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0853/2026

Köln-Katalog Bestand: Entwicklung von Bestandsquartieren

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 14.07.2026

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Anlage 4 Analysekarten

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Anlage 5 Beantwortung einer mdl. Anfrage aus dem Auschuss für Bauen und Wohnen vom 23.06.2026

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Anlage 3 Steckbriefe Gebietstypen

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Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2 Koeln-Katalog Bestand Bericht

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Anlage 4 Analysekarten

1165 Zeichen

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Legende 
Gebietstypen 
Kernstadt 
Innerstädtisches Veedel 
Kompaktes Veedel 
Aufgelockertes Veedel 
Veedelsrand 
Integriertes Veedel 
Zwischenstadt 
Suburbane Vorstadt 
Planstadt 
Gewachsene Siedlung 
Solitäre Siedlung 
Kleinteiliges Wohngebiet 
Stadtteil 
Lagetyp 
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CJ 
CJ 
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Zentrale Versorgungsbereiche 
Innerstädtische Transformationsgebiete 
Stand: 06.02.2026 
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Der Oberbürgermeister 
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Anlage 5 Beantwortung einer mdl. Anfrage aus dem Auschuss für Bauen und Wohnen vom 23.06.2026

2331 Zeichen

Anlage 5: Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Frau Blümel aus der 
Sitzung des Ausschusses für Bauen und Wohnen vom 23.06.2026 (0853/2026)- 
Ö 7.1 - betreffend "Köln-Katalog Bestand: Entwicklung von 
Bestandsquartieren" 
 
Frau Blümel bittet die Verwaltung die farbliche Darstellung der Siedlung Kölnberg im 
Gebietstyp „gewachsene Stadt“ in Meschenich zu prüfen. 
 
Antwort der Verwaltung 
 
Grundsätzlicher Hinweis zur Einteilung nach Gebietstypen 
Zur Einteilung der Gebietstypen wurden verschiedene Indikatoren zugrunde gelegt. Dazu 
gehören die Quartiersdichte, der statistische Mittelwert der Geschossigkeit, Anzahl 
Wohneinheiten/ Hektar, der Versiegelungsgrad, der Anteil Nutzungsmischung, die 
Anbindung an den Nahverkehr und das Vorhandensein eines Versorgungszentrums. 
 
Im Rahmen des Köln-Katalog Bestand wird Meschenich dem Gebietstypen „gewachsene 
Siedlung“ zugeordnet: 
Als „gewachsene Siedlung“ ist Meschenich geprägt von einer vergleichsweise niedrigen 
Quartiersdichte (0,4 – 0,8) und einem niedrigen Anteil Nutzungsmischung (15% – 25%). 
Entsprechend dem o.g. Gebietstyp verfügt Meschenich aber auch über ein eigenes 
Nahversorgungszentrum und über Angebote des Nahverkehrs. Als „gewachsene Siedlung“ 
ist die Siedlungsstruktur zu 90% geprägt von einer dörflich gewachsenen Grundstruktur mit 
Siedlungserweiterungen durch Ein- und Zweifamilienhausgebiete. Eine Besonderheit in 
Meschenich ist das Vorhandensein einer Großwohnsiedlung, die 7 - 10% der bewohnten 
Siedlungsfläche in Anspruch nimmt und eine punktuelle Verdichtung darstellt. Dies spiegelt 
sich in der Anzahl Wohneinheiten wider, die mit 38 WE/ha etwas über dem Durchschnitt des 
Gebietstyps von 31 WE/ha liegt und damit etwas höher ist als in anderen, dem Gebietstyp 
zugeordneten Stadtteilen, wie z.B. Lövenich.  
 
Schlussfolgerung 
Wie oben aufgeführt, erfüllt Meschenich alle Kriterien für eine „gewachsene Siedlung“ 
(niedrige Quartiersdichte, viele Einfamilienhausgebiete, Anbindung an den Nahverkehr etc.). 
Das Vorhandensein der Großwohnsiedlung wurde bei der Einordnung in Gebietstyp 
berücksichtigt, die übrigen Kriterien überwiegen, so dass Menschenich in seiner 
Gesamtbetrachtung in den Gebietstyp „Gewachsene Siedlung“ eingeordnet wird und somit 
der Kölnberg und das übrige Siedlungsgebiet in einer Farbe dargestellt werden.

Anlage 3 Steckbriefe Gebietstypen

20208 Zeichen

Anlage
Köln-Katalog Bestand
Die Anlage zum Köln-Katalog Bestand beinhaltet die Steckbriefe  
zu den 12 Gebietstypen (Seite 2 bis 13).  
Auf den Seiten 14 und 15 ist das Datenverzeichnis dargestellt.

2
Innenstadt: Kernstadt
Die Kernstadt zeichnet sich durch eine kom-
pakte, geschlossene Bebauung mit teilweise 
sehr tiefen Gebäuden und häufig vollständig 
überbauten Blockinnenbereichen aus.
Dieser Gebietstyp weist die höchste Quar-
tiersdichte und die höchste Nutzungs-
mischung im Vergleich zu anderen Kölner 
Gebietstypen auf. Der zentrale Versor-
gungsbereich – die City – nimmt fast die 
gesamte Kernstadt ein. Zu den Nutzungen 
zählen hauptsächlich Einzelhandel, Gast-
ronomie, Büros und Hotels. Der Anteil an 
Wohnnutzungen ist im Vergleich zum Inner-
städtischen Veedel und Kompakten Veedel 
deutlich geringer. Die Kernstadt hat den 
höchsten Versiegelungsgrad, wenige öffent-
liche Grünflächen und stark frequentierte 
öffentliche Räume. Die Versorgung durch 
schienengebundene Angebote des Nahver-
kehrs, Rad- und Fußwege sowie die Erreich-
barkeiten im Sinne der Stadt der kurzen 
Wege sind gegeben. Die stark befahrenen 
Verkehrsachsen und Straßen wirken jedoch 
wie Barrieren zwischen den Veedeln der 
Kernstadt.
Beispiel: Neumarkt-Viertel, City, Cäcilien-Viertel, Kapitol-Viertel
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 1,7 Nutzungsmischung 65 %
GFZ 2,5 Versiegelungsgrad 91 %
WE/ha 71 Median Geschossigkeit 4

3
Innenstadt: Innerstädtisches Veedel
Das Innerstädtische Veedel ist durch eine 
kompakte, geschlossene Blockrandbebau-
ung, überwiegend aus der Gründerzeit, mit 
Hinterhäusern oder niedrigen Hofbebauun-
gen geprägt.
Ebenso wie die Kernstadt weist das Inner-
städtische Veedel die höchste Quartiers-
dichte, den höchsten Versiegelungsgrad, 
wenige öffentliche Grünflächen und eine 
hohe Nutzungsfrequenz des öffentlichen 
Raums auf. Auch die Versorgung durch 
schienengebundene Angebote des Nah-
verkehrs, Rad- und Fußwege sowie die 
Erreichbarkeiten im Sinne der Stadt der 
kurzen Wege sind gegeben. Im Unterschied 
zur Kernstadt verfügt das Innerstädtische 
 Veedel über mehr Wohnnutzung. Folglich 
fällt der Anteil an Nutzungsmischung, die 
vor allem in den Erdgeschosszonen und 
teilweise auch in den Hinterhöfen zu finden 
ist, geringer aus. Zudem sind die Bockinnen-
bereiche nicht vollständig überbaut. Der 
Innere Grüngürtel bietet Erholungsflächen 
in unmittelbarer Nähe. Ein hoher Anteil der 
öffentlichen Räume wird durch den ruhen-
den Verkehr eingenommen.
Beispiel: Belgisches Viertel
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 1,5 Nutzungsmischung 44 %
GFZ 2,3 Versiegelungsgrad 82 %
WE/ha 101 Median Geschossigkeit 4

4
Innere Stadt: Kompaktes Veedel
Das Kompakte Veedel zeichnet sich durch 
eine überwiegend kompakte, geschlossene 
Blockrandbebauung mit Mehrfamilienhaus-
strukturen aus, die durch niedrige Gewerbe-
bauten und Garagen in den Blockinnenbe-
reichen ergänzt wird.
Im Vergleich weist der Gebietstyp Kompak-
tes Veedel eine mittlere Quartiersdichte 
sowie einen mittleren Anteil an Nutzungs-
mischung auf. Nicht-Wohnnutzungen zeigen 
häufig eine geringere Qualität im Vergleich 
zu den Gebietstypen Kernstadt und Inner-
städtisches Veedel. Die Gebiete des Kom-
pakten Veedels verfügen über einen hohen 
Versiegelungsgrad. Im linksrheinischen 
Stadtgebiet grenzen sie an den Inneren 
Grüngürtel an, rechtsrheinisch befinden sich 
keine übergeordneten Grünstrukturen in 
unmittelbarer Nähe. Die Versorgung durch 
schienengebundene Angebote des Nahver-
kehrs sowie die Erreichbarkeiten im Sinne 
der Stadt der kurzen Wege sind gegeben. 
Der ruhende Verkehr nimmt viel öffentli-
chen Raum ein. Je nach Lage bestehen sehr 
unterschiedliche Ansprüche an die öffentli-
chen Räume.
Beispiel: Kalk
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 1,0 Nutzungsmischung 26 %
GFZ 1,5 Versiegelungsgrad 76 %
WE/ha 101 Median Geschossigkeit 3

5
Innere Stadt: Aufgelockertes Veedel
Das Aufgelockerte Veedel zeichnet sich 
durch eine abnehmende Kompaktheit sowie 
Brüche in der Bebauungsstruktur aus. An die 
geschlossene Blockrandbebauung entlang 
der Stadtachsen und Zentren schließt sich 
eine lockere, straßenständige Bebauung mit 
freistehenden Mehrfamilien- und Zeilenhäu-
sern sowie Wohnsiedlungen an. 
Der Gebietstyp Aufgelockertes Veedel weist 
eine mittlere Quartiersdichte, eine hetero-
gene Bebauungsstruktur und durchschnitt-
lich eine zweigeschossige Bebauung auf. 
Der Anteil an Nutzungsmischung ist niedrig. 
Rückseitig an die Wohnbebauung schließen 
sich weitere, teilweise gewerbliche Nutzun-
gen an. Im Sinne der Stadt der kurzen Wege 
sind die Erreichbarkeiten durch schienen-
gebundene Angebote des Nahverkehrs und 
auch für den Fuß- und Radverkehr gegeben. 
Der ruhende Verkehr nimmt einen Großteil 
des öffentlichen Raums ein und der Versie-
gelungsgrad ist vergleichsweise hoch. Das 
Aufgelockerte Veedel liegt räumlich an über-
geordneten Grünstrukturen. Je nach Lage 
bestehen sehr unterschiedliche Ansprüche 
an die öffentlichen Räume.
Beispiel: Alt-Lindenthal
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,8 Nutzungsmischung 18 %
GFZ 1,1 Versiegelungsgrad 64 %
WE/ha 73 Median Geschossigkeit 3

6
Innere Stadt: Veedelsrand
Der Gebietstyp Veedelsrand stellt eine klein-
teilige Weiterentwicklung der Siedlungs-
struktur der Inneren Stadt dar. Er grenzt 
direkt an das Aufgelockerte Veedel und 
besteht aus freistehenden Mehrfamilienhäu-
sern, Reihenhäusern sowie Einfamilien- und 
Doppelhäusern.
Die vorherrschende, niedrige Quartiersdich-
te begründet sich in der kleinteiligen Einzel-
bebauung. Der Anteil an Nutzungsmischung 
ist gering, zentrale Versorgungsbereiche 
sind nicht vorhanden. Stattdessen werden 
die Versorgungszentren des angrenzenden 
Gebietstyps Aufgelockertes Veedel mit ge-
nutzt. Der Gebietstyp Veedelsrand verfügt 
über einen mittleren Versiegelungsgrad. Die 
Grünstruktur ist durch private Gärten und 
die Nähe zu übergeordneten Grünflächen 
geprägt. Die verkehrliche Erreichbarkeit im 
Sinne der Stadt der kurzen Wege ist über-
wiegend gegeben, schienengebundene 
Angebote des Nahverkehrs sind vorhanden. 
Die Gestaltung des öffentlichen Raums lässt 
wenig sozialen Austausch zu.
Beispiel: Deckstein
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,5 Nutzungsmischung 14 %
GFZ 0,7 Versiegelungsgrad 53 %
WE/ha 43 Median Geschossigkeit 2

7
Innere Stadt: Zwischenstadt
Die Zwischenstadt beschreibt großflächige 
Siedlungserweiterungen, die als „Lücken-
schlüsse“ im Siedlungskörper vorgenommen 
wurden. Die heterogene Bebauungsstruktur 
stammt überwiegend aus der Nachkriegs-
zeit und ist geprägt von freistehenden Mehr-
familienhäusern, lockeren Blockrandstruk-
turen, Wohnsiedlungen, Zeilenbauten sowie 
weiteren kleinteiligen Strukturen.
Die Quartiersdichte ist niedrig, der Anteil 
an Nutzungsmischung gering, der Ver-
siegelungsgrad bewegt sich auf mittlerem 
Niveau. Die Anbindung schienengebundener 
Angebote des Nahverkehrs sowie die Er-
reichbarkeiten im Sinne der Stadt der kurzen 
Wege sind überwiegend gegeben. Große 
Infrastrukturtrassen wirken als Barrieren. 
Straßenräume sind teilweise sehr großzügig 
angelegt. Auch der ruhende Verkehr nimmt 
durch Parkplätze und Garagen viel Raum 
ein. Dem öffentlichen Raum hingegen man-
gelt es an Gestaltung, Aufenthaltsqualität 
und Identitätsstiftung.
Die Gebiete der Zwischenstadt befinden 
sich hauptsächlich in der Inneren Stadt, teil-
weise aber auch in der Äußeren Stadt.
Beispiel: Ostheim-Nord, Ostheim-Süd, Siedlung Gernsheimer Straße
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,5 Nutzungsmischung 13 %
GFZ 0,7 Versiegelungsgrad 59 %
WE/ha 50 Median Geschossigkeit 2

8
Äußere Stadt: Suburbane Vorstadt
Die Suburbane Vorstadt ist als großflächi-
ge Siedlungserweiterung, überwiegend der 
Nachkriegszeit, angelegt, die strukturell auf 
den motorisierten Individualverkehr aus-
gerichtet ist. Räumliche Teilbereiche sind 
monostrukturiert und zeigen eine Bebauung 
aus freistehenden Mehrfamilienhäusern, 
Wohnsiedlungen, Zeilenbauten oder Rei-
hen-, Einfamilien- oder Doppelhäusern.
Der Gebietstyp Suburbane Vorstadt zeigt 
eine geringe Quartiersdichte, mit einer 
durchschnittlich zweigeschossigen Be-
bauung. Der Anteil an Nutzungsmischung 
ist gering, ein zentraler Versorgungsbereich 
ist nicht immer vorhanden. Ebenso wie bei 
der Zwischenstadt bewegt sich der Versie-
gelungsgrad auf mittlerem Niveau. Schie-
nengebundene Angebote des Nahverkehrs 
sowie die Erreichbarkeiten im Sinne der 
Stadt der kurzen Wege sind nur teilweise 
gegeben. Der ruhende Verkehr nimmt viel 
privaten und öffentlichen Raum ein. Auffällig 
ist zudem, dass es vielen Räumen an Identi-
tät und Aufenthaltsqualität mangelt.
Die Gebiete der Suburbanen Vorstadt befin-
den sich hauptsächlich in der Äußeren Stadt, 
teilweise auch in der Inneren Stadt.
Beispiel: Wahnheide
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,4 Nutzungsmischung 14 %
GFZ 0,5 Versiegelungsgrad 57 %
WE/ha 34 Median Geschossigkeit 2

9
Äußere Stadt: Integriertes Veedel
Der Gebietstyp Integriertes Veedel zeigt 
eine sehr heterogene Bebauungsstruktur 
mit freistehenden Mehrfamilienhäusern, 
lockeren Blockrandstrukturen, Wohnsied-
lungen, Zeilen sowie Reihen-, Einfamilien- 
und Doppelhäusern. Er ist aus dörflichen 
Strukturen hervorgegangen und zeigt eine 
eigenständige Identität und einen deutlich 
wahrnehmbaren Veedelscharakter.
Dieser Gebietstyp weist eine niedrige Quar-
tiersdichte, mit einer durchschnittlich zwei-
geschossigen, heterogenen Bebauung auf. 
Der Anteil an Nutzungsmischung ist ver-
gleichsweise niedrig. Zentrale Versorgungs-
bereiche sind häufig im Bereich des histori-
schen Ortskerns zu finden. Der Gebietstyp 
Integriertes Veedel zeigt einen mittleren 
Versiegelungsgrad und befindet sich in 
der Nähe zum Landschaftsraum. Die An-
bindung an schienengebundene Angebote 
des Nahverkehrs und die Erreichbarkeit von 
Versorgungsangeboten und Infrastrukturen 
ist gegeben. Besonders auffällig sind die 
ausgeprägte Veedelsidentität und die Identi-
fikation mit dem eigenen Stadtteil.
Beispiel: Porz-Mitte, Germania Carré
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,5 Nutzungsmischung 21 %
GFZ 0,7 Versiegelungsgrad 57 %
WE/ha 41 Median Geschossigkeit 2

10
Äußere Stadt: Planstadt
Die Planstadt ist ein autark geplanter Stadt-
baustein mit eigenem Zentrum. Die Bebau-
ungsstruktur setzt sich aus Gebäuden der 
geplanten Großwohnsiedlung – Hochhäu-
sern und Zeilenbauten – sowie aus seriellen, 
kleinteiligen Strukturen wie Reihen-, Einfa-
milien- und Doppelhäusern zusammen.
Der Gebietstyp zeigt eine niedrige Quar-
tiersdichte, die sich aus der Kombination 
von sehr hohen Gebäuden, großen Frei-
flächen und kleinteiligen Einzelgebäuden 
ergibt. Auch der Anteil an Nutzungsmi-
schung ist niedrig. Versorgungs- und soziale 
Angebote sind meist zentral gebündelt. Der 
Gebietstyp Planstadt weist einen mittleren 
Versiegelungsgrad auf und liegt in der Regel 
in der Nähe zum Landschaftsraum. Private 
Gärten sind ausschließlich im Bereich klein-
teiliger Wohnstrukturen zu finden. Die An-
bindung an schienengebundene Angebote 
des Nahverkehrs sowie die Erreichbarkeiten 
im Sinne der Stadt der kurzen Wege sind 
nicht in allen Teilgebieten gegeben. Der ru-
hende Verkehr nimmt viel öffentlichen Raum 
ein. Auffällig ist, dass viele Räume ungestal-
tet sind und somit keine Aufenthaltsqualität 
bieten. Dadurch ist auch die Veedelsidenti-
tät als gering einzuschätzen.
Beispiel: Siedlung Chorweiler-Nord
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,7 Nutzungsmischung 16 %
GFZ 1,2 Versiegelungsgrad 58 %
WE/ha 52 Median Geschossigkeit 3

11
Äußere Stadt: Gewachsene Siedlung
Der Gebietstyp Gewachsene Siedlung ist 
aus einer dörflichen Struktur hervorge-
gangen, die großflächig durch kleinteilige 
Wohnbebauungen erweitert wurde. Diese 
setzt sich überwiegend aus Reihen-, Ein-
familien- und Doppelhäusern zusammen.
Der Gebietstyp weist eine geringe Quar-
tiersdichte auf, die auf eine kleinteilige und 
gleichzeitig flächenintensive Bebauung 
zurückzuführen ist. Der Anteil an Nutzungs-
mischung ist vergleichsweise gering, zent-
rale Versorgungsbereiche sind überwiegend 
vorhanden. Der Gebietstyp Gewachsene 
Siedlung verfügt über einen mittleren Ver-
siegelungsgrad. Er befindet sich häufig in 
räumlicher Nähe zum Landschaftsraum und 
weist viele private Gärten auf. Schienen-
gebundene Angebote des Nahverkehrs sind 
überwiegend gegeben, ohne die Erreichbar-
keit im Sinne der Stadt der kurzen Wege zu 
gewährleisten. Der ruhende Verkehr nimmt 
viel öffentlichen Raum ein. Auffällig ist, dass 
nur wenige öffentliche Räume für den nach-
barschaftlichen und sozialen Austausch 
vorhanden sind.
Beispiel: Lövenich-West, Lövenich-Ost, Siedlung Haus Közal
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,3 Nutzungsmischung 14 %
GFZ 0,5 Versiegelungsgrad 57 %
WE/ha 31 Median Geschossigkeit 2

12
Äußere Stadt: Solitäre Siedlung
Im Unterschied zum Gebietstyp Gewach-
sene Siedlung zeigt der Gebietstyp Solitäre 
Siedlung lediglich eine kleinräumige Ergän-
zung einer dörflichen Grundstruktur durch 
Reihen-, Einfamilien- und Doppelhäuser. 
Eine Anbindung an schienengebundene An-
gebote des Nahverkehrs oder einen zentra-
len Versorgungsbereich gibt es, im Gegen-
satz zur Gewachsenen Siedlung, nicht. 
Der Gebietstyp weist eine geringe Quar-
tiersdichte auf, die auf die kleinteilige und 
gleichzeitig flächenintensive Bebauung 
zurückzuführen ist. Auch der Anteil an Nut-
zungsmischung ist vergleichsweise gering. 
Der Gebietstyp Solitäre Siedlung verfügt 
über einen mittleren Versiegelungsgrad. Er 
befindet sich in direkter räumlicher Nähe 
zum Landschaftsraum und weist viele priva-
te Gärten auf. Die Erreichbarkeiten im Sinne 
der Stadt der kurzen Wege sind im Vergleich 
zu den anderen Gebietstypen kaum vorhan-
den. Für den ruhenden Verkehr werden in 
der Regel versiegelte, private Flächen ge-
nutzt. Öffentliche Räume für nachbarschaft-
liches Miteinander sind kaum vorhanden.
Beispiel: Merkenich
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,3 Nutzungsmischung 10 %
GFZ 0,4 Versiegelungsgrad 56 %
WE/ha 27 Median Geschossigkeit 2

13
Äußere Stadt: Kleinteiliges Wohngebiet
Dieser Gebietstyp zeichnet sich durch eine 
kleinteilige Wohnbebauung mit Reihen-, 
Einfamilien- und Doppelhäusern ohne An-
schluss an andere Siedlungsstrukturen aus. 
Das Kleinteilige Wohngebiet zeigt die ge-
ringste Quartiersdichte in überwiegend 
eingeschossiger und gleichzeitig flächenin-
tensiver Bebauung. Der Anteil an Nutzungs-
mischung ist vergleichsweise gering, zent-
rale Versorgungsbereiche gibt es nicht. Im 
Gebietstyp gibt es einen niedrigen Versiege-
lungsgrad. Er befindet sich häufig in räum-
licher Nähe zum Landschaftsraum und weist 
viele private Gärten auf. Eine Anbindung an 
schienengebundene Angebote des Nahver-
kehrs gibt es in der Regel nicht. Im Sinne der 
Stadt der kurzen Wege ist die Erreichbarkeit 
von Versorgungsangeboten als sehr einge-
schränkt einzuschätzen. Für den ruhenden 
Verkehr werden in der Regel versiegelte, 
private Flächen genutzt. Öffentliche Räu-
me sind selten für ein nachbarschaftliches 
Miteinander und für den sozialen Austausch 
ausgelegt.
Die Gebiete des Kleinteiligen Wohngebiets 
befinden sich hauptsächlich in der Äußeren 
Stadt, vereinzelt auch in der Inneren Stadt.
Beispiel: Siedlung Vogelsang
Luftbilder NRW aktuell: © DOP Land NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0) 3D Gebäudemodell / Geobasis NRW/(Lizenz: dl-de/zero-2-0)
Durchschnittswerte je Gebietstyp
Quartiersdichte 0,2 Nutzungsmischung 8 %
GFZ 0,3 Versiegelungsgrad 51 %
WE/ha 21 Median Geschossigkeit 1

14
Datenverzeichnis
Indikator Datengrundlage Berechnung
Gebietstypen Flächennutzungsplan 
(FNP) 
Stand: 31.01.2026
Gebäude- und 
Siedlungstypologien  
nach Köln-Katalog
Stand: 10.09.2022
Abgrenzung einzelner Gebiete: 
Zusammenhängende Siedlungsfläche 
(Wohn- und Mischgebiete, Gemeinbedarfs-, 
Gewerbe- und Grünflächen nach FNP) inkl.  
der Erschließungsflächen und quartiers-
bezogener Grünflächen. Übergeordnete 
Infrastrukturen (z. B. Autobahnäste 
und Bahntrassen) sowie größere Grün-, 
Gewerbe- und Sonder nutzungsflächen über 
10 ha werden nicht in die Gebietsfläche 
ein bezogen. Die Abgrenzung orientiert sich 
an den Stadtteilgrenzen und der baulichen 
Struktur (Gebäude- und Siedlungs-
typologien nach Köln-Katalog).
Zuordnung zu den Gebietstypen: Fachlicher  
Diskurs auf Grundlage der Kennwerte zur  
Quartiersdichte, GFZ, WE/ha, Nutzungs-
mischung, Versiegelung und Geschossig-
keit sowie der Siedlungs- und Gebäude-
typologien nach Köln-Katalog.
Quartiersdichte ALKIS, Gebäudefunktion 
Stand: 01.02.2025
Geschossflächen im Gebiet / Gebietsfläche 
(die Geschossfläche wird als Grundfläche × 
Anzahl Geschosse berechnet) 
 
Summe Ergebnisse je Gebiet im Stadtteil / 
Anzahl Gebiete
Durchschnitt 
Bauordnungs-
rechtliche Ge-
schossflächen-
zahl (GFZ)
ALKIS, Gebäudefunktion
Stand: 01.02.2025
(Geschossfläche / Grundstück) im Gebiet / 
Gebietsabgrenzung 
 
Summe Ergebnisse je Gebiet im Stadtteil / 
Anzahl Gebiete
Wohneinheiten je 
Hektar (WE/ha)
Stadt Köln – Amt für 
Stadtentwicklung und 
Statistik (Statistisches 
Informationssystem)
Stand: 31.12.2025
Haushalte im Gebiet / Fläche (in ha) des 
Gebietes; Durchschnittswerte für alle 
Gebiete eines Gebietstypen

15
Indikator Datengrundlage Berechnung
Anteil Nutzungs-
mischung 
ALKIS, Gebäudefunktion
Stand: 01.02.2025
Geschossfläche Gewerbe + Geschossfläche 
gemischte Nutzungskategorien im Gebiet / 
gesamte Geschossfläche je Gebiet 
[Annahme 1: Die Geschossfläche Gewerbe 
entspricht der Gebäudegrundfläche (als ein 
Geschoss); verbleibende Geschossfläche 
wird Wohnen zugerechnet. 
Annahme 2: Die Geschossfläche gemischter 
Nutzungskategorien entspricht der 
Gebäudegrundfläche (als ein Geschoss); 
verbleibende Geschossfläche wird Wohnen 
zugerechnet]
 
Summe Ergebnisse je Gebiet im Stadtteil / 
Anzahl Gebiete
Anteil Versiege-
lungsgrad 
Unversiegelte Flächen  
aus Bodenversiegelung 
2023 (ADOIS-Ergebnis)
Stand: 01.01.2023
Gegenteil zum Anteil der unversiegelten 
Fläche (100 − Anteil unversiegelte Fläche = 
Versiegelte Fläche)
Summe Ergebnisse je Gebiet im Stadtteil / 
Anzahl Gebiete
Hinweis: Die Daten zur unversiegelten 
Fläche wurden, basierend auf Luftbildern 
mit vier Spektralkanälen Rot, Grün, Blau 
und Nahinfrarot (R, G, B, NIR) automatisiert 
ermittelt. Bei dieser Methode kann es 
zu Abweichungen und Ungenauigkeiten 
kommen. Beispielsweise lassen sich 
„Mischfälle“ wie Rasengittersteine nicht 
sauber erfassen und einer der Kategorien 
(versiegelt/unversiegelt) eindeutig 
zuordnen. 
Median  
Geschossigkeit 
ALKIS, Gebäudefunktion 
Stand: 01.02.2025
Median der Geschosse aller Gebäude  
(ohne Garagen, Nebengebäude)
Summe Ergebnisse je Gebiet im Stadtteil / 
Anzahl Gebiete

Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Satz
rheinsatz, Köln
13-US/15/04.2026

Beschlussvorlage Rat

4313 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15/15/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0853/2026 
Freigabedatum 
 28.05.2026 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Köln-Katalog Bestand: Entwicklung von Bestandsquartieren  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln 
(1) beschließt den Köln-Katalog Bestand als städtebauliches Entwicklungskonzept gemäß 
§ 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB für die mehrfache Innenentwicklung in Köln. 
(2) beauftragt die Verwaltung, den Köln-Katalog Bestand bei allen zukünftigen Entwicklun-
gen im Bestand zu berücksichtigen. 
 
 
 
Ausschuss für Bauen und Wohnen 23.06.2026 
Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 30.06.2026 
Mobilitätsausschuss 22.09.2026 
Rat 02.07.2026 
08.10.2026

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Hintergrund: 
Der Köln-Katalog Bestand widmet sich einer der zentralen Herausforderungen der Stadt Köln: 
der nachhaltigen Wohnraumentwicklung. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum ist in Köln 
nach wie vor hoch. Neben der flächenschonenden und zukunftsfähigen Gestaltung neuer 
Stadtquartiere bildet die Bestands- und Innenentwicklung die zweite Säule zur Schaffung von 
zusätzlichem Wohnraum. 
Inhalte: 
Der Köln-Katalog Bestand beschäftigt sich als Ergänzungsband zum Köln-Katalog für Neu-
bauquartiere (Vorlagennummer 3068/2022) mit der Entwicklung der gebauten Stadt. Inhaltlich 
basiert er auf den Leitsätzen, Zielen und räumlich-strategischen Aussagen der Stadtstrategie 
„Kölner Perspektiven 2030+“. Insbesondere zahlt der Köln-Katalog Bestand auf den 1. Leit-
satz der Stadtstrategie „Köln sorgt für kompakte und lebenswerte Quartiere”, die Handlungs-
empfehlung 2 „Innere Werte” zum verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten Flächen-
potenzialen sowie die Zielkarte „Wohnen: Realisierung von gemischten, lebendigen und gut 
angebundenen Quartieren“ ein.  
Aufbauend auf einer Bestandsanalyse zeigt der Köln-Katalog Bestand anhand von 18 räumli-
chen Strategien und Anwendungsbeispielen, wie die Kölner Bestandsquartiere kompakt, 
nachhaltig, lebenswert und zukunftsfähig weiterentwickelt werden können. Dabei bilden die 
Schaffung von Wohnraum, das Prinzip der kurzen Wege, ausreichend Grünflächen, wohnort-
nahe Infrastrukturangebote sowie die Handlungserfordernisse von Klimaschutz und Klimaan-
passung den Rahmen für die Weiterentwicklung der gebauten Stadt. Es gilt, das Stadtwachs-
tum durch eine effiziente und nachhaltige Flächennutzung zu gestalten und dabei die Prinzi-
pien der mehrfachen Innenentwicklung zu berücksichtigen. 
Anwendung: 
Als städtebauliches Entwicklungskonzept (§ 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB) ist er frühzeitig bei der 
Entwicklung im Bestand zu berücksichtigen und entfaltet so eine steuernde Wirkung. Ziel ist 
es, die Potenziale der gebauten Stadt zu nutzen und im Sinne der mehrfachen Innenentwick-
lung multithematisch und integriert anzuwenden.  
Ausblick: 
Für den verwaltungsinternen Gebrauch wird auf Basis des Köln-Katalog Bestand eine Hand-
reichung erstellt, die die Anwendungsbereiche und -möglichkeiten konkretisiert. Ziel ist es, 
den Köln-Katalog Bestand in bestehende Workflows, insbesondere in bauordnungsrechtlichen 
Genehmigungen oder Bebauungsplanverfahren, zu integrieren. 
Zudem prüft die Verwaltung, die Innenentwicklung unter Anwendung zur Verfügung stehender 
Instrumente des Baugesetzbuches voranzubringen. 
Positive Auswirkungen auf den Klimaschutz: 
Der Köln-Katalog Bestand soll dazu beitragen, die mehrfache Innenentwicklung voranzubrin-
gen und somit die Versiegelung neuer Flächen zu reduzieren. Gleichzeitig sind in dem Kon-
zept Qualitäten und Strategien hinterlegt, die die Verankerung von Maßnahmen für den Klima-
schutz und die Klimawandelanpassung vorsehen. 
Finanzierung:

3 
Der Beschluss verursacht keine haushaltsmäßigen Auswirkungen. Die Anwendung des Köln-
Katalog Bestand als städtebauliches Entwicklungskonzept erfolgt im Rahmen der entspre-
chenden Umsetzungsverfahren. 
 
Anlagen 
 
Anlage 2 Köln-Katalog Bestand Bericht 
Anlage 3 Steckbriefe Gebietstypen 
Anlage 4 Analysekarten 
 
Die Anlagen dieser Beschlussvorlage werden aus Gründen der Ressourcenschonung nicht 
gedruckt.

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

517 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie 
bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. 
Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? 
- Sonstiges 
Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): 
Weil es sich um ein Konzept mit verwaltungsinterner Wirkung handelt.

Beschlussvorlage Rat

4269 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15/15/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0853/2026 
Freigabedatum 
 28.05.2026 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Köln-Katalog Bestand: Entwicklung von Bestandsquartieren  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln 
(1) beschließt den Köln-Katalog Bestand als städtebauliches Entwicklungskonzept gemäß 
§ 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB für die mehrfache Innenentwicklung in Köln. 
(2) beauftragt die Verwaltung, den Köln-Katalog Bestand bei allen zukünftigen Entwicklun-
gen im Bestand zu berücksichtigen. 
 
 
 
Ausschuss für Bauen und Wohnen 23.06.2026 
Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 30.06.2026 
Rat 02.07.2026

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Hintergrund: 
Der Köln-Katalog Bestand widmet sich einer der zentralen Herausforderungen der Stadt Köln: 
der nachhaltigen Wohnraumentwicklung. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum ist in Köln 
nach wie vor hoch. Neben der flächenschonenden und zukunftsfähigen Gestaltung neuer 
Stadtquartiere bildet die Bestands- und Innenentwicklung die zweite Säule zur Schaffung von 
zusätzlichem Wohnraum. 
Inhalte: 
Der Köln-Katalog Bestand beschäftigt sich als Ergänzungsband zum Köln-Katalog für Neu-
bauquartiere (Vorlagennummer 3068/2022) mit der Entwicklung der gebauten Stadt. Inhaltlich 
basiert er auf den Leitsätzen, Zielen und räumlich-strategischen Aussagen der Stadtstrategie 
„Kölner Perspektiven 2030+“. Insbesondere zahlt der Köln-Katalog Bestand auf den 1. Leit-
satz der Stadtstrategie „Köln sorgt für kompakte und lebenswerte Quartiere”, die Handlungs-
empfehlung 2 „Innere Werte” zum verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten Flächen-
potenzialen sowie die Zielkarte „Wohnen: Realisierung von gemischten, lebendigen und gut 
angebundenen Quartieren“ ein.  
Aufbauend auf einer Bestandsanalyse zeigt der Köln-Katalog Bestand anhand von 18 räumli-
chen Strategien und Anwendungsbeispielen, wie die Kölner Bestandsquartiere kompakt, 
nachhaltig, lebenswert und zukunftsfähig weiterentwickelt werden können. Dabei bilden die 
Schaffung von Wohnraum, das Prinzip der kurzen Wege, ausreichend Grünflächen, wohnort-
nahe Infrastrukturangebote sowie die Handlungserfordernisse von Klimaschutz und Klimaan-
passung den Rahmen für die Weiterentwicklung der gebauten Stadt. Es gilt, das Stadtwachs-
tum durch eine effiziente und nachhaltige Flächennutzung zu gestalten und dabei die Prinzi-
pien der mehrfachen Innenentwicklung zu berücksichtigen. 
Anwendung: 
Als städtebauliches Entwicklungskonzept (§ 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB) ist er frühzeitig bei der 
Entwicklung im Bestand zu berücksichtigen und entfaltet so eine steuernde Wirkung. Ziel ist 
es, die Potenziale der gebauten Stadt zu nutzen und im Sinne der mehrfachen Innenentwick-
lung multithematisch und integriert anzuwenden.  
Ausblick: 
Für den verwaltungsinternen Gebrauch wird auf Basis des Köln-Katalog Bestand eine Hand-
reichung erstellt, die die Anwendungsbereiche und -möglichkeiten konkretisiert. Ziel ist es, 
den Köln-Katalog Bestand in bestehende Workflows, insbesondere in bauordnungsrechtlichen 
Genehmigungen oder Bebauungsplanverfahren, zu integrieren. 
Zudem prüft die Verwaltung, die Innenentwicklung unter Anwendung zur Verfügung stehender 
Instrumente des Baugesetzbuches voranzubringen. 
Positive Auswirkungen auf den Klimaschutz: 
Der Köln-Katalog Bestand soll dazu beitragen, die mehrfache Innenentwicklung voranzubrin-
gen und somit die Versiegelung neuer Flächen zu reduzieren. Gleichzeitig sind in dem Kon-
zept Qualitäten und Strategien hinterlegt, die die Verankerung von Maßnahmen für den Klima-
schutz und die Klimawandelanpassung vorsehen. 
Finanzierung:

3 
Der Beschluss verursacht keine haushaltsmäßigen Auswirkungen. Die Anwendung des Köln-
Katalog Bestand als städtebauliches Entwicklungskonzept erfolgt im Rahmen der entspre-
chenden Umsetzungsverfahren. 
 
Anlagen 
 
Anlage 2 Köln-Katalog Bestand Bericht 
Anlage 3 Steckbriefe Gebietstypen 
Anlage 4 Analysekarten 
 
Die Anlagen dieser Beschlussvorlage werden aus Gründen der Ressourcenschonung nicht 
gedruckt.

Anlage 2 Koeln-Katalog Bestand Bericht

73360 Zeichen

Köln-Katalog Bestand
Entwicklung von Bestandsquartieren

Köln-Katalog Bestand
Entwicklung von Bestandsquartieren

4
Liebe Leserinnen und Leser,
ich freue mich, Ihnen den zweiten Band der Köln-Katalog-
Reihe vorzulegen. Nach der Beschäftigung mit der Quar-
tiersentwicklung durch Neubauvorhaben, geht der Blick nun 
in die Bestands- und Innenentwicklung unserer Stadt.
Der Kölner Wohnungsmarkt ist angespannt und wir haben 
uns mit der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ das 
Ziel gesetzt, mit der Ressource Fläche sorgsam umzugehen. 
Köln steht dabei im Spannungsfeld zwischen Wohnungsbau 
und Flächenschutz.
Es ist notwendig, dass wir uns mit den Potenzialen der gebauten 
Stadt beschäftigen, innovative Strategien für die Entwicklung des 
Gebäudebestands aufzeigen und die gesetzlichen Möglichkeiten der 
mehrfachen Innenentwicklung ausschöpfen. Denn nur beide Pers-
pektiven, die des Neubaus und die der mehrfachen Innenentwick-
lung, können zu einer Entspannung des Kölner Wohnungsmarkts 
beitragen. Köln setzt mit dem Köln-Katalog Bestand erneut eine 
innovative Benchmark.
Mit dem Ziel, Wohnraum in der gebauten Stadt zu schaffen, zeigt der 
Köln-Katalog Bestand 18 Strategien für eine mehrfache Innenent-
wicklung auf, die vielfältig kombiniert werden können. Dieses Bau-
kastenprinzip ermöglicht eine Quartiersentwicklung, die sich an die 
vorhandenen Gegebenheiten anpasst und somit die Kölner Veedel 
Vorwort

5
in ihrer baulichen Identität stärkt. Neben dem „Veedelscharakter“ 
bilden die Qualitäten Bauweise, Nutzungsmischung, Klima & Grün 
und Mobilität die Leitthemen der Strategien. Alle Strategien wurden 
mit gebauten Beispielen hinterlegt, die zeigen, dass eine Umsetzung 
tatsächlich funktioniert. Ergänzt durch Anwendungsbeispiele zeigen 
wir exemplarisch, wie wir die Kölner Bestandsquartiere zukunftsfähig 
gestalten und mehr Wohnraum schaffen können. Dabei haben wir 
gezielt und interdisziplinär an den Strategien und Qualitäten gearbei-
tet, die deutlich über bekannte Ansätze hinausgehen und die Kölner 
Situation der gebauten Stadt fokussieren.
Der Köln-Katalog Bestand ist ein Konzept, das dezernatsübergrei-
fend durch die gute Zusammenarbeit vieler Ämter entstanden ist.  
Ich bedanke mich herzlich bei allen, die zum Gelingen dieses Kon-
zepts beigetragen haben.
Ihr
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft,  
Digitalisierung und Regionales
Köln, April 2026

6
Zusammenfassung
Der Köln-Katalog Bestand
Mit dem Köln-Katalog Bestand widmet sich die Stadt Köln einer 
der aktuellen Herausforderungen: der nachhaltigen Schaffung von 
Wohnraum. Die Auswirkungen des Stadtwachstums stellen den 
Wohnungsmarkt jetzt und zukünftig vor große Aufgaben. Die hohe 
Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen und kann im aktuellen 
Bestand nicht gedeckt werden. Neben der flächenschonenden und 
zukunftsfähigen Gestaltung neuer Stadtquartiere bildet die Be-
stands- und Innenentwicklung die zweite Säule der Wohnraument-
wicklung. 
Der Köln-Katalog Bestand zeigt auf, wie die Kölner Bestandsquar-
tiere kompakt, nachhaltig, lebenswert und zukunftsfähig weiterent-
wickelt werden können. Dabei bilden die Schaffung von Wohnraum, 
das Prinzip der kurzen Wege, ausreichend Grünflächen, wohnort-
nahe Infrastrukturangebote sowie die Handlungserfordernisse bei 
Klimaschutz und Klimaanpassung den Rahmen für die Beschäfti-
gung mit dem Kölner Wohnungsbestand. Es gilt, das Stadtwachstum 
durch eine effiziente und nachhaltige Flächennutzung zu gestalten 
und dabei die Prinzipien der mehrfachen Innenentwicklung zu be-
rücksichtigen.
Als städtebauliches Entwicklungskonzept wird der Köln-Katalog 
 Bestand zukünftig bei Vorhaben im Bestand berücksichtigt. Er liefert 
baulich-räumliche Strategien und Anregungen zur Umsetzung der 
mehrfachen Innenentwicklung für Quartiere und Einzelvorhaben. 
So entfaltet der Köln-Katalog eine steuernde Wirkung innerhalb und 
außerhalb der Verwaltung. Letztendlich kann er private und gewerb-
liche Bestandshalter*innen ermutigen, ihre Gebäudebestände kom-
pakt und nachhaltig weiterzuentwickeln und damit Köln als lebens-
werte Metropole zukunfts fähig mitzugestalten.

7
Die Bestandsanalyse
Die Analyse der Kölner Bestandsquartiere unterscheidet zwölf 
 Gebietstypen. Sie werden in Steckbriefen erläutert und daraus Er-
kenntnisse für die Innenstadt, die Innere Stadt und die Äußere Stadt 
abgeleitet. Übergeordnete Analyseerkenntnisse sind:
 › Die bauliche Dichte der Bestandsquartiere nimmt von der 
 Innenstadt zur Äußeren Stadt deutlich ab. Gleiches gilt für die 
Nutzungsmischung als Indikator für lebendige Quartiere. 
 › Köln ist geprägt von einer heterogenen Bebauungsstruktur. Au-
ßerhalb der Blockrandstrukturen der Innenstadt und der Inneren 
Stadt prägt eine heterogene Nachkriegsbebauung die Quartiere. 
Zum Stadtrand hin häufen sich wenig kompakte Typologien wie 
Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser. 
 › Die polyzentrische Struktur mit lokaler Infrastruktur prägt das 
„Veedelsgefühl“ und bietet gute Voraussetzungen für eine Stadt 
der kurzen Wege. 
 › Weite Teile der Innenstadt und Inneren Stadt sind stark hitze-
belastet und somit klimatische Sanierungsräume. Aber auch stark 
versiegelte Bereiche in der Äußeren Stadt sind von Hitze betrof-
fen.  
 › Der ruhende Verkehr nimmt eine Vielzahl, meist versiegelter, 
 öffentlicher und privater Flächen ein. 
 › Je nach Lage in der Stadt und je nach Gebietstyp bestehen sehr 
unterschiedliche Voraussetzungen für eine Bestands- und Innen-
entwicklung. Dabei zeigen verkehrlich gut angebundene und 
wenig kompakte Quartiere mit vorhandenen Versorgungszentren 
sowie Infrastrukturangeboten die besten Voraussetzungen für 
eine bauliche Weiterentwicklung.

8
Zusammenfassung
Die Strategien für die Bestandsentwicklung
Der Köln-Katalog Bestand zeigt 18 Strategien für die Bestands-
entwicklung. Diese beschreiben einzelne Stellschrauben, die eine 
kompakte Bauweise und gleichzeitig nachhaltige, lebenswerte und 
zukunftsfähige Quartiere fördern. Die Strategien sind nach den fünf 
Qualitäten gegliedert.
Übersichtstabelle der Strategien für die Bestandsentwicklung
Bauweise
Entwicklungspotenziale 
heben
Abschnittsweise Höhen-
entwicklung ermöglichen
Nutzungsmischung
Quartiere 
durchmischen
Stadt stapeln
Grün & Klima
Stadt entsiegeln 
und kühlen
Freiräume vernetzen 
und erleben
Mobilität
Alternative Mobilitäts- 
angebote schaffen
Straßenraum wird  
Stadtraum
Veedelscharakter
Wohnungsvielfalt 
ermöglichen
Identitäten und  
Mitten stiften

9
Bauweise
Entwicklungspotenziale 
heben
Abschnittsweise Höhen-
entwicklung ermöglichen
Nutzungsmischung
Quartiere 
durchmischen
Stadt stapeln
Grün & Klima
Stadt entsiegeln 
und kühlen
Freiräume vernetzen 
und erleben
Mobilität
Alternative Mobilitäts- 
angebote schaffen
Straßenraum wird  
Stadtraum
Veedelscharakter
Wohnungsvielfalt 
ermöglichen
Identitäten und  
Mitten stiften
Die Anwendungsbeispiele
Die sechs Anwendungsbeispiele zeigen anschaulich und exempla-
risch, wie in Köln zukunftsfähige Bestandsquartiere qualitätvoll 
entwickelt werden können. Je nach Lage und örtlichen Rahmen-
bedingungen werden passende Strategien individuell kombiniert 
und in die räumliche Situation übertragen.
Standortbedingte 
Akzente setzen
Weitere Typologien 
zulassen
Flächen 
umstrukturieren
Nachbarschaften 
entwickeln
Nutzungen in den öffent-
lichen Raum wirken lassen
Dach- und Fassaden- 
flächen aktivieren
Räume multifunktional  
gestalten
Ruhenden Verkehr  
neu organisieren

10
Inhaltsverzeichnis
Vorwort  .............................  4
Zusammenfassung  ..................  6
Kapitel I 
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  13
Der Köln-Katalog Bestand  ..............  14
Qualitäten  ................................  18
Glossar  ...................................  20
Kapitel II 
Bestandsanalyse  .....................  25
Räumliche Charakteristika Kölns  ......  26
Gebietstypen  .............................  28
Innenstadt  ................................  30
Innere Stadt  ..............................  32
Äußere Stadt  .............................  34
Kapitel III 
Strategien für 
Bestandsquartiere  ...................  37
Strategien für Bestandsquartiere  ......  38
Bauweise  .................................  40
Nutzungsmischung  ......................  42
Grün & Klima  .............................  44
Mobilität  ..................................  46
Veedelscharakter  ........................  47
Empfehlung von Strategien für die 
Gebietstypen  .............................  48

11
Kapitel IV 
Anwendungsbeispiele  ..............  51
Anwendungsbeispiel 1: Innenstadt  ....  52
Anwendungsbeispiel 2: Innere Stadt  ...  54
Anwendungsbeispiel 3: Innere Stadt  ...  56
Anwendungsbeispiel 4: Innere Stadt  ...  58
Anwendungsbeispiel 5: Äußere Stadt  ..  60
Anwendungsbeispiel 6: Äußere Stadt  ..  62
Kapitel V 
Umsetzung  .............................  65
Steuerung, Umsetzungsebenen und  
Kommunikation  ..........................  66
Quellen, Mitwirkende  
und Kontakt  ............................  71
Quellenverzeichnis  ..................  72
Mitwirkende  .........................  73
Kontakt  ...................................  73

12

13
Kapitel I 
 
Einleitung
Der Köln-Katalog Bestand beschäftigt sich als Ergänzungsband zum 
Köln-Katalog für Neubauquartiere mit der Entwicklung der gebauten 
Stadt. Inhaltlich basiert er auf den Leitsätzen, Zielen und räumlich-
strategischen Aussagen der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ . Zukünftig soll er als Handlungsleitfaden für die Entwicklung 
von kompakten, nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen 
Bestandsquartieren dienen.
In diesem ersten Kapitel sind der Anlass, die Ausgangssituation in 
Köln, die Ziele, der Aufbau und der Erarbeitungsprozess des Köln- 
Katalog Bestand sowie die Verbindung zur Stadtstrategie dargestellt. 
Zudem werden fünf Qualitäten für eine mehrfache Innenentwicklung 
erörtert, die einen Orientierungsrahmen für den gesamten Bericht 
liefern. Das Glossar erläutert relevante Fachbegriffe, die im Bericht 
vorkommen.

14
Einleitung
Der Köln-Katalog Bestand
Anlass und Ausgangssituation
Köln steht als wachsende Metropole vor 
zahlreichen Herausforderungen. Mit einem 
prognostizierten Wachstum zwischen 2024 
und 2035 um rund 12.200 Personen auf 
1.102.700 Einwohner*innen (vgl. Stadt Köln 
2025: 3) bleiben der angespannte Woh-
nungsmarkt und die Wohnraumschaffung 
ein entscheidendes Handlungsfeld für die 
Stadt. Dies bestätigt auch der Wohnungs-
marktbericht Köln 2024, der unter anderem 
die gegenläufigen Trends von Bevölkerungs-
wachstum und stagnierender Bautätigkeit 
aufzeigt. (vgl. Stadt Köln 2024: 14 ff.)
Neben der flächenschonenden und zu-
kunftsfähigen Gestaltung neuer Stadtquar-
tiere kommt der Bestands- und Innenent-
wicklung für Köln eine große Bedeutung zu. 
Durch die Bestands- und Innenentwicklung 
kann neuer und zusätzlicher Wohnraum in 
bestehenden Siedlungsstrukturen bei ge-
ringer Flächenneuversiegelung geschaffen 
werden.
Bereits seit 1989 befasst sich die Stadt Köln 
mit Fragestellungen der Innenentwicklung. 
Im Rahmen des Baulückenprogramms 
konnten durch eine proaktive und intensi-
ve Ansprache und Beratung der Eigentü-
mer*innen Baulücken geschlossen werden. 
Aktuell wird ein bauliches Potenzial vor 
allem in der Aufstockung und Umstrukturie-
rung baulich untergenutzter Grundstücke 
gesehen. Die Stadt Köln ist dabei ein Bau-
potenzialregister zu veröffentlichen, welches 
diese Baupotenziale durch den Einsatz digi-
taler Automatismen identifiziert und öffent-
lich zur Verfügung stellt.
Der Köln-Katalog Bestand stellt als neuer 
Baustein der Kölner Bestands- und Innen-
entwicklung die strategischen Entwick-
lungsmöglichkeiten von Bestandsquartieren 
in den Fokus und beantwortet dabei die 
Kernfrage: Wie kann Köln die gebaute Stadt 
zukunftsfähig weiterentwickeln und welche 
Umsetzungsinstrumente stehen dafür zur 
Verfügung?
Erste Ideen und Best-Practice-Beispiele lie-
ferte bereits die Veranstaltungsreihe „Kölner 
Perspektiven zu Stadt mit Bestand“ zwi-
schen August und November 2023. In insge-
samt vier Fachveranstaltungen stellten na-
tionale und internationale Expert*innen ihre 
Arbeit als Impulse für die Kölner Stadtent-
wicklung vor. Im Fokus standen die Gestal-
tung und Weiterentwicklung der gebauten 
Stadt sowie die Möglichkeiten und Heraus-
forderungen im Umgang mit dem Bestand 
auf den unterschiedlichen Maßstabsebenen: 
Gesamtstadt, Quartier- und Blockebene.

15
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!
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Zielkarte Wohnen der Stadtstrategie  
„Kölner Perspektiven 2030+“
Von der Stadtstrategie zum Köln-Katalog Bestand
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ wurde am 14. Dezember 2021 vom 
Rat der Stadt Köln beschlossen und dient 
seitdem als Kompass für eine zukunftsge-
richtete, strategische und nachhaltige Stadt-
entwicklung. Mit der Stadtstrategie bekennt 
sich Köln dazu, das Stadtwachstum durch 
eine effiziente und nachhaltige Flächen-
nutzung zu gestalten. Leitsatz 1 „Köln sorgt 
für kompakte und lebenswerte Quartiere“ 
fordert neben qualitativen Zielvorgaben auch 
eine Reduzierung des Flächenverbrauchs: 
„Köln geht sorgsam mit der knappen Res-
source Fläche um. “ (Ziel 1.2). (Stadt Köln 
2021: 80)
Auf dieser Grundlage wurde der „Köln-Ka-
talog – Typologien für kompakte, nachhaltige 
und lebenswerte Quartiere“ für neue Quar-
tiersentwicklungen in einem integrierten 
Prozess erstellt. Das Instrument zur Steue-
rung einer flächenschonenden Bauweise 
berücksichtigt die vorgegebenen Zieldichten 
und Qualitätsstandards der Stadtstrategie 
und zeigt, wie kompakte und somit flächen-
sparende Quartiere zukünftig aussehen 
können. Mit Ratsbeschluss (Nr. 3068/2022) 
vom 23. März 2023 wurde der Köln-Katalog 
als städtebauliches Entwicklungskonzept für 
eine nachhaltige Stadtentwicklung beschlos-
sen. Seither wird er insbesondere bei be-
bauungsplanrelevanten Vorhaben, unter dem 
Aspekt der Abwägung im Abgleich mit ande-
ren Belangen (§ 1 Absatz 7 Baugesetzbuch 
-BauGB-), berücksichtigt (nach § 1 Absatz 6 
Nr. 11 BauGB). So entfaltet der Köln-Katalog 
eine steuernde Wirkung auf neue Quartiers-
entwicklungen.
Der Köln-Katalog Bestand widmet sich als 
zweiter Band der Köln-Katalog Reihe den 
Bestandsquartieren und ihren Entwicklungs-
möglichkeiten. 
15

16
Einleitung
Ziele
Die übergeordneten Ziele des Köln-Katalog 
Bestand sind:
 › Umsetzung der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030+“ ,
 › Entwicklung von kompakten, nachhalti-
gen, lebenswerten und zukunftsfähigen 
Bestandsquartieren,
 › Schaffung von Wohnraum durch Nutzung 
der Potenziale der gebauten Stadt,
 › Effiziente und nachhaltige Flächennut-
zung und Reduzierung der Flächenneuin-
anspruchnahme,
 › Beitrag zu den Kölner Zielen zu Klima-
schutz und Klimaanpassung z. B. Klima-
neutralität 2035.
Konkret soll der Köln-Katalog Bestand:
 › das übergeordnete Zielsystem der Stadt-
strategie „Kölner Perspektiven 2030+“ 
– operationalisieren und konkret im Quar-
tier anwenden,
 › abgestimmte Kriterien und Strategien für 
eine mehrfache Innenentwicklung auf-
zeigen,
 › Potenziale und Mehrwerte der mehrfa-
chen Innenentwicklung verbildlichen.
Aufbau
Der Köln-Katalog Bestand orientiert sich 
am Köln-Katalog für Neubauquartiere. Dazu 
werden zunächst Qualitäten für Bestands-
quartiere beschrieben, die für das gesamte 
Konzept als inhaltlicher Orientierungsrah-
men dienen. 
In der anschließenden Bestandsanalyse 
werden die verschiedenen Kölner Gebiets-
typen in Hinblick auf die Qualitäten der 
mehrfachen Innenentwicklung eingeschätzt. 
Hierbei steht die Fragestellung: „Welche He-
rausforderungen und Entwicklungspoten-
ziale gibt es in den Quartieren?“
Das dritte Kapitel bildet den Kern des Köln-
Katalog Bestand. Entlang der Qualitäten 
werden baulich-räumliche Strategien als Lö-
sungsansätze für die Entwicklung der Kölner 
Bestandsquartiere aufgezeigt. Die Anwen-
dung dieser Strategien wird anschließend 
exemplarisch in verschiedenen Quartiersty-
pen erprobt. Abschließend beschäftigt sich 
das letzte Kapitel mit der Umsetzung und 
Anwendung des Köln-Katalog Bestand.

17
Erarbeitungsprozess
Die Erstellung des Köln-Katalog Bestand 
erfolgte in vier Schritten:
1. Qualitäten und Bestandsanalyse,
2. Strategien, 
3. Anwendungsbeispiele,
4. Umsetzungsmöglichkeiten.
Der Köln-Katalog Bestand ist ein integrier-
tes Fachkonzept, an dessen Erarbeitung 
folgende Ämter und Dienststellen unter 
Federführung der Stabsstelle Strategische 
Stadtentwicklung beteiligt waren: 
 › Amt für Stadtentwicklung und Statistik,
 › Amt für Liegenschaften, Vermessung  
und Kataster,
 › Amt für Recht, Vergabe und  
Versicherungen,
 › Amt für Wohnungswesen,
 › Umwelt- und Verbraucherschutzamt,
 › Stadtplanungsamt,
 › Bauaufsichtsamt,
 › Amt für Landschaftspflege und 
 Grünflächen,
 › Amt für nachhaltige Mobilitäts-
entwicklung,
 › Wohnungsbauleitstelle,
 › Koordinationsstelle Klimaschutz.
Die inhaltliche Arbeit, insbesondere die 
Entwicklung der Strategien und der Anwen-
dungsbeispiele, wurden durch die Planungs-
büros De Zwarte Hond aus Köln und Duplex 
Architekten aus Düsseldorf begleitet und 
bearbeitet.
Projektstart
1. Workshop
Projektende/
Veröffentlichung
Thema
Qualitäten und 
Bestandsanalyse
2. Workshop
Thema
Strategien
3. Workshop
Thema
Anwendungsbeispiele
4. Workshop
Thema
Umsetzungs-
möglichkeiten
Erörterungsrunde
Thema
Gesamtkonzept
Köln-Katalog Bestand
Frühjahr 2026 Herbst 2024

18
Einleitung
Qualitäten
Was braucht ein Bestandsquartier im Sinne 
der mehrfachen Innenentwicklung? Unter 
dieser Fragestellung wurden folgende Quali-
täten identifiziert:
Bauweise
Eine kompakte Bauweise nutzt den vorhan-
denen Raum effizient und flächensparend, 
so werden Ressourcen geschont und mehr 
Wohnraum geschaffen. Sie nimmt Rücksicht 
auf die Bestandsbebauung und den Charak-
ter des Quartiers und erhöht die Akzeptanz 
von Dichte durch eine ansprechende Ge-
staltung.
Nutzungsmischung
Eine gemischte, multifunktionale Nutzungs-
struktur innerhalb der Quartiere ermöglicht 
kurze Wege und ein lebendiges Miteinander. 
Eine höhere Flächeneffizienz kann durch ge-
stapelte Nutzungen und flexible Raum- und 
Nutzungskonzepte erreicht werden.
Grün & Klima
Begrünung spielt für die Klimaanpassung 
eine wichtige Rolle, da dadurch Verschat-
tungen und Kühlungseffekte erreicht wer-
den. Auch verbessern Dach- und Fassaden-
begrünung das Mikroklima und mindern 
Hitzebelastungen. Einen weiteren Beitrag 
für die Klimaresilienz leisten entsiegelte 
Flächen, die als Freiräume multifunktional 
genutzt werden können.
Mobilität
Eine gute Anbindung und eine optimierte 
Mobilität ermöglichen eine sichere, barriere-
freie und gerechte Fortbewegung für alle. 
Die Förderung nachhaltiger Mobilitätsfor-
men reduziert die Flächeninanspruchnahme 
und Emissionen durch Verkehr.
Veedelscharakter
Die Vielfältigkeit der Kölner Veedel ist für 
die Kölner Identität von hoher Wichtigkeit. 
Entsprechend sind Angebote und Begeg-
nungsorte für den sozialen Austausch in 
der Nachbarschaft zu schaffen, um so die 
Lebensqualität zu erhöhen. Ergänzend dazu 
ermöglichen unterschiedliche, flexible und 
inklusive Wohnangebote ein gutes Leben, 
Aufwachsen und Altern im Veedel.
Mindset
Um Bestandsquartiere zukunftsfähig zu ge-
stalten und immer die beste Lösung für die 
jeweilige Situation vor Ort zu finden, sind 
Prozesse offen, mutig und flexibel zu gestal-
ten.
Qualitäten für
Bestandsquartiere
Bauweise
Veedels-
charakter
Nutzungs
-
mischung
Grün &
Klima
Mobilität
kompakt
maßstäblich
flexibel
sparsam
nachhaltig
sicher
angebunden
optimiert
gerecht
barrierefrei
gemeinsam
identitätsstiftend
vielfälltig
inklusiv
gerecht
lebenswert
erreichbar
gemischt
multifunktional
gestapelt
dreidimensional
gerecht
hitzegeschützt
resilient
qualitativ
flexibel
begrünt gebündelt

19
Mobilität
Eine gute Anbindung und eine optimierte 
Mobilität ermöglichen eine sichere, barriere-
freie und gerechte Fortbewegung für alle. 
Die Förderung nachhaltiger Mobilitätsfor-
men reduziert die Flächeninanspruchnahme 
und Emissionen durch Verkehr.
Veedelscharakter
Die Vielfältigkeit der Kölner Veedel ist für 
die Kölner Identität von hoher Wichtigkeit. 
Entsprechend sind Angebote und Begeg-
nungsorte für den sozialen Austausch in 
der Nachbarschaft zu schaffen, um so die 
Lebensqualität zu erhöhen. Ergänzend dazu 
ermöglichen unterschiedliche, flexible und 
inklusive Wohnangebote ein gutes Leben, 
Aufwachsen und Altern im Veedel.
Mindset
Um Bestandsquartiere zukunftsfähig zu ge-
stalten und immer die beste Lösung für die 
jeweilige Situation vor Ort zu finden, sind 
Prozesse offen, mutig und flexibel zu gestal-
ten.
Qualitäten für
Bestandsquartiere
Bauweise
Veedels-
charakter
Nutzungs
-
mischung
Grün &
Klima
Mobilität
kompakt
maßstäblich
flexibel
sparsam
nachhaltig
sicher
angebunden
optimiert
gerecht
barrierefrei
gemeinsam
identitätsstiftend
vielfälltig
inklusiv
gerecht
lebenswert
erreichbar
gemischt
multifunktional
gestapelt
dreidimensional
gerecht
hitzegeschützt
resilient
qualitativ
flexibel
begrünt gebündelt
Übersicht der Qualitäten für die Bestandsentwicklung

20
Einleitung
Glossar
Mehrfache Innenentwicklung 
Der Köln-Katalog Bestand widmet sich den 
Entwicklungsmöglichkeiten von Bestands-
quartieren im Sinne der „mehrfachen Innen-
entwicklung“ . Dieser Begriff wird im Agglo-
merationsprogramm der Region Köln/Bonn 
wie folgt definiert: „Dem integrierten Ent-
wicklungsprinzip der mehrfachen Innenent-
wicklung nach, soll eine bauliche und funk-
tionale Innenentwicklung (im Sinne einer 
kompakten Stadt der kurzen Wege) mit einer 
Ergänzung und Qualifizierung des Grüns, mit 
einer Erhöhung der klimaschonenden Mobi-
litätsoptionen sowie mit Maßnahmen einer 
nachhaltigen Energieversorgung kombiniert 
werden, um die möglichen negativen Folgen 
baulicher Verdichtung (Versiegelung, Ver-
kehrsaufkommen, Verletzlichkeit im Zuge 
des Klimawandels) von vornherein zu mini-
mieren. So verstanden ermöglicht die mehr-
fache Innenentwicklung die Umsetzung von 
ortsangepassten baulichen und funktiona-
len Dichten und gleichzeitig die Chance, die 
Quantität und Qualität des Freiraums zu 
erhöhen, die Mobilitätsangebote vor Ort zu 
optimieren und einen wichtigen Beitrag zur 
Klimaanpassung zu leisten. “ (Region Köln/
Bonn e. V. 2021). Der Köln-Katalog Bestand 
setzt innerhalb dieses Prinzips einen eige-
nen Fokus auf die definierten Qualitäten für 
Kölner Bestandsquartiere.
Stadt der kurzen Wege  
Neben dem Prinzip der „mehrfachen Innen-
entwicklung“ basiert der Köln-Katalog Be-
stand auch auf dem planerischen Grundsatz 
der „Stadt der kurzen Wege“ . Das Umwelt-
bundesamt fasst diesen folgendermaßen 
zusammen: „Von einer Stadt […] der kurzen 
Wege kann man sprechen, wenn die Voraus-
setzungen gegeben sind, die alltäglichen 
Aufgaben wie den Weg zur Arbeit und zur 
Ausbildung, Versorgungswege sowie den 
Weg zur Schule und zum Kindergarten in 
kurzer Zeit bewältigen zu können, ohne 
dazu auf ein Auto angewiesen zu sein. Die 
wesentlichen Elemente einer Stadt […] der 
kurzen Wege sind eine kompakte Sied-
lungsstruktur, Nutzungsmischung sowie die 
attraktive Gestaltung der öffentlichen Räu-
me, sodass diese zum Aufenthalt einladen. “ 
(Umweltbundesamt 2011: 5) 
Bestandsquartier 
Ein Bestandsquartier ist ein Teilraum der 
gebauten Stadt mit Gebäuden und Infra-
strukturen. Im Köln-Katalog Bestand werden 
Quartiere mit Wohn- und Mischnutzung als 
Bestandsquartiere bezeichnet. Alle anderen 
räumlichen Zusammenhänge wie Gewer-
be- oder Industriegebiete werden hier nicht 
betrachtet.

21
Lagetypen 
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ unterteilt das Kölner Stadtgebiet in 
drei Lagetypen:
Die Innenstadt ist der zentrale Bereich Kölns 
bis zum Inneren Grüngürtel.
Die Innere Stadt ist der Bereich zwischen 
dem Inneren und Äußeren Grüngürtel.
Die Äußere Stadt ist der Bereich zwischen 
dem Äußeren Grüngürtel und der Kölner 
Stadtgrenze. 
Gebietstypen 
Der Köln-Katalog Bestand unterscheidet 
zwölf verschiedene Gebietstypen anhand 
folgender Parameter:
 › Lage im Stadtgebiet
 › Entstehungsgeschichte
 › Bebauungsstruktur
 › Anteil an Nutzungsmischung
Alle Kölner Bestandsquartiere können einem 
Gebietstyp zugeordnet werden. Diese Ein-
ordnung wird vorgenommen, um in Form 
einer Blaupause allgemeingültige Aussagen 
zu vergleichbaren Bereichen der Stadt tref-
fen zu können.  
Innere Stadt
Äußere Stadt
Äußerer Grüngürtel
Innerer Grüngürtel
Lagetypen in Köln und die Grüngürtel

22
Einleitung
Betrachtet werden nur die Siedlungsflächen 
entsprechend den Flächenabgrenzungen 
nach Flächennutzungsplan. Gewerbeflä-
chen sowie größere Grünflächen, Infrastruk-
turen und Sondernutzung über 10 Hektar 
werden nicht berücksichtigt.
Geschossfläche (GF) 
Die Geschossfläche ist die Summe der Flä-
chen aller Vollgeschosse. Eine Differenzie-
rung in Vollgeschosse und Staffelgeschosse 
findet im Köln-Katalog Bestand nicht statt.
Geschossflächenzahl (GFZ) 
Die Geschossflächenzahl beschreibt die 
bauliche Dichte auf einem Grundstück. Sie 
ist die Kennzahl der Baunutzungsverord-
nung (BauNVO) für das Maß der baulichen 
Nutzung und gibt die Geschossfläche im 
Verhältnis zur Grundstücksfläche an. Die 
GFZ wird insbesondere in Bebauungsplänen 
angewendet.
GFZ =
Geschossfläche (m²)
Grundstücksfläche oder Nettobauland (m²)
Quartiersdichte 
Die Quartiersdichte bzw. städtebauliche 
Dichte beschreibt die bauliche Dichte eines 
gesamten Quartiers. Sie ist in der Stadtstra-
tegie „Kölner Perspektiven 2030+“ definiert, 
jedoch rechtlich nicht festgelegt. Sie er-
rechnet sich aus dem Verhältnis der Summe 
der gebauten Geschossfläche zur Quar-
tiersfläche. Dazu werden auch Flächen der 
städtischen Infrastruktur sowie Grün- und 
Freiflächen innerhalb des Quartiers mit ein-
bezogen.
Quartiersdichte =
Geschossfläche (m²)
Quartiersfläche (m²)
Typologien 
Die Gebäude- und Siedlungsstrukturen 
Kölns lassen sich durch ihre unterschiedli-
che Morphologie in Typologien klassifizieren. 
Diese weisen jeweils spezifische Charakte-
ristika in Bezug auf Wohnform, Erschließung 
und Nutzungsmischung auf. Der Köln-Kata-
log Bestand ist hier eng mit dem Köln-Kata-
log (Band 1 zu Neubauvorhaben) verknüpft. 
Basierend auf der gleichen Gebäude- und 
Siedlungstypologie-Karte (vgl. Stadt Köln 
2023: 30), präzisiert er diese aber in ihrer 
Beschreibung.

23
Nutzungsmischung 
Mit dem Begriff „Nutzungsmischung“ wer-
den alle Nicht-Wohnnutzungen innerhalb 
eines Quartiers zusammengefasst. Es han-
delt sich beispielsweise um Funktionen wie 
Einzelhandel, kleinteiliges wohnungsnahes 
Gewerbe, Büros, aber auch soziale, Bildungs- 
und Kulturinfrastruktur. 
Wohneinheiten je Hektar (WE/ha) 
Die Berechnung der Wohneinheiten pro 
Hektar beruht auf der pauschalen Annah-
me von 90 m² Geschossfläche, die durch-
schnittlich je Wohnung (inkl. Erschließungs-
flächen etc.) benötigt werden.
Median Geschossigkeit 
Zur Ermittlung des Medians der Geschossig-
keit werden die Geschosse aller Gebäude 
(ohne Garagen, Nebengebäude) in einem 
Gebiet – hier in allen Gebieten eines Ge-
bietstyps – statistisch addiert und daraus 
eine Mittelwertgruppe gebildet. Der Median 
gibt also die Anzahl an Geschossen an, die 
im untersuchten Gebiet am häufigsten 
auftreten, und nicht die durchschnittliche 
Geschosszahl.
Versiegelungsgrad 
Der Versiegelungsgrad gibt an, wie hoch der 
Anteil an versiegelter Fläche im betrachte-
ten Gebiet in Prozent ist. Er ist eine wichtige 
Kennzahl zur Bewertung der klimatischen 
Situation (Hitze) innerhalb eines Gebiets.
ÖPNV 
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) 
vereint im Kontext des Köln-Katalog Be-
stand alle öffentlichen Verkehrsmittel unter 
einem Begriff. Gemeint sind hier insbeson-
dere Busse und Stadtbahnen. 
Die Stadtstrategie besagt in Ziel 1.1. (vgl. 
Stadt Köln 2021: 85), dass für zukünftige 
Siedlungsentwicklung beziehungsweise -er-
weiterung eine leistungsfähige Anbindung 
an den öffentlichen Nahverkehr zu gewähr-
leisten ist. 
Schienengebundene Angebote  
für den Nahverkehr 
In Köln entsprechen „schienengebundene 
Angebote für den Nahverkehr“ den Stadt-
bahnanschlüssen. In der Analyse der Ge-
bietstypen wurden diese als Indikator für 
eine leistungsfähige Anbindung an den 
öffentlichen Nahverkehr untersucht. 
MIV 
Im Gegensatz zum ÖPNV umfasst der Be-
griff „Motorisierter Individualverkehr“ alle 
motorisierten Fahrzeuge in individueller 
Nutzung. Dies umfasst unter anderem PKW, 
Motorräder und Mofas.

24

25
Kapitel II 
 
Bestandsanalyse
Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse der Kölner Bestands-
quartiere zusammen und zeigt Erkenntnisse für die Innenstadt, die 
Innere Stadt und die Äußere Stadt auf. Dafür werden zunächst alle 
Kölner Stadtquartiere einem der zwölf Gebietstypen zugeordnet. Als 
Grundlage für diese Zuordnung dient die Karte der Gebäude- und 
Siedlungstypologien aus dem Köln-Katalog (Stadt Köln 2023: 30 f.).
Anschließend werden die Gebietstypen auf die Parameter: Quar-
tiersdichte, Geschossflächenzahl (GFZ), Wohneinheiten je Hektar 
(WE/ha), Anteil an Nutzungsmischung, Versiegelungsgrad und Ge-
schossigkeit untersucht. Die Ergebnisse sind als Durchschnittswerte 
je Gebietstyp in den Steckbriefen dargestellt. Diese sowie die the-
menbezogenen Analysekarten sind im Anhang zu finden.

26
Bestandsanalyse
Räumliche Charakteristika Kölns
Zusammenfassend lassen sich für die Kölner Bestandsquartiere 
folgende Aussagen treffen:
Stadt der Achsen
Historisch gewachsene Erschließungsstrukturen prägen das links-
rheinische Köln. Aus dem Zentrum heraus führen radiale Haupt-
straßen, gleichzeitig gliedern die Ringstraßen den Stadtraum. 
Im rechtsrheinischen Stadtgebiet verlaufen die Stadtachsen weniger 
gradlinig, stellen jedoch wichtige Wegeverbindungen zwischen den 
Stadtteilen und über die Stadtgrenzen hinaus dar. 
Heterogene, häufig kleinteilige Bebauungsstruktur
Köln wird durch eine heterogene Bebauung, die in weiten Teilen der 
Nachkriegszeit entstammt, geprägt. Außerhalb der Innenstadt und 
der kompakten Veedel der Inneren Stadt ist Köln zudem kleinteilig 
bebaut. Rund 58 % der Kölner Wohngebäude (ohne Wohnheime) 
sind Einfamilien- und Doppelhäuser (Stadt Köln 2025: 161).
Kontrast zwischen Innenstadt und Äußerer Stadt
Die bauliche Dichte der Bestandsquartiere nimmt von der Innenstadt 
zur Äußeren Stadt deutlich ab. Gleiches gilt für die Nutzungsmi-
schung als Indikator für lebendige Quartiere und qualitätvolle Dichte. 
Polyzentrische Struktur – Stadt der Veedel
Individuelle Veedel mit lokalen Versorgungsangeboten sind entlang 
der Stadtachsen und um ehemals dörfliche Kerne entstanden. Sie 
prägen sowohl die bauliche Struktur Kölns als auch die Identität in 
den Quartieren.

27
Zwei Grüngürtel und der Rhein
Der Rhein mit seinen Ufern und die Grünstrukturen aus Innerem und 
Äußerem Grüngürtel sind in Köln stadtbildprägend. Diese großen, 
zusammenhängenden Freiflächen sind als Sport- und Erholungs-
flächen ebenso wichtig, wie zur Kühlung an Hitzetagen.
Versiegelte Hitzeschwerpunkte 
Weite Teile der Innenstadt und Inneren Stadt werden durch den 
 hohen Versiegelungsgrad in der Planungshinweiskarte Hitze als 
 Hitzeschwerpunkte mit klimatischem Sanierungsbedarf ausge-
wiesen. Aber auch in Teilen der Äußeren Stadt befinden sich stark 
 versiegelte Räume. (Stadt Köln 2026)
Veedelsstruktur bietet kurze Wege
Durch seine polyzentrische Struktur bietet Köln gute Voraussetzun-
gen für eine Stadt der kurzen Wege. Jedoch zeigen einige Siedlungs-
bereiche, insbesondere in der Äußeren Stadt, Defizite in der fußläufi-
gen Versorgung.
Mobilität braucht Raum 
Der ruhende Verkehr nimmt viel Raum ein, sowohl auf öffentlichen 
wie auch auf privaten Flächen. Die Stellflächen des ruhenden Ver-
kehrs sind größtenteils versiegelt und steigern dadurch die Hitze-
belastung der Stadt. Ansätze für gestapelte Stellflächen gibt es in 
Köln kaum. Aufgrund des historischen Stadtgrundrisses besteht in 
der Innenstadt und in der Inneren Stadt nur wenig räumliche Flexibi-
lität.

28
Bestandsanalyse
Gebietstypen
Die Kölner Bestandsquartiere ordnen sich zwölf unter-
schiedlichen Gebietstypen zu, die sich in ihrer Lage inner-
halb der Stadt, ihrer Entstehung, ihrer Bebauungsstruktur 
und ihrem Anteil an Nutzungsmischung unterscheiden.
Mehrere Bestandsquartiere bzw. -gebiete können einem 
 Gebietstyp zugeordnet werden. Betrachtet werden nur die 
Siedlungsflächen entsprechend der Flächenabgrenzungen 
nach Flächennutzungsplan. Gewerbeflächen sowie größere 
Grünflächen, Infrastrukturen und Sondernutzungen über 10 
Hektar werden nicht berücksichtigt. Auf den folgenden Sei-
ten sind die einzelnen Gebietstypen sowie Kernaussagen zur 
Innenstadt, Inneren Stadt und  Äußeren Stadt aufgeführt.
Gebietstypen
 Kernstadt
 Innerstädtisches Veedel
 Kompaktes Veedel
 Aufgelockertes Veedel
 Veedelsrand
 Zwischenstadt
 Suburbane Vorstadt
 Integriertes Veedel
 Planstadt
 Gewachsene Siedlung
 Solitäre Siedlung
 Kleinteiliges Wohngebiet

29

30
Bestandsanalyse
Innenstadt
 › Die Innenstadt ist geprägt von einer kompakten, geschlossenen 
Blockrandbebauung, die die höchsten Quartiersdichten in Köln auf-
weist. Umstrukturierungen von Blockinnenbereichen können bauliche 
Potenziale heben bzw. durch Entsiegelung und Begrünung zur Steige-
rung der Wohn- und Aufenthaltsqualität führen.
 › Die Bestandsquartiere der Innenstadt haben die höchsten Anteile an 
Nutzungsmischung mit einem Schwerpunkt im Einzelhandel. Diese 
befinden sich in den Erdgeschosszonen und wirken bis in den öffentli-
chen Raum. Ungenutzte Gewerbe- und Büroimmobilien können durch 
Umnutzungen, auch für Wohnen, reaktiviert werden.
 › Der Versiegelungsgrad ist innerhalb der Siedlungsflächen der Innen-
stadt sehr hoch und es gibt nur wenige öffentliche Grünflächen. Trotz 
der direkten Nähe zum Rhein und zum Inneren Grüngürtel ist die 
Hitzebelastung in der Innenstadt sehr hoch. Um dieser Herausforde-
rung gerecht zu werden und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt 
zu stärken, gilt es, Flächen konsequent zu entsiegeln und zu begrü-
nen. Dabei können auch Fassaden- und Dachbegrünungen wirksame 
Instrumente bilden.
 › Obwohl die Innenstadt über eine gute Anbindung für den Rad- und 
Fußverkehr verfügt und auch mit dem ÖPNV gut zu erreichen ist, be-
setzt der ruhende Verkehr sehr viel öffentlichen Raum. Dieser Raum 
kann durch eine schrittweise Umorganisation des ruhenden Verkehrs 
entsiegelt und attraktiv gestaltet werden. In der Innenstadt könnte so-
mit die Aufenthalts- und Lebensqualität erheblich gesteigert werden.
 › Die Veedel der Innenstadt haben eigene Identitäten und Charaktere. 
Ihre öffentlichen Räume unterliegen einer hohen Nutzungsfrequenz, 
die teilweise bereits zu einer Überlastung der Räume führt und die 
Lebensqualität der Bewohner*innen einschränkt. Bei der Gestaltung 
der Innenstadt ist daher sowohl den privaten Bedürfnissen Rechnung 
zu tragen, als auch der Präsentation der Kölner Weltoffenheit.

31
Gebietstypen der Innenstadt
Kernstadt 
Kompakte, geschlossene Bebauung mit 
teilweise sehr tiefen Gebäuden und häufig 
überbauten Blockinnen bereichen
Innerstädtisches Veedel 
Kompakte, geschlossene Blockrand - 
bebauung der Gründerzeit mit  Hinterhäusern 
oder niedrigen Hof bebauungen

32
Bestandsanalyse
Innere Stadt
 › Die Innere Stadt zeigt entlang der Stadtachsen eine geschlossene Block-
randbebauung. In den Nebenstraßen und in Richtung des Äußeren 
Grüngürtels wird die Bebauung niedriger, kleinteiliger und gemischter. 
Gewerbebetriebe und andere Siedlungstypen durchsetzen die Wohnbe-
bauung. Abseits der kompakten Stadtachsenbebauung werden nur mitt-
lere bis niedrige Quartiersdichten erreicht. Aufgrund ihrer guten Lage im 
Stadtgebiet und der geringeren Dichte ergeben sich in der Inneren Stadt 
Potenziale für eine bauliche Weiterentwicklung, beispielsweise durch die 
Umstrukturierung von Innen- und Garagenhöfen, eine Höhenentwicklung 
entlang der Achsen oder die Ergänzung kompakterer Typologien in den 
kleinteiligen Gebieten.
 › Der Anteil an Nutzungsmischung ist in der Inneren Stadt insgesamt nied-
riger als in der Innenstadt. Lediglich die zentralen Versorgungsbereiche 
entlang der Stadtachsen weisen eine mittlere Nutzungsmischung auf. Um 
dem Prinzip der „Stadt der kurzen Wege“ auch in der Inneren Stadt ge-
recht zu werden, können durch Bündelungseffekte in den Versorgungs-
schwerpunkten tragfähige Angebote bedarfsgerecht entwickelt werden.
 › Die meisten Gebiete der Inneren Stadt liegen in direkter Nähe zum In-
neren oder Äußeren Grüngürtel. Innerhalb der Siedlungsflächen ist der 
Versiegelungsgrad jedoch hoch und es gibt nur ein geringes Angebot an 
öffentlichen Grünflächen. Lediglich an den Veedelsrändern und mit ab-
nehmender baulicher Dichte nimmt der Anteil sowohl an privaten Gärten 
als auch an begrünten Straßen zu. Zur Verbesserung der klimatischen 
Situation und damit auch der Lebensqualität der Bewohner*innen sind in 
den Quartieren konsequent Flächen zu entsiegeln und Begrünungsmaß-
nahmen, insbesondere auf Dach- und an Fassadenflächen, umzusetzen. 
 › Die Innere Stadt entspricht in Hinblick auf die Mobilität dem Prinzip der 
„Stadt der kurzen Wege“ . Versorgungseinrichtungen, Infrastrukturange-
bote und Angebote des täglichen Bedarfs können fußläufig oder mit dem 
Fahrrad gut erreicht werden. Der ruhende Verkehr belegt einen Großteil 
des Straßenraums und damit des öffentlichen Raums. Durch eine struk-
turelle Neuorganisation besteht in der Inneren Stadt viel Potenzial für die 
Weiterentwicklung des Straßenraums hin zu einem Stadtraum, der vielfäl-
tig genutzt werden kann.
 › Nicht alle Veedel der Inneren Stadt zeigen einen eigenen Charakter. Das 
nachbarschaftliche Miteinander und der Austausch können durch multi-
funktionale, gut gestaltete öffentliche Räume gestärkt werden.

33
Gebietstypen der Inneren Stadt
Kompaktes Veedel 
Kompakte, geschlossene Blockrandbebauung 
mit niedrigen Gewerbebauten und Garagen in 
den Block innenbereichen
Veedelsrand 
Meist kleinteilige Weiterentwicklung der Sied-
lungsstruktur in direktem Anschluss an das 
Aufgelockerte Veedel
Aufgelockertes Veedel 
Blockrandbebauung entlang von Stadtachsen 
oder Versorgungszentren, mit starken Brüchen 
durch weitere Siedlungstypologien in zweiter 
Reihe
Zwischenstadt* 
Heterogene Bebauungsstruktur der Nach-
kriegszeit, großflächige Siedlungserweiterun-
gen als „Lückenschlüsse“ im Siedlungskörper
*  Die Zwischenstadt ist auch in der Äußeren Stadt vertreten. Die Suburbane Vorstadt und das Kleinteilige 
Wohngebiet kommen vereinzelt auch in der Inneren Stadt vor.

34
Bestandsanalyse
Äußere Stadt
 › Die Äußere Stadt zeigt eine heterogene Bebauung mit überwiegend 
kleinteiligen und flächenintensiven Strukturen. Die Quartiersdichte ist 
vergleichsweise niedrig. Potenziale für eine Nachverdichtung mit zu-
sätzlichem Wohnraum bieten insbesondere Gebiete, die bereits über 
gute Rahmenbedingungen, wie Versorgungsmöglichkeiten und schie-
nengebundene Angebote für den Nahverkehr, verfügen.
 › Die Bestandsquartiere der Äußeren Stadt weisen kaum Nutzungsmi-
schung auf. Solitäre Siedlungen und Kleinteilige Wohngebiete verfü-
gen über keine Versorgungsbereiche. Für eine Weiterentwicklung der 
Äußeren Stadt unter dem Prinzip der „Stadt der kurzen Wege“ sind die 
Nachverdichtungspotenziale zu nutzen, um somit auch den Anteil an 
Nutzungsmischung zu erhöhen.
 › Trotz vieler privater Gärten beträgt der Versiegelungsgrad innerhalb 
der Siedlungsflächen der Äußeren Stadt über 50 %. Die dadurch er-
zeugte Hitzebelastung kann durch konkrete Entsiegelungsmaßnah-
men, insbesondere bei privaten und öffentlichen Parkplätzen, gemin-
dert werden. Ergänzende Wegeverbindungen machen die Landschaft 
erlebbar und steigern die Wohnqualität.
 › Die Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen und Angeboten des 
täglichen Bedarfs ist, je nach Lage in der Äußeren Stadt, sehr unter-
schiedlich. Teilbereiche sind nicht an schienengebundene Angebote 
für den Nahverkehr angeschlossen und nur über Busverbindungen 
erreichbar. Alternative Mobilitätsangebote können die vorhandenen 
Angebote ergänzen.
 › Die „Veedelsidentität“ ist ein wichtiger Baustein der Kölner Lebensart. 
In der Äußeren Stadt fehlen für gute nachbarschaftliche Kontakte häu-
fig die notwendigen Räume. Handlungsbedarf besteht daher bei der 
Gestaltung vorhandener bzw. in der Entwicklung neuer öffentlicher 
Orte. Darüber hinaus sind neue Wohnangebote zu schaffen, die auch 
ein Leben im Alter im eigenen Veedel ermöglichen.

35
Gebietstypen der Äußeren Stadt
Suburbane Vorstadt* 
Großflächige Siedlungserweiterungen 
überwiegend der Nachkriegszeit, strukturelle 
Ausrichtung auf den MIV
Gewachsene Siedlung 
Dörfliche Grundstruktur mit groß flächigen 
Erweiterungen durch kleinteilige Wohn-
bebauung
Integriertes Veedel 
Sehr heterogene Bebauungsstruktur,  
starke Entwicklung aus dörflichen Grund-
strukturen, eigenständig wahrnehmbarer 
Veedelscharakter
Solitäre Siedlung 
Dörfliche Grundstruktur mit Erweiterungen 
durch kleinteilige Wohn bebauung, kein  
Versorgungszentrum vorhanden
Planstadt 
Autark geplanter Stadtbaustein mit eigenem 
Zentrum, Großwohnsiedlungen und ergän-
zend serielle, kleinteilige Wohntypologien
Kleinteiliges Wohngebiet* 
Reine Wohngebiete mit kleinteiliger  
Wohn bebauung ohne Anschluss an  
andere Siedlungsstrukturen
*  Die Suburbane Vorstadt und das Kleinteilige Wohngebiet kommen vereinzelt auch in der Inneren Stadt vor. 
Die Zwischenstadt ist auch in der Äußeren Stadt vertreten.

36

37
Kapitel III 
 
Strategien für Bestands-
quartiere
Aus den Erkenntnissen der Bestandsanalyse wurden 18 Strategien 
für die Bestandsentwicklung von Quartieren abgeleitet. Diese be-
schreiben einzelne, räumlich-strategische Stellschrauben, die eine 
kompakte Bauweise und gleichzeitig nachhaltige, lebenswerte und 
zukunftsfähige Quartiere fördern. Die Strategien gruppieren sich 
unter den fünf Qualitäten: Bauweise, Nutzungsmischung, Grün & 
Klima, Mobilität und Veedelscharakter. Sie sind grundsätzlich orts-
unabhängig konzipiert, einige zeigen je nach Lage- und Gebietstyp 
eine höhere Wirkung. Eine Übersicht gibt die „Übersichtstabelle der 
Empfehlungen von Strategien für die Gebietstypen“ auf der Doppel-
seite 48/49. Ausgewählte Best-Practice-Beispiele veranschaulichen 
die Wirkung der Strategien im gebauten Kontext.

38
Strategien für Bestandsquartiere
Strategien für Bestandsquartiere
Bauweise
Die unter „Bauweise” aufgezeigten Strategien ermöglichen die bauliche Weiterent-
wicklung von Bestandsquartieren. Durch Lückenschlüsse, Umstrukturierung, Höhen-
entwicklung oder Ergänzung zusätzlicher Wohntypologien wird die bauliche Dichte 
erhöht und zusätzlicher Wohnraum geschaffen, bei gleichzeitig geringer Neuversie-
gelung.
Entwicklungs-
potenziale heben
Abschnittsweise 
Höhenentwicklung 
 ermöglichen
Standortbedingte 
 Akzente setzen
Weitere  
Typologien  
zulassen
Flächen 
 umstrukturieren
Nutzungsmischung
Vielfältige Nutzungsangebote steigern die Lebensqualität und beleben durch eine 
gezielte Bündelung an zentralen Bereichen. Diese Nutzungsmischung ist auch ein 
entscheidender Faktor für die Versorgung, das soziale Miteinander und die Identifika-
tion im Quartier. Gleichzeitig hängt die Tragfähigkeit vieler Nutzungen von der Ein-
wohner*innendichte ab. 
Quartiere  
durchmischen
Stadt stapeln Nachbarschaften 
 entwickeln
Nutzungen in den 
öffentlichen Raum 
wirken lassen

39
Grün & Klima
Hochwertige Grün- und Freiräume tragen zur Minderung der Auswirkungen des 
Klimawandels bei und sind somit entscheidend für die Zukunftsfähigkeit und die 
Attraktivität der Kölner Bestandsquartiere. 
Stadt entsiegeln  
und kühlen
Freiräume vernetzen 
und erleben
Dach- und  
Fassadenflächen  
aktivieren
Räume multifunk- 
tional gestalten
Mobilität
Eine Stadt der kurzen Wege wird auf Quartiersebene durch ein Umdenken der 
Mobilitätsangebote und -räume ermöglicht. Die Strategien zeigen, wie Stadt-
räume für mehr Klimaanpassung oder Aufenthaltsqualität „freigeräumt“ werden 
können.
Alternative Mobilitäts-
angebote schaffen
Straßenraum  
wird Stadtraum
Ruhenden Verkehr  
neu organisieren
Veedelscharakter
Die Kölner Veedel haben einen eigenen, identitätsstiftenden Charakter, der durch 
Orte des nachbarschaftlichen Miteinanders und vielfältige Wohnungsangebote 
langfristig gestärkt wird.
Wohnungsvielfalt  
ermöglichen
Identitäten und  
Mitten stiften

40
Strategien für Bestandsquartiere
Bauweise
cb19 – Zwei Wohngebäude  
Christburger Straße 19, Berlin, 
zanderroth  
© Simon Menges
Wohnanlage Friedrich-Inhauser-
Straße, Salzburg, cs-architektur mit 
nagels architects  
© Volker Wortmeyer
Brusselplein, Utrecht,  
De Zwarte Hond  
© De Zwarte Hond,  
Fotograf: Luuk Kramer 
Entwicklungspotentiale 
heben
 › Kleinteilige Innenent-
wicklungspotenziale wie 
z. B. Baulücken, Aufsto-
ckungen, Ersatzneubau, 
Überbauung von Park-
plätzen innerhalb der 
Stadtstruktur identifizie-
ren und heben
 › Aktivierung und effiziente 
Nutzung von Restflächen 
und Mindernutzungen 
Abschnittsweise Höhen-
entwicklung ermöglichen
 › Anhebung der zulässigen 
Gebäudehöhen zur Er-
möglichung höherer Be-
bauungsdichten in ausge-
wählten Räumen
 › Höhenentwicklung in 
Abhängigkeit vom städte-
baulichen Kontext z. B. an 
relevanten Stadtachsen
Standortbedingte  
Akzente setzen
 › Punktuelle Anhebung der 
bislang zulässigen Gebäu-
dehöhe zur Akzentuierung 
und Erhöhung der urbanen 
Nutzungsvielfalt (bis Hoch-
hausgrenze)
 › Vertikale Verdichtung an 
Infrastrukturknoten, Plät-
zen oder Kreuzungen

41
Wohnhäuser Lacheren, Schlieren, 
Duplex Architekten  
© Thommen Katic AG, Bau-
management
Porzer Würfel, Köln,  
Architekten 5BWS Generalplanung, 
Bauherr WRH AG  
© Lioba Schneider
Weitere Typologien  
zulassen
 › Weitere Gebäudetypo-
logien im monostruktu-
rierten Siedlungskontext 
zulassen, ohne die Veedel 
zu überformen
 › Funktionelle Ergänzung 
der Wohnangebote z. B. 
Seniorenwohnheim im Ein-
familienhausgebiet, Bauen 
in zweiter Reihe, Reihen-
endhaus als Mehrfamilien-
haus
Flächen umstrukturieren 
 › Städtebauliche Neu-
ordnung und optimierte 
Flächennutzung z. B. 
Schaffung von Wohnraum 
und privaten Freiflächen 
durch Rückbau von Gara-
genhöfen
 › Leerstände durch Um-
strukturierung von Grund-
stücken oder Gebäuden 
nutzen

42
Strategien für Bestandsquartiere
Nutzungsmischung
Hart van de Waalsprong, Nijmegen, 
De Zwarte Hond  
© Eva Bloem
pa1925 – Ensemble aus vier Wohn-
gebäuden und einem Supermarkt 
Pasteurstraße, Berlin, zanderroth  
© Simon Menges
Westhof, Dübendorf, Conen Sigl 
Architekt:innen GmbH  
© Roman Keller
Quartiere durchmischen 
 › Integration fehlender 
Nutzungen zur Förderung 
lebendiger und resilienter 
Quartiere z. B. ambulante 
Pflege in EG-Zonen mit 
Tagesbetreuung 
 › Nutzungsmischung kon-
textorientiert fördern und 
fordern für eine Stadt der 
kurzen Wege z. B. soziale 
Angebote, Wohnen und 
Handel in nutzungsneutra-
len Gebäuden
Stadt stapeln 
 › Horizontale Schichtung 
unterschiedlicher Nut-
zungen zur Erhöhung von 
Dichte und Diversität z. B. 
Einzelhandel oder Bil-
dungs- und Sozial bauten 
mit Wohnen in den oberen 
Stockwerken kombinieren
 › Integration öffentlicher 
und sozialer Funktionen im 
Erdgeschoss zur Belebung 
des Stadtraums
Nachbarschaften 
 entwickeln
 › Bündelung von Flächen-
bedarfen durch nach-
barschaftlich organisierte 
Sharing-Konzepte
 › Kooperative Entwicklung 
gemeinschaftlich ge-
nutzter Angebote z. B. 
gemeinsame Grün- und 
Spielflächen, nachhaltige 
Energieversorgung, Werk-
statträume oder Arbeits- 
und Gästezimmer

43
IGGY, Malmö, Siegel Architecture  
© Cord Siegel
Nutzungen in den öffent-
lichen Raum wirken lassen
 › Erdgeschosszonen bele-
ben und Sicherheit, Teilha-
be sowie selbstbestimmte 
Nutzung des öffentlichen 
Raums fördern z. B. Ge-
meinschaftsräume, soziale 
oder öffentliche Nutzun-
gen im Erdgeschoss mit 
direktem Zugang zum 
öffentlichen Raum

44
Strategien für Bestandsquartiere
Grün & Klima
Klimapark, Mannheim,  
RMPSL  
© Foto: Roman Mensing
Gleisdreieck Ostpark, Berlin,  
Loidl  
© Foto: Julien Lanoo
Dachgarten Hochbunker Frieda 
 Ottensen, Hamburg, Architekt 
Björn Liese und Michaela Wolf 
Pflanzkonzepte  
© Roland Borgmann
Stadt entsiegeln  
und kühlen
 › Rückbau versiegelter, 
monofunktionaler Flächen 
zugunsten klimaaktiver 
und nutzungsoffener Frei-
räume z. B. bei versiegel-
ten Höfen und überdimen-
sionierten Verkehrsflächen
 › Gezielte Setzung von Frei-
räumen für mehr Aufent-
haltsqualität, Klimawirkung 
und Verschattung z. B. 
durch Baumpflanzungen 
und Wasser im öffent-
lichen Raum (grün-blaue 
Infrastruktur)
Freiräume vernetzen  
und erleben
 › Verknüpfung bestehender 
und neuer Grünräume zur 
Förderung ökologischer 
Durchlässigkeit
 › Niederschwellige Zugäng-
lichkeit durch qualitätvolle 
Aufenthaltsangebote und 
durchgehende Wegever-
bindungen
Dach- und Fassadenflächen 
aktivieren
 › Aktivierung von Dach- 
und Fassadenflächen als 
Flächenreserve für Begrü-
nung, Energiegewinnung 
und Stärkung der urbanen 
Biodiversität z. B. Photo-
voltaik und Gründächer
 › Kompensation fehlender 
Freiflächen für Spiel, Sport 
und Gemeinschaft durch 
aktive Nutzung von Dach-
flächen

45
Superkilen, Kopenhagen, BIG mit 
Topotek1 und Superflex  
© Iwan Baan
Räume multifunktional 
gestalten
 › Überlagerung von Nutzun-
gen wie Spiel, Erholung, 
Erschließung, Klimaanpas-
sung und Regenwasser-
management 
 › Nutzungen zeitlich koordi-
nieren z. B. auf Schulhöfen 
und Sportanlagen
 › Aufwertung von Bestands-
grün sowie Bündelung von 
Pflege und Verantwortung 
zur Sicherung langfristiger 
Qualität und Nutzbarkeit

46
Strategien für Bestandsquartiere
Mobilität
Mobilitätsstation Bachplätzchen, 
Düsseldorf, Connected Mobility 
Düsseldorf  
© Connected Mobility Düsseldorf
Boulevard Anspach, Brüssel,  
SumProject und Bureau greisch  
© JL Deru / Bureau greisch
Kulturgarage Aspern, Wien, 
fasch&fuchs architekt:innen  
© Hertha Hurnaus
Alternative Mobilitäts-
angebote schaffen
 › Zugängliche Mobilitäts-
angebote als Grundlage 
für Teilhabe und selbstbe-
stimmte Mobilität 
 › Vielfältige Mobilität als 
Rahmenbedingung für 
höhere bauliche Dichten 
z. B. Infrastruktur für Elekt-
romobilität, Sharing-Ange-
bote und ÖPNV-Anschluss
Straßenraum wird 
Stadtraum
 › Umgestaltung monofunk-
tionaler Verkehrsräume zu 
multifunktionalen, lebendi-
gen Stadträumen mit mehr 
Aufenthalts- und Begeg-
nungsqualität
 › Klare Trennung von Mobi-
litäts- und Stadtraumnut-
zungen zu privaten Berei-
chen z. B. durch Vorgärten 
und Vorzonen
Ruhenden Verkehr  
neu organisieren
 › Verlagerung der Verant-
wortung für private Stell-
plätze in private Zustän-
digkeit
 › Ordnung öffentlicher Stra-
ßenräume zugunsten von 
mehr Aufenthaltsqualität 
und Flächen für die Klima-
anpassung z. B. durch Ent-
siegelung und Begrünung 
ehemaliger Parkplätze

47
Veedelscharakter
Mittendrin in Alt-Sülz, Köln,  
Duplex Architekten  
© Luca Claussen Fotografie
Café Leo, Berlin, sophie & hans  
© Ignacio Bandeera
Wohnungsvielfalt 
ermöglichen
 › Möglichkeiten der Innen-
entwicklung im Quartier 
für weitere Wohnformen 
nutzen z. B. bezahlbarer 
Wohnungsbau, gemein-
wohlorientiertes Wohnen
 › Umzugsanreize schaffen 
durch Ergänzung von feh-
lenden Wohnangeboten 
z. B. Seniorenwohnen oder 
große Familienwohnungen
 › Heterogene Akteursland-
schaft und Eigentums-
struktur fördern
Identitäten und Mitten 
stiften
 › Gemeinschaftlich nutz-
bare Quartiersmitten für 
mehr Veedelsidentität, 
soziale Ankerpunkte und 
Belebung des Quartiers
 › Nutzung vorhandener 
Einrichtungen als zentrale 
Orte in quartiersbezoge-
nen Strukturen z. B. Schu-
len oder Kioske

48
Strategien für Bestandsquartiere
Empfehlung von Strategien für die Gebietstypen
Grundsätzlich sind die Strategien so angelegt, dass sie in vielen Kölner 
Bestandsquartieren wirken. Ausgehend von der Bestandsanalyse erzie-
len einige Strategien in den Gebietstypen eine höhere Wirkung. Diese 
ist abhängig von der Lage und den räumlichen Voraussetzungen.
Übersichtstabelle der Empfehlungen von Strategien für die Gebietstypen
Strategien
Gebiets typen
Bauweise Nutzungs- mischung Grün & Klima Mobilität Veedels-
charakter
Entwicklungs- 
 potenziale heben
Abschnittsweise  
Höhen entwicklung  
ermöglichen
Standortbedingte  
Akzente setzen
Weitere Typologien  
zulassen
Flächen  
umstrukturieren
Quartiere  
durchmischen
Stadt stapeln
Nachbarschaften  
entwickeln
Nutzungen in den  
öffent lichen Raum  
wirken lassen
Stadt entsiegeln  
und kühlen
Freiräume vernetzen  
und  erleben
Dach- und Fassaden-
flächen aktivieren
Räume multifunktional 
 gestalten
Alternative Mobilitäts-
angebote schaffen
Straßenraum wird  
Stadtraum
Ruhenden Verkehr  
neu  organisieren
Wohnungsvielfalt 
 ermöglichen
Neue Mitten und  
Identitäten stiften
Innenstadt
Kernstadt × × × × × × × ×
Innerstädtisches Veedel × × × × × × × × × ×
Innere Stadt
Kompaktes Veedel × × × × × × × × × × ×
Aufgelockertes Veedel × × × × × × × × × × × × ×
Veedelsrand × × × × × × × × × × ×
Zwischenstadt × × × × × × × × × × × ×
Äußere Stadt
Suburbane Vorstadt × × × × × × × × × × × ×
Integriertes Veedel × × × × × × × × × × × ×
Planstadt × × × × × × × ×
Gewachsene Siedlung × × × × × × × × × ×
Solitäre Siedlung × × × × × × × × ×
Kleinteiliges Wohngebiet × × × × × × × × ×

49
Strategien
Gebiets typen
Bauweise Nutzungs- mischung Grün & Klima Mobilität Veedels-
charakter
Entwicklungs- 
 potenziale heben
Abschnittsweise  
Höhen entwicklung  
ermöglichen
Standortbedingte  
Akzente setzen
Weitere Typologien  
zulassen
Flächen  
umstrukturieren
Quartiere  
durchmischen
Stadt stapeln
Nachbarschaften  
entwickeln
Nutzungen in den  
öffent lichen Raum  
wirken lassen
Stadt entsiegeln  
und kühlen
Freiräume vernetzen  
und  erleben
Dach- und Fassaden-
flächen aktivieren
Räume multifunktional 
 gestalten
Alternative Mobilitäts-
angebote schaffen
Straßenraum wird  
Stadtraum
Ruhenden Verkehr  
neu  organisieren
Wohnungsvielfalt 
 ermöglichen
Neue Mitten und  
Identitäten stiften
Innenstadt
Kernstadt × × × × × × × ×
Innerstädtisches Veedel × × × × × × × × × ×
Innere Stadt
Kompaktes Veedel × × × × × × × × × × ×
Aufgelockertes Veedel × × × × × × × × × × × × ×
Veedelsrand × × × × × × × × × × ×
Zwischenstadt × × × × × × × × × × × ×
Äußere Stadt
Suburbane Vorstadt × × × × × × × × × × × ×
Integriertes Veedel × × × × × × × × × × × ×
Planstadt × × × × × × × ×
Gewachsene Siedlung × × × × × × × × × ×
Solitäre Siedlung × × × × × × × × ×
Kleinteiliges Wohngebiet × × × × × × × × ×

50

51
Kapitel IV 
 
Anwendungsbeispiele
Die sechs Anwendungsbeispiele zeigen anschaulich und exempla-
risch, wie kompakte, nachhaltige, lebenswerte und zukunftsfähige  
Kölner Bestandsquartiere aussehen können. Je nach Lage und ört-
lichen Rahmenbedingungen werden die passenden Strategien indi-
viduell kombiniert und in die räumliche Situation übertragen.

52
Anwendungsbeispiele
Anwendungsbeispiel 1: Innenstadt
Gebietstyp: Kernstadt
Die Bestandssituation zeigt ein typisches Quartier des Gebietstyps 
Kernstadt mit sehr kompakten, gemischten Blockstrukturen, über-
bauten Blockinnenbereichen, teilweise sehr tiefen Gebäuden, versie-
gelten Straßenräumen und Plätzen sowie wenigen Grünflächen.
Das Anwendungsbeispiel veranschaulicht, wie das Quartier mithilfe 
einer räumlichen Umsetzung passender Strategien zukünftig aus-
sehen könnte:
 › Große, leerstehende (Einzelhandels-)Immobilien werden umstruk-
turiert und weiterentwickelt. So entstehen gemischt genutzte Ge-
bäude mit Erdgeschosszonen für Gewerbe und Dienstleistungen 
sowie flexible Etagen für mehr Wohnungsvielfalt im Quartier.
 › Die Entsiegelung von (Hinter-)Höfen ermöglicht Kühlung und die 
Gestaltung grüner, multifunktionaler Freiräume.
2,1 
Quartiersdichte*
Abbildung: Bestandssituation Kernstadt * Überschlägige Berechnung

53
 › Die Begrünung von Dach- und Fassadenflächen verbessert das 
Mikroklima und trägt ebenfalls zur Kühlung bei. Alternativ bieten 
Dachflächen Platz für die Energiegewinnung.
 › Der Straßenraum entlang der großen Erschließungsachse im 
 Norden wird zugunsten eines durchgehenden, grünen Bands für 
den Fuß- und Radverkehr neu aufgeteilt und gestaltet.
2,1 
Quartiersdichte*
± 0 
Wohneinheiten*
+ 7 % 
qualifizierte Grünfläche*
Abbildung: Anwendungsbeispiel Kernstadt * Überschlägige Berechnung

54
Anwendungsbeispiele
Anwendungsbeispiel 2: Innere Stadt
Gebietstyp: Aufgelockertes Veedel
Die Bestandssituation zeigt ein typisches Quartier des Gebietstyps 
Aufgelockertes Veedel. Die Bebauung verläuft als Blockrandbebau-
ung entlang zentraler Stadtachsen mit oberirdischer Stadtbahntras-
se. Kleinteilige bauliche Strukturen ergänzen diese Bebauung in der 
zweiten Reihe.
Das Anwendungsbeispiel zeigt eine mögliche Weiterentwicklung 
eines Kölner Bestandsquartiers unter Anwendung geeigneter Strate-
gien:
 › Die baulichen Potenziale entlang der Stadtachse werden durch 
Aufstockungen von geeigneten Bestandsgebäuden ausgeschöpft. 
 › Die Umstrukturierung kleinteilig bebauter Blockinnenbereiche 
und Höfe schafft Raum für eine bauliche Nachverdichtung und 
Entsiegelungsmöglichkeiten für die Gestaltung qualitätvoller und 
klimaangepasster Freiräume.
0,7 
Quartiersdichte*
Abbildung: Bestandssituation aufgelockertes Veedel * Überschlägige Berechnung

55
 › Die Stadtachse wird zu einem lebenswerten Stadtraum umgestal-
tet. Er erfüllt weiterhin wichtige Mobilitätsfunktionen mit Priorität 
für den Fuß- und Radverkehr. Flächenentsiegelungen und Be-
grünungsmaßnahmen erhöhen die Klimafunktion und die Aufent-
haltsqualität der öffentlichen Räume.
 › Punktuell werden bedarfsgerechte Wohnangebote platziert und 
somit die Wohnungsvielfalt im Quartier erhöht.
0,9 
Quartiersdichte*
+ 261 
Wohneinheiten*
+ 11 % 
qualifizierte Grünfläche*
Abbildung: Anwendungsbeispiel aufgelockertes Veedel * Überschlägige Berechnung

56
Anwendungsbeispiele
Anwendungsbeispiel 3: Innere Stadt
Gebietstyp: Veedelsrand
Die Bestandssituation zeigt ein typisches Quartier des Gebietstyps 
Veedelsrand. Es erstreckt sich zwischen einer Stadtachse im Westen 
und einem Grünzug im Osten und ist geprägt von einer kleinteiligen 
Bebauungsstruktur, die fast ausschließlich der Wohnnutzung dient.
Das Anwendungsbeispiel veranschaulicht, wie sich das Quartier 
durch die Anwendung geeigneter Strategien weiterentwickeln kann:
 › Ein maßvoller Ausbau der Bestandsgebäude und die Ergänzung 
kompakterer Typologien ermöglicht mehr Wohnraum und Woh-
nungsvielfalt. 
 › Die Verbindung und Vernetzung bestehender Grünflächen schafft 
durchgängige, erlebbare Freiraumstrukturen im Quartier.
0,3 
Quartiersdichte*
Abbildung: Bestandssituation Veedelsrand * Überschlägige Berechnung

57
 › Die Ergänzung sicherer und attraktiver Radwege entlang der 
Stadtachse ermöglicht eine bessere Anbindung an die angrenzen-
den Quartiere und das Stadtzentrum.
 › Angepasste Mehrfamilienhaustypologien mit bedarfsgerechten 
Wohnungsgrundrissen ergänzen und erhöhen die Wohnvielfalt.
0,6 
Quartiersdichte*
+ 276 
Wohneinheiten*
+ 6 % 
qualifizierte Grünfläche*
Abbildung: Anwendungsbeispiel Veedelsrand * Überschlägige Berechnung

58
Anwendungsbeispiele
Anwendungsbeispiel 4: Innere Stadt
Gebietstyp: Zwischenstadt
Die Bestandssituation zeigt ein typisches Quartier des Gebietstyps 
Zwischenstadt. Eine sehr heterogene Bebauungsstruktur, die zentral 
verlaufende Stadtachse, sowie die Stadtbahntrasse mit einer Halte-
stelle auf Höhe der Stadtachse sind die prägenden Bestandteile des 
Gebiets.
Das Anwendungsbeispiel veranschaulicht, wie sich das Quartier durch 
die Anwendung der geeigneten Strategien zukünftig entwickeln kann:
 › Die baulichen Potenziale entlang der Stadtachse werden durch eine 
Höhenentwicklung in diesem Abschnitt genutzt.
 › Die Umstrukturierung einzelner Blöcke ermöglicht die Entsiegelung 
von Flächen und eine punktuelle Nachverdichtung.
 › Eine Neuordnung eingeschossiger Strukturen durch Stapelung von 
Nahversorgungs-, Bildungs- und Wohnnutzungen fördert Dichte, 
Nutzungsmischung und sozialen Austausch durch belebte Erdge-
schosszonen.
0,4 
Quartiersdichte*
Abbildung: Bestandssituation Zwischenstadt * Überschlägige Berechnung

59
 › Multifunktional gestaltete Frei- und Grünräume sorgen für vielfäl-
tige Nutzungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
 › Der Straßenraum entlang der Stadtachse wird zugunsten leis-
tungsfähiger Rad- und Fußwegeverbindungen sowie Stadtgrün 
neu aufgeteilt und gestaltet.
0,9 
Quartiersdichte*
+ 641 
Wohneinheiten*
+ 13 % 
qualifizierte Grünfläche*
Abbildung: Anwendungsbeispiel Zwischenstadt * Überschlägige Berechnung

60
Anwendungsbeispiele
Anwendungsbeispiel 5: Äußere Stadt
Gebietstyp: Suburbane Vorstadt
Die Bestandssituation zeigt ein typisches Quartier des Gebietstyps 
Suburbane Vorstadt mit einer eher kleinteiligen Bebauung der Nach-
kriegszeit, einer nördlich querenden Verbindungsstraße mit Versor-
gungsangeboten sowie einer strukturellen Ausrichtung auf den MIV. 
Insbesondere der ruhende Verkehr prägt den öffentlichen Raum. 
Das Anwendungsbeispiel zeigt das Entwicklungspotenzial im Quar-
tier, das durch die Anwendung der geeigneten Strategien genutzt 
werden kann:
 › Eine maßvolle bauliche Weiterentwicklung und Ergänzung der 
vorhandenen Strukturen ermöglicht mehr Wohnraum. 
 › Die Stapelung von Versorgungsangeboten und sozialen Ein-
richtungen in Kombination mit Wohnen fördert die Nutzungsmi-
schung und stärkt städtebaulich die Verbindungsstraße als zent-
ralen Versorgungsbereich.
0,4 
Quartiersdichte*
Abbildung: Bestandssituation suburbane Vorstadt * Überschlägige Berechnung

61
 › Eine konsequente Entsiegelung von überdimensionierten Straßen-
räumen und Innenhöfen trägt zur Kühlung der Stadt bei und schafft 
neue Grün- und Freiraumqualitäten.
 › Voraussetzung dafür ist die Neuorganisation des ruhenden Verkehrs 
und die Bündelung an zentralen Orten.
 › Ein neuer, zentral gelegener Quartiersplatz mit hohem Wiedererken-
nungswert wird identitätsstiftender Ankerpunkt und Begegnungsort.
0,8 
Quartiersdichte*
+ 406 
Wohneinheiten*
+ 8 % 
qualifizierte Grünfläche*
Abbildung: Anwendungsbeispiel suburbane Vorstadt * Überschlägige Berechnung

62
Anwendungsbeispiele
Anwendungsbeispiel 6: Äußere Stadt
Gebietstyp: Gewachsene Siedlung
Die Bestandssituation zeigt ein typisches Quartier des Gebietstyps 
Gewachsene Siedlung. Es ist geprägt durch eine dörfliche Grund-
struktur mit kleinteiliger Wohnbebauung, einen zentralen Platz, der 
zum Parken genutzt wird, und Hofstrukturen am Ortsrand. 
Das Anwendungsbeispiel veranschaulicht, wie das Quartier mithilfe 
einer räumlichen Umsetzung passender Strategien zukünftig ausse-
hen könnte:
 › Eine punktuelle, behutsame Nachverdichtung im historischen Be-
stand unter Berücksichtigung der ortstypischen Maßstäblichkeit 
und baulichen Identität hebt zusätzliche Wohnraumpotenziale.
 › Die Umstrukturierung tief geschnittener Grundstücke ermöglicht 
eine rückwärtige Bebauung mit eigenständiger Erschließung und 
klarer Adressbildung.
0,3 
Quartiersdichte*
Abbildung: Bestandssituation gewachsene Siedlung * Überschlägige Berechnung

63
 › Die Umnutzung und Aufwertung historischer Gebäude als neue 
Begegnungsorte stiftet Identität und stärkt die Ortsgemeinschaft.
 › In Kombination mit einer Entsiegelung und einer multifunktionalen 
Gestaltung des ehemaligen Parkplatzes im Ortskern entsteht eine 
neue Ortsmitte.
 › Eine Neuinterpretation des Vierseithofs als kompakte, gemein-
schaftsorientierte Wohnform bietet ergänzende Wohnangebote 
und stärkt die soziale Mischung.
0,5 
Quartiersdichte*
+ 146 
Wohneinheiten*
+ 2 % 
qualifizierte Grünfläche*
Abbildung: Anwendungsbeispiel gewachsene Siedlung * Überschlägige Berechnung

64

65
Kapitel V 
 
Umsetzung
Der Köln-Katalog Bestand soll als Instrument der mehrfachen Innen-
entwicklung wirken. Er gibt eine gute Orientierung für zukünftige 
Quartiersentwicklungen im Bestand und setzt damit auch die strate-
gischen Ziele der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ um.

66
Umsetzung
Wie sehen Strategien für die Kölner Bestandsquartiere aus, um sie 
zukunftsfest, also kompakt und lebenswert, weiterzuentwickeln? 
Dazu hat der Köln-Katalog Bestand eine Vielzahl von Lösungen auf-
gezeigt. Im Gegensatz zu der Neuplanung von Quartieren gestaltet 
sich die Bestandsentwicklung vielschichtiger und komplexer. Neben 
zahlreichen gesetzlichen Rahmenbedingungen sind auch baulich-
gestalterische Gegebenheiten zu beachten und kreative Lösungen 
zu entwickeln.
Auch auf Bundes- und Landesebene ist die Notwendigkeit der um-
fassenden Anpassungs- bzw. Weiterentwicklungsbedarfe gesetz-
licher Vorgaben und Normen erkannt worden. Erste Neuerungen 
wurden beispielsweise mit der Baugesetzbuch-Novelle von 2025 
(inkl. sogenanntem BauTurbo) angestoßen.
Der Köln-Katalog Bestand ordnet sich als städtebauliches Entwick-
lungskonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 Baugesetzbuch zwischen der 
übergeordneten und multithematisch aufgestellten Stadtstrategie 
„Kölner Perspektiven 2030+“ und konkreten Vorhaben ein. Dabei 
verfolgt er das in der Stadtstrategie fest verankerte Prinzip der mehr-
fachen Innenentwicklung.
Steuerung, Umsetzungsebenen und  
Kommunikation

67
Steuerung und Wirkung
Der Köln-Katalog Bestand wird als Steuerungsinstrument bei zu-
künftigen Projektentwicklungen eingesetzt. Dabei zeigt er konkret, 
wie eine mehrfache Innenentwicklung in Köln qualitätvoll gelingen 
kann. Köln kann dadurch dringend benötigten Wohnraum gewinnen 
und so zu einer Entspannung des Wohnungsmarkts beitragen.
Die im Prozess entwickelten Qualitäten (vgl. S. 18) dienen dabei als 
Leitplanken und die 18 Strategien (vgl. S. 37  ff.) als Werkzeuge, die, 
an die Raumsituation angepasst, bedarfsgerecht kombiniert wer-
den können. Mit seinen exemplarischen Anwendungsbeispielen 
(vgl. S. 51  ff.) ermutigt der Köln-Katalog Bestand private Eigentümer* 
innen und gewerbliche Bestandshalter, sich mit der Weiterentwick-
lung ihrer Immobilien und des direkten Umfelds zu beschäftigen.
Letztendlich erfolgt die Umsetzung des Köln-Katalog Bestand über 
konkrete Projekte. Hier können grundsätzlich drei Maßstabsebenen 
unterschieden werden:
 › Umsetzung auf Quartiersebene
 › Umsetzung über Einzelvorhaben
 › Umsetzung über andere Fachplanungen und -konzepte
Unabhängig von der Maßstabsebene ist bei der konkreten Umset-
zung von Innenentwicklungsprojekten neben der städtebaulichen 
Machbarkeit auch die technische Machbarkeit standortspezifisch zu 
prüfen. Eine bauliche Nachverdichtung der Quartiere kann einen Im-
puls für eine umfassende Erneuerung der technischen Infrastruktur 
(insbesondere Wärme-, Strom- und Wasserversorgung) bedeuten. 
Gleichzeitig kann eine bereits bestehende oder drohende Überlas-
tung der technischen Infrastruktur die Innenentwicklung hemmen.

68
Umsetzung
Umsetzung auf Quartiersebene
Die Anwendungsbeispiele veranschaulichen, wie eine Umsetzung 
der Strategien des Köln-Katalog Bestand auf Quartiersebene gelin-
gen kann. Eine qualitätvolle Weiterentwicklung der gebauten Stadt 
ist insbesondere auf Quartiersebene sehr gut möglich, da diese 
räumliche Größe eine bedarfsgerechte Kombination einer Mehrzahl 
an Strategien zulässt. So können alle im Köln-Katalog Bestand auf-
geführten Qualitäten angewendet werden und somit Defizite inner-
halb des Quartiers ausgeglichen werden.
Eine Umsetzung auf Quartiersebene braucht ein gutes Zusammen-
spiel der Akteure, denn hier sind neben privaten Flächen und Ge-
bäuden auch öffentliche Räume, Verkehrs- und Infrastruktureinrich-
tungen betroffen, die im Zuständigkeitsbereich der Kommune liegen. 
Nur wenn alle Akteure gemeinsam und abgestimmt zusammenarbei-
ten, wird der Köln-Katalog Bestand ein wirksames Instrument zur 
Weiterentwicklung der Kölner Bestandsquartiere.
Umsetzung von Einzelvorhaben
Vorhaben, die nur wenige Grundstücke oder einige neue Wohnein-
heiten betreffen, werden in ihrer Planung und Umsetzung nicht  
alle Qualitätsbausteine des Köln-Katalog Bestand gleichermaßen  
berücksichtigen können. Trotzdem sind auch Einzelvorhaben ganz-
heitlich im Sinne der mehrfachen Innenentwicklung und der im  
Köln- Katalog Bestand aufgestellten Qualitäten zu planen. 
Grundsätzlich steht bei Wohnbauvorhaben in der gebauten Stadt 
immer die Errichtung von zusätzlichen Wohneinheiten im Fokus. 
Unter Berücksichtigung der dargestellten Qualitäten und Strategien 
liegen die Rahmenbedingungen und Grundlagen für gutes Wohnen 
in Köln vor.

69
Umsetzung über andere Fachplanungen und -konzepte
Die Entwicklung der gebauten Stadt und das Prinzip der mehrfachen 
Innenentwicklung werden auch in aktuellen Fachplanungen und 
 -konzepten der Stadt Köln aufgegriffen. Dazu zählen unter anderem:
 › Städtebauliche Entwicklungskonzepte z. B. Zielbilder, Rahmen -
pläne, Stadtentwicklungskonzepte
 › Integriertes Klimaanpassungskonzept IKA Köln 
Anwendung konkreter Instrumente für die Klimaanpassung 
 › Einrichtung Bewohnerparken
 › Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) „Besser durch Köln“  
inkl. Arbeitsprogramm
 › Strategische Flächenbevorratung (Ankauf, Erbbaurecht)
 › Baumschutzsatzung
 › Entsiegelungskataster
 › Energetisches Quartierskonzept
 › Wärmeplanung inkl. Fokusgebiete
 › Bebauungspläne 
 › Baulandumlegungen auch innerhalb der im Zusammenhang 
 bebauten Ortsteile
Für die Operationalisierung der aufgeführten Fachplanungen und  
-konzepte ist es wichtig, dass die Inhalte des Köln-Katalog Bestand 
dabei Berücksichtigung finden. Geeignete Prozesse sind dazu aufzu-
setzen.
Kommunikation
Die Weiterentwicklung der Kölner Quartiere ist vielschichtig und 
komplex. Neben den verschiedenen Umsetzungsebenen und -inst-
rumenten ist auch eine Vielzahl an Akteuren mit unterschiedlichen 
Bedarfen und Erwartungen beteiligt. Um das Ziel der mehrfachen 
Innenentwicklung gut zu erreichen, sind sowohl private, wie gewerb-
liche Eigentümer*innen und Bestandshalter*innen anzusprechen 
und hinsichtlich der jeweiligen Entwicklungsmöglichkeiten konkret 
zu beraten. 
Im Sinne der Maxime „lessons learned“ sind die Erfahrungen in der 
Umsetzung des Köln-Katalog Bestand zu erheben und auszuwer-
ten. Darauf aufbauend sind Kommunikationsangebote weiterzuent-
wickeln.

70

71
Quellen, Mitwirkende  
und Kontakt

72
Quellenverzeichnis
Stadt Köln, 2025: Statistisches Jahrbuch Köln 2024.  
Zugriff: https:/ /www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statis-
tik-einwohner-und-haushalte/ksn_12_2025_bev%C3%B6lkerungsvor-
ausberechnung_k%C3%B6ln_2025_bis_2045_-_mit_kleinr%C3%A4u-
migen_berechnungen_bis_2035.pdf [abgerufen am 03.03.2026]
Stadt Köln, 2024: Wohnungsmarktbericht Köln 2024.  
Zugriff: https:/ /www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/
statistik-bauen-und-wohnen/ksn_2_2024_wohnungsmarktbe-
richt_k%C3%B6ln_2024.pdf [abgerufen am 03.03.2026]
Stadt Köln, 2021: Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ .  
Zugriff: https:/ /www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/
kp2030/stadtstrategie.pdf [abgerufen am 20.03.2026]
Region Köln/Bonn e. V., 2021: Mehrfache Innenentwicklung.  
Zugriff: https:/ /www.agglomerationsprogramm.de/entwicklungspfade/
mehrfache-innenentwicklung#:~:text=KONZEPT%20&%20EINORD-
NUNG%20DES%20BEGRIFFS,und%20baukultureller%20Aspekte%20
ber%C3%BCcksichtigt%20werden [abgerufen am 20.03.2026]
Professor Dr. Klaus J. Beckmann, Dr. Jürgen Gies (Projektleitung), Jörg 
Thiemann-Linden, Thomas Preuß, Deutsches Institut für Urbanistik 
gGmbH, Berlin Im Auftrag des Umweltbundesamtes 2011: Leitkonzept – 
Stadt und Region der kurzen Wege.  
Zugriff: https:/ /www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/461/
publikationen/4151.pdf [abgerufen am 03.03.2026]
Stadt Köln, 2023: Köln-Katalog.  
Zugriff: https:/ /www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/koeln_
katalog_2022-09.pdf [abgerufen am 03.03.2026]
Stadt Köln, 2025: Statistisches Jahrbuch Köln 2024.  
Zugriff: https:/ /www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statis-
tik-jahrbuch/statistisches_jahrbuch_koeln_2024_kap_3_bauen_und_
wohnen.pdf abgerufen am 03.03.2026]
Stadt Köln, 2026: Planungshinweiskarte Hitze.  
Zugriff: https:/ /koelngis.stadt-koeln.de/koelngis/portale/hitzekarte/in-
dex.html [abgerufen 2026]

73
Mitwirkende
Projektverantwortung 
Stephanie Dormann, Stabstelle Strategische Stadtentwicklung
Projektleitung 
Inga Hoffmann, Stabstelle Strategische Stadtentwicklung
Projektteam im Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Nina Kristin Sieberns, Sachgebiet Erschließungsmanagement von Flächen 
Stephanie Nourney-Waldmann, Sachgebiet Erschließungsmanagement von Flächen
Ämterübergreifende Zusammenarbeit 
Köln-Katalog-T eam
Dr. Dorothee Schnell, Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster
Dr. Lothar Becker, Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen
Olaf May, Amt für Wohnungswesen
Silvia Birkenstock, Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Marcel Possoch, Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Christian Seibel, Stadtplanungsamt
Leonhard Bömken, Bauaufsichtsamt
Christoph Hölzer, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Benjamin Luchterhandt, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Benjamin Klein, Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung
Oliver Rickling, Wohnungsbauleitstelle
Josje Mooibroek, Koordinationsstelle Klimaschutz
Petra Zeltinger, Koordinationsstelle Klimaschutz
Beauftrage Planungsbüros
Matthias Rottmann, De Zwarte Hond 
Lennart Senger, De Zwarte Hond
Janke Rentrop, De Zwarte Hond
Sissil Bollig, Duplex Architekten
Kontakt
Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Stadthaus Deutz – Westgebäude  
Willy-Brandt-Platz 2  
50679 Köln  
E-Mail: koelnerperspektiven2030@stadt-koeln.de

Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Satz
rheinsatz, Köln
13-US/15/04.2026

Beratungsverlauf (4)

23.06.2026 Ausschuss für Bauen und Wohnen
TOP 7.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung
30.06.2026 Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit
TOP 6.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung
02.07.2026 Rat
TOP 10.6 Entscheidung

Beschluss: Von der Verwaltung abgesetzt

Zur Sitzung
Vorberatung (Fachausschuss)

Orte (5)

  • Pasteurstraße
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Gernsheimer Straße
  • Straße 19
  • Neumarkt

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Details

Aktenzeichen
0853/2026
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
14.07.2026
Erstellt
23.03.2026 14:18