260032
Bürgerantrag: Unterstützung der Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Bad Godesberg aus bezirklichen Mitteln
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Sammeldokument öffentlich
11789 Zeichen
Anregungen und Beschwerden
öffentlich
260032
Der Oberbürgermeister
—
—
Federführung:
Co-Dezernat
Dezernat:
Dez. OB
25.12.2025
Bürgerantrag: Unterstützung der
Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Bad Godesberg
aus bezirklichen Mitteln
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 28.01.2026 Entscheidung
Inhalt der Anregungen und Beschwerden
Der Antrag ist auf die Unterstützung aus den bezirklichen Mitteln
("Feuerwehrtopf") für die Durchführung der öffentlichen Jubiläumsveranstaltung
"100 Jahre Bad Godesberg (1926-2025)", die am 5. September 2026 im
Kurpark und im umliegenden Straßenraum stattfinden soll, gerichtet.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)
2 Bürgerantrag (öffentlich)
3 Anlage 1 (öffentlich)
4 Anlage 2 (öffentlich)
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Exposé: 100 Bad Godesberg
KuKuG e.V. (12-2025)
Exposé
100 Jahre „Bad“ Godesberg (1926–2026)
Öffentliche Jubiläumsveranstaltung am 5. September 2026
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Exposé: 100 Bad Godesberg
KuKuG e.V. (12-2025)
1. Einleitung – Bedeutung von Bad Godesberg als Kurort
Mit der Verleihung des Titels „Bad“ im Jahr 1926 wurde Bad Godesberg offiziell als Kurort
anerkannt. Diese Anerkennung beruhte auf einer bereits seit dem späten 18. Jahrhundert
bestehenden Kurtradition, die sich insbesondere aus der Nutzung natürlicher Heilquellen,
der landschaftlichen Lage sowie einer vorhandenen Infrastruktur für Erholung und
Aufenthalt entwickelte.
Der Bad-Titel markiert keinen Neuanfang, sondern einen Höhe- und zugleich Wendepunkt
der Kurgeschichte: Bad Godesberg verfügte zu diesem Zeitpunkt über Kurpark, Kurhaus,
Logierhäuser und kulturelle Einrichtungen, stand jedoch – wie viele Kurorte der
Zwischenkriegszeit – bereits vor strukturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen.
Dennoch blieb der Kurortgedanke über Jahrzehnte prägend für Stadtbild, Selbstverständnis
und kulturelles Leben.
Das Jubiläum „100 Jahre Bad Godesberg“ bietet die Möglichkeit, diese Entwicklung
differenziert darzustellen: von den frühen Anfängen über die Anerkennung 1926 bis hin zu
späteren Versuchen der Modernisierung und dem Wandel des Kurwesens im 20.
Jahrhundert.
2. Historische Grundlagen des Kurortes
Heilquellen als Ausgangspunkt
Die Draitschquelle, deren Nutzung seit etwa 1790 belegt ist, bildet den historischen
Ursprung der Kurtradition Bad Godesbergs. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie im
Zusammenhang mit Heil- und Badeaufenthalten erwähnt und genutzt. Sie stellte damit eine
wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung des Ortes als Kur- und Aufenthaltsort dar.
Die Kurfürstenquelle wurde erst 1962 erschlossen. Sie steht für eine spätere Phase der
Kurgeschichte, in der nach dem Zweiten Weltkrieg Versuche unternommen wurden, den
Kurbetrieb unter modernen Vorzeichen fortzuführen. Ihre Bedeutung liegt weniger in der
Begründung des Bad-Titels als vielmehr in der Modernisierung und Reaktivierung
kurbezogener Angebote in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Prägende Gebäude und Orte
Zum historischen Kurensemble Bad Godesbergs gehörten insbesondere:
• der Kurpark als zentraler Aufenthalts- und Veranstaltungsraum
• die Redoute als Kur- und Gesellschaftshaus mit Konzerten und Veranstaltungen
• Logierhäuser und Pensionen, die den längeren Aufenthalt von Kurgästen
ermöglichten
• Bade- und Kureinrichtungen, deren Entwicklung und späterer Rückbau den Wandel
des Kurwesens widerspiegeln
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Exposé: 100 Bad Godesberg
KuKuG e.V. (12-2025)
Diese Orte sind bis heute im Stadtbild ablesbar und ermöglichen eine authentische
Auseinandersetzung mit der Kurgeschichte.
3. Veranstaltungsorte am 5. September 2026
Die zentrale Jubiläumsveranstaltung nutzt bewusst historisch belegte Orte des ehemaligen
Kurlebens:
Kurpark Bad Godesberg
– zentrale Veranstaltungsfläche
– Konzertmuschel für Musik- und Wortbeiträge
– Trinkpavillon als Ort historischer und fachlicher Vermittlung
– Aufenthalts- und Flanierbereiche
Historische Wegeachse zwischen Draitschbrunnen und Kurfürstenquelle
– Einbindung von Redoute, Logierhäusern und dem Standort des ehemaligen Hallenbads
– Nutzung für geführte Rundgänge
Die Auswahl der Orte folgt dem Ziel, Geschichte unmittelbar im Stadtraum erfahrbar zu
machen.
4. Geplante Veranstaltungsformate
4.1 Historische Rundgänge
Geführte Spaziergänge führen vom Draitschbrunnen als Ursprung der Kurtradition über
zentrale Orte des historischen Kurlebens bis zur Kurfürstenquelle als Zeichen späterer
Modernisierungsversuche. Thematische Schwerpunkte sind:
• Entwicklung der Kurtradition seit dem späten 18. Jahrhundert
• Anerkennung als Bad im Jahr 1926
• Alltag der Kurgäste und gesellschaftliches Leben
• Wandel und Rückgang des Kurbetriebs im 20. Jahrhundert
Die Rundgänge sind niedrigschwellig, barrierearm und für ein breites Publikum geeignet.
Die Führung der Rundgänge könnte der Heimatverein Bad Godesberg übernehmen.
4.2 Kurkonzerte im Kurpark
In der Konzertmuschel des Kurparks finden mehrere kurze Kurkonzerte statt. Diese greifen
die historische Tradition der Kurmusik auf, die in Bad Godesberg – wie in vielen Kurorten –
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ein fester Bestandteil des Kurbetriebs war. Die musikalischen Beiträge orientieren sich an
der Zeit um 1926 sowie an zeitlosen Formen leichter klassischer Musik.
Musiker: sind teilweise angefragt.
4.3 Wortbeiträge, Vorträge und historische Einordnung
Zwischen den musikalischen Programmpunkten sowie am und im Trinkpavillon sind kurze
Wortbeiträge und Vorträge vorgesehen. Diese behandeln u. a.:
• die Bedeutung des Bad-Titels von 1926
• die Rolle der Heilquellen für die Kurentwicklung
• den Wandel des Kurwesens im 20. Jahrhundert
• die Frage: „Was macht Heilwasser zu Heilwasser?“
Die Vermittlung verbindet historische, medizinische und naturwissenschaftliche
Perspektiven und ist bewusst verständlich und dialogisch angelegt.
Experten: noch n.n.
4.4 Walking Acts in historischer Kleidung
Zur atmosphärischen Vermittlung der Kurgeschichte werden Walking Acts eingesetzt.
Darstellerinnen und Darsteller bewegen sich in historisch orientierter Kleidung (Kurgäste,
Kurpersonal der 1920er-Jahre sowie Figuren der frühen Kurgeschichte) durch den Kurpark
und entlang der Rundgangsroute.
Die Walking Acts treten als dezente historische Präsenz auf, kommen mit Besucherinnen und
Besuchern ins Gespräch und verweisen auf Orte, Inhalte und Programmpunkte.
4.5 Kurze szenische Schauspielsequenzen
Ergänzend sind kurze, mehrfach wiederholte Schauspielsequenzen vorgesehen, die zentrale
historische Momente anschaulich vermitteln:
• Szenische Darstellung der Verleihung des Bad-Titels 1926
Eine moderierte Szene stellt die Anerkennung Bad Godesbergs als Kurort dar und
verdeutlicht Bedeutung und Kontext dieses Ereignisses.
• Szenische Episode zur frühen Kurgeschichte um 1790
Eine kurze Spielsituation greift die Anfänge der Kurtradition auf und thematisiert die
frühe Nutzung der Heilquelle in historischer Anmutung.
Die Szenen sind bewusst kurzgehalten und ohne theatralische Überzeichnung gestaltet.
Für die Umsetzung wird es noch Gespräche mit Regisseuren und Schauspielern geben.
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Exposé: 100 Bad Godesberg
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4.6 Angebote für Kinder und Familien
Ergänzend sind ruhige, niedrigschwellige Angebote für Kinder und Familien vorgesehen,
u. a.:
• Kreativangebote zum Thema „Kurpark früher und heute“
• Spielerische Vermittlung von Kurgeschichte
• Mitmachaktionen mit historischem Bezug
Ziel ist eine generationenübergreifende Ansprache ohne Volksfestcharakter.
4.7 Bild- und Textpräsentationen im Außenraum (Bauzaunbanner)
Großformatige Bauzaunbanner im Kurpark und entlang der Wegeachse fungieren als
temporäre Open-Air-Ausstellung. Sie zeigen historische Ansichten, Fotografien und
erläuternde Texte zur Kurgeschichte Bad Godesbergs und ermöglichen eine selbstständige,
barrierefreie Auseinandersetzung mit den Inhalten.
Bilder und Texte für die Banner werden noch erarbeitet.
5. Verbindung zur Sonderausstellung des Heimatvereins
Die Veranstaltung am 5. September 2026 bildet den öffentlichen Auftakt des Jubiläums.
Ab Mitte September 2026 vertieft eine Sonderausstellung des Heimatvereins Bad Godesberg
die Kurgeschichte anhand von Archivmaterial, Fotografien und Dokumenten.
Während der Jubiläumsveranstaltung wird gezielt auf diese Ausstellung hingewiesen, um
eine nachhaltige Wirkung über den Veranstaltungstag hinaus zu erzielen.
6. Zielsetzung des Projekts
• historisch differenzierte Darstellung der Kurgeschichte Bad Godesbergs
• Stärkung der lokalen Identität und des Geschichtsbewusstseins
• öffentliche, generationenübergreifende Vermittlung von Stadt- und Kulturgeschichte
• nachhaltige Nutzung historischer Orte und Inhalte
• Verbindung von Jubiläum, Bildung und kultureller Teilhabe
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Finanzierungsplan: 100 Jahre Bad Godesberg
KuKuG e.V. (12-2025)
Kosten- und Finanzierungsplan
Projekt: 100 Jahre „Bad“ Godesberg (1926–2026)
Veranstaltungsdatum: 5. September 2026
Veranstaltungsort: Bad Godesberg
1. Kostenplan
1.1 Künstlerische Leistungen
Kostenposition Betrag (€)
Kurkonzerte (3 Ensembles n.n.) 3.000
Walking Acts (4 Darsteller:innen n.n.) 1.600
Schauspielsequenzen (2 Kurzszenen n.n.) 2.000
Moderation / Sprecher:innen Ehrenamt
Zwischensumme künstlerische Leistungen 6.600
1.2 Vermittlung & Inhalte
Kostenposition Betrag (€)
Historische Rundgänge (Vorbereitung & Durchführung) 500
Vorträge & Gesprächsformate n.n. (Trinkpavillon) 800
Bauzaunbanner (6 Stück, Druck & Montage) 800
Zwischensumme Vermittlung & Inhalte 2.100
1.3 Technik & Infrastruktur
Kostenposition Betrag (€)
Ton- & Veranstaltungstechnik (Konzertmuschel) 1.500
Strom, Kabel, kleinere Infrastruktur 800
Zwischensumme Technik & Infrastruktur 2.300
1.4 Organisation & Öffentlichkeitsarbeit
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Finanzierungsplan: 100 Jahre Bad Godesberg
KuKuG e.V. (12-2025)
Kostenposition Betrag (€)
Projektkoordination & Ablaufplanung Ehrenamt
Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakate, Beschilderung) 1000
Zwischensumme Organisation & Öffentlichkeitsarbeit 1.000
1.5 Besondere und noch nicht bekannte Ausgaben
Kostenposition n.n. Betrag (€)
Zwischensumme Besondere und noch nicht bekannte Ausgaben 3.000
Gesamtkosten
Gesamtsumme aller Kosten 15.000 €
2. Finanzierungsplan
2.1 Beantragte Fördermittel
Förderquelle Betrag (€)
Bezirksvertretung BaGo (Feuerwehrtopf) 5.000
Summe Fördermittel 5.000
2.2 Eigenmittel / Drittmittel
Quelle Betrag (€)
Eigenmittel / ehrenamtliche Leistungen 0
Drittmittel (z.T. beantragt) 10.000
Kulturförderung Bonn (beantragt) 5.000
Verfügungsfonds Zentrenmanagement Bad Godesberg 5.000
(Hinweis: Ehrenamtliche Leistungen von KuKuG e.V. und des Heimatvereins erfolgen ergänzend, ohne
monetäre Anrechnung.)
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Finanzierungsplan: 100 Jahre Bad Godesberg
KuKuG e.V. (12-2025)
3. Ausgeglichener Finanzierungsplan
Betrag (€)
Gesamtkosten 15.000
Gesamtfinanzierung 15.000
☑ Der Finanzierungsplan ist ausgeglichen geplant
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Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- 260032
- Typ
- Anregungen und Beschwerden
- Datum
- 06.01.2026
- Erstellt
- 06.01.2026 13:50