V/0638/2012
Jahresbericht 2010 / 2011 der Feuerwehr Münster
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Jahresbericht 2010/2011
Feuerwehr
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
Impressum
Herausgeberin: Stadt Münster
Feuerwehr
August 2012, 700
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
3
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
„Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst Münster“ – das sind erlösende Worte in den Ohren von
30.000 Menschen, die Jahr für Jahr in Münster den N otruf 112 wählen um schnelle Hilfe zu erhal-
ten. Und die bekommen sie: Tag für Tag, Nacht für N acht, 365 Tage im Jahr. Bei mehr als 90%
der im städtischen Bereich liegenden Einsatzorte tr ifft der Rettungswagen oder auch ein ganzer
Löschzug innerhalb der angestrebten Hilfsfrist von höchstens acht Minuten ein. Die Stadt Münster
erfüllt damit die bundesweit empfohlenen Qualitätsk riterien für diesen wichtigen Aufgabenbereich
kommunaler Daseinsvorsorge.
Ein komplexes System aus mehreren Organisationen, H aupt- und Ehrenamt, städtischen und pri-
vaten Strukturen greift präzise und routiniert inei nander und erfüllt die Erwartungen, die die Bürge-
rinnen und Bürger in ihre Stadt Münster setzen, wen n sie in höchster Not sind. Oft wird mehr ge-
tan, als erwartet wird und auch erwartet werden kan n. Und: diese unverzichtbare Pflichtaufgabe
der Stadt Münster erfüllen die meisten Einsatzkräft e ohne Lohn: Als ehrenamtliche Mitglieder der
Freiwilligen Feuerwehr!
326 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und 661 Einsa tzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Münster,
unterstützt von den Helferinnen und Helfern der pri vaten Hilfsorganisationen und des Technischen
Hilfswerkes rückten sowohl im Jahr 2010 als auch im Jahr 2011 jeweils zu etwa 39.000 Einsätzen
aus:
• 1.000 Brandalarmierungen
• 2.000 Technische Hilfeleistungen
• 25.000 Notfallrettungen, davon 5.000 mit Notarzt
• 11.000 Krankentransporte
das sind die gerundeten Leistungsdaten des Systems Feuerwehr und Rettungsdienst. Eine
detaillierte Aufschlüsselung der Kennzahlen und der Vergleichsdaten aus den Vorjahren ist der
Übersicht auf Seite 34 zu entnehmen.
Verlassen Sie sich nicht nur auf uns – lesen Sie au ch, was wir tun, damit Sie sich auf uns
verlassen können.
Im August 2012
Benno Fritzen
Leiter der Feuerwehr
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
4
Inhaltsverzeichnis
Impressum.......................................... .................................................................................2
Vorwort ................................................................................................................................3
1 Teil I: Rückblick auf die Jahre 2010 und 2011 .... .................................................6
1.1 Jahresrückblick 2010 ...............................................................................................6
1.2 Jahresrückblick 2011 .............................................................................................17
1.3 Feuer- und Rettungswache 3 der Berufsfeuerwehr ...............................................25
1.4 Freiwillige Feuerwehr.............................. ...............................................................27
1.5 Rettungsdienst .......................................................................................................29
1.6 Katastrophenschutz ...............................................................................................29
1.7 Ausbau der Infrastruktur für die Gefahrenabwehr ..................................................30
1.8 Personal........................................... ......................................................................31
1.9 Welche Erkenntnisse sind dem Jahresbericht 2010/2011 zu entnehmen?............32
1.10 Zahlenspiegel.........................................................................................................33
2 Teil II: Zahlen und Daten des Jahres ............ .....................................................36
2.1 Die Feuerwehr Münster aufgeschlüsselt nach einer bundeseinheitlichen Statistik
der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) .......................36
2.2 Ausrückebezirke der Feuerwachen der Berufsfeuer wehr ......................................46
2.3 Organisationsplan Amt 37......................................................................................47
2.4 Zuordnung der Beschäftigen der Berufsfeuerwehr nach Stellenplan .....................48
2.5 Stärke der Freiwilligen Feuerwehr, gegliedert nach Löschzügen...........................49
2.6 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der
Werkfeuerwehren.................................... ................................................................50
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
Die Struktur des Jahresberichtes
Der vorliegende Jahresbericht 2010 / 2011 der Feuer wehr Münster ist keine Chronik der Ereignis-
se, sondern eine kurze Information über die Entwick lung der Aufgaben und Tätigkeiten der Stadt
Münster in den Bereichen Brandschutz, Technische Hi lfeleistung, Rettungsdienst und Katastro-
phenschutz.
Der Bericht ist zweigeteilt:
Im Teil I werden nach einem Rückblick auf besondere Einsätze die wesentlichen Kenndaten der
Jahre 2010 und 2011 zur Tätigkeit sowie zur Entwick lung der Feuerwehr in einem Zahlenspiegel
(Seiten 34 und 35 ) den Vergleichszahlen der drei vorherigen Jahre ge genübergestellt und inter-
pretiert (Seiten 25 bis 33 ). Dieser Teil des Jahresberichtes informiert über Trends und ist Daten-
basis für zukünftige Planungen der Feuerwehr Münster.
Im Teil II - ab Seite 36 - sind die Daten des Jahres 2011 detaillierter aufg eschlüsselt. Die Darstel-
lung entspricht einer bundesweiten Empfehlung der A rbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeu-
erwehren (AGBF). Dieser Datensatz wird in fast alle n Städten mit einer Berufsfeuerwehr nahezu
identisch erhoben und ermöglicht so einen interkomm unalen Vergleich der Feuerwehren. Teile
dieses Datensatzes fließen in eine Bundesstatistik ein.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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1 Teil I: Rückblick auf die Jahre 2010 und 2011
Die Jahre 2010 und 2011 forderten die Feuerwehr Mün ster mit der ganzen Bandbreite ihres
Leistungsvermögens: Vom Verkehrsunfall bis zum Groß brand, vom Gefahrstoffaustritt bis zum
Flugzeugabsturz, vom Herzstillstand bis zum Massena nfall von Verletzten – die Anforderungen
waren vielfältig und es wurden „alle Register“ gezogen. Nachfolgend eine kurze Übersicht über
die wesentlichen Einsätze der Jahre 2010 und 2011:
1.1 Jahresrückblick 2010
18.01.2010 Ein Feuer zerstört die gerade neu eingerichtete Technikzentrale des LWL-
Landeshauses . Die Feuerwehr kann mit ihrem schnellen Eingreifen ein Übergreifen des Feuers
auf den Plenarsaal sowie weitere Räume verhindern. Dennoch liegt der Sachschaden bei den
technischen Einrichtungen bei rund 200.000 Euro.
03.02.2010 5.400 Liter Heizöl ergießen sich auf die Straße und in den Straßengraben, als im
Kreuzungsbereich des Schifffahrter Damms mit dem He ssenweg in Gelmer ein Tankwagen ins
Schleudern gerät und von dem Ladearm eines Containe rfahrzeuges regelrecht „aufgespießt“ wird.
Die Feuerwehr kann 1.800 Liter Heizöl direkt aus de m Straßengraben abpumpen. Der Rest ist im
Erdreich versickert, das von einem Bagger ausgekoffert werden muss.
14.02.2010 Explosionsgefahr auf der BAB A 1 besteht, nach dem ein mit Kohlenst aub beladener
Silo-Auflieger eines Sattelzuges in Brand geraten i st. Die Flammentemperatur ist so hoch, dass
das Aluminium des Silobehälters schmilzt und der Ko hlenstaub mit offener Flamme brennt. Da
eine falsche Löschtaktik hier zur Explosion führen könnte, wird behutsam aus der Distanz vorge-
gangen und mit Sprühstrahl und Löschschaum als Netzmittel gelöscht.
14.02.2010 brennender Kohlenstaub Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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23.02.2010 Bei der Firma Eurovia auf der Loddenheide brennt die Filterkammer einer Anlage
zur Aufbereitung von Asphalt. Zwei Löschzüge der Be rufsfeuerwehr und zwei Löschzüge der Frei-
willigen Feuerwehr bekämpfen das Feuer in der verwi nkelten Industrieanlage, teilweise auch unter
Einsatz von Wenderohren der Drehleitern.
25.02.2010 Explosionsgefahr im Kreuzviertel besteht kurzzeitig, nachdem bei Sanierungsarbei-
ten in der ehemaligen Eichendorff-Schule eine unter Druck stehende Gasleitung beschädigt wird.
Das Gebäude wird sofort geräumt. Gemeinsam mit den Stadtwerken gelingt es, den Haupthahn
abzuschiebern und so die Explosionsgefahr zu bannen.
28.02.2010 In NRW wütet der Orkan Xynthia. Münster kommt relativ glimpflich davon: „Nur“ 25 Mal
muss die Feuerwehr ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder Schilder und Bauzäu-
ne zu sichern. Gravierender sind die Folgen für Bah nreisende. Die Bahn hat den Zugverkehr in
NRW fasst vollständig eingestellt. Am Hauptbahnhof Münster stranden viele Reisende. Die
Feuerwehr liefert Tische und Bänke, mit denen Bahnm itarbeiter in der ehemaligen Stückgutabferti-
gung behelfsweise eine Wartehalle einrichten.
02.03.2010 Schwerer Verkehrsunfall mitten in der Stadt: Im Kreuzungsbereich von Geist straße
und Paulstraße stoßen ein PKW und ein Kleintranspor ter zusammen. Der 82-jährige Fahrer des
PKW wird in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Zu seiner Rettung muss die Feuerwehr das Dach des
Fahrzeuges mit einer Rettungsschere abtrennen.
03.03.2010 Wieder ein schwerer Verkehrsunfall, dieses Mal mi t tödlichem Ausgang: Auf der Um-
gehungsstraße gerät ein PKW in den Gegenverkehr und prallt frontal in einen LKW. Für den jun-
gen Fahrer des PKW kommt jede Hilfe zu spät.
04.03.2010 Gegen 22 Uhr steht in einem Mehrfamilienhaus an d er Prins-Claus-Straße in Kinder-
haus eine Dachgeschosswohnung in Flamm en. 20 Minuten nach dem Eintreffen haben die Ein-
satzkräfte des Löschzuges 1 der Berufsfeuerwehr und des Löschzuges Kinderhaus der Freiwilligen
Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
30.03.2010 Rettung für den Retter: Bei einer Übung am Stauwehr der Werse an der Pleis ter
Mühle gerät ein Strömungsretter der DLRG in Gefahr. Er wird von der Strömung über das Stau-
wehr gezogen, dann aber durch eine Sicherungsleine in einem Luftraum unter der Wasserwalze
gehalten. Den alarmierten Tauchern der Berufsfeuerwehr gelingt es, eine zweite Leinenverbindung
zu dem im Wasser gefangenen Mann herzustellen. Mit vereinten Kräften wird er auf die Brücke
des Wehrs gezogen. Er erleidet nur leichte Verletzungen.
03.04.2010 Um 1 Uhr in der Frühe wird der Leitstelle der Feu erwehr Münster ein Bauernhof-
brand am Kappenberger Damm gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einheiten steht eine 100
Jahre alte Scheune mit 500 Strohballen in Vollbrand . Das Feuer droht auf benachbarte Gebäude
überzugreifen. Den 60 Einsatzkräften von zwei Lösch zügen der Berufsfeuerwehr und vier Lösch-
zügen der Freiwilligen Feuerwehr gelingt es mit sec hs Strahlrohren das Feuer nach einer Stunde
unter Kontrolle zu bekommen. Ein Übergreifen der Fl ammen auf andere Gebäude des Bauernho-
fes kann verhindert werden. Siehe hierzu auch das Foto auf der folgenden Seite.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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03.04.2010 Bauernhofbrand Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
24.04.2010 Die erste Alarmmeldung lässt noch nicht vermuten, dass der Feuerwehr Münster der
größte Einsatz der vergangenen Jahre bevorsteht. Um 11 Uhr wird der Leitstelle der Feue rwehr
ein Feuer in einem Gewerbebetrieb an der Königberge r Straße in Coerde gemeldet. Aufgrund
zahlreicher Anrufe löst die Leitstelle sofort „Alar mstufe 2“ aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatz-
kräfte des Löschzuges 1 der Berufsfeuerwehr und des Löschzuges Kemper der Freiwilligen Feu-
erwehr steht der Lagerbereich eines Fahrrad-Großhan dels in Vollbrand. Das Feuer breitet sich
sowohl auf den Verkaufsraum des Betriebes, als auch auf einen benachbarten Baustoffhandel aus.
Die Verwaltungsgebäude beider Betriebe sind massiv gefährdet. Der Einsatzleiter fordert weitere
Verstärkung an. Noch während diese Einheiten auf de r Anfahrt sind, kommt es zur schlagartigen
Brandausbreitung auf den 1.000 m² großen Verkaufsra um. Die Rauchgasdurchzündung drückt
Fenster und Tore nach außen, meterhohe Flammen schi eßen aus allen Öffnungen des Gebäudes.
Siehe hierzu auch das Foto auf der folgenden Seite. Jetzt droht das Feuer auch auf eine benach-
barte Autolackiererei und ein Bestattungsinstitut ü berzugreifen. Über 200 Einsatzkräfte aller drei
Züge der Berufsfeuerwehr sowie von 12 Zügen der Fre iwilligen Feuerwehr kämpfen gegen die
Flammen, die mittlerweile eine Gebäudefläche von 4. 000 m² erfasst haben. Da die Hydranten für
ein Feuer dieser Größenordnung nicht mehr genügend Wasser liefern können, werden sieben
B-Leitungen zum Dortmund-Ems-Kanal verlegt, wo das Wasser über 4 Pumpen angesaugt wird.
15.000 Liter Wasser werden über die Wenderohre von vier Drehleitern, über den Dachmonitor
eines Tanklöschfahrzeuges sowie 10 B- und C-Rohre a bgegeben. Nach vier Stunden kann das
Feuer unter Kontrolle gebracht werden, erst um 08 U hr des nächsten Morgens ist es endgültig
gelöscht. Die Einsatzkräfte können ein Übergreifen des Feuers auf die Lackiererei, auf das Bestat-
tungsinstitut sowie auf die Verwaltungsgebäude bei der vom Brand betroffener Betriebe verhin-
dern. Dennoch beträgt der Sachschaden rund 1,6 Mio. Euro. Ein Betriebsangehöriger und zwei
Feuerwehrmänner werden im Verlauf des Einsatzes leicht verletzt.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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24.04.2010 Brand im Gewerbegebiet in Coerde Foto: Oliver Werner, Westfälische Nachrichten
26.04.2010 In der Schutzkleidung steckt noch der Ruß des Gro ßbrandes in Coerde, als die Ein-
satzkräfte im Süden der Stadt erneut alarmiert werd en. An der Hiltruper Straße in Wolbeck steht
eine KFZ-Werkstatt in Flammen . Beim Eintreffen erhalten die Einsatzkräfte vom In haber der
Werkstatt den Hinweis auf sieben Gasflaschen, die i m Gefahrenbereich stehen. Die Gasflaschen
können rechtzeitig geborgen werden. Mit vereinten K räften der Feuerwachen 2 und 3 sowie der
Löschzüge Wolbeck, Angelmodde und Hiltrup gelingt e s, das Feuer zu bekämpfen und ein Über-
greifen auf das benachbarte Wohnhaus zu verhindern. Ein Mitarbeiter der Werkstatt, der sich
Brandverletzungen zugezogen hat, wird von der Besat zung eines Rettungswagens medizinisch
versorgt und dann ins Krankenhaus transportiert. De r Sachschaden wird auf 750.000 Euro ge-
schätzt.
11.05.2010 325 Schüler halten sich im Gebäude auf, als in der Hauptschule Roxel von Unbekann-
ten Reizgas in erheblichen Mengen versprüht wird. V iele Schülerinnen und Schüler klagen über
Übelkeit, Atembeschwerden und Hautreizungen. Wegen der Aufregung kommen bei einigen Kreis-
laufprobleme dazu. Die Leitstelle der Feuerwehr ala rmiert mit dem Einsatzstichwort „Massenan-
fall von Verletzten “. Vier Notärzte, der leitende Notarzt sowie 60 wei tere Einsatzkräfte mit 20
Rettungs- bzw. Löschfahrzeugen werden entsandt. Dab ei wird der Rettungsdienst der Berufs-
feuerwehr durch Einsatzkräfte der Hilfsorganisation en verstärkt. Als erste Einheit trifft der Lösch-
zug Roxel der Freiwilligen Feuerwehr ein und kann i n einer ersten Rückmeldung für „Entwarnung“
sorgen. Es gibt keine ernsthaft verletzten Personen . Dennoch müssen 51 Kinder vor Ort vom Ret-
tungsdienst behandelt werden, sechs von ihnen werde n zur intensiveren Untersuchung in ein
Krankenhaus transportiert, das sie aber nach kurzer Zeit wieder verlassen dürfen.
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13.05.2010 Bei dem Versuch, brennendes Fett mit Wasser abzulö schen, verursacht eine junge
Frau eine Fettexplosion . Die Druckwelle reißt das Wohnzimmerfenster aus de r Verankerung, die
Frau erleidet durch umherspritzendes Fett Verbrennu ngen und wird nach notärztlicher Versorgung
vor Ort in ein Krankenhaus transportiert.
23.05.2010 Auf einer Einsatzfahrt stößt ein Rettungswagen de r Berufsfeuerwehr an der Kreuzung
Dyckburgstraße / Sudmühlenstraße mit einem PKW zusa mmen. Der Rettungswagen stürzt da-
bei auf die Seite . Sowohl der Fahrer des PKW, als auch der Beifahrer des Rettungswagens wer-
den zum Glück nur leicht verletzt. Am Rettungswagen entsteht ein Totalschaden.
04.06.2010 Gegen 2 Uhr morgens wird die Feuerwehr zur Königs berger Straße nach Coerde ge-
rufen. Im sechsten Obergeschoss eines Hochhauses brennt ei ne Wohnung in voller Ausdeh-
nung. Da viele Hausbewohner beunruhigt an den Fenst ern oder auf den Balkonen stehen und
nicht klar ist, ob sich noch Personen in der brenne nden Wohnung befinden, fordert der Einsatzlei-
ter Verstärkung an. Die Löschzüge 1 und 2 der Beruf sfeuerwehr sowie die Löschzüge Kemper,
Kinderhaus und Gelmer der Freiwilligen Feuerwehr ko mmen zum Einsatz. 90 Personen werden
aus dem Gebäude ins Freie geführt. Der Brand wird d urch zwei Trupps im Innenangriff und von
einem Trupp über die Drehleiter von außen bekämpft und kann nach 30 Minuten unter Kontrolle
gebracht werden.
06.06.2010 Spektakulärer Unfall auf der Sentruper Straße: Gegen 6 Uhr morgens verliert der Fah-
rer eines Kleintransporters die Kontrolle über sein Fahrzeug und kommt von der Fahrbahn ab. Auf
der Brücke über die Aa durchbricht das Fahrzeug das Brückengeländer und stürzt in die Aa,
deren Wasserstand zum Glück niedrig ist. Parallel z ur notärztlichen Versorgung des Fahrers bringt
die Feuerwehr Ölstoppschläuche aus, um austretenden Kraftstoff aufzufangen. Das Fahrzeug wird
mit dem Feuerwehrkran wieder aus dem Flussbett gehoben.
25.06.2010 Während eines Sendbesuches mit seiner Familie sie ht ein Feuerwehrmann aus dem
Riesenrad eine verdächtige Rauchsäule über der südl ichen Innenstadt. Sein Anruf bei den Kolle-
gen in der Leitstelle geht gleichzeitig mit mehrere n weiteren Notrufen ein, die einen Dachstuhl-
brand in der Leostraße melden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte h at sich das Feuer im
Bereich des Spitzbodens des viergeschossigen Mehrfa milienhauses bereits auf das Nachbarhaus
ausgebreitet. Die Einsatzkräfte mehrerer Löschzüge der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr
tragen den Löschangriff über drei Drehleitern sowie über die Treppenräume beider Häuser vor. 20
Personen müssen ihre Wohnungen verlassen und werden von Sanitätern des Arbeiter-Samariter-
Bundes betreut. Während die meisten von ihnen nach dem Einsatz wieder in ihre Wohnungen zu-
rückkehren können, bleiben zwei Wohnungen unbewohnb ar. Der Sachschaden beträgt ca.
250.000 Euro.
16.07.2010 Ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 120 km/h fegt über den Südosten
des Stadtgebietes hinweg. Besonders hart trifft es den Stadtteil Wolbeck mit dem Forstgebiet
Tiergarten. Bäume werden wie Streichhölzer umgeknic kt, der Sturm „fällt“ in einer 500 m breiten
Schneise rund 10.000 m³ Holz. Der Sachschaden beträgt rund eine Millionen Euro. Glück hatte der
Bewohner eines Hauses an der Straße „Am Steintor“: Ein mächtiger Baum mit einem Stamm-
durchmesser von einem Meter wurde entwurzelt und st ürzte auf den Wintergarten des Hauses. Es
wurde zum Glück niemand verletzt.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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18.07.2010 Gegen 22:20 Uhr wird der Leitstelle der Feuerwehr ein Bauernhofbrand in Sprakel
gemeldet. Als wenige Minuten später das erste Lösch fahrzeug des Löschzuges Sprakel der Frei-
willigen Feuerwehr auf dem Hof eintrifft, stehen ei n Wirtschaftsgebäude sowie der Dachstuhl eines
direkt angebauten Schweinestalls in Vollbrand. Das Feuer hat bereits auf die Stallungen überge-
griffen. In kurzer Folge treffen weitere Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr sowie der Löschzüge Hä-
ger-Uhlenbrock und Kinderhaus der Freiwilligen Feue rwehr ein. Mit vereinten Kräften gelingt es,
120 Schweine aus dem brennenden Stall zu retten, 41 Tiere verenden. Ein Übergreifen des Feu-
ers auf das Wohnhaus kann verhindert werden. Der Sa chschaden wird auf 400.000 Euro ge-
schätzt.
18.07.2010 Bauernhofbrand in Sprakel Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
24.07.2010 Plötzlich mitten in der Katastrophe: Nachdem die Feuerwehr Münster bereits bei der
Loveparade 2007 in Essen die örtliche Einsatzleitun g unterstützt hatte, wurde sie im Vorfeld der
Loveparade 2010 auch von der Feuerwehr Duisburg gebeten, mit dem E insatzleitwagen einen
Rettungsdienstabschnitt zu führen. Gerne sagte man zu, denn der Einsatz 2007 war lehrreich und
die Nähe zu einem solchen „Mega-Event“ hatte sogar Spaß gemacht. So hatten sich die Feuer-
wehrmänner aus Münster auch 2010 auf professionelle Routinearbeit bei der Organisation eines
Behandlungsplatzes eingestellt, bis sie sich plötzlich gemeinsam mit weiteren Helferinnen und Hel-
fern der Sanitätsorganisationen aus Münster unvermi ttelt inmitten einer der schlimmsten Katastro-
phen der jüngeren deutschen Geschichte wiederfinden : 21 junge Menschen haben im Gedränge
ihr Leben verloren, zahlreiche Verletzte müssen ver sorgt werden. Die juristische und politische
Aufarbeitung dieses Unglücks dauert noch an – und d ie emotionale Aufarbeitung auch: Vielen Ein-
satzkräften aus Münster sind die Eindrücke auch 24 Monate danach noch sehr präsent. Vergessen
wird man den Einsatz wohl nie.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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12.08.2010 „Alarm für die Behandlungsplatzbereitschaft 50-NRW“ lautet die Meldung von der
Bezirksregierung. Hintergrund ist ein Feuer im Roch us-Hospital in Telgte. Da mit zahlreichen Op-
fern gerechnet wird, werden in Münster rund 150 Ein satzkräfte der Feuerwehr sowie des Arbeiter-
Samariter-Bundes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie des Malteser
Hilfsdienstes alarmiert. Die Kräfte sammeln sich im Bereitstellungsraum auf dem Hof der Feuerwa-
che 2, brauchen aber nicht mehr auszurücken, da die Feuerwehr Telgte den Brand in dem Kran-
kenhaus schnell unter Kontrolle gebracht hat.
26.08.2010 Nicht zum ersten Mal rückt die Feuerwehr zu einem Gebäudekomplex an der West-
hoffstraße aus. Wieder brennt es im Keller. Der Rauch zieht durch den Treppenraum und alle Flure
des siebengeschossigen Wohnhauses. Sieben Personen, darunter auch zwei Kinder, erleiden
Rauchgasvergiftungen , als sie über den Treppenraum ins Freie flüchten. Nach einer ersten Sich-
tung durch den Notarzt vor Ort werden sie ins Krank enhaus transportiert. Das Feuer ist schnell
gelöscht, doch ist der Schaden erheblich, vor allem durch schmierige Rußablagerungen in allen
Geschossen.
27.08.2010 Großalarm für die Nachbarschaftshilfe: Nach sintflutartigen Regenfällen im gesam-
ten Münsterland hat es besonders die Kreise Steinfu rt, Borken und Coesfeld getroffen. Die Stadt
Münster kommt vergleichsweise glimpflich davon, so dass die Feuerwehr Münster im großen Um-
fang zur Nachbarschaftshilfe angefordert wird. Die Löschzüge Sprakel, Nienberge, Geist, Werse-
Laer, Angelmodde und Gievenbeck werden schwerpunktmäßig in Borghorst, Nordwalde und Mete-
len eingesetzt und pumpen ca. 150 Keller leer. Die Löschzüge Hiltrup sowie Loevelingloh werden
nach Saerbeck beordert und die Berufsfeuerwehr unte rstützt die Kollegen in Osnabrück, wo Ka-
tastrophenalarm ausgelöst wurde. Die Bezirksregieru ng Münster beordert den Einsatzleitwagen
der Feuerwehr Münster in den Kreis Borken. Führungs kräfte der Feuerwehr Münster lösen die
örtlichen Kräfte ab, die teilweise 24 Stunden ununterbrochen im Einsatz waren.
20.09.2010 Bombenentschärfung am Gallenkamp. Aufgrund von planmäßig veranlassten Luft-
bildauswertungen wird auf einem Baugrundstück eine 250 kg-Bombe aus dem zweiten Weltkrieg
entdeckt. Nachdem alle Gebäude im Umkreis von 100 M etern evakuiert sind und rund 100 An-
wohner ihre Wohnungen verlassen haben, gelingt es d en Feuerwerkern des Kampfmittelbeseiti-
gungsdienstes der Bezirksregierung, die Bombe in wenigen Minuten zu entschärfen. Um 17:25 Uhr
können alle Personen in ihre Wohnungen zurückkehren.
27.09.2010 Gegen 05:30 Uhr geht in der Tiefgarage des Lukasz entrums in Gievenbeck ein PKW
in Flammen auf. Die Bewohner der 52 Wohnungen in der Seniorenwohnanlage am Rüschhausweg
werden durch einen explosionsartigen Knall geweckt. Zahlreiche Notrufe gehen in der Leitstelle
der Feuerwehr ein. Neben zwei Löschzügen und mehrer en Rettungswagen der Berufsfeuerwehr
werden die Löschzüge Gievenbeck, Altstadt, Nienberg e und Roxel der Freiwilligen Feuerwehr
alarmiert. Insgesamt sind 85 Einsatzkräfte mit 23 F ahrzeugen vor Ort. Problematisch ist die
starke Rauchentwicklung , die nicht nur die Sicht in der Tiefgarage auf nah ezu null reduziert,
sondern auch zu einer starken Verrauchung der Laden lokale einschließlich des Büros der Bürger-
beratung im Erdgeschoss führt. Das Feuer kann schne ll unter Kontrolle gebracht werden, die Ent-
rauchung des Gebäudes mit Hochleistungslüftern hingegen zieht sich über mehrere Stunden hin.
05.10.2010 Seltenes Brandgut: In einem Gewerbebetrieb in Gel mer brennen zwei Container mit
Metallschrott. Mit Wasser oder Schaum ist das Feuer nicht zu lösch en – im Gegenteil: Bei ei-
ner Temperatur von ca. 2.000° C wird das Löschwasser beim Auftreffen auf die heißen Titanspäne
zersetzt in Wasserstoff und Sauerstoff und trägt eh er zur Flammenintensität bei. Das Sonder-
löschpulver der Feuerwehr Münster für Metallbrände ist bei diesen Mengen schnell verbraucht und
so heißt es improvisieren: Von einem benachbarten B austoffhandel werden per Radlader drei
Tonnen Zement herangeschafft. Es gelingt, das Brand gut vollständig abzudecken und das Feuer
so zu ersticken.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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04.11.2010 Gegen 06:30 Uhr kommt im Autobahnkreuz Münster-Süd auf der Verbindungsfahr-
bahn zwischen der A 1 und der A 43 ein Sattelschlep per auf einer Ölspur ins Schleudern und kippt
um. Der Fahrer wird schwer verletzt im Führerhaus einge klemmt. Parallel zur Befreiung des
Fahrers muss sich die Feuerwehr auch um die Beseiti gung der ca. zwei Kilometer langen Ölspur
kümmern, um weitere Unfälle und eine Umweltgefährdu ng zu vermeiden. Neben der Berufsfeuer-
wehr kommen die Löschzüge Roxel und Gievenbeck der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz.
07.11.2010 Beim Landeanflug auf den Flughafen Telgte-Berdel setzt bei einem einmotorigen
Sportflugzeug plötzlich der Motor aus. Die mit vier Männern besetzte Maschine stürzt in de r
Bauerschaft Kreuzbach in Wolbeck ab. Alle Männer werden schwer verletzt, teilweise in d em
Flugzeugwrack eingeklemmt. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte des Löschzuges Wolbeck der
Freiwilligen Feuerwehr werden nach kurzer Zeit durc h die Berufsfeuerwehr unterstützt, die mit ei-
nem Rüstzug sowie vier Rettungswagen, zwei Notärzte n und dem Leitenden Notarzt angerückt ist.
Parallel trifft der Rettungshubschrauber „Christoph Europa 2“ aus Rheine mit einem vierten Notarzt
ein, der durch die Leitstelle der Feuerwehr Münster angefordert wurde. Alle Männer können trotz
teilweise schwerster Verletzungen gerettet werden u nd überleben den Absturz. Ein Jahr nach dem
Absturz besucht einer der überlebenden Passagiere m it seiner Familie die Feuerwehr und bedankt
sich bei den Einsatzkräften und Notärzten für ihren Einsatz.
07.11.2010 Absturz eines Sportflugzeuges Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
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13.12.2010 Eiszeit! Unvermittelt tritt ein Verkehrschaos auf, als gege n 17 Uhr starker Schneefall
einsetzt. Der Schnee trifft auf durchgefrorene – zu vor trockene – Straßen und bildet sofort eine
gefährliche Eisschicht. Innerhalb weniger Stunden k ommt es zu etwa 150 Unfällen im gesamten
Stadtgebiet, die zum Glück meist glimpflich ausgehe n. Das Problem des Rettungsdienstes ist so-
mit auch nicht die Zahl der Einsätze sondern die Ab wicklung der Fahrten. Die Rettungswagen blei-
ben in den unzähligen Staus stecken oder kommen nur sehr langsam voran. Die Leitstelle alar-
miert die privaten Hilfsorganisationen: MHD, JUH, DRK und ASB besetzen weitere Rettungswagen
mit ehrenamtlichen Rettungsassistenten und Rettungs sanitätern und verstärken so wirksam den
Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr. In den nachfolg enden Wochen und auch über Weihnachten
und den Jahreswechsel bleibt die Witterung das behe rrschende Thema. Während viele Ver-
kehrsteilnehmer mit Eis und Schnee kämpfen, kommt d ie Feuerwehr zuverlässig voran: Immer
wenn Eis und Schnee drohen, rüstet die Feuerwehr di e Rettungsdienstfahrzeuge in den eigenen
Werkstätten mit Spikesreifen bzw. Schneeketten aus. Die Löschfahrzeuge verfügen ohnehin dau-
erhaft über Schleuderketten, die bei Bedarf während der Fahrt zugeschaltet werden können. Diese
Ausstattung hat sich während der „Eiszeit“ außerord entlich bewährt und vermutlich in dem einen
oder anderen Fall auch entscheidend dazu beigetragen, Leben zu retten.
17.12.2010 Gegen 01:20 Uhr sieht der Fahrer eines Streufahrz euges der Abfallwirtschaftsbetriebe
Flammen aus dem Dachstuhl eines Hotels in Gievenbeck schlagen. Seiner Aufmerksamkeit ist
es zu verdanken, dass alle Hotelgäste das Gebäude u nversehrt verlassen können. Zwei Züge der
Berufsfeuerwehr sowie der Löschzug Gievenbeck der F reiwilligen Feuerwehr bahnen sich einen
Weg durch die winterliche Nacht und nehmen bei klir rendem Frost mehrere Rohre zur Brandbe-
kämpfung vor. Der Brand kann auf den Dachstuhl besc hränkt und ein Totalverlust des Gebäudes
verhindert werden.
17.12.2010 Feuer in einem Hotel in Gievenbeck Foto: Claus Röttig, Westfälische Nachrichten
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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24.12.2010 Die Berufsfeuerwehr erhält gerade Besuch von Mitgliedern des Rates der Stadt Müns-
ter, die sich für den Dienst der Beamten während de r Feiertage bedanken wollen, als gegen 12
Uhr der Notruf eintrifft. An der Manfred-von-Richth ofen-Straße ist das Dach einer Sporthalle ein-
gestürzt . Wenige Minuten nach dem Notruf sind Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 vor Ort.
Schnell ist klar, dass zum Glück kein Publikumsverk ehr herrschte – aber der Hausmeister wird
vermisst. Seine direkt angrenzende Wohnung ist erle uchtet, von dem Mann fehlt aber jede Spur.
Die Trümmer werden systematisch abgesucht, Rettungs hunde angefordert. Dann aber meldet sich
der Mann zum Glück bei der Einsatzleitung. Er war k urz in der Stadt – letzte Besorgungen für das
Weihnachtsfest erledigen.
Aufgrund des Einsturzes der Halle ruft der Verwaltu ngsvorstand kurzfristig einen Stab von Fach-
leuten zusammen, die die Situation auch für andere Liegenschaften einschätzen sollen. Eigentlich
liegen die Höhen der Schneeschichten auf den Dächer n in Münster noch unterhalb der kritischen
Werte – doch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Tauwasser und Regen den Schnee unge-
wöhnlich schwer gemacht haben. Hinzu kommen eventue ll ungleichmäßige Lastverteilungen auf-
grund von Schneeverwehungen. Während des gesamten H eiligen Abends tagt der Stab in der
Hauptfeuerwache am York-Ring. Einzelne Großveransta ltungen werden abgesagt oder erst nach
dem Räumen von Dachflächen freigegeben. Über den lo kalen Radiosender „Antenne Münster“
werden aktualisierte Veranstaltungshinweise für die Feiertage herausgegeben.
Ein neues Problem kommt hinzu: Von vielen Dächern r agen meterlange Eiszapfen herab und ge-
fährden Personen auf den Bürgersteigen. Dort, wo si ch Hauseigentümer nicht helfen können und
auch Absperrungen keine Sicherheit bringen, kommt d ie Feuerwehr zur Hilfe. Bis zu vier Drehlei-
tern sind gleichzeitig im Stadtgebiet im Einsatz.
Nach einer Untersuchung der Turnhalle steht im Febr uar 2011 fest, dass eine fehlerhafte Bauaus-
führung den Einsturz verursacht hat.
25.12.2010 Der dramatischte Einsatz des Jahres 2010 ereignet sich am späten Abend des ers-
ten Weihnachtstages. Gleich mehrere Personen werden gegen 22.30 Uhr auf einen Wohnungs-
brand in einem Mehrfamilienhaus an der Hammer Straß e aufmerksam und alarmieren die Feuer-
wehr. Beim Eintreffen des Löschzuges 2 der Berufsfe uerwehr schlagen bereits meterlange Flam-
men aus den Fenstern einer Wohnung im ersten Oberge schoss. Die gesamte zur Hammer Straße
gelegene Front des viergeschossigen Hauses ist in dichten Rauch gehüllt. Durch den Rauch hören
die Feuerwehrmänner mehrere Personen um Hilfe rufen , ohne dass ihre Position zu erkennen ist.
Auch auf der Rückseite des Gebäudes ist die Situati on dramatisch: Im zweiten Obergeschoss sitzt
ein Mann auf der Brüstung eines Laubenganges und st eht kurz davor, in die Tiefe zu springen.
Die Einsatzkräfte nehmen alle verfügbaren Rettungsg eräte gleichzeitig vor (siehe hierzu auch das
Foto auf der folgenden Seite). Während auf der Stra ßenseite die Hausfassade per Drehleiter nach
Personen abgesucht wird und ein Trupp über eine tra gbare Leiter zur Brandwohnung vordringt,
bringt ein Trupp auf der Rückseite des Gebäudes ein Sprungpolster in Stellung. Unmittelbar nach-
dem das Sprungpolster in Position ist, springt der Mann aus dem zweiten Stock und kann so un-
verletzt gerettet werden. In kurzer Reihenfolge tre ffen weitere Einheiten der Feuerwachen 1 und 3
sowie der Löschzüge Geist, Gremmendorf und Hiltrup der Freiwilligen Feuerwehr an der Einsatz-
stelle ein. Insgesamt werden 14 Personen über Leite rn gerettet oder durch Fluchthauben ge-
schützt aus dem Haus geführt. Fünf von ihnen werden nach Erstversorgung durch den Notarzt vor
Ort mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser tran sportiert. Das Feuer ist sehr heftig, erreicht
Temperaturen von ca. 1000° C und führt so zu Rissen in den Wänden zu den Nachbarwohnungen.
Durch den Einsatz von 3 C-Rohren im Innen- und Außenangriff kann das Feuer aber unter Kontrol-
le gebracht und eine Brandausbreitung auf benachbar te Wohnungen verhindert werden. Nach und
nach werden alle 16 Wohnungen des Hauses durch Atem schutztrupps nach hilflosen Personen
durchsucht.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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25.12.2010 Rettung von 14 Menschen aus Lebensgefahr Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
31.12.2010 Mit 8 Bränden ist die Silvesternacht erwartungsge mäß unruhig aber nicht dramatisch.
Trotzdem wird es im wahrsten Sinne des Wortes „eng“ , als im Kreuzviertel eine Silvesterrakete
den Dachstuhl eines Hauses an der Hoyastraße in Bra nd setzt. Die erste anrückende Drehleiter
fährt sich zwischen nicht ordnungsgemäß abgestellte n PKW fest und kann nicht zum Brand-
objekt vorrücken. Aufgrund mehrerer paralleler Eins ätze muss die nächste Drehleiter aus Hiltrup
anrücken. Über einen anderen Straßenzug kommt sie n äher an das Brandobjekt heran und kann
so noch wirksam in die Löscharbeiten eingreifen, di e bereits im Innenangriff und mit einem B-
Strahlrohr von der Straße aus vorgetragen werden. U nter den Augen mehrerer hundert Zuschauer
sorgt die Feuerwehr dafür, dass auch diese brenzlige Situation nicht zur Katastrophe ausartet.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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1.2 Jahresrückblick 2011
14.01.2011 Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB A 1: Ein LKW rast ungebremst in die Ab siche-
rung einer Baustelle des Landesbetriebs Straßen-NRW . Der Fahrer ist in seinem völlig zerstörten
Führerhaus eingeklemmt. Einsatzkräfte der Berufsfe uerwehr sowie des Löschzuges Loevelingloh
der Freiwilligen Feuerwehr befreien den Fahrer unter Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten.
14.01.2011 Verkehrsunfall auf der Autobahn Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
01.02.2011 200 Anwohner müssen ihre Häuser verlassen , als im Uferbereich des Dortmund-
Ems-Kanals in Höhe der Prozessionswegbrücke eine 25 0 kg schwere Bombe aus dem zweiten
Weltkrieg gefunden wird. Durch die Hilfsorganisatio nen wird in einer Turnhalle eine
Betreuungsstelle eingerichtet, in der 50 Anwohner b etreut werden. Nachdem die Feuerwehr die
Evakuierungen und Absperrungen abgeschlossen hat, k ann der Feuerwerker des Kampfmittel-
beseitigungsdienstes des Landes NRW den Zünder inne rhalb weniger Minuten entschärfen.
An dem vier Stunden dauernden Einsatz sind 70 Einsatzkräfte beteiligt.
21.03.2011 Eine dunkle Rauchwolke zwischen Wolbeck und Angelm odde weist den Einsatzkräf-
ten kurz nach 8 Uhr morgens den Weg zu einem Bauern hof wo eine defekte Heizung einen Brand
im Wirtschaftsgebäude ausgelöst hat. Mit vereinten Kräften bringen die Ei nsatzkräfte der Berufs-
feuerwehr sowie der Löschzüge Wolbeck und Angelmodd e der Freiwilligen Feuerwehr das Feuer
schnell unter Kontrolle. Das Wirtschaftsgebäude kan n erhalten und ein Übergreifen des Brandes
auf das Wohnhaus verhindert werden.
22.03.2011 Feuer in der Traditionsgaststätte „Bunter Vogel“ am Alten Steinweg. Beim Eintref-
fen der Feuerwehr kurz nach dem Notruf um 1 Uhr in der Frühe dringt Rauch aus allen Fenstern
des Gastraumes und lässt nichts Gutes ahnen. Das Fe uer im Thekenbereich kann jedoch schnell
gelöscht werden. Ein Stück „Kneipenkultur“ bleibt der Stadt erhalten.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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26.03.2011 Frontalzusammenstoß von zwei PKW auf dem Dingbäng er Weg: Fünf Personen
werden schwer verletzt , zwei von ihnen im Fahrzeug eingeklemmt. Noch währ end die Befreiung
und Versorgung der Verletzten durch zwei Notärzte u nd die Besatzungen von fünf Rettungswagen
läuft, organisiert die Leitstelle der Feuerwehr die Verteilung der Patienten auf die verschiedenen
Notfallkrankenhäuser der Stadt.
11.04.2011 Großbrand im Gewerbegebiet Loddenheide : Um 06.43 Uhr wird der Leitstelle der
Feuerwehr Münster ein Feuer in einem Betrieb für Da tenvernichtung gemeldet. Beim Eintreffen
des Löschzuges 2 der Berufsfeuerwehr wenige Minuten später stehen bereits weite Bereiche einer
Werkhalle, in der große Mengen Papier gelagert werd en, in Flammen. Das Feuer droht auf den
Bürotrakt der Firma sowie auf eine direkt angebaute Halle eines benachbarten Metallbauunter-
nehmens überzugreifen. Sofort wird die Alarmstufe e rhöht: Verstärkung kommt von den Feuer-
wachen 1 und 3 der Berufsfeuerwehr sowie von den Lö schzügen Gremmendorf, Geist, Angelmod-
de, Werse-Laer und Wolbeck der Freiwilligen Feuerwe hr. Die ABC-Erkundungs-kraftwagen der
Löschzüge Gievenbeck und Angelmodde überprüfen die Atmosphäre in der näheren und wei-
teren Umgebung der Brandstelle auf Schadstoffe, kön nen aber zum Glück keine gesundheitsge-
fährdenden Konzentrationen nachweisen. Nach knapp z wei Stunden haben die insgesamt 120
Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Ein Übergr eifen des Feuers auf die benachbarten Gebäu-
de kann verhindert werden, dies auch Dank der Brand wände, die im Rahmen des Vorbeugenden
Brandschutzes erstellt wurden. Das THW unterstützt mit einem Greifbagger die stundenlangen
Nachlöscharbeiten. Das Feuer, das einen Sachschaden von rund einer Millionen Euro verursacht
hat, wurde durch Fahrlässigkeit bei Schweißarbeiten ausgelöst.
11.04.2011 Brand im Gewerbegebiet Loddenheide Foto: Claus Röttig, Westfälische Nachrichten
12.04.2011 Keine Pause für die Feuerwehr: Um kurz nach Mitte rnacht werden der Feuerwehr fast
zeitgleich zwei Brände im Mauritzviertel gemeldet. Sowohl am Kinder- und Jugendhilfehaus
St. Mauritz, als auch am Seniorenwohnheim Klarastif t werden Müllcontainer in Brand gesteckt.
Während die Brandbekämpfung am Jugendhilfehaus Rout ine ist, nimmt das Feuer am Klarastift
bedrohliche Formen an. Hier brennen mehrere Contain er in einem Gebäudedurchgang. Das Feuer
schlägt unter die Decken- und Fassadenverkleidungen und droht über die Fenster auf mehrere
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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Seniorenwohnungen überzugreifen. Nur ein massiver L öscheinsatz im Außen- und Innenangriff
kann dies verhindern. Aufgrund der zunehmenden Verr auchung im Innern des Gebäudes müssen
16 Bewohner aus ihren Wohnungen geholt werden. Währ end die Löschzüge 1 und 2 der Berufs-
feuerwehr sowie die Löschzüge Altstadt und Werse-La er der Freiwilligen Feuerwehr alle Hände
voll zu tun haben, erreicht die Leitstelle bereits die dritte Brandmeldung aus der Nachbarschaft.
Eine brennende Hecke kann in diesem Fall aber schnell gelöscht werden, bevor größerer Schaden
entsteht.
28.04.2011 Schwerer Verkehrsunfall in Wolbeck. Um 09:30 Uhr stoßen auf der Everswinke ler
Straße ein PKW und ein LKW zusammen. Der LKW kommt von der Fahrbahn ab, stürzt eine Bö-
schung hinunter und bleibt auf der Seite liegen. De r Fahrer ist schwer verletzt in seinem Führer-
haus eingeschlossen. Auch die Fahrerin des PKW ist schwer verletzt. Freiwillige Feuerwehr und
Berufsfeuerwehr eilen zur Unfallstelle und können beiden Personen schnell Hilfe leisten.
05.05.2011 Eine automatische Brandmeldung aus einem Labor, i n dem auch mit radioaktiven
Stoffen zu rechnen ist, ruft die Feuerwehr um 07:30 Uhr zu m Max-Planck-Institut. Die besondere
potenzielle Gefahrenlage lässt eine selten erforder liche aber oft geübte Routine ablaufen: Ausge-
rüstet mit Chemikalienschutzanzügen und speziellen Messgeräten für radioaktive Stoffe, erkunden
Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr die betroffenen R äume und können bald „Entwarnung“ geben:
Ein heiß gelaufenes Sterilisationsgerät hat „Dampf abgelassen“ und die Brandmeldeanlage
aktiviert. Radioaktivität ist nicht freigesetzt worden.
05.05.2011 Dekontamination von Einsatzkräften Foto: Claus Röttig, Westfälische Nachrichten
14.05.2011 Bei einem um 03:17 Uhr gemeldeten Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in An-
gelmodde sind 23 Menschen durch Brandrauch gefährdet . Ein Feuer im Keller mit sehr starker
Rauchentwicklung macht eine Flucht über den Treppen raum unmöglich. Da das Gebäude wegen
Renovierungsarbeiten eingerüstet ist, können sich e inige der Hausbewohner über das Baugerüst
selbst in Sicherheit bringen. Die anderen werden vo n der Feuerwehr über tragbare Leitern geret-
tet. Atemschutztrupps der Löschzüge 2 und 3 der Ber ufsfeuerwehr sowie des Löschzuges Angel-
modde der Freiwilligen Feuerwehr können das Feuer n ach 45 Minuten unter Kontrolle bringen. Die
Bewohner werden während der Löscharbeiten durch San itäter des Arbeiter-Samariter-Bundes be-
treut.
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03.06.2011 Morgens um 08:40 Uhr wird die Feuerwehr zu einem s chweren Verkehrsunfall auf die
Torminbrücke gerufen. Ein mit drei jungen Leuten be setzter PKW ist von der Fahrbahn abgekom-
men. In dem völlig zertrümmerten PKW sind zwei Mädchen eingeklemmt . Ihre Kleidung deutet
darauf hin, dass sie eine Partynacht hinter sich ha ben. Der Fahrer ist nur leicht verletzt aber trotz-
dem nicht ansprechbar. Noch während die Rettungsarb eiten zur Befreiung der Verletzten laufen,
treffen erste Angehörige an der Einsatzstelle ein – was die Arbeit nicht leichter macht. Nachdem
das Fahrzeugdach entfernt ist, können beide Frauen schnell befreit werden. Alle drei Personen
werden nach rettungsdienstlicher Versorgung an der Unfallstelle in Krankenhäuser eingeliefert.
04.06.2011 Alarmierung zur überörtlichen Hilfe nach Gronau: S eit dem frühen Morgen des
03.06.2011 brennen an der deutsch-niederländischen Grenze etwa 200 Hektar Moor- und Heide.
Mehr als 220 Feuerwehrleute sind über 24 Stunden im Einsatz und müssen abgelöst werden. Die
Bezirksregierung fordert aus ganz NRW mehr als 500 Einsatzkräfte an. Die Feuerwehr Müns-
ter ist mit 5 Löschfahrzeugen und 33 Einsatzkräften dabei.
20.06.2011 Gegen 3 Uhr morgens erreicht der Notruf die Leiste lle der Feuerwehr: Auf einem Rei-
terhof in Angelmodde steht ein großes, mehr als 100 Jahre altes Wirtschaftsgebäude mit Futter-
vorräten, einer Schreinerei und landwirtschaftliche n Geräten in Flammen. Das Feuer droht auf
Stallungen und ein Wohnhaus überzugreifen. Dies kann jedoch durch den massiven Lösch-
einsatz der Löschzüge 2 und 3 der Berufsfeuerwehr s owie der Löschzüge Angelmodde, Wolbeck
und Hiltrup der Freiwilligen Feuerwehr verhindert w erden, die zur Brandbekämpfung 2 Drehleitern
mit Wenderohren und 4 B-Rohre einsetzt. Keines der 60 Pferde kommt zu Schaden. Zum Aus-
räumen des brennenden Strohs aus dem einsturzgefähr deten Dachstuhl wird der Ortsverband
Münster des THW mit einem Mobilbagger angefordert.
20.06.2011 Brand auf einem Reiterhof Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
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29.06.2011 Einsatzbefehl aus Düsseldorf: Zur Absicherung der Europameisterschaft im Frauen-
Fußball beordert das Innenministerium nach einem vo rab abgestimmten Konzept 158 Einsatz-
kräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen aus Mü nster mit 40 Fahrzeugen nach Mönchen-
gladbach. Zum Glück passiert nichts. Die Helferinne n und Helfer können sich das Fußballspiel
Brasilien gegen Australien im Bereitstellungsraum auf dem Fernseher anschauen.
10.07.2011 Spektakulärer Unfall auf der BAB A 1. Bei einem m issglückten Überholmanöver kolli-
diert ein PKW-Cabrio mit einem anderen PKW. Das Cab rio überschlägt sich und bleibt kopfüber
liegen. Der zweite, mit fünf Personen besetzte PKW kollidiert mit einem dritten PKW, kracht dann
in die Schutzplanke und fängt Feuer. Insgesamt sieben Personen werden verletzt , zwei davon
schwer. Neben einem Rüstzug setzt die Feuerwehr fünf Rettungswagen und zwei Notärzte ein.
10.07.2011 Verkehrsunfall auf der Autobahn Foto: H.-P. Etzkorn, Münstersche Zeitung
13.07.2011 Kleine Ursache – große Wirkung: Am frühen Morgen fordert das Herz-Jesu-
Krankenhaus in Hiltrup die Feuerwehr an. In einem L aborbereich wurde offensichtlich vorsätzlich
eine Flüssigkeit ausgebracht, von der ein übel riec hender und stechender Geruch ausgeht.
Da unklar ist, um welche Substanz es sich handelt, geht die Feuerwehr „auf Nummer sicher“:
Unter Chemikalienschutzanzug geht ein Trupp vor, be seitigt die Flüssigkeit und nimmt eine Probe,
die sofort zum Chemischen Landes- und Staatlichen V eterinäruntersuchungsamt gebracht und
dort untersucht wird. Von dort kommt kurze Zeit spä ter „Entwarnung“. Nach Beseitigung der Sub-
stanz durch die Feuerwehr besteht keine weitere Gefahr für die Beschäftigten des Krankenhauses.
Der Betrieb kann wieder normal aufgenommen werden.
06.08.2011 Die erste Meldung lässt Schlimmes befürchten: Um 20:30 Uhr wird der Feuerwehr
gemeldet, dass auf der Steinfurter Straße ein mit v ielen Personen besetzter Linienbus in ein Ge-
schäftslokal gefahren ist. Die Leitstelle alarmiert neben dem Rüstzug ach t Rettungswagen und
drei Notärzte. An der Einsatzstelle entpuppt sich d ie Lage zum Glück weniger dramatisch. Neben
der Busfahrerin sind zum Glück nur drei der 18 Fahr gäste verletzt. Alle Patienten werden noch vor
Ort versorgt und anschließend in Krankenhäuser eingeliefert.
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22.08.2011 Alarm für die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr: Spaziergänger alarmieren um
20:55 Uhr die Feuerwehr, als sie beobachten, wie ei n Mann im Dortmund-Ems-Kanal nach
wenigen Schwimmzügen untergeht. Nur sieben Minuten nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle
haben die Taucher den Mann unter Wasser gefunden un d bringen ihn an Land. Noch auf der Ufer-
böschung beginnen die Reanimationsmaßnahmen und wer den fortgesetzt, bis der Patient an das
Team der Notaufnahme eines Krankenhauses übergeben werden kann. Leider sind alle Mühen
vergebens. Am folgenden Tag kann nur noch der Tod festgestellt werden.
06.09.2011 „Forscherdrang“ lässt einen dreijährigen Jungen in der Garage des elterlichen
Hauses eine Propangasflasche öffnen. Zum Glück meld et er der Mutter das „komische Geräusch“.
Die Mutter riecht bereits die Gefahr, schnappt sich den Jungen, verlässt das Haus und ruft aus
sicherer Entfernung die Feuerwehr. Ein Trupp unter Atemschutz geht in die Garage und dreht die
Gasflasche zu. Damit ist die Gefahr aber noch nicht gebannt: Das schwere Gas ist in die Keller-
räume des Hauses eingedrungen, wo mehrere Elektroge räte in Betrieb sind. Die Messgeräte der
Feuerwehr zeigen eine erhebliche Explosionsgefahr a n. Die Feuerwehr saugt das Gas-Luft-
Gemisch ab und lüftet anschließend das gesamte Haus . Nach knapp einer Stunde können Mutter
und Sohn wieder zurück. Der kleine Junge fand die g anze Aktion spannend. „Genau wie in
meinem Feuerwehr-Buch“, stellt er zufrieden fest.
20.09.2011 „Alarmstufe 3“ löst der Einsatzleiter aus, nachdem er um kurz nach 02:30 Uhr an der
Einsatzstelle an der Robert-Bosch-Straße eintrifft. In einer Produktions- und Lagerhalle der Fa.
Armacell auf dem Gelände der Fa. Armstrong brennen Kartonagen unter erheblicher Rauchent-
wicklung. In der dicht verrauchten Halle lässt sich der Umfang des Feuers schlecht abschätzen –
daher die Anforderung der Verstärkung. Alle drei Lö schzüge der Berufsfeuerwehr sowie der
Löschzug Geist der Freiwilligen Feuerwehr Münster s ind im Einsatz. Bei der Entrauchung der In-
dustriehalle unterstützt die Werkfeuerwehr der BASF Coatings AG mit einem besonders leistungs-
fähigen Lüftungsgerät. Nach etwa einer Stunde ist d ie Lage unter Kontrolle. Größerer Schaden ist
nicht entstanden, die Firma kann ihre Produktion nach wenigen Stunden wieder aufnehmen.
10.10.2011 Als gegen 13:30 Uhr in kurzer Folge gleich mehrer e Notrufe eingehen und ein Feuer
in der Bauerschaft Laer melden, erhöht die Leitstel le direkt auf Alarmstufe 2 . Und als die ausge-
rückten Einsatzkräfte schon auf der Anfahrt eine mä chtige Rauchsäule über dem Osten der Stadt
sehen, ist allen klar, dass es ein langer Tag werde n wird. Auf einem Reiterhof brennen in einer
modernen Scheune mit einer Grundfläche von etwa 1.0 00 m² ca. 120 Großballen Stroh.
Angesichts der Mengen an Brandgut wird das THW alar miert, um mit einem Mobilbagger das
brennende Stroh aus der Scheune zu räumen. Draußen kann es dann auseinandergezogen, abge-
löscht und abtransportiert werden. Erst am frühen M orgen des Folgetages ist der Einsatz beendet,
an dem neben den Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr auch die Löschzüge Werse-Laer, Grem-
mendorf und Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt waren.
16.10.2011 Schwere Brandverletzungen zieht sich ein 15-jähri es Mädchen zu, als sich beim
Frittieren in der Küche einer Wohnung an der Gigast raße eine Fettexplosion ereignet. Nach der
Versorgung durch den Rettungsdienst und den Notarzt der Feuerwehr noch vor Ort wird das Mäd-
chen in das Clemenshospital eingeliefert und noch i n der Nacht mit einem Rettungshubschrauber
in eine Spezialklinik für Brandverletzungen verlegt.
21.10.2011 Wenn eine allein erziehende Mutter von drei Kinde rn an den Folgen eines Unfalls
stirbt, ist es angesichts der Dramatik eigentlich b edeutungslos, wie es zu dem Unfall kam. Doch
die Umstände dieses Unfalls erregen noch lange die Gemüter. Als die ersten Einsatzkräfte um
kurz nach 06 Uhr morgens an der Einsatzstelle auf d er Landstraße zwischen Roxel und Albachten
eintreffen, stehen zwei völlig zerfetzte PKW weit a useinander auf der Straße. In beiden Fahrzeu-
gen ist je eine Person eingeklemmt. Die Teams der B erufsfeuerwehr und des Löschzuges Roxel
der Freiwilligen Feuerwehr setzten parallel schwere hydraulische Rettungsgeräte zur Befreiung der
Opfer ein. Während ein 24-jähriger Mann gerettet we rden kann, verstirbt die 43-jährige Frau kurz
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nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Der Unfall e rregt großes Aufsehen. Bei dem Fahrer han-
delt es sich um eine der Polizei bekannt Person, de r auch weitere Delikte zugeschrieben werden.
An Hand des Spurenbildes an der Einsatzstelle wird die Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des
Unfalls zunächst grob auf 150 bis 200 km/h geschätz t. Wie später festgestellt wird, war der Fahrer
zum Zeitpunkt des Unfalls alkoholisiert.
07.11.2011 Als um 05:20 Uhr der Leitstelle der Feuerwehr per N otruf Rauchentwicklung in einem
Haus am Alten Fischmarkt gemeldet wird, ahnt noch k einer, dass sich die Lage zum größten
Feuerwehreinsatz des Jahres 2011 entwickeln wird. Beim Eintreffen des ersten Löschzu ges der
Berufsfeuerwehr wenige Minuten nach der Alarmierung dringt Rauch aus dem Gebäude, in dem
sich die Traditionsgaststätte und Diskothek „Schwar zes Schaf“ befindet. Die Rauchentwicklung
wird immer stärker, der Brandherd im Innern des Geb äudes lässt sich aber von außen nicht lokali-
sieren. Der Einsatzleiter ahnt, dass er sich in ein em Wettlauf gegen die Brandausbreitung befindet
und fordert Verstärkung an. Parallel setzt er die E insatzkräfte seines Löschzuges zur Evakuierung
der Hausbewohner in den Obergeschossen ein. In kurz er Folge treffen die Löschzüge 2 und 3 der
Berufsfeuerwehr sowie vier Löschzüge der Freiwillig en Feuerwehr ein. Im Laufe der Nacht werden
weitere vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr z ur Ablösung der Einsatzkräfte nachgefordert.
Mit insgesamt 120 Einsatzkräften geht die Feuerwehr gegen den Brand vor. Mühsam müssen auf
der Rückseite des Gebäudes an der Kirchherrngasse S tahltüren und mit Fassadenelementen ver-
kleidete ehemalige Fensteröffnungen aufgebrochen we rden. Im Innern des Gebäudes herrschen
teilweise Temperaturen von 800° C, die Sicht beträgt nur einen halben Meter. Der Einsatz der
Atemschutztrupps in den verwinkelten Lokalitäten der Diskothek ist gefährlich. Ein Feuerwehrmann
erleidet einen Stromschlag, als er sich an einer du rchfeuchteten Wand abstützt. Er kommt zur Be-
obachtung ins Krankenhaus. Nach zwei Stunden hat di e Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle und
den Wettlauf gewonnen: Der Brand kann auf die Räuml ichkeiten der Diskothek begrenzt werden.
Von außen sieht man dem Gebäude nicht an, dass im I nnern einen Schaden in Millionenhöhe ent-
standen ist.
07.11.2011 Brand in der Gaststätte „Schwarzes Schaf“ Foto: Claus Röttig, Westfälische Nachrichten
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17.11.2011 25 getötete Kälber sind die traurige Bilanz eines Großbrandes, der au f einem
Bauernhof an der Sprakeler Straße zwischen den Ortsteilen Kinderhaus und Sprakel gegen sieben
Uhr ausbricht. Dem Landwirt gelingt es noch, sieben der 27 Kälber aus dem Stall zu holen, dann
muss er die Rettungsversuche abbrechen, weil das Fe uer immer intensiver wird und der Giebel
einzustürzen droht. Die Feuerwehr rückt mit den Lös chzügen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr sowie
den Löschzügen Kinderhaus und Altstadt der Freiwill igen Feuerwehr aus. Das Löschwasser muss
über eine 500 Meter lange Schlauchleitung von den n ächstgelegenen Hydranten herangeschafft
werden. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr stür zt tatsächlich eine Giebelwand ein. Ein Vete-
rinär muss fünf der sieben geretteten Kälber einsch läfern, da ihre Verletzungen zu erheblich sind.
Nach etwa zwei Stunden haben die 60 Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, ein Übergreifen auf
andere Gebäude kann verhindert werden. Während des Einsatzes besetzen die Löschzüge Gie-
venbeck und Geist die verwaisten Feuerwachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr und stellen so den
Brandschutz in der Stadt sicher.
18.11.2011 Massenkarambolage auf der BAB A 31 zwischen Heek und Gronau-Ochtrup :
52 Fahrzeuge sind ineinander gerast. Es wird mit vi elen Verletzten und auch Toten gerechnet. Der
Kreis Borken fordert über die Bezirksregierung Unte rstützung aus den benachbarten Kreisen und
kreisfreien Städten an. Aus Münster wird ein „Patiententransportzug“ angefordert, ein Verband aus
10 Rettungswagen, Krankentransportwagen und Notarzt einsatzfahrzeugen, mit dem 10 Patienten
aus dem Behandlungsplatz vor Ort in Krankenhäuser t ransportiert werden können. Die Leitstelle
alarmiert die Einsatzeinheiten der Hilfsorganisationen. Nur 30 Minuten später rücken 30 ehrenamt-
liche Einsatzkräfte von ASB, DRK und JUH sowie drei Notärzte mit 7 Rettungswagen und 4 Kran-
kentransportwagen als geschlossener Verband von der Feuerwache 2 aus zur 40 Kilometer ent-
fernten Unfallstelle ab um die Einsatzkräfte vor Or t zu unterstützen. Wieder einmal greift ein
Landes-Konzept zur „vorgeplanten überörtlichen Hilf e“ des Innenministeriums NRW. Ein Konzept
auf Gegenseitigkeit: Effektiv und wirtschaftlich. Standards, die sich bezahlt machen.
16.12.2011 „Hier sind zwei Frauen durch die Luft geflogen“ ist die zwar unpräzise aber
dramatische Meldung, die die Leitstelle der Feuerwehr gegen 13:15 erreicht. In kurzer Folge gehen
weitere Notrufe ein. Das Lagebild konkretisiert sich: Am Harsewinkelplatz, mitten in der Innenstadt,
ist ein PKW in eine Menschengruppe gefahren. Es gib t mehrere Verletzte. Die Leitstelle entsendet
sofort drei Rettungswagen, einen in der Nähe stehen den Krankentransportwagen, zwei Notärzte
sowie ein Löschfahrzeug mit sechs Rettungsassistent en der Berufsfeuerwehr. Vor Ort gilt die
Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte vor allem zwei seh r schwer verletzen Frauen. Sie werden nach
notärztlicher Versorgung vor Ort unter Notarztbegle itung in die chirurgische Notaufnahme zweier
Krankenhäuser gebracht. Fünf leichter verletzte Per sonen haben sich selbst in die nur wenige
Meter entfernte Notaufnahme der Raphaelsklinik bege ben. Der 67-jährige Unfallverursacher gibt
an, einen Krampf im Bein erlitten zu haben, er steht unter Schock und wird ebenfalls behandelt.
31.12.2011 Das Jahr 2011 endet für die Feuerwehr Münster wie es begonnen hat: Mit viel Arbeit!
Vom Silvesterabend bis zum Neujahrmorgen rückt die Feuerwehr zu insgesamt 14 Brand-
meldungen aus. Parallel leistet der Rettungsdienst 106 Notfal leinsätze. Hier kamen neben der
Berufsfeuerwehr auch Rettungswagen aller vier Hilfs organisationen – ASB, DRK, JUH und MHD –
zum Einsatz.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
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1.3 Feuer- und Rettungswache 3 der Berufsfeuerwehr
Mit der Inbetriebnahme der Feuer- und Rettungswache 3 der Berufsfeuerwehr an der Hansestraße
im Stadtteil Hiltrup wird das Datum 23. März 2010 d auerhaft in die Chronik der Feuerwehr Münster
eingehen. Nach Gründung der Berufsfeuerwehr im Jahr 1905 und der Inbetriebnahme der neuen
Hauptfeuerwache am York-Ring als zweitem Standort i m Jahr 1970 stellt die Einrichtung der
Feuerwache 3 die bedeutendste Änderung in der Struk tur der Berufsfeuerwehr Münster seit
40 Jahren dar. Zugleich ist es die erste grundsätzl iche Anpassung der Feuerwehrstruktur in
Münster nach der im Jahr 1975 im Rahmen der kommuna len Gebietsreform erfolgte Zusammen-
fassung der Stadt Münster mit weiten Teilen des ehe maligen Landkreises Münster, bei der die
Stadtfläche von 72 km² auf 302 km² wuchs und die Zahl der Einwohner von 190.000 auf 280.000
anstiegt. Bereits innerhalb des ehemaligen Landkrei ses Münster wies Hiltrup eine städtisch
geprägte Gemeindestruktur auf. Im Rahmen der gesetz lich geforderten Brandschutzbedarfs-
planung war der Stadtteil Hiltrup nicht mehr als „l ändliches Gebiet“ zu definieren, sondern musste
als „städtisch geprägter Bereich“ betrachtet werden.
Dem Ende 2008 gefassten Entschluss, in Hiltrup eine dritte Wache der Berufsfeuerwehr einzurich-
ten, gingen umfangreiche Auswertungen von Einsatzda ten der Jahre 2004 – 2007 voraus.
Für städtisch geprägte Bereiche empfehlen die allgemein anerkannten Regeln der Feuerwehrtaktik
sowie die Empfehlungen der Bezirksregierung zur Bra ndschutzbedarfsplanung die Feuerwehr so
aufzustellen, dass bei Brandmeldungen in 90% der Fä lle mindestens 10 Einsatzkräfte spätestens
8 Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eintreffen. Dieser Wert wurde im ausgewerte-
ten Zeitraum (2004 – 2007) im Stadtteil Hiltrup nur zu 70% erreicht. Dabei wurde festgestellt, dass
sich der Erreichungsgrad in der Nacht nicht von den Werten während der Tagesstunden unter-
scheidet. Auf Basis dieses deutlich erkennbaren Han dlungsbedarfes hatte die Verwaltung Ende
2008 die Einrichtung einer dritten Feuerwache im Stadtteil Hiltrup vorgeschlagen.
Die Auswertungen der Einsatzdaten seit Einrichtung der Feuerwache 3 belegen, dass aktuell ein
Erreichungsgrad von 90 % gewährleistet werden kann. Die nachfolgenden Grafiken veranschauli-
chen diese Entwicklung.
Zeit, Min.
17 16 15 14 13 12 11 10 987654321
K um ulierter E insatzanteil, %
100
95
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30
25
20
15
10
5
Erreichungsgrad (%) und Eintreffzeit (Min.) für 10 Einsatzkräfte im Ausrückebezirk Hiltrup im Jahr 2009.
Erreichungsgrad: 63 % bei einer Hilfsfrist von 8 Minuten.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
26
Zeit, Min.
13 12 11 10 987654321
Kumulierter Einsatzanteil, %
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Der Löschzug 3 der Berufsfeuerwehr hat – wie auch d ie Löschzüge 1 und 2 - eine Funktionsstärke
von 10 Einsatzkräften. Um diese Funktionsstärke ru nd um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zu
gewährleisten, sind je Funktion 4,2 Stellen (Mitarb eiter) erforderlich. Von den für die Einrichtung
der Feuerwache 3 rechnerisch benötigten 42 Stellen wurden 25 durch Verlagerung einer Unter-
stützungseinheit von der Feuerwache 1 zur Feuerwache 3 generiert. Somit konnte die Zahl der aus
dem städtischen Haushalt zu finanzierenden Neueinstellungen auf 17 Stellen reduziert werden.
Durch die Verlagerung der Unterstützungseinheit von der Feuerwache 1 am York-Ring zur Feuer-
wache 3 in Hiltrup hat sich die Eingreifzeit für di ese Einheit im Bereich der Kernstadt verlängert.
Es ist daher im gesamtstädtischen Interesse dringend erforderlich, den Standort der Feuerwache 3
so zu verlagern, dass eine schnelle Hilfeleistung a uch in den Ausrückebezirken der Löschzüge 1
und 2 gewährleistet werden kann. Der für das Jahr 2 015 geplante Neubau der Feuerwache 3 am
nördlichen Rand von Hiltrup im Bereich Merkureck dient vor allem der Erreichung dieses Zieles.
Löschzug Hiltrup der Freiwilligen Feuerwehr
Wie in vielen Fällen, so hat aber auch diese Medail le zwei Seiten: Mit Einrichtung der Feuerwache
3 der Berufsfeuerwehr ist die Alarmierungshäufigkei t des Löschzuges Hiltrup der Freiwilligen
Feuerwehr Münster deutlich zurückgegangen. Die dara us erwachsene Enttäuschung der
ehrenamtlichen Angehörigen dieses Löschzuges, die z uvor zu jedem Einsatz im Stadtteil Hiltrup
alarmiert wurden und in der Regel auch als erste Ei nheit an der Einsatzstelle eintrafen, ist nach-
vollziehbar. Maßstab des Verwaltungshandelns aber m usste der gesetzliche Auftrag und die
Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern bleiben. Dahinter hatten in letzter
Konsequenz auch individuelle Erwartungen einzelner Einheiten der Feuerwehr zurückzutreten.
Der Löschzug Hiltrup der Freiwilligen Feuerwehr Münster bleibt weiterhin unverzichtbarer Bestand-
teil der Gefahrenabwehr der Stadt Münster.
Erreichungsgrad [%] und Eintreffzeit [min.] für 10 Einsatzkräfte im Ausrückebezirk Hiltrup im Jahr 2011:
Erreichungsgrad: 93 % bei einer Hilfsfrist von 8 Minuten
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
27
Er wird alarmiert zur Verstärkung der Berufsfeuerwe hr bei größeren Einsatzlagen oder als
Vertretung der Berufsfeuerwehr bei zeitgleichen Not rufen. Dem Löschzug Hiltrup kommt so seit
Oktober 2010 die Aufgabe eines „Innenstadt-Löschzuges“ zu. Diese Aufgabe wird seit Jahrzehnten
in gleicher Weise von den Löschzügen Altstadt, Kind erhaus, Gievenbeck, Gremmendorf und Geist
der Freiwilligen Feuerwehr zuverlässig und mit hohem Engagement wahrgenommen.
Mehr Schutz und Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger in Münster
Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass mit Einrichtung der Feuerwache 3 die Hilfe-
leistung der Stadt Münster für Bürgerinnen und Bürg er in Not – insbesondere in den südlichen
Stadtteilen – deutlich verbessert werden konnte.
Unabhängig von den Betrachtungen zum Brandschutz is t zu beachten, dass die Einrichtung der
Feuerwache 3 auch zu einer verbesserten Versorgung im Rettungsdienst geführt hat: Da alle
Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr ausgebildete Rett ungsassistenten bzw. Rettungssanitäter sind,
kann durch die Besatzung der Feuerwache 3 bei paral lelen Notfällen in den südlichen Stadtteilen
nun unverzüglich ein zweiter Rettungswagen besetzt werden. Diese Versorgungsqualität im
Bereich Rettungsdienst wird durchschnittlich einmal pro Tag aktiviert. Tendenz: steigend.
Interkommunaler Vergleich
Ein interkommunaler Vergleich zeigt, dass Münster mit der Einrichtung eines dritten Standortes der
Berufsfeuerwehr im Vergleich zu anderen Städten nun wieder den Anschluss erreicht hat: Im
Vergleich mit acht anderen kreisfreien NRW-Städten der Größenordnung 200.000 bis 350.000
Einwohner zeigt sich, dass eine Feuerwache der Beru fsfeuerwehr im Durchschnitt 90.500
Einwohner schützt und eine Fläche von 53 km² abdeck t. In Münster sind es nach Einrichtung der
Feuerwache 3 aktuell 98.700 Einwohner bei einer Wa chbezirksgröße von 100 km². Bis 2010
waren es in Münster 148.000 Einwohner bei einer Fläche von 151 km² je Feuerwache.
1.4 Freiwillige Feuerwehr
Neben den drei Löschzügen der Berufsfeuerwehr gehör en zur Feuerwehr Münster 20 Löschzüge
der Freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt 661 ehrena mtlichen Einsatzkräften (siehe auch Über-
sicht auf Seite 49 ). In den außen liegenden, ländlich geprägten Stadt teilen stellen die Löschzüge
der Freiwilligen Feuerwehr den ersten, schnellen Zu griff der Feuerwehr sicher, da sie in der Regel
noch vor der Berufsfeuerwehr eintreffen können. Die Alarm- und Ausrücke-Ordnung der Feuer-
wehr Münster sieht dies für 14 der 20 Löschzüge vor . Die sechs Löschzüge, deren Wachbezirke in
den städtisch geprägten Bereichen der alten Kernsta dt Münster sowie in Hiltrup liegen, werden bei
höheren Alarmstufen oder bei Paralleleinsätzen alarmiert.
Allen Löschzügen sind neben den Kernaufgaben „Brand schutz“ und „Technische Hilfeleistung“
Sonderaufgaben, z.B. im Bereich der Löschwasserför derung, der technischen Hilfeleistung oder
des ABC-Schutzes, zugewiesen. Darüber hinaus stelle n sie das Personal für die Gefahrenabwehr
bei Großschadensereignissen bzw. Katastrophen.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
28
Einsatz mehrerer Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr beim Großbrand an der Königsberger Straße,
24.04.2010, Foto: Feuerwehr Münster
Die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster we rden jährlich zu etwa 300 Einsätzen alar-
miert. Als Folge von Masseneinsätzen nach Extremwet terereignissen kann die Zahl in einzelnen
Jahren aber auch auf über 1.000 Alarmierungen anste igen. Dies zeigt, dass ein wirkungsvoller
Schutz der Bevölkerung ohne die Freiwillige Feuerwehr nicht darstellbar ist.
Förderung des Ehrenamtes
Die Freiwillige Feuerwehr ist einzigartig: Außer be i der Feuerwehr wird in keinem anderen Bereich
der Stadtverwaltung eine Pflichtaufgabe ehrenamtlic h erfüllt. Aufgrund der zentralen Bedeutung
des Ehrenamtes in diesem Bereich kommunaler Daseins vorsorge muss sichergestellt sein, dass
auch zukünftig genügend Bürger und Bürgerinnen bereit sind, sich in der Freiwilligen Feuerwehr zu
engagieren. Die demographische Entwicklung in der B undesrepublik läuft diesem Erfordernis
leider entgegen. Auch in Münster wird die Zahl der jungen Erwachsenen in den nächsten Jahren
kontinuierlich abnehmen, während die Arbeitsbelastu ng der Erwerbstätigen steigen wird. Es ist
somit notwendig, Anreize zu schaffen, um die Bereit schaft zur Mitarbeit in der städtischen Freiwilli-
gen Feuerwehr zu erhalten bzw. zu neu zu begründen. Auf Basis eines Ratsantrages hat die
Feuerwehr Münster Vorschläge zur Förderung des Ehre namtes in der Gefahrenabwehr entwickelt,
die dem Rat der Stadt Münster im Jahr 2012 zur Beratung vorgelegt werden sollen.
Ein vorbildliches privates Engagement zur Förderung des Ehrenamtes wurde am 24.11.2011 durch
Innenminister Ralf Jäger gewürdigt. In einer Feiers tunde in der Staatskanzlei in Düsseldorf wurde
die Tischlerei Helmut Damwerth aus Münster als eine s von zehn Unternehmen in NRW mit der
Förderplakette „Ehrenamt in Feuerwehr und Katastrop henschutz“ ausgezeichnet, da das Unter-
nehmen mehrere Freiwillige Feuerwehrmänner beschäftigt und jederzeit für Einsätze freistellt.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
29
1.5 Rettungsdienst
In kaum einem anderen Tätigkeitsfeld der Stadtverwa ltung kommt die Daseinsvorsorge der Stadt
Münster für ihre Bürgerinnen und Bürger so unmittel bar zum Ausdruck, wie in der Notfallrettung.
Über 25.000 Mal im Jahr greift ein Bürger zum Telef on und meldet einen Notfall: Vom Herzinfarkt
bis zum allergischen Schock, vom Fieberkrampf beim Kleinkind bis zum Schlaganfall, von der
Verbrühung im Haushalt bis zum schweren Verkehrsunf all. Alle 20 Minuten rückt ein Team von
Rettungsassistenten mit dem Rettungswagen aus, um k ompetente Hilfe zu leisten. In mehr als
5.000 Fällen alarmiert die Leitstelle zusätzlich ei nes der beiden Notarzt-Einsatzfahrzeuge der
Berufsfeuerwehr, auf denen mehr als 70 Notfallmediz iner der münsterschen Krankenhäuser im
Wechsel Dienst leisten.
Qualität und Engagement des Rettungsdienstes der St adt Münster werden weit über die Grenzen
der Stadt hinaus anerkannt. Im Rahmen des internen Qualitätsmanagements werden die Prozesse
im Rettungsdienst fortwährend auf Verbesserungspote ntiale hin überprüft. So überwacht die
Berufsfeuerwehr Münster im Rahmen einer Studie - al s erster Rettungsdienst in Deutschland und
als einer von wenigen in Europa - elektronisch die Effizienz der eigenen Reanimationsmaßnahmen
und lässt sie durch Wissenschaftler der Universität sklinik Münster auswerten. Die so erzielten
Forschungsergebnisse erfahren durch Veröffentlichun gen in internationalen Fachzeitschriften
weltweite Aufmerksamkeit. Die Forschungsergebnisse aus Münster zeigen den Weg für Änderun-
gen der weltweiten Leitlinien zur Reanimation auf. Im März 2011 werden die Projektbeteiligten von
der AG Südwestdeutscher Notärzte mit dem Matin-Kirs chner-Preis für „hervorragende wissen-
schaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Notfallmedizi n“ ausgezeichnet. Beim Wettbewerb "Preis für
Qualität im Rettungsdienst" im Rahmen des Oldenburg er Notfallsymposiums belegt die Berufsfeu-
erwehr Münster mit diesem Projekt im Oktober 2011 den dritten Platz.
1.6 Katastrophenschutz
In die Gefahrenabwehr bei Großschadensereignissen u nd Katastrophen sind alle in Münster
ansässigen Hilfsorganisationen systematisch eingebu nden. Die Sanitätsorganisationen Arbeiter-
Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-U nfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst stellen
mit ihren Einsatzeinheiten den Sanitäts- und Betreuungsdienst bei Großveranstaltungen sicher und
Verstärken den Rettungsdienst der Stadt Münster bei außergewöhnlichen Einsatzlagen.
Ferner stellen sie das Personal für die „Behandlung splatzbereitschaft“ und die „Betreuungsplatz-
bereitschaft“, die die Stadt Münster als untere Kat astrophenschutzbehörde im Rahmen der
NRW-Landeskonzepte zur „vorgeplanten überörtlichen Hilfe“ zu stellen hat.
Zur Dekontamination von Verletzten – nach Störfälle n in technischen Anlagen aber auch nach
möglichen Terrorakten – übergibt Staatssekretär Pal men vom NRW-Innenministerium am
14.01.2010 im Beisein von Oberbürgermeister Lewe un d Feuerwehr-Dezernent Dr. Heinrichs
einen der ersten von landesweit 54 „AB-V-Dekon“, d. h., einen Abrollbehälter zur Verletzten-
Dekontamination. In dem LKW-Wechselaufbau befindet sich Spezialgerät, mit dem auch liegende,
und ggf. bewusstlose Personen dekontaminiert werden können, bevor sie an den Rettungsdienst
zur weiteren Versorgung und Transport in ein Krankenhaus übergeben werden.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft übernimmt Aufgaben im Bereich der Wasserrettung,
verstärkt die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr un d stellt bei Bedarf einen Fachberater für die
Gefahrenabwehr bei Hochwasser.
Der Ortsverband Münster der Bundesanstalt Technisch es Hilfswerk (THW) kann im Rahmen der
Amtshilfe angefordert werden und erweitert mit Spez ialgerät, insbesondere im Bereich „Bergen
und Räumen“, das Einsatzspektrum der Feuerwehr.
Mit allen vorgenannten Organisationen des Katastrop henschutzes sowie mit dem Kreisverbin-
dungskommando (KVK) der Bundeswehr werden die Einsa tzkonzepte der Feuerwehr Münster
regelmäßig abgestimmt und in Übungen oder Planbesprechungen erprobt.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
30
Unter der Leitung von Feuerwehr-Dezernent Dr. Wolf Heinrichs absolviert der Krisenstab der Stadt
Münster am 29. und 30. September 2010 eine zweitägi ge Übung am Institut der Feuerwehr NRW
und bereitet sich so auf mögliche Großschadensereignisse vor.
Die Bunker haben ausgedient: Vor dem Hintergrund der gewandelten Bedrohungslage hat die
Bundesregierung bereits 1980 beschlossen, keine wei teren finanziellen Mittel für den Bau neuer
Zivilschutzanlagen zu gewähren. Allerdings wurde de r Bestand weiter erhalten. Im Mai 2007
entschied die Innenministerkonferenz der Bundesländ er dann, das flächendeckende öffentliche
Schutzraumkonzept gänzlich aufzugeben. Seitdem werd en auch in Münster die Bunker und Zivil-
schutzanlagen nach und nach durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vermarktet.
Bis zum Übergang an die neuen Eigentümer ist die St adt Münster als untere Katastrophenschutz-
behörde verpflichtet, die Anlagen in Bundesauftrags verwaltung verkehrssicher zu halten.
Strategisch verliert die Stadt Münster mit dem Rück bau von 10.000 Schutzplätzen auch die Mög-
lichkeit, größeren Personengruppen ein Notquartier anbieten zu können, wie dies in zwei Fällen für
Bahnreisende erfolgte, die aufgrund plötzlichen Win tereinbruchs am Hauptbahnhof Münster ge-
strandet waren.
1.7 Ausbau der Infrastruktur für die Gefahrenabwehr
Die Verantwortung für die Gefahrenabwehr in den Ber eichen Brandschutz, Technische Hilfe-
leistung, ABC-Schutz, Rettungsdienst, Wasserrettung , Betreuungsdienst sowie im Zivil- und
Katastrophenschutz liegt im Einsatzfall bei der Feuerwehr Münster als Stadtamt 37.
Im Einsatzfall unterstehen alle Einheiten der Feuer wehr sowie der mitwirkenden Organisationen
- sowie ggf. externer oder auswärtiger Einsatzkräft e - der Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr
Münster. Die Entgegennahme und Disposition der Notr ufe sowie die Führung und Leitung der bis
zu 1.500 Einsatzkräfte ist eine sehr komplexe städt ische Aufgabenstellung, die unter sehr hohem
Zeitdruck erfolgen muss und bei der Fehlentscheidun gen gravierende Folgen haben können.
Mit dem Neubau der Leitstelle der Feuerwehr Münster und der Einrichtung von Räumen für den
Krisenstab der Stadt Münster auf dem Gelände der Ha uptfeuerwache am York-Ring schafft die
Stadt Münster derzeit die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Aufgabenerfüllung in diesem
zentralen Bereich kommunaler Daseinsvorsorge. Die P lanungen wurden im Jahr 2010 aufgenom-
men. Der Baubeginn ist für Herbst 2012 geplant.
Neben diesem Großprojekt führt die Stadt Münster ab er auch kontinuierlich die Erneuerung der
Infrastruktur in den Stadteilen weiter:
Am 17. April 2010 kann Oberbürgermeister Markus Lew e die Schlüssel für das neue Feuerwehr-
gerätehaus in Gievenbeck an die Feuerwehr überreich en. Viele Jahre hatte der Löschzug mit
Geduld im zwischenzeitlich zu eng gewordenen Altbau an der Gievenbecker Reihe auf diesen
Moment gewartet. Es dauert nur 7 Tage, bis die Eins atzkräfte zum ersten Mal vom neuen Standort
an „Bernings Kotten“ ausrücken. Alarmiert wurden sie zum Großbrand an der Königsberger Straße
(siehe oben: 24.04.2010).
Während der Dienstbetrieb im neuen Feuerwehrgeräteh aus in Gievenbeck schon Alltag wird,
müssen die Kameradinnen und Kameraden in Kinderhaus und Handorf noch warten. Im Jahr 2011
konnten für beide geplanten Neubauten geeignete Gru ndstücke gesichert werden. Der Errich-
tungsbeschluss für das Feuerwehrgerätehaus in Kinde rhaus wurde vom Rat der Stadt Münster im
August 2011 getroffen. Aktuell laufen die Planungen für die Bauausführung.
Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Handorf wird der Errichtungsbeschluss im Herbst
2012 erwartet. Die Zeit drängt, denn der Löschzug b enötigt dringend ein neues Löschfahrzeug,
das aber aufgrund der zu geringen Baumaße des alten Gebäudes nicht eingestellt werden kann.
Zudem führen Feuchtigkeitsschäden zu erheblichen Sc häden und machen das Gebäude zuneh-
mend unbewohnbar.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
31
1.8 Personal
Die Inbetriebnahme der neuen Feuerwache 3 im Süden der Stadt machte eine Aufstockung des
Personals der Berufsfeuerwehr erforderlich. Für die Vorhaltung der 10 Einsatzfunktionen eines
Löschzuges „rund um die Uhr“, an 365 Tagen im Jahr wären eigentlich 42 zusätzliche Stellen er-
forderlich gewesen. Die ständige Verfügbarkeit eine s dritten Löschzuges im Stadtgebiet erlaubte
jedoch die Auflösung einer Unterstützungseinheit auf der Feuerwache 1, so dass 25 der 42 Stellen
durch Verlagerung von Personal von der Feuerwache 1 zur Feuerwache 3 realisiert werden konn-
ten. Der städtische Haushalt wurde somit nur mit 17 zusätzlichen Stellen belastet. Ein Teil dieser
Personalkosten refinanziert sich darüber hinaus dur ch die Besetzung eines weiteren Rettungswa-
gens, mit dem die täglichen Einsatzspitzen im Stadt bezirk Hiltrup bedient werden können.
Da durch den Abzug der multifunktional einsetzbaren Beamten der Berufsfeuerwehr auch die
Personalreserve des Rettungsdienstes auf der Feuerw ache 1 reduziert wurde, erfolgte parallel zur
Inbetriebnahme der Feuerwache 3 die Zusetzung einer Rettungswagenbesatzung auf der
Feuerwache 1. Insgesamt erforderte die Neustrukturi erung der Berufsfeuerwehr 25 neue Stellen,
die in den Jahren 2009 und 2010 zugesetzt wurden.
Wachwechsel an der Spitze der Feuerwehr: Nach 43 Jahren im akt iven Einsatzdienst der
Feuerwehr, davon 26 Jahre bei der Berufsfeuerwehr M ünster wird der stellvertretende Leiter der
Feuerwehr Münster, Branddirektor Fritz Burrichter, am 30. November 2010 durch Stadtrat Dr. Wolf
Heinrichs in den Ruhestand versetzt. Seit 2005 war Fritz Burrichter stellvertretender Leiter der
Feuerwehr Münster. Nachfolger in diesem Amt ist Branddirektor Willi Reckert.
Verabschiedung von Branddirektor Fritz Burrichter mit einer Serenade auf dem Hof der Hauptfeuerwache.
Foto: Jens Keblat
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
32
Eine vermutlich für lange Zeit einmalige „Regentschaft“ übt ein anderer Feuerwehrmann aus:
Brandamtmann Robert Erpenstein, Ausbilder bei der B erufsfeuerwehr, wird zum Prinz Karneval
der Session 2010/2011 gekürt. Parallel stellt mit Prinz Andreas Engels vom Löschzug Sprakel
auch die Freiwillige Feuerwehr einen Prinzen in der Session.
Die Jugendfeuerwehr greift die karnevalistische Bewegung in der Feuerwehr auf und gestaltet als
Projekt im Rahmen der Jugendarbeit einen eignen Kar nevalswagen, mit dem die Jugendlichen
dann an vier Karnevalsumzügen im Stadtgebiet Münste r teilnehmen. Das ist aber nur ein
„Highlight“ der Jugendfeuerwehrarbeit, denn im Jahr 2011 richtet die Jugendfeuerwehr Münster
aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens einen feuerw ehrtechnischen Leistungsnachweis der
Superlative aus: Mehr als 50 Jugendfeuerwehrgruppen aus ganz NRW kommen am 17. Septem-
ber 2011 nach Münster um sich nach bundeseinheitlic hen Vorgaben einem Leistungs-, Wissens-
und Sporttest zum Erwerb der Leistungsspange zu unt erziehen. Die Feuerwehr Münster richtet
eine Veranstaltung aus, die viele Gäste begeistert. Bürgermeisterin Karin Reismann ist bei der
Eröffnung beeindruckt von dem Teamgeist, der Diszip lin und der Begeisterung des Feuerwehr-
nachwuchses.
1.9 Welche Erkenntnisse sind dem Jahresbericht 2010 / 2011 zu entnehmen?
• Alle 19 Minuten gerät in Münster eine Person in Not und ruft die Feuerwehr oder den
Rettungsdienst um Hilfe. Zählt man die gut 10.000 K rankentransporte hinzu, die die Feuerwehr
gemeinsam mit den Hilfsorganisationen leistet, dann rückt alle 14 Minuten ein Fahrzeug aus,
um qualifizierte Hilfe zu bringen.
• Die Gesamtzahl der Einsätze nimmt von Jahr zu Jahr zu . Dies ist im Kern auf die immer
häufigeren Anforderungen des Rettungsdienstes zurüc kzuführen. Allein von 2010 nach 2011
stieg die Zahl der Alarmierungen von Rettungswagen um mehr als 7%. Ein seit Jahren zu beo-
bachtender Trend setzt sich somit fort und muss mit telfristig zu Nachsteuerungen bei der Vor-
haltung führen.
Die Bürgerschaft bekommt diese Entwicklung nicht zu spüren, da das multifunktional einsetzba-
re Personal der Berufsfeuerwehr immer kurzfristig v om Brandschutz auf den Rettungsdienst
umdisponiert werden kann.
Mit Einrichtung der Feuerwache 3 in Hiltrup im Jahr 2010 steht diese Handlungsoption nun
auch im Süden des Stadtgebietes zu Verfügung, wo so täglich mindestens bei einem medizini-
schen Notfall schneller als in den Vorjahren professionelle Hilfe geleistet werden kann.
So effizient und wirtschaftlich diese Organisations form auch ist, so sehr müssen die Organisati-
onsverantwortlichen aber auch die Schutzziele im Bl ick behalten: Der Abzug von Personal aus
dem Brandschutz zur Spitzenabdeckung im Rettungsdie nst darf das Ziel nicht gefährden, bei
mindestens 90% der Brandalarmierungen innerhalb von höchstens acht Minuten nach der
Alarmierung mit mindestens 10 Einsatzkräften am Notfallort einzutreffen.
• Nach Jahren des Rückgangs stabilisieren sich offen sichtlich die Einsatzzahlen im Kranken-
transport , den die Feuerwehr gemeinsam mit den Hilfsorganisa tionen – ASB, DRK, JUH und
MHD – leistet. Es ist über die letzten drei Jahre s ogar eine leichte Zunahme bei der Anforde-
rung des qualifizierten Krankentransportes zu verzeichnen.
• Dass in Münster zwei Jahre hintereinander keine Brandtoten zu beklagen sind, ist zwar sehr
erfreulich - aber wohl (leider) nur ein statistisch er Glücksfall. Gleichwohl festigt sich die
Erkenntnis, dass die Zahl der Brandtoten in Münster tatsächlich konstant unter dem bundes-
weiten Durchschnittswert liegt, der einen Brandtote n je 200.000 Einwohner und Jahr ausweist.
Der Durchschnittswert der letzten Jahre beträgt in Münster nur 0,4 Brandtote pro 200.000
Einwohner und Jahr.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
33
• Im Katastrophenschutz darf die Stadt Münster zur Zeit noch mehr geben, als sie nimmt – zum
Glück (und das kann schnell vorbei sein): Im Rahmen der „vorgeplanten überörtlichen Hilfe“
wurden die nach landesweit einheitlichen Konzepten gebildeten Einheiten der Feuerwehr und
der Hilfsorganisationen aus Münster mehrfach angefordert. So am 27.08.2010 nach sintflut-
artigen Regenfällen in den Kreis Steinfurt oder am 04.06.2011 nach Gronau zum Moorbrand im
Amtsvenn sowie am 18.11.2011 zum Massenunfall auf die BAB A 31 bei Heek, jeweils in den
Kreis Borken.
Die Gefahrenabwehr zur Fußball-Europameisterschaft der Frauen in 2010 wäre den
Austragungsorten ebenfalls nicht ohne die Unterstüt zung aus ganz NRW möglich gewesen.
Mehrfach wurden auch aus Münster Einheiten zur Bere itstellung für mögliche Großschadens-
lagen angefordert. Wie plötzlich aus einem entspann ten Bereitschaftsdienst bitter Ernst werden
kann, haben die Einsatzkräfte aus Münster anlässlic h der Loveparade am 24.07.2010 erfahren
müssen (siehe oben: 24.07.2010).
Münster selbst war letztmalig am 14.08.2004 auf Unt erstützung aus dem Umland angewiesen,
als der Osten des Stadtgebietes von einem außergewö hnlich heftigen Starkregen heimgesucht
wurde. 16 Feuerwehreinheiten aus den Kreisen Warend orf und Steinfurt unterstützten die Feu-
erwehr Münster, die selbst mit allen 23 Löschzügen der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr
im Einsatz war.
• In der Gefahrenabwehr wir interkommunale Zusammenarbeit gelebt: Die Einsatzkonzepte
des Landes NRW beruhen auf Gegenseitigkeit der Komm unen untereinander und machen
deutlich, wie unsinnig und kontraproduktiv die gele gentlich wahrzunehmende, unreflektierte
Forderung nach „Deregulierung“ in einem solch wicht igen Bereich staatlicher Daseinsvorsoge
sein kann. Der Abbau von Standards würde hier staat liches Handeln verteuern, denn nur die
Einheitlichkeit der Strukturen macht die gegenseiti ge Unterstützung und damit die Gefahren-
abwehr bei Großschadensereignissen und Katastrophen kalkulierbar. Nur wenn sich alle Kreise
und kreisfreien Städte als Untere Katastrophenschut zbehörden an (Mindest-)Standards halten,
kann die eigne Vorhaltung für extreme Ereignisse be grenzt werden, ohne dass die Sicherheit
der Bevölkerung gefährdet wird.
• Mit der Aufgabe der Bunker und Zivilschutzanlagen ist die Möglichkeit einer vorübergehenden
Unterbringung von Personen in Notfällen entfallen. Auch wenn die Aufenthaltsqualität sehr be-
scheiden war, so stand doch z.B. mit dem Bahnhofsbu nker eine eingerichtete Not-Herberge
immer im „stand-by“. Hier wird die Stadt nachrüsten müssen. Unabhängig von der Lokalität
muss in den nächsten Jahren die Infrastruktur für B etreuungsstellen und Notunterkünfte be-
schafft und deren Einsatz konzipiert werden.
Zu guter Letzt:
Es ist immer verdächtig, wenn die Feuerwehr vor dem Brand auftaucht. Anders war es aber in der
Silvesternacht des Jahres 2010. Während der Bekämpf ung eines Kellerbrandes in Kinderhaus
sieht ein Feuerwehrmann, wie eine Silvesterrakete d urch ein offen stehendes Fenster in die
Wohnung eines Nachbarhauses fliegt. Der sofort in M arsch gesetzte Einsatztrupp trifft auf einen
entstehenden Zimmerbrand und kann die Flammen löschen, bevor größerer Schaden entsteht.
Aber: Wir können nicht überall sein. Daher:
Denken Sie an Ihren Heimrauchmelder !
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
34
1.10 Zahlenspiegel
Jahr 2011 2010 2009 2008 2007
Einsätze insgesamt: 38.528 36.388 36.842 36.157 37.085
Brandalarmierungen gesamt: 824 867 898 913 882
Brände 386 333 442 476 466
groß 10 17 6 10 5
mittel 44 34 7 23 13
klein a. 102 85 134 114 157
klein b. 230 197 295 329 291
Fehlalarme 438 534 456 437 416
in guter Absicht 406 494 417 384 373
böswillig 32 40 39 53 43
Hilfeleistungen gesamt: 1.886 1.913 1.888 2.379 2.496
Menschen in Notlage 495 429 219 222 210
Tiere in Notlage 57 71 61 68 58
Betriebsunfälle 3 1 0 0 0
Verkehrsunfälle 73 48 45 47 47
Öleinsätze 169 150 180 175 184
Gefahrguteinsätze 9 5 8 0 3
Gasausströmungen 14 22 11 17 19
Wasserschäden 73 73 108 417 126
Sturmschäden 51 104 22 86 1217
Sonstige 658 684 1047 1152 425
Fehlalarme 280 326 187 195 207
Rettungsdienst gesamt: 35.828 33.608 33.600 32.865 33.707
Krankentransport ¹ 10.765 10.270 10.529 10.872 12.383
Notfallrettung 25.063 23.338 23.071 21.993 21.324
- davon mit Notarzt 5.906 5.552 5.460 5.241 5.074
¹ einschl. Einsätze der Freiw. Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH, MHD
Einweisung psychisch Kranker: 580 638 383 386 425
Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr ² 285 307 156 210 1.340
davon Brandeinsätze 211 176 66 81 89
davon techn. Hilfeleistungen 74 131 45 85 1198
Tote: 36 47 38 47 28
bei Bränden 0 0 1 1 1
bei Hilfeleistungen 36 47 37 47 27
gerettete Personen: 240 261 200 197 207
bei Bränden 34 77 18 11 24
bei Hilfeleistungen 206 184 182 186 183
Brandschäden (Mio €) 3,0 5,4 2,6 3,1 2,2
² Die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr sind in den o.g. Gesamtzahlen enthalten.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
35
Jahr 2011 2010 2009 2008 2007
Personal gesamt: 1.284 1.214 1.233 1.191 1.200
Berufsfeuerwehr gesamt: 338 332 332 315 301
davon
Feuerwehrbeamte 317 312 308 294 288
davon Brandmeisteranwärter 12 11 16 14 8
Zivilangestellte / -beamte und Arbeiter 21 20 24 21 23
Freiwillige Feuerwehr gesamt ¹ 937 888 900 876 894
davon
Einsatzkräfte in den. Löschzügen 661 635 641 638 651
Jugendfeuerwehr 146 128 142 124 121
Musikzüge 130 125 117 114 122
¹ ohne Ehrenabteilung
Vorbeugender Brandschutz - Fallzahlen 3.497 3.618 3.535 3.463 3.673
Anzahl der Brandschauen 619 628 441 459 562
Anzahl der brandschutztechnischen Stellungnahmen 81 7 758 731 680 669
Anzahl der Beratungen 801 792 780 870 864
Anzahl der Brandschutzerziehung-, Unterweisung 107 124 209 306 328
Anzahl der Brandsicherheitswachen 511 549 511 517 509
Anzahl der sonstigen brandschutztechnische
Ortstermine 642
767 863 631 741
Fallzahlen im Bereich Kampfmittelüberprüfung 702 674 626 658 614
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
36
2 Teil II: Jahresstatistik 2011
2.1 Die Feuerwehr Münster aufgeschlüsselt nach ein er bundes-
einheitlichen Statistik der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der
Berufsfeuerwehren (AGBF)
1. Schnellinfo
1.2 Berichtsjahr 2011
1.4 Name der Stadt Münster
1.6 Einwohnerzahl (wohnberechtigte Bevölkerung) 296.440
1.8 Gesamtfläche 302,82 km²
1.10.1 Postanschrift der Feuerwehr, Straße Feuerweh r Münster
York-Ring 25
1.10.2 Postanschrift der Feuerwehr, PLZ, Ort 48159 Münster
1.12.1 Telefon 02 51 / 20 25 - 0
1.12.2 Faxnummer 02 51 / 20 25 - 80 10
1.14 Leiter der Feuerwehr Ltd. BD Benno Fritzen
1.16 Aufgabenwahrnehmung der Feuerwehr
1.161 Brandschutz Ja
1.16.2 Katastrophenschutz Ja
1.16.3 Rettungsdienst Ja
1.18.1 Anzahl der Feuerwachen 3
1.18.2 Anzahl der Rettungswachen BF 5
1.18.3 Anzahl der Feuerwehrhäuser FF 20
1.20.1 Personal BF – Einsatzkräfte 310
1.20.2 Personal FF – Einsatzkräfte 661
1.22.1 Zahl der Einsätze Brandbekämpfung 824
1.22.2 Zahl der Einsätze Technische Hilfe 1.876
1.22.3 Zahl der Einsätze Rettungsdienst 35.975
1.22.4 Fehlalarmierungen (Brand / THL) 712
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
37
1.24 Gesamthaushalt der Stadt Münster
Ergebnisplan ( Ansatz) 795.039.660 €
Finanzplan (Ausz. f. Investitionen) (Ansatz) 82.75 5.780 €
Summe: 877.795.440 €
1.26 Gesamthaushalt der Feuerwehr
Teilergebnisplan 27.167.371 €
Teilfinanzplan (Auszahlungen für Investitionen) 2. 528.298 €
Summe: 29.695.669 €
2. Strukturbeschreibung des Stadtgebietes
2.2 Einwohnerzahl (wohnberechtigte Bevölkerung) 296.440
2.4 Gebietsgröße 302,82 km²
2.6 Flächenbezogene Einwohnerzahl 979 EW / km²
2.8.1 maximale Ausdehnung Nord-Süd 24,40 km
2.8.2 maximale Ausdehnung West-Ost 20,60 km
2.10 maximaler Höhenunterschied 61,30 m
2.12 Wasserflächen 8,63 km²
2.14 Verkehrsinfrastruktur
2.14.1 BAB Länge im Stadtgebiet 24,50 km
2.14.2 BAB Länge / Zuständigkeit außerhalb 22,40 km
2.14.3 Fernverkehrsschienenwege im Stadtgebiet 65,2 7 km
2.14.4 Fernverkehrsschienenwege Zuständigkeit außer h. Nein
2.14.5 Bundeswasserstraßen 25,60 km
2.14.6 U-Bahn Nein
2.14.7 S-Bahn Nein
2.14.8 Flugplätze Nein
2.14.9 Hafen Ja
2.14.10 Militärische Anlagen Ja
2.16 Sonstige Gefahrenschwerpunkte (z.B.)
2.16.1 Kernkraftwerke innerhalb 25 km Nein
2.16.2 Chemieanlagen Ja
2.16.3 Klinikum ja
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
38
2.18 Flächennutzung gegliedert nach
Prozentanteil
% km²
2.18.1 Gebäude- und Freiflächen 17,63 53,34
2.18.2 Gartenflächen, Wiesen, Erholungsflächen 1,99 6,01
2.18.3 Betriebsflächen 0,36 1,1
2.18.4 Verkehrsflächen 8,05 24,34
2.18.5 Wald-, Moor-, Reb-, Heideflächen, Landwirtsc haft 67,42 203,96
2.18.6 Wasserflächen 2,73 8,26
2.18.7 Sonstige Flächen 1,82 5,81
2.20 Hilfsfristen (Planungsgrößen)
2.20.1 Brandschutz und Hilfeleistung 8 Minuten AGBF Bund
2.20.2 Rettungsdienst (Stadt / Land) 8 / 12 Minuten RettG NRW
3. Beschreibung der Feuerwehr
3.2 Zuständigkeit der Feuerwehr
3.2.1 Brandschutz / Technische Hilfeleistung Ja
3.2.2 Rettungsdienst Ja
3.2.3 Katastrophenschutz Ja
3.2.4 Zivilschutz Ja
3.2.5 Überörtliche Leitstellenzuständigkeit Nein
3.2.6 Integrierte Leitstelle Brandschutz, Katastrop henschutz, Rettungsdienst Ja
Sonstige Zuständigkeiten (z.B.)
3.2.7 Sonderabfallbeseitigung Nein
3.2.8 Ölspurbeseitigung Nein
3.2.9 Tierkörperbeseitigung (tote Tiere) Nein
3.2.10 Deichverteidigung Nein
3.2.11 Einfangen von Hunden Nein
3.2.12 Einweisungen nach Psych KG Ja
3.2.13 Überprüfung Feuerwehrschlüsseldepot Ja
3.2.14 Kampfmittelerfassung Ja
3.4 Struktur der Gefahrenabwehr
3.4.1
Schematisierte Stadtübersichtskarte im Format
DIN A 4 mit Eintragungen der kommunalen Feuer- und
Rettungswachen
Anlage A
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
39
3.6 Anzahl der Feuer- und Rettungswachen BF FF WF Sonstige
Träger
3.6.1 Anzahl der Feuer- und Rettungswachen 3 -- 2 - -
3.6.2 Anzahl der Rettungswachen 2 -- -- --
3.6.3 Anzahl der Feuerwehrgerätehäuser FF -- 20 -- --
3.6.4 Anzahl der FF im Standort BF -- -- -- --
3.6.5 Anzahl der Löschbootstationen -- -- -- --
3.6.6 Anzahl der RTH-Stationen -- -- -- --
3.6.7 Flughafenwachen -- -- -- --
3.6.8 Messewachen -- -- -- --
3.6.9 Sonstige Wachen -- -- -- --
3.8 Organigramm des Amtes (Verwaltungsgliederungspl an) Anlage B
3.10 Zuordnung der Beschäftigen der BF nach Stellen plan Anlage C
davon am 31.12.2011
hD gD mD
Ange-
stellte
3.10.1 Führungsdienste 4 30 4 --
3.10.2 Wachabeilungen (WA) -- -- 203 --
3.10.3 Leitstelle -- -- 30 --
3.10.4 Rettungsdienst (ohne WA)
3.10.5 Technischer Dienst (kein Einsatzpersonal) -- -- -- 8
3.10.6 Verwaltungsdienst (kein Einsatzpersonal -- 1 4 12
3.10.7 Ausbildungsstellen -- -- 12 4
3.10.8 Sonstige (Tagesdienst) -- -- 22 --
3.10.9 Gesamt 4 31 275 24
3.10.10
Nicht besetzt 0
3.10.11 Besetzt durch einsatzuntaugliche Mitarbeiter 10
Erläuterung:
Führungsdienst: Mitarbeiter des mittleren, gehobene n und höheren Dienstes, die eine besondere Sachgebietstätigkeit und im
Einsatzdienst Führungsaufgaben wahrnehmen.
Wachabteilungen: Mitarbeiter, die ausschließlich Tä tigkeiten im Schichtdienst der Wachabteilung und keine besonderen Sach-
gebietsaufgaben wahrnehmen.
Leitstelle: Mitarbeiter, die stellenmäßig der Leit stelle zugeordnet sind.
Rettungsdienst: Mitarbeiter, die ausschließlich Ste llenfunktionen im Rettungsdienst wahrnehmen.
Ausbildungsstellen: Mitarbeiter, deren Stellen ausschließlich für die Zeit der Laufbahnausbildung zur Verfügung stehen und nicht
auf die Einsatzkräfte angerechnet werden.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
40
3.12 Soll der zu besetzenden Einsatzfunktionen
Tag Nacht
Sonn-/
Feiertage
Arbeitszeit
pro Woche ¹
Personal-
faktor ²
3.12.1 Führungsdienste 3 3 3 41
3.12.2 Wachabteilungen 39 35 35 38,5 / 54,0 1,388 / 4,13
3.12.3 Leitstelle 7 5 5 38,5 / 54,0 1,388 / 4,13
3.12.4 Rettungsdienst 25 14 14 38,5 / 54,0 1,388 / 4,13
¹ Arbeitszeit pro Woche: durchschnittliche Wochenarb eitszeit im Schichtdienst
² Personalfaktor: rechnerischer Personalbedarf bei d er Besetzung einer Funktionsstelle
3.14 Anzahl und Stärken von Einheiten der Freiwilli gen Feuerwehr Anlage D
3.14.1 Anzahl der Einheiten FF 20
3.14.2 Gesamtstärke FF (Einsatzkräfte) 661
3.14.3 Anzahl der Jugendfeuerwehrgruppen 6
3.14.4 Gesamtstärke JF 146
3.16 Anzahl und Stärke der Werkfeuerwehren
Anzahl der Einheiten Gesamtstärke
hauptberuflich nebenberuflich hauptberuflich nebenberuflich
3.16.1 Werkfeuerwehren 2 -- 81 21
3.16.2 Betriebsfeuerwehren nicht erfasst
4. Struktur des Rettungsdienstes
4.2 Träger des Rettungsdienstes Stadt Münster
4.4 Träger der Rettungsleitstelle Stadt Münster
4.6 Integrierte Leitstelle für Brandschutz, Katastrophenschutz und
Rettungsdienst
Ja
4.8 Mitwirkende Organisationen
BF FF HiOrg Sonstige
4.8.1 Krankentransport X -- X --
4.8.2 Notfallrettung X -- X --
4.8.3 Notarztdienst X -- -- --
4.8.4 RTH -- -- -- --
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
41
5. Struktur des Katastrophenschutzes
5.2 Die nach dem Zivilschutzgesetz des Bundes (ZSG Bund) vorgesehenen Fachdienste
im Zivil- und Katastrophenschutz werden in der Stadt Münster von folgenden Orga-
nisationen gestellt:
5.2.1 Brandschutz / ABC-Dienst Feuerwehr Münster
5.2.2 Sanitätsdienst / Betreuungsdienst Freiwillige Hilfsorganisationen
5.2.2.1 Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
5.2.2.2 Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
5.2.2.3 Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)
5.2.2.4 Malteser Hilfsdienst
5.2.3 Bergungsdienst Bundesanstalt
Technisches Hilfswerk
5.2.4 Ferner wirkt auf Grundlage des Gesetzes über den Feuerschutz und die Hilfeleistung
(FSHG) Nordrhein-Westfalen die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in der
Wasserrettung mit.
5.4 Zur Leitung der Gefahrenabwehrmaßnahmen bei Katastrophen bzw. Großschadensereig-
nissen hat die Stadt Münster einen Krisenstab sowie eine Einsatzleitung gemäß FSHG
NW eingerichtet.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
42
6. Einsatzstatistik 2011
6.2 Übersicht der Ausrückung
Art der Ereignisse nur BF BF und FF nur WF Gesamt
6.2.1 Brände und Fehlalarme 613 211 363 1.187
6.2.2 Hilfeleistungen 1.812 74 193 2.079
6.2.3 Rettungsdienst
¹ 35.828 -- 60 36.035
6.2.4 Einweisungen nach Psych KG 580 -- -- 580
6.4 Brandalarme
nur BF BF und FF nur WF Gesamt
6.4.1 Gesamt 613 211 363 1.187
6.4.2 Kleinbrand a 102 15 117
6.4.3 Kleinbrand b 230 18 248
6.4.4 Mittelbrand 44 -- 44
6.4.5 Großbrand 10 -- 10
6.4.7 Fehlalarmierungen 438 330 768
6.6 Gliederung der Fehlalarme „Brand“
nur BF BF und FF nur WF Gesamt
6.6.1 Blinder Alarm 406 156 562
6.6.2 Böswilliger Alarm 32 87 119
6.6.3 Falschalarmierung über BMA 370 87 457
6.8 Überörtliche Hilfe
6.8.1 Anzahl der Hilfen auswärts 10
¹ Unter Mitwirkung der Freiwilligen Hilfsorganisationen ASB / DRK / JUH / MHD
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
43
6.12 Menschenrettung bei Bränden
6.12.1 Personen gerettet 34
6.12.3 Brandtote 0
6.12.4 Feuerwehrangehörige verletzt 4
6.12.5 Feuerwehrangehörige brandtot 0
6.14 Hilfeleistungsalarme
nur BF BF und FF nur WF Gesamt
6.14.1 Gesamt 1.812 74 193 2.079
6.14.2 Umwelt, Gefahrstoffe, Ölspuren 180 12 26 218
6.14.3 Tiere, Insekten 56 1 8 65
6.14.5 Fehleinsätze 280 k.A. 280
6.16 Gliederung der Fehlalarme „Hilfeleistungen“
nur BF BF und FF nur WF Gesamt
6.16.1 Blinder Alarm 270 k.A. 270
6.16.2 Böswilliger Alarm 2 k.A. 2
6.16.3 Falschalarmierung über BMA 8 k.A. 8
6.18 Menschenrettung bei Hilfeleistungen
6.18.2 Personen gerettet/verletzt 206
6.18.3 Tot geborgen 36
6.18.4 Feuerwehrangehörige verletzt 0
6.18.5 Feuerwehrangehörige tot 0
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
44
6.20 Rettungsdienst
Nur BF
HiOrg
6.20.2 Krankentransporte 2.231 8.534
6.20.3 Notfalleinsätze 25.063 --
davon in Verbindung mit
6.20.4 NEF 5.906 --
6.20.5 RTH -- --
6.20.6 NAW -- --
6.20.7 LNA -- --
6.20.8 Fehleinsätze ¹ 5.063 --
6.21 Psych KG
6.21.1 Einsätze nach Psych KG 580
6.22 Vorbeugender Brandschutz
6.22.1 Brandschauen und Nachschauen 619
6.22.2 Stellungnahmen in bauaufsichtlichen Verfahre n 817
6.22.3 Stellungnahmen nach anderen Grundlagen 140
6.22.4 Beratungen 801
6.22.5 Sicherheitswachen 511
6.24 Kampfmittelüberwachung
6.24.1 Auswertung von Baugesuchen / Information von Bauherren über
Kampfmittelverdacht
318
6.24.2 Anträge auf Kampfmittelüberprüfung, Stellungnahmen, Beratun-
gen, Ortstermine
384
7. Fahrzeuge und Geräte Anlage E 1 / E 2
¹ in Notfalleinsätze enthalten
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
45
8. Erträge / Aufwendungen 2011
8.2 Erträge (in €)
Gebühren, Entgelte, Kostenersatz BF u. FF RettD Kats Summe
8.2.1 - aus Einsätzen 63.201 8.769.873 0 8.833.074
8.2.2 - aus Dienstleistungen 91.833 0 0 91.833
8.2.3 - aus vorbeugendem Brandschutz 28.864 0 0 28.864
8.2.4 - aus Zuwendungen 449.143 0 30.000 479.143
8.2.5 - sonstige Erträge 665.273 76.017 0 741.290
8.2.6 Spaltensumme: 1.298.314 8.845.890 30.000 10.174.204
8.4 Aufwendungen (in €)
BF u. FF RettD Kats Summe
8.4.1 Personal 15.667.120 6.774.888 0 22.442.008
8.4.2 Betriebskosten, Fahrzeuge 527.450 510.830 0 1.038.280
8.4.3 Bauunterhaltung 18.682 5.410 0 24.092
8.4.4 Investitionen Fahrzeuge / Geräte 1.478.839 1.049.459 0 2.528.298
8.4.5 Investitionen Baumaßnahmen 187.734 39.431 30.000 227.165
8.4.6 Sonstige Aufwendungen 1.217.352 2.188.474 30.000 3.435.826
8.4.7 Spaltensumme: 19.097.177 10.568.492 30.000 29.695.669
8.6 In die Budgetierung des Fachamtes einbezogene B ereiche
BF FF RettD KatS
8.6.1 Sachkosten X X -- X
8.6.2 Personalkosten -- -- -- --
8.6.3 Investitionen -- -- -- --
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
46
Anlage A
2.2 Schematisierte Stadtübersichtskarte der Ausrück ebezirke der Feuerwachen
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
47
Anlage B
2.3 Organisationsplan Amt 37
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
48
Anlage C
2.4 Zuordnung der Beschäftigen der Berufsfeuerwehr nach Stellenplan
Amtsbezeichnung Bes.-Gr. Soll Ist
Leitender Branddirektor A 16 1 1
Branddirektor A 15 2 1
Oberbrandrat A 14 1 2
Brandoberamtsrat A 13 Fn 11 1 1
Brandoberamtsrat A 13 3 3
Brandamtsrat A 12 14 14
Brandamtmann A 11 6 6
Brandoberinspektor A 10 9 9
Brandinspektor A 9 gD
Hauptbrandmeister A 9 Fn 3 34 34
Hauptbrandmeister A 9 89 89
Oberbrandmeister A 8 61 61
Brandmeister A 7 77 77
Brandreferendar
Brandinspektoranwärter
Brandmeisteranwärter 12 12
Feuerwehrbeamte gesamt: 310 310
Verwaltungsbeamte:
Städtischer Oberamtsrat/-rätin A 13
Städtischer Amtsrat/rätin A 12 1 1
Stadtamtmann/-frau A 11
Stadtoberinspektor/in A 10
Stadtinspektor/in A 9 gD
Stadtamtsinspektor/-in A 9 mD 2 2
Stadthauptsekretär/-in A 8 2 2
Stadtobersekretär/-in A 7
Stadtsekretär/-in A 6
Verwaltungsbeamte gesamt 5 5
Zivilangestellte 16 16
Zivile Mitarbeiter gesamt: 21 21
Pensionärsvereinigung der Berufsfeuerwehr 66 Mitglieder
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
49
Anlage D
2.5 Übersicht der Löschzüge und Personalstärken der Freiwilligen Feuerwehr
Freiwillige Feuerwehr, bestehend aus 20 Löschzügen
Löschzug Albachten 33 FM (SB)
Löschzug Altstadt 35 FM (SB)
Löschzug Amelsbüren 26 FM (SB)
Löschzug Angelmodde 39 FM (SB)
Löschzug Geist 36 FM (SB)
Löschzug Gelmer 28 FM (SB)
Löschzug Gievenbeck 37 FM (SB)
Löschzug Gremmendorf 25 FM (SB)
Löschzug Häger-Uhlenbrock 33 FM (SB)
Löschzug Handorf 36 FM (SB)
Löschzug Hiltrup 38 FM (SB)
Löschzug Kemper 31 FM (SB)
Löschzug Kinderhaus 37 FM (SB)
Löschzug Loevelingloh 34 FM (SB)
Löschzug Mecklenbeck 30 FM (SB)
Löschzug Nienberge 39 FM (SB)
Löschzug Roxel 38 FM (SB)
Löschzug Sprakel 29 FM (SB)
Löschzug Werse-Laer 24 FM (SB)
Löschzug Wolbeck 33 FM (SB)
Gesamt: ¹ 661 FM (SB)
Jugendfeuerwehr 146 Mitglieder
Musikkorps 67 Mitglieder
Spielmannszug 63 Mitglieder
Ehrenabteilung 320 Mitglieder
¹ 42 Mitglieder der Berufsfeuerwehr sind in der Gesamtstärke der Löschzüge enthalten.
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
50
2.6 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Werk-
feuerwehren
Anlage E 1
Feuerwehrfahrzeuge
Fahrzeugart BF FF Bund/Land ¹ WF Gesamt
ELW 1 2 1 3
ELW 2 1 1
ELW – Kdow 4 3 7
LF 8 und LF 8/6 1 7 3 11
LF 16 TS 8 5 13
LF 16 und HLF 20/16 4 14 18
LF 24 1 2 3
TLF 16/25 3 4 8
TLF 24/50 und TLF 20/40 SL 3 1 1 5
GW / sonstige 2 2 4
DLK 23/12 3 3 6
GM / TM 1 1
RW 1 1 6 7
RW 1 1 2
GW-W 1 1
GW-Rett 1 1
SW 2000 3 1 4
FWA / sonstige 1 6 1 8
MZB 2 1 2 5
FwK (450 kN) 1 1
WLF 4 1 5
AB ² 12 2 3 17
FKH 1 1
Meß-/Warnfahrzeuge 1 6 7
sonstige PKW 7 7
MTF 7 2 9
KEF 1 1
GW-LöRü 1 1
LKW 4 4
Sonstige 6 3 3 12
ABC-ErkKW 2 2
Dekon-P 1 1
Gesamt: 73 70 12 21 176
¹ Vom Bund bzw. Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellte Fahrzeuge
² Abrollbehälter (AB) für: Atemschutz/Strahlenschutz, Wasser/Öl, 2 x Schaummittel, Lichtmast, GSG, Mulde, Tank,
Sonderlöschmittel, Bau, MANV, Boot, Zusatzausrüstung Feuerwehrkran, Dekon-V
Jahresbericht 2010/2011 der Feuerwehr Münster
51
Anlage E 2
Rettungsdienstfahrzeuge
Fahrzeugart BF HiOrg WF Gesamt
RTW / NAW 18 1 19
KTW 9 7 16
NEF 3 3
Gesamt: 30 7 1 38
Geräte
Geräteart BF FF WF Gesamt
TS 8/8 10 26 3 39
TS 2/5 2 2
Stromerzeuger 22 26 48
Elektro-Tauchpumpen 23 58 81
Sonstige Motorgeräte * 61 64 125
Gesamt: 118 174 3 295
Berichtsvorlage
651 Zeichen
V/0638/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Feuerwehr Betrifft Jahresbericht 2010 / 2011 der Feuerwehr Münster Beratungsfolge 25.09.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 07.11.2012 Hauptausschuss Bericht 07.11.2012 Rat Bericht Bericht: Der Jahresbericht 2010 / 2011 der Feuerwehr Münster wird in der Anlage zur Kenntnis gegeben. i.V. gez. Heuer Anlage: Jahresbericht 2010 / 2011 der Feuerwehr Münster Vorlagen-Nr.: V/0638/2012 Auskunft erteilt: Herr Fritzen Ruf: 20 25 80 00 E-Mail: FritzenB@stadt-muenster.de Datum: 15.08.2012 Öffentliche Berichtsvorlage
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (31)
- Paulstraße
- Prins-Claus-Straße
- Hiltruper Straße
- Dyckburgstraße
- Sudmühlenstraße
- Sentruper Straße
- Leostraße
- Hammer Straße
- Hoyastraße
- Steinfurter Straße
- Robert-Bosch-Straße
- Kirchherrngasse
- Sprakeler Straße
- Hansestraße
- Königsberger Straße
- Kappenberger Damm
- Gallenkamp
- Rüschhausweg
- York-Ring 25
- Harsewinkelplatz
- Am Steintor
- Gievenbecker Reihe
- Bernings Kotten
- Loddenheide
- Loevelingloh 34
- Kinderhaus 37
- Tiergarten
- Kreuzbach
- Merkureck
- Werse
- Berdel
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0638/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.08.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37