgänglich. Da die winterlichen Krankheitswellen in Köln erfahrungsgemäß dabei durch zwei Höhepunkte (einer liegt im Bereich des Jahreswechsels, ein zweiter nach Karneval) gekennzeichnet sind, erfolgen die Anpassungen in mehreren Phasen und können bei einer Verbesserung der Situation schrittweise zurückgeführt werden: 2 [Hier eingeben] Maßnahmen in Phase 1 (ab 6. Februar): 1. Die Linie 1 fährt werktags zwischen 15 und 19 Uhr nur noch im 10-Minuten-Takt, der 5-Minuten-Takt (Verstärkerfahrten) entfällt in dieser Zeit. 2. Die Linie 15 fährt werktags zwischen 15 und 20 Uhr nur noch im 10-Minuten-Takt, der 5-Minuten-Takt (Verstärkerfahrten) entfällt in dieser Zeit. Maßnahmen in Phase 2 (ab 1. März): 3. Bis ca. 9 Uhr, also in der morgendlichen Hauptverkehrszeit, gilt mit wenigen Ausnah- men (Linie 7, Linie 9 und Linie 17) der normale Fahrplan. 4. Die Linie 4 fährt nach 9 Uhr nur noch von Schlebusch bis zur Leyendeckerstraße. 5. Die Linie 5 fährt nach 9 Uhr auf dem gesamten Linienweg im 20-Minuten-Takt. 6. Auf der Linie 7 entfallen morgens einige Verstärkerfahrten. 7. Auf der Linie 9 entfällt morgens eine Verstärkerfahrt im Rechtsrheinischen. 8. Die Linie 12 fährt nach 9 Uhr zwischen Niehl und Merkenich im 20-Minuten-Takt. 9. Die Linie 18 fährt nach 9 Uhr nicht mehr bis Thielenbruch. Die Fahrten von Kletten- bergpark nach Thielenbruch entfallen. Dafür wird die Linie 13 von der Vischeringstraße nach Thielenbruch verlängert, um die Linie 3 zu entlasten und eine Verbindung zum Bezirkszentrum Mülheim herzustellen. Auf dem Abschnitt zwischen Buchheim und Klettenberg verkehrt die Linie 18 dann alle 10 Minuten statt wie bisher alle 5 Minuten. Im Abschnitt bis Schwadorf bleibt es wie bisher beim 10-Minuten-Takt, von dort bis nach Bonn beim 20-Minuten-Takt. 10. Die Linie 17 fährt in Doppeltraktion im 20-Minuten-Takt. Zudem wird generell nur bis/ab Rodenkirchen Bf. (anstatt Sürth Bf.) gefahren. Die Maßnahmen wurden dabei so gewählt, dass sich die Auswirkungen primär auf die Zeit nach der morgendlichen Verkehrsspitze und auf einzelne Linien beschränken. Dabei wurde auch auf die Erhaltung von Anschlüssen zu anderen Verkehrsangeboten geachtet. Dennoch wird die Umsetzung zu Qualitätseinbußen und teilweise auch zu Überlastungen auf den be- troffenen Linien führen. Auch daher ist vorgesehen die Maßnahmen schrittweise zurückzufüh- ren, sobald sich die Personalsituation entspannt. Alle Maßnahmen werden durch umfangrei- che Kundenkommunikationsmaßnahmen begleitet, damit die Fahrgäste sich besser auf die Situation einstellen können. Parallel hat die KVB bereits ihre Fahrschulkapazitäten aufgestockt und verstärkt das Re- cruiting für den Fahrdienst. Daneben erfolgten auch eine Ansprache der kürzlich in den Ruhe- stand gegangenen Fahrpersonale sowie die temporäre Implementierung von Anreizsystemen, um das vorhandene Personal für eine zeitweise Mehrarbeit zu gewinnen. Die Verwaltung wird im Verkehrsausschuss in Abstimmung mit der KVB regelmäßig über die Entwicklung der Einschränkungen im KVB-Fahrplanangebot informieren.
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0081/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 31.01.2023
- Erstellt
- 06.01.2023 14:37