OVA/111/2025
Rhein-Ruhr-Express - Farbgestaltung der Lärmschutzwände
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage2: Fotomontage Lärmschutzwand - RAL 8023 „Orangebraun“
136 Zeichen
Beigeordneter Kral Anlage 2: Fotomontage Lärmschutzwand am KGV „Am Vogelsangerweg e.V.“RAL 8023 „Orangebraun“ – Bodentyp „sandig-lehmig“
Anlage3: Fotomontage Lärmschutzwand - RAL 260-M „Umbragold“
141 Zeichen
Beigeordneter Kral Anlage 3: Fotomontage Lärmschutzwand am KGV „Am Vogelsangerweg e.V.“RAL 260-M „Umbragold“ – Bodentyp „stark sandig-lehmig“
Anlage1: Übersichtskarte RRX - Düsseldorf
156 Zeichen
Grün: kein Ausbau der Schieneninfrastruktur, keine Lärmschutzmaßnahmen erforderlich Rot: Ausbau der Schieneninfrastruktur, Lärmschutzmaßnahmen erforderlich
Informationsvorlage
12904 Zeichen
OVA/111/2025 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Rhein-Ruhr-Express - Farbgestaltung der Lärmschutzwände Fachbereich: 05/0 - Dezernat für Mobilität und Umwelt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Bezirksvertretung 6 02.07.2025 Kenntnisnahme Ordnungs- und Verkehrsausschuss 17.09.2025 Kenntnisnahme Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 24.09.2025 Kenntnisnahme Kulturausschuss 27.11.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Das Projekt „Rhein-Ruhr-Express“ Das Vorhaben Rhein -Ruhr-Express (RRX) umfasst neben einem umfangreichen Ausbau der Schieneninfrastruktur und der Modernisierung einiger Stationen auch den Einsatz moderner Schienenverkehrsfahrzeuge mit einem hohen Ausstattungsstandard – die ersten dieser F ahrzeuge befinden sich bereits seit 2018 im Einsatz – und schließlich einer deutlichen Angebotsausweitung des Regionalverkehrs zwischen Dortmund und Köln. Hier sollen die Regionalexpresslinien nach Erweiterung der Infrastruktur im 15 -Minuten-Takt verkehren. Der RRX schafft im verdichteten Takt der sieben Linien höhere Beförderungskapazitäten. Damit einher geht eine spürbare Aufwertung des Schienenpersonenverkehrs in der Region und laut DB auch das Potential, täglich mehr als 20.000 Pkw -Fahrten von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Lärmschutz und künstlerisches Gesamtkonzept zu seiner verbesserten städtebaulichen Integration Dort, wo im Rahmen des RRX -Ausbaus die Gleisinfrastruktur erweitert oder verändert wird, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Verkehrslärmentwicklung begutachtet wird. Es ist sicherzustellen, dass die Grenzwerte der Lärmimmission der 16. Verordnung zur Durchführung des Bundes - Immissionsschutzgesetzes Seite 2 (Verkehrslärmschutzverordnung – 16. BImSchV) nach Umsetzung der Maßnahme eingehalten werden. Die infrastrukturelle Anpassung der Schienenwege wird daher in den allermeisten Fällen von einer Kombination aus aktiven und passiven Lärmschutzmaßnahmen begleitet (vgl. Anlage 1). Aktive Lärmschutzmaßnahmen sind z. B. die Errichtung von Lärmschutzwänden oder die Installation des besonders überwachten Gleises (BüG). Passive Lärmschutzmaßnahmen sind die Verbesserung der Schalldämmung von Wohngebäuden gegen Lärmimmissionen von außen. Im Rahmen des RRX kommen Schallschutzwände von zwei bis sechs Metern Höhe als aktiver Lärmschutz zum Einsatz. Diese Wände sind in den meisten Fällen technische Aluminiumkonstruktionen, deren städtebauliche Integration u. a. aufgrund ihrer Trennwirkung als problematisch zu bewerten ist. Aus diesem Grund hat die Deutsche Bahn (DB InfraGo AG) mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kunstkommission Düsseldorf einen interdisziplinären Ideenwettbewerb zur optimierten Integration der Lärmschutzwände im Düsseldorfer Stadtraum ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war es, ein zeitnahes, realisierbares, sinnstiftendes, innovatives und finanzierbares Konzept zu entwickeln, welches Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern findet und überregionale Strahlkraft hat. Um einen effizienten Einsatz finanzieller Mittel sicherzustellen, verständigten sich DB InfraGo AG und Stadt darauf, dass der Integrationswettbewerb nur in den städtebaulich von der DB und der Stadt gemeinsam als sensibel bzw. kritisch eingestuften Bereichen zum Tragen kommen soll. Im März 2023 prämierte die Jury na ch intensiver und ausführlicher Beratung eine Preisgruppe bestehend aus dem Team Ingo Vetter mit dem Entwurf FERALcatalyst, Team Ursula Damm mit dem Entwurf KON TAKT ZONE sowie Team Ute Reeh mit dem Entwurf Lehm - gefaltete Erde. Die Jury empfahl, mit den Teams der Preisgruppe die Ideen gemeinsam zu einem künstlerischen Gesamtkonzept weiterzuentwickeln. Die Entwurfsidee von Ute Reeh kann wegen fehlender technischer Zulassung an Bahnstrecken nicht im Rahmen des RRX-Projekts realisiert werden. Die Verwaltung prüft aktuell die mögliche Realisierung einer Forschungsstudie, in der die lärmmindernde Wirkung des Wellerlehms verbunden mit weiteren positiven Faktoren wie bspw. Klimaschutz und Nachhaltigkeit untersucht werden soll. Die Teams um Ingo Vetter und Ursula Damm entwickelten gemeinsam ein Gesamtkonzept zu einem Mehrwert unter dem Oberbegriff „Biodiversitätsband“. Dieses soll die Vielzahl von Vegetationsflächen, ökologischen Nischen und Habitaten entlang des RRX -Bahnkorridors durch Düsseldorf miteinander verb inden und zukünftige Potenziale auch im weiteren Umfeld bzw. Stadtgebiet aktivieren. So kann den negativen optischen, städtebaulichen Effekten der Lärmschutzwand neben dem Lärmschutz mit einem zusätzlichen Mehrwert begegnet werden und so ein erhöhtes städt ebauliches Integrationsvermögen des RRX-Projekts entstehen. Das Konzept beinhaltet die Bausteine: Regiebuch Stadtlabor Machbarkeitsstudien für die sensiblen/kritischen Bereichen sowie ein Farbkonzept für die Lärmschutzwände außerhalb der sensiblen/kritischen Bereiche. Regiebuch Durch das Regiebuch sollen Vorgaben für Inhalte zur biodiversen Gestaltung bei der Planung und Umwandlung jetziger und zukünftiger innerstädtischer Räume entwickelt werden. Die Arbeiten für das Regiebuch sind durch die DB Infra GO AG und die Verwaltung gemeinsam beauftragt. Die Inhalte basieren auf den Seite 3 Rechercheergebnissen zu den Machbarkeitsstudien in den sensiblen/kritischen Bereichen. Die Teams werden der Verwaltung voraussichtlich noch in diesem Kalenderjahr erste Ergebnisse vorlegen. Stadtlabor Das Stadtlabor soll die Idee des künstlerischen Gesamtkonzeptes und die Arbeit daran den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln. Weiterhin soll es die Möglichkeit bieten, sich an der Maßnahmenfindung zu beteiligen. Die Beauftragung erfolgte durch die Verwaltung. Hier ist Anfang des Jahres 2026 mit ersten Ergebnissen zu rechnen. Machbarkeitsstudien für die sensiblen/kritischen Bereichen Die Machbarkeitsstudien sollen Maßnahmen zur städtebaulichen Integration für die für den Wettbewerb identif izierten „sensiblen/kritischen Bereiche“ betrachten. Diese beziehen sich zunächst nur auf den Planfeststellungsabschnitt 2.1 (zwischen Eller und Wehrhahn). Die dort gefundenen Ergebnisse können und sollen jedoch auch auf weitere Bereiche in den anderen Abs chnitten übertragen werden. Neben den in der Planung der DB Infra GO AG bereits vorgesehenen „Ausgleichsflächen“ sollen auch ergänzende oder zusätzliche Potenzialflächen aktiviert werden. Finanzierung und Beauftragungen erfolgen durch die DB InfraGO AG und die Landeshauptstadt Düsseldorf. Auch diese Arbeiten werden durch die DB InfraGO AG und die Verwaltung gemeinsam beauftragt. Die Verwaltung rechnet noch in diesem Kalenderjahr mit ersten Ergebnissen. Farbkonzept für die Lärmschutzwände Das Team um Ingo V etter hat im Rahmen seines Wettbewerbsbeitrags ein umfassendes Farbkonzept für die (neuen) Lärmschutzwände entwickelt. Während auf der stadtzugewandten Seite durchgehend eine zum Zeitpunkt des Wettbewerbs in der Zulassung befindliche begrünte Wand als „Büh nenhintergrund“ für das Biodiversitätsband angedacht war, wurde für die Bahnseite eine Farbabwicklung als durchgehendes Leitsystem vorgeschlagen. Dies wird von Ingo Vetter wie folgt beschrieben: „Unsere Farbpalette ist eine leicht abgewandelte Legende der Düsseldorfer Bodenkarte und damit wird bei der Durchfahrt oder beim Anblick der Schallschutzwände vermittelt, auf welchen Grund man sich gerade befindet. Im Kontrast zu den wilden Räumen der Außenseiten, wird der Gleisbereich als technischer Raum verstande n und für die Innenseiten der Schallschutzwände eine typografische Gestaltung vorgeschlagen. Großflächig werden Namen der umliegenden Straßen und Plätze aufgemalt, die Stadterfahrung wird bei der Durchfahrt zum Text. Ebenso sind die Haltestellen markiert, diese jedoch farblich hervorgehoben (im Vorschlag Orange). Dieses typografische Grundgerüst gibt eine Struktur für die Durchfahrt und behauptet sich gegen die Heterogenität verschiedener Wände, Architekturen, Graffiti oder Begrünung.“ Die einzelnen Farbbereiche orientieren sich somit am Bodenmaterial im Stadtgebiet. Mit kräftigen Farben und relativ wenigen Farbwechseln entlang der Strecke eignet sich das Farbkonzept als Leitkonzept für schnellfahrende Züge in sinnvoller Art und Weise. Die zur Stadtse ite hin begrünbaren Wände konnten bisher keine technische Zulassung für den Bahnbetrieb erlangen und müssen daher (für das RRX -Projekt) verworfen werden. Seitens der Kunstkommission wurde in der Sitzung am 06.11.2024 die Umsetzung des Farbkonzepts bahnsei tig empfohlen. Bei der Farbgestaltung stadtseitig wurde angesichts des Wegfalls der begrünten Wandelemente um Weiterentwicklung des künstlerischen Konzepts in Richtung städtebaulicher Kompatibilität unter Seite 4 Einbeziehung transparenter Wandelemente gebeten. Hierzu wurden im Wesentlichen drei Alternativen diskutiert: 1) Direktes Übertragen der bahnseitigen Farben auf die Stadtseite (Farbe innen gleich Farbe außen) 2) Übertragen der bahnseitigen Farben mit stadtverträglicheren Farbanpassungen (Farbe außen kann von der Farbe innen abweichen) 3) Farbabstufungen in der Helligkeit von dunkel bis hell nach oben, um die Höhe der Lärmschutzwände scheinbar optisch zu verringern. Bei allen Varianten wird eine mögliche Adaption der bahnseitigen Schriftzüge mitbetrachtet. In den o. g. sensiblen/kritischen Bereichen wird der Baustein Farbgestaltung mit den Maßnahmen der Machbarkeitsstudien separat betrachtet, so dass angepasst an das künstlerische Gesamtkonzept eine kontextspezifische, abweichende Umsetzung möglich ist. Variantenfindung und weiteres Vorgehen Die DB InfraGO AG beabsichtigt die ersten Lärmschutzwände im Rahmen des RRX - Projekts im Planfeststellungsabschnitt 3.0a, also im Bereich Lichtenbroich zu errichten. Der Abschnitt, in dem sich die frühzeitig errichtete Wand befindet, erstreckt sich nördlich des Kieshecker Weg über die Wanheimer Straße bis hin zur BAB 44 auf der Ostseite der Bahntrasse. Die neue Lärmschutzwand soll ab Mitte 2026 hergestellt werden. Die vorbereitenden Arbeiten sind bereits ab dem Herbst 2025 vorgesehen. Um der DB für diese Ar beiten konkrete Vorgaben hinsichtlich der farblichen Gestaltung machen zu können, haben sich ausgewählte Mitglieder der Kunstkommission mit der Fragestellung der stadtseitigen Farbgestaltung im Rahmen von Visualisierungen und einer umfassenden Ortsbesichtigung befasst. Dabei konnte die Idee der Farbschattierungen (vgl. o. g. Variante 3) in unterschiedlichen Helligkeitsstufen bereits verworfen werden. Sie bewirkt aus Sicht der künstlerischen Expertise eine unruhige Atmosphäre und betont über Maßen das Vorhandensein einer Lärmschutzwand. Weiterhin konnte bereits definiert werden, dass die für das Gesamtkonzept entwickelten Schriftzüge für die Bahnseite auch auf die Stadtseite der Lärmschutzwände übertragen werden. Die soll an geeigneten Stellen, z.B. Überführungen, Haltstellen sowie prägnanten städtebaulichen Plätzen oder Orten geschehen. Zur Aufbringung dieser Schriftzüge empfiehlt der Künstler Ingo Vetter die Entwicklung eines einfachen Farbsprühbalkens, der sowohl auf der Bahnseite als auf der Stadtseite d ie Schriftzüge auftragen kann. Diese technische Möglichkeit offeriert zugleich relativ einfach Überstreichungen z.B. im Falle von unerwünschten Graffiti aber auch, um zukünftige künstlerische Ergänzungen zu ermöglichen. Auch dies soll weiterverfolgt werden. Für die o. g. Variante 2 wird im Zusammenhang der bisherigen Betrachtungen seitens der Kunstkommission empfohlen, ausschließlich die Farbe „umbragold“ (RAL 260-M) auf die Stadt zugewandten Seite der Lärmschutzwände aufzubringen. Um die finale Entscheidung zwischen den Varianten 1 und 2 abschließend treffen zu können, soll der frühzeitig errichtete Abschnitt der Lärmschutzwand im Bereich Lichtenbroich als Musterwand dienen. Auf diese Weise können für spätere Ausschreibungen finanzielle und organisatorisch e Rahmenbedingungen im kleinen Maßstab getestet und für die weiteren Wandabschnitte des RRX zwischen DBInfra GO AG und der LHD final geklärt werden. Hier gilt es vornehmlich zu klären, welche Detailanforderungen für Farbegestaltung und Wandbeschaffenheit die DB im Rahmen Seite 5 ihrer Ausschreibungen vorgeben kann, um finanzielle Nachforderungen der Auftragnehmer aufgrund städtischer Anforderungen möglichst auszuschließen. Nach Errichtung der der „Musterwand“ wird die Verwaltung – voraussichtlich ab Herbst 2026 – die politischen Gremien hinsichtlich des weiteren Vorgehens beteiligen. Anlagen: Anlage1: Übersichtskarte RRX - Düsseldorf Anlage2: Fotomontage Lärmschutzwand - RAL 8023 „Orangebraun„ Anlage3: Fotomontage Lärmschutzwand - RAL 260-M „Umbragold“
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- OVA/111/2025
- Typ
- Informationsvorlage
- Datum
- 27.06.2025
- Erstellt
- 27.06.2025 12:51