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V/0732/2019

Offene Ganztagsschulen in Münster - Bericht 2020

Vorlagen 02.12.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.02.2020, TOP 16

Anlage 1_Bestandserhebung

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Offene Ganztagsschulen in Münster_Bericht 2020

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

A-R_0039_2016_a-r-0039-2016-ratsantrag-gruene-cdu_qualitaetsoffensive-gute-offene-ganztagsschule

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Ansehen

Anlage 1_Bestandserhebung

2734 Zeichen

In der Planung bereits umgesetzt mündlich/schriftlich 
ausgewertet 
noch nicht besprochen 
QE- Standard 7: 
Hausaufgabenbetreuung und individuelle Lernzeiten 
Beschreibung: 
Die vom pädagogischen Personal begleitete Hausaufgabenbetreuung 
 ist in den Offenen Ganztagsschulen ein 
Kernelement der Betreuung und Förderung. 
Die individuelle Lernzeit  ist eine durch Lehrkräfte betreute intensive Unterstützung. 
Der Hausaufgabenbetreuung liegt ein 
schulbezogenes Hausaufgabenkonzept zu 
Grunde. 
Umsetzung der OGS-Standards: 
Schule: 
Koordination: 
Datum: 
Schulleitung:

Die Hausaufgabenbetreuung wird durch 
pädagogische Fach- und Niedrigteilzeitkräfte 
begleitet. 
Die Hausaufgabengruppen sind 
klassenübergreifend zusammengesetzt 
Die Hausaufgabengruppen sind 
jahrgangsübergreifend zusammengesetzt 
Es gibt festgelegte Kommunikationswege 
zwischen Klassenleitung, 
Hausaufgabenbegleitung und Eltern. 
Die Hausaufgabengruppen sind 
stufenübergreifend zusammengesetzt 
Die Hausaufgaben werden von den Lehrkräften 
im Rahmen des Unterrichts kontrolliert. 
Für die 1. und 2. Klassen sind 30 Minuten 
Hausaufgabenzeit festgelegt. 
Für die 3. und 4. Klassen sind 45 Minuten 
Hausaufgabenzeit festgelegt. 
Jedes Kind hat für die Hausaufgaben einen festen 
Ort und Arbeitsplatz.

Kinder erhalten eine intensive Förderung zum 
Ausgleich von Lern- und Leistungsdefiziten/ 
Lernrückständen 
Kinder erhalten Förderung bei besonderen 
Begabungen und Neigungen 
Individuelle Lernzeiten sind….

In der Planung bereits umgesetzt mündlich/schriftlich 
ausgewertet 
noch nicht besprochen 
QE- Standard 3: 
Multiprofessionelle Kooperation 
Beschreibung: 
Um die Verzahnung zwischen Unterricht und ergänzenden Elementen der Ganztags verlässlich zu gestalten, 
kooperieren die Schulleitung und die Koordination der Offenen Ganztagschulen. 
Regelmäßige, institutionalisierte Formen der 
Zusammenarbeit sind 
Rücksprache Schulleitung - Koordination 
Schule: 
Schulleitung: 
Koordination: 
Datum: 
Umsetzung der OGS-Standards:

Beratende Teilnahme der OGS Koordination an 
der Schulkonferenz 
„Informationssysteme“ zwischen Lehrkräften und 
pädagogischen Fachkräften über Themen, 
Methoden und Inhalte sind 
Die Organisation und Durchführung gemeinsamer 
Veranstaltungen und Projekte ist 
Teilnahme der Schulleitung an Teamsitzungen 
des OGS Teams 
Teilnahme  der OGS Koordination an den 
Schulpflegschaftssitzungen 
Überlappende Anwesenheitszeiten von 
Lehrkräften im Nachmittagsbereich 
Einsatz von Lehrerstunden im Nachmittags- 
bereich 
Gemeinsame  Gestaltung von ergänzenden 
Lern- und Arbeitsformen 
Gemeinsame Fallbesprechungen sowie 
einzelfallbezogene Netzwerkstrukturen und Hilfen 
sind

Ritualisierter, gemeinsamer Schulstart nach den 
Ferien

Anlage A

2270 Zeichen

Anlage A zur V/0732/2019 
Kurzüberblick 
Mit der Vorlage wird eine neue Form der Berichterstattung für die Offenen Ganztagsschulen 
(OGS) in Münster begonnen und eine Qualitätsentwicklung als fortlaufender Prozess eingeführt. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Vorlage werden folgende Ziele verfolgt: 
 
 Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs-  und Entwick-
lungsstandorte in Europa 
 Wir werden als Wissenschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in NRW 
(Vereinbarkeit von Familie und Beruf) 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
o Mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
o Mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
o Mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balanc in der Stadtge-
sellschaft 
 Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzip von „Toleranz 
durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. 
 
Mit dem Ratsantrag A-R/0039/2016 „ Qualitätsoffensive die gute (offenen) Ganztagsschule“ wur-
de die Verwaltung beauftragt, eine Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln. 
Dieser Auftrag ist hiermit erfüllt. 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja  Nein X  
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja  Nein X  
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein X teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein X teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein X  
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein X  
Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe-

reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen 
reicht nicht aus. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Rechtsgrundlage sind der Ratsbeschluss zum bedarfsgerechten Ausbau der Offenen Ganztags-
schulen in Münster und der Erlass 12-63 Nr. 2 „Gebundene und Offene Ganztagsschulen sowie 
außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote im Primarbereich und Sekundarstufe I“ 
des Ministerium Schule und Weiterbildung.

Offene Ganztagsschulen in Münster_Bericht 2020

40512 Zeichen

Offene Ganztagsschulen in Münster 
Bericht 2020

2 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
Einführung in die Berichterstattung .................................................................. ......................... 3 
 
1.  Zahlen, Daten und Fakten der Offenen Ganztagschulen ................................................. 4 
1.1  Grunddaten zu den Offenen Ganztagsschulen ............................................................ .... 4 
1.2  Freie Träger ......................................................................................... ........................... 8 
1.3  Personaltableau/Beschäftigungsverhältnisse ........................................................... ....... 9 
1.4  Finanzielle Ressourcen ............................................................................... .................. 13  
 
2.  Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für die Offenen Ganztagsschulen ............ 14  
2.1  Schulbezogene Implementierungen einer systematischen Qualitätsentwicklung und 
Qualitätssicherung ................................................................................... ...................... 14  
2.2  Stadtweite Planungs- und Steuerungsperspektiven auf der Grundlage der 
Qualitätsstandards ................................................................................... ..................... 15  
2.3  Qualitätsstandards 1 bis 13 – das bisher Erreichte und zukünftig Geplante................... 16  
 
3.  Ausblick ............................................................................................. ............................ 24

3 
 
Einführung in die Berichterstattung 
Seit 2009 werden regelmäßig Fachberichte zur Entwic klung in den Offenen Ganztagsschulen 
durch das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien veröffentlicht. Während bisher in den 
Berichten der quantitative Ausbau und die damit ver bundenen strukturellen und 
organisatorischen Veränderungen im Fokus standen, w ird durch die Einführung der 
Qualitätsstandards für die Offenen Ganztagsschulen die bisherige Berichtsstruktur abgelöst 
und durch einen qualitativen Berichtsteil ergänzt. Zukünftig wird dieser alle vier Jahre erstellt. 
Mit dem vorliegenden Bericht 2020 1 werden die Grundlagen geschaffen, relevante Merkma le 
der Strukturen und der Qualität von Offenen Ganztag sschulen in Münster im Sinne eines 
fortlaufenden Monitorings standardisiert und systematisiert abzubilden.  
Auf dieser Basis der erhobenen Bestandsdaten wird z ukünftig eine differenzierte 
Maßnahmenplanung und Steuerung aufgebaut.  
 
Die fachliche Begründung für die beschriebenen Verä nderungen im Berichtswesen 
beansprucht, valide Informationen zur Qualitätsentw icklung und Qualitätssicherung zu 
generieren und Bildungsinformationen zur Entwicklun g von Kindern in den Offenen 
Ganztagsschulen in Münster zu liefern.  
In gemeinsamer Verantwortung von Schule und Jugendh ilfe sind Bildung, Betreuung und 
Erziehung von Kindern das zentrale Ziel der Offenen Ganztagsschulen. 
 
Seit 2003 wird dieses Ziel mit der Optimierung der Bildungsqualität und individueller 
Förderung, der besseren Vereinbarkeit von Familie u nd Beruf und den Ganztagsangeboten 
aus einer Hand unter dem Dach der Schule in Münster umgesetzt.  
 
Die freien Träger der Jugendhilfe haben sich in die sem Wandlungsprozess der kommunalen 
Schullandschaft als Kooperationspartner für den öffentlichen Träger etabliert.  
Die kontinuierlich wachsende Anzahl von Kindern, di e die Angebote der Offenen 
Ganztagsschule besuchen, lässt den Rückschluss zu, dass die Offene Ganztagsschule ein 
zeitgemäßes Angebot ist, das die Lebenswirklichkeit  von Kindern und ihren Familien abbildet. 
Im Kontext dieser Verantwortung für die Lebenswelt Schule bilden die entwickelten 
Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschulen in M ünster einen Handlungsrahmen für die 
wachsende Verzahnung von Schule und Jugendhilfe.  
Die Offenen Ganztagsschulen richten ihre pädagogisc he Arbeit auf situationsbezogene 
Bedürfnisse der Kinder aus und berücksichtigen sozialraumspezifische Bedingungen. Eine am 
Kind orientierte Grundhaltung bildet das Fundament für das gemeinsame fachliche 
Grundverständnis aller Akteure in den Offenen Ganzt agsschulen. Die kindlichen Bedürfnisse 
nach Sicherheit, Geborgenheit, Orientierung, Verläs slichkeit und sinnstiftenden 
Lernzusammenhängen werden durch Gemeinschaftserfahr ungen, Wertschätzung, positive 
Herausforderungen und altersgerechte Partizipationsmöglichkeiten aufgegriffen. 
  
                                                
1 Der Kinder- und Jugendhilfereport bietet darüber h inaus eine jährliche Berichterstattung zu 
quantitativen Entwicklungen in den Offenen Ganztagsschulen in Münster

4 
 
1. Zahlen, Daten und Fakten der Offenen Ganztagschulen 
Im folgenden Kapitel werden die Entwicklungen der O ffenen Ganztagsschulen dargestellt. Es 
soll einen umfassenden Überblick zur Entwicklung de r Zahlen und Daten vom Schuljahr 
2015/2016 bis zum Schuljahr 2018/2019 geben und dam it an die bisherige Berichterstattung 
anschließen. Zunächst werden die Entwicklungen der OGS-Gruppenzahl in Relation zur 
Anzahl der Schulen sowie Zahlen der teilnehmenden K inder an OGS bzw. Bis-Mittag-
Betreuung in Relation zur Gesamtschülerzahl dargestellt. Anschließend werden die Zahlen der 
Teilnehmenden an erweiterten Betreuungszeiten, den Ferienbetreuungsangeboten sowie die 
Entwicklung der Förderinseln dargestellt. 
1.1 Grunddaten zu den Offenen Ganztagsschulen 
Zum Schuljahr 2019/2020 starteten insgesamt 46 Offe ne Ganztagsschulen in Münster, 44 
Grund- und zwei Förderschulen. 37 davon in städtisc her Trägerschaft im Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien, neun Schulen in freier Trägerschaft. 
Anzahl der Gruppen in den Offenen Ganztagsschulen 
Die Anzahl der Gruppen hat sich analog zu den Teiln ehmenden in den vergangenen 10 
Jahren vervielfacht. Das folgende Diagramm zeigt di e Zunahme der Gruppen zwischen dem 
Schuljahr 2015/2016 und dem Schuljahr 2018/2019: 
 
  
44 44 45 45 
180 202 208 219 
0
50 
100 
150 
200 
250 
2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 
OGS-Gruppen und Schulen  (2015 bis 2018 ) 
Schulen 
Gruppen

5 
 
Anzahl der OGS-Kinder 
Die OGS-Teilnehmenden stadtweit haben sich allein in den letzten 10 Jahren verdreifacht und 
dies trotz einer nur leicht steigenden Zahl an Grun dschülerinnen und Grundschüler. Der Anteil 
der OGS-Schülerinnen und -Schüler an der Gesamtschülerzahl beträgt aktuell  rund 58 %. Der 
Bedarf an Betreuung bis 13:00 Uhr bzw. 13:30 Uhr (B is-Mittag-Betreuung) ist leicht rückläufig . 
Zurzeit nehmen dieses Angebot rund 21 % der Eltern wahr. Das folgende Diagramm zeigt die 
Teilnahmezahlen vom Schuljahr 2015/2016 bis zum Schuljahr 2018/2019 im Vergleich: 
 
 
Erweiterte Betreuungszeiten / Randzeiten 
Die erweiterten Betreuungszeiten bieten eine ergänz ende Betreuung vor Schulbeginn bzw. 
nach 16:00 Uhr. Das folgende Diagramm zeigt die Anz ahl der Schulen, welche eine 
Frühbetreuung vor dem Unterricht bzw. eine Spätbetreuung bis maximal 17:00 Uhr anbieten:  
 
 
Ferienbetreuung 
Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Ber uf und der besseren Planbarkeit stehen 
Familien in Münster am ersten Tag nach den Sommerferien online alle aktuellen Informationen 
hinsichtlich verlässlicher, ganztägiger Ferienbetre uungsangebote im jeweiligen Schuljahr zur 
Verfügung. 
  
2226 2189 2151 2068 
4783 
5322 5561 5814 
8991 9358 9918 9940 
0
2000 
4000 
6000 
8000 
10000 
12000 
SJ 15/16 SJ 16/17 SJ 17/18 SJ 18/19 
Teilnahmezahlen (2015 bis 2018) 
BiMi 
OGS 
Schüler/ 
Schülerinnen insg. 
7 8 8 9
18 
14 
18 17 
0
10 
20 
SJ 15/16 SJ 16/17 SJ 17/18 SJ 18/19 
Schulen, mit erweiterten Betreuungszeiten    (2015 bis 2018) 
Frühbetreuung 
Spätbetreuung

6 
 
Für Kinder der Offenen Ganztagsschulen besteht ein Anspruch auf insgesamt sechs Wochen 
ganztägige Ferienbetreuung. Die folgende Übersicht zeigt die Teilnahmezahlen in den Jahren 
2015 – 2018:  
 
 
 
Stadtweite Grunddaten (Schuljahre 2018/19/20) 
 
Statistischer 
Bezirk Schule BIMI 
 
OGS 
Erweiterte 
Betreuungs-
zeiten SJ 
2019/20 
 
 
Teil- 
nahmen 
2018/19 
 
Teil- 
nahmen 
2018/19 
Gruppen  
2018/19 
Förder-
inseln Früh Spät  
11 Aegidii Aegidii-Ludgeri-Schule 21   101  4   x 
15 Martini Martinischule 43   123  4 x  x 
Altstadt Summe Altstadt 64   224  8    
22 Josef Johannisschule 33   148  6 x  x 
24 Hansaplatz Overbergschule 6  122  4 x x x 
25 Mauritz - West Bodelschwinghschule 16   186  7 x  x 
27 Kreuz Kreuzschule 34   166  6  x x 
27 Kreuz Martin-Luther-Schule 38   134  5    
Innenstadtring Summe Innenstadtring 127   756  28     
31 Aaseestadt Dietrich-Bonhoeffer-
Schule 52 
  115  4 x x 
 31 Aaseestadt Schule an der Beckstraße*    8 1    
32 Geist Matth.-Claudius-Schule 45   145  6 x x x 
33 Schützenhof Hermannschule 17   120  5 x   
34 Düesberg Gottfried-v.-Cappenberg-
Sch. 65 
  167  6 x   
Mitte - Süd Summe Mitte-Süd 179   555  22     
44 Herz - Jesu Albert-Schweitzer-Schule*   25  2    
45 Mauritz - Mitte Mauritzschule 32   156  6   x 
45 Mauritz - Mitte Pötterhoekschule 47   107  4    45 Mauritz - Mitte Erich-Kästner-Schule 7  33  2    
46 Rumphorst Thomas-Morus-Schule 80   178  7 x   
47 Uppenberg Dreifaltigkeitsschule*   209  8 x   
Mitte - Nordost Summe Mitte-Nordost 166   708  29     
Stadtbezirk Mitte Summe Mitte 536   2.243  87  10  4 8 
  
4.305 4.653 
5.294 5.173 
857 894 1.142 1.131 
0
2.000 
4.000 
6.000 
2015 2016 2017 2018 
Entwicklung der Anzahl der Teilnehmenden an Ferienbetreuungsangeboten 
(2015 - 2018) 
OGS-Ferienbetreuuung 
Ganztagsferienbetreuung

7 
 
Statistischer Bezirk Schule BIMI 
 
OGS 
Erweiterte 
Betreuungs-
zeiten SJ 
2019/20 
 
 
Teil- 
nahmen 
2018/19 
 
Teil- 
nahmen 
2018/19 
Gruppen  
2018/19 
Förder-
inseln Früh Spät  
51 Gievenbeck Michaelschule 61  169  6 x   
51 Gievenbeck Mosaik-Schule 57  105  4 x   52 Sentrup Theresienschule 106  63  2    
54 Mecklenbeck Peter-Wust-Schule* 63  115  4   x 
56 Albachten Ludgerusschule 
Albachten 76  158  6 x x x 
57 Roxel Marienschule Roxel 96  212  8 x   
58 Nienberge Annetteschule 
Nienberge 58  107  4    
Stadtbezirk West Summe Stadtbezirk 
West 517  929  34  4 1 2 
61 Coerde Melanchthonschule  140  5 x   
61 Coerde Norbertschule 42  153  6 x   
62 Kinderhaus - Ost Paul-Schneider-Schule* 32  209  8 x x 
 63 Kinderhaus - West  GS am Kinderbach 42  123  4 x  x 
68 Sprakel GS Sprakel 24  91  3 x   
Stadtbezirk Nord Summe Stadtbezirk 
Nord 140  716  26  5 1 1 
71 Mauritz- Ost Margaretenschule 53  172  6  x  
71 Mauritz- Ost Pleisterschule* 53  52  2    
76 Gelmer-Dyckburg Astrid-Lindgren-Schule 29  63  2    77 Handorf Kardinal-von-Galen-
Schule 56 
 116  4   x 
77 Handorf Matth.-Claudius-Schule 
Handorf* 54  138  5 x x x 
Stadtbezirk Ost Summe Stadtbezirk 
Ost 245  541  19  1 2 2 
82 Gremmendorf-Ost Idaschule 154  174  7 x   86 Angelmodde Annetteschule 
Angelmodde 35 
 126  5 x x x 
86 Angelmodde Eichendorffschule   202  8 x   87 Wolbeck Nikolaischule 92  226  8 x   87 Wolbeck GS Wolbeck-Nord*       Stadtbezirk Südost Summe Stadtbezirk 
Südost 281  728  28  4 1 1 
95 Hiltrup - Ost Marienschule Hiltrup 55  92  3 x   
96 Hiltrup - Mitte Clemensschule 23  71  2 x x  
96 Hiltrup - Mitte Paul-Gerhardt-Schule 
Hiltrup 68 
 127  5 x x  
97 Hiltrup - West Ludgerusschule Hiltrup 89  255  10  x  x 
98 Amelsbüren Davertschule 
Amelsbüren 71  88  3 
   98 Amelsbüren GS Loevelingloh* 43  24  1    
Stadtbezirk Hiltrup Summe Stadtbezirk 
Hiltrup 349  657  24  4 2 1 
Insgesamt   2.068  5.814  219 28 11  15  
*  Freie Träger in der OGS

8 
 
1.2 Freie Träger   
Der Anteil der freien Trägerschaften in den Offenen  Ganztagschulen in Münster konnte in den 
letzten Jahren gesteigert werden. Aktuell sind neun  Offene Ganztagsschulen in der 
Trägerschaft von fünf freien Trägern der Jugendhilfe.  
An neu errichteten Grundschulen, wie beispielsweise  aktuell in Wolbeck, erfolgt die 
Übernahme der Trägerschaft zukünftig durch freie Träger der Jugendhilfe. Die Übertragung an 
bestehenden OGS-Standorten erfolgt nach einer Inter essensbekundung freier Träger und 
einem Beschluss der Schulkonferenz. 
Die Quote hat sich dadurch auf knapp 20% erhöht. Um  weitere Schulen in die freie 
Trägerschaft überzuleiten, wird die Verwaltung ein nachhaltiges Strategiekonzept erarbeiten 
und den politischen Gremien zur Entscheidung vorlegen. 
 
Entwicklung der Freien Träger an den Offenen Ganztagsschulen (seit 2006) 
 
Schuljahr  Träger Schule 
OGS -
Gruppen 
2018/2019 
06/07 Schule, Jugend, Kids & Co. e.V. Peter-Wust-Schule  6 
09/10  Schule, Jugend, Kids & Co. e.V. Pleisterschule 2 
09/10 SeHT e.V.  Albert-Schweitzer-Schule 3  
09/10 Trägerverein Offener Ganztag 
Dreifaltigkeitsschule e.V. Dreifaltigkeitsschule 8
 
16/17 Caritas-Verband e.V. Schule an der Beckstraße 1 
17/18 Schule, Jugend, Kids & Co. e.V. GS Loevelingloh 1 
17/18 Caritas-Verband e.V.  Paul-Schneider-Schule 9  
17/18 Caritas-Verband e.V.  Matthias-Claudius-Schule  Handorf 5  
19/20 Kreisel-Emsdetten e.V. Grundschule Wolbeck-Nord  (2 Gr. ab dem 
01.08.2019)

9 
 
1.3 Personaltableau/Beschäftigungsverhältnisse  
Im Folgenden wird ein Überblick über die in den Off enen Ganztagsschulen Beschäftigten 
gegeben. Sofern zum Zeitpunkt der Erstellung vorlie gend, werden sowohl die Zahlen der 
Beschäftigungen bei freien Trägern als auch in städtischer Trägerschaft abgebildet.  
Hauptamtlich Beschäftigte (in städtischer und freier Trägerschaft) 
Mit dem stetigen, bedarfsgerechten Ausbau der OGS i n Münster ist auch der 
Personalzuwachs kontinuierlich gestiegen. Zu der Gr uppe der hauptamtlichen Kräfte zählen 
sowohl die ausgebildeten Fachkräfte als auch die Un terstützungskräfte. 2015 sind erstmals 
Stellen für Unterstützungskräfte geschaffen worden,  um der Zunahme der Zahl von 
Niedrigteilzeitkräften entgegenzuwirken.  
 
 
 
  
174 
247 
275 
314 
174 
201 209 227 
0
46 
66 
87 
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
2015 2016 2017 2018 
Hauptamtliche MA in städtischer Trägerschaft (2015 bis 2018)  
HA insg. 
Koord. U. GL 
U-Kräfte 
29 
45 
17 
22 20 
28 
0 0
9
17 
0
5
10 
15 
20 
25 
30 
35 
40 
45 
50 
2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018 
Hauptamtliche MA in freier Trägerschaft (2015 bis 2018) 
HA insges. 
Koord. u. GL 
U-Kräfte

10 
 
Altersstruktur der hauptamtlichen MA (in städtischer Trägerschaft) 
Die größte Gruppe der hauptamtlichen Kräfte in den Schulen ist zwischen 50 und 55 Jahre alt. 
Hierbei handelt es sich überwiegend um Wiedereinste igerinnen und Wiedereinsteiger nach 
längerer Familienphase. Die zweitgrößte Gruppe bild en darüber hinaus die über 56- bis 60-
jährigen Mitarbeiterinnen, die als Unterstützungskr äfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt 
sind.

11 
 
Hauptamtliche Mitarbeitende nach Geschlecht (in städtischer Trägerschaft) 
Die folgende Abbildung zeigt, dass nahezu 90 % der Beschäftigten weiblich sind. Der Anteil 
männlicher Mitarbeiter hat sich über die Jahre nicht verändert. 
 
Ausbildungszahlen 
Im Schuljahr 2019/2020 sind zusätzlich sechs Stellen für die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) 
geschaffen worden, welche in einem Zeitraum von dre i Jahren stattfindet. Die Übersicht zeigt 
die Entwicklung der Ausbildungszahlen für Erzieheri nnen und Erzieher im 
Berufsanerkennungsjahr (BAJ) in den Offenen Ganztagsschulen von 2015 bis 2019: 
 
*  Zwei Stellen (BAJ) sind bei einem freien Jugendhilfeträger verortet 
 
  
 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 Ausbildungs-
dauer 
Erzieherinnen/Erzieher im 
Anerkennungsjahr (BAJ) 
5 10 15 15 20* 1 Jahr 
Erzieherinnen/Erzieher in 
der praxisintegrierten 
Ausbildung (PIA) 
-- -- -- -- 6 3 Jahre 
Gesamt 5 10 15 15 26

12 
 
Niedrig-Teilzeitkräfte (NTK) 
Seit 2015 werden so genannte Niedrigteilzeitstellen  in sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt. Im Schuljahr 2015/2016 wurden 46 Unterstützungs-
kräfte  mit je 20,5 Wochenstunden erstmals eingestellt. Bis  zum Schuljahr 2018/2019 konnte 
die Zahl auf 105 Beschäftigte erhöht werden. Durch die Umwandlung der Niedrigteilzeitkräfte 
in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen al s Unterstützungskräfte konnte trotz des 
kontinuierlichen Zuwachses an Gruppen erstmals die Zahl der Niedrigteilzeitkräfte gesenkt 
werden. 
 
Die sechs freien Träger beschäftigen zurzeit 125 Ni edrigteilzeitkräfte an neun Offenen 
Ganztagsschulen. 
 
595 
545 
513 
514 
460 
480 
500 
520 
540 
560 
580 
600 
620 
SJ 15/16 SJ 16/17 SJ 17/18 SJ 18/19 
NTK in städtischer Trägerschaft (2015 bis 2018) 
NTK 
92 
116 
125 
0
20 
40 
60 
80 
100 
120 
140 
2015/2016 2016/2017 2017/2018 
NTK-Kräfte in der OGS in freier Trägerschaft (2015-2018) 
NTK

13 
 
Altersstruktur der NTK (in städtischer Trägerschaft)  
Der größte Anteil der Niedrigteilzeitkräfte ist unt er 25 Jahre alt. Im Bezirk Mitte ist die Anzahl 
der Studierenden in den Offenen Ganztagsschulen seh r hoch. Die zweitgrößte Gruppe ist die 
der 50- bis 55-jährigen, überwiegend weiblichen, Mi tarbeitenden, die nach der Elternzeit 
wiedereinsteigen.  
 
1.4 Finanzielle Ressourcen 
Erträge und Aufwendungen in der OGS 2018 (in €) 
Erträge 
Landeszuwendungen 7.082.421,00 € 
Elternbeiträge 3.480.823,00 € 
Rückforderungen von Zuschüssen an freie Träger 275. 264,00 € 
Summe : 10.838.508,00 € 
 
Aufwendungen 
Personalaufwendungen   
 Städtische MA 13.538.862,00 € 
 Freie Träger (ohne gestelltes städt. Personal) 1.6 73.645,00 € 
Förderbudget 598.349,00 € 
Sachmittel 603.130,00 € 
Ferienbetreuung 458.707,00 € 
Sonstige ordentliche Aufwendungen 129.809,00 € 
Summe : 17.002.502,00 € 
 
Städtischer Zuschuss:  6.163.994 ,00 € 
In der Darstellung der Aufwendungen wird die hohe S umme der Ausgaben für Sachmittel 
deutlich, die inzwischen die Ausgaben des Förderbudgets übersteigt. Die Mittel sollen deshalb 
zukünftig zugunsten pädagogischer Angebote bedarfsgerecht verteilt werden.

14 
 
2. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für die Offenen 
Ganztagsschulen 
Eine abgestimmte Qualitätsentwicklung und Qualitäts sicherung macht alle Offenen 
Ganztagsschulen zu beteiligungsorientierten Lern- u nd Lebensorten und dient dem 
strategischen Ziel, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu ermöglichen.  
Das folgende Kapitel gibt analog zu den in 2019 dur ch den Rat verabschiedeten 
„Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschulen in Münster“ einen Überblick, welche 
strukturellen und fachlichen Herausforderungen kurz -, mittel- und langfristig für alle Offenen 
Ganztagsschulen umzusetzen sind. Dargestellt werden  anhand der dreizehn 
Qualitätsstandards aktuelle Fragestellungen, erste fachliche Beurteilungen und angestrebte 
Handlungsaufträge. Dies geschieht auf zwei Ebenen. Der Bericht stellt die stadtweite 
Planungsgrundlage dar und beschreibt darüber hinaus  die Initiierung eines schulbezogenen 
Qualitätsentwicklungsprozesses.  
 
2.1 Schulbezogene Implementierungen einer systemati schen Qualitätsentwicklung und 
Qualitätssicherung  
Im Rahmen der fachlichen Arbeit des Kommunalen Qual itätszirkels ist ein Verfahren zur 
Implementierung einer systematischen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung erarbeitet 
worden. Festgelegt wurde, dass der Qualitätsstandard 3 „Multiprofessionelle Kooperation“ und 
der Qualitätsstandard 7 „Hausaufgabenbetreuung und individuelle Lernzeiten“ in einem ersten 
Schritt gemeinsam operationalisiert werden. Entspre chende Fragebögen liegen vor (siehe 
Anlage 1). 
Die schulbezogene Befragung für die Standards 3 und  7 richtet sich an die jeweilige 
Schulleitung und die OGS-Koordination. Sie beginnt zum Schuljahr 2019/2020 und wird durch 
die Verwaltung entsprechend quantitativ und qualitativ ausgewertet. 
Alle weiteren Standards werden sukzessive operation alisiert, in einen entsprechenden 
Fragebogen überführt und schulbezogen erhoben. 
In der Auswertung werden kennzahlenbasiert Ergebnis se dargestellt und entsprechend Ziele 
und Leistungsmaßstäbe für die nächsten vier Jahre f estgelegt. Diese Grundlagen werden auf 
unterschiedlichen Ebenen weiterverarbeitet. Die Erg ebnisse werden für die Jahresgespräche 
der städtischen Fachberatung mit allen Offenen Ganztagsschulen genutzt und realisieren eine 
planvolle konzeptionelle und strukturelle Weiterent wicklung. Dies gilt auch für die Offenen 
Ganztagschulen in freier Trägerschaft. Darüber hina us werden die Ergebnisse allen weiteren 
Gremien zur Verfügung gestellt, die sich mit der Qu alitätsentwicklung der Offenen 
Ganztagsschulen befassen. 
Die angelegte Evaluation fokussiert dabei nicht nur  die Zielerreichung, sondern identifiziert 
auch zentrale Faktoren zur Weiterentwicklung der Pr axis. Folgende Gelingens-Faktoren 
werden im Kontext der Maßnahmen untersucht:  
 Erreichbarkeit der Kinder 
 Erreichbarkeit der Eltern  
 Passgenauigkeit der Angebote 
 Ausbau systematischer Teilhabe

15 
 
Im folgenden Schaubild wird der Ablauf der schulbez ogenen systematischen 
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung 2020 – 2024 in fünf Schritten dargestellt.  
 
Dieser Prozess befördert mit seinen Ergebnissen die  schulbezogene Qualitätssicherung und 
bietet den beteiligten Schulen die Möglichkeit, die se fachliche Weiterentwicklung auch im 
Schulprogramm zu berücksichtigen.  
 
2.2 Stadtweite Planungs- und Steuerungsperspektiven  auf der Grundlage der 
Qualitätsstandards 
Im Rahmen der stadtweiten Planungs- und Steuerungsv erantwortung wurde mit den 
verschiedenen Gremien in einem integrierten Austaus ch erarbeitet, welche fachlichen und 
strukturellen Erfordernisse an die Umsetzung und We iterentwicklung der Qualitätsstandards 
gerichtet werden. Diese Herausforderungen beziehen sich auf alle Offenen Ganztagsschulen 
in Münster.  
Beteiligt in diesem Prozess waren der „Kommunale Qu alitätszirkel“ 
2, die „Trägerkonferenz“ 3  
der freien Träger der Jugendhilfe, die Leitungsrund e der Koordination der Offenen 
Ganztagsschulen, die Fachberatung für die Offenen G anztagsschulen der Stadt Münster und 
die Stadtelternschaft.  
  
                                                
2 Schulamtsdirektorin Bezirk 1, zwei Schulleitungen,  Sprecherinnen der OGS Koordination, 
Mitarbeitende des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien  
3  Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in den O ffenen Ganztagsschulen in Münster 
1. 
• Definition/ Beschreibung der Standards (Qualitätsstandards 1 - 13) 
2. 
• Operationalisierung der Qualitässtandards (Indikatorenbildung und 
Bewertung durch Kategorien/Fragebogen) 
3. 
• Schulbezogene Befragung richtet sich an die Schulleitung und die 
OGS-Koordination 
4. 
• Auswertung und Entwicklung von Zielen und Leistungsmaßstäben 
5. 
• Umsetzung

16 
 
2.3 Qualitätsstandards 1 bis 13 – das bisher Erreic hte und zukünftig Geplante 
 
 
Standard 1 
Ganztagsstrukturen und Zeiten  durch eine verlässliche pädagogische Betreuung 
 
Die Offenen Ganztagsschulen bieten verlässliche Bil dungs-, Erziehungs- und 
Betreuungsangebote. Dabei wird der Übergang vom Vor mittag in den Nachmittag aktiv 
gestaltet. Es gibt drei Angebotsformen: Gruppenkonzept am Nachmittag, Offenes Konzept am 
Nachmittag und Bildung von Ganztagsklassen. 
 
Randzeiten/erweiterte Betreuungszeiten 
 
In den letzten Jahren ist der durch Eltern gemeldet e Bedarf an erweiterten Betreuungszeiten 
kontinuierlich gestiegen. Zum Schuljahr 2014/2015 h at der Rat der Stadt Münster finanzielle 
Mittel für die erweiterten Betreuungszeiten in den Offenen Ganztagsschulen zur Verfügung 
gestellt, um diesen Bedarf zu decken. Zum Haushalts jahr 2020 stehen 260.000,00 € zur 
Verfügung.  
Vor diesem Hintergrund wurde: 
 ein stadtweites pädagogisches Konzept zur Durchfüh rung und inhaltlichen 
Ausgestaltung entwickelt und angewandt.  
 eine fortlaufende Bedarfsprüfung eingeführt, um en tsprechenden, finanziellen 
Mehrbedarf sicher zu stellen. 
Ganztägige Ferienbetreuung 
 
Mit der Beschlussvorlage V/910/2018 wurde unter and erem auch die ganztägige 
Ferienbetreuung für die Offenen Ganztagsschulen von  der Richtlinienförderung in die 
Strukturförderung überführt. Damit ist dem steigend en Bedarf an Ganztagsbetreuungsplätzen 
in den Ferien entsprochen worden. Um den Bedarf auc h zukünftig zu bedienen, hat die 
Verwaltung verschiedene Maßnahmen und Strategien en twickelt. Dazu gehört auch, dass 
zukünftige freie Träger der Offenen Ganztagsschulen  im Rahmen ihrer Vertragsgestaltung 
sowohl in der Schulzeit als auch sechs Wochen in de n Ferien verpflichtet sind, das 
Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsschulen siche rzustellen. Über ein Online-
Anmeldesystem sollen Eltern und Kinder einen zeitge mäßen und adressatenorientierten 
Zugang zu den Angeboten der ganztägigen Ferienbetreuung erhalten.  
Folgendes ist geplant: 
 Es wird geprüft, ob ein Online-Anmeldesystem zur g anztägigen Ferienbetreuung 
aufgebaut werden kann.  
 Durch ein Online-Anmeldesystem könnten zukünftig s tadtweite und sozialraum-
bezogene Bedarfsprüfungen vorgenommen werden.

17 
 
 
Standard 2 
Eine professionelle, pädagogische Erziehung, Bildun g und Betreuung durch fachlich 
qualifiziertes Personal 
 
Die fachlich qualifizierte Betreuung, Erziehung und  Bildung in den Offenen Ganztagsschulen 
erfordert unterschiedliche Maßnahmen und Verfahren der Personalentwicklung und 
Personalbindung. Die Kontinuität der Beschäftigungs verhältnisse zu erreichen, ist ein 
übergeordnetes Ziel. Die jeweiligen Träger der OGS sind für die Personalausstattung 
verantwortlich. 
 
Fachlich qualifiziertes Personal 
 
Um dauerhaft in den Offenen Ganztagsschulen mit fac hlich qualifiziertem Personal zu 
arbeiten, sind im Hinblick auf den bundesweiten Fachkräftemangel besondere Maßnahmen zu 
ergreifen. Für städtisches Personal arbeitet das Am t für Kinder, Jugendliche und Familien 
gemeinsam mit dem Personal- und Organisationsamt de rzeit an einem umfassenden 
Personalentwicklungskonzept.  
Folgende Maßnahmen sind vorgesehen: 
 stärkere Berücksichtigung von individuellen Wünsch en und Vorstellungen der 
Fachkräfte im Hinblick auf Beschäftigungsumfang und Flexibilität 
 Erhöhung der Anzahl von Ausbildungsplätzen für Erz ieher und Erzieherinnen im 
Berufsanerkennungsjahr 
 Erhöhung der Ausbildungsplätze für Praxisintegrier te Stellen (PIA) 
 Öffnung der Dauerausschreibung für Gruppenleitunge n mit anderen Berufs-
abschlüssen im Sozialbereich 
Fortbildungsprogramm 
 
Das Fortbildungsprogramm wurde auf der Grundlage de r Qualitätsstandards zum Schuljahr 
2019/2020 durch die OGS-Fachberatung neu konzipiert . Dieses richtet sich mit individuellen 
Angeboten an die verschiedenen Beschäftigungsgruppe n in den Offenen Ganztagsschulen. 
Neben den frei wählbaren Angeboten bilden Pflichtve ranstaltungen die Grundlage für die 
Etablierung stadtweiter Qualitätsentwicklung und di e Umsetzung der Qualitätsstandards. 
Damit unterstützt das neue Fortbildungsprogramm str ukturell und konzeptionell die 
systematische Qualitätsarbeit der OGS-Fachberatung.  
Weiterentwicklungen im Fortbildungsprogramm sind: 
 Einführungsveranstaltungen für alle neuen Mitarbei terinnen und Mitarbeiter in den 
Offenen Ganztagsschulen als ein Pflichtmodul. 
 vier aufeinander aufgebaute Fortbildungsmodule für  Unterstützungskräfte 
 Schulungsangebote hinsichtlich „Aufsichtspflicht, Kinderschutz, Nähe und Distanz in 
der pädagogischen Interaktion, Verzahnung Förderins eln/OGS/Klassenlehrkraft, 
verhaltensbesondere Schüler und Schülerinnen “.

18 
 
 
Standard 3 
Eine professionelle, pädagogische Erziehung, Bildun g und Betreuung durch 
multiprofessionelle Kooperation 
 
Die Offene Ganztagsschule vereint unter ihrem Dach Unterrichts-, Lern-, Spiel- und Freizeiten 
sowie Pausen- und Mittagszeiten und verzahnt dies u m die curriculare Komponente. Die 
Gestaltung der unterschiedlichen Elemente erfolgt d urch multiprofessionelle Teams, 
verlässliche Kooperationsstrukturen und ermöglicht die immanente Forderung nach 
Verzahnung und Rhythmisierung. 
 
Für den Standard 3 liegt ein durch den Kommunalen Q ualitätszirkel erarbeiteter Fragebogen 
(Anlage 1) vor. 
Folgendes Vorgehen ist geplant: 
 Der Fragebogen wird im ersten Quartal 2020 in der Schulleiterdienstbesprechung und 
der Leitungsrunde der Koordination vorgestellt.  
 Darauf folgend werden alle Offenen Ganztagsschulen  diesen Erhebungsbogen 
ausfüllen. 
 Danach werden Aussagen zum aktuellen Stand und zur  Qualitätsentwicklung und 
Qualitätssicherung vorgenommen. 
 
 
Standard 4 
Raumressourcen für die Umsetzung der Offenen Ganztagsschule 
 
Um die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder in der Offenen Ganztagsschule über 
einen ganzen Tag verteilt sicherzustellen, sind zwe i Betreuungsräume je Zug vorgesehen. 
Neben den Klassenräumen sollen die Betreuungsräume insbesondere Rückzugs-
möglichkeiten und Flächen für das Freispiel vorhalten. 
 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der durch das Amt  für Schule und Weiterbildung gefertigten 
Vorlage V/0328/2017/1 ein Musterraumprogramm für Gr undschulen in Münster beschlossen. 
Auf der Grundlage dieses Musterraumprogramms für Gr undschulen hat der Rat der Stadt 
Münster durch die Vorlage V/0694/2019/1 in seiner S itzung am 11.12.2019 beschlossen, 
erweiterte Räume für gemeinsames Arbeiten im Ganzta g vorzusehen. Mit gemeinsamen 
Teamräumen in den Lernclustern wird die Verknüpfung  des Ganztägigen befördert. Dieses 
ergänzte Musterraumprogramm dient der Orientierung für Neu- und Erweiterungsbauten sowie 
der Bemessung der qualitativen und quantitativen  D eckung des Raumbedarfs in 
Grundschulen.  
Damit ist unter der Federführung des Amtes für Schu le und Weiterbildung in Zusammenarbeit 
mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ei n Musterraumprogramm integriert erstellt 
worden, welches bei Neubauten umgesetzt wird.

19 
 
Im Bestand wird weiterhin frühzeitig vor Erweiterun gen und Ausbauten für neue OGS-
Gruppen, gemeinsam mit den Akteuren vor Ort, das Ra umgestaltungskonzept entwickelt und 
bearbeitet. 
 
 
Standard 5 
Soziales Lernen und ganzheitliche Förderung 
 
Die Entwicklung zu einer vielfältigen und inklusive n Gesellschaft beeinflusst die pädagogische 
Ausrichtung der Offenen Ganztagsschulen. Die Hetero genität der Schülerinnen und Schüler 
an den Offenen Ganztagsschulen steigt in Bezug auf soziale, emotionale und 
leistungsbezogene Fähigkeiten und Kompetenzen. Sozi ales Lernen, informelle Bildung und 
die ganzheitliche Förderung ermöglichen den Erwerb einer Beziehungs- und 
Beteiligungskultur sowie die Steigerung der Selbst-  und Sozialkompetenz aller Schülerinnen 
und Schüler in den Offenen Ganztagsschulen. 
 
Für den Standard 5 ist eine schulbezogene Implement ierung einer systematischen 
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung vorgesehen.  
Hierzu sollten: 
 zum Thema “Freispiel und Selbstbestimmte Aktivität en“ und „Gruppenangebote“ eine 
schulbezogene Befragung mittels eines Fragebogens durchgeführt werden. 
 mit den Ergebnissen die fachliche Weiterentwicklun g der didaktischen und 
methodischen Kompetenz ausgebaut werden. 
 
 
Standard 6 
Individuelle Förderung  durch Sprachbildung, ganztägige Umsetzung der Förd erpläne, 
Förderinseln, Sachmittel und das Förderbudget 
 
Multiprofessionelle Teams sind in allen Offenen Gan ztagsschulen ein Standard. Akteure mit 
verschiedenen Qualifikationen und Funktionen bilden  das multiprofessionelle Team: 
Schulleitungen, Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, Heilpädagoginnen 
und Heilpädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Schu lsozialarbeiterinnen und 
Schulsozialarbeiter, Psychologinnen und Psychologen , Schulbegleitungen, 
Integrationshelferinnen und Integrationshelfer, Ler ntherapeutinnen und Lerntherapeuten.  
Ziel der multiprofessionellen Teams ist eine indivi duelle und ganzheitliche Förderung jedes 
einzelnen Kindes. 
 
Für den Standard 6 wird ein Fragebogen entwickelt u nd durch den Kommunalen 
Qualitätszirkel geprüft und freigegeben. Die Ergebn isse bilden die Grundlage für eine 
Fachexpertise.

20 
 
Der „Kommunale Qualitätszirkel“ und die „Trägerkonferenz“ haben beschlossen:  
 eine Überprüfung und Neustrukturierung des Sachmit telbudgets und Förderbudgets 
durchzuführen und eine stadtweite Definition von Förderpositionen vorzunehmen,  
 die Verzahnung von Vor- und Nachmittag durch die s ystematische Einbeziehung der 
„Heilpädagogischen Förderinseln“ der OGS-Fachkräfte  und der Klassenlehrkraft zu 
sichern. 
Der „Kommunale Qualitätszirkel“ und die „Trägerkonferenz“ sehen den Bedarf: 
 die Förderpläne für Kinder mit sonderpädagogischem  Unterstützungsbedarf im Vor- 
und Nachmittag als ganztägig gültige Arbeitsgrundla ge in den Offenen Ganztags-
schulen anzuwenden, 
 nach Auswertung der schulbezogenen Befragung zu pr üfen, wie die individuelle Lern- 
und Entwicklungslage durch Förderpläne, Heilpädagog ische Förderinseln und das 
Förderbudget zu verbessern ist. 
 
 
Standard 7  
Eine  Hausaufgabenbetreuung und individuelle Lernzeit zu definierten 
Rahmenbedingungen und mit festgelegten Personalressourcen 
 
Die von Lehrkräften durchgeführten „individuellen L ernzeiten“ und die vom pädagogischen 
Personal begleitete „Hausaufgabenbetreuung“ sind in  den Offenen Ganztagsschulen 
Kernelemente der Betreuung und Förderung. 
 
Für den Standard 7 liegt ein durch den Kommunalen Q ualitätszirkel entwickelter Fragebogen 
(Anlage 1) vor: 
 Der Fragebogen wird im ersten Quartal 2020 in der Schulleiterdienstbesprechung und 
der Leitungsrunde der Koordination vorgestellt. 
 Darauf folgend werden alle Offenen Ganztagsschulen  diesen Erhebungsbogen 
ausfüllen.  
 Danach werden Aussagen zum aktuellen Stand und zur  Qualitätsentwicklung und -
sicherung vorgenommen.

21 
 
 
Standard 8 
Eine  Erziehungspartnerschaft  mit Eltern/Erziehungsberechtigten durch verlässlic he Formen 
der Zusammenarbeit mit Eltern 
 
Eltern sind die Experten ihrer Kinder und wollen be stmögliche Bildungs- und 
Entwicklungschancen bieten. Aufgabe der Fach- und L ehrkräfte ist es, hieran anzuknüpfen. 
Das Kind steht im Mittelpunkt und ist Ausgangspunkt  für die Überlegungen und Handlungen 
aller Beteiligten. 
 
 
Für den Standard 8 wird ein Fragebogen entwickelt u nd durch den Kommunalen 
Qualitätszirkel erarbeitet. Seit Einführung der Qualitätsstandards finden zwischen dem Amt für 
Kinder, Jugendliche  und Familien und der Stadtelte rnschaft regelmäßig Gespräche statt, um 
sich themenbezogen auszutauschen und die Belange un d Interessen von Eltern systematisch 
zu berücksichtigen. 
 
 
Standard 9 
Eine  gemeinsame Mittagsverpflegung als pädagogischer Bestandteil der Offenen 
Ganztagsschule  
 
Die Kinder der Offenen Ganztagsschulen nehmen tägli ch verbindlich an der warmen 
Mittagsverpflegung teil. Kulturelle sowie allergieb edingte Besonderheiten werden hierbei 
beachtet. Das Mittagessen ist Bestandteil des pädag ogischen Konzeptes der Schule. Die 
gemeinsame Mittagsverpflegung fördert das Gemeinsch aftsempfinden und führt unter guten 
Bedingungen zur Erholung und Entspannung nach einem Unterrichtsvormittag. 
 
Für den Standard 9 wird ein Fragebogen zum Thema „g emeinsame Mittagsverpflegung“ 
entwickelt und durch eine interdisziplinäre, ämterübergreifende Arbeitsgruppe erarbeitet.  
Zukünftig sollen: 
 Verbesserungen der Rahmenbedingungen bei der gemei nsamen Mittagsverpflegung in 
den Offenen Ganztagsschulen herbeigeführt werden. 
 die Ausgaben für Sachmittel reduziert werden und f ür personelle Verstärkung in den 
Schulküchen zugunsten der pädagogischen Angebote in  den Gruppen umgewandelt 
werden.

22 
 
 
Standard 10 
Partizipation  durch eine Kultur der Beteiligung von Kindern 
 
Die Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört 
zu den Grundrechten eines jeden Menschen. Die Schül erinnen und  Schüler der Offenen 
Ganztagschule werden ihrem Entwicklungsstand entspr echend in allen Angelegenheiten, die 
sie betreffen, beteiligt. 
 
Für den Standard 10 wird ein operationalisierter Fr agebogen zum  Thema „Kultur der 
Beteiligung von Kindern“ entwickelt. Übereinstimmend haben der „Kommunale Qualitätszirkel“ 
und die „Trägerkonferenz“ empfohlen, sich mit den M öglichkeiten der alltäglichen und 
situativen Beteiligung von Kindern im Lern- und Lebensort „Schule“ auseinanderzusetzen. 
Der fachliche Diskurs zum Thema „Partizipation“ wir d im „Kommunalen Qualitätszirkel“ und in 
der „Trägerkonferenz“ fortgesetzt, um die eigene fachliche Haltung zu überprüfen: 
 Realisierung einer Fachtagung  zum Thema „ Kultur der Beteiligung von Kindern“. 
 Erstellung eines Methodenkoffers für alltagsnahe u nd informelle Beteiligung. 
 
 
Standard 11 
Teilhabe an kulturellen, musischen, sportiven und g emeinwohlorientierten Angeboten 
durch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen 
 
Die kooperative Zusammenarbeit der Schulen mit ande ren sozialen Institutionen und 
Bildungspartnern ist in der Offenen Ganztagsschule eine wesentliche, konzeptionelle 
Grundlage. 
 
Für den Standard 11 wird ein Fragebogen entwickelt und durch den Kommunalen 
Qualitätszirkel geprüft und freigegeben. Die Befrag ung richtet sich zu diesem Standard auch 
an die Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als Kooperationspartner in den Offenen 
Ganztagsschulen. 
Darüber hinaus sollen folgende Fragen umgesetzt werden: 
 Realisierung einer systematischen Angebotsplanung in den Offenen Ganztagsschulen 
in Kooperation mit dem Sportamt der Stadt Münster.  
 Prüfauftrag zur Implementierung einer systematisch en Kooperationsstruktur mit dem 
Stadtsportbund. 
 Akquise weiterer Kooperationspartner, z. B. mit Ku ltureinrichtungen, Stadtteilein-
richtungen etc.

23 
 
 
Standard 12 
Schutz von Kindern  
 
Die Zusammenarbeit zur Sicherung des Kindeswohls zw ischen den Grundschulen im 
Stadtgebiet Münster, dem Amt für Schule und Weiterb ildung und dem Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien ist über eine Vereinbarung  geregelt. 
(§ 8 a SGB VIII in Verbindung mit § 42 Abs. 6 SchulG, NRW) 
 
Für den Standard 12 wird ein Fragebogen entwickelt und durch den Kommunalen 
Qualitätszirkel geprüft und freigegeben. Die Ergebn isse bilden die Grundlage für eine 
Fachexpertise. 
Sowohl im „Kommunalen Qualitätszirkel“ als auch in der „Trägerkonferenz“ wurde die 
Sicherstellung des Schutzes von Kindern als unerlässliche und stetige Aufgabe in den Offenen 
Ganztagsschulen betont.  
Als Konsequenzen ergeben sich hieraus: 
 Für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter de r Offenen Ganztagsschulen ist im 
Rahmen der Einführungsveranstaltungen der „Schutz v on Kindern“ verpflichtender 
Fortbildungsbestandteil. 
 Für das Jahr 2020 wird eine Fachveranstaltung zum Thema „Schutz von Kindern“ vom 
Fachdienst Kinderschutz im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien durchgeführt. 
 
 
Standard 13  
Eine  stetige, fachliche Weiterentwicklung durch implementierte Qualitätssicherung und 
Qualitätsentwicklung 
 
Die zukünftige Qualitätsentwicklung und Qualitätssi cherung leitet sich aus dem Standard 13 
ab. Er bildet die Grundlage für das fachliche Handeln und die zukünftige Berichterstattung.  
Die Umsetzung des Standards 13 wird im gesamten Kap itel 2 „Qualitätsentwicklung und 
Qualitätssicherung für die Offenen Ganztagsschulen “ dieses Berichtes differenziert  
dargestellt und umfasst sowohl eine stadtweite als auch eine schulbezogene Perspektive. 
Die gemeinsame Realisierung der Qualitätsentwicklun g und Qualitätssicherung wird 
unterstützt durch vielfältige Prozesse und Maßnahme n des Fachlichen Controllings in der 
Schnittstelle zur Bildungsplanung und Bildungssteuerung.

24 
 
3. Ausblick 
Mit der Einführung der neuen Berichtsstruktur wird für die Offenen Ganztagsschulen in 
Münster ein Fachbericht vorgelegt, der über Zahlen,  Daten und Fakten in den Offenen 
Ganztagschulen informiert. Darüber hinaus beschreib t der Bericht, wie sich die Einführung 
einer Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung a uf der Grundlage der Qualitätsstandards 
für die Offenen Ganztagschulen in den nächsten vier Jahren systematisch aufbaut. 
Der Bericht ist in enger Abstimmung mit dem „Kommun alen Qualitätszirkel“, der 
„Trägerkonferenz“ freier Träger der Kinder- und Jug endhilfe, der Stadtelternschaft und dem 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien erarbeitet  worden. Die intensive Zusammenarbeit 
mit den Gremien hat sich als sehr effektiv und förd erlich erwiesen; dies vor allem im Hinblick 
auf die Einordnung wichtiger Fragestellungen und fa chlicher Herausforderungen für die 
Offenen Ganztagsschulen in Münster. 
Durch die Einführung einer Qualitätsentwicklung und  Qualitätssicherung wird ein verlässlicher 
Rahmen für die zukünftige qualitative Weiterentwick lung in den Offenen Ganztagsschulen in 
Münster geschaffen.

Beschlussvorlage

7303 Zeichen

V/0732/2019 
V/0732/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Offene Ganztagsschulen in Münster - Bericht 2020 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   29.01.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   04.02.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   11.02.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-
Government 
Vorberatung 
   12.02.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   12.02.2020 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I.  Sachentscheidung: 
 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt die erweiterte Berichterstattung zum Stand und zur Entwicklung 
Offener Ganztagsschulen in Münster zur Kenntnis und begrüßt die fortlaufende, systematisierte 
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für alle Offenen Ganztagsschulen in Münster. Ziel-
setzung bleibt eine Bildungsberichterstattung zur Ganztagsbildung in Münster. 
 
2. Der gemeinsame Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/ GAL „Quali-
tätsoffensive: Die gute Ganztagsschule A-R/0039/2016“ ist hiermit aufgegriffen und formal erle-
digt. Er wird in seinen noch nicht abschließend behandelten Punkten weiterhin umzusetzen sein.  
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
15.01.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Paschert 
Frau Rengshausen 
Frau Thesing 
 
Frau Schild 
Telefon: 492-5143 
SchildK@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0732/2019 
 
Begründung: 
 
1. Offene Ganztagsschulen in Münster 2020 
Mit dem vorliegenden Bericht für die Offenen Ganztagsschulen in Münster wird ein Fachbericht vo r-
gelegt, der über Zahlen, Daten und Fakten zur Entwicklung in den Offenen Ganztagschulen informiert 
und die Einführung einer systematischen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung beschreibt. Sie 
gründet auf den Qualitätsstandards für die Offenen Ganztagsschulen und eröffnet die Möglichkeit 
non-formale Bildung und informelles Lernen im Bildungssystem der Offenen Ganztagsschulen darz u-
stellen. 
 
Der Bericht wird vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien verantwortet und wurde zusammen 
mit weiteren Akteuren erarbeitet. Beteiligt waren der „Kommunale Qualitätszirkel“, das Amt für Schule 
und Weiterbildung, die „Trägerkonferenz“ freier Träger der Kinder - und Jugendhilfe und die Stadte l-
ternschaft. Die intensive Zusammenarbeit dieser Gremien hat sich als sehr effektiv und förderlich e r-
wiesen; dies vor allem im Hinblick auf die Einordnung wichtiger Fragestellungen und fachlicher He r-
ausforderungen für die Offenen Ganztagsschulen in Münster. 
 
Die Offenen Ganztagsschulen zeigen seit Jahren eine sehr starke Dynamik. Dies ist unter anderem 
durch den gesellschaftlichen Wandel begründet, in dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf z u-
nehmend im Fokus steht. Durch die Kindertagesbetreuung ist die institutionelle Erziehung, Bildung 
und Betreuung für Familien ein Standard, den sie auch in der Grundschule erwarten und benötigen.  
Zum Schuljahr 2009/2010 besuchten 2.503 Kinder die Offenen Ganztagsschulen. Im Vergleich dazu 
sind es im Schuljahr 2019/2020 voraussichtlich 6.054 Kinder. Dies entspricht einer prozentualen Ste i-
gerung von 242%. Der Bis -Mittag-Bereich ist hingegen relativ konstant geblieben, bei aktuell 2.106 
Kindern (2009: 2.004). 
Neben der Ganztagsbetreuung hat sich der Anspruch an Ganztagsbildung entwickelt. Die Umsetzung 
der Trias, Bildung, Erziehung und Betreuung, ist das zentrale Ziel der Offenen Ganztagsschule. Schu-
le und Jugendhilfe tragen dabei die gemeinsame Verantwortung für die kognitive, soziale und emotio-
nale Entwicklung der Kinder in den Ganztagsschulen. 
Seit 2009 wird den politischen Gremien fortlaufend zur E ntwicklung der Offenen Ganztags schulen in 
Münster berichtet:   
 „Offene Ganztagschule in Münster 2009 – Standortbestimmung und Perspektiven“ 
(V/0483/2009)  
 „Offene Ganztagsschule in Münster – Bericht 2009 – 2012“ (V/0739/2012) 
 „Offene Ganztagsschule – Fachbericht 2012 – 2015“ (V/0444/2015) 
 „Qualitätsoffensive Offene Ganztagsschulen – Zwischenbericht und weiteres Verfahren“ 
(V/0366/2017) 
 „Qualitätsstandards der Offenen Ganztagschulen in Münster – 2019“ (V/0766/2018  und 
V/0766/2018/1) 
 
Die Berichte geben Aufschluss darüber, welche Veränderu ng sowohl quantitativ als auch qualitativ in 
den letzten Jahren vollzogen worden sind. Dadurch liegen umfassende Zahlen und Daten zu Verso r-
gungsquoten, zur Trägerlandschaft, zur Personalentwicklung  und Personalstrukturen, zu konzepti o-
nellen Standards, zu Qualitätsstrukturen und deren Finanzierung vor. 
Im Februar 2019 wurden vom Rat der Stadt Münster die „Qualitätsstandards Offene Ganztagsschulen 
in Münster 2019“ (V/0766/2018 und V/0766/2018/1) beschlossen. Die Qualitätsstandards der Offenen 
Ganztagsschulen stellen die wachsende Verzahnung von Jugendhilfe und Schule unter einem g e-
meinsamen Dach dar und lassen optimistisch in die Zukunft ganztägiger Schulkonzepte blicken.  Ziel-
setzung bleibt, eine weiterentwickelte Bildungsberichterstattung zur Ganztagsbildung in Münster vor-
zulegen.

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V/0732/2019 
 
2. „Qualitätsoffensive: Die gute (offene) Ganztagsschule A-R/0039/2016“ 
 
Im Schuljahr 2018/2019 sowie im laufenden Schuljahr 2019/2020 wurden folgende weitere Bestand-
teile des oben genannten Ratsantrag A-R/0039/2016 erarbeitet und umgesetzt: 
 
 die Verabschiedung der Qualitätsstandards Offener Ganztagsschulen in Münster 
 Reaktivierung des Münsteraner Qualitätszirkels Offener Ganztagsschulen 
 Erweiterung des OGS Fortbildungsprogramms insbesondere für Unterstützungskräfte 
 Eingruppierung der Koordinationen von S8b auf S12 TVöD   
 weitere Freistellungen der Koordinationen ab der vierten OGS-Gruppe  
 Stundenerhöhung der Wochenarbeitszeit der Koordinationen ab der siebten und zehnten 
OGS-Gruppe 
 Weiterer Ausbau der Förderinseln 
 Erhöhung der Trägervielfalt durch die Übertragung der OGS-Trägerschaft an der Grundschule 
Wolbeck-Nord sowie Beschluss zur Übertragung der Trägerschaft der OGS an den neuen 
Schulstandorten in der Oxford-Kaserne und der York-Kaserne auf einen freien Träger der J u-
gendhilfe 
 Bericht der Offenen Ganztagsschulen 2020 
 
Folgende Punkte sind in 2020 ff noch zu erledigen, deren Bearbeitung zugesichert wird: 
 
 die Gruppengröße im Offenen Ganztag auf 25 Kinder zu reduzieren 
 die Essenssituation (Mensen) dem Bedarf entsprechend zu gestalten und ein entspanntes 
Einnehmen von gesunden Mahlzeiten zu ermöglichen.  
 
 
Der vorliegende Bericht greift die Qualitätsstandards in einer neuen Berichtsstruktur auf. Erstmalig 
gibt es neben den Zahlen, Daten und Fakten qualitative Aussagen zu Merkmalen, Strukturen und 
Qualitäten in den O ffenen Ganztagschulen in Münster.  Diese sollen die Grundlage bilden, um die 
Angebote der Offenen Ganztagsschulen auch mit Blick auf den ab 2025 durch die Bundesregierung 
angekündigten Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung in der Grundschule in qualitativer und 
quantitativer Hinsicht weiterzuentwickeln. 
 
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
 
1. Anlage A 
2. Offene Ganztagsschulen in Münster Bericht 2020 
3. Anlage 1 (zum Bericht) 
4. A-R/0039/2016 –Gemeinsamer Antrag der Faktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL und der CDU-
Fraktion vom 29.06.2016 „Qualitätsoffensive: die gute (offene) Ganztagsschule“

A-R_0039_2016_a-r-0039-2016-ratsantrag-gruene-cdu_qualitaetsoffensive-gute-offene-ganztagsschule

14109 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0039/2016  
 
 
 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL CDU 
Ratsfraktion Münster Ratsfraktion Münster 
 
 
21. Juni 2016 
Ratsantrag  
 
Qualitätsoffensive: Die gute (offene) Ganztagsschule 
 
Der Rat möge beschließen:  
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Gesamtkonzep t zu verbindlichen 
flächendeckenden Qualitätsstandards für alle OGS in Münster in gemeinsamer 
Verantwortung von Jugendhilfe und Schule auszuarbeiten. Das Ziel ist es, Unterricht 
sowie ihn ergänzende und erweiternde allgemeinbildende Angebote von 
außerschulischen Partnern zu einem Gesamtkonzept von Bildung, Erziehung und 
Betreuung zusammenzuführen sowie Schule und OGS besser zu verzahnen und als 
verlässlichen Lern- und Lebensraum für Mädchen und Jungen weiterzuentwickeln. 
Dazu gehört auch mehr individuelle Förderung der Kinder nach ihren eigenen 
Bedürfnissen mit ihren Stärken, Schwächen und individuellen Begabungen. 
 
2. Um die pädagogische Qualität der OGS zu stärken und qualitative Angebote gezielt 
auszubauen, wird die Verwaltung beauftragt,  
• ein Personalentwicklungskonzept sowohl für ältere Fachkräfte als auch für 
niedrig-teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter/-innen zu entwickeln, mit dem Ziel, das 
vorhandene Personal bestmöglich auf die Aufgaben vorzubereiten. Ein Teil des 
Konzeptes sind verstärkte gemeinsame regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen mit 
Beteiligung von Lehr- und pädagogischen Fachkräften, Ganztagskoordinatoren 
und Schulleitungen; 
• den Anteil der freien Träger der Jugendhilfe, die im Offenen Ganztag tätig sind, 
auf mehr als 25% zu erhöhen. Die OGS ist zu einem inklusiven Lebens- und 
Lernort weiter zu entwickeln. Entsprechende Mehrbedarfe an Personal 
(insbesondere im Nachmittagsbereich, solange nicht rhythmisiert ist) inkl. 
Finanzierungsbedarf sind zu ermitteln; 
• allgemein verfügbare Maßnahmen zur Erhaltung der P ersonalgesundheit an den 
OGS zu etablieren; 
• die Essenssituation (Mensen) dem Bedarf entspreche nd zu gestalten und ein 
entspanntes Einnehmen von gesunden Mahlzeiten zu ermöglichen. Die 
vorhandenen Speiseräume und Küchen stoßen häufig an ihre Grenzen. Daher ist 
auch hier zu ermitteln, mit welchem Raum- und Finanzbedarf dieses Ziel zu 
realisieren ist; 
• das Raumangebot inkl. Rückzugsmöglichkeiten so zu gestalten, dass sich die 
Kinder wohlfühlen. Kinder sind bei den Gestaltungsfragen einzubeziehen.  
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt bei der Kostenber echnung für die freien Träger die 
Over-Head-Kosten im angemessenen Umfang zu berücksichtigen. 
 
4. Die Verwaltung wird im Weiteren beauftragt, auf der Grundlage des Fachberichts 
Offene Ganztagsschule (OGS) aus dem Jahr 2015 
1 den Finanzierungs- und 
Raumbedarf verbunden mit einer möglichen zeitlichen Umsetzungsperspektive in 
                                                 
1 V/0444/2015 Offene Ganztagsschule – Fachbericht 2012-2015

2 
 
priorisierten Modulen rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen 2017 für die 
nachfolgenden Maßnahmen zu ermitteln:  
• die Freistellung der Koordinationsstellen ab 4 Gru ppen, 
• im Bestand Möglichkeiten zu eruieren, um für die K oordinationsfachkräfte 
eigene Büros bzw. “ungestörte“ Arbeitsplätze zu schaffen,  
• einen dem Bedarf entsprechenden Vertretungspool au fzubauen,  
• die Gruppengröße im Offenen Ganztag auf 25 Kinder zu reduzieren. 2 
 
Begründung : 
 
Nur in gemeinsamer Verantwortung von Jugendhilfe und Schule kann ein Ort des Lebens 
und Lernens entstehen, das die Mädchen und Jungen in ihrer Entwicklung ganzheitlich 
fördert und in ihren Bedürfnissen und Interessen ernst nimmt. Die Umsetzung der Trias 
Bildung, Erziehung und Betreuung ist das zentrale Ziel in der Offenen Ganztagsschule. 
Betreuung nicht nur verstanden als Beaufsichtigung und zeitliche Betreuung, sondern als 
Sorge, Unterstützung und Beziehungsarbeit. Bildung nicht nur verstanden als das Vermitteln 
von Wissen, sondern auch als Förderung der Persönlichkeitsbildung und die Aneignung 
sozialer und kultureller Kompetenzen. Um Bedürfnissen der Kinder zu genügen, bedarf es 
qualifizierter pädagogischer Fachkräfte als feste Ansprechpartner/innen und kontinuierliche 
Bezugspersonen sowie eines guten Personal-Schlüssels. Ebenfalls adäquate räumliche und 
sächliche Ausstattung im Innen- wie im Außenbereich gehört dazu. 
 
Was macht eine gute OGS aus? 
 
Eine gute OGS zeichnet eine Rhythmisierung und inhaltliche Verknüpfung von Unterricht und 
außerunterrichtlichen Angeboten aus, was auch die Inklusion (Integrationshelfer am 
Nachmittag) erleichtern würde.  
Will die Schule ein Lern- und Lebensort für Kinder sein, müssen sich Kinder dort wohl und 
gut aufgehoben fühlen. Aus der Perspektive von Kindern und im Interesse ihrer 
Persönlichkeits-entwicklung ist es daher wichtig, wenn Schule zuvörderst ein Ort ist, in dem 
die Mädchen und Jungen ihre altersspezifischen und entwicklungsrelevanten 
Lebensbedürfnisse befriedigen können: 
 
•  Das Bedürfnis Wissen und Können zu erwerben (!) 
•  Das Bedürfnis nach selbst bestimmter Bewegung un d Aktivität 
•  Das Bedürfnis nach Zusammensein mit Gleichaltrig en 
•  Das Bedürfnis, die Welt im Umfeld von Elternhaus  und Schule zu erkunden 
•  Das Bedürfnis nach verlässlichen Strukturen, mit  klaren sozialen Regeln 
•  Das Bedürfnis nach ernst nehmender und verstehen der Anleitung 
•  Das Bedürfnis sich zu entfalten, zu wachsen und „groß“ zu werden und dazu 
 ermutigt zu werden 
• Das Bedürfnis nach konstanten Bezugspersonen. 
3 
 
Eine Offene Ganztagsschule muss diesen Anforderungen ebenso genügen, weil sie 
für die angemeldeten Kinder eine Ganztagsschule ist. 
4 
 
                                                 
2 Siehe Positionspapier der Freien Wohlfahrtspflege NRW http://freiewohlfahrtspflege-
nrw.de/positionen/ansicht/detail/news/detail/News/finanzierung-der-offenen-ganztagsschule-im-primarbereich-ogs/cache/nc/  
 
3 Oggi Enderlein: Schule ist meine Welt. Ganztagsschule aus Sicht der Kinder. 7. aktualisierte und überarbeitete Auflage, Berlin 
2015, S. 50 
4
 Siehe hierzu auch RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 
85Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und 
Sekundarstufe I, der keinen Unterschied hinsichtlich der Merkmale zw. gebundenem und offenem Ganztag macht.

3 
 
Charakteristisch ist leider für die meisten OGS in Münster die Trennung von Unterricht am 
Vormittag und Betreuungs- und Freizeitangeboten am Nachmittag. Nach einem 
umfassenden Bildungsverständnis müsste hier eine bessere bildungsfördernde Verzahnung 
zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten erfolgen. 
Durch das aktuelle Konzept ist eine Rhythmisierung im Sinne der Anpassung an individuelle 
Lern- und Biorhythmen der Kinder kaum möglich. Insbesondere für Kinder mit emotionalem 
und sozialem Unterstützungsbedarf ist dies besonders schwierig aufgrund des 
Bezugspersonen- und Gruppenwechsels zwischen Vor- und Nachmittag, zu großen Gruppen 
und kaum vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten. Hier wäre eine sinnvolle Maßnahme die 
Bildung von OGS-Klassen.  
 
Angesichts aktueller Herausforderungen, wie dem gemeinsamen Lernen von Kindern mit 
und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung sowie einer optimierten 
individuellen Förderung, wird der Anspruch an die pädagogische Arbeit in der Primarstufe in 
Zukunft nicht kleiner, sondern ansteigen. (So der Bildungsbericht „Offene Ganztagsschule 
NRW 2014“). Wir brauchen deshalb neue didaktische Ansätze für heterogene 
Kindergruppen. Im Rahmen des Bildungsberichts lässt sich aus Trägersicht diesbezüglich 
eher ein negativer Trend feststellen. Mit Blick auf die Umsetzung ganztagsspezifischer 
Zielsetzungen sehen die Träger insbesondere die Förderung von Stärken und Fähigkeiten 
der Kinder im Jahr 2013/14 als weniger gegeben an, als noch im Jahr 2011/12. Es ist daher 
zu empfehlen, die Konzepte der Offenen Ganztagsschule insbesondere dahingehend zu 
prüfen, wie die Kinder individuell nach ihren eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen 
besser gefördert werden können. 
5 
 
„Es geht darum, ein von den künftigen Nutzern, also den Kindern, mitentwickeltes und 
akzeptiertes Programm für die Schule am Nachmittag zu entwerfen (...) 
Es wird deutlich, wie wertvoll es ist, das subjektive Wohlbefinden der Kinder als einen 
Indikator für die Qualität eines sozialökologischen Lebensraums heranzuziehen. Wenn 
Ganztagsschule ein Mehr an Anregungen und Angeboten mit sich bringt, wird sie von den 
Kindern begrüßt. Wenn sie nur eine zeitliche Verlängerung der traditionellen Halbtagsschule 
darstellt, findet sie nur mäßige Akzeptanz. (3. World-Vision Kinderstudie 2013, S. 124 f). 
 
So können die außerunterrichtlichen Angebote ein guter Rahmen sein, um bestimmte 
Themen des Unterrichts noch einmal von einer etwas anderen Seite zu beleuchten. Dabei 
kann der außerunterrichtliche Bereich sich auf solche Aktivitäten konzentrieren, für die oft im 
eigentlichen Unterricht keine Zeit besteht.  
Das funktioniert nur, wenn genügend Zeit zur Verfügung steht. Auch müssen Lehr- und 
Fachkräfte in engem Austausch stehen, damit eine hohe Transparenz im Hinblick auf die 
Unterrichtsinhalte vorhanden ist. Für die Umsetzung der besseren Verzahnung von 
außerunterrichtlichen Angeboten und Unterricht ist eine angemessene personelle 
Ausstattung mit pädagogischen Fachkräften notwendige Voraussetzung.  
 
Laut der Berichtsvorlage V/0444/2015 sind rund 46 % der hauptamtlich beschäftigten 
Mitarbeiter/-innen in den offenen Ganztagsschulen älter als 45 Jahre. Im Schuljahr 2014/15 
arbeiteten zudem 562 Mitarbeiter/-innen im Rahmen eines niedrigteilzeitbeschäftigten 
Arbeitsverhältnisses. Eine besondere Herausforderung stellt hier der Einsatz von niedrig-
teilzeitbeschäftigten Kräften dar. Vielfach zwingt die personelle Not die OGS-
Koordinatoren/Innen, das Personal direkt z.B. über nadann-Anzeigen zu suchen und 
einzustellen. Dabei werden häufig Personen eingestellt, die über keine pädagogische 
Ausbildung verfügen. Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen müssen daher zwingend eine 
feste Grundsäule der Personalpolitik im OGS-Bereich werden. Gemeinsame, 
multiprofessionelle Fortbildungen müssen verstärkt angeboten und beworben werden. Es 
sollte angestrebt werden, schulpädagogische und sozialpädagogische Kompetenzen und 
Systeme zusammenzuführen. Neben gemeinsamen Fortbildungen sind auch gegenseitige 
                                                 
5 Nicole Börner, Andrea Conraths, Ute Gerken, Ramona Steinhauer, Janina Stötzel, Agathe Tabel: Bildungsbericht Ganztagsschule 
NRW 2014, S. 35

4 
 
Hospitationen und gemeinsame Teamzeiten von Fach- und Lehrkräften, 
Ganztagskoordinatoren und Schulleitungen sinnvoll. Eine weitere Überlegung ist eine 
verstärkte Zusammenarbeit mit den Münsteraner Hochschulen, um Lehramtsstudierende im 
Rahmen eines studienbegleitenden Praktikums an der pädagogischen Arbeit im offenen 
Ganztag zu beteiligen. 
 
Der Fachbericht OGS 2015 hat viele „Baustellen“ im Personalbereich aufgezeigt, die es 
sukzessive zu bearbeiten gilt, wobei einige exemplarisch nachfolgend detaillierter begründet 
werden: 
 
Die Leitungs-, Koordinations- und Verwaltungsaufgaben und die damit verbundene 
Organisations- und Steuerungsverantwortung haben sich aufgrund der stetig wachsenden 
Teilnehmerzahlen in den offenen Ganztagsschulen deutlich erhöht. Insbesondere an großen 
offenen Ganztagsschulen (ab 4 Gruppen) nehmen die Leitungsaufgaben einen deutlich 
höheren Stellenwert als an kleineren offenen Ganztagsschulen ein. So kann ein/e 
Koordinator/-in, neben der Leitung einer eigenen Gruppe, zwischenzeitlich für ein Team von 
bis zu 25 Mitarbeiter/-innen verantwortlich sein.  
 
Um den anfallenden Aufgaben an den größer werdenden offenen Ganztagsschulen gerecht 
werden zu können, wurden zum 01.01.2014 die Stellen der Koordinatoren/-innen an offenen 
Ganztagsschulen mit vier und mehr Gruppen von 25,32 auf 30,0 Stunden aufgestockt. 
Hierfür wurden 1,92 Planstellen (S 8) im Stellenplan 2014 eingerichtet (vgl. Vorlage 
V/0530/2013).“ 
6 
 
Der Rat hat im Dezember 2015 beschlossen, dass ab dem Schuljahr 2016/2017 Mittel 
bereitgestellt werden, um als einen ersten Schritt  Koordinationsfachkräfte an den größten 
OGS mit 7 bzw. 8 Gruppen (4-5 Koordinationsfachkräfte) freizustellen. 
 
Im Schuljahr 2015/16 haben 26 offene Ganztagsschulen 4 und mehr Gruppen; davon haben  
13 Schulen  4 Gruppen /  1 Schule    5 Gruppen /  6 Schulen  6 Gruppen /  
5 Schulen  7 Gruppen /   1 Schule    8 Gruppen 
 
Weitere Schritte  müssen daher folgen. Neben der Freistellung müssen 
Koordinationsfachkräfte über einen ausgestatteten, „ungestörten“ Arbeitsplatz oder, wo im 
Bestand möglich, ein eigenes Büro verfügen. 
Der Vertretungspool muss laut Fachbericht aufgestockt werden, um Vertretungssituationen 
ausreichend abdecken zu können. 
Als vertretbare Gruppengröße wird eine Anzahl von 25 Kindern benannt. Zurzeit wird ab dem 
50. Kind die zweite Gruppe gebildet. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, will man 
auch die Inklusion im Ganztagsbereich umsetzen sowie die individuelle Förderung nach 
eigenen Begabungen, Stärken und Schwächen zu verwirklichen. 
 
Trotz unterschiedlicher Aufgabenstellungen, Strukturen, Zuständigkeiten, Finanzierungen, 
Arbeitsweisen und Methoden stehen Schule und Jugendhilfe in gemeinsamer 
Verantwortung  für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern. Die freien 
Träger haben sich laut aktuellem OGS-Fachbericht des Amtes für Kinder, Jugendliche und 
Familien als professionelle und verlässliche Partner etabliert und bereichern mit ihrer Arbeit 
die Schul- und Betreuungslandschaft 
7. Daher ist es konsequent, dass Know-how der freien 
Träger mehr zu nutzen als bisher geschehen. Dies hätte neben der inhaltlichen 
Verbesserung auch die Folge, dass weniger Personal beim öffentlichen Träger angestellt ist. 
 
Jutta Möllers Jens Heinemann 
und Fraktion und Fraktion 
                                                 
6 Vgl. V/0444/2015, S. 6 und 18  
7 Vgl. ebenda, S. 4

Beratungsverlauf (5)

29.01.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.02.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.02.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government
TOP 2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.02.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
12.02.2020 Rat
TOP 16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Beckstraße 1
  • Hansaplatz
  • Loevelingloh 1
  • Kinderhaus
  • Düesberg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0732/2019
Typ
Vorlagen
Datum
02.12.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37