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V/0443/2024

Neugestaltung Hamburger Tunnel - Ergebnis der Mehrfachbeauftragung

Vorlagen 23.07.2024

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Anlage A

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Ansehen

0443-2024 Anlage 1 HT

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

2461 Zeichen

Anlage A zur V/0443/2024 
Kurzüberblick 
 
Im Rahmen der Umsetzung des Ergebnisses aus der Mehrfachbeauftragung zur Neugestaltung 
des Hamburger Tunnels, wird mit dieser Vorlage die Möglichkeit geschaffen, den Bestplatzierten 
mit der weiteren Entwurfs- und Ausführungsplanung zu beauftragen und gleichzeitig Städtebau-
fördermittel für die Realisierung zu beantragen. 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Die Neugestaltung des Hamburger Tunnels ist ein Teil des Zukunftsprozesses für die Innenstadt 
von Münster und Bestandteil des INSEK Münster-Innenstadt.  
Grundsätzlich verfolgen die Aktivitäten das Ziel, eine zukunftsresiliente Innenstadt zu gestalten. 
Dabei werden folgen Teilziele verfolgt: 
 
 Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs-
standorte in Europa 
 Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, 
als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesell-
schaft. 
Mit der baulichen Umsetzung der Neugestaltung des Hamburger Tunnels werden die Ziele und 
Teilziele erreicht.  
Finanzierung 
Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja  Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2024 enthal-
ten? 
 Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Die Umsetzung der Maßnahme entspricht dem Beschluss des Hauptausschusses vom 
14.12.2022 (Vorlage V/0631/2022) 
Die Beschlussfassung zu dieser Vorlage ist eine notwendige Grundlage für die Beantragung von 
Städtebaufördermitteln für das Programmjahr 2025. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Es gibt keine Auswirkungen.

Der Hamburger Tunnel ist uneingeschränkt heute wie zukünftig für alle Menschen barrierefrei 
nutzbar. Der Ausbau der Fuß- und Fahrradverbindung unterstützt heute wie zukünftig den Klima-
schutz.

0443-2024 Anlage 1 HT

11488 Zeichen

NEUGESTALTUNG 
HAMBURGER TUNNEL 
Ergebnisse des Auswahlverfahrens 
MEHRFACHBEAUFTRAGUNG 
Anlage 1 zur Vorlage V/0443/2024

14 eingereichte Entwürfe in Stufe 1 
3 Entwürfe, die am 16. April 2024 vom Auswahlgremium für die Weiterbearbeitung    
in Stufe 2 ausgewählt wurden 
1 Entwurf, der am 25.Juni 2024 vom Auswahlgremium für die weitergehende        
Planung und Umsetzung vorgeschlagen wurde. 
Zum 30.09.2024 ist geplant, Fördermittel im Rahmen der Städtebauförderung zu 
beantragen. Vorbehaltlich der Förderzusage und der Verfügbarkeit von 
Eigenmitteln im städtischen Haushalt ist vorgesehen, das ausgewählte Büro mit 
der konkreten Entwurfs- und Ausführunghsplanung zu beauftragen. 
ALLGEMEINER TEIL 
VERFAHREN 
2
- Die grundsätzliche Machbarkeit der Stichwege zur ggf. z ukünftigen 
Aufzugserschließung wurde in Stufe 1 erarbeitet. In Stufe 2 sind diese nicht 
weiter zu berücksichtigen. 
- Das Ladenlokal am Berliner Platz 29a (Westseite) soll d urch das Konzept nicht 
überplant werden 
- Das Lichtraumprofil soll nachgewiesen werden 
- Getrennter Geh- und Radweg (Gehweg auf der Südseite;  Radweg auf der 
Nordseite) 
- Empfohlene Breiten sind: 
 Gehweg: 3,20 m (0,20 m Sicherheitsabstand zur Wand / 2,50 m nutzbare 
Gehwegbreite / 0.5 m Sicherheitsabstand zum Bordstein bzw. Trennung 
 Radweg: 4,25 m (setzt sich zusammen aus 4,00 m nutzbare Breite 
Zweirichtungsradweg / 0,25 m Sicherheitsabstand Wand) 
 Restflächen bzw. –breiten, je nach Konzept sollten dem Radweg 
zugeschlagen werden 
- Es soll eine Durchfahrtshöhe von 3,50 m für Feuerwehr- und Rettungswagen 
gegeben bleiben. Eine Unterschreitung bis max. 3,30 m lichte Raumhöhe ist 
möglich. 
- Es ist eine Kostenschätzung für die Umsetzung zu ermitte ln. Sanierungs- und 
Rückbaukosten sind nicht zu berücksichtigen. Entsprechend den Hinweisen aus 
dem Auswahlgremium zu den Konzeptideen sind ggf. Kostenvarianten mit 
einzureichen. 
TECHNISCHE ANFORDERUNGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN 
Alle verbleibenden drei Entwürfe wurden fristgerecht und entsprechend der 
geforderten Leistungen prüffähig eingereicht. 
Alle technischen Anforderungen und Rahmenbedingungen wurden erfüllt. 
Alle Entwürfe sind in der Vorprüfung für die Umsetzung als geeignet eingestuft 
worden. 
ABGABE DER ARBEITEN / VORPÜRFBERICHT

ANHANG 
ENTWURFSÜBERSICHT 
STUFE 2
3

BOLLES + WILLSON BEHET BONDZIO BRANDENFELS BREDERLAU HOLIK HEHNPOHL HILDEBRANDT 
GRUBER POPP 
HT ARCHITEKTUR REHBERGER SAL SCHOYERER SYRA STUDIO SILO TIZIANO LUCCHESE TOPOTEK 1 
ÜBERSICHT STUFE 2 
1. Platz 
4
2. Platz 
3. Platz

BEHET BONDZIO 
LEITIDEE 
Der Tunnel soll in einen atmosphärisch erfahrbaren Naturraum verwandelt werden, 
der tiefe Einblicke in einen Wald gewähren soll. Die Wände erhalten dafür eine 
vorgehängte Konstruktion aus hinterleuchteten Panzerglasscheiben, die in mehreren 
Layern mit dem Waldmotiv bedruckt werden.
Die Atmosphäre soll durch eine akustische Untermalung verstärkt werden.
Der Boden ist einheitlich in grün eingefärbtem Asphalt vorgesehen. Die Separation 
zwischen Gehweg und Fahrbahn erfolgt durch eine in den Boden eingelassene LED-
Lichtleiste.
Die Decke erhält eine durchgängige Abhängung mit leichten Edelstahl-Paneelen, in 
denen sich schemenhaft das Waldmotiv wiederspiegeln soll.
Die eigentliche Gestaltung beginnt und endet jeweils genau auf der Plangrenze, also 
an den Tunnelmündern. In den Vorbereichen schlagen die Verfa sser vor, das 
Grünthema durch Baumpflanzungen fortzuführen.
5
BEWERTUNG STUFE 1 
Der Entwurf erscheint auf den ersten Blick trivial – auf dem zweiten Blick jedoch 
genial. Dieser Entwurf des grünen Waldes im Tunnel schafft eine gute Verknüpfung 
zwischen Bild und Akustik. Der Entwurf hat eine einfache Aussage undein klares 
Thema, welches durch eine Wandgestaltung, Akustik und Materialität darstellt bzw.
zur Wirkung gebracht wird. Das Motiv schafft einen ruhigen aber
abwechslungsreichen Raum, welcher das Bahnhofsumfeld stadträumlich aufwertet.
Der Entwurf ist in seiner Abfolge konsistent und solide, mit ei nem einfachen 
Verdrängungseffekt, indem er keinen direkten Aufenthaltsraum sch afft, den 
Transitraum aber sehr gut inszeniert.

BEHET BONDZIO 
6
BEWERTUNG STUFE 2 
Überraschend, leicht verständlich und in der Wahl und Fügung d er Materialien 
atmosphärisch effektiv: Der Hamburger Tunnel verwandelt sich i n ein positiv 
assoziiertes Raumerlebnis und betont gleichzeitig seine eig entliche Funktion als 
Durchgangs- und Verbindungsraum.
Vor dem Tunnel leitet echtes Stadtgrün über in einen abrupt, j eweils an den 
Tunnelmündern beginnenden, abstrakten Wald. Während der Dur chquerung 
bewirken das Zusammenspiel von grün eingefärbten Flüsterasphalt, hinterleuchteten 
Glaswänden, die in mehreren Layern Träger des Waldmotivs sind , eine fein 
gelochte, mattierte und diffus das Waldthema spiegelnde Edelstahldecke, sowie eine 
akustische Untermalung mit Waldgeräuschen, dass der Passierende f ür einen 
kurzen Moment eintaucht, in 130 Meter Ruhe.
Erfahrungswerte mit hinterleuchteten Glaswänden, die vielfach an Bahnhöfen und in 
der Außenwerbung erprobt sind, zeigen, dass diese selten mutwillig beschädigt oder 
zerstört werden. Auch die sonstigen Materialien erscheinen solide und klug in ihrer 
atmosphärischen Wirkung, ausgesucht. Illegal platzierte Wer bung, beispielweise 
Aufkleber oder Partyankündigungen, sind in einer gewissen Menge hinnehmbar, da 
das Waldmotiv diese verträgt bzw. „verschluckt“.
Das gewählte Thema eines „Wäldchens unter den Gleisen“ (dasvielleicht auch eine 
Analogie zum Raumeindruck der Promenade aufweist), gepaart mit seiner gekonnt 
reduzierten Ausgestaltung mit beruhigender Charakteristik, üb erzeugt an diesem 
hochurbanen Ort.

BREDERLAU HOLIK 
LEITIDEE 
Die mit Münster verbundenen Themen Frieden, Europa, Offenheit, Toleranz und 
Vielfalt werden zu einem Gestaltungskonzept für den Hamburger Tunnel entwickelt.
Jedes Mitgliedsland der EU erhält eine eigene Farbgebung, diein der Farbgebung 
so aufeinander abgestimmt, dass beim Durchqueren des Tunnels eine Assoziation 
an die Farben eines Regenbogens eintritt.
Die Tunnelwände bestehen aus glasierten Keramikfliesen. Die Wände sind im 
Übergang zum Boden und zur Decke leicht abgerundet.
Die Decke wird aufgelöst, indem ein „Blätterdach der Regionen“eingehängt wird, 
gefertigt aus perforiertem, farbigem Metallblech.
Über den Aus- und Eingangsbereichen beider Tunnelmünder sindmodern gestaltete 
Straßenlampen an Seilen aufgehängt.
Fahrradspur und Fußweg sind separiert und abgesetzt voneinander in hellgrauen 
bzw. dunkelgrauen Asphalt geplant.
7
BEWERTUNG STUFE 1 
Die Herleitung der Konzeptidee scheint durchdacht und nimmt die Aktualität des 
Themas Europa in der heutigen Zeit auf. Die Konzeptidee wirkt ambitioniert und 
farbenfroh aber auch etwas „verkopft“. Die Umsetzung bzw. „Ü bersetzung“ des 
Themas ist insgesamt gut gelöst – braucht aber eine Erklärung bzw.Erläuterung.
Die farbliche Gestaltung sowie Materialwahl und Beleuchtungsind gut gelöst und 
haben im Zusammenspiel einen großen Effekt. Der Entwurf erschei nt zudem 
wirtschaftlich. Die Beschäftigung mit den Tunnelmündern wird i nsgesamt positiv 
eingeschätzt.

BREDERLAU HOLIK 
8
BEWERTUNG STUFE 2 
Der in den Überarbeitungshinweisen empfohlene Farbentausch macht das 
Erscheinungsbild noch weicher und harmonischer. Decken- und Wa ndthematik 
verweben sich zu einer Einheit, was dem Raum insgesamt sehr gut tut.
Die Grundidee der Freundlichkeit durch Farbigkeit wurde in derÜberarbeitung somit 
positiv weiterentwickelt und belebt den Raum zusätzlich.
Die Gesamtkonstruktion wirkt robust und stabil und hat einen anspr echenden 
seitlichen Aufbau. Die Beschreibung bzw. Typographie der gewählten Beschriftung 
bietet Möglichkeiten zur Optimierung. Die vorgezogenen Fliesenelemente werden 
problematisch gesehen, da sie ggf. bei Fahrradunfällen kontraproduktiv wirken.
Die Deckenelemente sind robust in Metall ausgeführt, jedoch fehlt der Nachweis, 
dass diese vandalismusresistent ausgeführt werden können, da sie l eicht zu 
erreichen sind. Die Robustheit der Seitenwände sollte auch fü r die 
Deckenkonstruktion gewählt werden, insbesondere der Aspekt der Reinigung und 
Unterhaltung ist nicht ausreichend herausgearbeitet worden.
Die Idee Frieden, Toleranz und Europa wurde von den Entwurfsverfassenden sehr 
intelligent in ein farbenfrohes und fröhliches Gesamtwerk überführt. Es bietet tiefere 
Beschäftigung für die Interessierten und ein positives Grundge fühl für alle 
Menschen, die den Tunnel durchqueren. Allerdings verbleibt bei der Konzeption die 
Frage nach der Anpassungsfähigkeit an zukünftige Erweiterungen der europäischen 
Partner und verlangt Antworten zu den zukünftigen Beitrittskandidaten.

SAL 
LEITIDEE 
Das gewählte „Tunnel in Tunnel“ Konzept sieht vor, in den Bestandstunnel eine 
freistehende Reihung von farbigen Stahlbögen als neue Tunnelhülle einzustellen.
Das Konzept der Stahlbögen wird auf beiden Seiten des Tunnel s über die 
Tunnelmünder hinaus geplant. An den Eingängen werden seitlich der Stahlbögen-
Konstruktion Boxen eingeschoben, die die Nischen überbauen und als Lagerraum, 
beispielweise für Eventmöblierung, genutzt werden können.
Die Verfasser haben einen Münstercode entwickelt, der sich aus den 
Sinneseindrücken Sehen-Riechen-Hören auf einem Spaziergang vom Domplatz bis 
zum Stadthafen I ableitet. Im Tunnel soll der Münstercode kün stlerisch in der 
Farbgebung, durch Geräusche und Duft im Tunnel umgesetzt wer den. Weiter 
schlagen die Verfasser vor, im Tunnel Münster spezifische Eventswie z.B. Food-
Märkte, Modeschauen oder auch Silent Discos durchzuführen.
Der Bodenbelag ist einheitlich in rot vorgesehen. Weiße Marki erungen und 
Piktogramme kennzeichnen die Separation von Gehweg und Fahrradspur.
9
BEWERTUNG STUFE 1 
Der Entwurf der farbigen Stahlelemente wirkt dynamisch, linea r, farbenfroh und 
abwechslungsreich - ohne langweilig zu sein. Es wird ein robustesMaterial – Stahl –
verwendet welches zudem vandalismussicher erscheint. Das Motivdes „Tunnel im 
Tunnel“ vereinfacht den Hamburger Tunnel, da es keine Aufwei tungen oder 
Versprünge mehr gibt. Der Entwurf hat eine stadträumliche und gestalterische 
Qualität mit einem starken Motiv. Die Frage der Dufttöne im Außenbereich werden 
jedoch als eher schwierig gesehen, die Idee würde aber auch unter einem Verzicht 
nicht leiden.

SAL 
10 
BEWERTUNG STUFE 2 
Die Überarbeitung orientiert sich im Wesentlichen an den vorherigen Ergebnissen.
Die Tunnelmünder sind trotz anderslautender Empfehlung des A uswahlgremiums 
immer noch über den eigentlichen Tunnel hinausgezogen und kön nten ein 
„Vermittlungsproblem“ mit der baulichen Umgebung auslösen.
Die Farbigkeit des Entwurfes wird aufgrund seiner Herleitung weiterhin geschätzt, 
sollte aber auf ein akzeptables Maß an Farben reduziert werden um einem 
„Migräneeffekt“ beim Durchfahren zu vermeiden.
Das Schließen der Zwischenräume der einzelnen Elemente wird p ositiv beurteilt.
Allerdings wird der durch die Wahl der Detailierung deutlichgestiegene Eintrag von 
Stahl kritisch und nicht zeitgemäß bewertet.
Das Festhalten an der Duftcodierung wird weiterhin kritisch gesehen, auch bieten die 
entstehenden Ecken und Kanten im Bereich der Tunnelzugänge Probleme bei der 
Reinigung und Instandhaltung.
Die Idee der Bespielung des Tunnels mit diversen Veranstaltung sformaten sollte 
aufgegeben werden, da diese zusätzliche Probleme verursachen. Insofern sind auch 
die Lagerräume an den jeweiligen Tunnelmündern (Aufweitungen) nicht erforderlich .

Beschlussvorlage

26820 Zeichen

V/0443/2024 
V/0443/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Neugestaltung Hamburger Tunnel - Ergebnis der Mehrfachbeauftragung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   27.08.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   04.09.2024 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Vorberatung 
   05.09.2024 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 
   11.09.2024 Hauptausschuss Vorberatung 
   11.09.2024 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt das Ergebnis der Mehrfachbeauftragung zum Hamburger 
Tunnel und seinen Zugängen zur Kenntnis und befürwortet die Umsetzung des Entwurfes des 
Büros Behet-Bondzio-Lin Architekten aus Münster. 
 
2. Der Rat der Stadt Münster beauftragt die Verwaltung,  
 
2.1 die erforderlichen Schritte zur Umsetzung des Siegerentwurfes für den Hamburger 
Tunnel zeitnah einzuleiten. Dazu wird das Büro Behet-Bondzio-Lin Architekten mit der 
Entwurfs- und Ausführungsplanung beauftragt.  
 
2.2 entsprechend den Aussagen der Vorlage V/0377/2024 für die Maßnahme „Umgestal-
tung des Hamburger Tunnels als Verbindungsachse zwischen Berliner Platz und Bre-
mer Platz“ Städtebaufördermittel für das Programmjahr 2025 ff. zu beantragen.  
 
2.3 auf der Basis der Inhalte des Siegerentwurfes die Zugangsbereiche vom Berliner Platz 
(Süd) und vom Bremer Platz zum Hamburger Tunnel zu überarbeiten und entspre-
chend der Entwurfsidee anzupassen, so dass ein stimmiges städtebauliches und ge-
stalterisches Gesamtkonzept für diese Verbindungsachse entsteht.  
 
2.4 die Entwurfs- und Ausführungsplanung für den Hamburger Tunnel so zu entwickeln, 
dass die Perspektive eines möglichen zusätzlichen Zugangs vom Hamburger Tunnel 
zu den Bahnsteigen des Hauptbahnhofes Münster über die Aufzugsschächte des 
Stadtplanungsamt 
 
15.08.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Thiel 
Telefon: 492-6180 
Thiel@stadt-muenster.de

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V/0443/2024 
ehemaligen Posttunnels gewahrt wird und zu einem späteren Zeitpunkt (in Abhängig-
keit einer möglichen Finanzierung) nachgerüstet werden kann.  
  
II. Finanzielle Auswirkungen:  
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die  Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie die bauliche 
Umsetzung des Entwurfes Kosten entstehen, die nach vorliegender Kostenschätzung rund 3,6 Mio. 
Euro betragen werden (vgl. auch Vorlage V/0377/2024).  Die bauliche Umsetzung des Gestaltungs-
konzeptes soll unter Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln erfolgen. Nach derzeitigem Stand 
könnte die Stadt Münster, bei entsprechender Antragstellung zum Stad terneuerungsprogramm 
(STEP) 2025  (Antragsstichtag 30.09.2024), eine Förderung in Höhe von voraussichtlich 60% der 
Baukosten erhalten. In diesem Zusammenhang sind dann auch die Kosten der Entwurfs- und Ausfüh-
rungsplanung anteilig über den Förderantrag grundsätzlich refinanzierbar.  
 
 
Teilfinanzplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrs-
flächen und -anlagen  
   
Investitionsmaßnahme 4208 Hamburger Straße, Berliner 
Platz (hier: Maßnahme Ham-
burger Tunnel) 
   
Auszahlungen   2025 
2026 
2027 
2028 
223.552  
175.821 
1.607.314 
1.607.314 
3.614.000 
Einzahlungen   2025 
2026 
2027 
2028 
254.131 
105.493 
964.388 
964.388 
2.288.400 
Summe aller Auszahlungen/Saldo   1.325.600  
 
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan-Entwurf bei der / bei den 
o. g. Produktgruppe/n veranschlagt: Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung 
unter dem Vorbehalt steht, dass der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2025 bzw. der mittelfristi-
gen Ergebnis- und Finanzplanung die Ermächtigungen bereitstellt. 
 
 
Begründung: 
 
Der Hamburger Tunnel 
 
Hauptbahnhöfe und ihre Vorplätze sind die „Visitenkarte“ einer Stad t, die das Image mitprägen, sie 
sind Zentren des Verkehrs-, des Wirtschafts - und Geschäftslebens sowie der öffentlichen Kommuni-
kation. Aufgrund seiner stadträumlichen Lage – zwischen Altstadt/Universität auf der einen Seite und 
dem innerstädtischen Wohngeb iet Ost/Hansaviertel, dem Hafen und dem Veranstaltungszentrum 
Halle Münsterland auf der anderen Seite – stellt der Hauptbahnhof eine Verknüpfungszone dar, in der 
sich Ost -West und Nord -Süd-Verkehre treffen. Die Strukturverbesserung und gestalterische Aufwer-
tung des Bahnhofsviertels war seit vielen Jahren vorrangiges Ziel der Stadterneuerung im Bereich 
des Münsteraner Hauptbahnhofes und seines Umfeldes, die mit der Neugestaltung des Hamburger 
Tunnels fortgeführt werden kann.

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V/0443/2024 
 
Die städtebaulich anspruchsvoll e, umfassende Erneuerung und Aufwertung des Bereichs um den 
Hauptbahnhof sowie seinen beiden Vorplatzbereichen, incl. der Grünfläche Bremer Platz, ist weitest-
gehend abgeschlossen. In Kombination mit den Neubauten auf der Bahnhofwest- und -ostseite sowie 
der geplanten baulichen Entwicklung im Bereich der ehemaligen Hauptpost und des Bankgebäudes 
sowie den Ideen zur Anpassung des Berliner Platzes wird sich zukünftig städtebaulich sowie funktio-
nal und gestalterisch eine Einheit ergeben, die das Bahnhofsviertel  prägen wird. Dem Hamburger 
Tunnel kommt dabei als verbindendes Element eine besondere Rolle zu, die durch seine Neugestal-
tung unterstützt und gestärkt werden soll. 
 
„Der Tunnel hat im Stadtbild derzeit lediglich die Funktion eines Transitraumes, der möglichst schnell 
durchquert werden will. Die Bedeutung des Hamburger Tunnels liegt in seiner Verbindungsfunktion, 
im Sinne einer Sichtbarmachung dieser umweltfreundlichen Wegebeziehung als Teil des stadt- und 
regionsweiten Verbundnetzes von Fahrradwegen bzw. Velorouten. Er ist somit für die Nutzerinnen 
und Nutzer lediglich ein verbindender Ort, der aber aufgrund fehlender Attraktivität gar nicht weiter 
wahrgenommen wird.   
Aufgrund der neuen Funktionalität des Hamburger Tunnels scheint es daher geboten zu sein, sich der 
Gestaltungsmöglichkeiten bewusst zu werden, die im Umfeld des Hamburger Tunnels fehlen oder 
stärker ausgeprägt werden sollten, z.B. dem Thema Grün im öffentl ichen Raum – nicht nur als Ele-
ment aufgrund des Klimawandels und der Nachhaltigkeit, sondern auch als Element der Gestaltung 
und damit gleichzeitig verbundener möglicher klimarelevanter Aspekte“ (vgl. Vorlage V/0631/2022). 
 
Die Neugestaltung des Hamburger Tunnels muss zudem die Gestaltungskonzepte der beiden Bahn-
hofsvorplätze (Berliner Platz und Bremer Platz) berücksichtigen und ein verbindendes Element schaf-
fen. Denn gerade das Bahnhofsviertel gilt ja per se als der lebendige Knotenpunkt und als das Dreh-
kreuz vielfältiger Bewegungsströme von Menschen. Es ist der Ort, an dem verschiedenste urbane 
Aktivitäten - von Handel bis Reisen, von Hektik bis Erholung, aber auch von harter Realität und Sehn-
sucht - ihren Ausdruck finden.            
 
 
   Aufweitung Eingang Westseite

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V/0443/2024 
  Aufweitung Eingang Ostseite 
 
 
 
 
Hamburger Tunnel – Blickrichtung Westen (Berliner Platz), Aufnahme: Roland Borgmann 
 
 
Die Mehrfachbeauftragung  
 
Gegenstand der Mehrfachbeauftragung zum Hamburger Tunnel war die Auseinandersetzung mit dem 
Tunnel an sich, einer rund 130 m langen, geradlinigen Röhre, die an ihren beiden Enden jeweils et-
was aufgeweitet ist, insgesamt aber als umschlossener Raum wahrgenommen wird. Der Hamburger 
Tunnel wurde 1913 für den öffentlichen Verkehr eröffnet und ist seit 2015 ausschließlich dem Fahr-

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V/0443/2024 
rad- und Fußverkehr vorbehalten. Es sollte ein kreatives, innovatives und gestalterisch ansprechen-
des Gestaltungskonzept für den Hambu rger Tunnel erarbeitet werden - einbezogen werden sollten 
der Boden, die Seitenwände, die Tunnelöffnungen bzw. die Eingänge. Neben den Auflagen der DB 
AG (Inspektionsmöglichkeit der Brückenbauwerke) waren bei der Ideenfindung die verkehrlichen bzw. 
straßenverkehrsrechtlichen Belange zu beachten, dass der Tunnelbereich insgesamt verkehrssicher, 
barrierefrei und ausreichend beleuchtet sein muss.  
 
Entsprechend dem Beschluss des Hauptausschusses vom 14.12.2022 ist eine Mehrfachbeauftragung 
mit insgesamt 14 tei lnehmenden Büros durchgeführt worden, die das mögliche Spektrum von Stadt-
gestaltung über Landschaftsplanung sowie Architektur und Kunst aufgezeigt haben und in einem 
zweistufigen Verfahren zum einem eindeutigem Ergebnis gelangt ist. Danach hat das Auswahlgremi-
um – besetzt mit dem Bezirksbürgermeister Münster-Mitte, dem Vorsitzenden des Gestaltungsbeira-
tes, der stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtplanung und Stadtentwicklung, dem 
Stadtbaurat und dem Leiter des Stadtplanungsamtes in seiner Sitzung am 25.06.2024 - sich einstim-
mig für den Entwurf des Münsteraner Büros Behet -Bondzio-Lin Architekten ausgesprochen. Beraten 
wurde das Auswahlgremium durch das Bahnhofsmanagement Münster der DB AG, die Immobilien - 
und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel (ISG), das Polizeipräsidium Münster und den unmittelba-
ren angrenzenden Immobilieneigentümer sowie durch die Fachämter der Stadtverwaltung Münster.  
 
Entsprechend dem Beschluss des Rates der Stadt Münster aus dem Jahr 2015 wird der Hamburger 
Tunnel nicht mehr durch motorisierten Individualverkehr befahren und ist dem Fahrrad- und Fußgän-
gerverkehr vorbehalten. Damit dient der Hamburger Tunnel in erster Linie nur noch dem Radverkehr 
als direkte Ost-West-Verbindung zwischen Ostviertel und Altstadt. Grundsätzlich ist er auch weiterhin 
für zu Fuß gehende nutzbar, doch bewegt sich die deutliche Mehrheit der zu Fuß gehenden in der 
Ost-West-Verbindung durch die beiden Bahnhofstunnel. Dies könnte sich ändern, wenn vom Ham-
burger Tunnel aus ein weiterer Zugang zu allen Bahnsteigen möglich wäre. Dies wurde bereits in ei-
ner Machbarkeitsstudie der DB AG eindeutig nachgewiesen, ist derzeit aber aufgrund fehlender Fi-
nanz- und Fördermittel bei der DB AG nicht darstellbar. Im Rahmen der Mehrfachbeauftragung haben 
alle Büros die grundsätzliche Machbarkeit eines Anschlusses an den ehemaligen Posttunnel und sei-
ne Aufzugsschächte nachgewiesen. In der zweiten Stufe der Mehrfachbeauftragung wurden diese 
Anschlüsse auftragsgemäß inhaltlich nicht weiter untersucht. 
 
In der ersten Bewertungsrunde am 16.04.2024 wurden alle 14 eingereichten Arbeiten gewürdigt.  
Entsprechend der Aufgabenstellung wurde nach folgenden Kriterien bewertet:   
 
Das Hauptkriterium ist die innovative Gestaltungsidee (50%): 
 Gesamteindruck der innovativen / künstlerischen / gestalterischen Idee und Qualität 
 die Berücksichtigung der städtebaulichen Situation 
 Fügt sich das Gestaltungskonzept in den vorhandenen Stadtraum ein 
 
Ein weiteres Kriterium ist die Funktionalität der Konzeptidee (25%): 
 Barrierefreiheit 
 Materialität  
 Sicherheitsaspekte 
 Lösung Konflikt / Begegnung Radfahrer und Fußgänger 
 
Ein weiteres Kriterium ist die Wirtschaftlichkeit der Konzeptidee (25%): 
 Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Konzeptidee 
 Reinigungs- und Unterhaltungsaufwand sowie Erreichbarkeit 
 Baulicher Aufwand und Folgekosten 
 Berücksichtigung von vier Öffnungen der südlichen Tunnelwand (bei Realisierung der Aufzüge 
in späteren Jahren) in der Gestaltungsidee (ggf. Provisorium) 
 Möglichkeit der Anpassung bei Realisierung S-Bahn-Konzept (in späteren Jahren)

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V/0443/2024 
In dieser ersten Bewertungsrunde konnten drei Arbeiten ausgewählt werden, die in der nächsten 
Runde weiter qualifiziert werden sollten. Dazu hat das Auswahlgremium, gemeinsam mit den Vorprü-
fenden bzw. den Fachämtern Kriterien und Anforderungen formuliert, die bis zur zweiten Bewertungs-
runde durch die Büros darzustellen waren. Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung 
wurde am 18.04.2024 im nichtöffentlichen Teil der Sitzung bereits über den Zwischenstand informiert. 
 
Danach w urden die Büros Behet -Bondzio-Lin, Brederlau-Holik und SAL gebeten, ihre Entwürfe zu 
überarbeiten und entsprechend den Empfehlungen des Auswahlgremiums weiter zu entwickeln. In 
einer zweiten Bewertungsrunde am 25.06.2024 wurden die verbliebenden drei Arbeiten, die alle mit 
Überarbeitungshinweisen versehen worden waren, erneut bewertet. Die Darstellung der Konzep-
tideen und die Wertung des Auswahlgremiums sind  in der Anlage 1 zu dieser Vorlage zu finden. Als 
Ergebnis der Mehrfachbeauftragung ist festzuhalten, dass der Entwurf des Büros Behet-Bondzio-Lin 
Architekten die Grundlage für die weitere Entwurfs- und Ausführungsplanung bilden soll.  
Die Verwaltung erarbeitet derzeit eine Dokumentation zur Mehrfachbeauftragung mit allen Arbeiten, 
welche im Herbst 2024 fertig gestellt und veröffentlicht wird. 
 
 
Konzeptidee Büro Behet-Bondzio-Lin 
 
Das Büro beschreibt seine Idee wie folgt: 
 
„Status Quo 
Der Hamburger Tunnel stellt aktuell eine wichtige, aber wenig attraktive Verbindung zwischen der 
Innenstadt und dem Hansaviertel mit dem viel frequentierten Hafen dar. Die Unterquerung der Gleis-
anlagen des Münsteraner Bahnhofs ist ein Transitraum, der durch seine heterogenen Oberflächen, 
seine diffuse Beleuchtung und unpräzise Zonierung ein Gefühl von Abseitigkeit und Unsicher heit 
vermittelt. Die Tunneleingänge, mit ihren Nischen und Rücksprüngen, im Besonderen dem heutigen 
Ladenlokalvorbereich am Berliner Platz, verstärken diesen Eindruck. 
Ziel ist es, zukünftig mit einem Lächeln durch den Hamburgertunnel zu radeln, von Vogelgezwitscher 
begleitet und für einige Momente die Leichtigkeit des Seins genießen können.

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Hamburger Tunnel – Blick vom Bremer Platz in R ichtung Westen (Berliner Platz), Visualisierung: Be-
het-Bondzio-Lin Architekten

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Hamburger Tunnel – Blickrichtung Osten (Bremer Platz), Visualisierung: Behet-Bondzio-Lin Architek-
ten  
 
 
 
Entwurfsparameter  
Zielsetzung der Transformation ist es, einen angenehmen, mit positiven Assoziationen verbundenen 
Transit- und Verbindungsraum in der Stadt zu gestalten. Wesentliches atmosphärisches Gestaltungs-
element ist das Motiv eines Waldes. Gewählt haben wir dieses vertraute Motiv, weil der Naturraum 
Wald positiv auf den menschlichen Geist und Körper wirkt und bereits Bilder vom Wald Ruhe vermit-
teln und entspannend wirken. 
Aus de n angrenzenden Stadträumen kommend „treten“ die Passierenden in einen Raum mit einer 
markanten und deutlich wiedererkennbaren Charakteristik ein, verweilen den kurzen Moment der 
Passage darin und „treten“ wieder hinaus. Das Wald -Motiv variiert über den Ver lauf von 130m nur 
leicht, um dem Charakter eines Durchgangsraums gerecht zu werden. 
 
Wände 
Die beiden Wände geleiten die Passierenden durch den Transitraum und erzeugen die Wahrneh-
mung einer Raum -Aufweitung durch Einblicke in die Tiefe eines Waldes. Mit de m Waldmotiv der 
Wände und einer akustischen Untermalung mit Waldgeräuschen transformieren wir den „Angstraum 
des Hamburger Tunnels“ in einen Stadtraum der beruhigt und Sicherheit während der Durchquerung 
vermittelt. 
Es entsteht ein Raum mit einer lichten u nd heiteren Stimmung, den man gerne passiert. Die Wände 
verlaufen kontinuierlich, ohne Nischen oder Vor - und Rücksprünge von beiden Tunnelzugängen am 
Bremer Platz und Berliner Platz. 
Im Norden begleitet das Waldmotiv in leichter Varianz die Radfahrenden, a uf der Südseite variiert 
lichter Wald mit der Darstellung von vier Lichtungen. Hier weitet sich bereits in der ersten Projekt -
Phase die Wahrnehmung des Raums genau dort, wo in der zweiten Phase die tatsächlichen Raum-
Aufweitungen vor den Fahrradaufzügen entstehen werden. 
 
Die beiden Wände des Hamburger Tunnels werden mit hochwertigem Sicherheitsglas, reversibel an-
gebracht auf einer Unterkonstruktion, verkleidet. Die Wände erzeugen durch mehrere, hintereinander-
liegende bedruckte Glasschichten und einer steue rbaren LED-Beleuchtung zwischen und hinter den 
Glasschichten den Eindruck des Einblicks in die Tiefe eines lichten Waldes. Die gesamte Aufbautiefe 
beträgt ca. 20cm ab der Vorderkante der Bestandswände. Der Raum des Tunnels wird durch die 
durchgängige Beleuchtung atmosphärisch ausgeleuchtet. 
Hochwertiges Sicherheitsglas ist fast unzerstörbar, äußerst leicht zu reinigen, problemlos von Graffitis 
zu befreien, sehr dauerhaft und altert ohne wesentliche Abnutzungsspuren. Bei den Wandverkleidun-
gen in den beiden vorhandenen Bahnhofspassagen zeigt sich bereits seit einigen Jahren wie gut die-
ses Material für öffentliche Transiträume geeignet ist. 
Die gewählte LED -Beleuchtung ermöglicht die notwendige Lichtstärke bei geringem Energiever-
brauch, ist äußerst langlebig und in der Lichtfarbe steuerbar. 
 
Decke 
Die Decke wird in ihrem Verlauf ebenso beruhigt und verläuft auf einer Höhe bis kurz vor die beiden 
Tunnelzugänge. Dann steigt sie leicht an und zeigt sich in den Außenansichten mit einer geringen 
Aufbauhöhe. Mit dieser einladenden Geste werden die Passierenden in den Tunnelraum geführt. Der 
horizontale Abschluss des Tunnelraums wird durch ein leicht reflektierendes Material geformt, in dem 
sich die Wald -Wände diffus widerspiegeln. Analog zu den Wänden wird hier die Wahrnehmung einer 
Raum-Aufweitung, hier in die Höhe, erzeugt. Der Verbindungsraum erscheint nicht „gedeckelt“ oder 
abgeschlossen, sondern weitet sich wohltuend nach oben auf. 
 
Die Decke wird unterhalb der vorhandene Betonverbunddecke mit leichten Edelstahl -Paneelen ver-
kleidet. Dazu werden die reversiblen Paneele von der Bestandsdecke abgehängt. Die Zugänglichkeit 
der Betonverbunddecke zu Revisionszwecken bleibt somit sichergestellt.

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Die mattierte Oberfläche der Edelstahl -Paneele reflektieren das Licht der Glas wände und gibt dem 
Raum einen lichten und vertikalen Charakter, zudem spiegelt es schemenhaft die Waldabbildungen 
sowie die Passierenden. Die bestehende gedrungene, horizontale Raumwirkung des Hamburger 
Tunnels wird so in eine freundliche, positive und eher vertikale Raumwahrnehmung transformiert. 
Um die leicht gedämpfte Akustik eines Waldes zu erzielen, erhalten die Paneele zudem ein sehr fei-
nes, durchgängiges Lochbild, das den Schall „schluckt“ und erlaubt, dass nicht die Geräusche der 
Passierenden dominieren, sondern die eingespielten Waldgeräusche von raschelndem Laub und der 
abgebildeten Tiere. 
Die, nach oben offene, Fuge zwischen dem Tunnelkopf West und dem derzeitigen Bankgebäude wird 
überdacht und aus dem Innenraum nicht mehr wahrnehmbar sein. So bleibt die Kontinuität des 
Raums, unabhängig von Witterungseinflüssen, bestehen. 
 
Boden 
Der Boden stellt alle funktionalen und atmosphärischen Anforderungen an die Bewegung der Passie-
renden sicher und verbindet durch seine „fließende“ und prägnante Charakteristik die beiden Tunnel 
Zugänge. Auf der subtil reflektierenden Oberfläche des leicht grün eingefärbten Asphalts weisen de-
zente, aber gut wahrnehmbare Markierungen die Bereiche für die jeweiligen Verkehrsteilnehmenden 
aus. 
Der transformierte Stadtraum des Hamburger Tunnels kann von allen Personen gleichberechtigt und 
ohne Einschränkungen schwellenlos genutzt werden. Barrierefreie Orientierungshilfen werden vorge-
sehen und im weiteren Entwurfsprozess im Detail bearbeitet. 
 
Der leichte Grünton verstärkt die beruhige Wirkung des Raums und wird somit auch Teil des Waldmo-
tivs. Seine leicht reflektierende Oberfläche und Farbe verstärken den Eindruck des „Eintauchens“ in 
eine ganz eigene und für die Erwartungen an den Ort überraschende Atmosphäre. Die Trennung zwi-
schen den Bereichen für zu fußgehende und radfahrende Personen erfolgt durch eine in den Asphalt 
eingelassene Leuchtlinie, die Orientierung schafft und zusätzlich die Decke aufhellt. 
Die vier Raumbegrenzungen des Hamburger Tunnels formen gemeinsam einen  charaktervollen 
Raum, der über die eigentlichen Raumgrenzen hinaus weißt und die Passierenden auf ihrem kurzen 
Weg angenehm geleitet und dabei positiv stimmt. 
 
Tunnelzugänge 
Die Bereiche vor den Zugängen werden mit ergänzenden Baumpflanzungen versehen und von den 
Raum verunklarenden Elementen befreit. Durch die Erweiterung des Parkangebots für Fahrräder 
können die Abstellflächen direkt vor den Zugängen rückgebaut werden, um so eine gute Übersicht-
lichkeit und hindernisfreie Einsicht in den Tunnelraum herzus tellen. Der Verkehrsfluss zum Bremer 
Platz ist bereits klar geregelt, am Berliner Platz ist mit der Umsetzung des Projektes eine solche Klar-
heit noch herzustellen. 
 
Umbau Phase 2 – Anbindung an die Bestandsaufzüge 
Die Anbindungen an die Bestandsaufzüge werden durch räumliche Aufweitungen, analog zu Lichtun-
gen im Wald - zu einem späteren Zeitpunkt nach Klärung der Finanzierung - hergestellt. Die Kontinui-
tät der nördlichen Tunnelwand und der Glasverkleidung bleibt bestehen. Durch die Schrägstellung 
von je zwei Wänden öffnet sich der Raum zu den Aufzügen großzügig und kann so auch größeren 
Gruppen an Radfahrenden ausreichend Warte- und Bewegungsraum bieten.“ (vgl. Entwurfsbeschrei-
bung im Rahmen der Mehrfachbeauftragung) 
 
 
Die nächsten Schritte und Umsetzung 
 
Entsprechend den Aussagen der Vorlage V/0377/2024 „Innenstadt stärken: Beantragung von Städte-
baufördermitteln für INSEK Münster-Innenstadt Maßnahmen 2025-2029“ wird auch für den Hambur-
ger Tunnel mit seinen Anschlüssen an den Berliner Platz (Süd) und den Bremer Platz im Rahmen des 
Maßnahmenbündels „Gesamtmaßnahme Zukunftsgerechte Innenstadtplätze“ ein Förderantrag auf 
Städtebauförderung zum 30.09.2024 gestellt.

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Parallel zum Maßnahmenbündel 1 der o.g. Vorlage sollen auch für die Maßnahme „Umgestaltung des 
Hamburger Tunnels als Verbindungsachse zwischen Altstadt/Berliner Platz und Bremer 
Platz/Ostseite Bahnhof“ (M2.16) Fördermittel eingeworben werden, um auch diese Maßnahme zeit-
nah umsetzen zu können. 
 
Nach den Kriterien der neuen Förderrichtlinien erhält die Stadt Münster mit der ersten Bewilligung des 
Maßnahmenbündels  „Gesamtmaßnahme Zukunftsgerechte Innenstadtplätze“ die Möglichkeit, den 
aus der Mehrfachbeauftragung hervorgegangenen Entwurf des Büros Behet-Bondzio-Lin weiter aus-
arbeiten zu lassen und die Kostenschätzung weiter zu konkretisieren, so dass eine umsetzungsfertige 
Entwurfs- und Ausführungsplanung entsteht, die dann – eine entsprechende weitere Bewilligung von 
Fördermitteln und der Darstellung der städtischen Eigenmittel im Haushalt vorausgesetzt – nach er-
folgter Ausschreibung und Vergabe ab ca. 2026 ff. in die Realisierung gehen kann.  
 
Das Büro Behet-Bondzio-Lin soll mit der Konkretisierung des Entwurfes beauftragt werden und die für 
die Umsetzung erforderliche Planunterlagen, Beschreibungen und Kostenberechnungen erarbeiten. 
Dabei wird die Entwurfsidee des Wald -Motivs nur im eigentlichen Tunnel zur Anwendung kommen 
und sich klar zu den anliegenden Platzbereichen Berliner Platz (Süd) und Br emer Platz abgrenzen. 
Hier erfolgt dann auch der Übergang von dem „grünen“ Waldboden zur normalen Gestaltung des Bo-
denbelags der beiden Platzteile.  
Parallel erfolgt die weitere Abstimmung mit dem Eigentümer des Tunnels, der Deutschen Bahn AG, 
sowie mit dem Eigentümer des Bankgebäudes.   
 
Das Büro wird gleichwohl auch Gestaltungsvorschläge für die beiden unmittelbaren Vorplatzbereiche 
erarbeiten, die sich an den bereits vorgestellten Ideen orientieren. Ziel ist dabei, das Wald-Motiv in die 
tunnelangrenzenden Stadtraum- bzw. Platzraumgestaltung hineinzuziehen um somit einen anspre-
chenden Übergang vom „Wald-Tunnel“ zum „Wald-Platz“ zu erhalten. Dabei ist es Ziel, auf der Ost-
seite die bereits vorhandenen Gestaltungselemente aufzunehmen und zu ergänzen bzw. neu zu kon-
figurieren und nach Möglichkeit weitere Baumstandorte einzurichten (im Boden oder in Kübeln ge-
pflanzte Bäume).  
Auf der Westseite muss die Platzraumgestaltung im Rahmen der Zufahrt zum Hamburger Tunnel neu 
entwickelt werden und dabei auch auf die Int eressen der Eigentümer reagieren. Auch hier sind zu-
sätzliche Baumpflanzungen Ziel, die aber in Abhängigkeit zu im Boden verlaufenden Leitungen zu 
planen sind. Ggf. müssen die Ergänzungen hier überwiegend durch in Kübeln gepflanzte Bäume rea-
lisiert werden. Insgesamt gesehen soll der Berliner Platz Süd perspektivisch darüber hinaus eine an-
sprechende Neugestaltung erhalten, die für mehr Aufenthaltsqualität sorgt und perspektivisch eine 
Belebung dieses Stadtplatzes – in Abhängigkeit von den zukünftigen Nutzungen in den angrenzen-
den Gebäuden – ermöglicht.  
 
In Zusammenhang mit dem in Aufstellung befindlichen Mobilitätskonzept Münster 2035 und der Pla-
nung der Velorouten kommt dem Hamburger Tunnel zukünftig eine wichtige innerstädtische Verbin-
dungsfunktion zu, darauf hat der Entwurf des Büros Behet-Bondzio-Lin eine passende Antwort gege-
ben. Somit ist zu erwarten, dass die die Attraktivität dieser Verbindung zukünftig der ihr zugedachten 
Funktion einer attraktiven Ost-West-Verbindung entsprechen wird.  
 
Wenn es künftig gelingt, eine Finanzierung der mit der Machbarkeitsstudie der DB AG nachgewiesen 
zusätzlichen Erreichbarkeit aller Bahnsteige über die ehemaligen Aufzüge des Posttunnels zu reali-
sieren, wird der Hamburger Tunnel, zusätzlich zu seinen heutigen Funktionen, eine zentrale Aufgabe 
in der verkehrlichen Erschließung des Hauptbahnhofes übernehmen können . Insbesondere wenn 
perspektivisch über den Hamburger Tunnel die Möglichkeiten geschaffen werden kann, durch einen 
weiteren Zugang jeden Bahnsteig des Hauptbahnhofes Münster auf kurzen Wegen zu erreichen.  
Die im Rahmen der Mehrfachbeauftragung erfolgte Berücksichtigung für diese zweite Ausbaustufe 
des Hamburger Tunnels wird auch bei der jetzt anstehenden Entwurfs- und Ausführungsplanung mit-
gedacht und perspektivisch mit eingeplant. Die vorgeschlagenen Glaselemente der südlichen Tun-
nelwand werden derart vorbereitet, dass sie mit geringem Aufwand umgebaut werden können und 
somit die dem Entwurf zugrundeliegenden Idee der Waldlichtungen dann realisiert werden kann. Die-
se zusätzliche Erschließung könnte auch die Planungen zum S-Bahn-Konzept Münsterland unterstüt-

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zen, indem über den Hamburger Tunnel Erreichbarkeiten und Zugänge zu Gleisanlagen und (neuen) 
Bahnsteigen möglich sind und Wegeverbindungen für die Bahnreisenden ergänzt und optimiert wer-
den können. Bei dem Neu- oder Umbauvorhaben des Eigentümers auf der Westseite ist beabsichtigt, 
die Planungen zum S-Bahn-Konzept in das Gesamtkonzept zu integrieren, so dass zukünftig optimale 
Bedingungen für die Bahnreisenden entstehen werden. 
 
Die städtebaulich anspruchsvolle, umfassende Erneuerung und Aufwertung des Bereichs um den 
Hauptbahnhof kann mit dem Schritt der Neugestaltung des Hamburger Tunnels und seiner Ergän-
zungsbereiche ein weiteres, großes Stück vorangebracht werden. 
 
 
 
i.V. 
 
gez. 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
 
 
Anlage A 
Anlage 1 – Ergebnisse des Auswahlverfahrens

Beratungsverlauf (5)

27.08.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.4 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.09.2024 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 5.4 Vorberatung
Zur Sitzung
05.09.2024 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.7 Vorberatung
Zur Sitzung
11.09.2024 Hauptausschuss
TOP 13.1 Vorberatung
Zur Sitzung
11.09.2024 Rat
TOP 23.1 Entscheidung
Zur Sitzung

Orte (4)

  • Hamburger Straße
  • Berliner Platz 29a
  • Bremer Platz
  • Promenade

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
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Typ
Vorlagen
Datum
23.07.2024
Erstellt
17.07.2024 18:44