V/0824/2017
Münsterland e.V. – weitere Umsetzung der Ergebnisse der Strategiekommission und des Markenbildungsprozesses sowie Erhöhung der jährlichen Zuschüssse
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Beschlussvorlage
11353 Zeichen
V/0824/2017
DER OBERBÜRGERMEISTER
Dezernat IV
Betrifft
Münsterland e.V. – weitere Umsetzung der Ergebnisse der Strategiekommission und des
Markenbildungsprozesses sowie Erhöhung der jährlichen Zuschüssse
Beratungsfolge
12.10.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung
17.10.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung
18.10.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
18.10.2017 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Zur nachhaltigen Fortführung der positiv zwischenevaluierten Projekte „Enabling Innovation
Münsterland“ und „Gründergeist@Münsterland“ als zunächst projektbasierte Umsetzung der
Ergebnisse der Strategiekommission 2015 stimmt der Rat nun einer dauerhaften Erhöhung
des Beitrags der Stadt Münster um 0,10 Euro pro Einwohnerin und Einwohner zu.
2. Der Rat begrüßt den Markenbildungsprozess von Münsterland e.V., der eine eindeutige und
unverwechselbare Positionierung der Region Münsterland zum Ziel hat und anerkennt ins-
besondere das Engagement der Industrie- und Handelskammer, aber auch der Handwerks-
kammer bei der Finanzierung der im zweiten Halbjahr 2017 beginnenden Implementierungs-
phase.
3. Zur Umsetzung der Markenstrategie und zur Ermöglichung verstärkter Kommunikationsmaß-
nahmen stimmt der Rat einer Beitragserhöhung um weitere 0,20 Euro pro Einwohnerin und
Einwohner ab 2018 zu.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Im Haushaltsplanentwurf 2018 sind der bisherige Mitgliedsbeitrag und der satzungsgemäße Zu-
schuss in Höhe von insgesamt 249.600 € veranschlagt.
Die Beitragserhöhungen führen ab dem Haushalt 2018 zu folgenden zusätzlichen Belastungen:
Vorlagen-Nr.:
V/0824/2017
Auskunft erteilt:
Herr Bertling
Ruf:
492 70 43
E-Mail:
Bertling@stadt-muenster.de
Datum:
19.09.2017
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0824/2017
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 090
1
Stadt-und Regionalentwic k-
lung, Stadtplanung
Zeile 15 Transferaufwendungen 2018ff 31.200 Ziffer I.
1.:0,10€ pro
Einwohner/-in
2018 62.400 Ziffer I.
3.:0,20 € pro
Einwohner/in
Summe 93.600
Die zur Finanzierung der Beitragserhöhungen erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushalt splan-
Entwurf 2018 nicht vollständig veranschlagt. Sie werden über Veränderungsblätter in die Hau shalts-
beratungen eingebracht. Die Beschlussausführung steht unter dem Vorbehalt, dass der Rat die Er-
mächtigungen im Rahmen der Haushaltssatzung 2018 bzw. der mittelfristigen Ergebnis- und Finanz-
planung bereitstellt.
Begründung:
Zu1.:
Mit der Entscheidung über die Vorlage V/0313/2011/2 hat der Rat der Stadt Münster zum Haushalt
2012 zuletzt einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrags für den Münsterland e.V. auf seitdem 0,80 Euro
pro Einwohnerin und Einwohner zugestimmt.
Auf dieser Basis beläuft sich der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2017 auf 248.031,20 Euro.
Der Rat der Stadt Münster ist der Empfehlung der Strategiekommission Münsterland gefolgt und hat
im Jahr 2015 u.a. beschlossen, dass der Münsterland e. V. zur Weiterentwicklung der regionalen
Strukturförderung konkrete regional abgestimmte und durch die EU und das Land NRW geförderte
Projekte in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Tourismus und Regionalentwicklung in Angriff
nehmen und dafür in den Jahren 2016 und 2017 jeweils zweckgebunden einen Zuschuss der Stadt
Münster erhalten sollte (siehe Vorlage V/0264/2015). Diese Projekte dienen der Weiterentwicklung
einer Innovationsregion Münsterland. Nach Vorlage einer positiven Zwischenevaluierung könnten die
Eigenanteile beginnend mit dem Geschäftsjahr 2018 laut dieser Beschlusslage in eine Beitragserhö-
hung umgewandelt werden. Bei den Projekten handelt es sich um Projekte zur regionalen Innovati-
onsförderung („Enabling Innovation Münsterland“- Anlage 5 zur Vorlage V/0264/2015) sowie zur Un-
terstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und insbesondere Unternehmensgründungen („Grün-
dergeist@Münsterland“ – Anlage 6 zur Vorlage V/0264/2015).
Als Zwischenevaluierung zu den Projekten „Enabling Innovation Münsterland“ und „Gründer-
geist@Münsterland“ liegen nunmehr der positive Zwischenstandsbericht der Projektleitung vor (siehe
Anlagen 1 und 2), die dem Aufsichtsrat von Münsterland e.V. in seiner Sitzung am 12.07.2017 vorla-
gen.
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Kernaussagen des Zwischenstandsberichts:
Enabling Innovation Münsterland wurde mit dem Ziel konzipiert, regionale Innovationskompetenzen
zu erfassen, zu fördern und die Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Innovationen, neuer Tech-
nologien und Geschäftsmodelle anzuregen.
Daraus abgeleitet werden Maßnahmen entwickelt, um die Innovationsfähigkeit des Münsterlandes zu
erhöhen.
Diese betreffen u.a.:
Entwicklung neues Benchmark/Indikatorensystems für regionale Innovationsfähigkeit und –
tätigkeit
Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotenziale im Münsterland
Erarbeitung einer regionalen Innovationstrategie (sog. „Roadmap“) mit Fokus auf den identifi-
zierten Innovationskompetenzfeldern und teilregionalen Kooperationsmo-dellen
Regionenweite Auftaktveranstaltung zu Präsentation und Erörterung der Innovationsstrategie
Münsterland
Aufbau einer IT-basierten Erfassung, Kommentierung, und Bewertung regionaler Innovations-
felder sowie deren Entwicklung
Erarbeitung einer Innovations-Toolbox zu systematischen Stärkung von Innovationsprozessen
in kleinen und mittleren Unternehmen/zur Exploration innovativer Anwendungsfelder (For-
schung, Vorentwicklung von Prozessen und Prototypen)
Insgesamt kommt die Projektleitung zu dem Schluss:
Die Innovationsregion Münsterland wird greifbar Unternehmen, Hochschulforschung und Insti-
tutionen im Münsterland sind zu Innovationsthemen vernetzt und finden schnell zueinander.
Das Münsterland ist überregional als innovative mittelständische Kompetenzregion mit exzel-
lenten Hochschulen und Start-Ups bekannt und jeder weiß „Die machen da was!“
Die Innovationsförderung ist immer „up to date“ und bietet kompetente und dialogorientierte
Hilfestellungen, da wo sie notwendig ist.
Entlang einzelner Innovationskompetenzfelder bilden sich Spitzenleistungen mit globaler
Strahlkraft in Forschung und Wirtschaft, die Wachstum sichern und die Regionen zukunftsfä-
hig machen.
Fazit:
Die regionale Umfeldanalyse hat zu brauchbaren Ergebnissen geführt, mit denen das Projekt nun in
die Umsetzungsphase startet. Erste Erfolge bei der Unternehmensansprache kann das Projekt schon
verzeichnen. Ein zentraler Meilenstein wurde damit erfüllt. Nun gilt es, Unternehmen, Forschungsein-
richtungen und Wirtschaftsförderungen aktiv einzubinden und die Nachhaltigkeit der Projektergebnis-
se frühzeitig zu sichern.
Ähnlich positiv ist die Einschätzung zum Projekt Gründergeist@Münsterland.
Ziel dieses Projekts ist die Stärkung und Profilierung der Wirtschafts- und Gründerregion Münster-
land. Dabei soll eine Verbesserung des Gründungsklimas im Münsterland erreicht werden.
Im Zentrum des Projektes steht die Sensibilisierung und Erschließung von zusätzlichen und höher
qualifizierten Gründungspotenzialen. Mit innovativen Maßnahmen werden Zielgruppen, wie Studie-
rende/Absolventen, Techniker/innen und Meister/innen oder Zielgruppen mit ähnlichen Basisqualifika-
tionen für das Thema Gründung sensibilisiert und erschlossen. Aus diesem Personenkreis werden
Teilnehmer/innen für neu installierte Gründerschmieden gesucht, die noch keine konkrete Geschäfts-
idee haben. Innerhalb der Gründerschmieden haben sie die Möglichkeit, mit professioneller Unter-
stützung innovative Ideen in interdisziplinären und heterogenen Teams zu entwickeln, bis hin zu ei-
nem konkreten Geschäftskonzept.
Jeder Gründerschmieden-Durchgang und das Gesamtprojekt wird evaluiert und die Evaluation für
den ersten Durchgang findet im Juni 2017 statt.
Der Aufsichtsrat Münsterland e.V. bestätigte die positiven Evaluierungsergebnisse der Projekte und
bekräftigte, dass die Bedingungen seitens des Münsterland e.V. für die seinerzeit im Strategieprozess
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2015 vereinbarte Erhöhung des Zuschusses um 0,10 Euro/Einwohner durch die Kreise Borken, Coes-
feld, Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster beginnend mit dem Geschäftsjahr 2018 erfüllt
sind. Das entspricht für die Stadt Münster auf Basis der geschätzten Einwohnerzahl von 2018 einem
zusätzlichen Betrag in Höhe von 31.200 Euro. Die Verwaltung empfiehlt, den diesbezüglich beste-
henden regionalen Konsens zu tragen und die entsprechende Beitragserhöhung zu beschließen.
Zu 2. und 3.
Im Juni 2016 befasste sich die Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. erstmals eingehend mit
der Bedeutung der Bildung einer Regionalmarke, was der Aufsichtsrat des Vereins im September
2016 aufgriff und die Erarbeitung und Implementierung einer verdichteten Markenstrategie mit dem
Ziel einer eindeutigen Positionierung der Region Münsterland beschloss. Der Markenbildungsprozess
soll in zwei Phasen durchgeführt werden. Die 1. Phase diente der Entwicklung der Markenstrategie
und wurde aus Mitteln des Münsterland e.V. getragen.
Am 30. August wurden den wichtigsten Multiplikatoren des Münsterlandes im Rahmen einer großen
öffentlichen Veranstaltung die Ergebnisse der 1. Phase vorgestellt.
Diese Veranstaltung bildet den Übergang zur 2. Phase, den Implementierungsprozess, der etwa im
März 2018 beendet sein wird. Dieser ist durch die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in
Auftrag gegeben und finanziert worden, wobei die Handwerkskammer Münster sich an den Kosten
beteiligen wird. Dieser Implementierungsprozess hat das Ziel, die Entscheidungsträger des Münster-
landes so einzubinden, dass sie sich in ihrem Handeln die Positionierung des Münsterlandes als Mar-
ke zu Eigen machen.
In der darauf folgenden 3. Phase geht es schließlich um die Umsetzung der neuen Markenstrategie
insbesondere durch verstärkte Kommunikationsmaßnahmen. Zielgruppe der Kommunikation sind
vorwiegend Fachkräfte innerhalb und außerhalb des Münsterlandes, Unternehmen und Investoren
sowie Touristen. Schließlich geht es auch um einen verstärkten Auftritt des Münsterlandes auf den
Ebenen Land, Bund und EU. Um den Münsterland e.V. in die Lage zu versetzten, diese Kommunika-
tionsmaßnahmen offensiv umzusetzen und damit den Markenbildungsprozess überhaupt erst wirk-
sam werden zu lassen, bedarf es einer angemessenen Verbesserung der Finanzausstattung.
Der Aufsichtsrat Münsterland e.V. hat daher in seiner Sitzung am 12.07.2017 eine dauerhafte Anhe-
bung der Zuschüsse für den Münsterland e.V. in Höhe von 0,20 €/Einwohner ab dem Geschäftsjahr
2018 zur Umsetzung der Markenstrategie und Verstärkung von Kommunikationsmaßnahmen befür-
wortet und den Vorstand beauftragt, sich bei den Kreisen und der Stadt Münster dafür aktiv einzuset-
zen. Damit entstünde für Münsterland e.V. ein zusätzliches jährliches Budget in Höhe von ca.
320.000 Euro.
Diese Anhebung betrifft ausschließlich die Umsetzung der Markenstrategie und erfolgt zusätzlich zu
der bereits grundsätzlich vereinbarten Anhebung der Zuschüsse um 0,10 €/Einwohner auf der Basis
des Strategieprozesses des Jahres 2015.
In Vertretung
gez.
Thomas Paal
Stadtdirektor
Anlage 1
20830 Zeichen
1
Zwischenstandbericht Projekt Enabling Innovation Münsterland
1. Projektdaten
Projektträger: Münsterland e.V.
Projektpartner: Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH
Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH
Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH
Technologieförderung Münster GmbH
Transferagentur Fachhochschule Münster GmbH
Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälischen Wilhelms-Univer-
sität Münster
Transferstelle der Westfälischen Hochschule
Gesamtfinanzvolumen: 2.101.177,70 Euro
Finanzierung: 80 % Förderung
Zuwendung des Landes NRW unter Einsatz von Mitteln aus dem
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 – 2020
Durchführungszeitraum: 01.03.2016 – 28.02.2019
Stellenanteile: insg. 8,3 VZÄ
3 VZÄ Münsterland e.V.
4 x 0,3 Wirtschaftsförderungen (wfg BOR, wfc COE, TFM MS, WEST,
gfw WAF)
0,75 VZÄ Transferagentur der FH Münster (TAFH GmbH)
0,75 VZÄ Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälischen Wil-
helms-Universität Münster
0,2 Transferstelle der Westfälischen Hochschule
Berichtzeitraum: 01.04.2016 – 31.03.2017
2. Ziele
Enabling Innovation Münsterland wurde mit dem Ziel konzipiert, regionale Innovations-
kompetenzen zu erfassen, zu fördern und die Entwicklung und Umsetzung betrieblicher
Innovationen, neuer Technologien und Geschäftsmodelle anzuregen. Innovationskompe-
tenzfelder sind Technologien und Prozessinnovationen, die eine besondere regionale Aus-
prägung haben, d. h. in besonderer Qualität oder Quantität vorliegen oder bei denen eine
besondere Forschungs- oder Umsetzungskompetenz besteht. Das Projekt verbindet unter-
schiedliche Ansätze, Sichtweisen und Herangehensweisen, die sich ergänzen und so zu
einem gemeinsamen höheren Erkenntnisgewinn führen. Daraus abgeleitet werden Maß-
nahmen entwickelt, um die Innovationsfähigkeit des Münsterlandes zu erhöhen. Die Stei-
gerung des Vertrauens zwischen den Innovationspartnern und den regionalen Innovati-
onsförderungen und die Verbesserung von Prozessen und Strukturen sind unmittelbar zu
2
erwartende Ergebnisse des Projektes. Neue zu entwickelnde Infrastrukturen werden iden-
tifiziert und konzipiert. Durch die Entwicklung und die Kombination neuer Technologien
können neue, bislang unbekannte Produkt- und Marktkombinationen geschaffen werden.
Die Prozesse des Projekts stehen stellvertretend für den Technology-Push (Translation)
und den Technology Pull (Innovationsmanagement). Mit zunehmender Konkretisierung in
den Projektphasen nähern sich auch die Ergebnisse aus Translations- und Innovationsma-
nagement einander an. Daher liegen den Zielen des Projektes folgende Leitfragen zu-
grunde.
• In welchen Innovationsfeldern sind die regionalen Unternehmen aktiv?
• Welche Anwendungsfelder abgeleitet aus der regionalen Grundlagenforschungstä-
tigkeit können zu neuen Innovationen führen?
• Auf welche Bedürfnisse muss regionale Innovationsförderung reagieren können?
• Wo setzt eine langfristige und effiziente regionale Innovationstrategie an?
Welche Instrumente regionaler Innovationsförderung sind im Münsterland beson-
ders vielversprechend?
3. Inhalte
Strategisch:
Erstellung einer regional konsentierten und fundierten Innovations - und Translati-
onsförderungsstrategie als Roadmap für das Münsterland
Erstellung eines Mess- und Bewertungssystems für die Innovationsperformance des
Münsterlandes
Entwicklung (auch digitaler) Translationsplattformen für disziplinübergreifende Zu-
sammenarbeit der Partner aus wissenschaftlicher Grundlagenforschung entlang der
gesamten Wertschöpfungskette (z.B. Smart -Innovation-Labs, Science Crowdfun-
ding-Plattformen)
Identifikation neuer Geschäftsfelder und Unterstützung von Gründungspotenzial ins-
besondere spin-outs, spin-offs sowie start-ups aus den Hochschulen
Dauerhafte Vernetzung und effektive öffentlichkeitswirksame Kommunikation über
den Innovationsstandort Münsterland
Operativ:
Identifikation von min. 5 regionalen Innovationskompetenzfeldern
Umsetzung von min. 10 Fachveranstaltungen zu Innovationsförderung
Entwicklung und Umsetzung von min. 5 neuen effektiven Instrumenten/Maßnah-
men zur Unterstützung der regionalen Innovationsförderung (z. B. Bar -Camps,
Hackathons, Boot-Camps, TechDays)
Sensibilisierung mittelständischer Unternehmen für die wissenschaftlichen Ergeb-
nisse und Erkenntnisse und deren Anwendungspotenzial über die Translations-
plattformen
3
4. Umsetzung
4.1 Projektorganisation/Aufgabenverteilung
Münsterland e.V. hat die Federführung für die regionale Entwicklung eines Innovations-
managements im Münsterland. Die Projektleitung für das Gesamtprojekt liegt somit beim
Münsterland e.V..
Die Technologieförderung Münster GmbH als erfahrener Partner im Bereich der Innovati-
onsunterstützung und mit besonderen Zugängen zur Wissenschaftslandschaft in Münster
übernimmt die stellvertretende Projektleitung. Erfahrungen im Innovationsmanagement,
bei der thematischen Fokussierung im Rahmen von Innovationskompetenzfelder und den
Zugängen zur den wissenschaftlichen Transfereinrichtungen werden in das Projekt einge-
bracht und projektkonform weiterentwickelt.
Die Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Kreise unterstützen bei der Organisation des
unternehmerischen Dialogs zur Innovationsstrategie des Münsterlandes und den regiona-
len Workshops und entwickeln spezielle Beratungs- und Methodenkompetenzen innerhalb
ihrer regionalen Innovationskompetenzfelder.
Die Transfereinrichtungen der Hochschulen nutzen die Zugänge zu den wissenschaftlichen
Einrichtungen, um Impulse der regionalen Wissenschaft in die Innovationsstrategie ein-
fließen zu lassen. Darüber hinaus erproben sie Maßnahmen, die bei erfolgreicher Abwick-
lung/Weiterentwicklung Bestandteil der Innovations-Toolbox werden können. Begleitet
wird das Vorhaben durch wissenschaftliche Abschlussarbeiten von Studierenden der ko-
operierenden Hochschulen. So werden letztlich auch aktuelle Aspekte der Innovationsfor-
schung in den Projektarbeiten berücksichtigt.
4.2 Stand der Umsetzung (Auszug aus dem Sachbericht für die Bezirksregierung
Münster vom 30.03.2017)
Arbeit in den Arbeitspaketen:
Durchgängige APs:
Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkaufbau: Seit Projektbeginn kommuniziert das Projekt
durchgängig öffentlichkeitswirksam und konnte so schon einige Veröffentlichungen in re-
gionalen Presse- und Medienorganen erwirken: Über 19 Veröffentlichungen und Erwäh-
nungen des Projekts wurden in den Pressespiegel (Vgl. Anhang 1) aufgenommen. Ge-
meinsam mit Dienstleistern wurde eine Grafische Identität des Projektes erarbeitet (AP
9.4), ein Projektinformationsflyer erstellt (AP 9.3), eine Homepage geschaffen (AP 9.5),
soziale Netzwerke in Form von Facebook und XING erschlossen (AP 9.6). Im Rahmen der
weiteren Umsetzung der zentralen Öffentlichkeitsarbeit, erarbeitet das Projektteam der-
zeit eine Enabling Innovation App, die den zentralen Zugriff auf Veranstaltungen und In-
formationsmaterial ermöglicht und Druckauflagen minimieren soll (AP 9.9). Zudem wurde
ein mobiles Präsentationssystem angeschafft (AP 9.9).
Projektmanagement/Administration: Die ersten beiden Mittelabrufe wurden fristge-
recht eingereicht. Es wurden im Berichtsjahr insgesamt 9 Vergaben und 14 Preisverglei-
che erfolgreich durchgeführt.
4
Ergebnisaustausch/Projekttreffen: Die Projekttreffen wurden mit einem monatlichen Re-
geltermin fixiert und fanden, bis auf einmal (Sommerferien), regelmäßig statt. Darüber
hinaus treffen sich die Projektpartner zur Bearbeitung spezifischer Arbeitspakete und
Problemstellungen persönlich in kleineren Arbeitsgruppen. Begleitend kommunizieren die
Projektpartner mehrmals in der Woche telefonisch und per E-Mail.
APs im Ablauf:
AP1 Entwicklung neues Benchmark/Indikatorensystems für regionale Innovationsfähig-
keit und –tätigkeit: Im Projektantrag wurde folgendes Ergebnis für das Arbeitspaket defi-
niert: „ Das Indikatorensystem ist entwickelt und kann für die Wirtschaftsregion Münster-
land angewendet werden, um die tatsächliche Innovationskraft der Region widerzuspie-
geln“. Im Rahmen des AP1 hat der Projektverbund mehrere Teilarbeitspakete bearbeitet.
In diversen projektinternen Workshops und Arbeitstreffen wurde die grundsätzliche Vor-
gehensweise erarbeitet und abgestimmt (AP 1.1; AP 1.2). Intensive Recherchen der Pro-
jektpartner zu den Themen Innovationsindikatoren und Messbarkeit von Innovation wur-
den angestellt (AP 1.3; AP 1.4). Im Rahmen dieser Recherchen wurden auch wissenschaft-
liche Partner eingebunden. So wurde an der FH Münster am Institut für technische Be-
triebswirtschaft unter Leitung von Prof. Schwering ein Hochschulprojekt durch die Pro-
jektpartner der Technologieförderung Münster und der TAFH mit dem Thema „Innovati-
onsindikatoren“ initiiert (AP 1.5). Schließlich wurde eine Bachelorthesis zum Thema: „Bi-
lanzielle und finanzwirtschaftliche Kenngrößen – Indikatoren für die Innovationstätigkeit
von KMU?“ angefertigt, die für das Indikatorensystem herangezogen wurde. Schließlich
wurden die Ergebnisse gesammelt und in einem zentralen Modell verarbeitet, welches
später bei der weiteren Umfeldanalyse eingesetzt wurde.
Abb.: Erarbeitetes Modell für Innovationsindikatoren.
5
Das entwickelte Modell zielt darauf ab, Innovationsfähigkeit von Unternehmen, und hier
insbesondere auch kleiner und mittelständischer Unternehmen im Münsterland mög-
lichst gut zu erfassen, umfassender als die üblichen Innovationsmessungen z.B. über Pa-
tente und Mitarbeitern in FuE. Außerdem wurde eine Patentanalyse durch den Projekt-
partner TAFH durchgeführt, um ein vollständiges Bild zu erlangen.
Schließlich flossen die Ergebnisse in die weitere Umfeldanalyse ein, die im AP2 durchge-
führt wurde. Die Prüfung und Adaption des Modells in der Umfeldanalyse wurde durch
den wissenschaftlichen Dienstleister METIS übernommen (AP 1.5). Im Rahmen der An-
wendung im AP2 wurde das angestrebte Ergebnis von AP1 erreicht.
AP 2 Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotenziale im Münsterland: Die Aufga-
ben in den jeweiligen Teilarbeitspaketen wurden verteilt. Hier lautet der Milestone für
das AP2: „Durch die Identifikation der Treiber unternehmerischer Innovationstätigkeit und
der bestehenden Verfahren und Methoden des Forschungstransfers sind Innovationskom-
petenzfelder des Münsterlandes benannt, in dem die für das Münsterland relevanten Zu-
kunftsmärkte, - Produkte und Schlüsseltechnologien dargestellt werden.“ (vgl. Anlage 5.2
Ausführliche Vorhabensbeschreibung im Antrag)
In diversen Projektreffen und Workshops wurde die Konzeption der Umfeldanalyse ge-
schärft und abgestimmt (AP 2.1; 2.2).
Zudem wurde gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Partner METIS eine Expertenbefra-
gung und eine Unternehmensbefragung konzipiert. Zentrales Ziel der Expertenbefragun-
gen war es, zu definieren, welche Dimensionen von Innovationskompetenzen es gibt und
wie sich diese erfassen lassen. Darüber hinaus sollten erste thematische Hinweise auf re-
gionale Innovationskompetenzen erfasst werden. Ein weiterer Baustein der Expertenin-
terviews bestand in der Begutachtung und Bewertung von Innovationsindikatoren, die
insbesondere im Münsterland besonders vielversprechend sind. Die Experteninterviews
(AP 2.4) wurden in vier Sitzungen mit insgesamt 22 Teilnehmern erfolgreich durchgeführt.
6
Abb.: Durchführung Expertenworkshops
Die Ergebnisse des Expertenworkshops flossen wiederum in die Konzeption der Unter-
nehmensbefragung mit ein (AP 2.3). Die erarbeiteten Dimensionen und Indikatoren bilde-
ten die Grundlage für den Fragebogen, der an ca. 5000 Unternehmen sowie Wissen-
schafts- und Forschungseinrichtungen im Münsterland verschickt wurde.
Abb.: Methodendesign Umfeldanalyse
Der Rücklauf der Unternehmensbefragung konnte mit intensiver Direktansprache und te-
lefonischem Nachfassen durch Projektpartner und METIS auf 172 verwertbare Fragebö-
gen gesteigert werden. Insgesamt konnte mittels weiterer Desk Researchs und Inhaltsan-
alysen eine Datenbasis von 312 Unternehmen sowie 70 Lehr- und Forschungsbereichen,
Fachgebieten und Instituten aus dem Münsterland erfasst werden (AP 2.3).
7
Abb.: Fragebogen Unternehmens und Wissenschaftsbefragung
Die Technologieförderung Münster befasste sich zudem insbesondere mit der „Identifika-
tion bestehender Verfahren und Methoden des Forschungstransfers (AP 2.7). Die Ergeb-
nisse der Ausschreibungen fließen später in die Konzeption von Innovationsförderungs-
maßnahmen ein (AP6).
Die Ergebnisse der Analysephase aus AP1 und AP2 wurden in diversen Workshops und
Projektreffen zusammengeführt und abgestimmt und führten schließlich zur Definition
der Innovationskompetenzfelder:
Abb.: Innovationskompetenzfelder Enabling Innovation Münsterland
8
Die auf Basis der Umfeldanalyse gewonnenen Innovationskompetenzfelder des Münster-
land, wurden im Rahmen der Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland abgestimmt
und bilden die Grundlage für die weitere Innovationsförderungsstrategie und Maßnah-
men von „Enabling Innovation Münsterland“.
AP 3: Erarbeitung einer regionalen Innovationstrategie (sog. „Roadmap“) mit Fokus auf
den identifizierten Innovationskompetenzfeldern und teilregionalen Kooperationsmo-
dellen: Das Arbeitspaket 3 wurde in verschiedenen Arbeitssitzungen erarbeitet und abge-
stimmt. Das Ergebnis besteht aus einem Transfermodell, dem regionale Maßnahmen zu-
grunde liegen und einer Vision, den Zielgruppen aus Wirtschaft und Wissenschaft leicht
vermittelt werden kann. Diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, die Innovationskompe-
tenzfelder in der Region zu stärken und voranzubringen. Dabei finden sich in den Maß-
nahmen, sowohl die bestehenden Aktivitäten, die zu den Innovationskompetenzen pas-
sen wieder, aber auch ganz neu entwickelte Maßnahmen, die im Rahmen der Projektlauf-
zeit durchgeführt werden sollen.
Abb. Transferkonzept Enabling Innovation Münsterland
Die Enabling Innovation Münsterland Vision:
Die Innovationsregion Münsterland wird greifbar
Unternehmen, Hochschulforschung und Institutionen im Münsterland sind zu Innovationsthemen
vernetzt und finden schnell zueinander
Das Münsterland ist überregional als innovative mittelständische Kompetenzregion mit exzellen-
ten Hochschulen und Start-Ups bekannt und jeder weiß „Die machen da was!“
Die Innovationsförderung ist immer „up to date“ und bietet kompetente und dialogorientierte
Hilfestellungen, da wo sie notwendig ist.
9
Entlang einzelner Innovationskompetenzfelder bilden sich Spitzenleistungen mit globaler Strahl-
kraft in Forschung und Wirtschaft, die Wachstum sichern und die Regionen zukunftsfähig machen.
Abgestimmt wurden die Ergebnisse, das Transfermodell und die Vision mit den Akteuren der
Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland, denen die Ergebnisse am 20.12.2016 und am
28.02.2017 im Detail vorgestellt wurden. Die Anmerkungen aus der Wirtschaftsförderungskonfe-
renz wurden wiederum aufgenommen und im Rahmen der Projektpartner besprochen und umge-
setzt.
AP 4: Regionenweite Auftaktveranstaltung zu Präsentation und Erörterung der Innovati-
onsstrategie Münsterland: Durch die Identifizierung und Selektion hochkarätiger und
thematisch passender Redner und Workshopmodule, konnte eine sehr hohe Resonanz
hinsichtlich der Anmeldungen erreicht werden. Durch intensive Öffentlichkeits- und Netz-
werkarbeit wurden verschiedene Attraktionen und die Teilnahme von politischen Für-
sprechern erreicht. So sicherte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze dem Projekt die
Unterstützung durch eine Teilnahme zu und es konnten ca. 10 Unternehmen aus der Re-
gion gewonnen werden, die ihre Innovation im Rahmen der Veranstaltung zeigen wollten.
Die Veranstaltung hat ihr Ziel einer professionellen Erstansprache von Unternehmensver-
tretern erfüllt.
Abb.: Auftaktveranstaltung Enabling Innovation 30.03.2017
10
Abb.: Auftaktveranstaltung Enabling Innovation 30.03.2017
Abb.: Auftaktveranstaltung Enabling Innovation 30.03.2017
AP 5: Aufbau einer IT-basierten Erfassung, Kommentierung, und Bewertung regionaler
Innovationsfelder sowie deren Entwicklung: Zu diesem Arbeitspaket wurden mehrere
11
Arbeitstreffen durchgeführt. Es erwies sich bei der Konzeption als problematisch die
Nachhaltigkeit und die Bedienbarkeit einer Online-Plattform dauerhaft zu sichern, wenn
eine zu komplexe technische Anwendung geschaffen werden sollte. Als zentrales Infor-
mationselement wurde eine kategorisierte Suche nach wissenschaftlichen Partnern ent-
lang der Innovationskompetenzfelder identifiziert. Diese, vergleichsweise einfache, Kon-
zeption bietet Unternehmen echten Mehrwert und treibt die Vernetzung voran.
AP 6: Erarbeitung einer Innovations-Toolbox zu systematischen Stärkung von Innovati-
onsprozessen in kleinen und mittleren Unternehmen/zur Exploration innovativer An-
wendungsfelder (Forschung, Vorentwicklung von Prozessen und Prototypen): Die „Inno-
vationstoolbox“ wurde entlang des „Transfermodells Enabling Innovation Münsterland“
entwickelt (siehe oben). Die Maßnahmen gliedern sich dabei in Teile: Informations- und
Vernetzungsveranstaltungen zu Innovationkompetenzfeldern im Münsterland; einer so-
genannten „Toolbox“ die eine Zusammenarbeit an IKF-bezogenen Themen gewährleistet,
z.B. durch Intensiv-Workshops, Konferenzen, Methodenworkshops oder Projekten. Und
schließlich das Vorantreiben von sogenannten „Fokusprojekten“ die von besonderer regi-
onaler Bedeutung sind, und in der Lage sind strukturelle Verbesserung für Innovationen
herbeizuführen. Hier wird das Projekt „Enabling Innovation Münsterland“ vor allem daran
arbeiten, Vernetzung herzustellen, Ideen zu konkretisieren und voranzutreiben und Trei-
ber zu identifizieren.
4.3 Fazit zum Zwischenstand Mai 2017
Der Erfolg des Projektes Enabling Innovation Münsterland ist derzeit nicht gefährdet. Die
regionale Umfeldanalyse hat zu brauchbaren Ergebnissen geführt mit denen das Projekt
nun in die Umsetzungsphase startet. Erste Erfolge bei der Unternehmensansprache kann
das Projekt schon verzeichnen. Ein zentraler Meilenstein wurde damit erfüllt. Nun gilt es,
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsförderungen aktiv einzubinden
und die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse frühzeitig zu sichern.
Greven, 02.05.2017 gez. Bernd Büdding (Projektleiter)
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8840 Zeichen
1
Zwischenstandbericht Projekt Gründergeist@Münsterland
1. Projektdaten
Projektträger: Münsterland e.V.
Projektpartner: Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH
Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH
Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH
Technologieförderung Münster GmbH
Transferagentur Fachhochschule Münster GmbH
Gesamtfinanzvolumen: 806.682 Euro
Finanzierung: 80 % Förderung
Zuwendung des Landes NRW unter Einsatz von Mitteln aus dem
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 – 2020
Durchführungszeitraum: 01.03.2016 – 28.02.2019
Stellenanteile: 2,85 VZÄ
1.25 VZÄ Münsterland e.V.
5 x 0,25 VZÄ Gründerschmieden (wfg BOR, wfc COE, TFM MS,
WEST, gfw WAF)
0,35 VZÄ Transferagentur der FH Münster (TAFH GmbH)
Berichtzeitraum: 01.04.2016 – 31.03.2017
2. Ziele
Leitziel des Projekts ist die Stärkung und Profilierung der Wirtschafts- und Gründerregion Müns-
terland. Dabei soll eine Verbesserung des Gründungsklimas im Münsterland erreicht werden.
Im Zentrum des Projektes steht die Sensibilisierung und Erschließung von zusätzlichen und höher
qualifizierten Gründungspotenzialen.
Alle Maßnahmen im Projekt unterliegen dem übergeordneten Ziel, das Gründungsklima und die
Gründungsintensität im Münsterland zu verbessern. Mit dem Projekt Gründergeist@Münsterland
setzen die wesentlichen Akteure im Gründungsgeschehen auf Münsterlandebene neue inhaltliche
und strukturelle Akzente über Kreisgrenzen hinweg, erstmalig unter Federführung des Münster-
land e.V..
3. Inhalte
Der Münsterland e.V. führt vom 01.03.2016 -28.02.2019 das Projekt Gründergeist@Münsterland
als ein Verbundvorhaben mit den Kreiswirtschaftsförderungen Borken, Coesfeld, Steinfurt und
Warendorf sowie mit der Technologieförderung und der Fachhochschule der Stadt Münster
durch.
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Im Zentrum des Projektes steht die Sensibilisierung und Erschließung von zusätzlichen und höher
qualifizierten Gründungspotenzialen. Mit innovativen Maßnahmen werden Zielgruppen, wie Stu-
dierende/Absolventen, Techniker/innen und Meister/innen oder Zielgruppen mit ähnlichen Basis-
qualifikationen für das Thema Gründung sensibilisiert und erschlossen. Aus diesem Personenkreis
werden Teilnehmer/innen für neu installierte Gründerschmieden gesucht, die noch keine konkrete
Geschäftsidee haben. Innerhalb der Gründerschmieden haben sie die Möglichkeit, mit professio-
neller Unterstützung innovative Ideen in interdisziplinären und heterogenen Teams zu entwickeln,
bis hin zu einem konkreten Geschäftskonzept. Mit der Schaffung von positiven Gründungsbeispie-
len innerhalb der Gründerschmieden und des neuetablierten Businessplan-Wettbewerbs zum
Ende des Projektes, sorgt die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit des Projektes für Strahlkraft in
die Region. Das Münsterland wird stärker als eine attraktive Gründerregion wahrgenommen und
erreicht damit weitere potenzielle Gründer/innen.
4. Umsetzung
4.1 Projektorganisation / -administration
Dem Projektträger (Münsterland e.V.) obliegt die gesamte Projektadministration und –organisa-
tion des Projektes. Zu den administrativen Aufgaben des Münsterland e.V. gehören u.a. die Vor-
bereitung und Einreichung der Mittelabrufe: Zu einem Mittelabruf gehört die Zusammenführung
des Mittelabrufs des Münsterland e.V. und die der Projektpartner, die dann als ein gesamt formu-
lierter Antrag bei der Bezirksregierung vorgelegt wird. Dazu informiert und schult der Münster-
land e.V. die Projektpartner regelmäßig über aktuelle und formale Anforderungen. Nach Prüfung
seitens der Bezirksregierung werden die Mittel an den Münsterland e.V. ausgezahlt, der diese an
die Projektpartner weiterleitet.
Der Münsterland e.V. übernimmt zudem die Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung sämtli-
cher Projektpartnertreffen (mit direkten und assoziierten Partnern) und von münsterlandweiten
Veranstaltungen. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden Marketinginstrumente, wie z.B. Logo,
Flyer (siehe Anhang), Plakate, Give aways, Homepage entwickelt und zudem ein Facebook-Ac-
count eingerichtet. Siehe unter www.gruendergeist-muensterland.de und www.face-
book.com/gruendergeistmsl
Aktivierung von
Gründungspotenzialen
Stärkung des
Gründungsklimas
Gründergeist@Münsterland
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4.2 Aufbau – Umsetzung – Begleitung der Gründerschmieden
Die Projektpartner haben sich mit Projektstart auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für
die Gründerschmieden gemacht. In jedem Landkreis und in der Stadt Münster wurde eine Grün-
derschmiede aufgebaut. In zahlreichen Projektpartnersitzungen wurde parallel die inhaltlicheKon-
zeption der Gründerschmieden entwickelt, unter Berücksichtigung der inhomogenen Teilneh-
merstruktur der Gründerschmieden. Z.B. wurde gemeinsam erarbeitet, welche Informationsmate-
rialien die Schmieden für die TN vorhalten müssen und entsprechend zusammengestellt. Öff-
nungszeiten, Ausnahme- und Rahmenbedingungen usw.. Für November 2016 wurde die Eröff-
nung der Schmieden geplant und auch umgesetzt.
Es fanden Sitzungen mit ausschließlich direkten Projektpartnern und Sitzungen mit direkten und
assoziierten Partnern statt:
Sitzung direkte Projektpartner Sitzung direkte und assoziierte
Projektpartner
12.04.2016 15.03.2016
07.06.2016 21.04.2016
15.10.2016 13.06.2016
07.12.2016 08.09.2016
07.02.2016 17.11.2016
Der Projektverbund akquirierte bis November 2016 TN für die Schmieden. Am 26. Oktober
2016 fand die offizielle Auftaktveranstaltung des Projektes statt und der Start der Grün-
derschmieden wurde angekündigt. Multiplikatoren und Gründungsinteressierte wurden somit
gleichermaßen angesprochen. Die Gründerschmieden sind im November/Dezember an folgenden
Standorten an den Start gegangen (Fotos dazu siehe im Anhang):
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TN-Zahlen in den Gründerschmieden:
Gründerschmiede TN-Zahl Stand 21.02.17
Ascheberg 7
Beckum 13
Gescher 13
Münster 10
Steinfurt 6
Gesamt 49
Im Projektantrag wurden TN-Zahlen von 6-12 TN pro Gründerschmiede anvisiert, sodass der
erste Durchgang dieser Planung entspricht. Die TN haben sechs Monate Zeit, eine fundierte Ent-
scheidung für oder wider einer Gründung zu treffen. Über die geplanten Gründungsvorhaben
kann erst nach der ersten Evaluation im Juni 2017 Auskunft gegeben werden.
Der Münsterland e.V. koordiniert und finanziert münsterlandweite Gründerschmieden-Veranstal-
tungen (15.02.2016 Ascheberg und Workshop Zeitmanagement 23.02.2017, Münster), die je
nach Anmeldebeteiligung auch für neue Gründungsinteressierte geöffnet wurden. Ebenso werden
Referent/innen für Workshop-Angebote in den Schmieden organisiert.
4.3 Businessplan-Wettbewerb
Die Vorbereitung des Businessplan-Wettbewerbs startete am 26.04.2017 mit einem gemeinsa-
men Workshop zur Entwicklung der Wettbewerbskonzeption. Die Prämierungsveranstaltung wird
für Ende 2018/ Anfang 2019 geplant und soll mit flankierenden Veranstaltungen in 2018 gestar-
tet werden.
4.4 Kooperationen
Der Münsterland e.V. führt zahlreiche Kooperationsgespräche mit Netzwerken und Akteuren im
Bereich Gründung, um regional auf das Verbundprojekt aufmerksam zu machen und gemeinsame
Aktivitäten auszuloten: Venture Club, Kiepenkerl digital, Hub münsterLAND digital, FuckupNight
Münster etc.
4.5 Evaluation
Jeder Gründerschmieden-Durchgang und das Gesamtprojekt wird evaluiert und die Evaluation für
den ersten Durchgang findet im Juni 2017 statt.
4.6. Anhang
Fotos der Gründerschmieden im Münsterland (Fotos: Maike Brautmeier)
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6
Greven, 18.04.2017 gez. Monika Leiking (Projektleiterin)
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (1)
- Kiepenkerl
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0824/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.09.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37