V/0605/2014
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2013
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Beschlussvorlage
4695 Zeichen
V/0605/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2013 Beratungsfolge 18.09.2014 Betriebsausschuss der citeq Vorberatung 29.10.2014 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 05.11.2014 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Jahresabschlu ss der citeq zum 31.12.20 13 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 41.001.187,68 € und einem Jahresüberschuss von 1.643.676,07 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2013 in Höhe von 1.643.676,07 € wird wie folgt verwendet: 1.247.127,78 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. An Rücklagen werden insg e- samt 396.548,29 € gebildet. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 1.1 Rücklage für die Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 331.548,29 €, 1.2 Rücklage für das in 2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in Höhe von 65.000,00 €. 2. Der Lagebericht wird zur Kenntnis genommen. 3. Dem Betriebsausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2013 Entlastung erteilt. Begründung: Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kalenderjahres 20 13 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der Be- triebssatzung der citeq dem Betriebsausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Vorlagen-Nr.: V/0605/2014 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 19.08.2014 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0605/2014 Zu 1. Jahresabschluss 2013 Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Kalenderjahr 2013 vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 weist einen Jahresüberschuss von 1.643.676,07 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 1.038.831,12 € an die Koopera- tionspartner gemäß der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat (An- teil Stadt Münster: 416.675,17 €), der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 726.450,00 € zugeführt wurde, um den Pensionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 6.124,00 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pens ionäre und aktiven Beamten auch künftig abdecken zu können. Zu 1.1 Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wu r- de eine Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen, wonach sich die Stadt Münster verpflichtet, den Barwert der übertragen en Pensionslasten in Höhe von 6.630.965,85 € zu verzinsen (331.548,29 €). Für den Jahresabschluss 2013 der citeq wu r- de ein Zinssatz von 5,0 % zugrunde gelegt. Zu 1.2 Zwischen der Stadt Münster und der citeq wurde vereinbart, dass der Jahresüberschuss u. a. dafür verwendet wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die Abschrei- bungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel - und Telekommunikationsvermögen einstellen zu können. Die citeq führt die Zinsen in Höhe von 331.548,29 €, die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 726.450,00 €, die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 6.124,00 € und die Veränderung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von -2.326,00 € einem vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds zu. Der nach Bildung der Rücklagen verbleibende Ü berschuss in Höhe von 1.247.127,78 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Prüfungsergebnis Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, erteilt der citeq für das K a- lenderjahr 2013 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zu 2.: Lagebericht 2013 Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat festgestellt, dass der Lageb e- richt gemäß § 25 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der aktuellen Fassung aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenb e- triebsähnlichen Einrichtung wecken. Der Lagebericht 2013 der citeq wird gem. § 26 der EigVO NRW zur Kenntnis genommen. - 3 - V/0605/2014 Zu 3.: Dem Betriebsausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2013 Entlastung erteilt. Die Entlastung des Betriebsleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Betrieb s- ausschusses. I. V. gez. Wolfgang Heuer Stadtrat Anlagen: Bericht Jahresabschluss 2013
Jahresabschluss_Lagebericht_Geschäftsjahr_2013
68661 Zeichen
Jahresabschluss
Lagebericht
Geschäftsjahr 2013
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Redaktion
Peter Boenigk
Tel.: 0251/492-18 11
Fax: 0251/492-77 10
e-Mail:
boenigk@citeq.de
http://www.citeq.de
3
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 4
Gewinn - und Verlustrechnung 6
Anhang 7
Anlage
Anlagennachweis 18
Lagebericht 19
4
Bilanz zum 31.12.2013
A K T I V S E I T E 31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 1.855.277,00 2.288.620,00
2. Geleistete Anzahlungen 46.660,80 141.907,50
1.901.937,80 2.430.527,50
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 19.975,00 32.010,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.450.580,00 4.272.052,00
3. Anlagen im Bau 98.413,30 48.926,85
4.568.968,30 4.352.988,85
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 8.596,00 8.596,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.173.127,85 15.980.095,68
17.181.723,85 15.988.691,68
23.652.629,95 22.772.208,03
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Betriebsstoffe 59.922,37 46.795,54
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166 .070,88 118.651,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2013 0,00 €
31.12.2012 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 15.860.156,13 14.306.888,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2013 6.630.965,85 €
31.12.2012 6.630.965,85 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2013 0,00 €
31.12.2012 0,00 €
4. Sonstige Vermögensgegenstände 113.807,06 120.421,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2013 104.289,00 €
31.12.2012 103.570,00 € 16.140.034,07 14.545.960,62
III. SCHECKS, KASSENBESTAND, BUNDESBANK UND
POSTGIROGUTHABEN, GUTHABEN BEI
KREDITINSTITUTEN
Guthaben bei Kreditinstituten 388.724,96 1.923,51
16.588.681,40 14.594.679,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 759.876,33 969.386,35
41.001.187,68 38.336.274,05
5
P A S S I V S E I T E 31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 200.000,00 200.000,00
II. GEWINNRÜCKLAGEN
Zweckgebundene Gewinnrücklage 5.717.400,48 4.300.852,09
Sonstige Gewinnrücklage 1.020.000,10
III. JAHRESÜBERSCHUSS 1.643.676,07 1.189.568,20
7.561.076,55 6.710.420,39
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 3.405,00 3.614,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpfli chtungen 19.901.481,00 19.168.907,00
2. Steuerrückstellungen 26.190,77 5.555,10
3. Sonstige Rückstellungen 953.559,57 939.699,66
20.881.231,34 20.114.161,76
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.330.607 ,16 419.043,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2013 1.330.607,16 €
31.12.2012 419.043,31 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 959.506,93 1.035.059,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2013 959.506,93 €
31.12.2012 1.035.059,83 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 2.206.502, 94 2.071.027,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2013 2.206.502,94 €
31.12.2012 2.071.027,71 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.058.857,76 7.982.947,05
a) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2013 8.058.857,76 €
31.12.2012 7.982.947,05 €
b) davon aus Steuern
31.12.2013 60.604,40 €
31.12.2012 47.066,83 €
12.555.474,79 11.508.077,90
41.001.187,68 38.336.274,05
6
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2013
2013 2013 2012
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.417.964,50 22.137.182,99
./. Rückerstattung ÖrV -1.038.831,12 -1.107.133,67
22.379.133,38 21.030.049,32
2. Sonstige betriebliche Erträge 75.191,11 91.972,13
3. Gesamtleistung 22.454.324,49 21.122.021,45
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 130.101,75
144.262,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.256.422 ,43 6.207.550,19
6.386.524,18 6.351.812,24
5. Rohergebnis 16.067.800,31 14.770.209,21
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.406.332,87
5.935.714,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.545.173 ,31
1.634,845,48
davon für Altersversorgung: 7.951.506,18 7.570.559,67
2013: 660.332,23 €
2012: 793.049,05 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenst ände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.829.741,16 3.602.945,73
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.001.748,30 1.832.581,89
9. Betriebsergebnis 2.284.804,67 1.764.121,92
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 341.751,8 6 351.764,71
davon aus verbundenen Unternehmen
2013: 331.618,61 €
2012: 331.596,03 €
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 947.869,87 909.903,66
davon an verbundene Unternehmen,
2013: 6.755,64 €
2012: 13.846,66 €
davon aus Abzinsung
2013: 940.296,00 €
2012: 896.018,00 €
12. Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.678.686,66 1.205.982,97
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 33.829,59 -35,35
14. Sonstige Steuern 1.181,00 16.450,12
35.010,59 16.414,77
15. Jahresüberschuss 1.643.676,07 1.189.568,20
7
Anhang
Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den geltenden Vorsc hriften der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW)
aufgestellt.
Die Bilanzansätze der Jahresabschlussbilanz zum 31.12.2012 wurden unverändert übernommen.
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis,
Bilanzierung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanla gen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Her-
stellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Nettoan schaffungswert bis 410,00 € werden als Trivialsoft-
ware im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Für Anlagenzugänge wurde ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der be-
triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet. Es wur de grundsätzlich pro rata tempore abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit Nettoanschaffungskost en bis 410,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschr ie-
ben; gleichzeitig wird ein fiktiver Abgang dieser geringwertigen Anlagegüter unterstellt.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnah me ermittelt und mit dem gewogenen Durchschnittswer t
unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung des er-
kennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind versicherungs mathematisch unter Berücksichtigung der Generatione n-
tafel der Heubeck AG, Köln 2005, angesetzt. Es wurd e das Teilwertverfahren angewendet und ein Rech-
nungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Besoldungs- und Gehaltssteigerungen wurden berücksichtigt.
Für die Berechnung der Beihilferückstellungen wurde für die Beamten der Stadt Münster ein Prozentsatz in
Höhe von 19,78 % des Teilwertes für Versorgungsleis tungen vom Personal- und Organisationsamt der Stadt
Münster ermittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach v ersicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. A ls
Rechnungsgrundlage dienten die Generationentafeln d er Heubeck AG, Köln 2005; es wurde ein Rechnungs-
zinsfuß von 5,5 % zu Grunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkenn baren Risiken und sind mit dem Betrag angesetzt, de r
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
8
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2013 bei 4.714.622,08 €. Die Investitionen setzen sich wie folgt zu-
sammen:
Bezeichnung Investitionen
2013 in €
Investitionen
2012 in €
Investitionen
2011 in €
Software (SW) 745.932,53 895.773,24 1.123.715,92
Geleistete Anzahlung für SW 46.660,80 140.420,00 142.790,48
PKW 0,00 0,00 0,00
Technische Ausstattung 62.303,82 40.568,96 192.709,88
Mobiliar 8.145,15 8.938,92 164.753,93
Sonstiges Inventar 5.093,20 0,00 0,00
Rechnersysteme 953.629,26 679.246,32 874.746,88
Monitore 111.970,83 122.111,63 138.261,60
Drucker, Plotter, Scanner 94.131,96 76.722,42 97.917,52
Sonstige DV-Peripheriegeräte 104.172,26 44.546,63 357.364,69
Router, Hub, Switch 250.102,03 133.209,34 234.824,60
DV-Netzkomponenten 360.630,26 342.138,56 170.624,09
TK-Anlagen, Komponenten 16.180,61 78.634,46 13.525,49
GWG 664.223,90 634.741,72 378.407,85
Anlagen im Bau 98.413,30 48.926,85 35.376,83
Finanzanlagen 1.193.032,17 1.643.221,86 1.579.163,21
Summe 4.714.622,08 4.889.200,91 5.504.182,97
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im Wesent lichen technisch und wirtschaftlich optimal genutzt
werden. Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgabenstellung sind sie zurzeit ausreichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen sich auf 15.860.156,13 €.
Darin enthalten sind im Wesentli-
chen Forderungen aus der gestundeten Abgeltung für übernommene, laufende und zukünftige Pensionsver-
pflichtungen von der Stadt Münster in Höhe von 6.630.965,85 € sowie kurzfristige Geldanlagen aus dem ÖrV-
Bereich in Höhe von 7.142.798,06 € Geldanlagen auf Konten der Stadt Münster bei Kredi tinstituten in Höhe
von 1.870.768,62 € sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 215.187,00 €.
9
Passivseite
Eigenkapital
01.01.2013
€
Zuführung
€
Entnahme
€
31.12.2013
€
Entwicklung des Eigenkapitals
Stammkapital 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
Gewinnrücklage 5.320.852,19 396.548,29 0,00 5.717.400,48
Jahresüberschuss 1.189.568,20 1.643.676,07 1.189.568,20 1.643.676,07
Summe 6.710.420,39 2.040.224,36 1.189.568,20 7.561.076,55
Nach § 12 der Betriebssatzung der citeq beträgt das Stammkapital 200.000,00 €.
Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in Höhe vo n 396.548,29 € der Gewinnrücklage zugeführt. Der
verbleibende Betrag in Höhe von 793.019,91 € wurde an die Stadt Münster ausgeschüttet.
Der Jahresüberschuss des Wirtschaftsjahres 2013 der citeq beläuft sich auf 1.643.676,07 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüssen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Abschreibung d er
bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
01.01.20 13
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.20 13
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellung 15.888.576,00 1.319.781,54 593.331,54 0,00 16.615.026,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflichtung
3.280.331,00 138.806,39 132.682,39 0,00 3.286.455,00
Summe Pensionsrüc k-
stellungen und ähnliche
Verpflichtungen
19.168.907,00 1.458.587,93 726.013,93 0,00 19.901.481,00
10
Den Steuerrückstellungen wurde die voraussichtliche Ertragssteuerbelastung für das Wirtschaftsjahr 2013
zugeführt.
01.01.20 13
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.20 13
€
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und Überstunden 469.144,91 559.053,63 469.144,91 0,00 559.053,63
Altersteilzeit 132.242,00 0,00 2.326,00 0,00 129.916,00
Ausstehende
Rechnungen 254.810,75
167.032,59 207.139,07 13.814,33 200.889,94
Archivierungskosten 40.000,00 0,00 1.000,00 0,00 39.000,00
Rechtsstreit 22.082,00 0,00 19.992,00 0,00 2.090,00
Jahresabschluss 21.420,00 22.610,00 21.420,00 0,00 22.610,00
Summe Sonstige
Rückstellungen 939.699,66 748.696,22 721.021,98 13.814,33 953.559,57
Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 1.330.607,16 € für Leistungen, die in folgenden Jahren erbracht w er-
den.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der citeq belaufen sich auf 959.506,93 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster belaufen sich auf 2.206.502,94 €.
Davon betreffen
• 204.372,80 € Bankverbindlichkeiten auf Konten, die von der Stadtkasse für die citeq geführt werden,
• 416.675,17 € Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs und
• 1.585.454,97 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Stadt Münster.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8.058.857,76 €
enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt Münster ) in Höhe von 7.142.798,06 € aus kurzfristigen
Geldanlagen und 622.155,95 € Leistungsentgeltrückerstattung an Kunden des ÖrV-Bereichs,
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 60.604,40 € (Umsatzsteuer) und
• gegenüber Zweckverband in Höhe von 219.558,48 €.
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten :
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten in T€ Ge samt bis 1 Jahr über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 1.331 1.331 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 959 959 0
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 2.206 2.206 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8.059 8.059 0
Gesamt 12.555 12.555 0
11
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrec hnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge mit Einrichtungen d er Stadt Münster, mit Kooperationspart-
nern und Dritten erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für die Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2013
Durchschnitt
(Anzahl)
2012
Du rchschnitt
(Anzahl)
2011
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks, Thin
Client) 3.607 3.490 3.177
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 3.251 3.170 3.026
Bereitstellung von Druckern / Plottern 1.451 1.391 1. 194
Bereitstellung von Scannern 226 223 231
Bereitstellung von Sicherungssystemen 12 12 14
Bereitstellung von Telefaxgeräten 307 306 318
Bereitstellung von PDA/Blackberry 315 303 187
Bereitstellung von Telefongeräten / -einrichtungen und
mobile Telefonie 6.966 6.903 6.694
Abrechnung in €
Bereitstellung von Anwendungen (Software) 1.543.358,74 1.458.245,46 1.397.950,65 €
Bereitstellung von Hard- und Software gesamt 8.193.503,13 7.333.752,57 7.678.443,93 €
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2013
Durchschnitt
(Anzahl)
2012
Durchschnitt
(Anzahl)
2011
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks) 3 .066 3.059 3.028
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 2.642 2.707 2.664
Bereitstellung von Druckern / Plottern 555 545 530
Bereitstellung von Scannern 146 157 158
Bereitstellung von sonstigen Geräten 1 3 20
Abrechnung in €
Bereitstellung von Systemen, Anlagen und Netzen 376.736,94 379.751,94 242.970,69
Bereitstellung von Hardware und Netzen gesamt 2.159.481,73 2.340.945,46 2.247.446,19
12
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte erbracht:
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2013 2012 2011
Personalwesen 11,32% 11,73% 11,33%
Statistik und Wahlen 1,56% 1,72% 0,31%
Kämmerei (SAP und Infoma NKF) 22,44% 22,50% 23,94%
Kasse (Verwaltungsvollstreckung) 0,35% 0,24% 0,53%
Steuern (Steuern und Abgaben) 4,86% 4,75% 5,38%
Liegenschaften 0,21% 0,22% 0,22%
Sicherheit und Ordnung (Ausländerwesen, Verkehrs-
ordnungswidrigkeiten, Veterinärangelegenheiten, Ord-
nungsangelegenheiten, Führerscheinwesen)
6,77%
7,29% 8,01%
Einwohner- und Meldewesen 5,02% 5,13% 4,35%
Personenstand (Standesamt) 1,35% 1,13% 0,67%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,33% 0,35% 0,34%
Schule und Kultur 0,11% 0,11% 0,12%
Büchereiwesen 0,13% 0,13% 0,19%
Musikschule 0,06% 0,06% 0,06%
Soziales (Sozialwesen) 11,03% 10,97% 7,20%
Jugend (Mündelgeld, Kostenermittlung Kindergärten,
Kindergartenverfahren, Jugendamtsverfahren) 2,63% 2,66% 3,56%
Gesundheitswesen 0,06% 0,06% 0,07%
Bauverwaltung 0,51% 0,55% 0,43%
Vermessung und Kataster 0,16% 0,14% 0,26%
Bauordnung 0,25% 0,26% 0,34%
Wohnungsförderung ( Wohnungswesen) 0,35% 0,35% 0,55%
Hochbau 0,23% 0,23% 0,28%
Tiefbau (Tiefbauinformation/Fäkalschlammentsorgung) 0,19% 0,22% 0,18%
Grünflächen (Friedhofswesen) 0,16% 0,21% 0,16%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken, IMSWare) 2,30% 2,97% 3,36%
Bereitstellung Server 0,37% 0,45% 0,28%
Betrieb, Unterhaltung von Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von Leistungen, Anbindung
von Nebenstandorten)
7,11%
7,12% 7,36%
Dienstleistungen
(DataClearing NRW, Krebsregister, Governikus) 5,77% 5,28% 6,54%
Dienste (Internet-Server/Nutzer, Internet-Leistungen nach
Angebot, Redaktionssystem, Virtuelle Poststelle, E-
Government)
7,88%
7,77% 8,50%
13
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2013 2012 2011
Dienstleistung / Betreuung (Betreuung fremder Syste-
me, Arbeitsstunden, Datensicherung, digitale Archivie-
rung, Dokumenten-Management-System)
1,85% 0,68% 0,40%
Pauschalen (Einwohnerpauschale u. a.) 4,64% 4,72% 5,08%
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preisverzeichnis abgerechnet.
Leistung Erträge
2013 in € 2012 in € 2011 in €
Dienstleistungen direkt für die Stadt Münster 8.193. 503,13 7.333.752,57 7.678.443,93
Dienstleistungen für den Bereich Medienentwicklungsplan
der Stadt Münster 2.159.481,73 2.340.945,46 2.247.446,19
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Anteil Stadt
Münster) 4.451.125,68 4.440.239,25 4.063.408,59
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Dritte) 8.151.708,54 7.770.214,59 7.319.324,51
Sonstige Leistungen (Veranstaltungen, Schulungen, Bera-
terleistungen, kurzfristige Ausleihungen von Hardware) 462.145,42 252.031,12 211.180,52
Leistungsentgeltrückerstattung an die Kooperationspartner -1.038.831,12 -1.107.133,67 -648.515,72
Umsatzerlöse gesamt 22.379.133,38 21.030.049,32 20.871.288,02
Sonstige betriebliche Erträge (Veräußerung von Anlage-
vermögen, Versicherungserstattungen, Auflösung Sonder-
posten)
75.191,11
91.972,13 175.051,17
Finanzerträge 341.751,86 351.764,71 373.517,37
Erträge gesamt 22.796.076,35 21.473.786,16 21.419.856,56
Zusammenstellung der Aufwendungen
Leistung Aufwendungen
2013 in € 2012 in € 2011 in €
Materialaufwendungen 6.386.524,18 6.351.812,24 5.990.234,79
Personalaufwendungen 7.951.506,18 7.570.559,67 8.550.302,77
Abschreibungen 3.829.741,16 3.602.945,73 3.474.186,55
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.001.748,30 1.832.581,89 1.717.338,20
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 947.869,87 909.903,66 11.262,78
Steueraufwendungen 35.010,59 16.414,77 39.408,81
Aufwendungen gesamt 21.152.400,28 20.284.217,96 19.782.733,90
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Unt erhaltung und Wartung der
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der immate riellen Vermögensgegenstände und Aufwendungen für
Dienstleistungen und Datenleitungen.
14
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den Regelzahlungen, Sonderzuwendun gen, Beihilfen, Versor-
gungsaufwendungen sowie vermögenswirksamen Leistung en zusammen. Für die tariflich Beschäftigten ent-
halten sie zusätzlich die Beiträge zu den Versorgun gskassen, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicher ung
und pauschalierte Lohnsteuern.
Zu den Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Verwalt ungsleis-
tungen der Stadt Münster, Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Der Zinsanteil im Zuführungsbetrag für Pensions- un d Beihilferückstellungen wird unter den Zinsen und ähn-
lichen Aufwendungen ausgewiesen. Dieser beläuft sich auf 940.296,00 €.
Unter den Steueraufwendungen werden Steueraufwendungen in Höhe von 35.010,59 € gezeigt, wovon
33.829,59 € auf Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen.
Angaben zum Jahresergebnis
Im Wirtschaftsjahr 2013 wurde ein Jahresgewinn von 1.643.676,07 € erzielt, der gegenüber dem Vorjahr um
454.107,87 € gestiegen ist. Die höheren Aufwendungen (868.182,3 2 €) konnten durch die gestiegenen Erträge
(1.322.290,19 €) deutlich kompensiert werden. Der J ahresgewinn wird zur Bildung der vereinbarten Rückl agen
eingesetzt. Der verbleibende Betrag wird nach den b isherigen Festlegungen an die Stadt Münster ausgesc hüt-
tet.
Personalausstattung
In der citeq waren in 2013 durchschnittlich beschäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2013 50 76 126 9
30.06.2013 50 80 130 9
30.09.2013 50 80 130 9
31.12.2013 50 83 133 9
Durchschnitt 50 80 130 9
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied d er Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kv w).
Das Mitgliedsverhältnis ist ein privatrechtliches V ersicherungsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und der
kvw. Die kvw hat die Aufgabe, durch Versicherung de n Beschäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche A lters-,
Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung na ch Maßgabe der Satzung und der dazu erlassenen
Durchführungsvorschriften zu gewähren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse sowie die
Versicherungsleistungen richten sich nach den Besti mmungen des Tarifvertrages über die zusätzliche Alt ers-
versorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV – (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2013 beträgt 4,5 %, das Sanierun gsgeld 3,0 %. Bemessungsgrundlage waren die Entgelt e
nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ( TVöD) vom 01.10.2005. Die Arbeitgeberaufwendungen f ür
die Kommunale Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW) betrugen 282.422,30 €.
15
Einzelheiten und Berichterstattung zum Personalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwandskom ponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht her-
vor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von durchs chnittlich 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie
9 Auszubildenden. Die Organisation der citeq ist aus dem als Anlage beigefügten Organigramm ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war das übergeleitete Bundesbesoldungsgesetz für das Land Nord-
rhein-Westfalen in der Fassung vom 01.06.2013 in Verbindung mit dem Landesbesoldungsgesetz NRW in der
jeweils gültigen Fassung.
Tariflich Beschäftigte
Grundlage für die Entgelte der Beschäftigten war in 2013 der Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäft igten
der kommunalen Arbeitgeber in den TVöD und zur Rege lung des Übergangsrechts (TVÜ-VKA) vom
13.09.2005 und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich wei tergebildet, um den Anforderungen gewachsen zu sein . Ins-
gesamt wurden dafür 164.280,66 € (Vorjahr: 139.333,66 €) aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Die Finanzanlagen betreffen die von der citeq gehal tenen Anteile an dem von der Deka verwalteten VuS-
Münster-Fonds und dem von Meriten Investment-Manage ment verwalteten WVR-Fonds. Die Fonds sind als
Spezial-Sondervermögen nach § 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 2 Abs.1 und 3 Investmentgesetz zu qualifizie ren.
Zum 31.12.2013 hält die citeq Anteile im Volumen vo n 147.562, wovon 133.675 auf den VuS- und 13.887 An-
teile auf den WVR-Fonds entfallen. Dem in der Bilan z ausgewiesenen Buchwert der Anteile von 17.173 T€
(VuS=15.980 T€/WVR=1.193 T€) steht ein Marktwert vo n 20.794 T€ (VuS=19.583 T€/WVR=1.211 T€) gegen-
über. Dieser Marktwert verteilt sich auf (VuS/WVR) Rentenpapiere (15.028/960 T€) , Aktien (3.760/238 T€)
sowie Kassenvermögen und Forderungen (570/13 T€) sowie auf Sonstige beim VuS-Fonds auf einen Markt -
wert von 225 T€. Ausschüttungen wurden nicht vorgenommen. Beschrän kungen in der Möglichkeit der tägli-
chen Rückgabe bestehen nicht.
Die citeq wird in den Gesamtabschluss der Stadt Münster zum 31.12.2013 einbezogen.
Personalaufwand 2013
in €
2012
in €
2011
in €
Beamtenbezüge 2.508.495,98 2.414.758,33 2.539.150,88
Gehälter 3.795.573,31 3.498.684,37 3.235.254,86
Dienstaufwendungen für sonstige Beschäftigte 12.354, 86 23.655,66 34.190,95
Veränderung Urlaubs- und Überstundenrückstellung 89. 908,72 -1.384,17 34.080,64
Zwischensumme 6.406.332,87 5.935.714,19 5.842.677,33
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor-
gung und für Unterstützung 1.545.173,31
1.634.845,48 2.707.625,44
davon für Altersversorgung 660.332,23 793.049,05 1.901.309,52
Gesamtsumme 7.951.506,18 7.570.559,67 8.550.302,77
16
Das Honorar des Abschlussprüfers belief sich in 201 3 auf 21.612,83 € (Vorjahr: 22.887,03 €) und entfiel aus-
schließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe
Der Betriebsleiter der citeq ist Herr Stefan Schoenfelder.
Die Gesamtbezüge der Betriebsleitung betrugen in 2013 insgesamt: 107.364,67 €.
Für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung und ei ne Hinterbliebene wurden an Pensionen und Alterstei lzeit
133.414,29 € aufgewendet, worin der Zinsanteil für die Pensionsr ückstellungen enthalten ist. Für diesen Per-
sonenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.417.869 €.
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten keine Vergütungen durch den Betrieb citeq.
Eine Informations- und Entscheidungspflicht der citeq besteht gegenüber folgenden Gremien:
Betriebsausschuss der citeq
Der Betriebsausschuss wurde im Jahr 2013 in 8 öffen tlichen und 8 nicht-öffentlichen Sitzungen von der Be-
triebsleitung über die Entwicklung der citeq und al le wichtigen Angelegenheiten unterrichtet. Dabei ha t er Ent-
scheidungen im Rahmen seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder des Betriebsausschusses sind sämtlich in Münster wohnhaft.
Der Betriebsausschuss setzt sich am 31.12.2013 wie folgt zusammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
1 RF Marliese Kosmider, Oberstudi-
enrätin (Vorsitzende)
1. RH Wolfhardt Ediger,
Berufssoldat
2. RF Anne Schulze Wintzler,
Verbraucherberaterin
(Stellvertr. Vorsitzender)
2. Marc Würfel-Elberg,
Selbständiger Pädagoge
3. Antonius von Schierstaedt,
Student
3. Renate Buschermöhle,
kaufm. Angestellte
4. RH Christian Moll,
Geschäftsführer
4. RH Thomas Fastermann,
wissenschaftlicher MA für die
Landtagsabgeordnete Svenja
Schulze, freiberuflicher Grafiker
und Programmierer
5. Sebastian Kroos,
Angestellter
5. Till Leckebusch,
Lektor, Fotojournalist
6. RH Otto Reiners,
Organisationsberater
6. Jürgen Lemke,
Dozent für Medientechnik
7. Markus Barenhoff,
Angestellter
7. Astrid Dominique von Viebahn,
Customer Sales Agent
8. RH Jens-Ulrich Lenski,
Student
8. Martin Gerhardy,
Jurist
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für den Betriebsausschuss:
Frau Bürgermeisterin Elisabeth Stremlau (Dülmen) und Bürgermeister Ludger Banken (Everswinkel).
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wichtige n Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u. a. übe r
Umlagen, Produkte und deren Preise. Er hat im Jahr 2013 zweimal getagt.
17
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen der öffe ntlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten Koopera ti-
onspartner (Stimmanteil in Höhe des Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen die B eschlüsse und Empfehlungen des Zentralausschusses
vor. Er hat im Jahr 2013 zweimal getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zuständigen Organisationseinheit der Kooperationspartner.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung schlägt vor, aus dem Jahresüber schuss einen Betrag in Höhe von 396.548,29 € (Zinsen
Pensionsrückstellung: 331.548,29 €; TK-Anlage: 65.0 00,00 €) in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der R est-
betrag in Höhe von 1.247.127,78 € ist an die Stadt Münster auszuschütten.
Münster, den 31.03.2014
citeq
----------------------------
Stefan Schoenfelder
18
Kennzahlen
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
v.H.
14
12,68
28,96
100,00
49,32
Durch-
schnittl.
Abschrei-
bungs-
satz
v.H.
13
8,81
15,90
0,00
7,98
Restbuchwerte
am Ende des
vorange-
gangenen WJ
€
12
2.288.620,00
141.907,50
2.430.527,50
32.010,00
4.272.052,00
48.926,85
4.352.988,85
8.596,00
15.980.095,68
15.988.691,68
22.772.208,03
Restbuchwerte
am Ende des
WJ
€
11
1.855.277,00
46.660,80
1.901.937,80
19.975,00
4.450.580,00
98.41 3,30
4.568.968,30
8.596,00
17.173.127,85
17.181.723,85
23.652.629,95
Abschreibungen
Endstand
31.12.2013
€
10
13.102.046,37
0,00
13.102.046,37
121.232,25
11.086.344,36
0,00
11.207.576,61
0,00
0,00
0,00
24.309.622,98
Abgang (d.h.
angesammelte
Abschreibun-
gen auf die in
Spalte 4
ausgewiesenen
Beträge)
€
9
158.663,92
0,00
158.663,92
0,00
4.984.086,77
0,00
4.984.086,77
0,00
0,00
0,00
5.142.750,69
Zugang
(d.h. Abschrei-
bungen im WJ
2013)
€
8
1.321.183,03
0,00
1.321.183,03
12.035,00
2.496.523,13
0,00
2.508.558,13
0,00
0,00
0,00
3.829.741,16
der citeq - Informations -Technologie für Kommunen
Anfangsbe-
stand
01.01.2013
€
7
11.939.527,26
0,00
11.939.527,26
109.197,25
13.573.908,00
0,00
13.683.105,25
0,00
0,00
0,00
25.622.632,51
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endstand
31.12.2013
€
6
14.957.323,37
46.660,80
15.003.984,1 7
141.207,25
15.536.924,36
98.413,30
15.776.544,91
8.596,00
17.173.127,85
17.181.723,85
47.962.252,93
Anlagennachweis
Umbuchungen
2013
€
5
141.907,50
-141.907,50
0,00
0,00
48.926,85
-48.926,85
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Abgang
2013
€
4
158.663,92
0,00
158.663,92
0,00
4.988.545,77
0,00
4.988.545,77
0,00
0,00
0,00
5.147.209,69
Zugang
2013
€
3
745.932,53
46.660,80
792.593,33
0,00
2.630.583,28
98.413,30
2.728.996,58
0,00
1.193.032,17
1.193.032,17
4.714.622,08
Anfangsbe stand
01.01.2013
€
2
14.228.147,26
141.907,50
14.370.054,76
141.207,25
17.845.960,00
48.926,85
18.036.094,10
8.596,00
15.980.095,68
15.988.691,68
48.394.840,54
Posten des Anlagevermögens
1
Immaterielle Vermögens -
gegenstände
Software
Geleistete Anzahlung
Summe immaterielle Vermögensgegenstä n-
de
Sachanlagen
PKW
Betriebs - und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen
Finanzanlagen
Beteiligungen
Wertpapiere des Anlagevermögens
Summe Finanzanlagen
Gesamtsumme
I.
1.
2.
II.
1.
2.
3.
III.
1.
2.
19
Lagebericht
Die citeq erbringt Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie (IT) einschließlich der Kom munika-
tionstechnologie für die Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Ver einba-
rung über die gemeinsame Inanspruchnahme der eigenb etriebsähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münste r
und sonstige Kunden im Rahmen des § 107 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Zweck der Einrichtung
Zweck der Einrichtung ist die Optimierung des kommu nalen Leistungsangebotes der Fachämter für Bürgerin -
nen und Bürger durch eine bedarfsorientierte Gestal tung von IT-Dienstleistungen für die Ämter und Einr ichtun-
gen der Stadtverwaltung Münster, für die öffentlich en Schulen im Rahmen des Medienentwicklungsplans
(MEP) und für die übrigen Kooperationspartner der ö ffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV). Der Betri ebs-
zweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielsetzu ng der Stadt Münster und unter Beachtung einer wirt -
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen.
Die Dienstleistungen der citeq gliedern sich in Pro dukte, Projekte und Einzelmaßnahmen. Der Oberbürger -
meister regelt die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und Einrichtungen der Verwaltung mit der citeq.
Doppelrolle der citeq
Die citeq beschäftigt als städtischer IT-Dienstleis ter für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und dere n Ein-
richtungen ca. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter . Der Jahresumsatz liegt bei ca. 22,5 Millionen Euro. Die
Doppelrolle der citeq als Querschnittsamt der Stadt Münster und externem Dienstleister für weitere Beh örden
stellt eine Besonderheit unter den kommunalen IT-Dienstleistern in Deutschland dar.
Als dienstleistendes Querschnittsamt der Stadt Müns ter steuert und betreibt die citeq die Informations - und
Kommunikationstechnologie der Stadt Münster: Dazu z ählen alle städtischen Büroarbeitsplätze und die ko m-
munalen Fachanwendungen, die in einem sicheren und auf mehrere Standorte verteilten Rechenzentrum be-
trieben werden. Die Standorte sind untereinander so wie mit den städtischen Dienstgebäuden über citeq-
eigene Datenverbindungen vernetzt. Darüber hinaus betreibt die citeq die IT-Infrastruktur der mehr als 80 städ-
tischen Schulen der Stadt Münster im Rahmen des Med ienentwicklungsplans. Da die citeq neben ihrer IT-
Kompetenz auch über ein sehr umfassendes Wissen um die kommunalen Strukturen und Prozesse verfügt,
arbeitet sie bei der Optimierung der Verwaltungsabl äufe der Stadt Münster eng mit dem Personal- und Or gani-
sationsamt zusammen.
Als externer IT-Dienstleister ist die citeq mit 20 umliegenden Kreis-, Stadt- und Gemeindeverwaltungen über
eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung verbunden u nd erbringt für 400 weitere Behörden IT-Leistungen: Dazu
zählen neben weiteren Kommunalverwaltungen und komm unalen Einrichtungen auch Landes- und Bundesein-
richtungen. Auch das Bundesamt für Justiz, die Bund esagentur für Arbeit, das Bundesverwaltungsamt, das
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und au ch die ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
(ehemals GEZ) beziehen IT-Services von der citeq.
Von der Doppelrolle als dienstleistendes Querschnittsamt und als externer Dienstleister profitieren sowohl die
Stadt Münster als auch ihre externen Kunden:
• Die Stadt Münster profitiert von der interkommunal en Zusammenarbeit über Synergien beim IT-Betrieb
und darüber hinaus von den Erfahrungen und Ideen de r Kooperationsverwaltungen, die in der gemeinsa-
men Arbeit der citeq mit ihren Kunden erschlossen werden.
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• Die externen Kunden profitieren vom Know-how der M itarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq, das sie in
ihrer Funktion als interner IT-Dienstleister der St adt Münster erwerben und – quasi nebenbei - in ihre Ar-
beit mit den Kooperationspartnern einbringen. Da di e citeq den gesamten IT-Bedarf der Großstadt Müns-
ter abdeckt, kann sie ihren externen Kunden grundsä tzlich sämtliche IT-Funktionen anbieten, die eine
Kommunalverwaltung benötigt. Dabei können die exter nen Kunden die citeq-Angebote ohne eine generel-
le Abnahmeverpflichtung nutzen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größt e Kapital der citeq. Die citeq legt besonderen Wert auf die
Qualifizierung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiteri nnen und Mitarbeiter und bezieht sie in die Erarbei tung neuer
Strategien und Visionen aktiv mit ein.
Zur Erhaltung ihrer Leistungs- und Innovationsfähig keit engagiert sich die citeq darin, qualifizierte Nachwuchs-
kräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehm en zu binden. Infotage und Aktionen wie der „Girls Day“
gewähren jungen Menschen einen Blick hinter die Kul issen. Außerdem bietet die citeq Praktikantenstelle n an
und wirbt damit auch für die Berufsbilder eines modernen IT-Dienstleistungsunternehmens.
Die citeq bildet aus und beschäftigte 2013 im Durchschnitt neun Auszubildende. Alle Auszubild enden durch-
laufen sämtliche relevanten Aufgabenbereiche und werden intensiv betreut. Das zahlt sich aus! So erzie len die
Auszubildenden der citeq in der Regel gute, überdur chschnittliche Abschlüsse und bleiben dann der cite q als
besonders qualifizierte Mitarbeiter erhalten. Mit d er intensiven Förderung begegnet die citeq den Hera usforde-
rungen des demografischen Wandels und dem damit ver bundenen Mangel an qualifiziertem Personal. Weitere
Maßnahmen sind die verstärkte Zusammenarbeit der IT -Dienstleister in NRW, so dass nicht mehr jeder IT-
Dienstleister alle Leistungen erbringen muss und de r Ausbau des Images der citeq als attraktivem Arbei tgeber
durch Weiterbildung und eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit.
Soziale Verantwortung
Die citeq ist sich ihrer sozialen Verantwortung bew usst. Wo immer möglich, verwendet die citeq recycel bare
Materialien und druckt auf Umweltpapier. Im Fuhrpar k der citeq stehen drei umweltfreundliche mit Gas b etrie-
bene Fahrzeuge und ein Hybridfahrzeug zur Verfügung . Zum Fuhrpark der citeq zählen auch drei Dienst-
Fahrräder. Außerdem haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq die Möglichkeit, eigene Fahrr äder
während der Arbeitszeit witterungsgeschützt unter zu stellen.
Bei dem Betrieb des auf mehrere Standorte verteilte n Rechenzentrums achtet die citeq im Sinne von Gree n IT
auf den bewussten Umgang mit Ressourcen und tritt m it der Servervirtualisierung einem weiteren Anstieg des
Stromverbrauchs entgegen: Immer mehr Server werden als so genannte virtuelle Server betrieben. Dabei t eilt
sich ein Server, der nach außen hin als physischer Server erscheint, in Wirklichkeit gemeinsam mit and eren
virtuellen Servern eine Hardware. Die tatsächlich b etriebenen (physischen) Systeme sind dadurch besser aus-
gelastet, insgesamt müssen weniger Rechner gekauft und betrieben werden.
Kooperation mit partnerschaftlich verbundenen Unternehmen und Kommunen
Der von einem starken Kostendruck geprägte kommunal e IT-Markt verlangt nach einer Intensivierung der i n-
terkommunalen Zusammenarbeit. Die citeq begreift di ese Herausforderung als Chance und arbeitet eng mit
anderen Kommunen und IT-Unternehmen zusammen.
Die citeq ist Mitglied im Dachverband kommunaler IT -Dienstleister in NRW (KDN) und der VITAKO (Bundes-
arbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister). Ü ber die Bündelung der Beschaffungen von Hard- und
Software innerhalb dieser Verbünde verbessert die c iteq die Einkaufskonditionen für die notwendige Har d- und
Software. Die verteilten IT-Fachkompetenzzentren de s KDN bieten zudem eine hoch wirtschaftliche Betrie bs-
leistung.
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Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit KDN und VITAKO p rofitiert die citeq vom Erfahrungsaustausch der Mit -
glieder und bringt sich aktiv in die Diskussionen u m die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung ei n. In das
Netzwerk sind auch die kommunalen Spitzenverbände eingebunden.
Die citeq arbeitet aktiv in der vom Münsteraner Obe rbürgermeister Markus Lewe Ende 2010 initiierten St ädte-
Kooperation zur Interkommunalen Zusammenarbeit der Großstädte in NRW mit. Durch diese Zusammenarbeit
sollen Kosten verringert und Leistungen für die Bür ger schneller und besser erbracht werden. In Münste r wur-
den zehn Felder festgelegt, für die eine Zusammenar beit erfolgversprechend erscheint. So geht es unter z. B.
um die gemeinsame Optimierung von Arbeitsprozessen, einen städteübergreifenden Einkaufsverbund und
darüber hinaus im Rahmen von E-Government unter der Federführung der citeq um die Möglichkeiten elektr o-
nischer Antragsverfahren. Einige NRW-Großstädte hab en bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit be -
kundet.
Beiträge zur Haushaltskonsolidierung der Stadt
Die citeq leistet – wie alle anderen städtischen Äm ter auch - ihren Beitrag zu den Konsolidierungsbemü hungen
der Stadt Münster. Bei allen durchaus sinnvollen Ei nsparungen, die innerhalb der IT realisierbar sind, darf
nicht übersehen werden, dass die IT selbst ein Werk zeug ist, mit dem die Verwaltung Abläufe optimieren und
somit Kosten einsparen kann. So können IT-Investiti onen höhere Einsparpotenziale in den Fachbereichen
erschließen, als sie selber an Kosten verursachen. Darüber hinaus erarbeitet die citeq Beiträge im Zus am-
menhang mit dem Handlungsprogramm 2012 – 2017 zur K onsolidierung des städtischen Haushalts (z. B. Te-
learbeit, DMS und elektronische Akten).
Die citeq konnte in 2013 die Arbeit für die Stadt M ünster und die Kooperationsverwaltungen erfolgreich fortset-
zen und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt.
Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Infrastruktur am und im Rechenzentrum wurden umgesetzt und weitere
Fortschritte bezüglich der Datensicherheit und –Ver fügbarkeit erzielt, die angesichts der zunehmenden Bedeu-
tung und Abhängigkeit von der Informationstechnik u nd der gleichzeitig steigenden Gefährdung dringend ge-
boten sind.
Im Bereich E-Government wurden die Services von Dat aClearing NRW ausgebaut. Bei den E-Government-
Bürgerdiensten, die mit der weiteren Verbreitung de s neuen Personalausweises einen neuen Schub bekom-
men werden, hält die citeq mit ihren „Intelligenten eID-Formularen“ eine Spitzenposition. In einem wei teren
Schritt beteiligt sich die citeq an der E-Government-Initiative (EGI) des Bundesministeriums des Innern.
Erfolgreich ist auch die Partizipationsplattform de r citeq, die neben Münster auch in weiteren Kommune n als
Bürgerhaushalt zum Einsatz gebracht wurde.
Infrastrukturmaßnahmen im Rechenzentrum
Die citeq betreibt am Standort Scheibenstraße 109 z wei Systemräume, in denen Server und Netzwerkkompo-
nenten gehostet werden. Die in 2013 durchgeführten Maßnahmen zur Ertüchtigung entschärfen auch die Sit u-
ation in den vorhandenen Systemräumen in den Stadth äusern, deren Kapazitäten hinsichtlich Platz, Energ ie-
versorgung und Klimatisierungstechnik, seit einiger Zeit an ihre Grenzen stoßen.
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (Netzersat zanlage) hat die energetische Versorgung abgesicher t.
Die Anlage wurde am Standort der citeq in 2013 in B etrieb genommen und hat sich bereits bei stadtweite n
Stromausfällen bewährt. Der Standort und das techni sche IT-Konzept sind auf einen künftigen Verbund mi t
dem neu geplanten DataCenter in der Feuerwache 1 am York-Ring ausgerichtet.
Der Umstieg auf eine neue Telekommunikationsanlage wurde vorbereitet.
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Datenschutz und Datensicherheit
Die citeq verfolgte auch im Jahr 2013 das Ziel, mit telfristig eine Zertifizierung ihres IT-Verbundes n ach den
Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Inf ormationstechnik (BSI) zu erlangen. Es wurden fortl au-
fend die Maßnahmenempfehlungen zur Informationssicherheit umgesetzt:
• investiv - durch Ertüchtigung der vorhandenen Syst emräume zur Verfügbarkeitssteigerung,
• administrativ - durch Optimierung der Netz- und Se rverkonfigurationen,
• organisatorisch - durch Anpassung der Geschäftspro zesse und Dokumentationen.
Die Planungen für die Errichtung des neuen DataCent ers am Yorkring konnten bis zur erforderlichen Deta iltie-
fe abgeschlossen werden, so dass die Umsetzung plan mäßig in 2014 erfolgen kann. Durch diese Maßnahme
kann die „Verfügbarkeit“ als einer der Grundwerte der IT-Sicherheit noch weiter gesteigert werden.
Medienentwicklungsplan (MEP)
Der MEP muss sich grundlegenden Veränderungsnotwendigkeiten stellen. Zu nennen sind insbesondere:
• Die wachsende Bedeutung des Internets für den Unte rricht und die wachsende Verfügbarkeit von leis-
tungsfähigen neuen Endgeräte (Tablets, Smartphones).
• Wechsel des PC-Betriebssystems von Windows XP auf Windows 7 inkl. Einführung einer neuen Rechner-
schutz-Software.
• Wechsel des Programms zur Softwareverteilung von N ovell-ZenWorks auf Novell-ZCM. Eine Vielzahl von
SW-Installationsroutinen ist anzupassen oder neu zu erstellen.
• Die Umsetzung von Maßnahmen zur Haushaltskonsolidi erung in einem Volumen von 175.000,00 €.
Unter Berücksichtigung der o. g. Umstände hat es si ch als notwendig erwiesen, den MEP komplett neu zu
konzipieren. Dazu findet eine intensive Abstimmung mit den Schulen, insbesondere mit den Schulformvert re-
tern in der Lenkungsgruppe MEP, und dem Schulträger statt. Als wesentliche Anforderungen wurden dabei
• die Schaffung einer möglichst breitbandigen Anbind ung des jeweiligen Schulstandortes an das Internet,
• die Einrichtung von Netzzugängen über die WLAN-Tec hnik,
• die Integration von privaten oder schuleigenen mob ilen Endgeräten wie Laptops, Tablets oder Smartpho-
nes in die Netzwerke (BYOD) und
• die Verbesserung der Softwareverteilung in den päd agogischen Netzen
ermittelt.
Auf Grundlage der festgestellten Anforderungen wird das Konzept des MEP in 2014 neu formuliert. In der
zweiten Jahreshälfte wird das Konzept den politischen Gremien vorgelegt.
SAP-HCM / DZ-Kommunalmaster Personal
Auch im Jahr 2013 hat sich die Anzahl der abzurechn enden Personalfälle mit SAP-HCM auf der Basis des D Z-
Kommunalmasters Personal weiter erhöht. Zwischenzei tlich rechnet die citeq monatlich mehr als 31.000 B e-
schäftigte, Beamte und Versorgungsempfänger ab. Die Steigerungen sind unter anderem auch darauf zurück -
zuführen, dass die Servicestelle Personal des Kreis es Warendorf, mit der die citeq eng zusammenarbeite t,
ihre Leistungsbeziehungen auf eine weitere Kommune des Kreises Warendorf, die bislang autark abgerechn et
hat, ausdehnen konnte.
Die bereits eingeführten Fachkomponenten Organisati onsmanagement und Personalkostenplanung –und –
steuerung konnten weiter ausgebaut werden. Hier sin d insbesondere die Stadt Dülmen, der HABIT und der
HEB (Hagener Entsorgungsbetrieb) zu nennen.
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In den Städten Hamm und Münster konnten mit Hilfe v on SAP Business Workflows personalwirtschaftliche
Geschäftsprozesse organisationsspezifisch unterstützt werden.
In zwei ausgewählten Ämtern hat die Stadt Münster e rste Szenarien des Mitarbeiter- und Führungskräftep or-
tals in den Pilotbetrieb genommen. Dies wird in den nächsten Monaten sukzessive weiter ausgebaut. In M üns-
ter steht mit dem ingentis Org.Manager eine Softwar e für die grafische Visualisierung des Organisation smana-
gements kurz vor dem Echtbetrieb.
Für 2014 stehen weitere Vorhaben zur Ausdehnung des Funktionsumfangs an. Mit der SAP Learning Solution
führt die Stadt Münster bis Mitte des Jahres eine K omponente zur Unterstützung der Aufgaben im Semi-
narmanagement ein. Gleichzeitig wird voraussichtlic h die Komponente Reisekostenabrechnung für die Stad t
Hagen und nachfolgend für die Stadt Münster aktiviert.
SEPA-Einführung
Die Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverke hrsraums hat die citeq für die Fachanwendungen in e i-
gener Anwendungsbetreuung pünktlich zum 01.02.2014 realisieren können.
Die Hersteller der beiden eingesetzten ERP-Lösungen SAP-ERP und Infoma newsystem kommunal aber auch
aller betroffenen Fachanwendungen haben rechtzeitig ihre Softwareanwendungen mit den für SEPA erforder li-
chen Leistungsmerkmalen ausgestattet.
Innerhalb der Stadt Münster konnte mit der HSH-Gebü hrenkasse eine SEPA-konforme Software für Geldan-
nahmestellen an mehr als 100 Arbeitsplätzen eingefü hrt werden. Diese Software löst in diesem Umfeld di e
Anwendung CommunalELV des Herstellers windata ab.
E-Government – DataClearing NRW
Der von der citeq gemeinsam mit dem Partnerrechenze ntrum KRZN Kamp-Lintfort seit 2006 betriebene Diens t
DataClearing NRW konnte ausgebaut werden. Sowohl di e Nutzer- und die Transaktionszahlen als auch die
wirtschaftlichen Effekte aus den Vorjahren wurden b estätigt und teilweise übertroffen: DataClearing N RW ist
die zentrale Schnittstelle in der kommunalen Behörd enkommunikation NRW auf Basis des Übermittlungsstan -
dards OSCI mit einem Nachrichtenaufkommen allein fü r die Kommunen NRW von jeweils mehr als 3 Millionen
Nachrichten in Ein- und Ausgang.
Ab 2013 konnte mit dem ARD ZDF Deutschlandradio Bei tragsservice (ehemals GEZ) ein weiterer bundesweit
aufgestellter Kunde gewonnen werden. Allein für die sen OSCI-Nachrichtenempfänger werden ca. 220.000
Änderungsnachrichten der kommunalen Meldedatenbestä nde pro Tag verarbeitet, zusätzlich wurden in 2013
ca. 40 Millionen Meldedatensätze aus dem Bestand de r Kommunen einmalig an den Beitragsservice übermit-
telt.
DataClearing NRW hat in den letzten Jahren im Bere ich der elektronischen Bürgerservices ein weiteres zent-
ral für die Kommunen genutztes Standbein aufgebaut.
Alle Kommunen in NRW, welche die Nutzung der eID-Fu nktion des Personalausweises in ihrem Online-
Angebot erschlossen haben, nutzen den von DataClear ing NRW vertrieblich betreuten eID-Service. Weitere
Städte, wie z.B. die Landeshauptstadt Wiesbaden, haben sich dieser Infrastruktur ebenfalls angeschlossen.
In beiden Funktionsbereichen von DataClearing NRW e rschließt die zentrale Aufstellung der erforderlich en IT-
Systeme den beteiligten Kommunen sowie den angeschl ossenen Nachrichtenempfängern auf Landes- und
Bundesebene erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
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Einkauf
Die citeq kann auf eine Vielzahl von Rahmenverträge n zurückgreifen (eigener Abschluss, Verträge im Rah men
der interkommunalen Zusammenarbeit über den KDN-Dac hverband und Lieferverträge für öffentliche Auftrag -
geber). Durch die damit verbundene Bündelung der Ku ndenbedarfe konnten die Einkaufskonditionen für die
citeq und ihre Kunden erheblich verbessert werden.
E-Government - elektronische Bürgerdienste
Die elektronischen Bürgerdienste wurden auch in 201 3 weiter ausgebaut. Eine besondere Rolle kommt dabe i
dem neuen Personalausweis mit seiner elektronischen Identität zu. Beim Aufbau der elektronischen Bürge r-
dienste liegt die besondere Herausforderung in der Vielzahl der kommunalen Dienstleistungen. Kommunal-
verwaltungen haben im Vergleich zu privatwirtschaft lichen Unternehmen ähnlich hohe Fallzahlen – diese ver-
teilen sich jedoch auf einige hundert unterschiedliche Dienstleistungen: Das reicht von der Eheschließ ung über
die Einrichtung und den Betrieb von Kindergärten un d die Beantragung von Fischereierlaubnisscheinen bi s hin
zur Erlaubnis zur Sondernutzung öffentlicher Verkehrsflächen.
Die Vielzahl der kommunalen Dienstleistungen mit je weils speziellen IT-Systemen optimal zu unterstütze n,
stellt eine Herausforderung dar. Und da die einzeln en Bürgerinnen und Bürger im Schnitt nur ein bis zw ei Mal
pro Jahr mit ihrer Kommunalverwaltung in Kontakt tr eten, müssen die Schnittstellen zu den Ämtern - in der
Regel „Antragsformulare“ - besonders intuitiv und einfach zu bedienen sein.
Nach wie vor gibt es allerdings Hindernisse, die ei ne breite Nutzung der elektronischen Antragsverfahr en be-
hindern;
• Das E-Governmentgesetz des Bundes, dass die rechtl iche Grundlage für das Angebot vieler elektroni-
scher Verwaltungsdienste für – zum Beispiel per neu em Personalausweis – sicher authentisierten Bürge-
rinnen und Bürgern darstellt, ist erst seit dem 01. 08.2013 für die Aufgabenbereiche in Kraft, in denen die
Kommunen Bundesrecht ausüben. Die Öffnung für weite re Aufgabenbereiche erfolgt durch eine mittlerwei-
le für das Jahr 2014 angekündigte Gesetzgebung des Landes NRW. Die citeq hat sich aktiv in der Arbeits -
gruppe beteiligt, in der die kommunalen Vorstellung en als Handlungsempfehlung an das Land erarbeitet
wurden.
• Bürgerinnen und Bürger können sich bei Ausgabe des neuen Personalausweises entscheiden, ob die
elektronische Identität (eID) auf ihrem Ausweis auf gebracht sein soll. Durch entsprechende Werbemaß-
nahmen und eine gute Beratungsleistung des städtisc hen Bürgeramts konnte eine deutlich über dem Bun-
desdurchschnitt liegende Quote der Bürgerinnen und Bürger, die sich für die eID entscheiden, erreicht
werden. Die Quote konnte - über den gesamten Zeitra um seit Einführung des neuen Personalausweises
(01.10.2010) gesehen – bis zum Ende 2013 auf 48 % gesteigert werden, so dass mittlerweile nahezu jeder
zweite Ausweisinhaber in Münster über das Internet sicher authentisierbar ist.
Die mit dieser Quote de-
monstrierte Offenheit der Münsteranerinnen und Müns teraner für technische Neuerungen und die Nutzung
von Internetdiensten ist durchaus auch als positive r Standortfaktor zu werten, zumal zunehmend auch Pr i-
vatunternehmen die eID zur Internet-Authentisierung ihrer Kunden verwenden.
• Die Nutzung der eID-Technik stellt nach wie vor ho he Anforderungen an die heimischen PC (z. B. Karten -
lesegeräte und Softwareprodukte), Aus diesem Grund testet die citeq seit Mitte 2013 ein so genanntes
Bürgerterminal, über welches Bürgerinnen und Bürger – analog den Bankautomaten – die städtischen
Verwaltungsleistungen nach sicherer eID-Authentisie rung aufrufen können. Die in den bisherigen interne n
Tests gesammelten Erfahrungen sollen im Jahr 2014 i n einem praktischen Test der Geräte im Bürger-
Echtbetrieb erweitert werden. Perspektivisch ist vo n einer starken Nutzung derartiger Terminals auszug e-
hen.
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Es ist angestrebt, dass auch andere Kommunen von de n Erfahrungen der citeq profitieren. Hierzu hat die citeq
die Federführung der vom Bundesinnenministerium gef örderten „nPA-Modellregion NRW“ übernommen, an
der sich derzeit 14 Großstädte aus NRW mit insgesam t knapp 6 Millionen Einwohnern beteiligen. Erste Ar -
beitsergebnisse stellt die Modellregion auf der CeBIT 2014 auf dem Stand des Bundesinnenministeriums vor.
Wirtschaftslage
2013 war für die citeq ein erfolgreiches Jahr. Der Umsatz und das Betriebsergebnis des Vorjahres konnt en
übertroffen werden. Die notwendigen und zukunftssic hernden Investitionen konnten aus dem Cash Flow aus
laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Wei tere Kennzahlen können dem Tätigkeitsbericht der ci teq
entnommen werden.
Konzern Stadt Münster - citeq
Jahresergebnisse 2010 - 2013
Zeitvergleich
Nr. Angaben in T-Euro, % 2013 2012 2011 2010
1 Umsatzerlöse -22.379 -21.030 -20.871 -19.669
2 Bestandsveränder., aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 0
3 Gesamtleistung -22.379 -21.030 -20.871 -19.669
4 Materialaufwand 6.386 6.352 5.990 5.385
5 Personalaufwand 7.951 7.571 8.550 7.795
6 sonstige betriebl. Aufwendungen 2.002 1.833 1.717 1.751
7 sonstige betriebliche Erträge -75 -92 -175 -204
8 Ergebnis vor Zinsen, Steuern u. AfA (EBITDA) -6.115 -5.366 -4.789 -4.942
9 Abschreibungen 3.830 3.603 3.474 3.369
10 Betriebliches Ergebnis (EBIT) -2.285 -1.763 -1.315 -1.573
11 Zinsergebnis 606 558 -362 -350
12 Beteiligungsergebnis 0 0 0 0
13 sonstiges Finanzergebnis 0 0 0 0
14 Finanzergebnis 606 558 -362 -350
15 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.679 -1.205 -1.677 -1.923
16 außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0
17 Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.679 -1.205 -1.677 -1.923
18 Steuern 35 16 40 10
19 Jahresüberschuss -1.644 -1.189 -1.637 -1.913
Kennzahlen
20 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 130,00 127,00 124,00 118,00
21 Nettoumsatzrendite in % 7,3% 5,7% 7,8% 9,7%
22 Materialaufwandsquote in % -28,5% -30,2% -28,7% -27,4%
23 Personalaufwandsquote in % -39,5% -36,0% -41,0% -39,6%
24 Veränderungsrate der Umsatzerlöse in % 6,4% 0,8% 6,1% -2,0%
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Geschäftsverlauf
Die citeq erzielt Umsätze in den Bereichen Münster, ÖrV und MEP, wobei die Stadt Münster mit ihren Ämt ern
und Einrichtungen als größter Kunde hervortritt. Di e Umsatzerlöse über alle Bereiche der citeq betrage n nach
Ausschüttung an die ÖrV-Kunden 22.379 TEuro und waren damit 1.349 TEuro höher als im Vorjahr. Als Er-
gebnis im Geschäftsjahr 2013 konnte ein Überschuss von rd. 1.644 TEuro erzielt werden.
Investitionen
2013 wurden Investitionen in Höhe von ca. 4.715 TEuro getätigt. Diese flossen hauptsächlich in die Ersatz in-
vestitionen für PCs, Monitore, Drucker, Server und Netztechnik der Bereiche Münster und MEP sowie in d ie
Erweiterung und Ergänzung des Software Portfolios. Weitere Investitionsschwerpunkte waren, wie in den Jah-
ren zuvor auch, Investitionen in Finanzanlagen, die ausschließlich zur Rückdeckung der Pensions- und B eihil-
feverpflichtung erworben wurden.
Risikomanagement
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Verpflicht ung zur Erhaltung des Vermögens und der Leistungsfä hig-
keit (§ 10 der überarbeiteten Eigenbetriebsverordnu ng EigVO) und entsprechend den für Aktiengesellscha ften
geltenden gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanag ementsystem aufgebaut. Ziel ist es, bestehende und
mögliche Risiken für alle Betriebsbereiche zu ident ifizieren, zu bewerten und strategische Maßnahmen z ur
Reduzierung und Vermeidung von Risiken zu planen, umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollieren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt Münster a ls Hauptabnehmer der Leistungen der citeq, der lang -
jährigen Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner n und der Kündigungsfrist von mindestens 18 Monaten
im Rahmen der ÖrV für Leistungen der citeq lässt si ch das unternehmerische Risiko zur Zeit als gering einstu-
fen.
Personalaufwendungen
Aktuell sind 50 Beamte bei der citeq beschäftigt. W eitere 11 Versorgungsempfänger sind beihilfeberecht igt. In
einem schwerwiegenden Krankheitsfall entstehen für die citeq hohe Beihilfeleistungen, welche durch die gebil-
deten Rückstellungen nicht mehr abgedeckt werden un d dadurch die Liquidität der citeq deutlich verring ern
würde. Dieses Risiko könnte durch eine Übertragung des Risikos auf die Stadt Münster reduziert werden, wo-
bei die citeq die in der Wirtschaftsplanung zu erwa rtenden Beihilfelasten durch die Stadt Münster bere chnen
lässt und diese an die Stadt zahlt und die Stadt Mü nster übernimmt als Ausgleich dafür sämtliche Zahlu ngen
an die aktiven Beamtinnen und Beamten und auch an die Versorgungsempfänger.
Erstmalig werden die Zuführungen zu den Beihilferüc kstellungen nach den Vorgaben der Stadt Münster für die
citeq berechnet und eingestellt. Danach wird das Ve rhältnis Beihilfen der Versorgungsempfänger zu den Brut-
tobezügen der Versorgungsempfänger ermittelt. Diese r Prozentsatz wird auf den Teilwert der Pensionsrüc k-
stellung angewendet und ergibt den Rückstellungsbet rag für die Beihilfe. Für 2013 sind dies 6.124,00 € . Zum
Wirtschaftsplan 2013 wurde die Beihilferückstellung noch nach der bisher angewandten versicherungsmath e-
matischen Methode berechnet (156.544,00 €). In den Folgejahren werden die Zuführungen voraussichtlich
wieder auf das versicherungsmathematische Niveau steigen.
Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersver sorgung und Unterstützung sind ausweislich im Ver-
gleich zum Wirtschaftsplan 2013 niedriger. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Be sol-
dungsentwicklung auf Grund der Entscheidung des Lan des NRW für den gehobenen und den höheren Dienst
geringer ausgefallen ist und sich dies in den Zufüh rungen zu den Pensions- und Beihilferückstellungen deut-
lich gezeigt hat. Sollte sich die Entscheidung des Landes auf Grund der eingereichten Klagen ändern, w ären
Neuberechnungen in diesem Zusammenhang durchzuführe n. Der Effekt wäre eine Nachzahlung der Löhne
und Gehälter für 2013 in Höhe von ca. 73 T€, eine z usätzliche Bildung von Pensionsrückstellungen in Hö he
von ca. 418 T€ und damit verbunden ein höherer Zufü hrungsbetrag zu den Beihilferückstellungen in Höhe von
ca. 83 T€.
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Drohende Umsatzsteuerpflicht für nicht hoheitliche Leistungen gegenüber anderen juristischen Per-
sonen des öffentlichen Rechts
In der Pressemitteilung Nr. 13 vom 15. Februar 2012 schreibt der Bundesfinanzhof (BFH) zum “Thema Um-
satzbesteuerung der öffentlichen Hand“:
„Der BFH hat durch Urteil vom 10. November 2011 V R 41/10 entschieden, dass nachhaltig und gegen Entge lt
erbrachte Leistungen der öffentlichen Hand der Umsa tzsteuer unterliegen, wenn diese Tätigkeiten auf zi vil-
rechtlicher Grundlage oder - im Wettbewerb zu Priva ten - auf öffentlich-rechtlicher Grundlage ausgefüh rt wer-
den. Dabei reicht es aus, wenn die Nichtbesteuerung der öffentlichen Hand zu einer nicht nur unbedeute nden
Wettbewerbsverzerrung führen würde.
Diese, auf einem EuGH-Urteil von 2008 beruhende, ge änderte Sichtweise führt zu einer erheblichen Auswe i-
tung der Umsatzsteuerpflicht für die öffentliche Ha nd im Vergleich zur gegenwärtigen Besteuerungspraxi s der
Finanzverwaltung; sie kann sich bei Investitionsmaß nahmen aber auch zugunsten der öffentlichen Hand au s-
wirken.
Von allgemeinem Interesse ist die Klarstellung, das s auch sog. Beistandsleistungen, die zwischen juris tischen
Personen des öffentlichen Rechts wie z.B. Gemeinden erbracht werden, steuerpflichtig sind, sofern es s ich um
Leistungen handelt, die auch von Privatanbietern er bracht werden können. Entgegen der derzeitigen Best eue-
rungspraxis können danach z.B. auch die Leistungen kommunaler Rechenzentren umsatzsteuerpflichtig sein.“
Der Deutsche Städtetag hat das vorgenannte Urteil i n einem eigenen Schreiben vom 19.11.2012 aufgegriff en.
Aktuell hat sich die Finanzverwaltung dafür ausgesp rochen, dass dieses Urteil vorerst nicht veröffentl icht wird
und somit auch nicht zur Anwendung gebracht wird.
Zum Thema Umsatzbesteuerung der öffentlichen Hand s chrieb die Bundesregierung am 07.08.2013: „Eine
Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat die Konsequenzen der Rechtsprechung herausgearbeitet. Die Abteilungsleit er
(Steuer) des Bundes und der Länder haben der Finanz ministerkonferenz (FMK) eine Veröffentlichung der U r-
teile mit fünfjähriger Übergangsfrist (bis 1. Januar 2019) empfohlen.“
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2012 erteilte die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eine n
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diesen hat d ie Gemeindeprüfungsanstalt in Herne unverändert mit
Datum vom 28.09.2013 in ihren eigenen abschließenden Vermerk übernommen.
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Zukunftsprognose
Die citeq hat sich 2013 mit nahezu konstanten Umsät zen gut am Markt behauptet. Auf Grund ihrer Integra tion
in die Stadt Münster als Hauptabnehmer der citeq-Le istungen und aufgrund der langfristig angelegten Zu -
sammenarbeit mit den Kooperationspartnern kann auch für die nähere Zukunft von einem stabilen Kernge-
schäft ausgegangen werden. Projekte in den Bereiche n Personalmanagement, Finanzwesen, DMS, Daten-
schutz und Datensicherheit sowie E-Government weisen den Weg in die Zukunft.
Die IT-Lösungen der citeq verbessern die Verwaltung sarbeit der Stadt Münster kontinuierlich. Herauszuh eben
ist der in 2012 begonnene Aufbau und weitere Ausbau eines Informationsportals (Data-Warehouse) mit Ken n-
zahlen zur Unterstützung der Verwaltungssteuerung e benso wie die in 2013 beginnende Neugestaltung des in
die Jahre gekommenen Intranets mit wesentlich erwei terten Funktionen (web 2.0 wie wiki, Foren, Selbstb edie-
nungsfunktionen und verbesserter Kommunikation).
Erste Schritte zur Einführung der elektronischen Re chnungseingangsbearbeitung bei der Stadt Münster we r-
den unternommen. Die im Jahr 2013 während der Pilot ierung bei der citeq gemachten Erfahrungen werden
den verwaltungsweiten Rollout ab dem Jahr 2014 unterstützen.
Beim Bürger-E-Government setzt die citeq weiter auf den Ausbau der Bürgerservices (elektronische Antra gs-
verfahren) und auf Lösungen zur besseren Einbeziehu ng der Bürgerinnen und Bürger (Partizipationsplattf orm
und Mängelmelder) sowie auf Open Data (Bereitstellu ng öffentlicher Daten zur freien Verwendung, z. B. für die
Entwicklungen von Apps durch Privatunternehmen).
Der schwierigen Haushaltslage entsprechend nutzt di e citeq alle Möglichkeiten zur Kostensenkung im eig enen
Betrieb (z. B. Standzeitverlängerungen von Endgerät en oder Refill- statt Originalpatronen) und auf in terkom-
munale Kooperation (z. B. gemeinsamer Ausbau der el ektronischen Antragsverfahren im Rahmen der NRW-
Großstadtzusammenarbeit, die von Herrn Oberbürgerme ister Lewe initiiert wurde). Darüber hinaus leistet die
citeq Beiträge im Zusammenhang mit dem Handlungspro gramm 2012 – 2017 zur Konsolidierung des städti-
schen Haushalts.
Ein Großteil der citeq-Arbeitskraft wird in den kom menden Jahren allerdings durch die zwingend erforde rliche
Aktualisierung der IT-Infrastruktur der Stadt Münst er gebunden: Die Gebäudenetze und die Lichtwellenve rbin-
dungen zwischen den städtischen Gebäuden sind auszu bauen, neue Telefontechnik mit erweiterten Funktio-
nen einzuführen. Unaufschiebbar ist zudem die Migra tion des Serverbetriebssystems Novell und des Mail- und
Terminverwaltungssystems Groupwise in die Microsoft -Welt. Auch der Wechsel des PC-Betriebssystems und
der Microsoft-Office-Version sowie – in dessen Folg e – auch ein erheblicher Teil der derzeit eingesetz ten
Softwareprodukte steht an. Eine Verschiebung der Ak tualisierungsprojekte ist aufgrund der Marktentwick lung,
des Alters der eingesetzten Komponenten und wegen d er Aufkündigung eingesetzter Softwareversionen nich t
möglich.
Bei der Aktualisierung der IT-Systeme ist zu berück sichtigen, dass die Bedeutung der IT in den letzten Jahren
kontinuierlich zugenommen hat. Immer weniger Verwal tungsaufgaben können noch manuell erledigt werden,
immer größere Teile der Verwaltung sind bei einem A usfall der IT-Systeme nicht mehr arbeitsfähig. Dies er
gewachsenen und weiter wachsenden Bedeutung der IT- Systeme entsprechend ist durch den Einsatz höher-
wertiger und damit besser verfügbarer IT-Systeme Rechnung zu tragen.
Die derzeitigen Herausforderungen der citeq sind ge waltig: sie liegen in der Aktualisierung und Ertüch tigung
ihrer IT-Systeme auch unter Berücksichtigung der st eigenden Anforderungen hinsichtlich Informationstec hnik
und Notfallplanung, bei einem gleichzeitigen Ausbau der Bürgerdienste und einer verbesserten IT-
Unterstützung der verwaltungsinternen Prozesse.
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Die hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeit er der citeq sind Voraussetzung und Garant dafür, d ass die
citeq diese Hochlastphase nicht nur überstehen, son dern sogar gestärkt aus ihr hervorgehen wird. Die c iteq
wird an ihren Aufgaben wachsen und die Stadt Münster zukünftig mit verbesserten IT-Systemen und effiziente-
ren IT-Service-Prozessen noch besser unterstützen.
Münster, den 31.03.2014
citeq
……………
Stefan Schoenfelder
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Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- York-Ring
- Scheibenstraße 109z
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0605/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 21.08.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37