V/0127/2013
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen Wiedeiken (Amelsbüren), Stratmannweg ( Mecklenbeck) und Kinderbachtal (Kinderhaus)
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4. Konzeptunterlagen Ev.Jugendhilfe für Kita Stratmannweg
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Zukunft gelingt gemeinsam. Evangelis "4 Bewerbung um die Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung im Stratmannweg in Münster Mecklenbeck Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH Viefhoek 17 48565 Steinfurt Fon 02551-933430 Fax 02551-934343 www ev-jugendhilfe.de info@ev-jugendhilfe.de Bank fur Kırche und Sitz. Hıddenhausen Diakonie eG - KD-Bank HRB Bad Oeynhausen 6337 BLZ 350 601 90 Geschaftsfuhrer Gerd Dworok Kto.-Nr. 211 431 4016 Kindertageseinrichtung Stratmannweg, Münster-Mecklenbeck Gliederung Kinder sind Forscher 1. 1.1 1.2 1.3 1.4 2:1 4 2,3 2.4 2.5 2.6 Bud 3.1 3.2 33 Die Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH Erfahrung des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung Erfahrung und professionelle Strukturen für den Betrieb der Kindertagesbetreuung Erfahrungen in der integrativen Erziehung und heilpädagogischen Förderung von Kindern mit Behinderung Qualitätsstandards und-entwicklung des Trägers Fachliches Konzept Pädagogische Grundlagen Orientierung an den Lebenswelten der Kinder und Familien Grundsätze für Bildung und Sprachförderung Vereinbarkeit von Familie und Beruf Flexible und bedarfsgerechte Öffnungs- und Betreuungszeiten Angemessene Betreuung während der Ferien und Schließungstage Zusammenarbeit mit den Eltern Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Kooperation im Sozialraum Kooperationsbezüge im Stadtteil Mecklenbeck Kooperation mit anderen Hilfesystemen für Kinder Beteiligung an der Jugendhilfeplanung Übernahme des Trägerkostenanteils Seite 10 11 12 12 14 14 15 45 16 16 16 Evangelische Jugendhilfe Hnsernd Evangelisc) ee Juge ilfe ü nd Kinder sind Forscher, die Neugier treibt sie voran, sie gehen auf Entdeckungsreise und erobern sich ihre Welt. Ihr Leben ist ständiges Lernen, Neues ausprobieren, Situationen erfühlen und Zusammenhänge erkennen. Ihre wichtigsten Partner sind andere Kinder; Jüngere, denen sie etwas zeigen, was sie selbst schon lange können, Gleichaltrige für ihr Forscherteam, Ältere, um zu sehen, was sie als nächstes lernen wollen. Sie brauchen und wollen Gruppen für große Spielaktionen, zum Erkennen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten, zum sich Verbünden, Quatsch machen und streiten. Der Kindergarten ist der spezielle Raum für all diese Wünsche, Bedürfnisse und Ziele. Evangelische Jugend! ne ' _ Mnsterl Beschreibung unserer Angebotspalette und des Konzeptes der neuen Kita in Münster-Mecklenbeck, am Stratmannweg 1. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland Leitlinien der evangelischen Jugendhilfe Münsterland Unser Menschenbild Wir glauben an die schöpferische Kraft des Menschen. Die Suche nach Identität, Gemeinschaft, Sinn und Glück bestimmt den Menschen wesentlich. Wir betrachten den Menschen als etwas Werdendes, der durch die eigenen Erfahrungen lernt und sich und seine Umwelt immer wieder neu entwirft. Unser pädagogischer Ansatz Entwicklung und Veränderung geschehen in menschlicher Begegnung. Jeden Menschen als einzigartig zu achten und zugleich seine Wünsche und Bedürfnisse als Teil der eigenen Einzigartigkeit wieder zu erkennen ist der Kern unseres pädagogischen Verständnisses. Wir wollen durch unsere Arbeit Menschen darin unterstützen, in ihrer Selbstständigkeit zu wachsen, Urteilskraft zu gewinnen und Lebensfreude Raum zu geben. Wir wollen Menschen darin begleiten, Gemeinschaft und Beziehung gelingend zu gestalten. Leitlinien zur Umweltpolitik Die Ev. Jugendhilfe Münsterland ist ein dezentral wirkender Träger mit über 90 Standorten in den Münsterlandkreisen. Wir konzentrieren uns darauf, die Menschen in ihren jeweiligen lokalen Sozialräumen zu unterstützen. Unser Auftrag ist es, bedarfsgerechte pädagogische Konzepte für Kinder, Jugendliche und deren Familien zu entwickeln. Dabei sollen die jungen Menschen in ihrer eigenständigen Lebensführung nachhaltig gestärkt werden. Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde im gestaltbaren Umfeld ist ein zentraler Aspekt dieser Nachhaltigkeit. Die Finanzierung unserer Arbeit geschieht fast ausschließlich über öffentliche Mittel. Deshalb ist der effiziente Einsatz dieser Mittel uns stets ein wichtiges Anliegen. Unser Gestaltungsspielraum muss dahingehend genutzt werden, dass die zur Verfügung stehenden Mittel in möglichst großem Umfang zugunsten unserer pädagogischen Arbeit eingesetzt werden. Es wird zunehmend deutlich, dass finanzielle wie personelle Investitionen in den Umweltschutz Zukunftsanlagen sind. ische? na ü and Unser Anliegen bezieht sich auf eine möglichst nachhaltige un ressourcenschonende Gestaltung unserer Arbeits- und Organisationsprozesse im Sinne der Sorge für zukünftige Generationen. Insgesamt sehen wir uns als sozialer Dienstleister besonders verpflichtet, uns in der Umweltpolitik zu engagieren. In diesem Engagement liegt die Chance die Umwelt für zukünftige Generationen zu schonen und zu schützen, damit ein menschenwürdiges Leben auch in Zukunft weiter möglich sein wird. Unsere Angebote Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland sichert mit ihren Angeboten in 25 Städten und Gemeinden eine sozialraumnahe Unterstützung in der Kinder- und Jugendhilfe ab. Über 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 90 Projekten vermitteln jährlich über 2.000 Kindern, Jugendlichen und deren Familien Perspektiven. Die Angebotspalette ist breit gefächert: e 7 Kindertageseinrichtungen, davon zwei zertifizierte Familienzentren und zwei zertifizierte Verbundfamilienzentren e 1.additive Kindertageseinrichtung mit 3 Gruppen G1 und 8 Plätzen für Kinder mit seelischer und geistiger Behinderung °e 12 offene Ganztagsgrundschulen e 26 Angebote stationärer Wohnformen e 8 Tagesgruppen e 24 Angebote flexibler Hilfen zur Erziehung und Sozialpädagogische Familienhilfen oe Jugendschutzstelle e Projekte der Jugendberufspädagogik e 150 Pflege- und Erziehungsstellen e Rufbereitschaft im Zuge des Kinderschutzdienstes im Kreis Steinfurt Die Angebote in den jeweiligen Städten und Gemeinden sind miteinander vernetzt und bilden interdisziplinäre Teams. Diese Zusammenarbeit ermöglicht auch eine Fallbesprechung oder kollegiale Beratung. In der Stadt Münster halten wir zurzeit folgende Projekte vor: ° Kindertageseinrichtung Lichtblick in Gievenbeck e Ambulante erzieherische Hilfen Münster e Mädchenwohngruppe Münster e Wohngemeinschaft C’est moi e Wohngruppe an der Werse Wir möchten ein bedarfsgerechtes Angebot ermöglichen, uns beteiligen an der jeweiligen sozialräumlichen Infrastruktur und diese mit entwickeln. Wir wollen, dass die passgenaue Hilfe und Unterstützung bei Kindern, Jugendlichen und Familien ankommt. Evangelische Jugendhilfe Verantwortungsübernahme zu ermöglichen, ist die Grundlage unseres Handelns. Die wesentlichen Prinzipien unserer Arbeit: e Erziehungspartnerschaft e Kooperation und Netzwerk e Partizipation e Transparenz und Offenheit e Glaube an die Fähigkeit und Ressource zur Entwicklung und Selbstverantwortung oe Kritikbereitschaft und Kritikfähigkeit Wir sind ein Träger, der ein christliches Wertebild in seiner Arbeit zugrunde legt. Unsere Religionspädagogik ist christlich und weltoffen, unser Profil ist evangelisch. 1.1 Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung Die Jugendhilfe Münsterland . ist Träger von zurzeit 8 Kindertageseinrichtungen. Unsere erste Kindertagesstätte haben wir 01.08.1996 in Hörstel übernommen, danach folgten Einrichtungen in Greven- Reckenfeld, Rheine-Mesum, Münster und Saerbeck. In der Gemeinde Saerbeck betreiben wir drei Kindertageseinrichtungen. Unsere jüngste Kita hat am 27.08.2012 den Betrieb in Greven aufgenommen. Zurzeit betreuen wir in diesen Kitas insgesamt 535 Kinder in den Gruppenformen |, Il und Ill. Nach dem Motto „Es ist normal verschieden zu sein“ werden unsere Einrichtungen von Kindern mit und ohne Behinderung im Rahmen von Einzelintegration besucht. In der Kita in Greven ist eine heilpädagogische Gruppe angeschlossen. 1.2 Erfahrungen und professionelle Strukturen für den Betrieb der Kindertageseinrichtung Die Kindertageseinrichtungen sind in das Gefüge der Verwaltung der evangelischen Jugendhilfe Münsterland fest eingebunden. Die Finanz-, Personal- und Fachverwaltung findet auf Basis der jahrelangen Erfahrung der Jugendhilfe statt. Der Verwaltungssitz ist in Steinfurt. Die Einstellung der Mitarbeiterinnen orientiert sich an den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIll und dem Landesausführungsgesetz NRW KiBiz. Alle Leiterinnen der Tageseinrichtungen des Trägers arbeiten in einem Facharbeitskreis zusammen. In den einzelnen Kommunen beteiligen sich die Leiterinnen auch an trägerübergreifenden Zusammenschlüssen. Alle Projekte der Jugendhilfe Münsterland sind in 11 Regionen zusammengefasst. Die Leitungskräfte aller Projekte treffen sich regelmäßig in den Regionalkonferenzen. Mit dieser Systematik ist eine Zusammenarbeit aller Projekte, Multiprofessionalität und kollegiale Beratung gewährleistet. and Evangelische Jugendhilfe Diese Form der Zusammenarbeit bietet für die Region eine sozialräumliche Ausrichtung, die ihresgleichen sucht. Fort- und Weiterbildungen werden sowohl trägerintern angeboten, als auch selbstverständlich außerhalb des Trägers ermöglicht. Das pädagogische Personal kann nach Bedarf Supervision erhalten. Der Fachbereich KiTas wird fachlich und organisatorisch von einer erfahrenen pädagogischen Leitung des Trägers begleitet, unterstützt, weiterentwickelt und verantwortet. Die enge Bindung an den Träger und dessen Leitlinien ist garantiert. 1.3 Erfahrungen in der integrativen Erziehung und heilpädagogischen Förderung von Kindern mit Behinderung Die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung ist für die Ev. Jugendhilfe Münsterland in allen Einrichtungen selbstverständlich. Die Gemeinschaft aller Kinder, das Bedürfnis nach Beziehung und Entwicklung, nach Selbstbildung und Zugehörigkeit ist für alle Kinder gleich, unabhängig von Herkunft, Religion, Intelligenz oder körperlicher Beeinträchtigung. Wir streben daher im Sinne der Inklusion eine umfassende Verwirklichung dieses Grundgedankens an. In unseren Kindertageseinrichtungen wird schon viele Jahre integrativ in Form der Einzelintegration gearbeitet. In den meisten Einrichtungen beschäftigen wir Heilerziehungspflegerinnen und Heilpädagoginnen. Zusätzlich bauen die Einrichtungen Kontakte zu den ortsansässigen Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten auf, damit Therapien im Haus gegeben werden können. Gerade auch vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entlasten wir die Eltern auf diese Weise. In Fragen der heilpädagogischen Förderung arbeiten wir mit dem Evangelischen Fachverband der Tageseinrichtungen für Kinder in Westfalen- Lippe (EVTA) in Münster zusammen. 1.4 Qualitätsstandards und -entwicklung des Trägers Qualitätsmanagement ist für uns ein Muss. Die Kitas in unserer Trägerschaft arbeiten nach dem Qualitätsmanagementsystem IQUE - Integrierte Qualitäts- und Personalentwicklung. Erarbeitet und umgesetzt ist der Kernprozess „Zusammenarbeit mit Familien“, zurzeit erarbeiten wir Leitsätze und Indikatoren „Bildungsprozesse im Kontext der Reggio-Pädagogik“. Das IQUE ist ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung der Familienzentren. Die neue Einrichtung wird in dieses Verfahren eingeführt und kann von dem Prozess der anderen Kindergärten profitieren. Wir haben uns für dieses Konzept entschieden, weil: e Wir die Qualität der Arbeit in den Tageseinrichtungen stärken und sichern wollen eo Das Konzept Prozesse in Gang setzt und alle beteiligt werden: Pädagogische Fachkräfte, Eltern, Träger Evangelische a a e Wir damit eine Form gefunden haben, die Qualität unserer Arbeit zu dokumentieren oe Dieses System zu unserer Organisation und zu unseren Zielen passt e Wir es wichtig finden, eine wertschätzende Kultur der Zusammenarbeit zu pflegen e Wir Veränderungs- und Entwicklungsprozesse aktiv gestalten wollen e Wir fest daran glauben, dass freudvolles Lernen Haltung und Handeln pädagogischer Fachkräfte qualitativ verbessert Der Kernprozess „Zusammenarbeit mit Familien“ stand bei uns im Vordergrund, weil: oe Wir Kindertageseinrichtungen schon immer als Begegnungsorte im Sozialraum verstehen e Wir davon überzeugt sind, dass Aufwachsen von Kindern ein Klima von Achtung und Wertschätzung aller Beteiligter braucht e Bildung und Erziehung von Kindern in einer Erziehungspartnerschaft gut gelingen kann e Die Familie der Schlüssel zum Kind ist e Wir unsere Angebote nach den Bedarfen vor Ort entwickeln wollen e Familie das Thema der Gegenwart und Zukunft ist 2. Fachliches Konzept Die Kindertageseinrichtungen der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland verstehen sich als Bildungseinrichtungen und als Begegnungsstätten für Familien. Aus diesem Grund sind 5 von 8 Einrichtungen zertifizierte Familienzentren NRW. Eine grundlegende Idee ist der Präventionsgedanke: je früher wir Kindern und Familien ein umfassendes und tragfähiges Konzept bieten, desto wirkungsvoller kann dies für die Zukunft sein. 2.1 Pädagogische Grundlagen Die Arbeit der Kindertageseinrichtungen der Ev. Jugendhilfe basiert auf den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIII und dem Landesausführungsgesetz NRW KiBiz. Tageseinrichtungen für Kinder sind die ersten institutionellen Bildungsorte für Kinder. Der Bildungsauftrag ergibt sich aus $1 KiBiz und wird dort als erste Forderung an die Einrichtungen genannt. Die Basis des Handelns der pädagogischen Fachkräfte bilden „Die Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Bildungsarbeit der Tageseinrichtungen für Kinder“ und „Die Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 - 10 Jahren in Tageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“ Das Konzept unserer Kitas ist die Offene Arbeit und orientiert sich an der Reggio-Pädagogik, die nach dem 2. Weltkrieg in den kommunalen Kindertagesstätten in der norditalienischen Stadt Reggio-Emilia entstand. Evangelische ugendhilfe ünsterland l In unseren Einrichtungen wird mit Stammgruppen, Bildungsräumen und Hin Kleingruppen gearbeitet. Die Räume und ihre Möglichkeiten sind wichtige Größe in der Reggio Pädagogik. Sie geben Geborgenheit, z.B. der Gruppenraum mit seinen Rückzugszonen und fordern zum Aktiv-werden heraus, z.B. das Atelier. Die Materialien sind offen und einladend präsentiert und werden von den Kindern und den Erzieherinnen erweitert. Besonders wichtig sind verschiedene Spiegel in unterschiedlicher Höhe angebracht, als Provokation die körperliche Identität wahrzunehmen und zu akzeptieren. Dazu kommen noch Verkleidungszonen, Schattentheater, Projektoren und Leuchttische. Das alles dient dazu in Rollen zu schlüpfen, mit anderen Kindern zu kommunizieren und die Welt zu erkunden. Die Wände eines Reggio Kindergartens erzählen von Projekten der Kinder und lassen andere Kinder und Erwachsene an den Erkenntnissen teilhaben. Durch Fotos, gemalte Bilder, erarbeitete Werke und Aufzeichnungen können Gäste und Bewohner unseres Hauses das Projekt begleiten. Die Reggio-Pädagogik, als Erziehungsphilosophie, hat ein optimistisches Bild vom Kind und seinen Rechten. „Das Kind hat 100 Sprachen, 100 Hände, 100 Weisen zu denken, zu sprechen und zu spielen, 100 Welten zu entdecken, 100 Welten zu träumen.” (L. Malaguzzi) Evangelische Juge nr Unser Bild vom Kind Jedes Kind hat eine eigenständige Persönlichkeit, es hat ein Recht auf Anerkennung und Achtung. Ein Kind zu achten bedeutet: e Es als Mensch mit seinen Fragen und Antworten ernst zu nehmen e Seine Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen e Sein Eigentum und sein Handeln zu achten und zu respektieren e Eszu beteiligen, sich mit ihm auseinanderzusetzen e Sein Recht auf eine eigene Meinung zu fördern e Das Handeln von Erwachsenen zu erklären und transparent zu machen oe Seinen kulturellen und religiösen Hintergrund zu kennen und zu berücksichtigen oe Es als Teil seiner Familie, der Nachbarschaft, seines ganzen sozialen Umfeldes zu sehen Auf der Grundlage unseres Leitbildes nehmen wir in unseren Kindertageseinrichtungen Kinder und Erwachsene als einzigartige Menschen an und begegnen ihnen mit Wertschätzung. e Wir setzen uns mit dem Leitbild der Ev. Jugendhilfe Münsterland auseinander, reflektieren unser pädagogisches Handeln und überprüfen die Umsetzung. e Wir verständigen uns im Team darüber, was wertschätzendes Handeln ausmacht und integrieren es in unseren Alltag. e Wir schaffen eine Atmosphäre in der jedes Kind in seiner Einzigartigkeit angenommen wird e Wir schaffen Voraussetzungen in denen sich Erwachsene in ihrer Lebenswirklichkeit bei uns willkommen fühlen (Auszug aus den Leitlinien und Indikatoren zur Zusammenarbeit mit Familien für die Tageseinrichtungen für Kinder der Ev. Jugendhilfe Münsterland) Struktur Kinder brauchen Orientierungshilfen durch klare räumliche und zeitliche Strukturen, sie benötigen Wurzeln und Flügel. Dies widerspricht nicht der offenen Arbeit in unseren Häusern, denn die Offenheit bedeutet auch eine Haltungs- und Einstellungsfrage von Erwachsenen. In unseren Kindertagseinrichtungen sind wir inspiriert von der Reggio- Pädagogik. Die Kinder besuchen ihre Stammgruppe, die ihnen ein Zusamrgengehörigkertspsfiihl vermittelt. Auf der Grundlage der Sicherheit erobern die Kinder die anderen Räume, wie den Rollenspiel= raum, den Bauraum, das Atelier, das Bistro, das Bällebad, den Wahrnehmungsraum und den Bewegungsraum. Durch Impulse der Umwelt werden Angebote und Projekte entwickelt, die von den Erziehern/innen begleitet Evangelische ee werden. Wir entwickeln mit den Kindern nachvollziehbare Regeln al Orientierung. Damit wir den Kindern in ihrer Entwicklung gerecht werden, sind uns folgende Punkte sehr wichtig: e Das optimistische Bild vom Kind (Kinder sind aktive Konstrukteure und besitzen große Potentiale) e Der Raum als dritter Erzieher (transparente, räumliche Strukturen, anregende Materialien, die zur Erkundung auffordern und autonome Lernschritte ermöglichen) e Rechte der Kinder (Recht auf Bildung, Mitbestimmung, Unversehrtheit an Leib und Seele, Erfahrungen mit Gleichaltrigen, Lernen, schöpferisches Leben, Anerkennung, Beziehung, Wertschätzung ihrer Person und ihres Handelns und Ausbildung des Selbst) e Partizipation (aktive Beteiligung, Mitbestimmung und Mitwirkung) e Lernen durch entdeckendes und forschendes Tun (wir bieten den Kindern mit unserem Haus, den Gegebenheiten dort, den Materialien und den Impulsen die Möglichkeit zum forschenden Lernen) e Die Rolle der Erzieherln als Begleiter und Partner (wir verstehen uns als Entwicklungsbegleiter der Kinder, der beobachtet, Impulse gibt und Hilfen anbieten kann, wenn dies erforderlich ist) e Projekte mit Kindern gemeinsam erarbeiten (wir greifen Themen der Kinder auf und begleiten sie bei der Suche nach Antworten auf ihre Fragen. Projektthemen können von den Kindern, aber auch von den Erziehern oder von außen kommen) e Beobachten und dokumentieren (durch Beobachtung erfassen wir die Kompetenzen eines Kindes und dokumentieren sie mittels Fotos, Bildern, Beschreibungen, EVTA-Beobachtungsbogen) e Erziehungspartnerschaft mit den Eltern (die Eltern sind unsere ersten Ansprechpartner und die Experten in allen Fragen ihres Kindes. Wir sprechen uns mit ihnen ab und dokumentieren die Entwicklung jedes Kindes) e Kooperation mit anderen Institutionen (innerhalb einer Sozialraumanalyse werden wir den Kontakt zu den Grund- und Förderschulen, dem Schulzentrum, den Therapeuten, den ortsansässigen Einrichtungen suchen und eine Zusammenarbeit aufbauen. Im Hinblick auf die Kinder mit einer geistigen Behinderung werden wir Therapieangebote vorhalten) e Fort- und Weiterbildung des Personals (Fort- und Weiterbildung unserer pädagogischen Fachkräfte ist uns im Hinblick auf gute pädagogische- und sozialräumliche Arbeit sehr wichtig und wird sehr unterstützt) Evangeli sche” f Jugendhilfe 2.2 Orientierung an den Lebenswelten der Kinder und ihrer Familie Die Lebenswelten der Kinder haben sich verändert. Der demografische Wandel und familienstrukturelle Unterschiede haben ihren Einfluss auf die Arbeit in den heutigen Kindertageseinrichtungen. Mütter und Väter gehen einer beruflichen Tätigkeit nach, Eltern trennen sich, Familien formieren sich neu, familiäre Netzwerke sind häufig nicht vor Ort, außerfamiliäre Netzwerke sind unverbindlicher. Alleine diese Aufzählung macht einen veränderten Bedarf sichtbar und fordert auch ein verändertes Angebot ein. Die Kindertageseinrichtung muss Angebote machen, damit Mütter und Väter ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Dies bedeutet eine verlässliche Betreuung mit wenigen Schließtagen und eine tägliche Öffnungszeit, die dem Arbeitsalltag der Eltern möglichst nahe kommt. Darüber hinaus kann durch Kindertagespflege auf Einzelfälle reagiert werden. Die Kindertageseinrichtung dient aber auch als Netzwerkpartner oder Knotenpunkt für Kontakte und Kommunikation. Sie muss Eltern die Möglichkeit geben, Kontakte im sozialen Umfeld aufzubauen und Hilfestellung bei Problemlagen zu bieten. In der neuen Tageseinrichtung für Kinder in Mecklenbeck wird es regelmäßige Treffpunkte und Angebote für Eltern geben. Innerhalb der Strukturen der Ev. Jugendhilfe Münsterland sind wir in der Lage schnell niederschwellige Angebote zu installieren. Wir gehen davon aus, dass wir in Mecklenbeck auf eine vielschichtige Elternschaft treffen. Es gibt Familien mit Migrationshintergrund, gut integrierte Familien, aber auch Familien mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Wir sehen das Haus daher, ähnlich wie unsere Kita Lichtblick in Gievenbeck, als besonderes Familienzentrum. Wir werden die Eltern abholen und an der Arbeit in der Kita beteiligen, es soll zu einem offenen Haus werden, in dem sich die Menschen des Stadtteils treffen können. Neu zugezogene Familien sollen nicht nur in die Kita integriert werden, sondern wir sehen das Haus auch als Möglichkeit Menschen in die vorhandenen Strukturen des Stadtteils zu integrieren. Ein besonderes Angebot ist da „FUN“ Familie und Nachbarschaft, wo es um das Gemeinsame und das Miteinander in der Familie und mit Nachbarfamilien geht. Ein weiteres Angebot kann ein Elternkompetenztraining sein, wie „Starke Eltern - starke Kinder“. Wir gehen davon aus, dass Familien nach Antworten auf Alltagsfragen suchen und auch hier möchten wir Beratungsangebote und Hilfestellungen vorhalten. Dies können Abende mit Referenten, aber auch offene Sprechstunden oder Beratungsstunden sein Eine aufsuchende Elternarbeit soll Barrieren abbauen. Wir sehen diese Kita in Mecklenbeck mehr als Familienzentrum, auch wenn es das Zertifikat hierzu nicht geben sollte. Wir möchten dort, über die Betreuung der Kinder hinaus, als Treffpunkt des Stadtteils gesehen werden. Wir werden -10- niedrigschwellige Angebote schaffen und versuchen die unterschiedlichsten Familien zusammenzubringen. Wir sehen uns dabei auch als Stadtteilakteure, die sich in vorhandene Netzwerke einbringen möchten. So sehen wir die besondere Bedeutung des Sportvereins DJK Wacker Mecklenbeck und auch des Arbeitskreises Jugend für die Entwicklung der Struktur des Stadtteils Mecklenbeck. Wir gehen davon aus, dass viele Kinder über die Mittagszeit betreut werden, so dass wir ein hohes Kontingent an Mittagsplätzen anbieten möchten. Wir planen in der neuen Kita die Mittagsverpflegung mit der Firma Apetito umzusetzen. Wir arbeiten schon einige Jahre mit Apetito zusammen und schätzen das Konzept, welches die Mahlzeiten recht frisch auf den Tisch bringt und keine lange Warmhaltezeiten vorsieht. Im Übrigen verzichtet Apetito auf Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, Süßmittel, Phosphat in Fleisch- und Wurstwaren. All dies ist ein guter Schritt zur gesunden Ernährung der Kinder. 2.3 Grundsätze für Bildung und Sprachförderung Kinder forschen und lernen mit allen Sinnen und benötigen dafür ausreichende Möglichkeiten, um sich spielerisch und schöpferisch mit ihrem Lebensumfeld auseinander zu setzen. Sie brauchen Zeit-Räume und Situationen für ihren spezifischen Lern- und Entwicklungsprozess. Die kindliche Eigentätigkeit, Engagiertheit und Selbstorganisation stehen dabei im Mittelpunkt. Wir unterstützen die Entwicklung der Kinder durch individuelle Förderung, geben Anregungen und Herausforderungen durch eine gut vorbereitete Umgebung. Wir begleiten die Kinder in ihrem „Selbstständig werden“ und stärken ihre Persönlichkeit durch positive Zukunftsaussicht. Kinder trainieren und erwerben im Spiel ihre Lebenskompetenz. Kinder unserer Einrichtungen finden in den Alltag eingebettet vielfältige Anregungen, um ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unterschiedlichste Gesprächsanlässe erweitern das Sprachverständnis, den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit der Kinder. Sie lernen dabei in den täglichen Morgenkreisen durch Gesprächsrunden, Geschichten, Lieder, Reime und Sprachspiele. Wichtig sind aber auch die vielfältigen Gespräche, die das Kind im Laufe des Kindergartentages mit anderen Kindern oder der Erzieherin = 11s Evangelisı eo Jugendhilfe ü land Evangelische Jugendhilfe N k führt. Ein anregendes Umfeld und gemeinsame Aktivitäten schaffen Japaner vielfältigen Gesprächsstoff. Sprache entwickelt sich auch in der Ganzheitlichkeit und benötigt Muskulatur, also Bewegung und Sinneswahrnehmung. Wir erfüllen den gesetzlichen Auftrag des Sprachstandsfeststellungstests Delfin 4 und machen gezielte Angebote der Sprachförderung. Mitarbeiterinnen unserer Einrichtungen sind in der Durchführung des „Bielefelder Screenings“ und des Förderprogramms „Hören-Lauschen-Lernen“ geschult. Mit „SISMIK“ steht uns ein Beobachtungsverfahren zur Verfügung, um Kinder, die zweisprachig aufwachsen, gezielt in der Entwicklung ihrer deutschsprachigen Fähigkeiten zu beobachten. All diese Verfahren ersetzen aber nicht die qualifizierte Sprachtherapie. wir können Logopäden Räume in unserem Haus anbieten, so dass Kinder diese Therapien während der Kindergartenzeit erhalten. 2.4 Vereinbarkeit von Familie und Beruf Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht die Betreuungszeit im Fokus des Interesses. Das Haus wird sich an den ortsgegebenen Bedarfen orientieren, die wir zu Beginn ermitteln und regelmäßig jährlich überprüfen werden. Für angestellte Mitarbeiter/innen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf genauso wichtig und so ermöglichen wir schon jetzt in unseren Projekten eine entsprechende Berücksichtigung der Lebensumstände einzelner Mitarbeiter/innen. 2.5 Flexible und bedarfsgerechte Öffnungs-- und Betreuungszeiten Wir gehen davon aus, dass die Kita eine 50 stündige Öffnungszeit haben wird. Wir werden uns an den Bedarfen der Eltern orientieren. Für die Planung gehen wir von einer Öffnungszeit von 7 bis 17 Uhr von montags bis freitags aus. Der große Arbeitgeber Brillux hat uns in einem Gespräch genau diese Zeiten angegeben. Mitarbeiter von Brillux benötigen eine Betreuung von ca 8 bis 16 Uhr und mit einer Randzeitenbetreuung von 7 bis 17 Uhr können wir diese Elternschaft gut bedienen. Innerhalb unserer Sozialraumanalyse haben wir auch den Leiter des Seniorenheim Meckmannshof nach gewünschten Öffnungszeiten befragt, auch er befürwortete diese 10 stündige Öffnungszeit. Er wies auch auf die vorhandene Problematik der Randzeitenbetreuung hin, der wir gerne mit Kindertagespflege begegnen würden Wir werden in der ersten Anmeldephase den Bedarf abfragen und dann entsprechend reagieren. Flexibilität kann garantiert werden, wenn jährlich die Bedarfe der Familien des Einzugsgebietes erfasst und überprüft werden. -12- ische Das Betreuungsangebot der Kita beträgt 25 / 35 oder 45 Stunden. „je Betreuungszeit von 25 Stunden ist für den Vormittag vorgesehen. Die 35 stündige Betreuungszeit kann geteilt gebucht werden, die 45 stündige Betreuungszeit sieht die ganztägige Betreuung vor. Die Betreuung und Bildung von Kindern in einer Kindertageseinrichtung ist Beziehungsarbeit, die möglichst kontinuierlich sein sollte. Es kann also nicht erstrebenswert für die Kinder sein, wenn Flexibilität so gesehen wird, dass Eltern sich die benötigten Stundenkontingente zusammensetzen können und Kinder dadurch vielleicht jeweils nur 2 Tage in der Woche in die Kita kommen. Dadurch entstehen keine Bindungen, weder zu den anderen Kindern, noch zu den Erziehern/innen. Eigene Bildungsprozesse der Kinder werden immer wieder unterbrochen und können nicht abgeschlossen werden. Auch Partizipation an den Geschehnissen der Kita wird so nur schwer umzusetzen sein. „Je jünger ein Kind ist, umso mehr spielen stabile Rahmenbedingungen, beständige Bezugspersonen und Verlässlichkeit im Lebensrhythmus für ein harmonisches Aufwachsen von Kindern eine wesentliche Rolle.“ (Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, 23. Bis 25.04.2008, Chorin: „Flexible Angebotsformen der Kindertagesbetreuung“) Trotzdem erkennen wir einen besonderen Bedarf von Familien bei der Betreuung ihrer Kinder. Wir vertreten die Meinung, dass wir diese beiden Angebote nebeneinander stellen sollten. Wir planen den normalen Kindergartenbetrieb für die Kita im Stratmannweg, aber zusätzlich noch die Implementierung von Tagespflege für die darüber hinausgehende Randzeitenbetreuung am ganz frühen Morgen oder späten Abend. Entsprechend der Bedarfsabfrage werden wir den Eltern ein Betreuungsangebot erstellen. Wir verstehen, dass nicht alle Eltern ihre Kinder bis zu einer bestimmten Uhrzeit in die Kita bringen können, hierfür gibt es im Einzelnen unterschiedliche Gründe. Diesen Eltern werden wir entgegen kommen, indem wir keine festen Bringzeiten vorgeben. Wünschenswert ist es die Kinder bis ca 9 Uhr zur Kita zu bringen, aber auch Nachzügler sind herzlich willkommen. Am Nachmittag müssen, nach der Mittagsruhe, keine festen Abholzeiten eingehalten werden, damit die Eltern ihren Tagesablauf optimal planen können. Evangelische Jugendhilfe nd Im Rahmen von sozialräumlicher Zusammenarbeit stellen wir uns eine Kooperation mit ortsansässigen Kindertageseinrichtungen vor, in der Schließzeiten miteinander abgeglichen werden und die Einrichtungen sich gegebenenfalls während Schließzeiten vertreten. Genauso ist ein Abgleich mit den Offenen Ganztagsgrundschulen vorgesehen. Falls Kinder aus unserer Einrichtung während Schließungstagen in eine andere Einrichtung gehen sollen, werden wir die Eltern bei der Eingewöhnung unterstützen. Wir gehen davon aus, dass wir die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr die Kita geschlossen haben. Im Sommer werden wir auch eine dreiwöchige Schließzeit vorhalten. Ansonsten stehen wir weiteren kreativen Lösungen offen gegenüber und werden die Betreuung durch eine Notgruppe prüfen. Wir werden die Schließtage auf ein Minimum reduzieren. 2.6 Angemessene Betreuung während der Ferien- und Schließungstage 2.7 Zusammenarbeit mit den Eltern, Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Eltern sind Experten ihrer Kinder und so haben Eltern in unseren Kitas nicht nur die Rolle der Erziehungsberechtigten, sondern wir verstehen uns als Erziehungspartner in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und als deren Begleiter. Bildung und Werteorientierung der Eltern und Familien sind maßgebend für die Arbeit in den institutionellen Einrichtungen. Nur durch den offenen Austausch kann im Sinne und Interesse des Kindes gehandelt werden. Es ist ein enorm wichtiger Bestandteil in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Positive, aber vor allem auch negative Rückmeldungen sind ein Garant für die Entwicklung pädagogischer Prozesse, die insbesondere für die Kinder von großer Bedeutung sind. Gegenseitige Wertschätzung ist somit Ausdruck des Vertrauens sowohl in die Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte, als auch in die Erziehung des Kindes durch die Eltern. So liegt uns nicht nur die Einbindung des Elternbeirats in unsere Arbeit sehr am Herzen, sondern auch die Zusammenarbeit mit jedem einzelnen Elternteil oder Erziehungsberechtigten. Wir erweitern regelmäßig unsere Fachkompetenz, ermutigen Eltern diese zu nutzen und bieten Hilfen und Unterstützung in Erziehungsfragen und Lebenssituationen. e Wir kennen unsere fachliche Kompetenz und nutzen unsere unterschiedlichen Stärken im Team e Wir vereinbaren regelmäßig Fortbildungen zur Erweiterung unserer Fachkompetenz und tauschen unser Wissen im Team aus. oe Wir machen unsere fachliche Kompetenz den Eltern gegenüber transparent und ermutigen sie, diese zu nutzen. e Wir machen uns die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Eltern bewusst, reflektieren welche Hilfen und Unterstützungen wir anbieten können und erkennen unsere Grenzen. -14- Evangelis Ife Münsterland Jugendhi; e Wir verständigen uns im Team darüber, mit welchen Institutionen m Beratungsstellen wir zusammenarbeiten, vereinbaren eine Form der Dokumentation, die wir regelmäßig aktualisieren und den Eltern bei Bedarf zur Verfügung stellen (Auszug aus den Leitlinien und Indikatoren zur Zusammenarbeit mit Familien für die Tageseinrichtungen für Kinder der Ev. Jugendhilfe Münsterland) Neben den regelmäßigen Elternsprechzeiten gibt es die Möglichkeit des täglichen Austauschs wichtiger Absprachen. Die Elternmitwirkungen in den gesetzlichen Gremien sind uns sehr wichtig. Erziehungs- und Bildungspartner sind für uns alle am Prozess beteiligten Personen und Einrichtungen. Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen und familienbezogenen Einrichtungen oder Diensten an. Wir sehen die Bildung der Kinder als einen Prozess, der nicht auf eine bestimmte Institution beschränkt ist, sondern sich vollzieht im Zusammenspiel von Eltern - Kindertageseinrichtungen — Schule, aber auch von Vereinen. Aus diesem Grund kann unser Angebot nicht abgetrennt von den anderen Gefügen gesehen werden. Wir streben eine Zusammenarbeit oder Öffnung hin u.a. zu den Sportvereinen, Musikschulen, Büchereien und / oder der offenen Ganztagsgrundschule an. Der Übergang von der Familie in die Kita muss genauso gut begleitet werden, wie der Übergang zur Grundschule. Wir streben gemeinsame Projekte, Elternabende, Hospitationen und Fortbildungen an. Beispiele können dabei sein: Netzwerkarbeit „Haus der kleinen Forscher“, ein gemeinsames Projekt gegen Gewalt. 3. Kooperation im Sozialraum „Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen“ (afrikanisches Sprichwort) Genauso braucht ein Kind die Angebote eines Dorfes, um sich zu entwickeln. 3.1 Kooperationsbezüge im Stadtteil Mecklenbeck Es ist uns ein Bedürfnis die Strukturen der Stadt aufzugreifen. Allgemein werden wir Kooperationen anstreben mit: e Loevelinglohschule, städt. kath. Grundschule Wiedaustr. 114 e Peter-Wust-Schule, städt. Grundschule Dingbängerweg 80 e Städt. Kindergarten In der Alten Schule Dingbängerweg 40 e Kindertagesstätte Kotenkotten e.V. Schwarzer Kamp 68 e Kindergarten St. Anna Dingbängerweg 59 e Tageseinrichtung für Kinder Maria Apericida Meckmannweg 72 oe Städt. Kita Mecklenbeck Brockmannstr. 162 e Schulkinderbetreuung i.d. Peter-Wust-Schule Dingbängerweg 80 e Spielgruppen im Paulushof-Jugendheim Brockmannstr. 164 e Pfarrbücherei St. Anna -15- 4 Evangelische Juge le ünsterland Einer Zahnarztpraxis als Betreuungspraxis Mes Kindertagespflege, als Möglichkeit der Randzeitbetreuung, aber auch als Wegweiser für suchende Familien Junkerstr. 1 Musikschule-Roxel Pantaleonplatz 18 Sportverein DJK Wacker Mecklenbeck Egelshove 1 Paulushof, Kinder- u. Jugendzentrum Brockmannstr. 164 Feuerwehr Dingbängerweg Altenhilfezentrum Meckmannshof Meckmannweg 74 Weiter suchen wir Kontakte zu Firmen in der Umgebung, um innerhalb einer Kooperation mit den Kindern diese Firmen zu besuchen und das Wissen der Fachleute für den Kindergarten zu gewinnen. 3.2 Kooperation mit anderen Hilfesystemen für Kinder Logopäden / Ergotherapeuten / Motopäden Ärzten, Kinderärzten, Kinderpsychologen Frühförderstellen Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Münster Jugendamt der Stadt Münster Allgemeine Soziale Dienst Benötigen Kinder Hilfen außerhalb unserer Angebote, sind wir bereit Kontakte herzustellen und/oder die Hilfen in unser Haus zu holen. Wir stehen den Eltern als Wegbegleiter und Berater zur Verfügung. Therapeuten, die ins Haus kommen, werden in Fallbesprechungen einbezogen, um eine interdisziplinäre Sichtweise zu ermöglichen. 3.3 Beteiligung an der Jugendhilfeplanung Als freier Träger mit verschiedenen Angeboten in der Stadt Münster sind wir in der AG 5 nach 878 SGB VIII „Tagesbetreuung für Kinder“ vertreten. Wir arbeiten mit dem Jugendamt der Stadt Münster im Bezug auf unsere Hilfeleistungen und stationären/teilstationären Angebote zusammen und können uns eine weitere Ausdehnung auf das Stadtgebiet vorstellen. Im Bereich der Jugendhilfeplanung wird weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt angestrebt. 4. Übernahme des Trägerkostenanteils Die Übernahme der Trägerschaft muss unsererseits zu den gleichen Konditionen wie die Trägerschaft der Kita Lichtblick in Münster Gievenbeck erfolgen. In der Kita Lichtblick tragen wir 1% des Trägeranteils, dies bieten wir auch für die Kita in Mecklenbeck, Stratmannweg. In diesem Kontext weisen wir aber darauf hin, dass über das im Rahmen der KiBiz-Finanzierung ermöglichte Trägerbudget Kosten für die von Ihnen erwarteten professionellen Strukturen von uns übernommen werden, wie z.B. = 16 = Evangelische Jugei ilfe Münsterland Verwaltung, Fachberatung, Finanzbuchhaltung und dem IT-Bereich. Die anerkennungsfähigen Kosten stimmen nicht mit den tatsächlich aufzuwendenden Kosten überein. Außerdem gilt es zu berücksichtigen, dass wir durch Angebote an den Sozialraum weitere finanzielle Belastungen auf uns nehmen. Wir sind in der Lage Zusatzangebote für Eltern des Stadtteils zu finanzieren und anzubieten. Hierbei handelt es sich um: „Incredible Years“, „Starke Eltern- starke Kinder“ oder vergleichbare Kurse für interessierte Eltern. = To
3. Bewerbungsschreiben Educcare für Kita Wiedeiken
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educcare educcare + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Leiterin des Amtes Frau Anna Pohl 48127 Münster Köln, 15. Februar 2013 Interessensbekundungsverfahren der Kindertagesstätte Wiedeiken- Amelsbüren & Sehr geehrte Frau Pohl, vielen Dank für die Zusendung der Unterlagen für das Interessensbekundungsverfahren der Kindertagesstätte Wiedeiken. Nach erneuter Überprüfung unserer Kapazitäten möchten wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft dieser Kindertagesstätte bekunden. Von den beiden anderen Bewerbungen (Stratmann und Kinderbach) nehmen wir hingegen aufgrund der Kapazitäten derzeit Abstand. Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten kann educcare allerdings nicht über- nehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, ist für die Kita eine öffentliche Förderung für städtische Plätze von 99% notwendig. Für die von allen Seiten gewünschten betrieblichen Plätze würden wir entsprechende Belegverträge mit Unternehmen abschließen, die den städtischen als auch den Trägeranteil abdecken würden. Flexible Betreuung ist für Unternehmen, aber auch zunehmend für Städte und Kommunen, in deren Auftrag educcare Kindertagesstätten betreiben, ein bedeutendes Thema. Wir setzen flexible Betreu- ung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare Qualitätsstandards einge- halten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings, am 1. März 2013 in Hiltrup eröffnen, sind wir mit der ersten educcare Kita in Münster vertreten. Wir würden uns freuen, wenn wir uns mit der Übernahme der Trägerschaft der Kita weiter in die Trägerlandschaft Münsters einbringen könnten. Gerne vermitteln wir Ihnen Kontakt zu unseren Ansprechpartnern von Städten oder Kommunen, in deren Auftrag wir Kindertagesstätten betreiben. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Herzliche ‚ein schönes Wochenende DA, AL educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH + Alter Markt 36-42 « 50667 Köln - Telefon 0 221 466 194 00 + Fax D 221 466 194 99 - Email info@sduccare.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn + BLZ 370 501 98 + Konto 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen - AG Köln HRB 48030 + USt-Idnr DE226823572 » Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode
5. Bewerbungsschreiben kath. Kirchengemeinden St. Josef und St. Marien für Kita Kinderbachtal
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DKM Darlehnskasse Münster eG (BLZ 400 602 65) Kto.-Nr. 3889 300 Sparkasse Münsterland Ost (BLZ 400 501 50) Kto.-Nr. 900 29 24 ZENTRALRENDANTUR DER KATH. KIRCHENGEMEINDEN IN DEN DEKANATEN MÜNSTER – LAMBERTI UND MÜNSTER – LIEBFRAUEN Zentralrendantur der Katholischen Kirchengemeinden Lamberti/Liebfrauen, Breul 27, 48143 Münster Stadt Münster -Amt für Kinder, Jugendliche u. Familien- Hafenstr. 30 48153 Münster Anschrift: Breul 27, 48143 Münster Telefon: 02 51/4 95 14 - 2 10 Telefax: 02 51/4 95 14 - 1 99 E-Mail: zumbusch@bistum-muenster.de Auskunft erteilt: Ralf Zumbusch Aktenzeichen: Zu/1502zu01.doc Datum: 2013-02-15 Ausschreibung der Trägerschaft für die geplante Kindertageseinrichtung Kinderbachtal in Münster-Kinderhaus; Bewerbung der Kirchengemeinde St. Marien u. St. Josef Sehr geehrte Frau Pohl, Sehr geehrte Damen und Herren, zunächst einmal vielen Dank für das offene und konstruktive Gespräch am 07.02.2013 in ihrem Hause. Wie in dem Gespräch deutlich wurde, besteht seitens der Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft für die geplante Kindertagesein-richtung. Allerdings hatte Herrn Pfr. Messing auch darauf hingewiesen, dass eine abschließende Bera-tung und Beschlussfassung über die Übernahme der Trägerschaft durch die zuständigen Gre-mien der Kirchengemeinde noch nicht erfolgt ist, so dass die Bewerbung der Kirchengemeinde aufrechterhalten wird, aber weiterhin unter dem Vorbehalt einer zustimmenden Beschlussfas-sung durch den Kirchenvorstand und der zu erteilenden kirchenaufsichtlichen Genehmigung des Bischöflichen Generalvikariates stehen muss. Freundliche Grüße Für die Kath. Kirchengemeinde St. Marien und Josef i. A. Ralf Zumbusch stellv. Verwaltungsleiter
5. Konzeptunterlagen kath. Kirchengemeinde St. Josef für Kita Kinderbachtal
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Impressum: Kath. Kindertageseinrichtung St. Josef Leiterin: Nicola Lenter Pastorsesch 17 48159 Münster Telefon: 0251/211111 Fax.: 0251/3994135 E-Mail: kita.stjosef-kinderhaus@bistum-muenster.de Redaktion: Das ErzieherInnenteam Der Träger Der Elternrat Layout: Anja Weigang Überarbeitung November 2010
3 Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort des Trägers 2. Vorwort des Teams 3. Leitbild 4. Gedanken zum kath. Profil 5. Rahmenbedingungen 5.1 Wir über uns 5.2 Personelle Besetzung 5.3 Gruppenaufteilung 5.4 Räumlichkeiten und Außengelände 5.5 Öffnungszeiten 5.6 Ferienregelung 6. Pädagogischer Ansatz 6.1 Pädagogischer Grundgedanke/Ziele 6.2 Der eigenständige Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtung 6.3 Pädagogische Umsetzung 6.4 Unser Tagesablauf 6.5 Gemeinsame Erziehung 7. Teamarbeit 7.1 Teamsitzung 7.2 Mitarbeiterbesprechung auf Gruppenebene 7.3 Heilpädagogisches Kleinteam 7.4 Fort- bzw. Weiterbildung 8. Elternmitwirkung 8.1 Elternversammlung / Festausschuss 8.2 Elternrat 8.3 Elternvertretung und Team 8.4 Rat der Tageseinrichtung 9. Aufnahme 9.1 Aufnahmekriterien 9.2 Aufnahmeverfahren 10. Vernetzung 11. Öffentlichkeitsarbeit 12. Auszug aus der Chronik unserer Kindertageseinrichtung
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1. Vorwort des Trägers Peter Lütkenhaus Pastoralreferent
In einer Welt, in der immer mehr Deutungs- und Verste-hensmöglichkeiten des Lebens angeboten werden und Orientierungshilfen von Nöten sind, versucht unsere Ge-meinde St. Josef, den Glauben an den Gott, der sich besonders in Jesus Christus als der Liebende gezeigt hat, als Lebensorientierung und Lebenshilfe anzubieten und zu vermitteln – im Sinne des Leitziels der Pfarrge-meinde: Gott einen Ort sichern in einer Zeit, die den Glauben immer weniger stützt. Dazu bedarf es immer wieder konkreter Erfahrungen, die Menschen im Miteinander machen und weitergeben. Nur wer selbst Liebe geschenkt erfährt, ist aufs Dauer in der Lage, andere zu lieben. So engagieren sich Christinnen und Christen in unserer Gemeinde für andere, weil sie sich von Gott und von anderen, die diesem Gott vertrau-en, geliebt und angenommen erfahren. Ein Ort, an dem etwas von dieser Liebe Gottes spürbar wird, ist in unserer Gemeinde die Kindertageseinrichtung St. Josef, in der die ErzieherInnen und das ganze Team sich eigenverantwortlich für das Wohl der Kinder einset-zen, die in unserer Einrichtung einen nicht unerheblichen Teil ihres Kinderalltages verbringen. Hier erleben diese im gemeinsamen Tun, dass sie angenommen und wert-geschätzt sind, und erfahren Zuspruch und Förderung, wo dieses nötig und möglich ist, und hier machen wir den Versuch, Kinder auf gelebtes Christ sein im Alltag inner-halb der katholischen Gemeinde vorzubereiten. Auch um Einsicht in diese Arbeit und Informationen über das Wirken in der Kindertageseinrichtung zu geben, ist die nachfolgende Konzeption entstanden. An dieser Stelle sage ich im Namen unseres Seelsorge-teams und im Namen der katholischen Kirchengemeinde St. Josef - Kinderhaus ausdrücklich allen Mitarbeiterin-nen und Mitarbeitern der Kindertageseinrichtung St. Jo-sef, aber auch den engagierten Eltern und Gemeinde-mitgliedern unseren herzlichen Dank für den Einsatz, den sie zeigen, für die Bereitschaft, sich immer wieder neu auf Menschen und auf sich verändernde Situationen ein-zulassen, für ihr Mitwirken zum Wohl der Kinder und für ihr Zeugnisgeben in unserer Gemeinde und darüber hinaus.
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2. Vorwort des Teams Unsere Konzeption ist die Darstellung der unserer päda-gogischen Arbeit zugrunde liegenden Auffassungen und Ideen, unseres Verständnisses von Pädagogik und zu-gleich das Ergebnis einer fortwährenden Reflexion unse-res täglichen Handelns. Sie gibt die für unsere Einrichtung wichtigen Informatio-nen an Eltern, MitarbeiterInnen, den Träger und an alle Interessierten weiter. Wir hoffen, mit dieser Konzeption einen tieferen Einblick in die Arbeit unserer Kindertageseinrichtung geben zu können
Das sind wir… Rita Finger, Michaela Discher, Mechthild Dierks, Ulrike Stummeyer, Karina Bothen, Lydia Arndt, Ingrid Borker, Halina Marciniak, es fehlen Agnes Klein und Katharina Balik. 3. Leitbild
Unser pädagogisches Handeln basiert auf unserem christlichen Menschenbild nach katholischer Prägung. Daraus ergibt sich für uns, die Persönlichkeit jedes Kin-des zu respektieren und sich an seinen Bedürfnissen zu orientieren. Dazu gehört eine ganzheitliche Förderung der Kinder einschließlich einer umfassenden Bildungs-förderung.
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4. Gedanken zum kath. Profil Religionspädagogische Erfahrung zum Thema Erntedank
Unsere Kindertageseinrichtung ist Teil der Gemeinde St. Marien und St. Josef, in der Christ sein in Kinderhaus gelebt wird entsprechend den Leitzielen der Pfarrge-meinde St. Marien und St. Josef. Unsere religionspädagogische Arbeit ist Ausdruck unse-res Verständnisses vom Menschen und seiner Würde und findet ihre Auswirkung in der Wertschätzung und dem Respekt, mit denen wir Kindern, Eltern, dem Träger, ausländischen Familien, fremden Kulturen und Religio-nen, Kindern mit Behinderung(en) etc. begegnen. Im Mittelpunkt unserer religiösen Erziehung stehen der Zuspruch und die lebensbejahende und ermutigende Botschaft des Glaubens. Diese vermitteln wir durch das Erzählen und Erarbeiten von biblischen Geschichten (z.B. Jesus und Zachäus, Auferstehung Jesu), dem Ken-nenlernen von Vorbildern im Glauben (z.B. der heilige Martin) und dem Feiern von Gottesdiensten. Wir begleiten die Kinder bei Entwicklungen und Ereignis-sen in der Welt und bieten ihnen Verstehensmöglichkei-ten aus der Sicht unseres Glaubens und machen sie auf Dinge aufmerksam, die ihnen allein vielleicht entgangen wären. Immer wieder tragen wir Anregungen, Geschichten, Bil-der, Spiele und Unternehmungen an die Kinder heran, durch die sie den Glauben und das Leben von Christen kennen und besser verstehen lernen. Der kindlichen Entwicklungsphase entsprechend werden die Kinder vor allem über die sinnhafte Wahrnehmung für religiöse Werte sensibilisiert. Katholische Erziehung beginnt im Elternhaus und wird bei uns weiter geführt. Regelmäßige Unterstützung bei unserer Arbeit erfahren wir durch unseren Pastoralreferenten, der aktiv eine en-ge Verbindung zwischen der Gemeinde und unserer Ein-richtung schafft. Wir planen und gestalten Gottesdienste mit ihm und er bringt sich situativ zu religionspädagogi-schen Themen ins Gruppengeschehen mit ein. Unser christliches Menschenbild zeigt sich im respektvollen Zu-sammenleben mit allen Menschen, mit Andersgläubigen, mit Menschen mit Behinderung(en), mit Menschen anderer Kulturen und Länder, sowie mit Menschen mit anderen Lebenshintergrün-den.
7 5. Rahmenbedingungen 5.1 Wir über uns Unsere Einrichtung liegt in einem verkehrsberuhigten Wohnviertel in Altkinderhaus, in dem sich Wohnblocks, Eigenheime und Mietneubauten befinden. In unmittelbarer Nähe gibt es zwei Grund- und zwei wei-terführende Schulen. Neben unserer katholischen Ein-richtung gibt es noch einen evangelischen und fünf städ-tische Kindergärten. Der Stadtteil Kinderhaus bietet eine Reihe von Freizeit-möglichkeiten, die wir sporadisch nutzen, wie z.B. unser Jugendheim, das Bürgerhaus, das Schwimmbad, Spiel-plätze und das kleine Waldgebiet in unserer Nähe. Zu unserer Klientel gehören auch Kinder von berufstäti-gen Eltern, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder von Alleinerziehenden und Kinder unterschiedlicher Nationali-täten. 5.2 Personelle Besetzung Die momentane personelle Besetzung sieht folgender-maßen aus: 1 freigestellte Leiterin 9 Erzieherinnen als pädagogische Fachkräfte 1 heilpädagogische Fachkraft 1 Sprachtrainer 1 Motopädin 1 „ Kindergarten-Opa“ , der für die Instandhaltung und Wartung unseres Hauses zuständig ist JahrespraktikantInnen verschiedener Fachschulen 1 Reinigungskraft 1 Haushaltshilfe Änderungen der personellen Besetzung sind durch Ände-rungen der gesetzlichen Grundlagen jederzeit möglich. 5.3 Gruppenaufteilung Unsere Einrichtung besteht aus einer Gruppe mit 25 Kin-dern im Alter von 3 - 6 Jahren, zudem werden in dieser Gruppe die integrativen Kinder betreut, zwei Gruppen mit 20 Kindern im Alter von 2 - 6 Jahren und einer Übermit-tags- Gruppe mit 20 Kindern im Alter von 3 - 6 Jahren. In den U3 - Gruppen stehen 10 weitere Übermittagsplätze zur Verfügung Änderungen der Gruppenstrukturen sind durch den Ge-setzgeber jederzeit möglich.
5.4 Räumlichkeiten und Außengelände
Im November 1969 zog unsere Einrichtung aus dem heu-tigen Jugendheim in unser jetziges Gebäude um, das in folgende Räumlichkeiten aufgeteilt ist: Von der großen Eingangshalle gehen vier Gruppenräu-me aus. Jeder Gruppenraum hat eine Tür zum Außenge-lände, eine Garderobe, sowie einen separaten Neben-raum und einen Waschraum. Zusätzlich stehen allen vier Gruppen eine Küche und eine Turnhalle zur Verfügung. Für die heilpädagogische Arbeit wurde ein zusätzlicher Raum eingerichtet. Der große Spielplatz mit altem Baumbestand, Sträu-chern, Hecken, Beeten und Spielgeräten wird von allen vier Gruppen genutzt. 5.5 Öffnungszeiten Für Kinder mit 35 Stunden Betreuungszeit Montag 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr Dienstag bis Donnerstag 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Freitag 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr Für Kinder mit 45 Stunden Betreuungszeit/ Ganztags-betreuung Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr Blocköffnung mit 35 Std. Betreuungszeit Montag bis Donnerstag 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr einen ausgewählten Nachmittag bis 16.00 Uhr Freitag 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr 5.6 Ferienregelung 15 Tage innerhalb der Sommerferien Nach Absprache mit uns haben berufstätige Eltern die Möglichkeit, ihr Kind im benachbarten Markuskindergar-ten betreuen zu lassen. Der Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr Unsere Ferienregelung und weitere Schließungstage werden jährlich mit dem Rat der Tageseinrichtung abge-stimmt und frühzeitig mitgeteilt.
9 6. Pädagogischer Ansatz 6.1 Pädagogischer Grundgedanke/Ziele
Die individuelle Lebenssituation und die Persönlichkeit des Kindes stehen für uns im Vordergrund. Wir möchten ihm in unserer Einrichtung einen geschützten Raum und eine liebevolle Atmosphäre schaffen, in der es sich wohl-fühlt. Durch das Zusammenwirken von Bewegung, Wahrnehmung, Denken, Erleben und Handeln regen wir die positive Entwicklung des Kindes an. Dabei steht sei-ne Freude am unmittelbaren Tun, am Spiel und an der Bewegung im Vordergrund. Es ergeben sich daher für unsere Arbeit folgende Ziele: Die Kinder sollen sich in ihrer Persönlichkeit angenom-men fühlen. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse, für die wir „ Raum“ schaffen, z.B. Rückzugsmöglichkeiten und Bewegungsräume. In allen Bereichen sollen Fanta-sie und Kreativität im Vordergrund stehen. Jedes Kind kann eigene Ideen und Handlungsstrategien entwickeln und diese im Spiel umsetzen. Die Kinder erfahren ihre soziale Rolle innerhalb der Gruppe, lernen partnerschaft-lich miteinander umzugehen, entwickeln und erleben Verständnis und Toleranz. Sie erkennen, dass auch Kon-flikte Bestandteil von Beziehungen sind.
Die Freiheit zu sehen und zu hören, was ist, anstatt was sein soll, was war oder was sein wird. Die Freiheit zu sagen, was man fühlt und denkt, anstatt was man fühlen und denken sollte. Die Freiheit zu fühlen, was man fühlt, anstatt was man fühlen müsste. Die Freiheit, um das zu bitten, was man möchte, anstatt immer auf Erlaubnis zu warten. Die Freiheit, auf eigene Faust etwas zu riskieren, anstatt nur die Sicherheit zu wählen und das Boot nicht zum Schaukeln zu bringen. (Virginia Satir)
10 6.2 Der eigenständige Bil-dungsauftrag der Kin-dertageseinrichtung
Die Bildungsvereinbarung NRW geht von 4 Bildungsbe-reichen aus, die nach heutiger Kenntnis für elementare Bildung wesentlich sind, um das Kind ganzheitlich zu fördern. Bewegung Spielen und Gestalten, Medien Sprache(n) Natur und kulturelle Umwelt(en) Um Kindern Bildung zu vermitteln, müssen wir möglichst früh ansetzen, sowohl im persönlichkeitsbildenden, als auch im sozialen Bereich, denn Kinder, die Defizite in der Persönlichkeitsfestigung und/oder in der sozialen Kom-petenz aufweisen, können sich auf Bildungsbereiche nur schwer einlassen Wie ermöglichen wir die Vorausset-zungen für ganzheitliches Lernen? wir schaffen emotionale Sicherheit/Beziehungen wir orientieren uns an der kindlichen Weltsicht wir berücksichtigen Selbstbildungspotenziale (Fähigkeit von Geburt an), und geben dem Kind Zeit und Raum, um sich selbst zu verwirklichen/zu entdecken wir orientieren uns an der Lebenswelt und dem Alltag des Kindes (Lebensraum, Nachbarschaft, Örtlichkeit, Familie/Berufe) wir fördern nachhaltig Eigenständigkeit, Eigenverantwor-tung, soziale Beziehungsfähigkeit, Selbstständigkeit, Selbstwertgefühl
Abholzeit täglich von 12.00 bis 13.00 Uhr
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Zu 1. Bewegung Kinder brauchen Bewegung, da sie über Bewegung lernen. Wahrnehmung und Bewegung sind zwei unzertrennliche Bereiche, die sich ergänzen. Nach längerer Konzentration z.B. im Spiel, ist eine Be-wegungsphase unumgänglich. Bei uns haben die Kinder verschiedene Möglichkeiten, sich selbst zu strukturieren, sich die Bewe-gung zu holen, die sie benötigen. Außengelände Unsere Kinder dürfen bei jedem Wetter nach draußen. Daher ist es angebracht, ihnen entspre-chende Kleidung an zu ziehen. So können sie die Außenspiel-anlage, die viele Möglichkeiten der Bewegung, Wahrnehmung und Entdeckung bietet, jederzeit nutzen. Turnhalle a) gruppeninternes Turnen 1x wöchentlich steht jeder Gruppe die Turnhalle zu einer angeleiteten Turnstunde zur Verfügung. Hierbei steht für die Kinder die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erleben im Vordergrund. Für uns bietet sie eine Möglichkeit, den Entwicklungsstand jedes Kindes zu beobachten, Inte-ressen fest zu stellen und motorische Unsicherheiten aufzufangen. b) offenes Turnen Die Kinder bauen sich mit den zahlreich vorhandenen Materialien eine „ Bewegungsbaustelle“ . Hierbei werden besonders die Fantasie angeregt und eigene Handlungskompetenzen ge-stärkt. c) Mototherapie und Psychomotorische Entwicklungsförderung Darüber hinaus werden die integrativ betreuten Kinder in zwei psychomotorischen Gruppen mit jeweils 4 Kindern, durch eine Fachkraft des Vereins für Mototherapie im psychomotori-schen Bereich gefördert. Dieses Angebot findet einmal in der Woche in der Turnhalle unserer Einrichtung statt. Eingangshalle Zeitweise bieten wir hier den Kindern große Bausteine zum Konstruieren einer Baulandschaft an. Kreatives Spiel und gruppenübergreifende Kontakte werden hier angeregt. Spaziergänge Wir bleiben nicht nur auf unserem Kindergartengelände, sondern unternehmen regel- mäßige Spaziergänge in den „ Schulwald“ oder zu umliegenden Spielplätzen. Kinder entdecken, stau-nen und setzen viel mehr als Erwachsene ihre Sinne ein. Dies kann man nirgends besser als im Freien.
Zu 2. Spielen und Gestalten, Medien Kreatives Gestalten (Action- Painting)
Bildung geschieht im Elementarbereich in erster Linie durch das Spiel, - das offene, begleitete oder auch durch das angeleitete Lernspiel. Die Kinder lernen spielerisch, ihre Umwelt zu entdecken, mit ihr umzugehen und sich in ihr zurechtzufinden. Sie lernen im Spiel Dinge selber zu kreieren und Neues zu gestalten, - die Zukunft ihres Le-bens zu schaffen. Denn nur durch Ideen, Neugier, Vor-stellungskraft und Fantasie, die im Spiel umgesetzt wer-den, kann Neues entstehen, kann Zukunft greifbar, kann ein Grundstock für ein ganzes Leben gelegt werden. Wir unterstützen in unserer Einrichtung sowohl das freie, als auch das angeleitete Spiel. Wir praktizieren aber auch Lernspiele, die zweckorientiert sind. Lernspiele sind auf der einen Seite feste Spiele mit Regeln (Zählen, Far-ben usw.) auf der anderen Seite Spiele ohne feste Re-geln (z. B. Rollenspiel). Wir halten eine gute Mischung vom freien und angeleiteten Spiel für wichtig, um alle Bereiche der Kinder an zu sprechen. Ebenso wie die Kinder aus eigenem Antrieb spielen, so gibt es eine ursprüngliche Lust am Gestalten. Während sich das Spiel in der Fantasie der Kinder vollzieht, orien-tieren sie sich beim Gestalten an von ihnen frei gewähl-ten Materialien. Bei uns erhalten sie deshalb die Gele-genheit, mit möglichst vielen verschiedenen Materialien zu experimentieren. Alle Gestaltungsformen bedienen sich unterschiedlichster Medien und Materialien. Es gibt darüber hinaus Medien, die sich mit der Bilder-welt und ihrer Gestaltung beschäftigen, wie z.B. Bilder-bücher, Filme und Computerprogramme. Medienerzie-hung ist notwendigerweise ein Teil der ästhetischen Er-ziehung. Zu 3. Sprache(n)
Der gezielten Entwicklung der Sprache und der Sprach-entwicklung im pädagogischen Alltag messen wir große Bedeutung bei. Die Sprachentwicklung eines Kindes ist unmittelbar mit der Entwicklung der Wahrnehmung, der Motorik, des Denkens und des sozial-emotionalen Erlebnisbereiches verbunden und ver- knüpft. Bei der Entwicklung soll das ganze Kind im Vordergrund stehen und nicht einzelne Entwicklungsbereiche. Viel zu oft wird die Sprachproduk-tion des Kindes in den Vordergrund gerückt. Sie ist das, was an der Oberfläche sichtbar (hörbar) ist. Der Ansatz der Ganzheitlichkeit beschäftigt sich nicht nur mit einem Teil, sondern versucht, sich dem Ganzen zu nähern. Er versucht Sprache nicht über bloßes Üben, sondern über Handeln, über das Spiel, über die Bewegung und über die Wahrnehmung erfahrbar zu machen. Unsere Einrichtung arbeitete aktiv an einem ganzheitli-chen Sprachförderkonzept des Caritasverbandes mit, bei dem der Prozess der Sprachentwicklung im Elementar-bereich erneut in den Blick genommen, das bisherige Angebot überprüft und systematisch weiterentwickelt wurde.
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In unserer Kindertageseinrichtung gehört es zu unseren vordringlichen Aufgaben, das Sprachvermögen der Kin-der möglichst individuell zu fördern. Vieles in unserem Alltag bietet gute Möglichkeiten zur freien Kommunikati-on. Um Kindern mit Sprachauffälligkeiten adäquat zu unter-stützen, arbeiten wir mit einem Sprachheillehrer zusam-men, der 3 x wöchentlich diese Kinder mit speziellen Sprachprogrammen fördert. Zu 4. Natur und kulturelle Umwelt(en) Kinder erleben die Natur und ihre Umwelt, indem sie viel mehr als Erwachsene ihre Sinne einsetzen. Dieses kön-nen sie nirgends besser ausleben als in der Natur. Der Zugang zur Natur und ihrer Erkenntnis erfolgt also zu-nächst nicht auf abstrakt-erklärendem Weg, sondern auf der Ebene des Sammelns, Betrachtens und Ausprobie-rens. Wir nutzen häufig die Gelegenheit zu Spaziergängen und Entdeckungstouren. Wir geben Hintergrundinformationen und Deutungsmöglichkeiten und schaffen somit einen Rahmen, um das Erlebte der Kinder zu vertiefen. 6.3 Pädagogische Umset-zung
Besonders zu Beginn ihrer Kindergartenzeit ist es uns wichtig, dass sich die Kinder angenommen und geborgen fühlen. Wir lassen ihnen Zeit, das neue Umfeld mit sei-nen anfangs fremden Personen und Regeln zu erkunden und kennen zu lernen. Von besonderer Bedeutung hier-bei sind die Beziehungen der Kinder zur eigenen Grup-pe. Das Zugehörigkeitsgefühl besteht nicht nur in der Bindung der Kinder an ihre ErzieherInnen, sondern die Beziehungen der Kinder untereinander schaffen ebenso die Grundlage für ein Wir-Gefühl. Das soziale Leben wird von der ErzieherIn maßgeblich beeinflusst und gefördert und festigt sich Schritt für Schritt durch die Interaktion der Kinder. Kontakte, Rituale und gemeinschaftliche Aktivitä-ten, wie z.B. der angeleitete Stuhlkreis, Geburtstagsfeier, Ausflüge stärken die Gruppenzugehörigkeit. So entwi-ckeln die Kinder im Laufe der Zeit soziale Kompetenzen, die sie befähigen im letzten Kindergartenjahr ein „ Helfer-kind“ zu sein. Ein Helferkind begleitet gemeinsam mit der Erzieherin ein neues Kind durch den Kindergartenalltag. Die eigene Gruppe soll zu einem vertrauten Bereich werden, von dem man auf Entdeckungsreise gehen kann
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Wir arbeiten nach dem teiloffenen Konzept. Teiloffen beinhaltet aber auch, dass die Kinder ihren ei-genen Tagesablauf gestalten, indem sie die Spielmög-lichkeiten in der gesamten Einrichtung, nach Absprache mit den jeweiligen Gruppenerzieherinnen, frei wählen. Andere Räumlichkeiten, wie Turnhalle, Bauteppich und Außengelände werden regelmäßig von den Erzieherin-nen beobachtet. Wir wünschen uns, dass die Kinder durch mehr Flexibilität lernen, sich gut in der Ge-sellschaft zurecht zu finden. Die Kinder können ihre Spielgruppe selbst zusammen-stellen. In den verschiedensten Interaktionen erleben sie den anderen mit seinen individuellen Eigenarten, Stärken und Schwächen. Manche Spiele und Aktionen erfordern solidarisches Handeln, um sie gemeinsam durchführen zu können. Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft werden so zur Herausforderung und entwickeln sich allmählich zum Bestandteil gemeinsamer Lernerfahrungen. Diese zeigen dem Kind, dass es sich mit all seinen Stärken und Schwächen annehmen kann, und tragen somit zu einem gesunden Selbstwertgefühl bei. Durch das große Spekt-rum der Handlungsmöglichkeiten, werden Fantasie, Kre-ativität und Eigenständigkeit des Kindes gefördert. Das Erspüren von Frustration und Freude, das Durchsetzen und Zurückstecken eigener Ziele stärkt seine Hand-lungskompetenzen. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz. Kerngedanke dabei ist die Gestaltung der Kinderta-geseinrichtung als Erfahrungs- und Lebensraum. Einer-seits wird versucht, den individuellen Bedürfnissen der Kinder, die durch ihre besondere Lebenssituation bedingt sind, gerecht zu werden. Andererseits lernen die Kinder im Umgang mit anderen, auch mit Kindern mit Behinde-rung(en), Formen des sozialen Umgangs zu entwickeln. Die Kinder fühlen sich ernst genommen, wenn ihre Ideen aufgegriffen und verwirklicht werden. Zusätzlich bieten wir gezielte, gruppenübergreifende Pro-jekte an. Hierbei werden verschiedene Themen im Ge-samtteam geplant und umgesetzt, wobei Ideen von au-ßen (aus der Gemeinde und von Eltern) mit einfließen. Ein Beispiel hierfür wäre das Projekt „ Kinder sind Künst-ler“ , bei dem wir über mehrere Wochen auch angeregt durch Museenbesuche Kunstwerke erstellten und diese im Rahmen einer Vernissage im Pfarrzentrum der Öffent-lichkeit vorstellten.
15 6.4 Unser Tagesablauf
Bällebad Eingangshalle
Ruheräume Gruppe 1 und 4
Bauzimmer Gruppe 2 und 3
Unsere Kindertageseinrichtung ist für die Kinder ab 7.30 Uhr geöffnet. Von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr werden alle Kin-der im Frühdienst von einer Erzieherin betreut. Anschlie-ßend treffen sie sich in der jeweiligen Gruppe, wo sie von ihren Erzieherinnen persönlich begrüßt werden. Den Tag beginnen wir mit einem Morgenkreis, wir bitten Sie daher Ihr Kind bis 9 Uhr in die Kindertageseinrich-tung zu bringen. Im Morgenkreis erleben die Kinder Ge-meinschaft, entwickeln Spielideen, äußern Wünsche, sind aktiv oder hören einfach nur zu. Anschließend beginnt die Phase des „ Freispiels“ . Das Freispiel hat einen hohen Stellenwert innerhalb des Ta-gesablaufes. Das bedeutet für unsere Kinder, dass sie ihr Spiel, ihre Spielpartner, die Spieldauer und den Spiel-ort selbstverantwortlich bestimmen können. Dabei begleiten wir die Kinder während des Vormittags, unterstützen sie und führen sie an neue Spiel- und Be-schäftigungsmöglichkeiten heran. Zusätzlich zu den Spielangeboten in den Gruppen ste-hen den Kindern folgende Spielbereiche zur Verfügung: v Legoland/ Bauzimmer v Bällebecken für Körper- und Wahrnehmungser-fahrungen v Intensivraum für die U-3 Kinder v große Bauelemente zum kreativen Konstruieren v Turnhalle mit Geräten und Materialien, die zum phantasievollen Spielen und Bewegen anregen v großes Außengelände mit vielen Möglichkeiten zum Spielen, Klettern, Bauen und Matschen. v Abgetrennter Bereich für die U3 - Kinder auf dem Außengelände. Wählen die Kinder einen Spielort außerhalb der eigenen Gruppe, melden sie sich bei ihren ErzieherInnen ab. Bis diese Gruppenregel verinnerlicht ist, helfen wir ihnen. Ältere oder erfahrenere Kinder brauchen nicht immer eine unmittelbare Aufsicht und können somit auch das Außengelände eigenständig nutzen (in einer Kleingrup-pe). Das Verantwortungsgefühl wird so gestärkt.
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Freispiel im U3-Bereich
Wir begleiten die Kinder während des Vormittages, for-cieren Spiel- und Interaktionsprozesse und geben ihnen neue Impulse in Einzel-, Klein- und Gesamtgruppenan-geboten. Um spätestens 9.00 Uhr sollten alle Kinder eingetroffen sein, damit sie sich in das Spiel einfinden können. Der Frühstücksbereich befindet sich in den jeweiligen Gruppenräumen. In einem großzügigen Zeitrahmen ha-ben die Kinder die Möglichkeit, zu frühstücken. Dazu decken sie ihren Platz selbst ein. Während des Früh-stücks erleben die Kinder eine Gemeinschaft. Persönli-che Gespräche werden geführt und dabei unsere Tisch-kultur vermittelt. Kinder, die sehr ins Spiel vertieft sind, erinnern wir am späten Vormittag an das Frühstück. Nach jeder Mahlzeit putzen sich die Kinder ihre Zähne. Zusätzlich findet 1x im Monat ein, von Eltern ausgerichte-tes, gesundes Frühstücksbuffet im Eingangsbereich statt, das für die Kinder aller Gruppen offen ist. 1. Regelgruppe In der Zeit von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr treffen sich alle Kinder, die noch nicht abgeholt wurden, in einem Grup-penraum. Anhand einer Information in der Eingangshalle ersehen die Eltern die zu-ständige Gruppe. Die 2 – 3 jährigen Kinder der Übermittagsgruppe essen um 12 Uhr, alle älteren Ganztagskinder um 12.30 Uhr. Hierbei herrscht eine familienähnliche, gemütliche Atmo-sphäre. Die Kinder erzählen von ihren Erlebnissen am Morgen, hören einander zu, tauschen sich aus. Tischsit-ten sind selbst- verständlich. Um 13.00 Uhr beginnt die einstündige Ruhephase in der die jüngeren Kinder sich in die Schlafräume zurückziehen. Nachmittagsprogramm : Das Nachmittagsprogramm für alle Kinder beginnt ab 14.30 Uhr. Das aktuelle Angebot, das allen vier Gruppen offen steht, entnehmen die Eltern dem Wochenplan in unserer Eingangshalle. Im Morgenkreis werden die Kin-der zu der Aktivität am Nachmittag motiviert und einge-stimmt. Die Nachmittage werden jeweils von den ErzieherInnen im Kleinteam, wochenweise abwechselnd, geplant und durchgeführt. Hierbei werden die Bedürfnisse der Kin-dergartenkinder berücksichtigt. Fester Bestandteil unseres Nachmittagprogramms ist 1x wöchentlich ein Waldspaziergang. Außerdem findet 1x wöchentlich ein Nachmittag für „ unsere Vorschulkinder“ statt.
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Vorschulkinder Wie bereiten wir die Kinder auf die Schule vor?
Abschlussfahrt der Vorschulkinder 2010
Jedes Jahr stellen sich Eltern die Frage, wie ihre Kinder im Kindergarten erfolgreich auf die Schule vorbereitet werden. Der Übergang vom Kindergarten in die Schule geschieht nicht an einem Tag, vielmehr handelt es sich um einen länger andauernden Prozess, der sich während der gesamten Kindergartenzeit vollzieht. Speziell im letz-ten Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt nehmen wir jedes einzelne Vorschulkind bewusst in den Blick, um es ganzheitlich zu fördern. Nachmittagsprogramm der Vorschulkinder: Die Vorschulkinder aller 4 Gruppen treffen sich einmal wöchentlich zu ihrem gemeinsamen Vorschulnachmittag in der Turnhalle. Hier wird besprochen, was für den Nachmittag geplant ist. Dann werden wir die Kinder in 3 Gruppen aufgeteilt, die sich jedes Mal neu zusammen-setzen. Je eine Erzieherin begleitet die Kinder in die Gruppen. Der ständige Wechsel von Kindern und Erzieherin dieser Gruppen fördert die Selbstständigkeit und die Kontaktfähigkeit des einzelnen Kindes. Wir planen diese Nach-mittage so, dass bei den Kindern verschiedene Bereiche gefördert werden, wie z.B. Konzentra-tionsfähigkeit, Motorik, Ausdauer, Leistungsbereitschaft, Sprache, usw. Um den Eltern transparent zu machen, wie wir die Vor-schulerziehung umsetzen, bieten wir zu Beginn der Vor-schulnachmittage einen Informationsnachmittag an. Hö-hepunkte der Vorschulgruppe sind u. a. Exkursionen, die Abschlussfahrt und die Hospitation in ihrer späteren Schule.
18 6.5 Gemeinsame Erzie-hung Grundgedanke: Der erste Schritt der Förderung beginnt mit der Annahme und Ak-zeptanz des Kindes
Seit dem 01.03.2001 sind wir eine Regeleinrichtung mit Einzelintegration gem. der Förderrichtlinie des Land-schaftsverbandes Westfalen-Lippe. Integrative bzw. ge-meinsame Erziehung bedeutet, dass Kinder mit und ohne Behinderung innerhalb einer Tageseinrichtung gemein-sam leben. Um eine individuelle Integration von Kindern mit Behinde-rung sicherzustellen, wurde eine heilpädagogische Fach-kraft eingestellt. Ihre Aufgabe besteht in der Ergänzung, Unterstützung und Verstärkung unseres Teams. Wir geben allen Kindern wechselseitige Anregungen und ermöglichen so wechselseitiges Lernen. Kinder mit und ohne Behinderung sollen einen selbstverständlichen und natürlichen Umgang miteinander erfahren. Gemeinsame Erziehung beinhaltet deshalb einen Förderaspekt an sich. Unsere HeilpädagogIn arbeitet regelmäßig mit in den Gruppen, um die Kinder in Interaktionsprozessen zu be-gleiten und zu unterstützen. Dies kann sowohl in lebens-praktischen Bereichen (anziehen, essen, Toiletten-gang,...), als auch bei gezielten pädagogischen Angebo-ten oder im Freispiel von Wichtigkeit sein. Mehrmals wö-chentlich finden Angebote in Kleingruppen statt, in denen bewusst die zu integrierenden als auch weitere Kinder aus den einzelnen Gruppen mitmachen können. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Förderung aller Wahrnehmungsbe-reiche auf spielerischer Ebene. Es werden u. a. Gruppen-projekte thematisch aufgegriffen und intensiviert. Die Kinder gestalten die Kleingruppenstunden mit. Es wird lediglich ein Rahmen vorgegeben, der sich variabel von den Bedürfnissen der Kinder leiten lässt. Als wichtigen Blickwinkel für die Umsetzung unserer pädagogischen Ziele erachten wir einen positiven, ganzheitlichen Ansatz, der sich an den Interessen des Kindes orientiert. Andere Menschen annehmen, so wie sie sind, gebietet die Achtung, die wir uns selbst und anderen entgegenbringen und ist in unseren Augen somit ein Stück Sozial- und Friedenserziehung.
19 7. Teamarbeit 7.1 Teamsitzung Jeden Morgen von 7.30 - 8.00 Uhr treffen wir uns zu ei-nem „ Blitzlicht“ . Hier werden die für den Tag wichtigen Informationen weitergegeben, Ereignisse des Vortages reflektiert oder organisatorische Dinge koordiniert. Montags von 14.00-17.00 Uhr findet unsere Teamsitzung statt. Hier planen wir die pädagogischen Inhalte unserer Arbeit. Gefasste Beschlüsse werden in Form eines Pro-tokolls festgehalten. 7.2 Mitarbeiterbespre-chungen auf Gruppen-ebene
In der Zeit von 12.15 - 13.00 Uhr können, je nach Diensteinteilung, Besprechungen auf Gruppenebene stattfinden. Hierbei werden gruppeninterne Belange be-sprochen, sowie Beobachtungsbögen geführt, Vorberei-tungen getroffen und Termine geklärt. Gruppensitzungen mit der Leiterin finden individuell statt. Zusätzlich zur großen Teamsitzung findet wöchentlich pro Gruppe ein pädagogischer Austausch zwischen den ErzieherInnen und der Heilpädagogin statt. Ziel ist es, die Lern- und Entwicklungsbedingungen der Kinder mit Behinderung(en) bzw. Besonderheiten im Gruppenalltag zu optimieren, Die Kooperation aller MitarbeiterInnen steht hierbei im Vordergrund. 7.3 Heilpädagogisches Kleinteam
1x wöchentlich am Nachmittag findet ein Austausch im Rahmen der gemeinsamen Erziehung statt. Aus jeder Gruppe nimmt ein/e ErzieherIn daran teil, damit sich alle über den aktuellen Stand der heilpädagogischen Arbeit austauschen und informieren. Die Kooperation aller Mit-arbeiterInnen steht hierbei im Vordergrund. Ziel ist es, die Lern- und Entwicklungsbedingungen der Kinder mit Behinderung(en) bzw. Auffälligkeiten im Gruppenalltag zu optimieren.
7.4 Fort- bzw. Weiterbil-dung Ein Team ohne Entwicklung lebt wie ein Fisch ohne Wasser
Grundvoraussetzung für unsere konstruktive Arbeit ist die Teilnahme aller MitarbeiterInnen an Fortbildungen und die Inanspruchnahme von kompetenter Fachbera-tung. Das Lesen von Fachliteratur ist eine gute Möglich-keit, unseren pädagogischen Wissensstand zu aktualisie-ren. Die hier erworbene Kenntnis wird auf Teamsitzun-gen an die anderen MitarbeiterInnen weitergegeben und ist Diskussionsgrundlage für neue Schwerpunkte, die wir ggf. in die Praxis umsetzen. Dies ist für uns eine gute Möglichkeit, unsere pädagogi-sche Arbeit kritisch zu überdenken und uns gegebenen-falls neu zu orientieren. Regelmäßig stattfindende Ar-beitskreise mit anderen Tageseinrichtungen gewährleis-ten uns einen aktuellen Austausch
8. Elternmitwirkung Die enge Zusammenarbeit zwischen den Erziehungs-berechtigten und den pädagogischen Fachkräften ist für uns die Voraussetzung für eine gute päda-gogische Arbeit.
Unsere Ziele sind: • die Eltern über die Situation ihres Kindes zu infor-mieren, z.B. in Tür- und Angelgesprächen, • die Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren, z.B. Elternsprechtage pädagogische Hilfen anzubieten, • den Eltern Informationen zu geben über den organi-satorischen Ablauf in den einzelnen Gruppen, z.B. Gruppeninfowand, Elternbriefe… • die Eltern bei der Arbeit mit einzubeziehen, ihr Inte-resse zu wecken und sie an der Planung und Durch-führung bestimmter Vorhaben zu beteiligen, z.B. Feste Unterstützende Gespräche mit dem Amt für Kinder, Ju-gendliche und Familien, der Erziehungsberatungsstelle, der Beratungsstelle für Entwicklungsfragen und Schulen werden gemeinsam mit den Eltern geplant und durchge-führt. Durch diese enge Zusammenarbeit können Schwierigkeiten zum Wohle des Kindes bewältigt wer-den. 8.1 Elternversammlung/ Festausschuss Eine weitere Form der Elternmitwirkung, in Zusammen-arbeit mit unserem Träger, sind folgende Gremien, die kooperativ zusammenarbeiten: Die Erziehungsberechtigten der jeweiligen Gruppe bilden die Elternversammlung. Diese wählt aus ihrer Mitte je ein Mitglied des Elternrates und eine/n StellvertreterIn. Eine Mindestanwesenheitszahl bei der Wahl ist nicht erforder-lich. Des Weiteren können sich interessierte und engagierte Eltern zur Mitarbeit im Festausschuss melden. Sie wäh-len eine/n SprecherIn aus ihrer Mitte. Der Festausschuss übernimmt in eigener Verantwortung die Organisation von Festen und Feiern. 8.2 Elternrat
Der Elternrat setzt sich zusammen aus einem/r gewähl-ten Vertreter/In jeder Gruppe. Er wählt aus seiner Mitte eine/n Vorsitzende/n. 8.3 Elternvertretung und Team
Die ElternvertreterInnen, deren StellvertreterInnen, das Team und die/der SprecherIn des Festausschuss tagen etwa 4x im Jahr.
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8.4 Rat der Tageseinrichtung
Unser Rat der Tageseinrichtung setzt sich zusammen aus den pädagogisch tätigen Kräften, dem Elternrat und vier VertreterInnen des Trägers. Der Rat hat die Grundsätze für die Erziehungs- und Bil-dungsarbeit zu beraten. Er hat sich um die erforderliche räumliche und sachliche Ausstattung und um eine aus-reichend qualifizierte personelle Besetzung zu bemühen. Auch hat er Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung zu vereinbaren. Er tagt in dieser Zusammensetzung nur, wenn Abstim-mungen zu erfolgen haben. Die Elternmitwirkung hat das Ziel, die Eltern aktiv am Leben in unserer Einrich-tung teilhaben zu lassen. Bei einem so verstandenen Miteinander kann unsere gemeinsame Erziehungsaufgabe zum Wohl des Kindes gelingen.
Austausch des Spielsandes im Frühjahr 2005 mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern
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9. Aufnahme 9.1 Aufnahmekriterien Die Anmeldung eines Kindes ist jederzeit möglich. Kin-der, die zum Sommer des jeweiligen Jahres aufgenom-men werden sollen, müssen bis zum 01.03. desselben Jahres angemeldet sein. Mit dem Rat der Tageseinrichtung sind folgende Kriterien für die Aufnahme eines Kindes festgelegt worden: Voraussetzung für die Aufnahme des Kindes ist, dass der Wohnsitz der Eltern im Ortsteil Kinderhaus liegt. a) U3 - Gruppe (Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren) Wir bieten bis zu 12 Plätze für Kinder von 2-3 Jahren. Zudem stehen in dieser Gruppe 10 Plätze für die Über-mittagsbetreuung zur Verfügung. b) Ganztagsgruppe (Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren) Die Voraussetzung für diese Gruppe ist, dass die Eltern eine Ganztagsbetreuung wünschen. Diese Gruppe bietet 20 Plätze. c) Gruppe mit integrativer Betreuung (Kinder Alter im von 3-6 Jahren) Das Kind ist mindestens 3 Jahre alt; bei überzähligen Anmeldungen werden die älteren Kinder (nach Geburts-datum) zuerst berücksichtigt. Diese Gruppe bietet 25 Plätze davon bis zu fünf für Kinder mit speziellem För-derbedarf. 9.2 Aufnahmeverfahren Kann ein Kind zum Sommer in unsere Einrichtung auf-genommen werden, erhalten die Eltern bis Mitte März eine schriftliche Zusage. Darin erfahren sie, wann ihr Kind seine Besuchertage bei uns hat, um seine Gruppe schon vor seinem Kindergartenbeginn kennen zu lernen. Gleichzeitig wird ein Termin für einen Elterninformations-abend genannt. Eine Absage für das laufende Kindergartenjahr bekom-men die Eltern ebenfalls bis Mitte März schriftlich mitge-teilt. Dabei bleibt die Anmeldung bestehen, es sei denn, sie wird seitens der Eltern widerrufen.
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10. Vernetzung Wichtig für eine effektive Arbeit ist die Zusammenarbeit und der Aus-tausch mit anderen Institutionen, wie:
• andere Kindertageseinrichtungen • Grundschulen • unsere Pfarrgemeinde als Träger der Einrichtung (Zentralrendantur) • Fachschulen für Sozialpädagogik (berufsbegleitende Praktika) • Erziehungsberatungsstellen • zahnärztliche Beratungsstellen • Fachärzte (Sprachheillehrer, Zahnarzt) • Beratungsstelle für Entwicklungsfragen im Kindes- und Jugendalter • Gesundheitsamt • weiterführende Schulen (Orientierungspraktikum) • Nutzung von Angeboten des Bürgerhauses und der Bücherei • Mitwirkung an Projekten auf Stadtteilebene • Polizei • Feuerwehr Außerdem finden wir es wichtig, dass ein ständiger Austausch von Informationen auf Stadt-ebene stattfindet. 1. Teilnahme an regionalen und überregionalen Veranstaltungen, wie z.B. - Veranstaltungen des Caritasverbandes (Fortbildung, Erarbeitung pädagogischer Konzepte) - Arbeitskreis Kinderhaus (AKK, Diskussionsrunde zu tagespolitischen Geschehnissen im Stadtteil Kinderhaus) - LeiterInnenrunde auf Dekanatsebene - LeiterInnenrunde auf Stadtteilebene/Kinderhaus - Mitwirkung bei der Mitarbeitervertretung (MAV) 2. Darstellung unserer Arbeit in den Fachschulen 3. Anleitung von Praktikanten der gemeinbildenden Schulen 4. Informationsveranstaltung in unserem Haus für Lehramtsanwärter der Primarstufen 5. Zusammenarbeit mit anderen pädagogischen und heilpädagogischen Einrichtungen 6. Konzeption
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11. Öffentlichkeitsarbeit Die Darstellung unserer Arbeit in der Öffentlichkeit ist eine wichtige Aufgabe für MitarbeiterInnen und Träger. Inhalte und Ziele der Arbeit sollen auch für Außenste-hende transparent sein. Wir möchten Berührungsängste abbauen, Neugierde für unsere Arbeit wecken und zu Gesprächen anregen. Öffentlichkeitsarbeit ist für uns auch ein Mittel zur Image-pflege. Wir sehen sie als Möglichkeit, den Wandel des Berufsbildes der Erzieherin zu verdeutlichen und Einfluss zu nehmen, auch auf fachpolitische Themen. Zielgruppen werden durch z. T. unterschiedliche Medien angesprochen: a) Eltern und Besucher unserer Ein-richtung
• Vorstellung aller MitarbeiterInnen des Hauses durch eine Bilderwand im Eingangsbereich • Elterninfoecke in der Eingangshalle • freundlicher und offener Umgang mit Besuchern un-serer Einrichtung • Möglichkeiten der Hospitation und Hausbesuche • Präsentationsmappe, Logo und Flyer • Elternabende, Elternsprechtage, Elterngespräche, Elternbriefe • Handzettel • Aktionen, wie z.B. Feste, Feiern, Ausstellungen für Eltern und Gemeinde • Möglichkeiten zur Einsicht in unsere Kindergarten-chronik • Flohmarkt • Elternfragebögen • Einsicht in unsere Konzeption, käuflich zu erwerben • Internetseite b) Die Gemeinde, der Träger und alle Interessierten • Gestaltung des Krippenspiels und einiger Gottes-dienste • Informationen im Pfarrblatt • Einsicht in unsere Konzeption • Präsentationsmappe, Briefkopf, Logo, Flyer • Einsicht in unsere Kindergartenchronik • Handzettel • Aktionen, wie z.B. Feste, Feiern, Ausstellungen für Eltern und Gemeinde • Flohmarkt • Exkursionen mit den Kindern (z.B. Besuch der Senio-ren) • Internetseite • Einsicht oder käufliche Erwerbung unserer Konzepti-on
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12. Auszug aus der Chronik unserer Kindertageseinrichtung 1950 Eröffnung des Kindergartens St. Josef am Pastorsesch 16 unter der Leitung von Schwester Venerabeles 1969 Umzug von 4 Gruppen in das neue Ge-bäude am Pastorsesch 17, eine Gruppe bleibt am Pastorsesch 16 (heute Jugendheim) 1972 Übernahme der Leitung durch Frau Mecht-hild Dierks 1977 Schließung der fünften Gruppe am Pastor-sesch 16 1988 Ergänzung des Teams durch einen „ Kin-dergartenopa“ 1989 Änderung der Öffnungszeiten von bisher 7.45-12.15 Uhr auf 7.30-13.00 Uhr 1989-1993 der Kindergarten bietet im Sommer eine Feriengruppe an 1990 erster Flohmarkt im Kindergarten 1990 Umbauarbeiten am Außengelände 1992 650 Jahre Kinderhaus. Auch der Kinder-garten beteiligt sich unter dem Motto „ Gott dan-ken, Gemeinde leben, Gemeinschaft fei-ern“ an diesem Jubiläum 1992 das Außengelände wird durch Elterninitiati-ve neu gestaltet: Krokodil, Wackel-brücke, Matschbecken, ... 1993 die Gruppe 1 bekommt eine von Eltern gebaute zweite Ebene 1996 Umgestaltung des Außengeländes mit den Eltern mit anschließendem Gottesdienst 1997 Umgestaltung der Eingangshalle durch Eltern 1998 Erarbeitung unserer ersten schriftlichen Konzeption 1998 seit März 1998 ist der Flohmarkt fester Be-standteil in unserer Einrichtung
1998 Abstimmung der Ferienzeit mit dem Mar-kus-Kindergarten, um berufstätigen Eltern ganzjährige Betreuung zu gewährleisten 1998 Einführung der Großen-Altersgemisch-ten-Gruppe mit Kindern im Alter von3-10 Jah-ren 1999 Angebot der Übermittagbetreuung für die Kinder der Regelgruppen, weil die zur Verfügung stehenden Plätze der Ganztagsbetreuung nicht ausreichen 1999 Änderung des Namens in kath. Kindertageseinrichtung St. Josef 1999 Umbauarbeiten in der Großen-Altersgemischten-Gruppe 2000 50jähriges Kindergartenjubiläum 2000 Einführung eines neuen Logos 2001 große Umgestaltung unseres Außen-geländes 2001 Beginn der integrativen Arbeit und Einstel-lung einer heilpädagogischen Zusatz-kraft 2003 grundlegende Renovierungsarbeiten in unserer Einrichtung und neue Bestuhlung 2003 Überarbeitung unserer Konzeption 2005 Präsentation unserer Einrichtung auf der Homepage der Kirchengemeinde St. Josef. 2007 Erster Tag der offenen Tür unter dem Thema „ Wir wollen Brücken bauen“ . 2007 Umgestaltung der Außenanlagen durch Mithilfe der Eltern. 2009 erstmalige Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren 2009/2010 große Umbaumaßnahmen der Räum-lichkeiten als Vorraussetzung der U3- Betreuung.
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2010 Einweihungsfeier der neuen Räumlichkei-ten mit anschließendem Tag der offenen Tür Wir hoffen, durch die vorliegende Konzeption und Darstellung unserer Praxis einen Einblick in unsere Arbeit gegeben zu haben und sind jederzeit dankbar für Anregun-gen und Ideen Konzeption für die 2 – 6jährigen Kinder In der Vergangenheit gab es bei uns immer wieder Anfragen nach der Betreuung von Kin-dern unter 3 Jahren. Gründe hierfür waren u. a. Berufstätigkeit beider Elternteile oder die Situation des Alleinerziehens. Auch die veränderten Strukturen im Kitabereich veranlassten uns, Kinder unter 3 Jahren auf-zunehmen. Aufnahmegespräch Die Aufnahmemodalitäten entsprechen denen der Kinder ab 3 Jahre. Einen besonderen Stellenwert hat bei uns das Aufnahmegespräch. Hier findet ein Austausch statt über die bis-herige Entwicklung des Kindes, über sein Spielverhalten, über sprachliche Besonderheiten, über seine Lieblingsspielsachen und über eventuelle Ablöseschwierigkeiten. Eingewöhnungsphase Hierzu gehören auch ein langsame und individuelle Ablösephase von der bisherigen Be-zugsperson und eine persönliche Eingewöhnungszeit (in Anlehnung an das Berliner Einge-wöhnungsmodell). Während dieser Phase zeigt es sich • Wie sicher fühlt sich das Kind in der Gruppe? • Lässt es sich auf das Spielen ein? • Akzeptiert es unterschiedliche Bezugspersonen im Kindergarten? • Beteiligt es sich an Aktivitäten im Kindergartenalltag? • Traut es sich selbständig kleine Aufgaben zu (z.B. Brottasche von der Garderobe ho-len)? • Isst es mit? • Ruhephase: Das Schlafen an einem noch fremden Ort mit neuen Bezugspersonen kann ein Kind nicht sofort bewältigen, zumal es normalerweise in den ersten Tagen nur begrenzt anwesend sein wird. Das Vertraut werden mit der neuen Umgebung und den Bezugspersonen wird den Kindern erleichtert, indem nicht mehr als zwei Kinder pro Woche aufgenommen werden.
27 Unser Tagesablauf Die Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in unserer Einrichtung. Deshalb ist es uns wichtig, alles, was Kinder in diesem Altern zu einem gesunden, emotionalen Aufwach-sen benötigen, zu geben und zu fördern. Um die kleineren Kinder nicht zu überfordern, geben wir Ihnen einen festen Rahmen als Halt und Orientierung, da jeder Tag so unglaublich viel Neues und bislang Unbekanntes für sie mitbringt, das auf sie einströmt und sie ständig fordert. Durch folgende Rituale, die sich ständig wiederholen, möchten wir den Tag strukturieren und überschaubar gestalten. Begrüßung und Verabschiedung Die persönliche Begrüßung und Verabschiedung durch die vertraute Bezugsperson gibt dem Kind Sicherheit und das Gefühl, angenommen zu sein. Freispiel Für die Spielphasen eines Tages bieten wir den Kindern verschiedene Möglichkeiten der freien Entscheidung, mit gleichaltrigen und verschiedenaltrigen Kindern in Kleingruppen zu spielen. Hier sind Spielangebote, Kinderzahl und äußere Eindrücke überschaubar und spe-ziell auf die Altersgruppe der unter 3- jährigen Kinder abgestimmt. Die Kleingruppe ermög-licht den Kindern, sich leichter zu orientieren. Für manche Kinder würde die dauernde Anwesenheit in der Großgruppe eine Überforderung bedeuten. So verkraften sie z.B. die Lautstärke oder die Abläufe dort noch nicht. Mahlzeiten Die Mahlzeiten wie Frühstück, Mittagessen und Zwischenmahlzeit mit der Bezugsperson, bilden innerhalb des Tagesverlaufes einen regelmäßigen, immer wiederkehrenden und damit strukturierenden Rhythmus. Kinder unter 3 Jahren nehmen ihre Mahlzeiten zunächst nach ihrem eigenen Rhythmus ein; je nach ihrem Alter und Entwicklungsstand essen sie in einer beschützten Situation (mit der Bezugsperson) oder in der Gemeinschaft. Ruhen/ Schlafen Kinder unter drei Jahren benötigen im gesamten Tagesablauf immer wieder Ruhephasen zur Erholung, Regeneration und Stärkung. In der harmonischen und vertrauensvollen Atmosphä-re unseres Schlafraumes fühlen sich die Kinder sicher und aufgehoben. Den Kindern fällt das Akzeptieren des Schlafplatzes leichter, wenn dieser nicht ganz fremd ist: das Kissen o-der die Decke haben den Geruch von zu Hause, das Kuscheltier begleitet das Kind oder auch der gewohnte Schnuller
28 Unsere pädagogischen Ziele Für unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern unter 3 Jahren ergeben sich folgende Ziele: à Stärkung der eigenen Persönlichkeit und der Autonomie der Kinder durch die ganzheitli-che Förderung ihrer emotionalen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten. à Förderung der sozialen Umgangsformen mit Hilfe der altersgemischten Gruppe. Hier lernen die Kleinen von den Großen. Sie üben soziale Verhaltensweisen ein, wie: Rück-sichtnahme, Durchsetzungsvermögen, Hilfsbereitschaft und Grenzen setzen, und sie entwi-ckeln ein Wir- Gefühl. à In homogenen Kleingruppen wiederum haben die Kinder die Möglichkeit, konkurrenzlos von den Großen, Räume zu erkunden, sich selbst zu entdecken und somit Selbstbewusst-sein zu entwickeln. Diese Erfahrung verstärkt die Bereitschaft, sich auf andere einzulassen. à Die individuelle Sprechfreude des Kindes wahrzunehmen und zu unterstützen und hierbei sein persönliches Lerntempo zu akzeptieren. à Das natürliche Spielbedürfnis beim Spracherwerb zu nutzen, in dem geeignete Finger-spiele, Lieder, Musik und Bewegung für diese Altersstufe kontinuierlich in den Alltag einbe-zogen werden. Körperpflege/ Hygiene Je kleiner die Kinder, desto größer ist der pflegerische Anteil der Arbeit. Dazu gehören das Wickeln, das An- und Ausziehen, das Waschen und Eincremen. Außerdem gibt es individu-elle Besonderheiten und Bedürfnisse einzelner Kinder. Zusätzlich bietet diese intime Situati-on die Möglichkeit, die Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson zu vertiefen. Auch kön-nen hier erste Abläufe, die zum selbstverständlichen Repertoire von Körperpflege und Hy-giene gehören, wie z.B. erste Toilettengänge, das Händewaschen oder das Zähneputzen, eingeübt werden. Raumausstattung und Außengelände Der Wickelbereich verfügt über ein ausreichend großes Wannenbecken mit integrierter Du-sche, direkt neben der Wickelkommode. Eine Abstellfläche für Kinderwagen ist vorhanden.
29 Um den Kindern vielfältige Sinneserfahrungen zu ermöglichen und ihrem hohen Bewe-gungsdrang gerecht zu werden, geben wir mit verschiedenen Spiel- und Funktionsbereichen (u.a. einem Differenzierungsraum) ausreichende Möglichkeiten zum freien Spiel und für Be-wegungsaktivitäten. Das Mobiliar und Spielmaterial ist altersangemessen und entwicklungsfördernd. Das Außengelände, mit abgetrenntem Kleinkindbereich, bietet den Kindern Gelegenheiten für Entdeckungen, Laufen, Springen und Klettern. Beobachtung und Dokumentation Beobachtung und Dokumentation sind Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Die Entwicklung unter 3-jähriger Kinder verläuft sehr vielschichtig, zum Teil in rasanten gro-ßen Schritten, die in die Dokumentation einfließen. Die Beobachtungen sind Grundlage für die individuelle Förderung der Kinder und den Aus-tausch mit den Eltern und Kolleginnen. Der Schutz persönlicher Daten wird dabei gewahrt. Elternarbeit Die enge Zusammenarbeit zwischen den Erziehungsberechtigten und den pädagogischen Fachkräften ist für uns die Vorraussetzung für eine gute pädagogische Arbeit. Unsere Ziele sind: à die Eltern über die Situation ihres Kindes in Tür- und Angelgesprächen zu informieren, wie z.B. Gewohnheiten des Kindes (Ernährung, Körperpflege und Rituale). Außerdem geben wir hier Beobachtungen, Fortschritte und Erlebnisse der Kinder an die Eltern weiter à die Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes z.B. auf Elternsprechtagen zu infor-mieren à pädagogische Hilfen anzubieten à den Eltern Informationen zu geben über den organisatorischen Ablauf in den einzelnen Gruppen, z.B. Gruppeninfowand, Elternbriefe… à die Eltern bei der Arbeit mit einzubeziehen, ihr Interesse zu wecken und sie an der Pla-nung und Durchführung bestimmter Vorhaben zu beteiligen, z.B. Feste Unterstützende Gespräche mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, der Erzie-hungsberatungsstelle, der Beratungsstelle für Entwicklungsfragen (Frühförderstelle) werden gemeinsam mit den Eltern geplant und durchgeführt. Durch diese enge Zusammenarbeit können Schwierigkeiten zum Wohle des Kindes bewältigt werden.
30 Sicherheit Die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen, wie z.B. Steckdosensicherung, Klemmschutz, Stolpergefahren etc. werden durch eine Sicherheitsbeauftragte aus unserem Haus, wie auch von offizieller Seite, regelmäßig geprüft. Gemeinsame Erziehung Im Zuge des allgemeinen Ausbaus der Betreuung von Kindern unter drei Jahren nehmen wir seit dem Kindergartenjahr 2009/2010 auch Kinder mit Behinderung in dieser Altersgruppe in unserer Tageseinrichtung auf. Integrative bzw. gemeinsame Erziehung bedeutet, dass wir einen Raum schaffen, in dem Kinder mit und ohne Behinderung miteinander leben, spielen und voneinander lernen kön-nen. Das persönliche Wohlgefühl jedes Kindes, sowie der soziale Umgang mit den anderen Kin-dern stehen bei der gemeinsamen Erziehung im Vordergrund. Um die individuelle Förderung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen einzubeziehen, wurde in unserer Einrichtung eine heilpädagogische Fachkraft eingestellt. Ihre Aufgabe umfasst die Ergänzung, Verstärkung und Unterstützung unseres Teams. Die Förderung der Kinder knüpft an ihren alltäglichen Aktivitäten und Vorlieben an und ist in ihren Zielsetzungen ganzheitlich angelegt. Die Eltern sind in alle Fördermaßnahmen ihres Kindes mit einbezogen, da dessen Entwick-lungsprozesse entscheidend von der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften ab-hängen. Wenn das Kind über den Kindergarten hinaus spezifische therapeutische Hilfen (z.B. Frühförderung) benötigt, findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Fachkräften der Kindertageseinrichtung und den Therapeuten statt. Diese Konzeptionsergänzung wurde im März 2009 vom gesamtem Team der Kindertageseinrichtung St. Josef erarbeitet.
1. Konzeptunterlagen Outlaw für Kita Stratmannweg
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Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorstellung des Trägers Seite 3 1.1 Die OUTLAW gGmbH Seite 3 1.2 Kita&More Seite 3 2. Pädagogisches Konzept Seite 5 2.1 Situationsorientierter Ansatz Seite 5 2.2 Partizipation Seite 5 2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Seit e 6 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Seite 6 2.5 Integration/Inklusion Seite 7 2.6 Sprachförderung Seite 8 2.7 Spielend lernen Seite 8 2.8 Bewegung Seite 9 2.9 Sozialraumorientierung Seite 9 2.10 Geschlechterorientierung Seite 10 3. Flexible Betreuungszeiten Seite 10 4. Raumkonzept Seite 11 Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 3 1. Vorstellung des Trägers 1.1 OUTLAW gGmbH Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung erfah- ren. „OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff – und in zwei Wohngruppen im Raum Gre- ven – wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- ginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertagesbetreuungsange- bote sind. Ein Blick auf die aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung seit ihrer Gründung mit dy- namischen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen lebt. In diese Prozesse sind sowohl die Erfah- rungen eingeflossen, die die Mitarbeiterinnen in ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch veränderte gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Anforde- rungen an die Kinder- und Jugendhilfe, die Einflüsse auf die Rahmenbedingungen der Arbeit haben. Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 1.2 Kita&More Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More zusammen gefasst. In der Region West begann unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreu- ung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch die Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 4 In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden Standorten vertreten: Sprakel, Wolbeck, Ostbe- vern-Brock, Ochtrup, Altenberge (ab August 2013) und Ostbevern (ab August 2013). Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf die Bedarfe der Kinder und Eltern, den Sozialraum, die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Kooperationsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. Kita & More steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, sondern um- fasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuellen Lösungen zu suchen und begleitet deren Umsetzung. Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einrichtungen. Im Vordergrund steht für uns die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung anbietet. Kita & More engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpä- dagogik. Kita & Mor e steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planung und Finanzierung von neuen Einrich- tungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führen wir in Kooperation mit den Kommunen und ande- ren zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 5 2. Pädagogisches Konzept Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen ge- mäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschriebenen Inhalte und Bildungsberei- che fließen in unsere Arbeit ein und finden Berücksichtigung bei der Konzeptentwicklung. Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtung ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht. 2.1 Situationsorientierter Ansatz Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen gemäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen beobachten das Kind in seinen sensiblen Entwicklungs- phasen und stimmen die pädagogischen Angebote darauf ab. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die thematisch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung der verschiedenen Kompe- tenzen (Sachkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz), Sprache, mathematische Grundla- gen sowie Wahrnehmungsbereiche und Motorik, wird die ganzheitliche Förderung des einzelnen Kin- des unterstützt, begleitet und gesichert. Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und Verant- wortungsgefühl zu bewältigen. 2.2 Partizipation Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbestimmungsmöglichkeiten für sie sind zentrale Anlie- gen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse fördern die Entscheidungsfähigkeit, das Verantwortungsbe- wusstsein, die Kommunikationsfähigkeit und die Problemlösekompetenz. Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen. Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemein- schaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen demokratisches Handeln näher. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 6 2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft m it den Eltern ist das gemeinsame Engagement für das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung un d den Bildungsstand des Kindes und der regelmäßi- ge Austausch mit ihnen und allen beteiligten Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unterstützen. Wir ac hten besonders darauf die elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionellen Erziehungs- und B ildungsauftrag und unseren fachlichen pädagogi- schen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlas tet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erzi e- hungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns an den Bedürfni s- sen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Ges- taltung der Angebote. Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: Aktive Teilhabe von Eltern Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Aufbau und Nutzung von Netzwerken 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und se ine Familie eine große Herausforderung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neuen, Unbekannten umgehen zu können. Folgen- de Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: Von der Familie in die Kindertageseinrichtung Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe Von der Kindertageseinrichtung in die Schule Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 7 Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie ma- chen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, die a uf der Suche nach einer Kita sind, unsere Einrich- tungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes und seiner Familie, wenden sich die ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. Sicherheit, das Gef ühl angenommen zu sein, Geborgenheit und Ver- trauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale , helfen den Kindern, sich auf Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m E rzieherIn begleitet. Wir arbeiten dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von de m Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grunds chule ein weiterer bedeutender Prozess, dem wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei für uns das Kind mit seiner individuel- len Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständigen Grundschule diesbezüglich für unerläss- lich. In unseren Augen nutzt die Grundschule ideale r Weise die Informationen, die sie aus der Bil- dungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräften der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses genau an dieser Stelle an. 2.5 Integration/Inklusion Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen. Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und Ge- schlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie un terschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädchen un d Jungen erleben im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 8 Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilha be aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat. 2.6 Sprachförderung Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die a lltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Ki ndern, die einer weiteren Unterstützung und besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedür fen. Sie verlangt eine differenzierte Vorge- hensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt und Besonderheiten des Lebens- umfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass d ie Ansatzpunkte zur Sprachförderung von Kind zu Kind unterschiedlich sein können. Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInne n, indem sie viel Wissen über die aktuelle und allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Er fahren Kinder ein echtes Interesse an ihren Be- dürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, w erden sie sich mitteilen wollen und dabei zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wicht ig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädch en und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bundesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & Integ- ration“ sind. Die Kita Gescherweg und Holtrode haben sich für das Jahr 2013 darauf aufbauend erfolg- reich als „Konsultationskita“ beworben und dienen d amit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 2.7 Spielend lernen Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkei- ten, indem wir ihnen entsprechende Spiel- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu zäh- len großzügig gestaltete Spiel- und Erprobungsräume sowie gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spiel werden Lernprozesse angeregt, und Kompetenzen, wie z.B. Kommunika- tionsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfä- higkeit gestärkt. In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 9 Die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kin- des werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive MitspielerIn- nen von Kindern verstehen. Beides bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrich- tungen. 2.8 Bewegung Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen f ördert die Intelligenz und hat auch Auswir- kungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik. Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet, son- dern sie unterstützt das Kind in seiner emotionalen , sozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder heute mit unter schiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertageseinrichtung kommen , wie z.B. Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, sehen wir uns, im Sinne einer umfassen- den Gesundheitsprävention, verpflichtet Bedingungen zu schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern. Wir bieten den Kindern eine angemessene Umge- bung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können sich jeder- zeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B. in Traumstundenzeiten oder bei Körperwahrneh- mungsspielen. 2.9 Sozialraumorientierung Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und str ukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konz eption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 10 Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer räum- lichen Umgebung vertraut und diese altersgerecht be greifbar zu machen. Die Ressourcen des Stadt- teils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als m oderne Service-Zentren für Familien. So gibt es Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder-Elternnachmitt age, Workshops und Kurse zu familienspezifischen Themen, Familientrödel usw. 2.10 Geschlechterorientierung Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und berücksichtigen die spezifischen Ent- wicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlech- teridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn sie sind beide für die Erzie- hung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, die Arbeit und den Alltag in der Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 3. Flexible Betreuungszeiten In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und gleichzeitig am Kindeswohl aus. Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungsze it. Wir bieten den Eltern flexible Buchungsmög- lichkeiten und ein verlässliches Betreuungsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass je des Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei Wochen Urlaub von der Kita hat. Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck, Stratmannweg 11 4. Raumkonzept Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglich er Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit Freun- den zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse s pielt die räumliche Umgebung eine wesentliche Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume , wirken auf Kinder unmittelbar und nachhal- tig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindliche Bedü rfnisse berücksichtigen, können sie die Entwick- lung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wecken und vielfältige Anregungen geben. Gleichzei- tig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kindern Schutz und Geborgenheit bieten. Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfni ssen gerecht werden, müssen sie einerseits bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche Ele- mente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter ver änderten Interessen, oder auch für Kinder mit einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollte n übersichtlich sein, aber doch Vielfalt ermögli- chen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nischen) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvollen Tätigk eiten der älteren Kinder von Störungen abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für die gesamte Gruppe. Diese Anforderungen berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.
5. Konzeptunterlagen kath. Kirchengemeinde St. Marien für Kita Kinderbachtal
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Pädagogische Konzeption
Im Draum 42 * 48159 Münster Tel.: (0251) 216521 * Fax: (0251) 3904754 eMail: kiga-sprakel@muenster.de www.kiga-st-marien-sprakel.de
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„ Pädagogik soll Dienst am Leben sein, das Leben fließt, unentwegt verändert es sich, und damit verändern sich auch die pädagogischen Bedürfnisse und Notwendigkeiten, aber auch die pädagogischen Möglichkeiten.“
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Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort des Trägers 4 2. Vorwort des Kindergartenteams 4 3. Unser Leitbild 5 4. Personal 6 5. Unser Betreuungsangebot 7 5.1 Öffnungszeiten 8 5.2 Gruppenkapazitäten 8 5.3 Lage und Ausstattung 8 6. Unser Leistungsprofil 10 6.1 Teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit 10 6.2 Ganztagsbetreuung 11 6.3 U3-Betreuung 11 6.3.1 Struktur 11 6.3.2 Eingewöhnungsphase 12 6.3.3 Raumkonzept 12 6.3.4 Entwicklungsbegleitung 12 6.4 Integrative Arbeit 13 6.5 Religionspädagogische Arbeit 14 6.6 Elternarbeit 15 6.6.1 Elternarbeit in Gremien 16 6.6.2 Elterngespräche, -informationen und –abende 16 6.6.3 Gemeinsamer Start in den Kindergarten 17 6.7 Institutionsübergreifende Arbeit 17 6.8 Sprachförderung 19 6.8.1 Delfin 4 19 6.8.2 BISC –Bielefelder Screening 20 6.9 Bewegungsförderung 20 6.9.1 Tägliche Bewegungsangebote 20 6.9.2 Psychomotorik 21 6.10 Medienerziehung – Spielplatz Computer 22 6.11 Interkulturelle Arbeit 22 6.12 Unser Nachmittagsangebot 23 6.12.1 Offene Spielgruppe 23 6.12.2 Nachmittagsangebote 23 6.13 Sonstige Angebote 24 7. Pädagogische Ziele 24 7.1 Kindgerechte Förderung und Entwicklung 25 7.2 Lebenspraktische Fähigkeiten 25 7.3 Selbstvertrauen 25 7.4 Gemeinschaftsgefühl 26 8. Ein Tagesablauf im Kindergarten 26 9. Der Förderverein stellt sich vor 28 1. Vorwort des Trägers
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Wenn ein Kind geboren wird, dann krempelt es das Leben der Eltern total um. Da ist plötzlich so ein kleines Wesen, das ganz auf Mutter und Vater angewiesen ist. Es braucht Menschen, die Verantwortung für sein Wohlergehen übernehmen und bereit sind, für eine gewisse Zeit ihre eigenen Wünsche und ihre eigene Bequemlichkeit zurückzu-stellen, damit das kleine Kind alle Zuwendung und Pflege bekommt, die es zum Wachsen und Gedeihen braucht. Ulrich Messing, Pfarrer Dies ist für Eltern in der heutigen Zeit sicherlich nicht immer leicht. Das Familienle-ben erfordert eine gewisse Organisation, besonders dann, wenn beide Eltern berufs-tätig sind oder es sich um allein erziehende Eltern handelt oder in der Familie schon größere Kinder mit ihren eigenen Ansprüchen und Wünschen vorhanden sind. Kinder brauchen Sicherheit für ihr körperliches Wohl und sie brauchen das Gefühl, wichtig und wertvoll zu sein. Wenn sie das bekommen, dann haben sie gute Chan-cen, gesund an Leib und Seele heranzuwachsen. Wir als Pfarrgemeinde St. Marien und St. Josef und besonders unsere Kindertages-stätte St. Marien wollen dabei Familien unterstützen und begleiten. Wir tun dies aus dem Grundgedanken heraus, dass wir alle Geschöpfe Gottes sind. Gott der Vater liebt jeden Menschen und er möchte, dass wir ein „ Leben in Fülle“ haben. Ich danke allen, die sich in unserer Kinderstätte engagieren und wünsche Ihnen viel Freude bei der Arbeit mit und für die Familien und Kinder in Sprakel. _____________________ Ulrich Messing Pfarrer der Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef 2. Vorwort des Kindergartenteams Der Kindergarten ist in unserer Gesellschaft inzwischen erste Bildungseinrichtung, die durch das Kindergartengesetz (Kibiz) einen klar geregelten Bildungs-, Erzie-hungs- und Betreuungsauftrag hat. Dadurch bewegen wir uns als Team in unserer Arbeit auf einem hohen, fachlichen Niveau, das durch regelmäßige Schulungen und Fortbildungen stetig weiterentwickelt wird. Insbesondere die Veränderungen in der Kindergartenarbeit in den letzten Jahren verdeutlichen den gesteigerten Anspruch an die pädagogische Arbeit im Kindergarten. Durch den Ausbau der Ganztagsbetreu-ung, die U3-Betreuung, die integrative Arbeit, die schulvorbereitenden Projekte und der Bildungsdokumentation wurden im Kindergarten ganz neue Schwerpunkte ge-setzt. Neben diesen kommt aber nach wie vor der individuellen Beziehungsarbeit und dem Wohlfühlen der Kinder im Kindergarten eine hohe Bedeutung zu. Schließlich
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sind wir eine familienergänzende Einrichtung, die familiäre Rituale, wie z.B. das Mit-tagessen oder die Ruhephase in ihre Arbeit aufnimmt. Wir laden Sie alle herzlich ein, einen Einblick in unsere Konzeption zu nehmen und hoffen, dass Sie beim Durchstöbern einige neue Dinge über unseren Kindergarten erfahren und unsere Arbeit noch besser verstehen. Für das Mitarbeiterteam _____________________ Claudia Heinichen Leiterin der Einrichtung 3. Unser Leitbild Jemand hat mich angelacht, mir zugehört, mich ernst genommen, mir Rat gegeben, mir liebevoll auf die Schulter geklopft, mir Mut gemacht, mir die Hand gegeben, mich geführt, Zeit für mich gehabt. Unser Kindergarten ist seit 1969 Teil der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef in Münster – Sprakel. Daher richten wir uns und unser Handeln in der Erziehung nach dem christlichen Menschenbild in katholischer Ausprägung. Wir orientieren uns an der Einzigartigkeit eines jeden Kindes, geben ihm Zeit, Raum und Anregungen zur Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Integration von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen oder einer Behinderung. Als Einrichtung der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef arbeiten wir auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens. Wir sehen uns nicht nur als Elternberater bei pädagogischen Fragen, sondern ermöglichen gerne Kontakte zu weiteren Gruppen und Menschen der Gemeinde, zur Evangelischen Emmausge-meinde, zu den Vereinen in Sprakel mit ihren kulturellen Veranstaltungen sowie zu den Familien untereinander. Die Verknüpfung der Alt- und Neubürger ist uns hierbei ein großes Anliegen.
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4. Personal Um die bestmögliche Förderung und Unterstützung für die Kinder zu erzielen, ist un-ser Team multiprofessionell zusammengesetzt. So wird es möglich, Optimierungen in der Förderung der Kinder sowie Unterstützungsideen aus verschiedenen Blickwin-keln zu betrachten und somit die Stärken und Potentiale der Kinder ganzheitlich zu fördern. Darüber hinaus schult sich unser Team in regelmäßigen Abständen durch Individual- und Teamfortbildungen weiter. Dazu zählen z.B. regelmäßige Fortbildungen zur Ers-ten Hilfe bei Kindern und Kleinkindern, Fortbildungen zu aktuellen Veränderungen im Kindergartenwesen (z.B. Kibiz, Sicherheit, neue Kindergartensoftware) sowie Fortbil-dungen zu verschiedenen pädagogischen Themen (z.B. Arbeit mit u3-Kindern). Bärengruppe: Claudia Heinichen Sozialpädagogin - Leiterin der Einrichtung - Fachkraft mit 39 Wochenstunden davon 24 Std. für Verwaltungsaufgaben, 15 Std. für die pädagogische Arbeit Denise Gerigk Erzieherin - Fachkraft mit 39 Wochenstunden Nina Artmeier Erzieherin - Fachkraft mit 25 Wochenstunden Sabine Schäfer Sozialpädagogin - Fachkraft mit 18,5 Wochenstunden Tigergruppe: Anja Feldmann Erzieherin - Fachkraft mit 39 Wochenstunden Liana Borges Erzieherin - Ergänzungskraft mit 39 Wochenstunden Anna- Maria Reiberg Erzieherin im Berufsanerkennungsjahr (kombinierte Praktikums- und Schulzeit) Mäusegruppe: Simone Rose Erzieherin - Fachkraft mit 39 Wochenstunden Heike Dickert Erzieherin - Ergänzungskraft mit 38 Wochenstunden Zusatzkraft: Tobias Wellie - Sozialpädagoge mit 39 Wochenstunden für die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder
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Zusatzkräfte auf Honorarbasis: Sergej Kuhlmann - Sprachtrainer mit 4 Wochenstunden – Sprachförderung für ak-tuell 12 Kinder nach Delfin 4 Alexandra Elferich- Motopädin mit 6 Wochenstunden zur Unterstützung der integra-tiven Erziehung Hausmeister: Josef Harbeck mit 5 Wochenstunden Eine gut harmonisierende Teamarbeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Arbeit mit den Kindern, denn „Ein Team ohne Entwicklung lebt wie ein Fisch ohne Wasser“ . Regelmäßig findet einmal wöchentlich eine „ große“ Teamsitzung statt, in der das ge-samte Team pädagogisch und organisatorisch plant, über die Entwicklung und För-derung der Kindergartenkinder reflektiert, Kenntnisse aus Fortbildungen austauscht und über neue, pädagogische Entwicklungen diskutiert. Neben der „ großen“ Teamsitzung finden wöchentlich auch gruppeninterne Sitzungen statt, in der aktuelle Gruppensituationen bearbeitet werden. Zwei Tage im Jahr schließt der Kindergarten für sogenannte Team- bzw. Planungs-tage, an denen das Team die Halbjahresplanung mit Themen, Ausflügen, Festen und Terminen erarbeitet, pädagogische Konzepte weiterentwickelt sowie aktuelle, päda-gogische Themen bespricht und diskutiert. Für die Leiterin finden zusätzlich regelmäßige Treffen mit weiteren Kindergartenleite-rinnen auf Dekanats- oder Stadtebene zum Austausch aktueller Informationen und Themen im pädagogischen, organisatorischen und verwaltungstechnischen Bereich statt. Die Fachkraft für die integrative Arbeit nimmt regelmäßig an Arbeitskreistreffen mit KollegInnen aus integrativ arbeitenden Einrichtungen teil. Neben dem Austausch von aktuellen Themen und Fachinformationen werden durch Hospitationen und Besichti-gungen in sozialen, therapeutischen u. schulischen Einrichtungen externe Netzwerke geschaffen. 5. Unser Betreuungsangebot Der Träger der Einrichtung hat entschieden, dass wir in unserer Einrichtung eine Ganztags- und U3- Betreuung sowie die Betreuung von Kindern mit einer Behinde-rung oder drohenden Behinderung anbieten. Die konkrete Planung von Betreuungsformen und Betreuungszeitbudgets erfolgt in Kooperation mit der Jugendhilfeplanung des örtlichen Jugendamtes. Die Öffnungszeiten werden nach einer jährlichen Bedarfserhebung in Absprache mit dem Rat der Einrichtung festgelegt.
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5.1 Öffnungszeiten Für Kinder mit 35 Stunden Betreuungszeit Montag bis Freitag vormittags 7.30 Uhr - 13.00 Uhr Montag bis Donnerstag nachmittags 14.30 Uhr - 16.30 Uhr Für Kinder mit 45 Stunden Betreuungszeit / Ganztagsbetreuung Montag bis Donnerstag 7.15 Uhr - 16.45 Uhr Freitag 7.15 Uhr - 14.30 Uhr Öffnungszeiten sind nicht unbedingt Betreuungszeiten für jedes Kindergartenkind. Diese sollten -individuell auf die Bedürfnisse des Kindes und der Eltern- mit den ErzieherInnen abgestimmt werden. Im Frühdienst von 7.15 Uhr – 8.00 Uhr sind 3 Kolleginnen anwe-send. Bis zum gemeinsamen Morgenkreis um 9.00 Uhr sollten alle Kinder im Kindergar-ten eingetroffen sein. 5.2 Gruppenkapazitäten In diesem Kindergartenjahr werden in unserer Einrichtung 72 Kinder in drei Gruppen betreut. Diese sind nach Tieren benannt, was ihrem Kind eine generelle Orientierung bieten soll. Im Zuge unserer gruppenübergreifenden Arbeit wollen wir diese Zugehö-rigkeit jedoch nicht in einem überhöhten Rahmen betonen, Ausnahme ist sicherlich die Arbeit im U-3 Bereich, in dem die Arbeit in der Gruppe aus alterstechnischen Gründen engmaschiger und stärker gruppenbezogen erfolgt. 5.3 Lage und Ausstattung Innerhalb eines familienfreundlichen Wohngebietes am Ortsrand von Sprakel findet man unseren Kindergarten St. Marien am Ende einer Sackgasse in einer verkehrsbe-ruhigten Zone. Die Katholische Pfarrkirche St. Marien, das Marienheim, umliegende Spielplätze, Sportanlagen, Natur- und Waldgebiete, die Grundschule / Schulturnhalle und die verschiedenen Geschäfte in Sprakel sind mit den Kindern vom Kindergarten aus gut zu erreichen. In unserem Kindergarten stehen den Kindern seit August 2012 renovierte und neuer-baute Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen sie zahlreiche Bewegungs-, Erkun-dungs-, Ruhe- und Spielmöglichkeiten finden. Wir verstehen diese Räume als Erfah-rungs- und Erlebnisfeld für Körper und Sinne. Die Räumlichkeiten in unserem Kindergarten sollen Wärme, Gemütlichkeit sowie Be-haglichkeit ausstrahlen. Unser Wunsch ist es, dass Kinder und Erwachsene sich in unserer Einrichtung wohl und geborgen fühlen. Jede unserer drei Gruppentüren zeigt die Gruppentiere Bär, Tiger und Maus, die gemeinsam an einem Seil ziehen. Dies verdeutlicht, dass im Sinne unserer teiloffe-nen Arbeit alle Kinder in jeder Gruppe willkommen sind. Das jeweilige Gruppentier wird entsprechend größer dargestellt, so dass man erkennen kann, welcher Grup-penraum gerade betreten wird.
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Unsere drei Gruppen sind individuell und entsprechend der Bedürfnisse der Kinder ges-taltet. Gut, sorgfältig und liebevoll ausgestattet mit den verschiedensten Materialien und Accessoires können die Kinder in den einzelnen Aktionsbereichen ihren vielfältigen Inte-ressen nachgehen, ihre Phantasie ausleben sowie erweitern. Jeder Gruppenbereich verfügt über einen Gruppenraum, einem Gruppennebenraum so-wie einem eigenen Wasch- und Wickelraum. So stehen den Kindern Spiel- und Erlebnisbereiche zur Verfügung, wie z.B. • Bauteppich • Lese- oder Kuschelecke • Spielbereich • Frühstücksbereich • Kreativecke • Computertisch • Rollenspielecke • Bällebad • Bewegungsbereich Für die U3- und Ganztagskinder ist in zwei Gruppenbereichen zusätzlich jeweils ein Schlafraum konzipiert. Jeder Winkel unserer Einrichtung ist mit Leben gefüllt. So werden auch der Flurbereich und die Kellerräume vielseitig und flexibel als zusätzli-cher Spielraum oder zur Kleingruppenarbeit genutzt. Den Kindern stehen daher neben dem großen Turnraum u.a. auch ein Werkkeller, ein Bohnenbad, eine Vorschulkind-Ecke und ein Sandkasten im Flur zur Verfügung. Unser in ländlicher Umgebung gelegener Spielplatz mit altem Baumbestand bietet zu jeder Jahreszeit Möglichkeiten zu Spiel- und Naturerfahrungen und zum Be-greifen unserer Umwelt. Die Kinder haben auf dem naturnahen Spielplatz die Möglichkeit, auf Naturexpedition zu gehen, Abenteuerpfade zu erkunden sowie Rollenspiele o.a. im Weidenhaus zu erleben. Neben den natürlichen Gegebenheiten finden sie dazu vielfältige Spielmaterialien sowie Fahrzeuge. In durch kleine Hecken abgegrenzten Spielbereichen haben auch unsere U3-Kinder die Möglichkeit, sicher und geschützt die ersten eigenen Außenspielerfahrungen zu sammeln. 6. Unser Leistungsprofil Die Grundlage unseres Leistungsprofils liegt im §3 des Kinderbildungsgesetzes (Ki-biz) verankert und umfasst einen eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreu-ungsauftrag für jedes Kind in unserer Einrichtung. Zu unserem Auftrag gehören in erster Linie die individuelle Förderung eines jeden Kindes und die Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit.
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Hinzu kommt ein regelmäßiger Dialog mit den Eltern, in dem neben einem Austausch auch Informationen und Fragen zur Erziehung und Bildung der Kinder im Vorder-grund stehen. Elemente unserer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit möchten wir Ihnen in den nächsten Punkten näher beschreiben. 6.1 Teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit Seit mehreren Jahren gestalten wir in unserer Einrichtung unseren Bildungs-, Erzie-hungs- und Betreuungsauftrag teiloffen. Einerseits bedeutet dies, dass jedes Kind eine feste Gruppenzugehörigkeit zur Bä-ren-, Tiger- oder Mäusegruppe hat und damit feste Bezugspersonen und Spielfreun-de. Auch die festen Rituale des Alltags, wie z.B. der Morgen- oder Abschlusskreis, finden in der Regel auf Gruppenebene statt. Andererseits dürfen die Kinder nach Absprache alle Gruppen- und Spielbereiche der Einrichtung erkunden und diese bespielen. So gibt es für jedes Kind ausreichend Platz und Raum, den sie ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend nutzen kön-nen. Einen großen Vorteil der teiloffenen Arbeit besteht in den vielfältigen Möglichkeiten der Kinder, sich untereinander sowie auch die ErzieherInnen gruppenübergreifend besser kennen zu lernen und sich selbstbestimmten Tätigkeiten und Spielgruppen zuzuwenden. Darauf aufbauend haben wir zwei Vormittage in der Woche, an denen gruppenüber-greifende Aktionen stattfinden, wie z.B. ein gemeinsames Fußballspiel, eine Lieder-runde oder ein Kreativangebot. Auch das Mittagessen, die Ruhephase sowie die Turn- und Nachmittagsangebote finden gruppenübergreifend statt. Wichtig ist, dass das gruppenübergreifende Spiel kein „ Muss“ , sondern ein Angebot ist. Wir nehmen jedes Kind so lange an die Hand, bis es sich frei und selbstständig in unserer Einrichtung zu Recht findet. Teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit ermöglicht darüber hinaus eine intensive Beobachtung der Kinder durch alle Mitarbeiter. So können regelmäßige Reflektionen und ein gegenseitiger Austausch im Team stattfinden. Wir sehen die teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit als Gewinn für jedes Kind an. Auch im Hinblick auf die Schule, wird das Gemeinschaftsgefühl der zukünftigen Klasse schon einmal aufgebaut und gestärkt. 6.2 Ganztagsbetreuung Seit 1999 gibt es in unserem Kindergarten das bedarfsorientierte Betreuungsangebot einer Ganztagsbetreuung = 45-Stunden-Betreuung. Die Ganztagsbetreuung umfasst inzwischen weitere wichtige Elemente einer famili-energänzenden Arbeit. Zeiten und Rituale, die Kinder früher in der Familie verbracht und erlebt haben, fließen ebenfalls in unsere pädagogische Arbeit ein.
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Wichtig ist uns daher vor allem, dass das gemeinsame Mittagessen in gemütlicher Atmosphäre stattfindet. Die Kinder sitzen mit ErzieherInnen gemeinsam am gedeck-ten Tisch, lernen und erleben Tischregeln sowie -manieren und tauschen sich über Erlebtes und den Tag aus. Die Gerichte werden täglich frisch und warm von einem Essens-Service direkt in den Kindergarten geliefert. Nach Möglichkeit stellen wir gemeinsam mit den Kindern die wechselnden Wochen-Menü-Pläne zusammen, bei denen wir vor allem auf eine ab-wechslungsreiche sowie ausgewogene Ernährung mit Hauptgericht und Nachspeise achten. Täglich um kurz nach zwölf treffen sich die Mittagskinder zum gemeinsamen Essen. Im Anschluss daran putzen sie sich die Zähne, bevor sie in die Mittagsruhe gehen. Die Mittagsruhe wird bedarfsorientiert gestaltet. Es stehen Schlafräume zur Verfü-gung, in denen sich die Kinder in eigenen Betten ausruhen und schlafen können. In einem anderen Raum haben die überwiegend älteren Kinder die Möglichkeit, bei ei-ner Geschichte oder einem ruhigen Spiel zur Ruhe zur kommen und wieder Kraft zu tanken. „ Einfach mal zur Ruhe kommen“ braucht Zeit. Daher sollen die Mittagskinder nicht vor 14.00 Uhr abgeholt werden. Um 14.00 Uhr gibt es einen Nachmittagssnack / Nachtisch, ehe dann um 14.30 Uhr die Nachmittagsgruppen beginnen. Die Verpflegungskosten werden durch die Zentralrendantur Münster-Lamberti/Liebfrauen (Verwaltung der Pfarrgemeinde St. Marien und St. Josef) von den Eltern eingezogen / verrechnet. Die Betreuungskosten für die Ganztagsbetreuung werden in Verbindung mit dem monatlichen Elternbeitrag durch die Stadt Münster berechnet und eingefordert. 6.3 U3-Betreuung In den vergangenen Jahren hat sich das Familienleben stark gewandelt. Eltern brau-chen zunehmend qualifizierte Betreuungsangebote auch für Kinder unter drei Jahren. Um auf diese veränderten Bedürfnisse zu reagieren, nehmen wir seit dem Kindergar-tenjahr 2010/2011 auch zweijährige Kinder in unserer Einrichtung auf. 6.3.1 Struktur Aktuell stehen in unserer Einrichtung sechs U3-Plätze in einer altersgemischten Gruppe (zwei bis sechs Jahre) zur Verfügung. Um den U3-Kindern in der Gesamt-gruppe gerecht werden zu können, hat sich die Gruppenstärke von 25 auf 20 Kinder reduziert. Darüber hinaus wird die Gruppe von drei pädagogisch qualifizierten Fach-kräften betreut. In unserer Einrichtung können U3-Kinder sowohl 35 Std. als auch 45 Std. betreut werden. Für die U3-Kinder ist ein strukturierter Tagesablauf sehr wichtig. Dieser orientiert sich daher an den Bedürfnissen der Kinder. Essens- sowie Schlafgewohnheiten werden in kontinuierlicher Absprache mit den Eltern in unserer Einrichtung individuell fortge-
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setzt, um für die Kinder eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Generell legen wir viel Wert auf feste Rituale und gleich bleibende Abläufe, die den U3-Kindern eine für sie erforderliche Sicherheit geben. 6.3.2 Eingewöhnungsphase Für die U3-Kinder unserer Einrichtung gestaltet sich der Einstieg in den Kindergarten etwas intensiver. Eingangs sind informative Erstgespräche mit den Eltern erforder-lich, in denen Gewohnheiten und Besonderheiten über das Kind ausgetauscht wer-den. Absprachen über den Tagesablauf, vor allem über die Bring- und Abholphasen werden getroffen. Unser Bestreben ist es, jedem Kind seine eigene, individuelle Eingewöhnungsphase zukommen zu lassen. Dies bedeutet für die Eltern, sich für die Eingewöhnungsphase ihres Kindes ausreichend Zeit ggf. auch Urlaub zu nehmen. Um den Kindern den Start zu erleichtern, können sie etwas Vertrautes von Zuhause mitnehmen. Dies kann ein Schnuller oder Kuscheltier, aber auch ein Foto von der Familie oder dem Haustier sein. Gerade in den ersten Monaten ist die Betreuung unserer jüngsten Kinder eng und intensiv an feste BezugserzieherInnen orientiert. Auf einfühlsame Weise bauen diese ein besonders enges Vertrauensverhältnis zu den Kleinsten unserer Einrichtung auf, so dass sie sich sicher und geborgen fühlen. Da sich die U3-Kinder oftmals noch nicht ausreichend sprachlich mitteilen können, ist der ständige Dialog mit den Eltern sehr wichtig. Dieser sorgt für einen entspannten Kindergartenalltag und einen gelungenen Entwicklungsabschnitt der U3-Kinder. 6.3.3 Raumkonzept Die Räumlichkeiten in unserer Einrichtung sind im Sommer 2012 neu strukturiert, renoviert und umgebaut worden, so dass sie nun auf die Bedürfnisse und die Sicher-heit der U3-Kinder ausgelegt sind. Spielbereiche, Bewegungs- und Kreativräume, Rückzugs- und Schlafräume sowie ein Wickelbereich stehen den U3-Kindern nun zur Verfügung. 6.3.4 Entwicklungsbegleitung Nach behutsamer Eingewöhnungsphase erhalten die Kinder weiterhin liebevolle Zu-wendung und Betreuung. Dabei steht die individuelle, ganzheitliche Förderung der Kinder im Vordergrund. Gerade in den ersten Lebensjahren durchlaufen Kinder eine enorme Entwicklung. Deshalb verfügen unsere ErzieherInnen über ein hohes Maß an Verständnis für die-sen Entwicklungsprozess. Durch intensive Beobachtung, situationsorientierte Ent-wicklungsthemen und altersgemäße ausgerichtete pädagogische Angebote möchten wir das besondere Potential in den Kindern wecken und liebevoll fördern. Die intensive Nähe zur Bezugsperson, Raum und Zeit zum Beobachten, Nachahmen und selbstbestimmtes Forschen unterstützen den Entwicklungsprozess und regen Phantasie und Kreativität der Kinder an. Das spielerische Miteinander mit den Gleichaltrigen fördert zudem erste Sozialkontakte und das Selbstbewusstsein.
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6.4 Integrative Arbeit Gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung in unserer Ein-richtung Unsere Einrichtung ist eine staatlich anerkannte Integrativeinrichtung, in der Kinder mit Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten zusammen mit Kindern ohne Behinderung betreut werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund des §53 SGB XII vgl. analog §35a SGB VIII. Für uns bedeutet Integration nicht eine Erfüllung von Gesetzesparagraphen sondern gelebte Überzeugung. Verschiedenartige Fähigkeiten, anders gelagerte Potenziale und Ideen der Kinder dürfen und sollen nicht zu einer Separation führen. Es liegt auf der Hand, dass jedes Kind so angenommen und wertgeschätzt wird, wie es ist. Dabei ist in der integrativen Arbeit das Spektrum der Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten breit gefächert, es reicht von geistigen und körperlichen Behinderungen über neurologi-sche Erkrankungen bis hin zu aggressivem bzw. autoaggressivem Verhalten. Gelingende Eingliederung kann unserer Ansicht nach nur über eine wertschätzende Betonung der Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Kindes in der Gruppe erfolgen. Jeder wird so in die Gruppe eingeschlossen, wie er ist. Die Kunst der integrativen Förderung besteht somit darin, dem behinderten Kind best-mögliche Förderung zugutekommen zu lassen, ohne es in eine exponierte Position zu stellen. Denn nur so kann es durch Aufbau von Kompetenzen und durch die Erfahrung authentischer Wertschätzung ein gesundes und nachhaltiges Selbstbewusstsein entwi-ckeln. Dieses Selbstbewusstsein ist darüber hinaus ein wichtiger Resilienzfaktor bei Diskriminierungen, die das Kind eventuell im Verlauf seines Lebens erfahren wird. Die Integration in unserem Kindergarten verschließt trotz des wertschätzenden und auf Ressourcen ausgelegten Blickes in der individuellen Förderung nicht die Augen vor Op-timierungsmöglichkeiten und Entwicklungspotentialen beim einzelnen Kind. Diese wer-den in Individualarbeit, Kleingruppenarbeit und im lebensweltnahen Training in der
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Großgruppe erarbeitet. Gerade durch ein verstärktes Arbeiten in Gruppen erhält die Förderung einen Multiplikatoreffekt. Zudem wird durch die Rotation in den Gruppen und in der Einzelarbeit der Effekt einer Exklusion vermieden, die Förderung erhält bei den Kindern und den Erwachsenen einen Normalitätsstatus. Für die Integrationskinder steht in unserer Einrichtung ein eigener Etat zur Verfügung, um mögliche Barrieren, die durch die räumliche Ausstattung oder das vorhandene Spielmaterial gegeben sind, zu überwinden. So wird eine bestmögliche Entwicklung forciert, gemäß den individuellen Bedürfnissen. Wir versuchen bei Kindern in der Integration einen adäquaten Bildungsaufbau zu erzie-len, um einen nahtlosen Übergang in die Schule zu ermöglichen. Dies geschieht mit allen übrigen Kindern analog, jedem Kind werden entsprechend seinen Fähigkeiten Angebote gemacht, Bedürfnisse abgefragt und kommuniziert. Erneut zeigt sich, dass so eine Exklusion vermieden wird, denn eine in diesem Entwicklungsalter vorgelebte Ak-zeptanz für Individualität und Verschiedenheit erzeugt ein Klima von Akzeptanz, Re-spekt und Vertrauen in dem sich eine gesunde selbständige Persönlichkeit entfalten kann. Wenn dies gelingt, so werden wir auch unserem im Kinder- Hilfe und Jugendge-setz formulierten Auftrag gerecht: „ Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemein-schaftsfähigen Persönlichkeit.“ (vgl. §1 Abs. I SGB VIII) 6.5 Religionspädagogische Arbeit Als Teil der kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef richtet sich unsere pädago-gische Arbeit nach dem christlichen Menschenbild und orientiert sich an der Einzigartig-keit eines jeden Kindes. Gemeinsam erleben wir mit den Kindern Glauben und ein tägliches Miteinander im singen, beten, erzählen, zuhören, staunen, spielen, sich freuen, trauern, lachen, Feste feiern, sich und andere annehmen und respektieren. Miteinander leben, Glauben erleben
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In unserer Einrichtung findet religionspädagogische Arbeit auf verschiedenen Ebenen statt: Ø im sozialen Miteinander, auch in der Begegnung mit Kindern mit Behinderungen, fremden Kulturen und Religionen; Ø im Erzählen und Erarbeiten biblischer Botschaften und Geschichten; Ø im respektvollen Umgang und der Wertschätzung mit der Schöpfung – Mensch und Natur; Ø in Gebeten im Morgenkreis, an Geburtstagen, am Mittagstisch; Ø in Besuchen der Pfarrkirche St. Marien, der Pfarrkirche St. Josef und des Paulus Doms ; Ø in der Vermittlung und Mitgestaltung der Feste und Feiern im Kirchenjahr; Ø in der gemeinsamen Vorbereitung der Familien- und Wortgottesdienste. Eine regelmäßige Unterstützung unserer Arbeit erfahren wir durch unseren Pfarrer Ul-rich Messing und unseren Pastoralreferenten Peter Lütkenhaus, die aktiv eine enge Verbindung zwischen der Kirchengemeinde und unserer Einrichtung schaffen. Unser Ziel ist es, die Kinder so zu begleiten, dass sie die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung entdecken, acht-sam mit ihr umgehen und sich als Teil von ihr erleben. 6.6 Elternarbeit „ Viele Dinge gehen gemeinsam besser“ Der Kindergarten ist eine familienergänzende Institution. Daher sind eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und der Kontakt zwischen Erziehungsberechtigten, pädagogischen Fachkräften und dem Träger die Voraussetzung für eine gute päda-gogische Arbeit. Auf die Mitarbeit und Mitverantwortung von Eltern ist der Kindergarten angewiesen. Zum einen soll die Elternmitwirkung in der Elternversammlung, dem Elternbeirat und dem Rat der Kindertageseinrichtung die Zusammenarbeit mit pädagogischen Fach-kräften und Träger beleben, die Kindergartenarbeit transparent machen und den El-tern die Möglichkeit geben, durch ihre Beteiligung ihre Vorstellungen mit einzubrin-gen und für das gemeinsame Anliegen Mitverantwortung zu tragen. Über diese Mitarbeit in den gewählten Gremien hinaus, sind alle Eltern herzlich ein-geladen, sich am Leben unserer Einrichtung aktiv zu beteiligen, z.B. als Mithilfe im Tagesablauf oder als Begleitperson bei Ausflügen, als Unterstützung des Flohmarkt- oder Förderverein-Teams oder als Mithilfe bei Festen und Feiern.
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6.6.1 Elternarbeit in Gremien Auf der jährlichen Elternversammlung, zu der alle Kindergarteneltern herzlich eingeladen sind, werden auf Gruppenebene zwei Eltern zum Elternvertreter und Stellvertreter gewählt. Sie stellen für ein Jahr den Elternbeirat dar und sind somit das Bindeglied zwischen Eltern-schaft und pädagogischen Kräften sowie Träger. Als Ansprechpartner stehen sie allen Eltern in ihren persönlichen Belangen und Fragen zur Verfügung. Aus dem Elternbeirat, den pädagogischen Fachkräften und Vertretern des Trägers bildet sich der Rat der Einrichtung. Dieser hat insbesondere die Aufgabe, die Grundsätze für die Erziehungs- und Bildungsarbeit zu beraten, sich um die erforderliche räumliche, sachliche und personelle Ausstattung zu bemühen, legt die Ferienregelung sowie die Schließungs- und Öffnungszeiten fest und vereinbart Kriterien für die Aufnahme von Kin-dern in die Tageseinrichtung. 6.6.2 Elterngespräche, -information und -abende In unserer Einrichtung finden verschiedene Formen von Elterngesprächen statt. Die-se können spontan als sogenanntes „ Tür- und Angelgespräch“ stattfinden, wenn El-tern oder auch ErzieherInnen ein kurzes Feedback geben möchten, eine Frage oder wichtiges Anliegen haben. Darüber hinaus bieten wir jährlich, in der Regel um den Geburtstag des Kindes, ein ausführliches Entwicklungsgespräch an. Ausnahme ist das letzte Kindergartenjahr. In diesem Jahr finden in den Herbstferien die sogenannten Elternsprechtage statt, in denen die Schulfähigkeit des Kindes the-matisiert wird. Darüber hinaus wird zusätzlich vor den Sommerferien ein Abschluss-gespräch geführt, in dem die Eltern die Bildungsdokumentation des Kindes erhalten. Letztendlich gilt, dass ein Gespräch immer möglich ist, wenn Eltern oder ErieherIn-nen eines wünschen. Elterninformationen erhalten Eltern zum einen über die Elternpost in den persönli-chen Postfächern der Kinder oder auch auf unserer Homepage. Auf täglich aktuelle Informationen wird an der Infotafel in der Eingangshalle oder durch aktuelle Anschläge an der Eingangstür aufmerksam gemacht. Letztendlich haben Eltern in unserem Kindergarten die Möglichkeit, sich in unserer kleinen Elternbücherei vorne in der Eingangshalle über spezielle pädagogische Themen zu informieren. In jedem Kindergartenhalbjahr findet in der Regel ein Themenelternabend im Kinder-garten statt. Dort werden Eltern über unterschiedliche pädagogische Themen durch das Kindergarten-Team oder einen externen Referenten informiert. 6.6.3 Gemeinsamer Start in den Kindergarten Am 01. August beginnt immer das neue Kindergartenjahr und damit verbunden auch der Tag, an dem für viele Kinder und Eltern die Kindergartenzeit startet. Ein erster Tag, eine Zeit, in der für alle Beteiligten vieles neu und spannend, doch auch ebenso aufregend und anstrengend ist.
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Die Kinder machen ihren ersten Schritt heraus aus dem Elternhaus und müssen sich in der Bären-, Tiger- oder Mäusegruppe einleben sowie vertraut werden mit den Er-zieherInnen, Spielgefährten, Regeln. Die gesamte Kindergartengruppe muss sich neu finden, denn vertraute Kinder und Freunde sind zur Schule gekommen. Die nun älteren und mittleren Kinder mit den neu dazugekommenen Kindern suchen ihren Platz in der Gruppe. Diese Veränderung, dieser Neuanfang ist mit viel Unsicherheit verbunden. Auf die Eltern der neuen Kinder kommt in der Eingewöhnungsphase eine wichtige Rolle zu. Sie müssen ihre Kinder bei der manchmal nicht so leichten Abnabelung unterstützen, u.a. indem sie sich für ihre Kinder in der Eingewöhnungsphase ausrei-chend Zeit zur behutsamen Eingewöhnung nehmen. Für Kinder stellt ein Kindergartenmorgen zunächst eine große Herausforderung dar, die ihnen viel Energie und Kraft abverlangt. Von daher beginnt der Kindergartentag zunächst stundenweise. Die Betreuungszeiten werden nach und nach gesteigert. Das heißt, dass sich die Eltern gegebenenfalls auch einmal ein paar Tage Urlaub nehmen müssen oder eine andere Bezugsperson, wie z.B. Oma und Opa, bitten, sich für die Eingewöhnungsphase der Kinder Zeit zu nehmen. Doch da „ aller Anfang schwer ist“, versuchen wir vor dem regulären Beginn durch einen Informationsabend für die neuen Eltern und durch einen Spielnachmittag für die neuen Kinder den Start in die Kindergartenzeit zu erleichtern. Hier lernen alle schon im Voraus die Räumlichkeiten und die ErzieherInnen als zukünftige, neue Bezugspersonen und An-sprechpartner kennen. Die Eltern erhalten darüber hinaus eine Mappe mit allen wichtigen Informationen für die Kindergartenzeit. Zudem bleibt viel Zeit für die Eltern offene Fragen zu klären. 6.7 Institutionsübergreifende Arbeit Eine gute Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch mit anderen Gremien, Einrichtungen und Institutionen sind in unserer heutigen Arbeit unerlässlich. Damit wir in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern, in der fachlichen Begleitung und Beratung der Eltern sowie in der Organisations- und Verwaltungsarbeit ein ho-hes Maß an Fachkompetenz aufweisen können, arbeiten wir mit verschiedenen In-stitutionen zusammen. Ein weiterer Teil unserer Arbeit ist die Vermittlung von Kontakten zu anderen profes-sionellen Beratungsstellen in freier und öffentlicher Trägerschaft, bei denen familiäre Lebensfragen und Erziehungsunsicherheiten von Eltern durch zuverlässige Informa-tionen, Beratung, Diagnostik und Therapie erarbeitet werden. Mit folgenden Gremien, Einrichtungen und Institutionen arbeiten wir regelmä-ßig zusammen: Ø Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef - Kirchenvorstand - Pfarrgemeinderat - Kirchentermintreff Ø Zentralrendantur Münster-Lamberti / Liebfrauen
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Ø Bischöfliches Generalvikariat Münster Ø Diözesan-Caritasverband Ø Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien Ø Andere Kindertageseinrichtungen Ø Grundschulen, Förderschulen, weiterführende Schulen Berufsbildende Schulen für Erzieherinnen, Heil- oder Sozialpädagogen Ø Stadt Münster: - Amt für Kinder, Jugendliche und Familie - Gesundheitsamt / Zahngesundheitsdienst - Frühförderstelle - Sportamt - Landschaftsverband Westfalen-Lippe Ø Therapeuten der Kinder wie Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Kin-derpsychologen Ø Kinder- und Zahnärzte Ø Verkehrspolizei Um auch in der Gemeinde Sprakel ein gutes Miteinander zu leben, halten wir engen Kon-takt zu folgenden Vereinen und Einrichtungen: Ø Sportverein Ø Freiwillige Feuerwehr Ø Heimatverein Ø Karnevalsverein Ø Schützenverein
6.8 Sprachförderung Sprache spielt in der kindlichen Entwicklung eine ganz wichtige Rolle. Deshalb muss die Förderung der kindlichen Sprachentwicklung früh beginnen. Die Sprachentwicklung eines Kindes ist unmittelbar mit der Entwicklung der Wahr-nehmung, der Motorik, des Denkens und mit dem sozial – emotionalen Erlebnisbereich verbunden und ver-knüpft. In unserer Tageseinrichtung arbeiten wir nach dem Ansatz der Ganzheitlich-keit, der sich nicht nur mit einem Teil der kindlichen Entwicklung beschäftigt,
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sondern versucht, sich der Gesamtentwicklung zu nähern. Dieses bedeutet für die Erzieherinnen, Sprache spielerisch über das Handeln, über das Spiel, über die Bewegung oder der Wahrnehmung erfahrbar zu machen. Im Kindergartenalltag bieten sich spielerisch viele Möglichkeiten zur Sprachförde-rung: Ø Gespräche jeglicher Art Ø Erzählen im Morgenkreis Ø Reime, Lieder, Fingerspiele Ø Gesellschaftsspiele Ø Rhythmische Spiele (Klatschspiele, Seilchen springen) Ø Psychomotorik, Bewegungserziehung Ø Angebote zur Grob- und Feinmotorik 6.8.1 Delfin 4 Sprache ist der Schlüssel für bessere Bildungschancen! Kinder, die Deutsch altersgemäß beherrschen, fällt das Lernen leichter. Außerdem sind gute Kenntnisse der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für den späteren Erfolg in der Schule und im Beruf. Aus diesem Grund ist die frühe Sprachförderung seit 2007 ein Schwerpunkt der Bil-dungsarbeit in den Kindertageseinrichtungen. Das Ministerium für Schule und Wei-terbildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat alle Kinder zwei Jahre vor der Ein-schulung verpflichtet, an einen dafür entwickelten Test: „ Besuch im Zoo“ bzw. „ Be-such im Pfiffikus-Haus“ teilzunehmen. Diese Testung findet in unserem Kindergarten mit einer Erzieherin und einer Lehrerin der Grundschule Sprakel statt. Stellt sich in der Testung heraus, dass die Sprachentwicklung eines Kindes aus pä-dagogischer Sicht nicht altersgemäß ist und die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrscht wird, wird das Kind im Kindergartenalltag durch einen Sprachtherapeuten bis zur Einschulung gezielt sprachlich gefördert. 6.8.2 BISC - Bielefelder Screening - Früherkennung von einer Lese-Rechtschreibschwäche Das „ BISC“ = Bielefelder Screening ist ein spielerischer Test zur Früherkennung von einer möglichen Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). Dieser wird 10 Monate vor Eintritt in die Schule im Kindergarten durchgeführt. Die Testung basiert auf dem Basisverständnis, welches die Kinder für das Lesen und Schreiben lernen benötigen, wie z.B. differenziertes hören „ Hörst du „ Au“ in Auto?“. Kindern, bei denen Schwächen im Test zu erkennen sind, die auf evtl. spätere Schwierigkeiten beim Lesen sowie Schreiben hinweisen, haben die Chance, an einem 20 wöchigen, anschließenden Förderprogramm „ Hören, Lau-schen, Lernen“ (HLL) im Kindergarten teilzunehmen. Das Förderprogramm umfasst täglich 10 Minuten, in denen spielerische Aufgaben zu den Bereichen Lauschspiele, Reime, Sätze und Wörter, Silben, Anlaute und Phoneme den Kindern angeboten werden. Mehrere Kolleginnen unserer Einrichtung haben an einer entsprechenden Fortbil-dung zum BISC und dem Förderprogramm HLL teilgenommen, so dass sie befähigt sind, diesen Test und das anschließende Förderprogramm HLL durchzuführen.
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6.9 Bewegungsförderung Lernen über Wahrnehmung und Bewegung – in unserer Einrichtung legen wir ei-nen Schwerpunkt auf die Bewegung und die Bewegungsfreude der Kinder. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen, die die KINDER IN BEWEGUNG gGmbH (KiB) sehr präzise zusammenfasst, ist die Bewegung den Kindern ein ureigenes Be-dürfnis und die Quelle vielfältiger Erlebnisse und Erfahrungen. Vor allem in den ers-ten Lebensjahren ist Bewegung der wichtigste Weg zur Erkenntnis. Die sinnliche Wahrnehmung über Bewegung eröffnet Kindern den Zugang zur Welt. Sie ist die Wurzel jeder Erfahrung, durch die sie die Welt verstehen lernen. Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, bei dem Kinder mit allen Sinnen in die Ausei-nandersetzung mit ihrer Umwelt eintreten. Das Zusammenspiel der Sinne wird durch Bewegungsaktivitäten gefördert. Wahrnehmungsleistungen nehmen eine Schlüssel-funktion hinsichtlich der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen aus der Um-welt ein. Kinder eignen sich die Welt in den ersten Jahren weniger über Denken und Vorstellen an, sondern vor allem über ihre unmittelbaren körperlichen Handlungen. Bewegung ermöglicht die schrittweise Erweiterung kindlicher Handlungsfähigkeit. Kinder setzen die Bewegungsaktivität ein, um zu einem Wissen über die Beschaf-fenheit der Umwelt zu gelangen. 6.9.1 Tägliche Bewegungsangebote In unserer Einrichtung haben Kinder die vielfältige Möglichkeit, Bewegung zu erleben und erfahren. Hierfür stehen die Bewegungsbereiche auf Gruppenebene, die Kiga-Turnhalle, Schulturnhalle und der große Außenbereich zur Verfügung. Insbesondere durch die Bewegungsangebote in der Kiga- und Schulturnhalle sollen den Kindern vielfältige Erfahrungen mit sich und ihrer Umfeld ermöglicht werden: Ø den eigenen Körper und damit sich selbst kennen lernen; Ø mit anderen etwas tun, mit- und nicht gegeneinander spielen, sich absprechen, an Regeln halten, Kompromisse eingehen, durchsetzen; Ø Gefühle wie Lust, Freude, Erschöpfung, Energie empfinden, wahrnehmen und ausleben; Ø Dinge aus der Umwelt räumlicher oder materieller Art kennen lernen, ausprobieren und ihre Eigenschaften erfassen; Ø sich mit anderen vergleichen, Unterschiede erkennen und akzeptieren, wetteifern und dabei Siege und Niederlagen verkraften; Ø Belastungen ertragen, die körperliche Leistungsfähigkeit steigern; Ø Ängste überwinden und eigene Stärken kennen lernen. Die Turnangebote finden in unserem Kindergarten in altershomogenen Gruppen statt. Unsere Kleinen gehen in die Kindergartenturnhalle im Haus bzw. in die Halle des SC Sprakel direkt nebenan. Die Medis und Maxis dürfen schon einmal in der Woche in die große Schulturnhalle gehen. 6.9.2 Psychomotorik
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Ergänzend zu unseren täglichen Bewegungsangeboten bieten wir in unserem Kinder-garten psychomotorische Förderstunden an. Psychomotorik ist ein Konzept zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Kin-dern durch Wahrnehmung und Bewegung. Der Begriff Psychomotorik basiert auf der Erkenntnis, dass sich körperlich-motorische und geistig-seelische Prozesse nicht trennen lassen, dass ein enger Zusammenhang zwischen Wahrnehmen, Erleben, Denken und Handeln eines Menschen innerhalb sei-ner materiellen und sozialen Umwelt besteht. Bei Kindern ist diese Ganzheitlichkeit im Erleben und Handeln besonders stark ausgeprägt. Sie eignen sich ihre Umwelt über Sinneseindrücke und Bewegung an und drücken ihre Gefühle in Bewegung aus. Die Idee der Psychomotorik ist, über eine motorische Förderung eine Persönlichkeits-entfaltung zu ermöglichen. Hierbei findet Erziehung durch Bewegung statt. Im Gegen-satz zum gängigen Sport und Kinderturnen, bei dem die Erziehung zur Bewegung im Vordergrund steht. In den psychomotorischen Förderstunden erhält jedes Kind die Möglichkeit, sich mit den vorhandenen Geräten und Materialien auseinander zu setzen und sich in vielfälti-ger Weise an ihnen zu erproben. Dabei ist der Prozess wichtiger als die entstehenden Produkte. In unserem Kindergarten findet die psychomotorische Förderung in kleinen Gruppen von 4-6 Kindern statt. Hier haben die Kinder die Gelegenheit, auch ihre soziale Hand-lungsfähigkeit zu erweitern. Begleitet werden sie durch eine ausgebildete Motopädin, die an zwei Vormittagen in unser Haus kommt. 6.10 Medienerziehung – Spielplatz Computer Der Computer ist in unserer heutigen Zeit ein nicht mehr wegzudenkendes Medium in Schule, Beruf und Privatleben. Von daher haben wir im Oktober 2000 auf Basis einer medienpädagogischen Fortbil-dung das Projekt „ Spielplatz Computer“ in unserer Einrichtung gestartet und integrie-ren seitdem den Computer gezielt in unsere pädagogische Arbeit. Jeder Gruppenraum ist mit einem Computerplatz für die Kinder ausgestattet. Nach einer entsprechenden Einführung und Anleitung dürfen die Kindergartenkinder den Computer nutzen, um den Umgang mit dem Computer angstfrei kennen zu ler-nen sowie in seiner Nutzung und Handhabung selbstständig zu werden. Unser Ziel ist, dass die Kinder eine Medienkompetenz und einen adäquaten Umgang mit dem Computer kennen lernen. Hierzu haben wir mit den Kindern feste Regeln erarbeitet wie: Ø Das Spiel am Computer beginnt auf Wunsch erst nach dem Morgenkreis. Ø Der „ Mausbediener“ regelt seine Spielzeit von 10 Minuten in Eigenverantwor-tung mit einer Eieruhr.
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Da der Computer inzwischen in unserem Kindergarten ein alltägliches Medium ist, gibt es auch Tage / Wochen, an denen dieser nicht gefragt ist und ausgeschaltet bleibt. Wir bieten den Kindern am Computertisch nur pädagogisch ausgewählte Spiele / CD-ROMs an. Wichtig ist uns hierbei, dass bei Ende der Spielzeit das Spiel abge-speichert werden kann. Dadurch stehen die Kinder nicht unter dem Druck, das Spiel beenden zu müssen. Verschiedene Malprogramme werden ebenfalls mit einbezogen. Zu beobachten ist auch, dass durch das Spielen der Gemeinschaftssinn der Kinder gefördert wird. Die Kinder kommunizieren miteinander und geben Fachwissen weiter. Ein besonderes Highlight ist der Computerführerschein, den alle Kindergartenkinder während ihrer Kindergartenzeit machen dürfen. 6.11 Interkulturelle Arbeit Alle Kinder dieser Welt sind neugierig, möchten Kontakte knüpfen und andere Kinder kennen lernen. Sie kennen keine Grenzen. Kinder lernen sich im Spiel kennen, unabhängig davon, aus welchem Land oder welcher Kultur sie stammen. Sprachliche Hindernisse stellen für Kinder keine wesentlichen Hür-den dar. Sie beobachten sich gegenseitig, ahmen einander nach und werden im Spiel zu Freunden. Auf diese Weise leben Kinder „ Interkulturalität“ bereits im Kindergarten. Unser Kindergarten steht Kindern und Familien aller Religionen und Herkunftsländern offen. Wir möchten schon den Kindern vermitteln, dass eine kulturelle Vielfalt eine große Bereicherung im Leben ist. Im Zusammenleben mit Kindern mit einem anderen kulturellen Hintergrund besteht die Chance, voneinander zu lernen. Andere Kulturen mit ihrer eigenen Sprache, ihren Bräu-chen und Festen zu erleben bereichert unser Leben. 6.12 Unser Nachmittagsangebot Zu den Kindern, die durch die Ganztagsbetreuung in der Einrichtung geblieben sind, können auch die anderen Kindergartenkinder von 14.30 – 16.30 Uhr wieder zum Kindergarten kommen. 6.12.1 Offene Spielgruppe In einer täglich stattfindenden, offenen Spielgruppe haben die Kinder die Möglichkeit, sich mit Freunden im Kindergarten zu treffen. Sie können das Spiel vom Vormittag wieder aufgreifen oder sich in den oft kleineren Gruppen neue Spielmöglichkeiten suchen. Die Spielgruppe wechselt an den verschiedenen Wochentagen den Gruppenraum, so dass die Kinder neben den Kindern der anderen Gruppen auch die Spielbereiche der anderen Gruppen kennen lernen. Morgens an der Infotafel im Eingangsbereich wird der Gruppenraum der Spielgruppe bekannt gegeben. 6.12.2 Nachmittagsangebote Nachmittags bieten wir zusätzlich zur Spielgruppe verschiedene Angebote an. Diese richten sich nach den Wünschen der Kinder und können von Jahr zu Jahr variieren.
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In diesem Jahr findet eine Aktions- und Bewegungsgruppe statt. Diese gliedern sich in verschiedene Themenblöcke, welche jeweils sechs bis acht Wochen umfassen. Bei den Gruppen können sich die Kinder nicht für ein komplettes Jahr, sondern zu einzelnen Themenblöcken anmelden. Sie sind so konzipiert, dass durch die Verschiedenheit der Themen möglichst viele Interessen der Kinder angesprochen werden und somit auch viele Kinder im Laufe des Jahres an mindestens einem Angebot teilnehmen können.
„ Kinder gehen klein rein und kommen groß raus“ In ihrem letzten Kindergartenjahr haben unsere Großen, die Maxis, an einem Nach-mittag in der Woche den sogenannten „ Maxitreff“ . Im Maxi-Treff erwarten die Kinder Angebote und Möglichkeiten, die dem Entwick-lungsstand, den Wünschen und Interessen der Kinder angepasst sind und sie somit noch intensiver, aber mit viel Spaß auf die Schule vorbereiten. Es geht nicht darum, dass die Kinder schon ein bisschen Schule vor der Schule ha-ben. Im Vordergrund steht das unbeschwerte Spielen, Toben, Experimentieren, Streiten und sich wieder Vertragen zum Aufbau eines positiven Selbstwertgefühls. Im letzten Kindergartenjahr suchen und brauchen die Kinder besondere Herausfor-derungen aufgrund ihrer inzwischen erworbenen Reife. Für alle Maxi-Kinder gemeinsam oder in gruppenübergreifenden Kleingruppen wer-den z.B. eine ausführlichere Projektarbeit zu bestimmten Themen, wie Weltraum, Märchen, Berufe, durchgeführt, aufwendigere Gestaltungsarbeiten angeboten, Wan-derungen und Ausflüge unternommen, Theateraufführungen oder Kirchen besucht. In Vorbereitung auf die Schule fördert letztendlich der Maxi-Treff den Zusammenhalt der zukünftigen Schulkinder, die in der Schule einen Teil der Klassengemeinschaft bilden. 6.13 Sonstige Angebote Wir bemühen uns stetig, aktuelle Themen und Anliegen der Kinder in unsere pädagogi-sche Arbeit aufzunehmen. Darüber hinaus finden im Kindergartenjahr Projekte zu verschiedenen Festen wie z.B. Karneval, Ostern, St. Martin, Weihnachten, sowie zu speziellen Themen, wie z.B. Brand-schutz, Zahngesundheit, Experimentieren, Tierwelt, Verkehrserziehung, statt. Feste, einmal im Monat stattfindende Angebote sind zudem das gemeinsame Frühstück und der Spielzeugtag.
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Das gemeinsame Frühstück findet entweder auf Gruppenebene oder gruppenübergrei-fend statt. Auf Gruppenebene werden Frühstückstische gedeckt, an denen alle Kinder zu einem gemeinsamen Frühstück nach dem Morgenkreis zusammenkommen. Für das Frühstück werden Obst- und Gemüseteller oder z.B. auch schon einmal Quarkspeisen mit den Kin-dern vorbereitet. Beim gruppenübergreifenden Frühstück wird ein Frühstückbereich im Flur hergerichtet, in dem sich die Kinder mit ihren Freunden aus den anderen Gruppen treffen können. Dieser Bereich wird über den Vormittag von ErzieherInnen begleitet. Auch hier gibt es ein aus-gewähltes Angebot an Obst, Gemüse o.Ä. Am Spielzeugtag darf jedes Kind ein Spielzeug von Zuhause mit in den Kindergarten bringen. Wichtig ist, dass es ein Spielzeug ist, das keine kleinen Einzelteile beinhaltet, die schnell verloren gehen können. Das Kind muss zudem in der Lage sein, auf das Spiel-zeug aufzupassen. Darüber hinaus darf das Spielzeug nicht zu groß sein und keine Ge-räusche machen, denn schließlich sollen sie den Kindergartenmorgen bereichern und nicht stören. 7. Pädagogische Ziele Unser Kindergarten stellt für die Kinder einen besonderen Lebensraum zum Spielen, Ent-decken und Experimentieren dar. In ihm soll jedes Kind einfach Kind sein dürfen. SPIELEN SPIELEN SPIELEN Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist – dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann. Astrid Lindgren
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7.1 Kindgerechte Förderung und Entwicklung Jedes Kind wird auf seinem ganz persönlichen Entwicklungsweg begleitet und in der Entwicklung seiner individuellen Persönlichkeit unterstützt. Wir möchten, dass sich die Kinder in einer auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Atmosphäre wohl fühlen und geben ihnen Zeit und Raum zum Ausprobieren und Sammeln verschiedenster Erfahrungen. Die Entwicklung eines jeden Kindes wird durch die ErzieherInnen begleitet, beobachtet und mit den KollegInnen im Team reflektiert und besprochen. Gemeinsam werden För-derschwerpunkte erarbeitet, die in die pädagogische Arbeit mit dem Kind einfließen. 7.2 Lebenspraktische Fähigkeiten Besonders wichtig ist uns die Entwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten, die jedes Kind zur Selbstständigkeit im Alltag benötigt. Dies unterstützen wir durch eine kinderfreundli-che Ausstattung, wie z.B. Möbel und Sanitäranlagen auf Kinderhöhe, durch sogenannte Helferkinder, d.h. die großen Kinder helfen den kleinen Kindern, sowie durch einen Schutzraum, den die Kinder von uns erhalten, um Fehler machen zu dürfen, aus denen sie lernen können. Letztendlich geben wir den Kindern Zeit und Raum, um Dinge selbst ausprobieren zu dürfen – entsprechend der Pädagogik von Maria Montessouri: „Hilf’ mir, es selbst zu tun!“ 7.3 Selbstvertrauen Im Kindergarten erfahren die Kinder ein Zusammenleben und –spiel mit anderen Kindern. Sie müssen lernen, sich in einer Gruppe einzuleben und ihre Position zu finden. Sie erle-ben Freude, aber auch Enttäuschung. Durch ihr eigenes Handeln sollen die Kinder verschiedene Möglichkeiten entdecken und gewinnen. Wir begleiten sie bei diesem Prozess und beim Aufbau von Selbstvertrauen und Stärke. 7.4 Gemeinschaftsgefühl In unserem Kindergartenalltag hat das soziale Miteinander einen hohen Stellenwert. Wir unterstützen und fördern die Kinder bei der Achtung und Wertschätzung von ihren Mit-menschen. Nach dem Motto: „ Gemeinsam sind wir stark!“ soll jedes Kind bei uns in der Gemeinschaft Geborgenheit, Vertrauen, Anteilnahme, Zuwendung und Hilfe finden. Als katholischer Kindergarten gestalten wir aktiv das Gemeinde- und Gemeinschaftsleben der Kirchengemeinde St. Marien und Josef mit.
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Unsere pädagogischen Ziele basieren auf dem vom Kinderbildungsgesetz (Kibiz) und vom Bistum vorgegebenen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. 8. Ein Tagesablauf im Kindergarten 07.15 Uhr: Zwei ErzieherInnen öffnen für die 45-Stunden-Kinder den Kindergarten. Bis um 07.30 Uhr die 35-Stunden-Kinder dazukommen, werden die Kinder gemeinsam in einer Gruppe betreut. 07.30 Uhr: Jede Gruppe ist mit einer/m ErzieherIn besetzt, die/der ankommenden Kinder in der eigenen Gruppe begrüßt. 08.00 Uhr: Dienstbeginn der weiteren Mitarbeiter in Vollzeit. An der Infotafel in der Eingangshal-le findet eine kurze Morgenbesprechung zum Tagesablauf statt. Zudem werden alle aktuellen Informationen zum Tag für die Eltern auf der Infotafel zusammengefasst. Bis 09.00 Uhr findet in den Gruppen die weitere Ankunftsphase und das Freispiel aller Kinder statt. 9.00 Uhr: Morgenkreis für alle Kinder auf Gruppenebene oder gruppenübergreifend in der Turnhalle. Der Morgenkreis wird durch ein Trommelzeichen eingeleitet und ist ein wichtiges Ri-tual zu Beginn des gemeinsamen Kindergartentages. Von daher legen wir großen Wert auf frühzeitiges und pünktliches Eintreffen der Kinder. Wir möchten zudem die gemütliche Atmosphäre des Morgenkreises nicht stören, so dass später eintreffende Kinder solange in der Eingangshalle von einer/m ErzieherIn betreut werden. Im Morgenkreis begrüßt sich die Gesamtgruppe und wird von den drei Morgenkreistie-re, dem Bären, dem Tiger und der Maus zu einer morgendlichen Erzählrunde eingela-den. Die Tiere geben den Kindern Mut und Halt beim Erzählen. Wer dieses Tier in der Hand hält, darf erzählen, die anderen Gruppenmitglieder hören zu. Kinder und Erzie-herInnen haben hier Gelegenheit, über Erlebnisse zu berichten, ihr momentanes Be-finden mitzuteilen oder Wünsche für den Tag zu äußern. Darüber hinaus werden organisatorische Fragen für den Tag geklärt, Geburtstage gefei-ert und Lieder gesungen. In regelmäßigen Abständen feiern wir im Rahmen des gemeinsamen Morgenkreises ei-nen themenbezogenen Wortgottesdienst mit unserem Pastoralreferenten Peter Lütken-haus. Den Zeitpunkt geben wir für alle Eltern an der Infotafel im Eingangsbereich be-kannt.
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Bis 12.00 Uhr: Nach dem Morgenkreis haben die Kinder entsprechend unseres Leistungsangebotes verschiedene Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese umfassen sowohl die Freispielphase als auch angeleitete Angebote und Projekte. Der Morgenbereich endet mit einem gemeinsamen Abschluss in der Gruppe. Bei gu-tem Wetter gehen gruppenübergreifend alle Kinder zum Spielen nach draußen auf den Spielplatz. Bei schlechtem Wetter findet eine große Abschluss-Spiel-Runde in der Turnhalle statt. 12.00 – 13.00 Uhr: Abholphase für alle 35-Stunden-Kinder, bei trockenem Wetter vom Spielplatz, bei schlech-ten aus den Gruppen oder der Turnhalle. 12.00 – 14.30 Uhr: Gemeinsames Essen und Ruhephase für die Kinder mit Ganztagsbetreuung. 14.30 - 16.30/16.45 Uhr: Alle Kinder sind herzlich eingeladen an der täglich stattfindenden Spielgruppe teilzunehmen. Neben der Spielgruppe finden zusätzlich wechselnde Nachmittagsangebote statt. 35-Stunden-Kinder müssen bis 16.30 Uhr abgeholt werden. 45-Stunden-Kinder müssen bis 16.45 Uhr abgeholt werden. 9. Der Förderverein stellt sich vor Der Förderverein des kath. Kindergartens St. Marien Sprakel e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, unseren Kindergarten sowohl ideell als auch materiell zu unter-stützen. Trotz der Kindergartenbeiträge ist der Kindergarten auf finanzielle Unterstützung an-gewiesen, da von Budgetkürzungen auch unser Kindergarten betroffen ist. Aufgrund dieser politischen Maßnahme ist eine angemessene pädagogische Arbeit gefährdet und erfordert unser eigenes Engagement. Wir als Eltern versuchen mit viel Spaß und Elan durch verschiedene Aktionen Geld für den Kindergarten einzunehmen. Wir unterstützen mit diesem Geld den Kiga so-wohl bei Großprojekten (z.B. Neugestaltung des Spielplatzes), als auch in der ganz-heitlichen pädagogischen Arbeit durch Beschaffung spezieller Materialien (z.B. Lauf-räder, Schmetterlingsschaukel). Darüber hinaus übernehmen wir die Kosten für eini-ge Ausflüge und Angebote, so dass nur geringe oder gar keine zusätzlichen Kosten für die Eltern entstehen. Traditionen und traditionelle Feste, wie z.B. St. Martin wer-den ebenfalls vom Förderverein unterstützt. Mitglied werden Mit einem Jahresbeitrag von mindestens 12 € , d.h. 1 € im Monat, können Sie Mitglied im Förderverein werden. Wenn Sie die pädagogische Arbeit ohne Mitgliedschaft un-
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terstützen wollen, so sind Sach- oder Geldspenden ebenso willkommen. Spenden-quittungen erhalten Sie auf Anfrage. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Vorstandsmitglieder: Daria Wenning-Künne 1. Vorsitzende Tanja Inden 2. Vorsitzende Mandy Vietor 1. Schriftführerin Jörg Puzio 2. Schriftführer Mario Fraune 1. Kassierer Christiane Wilbrenner 2. Kassiererin Silvia Walla Beisitzerin Denise Gerigk Beisitzerin Kontoverbindung: Volksbank Sprakel e.G. Kontonr.: 250 957 9800 BLZ: 401 600 50
Impressum Katholischer Kindergarten St. Marien Im Draum 42 48159 Münster Tel.: (0251) 216521 Fax: (0251) 3904754 eMail: kiga-sprakel@muenster.de www.kiga-st-marien-sprakel.de Herausgeber: Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef Kristiansandstr. 70 48159 Münster Redaktion: Kindergartenteam St. Marien Stand: November 2012
Beschlussvorlage
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V/0127/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen Wiedeiken (Amelsbüren), Stratmannweg ( Mecklenbeck) und Kinderbachtal (Kinderhaus) Beratungsfolge 17.04.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 18.04.2013 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 18.04.2013 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 23.04.2013 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 15.05.2013 Hauptausschuss Vorberatung 15.05.2013 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaften für die oben genannten Kindertagesein- richtungen wie folgt: 1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Educcare wird die Betriebsträgerschaft für die Kinderta- geseinrichtung Wiedeiken in Amelsbüren im Stadtbezirk Münster Hiltrup übertragen. Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist der 01.01.2014. 1.2. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Outlaw –Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH (Outlaw gGmbH) wird die Betriebsträgerschaft für folgende Kindertageseinrichtungen übertragen: 1.2.1. Kindertageseinrichtung Stratmannweg in Mecklenbeck im Stadtbezirk Münster West Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist der 01.03.2014. 1.2.2. Kindertageseinrichtung Kinderbachtal in Kinderhaus im Stadtbezirk Münster Nord Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist der 01.03.2014. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden vertragliche Vereinbarungen ent- sprechend der nachfolgenden Punkte getroffen: 2.1. Für die Kindertageseinrichtung Wiedeiken werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft zwischen der Stadt Münster und dem Träger Educcare getroffen. Zur Mietvereinbarung werden Vorlagen-Nr.: V/0127/2013 Auskunft erteilt: Frau Eschert Ruf: 492-5616 E-Mail: EschertM@stadt-muenster.de Datum: 26.02.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0127/2013 vertragliche Regelungen zwischen der Wohn- und Stadtbau als Investor und dem Träger Educ- care getroffen. 2.2. Für die Kindertageseinrichtung Stratmannweg werden vertragliche Regelungen zur Träger- schaft zwischen der Stadt Münster und dem Träger Outlaw gGmbH getroffen. Zur Mietvereinba- rung werden vertragliche Regelungen zwischen der Wohn- und Stadtbau als Investor und dem Träger Outlaw gGmbH getroffen. 2.3. Für die Kindertageseinrichtung Kinderbachtal werden vertragliche Regelungen zur Träger- schaft und zur Mietvereinbarung zwischen der Stadt Münster und dem Träger Outlaw gGmbH getroffen. II. Finanzielle Auswirkungen: 1.1. Kindertageseinrichtung Wiedeiken in Amelsbüren (Stadtbezirk Münster Hiltrup) Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen bzw. Endscheidungen V/0346/2012 (Errichtungsbeschluss) und D/0010/2012 dargelegt und beschlossen worden. Da die Inbetriebnahme der Einrichtung jetzt voraussichtlich ab dem 01.01.2014 erfolgt, belaufen sich die Kosten für die Einrichtung in folgender Höhe: Jährlich ab 2014 ff. Betriebskosten 692.000 € Betriebskostenzuschüsse 630.000 € Da der Kinder- und Jugendhilfeträger Educcare einen Trägeranteil unterhalb dem gesetzlichen Trägeranteil anbietet, entstehen für die Stadt Münster zusätzliche Aufwendungen in folgender H ö- he: Gesetzlicher Trägeranteil 9% 62.000 € Angebotener Trägeranteil Educcare 1% 6.920 € Städtischer Zuschuss zum Trägeranteil 8% 55.080 € 1.2. Kindertageseinrichtung Stratmannweg in Mecklenbeck (Stadtbezirk Münster West) Die Kosten und Folgekosten sind in den vor angegangenen Vorlagen V/0305/2012 und V/0305/2012/1.Erg. (Errichtungsbeschluss) dargelegt und beschlossen worden. Da die Inbetriebnahme der Einrichtung jetzt voraussichtlich ab dem 01.03.2014 erfolgt, belaufen sich die Kosten für die Einrichtung in folgender Höhe: Anteilig für 2014 Jährlich ab 2015 ff. Betriebskosten 577.000 € 692.000 € Betriebskostenzuschüsse 525.000 € 630.000 € Da der Kinder- und Jugendhilfeträger Outlaw –Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe gGmbH einen Trägeranteil unterhalb dem gesetzlichen Trägeranteil anbietet, entstehen für die Stadt Müns- ter zusätzliche Aufwendungen in folgender Höhe: - 3 - V/0127/2013 Anteilig für 2014 Jährlich ab 2015 ff. Gesetzlicher Trägeranteil 9% 52.000 € 62.000 € Angebotener Trägeranteil Outlaw 3% 17.360 € 20.760 € Städtischer Zuschuss zum Trägeranteil 6% 34.640 € 41.240 € 1.3. Kindertageseinrichtung Kinderbachtal in Kinderhaus (Stadtbezirk Münster Nord) Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen V/0342/2012 und V/0342/2012/1.Erg. (Errichtungsbeschluss) dargelegt und beschlossen worden. Da die Inb etriebnahme der Einrichtung jetzt voraussichtlich ab dem 01.03.2014 erfolgt, belaufen sich die Kosten für die Einrichtung in folgender Höhe: Anteilig für 2014 Jährlich ab 2015 ff. Betriebskosten 577.000 € 692.000 € Betriebskostenzuschüsse 525.000 € 630.000 € Da der Kinder- und Jugendhilfeträger Outlaw –Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe gGmbH einen Trägeranteil unterhalb dem gesetzlichen Trägeranteil anbietet, entstehen für die Stadt Müns- ter zusätzliche Aufwendungen in folgender Höhe: Anteilig für 2014 Jährlich ab 2015 ff. Gesetzlicher Trägeranteil 9% 52.000 € 62.000 € Angebotener Trägeranteil Outlaw 3% 17.360 € 20.760 € Städtischer Zuschuss zum Trägeranteil 6% 34.640 € 41.240 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige städtische Zuschüsse (FwZ) zum Trägeranteil an den Betriebskosten wie folgt finanziert: Teilergebnisplan - Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in T a- gesbetreuung Zeile 15 Transferaufwendungen 1.1 FwZ Kita Wiedeiken 2014ff 55.080 Deckung der FwZ aus Ansatz 2013: 65.636.090 € Ansatz 2014: 67.996.340 € 1.2 FwZ Kita Stratmannweg 2013 2014ff. 34.640 41.240 1.3. FwZ Kita Kinderbachtal 2013 2014ff. 34.640 41.240 Insgesamt 2013 2014ff. 69.280 137.560 - 4 - V/0127/2013 Begründung: Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser drei neuen Kindertagesein- richtungen beschlossen. Grundlage für die Errichtung dieser Einrichtungen sind die folgenden Errichtungsbeschlüsse: V/0346/2012 und D/0010/2012: Errichtungsbeschluss Kindertageseinrichtung Wiedeiken V/0305/2012 und V/0305/2012/1.Erg.: Errichtungsbeschluss Kindertageseinrichtung Stratmannweg V/0342/2012 und V/0342/2012/1.Erg.: Errichtungsbeschluss Kindertageseinrichtung Kinderhaus Diese Kindertageseinrichtungen bestehen aus jeweils vier Gruppen für insgesamt 70 Kinder pro Einrichtung. Hiervon sind auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstrukturen folgende Gruppen vorgesehen 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) Im Rahmen der oben genannten Einrichtungsbeschlüsse hat der Rat der Stadt Münster beschlos- sen, die Trägerschaft für diese Einrichtungen an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Entsprechend der Mitteilung im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien vom 28.11.2012 ist am 13.12.2012 mit dem Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft der neuen Ein- richtungen begonnen worden. Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden über die Planungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtungen informiert und gebeten, bis zum 14.01.2013 ihr Interes- se an einer Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen. Ihr Interesse bekundet haben (in alphabetischer Reihenfolge): Educcare, Alter Markt 36-42, 50667 Köln Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH, Viefhoek 17, 48565 Steinfurt Katholische Kirchengemeinden St. Josef und St. Marien, Kristiansandstr. 70, 48159 Münster Outlaw-Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germania Brauerei 6-8, 48159 Münster Mit diesen interessierten Trägern wurden am 07. und 08.02.2013 Gespräche geführt. Die Frist zur Abgabe einer verbindlichen Bewerbung war der 15.02.2013. - 5 - V/0127/2013 Die folgenden Träger haben sich nach der Interessenbekundung und den Gesprächen für die Übernahme der Trägerschaft für die jeweilige Kindertageseinrichtung verbindlich beworben: Outlaw-Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germania Brauerei 6-8, 48159 Münster ○ für die Kindertageseinrichtung Stratmannweg im Stadtbezirk Münster Mecklenbeck ○ für die Kindertageseinrichtung Kinderbachtal im Stadtbezirk Münster Nord Educcare, Alter Markt 36-42, 50667 Köln ○ für die Kindertageseinrichtung Wiedeiken im Stadtbezirk Münster Hiltrup Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH, Viefhoek 17, 48565 Steinfurt ○ für die Kindertageseinrichtung Stratmannweg im Stadtbezirk Münster Mecklenbeck Katholische Kirchengemeinden St. Josef und St. Marien, Kristiansandstr. 70, 48159 Münster ○ für die Kindertageseinrichtung Kinderbachtal im Stadtbezirk Münster Nord 3. Trägerauswahl: Kriterien und Bewertung für den Entscheidungsvorschlag (siehe Be- schlußpunkt 1) Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die der Anlage 1-5 zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgen- den Kriterien geführt und ist zu entsprechenden Bewertungen gekommen. Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger Bewertung: Alle Träger besitzen Erfahrungen auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung. Sie be- treiben weitere Kindertageseinrichtungen Kriterium: Fachliches Konzept: Geeignete und fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten Bewertung: Mit Übersendung der Konzepte und deren Darlegung in den Bewerbungsgesprächen wurden von allen Trägern geeignete Konzepte dargelegt. Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen Kooperationsbezüge im Stadtteil, Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote Bewertung: Alle Träger planen Kooperationen im Stadtteil und wollen Synergieeffekte nutzen. Insbesondere sind hier die räumlich Nähe folgender Träger zu bereits bestehenden Trägerschaften hervorzuheben: Outlaw gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Hen- senstrasse in Gievenbeck und zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung in Spra- kel - 6 - V/0127/2013 Educcare zur bestehenden Trägerschaft der Betriebseinrichtung der BASF Lacki Kids in Hiltrup evangelische Jugendhilfe Münsterland zur bestehenden Trägerschaft der Kin- dertageseinrichtung Lichtblick in Gievenbeck katholischen Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen St. Marien und St. Josef Im Ergebnis sind alle Bewerber fachlich geeignet, die Trägerschaft zu übernehmen. Kriterium: Wirtschaftlichkeit: verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung. Bewertung: Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: ngen Stratmannweg und Kinderbachtal an. die Kindertageseinrichtung Wiedei- ken an. Jugendhilfe Münsterland bietet einen Trägeranteil von 1 % für die Kin- dertageseinrichtung Stratmannweg an. Bewerbung keinen verbindlichen Trägeranteil angeben. Bislang wurde dieser noch nicht konkreti- siert. Bezüglich des Trägeranteils ergeben sich hieraus entscheidungsleitende Unterschiede. 4. Abschließende Begründung der Trägerschaftsvorschläge Bei gleicher fachlicher Eignung ist unter dem besonderen aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster nach fiskalischen Gesichtspunkten die a b- schließende Beurteilung zur Trägerauswahl vorzunehmen. Danach schlägt die Verwaltung vor: Dem Träger Outlaw gGmbH wird die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Stratman n- weg und die Kindertageseinrichtung Kinderbachtal übertragen. Dem Träger Educcare wird die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Wiedeiken übertr a- gen. - 7 - V/0127/2013 Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtungen ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. I.V. Gez. Dr. Andrea Hanke Beigeordnete Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger 1. Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe für die die Kindertageseinrichtung Strat- mannweg 2. Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe für die Kindertageseinrichtung Kinderbach- tal 3. Educcare für die Kindertageseinrichtung Wiedeiken 4. Evangelische Jugendhilfe Münsterland für die Kindertageseinrichtung Stratmannweg 5. katholische Kirchengemeinde St. Josef und St. Marien für die Kindertageseinrichtung Kin- derbachtal
3. Konzeptunterlagen Educcare für Kita Wiedeiken
60703 Zeichen
Kurzkonzept
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept
Kurzfassung für Eltern
2
3
INHALT
1. educcare – Selbstverständnis und Verantwortung
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern 8
1.2 Elementare Bildungseinrichtung 9
2. Erziehungs- und Bildungsziele
2.1 Definition und Verständnis 10
2.2 Schatzkiste der Kompetenzen 10
2.3 Klassische Bildungsbereiche 15
3. Wege zum Ziel
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen 22
3.2 Methodisches Vorgehen 25
3.3 Exkurs – eine von vielen Möglichkeiten 29
4. Wege sicherstellen
4.1 educcare Bildungskindertagesstätten –
Qualität und Gewissheit 30
4.2 educcare als Träger –
Verbindlichkeit und Sicherheit 34
4.3 educcare und Eltern –
gemeinsam Verantwortung tragen 36
5. Dynamik der Konzeption 37
6. Kontakt und Verantwortlichkeiten 38
4
EIN KIND IST,
WAS IN IHM STECKT
5
EINIGE WORTE VORWEG
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortak-
robaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge
an, ihren Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut und einge-
schaltetem Turbo in das tägliche Abenteuer der Entd eckung ihrer Welt. Eine
Vorstellung von Ursache und Wirkung erhalten bereit s Säuglinge, wenn sie
eine Rassel durch Strampeln in Bewegung bringen. Wa hre Höchstleistungen
vollbringen sie, aus den unzähligen Lauten der ande ren sinnvolle Silben- und
Wortkombinationen zu erfinden. Vergnüglich kommenti eren sie Flugbahnen
und Fallgeschwindigkeiten, wenn sie Dinge durch die Gegend werfen. In ihren
Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Her ausforderungen.
Spielend sammeln sie Erkenntnisse in der Badewanne zu Schwimmen und
Sinken und - nicht immer zum Vergnügen der Erwachse nen - zur Wasserver-
drängung. Mit Leidenschaft nehmen sie einen Wecker auseinander oder
unterziehen die neue Puppe einer dringenden Operati on. Kinder lieben es,
Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu unte rsuchen und aus ihren
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugend e Schlussfolgerun-
gen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“
Und all dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unabläs sig auf ihre ganz individuelle
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich w ie Kinder nun mal sind.
Einfach nicht vergleichbar.
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für u ns Erwachsene. Es
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Ki ndes bedingungslos anzuer-
kennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ih m ab Geburt auf die
rasante Entdeckungsreise gehen und gleichzeitig Lie be und Schutz gewähren,
damit es sich von den „Strapazen“ des Weltentdecken s immer wieder in
unseren Armen erholen kann.
Eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten - für Eltern
und das educcare Team gemeinsam.
Mit dem vorliegenden educcare Bildungs- und Betreuu ngskonzept möchten wir
Ihnen unser Verständnis darlegen, welches Bild wir von den Kindern haben,
welche Bedeutung wir der frühkindlichen Bildung für eine glückliche und selbst-
bestimmte Zukunft beimessen und welche Verantwortun g wir für uns daraus
ableiten.
Damit wollen wir Sie bei der wichtigen Entscheidung unterstützen, ob educcare
der richtige Partner für Ihr einzigartiges Kind und Sie ist.
Hier bin ich und so
ist die Welt
6
1 EDUCCARE - SELBSTVERSTÄNDNIS UND VERANTWORTUNG
Kinder, Eltern, Erzieherinnen, engagierte Arbeitgeb er sowie innovative
Jugendämter stellen berechtigterweise hohe Anforder ungen an Kindertages-
stätten. Diese Anforderungen begründen unser Selbstverständnis:
educcare Bildungskindertagesstätten sind für Kinde r und Eltern ein
zweites Zuhause
sie verstehen sich als elementare Bildungseinricht ung
sie unterstützen Eltern partnerschaftlich bei der Erziehung und der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufwert ung und
Weiterentwicklung des Erzieherinnenberufes
sie tragen gesellschaftspolitische / gemeindliche Verantwortung
Das den educcare Bildungskindertagesstätten zugrund eliegende Bildungs- und
Betreuungskonzept basiert auf dem aktuellen Stand d er Bildungsforschung und
der besten Praxis in nationalen und internationalen Kindertagesstätten. Dies
bedeutet, dass die Bestandteile des Konzeptes wisse nschaftlich gesichert und
in der Praxis erfolgreich erprobt sind. Theoretisch e Grundlagen bilden z. B.
aktuelle entwicklungspsychologische
und lerntheoretische Erkenntnisse aus
der Neurobiologie und Neurophysiologie sowie aus de n Erziehungswissen-
schaften.
Die Tatsache, dass Kinder zwischen 2.500 und 10.000 wache Stunden bis zur
Einschulung in der Tagesstätte verbringen und in ih ren ersten sechs
Lebensjahren vielfältige und in Teilen einmalige En twicklungsmöglichkeiten
und –chancen haben, unterstreicht die Notwendigkeit fundierter Praxis.
Wir verstehen die Vorschulzeit ausdrücklich als prä gende Bildungszeit und
schätzen sie in ihrer Bedeutung für das spätere Leb en und Lebensglück
mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgenden (Bildungs)Jahre.
Gerade vor dieser Bedeutung setzt sich educcare – u nterstützt von seinem Bei-
rat – für einen Zugang unabhängig von Herkunft, Ein kommen und Religion ein.
Hochwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten müssen allen Kindern
offen stehen.
Die Tatsache, dass
Kinder bis zu 10.000
Stunden in der Tages-
stätte verbringen
unterstreicht die Not-
wendigkeit fundierter
Praxis
Hochwertige Bildungs-
und Entwicklungs-
möglichkeiten müssen
allen Kindern
zugänglich sein
7
Das educcare Konzept ist ein verbindlicher Orientie rungsrahmen für die
pädagogische Arbeit in der einzelnen educcare Bildu ngskindertagesstätte.
Damit wird Sicherheit für alle Beteiligten erzeugt – für Kinder und Eltern, für
Erzieherinnen und für den Träger.
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung eines jeden Kindes, der kont inuierliche Austausch mit
den Eltern über die individuelle Entwicklung und di e pädagogischen Angebote
sowie auf Mitarbeiterseite regelmäßige Entwicklungs gespräche und intensive
Fort- und Weiterbildung.
Dem einzelnen engagierten educcare Bildungskinderta gesstättenteam wird
damit eine solide Basis für eine professionelle päd agogische Arbeit geschaffen.
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Arbeit, d.h. An passung an die
spezifischen Gegebenheiten vor Ort, liegt bei eben diesem Team
. Damit
ermöglicht das Konzept den notwendigen Freiraum, de r genutzt werden kann
für Individualität, Flexibilität und Kreativität.
Zur Verwirklichung dieser Vorstellungen bedarf es – gemäss des partnerschaft-
lichen Verständnisses - von den beteiligten Eltern dreierlei:
des gemeinsamen aktiven Gestaltens mit dem educcar e Team
der umgehenden und offenen Rückmeldung, sofern etw as besonders gut
läuft oder verbessert werden kann
der anfänglichen Geduld, da wir hier gemeinsam etw as Neues aufbauen
und dies aufgrund der Komplexität seine Zeit benötigt
Ein verbindlicher
Orientierungsrahmen
bedeutet Sicherheit
für alle Beteiligten
8
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern
Der Duft von Äpfeln, die Schmusedecke, auf einem Sc hoß einschlafen, Opas
Sessel, mit jemandem Gespenster vertreiben oder zum Mond fliegen, eine
Kissenschlacht, ein englisches Schlaflied, ein ital ienischer Reim, durchgekitzelt
werden, jemand, der zuhört, sich ein Loch in die Mü tze freuen, ein großer
Schokoladenmund, ein Platz für sich allein, trösten de Worte in mein Ohr
geflüstert, Buchstabensuppe, Lärm machen, träumen, die Lieblingsgeschichte
dreimal hintereinander hören, ...
Fügen Sie Ihre eigenen Bilder hinzu und Sie werden sehen: So individuell und
verschieden sie sind, so einig zeigen sie sich in i hrer (Be)Deutung, was für ein
zweites Zuhause gefordert und notwendig ist:
eine Atmosphäre der Geborgenheit
Beachtung, Zuwendung und Anerkennung
die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse
Wir gehen davon aus, dass das einzelne Kind nur dan n das Vertrauen und die
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt p ositiv auseinander zu
setzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Ki ndertagesstätte als
zweites Zuhause empfindet. Dafür übernehmen wir Verantwortung.
Im Tagesstättenablauf bedeutet diese besondere Aufgabe für uns
liebevolle, individuelle und sorgfältige Eingewöh nung in die neue
Umgebung „Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kin d sicherstellen
täglich herzliche und authentische Begrüßung und V erabschiedung der
Kinder und Eltern
das einzelne Kind so annehmen, wie es ist und es i n seinen Handlungen
bedingungslos wertschätzen
durch die Teilhabe am Geschehen seine Mitwirkung u nd die Übernahme
von Verantwortung ermöglichen
dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkund ung der Welt bieten
Zuhause ist der Duft von
Äpfeln, die Lieblings-
geschichte ...
9
1.2 Elementare Bildungseinrichtung
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an.
Verstehen wir Bildung als Begriff, der eine bestimm te Qualität von
Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in educcare Tagesstätten:
Selbstbildung – die auch soziales Miteinander, akt ive Anregung und
Unterstützung benötigt
dem Lernen einen persönlichen Sinn geben
eigene Wege finden und gehen
Denken, Handeln, Fühlen, Werte mit sich und andere n in Einklang
bringen
Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüp fen
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen s ich mit dem Einsatz ihrer
ganzen Person neues Wissen über die Welt an. Sie fo lgen ihrer Neugier und
bringen in individuellen Bildungsprozessen Handeln, Empfinden, Fühlen,
Denken und Werte in für sie sinnvolle Zusammenhänge . Sie sind offen für und
in Teilen angewiesen auf Lernimpulse von Erwachsene n als auch von anderen
Kindern.
Sie entwickeln sich mit einer scheinbaren Selbstver ständlichkeit, die uns
beeindruckt, uns in Atem hält und im gleichen Augen blick herausfordert, es
ihnen gleich zu tun. Als Weggefährten und Wegbereit er von Kindern stellen wir
uns gemeinsam der Entdeckung der Welt, muten ihnen Abenteuer, Fragen und
Antworten zu und erleben ihre Begeisterung an ungla ublichen, phantastischen
und realen Lösungsideen. Zumuten heißt für uns vertrauen, fordern und fördern
- nicht überfordern. Es heißt: „Ich weiß, dass du d as schaffst. Und ich bin da.“
educcare berücksichtigt mit diesem Verständnis das hohe Selbstbildungspo-
tenzial von Kindern und bezieht gleichzeitig die No twendigkeit professioneller
Begleitung durch Erzieherinnen ein. Kindern Raum zu r Eigenentfaltung zu
geben, ihrer Einzigartigkeit Rechnung zu tragen und ihnen vielfältige
Erfahrungsräume zu öffnen, ist Aufgabe von frühkind licher Bildung und
Erziehung. Diesem Verständnis von Bildung nicht zu entsprechen bedeutet,
individuelle Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken.
Bildung heißt Selbst-
bildung mit aktiver
verantwortlicher
Begleitung
10
2 ERZIEHUNGS - UND BILDUNGSZIELE
2.1 Definition und Verständnis
Ziele beschreiben grundsätzlich einen angestrebten, zukünftigen Zustand der
Entwicklung, Verhaltensweisen oder Tätigkeiten von Kindern. Sie sind Leit-
normen, die auf den Lern- und Erziehungsprozess aus gerichtet sind und sie
sind Voraussetzung für geplantes und reflektiertes pädagogisches Handeln.
educcare beschreibt Ziele als „Muss“ in der pädagog ischen Arbeit mit dem kon-
sequenten Blick „vom Kind aus“. Ziele sind Vorausse tzung, damit Bildungs-
arbeit, d.h. die Entwicklung von Kindern hin zu wel toffenen, fröhlichen,
selbstbewussten Menschen sowie zu verantwortungsvol len Mitgliedern einer
Gemeinschaft, stattfinden und gelingen kann.
Zu sein, was in einem steckt, ist Grundverständnis aller Zielformulierungen.
2.2 Die Schatzkiste der Kompetenzen
Jedes Kind – unabhängig von Kultur, Religion, sozia lem Status - muss die
Möglichkeit haben, sich umfassend zu entfalten und seine Persönlichkeit sowie
individuellen Potenziale unbeschwert zu entwickeln. Vertrauen in das eigene
Können, Kreativität und die prägenden Erfahrungen v on Selbstwirksamkeit sind
die angestrebten Grundlagen, die das Kind befähigen , das eigene Leben aktiv
zu gestalten. Sie fühlen sich sicher durch ein Bewu sstsein der Zugehörigkeit
und in dem Wissen, dass sie einen wertwollen Beitra g zur Welt darstellen. Die
Vielfalt der Erfahrungen, der Umgang mit Versuch un d Irrtum sowie die
Fähigkeit der Selbstmotivation sind ein unschätzbar er innerer Reichtum, auch
oder gerade in einer schnelllebigen, sich ständig verändernden Welt.
Verstehen wir Kompetenz als eine sich lebenslang fü llende Schatzkiste, finden
wir in ihr die Gesamtheit an Einsichten und Fertigk eiten, über die ein Mensch
verfügt. „Einsichten“ bedeutet ein Stück Wirklichke it begreifen und
„Fertigkeiten“ der aktive Umgang mit ihnen.
Zu sein was in einem
steckt, ist Grund-
verständnis aller
Zielformulierungen
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Zu den einzelnen „Juwelen“ in dieser Schatzkiste ge hören
Lernkompetenzen (das Lernen lernen)
und Lebenskompetenzen (die Entwicklung grundlegend er sozialer und
emotionaler Fähigkeiten)
sowie die „Perlen“ aus den klassischen Bildungsbere ichen
Bewegung und Körpererfahrung
Sprache und Kommunikation
Kunst und Musik
Natur und ihre Phänomene
Medien und Technik
12
2.2.1 Das Lernen lernen
Kinder jeden Alters finden täglich neue Wege, in di e Welt des Wissens
aufzubrechen. Das, was vorrangig spielerisch ersche int, wird bei näherer
Beobachtung systematisch, konzentriert und
unbeirrbar konsequent. Der
„heilige Ernst“, mit dem Kinder lernen und ihre - m itunter widersprüchlichen -
Erfahrungen in neuen Zusammenhängen anwenden, finde t sein Gegenüber im
mit-forschenden, mit-konstruierenden Erwachsenen . Die individuellen „Wege
des Lernens“ stellen eine eigene Qualität dar, sind niemals falsch oder
unvollständig und auch keine „Primitivform“ des erw achsenen Denkens. Sie
geben Einblick in die Art und Weise, wie Kinder ler nen und ihre Eindrücke nach
außen tragen. Im Wechselspiel mit dem begleitenden Erwachsenen finden die
Kinder heraus, dass sie lernen, was sie lernen, wie sie lernen und wie sie es
sinnbringend nutzen können.
Auf lernmethodische Kompetenz zurückgreifen zu könn en bedeutet, sich auf
neue Situationen, veränderte Anforderungen und/oder Rahmenbedingungen in
Alltags- und später im Berufsleben kurzfristig eins tellen zu können und kreativ
zu (re)agieren.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Unterstützung individueller Lernformen und -wege
Fähigkeit, das eigene Lernen einzuschätzen und erf olgreich
anzuwenden
Wissen zu erwerben und zu organisieren
Entwicklung von Handlungsstrategien
Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen kreativ zur Lösu ng von Problemen
einzusetzen
Eine effiziente und nachhaltige Vermittlung dieser Kompetenzen setzt
voraus, dass Kinder Wissen von Anfang an in lebens nahen, sozialen und
fachübergreifenden Kontexten erwerben und anwenden können.
Schwerpunkte der ersten Lebensjahre bilden die Entf altung aller Sinne,
Wahrnehmung und Bewegung. Erfahrungen mit der Leben sumwelt, und
Selbsterfahrung in sozialen Bezügen sind eingebette t in ganzheitliche
Lernangebote. Dies findet eine besondere Ausprägung in internationalen
Kindertagesstätten, deren tägliche Arbeit die versc hiedenen Kulturen, die
in der Einrichtung vertreten sind, einbindet und widerspiegelt.
Die individuellen Wege
des Lernens sind eine
eigene Qualität
13
2.2.2 Lebenskompetenzen (Ich-sein-wollen und Du-sein-können)
Kinder benötigen grundlegende Kompetenzen im sozial en und emotionalen
Bereich, um besonderen Anforderungen gewachsen zu s ein. Der Entwicklung
von „Lebenskompetenzen“ ist eines der zentralen Zie le, Kinder nicht nur im
Hier-und-Jetzt zu unterstützen, sondern sie auch au f ein Bestehen in der
„Gesellschaft von morgen“ vorzubereiten.
Entwicklung von Lebenskompetenzen richtet sich auf individuumsbezogene
Kompetenzen (persönlich, kognitiv, emotional) und Kompetenzen zum
Handeln im sozialen Kontext.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden interkulturelle Erziehung und
Beteiligung von Kindern als Lernfeld für gelebte De mokratie (z. B.
Kinderkonferenzen).
Die Entwicklung interkultureller Kompetenz betrifft Kinder und Erwachsene.
Sie ist Grundlage für ein konstruktives und friedli ches Miteinander von
Individuen, Gruppen und Gruppierungen mit unterschi edlichen kulturellen und
sprachlichen Traditionen. Anders-Sein als Chance un d Bereicherung
anzuerkennen ist notwendig zur Entwicklung einer kulturellen Identität.
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als komplex en Entwicklungsprozess,
der auf verschiedenen Ebenen – Wissen, Einstellunge n, Emotionen und
Handlungen - angesiedelt ist. Er lässt Widersprüche zu und befähigt durch den
Wechsel der Perspektiven, mit verschiedenen Erwartu ngen und Normen
konstruktiv umzugehen. Kinder entwickeln ein Bewuss tsein für unterschiedliche
Lebensformen und für selbstverständliches Zusammenl eben unterschiedlicher
Kulturen.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Entwicklung bzw. Verstärkung eines positiven Selbs tkonzeptes (positive
Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen und -wirksamkei t, kulturelle
Identität)
Fähigkeit zur Selbstregulation (eigene Fähigkeiten und Möglichkeiten
nutzen, etwas ausdenken und verwirklichen, sich ent scheiden und
organisieren, zurückblicken können ...)
Soziale Fähigkeiten (Verantwortungsbewusstsein und –übernahme für
sich selbst, für andere, für Natur und Umwelt, geschärftes Bewusstsein
Die Entwicklung von
Lebens-kompetenz ist
die Voraussetzung für
das Bestehen in der
Zukunft
14
für kulturelle Unterschiede, Kontakt mit den eigenen Gefühlen und
Erlebnissen, Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, stabile
emotionale Beziehungen zu Bezugspersonen, positive Beziehungen zu
Gleichaltrigen, Interessen zurückstellen und kooperieren können ...)
Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Nutzung ver baler und non-
verbaler Ausdrucksformen, zuhören, erzählen, eigene Ideen zum
Ausdruck bringen, konstruktives Denken, Problembewusstsein, Konflikte
gewaltfrei bewältigen, Mehrsprachigkeit...)
Kreativität und Explorationslust (gedankliche und gestalterische
Spielräume einsetzen, Blickwinkel verändern, Positi onen wechseln,
etwas herausfinden, hinterfragen und auf den Grund gehen können...)
15
2.3 Klassische Bildungsbereiche
2.3.1 Von der Stelle kommen
(Bewegung und Körpererfahrung)
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessy steme und den Körper und
machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihr e Umgebung. Sie erleben
durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu
bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständig-
keit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrument e zur Bildung des
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägendsten Erf ahrungen für die
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale
Entfaltung.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Die Förderung der Grobmotorik umfasst unter anderem
Entwicklung des Körperschemata (den eigenen Körper spüren und
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst sein, innere
Empfindungen spüren...)
Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedli chen Situationen (Ko-
ordination verschiedener Körperteile, Anspannung-En tspannung, zielge-
richteter Einsatz der Muskulatur, balancieren, den Ball werfen, rückwärts
laufen...)
Die Förderung der Feinmotorik umfasst unter anderem
Förderung der Fingerfertigkeit / Handgeschicklichk eit (gezieltes be-
wegen, greifen-loslassen, Handhabung unterschiedlic her Gegenstände
und Materialien, Klavier spielen, jonglieren, beidh ändig zeichnen,
Mandelsplitter auf einem Kuchen dekorieren....)
Auge-Hand-Koordination (einen Faden in die Nadel f ädeln, Flüssigkeit in
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...)
Vorfreude auf alles, was ein Mensch lebenslang han dhaben kann
Bewegung und Wahr-
nehmung sind die
ersten Instrumente zur
Bildung des
Selbstkonzeptes
16
2.3.2 Spielzeug Sprache
(Kommunikation und Sprache)
Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonv erbale Kommunikation,
wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus . Besonders im frühen
Alter der Kinder besitzt die nonverbale Kommunikati on eine nochmals
gesteigerte Bedeutung.
Dem Kind vermittelt sich die Sprache (solange es no ch nicht lesen und
schreiben kann) nur über das Ohr. Es sind die Wörte r der anderen, die das
Kind wahrnimmt und nachahmt. Es versucht, die Bedeu tung zu verstehen und
ihren Gebrauch zu übernehmen. Es brabbelt und lallt nach, bis es irgendwann
das erste Wort formt. Damit hat Spracherwerb als „P roduktion von Lauten“
etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes.
Sprache als ein Mittel der Kommunikation erfordert ein komplexes
Zusammenspiel geistiger und motorischer Fähigkeiten:
die Sprache ist eine motorische Höchstleistung. Si e ist demnach
Bewegung
sie ermöglicht Verständigung
sie erweitert körpersprachliche Möglichkeiten wie Gebärden, Mimik und
Gestik. Sprache macht unabhängig von Raum und Zeit
Sprache ermöglicht es, unsere Gedanken zu zentrier en und uns mit
einer Sache besonders auseinander zu setzen. Sprach e steuert, lenkt
und zentriert die Aufmerksamkeit
Sprache ermöglicht es, über unsere eigene Person, unser Denken,
unser Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken. Sprache schafft
bewusstes Sein - Bewusstsein
Sprache fasst zusammen, ermöglicht Assoziationen u nd Generali-
sierungen. Sprache strukturiert das Denken – die Ko gnition
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Korrekter, bewusster und kritischer Umgang mit der deutschen
Sprache und - in einigen educcare Tagesstätten - ei ner zweiten
Sprache
Vergrößerung des allgemein angewandten Wortschatze s
Sprache ermöglicht
Verständigung und
schafft bewusstes Sein
17
altersgemäße grammatikalische Kompetenz
Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung z ur Welt (Erfahrungen
und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können)
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, K lettern, ... – die einzige
Fähigkeit die nur im beständigen, unmittelbaren Kon takt zu einem Menschen
gelernt und verfestigt werden kann. Kinder finden i n educcare Tagesstätten
daher gute Vorbilder, die sie freundlich und anerke nnend unterstützen, ihre
Sprechfreude anregen, Artikulation, Wortschatz und Grammatik durch ihre
Sprechweise vermitteln und Kritik sowie Nichtachtung vermeiden.
Bilingualität – Let’s have some fun .… Bienvenue … Merhaba ....
Eine zweite Sprache ist ein Geschenk. Sie schafft Z ugang zu anderen
Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Inter nationalität. Gerade in den
ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines sp ielerischen Spracherwerbs
so gut wie nie wieder. Dies gilt es den Kindern zu ermöglichen. Ferner
eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen
Entwicklung.
Im Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder neue Worte, Sätze
und Wendungen zu entschlüsseln. Damit stellt das Le ben in der Tagesstätte
auch für den Zweitspracherwerb eine ideale Vorausse tzung dar. Gelernt wird
im sog. „Sprachbad“, durch Hören, Nachahmen, beglei tende Aktivität.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
spielerisches natürliches Kennenlernen, Verstehen und Gebrauchen der
zweiten Sprache
Zweitspracherwerb nach den selben Prinzipien wie d as Erlernen der
ersten Sprache (Verständnis der Situation durch die Aktivität)
Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kin dern, indem kreative
Strategien der Kinder aufgegriffen werden, die es i hnen erleichtern, sich
im „Dschungel“ fremder Laute und Worte zurechtzufin den
ausschließliche Nutzung von Fähigkeiten, über die Kinder ohnehin
verfügen
Eine zweite Sprache
schafft Zugang zu
anderen Menschen
und Kulturen
18
2.3.3 Manchmal fliegt eine Kuh vorbei
(Kunst und Musik)
Kinder kommen mit einer Fülle von Phantasie und Vor stellungskraft auf die
Welt. Ihre Entwicklung lebt von Sinneserfahrungen u nd ist eng verknüpft mit
dem Drang nach Ausdruck, Gestaltung und Kommunikation.
Der Aufbau von musischen und künstlerischen Fähigke iten ist ästhetische
Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und d urch das musische
Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den
größtmöglichen Spielraum für die eigene Phantasie e in. Sie stellen den Kinder
Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbe iten können und schaffen
ihnen den Platz, der ihrem kindlichen Bedürfnis nac h persönlichem Ausdruck
und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen,
Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden T heorien, Ideen von
etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
aktives gestalterisches Lernen
genussvolles Spiel mit Zeichen, Symbolen, Farben, Formen, Materialien,
dem eigenen Körper...
experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Ausdr ucksformen
Spuren hinterlassen
Entwicklung einer persönlichen Bildersprache (auf Papier, in Ton/Stein,
aus Klang, als Bewegung...)
Erweiterung der Lebenskompetenzen
In besonderer Weise werden die Sinne unterstützt. D ie integrative Kunst- und
Musikförderung betrifft
den Gehörsinn (z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung
von Sprachrhythmus und -melodie)
den Sehsinn (z. B. Raumorientierung, Wahrnehmung v on Strukturen,
visuelles Gedächtnis)
Mit Phantasie über-
fliegen Kinder Grenzen,
mit Ihren Erfahrungen
sammeln Sie Wissen an,
aus der Verknüpfung
ziehen sie tiefe
Befriedigung
19
den Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn (z. B. Bew egungswahrnehm-
ung, taktile Wahrnehmung, Orientierung und räumlich es Vorstellungs-
vermögen)
Kreative Medien haben in educcare Tagesstätten eine n hohen Stellenwert. Sie
verbinden Spaß, Genuss und Erkenntnisgewinn auf bes ondere Weise. Mit Ihrer
Phantasie überfliegen Kinder Grenzen, mit ihrer Erf ahrung sammeln sie
Wissen an, aus der Verknüpfung ziehen sie tiefe Befriedigung.
Und machen (von) sich ein neues Bild...
20
2.3.4 Am Anfang ist das Staunen
(Natur und ihre Phänomene)
Kinder haben starkes Interesse an Fragen und Antwor ten aus dem Bereich der
Natur. Sie wollen die Zusammenhänge ihres lebenswel tlichen Umfeldes
ergründen. Dieses Interesse gilt es aufzunehmen und Raum für Entfaltung und
Ergründung zu schaffen. Den Kindern werden in ihrer experimentellen
Forschertätigkeit naturwissenschaftliche Fragen bew usst, aus denen sie mit
Hilfe der Erwachsenen für sie einleuchtende und nat urwissenschaftlich
stimmige Erklärungen ableiten.
Ein besonderer Schwerpunkt wird in educcare Tagesst ätten auf den Bereich
der unbelebten Natur gelegt. Mit der experimentelle n Einführung der
Phänomene eröffnen sich den Kindern vielfältige Deu tungsmöglichkeiten.
Staunen - als Ausgangspunkt - regt die Neugier an, weckt den „Forschergeist“
und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen o der die diffuse Kenntnis von
„etwas“ zu überprüfen. Ihre Deutungen und Erkenntni sse übertragen sie auf
andere Phänomene, um ihr Wissen weiter aufzubauen.
Die Systematik ihrer Vorgehensweise finden die Kind er in beispielhaften
Versuchsreihen wieder. Auswahlkriterium für die unt erschiedlichen
Experimente ist stets das Interesse der Kinder, ihr (intuitives) Wissen und der
hohe Alltagsbezug.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Einbettung naturwissenschaftlicher Themen in die pädagogische Arbeit, wie:
Lichtspiele und Seh-Abenteuer (Versuche mit Licht und Schatten,
Linsen, Lupen...)
Experimente mit Luffffffffffffft (Taucherglocke, L öschen einer Kerze durch
Sauerstoffentzug, den Wind fangen...)
Schwimmen und Sinken (Erfahrungen zur Dichte von S toffen)
Kraftspiele (Versuche mit Magneten, Kompass, Schwerkraft...)
Staunen ist der Aus-
gangspunkt für
Forschung
21
2.3.5 Mit Knopf und Maus ein Stück von Welt
(Medien und Technik)
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik auf. Sie zeigen Inter-
esse an Funktionen und Verwendung. Bereits von Anfa ng an begeistern sie
sich für das Telefon, den
Cassettenrecorder oder den Kühlschrank. Ihre ersten
Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ei n- und ausschalten,
Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben u nterschiedlichen Zugang
zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nicht s verschließt sich ihrer
Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen,
agieren und reagieren.
Kinder verstehen die Bedeutung unterschiedlicher t echnischer Geräte am
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im All tag erfahren. Radio, CD-
Player, Cassettenrecorder, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus
der Informations- und Kommunikationstechnik, mit de nen Kinder heute selbst-
verständlich aufwachsen. Medien und Technik müssen als Bestandteile kind-
licher Erfahrenswelten in die pädagogische Arbeit integriert werden.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
spielerisch-forschender Zugang zu Medien und Techn ik
Vermittlung eines sachgerechten, selbstbestimmten und verantwort-
lichen Umgangs mit technischen Geräten und Medien
Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung
Entwicklung altersentsprechender Medienkompetenz i n den Bereichen
o Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe...),
o Hörmedien (Radio, Cassettenrecorder...)
o visuelle Medien (Dias, overhead-Projektionen...)
o audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer... )
Medien und Technik
gehören zu den
Erfahrungswelten
von Kindern
22
3 WEGE ZUM ZIEL
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen
3.1.1 ALLE SINNE AUF EMPFANG
Bis zum sechsten Lebensjahr bildet sich die Grunds truktur der Nervenverbin-
dungen im Kopf eines neuen Erdenbürgers. In den ers ten zwei Jahren wird
nahezu alles mit allem verdrahtet und im Kopf eines Säuglings können bis zu
zwei Millionen neue Kontakte entstehen - und zwar p ro Sekunde. Alle Sinne
sind ausgerichtet, die Welt möglichst unmittelbar und umfassend zu erkunden.
Individuelles Denken und Fühlen bildet sich zwischen dem dritten und siebten
Lebensjahr aus. Dann wird im Kopf sortiert. Nervenv erbindungen, die häufig
gefordert werden, verstärken sich, wenig genutzte V erbindungen werden
teilweise unwiederbringbar „eingeschmolzen“. So ent stehen und verschwinden
Möglichkeiten.
Kenntnisse hierüber erachten wir als notwendige Vor aussetzung für hoch-
wertiges pädagogisches Planen und Handeln. Langewei le und Unterforderung
beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Gehirns.
Lernangebote und Anregungen erfordern darüber hinau s eine enge Anbindung
an Gefühle. Was nicht berührt, hat keine Dauer. Je mehr Sinne angesprochen
und miteinander verknüpft werden, umso nachhaltiger ist der Effekt des
Lernens und Verstehens, des Behaltens und Erinnerns . Die Abbildung eines
Feuers beeindruckt kaum, im Vergleich zum praktisch en Tun des
Feuermachens. Die Flammen zu sehen, die Wärme zu sp üren, den Rauch
riechen, das Knistern zu hören und vielleicht noch einer Geschichte in der
Gemeinschaft zu lauschen, bedeutet eine eigene Erlebnisqualität.
In einer Sekunde
entstehen bis zu
zwei Millionen neue
Nervenverbindungen
Nur was durch die Sinne
geht, ist von Dauer
23
3.1.2 Individualität als erzieherische Herausforderung
Jedes Kind hat innerhalb seines genetischen Rahmens „sein Entwicklungs-
potenzial“. Diese individuelle Ausprägung schafft d ie Grundvoraussetzungen,
damit sich Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausbild en können. Um sie zum
Ausdruck zu bringen, zu erproben und weiter zu entw ickeln, ist die Umwelt
erforderlich.
educcare Tagesstätten sind „Orte des Lernens und de r Entwicklung“. Sie sind
aufregende Werkstätten, in denen Kinder - und zwar stets individuell und damit
dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der -geschwi ndigkeit angemessen -
Selbst- und Weltbilder entwerfen. Sie schöpfen aus einer Vielzahl von
Möglichkeiten, in der jede Frage und jede Antwort e ine Anregung zum
Weiterdenken bedeutet.
Es gibt kein Entwicklungsmerkmal, das bei gleichalt rigen Kindern gleich ausge-
prägt wäre. Die Vielfalt bei gleichaltrigen Kindern entsteht, weil Eigenschaften
und Fähigkeiten von Kind zu Kind unterschiedlich an gelegt sind und unter-
schiedlich rasch ausreifen. Nicht das Alter ist ent scheidend für die Förderung,
sondern die individuelle Entwicklung des Kindes. Er ziehung
zur Individualität
bedeutet folglich: Das Kind kann seine Stärken entf alten und lernt, seine
Schwächen anzunehmen.
Damit Kinder umfassend lernen und sich entwickeln k önnen, finden sie in
educcare Bildungskindertagestätten eine vorbereitet e, zum Entdecken einla-
dende Umgebung und Weggefährten, die Verantwortung übernehmen für eine
kindorientierte, individuelle Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit vor Ort.
Das Kind kann seine
Stärken entfalten und
lernt sein Schwächen
anzunehmen
24
3.1.3 Exkurs - wie Lernen nicht sein sollte
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das
Bildungsprogramm bestand aus Rennen, Klettern, Flie gen und Schwimmen
und alle Tiere wurden in allen Fächern gebildet.
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als die Erzieher. Im Fliegen war
sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein be sonders
hoffnungsloser Fall.
Da sie in diesem Bereich so schlecht war, musste si e immer wieder rennen, um
das Rennen zu üben, und durfte nicht mit zum Schwim men gehen. Das tat sie
so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchs chnittlich war.
Durchschnittlich war aber akzeptabel, deshalb macht e sich niemand Gedanken
darüber - nur die Ente.
Das Kaninchen war zuerst im Laufen an der Spitze de r Gruppe, aber es bekam
einen Nervenzusammenbruch und musste vom Kindergart en
abgemeldet
werden – wegen der vielen Förderstunden im Schwimme n.
Das Eichhörnchen war Bester im Klettern, aber der E rzieher ließ die
Flugstunden des Eichhörnchens am Boden beginnen sta tt im Baumwipfel. Das
Eichhörnchen bekam Muskelkater durch Überanstrengun g bei den
Startübungen und wurde immer schlechter im Klettern und im Rennen.
Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde g aben ihre Jungen zum
Dachs in die Gruppe, als die Bildungskommission es ablehnte, das Buddeln in
die Bildungsvereinbarung aufzunehmen.
Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal, der gut schwimmen und etwas
rennen, klettern und fliegen konnte, die Schlussansprache in zwei Sprachen.
(Verfasser unbekannt)
Die Ente musste immer
wieder rennen, um das
Rennen zu üben und
durfte nicht mit zum
Schwimmen gehen
25
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Spielen, spielen, spielend lernen
Das spielerische Treiben macht – und das ist wicht ig – für das Kind Sinn.
Was dem unbeteiligten Erwachsenen oftmals wie ein z ielloses oder will-
kürliches Hantieren mit Dingen und Materialien ersc heint, ist für das Kind eine
ernste und wichtige Angelegenheit, und zwar unabhän gig von seinem Alter.
Das Kind arbeitet. Es forscht, probiert aus, unters ucht, spielt mit seinen
Möglichkeiten. Das Erkunden von Gegenständen über M und, Hände und
Augen gibt z. B. Aufschluss über Größe, Formen und Eigenschaften. Dem
wiederholten Herunterwerfen von Dingen kann das The ma „Flugdauer“
zugrunde liegen und ein ausdauernd im Kreis laufend es Kind setzt sich
möglicherweise gerade mit Körper und Raum auseinand er. Wichtig bleibt: die
Handlung an sich und die Erfahrungen, die das Kind beim Spielen sammelt,
machen den Sinn seines Spiels aus.
Es übt Verhaltensweisen ein.
Es erwirbt Fähigkeiten.
Es eignet sich Wissen an.
Spielen ist universal. Der Ausdruck des Spiels jedoch ist zeit- und kulturge-
bunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesell-
schaft zu Gesellschaft.
Dieses Verständnis schafft die Basis für eine hohe Wertschätzung kindlichen
Spielverhaltens.
In educcare Tagesstätten wird der kindliche Spiel- und Erkundungstrieb alters-
entsprechend unterstützt durch:
eine Tages- und Zeitstruktur,
die Raum für „freies“ Spielen ausdrücklich betont
ein anregendes Raumangebot,
das dem Kind ermöglicht, seine spielerischen Aktivi täten frei zu
wählen, selbstständig aufzunehmen, zu initiieren un d zu
genießen
Spielen ist „heiliger
Ernst“ und unendlicher
Spaß
26
durch „Spielsachen“
und damit gemeint sind alle Dinge, die sich zum Spi elen
eignen. Hierfür haben wir die profiliertesten Exper ten an
unserer Seite: die Kinder
durch Erwachsene, die „aktiv mitspielen“,
indem sie sich - wie im „freien Spiel“ - einlassen und vom Kind
führen lassen. Initiative und Kontrolle bleiben beim Kind oder
indem sie - wie in geplanten Angeboten - aktiv Vera ntwortung
für die Steuerung des Prozesses übernehmen. Die Met hodik
„Spiel“ wird zur Unterstützung individueller Entwic klungsschritte
und Interessen oder zur Realisierung von Zielvorste llungen
genutzt
Während des „freien Spiels“ kommen der Haltung der Erzieherin im Sinne der
„aktiven Begleiterin“ verschiedene Bedeutungen zu:
Sie ist Beobachterin
Ihre Aufmerksamkeit und ihr „detektivischer Spürsin n“, entspringen
dem echten Interesse, das Kind näher kennen und ver stehen zu
lernen. Es gibt keine unwichtigen Fragen oder Theme n, sondern nur
intensive und sinnvolle Lernprozesse. Was genau int eressiert das
Kind? Was hat es vor und wie geht es vor? Wie drückt es sich aus?
Sie ist „ Weggefährtin und Wegbereiterin“
Sie begleitet, agiert, reagiert unter der „Regie“ d es Kindes. Sie mutet
dem Kind Herausforderungen zu. Sie setzt Impulse un terschiedlicher
Art, die die Engagiertheit von Kindern fördert und erhöht. Sie belehrt
nicht. Sie teilt mit dem Kind Interesse und Erstaunen.
Sie ist Zuhörerin
Sie ist da für Kinder, die in unterschiedlichen Sit uationen Rat und
Unterstützung benötigen.
Es gibt keine
unwichtigen Fragen
27
3.2.2 Gezielte / strukturierte Angebote
Die Planung konkreter Aktivitäten verfolgt das Ziel , das einzelne Kind und/oder
eine (Teil)Gruppe im jeweiligen Entwicklungsprozess zu bestärken. Ein
besonderes Augenmerk ist dabei gerichtet auf:
die Unterstützung individueller Interessen und Stä rken
die gezielte Förderung von Entwicklungseinheiten u nd Kompetenzen
das Aufgreifen gruppenspezifischer Themen und Unte rstützung der
Kinder bei der Verwirklichung
Beteiligung an Entscheidungsprozesses, Lernen in e iner lebendigen
Demokratie (z. B. Kinderkonferenzen)
die Einbindung präventiver Interventionen (z. B. i n Themen Motorik,
Sprache, Gesundheit, Konfliktfähigkeit, Ich-Stärkung...)
educcare hat in seinem Bildungs- und Betreuungskonz ept konkrete Ziele
festgelegt, die sich aus der Verantwortung für eine gesunde Entwicklung des
Kindes ableiten. Der Erwerb bestimmter Lebenskompet enzen und die
Erfahrungen des Lernens in unterschiedlichen Bildun gsbereichen sollen Kinder
befähigen, Schritt für Schritt der selbstbestimmten Gestaltung ihres Lebens
näher zu kommen.
Kinder lernen bei educcare in komplexen realen Lebe nssituationen. Daher sind
Überschneidungen in den Bildungsbereichen notwendig und gewollt. Gezielte
Angebote zeichnen sich durch den Direktbezug zu den Interessen der Kinder
und durch die Fokussierung auf das aktuelle Thema a us. Ob das Erforschen in
altersgemischten, in alters- oder entwicklungshomog enen Gruppen stattfindet
wird je nach Ziel, Thema und Vorkenntnissen entschieden.
Im pädagogischen Alltag bedeutet dies:
das einzelne Kind benennt / die Kinder benennen „i hr“ Thema und er-
fahren die Unterstützung des Erwachsenen auf dem We g der Weiter-
entwicklung und Verwirklichung
die ErzieherInnen formulieren ein Angebot aufgrund von Beobachtung
und Auswertung
die Erzieherinnen formulieren ein Angebot aus den vereinbarten
Entwicklungs- und Bildungszielen
äußere Anlässe (der Bagger vor der Tür, ein Gebur tstag, kulturelle
Anlässe...) schaffen ein Thema von Interesse und be gründen gezielte
Angebote
Kinder lernen in
komplexen realen
Lebenssituationen
28
3.2.3 Projektarbeit
In der pädagogischen Arbeit gibt es Ziele, die für alle gelten, aber es gibt kein
„Programm“, das für alle gleich ist. Projekte, die beim Interesse der Kinder
gestartet und individuell weiter auf-/ausgebaut werden, sind fester Bestandteil.
Auf- und Ausbau machen deutlich, dass Projekte läng erfristig angelegt sind,
um eine vertiefende Auseinandersetzung mit den jewe iligen Themen zu
ermöglichen. Projektarbeit ist ausdrücklich prozess orientiert. Nicht nur das
Verständnis, die Fertigkeit oder der erstellte Gege nstand stehen im Vorder-
grund, sondern auch der Weg dorthin besitzt höchste Bedeutung.
Dies schließt ein:
Untersuchungen (z. B. von Beschaffenheiten, Strukt uren, Größen)
systematische Planung (z. B. Entwicklung von Handl ungsstrategien,
aufeinander aufbauende Arbeitsschritte, Organisatio n von Material,
unterstützende Ressourcen.... )
Erprobung unterschiedlicher (Lösungs)Wege
Abstecher in analoge Bereiche (beispielweise kann ein Projekt „Mein
Weg zum Kindergarten“ für Kinder interessante Exkur se einbetten z. B.
zu Licht und Schatten - Sonne, Ampel, Scheinwerfer - zu
Bodenbeschaffenheiten - Teer, Pflaster, Lehm - zu m athematischen
Größen und Vorstellungen von Geschwindigkeit... usw.)
Lernen durch forschendes Tun und lernen durch Wisse n finden in Projekten
eine ideale Ergänzung.
Entsprechend ist die Vorgehensweise der Erzieherinnen in der Projektarbeit ein
andauerndes, dialogisches Wechselspiel zwischen Kin dern und Erwachsenen.
Jedes Problem, jede Frage verdient Respekt und Beac htung. Dafür gibt es kein
vorgeschriebenes Lerntempo.
Die Erziehung von „Welt-Erkundern“ macht jede Erzie herin unweigerlich selber
zur Forscher- und Entdeckerin. Es gilt zum einem da s Interesse der Kinder
aufzugreifen und zum anderen - aus der Fürsorgepfli cht heraus - in wichtigen
Bereichen, die Kinder nicht erkennen können, dieses Interesse zu erzeugen.
Das ist mitunter anstrengend, aber der Spaß, „das gute Gefühl“, ist - sofern
man sich darauf einlässt - garantiert, auf beiden Seiten.
Jedes Problem, jeder
Gedanke, jede Frage
verdient Respekt
29
3.3 Exkurs - eine von vielen Möglichkeiten
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind entdeckt eines Morge ns auf dem Weg zum
Kindergarten einen Stein.
Oder einen schillernden Knopf.
Oder eine Schneckenschleimspur.
Sie kennen das gut. Kinder entdecken unaufhörlich ä ußerst wichtige Dinge. Sie
forschen, experimentieren, stellen Vermutungen an u nd fragen uns zuweilen
Löcher in den Bauch. Sie lachen, streiten, versöhne n sich, sind aktiv und voll
unbändiger Neugier. Mit enormer Energie und unbestr eitbarem Vergnügen
widmen sie sich der Auseinandersetzung mit ihrer Um welt, mit Menschen und
Dingen. Ihre Wirklichkeit ist spannend, ihr Ausdruc k vielschichtig. Und Kinder
überraschen uns - immer wieder neu.
Mit diesem Bild vom Kind leben und lernen Kinder in den educcare-
Bildungskindertagesstätten, indem wir sie nehmen un d lassen, wie sie sind.
Darauf haben sie ein Recht. Und es bleibt die ausdr ückliche Verantwortung der
Erzieherinnen vor Ort, den Kindern auf ihren „eigen willigen“ (Lern)Wegen zu
folgen, Erfahrungen zu ermöglichen und die Entfaltu ng und Ausschöpfung ihrer
individuellen Potenziale sicher zu stellen.
Wir sind überzeugt: Wenn Kinder ihre Vorstellungen in Taten und persönliche
Werke umsetzen können, verhilft ihnen dies zu einem großen Glücksgefühl. Es
bestätigt ihre Zuversicht, auf der Welt zu sein, um sie zu gestalten.
Diese Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und als biologische Realität
zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen
Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht werden zu können.
Es ist daher kein Zufall, wenn
der Stein Ihres Kindes vielleicht die ganze Kindert agesstättengruppe
schnurstracks zum Steinmetz führt,
der Knopf plötzlich zum Auge eines Drachens wird,
die Schneckenschleimspur ausgedehnte Experimente mi t Schmierseife auslöst
– und dies zum Glück für Sie nicht zu Hause, sonder n in der Tagesstätte.
Und das ist garantiert erst der Anfang...
Wenn Kinder ihre
Vorstellungen in Taten
und persönliche Werke
umsetzen können,
verhilft ihnen dies zu
großen Glücksgefühlen
30
4 WEGE SICHERSTELLEN
4.1 educcare - Bildungskindertagesstätten TM - Qualität und
Gewissheit
Gelingen im Umgang mit Kindern bedeutet für uns, wi e Kinder zu sein.
Unbefangen, neugierig, ausdauernd und selbstkritisc h zu entdecken und zu
erforschen - und zwar die uns anvertrauten Kinder. Ausgangspunkt bildet daher
das „verstehen wollen“ der Individualität des Kinde s, dessen Stärken,
Eigenheiten, Geschwindigkeiten, Potenziale und Ängste.
Auf der Basis dieser wertvollen Entdeckungen wird d ann die Schatzkiste der
Kompetenzen für jedes Kind durch individuell passen des pädagogisches
Handeln gefüllt.
Das pädagogische Handeln schließt ab mit der konzen trierten und
selbstkritischen Überprüfung, ob wirklich funktioni ert, was wir erreichen wollten
und wie wir Dinge verbessern können. Unsere Erfahru ngen sind damit zugleich
Beginn neuer Entdeckungen.
Um diesen Weg verlässlich und erfolgreich gehen zu können, bestehen bei
educcare:
Strukturen, in denen die pädagogische Arbeit statt findet
Prozesse, die die Qualität der pädagogischen Arbei t flankieren
ein Umfeld, in das die pädagogische Arbeit eingebe ttet ist
4.1.1 Der Individualität auf der Spur
Individualität als ein Erfolgsfaktor für Glück und Weiterentwicklung ist
Ausgangspunkt der Bildungs- und Betreuungsarbeit in den educcare
Tagesstätten. Um sie aufzuspüren, zu lesen, zu begr eifen und wirklich zu
verstehen bedarf es professioneller Vorgehensweisen.
Wahrnehmung und Beobachtung sind daher wichtiges Ha ndlungswerkzeug
und Entscheidungsbasis bei der pädagogischen Planun g, Lenkung und
Entwicklung individueller Lernangebote.
Die Auswertung der verschiedenen Beobachtungen muss zu einer
Einschätzung des Kindes führen, wo es in den einzel nen
Entwicklungsbereichen steht, wo individuelle Intere ssen, Stärken und
Schwächen existieren.
Strukturen und
Prozesse garantieren
Verlässlichkeit und
Qualität pädagogischer
Arbeit
31
Nahezu täglich treffen ErzieherInnen Entscheidungen , die sich auf Verhaltens-
beurteilungen gründen. Deshalb gehört die Fähigkeit zum systematischen
Beobachten und Beurteilen zu den unverzichtbaren Gr undkompetenzen jeder
pädagogischen Fachkraft in educcare Tagesstätten. D er kollegiale Austausch
im Team stellt darüber hinaus sicher, dass untersch iedliche Beobachtungen,
Wahrnehmungen und Sichtweisen in die Beurteilung des Kindes einfließen.
Beobachtung ist in educcare Tagesstätten systematis iert. Dabei wird Beob-
achtung nicht als Kontrolle verstanden, sondern aus drücklich als (Be)Achtung
dessen, was ein Kind tut, wie es sich verhält, was es sagt. educcare
Erzieherinnen wollen das Kind in seiner Einzigartigkeit verstehen.
Emotionales Wohlbefinden und Engagiertheit des Kind es sind
– entsprechend dem Ziel „zweites Zuhause“ – zu Beg inn vorrangige
Beobachtungsaspekte. Deren positive Einschätzung is t Grundlage für weiteres
Lernen und die Formulierung erster differenzierter Bildungsziele.
Die Beobachtungsbögen wurden entwickelt, um Erziehe rinnen zu unterstützen,
die Entwicklung von Kindern deutlich nachvollziehen und durch die schriftliche
Dokumentation laufend überprüfen zu können. Eine ze ntrale Stellung in der
Beobachtung nehmen die Fragen ein:
wo steht das Kind mit seinen individuellen Fähigke iten, Interessen und
Stärken in den einzelnen Entwicklungsbereichen?
entwickelt sich das Kind weiter?
welche Folgerungen leiten sich ab für die pädagogi sche Arbeit?
4.1.2 Planen und handeln
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individ uelle Ausgangs-
situationen mit den pädagogischen Zielen des Konzep tes und den aktuellen
Notwendigkeiten zu verbinden.
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste anges trebter Kompetenzen“.
Die Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und
Umsetzungsformen bilden die Grundelemente, an denen sich Angebote
orientieren – entsprechend den Standards der Intern ationalen Baccalaureate
Organisation (IBO).
Die Fähigkeit zum
systematischen
Beobachten und
Beurteilen gehört zu
den unverzichtbaren
Grundkompetenzen
jeder pädagogischen
Fachkraft
32
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen
untereinander als auch verbindliche Schlüsselfragen , die Klarheit über das Ziel
und die Wege zum Ziel bringen.
Beispiele solcher Schlüsselfragen sind
was wollen wir erforschen, herausfinden, lernen, erreichen?
wie können wir überprüfen, dass wir erfolgreich war en? Wie wissen wir,
was wir gelernt haben?
wie können wir es am besten verwirklichen? Wie woll en wir vorgehen?
Welche Methoden, Medien, Menschen, Orte... unterstützen uns?
wie können wir andere daran teilhaben lassen, es fe iern,
demonstrieren?
Die Kinder sind - entwicklungsentsprechend - in die Planung aktiv
eingebunden. Sie erfahren so, dass sie kompetent si nd, dass sie Einfluss
nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können.
Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und
kleine als auch große Welten gestalten zu können.
Es ist lebendiges Lernen in einer lebendigen Demokratie.
4.1.3 Reflexion und tatendurstig auf ein Neues
Die Auswertung der pädagogischen Arbeit bezieht sic h auf den konkreten
Verlauf des Angebotes, auf methodische als auch per sönliche Kompetenzen
und die Überprüfung, welche Ziele erreicht wurden.
Rundes Gelingen macht Lust auf Wiederholung. Und we nn das nicht gelingt,
erhöhen Umwege immerhin die Ortskenntnis und werden als bedeutsame
Erfahrung für die nächste, ebenso spannende Forschungsreise gewertet.
Beides garantiert, zu verstehen wie man lernt.
Beispiele für Schlüsselfragen sind:
waren die Kinder engagiert beteiligt?
waren die Methoden, Strukturen, Vorgehensweisen angemessen?
welche „Juwelen“ aus der „Schatzkiste der Kompetenz en“ waren
besonders angesprochen?
Reflexion heißt, Erfolge,
Umwege und Fehler
gleichermaßen für neue
Wege zu nutzen
33
was hat am meisten beeindruckt? Was war wichtig?
was war von gegenwärtiger, zukünftiger oder exempla rischer
Bedeutung?
welche Entwicklungen sind erfolgt, welche Möglichke iten haben sich
eröffnet?
wie können wir weiter lernen?
4.1.4 Dokumentation
educcare versteht Dokumentation als „anschaulichen Beweis“ pädagogischer
Praxis. Sie bezieht sich auf alle Ebenen der Arbei t als auch auf das einzelne
Kind.
Für Kinder ist es eine unbändige Lust zu demonstrie ren, was sie gelernt haben.
Dafür steht ihnen Aktionsraum (Erzählkreis, Atelier , Bewegungsraum...), eben-
so wie Dokumentationsraum (Wände, Regale, „Schau-Fe nster“) zur Verfügung.
Präsentationen in den Räumen der Einrichtung (Werke der Kinder, Fotos,
begleitende Texte...)
wertschätzen die Kinder in ihrem Tun und ihrer Ent wicklung
regen an zu Kommunikation, zu Auseinandersetzung m it Gewesenem,
zu Wiederholung und Veränderung
vermitteln Eltern (und Besuchern der Einrichtung) Anregungen und
Transparenz über das Geschehen in der Gruppe
spiegeln die vielfältigen Verantwortungen und Aufg aben der
Erzieherinnen
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation der Fort schritte ist das „Ich-Buch“,
das individuelle Portfolio des Kindes. Hier sind We rke des Kindes, Fotos,
Episoden, Ergebnisse und „Schritte“ gesammelt, die für das Kind und seine
Entwicklung von Bedeutung sind. Lernen Kinder ihr „ Ich-Buch“ als eine
Sammlung von Kostbarkeiten kennen, wählen sie gezie lt aus, was einen Platz
darin erhalten soll. Entscheidungskriterien sind au sschließlich die persönliche
Bedeutung des Ergebnisses für das Kind und der Wert, den es ihm zumisst.
Dokumentation ist
Wertschätzung
34
4.1.5 Aufzeichnungssysteme in der pädagogischen Arbeit
educcare hat ein aufeinander aufbauendes System ent wickelt, das
Erzieherinnen fortlaufend bei der Dokumentation von Entwicklung und ihrer
Auswertung unterstützt:
Tagebuchaufzeichnungen erzählen ein Stück Alltag a us spontaner oder
zielgerichteter Beobachtung
Der individuelle Entwicklungsbogen dokumentiert di e altersgemäße
Entwicklung des Kindes an konkreten, beobachtbaren Fähigkeiten in den
verschiedenen Entwicklungsbereichen. Er bedeutet fü r Eltern Sicherheit,
dass alle Entwicklungsschritte ihres Kindes beachtet werden
Die schriftliche Einschätzung des Kindes fasst die individuelle
Entwicklung, besondere Interessen, Stärken und pote ntielle
Entwicklungsdefizite des Kindes zusammen und beschr eibt pädag-
ogische Folgerungen und mit Eltern gemeinsam getrof fene
Vereinbarungen
Die regelmäßige Dokumentation hat darüber hinaus da s Ziel, Kontinuität auch
bei Personalwechsel sicherzustellen.
4.2 educcare als Träger - Verbindlichkeit und Sicherheit
educcare trägt Verantwortung für verlässliche Rahme nbedingungen, die die
pädagogische Arbeit der Fachkräfte maximal unterstü tzen. Dazu gehören u. a.
Gruppenstruktur und Strukturen des Tagesablaufs sow ie Raumkonzepte und
professionelles Personalmanagement.
4.2.1 Familienvergleichbare Strukturen
educcare verfolgt den Stammgruppenansatz. Das bedeu tet, jedes Kind hat
eine feste Gruppenzugehörigkeit und hier stabile Be ziehungen zu Kindern und
Erzieherinnen. So entsteht ein „familien-vergleichb ares Umfeld“.
Der Betreuungsablauf in den educcare Bildungskindertagesstätten
TM ist entlang
der elementaren Bedürfnisse der Kinder strukturiert . Durch Bringzeiten,
Essenzeiten, Entspannungszeiten und eventuelle Schl afzeiten sowie
Abholzeiten ist die Grundstruktur festgelegt. Sie g ibt Kindern und Eltern
verlässliche Orientierung und Sicherheit.
Laufende schriftliche
Aufzeichnungen
schaffen die Basis für
fundierte Einschätzun-
gen, für Transparenz
und Sicherheit
35
4.2.2 Verantwortung für Mitarbeiter
Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsja hren erfordert mehr als
Intuition - es erfordert absolute Professionalität bei den Erzieherinnen. Dies ist
eine Grundvoraussetzung um den Kindern und Eltern g erecht zu werden. Der
Träger hat - unserer Meinung nach - durch entsprech ende Rahmenbedingun-
gen sicherzustellen, dass diese Professionalität en tstehen und sich permanent
weiterentwickeln kann.
Hierzu zählen genaue Auswahl der Kolleginnen anhand authentischer
Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, dem erkenn baren Willen zur
Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur S elbstverantwortung sowie
Ergänzung des Team hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer
Schwerpunkte.
Wofür educcare verantwortlich zeichnet:
laufende Mitarbeiter-Entwicklungsgespräche mit kla ren Zielen und
vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen
intensive Schulung in den für alle Mitarbeiterinne n obligatorischen
Bereichen: educcare Konzept, Beobachtung, Dokumenta tion,
Elterngespräche, Angebotsplanung
laufendes pädagogisches Coaching durch Träger Fach beratung
Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Weiterentwick lung der jeweiligen
educcare Bildungskindertagesstätte
Übernahme von übergreifender Themenverantwortung
Entlastung von administrativen Tätigkeiten
4.2.3 Räume bilden
Die Räume in den Kindertagesstätten sind als Erfahr ungswelten konzipiert und
stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildungs-
prozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivi tät von Kindern, Selbstbe-
stimmung und Verantwortung. Mit ihrem hohen Aufford erungscharakter haben
sie die Funktion eines „dritten Erziehers“.
Damit entlasten die Räume auch zugleich die „realen “ Erzieherinnen und
schaffen Ihnen Freiraum für die Beobachtung oder fü r die Durchführung von
Angeboten.
Begleitung der Kinder
in den wichtigsten
Bildungsjahren
erfordert mehr
als Intuition - es
erfordert absolute
Professionalität
Räume als dritter
Erzieher schaffen
Freiraum für die realen
Erzieherinnen
36
4.3 educcare und Eltern – gemeinsam Verantwortung t ragen
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind her zlich willkommen und in das
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieherinnen einbezogen.
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu könne n und ihm in der
Einrichtung das Gefühl einer zweiten Familie zu ver mitteln, ist die enge und
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende
Voraussetzung. Erforderliche Basis ist gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen.
Der unkomplizierte und ehrliche Umgang, das authent ische Interesse an dem
einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit sch affen diese Grundlage.
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setz t sich sowohl „beim
spontanen Kaffee“ als auch bei den institutionalisi erten Elterngesprächen und –
abenden fort. Die regelmäßigen Elterngespräche zur Entwicklung ihres Kindes
erfolgen im Abstand von 3 Monaten.
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenü ber gemeinsam getroffenen
Vereinbarungen ist selbstverständlich.
Eltern sollen sich - wie ihre Kinder - in der Tages stätte wohlfühlen. Bring- und
Abholzeiten laufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern haben ein Recht, in
educcare Tagesstätten ein zweites Zuhause zu finden und Zeiten, sich zu
entspannen. Mit einer Weinprobe vielleicht zum Elte rnabend, Beteiligung an
Arbeitsgruppen sowie der Öffnung für den Besuch der Großeltern soll dem
zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden.
Der unkomplizierte und
ehrliche Umgang, das
authentische Interesse
an dem einzelnen Kind,
eine offene Atmosphäre
und Zeit schaffen
gegenseitige Akzeptanz
und Vertrauen
37
5 Dynamik der Konzeption
Unsere Konzeption wird laufend überprüft und angepa sst. Sobald gesicherte
Erkenntnisse über Verbesserungspotentiale vorliegen , fließen diese ins
Konzept und über ein gesichertes Realisierungsvorge hen auch in die tägliche
Arbeit ein.
Die Überprüfung und die nachhaltige Verbesserung er folgen anhand
bestimmter Prozesse. Akteure sind sowohl interne Mi tarbeiter als auch externe
Berater und Organisationen. Den Austausch mit den E xperten der
Jugendbehörden sehen wir ebenfalls als unerlässlich an.
Ferner unterstützt der educcare Beirat die weitere Entwicklung von educcare.
Den educcare Beirat bilden herausragende Personen, die ein ernstgemeintes
Interesse an der Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft verbindet.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dazu:
Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin an der Universi tät Bielefeld, mit dem
Forschungsschwerpunkt Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter
Fiona Stollmann, engagierte Bürgerin und Initiator in von Bildungs-
projekten für Kinder und Jugendliche
Dr. Patrick Adenauer, engagierter Unternehmer
Dr. Günter Bulk, Experte für Qualitätsmanagementsy steme
Dr. Traugott Schöfthaler, Generalsekretär der UNES CO Deutschland
Prof. Dr. Henning Wode, Begründer und langjähriger Leiter des
„Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt“ d er Universität Kiel
38
6 Kontakt und Verantwortlichkeiten
Geschäftsführung:
Axel Thelen
Marcus H. Bracht
educcare Bildungskindertagesstätten gemGmbH
Alter Markt 36 - 42
50667 Köln
Fon: 0221/ 46619400
Fax: 0221/ 46619499
E-Mail:
info@educcare.de
1. Bewerbungsschreiben Outlaw für Kita Stratmannweg und Kinderbachtal
1139 Zeichen
Wir finden den Weg. Gemeinsam. law OUTLAW Geselschaft fürKinder- und Augendhile sGmbH- werfen F ; Region West N! } An der Germania Brauerei 6 - 8 . 48159 Münster Stadt Münster \ I Tel. 02 51/2892 38-0 ‚Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Fax 02 51 /28 92 38-69 Anna Pohl VOL per www,outlaw-jugendhilfe.die Hafenstraße 30 ax (U N. A resion-west@outlaw-jugendhilfe.de 48145 Münster Y A \ 5 Münster, 12.02.2013 Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Kinderbachtal und Stratmannweg Sehr geehrte Frau Pohl, vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am 08.02.2013. Gern ist die OUTLAW gGmbH bereit, die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtungen Kinderbachtal und Stratmannweg zu übernehmen und einen Trägeranteil von 3% zu leisten. Für Fragen ungfweitere Informationen stehe ich Ihnen gem zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Dr. Fri ner Regionaler Geschäftsführer OUTLAW gGmbH Geschäftsführer: Theodor Boomgaarden Amtsgericht Steinfurt - Handelsregisternummer: HRB 2853 mu Ä | = DER PARITÄTISCHE Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln. BLZ 370 205 00 . Kto 7082 100
2. Konzeptunterlagen Outlaw für Kita Kinderbachtal
19492 Zeichen
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorstellung des Trägers Seite 3 1.1 Die OUTLAW gGmbH Seite 3 1.2 Kita&More Seite 3 2. Pädagogisches Konzept Seite 5 2.1 Situationsorientierter Ansatz Seite 5 2.2 Partizipation Seite 5 2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Seit e 6 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Seite 6 2.5 Integration/Inklusion Seite 7 2.6 Sprachförderung Seite 8 2.7 Spielend lernen Seite 8 2.8 Bewegung Seite 9 2.9 Sozialraumorientierung Seite 9 2.10 Geschlechterorientierung Seite 10 3. Flexible Betreuungszeiten Seite 10 4. Raumkonzept Seite 11 Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 3 1. Vorstellung des Trägers 1.1 OUTLAW gGmbH Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung erfah- ren. „OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff – und in zwei Wohngruppen im Raum Gre- ven – wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- ginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertagesbetreuungsange- bote sind. Ein Blick auf die aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung seit ihrer Gründung mit dy- namischen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen lebt. In diese Prozesse sind sowohl die Erfah- rungen eingeflossen, die die Mitarbeiterinnen in ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch veränderte gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Anforde- rungen an die Kinder- und Jugendhilfe, die Einflüsse auf die Rahmenbedingungen der Arbeit haben. Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 1.2 Kita&More Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More zusammen gefasst. In der Region West begann unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreu- ung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch die Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 4 In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden Standorten vertreten: Sprakel, Wolbeck, Ostbe- vern-Brock, Ochtrup, Altenberge (ab August 2013) und Ostbevern (ab August 2013). Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf die Bedarfe der Kinder und Eltern, den Sozialraum, die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Kooperationsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. Kita & More steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, sondern um- fasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuellen Lösungen zu suchen und begleitet deren Umsetzung. Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einrichtungen. Im Vordergrund steht für uns die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung anbietet. Kita & More engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpä- dagogik. Kita & Mor e steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planung und Finanzierung von neuen Einrich- tungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führen wir in Kooperation mit den Kommunen und ande- ren zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 5 2. Pädagogisches Konzept Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen ge- mäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschriebenen Inhalte und Bildungsberei- che fließen in unsere Arbeit ein und finden Berücksichtigung bei der Konzeptentwicklung. Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtung ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht. 2.1 Situationsorientierter Ansatz Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen gemäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen beobachten das Kind in seinen sensiblen Entwicklungs- phasen und stimmen die pädagogischen Angebote darauf ab. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die thematisch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung der verschiedenen Kompe- tenzen (Sachkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz), Sprache, mathematische Grundla- gen sowie Wahrnehmungsbereiche und Motorik, wird die ganzheitliche Förderung des einzelnen Kin- des unterstützt, begleitet und gesichert. Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und Verant- wortungsgefühl zu bewältigen. 2.2 Partizipation Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbestimmungsmöglichkeiten für sie sind zentrale Anlie- gen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse fördern die Entscheidungsfähigkeit, das Verantwortungsbe- wusstsein, die Kommunikationsfähigkeit und die Problemlösekompetenz. Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen. Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemein- schaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen demokratisches Handeln näher. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 6 2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft m it den Eltern ist das gemeinsame Engagement für das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung un d den Bildungsstand des Kindes und der regelmäßi- ge Austausch mit ihnen und allen beteiligten Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unterstützen. Wir ac hten besonders darauf die elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionellen Erziehungs- und B ildungsauftrag und unseren fachlichen pädagogi- schen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlas tet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erzi e- hungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns an den Bedürfni s- sen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Ges- taltung der Angebote. Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: Aktive Teilhabe von Eltern Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Aufbau und Nutzung von Netzwerken 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und se ine Familie eine große Herausforderung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neuen, Unbekannten umgehen zu können. Folgen- de Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: Von der Familie in die Kindertageseinrichtung Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe Von der Kindertageseinrichtung in die Schule Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 7 Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie ma- chen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, die a uf der Suche nach einer Kita sind, unsere Einrich- tungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes und seiner Familie, wenden sich die ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. Sicherheit, das Gef ühl angenommen zu sein, Geborgenheit und Ver- trauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale , helfen den Kindern, sich auf Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m E rzieherIn begleitet. Wir arbeiten dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von de m Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grunds chule ein weiterer bedeutender Prozess, dem wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei für uns das Kind mit seiner individuel- len Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständigen Grundschule diesbezüglich für unerläss- lich. In unseren Augen nutzt die Grundschule ideale r Weise die Informationen, die sie aus der Bil- dungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräften der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses genau an dieser Stelle an. 2.5 Integration/Inklusion Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen. Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und Ge- schlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie un terschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädchen un d Jungen erleben im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 8 Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilha be aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat. 2.6 Sprachförderung Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die a lltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Ki ndern, die einer weiteren Unterstützung und besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedür fen. Sie verlangt eine differenzierte Vorge- hensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt und Besonderheiten des Lebens- umfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass d ie Ansatzpunkte zur Sprachförderung von Kind zu Kind unterschiedlich sein können. Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInne n, indem sie viel Wissen über die aktuelle und allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Er fahren Kinder ein echtes Interesse an ihren Be- dürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, w erden sie sich mitteilen wollen und dabei zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wicht ig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädch en und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bundesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & Integ- ration“ sind. Die Kita Gescherweg und Holtrode haben sich für das Jahr 2013 darauf aufbauend erfolg- reich als „Konsultationskita“ beworben und dienen d amit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 2.7 Spielend lernen Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkei- ten, indem wir ihnen entsprechende Spiel- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu zäh- len großzügig gestaltete Spiel- und Erprobungsräume sowie gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spiel werden Lernprozesse angeregt, und Kompetenzen, wie z.B. Kommunika- tionsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfä- higkeit gestärkt. In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 9 Die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kin- des werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive MitspielerIn- nen von Kindern verstehen. Beides bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrich- tungen. 2.8 Bewegung Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen f ördert die Intelligenz und hat auch Auswir- kungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik. Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet, son- dern sie unterstützt das Kind in seiner emotionalen , sozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder heute mit unter schiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertageseinrichtung kommen , wie z.B. Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, sehen wir uns, im Sinne einer umfassen- den Gesundheitsprävention, verpflichtet Bedingungen zu schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern. Wir bieten den Kindern eine angemessene Umge- bung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können sich jeder- zeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B. in Traumstundenzeiten oder bei Körperwahrneh- mungsspielen. 2.9 Sozialraumorientierung Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und str ukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konz eption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 10 Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer räum- lichen Umgebung vertraut und diese altersgerecht be greifbar zu machen. Die Ressourcen des Stadt- teils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als m oderne Service-Zentren für Familien. So gibt es Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder-Elternnachmitt age, Workshops und Kurse zu familienspezifischen Themen, Familientrödel usw. 2.10 Geschlechterorientierung Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und berücksichtigen die spezifischen Ent- wicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlech- teridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn sie sind beide für die Erzie- hung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, die Arbeit und den Alltag in der Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 3. Flexible Betreuungszeiten In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und gleichzeitig am Kindeswohl aus. Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungsze it. Wir bieten den Eltern flexible Buchungsmög- lichkeiten und ein verlässliches Betreuungsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass je des Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei Wochen Urlaub von der Kita hat. Bewerbung für Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Kinderbachtal 11 4. Raumkonzept Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglich er Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit Freun- den zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse s pielt die räumliche Umgebung eine wesentliche Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume , wirken auf Kinder unmittelbar und nachhal- tig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindliche Bedü rfnisse berücksichtigen, können sie die Entwick- lung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wecken und vielfältige Anregungen geben. Gleichzei- tig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kindern Schutz und Geborgenheit bieten. Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfni ssen gerecht werden, müssen sie einerseits bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche Ele- mente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter ver änderten Interessen, oder auch für Kinder mit einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollte n übersichtlich sein, aber doch Vielfalt ermögli- chen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nischen) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvollen Tätigk eiten der älteren Kinder von Störungen abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für die gesamte Gruppe. Diese Anforderungen berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.
4. Bewerbungsschreiben ev. Jugendhilfe für Kita Stratmannweg
1221 Zeichen
Zukunft gelingt gemeinsam. Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH, Postfach 12 04, 48542 Steinfurt Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 2.Hd. Frau Pohl 48127 Münster Bewerbung für die Trägerschaft einer Kindertagesstätte Sehr geehrte Frau Pohl Geschäftsstelle Viefhoek 17 48565 Steinfurt Fon 02551 - 934315 Fax 02551 - 934343 Mobil 01709273952 Gerd Dworok Geschäftsführer dworok@ev-jugendhilfe.de 15.02.2013 An dieser Stelle möchten wir uns für das angenehme Gespräch in Ihrem Haus am 07. Februar 2013 herzlich bedanken. Wir möchten hiermit weiterhin unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der Kita im Stratmannweg in Münster Mecklenbeck zu den im Gespräch genannten Konditionen bestätigen. Wir freuen uns sehr, wenn wir die Trägerschaft dieser Kita übernehmen können und bedanken uns herzlich für Ihre Bemühungen Mit freundlichen Grüßen ne ur Gerd Dworok Geschäftsführer Fon 02551-933430 Fax 02551-934343 Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH Viefhoek 17 48565 Steinfurt www ev-jugendhilfe.de info@ev-jugendhilfe.de Bank für Kırche und Diakonie eG - KD-Bank BLZ 350 601 90 Kto -Nr. 211 431 4016 Sitz: Hiddenhausen HRB Bad Oeynhausen 6337 Geschaftstührer Gerd Dworok
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (19)
- Hafenstraße 30
- Kristiansandstraße 70
- Stratmannweg 2
- An der Germania Brauerei 6
- Schwarzer Kamp 68e
- Brockmannstraße 162e
- Pastorsesch 17
- Wiedaustraße 114e
- Dingbängerweg 80e
- Meckmannweg 72
- Wiedeiken 4
- Kinderhaus
- Gescherweg
- Egelshove 1
- Brock
- Holtrode
- Im Draum 42
- Werse
- Breul 27
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0127/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.03.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37