V/0533/2013
Kinderhaus-Brüningheide: a) Jahresbericht 2012 und Fortsetzung des Maßnahmeprogramms ab 2014, b) Perspektiven für die künftige Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit im Wohngebiet
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Anlage 1 zur Vorlage V_0533_2013
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Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013
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Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide
150.000,00 € Jährliche Förderung ab dem Jahr 2014 - Gesamt
Projekt-
Nr. Projektträger städtische
Förderung
1.05
Amt für Wohnungswesen 1.000,00 €
2.02 Amt für Grünflächen
und Umweltschutz 6.000,00 €
4.02 Begegnungszentrum
Sprickmannstraße e.V. 36.000,00 €
5.01 /
5.03
Kinderhauser Arbeitslosen
Initiative KAI e.V. 30.000,00 €
5.04
Amt für Gesundheit,
Veterinär- und
Lebensmittelangelegenheiten
10.000,00 €
6.01 Diakonie Münster e.V. 36.000,00 €
6.02 Internationaler
Kulturverein ATRIUM e.V. 2.000,00 €
7.01 1.200,00 €
7.02 1.200,00 €
Spiel- und Freizeitzone
Integrationsarbeit vor Ort
Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innen-Schulung
Projekte
Sozialamt
Gebietsmoderation /
Sozialamt
Wir verstehen uns
Gesund Aufwachsen in Kinderhaus
Schuldnerberatung vor Ort
Kulturprojekte: Interkulturelle
Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Quartiersmanagement
Quartiersfonds
GESAMT 123.400,00 €
Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013
2
Projekt-
Nr. Projektträger städtische
Förderung
6.04
Begegnungszentrum
Sprickmannstraße e.V. 1.100,00 €
6.07 Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien 3.300,00 €
6.08 Indro e.V. 2.750,00 €
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Projekte
Drogenprävention
6.05 /
6.06
Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien 19.450,00 € Integrative Jugendsozialarbeit /
Mobile Jugend(sozial)arbeit
Jungenprojekt/
Sport gegen Gewalt
Sport und Bewegung
GESAMT: 26.600,00 €
Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013
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Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide
- Richtlinien für die Mittelverwendung aus dem Quartiersfonds -
Aus den verfügbaren Mitteln des Quartiersfonds werd en im Rahmen des Maßnah-
meprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide kleinere Maßnahmen nach den
folgenden Richtlinien gefördert:
1. Verwendungszweck, Förderungsprogrammatik
1.1 Gefördert werden kleinere Maßnahmen, die die Be teiligung der Bewohnerin-
nen und Bewohner des Programmgebiets sowie der in d en südlich unmittelbar
angrenzenden Wohnbereichen an Aktivitäten zur Verbe sserung ihrer Lebens-
situation oder ihrer Teilhabemöglichkeiten unterstü tzen. Vorrangig werden sol-
che kleineren Maßnahmen gefördert, in deren Rahmen nachbarschaftliche Ak-
tionen oder andere wohngebietsbezogene Selbsthilfea ktivitäten initiiert oder
verstetigt werden.
1.2 Die Mittel sind gegenüber Fördermitteln Dritter , einschließlich der Förderungen
aus anderen Ansätzen des Maßnahmeprogramms Wohngebi et Kinderhaus-
Brüningheide nachrangig; eine Kombination ist jedoch möglich.
1.3 Programmgebiet ist das Gebiet der Stadtzelle 63 1 (Brüningheide).
1.4 Über eine Förderung wird jeweils im Einzelfal l entschieden. Ein Rechtsan-
spruch auf Gewährung eines Zuschusses besteht nicht.
2. Antragsberechtigte
2.1 Antragsberechtigt sind
o Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern des Progra mmgebiets,
o freiwillig gebildete Vereine mit sozial- oder kult urell-integrativer Zielsetzung,
die im Programmgebiet oder in unmittelbarer Nachbar schaft zum Pro-
grammgebiet (Stadtzellen 632 [Idenbrockplatz] und 6 33 [Heidegrund]) ih-
ren Sitz haben oder nicht nur einzelne Mitglieder h aben, die im Programm-
gebiet wohnen,
o Schulen, zu deren Einzugsbereich das Programmgebie t gehört,
o Kirchen und öffentlich-rechtliche Religionsgemeins chaften, die Mitglieder
im Programmgebiet betreuen,
o Einzelpersonen, die im Wohngebiet oder in unmittel barer Nachbarschaft
zum Programmgebiet (Stadtzellen 632 [Idenbrockplatz ] und 633 [Heide-
grund]) wohnen, sowie
o Wohnungsunternehmen mit Wohnungsbeständen im Progr ammgebiet.
2.2 Im Rahmen dieser Richtlinien nicht bewilligt we rden Anträge solcher Vereine,
Gruppen, anderer Organisationen sowie Einzelpersone n,
die nach ihrem aus-
drücklich bekundeten Selbstverständnis oder ihrem tatsächlichen Gebaren Ak-
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tivitäten entfalten, die zu Gewalt gegen andere Men schen und Gruppen aufru-
fen, ihnen Gewalt androhen oder sie mit Gewalt bekämpfen.
3. Förderungsgrundsätze
3.1 Grundsätzlich können kleinere Maßnahmen ungeach tet ihrer konkreten Akti-
onsfelder sowie der Art der Aktivitäten gefördert w erden, soweit sie legal sind
und den Programmzielen des Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide nicht entgegenstehen.
3.2 Zuschüsse können
• für maßnahmebezogene Sachkosten,
• für maßnahmebezogene Honorarkosten sowie,
• soweit Räume für die Durchführung einer kleineren Maßnahme erforderlich
sind, für Miet- und Betriebskosten
bewilligt werden.
3.3 Nicht zuschussfähig sind
• Kosten, die vor Eingang des Antrags entstanden sin d,
• laufende Kosten,
• Personalkosten und
• Investitionskosten.
4. Förderungsumfang, Art der Förderung
4.1 Der Zuschuss pro Maßnahme entspricht den zuvor kalkulierten Kosten, ab-
züglich eines Eigenanteils nach Maßgabe der Ziffer 4.2, im Regelfall bis ma-
ximal 200 EURO; die geförderte Maßnahme muss selbst ändig durchführbar
sein. Ausnahmsweise kann eine Maßnahme mit bis zu 4 00 € gefördert wer-
den, wenn besonders viele Teilnehmende erwartet wer den. Satz 1, 2. Teilsatz
gilt entsprechend.
4.2 Zu den Aufwendungen sollen Antragsberechtigte o der Teilnehmende Eigen-
leistungen in Form von Sach- oder Dienstleistungen erbringen.
4.3 Der Zuschuss wird als Festbetrag gezahlt; eine Nachbewilligung für dasselbe
Projekt ist nicht möglich.
5. Verfahren
5.1 Zuschüsse werden nur auf Antrag gewährt. Hierfü r ist der Vordruck (Anlage)
zu verwenden. Der Antrag kann auch mündlich einem M itglied der Gebiets-
moderation übermittelt werden, den es in den Vordruck überträgt und von dem
oder der Antragsberechtigten unterschreiben lässt.
5.2 Über die Bewilligung im Einzelfall entscheidet die Verwaltung auf der Grundla-
ge einer Stellungnahme der Gebietsmoderation und im Rahmen der bereitste-
henden Mittel. Die Stellungnahme ist von mindestens drei Mitgliedern der Ge-
bietsmoderation einvernehmlich zu treffen und auf d em Vordruck zu protokol-
lieren. Ein Einvernehmen der Gebietsmoderation über die Stellungnahme
kann auch über E-mail-Abfrage unter den Teammitglie dern hergestellt wer-
den/erfolgen,
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Den ausgefüllten Vordruck erhält das Soz ialamt. Ein Mitglied der Gebietsmo-
deration informiert den Antragsteller bzw. die Antr agstellerin über die Ent-
scheidung.
5.3 Nach Vorlage des Verwendungsnachweises, der aus einem kurzen Sachbe-
richt (Inhalte, Anzahl der Teilnehmer/innen, Dauer der Aktion/Veranstaltung),
sämtlichen Belegen sowie einer Übersicht über die A usgaben und Einnahmen
besteht, zahlt das Sozialamt den Zuschuss im Umfang der nachgewiesenen
Nettoausgaben, maximal jedoch bis zur Höhe des münd lich bewilligten Be-
trags aus.
6. Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Die Richtlinien treten ab dem 01.01.2014 in Kraft.
Beschlussvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER
Sozialamt; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Kinderhaus-Brüningheide: a) Jahresbericht 2012 und Fortsetzung des Maßnahmeprogramms ab
2014; b) Perspektiven für die künftige Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit im Wohngebiet
Beratungsfolge
19.11.2013 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
20.11.2013 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung
20.11.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
28.11.2013 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung
04.12.2013 Integrationsrat Anhörung
05.12.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung
11.12.2013 Hauptausschuss Vorberatung
11.12.2013 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Jahresbericht 2012 (Anlage 2) für das Maßnahmeprogra mm Wohngebiet Münster Ki n-
derhaus-Brüningheide wird zur Kenntnis genommen.
2. Das Programm wird ab 2014 nach Maßgabe der in der Begründung dargestellten Eckpunkte
fortgeführt.
3. Die Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in der Brüningheide wird inhaltlich u nd konzeptionell -
insbesondere im Hinblick auf präventive Angebote - überprüft, qualifiziert und ggf. neu au s-
gerichtet. In dem Zusammenhang werden auch
die vorhandenen Netzwerkstrukturen der Träger der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in
der Brüningheide überprüft und ggf. angepasst, ferner
geprüft, ob eine gemeinsame Nutzung des „Atriums“ multifunktional vom Kulturverein und
der Jugendarbeit konform mit der Landesförderung ist und der Jugendsalon ins Atrium
verlagert werden kann. Die Verwaltung wird beau ftragt, einen entsprechenden Koste n-
plan zu erstellen.
4. Zur Verstetigung der aufsuchenden Jugendsozialarbeit in der Brüningheide wird zum
01.01.2014 im Teilergebnisplan 0602 (Kinder- und Jugendarbeit) eine 0,5 Stelle Entgeltgrup-
pe S 12 für eine sozialpädagogische Fachkraft eingerichtet.
Vorlagen-Nr.:
V/0533/2013
Auskunft erteilt:
Frau Robert
Herr Kentrup
Ruf:
492-5909
E-Mail:
Robert@stadt-muenster.de
Datum:
17.10.2013
Öffentliche Beschlussvorlage
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5. Die Verwaltung wird beauftragt,
5.1 die weitere Umsetzung des Programms ab 2014 zu koordinieren und mit den nichtstädt i-
schen Maßnahmeträgern Leistungsvereinbarungen sowie zwischen dem Sozialamt und den
städtischen Dienststellen, die Einzelmaßnahmen durchführen, Zielvereinbarungen abz u-
schließen,
5.2 dem Rat jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die
Entwicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die zuvor der Bezirks vertre-
tung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich
Integrationsrat vorgelegt werden, ferner bei wesentlichen Änderungsbedarfen des Pr o-
gramms erforderliche Beschlussfassungen rechtzeitig vorzubereiten,
5.3 dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien die Prüfergebnisse und Empfehlungen
zu Ziffer 3 bis zum II. Quartal 2014 vorzulegen.
II. Finanzielle Auswirkungen
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0503 Sicherung besonderer sozi a-
ler Bedarfe
Zeile 15 Transferaufwendungen 2014 ff. 123.400 Ansatz lt. HH-
Entwurf:
150.000 €
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Zeile 11 Personalaufwendungen 2014 ff. 26.160
Zeile 15 Transferaufwendungen 2014 ff. 440
Insgesamt: 150.000
Ab dem Jahr 2014 werden 26.600 € von Produktgruppe 0503 zur Produktgruppe 0602 verlagert.
Die Verwaltung wird beauftragt, entsprechende Veränderungsblätter anzufertigen. Die übrigen
Aufwendungen für die Fortführung der Projekte 6.04, 6.07 und 6.08 von 6.710 € werden aus vo r-
handenen Mitteln der Produktgruppe 0602 (Zeile 15) finanziert.
Begründung:
1. Antrags- und Beschlusslage
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münste r die Verwaltung beauftragt, das Pr o-
gramm Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide in den Jahren 2007 bis 2010 mit einer Zuwendung
des Bundes und des Landes zur Stadterneuerung durchzuführen (Vorlage V/0927/2006 u.
V/0927/2006 E1).
Um nach Auslaufen des Prog ramms ab 2011 eine Fortentwicklung und Stabilisierung der Ang e-
bots- und Vernetzungsstrukturen im Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide ohne Unterbrechung
sicherzustellen, hat der Rat mit Beschluss vom 07.07.2010 zur Vorlage V/0291/2010 entschieden,
das aus dem Programmkonzept Soziale Stadt entwickelte Maßnahmeprogramm Wohngebiet Ki n-
derhaus-Brüningheide ab 01.01.2011 zunächst befristet für drei Jahre umzusetzen.
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Mit Beschluss zur Vorlage V/0562/2013 (Antrag der SPD -Fraktion A -R/0029/2013 „ Fortsetzung
des Programms Soziale Stadt Kinderhaus - Fokus auf Prävention für Kinder, Jugend und Familie
richten“) hat der Hauptausschuss die Verwaltung am 25.09.2013 beauftragt, eine Fortsetzung des
Maßnahmeprogramms über das Jahr 2013 hinaus sowie die weiteren Einzelanliege n des Antrags
zu prüfen, konkret die Ausrichtung der Jugendarbeit im Wohngebiet sowie die Leistungen der Tr ä-
ger im Bereich der Prävention und frühen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien dort, um dem
Rat auf der Grundlage der Prüfergebnisse Entscheidungsempfehlungen vorzulegen.
2. Programmdurchführung 2007 – 2013
2.1 Programm Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide
Das Programm Soziale Stadt wurde in den Jahren 2007 bis 2010 mit einer Zuwendung des Bun-
des und des Landes zur Stadterneuerung auf der Grundlage eines Integrierten Handlungskonzepts
(konkretisiertes Maßnahmekonzept/Städtebaulicher Maßnahmeplan) durchgeführt. Das Integrierte
Handlungskonzept war Kernelement der Programmdurchführung und bündelte als strategisches
Planungs- und Steuerungsinstrument der (sozialen) Stadtentwicklung gebietsbezogen Aktivitäten,
Projekte und Maßnahmen unterschiedlicher Akteure aus verschiedenen Handlungsfeldern, um
Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen und Aktivitäten so aufeinander abzustimmen, dass sie
synergetische Wirkung entfalten. In den Jahren 2007 bis 2010 bestand das Integrierte Handlung s-
konzept nach der Münsteraner Programmsystematik aus 8 Handlungsfeldern mit insgesamt 30
Projekten (siehe Anlage 2, S. 5 ff.). Innerhalb der Handlungsfelder wurden eine oder mehrere An-
sprechpartner/innen (Handlungsfeldverantwortliche) der Verwaltung mit fachlicher Verantwortung
für die Koordination benannt (Binnenstruktur der Handlungsfelder).
Zur Organisationsstruktur des Programms Soziale Stadt Kinderhaus -Brüningheide gehörte auch
die Einrichtung eines Quartiersmanagements (Gebietsmoderation). Ein Team aus (fünf) Mitgli e-
dern mit beruflichem Bezug zum Wohngebiet nahm diese Aufgabe unentgeltlich war und trug zur
bereichsübergreifende Vernetzung der in den Handlungsfelde rn initiierten Aktivitäten und dem
Herstellen einer soliden Beteiligungsbasis der Bewohnerschaft bei.
Darüber hinaus wurde der Beirat Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide eingerichtet, der sich aus
Vertreterinnen und Vertretern des Rates, der Bezirksvertretung Nord, des damaligen Ausländerbei-
rats bzw. heutigen Integrationsrats, der Verwaltung sowie der Initiativen und anderen Kooperat i-
onspartner vor Ort zusammensetzte. Der Beirat trug wesentlich zur Verankerung des Programms
im Quartier bei und war u.a. an der Feinplanung von Einzelprojekten (innerhalb des gegebenen
Programmrahmens) und an der Formulierung handlungsfeldübergreifender Ziele beteiligt.
Die Ergebnisse der Programmdurchführung wurden in den Jahresberichten dokumentiert (s. auch
2.3 und Anlag e 2). Zur Frage der Fortsetzung der Bundes-/Landesförderung der Sozialen Stadt
über das Jahr 2010 hinaus wurde am 15.12.2009 ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Ve r-
tretern des Ministeriums für Bauen und Verkehr (MBV) des Landes NRW, der Bezirksregieru ng
und der Stadt Münster geführt, in dem deutlich wurde, dass das MBV das gegenwärtig umgesetzte
Maßnahmekonzept als ausfinanziert werte, jedoch gleichzeitig eine Verstetigung des Programms
erwarte.
2.2 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus Brüningheide
Das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide (Verstetigungsprogramm) wird
seit dem 01.01.2011 zunächst befristet für drei Jahre mit einer städtischen Förderung in Höhe von
150.000,- € im Jahr umgesetzt, sodass Kernprojekte des Programms Sozia le Stadt ohne wesentli-
che Substanzänderung bis Ende 2013 fortgeführt werden können. Ebenfalls fortgesetzt wurden die
im Rahmen des Programms Soziale Stadt aufgebauten Entscheidungsstrukturen und netzförmigen
Kooperationsbeziehungen zwischen den an der Durc hführung Beteiligten, womit die integrative
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Ausrichtung des Programms erhalten blieb. Auch Zusammensetzung und Aufgaben des Beirats
wurden im Wesentlichen beibehalten, ungeachtet seiner neuen Bezeichnung „Beirat Wohngebiet
Kinderhaus-Brüningheide“. Ebenso ist die Gebietsmoderation weiterhin koordinierendes Bindeglied
zwischen den Handlungsfeldern und den Einzelmaßnahmen.
2.3 Jahresbericht 2012 und Kontextdaten zur Stadtentwicklung
Grundlage der Erfolgsmessungen der Aktivitäten im Programmzusammenhang ist das in den Jah-
ren 2007 bis 2009 von den durchführenden Akteuren entwickelte Zielsystem mit seinen Einzelzi e-
len auf Programm -, Handlungsfeld- und Projektebene inkl. Indikatorenbildung sowie Erhebung s-
techniken und Dokumentation (Teilprojekt Prozessbegleitend e Selbstevaluation). Wie in den be i-
den Jahren zuvor führt der Jahresbericht 2012 (Anlage 2), der federführend vom Amt für Stadtent-
wicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung erstellt wurde, die Projektergebnisse in tabellarischen
Übersichten auf. Die Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich auf S. 61 ff.; im Hinblick auf die
handlungsfeldübergreifenden Programmziele werden folgende Zielfortschritte benannt: Verbesse-
rung der Wohnsituation (insb. durch verstärkte Vernetzungsarbeit zwischen Bewohnerschaft,
Wohnungswirtschaft und städtischer Verwaltung), S tärkung der Bildungschancen für Kinder und
Jugendliche, Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Stadtgebiet und verstärkte
Vernetzung zwischen den Akteuren im Stadtteil.
Dem Jahresbericht beigefüg t ist darüber hinaus der Kontextdatenmonitor 2012 (Anlage 3); die
Werte der dort aufgeführten Indikatoren verdeutlichen, unter welchen demographischen und s ozi-
oökonomischen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt wurden. So verweist der Ko ntext-
datenmonitor 2012 auf nach wie vor erhebliche Handlungsbedarfe zur Stabilisierung des Wohng e-
biets und zur Verbesserung der Lebensqualität seiner Bewohnerschaft, sowie vor allem auch für
bessere Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen dort. Besonders deutliche Unterschiede
gegenüber den gesamtstädtischen Werten weisen insbesondere die Anteile Arbeitsloser sowie der
Menschen auf, die Leistungen zur Existenzsicherung erhalten; das gilt ebenso für den Faktor „Ki n-
derarmut“ mit dem unter allen Programmgebieten in NRW höchsten Wert (Städtenetz Soziale
Stadt NRW, Soziale Kontextbedingungen der Stadtteilentwicklung 2006-2009, Essen, S. 75).
3. Programmgestalt ab 2014
Mit dieser Vorlage gibt die Verwaltung Empfehlungen zur Fortsetzung des, der Sozialen Stadt fo l-
genden, Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide ab 2014. Eine Weiterfü h-
rung zentraler Elemente des Maßnahmeprogramms ist jedenfalls dem Grunde nach angezeigt,
insofern die meisten der auf soziale Ungleichheit verweisenden Strukturmerkmale des Gebiets, wie
im Kontextdatenmonitor abgebildet, Ausprägungen aufweisen, die von den gesamtstädtischen
Werten stark abweichen. Um die Wohn - und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft innerhalb
des nur knapp 15,5 ha großen Gebiets mit einer Einwohnerdichte von fast 1 80 Einw. pro ha
(höchster Wert einer Stadtzelle außerhalb des Stadtbezirks Münster -Mitte) wenigstens zu stabil i-
sieren, sind Maßnahmen, wie sie in den letzten Jahren entwickelt und eingesetzt worden sind,
auch in den folgenden Jahren erforderlich. Um die Er folge der bisherigen Programmdurchführung
abzusichern, empfiehlt die Verwaltung, den wohngebietsbezogenen Ansatz (Kinderhaus -
Brüningheide, Stadtzelle 631) beizubehalten. Die Programmkoordination des Maßnahmepr o-
gramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide nimmt auch in den folgenden Jahren das Sozialamt
wahr.
Die Empfehlungen der Verwaltung für eine Fortsetzung des Programms begegnen darüber hinaus
folgenden Überlegungen:
Die integrative Programmausrichtung soll ebenso fortgeführt werden wie die an Zielen orie n-
tierte Programm- und Maßnahmesteuerung.
Organisation und Verfahren der Programmdurchführung sollen vereinfacht werden, nach Ma ß-
gabe der Anforderungen an die Transparenz des Programms und die Freiheit der Vertretung s-
körperschaft zur Programmrevision.
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3.1 Einzelmaßnahmen
Die integrative Ausrichtung des Programms soll auf der Grundlage der in Anlage 1 aufgeführten
Projekte fortgesetzt werden. Zum Maßnahmekanon des Programms gehört darüber hinaus das
aus ESF-Mitteln und Mitteln aus der Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland -Ost geför-
derte Projekt „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide“ (organisatorisch bei der
Bezirksverwaltung Münster-Nord angesiedelt); in dessen Rahmen entwickeln Akteursnetzwerke in
den Feldern Arbeitsmarkt und Soz iales mit Begleitung durch eine städtische Mitarbeiterin (Net z-
werkcoach) aus ihren Angeboten und Leistungen auf die Situation erwerbsfähiger Menschen im
Wohngebiet zugeschnittene Ansätze, sie auf dem Weg der Arbeitsmarktintegration ggf. auch in
kleinen Schritten weiterzubringen (Projektzeitraum: Mai 2013 bis voraussichtlich April 2015). Fe r-
ner umfassen die Aktivitäten im Programmzusammenhang sog. kleinere Maßnahmen mit Bewo h-
nerinnen und Bewohnern, die auch in Zukunft durchgeführt werden sollen.
3.2 Programmorganisation
Im Verlauf der bisherigen, im 2. Halbjahr 2006 aufgenommenen Programmdurchführung haben
alle beteiligten Akteure Erfahrungen in der Durchführung eines träger - und aufgabenfeldübergrei-
fenden (= integrativen) Programms mit Wohngebietsbezug ge sammelt, ausgewertet und auf der
Grundlage des ebenfalls von den Programmbeteiligten entwickelten Zielsystems angezeigte A n-
passungen vollzogen. In dieser Phase des Entwickelns und Erprobens hat insbesondere der Beirat
Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide wer tvolle Beiträge und Anregungen zur Realisierung des
Programms und zu seiner Profilentwicklung beigesteuert. Gerade auch mit seiner Hilfe konnten
sich das Programm und seine Einzelmaßnahmen mittlerweile als Aktivitäten etablieren, die weithin
akzeptiert sind, rege nachgefragt werden und im Wohngebiet heute als reguläre Angebote wah r-
genommen werden. Damit hat der Beirat seine Funktion ebenso bestens wie abschließend erfüllt.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung, den Beirat in der Ratsperiode ab 201 4 nicht
erneut einzurichten. Die Verwaltung empfiehlt ferner, die zwischen Programm - und Maßnahme-
ebene liegende Handlungsfeldebene ab 2014 nicht mehr zu verwenden.
Gebietsmoderation
Das aus fünf Mitgliedern bestehende Team soll das Quartiersmanagement a b 2014 bis auf Weite-
res fortführen. Dabei hat die Gebietsmoderation die Funktion eines koordinierenden Bindeglieds
zwischen den Maßnahmeträgern auf der einen und der Bewohnerschaft auf der anderen Seite.
Außerdem leistet die Gebietsmoderation wichtige Beiträge zur Beteiligung und Aktivierung der B e-
wohnerinnen und Bewohner sowie nicht zuletzt zur Stärkung ihrer Organisationsfähigkeit. Die Ge-
bietsmoderation nimmt ferner Anträge an den Quartiersfonds entgegen und bewertet sie (s. Anlage
1, S. 3 - 5).
Jährlicher Planungsworkshop
Die Verwaltung empfiehlt, mit allen Akteuren, die an der Programmdurchführung beteiligt sind, ab
2014 jährlich einen Planungsworkshop durchzuführen, in dessen Rahmen die Jahresberichte, A n-
passungen des Zielsystems, der Kontextdatenmo nitor sowie ggf. wesentliche Bedarfe einer Pr o-
gramm- oder Maßnahmeanpassung erörtert werden. Themenbezogen können weitere Personen
hinzugezogen werden.
3.3 Programmsteuerung, Jahresberichte
Die Verwaltung empfiehlt, mit den Trägern der in Anlage 1 aufge führten Einzelmaßnahmen ab
2014 verbindliche Leistungsvereinbarungen (freie Träger) bzw. Zielvereinbarungen (städtische
Dienststellen), in der Regel mit einer Laufzeit von drei Jahren, abzuschließen, die die Maßna h-
meinhalte nach Menge und Qualität, Einzelh eiten der Kooperation, Ziele, den Umfang der Förd e-
rung sowie das Verfahren zur Überprüfung der Mittelverwendung festlegen. Mit den beiden Tr ä-
gern, die Zuschüsse aus dem Budget des Sozialamts zur Basisfinanzierung ihrer Arbeit erhalten
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(Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V.: 58.940 € 1, Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI
e.V.: 44.500 €), werden kombinierte Vereinbarungen über beide Aufgabenbereiche/Zuschüsse
abgeschlossen.
Die Verwaltung wird auch in Zukunft den im Beschlussvorschlag aufgeführten Gremien regelmäßig
Jahresberichte in Anlehnung an das Muster des Berichts in Anlage 2 dieser Vorlage vorlegen; die
Jahresberichte werden auch über die Finanzierung der Maßnahmen informieren, ferner bei Bedarf
auf Anpassungserfordernisse bei der Programmdurchführung aufmerksam machen.
4. Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit in der Brüningheide ab 2014
Eine besondere Aufgabe bei der Fortsetzung des Maßnahmenprogramms im Wohngebiet Kinde r-
haus-Brüningheide kommt der Kinder - und Jugendhilfe zu. Das Enga gement im Bereich der Ki n-
der- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit ist hier unverzichtbar und muss kontinuierlich auf die
Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen fachlich angepasst und fortgeschrieben werden. B e-
reits im Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014 wurde deutlich, dass der Bezirk Nord und insb e-
sondere der Stadtteil Kinderhaus -West über eine besondere Sozialstruktur verfügt, die sich von
den stadtweiten Durchschnittswerten deutlich abhebt.
In Kinderhaus-West lebten zum 31.12.2012 insgesamt 201 0 Kinder und Jugendliche im Alter von
0-18 Jahren, davon 54 % mit Migrationsvorgeschichte (stadtweit: 33,4%). In dieser Altersgruppe
wachsen 25,7 % in Haushalten von Alleinerziehenden auf (stadtweit: 19 %); 43 % der Kinder und
Jugendlichen (stadtweit: 15,4 %) leben in Haushalten von Leistungsbeziehern des SGB II.
Die vorgenannten Sozialstrukturdaten zeigen auf, dass überproportional viele Kinder und Jugendli-
che im Stadtteil Kinderhaus unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Insbesondere die Kinder-
und Jugendhilfe steht deshalb vor der Herausforderung in diesem Wohngebiet so früh wie möglich
Entwicklungsfördernde und präventive Angebote für die Kinder vorzuhalten. So wurden vordrin g-
lich in Kinderhaus -West Kitas zu Familienzentren umgewandelt und „Förderi nseln“ in die Grun d-
schulen integriert.
Ziel aller Bemühungen und Träger muss es sein, die bestehenden Angebote deutlicher auf die
besondere Situation der Kinder und Jugendlichen zu fokussieren, frühzeitiger auf ihre Probleml a-
gen einzugehen und präventive und fördernde Unterstützungsangebote auszubauen bzw. weiter
zu entwickeln und Jugendliche bei Bedarf zielgerichtet weiterzuvermitteln. In diesem Zusamme n-
hang sind insbesondere die originären Leistungen der offenen Jugendarbeit und der Jugendsoz i-
alarbeit und hier insbesondere die Angebote der Jugendberufs - und Jugendgerichtshilfe bzw. der
sozialen Gruppenarbeit zu bündeln und besser aufeinander abzustimmen.
Insgesamt bedarf es einer ganzheitlichen, einer inhaltlichen und konzeptionellen Überprüfung der
bestehenden Angebote, einer Profilschärfung der Jugendsozialarbeit und Verstetigung der aufs u-
chenden Jugendsozialarbeit.
Folgende Maßnahmen sollen ab dem 1. Quartal 2014 initiiert werden:
4.1 Überprüfung und Qualifizierung der Angebote der Jugendhilfe in der Brüningheide
Die Kinder- und Jugendhilfe ist aufgefordert, Risiken für Kinder und Jugendliche präventiv zu b e-
gegnen. In Kinderhaus-West bzw. in der Brüningheide muss daher neben den klassischen Ang e-
boten der Jugendarbeit insbesondere im Hinblick auf die N otwendigkeit frühzeitiger Unterstü t-
zungsangebote auch das Handlungsspektrum der Jugend(sozial)arbeit ausgeweitet und geschärft
werden. „Aktuell werden in dem Wohngebiet Angebote für Jugendliche i.d.R. ab 13 Jahre bis 20
Jahre von der Jugendeinrichtung „Jugendsalon“, unterbreitet. Die Besucher des Jugendsalons sind
1 Hinweis: Der Träger hat zum Haushalt 2014 die Anhebung seines Aufgabenzuschusses auf 75.600
€ ab 2014 beantragt.
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überwiegend zwischen 13 und 20 Jahren alt, wobei die älteren Jugendlichen vielfach arbeitslos
und ohne Schulabschluss sind. Um die 80 % der Besucher haben eine Migrationsvorgeschichte,
kommen meist aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen und etwa jeder zweite ist bereits ein -
oder mehrfach straffällig geworden. Maßnahmen wie Berufsvorbereitungslehrgänge greifen meist
nur kurzfristig, werden oftmals vorzeitig abgebrochen und bieten auch langfris tig nicht den g e-
wünschten Erfolg hinsichtlich verbesserter Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Anteil der weibl i-
chen Besucher ist mit ca. 10 % gleichbleibend niedrig. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Mä d-
chen mit einer Migrationsvorgeschichte von den Elte rnhäusern spätestens mit dem Erreichen der
Pubertät dazu angehalten werden sich im häuslichen Bereich aufzuhalten. Ursächlich dafür ist der
kulturelle und religiöse Hintergrund in diesen Familien „(Auszug aus dem Jahresbericht des J u-
gendzentrums Jugendsalons am Sprickmannplatz, 2010).
Um sich zukünftig aktuellen Herausforderungen besser stellen zu können und neue Maßnahmen
mit bereits bestehenden Angeboten besser miteinander verknüpfen zu können, sollen die best e-
henden Angebote und Konzepte der Träger und Projekte überprüft und gemeinsam erörtert we r-
den. Ziel ist es, passgenauer auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen und Pro b-
lemlagen der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil eingehen zu können und sie gezielter an weit e-
re Unterstützungsangebote zu vermitteln (Brückenfunktion).
Begleitend soll darüber hinaus ein intensives Qualitätsmanagement für die bestehenden Angebote
durch Instrumente wie Fachberatung und Fachaufsicht in konzeptioneller, pädagogischer, inhaltl i-
cher und organisatorischer H insicht intensiviert und gesichert werden. Der Jugendhilfeträger vor
Ort hat dementsprechend eine feldkompetente Fachberatung, Fallberatung, Supervision und M e-
thoden der kollegialen Beratung zu gewährleisten.
Vor dem Hintergrund der besonderen Erfordernis se der Zielgruppen in der Brüningheide sind im
Rahmen der Trägerförderung/Jugendhilfeplanung die Leistungsvereinbarungen, Jahresgespräche
und Zielvereinbarungen auf die besonderen Bedarfe und Angebotserfordernisse zu prüfen und ggf.
zu aktualisieren.
4.2 Absicherung der Aufsuchenden Jugendsozialarbeit
In den Jahren 2007 bis 2013 konnte mit Mitteln des Programms Soziale Stadt Kinderhaus und des
Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien eine 0,5 Stelle für die Aufsuchende Jugendsozialarbeit
für die Brüningheide befristet finanziert werden.
Die Arbeit hat sich bewährt und soll im Umfang von 19,5 Stunden/Woche dauerhaft beibehalten
werden.
Die Aufsuchende Jugendsozialarbeit ist die Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und den
Institutionen im Stadtteil sowo hl für die Jugendlichen wie auch für die Akteure in den Einrichtu n-
gen. Zu den Kooperationspartnern zählen die Träger der Jugendhilfe insbesondere KSD, Jugen d-
gerichtshilfe, -jugendsozialarbeit, Drogenberatung, Bezirkspolizei, Schulen und Einrichtungen der
Kinder- und Jugendarbeit. Die aufsuchende Jugendsozialarbeit ist Anlaufstelle für die Jugendl i-
chen, die die Angebote im Stadtteil nicht oder nur zum Teil nutzen. Es handelt sich einerseits um
Jugendliche, die durch ihr abweichendes Verhalten nicht an die A nforderungen der Institutionen
anpassen können oder wollen, und andererseits um Jugendliche, die aufgrund der hohen Fluktu a-
tion im Stadtteil (Zugezogene), über bereits bestehende Angebote nicht informiert bzw. integriert
sind. Ein Schwerpunkt der Arbeit, i st die Kontaktaufnahme zu neu zugezogenen Jugendlichen im
Stadtteil, um ihnen die Integration in Institutionen zu erleichtern Das Stellenprofil der mobilen J u-
gendarbeit beinhaltet, dass die Zielgruppen in ihren Sozialräumen aufgesucht werden, um z u-
nächst einen Zugang zu den Jugendlichen zu finden und eine tragfähige und vertrauenswürdige
Beziehung zu ihnen herzustellen.
Die Jugendlichen, die bestehende Angebote im Stadtteil nicht oder selten nutzen, werden von der
aufsuchenden Jugendarbeit begleitet, auf bestehende Angebote hingewiesen und integriert. D a-
zu zählen Beratungs- und Gruppenangebote sowie offene Angebote in den Bereichen Ausbildung
und Beruf, Justiz, Schulden und Freizeit/Sport. Zudem ist die aufsuchende Arbeit mit der Durchfüh-
- 8 -
V/0533/2013
rung der sozialen Gruppenarbeit für straffällig gewordene/gefährdete Jugendliche in Kooperation
mit der Caritas verknüpft. Die mobile Jugendsozialarbeit ist in das soziale Netzwerk des Stadtteils
strukturell verbindlich eingebunden und zentrales Bindeglied im gesamten Sta dtteil zwischen den
Angeboten der Jugendhilfeeinrichtungen.
So wurden in 2012 wurden insgesamt 2.332 Kontakte/Jugendliche durch die mobile Jugendarbeit
erreicht (2011 = 2.588, 2010 = 2.100). Von den insgesamt 2.332 Kontakten wurden allein 1.944 im
Rahmen der aufsuchenden Jugendsozialarbeit realisiert. Davon 62,5% Jungen bzw. junge Männer
und 37,5% Mädchen/junge Frauen. Weitere 288 Jugendliche wurden durch begleitende sportp ä-
dagogische Angebote erreicht.
4.3. Überprüfung und Optimierung der vorhandenen Netzwerkstrukturen der Träger der
Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in der der Brüningheide
Ziel ist eine engere und verbindlichere Vernetzung und Kooperation der Akteure vor Ort, durch
eine aktive Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen „Kinderhaus“, „Jugend Kinderhaus“ und
„gefährdete Jugendliche“ sowie beim Stadtteilgespräch. Bis zum II. Quartal 2014 sollen die vo r-
handenen Netzwerkstrukturen überprüft und ggfl. mit weiteren Akteuren aus dem sozi a-
len/professionellen Umfeld erweitert werden.
Der Fokus der Zusammenarbeit soll zukünftig stärker auch auf die Abstimmung von Zielgruppen,
Angeboten und Herausforderungen liegen, damit frühzeitig Angebotslücken, Problemlagen und
Bedarfe identifiziert werden und dementsprechend präventive Angebote entwickelt und vorgehal-
ten werden können bzw. Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre in bestehende Angebote zielgerichtet
integriert werden können, um Präventionsketten zu schließen. Ein wichtiger Themenkomplex liegt
dabei auf der Gestaltung und Unterstützung von sensibl en Übergängen wie z. B. der Übergang
von der Grundschule in die weiterführende Schule; die Verzahnung/Erschließung stadtweiter A n-
gebote im Übergang von der Schule und Beruf oder auch bei Unterstützungsangeboten im Vorfeld
von Straffälligkeit.
4.4 Prüfauftrag: Nutzung des Atriums als multifunktionale Einrichtung für Kultur und
Jugend(sozial)arbeit
Der Umbau der Gaststätte am Sprickmannplatz 1 zur soziokulturellen Einrichtung „Internationales
Kulturzentrum Atrium“ wurde mit einer Zuwendung des Lan des NRW zur Stadterneuerung im
Rahmen des Landesprogramms „Initiative ergreifen“ gefördert (Ende der Zweckbindungsfrist.
30.06.2019). Hinzu kamen Zuschüsse der Wohnungsgesellschaft Münsterland GmbH ( WGM/
damalige Eigentümerin des Gebäudes) und der Stadt Münster sowie ein Eigenanteil des Projek t-
trägers. Seit Januar 2010 ist die Stadt Münster Mieterin des „Internationalen Kulturzentrums Atr i-
um“ (heutige Eigentümerin: BGP). Mit dem Internationalen Kulturverein ATRIUM e.V. wurde eine
entsprechende Nutzungs- und Kooperationsvereinbarung bis 2019 abgeschlossen (Vorlage
V/0685/2009, Ratsbeschluss vom 09.12.2009).
Um eine optimierte Auslastung der räumlichen Ressourcen zu erzielen, soll geprüft werden, ob die
Vorgaben der Landesförderung eine multifunktionale Nut zung des Internationalen Kulturzentrums
Atriums zulassen. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang auch, ob ggf. der Standort „Jugends a-
lon“ aufgegeben und die Angebote in das Atrium verlagert und neu ausgerichtet werden können.
Für die Jugendarbeit/Jugendsozia larbeit vor Ort wäre dies ein deutlicher Gewinn, da die eigene
Arbeit und auch die Angebotsvielfalt z. B. mit Kooperationspartnern mit den entsprechenden räum-
lichen Ressourcen und Rahmenbedingungen intensiviert und profiliert werden könnte.
- 9 -
V/0533/2013
5. Finanzierung
Zur Finanzierung des Programms ab 2014 steht ein Budgetrahmen von jährlich 150.000 € zur Ver-
fügung (Budget des Sozialamts, Produktgruppe 0503). Mit Blick auf die Ausführungen unter Ziffer
4 empfiehlt die Verwaltung, davon 26.600 € zum Budget des Am ts für Kinder, Jugendliche und
Familien Produktgruppe 0602 zu verlagern (26.160 € Personalaufwendungen [Zeile 11] und 440 €
Transferaufwendungen [Zeile 15]). Die übrigen Aufwendungen für die Fortfü hrung der Projekte
6.04 (Jungenprojekt/Sport gegen Gewalt), 6.07 (Sport und Bewegung) und 6.08 (Drogenprävent i-
on) von (7.150 € - 440 € =) 6.710 € werden aus vorhandenen Mitteln der Produktgruppe 0602 f i-
nanziert.
6. Ausblick und weiteres Verfahren
Sofern der Rat dem Beschlussvorschlag der Vorlage folgt, wird di e Verwaltung die erforderlichen
Vorbereitungen für die Fortführung des Programms in der oben skizzierten Gestalt ab 2014 treffen,
Leistungs- bzw. Zielvereinbarungen mit den Maßnahme durchführenden Trägern bzw. Dienstste l-
len verhandeln und abschließen, außerdem im kommenden Jahr den Jahresbericht 2013 vorlegen.
Schließlich wird die Verwaltung im kommenden Jahr die Prüfungsergebnisse mit Empfehlungen zu
den unter Ziffern 3 und 5.3 des Beschlussvorschlags aufgeführten Gegenständen vorlegen.
I. V. I. V.
gez. gez.
Thomas Paal Dr. Andrea Hanke
Anlagen:
Anlage 1: Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Finanzierungsübersicht
ab dem Jahr 2014 und Richtlinien für die Mittelverwendung aus dem Quartiersfonds
Anlage 2: Jahresbericht 2012 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus -Brüning-
heide - Juni 2013 -
Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2012
Anlage 4: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2012
Anlage 5: Karte Projektstandorte 2012
Anlage 6: Karte Projektstandorte 2013
Anlagen 2-5 zur Vorlage V_0533_2013
209761 Zeichen
Jahresbericht 2012
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“ -
- Juni 2013 -
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0533/2013
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ii
Stadt Münster
- Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung-
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen und der Handlungsfeldverantwortlichen
des Maßnahmeprogramms „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iii
Gliederung
1 Ausgangslage: Verstetigung des Maßnahmeprogramms „Soziale Stadt“
Kinderhaus - Brüningheide ............................................................................................5
1.1 Förderphase 2007- 2010: Programmsystematik und Gesamtbilanz........................5
1.2 Verstetigungsphase der „Sozialen Stadt“ seit 2011 ................................................9
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts .................................................................11
2.1. Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2012 ................................................11
2.2. Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“ .......12
2.3. Aufbau des Jahresberichts 2012............................................................................12
3 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 1: „Verbesserung der
Wohnsituation“..............................................................................................................14
4 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 2: „Öffentlicher Raum“...................19
5 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 3: „Lokale Ökonomie“....................22
6 Ergebnisse und Wirkungen Handlungsfeld 4: „Integration zugewanderter
Menschen fördern“ .......................................................................................................23
7 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 5: „Bewältigung der
Herausforderungen für das Bildungswesen“.............................................................2 8
8 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“........................................37
9 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 7: „Gebietsmoderation“ .................55
10 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ .....................................................................58
10.1 Beobachtung der Zielerreichung..................... .......................................................58
10.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2012“ .........................................58
11 Resümee und Ausblick............................... ..................................................................61
11.1 Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Projektziele ................................61
11.2 Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Programmziele ..........................65
11.3 Kinderhaus-Brüningheide: weitere Aktivitäten und Projekte in 2012 .....................67
11.4 Ausblick auf die Verstetigung des Maßnahmeprogramms in 2013........................70
12 Anlagen ..........................................................................................................................71
• Anlage: Kontextdatenmonitor 2012
• Anlage: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2012 und deren Entwicklung
• Anlage: Karte „Projektstandorte Verstetigungskonze pt 2012/2013“
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iv
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 5
1 Ausgangslage: Verstetigung des Maßnahmeprogramms „Soziale
Stadt“ Kinderhaus - Brüningheide
1.1 Förderphase 2007- 2010: Programmsystematik und Gesamtbilanz
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung beauftragt, das
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Grundlage eines konkretisierten
Maßnahmekonzepts (Integriertes Handlungskonzept/Städtebaulicher Maßnahmeplan) in den
Jahren 2007 bis 2010 umzusetzen (vgl. Vorlage V/0927/2006, V/0927/2006 E1).
Insgesamt wurden im Förderzeitraum zwischen 2007 und Ende 2010 im Wohngebiet Kinder-
haus-Brüningheide im Rahmen des Programms „Soziale Stadt NRW“ über 30 Projekte in 8
Handlungsfeldern mit entsprechender Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und ei-
nem städtischen Eigenanteil umgesetzt. Hierüber wurde dem Rat der Stadt Münster bereits
mit den Jahresberichten 2007/2008, 2008, 2009 und 2010 berichtet (vgl. Vorlagen
V/0347/2008, V/0297/2009, V/0291/2010, V/0601/2011).
Von den nachfolgend dargestellten insgesamt 8 Handlungsfeldern haben die Handlungsfel-
der 1-7 einen direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung. Das Handlungsfeld 8
„Selbstevaluation“ dient der strategischen Programm- und Projektunterstützung.
HF 1 „Wohnen“
Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung
Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestandes
Projekt 1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte
Menschen
Projekt 1.04 Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
Projekt 1.05 Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
Projekt 1.06 Das Quartier spart Strom
Projekt 1.07 Solares Kinderhaus
Projekt 1.08 Alternative Flächennutzung - baulich und
sozial
HF 2 „Öffentlicher Raum“
Projekt 2.01 Städtebauliches und
lokales Maßnahmenkonzept
Projekt 2.02 Spiel- und Freizeitzone
(Umsetzung ab 2009)
HF 3 „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.01 Wertstoffe/Sperrgut
Projekt 3.02 Expertise „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.03 Projektfamilie „Stärken vor Ort“
(Umsetzung ab 2009)
HF 4 „Integration zugewanderter Menschen
fördern“
Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag -
unsere Sorgen´
Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-,
Beratungs- und Koordinationsstelle
Projekt 4.03 Gewaltprävention
HF 5 „Bewältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“
Projekt 5.01 Wir verstehen uns (zusammengeführt mit
Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas)
Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang
Schule-Beruf
Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur
HF 6 „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in
Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
Projekt 6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM
e.V.
Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation
Projekt 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit
Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit
Projekt 6.07 Sport und Bewegung
Projekt 6.08 Drogenprävention
HF 7 „Gebietsmoderation“
Projekt 7.01 Quartiersmanagement
Projekt 7.02 Quartiersfonds
HF 8 „Selbstevaluation“
Projekt 8.01 Zielentwicklung und
Beobachtung Zielerreichung
Projekt 8.02 Entwicklung und Auswertung
von Kontextindikatoren
Programmsystematik 2007- 2010
Integriertes Handlungsprogramm
33 Projekte in 8 Handlungsfeldern
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 6
Um die Programmsteuerung instrumentell zu unterstützen und um auch die Erfolge des Pro-
gramms identifizieren zu können, wurde bereits ab Beginn der Förderphase ein konsistentes
System messbarer Ziele auf Programm-, Handlungsfeld- und Projektebene entwickelt und
umgesetzt. Sowohl handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung als auch kon-
zeptioneller Rahmen für die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation war das auf
der nächsten Seite dargestellte Zielsystem, das in einem kooperativen Verfahren mit den
Projektakteuren und mit Unterstützung von Univation - Institut für Evaluation (Köln) im Rah-
men des Teilprojekts 8.01 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ entwickelt wurde. Dieses
System umfasst folgende Ebenen:
• Ziele des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“
• Programmziele „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (vgl. Vorlage V/0927/2006)
• Leitzielbereiche für die einzelnen Handlungsfelder
• Ziele des Handlungsfeldes
Zur formalen Absicherung der Selbstevaluation wurden zu Beginn der Programmdurchfüh-
rung von der Programmkoordination (Sozialamt) Vereinbarungen mit den Trägern der Pro-
jekte abgeschlossen, in denen Ziele, Inhalte, Leistungsumfang, Qualitätsanforderungen, ein-
gesetzte Ressourcen, Finanzierung sowie Berichts- und Nachweispflichten festgelegt sind
(vgl. Vorlage V/0877/2007). Zur Beobachtung der Zielerreichung der einzelnen Projekte ent-
wickelten die Projektakteure zudem projektbezogene Indikatoren und Monitoringbögen. So-
mit wurde von den beteiligten Akteuren der „Sozialen Stadt“ die Grundlage geschaffen, die
Umsetzung der eigenen Projekte im Sinne der Selbstevaluation systematisch und datenba-
siert zu bewerten und in den jährlichen Projektberichten der Projektträger bzw. der Hand-
lungsfeldverantwortlichen zu dokumentieren.
Da die grundsätzliche Projektkonzeption bereits in den Jahren 2005/2006 erfolgte, haben die
im Rahmen der Programmdurchführung gemachten Erfahrungen und Ergebnisse der pro-
zessbegleitenden Selbstevaluation sowie gegebenenfalls geänderte Rahmenbedingungen
im Laufe der Jahre teilweise zu einer inhaltlichen Weiterentwicklungen der Projekte geführt.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 7
Programmziele
Münster-Kinderhaus/
Brüningheide
Ziele des
Handlungsfeldes
7.3.
Die Gebietsmoderation
entwickelt bis Ende März 2008
Kriterien und Verfahrensgrund-
ätze zur Vergabe der Mittel aus
dem Quartiersfonds.
Information und Vernetzung Aktivierung und Beteiligung Mittelvergabe Quartiersf onds
7.1.5.
Die Gebietsmod. tauscht mit
allen Projektträgern mindes-
tens 1 x / Hj., mit allen
Handlungsfeldverantwortl.
mind. 1 x / J. mdl. Informa-
tionen, Bewertungen und
weitere Perspektiven aus.
7.2.1
Die Gebietsmoderation sorgt
für die Durchführung von
jährlich mindestens 6 „kleinen
Aktionen“, an denen jeweils
wenigstens drei Bewohner/
innen ohne Projektträger-
funktion teilnehmen.
7.2.2.
Die Gebietsmoderation
bildet bis Ende 2008
einen Kreis fester
Ansprechpartner/innen
für Aktivitäten der
Sozialen Stadt.
7.1.1.
Die Gebietsmoderation
ist an allen relevanten
Veranstaltungen präsent
7.1.2
Bis 30.06.2008 wird eine
Internetpräsenz der Sozialen
Stadt Kinderhaus
- Brüning-
heide unter Beteiligung von
Jugendlichen des Stadtteils
vorbereitet und eingerichtet.
7.1.3.
An fünf Standorten im
Stadtteil sind ab 31.01.2008
Info-Kästen angebracht.
Die Aktualität der Auslagen
wird mindestens
14-tägig überprüft.
7.1.4.
Alle im Programmzusam-
menhang geförderten lfd.
Projekte präsentieren
sich mit eigenen Inform.
in den Info- Kästen während
ihrer Laufzeit mind. 1 x / Hj.
4.3
Förderung des interkulturellen
und sozialen Zusammenlebens
4.4
Erhöhung der Bildungschancen/
Bildungsniveaus
Handlungsfeld 1 :
Verbesserung der Wohnsituation
1.1
Optimierung und Sicherung des
Wohnungsbestandes für die Zukunft
1.2
Sicherung bezahlbaren Wohnens
(durch Reduzierung der privaten
Energiekosten)
1.3
Verbesserung und Schaffung
langfristig sozial stabiler
Bewohnerstrukturen
Handlungsfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen Raums
für einen sicheren und lebendigen
Stadtteil
2.1
Aktivierung der Bewohnerschaft
2.2
Durchführung von Aktionen
und Maßnahmen
Handlungsfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haushalte
6. 1
Reduzierung der
Verschuldungsproblematik
6.2
Förderung der
interkulturellen Verständigung
6.3
Aktivierung von bisher nicht
erreichten Personengruppen
6.4
Verbesserung von
Motorik und Bewegung
6.5
Förderung eines
gewaltfreien Umgangs
6.6
Verbesserung der kulturellen -,
Freizeit- und Bildungssituation
6.7
Verstärkung der Drogenprävention
Handlungsfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen erhöhen Die physischen Wohn- und Lebensbedingungen sowie
die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen stabilisieren und verbessern
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement
Handlungsfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
5.a Erhöhung der Chancengerechtigkeit
durch eine Erhöhung der Bildungsbeteili-
gung für Familien mit Sprachdefiziten
- Zieldimension A: Stärkung der Bildungsinfrastruktur
- Zieldimension B: Verbesserung der Sprachfähigkeiten
- Zieldimension C: Verbesserung der schul. Leistungen
- Zieldimension D: Verbesserung der Elternbeteiligung
5.b
Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von
über 15-jährigen Schulentlassenen und Er-
wachsenen mit erheblichen Sprachdefiziten
5.c
Nachhaltige Institutionalisierung von
Förderangeboten im Sprachbereich für Eltern
5.d
Verbesserung der gesundheitlichen
Situation von Kindern und Jugendlichen
5.e
Erhöhung der Übergangsquote in Ausbildung
und Arbeit an den beteiligten Schulen
5.f
Aufbau eines schulformübergreifenden Ju-
gendtheaterensembles Kinderhaus zur Stär-
kung d. Identifizierung mit Stadtteil u. Schule
3.3
Unterstützung der sozialen u. beruflichen
Integration v. Frauen mit Problemen beim
Einstieg/
Wiedereinstieg ins Erwerbsleben
3.4
Verbesserung der sozialen Infrastruktur f.
Jugendliche, junge Erwachsene u. Frauen
durch lokale Aktivitäten u. Kooperationen
Leitzielbereiche
2.3
Entwicklung von Konzepten zur
Verschönerung des Stadtteils
Handlungsfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie und
der Beschäftigungssituation
Programm Soziale Stadt Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Übersicht "Abgestimmte Ziele" (Stand 20.03.2008 / erg. 25.03.2010)
Identifikation mit den Quartieren, Stadtteilöffentlichkeit und das Gebietsimage stärken
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Ziele Bund-
Länder-Programm
"Soziale Stadt"
3.1
Durchführung von Analysen,
Entwicklung von Konzepten
3.2
Unterstützung der sozialen und beruf-
lichen Integration von Jugendlichen
und jungen Erwachsenen
5.g
Langfristige Verstetigung der Bildungs-
beteiligung durch entwickelte Netzwerke
4.1
Unterstützung der Selbst-
organisation von Migranten/-innen
4.2
Gewaltfreies Miteinander fördern/
Verbesserung der Konfliktvermittlung
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 8
Für die Jahre 2007-2010 lassen sich nachfolgende gr undlegende Ergebnisse mit Blick auf
die Zielerreichung auf der Programmebene zusammenfa ssen (ausführlichere Darstellung
vgl. Jahresbericht 2010, Vorlage V/0601/2011, Anlage 2):
• Die Wohnsituation in Kinderhaus-Brüningheide ist d urch das Engagement einzelner Woh-
nungseigentümer verbessert worden (u.a. Maßnahmen der energetischen Gebäudesanie-
rung, Umbaumaßnahmen für barrierefreies Wohnen). Ein Beitrag zur Schaffung langfristig
stabiler Bewohnerstrukturen wurde durch die Durchführung von Netzwerktreffen, die Kon-
stituierung des Arbeitskreises der Vertrauensmieter/-innen und die Durchführung von Mie-
terschulungen geleistet.
• Die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet sowie die Stabi-
lisierung und Weiterentwicklung bewohnerschaftlicher Selbstorganisation erwiesen sich
als Querschnittsziele für fast alle Projektaktivitäten.
• Die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sin d sowohl durch direkte Bildungspro-
jekte als auch durch Projekte der Jugendsozialarbeit deutlich gestärkt worden. Darüber
hinaus ließen sich in Bezug auf die über die Jahre entstandenen netzförmig verbundenen
Akteursbeziehungen und die inhaltlich sich gegenseitig ergänzenden Teilprojekte im Pro-
gramm Synergien feststellen, die insbesondere mittelfristig weitere Wirkungen erwarten
ließen.
Dieser angestoßene Prozess wurde durch weitere Investitions- und Fördermittel in erhebli-
chem Umfang, insgesamt mehr als 2,85 Millionen €, in Form baulich-investiver Maßnahmen
unterstützt.
Insgesamt haben die Aktivitäten und Projekte bereits im Laufe der Förderphase zu einer
Imageverbesserung des Quartiers beigetragen. Das Leben in Kinderhaus-Brüningheide stell-
te sich nach Aussagen von Projektbeteiligten und Bewohnerschaft lebendiger und friedferti-
ger dar, das Wohnumfeld sowie das Wohnen selbst wurden lebenswerter.
Trotz dieser vielfältigen und nachhaltigen Erfolge musste nach Abschluss der Förderung
Ende 2010 konstatiert werden, dass die wohnungswirtschaftlichen Probleme, nicht zuletzt
auch vor dem Hintergrund der städtebaulichen Struktur, nach wie vor ganz deutlich im Fokus
der Bürger und Bürgerinnen sowie der vor Ort agierenden Träger standen. Innerhalb des
gegebenen Programmzuschnitts und in der Förderlaufzeit konnte eine räumlich-bauliche
Aufwertung des Wohngebietes insgesamt nicht erreicht werden (u.a. durch Mängel im Woh-
nungsbaubestand, wechselnde bzw. fehlende Ansprechpartner/innen auf Seiten zweier
Wohnungseigentümer, keine investiven Maßnahmeansätze in den Bereichen Infrastruktur,
Immobilien und Wohnumfeld).
In der Gesamtbilanz zur Förderphase hält der Jahresbericht 2010 fest, dass innerhalb des
Förderzeitraumes eine solide Ausgangslage für eine weiterhin erfolgversprechende Umset-
zung ausgewählter Projekte in der Verstetigung erreicht wurde (V/0601/2011, Anlage 2). Im
Mittelpunkt der Verstetigungsüberlegungen stand somit die Frage, wie die erreichten positi-
ven Veränderungen (Erfolge) und die für die Funktionsfähigkeit des Quartiers relevanten
aufgebauten Angebots- und Vernetzungsstrukturen im Programmgebiet angesichts weiter
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 9
bestehender Handlungsbedarfe auch über das Ende der Förderung hinaus zu stabilisieren
und zu sichern sind.
1.2 Verstetigungsphase der „Sozialen Stadt“ seit 2 011
Seit dem 01.01.2011 befindet sich das Programmgebiet in der Verstetigungsphase, die ge-
mäß Verstetigungskonzept den Zeitraum bis 2013 umfasst (vgl. Vorlagen V/0291/2010,
V/0291/2010/1).
Zur Sicherung der lückenlosen Fortentwicklung und Stabilisierung der aufgebauten Ange-
bots- und Vernetzungsstrukturen nach Auslaufen des Programms „Soziale Stadt“ am
31.12.2010 beschloss der Rat die Bereitstellung einer Finanzausstattung für ein sachlich,
räumlich und zeitlich begrenztes Projektbündel im Programmzusammenhang der „Sozialen
Stadt“. Der gebietsbezogene Ansatz wurde auch in der Verstetigungsphase beibehalten, um
die Erfolge der bisherigen Programmdurchführung abzusichern. Laut Ratsbeschluss vom
08.12.2010 wurde für das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ für
die Jahre 2011-2013 ein Finanzbudget in Höhe 150.000 € pro Jahr veranschlagt .
Um die integrative Ausrichtung des Programms beizubehalten (Vorlage V/0291/2010), erfolg-
te die Verstetigung weiterhin auf der Grundlage des in der Förderphase entwickelten und
umgesetzten Programmprofils (Entscheidungsstrukturen, netzförmige Kooperationsbezie-
hungen, Zielsystem, abgestimmte Indikatoren zur Beobachtung der Zielerreichung). Auf
dieser Grundlage ist die Verwaltung gehalten, jährlich über Verlauf und Ergebnisse der im
Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide durchgeführten Maßnahmen und Projekte zu berich-
ten. Selbstredend wurde auch die Selbstevaluation im Rahmen der Verstetigung als unver-
zichtbarer Beitrag für die Programm- und Projektunterstützung ab 2011 in bewährter Form
fortgesetzt (vgl. Vorlage V/0291/2010, Anlage 3). Die Erstellung des vorliegenden Berichts
über die Verstetigung im Jahr 2012 erfolgt auf dieser Grundlage.
Ziel der Verstetigungsphase war es, im Rahmen der finanziellen Ressourcen wichtige Pro-
jekte ohne wesentliche Substanzänderung fortführen zu können. So führte die Verstetigung
teilweise zu Modifizierungen sowie auch zur Reduzierung und Konzentration der Projekte .
Von den 33 Projekten des Programms „Soziale Stadt“ im letzten Förderjahr 2010 wurden im
Jahr 2011, dem ersten Jahr der Verstetigung, 25 Projekte – teilweise mit modifizierter Pro-
jektkonzeption - mit unterschiedlichen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mit-
teln außerhalb des Verstetigungsbudgets weiter fortgeführt (Beschluss des Beirats „Soziale
Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ vom 16.11.2010
auf der Grundlage des Ratsbeschlusses
vom 07.07.2010, V/0291/2010).
Im nunmehr zweiten Jahr der Verstetigung (2012) befanden sich noch insgesamt 23 Projekte
in der Umsetzung: 17 Projekte wurden über das Maßnahmeprogramm finanziert bzw. waren
ohne Finanzierungsbedarf. Inbegriffen sind hier auch die Projekte der „Prozessbegleitenden
Selbstevaluation“ zur Steuerungsunterstützung (HF 8). 6 Projekte haben eine anderweitige
Förderung erhalten bzw. sind Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 10
Verstetigte Projekte 2012, die über das Maßnahmeprogramm
finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind
(laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ am 15.11.2011 auf
der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010, V/0291/2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung * HF 1 „Wohnen“
1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulun g
HF 2 „Öffentlicher
Raum“
2.02 Spiel- und Freizeitzone
HF 4 „Integration zu-
gewanderter Menschen
fördern“
4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs - und Koordinations-
stelle
5.01 Wir verstehen uns HF 5 „Bewältigung der
Herausforderungen für
das Bildungswesen“ 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
6.01 Schuldnerberatung vor Ort
6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
6.05 /
6.06
Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugendarbeit
6.07 Sport und Bewegung
HF 6 „Sicherung sozia-
ler Netze und Infra-
strukturen in Zeiten
knapper öffentlicher
Haushalte“
6.08 Drogenprävention
7.01 Quartiersmanagement HF 7 „Gebietsmodera-
tion“
7.02 Quartiersfonds
8.01 Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung HF 8 „Prozessbeglei-
tende Selbstevaluation“
8.02 Entwicklung und Auswertung von Kontextindikato ren
*ohne Finanzierungsbedarf
Verstetigte Projekte 2012, die eine anderweitige Förderung
erhalten bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit ge-
worden sind (laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
am 15.11.2011 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010,
V/0291/2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
HF 1 „Wohnen“ 1.06 Das Quartier spart Strom
HF 3 „Lokale Ökonomie“ 3.01 Wertstoffe/Sperrgut
HF 4 „Integration zuge- 4.01 Mädchenprojekt `Unser Al ltag - unsere Sorgen´
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 11
Verstetigte Projekte 2012, die eine anderweitige Förderung
erhalten bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit ge-
worden sind (laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
am 15.11.2011 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010,
V/0291/2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
wanderter Menschen
fördern“
4.03 Gewaltprävention
5.02 Elternkompetenz stärken HF 5 „Bewältigung der
Herausforderungen für
das Bildungswesen“ 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule -Beruf
Wenngleich ein Teil der Projekte außerhalb des Maßnahmeprogramms fortgeführt wurde
und die Netzanbindung für diese Projekte seit Anfang 2011 insoweit lockerer geworden ist,
liegt das Bemühen nach wie vor darin, das Programm in der Verstetigung bis 2013 weiterhin
als ein integratives Programm umzusetzen. Einen Überblick über die einzelnen Projekt-
standorte des Verstetigungsjahres 2012 gibt Anlage 5 zur Vorlage V/0533/2013.
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts
2.1. Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2 012
Der vorliegende Jahresbericht zum Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüning-
heide“ (ehemals „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, 2007-2010) kommt dem Auftrag
des Rates nach, dem Rat jährlich Zwischenberichte über Umsetzung, Ergebnisse und Ent-
wicklung der Rahmenbedingungen vorzulegen, die zuvor im Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“, der Bezirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und
Gremien des Rates einschließlich dem Integrationsrat behandelt werden (vgl. V/0291/2010).
Der Bericht skizziert den Projektverlauf und die Projektergebnisse des zweiten Versteti-
gungsjahres 2012. Er steht grundsätzlich in der Kontinuität der vorherigen Jahresberichte,
lässt jedoch aufgrund eines in Teilen modifizierten und angepassten Programms sowie einer
Reduzierung der verstetigten Projekte nur eingeschränkt Vergleiche zu den Ergebnissen der
Vorjahre zu.
Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere die Aussagen zur Zielerreichung, stellen wich-
tige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Projektdurchführung bereit
und sollen die Entscheidungen des Rates und des Beirats „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ zur Programmgestaltung im letzten Jahr der Verstetigung 2013 unterstützen.
Die Darstellung der Projektergebnisse des Jahres 2012 erfolgt in einer bereits bewährten
und vom Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ ausdrücklich begrüßten tabellari-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 12
schen Übersicht (Beiratssitzungen 17.05.2011, 26.04.2012), die eine ergebnisorientierte,
konzentrierte und lesefreundliche Form der Berichterstattung darstellt 1.
Die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 3 - 9 umfasst alle 23 Projekte, die laut der Beschlüs-
se des Beirates „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ vom 16.11.2010 und 15.11.2011
verstetigt werden sollten. Sie konzentriert sich jedoch bei der Bewertung der Zielerreichung
auf die 15 Projekte, die aus dem Maßnahmenprogramm gefördert werden und mit einem
direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung sind, d.h. die zwei Projekte zur prozess-
begleitenden Selbstevaluation (HF 8) fließen hier nicht mit ein. Die 6 Projekte, die anderwei-
tig gefördert wurden bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, wer-
den somit lediglich nachrichtlich aufgeführt. Die Berichterstattung erfolgt auf der Basis der
von den Projektträgern bzw. Handlungsfeldverantwortlichen im Rahmen der Selbstevaluation
verfassten Projektberichte und anschließenden Querauswertung der Berichte.
2.2. Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „ Kinderhaus-Brüningheide“
Zur Unterstützung der Selbstevaluation hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW /
MBV NRW/ ILS NRW (2008) in einem „Kontextdatenmonitor“ wesentliche Daten zur Stadt-
teilentwicklung bereit gestellt. Die Kontextdatenmonitore, die neben den Daten auch Karten
mit Projekt- und Infrastrukturstandorten umfassen, finden sich ebenfalls bereits in den o.g.
Jahresberichten 2008, 2009, 2010 und 2011. Laut Verstetigungskonzept (Vorlage
V/0291/2010, Anlage 3) wurde die Fortsetzung der Aufbereitung von Kontextdaten als Be-
standteil der prozessbegleitenden Selbstevaluation auch für die Jahre
2011-2013 beschlos-
sen.
Die Kontextdatenmonitore verdeutlichen, unter welchen demographischen und sozioökono-
mischen Rahmenbedingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden. Sie sind
jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte, sondern stellen vielmehr Rahmen-
daten zur Stadtteilentwicklung dar. Die Konzeption, die Inhalte und die Verwendung des
Kontextdatenmonitors werden in Kapitel 10.2 erläutert. Die Daten des Kontextdatenmonitors
für das Projektjahr 2012 sind in Anlage 3 zur Vorlage V/0533/2013 zu finden. Die Kontextda-
tenmonitore der Jahre 2007-2011 wurden jeweils in den Sitzungen des Beirats „Soziale
Stadt“ vorgestellt und dort als sehr hilfreich zur Einschätzung der Quartiersentwicklung an-
gesehen.
2.3. Aufbau des Jahresberichts 2012
Der Jahresbericht 2012 konzentriert sich auf eine tabellarische Übersicht der Projektergeb-
nisse 2012 nach Handlungsfeldern. Die Darstellung der Ergebnisse berücksichtigt die Be-
1 Ein sehr ausführlicher Abschlussbericht zur Selbstevaluation des Programms „Soziale Stadt - Kinderhaus-
Brüningheide“ wurde Mitte 2010 der Bezirksregierung Münster und dem Ministerium für Städtebau und Wohnen,
Kultur und Sport (MSWKS NRW) gemäß der Förderrichtlinie Stadterneuerung 2008 und Erlass des Ministeriums
für Bauen und Verkehr NRW am 31.08.2010 vorgelegt.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 13
deutung einer geschlechterdifferenzierten Betrachtung (vgl. Vorlage V/0927/2006). Die Über-
sichten sind folgendermaßen aufgebaut:
• Handlungsfeldverantwortliche und Projektträger
• Projekt-Nummer und Projektname
• Projekt-Ziele
• Indikatoren (für die Handlungsfelder mit Schlüssel projekten)
• Ergebnisse 2012 (auf Basis der Projektberichte der Projektakteure, vgl. Quellenangaben)
• Zielerreichung
Die Ergebnisse der Handlungsfelder sind in den folgenden Kapiteln dargestellt:
• Kapitel 3: Handlungsfeld „Wohnen“
• Kapitel 4: Handlungsfeld „Öffentlicher Raum“
• Kapitel 5: Handlungsfeld „Lokale Ökonomie“
• Kapitel 6: Handlungsfeld „Integration zugewanderte r Menschen fördern“
• Kapitel 7: Handlungsfeld „Bewältigung der Herausfo rderungen für das Bildungssystem“
• Kapitel 8: Handlungsfeld „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte“
• Kapitel 9: Handlungsfeld „Gebietsmoderation“
Ergänzend zu den in den Kapiteln 3-9 dargestellten tabellarischen Übersichten der Projekt-
ergebnisse 2012 gibt Kapitel 10 Hinweise zu den Aktivitäten im Rahmen der „Prozessbeglei-
tenden Selbstevaluation“ und erläutert die Konzeption und Inhalte des Kontextdatenmonitors.
Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten sowie eine Karte mit den Projektstand-
orten in 2012 und 2013, sind in den Anlagen 4 und 5 zur Vorlage V/0533/2013 dokumentiert.
In einem bilanzierenden Kapitel 11 wird zum einen ein Überblick zur Erreichung der gesetz-
ten Projektziele in 2012 gegeben. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Jahres 2012
noch einmal in knapper Form unter Berücksichtigung des integrierten Programmgebietsan-
satzes zusammengefasst. Abschließend gibt das Kapitel einen Ausblick auf die bereits be-
gonnenen bzw. geplanten Aktivitäten und die Verstetigungsprojekte des Jahres 2013.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 14
3 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 1: „Ver besserung der Wohnsituation“
Handlungsfeld-
verantwortliche
Frau Regenitter Amt für Wohnungswesen (64)
Projektträger
Projekt 1.04, 1.05: Amt für Wohnungswesen (64)
Projekt 1.06: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
1.04
Weiterentwicklung
der Kooperation
zur Verbesserung
der Wohnverhält-
nisse im Quartier
Nordwestschleife
1.3.1 Das Netzwerk "Wohnen
in Kinderhaus/Brüningheide" ist
bis 2011 erweitert und arbeitet
regelmäßig.
Das Projektziel wurde in 2012
modifiziert
NEU: Das bestehende
Netzwerk "Wohnen in
Kinderhaus/Brüningheide"
arbeitet regelmäßig.
Anzahl und Inhalte un-
terschiedlicher Netz-
werktreffen
- Das Netzwerk „Wohnen in Kinderhaus“ arbeitete unter der Leitung bzw.
Mitwirkung des städtischen Amtes für Wohnungswesen mit unterschied-
lichen Schwerpunkten im Sinne einer Verbesserung der Wohnsituation
vor Ort und somit im Sinne der örtlichen Bewohnerschaft.
- 21 Netzwerktreffen in 2012 belegen einen intensiven Austausch (2009 =
12 Treffen, 2010 = 22 Treffen, 2011 = 25 Treffen). Themen waren u. a.:
Kommunikationskonzept für Kinderhaus, Besuch Enquetekommission,
Infobroschüre Kinderhaus, Abstimmung/Planung von Festen und Aktio-
nen (z.B. Internationales Sommerfest 2012, Blumenaktion der Woh-
nungswirtschaft, Kinderhaus Mon Amour), Besichtigung der Wohnungs-
bestände in Köln-Chorweiler, Informationen aus der Wohnungswirt-
schaft, Austausch mit neuen Mitarbeitern der Hermes Hausverwaltung
etc.
- Hinzu kommen statistisch nicht erfasste Einzelgespräche zwischen Ver-
tretern der Stadt Münster, den Wohnungsunternehmen, dem Begeg-
nungszentrum Sprickmannstraße, dem Kulturverein Atrium, einzelnen
Mietern des Quartiers und anderen Einrichtungen.
- Alle vor Ort beteiligten Institutionen oder Personen hatten in 2012
grundsätzlich die Möglichkeit, sich im Rahmen der ausgebauten Netz-
werkarbeit auf unterschiedlichen Ebenen aktiv zu beteiligen und sich
auszutauschen. Einzelne Bewohner betätigten sich teilweise sogar
mehrfach in unterschiedlichen Arbeitskreisen oder Einrichtungen vor
Ort: im Arbeitskreis der Vertrauensmieter, in der Imagewerkstatt Schlei-
fe, im Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. oder bei der Müns-
ter-Tafel und den örtlichen Festen.
- Durch die regelmäßige Teilnahme von einzelnen Vertrauensmietern an
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 15
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
den Sitzungen der Imagewerkstatt Schleife und durch die vermehrte
Zusammenarbeit mit dem Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V.
vernetzten sich örtliche Institutionen und die Mieterschaft weiter zuneh-
mend.
1.04
Weiterentwicklung
der Kooperation
zur Verbesserung
der Wohnverhält-
nisse im Quartier
Nordwestschleife
Ergebnisse der Aktivitä-
ten des Netzwerks
- Ein umfangreicher Personalaustausch der Mitarbeiter der Hermes
Hausverwaltung AG in Münster führte in 2012 zeitweise erneut zum Ab-
bruch der Kommunikation und damit der Vernetzung vor Ort. Auch Mie-
terhaushalte waren bzgl. der Sprechzeiten betroffen und konnten ihre
Anliegen häufig nicht vortragen. Neu eingestellte Beschäftigte der Her-
mes Hausverwaltung AG stellten sich in den Sitzungen der Imagewerk-
statt Schleife am 23.08.2012 und am 13.12.2012 vor und boten ihre Zu-
sammenarbeit mit der übrigen Wohnungswirtschaft, den Vertrauensmie-
tern und den örtlichen sozialen und kulturellen Einrichtungen an. Auch
in der Sitzung des Arbeitskreises Wohnungswirtschaft Kinderhaus-
Brüningheide am 27.11.2012 wurden u. a. die neuen Mitarbeiter der
Hermes Hausverwaltung sowie ein Vertreter der Neuhausmeisterdiens-
te begrüßt. Da die Hermes Hausverwaltung in der Vergangenheit häufig
Personalwechsel innerhalb der örtlichen Vermietungsbüros vornahm,
bleibt hier die weitere Qualität der Vernetzung und der kontinuierlichen
Zusammenarbeit abzuwarten. Der erneute Personalaustausch sollte
vorerst positiv gesehen werden, um einer regelmäßigen und vertrau-
ensvollen Zusammenarbeit eine Chance zu geben. Jedoch bedeuten
die in der Vergangenheit gemachten Fehler bei der Vermietung von
Mietwohnungen eine unnötige Belastung für das Quartier und für die
Zusammenarbeit mit den örtlichen Institutionen und den regionalen
Wohnungsunternehmen, zumal diese Fehler bis in die Gegenwart hin-
einwirken (z. B. zweckfremde Vermietung an osteuropäische Leiharbei-
ter). Dies bestätigen auch zahlreiche Mieterinnen und Mieter.
- Insgesamt wurde trotz teilweise schwieriger Kontaktmöglichkeiten zur
Hermes Hausverwaltung die Zusammenarbeit mit den Wohnungsunter-
nehmen und der Bewohnerschaft gesichert. Die ohnehin gute und enge
Zusammenarbeit mit den örtlich bzw. regional ansässigen Wohnungsun-
ternehmen war auch in 2012 selbstverständlich.
- Der Erwerb des Nau-Wohnungsbestandes durch Sahle Wohnen aus
Greven im April 2012 wurde von allen Beteiligten als positives Zeichen
bewertet. Das regionale Wohnungsunternehmen verstärkt dadurch sein
Engagement und seinen Einfluss als Kooperationspartner im Wohn-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 16
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
quartier Brüningheide .
Anzahl der Mieterhaus-
halte
1.3.2 Bis Ende 2010 wurden für
alle Mietparteien Kurse ange-
boten.
Aushang in allen Miet-
reihenhäusern
- Eine nochmals für 2012 geplante Schulung der Mieterschaft zu allen
Fragen des Mietrechtes wurde in das Jahr 2013 verschoben.
- Eine Veranstaltungsreihe zur rechtlichen Schulung der örtlichen Mieter-
schaft wird in 2013 eine für die Mieterhaushalte kostenlose Neuauflage
erfahren, die bereits in 2009 erstmalig an vier Abenden angeboten wur-
de .
Ziel bereits in 2009
erreicht.
1.05
Nachbarschafts-
stärkung und
Mieter/-innen-
schulung
1.3.3 Für die Mieter/Innen aller
Wohnungsunternehmen sind
ab 2008 Stammtische bzw.
Mietertreffs für Mieter/innen
angeboten und etabliert worden
Das Projektziel wurde bereits in
2011 modifiziert
NEU: Den Bewohnern wird die
Möglichkeiten geben, sich aktiv
an der Verbesserung der
Wohnsituation zu beteiligen
und/oder sich vor Ort hierzu
auszutauschen
ALT: Anzahl Wohnhäu-
ser mit eingerichteten
Stammtischen
NEU: Anzahl der öff.
Veranstaltungen, an
denen Vertrauensmieter
teilnehmen
- Als wichtigstes Medium des intensiven Austausches von Mieterbelan-
gen ist auch in 2012 der Arbeitskreis der sog. Vertrauensmieter
zu se-
hen. Der Kreis der Vertrauensmieter vergrößerte sich in 2012 und ver-
fügt nun über 35 Personen, die regelmäßig zu den Arbeitskreissitzun-
gen eingeladen werden möchten, um sich über die Vermietungs- und
Wohnsituation im Quartier zu informieren und sich auszutauschen (2011
= 30 Personen).
- Im Juli 2012 gab es eine Versammlung mit den Themenbereichen „Er-
fahrungsaustausch bei Verstößen gegen die Hausordnung“ (aufbauend
auf die vorhergehende Sitzung im November 2011), „Müllproblematik im
Quartier“, „Hausmeisterservice“ und „zweckfremde Vermietung an ost-
europäische Leiharbeiter“. Leider nahmen trotz vorheriger Zusage Mit-
arbeiter der Hermes Hausverwaltung nicht an der Sitzung teil, so dass
keine verbindlichen Zusagen seitens des betroffenen Wohnungsunter-
nehmens gegenüber der betroffenen Mieterschaft gemacht werden
konnten.
- Darüber hinaus arbeiteten in 2012 wieder einige Vertrauensmieter/innen
regelmäßig in den 10 Sitzungen der Imagewerkstatt Schleife neben Ver-
tretern von Wohnungswirtschaft, Atrium Kultur und Amt für Wohnungs-
wesen mit. Zu einigen Themen gab es auch einen intensiven Austausch
mit dem Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V., so dass eine in-
tensive Vernetzung innerhalb des Quartiers erfolgte. Die Vorbereitung
und Durchführung des Internationalen Sommerfestes am 30.06.2012
und des Weihnachtsmarktes am 30.11.2012 sind ebenfalls ein Teil die-
ser Vernetzungsarbeit.
- Weiterhin wichtig ist darüber hinaus auch die Arbeit des Begegnungs-
zentrums Sprickmannstraße e.V., das unterschiedlichen Gruppen und
Projektziel erreicht
Intensive Vernetzung
innerhalb des Quar-
tiers
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 17
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
Kulturkreisen die Möglichkeit des Austausches gibt und sich auch bei
Mieterbelangen engagiert.
- Um allen Mietern die Möglichkeit zu geben, an den unterschiedlichen
Veranstaltungen teilzunehmen, wurden neben Plakataushängen auch
persönliche Einladungen zum Weihnachtsmarkt an neue Mieter ver-
sandt oder Einladungen zu den Sitzungen der Vertrauensmieter als
Aushang in den Flureingangsbereichen verteilt. Darüber hinaus stehen
das Begegnungszentrum und das Atrium Kultur mit zentraler Lage als
weitere Infoverteiler zur Verfügung.
- Auch in 2012 hatten alle Bewohner/innen die Möglichkeit, sich umfang-
reich über die verschiedenen Angebote vor Ort zu informieren, daran
teilzunehmen oder sich sogar einzubringen und einbinden zu lassen.
Ein dichtes Netz von Aktionen und Veranstaltungen gab dem Quartier
ein lebendiges Miteinander und eine Plattform des persönlichen Aus-
tausches.
- Die zahlreichen Angebote der Beteiligung und des Austausches wer-
den allerdings nicht von allen Bewohnerinnen und Bewohnern ange-
nommen. Dennoch haben sich diese teilweise sehr aufwändigen Ange-
bote etabliert. Sie wurden überwiegend mit engagierten Partnern aus
dem Kreis von Vertrauensmietern, Wohnungswirtschaft, lokalen Einrich-
tungen und Verwaltung vorbereitet und erfolgreich durchgeführt.
- Ein nachbarschaftlicher Austausch und somit der Aufbau von weiteren
sozialen Strukturen und Vernetzungen zu ausländischen Leiharbeitern
scheint nach Aussagen der Vertrauensmietern jedoch nicht möglich zu
sein. Persönliche Kontakte waren hier offensichtlich mehrfach nicht er-
wünscht, auch bestehen hier erhebliche Sprachbarrieren
- Bei den o. a. Veranstaltungen konnte im Regelfall ein höherer Anteil
von Frauen festgestellt werden: im AK Vertrauensmieter liegt dieser bei
etwa 75% (2011 = 70%), bei größeren Veranstaltungen bei 50-60%.
- Geschätzter Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte: bei grö-
ßeren Veranstaltungen ca. 60 %, im AK Vertrauensmieter wie im Vor-
jahr ca. 30%.
1.05
Nachbarschafts-
stärkung und
Mieter/-
innenschulung
1.3.4 Eine Schiedsstelle für
Mietstreitigkeiten ist bis Ende
2008 eingerichtet worden.
Eingerichtete Schieds-
stelle
Eine Schiedsstelle wurde nicht eingerichtet; die Ablehnungsentscheidung über die Einrichtung
einer Schiedsstelle wurde in der Sitzung der Vertrauensmieterinnen und -mieter am 26.03.2008
getroffen.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 18
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
1.2.1 Bis Juli 2009 werden
mindestens 100 Haushalte in
der Schleife beraten und mit
Energiesparhilfen ausgestattet.
Summe der Stromkosten
pro qm pro Wohnungs-
typ und pro Person 1.06
Das Quartier spart
Strom 1.2.2 Eine zielgerichtete Infor-
mationskampagne zum Strom-
sparen wird im Jahr 2008 auf-
gebaut und durchgeführt.
Durchführung Strom-
sparkampagne / Erstel-
lung von Infomaterialien
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigt.
Es liegt kein Projektbericht vor.
Quelle: Projektberichte Amt für Wohnungswesen (64): Projekte 1.04, 1.05
Ergänzende Informationen zum Projekt 1.01 „ Energetische Gebäudesanierung“ (Förderphase 2007-2010):
Das Projekt gehört seit 2011 laut Beschluss des Beirats vom 16.11.2010 nicht mehr zu den innerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten Projekten. Da das Amt für Woh-
nungswesen das Projekt nach wie vor betreut, wird auf folgende, in 2012 weitergeführte Aktivitäten zum Projektziel “Fortführung und Abschluss von energetischen Dämmmaß-
nahmen am Wohnungsbestand der WohnSieGer GbR / Übertragung von energetischen Maßnahmen auf die bisher nicht sanierten Gebäudebestände Nau und BGP“ verwiesen:
Wie erwartet, ließ die WohnSieGer GbR in Anlehnung an das in 2008 vorgestellte Gutachten zur energetischen Gebäudesanierung auch in 2012 einen weiteren Teil der Dämmar-
beiten im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten planmäßig durchführen.
Auch die Wohn+Stadtbau GmbH investierte 2012 in die Modernisierung aller Bäder in der Josef-Beckmann-Straße 1-11 (123 Wohneinheiten) sowie in die Dacherneuerung und
Fassadendämmung der angrenzenden Bungalows Langebusch 32-40.
Die Wohnungsbestände von Sahle Wohnen entsprechen nach baulichen Anpassungen in der Vergangenheit den internen Vorgaben. Somit wird hier derzeit kein Handlungsbedarf
gesehen.
BGP bzw. die Hermes Hausverwaltung ließen in 2012 nicht erkennen, maßgebliche finanzielle Mittel für energetische Maßnahmen zu investieren.
(Quelle: Amt für Wohnungswesen, 64).
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 19
4 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 2: „Öff entlicher Raum“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Goldbeck Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67)
Projektträger Projekt 2.02: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
2.1.1 Bis zum Projektende hat sich eine Gruppe von Bewohnern/-innen
etabliert, die auch in Zukunft Aktionen in der Schleife organisiert. Die
Mitglieder der Gruppe sollten unterschiedlichen Gruppierungen ange-
hören, um eine breite Akzeptanz für die Aktivitäten zu erreichen.
- Das Quartier verfügt über viele Gruppen, die auch unter-
einander sehr gut miteinander vernetzt sind. Diese Grup-
pen werden als die Basis für Aktionen gesehen, da sie
über ihre Mitglieder in der Lage sind, viele Menschen im
Quartier direkt zu erreichen.
- Es hat sich mittlerweile ein fester Kern von Personen mit
Migrationshintergrund gebildet, der auch außerhalb der
Projekttage die Parkanlage betreut und sich für die Grün-
schleife verantwortlich fühlt. Die Grünanlage befindet sich
in einem ausgesprochen attraktiven Zustand.
- Eine weitere, wenn auch „abgespeckte“ Betreuung durch
das Amt für Grünflächen und Umweltschutz ist jedoch
noch zur Erhaltung des Engagements notwendig, da sich
sonst aller Wahrscheinlichkeit organisatorisch bedingte
Abnutzungserscheinungen einstellen werden.
Projektziel er-
reicht
2.02
Spiel- und Freizeitzone
2.1.2 Die Bereitschaft der Bewohnerschaft, an der Pflege und Gestal-
tung des Wohnumfeldes aktiv mitzuwirken, ist bis zum Projektende
weiter gestärkt worden.
- Das Anliegen, Anwohner der „Grünschleife“ für Aktivitäten
zu gewinnen, ihnen erst einmal die Grünfläche wieder
näher zu bringen, ist durch verschiedene Aktionen in den
Jahren 2008 bis 2012 erfolgreich umgesetzt worden.
Auch im Jahre 2012 hat das Amt für Grünflächen und
Umweltschutz der Stadt Münster mit vielen Aktiven im
Stadtteil Kinderhaus eine weitere Offensive gestartet.
- Im jetzt vierten Projektjahr kann man feststellen, dass sich
das Gesicht dieser Parkanlage deutlich geändert hat. Es
ist eine attraktive umweltnahe Grünanlage entstanden, in
der es kaum Müllablagerungen oder irgendeine Form von
Projektziel er-
reicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 20
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
Vandalismus gibt. Auch das zu Beginn vorhandene Hun-
dekotproblem hat sich durch die Installation der Hundetü-
tenstation erledigt und existiert nicht mehr. Die Anlage
wird nun von Familien und Kindern als neuer Erholungs-
raum in einem stark verdichteten Raum genutzt. Die An-
wohner nutzen den Kräutergarten und die Obstbäume.
Die neu geschaffenen Sitzbänke um den Naturteich laden
immer wieder zum Verweilen ein. An den unter Bäumen
installierten Schachtischen finden sich regelmäßig Spie-
lende ein.
- Die Bürgerbeteiligung ist stetig wachsend, die Grünanla-
ge zeigt sich sehr attraktiv. Das Engagement der Anwoh-
nerinnen und Anwohner fand in der Verleihung des Um-
weltpreises in Gold der Bürgerstiftung (27.11.2012) seine
Honorierung und eine hohe positive Resonanz in der Öf-
fentlichkeit.
2.02
Spiel- und Freizeitzone
2.2.3 In 2011 haben zwei weitere Projekttage mit jeweils mindestens
25 Personen aus dem Quartier stattgefunden.
Das Projektziel wurde in 2012 modifiziert
NEU: In 2012 haben zwei weitere Projekttage mit jeweils mindestens
50 Personen aus dem Quartier stattgefunden.
- Nach der Fotoaktion im Herbst 2008, dem Workshop und
den Projekttagen in 2009, 2010 und 2011, an der unter-
schiedlichste Bewohner/innen des Stadtteils teilgenom-
men haben und viele Interessierte gewonnen werden
konnten, fanden im Sommer und Herbst 2012 zwei weite-
re Projekttage statt.
- Auf Plakaten, Handzetteln und in Zeitungsartikel wurde für
die Aktionstage geworben. Außerdem wurden alle mögli-
chen Beteiligten persönlich angeschrieben.
- Die zwei Projekttage fanden am 19. Mai und am 15. Sep-
tember statt. Bei strahlendem Sonnenschein erschienen
jeweils zwischen 50 und 60 Kinder, Jugendliche und Er-
wachsene, um tatkräftig mit anzupacken:
- Entlang der Liegewiesen wurden neue Rosen und Stau-
denbeete gebaut. Die Kinder ergänzten die bereits be-
stehende Trockenmauer mit der Pflanzung von weiteren
Kräutern und Stauden. Die Pflanzen sind teilweise von
in Kinderhaus beheimateten Gärtnereien zur Verfügung
gestellt worden. Es wurden 15 cbm Holzhäcksel auf al-
len Baumscheiben und unter den Strauchbereichen ver-
teilt, um Unkräuter auch weiterhin fernzuhalten und der
Projektziel er-
reicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 21
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
Parkanlage einen gepflegtes Aussehen zu geben. Die
Ränder der wassergebundenen Wege wurden sauber
abgestochen, so dass die Wege zum Spazierengehen
einladen. Der Bereich unter dem neuen Pavillon wurde
mit frischem Dolomitsand aufgefüllt. Es wurden im
Herbst über 30 Nistkästen gebaut, die im Frühjahr 2013
vielen dort beheimateten Vögeln gute Brutmöglichkeiten
bieten sollen. Der sich in der Parkanlage befindliche Na-
turteich wurde nun ein zweites Mal entschlammt und der
Schilfbereich deutlich zurückgeschnitten. Hierbei konnte
festgestellt werden, dass sich bereits viele Molcharten
und Froschpopulationen dort eingestellt haben.
- Der kleine Waldbereich am Teich wurde hochentastet,
damit die Parkanlage noch transparenter wirkt. Hier sol-
len im nächsten Jahre auch neue Wege angelegt wer-
den um diese kleine Waldparzelle noch mehr in die
Grünanlage zu integrieren.
- In der gesamten Parkanlage wurde zahlreiche neue
Beete mit Rosen und Lavendel angelegt, die das ganze
Jahr über herrliche Blühaspekte zeigten. Im November
wurden nochmals größere Mengen verschiedene Nar-
zissen und Tulpenzwiebeln gepflanzt, um die Anlage
auch im Frühjahr farbenprächtig erscheinen zu lassen.
-
Im Laufe des Jahres wurde darauf geachtet, dass die
Dogstationen auch immer mit Tüten gefüllt waren.
- Das Laub wurde sukzessive im Oktober bis Dezember
von allen Rasenflächen entfernt.
Quelle: Projektbericht Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) - Projekt 2.02
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 22
5 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 3: „Lok ale Ökonomie“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Frau Dr. Ringbeck Amt für Schule und Weiterbildung (40)
Projektträger Projekt 3.01: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
3.01 Wertstoffe/
Sperrgut
3.1. Unterstützung der beruflichen Integration von Langzeitar-
beitslosen.
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigt.
Es liegt kein Projektbericht vor.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 23
6 Ergebnisse und Wirkungen Handlungsfeld 4: „Integr ation zugewanderter Menschen fördern“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Kentrup (bis 11/2012)
Herr Heise (ab 11/2012)
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projektträger
Projekt 4.01, 4.02: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ)
Projekt 4.03: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.2.1 Das interkulturelle Zusam-
menleben wird gefördert und der
Gemeinsinn gestärkt.
Umfang der Beteiligung an den
Freizeitaktivitäten der Gruppe
4.3.1. Die Mädchen entwickeln
neue Interessen und sind offen
gegenüber anderen Formen der
Freizeitgestaltung.
Art und Umfang der Freizeitak-
tivitäten in der Gruppe unter
Berücksichtigung von Wün-
schen der Mädchen
4.01
Mädchenprojekt `Unser
Alltag - unsere Sorgen´
4.3.2 Bereitschaft der Mädchen,
Altersgenossinnen bei der Bewäl-
tigung von Alltagskonflikten zu
helfen, steigt.
Art und Umfang des Sozialver-
haltens (z.B. Fragen nach
Gründen für Alltagskonflikte,
zeigen Interesse, bringen Ideen
zur Lösung)
Verstetigtes Projekt ohne Förderung aus dem Maßnahmeprogramm 2012. Es liegt
kein Projektbericht vor.
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.1.1 Die Anzahl der Personen
mit Migrationsvorgeschichte, die
sich im Stadtteil engagieren,
stabilisiert sich (`bleibt gleich´)
und steigt im weiteren Projektver-
lauf um ca. 50% an.
Das Projektziel wurde in 2011
modifiziert
NEU: Die Zahl der Personen mit
Anzahl engagierter Personen
mit Migrationsvorgeschichte
- Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen
stellt sich auch in 2012 weiterhin sehr gut dar. Die Grup-
pen sind weiterhin sehr aktiv und treffen sich regelmäßig
wöchentlich im Begegnungszentrum (u.a. Somalische
Frauen- und Männergruppe, Eritreische Gruppe, Kurdi-
sche Frauengruppe, Russisch-Deutsche Frauengruppe,
Roma-Gruppe, internationale Evangelische Freikirche,
Buddhistische Gruppe, Internationaler Frauenkreis etc.).
- Die Anzahl der Personen mit Migrationsvorgeschichte, die
sich im Stadtteil engagieren, nimmt seit Projektbeginn
kontinuierlich zu: 72 Personen in 2012 (65 Personen Ende
Projektziel erreicht
Kontinuierliche Zu-
nahme Anzahl enga-
gierter Personen mit
Migrationsvorge-
schichte
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 24
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
Migrationsvorgeschichte, die im
Wohngebiet Brüningheide oder in
unmittelbarer Nachbarschaft zum
Wohngebiet wohnen und sich
gesellschaftlich engagieren,
nimmt zu.
2011, Steigerung zu 2011 um ca. 10%), 72% weiblich
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte
Aktivitäten wie Veranstaltungen,
Seminare, Feste zwischen inter-
kulturellen Gruppen und Men-
schen mit unterschiedlicher
Migrationsvorgeschichte nehmen
zu.
Anzahl, Art, Dauer des Beste-
hens der initiierenden Organi-
sation und TN-Zahlen interkul-
tureller / nachbarschaftlicher
Aktivitäten in Eigeninitiative
- Die Anzahl der selbstorganisierten interkulturellen Initiati-
ven hat sich seit Projektbeginn von 20 auf 27 in 2012
(2011 = 25) erhöht.
- Anzahl der in 2012 durchgeführten Veranstaltungen lag
wie im Vorjahr bei 31 Aktionen (2011 = 31, 2010 = 21).
- Von den 31 Veranstaltungen waren 15 kultureller, freizeit-
bezogener Art (z.B. Aktionstag Grünschleife, Kinderhauser
Aufruf, Welt-Roma-Tag, Internationales Frauenfest, etc).
und 16 Informations- und Bildungsveranstaltungen (z.B.
PC Kurs, Bewerbungstraining, Gesundheitsprophylaxe,
etc.).
- Ca. 1.992 Teilnehmende bei den vom Begegnungszent-
rum Sprickmannstraße e.V. (BGZ) organisierten bzw. ini-
tiierten Veranstaltungen (2011 = 2500, 2010 = 2650), An-
merkung: der Rückgang zu 2011 erklärt sich u.a. dadurch,
dass der Weihnachtsmarkt in 2012 nur einen Tag statt-
fand, in 2011 an zwei Tagen; das Sommerfest erstreckte
sich 2012 über eineinhalb Tage statt über drei Tage in
2011.
- Von den 1.992 Teilnehmenden waren ca. 1.330 Personen
mit Migrationsvorgeschichte (ca. 67%, 2011 = 65%), ca.
60% aller Teilnehmenden weiblich (wie im Jahr zuvor).
- Unter Einbeziehung aller selbstorganisierten Aktivitäten
der einzelnen Gruppen unter dem Dach des BGZ liegt die
Anzahl der Teilnehmenden bei ca. 3.900 Personen.
- Es besteht auch weiterhin eine gute Kooperation mit dem
Familienzentrum KiTa Killingstraße.
- Das Projekt „Grünschleife“ wird ebenfalls vom Begeg-
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 25
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
nungszentrum unterstützt.
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.2.3 Die Zahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten Fälle
steigt ab 2009 jährlich um 20%
an, unter der Voraussetzung,
dass die Beratungskapazitäten zu
100% zur Verfügung stehen
Anzahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
- Die Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle für Men-
schen unterschiedlicher kultureller und nationaler Zuge-
hörigkeit wird weiterhin sehr gut angenommen. Die re -
gelmäßigen Sprechstunden werden seit 4 Jahren kontinu-
ierlich in hoher Frequenz nachgefragt, durchgehend wer-
den Termine unter der Woche vergeben. Die Bewohner
finden es sehr positiv, dass es feste interkulturel le An-
sprechpersonen gibt, die täglich zu erreichen sind.
- Die Anzahl der Gespräche in 2012 lag auf gleichem Ni-
veau wie 2011 mit insgesamt ca. 4.800 Gesprächen
(2011 = 4.800, 2010 = 7.309 Gespräche).
- Anzahl der durch Konfliktmoderation bearbeiteten Fä lle in
2012: 63 (2011 = 55, Steigerung zu 2011 um 15%). Damit
ist eine kontinuierliche Steigerung seit Projektbeg inn fest-
stellbar.
- Die Hauptberatungsthemen waren identisch mit dene n
des Jahres 2011: Beratung zur Wohnsituation, Fragen zu
Themen wie: ALG II; GEZ; hohe Verschuldung (hier be-
steht eine sehr gute Kooperation mit der Schuldnerbe ra-
tung des evangelischen Beratungsdienstes); Schule; Ar-
beitsplatzsuche. Der aus der Initiative der Bürgeri nnen
aus Kinderhaus entstandene Schwimmkurs ist nach wie
vor noch sehr gefragt. Niederschwellige Angebote fi nden
weiterhin die beste und die höchste Resonanz.
- Die Altersgruppenzugehörigkeit der Klienten, die di e
Sprechstunden nutzen, entspricht in etwa dem Vorjahr (in
2011: bis 25 J. = ca. 2,5%, 25-49 J. = ca. 54,0%, a b 50 J.
= ca. 43,5%).
- Die Zahl älterer Menschen, die Probleme haben, ist nach
wie vor sehr hoch. Viele haben aufgrund geringer Über-
steigerungen (von 15€ bis 20€) des Einkommens (Rente)
keinen Anspruch auf Grundsicherung bzw. Wohngeld. Sie
leben sehr nah an der Armutsgrenze.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Kontinuierliche Stei-
gerung der Fallan-
zahl
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 26
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.5.1 15 Bildungsangebote für
Menschen mit Migrationsvorge-
schichte sind bis 2009 entwickelt
und werden umgesetzt.
Projektziel wurde bereits in 2011
modifiziert
NEU: Bildungsangebote für Men-
schen mit Migrationsvorgeschich-
te sind bis 2009 entwickelt und
werden bis Ende 2013 umgesetzt.
Anzahl/Art von Angeboten für
die Unterstützung von Perso-
nen mit Migrationsvorgeschich-
te
- 16 Informations- und Bildungsveranstaltungen (2011 = 16,
2010 = 8)
- Themen: Gesundheitsprophylaxe, PC Kurs für Anfänger
Modul I u. II, MIMI Gesund Leben im Alter, Bewerbungs-
training, Rhetorik Kurs, Intern. Streitschlichter, Schwimm-
kurs, Fahrradkurs, Nähkurs, Deutsche Sprache erlernen,
Internationaler Kreis (Themenabende)
Projektziel erreicht
4.5.2 Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teilnehmen,
steigt jährlich um mindestens 25%
an
Anzahl der Personen mit Migra-
tionsvorgeschichte an Bil-
dungsangeboten
Anzahl der teilnehmenden Personen mit Migrationsvorge-
schichte an Bildungsangeboten: 290 (2011 = 276), davon
ca. 79% weiblich, Steigerung der Anzahl insgesamt zu
2011 um ca. 5% (die hohe Fluktuation im Wohngebiet ver-
hinderte höhere Steigerung)
Teilerfolge erzielt
4.2.4 Die Häufigkeit der Verstöße
gegen den Kindern bekannte
Regeln nimmt ab.
Häufigkeit der Verstöße
4.2.5 Die beobachtbare Hilfsbe-
reitschaft der Kinder nimmt zu.
Umfang/Art der Hilfsbereitschaft
der Kinder untereinander
4.2.6 Bereitschaft von 50% der
Eltern, sich über Konflikte auszu-
tauschen, wächst 2010.
Anzahl/Art in Anspruch ge-
nommener Kurse/ Beratungs-
gespräche durch Eltern
4.03
Gewaltprävention
4.2.7 Bei 50% der Eltern nehmen
sichtbare Streitigkeiten bis 2010
ab.
Anzahl beobachteter Streitigkei-
ten beim Begleiten der Kinder
im Kita-Bereich
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigt.
Es liegt kein Projektbericht vor.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 27
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
Anzahl/Art der Eltern, die an
Trainings teilgenommen haben
4.03
Gewaltprävention
4.3.3 Die Sozial- und Handlungs-
kompetenz nimmt bei 50% der
Eltern bis 2010 zu.
Anzahl/Art der Konfliktfälle in
der Kita bzw. Gruppe
Quelle: Projektbericht Begegnungszentrum Sprickmannstraße (BGZ), Projekt: 4.02
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 28
7 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 5: „Bew ältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Philipp
Frau Dr. Schwarte
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Gesundheitsamt (53)
Projektträger
Projekt 5.01: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projekt 5.02/5.06: Amt für Schule und Weiterbildung (40)
Projekt 5.04: Gesundheitsamt (53)
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.01
Wir verstehen uns
5.a.1
Alle beteiligten Kindertageseinrichtungen
und Schulen sowie weitere pädagogische
Einrichtungen sind bis Ende 2010 als
Orte der Bildung gestärkt worden
Das Projektziel wurde in bereits 2011
modifiziert
NEU: Erhöhung der Chancengleichheit
durch eine Erhöhung der Bildungsbeteili-
gung für Familien mit Sprachdefiziten.
Zieldimension:
Verbesserung der Sprachfähigkeit der
Erwachsenen und der Kinder
Anzahl der Kitas/ Schulen (nach Schul-
formen), an denen Sprach-/Nachhilfe-
/Elternkurse stattgefunden haben
Der Indikator wurde in 2011 modifiziert
NEU:
-Anzahl der Sprach- und Nachhilfekurse
für Schüler/innen und Anzahl Teilneh-
mende
-Anzahl der Erwachsenenkurse und An-
zahl der erwachsenen Sprachkursteil-
nehmer
-Zusammenarbeit mit Kooperationspart-
nern
- Sprachkurse für Erwachsene KAI : Alphabetisie-
rungskurse und Deutsch als Fremdsprache
- Wie bereits in 2011 wurden unter dem Titel
„Deutsch sprechen und erleben in Kinderhaus“
3 Projektgruppen/Kurse, angepasst an das indi-
viduelle Sprach- und Bildungsniveau der Teil-
nehmenden, mit insgesamt 24 UStd. / wöchent-
lich angeboten, parallel fand eine Kinderbetreu-
ung statt.
- Anzahl und Zusammensetzung der Teilneh-
menden entspricht dem Vorjahresergebnis:
- Anzahl der Erwachsenen: 79, womit das Ni-
veau vom Vorjahr gehalten wurde (2011 = 79,
2010 = 59), davon 70 Frauen,
- 87% haben eine Migrationsvorgeschichte,
- Anzahl der Kinder: 8 (4 männlich, 4 weiblich).
- Die Nachfrage war sehr hoch, so dass Interes-
sierte auf die Warteliste gesetzt werden muss-
ten.
- Die Kooperationen mit anderen Bildungsträgern,
wichtigen sozialen Einrichtungen und Institutio-
nen, dem Jobcenter u.v.a. wurden verstetigt.
Kooperationspartner: Haus der Familie Münster,
andere Bildungsträger, Jobcenter, Arbeitsagen-
tur, Stadt Münster, Schuldnerberatung, wichtige
Projektziel
erreicht
Kontakte zu
den Eltern /
Schülern / Leh-
rern wurden in
2012 verstärkt
und sehr inten-
siviert.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 29
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.01
Wir verstehen uns
Einrichtungen im Stadtteil u.a.m..
- Hinzu kommen die Kontakte zu den verschiede-
nen Einrichtungen (u.a. Begegnungszentrum
Sprickmannplatz, Bürgerhaus, Wuddi, Sozialbü-
ro Kinderhaus, Frauenhaus, Psychologische Be-
ratungsstellen, Gesundheitsamt, Jugendamt,
Bildungsberatung international), Schulen
(Abendrealschule, VHS, BIMS, Capito, Werk-
statt für Bildung und Kultur), Beratungsstellen
(u.a. KAI, Caritas, Schuldnerberatung Diakonie,
Wohnungsnotfälle, KSD, Cuba, Migrations-
erstberatung, GGUA, Schwangerschaftskon-
fliktberatung) sowie Besuche und eingeladene
Gäste (KSD, Erziehungsberatung, Schuldnerbe-
ratung u.a.m.).
- Regelmäßige Aufnahmegespräche, Abschluss-
gespräche, regelmäßige Teilnahme an den Kur-
sen und regelmäßige begleitende Sozialarbeit
sind obligatorisch.
- Sprach- und Nachhilfekurse für Schüler/innen
:
Einzelnachhilfe und Stärkung der Sozial- und
Sprachkompetenz für Schüler/innen der Primar-
stufe und der Sekundarstufen 1 + 2, vorwiegend
Schüler im Übergang auf weiterführende Schu-
len.
- Die Förderung der gezielten Einzelnachhilfe
durch qualifizierte Nachhilfelehrer/innen wurde
in 2012 fortgesetzt. Das Interesse an der Stär-
kung der Sprach- und Sozialkompetenz der Kin-
der und Jugendlichen in Form von gezielter Ein-
zelnachhilfe mit unterstützender kontinuierlicher
Elternarbeit war sehr hoch und nicht alle Nach-
fragen konnten berücksichtigt werden.
- Ende 2012 wurden 91 Schüler/innen (2011 = 86,
2010 = 101) über die Hausaufgaben- und
Nachhilfe bei KAI e.V. von 50 Nachhilfeleh-
rer/innen betreut.
- 89% der Schüler/innen haben eine Migrations-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 30
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
vorgeschichte (2011 = 95%).
- Beteiligte Schulen: GS-West, GS am Kinder-
bach, Paul-Schneider-Schule, Uppenbergschu-
le, Waldschule, Geschwister-Scholl-Realschule,
GS-Gymnasium, Erich-Kästner-Schule, Anne-
Frank-Berufskolleg, Hansaschule, Geistschule,
Bernhard-Stahm-Schule u.a.
- Weitere Kooperationen: KSD, Erziehungsbera-
tungsstelle, Schulpsychologische Beratungsstel-
le, Bildungsberatung, Schulsozialarbeit, Begeg-
nungszentrum Sprickmannplatz, Jugendsalon,
Wuddi, Westfalia Kinderhaus, CJG St. Josef,
Feez, CVJM, Schulsozialarbeit der einzelnen
Schulen, Bürgerhaus, Bezirksverwaltungsstelle,
Stiftung „Mitmachkinder“, „Courage“ u.a.
- Betreuung ca. 2 Std./Wo/Schüler/in.
- Mit den Grundschulen wurden Einzelvereinba-
rungen zur Verbesserung der Leistungen getrof-
fen. Es fanden konzeptionelle Überlegungen
und Konzepterarbeitung mit den Vertretern der
Schulen statt.
- Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist sehr
eng, mit den Klassenlehrer/innen und den
Schulsozialarbeitern sowie den Sozialpädago-
ginnen, die für die Umsetzung des Bildungs- und
Teilhabepakets (BuT) in den Schulen eingesetzt
sind und Mitarbeit in deren Arbeitskreis.
- In 2012 wurden die Elternarbeit und die Koope-
rationen mit den Schulen weiter intensiviert. Die
Zusammenarbeit mit den neueingestellten Sozi-
alpädagoginnen, die für die Umsetzung BuT an
den Schulen eingesetzt sind, ist sehr eng und
eine Mitarbeit im Arbeitskreis findet statt.
5.01
Wir verstehen uns
Anzahl und Art der Kooperationskontakte
der Eltern mit Kita/Schule (Elterngesprä-
che, Elternmitarbeit sporadisch, regelmä-
ßig, Elternbeteiligung an Elternabenden)
- Die Eltern wurden regelmäßig bei der Anmel-
dung, der Zeugnisvergabe und Auffälligkeiten
konsequent miteinbezogen, informiert und nach
Erfahrungen und Bedürfnisse gefragt. Zusätzlich
fanden telefonische Kontaktgespräche statt. An-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 31
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
NEU: Einbeziehung und Beteiligung der
Eltern bei den Sprachförder- und Nachhil-
feangeboten der Kinder
sonsten wird bei Klärungsbedarf Kontakt aufge-
nommen. Bei Elterngesprächen in der Schule
wurde Unterstützung angeboten.
- Bei Bedarf fachliche soziale Begleitung und
Beratung durch Sozialarbeiterin von KAI e.V.
oder Weitervermittlung zu anderen Stellen.
- Kontakte zu den Eltern/Schülern/Lehrern wur-
den in 2012 verstärkt und sehr intensiviert.
- Die Eigenverantwortung der Eltern der Schü-
ler/innen und der Nachhilfelehrer/innen ist ge-
stärkt worden.
Anzahl der Eltern, die Angebote in An-
spruch genommen haben
Entsprechend der Anzahl der teilnehmenden
Schüler/innen = 91 Eltern (2011 = 86)
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern,
weitere Angebote anzunehmen
- Die Eltern und die Schüler/innen nehmen das
Angebot sehr gut an und motivieren auch ande-
re, sich anzumelden.
- Aufgrund der vielen Elterngespräche hat sich
auch das Sprachvermögen der Eltern teilweise
verbessert.
Umfang der Fehlzeiten von Schüler/innen
- Fehlzeiten sind unauffällig; 2 Schüler wurden
wegen 3-maligen unentschuldigten Fehlens aus
dem Nachhilfeprojekt entlassen.
5.01
Wir verstehen uns
5.b.1
Fast alle Teilnehmenden verbessern ihr
Sprachvermögen in Deutsch und ihre
Alltagskompetenzen
Zieldimension:
Verbesserung/Stabilisierung der schuli-
schen Leistungen
Verbesserung der sozialen Integration Anzahl der positiven Rückmeldungen von
/ zu teilnehmenden Kindern
- Die Schulen vermitteln verstärkt als Ergänzung
zum Bildungs-und Teilhabepaket (BuT) zu unse-
ren Angeboten.
- Das Interesse an der Stärkung der Sprach- und
Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen
in Form der gezielten Einzelnachhilfe war und ist
sehr hoch. Es konnten nicht alle Anfragen auf
Unterstützung berücksichtigt werden (Wartelis-
te).
- Die kontinuierliche Elternarbeit unterstützt die
Angebote der mindestens 1 x wöchentlich statt-
findenden qualifizierten Einzelnachhilfe.
- Das Lern- und das Sozialverhalten der Schü-
ler/innen haben sich verbessert.
Projektziel
erreicht
Verbesserung /
Stabilisierung
der Noten
Verbesserung
der Sprach-
und Sozialkom-
petenz
Zielkennzahl
zur Weiterver-
mittlung deut-
lich übertroffen
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 32
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
- Der Übergang in weiterführende Schulen ist bei
mehreren Schüler/innen gelungen. So konnten
z.B. von den 28 Grundschülern/innen, die wech-
selten, 4 auf ein Gymnasium, 13 auf eine Real-
schule, 2 auf eine Gesamtschule und 9 auf die
Hauptschule wechseln. 4 Schülern/innen gelang
der Übergang von der Schule für Lernbehinderte
auf die Hauptschule. 3 Schülern/innen gelang
der Übergang von der Hauptschule zur Real-
schule.
NEU: Förderung der Nachhilfelehrer,
Abbau von Vorurteilen und Stärkung der
Sozialkompetenz
- Es fanden Fortbildungen mit den Nachhilfeleh-
rer/innen statt.
- Diese erweitern ihren kulturellen Horizont und
bauen bei sich wie in ihrer Umgebung Vorurteile
ab. Sie schulen weiterhin ihre Lehr- und Vermitt-
lungsqualitäten und leisten einen Beitrag zur
gegenseitigen Integration. Die Eigenverantwor-
tung der Nachhilfelehrer/innen ist gestärkt wor-
den.
- Die Nachhilfelehrer/innen erhalten über ihr
Engagement Bescheinigungen, die sie bei Be-
werbungen vorzeigen können. Das Projekt trägt
zur Allgemeinbildung aller Beteiligten bei.
Noten in Deutsch der beteiligten Jahr-
gangsstufe(n)
NEU: Noten in Deutsch der geförderten
Nachhilfeschüler
- Die über 90 Teilnehmenden der Bildungsmaß-
nahme für die Kinder und Jugendlichen verbes-
serten ihre Chancengleichheit erheblich.
- Bei 42% haben sich die schulischen Noten ver-
bessert und bei 52% stabilisiert und so konnten
Schulübergänge auch zu weiterführenden Schu-
len erfolgen.
5.01
Wir verstehen uns
Regelmäßige Teilnahme an
Sprachkursen
für Erwachsene
- Die regelmäßige Teilnahme sowohl an den
Sprach- und Alphabetisierungskursen als auch
an der Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendli-
che unterstreichen das Interesse der Teilneh-
menden an diesen Bildungsveranstaltungen.
- Aufgrund der auf die Teilnehmenden bezogenen
Themen mit entsprechend zielgerichtet zusam-
mengestellten Materialien und Medien gelang
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 33
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
eine sehr gute methodische Aufarbeitung und
dadurch eine gute Mitarbeit der Teilnehmenden.
- Es wurden verschiedene Institutionen besichtigt,
Infoveranstaltungen durchgeführt bzw. besucht
und eine Exkursion nach Köln unternommen.
Anzahl der positiven Rückmeldungen von
/ zu teilnehmenden Erwachsenen
- Aufgrund der Erhöhung der Sprach- und All-
tagskompetenz, insbesondere bei den Erwach-
senen, und der Stabilisierung bzw. Verbesse-
rung der schulischen Leistungen bei den Kin-
dern und Jugendlichen wurde die soziale Integ-
ration wesentlich verbessert.
- Insbesondere die Frauen mit Migrationsvorge-
schichte aus dem Stadtteil, die meist nie eine
Schule besucht haben, nutzten gerne und re-
gelmäßig das niedrigschwellige wohnortnahe
und ihnen zeitlich entgegenkommende Angebot.
In Absprache mit dem Jobcenter wurden Ein-
gliederungsvereinbarungen über den regelmä-
ßigen Besuch der Kurse getroffen. Der Über-
gang in weiterführende Kurse hat zugenommen.
5.01
Wir verstehen uns
Weitervermittlung in weiterführende Kurse
(mindestens 1%)
- 18 Teilnehmende (21%) konnten in weiterfüh-
rende Kurse vermittelt werden, womit die Ziel-
kennzahl zur Weitervermittlung deutlich übertrof-
fen wird.
- Das Sprachvermögen wurde verbessert.
- Viele Teilnehmende haben dennoch geringe
Kenntnisse und brauchen längere Zeit, Alltags-
sprachkompetenzen zu entwickeln. Insbesonde-
re die Frauen, die nie eine Schule besucht ha-
ben und mehrere Kinder haben, sind kaum in
der Lage, einen Integrationskurs erfolgreich zu
besuchen.
5.02
Elternkompetenz stär-
ken
5.a.2
Die aktivierten Eltern bleiben kontinuier-
lich in der Elternbeteiligung
Umfang der Aktivitäten von Erwachsenen,
die unternommen worden sind
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigt.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 34
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern
an allen aktivierten Eltern
5.a.3
Die Anzahl der Kinder mit Sprachförder-
bedarf sinkt
Anzahl Kinder mit Sprachförderbedarf bei
Einschulung
Anzahl und Inhalt der Austauschtreffen 5.g.1
Ein selbstorganisierter Austausch unter
den beteiligten Fach- und Lehrkräften
findet mindestens zweimal jährlich statt
. Beteiligung an und Inhalt des jährlichen
Workshops
5.a.4
Der kontinuierliche Schulbesuch nimmt
zu
Anteil der Kinder, die nicht regelmäßig die
entsprechende Schulform besuchen
Es liegt kein Projektbericht vor.
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.1
Die Zahl der Frauen in Hebammen-
betreuung steigt
Anzahl der Mütter in Hebammenbetreu-
ung
- Es konnten 86 Sprechstunden angeboten wer-
den (2011 = 110, 2010 = 117). Anmerkung:
2012 fiel eine der beteiligten Hebammen
krankheitsbedingt ab Februar aus. Ihre Kolle-
ginnen übernahmen, soweit möglich, die
Sprechstunden und Hausbesuche.
- Die Inanspruchnahme ist weiterhin groß. Wie
bereits in den Vorjahren nutzen jeweils bis zu 5
Frauen pro Sprechstunde dieses Angebot.
- 180 Hausbesuche ermöglichten die nachsor-
gende Betreuung von Schwangeren/Müttern im
Anschluss an die Sprechstunden (2011/2010 =
120). Hebammenbetreuung ist zu einem festen
Angebot im Stadtteil geworden, der von vielen
Frauen regelmäßig genutzt wird.
- Die Vermittlung über die Kitas, Sozialarbeiter
etc. ist fest eingespielt. Der Kontakt zu anderen
Angeboten, wie Sprach- und Mutter-Kind-
Projektziel
erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 35
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
Kursen wurde durch die Hebammen gehalten.
Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen bei
Kinder bis Schuleintritt
-
Nach 2010 kam es erstmals seit Jahren in je-
dem Jahr im ganzen Stadtgebiet in Münster zu
einer Verringerung der Vorsorgelücken gegen-
über dem Vorjahr. Hier zeigen die bundes- und
landesweiten Bemühungen um die Erhöhung
der Teilnahmequoten bei den Vorsorgeuntersu-
chungen Erfolge.
-
In 2012 liegen die Vorsorgequoten in etwa auf
dem Vorjahresniveau: 90% der Kinder hatten 8
oder 9 Vorsorgeuntersuchungen (2011 = 91%,
2010 = 67%), 10% der Einschulungskinder hat-
ten weniger als 8 Vorsorgen (2011 = 8%, 2010 =
33%).
- Im Bezirk 631 zeigt sich die Verringerung der
Vorsorgelücken seit 2010 in besonders deutli-
cher Weise. Der leichte Anstieg des Indikators
"weniger als 8 Vorsorgen" in 2012 steht dazu
nicht im Widerspruch.
- Die Rückmeldung von Vorsorgelücken der
"Zentralen Stelle Gesunde Kindheit" des Lan-
deszentrums für Gesundheit (LzG) an das Ju-
gendamt ermöglicht zeitnah aufsuchende Hilfen
durch das Jugend- und Gesundheitsamt. Trotz
dieser Unterstützungsmöglichkeiten bei der Ge-
sundheitsvorsorge weichen die erreichten Vor-
sorgequoten in Kinderhaus-Brüningheide aber
nach wie vor deutlich von den Durchschnittswer-
ten der Stadt Münster ab (95,8% der Einschu-
lungskinder hatten 8 und 9 Vorsorgen, 4,2% hat-
ten weniger als 8 Vorsorgen).
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.2
Die Zahl der Kinder, die alle Vorsorgeun-
tersuchungen absolviert haben, steigt an
Anzahl der Kinder in Schuluntersuchun-
gen nach Art ihres Gesundheitszustandes
- Ein valider Indikator bei insgesamt "gutem Ge-
sundheitszustand" der Schulanfänger in Münster
lässt sich im Rahmen der Möglichkeiten der
Schuleingangsuntersuchungen nicht bilden.
- Wesentliche relevante sozial differenzierende
körperliche Gesundheitsstörungen sind bei
Projektziel
erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 36
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
Schulanfängern in Münster bei dem gut ausge-
bauten medizinischen Versorgungssystem nicht
zu erwarten.
5.d.3
Der Anteil schulfähiger Kinder in den
Einschulungsuntersuchungen steigt an
Anteil auf Grund ihres Gesundheitszu-
standes /ihrer körperlichen Entwicklung
nicht schulfähiger Kinder in Einschu-
lungsuntersuchungen
Durch das Ziel der individuellen Förderung eines jeden Kindes in der
Schule ist „Schulfähigkeit“ kein Kriterium in den schulrechtlichen
Normen mehr. Der Indikator wird daher nicht mehr erhoben.
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.4
Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem
Einkommen, eine gesunde Lebensweise
ihrer Kinder zu fördern, nimmt zu. Anteil positiver Rückmeldungen bei TN-
Befragungen
- Die Hebammenbetreuung ist ein Regelangebot
für alle Frauen im Bezirk geworden, das sie ger-
ne in Anspruch nehmen. Durch die Hebammen-
sprechstunden und Hausbesuche konnten
Schwangere/Mütter gut erreicht werden.
- Durch die Verzahnung mit Mutter-Kind-Kursen
und Sprachkursen und die gemeinsamen
Sprechstunden der Hebammen und Sozialarbei-
terinnen der Beratungsstelle Frühe Hilfen gelingt
es, das Thema Gesundheit präsent zu halten
und das Interesse der Eltern zu fördern.
Projektziel
erreicht
Übernahmequoten in Ausbildung oder
Aufnahme einer Arbeit nach Abschluss
der Schullaufbahn
5.e.1
Die Quote Übergang in Ausbildung und
Arbeit an teilnehmenden Schulen ist
erhöht. Anzahl der Schüler/innen, die mind. einen
Praxistag durchgeführt haben
5.e.2
Anstieg der Bereitschaft , sich für ein
Praktikum zu interessieren (Förderschu-
le)
Anzahl der Schüler/innen, die sich um ein
Praktikum bemüht haben.
5.06
Kontinuierliche Praxis-
tage zum Übergang
Schule-Beruf
5.e.3
Bis Ende 2008 ist ein kontinuierlich arbei-
tendes Netzwerk zur Erzeugung ausrei-
chender Plätze für Praxistage installiert
Anzahl und Art der im Netzwerk zusam-
men arbeitenden Institutionen aus dem
Ausbildungsbereich
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigt.
Es liegt kein Projektbericht vor .
Quelle: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI - e.V.: Projekt 5.01; Gesundheitsamt (53): Projekt 5.04
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 37
8 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 6: „Sic herung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haushalte“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Kentrup (bis 11/2012)
Herr Heise (ab 11/2012)
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projektträger
Projekt 6.01: Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung)
Projekt 6.02: Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. (IKA e.V.)
Projekte 6.04: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ)
Projekte 6.05/6.06, 6.07: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projekt 6.08: INDRO e.V.
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für Ratsu-
chende mit einer Verschuldungsproblema-
tik (junge Menschen, Erwachsene, Migran-
ten/-innen) in mindestens 50 Fällen wird
gegeben.
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert
NEU: Umfassende Hilfestellung für Ratsu-
chende mit einer Verschuldungsproblema-
tik (junge Menschen, Erwachsene, Migran-
ten/-innen) in mindestens 20 neuen Fällen
wird gegeben
Anzahl der Beratungen unterteilt
nach Beratungsformen (z.B. Insol-
venz, allg. Schuldnerberatung, Kurz-
beratung zu spez. Themen, präven-
tive Beratung)
- Mit 50 in 2012 neu hinzukommenden Fällen
(Ziel: 20 Fälle) wurde eine umfassende Hilfe-
stellung zur Verschuldungsproblematik noch
stärker nachgefragt als in den Vorjahren (211=
42 Fälle, 2010 = 47 Fälle). Anzumerken ist,
dass die Beratungsintensität in den einzelnen
Fällen unterschiedlich hoch ist.
- Der Stadtteil Kinderhaus ist laut Veröffentli-
chungen aus Januar 2013 der am stärksten
von Verschuldung betroffene Stadtteil Müns-
ters (vgl. Schuldenatlas Creditreform). In frühe-
ren Jahresberichten wurde auf diese Proble-
matik bereits mehrfach hingewiesen. Eine
Verweisung von Klienten an andere Bera-
tungsstellen wird, wenn möglich, bereits jetzt
durchgeführt. Dies löst aber das Problem nicht,
auch deshalb, weil andere Beratungsstellen mit
Wartelisten arbeiten. Eine gänzliche Abwei-
sung von Klienten gestaltet sich aufgrund de-
ren persönlichen Situation zwar als schwierig,
muss aber in 2013 aufgrund der Rahmenbe-
Projektziel er-
reicht
Zielkennzahl wur-
de deutlich über-
troffen
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 38
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
dingungen der Stelle erfolgen .
- Durch intensive Beratung und engmaschige
Betreuung wurden in 2012 40 Fälle (8 aus
2010; 15 aus 2011 und 17 aus 2012) erfolg-
reich beendet.
- Von den 23 aus 2011 stammenden Fällen wur-
den 15 erfolgreich beendet und 8 sind noch
offen (ebenfalls geringere Bearbeitungsintensi-
tät in 2013).
- 5 Fälle aus 2012 mussten aus unterschiedli-
chen Gründen abgebrochen werden.
- 28 Fälle aus 2012 müssen somit in 2013, aller-
dings mit geringerer Bearbeitungsintensität als
bei Neufällen, abschließend bearbeitet werden.
- Es sind somit Ende 2012 noch insgesamt 36
Familien bzw. Einzelpersonen in laufender Be-
treuung (2011 = 31, 2010 = 23), die somit in
2013 noch weitergeführt werden.
- Bei den „Langläufern“ aus 2011 und 2012 han-
delt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um
Familien mit Migrationshintergrund, bei denen
mangels fehlender Deutschkenntnisse zur Si-
cherung der Nachhaltigkeit eine deutlich länge-
re Betreuung erforderlich ist. In einigen Fällen
benötigen die betreuten Familien aus unter-
schiedlichen Gründen einen „zweiten Anlauf“.
Ein weiterer Grund für längere Beratungen liegt
auch in chronischen Erkrankungen der betrof-
fenen Klienten, die eine abschließende Bera-
tung erschweren.
- Anzahl Beratungen Insolvenz = 38 (2011 = 15),
Anzahl allg. Schuldnerberatung = 39 (2011 =
34), Anzahl Kurzberatung spezielle Themen =
0 (2011 = 0), Anzahl präventive Beratung = 40
(2011 = 39), Anzahl sonstige Beratungen = 12
(2011 = 14).
- Der Anteil weiblicher Ratsuchender beträgt ca.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 39
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
55%, und liegt damit auf ähnlichem Niveau wie
im Vorjahr (52%).
- Fazit: Für die angestrebten Hilfeleistungen bei
Verschuldungsproblematik erscheinen die vor-
handenen Ressourcen insgesamt zu knapp.
Anzahl erfolgreicher Fälle unterteilt
nach - Problemverständnis kognitiv
vorhanden, - Problemerkenntnis
i.S.v. Handlungsbereitschaft vorhan-
den, - akt. Mitwirken im laufenden
Beratungsprozess, - Schuldenprob-
lematik wird gelöst
- In 2012 wurden 40 Fälle erfolgreich beendet
(vgl. Pkt. 6.1.1). Eine Beendigung der Beratung
in den erfolgreichen Fällen bedeutet nicht im-
mer, dass das Schuldenproblem gänzlich ge-
löst ist. Es konnten aber einvernehmliche Re-
gelungen bezüglich der Regulierung getroffen
werden.
- Bei ca. 66% der Klientel ist ein Problemver-
ständnis kognitiv vorhanden (2011 = 62%,
2010 = 53%, 2009 = 78%).
- Ca. 96% wirken aktiv im lfd. Beratungsprozess
mit (2011 = 88%, 2010 = 94%, 2009 = 80%).
- Von Gesamtanzahl der beendeten Fälle wird in
85% der Fälle die Schuldenproblematik gelöst
(2011 = 85%, 2010 = 90%, 2009 = 77%).
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklärungs-
veranstaltungen im Jahr durchgeführt, an
denen insgesamt mindestens 80 Personen
teilnehmen (insbesondere Personen mit
Migrationshintergrund und Jugendliche).
Anzahl/ Art, Ergebnis der Aufklä-
rungsveranstaltungen
- Es fanden 19 Aufklärungsveranstaltungen
(2011 = 7, 2010 = 6) mit 134 Teilnahmen statt.
- Art der Veranstaltungen: 3 Veranstaltungen im
KAI mit den Themen Einführung P-Konto und
Bankgeschäfte (Girokonto, Überweisungsfor-
men, etc.), 16 Veranstaltungen im Projekt MoKi
(Money and Kids) an der Uppenbergschule.
- Im Rahmen der 3 Veranstaltungen im KAI
ging es um aktuelle Themen wie die Einfüh-
rung des P-Kontos und Bankgeschäfte im
allgemeinen (Girokonto, Überweisungsfor-
men, etc.). Die Inhalte müssen weiterhin
niederschwellig präsentiert werden (Kultur-
kreis, Sprachverständnis, teilweise auch In-
tellekt). Inhaltlich wird in 2013 auf neue ak-
tuelle Themen eingegangen.
- Erstmalig fanden in 2012 Schulveranstal-
tungen statt. Die erstmalige Einbeziehung
Projektziel erreicht
Das Ziel von 8
Veranstaltungen
und 80 Teilnah-
men wurde deut-
lich überschritten.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 40
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
von Schulen ist sehr positiv einzuschätzen.
Bei den 16 Veranstaltungen in der Uppen-
bergschule wurden neue Präventionsunter-
lagen (MOKI) eingesetzt. Geplant waren ur-
sprünglich 9 Veranstaltungen (1x Einführung
und 2 Module a`4 Veranstaltungen). Die
Resonanz war bei Lehrern und Schülern
sehr positiv, so dass zwei weitere Module
durchgeführt wurden. Für 2013 wurde der
Wunsch nach Wiederholung geäußert, eine
weitere Schule hat Interesse bekundet. Aus
Kapazitätsgründen müssen 2013 Inhal-
te/Anzahl der Schulveranstaltungen gekürzt
werden.
- Die präventive Arbeit hat in einer Vielzahl von
Fällen auch im Rahmen von Einzelbetreuun-
gen stattgefunden.
- Das vorgehaltene Leistungsangebot des Pro-
jekts hat sich im Stadtteil vollständig etabliert.
Die Kooperation mit vorhandenen Beratungs-
systemen funktioniert reibungslos. Im Rahmen
der gesteckten Ziele konnte einer Vielzahl von
Einzelpersonen und Familien nachhaltig gehol-
fen werden. Dies beinhaltet zum Beispiel Be-
rufsaufnahme oder- erhalt, das Erreichen einer
eigenständigen Lebensführung und in man-
chen Fällen auch die Ablösung von öffentlichen
Hilfesystemen.
Anzahl der verschiedenen Zielgrup-
pen in den Aufklärungsveranstaltun-
gen
- Insgesamt: 134 Teilnahmen an 19 Veranstal-
tungen.
- Teilnehmende von Alphabetisierungskursen
im KAI mit Migrationshintergrund = 28 Teil-
nehmende.
- Grundschüler im offenen Ganztag der Up-
penbergschule (4. Schuljahr) = 106 Teil-
nehmende.
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.3 Es wird wöchentlich eine offene
Sprechstunde im Zeitumfang von 2 Stun-
Anzahl der offenen allgemeinen und
der zielgruppenspezifischen Sprech-
- In 2012 fanden 39 offene Sprechstunden statt
(2011 = 37, 2010 = 38) .
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 41
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
den angeboten.
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert
NEU: Es wird wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene Sprechstunde im
Zeitumfang von 2 Stunden angeboten, die
im Durchschnitt von wenigstens 4 Perso-
nen nachgefragt werden soll.
stunden - Die einzelnen Sprechstunden wurden wie
bereits 2011 von durchschnittlich ca. 7 Besu-
chern (gesamt 272 Personen) besucht. Ziel war
ein Durchschnitt von 4 Personen. Auch in den
Schulferien fanden teilweise Sprechstunden
aufgrund der Nachfrage statt. Wie im Vorjahr
ergaben sich aus den Sprechstundenterminen
oft Folgetermine, die in eine langfristige Bera-
tung mündeten.
- 67% (= 181 Personen) der Ratsuchenden sind
weiblich (2011 = 67%).
- Die Sprechstunden sind nach wie vor gut be-
sucht und decken eine Vielzahl von Themen
bezüglich Finanzen und Verschuldung ab .
Zielkennzahl über-
troffen
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch durchgeführt.
Anzahl der durchgeführten Hausbe-
suche
- Die Anzahl der Hausbesuche liegt mit 47 (unter
Berücksichtigung von Urlaubszeiten) ebenfalls
im Soll und stellt eine gute, sinnvolle und un-
abdingbare Ergänzung zu den sonstigen An-
geboten dar (2011 = 43, 2010 = 51).
- Zielgruppe sind Personen, die ansonsten aus
unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu
bestehenden Hilfsangeboten haben (z.B. kin-
derreiche, ältere und/oder kranke Mitbürger).
- In 2012 stieg der Anteil von älteren, oftmals
alleinstehenden Personen noch weiter an.
Projektziel erreicht
6.2.1 Die Teilnahmezahl an Aktivitäten ist
bei Bewohner/-innen des Projektgebietes
„Soziale Stadt“ gestiegen und die Teilnah-
me von anderen Kinderhauser/-innen an
gemeinsamen Aktivitäten mit/in der Schlei-
fe ist gestiegen.
Anzahl der Teilnahme an Aktivitäten
6.02
Kulturprojekte:
Interkulturelle Veran-
staltungsreihe
ATRIUM e.V.
6.2.2 Das Interesse an anderen Kulturen
und Gebräuchen ist gestiegen.
Grad der Veränderung des Interes-
ses für andere Kulturen und Zu-
sammensetzung der Teilneh-
mer/innen (z.B. nat. Herkunft)
Der Projektbericht des Projektträgers lag bis Redaktionsschluss
nicht vor.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 42
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.04
Jungenprojekt „Sport
gegen Gewalt“
6.4.1 Die teilnehmenden Jungen entwi-
ckeln Spaß an sportlichen Aktivitäten.
Das Projektziel wurde 2012 modifiziert
NEU: Fortführung einer Sportgruppe mit
Jugendlichen und jungen Erwachsenen
unterschiedlicher Nationalität, die regel-
mäßig Fußball spielen und Spaß an sport-
lichen Aktivitäten haben (Interkultureller
Ansatz)
Regelmäßigkeit der Teilnahme
- Auch in 2012 Fortführung einer Sportgruppe
mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die
regelmäßig unter Einsatz von drei Übungslei-
tern einmal wöchentlich Fußball spielen, Spaß
an sportlichen Aktivitäten haben, die Bereit-
schaft mitbringen, Konflikte ohne den Einsatz
körperlicher Gewalt zu lösen und Teamgeist im
gemeinsamen Spiel entwickeln.
- Die bestehende Sportgruppe ist multikulturell
zusammengesetzt, womit das wesentliche Ziel
dieses Projekts umgesetzt werden konnte.
Nachfolgende Nationalitäten sind regelmäßig
vertreten: Afghanistan, Serbien, Pakistan, Ara-
ber, Türkei, Iran, Somalia, ehemaliges Jugos-
lawien.
- Gesamtzahl der Treffen: 40 (2011 = 49, Rück-
gang um ca. 19%); der Rückgang zu 2011 er-
klärt sich damit, dass im Gegensatz zu den
Vorjahren in den Ferien 2012 keine Treffen
statt fanden.
- Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen
Erwachsenen waren 16 bis 30 Jahre alt.
- Die durchschnittliche Teilnahmezahl an den
Sportveranstaltungen ist mit 25 Jugendlichen
angestiegen (2011 = 20).
- Das Sportprojekt wird von den Jugendlichen
und jungen Erwachsenen weiterhin gut ange-
nommen. Der Bedarf ist nach wie vor groß und
betrifft insbesondere die kalte Jahreszeit. Es
kommt immer wieder vor, dass Jugendliche
aufgrund der geringen Hallengröße wegge-
schickt werden müssen und nicht teilnehmen
können.
Projektziel erreicht
Anzahl der Teil-
nehmenden ange-
stiegen
Multikulturelle
Zusammenset-
zung der Gruppe
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 43
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.04
Jungenprojekt „Sport
gegen Gewalt“
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmenden
Jungen, gegenüber Schwächeren Rück-
sicht zu nehmen und Konflikte gewaltfrei
auszutragen, ist gestiegen.
Art und Umfang des Sozialverhal-
tens
- Nur selten kam es zu verbalen „ Ausrutschern “
oder Handgreiflichkeiten. Durch das Aufzeigen
fairer und alternativer Handlungsstrategien ge-
lang es immer wieder, während des Spiels ent-
stehende Gewaltbereitschaft zu vermeiden.
- Es gelang, Jugendliche unterschiedlicher Nati-
onalität zusammenzuführen.
- Das Projekt ist weiterhin als Angebot sinnvoller
Freizeitgestaltung an Wochenenden zu sehen,
und sicherlich förderlich für das friedfertige Mi-
teinander der unterschiedlichen Kulturen in
Kinderhaus. Gelungene Ergebnisse der Sport-
veranstaltungen sind die Stärkung und Förde-
rung des Gemeinsinns, im Team fair zu agie-
ren, die Rücksichtnahme auf Schwächere, die
spielerische Kanalisierung überschüssiger
Kräfte in eine sinnvolle Richtung.
Projektziel erreicht
Anzahl an Vereinbarungen mit Trä-
gern
- Die Anzahl der Vereinbarungen mit Trägern
liegt 2012 bei 2 Vereinbarungen (Feez, Wud-
di); (2011 = 3, 2010 = 4, 2009 = 8).
- Grund der verringerten Trägervereinbarungen
waren nicht mehr nachgefragte Förderberei-
che. Vor allem ist der stete Rückgang bei der
Förderung von Ferienfreizeiten zu beklagen.
(analog 2011). Inwieweit hier als Kompensati-
on das Bildungs- und Teilhabe-Gesetz (BuT)
genutzt wird, ist nicht bekannt.
6.05
Integrative Jugendso-
zialarbeit
6.6.2 Zahl der Jugendlichen, die an Ange-
boten der Jugendsozialarbeit sowie weite-
ren Bildungs- und Freizeitangeboten teil-
nehmen, ist gestiegen.
Anzahl/ Art der Nutzerinnen und
Nutzer der finanziellen Hilfen
- Die Gesamtzahl der Nutzerinnen und Nutzer
lag bei 97 Kindern und Jugendlichen und damit
deutlich über den Teilnahmezahlen der letzten
beiden Jahren (2010 = 50, 2011 = 51).
- Die geförderte Gruppe der „bis 13-Jährigen“ ist
mit einem Anteil von 94% im Vergleich zum
Vorjahr fast konstant geblieben (2011 = 96%,
49, 2010 = 70%). Hier ist vor allem das Enga-
gement von Ferienangeboten des Feez und
des Wuddi hervorzuheben.
- Der Anteil der Jungen ist mit einem 60%-Anteil
Projektziel erreicht
Zahl der teilneh-
menden Jugendli-
chen deutlich
gestiegen
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 44
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
an der Gesamtzahl leicht gesunken (2011 =
63%, 2010 = 80%). Der Mädchenanteil ist hin-
gegen mit 40% wieder weiter angestiegen
(2011= 37%, 2010 = 20%), womit der Mäd-
chenanteil nach den bisherigen Erfahrungen
als hoch einzustufen ist.
- Der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshin-
tergrund (85%) ist in 2012 wiederum angestie-
gen (2011= 82%, 2010 = 60%).
- Die individuelle Teilhabe von Kindern und Ju-
gendlichen zu stärken, die in einem schwieri-
gen sozialen Umfeld aufwachsen, ist nach wie
vor ein enorm wichtiges Ziel. Hierfür notwendig
ist insbesondere die Einbeziehung der päda-
gogischen Kräfte von Schule bis Jugendarbeit.
Nur in der Zusammenarbeit der Fachkräfte vor
Ort lassen sich Ideen und Prozesse entwickeln,
die gemeinsam mit den Kindern und Jugendli-
chen umgesetzt werden können. Die Erzie-
hungsgemeinschaft mit den Eltern muss aller-
dings in Zukunft stärker in den Fokus gestellt
werden.
- In der Verstetigungsphase muss ferner die
Abstimmung zwischen dem aktuellen Projekt,
der „KinderMitmachStiftung“ und dem „Bil-
dungspaket der Agentur für Arbeit“ gewährleis-
tet sein. Hierzu haben grundsätzliche Abstim-
mungsgespräche zwischen den BuT-
Schulsozialarbeitern/innen und den Hand-
lungsfeld-/Projektverantwortlichen in 2012
stattgefunden. Ein Datenabgleich ist aus Sicht
des Projektträgers nicht zu realisieren. Sinnvoll
wäre aber eine stadtteilbezogene Auswertung
der beiden Förderbereiche, um Entwicklungen
und Handlungsnotwendigkeiten aufzuzeigen.
- Die Möglichkeit der individuellen Förderung
über empfehlende Organisationen im sozialen
Umfeld ist ein Erfolgsfaktor. Dem einzelnen
Kind und Jugendlichen, aufwachsend unter
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 45
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
schwierigen familiären Bedingungen und finan-
ziellen Verhältnissen, wird die Teilhabe am ge-
sellschaftlichen Leben somit ermöglicht .
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozialarbeit
nicht erreichte Jugendliche werden ange-
sprochen und erreicht. Anzahl/Struktur der Nutzer/-innen
des offenen Angebots: Anzahl, Ge-
schlecht, schulischer oder beruflicher
Hintergrund, bisherige Anbindung an
Jugend- und Freizeiteinrichtungen
der Nutzer/-innen des offenen Ange-
bots
- Die Anzahl der erreichten Kinder und Jugendli-
chen durch die mobile Jugendarbeit hat sich im
Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. In 2012
wurden insgesamt 2.332 Kontakte/Jugendliche
durch die mobile Jugendarbeit erreicht (2011 =
2.588, 2010 = 2.100). (Anmerkung: Hierbei
handelt es sich vielfach um Mehrfachkontakte,
Höhe des Anteils lässt sich nicht abschätzen).
- Von den insgesamt 2.332 Kontakten wurden
allein 1.944 im Rahmen der aufsuchenden Ju-
gendsozialarbeit realisiert.
- Von den 1.944 Kontakten fanden 1.215 Kon-
takte (= 62,5%) zu Jungen/Männern (2011 =
60%) und 729 (= 37,5%) zu Mädchen/Frauen
statt (2011 = 40%).
- Anzahl Personen bis einschl. 13 Jahre: 1.008
(2011 = 724, 2010 = 1.026 ).
- Anzahl Personen ab 14 bis einschl. 17 Jahre:
863 (2011 = 1.133 , 2010 = 1.008).
- Anzahl Personen ab 18 Jahre: 73 (2011 = 115,
2010 = 66).
- Anzahl Personen, die eine Hauptschule besu-
chen: 1.455 (2011 = 1.630 , 2010 = 1.916)
- Anzahl Personen, die eine Realschule oder ein
Gymnasium besuchen: 60 (2011 = 61, 2010 =
62).
- Anzahl Personen, die sich in einer beruflichen
Ausbildung befinden: 198 (2011 = 78, 2010 =
277)
- Anzahl Personen auf der Suche nach einer
Ausbildung/einem Job: 136 (2011 = 245 )
- Anzahl Personen, die bisher gelegentlich oder
regelmäßig Angebote der offenen JA o.ä.
wahrgenommen haben: 1.529 (2011 = ca.
Zielereichung
nicht zu beurteilen
wegen der Aus-
wirkungen des
Bildungs- und
Teilhabepakets
(BuT )
Anzahl erreichter
Jugendlicher
rückgängig
Anmerkung des
Projektträgers: Die
Zahlen sind in der
Größenordnung
nicht mehr signifi-
kant. Die Be-
obachtung und
Begleitung des
Förderansatzes ist
aufgrund des BuT
völlig verschoben.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 46
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
2500, 2010 = 1.568).
- Weitere 288 Jugendliche wurden durch beglei-
tende sportpädagogische Angebote erreicht.
Im sportpädagogischen Bereich werden Fuß-
ballfahrten und diverse, an den Bedürfnissen
der Jugendlichen orientierte Aktivitäten ange-
boten.
- Der überwiegende Teil der teilnehmenden
Jugendlichen besucht die Waldschule, die Up-
penbergschule, die Papst-Johannes Schule
sowie die Geschwister-Scholl-Realschule.
6.06
Mobile Jugendarbeit
Kenntnisse der Jugendlichen über
Angebote der Jugendarbeit
- Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Kontaktauf-
nahme zu neu zugezogenen Jugendlichen im
Stadtteil, um ihnen die Integration in Institutio-
nen zu erleichtern.
- Weiterhin werden Jugendliche betreut, die sich
den Anforderungen der Institutionen nicht an-
passen können, bedingt durch Alkohol und
Drogenkonsum wie auch durch auffälliges Ver-
halten (erhöhtes Aggressionspotential).
- Andere Jugendliche sind über bestehende
Angebote nicht informiert. Somit ist die Mobile
Jugendarbeit Schnittstelle zwischen dem Öf-
fentlichem Raum und den Institutionen (Wuddi,
Jugendsalon, Schule und Sportgruppen).
- Auch hat sich die Kooperation mit dem nicht
zum Programm der Sozialen Stadt gehörenden
Angebot der Sozialen Gruppenarbeit des SKM
(Kooperation der Mobilen Jugendarbeit mit der
Jugendgerichtshilfe) durch die Aufgabenkom-
bination als äußerst positiv erwiesen. Das An-
gebot der Sozialen Gruppenarbeit des SKM
wird mittlerweile gut angenommen, vorwiegend
von freiwillig Teilnehmenden, aber auch von
Jugendlichen, die bedingt durch eine richterli-
che Weisung am Angebot teilnehmen müssen.
In dieser Gruppe ist der zuständige Projektso-
zialarbeiter (0,5 Stelle) auch als Fachkraft tätig.
- Die Jugendlichen, die bestehende Angebote
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 47
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
im Stadtteil nicht oder selten nutzen, sollen im
Rahmen von Streetwork begleitet, auf beste-
hende Angebote hingewiesen und gegebenen-
falls in diese integriert werden. Dazu zählt die
Berufsberatung, die Möglichkeit zur Ableistung
gemeinnütziger Arbeit, die Schuldenberatung,
die Teilnahme an Sportangeboten sowie an
Freizeitgruppen.
- Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit während
der Verstetigungsphase ist die Netzwerk- und
Projektarbeit mit Kooperationspartnern wie der
Bezirkspolizei, dem KSD, der Drogenberatung,
dem Jugendsalon, dem Feez und den ver-
schiedenen Schulen. Der zuständige Sozialar-
beiter nimmt an themenspezifischen Arbeits-
kreisen (z.B. Streetwork) und am Arbeitskreis
„Gefährdete Jugendliche im Stadtteil Kinder-
haus“ teil.
Teilnahme an Angeboten der Ju-
gendarbeit und Zufriedenheit mit
Angeboten
Die Akzeptanzbereitschaft gegenüber den Mitar-
beitern der mobilen Jugendarbeit und die Bereit-
schaft, sich aktiv an den verschiedenen Hilfsan-
geboten zu beteiligen, nimmt weiterhin zu, was
an dem sich stetig verbessernden Vertrauens-
verhältnis liegt.
Anzahl der Nutzer/-innen, die an
realistischen Lösungen arbeiten.
Realistische Lösungen sind zum
Beispiel die Teilnahme an Angebo-
ten der Jugendarbeit/Jugend-
sozialarbeit, Besuche von Freizeit-
einrichtungen, Kontaktaufnahmen zu
anderen Beratungsangeboten
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen
arbeiten: 127 (2011= 46 Personen, 2010=110
Personen, 2009: 99 Personen), davon 43%
weiblich, 57% männlich.
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher und
sozialer Probleme sind bekannt und wer-
den genutzt.
Bekanntheit der verschiedenen Be-
ratungsangebote und deren Inhalte/
Möglichkeiten im Stadtteil
siehe auch Ausführungen zu 6.6.1 „Kenntnisse
der Jugendlichen über Angebote der Jugendar-
beit“
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 48
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.4.3 Zahl der Mädchen, die außerhalb der
Schule wöchentlich Sport machen, ist
gestiegen.
Anzahl der Mädchen, die außerhalb
der Schule Sport machen
- Die Anzahl der Mädchen, die außerhalb der
Schule wöchentlich Sport machen, ist mit 31
teilnehmenden Mädchen in 2012 deutlich ge-
sunken (2011: 53 Mädchen).
- Insbesondere hat sich die Anzahl der teilneh-
menden Mädchen in der Altersgruppe „bis 13
Jahre“ (- 46%) sowie der Mädchen mit Migrati-
onsvorgeschichte (-50%) deutlich verringert.
- Dafür hat sich die Anzahl der Mädchen in der
Altersgruppe 14 bis einschließlich 17 Jahren
mit 13 teilnehmenden Mädchen fast verdop-
pelt.
- Konzeptionell bleibt zu überprüfen bzw. einzu-
lösen, in welchen Sportarten Mädchen zwi-
schen 12 und 18 Jahren aus unterschiedlichen
ethnischen Gruppen Sportangebote wahrneh-
men können. Zu untersuchen ist, welche
Trendsportarten für Mädchen attraktiv sind.
Zierreichung nicht
zu beurteilen we-
gen Auswirkungen
des Bildungs- und
Teilhabepakets
(BuT)
Teilnehmerinnen-
zahl gesunken
Anmerkung des
Projektträgers:
Die Einschätzun-
gen zu den Teil-
nehmendenzahlen
werden immer
weniger aussage-
kräftig, weil die
Förderung der
Kinder und Ju-
gendlichen im
Sportverein mitt-
lerweile über das
Bildungs- und
Teilhabegesetz
(BuT) unterstützt
wird.
6.07
Sport und Bewegung
6.4.4 Zahl der Kinder und Jugendlichen,
insb. mit Migrationsvorgeschichte, die an
Sportangeboten teilnimmt, steigt.
Anzahl / Art der Nutzerinnen und
Nutzer (Alter, Geschlecht, Nationali-
tät)
- Die Gesamtzahl der Jugendlichen, die an
Sportangeboten teilnahmen, hat sich mit 124
Teilnehmenden in 2012 im Vergleich zu den
Vorjahren verringert (2011 = 163 Personen,
2010 = 173); im Vergleich zu 2011 ist dies ein
Rückgang um -24% (= -39 Personen).
- Die Anzahl der Jugendlichen, die regelmäßig
an Angeboten teilnahmen, lag 2012 bei 46
Personen, was einem Anteil von 37% an allen
Teilnehmenden entspricht (2011 = 64 Perso-
nen, Anteil von 39%).
Zierreichung nicht
zu beurteilen we-
gen Auswirkungen
des Bildungs- und
Teilhabepakets
(BuT)
Teilnehmenden-
zahl gesunken
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 49
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.07
Sport und Bewegung
- 74% der Teilnehmenden haben eine Migrati-
onsvorgeschichte, womit sich die Zahl zuneh-
mend rückläufig entwickelt (2011 = 86%,
2010 = 91%)
- Die absolute Anzahl der teilnehmenden Mäd-
chen mit Migrationsvorgeschichte hat sich da-
bei halbiert, die Anzahl der teilnehmenden
Jungen mit Migrationsvorgeschichte ging um
ca. 30 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.
- Bezüglich der Altersstruktur der Teilnehmen-
den hat sich im Vergleich zu den Vorjahren ei-
ne deutliche Verschiebung hin zu einer erhöh-
ten Teilnahme der Älteren vollzogen (ab 14 bis
einschließlich 17 Jahre in 2012= 48, 2011=45,
2010=22, ab 18 Jahre in 2012= 25; 2011 = 0,
2010=8), während sich die Teilnahme der Jün-
geren bis einschl. 13 Jahre deutlich rückläufig
entwickelte (2012 = 51, 2011 = 113, 2010 =
143).
- Anmerkung: Insgesamt ist es im Projektzeit-
raum schwieriger geworden, die Daten zu er-
fassen, zumal etliche Kinder und Jugendliche
in institutionalisierte Angebote, vornehmlich
des Sportvereins SC Westfalia Kinderhaus, in-
tegriert werden konnten.
- Insgesamt wird die Teilhabe von Kindern und
Jugendlichen aus Familien mit niedrigen Ein-
kommen an Sportangeboten dann gesteigert,
wenn Mitgliedsbeiträge bzw. Kursgebühren fi-
nanziert werden. Das Interesse sportlich aktiv
zu sein, haben sowohl Jugendliche mit Migrati-
onshintergrund als auch Jugendliche ohne
Migrationshintergrund.
- Insbesondere muss eine Abstimmung und
Zusammenarbeit der Fachkräfte mit den För-
derbereichen der Kinder-Mitmach-Stiftung und
des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT)
durchgeführt werden, um die kontinuierliche
Anbindung der Kinder und Jugendlichen an
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 50
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
Sportvereine fortzuführen.
6.4.5 Fortbildungen für Übungsleiter/-innen
aus dem Viertel sind durchgeführt.
Anzahl durchgeführter Fortbildungen
für Übungsleiter/-innen
- Es wurde auch in 2012 keine Fortbildung für
Übungsleiter/-innen unter dem Thema „Ziel-
gruppen mit besonderen Herausforderungen“
angeboten.
- Die Nachfrage bei den Übungsleitern konnte
nicht erzeugt werden. Dennoch wird das inhalt-
liche Ziel nach wie vor für wichtig gehalten,
ggfls. kann dieses Thema an anderer Stelle,
z.B. über den Stadtsportbund, forciert werden.
- Dieses Ziel sollte 2013 wegfallen, weil die
Nachfrage bei den Übungsleitern nicht erzeugt
werden konnte.
Projektziel nicht
erreicht
6.07
Sport und Bewegung
6.4.6 Fünf unterschiedliche Angebote zu
Trendsportarten sind bis 2010 angeboten
worden.
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert
NEU: Fünf unterschiedliche Angebote zu
Trendsportarten sind bis 2011 angeboten
worden.
Anzahl/Art der Angebote zu Trend-
sportarten
- Anzahl Angebote an Trendsportarten insge-
samt in 2012: 17 (2011 = 21),
- 4 unterschiedliche Angebote zu Trendsportar-
ten sind umgesetzt: 7 * Court, 5* Kletterhalle,
3* Roccos Soccer Arena, 2 *Erstschwimmer-
kurse.
- Die Zahl der Teilnehmenden ging auch in 2012
wieder leicht zurück (-4%). Anzahl TN = 740
Personen (2011 = 770 Personen).
- Trendsportarten sind nach wie vor männlich
dominiert (2012 = 69% männlich, 2011 = 90%).
- Dass sich der Anteil der Mädchen bei den
Trendsportarten dennoch erhöht hat, liegt an
den Erstschwimmerkursen in Kooperation mit
der Kinderbachschule.
- Weiblich orientierte Trendsportarten sind nach
wie vor nicht erkennbar.
Projektziel annä-
hernd erreicht
4 unterschiedliche
Angebote zu
Trendsportarten
sind umgesetzt
6.08
Drogenprävention
6.8.1 Die Drogenproblematik entspannt
sich aus Sicht von Fachkräften vor Ort.
Entwicklung Drogenproblematik
- Aus Sicht der Anwohner/innen wurde die Dro-
genproblematik im öffentlichen Raum in 2012
als entspannter wahrgenommen. Bezüglich
des Spritzenautomaten hat sich die Situation
nach Aussage von Fachkräften deutlich ent-
spannt.
- Der öffentliche Konsum weicher Drogen war
Projektziel annä-
hernd erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 51
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
auch weiterhin gelegentlich zu beobachten.
- Dealtätigkeiten „weicher Drogen“ sind auf dem
Sprickmannplatz dennoch regelmäßig zu beo-
bachten.
- Der Spritzenautomat scheint bei den Anwoh-
nern kaum mehr Anstoß zu finden, er wird
auch wieder zunehmend genutzt. Die Frequen-
tierung des Automaten hat sich nach mehrma-
ligem Umsetzten etwas stabilisiert. Sie liegt bei
wöchentlich durchschnittlich 33 Spritzenpacks
(vor der ersten Umsetzung in 2011 rund 150
Spritzenpacks wöchentlich, nach der ersten
Umsetzung wurde der Automat nur noch mini-
mal genutzt. Nach der zweiten Umsetzung "re-
generierte" sich die Nutzung nun nach längerer
Zeit wieder).
- Benutzte Spritzen wurden sporadisch gefun-
den, die Fundorte waren zumeist Treppenhäu-
ser.
6.08
Drogenprävention
6.8.2 Bewohner/innen verschiedenen Al-
ters und unterschiedlicher Herkunft setzen
sich mit dem Thema Drogenkonsum aus-
einander
Teilnahme an den Aktionstagen
Um eine Aufklärung von Kindern und Jugendli-
chen in Bezug auf Gefahren und Prävention zu
erreichen, fanden auch 2012 wieder mehrere
Aktionstage Sucht in Kooperation mit anderen
Trägern (Jugendsalon des BGZ, Drogenbera-
tung der Stadt Münster, Mobile Jugendarbeit
des Wuddi) statt. Orientiert an den Bedürfnis-
sen der Zielgruppen wurden die Aktionen nie-
drigschwelliger gestaltet.
- Insgesamt konnten sechs suchtpräventive
Aktionen durchgeführt werden (2011 = 3 Aktio-
nen). Davon fand eine Veranstaltung für die
Zielgruppe Mädchen im Alter von 6-12 Jahren
statt, drei Veranstaltungen waren konzeptionell
für die Zielgruppe 13-20 Jahre ausgerichtet.
Die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei die-
sen Zielgruppenangeboten lag bei je 15 Ju-
gendlichen.
- Die Teilnahmezahlen sind im Vergleich zum
Vorjahr deutlich gestiegen. Die Anzahl Teil-
Projektziel er-
reicht
Teilnahmezahlen
deutlich gestie-
gen
Verdoppelung der
Aktionen
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 52
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.08
Drogenprävention
nehmender an den sechs Aktionstagen liegt
insgesamt bei 410 Personen (2011 = 53 Per-
sonen an drei Tagen, 2010 = 35 Personen an
zwei Tagen), davon sind 57% männlich (2011
= 86%). Der deutlich gestiegene Mädchenan-
teil von 14% in 2011 auf 43% in 2012 ist als ein
Erfolg der verstärkten Mädchenarbeit in 2012
zu werten.
- Anzahl Teilnehmende mit Migrationshin-
tergrund: 76% (2011: 79%), Herkunftsländer
der Teilnehmenden: Türkei, Russland, Polen,
Iran, Irak, Syrien, Somalia etc.
- Anzahl Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre: 65
Personen = 16% (2011 = 25%)
- Anzahl Teilnehmende 14 bis einschl. 17 Jahre:
345 Personen = 84% (2011= 49%)
- Anzahl Teilnehmende ab 18 Jahre: 0 (2011 =
26%)
- Weiterhin wurde im Rahmen des Sommerfes-
tes auf dem Sprickmannplatz eine suchtprä-
ventive Aktion durchgeführt. Es gab 50 aktive
jugendliche Teilnehmende, zudem wurde Öf-
fentlichkeitsarbeit und die Kontaktaufnahme zu
Eltern möglich. Den Jugendlichen standen zu-
dem entsprechende Informationsmaterialien
zur Verfügung, welche gut genutzt wurden.
Diese dienen auch der Förderung der Sensibili-
tät der Eltern, Drogenproblematiken im familiä-
ren Zusammenhang zu erkennen und sich mit
dieser Thematik auch im familiären Rahmen
auseinander zu setzen.
- Zudem arbeiteten die Mitarbeiter des Indro e.V.
am Projekt “Klarsicht“ der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Koopera-
tion mit vielen sozialen Einrichtungen und Kin-
derhauser Schulen mit. An der Veranstaltung
nahmen insgesamt ca. 300 Jugendliche teil.
Die Mädchenarbeit im Jugendsalon wurde
2012 verstärkt, was zu einem deutlichen An-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 53
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
stieg der Teilnahme von Mädchen in der Bera-
tungssprechstunde als auch bei den Aktionsta-
gen führte. Die offene Beratungssprechstunde
des INDRO e.V. im Jugendsalon findet nun-
mehr donnerstags statt. Die Sprechstunde be-
ginnt, wenn der Jugendsalon nur für Mädchen
geöffnet ist und endet eine Stunde nachdem
der Salon wieder für alle geöffnet wird.
- Die 2011 neu installierte suchtpräventive Mäd-
chengruppe für Kinder von 7-12 Jahren lief
auch Anfang des Jahres 2012 noch sehr gut
weiter. Die Mitarbeiterinnen hatten intensiven
Kontakt zu den Mädchen. Im April wurden den
Mitarbeiterinnen Anhaltspunkte für eine Kin-
deswohlgefährdung bekannt. Unter Berück-
sichtigung der Verfahrensvorgaben, in Rück-
sprache mit dem zuständigen Jugendamt und
der Kinderschutzambulanz, wurde das Thema
mit den Eltern angesprochen. Daraufhin (im
Juli 2012) löste sich die Gruppe leider binnen
drei Wochen vollständig auf und konnte trotz
intensiver Bemühungen nicht wieder reaktiviert
werden. Im weiteren Verlauf des Jahres wurde
das Angebot nur sporadisch von Mädchen im
Alter von 7-12 Jahren genutzt. Für 2013 ist ei-
ne gezielte Kontaktaufnahme zu Mädchen die-
ser Altersgruppe an den Schulen geplant.
6.08
Drogenprävention
6.8.3 Drogengebrauchende kennen Safer-
Use-Maßnahmen.
Teilnahme an Beratungsangeboten
zu Safer-Use
- Die Anzahl beratener Personen ging in 2012
um 50% zurück: insgesamt 11 (2011 = 22),
- 90% der Personen waren männlich,
- Anzahl mit Migrationshintergrund: 10 Personen
(2011 = 12),
- Anzahl bis einschl. 13 Jahre: 0 Personen (2011
= 0),
- Anzahl 14 bis einschl. 17 J.: 5 Personen (2011
= 8),
- Anzahl ab 18 Jahre: 6 Personen (2011 = 14),
- Ein wesentlicher Erfolg des Projekts ist die
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 54
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung
frühzeitige Anbindung von Konsumenten an
die Drogenhilfe-Angebote in Münster, was un-
ter anderem eine Verbesserung des Gesund-
heitsniveaus zur Folge hat, wie auch die Ver-
breitung von Wissen über Infektionskrankhei-
ten, Safer-Use-Maßnahmen etc.
Vermehrte Nutzung der Möglichkei-
ten des Spritzentauschs in Kinder-
haus
Anzahl getauschte Spritzen: 0 (2011 = 4, 2010 =
7, 2009 =11). Es ist davon auszugehen, dass
alle dem INDRO bekannten Gebraucher soge-
nannter "harter" Drogen das INDRO kennen und
nutzen. Folglich findet der Spritzentausch im
INDRO statt. Ziel der aufsuchenden Arbeit ist vor
allem auch die Anbindung der Klienten an die
Einrichtung zu erreichen sowie die Nutzung des
Spritzenautomaten zu fördern.
6.08
Drogenprävention
6.8.4 Drogengebrauchende kennen Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen.
Anzahl bekannter Beratungs- und
Ausstiegshilfen in Westfalen-Lippe
- Bekanntheitsgrad der Beratungs- und Aus-
stiegshilfen:
- Drogenberatung: viele
- Einrichtungen d. qualifizierten Entzugs: viele
- Substitutionstherapie: viele
- Elternkreis: wenige
- Entwöhnungseinrichtungen: viele
- Im Rahmen der Beratung drogengebrauchen-
der Personen waren wie im Vorjahr die beste-
henden Angebote (Drogenberatungsstelle, sta-
tionäre Entzugs- und Entwöhnungsbehandlun-
gen, Substitutionsärzte und INDRO e.V.) gut
bekannt und wurden rege genutzt. Bedingt
durch die Fluktuation im Wohngebiet ist immer
wieder Aufklärung notwendig, jedoch funktio-
niert diese auch innerhalb der Szene meist
sehr gut. Mittels aufsuchender Arbeit und die
Anbindung an den INDRO e.V. konnten Kon-
sumenten sogenannter harter Drogen gut in-
formiert und ggf. weitervermittelt werden.
Projektziel erreicht
Quelle: Projektberichte Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung): Projekt 6.01; Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V.: Projekt 6.02, Begegnungs-
zentrum Sprickmannstraße (BGZ): Projekt 6.04; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51): Projekte 6.05, 6.06, 6.07; INDRO e.V.: Projekt 6.08
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 55
9 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 7: „Geb ietsmoderation“
Handlungsfeld-
verantwortliche
Herr Köster Amt für Bürgerangelegenheiten (33)
Projektträger
Projekt 7.01-7.03: Amt für Bürgerangelegenheiten (33), Bezirksverwaltung Nord
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.1.1 Die Gebietsmoderation ist bei relevanten
Veranstaltungen im Quartier präsent.
Zahl der anlassbezogenen
Präsenzen
- Die Gebietsmoderation ist als Ansprechpartner für
die Bürger/innen im Quartier bekannt.
- Auf den traditionellen Veranstaltungen (z.B. Som-
merfest auf dem Sprickmannplatz, Weihnachtsmarkt,
Grünschleife, internationales Frauenfest, Veranstal-
tungen im Atrium etc.) war die Gebietsmoderation
anwesend.
- Auch außerhalb solcher Termine wurden die Ge-
bietsmoderatoren/innen auf Anliegen im Rahmen
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüning-
heide angesprochen.
Projektziel erreicht
7.1.2 Bis 30.06.2008 wird eine Internetpräsenz
der Sozialen Stadt Kinderhaus-Brüningheide
unter Beteiligung von Jugendlichen des Stadt-
teils vorbereitet und eingerichtet.
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert
NEU: Es wird eine aktuelle Internetpräsenz des
Programms bereitgestellt.
Funktionstüchtiger und aktuel-
ler Internetauftritt
Der Internetauftritt wurde durch die Einbettung in die
Internetseite des Begegnungszentrums in 2009 si-
chergestellt und 2012 aktualisiert.
Projektziel erreicht
Info-Kästen sind an 4 Standor-
ten angebracht
Bereits in 2008 realisiert
.
7.01
Quartiersmanage-
ment: Information
und Vernetzung
7.1.3 An fünf Standorten im Stadtteil sind ab
31.01.2008 Info-Kästen angebracht. Die Aktuali-
tät der Auslagen wird mindestens 14-tägig über-
prüft.
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert
NEU: An vier Standorten im Stadtteil sind
Schaukästen vorhanden, deren Aushänge re-
gelmäßig aktualisiert werden.
Sichten der Aushänge
Unregelmäßige Sichtung der Aushänge.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 56
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.1.4 Alle im Programmzusammenhang geför-
derten laufenden Projekte präsentieren sich mit
eigenen Informationen in den Info-Kästen wäh-
rend ihrer Laufzeit mindestens einmal pro Halb-
jahr.
Informationen der Projektträger
in den Info-Kästen
- Die Schaukästen werden regelmäßig mit aktuellen
Informationen zu den Projekten versehen.
Projektziel erreicht
7.01
Quartiersmanage-
ment: Information
und Vernetzung
7.1.5 Die Gebietsmoderation tauscht mit allen
Projektträgern mindestens einmal pro Halbjahr,
mit allen Handlungsfeldverantwortlichen mindes-
tens einmal pro Jahr mündlich Informationen,
Bewertungen und weitere Perspektiven aus.
Anzahl der Gespräche
- Die Gebietsmoderation hatte in 2012 regelmäßig
Gespräche mit den Projektträgern/-verantwortlichen.
Der Austausch mit den Projektakteuren erfolgte im
Rahmen der Teilnahme an den unter Punkt 7.1.1
aufgeführten Veranstaltungen und den Sitzungen
des Beirates.
Projektziel erreicht
7.2.1 Die Gebietsmoderation sorgt für die Durch-
führung von jährlich mindestens 6 „kleinen Akti-
onen“, an denen jeweils wenigstens drei Bewoh-
ner/innen ohne Projektträgerfunktion teilnehmen.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Auf Grund der Verstetigungsphase und der verscho-
benen Prioritäten der Gebietsmoderation wurde die
Aktivierung und Beteiligung an konkreten Projekten
auch in 2012 nicht vorrangig behandelt.
- Diese Aufgaben liegen immer mehr in der Hand der
Veranstalter der einzelnen Maßnahmen. Im Rahmen
der Möglichkeiten hat die Gebietsmoderation den-
noch kleinere Aktivitäten begleitet und wird dies
auch weiterhin tun (siehe u.a. Aktivitäten unter 7.03).
Die durchgeführten Aktionen waren erfolgreich.
Projektziel annä-
hernd erreicht
7.02
Quartiersfonds:
Aktivierung und
Beteiligung
7.2.2 Die Gebietsmoderation bildet bis Ende
2008 einen Kreis fester Ansprechpartner/innen
für Aktivitäten der Sozialen Stadt.
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert
NEU: Die Gebietsmoderation bildet einen Kreis
fester Ansprechpartner/innen für die Aktivitäten
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Die im Wechsel aktiven Personen, die in der Regel
in mehreren Projekten als Multiplikatoren mitwirken,
waren durch regen Austausch gut über bestehende
Angebote informiert.
- Die Etablierung fester Ansprechpartner/innen ließ
sich nur teilweise umsetzen, daher soll das Ziel für
2013 modifiziert werden: Die Gebietsmoderation
sorgt für eine Vernetzung engagierter Bewoh-
ner/innen, um Informationen über Aktivitäten des
Programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide
weit zu verbreiten.
Teilerfolge erzielt
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 57
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.03 Die Gebietsmoderation entwickelt Kriterien und Verfahrensgrund-
sätze zur Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Das genannte Ziel wurde bereits 2008 erreicht, wo -
bei die Kriterien und Grundsätze im Lauf der Zeit
überarbeitet wurden.
- Der Quartiersfonds ist ein wichtiges Mittel, um Maß-
nahmen zur Stärkung der Nachbarschaft zu fördern.
Nach wie vor konnte auch in 2012 eine volle Aus-
schöpfung der Mittel nicht erreicht werden, die Nach-
frage hat jedoch im Vergleich zu 2011 zugenommen.
- Es wurden folgende Aktivitäten aus dem Fonds ge-
fördert:
- Weihnachtsfest (43 Frauen, 43 Kinder, 43 Män-
ner)
- Internationales Frauenfest (90 Frauen, 9 Kinder)
- Kinobesuch (7 Frauen, 4 Männer)
- Interkultureller Ausflug nach Köln: Stadtbesichti -
gung z.B. Dom, Rathaus, Schifffahrt Rhein (15
Frauen, 2 Männer)
- Besuch des Osnabrücker Zoos (22 Frauen)
- Vater-Kind-Ausflug zum Flughafen Münster-
Osnabrück (9 Männer, 9 Kinder)
- Mitmachmusical in der Kita Killingstraße.
- Es hat sich gezeigt, dass sich durch eine aktive An-
sprache geeigneter Personen und durch die gezielte
Vorstellung möglicher Aktionen tatsächlich mehr
Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen lassen.
Die Gebietsmoderation wird dieses Verfahren des-
halb beibehalten.
Projektziel erreicht
Quelle: Projektberichte Amt für Bürgerangelegenheiten (33), Bezirksverwaltung Nord
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 58
10 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“
Das Handlungsfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ hat eine strategisch orientierte
Ausrichtung und dient der Programm- und Projektunterstützung u.a. durch die Aufbereitung
und Bereitstellung aussagekräftiger Informationsgrundlagen. Da es keinen direkten Einfluss
auf die Zielerreichung hat, wird an dieser Stelle gesondert auf die handlungsfeldbezogenen
Aktivitäten in 2012 eingegangen.
Einerseits wird verbindlich über den Programmverlauf und die Zielereichung in den einzel-
nen Projekten berichtet. Zudem werden jährlich aktualisierte Daten über die sozio-
demografischen Rahmenbedingungen des Programmgebiets für alle Beteiligten bereitge-
stellt, um somit zur Einordnung der zu beobachtbaren Veränderungen einen Beitrag zu leis-
ten. Die Selbstevaluation dient insgesamt einem verbesserten Zusammenwirken und der
Koordination zwischen den Aktivitäten im Programmzusammenhang, schafft Transparenz
über den Projektverlauf, verdeutlicht die Projektfortschritte und ermöglicht somit eine opti-
mierte Steuerung.
10.1 Beobachtung der Zielerreichung
Wie bereits in 2010 (Abschlussjahr der Förderphase) und 2011 (im ersten Jahr der Verste-
tigung) erfolgte auch in 2012 die Konzeption, Abstimmung und Erstellung des Jahresbe-
richts 2012 im Rahmen des Projektes 8.1 „Zielentwicklung und Beobachtung Zielerrei-
chung“ des Handlungsfeldes 8 in städtischer Eigenregie
2. Grundlage hierfür waren die von
den Projektakteuren entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Pro-
jektberichte.
Im thematischen Zusammenhang „Zielerreichung“ sei darauf verwiesen, dass im Ministeri-
um für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW im 2. Halbjahr
2012 eine Arbeitsgruppe „Selbstevaluation“ eingerichtet wurde mit dem Ziel, ein Rahmen-
konzept zur kommunalen Selbstevaluation von Städtebauförderprogrammen in NRW zu
erarbeiten. Aufgrund des vom Fachministerium als vorbildlich bewerteten Evaluationspro-
zesses in Münster seit 2007 wurde in dieses Gremium ein Vertreter des Amtes für Stadt-
entwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster in seiner Funktion als
Handlungsfeldverantwortlicher des Handlungsfeldes 8 „Selbstevaluation“ berufen, um die
im Rahmen des münsterschen Programms „Soziale Stadt“ gewonnenen Erkenntnisse und
Erfahrungen in das Rahmenkonzept einzubringen. Das Rahmenkonzept soll sich zukünftig
an alle Städtebauförderprogramme richten.
10.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2 012“
Weiterhin umfasste die prozessbegleitende Selbstevaluation - wie in den letzten Jahren -
die Erhebung und Aufbereitung von statistischen Kennziffern („sog. Kontextindikatoren“),
die die Strukturen im Programmgebiet beschreiben und deren Veränderungen im Zeitver-
2 Unterstützende Leistungen bei der Durchführung der prozessbegleitenden Evaluation wurde im Förderzeit-
raum 2007-2010 durch „Univation - Institut für Evaluation (Köln)“ erbracht (u.a. Erstellung Jahresberichte
2007-2009).
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 59
lauf verdeutlichen (Projekt 8.2).
Der Erfolg der Projekte des Maßnahmeprogramms „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
hängt wesentlich davon ab, unter welchen demografischen, sozialen, ökonomischen und
infrastrukturellen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt werden. Die Kontextdaten
sind damit ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte des Maßnahmeprogramms
„Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“, sondern stellen vielmehr objektivierte Daten über
die Stadtteilentwicklung dar, auf die sich die Projekte des Maßnahmeprogramms einstellen
müssen (z.B. Zuzüge und Fortzüge der Bewohnerinnen/Bewohner). Im Fall der Sozialen
Stadt „Kinderhaus-Brüningheide“ deckt sich das Programmgebiet mit der Stadtzelle 631, so
dass für den Datenmonitor diese Gebietsabgrenzung (vgl. Abbildung) zugrunde gelegt wur-
de.
Abb.: Gebietsabgrenzung Kinderhaus-Brüningheide (Stadtzelle 631)
Grundlage für die Erhebung und Auswertung der Kontextdaten ist ein Datenkatalog, der im
Auftrag des „Städtenetz Soziale Stadt NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Institut für Landes- und Stadtent-
wicklungsforschung NRW erstellt und im Mai 2008 veröffentlicht worden ist. Diese über 50
Indikatoren aus wesentlichen Themenfeldern der Stadtteilentwicklung (z.B. Bevölkerung,
Wohnen, Ökonomie, Bildung, Gesundheit) wurden im Amt für Stadtentwicklung, Stadtpla-
nung, Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der
spezifischen Aussagefähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide bewertet und während der
Programmlaufzeit weiterentwickelt und -qualifiziert.
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 60
Hieraus wurde ein Katalog von 48 Daten abgeleitet, die nach Möglichkeit geschlechterdiffe-
renziert und unter Berücksichtigung der Migrationsvorgeschichte bearbeitet werden. Der
Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Handlungsfelder, wobei die Schwerpunkte im
Bereich der demografischen Daten liegen:
• Bevölkerungszusammensetzung
• Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
• Haushalte
• Wohnen
• Transferleistungen und Arbeitsmarkt
• Bildung und Kinderbetreuung
• Gesundheit
• Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipa tion
Als Ergebnis liegt nunmehr seit bereits fünf Jahren ein Kontextdatenmonitor vor, der
• die absoluten und relativen Werte – nach Möglichke it geschlechterdifferenziert – für
das Programmgebiet benennt,
• die Definition und die Aussagekraft des Indikators erläutert,
• den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt,
• eine jährliche Fortschreibung ermöglicht,
• die Datenquelle ausweist.
Ergänzend zu der Erhebung und Aufbereitung von Daten und statistischen Informationen
wurden zudem thematische Karten zu Projekt- und Infrastrukturstandorten entwickelt, um
diese wichtigen Projektinformationen für alle Projektbeteiligten sichtbar zu verorten und
transparent zu veröffentlichen. Die Projektstandorte für das Berichtsjahr 2012 sowie in der
Vorausschau auf 2013 sind in der Anlage 5 zur Vorlage V/0533/2013 dargestellt.
Wenn möglich, wurden zudem anhand der bereits aufbereiteten Kontextdaten aus den Jah-
ren 2007 - 2012 Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen. Ebenso wurde die
Entwicklung in Kinderhaus-Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich
strukturierten Teilräumen in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage V/37/2004 in Be-
ziehung gesetzt. Für ausgewählte Kontextdaten ist in Anlage 4 die Entwicklung in Zeitrei-
hen dargestellt.
Im Rahmen der Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“
zur Selbstevaluation (31.03.09, 01.12.09, 25.03.10) sowie der Beiratssitzungen (19.05.09,
23.02.10, 17.05.2011, 26.04.2012, 06.11.2012, 30.04.2013) wurde über ausgewählte Kon-
textindikatoren und Entwicklungstrends anhand der Kontextdaten berichtet. Die Kontextda-
tenmonitore 2007, 2008, 2009, 2010, 2011 bildeten jeweils eigenständige Anlagen der
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 61
Ratsvorlagen zu den „Jahresberichten der Sozialen Stadt“ 2008, 2009, 2010 und 2011 3.
Hierzu gehörten auch die kartographischen Darstellungen der Projektstandorte. Auch der
vorliegende Bericht enthält eine entsprechende aktualisierte Darstellung in der Anlage. Die
Kontextdaten wurden von Projektbeteiligten, Politik, Verwaltung sowie engagierten Bürge-
rinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschätzung der Programmgebietsentwicklung
bewertet.
Weiterhin sei darauf verwiesen, dass sich die Stadt Münster zudem bereits im Herbst 2010
an einer Studie im Auftrag des Städtenetzes Soziale Stadt NRW über die sozialen Kontext-
bedingungen der Stadtteilentwicklung 2006-2009 in den Programmgebieten der „Sozialen
Stadt“ in NRW (Bearbeitung: Strohmeier & Kersting GbR) beteiligte. Die Stadt Münster un-
terstützte diese Studie durch die Bereitstellung entsprechender Daten auf der Basis des
Kontextdatenmonitors „Kinderhaus-Brüningheide“
. Der seit März 2013 vorliegende Bericht
stellt die Kontextindikatoren des Stadtteils Kinderhaus-Brüningheide erstmals im Vergleich
zu anderen Programmgebieten der „Sozialen“ Stadt in NRW dar. Die flächendeckende
Auswertung der Kontextindikatoren in den Gebieten der Sozialen Stadt NRW für die Jahre
2006 bis 2009 steht unter www.soziale-stadt.nrw.de zum Download zur Verfügung.
11 Resümee und Ausblick
11.1 Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Projektziele
Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ konzentriert sich auch in
der Verstetigungsphase gemäß der Vorlage V/0927/2006 auf drei zentrale Programmziele:
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfelds ituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Ju gendliche.
Insgesamt wurde im Jahr 2012 in acht Handlungsfeldern und 23 Projekten4 daran gearbei-
tet, einen Zielfortschritt im Programm zu erreichen. Sieben dieser Handlungsfelder haben
mit den ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerreichung:
Handlungsfeld 1: Wohnen
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum (Umsetzung ab 2 009)
Handlungsfeld 3: Lokale Ökonomie (Umsetzung ab 200 9)
Handlungsfeld 4: Integration zugewanderter Mensche n fördern
Handlungsfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
3 Jahresbericht 2008 (Vorlage V/0297/2009; Rat der Stadt Münster 24.06.2009), Jahresbericht 2009 (Vorlage
V/0291/2010; Rat der Stadt Münster 07.07.2010), Jahresbericht 2010 (Vorlage V/0601/2011, Rat der Stadt
Münster 19.10.2011), Jahresbericht 2011 (Vorlage V/0287/2012, Rat der Stadt Münster 27.06.2012).
4 Projekte meint in dieser Zusammenfassung die Projekte der Handlungsfelder 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wie auch die
Aktionen der Gebietsmoderation im Handlungsfeld 7 sowie die prozessbegleitende Selbstevaluation (Hand-
lungsfeld 8).
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 62
Handlungsfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infr astrukturen in Zeiten knapper öf-
fentlicher Haushalte
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement.
Das Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“ hat die anderen Handlungsfelder zum einen durch
die Beobachtung und Querauswertung der Zielerreichung sowie zum anderen durch Infor-
mationen zur Stadtteilentwicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextin-
dikatoren, die Hinweise zum Umfeld der Projektdurchführung liefern, unterstützt.
Nach Auswertung der vorliegenden Projektberichte für das Jahr 2012 ist festzuhalten, dass
insgesamt rund 12.500 Personen mit den Projektaktivitäten aller Handlungsfelder erreicht
wurden. Davon sind ca. 8.500 Menschen beratend und betreuend begleitet worden (z.B.
Schuldnerberatung, Hebammensprechstunde, integrative Jugendarbeit), ungefähr 2.500
Personen sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen und Feste (z.B. Sommerfest, Pro-
jekttage „Grünschleife“) sowie Infokampagnen (z.B. Aktionstag Drogenprävention) erreicht
worden und ca. 1.700 Personen haben aktiv an regelmäßigen Angeboten wie Kurse oder
Trainings teilgenommen (Sprach- und Nachhilfekurse KAI, Bildungs- und Sportangebote).
Bei den Zahlen der Teilnehmenden ist zu berücksichtigen, dass sicherlich eine Reihe von
Bewohnerinnen und Bewohnern an mehreren Veranstaltungen teilgenommen haben bzw.
mehrere Feste besucht haben. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht abschätzen. Zu-
dem ist zu berücksichtigen, dass die Zahlen aufgrund einer Modifizierung bzw. Reduzierung
von Projekten in der Verstetigungsphase sowie teilweise nicht vorliegender Angaben zu
einzelnen Projekten
5 nicht mit denen der vorhergehenden Jahre vergleichbar sind.
Um die Zahlen der erreichten Personen weiter zu differenzieren, sind nachfolgend die teil-
nehmerstärksten Aktionen / Projekte mit mehr als über 500 Teilnehmenden bzw. erreichten
Personen / Haushalten dargestellt:
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl Personen/Haushalte
(laut Projektberichten)
Gespräche Konfliktmoderation (4.02) 4.800 (durch g esamtes Projektteam)
Beratungskontakte integrative Jugendarbeit (6.06) 2.332 (1.944 durch aufsuchende Jugendsozi-
alarbeit, 288 durch sportpädagogische Ange-
bote)
Öffentliche Feste und Kooperationsaktivitäten auf
dem Sprickmannplatz (z.B. Weihnachtsmarkt, In-
ternationales Herbstfest) (Verschiedene Projekte
z.B. 1.04, 4.02)
Ca. 2.000 (durch BGZ initiiert)
bzw. 3.900 (insgesamt )
Angebote Sport und Bewegung (hier: Trendsportar-
ten) (6.07)
740
Quelle: Projektberichte der Handlungsfeldverantwortlichen bzw. Projektträger
5 Projekte 4.01 Mädchenprojekt „ Unser Alltag - unsere Sorgen“, 4.03 Gewaltprävention, 5.02 Elternkompe-
tenz stärken, 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf, 6.02 Interkulturelle Veranstal-
tungsreihe ATRIUM e.V.
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 63
Ein Blick auf die Teilnahmebereitschaft bzw. den Zugang verschiedener Zielgruppen zu den
Angeboten zeigt, dass sowohl der Anteil der Frauen als auch der Anteil der Personen mit
Migrationsvorgeschichte mit den Vorjahren vergleichbar ist. Unter den erreichten Personen
sind wiederum mehrheitlich Frauen in einer Größenordnung von durchschnittlich ca. 60%
vertreten. Insbesondere die Bildungs- und Beratungsangebote zeigten sich tendenziell
„weiblich dominiert“. In einzelnen Projekten überwogen jedoch wieder die männlichen Teil-
nehmenden (z.B. Sport und Bewegung/Trendsportarten, Drogenprävention, Integrative Ju-
gendsozialarbeit).
Insgesamt verfügten die Teilnehmenden an den verschiedenen Angeboten mehrheitlich
über einen Migrationshintergrund (insgesamt etwa 80-85%). Weiterhin hat sich die schon
im Vorjahr spürbare Tendenz verstärkt, dass ältere, oftmals alleinstehende Menschen die
Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Insbesondere die Schuldnerberatung erfährt hier
eine erhöhte Nachfrage.
Als sehr erfolgreich hat sich im Berichtszeitraum 2012 zudem die niedrigschwellige und
zielgruppenorientierte Ausrichtung der Veranstaltungen und Angebote u.a. als Reaktion auf
vielfach vorhandene sprachliche Barrieren sowie verschiedene Kulturkreise erwiesen. So
konnten die Teilnehmendenzahlen vielfach gesteigert werden.
Zunehmend wurde auch ein deutlich präventiver Ansatz gefahren, indem sehr frühzeitig zu
verschiedenen Themengebieten informiert wurde und Kontakte zu potenziellen Zielgruppen
hergestellt werden konnten, u.a. durch die zunehmende Kooperation mit Schulen (z.B.
Schuldnerberatung, Drogenprävention).
Konzeptionell bleibt insbesondere im Bereich der sportlichen Angebote zu überprüfen,
durch welche Angebote vor allem Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren aus unterschiedli-
chen ethnischen Gruppen angesprochen werden können. Hier ist für 2013 eine gezielte
Kontaktaufnahme zu Mädchen an den Schulen geplant.
Gezeigt hat sich zudem, dass die bereits in 2012 begonnene Abstimmung und der Aus-
tausch zwischen einzelnen Projekten ( insbesondere im HF 6) und den Angeboten aus
dem „Bildungspaket der Agentur für Arbeit“ (BuT) sowie der „KinderMitmachStiftung“ ge-
währleistet sein muss, da die Teilnehmendenzahlen durch die Auswirkungen des Bildungs-
und Teilhabepakets (BuT) eine nachlassende Aussagekraft haben bzw. die Kompensation
durch institutionalisierte Angebote sonst nicht einschätzbar ist. Ebenso lassen sich so even-
tuelle Synergieeffekte erschließen.
Hinsichtlich der Gesamtauswertung der Zielerreichung ist zu berücksichtigen, dass die Ziele
der einzelnen Handlungsfelder ausdrücklich nicht nur einem Programmziel zugeordnet wur-
den. Sie wirken in der Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Weise. Da-
her ist es nicht möglich, die auf Handlungsfeldebene festgestellten Zielfortschritte aus-
schließlich dem einen oder anderen Programmziel direkt zuzuordnen. Insgesamt wurden 23
Projekte in acht Handlungsfeldern verstetigt, davon
• 15 Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanzi ert werden bzw. ohne Finanzie-
rungsbedarf sind (Gegenstand der Berichterstattung)
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 64
• 6 Projekte, die eine anderweitige Förderung erhalt en bzw. Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden sind
• 2 Projekte im HF „Selbstevaluation“ (Beobachtung Z ielerreichung, Erstellung Kontext-
daten).
Unter Bezugnahme auf die insgesamt 15 verstetigten Projekte, die über das Maßnahme-
programm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind, lässt sich hinsichtlich der
Zielerreichung für das Jahr 2012 folgendes feststellen (vgl. Tabelle und Grafik): von den 43
Projektzielen der Handlungsfelder 1 - 7 konnten 30 Ziele vollständig erreicht werden, 5 wei-
tere Ziele sind annähernd erreicht worden und bezüglich 2 weiterer Ziele lässt sich ein er-
kennbarer Zielfortschritt konstatieren. Lediglich 1 Projektziel wurde nicht erreicht. 4 Ziele
sind zudem nicht zu beurteilen. Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass für 2 Ziele kei-
ne Aussage zur Zielerreichung gemacht werden kann, da für diese kein Projektbericht vor-
liegt. In 79% der Fälle wurden die Ziele damit vollständig bzw. annähernd erreicht.
Verstetigte Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbe-
darf sind
Projektziel
erreicht
Projekt-
ziel an-
nähernd
erreicht
Teilerfolg Ziel nicht
erreicht
Nicht zu
beurteilen /
Ziel nicht
weiter
verfolgt
Keine
Aussage
Projektziele
insgesamt
HF 1 „Wohnen“ 3 - - - 1 - 4
HF 2 „Öffentlicher
Raum“
3 - - - - - 3
HF 4 „Integration“ 3 1 1 - - - 5
HF 5 „Bildung“ 5 - - - 1 - 6
HF 6 „Soziale
Netze“
11 2 - 1 2 2 17
HF 7 „Gebiets-
moderation“
5 2 1 - - - 8
Insgesamt 30 5 2 1 4 2 43
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 65
Als Bilanz des Handlungsfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ bleibt festzuhalten,
dass die erarbeiteten Projektberichte sowie die Aufbereitung der Kontextindikatoren 2012
wiederum Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen haben, was sowohl
der Steuerungsunterstützung gedient als auch die Kommunikation der Projektergebnisse
und deren Legitimation gefördert hat.
11.2 Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Programmziele
Im Hinblick auf seine Programmziele hat das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinder-
haus-Brüningheide“ im Jahre 2012 zusammengefasst folgenden Zielfortschritt erreicht:
Verbesserung der Wohnsituation : Die Vernetzungsarbeit zwischen Bewohner-
schaft, Wohnungswirtschaft und städtischer Verwaltung wurde weiterhin konsequent
fortgesetzt, der Erwerb des Nau-Wohnungsbestandes durch Sahle-Wohnen in 2012
ist als positives Zeichen im Sinne der Stabilität der Vernetzungsarbeit zu werten, der
Kreis der Vertrauensmieter vergrößerte sich 2012.
Förderung der Kooperationen zwischen den Akteuren im Stadtteil : Örtliche In-
stitutionen und Bewohnerschaft vernetzten sich zunehmend, vielfältige gemeinsame
Aktionen und Veranstaltungen boten eine Plattform des persönlichen Austausches
und Kennenlernens für die gesamte Bewohnerschaft, die Nachfrage nach Mitteln
aus dem Quartiersfonds als wichtiges Mittel zur Förderung der Nachbarschaftsstär-
kung hat in 2012 zugenommen.
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche : die Kooperation mit
Schulen wurde in 2012 noch einmal deutlich intensiviert (KAI, Schuldnerberatung),
Verbesserung bzw. Stabilisierung der Noten, Verbesserung der Sprach-, Sozial- und
Alltagskompetenz sowie Stärkung der Eigeninitiative durch Bildungsprojekte; die
Zielerreichung der verstetigten Projekte, die über das Maßnahmeprogramm
finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind
(15 Projekte von insgesamt 23)
5% = 2 Ziele abs.
9% = 4 Ziele abs.
2% = 1 Ziel abs.
5% = 2 Ziele abs.
11% = 5 Ziele abs.
68% = 30 Ziele abs.
Projektziel erreicht
Projektziel annähernd erreicht
Teilerfolg
Ziel nicht erreicht
Nicht zu beurteilen / Ziel nicht w eiter
verfolgt
Keine Aussage
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 66
Anzahl erreichter Kinder und Jugendlicher durch Projekte der Jugendsozialarbeit
und Drogenprävention ist vielfach gestiegen.
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet als
Querschnittsziel für fast alle Projektaktivitäten : Wiederum stieg die Zahl der akti-
ven Personen mit Migrationsvorgeschichte an, sei es in Form eines Engagements
für den Stadtteil, bei interkulturellen Initiativen oder auch durch die Teilnahme an
Bildungsveranstaltungen. So gibt es mittlerweile einen festen Kern von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, der sich für Parkanlage verantwortlich fühlt und diese
pflegt. Auch nehmen zunehmend ältere Menschen Hilfestellungen (insbesondere
Beratungsangebote) in Anspruch (Projekte 4.02 und 6.01) und zeigen damit Eigen-
initiative und das Bemühen, ihre persönliche Lebenssituation zu verbessern.
Somit haben die Projekte auch im Jahr 2012 durch vielfältige und vielfach kooperative Akti-
onen und Veranstaltungen wieder dazu beigetragen, das Leben in Münster- Kinderhaus /
Brüningheide lebendiger werden zu lassen und die Wohnsituation zu verbessern. Neben
einer Verbesserung des Miteinanders im Quartier hat sich auch die Aufenthaltsqualität ver-
bessert.
Ausdruck dieser positiven Entwicklung und des gemeinsamen Gestaltungswillens
sind die beiden nachfolgend aufgeführten Anerkennungen bzw. Preise:
Umweltpreis 2012 der Stadt Münster und der Stiftun g Bürger für Münster : Der Preis
dient dazu, die beispielhaftesten Projekte und Initiativen von Bürgerinnen und Bür-
ger, Kindergärten, Schulen, Initiativen, Vereine und Unternehmen im Bereich Um-
welt auszuzeichnen und dadurch bei Münsteraner Bürgern das Bewusstsein für eh-
renamtliches Engagement insbesondere im Bereich Umwelt und Natur zu fördern.
Mehr als 40 Initiativen und Institutionen sind der Auslobung unter der Überschrift
„Globale Veränderungen erfordern lokales Handeln" gefolgt und haben sich mit viel-
fältigen Projekten beworben. Mit dem Goldpreis in Höhe von 3000 Euro wurde am
27. November 2012 das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. mit dem Pro-
jekt „Grünschleife“ ausgezeichnet.
Anerkennungsurkunde beim Bundeswettbewerb Soziale Stadt : In Berlin wurden
beim Wettbewerb “Preis Soziale Stadt 2012 aus 171 eingereichten Projekten zehn
herausragende Beispiele sozialen Engagements zur Verbesserung von Nachbar-
schaften mit einem Preis und zehn weitere Initiativen mit einer Anerkennung ausge-
zeichnet. Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße nahm mit dem Projekt “Stadt-
teilinitiative gegen Wohnmissstände” in Münster, Wohnquartier Brüningheide, teil.
Die “Stadtteilinitiative gegen Wohnmissstände” wurde mit einer Anerkennung „für
das vorbildliche und innovative Engagement“ geehrt. Der Wettbewerb ist eine Ge-
meinschaftsinitiative unterschiedlicher Einrichtungen. Träger sind der AWO Bundes-
verband, der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs-
und Immobilienunternehmen, der Deutsche Mieterbund, die Schader-Stiftung und
der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wird unterstützt
durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 67
11.3 Kinderhaus-Brüningheide: weitere Aktivitäten u nd Projekte in 2012
Ergänzend zu den Aktivitäten des Maßnahmenprogramms in 2012 sind zudem auch in Be-
zug auf das am 07.07.2010 zusätzlich zum Verstetigungskonzept vom Rat der Stadt Müns-
ter beschlossene Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüning-
heide“ (V/0422/2010) weitere Schritte erfolgt. Dieses sollte die Zukunftsperspektiven des
Wohngebiets insbesondere unter wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Gesichts-
punkten prüfen und geeignete Handlungsempfehlungen entwickeln. Das Perspektivgutach-
ten wurde in mehreren Abschnitten bearbeitet.
Nachdem in 2010 bereits in einem ersten Abschnitt der Gebäudebestand (u.a. die Gebäu-
desubstanz und Gebäudeinfrastruktur), die wohnungswirtschaftlichen und finanziellen
Rahmenbedingungen sowie die Qualität der Wohnungen in Bezug auf zukünftige gesell-
schaftliche Herausforderungen untersucht und im Zusammenhang mit grundsätzlichen bau-
lichen Optionen zu verschiedenen Entwicklungsvarianten verdichtet wurden, erhielt die
Stadt Münster in 2011 durch das zuständige Fachministerium den Auftrag, ein städtebauli-
ches und wohnungswirtschaftliches Realisierungskonzept zu erstellen. Vor dem Hinter-
grund, dass die Weiter- und Neuausrichtung des Quartiers im Wesentlichen von der Inves-
titionsbereitschaft der dortigen Wohnungseigentümer abhängt, sollte dies die Erarbeitung
konkreter Maßnahmenpakete mit einem realistischen Umsetzungszeitraum beinhalten. Die
Beauftragung hierzu erfolgte zum August 2011.
Erste Ergebnisse hierzu sollten dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ursprünglich im Herbst 2012 vorgestellt wer-
den, verzögerten sich jedoch aufgrund der Zwangsversteigerung einer „Schlüsselimmobilie“
im Rahmen der quartiersbezogenen Fortentwicklung. Bereits im Jahr 2010 wurde für das
Wohnobjekt „Killingstraße 1-7“ ein Zwangsverwalter bestellt. Der Zwangsverwalter hatte es
geschafft, das bis zur Hälfte der Wohnungen leer stehende Objekt wieder fast vollständig
zu vermieten. Im Spätsommer des Jahres 2011 erfolgte vor dem Hintergrund der damals
bevorstehenden Zwangsversteigerung die Verkehrswertermittlung für das Wohngebäude.
Die Zwangsversteigerung wurde auf den 11.04.2012 terminiert. Innerhalb des Zwangsver-
steigerungsverfahrens konnte die Firma Sahle Wohnen aus Greven den Wohnungsbestand
ersteigern. Erst nach der Zwangsversteigerung konnte zum Sommer 2012 die Arbeit am
städtebaulichen/wohnungswirtschaftlichen Realisierungskonzept fortgesetzt werden. So
wurden die Gespräche mit den einzelnen Eigentümern im Quartier fortgeführt und es stand
die zentrale Frage im Vordergrund, zu welchen realistischen Maßnahmen/Investitionen die
Eigentümer für die nächsten 10 bis 15 Jahre bereit sind.
Aufgrund der zeitlichen Verzögerungen und der aktuellen Entwicklungen wird eine Fertig-
stellung des Realisierungskonzeptes, einschließlich der Präsentation beim Ministerium für
Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr voraussichtlich erst im Herbst 2013 erfol-
gen können.
Weiterhin sei in diesem Zusammenhang auch auf die schwerpunktmäßig in 2012 gelaufe-
nen Aktivitäten der Enquetekommission "Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Fi-
nanzinvestoren auf den Wohnungsmärkten in NRW" unter Einbezug von Kinderhaus-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 68
Brüningheide verwiesen. Die Kommission, die sich am 01. Februar 2011 konstituierte, gab
Ende 2011 ein Gutachten zum Thema "Wohnsituation in Quartieren mit Beständen sog.
„Neuer Finanzinvestoren" in Auftrag. Mit dem Ziel, der Verelendung von Stadtquartieren
entgegenzuwirken, sollten in ausgewählten Gebietskulissen Ursachen, Problemlagen und
bereits angewendete Lösungsansätze erfasst und bewertet werden. Zusätzliche Aufgabe
war es, die landes- und kommunalpolitischen Handlungsspielräume auszuloten und Maß-
nahmen und Instrumente im Umgang mit verwahrlosten Wohnungsbeständen und Woh-
nungsbeständen im Eigentum von Finanzinvestoren zu entwickeln (Auftragnehmer: Bergi-
sche Universität Wuppertal in Kooperation mit StadtRaumKonzept, Dortmund).
Mitglieder der Enquetekommission machten sich in Münster am 04.03.12 erstmalig ein Bild
vom Zustand der Immobilien in Kinderhaus-Brüningheide. In einer gemeinsamen Sitzung
mit den Wohnungseigentümern oder deren Vertretern im Quartier standen neben dem Inte-
resse an den problematischen Wohnungsbeständen und der sich über Jahre eingestellten
sozialen Situation der Umgang des Asset-Managements mit den Wohnungsbeständen der
ehemaligen Wohnungsgesellschaft Münsterland im Vordergrund der Bereisung. Dabei
spielte innerhalb der Diskussion der Kommission vor Ort insbesondere die weitere Zukunft
des Quartiers eine bedeutende Rolle.
Mit der Selbstauflösung des Landtags Nordrhein-Westfalen am 14. März 2012 fand auch
die Arbeit der Enquetekommission ein vorzeitiges und zunächst ergebnisoffenes Ende.
Der Landtag NRW hat die Kommission in der Plenarsitzung am 4. Juli 2012 einstimmig be-
fristet bis Ende Februar 2013 wieder eingesetzt, womit sich die Enquetekommission am 31.
August 2012 im Landtag NRW neu konstituieren konnte. Während der 13-monatigen Arbeit
hat die Enquetekommission die demografischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbe-
dingungen und Akteure des wohnungswirtschaftlichen Wandels in NRW analysiert, Ge-
schäftsmodelle und Finanzierungsstrategien von Neuen Finanzinvestoren diskutiert sowie
eine Fallstudienanalyse von 6 Beispielkommunen initiiert. Im Juli 2012 wurde das erarbeite-
te Gutachten der 6 Fallstudienstädte veröffentlicht, welches die Entwicklung und den Zu-
stand der Quartiere mit Beständen neuer Finanzinvestoren sowie den Umgang der Kom-
munen mit den einhergehenden Herausforderungen darstellt
6.
Die abschließenden Gesamtergebnisse des Auftrages 7 wurden im März 2013 offiziell veröf-
fentlicht und waren u.a. Thema einer Diskussionsveranstaltung, die am 08.03.2013 im
Landtag NRW stattfand.
Weiterhin nahm die Verwaltung im Jahr 2012 die Bearbeitung des Stadtteilentwicklungs-
konzepts für den Stadtteil Münster-Kinderhaus auf. Das Verfahren hierzu ist als Pilotprojekt
der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und
6 Ergebnisse zur Fallstudie u.a. „Kinderhaus-Brüningheide“ unter:
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/16.WP/EK_I/EQ_Endbericht_klein.pdf
7 Eine Zusammenfassung des Berichts "Wohnsituation in Quartieren mit Beständen sog. „Neuer Finanzinves-
toren" und der Handlungsempfehlungen finden Sie unter
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/16.WP/EK_I/LT_2013_03_25_Endbericht_insgesamt-
Druckfassung.pdf
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 69
Stadtentwicklung ausgewählt worden, in dem es darum geht, neue und kreative Formen
und Angebote der Bürgerbeteiligung auszuprobieren. Dieser Prozess wird vom münster-
schen Büro Frauns begleitet. Knapp ein Jahr lang gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger,
Unternehmen und Vereine und die Politik vor Ort vielfältige Möglichkeiten, sich an der ge-
meinsamen Arbeit zur Stadtteilentwicklung aktiv zu beteiligen und Perspektiven und Chan-
cen für die weitere Entwicklung des Stadtteils zu erarbeiten und zu kommunizieren. Insge-
samt soll das Stadtteilentwicklungskonzept ein Orientierungsrahmen für künftige Planun-
gen und Entwicklungen in Kinderhaus sein. Auf den Infoseiten der Nationalen Stadtentwick-
lungspolitik zum Bundesforschungsprogramm heißt es:“ Der Stadtteil Kinderhaus in Müns-
ter trägt auf Grund seiner demografischen und sozialen Struktur besondere Integrationsleis-
tungen, denen die soziale und verkehrliche Infrastruktur sowie der Wohnungsbestand nur
bedingt gewachsen sind. Im Zuge der Erstellung eines Stadtteilrahmenplans sollen direkte,
aktivierende Vor-Ort-Beteiligungen in differenzierter Form umgesetzt werden, die auch
Gruppen ansprechen, die sonst in Beteiligungsprozessen wenig zu Wort kommen.“
Die Verwaltung hat der Bezirksvertretung Münster-Nord und dem Ausschuss für Stadtpla-
nung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft (ASSVW) vor Beginn der einzelnen Ar-
beitsschritte über den Ablaufplan der Teilabschnitte berichtet (vgl. Vorlagen V/0139/2011
sowie V/0017/2012 und V/0017/2012 /1, 21.03.2012 Rat). Des Weiteren wurde zu Beginn
des Verfahrens ein interfraktioneller Arbeitskreis mit jeweils einem Mitglied aus der Bezirk-
vertretung Münster-Nord und dem Bezirksstellenleiter eingerichtet, um einen intensiven
Austausch zwischen der Politik vor Ort, dem Büro Frauns und der Verwaltung herzustellen.
Mündliche Sachstandberichte in den Gremien erfolgten nach Projektfortgang.
Nachdem in einem ersten Schritt im Herbst 2012 29 S chlüsselpersonen aus Kinderhaus
nach ihren Sichtweisen auf den Stadtteil befragt wurden, fand der öffentliche Auftakt am 22.
November 2012 in der Agora im Bürgerhaus Kinderhaus im Rahmen einer öffentlichen Ver-
anstaltung zur Bürgerbeteiligung statt. Neben einer Einführung in das Thema und Darstel-
lung des Verfahrensverlaufs gab es zu verschiedenen Themenfeldern jeweils eine Arbeits-
station. Themen aller Beteiligungsschritte - mit un terschiedlicher Schwerpunktsetzung -
waren: Verkehr / Mobilität - Sport / Freizeit - Ein zelhandel / Versorgung - Kultur - Grün- und
Freiflächen - Wohnen / Wohnumfeld - Sicherheit / Sa uberkeit - Image / Identifikation - Mit-
einander. Unter diesen thematischen Gesichtspunkten trugen die Teilnehmenden schon in
diesem frühen Verfahrensstadium Qualitäten und Schw ächen ihres Stadtteils zusammen
und gaben somit einen Überblick, was sie an ihrem S tadtteil schätzen, aber auch wo Hand-
lungsbedarf gesehen wird. Im Ergebnis wurden viele Qualitäten und Potenziale des Stadt-
teils Kinderhaus, aber auch Herausforderungen und H andlungsbedarfe als Grundlage für
die weitere Arbeit am Stadtteilentwicklungskonzept ausgemacht .
In Kenntnis der weiteren Realisierungsschritte, die bereits im ersten Halbjahr 2013 erfolgt
sind, sei zudem auf nachfolgende Aktivitäten verwiesen: Im Februar und März 2013 wurden
Zielgruppengespräche zu verschiedenen Themen durchg eführt. Bürgerinnen und Bürger
mit Migrationshintergrund sowie Senioren und Senior innen aus Kinderhaus wurden einge-
laden, um über ihre spezifischen Anforderungen an d en Stadtteil und ihre Ideen für die Zu-
kunft zu sprechen. Für die Altersgruppe der Jugendl ichen war ein weiteres Zielgruppenge-
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 70
spräch vorgesehen. Die Kinderhauser Jugendlichen ha ben jedoch von dem Angebot, sich
mit eigenen altersspezifischen Themen in das Verfah ren einzubringen, keinen Gebrauch
gemacht.
Ein weiterer Baustein der Bürgerbeteiligung für das Stadtteilentwicklungskonzept ist das
„Kinderhaus-Tagebuch“. Es versteht sich als eine Ar t „Langzeitbeobachtung“, die vom 17.
Dezember bis zum 28. Januar 2013 durchgeführt wurde . Insgesamt führten gut 40 Perso-
nen Kinderhaus-Tagebuch. Für diese Aktion hatten si ch Menschen in ganz unterschiedli-
chen Lebenslagen gemeldet: Familien, Einzelpersonen , Jugendliche, Senioren, Berufstäti-
ge, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migratio nshintergrund. Sie nahmen ihren
Stadtteil sechs Wochen lang unter die Lupe und habe n als "Stadtteil-Experten" wichtige
Hinweise auf Positives und Negatives im Stadtteil i n ihren Tagebüchern notiert. Die aus-
führlichen Ergebnisse aus den Kinderhaus-Tagebücher n wurden am 22. April 2013 vom
Büro Frauns in der Agora des Bürgerhauses vorgestellt.
Der nächste Verfahrensschritt noch vor der Sommerpause 2013 ist eine öffentliche Informa-
tionsveranstaltung in Kinderhaus, in der „Zwischenb ilanz“ gezogen wird. Es sollen alle bis-
herigen Ergebnisse der vorangegangenen Bürgerbeteil igung und die entsprechenden Stel-
lungnahmen des jeweiligen Fachamtes der Öffentlichk eit vorgestellt werden. Nach der
Sommerpause 2013 sollen Planungswerkstätten zu vers chiedenen Themen angeboten
werden, zu denen sich im Laufe des Verfahrens weite rer Handlungsbedarf herauskristalli-
siert. Nach Beendigung der Beteiligungsphase Ende 2013 werden alle von der Bürgerschaft
und den Akteuren vor Ort geäußerten Maßnahmen mit d en Fachämtern und der Politik dis-
kutiert.
Die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes wird 2014 im Mittelpunkt stehen. Das erarbei-
tet Maßnahmenkonzept stellt einen Leitfaden für die Politik, Verwaltung und Bürgerschaft
dar, um die Lebensqualität im Stadtteil Kinderhaus als attraktiven Wohnstandort nachhaltig
zu verbessern.
11.4 Ausblick auf die Verstetigung des Maßnahmeprog ramms in 2013
Auch in 2013 können wichtige Projekte bzw. Teilprojekte des Programms ohne wesentli-
chen Substanzverlust fortgeführt werden, da der Rat der Stadt Münster mit Verabschiedung
der Haushaltssatzung 2011 am 08.12.2010 für die gesamte Verstetigungsphase ab 2011
ein Finanzbudget von 150.000 € pro Jahr in den Haushalt eingestellt hat.
Unter Einbeziehung des Beschlusses des Beirats „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
am 06.11.2012 sollen alle 23 Projekte des Maßnahmeprogramms „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ aus dem Jahr 2012 im dritten Jahr der Verstetigung (2013) mit unterschiedli-
chen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verstetigungs-
budgets fortgesetzt werden. Einen Überblick über die Projektstandorte der Verstetigungs-
jahre 2012/2013 gibt Anlage 5 zur Vorlage.
Im Hinblick auf die Fortführung seiner Programmziele im Jahre 2013 lässt sich festhalten,
dass sich die im Vorjahr gesetzten Ziele als sinnvoll und notwendig erwiesen haben und im
Wesentlichen nur Akzentverschiebungen angedacht sind. So wird in 2013 als Fazit aus den
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 71
Erfahrungen in 2012 ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau folgender - ohnehin
schon praktizierter - Vorgehensweisen gelegt:
- Noch stärkere zielgruppenspezifische Ansprache in verschiedenen Projekten (z.B.
Sportprojekte/Trendsport).
- Ermöglichung einer frühzeitigen Information und A useinandersetzung mit verschiede-
nen Themengebieten, u.a. durch zunehmende Kooperation mit Schulen im Sinne einer
Prävention (z.B. Schuldnerberatung, Drogenprävention, Sport und Bewegung).
- Verstärkte Kooperation und Abstimmung mit den För derbereichen des Bildungs- und
Teilhabepaketes (BuT) sowie der „KinderMitmachStiftung“ zwecks Einschätzung der
Auswirkungen auf die Teilnehmendenzahlen bzw. der Kompensation durch institutiona-
lisierte Angebote sowie Erschließung möglicher Synergieeffekte.
Weiterhin fortgeführt werden auch die prozessbegleitende Selbstevaluation und die Aufbe-
reitung der Kontextdaten (vgl. Vorl. V/0291/2010, Anlage 3).
12 Anlagen
• Anlage: Kontextdatenmonitor 2012
• Anlage: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2012 und deren Entwicklung
• Anlage: Karte „Projektstandorte Verstetigungskonze pt 2012/2013“
Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 72
Anlage 3 zur Vorlage V/0533/2013
Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ - Verstetigungsphase „Soziale Stadt“
Handlungsfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Kontextdatenmonitor 2012
(Stadtzelle 631)
Bearbeitung: 61-1-1, Simone Peuling-Heerstraß; Stand: Juni 2013
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
6 Jugendquotient
7 Altenquotient
8 Personen mit Migrationsvorgeschichte
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
13 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
14 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
15 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
16 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
17 Anzahl Nationalitäten
18 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
19 Geburten
20 Sterbefälle
21 Umzüge im Quartier
22 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
23 Zuzüge von außerhalb
24 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
25 Fortzüge außerhalb MS
26 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
27 Wanderungsvolumen
28 Wohndauer
Haushalte
29 Haushalte mit 5 und mehr Personen
30 Haushalte mit Kindern
31 Paare mit 3 und mehr Kindern
32 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
33 Belegungsdichte
34 Sozialwohnungen
35 Leerstand im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
36 Arbeitslose (SGB II und III)
37 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
38 Langzeitarbeitslose (SGB II und III)
39 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
40 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
41a Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende
(SGBII): "Hartz IV"
41b
Nichtdeutsche erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für
Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
42
Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im
Alter/Erwerbsminderung, Hilfe z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
43 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
44 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012
(Stadtzelle 631)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
46 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Gesundheit
47 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
48 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2783 davon
1419 weiblich
1364 männlich
51,0 weiblich
49,0 männlich / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 287
133 weiblich
154 männlich
10,3 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 852
408 weiblich
444 männlich
30,6 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 196
112 weiblich
84 männlich
7,0 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 1908
969 weiblich
939 männlich
68,6 / in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
(Nichtdeutsche)
870
448 weiblich
422 männlich
31,3 / in % WBV
Anzahl Nationalitäten 64
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 43 15,5 / je 1000 EW
Sterbefälle 10 3,6 / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 83 3,0 / in % WBV
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 151 5,4 / in % WBV
Zuzüge von außerhalb MS 316 11,4 / in % WBV
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 266 9,6 / in % WBV
Fortzüge nach außerhalb MS 217 7,8 / in % WBV
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet /
Quartier)
-16 -0,6 / in % WBV
Wanderungsvolumen 1033 37,1 / Summe der Zu, Fort- u.
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 7,7 / Jahre durchschnittliche
Wohndauer
Haushalte
Haushalte mit Kindern
396 37,1 / Haushalte mit Kindern
< 18 J. in % aller Haushalte
Paare mit 3 und mehr Kindern 91 36,0 / in % der Paare mit
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 799
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose (SGB II und III) 330
159 weiblich
171 männlich
19,1 / in % der HW
Bevölkerung 18 - u. 65 J.
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012 (Stadtzelle 631)
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stadt" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine
Wirkungsanalyse
der "Sozialen Stadt".
Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2012)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
90
14,7 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz
IV"
1270
49,2 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 12,0
(Übergewicht),
10,0 (Adipositas) / in % der
untersuchten Kinder der
Schuleingangsuntersuchung
Bür
gerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2009) 468
26,5 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Briefwähler
Hinweis: Die Daten werden fortl
aufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiterte Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt.
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012
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Wohngebiet „Kinderhaus/Brüningheide“ - Verstetigungsphase „Soziale Stadt“
Handlungsfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Ausgewählte Kontextdaten der Stadtteilentwicklung Kinderhaus-
Brüningheide 2012
¾Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide 1993-2012
(wohnberechtigte Bevölkerung)
¾Entwicklung der Leerstandsquoten im Mietwohnungsbestand der
Wohnungsbauunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide 2009-2012
¾Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2012
¾Entwicklung der Arbeitslosigkeit (SGB II u. III) in Kinderhaus-
Brüningheide 2008-2012
Anlage 4 zur Vorlage V/0533/2013
Kontextindikatoren 2012
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide
1993 - 2012 (je 31.12. des Jahres)
3226 3165 3140
2923 2855
2712 2802 2862 2958 3049 2996
2879
2744
2626 2603
2755 2845 2783
32373277
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
19931994 1995 19961997 19981999 2000 20012002 20032004 2005 20062007 20082009 2010 20112012
Personen
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Kontextindikatoren 2012
Entwicklung der Leerstandsquoten im überwiegend öffentlich geförderten
Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-
Brüningheide 2009-2012
(Durchschnittswert)
10,3%
8,0%
2,7% 2,5%
3,7%
11,1%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
12%
Feb. 09 Okt. 09 Mrz. 10 Mrz. 11 Mrz. 12 Dez. 12
Bearbeitung 61.1; Quelle: Amt für Wohnungsw esen
Kontextindikatoren 2012
66,4
4,8
8,1
7,7
8,9
4,1
57,6
5,7
7,4
10,0
13,0
6,3
61,2
4,9
5,9
9,1
10,1
8,8
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5,3
5,5
10,0
12,3
6,5
64,8
5,3
5,3
7,6
8,9
8,1
63,7
6,5
8,1
6,4
10,3
5,0
61,3
5,8
8,3
10,0
8,4
6,2
58,2
3,8
6,1
14,4
9,1
8,3
62,8
3,05,4
11,4
9,6
7,8
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20%
40%
60%
80%
100%
2004 2005 2006 2007 200 8 2009 2010 2011 2012
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2012*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS
Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts w egen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Sprickmannstraße
- Josef-Beckmann-Straße 1
- Killingstraße 1
- Idenbrockplatz
- Sprickmannplatz 1
- Brüningheide 150
- Kinderhaus 6
- Heidegrund
- Langebusch 32
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0533/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.10.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37