V/0891/2011
Geschwister-Scholl-Gymnasium,
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Beschlussvorlage
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V/0891/2011 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Geschwister-Scholl-Gymnasium; hier: Aufbauende Umwandlung der Schule in eine gebundene Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2012/2013 (01.08.2013) Beratungsfolge 17.01.2012 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 17.01.2012 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 17.01.2012 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 08.02.2012 Hauptausschuss Vorberatung 08.02.2012 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung 1. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium wird mit Beginn des Schuljahres 2012/13 (01.08.2012) beginnend mit der Jahrgangsstufe 5 aufbauend in eine gebundene Ganztagsschule umg e- wandelt. 2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass nach Zustimmung des Landes zur aufbauenden Umwand- lung der Schule in eine gebundene Ganztagsschule ab dem Haushalts jahr 2013 folgende zusätzlichen Personal- und Sachressourcen benötig werden, die sich wie folgt aufteilen: Haus- haltsjahr Schulsekretär/-in hausw. Gehilfe/-in Stunden pro Woche zusätzliche Planstellen anteile Stunden pro Woche zusätzliche Planstellen anteile Sachkosten Verbrauchsma- terial 2013 2,00*1 0,05 13,56* 0,35 3.230 € 2014 3,00 0,03 21,38 0,20 5.110 € 2015 3,00 - 26,98 0,14 7.790 € 2016 5,00 0,05 34,79 0,20 10.070 € 2017 ----- ---- 40,40 0,14 12.350 € * ab 01.01.2013, die weiteren Stunden werden jeweils ab dem 01.08. des jeweiligen Ja hres bereitgestellt Vorlagen-Nr.: V/0891/2011 Auskunft erteilt: Herr Mörchen Ruf: 492 40 50 E-Mail: Moerchen@stadt-muenster.de Datum: 22.11.2011 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0891/2011 3. Abhängig vom stufenweisen Ausbau des gebundenen Ganztags werden die zusätzlichen Planstellenanteile für das Schulsekretariat (EGr. 6) und den hauswirtschaftlichen Bereich (EGr. 4) in den jeweiligen Haushaltsjahren im Teilergebnisplan 0301, beginnend ab de m 01.01.2013, eingerichtet. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Mittagsverpflegung vorrangig die Vergabe an e inen Caterer zu betreiben. Anstelle der o. g. Personalressourcen entstehen dafür folgende Sac h- aufwendungen: Haushaltsjahr Betrag 2013 13.050,00 € 2014 20.560,00 € 2015 25.960,00 € 2016 33.460,00 € 2017 38.720,00 € Sofern die Vergabe an einen Caterer nicht oder nicht in vollem Umfang gelingt, erfolgt die Besetzung mit städtischen Mitarbeiterninnen. 5. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass der Raumbedarf für die Ganztagsbetreuung, insbesondere im Verpflegungsbereich, für die Aufbauphase im vorhandenen Raumbestand gemeinsam mit der Geschwister-Scholl-Realschule umgesetzt werden kann. Im Rahmen der weiteren sch u- lischen Entwicklung im Stadtteil Kinderhaus wird die Verwaltung um Prüfung gebeten, inwi e- weit bei steigenden Schülerzahlen im Ganztag zusätzliche Flächen für diesen Zweck genutzt werden können. Kosten/Folgekosten Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Zeile 11 Personalaufwendungen 2013 2014 2015 2016 2017ff 2.240 2.710 3.360 4.290 5.600 Schulsekr. EGr. 6 Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und Dienst- leistungen 2013 2014 2015 2016 2017ff 16.280 25.670 33.750 43.530 51.070 Sachaufwendungen und Vergabe Mi t- tagsverpflegung Die ab dem Haushaltsjahr 2013 entstehenden Mehrbedarfe sind im Rahmen der zukünftigen Eta t- beratungen entsprechend zu berücksichtigen. Im Jahr 2012 entstehende Aufwendungen könn en aus bereits veranschlagten Mitteln bestritten werden. Begründung: Zu Beschlusspunkt 1: Seit dem Schuljahr 2011/2012 nimmt das Geschwister -Scholl-Gymnasium am Schulversuch „Ab i- tur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren“ in der Form eines reinen G9-Gymnasiums teil. - 3 - V/0891/2011 Mit dem Antrag auf Teilnahme an dem Schulversuch hatte das Gymnasium seinerzeit auf der B a- sis eines Schulkonferenzbeschlusses zeitgleich die Umwandlung in eine gebundene Ganztag s- schule mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 beantragt. Mit Beschluss vom 08.12.2010 hat der Rat der Teilnahme des Geschwister -Scholl-Gymnasiums am Schulversuch zugestimmt und den Antrag der Schule auf Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule positiv zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wurde aufgefordert, die Sch ule beim Genehmigungsverfahren zur Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule zu unterstü t- zen und beauftragt, die genaue Höhe der Kosten zu ermitteln und zur Finanzierung eine B e- schlussvorlage zu erstellen. Vor dem Hintergrund der unklaren Haushaltssitu ation des Landes NRW in der ersten Hälfte des Jahres 2011 und der damit verbundenen Unsicherheit, ob zum Beginn des Schuljahres 2011/2012 zusätzliche Mittel für die Bereitstellung von Lehrerstellen im Ganztag bereitgestellt werden, hatte die Schule gegenüb er dem Amt für Schule und Weiterbildung mündlich signal isiert, zunächst von einer Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule zum Schuljahr 2011/2012 Abstand zu nehmen. Ende Oktober 2011 hat die Schule nun mitgeteilt, dass sie ab dem Schuljahr 2012/2013 in eine gebundene Ganztagsschule umgewandelt werden möchte. Die Verwaltung empfiehlt, dem Antrag der Schule zu folgen. Damit wird dem Wunsch der Eltern nach weiteren Ganztagsplätzen entsprochen. Vom zeitlichen Rahmen her wird die Schule unter Einschluss der allgemeinen Unterrichtszeiten im Ganztagsbetrieb an mindestens drei Unterrichtstagen über mindestens sieben Zeitstunden ve r- pflichtenden Unterricht anbieten. Ergänzend möchte die Schule weitere außerunterrichtliche Ange- bote im Rahmen der ihr zur Verfüg ung stehenden Mittel durchführen. Nähere Informationen kö n- nen dem beigefügten Ganztagskonzept entnommen werden. Zu den Beschlusspunkten 2, 3 und 4: Der Betrieb des Geschwister -Scholl-Gymnasiums als Ganztagsschule ist mit zusätzlichen Pers o- nal- und Sachkosten verbunden. Personalkosten Für die mit dem Ganztagsbetrieb zusätzlich entstehenden Verwaltungsaufgaben werden den Schulen im Endausbau wöchentlich insgesamt 5 zusätzliche Sekretariatsstunden bereitgestellt, die sich entsprechend dem Aufbau des Ganztagsbetriebes wie folgt aufteilen: Jahrgänge 5 und 6 2 Wochenstunden Jahrgänge 7 und 8 3 Wochenstunden Jahrgänge 9 und 10 5 Wochenstunden Hauswirtschaftliche Gehilfin Den am Ganztagsbetrieb teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wird eine warme Mittagsver- pflegung angeboten. Für die Ausgabe des Mittagessens und den damit verbundenen Aufg aben werden entsprechend der Zahl der Essensteilnehmer Stunden für den Einsatz einer hauswir t- schaftlichen Gehilfin bereitgestellt. Die Schule geht davon aus, dass ca. 50 % der am Gan ztag teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein Mittagessen einnehmen. Sie geht weiterhin davon aus, dass dies im ersten Jahr ca. 38 Schüler/Innen sein werden und die jährliche Steigerung eben- falls 38 Schüler/Innen beträgt (vgl. beigefügtes Konzept, Seite 7). Auf dieser Basis sind die Pers o- nalbedarfe berechnet worden. - 4 - V/0891/2011 Ziel des Schulträgers ist es, die Ausgabe des Mittagessens durch einen Caterer, der auch das geeignete Personal bereitstellt, zu betreiben. Die entstehenden Personalkosten werden dem Cate- rer anstelle der städtischen Planstellenanteile erstattet. Nur wenn dieses nicht oder nicht in vollem Umfang gelingt, erfolgt die Besetzung mit städtischen Mitarbeitern/innen. Sachkosten Für im Ganztag einzusetzende Verbrauchsmaterialien werden der Schule pro Schuljahr und pro Schüler/In 30,00 € bereitgestellt. Die Schule geht davon aus, dass jährlich ca. 70 bis 80 Sch ü- ler/Innen zum Ganztag angemeldet werden. Zu Beschlusspunkt 5: Im Schulzentrum Kinderhaus arbeitet die Geschwister -Scholl-Realschule seit dem Schuljahr 2009/2010 als gebundene Ganztagsschule. In diesem Kontext sind über das damalige 1.000 - Schulen-Programm unter Einbeziehung von Landesmitteln Bereiche für Küche und Mensa durch Um- und Anbau neu geschaffen worden. Bei dieser Planung ist bereits mit den Schulleitungen von Realschule und Gymnasium vereinbart worden, dass diese Räume für die Mittagsverpflegung be i- der Schulen genutzt werden. Im Hinblick auf die steigenden Schülerzahlen im Ganztag der Rea l- schule und den absehbaren Einstieg des Gymnasiums in den gebundenen Ganztag werden zu r- zeit im Mensabereich Verbesserungen durchgeführt (z. B. Erweiterung des Speis ebereiches um einen angrenzenden Raum) und aus laufenden Mitteln finanziert. Mit der dann zur Verfügung ste- henden Fläche stehen für die nächsten Jahre ausreichend Platzkapazitäten für die Mittagsverpfl e- gung zur Verfügung. Die Ganztagsbetreuung mit gestalteten Angeboten findet in den vorhandenen Räumen des Schu l- zentrums Kinderhaus statt und setzt a uf Kooperationen und Absprachen mit der Realschule Ki n- derhaus, um die Raumressourcen effektiv zu nutzen. Mittelfristig ist zu prüfen, inwieweit im Zusammenhang mit schulischen Entwicklungen im Stad tteil Kinderhaus, hier vor allem die Konzeptdiskussion zur Bildung einer Sekundarschule, Möglichkeiten bestehen, das Raumangebot für die Ganztagsbetreuung im Hinblick auf steigende Schülerzahlen zu verbessern. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen: Ganztagskonzept des Geschwister-Scholl-Gymnasiums
Ganztagskonzept des Geschwister Scholl Gymnasiums
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1 GESCHWISTER - SCHOLL - GYMNASIUM Städtisches Gymnasium Münster Ganzheitliches Lernen braucht Zeit: Unser Ganztagskonzept Die Schulkonferenz des Geschwister-Scholl-Gymnasiums hat am 17.11.2010 beschlos- sen den „gebundenen Ganztag“ gemäß Erlass des Schulministeriums NRW einzuführen. Die Umsetzung dieses Beschlusses wurde für das Schuljahr 2011 /2012 vorläufig ausge- setzt. Zum Schuljahr 2012/2013 soll der gebundene Ganzta g am GSG eingeführt wer- den. - Die Schule entwickelt dazu ein Ganztagskonzept, das berücksic htigt, dass der zeitli- che Rahmen sich entsprechend der Erlassvorgaben unter Einsch luss der allgemeinen Unterrichtszeit an mindestens drei Unterrichtstagen über m indestens sieben Zeitstun- den, d. h. in der Regel von 8 bis 15 Uhr erstreckt. Die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler in diesem Zeitrahmen ist verpflichtend. - Bestandteil des Konzeptes sind weitere außerschulische Angebote, die die Schule über den Zeitrahmen von drei Tagen und sieben Zeitstun den hinaus im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel durchführt. Die Teilnah me der Schülerinnen und Schüler an diesen Angeboten ist freiwillig. - Angebote, die über den o. g. Mindestzeitrahmen hina usgehen, können nach Be- schluss der Schulkonferenz für Teile oder für die Gesamthei t der Schülerschaft für teilnahmepflichtig erklärt werden. - Der Zeitrahmen des gebundenen Ganztags richtet sich na ch dem Bedarf der Eltern, der Schülerinnen und Schüler und nach der Unterrichtsorg anisation. Er kann in den Jahrgangsstufen variieren. Die Schule entscheidet eigenver antwortlich über den ge- samten Zeitrahmen des Ganztagsbetriebs. - Das Ganztagskonzept der Schule wird von der Schulkonfere nz beschlossen. Jährlich wird der Schulkonferenz über die Umsetzung des Konzepts un d die Verwendung des Ganztagszuschlags Rechenschaft abgelegt. - Das hier vorgelegte Konzept versteht sich als vorläufig und nicht abgeschlossen. Es markiert den Zwischenstand der aktuellen Diskussion und gil t für die Erprobungsstu- fen der Schuljahre 2012/2013 ff. Die Einzelaspekte, di e dem Gesamtkonzept zugrun- de liegen, werden regelmäßig evaluiert und den Erfor dernissen angepasst - so wie das Konzept erweitert und den höheren Jahrgangsstufen en tsprechend weiter entwi- ckelt wird. - Für die Realisierung des Konzeptes erforderliche pe rsonelle Ressourcen werden über den Ganztagszuschlag des Schulministeriums abgedeckt. Der Raum bedarf für den Einstieg in den Ganztagsbetrieb kann aus dem vorhandenen Bestand im Schulzent- rum gedeckt werden. Darüber hinaus erforderlich werdend e räumliche und sächliche Mittel werden beim Schulträger beantragt. 2 Das aktuelle Ganztagskonzept des Geschwister-Scholl -Gymnasiums um- fasst die folgenden Module: 1. Verteilung des Unterrichts auf Vor- und Nachmittag 2. Betreuten Lernzeiten 3. Das Konzept der individuellen Förderung 4. Gestaltung des Übermittagsbereiches („gestaltete Mitta gspause“) 5. Freiwillige Angebote (einschließlich außerschulischer Kooperationen) 6. Möglicher Stundenplan für die Klasse 5 7. Beratung für Schüler und Eltern 8. Entwicklung der Schülerzahlen am GSG (ab 2012: geschä tzt) 9. Evaluation 1. Verteilung des Unterrichts auf Vor- und Nachmit tag Die Wünsche und Interessen der Eltern hinsichtlich der O rganisation des Ganztags unterscheiden sich stark von einander. Unser Modell versucht , diesen unterschied- lichen Wünschen gerecht zu werden. Einerseits ist - bei Bed arf - eine pädagogisch sinnvolle Betreuung der Kinder an fünf Tagen der Woche bis 16 Uhr gewährleistet. Andererseits bleiben den Schülerinnen und Schülern im A nschluss an den verbind- lichen Unterricht noch genügend Möglichkeiten ihren Hobbys und Freizeitaktivitäten nachzugehen. Einen möglichen Stundenplan für die Klasse 5 zeigt das Schema: 2. Betreuten Lernzeiten Die Stundentafel des Geschwister-Scholl-Gymmnasiums im G9 -Modell sieht vor, dass in der 5. Jahrgangsstufe 30 Wochenstunden, in der 6. Jahrgangsstufe 32 Stunden unterrichtet werden. Der Unterricht wird im g ebundenen Ganztag neu strukturiert, auf Vormittage und drei Nachmittage verte ilt und durch Lernzeiten er- gänzt. Im gebundenen Ganztag werden drei Wochenstunden als L ernzeiten ausgewiesen und - teilweise - in den Vormittag integriert (vgl. Stundenplan im Anhang). Lernzeiten dienen vorrangig der Erledigung von Hausauf gaben, daneben bieten sie aber auch die Möglichkeit Schülerinnen und Schüler geziel t zu fördern (in Jgst. 5 in den Kernfächern D, E, M) oder zu fordern (zusätzlich in Bi, Ek, Pk in Jgst. 5). Betreut werden die Lernzeiten durch Fachlehrer der K ernfächer in den entspre- chenden Jahrgangsstufen, deren Stunden parallel ausgewiesen werden. Den Schü- lerinnen und Schülern bietet sich daher die Möglichkeit zur individuellen Vertiefung der Unterrichtsinhalte, sei es in selbstständiger und eige nverantwortlicher Arbeit in dafür eingerichteten Lernräumen unter Aufsicht oder, falls Hilfe durch einen Fach- lehrer benötigt wird, im entsprechenden Klassenraum. 3 Ziel ist dabei auch, dass an den drei „langen“ Tagen keine Hausaufgaben mehr zu Hause erledigt werden müssen. Eigenständigen Arbeitsformen wie Freiarbeit und Woch enplanarbeit, dem Führen von Portfolios oder Lerntagebüchern kommt in den Lernze iten besondere Bedeu- tung zu. Die Fachschaften unterstützen dies durch Bereitstel lung von Förder- und Fordermaterialien. Die Räume für die Lernzeiten werden so gestaltet, das s ein differenziertes Arbeiten möglich ist und zusätzliches Arbeitsmaterial sicher aufbewahrt werden kann. Insgesamt kann durch die Gestaltung der Lernzeiten das Ko nzept der individuellen Förderung weiter ausgebaut und intensiviert werden. (Siehe auch die Ausführungen „Individuelle Förderung am Geschwister-Scholl-Gymnasium“ zum G9-Antrag.) 3. Das Konzept der individuellen Förderung „Individuelle Förderung bedeutet, die Potenziale all er Schülerinnen und Schüler auszuschöpfen, so dass der individuelle Lern- und Bildungser folg für alle Lernen- den gesichert ist. Das setzt voraus, dass Schülerinnen und S chüler in unterschied- lichen Schwerpunkten eine Förderung erhalten. In diesen Schwerpunkten gilt es, passgenaue Lernangebote angesichts unterschiedlicher Lernvo raussetzungen zu entwickeln.“ ( www.chancen-nrw.de ) Unser Förderkonzept orientiert sich an den Handlungsfeld ern individueller Förde- rung, wie sie unter „Chancen-NRW“ angesprochen werden. Aktuelle Schwerpunkte im Rahmen der Erprobungsstufe liegen in den Bereichen „Grundlagen schaffen“ und „Übergänge gestalten“. In der Erprobungsstufe soll durch intensive Förderung, Beobachtung und Beratung der individuellen Lernentwicklung der Kinder ein „sanfter“ Übergang von der Grund- schule zum Gymnasium ermöglicht werden. Verbunden ist da s mit der Förderung einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, die neben kognitiven auch kreative und soziale Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in den Blick nimmt und damit einen traditionellen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit am Geschwister-Scholl- Gymnasium betont. Der Unterricht sowie die Fördermaßnahmen in den Klas sen 5 und 6 knüpfen an die Arbeit der Grundschulen an. Unterstützt wird das durch de n Austausch mit den Lehrkräften der Grundschulen unseres Einzugsbereiches. Die Kolleginnen kommen regelmäßig zum Erfahrungsaustausch zu uns in die Schule un d nehmen teil an den vierteljährlich stattfindenden Erprobungsstufenkonferenzen . Auf diesem Wege soll die schulische Entwicklung der ehemaligen Grundschulkinder beratend begleitet werden. Gleichzeitig hospitieren die in der Erprobungsst ufe unterrichtenden Lehre- rinnen und Lehrer in den Grundschulen, um den Informa tions- und Erfahrungsaus- tausch nicht auf eine Richtung zu beschränken. So sollen di e Voraussetzungen da- für geschaffen werden, dass sich der Übergang der Schüler innen und Schüler ins Gymnasium möglichst reibungslos gestaltet. 4 Die Maßnahmen der individuellen Förderung sollen in der Erprobungsstufe unserer Schule die Grundlagen schaffen für den Erwerb von Basisqualifikationen, die für die weitere Arbeit am Gymnasium notwendig und für alle S chülerinnen und Schüler verbindlich sind. Damit wollen wir eine erfolgreiche Mi tarbeit möglichst aller Schüle- rinnen und Schüler sicherstellen – und so letztlich den Üb ergang von der Grund- schule zur weiterführenden Schule erfolgreich gestalten. [... ] aus: G 9 – mehr Lernzeit bis zum Abitur, Antrag der Schulkonferenz vom 17.11.2010 4. Gestaltung des Übermittagsbereiches („gestaltete Mittagspause“) An allen Wochentagen besteht die Möglichkeit in der M ensa kostengünstig zu es- sen. Dabei haben die SchülerInnen die Auswahl zwischen z wei Gerichten. Bei Be- darf gibt es für Allergiker und Veganer spezielle Angebote. Zu jedem Gericht gibt es Salat vom Salatbuffet sowie frisches Obst als Nachtisch. Zu sätzlich stehen kosten- lose Wasserspender zur Verfügung. Nach dem Mittagessen können die SchülerInnen verschiedene Betreuungsangebo- te (s. u.) wahrnehmen oder Freiräume nutzen, die sie n ach eigenem Ermessen gestalten können. In dieser Zeit stehen aufsichtführende LehrerInnen als An- sprechpartner bei Bedarf zur Verfügung. An zwei Tagen (den „kurzen“ Tagen) können die Schülerin nen und Schüler an der „gesunden Mittagspause“ teilzunehmen. Hier sollen besonde re Angebote zur Ge- sundheitsförderung und zur Entwicklung des Gesundheitsbewus stseins gemacht werden. Die folgenden Programme im Gesundheitsbereich für die Jahrgangsstufen 5 und 6 können von einer dafür ausgebildeten Kollegin (WS) angeboten werden: • Klang-Schalen-AG • Pilates • Yoga • Ganzheitliches Fitnesstraining • Klang, Körper und Phantasiereisen • Körperentspannung/Entspannungstraining • Edu-Kinestetik und Brain-Gym Selbstverständlich kann die Mittagspause auch zu Hause verbracht werden. Im Anschluss an die Mittagspause können alle Schülerinnen u nd Schüler am Silentium, an zusätzlichem Förderunterricht und/oder an Arbeitsgeme inschaften (Pkt. 5 „freiwillige Angebote“) teilnehmen. 5 5. Freiwillige Angebote (einschließlich außerschul ischer Kooperationen) Die freiwilligen Angebote im Anschluss an den verbindli chen Unterricht bzw. an die Silentien ergänzen unser Ganztagsangebot. Sie repräsent ieren die verschiedenen Profilsäulen der Schule und sollen den SchülerInnen die Möglichkeit geben, ihre Freizeit z. B. mit Hilfe sportlicher Aktivitäten zu gestalt en, erste Erfahrungen mit kreativen künstlerischen oder musikalischen Übungen zu machen, oder zusätzliche Förder- oder Fordermaßnahmen entsprechend ihrer Inter essen und Bedürfnisse auszuwählen. Durchgeführt werden die angebotenen AGs von Kolleginn en und Kollegen, Schüle- rinnen und Schülern der Oberstufe und in Kooperation mit bzw. direkt von außer- schulischen Partnern. Freiwillige Angebote für die Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) Profilsäule Jahrgangsstufe/n Angebote durch die Schule Angebote durch außerschu- lische Partner (evtl. mit Kos- ten verbunden) mathematisch-naturwissenschaftliches Profil Mathewerkstatt Klassen 6 - 9 LG/WA/RA Kanguru Mathematik Klasse 5 GG Mathe-AG Klasse 5 RA „You start it“ (If) Klassen 5 - 6 UL Bio-logisch Klassen 5 - 10 RM sportliches Profil Volleyball Klassen 5 - 6 Westfalia Kinderhaus Handball Klassen 5 - 6 Westfalia Kinderhaus Badminton Klassen 5 - 6 Westfalia Kinderhaus Golf Klassen 5 GR Schach Klassen 5 - 13 PE/Fifka Klettern Klassen 5 - 10 FS Sport Rensing Leichtathletik (Talent- förderung durch LSB) Klasse 5 Landessportbund NRW musisch-künstlerisches Profil Filmklasse Klasse 5 FU Bennohaus/Medienzentrum/ Cinema SPINXX-online AG Klassen 6 - 13 FU Theater-AG Klassen 5 - 13 BA/DA/EL/HO Theater-Projekt Klasse 6 VA Künstlerforscher Klassen 5 - 6 HL Flötenorchester Klassen 5 - 10 Wies Trommeln Klasse 5 - 10 Fernández-Ovalle gesellschaftswissenschaftliches Profil Jugend debattiert Klassen 5 - 13 RG/RT Interkultur-1-Welt Klassen 5 - 11 FU Sinnliche Reise LA Klassen 5 - 10 Lipthay sprachliches Profil Zeitungsprojekt Klassen 5 - 6 PA English-Club Klassen 5 - 6 MK/HM DaF/DaZ Klassen 5 - 13 FU 6 6. Möglicher Stundenplan für die Klasse 5 7 7. Beratung für Schüler und Eltern Schule ist „gemeinsames Miteinander“. Das Geschwister-Schol l-Gymnasium bietet viele Möglichkeiten der individuellen Beratung für Schül er in Fragen ihrer Lebens- welt und für ihre Eltern. Feste Angebote darüber hin aus sind u. a. Expertenvorträge zur Einführung in das Fach „Soziales Lernen“, zu Fragen der Internetnutzung, zur Berufsberatung und zur Schullaufbahnberatung. 8. Entwicklung der Schülerzahlen am GSG (ab 2012: geschätzt) Schuljahr Schülerzahl Sek. I [Anzahl JgSt.] Schülerzahl Sek. II [Anzahl JgSt.] Schülerzahl Gesamt [Anzahl JgSt.] TeilnehmerInnen Sek. I Mittagessen 2005/2006 557 [6] 268 [3] 825 [9] 2006/2007 535 [6] 270 [3] 805 [9] 2007/2008 505 [6] 299 [3] 804 [9] 2008/2009 498 [6] 307 [3] 805 [9] 2009/2010 467 [6] 306 [3] 773 [9] 2010/2011 344 [5] 385 [4 / DoJg] 729 [9] 2011/2012 353 [5] 381 [4 / DoJg] 734 [9] G9 ohne GG T* 2012/2013 368 [5] 330 [4 / DoJg] 698 [9] GGT 5: 38 2013/2014 358 [5] 337 [3] 695 [8] GGT 5-6: 76 2014/2015 350 [5] 356 [3] 706 [8] GGT 5-7: 114 2015/2016 380 [5] 348 [3] 728 [8] GGT 5-8: 152 2016/2017 460 [6] 308 [3] 748 [9] GGT 5-9: 190 2017/2018 450 [6] 329 [3] 779 [9] GGT 5-10: 228 (Schuljahre 2005 - 2011: RatsVorlage V/0885/2010; Schuljahr 2011/2012: Anmeldezahlen Januar 2011; Schuljahre 2012 - 2017: eigene Prognose des GSG; TeilnehmerInnen Mittagessen: geschätzt [50 % der SchülerInnen im Ganztag ]) * = Gebundener GanzTag 9. Evaluation Für die Evaluation des Projektes „Gebundener Ganztag“ am GSG ist die Zusam- menarbeit mit einem externen Kooperationspartner gep lant. Die Angebote der Ser- viceagentur Ganztägig Lernen NRW (SAG) sollen hierzu gen utzt werden, erste Kontakte wurden geknüpft.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0891/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.11.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37