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V/0402/2023

Kommunaler Pflegebedarfsplan 2023-2026

Vorlagen 05.10.2023

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.12.2023, TOP 30

Beschlussvorlage

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Ansehen

Pflegebedarfsplan 2023-2026

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

11434 Zeichen

V/0402/2023 
V/0402/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Kommunaler Pflegebedarfsplan 2023-2026 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   25.10.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar-
beitsförderung 
Vorberatung 
   26.10.2023 Integrationsrat Vorberatung 
   30.10.2023 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 
   15.11.2023 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be-
hinderungen 
Vorberatung 
   23.11.2023 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
   13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   13.12.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat stimmt dem verbindlichen Kommunalen Pflegebedarfsplan 2023-2026 (Anlage) zu. 
 
2. Der Rat stimmt der Feststellung zu, dass ein Bedarf an 101 zusätzlichen vollstationären Pflege-
plätzen besteht. Diese sind innerhalb von drei Monaten nach der Beschlussfassung des Rates 
öffentlich auszuschreiben. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, auch weiterhin aktiv das Ziel der Entwicklung altengerechter 
Quartiere mit Pflege- und Versorgungssicherheit zu verfolgen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es entstehen keine zusätzlichen Kosten und Folgekosten. 
 
 
 
 
 
Sozialamt 
 
09.10.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Stritzke 
Telefon: 492-5988 
StritzkeK@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0402/2023 
Begründung: 
 
 
1. Örtliche Planung nach § 7 des Alten- und Pflegegesetzes NRW (APG NRW) 
 
Die kommunale Pflegeplanung ist verankert im § 7 des APG NRW und umfasst eine Bestandsauf-
nahme sowie die Feststellung, ob quantitativ und qualitativ ein ausreichendes Angebot bes teht und 
welche Maßnahmen zur Herstellung, Sicherung und Weiterentwicklung von Angeboten notwendig 
sind.  
 
Der aktualisierte Pflegebedarfsplan 2023-2026 
 gibt Auskunft über verschiedene Aspekte der Bevölkerungsentwicklung und die Inanspruch-
nahme von Pflegeleistungen (Kapitel 2 und 3), 
 gibt einen Einblick in die Situation der pflegenden An- und Zugehörigen (Kapitel 4), 
 stellt die Entwicklung der Pflegeinfrastruktur dar und bewertet den aktuellen Bedarf ( Kapitel 
5.1), 
 geht dabei auf besondere Zielgruppen wie junge Pflegebedürftige, Menschen mit Intensivpfle-
gebedarf, Personen mit Bedarf an geschützter Unterbringung und ältere Menschen mit Behin-
derung ein (Kapital 5.2), 
 stellt vor dem Hintergrund des Pflege(fach)kräftemangels die Entwicklungen im  Bereich der 
Personalsituation und der Pflegeausbildung dar (Kapitel 6), 
 bewertet die Situation in der stationären Pflege und gibt eine Einschätzung zum Bedarf an 
vollstationären Dauerpflegeplätzen für den Zeitraum 2023-2026 (Kapitel 7) und 
 fasst im Ausblick (Kapitel 8) die kommenden Schwierigkeiten in der pflegerischen Versorgung 
und die aktuellen Handlungsmöglichkeiten zusammen. 
 
Die Zahl älterer und hochaltriger Menschen steigt in Münster stetig an. Perspektivisch wird diese 
Entwicklung noch durch die zahlenmäßig starke Generation der Babyboomer, die aktuell ins Renten-
alter kommt, an Dynamik gewinnen. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass zukünftig immer mehr 
Menschen im Alter immer länger gesund und selbstständig bleiben, wird die Inanspruchnahme von 
Pflegeleistungen dadurch weiter steigen. Die Pflegemodellrechnung von IT.NRW kommt zu dem Er-
gebnis, dass bis zum Jahr 2050 die Zahl der pflegebedürftigen Personen gegenüber dem Jahr 2021 
um 48,8 Prozent ansteigen wird. 
 
Die bestehende Pflegeinfrastruktur in Münster kommt bereits jetzt deutlich an ihre Grenzen. Viele 
Anfragen im Bereich der ambulanten Pflege müssen abgelehnt werden und es wird zunehmend 
schwieriger, eine häusliche Versorgung zu organisieren. Neben der Neugründung von ambulanten 
Pflegediensten gab es gleichzeitig Anbieter, die ihr Versorgungsgebiet aufgrund des Fachkräfteman-
gels weiter einschränken mussten. Der Ausbau stagniert. Eine leichte Kapazitätssteigerung konnte im 
vergangenen Jahr in den Angeboten der Tagespflege (14 Plätze) und der ambu lanten Pflege-
Wohngemeinschaften (18 Plätze) dokumentiert werden. Im stationären Bereich kommt die Vorausbe-
rechnung erstmalig zu dem Ergebnis eines weiteren Bedarfs an Plätzen. 
 
Die Erweiterung von Kapazitäten wird insbesondere durch den bestehenden und si ch weiter ver-
schärfenden Pflege(fach)kräftemangel gebremst. Um den aktuellen Pflege- und Betreuungsstandard 
aufrechtzuerhalten, müsste die Zahl der Pflegefach- und –hilfskräfte parallel zur steigenden Zahl pfle-
gebedürftiger Menschen deutlich gesteigert wer den. Die Gewinnung von neuen Pflegekräften durch 
Ausbildung, Qualifizierung, Umschulung und Zuzug aus dem Ausland wird jedoch voraussichtlich 
nicht einmal die Lücke schließen können, die durch die anstehenden Verrentungen entstehen wird. 
36 Prozent der Pflegenden sind älter als 50 Jahre und rund jede zehnte Pflegekraft in Münster wird in 
den kommenden fünf Jahren in Rente gehen.

- 3 - 
V/0402/2023 
 
2. Bedarfsfeststellung für die vollstationäre Dauerpflege 2023-2026 
 
Der Rat der Stadt Münster hat im Jahr 2015 beschlossen, dass die örtliche Planung Grundlage für 
eine verbindliche Entscheidung über eine bedarfsabhängige Förderung zusätzlicher vollstationärer 
Pflegeeinrichtungen sein soll (verbindliche Pflegebedarfsplanung). Seit diesem Zeitpunkt ist die Fi-
nanzierung der betriebsnotwendigen Aufwendungen (Investitionskosten) neuer stationärer Plätze von 
einer Bedarfsbestätigung der Kommune abhängig. 
 
Erstmalig seit Einführung der verbindlichen Pflegeplanung weist die Bedarfsberechnung für die Jahre 
2023 bis 2026 einen Bedarf an zusät zlichen stationären Pflegeplätzen aus. Mit dem Vorgehen einer 
konstanten Hochrechnung (Status-quo-Berechnung) der aktuellen Inanspruchnahme von stationären 
Pflegeplätzen sowie der ambulanten Pflege-Wohngemeinschaften bis ins Jahr 2026 wird ein Bedarf 
an weiteren 162 Plätzen festgestellt. 
 
Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden drei Jahren 61 Plätze des festgestellten Bedarfs 
durch Angebote in neuen ambulanten Pflege-Wohngemeinschaften gedeckt werden können. 37 Plät-
ze sind bereits in konkreter Umsetzung und zwei weitere Pflege-Wohngemeinschaften (24 Plätze) in 
Vorbereitung. Der weitere Bedarf in Höhe von 101 Plätzen wäre durch vollstationäre Pflegeangebote 
zu decken und entsprechend auszuschreiben. 
 
Gemäß § 27 der Verordnung zur Ausführung des Alten- und Pflegegesetzes (APG DVO) muss inner-
halb von drei Monaten nach dem Beschluss einer Bedarfsfeststellung durch den Rat eine öffentliche 
Ausschreibung erfolgen, auf die sich Träger mit einem Interesse an einem Ausbau bestehender Ein-
richtungen oder an einem  Neubau bewerben können. Die Auswahlentscheidung erfolgt anhand von 
vorab festgelegten und bekannt gemachten Bewertungskriterien. Dabei dürfen nur Kriterien benannt 
werden, die der Verwirklichung der Zielsetzung des Elften Buches Sozialgesetzbuch beziehungswei-
se des Alten- und Pflegegesetzes Nordrhein-Westfalen dienen. Nach Abschluss des Verfahrens wer-
den die Bedarfsbestätigungen per Verwaltungsakt erteilt. Mit der Umsetzung der benötigten Plätze 
soll innerhalb von zwei Jahren begonnen werden. 
 
 
3. Beratung in der Konferenz Alter und Pflege am 05.09.2023 
 
Die Konferenz Alter und Pflege hat den Entwurf des Kommunalen Pflegebedarfsplans 2023 -2026 in 
ihrer Sitzung am 05.09.2023 beraten und einstimmig angenommen. 
 
In der Sitzung wurde intensiv darüber diskutiert, o b und wie es gelingen kann, die Versorgung der 
steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Münster angesichts des bestehenden und sich ver-
schärfenden Fachkräftemangels, einer unzureichenden Refinanzierung und einem Mangel an be-
zahlbaren Grundstücken für die Schaffung von Angeboten der Altenpflege in Münster perspektivisch 
noch zu gewährleisten. 
 
Bereits heute sei kein ausreichendes Angebot an umfassender pflegerischer Versorgung vorhanden. 
Die Situation werde dadurch verschärft, dass aufgrund des Personalmangels nicht alle Plätze in stati-
onären Einrichtungen und Pflegewohngemeinschaften belegt werden könnten. Auch die ambulante 
Versorgung durch Pflegedienste sei an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Alleine eine Ausschrei-
bung zusätzlicher stationärer Plätze biete deshalb keine Lösung. 
Aus der Konferenz wurde eine ehrliche Debatte zur Zukunft der pflegerischen Versorgung in Münster 
gefordert. Der gewohnte Versorgungsstandard könne nicht mehr aufrechterhalten werden. Dies müs-
se klar kommuniziert werden. Es brauche eine breite gesellschaftliche und politische Diskussion dar-
über, was bei den bestehenden Rahmenbedingungen umgesetzt und wie die Pflege und Unterstüt-
zung älterer Menschen organisiert werden könne. Angesichts der begrenzten Ressourcen der profes-
sionellen Pflege stelle sich die Frage, ob perspektivisch weniger Menschen mit den bestehenden 
Standards versorgt werden oder viele Menschen eine Basisversorgung erhalten sollten.

- 4 - 
V/0402/2023 
 
Es wurden verschiedene Anregungen zur Verbesserung der Ausgangslage eingebracht . So sei es 
dringend erforderlich im Bereich der Pflege Bürokratie abzubauen und realistischere Anforderungen 
an die Leistungsanbieter zu formulieren. Die wesentlichen strukturellen Rahmenbedingungen würden 
auf Bundes- bzw. Landesebene gestaltet. Kommunal seien z.B. Handlungsansätze wie die Schaffung 
günstigen Wohnraums für Beschäftigte in der Pflege umzusetzen. Präventive Ansätze zur Vermei-
dung oder Verzögerung von Pflegebedürftigkeit müssten ausgebaut werden. Angehörige, die bisher 
die Stütze des Systems bildeten, stünden immer weniger zur Verfügung. Die Bildung von außerfamili-
ären Unterstützungsnetzwerken sei daher ein wichtiges Thema, das man jetzt aufgreifen müsse. Man 
müsse dabei die Betroffenen mit ihrem Wunsch nach einer häuslichen Versorgung im Blick behalten. 
 
Eine Zusammenfassung der Diskussion befindet sich in der Anlage 1 des Pflegebedarfsplans 2023-
2026 (Anlage). 
 
 
4. Ausblick 
 
Das gemeinsame Ziel aller Akteure ist eine bedürfnisgerechte, wohnortnahe Versorgung mit Pflege-
leistungen, die ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen. 
 
Um das zu erreichen, ist eine Weiterentwicklung der Angebotslandschaft in Münster notwendig, um 
dem steigenden Bedarf an pflegerischer Versorgung zu begegnen. Der strukturelle Aufbau gerät je-
doch an seine Gre nzen. Auch andere Kommunen machen die Erfahrung, dass die Inbetriebnahme 
neuer stationärer Einrichtungen aufgrund des Fachkräftemangels kaum mehr umzusetzen ist. Bun-
desweit kommt es darüber hinaus zu einer steigenden Zahl an Insolvenzen, die unter anderem dar-
aus resultieren, dass die Einrichtungen im Zuge des Fachkräftemangels nicht voll belegt werden kön-
nen. Die Gesellschaft steht hier vor enormen Herausforderungen. Auch in Münster sind bereits deutli-
che Auswirkungen des Fachkräftemangels zu beobachten und  diese Problematik wird in den kom-
menden Jahren noch weiter zunehmen.  
 
Die Antwort kann also nicht ausschließlich ein paralleler Aufbau der professionellen Versorgung sein. 
Der Ausbau von präventiven und vorpflegerischen Angeboten sowie die Förderung und Unterstützung 
informeller Netzwerke ist unabdingbar. Es ist ein neues Miteinander notwendig, in dem professionelle 
Anbieter, ehrenamtliche und private soziale Netzwerke und Familie gemeinsam unterstützende Struk-
turen zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen entwickeln. 
 
 
In Vertretung  
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Kommunaler Pflegebedarfsplan 2023-2026

Pflegebedarfsplan 2023-2026

197378 Zeichen

Kommunale Pflegeplanung
Sozialamt
Kommunaler 
Pflegebedarfsplan  
2023 - 2026 
Publication name: Broschüre DIN A4 hoch - KOPIE generated:
2022-09-01T14:27:46+02:00

Impressum 
Herausgeberin: Stadt Münster, Sozialamt  
Oktober 2023 
Redaktion: Karin Stritzke, Kommunale Pflegeplanung  
Kontakt: StritzkeK@stadt-muenster.de

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 3 
Inhalt 
 
1 Grundlagen und Ziele der Pflegebedarfsplanung  ............................................................... 5 
2 Aspekte der Bevölkerungsentwicklung in Münster  ............................................................ 6 
2.1 Alterung der Bevölkerung ..................................................................................................... 6 
2.2 Gesellschaftliche Entwicklungen  .......................................................................................... 9 
2.3 Alterung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte  .................................................... 10 
2.4 Lesbische, schwule, bisexuelle und trans*, inter* und queere Menschen (LSBTIQ*)  ... 11 
3 Inanspruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung  ............................................. 11 
4 Pflegende An- und Zugehörige ........................................................................................... 19 
5 Pflegeinfrastruktur in Münster ........................................................................................... 21 
5.1 Einrichtungen und Dienste in Münster  .............................................................................. 23 
5.1.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen  ...................................................................... 23 
5.1.2 Kurzzeitpflege ......................................................................................................... 29 
5.1.3 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften............................................... 34 
5.1.4 Tagespflege ............................................................................................................. 39 
5.1.5 Ambulante Pflege ................................................................................................... 44 
5.1.6 Service-Wohnen (Betreutes Wohnen)  .................................................................. 47 
5.1.7 Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI  .................................. 51 
5.2 Wohn- und Betreuungsangebote für spezifische Zielgruppen  ........................................ 55 
5.2.1 Junge (erwachsene) Pflegebedürftige  .................................................................. 55 
5.2.2 Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf  ........................................ 57 
5.2.3 Personen mit Bedarf an geschützter Unterbringung  ........................................... 58 
5.2.4 Ältere Menschen mit Behinderung  ....................................................................... 58 
6 Pflege(fach)kräfte in Münster  ............................................................................................ 59 
7 Bedarfsfeststellung für die vollstationäre Dauerpflege 2023 -2026 ................................ 63 
7.1 Auslastung der Angebote mit umfassender Pflege in Mü nster ....................................... 64 
7.2 Vorausberechnung der zukünftigen Inanspruchnahme von Pflegeleistungen  ............... 66 
7.3 Bewertung ........................................................................................................................... 69 
8 Ausblick ................................................................................................................................ 71

4 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Anhang: .......................................................................................................................................... 73 
1 Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplan 2023 -2026 in der Sitzung der Konferenz 
Alter und Pflege am 05.09.2023 ................................................................................................... 73 
2 Sozialräumliche Darstellung der Angebote  ....................................................................... 75 
2.1 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Mitte ........................................................... 77 
2.2 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -West ........................................................... 83 
2.3 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Nord............................................................ 88 
2.4 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Ost .............................................................. 91 
2.5 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Südost ......................................................... 94 
2.6 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Hiltrup ........................................................ 98

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 5 
 
1 Grundlagen und Ziele der Pflegebedarfsplanung 
Die kommunale Pflegebedarfsplanung ist verankert im § 7 des Alten- und Pflegegesetzes NRW 
(APG NRW). Sie umfasst eine Bestandsaufnahme, die Feststellung ob quantitativ und qualita-
tiv ein ausreichendes Angebot besteht und welche Maßnahmen zur Herstellung, Sicherung 
und Weiterentwicklung von Maßnahmen notwend ig sind. D ie verbindliche Bedarfsplanung 
gemäß § 7 Abs. 6 gibt den Kommunen zusätzlich dazu eine Steuerungsmöglichkeit m it dem 
Instrument der Bedarfsbestätigung. Hat sich die Kommune für diese Möglichkeit entschieden, 
ist eine solche Bedarfsbestätigung Voraussetzung für die Landesförderung der betreffenden 
Einrichtungen bzw. zusätzlich geschaffener Plätze. Mit diesem Zusatzinstrument können Kom-
munen in die Gestaltung der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen, was die wei-
teren Möglichkeiten wie die Information und Beratung von Trägern wesentlich ergänzt. Die 
Gestaltungsrolle der Stadt, gemeinsam mit anderen Akteuren - vor allem mit der Kommunalen 
Konferenz Alter und Pflege -  wird dadurch gestärkt.  
Der Rat der Stadt Münster hat im Jahr 2015 die Einführung der verbindlichen Bedarfsplanung 
für die vollstationäre Dauerpflege nach dem APG NRW beschlossen. Die Kurzzeitpflege sowie 
die Tagespflege sind hiervon explizit ausgenommen und Teil der allgemeinen Pflegeplanung. 
Über Investitionsvorhaben für diese Bereiche  berät die Konferenz Alter und Pflege und trifft 
eine entsprechende Einschätzung zum Bedarf. Hierfür bietet der vorliegende Bericht eine 
Grundlage, indem er einen Überblick über die bestehenden Angebote der pflegerischen Ver-
sorgung insgesamt sowie deren Entwicklung und Inanspruchnahme gibt.  
Im Rahmen der Quartiersentwicklung sollen mittel - bis langfristig in allen Teilgebieten Müns-
ters Bedingungen geschaffen werden, die die Anforderungen an altengerechte Quartiere er-
füllen. Ziel ist die Abkehr von einem weiteren Ausbau von großen (Spezial -)Einrichtungen, 
stattdessen die Hinwendung zu individuellen Unt erstützungsmodulen für das Leben zu Hause 
sowie zu quartiersbezo genen Wohn - und Pflegeangeboten . Dazu gehören neben barriere-
freiem Wohnraum, Angebote n des Service Wohnen s und ambulante n Pflege-Wohngemein-
schaften auch das Bauen und Wohnen in Gemeinschaft. Die für ein lebenslanges Wohnen im 
Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusammenarbeit der Träger und Anbieter von Dienst-
leistungen, der zivilgesellschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet werden. Mit der 
verbindlichen Bedarfsplanung für stationäre Pflegeplätze werden daher wichtige Rahmenbe-
dingungen geschaffen, die die Entwicklung auch der pflegerischen Infrastruktur im Rahmen 
von Quartiersentwicklung begünstigen.  
Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs - wie nachfragegerechte Angebotslandsch aft, die den ver-
schiedenen Präferenzen Pflegebedürftiger Rechnung trägt, gegenüber geänderten Bedarfen, 
Struktur- und Qualitätsanforderungen anpassungsfähig ist und deren Angebote finanzierbar 
sind. Durch die Verzahnung des Pflegebedarfsplans mit dem Maste rplan altengerechte, inklu-
sive Quartiere für Münster soll die Pflegeplanung kleinräumigere Betrachtungen einbeziehen 
und die Pflege mit allen Sektoren in die altengerechte Quartiersentwicklung eingebunden 
werden. 
Der Pflegebedarfsplan gibt einen Überblick über die Situation von pflegebedürftigen Men-
schen in Münster und das Angebot von pflegerischen Leistungen. Die Kapitel 2 und 3 stellen 
Aspekte der Bevölkerungsentwicklung  in Münster  sowie die Statistik zur bisherigen Inan-
spruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung  dar. In Kapitel 4 geht es um pflegende

6 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
An- und Zugehörige, bevor in Kapital 5 die aktuellen professionellen Angebote dargestellt so-
wie der Bedarf und die Möglichkeit des Ausbaus betrachtet werden. Auch wenn zur besseren 
Übersicht die einzelnen Angebotsformen separat betrachtet werden, sind diese miteinander 
verzahnt. Die Angebotsformen können zum Teil nebeneinander in Anspruch genommen wer-
den, um eine bestmögliche Betr euung und pflegerische Versorgung zu organisieren. Gleich-
zeitig gibt es auch Schnittstellen, Wechselwirkungen und Synergien. Bei Veränderungen in ei-
nem Bereich, hat dies immer auch Auswirkungen auf die anderen Bereiche, z.B. bei Personal-
veränderungen oder bei hohen Auslastungen. 
Der Personalmangel im Bereich Pflege wird in den kommenden Jahren alle Kommunen  weiter 
beschäftigen und Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflegeinfrastruk tur haben. Das  Kapi-
tel 6 geht auf die Situation der Pflege(fach)kräfte und die Ausbildungssituation in Münster ein. 
Das Kapitel 7 bietet eine überprüfbare Entscheidungsgrundlage  für die verbindliche Bedarfs-
planung der vollstationären Dauerpflegeplätze. Inhaltliche Maßgaben für die zu verwendende 
Methodik oder die zu nutzend en Instrumente gibt das Alten - und Pflegegesetz nicht vor. Auf 
der Grundlage der vorliegenden statistischen Daten können lediglich Orientierungswerte zur 
weiteren Entwicklung abgeleitet werden, die allerdings, je nach den zugrundeliegenden An-
nahmen, erhebliche Bandbreiten aufzeigen. Es ist demnach erforderlich, die tatsächliche Ent-
wicklung regelmäßig zu beobachten und mit den Vorausberechnungen  abzugleichen. Gemäß 
den rechtlichen Vorgaben ist jeweils ein prospektiver Planungszeitraum von drei Jahren ab der 
Beschlussfassung in den Blick zu nehmen. Dies ist durch die jährliche Fortschreibung des Pfle-
gebedarfsplans gegeben. 
Der Ausblick (Kapitel 8) fasst wesentliche Ergebnisse zusammen und gibt einen kurzen Über-
blick über aktuelle Entwicklungen. Im Anhang erfolgt eine sozialräumliche Darstellung der An-
gebote in Münster mit Informatione n zur Bevölkerungsstruktur und -entwicklung. 
Aktuelle Bedarfseinschätzungen und konkrete Projekte/Entwicklungen werden in dem Pflege-
bedarfsplan durch diesen Rahmen hervorgehoben. 
 
2 Aspekte der Bevölkerungsentwicklung in Münster 
Es gibt viele verschiedene Aspekte der Bevölkerungsentwicklung, die Einfluss auf das Leben, 
die Versorgung und die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen haben. Im Folgenden geht 
der Pflegebedarfsplan auf die Alterung der Bevölkerung , einzelne wesentliche gesellschaftli-
che Entwicklungen sowie auf Bedürfnisse besonderer Zielgruppen wie Seniorinnen und Seni-
oren mit Migrationsvorgeschichte und lesbische, schwule, bisexuelle und trans*, inter* und 
queere Menschen (LSBTIQ*) ein.  
 Alterung der Bevölkerung 
Münsters Bevölkerungszahl ist in den vergangenen Jahren stetig angewachsen. Die städtische 
Statistik weist zum Stichtag 31.12.2022 exakt 319.441 Einwohnerinnen und Einwohner aus. 
Das sind 5 .109 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Das starke Wachstum hängt vor allem mit 
dem Zuzug Schutzsuchender, insbesondere aus der Ukraine, zusammen.  Bei der Altersbe-

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 7 
 
trachtung wird deutlich, dass der Anstieg im Wesentlichen bei der Gruppe der Kinder un d Ju-
gendlichen sowie den Erwachsenen zwischen 20  und 40 Jahren  und den 60 bis 69 -Jährigen 
liegt.  
In der Betrachtung der verschiedenen Altersgruppe wird deutlich, dass Münster eine ver-
gleichsweise junge Stadt ist. Dies hängt natürlich insbesondere auch mit der hohen Zahl der 
Studierenden zusammen.  
Obwohl hohes Alter nicht gleichzusetzen ist mit  Pflegebedürftigkeit, nimmt dennoch das Ri-
siko, pflegebedürftig zu werden, mit dem Alter deutlich zu. Aktuell macht die Gen eration 80 
plus 6,1 Prozent der gesamtstädtischen Bevölkerung aus. In den 45 Stadtteilen Münsters va-
riiert der Bevölkerungsanteil im Alter von 80 und mehr Jahren zwischen 1,5 Prozent im Bahn-
hofsviertel und 13,1 Prozent im Stadtteil Buddenturm. Aber auch in Hiltrup-Mitte, Hiltrup-Ost, 
Schloss, Aegidii und Herz-Jesu ist jede zehnte Person 80 Jahre oder älter. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt 
Das Geschlechterverhältnis in den Altersgruppen verändert sich mit steigendem Alter. In der 
folgenden Grafik is t erkennbar, dass es b is zum 70. Lebensjahr keine signifikanten Unter-
schiede bei der Anzahl der Männer und Frauen gibt. Anschließend nimmt der Anteil der Frauen 
in der jeweiligen Altersklasse  spürbar zu. Mit 72 Prozent leben deutlich mehr hochbetagte 
Frauen (90 Jahre unter älter) in Münster als Männer.  
0-19 Jahre
17,5 %
20-39 Jahre
34,0 %40-59 Jahre
24,4 %
60-79 Jahre
17,9 %
80 und mehr Jahre
6,1 %
Wohnberechtigte Bevölkerung am 31.12.2022 in Münster 
nach Altersgruppen

8 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt 
Das Verhältnis der Altersgruppen zueinander ist im Rahmen der Pflegeplanung ein wichtiger 
Indikator, da dieses einen maßgeblichen Einfluss auf die Versorgungsmögl ichkeiten hat. Der 
sogenannte Altenquotient, der die Anzahl der über 65 - Jährigen ins Verhältnis zur erwerbstä-
tigen Bevölkerung (20 -64 Jahre) setzt, liegt in 2021 bei 27,58. Dies bedeutet, dass auf 100 
Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren in Münster rech nerisch 28 Personen im Alter ab 65 
Jahre entfallen. Der geringste Altenquotient liegt im Stadtteil Bahnhof mit 7,48 und der 
höchste in Hiltrup-Ost mit 51,59 vor.  
Bei einem Blick auf die letzten zehn Jahre ist eindeutig, dass sich die  Anzahl der älteren Me n-
schen und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich erhöht hat. Betrachtet man die 
zahlenmäßige Entwicklung, lässt sich dabei  ein Unterschied zwischen den Altersgruppen be-
obachten.  
 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt 
Die obenstehende Grafik zeigt, dass einzig die Anzahl der Menschen in den Altersgruppen 70 
bis 79 Jahren seit 2013 gesunken ist und seit letzte m Jahr wieder leicht ansteigt.  Hier sind die 
49 48 45 39
28
51 52 55 61
72
0
20
40
60
80
50 - 59 Jahre 60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und
älter
Prozentualer Anteil der Männer und Frauen in einer Altersgruppe 
am 31.12.2022
Männer Frauen
0
5000
10000
15000
20000
25000
30000
35000
40000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Wohnberechtigte Bevölkerung in Münster
ab 60 Jahre
60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und älter

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 9 
 
Auswirkungen des 2. Weltkrieges zu erkennen, die sich in den kommenden Jahren, siehe nach-
folgende Abbildung,  in der Gruppe der 80 bis 89 -Jährigen weiter fortsetzen  werden. Die ge-
samte Gruppe der Seniorinnen und Senioren in Münster  wird jedoch in den kommenden Jah-
ren weiter deutlich anwachsen.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt (2023), Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpas-
sungsrechnung 2022  
Die zahlenmäßig sehr starke Generation der Babyboomer, aktuell zwischen 54 und 68 Jahre 
alt, wird zu einem deutlichen Anstieg der Bevölkerung zwischen 60 und 79 Jahren führen. Sie 
wird die Gruppe der Seniorinnen und Senioren mit einer größeren Vielfalt an Lebensformen 
und Lebensstilen als die vorherigen Generationen prägen. Der Anteil  der über 90 -Jährigen 
steigt ebenfalls weiter an. 
 Gesellschaftliche Entwicklungen  
Neben der Alterung der Bevölkerung wirken sich auch Veränderungen der strukturellen Merk-
male einer Gesellschaft auf die Versorgung und Unterstützung pflegebedürftiger Menschen  
aus. Dazu zählt, dass die informelle Pflege nach wie vor weitgehend von Frauen übernommen 
wird. Der VDK kommt in seiner Studie zur „Nächstenpflege“  (2022) zu dem Ergebnis, dass 72 
Prozent der Pflegenden weiblich sind. D ie Rolle der Frau hat sich in den vergangenen Jahren 
jedoch stark verändert hat.  Frauen gehen immer häufiger und in höherem Umfang einer Er-
werbstätigkeit nach, so dass die Care -Arbeit (Kinderbetreuung, Pflege, familiäre Unterstüt-
zung) oftmals neu verteilt werden muss. Gleichzeitig ist die Mobilität deutlich gestiegen. Kin-
der ziehen aus beruflichen oder privaten Gründen immer häufiger in andere Städte, so dass 
dadurch auch die räumliche Nähe zur Unterstützung der Eltern nicht mehr gegeben ist. Die 
„Pflege auf Distanz“ ist in der Gesellschaft angekommen und wird eine wachsende Rolle ein-
nehmen. 
Die zunehmende Individualisierung führt dazu, dass die Anzahl der  Ein-Personen-Haushalte 
landesweit steigt. Nach einer städtischen Auswertung liegt dieser insgesamt bei 54,3 Prozent. 
Der Anteil der Senioren-Single-Haushalte (Personen ab 75 Jahre) liegt bei 11, 1 Prozent. Dabei 
reicht der Anteil von 3, 5 Prozent im Stadtteil Bahnhof bis zu 27 Prozent in Handorf  (Stadt 
Münster, SMS, Bevölkerungsindikatoren – Haushalte, 2021).  In den 10.462 Senioren-Single-
Haushalten im Jahr 2022 lebten mit 74,8 Prozent deutlich mehr Frauen als Männer. Zwar lässt 
die Tatsache, dass eine Person im Alter allein lebt, an sich noch keinen Rückschluss darauf zu, 
0
5000
10000
15000
20000
25000
30000
35000
40000
45000
60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und älter
Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019 -2030
2023
2025
2030

10 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
ob soziale Unterstützungsnetzwerke vorhanden sind. Gleichwohl kann dies aber ein Hinweis 
auf einen steigenden Bedarf an haushalt snahen Dienstleistungen und professionelle Pflege 
sein. 
 Alterung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte  
2,3 Prozent der münsterschen Bevölkerung im Alter von 80 und mehr Jahren sind Ausländer, 
über eine Migrationsvorgeschichte verfügen knapp 20 Prozent (Stand 31.12.2022).  
Die Bevölkerungsgruppe mit Migrationsvorgeschichte ist nach wie vor jünger als der Bevölke-
rungsdurchschnitt. Gleichwohl ist auch hier eine Steigerung der Anzahl älterer Menschen, ins-
besondere in der Altersgruppe 60  - 69 Jahre und 80  - 89 Jahre zu verzeichnen. Damit steigt 
auch hier die Wahrscheinlichkeit , pflegebedürftig zu werden , kontinuierlich an. In dieser 
Gruppe sind inzwischen fünf Prozent der Menschen 80 Jahre und älter.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt 
Dabei lässt sich f eststellen, dass die Menschen , die über das Abwerbeabkommen zwischen 
der Bundesregierung Deutschland und der Türkei aus dem Jahr 1961 eingewandert sind,  in 
höherem und in stärkerem Maße als die deutschstämmige Bevölkerung von Pflegebedürftig-
keit betroffen sind. Zu den Ursachen gehören u.a. eine hohe Arbeits - und Lebensbelastung, 
niedriges Einkommen, wenige r Gesundheitsvorsorge und schlechter e Wohnverhältnisse (vgl. 
K. Jacobs et al. (Hrsg.), Pflege -Report 2022). Es liegen derzeit allerdings keine Erkenntniss e 
darüber vor, wie viele Menschen mit Migrationsvorgeschichte in Münster pflegerische Ange-
bote benötigen bzw. in Anspruch nehmen. Es ist davon auszugehen, dass nach wie vor Zu-
gangshürden und Informationsbarrieren bestehen, die die Inanspruchnahme von Unter stüt-
zungsangeboten erschweren. Öffentliche Angebote der Beratung oder Veranstaltungen wer-
den in der Regel wenig von der Zielgruppe genutzt. Wichtig ist eine direkte Ansprache bzw. 
eine Ansprache durch Multiplikator innen und Multiplikatoren. Ein wichtiges Thema für Ein-
richtungen und Dienste bei der Gestaltung von Wohn - und Betreuungsangeboten sind feh-
lende sprachliche Verständigungsmöglichkeiten. Gerade im Verlauf von demenziellen Erkran-
kungen können auch bei zugewanderten Personen, die vorher gut Deutsch gesprochen haben, 
erlernte Sprachkenntnisse verloren gehen. Viele Träger profitieren hier von der Vielfalt im 
Team der Pflegenden. Hinzu kommen Themen wie der Umgang mit Diskriminierung und Ras-
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
2018 2019 2020 2021 2022
Wohnberechtigte Bevölkerung mit Migrationsvorgeschichte in Münster 
ab 60 Jahre
60 - 69 Jahre 70  -79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und älter

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 11 
 
sismuserfahrungen, denen diese Personengruppe vermehrt ausgesetzt war und ist. Es gilt, sys-
tematisch einen Prozess der interkulturellen Öffnung zu gestalten und mögliche Zugangshür-
den zu identifizieren und abzubauen.   
 Lesbische, schwule, bisexuelle und trans*, inter* und queere Menschen (LSBTIQ*)  
In der Gruppe der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender und interse-
xuellen Menschen sind Diskriminierungserfahrungen nach wie vor sehr häufig. Insbesondere 
viele heute alte und hochaltrige lesbische und schwule Menschen haben in jungen Ja hren 
ständige Kriminalisierung, Ausgrenzung und Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung er-
fahren. Häufig war damit auch der Abbruch familiärer Beziehungen verbunden. Bei vielen LSB-
TIQ*-Personen bestehen Sorgen und Ängste, mit ihren Bedürfnissen nicht ernst genommen 
zu werden, so dass sie ihre sexuelle und geschlechtliche Identität verbergen.  
Es ist wichtig, diese Erfahrungen im Rahmen von Biografiearbeit sensibel wahrzunehmen und 
in der Gestaltung der Angebote zu berücksichtigen, um ein Gefühl der Akz eptanz und damit 
eine gute Versorgung zu ermöglichen. Anregungen kann das Qualitätssiegel „Lebensort Viel-
falt“ bieten. Die Schwulenberatung Berlin zeichnet damit Einrichtungen aus, die gute Voraus-
setzungen für die Pflege von LSBTI Q*-Personen schaffen. Über  das Qualifizierungsprogramm 
sollen Einrichtungen dazu aktiviert werden, sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in die 
Konzeption mit einzubeziehen.  
Für die Stadt Münster soll ein „Aktionsplan LSBTIQ“ in einem partizipativen Prozess durch das 
Amt für Gleichstellung erarbeitet werden; ein Handlungskonzept, welches zum Abbau von Dis-
kriminierung beitragen sowie die Berücksichtigung der besonderen Bedarfe der LSBTIQ* Per-
sonen stärken soll. „Alter und Pflege“ ist dort ein festgelegtes Handlungsfeld, in dem di e Kon-
ferenz Alter und Pflege und die Akteure der Altenpflege aktiv mitwirken können.  
 
3 Inanspruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung 
Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein -Westfalen, IT.NRW, erstellt alle zwei 
Jahre eine Statistik der L eistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger der Pflegeversi-
cherung. Im Oktober 2022  erfolgte die V eröffentlichung der neu esten Zahlen  auf Basis der 
Datenerhebung zum 15. bzw. 31.12.20 21.  
In Münster erhielten Ende Dezember 20 21 insgesamt 12.336 Menschen Leistungen der Pfle-
geversicherung. Aus der nachfolgenden Abbildung ist zu erkennen, dass die Inanspruchnahme 
von Leistungen der Pflegeversicherung in Münster in den vergangenen Jahren insgesamt deut-
lich gestiegen ist. Dabei ist die Steigerung fas t ausschließlich auf den ambulanten Bereich zu-
rückzuführen. Insbesondere die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von  Pflegegeld und 
der Inanspruchnahme von Unterstützung im Alter für Menschen mit Pflegegrad 1 haben  sich 
in Münster deutlich erhöht.

12 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Ursächlich für die deutliche Ausweitung der ambulanten Leistungen sind im Wesentlichen die 
Effekte des dritten Pflegestärkungsgesetzes, das im Jahr 2017 in Kr aft getreten ist. Die damit 
verbundene Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs führte insbesondere zu einer 
Verbesserung des Leistungsanspruches für Menschen mit Demenz.  Seitdem wird die Perso-
nengruppe mit Pflegegrad 1 und anderen Leistungen (landesrechtlich anerkannt Angebote zur 
Unterstützung im Alltag und Tagespflegeangebote) erfasst. Im Jahr 2021 ist hier eine deutliche 
Steigerung erkennbar, die zum einen auf eine bestehende Unter erfassung aus dem Jahr 2019 
zurückzuführen ist, zum anderen aber auch an dem  starken Ausbau und auch an der steigen-
den Akzeptanz der Angebote liegt. 
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassend die Auswertung für das Land NRW, den Re-
gierungsbezirk und die Stadt Münster. Insgesamt leben 78,5 Prozent der pflegebedürftigen 
Menschen in der eigenen Wohnung und 21,52 Prozent in einer stationären Pflegeeinrichtung . 
Die Pflege-Wohngemeinschaften gelten als ambulante Angebote, so dass die Bewohnerinnen 
und Bewohner dieser Wohnform im Bereich der ambulanten Pflege erfasst werden. Die stati-
onäre Versorgungsquote in Münster liegt weiter deutlich über dem Durchschnitt des Landes 
und des Regierungsbezirkes Münster. Umgekehrt verhält es sich beim ausschließlichen Bezug 
von Pflegegeld. Hier liegt Münster mit einer Quote von 43,58 Prozent nahezu zwölf Prozent 
unter dem landesweiten Durchschnitt.  
  
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
2011 2013 2015 2017 2019 2021
Entwicklung der Zahl der Leistungsempfänger/-innen nach Leistungsart 
2011-2021
mit Pflegegrad 1 und andere Leistungen Pflegegeld
ambulante Pflege stationäre Pflege

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 13 
 
Tabelle: Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein -Westfalen  
(im Dezember 2021) 
Verwaltungsbezirk  
––––––––––––––– 
Pflegegrad 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung  
insgesamt 
davon  
in ambulan-
ter Pflege 
in voll- 
stationärer 
Pflege 
mit  
Pflegegeld 
mit Pflege-
grad 1 und 
anderen 
Leistungen 1 
Nordrhein-Westfalen       
 Pflegegrad 1  153 444 18 517 355 - 134 568 
 Pflegegrad 2 498 226 103 606 26 161 368 459 - 
 Pflegegrad 3 338 203 73 220 60 109 204 874 - 
 Pflegegrad 4 143 969 28786 52 988 62 195 - 
 Pflegegrad 5 57 909 10 936 27 247 19 726 - 
noch keine Zuordnung 234 - 234 - - 
 Insgesamt  1 191 981 235 065 167 094 655 254 134 568 
  100 % 19,72 % 14,02 % 54,97 % 11,29 % 
Reg.-Bez. Münster        
 Pflegegrad 1 24 678 3 474 69 - 21 135 
 Pflegegrad 2 70 734 17 754 4 746 48 234 - 
 Pflegegrad 3 42 423 10 578 9 147 22 698 - 
 Pflegegrad 4 17 811 3 936 7 260 6 615 - 
 Pflegegrad 5 7 047 1 374 3 474 2 199 - 
noch keine Zuordnung 33 - 33 - - 
 Insgesamt  162 726 37 113 24 729 79 746 21 135 
  100 % 22,81 % 15,20 % 49,01 % 12,99 % 
Münster, Stadt        
 Pflegegrad 1  1 869 249 21 - 1599 
 Pflegegrad 2  4 899 1 278 543 3 078 - 
 Pflegegrad 3  3 402 780 984 1 641 - 
 Pflegegrad 4  1 557 294 771 492 - 
 Pflegegrad 5  606 105 333 165 - 
noch keine Zuordnung 3 - 3 - - 
 Insgesamt  12336 2709 2655 5376 1599 
  100 % 21,96 % 21,52 % 43,58 % 12,96 % 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
1) Personen mit Pflegegrad 1 und teilstationärer Pflege plus Personen mit Pflegegrad 1 und ausschließlich lan-
desrechtlichen bzw. ohne Leistungen 
Ende 2021 lebten 2.655 pflegebedürftige Menschen - und damit etwa genauso viele Personen 
wie im Jahr 2019 - in einer vollstationären Pflegeeinrichtung. Ihr Anteil an allen Pflegeleis-
tungsempfängerinnen und -empfängern ist allerdings von 24,87 Prozent auf 21,52 Prozent ge-
sunken. Dies ist allein auf die massive Steigerung der Zahl der Leistungsempfängerinnen und 
Leistungsempfänger im ambulanten Bereich zurückzuführen. In NRW insgesamt gibt es in der 
Tendenz die gleiche Entwicklung; die stationäre Versorgung reduzierte sich von 17,53 Prozent 
auf 14,02 Prozent.

14 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Zur Begründung der besonders hohen stationären Versorgungsquote in Münster gibt es ver-
schiedene Ansätze: Ein möglicher Grund liegt in der Bevölkerungsstruktur der Stadt . Es leben 
viele gut qualifizierte Menschen in M ünster, die Abiturientenquote ist hoch und ein hoher 
Bevölkerungsanteil verortet sich im linken und grünen politischen Spektrum. In dieser Gruppe 
gibt es überwiegend das Verständnis, dass Pflege eine staatliche Fürsorgeaufgabe ist und 
keine rein private Sorgeaufgabe. Auch Spiegel, Klie und Rischard weisen in ihrer Forschung auf 
den Zusammenhang zwischen den Wertevorstellungen der Bevölkerung und der Inanspruch-
nahme professioneller Hilfe bei der Pflege hin. Präferenzen für eine stationäre Versorgung 
seien vor allem in Bevölkerungskreisen mit eher modernen Wertvorstellungen und hohem 
sozioökomischen Status zu finden. Hier sehen Angehörige ihre Aufgabe in der Begleitung und 
in der Organisation der Versorgung, seltener in der pflegerischen Unterstützung selbst ( vgl. 
Spiegel, J., Klie,T. & Rischard, P. (2021). Monitoring Pflegepersonalbedarf in Bayern: Langzeit-
pflege in den Landkreisen und kreisfreien Städten; Pflegekulturelle Orientierungen und ihre 
Bedeutung für Pflegearrangements. Freiburg im Breisgau, FIFAS e.V. und FIVE e.V.).  
Durch eine Erhebung der Aufnahmeanlässe in der stationären Pflege im Jahr 2022 wurde fest-
gehalten, dass Menschen dann in die stationäre Pflege wechseln, wenn aufgrund des steigen-
den Pflegebedarfs, mit hohen Versorgungsintervallen, nächt lichem Bedarf oder erheblichen 
kognitiven Einschränkungen, die ambulante Versorgung nicht mehr sichergestellt werden 
kann. Ein fehlendes soziales Umfeld sowie fehlende An- und Zugehörige v or Ort erschweren 
die ambulante Versorgung, die unter Umständen auch durch die Wohnsituation der pflegebe-
dürftigen Menschen an ihre Grenzen komm t.  
Die Zurückführung der hohen Quote auf die Rolle Münsters als Oberzentrum für die angren-
zenden Landkreise , konnte durch die Auswertung von IT.NRW zu der Leistungsinanspruch-
nahme nach Postleitzahlen widerlegt werden, aus der die Wanderungsbewegungen in die sta-
tionäre Pflege sichtbar werden . Hieraus ergibt sich  für den Stichtag 31.12.2021 , dass 19 Pro-
zent der Nutzerinnen und Nutzer einer stationären Pflegeeinrichtung vor Aufna hme nicht in 
Münster gewohnt haben und somit zugezogen sind. Es ist anzunehmen, dass dabei in vielen 
Fällen verwandtschaftliche Bezüge nach Münster ausschlaggebend sind. Bei einem Vergleich 
mit den Nachbarkreisen wird deutlich, dass auch der Anteil der Münsteranerinnen und Müns-
ter, die in eine stationäre Pflege außerhalb von Münster gezogen sind, nicht unerheblich ist. 
Im direkten Vergleich sind im Jahr 2021 357 Münsteranerinnen und Münsteraner in stationäre 
Einrichtungen der Nachbarkreise gezogen und 246 Personen wurden in die stationäre Pflege 
in Münster aufgenommen. Der Saldo ist demnach negativ und kann die h ohe stationäre Ver-
sorgungsquote nicht erklären.  
Die Altersstruktur der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger veranschaulicht 
deutlich, dass das Risiko einer Pflegebedürftigkeit mit dem steigenden Alter zunimmt. Nahezu 
60 Prozent der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger sind älter als 80 Jahre. Be-
trachtet man die Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen nach Al-
tersstufen (siehe nachfolgende Abbildung), so zeigt sich, dass die absolute Zahl der Menschen 
mit Pflegebedarf zwischen 80 und 90 Jahren am größten ist.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 15 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Die Zahl der Pflegebedürftigen unter 60 Jahre wirkt auf den ersten Blick sehr hoch. Gemessen 
am Anteil an der Bevölkerung, ist der Anteil pflegebedürftiger Menschen in diesem Alter mit 
0,8 Prozent jedoch am niedrigsten. Die Berechnung der Pflegequote veranschaulicht den An-
teil der pflegebedürftigen Menschen an ihrer jeweiligen Altersgruppe  in Münster. 
 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021;  
Bevölkerungsdaten der Stadt Münster, Stadtplanungsamt 
 
0
500
1000
1500
2000
2500
unter 60
Jahre
60 -64
Jahre
65 - 69
Jahre
70-74
Jahre
75-79
Jahre
80 - 84
Jahre
85 - 89
Jahre
90 - 95
Jahre
95 Jahre
und älter
Leistungsempfänger/-innen nach Alter
0,8% 3,1%
9,2%
29,7%
73,5%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
Unter 60 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre 90 Jahre und
älter
Pflegequote nach Alter

16 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Vom 70. bis zum 79. Lebensjahr ist die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, mit 9,2 
Prozent noch eher gering. In der Altersgruppe 80 - 89 Jahre ist dann bereits nahezu ein Drittel 
der Menschen betroffen. Bei Personen ab  90 Jahren erhöht sich die Wahrsche inlichkeit 
sprunghaft auf 73,5 Prozent.  
Bei der Differenzierung der Leistungsarten nach Alter in der nachfolgenden Abbildung wird 
deutlich, dass sich der Anteil der stationären Versorgung mit steigendem Alter stark erhöht. 
Hier ist davon auszugehen, dass Angehörige selbst aufgrund des eigenen Alters oft die Versor-
gung nicht mehr leisten können oder die Partner bereits verstorben sind. Gleichzeitig steigt 
der Grad der Pflegebedürftigkeit. Nichtsdestoweniger w erden auch in der Gruppe der Men-
schen über 95 Jahre noch immer 57 Prozent der Menschen im häuslichen Umfeld versorgt.  
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Die meisten Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger der Pflegever sicherung wa-
ren, wie der nachfolgenden Grafik zu entnehmen ist, dem Pflegegrad 2 zugeordnet.
0
200
400
600
800
1000
1200
60 -64
Jahre
65 - 69
Jahre
70-74
Jahre
75-79
Jahre
80 - 84
Jahre
85 - 89
Jahre
90 - 95
Jahre
95 Jahre
und älter
Leistungsarten nach Altersstufen
vollstationäre Pflege ambulante Pflege
Pflegegeld Pflegegrad 1 und andere Leistungen

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 17 
 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Bei einer Betrachtung der Inanspruchnahme von Leistungen nach Pflegegraden wird deutlich, 
dass insbesondere die ausschließliche Nutzung des Pflegegeldes und die stationäre Pflege 
durch die Höhe der Pflegebedürftigkeit beeinflusst wird. Bei Pflegegrad 2 ist  der Anteil derje-
nigen, die ausschließlich Pflegegeld in Anspruch nehmen , mit rund 63 Prozent sehr hoch  und 
mit elf Prozent die Inanspruchnahme von stationärer Pflege gering. Umgekehrt verhält es sich 
bei Pflegegrad 5. Dort nehmen rund 55 Prozent der pflegebedürftigen Personen die stationäre 
Pflege in Anspruch und 27 Prozent das Pflegegeld . Die ambulante Pflege und die Tagespflege 
sind Angebote, die durchgängig weniger abhängig  vom bestehenden Pflegegrad in Anspruch 
genommen werden. 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021  
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Leistungsempfänger/-innen nach Pflegegraden
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Inanspruchnahme nach Leistungsarten und Pflegegraden
in Prozent
Ambulante Pflege Stationäre Pflege Pflegegeld Tagespflege

18 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Es ist ein Trend zu erkennen , dass pflegebedürftige Personen länger ambulant zu Hause ge-
pflegt werden und immer später, mit zunehmender Pflegebedürftigkeit, in eine stationäre Ein-
richtung umziehen. Es zeigt sich in den stationären Einrichtungen kontinuierlich eine Abnahme 
der Zahl der Personen mit Pflegegrad 2 seit 2017 und eine Steigerung bei den Personen mit 
Pflegegrad 3 und 4 . Die Struktur der Bewohnerinne n und Bewohner, welche Auswirkungen 
auf das Zusammenleben und das Angebot in den stationären Einrichtungen hat, hat sich  
dadurch in den letzten Jahren verändert.  
 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Bei der Betrachtung der Inanspruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung nach Ge-
schlecht gibt es bei dem Vergleich der absoluten Zahlen deutliche Unterschiede. Mit insge-
samt 7.791 pflegebedürftigen Frauen ist deren Anteil deutlich höher als der der Männer mit 
4.545 Personen. Dies setzt sich fort bei der Auswertung der einzelnen Leistungsangebote. Der 
Anteil der Frauen überwiegt.  
In der nachfolgenden Tabelle wird die prozentuale Inanspruchnahme verschiedener Leistun-
gen nach Männern und Frauen differenziert dargestellt. Die Angebote der Tagespflege (m=3,5; 
w= 4,3) und der ambulanten Pflege (m=20; w=23) werden anteilsmäßig nahezu gleichermaßen 
von beiden Geschlechtern in Anspruch genommen. Rund die Hälfte aller pflegebedürftigen 
Männer nutzen ausschließlich Pflegegeld, bei den Frauen sind es mit 40  Prozent deutlich we-
niger. In der stationären Pflege ist es umgekehrt. Mit 23,5 Prozent der pflegebedürftigen 
Frauen ist der Anteil deutlich höher als bei den Männern mit 16 Prozent.  
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Leistungsempfänger/-innen in der vollstationären Dauerpflege nach 
Pflegegrad
2017 2019 2021

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 19 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
*Personen mit der Geschlechtsangabe „divers“ oder „ohne Angabe“ (Geschlecht nach § 22 Abs. 3 PStG) sind 
zufällig auf männlich oder weiblich verteilt. 
Es ist anzunehm en, dass durch ein geringeres Alter und höhere Lebenserwartungen viele 
Frauen ihre Partner bei zunehmender Pflegebedürftigkeit unterstützen und pflegen, so dass 
die Inanspruchnahme von Pflegegeld höher ausfällt und die Nutzung der stationären Dauer-
pflege seltener notwendig wird. In der stationären Pflege leben mit 72 Prozent deutlich mehr 
Frauen als Männer. 
4 Pflegende An- und Zugehörige 
Ein Großteil der pflegerischen Versorgung und der Betreuung von pflegebedürftigen Personen 
wird nicht von Pflegefachkräften, sondern von An - und Zugehörigen geleistet. Sie sind die 
zentrale Säule zur Sicherstellung der Pflege und Versorgung von pflege - und hilfsbedürftigen 
Menschen. In Münster beziehen mehr als 5.350 Personen ausschließlich Pflegegeld, das heißt, 
sie werden im eigenen Haushalt alleine von An - und Zugehörigen versorgt. Dies entspricht 
einem Anteil von 42, 5 Prozent aller pflegebedürftigen Per sonen. Im Vergleich zum Jahr 2019 
(4.500 Personen) kam es zu einer Steigerung von rund 20 Prozent. Anteiliges Pflegegeld erhal-
ten zudem Personen , die  Pflegegeld als Kombination von Geld - und Sachleistung erhalten 
(1.365 Personen)  oder ergänzend Leistungen der Verhinderungs - bzw. Kurzzeitpflege  (381 
Personen) in Anspruch nehmen.  
Der nachfolgenden Abbildung kann man entnehmen, dass mehr als die Hälfte der Personen 
über 60 Jahre, die ausschließlich von An- und Zugehörigen versorgt wird, den Pflegegrad 2 hat. 
Es werden jedoch auch noch schwer pflegebedürftige Personen der Pflegegrade 4 und 5 aus-
schließlich von An- und Zugehörigen versorgt. Ihr Anteil beträgt immerhin noch zehn Prozent 
der Pflegegeldempfängerinnen und Pflegegeldempfänger.   
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Ambulante Pflege
stationäre Dauerpflege
 Pflegegeld
Tagespflege
Inanspruchnahme von Leistungen nach Geschlecht*
in Prozent
Frauen Männer

20 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Zur Unterstützung der Pflege im häuslichen Umfeld sieht die Pflegeversicherung unterschied-
liche Leistungen vor. Ein wichtiges begleitendes Angebot kann neben der ambulanten Pflege 
durch Pflegedienste die Tagespflege darstellen, die eine Betreuung tagsüber ermöglicht und 
einen Fahrdienst bereitstellt. Auch  Angebote der Verhinderungs - und Kurzzeitpflege sind be-
sonders für Pflegebedürftige, die von An - und Zugehörigen gepflegt werden, notwendig. Dort 
kann die pflegerische Versorgung sichergestellt werden, wenn die pflegende Person für einen 
begrenzten Zeitrau m abwesend ist oder plötzlich ausfällt. Hinzu kommen Angebote zur Ent-
lastung im Alltag oder niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach §  45a SGB XI (siehe Kapitel 
5.1.7). 
Über das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz gibt es unterschiedliche Mög lich-
keiten zur Vereinbarung von Familie, Pflege und Beruf.  Arbeitnehmende können an zehn Ar-
beitstagen der Arbeit fernbleiben , um auf akut auftretende Pflegesituationen zu reagieren. 
Die Zeit kann genutzt werden , um bedarfsgerechte Pflege zu organisieren od er selbst sicher-
zustellen. Für diese Zeit besteht nach §  44a SGB XI Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld. 
Durch das Pflegeunterstützungs - und -entlastungsgesetz (PUEG), verabschiedet am 
26.05.2023 vom Bundestag, kann dieser Anspruch ab dem 01.01.2024 pro Kalenderjahr und 
je pflegebedürftiger Person in Anspruch genommen werden . 
Der VdK hat in seiner Studie zum Thema „Nächstenpflege“ im Jahr 2022 festgestellt, dass trotz 
der hohen Belastung nur wenig e dieser Entlastungsangebote genutzt werden. D ie Hälfte der  
Befragten gibt an aufgrund der notwendigen Zuzahlungen von Angeboten abzusehen. Weitere 
Faktoren seien fehlende Angebote der Tages- und Kurzzeitpflege sowie das Antragsverfahren, 
welches abschreckend wirke. Erh alte eine pflegende Person Beratung zu den Pf legeversiche-
rungsleistungen und –angeboten, steige die Inanspruchnahme um ein Vielfaches.  
Die Pflegeberatung ist schlussfolgend eine extrem wichtige Komponente bei der Frage, wie 
pflegende An- und Zugehörige Entlastung und Unterstützung erfahren können. D ie Beratung 
und Vermittlung von Unterstützungsleistungen kann  wesentlich dazu beitragen, die häusliche 
Versorgung zu stabilisieren und aufrechtzuerhalten.  
62%
28%
8% 2%
Pflegegeldempfänger/-innen ab 60 Jahre nach Pflegegrad in Prozent
Pflegegrad 2
Pflegegrad 3
Pflegegrad 4
Pflegegrad 5

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 21 
 
In Münster gibt es etablierte Angebote der Beratung, die gleichwohl nicht allen Betroffenen 
bekannt sind. Neben dem Infobüro Pflege im Sozialamt, das zugleich auch Pflegestützpunkt 
ist, steht Ratsuchenden der Pflegestützpunkt im Hause der AOK NordWest zur Verfügung. Jede 
pflegebedürftige - bzw. auf deren Wunsch auch pflegende - Person hat einen Rechtsanspruch 
auf individuelle Pflegeberatung durch die eigene Pflegekasse. Auch die Wohlfahrtsverbände , 
Vereine und Träger von pflegerischen  und unterstützenden  Leistungen bieten Beratung an. 
Wichtige Akteure sind hier auch die Krankenhaussozialdienste, die beim Übergang vom Kran-
kenhaus in die eigene Häuslichkeit oder eine andere Wohn - und Betreuungsform unterstüt-
zen.  
Unterstützung erfahren Betroffene auch im Austausch mit anderen Pflegenden bei Gesprächs-
kreisen oder in Selbsthilfegruppen. Die „Pflegeselbsthilfe NRW“, gefördert vom Land NRW und 
den Pflegekassen, bieten durch die Kontaktbüros der Pflegeselbsthilfe (KoPs) eine Plattform, 
welche Interessierte über bestehende Selbsthilfeangebote informiert, Gruppen berät und Per-
sonen bei einer Neugründung begleiten. Im vergangenen Jahr sind in Münster zwei neue 
Gruppen gegründet worden, eine befindet sich gerade im Anerkennungsprozess. Weitere drei 
Gruppen werden derzeit vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe bei der Gründung unterstützt.   
Eine Übersicht der Gesprächskreise in Münster befindet sich auf der Homepage des Infobüros 
Pflege der Stadt Münster unter „Hilfen im Alltag und Pflege zu Hause“.  
Im Rahmen einer städtischen Bevölkerungsbefragung  zum Thema „Pflege und Unterstützung 
im Alter“, die im September 2023 durchgeführt werden soll, werden die pflegenden An - und 
Zugehörigen verstärkt in den Blick genommen. Neben Fragen zur Art und Umfang der Unter-
stützung sowie zum bestehenden Versorgungsnetzwerk, werden pflegende An - und Zugehö-
rige gefragt, ob Angebote zur Unterstützung und Entlastung bekannt sind bzw. genutzt wer-
den. Anregungen und Wünsche der Zielgruppe werden aufgenommen.  
 
5 Pflegeinfrastruktur in Münster 
In Münster gibt es ein ausdifferenziertes Angebot an pflegerischen und pflegeergänzenden 
Angeboten. Im Folgenden werden die vorhandenen stationären, teilstationären und ambulan-
ten Angebote sowie deren Entwicklung dargestellt. Die benannten Angebote sind der Daten-
bank PfAD.wtg, dem elektronischen Anzeigeverfahren für Wohn - und Betreuungsangebote 
nach dem Wohn- und Teilhabegesetz Nordrhein-Westfalen, sowie der Datenbank des Infobü-
ros Pflege des Sozialamtes (www.stadt -muenster.de/pflege) entnommen.   
In der folgenden Tabelle erfolgt einleitend die Darstellung der Entwicklung der Pflegeinfra-
struktur je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner ab 80 Jahre n. Der Anteil der Plätze im stati-
onären Bereich ist seit dem Jahr 2016 kontinuierlich auf jetzt 135 Plätze pro 1.000 Einwohne-
rinnen und Einwohner ab 80 Jahre n gesunken. Bei der Kurzzeitpflege stagniert das Angebot 
und im Bereich der ambulanten Pflege -Wohngemeinschaften sowie der Tagespflege k am es 
zu einer Steigerung der Angebote. Eine soz ialräumliche Darstellung auf Ebene der Stadtbe-
zirke befindet sich in der Anlage.

22 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur je 1.000 Einwohner/ -innen ab 80 Jahre 
Am  
31.12. 
Bevölkerung 
ab 80 Jahre 
Plätze pro 1.000 Einwohner/-innen ab 80 Jahre 
Stationäre 
Pflegeplätze 
Ambulant betreute 
Wohngemein- 
schaften 
Tages- 
pflegeplätze 
Kurzzeit-
pflegeplätze 
2016 16.262 162,71 12,67 11,87 14,33 
2017 16.808 157,43 13,56 11,48 15,83 
2018 17.394 152,12 12,94 11,21 16,10 
2019 18.178 145,40 13,75 10,73 15,79 
2020 18.908 138,51 13,22 13,49 15,18 
2021 19.410 135,34 14,99 13,45 14,89 
2022 19.448 134,98 15,89 15,07 14,50 
Quelle: Bevölkerungsdaten: Stadt Münster, Stadtplanungsamt; eigene Berechnung 
Ziel der Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur ist es, dass alle Pflegebedürftigen einen 
Zugang zu den bestehenden Versorgungsformen erhalten, unabhängig von der Herkunft, so-
zialer Stellung, dem Geschlecht und der sexuellen bzw. geschlechtlichen  Orientierung. Nur so 
kann eine gute Versorgungslösung , individuell und abgestimmt auf den tatsächlichen Bedarf , 
organisiert werden.  
 
Bei der Entwicklung neuer Unterstützun gsangebote we rden nach Aussagen von Trägern die 
hohen Miet- und Grundstückspreise in Münster zunehmend zu einer Hürde für die Schaffung 
von Tagespflegeeinrichtungen oder ambulant  betreuten Pflege-Wohngemeinschaften. Es 
werde insbesondere immer schwieriger, Plätze in Pflege -Wohngemeinschaften im Rahmen 
der sozialhilferechtlich angemessenen Kosten der Unterkunft anzubieten. Des Weiteren wirkt 
sich gerade im Pflegesektor der Fachkräftemangel immer spürbarer aus. Neue Angebote kön-
nen oftmals nur sukzessive belegt  werden, da zuerst die Personalkapazitäten erweitert wer-
den müssen. Ein Ausbau der Strukturen wird immer von der Frage begleitet, ob die erforder-
lichen Fachkräfte für ein Angebot gewonnen werden können.   
 
Auch für die Nutzerinnen und Nutzer sind die steigenden Preise in allen Sektoren spürbar. Die 
Preissteigerungen durch die höheren Energie- und Verpflegungskosten und auch die Anhe-
bung der Löhne durch die Tarifbindung bzw. -steigerung, werden nur zum geringen Teil durch 
die Pflegeversicherung übernommen und führen somit auch zu einer Preissteigerung für die 
pflegebedürftigen Personen . Nicht selten w ird dadurch die Inanspruchnahme von Versor-
gungsleistungen eingeschränkt und auf ein Minimum reduziert. 
 
Im September 2017 startete in Münster das Projekt „Starke Pflege in Münster“ , zu dem sich 
Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen der Pflegebranche, Pflegeschulen und die Stadt Münster, 
vertreten durch das Sozialamt und das Jobcenter, zusammengeschlossen haben. Gemeinsam 
wird inhaltlich gearbeitet zu aktuellen Themen wie der Ausbildung von Pflegekräften und dem 
neuen Personalbemessungsverfahren in der stationären Pflege. Außerdem werden öffentlich-
keitswirksame Aktionen durchgeführt,  wie am 25.01.2023 auf dem Prinzipalmarkt, um auf ak-
tuelle Defizite und Herausforderungen in der Altenpflege aufmerksam zu machen.  Die städti-
sche Förderung der Initiative ist bis zum 31.12.2023 befristet.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 23 
 
Der Zusammenschluss von Arbeitgebern in der Altenpflege bereitet aktuell die Gründung ei-
nes Vereins „Starke Pflege Münster“ vor, um die gute Zusammenarbeit auch in den folgenden 
Jahren fortzusetzen. Mitglied werden können Träger von Altenhilfeangebote und Pflegeschu-
len. 
 
 Einrichtungen und Dienste in Münster  
5.1.1 Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Aktuell stehen in Münster 32 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 2.60 1 Dauer-
pflegeplätzen zur Verfügung. Ergänzend kommt eine stationäre Einrichtung für Menschen mit 
Intensivpflegebedarf mit 18 Plätzen hinzu.  
Viele der stationären Pflegeeinrichtungen bieten auch Kurzzeitpflege (siehe Kapitel 5.1.2) und 
weitere Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen an. Hierzu ge-
hören unter anderem  offene Angebote wie ein Mittagstisch oder ein Café, das auch Bewoh-
nerinnen und Bewohnern des Stadtteils zur Verfügung steht. Unterstützt werden die Einrich-
tungen oftmals von Ehrenamtlichen und Angehörigen, die einzelne Personen betreuen und/o-
der weitere Freizeitangebote in der Einrichtung oder im Quartier ermöglichen.  
Die stationären Pflegeein richtungen entwickel n sich weiter zu Kompetenzzentren in der 
Pflege. Durch weitere Angebot e im Bereich Tagespflege und ambulante Pflege, sowie über 
Teilhabeangebote im Quartier gelingt der Zugang zu Beratungs - und Informationsangebote n 
fließend und trägerübergreifend. Ältere Menschen, die erste Unterstützungsleistungen benö-
tigen, aber auch pflegende An - und Zugehörige haben eine Ansprechp erson vor Ort. Darüber 
hinaus sind verschiedene stationäre Einrichtungen im Rahmen von Quartiersentwicklungspro-
jekten aktiv. Aktuell werden z.B. der Handorfer Hof und das Haus vom guten Hirten über das 
Förderprogramm des Landes „Miteinander und nicht allein“  dabei unterstützt, die Strukturen 
und Angebote vor Ort auszubauen. Ausgehend vom Martin-Luther-Haus wird das Landespro-
jekt „Miteinander Digital“ umgesetzt.  
Der nachstehenden Abbildung ist zu entnehmen, dass di e Zahl der vorhandenen Plätze nach 
einem zunächst kontinuierlichen Anstieg seit dem Jahr 2012  nahezu stabil geblieben  ist. Auf 
der Grundlage der  verbindlichen Pflegebedarfsplanung wurden seit dem Jahr 2015 keine Be-
darfsbestätigungen für die Errichtung neu er Pflegeeinrichtungen erteilt.  
Im Jahr 2022 verringerte sich die Anzahl der Pflegeplätze um insgesamt zwei Plätze. Das Kla-
rastift reduzierte sein Angebot von 103 auf 101 Plätze. Zum 01. Juni 2023 reduzierte außerdem 
das Haus Augustinus, ein Angebot für Menschen mit Intensivpflegebedarf, aufgrund des Fach-
kräftemangels die Platzzahl von 24 auf 18 Plätze.

24 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung  
Die stationäre Pflege muss sich aktuell mit vielen verschiedenen Schwierigkeiten und Heraus-
forderungen auseinandersetzen. Neben dem bestehenden Fachkräftemangel (siehe Kapitel 6) 
setzt die Frage nach der Refinanzi erung von Kostensteigerungen die Einrichtungen immer 
mehr unter Druck. Durch die in der Regel nur jährliche Verhandlung der Vergütungsvereinba-
rung mit den Landesverbänden der Pflegekassen erfolgt eine Anpassung nur zeitverzögert. 
Dies hatte bereits erhebliche Auswirkungen auf Einrichtungen, die zum 01.09.2022 eine tarif-
liche Bezahlung umsetzen mussten, und setzt sich jetzt fort bei den steigenden Energiepreisen 
sowie den inflationsbedingten Kostensteigerungen . Da die Leistungen der Pflegeversicherung 
gedeckelt sind und nicht alle Aufwendungen der stationären Versorgung umfassen , steigen 
die Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen weiter an.  
Das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) beinhaltet für die stationäre Pflege, 
dass die Leistungszuschläge, welche die Pflegekasse ab Pflegegrad  2 übernimmt, gestaffelt 
nach Verweildauer der pflegebedürftigen Person, ab dem 01.01.2024 erhöht werden. 
In einer Expertise im Auftrag der DAK Gesundheit wird veröffentlicht, dass die Reformele-
mente des PUEG, welche pflegebedürftige Per sonen finanziell entlasten soll en, bereits durch 
die steigenden Pflegekosten wieder aufgebraucht werden. Die durchschnittlichen Eigenan-
teile werden demnach bereits in 2023 wieder höher liegen, als zum Zeitpunkt der B eschluss-
fassung (Rothgang, Heinze, Kalwitzki, Wagner (Feb. 2023); Hilfe zur Pflege in Pflegeheimen – 
Zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung der aktuellen Reformmaßnahmen. Aktualisie-
rung einer Expertise im Auftrag der DAK -Gesundheit). 
Zum 01.07.2023 wird mit der Einführung der neuen Personalbemessung in der vollstationären 
Pflege der letzte Reformschritt des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsvorsorge 
(GVWG) umgesetzt. Die Personalstruktur wird sich dahingehend ändern, dass zwischen Hilfs-
personal (ohne Ausbildung), Pflegefachassistenzpersonen ( ein Jahr Ausbildung) und Pflege-
fachpersonen ( drei Jahre Ausbildung) unterschieden wird. Dabei sollen Pflegende vorrangig 
die Aufgaben übernehmen, die ihrer jeweiligen Qualifikation entsprechen. Das Personal wird 
für jede Einrichtung individuell anhand des Pflegegradmixes der Bewohnerinnen und Bewoh-
ner errechnet.  Herr Prof. Dr. Rothgang, der dieses Verfahren erarbeitet hat, prognostiziert 
einen personellen Mehrbedarf  ganz überwiegend im Berei ch der Assistenzkräfte. Im Februar 
-
 500
1 000
1 500
2 000
2 500
3 000
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
Anzahl der vollstationären Pflegeplätze in Münster
(jeweils am 31.12.)

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 25 
 
2023 wurde die gemeinsame Bundesempfehlung  zur Umsetzung der Personalbemessung 
nach § 113 Abs. 4 SGB XI der GKV Spitzenverbände und der Vereinigung der Träger stationärer 
Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene veröffentlicht. Neben der Entscheidung, dass eine Min-
destpersonalausstattung auf Länderebene festgelegt werden soll, ist in der Anlage dargestellt, 
welche flankierenden Maßnahmen notwendig sind, um das Personalbemessungsverfahren 
umzusetzen. Diese umfassen die Absicheru ng der Ausbildungskapazitäten, die Anerkennung 
von internationalen Beschäftigungsabschlüssen, die Erschließung von weitere m Beschäfti-
gungspotenzial sowie die Anpassung des ordnungsrechtlichen Rahmen s und die Absicherung 
der Finanzierung,  da eine Umsetzung zu weiteren Kostensteigerungen führen wird.  Obwohl 
die Umsetzung zum 01.07.2023 erfolgt ist, sind viele Details bisher noch unklar. Es bleibt ab-
zuwarten, wann und mit welchen Entscheidungen die Landesrahmenverträge veröffentlicht 
werden. Ein Übergangszeitr aum bis zur vollständigen Umsetzung des neuen Verfahrens er-
streckt sich bis 2025. 
Eine Einschätzung zum Bedarf an vollstationären Dauerpflegeplätzen in den kommenden 
drei Jahren erfolgt, aufgrund der Besonderheit der verbindlichen Planung , in Kapitel 7. 
 
Tabelle: Vollstationäre Pflegeeinrichtungen , Stand: 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus  
(inkl. Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost Wolbeck 66 
2 Altenheim Friedrichsburg Stiftung der Schwestern 
von der Göttlichen Vorse-
hung 
Mitte Pluggendorf 138 
3 Altenheim Haus  
Heidhorn 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Hiltrup Amelsbüren 52 
4 Altenheim St. Elisabeth Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
West Gievenbeck 92 
5 Altenhilfe-Zentrum  
Haus Franziska 
Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
60 
6 Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Düesberg 123 
7 Altenzentrum Klarastift  
 
Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Mitte Herz-Jesu 101 
8 Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Pluggendorf 83 
9 Alwine-Lauterbach- 
Seniorenzentrum 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West Albachten 66 
10 Cohaus-Vendt-Stift Cohaus-Vendt-Stiftung Mitte Aegidii 82 
11 DKV-Residenz am 
Tibusplatz 
DKV-Residenz am Tibus-
platz gGmbH 
Mitte Buddenturm 49 
12 Ev. Seniorenzentrum  
Meckmannshof 
Evangelische Perthes-Stif-
tung e.V. 
West Mecklen-
beck 
171

26 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
13 Friederike-Fliedner-Haus Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Mitte Kreuz 80 
14 Fritz-Krüger-Senioren-
zentrum  
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West Gievenbeck 81 
15 Handorfer Hof -  
Seniorenzentrum 
Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste 
GmbH 
Ost Handorf 78 
16 Haus Simeon Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste 
GmbH 
Hiltrup Berg-Fidel 146 
17 Haus Thomas Alexianer Münster GmbH Hiltrup Amelsbüren 54 
18 Haus vom Guten Hirten - 
Pflegebereich 
Guter Hirte Münster 
gGmbH 
Mitte Herz-Jesu 20 
19 Haus Wilkinghege Haus Wilkinghege  
Wirbelauer KG 
Nord Kinderhaus 
West 
65 
20 Johanniter-Stift Münster Johanniter Seniorenhäu-
ser GmbH Regionalzent-
rum West 
Mitte Geist 80 
21 Kardinal-von-Galen-Stift Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Südost Angelmodde 66 
22 LWL-Pflegezentrum 
Münster "Ernst-Kirchner-
Haus" 
Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe 
Mitte Uppenberg 80 
23 Marienheim Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens Münster 
Hiltrup  
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
83 
24 Martin-Luther-Haus Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste 
GmbH 
West Sentrup 151 
25 Meyer-Suhrheinrich-Haus Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
42 
26 Papst-Johannes-Paul-Stift Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord Coerde 72 
27 Perthes-Haus Evangelische Perthes-Stif-
tung e.V. 
Mitte Uppenberg 87 
28 Residenz Aaseehof Alloheim Senioren-Resi-
denzen Zehnte SE & Co. 
KG 
Mitte Schloss 80 
29 Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Mitte Mauritz-
Mitte 
59 
30 Seniorenzentrum  
Haus Maria Trost 
Genossenschaft der Kran-
kenschwestern nach der 
III Regel des hl. Franziskus 
Mitte Herz-Jesu 80

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 27 
 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
31 Wohnen in Pastors  
Garten 
Stift Tilbeck GmbH West Roxel 40 
32 Wohnstift am Südpark Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Schützenhof 74 
Plätze in vollstationären Einrichtungen gesamt  2.601 
Quelle: PfAD.wtg 
Tabelle: Vollstationäre Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Intensivpflegebedarf   
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
33 Haus Augustinus Alexianer Münster GmbH Hiltrup Amelsbüren 18

28 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 29 
 
5.1.2 Kurzzeitpflege 
Das Angebot der Kurzzeitpflege ermöglicht eine vorübergehende stationäre Versorgung und 
ist damit ein wichtiger Baustein zur Sicherung der häuslichen Pflege. Sie bietet pflegenden An- 
und Zugehörigen die Möglichkeit für einige Tage den Pflegealltag zu verlassen und die pflege-
bedürftige Person gut versorgt zu wissen. Die Kurzzeitpflege ist jedoch auch ein Angebot, das 
bei Akutsituationen zum Einsatz kommt, wenn z.B. die pflegende Person ad hoc ausfällt oder 
die gesundheitliche Situation des Betroffenen eine Rund -um-die-Uhr Betreuung erforderlich 
macht. Langzeit-Pflegeplätze stehen oftmals nicht direkt zur Verfügung, so dass für die Suche 
Zeit benötigt wird. N ach Krankenhausaufenthalten, wenn eine Behandlung nicht weiter not-
wendig ist, ein erhöhter Versorgungsbedarf jedoch weiterhin über einen befristeten Zeitraum 
besteht, bietet die Kurzzeitpflege eine Überbrückung bis zur Rückkehr ins eig ene Zuhause.  
Solitäre und eingestreute  Kurzzeitpflegeplätze sind voneinander  zu unterscheiden. Solitäre 
Kurzzeitpflegeplätze stehen ausschließlich zu diesem Zweck zur Verfügung. Eingestreute Kurz-
zeitpflegeplätze können variabel für die Dauer - oder Kurzzeitpflege genutzt werden. Sie wer-
den von den meisten Pflegeeinrichtungen angeboten. Eingestreute Kurzzeitpflegeplätze ste-
hen jedoch nur dann zur Verfügung, wenn die Plätze nicht im Rahmen der Dauerpflege belegt 
sind. Vorrangig werden sie dafür genutzt, Leistungsansprüche gegenüber der Pflegekasse gel-
tend zu machen, bevor die Dauerpflege beginnt. Der eigentliche Zweck der Kurzzeitpflege wird 
durch dieses Angebot nur nachrangig erfüllt.  
Das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen hat sich in den letzten Jahren nur geringfügig geändert . 
Aktuell gibt es in Münster insgesamt 282 Kurzzeitpflegeplätze, davon 69 solitäre und 213 ein-
gestreute Plätze. Eine Reduzierung um sieben Plätze im Jahr 2022 ist auf die Zusammenlegung 
der solitären Kurzzeitpflege n der Alexianer Haus Heidhorn GmbH zurückzuführen. Die Kurz-
zeitpflege im Clemenshospital wurde geschlossen und dafür das Angebot in der Raphaelsklinik 
mit dem „Haus Ludgera“ um elf Plätze ausgebaut. 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
-
 50
 100
 150
 200
 250
 300
 350
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
Anzahl der Kurzzeitpflegeplätze in Münster
(jeweils am 31.12.)

30 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Die Kurzzeitpflege ist in Münster nicht von der verbindlichen Bedarfsplanung umfasst. Die Fi-
nanzierung dieses Angebotes gestaltete sich jedoch aus Sicht der Träger bisher als unattraktiv, 
so dass wenig Interesse an einem Ausbau dieses Angebotes best and. Aufgrund der hohen 
Fluktuation und der kurzen Verweildauer ergibt sich für die Einrichtungen ein hoher Koordi-
nations- und Verwaltungsaufwand durch Aufnahme, Pflegeprozessplanung und die Überlei-
tung zurück in die häusliche Versorgung. Zudem ist die Nachfrage nach  Kurzzeitpflegeplätzen 
im Jahresverlauf starken Schwankungen unterworfen, so dass eine kontinuierliche Auslastung 
nicht sichergestellt ist. 
Die Bundespolitik hatte im aktuellen Koalitionsvertrag eine Stärkung der Kurzzeitpflege und 
eine Verbesserung der Fi nanzierung ver ankert. Zum 01.03.2023 trat die Gemeinsame Emp-
fehlung nach §  88a SGB XI zur Sicherstellung einer tragfähigen Vergütung der Kurzzeitpflege 
der GKV-Spitzenverbände und der Vereinigungen der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebenen 
in Kraft. Dort wi rd die Personalbemessung einheitlich geregelt und die Mindest-Belegungs-
quote ist auf 78 Prozent gesenkt  worden. Die Länder sind jetzt aufgefordert , die Landesrah-
menverträge (§ 75 Abs. 2 SGB XI) zu überprüfen und an die Rahmenverträge anzupassen. Eine 
Absenkung der Mindest-Belegungsquote von 80 auf 70 Prozent für solitäre Kurzzeitpflegeein-
richtungen bei der Anerkennung von Investitionskosten wurde bereits im letzten Jahr umge-
setzt. Durch die beiden Maßnahmen haben sich die Refinanzierungsmöglichkeiten der solitä-
ren Kurzzeitpflege insgesamt verbessert.  
Inwieweit sich diese Entwicklungen positiv auf einen Ausbau der s olitären Kurzzeitpflege aus-
wirken, bleibt abzuwarten. Stimmen aus der Praxis  bemängeln bereits, dass die vereinbarte 
Personalbemessung nicht weit genug gehe. Der Aufwand im Vergleich zur stationären Dauer-
pflege sei wesentlich höher , sowohl in der Pflege, als auch in der Verwaltung,  im sozialen 
Dienst, in der Hauswirtschaft, bei der Reinigung und bei der Instandhaltung.  
Pflegebedürftige Personen können zur Finanzierung eines Platzes in der Kurzzeitpflege Zu-
schüsse der Pflegeversicherung nutzen. Neben dem Anspruch auf das Kurzzeitpflege -Budget, 
kann das Budget der Verhinderungspflege, welches zur Unterstützung bei Abwesenh eit der 
Hauptpflegeperson eingesetzt werden kann, genutzt werden.  Das Pflegeunterstützungs- und 
-entlastungsgesetz (PUEG) sieht ab dem 01.07.2025 einen gemeinsamen Jahresbeitrag für die 
Verhinderungspflege und die Kurzzeitpflege in Höhe von bis zu 3.539 Eu ro pro Kalenderjahr 
vor, flexibel einsetzbar für beide Leistungsarten.  
In Münster gibt es weiter einen zusätzlichen Bedarf an solitären Kurzzeitpflegeplätzen. Träger 
werden in Beratungen auf die fehlenden Kapazitäten aufmerksam gemacht . Es wird gemein-
sam überlegt, wie ein Ausbau von Plätzen gelingen kann.  
Tabelle: Eingestreute Kurzzeitpflege, Stand : 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus  
(inkl. Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost Wolbeck 6 
2 Altenheim Friedrichsburg Stiftung der Schwestern 
von der Göttlichen Vorse-
hung 
Mitte Pluggendorf 8 
3 Altenheim Haus  
Heidhorn 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Hiltrup Amelsbüren 6

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 31 
 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
4 Altenheim St. Elisabeth Missionsschwestern vom 
Hlst. Herzen Jesu von 
Hiltrup 
West Gievenbeck 5 
5 Altenhilfe-Zentrum 
Haus Franziska 
Missionsschwestern vom 
Hlst. Herzen Jesu von 
Hiltrup 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
2 
6 Altenwohnheim 
Maria-Hötte-Stift 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Düesberg 12 
7 Altenzentrum Klarastift Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Mitte Herz-Jesu 11 
8 Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Pluggendorf 8 
9 Alwine-Lauterbach- 
Seniorenzentrum 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West Albachten 10 
10 Cohaus-Vendt-Stift Cohaus-Vendt-Stiftung Mitte Aegidii 3 
11 DKV-Residenz am 
Tibusplatz 
DKV-Residenz am Tibus-
platz gGmbH 
Mitte Buddenturm 5 
12 Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes-Stif-
tung e.V. 
West Mecklen-
beck 
15 
13 Friederike-Fliedner-Haus Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Mitte Kreuz 10 
14 Handorfer Hof -  
Seniorenzentrum 
Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste 
GmbH 
Ost Handorf 8 
15 Haus Simeon Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste 
GmbH 
Hiltrup Berg-Fidel 8 
16 Haus Thomas Alexianer Münster GmbH Hiltrup Amelsbüren 4 
17 Johanniter-Stift Münster Johanniter Seniorenhäuser 
GmbH Regionalzentrum 
West 
Mitte Geist 10 
18 Kardinal-von-Galen-Stift Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Südost Angelmodde 6 
19 LWL-Pflegezentrum 
Münster  
"Ernst-Kirchner-Haus" 
Landschaftsverband West-
falen-Lippe 
Mitte Uppenberg 2 
20 Marienheim Altenhilfe-Zentrum St. Cle-
mens Münster Hiltrup  
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
9 
21 Martin-Luther-Haus Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste 
GmbH 
West Sentrup 8 
22 Meyer-Suhrheinrich-Haus Altenhilfe-Zentrum St. Cle-
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
5

32 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
23 Papst-Johannes-Paul-Stift Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord Coerde 7 
24 Perthes-Haus Evangelische Perthes-Stif-
tung e.V. 
Mitte Uppenberg 6 
25 Residenz Aaseehof Alloheim Senioren-Residen-
zen Zehnte SE & Co. KG 
Mitte Schloss 15 
26 Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Mitte Mauritz-
Mitte 
8 
27 Seniorenzentrum  
Haus Maria Trost 
Genossenschaft der Kran-
kenschwestern nach der III 
Regel des hl. Franziskus 
Mitte Herz-Jesu 5 
28 Wohnen in Pastors  
Garten 
Stift Tilbeck GmbH West Roxel 4 
29 Wohnstift am Südpark Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Schützenhof 7 
Eingestreute Kurzzeitpflegeplätze gesamt 213 
Quelle: PfAD.wtg 
Tabelle: Solitäre Kurzzeitpflege, Stand: 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Träger Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
30 Altenhilfe-Zentrum der Missi-
onsschwestern Kurzzeitpflege 
"Haus Maria" 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
20 
31 Fritz-Krüger-Seniorenzentrum 
Solitäre KZP 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West Gieven-
beck 
15 
32 Kurzzeitpflege Haus Ludgera Alexianer Haus Heid-
horn GmbH 
Mitte Dom 34 
Solitäre Kurzzeitpflegeplätze gesamt 69 
Quelle: PfAD.wtg

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 33 
 
Kurzzeitpflege in Münster

34 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
5.1.3 Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften ermöglichen ein Leben in häuslicher Ge-
meinschaft mit umfassender Versorgungssicherheit. Die Nutzerinnen und Nutzer  mieten ein 
Zimmer in einer Wohngemeinschaft und schließen einen weiteren Vertrag über allgemeine 
Betreuungsleistungen (Rund-um-die-Uhr-Betreuung) ab. Die gesondert zu vereinbarende 
pflegerische Versorgung erfolgt über einen ambulanten Pflegedienst.  Perspektivisch soll in je-
dem Quartier ein solches Wohn - und Versorgungsarrangement umgesetzt werden, um den 
pflegebedürftigen Menschen einen Verbleib im vertrauten Sozialraum zu ermöglichen. 
Das Angebot an Pflege-Wohngemeinschaften wurde in den vergangenen 20 Jahren stetig aus-
gebaut. Im Jahr 202 2 haben zwei Wohngemeinschaften an der Hüfferstraße mit jeweils elf 
Plätzen wiedereröffnet. Außerdem hat sich das Angebot für junge Menschen mit der  Wohn-
gruppe Leo um sechs Plätze erweitert. 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
Die Kosten für eine ambulante Pflege -Wohngemeinschaft sind in den letzten Jahren , aus den 
verschiedensten Gründen, kontinuierlich angestiegen. Für Bewohnerinnen und Bewohner 
sind diese in der Regel nur bedingt kalkulierbar. Erhöht sich der Pflegebedarf, erhöhen sich in 
der Regel auch die Kosten der pflegerischen Leistungen , die aufgewandt werden müssen. Ins-
gesamt sind die Eigenanteile mittlerweile vergleichbar zur stationären Versorgung. In dem Ge-
setz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorge (GVWG) wurden verankert, dass in der 
stationären Pflege ein Zuschuss für die Pflege- und Ausbildungskosten gewährt wird, abhängig 
von dem Zeitraum der Inanspruchnahme, während die Pflege -Wohngemeinschaften unbe-
rücksichtigt blieben. 
Es besteht in Münster grundsätzlich ein Bedarf an weiteren Pflege -Wohngemeinschaften. Ei-
nige Stadtteile und Stadtbezirke sind bereits gut versorgt, in anderen gibt es noch kein Ange-
bot. Bei der Planung ist eine individuelle Beratung zur Situation vor Ort not wendig. Die Dar-
stellung der einzelnen Stadtbezirke im Anhang können bereits erste Hinweise geben.  
 
-
 50
 100
 150
 200
 250
 300
 350
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
Anzahl der Plätze in Pflege-Wohngemeinschaften in Münster
(jeweils am 31.12.)

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 35 
 
Zum Stichtag 30.06.2023 gibt es in Münster 30 Pflege -Wohngemeinschaften mit insgesamt 
309 Plätzen. 
 
Tabelle: Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften, Stand 30.06.2023 
Pflege-Wohngemeinschaften für ältere Menschen mit dem Schwerpunkt Demenz 
Nr. Pflege-Wohngemeinschaft Träger / Betreuungsdienst Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
1 Altenzentrum Münster  
Nienberge - Haus Annette 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägerges. Münster 
mbH; Ambulante Pflege 
West Nienberge 7 
2 Altenzentrum Münster  
Nienberge - Haus Sebastian 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägerges. Münster 
mbH; Ambulante Pflege 
West Nienberge 7 
3 Demenz-Wohngemeinschaft 
Mehrgenerationenhaus  
Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Mitte Buddenturm 9 
4 DRK-Wohngemeinschaft  
Erphobogen 
DRK Münster -  
gemeinnützige Pflege und 
Service GmbH 
Mitte Schlachthof 12 
5 Haus Elisabeth Alexianer Münster GmbH Südost Wolbeck 12 
6 Haus Genius miCura Pflegedienste 
Münster GmbH 
Mitte Buddenturm 9 
7 Hof Schultmann Alexianer Münster GmbH West Mecklen-
beck 
12 
8 Irmgard Buschmann Haus (1) Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
West Gievenbeck 11 
9 Irmgard Buschmann Haus (2) Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
West Gievenbeck 8 
10 Selbstverwaltete Senioren- 
gemeinschaft Villa Kahmann 
Cathamed Pflegedienst Südost Gremmen-
dorf-Ost 
11 
11 Taubenstraße Alexianer Münster GmbH Mitte Herz-Jesu 8 
12 Villa Hittorfstraße Alexianer Münster GmbH Mitte Schloss 10 
13 Villa Mauritz Alexianer Münster GmbH Mitte Mauritz-
Mitte 
10 
14 Wohngemeinschaft  
Mitten in Mauritz (1) 
Sander Pflege GmbH Ost Mauritz-Ost 10 
15 Wohngemeinschaft  
Mitten in Mauritz (2) 
Sander Pflege GmbH Ost Mauritz-Ost 10 
16 Wohngemeinschaft  
Arche Noah 
Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
Mitte Mauritz-
Mitte 
12 
17 Wohngemeinschaft  
Arche Sarah 
Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
Mitte Mauritz-
Mitte 
12

36 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Pflege-Wohngemeinschaften für ältere Menschen mit dem Schwerpunkt Demenz 
Nr. Pflege-Wohngemeinschaft Träger / Betreuungsdienst Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
18 Wohngemeinschaft 
Beim Erdelbach (1) 
Sander Pflege GmbH Südost Angelmodde 8 
19 Wohngemeinschaft  
Beim Erdelbach (2) 
Sander Pflege GmbH Südost Angelmodde 8 
20 Wohngemeinschaft 
Böckmannplatz 
Sander Pflege GmbH Nord Sprakel 12 
21 Wohngemeinschaft  
Casa Mauritz 
Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
Mitte Herz-Jesu 15 
22 Wohngemeinschaft  
Hüfferstraße (1) 
DRK Münster - gemeinnüt-
zige Pflege und Service 
GmbH 
Mitte Schloss 11 
23 Wohngemeinschaft  
Hüfferstraße (2) 
DRK Münster - gemeinnüt-
zige Pflege und Service 
GmbH 
Mitte Schloss 11 
24 Wohngemeinschaft  
Schulstraße (1) 
Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
Mitte Kreuz 10 
 
Pflege-Wohngemeinschaften für junge Pflegebedürftige 
25 Haus Margareta (1) Alexianer Münster GmbH Ost Mauritz-Ost 12 
26 Haus Margareta (2) Alexianer Münster GmbH Ost Mauritz-Ost 12 
27 Wohngruppe Leo - ISB Alexianer Münster GmbH Hiltrup Amelsbüren 6 
 
Pflege-Wohngemeinschaften für Menschen mit Intensivpflegebedarf/Dauerbeatmung 
28 Außerklinische Intensivpflege 
Mehrgenerationenhaus  
Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Mitte Buddenturm 9 
29 Christopher Haus air vital Kranken- und  
Intensivpflege GmbH 
Hiltrup Hiltrup-Mitte 17 
 
Pflege-Wohngemeinschaft für somatisch oder psychisch erkrankte ältere Menschen 
30 Wohngemeinschaft  
Schulstraße (2) 
Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
Mitte Kreuz 8 
Plätze in Pflege-Wohngemeinschaften insgesamt 309 
Quelle: PfAD.wtg  
Aktuell werden zwei neue  Pflege-Wohngemeinschaften erri chtet. Die Diakonie baut in Nien-
berge im Lydia-Zentrum einer Pflege-Wohngemeinschaft mit zwölf Plätzen und die Baugenos-
senschaft Grüner Weiler errichtet im Oxford-Quartier eine selbstverantwortete Wohnpflege-
gemeinschaft mit neun Appartements. Des Weiteren befindet sich der ambulante Dienst Pfle-
gebote GmbH in den konkreten Planungen zu zwei Pflege -Wohngemeinschaften in Angel-
modde.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 37 
 
 
Tabelle: Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften im Bau/in Planung ,  
Stand: 30.06.2023 
Nr. Pflege-Wohngemeinschaft Träger Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätz
e 
1 Lydia-Zentrum Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
Nord Nienberge 12 
2 Selbstverantwortete Wohn-
pflegegemeinschaft Grüner 
Weiler 
Grüner Weiler eG West Gievenbeck 9 
3 Wohngemeinschaft  
"Am Albersloher Weg" (1) 
Pflegebote GmbH Südost Angelmodde 8 
4 Wohngemeinschaft  
"Am Albersloher Weg" (2) 
Pflegebote GmbH Südost Angelmodde 8 
Geplante Plätze in Pflege-Wohngemeinschaften insgesamt 37 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
Mit den Handlungsempfehlungen „Pflege und Versorgungssicherheit im Quartier“ wurde an-
geregt, die Pflege-Wohngemeinschaften als Angebote mit umfassender Pflege in die Bedarfs-
ermittlung für vollstationäre Pflegeplätze einzubeziehen. Vor diesem Hintergrund wi rd die 
Entwicklung beider Angebotsformen in der folgenden Abbildung gemeinsam betrachtet. Zum 
Stichtag 31.12.2022 standen insgesamt 2.928 Plätze mit umfassender Pflege zur Verfügung.  
 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
  
-
 500
1 000
1 500
2 000
2 500
3 000
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
Anzahl der Plätze in Angeboten mit umfassender Pflege
(jeweils am 31.12.)
Stationäre Pflegeplätze Ambulant betreute Wohngemeinschaften

38 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 39 
 
5.1.4 Tagespflege 
In der Tagespflege werden pflegebedürftige und demenziell erkrankte Menschen tagsüber 
professionell betreut und gepflegt. Die Tagespflege ist ein wichtiges Angebot, welche s den 
Verbleib in der bekannten Häuslichkeit unterstützt. Pflegebedürftige Menschen erhalten die 
Möglichkeit, den Tag in Gemeinschaft zu verbringen und sich an Freizeitaktivitäten zu beteili-
gen. Im eigenen Zuhause erfolgt die Betreuung und pflegerische Vers orgung durch An - und 
Zugehörige oder eine n ambulanten Pflegedienst . Durch die Betreuung am Tag ist es vielen 
Personen möglich, ihre pflegebedürftigen Bezugspersonen zu pflegen und zu Hause zu be-
treuen und gleichzeitig weiter einer Erwerbstätigkeit nachzuge hen. An- und Zugehörige wer-
den durch dieses Angebot tageweise entlastet, was oftmals einen längeren Verbleib in der 
vertrauten Umgebung ermöglicht und die Selbstständigkeit der Betroffenen stärkt. Alleinle-
bende Personen haben durch das Angebot der Tagespfl ege eine organisierte Form , um Ge-
meinschaft zu erleben und eine Tagesstruktur aufrecht zu erhalten.  
Das Angebot der Tagespflege wird kontinuierlich ausgebaut , wie sich der nachfolgenden Gra-
fik entnehmen lässt. 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung  
Im Jahr 2022 wurde im März die Tagespflege „Böckmannplatz“  eröffnet. Leider blieb die Aus-
lastung deutlich hinter den Erwartungen zurück, so dass der Träger zum 31.03.2023 den Be-
trieb in Sprakel wieder einstellte. Im April 2022 eröffnete zudem die „Tagespflege an der Kreuz 
Christi Kirche“ mit 14 Plätzen. Aktuell gibt es in Münster 19 Tagespflegeeinrichtungen mit ins-
gesamt 275 Plätzen. 
Von 2019 bis 2021 ist die Anzahl der Pflegebedürftigen, die eine teilstationäre Pfle ge in An-
spruch genommen haben , um rund 20 Prozent gestiegen. 2021 haben insgesamt 492 Perso-
nen von dem Angebot in Münster Gebrauch gemacht. Die größte Altersgruppe war dabei die 
Gruppe der 80 bis 89-Jährigen. Die Tagespflegeeinrichtungen orientieren sich  immer mehr an 
-
 50
 100
 150
 200
 250
 300
 350
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
Anzahl an Tagespflegeplätzen in Münster
(jeweils am 31.12.)

40 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
den Bedürfnissen der Gäste und deren pflegenden An- und Zugehörigen. So werden Öffnungs-
zeiten ausgeweitet und mehrere Einrichtungen bieten inzwischen  auch regelmäßige Betreu-
ung an den Wochenenden an. 
Die jährliche Auslastungsabfrage  macht deutlich, dass die Tagespfle ge sich nur sehr langsam 
von der zeitweisen Schließung und dem  Auslastungseinbruch während des Zeitraum s der 
Corona-Pandemie erholt. Gleichzeitig kam es in dem Zeitraum von 2019 bis 2022 zu einer 
deutlichen Steigerung des Platzzahlangebotes.  
Tabelle: Auslastung der Tagespflegeeinrichtungen in Prozent  
zum 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal  
2019 90,8 92,3 91,1 90,6 91,2 
2020 ./.* ./.* ./.* ./.* ./. 
2021 ./.* ./.* 68,9 73,0 71,0 
2022 72,2 69,0 76,5 76,5 73,6 
2023 80,5 ./. ./. ./. 80,5 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung, eigene Erhebung 
* Die Datenerhebung wurde aufgrund der Corona-Pandemie für diesen Zeitraum ausgesetzt. 
Rund die Hälfte aller Einrichtungen  (10) hat mit über 80 Prozent wieder eine gute Auslastung  
erreicht, fünf Einrichtungen haben jedoch mit unter 60 Prozent eine schlechte Auslastung.  
Eine Steigerung ist gegenüber dem letzten Jahr erkennbar, dennoch muss die Situation weiter 
beobachtet werden. Denkbar ist es, dass aktuell eine Sättigung des Bedarfs in einzelnen Stadt-
gebieten eintritt. Außerdem zeigen sich Nutzerinnen und Nutzer vermehrt zurückhaltend bei 
der Anzahl der Buchungstage. Durch Steigerungen der Kosten insgesamt bei gleichbleibenden 
Zuschlägen der Pflegeversicherung, werden in Summe weniger Tage durch die Pflegeversiche-
rung refinanziert.  
Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen steigt und der Ausbau an professionelle n Pflege-
angeboten ist durch den Fachkräftemangel begrenzt. Es ist davon auszugehen, dass insbeson-
dere die häusliche Versorgung  weiter zunimmt. Die Tagespflege ist ein wirksames Mittel zur 
Entlastungen von An- und Zugehörigen sowie eine gute Möglichkeit , den Verbleib im eigenen 
Zuhause zu fördern. Deshalb ist davon auszugehen,  dass auch die Inanspruchnahme von An-
geboten der Tagespflege weiter steigen wird.  
Es besteht grundsätzlich ein weiterer Bedarf an Angeboten der Tagespflege in Münster. Bera-
tungen erfolgen individuell mit Blick auf die jeweilige Grundstückslage, da in einigen Stadttei-
len eine Sättigung des Bedarfs eingetreten  ist. 
 
Tabelle: Tagespflegeeinrichtungen, Stand: 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Träger Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus, Tagespflege Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost Wolbeck 12 
2 Altenheim St. Elisabeth - 
Tagespflege 
Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
West Gievenbeck 15

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 41 
 
Nr. Einrichtung Träger Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
3 Klaras Tagespflege Ambulante Dienste Klaras-
tift gGmbH 
Mitte Herz-Jesu 13 
4 pro.cura Tagespflege pro.cura Tagespflege GmbH Ost Mauritz-
Ost 
16 
5 Tageshaus St. Marien Altenhilfe-Zentrum St. Cle-
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-Ost 15 
6 Tagespflege Akticom Tagespflege Akticom GmbH Südost Angel-
modde 
14 
7 Tagespflege Albachten Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
West Albachten 15 
8 Tagespflege Altenzentrum 
am Südpark 
 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte Schützen-
hof 
15 
9 Tagespflege am 
Friederike-Fliedner-Haus 
Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Mitte Kreuz 12 
10 Tagespflege an der Kreuz 
Christi Kirche 
Alexianer Münster GmbH Hiltrup Amelsbü-
ren 
14 
11 Tagespflege Handorfer Hof Diakonie Münster – Statio-
näre Seniorendienste GmbH 
Ost Handorf 6 
12 Tagespflege Haus Benteler Tagespflege e.V. Mitte Mauritz-
Mitte 
12 
13 Tagespflege im 
Clemens-Wallrath-Haus 
Alexianer Münster GmbH Mitte Josef 20 
14 Tagespflege im 
Meckmannshof 
Ev. Perthes-Stiftung e.V. West Mecklen-
beck 
24 
15 Tagespflege Mathildenstift 
 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Mitte Budden-
turm 
12 
16 Tagespflege Miteinander 
Friedrichsburg 
Altenheim Friedrichsburg 
gGmbH 
Mitte Pluggen-
dorf 
14 
17 Tagespflege  
Papst-Johannes-Paul-Stift 
Caritas-Betriebsführungs- 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord Coerde 15 
18 Tagespflege Simeon Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
 
Hiltrup Berg Fidel 16 
19 Tagespflege St. Clemens Altenhilfe-Zentrum St. Cle-
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
15 
Plätze in Tagespflegeeinrichtungen gesamt   275 
Quelle: PfAD.wtg

42 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Aktuell gibt Planungen einer Tagespflege in Nienberge und in Handorf, die bereits in der Kon-
ferenz Alter und Pflege vorgestellt wurde n.  
Tabelle: Tagespflegeeinrichtungen in Planung, Stand: 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Träger Stadt-
bezirk 
Stadtteil Plätze 
1 Tagespflege  
Lydia-Zentrum 
Diakonie Münster - Diako-
niestation GmbH 
West Nienberge 13 
2 Tagespflege  
"Am Kirschgarten" 
Diakonie Münster – Diako-
niestation GmbH 
Ost Handorf 13 
Geplante Tagespflegeplätze gesamt 26 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 43 
 
Tagespflegeeinrichtungen in Münster

44 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
5.1.5 Ambulante Pflege 
Die ambulante Pflege ist die pflegerische Versorgung Zuhause, welche durch einen ambulan-
ten Pflegedienst erbracht wird. Diese Versorgungsform wird von 22 Prozent der pflegebedürf-
tigen Menschen in Münster in Anspruch genommen  (Pflegestatistik IT NRW, 20 22). Pflege-
dienste bieten darüber hinaus Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, d er 
Behandlungspflege sowie Angebot e zur Entlastung im Alltag nach § 45a SGB XI an.  
Aktuell gibt es 41 ambulante Pflegedienste  in Münster. Hinzu kommen einzelne Dienste von 
außerhalb, die auch Kunden in Münster betreuen. Dabei ist das Einzugsgebiet zum Teil auf 
bestimmte Stadtteile beschränkt. Einige Pflegedienste verfügen über mehrere Stützpunkte in 
der Stadt zur besseren Erreichbarkeit der Pflegebedürftigen. Im Jah r 2022 hat ein ambulanter 
Pflegedienst und im Jahr 2023 haben bisher vier ambulante Pflegedienste neu eröffnet. Schlie-
ßungen gab es bis zum 30.06.2023 keine.  
Die ambulante Pflege ist ein wachsender Sektor in der pflegerischen Versorgun g. Träger am-
bulanter Dienste berichten von der hohen Nachfrage und Beratungsstellen von den Schwie-
rigkeiten, eine pflegerische ambulante Versorgung zu organisieren. Die ambulante Pflege in 
Münster hat die Kapazitätsgrenze erreicht. Einem Ausbau der ambulanten Pflege steht primär 
der Fachkräftemangel entgegen.  
Die Gründe für die hohe Nachfrage  sind vielfältig. Durch die Pflegestärkungsgesetze  und den 
demographischen Wandel  hat sich der leistungsberechtige Personenkreis deutlich erhöht. 
Darüber hinaus ist davon auszugehen , dass durch den Ausbau der ambulanten und teilstatio-
nären Angebote, aber auch durch ehrenamtliche und nachbarschaftliche  Unterstützung, indi-
viduelle Unterstützungssysteme geschaffen werden können, die einen Verbleib in der eigenen 
Häuslichkeit auch bei steigendem Pflegebedarf ermöglichen. Zum anderen kann die Nachfrage 
sich auch dadurch erhöhen, dass beispielsweise in der K rankenversorgung oder Kurzzeit - und 
Langzeitpflege die notwendigen Ressourcen nicht zur Verfügung stehen und durch eine am-
bulante Versorgung aufgefangen werden müssen. 
Änderungen für die pflegebedürftigen Personen gibt es ab dem 01.01.2024 durch das Pflege-
unterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG). Zum 01.01.2024 und erneut zum 01.01.2025 
erfolgt eine Erhöhung des Pflegegeldes und der Pflegesachleistungen; ab dem Jahr 2018 soll 
die Dynamisierung  der Leistungen , gemessen am Anstieg der Kerninflationsrate , erfolgen. 
Auch wenn das im Grunde positive Entwicklungen sind , gibt es doch vermehrt Kritik, dass die 
vorgesehene Anhebung aufgrund der aktuellen Inflation nicht im Ansatz zu der geplanten Ent-
lastung von pflegebedürftigen Menschen und ihren An- und Zugehörigen führt. 
In Münster gibt es weiteren Bedarf an ambulanten Pflegeleistungen. Ein Ausbau der beste-
henden Kapazitäten der ambulanten Pflegedienste, sowie die Gründung neuer Pflegedienste 
wird unterstützt. 
Im Austausch mit den ambulanten Pflegediensten in Münster ist die Idee entstanden, eine 
Matching-Plattform für die ambulante Pflege aufzubauen und in den städtischen Internetauf-
tritt zu integrieren. Hintergrund ist das wachsende Problem , bedarfsgerechte ambulante Ver-
sorgungsangebote zu finden. Die Suche n ach einem Pflegedienst ist für die betroffenen Per-
sonen sehr aufwändig und sorgt gleichzeitig bei den vielfach angefragten Pf legediensten für 
ein hohes Arbeitsaufkommen. Ziel ist, die Suche über eine digitale Plattform, auf die alle Pfle-
gedienste zugreifen  können, zu erleichtern. Damit möchte die Stadt ihr Serviceangebot für

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 45 
 
pflegebedürftige Menschen und der en Angehörige sowie für die prof essionellen Beratungs-
kräfte ausbauen und übernimmt ei ne wichtige Unterstützungsfunktion für die ambulanten 
Pflegedienste, ohne die der angestrebte Ausbau quartiersnaher pflegerischer Angebote nicht 
möglich ist. Die Entwicklung der Plattform findet in enger Abstimmung mit dem Arbeitskreis 
der „Ambulanten Pflege Münster“ und der „Starken Pflege Münster“ statt.  Ein Aufbau dieser 
Plattform ist für das aktuelle Jahr geplant. 
 
Tabelle: Ambulante Pflegedienste, Stand : 30.06.2023 
Nr. Name Straße PLZ Ort 
1 ADVITALIS; Pflegedienst Hanses-Ketteler-Straße 2 48165 Münster 
2 air vital Kranken- und Intensivpflege 
GmbH 
Westfalenstraße 176 48165 Münster 
3 AK mobil Pflegedienst Münsterstr.  111 48155 Münster 
4 AL Münsterland Care GmbH An der Alten Ziegelei  30 48157 Münster 
5 Alexianer Münster GmbH - Alexianer Am-
bulant 
Achtermannstraße 11 48143 Münster 
6 Ambulanter Pflegedienst Akticom GmbH Dirk-v.-Merveldt-Strasse 47 48167 Münster 
7 Ambulante Dienste e.V. Bohlweg 10 48147 Münster 
8 Ambulante Dienste Klarastift GmbH Andreas-Hofer-Str 72 48145 Münster 
9 Ambulante Dienste Sander Pflege GmbH 
Münster 
Mondstr. 104-106 48155 Münster 
10 Ambulanter Dienst Füreinander Offenbergstraße  20 48151 Münster 
11 Ambulanter Krankenpflegedienst Julia 
GmbH 
Rüschhausweg  149 48161 Münster 
12 AP Lindenhof Idenbrockplatz 21 48159 Münster 
13 Arbeiter-Samariter-Bund Regionalver-
band Münster e.V.; Pflegedienst 
Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster 
14 Buurtzorg Team Münster Sophienstr.  3 48145 Münster 
15 Caritas Betriebsführungs- und Trägerge-
sellschaft Münster mbH Ambulante 
Pflege 
Josefstr 2 48151 Münster

46 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Nr. Name Straße PLZ Ort 
16 Comfort-Pflege Ostviertel GmbH Hohenzollernring  67 48145 Münster 
17 Cura Westfalia- Ambulanter Pflegedienst Buldernweg  42 48163 Münster 
18 Diakonie Münster - Diakoniestation 
GmbH;  
Wichernstr 22 48147 Münster 
19 die mobilen; Mobile Alten- und Behin-
dertenhilfe e. V 
Augustastr 28 48153 Münster 
20 DRK-Pflegedienst Münster Zumsandestraße  25/27 48145 Münster 
21 Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst  
GmbH 
Kardinalstraße  26 48165 Münster 
22 Häusliche Pflege der DRK-Schwestern-
schaft; Westfalen e.V., Münster 
Münzstraße 38 48143 Münster 
23 Home Instead MW Betreuung und Pflege 
Zuhause GmbH 
Scheibenstraße 117 48153 Münster 
24 Johanniter Pflege- und Gesundheits-
dienste 
Geringhoffstraße  45/47 48163 Münster 
25 KV Ambulanter Pflegedienst  UG Zumbuschstr. 10 48167 Münster 
26 LEBEN - ERLEBEN; Ambulante Kranken- 
u. Altenpflege GmbH 
Wolbecker Str. 140b 48155 Münster 
27 LebensNah Mobile Alten- und Kranken-
pflege 
Letterhausweg 103 48167 Münster 
28 MiCura Pflegedienste Münster GmbH 1 Tibusplatz 6 48143 Münster 
29 Panda Pflege Warendorfer Str. 183 48145 Münster 
30 Perthes-Pflegedienst Marktallee 19a 48165 Münster 
31 Pflegebüro Bahrenberg Münster GmbH 
& Co.KG 
Augustastraße  34 48153 Münster 
32 Pflegebüro Schmidt Marktallee 66 48165 Münster 
33 Pflegedienst P3 GmbH Roxeler Str.  559 48161 Münster 
34 Pflegedienst Strube GmbH Welsingheide  10 48161 Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 47 
 
Nr. Name Straße PLZ Ort 
35 Pflegefreunde GmbH Feldstiege 100 48161 Münster 
36 Pflegelokal GmbH Steinkuhle 18 48163 Münster 
37 Pflegeteam miteinander GmbH Coerdestrasse 45 48147 Münster 
38 RD Münster Pflege GmbH Gartenbreie 62 48161 Münster 
39 Regenbogen Außerklinische Intensiv-
pflege und Heimbeatmung GbR 
Coerdestiege 69 48157 Münster 
40 VITA.Pflege! Rudolf-Diesel-Straße 40 48157 Münster 
41 VITA-MED Pflegedienst GmbH Krögerweg 14 48155 Münster 
Quelle: PfAD.wtg  
5.1.6 Service-Wohnen (Betreutes Wohnen) 
Service-Wohnen verbindet das eigenständige Wohnen mit einem Betreuungsangebot vor Ort. 
In der Regel handelt es sich um mehrere altengerechte Wohnungen in einem Gebäudekom-
plex, die von Seniorinnen und Senioren angemie tet werden können. Das Wohn - und Teilha-
begesetz versteht unter Service -Wohnen ausschließlich solche Angebote, bei denen die Mie-
terinnen und Mieter bestimmte Serviceleistungen als Grundleistungen abnehmen müssen. 
Hierzu gehören z. B. allgemeine Unterstützun gsleistungen wie die Vermittlung von Betreu-
ungsleistungen, Beratung, Notrufdienste oder kleinere Freizeitangebote. Wahlleistungen wie 
z. B. Reinigungsdienst, Wäscheservice, Mahlzeitendienst oder Pflegeleistungen können in der 
Regel je nach Bedarf dazu gebucht werden.  
Diese Wohnform ermöglicht es vielen Seniorinnen und Senioren , frühzeitig einen guten Aus-
gangspunkt zu wählen, in der eine einsetzende Pflegebedürftigkeit aufgefangen werden kann. 
Eine selbstständige Lebensführung ist dort aufgrund der räumlich en Gegebenheiten, der Aus-
stattung und natürlich der Unterstützungsstrukturen ggf. länger möglich , als in anderen Woh-
nungen. 
Anbieter von Service-Wohnen sind nach dem Wohn- und Teilhabegesetz verpflichtet, das An-
gebot in dem elektronischen Anzeigeverfahren PfAD.wtg zu registrieren. Die nachfolgende Ta-
belle zeigt die b estehenden Angebote in Münster.  Über die Angebote des Service -Wohnens 
hinaus gibt es in Münster weitere altengerechte und barrierefreie Wohnungen, bei denen die 
Abnahme von Serviceleistungen jedoch nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt ist. Ein vollstän-
diger Überblick über alle seniorengerechten Wohnangebote kann hier leider nicht geleistet 
werden.  
Das Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung berät mit dem Team „Hilfen zum Um-
zug“ Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen allgemein 
über verschiedene Wohnformen, wie Seniorenwohnungen, Betreute s Wohnen und Service -

48 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Wohnen. Sie haben in diesem Jahr eine neue Broschüre zum Thema „Service -Wohnen in 
Münster“ herausgegeben mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Angeboten.  
Bestehende Angebote sind in der Regel gut ausgelastet und werden oft nachgefragt. Es be-
steht Bedarf für einen weiteren Ausbau.  
Tabelle: Service-Wohnen, Stand: 30.06.2023 
Nr. Name Anbieter der Service-leis-
tungen 
Stadt-
bezirk 
Stadtteil Anzahl der 
Wohnun-
gen 
1 Achatius-Haus / 
Servicewohnen 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost Wolbeck 35 
2 Altenheim St. Elisabeth - 
Heimverbundenes  
Wohnen 
Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
West Gieven-
beck 
15 
3 Altenwohnungen am 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes-Stif-
tung e.V. 
West Mecklen-
beck 
38 
4 AWO Münster Gievenbeck Arbeiterwohlfahrt Bezirks-
verband Westliches Westfa-
len e.V. 
West Gieven-
beck 
32 
5 Betreutes Wohnen am 
Marienheim 
Altenhilfe-Zentrum St. Cle-
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
3 
6 Betreutes Wohnen beim 
Erdelbach 
Sander Pflege GmbH Südost Angel-
modde 
21 
7 Betreutes Wohnen Böck-
mannplatz 
Sander Pflege GmbH Nord Sprakel 34 
8 Betreutes Wohnen  
Hofmann von Fallersle-
bens Weg 
Altenhilfe-Zentrum St. Cle-
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
25 
9 Betreutes Wohnen Werse-
winkel 1+2 
Diakonie Münster-Statio-
näre Seniorendienste GmbH 
Ost Handorf 22 
10 Brüningheide /Killingstr. AWO Nord Kinder-
haus West 
80 
11 Domicil Aaseehof Kirchliche Zusatzversor-
gungskasse Rheinland-
Westfalen 
Mitte Schloss 76 
12 Domicil im Kreuzviertel Diakonissenmutterhaus 
Münster GmbH 
Mitte Kreuz 40 
13 Handorfer Hof / 
Servicewohnen 
Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste GmbH 
Ost Handorf 24 
14 Haus Simeon / 
Servicewohnen - Bunga-
low 
Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste GmbH 
Hiltrup Berg Fidel 48 
15 Johanniter Stift Münster Johanniter Seniorenhäuser 
GmbH Regionalzentrum 
West 
Mitte Geist 13 
16 Martin-Luther-Haus / Ser-
vicewohnen 
Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste GmbH 
West Sentrup 10

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 49 
 
Nr. Name Anbieter der Service-leis-
tungen 
Stadt-
bezirk 
Stadtteil Anzahl der 
Wohnun-
gen 
17 Pankokstr. 14 / Service-
wohnen 
Diakonie Münster - Statio-
näre Seniorendienste GmbH 
Hiltrup Berg Fidel 15 
18 Residenz Aaseehof Service 
Wohnen 
Alloheim Senioren-Residen-
zen Zehnte SE & Co.KG 
Mitte Schloss 48 
19 Rottkamp  AWO West Albachten 35 
20 Seniorenzentrum  
"Mitten in Mauritz" 
Sander Pflege GmbH Ost Mauritz 
Ost 
20 
21 Servicewohnen DKV-Resi-
denz am Tibusplatz 
DKV-Residenz am Tibusplatz 
gGmbH 
Mitte Budden-
turm 
258 
22 Servicewohnen Lukas 
Zentrum 
Diakonie Münster – Diako-
niestation GmbH 
West Gieven-
beck 
52 
23 Service-Wohnen Meyer-
beerstraße 
Pflegebüro Schmidt West Mecklen-
beck 
44 
24 Servicewohnen  
Tönne-Vormann-Weg 
Ambulanter Pflegedienst 
Akticom; GmbH 
Südost Wolbeck 16 
25 Service-Wohnen Zentrum 
Kinderhaus 
Pflegeteam miteinander 
GmbH 
Nord Kinder-
haus West 
103 
26 Wohnen am Lohausbach pro.cura Service Wohnen 
GmbH 
Ost Mauritz 
Ost 
50 
27 Wohnen im Klarapark Ambulante Dienste Klaras-
tift gGmbH 
Mitte Herz-Jesu 81 
28 Wohnpark Mecklenbeck Pflegebüro Schmidt West Mecklen-
beck 
57 
29 Wohnresidenz Gassel-
stiege 
Wohnresidenz Sentruper 
Höhe GmbH 
Mitte Uppen-
berg 
26 
30 Wohnresidenz Sentruper 
Höhe 
Wohnresidenz Sentruper 
Höhe GmbH 
West Sentrup 56 
31 Wohnresidenz Yorkhouse Wohnresidenz Sentruper 
Höhe GmbH 
Mitte Uppen-
berg 
16 
32 Wohnungseigentümerge-
meinschaft Junker-Jörg-
Platz 17/18 
Diakonie Münster – Diako-
niestation GmbH 
Südost Angel-
modde 
23 
Quelle: PfAD.wtg

50 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Service-Wohnen (Betreutes Wohnen) in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 51 
 
5.1.7 Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI 
Angebote zur Unterstützung i m Alltag sollen dazu beitragen , Pflegebedürftigen dabei zu hel-
fen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuer-
halten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbständig bewältigen zu können. Hierzu zählen  
Gruppen- und Einzelbetreuung,  Hilfen im Haushalt, Begleitung zum Einkauf, Begleitung bei  
Behörden-, Arzt- oder Kirchgängen, Pflege von Sozialkontakten und Begleitung zu Kultur - und 
Freizeitangeboten. 
Die Unterstützungsangebote können von Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad in An-
spruch genommen werden. Für anerkannte Angebote nach der An erkennungs- und Förde-
rungsverordnung (AnFöVO) kann der Entlastungsbetrag in Höhe von maximal 125 Euro im Mo-
nat eingesetzt werden. Der Betrag kann zweckgebunden zur eigenen Entlastung oder zur Ent-
lastung der pflegenden Angehörigen eingesetzt werden.  Darüber hinaus besteht eine bis zu 
40-prozentige Umwidmungsmöglichkeit des ambulanten Pflegesachleistungsanspruchs . Dies 
bedeutet, dass bis zu 40 Prozent der ambulanten Pflegesachleistungen für zusätzliche Entlas-
tungsleistungen eingesetzt werden  können. 
Die meisten ambulanten Pflegedienste bieten solche Unterstützungsleistungen an. Daneben 
gibt es auch andere Angebote durch gewerbl iche und gemeinnützige Anbieter und  Einzel-
kräfte im unmittelbaren Beschäftigungsverhältnis.  
In diesem Sektor gewinnen die Angebote durch Einzelper sonen, die im Bereich Nachbar-
schaftshilfe tätig sind , immer mehr an Bedeutung.  Die Regionalbüros Alter, Pflege und De-
menz, auch in Münster, bieten regelmäßig Qualifizierungskurse für Nachbarn, Freunde oder 
andere, die der pflegebedürftigen Person nahestehen. Dadurch ist auch deren Unterstützung 
durch den Entlastungsbetrag der Pflegekassen erstattungsfähig. Auf der Seite des Ministeri-
ums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (https://angebotsfinder.nrw.de) gibt 
es einen Angebotsfinder, in dem anerkannte Unterstützungsangebote  angezeigt werden.  
Im Folgenden sind die Angebote aus der Datenbank des  Infobüros Pflege aufgelistet. Über 
diese Angebote hinaus, gibt es im gesamten Stadtgebiet ehrenamtliche  Angebote und Unter-
stützungsformen, die keine Förderung bzw. Refinanzierung durch die Pflegeversicherung  er-
halten, jedoch auch eine Unterstützung für di e Betroffenen und Angehörigen darstellen. Die 
Selbsthilfe und das bürgerschaftliche Engagement spiel en bei der Unterstützung eine große 
Rolle. Beispiele für diese Angebote sind die Initiative „Von Mensch zu Mensch“ oder „Anti-
Rost Münster e.V.“.  
Tabelle: Häusliche Besuchs- und Unterstützungsdienste nach § 45a SGB XI,  
Stand: 30.06.2023 
Nr. Angebot Straße PLZ Ort 
1 24h-Hilfe.de; Schindler Pflege und Haushalts-
hilfen UG 
Wiengarten 32 48147 Münster 
2 
 
All-we-you Hohenzollernring 30 48145 Münster 
3 Alltagsbetreuung, hauswirtschaftliche Hilfen 
Senay Berisha 
Am Rüschhaus 14a 48161 Münster 
4 Alltagshilfe Suna An der Vogelrute 29 48167 Münster 
5 Andrea Miske Königsberger Str. 131 48157 Münster 
6 Anne Posner-Kraus Rikeweg 2 48155 Münster

52 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Nr. Angebot Straße PLZ Ort 
7 Be.Be.K Begleitung und Kompetenz durch  
Bettina Berger-Kersting 
Schöppingenweg 84 48149 Münster 
8 BED Besuchs- und Entlastungsdienst,  
Malteser Hilfsdienst e.V. 
Daimlerweg 33 48163 Münster 
9 Beratung, Betreuung und Förderung 
Safieh Jailani Seite an Seite 
Drensteinfurtweg 5 48163 Münster 
10 Betreuung und Begleitung, Mobiler Alltagsser-
vice für Senioren und hilfsbedürftige Men-
schen, Dietmar Preuß 
Mecklenbecker Str. 
133 
48151 Münster 
11 Betreuungsdienst Brita Weßling Weißenburgstr. 22 48151 Münster 
12 Betreuungsdienst Marie mobil,  
Meyer-Suhrheinrich-Stiftung 
Patronatsstr. 2 48165 Münster 
13 Carpecura Annette-Allee 20 48149 Münster 
14 Chance e.V. – Haushaltsnahe Dienstleistungen Friedrich-Ebert-Str. 17 48153 Münster 
15 Christine Schröder – Unterstützung im Alltag Mierendorffstraße 26 48151 Münster 
16 Die Gute Laune Fee Sabriye Kadife Ludwig-Wolker-Str. 
34 
48157 Münster 
17 Dienstleistungen mit Kopf, Herz und Hand, 
Marc Würfel-Elberg  
Am Berler Kamp 146 48167 Münster 
18 Dienstleistungs- und Reinigungsservice Schlot-
mann GmbH DRS 
Sprakeler Str. 47 48159 Münster 
19 fb-pflege: Freiberufliche Pflege,  
Fernanda Bogado 
Brock 33 48161 Münster 
20 Frank Wolf Holtmannsweg 41a 48157 Münster 
21 FrauKrausehilft Kinderhauser Str. 8 48149 Münster 
22 Gut betreut mit Herz und Seele,  
Heike Kaiser-Blömker 
Rüschhausweg 152 48161 Münster 
23 HaDi Handwerk & Dienstleistung,  
Foppe GmbH & Co.KG 
Mecklenbecker Str. 
387 
48163 Münster 
24 Häusliche Kreativbetreuung "mein Poesieal-
bum", Brigitte Kraneburg 
Lühnstiege 2 48151 Münster 
25 Heuermann Seniorendienste, Rolf Heuermann Melchersstr. 80 48149 Münster 
26 Homeplus.Münster Sessendrupweg 54 48161 Münster 
27 Ihre Haushaltsmanagerin Elisabeth Kramer Augustastr. 30 48153 Münster 
28 Imi-Ich mit Ihnen, Eva-Maria Posner Rikeweg 2 48155 Münster 
29 Individuelle Begleitung „wabe“ (wahrnehmen-
aktivieren-bewegen-erinnern),  
Petra Sokolowsky 
Eichenweg 11 a 48161 Münster 
30 Jakö – gemeinsam eigenständig 
Jana Körschkes 
Jahnstr. 67 48147 Münster 
31 Lebenshilfe Münster e.V. Windthorststr. 7 48143 Münster 
32 LWL-Pflegezentrum Münster,  
Ernst-Kirchner-Haus 
Kinderhauser Str. 92 48147 Münster 
33 Martina Weitzenbürger Piusallee 154 a 48147 Münster 
34 Musiktherapie, Marlis Marchand Haus Angelmodde 2 48167 Münster 
35 PAGU Betreuungsservice GmbH Gropiusstr. 7 48163 Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 | 53 
 
Nr. Angebot Straße PLZ Ort 
36 Pferdegestützte Betreuung für pflegebedürf-
tige Personen, Claudia Augenstein 
Roxeler Str. 466 48161 Münster 
37 Projekt LichtBlick, Alexianer Münster GmbH Josefstr. 4 48151 Münster 
38 SeHt Münster e.V., Ambulanter Dienst Dechaneistr. 14 48145 Münster 
39 Seniorenassistenz Berkenheide, Wiltrud Ber-
kenheide 
Carossastraße 36 48161 Münster 
40 Seniorenbetreuung Strube GbR Knufenkamp 53 48163 Münster 
41 Seniorenservice Münster, Johannes Gorschlü-
ter 
Hammer Str. 39 48153 Münster 
42 Soziale Dienste | Hilfen im Alltag,  
Doris Pällmann 
Kriegerweg 34 48153 Münster 
43 Trophilan UG Enkingweg 40 48147 Münster 
44 Udo Stier Schüttorfweg 19 48161 Münster 
45 Zauberfrau Münster Alter Fischmarkt 16 48143 Münster 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
Tabelle: Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 a SGB XI,  
Stand: 30.06.2023 
Nr. Angebot Träger Stadtbezirk Stadtteil 
1 „Café Malta“  Malteser Hilfsdienst e.V. Mitte Aaseestadt 
2 „Café Wigbold“ ein Ange-
bot für Menschen mit De-
menz in Wolbeck 
Katholische Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster, Alexianer Haus 
Heidhorn GmbH 
Südost Wolbeck 
3 „Miteinander“ Betreu-
ungsgruppe für demenzi-
ell erkrankte Menschen in 
Kinderhaus und Sprakel 
Katholische Kirchengemeinde St. 
Josef - Kinderhaus 
Nord Kinder-
haus-West 
4 Betreuungsgruppe Marie Meyer-Suhrheinrich Stiftung Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
5 Betreuungsnachmittage 
für Demenzerkrankte 
Alzheimer Gesellschaft Münster 
e.V. 
Mitte Kreuz 
6 Gemeindecafé für Men-
schen mit Demenz in  
Amelsbüren 
Gemeindediakonie Hiltrup e. V. Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
7 Haus der Begegnung 
St. Ida, Gruppe D 
Katholische Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster 
Südost Gremmen-
dorf-Ost 
8 Projekt LichtBlick Alexianer Münster GmbH Mitte Josef 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege

54 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45 a SGB XI in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 55 
 
 
 Wohn- und Betreuungsangebote für spezifische Zielgruppen  
Die Gruppe der pflegebedürftigen Menschen ist so vielfältig wie die übrige Bevölkerung. Pfle-
gebedürftigkeit kann grundsätzlich in allen Altersgruppen auftreten, auch wenn die Wahr-
scheinlichkeit mit steigendem Alter deutlich zunimmt. Pflegebedürftigkeit kann alle Menschen 
betreffen, unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung, Geschlecht und sexueller Orientierung. 
Angebote der Pflege, aber auch schon vorpflegerische Angebote , müssen sich an die gesamte 
Bevölkerung richten und für alle zugänglich und nutzbar sein. Um das zu erreichen, ist es not-
wendig, dass sich Träger und Mitarbeitende mit der Vielfalt an Lebenswelten auseinanderset-
zen und ihre Konzepte, Arbeitsabläufe und Strukturen regelmäßig überprüfen.  
Unter den pflegebedürftigen Personen gibt es aber auch Zielgruppen, die eine besondere pfle-
gerische Versorgung oder speziell ausgerichtete Konzepte benötigen.  In den folgenden Ab-
schnitten werden die Besonderheiten dargestellt und die pflegerischen Angebote in Münster 
aufgelistet. 
5.2.1 Junge (erwachsene) Pflegebedürftige 
Die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden, ist in der Altersgruppe unter 60 Jahren sehr 
gering (siehe Kapitel 3). Dennoch gibt es vielfältige Situationen  in denen auch jüngere Men-
schen aufgrund von Erkrankungen oder Unfällen von Pflegebedürftigkeit betroffen sein kön-
nen, sei es vorübergehend oder auf Dauer. Multiple Sklerose, Querschnittslähmung en, neu-
rologische Erkrankungen oder erworbene Hirnschädigungen können dazu führen, dass eine 
umfängliche Betreuung und pflegerische Versorgun g erforderlich wird. 
In der folgenden Grafik ist die  Inanspruchnahme der verschiedenen Leistungen der Pflege-
kasse (SGB XI) am 31.12.2021 in den Altersgruppen ab 20 Jahren bis zu den 50 bis 59- Jährigen 
dargestellt: 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
0
50
100
150
200
250
300
350
20-29 Jahre 30-39 Jahre 40-49 Jahre 50-59 Jahre
Inanspruchnahme von Pflegeleistungen von jungen Pflegebedürftigen
Pflegegeld PG 1 und andere Leistungen
Ambulante Pflege Stationäre Dauerpflege

56 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Im Jahr 2021 waren insgesamt 1.278 Personen zwischen 20 und  60 Jahre in Münster  pflege-
bedürftig. 94,4 Prozent dieser Personengruppe nutzten zum Stichtag Angebote der ambulan-
ten Versorgung. N eben der Unterstützung von An - und Zugehörigen , gibt  es Angebot e an 
Pflege- und Assistenzdiensten, die ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung mög-
lich machen. Die Kapazitäten der ambulanten Dienste stoßen jedoch aktuell an ihre Grenzen. 
Hier wären eine Stärkung und ein Ausbau der Kapazitäten für die Bedürfnisse der jungen Pfle-
gebedürftigen dringend notwendig. Wo der Verbleib in der eigenen Häuslichkeit nicht möglich 
oder sinnvoll ist, werden Angebote benötigt, in denen eine umfassende Pflege siche rgestellt 
ist. 2021 lebten 72 Personen (5,6 Prozent) der jungen Pflegebedürftigen in einer stationären 
Pflegeeinrichtung. Hauptsächlich nimmt die Gruppe der 50 bis 59-Jährigen das Angebot in An-
spruch (57 Personen). Durch einen Vergleich mit dem bestehenden  Angeboten (18 stationäre 
Plätze) wird deutlich, dass ein Großteil kein bedarfsgerechtes stationäres Angebot erhalten 
hat. Personen, die in ambulanten Wohngemeinschaften (30 Plätze) leben , fallen in der Statis-
tik unter die Kategorie „Ambulante Pflege“.  
Die Versorgung  in einer regulären vollstationären Pflegeeinrichtung entspricht in der Regel 
nicht den Wünschen und dem Bedarf der Menschen unter 65 Jahren . Eigene Wohngrup pen 
oder Wohnbereiche können sich sowohl räumlich als auch konzeptionell besser an die Bedürf-
nisse der Zielgruppe anpassen. Neben einem pflegerischen Bedarf ha ben junge pflegebedürf-
tige Menschen oftmals zusätzlich einen Anspruch auf Teilhabeleistungen der Eingliederungs-
hilfe (SGB IX). 
Zum 01.10.2022 wurde die Wohngruppe Leo auf dem Gelände des Alexianer Campus eröffnet. 
Damit stehen aktuell 48 Plätze mit umfassender Versorgung für junge pflegebedürftige Perso-
nen zur Verfügung.  
Tabelle: Junge Pflege in Münster, Stand 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Angebotsform Stadtbe-
zirk 
Stadtteil Plätze 
1 Achatius-Haus, 
Alexianer Münster 
stationäre Dauerpflege Südost Wolbeck 18 
2 Haus Margareta (EG), 
Alexianer Münster 
ambulante Wohngemein-
schaft 
Ost Mauritz-Ost 12 
3 Haus Margareta (OG), 
Alexianer Münster 
ambulante Wohngemein-
schaft 
Ost Mauritz-Ost 12 
4 Wohngruppe Leo ISB, 
Alexianer Münster  
(ab dem 01.10.2022) 
ambulante Wohngemein-
schaft 
Hiltrup Amelsbüren 6 
Gesamt 48 
Quelle: PfAD.wtg 
Über die bestehenden Plätze hinaus gibt es einen weiteren Bedarf an Angebote n mit einer 
umfassenden Versorgung für junge pflegebedürftige Menschen in Münster. In Gesprächen mit 
interessierten Trägern wird dieser Bedarf benannt und beraten, ob und in welcher Form  ein 
Ausbau erfolgen kann . Darüber hinaus ist auch eine Stärkung der ambulanten Versorgungs-
möglichkeiten erforderlich.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 57 
 
 
5.2.2 Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf 
Für Menschen mit einem außerklinischen Intensivpflegebedarf gibt es verschiedene Unter-
stützungsformen im ambulanten und stationären Bereich. Im Oktober 2020 ist das neue In-
tensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (GKV-IPReG) in Kraft getreten. Im November 
2021 wurden die Richtlinien vom gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht  und zum 
01.07.2023 treten die Rahmenempfehlungen des Bundes nach § 132 Abs. 1 SGB V in Kraft. 
Diese trifft Regelungen zu den personellen Anforderungen an die pflegerische Versorgung so-
wie den strukturellen Anforderungen an Wohneinheiten. Es gibt eine Übergangsreg elung für 
die bisherigen Verordnungen, welche bis zum 30.10.2023 verlängert wurde.  
Kritisiert wird, dass durch die Änderungen nur noch besonders qualifizierte Ärztinnen und 
Ärzte die Verordnungen zur medizinischen Behandlungspflege ausstellen dürfen  und ggf.  
vorab das etwaige Entwöhnungspotenzial ermittel t werden muss. Es besteht d ie Sorge, dass 
den ca. 18.000 beatmete n oder trachealkanülierte n Personen bundesweit nicht genügend 
Fachpersonal gegenübersteht, welche die Verordnungen alle sechs Monate ausstellen kön-
nen. Es wird eine weitere Fristverlängerung von den Fachverbänden gefordert.  
In Münster gibt e s aktuell 4 4 Plätze in Wohnformen mit einer umfassenden Versorgungssi-
cherheit für Menschen mit einem Intensivpflegebedarf. Die stationäre Einrichtung Haus A u-
gustinus hat ihre Platzzahl von 24 auf 18 Plätze gemindert. Gründe liegen in dem bestehenden 
Fachkräftemangel. 
  
Tabelle: Angebote für Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf,  
Stand: 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Angebotsform Stadt- 
bezirk 
Stadtteil Plätze 
1 Außerklinische Intensivpflege 
Mehrgenerationenhaus Mat-
hildenstift, 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Ambulante betreute 
Wohngemeinschaft 
Mitte Budden-
turm 
9 
2 Christopher Haus, 
air vital Kranken- und Inten-
sivpflege GmbH 
Ambulant betreute 
Wohngemeinschaft 
Hiltrup Hiltrup-
Mitte 
17 
3 Haus Augustinus,  
Alexianer Münster 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
Hiltrup Amelsbüren 18 
Gesamt 44 
Quelle: PfAD.wtg 
In Münster besteht aktuell kein Bedarf am Ausbau weiterer Plätze der außerklinischen Inten-
sivpflege mit umfassender Versorgungssicherheit. Dieser Bereich ist durch die Notwendigkeit 
einer Zusatzqualifikation und des hohen Personalbedarfs insbesondere vom F achkräfteman-
gel betroffen. Vorhandene Plätze konnten im letzten Jahr durch die personelle Situation 
nicht durchgehend betrieben werden. Vorrang sollte die Auslastung der bestehenden Plätze 
haben, bevor Träger zu einem weiteren Ausbau beraten werden.

58 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
5.2.3 Personen mit Bedarf an geschützter Unterbringung 
Einige gerontopsychiatrisch erkrankte  Menschen benötigen aufgrund selbstgefährdender 
Verhaltensweisen eine geschützte (geschlossene) Unterbringung. In Münster gibt es aktuell 
drei stationäre Pflegeeinrichtungen, die einzelne Wohnbereiche geschlossen führen. Voraus-
setzung für die Aufnahme in geschützte Wohnbereiche ist jeweils das Vorliegen einer richter-
lichen Genehmigung für die Unterbringung. Grundsätzlich ist hier eine hohe Nachfrage zu ver-
zeichnen. 
 
Tabelle: Geschützte Plätze, Stand: 30.06.2023 
Nr. Einrichtung Angebotsform Stadt- 
bezirk 
Stadtteil Ge-
schützte 
Plätze 
1 LWL-Pflegezentrum Münster 
“Ernst-Kirchner-Haus“ 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
Mitte Uppenberg 20 
2 Martin-Luther-Haus, 
Diakonie Münster 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
West Sentrup 19 
3 Wohnstift am Südpark, 
Caritas-Betriebsführungs- und 
Trägergesellschaft Münster 
mbH 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
Mitte Schützen-
hof 
14 
Gesamt 53 
 
 
5.2.4 Ältere Menschen mit Behinderung 
Immer mehr Menschen, die mit einer Beeinträchtigung geboren worden sind oder diese sehr 
früh im Leben erworben haben, erreichen heute ein hohes Lebensalter. Die erste Generation 
von Menschen mit Behinderung, die nach den Verbrechen des Nationalsozialismus geboren 
wurde, ist ins Rentenalter gekommen. Die Lebenserwartung von Menschen mit Behinderung 
steigt zudem insbesondere aufgrund der verbesserten medizinischen Versorgung sowie der 
verbesserten Lebensbedingungen.  
Personen, die in ihrer Fähigkeit an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer 
solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erhalten bei Bedarf Leistungen der Einglie-
derungshilfe nach dem Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX). Die entsprechenden Einrichtungen 
und Dienste sind im vorliegenden Pflegebedarfsplan, der den Bereich der Pflege und pflege-
ergänzenden Hilfen nach dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI)  abbildet, nicht enthalten. 
Der Anstieg an älteren , pflegebedürftigen  Personen stellt die Angebote der Eingliederungs-
hilfe vor Herausforderungen , da für eine angemessene Betreuung und Versorgung zuneh-
mend pflegefachliche Qualifikationen und Ressourcen erforderlich sind . Umzüge in reguläre 
Pflegeeinrichtungen sind oftmals keine adäquate Lösung , da diese nicht auf die besonderen 
Bedarfe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder kognitiven Einschränkungen  
ausgerichtet sind. Ziel sollte es sein , eine pflegerische Versorgung im Zuhause der Menschen 
umzusetzen, sei es in der eigenen Wohnung, in ambulanten Versorgungsformen  der Einglie-
derungshilfe oder in stationären Strukturen. Dennoch gibt es vermehrt Bedarf an Plätzen in

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 59 
 
 
stationären Einrichtungen der pflegerischen Versorgung  (SGB XI) , wenn ambulante Versor-
gungsformen an ihre Grenzen stoßen.  
Aktuell gibt es in Münster drei stationäre Einrichtungen mit insgesamt 154 Plätzen für pflege-
bedürftige Menschen mit einer geistigen Behinderung bzw. einem erhöhten psychosozialen 
Hilfebedarf. 
Tabelle: Angebote für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf, Stand 30.06.202 3 
Nr. Einrichtung Angebotsform Stadtbezirk Stadtteil Plätze 
1 Haus Thomas, 
Alexianer Münster 
Stationäre 
Dauerpflege 
Hiltrup Amelsbüren 54 
2 Haus vom Guten Hirten – 
Pflegebereich, Guter Hirte 
Münster gGmbH 
Stationäre 
Dauerpflege 
Mitte Herz-Jesu 20 
3 LWL-Pflegezentrum Münster  
"Ernst-Kirchner-Haus" 
Stationäre 
Dauerpflege 
Mitte Uppenberg 80 
Gesamt 154 
Quelle: PfAD.wtg 
 
Im ambulanten und teilstationären Bereich ist für Betroffene individuell die Frage zu klären, 
welche Ansprüche eine Person gegenüber der Pflegeversicherung (SGB XI)  geltend machen 
kann und welcher Teilhabeanspruch  (SGB IX) besteht. Die Schnittstelle ist fließend  und durch 
die verschiedenen Sozialgesetzbücher und Zielrichtungen nicht einfach zu erfassen.  Trägerun-
abhängige Beratung erhalten Betroffene z.B. durch die Ergänzende unabhängige Teilhabebe-
ratung (EUTB) Lebens(t)raum Münster. 
Es besteht ein Bedarf an weiteren Angebote  für diese  Zielgruppe. Die bestehenden Einrich-
tungen sind durchgehend ausgelastet und führen lange Wartelisten.  
Es findet ein Austausch zwischen dem Sozialamt, dem Landschaftsverband Westfalen Lippe 
und ggf. Trägern statt, um gemeinsam Lösungen zu finden, wie eine bedarfsgerechte pflege-
rische Versorgung und Betreuung für Menschen an der  Schnittstelle Pflege und Eingliede-
rungshilfe gewährleistet und Konzepte weiterentwickelt werden können.  
 
6 Pflege(fach)kräfte in Münster 
Seit Anfang des Jahres 2023 werden die Fachkräfte in Nordrhein -Westfalen von der Pflege-
kammer NRW vertreten. Im Februar wurde der Vorstand der Kammerversammlung gewählt 
und das Gremium hat die Arbeit aufgenommen.  Neben einer Stimme der Pflegenden bei po-
litischen Entscheidungen im Pflege - und Gesundheitsbereich durch intensive Gremienarbeit , 
ist die Gestaltung d es Berufsbildes und auch die Übernahme und Verantwortung von Fort - 
und Weiterbildungen ein zentrales Ziel der Pflegekammer. Durch die Registrierung der Pflege-
fachpersonen ist auch hier noch einmal deutlich geworden, dass Frauen die tragende Säule 
des Beruf es sind. Wenn in den kommenden zehn Jahren jede dritt e Person in Rente geht, 
sollte es gute Angebote geben, um insbesondere Frauen im Beruf zu halten.

60 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Der Fachkräftemangel in der Pflege beschäftigt nicht nur Münster, sondern auch die Landes- 
und Bundesebene, da es sich um eine bundesweite und auch sektorenübergreifende Heraus-
forderung handelt.  Aktuell wird insbesondere auf die Erhöhung des Ausbildungspotenzials 
hingearbeitet sowie der Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland in den Blick genommen , um 
bestehende Lücken schließen zu können. Weitere Unterstützungsmöglichkeiten bieten die Di-
gitalisierung sowie moderne For men der Arbeitsorganisation.  
Die Bundesagentur für Arbeit hat im Mai 2023 einen Bericht zur „Arbeitsmarktsituation im 
Pflegebereich“ veröffentli cht. In den letzten Jahren ist die Anzahl der versicherungspflichtig 
angestellten Personen im Pflegebereich kontinuierlich gestiegen. Seit Anfang 2022 ist das 
Wachstum deutlich geringer. Alle Indikatoren weisen auf einen bestehenden Fachkräfteman-
gel hin, ohne dass mit einer Entspannung in den kommenden Jahren zu rechnen ist.  
Das Hauptprogramm des Bundes ist die Kon zertierte Aktion Pflege, die seit 2018 Handlungs-
ansätze und Entscheidungen  vorantreibt, um Veränderungen zu schaffen . Aktuell wurde ein 
Ergebnisbericht zu der Arbeitsplatzsituation in der Langzeitpflege veröffentlicht und Effizienz-
potenziale einer verbesserten Koordinierung  in der ambulanten Pflege aufgezeigt. Die Öffent-
lichkeitskampagne „Pflege kann was“ wurde im  November 2022 gestartet und soll bis 2025 
weiterlaufen. 
Im April 2023 wurde der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der hochschulischen 
Pflegeausbildung und der Erleichterung bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen 
in der Pflege veröffentlicht (Pflegestudiumstärkungsgesetz – PflStudStG). Stu dierende in der 
Pflege sollen für die Dauer des Studiums eine angemessene Vergütung erhalten und in das 
Finanzierungssystem der beruflichen Pflegeausbildung integriert werden. Außerdem soll das 
Anerkennungsverfahren von ausländischen Berufsabschlüssen  auf Bundesebene durch ge-
setzliche Regelungen vereinheitlicht und vereinfacht werden . Es soll die Menge der notwen-
digen Unterlagen verringert und eine Möglichkeit geschaffen werden, die bisherigen umfang-
reichen Gleichwertigkeitsprüfungen zu umgehen, durch Kennt nisprüfungen und dem Nach-
weis von Lehrgängen. Eine Entscheidung steht noch aus.  
Auf Landesebene gibt es seit Mai 2023 die Fachk räfteoffensive NRW. Hier sollen ressortüber-
greifend Maßnahmen gebünde lt und optimiert werden, gemeinsam mit den verschiedenen 
Akteuren des Arbeitsmarktes. Ziel ist es, das inländische Potenzial durch Ausbildung und Qua-
lifizierung zu stärken und bestmöglich einzusetzen sowie ausländische Fachkräfte schnell und 
unbürokratisch aufzunehmen. Im Herbst wird die „Landesberichterstattung de r Gesundheits-
fachberufe NRW 2023“ erwartet. Dieser Bericht de r Dienstleistung, Innovation, Pflegefor-
schung GmbH, der alle zwei Jahre für das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des 
Landes NRW erstellt wird, wird neue Anhaltspunkte zur aktuellen Situation der 
Pflege(fach)kräfte und zur Versorgungssituation in NRW geben.  
Ein aktuelles Thema in der Pflege  ist die Zeitarb eit. Viele Träger, auch in Münster, sind ge-
zwungen, teure Zeitarbeitskräfte einzusetzen , um die pflegerische Versorgung der Bewohne-
rinnen und Bewohner sicherzustellen. Die Zeitarbeit ist ein sinnvolles Instrument bei akuten 
Personalengpässen bzw. vorüberge hendem Mehrbedarf. Bei andauerndem Personalmangel 
stellt die Zeitarbeit aufgrund der deutlich höheren Personalkosten  für den Träger jedoch eine 
erhebliche finanzielle Belastung dar, die nicht über die Pflegekassen refinanziert werden kann. 
Des Weiteren gibt es Konfliktpotenzial und ggf. Unzufriedenheit bei dem Stammpersonal, da 
die Zeitarbeitskräfte sich die Arbeitszeiten in der Regel aussuchen können. Der Einsatz von

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 61 
 
 
Zeitarbeit wird kontrovers diskutiert.  Eine aktuelle Studie des IWD (Der Informationsdiens t 
des Instituts der deutschen Wirtschaft) stellt fest, dass bei einem Verbot der Zeitarbeit 55 
Prozent der in der Zeitarbeit beschäftigten Pflegekräfte  den Beruf wechseln würden.  
Fachkräfte in Münster 
Im Oktober 2022 wurden die neuen Daten der Pflegestatistik (SGB XI) mit dem Stichtag 
15.12.2021 vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein -Westfalen (IT.NRW) für 
die Stadt Münster veröffentlicht. Bei der Betrachtung der pflegenden Berufsgruppen, die un-
ter der neuen Ausbildung zur Pflegefachkraft und Pflegefachassistenzkraft zusammengeführt 
wurden, waren insgesamt 825 Personen in Angeboten der ambulanten Altenpflege und 1.203 
Personen im Bereich der teilstationären - und stationären Altenpflege  tätig. Die Anzahl ist na-
hezu gleich geblieben gegenüber der letzten Erhebung mit Daten zum Stichtag 15.12.2019 
(Ambulant: 834 Personen; Stationär: 1 .185 Personen). 36 Prozent von ihnen sind älter als 50 
Jahre und rund jeder Zehnte der Pflegenden in Münster wird  in den kommenden fünf Jahren 
in Rente gehen. Neben dem aktuellen Fachkräftemangel, der in allen Bereichen der Pflege, 
insbesondere in der ambulanten Pflege, in Münster bereits Auswirkungen zeigt, wird die 
Berufsdemographie die Situation in den kommenden J ahren weiter verschärfen. 
In diesem Jahr erfolgte  erstmalig eine Abfrage der stationären Einrichtungen zum bestehen-
den Fachkräftemangel. Acht von 35 Einrichtungen gaben an, dass sie innerhalb der letzten 
sechs Monate aufgrund von Fachkräftemangel nicht all e Plätze belegen konnten. Das sind 
rund 23 Prozent der Münsteraner Pflegeeinrichtungen . 
Ausbildung 
Seit dem Jahr 2020 gibt es die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau oder zum 
Pflegefachmann, welche die Ausbildungen der ehemaligen Krankenpflegeschulen, Kinder-
krankenpflegeschulen und der Fachseminare für Altenpflege zusammenfasst. Im Jahr 2022 ist 
in Nordrhein-Westfalen die generalistische Ausbildung zur Pflegefachassistenzkraft hinzuge-
kommen. Für diesen Ausbildungsgang ist zudem  die sogenannte „Externenprüfung“ möglich, 
wenn Berufserfahrung im pflegerischen Bereich vorliegt. Die Prüfung erfolgt bei den Pflege-
schulen, die u.a. Vorbereitungskurse anbieten.  
Im Jahr 2022 haben in Nordrhein-Westfalen neun Prozent weniger Personen mit einer Ausbil-
dung zur Pflegefachkraft begonnen. Die Ausbildungszahlen sinken im gesamten Bundesgebiet. 
Auch in Münster ist die Anzahl der neuen Auszubildenden von 573 (2021) auf 522 (2022) ge-
sunken. Die Gesamtzahl der Auszubildenden im Jahr 2022 ist dagegen deutlich angestiegen. 
Damit muss die Gruppe der Absolventen im vergangenen Jahr geringer gewesen sein, als die 
522 Auszubildenden , die eine Ausbildung begonnen haben.  Insgesamt machen 1 .760 Perso-
nen eine Ausbildung zur Fachkraft, davon sind 26 Prozent männlic h und 74 Prozent weiblich. 
Eine Auswertung der Altersstruktur zeigt deutlich, dass die Pflegeausbildung auch für Men-
schen attraktiv ist, die bereits einen anderen Bildungsweg bestritten haben. 2022 waren rund 
37 Prozent der Auszubildenden in Münster älter als 24 Jahre.  
Aktuell werden die Zahlen der Auszubildenden in Münster von IT.NRW in zwei Statistiken er-
fasst, was eine Gesamtauswertung erschwert. Die Statistik der Ausbildungsgänge zur Alten-
pflege und (Kinder -)Krankenpflege wird bis zum Abschluss des let zten Jahrgangs fortgeführt. 
Eine neue Statistik über die Ausbildung zur Pflegefachkraft wurde im Jahr 2020 begonnen.

62 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
IT.NRW erhebt die Zahlen der Auszubildenden in Münster außerdem zu unterschiedlichen 
Stichtagen. Die früheren Ausbildungsgänge werden zum 1 5.10. des Jahres erhoben, die neue 
Ausbildung zum 31.12. des Jahres. In der folgenden Tabelle werden die unterschiedlichen Aus-
bildungsgänge addiert, um einen Vergleich für Münster zu ermöglichen.  
 
Tabelle: Auszubildende in Münster  
Auszubildende an den Pflegeschulen: 2019 2020 2021 2022 
Krankenpflegeschule 816 485 245 135 
Kinderkrankenpflegeschule 212 130 70 40 
Fachseminar für Altenpflege  591 423 220 85 
Auszubildende in der neuen Ausbildung:      
Pflegefachfrau/Pflegefachmann  - 573 1086 1500 
Gesamt 1.619 1.611 1.621 1.760 
Quellen:  
1) Information und Technik NRW, „Schulen, Klassen, Auszubildende und neu belegte Ausbildungsplätze nach Typ 
an Schulen des Gesundheitswesens“, Stichtag: 15.10. 
2) Information und Technik NRW, Statistik nach der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung, „Auszu-
bildende nach dem Pflegeberufe-Gesetz in Münster nach Geschlecht“, Stichtag: 31.12. 
Münster bildet mit neun Pflegeschulen im Stadtgebiet im Vergleich zu anderen Regionen 
überdurchschnittlich viele Pflegekräfte aus. Ein großes Hemmnis zum weiteren Ausbau der 
Kapazitäten stellen auch hier die fehlenden pädagogisch geeigneten Lehrkräfte nach dem Pfle-
geberufegesetz (PflBG) dar.  
Das Land Nordrhein-Westfalen möchte einen neuen Weg in die Pflege ermöglichen, durch die 
Anerkennung der Sozialassistenzausbildung bei einer anschließenden Ausbildung zur Pflege-
fachperson. Der Kreis der möglichen Auszubildenden soll dadurch erhöht werden. Die Ausbil-
dungsdauer zur Pflegefachkraft könnte so von  drei auf zwei Jahre ver kürzt werden.  Positiv 
hervorzuheben ist, dass dadurch die Möglichkeit besteht , Auszubildende der Sozialassistenz 
von dem Berufsfeld Pflege zu überzeugen und anschließend in eine Fachausbildung aufzuneh-
men. Kritische Stimmen befürchten durch die Anerkennung  der Sozialassistenzausbildung auf 
die Pflegefachkraftausbildung, gleichgestellt zur Pflegefachassistenzausbildung, eine Absen-
kung der Ausbildungsquali tät. Die Sozialassistenzausbildung habe im Schwerpunkt das Ziel 
eine Orientierung zu Beschäftigungsmöglichkeiten im Sozial- und Gesundheitswesen zu bieten 
und könne nicht einen Teil der Ausbildung ersetzen. Es gibt noch viele offene Fragen, die auch 
gemeinsam mit den Pflegeschulen zu klären sind.  
Am 27. Oktober 2022 fand eine kommunale Veranstaltung zur Pfle geausbildung in Münster 
statt. Die Ergebnisse wurden de m Rat der Stadt Münster zur Kenntnis gegeben (Vorlage 
V/0056/2023). Konkrete Anregungen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen hat das Minis-
terium für Arbeit, Gesundheit und Soziales erhalten, mit der Bitte, diese aufzugreifen bzw. 
diese im Rahmen der Einflussmöglichkeiten auf die Bundesebene weiterzutragen. Möglichkei-
ten der Vernetzung und Kooperation sahen die Beteilig ten der Veranstaltung in einem Aus-
tausch der Pflegeschulen untereinander. Dieser fand am 09. August 2023 statt, in Zusammen-
arbeit mit dem Jobcenter und der Bezirksregierung Münster. 
Die Starke Pflege Münster strebt eine Zusammenarbeit mit der kommunalen Koordinierung 
„Kein Anschluss ohne Abschluss“ (KAOA) an. Unter dem Titel „Starke Pfleg e – starke Ausbil-
dung“ wurde von der Initiative ein Konzept entwickelt, welches den Schulen als Element des

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 63 
 
 
KAOA-Landesprogrammes angeboten wird. Ein erster Kontakt mit den Lehrkräften der weiter-
führenden Schulen fand im Rahmen einer Dienstbesprechung der Koordinatoren und Koordi-
natorinnen zur beruflichen Orientierung  der Schulaufsicht  statt. Das Konzept der „Starken 
Pflege Münster“ ist mehrstufig angelegt und bietet einen schrittweisen Einstieg in das Berufs-
feld Pflege. Zu Beginn steht eine „Doppelstunde P flege“ in den allgemeinbildenden Schulen, 
die von Akteuren aus der Praxis vorbereitet und durchgeführt wird. Ab dem kommenden 
Schuljahr 2023/2024 sollen erste Erfahrungen gesammelt werden. Bei Interesse sind anschlie-
ßende Projekttage und Praktika möglich.  
Fazit 
Die einzelnen Maßnahmen bieten kleinschrittige Möglichkeiten, dem Fachkräftemangel zu be-
gegnen und diesen abzufedern. Es ist jedoch vor hersehbar, dass sich der Fachkräftemangel , 
allein aus demographischer Sicht , nicht aufhalten lässt.  Der Fachkräftemangel in der Pflege  
wird Auswirkungen auf die gesamte Arbeitswelt  haben. Durch fehlende Angebote der pflege-
rischen Unterstützung  werden Angehörige durch Familienpflege gebunden und stehen dem 
Arbeitsmarkt nicht mehr, oder nicht im bisherigen Umfang, zur Verfügung. Die Vereinbarkeit 
von Pflege, Familie, Privatleben und Beruf wird weiter eine zentrale Rolle spielen.  
7 Bedarfsfeststellung für die vollstationäre Dauerpflege 2023-2026 
Für die vollstationäre Dauerpflege ist aufgrund der verbindlichen Pla nung nach §  7 Abs. 6 Al-
ten- und Pflegegesetz NRW die Frage zu beantworten, ob das bestehende Angebot an vollsta-
tionären Pflegeeinrichtungen den örtlichen Bedarf abdeckt oder ob und in welcher Höhe zu-
sätzliche Kapazitäten erforderlich sind. Bei der Feststellung eines Bedarfs erfolgt ein Aus-
schreibungsverfahren in dem entschieden wird, welcher Träger die Bedarfsbestätigung zum 
Bau neuer bzw. zur Erweiterung bestehender Plätze erhält. Laut Alten- und Pflegegesetz NRW 
ist von einer Bedarfsdeckung auszugehen, wenn einer zu erwartenden Nachfrage ein mindes-
tens deckungsgleiches Angebot gegenübersteht. Für die pflegebedürftigen Menschen soll en 
dabei auch Wahlmöglichkeiten in angemessenem Umfang gesichert sein .  
Mit den „Handlungsempfehlungen Pflege und Vers orgungssicherheit im Quartier“ hat die 
Kommunale Konferenz Alter und Pflege beschlossen, dass die ambulant betreuten Pflege -
Wohngemeinschaften bei der Bewertung des Bedarfs mit einbezogen werden sollen, da auch 
diese ein Angebot an umfassender Pflege vorhalten. Diese Option wurde bereits mit der Ein-
führung des Alten- und Pflegegesetzes eröffnet. In der Gesetzesbegründung heißt es dazu: „In 
diesem Rahmen hat die Kommune einen großen Einschätzungs - und Planungsspielraum und 
kann insbesondere auch alterna tive Angebotsformen ( Pflege-Wohngemeinschaften, Quar-
tiersangebote) mitberücksichtigen.“  
Als Grundlage für eine Entscheidung zum Bedarf  wird im Folgenden  zunächst die bisherige 
Auslastung der vollstationären Pflegeeinrichtungen dargestellt, bevor auf die zukünftige Nach-
frageentwicklung eingegangen wird.  Anschließend erfolgt eine Bewertung , inwieweit sich da-
raus ein Bedarf oder eine Bedarfsdeckung an  vollstationären Dauerpflegeplätzen in Münster 
ergibt.

64 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
 Auslastung der Angebote mit umfassender Pflege in Münster 
Personen, die eine stationäre Pflegeeinrichtung suchen, schildern nach wie vor die Erfahrung, 
dass es sehr schwierig ist, einen geeigneten Platz zu finden . Viele Einrichtungen führen War-
telisten und kontaktieren die Interessentinnen und Interessenten, sobald freie Kapazitäten zur 
Verfügung stehen . Ein Verbleib in dem vertrauten Quartier oder eine Unterbringung in der 
Wunscheinrichtung ist in dieser Situation nur möglich, wenn Wartezeiten durch andere Ver-
sorgungsformen überbrückt werden können.  Träger, Beratungsstellen und auch pflegende 
An- und Zugehörige machen auf Grundlage ihrer Erfahrungen gegenüber der kommunalen 
Pflegeplanung deutlich, dass sie einen zusätzlichen Bedarf an weiteren Plätzen mit umfassen-
der Versorgung sehen.  
Mit dem Heimfinder ( www.heimfinder.nrw.de) hat das Land NRW eine Möglichkeit geschaf-
fen, freie Kapazitäten auf einen Blick zu sehen, um eine schnelle Versorgung zu organisieren. 
Stationäre Einrichtungen sind nach § 23 Abs. 4 WTG DVO verpflichtet, tagesaktuell freie und 
belegbare Plätze anzuzeigen; sofern eine Warteliste besteht oder ein Platz bereits vergeben 
ist, ist dieser Platz im Heimfinder nicht anzugeben. Bei einem regelmäßigen Blick in den Heim-
finder wird deutlich, dass für Münster sowohl in der Kurzzeitpflege als auch in der Dauerpflege 
in der Regel kein bzw. höchstens ein freier Platz gemeldet wird. Rückschlüsse, ob und in wel-
chem Umfang Personen ein Angebot erhalten haben, sind hieraus jedoch nicht möglich. 
Durch die Stadt Münster wird seit 2011 regelmäßig die Auslastung der vollstationären Pflege-
einrichtungen abgefragt. Diese Daten bieten einen  Anhaltspunkt, inwieweit das bestehende 
Platzangebot in der Vergangenheit vollumfänglich genutzt wurde oder ob ggf. Überkapazitä-
ten bestehen. Bei einer Auslastung der Einrichtungen von 98  Prozent wird von einer Vollaus-
lastung ausgegangen. Bei der Wiederbele gung von Zimmern nach dem Auszug oder Verster-
ben einer Bewohnerin oder eines Bewohners kommt es in der Regel zu kurzfristigen Leerstän-
den, so dass eine 100-prozentige Auslastung nicht zu erreichen ist .  
 
Tabelle: Auslastung der vollstationären Pflegeeinric htungen in Prozent 
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 96,0 
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 95,9 
2013 96,0 96,0 93,7 95,5 95,3 
2014 96,7 95,7 96,5 95,8 96,2 
2015 96,7 96,2 96,4 96,5 96,5 
2016 96,5 96,0 96,8 96,5 96,5 
2017 95,8 95,9 96,1 95,8 95,9 
2018 95,7 96,3 95,2 96,0 95,8 
2019 94,5 96,5 96,0 96,1 95,8 
2020 ./.* ./.* ./.* ./.* ./.* 
2021 ./.* ./.* 96,4 96,2 96,3 
2022 95,7 95,3 95,6 95,7 95,6

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 65 
 
 
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2023 93,5 95,0 ./. ./. 94,3 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung, eigene Erhebung 
*Die Datenerhebung wurde aufgrund der Corona-Pandemie für diesen Zeitraum ausgesetzt. 
Mit einem Durchschnittswert für das Jahr 2022 von 95,6 Prozent und einem vorläufigem Wert 
von 94,3 Prozent für das Jahr 2023 aus den ersten beiden Quartalen , ist die Auslastung der 
stationären Einrichtungen gesunken.  
Bei der Betrachtung der durchschnittlichen Auslastung der einzelnen Einrichtungen  der letz-
ten Abfrage wird erkennbar, dass 14 der 32 Einrichtungen mit mindestens 98 Prozent voll aus-
gelastet waren. Weitere elf Einrichtungen bewegen sind in dem Bereich zwischen 95 und 98 
Prozent mit einem bis zwei freien Plätzen zum Stichtag. Grund für die geringeren Auslastungs-
zahlen der weiteren Einrichtungen ist in der Regel nicht die fehlende Nachfrage. Zwei Einrich-
tungen haben in dem abgefragten Zeitraum Baumaßnahmen durchgeführt, die zu einer ver-
minderten Belegung geführt haben. Insgesamt acht Einrichtungen gaben an, dass sie aufgrund 
des Fachkräftemangels innerhalb der letzten sechs Monate Plätze nicht belegen konnten. Hier 
sind die Auswirkungen des Fachkräftemangels bereits deutlich erkennbar.  In Gesprächen mit 
den stationären Einrichtungen wurde zudem berichtet, dass freie Plätze z.T. verzögert belegt 
wurden, wenn es im Rahmen der Corona-Pandemie zu Ausbruchsgeschehen kam oder Mitar-
beitende z.B. durch Krankheitswellen bereits sehr belastet waren.  
Die Belegung der ambulanten Pflege -Wohngemeinschaften wird seit Mitte 2021 abgefragt  
und fließt in die Bewertung des Bedarfs an Angeboten der umfassenden Versorgung mit ein.  
Tabelle: Auslastung der Pflege-Wohngemeinschaften in Prozent  
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2021 ./.* ./.* 88,3 88,3 88,3 
2022 90,7 90,0 92,8 88,3 90,5 
2023 89,6 92,5 ./. ./. 91,1 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung, eigene Erhebung 
*Die Datenerhebung wurde aufgrund der Corona-Pandemie für diesen Zeitraum ausgesetzt. 
Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 90,5 Prozent im Jahr 2022 und einer bisherigen 
Auslastung im Jahr 2023 von 91,1 Prozent steigt die Auslastung der Pflege-Wohngemeinschaf-
ten weiter an. Bei der Betrachtung der einzelnen Pflege -Wohngemeinschaften ist erkennbar, 
dass insgesamt 20 von 30 Angeboten voll ausgelastet waren (maximal ein freier  Platz zum 
Stichtag). Drei Angebote haben im vergangenen Jahr neu eröffnet, so dass die Auslastung erst 
im Laufe der Zeit ansteigt. Ein Angebot begründet die geringe Auslastung mit Personalmangel. 
Die Auslastungsabfrage sowohl der stationären Einrichtungen  als auch der Pflege -Wohnge-
meinschaften macht deutlich, dass viele der bestehenden Angebote oftmals ausgelastet sind. 
Deutlich mehr Träger mit geringerer Auslastung gaben in diesem Jahr an, dass Plätze durch 
Umbaumaßnahmen und Personalmangel dem Markt für eine bestimmte Zeit nicht zu r Verfü-
gung standen, was die Auslastungsquote insgesamt reduziert e. Es gibt vielfältige Gründe, die 
eine Belegung der freien Kapazitäten verhindert bzw. verzögert haben.  Auch wenn die freien

66 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Kapazitäten nicht auf den Mangel an p otenziellen Bewohnerinnen und Bewohnern zurückzu-
führen sind, bleibt dennoch festzustellen, dass zu den jeweiligen Stichtagen einzelne freie Ka-
pazitäten grundsätzlich zur Verfügung standen . 
 Vorausberechnung  der zukünftigen Inanspruchnahme von Pflegeleistung en 
IT.NRW hat im Juni 2023 eine neue Modellrechnung zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit 
in NRW, eine Statistik zur Einschätzung der zukünftigen Nachfrageentwicklung, zur Verfügung 
gestellt. Die Berechnung beruht au f Daten aus der Pflegestatistik 2019 u nd 2021 und der Be-
völkerungsvorausberechnung für NRW 2021 bis 2050/2070.  
Die Modellrechnung bezieht sich auf die verschiedenen Arten der Pflegeleistungen nach Alter, 
Geschlecht und Pflegegrad. Es erfolgt eine konstante Hochrechnung bis 2050 in den Kreisen 
und kreisfreien Städten. Für die ambulante sowie stationäre Pflege wurde die durchschnittli-
che Pflegequote von 2019 und 2021 verwendet. Für die Berechnung der Pflegegeldleistungen 
wurde ausschließlich die Pflegequote aus 2021  genutzt, um d en Einführungseffekten des 
neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs entgegenzuwirken. Das Ergebnis stellt keine fest zu erwar-
tende Entwicklung dar. Es wird eine  „Wenn-dann-Aussagen“ getroffen, die eine Orientierung 
für die Kommunen darstellt . 
In Münster steigt nach der Pflegemodellrechnung die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen 
bis 2050 überdurchschnittlich stark an mit 48,8 Prozent (NRW: 30,4 Prozent). Neben Münster, 
haben auch die Münsterlandkreise Kreis Steinfurt, Kreis Borken und Kreis Coesfeld einen sehr 
hohen Anstieg an pflegebedürftigen Personen zu erwarten. In de r nachfolgenden Grafik ist 
der prozentuale Anstieg in NRW, Münster und den Nachbarkreisen in den einzelnen Leistungs-
arten dargestellt.  
Quelle: IT.NRW 2023: Pflegemodellrechnung NRW 2021-2050 
  
0
20
40
60
80
100
NRW Münster Steinfurt Coesfeld Warendorf Borken
Prozentuale Veränderung der Inanspruchnahe von Pflegeleistungen im 
Vergleich (2050 gegenüber 2021)
Ambulante Pflege Stationäre Pflege Pflegegeld

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 67 
 
 
Pflegemodellrechnung von IT.NRW  
Im Rahmen der verbindlichen Pflegeplanung ist eine Aussage zum Bedarf an Plätzen in der 
stationären Pflege zu treffen. Die nachfolgende Grafik stellt die Entwick lung laut der Modell-
rechnung von IT.NRW in Münster bis zum Jahr 2050 dar: 
Quelle: IT.NRW 2023: Pflegemodellrechnung NRW 2021-2050 
Die konstante Hochrechnung berücksichtigt nur die demographische Entwicklung der Bevöl-
kerung. Die Weiterentwicklung und Verän derung von Angeboten, Auswirkungen durch Ände-
rungen der gesetzlichen Regelungen sowie Annahmen zur Personalentwicklung werden  hier 
nicht berücksichtig. Langfristige Prognosen sind aus diesem Grund nur bedingt aussagekräftig. 
Der Wert kann dadurch nur eine Orientierung geben.  
Für die Bedarfsfeststellung werden die kommenden  drei Jahre in den Blick genommen. D ie 
Modellrechnung kommt in den Jahren 2023 -2025 zu einem Bedarf in Höhe von 2.700 und im 
Jahr 2026 in Höhe von 2.800 Plätzen in der stationären Pflege 1. Dem gegenüber steht ein ak-
tuelles Angebot an 2.618 Plätzen in stationären Einrichtungen . 
Vorausberechnung der Pflegeplanung   
Seit dem Jahr 2020 wird für die Ermittlung des Bedarfs an stationären Dauerpflegeplätzen zu-
sätzlich eine eigene Berechnung auf der Grundlage der Daten der Pflegestatistik (IT.NRW) und 
der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster durchgeführt , die die Bevölke-
rungsentwicklung erfahrungsgemäß genauer abbildet . Dabei wird ebenfalls eine konstante 
Entwicklung unterstellt, indem die Inanspruchnahme der Pflegeleistungen auf dem Niveau des 
Referenzjahres verbleibt (Status-Quo-Berechnung).  
Bisher wurden die Pflege-Wohngemeinschaften bei der Berechnung des Bedarfs nicht berück-
sichtigt, so dass es zu einer leichten Untererfassung de s Bedarfs an umfassender Pflege kam. 
Grund waren die fehlenden Daten, da die Nutzerinnen und Nutzer der Pflege -Wohngemein-
schaften von IT.NRW nicht separat erfasst werden. In diesem Jahr wurde erstmalig, ergänzend 
                                                           
1 Die Daten werden jeweils auf Hunderter auf- bzw. abgerundet.    
0
1000
2000
3000
4000
5000
2025 2030 2035 2040 2045 2050
Entwicklung der Inanspruchnahme von stationärer Pflege

68 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
zur stationären Dauerpflege, auch ein e Berechnung der Pflegequote n nach Alter und Ge-
schlecht für den Bereich der ambulanten Pflege -Wohngemeinschaften durchgeführt. Dazu 
wurden diese Daten in den Wohngemeinschaften zum Stichtag 31.12.2022 abgefragt  und zu 
Grunde gelegt. Die Pflegequoten bilden ab, wie hoch der Anteil der Personen an der jeweiligen 
Bevölkerungsgruppe ist, die zum Stichtag stationär bzw. in einer ambulanten Pflege-Wohnge-
meinschaft versorgt werden. Die Pflegequoten reichen  im Bereich der ambulanten Pflege -
Wohngemeinschaften von 0,01 und 0,02 Prozent bei den Personen unter 60 Jahren bis hin zu 
1,87 Prozent bei den über 90-jährigen Frauen. Im stationären Bereich ist die Pflegequote deut-
lich höher. Es leben 28,29 Prozent der Frauen über 90 Jahre in einer stationären Pflegeeinrich-
tung. 
Tabelle: Prozentualer Anteil (Pflegequoten) der Pflegebedürftigen in ambulanten Pflege -
Wohngemeinschaften und in der stationären Dauerpflege nach Alter und Geschlecht * 
Alter Pflegequote  
ambulante Pflege-WGs 
Pflegequote 
stationäre Dauerpflege 
Männlich Weiblich  Männlich Weiblich  
unter 60 Jahre 0,02% 0,01% 0,04% 0,03% 
60 - 69 Jahre 0,05% 0,10% 0,60% 0,42% 
70 - 79 Jahre 0,15% 0,25% 1,65% 2,18% 
80 - 89 Jahre 0,32% 1,04% 4,87% 8,08% 
90 Jahre und älter 0,44% 1,87% 13,45% 28,29% 
Gesamt 0,05% 0,13% 0,48% 1,12% 
Quelle: Pflegestatistik IT.NRW; Bevölkerungsdaten der Stadt Münster; eigene Erhebung und Berechnung 
*Personen mit Geschlechtsangabe „divers“ o. „ohne Angabe“ sind zufällig auf männlich oder weiblich verteilt. 
 
Die Pflegequoten wurden auf der Grundlage der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der 
Stadt Münster 2019 -2030 bis zum Jahr 202 6 hochgerechnet (siehe nachfolgende Tabelle). 
Während die Anzahl der pflegebedürftigen Personen unter 60 Jahren mit Bedarf an umfassen-
der Pflege stabil bleiben wird, zeichnet sich bei den über 90 -Jährigen der größte Zuwachs mit 
insgesamt 128 Personen ab. 
Tabelle: Vorausberechnung der Pflegebedürftigen in ambulanten Pflege-WGs und stationären 
Einrichtungen nach Altersgruppen (Status-Quo-Modell) 
Alter Pflegebedürftige  
in Pflege-WGs 
Pflegebedürftige 
in stationären Einrichtungen  
2023 2024 2025 2026 2023 2024 2025 2026 
unter 60 Jahre 38 38 38 38 76 76 75 75 
60 - 69 Jahre 27 28 28 29 186 191 195 199 
70 - 79 Jahre 46 47 50 52 433 444 467 485 
80 - 89 Jahre 124 123 118 115 1.120 1.112 1.067 1.041 
90 Jahre und älter 49 51 54 57 806 841 888 942 
Gesamt 284 287 287 290 2.620 2.663 2.693 2.742 
Quelle: Pflegestatistik IT.NRW; Bevölkerungsdaten: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölke-
rungsprognose der Stadt Münster 2019-2030; eigene Berechnung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 69 
 
 
Im Ergebnis dieser Status-Quo-Berechnung benötigen 3.032 Pflegebedürftige im Jahr 2026 ein 
Angebot mit umfassender Versorgungssicherheit, d.h. einen Platz in einer stationären Einrich-
tung oder einer ambulanten Pflege-Wohngemeinschaft.  
Im nächsten Schritt wird die Zahl der demnach insgesamt erforderlichen Pflegeplätze der Zahl 
der zur Verfügung stehenden Pflegeplätze  mit umfassender Versorgung  gegenübergestellt. 
Das sind 2.619 vollstationäre Dauerpflegeplätze und 30 9 Plätze in ambulanten Pflege -Wohn-
gemeinschaften. Es wird dabei davon ausgegangen, dass die Einrichtungen und Wohngemein-
schaften bei einer durchschnittlichen Belegung zu 98 Prozent voll ausgelastet sind. Der nomi-
nell vorhandene Platzbestand wird daher um zwei Prozent reduziert.  
Tabelle: Bedarfsermittlung für Angebote mit umfassender Versorgungssicherheit (Status -
Quo-Modell) unter Berücksichtigung des Bestands  
Jahr Prognose 
Pflegebedürftige 
mit umfassen-
dem Versor-
gungsbedarf 
Bestand an um-
fassender Pflege  
(30.06.2023) 
Bestand bei  
98%-iger Auslas-
tung 
Bedarf an umfas-
sender Pflege  
2023 2.903 2928 2.869 34 
2024 2.950 2928 2.869 81 
2025 2.980 2928 2.869 110 
2026 3.032 2928 2.869 162 
Quelle: eigene Berechnung  
Auf Grundlage dieser Berechnung ergibt sich bis 2026 ein Bedarf a n 162 zusätzlichen Plätzen. 
Der errechnete Bedarf kann über ambulante Pflege -Wohngemeinschaften und durch statio-
näre Pflegeplätze gedeckt werden. 
 Bewertung 
Der Bedarf an Angeboten der umfassenden Versorgung steigt stetig an. Die Gründe liegen im 
Wesentlichen im demographischen Wandel.  Gleichzeitig veränder n sich die Landschaft rund 
um die vorpflegerischen und pflegerischen Angeboten, die leistungsrechtlichen Rahmenbe-
dingungen sowie die Vorstellung, wie eine Unterstützung bei Pflegebedarf aussehen soll. Ziel 
ist es, dass Münsteranerinnen und Münsteraner bei Pflegebedarf eine passende Unterstüt-
zung erhalten.  
Bis zum Jahr 2026 werden 162 zusätzliche Plätze mit umfassender Versorgungssicherheit be-
nötigt. Gestützt wird das Ergebnis  durch die Pflegemodellberechnung von IT.NRW , die zu ei-
nem leicht höheren Ergebnis kommt,  und den Aussagen der Träger stationärer Einrichtungen 
und Beratungsstellen.  
Es ist davon auszugehen, dass 61 Plätze des festge stellten Bedarfs durch neue  Pflege-Wohn-
gemeinschaften gedeckt werden können. Wie in Kapitel 5.1.2 beschrieben, befinden sich ak-
tuell 37 Plätze in ambulanten Pflege-Wohngemeinschaften in der Umsetzung. Darüber hinaus 
ist bekannt, dass mehrere Träger grundsätzlich Interesse an einem Ausbau des Angebotes ha-
ben. Die Umsetzung wird jedoch seit einiger Zeit durch den angespannten Immobilien - und 
Grundstücksmarkt sowie die schwierigen Bedingungen in der Baubranche gebremst. Dennoch

70 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
erscheint es realistisch die Annahme zu treffen, dass bis zum Jahr 2026 mindestens zwei wei-
tere Pflege-Wohngemeinschaften mit insgesamt 24 Plätzen realisiert werden können, für die 
aktuell noch keine konkreten Planungen vorliegen.  
Legt man diese Annahme zugrunde, könnten insgesamt 61 Plätze des festgestellten Bedarfs 
durch neue Pflege -Wohngemeinschaften gedeckt werden. Der weitere Bedarf in Höhe von 
101 Plätzen wäre durch vollstationäre Pflegeangebote zu decken und entsprechend auszu-
schreiben.  
Sobald die Bedarfsausschreibung veröffentlich t ist, können Träger innerhalb einer im Vorfeld 
festzulegenden Frist ihr Interesse an der Schaffung zusätzlicher stationärer Plätze anzeigen. 
Dazu müssen die Träger das konkrete Vorhaben hinsichtlich der Z ahl der neu zu schaffenden 
Plätze und der Konzeption der geplanten Einrichtungen konkret beschreiben. Die Konzeption 
muss rechtlich zulässig sowie planerisch, baufachlich und wirtschaftlich schlüssig sein, ohne 
dass bereits sämtliche Voraussetzungen (zum B eispiel Grundeigentum, Vertragsabschlüsse) 
vorliegen müssen.  Die Auswahl der Interessenten kann von weiteren Kriterien abhängig ge-
macht werden, die in der Ausschreibung zu benennen sind. Dabei dürfen aus schließlich Krite-
rien benannt werden, die der Verwirk lichung der Zielsetzungen des Elften Buches Sozialge-
setzbuch beziehungsweise des APG NRW dienen.  
Darüber hinaus benennt die Durchführungsverordnung des APG NRW folgende mögliche Kri-
terien: 
 nachgewiesene Erfahrungen beim Betrieb von Pflegeeinrichtungen,  
 die zeitnahe Erbringung der Pflegeleistungen,  
 Pflegekonzepte, die eine möglichst große Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der 
späteren Bewohnerinnen und Bewohner und eine Öffnung in den Sozialraum vorsehen 
sowie  
 die Gewährleistung einer möglichst großen T rägervielfalt in der Gemeinde.  
Für Münster könnten ergänzend die folgenden Kriterien in Betracht kommen:  
 Umsetzung von Pflegekonzepten für Zielgruppen mit einem besonderen Bedarf (Junge 
Pflege, geschützte Bereiche für Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhal-
ten), 
 ergänzende Schaffung zusätzlicher Kurzzeitpflegeplätze.  
Zusätzliche Plätze können dabei grundsätzlich auch als Erweiterung bestehender Einrichtun-
gen geschaffen werden, sofern diese bislang nicht die Obergrenze nach dem Wohn - und Teil-
habegesetz (WTG NRW) erreichen.  
Übersteigt die in den Interessenbekundungen angezeigte Platzzahl den ausgeschriebenen Be-
darf, wählt der örtliche Sozialhilfeträger unter allen Interessenbekundungen diejenigen aus , 
die den in der Bedarfsbekanntmachung mitgeteilten Kriterien am besten entsprechen und er-
gänzend die beste Verwirklichung der Zielsetzungen des APG NRW erwarten lassen. Die Aus-
wahlentscheidung ist anhand nachvollziehbarer Bewertungsprozesse einschließlich der tra-
genden Bewertungsgründe durchzuführen.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 71 
 
 
Die Bedarfsbestätigung verliert ihre Gültigkeit, wenn der Träger nicht innerhalb von zwei Jah-
ren mit der Baumaßnahme zur Umsetzung des Vorhabens tatsächlich begonnen hat, es sei 
denn, die Verzögerung ist von ihm nicht zu vertreten.  
Gehen für die ausgeschriebenen Plätze keine Interessensbekundungen ein oder kann das aus-
geschriebene Kontingent nicht vollständig realisiert werden, fließen diese in die Bedarfsfest-
stellung des kommenden Pflegebedarfsplans wieder mit ein.  
Auf Grundlage der oben beschriebenen Argumente erfolgt eine Bedarfsausschreibung für ins-
gesamt 101 stationäre Plätze.  
8 Ausblick 
Münster ist eine vergleichsweise junge Stadt mit einem hohen Anteil Studierender . Die Zahl 
älterer und hochaltriger Menschen steigt aber auch hier stetig an.  Perspektivisch wird diese 
Entwicklung noch durch die zahlenmäßig starke Generation der Babyboo mer, die aktuell ins 
Rentenalter kommt, an Dynamik gewinnen. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass zukünftig 
immer mehr Menschen im Alter immer länger gesund und selbstständig bleiben, wird die In-
anspruchnahme von Pflegeleistungen dadurch weiter steigen. Die Pflegemodellrechnung von 
IT.NRW kommt zu dem Ergebnis, dass Münster die höchste Steigerung bei der Zahl der pfle-
gebedürftigen Personen unter den kreisfreien Städten in NRW verzeichnen wird. Bis zum Jahr 
2050 werde die Zahl der pflegebedürftigen Personen gegenüber dem Jahr 2021 um 48,8 Pro-
zent ansteigen. In Nordrhein-Westfalen ist insgesamt mit einem Anstieg von 30,4 Prozent zu 
rechnen.  
Erstmalig wird im Rahmen der Pflegeplan ung ein Bedarf an zusätzlichen Plätzen in der statio-
nären Versorgung in Münster festgestellt. Der Ausbau an Pflege -Wohngemeinschaften reicht 
aktuell nicht aus, um die benötigte Anzahl an Plätze in den kommenden drei Jahren sicherzu-
stellen. Trägerinnen und Träger haben dadurch die Möglichkeit, bestehende Angebote unter 
den Voraussetzungen des Wohn - und Teilhabegesetzes (WTG NRW) auszubauen oder neue 
Angebote zu schaffen. Die öffentliche Bekanntmachung einer Bedarfsausschreibung erfolgt 
innerhalb von drei Mon aten nach Beschluss des Rates über den bestehenden Bedarf an ins-
gesamt 101 stationären Plätzen.  
Andere Kommunen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass entsprechende Ausschreibun-
gen aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels in der Pflege ohne (ausreich ende) Bewer-
bungen geblieben sind. Bundesweit kommt es darüber hinaus zu einer steigenden Zahl an In-
solvenzen von stationären Pflegeeinrichtungen, die u.a. daraus resultieren, dass die Einrich-
tungen im Zuge des Fachkräftemangels nicht voll belegt werden können. Auch in Münster sind 
bereits deutliche Auswirkungen des Fachkräftemangels zu beobachten und diese Problematik 
wird in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Dies stellt derzeit ein ungelöstes Di-
lemma dar. 
Um den aktuellen Pflege- und Betreuungsstandard aufrechtzuerhalten , müsste die Zahl der 
Pflegefach- und -hilfskräfte parallel zur steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen  deutlich 
gesteigert werden.  Die Gewinnung von neuen Pflegekräften durch Ausbildung, Qualifizierung, 
Umschulung und Zuzug aus dem Ausland wird jedoch voraussichtlich nicht einmal die Lücke 
schließen können, die durch die anstehenden Verrentungen entstehen wird. 36 Prozent der 
Pflegenden sind älter als 50 Jahre und  rund jede zehnte Pflege kraft in Münster wird in den

72 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
kommenden fünf Jahren in Rente gehen . Die Gesellschaft steht  hier vor enormen Herausfor-
derungen.  
Es ist ein neues Miteinander notwendig, in dem professionelle An bieter, ehrenamtliche und 
private soziale Netzwerke und Familie n gemeinsam unterstützende Strukturen schaffen. Der 
Ausbau von präventiven und vorpflegerischen Angeboten sowie die Förderung und Unterstüt-
zung informeller Netzwerke ist unabdingbar. Voraussetzung für einen Verbleib im Quartier ist 
zudem ein geeigneter Wohnraum. Der Ausbau an barrie refreien Wohnungen sowie der Um-
bau von Bestandsgebäuden soll weiter vorangetrieben werden, um die ambulante Pflege und 
damit einen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen.  
Maßgeblich für die Weiterentwicklung der pflegerischen Unterstützung ist  die individuelle 
Vorstellung der Münsteranerinnen und Münsteraner. Im September 2023 erfolgt dazu eine 
repräsentative Umfrage der Bevölkerung ab 60 Jahre. Sie enthält Fragen zur Erfassung der 
gegenwärtigen pflegerischen Versorgung, eine Einschätzung und die Vorstellung zu einer per-
spektivischen Versorgung, eine Erhebung der Situation von pflegenden An - und Zugehörigen 
und die Erfassung von Unterstützungspotenzialen und Versorgungslücken im Quartier.  Die Er-
gebnisse der Befragung werden in einem Bericht der Verwaltung veröffentlicht. Ziel ist es, aus 
den Ergebnissen heraus , konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die z.B. die Gruppe der pfle-
genden An- und Zugehörigen unterstütz en oder die Versorgungsstrukturen im Quartier ver-
bessern.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 73 
 
 
Anhang:  
1 Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplan 2023-2026 in der Sitzung 
der Konferenz Alter und Pflege am 05.09.2023 
Die kommunale Konferenz Alter und Pflege stimmt dem Pflegebedarfsplan 2023 -2026, der im 
Ergebnis zu einer Ausschreibung von 101 zusätzliche vollstationären Pflegep lätzen führt, zu.  
In der Sitzung wurde intensiv darüber diskutiert, ob und wie es gelingen kann, die Versorgung 
der steigenden Anzahl pflege bedürftiger Menschen in Münster  angesichts des bestehenden 
und sich weiter verschärfenden Fachkräftemangels, einer unzureichenden Refinanzierung und 
einem Mangel an bezahlbaren Grundstücken für die Schaffung von Angeboten der Altenpflege 
perspektivisch noch zu gewährleisten.  
Bereits heute sei kein ausreichendes Angebot an umfassender pflegerischer Versorgung vor-
handen. Die Situation werde dadurch verschärft, dass aufgrund des Personalmangels nicht 
alle Plätze in stationären Einrichtungen und Pflegewohngemeinschaften belegt werden könn-
ten. Auch die ambulante Versorgung durch Pflegedienste sei an ihrer Kapazitätsgrenze a nge-
kommen. Anfragen müssten häufig abgelehnt werden. Alleine eine Ausschreibung zusätzli-
cher stationärer Plätze biete deshalb keine Lösung.  
Aus der Konferenz wurde eine ehrliche Debatte zur Zukunft der pflegerischen Versorgung in 
Münster gefordert. Der gew ohnte Versorgungsstandard könne nicht mehr aufrechterhalten 
werden. Dies müsse klar kommuniziert werden. Es brauche eine breite gesellschaftliche und 
politische Diskussion darüber, was bei den bestehenden Rahmenbedingungen umgesetzt und 
wie die Pflege und Unterstützung älterer Menschen organisiert werden könne. Angesichts der 
begrenzten Ressourcen der professionellen Pflege stelle sich die Frage, ob perspektivisch we-
niger Menschen mit  den bestehenden Standards versorgt werden oder viele Menschen eine 
Basisversorgung erhalten sollen.  
Einige Mitglieder sind der Meinung, dass der Fachkräftemangel durch die gesetzliche Neure-
gelung der Pflegeausbildung verstärkt wurde. Die Altenpflege sei der Verlierer der generalis-
tischen Pflegeausbildung. Absolventinnen und Abs olventen würden vielfach aus finanziellen 
Gründen ins Krankenhaus oder in die Zeitarbeit wechseln. Eine weitere Steigerung der Ausbil-
dungszahlen sei unrealistisch.  
Es wurden verschiedene Anregungen zur Verbesserung der Ausgangslage eingebracht. So sei 
es dringend erforderlich im Bereich der Pflege Bürokratie abzubauen und realistischere Anfor-
derungen an die Leistungsanbieter zu formulieren. Der Einsatz von Zeitarbeitskräften wurde 
kritisch diskutiert.  Die wesentlichen strukturellen Rahmenbedingungen würden  auf Bundes - 
bzw. Landesebene gestaltet. Kommunal seien z.B. Handlungsansätze wie die Schaffung güns-
tigen Wohnraums für Beschäftigte in der Pflege umzusetzen. Präventive Ansätze zur Vermei-
dung oder Verzögerung von Pflegebedürftigkeit müssten ausgebaut werd en. Angehörige, die 
bisher die Stütze des Systems bildeten, stünden immer weniger zur Verfügung.  Die Bildung 
von außerfamiliären Unterstützungsnetzwerken sei daher ein wichtiges Thema, das man jetzt 
aufgreifen müsse. Man müsse dabei die Betroffenen mit ihrem Wunsch nach einer häuslichen 
Versorgung im Blick behalten.

74 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Mehrfach wurde in der Diskussion kritisch angemerkt, dass Anbieter von pflegerischen und 
medizinischen Leistungen Wirtschaftsunternehmen seien und dementsprechend handeln 
müssten. Dies sei ein grundsätzlicher Fehler im System der Pflegeversicherung.  
Die Konferenz Alter und Pflege wird die Diskussion über die Zukunft der pflegerischen Versor-
gung fortführen. Es sollen Ansätze entwickelt werden, die die professionelle Pflege entlasten 
und das Gemeinwesen und die Selbsthilfe auf kommunaler Ebene stärken. Es sei eine intensi-
vere Zusammenarbeit im Quartier notwendig, in dem professionelle Anbieter, ehrenamtliche 
und private soziale Netzwerke und Familien gemeinsam unterstützende Strukturen schaffen 
und die trägerübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werde.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 75 
 
 
2 Sozialräumliche Darstellung der Angebote 
In den nachfolgenden Kapiteln wird auf Stadtbezirksebene die prognostizierte Bevölkerungs-
entwicklung bis 2026 sowie die bestehende Pflegeinfrastruktur dargestellt. Dadurch ist ein 
erster Überblick über die Versorgungsstruktur und auch d ie Versorgungsbedarfe in den ein-
zelnen Bezirken möglich. Die ambulante Pflege kann nicht mit abgebildet werden, da nicht 
alle Pflegedienste eine Einteilung nach Stadtbezirk bzw. Stadtteil vornehmen.  
Für den Überblick folgt hier die Übersicht über die städtische Bevölkerungsentwicklung von 
2023-2026 insgesamt. 
Tabelle: Bevölkerungsprognose von 2023-2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 241.915 240.910 240.097 239.645 
60-69 Jahre 36.617 37.647 38.474 39.180 
70-79 Jahre 22.347 22.978 24.163 25.084 
80-89 Jahre 16.410 16.291 15.642 15.270 
Über 90 Jahre 3.370 3.537 3.751 4.007 
Gesamt 320.659 321.363 322.127 323.186 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die prozentualen Veränderungen in den einzel-
nen Altersgruppen von 2023 bis 2026 auf Stadtbezirksebene.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die bestehenden Pflegeangebote in den einzel-
nen Stadtteilen. Anschließend folgt eine Darstellung der Angebote je 1 .000 Einwohnerinnen 
und Einwohner ab 80 Jahren.  
-15,00
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
30,00
Gesamt Mitte West Nord Ost Südost Hiltrup
Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Prozent 
von 2023 bis 2026 nach Stadtbezirken
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre

76 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur nach Stadtbezirken, Stand: 30.06.202 3 
Stadtbe-
zirk 
Vollstationäre 
Pflege 
Kurzzeit-
pflege 
ambulant betreute 
Wohngemeinschaften 
Tages-
pflege  
Mitte 1216 144 146 98 
West 601 57 45 54 
Nord 137 7 12 15 
Ost 78 8 44 22 
Südost 132 12 39 26 
Hiltrup 455 54 23 60 
Gesamt 2619 282 309 275 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur je 1.000 Einwohner/ -innen ab 80 Jahre je Stadtbezirk,  
Stand 30.06.2023 
Bezirk Einwohner/-
innen ab 80 
Jahre  
(31.12.2022) 
Plätze pro 1.000 Einwohner/-innen ab 80 Jahre 
Vollstatio-
näre Pflege 
Kurzzeitpflege ambulant be-
treute Pflege-
Wohngemein-
schaften  
Tagespflege  
Mitte 7.048 172,5 20,4 20,7 13,9 
West 3.434 175,0 16,6 13,1 15,7 
Nord 2.021 67,8 3,5 5,9 7,4 
Ost 1.800 43,3 4,4 24,4 12,2 
Südost 2.060 64,1 5,8 18,9 12,6 
Hiltrup 3.085 147,5 17,5 7,5 19,4 
Gesamt 19.448 134,7 14,5 15,9 14,1 
Quelle: Bevölkerungsdaten: Stadt Münster, Stadtplanungsamt; eigene Berechnung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 77 
 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Mitte 
Zum Stadtbezirk Mitte gehören insgesamt 23 Stadtteile (statistische Bezirke). Allein die Alt-
stadt hat fünf Stadtteile: Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm und Martini. Der Innenstadt-
ring setzt sich aus neun Stadtteilen zusammen: Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mau-
ritz-West, Schlachthof, Kreuz, Neutor und Schloss. Mitte -Süd umfasst die Stadtteile Aasee-
stadt, Geist, Schützenhof und Düesberg. Der Teilbereich Innenstadt -Nordost besteht aus den 
Stadtteilen Hafen, Herz-Jesu, Mauritz-Mitte, Rumphorst und Uppenberg.  
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 202 3 bis 2026 des Stadt-
bezirkes Mitte. Mit einer Zunahme von rund 1100 Personen vergrößert sich die Gruppe der 
70 bis 79-Jährigen bis 2026 am meisten.  
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Mitte von 202 3 – 2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 102.889  102.378  101.750  101.727  
60-69 Jahre 13.183  13.627  13.910  14176 
70-79 Jahre 7.848  8.125  8.556  8943 
80-89 Jahre 5.744  5.695  5.471  5344 
Über 90 Jahre 1.374  1.428  1.515  1610 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, 
Anpassungsrechnung 2022 
Bei der Betrachtung des prozentualen Anstiegs, liegt die größte Steigerung bei den über 90-
Jährigen, siehe nachfolgende Grafik.   
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
In Münster-Mitte finden sich alle Pflegeformen wieder. Das Angebot ist hier im Vergleich mit 
den anderen Stadtteilen am dichtesten.   
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre
Bevölkerungsentwicklung in % von 2023 bis 2026
Stadtbezirk Mitte
Gesamt Mitte

78 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster -Mitte, Stand: 30.06.2023 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Einrichtung Träger Straße PLZ Stadtteil Plätze 
Altenheim Friedrichs-
burg 
Stiftung der Schwes-
tern von der Göttlichen 
Vorsehung 
Offenberg-
straße 19 
48151 Pluggendorf 138 
Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Düesberg-
weg 143 
48153 Düesberg 123 
Altenzentrum  
Klarastift 
Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Andreas-Hofer-
Str. 70 
48145 Herz-Jesu 101 
Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Scharnhorst-
str. 4-8 
48151 Pluggendorf 83 
Cohaus-Vendt-Stift Cohaus-Vendt-Stiftung Krumme Str. 
39/40 
48143 Aegidii 82 
DKV-Residenz am  
Tibusplatz 
DKV-Residenz am  
Tibusplatz gGmbH 
Tibusplatz 1 48143 Budden-
turm 
49 
Friederike-Fliedner-
Haus 
Diakonissenmutter-
haus Münster gGmbH 
Coerdestr. 56 48147 Kreuz 80 
Haus vom Guten Hir-
ten - Pflegebereich 
Guter Hirte Münster 
gGmbH 
Mauritz-Linden-
weg 61 
48145 Herz-Jesu 20 
Johanniter-Stift Müns-
ter 
Johanniter Senioren-
häuser GmbH Regio-
nalzentrum West 
Weißenburgstr. 
48 
48151 Geist 80 
LWL Pflegezentrum 
Münster "Ernst-Kirch-
ner-Haus" 
Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe 
Kinderhauser 
Str. 92 
48147 Uppenberg 80 
Perthes-Haus Evangelische Perthes-
Stiftung e.V. 
Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 87 
Residenz Aaseehof Alloheim Senioren-Re-
sidenzen Zehnte SE & 
Co. KG 
Pottkamp 25 48149 Schloss 80 
Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-
Mitte 
59 
Seniorenzentrum 
Haus Maria Trost 
Genossenschaft der 
Krankenschwestern 
nach der III Regel des 
hl. Franziskus 
Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 
48145 Herz-Jesu 80 
Wohnstift am Südpark Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Clevornstr. 5 48153 Schützenhof 74 
Gesamt 
    
1.216

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 79 
 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege 
Altenheim  
Friedrichsburg 
Stiftung der Schwes-
tern von der Göttlichen 
Vorsehung 
Offenbergstraße 
19 
48151 Pluggendorf 8 
Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Düesbergweg 
143 
48153 Düesberg 12 
Altenzentrum  
Klarastift  
Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Andreas-Hofer-
Str. 70 
48145 Herz-Jesu 11 
Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Scharnhorststr. 
4-8 
48151 Pluggendorf 8 
Cohaus-Vendt-Stift Cohaus-Vendt-Stiftung Krumme Str. 
39/40 
48143 Aegidii 3 
DKV-Residenz am  
Tibusplatz 
DKV-Residenz am  
Tibusplatz gGmbH 
Tibusplatz 1 48143 Buddenturm 5 
Friederike-Fliedner-
Haus 
Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Coerdestr. 56 48147 Kreuz 10 
Johanniter-Stift Müns-
ter 
Johanniter Senioren-
häuser GmbH Regional-
zentrum West 
Weißenburgstr. 
48 
48151 Geist 10 
LWL Pflegezentrum 
Münster "Ernst-Kirch-
ner-Haus" 
Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe 
Kinderhauser 
Str. 92 
48147 Uppenberg 2 
Perthes-Haus Evangelische Perthes-
Stiftung e.V. 
Wienburgstr. 60 48147 Uppenberg 6 
Residenz Aaseehof Alloheim Senioren-Re-
sidenzen Zehnte SE & 
Co. KG 
Pottkamp 25 48149 Schloss 15 
Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Ostmarkstr. 9 48145 Mauritz-
Mitte 
8 
Seniorenzentrum Haus 
Maria Trost 
Genossenschaft der 
Krankenschwestern 
nach der III Regel des 
hl. Franziskus 
Sankt-Mauritz-
Freiheit 52 
48145 Herz-Jesu 5 
Wohnstift am Südpark Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Clevornstr. 5 48153 Schützenhof 7 
Gesamt 
    
110 
 
Solitäre Kurzzeitpflege  
Kurzzeitpflege Haus 
Ludgera 
Alexianer Haus  
Heidhorn GmbH 
Loerstr. 23 48143 Dom 34

80 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Außerklinische Inten-
sivpflege Mehrgenera-
tionenhaus Mathilden-
stift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Münzstr. 38 48143 Buddenturm 9 
Demenz-Wohnge-
meinschaft Mehrgene-
rationenhaus Mathil-
denstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Münzstr. 38 48143 Buddenturm 9 
DRK-Wohngemein-
schaft Erphobogen 
DRK Münster - gemein-
nützige Pflege und Ser-
vice GmbH 
Bohlweg 55 48147 Schlachthof 12 
Haus Genius miCura Pflegedienste 
Münster GmbH 
Tibusplatz 6 48143 Buddenturm 9 
Taubenstraße Alexianer Münster 
GmbH 
Taubenstraße 
12 
48145 Herz-Jesu 8 
Villa Hittorfstraße Alexianer Münster 
GmbH 
Hittorfstraße 
10 
48149 Schloss 10 
Villa Mauritz Alexianer Münster 
GmbH 
Kaiser-Wil-
helm-Ring 34 
48145 Mauritz-
Mitte 
10 
Wohngemeinschaft 
Arche Noah 
Ambulante Dienste Kla-
rastift gGmbH 
Manfred-von-
Richthofen-Str. 
45 
48145 Mauritz-
Mitte 
12 
Wohngemeinschaft 
Arche Sarah 
Ambulante Dienste Kla-
rastift gGmbH 
Manfred-von-
Richthofen-Str. 
45 
48145 Mauritz-
Mitte 
12 
Wohngemeinschaft 
Casa Mauritz 
Ambulante Dienste Kla-
rastift gGmbH 
Andreas-
Hofer-Str. 86 
48145 Herz-Jesu 15 
Wohngemeinschaft 
Hüfferstraße (1) 
DRK Münster - gemein-
nützige Pflege und Ser-
vice GmbH 
Hüfferstr. 20 48149 Schloss 11 
Wohngemeinschaft 
Hüfferstraße (2) 
DRK Münster - gemein-
nützige Pflege und Ser-
vice GmbH 
Hüfferstr. 20 48149 Schloss 11 
Wohngemeinschaft 
Schulstraße (1) 
Diakonie Münster - Dia-
koniestation GmbH 
Schulstr. 47 48149 Kreuz 10 
Wohngemeinschaft 
Schulstraße (2) 
Diakonie Münster - Dia-
koniestation GmbH 
Schulstr. 47 48149 Kreuz 8 
Gesamt 
    
146 
 
Tagepflegeeinrichtungen 
Klaras Tagespflege Ambulante Dienste Kla-
rastift gGmbH 
Manfred von 
Richthofen Str. 
45 a 
48145 Herz-Jesu 13 
Tagespflege Altenzent-
rum am Südpark 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägergesell-
schaft Münster mbH 
Clevornstr. 5 48153 Schützen-
hof 
15

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 81 
 
 
Tagepflegeeinrichtungen 
Tagespflege am Frie-
derike-Fliedner-Haus  
Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Coerdestr. 56 48147 Kreuz 12 
Tagespflege Haus Ben-
teler 
Tagespflege e.V. Prozessions-
weg 54 
48145 Mauritz-
Mitte 
12 
Tagespflege im Cle-
mens-Wallrath-Haus 
Alexianer Münster 
GmbH 
Josefstr. 4 48151 Josef 20 
Tagespflege Mehrge-
nerationenhaus Mat-
hildenstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Münzstr. 38 48143 Budden-
turm 
12 
Tagespflege Miteinan-
der Friedrichsburg 
Altenheim Friedrichs-
burg gGmbH 
Offenbergstr. 
15 a 
48151 Pluggen-
dorf 
14 
Gesamt 
    
98 
 
Service-Wohnen 
Domicil Aaseehof Kirchliche Zusatzversor-
gungskasse Rheinland-
Westfalen 
Pottkamp 15-
19 
48149 Schloss 76 
Domicil im Kreuzvier-
tel 
Diakonissenmutterhaus 
Münster GmbH 
Tannenberg-
str. 1-11 
48147 Kreuz 40 
Johanniter Stift  
Münster 
Johanniter Senioren-
häuser GmbH Regional-
zentrum West 
Weißenburg-
str. 48 
48151 Geist 13 
Residenz Aaseehof 
Service Wohnen 
Alloheim Senioren-Resi-
denzen Zehnte SE & 
Co.KG 
Robert-Koch-
Str. 55 
48149 Schloss 48 
Servicewohnen  
DKV-Residenz am  
Tibusplatz 
DKV-Residenz am Tibus-
platz gGmbH 
Tibusplatz 1-7 48143 Budden-
turm 
258 
Wohnen im Klarapark Ambulante Dienste Kla-
rastift gGmbH 
Andreas-
Hofer-Str. 72-
76 
48145 Herz-Jesu 81 
Wohnresidenz Gassel-
stiege 
Wohnresidenz Sentru-
per Höhe GmbH 
Prins-Claus-
Str. 56 
48159 Uppenberg 26 
Wohnresidenz York-
house 
Wohnresidenz Sentru-
per Höhe GmbH 
York-Ring 1-3 48159 Uppenberg 16 
Gesamt 
    
558 
Quelle: PfAD.wtg, Stand 30.06.2023 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI 
„Café Malta“  Malteser Hilfsdienst e.V. Von-Os-
sietzky-Str. 16 
48151 Aaseestadt 
Betreuungsnachmit-
tage für Demenzer-
krankte 
Alzheimer Gesellschaft 
Münster e.V. 
Tannenberg-
str. 1 
48147 Kreuz 
Projekt LichtBlick Alexianer Münster 
GmbH 
Josefstr. 4 48151 Josef 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege, Stand: 30.06.2023

82 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster -Mitte

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 83 
 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -West 
Der Stadtbezirk Münster-West besteht aus den sechs Stadtteilen Gievenbeck, Sentrup, Meck-
lenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge. Der Stadtteil Sentrup grenzt direkt an den Stadtbe-
zirk Mitte an und orientiert sich auch in diese Richtung. Die Stadtteile Alba chten, Roxel und 
Nienberge liegen im Außenbereich.  
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 202 3 bis 2026 des Stadt-
bezirkes West. Die am stärksten wachsende Gruppe ist mit 706 Personen die Gruppe der 60 
bis 69-Jährigen. 
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk West von 202 3 – 2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 48.198 47.924 47.996 47.948 
60-69 Jahre 6.787 7.001 7.275 7493 
70-79 Jahre 4.203 4.359 4.569 4720 
80-89 Jahre 2.937 2.937 2.863 2805 
Über 90 Jahre 581 605 626 679 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
Im Vergleich zur Gesamtentwicklung in Münster steigt überdurchschnittlich die Bevölkerung 
im Alter zwischen 60 bis 69 Jahren. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019 -2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
Im Stadtbezirk Münster -West sind alle Pflegeformen vertreten. Eine wohnortnahe Betreu-
ungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen nach §45 SGB XI wird hier (noch) nicht ange-
boten. 
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre
Bevölkerungsentwicklung in % von 2023 bis 2026
Stadtbezirk West
Gesamt West

84 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Weitere Entwicklungen sind im Oxford -Quartier zu erwarten. Außerdem werden aktuell die 
Modellquartiere Steinfurter Straße und Busso -Peus-Straße entwickelt.  
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-West, Stand: 30.06.2023 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Einrichtung Träger Straße PLZ Stadtteil Plätze 
Altenheim St. Elisabeth Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Südlohnweg 1 48161 Gieven-
beck 
92 
Alwine-Lauterbach-Senio-
renzentrum 
AWO Bezirk Westli-
ches Westfalen e.V. 
Rottkamp 49 48163 Albachten 66 
Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes-
Stiftung e.V. 
Meckmannweg 
74 
48163 Mecklen-
beck 
171 
Fritz-Krüger-Senioren-
zentrum  
AWO Bezirk Westli-
ches Westfalen e.V. 
Gartenbreie 1 48161 Gieven-
beck 
81 
Martin-Luther-Haus Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 151 
Wohnen in Pastors Gar-
ten 
Stift Tilbeck GmbH Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 40 
Gesamt 
    
601 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege 
Altenheim St. Elisabeth Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Südlohnweg 1 48161 Gieven-
beck 
5 
Alwine-Lauterbach-Senio-
renzentrum 
AWO Bezirk Westli-
ches Westfalen e.V. 
Rottkamp 49 48163 Albachten 10 
Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes-
Stiftung e.V. 
Meckmannweg 
74 
48163 Mecklen-
beck 
15 
Martin-Luther-Haus Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Fliednerstr. 17 48149 Sentrup 8 
Wohnen in Pastors Gar-
ten 
Stift Tilbeck GmbH Alte Dorfstr. 10 48161 Roxel 4 
Gesamt 
    
42 
 
Solitäre Kurzzeitpflege  
Fritz-Krüger-Senioren-
zentrum Solitäre KZP 
AWO Bezirk Westli-
ches Westfalen e.V. 
Gartenbreie 1 48161 Gieven-
beck 
15 
 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Altenzentrum Münster 
Nienberge - Haus Annette 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerges. 
Münster mbH; Ambu-
lante Pflege 
Kirmstr. 18 48161 Nien-
berge 
7

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 85 
 
 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Altenzentrum Münster 
Nienberge - Haus Sebas-
tian 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerges. 
Münster mbH; Ambu-
lante Pflege 
Gartenstiege 6 48161 Nien-
berge 
7 
Hof Schultmann Alexianer Münster 
GmbH 
Stratmannweg 
23 
48163 Mecklen-
beck 
12 
Irmgard Buschmann Haus 
(1) 
Ambulante Dienste 
Klarastift gGmbH 
Am Küchen-
busch 15 
48161 Gieven-
beck 
11 
Irmgard Buschmann Haus 
(2) 
Ambulante Dienste 
Klarastift gGmbH 
Am Küchen-
busch 15 
48161 Gieven-
beck 
8 
Gesamt 
    
45 
 
Tagepflegeeinrichtungen 
Altenheim St. Elisabeth - 
Tagespflege 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Südlohnweg 1 48161 Gieven-
beck 
15 
Tagespflege Albachten Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Dülmener Str. 9 48163 Albachten 15 
Tagespflege im Meck-
mannshof 
Ev. Perthes-Stiftung 
e.V. 
Meckmannweg 
74 
48163 Mecklen-
beck 
24 
Gesamt 
    
54 
 
Service-Wohnen 
Altenheim St. Elisabeth - 
Heimverbundenes Woh-
nen 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Südlohnweg 1 48161 Gieven-
beck 
15 
Altenwohnungen am 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes-
Stiftung e.V. 
Mecklenbecker 
Str. 421-423 
48163 Mecklen-
beck 
38 
AWO Münster Gieven-
beck 
Arbeiterwohlfahrt Be-
zirksverband Westli-
ches Westfalen e.V. 
Gartenbreie 3 48161 Gieven-
beck 
32 
Martin-Luther-Haus / Ser-
vicewohnen 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Fliednerstr. 17-
19 
48149 Sentrup 10 
Rottkamp  Parea gGmbH Rottkamp 53-57 
a 
48163 Albachten 35 
Servicewohnen Lukas 
Zentrum 
Diakonie Münster - Di-
akoniestation GmbH 
Rüschhausweg 
17-19 
48161 Gieven-
beck 
52 
Service-Wohnen Meyer-
beerstraße 
Pflegebüro Schmidt Meyerbeerstr. 
37-51 
48163 Mecklen-
beck 
44 
Wohnpark Mecklenbeck Pflegebüro Schmidt Dingbängerweg 
31-49 
48163 Mecklen-
beck 
57 
Wohnresidenz Sentruper 
Höhe 
Wohnresidenz Sentru-
per Höhe GmbH 
Schmeddingstr. 
115-121 
48149 Sentrup 56 
Gesamt 
    
339

86 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Quelle: PfAD.wtg 
Tabelle: Geplante Einrichtungen, Stand: 30.06.202 3 
Tagespflegeeinrichtungen 
Lydia-Zentrum Diakonie Münster Plettendorf-
straße 1 
48161 Nien-
berge 
13 
 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Lydia-Zentrum Diakonie Münster - Di-
akoniestation GmbH 
Plettendorf-
straße 1 
48161 Nien-
berge 
12 
Selbstverantwortete 
Wohnpflegegemeinschaft 
Grüner Weiler 
Grüner Weiler eG Gumprich-
straße/Henny-
Uhlmann-
Weg/Edith-Mil-
tenberg-Weg 
48161 Gieven-
beck 
9 
Gesamt     21 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 87 
 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster -West

88 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Nord 
Der Stadtbezirk Münster -Nord besteht aus den Stadtteilen Coerde, Kinderhaus -Ost, Kinder-
haus-West und Sprakel. Bis auf Sprakel grenzen alle Stadtteile an den Stadtbezirk Mitte an. 
Der Stadtteil Sprakel verfügt über die größten Flächen, diese sind aber ländl icher Struktur mit 
dem verhältnismäßig kleinen Ort Sprakel. Der Stadtteil Sprakel hat mit 21 Prozent einen über-
durchschnittlichen Anteil an Senioren -Single-Haushalte. 
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 202 3 bis 2026 des Stadt-
bezirkes Nord.  
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Nord von 202 3 – 2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 22.689 22.610 22.801 22.793 
60-69 Jahre 4.025 4.026 4.058 4072 
70-79 Jahre 2.367 2.445 2.612 2737 
80-89 Jahre 1.677 1.646 1.559 1493 
Über 90 Jahre 303 319 338 369 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, 
Anpassungsrechnung 2022 
Es ist mit einem Anstieg der Bevölkerung zwischen 70 -79 Jahren, sowie der über 90 -Jährigen 
zu rechnen. Die Anzahl der Bevölkerung ab 80 Jahren verringert sich überdurchs chnittlich. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019 -2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
  
-15,00
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre
Bevölkerungsentwicklung in % von 2023 bis 2026
Stadtbezirk Nord
Gesamt Nord

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 89 
 
 
Einen Überblick über die bestehende Pflegeinfrastruktur in Stadtbezirk Nord gibt die nachfol-
gende Tabelle. 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster -Nord, Stand: 30.06.2023 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Einrichtung Träger Straße PLZ Stadtteil Plätze 
Haus Wilkinghege Haus Wilkinghege  
Wirbelauer KG 
Wilkinghege 55 48159 Kinder-
haus 
West 
65 
Papst-Johannes-Paul-
Stift 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Culmer Str. 16 48157 Coerde 72 
Gesamt 
    
137 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege 
Papst-Johannes-Paul-
Stift 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Culmer Str. 16 48157 Coerde 7 
 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften 
Wohngemeinschaft 
Böckmannplatz 
Sander Pflege GmbH Böckmannplatz 
2-4 
48155 Sprakel 12 
 
Tagepflegeeinrichtungen 
Tagespflege Papst-Jo-
hannes-Paul-Stift 
Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Culmer Str. 16 48157 Coerde 15 
 
Service-Wohnen 
Betreutes Wohnen 
Böckmannplatz 
Sander Pflege GmbH Böckmannplatz 
1 
48159 Sprakel 34 
Brüningheide /Killingstr. AWO Brüningheide 
75-77 /Killingstr. 
1-7 
48159 Kinder-
haus 
West 
80 
Service-Wohnen Zent-
rum Kinderhaus 
Pflegeteam miteinan-
der GmbH 
Westhoffstr. 
140 
48159 Kinder-
haus 
West 
103 
Gesamt 
    
217 
Quelle: PfAD.wtg

90 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI 
„Miteinander“ Betreu-
ungsgruppe für demen-
ziell erkrankte Men-
schen in Kinderhaus und 
Sprakel 
Katholische Kirchenge-
meinde St. Josef - Kin-
derhaus 
Kristiansandstr. 
70 
48159 Kinderhaus-West 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster -Nord

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 91 
 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Ost 
Der Stadtbezirk Münster -Ost besteht aus den drei Stadtteilen Mauritz -Ost, Gelmer-Dyckburg 
und Handorf. Dieser Stadtbezirk ist sehr ländlich geprägt. Der Stadtteil Mauritz -Ost grenzt an 
den Bezirk Mitte, der Kanal bildet die Grenze. Dieser Stadtteil weist durch die Nähe und di-
rekte Anbindung an Münster -Mitte noch städtische Strukturen auf und die Orientierung der 
Bewohnerinnen und Bewohner richtet sich auch vorwiegend auf die Innenstadt aus. Im Stadt-
teil Gelmer -Dyckburg finden sich die Orte Gelmer, Sudmühle und Mariendorf. Der Stadtteil 
Handorf umfasst neben einem großen Anteil ländlicher Flächen auch den Ort Handor f. Dort 
gibt es mit 27 Prozent zudem überdurchschnittlich viele Senioren -Single-Haushalte. 
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 202 3 bis 2026 des Stadt-
bezirkes Ost.  
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Ost von 202 3 – 2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 16.863 16.743 16.526 16.390 
60-69 Jahre 3.121 3.234 3.289 3378 
70-79 Jahre 1.984 2.003 2.098 2151 
80-89 Jahre 1.516 1.496 1.417 1382 
Über 90 Jahre 288 302 326 337 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
Im Stadtbezirk Ost liegt die prozentuelle Entwicklung der Altersgruppe, bis auf die Gruppe der 
60 bis 69-Jährigen, zum Teil deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019 -2030, Anpassungs-
rechnung 2022  
-15,00
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre
Bevölkerungsentwicklung in % von 2023 bis 2026
Stadtbezirk Ost
Gesamt Ost

92 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Nachfolgend eine Übersicht der Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Ost.  
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster -Ost, Stand: 30.06.2023 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Einrichtung Träger Straße PLZ Stadt-
teil 
Plätze 
Handorfer Hof - Senioren-
zentrum 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
24 
48157 Handorf 78 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege 
Handorfer Hof - Senioren-
zentrum 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
24 
48157 Handorf 8 
 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Wohngemeinschaft  
"Mitten in Mauritz" (1) 
Sander Pflege GmbH Mondstr. 104 48155 Mauritz-
Ost 
10 
Wohngemeinschaft  
"Mitten in Mauritz" (2) 
Sander Pflege GmbH Mondstr. 104 48155 Mauritz-
Ost 
10 
Haus Margareta (1) Alexianer Münster 
GmbH 
Hegerskamp 5 48155 Mauritz-
Ost 
12 
Haus Margareta (2) Alexianer Münster 
GmbH 
Hegerskamp 5 48155 Mauritz-
Ost 
12 
Gesamt 
    
44 
 
Tagespflegeeinrichtungen 
pro.cura Tagespflege  pro.cura Tagespflege 
GmbH 
Wolbecker Str. 
226 
48155 Mauritz-
Ost 
16 
Tagespflege Handorfer 
Hof 
Diakonie Münster –  
Diakoniestation GmbH 
Handorfer Str. 
22 
48157 Handorf 6 
Gesamt 
    
22 
 
Service-Wohnen 
Betreutes Wohnen 
Wersewinkel 1+2 
Diakonie Münster-Sta-
tionäre Senioren-
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
28-30 
48157 Handorf 22 
Handorfer Hof / Service-
wohnen 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
20-24 
48157 Handorf 24 
Seniorenzentrum "Mitten 
in Mauritz" 
Sander Pflege GmbH Mondstr. 104-
106 
48155 Mauritz 
Ost 
20 
Wohnen am Lohausbach pro.cura Service Woh-
nen GmbH 
Wolbecker 
Straße 224 
48155 Mauritz 
Ost 
50 
Gesamt 
    
116

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 93 
 
 
Quelle: PfAD.wtg 
Tabelle: Geplante Einrichtungen, Stand: 30.06.2023 
Tagespflegeeinrichtungen 
Tagespflege "Am Kirsch-
garten" 
Diakonie Münster –  
Diakoniestation GmbH 
Kirschgarten 
28a 
48157 Handorf 13 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster -Ost

94 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Südost 
Der Stadtbezirk Münster-Südost besteht aus den vier Stadtteilen Gremmendorf -West, Grem-
mendorf-Ost, Angelmodde und Wolbeck, wobei einzig Wolbeck als solitärer Stadtteil gesehen 
werden kann. Die anderen drei Stadtteile gehen ineinander über, ausgenommen Alt -Angel-
modde, welcher mit dörflicher Struktur zwischen Gremmendorf/Angelmodde und Wolbeck 
liegt. Im Stadtteil Wolbeck gibt es mit 22 Prozent überdurchschnittlich viele Senioren -Single-
Haushalte. 
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Ja hre 2023 bis 2026 des Stadt-
bezirkes Südost. 
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Südost von 2023  – 2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 24.396 24.540 24.621 24.603 
60-69 Jahre 4.298 4.399 4.536 4607 
70-79 Jahre 2.496 2.546 2.662 2777 
80-89 Jahre 1.781 1.793 1.722 1673 
Über 90 Jahre 308 327 344 369 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, 
Anpassungsrechnung 2022 
Der Anstieg erfolgt hauptsächlich in den  jüngeren bis mittleren Altersgruppen. Die Zahl der 
über 90-Jährigen steigt zudem mit 61 Personen bis 2026 an.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019 -2030, Anpassungs-
rechnung 2022  
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre
Bevölkerungsentwicklung in % von 2023 bis 2026
Stadtbezirk Südost
Gesamt Südost

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 95 
 
 
Einen Überblick  über die bestehende Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Südost gibt die fol-
gende Tabelle. In Angelmodde werden derzeit zwei weitere ambulante Pflege -Wohngemein-
schaften geplant mit insgesamt 16 Plätzen.  
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster -Südost, Stand: 30.06.2023 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Einrichtung Träger Straße PLZ Stadtteil Plätze 
Achatius-Haus  
(inkl. Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heid-
horn GmbH 
Münsterstr. 24 b 48167 Wolbeck 66 
Kardinal-von-Galen-Stift Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Clemens-August-
Platz 8a 
48167 Angel-
modde 
66 
Gesamt 
    
132 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege 
Achatius-Haus (inkl. 
Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heid-
horn GmbH 
Münsterstr. 24 
b/c 
48167 Wolbeck 6 
Kardinal-von-Galen-Stift Caritas-Betriebsfüh-
rungs- und Trägerge-
sellschaft Münster 
mbH 
Clemens-August-
Platz 8a 
48167 Angel-
modde 
6 
Gesamt 
    
12 
 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften 
Haus Elisabeth Alexianer Münster 
GmbH 
Herrenstr. 10 48167 Wolbeck 12 
Selbstverwaltete Senio-
rengemeinschaft Villa 
Kahmann 
Cathamed Pflege-
dienst 
Gremmendorfer 
Weg 44 
48167 Grem-
mendorf-
Ost 
11 
Wohngemeinschaft 
Beim Erdelbach 
Sander Pflege GmbH Schlesienstr. 1-27 48167 Angel-
modde 
8 
Wohngemeinschaft 
Beim Erdelbach 
Sander Pflege GmbH Schlesienstr. 1-27 48167 Angel-
modde 
8 
Gesamt 
    
39 
 
Tagepflegeeinrichtungen 
Achatius-Haus, Tages-
pflege 
Alexianer Haus Heid-
horn GmbH 
Münsterstr. 24 b 48167 Wolbeck 12 
Tagespflege Akticom Tagespflege Akticom 
GmbH 
Twenhövenweg 
18 
48167 Angel-
modde 
14 
Gesamt 
    
26

96 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Service-Wohnen 
Achatius-Haus / Service-
wohnen 
Alexianer Haus Heid-
horn GmbH 
Münsterstr. 24 c-
d 
48167 Wolbeck 35 
Betreutes Wohnen beim 
Erdelbach 
Sander Pflege GmbH Schlesienstr. 1 48167 Angel-
modde 
24 
Servicewohnen Tönne-
Vormann-Weg 
Ambulanter Pflege-
dienst Akticom; 
GmbH 
Tönne-Vormann-
Weg 5 
48167 Wolbeck 16 
Wohnungseigentümer-
gemeinschaft Junker-
Jörg-Platz 17/18 
Diakonie Münster - 
Diakoniestation 
GmbH 
Junker-Jörg-Platz 
17/18 
48167 Angel-
modde 
23 
Gesamt 
    
98 
Quelle: PfAD.wtg 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI 
„Café Wigbold“ ein An-
gebot für Menschen mit 
Demenz in Wolbeck 
Katholische Kirchen-
gemeinde St. Niko-
laus Münster, Alexia-
ner Haus Heidhorn 
GmbH 
Herrenstr. 17 48167 Wolbeck 
Haus der Begegnung St. 
Ida, Gruppe D 
Katholische Kirchen-
gemeinde St. Niko-
laus Münster 
Nachtigallenweg 
25 
48167 Gremmendorf-Ost 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
Tabelle: Geplante Einrichtungen, Stand: 30.06.202 3 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Wohngemeinschaft "Am 
Albersloher Weg" (1) 
Pflegebote GmbH Albersloher Weg 
619b 
48167 Angel-
modde 
8 
Wohngemeinschaft "Am 
Albersloher Weg" (2) 
Pflegebote GmbH Albersloher Weg 
619b 
48167 Angel-
modde 
8 
Gesamt     16 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 97 
 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster -Südost

98 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster -Hiltrup 
Der Stadtbezirk Münster -Hiltrup besteht aus den fünf Stadtteilen Berg Fidel, Hiltrup -Ost, 
Hiltrup-Mitte, Hiltrup-West und Amelsbüren. Der Stadtteil Berg Fidel grenzt an die Innenstadt 
und erfährt durch die durchgehende Bebauung eine direkte Anbindung und auch Orientierung 
der Bewohnerinnen und Bewohner in diese Richtung. Organisatorisch erfolgt diese verwal-
tungsseitig allerdings in  Richtung Hiltrup. Hiltrup selb st ist aufgrund seiner Größe in drei sta-
tistische Bezirke (Stadtteile) eingeteilt. Amelsbüren ist von ländlicher Struktur umgeben. Der 
Anteil der Senioren -Single-Haushalte ist in den Stadtteilen Hiltrup Ost (2 5 Prozent), Hiltrup 
Mitte (20 Prozent) und Amelsbüren (2 3 Prozent) überdurchschnittlich hoch.  
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 202 3 bis 2026 des Stadtbe-
zirkes Hiltrup. Bei der Gruppe der über 90 -Jährigen gibt es einen überdu rchschnittlichen An-
stieg mit rund 130 Personen.  
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Hiltrup von 202 3 – 2026 
Altersgruppe 2023 2024 2025 2026 
0-59 Jahre 26.880 26.715 26.402 26.182 
60-69 Jahre 5.204 5.359 5.405 5454 
70-79 Jahre 3.448 3.500 3.666 3757 
80-89 Jahre 2.756 2.725 2.612 2573 
Über 90 Jahre 514 556 602 644 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, 
Anpassungsrechnung 2022 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2019-2030, Anpassungs-
rechnung 2022 
-10,00
-5,00
0,00
5,00
10,00
15,00
20,00
25,00
30,00
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre
Bevölkerungsentwicklung in % von 2023 bis 2026
Stadtbezirk Hiltrup
Gesamt Hiltrup

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 99 
 
 
Der Stadtbezirk Hiltrup verfügt über eine vielfältige Pflegeinfrastruktur, die sich hauptsächlich 
im Ortsteil Hiltrup befindet. Der Schwerpunkt liegt hier im vollstation ären Pflegebereich. 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster -Hiltrup, Stand: 30.06.2023 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Einrichtung Träger Straße PLZ Stadtteil Plätze 
Altenheim Haus 
Heidhorn 
Alexianer Haus  
Heidhorn GmbH 
Westfalenstr. 490 48165 Amelsbü-
ren 
52 
Altenhilfe-Zentrum 
Haus Franziska 
Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-
Mitte 
60 
Haus Augustinus  Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 9 48163 Amelsbü-
ren 
18 
Haus Simeon Diakonie Münster - Sta-
tionäre Seniorendienste 
GmbH 
Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 146 
Haus Thomas Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 8 48163 Amelsbü-
ren 
54 
Marienheim Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster 
Hiltrup  
An der Alten Kirche 
5 
48165 Hiltrup-
Mitte 
83 
Meyer-Suhrhein-
rich-Haus 
Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Marktallee 42 48165 Hiltrup-
Mitte 
42 
Gesamt 
    
455 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege 
Altenheim Haus 
Heidhorn 
Alexianer Haus  
Heidhorn GmbH 
Westfalenstr. 490 48165 Amelsbü-
ren 
6 
Altenhilfe-Zentrum 
Haus Franziska 
Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-
Mitte 
2 
Haus Simeon Diakonie Münster - Sta-
tionäre Seniorendienste 
GmbH 
Am Berg Fidel 70 48153 Berg-Fidel 8 
Haus Thomas Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 8 48163 Amelsbü-
ren 
4 
Marienheim Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster 
Hiltrup  
An der Alten  
Kirche 5 
48165 Hiltrup-
Mitte 
9 
Meyer-Suhrhein-
rich-Haus 
Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Marktallee 42 48165 Hiltrup-
Mitte 
5 
Gesamt 
    
34

100 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 202 3 - 2026 
 
Solitäre Kurzzeitpflege  
Altenhilfe-Zentrum 
der Missions-
schwestern Kurz-
zeitpflege "Haus 
Maria" 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup-
Mitte 
20 
 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Christopher Haus air vital Kranken- und 
Intensivpflege GmbH 
Westfalenstr. 176 48165 Hiltrup-
Mitte 
17 
Wohngruppe Leo - 
ISB 
Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 9 48163 Amelsbü-
ren 
6 
Gesamt     23 
 
Tagespflegeeinrichtungen 
Tageshaus St. Ma-
rien 
Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Loddenweg 10 48165 Hiltrup-
Ost 
15 
Tagespflege an der 
Kreuz Christi Kirche 
Alexianer Münster 
GmbH 
Leisnerstr. 17 48163 Amelsbü-
ren 
14 
Tagespflege 
Simeon 
Diakonie Münster - Di-
akoniestation GmbH 
Am Berg Fidel 78 48153 Berg-Fidel 16 
Tagespflege St. Cle-
mens 
Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Kortumweg 56 48165 Hiltrup-
Mitte 
15 
Gesamt 
    
60 
 
Service-Wohnen 
Betreutes Wohnen 
am Marienheim 
Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
An der alten Kirche 5 18165 Hiltrup-
Mitte 
3 
Betreutes Wohnen 
Hofmann von Fal-
lerslebens Weg 
Altenhilfe-Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Hofmann von Fallers-
lebens Weg 30-32 
48165 Hiltrup-
Mitte 
25 
Haus Simeon / Ser-
vicewohnen - Bun-
galow 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Am Berg Fidel 70 48153 Berg Fidel 48 
Pankokstr. 14 / Ser-
vicewohnen 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren-
dienste GmbH 
Pankokstr. 14 48153 Berg Fidel 15 
Gesamt 
    
91 
Quelle: PfAD.wtg 
 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI 
Betreuungsgruppe 
Marie 
Meyer-Suhrhein-
rich Stiftung 
Patronatsstr. 3 48165 Hiltrup-Mitte

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 202 3 - 2026 | 101 
 
 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI 
Gemeindecafé für 
Menschen mit De-
menz in Amelsbüren 
Gemeindediakonie 
Hiltrup e. V. 
Hülsebrockstr. 16 48165 Hiltrup-Mitte 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster -Hiltrup

Anlage A

1761 Zeichen

Anlage A zur V/0402/2023 
Kurzüberblick 
Der kommunale Pflegebedarfsplan 2023-2026 gibt einen Überblick über den Bestand der Pfle-
geinfrastruktur in Münster und bewertet den kommenden Bedarf.  
 
Für die vollstationäre Dauerpflege wird ein Bedarf an 101 zusätzlichen Plätzen festgestellt.  
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit dem kommunalen Pflegebedarfsplan 2023-2026 wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess 
verfolgt: 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 
Das Teilziel lautet: 
 Sicherstellung einer dem örtlichen Bedarf entsprechenden pflegerischen Angebotsstruktur 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
X überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
§ 7 Abs. 6 APG NRW; § 11 Abs. 7 APG NRW; § 27 APG DVO 
Beschluss des Rates vom 11.02.2015, Vorlage V/0006/2015 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Sicherstellung der pflegerischen Infrastruktur steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der 
demographischen Entwicklung der Gesellschaft.

Beratungsverlauf (7)

25.10.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.10.2023 Integrationsrat
TOP 5.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.10.2023 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.11.2023 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
23.11.2023 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Hauptausschuss
TOP 23 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Rat
TOP 30 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (143)

  • Hüfferstraße 20
  • Taubenstraße 12
  • Schulstraße 47
  • Westfalenstraße 176
  • Achtermannstraße 11
  • Mondstraße 104
  • Kardinalstraße 26
  • Münzstraße 38
  • Scheibenstraße 117
  • Geringhoffstraße 45
  • Zumbuschstraße 10
  • Wolbecker Straße 140b
  • Augustastraße 34
  • Roxeler Straße 559
  • Coerdestraße 45
  • Rudolf-Diesel-Straße 40
  • Pankokstraße 14
  • Patronatsstraße 2
  • Sprakeler Straße 47
  • Jahnstraße 67
  • Windthorststraße 7
  • Kinderhauser Straße 92
  • Gropiusstraße 7
  • Josefstraße 4
  • Carossastraße 36
  • Hammer Straße 39
  • Wienburgstraße 60
  • Ostmarkstraße 9
  • Clevornstraße 5
  • Loerstraße 23
  • Fliednerstraße 17
  • Alte Dorfstraße 10
  • Kirmstraße 18
  • Dülmener Straße 9
  • Culmer Straße 16
  • Münsterstraße 24b
  • Herrenstraße 10
  • Schlesienstraße 1
  • Marktallee 42
  • Leisnerstraße 17
  • Hülsebrockstraße 16
  • Tibusplatz 6
  • Böckmannplatz 2
  • Albersloher Weg 619b
  • Bohlweg 10
  • Rüschhausweg 149
  • Gustav-Stresemann-Weg 62
  • Hohenzollernring 67
  • Letterhausweg 103
  • Krögerweg 14
  • Rottkamp 49
  • Tönne-Vormann-Weg 5
  • Schöppingenweg 84
  • Daimlerweg 33
  • Drensteinfurtweg 5
  • Eichenweg 11a
  • Knufenkamp 53
  • Kriegerweg 34
  • Enkingweg 40
  • Hansaplatz
  • Pottkamp 25
  • York-Ring 1
  • Südlohnweg 1
  • Hegerskamp 5
  • Alexianerweg 9
  • Loddenweg 10
  • Kortumweg 56
  • An der Alten Ziegelei 30
  • Am Rüschhaus 14a
  • An der Vogelrute 29
  • Am Berler Kamp 146
  • Am Berg Fidel 70
  • Hanses-Ketteler-Straße 2
  • Offenbergstraße 20
  • Warendorfer Straße 183
  • Junker-Jörg-Platz 17
  • Königsberger Straße 131
  • Mecklenbecker Straße 133
  • Weißenburgstraße 22
  • Friedrich-Ebert-Straße 17
  • Mierendorffstraße 26
  • Ludwig-Wolker-Straße 34
  • Alter Fischmarkt 16
  • Andreas-Hofer-Straße 70
  • Sankt-Mauritz-Freiheit 52
  • Scharnhorststraße 4
  • Manfred-von-Richthofen-Straße 45
  • Robert-Koch-Straße 55
  • Prins-Claus-Straße 56
  • Steinfurter Straße
  • Busso-Peus-Straße
  • Schmeddingstraße 115
  • Henny-Uhlmann-Weg
  • Kristiansandstraße 70
  • Handorfer Straße 24
  • Clemens-August-Platz 8a
  • Gremmendorfer Weg 44
  • An der Alten Kirche 5
  • Prinzipalmarkt
  • Hittorfstraße 10
  • Idenbrockplatz 21
  • Sophienstraße 3
  • Zumsandestraße 25
  • Killingstraße 1
  • Sentruper Höhe
  • Melchersstraße 80
  • Haus Angelmodde 2
  • Dechaneistraße 14
  • Krumme Straße 39
  • Meyerbeerstraße 37
  • Westhoffstraße 140
  • Nachtigallenweg 25
  • Wilkinghege 55
  • Kirschgarten 28a
  • Welsingheide 10
  • Gartenbreie 62
  • Coerdestiege 69
  • Brüningheide 75
  • Am Lohausbach
  • Annette-Allee 20
  • Holtmannsweg 41a
  • Sessendrupweg 54
  • Schüttorfweg 19
  • Düesbergweg 143
  • Meckmannweg 74
  • Gartenstiege 6
  • Stratmannweg 23
  • Dingbängerweg 31
  • Twenhövenweg 18
  • Pluggendorf 138
  • Kinderhaus
  • Buldernweg 42
  • Feldstiege 100
  • Steinkuhle 18
  • Wiengarten 32
  • Lühnstiege 2
  • Piusallee 154a
  • Wersewinkel 1
  • Düesberg 123
  • Werse
  • Rikeweg 2
  • Brock 33
  • Neutor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0402/2023
Typ
Vorlagen
Datum
05.10.2023
Erstellt
28.06.2023 17:57