V/0824/2016
Förderung Musikschularbeit (Produktgruppe 0403 Westfälische Schule für Musik und Förderung der Stadtteilmusikschulen)
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Beschlussvorlage
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V/0824/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Westf. Schule für Musik Betrifft Förderung Musikschularbeit (Produktgruppe 0403 Westfälische Schule für Musik und Förderung der Stadtteilmusikschulen) Beratungsfolge 29.11.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 30.11.2016 Kulturausschuss Vorberatung 07.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 14.12.2016 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat nimmt den ersten gemeinsamen Bericht der fünf öffentlichen Musikschulen Münsters zur Kenntnis 2. Die Förderung der Musikschularbeit wird durch die Verlängerung der Gültigkeit der F i- nanzformel um weitere drei Jahre (2017 bis 2019) fortgeführt. Die Basis ist die Förde r- summe des laufenden Jahres 2016. 3. Es werden 2017/2018 zwei Module des QM (Qualitätssicherungssystem) des VdM (Ve r- band deutscher Musikschulen) implementiert und gemeinsam durch die Westfälische Schule für Musik und die Stadtteilmusikschulen in Anspruch genommen. II. Finanzielle Auswirkungen: Die Beschlüsse 1 und 2 führen zu keinen zusätzlichen Kosten und Folgekosten. Die Aufwendungen aufgrund des B eschlussvorschlages Nr. 3 betragen in 2017 und 2018 insgesamt 10.000 € und werden aus dem Budget der Produktgruppe 0403 (Westfäl i- sche Schule für Musik und Förderung der Stadtteilmusikschulen) in Anspruch g e- nommen. Vorlagen-Nr.: V/0824/2016 Auskunft erteilt: Herr Rademacher Ruf: 9 81 03 12 E-Mail: Rademacher@stadt-muenster.de Datum: 26.09.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0824/2016 Begründung: Zu 1) Die Steuerungsgruppe zur Förderung der kommunalen Westfälischen Schule für Musik und der vier Stadtteilmusikschulen in freier Trägerschaft haben 2016 den ersten gemeinsamen Bericht zur Förderung der fünf öffentlichen Musikschulen erstellt (Anlage 1). Der Bericht enthält Vereinbarungen zur Verlängerung der Finanzformel für die Jahre 2017 bis 2019 und die Herausforderungen für das Schuljahr 2016/2017 . Darüber hinaus sind die zentralen Themenfelder 2015 Bestandteil des Berichts. Zu 2) Die mit der Vorlage V/0077/2011 beschloss ene Finanzformel, gedacht als Grundlage für die Förderung der kommunalen Westfälischen Schule für Musik und der vier Stadtteilmusiksch u- len in freier Trägerschaft, hat sich nicht nur für die zunächst geplanten Jahre 2011 bis 2013, sondern auch – wie in der Vorlage V/0795/2013 bekräftigt – in den Jahren 2014 bis 2016 als tragfähige Grundlage für ein Münster -spezifisches Musikschulangebot erwiesen. Im Interesse einer sich weiter stetig verbessernden Zusammenarbeit der fünf Musikschulen soll auch für die folgenden drei Jahre an dem Schlüssel für die Verteilung der Z uschüsse festgehalten werden. Darauf haben sich die Musikschulen gemeinsam verständigt. Andererseits erwarten die M u- sikschulen in Zukunft eine Dynamisierung des städtischen Zuschusses, die sich an der Perso- nalkostensteigerung orientiert. Ausgenommen von der Finanzformel sind bei der Westfälischen Schule für Musik die im Haushaltsplan bereits berücksichtigten Anpassungen in Zusammenhang mit vorab budgetie r- ten Personalkosten und Sondermitteln für zentrale Aufgaben wie „Jugend musiziert“ Regional- und Landeswettbewerb, WDR3 -Klassikpreis der Stadt Münster sowie mit Landes - und Bun- desmitteln sowie sonstigen Drittmitteln geförderte Projekte wie JeKits, JEKISS, „Kultur macht stark“ oder Jugendakademie. Zu 3) Auf dem Wege zu einer Angleichung und zur Selbstvergewisserung der Erfüllung gemeins a- mer Qualitätsmaßstäbe wollen die fünf öffentlichen Musikschulen Münsters gemeinsam eine Fortbildung mit dem V erband deutscher Musikschulen zu den Qualitätsmodulen „Le istungsbi- lanz, Ressourcen und Partnerschaften“ sowie „Qualität und Unterricht“ durchführen. Die Ko s- ten von 10.000 € für Konzeptentwicklung und Absprachen, insgesamt vier Schulungstage, Do- kumentenanalyse für zwei Module, Dozenten -Reisekosten und die Teilneh merzertifikate kön- nen aus den jeweiligen Etats der Stadtteilmusikschulen allerdings nicht übernommen werden und werden von der Westfälischen Schule für Musik in 2017 und 2018 aus der Produktgruppe 0403 (Westfälische Schule für Musik und Förderung der Stadtteilmusikschulen) finanziert. I.V. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: (1) 1. Gemeinsamer Bericht der fünf öffentlichen Musikschulen zur Förderung der Musikschularbeit (2) Schülerzahlen der Musikschulen 2011-2015 (3) Musikschul-Zuschüsse 2016 - 3 - V/0824/2016 (4) Kurzfassung Verhaltenskodex der Stuttgarter Musikschulen (5) Auszüge aus Programmheft und Presseschau des Musikschulkongresses 2015
Anlage 1 Bericht zur Zusammenarbeit
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Anlage 1 zur Vorlage V/0824/2016 vom 03.11.2016 Erster gemeinsamer Bericht der 5 öffentlichen Musikschulen Die Steuerungsgruppe zur Förderung der kommunalen Westfälischen Schule für Musik und der vier Stadtteilmusikschulen in freier Trägerschaft haben 2016 den ersten gemeinsamen Bericht zur Förderung der fünf öffentlichen Musikschulen erstellt. Der Bericht enthält Vereinbarungen zur Verlängerung der Finanzformel für die Jahre 2017 bis 2019 und die Herausforderungen für das Schuljahr 2016/2017. Darüber hinaus sind die zentralen Themenfelder 2015 Bestandteil des Berichts. Vereinbarung: Fortsetzung der Finanzformel für die Jahre 2017 bis 2019 Die in der Vorlage V/0077/2011 beschlossene Finanzformel, gedacht als Grundlage für die Förderung der kommunalen Westfälischen Schule für Musik und der vier Stadtteilmusikschulen in freier Trägerschaft, hat sich nicht nur für die zunächst geplanten Jahre 2011 bis 2013, sondern auch – wie in der Vorlage V/0795/2013 bekräftigt – in den Jahren 2014 bis 2016 als tragfähige Grundlage für ein Münster- spezifisches Musikschulangebot erwiesen. Im Interesse einer sich weiter stetig verbessernden Zusammenarbeit der fünf Musikschulen soll auch für die folgenden drei Jahre an dem Schlüssel für die Verteilung der Zuschüsse festgehalten werden. Darauf haben sich die Musikschulen gemeinsam verständigt. Andererseits erwarten die Musikschulen in Zukunft eine Dynamisierung des städtischen Zuschusses, die sich an der Personalkostensteigerung orientiert. Herausforderungen für das Schuljahr 2016/2017 1.) Die Musikschulen werden einen Verhaltenscodex für ihre Lehrkräfte sowie Compliance–Empfehlungen für Kinder, Eltern und Lehrkräfte vorlegen, um sexuellen Missbrauch an Musikschulen zu vermeiden. (Beispiel siehe Anlage 4 der Vorlage V/0824/2016) 2.) Auf dem Wege zu einer Angleichung und zur Selbstvergewisserung der Erfüllung gemeinsamer Qualitätsmaßstäbe wollen die fünf öffentlichen Musikschulen Münsters gemeinsam eine Fortbildung mit dem VdM zu den Qualitätsmodulen „Leistungsbilanz, Ressourcen und Partnerschaften“ sowie „Qualität und Unterricht“ durchführen. Die Kosten von 10.000 € für Konzeptentwicklung und Absprachen, insgesamt vier Schulungstage, Dokumentenanalyse für zwei Module, Dozenten-Reisekosten und die Teilnehmerzertifikate können aus den jeweiligen Etats der Stadtteilmusikschulen allerdings nicht übernommen werden und werden von der Westfälischen Schule für Musik in 2017 und 2018 zur Verfügung gestellt. (Siehe 3. Beschlusspunkt der Vorlage V/0824/2016) 3.) Die größte Herausforderung besteht darin, angemessen auf die jüngste Rechtsprechung im Bereich der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit zu reagieren. In jüngster Zeit tendieren die Urteile dahin, die musikpädagogische Tätigkeit an einer Musikschule als grundsätzlich weisungsgebunden und lohnabhängig einzustufen und die Übernahme freier Mitarbeiter/-innen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu fordern. Diese Sichtweise hat sich in den letzten Jahren auch deshalb immer stärker durchgesetzt, da Lehrkräfte mehr und mehr – qualitativ und quantitativ – in Stunden- und Lehrpläne an allgemeinbildenden Schulen eingebunden sind und ein sinnvolles Unterrichten ohne verbindliche Vorgaben und Absprachen nicht möglich erscheint. Auch die für die Qualität der Musikschularbeit unverzichtbaren Zusammenhangstätigkeiten wie Unterrichtsvorbereitung, Elternberatung, Fortbildung, Wettbewerbsbegleitung, Prüfungs- und Konferenzteilnahmen sind mit Honorarkräften kaum zu vereinbaren. Viele Kommunen, wie z.B. Aachen haben darauf mit einer schrittweisen Übernahme freier Mitarbeiter/-innen in den TVöD reagiert. Auch für Münster – und hier für alle öffentlichen Musikschulen – sollte eine solche Regelung kalkuliert und zunächst für die Lehrkräfte in den besonders sensiblen Bereichen der Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen umgesetzt werden. Dies wäre ein erster Schritt zu einer Angleichung nicht nur der Unterrichtsqualität, sondern auch der Arbeitsbedingungen an den öffentlichen Musikschulen. Rückblick auf die zentralen Themenfelder im Jahr 2015 Musikschulkongress 2015 Wichtigstes Projekt der Zusammenarbeit war ein gemeinsamer und starker Auftritt aller fünf öffentlichen Musikschulen Münsters im Rahmen des Musikschulkongresses zum Thema Erbe-Vielfalt-Zukunft im Mai 2015 in Münster. Hier konnten die knapp 2.000 Mitwirkenden und Gäste des Kongresses eindrucksvoll erleben, wie vielfältig, zugangsoffen, qualitätsvoll und lebendig in Münster musikalische Bildung gestaltet wird. Schon vor Beginn wurden die eintreffenden Gäste mit Ensembles aller fünf Schulen begrüßt; außerdem stellten sich im Foyer der Halle Münsterland die Schulen mit ihrem spezifischen Profil auf Plakatwänden vor. Mit einem großen Bühnenprogramm vor der Lambertikirche wurde die münstersche Öffentlichkeit musikalisch auf den bundesweit beachteten Kongress aufmerksam gemacht. Höhepunkt und Top-Event war das gemeinsame Bühnenprogramm unter dem Motto „take 5“, in dem Ensembles aller Musikschulen einzeln und zum Schluss in einem „Mega-Ensemble“ ihr Können und ihre Spielfreude zeigten. Besonders dieser Auftritt erntete Begeisterung und Bewunderung der Gäste aus der ganzen Republik. Fortbildungen Durch die Öffnung der Musikschulen für neue Zielgruppen und durch die Einbindung in den Ganztag der allgemeinbildenden Schulen ergeben sich neue Herausforderungen für die Musikpädagogen der Musikschulen, besonders im Umgang mit größeren und heterogenen Gruppen. Hierauf sind die Musikpädagogen durch ihre Hochschulausbildung noch nicht adäquat vorbereitet. Die Musikschulen verständigten sich darauf, sich gegenseitig über ihre Fortbildungsangebote zu informieren und diese für Teilnehmende aller Schulen zu gleichen Bedingungen zu öffnen. Dem Thema Fortbildung, das bei der Zuweisung städtischer Zuschüsse nach Meinung der Schulleitungen zu wenig bedacht wird, wird somit eine höhere Priorität in der Arbeit der Musikschulen eingeräumt. Ensembles In der Ensemblearbeit, die für alle fünf Musikschulen integraler Bestandteil des Unterrichtsangebotes ist, sollen sich gerade die Spezial-Ensembles – wie sie es nicht in jedem Stadtteil geben muss – für Interessenten aller Schulen öffnen. Kopierlizenzen 2017 stehen die Vertragsverhandlungen des Verbandes deutscher Musikschulen e.V. (VdM) und der GEMA/ VG Musikedition zu den Kopierlizenzen an. Um den Lehrkräften Rechtssicherheit zu gewähren und um ein Signal für den Schutz des geistigen Eigentums zu setzen, wurde beschlossen, dass alle Musikschulen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen entsprechenden Vertrag mit der GEMA/VG Musikedition abschließen und diesen über eine entsprechende Erhöhung der Beiträge zu finanzieren. Vermeidung von Doppelangeboten in Stadtteilen und Schulen Die meisten der in den Jahren vor 2010 durch mangelnde Abstimmung entstandenen Doppelangebote in Stadtteilen und an einzelnen allgemeinbildenden Schulen wurden einvernehmlich neu geregelt. Über neue Angebotsformen, auch für neue Zielgruppen wie z.B. geflüchtete Menschen gibt es einen regen Austausch. Zusammenarbeit im Rahmen von „Jugend musiziert“ Sowohl bei der Auswahl von Räumlichkeiten als auch bei der Zusammenstellung von Ensembles sowie der Zusammenstellung von Jurys arbeiteten die Musikschulen verstärkt zusammen. Landes-/Bundesförderung Die fünf Musikschulen sprechen sich bei der Beantragung von Landes- /Bundesfördermitteln (wie z.B. JeKits/“Kultur macht stark“) ab und unterstützen sich gegenseitig in der Projektentwicklung. Verwaltungs-/Rechts-/Gebühren-/Organisationsfragen Im Rahmen der regelmäßigen Konsultationen findet ein intensiver Austausch zu Verwaltungs-/Rechts-/Organisationsfragen statt. Aufgrund unterschiedlicher struktureller Voraussetzung war eine vollkommene Angleichung von Gebühren und Entgelten noch nicht möglich, wohl aber eine weitgehende Harmonisierung.
Anlage 2 Schülerzahlen der Musikschulen
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Anlage 2 zur Vorlage V/0824/2016: Schülerzahlen der Musikschulen 2011 - 2015 Entwicklung der Schülerzahlen 2011 bis 2015 Musikschule Albachten Musikschule Nienberge Musikschule Roxel Musikschule Wolbeck Westf. Schule für Musik 2011 612 1.305 804 442 4.682 2012 599 1.447 803 465 4.960 2013 669 1.211 812 470 5.098 2014 651 1.182 807 453 6.925 2015 758 1.145 823 479 7.167
Anlage 5 Programmheft und Presseschau Musikschulkongress
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Mega-Ensemble setzt
den Schlussakkord
Spektakuläres Musikschulkongress-Finale
Von unserem‘
Mitarbeiter
Uhich Coppel
MÜNSTER, Spektakulär ging
. der dreitägige „Musikschul-
kongress” in der Halle Müns-
terland zu Ende. Harfenistir
H#va Bäuerle-Gölz stimmte
im ‚Kongressaal den Klassi-
ker ‚Take 5” an. „Der Titel
weist auf die fünf öffentlich
. geförderten münsterischen
Musikschulen .hin, aus
denen sämtliche Musiker
dieses Konzertes stammen”,
erläuterte Moderatarin Bar-
bara Overbeck. Am -Ende
spielten sogar alle gemein- ,
„sam im „Mega-Bnsemble”.
Unter der "Leitung von,
Thomas Rothkegel, Tor-Song
- Tanı und Jean-Claude Seferi-
“an stimmten sie mit zahlrei-
chen Dozenten der Westläh-
schen Schule für Musik so-
wie der Musikschulen Al-
bachten, Nienberge, Roxel
und Wolbeck die Klassiker
„New York, New York” und
„Non, je ne regrette rien” an.
Zuvor ‚groovte das Rock-
orchester Kinderhaus, be-
stehend aus Schülern der
weiterführenden Schulen
und der Westfälischen Schu-
le für Musik unter der Lei-
{ung von Rolf Schorfheide in-
Bob Dylans „Knockin’ On
Heavens Door” und „Mercy”
von Duffy. Das Westfälische
Jugend-Kammerorchester
unter Tor-Song Tan brillierte
mit Arvo Pärts sphärischem
„Cantus in Memoriam Ben-
jamin Britten”. Poppiger
klangen da der Albachtener
Chor „Return to Music” und
die Musicalwerkstatt Müns-
ter im Medley „Ich bin bei’
Buch ‘alle Tage“ aus TIL
Mendlers Musical „Mirjam",
Saxofon-Weltstar Molly
Duncan jazzte zusammen
mit der Big Band der Westfä-
lischen Schule für Musik.
unter der Leitung von Lars '
Motel „Pick up the Pieces“,
bis sich schließlich das wirk-
lich gigantische „Mega Rn-
semble” zum großen Finale
formierte.
Als Zugabe. gab es noch
einmal den Reißer „New
York, New York“, den übri-
gens Bassist Jürgen Knautz
von der Musikschule Wol-
beck speziell für das „Mega
Ensemble” eingerichtet hat-
te: Bs gab großen -Schlussap-.
plaus für den großen ge-
meinsame Auftritt,
Munteres Medley: Der Albachtener Chor „Return to Music"
und die Musicalwerkstatt Münster präsentierten es. Foto: -üke
AKtot-vı
Westfälische Nachrichten, 11. Mai..2015
Musikschüler aus Münster stellten am "Wochenende ihre vielfäl
die unterschiedlichen Auftritte vor der Lambertikirche,
Lust auf launige
ltige Arbeit bei zwei Konzerten vor. ‚Viel Beifal gab es für |
Foros: MATTHIAS AutkE |
usik
Musikschulen sorgten neben dem Köngressprogramm für Unterhaltung
MÜNSTER. Alle fünf Musik-
schulen in Münster, also
auch jene aus Albachten und
Wolbeck sowie die Westfäli-
sche Schufe für Musik, gaben
am Samstag ein Konzert vor
der Lambertikirche. „Münster
lässt hören“ lautete der Titel
und war Teil des'bundeswei-
ten Musikschulkongresses in
der Halle Münsterland.
Es war wohl der „Sound
des Instruments", der And-
reas Dieckmann zum Saxofon
brachte, Der Klang gefiel ihm
“schon, als er zehn Jahre alt
war. Für den Anfänger ging '
es. zur Musikschule - erst
spielte er Alt-Saxofon. Heute,
mit 32 Jahren, Tenor-Saxo-
fon, „Auch nach langer Zeit
ist Unterricht nicht überflüs-
sig“. sagt. er, Dieckmann hat
das Instrument im Koffer auf
den Rücken geschnallt. Seine
Mitmusiker von der ‘Musik-
schule Roxel machen . Platz
für den Auftritt der Big Band
Nienberge.
‚Wir Schulen wollen den
Leuten zeigen, was wir ma-
chen, und der Stadt, was wir
für sie leisten“, sagt Lars Mo-
tel, stellvertretender Leiter
der Westfälischen Schule für
Musik. Rund 10 000 Schüler
werden heute an den Musik-
schulen in Münster unterrich-
tet, davon rund 4000 in den
Stadıteilschulen. „Ein kleiner
Teil strebt eine professionelle
Laufbahn an“, erklärt Motel,
Für die meisten sei die Musik
Hobby.
Lust auf Musikunterricht
hatte auch Judith Laackman
schon als Zehnjährige. Heute
ist sie 20, studiert Soziale
Arbeit im dritten Semester
und steht gleich als Säugerin
von „Mixed Generations“ der
Nienberger Schule auf der
Bühne. Zum Programm gehö-
ren „Skyfall“ von Adcle und
Paul Epworth oder „The Tool
on the Hill“ von Santana. Vor
zehn Jahren begann ihre Aus-
bildung in klassischem Ge-
sang. Die Sopranistin hat zur-
zeit einmal pro Woche Unter-
richt. „Den Rest miacht man
zu Hause“, sagt sie: „Aufnah-
men durchhören oder die
eigene Gesangstechnik un
setzen.“
Mehr Schüler
Der Großteil der Musik-
schüler seien nicht Anfänger
im Kindesalter, sondern Be-
rufstätige, weiß 'Ihomas
Rothkegel, -
aus Roxel, Teils eben schon
mit jahrelanger Erfahrung:
|
|
A|
Big-Band-l. eiter | !
Und „die Musikschüler wer- '
den mehr“, merkt Lars Motel
von der Westfälischex Schule
für - Musik. an. „Mittlerweile
komiieri die Jüngeren eher
über. die" allgemeinbildenden
‘Schulen zu uns“, so Mötel,
„weil, wir dort unterrichten
oder Teamteaching anbieten.”
Apropos „Hobby“ -
„Zzeit”: Andreas ee
hat seinen Wehrdierist beim .
Luftwaffenmusikkorps absol-
. Aber er hat nur noch
eine Big-Band-Probe
stehit da vorne“, sagt er. und
zeigt auf Tochter Annika (),
die mit seiner Frau Katrin zu-
gehört hat,
. - Klaus Möllers
Münstersche Zeitung, 11. Mai 2015
Woche. „Der Grund“
| Gegenpol zur virtuellen Welt
‚Musikschulkongress blickt‘ erwartungsvoll in die Zukunft
sei
HE
De ee
LE
120 junge Sängerinnen und Sänger des Jekiss-Chores begrüßten die Gäste
kongresses in der Halle Münsterland,
-Joy- MÜNSTER. Zum Auftakt
des Musikschulkongresses in
Münster hatten die jüngsten
‚Sängerinnen und Sänger das
Wert. Der Jekiss-Chor
stimmte die rund 1500 Ron-
gressteilnehmer mit klaren,
. hellen Stimmen und Beiträ-
gen wie „Bs tönen die Lieder”
und „Happy” unter der Lei-
tung von Inga. Mareile Reu-
ther ‚auf das Tagungspro-
gramm ein. Reuther istübri-
gens die münsterische Er-.
finderin des buiidesweit er-
folgreichen müsikpädagogi-
schen. Jekiss-Programms,
‚das, wie die Abkürzung
schon sagt, „jedem Kind sei-
ne Stimme” geben möchte.
Als- Gastgeber in Münster
begrüßte der Direktor der‘
Westfälischen Schule „für
Musik und zugleich Vorsit-
zende des Verbandes deut-
scher Musikschulen, Ulrich '
Rademacher; (die Kongress-:
feilnehmer. Br zeigte sich zu-
nächst sichtlich berührt von
den Jekiss-Gesängen ‚und
weckte zugleich zusätzliche
Begeisterung: „Musik ist Le-
ben, schafft Leben, ermög- "
licht Leben, Wir leben von
und für Musik. Wir ermögl-
chen es Menschen aller Al-
tersgrüppen : und sozialen
Schichten, unser musikali-.
sches Erbe jeden Tag zu rieu-
em Leben zu erwecken.“
Münsters Oberbürger-
meister Markus Lewe wür-
digte die Musikschularbeit
als einen Teil der Stadtent-
wicklung. Sie greife auf: die
kulturelle Identität der Stadt
zurück und zeige in die Zu-
kunft. Sie ‚sorge gleichzeitig
für‘ Atmosphäre, die eine
Stadt wie Münster präge.
des Musikschul-
Als Diskutanten nahmen
dann der frühere Rektor des
‚Mozarteums in. Salzburg;
Reinhard von Gutzeit, Chris-
(ian Höppner als Vorsitzen- '
der des- Deutschen. Kulttirra-
tes und Ulrich Rademacher
auf dem Talk-Sofa Platz, um
die Bedeutung des Kongress-
mottos „Erbe, Vielfalt. Zu-
kunft” vom Grundsatz her zu
entfalten. - Ulrich Rade-
macher wagte dabei den
Blick irı die künftige Arbeit,
die moderne und mullirne-
diale Entwicklungen auf-
nehmen. und zugleich das
überlieferte Kulturgut Musik
pflegen müsse: „Als Gegen-
pol zur virtuellen und digita-
len Wirklichkeit können wir
eine Sehnsucht nach echtem
Material, nach Körper, nach
in Echtzeit handgemachten
Klängen feststellen,”
Westfälische Nachrichten, 09. Mai. 2015
Foto; Kerstin Relderich
17
Die einen debattieren, die anderen musizieren
‘Während die Lehrer beim deutschen Mu- ren” lautete das Motto des Konzertes auf
sikschulkongress in der Halle Müuster- dem Lambertikirchplatz. Gruppen der
land über Erbe, Vielfalt und Zukunft , fünf Musikschulen in Münster - hier die
ihrer Einrichtungen debattierten, zeigten Big Band aus Nieriberge — gaben Kost-
Schüler ihr Können. „Münster lässt'hö- proben, 13..Lökalseite Foto: Matthlas Ahlke
Westfälische Nachrichten, 11. Mai. 2015
Anlage 4 Kurzfassung Verhaltenskodex
16409 Zeichen
Anlage 4 zur Vorlage V/0824/2016:
Kurzfassung Verhaltenskodex der Stuttgarter Musikschule
‚Stuttgarter:Musikschule-® Rotebühlplatz 28 « 70173 Stuttgart » Telefon 0713:216-66220 « aaa zutterts mushechulege
Die Stuttgarter Musikschule -
ein geschützter Ort für Kinder und Jugendliche
Vorwort -
Der Kinder- und Jugendschutz genießt in unserer Stuttgarter Musikschule höchste Priorität. Wir alle
sind dem Kindeswohl der Schülerinnen und’Schüler verpflichtet. Dieser Kinderschütz.und dieses am
Wohl der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler orientierte Handeln und Denken sind ein
zentraler Wert in der musikalisch-kulturellen’ Bildungsarbeit an der Stuttgarter Musikschule. Auch
wenn wir uns alle dieser Verpflichtung bewusst sind und unseren Schutzauftrag tagtäglich mit.
Kompetenz umsetzen, ist eine Handreichung zum Umgang mit sexueller Diskriminierung oder
Übergriffen von besonderer Wichtigkeit. Eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der
gegenseitigen Wertschätzung ist der gesunde Nährboden für eine ungehinderte Entwicklung und \
Entfaltung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg des Erwächsenwerdens. |
Für uns als Beschäftigte an der Stuttgarter Musikschule bedeutet dies, dass wir uns jederzeit — ob im |
|
|
“ Unterricht oder in außerschulischen Begegnungen —unserer Vorbildfunktion bewusst sein müssen,
Die vorliegende Handreichung. soll dazu beitragen, uns allen Handlungssicherheit im Umgang mit
diesem schwierigen und wichtigen Thema zu geben - zum Schutz der Rechte von Kindern und
Jugendlichen!
Friedrich-Koh Dolge
Musikschuldirektor
Das Bundeskinderschutzgesetz ist am 01.01.2012 in Kraft getreten.
Ziele des Gesetzgebers sind:
* Dem Schutzbedürfnis der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, die außerhalb der
Familie, zum Beispiel in der Musikschule, ein Vertrauensverhältnis aufbauen
. Sensibilisierung und Aufbau von präventiven Maßnahmen
* Vorgehen bei Kindeswohlgefährdung (88a, SGB VII) festlegen! "
..* Ausschluss einschlägig.vorbestrafter Personen (872a, SGB VInl) '
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Verdachtsfälle von sexuellen Übergriffen und Gewalt . |
an Schulen und Institutionen der Jugendhilfe aufgedeckt. Laut dem 2012 in Kraft getretenen
Bundeskinderschutzgesetz sind die Schulleitung und die Lehrkräfte der Stuttgarter Musikschule
verpflichtet, Kinder und Jugendliche, die zu uns in unsere Musikschule kommen, vor Gewalt und
Übergriffen jeglicher Art zu schützen.
Wir sind davon überzeugt, dass unsere Schülerinnen und Schüler nur in einem Umfeld, das von
gegenseitigem Respekt und Wertschätzung des anderen geprägt ist, ihre Persönlichkeit frei
entfalten können.
Dies ist für die Stuttgarter Musikschule Anlass diese Handreichung zu erstellen. Mit ihr zeigen wir
auf, welche Schritte wir zur Prävention unternehmen und wie wir mit Verdachtsfällen umgehen.
Wenn Menschen miteinander in Beziehung treten, kommt dem Thema Nähe und Distanz eine
bedeutende Rolle zu. Die Schulleitung der Stuttgarter Musikschule setzt voraus, dass alle Lehrkräfte
der Stuttgarter Musikschule sich jederzeit - im Unterricht und bei Aktivitäten außerhalb des
Unterrichts- ihrer Rolle bewusst sind. Das gilt insbesondere in Bezug auf Nähe und.Distanz zwischen
ihnen und ihren Schülern. Sie haben für Ihre Schüler Vorbildfunktion.
Die Lehrkräfte sind verpflichtet, auf grenzverletzendes, distanzloses und sexualisiertes Verhalten
der Schüler untereinander zu reagieren. ö
Alle Mitarbeiter/-Innen der Stuttgarter Musikschule haben die Aufgabe, jedem Verdacht
unangemessenen Verhaltens.nachzugehen. Dafür benötigen wir einen professionellen Umgang mit
‚ Verdachtsfällen und praktikable Handlungsrichtlinien.
Fachlicher Unwissenheit und/oder persönliche Fehleinschätzung einer Lehrkraft wollen wir mit
Fortbildung, Supervision und klarer Dienstanweisung zur Wahrung eines fachlich adäquaten
Umgangs mit Nähe und Distanz begegnen.
Handlungsweisend ist immer das Kindeswohl. In Fällen in denen Lehrkräfte beschuldigt werden, ist
es Aufgabe der Schulleitung, entsprechend dieser Richtlinien durch rückhaltlose Aufklärung und
klare Positionierung zu intervenieren. Im Falle einer unrechten Beschuldigung ist es auch Aufgabe’
der Schulleitung die Lehrkraft ohne Einschränkung zu rehabilitieren.
„Die Stuttgarter Musikschule- ein geschützter Ort für Kinder und Jugendliche“ soll Ihnen als
Lehrkräfte Handlungssicherheit in Ihrem beruflichen Umfeld an der Musikschule vermitteln.
Die Schulleitung der Stuttgarter Musikschule will mit dieser Handreichung sicher stellen, dass die
Musikschule weiterhin ein Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche vor Übergriffen durch psychische,
körperliche und verbale Gewalt geschützt sind. . .
B
' 58a SGB Vill - Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung:
(4): In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten ist sicherzustellen, dass
- deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betroffenen
Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen, .
- bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweil erfährene Fachkräft beratend hinzugezogen wird sowie
« dig Erzichungsberschtigten sowie das Kind oder der Jugendliche In die Gelährdungseinschätzung einbezogen werden,
soweit hierdurch der wirksame Schütz des Kindes öder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird
ü „Handreichung für Schulen, Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Stuttgart Januar 2018. Herausgegeben
Baden Württernberg, Staatlichen Schulamt Stuttgart, hitp://www,schulami-stuttgart.de/site/pbs-bw-
new/get/documents/KULTUS. Dachmandant/KULTUS/Schulaemter/schulamt-stuttgar/pdl/20 1501. 20Handreichung.pdf
Hinsibschidrn
BVdM Eh . u STUfIGART |
Grundsätzliche Überlegungen
Pädagogisch unangemessene Grenzverletzungen können unabsichtlich verübt werden und/oder
resultieren aus fachlichen bzw. persönlichen Unzulänglichkeiten.
Grenzverletzungen beruhen nicht nur auf objektiven Kriterien, sondern ebenso auf subjektiven
Wahrnehmungen von Schülerinnen und Schülern. Zufällige und unbeabsichtigte
Grenzverletzungen lassen sich Im schulischen Alltag nicht vollkommen vermeiden. Wird sich die
Lehrkraft einer solchen Grenzverletzung, bewusst, ist es Ausdruck eines achtsamen Umgangs, sich ,
dafür zu entschuldigen und Wiederholungen zu vermeiden.
Übergriffe unterscheiden sich von Grenzverletzungen dadurch, dass sie nicht zufällig oder aus
Versehen passieren und nicht das Resultat einer fachlichen und/oder persönlichen
Unzulänglichkeit sind. Kennzeichnend Ist das Hinwegsetzen über gesellschaftliche und kulturelle
Normen, Regelungen der Schule und den Widerstand der Betroffenen. Sie sind Ausdruck einer
respektlosen, grenzüberschreitenden. Haltung den Schülern gegenüber.
. Risikoanalyse
Im Kollegium müssen wir uns Gedanken machen welche Situationen innerhalb unserer
Lehrtätigkeit Anlass für eine Gefährdung sein könriten und mit welchen Fragen wir uns
auseinandersetzen müssen, .
- Was gehört zu meiner Rolle? Welches Rollenverständnis habe ich? Ich bin nicht Freund,
Elternteil, Therapeut oder Partner. j -
- Was bedeutet das konkret für die Nähe und für die Distanz zu meinem Schüler? Pflege ich '
eine ausreichende professionelle Distanz zu meinen Schülern? :
" Wie trenne ich Beruf und Privatleben. Häufig gibt es in unserem Beruf auch Nahtstellen
beziehungsweise fließende Übergänge zwischen den Lebensbereichen.
- ‚Als Lehrkraft erwarte ich Respekt von meinen Schülern, Verhalte ich mich auch
respektvoll? Achte ich auf seclisch@ und körperliche Unversehrtheit beziehungsweise
Grenzen?
- Wie und wo setze ich als Lehrkraft die Grenzen, wenn ein Kind oder Jugendlicher
Körperkontakt oder über den Unterricht hinaus gehenden persönlichen Kontakt sucht?
- Welche Verhaltensweisen können als Grenzverletzung missverstanden werden?
. In welchen Situationen sollen sich Lehrkräfte besonders achtsam verhalten?
- Wie kommuniziere ich in sozialen Netzwerken und wie präsentiere ich mich dort? Wie viel
. Privates darf dort stattfinden (posten von privaten Fotos, Berichte über private
Aktivitäten)?
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- Wo.beginnen Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt? Kann ich meiner Wahrnehmung
trauen? Welche Formen pädagogischen Handelns sind förderlich und welche
. grenzverletzend?
Handlungsgrundsätze für die Mitarbeiter der Stuttgarter Musikschule
Berührungen sind im Musikschulunterricht fachlich notwendig. Das muss zu Beginn des
Unterrichtsverhältnisses mit den Eltern und dem Schüler thematisiert werden. '
= Auch als Lehrkraft dürfen wir eine Grenze setzen, wie nah wir den körperlichen und
persönlichen Kontakt zu unseren Schülern wollen, wenn die Initiative von den Schülern oder
deren Eitern ausgeht. .
Jm Falle von Berührungen müssen die Lehrkräfte auf kleinste Anzeichen von Widerstand
reagieren und diese von den Kindern und Jugencdllichen gesetzte Grenze respektieren. Es ist
dann die Aufgabe der Lehrkraft zusammen mit den Schüler/ -innen und/oder dem
Erziehungsberechtigten eine geeignete Kommunikation zur Vermittlung der Unterrichtsinhalte
zu finden.
Die Kleidung entspricht der Rolle des Lehrenden und ist der Unterrichtssituation angemessen.
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Unsere Sprache ist respektvoll und der Rolie des Lehrenden und der Unterrichtssituation
angemessen, - ö . “
” Wirsind uns unserer Rolle in den unterschiedlichen Situationen bewusst: als Lehrkraft im. .
Unterricht, als Aufsichtsperson bei Veranstaltungen, bei privaten Kontakten mit Schülern und b
deren Eltern.
Wir verhalten uns kultursensibel. So gibt es zum Beispiel i in unterschiedlichen Ländern und
Kulturen unterschledliche Begrüßungsrituale.
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Wie reagiere ich als Mitarbeiter, wenn ich einen Verdacht e einer Grenzverletzung
habe? - : .
Jeder Verdacht wird ernst genommen. Ihm wird mit aller Sorgfalt, wie im folgenden Verfahren
beschrieben, nachgegangen.
Da sexualisierte Gewalt und Ausbeutung kein einmaliger Vorgang ist und mit Wiederholung zu
rechnen ist, ist auch schon nach dem ersten Vorfall und bei vagem und erhärtetem Verdacht
zuerst an die Sicherheit des Kindes und Jugendlichen zu denken.
Bei vagem Verdacht geht es um die Klärung und Bewertung der Faktenlage und um Prüfung, ob
sich der Verdacht erhärtet:
Wer beobachtet, klärt die Faktenlage: die eigene Wahrnehmung, wird sortiert, Llegt eine
Grenzverletzung vor? Was ist von wem wann genau beobachtet worden? Was hat das beim
Wahrnehmenden ausgelöst?
Die verdächtigte Person wird nicht befragt.
“ Der Direktor der Stuttgarter Musikschule wird informiert, Zuvor können auch die
Bezirksleiter oder Fachbereichsleiter in Kenntnis gesetzt werden.
Bei.eindeutigen Vorfällen oder erhärtetem Verdacht erfolgt eine Meldung an den Direktor der
Stuttgarter Musikschule.
Der Direktor der Stuttgarter Musikschule übernimmt die Federführung und die Verantwortung
“über das Verfahren. Zu den Schritten des Verfahrens sehen Sie das Verfahrensschema in der
Anlage 1.
- Der/die Beschäftigte wird vom Direktor und einer hinzugezogenen Fachkraft zum Verdacht
befragt. j j
- Wird’ der Verdacht nicht entkräftet, sind weitere Aufklärungsschritte erforderlich.
- Die betreffende Lehrkraft wird so beschäftigt, dass sie nicht mehr auf das Kind/ den
Jugendlichen Einfluss nehmen kann,
- Alle Schritte des Verfahrens sind zu dokumentieren. Die Dokumente und Aufzeichnungen
werden so lange aufgehoben, wie sie zum weiteren (dienstrechtlichen} Verfahren benötigt
werden. Das Gleiche gilt für Beratungen ı und Entscheidungen der Dienststelle oder
Bereichsteitungen.
- Bei Hinweisen auf sexuelle Gewalt oder .Grenzverletzungen durch Fachkräfte tritt in der
Güterabwägung der Datenschutz. grundsätzlich hinter den Kinderschutz zurück.
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.. Parallel zu diesen Schritten wird das betroffene Kind/ der Jugendliche und seine.Familie.in
geeigneter Weise befragt, Hilfe, Beratung und Therapie angeboten, ggf. auch durch externe
Angebote.
Beratung und Hilfe bietet hier das Stuttgarter Kinderschutzzentrum an:
http://www. kisz- -stuttgart.de
- Die Folgen und Konsequenzen für die Musikschule werden geprüft und umgesetzt. Bei
unbegründetern Verdacht wird die Fachkraft angemessen rehabilitiert, Dafür sind die
Amtsleitung des’ ‚Kulturamtes, die Schulleitung sc sowie die jeweils zuständigen Bezirksleiter
verantwortlich.
Das Leitungsteam der Stuttgarter Musikschule benennt einen Beauftragten für Kinderschutz als
direkten Ansprechpartner für das Thema und nimmt das Thema regelmäßig auf die Tagesordnung
ihrer Sitzungen. -Besprochen werden einzelne Fälle, Aktualisierung der Präventionskonzepte sowie
die Durchführung von Maßnahmen wie zum Beispiel Fortbildungen Sensibilisierung um die
Thematik im Bewusstsein der Mitarbeiter präsent zu halten.
"Anhang:
"Beauftragte für Kinderschutz:'Uirike Fromm-Pfeiffer, Bezirksleitung Zuffenhausen.
Tel: 01520/ 9373 584, Mail: Ulrike. Fromm- Pfeiffer@stuttgart.de
Weitere Präventionsbausteine:
„Handreichung für Schulen, Vorgehen bei Verdacht auf.Kindeswohlgefährdung“, Stuttgart Januar
"2015. Herausgegeben Baden Württemberg, Staatlichen Schulamt Stuttgart
28. Juni 2016
Ulrike Fromm-Pfeiffer, Bezirksleitung Zuffenhausen
Dr. Andreas Jäger, Stv, Schulleiter
Jutta Braungart, Jugendamt
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Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
- Verdachtauf
Kindeswohlgefährdung liegt vor
Muslkschulinterne Abläufe
“beachten
5. „Die Stuttgarter Musikschule -
ein geschützter Ort"
Bel Bedarf
Anonyma
‚Beratung
Musikschuldirektorin regelmäßig informieren
und auf dem Laufenden halten
Einschätzung der Situatlon auf Grundlage Wer kann unmittelbar etwas
+ -— — verschiedener Quellen (Lehrkräfte, die im — zu dem Kind sagen? .
Kontakt mit dem Kind sind /waren) {Definition Kreis derer, die
einschätzen)
Keine welteren Handlungs-
verpflichtungen seitens der
> Lehrkräfte
. > Trotzdem weiter achtsam
sein!
Gibt es Anhaltspunkte für
° eine Kindeswohlgefährdung
'Anhaltspunkte, aber keine.
akute Kindeswohlgefährdung
Gewlchtige Anhaltspunkte für
elne akute Kindeswohlgefährdung
ISL
* Jugendamt
informieren!
Festlegen wer Verantwortung
trägt, Jugendamt zu informieren
Verantwortliche für
Erörterung mit Eltern
festlegen
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wNANUSZ-ZINUPSIBPUN] Jspregyns
SNAYIS USUJDZULS 15p voRejuawuınyog
Erörterung mit Eltern
Lösung mit Eltern im Sinne nein Keine Veränderung
des Kindeswohles gefunden (Gefährdung vorhanden)
—
Festlegen wer Verantwortung
trägt Jugendamt zu informieren
Jugendamt
Weiter achtsam sein! informieren!
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1
1
Anlage 3 Musikschulzuschüsse 2016
302 Zeichen
Anlage 3 zur Vorlage V/0824/2016: Musikschulzuschüsse 2016 Musikschulzuschüsse 2016: Albachten 139.710,36 € Nienberge 208.620,73 € Roxel 165.213,98 € Wolbeck 144.454,91 € Stadtteilmusikschulen 657.999,98 € plus Miete Roxel 5.730,00 € Transferleistungen 663.730,00 € Lt. Haushaltsplan
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Lambertikirchplatz
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0824/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.10.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37