V/0060/2017
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtung an der Regina-Protmann-Straße
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Anlage 1.2 Konzept ASB
43755 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
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Vorwort
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung seine zweite
Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet Münster.
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsä tze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und
Ausland.
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt in Kinderhaus an der Regina-Protmann-Straße
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach
sozialen Kriterien.
Aufnahmekriterien:
● Kinder aus dem Einzugsgebiet
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● Kinder berufstätiger Eltern
● Geschwisterkinder
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
● in 1 Gruppe mit 10 Kindern im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2)
● in 1 Gruppe mit 20 Kindern im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1)
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstve rständnis gehört es,
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten
und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team . Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientie rtes Aufeinander -Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung)
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft (Teilzeit)
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Wir kooperieren eng mit der ASB Kita am Carlo -Schmid-Weg. Auch im Hinblick auf das
pädagogische Personal nutzen wir das Synergiepotential.
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1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:00 Uhr – 16:30 Uhr
Freitag 7:00 Uhr – 15:00 Uhr
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats wird geprüft, ob ein
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitra g an
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
Tägliches Mittagessen 60,- €
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block -Buchungszeit mit täglichem
Mittagessen)
2 Tage Mittagessen 27,- €
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(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen)
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erziehe r/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffun g eines sozialen
Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einem bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu
gestalten, bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
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Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreu ung, Bildung und Erziehung der Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun k önnen, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfah rungsräume, die über ihre bis dahin gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucks möglichkeiten -Selbstbildungspotentiale-
gefördert werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung
und das Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
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Kontinuierlich reflek tieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche
Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische
Arbeit evaluiert.
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und
als Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Dur ch
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme
zu finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipa tion ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und kri tischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit
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sich und ihre Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre
Anliegen formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur
erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
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D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gibt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgeste llt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstätten alltag. Das Kind entscheidet
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozess e -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
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wo
wie
und mit wem es spielt.
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung v on anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes L ernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
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AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene u nd geschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbau en, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes
Bedürfnis jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
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Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle
spezielle Förderangebote eingeleitet.
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre
Bewegungsfreude.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele f ordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachlich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lerne n, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit
(zuhören, sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen
Auffassungen auseinandersetzen)
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Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen
anwenden und ggf. verändern)
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder
nachmittags) statt.
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben
somit eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotio nale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, V erständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
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Wir achten darauf - wenn möglich - das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und
fremdländische Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird darauf
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde,
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit u nd
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderu ngen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer
Gruppe als Gemeinschaft essen.
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen,
Lebensmittelkunde usw.) durchgeführt.
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Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleb en ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern z udem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das
Essen täglic h frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische
Qualität des Essens sicher.
Durch die kurze Entfernung der beiden Kita -Standorte sind die Transportwege sehr kurz, die
frisch zubereiteten Speisen behalten ihre Qualität. Wir können den Kindern Mahlzeiten mit
einem hohen Anteil an regionalen und/oder ökologisch erzeugten Produkten anbieten.
Durch den Syn ergieeffekt der beiden Kitas können Ernährungseinschränkungen einzelner
Kinder gezielt berücksichtigt werden, der Einfluss auf die Qualität ist unmittelbar möglich.
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur
Ruhe kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen
Perspektive zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Ku schelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
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Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bä lle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.
Familienzentrumsaktivitäten z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw.
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten,
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und
Behörden, Kliniken sowie familienentlastenden sozialen Diens ten gehören zu unseren
täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
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Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit
und des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger
veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
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Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Ein richtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei
ansteckenden Krankheite n wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine M aßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen . Alle
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu
verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7. Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch g ezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
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Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Ge fahrenquellen im Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
8. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.3.1 Beschwerdemanagement Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung Seite 13
4. Räume Seite 14
4.1 Raumplan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 16
6. Qualitätsmanagement Seite 16
Seite 20 von 20
6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
Anlage 1.0 Deckblatt ASB
39 Zeichen
Anlage 1 Bewerbungs- unterlagen ASB
Anlage 2.2 Konzept DRK
50081 Zeichen
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
Januar 2017
Pädagogische Konzeption
zur Bewerbung als Träger der
Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-
Straße, Kinderhaus
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße, Kinderhaus 2
Inhaltsverzeichnis
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 7
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 7
Das Bildungs- und Lernkonzept nach Reggio Emilia ................................ ................................ .. 8
Bewegung ................................ ................................ ................................ .............................. 9
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ ............ 9
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ .............................. 10
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ ................ 11
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................. 11
Interkulturelle Erziehung ................................ ................................ ................................ ....... 11
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 11
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ .............................. 12
Dokumentation von Selbstbildungsprozessen nach Reggio Emilia ................................ ........... 13
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................ 13
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 13
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 14
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 14
Raumkonzept der Kindertagesstätte Regina-Protmann-Straße ................................ ................ 14
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ............................... 16
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 17
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 18
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 18
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 18
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 19
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 19
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße .............. 20
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
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Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompe tenzen jedes Kindes berücksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der DRK Münster Sozialwerk gGmbH kooperieren mit
allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich sind. Die
Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung
wiederfinden sollen.
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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße, Kinderhaus 4
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bedeutung. Kind er sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie
immer wieder Hilfeste llungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen daf ür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Acht ung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterin nen in unseren Einrichtungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.
Freiwilligkeit Wir ermöglich en den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene
Persönlichkeit u nd Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden. Lebensbed ingungen anderer Menschen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.
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Der pädagogische Ansatz nach Reggio Emilia:
Ein Kind ist aus hundert gemacht.
Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände,
hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu
spielen und zu sprechen. Immer hundert Weisen
zuzuhören, zu staunen und zu lieben, hundert
Weisen zu singen und zu verstehen, hundert Welten
zu erfinden, hundert Welten zu träumen.
Ein Kind hat hundert Sprachen, doch es werden
ihm neunundneunzig geraubt. Die Schule
und die Umwelt trennen ihm den Kopf vom
Körper. Sie bringen ihm bei, ohne Hände zu
denken, ohne Kopf zu handeln, ohne Vergnügen
zu verstehen, ohne Sprechen zuzuhören,
nur Ostern und Weihnachten zu lieben
und zu staunen.
Sie sagen ihm, dass die Welt bereits entdeckt
ist, und von hundert Sprachen rauben sie
dem Kind neunundneunzig.
Sie sagen ihm, dass das Spielen und die Arbeit,
die Wirklichkeit und die Phantasie, die
Wissenschaft und die Vorstellungskraft, der
Himmel und die Erde, die Vernunft und der
Traum Dinge sind, die nicht zusammengehören.
Sie sagen also, dass es die hundert Sprachen
nicht gibt.
Das Kind sagt: "Aber es gibt sie doch."
Loris Malaguzzi, Reggio Emilia 1985,
übersetzt von A. Dreier
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1981/82 stellte Prof. Malaguzzi die Erfolge der Reggio Pädagogik mittels der Ausstellung
"Hundert Sprachen hat das Kind" in Schweden vor. Die Ausstellung bot einen Einblick in die
Arbeit der Einrichtungen. In Schwed en wurde dieser neue pädagogische Ansatz sofort
verstanden und begeistert aufgenommen.
Von dort aus reiste die Ausstellung in viele europäische Länder und nach Amerika.
Sie war mittlerweile mehrfach auch in Deutschland zu sehen, zuletzt 1997 in Düsseldor f.
Bisheriger Höhepunkt der Entwicklung war die Auszeichnung im Jahre 1991 durch die
amerikanische Zeitschrift Newsweek. Zehn Kindertagesstätten aus Reggio Emilia wurden als
beste vorschulische Einrichtungen der Welt gewürdigt. Bis heute ist es der Reggio Pädagogik
gelungen, mit ca.25 Ländern auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten, insbesondere mit den
USA und den skandinavischen Ländern. Malaguzzi`s Ziel war es, in der Welt anerkannt zu
werden, um vor den Kritikern in Italien geschützt zu sein.
In der Reggio Pädagogik gehen Herausforderungen, Anregungen und Aufgabenstellungen,
wenn die Erzieher/innen sie formulieren, immer von den Fragen und den Erkenntnisständen der
Kinder aus. Sie knüpfen jeweils an ihren Stärken und der freudigen Zuwendung der Kinder zu
den Themen an. Das Vertrauen der Erwachsenen in die eigenständige Entwicklungs - und
Bildungslust der Kinder hat zur Konsequenz, dass die Kindern weder festgelegten,
vorgegebenen Fördertrainings oder sc hablonierten Lernprogrammen ausgesetzt werden, noch
dass sie bei ihren Forschungen und Experimenten alleine gelassen werden. Vielmehr
beobachten die Erzieher/innen die Kinder bei ihrem Tun, versuchen im Dialog mit ihnen ihre
Beweggründe zu erfahren und bieten eine unaufdringliche, begleitende Unterstützung an.
Dieser Hilfe können sich Kinder bedienen oder auch auf sie verzichten.
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Möglichkeit, dass Fehler gemacht werden oder
dass ein erwartetes Ergebnis nicht eintritt. Kinder stellen sich Herausforderungen und
benennen Hypothesen oder Ziele, die sich aber möglicherweise nicht bestätigen. Sie
analysieren dann die Fehlerquelle und erhalten dabei wesentliche Erkenntnisse über
Zusammenhänge. In den Reggio - Einrichtungen sind Fehler nicht peinlich, sondern bilden
wichtige Erkenntnisschritte und sind daher erwünscht (Prinzip von Versuch und Irrtum).
Das Rote Kreuz und die Reggio Pädagogik verbindet vor allem ein gleiches
Menschenbild.
Für beide steht im Vordergrund, der Würde eines jeden Menschen Respekt zu zolle n und
Achtung zu verschaffen - unterschiedslos seiner sozialen und nationalen Herkunft, seiner
Religiosität und Werthaltung, seiner Interessen und Entscheidungen. Die Menschenwürde eines
Kindes hat dabei den gleichen Stellenwert wie die eines Erwachsenen. Aus dieser Sichtweise
entwickelt sich das Verständnis, dass Kinder eigene Rechte haben und diese Rechte von den
Erwachsenen geachtet werden müssen.
Wir sehen die Kinder unserer Kindertagesstätte als:
Erforscher, Erfinder und Lösungssucher
Selbstständige und selbstbewusste Menschen, die Entscheidungen treffen,
Verantwortung übernehmen und Konsequenzen tragen
Kompetente, fähige und absichtsvolle Persönlichkeiten, die sich prozesshaft entwickeln
und im dialogischen Austausch mit Dingen und Verhältnissen auseinandersetzen
Menschen, die sich an Vorbildern orientieren (Kindern oder Erwachsenen)
Aktive Menschen, die Phantasie -, Gefühls -, Gedanken -, Deutungs - und
Konfliktlösungsarbeit leisten
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Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern
und des Sozialraum angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie
und Beruf zu unterstützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diese m Grundsatz und
werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.
Bei der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-
Straße in Kinderhaus wird es sich um ein e DRK-
Kindertagesstätte mit dem konzeptionelle n
Schwerpunkt der Vereinbarkeit von Familie und
Beruf und des Quartiersbezugs handeln.
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über
2 Gruppen mit 30 Plätzen für Kinder im Alter von
0-6 Jahren.
Eine Gruppe ha t 20 Plätze für 2 -6 jährige Kinder
und eine weitere Gruppe hat 10 Plätze für Kinder
im Alter von 0 -3 Jahren . A lle 30 Kita-Plätze
verfügen über eine max. Betreuungszeit von 45
Stunden pro Woche und ein bedarfsgerechtes
zusätzliches Angebot im Rahmen der Extrazeit.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweilig en Elternbedarfen zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell
entsprechender Firmen.
Jahresöffnungszeiten
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster.
Außerdem streben wir Partnerschaften mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie
wir es auch bereits mit unseren bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen
Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird.
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in
der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße, Kinderhaus 8
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer
pädagogischen Arbeit.
Das Bildungs- und Lernkonzept nach Reggio Emilia
Im Zentr um des Bildungs - und Lernkonzepts der Reggio -Pädagogik steht die wechselseitige
Durchdringung von Wahrnehmung, Beziehungsaufbau, Kommunikation, gegenständlicher
Produktion (Gestaltung) und Dokumentation, z.B. der Lebewesen, Gegenstände und Prozesse,
die dem Lernenden bedeutungsvoll sind.
Mit diesem Konzept ist die Reggio -Pädagogik nicht einer ganz bestimmten Lerntheorie
verpflichtet. Sie reflektiert vielmehr intensi v lerntheoretische Ansätze , soweit sie mit dem
reggianischen Bild vom Kind vereinbar und miteinander kompatibel sind, z. B.:
Lernen wird verstanden als menschliches Bedürfnis nach Verstehen der Lebenswirklichkeit
und nach wirkungsvollem Handeln in realen Lebensbezügen.
Lernen wird interpretiert als aktive Auseinandersetzung mit der gegen ständlichen und
sozialen Umwelt. Dabei bildet der Wunsch nach dem Lösen der kleinen und großen Probleme
des Alltags eine wesentliche Triebkraft. Daraus resultiert die Bereitschaft, sich neuen und
fremden Strukturen anzupassen.
Lernen ist zu einem große n Teil entdeckendes und forschendes Lernen, mit Hilfe dessen
Beziehungen zwischen Objekten, Personen, Strukturen und Prozessen gedeutet werden.
Lernen in Projekten und deren Dokumentation sind ein wesentlicher Bestandteil der Reggio -
Pädagogik.
Lernen ist nie fertiges, sondern nur vorläufiges Wissen, das immer wieder neuer Deutungen
bedarf. In den "Forschungsprozessen" der Kinder in reggianischen Kindereinrichtungen geht es
daher nicht um den Erwerb "richtigen" Wissens, sondern um die Erprobung von St rategien für
die Annäherung an Wahrheit.
Als wichtige Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine besonders wertschätzende
und vertrauensvolle Beziehung zu jedem Kind.
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung
besonders wohl fühlen.
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die:
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
• Vermittlung von Lebensfreude
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
• Förderung der motorischen Entwicklung
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens
Unsere formulierten Ziele finden sich in den vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:
1. Bewegung
2. Spielen und Gestalten
3. Sprache und Sprachförderung
4. Musischer Bereich
5. Natur und Umwelt
6. Interkulturelle Erziehung
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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße, Kinderhaus 9
Projektarbeit
In der Reggio-Pädagogik spielen Pro jekte als Handlungsform zur Gewinnung von
alltagsbezogenen Fertigkeiten und vor allem von Selbst - und Weltverständnis eine zentrale
Rolle.
Projekte sind keine Sonderveranstaltungen in unserer Kindertageseinrichtung. Sie gehören zu
den Alltäglichkeiten der Kita-Praxis. Sie entwickeln sich aus Spielhandlungen, Gesprächen oder
Beobachtungen der Kinder. I m Morgenkreis kann über mögliche Projektthemen diskutiert und
entschieden werden; auch Erzieherinnen können verbal oder über mitgebrachte Gegenstände
Impulse für Projekte vermitteln.
Insgesamt vereinigen sich in Projekten immer wieder aufs Neue folgende Aktivitätsformen:
sinnliche Wahrnehmung
exploratives, erkundend-experimentelles Handeln,
Deuten von Beobachtungen
Nachdenken über Wirkungszusammenhänge
Aktivieren von Emotionen
Aktualisieren von Erinnerungen an ähnliche Situationen
Vernetzen von Wahrnehmungen und inneren Bildern
Kommunikation über Beobachtungen, Handlungen, Hypothesen und Gefühle
Gestalten oder Verändern von Gegenständen
Auch die folgenden Bildungsbereiche, die in der Bildungsvereinbarung NRW für
Kindertageseinrichtungen erläutert werden, sind in unserem täglichen pädagogischen Tun eine
wichtige Basis:
Bewegung
Die Kinder bekommen als Entdecker und Forscher täglich die Möglichkeit und den Ra um sich
im Innen - und Außenbereich auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu
bewegen.
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen. Kletter- und Schaukel möglichkeiten, sowie
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kästen, Bänken,
Matten als auch Musik- und Rhythmikutensilien laden die Kinder dabei zum kreativen und
bewegungsfreudigem Spiel ein.
Im großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit,
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen
zu nutzen. Auch im Außengelände werden Spielflächen für Rollen- und Theaterspiele
geschaffen. Die Kinder sollen durch unser pädagogisches Angebot ihre Körperwahrnehmung
gefördert bekommen, um auch so ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen zu können.
Naheliegende Grünflächen mit zahlreichen Spielplätzen laden zu besonders schönen
Spaziergängen und unzähligen Bewegungsmöglichkeiten ein.
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren.
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregende n
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.
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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße, Kinderhaus 10
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlk reisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den
Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kreatives Schaffen
ermöglichen. Kinder malen, kritze ln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen
und Fertigkeiten.
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund,
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden
von uns bewusst nicht eingesetzt.
Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige
Herausforderung in seiner Persönlichkeitsentwicklung,
denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit
anderen Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre
Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie treten
in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen
auf. Sprache ermöglicht jedem einzelnen Kind sich
weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen
auszubauen.
In der Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße
werden Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut. In
diesem Alter der Kinder ist die Sprachentwicklung ein
besonders sensibler Bereich. Darum wird ein besonderer
Fokus unserer pädagogischen Arbeit auf dem Thema
Sprachentwicklung liegen. Sprachförderung passiert in
jeder Alltagssituation und im täglichen Miteinander - bei
gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen,
Erzählen von Geschichten und Erlebnissen, im Dialog in
der Klein -und Gesamtgruppe. Besonders das vorbildhafte
Sprechverhalten d er Erzieherin ist hier von großer
Bedeutung. Auch die gebärdenunterstützende
Kommunikation (MAKATON) wird hier von den
pädagogischen Fachkräften gezielt eingesetzt und von den Kindern interessiert aufgenommen.
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund:
• die Freude am Sprechen wecken
• den Grundwortschatz zu erweitern
• das Sprachverständnis der Kinder und die
Ausdrucksfähigkeit zu fördern
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben
• das grammatikalische Verständnis erweitern
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, Kreisspiele und Lieder, bei kreativen
angeboten, Bild- und Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..
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Musischer Bereich
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in
Verbindung mit Musik und Singen von Li edern im
täglichen Stuhlkreis fördern wir die Musikalität.
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir
durch den Einsatz von verschiedenen
Musikinstrumenten.
Die Lust an Geräuschen, Klangexperimenten,
vielfältigen Lautäußerungen mit Instrumenten, dem
eigenen Körper und ihrer Stimme ist bei Kindern
sehr lebendig und ist eine Ausdrucksmöglichkeit
ihrer Gefühle. Rhythmisches Sprechen und Gesang
unterstützen wesentlich die Sprachentwicklung der
Kinder.
Natur und Umwelt
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.
Interkulturelle Erziehung
Da unsere Einrichtung von Kinder n
unterschiedlicher Kulturen besucht wird,
deren Eltern aus unterschiedlichen
Ländern kommen, lernen wir häufig neue
Sitten und Bräuche kennen.
Entsprechend den Grundsätzen des
Deutschen Roten Kreuzes verstehen wir
es als unsere Aufgabe, d en Kindern und
Familien eine Betreuung anzubieten, die
ihre kulturellen und individuellen
Vorerfahrungen berücksichtigt . So wird
eine wichtige Weiche für eine dauerhaft
gelingende Integration von Familien mit
unterschiedlichen kulturellen
Hintergründen in unsere Gesellschaft gelingen.
Integrative Erziehung (Inklusion)
In der gemeinsamen Erziehung behinderter ( und von Behinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten
ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/
Fähigkeiten.
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergän zen
können damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige
Lernimpulse.
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Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektiere n. Die Kinder nehmen
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosig keit der Kinder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu
stärken.
Die integrativ zu betreuenden K inder
erfahren in der Kindergartengruppe eine
kontinuierliche Spielbegleitung von einer
Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen.
Bei Aktivitäte n wie z.B. Psychomotorik,
Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und
anderen Projekten entsteht ein gemeinsamer
Prozess von behinderten und nicht
behinderten Kindern.
Alle Kinder sollen gestärkt werden und
wichtige Entwicklungsreize bekommen,
damit sie ihr Potenzial entfalten können.
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von Kindern und ihren
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspra xis in einer Kindertageseinrichtung. Die
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffnen, in denen sich Menschen in ihren
Lebensbezügen diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben
können.
Grundlage für eine inklusive Pädagogik in DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben den
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes die verschiedenen
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die UN -Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen
sowie die EU -Grundrechtecharta und das Grundgesetz. Hieraus lässt sich die umfassende
Bedeutung von Inklusion als langfristige gese llschaftliche Aufgabe zur Umsetzung des
Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen. Wir verstehen dieses als eine besondere
konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit in der Kindertageseinrichtung
Regina-Protmann-Straße.
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in
Elterngesprächen besprochen.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind,
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich.
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Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu gemeinsam geplant.
Dokumentation von Selbstbildungsprozessen nach Reggio Emilia
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse
ihrer Kinder zu besprechen u nd die sich daraus ableitende n weiteren Bildungswege
„vereinbaren“ zu können. Wir gestalten unsere Bildungsarbeit transparent, damit eine
gemeinsame Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen
Team in vielfältiger Weise und an den individuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar
wird. Wir dokumentieren Projekte oder bemerkenswerte Situationen, an denen auch ganze
Kindergruppen beteiligt waren und die Aufschluss über einen Bildungsprozess der Kinder
geben. Diese Erkenntnisse werden in unserer Kita präsentiert.
Die Neugierde der Erwachsenen auf die 100 Sprachen ihres Kindes soll durch diese
Dokumentationen in unserer Kita geweckt werden.
Zu ihren Bestandteilen der Dokumentation gehören Kinderarbeiten, Kinderäußerungen, Fotos
oder auch Videos, die den Aktionsprozess der Kinder darstellen, Überschriften und kurze
Kommentare. Die Erzieher/innen sind für Materialauswahl und Gestaltung der Dokumentationen
verantwortlich. Vielfach werden die Kinder an der Dokumentationserstell ung beteiligt. Gestärkt
werden dadurch ihre Eigenverantwortlichkeit und Identifikation mit ihren Handlungsprozessen
und deren Dokumentation. Sie vermittelt den Kindern Wertschätzung, Rückmeldung, Anlässe
zum sich Erinnern. Auch für Erzieher /innen und Elter n stellen die Projektdokumentationen
wichtige Informationsquellen über das Denken, Fühlen, Können ihrer Kinder und deren
Entwicklung dar.
Für die Kinder ist die Dokumentation eine wertvolle Gelegenheit zur Erkenntnis, Reflexion und
Interpretation, vor all em aber zur Veranschaulichung eigener Erkenntnisprozesse. Indem die
Dokumentation das Gedächtnis stützt, bietet sie den Kindern die Gelegenheit sich
wiederzusehen, sich zu kommentieren und sich kommentiert zu sehen.
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern diese Dokumentationen ausgehändigt.
Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder
ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich-Kompetenz damit stärken.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt v on zu Hause sein eigenes
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes
und ausgewogenes Frühstück wertgelegt.
Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen
in den Gruppen zur Verfügung.
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene
Frühstücksangebot wahrnehmen. S o haben
sie täglich die Möglichkeit zu entscheiden
wann und mit welchen Freunden sie
gemeinsam essen möchten.
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Mittagessen
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu, welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.
Ruhephasen
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen
beginnt für die Kinder die Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n
Nebenräumen altersentsprechend Geschichten und
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können
sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei
Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen.
Raumkonzept der Kindertagesstätte Regina-Protmann-Straße
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Der Raum erfüllt als „dritter Erzieher“ nach Reggio Emilia für Kinder zwei Hauptaufgaben:
Er vermittelt ihnen Geborgenheit und zugleich Herausforderungen.
Räume übernehmen im Sinne der Reggio-Pädagogik verschiedene „Rollen“.
Die Räume sollen
eine aktivierende Atmosphäre des Wohlbefindens schaffen
die Kommunikation in der Einrichtung stimulieren
gegenständliche Ressourcen für Spiel- und Projektaktivitäten bereitstellen
Impulse geben für die Wahl der Kinderaktivitäten
Die Räume in der Kindertages einrichtung Regina-Protmann-Straße sind hell und
bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet und überwiegend mit Schwerpunktfunktionen
ausgestaltet, also als Kinderrestaurant, Atelier, Bauraum, Rollenspiel - oder Forscherraum
gestaltet.
In großen Nebenräumen befinden sich zudem ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine
Hängematte.
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung steh en in allen Räumlichkeiten
bewegungsanregende Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum experimentieren anregen
werden, zur Verfügung.
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Konstruktionsbereiche und Kreativbereiche.
In zwei Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen
mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.
Im Schl afraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Stofftieren,
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständi g
zurecht finden.
Geplant sind für diese zwei Gruppen - Einrichtung folgende Räumlichkeiten:
- 2 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 2 Nebenräume
- 2 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 2 Abstellräume
- 2 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum
- 1 Personalraum
- 1 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Beratungsraum
- 1 Büro
- 1 Küche incl. Abstellraum
- eine Gesamtfläche von ca. 400 qm
- ein weiträumiges Außengelände
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Lageplan der Kita Pegina-Protmann-Straße
Elternarbeit
In unseren Kindertageseinrichtungen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes
Anliegen. Auch der stetige Austausch z. B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende
Geschehnisse informiert zu werden.
In der Eingewöhnungsphase:
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun aus gewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.
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Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Off enheit und gegenseitiges Vertrauen mit
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder
ermöglich.
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre j eweilige Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechpartner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährlei sten, in der die familiäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.
Dies geschieht durch:
• Aufnahmegespräche
• Hospitationen
• Elternsprechtage / Elternabende
• Tür- und Angelgespräche
• Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
• Infowände im Eingangsbereich
• Infowände vor den Gruppen
• Elternbriefe
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
Gemeinsam erleben wir:
• Elternnachmittage
• Feste
• Ausflüge
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer E lternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.
Zusammenarbeit des Teams
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
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Diese Leitlin ie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit,
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen un d das Abstimmen
von Terminen werden dann besprochen.
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen päda gogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und de r Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren
Planung.
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen
der DRK Münster Sozialwerk gGmbH wahrgenommen. Unsere Mitarbeiter -/innen werden
fortlaufend für die Umset zung der Reggio -Pädagogik qualifiziert und werden über PädQuis im
Kita-Qualitätsmanagement nachhaltig geschult.
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der B esetzung des Personals. Er ist
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und
Supervision der pädagogischen MitarbeiterInnen.
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfol gt die Abstimmung der pädagogischen und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung, Fachberatung
und Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern der DRK Sozialwerk Münster
gGmbH und des DRK-Kreisverbandes Münster wie zum Beispi el der Ärztlichen
Kinderschutzambulanz oder des Autismus-Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in
Anspruch nehmen.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen
Die Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Trägerschaft der DRK Münster
Sozialwerk gGmbH und des DRK -Kreisverbandes Münster stehe n im regelmäßigen Dialog
miteinander. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen
Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Fachbereichsleitung des DRK-
DRK Münster Sozialwerk gGmbH
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Kreisverbandes Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen,
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-
Prozessen.
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrich tungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. D abei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt
und genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die w ir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• der Hebammensprechstunde
• der DRK-Kinderschutzambulanz
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
DRK-Familienzentrum Schatzkiste
(Gremmendorf)
DRK-Kita Wirbelwind
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup)
DRK-Kita Meerwiese (Coerde)
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck)
DRK-Familienzentrum Oxford
(Gievenbeck)
DRK-Kita Erphobogen ab dem 1.4.2017
(Mitte)
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Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-
Straße
(Fotos: DRK)
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
multipro-
fessionelles
Team
fördernde
Bildungs-
angebote
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
kindgerechte
pädago-
gische
Übergänge
Zielsetzung
der DRK-
Kindertageseinrichtung Regina-
Protmann-Straße
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Beschlussvorlage
23559 Zeichen
V/0060/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtung an der Regina-Protmann-Straße Beratungsfolge 01.03.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 14.03.2017 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 22.03.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 22.03.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte zweigruppige Kinder- tageseinrichtung an der Regina-Protmann-Straße im Stadtbezirk Kinderhaus dem Kinder- und Ju- gendhilfeträger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V. (siehe Begründung zu Ziffer 3). Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Frühjahr 2018. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leis- tungsvereinbarung) zwischen dem Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V. und der Stadt Münster getroffen. Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor Arning (Vermieter) und dem Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V., getroffen. II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen). Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Regina-Protmann-Straße betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen Vorlagen-Nr.: V/0060/2017 Auskunft erteilt: Frau Eschert, Frau Kratz-Trutti Ruf: 492-5616 E-Mail: EschertM@stadt-muenster.de Datum: 15.02.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0060/2017 für März bis Dezember 2018 = 330.000 € für 2019ff. = 402.000 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. Anteil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00 % 55,00 % 9,00% 4,00% 5,00% 60,00% März-Dezember 2018 2019 Träger Trägeranteil Städtischer Anteil gesamt Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ gesamt Angebot Stadt (erfor- derlicher Zuschuss) Angebot Stadt (erfor- derlicher Zu- schuss) 5 6 7 5 6 7 ASB 13.200,00 € 16.500,00 € 198.000,00 € 16.080,00 € 20.100,00 € 241.200,00 € Aufwendungen HH (91%) 300.300,00 € Aufwendungen HH (91%) 365.820,00 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0184/2016 bereitgestellt. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0184/2016 beschlossen: Diese Kindertageseinrichtung beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsb e- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Mög- lichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. - 3 - V/0060/2017 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 07.12.2016 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 02.01.2017 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich erfolgte eine Pressemitteilung am 09.12.2016. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 09. und 12.01.2017 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 31.01.2017. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V., Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen 1 bis 3 zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgenden Kriterien geführt. Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung, Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger. Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) müssen Träger hohe Anforde- rungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung erfüllen. Die Kenntnis der Anforderungen an frühkindliche Pädagogik, das Vorhalten von qualifizierter Fachberatung und die Flexibilität zwischen mehreren Einrichtungen (z. B. Personalflexibilisierung bei Ausfallzeiten etc.) sind heute wichtige Voraussetzungen, um diese gesetzlichen Standards erfüllen zu können. Für den Betrieb einer Einrichtung ist das Vorhalten aktueller Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Kriteri- um. Bei Trägern, die bereits Kitas in Münster betreiben, liegen zusätzlich Rückmeldungen von Eltern vor. Erfahrungen in der Kooperation mit dem Träger liegen dem öffentlichen Jugendhilfeträger ebenfalls vor. Kriterium: Fachliches Konzept Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung, Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten. Fachliche Konzepte, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen und einem umfassenden Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag ausrichten, sind Grundvoraussetzungen für den Be- trieb einer Einrichtung. Aussagen wie z.B. zu Möglichkeiten von flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten oder aber Erfah- rungen eines Trägers in diesem Bereich ermöglichen Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fließen als Entscheidungskriterium mit ein. - 4 - V/0060/2017 Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen Bereitschaft, die Arbei t an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berüc k- sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten, Kooperationsbezüge und Verne tzungsbestrebungen im Stadtteil und zu anderen Profess ionen (z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen u.a. ), Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote. Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen ermöglichen die Nutzung von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung erhöhen (siehe auch Wirtschaftlichkeit). Stadtteilbezogene Angebote werden bedarfsgerecht ausgebaut und weiterentwickelt, wenn die Akteu- re des Stadtteils sich hierzu entsprechend regelmäßig vernetzen. Vernetzung kann u.a. in Stadtteilar- beitskreisen oder auch Familienzentren erfolgen. Bereits vorhandene Erfahrungen in der Konzeptentwicklung von Kitas zu Familienzentren verdeutli- chen ergänzend ein hohes Interesse im Bereich der Vernetzung. Kriterium: Wirtschaftlichkeit Verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung. Unter dem immer aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster sind Aussagen zur Höhe des zu erwartenden Trägeranteiles ein Kriterium zur Entscheidung für einen Träger. Daneben entstehen Synergien in diesem Bereich bei Trägern, die mehrere Kitas in Münster betrei- ben. Dann können beispielsweise gemeinsame Fortbildungen und Fachberatungen der Erzie- her*innen vor Ort stattfinden. Im Krankheitsfall von Erzieher*innen können hohe Vertretungskosten vermieden werden (KiBiz-Budget). Personal kann flexibel eingesetzt werden. Vorhandene Synergien können finanziell einen Ausgleich zu nominal höheren Trägeranteilen bieten. Kriterium: Migration Bereitschaft, die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im pädagogischen Alltag zu begleiten, Aussagen zu den konzeptionellen und inhaltlichen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Ki n- dern und Eltern mit Migrationshintergrund, Aussagen zu personellen und sprachlichen Ressourcen und der Zusammenarbeit mit Kooperat i- onspartnern zum Thema Migration. Der Zuzug von Migranten stellt auch an Träger von Kindertageseinrichtungen besondere Anforderun- gen. Sprachliche Barrieren müssen gemeistert werden, schnelle und kompetente Betreuungs-, Bera- tungs- und Unterstützungsmaßnahmen erarbeitet und ein bestehendes oder zu entwickelndes Netz- werk etabliert werden. Träger, die bereits Erfahrungen, Konzepte und Personal für dieses Segment haben, können qualifiziert und gut auf den Bedarf reagieren. V/0060/2017 3.2. Detaillierte Übersicht über die trägerbezogene Kriterienerfüllung Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e.V. 1. Kriterium: Referenzen 2. Kriterium: Fachliches Konzept 3. Kriterium: Synergien im Stadtteil 4. Kriterium: Wirtschaftlichkeit 5. Kriterium: Migration Kitas in Münster Kita Carlo-Schmid- Weg in Kinderhaus ab Frühjahr 2017 Rückmeldungen der Eltern Keine, da in Münster noch nicht tätig Kooperation mit der Stadt Münster Zurzeit keine Ref e- renzen in Münster. Bisher gute Zusa m- menarbeit im Träge r- kontakt Fachliche Ausrichtung Alle fachlichen Anforderungen werden im Konzept darge- stellt. Schwerpunkt Ernährung wird weitergeführt Öffnungszeiten Regelöffnungszeiten: 7:00-16:30 Uhr Randzeiten und flexible Ang e- bote Bei Bedarf Erweiterung auf 06.00-20.00 Uhr denkbar Kooperation Kita und Schule Erste Kontakte mit Grundschu- len und Berufskollegs sind aufgebaut Kooperationsbezüge im Stadt- teil und Einbeziehung ge- wachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil Synergien im Zusammenhang mit der Kita Carlo-Schmid- Weg in Kinderhaus Kita soll als Dependance ge- führt werden ASB geführte Sozialstation in Kinderhaus Weiterentwicklung der stadt- teilbezogenen Angebote Der ASB strebt eine Weiter- entwicklung von Angeboten an, er beteiligt sich bereits an Stadtteilarbeitskreisen und vernetzt sich in Kinderhaus Trägeranteil 4 % Synergien durch Gemeinsame Fortbildungen für Erzieher*innen durch zwei- te Kita am Standort Kinder- haus Vermeidung hoher Vertr e- tungskosten im Krankheit sfall von Erzieher* innen (KiBizbu d- gets) durch flexiblen Pers o- naleinsatz Erfahrungen und Konzeptio- nen Der ASB hat es sich zur Auf- gabe gesetzt, bei der Integra- tion anderer Kulturkreise aktiv mitzuwirken Es bewerben sich auch Men- schen mit Zuwanderungsge- schichte beim ASB, dadurch multikulturelle Erzieherteams Ein Bundesprogramm zu in- terkulturellen Themen wird für Sozialarbeiter*innen durchge- führt und kann bei Bedarf auf Erzieher*innen übertragen werden - 6 - V/0060/2017 Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH 1. Kriterium: Referenzen 2. Kriterium: Fachliches Konzept 3. Kriterium: Synergien im Stadtteil 4. Kriterium: Wirtschaftlichkeit 5. Kriterium: Migration Kitas in Münster Sieben Kitas Rückmeldungen der Eltern Gute Rückmeldung der Eltern Kooperation mit der Stadt Münster Gute Erfahrungen in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster Fachliche Ausrichtung Alle fachlichen Anforderungen werden im Konzept dargestellt. Ausbau von Familienbildung, Zusammenarbeit mit Pädquis (einem pädagogischen Quali- täts- Informationssystem) Konzept mit Reggiopädagogik Öffnungszeiten Regelöffnungszeiten: 07:00-17:00 Uhr Randzeiten und flexible Ang e- bote Träger bietet Modellprojet Ext- raZeit und FlexiZeit an. Bun- desprogramm KitaPlus soll angeboten werden Diese Angebote sollen auch in den neuen Einrichtungen reali- siert werden (6:00-19:00 Uhr). Schließzeiten bzw. jährliche Öffnungszeiten nach Abstim- mung mit Elternbedarf Kooperation Kita und Schule Erfahrungen in der K ooperati- on sind vorhanden Kooperationsbezüge im Stadt- teil und Einbeziehung gewach- sener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil Synergien in Zusammenhang mit der Kita Erpho -Bogen und Meerwiese (Coerde) Weiterentwicklung der stadt- teilbezogenen Angebote Träger hat bereits mehrere umfangreiche Konzepte zur Weiterentwicklung von Kitas zu F amilienzentren entwickelt und strebt weitere Entwicklu n- gen oder Mitarbeit im Ve rbund an Mitarbeit in Stadtteilarbeit s- kreisen wird durchgeführt Trägeranteil 1 % Synergien durch Gemeinsame Fortbildungen für Erzieher*innen und Fachberatung vor Ort Vermeidung hoher Vertr e- tungskosten im Kran kheitsfall von Erz ieher*innen (KiBi z- budgets) durch flexiblen Pe r- sonaleinsatz Erfahrungen und Konzeptio- nen Es liegen Erfahrungen durch den Betrieb von Landes- und kommunalen Flüchtlingsunter- künften vor. Diese Erfahrun- gen werden für die praktische Arbeit in der Kita genutzt Personal zur Sprachförderung ist vorhanden (auch Gebär- densprache) Es bewerben sich auch Men- schen mit Zuwanderungsge- schichte beim DRK, dadurch multikulturelle Erzieherteams Teilnahme am Programm Grenzgänger - 7 - V/0060/2017 Kleine Riesen Nord gGmbH 1. Kriterium: Referenzen 2. Kriterium: Fachliches Konzept 3. Kriterium: Synergien im Stadtteil 4. Kriterium: Wirtschaftlichkeit 5. Kriterium: Migration Kitas in Münster Kita Willingrott und Kita Hermannschule in Münster ab 2017/2018 Der Träger ist in an- deren Regionen als Kitaträger bekannt und hat gute Refe- renzen Bundesweit 21 Kitas, daher Erfahrungen auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung Rückmeldungen der Eltern Keine, da in Münster noch nicht tätig Kooperation mit der Stadt Münster Zurzeit keine Ref e- renzen in Münster. Bisher gute Zusa m- menarbeit im Träge r- kontakt Fachliche Ausrichtung Alle fachlichen Anforderungen werden im Konzept darge- stellt. Der Träger wird die Fachberatung in Köln zum Aufbau der Kita in Anspruch nehmen Öffnungszeiten Bedarfsgerechte Regelöff- nungszeiten nach Wunsch der Eltern Randzeiten und flexible Ang e- bote Flexible Angebote nach Ab- sprache mit Eltern möglich, ExtraZeit bei Bedarf Kooperation Kita und Schule Kooperation mit Schulen in Kinderhaus wird angestrebt Kooperationsbezüge im Stadt- teil und Einbeziehung ge- wachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil Träger will sich aktiv im Stadt- teil beteiligen. In Städten mit Kitas gut vernetzt und Koope- rationen insbesondere mit Kitas, Familienbildungsstätten und Schulen Weiterentwicklung der stadt- teilbezogenen Angebote Träger strebt die weitere Ent- wicklung von Kooperationen im Stadtteil an Trägeranteil 4 % Synergien durch Münster als neuer Kitastand- ort, Interesse an mehreren Kitas in Münster zur intensiven einrichtungsübergreifenden Kooperation mit den Kitas Hermannschule und Willingrott Gemeinsame Fortbildungen für Erzieher*innen Vermeidung hoher Vertr e- tungskosten im Krankheit sfall von Erzieher* innen (KiBizbu d- gets) durch flexiblen Pers o- naleinsatz Erfahrungen und Konzeptio- nen Der Träger hat es sich zur Aufgabe gesetzt, bei der In- tegration anderer Kulturkreise aktiv mitzuwirken Es bewerben sich auch Men- schen mit Zuwanderungsge- schichte bei Kleine Riesen Nord, dadurch multikulturelle Erzieherteams Erfahrungen mit Migration sind in den bundesweiten Kitas vorhanden. Ein Migrations- konzept für eine Modelleinrich- tung wurde erstellt V/0060/2017 3.2.1. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 4,00% 5,00% 60,00% DRK 1,00% 8,00% 63,00% Kleine Riesen 4,00% 5,00% 60,00% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Regina -Protmann-Straße betra- gen ab 2019ff. 402.000 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/ Freiwilliger städt. Zuschuss/ Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2019 ff Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ gesamt Angebot Stadt (FWZ) % € % € % € 5 6 7 ASB 4,00% 16.080,00 5,00% 20.100,00 60,00% 241.200,00 DRK 1,00% 4.020,00 8,00% 32.160,00 63,00% 253.260,00 Kleine Riesen 4,00% 16.080,00 5,00% 20.100,00 60,00% 241.200,00 Es hat sich kein Träger beworben, der den vollen gesetzlichen Trägeranteil von 9% aufbringen kann. Mit jeweils 4% haben die Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V. und Kleine Riesen Nord gGmbH den höchsten Anteil am Trägeranteil angeboten. Der Träger DRK Sozi- alwerk gGmbH bietet 1 % an. Synergieeffekte Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen. Synergieef- fekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu sehen. Bezogen auf die Kindertageseinrichtung an der Regina-Protmann-Straße sind Synergien insbesonde- re durch die räumliche Nähe folgender Träger gegeben: - 9 - V/0060/2017 - Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V. zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Carlo-Schmid-Weg in Kinderhaus, - DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen Erpho- Bogen in Mitte und Meerwiese in Coerde, - Kleine Riesen Nord gGmbH hat die Trägerschaft für die Kita Willingrott in Handorf und Hermann- schule in Mitte übernommen. Diese Einrichtungen entstehen noch. Räumliche Synergieeffekte ergeben sich ab Inbetriebnahme der Einrichtungen. Damit bietet der Träger DRK Sozialwerk gGmbH umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster. Die Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V. und Kleine Riesen Nord gGmbH bieten Synergieeffekte durch neu entstehende Trägerschaften. 4. Gesamtbewertung Der Träger DRK Sozialwerk gGmbH ist in Münster als Träger von Kindertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Er hat umfangreiche Konzepte vorgelegt, die die fachliche Tätigkeit darlegen. Zusätzlich verfügt der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH bereits über Erfah- rungen im Bereich der flexiblen Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit und FlexiZeit. Die Träger beteiligen sich in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien an der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster. Die Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e. V. und Kleine Riesen Nord gGmbH sind bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Die Träger betreiben aber in anderen Städten bere its Kindertageseinrichtungen und sind als freie Träger der Jugendhilfe anerkannt. Die Träger haben Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausric h- tung darlegen. Migration ist für die Träger ein natürlicher Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellun g in einer Kindertageseinrichtung. Beide Träger bieten mit 4 % den höchsten Trägeranteil an. Unter dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster ist dieser hohe Trägeranteil, in Verbindung mit den umfassend erfüllten K riterien der pädagogischen Konzepte, entscheidungsleitend für die Vergabe der Trägerschaft der Kita an der Regina-Protmann-Straße. 5. Fazit Die Verwaltung s chlägt daher abschließend vor, dem Träger Arbeiter Samariter Bund, Regiona l- verband Münsterland e . V. die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Regina - Protmann-Straße, zu übertragen, da der Träger die Einrichtung als Dependance (2 Gruppen) zur Kindertageseinrichtung am Carlo-Schmid-Weg (4 Gruppen) führen will. Dadurch ergeben sich zusätz- - 10 - V/0060/2017 liche Synergien in der Finanzierung und im pädagogischen Konzept. Beide Kitas liegen im Stadtteil Kinderhaus. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus drei Bewerbern un ter Würdigung der Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Dabei ist nicht nur ein Kriterium ausschlagg e- bend gewesen, sondern auch die standort - und trägerbezogene Auswertung der Kriterien. Mit dem Vorschlag der Verwaltung wird weiterhin eine Trägervielfalt in Münster sichergestellt. I. V. gez Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger 1. Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland, Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 2. Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster 3. Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen
Anlage 2.1 Angebot DRK
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DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Münster, 26.01.2017 Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Münster-Kinderhaus, Regina-Protmann-Straße Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Frau Pohl, für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am 11.01.2017 herzlichen Dank. Die DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH ist gerne bereit, die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Regina-Protmann-Straße in Münster- Kinderhaus zu übernehmen und einen Trägeranteil von 1 % zu leisten. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Gudri Geschäftsführerin Anlage Pädagogische Konzeption Deutsches Rotes Kreuz Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Tel. 0251 37880 Fax 0251 37 88 55 www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Geschäftsführerin Gudrun Sturm Tel. 0251 / 37 88 27 Fax 0251 / 37 8855 g.sturm@DRK-muenster.de Vorsitzender des Aufsichtsrates: Werner Kampmann Handelsregister HRB 14637 ‚Amtsgericht Münster IBAN DEO4 400501500000551432 BIC WELADED1MST
Anlage 3.2 Konzept Kleine Riesen
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Anlage 1.1 Angebot ASB
1576 Zeichen
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hier und jetzt. u OD
Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband
ASB-RV Münsterland e,V. : Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster “
Münsterland e.V.
Stadt Münster
Gustav-Stresemann-Weg 62
Amt für Kinder, Jugendliche un Past 48155 Münster
“ Zentrale: 0251/2897-0
Hafenstraße 30 Fax. 0251/2897 - 219
Ü Verwaltung: 0251 / 2897 - 100
48153 Münster Fax: 0251 / 2897 - 119
i Mail: info@asb-muenster.de
\ Internet: www.asb-muenster.de
Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
51 12 0022 0251-2897-301 26.01.2017
Sehr geehrte Damen und Herren,
bezugnehmend auf unser Gespräch vom 12.01.2017 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir
unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung
Regina-Protmann-Straße aufrechterhalten.
Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 4%
zu übernehmen.
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl
gerne zur Verfügung. |
Freundliche Grüße
<
Dirk
Geschäftsführer
|
|
Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00 |
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST /1BAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 |
Steuernummer: 336 / 5754/4041 - IK-Nummer: 500 552 690 " MIERED] (N)
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Vorstand ($ 26 BGB}: Andre Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder {steilv. Vorsitzender), IMBARITA SCHEN
Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt)
- eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -
Anlage 3.0 Deckblatt Kleine Riesen
49 Zeichen
Anlage 3 Bewerbungs- unterlagen Kleine Riesen
Anlage 3.1 Angebot Kleine Riesen.pdf
1530 Zeichen
63 [EI ” Kleine
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Bilinguale Kindertagesstätten Kindertagesstätten
Kleine Riesen Nord gGmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen
EINSCHREIBEN-EINWURF
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
48127 Münster
Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum
(0711) 35 116 40, J. Wähler 24.01.2017
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger der Kindertagesstätte
in der Regina-Protmann-Straße
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte in der Regina-Protmann-Straße aufrechterhalten.
Da sich schon bald zwei andere kleine Kitas in Münster in unserer Trägerschaft befinden werden, ist es
für uns wichtig mehr Gruppen zwecks einer intensiven Einrichtungsübergreifenden Kooperation zu
schaffen.
Einen Eigenanteil in Höhe von 4% können wir sicherstellen.
Bei Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung und verbleibe mit freundlichen Grüßen
U
Jelena Wahler
Geschäftsführerin
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen | Teiefon: 0711) 35 116.40 | Telefax: (0711) 35 116417 | www,.littlegiants.de { info@fittiegiants.de
Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahfer, MBA {Duke} | Dipl.-Ing, Peter Wahler, MBA (Duke)
Sitz der Gesellschaft | Esslingen am Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG | BLZ 611 901 10 | Konto 244.028 001 | IBAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 | BICGENODESIESS
Anlage 2.0 Deckblatt DRK
39 Zeichen
Anlage 2 Bewerbungs- unterlagen DRK
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Regina-Protmann-Straße 1
- Zumsandestraße 25
- Hafenstraße 30
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Carlo-Schmid-Weg
- Willingrott
- Kinderhaus 2
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0060/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.01.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37