V/0814/2012
Theaterbetrieb weiter optimieren - Qualität bewahrenAntrag an den Rat Nr. A-R/0033/2012 der SPD-Fraktion vom 19.06.2012
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Berichtsvorlage
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Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. DER OBERBÜRGERMEISTER Städtische Bühnen Betrifft Antrag an den Rat Nr. A-R/0033/2012 der SPD-Fraktion vom 19.06.2012 Beratungsfolge 22.11.2012 Kulturausschuss Bericht 12.12.2012 Hauptausschuss Bericht 12.12.2012 Rat Bericht Bericht: Der Antrag ist per Beschluss des Hauptausschusses am 19.09.2012 an die Verwaltung verwi e- sen worden. Gleiches gilt für den Antrag der CDU -Fraktion an den Rat Nr. A -R/0035/2012 vom 02.07.2012 „Mehr Kooperation wagen – ein Zukunftsbeitrag für städtische Theater“. Di eser Antrag wurde in der Ratssitzung am 19.09.2012 direkt in das weitere Beratungsverfahren verwiesen. Nachfolgend eine erste Stellungnahme mit Möglichkeiten und Optionen zu den verschi edenen Punkten des Antrags der SPD-Fraktion (Punkte jeweils vorangestellt): Zu 1) Es ist zu prüfen, inwieweit Aktionen wie der symbolische Verkauf von T heaterstüh- len bzw. Stuhlpatenschaften im Theater Münster durchgeführt werden können. Das Angebot von Stuhlpatenschaften ist grundsätzlich auch für das Theater Münster möglich. Vergleichbare Aktionen sind sowohl in einmaliger Art wie an den Wuppert aler Bühnen als auch als fortlaufendes oder „Dauerangebot“ in verschiedensten Häusern präsent, Staatstheater Cot t- bus, Bayerische Staatsoper usw. Die einmaligen Beträge (Spenden) variieren zwischen 250 Euro bis 1500 Euro je nach Größe des Theaters, Platzkat egorie usw. Als Entgegenkommen für die Paten sind von Einzelplaketten bis hin zu einer jährlichen Sonderveranstaltung, bei der jeder P a- te auf „seinem Platz sitzen kann“, üblich. Für das Theater Münster böte sich die angeregte Aktion im Zusammenhang mit der gepla nten Erneuerung der Bestuhlung im Großen Haus ab 2015 an. Vorlagen-Nr.: V/0814/2012 Auskunft erteilt: Frau Feldmann Ruf: 59 09 110 E-Mail: Feldmann@stadt-muenster.de Datum: 05.11.2012 Öffentliche Berichtsvorlage 2 Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. Zu 2) Es ist zu prüfen, ob durch die Vermietung der verschiedenen Räumlichkeiten des Theaters einschl. des Theatertreffs (an spielfreien Tagen) Einnahmen erzielt werden kö n- nen. Die verschiedenen Räumlichkeiten des Theaters: Großes und Kleines Haus, Oberes Foyer, Th e- atertreff und neu U2 werden bereits an spielfreien Tagen/Abenden ve rmietet. Es handelt sich hierbei sowohl um Gastspiele und Gastkonzerte als auch Literatur - und Kabarettveranstaltungen bis hin zu Firmen - und Geburtstagsempfängen. Die Vermietung wird entweder über eine Nu t- zungspauschale oder Einnahmeteilung abgerechnet. Die Zahl der Anfragen für das Große und das Kleine Haus im Besonderen übersteigt bereits heute die Anzahl der spielfreien Tage. Zu 3) Es ist zu prüfen, ob die von dem Theater Münster genutzten Immobilien (Theate r- werkstätten, Lagerräume) in dem Maß erforderlich sind und ob durch eine Optimierung Kosten zu reduzieren sind. Die Theaterwerkstätten (Schreinerei, Schlosserei, Dekoration/Polsterei, Malsaal, Kaschierwer k- statt sind im Jahr 1987 aufgrund der extrem beengten Verhältnisse aus dem Gebäude Neubr ü- ckenstraße 63 in den Stadtteil Roxel verlagert worden. Das Gebäude, Im Derdel 14, Nutzfläche 1.691 qm, ist städtisches Eigentum. In den Theaterwerkstä tten Roxel werden die Bühnenbilder für alle Produktionen des Theaters Münster hergestellt. Hinzu kommen Reparaturen und eventuelle Umarbeitungen für weitere Bü h- nenbilder. Die einzelnen Produktionsschritte zur Herstellung eines Bühnenbildes greifen vom A rbeitsablauf direkt ineinander und sind eng aufeinander abgestimmt. Logistisch und zeitlich werden die ve r- schiedenen Bühnenbildteile vom Grund -/Hauptaufbau in der Schlo sserei und der Schreinerei über die weiteren folgenden Gewerke wie Dekorationswerkstatt und Malsaal handwerklich herge- stellt. Das Zusammenfügen und die Endfertigung des Bühnenbildes, seiner Einzel - und Versatz- stücke muss und kann nur vor Ort in der zentralen Montagehalle geschehen. Es bleibt festzuhalten, dass die derzeitige Größe der Werkstätten(MitarbeiterInnen, Fläche, G e- werke) bei der Anzahl, dem Umfang und der Breite der Produktionen für alle Sparten des Theater Münster ein Muss ist. Gleichfalls ist es unabdingbar, dass aufgrund der logistischen Produktion s- abläufe alle Werkstätten unter einem Dach, in einem Gebäude vereint sind. Sicherlich wäre die Unterbringung aller Werkstätten im Theatergebäude selbst - Zustand bis 1987 – durch den Wegfall jeglicher Fahr- und Transportzeiten eine wesentliche Optimierung. Inwieweit die Theaterwerkstätten Herstellungs - oder Reparaturarbeiten/Aufträge für andere Ku l- tureinrichtungen bzw. Kooperationen eingehen könnten, wird separat geprüft. Ebenfalls im Stadtteil Roxel befinden sich die beiden Lagerhallen. Annashalle (angemi etet) Otto- Hahn-Str. 8, Nutzfläche 1.381 qm, und in der Pienersallee 58, ein städtisches Gebäude, Nutzfl ä- che 550 qm. Für alle genannten Gebäude sind entweder direkte Mieten (Annashalle) oder Mie t- werte im Rahmen der städtischen Lei stungsverrechnung aus dem Budget des Theaters Münster zu zahlen. In den beiden Lagerhallen in Roxel sind eingelagert: Normmater ialien für Bühnenbi l- der, Großrequisiten, Möbel und Stuhlbestände, komplette Bühnenbilder. Aus Sicht des Theaters wäre es wünschenswert, die Lagerräume oder zu mindest einen Teil dieser im The atergebäude Neubrückenstraße 63 selbst oder in unmittelbarer Nähe zu haben. Dieses würde die Fahr - und Transportzeiten erheblich verringern. Ähnliches gilt für die zurzeit in der Rudolf -Diesel-Straße 22 angemietete Probebüh ne, die sehr teuer und letztlich nur mit sehr vielen Abstrichen und Kompromissen zu b enutzen ist. Allerdings war in Münster kein anderer Raum zu finden. Von den beiden Büroetagen, die das Theater in einem Gebäude am Bült angemietet hatte, konnte eine Etage durch hausinterne Umstrukturi e- rung und entsprechende Baumaßnahmen zum Intendanzbeginn Peters aufgegeben werden. Die 3 Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. zweite aufzugeben wäre nur möglich, wenn die bereits in Planung vorliegende bauliche Erweit e- rung am Theater durchgeführt wird. Auf lange Sicht ergäbe sich hier einiges an Einsparpotenzial. Zu 4) Es ist zu prüfen, ob eine gemeinsame Einkaufsplattform mit anderen Theatern mö g- lich ist, um durch gemeinsame Einkäufe Kosten zu sparen. Das Theater Münster ist bereit und offen für eine gemeinsame Einkaufsplattform mit a nderen Theatern. Hierzu hat auch das im Mai 2011 vorgestellte Gutachten zu „Kooperationsmöglichke i- ten im nichtkünstlerischen Bereich zwischen den Stadttheatern in Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Oberhausen“, das im Auftrag des NRW -Kultursekretariats erstellt wurde, konkrete Empfehlungen aufgezeigt. Hierzu zählte die Einrichtung einer elek tronischen Einkaufsplattform der untersuchten Theater. Ggf. ist auch die Beteiligung we iterer Theater wie Osnabrück und Bielefeld sinnvoll. Das Theater Münster wird kurzfristig Kontakt zu den genannten Stadttheatern aufnehmen. Zu 5) Die Preisstruktur der Eintrittskarten ist zu überprüfen. Insbesondere sollte bei den teureren Eintrittskarten ab der Spielzeit 2013/14 eine Preiserhöhu ng vorgenommen we r- den. Die differenzierte Erhöhung der Eintrittspreise ab der Spielzeit 2013/14 ist eine der Ma ßnahmen im Rahmen des Handlungsprogramms 2012 - 2017. Die Preiserhöhungen sollen im Parkett Gr o- ßes Haus 20 % betragen, die Eintrittspreise in de n Rängen (1. -3. Rang) im Gr oßen Haus) und auf allen Plätzen im Kleinen Haus und sonstigen Spielstätten sollen um 10 % erhöht werden. Ggf. ist auch eine Differenzierung der Preiserhöhungen nach den einzelnen Sparten überlegen s- wert. In der derzeitigen Preiss truktur liegt das Theater Münster mit 30 Euro im Schauspiel als höchstem Eintrittspreis und 34 Euro im Musiktheater im NRW-Vergleich im Schauspiel im oberen Drittel, beim Musiktheater im unteren Drittel. Alternativ wäre auch an eine pauschale Erhöhung über alle Platzkategorien in allen Häusern/Spielstätten um 10 % zu denken; bei dieser Variante würden sich zwangsläufig die Mehreinnahmen pro Spielzeit verringern. Eine solche Preiserhöhung birgt natürlich durchaus die Gefahr, dass die Zuschauerzahlen z u- nächst ein wenig zurückgehen, zumal wenn sie jetzt vorgenommen wird, wo das Haus durch den Intendantenwechsel eine deutliche künstlerische Neuausrichtung erfährt. Zu 6) Es ist zu prüfen, ob die Vorgaben zu den Orchesterdiensten im Einvernehmen der Theaterleitung und dem Orchester im Interesse aller Beteiligten flexibler und praktikabler gestaltet werden können. Zunächst ist festzuhalten, dass das Theater Münster dem TVK unterliegt und die dort ausgehan- delte Flexibilität für Orchest er wie für Theaterleitung g ilt. Daher kann sich in diesem Bereich i m- mer nur inne rhalb des Tarifvertrages bewegt werden . Derzeit wird am Theater Münster bereits geprüft, ob sämtliche der Theaterleitung zur Verfügung stehenden Freiräume ausgenutzt sind (Dienstezählung, Ausgleichzeiträume u. ä.). Möglicherweise ergibt sich in diesem Bereich noch ein gewisses Einsparpotential. Zu 7) Es ist prüfen, inwieweit eine verstärkte Kooperation mit anderen Theaterwerkstätten (z. B. Osnabrück) sinnvoll ist und Einsparungen erbringen können. Siehe Anmerkungen zu Ziffer 3. Hinweis auf das in Ziffer 4 erwähnte Gutachten zu den sechs Stadttheatern im Ruhrg ebiet. Vom Ansatz her wurden für denkbar gehalten: Kapazitätssteuerung, Auslagerung an Private, eine g e- 4 Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. meinsame Werkstatt oder Netz von Werkstä tten. Gleichzeitig wurden die Modelle und Umse t- zungserfahrungen in Wien (Bundestheater -Holding GmbH) und Berlin (Stiftung Oper in Berlin) erhoben und vorgestellt. Als Hinderung sgründe in der Sache wurden sowohl die Entfernung und Transportkosten zwischen den verschiedenen Theatern und auch die unterschiedlichen Produ k- tionsbedingungen in den einzelnen Theaterwerkstätten benannt. Zu den konkreten Prüfergebni s- sen und dem möglichen Konsolidierungspotential wird das Theater Münster kurzfristig Gespräche mit einigen der genannten Theater führen. Zu 8) Es ist zu überprüfen, ob durch interne Erarbeitung (mit externer Moderation) zw i- schen der Theaterleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die technischen A b- läufe weiter optimiert und damit Kosten reduziert werden können. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters Münster und der Personalrat sind grundsät z- lich durch die Theaterleitung gebeten worden, Vorschläge zur Optimierung, Konsolidierung s o- wohl von Arbeitsabläufen als auch einzelner Etats zu geben. Die Einbeziehung einer externen Beratung und Moderation - zu welchem Zweck bzw. unter we l- chen Antragsoptionen auch immer – verursacht zusätzliche Kosten. Diese Ko sten sind derzeit nicht finanziert; aus dem Budget des Theaters Münster können sie nur zu Lasten anderer Positi- onen finanziert werden. Nicht nur mit Blick auf diesen Aspekt – sollte die Einbeziehung einer externen Ber a- tung/Gutachter vorab aus einer Kosten -Nutzen-Relation beurteilt werden. Hierbei ist zum einen zu berücksichtigen, dass die bei der letzten gutachterlichen Betrachtung der Stä dtischen Bühnen Münster(Theater Münster) aus Mai 2003 vorgelegten Ergebnisse grundsätzlich unverändert ge l- ten. Zum weiteren sind Gutachten zu anderen Theatern – siehe zuletzt das unter Zi. 4 erwähnte Gutachten, ihre Feststellungen – durchaus auf das The ater Münster übertragbar. Auch aus der Erfahrung heraus darf bezweifelt werden, dass mit weiteren externen Beratern tatsächlich neue Erkenntnisse gewonnen werden können, die über die oben geschilderten hinausgehen. Zu 9) Die Regelungen bezüglich der Vergabe von Frei - und Dienstkarten sollen überarbei- tet und restriktiver werden, um hierdurch möglichen Missbrauch zu vermeiden. Ab der Spielzeit 2013/14 soll die Gebühr pro Eintrittskarte für die sogenannten Ge bührenkarten für Betriebsangehörige des Theaters Münster(ein Heft pro Spielzeit für Betriebsangehörige mit 20 Gutscheinen à zwei Eintrittskarten) von 3 € pro Karte auf 6 € erhöht werden, Grundsätzlich werden alle Dienst -, Frei- und Ermäßigungskarten für Theater - und Konzertveran- staltungen nur nach der gültigen Dienstordnung abgegeben. Für die Zukunft wird die Theaterlei- tung diese Dienstordnung nach Möglichkeit restriktiver anwenden. Gez. gez. Dr. Hanke Stadträtin
Beratungsverlauf (3)
Orte (5)
- Pienersallee 58
- Neubrückenstraße 63
- Otto-Hahn-Straße 8
- Rudolf-Diesel-Straße 22
- Im Derdel 14
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0814/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.10.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37