V/0205/2015
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theater Münster für das Wirtschaftsjahr 2013/2014
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Anhang Lagebericht 2013-2014
45706 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Theater Münster
Jahresabschluss
für das
Wirtschaftsjahr 2013/2014
2
Bilanz zum 31.08.2014
A K T I V A 31.08.2014 Vorjahr
=========== € €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 26.871,72 26.387,20
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.795.712,07 5.329.950,80
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 735.701,97 73.638,32
Summe Sachanlagen 5.531.414,04 5.403.589,12
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 485.418,84 366.358,74
2. Sonstige Ausleihungen 11.162,92 20.892,50
Summe Finanzanlagen 496.581,76 387.251,24
Summe Anlagevermögen 6.054.867,52 5.817.227,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 83.741,00 94.736,00
Summe Vorräte 83.741,00 94.736,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderung aus Lieferungen und Leistungen 52.974,84 20.777,00
Forderungen gegen die Stadt Münster
davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.278.259, 16 1.242.894,16
Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 1.457.527,16 9.266,65
2. Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 2.735.786,32 1.252.160,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 785.565,53 761.302,61
Summe Forderungen 3.574.326,69 2.034.240,42
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.383.280,21 1.320.881,26
Gesamtsumme Umlaufvermögen 5.041.347,90 3.449.857,68
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 117.440,50 117.549,11
S U M M E A K T I V A 11.213.655,92 9.384.634,35
=======================
P A S S I V A 31.08.2014 Vorjahr
============= € €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklagen 4.244.893,79 4.244.893,79
III. Gewinnrücklage
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag -252.361,87 -144.322,16
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 47.027,36 -108.039,71
Summe Eigenkapital 4.089.559,28 4.042.531,92
B. Sonderposten für Zuwendungen 58.797,01 75.952,48
C. Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.913.991,00 1.767.576,48
II. Sonstige Rückstellungen 1.310.849,00 1.139.129,00
Summe Rückstellungen 3.224.840,00 2.906.705,48
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 272.996,85 251.789,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 272.996,85 251.789,33
2. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
2.556.055,53
2.556.055,53
1.530.800,85
1.530.800,85
3. Sonstige Verbindlichkeiten
davon Steuerverbindlichkeiten 0,00 728.41
davon Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit 33.498,65 26.173,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 33.498,65 26.173,81
andere sonstige Verbindlichkeiten 682.939,15 401.711,19
Summe sonstige Verbindlichkeiten 716.437,80 428.613,41
Summe Verbindlichkeiten 3.545.490,18 2.211.203,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.545.490,18 2.211.203,59
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 294.969,45 148.240,88
S U M M E P A S S I V A 11.213.655,92 9.384.634,35
=========================
3
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2013 bis 31. August 2014
2013/2014 Vorjahr
€ €
1. Umsatzerlöse 3.292.574,04 2.718.723,17
2. Betriebskostenzuschüsse 19.375.505,69 20.032.140,55
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.048.589,69 1.143.410,02
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -681.178,38 -785.183,63
und bezogene Ware
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.514.396,59 -1.432.787,79
Summe Materialaufwand -2.195.574,97 -2.217.971,42
Rohergebnis 21.521.094,45 21.676.302,32
6. Personalaufwand
a) Löhne, Gehälter und Honorare -13.833.462,40
-13.397.685,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und Unterstützung
davon für Altersversorgung -834.311,07
-808.904,01
für soziale Abgaben und Unterstützung -2.532.009,22 -2.607.453,22
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für -3.366. 320,29 -3.416.357,23
Altersvorsorgung und Unterstützung
Summe Personalaufwand -17.199.782,69
-16.814.043,11
Zwischenergebnis 4.321.311,76 4.862.259,21
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände -694.699,28 -763.642.16
des Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.592.683,38
-4.218.000,82
Zwischenergebnis 33.929,10 -119.383,77
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon von der Stadt Münster
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.106,36
13.017,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -35,22 -441,16
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 45.000,24 -106.807,46
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.004,31 492,75
13: Sonstige Steuern -1.977,19 - 1.725,00
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 47.027,36 -108.039,71
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -252.361,87 -144.322,16
16. Bilanzverlust -205.334,51 -252.361,87
=============================================
4
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2013/14
A. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlust-
rechnung
1. Allgemeine Angaben
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2014 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor-
schriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.) und den Grundsätzen ordnungsmä-
ßiger Buchführung aufgestellt worden.
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münster ist zum Abschlussstichtag
eine mittelgroße Gesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB und gem. Betriebssatzung
der Stadt Münster für das Theater Münster und § 21 Eigenbetriebsverordnung
NRW. Der Jahresabschluss ist aufgestellt nach den V orschriften für eine große Ka-
pitalgesellschaft.
1.3. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurden in der Bilanz und G u. V in Abwei-
chung zum Vorjahr zwei Umgliederungen vorgenommen. Zum einen wurden die
bereits bewilligten aber noch offenen Zuschüsse des Landes NRW und Fördermittel
der Kulturstiftung von der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
die Position sonstige Vermögensgegenstände umgeglie dert. Zum anderen werden
die bislang bei der Position „Aufwendungen für bezogene Leistungen“ ausgewiese-
nen Miet- und Nebenkostenaufwendungen, sowie die Di enstleistungen der Feuer-
wehr in der Position „Sonstige betrieblichen Aufwendungen“ dargestellt. Die Vorjah-
reswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
2.1. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden wie im Vorjahr angewandt.
2.2. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel-
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt (§ 253 Abs.1 und 3 HGB).
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften abnutzbare n beweglichen Wirtschaftsgü-
ter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € (netto) wurden analog zum
Vorjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten dar gestellt und innerhalb von
fünf Jahren abgeschrieben.
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf-
fungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten g emäß § 255 Abs. 1 HGB be-
wertet worden. Das Niederstwertprinzip ist beachtet . Die alle drei Jahre stattfinden-
de Kostümfundus-Inventur ist erfolgt und bewertet worden.
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun-
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre-
chen ihren Nominalbeträgen.
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Theater Müns-
ter sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Rückstellungen wur-
den in Höhe des Betrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei-
lung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Die Passivierung der Rückstellungen für Pen-
sionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW i. V.
m. § 36 Abs. 1 GemHVO NRW.
5
2.6. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem na ch vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Rückstellungen für Alters-
teilzeitverpflichtungen wurden unter Berücksichtigu ng der individuellen Restlaufzei-
ten mit den durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre ab-
gezinst. Es wurde der Barwert der Altersteilzeitverpflichtungen ermittelt.
3. Erläuterungen zur Bilanz
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Im Anlagen-
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten,
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge-
führt.
3.2. Bei den geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau handelt es sich im Wesentli-
chen um Investitionen in die Bestuhlung Großes Haus (295 T€), der Beschallungs-
anlage Großes Haus (369 T€) und in den Umbau des Kostümfundus (26 T€).
3.3. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen und um
Wertpapiere zur Absicherung der Pensionsbezüge. Die Anlage der Wertpapiere er-
folgte bei der Deka Investment Bank.
3.4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenst ände haben in Höhe von 2.296
T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.278 T€ eine Restlauf-
zeit von mehr als einem Jahr.
3.5. Bei den Forderungen gegenüber der Stadt Münste r handelt es sich um eine Forde-
rung aus dem Personalbereich (Lohnsteuer der Beamte n) und Zinseinnahmen aus
Geldanlagen von insgesamt 6 T€. Es fehlen -wie im V J- für die Spielzeiten 11/12,
12/13 und 13/14 weiterhin die Nebenkostenabrechnung und Berechnung der
Dienstleistungen des Amtes für Immobilienmanagement. Die gebildete Rückstellung
für die Nebenkosten und Dienstleistungen weist zum Bilanzstichtag einen Betrag
von 331 T€ für die Nebenkosten und einen Betrag von 30 T€ für die Dienstleistun-
gen aus.
3.6. Durch die Änderung des Mietverhältnisses bezüglich des Theatergebäudes mit dem
Immobilienmanagement ab dem 1.1.2014 gibt es einen Rückforderungsanspruch
aus Mietrückzahlungen in Höhe von 1.063 T€ gegenübe r dem Amt für Immobilien-
management. In der gleichen Höhe ist die Rückzahlun g des Zuschusses an die
Stadt fällig. Die Summe steht unter Verbindlichkeiten an die Stadt Münster.
Eine Nachzahlung für die anfallenden Tarifsteigerun gen ab 01.03.2014 von der
Stadt Münster ist noch nicht überwiesen worden. Die entsprechende Forderung an
die Stadt Münster beläuft sich auf 378 T€.
3.7. Das gezeichnete Kapital beträgt 50 T€. Es ist voll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie-
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde wertmäßig höheres Vermö-
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.245 T€.
3.8. Den Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) steht wie in den Vor-
jahren eine Forderung an die Stadt Münster gegenübe r. In der Spielzeit 13/14 hat
das Theater Münster eine bislang im Stellenplan der Stadt Münster geführte Beam-
tin übernommen. Die aufgelaufenen Werte für die Pen sions- und Beihilfeverpflich-
tungen sind an das Theater übertragen worden. Entsp rechend erhöhte sich damit
auch die Forderung an die Stadt Münster in Höhe von 36 T€.
6
3.9. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2013/2014 wie folgt entwickelt
Stand
01.09.2013
Inanspruch-
nahme /
Auflösung
Zuführung Stand
31.08.2014
T€ T€ T€ T€
Pensionsrückstellungen
Pension Aktive Beamte 1.460 0 138 1.598
Beihilfe 307 0 9 316
Gesamt Pensionsrückstellungen 1.767 0 147 1.914
Sonstige Rückstellungen
Mehrarbeit und ausstehender Urlaub 173 173 213 213
Anteilige Sonderzahlungen
261
261
267
267
Abfindungen 0 0 0 0
Leistungsabhängige Vergütung 139 139 145 145
Altersteilzeit 250 82 0 168
Unterlassene Instandhaltung 0 0 0 0
Archivierungskosten 47 5 5 47
Ausstehende Rechnungen 21 21 33 33
Beratungs- und Prüfungskosten 18 18 18 18
Prozesskosten und Strittiges Honorar 0 0 52 52
Nebenkostenabrechnung
209 0 122 331
Sonstige Rückstellungen 21 5 20 36
Gesamt sonstige Rückstellungen
ngen
1.139 700 871 1.310
Gesamt Rückstellungen 2.907 700 1.018 3.224
3.10. Die Verbindlichkeiten für die Erneuerung der Besucherstühle aus dem Sanie-
rungseuro erhöhten sich um 274 T€ auf 462 T€. Durch den früheren Geldeingang
aus ABO-Rechnungen und des frühere Kartenvorverkauf ab Juni 14 für die Spiel-
zeit 2014/15 gab es ein Veränderung gegenüber dem VJ in Höhe von 162 T€.
3.11. Im Orchesterbereich sind für ein noch nicht a bgeschlossenes Verfahren Prozess-
kosten in Höhe von 10 T€, sowie für eine mögliche N achzahlung von Gehaltsan-
sprüchen 43 T€ berücksichtigt worden.
3.12. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr und wurden mit den Einzelpositionen gesondert ausgewiesen.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB
in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gliederung wurde um die Po-
sition Betriebskostenzuschüsse erweitert.
4.2. Im Bereich der Personalkosten ist durch die ta rifvertraglichen Abschlüsse eine
Mehrbelastung von 386 T€ entstanden. Diese ist durc h die Erhöhung des Zuschus-
ses weitestgehend gedeckt.
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4.3. Umsatzerlöse und Statistik:
Umsatzerlöse T€
Einnahmen aus Vorstellungen 2.741
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 432
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 85
Sonstige Umsatzerlöse 34
3.293
Besucherzahlen
2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014
Theater 158.876 142.572 150.082 156.752
Konzert 36.964 39.603 36.142 37.567
Besucher insgesamt 195.840 182.175 186.224 194.319
Anzahl der Vorstellungen 630 541 672 662
Besucher je Vorstellung 311 337 277 294
Aufführungen Platzaus-
Stücke insgesamt Besucher nutzung
Theater
Premieren
Musiktheater 6 74 43.762 68,41%
Schauspiel 13 146 41.350 69,09%
Tanztheater 7 53 11.967 67,28%
Junges Theater 10 103 28.626 77,19%
Gesamt 36 376 125.705 70,35%
Wiederaufnahmen
Schauspiel 4 21 1.091 85,10%
Junges Theater 4 13 1.522 77,30%
Gesamt 8 34 2.613 80,38%
Sonderveranstaltungen 16 88 6.449 67,22%
fremde Gastspiele 21 63 21.985 70,65%
Gesamt Theaterbereich 81 561 156.752 70,40%
Konzert
Sinfoniekonzerte 10 29 19.915 77,17%
Kinderkonzerte 5 25 6.289 83,67%
Rathauskonzerte 6 6 669 46,46%
Erbdrostenhofkonzerte 5 5 933 99,26%
Auf die Ohren! 3 3 737 57,71%
Gesamt 29 68 28.543 77,18%
Sonderveranstaltungen 6 18 5.486 69,62%
fremde Gastkonzerte 5 15 3.538 67,33%
Gesamt Konzertbereich
40 101 37.567 74,96%
Gesamt Theater Münster 121 662 194.319 71,24%
8
Aufführungszahlen nach Spielstätten
2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014
Veränderung
zum Vorjahr
Theater
Grosses Haus 182 173 191 167 -24
Kleines Haus 177 164 188 162 -26
Fremde Spielstätten 124 64 173 169 -4
Fremde Gastspiele 61 40 33 63 30
Gesamt 544 441 585 561 -24
Konzert
Grosses Haus 31 35 32 35 3
Kleines Haus 28 32 32 25 -7
Fremde Spielstätten 19 21 15 26 11
Fremde Gastkonzerte 8 12 8 15 7
Gesamt 86 100 87 101 14
Gesamt Theater Münster 630 541 672 662 -10
Abonnementsentwicklung
Veränderung Stand
2011/2012 2012/2013 2013/2014 Gegenüber 2014/2015
Vorjahr 02.02.2015
Theater
Großes Haus
Premieren-Abo 212 218 226 8 251
Dienstag A 183 181 156 -25 165
Dienstag B 459 473 505 32 530
Mittwoch 206 203 203 0 205
Donnerstag 146 145 139 -6 132
Freitag A 145 146 145 -1 130
Freitag C 232 215 196 -19 193
Samstag A 202 195 181 -14 178
Kleines Schauspiel-Abo 356 328 312 -16 322
Großes Schauspiel-Abo 0 16 27 11 59
Kennenlern-Abo 402 389 437 48 471
Geschenk-Abo 435 472 458 -14 376
So.-Nachmittag 205 197 180 -17 158
Misch-Abo 0 39 99 60 176
Kleines Haus
Premieren- Abo 79 77 76 -1 80
Schauspiel-Abo 0 10 20 10 27
Mittwoch 91 80 64 -16 64
Freitag 111 100 111 11 126
Kennenlern-Abo 80 80 88 8 76
Geschenk-Abo 109 83 71 -12 66
Samstag 54 53 58 5 67
Gesamt Theater 3.707 3.700 3.752 52 3.852
9
Konzert
Sinfoniekonzerte
Abo A 383 360 333 -27 332
Abo B 394 375 361 -14 347
Abo C 417 581 589 8 565
Abo K 77 99 94 -5 26
Rathauskonzerte 22 19 20 1 97
Erbdrostenhofkonzerte 104 96 106 10 81
Gesamt Konzerte 1.397 1.530 1.503 -27 1.448
Gesamt Theater Münster 5.104 5.230 5.255 25 5.300
Entwicklung der Besucherorganisationen
Veränderung Stand
2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 Gegenüber 2014/2015
Vorjahr 17.02.2014
Theaterring Volksbühne 710 687 636 589 -47 594
Christl. Theatergemeinde 740 716 653 682 29 609
ver.di 658 657 412 414 2 380
Theaterjugendring 1.783 2064 1335 1566 231 1.754
Gesamt 3.891 4.124 3.036 3.251 215 3.337
4.4. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:
T€
Stadt Münster 18.315
Land NRW 1.060
19.375
4.5. Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen i m Wesentlichen aus einem AFA-
Zuschuss der Stadt Münster i.H.v. 649 T€ und Erlöse n aus Sponsoring i.H.v. 227
T€.
4.6. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen s ind inbs. die Positionen Beiträge,
Gebühren und Versicherungen i.H.v. 219 T€, Werbung und Druckkosten i.H.v. 365
T€, Unterhaltung der technischen Ausstattung i.H.v. 199 T€, Dienstleistungen durch
die Stadt Münster einschließlich IT-Struktur i.H.v. 967 T€, Verlust aus Abgang von
Vermögensgegenständen i.H.v. 210 T€, sowie Gebäudem iete und Nebenkosten
i.H.v. 1.602 T€ zu nennen.
B. Sonstige Angaben
1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB werden
auf Grund von Unwesentlichkeit nicht angegeben. Haf tungsverhältnisse gemäß
§ 251 HGB bestehen nicht.
10
2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Gesch äftsjahr 2013/2014 betrug:
Angestellte 309,5
Beamte 6,5
316,0
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb des The-
aters Münster:
Verwaltung 11,5
Kasse 5,5
Hausdienste 20,0
Bühnentechnischer Dienst 80,5
Werkstätten 29,0
Schauspieler 19,0
Sänger 10,0
Chor 26,0
Orchester 67,0
Tanz 15,0
Künstlerisches Funktionspersonal 32,5
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be-
stimmt:
Beamtenrecht
Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD)
Normalvertrag Bühne (NV Bühne)
Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) .
Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf-
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd.
3.000 Abrechnungsfälle angefallen.
3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdire ktorin Rita Feldmann und Generalin-
tendant Dr. Ulrich Peters. Die Vergütung erfolgt be i der Verwaltungsdirektorin nach
Besoldungsgruppe A16 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag.
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB sind für die Mitglieder der
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 78.847,79 €
und für den Generalintendanten i.H.v. 156.349,83 € inkl. Sonderhonorare angefal-
len.
4. Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde nach Beschluss des Kulturschusses
am 03.09.2014 und erteilter Zustimmung der Gemeinde prüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen (GPA) vom 19.05.2013 die Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft HLB Dr.
Schumacher & Partner GmbH beauftragt. Im Wirtschaft sjahr 2013/2014 wurden
Aufwendungen für die Beratungs- und Prüfungskosten der Jahresabschlussprüfung
2013/2014 in Höhe von 19.635 € erfasst.
5. Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bilanzstic htag wie folgt zusammen:
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU), Dipl.-Chemiker
Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt (CDU), Dipl.-Soziologe
Ratsfrau Helga Welker (CDU), Bürovorsteherin
Ratsherr Jürgen Ohm (CDU), Selbst. Galerist
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun (CDU), Dipl.-Volkswirtin
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Berthold Socha (CDU), Pensionär
Alfred Holtmann (CDU), Prokurist
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Lehrerin i.R.
Ratsherr Philipp Gabriel (SPD), Jurist
Ratsherr Robert von Olberg (SPD), Student
Renate Weidenfeller (SPD), Lehrerin i.R.
Dr. Michael Werner (SPD), Historiker
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), wissenschaftl. Mitarbeiter
Dr. Ludwig Schipmann (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Angestellter/Dozent
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Soziologe
Ratsfrau Anne Maria Naegels (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Referendarin
Ratsherr Heinrich Götting (FDP), Kaufmann
Christoph Jauch (FDP), Kaufmann
Bodo Treichel (DIE LINKE)
6. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit vom Theater
Münster keine Bezüge.
7. Der Jahresüberschuss 2013/2014 in Höhe von 47.02 7,36 € soll nach dem Ergebnis-
verwendungsvorschlag der Betriebsleitung auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Münster, 16. Januar 2015
Rita Feldmann
Verwaltungsdirektorin
Städtische Bühnen Münster
Entwicklung des Anlagevermögens 2014
Bezeichnung Anschaffungs-/ Anschaffung-/ Buchwerte Buchwerte
Herstellungs- Herstellungs- Abschreibung Abschreibung Abschreibung Abschreibung
kosten Brutto Brutto Brutto Umbuchung kosten Brutto kummuliert
01.09.2013 Zugänge Abgänge 31.08.2014 01.09.2013 Zugänge Abgänge 31.08.2014 31.08.2014 31.08.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.581,83 15.392,06 0,00 0,00 72.973,89 -31.194,63 -14.907,54 0,00 -46.102,17 26.871,72 26.387,20
II. Sachanlagen
1.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.474.310,35 320.484,30 -631.103,55 35.557,04 8.199.248,14 -3.144.359,55 -679.791,74 420.615,22 -3.403.536,07 4.795.712,07 5.329.950,80
2.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.638,32 700.408,88 -2.788,19 -35.557,04 735.701,97 0,00 0,00 0,00 0,00 735.701,97 73.638,32
Summe Sachanlagen 8.547.948,67 1.020.893,18 -633.891,74 0,00 8.934.950,11 -3.144.359,55 -679.791,74 420.615,22 -3.403.536,07 5.531.414,04 5.403.589,12
III. Finanzanlagen
1.Wertpapiere 366.358,74 119.060,10 0,00 0,00 485.418,84 0,00 0,00 0,00 0,00 485.418,84 366.358,74
2.Ausleihungen 20.892,50 12.680,00 -22.409,58 0,00 11.162,92 0,00 0,00 0,00 0,00 11.162,92 20.892,50
Summe Finanzanlagen 387.251,24 131.740,10 -22.409,58 0,00 496.581,76 0,00 0,00 0,00 0,00 496.581,76 387.251,24
Summe Anlagevermögen 8.992.781,74 1.168.025,34 -656.301,32 0,00 9.504.505,76 -3.175.554,18 -694.699,28 420.615,22 -3.449.638,24 6.054.867,52 5.817.227,56
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Lagebericht zum 31. August 2014
1. Geschäftsgrundlagen
Das Theater Münster ist seit dem 01.09.2008 eine ei genbetriebsähnliche Einrichtung der
Stadt Münster entsprechend den Vorschriften der Gem eindeordnung für das Land Nord-
rhein-Westfalen. Sie wird gemäß der Eigenbetriebsve rordnung sowie nach den Bestimmun-
gen der Betriebssatzung für das Theater Münster gef ührt (Hinweis: Die Städtischen Bühnen
Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 umbenannt in „Theater Münster“, s. Vorlage
V/0086/2012).
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand einschließlich etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb des Theater Münster. Das Sinfo-
nieorchester Münster ist Bestandteil des Betriebes. Die Einrichtung kann zur Erfüllung des
Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen erstellen, als auch die Bestrebungen und Aktivitä-
ten Dritter unterstützen. Der Betriebszweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielset-
zung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbar ungen sowie unter Beachtung einer wirt-
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen
.
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver-
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der Einrichtung oder bei Wegfall ihres
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen-
den.
Die Gemeinnützigkeit der eigenbetriebsähnlichen Ein richtung Theater Münster wurde im
Rahmen der Konzernbetriebsprüfung der Stadt Münster aberkannt. Dies ist jedoch, da die
Stadt Münster als juristische Person des öffentlich en Rechts Spenden für kulturelle Zwecke
entgegen nehmen darf und hierfür Zuwendungsbeschein igungen ausstellen kann, unschäd-
lich.
Das Theater Münster umfasst folgende Sparten:
• Musiktheater
• Sprechtheater
• Tanztheater
• Junges Theater
• Konzerte
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Dr. Ulrich Peters
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann.
2. Geschäftsverlauf / Spielzeitenüberblick
Das Wirtschaftsjahr 2013/2014 war in finanzieller H insicht durch einen positiven Geschäfts-
verlauf gekennzeichnet. Der vorliegende Jahresabschluss weist einen Jahresüberschuss von
47 T€ aus. Gründe für diese erfolgreiche Entwicklun g sind zum einen in dem gestiegenen
Besucheraufkommen im Zusammenhang mit der Eintritts preiserhöhung und zum anderen in
der konsequenten Umsetzung der beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen zu sehen.
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Die wirtschaftliche Situation des Theater Münsters stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt als stabil
dar.
Die Besucherzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,34 % erhöht. Insgesamt besuch-
ten 194.319 Theater- und Konzertinteressierte die V orstellungen des Theater Münster. Dies
ist eine Steigerung von 8.095 Besuchern gegenüber der Spielzeit 2012/2013.
Im Verlauf der Spielzeit wurden im Musiktheater, Schauspiel, Junges Theater und Tanzthe-
ater 36 Premieren und 8 Wiederaufnahmen gezeigt. Im Konzertspielplan des Sinfonieorches-
ters standen neben 10 Sinfoniekonzerten zahlreiche weitere Auftritte in den einzelnen Kon-
zertreihen. Das Programm des Theater Münster wurde ergänzt durch die Produktion der
Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Gastspiele und –k onzerte, Lesungen, Vorträge und
Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführungen hat sich mit 648 im Vergleich zur vorherigen
Spielzeit um 24 Vorstellungen unwesentlich verringert.
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und Konzertbereich ist ein konstantes
Besucherverhalten zu beobachten. Es wurden 5.255 Ab onnements abgeschlossen. Damit
erhöhte sich die Anzahl der Abonnements um 25. In der aktuellen Spielzeit 2014/2015 bestä-
tigt sich dieser Trend mit dem Abschluss von 45 neuen Abonnements.
Bei den Besucherorganisationen ist ebenfalls eine S teigerung um 215 Abonnements zu ver-
zeichnen.
Das Theater Münster nutzt für die Veranstaltungen n eben den eigenen Spielstätten, Großes
und Kleines Haus, U2 und Theatertreff, auch externe Aufführungsorte.
Musiktheater
Nach dem Dauererfolg von Mozarts ZAUBERFLÖTE setzte das Musiktheater mit einer In-
szenierung von Hector Berlioz’ Oper BENVENUTO CELLINI einen erneuten Höhepunkt im
Opernleben der Stadt. In der Inszenierung von Aron Stiehl geriet die turbulente Lebens- und
Liebesgeschichte um den Ausnahmekünstler der Renais sance zu einem hinreißenden Bil-
derbogen des italienischen dolce vita zwischen kunterbunter Wohnküche und Taverne . Eher
düstere Töne schlug dagegen das Musical THE BLACK R IDER von Tom Waits an, das –
kongenial vom Schauspielensemble unter Leitung von Frank Behnke umgesetzt – Carl Maria
von Webers Oper „Der Freischütz“ als moderne, schwarze Ballade über den verhängnisvol-
len Teufelskreis aus Versagensangst, Erfolg und Hab gier ironisch aufbrach. Freunde der
Operette kamen bei den PIRATEN VON PENCANZE des englischen Erfolgsduos Gilbert und
Sullivan auf ihre Kosten – eine mitreißende Satire auf die bürgerliche Welt, in der es nur
vermeintlich ehrbarer zugeht als bei den Piraten. E ine musikalische Rarität bot Generalin-
tendant Dr. Ulrich Peters mit der Inszenierung von Igor Strawinskys Oper THE RAKE’S
PROGRESS nach der Bilderfolge „Die Laufbahn eines W üstlings“ von William Hogarth: In
einer eindringlichen Szenenfolge vollzog sich der N iedergang des leichtfertigen Tom Rake-
well, der sich dem Teufel verschreibt und im Irrenhaus sein trauriges Leben beschließt.
Schauspiel
Mit Ibsens VOLKSFEIND erhitzte eine Politsatire von beklemmender Aktualität die Gemüter:
Ein aufgedeckter Umweltskandal, ein gefeierter Rett er, der verunglimpft und als blindwütiger
Fanatiker denunziert wird, eine Brandrede im Kampf um die Wahrheit – das waren die zent-
ralen Momente einer packenden Inszenierung, mit der das Schauspiel wieder einmal seine
vielfach gelobte Qualität bewies. Mit den BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT
wurde eine Bühnenadaption des R.W. Fassbinder-Films um die Obsession einer alternden
Modeschöpferin für ein junges, ehrgeiziges Model szenisch umgesetzt. Eine ge- und zerstör-
te Idylle präsentierte Alan Ayckbourns Komödie BÜRG ERWEHR, in der sich amoklaufende
Gutmenschen und Moralapostel zur Verteidigung ihres Spießerglücks aufrüsten. In eine blut-
rünstige Antike entführte dagegen Franz Grillparzers Dramenzyklus DAS GOLDENE VLIES,
15
eine Trilogie um das Schicksal des Liebespaars Jas on und Medea, das sich in der Begeg-
nung zweier Kulturen zum Weltendrama weitet. Ein un gestümer, rebellischer Jugendlicher
steht im Mittelpunkt von Shakespeares HAMLET, der i n den Strudel eines politischen Um-
bruchs am dänischen Königshof gerät und – aufbegehr end gegen Verlogenheit, Intrige und
Machtbesessenheit – eine ganze Welt mit sich in den Abgrund reißt. EIN MANN, ZWEI
CHEFS strapazierte Ende des Jahres die Lachmuskeln : Richard Beans schrille Adaption
von Goldonis DIENER ZWEIER HERREN verlegte die turb ulente Flucht, Trennung und Wie-
dervereinigung des Ganoven-Liebespaars Rachel und S tanley in das Ganovenmilieu von
Brighton der 60er Jahren und würzte die Handlung mi t eigens komponierter Skiffle-Musik.
Im U2 überzeugten unter dem Titel I CAN’T IMAGINE T OMORROW drei Einakter von Ten-
nessee Williams, das Rechercheprojekt TRANS*. EINE IDENTITÄTSERWEITERUNG, in
dem transidente Menschen ihre Lebensgeschichten in einer losen Szenenfolge präsentierten
und der mitreißende Fußballliederabend WESTFÄLISCHER FRIEDE.
Junges Theater
ALICE nach dem Kinderbuchklassiker von Lewis Caroll entführte die kleinen und großen
Zuschauer des Familienstücks in ein fabelhaftes und verrücktes Wunderland, in dem eine
sprechende Wimper, ein verschrobener Hutmacher und eine reimende Katze alle Gesetz-
mäßigkeiten durcheinander wirbeln und die ach so or dentlich, logisch aufgestellte Welt kom-
plett auf den Kopf stellen. Da fehlt nur noch ein W olf, dem die Macht der Musik seinen
Schrecken nimmt: In der Kinderoper PETER UND DER WO LF, einer Auftragskomposition
frei nach dem sinfonischen Märchen von Serge Prokof jew, konnte man dem furchteinflößen-
den Waldbewohner begegnen – in einem musikalischen Spiel um Angst und Abenteuer und
die schöne Gewissheit, dass echte Freundschaft alle n Gefahren trotzt. Annette von Droste-
Hülshoffs Novelle DIE JUDENBUCHE wurde vom Jungen Theater dramatisch bearbeitet und
in einem abstrahierenden Bühnenraum in stark sugges tiven Bildern umgesetzt: Die Lebens-
und Leidensgeschichte des Friedrch Mergel geriet in der Reduktion auf zentrale Textpassa-
gen – ganz gemäß der Intention von Westfalens bedeu tendster Dichterin – zu einem „Sitten-
gemälde“ einer Gesellschaft, der jegliches Rechtsempfinden abhandengekommen ist. Abso-
lutes Highlight im Jugendtheater war das Musical FO OTLOOSE, mit dem das TheaterJu-
gendOrchester und mehr als 50 (!) jugendliche Darst eller das stets ausverkaufte Haus zu
Begeisterungsstürmen hinrissen. In Kooperation mit dem Kunstmuseum Pablo Picasso wur-
de erstmalig ein Theater für die Allerkleinsten ang eboten: Unter dem Motto „oOPiCAsSOo“
begaben sich zwei Spieler in die unendliche Welt der Farben und machten für Kleinkinder die
sinnliche Seite des Malens erfahrbar.
Tanztheater
In dem Tanztheater nach Kafkas Roman DAS SCHLOSS ve rlor sich der Protagonist – der
Landvermesser K. – in turmhoch gestapelten Akten und Papieren, die sich in ihrer labyrinthi-
schen Unübersichtlichkeit als Sinnbild einer unmens chlichen Bürokratie entlarvten. Im
SCHWARZEN GARTEN entdeckte das Ensemble die Blumen des Bösen und setzte Werke
des Symbolismus und Surrealismus in einer tänzerisc hen Collage um, in der sich die verstö-
rende Ästhetik der Bilder von Johann Heinrich Füssl i, Francisco de Goya und Alfred Kubin
alptraumhaft widerspiegelte. Mit Felix Landerer setzte ein Gastchoreograph neue Akzente im
Tanztheater: Landerers CONCIERGE entführte in die Lobby eines Hotels. Nach dem großen
Erfolg der Benefiz-Tanzgala zugunsten der Aids-Hilf e Münster veranstaltet in der vergange-
nen Spielzeit, hat Hans-Henning Paar, der künstleri sche Leiter des TanzTheaterMünster
wieder zu einem Tanzfest mit internationalen Gästen eingeladen.
Theater Extra
Unter dem Titel „Menschheitsdämmerung. Der Erste Weltkrieg und die Künste“ widmete sich
die Reihe „Gelehrte im Theater“ in 25 Vorträgen und einer mehrwöchigen Filmreihe der „Ur-
katastrophe des 20. Jahrhunderts“ im Spiegel der Kü nste. Die „Theatergespräche“ standen
im Zeichen der Dichterjubiläen von Georg Büchner und Frank Wedekind.
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Sinfonieorchester Münster
Mit rund 80 Konzerten für Menschen jeden Alters hat sich das Sinfonieorchester Münster
2014 erneut als eine der vitalsten und produktivste n musikalischen Institutionen unserer
Stadt erwiesen. In großer Dichte konzertierten Solisten von Weltrang – darunter die Klarinet-
tistin Sabine Meyer und der Violinist Frank Peter Z immermann – im Rahmen der Sinfonie-
konzerte. Das Festival MUSICA SACRA setzte zum zwei ten Mal über die Ostertage musika-
lische Glanzpunkte in verschiedenen Kirchen der Stadt.
Mit populären Konzerten im Herzen der Stadt erreich te das Sinfonieorchester Münster ein
besonders großes Publikum. Mögliche Berührungsängst e wurden abgebaut und Menschen
so auch für die sonstigen Konzerte des Sinfonieorch esters interessiert. Beim traditionellen
Neujahrskonzert waren Götz Alsmann und dessen Band für ein munteres Crossover-
Programm zu Gast. Im Cineplex-Kino präsentierte das Sinfonieorchester Münster den
Stummfilmklassiker „Das Cabinet des Doktor Caligari“ mit Live-Begleitung. Ein großer Publi-
kumserfolg gelang schließlich mit einem Open-Air-Ko nzet im Rahmen der vor jährlich an-
wachsendem Publikum spielenden Aaseerenaden kurz vo r der Sommerpause: Zeitgleich zu
Georg Friedrich Händels berühmter „Music for the Ro yal Fireworks“ lockte ein Feuerwerk
Tausende von Menschen zu einem unvergesslichen somm erlichen Konzertabend an den
Aasee.
Neben dem umfänglichen Konzertprogramm wirkte das S infonieorchester Münster bei sämt-
lichen Aufführungen des Musiktheaters mit und konnt e dabei seine Kompetenz in den unter-
schiedlichsten musikalischen Epochen und Genres unter Beweis stellen. Zum ersten Mal seit
mehr als sieben Jahren begleitete es wieder ein großes Musical.
3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2014 auf 11.214 T€.
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 6.055 T€ und ein Umlaufvermögen, ein-
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 5.158 T€ geführt. Zum Anlagevermögen
gehören vorwiegend als Sachanlagen geführte betrieb sspezifische Anlagegüter, die mit
Gründung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung The ater Münster übertragen wurden. Das
Umlaufvermögen besteht vorwiegend aus Forderungen g egenüber der Stadt Münster aus
Pensionen und Transferleistungen von der Stadtsparkasse an die Stadt Münster.
Die Passiva weist ein Eigenkapital i.H.v. 4.090 T€ auf. Die Eigenkapitalquote beträgt damit
36,47 %. Ein weiterer größerer Posten der Passiva sind Rückstellungen mit einer Gesamt-
höhe von 3.225 T €.
4. Finanzlage
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah-
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2013/2014 jederzeit gesichert gewesen.
Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 sind neben den übliche n Instandhaltungs- und Wartungsarbei-
ten folgende größere Investitionen in das Anlagevermögen zu erwähnen:
• Investition in die Bestuhlung im Großen Haus
• Investition in die Beschallungsanlage im Großen Haus
• Umbau Kostümfundus
In den darauf folgenden Jahren sind neben investive n Ersatzbeschaffungen insbesondere
Investitionen in die Bühnentechnik geplant. Weitere Maßnahmen werden entsprechend einer
Prioritätenliste kurzfristig geplant und umgesetzt. Diese Maßnahmen werden jeweils aus ei-
genen Mitteln finanziert.
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Mit der Erneuerung der Bestuhlung im Großen Haus un d dem im Laufe der Spielzeit
2014/2015 geplanten Austausch der Sitze im Kleinen Haus, ist die Zweckbindung des seit
2011/2012 erhobenen Sanierungseuros "Erneuerung der Bestuhlung" beendet. Im Theater
Münster sind in den kommenden Jahren umfangreiche S anierungsmaßnahmen in der Büh-
nenausstattung erforderlich; neben Maßnahmen aus be triebs- und sicherheitstechnischer
Sicht, die über den Vermögensplan bzw. als Sondermaßnahme finanziert werden müssen.
Mit der Vorlage zum Wirtschaftsplan 2015/2016, V/00 19/2015 wird vorgeschlagen, den Sa-
nierungseuro ab der Spielzeit 2015/2016 für allgeme ine Sanierungsmaßnahmen im Theater
Münster fortzuführen. Mit dieser Umwandlung könnte die Finanzierung von Sanierungs-
maßnahmen vorrangig in der Bühnenausstattung wie z.B. Drehscheibe Bühne Großes Haus,
Konzertzimmer Großes Haus in den folgenden Jahren angegangen werden.
Durch die genannten Maßnahmen wird auch für die Zukunft sichergestellt, dass sich die Auf-
führungen Theater Münster adäquat darstellen lassen und die Sicherheit in allen Bereichen
gewährleistet ist.
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münst er ist nicht Eigentümerin der vom Amt
für Immobilienmanagement überlassenen Gebäude. Die direkt an den Gebäuden anstehen-
den Investitionen und Instandsetzungen werden von d er Eigentümerin Stadt Münster in en-
ger Abstimmung mit dem Theater Münster vorgenommen.
5. Ertragslage
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver-
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend der festgelegten, gültigen Beschlüsse
und Bewilligungsbescheide um 657 T€ gesunken. Diese Kürzung erklärt sich durch die Än-
derung des zwischen der eigenbetriebsähnlichen Einr ichtung „Theater Münster“ und der
Stadt Münster abgeschlossenen Managementkontraktes aufgrund der steuerlichen Betriebs-
prüfung durch das Finanzamt (s. Vorlage V/0435/2014 ). Parallel zu dieser Reduzierung auf
der Ertragsseite, entfallen in gleicher Höhe die Aufwendungen für die Nettokaltmieten an das
Amt für Immobilienmanagement.
Die Finanzierung der dritten Stufe der Tarifrunde 2 012 (bis 28.02.2013) in der Spielzeit
2013/2014 i.H.v. 563 T€ musste das Theater Münster aus dem aktuellen unveränderten Zu-
schuss finanzieren. Zusätzlich dazu ist ein weitere r Konsolidierungsbeitrag i.H.v. 137 T€ im
Rahmen des Handlungsprogramms 2012 bis 2017 durch das Theater Münster zu erbringen.
Mit der Vorlage V0702/2012/1.Ergänzung hat der Rat der Stadt Münster das Handlungspro-
gramm 2012 bis 2017 beschlossen, welches für das Th eater Münster folgende Einzelmaß-
nahme festgelegt hat:
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017 einen
Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/ 17 eine Gesamthöhe von 700 T€ in der
Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusamm en aus zurzeit noch nicht finanzierten
Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/14 in Höhe von 563 T€ sowie einem zusätzlichen Kon-
solidierungsbeitrag in Höhe von 137 T€. Dazu sind E rtragssteigerungen sowie Aufwandsre-
duzierungen bis zur geforderten Höhe stufenweise um zusetzen. Die Verwaltung wird beauf-
tragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.“
Die Umsetzung dieses Konsolidierungsbeitrages durch das Theater Münster (Vorlage
V/0165/2013/1) ist in der Spielzeit 2013/2014 konsequent durchgeführt worden und hat somit
zum positiven Jahresergebnis beigetragen.
Für die Erhöhungen der Tarifrunde 2014 ab dem 01.03 .2014 und alle weiteren Tarifsteige-
rungen im öffentlichen Dienst während der Laufzeit des gültigen Managementkontrakts, inkl.
6. Finanzformel, Spielzeiten 2014/2015 bis 2017/2018, hat der Rat der Stadt Münster mit der
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Vorlage V/0240/2013/1 eine entsprechende Erhöhung d es Zuschusses an das Theater
Münster durch die Stadt Münster beschlossen. Auf de r Basis dieser Finanzierungregelung,
war der Etat für die Personalbewirtschaftung in der Spielzeit 2013/2014 insgesamt ausrei-
chend. Innerhalb des Personaletats haben sich die ü blichen vom Spielplan abhängigen Ver-
schiebungen ergeben. Nach wie vor bilden die Zuschüsse von Stadt und Land eine verlässli-
che Größe im Finanzierungskonzept des Theater Münster.
Die in vielen Bereichen gestiegenen Kosten konnten im Rahmen der dezentralen Etatverwal-
tung innerhalb des Theater Münster durch Einsparung en in anderen Positionen z. T. kom-
pensiert werden.
6. Nachtragsbericht
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres
2013/2014 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage haben.
7. Risiko- und Prognosebericht
Die aktuelle 6. Finanzformel (Vorlage/0240/2013/1), die bis zum Ende der Spielzeit
2017/2018 gültig ist, garantiert eine entsprechende Erhöhung des Zuschusses an das Thea-
ter Münster durch die Stadt Münster für die nachfol genden Tarifsteigerungen im öffentlichen
Dienst. Dem Theater Münster wird mit diesem Zuschus sverfahren eine verlässliche Finanz-
basis und finanzielle Planungssicherheit gegeben.
Das notwendige Konsolidierungskonzept auf Basis des Handlungsprogramms 2012 bis 2017
der Stadt Münster, Vorlage V0702/2012/1. Ergänzung, ist vom Theater Münster zwischen-
zeitlich aufgestellt worden und wird bereits seit d er Spielzeit 2013/2014 stufenweise umge-
setzt (Vorlage V/0165/2013/1. Erg.) Dadurch bleibt jedoch der finanzielle Handlungsspiel-
raum des Theater Münster weiter eingeschränkt. Der Erhalt aller Sparten ist jedoch auch
unter den reduzierten finanziellen Rahmenbedingungen sichergestellt.
Auf Grund der positiven Besucherentwicklung in der Spielzeit 2013/2014, sowie der aktuellen
Saison 2014/2015 und der konsequenten Umsetzung der beschlossenen Konsolidierungs-
maßnahmen, erwartet die Theaterleitung in den folgenden Jahren wieder einen leichten Jah-
resüberschuss. Die Bewilligung von Zuschüssen durch das Land NRW bildet seit Jahren
eine weitere konstante und somit verlässliche Größe der finanziellen Basis des Theater
Münster. Eine eventuelle Kürzung hätte kurzfristig Auswirkungen auf die Struktur des Thea-
ter Münster.
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2013/2014
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr
2013/2014 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.
Münster, 16. Januar 2015
Rita Feldmann
Verwaltungsdirektorin
Beschlussvorlage
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V/0205/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Theater Münster Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theater Münster für das Wirtschaftsjahr 2013/2014 Beratungsfolge 23.04.2015 Kulturausschuss Vorberatung 06.05.2015 Rat Entscheidung 06.05.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss 201 3/2014 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster, b e- stehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, dem Anhang sowie dem Lagebericht der Betriebsleitung, wird zur Kenntnis genommen und festgestellt. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2013/2014 nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster am 30.01.2015 durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH, Münster, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 201 3/2014 weist einen Jahres über- schuss von 47.027,36 € aus. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. 4. Der Betriebs leitung de s Theater Münster w ird für das Wirtschaftsjahr 2013 /2014 Entlastung erteilt. 5. Zur Prüfung des Jahresabschlusses 2014/2015 des Theater Münster wird die Wirtschaftsprü- fungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH, 48143 Münster, An der Apostelkirche 4, bestellt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 201 3/2014 im Wirtschaftsplan 2013/2014 berücksichtigt sind. Vorlagen-Nr.: V/0205/2015 Auskunft erteilt: Herr Braun Ruf: 59 09 121 E-Mail: Braun@stadt-muenster.de Datum: 17.03.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0205/2015 Begründung: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH aus Münster hat im Auftrag des Theater Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nor drhein-Westfalen den Jahresabschluss und Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2013/2014 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß gem. § 13 der Betriebssatzung des Theater Münster dem Betriebsau s- schuss und dem Rat vorzulegen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW in Verbindung mit den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. Zum Lagebericht wurde seitens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Par t- ner GmbH festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsch e Vorstel- lung von der Lage des Eigenbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen En t- wicklung zutreffend dargestellt sind. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH erteilt dem Theater Münster für das Wirtschaftsjahr 2013/2014 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 20 13/2014 können den beigefügten Unterlagen entnommen werden. Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom zuständigen Wirtschaftsprüfer, Her rn Dr. Michael Kaufmann, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH in der Betriebsausschusssitzung am 23.04.2015 im Einzelnen erläutert. Die Prüfung des Jahresabschlusses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster o b- liegt gem. §106 Abs. 2 GO NW der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese bedient sich zur Durchfü h- rung der Jahresabschlussprüfung eines Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftsprüfungsgesel l- schaft. Das Theater Münster kann einen Vorschlag unterbreiten, dem die Ge meindeprüfungsan- stalt Nordrhein-Westfalen folgen soll. Gem. § 5 EigVO benennt der Betriebsausschuss die Prüferin oder den Prüfer für den Jahresa b- schluss. In Abstimmung mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen und dem AWR, sowie der am 13.02.2015 erte ilten Zustimmung durch die Gemeindeprüfungsanstalt Nor drhein-Westfalen wird vorgeschlagen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2014/2015 zu beauftragen. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- An der Apostelkirche 4
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Details
- Aktenzeichen
- V/0205/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.03.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37