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V/0533/2013

Kinderhaus-Brüningheide: a) Jahresbericht 2012 und Fortsetzung des Maßnahmeprogramms ab 2014, b) Perspektiven für die künftige Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit im Wohngebiet

Vorlagen 22.10.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2013, TOP 40.1

Anlage 1 zur Vorlage V_0533_2013

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlagen 2-5 zur Vorlage V_0533_2013

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Ansehen

Anlage 1 zur Vorlage V_0533_2013

7223 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013 
 1 
 
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide     
 
 
 
150.000,00 €       Jährliche Förderung ab dem Jahr  2014  -  Gesamt 
 
 
 
 
 
 Projekt- 
    Nr. Projektträger städtische 
 Förderung 
1.05 
Amt für Wohnungswesen 1.000,00 € 
2.02 Amt für Grünflächen 
und Umweltschutz 6.000,00 € 
4.02 Begegnungszentrum 
Sprickmannstraße e.V. 36.000,00 € 
5.01 / 
5.03 
Kinderhauser Arbeitslosen 
Initiative KAI e.V. 30.000,00 € 
5.04 
Amt für Gesundheit, 
Veterinär- und 
Lebensmittelangelegenheiten 
10.000,00 € 
6.01 Diakonie Münster e.V. 36.000,00 € 
6.02 Internationaler 
Kulturverein ATRIUM e.V. 2.000,00 € 
7.01 1.200,00 € 
7.02 1.200,00 € 
  Spiel- und Freizeitzone 
  Integrationsarbeit vor Ort 
  Nachbarschaftsstärkung und 
  Mieter/innen-Schulung 
                     Projekte 
                                                                       Sozialamt 
Gebietsmoderation / 
Sozialamt 
  Wir verstehen uns 
  Gesund Aufwachsen in Kinderhaus 
   Schuldnerberatung vor Ort 
   Kulturprojekte: Interkulturelle 
   Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. 
   Quartiersmanagement 
   Quartiersfonds 
 
 
        
GESAMT                     123.400,00 €

Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013 
 2 
 Projekt- 
    Nr. Projektträger städtische 
 Förderung 
6.04 
Begegnungszentrum 
Sprickmannstraße e.V. 1.100,00 € 
6.07 Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien 3.300,00 € 
6.08 Indro e.V. 2.750,00 € 
                         Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
                     Projekte 
Drogenprävention 
6.05 / 
6.06 
Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien 19.450,00 € Integrative Jugendsozialarbeit / 
Mobile Jugend(sozial)arbeit 
Jungenprojekt/ 
Sport gegen Gewalt 
Sport und Bewegung 
 
 
                      
GESAMT:                 26.600,00 €

Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013 
 3 
 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide 
   - Richtlinien für die Mittelverwendung aus dem Quartiersfonds - 
 
 
Aus den verfügbaren Mitteln des Quartiersfonds werd en im Rahmen des Maßnah- 
meprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide kleinere Maßnahmen nach den 
folgenden Richtlinien gefördert: 
 
1. Verwendungszweck, Förderungsprogrammatik 
1.1 Gefördert werden kleinere Maßnahmen, die die Be teiligung der Bewohnerin- 
nen und Bewohner des Programmgebiets sowie der in d en südlich unmittelbar 
angrenzenden Wohnbereichen an Aktivitäten zur Verbe sserung ihrer Lebens- 
situation oder ihrer Teilhabemöglichkeiten unterstü tzen. Vorrangig werden sol- 
che kleineren Maßnahmen gefördert, in deren Rahmen nachbarschaftliche Ak- 
tionen oder andere wohngebietsbezogene Selbsthilfea ktivitäten initiiert oder 
verstetigt werden. 
1.2 Die Mittel sind gegenüber Fördermitteln Dritter , einschließlich der Förderungen 
aus anderen Ansätzen des Maßnahmeprogramms Wohngebi et Kinderhaus-
Brüningheide nachrangig; eine Kombination ist jedoch möglich. 
1.3 Programmgebiet ist das Gebiet der Stadtzelle 63 1 (Brüningheide). 
1.4   Über eine Förderung wird jeweils im Einzelfal l entschieden. Ein Rechtsan- 
spruch auf Gewährung eines Zuschusses besteht nicht. 
  
2. Antragsberechtigte 
2.1 Antragsberechtigt sind  
o Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern des Progra mmgebiets,  
o freiwillig gebildete Vereine mit sozial- oder kult urell-integrativer Zielsetzung, 
die im Programmgebiet oder in unmittelbarer Nachbar schaft zum Pro- 
grammgebiet (Stadtzellen 632 [Idenbrockplatz] und 6 33 [Heidegrund]) ih- 
ren Sitz haben oder nicht nur einzelne Mitglieder h aben, die im Programm- 
gebiet wohnen, 
o Schulen, zu deren Einzugsbereich das Programmgebie t gehört,  
o Kirchen und öffentlich-rechtliche Religionsgemeins chaften, die Mitglieder 
im Programmgebiet betreuen, 
o Einzelpersonen, die im Wohngebiet oder in unmittel barer Nachbarschaft 
zum Programmgebiet (Stadtzellen 632 [Idenbrockplatz ] und 633 [Heide- 
grund]) wohnen, sowie 
o Wohnungsunternehmen mit Wohnungsbeständen im Progr ammgebiet. 
 
2.2 Im Rahmen dieser Richtlinien nicht bewilligt we rden Anträge solcher Vereine, 
Gruppen, anderer Organisationen sowie Einzelpersone n, 
 die nach ihrem aus- 
drücklich bekundeten Selbstverständnis oder ihrem tatsächlichen Gebaren Ak-

Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013 
 4 
tivitäten entfalten, die zu Gewalt gegen andere Men schen und Gruppen aufru- 
fen, ihnen Gewalt androhen oder sie mit Gewalt bekämpfen.  
 
3. Förderungsgrundsätze 
3.1 Grundsätzlich können kleinere Maßnahmen ungeach tet ihrer konkreten Akti- 
onsfelder sowie der Art der Aktivitäten gefördert w erden, soweit sie legal sind 
und den Programmzielen des Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide nicht entgegenstehen. 
3.2 Zuschüsse können  
• für maßnahmebezogene Sachkosten,  
• für maßnahmebezogene Honorarkosten sowie, 
• soweit Räume für die Durchführung einer kleineren Maßnahme erforderlich 
sind, für Miet- und Betriebskosten  
bewilligt werden.  
3.3 Nicht zuschussfähig sind 
• Kosten, die vor Eingang des Antrags entstanden sin d, 
• laufende Kosten,  
• Personalkosten und  
• Investitionskosten. 
 
4. Förderungsumfang, Art der Förderung 
4.1 Der Zuschuss pro Maßnahme entspricht den zuvor kalkulierten Kosten, ab- 
züglich eines Eigenanteils nach Maßgabe der Ziffer 4.2, im Regelfall bis ma- 
ximal 200 EURO; die geförderte Maßnahme muss selbst ändig durchführbar 
sein. Ausnahmsweise kann eine Maßnahme mit bis zu 4 00 € gefördert wer- 
den, wenn besonders viele Teilnehmende erwartet wer den. Satz 1, 2. Teilsatz 
gilt entsprechend.  
4.2 Zu den Aufwendungen sollen Antragsberechtigte o der Teilnehmende Eigen- 
leistungen in Form von Sach- oder Dienstleistungen erbringen. 
4.3 Der Zuschuss wird als Festbetrag gezahlt; eine Nachbewilligung für dasselbe 
Projekt ist nicht möglich. 
 
5. Verfahren 
5.1 Zuschüsse werden nur auf Antrag gewährt. Hierfü r ist der Vordruck (Anlage) 
zu verwenden. Der Antrag kann auch mündlich einem M itglied der Gebiets- 
moderation übermittelt werden, den es in den Vordruck überträgt und von dem 
oder der Antragsberechtigten unterschreiben lässt. 
5.2 Über die Bewilligung im Einzelfall entscheidet die Verwaltung auf der Grundla- 
ge einer Stellungnahme der Gebietsmoderation und im  Rahmen der bereitste- 
henden Mittel. Die Stellungnahme ist von mindestens  drei Mitgliedern der Ge- 
bietsmoderation einvernehmlich zu treffen und auf d em Vordruck zu protokol- 
lieren. Ein Einvernehmen der Gebietsmoderation über  die Stellungnahme 
kann auch über E-mail-Abfrage unter den Teammitglie dern hergestellt wer- 
den/erfolgen,

Anlage 1 zur Vorlage V/0533/2013 
 5 
           Den ausgefüllten Vordruck erhält das Soz ialamt. Ein Mitglied der Gebietsmo- 
deration informiert den Antragsteller bzw. die Antr agstellerin über die Ent- 
scheidung.  
5.3 Nach Vorlage des Verwendungsnachweises, der aus  einem kurzen Sachbe- 
richt (Inhalte, Anzahl der Teilnehmer/innen, Dauer der Aktion/Veranstaltung), 
sämtlichen Belegen sowie einer Übersicht über die A usgaben und Einnahmen 
besteht, zahlt das Sozialamt den Zuschuss im Umfang  der nachgewiesenen 
Nettoausgaben, maximal jedoch bis zur Höhe des münd lich bewilligten Be- 
trags aus.  
 
6. Inkrafttreten, Außerkrafttreten 
Die Richtlinien treten ab dem 01.01.2014 in Kraft.

Beschlussvorlage

30770 Zeichen

V/0533/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Kinderhaus-Brüningheide: a) Jahresbericht 2012 und Fortsetzung des Maßnahmeprogramms ab 
2014; b) Perspektiven für die künftige Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit im Wohngebiet 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
19.11.2013 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
20.11.2013 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 
20.11.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
28.11.2013 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 
04.12.2013 Integrationsrat Anhörung 
05.12.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
11.12.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
11.12.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Der Jahresbericht 2012 (Anlage 2) für das Maßnahmeprogra mm Wohngebiet Münster Ki n-
derhaus-Brüningheide wird zur Kenntnis genommen. 
 
2.  Das Programm wird ab 2014 nach Maßgabe der in der Begründung dargestellten Eckpunkte 
fortgeführt.  
 
3.  Die Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in der Brüningheide wird inhaltlich u nd konzeptionell - 
insbesondere im Hinblick auf präventive Angebote - überprüft, qualifiziert und ggf. neu au s-
gerichtet. In dem Zusammenhang werden auch 
 
 die vorhandenen Netzwerkstrukturen der Träger der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in 
der Brüningheide überprüft und ggf. angepasst, ferner 
 
 geprüft, ob eine gemeinsame Nutzung des „Atriums“ multifunktional vom Kulturverein und 
der Jugendarbeit konform mit der Landesförderung ist und der Jugendsalon ins Atrium 
verlagert werden kann. Die Verwaltung wird beau ftragt, einen entsprechenden Koste n-
plan zu erstellen. 
 
4. Zur Verstetigung der aufsuchenden Jugendsozialarbeit in der Brüningheide wird zum 
01.01.2014 im Teilergebnisplan 0602 (Kinder- und Jugendarbeit) eine 0,5 Stelle Entgeltgrup-
pe S 12 für eine sozialpädagogische Fachkraft eingerichtet. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0533/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Robert 
Herr Kentrup 
Ruf: 
492-5909 
E-Mail: 
Robert@stadt-muenster.de  
Datum: 
17.10.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0533/2013 
 
5.  Die Verwaltung wird beauftragt, 
 
5.1   die weitere Umsetzung des Programms ab 2014 zu koordinieren und mit den nichtstädt i-
schen Maßnahmeträgern Leistungsvereinbarungen sowie zwischen dem Sozialamt und den 
städtischen Dienststellen, die Einzelmaßnahmen durchführen, Zielvereinbarungen abz u-
schließen, 
 
5.2   dem Rat jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die 
Entwicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die zuvor der Bezirks vertre-
tung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich 
Integrationsrat vorgelegt werden, ferner bei wesentlichen Änderungsbedarfen des Pr o-
gramms erforderliche Beschlussfassungen rechtzeitig vorzubereiten, 
 
5.3   dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien die Prüfergebnisse und Empfehlungen 
zu Ziffer 3 bis zum II. Quartal 2014 vorzulegen.  
 
II. Finanzielle Auswirkungen 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0503 Sicherung besonderer sozi a-
ler Bedarfe 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen 2014 ff. 123.400 Ansatz lt. HH-
Entwurf: 
150.000 € 
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit    
Zeile  11 Personalaufwendungen 2014 ff. 26.160  
Zeile 15  Transferaufwendungen 2014 ff. 440  
  Insgesamt:  150.000  
 
Ab dem Jahr 2014 werden 26.600 € von Produktgruppe 0503 zur Produktgruppe 0602 verlagert. 
Die Verwaltung wird beauftragt, entsprechende Veränderungsblätter anzufertigen. Die übrigen 
Aufwendungen für die Fortführung der Projekte 6.04, 6.07 und 6.08 von 6.710 € werden aus vo r-
handenen Mitteln der Produktgruppe 0602 (Zeile 15) finanziert.  
 
 
Begründung: 
 
1.  Antrags- und Beschlusslage 
 
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münste r die Verwaltung beauftragt, das Pr o-
gramm Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide in den Jahren 2007 bis 2010 mit einer Zuwendung 
des Bundes und des Landes zur Stadterneuerung durchzuführen (Vorlage V/0927/2006 u. 
V/0927/2006 E1). 
 
Um nach Auslaufen des Prog ramms ab 2011 eine Fortentwicklung und Stabilisierung der Ang e-
bots- und Vernetzungsstrukturen im Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide ohne Unterbrechung 
sicherzustellen, hat der Rat mit Beschluss vom 07.07.2010 zur Vorlage V/0291/2010 entschieden, 
das aus dem Programmkonzept Soziale Stadt entwickelte Maßnahmeprogramm Wohngebiet Ki n-
derhaus-Brüningheide ab 01.01.2011 zunächst befristet für drei Jahre umzusetzen.

- 3 - 
V/0533/2013 
 
Mit Beschluss zur Vorlage V/0562/2013 (Antrag der SPD -Fraktion A -R/0029/2013 „ Fortsetzung 
des Programms Soziale Stadt Kinderhaus - Fokus auf Prävention für Kinder, Jugend und Familie 
richten“) hat der Hauptausschuss die Verwaltung am 25.09.2013 beauftragt, eine Fortsetzung des 
Maßnahmeprogramms über das Jahr 2013 hinaus sowie die weiteren Einzelanliege n des Antrags 
zu prüfen, konkret die Ausrichtung der Jugendarbeit im Wohngebiet sowie die Leistungen der Tr ä-
ger im Bereich der Prävention und frühen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien dort, um dem 
Rat auf der Grundlage der Prüfergebnisse Entscheidungsempfehlungen vorzulegen. 
 
 
2. Programmdurchführung 2007 – 2013 
 
2.1 Programm Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide  
 
Das Programm Soziale Stadt wurde in den Jahren 2007 bis 2010 mit einer Zuwendung des Bun-
des und des Landes zur Stadterneuerung auf der Grundlage eines Integrierten Handlungskonzepts 
(konkretisiertes Maßnahmekonzept/Städtebaulicher Maßnahmeplan) durchgeführt. Das Integrierte 
Handlungskonzept war Kernelement der Programmdurchführung und bündelte als strategisches 
Planungs- und Steuerungsinstrument der (sozialen) Stadtentwicklung gebietsbezogen Aktivitäten, 
Projekte und Maßnahmen unterschiedlicher Akteure aus  verschiedenen Handlungsfeldern, um 
Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen und Aktivitäten so aufeinander abzustimmen, dass sie 
synergetische Wirkung entfalten. In den Jahren 2007 bis 2010 bestand das Integrierte Handlung s-
konzept nach der Münsteraner Programmsystematik aus 8 Handlungsfeldern mit insgesamt 30 
Projekten (siehe Anlage 2, S. 5 ff.). Innerhalb der Handlungsfelder wurden eine  oder mehrere An-
sprechpartner/innen (Handlungsfeldverantwortliche) der Verwaltung mit fachlicher Verantwortung 
für die Koordination benannt (Binnenstruktur der Handlungsfelder).  
 
Zur Organisationsstruktur des  Programms Soziale Stadt Kinderhaus -Brüningheide gehörte auch 
die Einrichtung eines Quartiersmanagements (Gebietsmoderation). Ein Team aus (fünf) Mitgli e-
dern mit beruflichem Bezug zum Wohngebiet nahm diese Aufgabe unentgeltlich war und trug zur 
bereichsübergreifende Vernetzung der in den Handlungsfelde rn initiierten Aktivitäten und dem 
Herstellen einer soliden Beteiligungsbasis der Bewohnerschaft bei.  
 
Darüber hinaus wurde der Beirat Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide eingerichtet, der sich aus 
Vertreterinnen und Vertretern des Rates, der Bezirksvertretung Nord, des damaligen Ausländerbei-
rats bzw. heutigen Integrationsrats, der Verwaltung sowie der Initiativen und anderen Kooperat i-
onspartner vor Ort zusammensetzte. Der Beirat trug wesentlich zur Verankerung des Programms 
im Quartier bei und war u.a. an der Feinplanung von Einzelprojekten (innerhalb des gegebenen 
Programmrahmens) und an der Formulierung handlungsfeldübergreifender Ziele beteiligt. 
 
Die Ergebnisse der Programmdurchführung wurden in den Jahresberichten dokumentiert (s. auch 
2.3 und Anlag e 2). Zur Frage der Fortsetzung der  Bundes-/Landesförderung der Sozialen Stadt 
über das Jahr 2010 hinaus wurde am 15.12.2009 ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Ve r-
tretern des  Ministeriums für Bauen und Verkehr (MBV) des Landes NRW, der Bezirksregieru ng 
und der Stadt Münster geführt, in dem deutlich wurde, dass das MBV das gegenwärtig umgesetzte 
Maßnahmekonzept als ausfinanziert werte, jedoch gleichzeitig eine Verstetigung des Programms 
erwarte.  
 
2.2 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus Brüningheide  
 
Das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide (Verstetigungsprogramm) wird 
seit dem 01.01.2011 zunächst befristet für drei Jahre mit einer städtischen Förderung in Höhe von 
150.000,- € im Jahr umgesetzt, sodass Kernprojekte des Programms Sozia le Stadt ohne wesentli-
che Substanzänderung bis Ende 2013 fortgeführt werden können. Ebenfalls fortgesetzt wurden die 
im Rahmen des Programms Soziale Stadt aufgebauten Entscheidungsstrukturen und netzförmigen 
Kooperationsbeziehungen zwischen den an der Durc hführung Beteiligten, womit die integrative

- 4 - 
V/0533/2013 
Ausrichtung des Programms erhalten blieb. Auch Zusammensetzung und Aufgaben des Beirats 
wurden im Wesentlichen beibehalten, ungeachtet seiner neuen Bezeichnung „Beirat Wohngebiet 
Kinderhaus-Brüningheide“. Ebenso ist die Gebietsmoderation weiterhin koordinierendes Bindeglied 
zwischen den Handlungsfeldern und den Einzelmaßnahmen. 
 
2.3 Jahresbericht 2012 und Kontextdaten zur Stadtentwicklung 
 
Grundlage der Erfolgsmessungen der Aktivitäten im Programmzusammenhang ist das in den Jah-
ren 2007 bis 2009 von den durchführenden Akteuren entwickelte Zielsystem mit seinen Einzelzi e-
len auf Programm -, Handlungsfeld- und Projektebene inkl. Indikatorenbildung sowie Erhebung s-
techniken und Dokumentation (Teilprojekt Prozessbegleitend e Selbstevaluation). Wie in den be i-
den Jahren zuvor führt der Jahresbericht 2012 (Anlage 2), der federführend vom Amt für Stadtent-
wicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung erstellt wurde, die Projektergebnisse in tabellarischen 
Übersichten auf. Die Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich auf S. 61 ff.; im Hinblick auf die 
handlungsfeldübergreifenden Programmziele werden folgende Zielfortschritte benannt: Verbesse-
rung der Wohnsituation (insb. durch verstärkte Vernetzungsarbeit zwischen Bewohnerschaft, 
Wohnungswirtschaft und städtischer Verwaltung), S tärkung der Bildungschancen für Kinder und 
Jugendliche, Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Stadtgebiet und verstärkte 
Vernetzung zwischen den Akteuren im Stadtteil. 
 
Dem Jahresbericht beigefüg t ist darüber hinaus der Kontextdatenmonitor 2012 (Anlage 3); die 
Werte der dort aufgeführten Indikatoren verdeutlichen, unter welchen demographischen und s ozi-
oökonomischen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt wurden. So verweist der Ko ntext-
datenmonitor 2012 auf nach wie vor erhebliche Handlungsbedarfe zur Stabilisierung des Wohng e-
biets und zur Verbesserung der Lebensqualität seiner Bewohnerschaft, sowie vor allem auch für 
bessere Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen dort. Besonders deutliche Unterschiede 
gegenüber den gesamtstädtischen Werten weisen insbesondere die Anteile Arbeitsloser sowie der 
Menschen auf, die Leistungen zur Existenzsicherung erhalten; das gilt ebenso für den Faktor „Ki n-
derarmut“ mit dem unter allen Programmgebieten in NRW  höchsten Wert (Städtenetz Soziale 
Stadt NRW, Soziale Kontextbedingungen der Stadtteilentwicklung 2006-2009, Essen, S. 75). 
 
 
3. Programmgestalt ab 2014 
 
Mit dieser Vorlage gibt die Verwaltung Empfehlungen zur Fortsetzung des, der Sozialen Stadt fo l-
genden, Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide ab 2014. Eine Weiterfü h-
rung zentraler Elemente des Maßnahmeprogramms ist jedenfalls dem Grunde nach angezeigt, 
insofern die meisten der auf soziale Ungleichheit verweisenden Strukturmerkmale des Gebiets, wie 
im Kontextdatenmonitor abgebildet, Ausprägungen aufweisen, die von den gesamtstädtischen 
Werten stark abweichen. Um die Wohn - und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft innerhalb 
des nur knapp 15,5 ha großen Gebiets mit einer Einwohnerdichte von fast 1 80 Einw. pro ha 
(höchster Wert einer Stadtzelle außerhalb des Stadtbezirks Münster -Mitte) wenigstens zu stabil i-
sieren, sind Maßnahmen, wie sie in den letzten Jahren entwickelt und eingesetzt worden sind, 
auch in den folgenden Jahren erforderlich. Um die Er folge der bisherigen Programmdurchführung 
abzusichern, empfiehlt die Verwaltung, den wohngebietsbezogenen Ansatz (Kinderhaus -
Brüningheide, Stadtzelle 631) beizubehalten.  Die Programmkoordination des Maßnahmepr o-
gramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide nimmt auch in den folgenden Jahren das Sozialamt 
wahr. 
 
Die Empfehlungen der Verwaltung für eine Fortsetzung des Programms begegnen darüber hinaus 
folgenden Überlegungen: 
 Die integrative Programmausrichtung soll ebenso fortgeführt werden wie die an Zielen orie n-
tierte Programm- und Maßnahmesteuerung.  
 Organisation und Verfahren der Programmdurchführung sollen vereinfacht werden, nach Ma ß-
gabe der Anforderungen an die Transparenz des Programms und die Freiheit der Vertretung s-
körperschaft zur Programmrevision.

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V/0533/2013 
3.1 Einzelmaßnahmen  
 
Die integrative Ausrichtung des Programms soll auf der Grundlage der in Anlage 1 aufgeführten 
Projekte fortgesetzt werden. Zum Maßnahmekanon des Programms gehört darüber hinaus das 
aus ESF-Mitteln und Mitteln aus der Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland -Ost geför-
derte Projekt „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide“ (organisatorisch bei der 
Bezirksverwaltung Münster-Nord angesiedelt); in dessen Rahmen entwickeln Akteursnetzwerke in 
den Feldern Arbeitsmarkt und Soz iales mit Begleitung durch eine städtische Mitarbeiterin (Net z-
werkcoach) aus ihren Angeboten und Leistungen auf die Situation erwerbsfähiger Menschen im 
Wohngebiet zugeschnittene Ansätze, sie auf dem Weg der Arbeitsmarktintegration ggf. auch in 
kleinen Schritten weiterzubringen (Projektzeitraum: Mai 2013 bis voraussichtlich April 2015). Fe r-
ner umfassen die Aktivitäten im Programmzusammenhang sog. kleinere Maßnahmen mit Bewo h-
nerinnen und Bewohnern, die auch in Zukunft durchgeführt werden sollen.  
 
3.2 Programmorganisation 
 
Im Verlauf der bisherigen, im 2. Halbjahr 2006 aufgenommenen Programmdurchführung haben 
alle beteiligten Akteure Erfahrungen in der Durchführung eines träger - und aufgabenfeldübergrei-
fenden (= integrativen) Programms mit Wohngebietsbezug ge sammelt, ausgewertet und auf der 
Grundlage des ebenfalls von den Programmbeteiligten entwickelten Zielsystems angezeigte A n-
passungen vollzogen. In dieser Phase des Entwickelns und Erprobens hat insbesondere der Beirat 
Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide wer tvolle Beiträge und Anregungen zur Realisierung des 
Programms und zu seiner Profilentwicklung beigesteuert. Gerade auch mit seiner Hilfe konnten 
sich das Programm und seine Einzelmaßnahmen mittlerweile als Aktivitäten etablieren, die weithin 
akzeptiert sind, rege nachgefragt werden und im Wohngebiet heute als reguläre Angebote wah r-
genommen werden. Damit hat der Beirat seine Funktion ebenso bestens wie abschließend erfüllt. 
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung, den Beirat in der Ratsperiode ab 201 4 nicht 
erneut einzurichten. Die Verwaltung empfiehlt ferner, die zwischen Programm - und Maßnahme-
ebene liegende Handlungsfeldebene ab 2014 nicht mehr zu verwenden.  
 
Gebietsmoderation 
 
Das aus fünf Mitgliedern bestehende Team soll das Quartiersmanagement a b 2014 bis auf Weite-
res fortführen. Dabei hat die Gebietsmoderation die Funktion eines koordinierenden Bindeglieds 
zwischen den Maßnahmeträgern auf der einen und der Bewohnerschaft auf der anderen Seite. 
Außerdem leistet die Gebietsmoderation wichtige Beiträge zur Beteiligung und Aktivierung der B e-
wohnerinnen und Bewohner sowie nicht zuletzt zur Stärkung ihrer Organisationsfähigkeit.  Die Ge-
bietsmoderation nimmt ferner Anträge an den Quartiersfonds entgegen und bewertet sie (s. Anlage 
1, S. 3 - 5).  
 
Jährlicher Planungsworkshop  
 
Die Verwaltung empfiehlt, mit allen Akteuren, die an der Programmdurchführung beteiligt sind, ab 
2014 jährlich einen Planungsworkshop durchzuführen, in dessen Rahmen die Jahresberichte, A n-
passungen des Zielsystems, der Kontextdatenmo nitor sowie ggf. wesentliche Bedarfe einer Pr o-
gramm- oder Maßnahmeanpassung erörtert werden. Themenbezogen können weitere Personen 
hinzugezogen werden.  
 
3.3 Programmsteuerung, Jahresberichte 
 
Die Verwaltung empfiehlt, mit den Trägern der in Anlage 1 aufge führten Einzelmaßnahmen ab 
2014 verbindliche Leistungsvereinbarungen (freie Träger) bzw. Zielvereinbarungen (städtische 
Dienststellen), in der Regel mit einer Laufzeit von drei Jahren, abzuschließen, die die Maßna h-
meinhalte nach Menge und Qualität, Einzelh eiten der Kooperation, Ziele, den Umfang der Förd e-
rung sowie das Verfahren zur Überprüfung der Mittelverwendung festlegen. Mit den beiden Tr ä-
gern, die Zuschüsse aus dem Budget des Sozialamts zur Basisfinanzierung ihrer Arbeit erhalten

- 6 - 
V/0533/2013 
(Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V.: 58.940 € 1, Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI 
e.V.: 44.500 €), werden kombinierte Vereinbarungen über beide Aufgabenbereiche/Zuschüsse 
abgeschlossen. 
 
Die Verwaltung wird auch in Zukunft den im Beschlussvorschlag aufgeführten Gremien regelmäßig 
Jahresberichte in Anlehnung an das Muster des Berichts in Anlage 2 dieser Vorlage vorlegen; die 
Jahresberichte werden auch über die Finanzierung der Maßnahmen informieren, ferner bei Bedarf 
auf Anpassungserfordernisse bei der Programmdurchführung aufmerksam machen.  
 
4. Kinder- und Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit in der Brüningheide ab 2014 
 
Eine besondere Aufgabe bei der Fortsetzung des Maßnahmenprogramms im Wohngebiet Kinde r-
haus-Brüningheide kommt der Kinder - und Jugendhilfe zu. Das Enga gement im Bereich der Ki n-
der- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit ist hier unverzichtbar und muss kontinuierlich auf die 
Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen fachlich angepasst und fortgeschrieben werden. B e-
reits im Kinder- und Jugendförderplan 2010-2014 wurde deutlich, dass der Bezirk Nord und insb e-
sondere der Stadtteil Kinderhaus -West über eine besondere Sozialstruktur verfügt, die sich von 
den stadtweiten Durchschnittswerten deutlich abhebt.  
 
In Kinderhaus-West lebten zum 31.12.2012 insgesamt 201 0 Kinder und Jugendliche im Alter von 
0-18 Jahren, davon 54 % mit Migrationsvorgeschichte (stadtweit: 33,4%). In dieser Altersgruppe 
wachsen 25,7 % in Haushalten von Alleinerziehenden auf (stadtweit: 19 %); 43 % der Kinder und 
Jugendlichen (stadtweit: 15,4 %) leben in Haushalten von Leistungsbeziehern des SGB II.  
 
Die vorgenannten Sozialstrukturdaten zeigen auf, dass überproportional viele Kinder und Jugendli-
che im Stadtteil Kinderhaus unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Insbesondere die Kinder- 
und Jugendhilfe steht deshalb vor der Herausforderung in diesem Wohngebiet so früh wie möglich 
Entwicklungsfördernde und präventive Angebote für die Kinder vorzuhalten. So wurden vordrin g-
lich in Kinderhaus -West Kitas zu Familienzentren umgewandelt und „Förderi nseln“ in die Grun d-
schulen integriert. 
 
Ziel aller Bemühungen und Träger muss es sein, die bestehenden Angebote deutlicher auf die 
besondere Situation der Kinder und Jugendlichen zu fokussieren, frühzeitiger auf ihre Probleml a-
gen einzugehen und präventive und fördernde Unterstützungsangebote auszubauen bzw. weiter 
zu entwickeln und Jugendliche bei Bedarf zielgerichtet weiterzuvermitteln. In diesem Zusamme n-
hang sind insbesondere die originären Leistungen der offenen Jugendarbeit und der Jugendsoz i-
alarbeit und hier insbesondere die Angebote der Jugendberufs - und Jugendgerichtshilfe bzw. der 
sozialen Gruppenarbeit zu bündeln und besser aufeinander abzustimmen.  
 
Insgesamt bedarf es einer ganzheitlichen, einer inhaltlichen und konzeptionellen Überprüfung der 
bestehenden Angebote, einer Profilschärfung der Jugendsozialarbeit und Verstetigung der aufs u-
chenden Jugendsozialarbeit. 
 
Folgende Maßnahmen sollen ab dem 1. Quartal 2014 initiiert werden:  
 
4.1 Überprüfung und Qualifizierung der Angebote der Jugendhilfe in der Brüningheide  
 
Die Kinder- und Jugendhilfe ist aufgefordert, Risiken für Kinder und Jugendliche präventiv zu b e-
gegnen. In Kinderhaus-West bzw. in der Brüningheide muss daher neben den klassischen Ang e-
boten der Jugendarbeit insbesondere im Hinblick auf die N otwendigkeit frühzeitiger Unterstü t-
zungsangebote auch das Handlungsspektrum der Jugend(sozial)arbeit ausgeweitet und geschärft 
werden. „Aktuell werden in dem Wohngebiet Angebote für Jugendliche i.d.R. ab 13 Jahre bis 20 
Jahre von der Jugendeinrichtung „Jugendsalon“, unterbreitet. Die Besucher des Jugendsalons sind 
                                                
1  Hinweis: Der Träger hat zum Haushalt 2014 die Anhebung seines Aufgabenzuschusses auf 75.600 
€ ab 2014 beantragt.

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V/0533/2013 
überwiegend zwischen 13 und 20 Jahren alt, wobei die älteren Jugendlichen vielfach arbeitslos 
und ohne Schulabschluss sind. Um die 80 % der Besucher haben eine Migrationsvorgeschichte, 
kommen meist aus sehr schwierigen sozialen Verhältnissen und etwa jeder zweite ist bereits ein - 
oder mehrfach straffällig geworden. Maßnahmen wie Berufsvorbereitungslehrgänge greifen meist 
nur kurzfristig, werden oftmals vorzeitig abgebrochen und bieten auch langfris tig nicht den g e-
wünschten Erfolg hinsichtlich verbesserter Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Anteil der weibl i-
chen Besucher ist mit ca. 10 % gleichbleibend niedrig. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Mä d-
chen mit einer Migrationsvorgeschichte von den Elte rnhäusern spätestens mit dem Erreichen der 
Pubertät dazu angehalten werden sich im häuslichen Bereich aufzuhalten. Ursächlich dafür ist der 
kulturelle und religiöse Hintergrund in diesen Familien „(Auszug aus dem Jahresbericht des J u-
gendzentrums Jugendsalons am Sprickmannplatz, 2010). 
 
Um sich zukünftig aktuellen Herausforderungen besser stellen zu können und neue Maßnahmen 
mit bereits bestehenden Angeboten besser miteinander verknüpfen zu können, sollen die best e-
henden Angebote und Konzepte der Träger und Projekte überprüft und gemeinsam erörtert we r-
den. Ziel ist es, passgenauer auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen und Pro b-
lemlagen der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil eingehen zu können und sie gezielter an weit e-
re Unterstützungsangebote zu vermitteln (Brückenfunktion). 
 
Begleitend soll darüber hinaus ein intensives Qualitätsmanagement für die bestehenden Angebote 
durch Instrumente wie Fachberatung und Fachaufsicht in konzeptioneller, pädagogischer, inhaltl i-
cher und organisatorischer H insicht intensiviert und gesichert werden. Der Jugendhilfeträger vor 
Ort hat dementsprechend eine feldkompetente Fachberatung, Fallberatung, Supervision und M e-
thoden der kollegialen Beratung zu gewährleisten. 
 
Vor dem Hintergrund der besonderen Erfordernis se der Zielgruppen in der Brüningheide sind im 
Rahmen der Trägerförderung/Jugendhilfeplanung die Leistungsvereinbarungen, Jahresgespräche 
und Zielvereinbarungen auf die besonderen Bedarfe und Angebotserfordernisse zu prüfen und ggf. 
zu aktualisieren.  
 
4.2 Absicherung der Aufsuchenden Jugendsozialarbeit  
 
In den Jahren 2007 bis 2013 konnte mit Mitteln des Programms Soziale Stadt Kinderhaus und des 
Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien eine 0,5 Stelle für die Aufsuchende Jugendsozialarbeit 
für die Brüningheide befristet finanziert werden. 
Die Arbeit hat sich bewährt und soll im Umfang von 19,5 Stunden/Woche dauerhaft beibehalten 
werden. 
Die Aufsuchende Jugendsozialarbeit ist die Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und den 
Institutionen im Stadtteil sowo hl für die Jugendlichen wie auch für die Akteure in den Einrichtu n-
gen. Zu den Kooperationspartnern zählen die Träger der Jugendhilfe insbesondere  KSD, Jugen d-
gerichtshilfe, -jugendsozialarbeit, Drogenberatung, Bezirkspolizei, Schulen und Einrichtungen der 
Kinder- und Jugendarbeit. Die aufsuchende Jugendsozialarbeit ist Anlaufstelle für die Jugendl i-
chen, die die Angebote im Stadtteil nicht oder nur zum Teil nutzen. Es handelt sich einerseits um 
Jugendliche, die durch ihr abweichendes Verhalten nicht an die A nforderungen der Institutionen 
anpassen können oder wollen, und andererseits um Jugendliche, die aufgrund der hohen Fluktu a-
tion im Stadtteil (Zugezogene), über bereits bestehende Angebote nicht informiert bzw. integriert 
sind. Ein Schwerpunkt der Arbeit, i st die Kontaktaufnahme zu neu zugezogenen Jugendlichen im 
Stadtteil, um ihnen die Integration in Institutionen zu erleichtern Das Stellenprofil der mobilen J u-
gendarbeit beinhaltet, dass die Zielgruppen in ihren Sozialräumen aufgesucht werden, um z u-
nächst einen Zugang zu den Jugendlichen zu finden und eine tragfähige und vertrauenswürdige 
Beziehung zu ihnen herzustellen. 
 
Die Jugendlichen, die bestehende Angebote im Stadtteil nicht oder selten nutzen, werden von der 
aufsuchenden Jugendarbeit begleitet, auf  bestehende Angebote hingewiesen und integriert.  D a-
zu zählen Beratungs- und Gruppenangebote sowie offene Angebote in den Bereichen Ausbildung 
und Beruf, Justiz, Schulden und Freizeit/Sport. Zudem ist die aufsuchende Arbeit mit der Durchfüh-

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V/0533/2013 
rung der sozialen Gruppenarbeit für straffällig  gewordene/gefährdete Jugendliche in Kooperation 
mit der Caritas verknüpft. Die mobile Jugendsozialarbeit ist in das soziale Netzwerk des Stadtteils 
strukturell verbindlich eingebunden und zentrales Bindeglied im gesamten Sta dtteil zwischen den 
Angeboten der Jugendhilfeeinrichtungen.  
 
So wurden in 2012 wurden insgesamt 2.332 Kontakte/Jugendliche durch die mobile Jugendarbeit 
erreicht (2011 = 2.588, 2010 = 2.100). Von den insgesamt 2.332 Kontakten wurden allein 1.944 im 
Rahmen der aufsuchenden Jugendsozialarbeit realisiert. Davon 62,5% Jungen bzw. junge Männer 
und 37,5% Mädchen/junge Frauen. Weitere 288 Jugendliche wurden durch begleitende sportp ä-
dagogische Angebote erreicht.  
 
 
4.3. Überprüfung und Optimierung der vorhandenen Netzwerkstrukturen der Träger der  
       Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in der der Brüningheide  
 
Ziel ist eine engere und verbindlichere Vernetzung und Kooperation der Akteure vor Ort, durch 
eine aktive Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen „Kinderhaus“,  „Jugend Kinderhaus“ und  
„gefährdete Jugendliche“ sowie beim Stadtteilgespräch. Bis zum II. Quartal 2014 sollen die vo r-
handenen Netzwerkstrukturen überprüft und ggfl. mit weiteren Akteuren aus dem sozi a-
len/professionellen Umfeld erweitert werden.  
 
Der Fokus der Zusammenarbeit soll zukünftig stärker auch auf die Abstimmung von Zielgruppen, 
Angeboten und Herausforderungen liegen, damit frühzeitig Angebotslücken, Problemlagen und 
Bedarfe identifiziert werden und dementsprechend präventive Angebote entwickelt  und vorgehal-
ten werden können bzw. Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre in bestehende Angebote zielgerichtet 
integriert werden können, um Präventionsketten zu schließen. Ein wichtiger Themenkomplex liegt 
dabei auf der Gestaltung und Unterstützung von sensibl en Übergängen wie z. B. der Übergang 
von der Grundschule in die weiterführende Schule; die Verzahnung/Erschließung stadtweiter A n-
gebote im Übergang von der Schule und Beruf oder auch bei Unterstützungsangeboten im Vorfeld 
von Straffälligkeit.  
 
 
4.4 Prüfauftrag: Nutzung des Atriums als multifunktionale Einrichtung für Kultur und  
       Jugend(sozial)arbeit 
 
Der Umbau der Gaststätte am Sprickmannplatz 1 zur soziokulturellen Einrichtung „Internationales 
Kulturzentrum Atrium“ wurde mit einer Zuwendung des Lan des NRW zur Stadterneuerung im 
Rahmen des Landesprogramms „Initiative ergreifen“ gefördert (Ende der Zweckbindungsfrist. 
30.06.2019). Hinzu kamen Zuschüsse der Wohnungsgesellschaft Münsterland GmbH ( WGM/   
damalige Eigentümerin des Gebäudes) und der Stadt Münster sowie ein Eigenanteil des Projek t-
trägers. Seit Januar 2010 ist die Stadt Münster Mieterin des „Internationalen Kulturzentrums Atr i-
um“ (heutige Eigentümerin: BGP). Mit dem Internationalen Kulturverein ATRIUM e.V. wurde eine 
entsprechende Nutzungs- und Kooperationsvereinbarung bis 2019 abgeschlossen (Vorlage 
V/0685/2009, Ratsbeschluss vom 09.12.2009). 
 
Um eine optimierte Auslastung der räumlichen Ressourcen zu erzielen, soll geprüft werden, ob die 
Vorgaben der Landesförderung eine multifunktionale Nut zung des Internationalen Kulturzentrums 
Atriums zulassen. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang auch, ob ggf. der Standort „Jugends a-
lon“ aufgegeben und die Angebote in das Atrium verlagert und neu ausgerichtet werden können. 
Für die Jugendarbeit/Jugendsozia larbeit vor Ort wäre dies ein deutlicher Gewinn, da die eigene 
Arbeit und auch die Angebotsvielfalt z. B. mit Kooperationspartnern mit den entsprechenden räum-
lichen Ressourcen und Rahmenbedingungen intensiviert und profiliert werden könnte.

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V/0533/2013 
5.  Finanzierung  
 
Zur Finanzierung des Programms ab 2014 steht ein Budgetrahmen von jährlich 150.000 € zur Ver-
fügung (Budget des Sozialamts, Produktgruppe 0503). Mit Blick auf die Ausführungen unter Ziffer 
4 empfiehlt die Verwaltung, davon 26.600 € zum Budget des Am ts für Kinder, Jugendliche und 
Familien Produktgruppe 0602 zu verlagern (26.160 € Personalaufwendungen [Zeile 11] und 440 € 
Transferaufwendungen [Zeile 15]). Die übrigen Aufwendungen für die Fortfü hrung der Projekte 
6.04 (Jungenprojekt/Sport gegen Gewalt),  6.07 (Sport und Bewegung) und 6.08 (Drogenprävent i-
on) von (7.150 € - 440 € =) 6.710 € werden aus vorhandenen Mitteln der Produktgruppe 0602 f i-
nanziert.  
 
6.  Ausblick und weiteres Verfahren 
 
Sofern der Rat dem Beschlussvorschlag der Vorlage folgt, wird di e Verwaltung die erforderlichen 
Vorbereitungen für die Fortführung des Programms in der oben skizzierten Gestalt ab 2014 treffen, 
Leistungs- bzw. Zielvereinbarungen mit den Maßnahme durchführenden Trägern bzw. Dienstste l-
len verhandeln und abschließen, außerdem im kommenden Jahr den Jahresbericht 2013 vorlegen. 
Schließlich wird die Verwaltung im kommenden Jahr die Prüfungsergebnisse mit Empfehlungen zu 
den unter Ziffern 3 und 5.3 des Beschlussvorschlags aufgeführten Gegenständen vorlegen. 
 
 
 
I. V.        I. V. 
 
 
 
 
gez.        gez. 
Thomas Paal       Dr. Andrea Hanke  
 
 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
  Anlage 1: Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Finanzierungsübersicht 
ab dem Jahr 2014 und Richtlinien für die Mittelverwendung aus dem Quartiersfonds   
 
  Anlage 2: Jahresbericht 2012 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus -Brüning-
heide - Juni 2013 - 
 
  Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2012 
 
  Anlage 4: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2012 
 
  Anlage 5: Karte Projektstandorte 2012 
 
  Anlage 6: Karte Projektstandorte 2013

Anlagen 2-5 zur Vorlage V_0533_2013

209761 Zeichen

Jahresbericht 2012  
für das Wohngebiet 
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“ 
- Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“ - 
- Juni 2013 - 
 
 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt 
Anlage 2 zur Vorlage V/0533/2013

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“ 
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   ii  
 
 
 
 
 
 
Stadt Münster 
 - Amt für Stadtentwicklung, 
Stadtplanung, Verkehrsplanung- 
Simone Peuling-Heerstraß  
48127 Münster 
stadtplanung@stadt-muenster.de 
 
 
 
Unter Verwendung der Projektberichte 
 der Projektverantwortlichen und der Handlungsfeldverantwortlichen 
des Maßnahmeprogramms „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“ 
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   iii  
Gliederung 
1 Ausgangslage: Verstetigung des Maßnahmeprogramms „Soziale Stadt“ 
Kinderhaus - Brüningheide ............................................................................................5 
1.1  Förderphase 2007- 2010: Programmsystematik und Gesamtbilanz........................5  
1.2  Verstetigungsphase  der „Sozialen Stadt“ seit 2011 ................................................9  
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts .................................................................11  
2.1.  Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2012 ................................................11  
2.2.  Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“ .......12  
2.3.  Aufbau des Jahresberichts 2012............................................................................12  
3 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 1: „Verbesserung der 
Wohnsituation“..............................................................................................................14  
4 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 2: „Öffentlicher Raum“...................19  
5 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 3: „Lokale Ökonomie“....................22  
6 Ergebnisse und Wirkungen Handlungsfeld 4: „Integration zugewanderter 
Menschen fördern“ .......................................................................................................23  
7 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 5: „Bewältigung der 
Herausforderungen für das Bildungswesen“.............................................................2 8  
8 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und 
Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“........................................37  
9 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 7: „Gebietsmoderation“ .................55  
10  „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ .....................................................................58  
10.1  Beobachtung der Zielerreichung..................... .......................................................58  
10.2  Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2012“ .........................................58  
11  Resümee und Ausblick............................... ..................................................................61  
11.1  Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Projektziele ................................61  
11.2  Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Programmziele ..........................65  
11.3  Kinderhaus-Brüningheide: weitere Aktivitäten und Projekte in 2012 .....................67  
11.4  Ausblick auf die Verstetigung des Maßnahmeprogramms in 2013........................70  
12  Anlagen ..........................................................................................................................71  
 
• Anlage: Kontextdatenmonitor 2012 
• Anlage: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2012  und deren Entwicklung  
• Anlage: Karte „Projektstandorte Verstetigungskonze pt 2012/2013“

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“ 
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   iv

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“ 
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   5 
1 Ausgangslage: Verstetigung des Maßnahmeprogramms „Soziale 
Stadt“ Kinderhaus - Brüningheide  
1.1 Förderphase 2007- 2010: Programmsystematik und Gesamtbilanz  
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung beauftragt, das 
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Grundlage eines konkretisierten 
Maßnahmekonzepts (Integriertes Handlungskonzept/Städtebaulicher Maßnahmeplan) in den 
Jahren 2007 bis 2010 umzusetzen (vgl. Vorlage V/0927/2006, V/0927/2006 E1).  
Insgesamt wurden im Förderzeitraum zwischen 2007 und Ende 2010 im Wohngebiet Kinder- 
haus-Brüningheide  im Rahmen des Programms „Soziale Stadt NRW“ über 30 Projekte in 8 
Handlungsfeldern mit entsprechender Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und ei- 
nem städtischen Eigenanteil umgesetzt. Hierüber wurde dem Rat der Stadt Münster bereits 
mit den Jahresberichten 2007/2008, 2008, 2009 und 2010 berichtet (vgl. Vorlagen 
V/0347/2008, V/0297/2009, V/0291/2010, V/0601/2011).  
Von den nachfolgend dargestellten insgesamt 8 Handlungsfeldern haben die Handlungsfel- 
der 1-7 einen direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung. Das Handlungsfeld 8 
„Selbstevaluation“ dient der strategischen Programm- und Projektunterstützung.  
HF 1 „Wohnen“
Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung 
Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestandes 
Projekt 1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte 
Menschen 
Projekt 1.04 Weiterentwicklung der 
Kooperationsvereinbarung 
Projekt 1.05 Nachbarschaftsstärkung und 
Mieter/innenschulung 
Projekt 1.06 Das Quartier spart Strom 
Projekt 1.07 Solares Kinderhaus 
Projekt 1.08 Alternative Flächennutzung - baulich und 
sozial 
HF 2 „Öffentlicher Raum“
Projekt 2.01 Städtebauliches und 
lokales Maßnahmenkonzept 
Projekt 2.02 Spiel- und Freizeitzone 
(Umsetzung ab 2009) 
HF 3 „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.01 Wertstoffe/Sperrgut 
Projekt 3.02 Expertise „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.03 Projektfamilie „Stärken vor Ort“
(Umsetzung ab 2009) 
HF 4 „Integration zugewanderter Menschen 
fördern“
Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag -
unsere Sorgen´
Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs- und Koordinationsstelle 
Projekt 4.03 Gewaltprävention 
HF 5 „Bewältigung der Herausforderungen für das 
Bildungswesen“
Projekt 5.01 Wir verstehen uns (zusammengeführt mit 
Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas)
Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken 
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus 
Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang 
Schule-Beruf 
Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur 
HF 6 „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in 
Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort 
Projekt 6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM 
e.V. 
Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation 
Projekt 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt 
Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit 
Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit 
Projekt 6.07 Sport und Bewegung 
Projekt 6.08 Drogenprävention 
HF 7 „Gebietsmoderation“
Projekt 7.01 Quartiersmanagement 
Projekt 7.02 Quartiersfonds 
HF 8 „Selbstevaluation“
Projekt 8.01 Zielentwicklung und 
Beobachtung Zielerreichung 
Projekt 8.02 Entwicklung und Auswertung 
von Kontextindikatoren 
Programmsystematik 2007- 2010 
Integriertes Handlungsprogramm 
33 Projekte in 8 Handlungsfeldern

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“ 
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   6 
Um die Programmsteuerung instrumentell zu unterstützen und um auch die Erfolge des Pro- 
gramms identifizieren zu können, wurde bereits ab Beginn der Förderphase ein konsistentes 
System messbarer Ziele auf Programm-, Handlungsfeld- und Projektebene entwickelt und 
umgesetzt. Sowohl handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung als auch kon- 
zeptioneller Rahmen für die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation war das auf 
der nächsten Seite dargestellte Zielsystem, das in einem kooperativen Verfahren mit den 
Projektakteuren und mit Unterstützung von Univation - Institut für Evaluation (Köln) im Rah- 
men des Teilprojekts 8.01 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ entwickelt wurde. Dieses 
System umfasst folgende Ebenen: 
• Ziele des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ 
• Programmziele „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“  (vgl. Vorlage V/0927/2006) 
• Leitzielbereiche für die einzelnen Handlungsfelder  
• Ziele des Handlungsfeldes 
 
Zur formalen Absicherung der Selbstevaluation wurden zu Beginn der Programmdurchfüh- 
rung von der Programmkoordination (Sozialamt) Vereinbarungen mit den Trägern der Pro- 
jekte abgeschlossen, in denen Ziele, Inhalte, Leistungsumfang, Qualitätsanforderungen, ein- 
gesetzte Ressourcen, Finanzierung sowie Berichts- und Nachweispflichten festgelegt sind 
(vgl. Vorlage V/0877/2007). Zur Beobachtung der Zielerreichung der einzelnen Projekte ent- 
wickelten die Projektakteure zudem projektbezogene Indikatoren und Monitoringbögen. So- 
mit wurde von den beteiligten Akteuren der „Sozialen Stadt“ die Grundlage geschaffen, die 
Umsetzung der eigenen Projekte im Sinne der Selbstevaluation systematisch und datenba- 
siert zu bewerten und in den jährlichen Projektberichten der Projektträger bzw. der Hand- 
lungsfeldverantwortlichen zu dokumentieren. 
 
 
Da die grundsätzliche Projektkonzeption bereits in den Jahren 2005/2006 erfolgte, haben die 
im Rahmen der Programmdurchführung gemachten Erfahrungen und  Ergebnisse der pro- 
zessbegleitenden Selbstevaluation sowie gegebenenfalls geänderte Rahmenbedingungen 
im Laufe der Jahre teilweise zu einer inhaltlichen Weiterentwicklungen der Projekte geführt.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  7 
 Programmziele 
 Münster-Kinderhaus/
 Brüningheide 
 Ziele des 
 Handlungsfeldes 
   7.3. 
   Die Gebietsmoderation 
   entwickelt bis Ende März 2008 
   Kriterien und Verfahrensgrund- 
   ätze zur Vergabe der Mittel aus 
   dem Quartiersfonds. 
Information und Vernetzung Aktivierung und Beteiligung Mittelvergabe Quartiersf onds 
7.1.5. 
Die Gebietsmod. tauscht mit 
allen Projektträgern mindes-
tens 1 x / Hj., mit allen 
Handlungsfeldverantwortl. 
mind. 1 x / J. mdl. Informa- 
tionen, Bewertungen und 
weitere Perspektiven aus. 
7.2.1 
Die Gebietsmoderation sorgt 
für die Durchführung von 
jährlich mindestens 6 „kleinen 
Aktionen“, an denen jeweils 
wenigstens drei Bewohner/ 
innen ohne Projektträger-
funktion teilnehmen. 
7.2.2. 
Die Gebietsmoderation 
bildet bis Ende 2008 
einen Kreis fester 
Ansprechpartner/innen 
für Aktivitäten der 
Sozialen Stadt. 
 7.1.1. 
 Die Gebietsmoderation 
 ist an allen relevanten 
 Veranstaltungen präsent 
7.1.2 
Bis 30.06.2008 wird eine 
Internetpräsenz der Sozialen 
Stadt Kinderhaus 
 - Brüning-
heide unter Beteiligung von 
Jugendlichen des Stadtteils 
vorbereitet und eingerichtet. 
7.1.3. 
An fünf Standorten im 
Stadtteil sind ab 31.01.2008 
Info-Kästen angebracht. 
Die Aktualität der Auslagen 
wird mindestens 
14-tägig überprüft. 
7.1.4. 
Alle im Programmzusam- 
menhang geförderten lfd.
Projekte präsentieren 
sich mit eigenen Inform. 
in den Info- Kästen während 
ihrer Laufzeit mind. 1 x / Hj. 
 4.3 
 Förderung des interkulturellen 
 und sozialen Zusammenlebens 
 4.4 
 Erhöhung der Bildungschancen/ 
 Bildungsniveaus 
 Handlungsfeld 1 :  
 Verbesserung der Wohnsituation 
 1.1 
 Optimierung und Sicherung des 
 Wohnungsbestandes für die Zukunft 
 1.2 
 Sicherung bezahlbaren Wohnens 
 (durch Reduzierung der privaten 
  Energiekosten) 
 1.3 
 Verbesserung und Schaffung 
 langfristig sozial stabiler 
 Bewohnerstrukturen 
 Handlungsfeld 2 : 
 Gestaltung des öffentlichen Raums 
 für einen sicheren und lebendigen 
 Stadtteil 
 2.1 
 Aktivierung der Bewohnerschaft 
 2.2 
 Durchführung von Aktionen 
 und Maßnahmen 
 Handlungsfeld 6 : 
 Sicherung sozialer Netze und 
 Infrastrukturen in Zeiten 
 knapper öffentlicher Haushalte 
 6. 1 
 Reduzierung der 
 Verschuldungsproblematik 
 6.2 
 Förderung der 
 interkulturellen Verständigung 
 6.3 
 Aktivierung von bisher nicht 
 erreichten Personengruppen 
 6.4 
 Verbesserung von 
 Motorik und Bewegung 
 6.5 
 Förderung eines 
 gewaltfreien Umgangs 
 6.6 
 Verbesserung der kulturellen -, 
 Freizeit- und Bildungssituation 
 6.7 
 Verstärkung der Drogenprävention 
 Handlungsfeld 4 : 
 Integration zugewanderter 
 Menschen fördern 
Die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen erhöhen Die physischen Wohn- und Lebensbedingungen sowie 
 die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen stabilisieren und verbessern 
Handlungsfeld 7:  Quartiersmanagement 
 Handlungsfeld 5 : 
 Bewältigung der Herausforderungen 
 für das Bildungswesen 
 5.a  Erhöhung der Chancengerechtigkeit 
 durch eine Erhöhung der Bildungsbeteili-
 gung für Familien mit Sprachdefiziten 
 
- Zieldimension A: Stärkung der Bildungsinfrastruktur 
 - Zieldimension B: Verbesserung der Sprachfähigkeiten 
 - Zieldimension C: Verbesserung der schul. Leistungen 
 - Zieldimension D: Verbesserung der Elternbeteiligung 
 5.b 
 Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von 
 über 15-jährigen Schulentlassenen und Er-
 wachsenen mit erheblichen Sprachdefiziten 
 5.c 
 Nachhaltige Institutionalisierung von 
 Förderangeboten im Sprachbereich für Eltern 
 5.d 
 Verbesserung der gesundheitlichen 
 Situation von Kindern und Jugendlichen 
 5.e 
 Erhöhung der Übergangsquote in Ausbildung 
 und Arbeit an den beteiligten Schulen 
 5.f 
 Aufbau eines schulformübergreifenden Ju-
 gendtheaterensembles Kinderhaus zur Stär-
 kung d. Identifizierung mit Stadtteil u. Schule 
 3.3 
 Unterstützung der sozialen u. beruflichen 
 Integration v. Frauen mit Problemen beim 
 Einstieg/ 
 Wiedereinstieg ins Erwerbsleben 
 3.4 
 Verbesserung der sozialen Infrastruktur f. 
 Jugendliche, junge Erwachsene u. Frauen 
 durch lokale Aktivitäten u. Kooperationen 
 Leitzielbereiche 
 2.3 
 Entwicklung von Konzepten zur 
 Verschönerung des Stadtteils 
 Handlungsfeld 3 : 
 Stärkung der lokalen Ökonomie und 
 der Beschäftigungssituation 
Programm Soziale Stadt Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Übersicht "Abgestimmte Ziele" (Stand 20.03.2008 / erg. 25.03.2010) 
 Identifikation mit den Quartieren, Stadtteilöffentlichkeit und das Gebietsimage stärken 
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation 
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet 
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche 
 Ziele Bund- 
 Länder-Programm 
 "Soziale Stadt" 
 3.1 
 Durchführung von Analysen, 
 Entwicklung von Konzepten 
 3.2 
 Unterstützung der sozialen und beruf-
 lichen Integration von Jugendlichen 
 und jungen Erwachsenen 
 5.g 
 Langfristige Verstetigung der Bildungs- 
 beteiligung durch entwickelte Netzwerke 
 4.1 
 Unterstützung der Selbst-
 organisation von Migranten/-innen 
 4.2 
 Gewaltfreies Miteinander fördern/
 Verbesserung der Konfliktvermittlung

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  8 
Für die Jahre 2007-2010 lassen sich nachfolgende gr undlegende Ergebnisse mit Blick auf 
die Zielerreichung auf der Programmebene zusammenfa ssen (ausführlichere Darstellung 
vgl. Jahresbericht 2010, Vorlage V/0601/2011, Anlage 2): 
• Die Wohnsituation in Kinderhaus-Brüningheide ist d urch das Engagement einzelner Woh- 
nungseigentümer verbessert worden (u.a. Maßnahmen der energetischen Gebäudesanie- 
rung, Umbaumaßnahmen für barrierefreies Wohnen). Ein Beitrag zur Schaffung langfristig 
stabiler Bewohnerstrukturen wurde durch die Durchführung von Netzwerktreffen, die Kon- 
stituierung des Arbeitskreises der Vertrauensmieter/-innen und die Durchführung von Mie- 
terschulungen geleistet. 
• Die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet sowie die Stabi- 
lisierung und Weiterentwicklung bewohnerschaftlicher Selbstorganisation erwiesen sich 
als Querschnittsziele für fast alle Projektaktivitäten.   
• Die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sin d sowohl durch direkte Bildungspro- 
jekte als auch durch Projekte der Jugendsozialarbeit deutlich gestärkt worden.  Darüber 
hinaus ließen sich in Bezug auf die über die Jahre entstandenen netzförmig verbundenen 
Akteursbeziehungen und die inhaltlich sich gegenseitig ergänzenden Teilprojekte im Pro- 
gramm Synergien feststellen, die insbesondere mittelfristig weitere Wirkungen erwarten 
ließen. 
Dieser angestoßene Prozess wurde durch weitere Investitions- und Fördermittel in erhebli- 
chem Umfang, insgesamt mehr als 2,85 Millionen €, in Form baulich-investiver Maßnahmen 
unterstützt.  
Insgesamt haben die Aktivitäten und Projekte bereits im Laufe der Förderphase zu einer 
Imageverbesserung des Quartiers beigetragen. Das Leben in Kinderhaus-Brüningheide stell- 
te sich nach Aussagen von Projektbeteiligten und Bewohnerschaft lebendiger und friedferti- 
ger dar, das Wohnumfeld sowie das Wohnen selbst wurden lebenswerter.  
Trotz dieser vielfältigen und nachhaltigen Erfolge musste nach Abschluss der Förderung 
Ende 2010 konstatiert werden, dass die wohnungswirtschaftlichen Probleme, nicht zuletzt 
auch vor dem Hintergrund der städtebaulichen Struktur, nach wie vor ganz deutlich im Fokus 
der Bürger und Bürgerinnen sowie der vor Ort agierenden Träger standen. Innerhalb des 
gegebenen Programmzuschnitts und in der Förderlaufzeit konnte eine räumlich-bauliche 
Aufwertung des Wohngebietes insgesamt nicht erreicht werden (u.a. durch Mängel im Woh- 
nungsbaubestand, wechselnde bzw. fehlende Ansprechpartner/innen auf Seiten zweier 
Wohnungseigentümer, keine investiven Maßnahmeansätze in den Bereichen Infrastruktur, 
Immobilien und Wohnumfeld).
 
In der Gesamtbilanz zur Förderphase hält der Jahresbericht 2010 fest, dass innerhalb des 
Förderzeitraumes eine solide Ausgangslage für eine weiterhin erfolgversprechende Umset- 
zung ausgewählter Projekte in der Verstetigung erreicht wurde (V/0601/2011, Anlage 2). Im 
Mittelpunkt der Verstetigungsüberlegungen stand somit die Frage, wie die erreichten positi- 
ven Veränderungen (Erfolge) und die für die Funktionsfähigkeit des Quartiers relevanten 
aufgebauten Angebots- und Vernetzungsstrukturen im Programmgebiet angesichts weiter

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  9 
bestehender Handlungsbedarfe auch über das Ende der Förderung hinaus zu stabilisieren 
und zu sichern sind.  
 
1.2 Verstetigungsphase  der „Sozialen Stadt“ seit 2 011 
Seit dem 01.01.2011 befindet sich das Programmgebiet in der Verstetigungsphase, die ge- 
mäß Verstetigungskonzept den Zeitraum bis 2013 umfasst (vgl. Vorlagen V/0291/2010, 
V/0291/2010/1).  
Zur Sicherung der lückenlosen Fortentwicklung und Stabilisierung der aufgebauten Ange- 
bots- und Vernetzungsstrukturen nach Auslaufen des Programms „Soziale Stadt“ am 
31.12.2010 beschloss der Rat die Bereitstellung einer Finanzausstattung für ein sachlich, 
räumlich und zeitlich begrenztes Projektbündel im Programmzusammenhang der „Sozialen 
Stadt“. Der gebietsbezogene Ansatz wurde auch in der Verstetigungsphase beibehalten, um 
die Erfolge der bisherigen Programmdurchführung abzusichern. Laut Ratsbeschluss vom 
08.12.2010 wurde für das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ für 
die Jahre 2011-2013 ein Finanzbudget in Höhe 150.000 €  pro Jahr veranschlagt . 
Um die integrative Ausrichtung des Programms beizubehalten (Vorlage V/0291/2010), erfolg- 
te die Verstetigung weiterhin auf der Grundlage des in der Förderphase entwickelten und 
umgesetzten Programmprofils (Entscheidungsstrukturen, netzförmige Kooperationsbezie- 
hungen,  Zielsystem, abgestimmte Indikatoren zur Beobachtung der Zielerreichung). Auf 
dieser Grundlage ist die Verwaltung gehalten,  jährlich über Verlauf und Ergebnisse der im 
Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide durchgeführten Maßnahmen und Projekte zu berich- 
ten. Selbstredend wurde auch die Selbstevaluation im Rahmen der Verstetigung als unver- 
zichtbarer Beitrag für die Programm- und Projektunterstützung ab 2011 in bewährter Form 
fortgesetzt (vgl. Vorlage V/0291/2010, Anlage 3). Die Erstellung des vorliegenden Berichts 
über die Verstetigung im Jahr 2012 erfolgt auf dieser Grundlage. 
Ziel der Verstetigungsphase war es, im Rahmen der finanziellen Ressourcen wichtige Pro- 
jekte ohne wesentliche Substanzänderung fortführen zu können.  So führte die Verstetigung 
teilweise zu Modifizierungen sowie auch zur Reduzierung und Konzentration der Projekte . 
Von den 33 Projekten des Programms „Soziale Stadt“ im letzten Förderjahr 2010 wurden im 
Jahr 2011, dem ersten Jahr der Verstetigung, 25 Projekte – teilweise mit modifizierter Pro- 
jektkonzeption - mit unterschiedlichen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mit- 
teln außerhalb des Verstetigungsbudgets weiter fortgeführt (Beschluss des Beirats „Soziale 
Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ vom 16.11.2010 
 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses 
vom 07.07.2010, V/0291/2010).  
Im nunmehr zweiten Jahr der Verstetigung (2012) befanden sich noch insgesamt 23 Projekte 
in der Umsetzung: 17 Projekte wurden über das Maßnahmeprogramm finanziert  bzw. waren 
ohne Finanzierungsbedarf. Inbegriffen sind hier auch die  Projekte der „Prozessbegleitenden 
Selbstevaluation“ zur Steuerungsunterstützung (HF 8). 6  Projekte haben eine anderweitige 
Förderung erhalten bzw. sind Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  10 
Verstetigte Projekte 2012, die über das Maßnahmeprogramm   
finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind  
(laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ am 15.11.2011  auf 
der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010, V/0291/2010)  
Handlungsfelder 
Nr.  Titel  
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung * HF 1 „Wohnen“ 
1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulun g 
HF 2 „Öffentlicher 
Raum“ 
2.02 Spiel- und Freizeitzone 
HF 4 „Integration zu- 
gewanderter Menschen 
fördern“ 
4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs - und Koordinations- 
stelle 
 
5.01 Wir verstehen uns  HF 5 „Bewältigung der 
Herausforderungen für 
das Bildungswesen“ 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus 
6.01 Schuldnerberatung vor Ort 
6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V  
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt 
6.05 / 
6.06 
Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugendarbeit 
6.07 Sport und Bewegung 
HF 6 „Sicherung sozia- 
ler Netze und Infra- 
strukturen in Zeiten 
knapper öffentlicher 
Haushalte“  
6.08 Drogenprävention 
7.01 Quartiersmanagement HF 7 „Gebietsmodera- 
tion“ 
7.02 Quartiersfonds 
8.01 Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung HF 8 „Prozessbeglei- 
tende Selbstevaluation“ 
 
8.02 Entwicklung und Auswertung von Kontextindikato ren 
*ohne Finanzierungsbedarf 
Verstetigte Projekte 2012, die eine anderweitige Förderung 
erhalten bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit ge- 
worden sind (laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ 
am 15.11.2011 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010, 
V/0291/2010) 
Handlungsfelder 
Nr. Titel 
HF 1 „Wohnen“ 1.06 Das Quartier spart Strom  
HF 3 „Lokale Ökonomie“ 3.01 Wertstoffe/Sperrgut 
HF 4 „Integration zuge- 4.01 Mädchenprojekt `Unser Al ltag - unsere Sorgen´

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  11 
Verstetigte Projekte 2012, die eine anderweitige Förderung 
erhalten bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit ge- 
worden sind (laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ 
am 15.11.2011 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010, 
V/0291/2010) 
Handlungsfelder 
Nr. Titel 
wanderter Menschen 
fördern“ 
4.03 Gewaltprävention 
5.02 Elternkompetenz stärken HF 5 „Bewältigung der 
Herausforderungen für 
das Bildungswesen“  5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule -Beruf 
 
Wenngleich ein Teil der Projekte außerhalb des Maßnahmeprogramms fortgeführt wurde 
und die Netzanbindung für diese Projekte seit Anfang 2011 insoweit lockerer geworden ist, 
liegt das Bemühen nach wie vor darin, das Programm in der Verstetigung bis 2013 weiterhin 
als ein integratives Programm umzusetzen. Einen Überblick über die einzelnen Projekt- 
standorte des Verstetigungsjahres 2012 gibt Anlage 5 zur Vorlage V/0533/2013. 
 
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts 
2.1. Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2 012 
Der vorliegende Jahresbericht zum Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüning-
heide“ (ehemals „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, 2007-2010) kommt dem Auftrag 
des Rates nach, dem Rat jährlich Zwischenberichte  über Umsetzung, Ergebnisse und Ent- 
wicklung der Rahmenbedingungen vorzulegen, die zuvor im Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“, der Bezirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und 
Gremien des Rates einschließlich dem Integrationsrat behandelt werden (vgl. V/0291/2010).  
Der Bericht skizziert den Projektverlauf und die Projektergebnisse des zweiten Versteti- 
gungsjahres 2012. Er steht grundsätzlich in der Kontinuität der vorherigen Jahresberichte, 
lässt jedoch aufgrund eines in Teilen modifizierten und angepassten Programms sowie einer 
Reduzierung der verstetigten Projekte  nur eingeschränkt Vergleiche zu den Ergebnissen der 
Vorjahre zu.  
Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere die Aussagen zur Zielerreichung, stellen wich- 
tige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Projektdurchführung bereit 
und sollen die Entscheidungen des Rates und des Beirats „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ zur Programmgestaltung im letzten Jahr der Verstetigung 2013 unterstützen.  
Die Darstellung der Projektergebnisse des Jahres 2012 erfolgt  in einer bereits bewährten  
und vom Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ ausdrücklich begrüßten tabellari-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  12 
schen Übersicht (Beiratssitzungen 17.05.2011, 26.04.2012), die eine ergebnisorientierte, 
konzentrierte und lesefreundliche Form der Berichterstattung darstellt 1.  
Die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 3 - 9 umfasst alle 23 Projekte, die laut der Beschlüs- 
se des Beirates „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ vom 16.11.2010 und 15.11.2011 
verstetigt werden sollten. Sie konzentriert sich jedoch bei der Bewertung der Zielerreichung 
auf die 15 Projekte, die aus dem Maßnahmenprogramm gefördert werden und mit einem 
direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung sind, d.h. die zwei Projekte  zur prozess- 
begleitenden Selbstevaluation (HF 8) fließen hier nicht mit ein. Die 6  Projekte, die anderwei- 
tig gefördert wurden bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, wer- 
den somit lediglich nachrichtlich aufgeführt. Die Berichterstattung erfolgt auf der Basis der 
von den Projektträgern bzw. Handlungsfeldverantwortlichen im Rahmen der Selbstevaluation 
verfassten Projektberichte und anschließenden Querauswertung der Berichte.  
 
2.2. Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „ Kinderhaus-Brüningheide“ 
Zur Unterstützung der Selbstevaluation hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
Verkehrsplanung in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW / 
MBV NRW/ ILS NRW (2008) in einem „Kontextdatenmonitor“ wesentliche Daten zur Stadt- 
teilentwicklung bereit gestellt. Die Kontextdatenmonitore, die neben den Daten auch Karten 
mit Projekt- und Infrastrukturstandorten umfassen, finden sich ebenfalls bereits in den o.g. 
Jahresberichten 2008, 2009, 2010 und 2011. Laut Verstetigungskonzept (Vorlage 
V/0291/2010,  Anlage 3) wurde die Fortsetzung der  Aufbereitung von Kontextdaten als Be- 
standteil der prozessbegleitenden Selbstevaluation auch für die Jahre 
 2011-2013 beschlos- 
sen.  
Die Kontextdatenmonitore verdeutlichen, unter welchen demographischen und sozioökono- 
mischen Rahmenbedingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden. Sie sind 
jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte, sondern stellen vielmehr Rahmen- 
daten zur Stadtteilentwicklung dar. Die Konzeption, die Inhalte und die Verwendung des 
Kontextdatenmonitors werden in Kapitel 10.2 erläutert. Die Daten des Kontextdatenmonitors 
für das Projektjahr 2012 sind in Anlage 3 zur Vorlage V/0533/2013 zu finden. Die Kontextda- 
tenmonitore der Jahre 2007-2011 wurden jeweils in den Sitzungen des Beirats „Soziale 
Stadt“ vorgestellt und dort als sehr hilfreich zur Einschätzung der Quartiersentwicklung an- 
gesehen. 
 
2.3. Aufbau des Jahresberichts 2012 
Der Jahresbericht 2012 konzentriert sich auf eine tabellarische Übersicht der Projektergeb- 
nisse 2012 nach Handlungsfeldern. Die Darstellung der Ergebnisse berücksichtigt die Be- 
                                                      
1 Ein sehr ausführlicher Abschlussbericht zur Selbstevaluation des Programms „Soziale Stadt - Kinderhaus-
Brüningheide“ wurde Mitte 2010 der Bezirksregierung Münster und dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, 
Kultur und Sport (MSWKS NRW) gemäß der Förderrichtlinie Stadterneuerung 2008 und Erlass des Ministeriums 
für Bauen und Verkehr NRW am 31.08.2010 vorgelegt.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  13 
deutung einer geschlechterdifferenzierten Betrachtung (vgl. Vorlage V/0927/2006). Die Über- 
sichten sind folgendermaßen aufgebaut: 
• Handlungsfeldverantwortliche und Projektträger  
• Projekt-Nummer und Projektname  
• Projekt-Ziele 
• Indikatoren (für die Handlungsfelder mit Schlüssel projekten) 
• Ergebnisse 2012 (auf Basis der Projektberichte der  Projektakteure, vgl. Quellenangaben) 
• Zielerreichung   
 
Die Ergebnisse der Handlungsfelder sind in den folgenden Kapiteln dargestellt: 
• Kapitel 3: Handlungsfeld „Wohnen“ 
• Kapitel 4: Handlungsfeld „Öffentlicher Raum“ 
• Kapitel 5: Handlungsfeld „Lokale Ökonomie“ 
• Kapitel 6: Handlungsfeld „Integration zugewanderte r Menschen fördern“ 
• Kapitel 7: Handlungsfeld „Bewältigung der Herausfo rderungen für das Bildungssystem“ 
• Kapitel 8: Handlungsfeld „Sicherung sozialer Netze  und Infrastrukturen in Zeiten knapper 
öffentlicher Haushalte“ 
• Kapitel 9: Handlungsfeld „Gebietsmoderation“ 
 
Ergänzend zu den in den Kapiteln 3-9 dargestellten tabellarischen Übersichten der Projekt- 
ergebnisse 2012 gibt Kapitel 10  Hinweise zu den Aktivitäten im Rahmen der „Prozessbeglei- 
tenden Selbstevaluation“ und erläutert die Konzeption und Inhalte des Kontextdatenmonitors. 
Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten sowie eine Karte mit den Projektstand- 
orten in 2012 und 2013, sind in den Anlagen 4 und 5 zur Vorlage V/0533/2013 dokumentiert. 
 
In einem bilanzierenden Kapitel 11 wird zum einen ein Überblick zur Erreichung der gesetz- 
ten Projektziele in 2012 gegeben. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Jahres 2012 
noch einmal in knapper Form unter Berücksichtigung des integrierten Programmgebietsan- 
satzes zusammengefasst. Abschließend gibt das Kapitel einen Ausblick auf die bereits be- 
gonnenen bzw. geplanten Aktivitäten und die Verstetigungsprojekte des Jahres 2013.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  14 
3 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 1: „Ver besserung der Wohnsituation“ 
Handlungsfeld- 
verantwortliche  
Frau Regenitter Amt für Wohnungswesen (64) 
 
Projektträger 
 
Projekt 1.04, 1.05: Amt für Wohnungswesen (64) 
Projekt 1.06: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) 
 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
 
1.04 
Weiterentwicklung 
der Kooperation 
zur Verbesserung 
der Wohnverhält- 
nisse im Quartier 
Nordwestschleife 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.3.1 Das Netzwerk "Wohnen 
in Kinderhaus/Brüningheide" ist 
bis 2011 erweitert und arbeitet 
regelmäßig. 
 
Das Projektziel wurde in 2012 
modifiziert 
NEU: Das bestehende 
Netzwerk "Wohnen in 
Kinderhaus/Brüningheide" 
arbeitet regelmäßig. 
 
Anzahl und Inhalte un- 
terschiedlicher Netz- 
werktreffen 
- Das Netzwerk „Wohnen in Kinderhaus“  arbeitete unter der Leitung bzw. 
Mitwirkung des städtischen Amtes für Wohnungswesen mit unterschied- 
lichen Schwerpunkten im Sinne einer Verbesserung der Wohnsituation 
vor Ort und somit im Sinne der örtlichen Bewohnerschaft.  
- 21 Netzwerktreffen in 2012 belegen einen intensiven Austausch (2009 = 
12 Treffen, 2010 = 22 Treffen, 2011 = 25 Treffen). Themen waren u. a.: 
Kommunikationskonzept für Kinderhaus, Besuch Enquetekommission, 
Infobroschüre Kinderhaus, Abstimmung/Planung von Festen und Aktio- 
nen (z.B. Internationales Sommerfest 2012, Blumenaktion der Woh- 
nungswirtschaft, Kinderhaus Mon Amour), Besichtigung der Wohnungs- 
bestände in Köln-Chorweiler, Informationen aus der Wohnungswirt- 
schaft, Austausch mit neuen Mitarbeitern der Hermes Hausverwaltung 
etc. 
- Hinzu kommen statistisch nicht erfasste Einzelgespräche zwischen Ver- 
tretern der Stadt Münster, den Wohnungsunternehmen, dem Begeg- 
nungszentrum Sprickmannstraße, dem Kulturverein Atrium, einzelnen 
Mietern des Quartiers und anderen Einrichtungen.  
-  Alle vor Ort beteiligten Institutionen oder Personen hatten in 2012 
grundsätzlich die Möglichkeit, sich im Rahmen der ausgebauten Netz- 
werkarbeit auf unterschiedlichen Ebenen aktiv zu beteiligen und sich 
auszutauschen. Einzelne Bewohner betätigten sich teilweise sogar 
mehrfach in unterschiedlichen Arbeitskreisen oder Einrichtungen vor 
Ort: im Arbeitskreis der Vertrauensmieter, in der Imagewerkstatt Schlei- 
fe, im Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. oder bei der Müns- 
ter-Tafel und den örtlichen Festen. 
- Durch die regelmäßige Teilnahme von einzelnen Vertrauensmietern an 
Projektziel erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  15 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
den Sitzungen der Imagewerkstatt Schleife und durch die vermehrte 
Zusammenarbeit mit dem Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. 
vernetzten sich örtliche Institutionen und die Mieterschaft weiter zuneh- 
mend. 
1.04 
Weiterentwicklung 
der Kooperation 
zur Verbesserung 
der Wohnverhält- 
nisse im Quartier 
Nordwestschleife 
Ergebnisse der Aktivitä- 
ten des Netzwerks 
- Ein umfangreicher Personalaustausch der Mitarbeiter der Hermes 
Hausverwaltung AG in Münster führte in 2012 zeitweise erneut zum Ab- 
bruch der Kommunikation und damit der Vernetzung vor Ort. Auch Mie- 
terhaushalte waren bzgl. der Sprechzeiten betroffen und konnten ihre 
Anliegen häufig nicht vortragen. Neu eingestellte Beschäftigte der Her- 
mes Hausverwaltung AG stellten sich in den Sitzungen der Imagewerk- 
statt Schleife am 23.08.2012 und am 13.12.2012 vor und boten ihre Zu- 
sammenarbeit mit der übrigen Wohnungswirtschaft, den Vertrauensmie- 
tern und den örtlichen sozialen und kulturellen Einrichtungen an. Auch 
in der Sitzung des Arbeitskreises Wohnungswirtschaft Kinderhaus-
Brüningheide am 27.11.2012 wurden u. a. die neuen Mitarbeiter der 
Hermes Hausverwaltung sowie ein Vertreter der Neuhausmeisterdiens- 
te begrüßt. Da die Hermes Hausverwaltung in der Vergangenheit häufig 
Personalwechsel innerhalb der örtlichen Vermietungsbüros vornahm, 
bleibt hier die weitere Qualität der Vernetzung und der kontinuierlichen 
Zusammenarbeit abzuwarten. Der erneute Personalaustausch sollte 
vorerst positiv gesehen werden, um einer regelmäßigen und vertrau- 
ensvollen Zusammenarbeit eine Chance zu geben. Jedoch bedeuten 
die in der Vergangenheit gemachten Fehler bei der Vermietung von 
Mietwohnungen eine unnötige Belastung für das Quartier und für die 
Zusammenarbeit mit den örtlichen Institutionen und den regionalen 
Wohnungsunternehmen, zumal diese Fehler bis in die Gegenwart hin- 
einwirken (z. B. zweckfremde Vermietung an osteuropäische Leiharbei- 
ter). Dies bestätigen auch zahlreiche Mieterinnen und Mieter. 
- Insgesamt wurde trotz teilweise schwieriger Kontaktmöglichkeiten zur 
Hermes Hausverwaltung die Zusammenarbeit mit den Wohnungsunter- 
nehmen und der Bewohnerschaft gesichert. Die ohnehin gute und enge 
Zusammenarbeit mit den örtlich bzw. regional ansässigen Wohnungsun- 
ternehmen war auch in 2012 selbstverständlich. 
- Der Erwerb des Nau-Wohnungsbestandes durch Sahle Wohnen aus 
Greven im April 2012 wurde von allen Beteiligten als positives Zeichen 
bewertet. Das regionale Wohnungsunternehmen verstärkt dadurch sein 
Engagement und seinen Einfluss als Kooperationspartner im Wohn-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  16 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
quartier Brüningheide . 
Anzahl der Mieterhaus- 
halte 
1.3.2 Bis Ende 2010 wurden für 
alle Mietparteien Kurse ange- 
boten. 
Aushang in allen Miet- 
reihenhäusern 
- Eine nochmals für 2012 geplante Schulung der Mieterschaft zu allen 
Fragen des Mietrechtes wurde in das Jahr 2013 verschoben.
  
- Eine Veranstaltungsreihe zur rechtlichen Schulung der örtlichen Mieter- 
schaft wird in 2013 eine für die Mieterhaushalte kostenlose Neuauflage 
erfahren, die bereits in 2009 erstmalig an vier Abenden angeboten wur- 
de . 
Ziel bereits in 2009 
erreicht. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.05 
Nachbarschafts- 
stärkung und 
Mieter/-innen-
schulung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.3.3 Für die Mieter/Innen aller 
Wohnungsunternehmen sind 
ab 2008 Stammtische bzw. 
Mietertreffs für Mieter/innen 
angeboten und etabliert worden 
 
 
Das Projektziel wurde bereits in 
2011 modifiziert 
NEU: Den Bewohnern wird die 
Möglichkeiten geben, sich aktiv 
an der Verbesserung der 
Wohnsituation zu beteiligen 
und/oder sich vor Ort hierzu 
auszutauschen 
ALT: Anzahl Wohnhäu- 
ser mit eingerichteten 
Stammtischen 
 
 
 
 
NEU: Anzahl der öff. 
Veranstaltungen, an 
denen Vertrauensmieter 
teilnehmen  
-  Als wichtigstes Medium des intensiven Austausches von Mieterbelan- 
gen ist auch in 2012 der Arbeitskreis der sog. Vertrauensmieter 
 zu se- 
hen. Der Kreis der Vertrauensmieter vergrößerte sich in 2012 und ver- 
fügt nun über 35 Personen, die regelmäßig zu den Arbeitskreissitzun- 
gen eingeladen werden möchten, um sich über die Vermietungs- und 
Wohnsituation im Quartier zu informieren und sich auszutauschen (2011 
= 30 Personen). 
-  Im Juli 2012 gab es eine Versammlung mit den Themenbereichen „Er- 
fahrungsaustausch bei Verstößen gegen die Hausordnung“ (aufbauend 
auf die vorhergehende Sitzung im November 2011), „Müllproblematik im 
Quartier“, „Hausmeisterservice“ und „zweckfremde Vermietung an ost- 
europäische Leiharbeiter“. Leider nahmen trotz vorheriger Zusage Mit- 
arbeiter der Hermes Hausverwaltung nicht an der Sitzung teil, so dass 
keine verbindlichen Zusagen seitens des betroffenen Wohnungsunter- 
nehmens gegenüber der betroffenen Mieterschaft gemacht werden 
konnten. 
-  Darüber hinaus arbeiteten in 2012 wieder einige Vertrauensmieter/innen 
regelmäßig in den 10 Sitzungen der Imagewerkstatt Schleife  neben Ver- 
tretern von Wohnungswirtschaft, Atrium Kultur und Amt für Wohnungs- 
wesen mit. Zu einigen Themen gab es auch einen intensiven Austausch 
mit dem Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V., so dass eine in- 
tensive Vernetzung innerhalb des Quartiers erfolgte. Die Vorbereitung 
und Durchführung des Internationalen Sommerfestes am 30.06.2012 
und des Weihnachtsmarktes am 30.11.2012 sind ebenfalls ein Teil die- 
ser Vernetzungsarbeit. 
-  Weiterhin wichtig ist darüber hinaus auch die Arbeit des Begegnungs- 
zentrums Sprickmannstraße e.V., das unterschiedlichen Gruppen und 
Projektziel  erreicht 
 
Intensive Vernetzung 
innerhalb des Quar- 
tiers

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  17 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
Kulturkreisen die Möglichkeit des Austausches gibt und sich auch bei 
Mieterbelangen engagiert. 
-  Um allen Mietern die Möglichkeit zu geben, an den unterschiedlichen 
Veranstaltungen teilzunehmen, wurden neben Plakataushängen auch 
persönliche Einladungen zum Weihnachtsmarkt an neue Mieter ver- 
sandt oder Einladungen zu den Sitzungen der Vertrauensmieter als 
Aushang in den Flureingangsbereichen verteilt. Darüber hinaus stehen 
das Begegnungszentrum und das Atrium Kultur mit zentraler Lage als 
weitere Infoverteiler zur Verfügung. 
-  Auch in 2012 hatten alle Bewohner/innen die Möglichkeit, sich umfang- 
reich über die verschiedenen Angebote vor Ort zu informieren, daran 
teilzunehmen oder sich sogar einzubringen und einbinden zu lassen. 
Ein dichtes Netz von Aktionen und Veranstaltungen gab dem Quartier 
ein lebendiges Miteinander und eine Plattform des persönlichen Aus- 
tausches. 
-   Die zahlreichen Angebote der Beteiligung und des Austausches wer- 
den allerdings nicht von allen Bewohnerinnen und Bewohnern ange- 
nommen. Dennoch haben sich diese teilweise sehr aufwändigen Ange- 
bote etabliert. Sie wurden überwiegend mit engagierten Partnern aus 
dem Kreis von Vertrauensmietern, Wohnungswirtschaft, lokalen Einrich- 
tungen und Verwaltung vorbereitet und erfolgreich durchgeführt. 
-  Ein nachbarschaftlicher Austausch und somit der Aufbau von weiteren 
sozialen Strukturen und Vernetzungen zu ausländischen Leiharbeitern 
scheint nach Aussagen der Vertrauensmietern jedoch nicht möglich zu 
sein. Persönliche Kontakte waren hier offensichtlich mehrfach nicht er- 
wünscht, auch bestehen hier erhebliche Sprachbarrieren 
-   Bei den o. a. Veranstaltungen konnte im Regelfall ein höherer Anteil 
von Frauen festgestellt werden: im AK Vertrauensmieter liegt dieser bei 
etwa 75% (2011 = 70%), bei größeren Veranstaltungen bei 50-60%.  
-  Geschätzter Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte: bei grö- 
ßeren Veranstaltungen ca. 60 %, im AK Vertrauensmieter wie im Vor- 
jahr ca. 30%. 
 
 
 
1.05 
Nachbarschafts- 
stärkung und 
Mieter/-
innenschulung 
 
1.3.4 Eine Schiedsstelle für 
Mietstreitigkeiten ist bis Ende 
2008 eingerichtet worden. 
Eingerichtete Schieds- 
stelle 
Eine Schiedsstelle wurde nicht eingerichtet; die Ablehnungsentscheidung über die Einrichtung 
einer Schiedsstelle wurde in der Sitzung der Vertrauensmieterinnen und -mieter am 26.03.2008 
getroffen.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  18 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
1.2.1 Bis Juli 2009 werden 
mindestens 100 Haushalte in 
der Schleife beraten und mit 
Energiesparhilfen ausgestattet. 
Summe der Stromkosten 
pro qm pro Wohnungs- 
typ und pro Person 1.06 
Das Quartier spart 
Strom 1.2.2 Eine zielgerichtete Infor- 
mationskampagne zum Strom- 
sparen wird im Jahr 2008 auf- 
gebaut und durchgeführt. 
Durchführung Strom- 
sparkampagne / Erstel- 
lung von Infomaterialien   
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigt. 
Es liegt kein Projektbericht vor.  
 
Quelle: Projektberichte Amt für Wohnungswesen (64): Projekte 1.04, 1.05 
Ergänzende Informationen zum Projekt 1.01  „ Energetische Gebäudesanierung“ (Förderphase 2007-2010):  
Das Projekt gehört seit 2011 laut Beschluss des Beirats vom 16.11.2010 nicht mehr zu den innerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten Projekten. Da das Amt für Woh- 
nungswesen das Projekt nach wie vor betreut, wird auf folgende, in 2012 weitergeführte Aktivitäten zum Projektziel  “Fortführung und Abschluss von energetischen Dämmmaß- 
nahmen am Wohnungsbestand der WohnSieGer GbR / Übertragung von energetischen Maßnahmen auf die bisher nicht sanierten Gebäudebestände Nau und BGP“ verwiesen: 
Wie erwartet, ließ die WohnSieGer GbR in Anlehnung an das in 2008 vorgestellte Gutachten zur energetischen Gebäudesanierung auch in 2012 einen weiteren Teil der Dämmar- 
beiten im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten planmäßig durchführen.  
Auch die Wohn+Stadtbau GmbH investierte  2012 in die Modernisierung aller Bäder in der Josef-Beckmann-Straße 1-11 (123 Wohneinheiten) sowie in die Dacherneuerung und 
Fassadendämmung der angrenzenden Bungalows Langebusch 32-40.  
Die Wohnungsbestände von Sahle Wohnen entsprechen nach baulichen Anpassungen in der Vergangenheit den internen Vorgaben. Somit wird hier derzeit kein Handlungsbedarf 
gesehen.  
BGP bzw. die Hermes Hausverwaltung ließen in 2012 nicht erkennen, maßgebliche finanzielle Mittel für energetische Maßnahmen zu investieren. 
(Quelle: Amt für Wohnungswesen, 64).

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  19 
 
4 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 2: „Öff entlicher Raum“ 
Handlungsfeldver- 
antwortliche  
Herr Goldbeck Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) 
Projektträger Projekt 2.02: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) 
 
Projekt-Nr. und  
-Name  Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
2.1.1 Bis zum Projektende hat sich eine Gruppe von Bewohnern/-innen 
etabliert, die auch in Zukunft Aktionen in der Schleife organisiert. Die 
Mitglieder der Gruppe sollten unterschiedlichen Gruppierungen ange- 
hören, um eine breite Akzeptanz für die Aktivitäten zu erreichen. 
 
 
-  Das Quartier verfügt über viele Gruppen, die auch unter- 
einander sehr gut miteinander vernetzt sind. Diese Grup- 
pen werden als die Basis für Aktionen gesehen, da sie 
über ihre Mitglieder in der Lage sind, viele Menschen im 
Quartier direkt zu erreichen. 
-  Es hat sich mittlerweile ein fester Kern von Personen mit 
Migrationshintergrund gebildet, der auch außerhalb der 
Projekttage die Parkanlage betreut und sich für die Grün- 
schleife verantwortlich fühlt.  Die Grünanlage befindet sich 
in einem ausgesprochen attraktiven Zustand. 
-   Eine weitere, wenn auch „abgespeckte“ Betreuung durch 
das Amt für Grünflächen und Umweltschutz ist jedoch 
noch  zur Erhaltung des Engagements notwendig, da sich 
sonst aller Wahrscheinlichkeit organisatorisch bedingte 
Abnutzungserscheinungen einstellen werden.   
Projektziel er- 
reicht    
 
 
 
 
2.02   
Spiel- und Freizeitzone 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.1.2 Die Bereitschaft der Bewohnerschaft, an der Pflege und Gestal- 
tung des Wohnumfeldes aktiv mitzuwirken, ist bis zum Projektende 
weiter gestärkt worden. 
-  Das Anliegen, Anwohner der „Grünschleife“ für Aktivitäten 
zu gewinnen, ihnen erst einmal die Grünfläche wieder 
näher zu bringen, ist  durch verschiedene Aktionen in den 
Jahren 2008 bis 2012 erfolgreich umgesetzt worden. 
Auch im Jahre 2012 hat das Amt für Grünflächen und 
Umweltschutz der Stadt Münster mit vielen Aktiven im 
Stadtteil Kinderhaus eine weitere Offensive gestartet. 
-  Im jetzt vierten Projektjahr kann man feststellen, dass sich 
das Gesicht dieser Parkanlage deutlich geändert hat. Es 
ist eine attraktive umweltnahe Grünanlage entstanden, in 
der es kaum Müllablagerungen oder irgendeine Form von 
Projektziel er- 
reicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  20 
Projekt-Nr. und  
-Name  Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
Vandalismus gibt. Auch das zu Beginn vorhandene Hun- 
dekotproblem hat sich durch die Installation der Hundetü- 
tenstation erledigt und  existiert nicht mehr. Die Anlage 
wird nun von Familien und Kindern als neuer Erholungs- 
raum in einem stark verdichteten Raum genutzt. Die An-
wohner nutzen den Kräutergarten und die Obstbäume. 
Die neu geschaffenen Sitzbänke um den Naturteich laden 
immer wieder zum Verweilen ein. An den unter Bäumen 
installierten Schachtischen finden sich regelmäßig Spie- 
lende ein. 
-  Die Bürgerbeteiligung ist stetig wachsend, die Grünanla- 
ge zeigt sich sehr attraktiv. Das Engagement der Anwoh- 
nerinnen und Anwohner fand in der Verleihung des Um-
weltpreises in Gold der Bürgerstiftung (27.11.2012) seine 
Honorierung und eine hohe positive Resonanz in der Öf- 
fentlichkeit.  
 
 
 
 
2.02   
Spiel- und Freizeitzone 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.2.3  In 2011 haben zwei weitere Projekttage mit jeweils mindestens 
25 Personen aus dem Quartier stattgefunden. 
 
Das Projektziel wurde in 2012 modifiziert  
NEU: In 2012 haben zwei weitere Projekttage mit jeweils mindestens 
50 Personen aus dem Quartier stattgefunden. 
-  Nach der Fotoaktion im Herbst 2008, dem Workshop und 
den Projekttagen in 2009, 2010 und 2011, an der unter- 
schiedlichste Bewohner/innen des Stadtteils teilgenom- 
men haben und viele Interessierte gewonnen werden 
konnten, fanden im Sommer und Herbst 2012 zwei weite- 
re Projekttage statt. 
-  Auf Plakaten, Handzetteln und in Zeitungsartikel wurde für 
die  Aktionstage geworben. Außerdem wurden alle mögli- 
chen Beteiligten persönlich angeschrieben. 
-  Die zwei Projekttage fanden am 19. Mai und am 15. Sep-
tember statt. Bei strahlendem Sonnenschein erschienen 
jeweils zwischen 50 und 60 Kinder, Jugendliche und Er- 
wachsene, um tatkräftig mit anzupacken: 
- Entlang der Liegewiesen wurden neue Rosen und Stau- 
denbeete gebaut. Die Kinder ergänzten die bereits be- 
stehende Trockenmauer mit der Pflanzung von weiteren 
Kräutern und Stauden. Die Pflanzen sind teilweise von 
in Kinderhaus beheimateten Gärtnereien zur Verfügung 
gestellt worden. Es wurden 15 cbm Holzhäcksel auf al- 
len Baumscheiben und unter den Strauchbereichen ver-
teilt, um Unkräuter auch weiterhin fernzuhalten und der 
Projektziel er- 
reicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  21 
Projekt-Nr. und  
-Name  Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektberichten) Zielerreichung 
Parkanlage einen gepflegtes Aussehen zu geben. Die 
Ränder der wassergebundenen Wege wurden sauber 
abgestochen, so dass die Wege zum Spazierengehen 
einladen. Der Bereich unter dem neuen Pavillon wurde 
mit frischem Dolomitsand aufgefüllt. Es wurden im 
Herbst über 30 Nistkästen gebaut, die im Frühjahr 2013 
vielen dort beheimateten Vögeln gute Brutmöglichkeiten 
bieten sollen. Der sich in der Parkanlage befindliche Na- 
turteich wurde nun ein zweites Mal entschlammt und der 
Schilfbereich deutlich zurückgeschnitten. Hierbei konnte 
festgestellt werden, dass sich bereits viele Molcharten 
und Froschpopulationen  dort eingestellt haben. 
- Der kleine Waldbereich am Teich wurde hochentastet, 
damit die Parkanlage noch transparenter wirkt. Hier sol- 
len im nächsten Jahre auch neue Wege angelegt wer- 
den um diese kleine Waldparzelle noch mehr in die 
Grünanlage zu integrieren.  
- In der gesamten Parkanlage wurde zahlreiche neue 
Beete mit Rosen und Lavendel angelegt, die das ganze 
Jahr über herrliche Blühaspekte zeigten. Im November 
wurden nochmals größere Mengen verschiedene Nar- 
zissen und Tulpenzwiebeln gepflanzt, um die Anlage 
auch im Frühjahr farbenprächtig erscheinen zu lassen. 
-
 Im Laufe des Jahres wurde darauf geachtet, dass die 
Dogstationen auch immer mit Tüten gefüllt waren.  
-  Das Laub wurde sukzessive im Oktober bis Dezember 
von allen Rasenflächen entfernt. 
Quelle: Projektbericht Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) - Projekt 2.02

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  22 
5 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 3: „Lok ale Ökonomie“ 
Handlungsfeldver- 
antwortliche  
Frau Dr. Ringbeck Amt für Schule und Weiterbildung (40) 
Projektträger Projekt 3.01: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) 
 
Projekt-Nr. und  
-Name  Projekt-Ziel Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung 
3.01 Wertstoffe/ 
Sperrgut 
 
3.1. Unterstützung der beruflichen Integration von Langzeitar- 
beitslosen. 
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigt. 
Es liegt kein Projektbericht vor.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  23 
6 Ergebnisse und Wirkungen Handlungsfeld 4: „Integr ation zugewanderter Menschen fördern“ 
Handlungsfeldver- 
antwortliche  
Herr Kentrup (bis 11/2012) 
Herr Heise (ab 11/2012)  
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) 
Projektträger 
 
Projekt 4.01, 4.02: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ) 
Projekt 4.03: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)  
 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung 
 
4.2.1 Das interkulturelle Zusam- 
menleben wird gefördert und der 
Gemeinsinn gestärkt. 
 
Umfang der Beteiligung an den 
Freizeitaktivitäten der Gruppe 
 
 
4.3.1. Die Mädchen entwickeln 
neue Interessen und sind offen 
gegenüber anderen Formen der 
Freizeitgestaltung. 
 
Art und Umfang der Freizeitak- 
tivitäten in der Gruppe unter 
Berücksichtigung von Wün- 
schen der Mädchen 
 
 
 
 
4.01 
Mädchenprojekt `Unser 
Alltag - unsere Sorgen´ 
 
 
 
 4.3.2 Bereitschaft der Mädchen, 
Altersgenossinnen bei der Bewäl- 
tigung von Alltagskonflikten zu 
helfen, steigt. 
Art und Umfang des Sozialver- 
haltens (z.B. Fragen nach 
Gründen für Alltagskonflikte, 
zeigen Interesse, bringen Ideen 
zur Lösung) 
 
 
Verstetigtes Projekt ohne Förderung aus dem Maßnahmeprogramm 2012. Es liegt 
kein Projektbericht vor. 
 
 
4.02 
Integrationsarbeit vor 
Ort: Anlauf-, Beratungs- 
und Koordinationsstelle 
 
 
 
 
 
4.1.1 Die Anzahl der Personen 
mit Migrationsvorgeschichte, die 
sich im Stadtteil engagieren, 
stabilisiert sich (`bleibt gleich´) 
und steigt im weiteren Projektver- 
lauf um ca. 50% an. 
 
Das Projektziel wurde in 2011 
modifiziert 
NEU: Die Zahl der Personen mit 
 
Anzahl engagierter Personen 
mit Migrationsvorgeschichte 
- Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen 
stellt sich auch in 2012 weiterhin sehr gut dar. Die Grup- 
pen  sind weiterhin sehr aktiv und treffen sich regelmäßig 
wöchentlich im Begegnungszentrum (u.a. Somalische 
Frauen- und Männergruppe, Eritreische  Gruppe,  Kurdi- 
sche Frauengruppe, Russisch-Deutsche Frauengruppe,  
Roma-Gruppe, internationale Evangelische Freikirche, 
Buddhistische Gruppe, Internationaler Frauenkreis  etc.). 
- Die Anzahl der Personen mit Migrationsvorgeschichte, die 
sich im Stadtteil engagieren, nimmt seit Projektbeginn 
kontinuierlich zu: 72 Personen in 2012 (65 Personen Ende 
Projektziel erreicht  
 
Kontinuierliche Zu- 
nahme Anzahl enga- 
gierter Personen mit 
Migrationsvorge- 
schichte

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  24 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung 
Migrationsvorgeschichte, die im 
Wohngebiet Brüningheide oder in 
unmittelbarer Nachbarschaft zum 
Wohngebiet wohnen und sich 
gesellschaftlich engagieren, 
nimmt zu. 
 
2011, Steigerung zu 2011 um  ca. 10%), 72% weiblich  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.02 
Integrationsarbeit vor 
Ort: Anlauf-, Beratungs- 
und Koordinationsstelle 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte 
Aktivitäten wie Veranstaltungen, 
Seminare, Feste zwischen inter- 
kulturellen Gruppen und Men- 
schen mit unterschiedlicher 
Migrationsvorgeschichte nehmen 
zu. 
 
 
Anzahl, Art, Dauer des Beste- 
hens der initiierenden Organi- 
sation und TN-Zahlen interkul- 
tureller / nachbarschaftlicher 
Aktivitäten in Eigeninitiative 
-  Die Anzahl der selbstorganisierten interkulturellen Initiati- 
ven hat sich seit Projektbeginn von 20 auf 27 in 2012 
(2011 = 25) erhöht.  
- Anzahl der in 2012 durchgeführten Veranstaltungen lag  
wie im Vorjahr bei 31 Aktionen (2011 = 31, 2010 = 21). 
- Von den 31 Veranstaltungen waren 15 kultureller, freizeit- 
bezogener Art (z.B. Aktionstag Grünschleife, Kinderhauser 
Aufruf, Welt-Roma-Tag, Internationales Frauenfest, etc).  
und 16 Informations- und Bildungsveranstaltungen (z.B.  
PC Kurs, Bewerbungstraining, Gesundheitsprophylaxe, 
etc.). 
- Ca. 1.992 Teilnehmende bei den vom Begegnungszent- 
rum Sprickmannstraße e.V.  (BGZ) organisierten  bzw. ini- 
tiierten Veranstaltungen (2011 = 2500, 2010 = 2650), An- 
merkung: der Rückgang zu 2011 erklärt sich u.a. dadurch, 
dass der Weihnachtsmarkt in 2012 nur einen Tag statt- 
fand, in 2011 an  zwei Tagen; das Sommerfest erstreckte 
sich 2012 über eineinhalb Tage statt über drei Tage in 
2011. 
- Von den 1.992 Teilnehmenden waren ca. 1.330 Personen 
mit Migrationsvorgeschichte (ca. 67%, 2011 = 65%), ca. 
60% aller Teilnehmenden weiblich (wie im Jahr zuvor). 
- Unter Einbeziehung aller selbstorganisierten Aktivitäten 
der einzelnen Gruppen unter dem Dach des BGZ liegt die 
Anzahl der Teilnehmenden bei ca. 3.900 Personen. 
- Es besteht auch weiterhin eine gute Kooperation mit dem 
Familienzentrum KiTa Killingstraße.  
- Das Projekt „Grünschleife“ wird ebenfalls vom Begeg-
Projektziel erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  25 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung 
nungszentrum unterstützt.  
 
 
 
 
 
4.02 
Integrationsarbeit vor 
Ort: Anlauf-, Beratungs- 
und Koordinationsstelle 
 
 
4.2.3 Die Zahl der durch die Kon- 
fliktmoderation bearbeiteten Fälle 
steigt ab 2009 jährlich um 20% 
an, unter der Voraussetzung, 
dass die Beratungskapazitäten zu 
100% zur Verfügung stehen 
 
Anzahl der durch die Konflikt- 
moderation bearbeiteten Fälle 
-  Die Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle für  Men- 
schen unterschiedlicher kultureller und nationaler Zuge- 
hörigkeit wird weiterhin sehr gut angenommen. Die re - 
gelmäßigen Sprechstunden werden seit 4 Jahren kontinu- 
ierlich in hoher Frequenz nachgefragt, durchgehend wer- 
den Termine unter der Woche vergeben. Die Bewohner 
finden es sehr positiv, dass es feste interkulturel le An- 
sprechpersonen gibt, die täglich zu erreichen sind. 
-   Die Anzahl der Gespräche in 2012 lag auf gleichem Ni- 
veau wie 2011 mit insgesamt ca. 4.800 Gesprächen 
(2011 = 4.800, 2010 = 7.309 Gespräche). 
-  Anzahl der durch Konfliktmoderation bearbeiteten Fä lle in 
2012: 63 (2011 = 55, Steigerung zu 2011 um 15%). Damit 
ist eine kontinuierliche Steigerung seit Projektbeg inn fest- 
stellbar. 
-  Die Hauptberatungsthemen waren identisch mit dene n 
des Jahres 2011: Beratung zur Wohnsituation, Fragen  zu 
Themen wie: ALG II; GEZ; hohe Verschuldung (hier be-
steht eine sehr gute Kooperation mit der Schuldnerbe ra- 
tung des evangelischen Beratungsdienstes); Schule; Ar- 
beitsplatzsuche. Der aus der Initiative der Bürgeri nnen 
aus Kinderhaus entstandene Schwimmkurs ist nach wie 
vor noch sehr gefragt. Niederschwellige Angebote fi nden 
weiterhin die beste und die höchste Resonanz.   
- Die Altersgruppenzugehörigkeit der Klienten, die di e 
Sprechstunden nutzen, entspricht in etwa dem Vorjahr  (in 
2011: bis 25 J. = ca. 2,5%, 25-49 J. = ca. 54,0%, a b 50 J. 
= ca. 43,5%). 
-  Die Zahl älterer Menschen, die Probleme haben, ist nach 
wie vor sehr hoch. Viele haben aufgrund geringer Über- 
steigerungen (von 15€ bis 20€) des Einkommens (Rente) 
keinen Anspruch auf Grundsicherung bzw. Wohngeld. Sie 
leben sehr nah an der Armutsgrenze. 
Projektziel annä- 
hernd erreicht  
 
Kontinuierliche Stei- 
gerung der Fallan- 
zahl

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  26 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung 
4.5.1 15 Bildungsangebote für 
Menschen mit Migrationsvorge- 
schichte sind bis 2009 entwickelt 
und werden umgesetzt.  
 
Projektziel wurde bereits in 2011 
modifiziert 
NEU: Bildungsangebote für Men- 
schen mit Migrationsvorgeschich- 
te sind bis 2009 entwickelt und 
werden bis Ende 2013 umgesetzt.  
 
 
Anzahl/Art von Angeboten für 
die Unterstützung von Perso- 
nen mit Migrationsvorgeschich- 
te 
- 16 Informations- und Bildungsveranstaltungen (2011 = 16, 
2010 = 8) 
- Themen: Gesundheitsprophylaxe, PC Kurs für Anfänger 
Modul I u. II, MIMI Gesund Leben im Alter, Bewerbungs-
training, Rhetorik Kurs, Intern. Streitschlichter, Schwimm- 
kurs, Fahrradkurs, Nähkurs, Deutsche Sprache erlernen, 
Internationaler Kreis (Themenabende)  
Projektziel erreicht 
 
 
4.5.2 Der Anteil von Personen mit 
Migrationsvorgeschichte, die an 
Bildungsmaßnahmen teilnehmen, 
steigt jährlich um mindestens 25% 
an 
 
Anzahl der Personen mit Migra- 
tionsvorgeschichte an Bil- 
dungsangeboten 
Anzahl der teilnehmenden Personen mit Migrationsvorge- 
schichte an Bildungsangeboten: 290 (2011 = 276), davon 
ca. 79% weiblich, Steigerung der Anzahl insgesamt  zu 
2011 um ca. 5% (die hohe Fluktuation im Wohngebiet ver- 
hinderte höhere Steigerung) 
Teilerfolge erzielt 
 
 
 
 
4.2.4 Die Häufigkeit der Verstöße 
gegen den Kindern bekannte 
Regeln nimmt ab. 
 
Häufigkeit der Verstöße 
 
4.2.5 Die beobachtbare Hilfsbe- 
reitschaft der Kinder nimmt zu. 
 
Umfang/Art der Hilfsbereitschaft 
der Kinder untereinander 
 
4.2.6 Bereitschaft von 50% der 
Eltern, sich über Konflikte auszu- 
tauschen, wächst 2010. 
 
Anzahl/Art in Anspruch ge- 
nommener Kurse/ Beratungs- 
gespräche durch Eltern 
 
4.03 
Gewaltprävention 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.2.7 Bei 50% der Eltern nehmen 
sichtbare Streitigkeiten bis 2010 
ab. 
 
Anzahl beobachteter Streitigkei- 
ten beim Begleiten der Kinder 
im Kita-Bereich 
 
 
 
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigt. 
Es liegt kein Projektbericht vor.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  27 
Projekt-Nr. und  
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht) Zielerreichung 
 
Anzahl/Art der Eltern, die an 
Trainings teilgenommen haben 
 
4.03 
Gewaltprävention 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.3.3 Die Sozial- und Handlungs- 
kompetenz nimmt bei 50% der 
Eltern bis 2010 zu. 
 
Anzahl/Art der Konfliktfälle in 
der Kita bzw. Gruppe 
Quelle: Projektbericht Begegnungszentrum Sprickmannstraße (BGZ), Projekt: 4.02

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  28 
7 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 5: „Bew ältigung der Herausforderungen für das 
Bildungswesen“ 
Handlungsfeldver- 
antwortliche  
Herr Philipp 
Frau Dr. Schwarte 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) 
Gesundheitsamt (53) 
Projektträger 
 
Projekt 5.01: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) 
Projekt 5.02/5.06: Amt für Schule und Weiterbildung (40) 
Projekt 5.04: Gesundheitsamt (53)  
 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
 
 
 
5.01    
Wir verstehen uns 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.a.1   
Alle beteiligten Kindertageseinrichtungen 
und Schulen sowie weitere pädagogische 
Einrichtungen sind bis Ende 2010 als 
Orte der Bildung gestärkt worden 
 
Das Projektziel wurde in bereits 2011 
modifiziert 
NEU: Erhöhung der Chancengleichheit 
durch eine Erhöhung der Bildungsbeteili- 
gung für Familien mit Sprachdefiziten. 
 
Zieldimension: 
Verbesserung der Sprachfähigkeit der 
Erwachsenen und der Kinder 
 
Anzahl der Kitas/ Schulen (nach Schul- 
formen), an denen Sprach-/Nachhilfe-
/Elternkurse stattgefunden haben  
 
Der Indikator wurde in 2011 modifiziert 
 
NEU: 
-Anzahl der Sprach- und Nachhilfekurse 
für Schüler/innen und Anzahl Teilneh- 
mende  
 
-Anzahl der Erwachsenenkurse und An- 
zahl der erwachsenen Sprachkursteil- 
nehmer 
 
-Zusammenarbeit mit Kooperationspart- 
nern 
 
 
 
-  Sprachkurse für Erwachsene KAI : Alphabetisie- 
rungskurse und Deutsch als Fremdsprache 
-  Wie bereits in 2011 wurden unter dem Titel 
„Deutsch sprechen und erleben in Kinderhaus“  
3 Projektgruppen/Kurse, angepasst an das indi- 
viduelle Sprach- und Bildungsniveau der Teil- 
nehmenden, mit insgesamt 24 UStd. / wöchent- 
lich angeboten, parallel fand eine Kinderbetreu- 
ung statt.  
-  Anzahl und Zusammensetzung der Teilneh- 
menden entspricht dem Vorjahresergebnis:  
-   Anzahl der Erwachsenen: 79, womit das Ni- 
veau vom Vorjahr gehalten wurde (2011 = 79, 
2010 = 59), davon 70 Frauen,  
-  87% haben eine Migrationsvorgeschichte,   
-  Anzahl der Kinder: 8 (4 männlich, 4 weiblich). 
-  Die Nachfrage war sehr hoch, so dass Interes- 
sierte auf die Warteliste gesetzt werden muss- 
ten. 
- Die Kooperationen mit anderen Bildungsträgern, 
wichtigen sozialen Einrichtungen und Institutio- 
nen, dem Jobcenter u.v.a. wurden verstetigt.  
Kooperationspartner: Haus der Familie Münster, 
andere Bildungsträger, Jobcenter, Arbeitsagen- 
tur, Stadt Münster, Schuldnerberatung, wichtige 
Projektziel  
erreicht 
 
Kontakte zu 
den Eltern / 
Schülern / Leh- 
rern wurden in 
2012 verstärkt 
und sehr inten- 
siviert.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  29 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
 
 
 
 
 
5.01    
Wir verstehen uns 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einrichtungen im Stadtteil u.a.m.. 
-  Hinzu kommen die Kontakte zu den verschiede- 
nen Einrichtungen (u.a. Begegnungszentrum 
Sprickmannplatz, Bürgerhaus, Wuddi, Sozialbü- 
ro Kinderhaus, Frauenhaus, Psychologische Be- 
ratungsstellen, Gesundheitsamt, Jugendamt, 
Bildungsberatung international), Schulen 
(Abendrealschule, VHS, BIMS, Capito, Werk- 
statt für Bildung und Kultur), Beratungsstellen 
(u.a. KAI, Caritas, Schuldnerberatung Diakonie, 
Wohnungsnotfälle, KSD, Cuba, Migrations-
erstberatung, GGUA,  Schwangerschaftskon- 
fliktberatung) sowie Besuche und eingeladene 
Gäste (KSD, Erziehungsberatung, Schuldnerbe- 
ratung u.a.m.). 
-  Regelmäßige Aufnahmegespräche, Abschluss- 
gespräche, regelmäßige Teilnahme an den Kur- 
sen und regelmäßige begleitende Sozialarbeit 
sind obligatorisch. 
 
-  Sprach- und Nachhilfekurse für Schüler/innen 
: 
Einzelnachhilfe und Stärkung der Sozial- und 
Sprachkompetenz für Schüler/innen der Primar- 
stufe und der Sekundarstufen 1 + 2, vorwiegend 
Schüler im Übergang auf weiterführende Schu- 
len. 
-  Die Förderung der gezielten Einzelnachhilfe 
durch qualifizierte Nachhilfelehrer/innen wurde 
in 2012 fortgesetzt. Das Interesse an der Stär- 
kung der Sprach- und Sozialkompetenz der Kin- 
der und Jugendlichen in Form von gezielter Ein- 
zelnachhilfe mit unterstützender kontinuierlicher 
Elternarbeit war sehr hoch und nicht alle Nach- 
fragen konnten berücksichtigt werden.  
-  Ende 2012 wurden 91 Schüler/innen (2011 = 86, 
2010 = 101) über die Hausaufgaben- und  
Nachhilfe bei KAI e.V. von 50  Nachhilfeleh- 
rer/innen betreut.   
-  89% der  Schüler/innen haben eine Migrations-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  30 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
vorgeschichte (2011 = 95%). 
- Beteiligte Schulen: GS-West, GS am Kinder- 
bach, Paul-Schneider-Schule, Uppenbergschu- 
le, Waldschule, Geschwister-Scholl-Realschule, 
GS-Gymnasium, Erich-Kästner-Schule, Anne-
Frank-Berufskolleg, Hansaschule, Geistschule, 
Bernhard-Stahm-Schule u.a. 
- Weitere Kooperationen: KSD, Erziehungsbera- 
tungsstelle, Schulpsychologische Beratungsstel- 
le, Bildungsberatung, Schulsozialarbeit, Begeg- 
nungszentrum Sprickmannplatz, Jugendsalon, 
Wuddi, Westfalia Kinderhaus, CJG St. Josef, 
Feez, CVJM, Schulsozialarbeit der einzelnen 
Schulen, Bürgerhaus, Bezirksverwaltungsstelle, 
Stiftung „Mitmachkinder“, „Courage“ u.a.  
-  Betreuung ca. 2 Std./Wo/Schüler/in. 
-  Mit den Grundschulen wurden Einzelvereinba- 
rungen zur Verbesserung der Leistungen getrof- 
fen. Es fanden konzeptionelle Überlegungen 
und Konzepterarbeitung mit den Vertretern der 
Schulen statt. 
- Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist sehr 
eng, mit den Klassenlehrer/innen und den 
Schulsozialarbeitern sowie den Sozialpädago- 
ginnen, die für die Umsetzung des Bildungs- und 
Teilhabepakets (BuT) in den Schulen eingesetzt 
sind und Mitarbeit in deren Arbeitskreis. 
- In 2012 wurden die Elternarbeit und die Koope- 
rationen mit den Schulen weiter intensiviert. Die 
Zusammenarbeit mit den neueingestellten Sozi- 
alpädagoginnen, die für die Umsetzung BuT an 
den Schulen eingesetzt sind, ist sehr eng und 
eine Mitarbeit im Arbeitskreis findet statt. 
 
 
5.01    
Wir verstehen uns 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anzahl und Art der Kooperationskontakte 
der Eltern mit Kita/Schule (Elterngesprä- 
che, Elternmitarbeit sporadisch, regelmä- 
ßig, Elternbeteiligung an Elternabenden) 
 
-  Die Eltern wurden regelmäßig bei der Anmel- 
dung, der Zeugnisvergabe und Auffälligkeiten 
konsequent miteinbezogen, informiert und nach 
Erfahrungen und Bedürfnisse gefragt. Zusätzlich 
fanden telefonische Kontaktgespräche statt. An-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  31 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
NEU: Einbeziehung und Beteiligung der 
Eltern bei den Sprachförder- und Nachhil- 
feangeboten der Kinder 
 
sonsten wird bei Klärungsbedarf Kontakt aufge- 
nommen. Bei Elterngesprächen in der Schule 
wurde Unterstützung angeboten. 
-  Bei Bedarf fachliche soziale Begleitung und 
Beratung durch Sozialarbeiterin von KAI e.V. 
oder Weitervermittlung zu anderen Stellen.  
-  Kontakte zu den Eltern/Schülern/Lehrern wur- 
den in 2012 verstärkt und sehr intensiviert.  
-  Die Eigenverantwortung der Eltern der Schü- 
ler/innen und der Nachhilfelehrer/innen ist ge- 
stärkt worden.  
Anzahl der Eltern, die Angebote in An- 
spruch genommen haben 
Entsprechend der Anzahl der teilnehmenden 
Schüler/innen = 91 Eltern (2011 = 86) 
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern, 
weitere Angebote anzunehmen 
- Die Eltern und die Schüler/innen nehmen das 
Angebot sehr gut an und motivieren auch ande- 
re, sich anzumelden.  
-  Aufgrund der vielen Elterngespräche hat sich 
auch das Sprachvermögen der Eltern teilweise 
verbessert. 
 
Umfang der Fehlzeiten von Schüler/innen 
-  Fehlzeiten sind unauffällig; 2 Schüler wurden 
wegen 3-maligen unentschuldigten Fehlens aus 
dem Nachhilfeprojekt entlassen. 
 
5.01    
Wir verstehen uns 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.b.1   
Fast alle Teilnehmenden verbessern ihr 
Sprachvermögen in Deutsch und ihre 
Alltagskompetenzen 
 
Zieldimension:  
 
Verbesserung/Stabilisierung der schuli- 
schen Leistungen 
 
Verbesserung der sozialen Integration Anzahl der positiven Rückmeldungen von 
/ zu teilnehmenden Kindern 
 
- Die Schulen vermitteln verstärkt als Ergänzung 
zum Bildungs-und Teilhabepaket (BuT) zu unse- 
ren Angeboten.   
- Das Interesse an der Stärkung der Sprach- und 
Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen 
in Form der gezielten Einzelnachhilfe war und ist 
sehr hoch. Es konnten nicht alle Anfragen auf 
Unterstützung berücksichtigt werden (Wartelis- 
te). 
- Die kontinuierliche Elternarbeit unterstützt die 
Angebote der mindestens 1 x wöchentlich statt- 
findenden qualifizierten Einzelnachhilfe. 
-  Das Lern- und das Sozialverhalten der Schü- 
ler/innen haben sich verbessert. 
Projektziel  
erreicht 
 
Verbesserung / 
Stabilisierung 
der Noten 
 
Verbesserung 
der Sprach- 
und Sozialkom- 
petenz 
 
Zielkennzahl 
zur Weiterver- 
mittlung deut- 
lich übertroffen

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  32 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
-  Der Übergang in weiterführende Schulen ist bei 
mehreren Schüler/innen gelungen. So konnten 
z.B. von den 28 Grundschülern/innen, die wech- 
selten, 4 auf ein Gymnasium, 13 auf eine Real- 
schule, 2 auf eine Gesamtschule und 9 auf die 
Hauptschule wechseln. 4 Schülern/innen gelang 
der Übergang von der Schule für Lernbehinderte 
auf die Hauptschule. 3 Schülern/innen gelang 
der Übergang von der Hauptschule zur Real- 
schule. 
NEU: Förderung der Nachhilfelehrer, 
Abbau von Vorurteilen und Stärkung der 
Sozialkompetenz 
 
- Es fanden Fortbildungen mit den Nachhilfeleh- 
rer/innen statt. 
-  Diese erweitern ihren kulturellen Horizont und 
bauen bei sich wie in ihrer Umgebung Vorurteile 
ab. Sie schulen weiterhin ihre Lehr- und Vermitt- 
lungsqualitäten und leisten einen Beitrag zur 
gegenseitigen Integration. Die Eigenverantwor- 
tung der Nachhilfelehrer/innen ist gestärkt wor- 
den. 
-  Die Nachhilfelehrer/innen erhalten über ihr 
Engagement Bescheinigungen, die sie bei Be- 
werbungen vorzeigen können. Das Projekt trägt 
zur Allgemeinbildung aller Beteiligten bei. 
 
Noten in Deutsch der beteiligten Jahr- 
gangsstufe(n) 
 
NEU: Noten in Deutsch der geförderten 
Nachhilfeschüler 
-  Die über 90 Teilnehmenden der Bildungsmaß- 
nahme für die Kinder und Jugendlichen verbes- 
serten ihre Chancengleichheit erheblich.  
-  Bei 42% haben sich die schulischen Noten ver- 
bessert und bei 52% stabilisiert und so konnten 
Schulübergänge auch zu weiterführenden  Schu- 
len erfolgen. 
 
5.01    
Wir verstehen uns 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regelmäßige Teilnahme an 
 Sprachkursen 
für Erwachsene 
-  Die regelmäßige Teilnahme sowohl an den 
Sprach- und Alphabetisierungskursen als auch 
an der Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendli- 
che unterstreichen das Interesse der Teilneh- 
menden an diesen Bildungsveranstaltungen. 
-  Aufgrund der auf die Teilnehmenden bezogenen 
Themen mit entsprechend zielgerichtet zusam- 
mengestellten Materialien und Medien gelang

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  33 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
eine sehr gute methodische Aufarbeitung und 
dadurch eine gute Mitarbeit der Teilnehmenden. 
 
-  Es wurden verschiedene Institutionen besichtigt, 
Infoveranstaltungen durchgeführt bzw. besucht 
und eine Exkursion nach Köln unternommen. 
Anzahl der positiven Rückmeldungen von 
/ zu teilnehmenden Erwachsenen 
 
- Aufgrund der Erhöhung der Sprach- und All- 
tagskompetenz, insbesondere bei den Erwach- 
senen, und der Stabilisierung bzw. Verbesse- 
rung der schulischen Leistungen bei den Kin- 
dern und Jugendlichen wurde die soziale Integ- 
ration wesentlich verbessert. 
-  Insbesondere die Frauen mit Migrationsvorge- 
schichte aus dem Stadtteil, die meist nie eine 
Schule besucht haben, nutzten gerne und re- 
gelmäßig das niedrigschwellige wohnortnahe 
und ihnen zeitlich entgegenkommende Angebot. 
In Absprache mit dem Jobcenter wurden Ein- 
gliederungsvereinbarungen über den regelmä- 
ßigen Besuch der Kurse getroffen. Der Über- 
gang in weiterführende Kurse  hat zugenommen.  
 
5.01    
Wir verstehen uns 
 
 
Weitervermittlung in weiterführende Kurse 
(mindestens 1%) 
 
- 18 Teilnehmende (21%) konnten in weiterfüh- 
rende Kurse vermittelt werden, womit die Ziel- 
kennzahl zur Weitervermittlung deutlich übertrof- 
fen wird.  
-  Das Sprachvermögen wurde verbessert. 
-  Viele Teilnehmende haben dennoch geringe 
Kenntnisse und brauchen längere Zeit, Alltags- 
sprachkompetenzen zu entwickeln. Insbesonde- 
re die Frauen, die nie eine Schule besucht ha- 
ben und mehrere Kinder haben, sind kaum in 
der Lage, einen Integrationskurs erfolgreich zu 
besuchen. 
 
5.02   
Elternkompetenz stär- 
ken 
5.a.2   
Die aktivierten Eltern bleiben kontinuier- 
lich in der Elternbeteiligung 
Umfang der Aktivitäten von Erwachsenen, 
die unternommen worden sind 
 
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigt.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  34 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
 
 
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern 
an allen aktivierten Eltern 
5.a.3   
Die Anzahl der Kinder mit Sprachförder- 
bedarf sinkt 
Anzahl Kinder mit Sprachförderbedarf bei 
Einschulung 
Anzahl und Inhalt der Austauschtreffen 5.g.1   
Ein selbstorganisierter Austausch unter 
den beteiligten Fach- und Lehrkräften 
findet mindestens zweimal jährlich statt  
. Beteiligung an und Inhalt des jährlichen 
Workshops 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.a.4 
Der kontinuierliche Schulbesuch nimmt 
zu  
Anteil der Kinder, die nicht regelmäßig die 
entsprechende Schulform besuchen 
Es liegt kein Projektbericht vor. 
 
 
5.04   
Gesund aufwachsen in 
Kinderhaus 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.d.1  
Die Zahl der Frauen in Hebammen- 
betreuung steigt  
Anzahl der Mütter in Hebammenbetreu- 
ung 
- Es konnten 86 Sprechstunden angeboten wer- 
den (2011 = 110, 2010 = 117). Anmerkung: 
2012 fiel eine der beteiligten Hebammen 
krankheitsbedingt ab Februar aus. Ihre Kolle- 
ginnen übernahmen, soweit möglich, die 
Sprechstunden und Hausbesuche. 
- Die Inanspruchnahme ist weiterhin groß. Wie 
bereits in den Vorjahren nutzen jeweils bis zu 5 
Frauen pro Sprechstunde dieses Angebot.  
- 180 Hausbesuche ermöglichten die nachsor- 
gende Betreuung von Schwangeren/Müttern im 
Anschluss an die Sprechstunden (2011/2010 = 
120). Hebammenbetreuung ist zu einem festen 
Angebot im Stadtteil geworden, der von vielen 
Frauen regelmäßig genutzt wird.  
- Die Vermittlung über die Kitas, Sozialarbeiter 
etc. ist fest eingespielt. Der Kontakt zu anderen 
Angeboten, wie Sprach- und Mutter-Kind-
Projektziel 
erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  35 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
Kursen wurde durch die Hebammen gehalten. 
 
 
Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen bei 
Kinder bis Schuleintritt 
 
-
  Nach 2010 kam es erstmals seit Jahren in je- 
dem Jahr im ganzen Stadtgebiet in Münster zu 
einer Verringerung der Vorsorgelücken gegen- 
über dem Vorjahr. Hier zeigen die bundes- und 
landesweiten Bemühungen um die Erhöhung 
der Teilnahmequoten bei den Vorsorgeuntersu- 
chungen Erfolge.  
 -
 In 2012 liegen die Vorsorgequoten in etwa auf  
dem Vorjahresniveau: 90% der Kinder hatten 8 
oder 9 Vorsorgeuntersuchungen (2011 = 91%, 
2010 = 67%), 10% der  Einschulungskinder hat- 
ten weniger als 8 Vorsorgen (2011 = 8%, 2010 = 
33%).  
- Im Bezirk 631 zeigt sich die Verringerung der 
Vorsorgelücken seit 2010 in besonders deutli- 
cher Weise. Der leichte Anstieg des Indikators  
"weniger als 8 Vorsorgen" in 2012 steht dazu 
nicht im Widerspruch.  
-  Die Rückmeldung von Vorsorgelücken der 
"Zentralen Stelle Gesunde Kindheit"  des Lan- 
deszentrums für Gesundheit (LzG) an das Ju- 
gendamt ermöglicht zeitnah aufsuchende Hilfen 
durch das Jugend- und Gesundheitsamt. Trotz 
dieser Unterstützungsmöglichkeiten bei der Ge- 
sundheitsvorsorge weichen die erreichten Vor- 
sorgequoten in Kinderhaus-Brüningheide aber 
nach wie vor deutlich von den Durchschnittswer- 
ten der Stadt Münster ab (95,8% der  Einschu- 
lungskinder hatten 8 und 9 Vorsorgen, 4,2% hat- 
ten weniger als 8 Vorsorgen). 
 
 
 
5.04   
Gesund aufwachsen in 
Kinderhaus 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.d.2   
Die Zahl der Kinder, die alle Vorsorgeun- 
tersuchungen absolviert haben, steigt an  
Anzahl der Kinder in Schuluntersuchun- 
gen nach Art ihres Gesundheitszustandes 
-  Ein valider Indikator bei insgesamt "gutem Ge- 
sundheitszustand" der Schulanfänger in Münster 
lässt sich im Rahmen der Möglichkeiten der 
Schuleingangsuntersuchungen nicht bilden. 
-  Wesentliche relevante sozial differenzierende 
körperliche Gesundheitsstörungen sind bei 
Projektziel 
erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  36 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerrei- 
chung 
Schulanfängern in Münster bei dem gut ausge- 
bauten medizinischen Versorgungssystem nicht 
zu erwarten. 
5.d.3   
Der Anteil schulfähiger Kinder in den 
Einschulungsuntersuchungen steigt an  
Anteil auf Grund ihres Gesundheitszu- 
standes /ihrer körperlichen Entwicklung 
nicht schulfähiger Kinder in Einschu- 
lungsuntersuchungen 
Durch das Ziel der individuellen Förderung eines jeden Kindes in der 
Schule ist „Schulfähigkeit“ kein Kriterium in den schulrechtlichen 
Normen mehr. Der Indikator wird daher nicht mehr erhoben. 
 
5.04   
Gesund aufwachsen in 
Kinderhaus 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.d.4  
Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem 
Einkommen, eine gesunde Lebensweise 
ihrer Kinder zu fördern, nimmt zu.  Anteil positiver Rückmeldungen bei TN-
Befragungen 
- Die Hebammenbetreuung ist ein Regelangebot 
für alle Frauen im Bezirk geworden, das sie ger- 
ne in Anspruch nehmen. Durch die Hebammen- 
sprechstunden und Hausbesuche konnten 
Schwangere/Mütter gut erreicht werden.  
- Durch die Verzahnung mit Mutter-Kind-Kursen 
und Sprachkursen und die gemeinsamen 
Sprechstunden der Hebammen und Sozialarbei- 
terinnen der Beratungsstelle Frühe Hilfen gelingt 
es, das Thema Gesundheit präsent zu halten 
und das Interesse der Eltern zu fördern. 
Projektziel 
erreicht 
Übernahmequoten in Ausbildung oder 
Aufnahme einer Arbeit nach Abschluss 
der Schullaufbahn 
5.e.1   
Die Quote Übergang in Ausbildung und 
Arbeit an teilnehmenden Schulen ist 
erhöht.  Anzahl der Schüler/innen, die mind. einen 
Praxistag durchgeführt haben 
5.e.2  
Anstieg der Bereitschaft , sich für ein 
Praktikum zu interessieren (Förderschu- 
le) 
Anzahl der Schüler/innen, die sich um ein 
Praktikum bemüht haben. 
5.06   
Kontinuierliche Praxis- 
tage zum Übergang 
Schule-Beruf 
 
 
 
 
 
 
 
5.e.3   
Bis Ende 2008 ist ein kontinuierlich arbei- 
tendes Netzwerk zur Erzeugung ausrei- 
chender Plätze für Praxistage installiert 
 
Anzahl und Art der im Netzwerk zusam- 
men arbeitenden Institutionen aus dem 
Ausbildungsbereich 
Das Projekt ist außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigt. 
Es liegt kein Projektbericht vor . 
Quelle: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI - e.V.: Projekt 5.01; Gesundheitsamt (53): Projekt 5.04

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  37 
8 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 6: „Sic herung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten 
knapper öffentlicher Haushalte“ 
Handlungsfeldver- 
antwortliche  
Herr Kentrup (bis 11/2012) 
Herr Heise (ab 11/2012) 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) 
 
Projektträger 
 
Projekt 6.01: Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung) 
Projekt 6.02: Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. (IKA e.V.) 
Projekte 6.04: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ) 
Projekte 6.05/6.06, 6.07: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) 
Projekt 6.08: INDRO e.V. 
 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
6.01 
Schuldnerberatung  
vor Ort 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für Ratsu- 
chende mit einer Verschuldungsproblema- 
tik (junge Menschen, Erwachsene, Migran- 
ten/-innen) in mindestens 50 Fällen wird 
gegeben. 
 
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert 
NEU: Umfassende Hilfestellung für Ratsu- 
chende mit einer Verschuldungsproblema- 
tik (junge Menschen, Erwachsene, Migran- 
ten/-innen) in mindestens 20 neuen Fällen 
wird gegeben  
 
 
 
 
 
Anzahl der Beratungen unterteilt 
nach Beratungsformen (z.B. Insol- 
venz, allg. Schuldnerberatung, Kurz- 
beratung zu spez. Themen, präven- 
tive Beratung) 
-  Mit 50 in 2012 neu hinzukommenden Fällen 
(Ziel: 20 Fälle) wurde eine umfassende Hilfe- 
stellung zur Verschuldungsproblematik noch 
stärker nachgefragt als in den Vorjahren (211= 
42 Fälle, 2010 = 47 Fälle). Anzumerken ist, 
dass die Beratungsintensität in den einzelnen 
Fällen unterschiedlich hoch ist.  
-  Der Stadtteil Kinderhaus ist laut Veröffentli- 
chungen aus Januar 2013 der am stärksten 
von Verschuldung betroffene Stadtteil Müns- 
ters (vgl. Schuldenatlas Creditreform). In frühe- 
ren Jahresberichten wurde auf diese Proble- 
matik bereits mehrfach hingewiesen. Eine 
Verweisung von Klienten an andere Bera- 
tungsstellen wird, wenn möglich, bereits jetzt 
durchgeführt. Dies löst aber das Problem nicht, 
auch deshalb, weil andere Beratungsstellen mit 
Wartelisten arbeiten. Eine gänzliche Abwei- 
sung von Klienten gestaltet sich aufgrund de- 
ren persönlichen Situation zwar als schwierig, 
muss aber in 2013 aufgrund der Rahmenbe- 
Projektziel  er- 
reicht   
 
Zielkennzahl wur- 
de deutlich über- 
troffen

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  38 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
 
 
 
 
6.01 
Schuldnerberatung  
vor Ort 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
dingungen der Stelle erfolgen .  
-  Durch intensive Beratung und engmaschige 
Betreuung wurden in 2012 40 Fälle (8 aus 
2010; 15 aus 2011 und 17 aus 2012) erfolg- 
reich beendet.  
- Von den 23 aus 2011 stammenden Fällen wur- 
den 15 erfolgreich beendet und 8 sind noch 
offen (ebenfalls geringere Bearbeitungsintensi- 
tät in 2013). 
- 5 Fälle aus 2012 mussten aus unterschiedli- 
chen Gründen abgebrochen werden. 
- 28 Fälle aus 2012 müssen somit in 2013, aller- 
dings mit geringerer Bearbeitungsintensität als 
bei Neufällen, abschließend bearbeitet werden.  
- Es sind somit Ende 2012 noch insgesamt 36 
Familien bzw. Einzelpersonen in laufender Be- 
treuung (2011 = 31, 2010 = 23), die somit in 
2013 noch weitergeführt werden.  
- Bei den „Langläufern“ aus 2011 und 2012 han- 
delt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um 
Familien mit Migrationshintergrund, bei denen 
mangels fehlender Deutschkenntnisse zur Si- 
cherung der Nachhaltigkeit eine deutlich länge- 
re Betreuung erforderlich ist. In einigen Fällen 
benötigen die betreuten Familien aus unter- 
schiedlichen Gründen einen „zweiten Anlauf“. 
Ein weiterer Grund für längere Beratungen liegt 
auch in chronischen Erkrankungen der betrof- 
fenen Klienten, die eine abschließende Bera- 
tung erschweren.  
- Anzahl Beratungen Insolvenz = 38 (2011 = 15), 
Anzahl allg. Schuldnerberatung = 39 (2011 = 
34), Anzahl Kurzberatung spezielle Themen = 
0 (2011 = 0), Anzahl präventive Beratung = 40 
(2011 = 39), Anzahl sonstige Beratungen = 12 
(2011 = 14). 
- Der Anteil weiblicher Ratsuchender  beträgt ca.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  39 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
55%, und liegt damit auf ähnlichem Niveau wie 
im Vorjahr (52%).  
- Fazit: Für die angestrebten Hilfeleistungen bei 
Verschuldungsproblematik erscheinen die vor- 
handenen Ressourcen insgesamt zu knapp.  
Anzahl erfolgreicher Fälle unterteilt 
nach - Problemverständnis kognitiv 
vorhanden, - Problemerkenntnis 
i.S.v. Handlungsbereitschaft vorhan- 
den, - akt. Mitwirken im laufenden 
Beratungsprozess, - Schuldenprob- 
lematik wird gelöst 
- In 2012 wurden 40 Fälle erfolgreich beendet 
(vgl. Pkt. 6.1.1). Eine Beendigung der Beratung 
in den erfolgreichen Fällen bedeutet nicht im- 
mer, dass das Schuldenproblem gänzlich ge- 
löst ist. Es konnten aber einvernehmliche Re- 
gelungen bezüglich der Regulierung getroffen 
werden. 
-  Bei ca. 66% der Klientel ist ein Problemver- 
ständnis kognitiv vorhanden (2011 = 62%, 
2010 = 53%, 2009 = 78%). 
-  Ca. 96% wirken aktiv im lfd. Beratungsprozess 
mit (2011 = 88%, 2010 = 94%, 2009 = 80%). 
-  Von Gesamtanzahl der beendeten Fälle wird in  
85% der Fälle die Schuldenproblematik gelöst 
(2011 = 85%, 2010 = 90%, 2009 = 77%). 
 
 
 
 
 
6.01 
Schuldnerberatung  
vor Ort 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklärungs- 
veranstaltungen im Jahr durchgeführt, an 
denen insgesamt mindestens 80 Personen 
teilnehmen (insbesondere Personen mit 
Migrationshintergrund und Jugendliche). 
Anzahl/ Art, Ergebnis der Aufklä- 
rungsveranstaltungen 
- Es fanden 19 Aufklärungsveranstaltungen 
(2011 = 7, 2010 = 6) mit 134 Teilnahmen statt.  
- Art der Veranstaltungen: 3 Veranstaltungen im 
KAI mit den Themen Einführung P-Konto und 
Bankgeschäfte (Girokonto, Überweisungsfor- 
men, etc.), 16 Veranstaltungen im Projekt MoKi 
(Money and Kids) an der Uppenbergschule. 
-   Im Rahmen der 3 Veranstaltungen im KAI 
ging es um aktuelle Themen wie die Einfüh- 
rung des P-Kontos und Bankgeschäfte im 
allgemeinen (Girokonto, Überweisungsfor- 
men, etc.). Die Inhalte müssen weiterhin 
niederschwellig präsentiert werden (Kultur- 
kreis, Sprachverständnis, teilweise auch In- 
tellekt). Inhaltlich wird in 2013 auf neue ak- 
tuelle Themen eingegangen.  
- Erstmalig fanden in 2012 Schulveranstal- 
tungen statt. Die erstmalige Einbeziehung 
Projektziel erreicht  
 
Das Ziel von 8 
Veranstaltungen 
und 80 Teilnah- 
men wurde deut- 
lich überschritten.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  40 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
von Schulen ist sehr positiv einzuschätzen. 
Bei den 16 Veranstaltungen in der Uppen- 
bergschule wurden neue Präventionsunter- 
lagen (MOKI) eingesetzt. Geplant waren ur- 
sprünglich 9 Veranstaltungen (1x Einführung 
und 2 Module a`4 Veranstaltungen).  Die 
Resonanz war bei Lehrern und Schülern 
sehr positiv, so dass zwei weitere Module 
durchgeführt wurden. Für 2013 wurde der 
Wunsch nach Wiederholung geäußert, eine 
weitere Schule hat Interesse bekundet. Aus 
Kapazitätsgründen müssen 2013 Inhal- 
te/Anzahl der Schulveranstaltungen gekürzt 
werden. 
-  Die präventive Arbeit hat in einer Vielzahl von 
Fällen auch im Rahmen von Einzelbetreuun- 
gen stattgefunden. 
-  Das vorgehaltene Leistungsangebot des Pro- 
jekts hat sich im Stadtteil vollständig etabliert. 
Die Kooperation mit vorhandenen Beratungs- 
systemen funktioniert reibungslos. Im Rahmen 
der gesteckten Ziele konnte einer Vielzahl von 
Einzelpersonen und Familien nachhaltig gehol- 
fen werden. Dies beinhaltet zum Beispiel  Be- 
rufsaufnahme oder- erhalt, das Erreichen einer 
eigenständigen Lebensführung und in man- 
chen Fällen auch die Ablösung von öffentlichen 
Hilfesystemen.  
Anzahl der verschiedenen Zielgrup- 
pen in den Aufklärungsveranstaltun- 
gen 
 - Insgesamt: 134 Teilnahmen an 19 Veranstal- 
tungen. 
-  Teilnehmende von Alphabetisierungskursen 
im KAI mit Migrationshintergrund  = 28 Teil- 
nehmende. 
-   Grundschüler im offenen Ganztag der Up- 
penbergschule (4. Schuljahr) = 106 Teil- 
nehmende. 
 
 
 
 
 
 
 
6.01 
Schuldnerberatung  
vor Ort 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.1.3 Es wird wöchentlich eine offene 
Sprechstunde im Zeitumfang von 2 Stun- 
Anzahl der offenen allgemeinen und 
der zielgruppenspezifischen Sprech- 
- In 2012 fanden 39 offene Sprechstunden statt 
(2011 = 37, 2010 = 38) .  
Projektziel erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  41 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
den angeboten.  
 
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert 
NEU: Es wird wöchentlich (nicht in den 
Schulferien) eine offene Sprechstunde im 
Zeitumfang von 2 Stunden angeboten, die  
im Durchschnitt von wenigstens 4 Perso- 
nen nachgefragt werden soll.   
 
stunden - Die einzelnen Sprechstunden wurden wie 
bereits 2011 von durchschnittlich ca. 7 Besu- 
chern (gesamt 272 Personen) besucht. Ziel war 
ein Durchschnitt von 4 Personen. Auch in den 
Schulferien fanden teilweise Sprechstunden 
aufgrund der Nachfrage statt. Wie im Vorjahr 
ergaben sich aus den Sprechstundenterminen 
oft Folgetermine, die in eine langfristige Bera- 
tung mündeten. 
- 67% (= 181 Personen) der Ratsuchenden sind 
weiblich (2011 = 67%). 
-  Die Sprechstunden sind nach wie vor gut be- 
sucht und decken eine Vielzahl von Themen 
bezüglich Finanzen und Verschuldung ab . 
Zielkennzahl über- 
troffen  
 
 
 
 
 
 
6.01 
Schuldnerberatung  
vor Ort 
 
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 1 
Hausbesuch durchgeführt. 
Anzahl der durchgeführten Hausbe- 
suche 
- Die Anzahl der Hausbesuche liegt mit 47 (unter 
Berücksichtigung von Urlaubszeiten) ebenfalls 
im Soll und stellt eine gute, sinnvolle und un- 
abdingbare Ergänzung zu den sonstigen An- 
geboten dar (2011 = 43, 2010 = 51).  
- Zielgruppe sind Personen, die ansonsten aus 
unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu 
bestehenden Hilfsangeboten  haben (z.B. kin- 
derreiche, ältere und/oder kranke Mitbürger). 
- In 2012 stieg der Anteil von älteren, oftmals 
alleinstehenden Personen noch weiter an.   
Projektziel erreicht  
6.2.1 Die Teilnahmezahl an Aktivitäten ist 
bei Bewohner/-innen des Projektgebietes 
„Soziale Stadt“ gestiegen und die Teilnah- 
me von anderen Kinderhauser/-innen an 
gemeinsamen Aktivitäten mit/in der Schlei- 
fe ist gestiegen. 
 
 
Anzahl der Teilnahme an Aktivitäten 
 
6.02 
Kulturprojekte:  
Interkulturelle Veran- 
staltungsreihe  
ATRIUM e.V.  
 
 
 
 
 
 
 
6.2.2 Das Interesse an anderen Kulturen 
und Gebräuchen ist gestiegen. 
Grad der Veränderung des Interes- 
ses für  andere Kulturen und Zu- 
sammensetzung der Teilneh- 
mer/innen (z.B. nat. Herkunft) 
Der Projektbericht des Projektträgers  lag  bis  Redaktionsschluss 
nicht  vor.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  42 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
6.04 
Jungenprojekt „Sport 
gegen Gewalt“ 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.4.1 Die teilnehmenden Jungen entwi- 
ckeln Spaß an sportlichen Aktivitäten.  
 
 
Das Projektziel wurde 2012 modifiziert 
NEU: Fortführung einer Sportgruppe mit 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen 
unterschiedlicher Nationalität, die regel- 
mäßig Fußball spielen und Spaß an sport- 
lichen Aktivitäten haben (Interkultureller 
Ansatz) 
 
 
Regelmäßigkeit der Teilnahme 
-  Auch in 2012 Fortführung einer Sportgruppe 
mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die 
regelmäßig unter Einsatz von drei Übungslei- 
tern einmal wöchentlich Fußball spielen, Spaß 
an sportlichen Aktivitäten haben, die Bereit- 
schaft mitbringen, Konflikte ohne den Einsatz 
körperlicher Gewalt zu lösen und Teamgeist im 
gemeinsamen Spiel entwickeln.  
- Die bestehende Sportgruppe ist multikulturell 
zusammengesetzt, womit das wesentliche Ziel 
dieses Projekts umgesetzt werden konnte. 
Nachfolgende Nationalitäten sind regelmäßig 
vertreten: Afghanistan, Serbien, Pakistan, Ara- 
ber, Türkei, Iran, Somalia, ehemaliges Jugos- 
lawien. 
- Gesamtzahl der Treffen: 40 (2011 = 49, Rück- 
gang um ca. 19%); der Rückgang zu 2011 er- 
klärt sich damit, dass im Gegensatz zu den 
Vorjahren in den Ferien 2012 keine Treffen 
statt fanden. 
- Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen 
Erwachsenen waren 16 bis 30 Jahre alt.  
- Die durchschnittliche Teilnahmezahl an den 
Sportveranstaltungen ist mit  25 Jugendlichen 
angestiegen (2011 = 20). 
- Das Sportprojekt wird von den Jugendlichen 
und jungen Erwachsenen weiterhin gut ange- 
nommen. Der Bedarf ist nach wie vor groß und 
betrifft insbesondere die kalte Jahreszeit. Es 
kommt immer wieder vor, dass Jugendliche 
aufgrund der geringen Hallengröße wegge- 
schickt werden müssen und nicht teilnehmen 
können. 
Projektziel erreicht  
 
Anzahl der Teil- 
nehmenden ange- 
stiegen 
 
Multikulturelle 
Zusammenset- 
zung der Gruppe

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  43 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
6.04 
Jungenprojekt „Sport 
gegen Gewalt“ 
 
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmenden 
Jungen, gegenüber Schwächeren Rück- 
sicht zu nehmen und Konflikte gewaltfrei 
auszutragen, ist gestiegen.  
Art und Umfang des Sozialverhal- 
tens  
-  Nur selten kam es zu verbalen „ Ausrutschern “ 
oder Handgreiflichkeiten. Durch das Aufzeigen 
fairer und alternativer Handlungsstrategien ge- 
lang es immer wieder, während des Spiels ent- 
stehende Gewaltbereitschaft zu vermeiden.  
-  Es gelang, Jugendliche unterschiedlicher Nati- 
onalität zusammenzuführen. 
-  Das Projekt ist weiterhin als Angebot sinnvoller 
Freizeitgestaltung an Wochenenden zu sehen, 
und sicherlich förderlich für das friedfertige Mi- 
teinander der unterschiedlichen Kulturen in 
Kinderhaus. Gelungene Ergebnisse der Sport- 
veranstaltungen sind die Stärkung und Förde- 
rung des Gemeinsinns, im Team fair zu agie- 
ren, die Rücksichtnahme auf Schwächere, die 
spielerische Kanalisierung überschüssiger 
Kräfte in eine sinnvolle Richtung.  
Projektziel erreicht  
Anzahl an Vereinbarungen mit Trä- 
gern 
- Die Anzahl der Vereinbarungen mit Trägern 
liegt 2012 bei 2 Vereinbarungen (Feez, Wud- 
di); (2011 = 3, 2010 = 4, 2009 = 8). 
- Grund der verringerten Trägervereinbarungen 
waren nicht mehr nachgefragte Förderberei- 
che. Vor allem ist der stete Rückgang bei der 
Förderung von Ferienfreizeiten zu beklagen. 
(analog 2011). Inwieweit hier als Kompensati- 
on das Bildungs- und Teilhabe-Gesetz (BuT) 
genutzt wird, ist nicht bekannt. 
 
6.05 
Integrative Jugendso- 
zialarbeit 
 
 
 
 
6.6.2 Zahl der Jugendlichen, die an Ange- 
boten der Jugendsozialarbeit sowie weite- 
ren Bildungs- und Freizeitangeboten teil- 
nehmen, ist gestiegen. 
Anzahl/ Art der Nutzerinnen und 
Nutzer der finanziellen Hilfen 
- Die Gesamtzahl der Nutzerinnen und Nutzer 
lag bei 97 Kindern und Jugendlichen und damit 
deutlich über den Teilnahmezahlen der letzten 
beiden Jahren (2010 = 50, 2011 = 51). 
- Die geförderte Gruppe der „bis 13-Jährigen“ ist 
mit einem Anteil von 94%  im Vergleich zum 
Vorjahr fast konstant geblieben (2011 = 96%, 
49, 2010 = 70%). Hier ist vor allem das Enga- 
gement von Ferienangeboten des Feez  und 
des Wuddi hervorzuheben.  
- Der Anteil der Jungen ist mit einem 60%-Anteil 
Projektziel erreicht  
 
Zahl der teilneh- 
menden Jugendli- 
chen deutlich 
gestiegen

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  44 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
an der Gesamtzahl leicht gesunken (2011 = 
63%, 2010 = 80%). Der Mädchenanteil ist hin- 
gegen mit 40% wieder weiter angestiegen 
(2011= 37%, 2010 = 20%), womit der Mäd- 
chenanteil nach den bisherigen Erfahrungen 
als hoch einzustufen ist.  
- Der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshin- 
tergrund (85%) ist in 2012 wiederum angestie- 
gen (2011= 82%, 2010 = 60%).  
- Die individuelle Teilhabe von Kindern und Ju- 
gendlichen zu stärken, die in einem schwieri- 
gen sozialen Umfeld aufwachsen, ist nach wie 
vor ein enorm wichtiges Ziel. Hierfür notwendig 
ist insbesondere die Einbeziehung der päda- 
gogischen Kräfte von Schule bis Jugendarbeit. 
Nur in der Zusammenarbeit der Fachkräfte vor 
Ort lassen sich Ideen und Prozesse entwickeln, 
die gemeinsam mit den Kindern und Jugendli- 
chen umgesetzt werden können. Die Erzie- 
hungsgemeinschaft mit den Eltern muss aller- 
dings in Zukunft stärker in den Fokus gestellt 
werden. 
-  In der Verstetigungsphase muss ferner die 
Abstimmung zwischen dem aktuellen Projekt, 
der „KinderMitmachStiftung“ und dem „Bil- 
dungspaket der Agentur für Arbeit“ gewährleis- 
tet sein. Hierzu haben grundsätzliche Abstim- 
mungsgespräche zwischen den BuT-
Schulsozialarbeitern/innen und den Hand- 
lungsfeld-/Projektverantwortlichen in 2012 
stattgefunden. Ein Datenabgleich ist aus Sicht 
des Projektträgers nicht zu realisieren. Sinnvoll 
wäre aber eine stadtteilbezogene Auswertung   
der beiden Förderbereiche, um Entwicklungen 
und Handlungsnotwendigkeiten aufzuzeigen. 
-  Die Möglichkeit der individuellen Förderung 
über empfehlende Organisationen im sozialen 
Umfeld ist ein Erfolgsfaktor. Dem einzelnen 
Kind und Jugendlichen, aufwachsend unter

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  45 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
schwierigen familiären Bedingungen und finan- 
ziellen Verhältnissen, wird die Teilhabe am ge- 
sellschaftlichen Leben somit ermöglicht .  
 
 
 
6.06 
Mobile Jugendarbeit 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozialarbeit 
nicht erreichte Jugendliche werden ange- 
sprochen und erreicht.  Anzahl/Struktur der Nutzer/-innen 
des offenen Angebots: Anzahl, Ge- 
schlecht, schulischer oder beruflicher 
Hintergrund, bisherige Anbindung an 
Jugend- und Freizeiteinrichtungen 
der Nutzer/-innen des offenen Ange- 
bots  
-  Die Anzahl der erreichten Kinder und Jugendli- 
chen durch die mobile Jugendarbeit hat sich im 
Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. In 2012 
wurden insgesamt 2.332 Kontakte/Jugendliche 
durch die mobile Jugendarbeit erreicht (2011 = 
2.588, 2010 = 2.100).  (Anmerkung: Hierbei 
handelt es sich vielfach um Mehrfachkontakte, 
Höhe des Anteils lässt sich nicht abschätzen). 
-  Von den insgesamt 2.332 Kontakten wurden 
allein 1.944 im Rahmen der aufsuchenden Ju- 
gendsozialarbeit realisiert.   
-  Von den 1.944 Kontakten fanden 1.215 Kon- 
takte (= 62,5%) zu Jungen/Männern (2011 = 
60%) und 729 (= 37,5%) zu  Mädchen/Frauen 
statt (2011 = 40%). 
-  Anzahl Personen bis einschl. 13 Jahre: 1.008  
(2011 = 724, 2010 = 1.026 ). 
- Anzahl Personen ab 14 bis einschl. 17 Jahre: 
863 (2011 = 1.133 , 2010 = 1.008). 
- Anzahl Personen ab 18 Jahre: 73 (2011 = 115, 
2010 = 66). 
- Anzahl Personen, die eine Hauptschule besu- 
chen: 1.455 (2011 = 1.630 , 2010 = 1.916) 
- Anzahl Personen, die eine Realschule oder ein 
Gymnasium besuchen: 60 (2011 = 61,  2010 = 
62). 
-  Anzahl Personen, die sich in einer beruflichen 
Ausbildung befinden: 198 (2011 = 78, 2010 = 
277) 
-  Anzahl Personen auf der Suche nach einer 
Ausbildung/einem Job: 136 (2011 = 245 ) 
-  Anzahl Personen, die bisher gelegentlich oder 
regelmäßig Angebote der offenen JA o.ä. 
wahrgenommen haben: 1.529 (2011 = ca. 
 
Zielereichung 
nicht zu beurteilen 
wegen der Aus- 
wirkungen des  
Bildungs- und 
Teilhabepakets 
(BuT ) 
 
Anzahl erreichter 
Jugendlicher 
rückgängig 
 
Anmerkung des 
Projektträgers: Die 
Zahlen sind in der 
Größenordnung 
nicht mehr signifi- 
kant. Die Be-
obachtung und 
Begleitung des 
Förderansatzes ist 
aufgrund des BuT 
völlig verschoben.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  46 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
2500, 2010 = 1.568). 
-  Weitere 288 Jugendliche wurden durch beglei- 
tende sportpädagogische Angebote erreicht. 
Im sportpädagogischen Bereich werden Fuß- 
ballfahrten und diverse, an den Bedürfnissen 
der Jugendlichen orientierte Aktivitäten ange- 
boten. 
-  Der überwiegende Teil der teilnehmenden 
Jugendlichen besucht die Waldschule, die Up- 
penbergschule, die Papst-Johannes Schule 
sowie die Geschwister-Scholl-Realschule. 
 
6.06 
Mobile Jugendarbeit 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kenntnisse der Jugendlichen über 
Angebote der Jugendarbeit 
-  Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Kontaktauf- 
nahme zu neu zugezogenen Jugendlichen im 
Stadtteil, um ihnen die Integration in Institutio- 
nen zu erleichtern.  
-  Weiterhin werden Jugendliche betreut, die sich 
den  Anforderungen der Institutionen nicht an- 
passen können, bedingt durch Alkohol und 
Drogenkonsum wie auch durch auffälliges Ver- 
halten (erhöhtes Aggressionspotential).  
-  Andere Jugendliche sind über bestehende 
Angebote nicht informiert. Somit ist die Mobile 
Jugendarbeit Schnittstelle zwischen dem Öf- 
fentlichem Raum und den Institutionen (Wuddi, 
Jugendsalon, Schule und Sportgruppen). 
-  Auch hat sich die Kooperation mit dem nicht 
zum Programm der Sozialen Stadt gehörenden 
Angebot der Sozialen Gruppenarbeit des SKM 
(Kooperation der Mobilen Jugendarbeit mit der 
Jugendgerichtshilfe) durch die Aufgabenkom- 
bination als äußerst positiv erwiesen. Das  An- 
gebot der Sozialen Gruppenarbeit des SKM 
wird mittlerweile gut angenommen, vorwiegend 
von freiwillig Teilnehmenden, aber auch von 
Jugendlichen, die bedingt durch eine richterli- 
che Weisung am Angebot teilnehmen müssen. 
In dieser Gruppe ist der zuständige Projektso- 
zialarbeiter (0,5 Stelle) auch als Fachkraft tätig.  
-  Die Jugendlichen, die bestehende Angebote

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  47 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
im Stadtteil nicht oder selten nutzen, sollen im 
Rahmen von Streetwork begleitet, auf  beste- 
hende Angebote hingewiesen und gegebenen- 
falls in diese integriert werden. Dazu zählt die  
Berufsberatung, die Möglichkeit zur Ableistung 
gemeinnütziger Arbeit, die Schuldenberatung, 
die  Teilnahme an Sportangeboten sowie an 
Freizeitgruppen. 
-  Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit während 
der Verstetigungsphase ist die Netzwerk- und 
Projektarbeit mit Kooperationspartnern wie der 
Bezirkspolizei, dem KSD, der Drogenberatung, 
dem Jugendsalon, dem Feez und den ver- 
schiedenen Schulen. Der zuständige Sozialar- 
beiter nimmt an themenspezifischen Arbeits- 
kreisen (z.B. Streetwork) und am Arbeitskreis 
„Gefährdete Jugendliche im Stadtteil Kinder- 
haus“ teil. 
Teilnahme an Angeboten der Ju- 
gendarbeit und Zufriedenheit mit 
Angeboten 
Die Akzeptanzbereitschaft gegenüber den Mitar- 
beitern der mobilen Jugendarbeit und die Bereit- 
schaft, sich aktiv an den verschiedenen Hilfsan- 
geboten zu beteiligen, nimmt weiterhin zu, was  
an dem sich stetig verbessernden Vertrauens- 
verhältnis liegt.  
Anzahl der Nutzer/-innen, die an 
realistischen Lösungen arbeiten. 
Realistische Lösungen sind zum 
Beispiel die Teilnahme an Angebo- 
ten der Jugendarbeit/Jugend-
sozialarbeit, Besuche von Freizeit- 
einrichtungen, Kontaktaufnahmen zu 
anderen Beratungsangeboten 
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen 
arbeiten: 127 (2011= 46 Personen, 2010=110 
Personen, 2009: 99 Personen), davon 43% 
weiblich, 57% männlich.  
 
6.06 
Mobile Jugendarbeit 
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher und 
sozialer Probleme sind bekannt und wer- 
den genutzt.  
Bekanntheit der verschiedenen Be- 
ratungsangebote und deren Inhalte/ 
Möglichkeiten im Stadtteil 
siehe auch  Ausführungen zu  6.6.1 „Kenntnisse 
der Jugendlichen über Angebote der Jugendar- 
beit“ 
 
 
 
Projektziel erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  48 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
6.4.3 Zahl der Mädchen, die außerhalb der 
Schule wöchentlich Sport machen, ist 
gestiegen.  
Anzahl der Mädchen, die außerhalb 
der Schule Sport machen 
- Die Anzahl der  Mädchen, die außerhalb der 
Schule wöchentlich Sport machen, ist mit 31 
teilnehmenden Mädchen  in 2012 deutlich ge- 
sunken  (2011: 53 Mädchen).  
- Insbesondere hat sich die Anzahl der teilneh- 
menden Mädchen in der Altersgruppe „bis 13 
Jahre“ (- 46%) sowie der Mädchen mit Migrati- 
onsvorgeschichte (-50%) deutlich verringert. 
- Dafür hat sich die Anzahl der Mädchen in der 
Altersgruppe 14 bis einschließlich  17 Jahren 
mit 13 teilnehmenden Mädchen fast verdop- 
pelt. 
- Konzeptionell bleibt zu überprüfen bzw. einzu- 
lösen, in welchen Sportarten Mädchen zwi- 
schen 12 und 18 Jahren aus unterschiedlichen 
ethnischen Gruppen Sportangebote wahrneh- 
men können. Zu untersuchen ist, welche 
Trendsportarten für Mädchen attraktiv sind. 
Zierreichung nicht 
zu beurteilen we- 
gen Auswirkungen 
des Bildungs- und 
Teilhabepakets 
(BuT) 
 
Teilnehmerinnen- 
zahl gesunken 
 
Anmerkung des 
Projektträgers:  
Die Einschätzun- 
gen zu den Teil- 
nehmendenzahlen 
werden immer 
weniger aussage- 
kräftig, weil die 
Förderung der 
Kinder und Ju- 
gendlichen im 
Sportverein mitt- 
lerweile über das 
Bildungs- und 
Teilhabegesetz 
(BuT) unterstützt 
wird. 
 
6.07 
Sport und Bewegung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.4.4 Zahl der Kinder und Jugendlichen, 
insb. mit Migrationsvorgeschichte, die an 
Sportangeboten teilnimmt, steigt.  
Anzahl / Art der Nutzerinnen und 
Nutzer (Alter, Geschlecht, Nationali- 
tät)  
-  Die Gesamtzahl der Jugendlichen, die an 
Sportangeboten teilnahmen, hat sich mit 124 
Teilnehmenden in 2012 im Vergleich zu den 
Vorjahren verringert (2011 = 163 Personen, 
2010 = 173); im Vergleich zu 2011 ist dies ein 
Rückgang um -24% (= -39 Personen).  
-  Die Anzahl der Jugendlichen, die regelmäßig 
an Angeboten teilnahmen, lag 2012 bei 46 
Personen, was einem Anteil von 37% an allen 
Teilnehmenden entspricht  (2011 = 64 Perso- 
nen, Anteil von 39%).  
Zierreichung nicht 
zu beurteilen we- 
gen Auswirkungen 
des Bildungs- und 
Teilhabepakets 
(BuT) 
 
Teilnehmenden- 
zahl gesunken

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  49 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
6.07 
Sport und Bewegung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
-  74% der Teilnehmenden haben eine Migrati- 
onsvorgeschichte, womit sich die Zahl zuneh- 
mend rückläufig entwickelt (2011 =  86%,  
2010 = 91%) 
-  Die absolute Anzahl der teilnehmenden Mäd- 
chen mit Migrationsvorgeschichte hat sich da- 
bei halbiert, die Anzahl der teilnehmenden 
Jungen mit Migrationsvorgeschichte ging um 
ca. 30 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. 
-  Bezüglich der Altersstruktur der Teilnehmen- 
den hat sich im Vergleich zu den Vorjahren ei- 
ne deutliche Verschiebung hin zu einer erhöh- 
ten Teilnahme der Älteren vollzogen (ab 14 bis 
einschließlich 17 Jahre in 2012= 48, 2011=45, 
2010=22, ab 18 Jahre in 2012= 25; 2011 = 0, 
2010=8), während sich die Teilnahme der Jün- 
geren bis einschl. 13 Jahre deutlich rückläufig 
entwickelte (2012 = 51, 2011 = 113, 2010 = 
143).  
-  Anmerkung: Insgesamt ist es im Projektzeit- 
raum schwieriger geworden, die Daten zu er- 
fassen, zumal etliche Kinder und Jugendliche 
in institutionalisierte Angebote, vornehmlich 
des Sportvereins SC Westfalia Kinderhaus, in- 
tegriert werden konnten.  
- Insgesamt wird die Teilhabe von Kindern und 
Jugendlichen aus Familien mit niedrigen Ein- 
kommen an Sportangeboten dann gesteigert, 
wenn Mitgliedsbeiträge bzw. Kursgebühren  fi- 
nanziert werden. Das Interesse sportlich aktiv 
zu sein, haben sowohl Jugendliche mit Migrati- 
onshintergrund  als auch  Jugendliche ohne 
Migrationshintergrund. 
-  Insbesondere muss eine Abstimmung und 
Zusammenarbeit der Fachkräfte mit den För- 
derbereichen der Kinder-Mitmach-Stiftung und 
des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) 
durchgeführt werden, um die kontinuierliche 
Anbindung der Kinder und Jugendlichen an

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  50 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
Sportvereine fortzuführen. 
6.4.5 Fortbildungen für Übungsleiter/-innen 
aus dem Viertel sind durchgeführt.  
 
 
Anzahl durchgeführter Fortbildungen 
für Übungsleiter/-innen 
-  Es wurde auch in 2012 keine Fortbildung für 
Übungsleiter/-innen unter dem Thema „Ziel- 
gruppen mit besonderen Herausforderungen“ 
angeboten. 
-  Die Nachfrage bei den Übungsleitern konnte 
nicht erzeugt werden. Dennoch wird das inhalt- 
liche Ziel  nach wie vor für wichtig gehalten, 
ggfls. kann dieses Thema an anderer Stelle, 
z.B. über den Stadtsportbund, forciert werden. 
-  Dieses Ziel sollte 2013 wegfallen, weil die 
Nachfrage bei den Übungsleitern nicht erzeugt 
werden konnte. 
Projektziel nicht 
erreicht 
6.07 
Sport und Bewegung 
 
6.4.6  Fünf unterschiedliche  Angebote zu 
Trendsportarten sind bis 2010 angeboten 
worden.  
 
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert 
NEU: Fünf unterschiedliche  Angebote zu 
Trendsportarten sind bis 2011 angeboten 
worden. 
Anzahl/Art der Angebote zu Trend- 
sportarten 
-  Anzahl Angebote an Trendsportarten insge- 
samt in 2012: 17 (2011 = 21), 
- 4 unterschiedliche Angebote zu Trendsportar- 
ten sind umgesetzt: 7 * Court,  5* Kletterhalle, 
3* Roccos Soccer Arena, 2 *Erstschwimmer-
kurse. 
- Die Zahl der Teilnehmenden ging auch in 2012  
wieder leicht zurück (-4%). Anzahl TN = 740 
Personen (2011 = 770 Personen). 
- Trendsportarten sind nach wie vor männlich 
dominiert (2012 = 69% männlich, 2011 = 90%). 
-  Dass sich der Anteil der Mädchen bei den 
Trendsportarten dennoch erhöht hat, liegt an 
den Erstschwimmerkursen in Kooperation mit 
der Kinderbachschule.  
-  Weiblich orientierte Trendsportarten sind nach 
wie vor nicht erkennbar. 
Projektziel annä- 
hernd erreicht 
 
4 unterschiedliche 
Angebote zu 
Trendsportarten 
sind umgesetzt 
6.08 
Drogenprävention 
 
 
 
 
6.8.1 Die Drogenproblematik entspannt 
sich aus Sicht von Fachkräften vor Ort. 
Entwicklung Drogenproblematik 
- Aus Sicht der Anwohner/innen wurde die Dro- 
genproblematik im öffentlichen Raum in 2012 
als entspannter wahrgenommen. Bezüglich 
des Spritzenautomaten hat sich die Situation 
nach Aussage von Fachkräften deutlich ent- 
spannt. 
- Der öffentliche Konsum weicher Drogen war 
Projektziel annä- 
hernd erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  51 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
auch weiterhin gelegentlich zu beobachten.  
- Dealtätigkeiten „weicher Drogen“ sind auf dem 
Sprickmannplatz dennoch regelmäßig zu beo- 
bachten.  
- Der Spritzenautomat scheint bei den Anwoh- 
nern kaum mehr Anstoß zu finden, er wird 
auch  wieder zunehmend genutzt. Die Frequen- 
tierung des Automaten hat sich nach mehrma- 
ligem Umsetzten etwas stabilisiert. Sie liegt bei 
wöchentlich durchschnittlich 33 Spritzenpacks 
(vor der ersten Umsetzung in 2011 rund 150 
Spritzenpacks wöchentlich, nach der ersten 
Umsetzung wurde der Automat nur noch mini- 
mal genutzt. Nach der zweiten Umsetzung "re- 
generierte" sich die Nutzung nun nach längerer 
Zeit wieder).  
-  Benutzte Spritzen wurden sporadisch gefun- 
den, die Fundorte waren zumeist Treppenhäu- 
ser.   
 
6.08 
Drogenprävention 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.8.2 Bewohner/innen verschiedenen Al- 
ters und unterschiedlicher Herkunft setzen 
sich mit dem Thema Drogenkonsum aus- 
einander 
Teilnahme an den Aktionstagen 
Um eine Aufklärung von Kindern und Jugendli- 
chen in Bezug auf Gefahren und Prävention zu 
erreichen, fanden auch 2012 wieder mehrere 
Aktionstage Sucht  in Kooperation mit anderen 
Trägern (Jugendsalon des BGZ, Drogenbera- 
tung der Stadt Münster, Mobile Jugendarbeit 
des Wuddi) statt. Orientiert an den Bedürfnis- 
sen der Zielgruppen  wurden die Aktionen nie-
drigschwelliger gestaltet.  
- Insgesamt konnten sechs suchtpräventive 
Aktionen  durchgeführt werden (2011 = 3 Aktio- 
nen). Davon fand eine Veranstaltung für die 
Zielgruppe Mädchen im Alter von 6-12 Jahren  
statt, drei Veranstaltungen waren konzeptionell 
für die Zielgruppe 13-20 Jahre  ausgerichtet. 
Die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei die- 
sen Zielgruppenangeboten lag bei je 15 Ju- 
gendlichen. 
- Die Teilnahmezahlen sind im Vergleich zum 
Vorjahr deutlich gestiegen. Die Anzahl Teil- 
Projektziel er- 
reicht 
 
Teilnahmezahlen 
deutlich gestie- 
gen 
 
Verdoppelung der 
Aktionen

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  52 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
 
 
 
 
6.08 
Drogenprävention 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
nehmender an den sechs Aktionstagen liegt 
insgesamt bei 410 Personen (2011 = 53 Per- 
sonen an drei Tagen, 2010 = 35 Personen an 
zwei Tagen), davon sind 57% männlich (2011 
= 86%). Der deutlich gestiegene Mädchenan- 
teil von 14% in 2011 auf 43% in 2012 ist als ein 
Erfolg der verstärkten Mädchenarbeit in 2012 
zu werten.  
- Anzahl Teilnehmende mit Migrationshin- 
tergrund:  76% (2011: 79%), Herkunftsländer 
der Teilnehmenden:  Türkei, Russland, Polen, 
Iran, Irak, Syrien, Somalia etc. 
- Anzahl Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre: 65 
Personen = 16% (2011 = 25%) 
- Anzahl Teilnehmende 14 bis einschl. 17 Jahre: 
345 Personen = 84% (2011= 49%) 
- Anzahl Teilnehmende ab 18 Jahre: 0 (2011 = 
26%) 
- Weiterhin wurde im Rahmen des Sommerfes- 
tes  auf dem Sprickmannplatz  eine suchtprä- 
ventive Aktion durchgeführt. Es gab 50 aktive 
jugendliche Teilnehmende, zudem wurde Öf- 
fentlichkeitsarbeit und die Kontaktaufnahme zu 
Eltern möglich. Den Jugendlichen standen zu- 
dem entsprechende Informationsmaterialien 
zur Verfügung, welche gut genutzt wurden. 
Diese dienen auch der Förderung der Sensibili- 
tät der Eltern, Drogenproblematiken im familiä- 
ren Zusammenhang zu erkennen und sich mit 
dieser Thematik auch im familiären Rahmen 
auseinander zu setzen.  
- Zudem arbeiteten die Mitarbeiter des Indro e.V. 
am Projekt “Klarsicht“  der Bundeszentrale für 
gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Koopera- 
tion mit vielen sozialen Einrichtungen und Kin- 
derhauser Schulen mit. An der Veranstaltung  
nahmen insgesamt ca. 300 Jugendliche teil. 
Die Mädchenarbeit im Jugendsalon  wurde 
2012 verstärkt, was zu einem deutlichen An-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  53 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
stieg der Teilnahme von Mädchen in der Bera- 
tungssprechstunde als auch bei den Aktionsta- 
gen führte. Die offene Beratungssprechstunde 
des INDRO e.V. im Jugendsalon findet nun- 
mehr donnerstags statt. Die Sprechstunde be- 
ginnt, wenn der Jugendsalon nur für Mädchen 
geöffnet ist und endet eine Stunde nachdem 
der Salon wieder für alle geöffnet wird.  
- Die 2011 neu installierte suchtpräventive Mäd- 
chengruppe für Kinder von 7-12 Jahren  lief 
auch Anfang des Jahres 2012 noch sehr gut 
weiter. Die Mitarbeiterinnen hatten intensiven 
Kontakt zu den Mädchen. Im April wurden den 
Mitarbeiterinnen Anhaltspunkte für eine Kin- 
deswohlgefährdung bekannt. Unter Berück- 
sichtigung der Verfahrensvorgaben, in Rück- 
sprache mit dem zuständigen Jugendamt und 
der Kinderschutzambulanz, wurde das Thema 
mit den Eltern angesprochen. Daraufhin (im 
Juli 2012) löste sich die Gruppe leider binnen 
drei Wochen vollständig auf und konnte trotz 
intensiver Bemühungen nicht wieder reaktiviert 
werden. Im weiteren Verlauf des Jahres wurde 
das Angebot nur sporadisch von Mädchen im 
Alter von 7-12 Jahren genutzt. Für 2013 ist ei- 
ne gezielte Kontaktaufnahme zu Mädchen die- 
ser Altersgruppe an den Schulen geplant. 
 
 
 
 
6.08 
Drogenprävention 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.8.3 Drogengebrauchende kennen Safer-
Use-Maßnahmen.  
Teilnahme an Beratungsangeboten 
zu Safer-Use 
-  Die Anzahl beratener Personen ging in 2012 
um 50% zurück: insgesamt 11 (2011 = 22),  
-  90% der Personen waren männlich,  
- Anzahl mit Migrationshintergrund: 10 Personen 
(2011 = 12), 
- Anzahl bis einschl. 13 Jahre: 0 Personen (2011 
= 0), 
- Anzahl 14 bis einschl. 17 J.: 5 Personen (2011 
= 8), 
- Anzahl ab 18 Jahre: 6 Personen (2011 = 14), 
- Ein wesentlicher Erfolg des Projekts ist die 
Projektziel erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  54 
Projekt-Nr. und  
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektbericht)  Zielerreichung 
frühzeitige Anbindung von Konsumenten an 
die Drogenhilfe-Angebote in Münster, was un- 
ter anderem eine Verbesserung des Gesund- 
heitsniveaus  zur Folge hat, wie auch die Ver- 
breitung von Wissen über Infektionskrankhei- 
ten, Safer-Use-Maßnahmen etc.  
Vermehrte Nutzung der Möglichkei- 
ten des Spritzentauschs in Kinder- 
haus 
Anzahl getauschte Spritzen: 0 (2011 = 4, 2010 = 
7, 2009 =11). Es ist davon auszugehen, dass 
alle dem INDRO bekannten Gebraucher soge- 
nannter "harter" Drogen das INDRO kennen und 
nutzen. Folglich findet der Spritzentausch im 
INDRO statt. Ziel der aufsuchenden Arbeit ist vor 
allem auch die Anbindung der Klienten an die 
Einrichtung zu erreichen sowie die Nutzung des 
Spritzenautomaten zu fördern.  
 
6.08 
Drogenprävention 
 
 
6.8.4 Drogengebrauchende kennen Bera- 
tungs- und Ausstiegshilfen. 
Anzahl bekannter Beratungs- und 
Ausstiegshilfen in Westfalen-Lippe 
- Bekanntheitsgrad der  Beratungs- und Aus- 
stiegshilfen:  
- Drogenberatung: viele 
- Einrichtungen d. qualifizierten Entzugs: viele 
- Substitutionstherapie: viele 
- Elternkreis: wenige 
- Entwöhnungseinrichtungen: viele 
-  Im Rahmen der Beratung drogengebrauchen- 
der Personen waren wie im Vorjahr die beste- 
henden Angebote (Drogenberatungsstelle, sta- 
tionäre Entzugs- und Entwöhnungsbehandlun- 
gen, Substitutionsärzte und INDRO e.V.) gut 
bekannt und wurden rege genutzt. Bedingt 
durch die Fluktuation im Wohngebiet ist immer 
wieder Aufklärung notwendig, jedoch funktio- 
niert diese auch innerhalb der Szene meist 
sehr gut. Mittels aufsuchender Arbeit und die 
Anbindung an den INDRO e.V. konnten Kon- 
sumenten sogenannter harter Drogen gut in- 
formiert und ggf. weitervermittelt werden. 
Projektziel erreicht  
Quelle: Projektberichte Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung): Projekt 6.01; Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V.: Projekt 6.02, Begegnungs-
zentrum Sprickmannstraße (BGZ): Projekt 6.04; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51): Projekte 6.05, 6.06, 6.07; INDRO e.V.: Projekt 6.08

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  55 
9 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 7: „Geb ietsmoderation“ 
Handlungsfeld- 
verantwortliche  
Herr Köster Amt für Bürgerangelegenheiten (33) 
Projektträger 
 
Projekt 7.01-7.03: Amt für Bürgerangelegenheiten (33), Bezirksverwaltung Nord 
 
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten)  Zielerreichung 
7.1.1 Die Gebietsmoderation ist bei relevanten 
Veranstaltungen im Quartier präsent. 
Zahl der anlassbezogenen 
Präsenzen 
- Die Gebietsmoderation ist als Ansprechpartner für 
die Bürger/innen im Quartier bekannt.  
- Auf den traditionellen Veranstaltungen (z.B. Som- 
merfest auf dem Sprickmannplatz, Weihnachtsmarkt, 
Grünschleife, internationales Frauenfest, Veranstal- 
tungen im Atrium etc.) war die Gebietsmoderation 
anwesend.  
- Auch außerhalb solcher Termine wurden die Ge- 
bietsmoderatoren/innen auf Anliegen im Rahmen 
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüning-
heide angesprochen. 
Projektziel erreicht 
 
7.1.2  Bis 30.06.2008 wird eine Internetpräsenz 
der Sozialen Stadt Kinderhaus-Brüningheide 
unter Beteiligung von Jugendlichen des Stadt- 
teils vorbereitet und eingerichtet. 
 
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert 
NEU: Es wird eine aktuelle Internetpräsenz des 
Programms bereitgestellt. 
Funktionstüchtiger und aktuel- 
ler Internetauftritt 
Der Internetauftritt wurde durch die Einbettung in die 
Internetseite des Begegnungszentrums in 2009 si- 
chergestellt und 2012 aktualisiert. 
Projektziel erreicht  
Info-Kästen sind an 4 Standor- 
ten angebracht 
Bereits in 2008 realisiert 
. 
 
 
 
7.01 
Quartiersmanage- 
ment: Information 
und Vernetzung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.1.3 An fünf Standorten im Stadtteil sind ab 
31.01.2008 Info-Kästen angebracht. Die Aktuali- 
tät der Auslagen wird mindestens 14-tägig über- 
prüft. 
 
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert 
NEU: An vier Standorten im Stadtteil sind 
Schaukästen vorhanden, deren Aushänge re- 
gelmäßig aktualisiert werden.  
Sichten der Aushänge 
Unregelmäßige Sichtung der Aushänge. 
Projektziel annä- 
hernd erreicht

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  56 
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten)  Zielerreichung 
7.1.4 Alle im Programmzusammenhang geför- 
derten laufenden Projekte präsentieren sich mit 
eigenen Informationen in den Info-Kästen wäh- 
rend ihrer Laufzeit mindestens einmal pro Halb- 
jahr. 
 
Informationen der Projektträger 
in den Info-Kästen 
- Die Schaukästen werden regelmäßig mit aktuellen 
Informationen zu den Projekten versehen. 
Projektziel erreicht 
7.01 
Quartiersmanage- 
ment: Information 
und Vernetzung 
7.1.5 Die Gebietsmoderation tauscht mit allen 
Projektträgern mindestens einmal pro Halbjahr, 
mit allen Handlungsfeldverantwortlichen mindes- 
tens einmal pro Jahr mündlich Informationen, 
Bewertungen und weitere Perspektiven aus. 
Anzahl der Gespräche 
- Die Gebietsmoderation hatte in 2012 regelmäßig 
Gespräche mit den Projektträgern/-verantwortlichen. 
Der Austausch mit den Projektakteuren erfolgte im 
Rahmen der Teilnahme an den unter Punkt 7.1.1 
aufgeführten Veranstaltungen und den Sitzungen 
des Beirates. 
Projektziel erreicht 
 
7.2.1 Die Gebietsmoderation sorgt für die Durch- 
führung von jährlich mindestens 6 „kleinen Akti- 
onen“, an denen jeweils wenigstens drei Bewoh- 
ner/innen ohne Projektträgerfunktion teilnehmen.  
 
Zahl der Aktionen, Zahl der TN 
je Aktion 
- Auf Grund der Verstetigungsphase und der verscho-
benen Prioritäten der Gebietsmoderation wurde die 
Aktivierung und Beteiligung an konkreten Projekten  
auch in 2012 nicht vorrangig behandelt. 
- Diese Aufgaben liegen immer mehr in der Hand der 
Veranstalter der einzelnen Maßnahmen. Im Rahmen 
der Möglichkeiten hat die Gebietsmoderation den- 
noch kleinere Aktivitäten begleitet und wird dies 
auch weiterhin tun (siehe u.a. Aktivitäten unter 7.03). 
Die durchgeführten Aktionen waren erfolgreich. 
Projektziel annä- 
hernd erreicht  
7.02 
Quartiersfonds: 
Aktivierung und 
Beteiligung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.2.2 Die Gebietsmoderation bildet bis Ende 
2008 einen Kreis fester Ansprechpartner/innen 
für Aktivitäten der Sozialen Stadt.  
 
Das Projektziel wurde in 2011 modifiziert 
NEU: Die Gebietsmoderation bildet einen Kreis 
fester Ansprechpartner/innen für die Aktivitäten 
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide. 
Zahl der Aktionen, Zahl der TN 
je Aktion 
-  Die im Wechsel aktiven Personen, die in der Regel 
in mehreren Projekten als Multiplikatoren mitwirken, 
waren durch regen Austausch gut über bestehende 
Angebote informiert. 
- Die Etablierung fester Ansprechpartner/innen ließ 
sich nur teilweise umsetzen, daher soll das Ziel für 
2013 modifiziert werden: Die Gebietsmoderation 
sorgt für eine Vernetzung engagierter Bewoh- 
ner/innen, um Informationen über Aktivitäten des 
Programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide 
weit zu verbreiten. 
Teilerfolge erzielt

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  57 
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2012 (laut Projektberichten)  Zielerreichung 
 
 
 
 
7.03 Die Gebietsmoderation entwickelt Kriterien und Verfahrensgrund- 
sätze zur Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zahl der Aktionen, Zahl der TN 
je Aktion 
- Das genannte Ziel wurde bereits 2008 erreicht, wo - 
bei die Kriterien und Grundsätze im Lauf der Zeit 
überarbeitet wurden.  
- Der Quartiersfonds ist ein wichtiges Mittel, um Maß- 
nahmen zur Stärkung der Nachbarschaft zu fördern. 
Nach wie vor konnte auch in 2012 eine volle Aus- 
schöpfung der Mittel nicht erreicht werden, die Nach- 
frage hat jedoch im Vergleich zu 2011 zugenommen. 
 
- Es wurden folgende Aktivitäten aus dem Fonds ge- 
fördert: 
- Weihnachtsfest (43 Frauen, 43 Kinder, 43 Män- 
ner) 
- Internationales Frauenfest (90 Frauen, 9 Kinder) 
- Kinobesuch (7 Frauen, 4 Männer) 
- Interkultureller Ausflug nach Köln: Stadtbesichti - 
gung z.B. Dom, Rathaus, Schifffahrt Rhein (15 
Frauen, 2 Männer) 
- Besuch des Osnabrücker Zoos (22 Frauen) 
- Vater-Kind-Ausflug zum Flughafen Münster-
Osnabrück (9 Männer, 9 Kinder) 
- Mitmachmusical in der Kita Killingstraße. 
- Es hat sich gezeigt, dass sich durch eine aktive An- 
sprache geeigneter Personen und durch die gezielte 
Vorstellung möglicher Aktionen tatsächlich mehr 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen lassen. 
Die Gebietsmoderation wird dieses Verfahren des- 
halb beibehalten. 
  Projektziel erreicht 
Quelle: Projektberichte Amt für Bürgerangelegenheiten (33), Bezirksverwaltung Nord

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
 
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  58 
10 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ 
Das Handlungsfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ hat eine strategisch orientierte 
Ausrichtung und dient der Programm- und Projektunterstützung u.a. durch die Aufbereitung 
und Bereitstellung aussagekräftiger Informationsgrundlagen. Da es keinen direkten Einfluss 
auf die Zielerreichung hat, wird an dieser Stelle gesondert auf die handlungsfeldbezogenen 
Aktivitäten in 2012 eingegangen. 
Einerseits wird verbindlich über den Programmverlauf und die Zielereichung in den einzel- 
nen Projekten berichtet. Zudem werden jährlich aktualisierte Daten über die sozio-
demografischen Rahmenbedingungen des Programmgebiets für alle Beteiligten bereitge- 
stellt, um somit zur Einordnung der zu beobachtbaren Veränderungen einen Beitrag zu leis- 
ten. Die Selbstevaluation dient insgesamt einem verbesserten Zusammenwirken und der 
Koordination zwischen den Aktivitäten im Programmzusammenhang, schafft Transparenz 
über den Projektverlauf, verdeutlicht die Projektfortschritte und ermöglicht somit eine opti- 
mierte Steuerung.  
10.1 Beobachtung der Zielerreichung  
Wie bereits in 2010 (Abschlussjahr der Förderphase) und 2011 (im ersten Jahr der Verste- 
tigung) erfolgte auch in 2012 die Konzeption, Abstimmung und Erstellung des Jahresbe- 
richts 2012 im Rahmen des Projektes 8.1 „Zielentwicklung und Beobachtung Zielerrei- 
chung“ des Handlungsfeldes 8 in städtischer Eigenregie 
2. Grundlage hierfür waren die von 
den Projektakteuren entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Pro- 
jektberichte. 
Im thematischen Zusammenhang „Zielerreichung“ sei darauf verwiesen, dass im Ministeri- 
um für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW im 2. Halbjahr 
2012 eine Arbeitsgruppe „Selbstevaluation“ eingerichtet wurde mit dem Ziel, ein Rahmen- 
konzept zur kommunalen Selbstevaluation von Städtebauförderprogrammen in NRW zu 
erarbeiten. Aufgrund des vom Fachministerium als vorbildlich bewerteten Evaluationspro- 
zesses in Münster seit 2007 wurde in dieses Gremium ein Vertreter des Amtes für Stadt- 
entwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster in seiner Funktion als 
Handlungsfeldverantwortlicher des Handlungsfeldes 8 „Selbstevaluation“ berufen, um die 
im Rahmen des münsterschen Programms „Soziale Stadt“ gewonnenen Erkenntnisse und 
Erfahrungen in das Rahmenkonzept einzubringen. Das Rahmenkonzept soll sich zukünftig 
an alle Städtebauförderprogramme richten. 
 
10.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2 012“  
Weiterhin umfasste die prozessbegleitende Selbstevaluation - wie in den letzten Jahren - 
die Erhebung und Aufbereitung von statistischen Kennziffern („sog. Kontextindikatoren“), 
die die Strukturen im Programmgebiet beschreiben und deren Veränderungen im Zeitver- 
                                                      
2   Unterstützende Leistungen bei der Durchführung der prozessbegleitenden Evaluation wurde im Förderzeit- 
raum 2007-2010 durch  „Univation  - Institut für Evaluation (Köln)“ erbracht (u.a. Erstellung Jahresberichte 
2007-2009).

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  59 
lauf verdeutlichen (Projekt 8.2).  
Der Erfolg der Projekte des Maßnahmeprogramms „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ 
hängt wesentlich davon ab, unter welchen demografischen, sozialen, ökonomischen und 
infrastrukturellen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt werden. Die Kontextdaten 
sind damit ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte des Maßnahmeprogramms 
„Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“, sondern stellen vielmehr objektivierte Daten über 
die Stadtteilentwicklung dar, auf die sich die Projekte des Maßnahmeprogramms einstellen 
müssen (z.B. Zuzüge und Fortzüge der Bewohnerinnen/Bewohner). Im Fall der Sozialen 
Stadt „Kinderhaus-Brüningheide“ deckt sich das Programmgebiet mit der Stadtzelle 631, so 
dass für den Datenmonitor diese Gebietsabgrenzung (vgl. Abbildung) zugrunde gelegt wur- 
de.  
 
Abb.: Gebietsabgrenzung Kinderhaus-Brüningheide (Stadtzelle 631) 
 
Grundlage für die Erhebung und Auswertung der Kontextdaten ist ein Datenkatalog, der im 
Auftrag des „Städtenetz Soziale Stadt NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen 
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Institut für Landes- und Stadtent- 
wicklungsforschung NRW erstellt und im Mai 2008 veröffentlicht worden ist. Diese über 50 
Indikatoren aus wesentlichen Themenfeldern der Stadtteilentwicklung (z.B. Bevölkerung, 
Wohnen, Ökonomie, Bildung, Gesundheit) wurden im Amt für Stadtentwicklung, Stadtpla- 
nung, Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der 
spezifischen Aussagefähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide bewertet und während der 
Programmlaufzeit weiterentwickelt und -qualifiziert. 
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  60 
Hieraus wurde ein Katalog von 48 Daten abgeleitet, die nach Möglichkeit geschlechterdiffe- 
renziert und unter Berücksichtigung der Migrationsvorgeschichte bearbeitet werden. Der 
Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Handlungsfelder, wobei die Schwerpunkte im 
Bereich der demografischen Daten liegen: 
• Bevölkerungszusammensetzung 
• Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation 
• Haushalte 
• Wohnen 
• Transferleistungen und Arbeitsmarkt 
• Bildung und Kinderbetreuung 
• Gesundheit 
• Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipa tion 
 
Als Ergebnis liegt nunmehr seit bereits fünf Jahren ein Kontextdatenmonitor vor, der  
• die absoluten und relativen Werte – nach Möglichke it geschlechterdifferenziert – für 
das Programmgebiet benennt, 
• die Definition und die Aussagekraft des Indikators  erläutert, 
• den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt, 
• eine jährliche Fortschreibung ermöglicht, 
• die Datenquelle ausweist. 
Ergänzend zu der Erhebung und Aufbereitung von Daten und statistischen Informationen  
wurden zudem thematische Karten zu  Projekt- und Infrastrukturstandorten entwickelt, um 
diese wichtigen Projektinformationen für alle Projektbeteiligten sichtbar zu verorten und 
transparent zu veröffentlichen. Die Projektstandorte für das Berichtsjahr 2012 sowie in der 
Vorausschau auf 2013 sind in der Anlage 5 zur Vorlage V/0533/2013 dargestellt.  
Wenn möglich, wurden zudem anhand der bereits aufbereiteten Kontextdaten aus den Jah- 
ren 2007 - 2012 Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen. Ebenso wurde die 
Entwicklung in Kinderhaus-Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich 
strukturierten Teilräumen in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage V/37/2004 in Be- 
ziehung gesetzt.  Für ausgewählte Kontextdaten ist in Anlage 4 die Entwicklung in Zeitrei- 
hen dargestellt. 
Im Rahmen der Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ 
zur Selbstevaluation (31.03.09, 01.12.09, 25.03.10) sowie der Beiratssitzungen (19.05.09, 
23.02.10, 17.05.2011, 26.04.2012, 06.11.2012, 30.04.2013) wurde über ausgewählte Kon- 
textindikatoren und Entwicklungstrends anhand der Kontextdaten berichtet. Die Kontextda- 
tenmonitore 2007, 2008,  2009,  2010,  2011 bildeten jeweils eigenständige Anlagen der

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  61 
Ratsvorlagen zu den „Jahresberichten der Sozialen Stadt“ 2008, 2009, 2010 und 2011 3. 
Hierzu gehörten auch die kartographischen Darstellungen der Projektstandorte. Auch der 
vorliegende Bericht enthält eine entsprechende aktualisierte Darstellung in der Anlage. Die 
Kontextdaten wurden von Projektbeteiligten, Politik, Verwaltung sowie engagierten Bürge- 
rinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschätzung der Programmgebietsentwicklung 
bewertet. 
Weiterhin sei darauf verwiesen, dass sich die Stadt Münster zudem bereits im Herbst 2010  
an einer Studie im Auftrag des Städtenetzes Soziale Stadt NRW über die sozialen Kontext- 
bedingungen der Stadtteilentwicklung 2006-2009 in den Programmgebieten der „Sozialen 
Stadt“ in NRW (Bearbeitung: Strohmeier & Kersting GbR) beteiligte. Die Stadt Münster un- 
terstützte diese Studie durch die  Bereitstellung entsprechender Daten auf der Basis des 
Kontextdatenmonitors „Kinderhaus-Brüningheide“
. Der seit März 2013 vorliegende Bericht 
stellt  die Kontextindikatoren des Stadtteils Kinderhaus-Brüningheide erstmals im Vergleich 
zu anderen Programmgebieten der „Sozialen“ Stadt in NRW dar. Die flächendeckende 
Auswertung der Kontextindikatoren in den Gebieten der Sozialen Stadt NRW für die Jahre 
2006 bis 2009 steht unter  www.soziale-stadt.nrw.de zum Download zur Verfügung. 
 
11 Resümee und Ausblick  
11.1 Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Projektziele   
Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ konzentriert sich auch in 
der Verstetigungsphase gemäß der Vorlage V/0927/2006 auf drei zentrale Programmziele: 
 die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfelds ituation 
 die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet 
 die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Ju gendliche. 
Insgesamt wurde im Jahr 2012 in acht Handlungsfeldern und 23 Projekten4 daran gearbei- 
tet, einen Zielfortschritt im Programm zu erreichen. Sieben dieser Handlungsfelder haben 
mit den ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerreichung:  
 Handlungsfeld 1: Wohnen  
 Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum (Umsetzung ab 2 009) 
 Handlungsfeld 3: Lokale Ökonomie (Umsetzung ab 200 9) 
 Handlungsfeld 4: Integration zugewanderter Mensche n fördern 
 Handlungsfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen  für das Bildungswesen 
                                                      
3 Jahresbericht 2008 (Vorlage V/0297/2009; Rat der Stadt Münster 24.06.2009), Jahresbericht 2009 (Vorlage 
V/0291/2010; Rat der Stadt Münster 07.07.2010), Jahresbericht 2010 (Vorlage V/0601/2011, Rat der Stadt 
Münster 19.10.2011), Jahresbericht 2011 (Vorlage V/0287/2012, Rat der Stadt Münster 27.06.2012). 
4  Projekte meint in dieser Zusammenfassung die Projekte der Handlungsfelder 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wie auch die  
Aktionen der Gebietsmoderation im Handlungsfeld 7 sowie die prozessbegleitende Selbstevaluation (Hand- 
lungsfeld 8).

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  62 
 Handlungsfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infr astrukturen in Zeiten knapper öf- 
fentlicher Haushalte  
 Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement. 
Das Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“ hat die anderen Handlungsfelder zum einen durch 
die Beobachtung und Querauswertung der Zielerreichung sowie zum anderen durch Infor- 
mationen zur Stadtteilentwicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextin- 
dikatoren, die Hinweise zum Umfeld der Projektdurchführung liefern, unterstützt. 
 
Nach Auswertung der vorliegenden Projektberichte für das Jahr 2012 ist festzuhalten, dass 
insgesamt rund 12.500 Personen mit den Projektaktivitäten aller Handlungsfelder erreicht 
wurden. Davon sind ca. 8.500 Menschen beratend und betreuend begleitet worden (z.B. 
Schuldnerberatung, Hebammensprechstunde, integrative Jugendarbeit), ungefähr 2.500 
Personen sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen und Feste (z.B. Sommerfest, Pro- 
jekttage „Grünschleife“) sowie Infokampagnen  (z.B. Aktionstag Drogenprävention) erreicht 
worden und ca. 1.700 Personen haben aktiv an regelmäßigen Angeboten wie Kurse oder 
Trainings teilgenommen (Sprach- und Nachhilfekurse KAI, Bildungs- und Sportangebote).  
Bei den Zahlen der Teilnehmenden ist zu berücksichtigen, dass sicherlich eine Reihe von 
Bewohnerinnen und Bewohnern an mehreren Veranstaltungen teilgenommen haben bzw. 
mehrere Feste besucht haben. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht abschätzen. Zu- 
dem ist zu berücksichtigen, dass die Zahlen aufgrund einer Modifizierung bzw. Reduzierung 
von Projekten in der Verstetigungsphase sowie teilweise nicht vorliegender Angaben zu 
einzelnen Projekten 
5 nicht mit denen der vorhergehenden Jahre vergleichbar sind. 
Um die Zahlen der erreichten Personen weiter zu differenzieren, sind nachfolgend die teil- 
nehmerstärksten Aktionen / Projekte mit mehr als über 500 Teilnehmenden bzw. erreichten 
Personen / Haushalten dargestellt: 
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl Personen/Haushalte 
(laut Projektberichten)  
Gespräche Konfliktmoderation (4.02) 4.800  (durch g esamtes Projektteam) 
Beratungskontakte integrative Jugendarbeit (6.06) 2.332 (1.944 durch aufsuchende Jugendsozi- 
alarbeit, 288 durch sportpädagogische Ange- 
bote) 
Öffentliche Feste und Kooperationsaktivitäten auf 
dem Sprickmannplatz  (z.B. Weihnachtsmarkt, In- 
ternationales Herbstfest) (Verschiedene Projekte 
z.B. 1.04, 4.02) 
Ca. 2.000 (durch BGZ initiiert) 
bzw. 3.900 (insgesamt ) 
Angebote Sport und Bewegung (hier: Trendsportar- 
ten) (6.07) 
740  
Quelle: Projektberichte der Handlungsfeldverantwortlichen bzw. Projektträger 
                                                      
5   Projekte 4.01 Mädchenprojekt „ Unser Alltag - unsere Sorgen“, 4.03 Gewaltprävention, 5.02 Elternkompe- 
tenz stärken, 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf, 6.02 Interkulturelle Veranstal- 
tungsreihe ATRIUM e.V.

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  63 
Ein Blick auf die Teilnahmebereitschaft bzw. den Zugang verschiedener Zielgruppen zu den 
Angeboten zeigt, dass sowohl der Anteil der Frauen als auch der Anteil der Personen mit 
Migrationsvorgeschichte mit den Vorjahren vergleichbar ist. Unter den erreichten Personen 
sind wiederum mehrheitlich Frauen in einer Größenordnung von durchschnittlich ca. 60% 
vertreten. Insbesondere die  Bildungs- und Beratungsangebote zeigten sich tendenziell 
„weiblich dominiert“. In einzelnen Projekten überwogen jedoch wieder die männlichen Teil- 
nehmenden (z.B. Sport und Bewegung/Trendsportarten, Drogenprävention, Integrative Ju- 
gendsozialarbeit).  
Insgesamt verfügten die Teilnehmenden an den verschiedenen Angeboten mehrheitlich 
über einen Migrationshintergrund (insgesamt etwa 80-85%). Weiterhin hat sich die schon 
im Vorjahr spürbare Tendenz verstärkt, dass ältere, oftmals alleinstehende Menschen die 
Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Insbesondere die Schuldnerberatung erfährt hier 
eine erhöhte Nachfrage.
  
Als sehr erfolgreich hat sich im Berichtszeitraum 2012 zudem die niedrigschwellige und 
zielgruppenorientierte Ausrichtung der Veranstaltungen und Angebote u.a. als Reaktion auf  
vielfach vorhandene sprachliche Barrieren sowie verschiedene Kulturkreise erwiesen. So 
konnten die Teilnehmendenzahlen vielfach gesteigert werden. 
Zunehmend wurde auch ein deutlich präventiver Ansatz gefahren, indem sehr frühzeitig zu 
verschiedenen Themengebieten informiert wurde und Kontakte zu potenziellen Zielgruppen 
hergestellt werden konnten, u.a. durch die zunehmende Kooperation mit Schulen  (z.B. 
Schuldnerberatung, Drogenprävention).  
Konzeptionell bleibt insbesondere im Bereich der sportlichen Angebote zu überprüfen, 
durch welche Angebote vor allem Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren aus unterschiedli- 
chen ethnischen Gruppen angesprochen werden können. Hier ist für 2013 eine gezielte 
Kontaktaufnahme zu Mädchen an den Schulen geplant. 
Gezeigt hat sich zudem, dass die bereits in 2012 begonnene Abstimmung und der Aus- 
tausch zwischen einzelnen Projekten ( insbesondere im HF 6) und  den Angeboten aus 
dem  „Bildungspaket der Agentur für Arbeit“ (BuT)  sowie der  „KinderMitmachStiftung“ ge- 
währleistet sein muss, da die Teilnehmendenzahlen durch die Auswirkungen des Bildungs- 
und Teilhabepakets (BuT) eine nachlassende Aussagekraft haben bzw. die Kompensation 
durch institutionalisierte Angebote sonst nicht einschätzbar ist. Ebenso lassen sich so even- 
tuelle Synergieeffekte erschließen. 
 
Hinsichtlich der Gesamtauswertung der Zielerreichung ist zu berücksichtigen, dass die Ziele 
der einzelnen Handlungsfelder ausdrücklich nicht nur einem Programmziel zugeordnet wur- 
den. Sie wirken in der Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Weise. Da- 
her ist es nicht möglich, die auf Handlungsfeldebene festgestellten Zielfortschritte aus- 
schließlich dem einen oder anderen Programmziel direkt zuzuordnen. Insgesamt wurden 23 
Projekte in acht Handlungsfeldern verstetigt, davon 
• 15 Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanzi ert werden bzw. ohne Finanzie- 
rungsbedarf sind (Gegenstand der Berichterstattung)

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  64 
• 6 Projekte, die eine anderweitige Förderung erhalt en bzw. Bestandteil der laufenden 
Verwaltungsarbeit geworden sind  
• 2 Projekte im HF „Selbstevaluation“ (Beobachtung Z ielerreichung, Erstellung Kontext- 
daten). 
Unter Bezugnahme auf die insgesamt 15 verstetigten Projekte, die über das Maßnahme- 
programm  finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind, lässt sich hinsichtlich der 
Zielerreichung für das Jahr 2012 folgendes feststellen (vgl. Tabelle und Grafik): von den 43 
Projektzielen der Handlungsfelder 1 - 7 konnten 30 Ziele vollständig erreicht werden, 5 wei- 
tere Ziele sind annähernd erreicht worden und bezüglich 2 weiterer Ziele lässt sich ein er- 
kennbarer Zielfortschritt konstatieren. Lediglich 1 Projektziel wurde nicht erreicht. 4 Ziele 
sind zudem nicht zu beurteilen. Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass für 2 Ziele kei- 
ne Aussage zur Zielerreichung gemacht werden kann, da für diese kein Projektbericht vor- 
liegt. In 79% der Fälle wurden die Ziele damit vollständig bzw. annähernd erreicht. 
 
Verstetigte Projekte, die über das Maßnahmeprogramm  finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbe- 
darf sind 
 Projektziel 
erreicht 
Projekt- 
ziel an- 
nähernd 
erreicht 
Teilerfolg Ziel nicht 
erreicht 
Nicht zu 
beurteilen / 
Ziel nicht 
weiter 
verfolgt  
Keine 
Aussage  
Projektziele 
insgesamt 
HF 1 „Wohnen“ 3 - - - 1 - 4 
HF 2 „Öffentlicher 
Raum“ 
3 - - - - - 3 
HF 4 „Integration“ 3 1 1 - - - 5 
HF 5 „Bildung“ 5 - - - 1 - 6 
HF 6 „Soziale 
Netze“ 
11 2 - 1 2 2 17 
HF 7 „Gebiets- 
moderation“ 
5 2 1 - - - 8 
Insgesamt  30 5 2 1 4 2 43

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  65 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als Bilanz des Handlungsfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ bleibt festzuhalten, 
dass die erarbeiteten Projektberichte sowie die Aufbereitung der Kontextindikatoren 2012 
wiederum Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen haben, was sowohl 
der Steuerungsunterstützung gedient als auch die Kommunikation der Projektergebnisse 
und deren Legitimation gefördert hat.  
 
11.2 Zielerreichung 2012 unter Berücksichtigung der Programmziele  
Im Hinblick auf seine Programmziele hat das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinder- 
haus-Brüningheide“ im Jahre 2012 zusammengefasst folgenden Zielfortschritt erreicht: 
 Verbesserung der Wohnsituation : Die Vernetzungsarbeit zwischen Bewohner- 
schaft, Wohnungswirtschaft und städtischer Verwaltung wurde weiterhin konsequent 
fortgesetzt, der Erwerb des Nau-Wohnungsbestandes durch Sahle-Wohnen in 2012 
ist als positives Zeichen im Sinne der Stabilität der Vernetzungsarbeit zu werten, der 
Kreis der Vertrauensmieter vergrößerte sich 2012. 
 Förderung der Kooperationen zwischen den Akteuren im Stadtteil : Örtliche In- 
stitutionen und Bewohnerschaft vernetzten sich zunehmend, vielfältige gemeinsame 
Aktionen und Veranstaltungen boten eine Plattform des persönlichen Austausches 
und Kennenlernens für die gesamte Bewohnerschaft, die Nachfrage nach Mitteln 
aus dem Quartiersfonds als wichtiges Mittel zur Förderung der Nachbarschaftsstär- 
kung hat in 2012 zugenommen.  
 Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche : die Kooperation mit 
Schulen wurde in 2012  noch einmal deutlich intensiviert (KAI, Schuldnerberatung), 
Verbesserung bzw. Stabilisierung der Noten, Verbesserung der Sprach-, Sozial- und 
Alltagskompetenz sowie Stärkung der Eigeninitiative durch Bildungsprojekte; die 
 
Zielerreichung der verstetigten Projekte, die über das Maßnahmeprogramm 
finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind 
(15 Projekte von insgesamt 23) 
5% = 2 Ziele abs. 
9% = 4 Ziele abs. 
2% = 1 Ziel abs. 
5% = 2 Ziele abs. 
11% = 5 Ziele abs. 
68% = 30 Ziele abs. 
Projektziel erreicht 
Projektziel annähernd erreicht 
Teilerfolg 
Ziel nicht erreicht 
Nicht zu beurteilen / Ziel nicht w eiter 
verfolgt 
Keine Aussage

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  66 
Anzahl erreichter Kinder und Jugendlicher durch Projekte der Jugendsozialarbeit 
und Drogenprävention ist vielfach gestiegen. 
 Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet als 
Querschnittsziel für fast alle Projektaktivitäten : Wiederum stieg die Zahl der akti- 
ven Personen mit Migrationsvorgeschichte an, sei es in Form eines Engagements 
für den Stadtteil, bei interkulturellen Initiativen oder auch durch die Teilnahme an 
Bildungsveranstaltungen. So gibt es mittlerweile einen festen Kern von Personen mit 
Migrationsvorgeschichte, der sich für Parkanlage verantwortlich fühlt und diese 
pflegt. Auch nehmen zunehmend ältere Menschen Hilfestellungen (insbesondere 
Beratungsangebote) in Anspruch (Projekte 4.02 und 6.01) und zeigen damit Eigen- 
initiative und das Bemühen, ihre persönliche Lebenssituation zu verbessern.    
 
Somit haben die Projekte auch im Jahr 2012 durch vielfältige und vielfach kooperative Akti- 
onen und Veranstaltungen wieder dazu beigetragen, das Leben in Münster- Kinderhaus / 
Brüningheide lebendiger werden zu lassen und die Wohnsituation zu verbessern. Neben 
einer Verbesserung des Miteinanders im Quartier hat sich auch die Aufenthaltsqualität ver- 
bessert.
 Ausdruck dieser positiven Entwicklung und des gemeinsamen Gestaltungswillens 
sind die beiden nachfolgend aufgeführten Anerkennungen bzw. Preise: 
 Umweltpreis 2012 der Stadt Münster und der Stiftun g Bürger für Münster : Der Preis 
dient dazu, die beispielhaftesten Projekte und Initiativen von Bürgerinnen und Bür- 
ger, Kindergärten, Schulen, Initiativen, Vereine und Unternehmen im Bereich Um- 
welt auszuzeichnen und dadurch bei Münsteraner Bürgern das Bewusstsein für eh- 
renamtliches Engagement insbesondere im Bereich Umwelt und Natur zu fördern. 
Mehr als 40 Initiativen und Institutionen sind der Auslobung unter der Überschrift 
„Globale Veränderungen erfordern lokales Handeln" gefolgt und haben sich mit viel- 
fältigen Projekten beworben. Mit dem Goldpreis in Höhe von 3000 Euro wurde am 
27. November 2012 das  Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. mit dem Pro- 
jekt „Grünschleife“ ausgezeichnet.  
 Anerkennungsurkunde beim Bundeswettbewerb Soziale Stadt : In Berlin wurden 
beim Wettbewerb “Preis Soziale Stadt 2012  aus 171 eingereichten Projekten zehn 
herausragende Beispiele sozialen Engagements zur Verbesserung von Nachbar- 
schaften mit einem Preis und zehn weitere Initiativen mit einer Anerkennung ausge- 
zeichnet. Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße nahm mit dem Projekt “Stadt- 
teilinitiative gegen Wohnmissstände” in Münster, Wohnquartier Brüningheide, teil. 
Die “Stadtteilinitiative gegen Wohnmissstände” wurde mit einer Anerkennung „für 
das vorbildliche und innovative Engagement“ geehrt. Der Wettbewerb ist eine Ge- 
meinschaftsinitiative unterschiedlicher Einrichtungen. Träger sind der AWO Bundes- 
verband, der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- 
und Immobilienunternehmen, der Deutsche Mieterbund, die Schader-Stiftung und 
der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wird unterstützt 
durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  67 
11.3 Kinderhaus-Brüningheide: weitere Aktivitäten u nd Projekte in 2012  
Ergänzend zu den Aktivitäten des Maßnahmenprogramms in 2012 sind zudem auch in Be- 
zug auf das am 07.07.2010 zusätzlich zum Verstetigungskonzept vom Rat der Stadt Müns- 
ter beschlossene Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüning-
heide“  (V/0422/2010) weitere Schritte erfolgt. Dieses sollte die Zukunftsperspektiven des 
Wohngebiets insbesondere unter wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Gesichts- 
punkten prüfen und geeignete Handlungsempfehlungen entwickeln. Das Perspektivgutach- 
ten wurde in mehreren Abschnitten bearbeitet.  
Nachdem in 2010 bereits in einem ersten Abschnitt  der Gebäudebestand (u.a. die Gebäu- 
desubstanz und Gebäudeinfrastruktur), die wohnungswirtschaftlichen und finanziellen 
Rahmenbedingungen sowie die Qualität der Wohnungen in Bezug auf zukünftige gesell- 
schaftliche Herausforderungen untersucht und im Zusammenhang mit grundsätzlichen bau- 
lichen Optionen zu verschiedenen Entwicklungsvarianten verdichtet wurden, erhielt die 
Stadt Münster in 2011 durch das zuständige Fachministerium den Auftrag, ein städtebauli- 
ches und wohnungswirtschaftliches Realisierungskonzept zu erstellen. Vor dem Hinter- 
grund, dass  die Weiter- und Neuausrichtung des Quartiers im Wesentlichen von der Inves- 
titionsbereitschaft der dortigen Wohnungseigentümer abhängt, sollte dies die Erarbeitung 
konkreter Maßnahmenpakete mit einem realistischen Umsetzungszeitraum beinhalten. Die 
Beauftragung hierzu erfolgte zum August 2011.  
Erste Ergebnisse hierzu sollten dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Bauen 
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ursprünglich im Herbst 2012 vorgestellt wer- 
den, verzögerten sich jedoch aufgrund der Zwangsversteigerung einer  „Schlüsselimmobilie“ 
im Rahmen der quartiersbezogenen Fortentwicklung. Bereits im Jahr 2010 wurde für das 
Wohnobjekt „Killingstraße 1-7“ ein Zwangsverwalter bestellt. Der Zwangsverwalter hatte es 
geschafft, das bis zur Hälfte der Wohnungen leer stehende Objekt wieder fast vollständig 
zu vermieten. Im Spätsommer des Jahres 2011 erfolgte vor dem Hintergrund der damals 
bevorstehenden Zwangsversteigerung die Verkehrswertermittlung für das Wohngebäude. 
Die Zwangsversteigerung wurde auf den 11.04.2012 terminiert. Innerhalb des Zwangsver- 
steigerungsverfahrens konnte die Firma Sahle Wohnen aus Greven den Wohnungsbestand 
ersteigern. Erst nach der Zwangsversteigerung konnte zum Sommer 2012 die Arbeit am 
städtebaulichen/wohnungswirtschaftlichen Realisierungskonzept fortgesetzt werden.  So 
wurden die Gespräche mit den einzelnen Eigentümern im Quartier fortgeführt und es stand 
die zentrale Frage im Vordergrund, zu welchen realistischen Maßnahmen/Investitionen die 
Eigentümer für die nächsten 10 bis 15 Jahre bereit sind.  
Aufgrund der zeitlichen Verzögerungen und der aktuellen Entwicklungen wird eine Fertig- 
stellung des Realisierungskonzeptes, einschließlich der Präsentation beim Ministerium für 
Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr voraussichtlich erst im Herbst 2013 erfol- 
gen können.          
 
Weiterhin sei in diesem Zusammenhang auch auf die schwerpunktmäßig in 2012 gelaufe- 
nen Aktivitäten der Enquetekommission "Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Fi- 
nanzinvestoren auf den Wohnungsmärkten in NRW"  unter Einbezug von Kinderhaus-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  68 
Brüningheide verwiesen. Die Kommission, die sich am 01. Februar 2011 konstituierte, gab 
Ende 2011 ein Gutachten zum Thema "Wohnsituation in Quartieren mit Beständen sog. 
„Neuer Finanzinvestoren" in Auftrag. Mit dem Ziel, der Verelendung von Stadtquartieren 
entgegenzuwirken, sollten in ausgewählten Gebietskulissen Ursachen, Problemlagen und 
bereits angewendete Lösungsansätze erfasst und bewertet werden. Zusätzliche Aufgabe 
war es, die landes- und kommunalpolitischen Handlungsspielräume auszuloten und Maß- 
nahmen und Instrumente im Umgang mit verwahrlosten Wohnungsbeständen und Woh- 
nungsbeständen im Eigentum von Finanzinvestoren zu entwickeln (Auftragnehmer: Bergi- 
sche Universität Wuppertal in Kooperation mit StadtRaumKonzept, Dortmund).  
Mitglieder der Enquetekommission  machten sich in Münster am 04.03.12 erstmalig ein Bild 
vom Zustand der Immobilien in Kinderhaus-Brüningheide. In einer gemeinsamen Sitzung 
mit den Wohnungseigentümern oder deren Vertretern im Quartier  standen neben dem Inte- 
resse an den problematischen Wohnungsbeständen und der sich über Jahre eingestellten 
sozialen Situation der Umgang des Asset-Managements mit den Wohnungsbeständen der 
ehemaligen Wohnungsgesellschaft Münsterland im Vordergrund der Bereisung. Dabei 
spielte innerhalb der Diskussion der Kommission vor Ort insbesondere die weitere Zukunft 
des Quartiers eine bedeutende Rolle.  
Mit der Selbstauflösung des Landtags Nordrhein-Westfalen am 14. März 2012 fand auch 
die Arbeit der Enquetekommission ein vorzeitiges und zunächst ergebnisoffenes Ende.  
Der Landtag NRW hat die Kommission in der Plenarsitzung am 4. Juli 2012 einstimmig be- 
fristet bis Ende Februar 2013 wieder eingesetzt, womit sich die Enquetekommission am 31. 
August 2012 im Landtag NRW neu konstituieren konnte. Während der 13-monatigen Arbeit 
hat die Enquetekommission die demografischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbe- 
dingungen und Akteure des wohnungswirtschaftlichen Wandels in NRW analysiert, Ge- 
schäftsmodelle und Finanzierungsstrategien von Neuen Finanzinvestoren diskutiert sowie 
eine Fallstudienanalyse von 6 Beispielkommunen initiiert. Im Juli 2012 wurde das erarbeite- 
te Gutachten der 6 Fallstudienstädte veröffentlicht, welches die Entwicklung und den  Zu- 
stand der Quartiere mit Beständen neuer Finanzinvestoren sowie den Umgang der Kom- 
munen mit den einhergehenden Herausforderungen darstellt 
6.  
Die abschließenden Gesamtergebnisse des Auftrages 7 wurden im März 2013 offiziell veröf- 
fentlicht  und waren u.a. Thema einer Diskussionsveranstaltung, die am 08.03.2013 im 
Landtag NRW stattfand.  
 
Weiterhin nahm die Verwaltung im Jahr 2012  die Bearbeitung des Stadtteilentwicklungs- 
konzepts für den Stadtteil Münster-Kinderhaus  auf. Das Verfahren hierzu ist als Pilotprojekt 
der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und 
                                                      
6    Ergebnisse zur Fallstudie u.a. „Kinderhaus-Brüningheide“ unter: 
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/16.WP/EK_I/EQ_Endbericht_klein.pdf    
7    Eine Zusammenfassung des Berichts "Wohnsituation in Quartieren mit Beständen sog. „Neuer Finanzinves-
toren" und der Handlungsempfehlungen finden Sie unter 
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/16.WP/EK_I/LT_2013_03_25_Endbericht_insgesamt-
Druckfassung.pdf

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  69 
Stadtentwicklung ausgewählt worden, in dem es darum geht, neue und kreative Formen 
und Angebote der Bürgerbeteiligung auszuprobieren. Dieser Prozess wird vom münster- 
schen Büro Frauns begleitet. Knapp ein Jahr lang gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger, 
Unternehmen und Vereine und die Politik vor Ort vielfältige Möglichkeiten, sich an der ge- 
meinsamen Arbeit zur Stadtteilentwicklung aktiv zu beteiligen und Perspektiven und Chan- 
cen für die weitere Entwicklung des Stadtteils zu erarbeiten und  zu kommunizieren. Insge- 
samt soll das Stadtteilentwicklungskonzept  ein Orientierungsrahmen für künftige Planun- 
gen und Entwicklungen in Kinderhaus sein. Auf den Infoseiten der Nationalen Stadtentwick- 
lungspolitik zum Bundesforschungsprogramm heißt es:“ Der Stadtteil Kinderhaus in Müns- 
ter trägt auf Grund seiner demografischen und sozialen Struktur besondere Integrationsleis- 
tungen, denen die soziale und verkehrliche Infrastruktur sowie der Wohnungsbestand nur 
bedingt gewachsen sind. Im Zuge der Erstellung eines Stadtteilrahmenplans sollen direkte, 
aktivierende Vor-Ort-Beteiligungen in differenzierter Form umgesetzt werden, die auch 
Gruppen ansprechen, die sonst in Beteiligungsprozessen wenig zu Wort kommen.“ 
Die Verwaltung hat der Bezirksvertretung Münster-Nord und dem Ausschuss für Stadtpla- 
nung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft (ASSVW) vor Beginn der einzelnen Ar- 
beitsschritte über den Ablaufplan der Teilabschnitte berichtet (vgl. Vorlagen V/0139/2011 
sowie V/0017/2012 und V/0017/2012 /1, 21.03.2012 Rat). Des Weiteren wurde zu Beginn 
des Verfahrens ein interfraktioneller Arbeitskreis mit jeweils einem Mitglied aus der Bezirk- 
vertretung Münster-Nord und dem Bezirksstellenleiter eingerichtet, um einen intensiven 
Austausch zwischen der Politik vor Ort, dem Büro Frauns und der Verwaltung herzustellen. 
Mündliche Sachstandberichte in den Gremien erfolgten nach Projektfortgang.  
Nachdem in einem ersten Schritt im Herbst 2012 29 S chlüsselpersonen aus Kinderhaus 
nach ihren Sichtweisen auf den Stadtteil befragt wurden, fand der öffentliche Auftakt am 22. 
November 2012 in der Agora im Bürgerhaus Kinderhaus  im Rahmen einer öffentlichen Ver- 
anstaltung zur Bürgerbeteiligung statt. Neben einer  Einführung in das Thema und Darstel- 
lung des Verfahrensverlaufs gab es zu verschiedenen  Themenfeldern jeweils eine Arbeits- 
station. Themen aller Beteiligungsschritte - mit un terschiedlicher Schwerpunktsetzung - 
waren: Verkehr / Mobilität - Sport / Freizeit - Ein zelhandel / Versorgung - Kultur - Grün- und 
Freiflächen - Wohnen / Wohnumfeld - Sicherheit / Sa uberkeit - Image / Identifikation - Mit- 
einander. Unter diesen thematischen Gesichtspunkten  trugen die Teilnehmenden schon in 
diesem frühen Verfahrensstadium Qualitäten und Schw ächen ihres Stadtteils zusammen 
und gaben somit einen Überblick, was sie an ihrem S tadtteil schätzen, aber auch wo Hand- 
lungsbedarf gesehen wird. Im Ergebnis wurden viele Qualitäten und Potenziale des Stadt- 
teils Kinderhaus, aber auch Herausforderungen und H andlungsbedarfe als Grundlage für 
die weitere Arbeit am Stadtteilentwicklungskonzept ausgemacht .  
In Kenntnis der weiteren Realisierungsschritte, die  bereits im ersten Halbjahr 2013 erfolgt 
sind, sei zudem auf nachfolgende Aktivitäten verwiesen: Im Februar und März 2013 wurden 
Zielgruppengespräche zu verschiedenen Themen durchg eführt. Bürgerinnen und Bürger 
mit Migrationshintergrund sowie Senioren und Senior innen aus Kinderhaus wurden einge- 
laden, um über ihre spezifischen Anforderungen an d en Stadtteil und ihre Ideen für die Zu- 
kunft zu sprechen. Für die Altersgruppe der Jugendl ichen war ein weiteres Zielgruppenge-

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  70 
spräch vorgesehen. Die Kinderhauser Jugendlichen ha ben jedoch von dem Angebot, sich 
mit eigenen altersspezifischen Themen in das Verfah ren einzubringen, keinen Gebrauch 
gemacht.  
Ein weiterer Baustein der Bürgerbeteiligung für das  Stadtteilentwicklungskonzept ist das 
„Kinderhaus-Tagebuch“. Es versteht sich als eine Ar t „Langzeitbeobachtung“, die vom 17. 
Dezember bis zum 28. Januar 2013 durchgeführt wurde . Insgesamt führten gut 40 Perso- 
nen Kinderhaus-Tagebuch. Für diese Aktion hatten si ch Menschen in ganz unterschiedli- 
chen Lebenslagen gemeldet: Familien, Einzelpersonen , Jugendliche, Senioren, Berufstäti- 
ge, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migratio nshintergrund. Sie nahmen ihren 
Stadtteil sechs Wochen lang unter die Lupe und habe n als "Stadtteil-Experten" wichtige 
Hinweise auf Positives und Negatives im Stadtteil i n ihren Tagebüchern notiert. Die  aus- 
führlichen Ergebnisse aus den Kinderhaus-Tagebücher n wurden am 22. April 2013 vom 
Büro Frauns in der Agora des Bürgerhauses vorgestellt.  
Der nächste Verfahrensschritt noch vor der Sommerpause 2013 ist eine öffentliche Informa- 
tionsveranstaltung in Kinderhaus, in der „Zwischenb ilanz“ gezogen wird. Es sollen alle bis- 
herigen Ergebnisse der vorangegangenen Bürgerbeteil igung und die entsprechenden Stel- 
lungnahmen des jeweiligen Fachamtes der Öffentlichk eit vorgestellt werden. Nach der 
Sommerpause 2013 sollen Planungswerkstätten zu vers chiedenen Themen angeboten 
werden, zu denen sich im Laufe des Verfahrens weite rer Handlungsbedarf herauskristalli- 
siert. Nach Beendigung der Beteiligungsphase Ende 2013 werden alle von der Bürgerschaft 
und den Akteuren vor Ort geäußerten Maßnahmen mit d en Fachämtern und der Politik dis- 
kutiert.  
Die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes wird 2014 im Mittelpunkt stehen. Das erarbei- 
tet Maßnahmenkonzept stellt einen Leitfaden für die Politik, Verwaltung und Bürgerschaft 
dar, um die Lebensqualität im Stadtteil Kinderhaus als attraktiven Wohnstandort nachhaltig 
zu verbessern. 
 
11.4 Ausblick auf die Verstetigung des Maßnahmeprog ramms in 2013  
Auch in 2013 können wichtige Projekte bzw. Teilprojekte des Programms ohne wesentli- 
chen Substanzverlust fortgeführt werden, da der Rat der Stadt Münster mit Verabschiedung 
der Haushaltssatzung 2011 am 08.12.2010 für die gesamte Verstetigungsphase ab 2011 
ein Finanzbudget von 150.000 € pro Jahr in den Haushalt eingestellt hat.  
Unter Einbeziehung des Beschlusses des Beirats „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ 
am 06.11.2012 sollen alle 23 Projekte des Maßnahmeprogramms „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ aus dem Jahr 2012 im dritten Jahr der Verstetigung (2013) mit unterschiedli- 
chen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verstetigungs- 
budgets fortgesetzt werden. Einen Überblick über die Projektstandorte der Verstetigungs- 
jahre 2012/2013 gibt Anlage 5 zur Vorlage. 
Im Hinblick auf die Fortführung seiner Programmziele im Jahre 2013 lässt sich festhalten, 
dass sich die im Vorjahr gesetzten Ziele als sinnvoll und notwendig erwiesen haben und im 
Wesentlichen nur Akzentverschiebungen angedacht sind. So wird in 2013 als Fazit aus den

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  71 
Erfahrungen in 2012 ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau folgender - ohnehin 
schon praktizierter - Vorgehensweisen gelegt: 
- Noch stärkere zielgruppenspezifische Ansprache in  verschiedenen Projekten (z.B. 
Sportprojekte/Trendsport).  
- Ermöglichung einer frühzeitigen Information und A useinandersetzung mit verschiede- 
nen Themengebieten, u.a. durch zunehmende Kooperation mit Schulen im Sinne einer 
Prävention (z.B. Schuldnerberatung, Drogenprävention, Sport und Bewegung). 
- Verstärkte Kooperation und Abstimmung mit den För derbereichen des Bildungs- und 
Teilhabepaketes (BuT) sowie der „KinderMitmachStiftung“ zwecks Einschätzung der 
Auswirkungen auf die Teilnehmendenzahlen bzw. der Kompensation durch institutiona- 
lisierte Angebote sowie Erschließung möglicher Synergieeffekte. 
Weiterhin fortgeführt werden auch die prozessbegleitende Selbstevaluation und die Aufbe- 
reitung der Kontextdaten (vgl. Vorl. V/0291/2010, Anlage 3).  
 
12 Anlagen 
• Anlage: Kontextdatenmonitor 2012 
• Anlage: Grafiken zu ausgewählten Kontextdaten 2012  und deren Entwicklung 
• Anlage: Karte „Projektstandorte Verstetigungskonze pt 2012/2013“

Jahresbericht 2012 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase  „Soziale Stadt NRW“  
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  72

Anlage 3 zur Vorlage V/0533/2013 
 
 
 
 
 
Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ - Verstetigungsphase „Soziale Stadt“  
 
Handlungsfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation 
 
Kontextdatenmonitor 2012   
(Stadtzelle 631) 
Bearbeitung: 61-1-1, Simone Peuling-Heerstraß; Stand: Juni 2013

lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung 
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren 
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
6 Jugendquotient
7 Altenquotient
8 Personen mit Migrationsvorgeschichte
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren 
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren 
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
13 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit 
14 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland  
15 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland  
16 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland  
17 Anzahl Nationalitäten
18 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
19 Geburten
20 Sterbefälle
21 Umzüge im Quartier
22 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
23 Zuzüge von außerhalb
24 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
25 Fortzüge außerhalb MS
26 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
27 Wanderungsvolumen
28 Wohndauer
Haushalte
29 Haushalte mit 5 und mehr Personen
30 Haushalte mit Kindern 
31 Paare mit 3 und mehr Kindern
32 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
33 Belegungsdichte 
34 Sozialwohnungen
35 Leerstand  im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide 
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
36 Arbeitslose (SGB II und III)
37 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
38 Langzeitarbeitslose  (SGB II und III) 
39 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
40 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
41a Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende 
(SGBII): "Hartz IV" 
41b
Nichtdeutsche erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für 
Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV" 
42
Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im 
Alter/Erwerbsminderung, Hilfe z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
43 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
44 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012                        
(Stadtzelle 631)
  61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012

lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
46 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Gesundheit
47 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
48 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
  61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012

Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2783 davon              
1419 weiblich                
1364 männlich 
51,0 weiblich                          
49,0 männlich / in % WBV 
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 287                          
133 weiblich                  
154 männlich              
10,3 / in % WBV                 
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 852                         
408 weiblich                  
444 männlich                
30,6 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 196                        
112 weiblich                  
84 männlich                  
7,0 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 1908                        
969 weiblich                  
939  männlich         
68,6 /  in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit 
(Nichtdeutsche)
870                              
448 weiblich                
422  männlich       
31,3 /  in % WBV
Anzahl Nationalitäten 64
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 43 15,5 / je 1000 EW 
Sterbefälle 10 3,6  / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 83 3,0  / in % WBV 
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 151 5,4  / in % WBV 
Zuzüge von außerhalb MS 316 11,4  / in % WBV 
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 266 9,6  / in % WBV 
Fortzüge nach außerhalb MS 217 7,8  / in % WBV 
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet / 
Quartier)
-16 -0,6  / in % WBV 
Wanderungsvolumen 1033 37,1  / Summe der Zu, Fort- u. 
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 7,7 / Jahre durchschnittliche 
Wohndauer 
Haushalte
Haushalte mit Kindern 
396 37,1 / Haushalte mit Kindern   
< 18 J. in % aller Haushalte 
Paare mit 3 und mehr Kindern 91 36,0 / in % der Paare mit 
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 799
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose  (SGB II und III)   330                              
159 weiblich                  
171 männlich           
19,1 / in % der HW 
Bevölkerung 18 - u. 65 J. 
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012 (Stadtzelle 631)      
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stadt" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine
Wirkungsanalyse 
der "Sozialen Stadt".
    Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2012)
 61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012

Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Nichtdeutsche Arbeitslose  (SGB II und III)
90
14,7 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung     
18-u. 65 J.
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der 
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz 
IV"
1270
49,2 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J. 
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 12,0 
(Übergewicht),                 
10,0 (Adipositas) / in % der 
untersuchten Kinder der 
Schuleingangsuntersuchung 
Bür
gerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen 
(Kommunalwahl 2009) 468
26,5 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Briefwähler
Hinweis: Die Daten werden fortl
aufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiterte Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt. 
 61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2012




	

	 
 

 
		

 

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Wohngebiet „Kinderhaus/Brüningheide“ - Verstetigungsphase „Soziale Stadt“ 
Handlungsfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Ausgewählte Kontextdaten der Stadtteilentwicklung Kinderhaus- 
Brüningheide 2012
¾Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide 1993-2012 
(wohnberechtigte Bevölkerung)
¾Entwicklung der Leerstandsquoten im Mietwohnungsbestand der 
Wohnungsbauunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide 2009-2012
¾Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2012
¾Entwicklung der Arbeitslosigkeit (SGB II u. III) in Kinderhaus-
Brüningheide 2008-2012
Anlage 4 zur Vorlage V/0533/2013

Kontextindikatoren 2012
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide 
1993 - 2012 (je 31.12. des Jahres)
3226 3165 3140
2923 2855
2712 2802 2862 2958 3049 2996
2879
2744
2626 2603
2755 2845 2783
32373277
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
19931994 1995 19961997 19981999 2000 20012002 20032004 2005 20062007 20082009 2010 20112012
Personen
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung

Kontextindikatoren 2012
Entwicklung der Leerstandsquoten im überwiegend öffentlich geförderten 
Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-
Brüningheide 2009-2012  
(Durchschnittswert)
10,3%
8,0%
2,7% 2,5%
3,7%
11,1%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
12%
Feb. 09 Okt. 09 Mrz. 10 Mrz. 11 Mrz. 12 Dez. 12
Bearbeitung 61.1; Quelle: Amt für Wohnungsw esen

Kontextindikatoren 2012
66,4
4,8
8,1
7,7
8,9
4,1
57,6
5,7
7,4
10,0
13,0
6,3
61,2
4,9
5,9
9,1
10,1
8,8
60,4
5,3
5,5
10,0
12,3
6,5
64,8
5,3
5,3
7,6
8,9
8,1
63,7
6,5
8,1
6,4
10,3
5,0
61,3
5,8
8,3
10,0
8,4
6,2
58,2
3,8
6,1
14,4
9,1
8,3
62,8
3,05,4
11,4
9,6
7,8
0%
20%
40%
60%
80%
100%
2004 2005 2006 2007 200 8 2009 2010 2011 2012
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2012* 
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS
Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts w egen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung

Beratungsverlauf (8)

19.11.2013 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
20.11.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
20.11.2013 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2013 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
04.12.2013 Integrationsrat
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.12.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 9.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2013 Hauptausschuss
TOP 33.1 Vorberatung
Zur Sitzung
11.12.2013 Rat
TOP 40.1 Entscheidung
Zur Sitzung

Orte (9)

  • Sprickmannstraße
  • Josef-Beckmann-Straße 1
  • Killingstraße 1
  • Idenbrockplatz
  • Sprickmannplatz 1
  • Brüningheide 150
  • Kinderhaus 6
  • Heidegrund
  • Langebusch 32

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0533/2013
Typ
Vorlagen
Datum
22.10.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37