Mandari Insight

V/0264/2015

Münsterland e.V. - Ergebnisse der Strategiekommission

Vorlagen 12.05.2015

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 17.06.2015, TOP 26

Anlage 6_Muensterland_Gruendergeist@Muensterland

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Beschlussvorlage

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Anlage 1 Mitgliederliste Strategiekommission

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Anlage 7_Muensterland_Koordinierungstelle Klimaschutz

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Anlage 3 Beschluss AR zur Strategiekommission

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Anlage 2 Beschluss der Strategiekommission nach Beratung am 10.03.2015

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Anlage 4 Erklaerung AR zum Strategieprozess

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Anlage 5_Muensterland_Enabling Innovation

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Anlage 6_Muensterland_Gruendergeist@Muensterland

29868 Zeichen

Integriertes Handlungskonzept

Region: Münsterland
Bezeichnung: Zusammen Innovieren Entwickeln und Lösungen erarbeiten REGION MÜNSTERLAND

Projektname / Projekttitel Gründergeist@Münsterland
Anschrift Airportallee 1

PLZ/Ort 48268 Greven

Telefon 02571-949315

Fax 025 71-9493 75

eMail leiking@muensterland.com
zuständige Bezirksregierung Bezirksregierung Münster

geplante Projektstruktur (zutreffendes bitte ankreuzen)

m

Verbundvorhaben (Kooperation, Weiterleitung). Bitte geben Sie unter 2. (Ausga-
ben- und Finanzierungsübersicht) die Partner/Partnerinnen (P) an, die eine För-
derung erhalten sollen.

Einzelprojekt

bis
(Monat/Jahr):

von

| 5
geplanter Umsetzungszeitraum (Monat/Jahr):

| 01/2016 12/2018

Förderschwerpunkte (zutreffendes bitte ankreuzen)

Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzen-
tren

m

Cluster, Innovations- und Kompetenznetzwerke

Gründungen

KMU

Steigerung der Produktion erneuerbarer Energien

Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze
Erstellung und Umsetzung integrierter Klimaschutzkonzepte
Umweltschutz (Achse 4)

OO) OD OO

ggf. weitere Förderzugänge (ESF, ELER, GRW,....) - bitte textlich be-
schreiben:

2. Ausgaben- und Finanzierungsübersicht (je Projektpartner/Projektpartnerin)

Eigenmittel
Be Ausgaben Barmittel, Kre- R ja
Name der Institution, 8 { Drittmittel Förderung
(gesamt) dite, bürgersch.
Ort
Engagement)
in€ in% |in€ in% |in€ in% | in€ in%
PK |Münsterland e.V. 459.575 | 100 91.915 20 367.660 80
pı In fürdenKreisBorken | goooo | 100 | 12.000 | 20 48.000 80
Wwifö Wirtschaftsförderung
P2 Kreis Coesfeld GmbH 60.000 100 12.000 20 48.000 80
P3 |WESt mbH (Kreis Steinfurt) | 60.000 | 100 12.000 20 48.000 80
Wirtschaftsförderung
[23 Münster GmbH 60.000 100 12.000 20 48.000 80
PS efw.= Kreis Warendorf 60.000 100 12.000 20 48.000 80
mbH
P6 |Technologieförderung MS 60.000 100 12.000 20 48.000 80
P7 |FH Münster 60.000 | 100 12.000 20 48.000 80

Assoziierte Partner

Pn |HWK Münster

Pn |IHK Nord -Westfalen

Pn |Kreishandwerkerschaften
Pn |Westfälische Hochschule
Pn |WWU Münster

Summen

PK = Projektkoordination, P1 = Partner/Partnerin 1, ..., Pn= Partner/Partnerin n
detaillierte Angaben (soweit bekannt) unter Punkt 6

3. Kurzbeschreibung

(maximal 1.200 Zeichen) <Zusammenfassung des Projektinhalts

Ziel des Projektes ist die Erschließung von zusätzlichen höher qualifizierten Gründungspoterzialen im ländli-
chen Raum. Im Fokus stehen hierbei Zielgruppen, bei denen noch keine konkrete Geschäftsidee vorliegt
und die für das Thema Gründung sensibilisiert werden sollen. Mittels eines zielgruppenspezifischen Kommu-
nikationskonzeptes werden Potenziale akquiriert, die in sogenannten „Gründerschmieden"“ in inter- und mul-
tidisziplinären Teams Geschäftsideen generieren, die zu einer konkreten Geschäftsidee weiterentwickelt
werden können. Gründerschmieden sind neu eingerichtete Räumlichkeiten (insg. 5) in den Kreisen Borken,
Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster. Die TN werden professionell angeleitet und unter-
stützt durch passgenaue Unterstützungsangebote, wie z.B. Workshops, Vorträge und Hospitationen in Ko-
operation mit Unternehmen, Hochschulen und Beratungseinrichtungen. Um Teilnehmer/innen für die Grün-
derschmieden zu motivieren, werden mit Hilfe von Gründerstipendien finanzielle Anreize geschaffen. Ein
weiterer Baustein des Projektes ist die Neu-Etablierung eines Businessplan-Wettbewerbs, um das Münster-
land als attraktive Gründungsregion zu präsentieren. Der Wettbewerb richtet sich neben den Teilnehmen-
den der Gründerschmiede auch an alle anderen potenziellen Gründer/innen der Region. Zudem ermöglicht
er allen Gründerinnen und Gründern eine breite Öffentlichkeit für ihre Geschäftsideen und Konzepte.

ausführliche Projektbeschreibung
Beschreibung der Ausgangslage/Herausforderung und der Arbeitsschritte/Arbeitspakete (inkl. eigene Zielset-

zungen/ Meilensteine der jeweils mitarbeitenden Projektpartner/Projektpartnerinnen; falls bürgerschaftli-
ches Engagement vorgesehen ist, bitte mit Bezug auf die Ausgabenplanung beschreiben)

Ausgangslage

Das Münsterland gehört seit Jahren zu den prosperierenden Wirtschaftsregionen Deutschlands. In einem
von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägten Umfeld (89 % der Unternehmen) finden junge
Unternehmen in allen Bereichen gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start mit anschließendem
Wachstum. Will das Münsterland als Wirtschafts- und Gründerregion weiterhin „vorne mitspielen“, muss
es der Region in Zukunft gelingen, Unternehmernachwuchs in ausreichender Zahl und Qualität zu gewin-
nen und an das Münsterland zu binden - und das in einem zunehmend schärferen interregionalen Wett-
bewerb um Fachkräfte und Hochqualifizierte aller Art. Die Gründungszahlen im Münsterland weisen ei-
nen Negativtrend auf. In 2009 gab es 15.248 Gewerbeanmeldungen, wovon das IfM 6.508 als Existenz-
gründungen definiert. In 2013 sanken die Gewerbeanmeldungen auf 11.064 zu 4.690 echten Gründun-
gen. Für beide Werte ergibt sich im Betrachtungszeitraum ein Minus zwischen 27 und 28%. Allerdings ist
die Zahl der echten Gründungen in 2013 im Vergleich zum Vorjahr mit 6,9% deutlich stärker zurückge-
gangen als die Zahl der Gewerbeanmeldungen (nur -2,7%). Um diesem Trend entgegen zu wirken be-
darf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Region mit neuen inhaltlichen und strukturellen Impul-
sen zur Aktivierung von Gründungspotenzialen. Gründungen sind neben der etablierten unternehmeri-
schen Basis ein zusätzlicher Motor für Wachstum und Diversifizierung der regionalen Wirtschaft.

Das Münsterland als eine ländliche Region ist geprägt von Heterogenität und Vielfalt. Dies ergibt sich aus
einer Vielzahl von Einflussfaktoren, wie der geographischen Lage und der infrastrukturellen Ausstattung,
mit ihrer kulturellen und traditionsbewussten Prägung. Als Gewinner des wirtschaftlichen Strukturwan-
dels hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft werden häufig die größeren Städte genannt. Sie
verfügen oft über bessere Voraussetzungen für Innovationen und deren unternehmerische Verwertung.
Selbst die einzelne Großstadt ist mit ihren vergleichsweise guten Voraussetzungen verstärkt darauf an-
gewiesen, ins Umland und darüber hinaus zu schauen, um neue Bündnisse einzugehen und Impulse für
den Wandel aufzunehmen (vgl. „Förderung kleiner Unternehmen im ländlichen Raum“, S. 38,Hrsg.
BMLE, 2013) Dabei sind die Herausforderungen für ländliche Regionen ungleich größer. Im ländlichen
Raum fehlen häufig die notwendige Infrastruktur und geeignete Kooperationspartner bei der Gründungs-
vorbereitung als auch bei der Umsetzung eines Geschäftskonzeptes. Das Institut für Mittelstandsfor-
schung in Bonn (IFM) hat mit einem Indikator die Gründungsneigung in den Kreisen und kreisfreien
Städten gemessen (NUI-Indikator: „Neue Unternehmerische Initiative“) und dabei festgestellt, dass das
Münsterland mit einem NUI-Wert von 111,48 deutlich unter dem Landesdurchschnittswert von 135,2
liegt. Bundesweit stellt die Analyse einen positiven Zusammenhang zwischen räumlicher Verdichtung und
Gründungsaktivität fest und quittiert damit ländlichen Regionen prinzipiell geringere Gründungsaktivitä-
ten.

Hemmnisse für innovative Gründungen in der ländlichen Region sind vor allem: die Sogwirkung der Met-
ropolen, eine gute Arbeitsmarktsituation, das Wertekorsett Sicherheit und Tradition, das Unternehmer-
bild in der Öffentlichkeit und die Angst vor dem Scheitern und einem damit einhergehenden Imagever-
lust. Denn etwa ein Drittel der neu gegründeten Unternehmen scheidet binnen der ersten fünf Jahre
aus. Die große Mehrheit der Bevölkerung setzt sich nicht ernsthaft mit Gründung auseinander. So hat
nur etwa drei Prozent der Bevölkerung in den Jahren 2008-2011 eine Gründungsplanung abgeschlossen.
Davon haben ca. die Hälfte die Gründungspläne wieder verworfen. (vgl. Hemmnisse im Gründungspro-
zess, KFW Bankengruppe, 2013). Im ländlichen Raum fehlt häufig die notwendige Infrastruktur und
Gründungskultur, die zur Selbständigkeit motiviert.

Das Münsterland hält eine Vielzahl an Unterstützungsangebote für Gründungsinteressierte bereit: In al-
len fünf Teilregionen werden Existenzgründerinnen und Existenzgründer, ob Freiberufler oder Gewerbe-
treibende, mit Hilfe der STARTERCENTER NRW auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt.
Ebenso stehen mehrere Gründungsnetzwerke in der gesamten Region beratend für Gründungsinteres-
sierte zur Verfügung. Ein adäquates Angebot halten auch die Hochschulen im Münsterland für ihre Stu-
dierenden und Wissenschaftler/innen bereit. Doch fast alle Angebote greifen erst dann, wenn eine Grün-
dungsidee bereits vorliegt. Mit Ausnahme der Hochschulen, die u.a. in ihren Lehren unternehmerisches
Denken und Handeln sowie Gründungskompetenzen vermitteln. Damit werden auch diejenigen in einem
ersten Schritt erreicht, die sich bisher kaum mit dem Thema befasst haben. Entgegen schon bestehender
Angebote in der Region verfolgt das Projekt Gründergeist@Münsterland das Ziel, besonders qualifizierte
Grünungspotenziale sowohl aus Hochschulen, als auch aus Unternehmen zusammenzubringen und zu
einem Zeitpunkt, wo bei den Potenzialen noch keine konkrete Geschäftsidee vorliegt. In den sogenann-
ten Gründerschmieden sollen insbesondere hochqualifizierte Gründungspotenziale in inter- und multidis-
ziplinären, sowie heterogenen Gruppen erschlossen werden.

Dabei setzt das Konzept der Gründerschmieden an der Fach- und Gründungskompetenz der Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer an, die nicht zwingend schon eine Geschäftsidee besitzen. Der Ansatz kann aus
der Theorie des geplanten Verhaltens (Ajzen und Fischbein 1980) abgeleitet werden, die menschliches
Verhalten und die Entstehung individueller Handlungsabsichten erklärt. Demnach entsteht eine Hand-
lungsabsicht einerseits aus der Einstellung zu einer Handlung und zum anderen durch subjektiv wahrge-
nommene soziale Normen. Ist eine Handlungsabsicht entstanden, wird eine Person diese tatsächlich
durchführen, wenn sie die Handlung kontrollieren kann und das Wissen darüber hat, ob sie die Handlung
durchführen kann (vgl. IFM Bonn, Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Gründungsnei-
gung (...), 2014). Dementsprechend setzen Gründerschmieden zunächst an der Einstellung zum Gründen
an, um mit kreativen Methoden Motivation und Wissen zu vermitteln, die es braucht, um den Grün-
dungsprozess zu aktivieren. Darauf aufbauend werden individuelle Geschäftsideen bis hin zu einem kon-
kreten Geschäftskonzept entwickelt. Haben die Teilnehmenden der Gründerschmiede erst erkannt, dass
ihr fachliches Potenzial in realistische Gründungsideen münden kann, werden sie mit dem notwendigen
Handwerkszeug ausgestattet, um ein Gründungsvorhaben sicher und erfolgversprechend umsetzen zu
können.

Projektziele

Leitziel des Projektes ist die Stärkung und Profilierung der Wirtschafts- und Gründerregion Münsterland.
Dabei soll eine Verbesserung des Gründungsklimas im Münsterland, insbes. für innovative Gründungen
und Gründungen mit Wachstums- und Beschäftigungs-potenzial erreicht werden. Im Zentrum des Pro-
jektes steht Erschließung von zusätzlichen und besonders qualifizierten Gründungspotenzialen. Im Fokus
stehen hierbei Zielgruppen, wie Studierende /Absolventen, Techniker/innen und Meister/innen oder Ziel-
gruppen mit ähnlichen Basisqualifikationen, bei denen noch keine konkrete Geschäftsidee vorliegt und
die für das Thema Gründung sensibilisiert werden sollen. Dabei haben sie die Möglichkeit, innerhalb be-
sonderer Rahmenbedingungen innovative Ideen mit Wachstumspotenzialen teamorientiert zu entwi-
ckeln, bis hin zu einem konkreten Geschäftskonzept.

Projektinhalt

Grundvoraussetzung für erfolgreiche Gründungen ist eine gute Geschäftsidee.

Diese Maxime gilt für alle Gründerinnen und Gründer gleichermaßen. Um eine Idee entwickeln zu kön-
nen, bedarf es Rahmenbedingungen, die Grünungspotenziale mit Kreativität und Fachkompetenz er-
schließt und fördert. Im Zentrum des Projektes steht die Einrichtung von fünf dezentralen „Gründer-
schmieden“ in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster, zur Förderung
von Gründung im Münsterland. Die Gründerschmieden stellen eine Plattform dar, die Fachkräfte motivie-
ren sollen, im Team Ideen zu generieren. Mit den Gründerschmieden sollen höher qualifizierte Zielgrup-
pen für das Gründungthema sensibilisiert und gewonnen werden. Für Zielgruppen, die noch keine kon-
krete Geschäftsidee haben und ggf. noch nicht einmal eine Selbstständigkeit planen, werden Räumlich-
keiten für die Nutzung max. 6 Monaten geschaffen. Dort können potenzielle Gründer/innen kostenfrei
Fragestellungen entwickeln, die in innovative Ideen münden und zu einem konkreten Geschäftskonzept
(Businessplan) weiterentwickelt werden können.

In den Gründerschmieden findet ein moderierter, teamorientierter und interdisziplinäre Austausch zwi-
schen den Teilnehmern statt, der flankiert wird durch passgenaue Unterstützungsangebote, wie z.B.
Workshops, Vorträge, Hospitationen in Kooperation mit Unternehmen, Kammern, Hochschulen und Bera-
tungseinrichtungen der Region. Die Einbindung von KMU hat nicht nur einen positiven Einfluss auf die
TN der Gründerschmieden und auf das regionale Gründungsklima im Allgemeinen, sondern sensibilisiert
wiederum KMU für das Thema Akquise von Gründungspotenzialen zur Sicherung der Unternehmens-
nachfolge.

Die Angebote der Gründerschmieden werden inhaltlich und interregional in den Gründerschmieden der
Teilregionen organisiert, um die regionale Vernetzung zu fördern und Synergien nutzen zu können. Ziel
der Gründerschmiede ist die Einmündung der Ideen in umsetzungsfähige Geschäftskonzepte (Business-
plan). In dem Projektzeitraum können drei Gruppen bis zu sechs Monate in den Gründerschmieden ihre
Ideen entwickeln. Innerhalb einer Gruppenphase wird nach ca. zwei Monaten die Wirksamkeit der Grün-
derschmiede evaluiert. Zudem können sich alle Teilnehmenden der Gründerschmieden mit ihren Ge-
schäftsideen am Ende des Projektes an einem in der Region neu zu etablierenden Businessplan-Wettbe-
werb teilnehmen der sich neben den Teilnehmenden der Gründerschmiede auch an alle anderen poten-
ziellen Gründer/innen der Region richtet. Mit dem Wettbewerb präsentiert sich das Münsterland als at-
traktive Gründungsregion und ermöglicht potenziellen Gründerinnen und Gründern eine breite Öffentlich-
keit für ihre Geschäftsideen und Konzepte.

Eingebunden wird das Projekt Gründergeist@Münsterland in die regionalen Aktivitäten des Münsterlan-
des. Dabei ist es zum einen eingebettet in einem noch in Vorbereitung befindenden regionalen Grün-
dungspakt, bei der sich die Region unter der Federführung der IHK Nord-Westfalen und der Handwerks-
kammer Münster gemeinsam mittels einer Werbekampagne für eine aktive Gründungskultur im Münster-
land einsetzt. Zum anderen ist geplant, die Teilnehmer/innen für die Gründerschmieden mit finanziellen
Anreizen in Form von sogenannten Gründungsvorbereitungs-Kurzstipendien zu motivieren. Die Stipen-
dien sind nicht Teil des Projektbudgets, sondern es wird der Zugang zu den Mitteln organisiert.

Abb. 1: Projektübersicht

Höher qualifizierte Ziel- Gründungsaktivierung von
gruppen (z.B. Studierende höher qualifizierten Ziel-
/Absolventen, Techni- gruppen: von der Entwick-
ker/innen, Meister/innen lung einer Idee bis zu einem
und vergleichbare Qualifi- konkreten Businessplan
kationen

Etablierung eines
Businessplan-Wettbewerbs
im Münsterland

Bildung einer Jury

Physischer Aufbau von 5
Potenzielle Gründer-/in- Gründerschmieden in den
nen ohne konkrete Ge- Kreisen Borken, Coesfeld,
schäftsidee Steinfurt, Warendorf und der
Stadt Münster

Entwicklung von Wettbe-
werbskriterien

Akquise von Preisgeldern
Organisation Prämierungs-

Entwicklung eines ziel-
veranstaltung

gruppenspezifischen Kom- 3 Teilnehmergruppen a max.
munikationskonzeptes 6 Monate pro Gründer-
schmiede

Akquise von Kurzstipendien
zur Gründungsvorbereitung

Abb. 2: Projektphasen der Gründerschmieden

Aktivierung Qualifizierung Se

Die Darstellung der Projektphasen stellt einen exemplarischen Ablauf dar, der innerhalb der Projek-
tumsetzung bedarfsgerecht und individuell angepasst wird.

1. Phase: Aktivierung
- Phase vor Bestehen einer konkreten Gründungsidee hin zu einer Gründungsbereitschaft
- Aktivierung von besonders qualifizierten Grünungspotenzialen
- Gründungsmbotivation entwickeln und Gründungshemmnisse abbauen
- Gründung als eine reale berufliche Option begreifen
- Bildung von inter-, multidisziplinären und heterogenen Teams

2. Phase: Qualifizierung
- Phase der Ideenfindung z.B. mit der Methode „Design thinking“
- Entwicklung von Fragestellungen/Problemen hin zu einer Gründungsidee
- Lernen von und mit Gründungsvorbildern
- Anwendung und Erwerb von Kreativitätstechniken

3. Phase: Umsetzung
- Phase der Ideenkonkretisierung
- Durchlaufen von Prototypphasen — Fehler machen gewollt!
- Konkretisierung eines Geschäftskonzeptes
- Enge Kooperation mit den Startercentern NRW sowie Gründungsnetzwerken im Münsterland

Arbeitsschritte und Zeitplanung

Zu Anfang des Projektes ist eine kurze Arbeitsphase von 3 Monaten geplant, in der die Projekteinplanung
erfolgen und die das Projekt organisatorisch ins Rollen bringen soll. Dabei werden in engen Zeitabständen
Abstimmungstreffen mit den Projektpartnern stattfinden. Zum Projektauftakt und sobald erste Ergebnisse
vorliegen, sind Kapazitäten für ein Arbeitspaket zur allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit vorzuhalten.

Den Kern des Projektes bilden die sogenannten Gründerschmieden, wie in der Abbildung 1 dargestellt.
In jeder Teilregion wird eine Gründerschmiede aufgebaut, die, wenn möglich an bestehende Einrichtun-
gen angeschlossen (z.B. Gründerzentren) werden, um Synergien zu schaffen und Ressourcen vor Ort zu
nutzen. In jeder Gründerschmiede werden im Projektzeitraum drei Gruppen für je 6 Monate den Grün-
dungsprozess durchlaufen. Eine Gruppe besteht aus mindestens 6 bis maximal 10 Teilnehmer/innen. Für
die Gründerschmieden wird in der Vorbereitungszeit ein spezielles Seminarkonzept (entsprechend der
Phasen siehe Abb. 2, z.B. Ideengeneration nach der Methode „Design thinking“, Vorträge, Hospitationen
usw.) entwickelt. Während der 6 Monate in einer Gründerschmiede erfahren die Teilnehmer/innen eine
individuelle Beratung und Betreuung und das Know-How bereits erfolgreicher Gründungsunternehmen
in der Region (beteiligte Unternehmen siehe Anhang 1). In den Gründerschmieden werden die TN von
der Geburt einer Idee bis zum Businessplan begleitet. Für die Erstellung eines Businessplans sollen fi-
nanzielle Ressourcen in Form von Gründerstipendien zur Verfügung gestellt werden. Diese werden im
Rahmen des Projektes akquiriert und organisiert, jedoch nicht mit Projektmitteln finanziert. Ende 2017
wird erstmalig im Münsterland ein Businessplan-Wettbewerb durchgeführt, an dem sowohl die TN der
Gründerschmieden als auch andere „Neu-Gründer“ der Region teilnehmen können. Im Oktober 2018
findet die Preisverleihung im Rahmen einer Prämierungs-Veranstaltung statt. Dieser Wettbewerb soll
auch langfristig in der Region verankert werden, indem er zukünftig zum Bestandteil des Innovations-
preises Münsterland wird, der alle 2 Jahre regional verliehen wird.

Die Projektleitung und damit Projektkoordination und -administration obliegt dem Münsterland e.V.. Die
Gesamtausrichtung und inhaltliche Abstimmungen werden mit den Projektpartnern (siehe unter Punkt 2
Ausgaben / Finanzierungsübersicht) abgestimmt. Aufbau und Umsetzung der Gründerschmieden in den
Teilregionen erfolgt durch die o.g. Projektpartner.

ebene
Referent/innen,
UnkernehmensbeLipU-Ung |

|Gründerstipendien
[Akquise/Organisation

5. Beitrag des Projektes zu den Zielen des Aufrufs Reg

me auf das jeweilige Ziel / die Nummer 1 des Wettbewerbsaufrufs)
1. Beitrag zu den jeweils relevanten Maßnahmenbereichen der OP EFRE NRW
Prioritätsachse 2: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
Spezifisches Ziel 3: Steigerung von innovativen und wachstumsstarken Unternehmensgründungen

Mit dem Projekt Gründergeist@Münsterland werden insbesondere höher qualifizierte Zielgruppen sensi-
bilisiert, Gründungsideen mit Wachstums- und Innovationspotenzialen in der Region zu entwickeln. Das
zielgruppenspezifische Kommunikationskonzept innerhalb der Gründerschmieden und zur Akquise der
Gründungspotenziale sorgt für eine Verbesserung des Gründungsklimas und erhöht die Bereitschaft zu
einer unternehmerischen Selbstständigkeit. Mit der Bildung von inter-/multidisziplinären und heteroge-
nen Teams innerhalb der Gründerschmieden wird die Gründungsneigung von Männer und Frauen gleich-
ermaßen erhöht. Dabei ermöglichen die innovativen Rahmenbedingungen eine individuelle und bedarfs-
gerechte Unterstützung bei der Gründungsvorbereitung. Öffentlichkeitsarbeit, die Kommunikation von
Vorbildern und Best-Practice-Beispielen innerhalb der Gründerschmieden und der neu etablierte Busi-
ness-Plan-Wettbewerb in der Region erzeugen ein Gründungsklima der Region, das zu Neugründungen
und Übernahme von bestehenden Unternehmen motiviert.

2. Einbettung/Ableitung des Vorhabens in die/aus der im integrierten Handlungskonzept
formulierten Strategie der regionalen Entwicklung

Im Münsterland lässt sich eine geringere Gründungsbereitschaft festhalten und zeigt eine wesentliche
Herausforderung auf. Denn gerade das Gründungsgeschehen wird in Zukunft im erheblichen Maße dazu
beitragen, wirtschaftliche Strukturen zu stärken und zu erneuern. Positive oder innovationsbezogene Ef-
fekte können ebenso durch Kooperationen von Unternehmen und Hochschulen bzw. anderen Wissen-
schaftseinrichtungen entstehen. Gründergeist@Münsterland führt zum Abbau von Risiken der Abwande-
rung junger, hochqualifizierter Fachkräfte und potenziellen Gründern in Oberzentren der Nachbarregio-
nen aufgrund höherer Präferenz für Großunternehmen und urbanes Wohnen.

Der frühzeitige Kontakt von Hochschulabsolventen wirkt sich wiederum positiv auf die Rekrutierung von
qualifiziertem Personal aus. Dies gelingt im Rahmen des Projektes mit der Bildung von interdisziplinären
Teams, mit Gründungspotenzialen sowohl aus den Hochschulen als der Wirtschaft (Handwerk und In-
dustrie) in der Region. Mit der Beteiligung von Unternehmen im Projekt, werden diese frühzeitig sensibi-
lisiert, Maßnahmen einzuleiten, um einen Generationswechsel in der Unternehmensnachfolge vorzuberei-
ten. Gründergeist@Münsterland spricht damit neben Neugründern ebenso potenzielle Unternehmens-
nachfolger/innen an.

Durch die Unterstützung von Gründungsaktivitäten in der Region kann die unternehmerische Basis im
Münsterland gestärkt und verbreitert werden. Bei der Anwendung von Innovationen, haben Gründungen
eine hohe Bedeutung. Insbesondere tragen wissensintensive Gründungen dazu bei, lokal gebundene
Wertschöpfung zu generieren und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem Projektvorhaben werden
im Münsterland infrastrukturelle Verbesserungen gerade für technologie- und wissensintensive Grün-
dungen vorgenommen und eine neue Kultur der Selbständigkeit etabliert. Dabei werden die Rahmenbe-
dingungen für Gründungsinteressierte weiter verbessert, und bestehende Beratungsstrukturen wie z.B.
die STARTERCENTER NRW, werden in das Projekt integriert.

3. Regionale Bedeutung des Vorhabens

Das Münsterland mit liegt mit seiner Gründungsaktivität deutlich unter dem Landesdurchschnittswert.
Hemmnisse für innovative Gründungen in der ländlichen sind vor allem: die Sogwirkung der Metropolen,
eine gute Arbeitsmarktsituation, das Wertekorsett Sicherheit und Tradition, das Unternehmerbild in der
Öffentlichkeit und die Angst vor dem Scheitern und einem damit einhergehenden Imageverlust. Das Pro-
jektvorhaben leistet einen gesamtregionalen Beitrag, da in jeder Teilregion „Gründerschmieden" etabliert
werden, die in ihrer Umsetzung lokal und interregional fungieren. D.h. zum Beispiel, die Gründerschmie-
den stimmen ihre Konzepte inhaltlich miteinander ab, so dass den Teilnehmenden der Gründerschmie-
den ein breites Spektrum an Fachthemen kreisübergreifend geboten wird. Mit dem Projekt Gründer-
geist@Münsterland, eingebettet im regionalen Gründungspakt, wird das Münsterland regional und über-
regional stärker als eine attraktive Gründungsregion wahrgenommen.

4. Neuartigkeit und Innovationsgehalt

Neuartig ist die gesamtregionale Steuerung der Aktivitäten zur Erschließung von höher qualifizierten
Gründungspotenzialen im ländlichen Raum, die ihre Geschäftskonzepte in einem neu im Münsterland
etablierten Businessplan-Wettbewerb präsentieren können. Der besondere Fokus des Projektes liegt auf
die Sensibilisierung für Gründungsvorhaben und Steigerung der Bereitschaft zur unternehmerischen
Selbständigkeit. Bisherige Unterstützungsangebote der Region greifen erst dann, wenn schon eine Grün-
dungsidee vorhanden ist. Mit dem Projekt werden höher qualifizierten Zielgruppen professionelle und
innovative Rahmenbedingungen geboten, in denen sie innerhalb eines Teams eine Geschäftsidee gene-
rieren und bis zu einem konkreten Geschäftskonzept zu entwickeln können. Dieser teamorientierte An-
satz zur Entwicklung Geschäftsideen ist für regional und überregional neuartig und liefert einen wichti-
gen Beitrag zum Abbau von Gründungshemmnissen und zur Förderung des Gründungsklimas in der Re-
gion.

5. Überregionale Bedeutung des Vorhabens

Mit dem Projekt „Gründergeist@Münsterland“ trägt das Münsterland zu einer wegweisenden Entwicklung
einer Gründungsförderung bei, die auch auf andere Regionen übertragbar ist. Die Strategie als Ganzes
hat mit seinen zahlreichen Kreisgrenzen überschreitenden Verknüpfungen und Ansätzen einen pilothaf-
ten Charakter. Die einzelnen Projektphasen bieten gute Voraussetzungen für frühzeitige überregionale
Kooperationen.

6. Realisierbarkeit des Vorhabens

Neben dem Münsterland e.V. sind mit den Kreiswirtschaftsförderungen, der Technologieförderung, den
Kammern, den Hochschulen des Münsterlandes und damit auch die regionalen Gründungsnetzwerke der
Region in das Projekt integriert. Die Zielerreichung wird im Projektverlauf durch ein internes Monitoring
sichergestellt. Gewonnene Erkenntnisse werden den beteiligten Akteuren auch nach dem Projektverlauf
zur Verfügung gestellt.

7. Nachhaltige Entwicklung

Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Förderung von Unternehmensgründungen langfristig voranzutreiben.
Dabei werden nicht nur neue Strukturen zur Gründungsförderung geschaffen, sondern auch bestehende
kommunale Institutionen genutzt, die die Projektbausteine nachhaltig in der Region verankern. Für den
Aufbau von Gründerschmieden bedeutet das, diese in der räumlichen Nähe zu Gründungsberatungsein-
richtungen anzusiedeln und den Business-Wettbewerb als eine weitere Wettbewerbskategorie des Inno-
vationspreises Münsterland einzubinden. Die neue gesamtregionale Ausrichtung der Gründungsförde-
rung wird auch nach Projektende fortgesetzt.

8. Gleichstellung von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in dem Projekt gewährleistet, da alle Geschlechter und
Nationalitäten gleichermaßen angesprochen werden. Insbesondere das Konzept der Gründerschmieden
ermöglicht die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse von Frauen und Männer. Bei den Gruppen in-
nerhalb der Gründerschmieden wird auf eine heterogene Zusammensetzung geachtet, so dass sowohl
Männer und Frauen verschiedener Fachdisziplinen und Altersgruppen zusammen arbeiten. Das Kommu-
nikationskonzept zur Ansprache von Gründerpotenzialen wird zielgruppenspezifisch und gendergerecht
ausgestaltet.

6. Ausgabenübersicht(Gesamtprojekt, in €)

Grunderwerb

Bauleistungen

Lieferleistungen / Sachkosten 232.000€

Dienstleistungen 28.000 €

Personalkosten 520.641 €

Gemeinkosten 78.096 €

Weitere: Reisekosten 14.838 €
Summe Ausgaben | 879.575 €

Die bis hierhin dargestellten Informationen sind in der ersten Stufe des Aufrufs Regio.NRW von Be-
ginn an vorzulegen.

Erfolgt nach der ersten Sitzung des Regio.NRW-Gutachtergremiums eine Aufforderung zur Weiter-
qualifizierung des Projektes, sind zeitnah die unten folgenden Angaben zu ergänzen und ggf. angefor-
derte Erläuterungen und Anpassungen in den oben dargestellten Informationen zu ergänzen.

Anlagei

Unternehmensbeteiligung im Projekt Gründergeist@Münsterland

Im
en

mediaBEAM GmbH

INGENIEURBÜRO für Straßen- und Tiefbau
Dipl.-Ing. Frarik Hoizmüller

Rona-Buchversand
Steuerberaterin Hewing

Kosmetik Kosmo GmbH & Co.KG

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Immissionsschutz / Umwelttechn:

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7. Erklärung zur Inanspruchnahme weiterer Förderungen und Freigabe zur Ve

itlichung

e Bitte geben Sie hier an, ob Sie sich mit dem eingereichten Vorschlag auch bei anderen Wettbewer-

ben bzw. Förderprogrammen beworben haben.

Nehmen Sie mit diesem Beitrag an anderen
Wettbewerben oder Projektaufrufen im Rah-
men des EFRE.NRW-Programms teil?

nein [Jja

Wenn ja, an welchem:

Haben Sie für dieses Vorhaben an anderer
Stelle eine öffentliche Förderung beantragt?

nein [Jia

Wenn ja, welche Förderung/welche Stelle:

° Der Projektkoordinator, die Projektkoordinatorin / die Verbundpartner, die Verbundpartnerinnen

erklären:

o im Falle der Prämierung dieses Beitrags das Einverständnis zur Veröffentlichung der Projektidee
in Publikationen der Landesregierung NRW mit Angabe von: Projekttitel, Namen der Projekt-
partner/Projektpartnerinnen und der Kurzbeschreibung.

o dass das Projekt noch nicht begonnen hat und vor Beginn einer evtl. Förderung auch nicht be-

ginnen wird.

o dass die notwendigen Eigenmittel zur Durchführung des Projekts aufgebracht werden können.

I

y
Münster, 10.03.2015 l <
Ort, Datum Unterschrift Veptretungsberechtigte / Projektkoordination

Beschlussvorlage

6760 Zeichen

V/0264/2015 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernat III 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Münsterland e.V. - Ergebnisse der Strategiekommission 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.06.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung 
16.06.2015 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 
17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
17.06.2015 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Stadt Münster stimmt dem Beschluss der Strategiekommission Münsterland vom 
10.03.2015 (Anlage 2) zu. 
 
2. Die zu dessen Umsetzung notwendigen Satzungsänderungen zur Sicherstellung einer stärkeren 
Berücksichtigung der kommunalen Willensbildung im Aufsichtsrat des Münsterland e.V. werden 
begrüßt. Die Vertreterin/der Vertreter der Stadt Münster in der Mitgliederversammlung des 
Münsterland e.V. am 18.06.2015 wird angewiesen, entsprechenden Beschlussvorschlägen zu-
zustimmen.  
 
3. Zur Umsetzung von bestimmten, konkret regional abgestimmten, durch die EU und das Land 
NRW geförderten Projekten zur regionalen Strukturförderung wird dem Münsterland e.V. in 
den Jahren 2016 und 2017 durch die Stadt Münster – sofern die Stadt Projektpartner ist - je-
weils ein Betrag in Höhe von ca. 30.000 EURO (insgesamt 60.000 €) zur Verfügung gestellt, 
um daraus - gemeinsam mit den Finanzmitteln der Kreise - die erforderlichen Eigenanteile dar-
stellen zu können. 
 
4. Im Hinblick auf die durch die Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. zu fassenden Be-
schlüsse erklärt die Stadt Münster, dass über eine Beitragserhöhung ab dem Jahr 2018 erst 
nach einer entsprechend positiven Evaluierung der Förderprojekte und zur Sicherstellung der 
nachhaltigen Aufgabenerfüllung des Münsterland e.V.im Laufe des Jahres 2017 zu entscheiden 
ist.  
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0264/2015 
Auskunft erteilt: 
Herr Schultheiß 
Ruf: 
492-7070 
E-Mail: 
Schultheiss@stadt-muenster.de  
Datum: 
12.05.2015 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0264/2015 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0901 Stadt- und Regionalentwic k-
lung, Stadtplanung 
   
 
Zeile 15 Transferaufwendungen 2016 30.000  
   2017 30.000  
      
Einzahlungen      
Saldo: 60.000  
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass 
der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2016 bzw. der mittelfristigen Ergebnis und Finanzpla-
nung die Ermächtigungen bereitstellt. 
 
Begründung: 
 
Zu Beschlusspunkt 1 + 2.: 
 
Auf Basis der Beschlüsse des Rates der Stadt Münster vom 02.0 4.2014 (V/0298/2014) hat der 
Aufsichtsrat des Münsterland e.V. im Frühjahr 2014 entschieden, eine Evaluation des Münste rland 
e.V. durchzuführen, an den sich ein strukturierter Strategieprozess anschloss. Beide Proze sse 
wurden extern durch die Prognos AG umgesetzt und gesteuert.  
 
Am 27.09.2014 fand die Auftaktveranstaltung zum Strategieprozess in der Halle Münsterland  statt, 
an der ca. 150 Teilnehmer /-innen gesellschaftlich relevanter Gruppen und Parteien aus dem g e-
samten Münsterland teilgenommen haben. In dieser Veranstaltung wurde die Bildung einer aus 27 
Mitgliedern bestehenden Strategiekommission  (Anlage 1) zustimmend zur Kenntnis genommen. 
Die Strategiekommission tagte dreimal (17.12.2014, 10.02.2015 und 10.03.2015). Ein in di esen 
Sitzungen erarbeiteter und einmütig am 10.03.2015 gebilligter Beschluss zur strategischen Au s-
richtung, zum Ressourcenbedarf und zur künftigen Zusammensetzung von B eschlussgremien und 
Vorstand (Anlage 2) wurde im Aufsichtsrat des Münsterland e.V. in seiner Sitzung am 17.03.2015  
beraten und beschlossen (Anlage 3). Zur näheren Erläuterung zu den Ergebnissen des Strategi e-
prozesses wird auf die Erklärung des Aufsichtsrates verwiesen (Anlage 4). 
 
In Anbetracht der Tatsache, dass die Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. zur Umsetzung 
des Beschlusses der Strategiekommission bereits am 18.06.2015 satzungsändernde Beschlüsse 
fassen müsste, sind bis dahin auch durch die Stadt Münster und die Kreise Borken, Coesfeld, 
Steinfurt und Warendorf Entscheidungen herbeizuführen. 
 
Zu Beschlusspunkt 3.: 
 
Die gemäß Ziffer 10. des Beschlusses der Strategiekommission ( Anlage 2 ) zu unterstütze nden 
Förderprojekte im Bereich Wirtschaft sind bereits im Grundsatz abgestimmt, mit einem breiten r e-
gionalen Konsens versehen und beim Land NRW mit einem regio nal abgestimmten Integrierten 
Handlungskonzept im Rahmen des so genannten „Regio.NRW“ am 12.03.2015 fristgemäß zur 
Förderung eingereicht worden. Dabei handelt es sich um Projekte zur regionalen Innovationsförde-
rung („Enabling Innovation Münsterland“- Anlage 5), zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unter-
nehmen und insbesondere Unternehmensgründungen („Gründergeist@Münsterland“ – Anlage 6) 
und zum Klimaschutz („Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz - Anlage 7). Ferner ist der 
Münsterland e. V. neben allen anderen Regionen in NRW regionaler Partner der KlimaExpo.NRW.

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Bei einer Aufteilung der Eigenmittel nach dem Einwohnermaßstab auf die Stadt Münster und die 
vier Kreise entfällt somit ein Betrag in Höhe von ca. 60.000 EURO auf die Stadt Münster. Aufgeteilt 
auf die Jahre 2016 bzw. 2017 wären jeweils 30.000 EURO zur Verfügung zu stellen. 
 
Zu Beschlusspunkt 4.: 
 
Gemäß Beschluss der Strategiekommission (Ziffer 9) soll der derzeitige Mitgliedsbeitrag s owie der 
Verlustausgleich durch die Kommunen für die Jahre 2016 und 2017 festgeschrieben werden. Eine 
Beitragserhöhung kann frühestens im Jahr 2018 umgesetzt werden. Die Stadt Münster trägt b e-
reits jetzt aufgrund der hohen Einwohnerzahl einen Großteil der Mitgliedsbeiträge für den Münster-
land e. V.. Da aufgrund der Prognosen von IT.NRW ein weiterer deutlicher Anstieg der Einwohner-
zahlen in den nächsten Jahren erwartet wird, wird die Stadt Münster bereits aus diesem Grund 
einen auch zukünftig steigenden Mitgliedsbeitrag leisten. Eine darüber hinaus gehende Erhöhung 
des Beitrages pro Einwohner (derzeit 0,80 €) ab 2018 ist abhängig von einer positiven Evaluierung 
der Förderprojekte und zur Sicherstellung der nachhaltigen Aufgabenerfüllung des Münsterland 
e.V.. 
 
 
 
In Vertretung 
 
Gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
 
1. Liste Mitglieder Strategiekommission 
2. Beschluss der Strategiekommission Münsterland 
3. Beschluss des Aufsichtsrates des Münsterland e.V. vom 17.03.2015 
4. Erklärung des Aufsichtsrates des Münsterland e.V. zu den Empfehlungen der Strategie-
kommission 
5. Projekt „Enabling Innovation Münsterland“ 
6. Projekt „Gründergeist@Münsterland“ 
7. Projekt „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“

Anlage 1 Mitgliederliste Strategiekommission

1554 Zeichen

Anlage 1 
 
 
Liste Mitglieder Strategiekommission 
 
 
 
Dr. Olaf Arndt  Prognos AG  
Dr. Martin Berges  Direktor Landwirtschaftskammer Nordrhein -Westfalen  
Dietmar Bergmann  Bürgermeister  Gemeinde Nordkirchen  
Jens Bomke  stv. Aufsichtsratsvorsitzender Münsterland e.V.  
Karlheinz Busen  FDP Münsterland  
Renate Dölling  Geschäftsführerin DEHOGA Mü nsterland  
Klaus Ehling  Vorstandsvorsitzender Münsterland e.V.  
Hermann Eiling  Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Münster  
Helmut Fehr  Bündnis 90/Die Grünen Münsterland  
Dorothee Feller  Regierungsvizepräsidentin Bezirksregierung Münster  
Dr. Olaf Gericke  Landrat Kreis Warendorf  
Dr. Benedikt Hüffer  Präsident IHK Nord Westfalen  
Dr. Michael Jung  SPD Münster  
Michael Kösters  Vorstand Münsterland e.V.  
Heinrich -Georg Krumme  Aufsichtsratsvorsitzender Münsterland e.V.  
Winfried Lange  Regionsgeschäftsführer DGB Münsterland  
Karl -Josef Laumann  CDU Bezirksverband Münsterland  
Petra Michalczak -Hülsmann  Sprecherin der Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland  
Rüdiger Sagel  DIE LINKE.Münster  
Dr. Christian Schulze -Pellengahr  Vorsitzender des Kulturrates Münsterland  
Engelbert Rauen  Vorsitzender Regionalrat Münsterland  
Prof. Dr. Ulrike Röttger  Institut für Kommunikationswissenschaft  WWU Münster  
Carsten Schröder  Vizepräsident für Transfer der Fachhochschule Münster  
Karl -Friedrich Schulte Uebbing  Hauptgeschäftsführer IHK Nord  Westfalen  
Hartwig Schultheiß  Stadt direktor Stadt Münster  
Gerti Tanjsek  stv.  Vorsitzende Regionalrat Münsterland

Anlage 7_Muensterland_Koordinierungstelle Klimaschutz

35875 Zeichen

Anlage 7

Integriertes Handlungskonzept

Region: Münsterland
Bezeichnung: ZIEL - Zusammen Innovieren, Entwickeln und Lösungen erarbeiten

Projektname / Projekttitel Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz
Antragsteller oder Antragstellerin Münsterland e.V.

(Projektkoordination) Ansprechpartner: Ute Schmidt-Vöcks
Anschrift Airportallee 1

PLZ / Ort 48268 Greven

Telefon 02571-949321

Fax 02571-949381

eMail schmidt-voecks@muensterland.com
zuständige Bezirksregierung Bezirksregierung Münster

geplante Projektstruktur (zutreffendes bitte ankreuzen)

Verbundvorhaben (Kooperation, Weiterleitung). Bitte geben Sie unter 2.
[] | (Ausgaben- und Finanzierungsübersicht) die Partner/Partnerinnen (P) an, die eine
Förderung erhalten sollen.

Einzelprojekt

bis

(Monat/Jahr): zn

geplanter Umsetzungszeitraum | 01.2016

(Monat/Jahr):

Förderschwerpunkte (zutreffendes bitte ankreuzen)

Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und
Kompetenzzentren

Cluster, Innovations- und Kompetenznetzwerke

Gründungen
KMU

Steigerung der Produktion erneuerbarer Energien
Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze
| Erstellung und Umsetzung integrierter Klimaschutzkonzepte
| Umweltschutz (Achse 4)

Oo & ODOD

ggf. weitere Förderzugänge (ESF, ELER, GRW,....) - bitte textlich
beschreiben:

Ausgabe d a e gsübe e Projektpartner/Projektp e
Eigenmittel
Name der Ausgaben (Barmittel, Kredite, n
Institution, (gesamt) bürgersch. Alk] AIRES
Ort Engagement) €
ne  |m% |me in% |ine in% |ine in%
PK Münsterland 385.000 100177.000 20 308.000 so

PK = Projektkoordination, P1 = Partner/Partnerin 1, ..., Pn= Partner/Partnerin n
detaillierte Angaben (soweit bekannt) unter Punkt 6

3. Kurzbeschreibung

(maximal 1.200 Zeichen) -Zusammenfassung des Projektinhalts

Das Münsterland möchte sich als Klimaschutzregion mit starken Kompetenzen und Innovationen im Energie-
und Klimaschutzbereich positionieren und mit vereinter regionaler Kraft dazu beitragen, die Klimaschutzziele,
die das Land Nordrhein-Westfalen im Klimaschutzgesetz verankert hat, umzusetzen. Dies erfordert, dass
Akteure, Projekte und Netzwerke ermittelt, gebündelt und koordiniert werden, damit sich die Region im
Klimaschutz einheitlich aufstellen kann und dadurch deutlich an Stärke gewinnt. Die Wahrnehmung des
Münsterlandes als Klimaschutzregion soll sowohl inner- als auch außerhalb der Region deutlich erhöht
werden. Die „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ ist künftig für alle Belange rund um den Klimaschutz
im Münsterland verantwortlich. Die o.g. Ziele sollen neben der Koordinierungs-, Vernetzungs- und
Öffentlichkeitsarbeit zudem durch die Einrichtung eines Arbeitskreises der Klimaschutzmanager des
Münsterlandes zwecks kommunalem Austausch und durch die Ausrichtung des Veranstaltungsformats
„Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische
Unternehmen im Münsterland“ erreicht werden.

ausführliche Projektbeschreibung
Beschreibung der Ausgangslage/Herausforderung und der Arbeitsschritte/Arbeitspakete (inkl. eigene

Zielsetzungen/ Meilensteine der jeweils mitarbeitenden Projektpartner/Projektpartnerinnen; falls
bürgerschaftliches Engagement vorgesehen ist, bitte mit Bezug auf die Ausgabenplanung beschreiben)

Die Energiewende stellt NRW und seine Regionen vor besondere Herausforderungen. Es gilt, die regenerative
Energieerzeugung zu steigern, die Energieeffizienz zu erhöhen, verstärkt Energie einzusparen und zugleich die
Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie intelligent zu steuern. (Vgl. OP EFRE NRW, S. 9)

Projekt Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz

Genau hier setzt das Projekt „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ an: Das Münsterland möchte sich
als Region NRWs ebendiesen Herausforderungen stellen und seinen bestmöglichen Beitrag zum Klimaschutz
leisten. Die Region Münsterland erstreckt sich im nordwestlichen Teil von NRW über eine Fläche von rund
6.000 km? und umfasst rund 1,6 Mio. Einwohner. Sie besteht aus der kreisfreien Stadt Münster und den vier
Landkreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf und ist eine ländlich geprägte Region, aber kein
typischer ländlicher Raum: nur noch 1,5 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in der
Landwirtschaft tätig. Die weit überwiegende Zahl der Arbeitnehmer ist mit 64,1 % im Dienstleistungsgewerbe
und mit 34,3 % im Produzierenden Gewerbe beschäftigt.

Die Wirtschaftsstruktur des Münsterlandes ist von klein- und mittelständischen Unternehmen bestimmt. Von
den rund 66.000 Betrieben im Münsterland sind 88,5 % Kleinbetriebe (unter zehn Beschäftigte), 11,2 %
mittlere Betriebe (zehn bis unter 250 Beschäftigte) und lediglich 0,3 % Großbetriebe (250 Beschäftigte und
mehr). Die wichtigsten Branchen sind inzwischen der Maschinenbau (24.300 Beschäftigte), das Baugewerbe
31.400), die Ernährungswirtschaft (17.800) und der Dienstleistungsbereich Gesundheit und Soziales (64.400).
Vgl. Integriertes Handlungskonzept Münsterland, 2015)

Die für das Münsterland bedeutsamen Energien sind die Windenergie, die Biomasse und die Solarenergie. In
diesen drei Erneuerbaren Energien verfügt das Münsterland über große Kompetenzen im Anlagenbau
Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagenbau). „24 Prozent aller Öko-Kraftwerke in NRW stehen im
Münsterland. Diese 28.600 Photovoltaik-, Blomasse- und Windenergieanlagen machen das Münsterland mit
1,51 Millionen Kilowatt zum NRW Spitzenreiter bei der Erzeugung regenerativer Energien.“ (vgl. Standort
Münsterland auf der EXPO REAL 2013, Wirtschaftsförderung Münster, 2013)

Die Kommunen des Münsterlandes sind im Thema „Klimaschutz“ sehr gut aufgestellt und können viele gute
Konzepte, Projekte und Netzwerke aufweisen. Die Kreise Borken, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt
Münster verfügen über ein umfangreiches Klimaschutzkonzept, der Kreis Coesfeld über einen
limaschutzbericht. Viele der 66 Kommunen des Münsterlandes haben ebenfalls die Notwendigkeit eines
Umdenkens hinsichtlich des „Energieverbrauchs“, der „CO?-Reduzierung“ und der „Erneuerbaren Energien“
erkannt und hierzu lokale Konzepte entwickelt. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Kommunen,
Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in den Kreisen und der Stadt Münster sich seit
ahren aktiv und innovativ mit neuen Entwicklungen im Energie- und Klimaschutzbereich auseinander setzen,
aber bislang häufig lokal oder teilregional agieren.

Nun gilt es, in der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ genau all diese o.g. Aktivitäten auf eine
gesamtregionale Ebene zu stellen, denn bislang existieren in der operativen Umsetzung auf der regionalen
Ebene keine Strukturen. Eben diese sollen mit der Koordinierungsstelle geschaffen werden, um die
Kommunikationsprozesse zu den Themen Klimaschutz und Energie im Münsterland in Gang zu setzen und zu
koordinieren. Die regionale Betrachtungsweise trägt erheblich dazu bei, Kompetenzen an einen Tisch zu
bringen, um durch gegenseitigen Austausch Potenziale zu erkennen und auszubauen und somit die diversen
Thematiken in die Fläche zu bringen, um langfristig Erfolge zu erzielen.

Die „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ käme dem OP EFRE NRW in dem Punkt nach, das Potenzial
zur Erhöhung der Energieeffizienz auszuschöpfen und integrierte Strategien zu unterstützen. Das OP EFRE
NRW legt dabei ein besonderes Augenmerk auf systemische, ganzheitliche Ansätze, in die alle Akteure
eingebunden sind. (Vgl. OP EFRE NRW, S. 10 3. Absatz). Eine intensivere regionale Sensibilisierung der KMU,
Kommunen, Initiativen und Bürger/innen ist für die Umsetzung der Klimaschutzziele unerlässlich.

Die Ansiedlung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ beim Münsterland e.V. ist deshalb sinnvoll,
da das Münsterland auf einen umfassenden Beteiligungs- und Abstimmungsprozess aus den letzten Jahren
aufbauen kann, der vor allem durch diese Regionalmarketinginitiative getragen wird. Mit rund 400
eingetragenen Mitgliedern, darunter u. a. alle Kommunen des Münsterlandes und rund 230 Unternehmen
der Region, besteht breiter regionaler Konsens für eine strategische Entwicklung des Münsterlandes zu den

Themen „Energie und Klimaschutz“. Der Münsterland e.V. ist eine Institution des gesamten Münsterlandes,
die gleichwohl die spezifischen Kompetenzen der Teilregionen des Münsterlandes berücksichtigt. Er ist
Schnittstelle der Kreise des Münsterlandes und der Stadt Münster. Seit vielen Jahren existieren Netzwerke in
den Bereichen „Wirtschaft“ mit der Wirtschaftsförderungskonferenz (awm) und in den Bereichen „Kultur“
und „Soziales“ mit dem Kulturrat Münsterland und der Regionalagentur Münsterland. Bislang fehlt allerdings
ein regionaler Austausch zum Themenfeld Klimaschutz, so dass eine „Regionale Koordinierungsstelle
Klimaschutz“ die bestehenden Netzwerke hervorragend ergänzen würde.

Kommunale und nichtkommunale Klimaschutzaktivitäten im Münsterland (Auswahl 2014)

Bislang keine regionale Abstimmung und Koordinierung
auch nicht bei regionalen Förderprojekten (Leitmarktwettbewerbe, Aufruf „Klimaschutzkonzepte”, INTERREG...)

Teilregionale/lokale Netzwerke

Netzwerke:

„Verein „Haus Im Glück"
Netzwerke: Netzwerke: „energieland 2050
„Arbeitskreis Biogas Netzwerke: + „Allianz für Klimaschutz“ „regionale Speisekarte
-Energieforum „Erneuerbare Energien“ -Gebäude-Energieberäter -Bioenergienetzwerk
Westmünsterland -Besser Wohnen -Stadtregion -Klimaschutzmanager
„Besser Wohnen „Besser Besser Wohnen

Abb.1: Eigene Darstellung (2015)

Die Arbeit der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ besteht vorrangig darin, die unterschiedlichen
Aktivitäten zu Energie- und Klimaschutzthemen in den Teilregionen für das gesamte Münsterland zu
koordinieren und das Münsterland durch zielgerichtete regelmäßige Treffen klimarelevanter Akteure aus
Wirtschaft und Kommunen im Klimaschutz einheitlich aufzustellen.

Modul 1 - Arbeitskreis der Klimaschutzmanager des Münsterlandes

Die Etablierung des Arbeitskreises der Klimaschutzmanager des Münsterlandes und Erweiterung um die
Vertreter der Umwelt- und Klimaschutzämter soll für regionale Transparenz aller teilregionalen und lokalen
Aktivitäten sorgen, um die Region „auf einen Stand“ zu bringen. Kommunale Belange sollen erörtert und ein
Austausch über die Ausrichtung der Wettbewerbe „Ökoprofit“ und „European Energy Award“ gewährleistet
werden. Vorgesehen ist, dass dieser Arbeitskreis viermal jährlich rotierend in den Kreisen und der Stadt
Münster stattfinden soll und jeweils um einen Impuls aus Wirtschaft und Forschung zu einem aktuellen
Energie-/Klimaschutz-Thema ergänzt wird. Die Einbindung regionaler Unternehmen soll Erkenntnisse zu
aktuellen Energie- und Klimaschutzthemen liefern, welche zu einem späteren Zeitpunkt in eine regionale
Klimaschutzstrategie münden könnten. Beispielsweise könnten im Biogassektor führende Unternehmen wie
2G energy AG, EnviTec Biogas AG und/oder PlanET Biogastechnik GmbH einen Beitrag über „Biogas als Strom-
und Wärmelieferant - neue Technologien im Biogasanlagenbau“ liefern, da das Münsterland hierin über starke
Kompetenzen verfügt, die es weiter auszubauen gilt.

Ein Thema, von dem in besonderem Maße das Münsterland durch seine Struktur betroffen ist, ist die

unterschiedliche Energieerzeugung und Energieversorgung in Stadt und Umland. Der Energiebedarf ist in der
Stadt besonders hoch, während in der Region viel Energie aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden kann,
aber möglicherweise dort keinen unmittelbaren Absatz findet. Hier sollte über eine räumliche Arbeitsteilung
bei der Energieerzeugung zwischen dem Oberzentrum Münster und den vier Landkreisen nachgedacht und
optimal im Arbeitskreis der Klimaschutzmanager diskutiert werden, um einen konstruktiven Lösungsvorschlag
gemeinsam mit den dafür notwendigen Akteuren, wie beispielsweise den lokalen Energieversorgern, für die
Region zu erarbeiten. Denkbar wäre hier ein Input des Unternehmens RWE über das Projekt „Grid4EU“, das
sich mit dezentraler Energieversorgung im Westmünsterland beschäftigt.

Auch das Thema Mobilität im ländlichen Raum ist ein Münsterland-Thema, das bereits Inhalt der
Münsterlandkonferenz im Juli 2013 war. Die Abkehr von konventionellen Energieträgern erfordert ein
Umdenken in Fragen der Mobilität. Hier stellt sich vornehmlich die Frage, wie mit knapper werdenden
Ressourcen Mobilitätsangebote im ländlichen Raum finanziert und umgesetzt werden können. (Vgl.
Münsterlandkonferenz für die Region, Mobilität im ländlichen Raum, Zukunftsperspektiven, 2014, S. 4). Eine
enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Mobilität, die in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt sieben
Mal getagt und Ideen und Entwicklungsschwerpunkte diskutiert hat, wird in dem Projekt „Regionale
oordinierungsstelle Klimaschutz“ avisiert und eine gemeinsame Umsetzung der Entwicklungsschwerpunkte
unter Einbeziehung aller relevanten Akteure angestrebt.

Darüber hinaus erwachsen ständig neue Impulse im Energie- und Klimaschutzbereich, die der Arbeitskreis
aktuell in seinen Treffen aufgreifen und diskutieren kann. Hier erfolgt eine interne Abfrage und somit eine
aktive Beteiligung der Teilnehmer zur Festlegung relevanter Themen für die Region.

Des Weiteren ist es für das Münsterland von essentieller Wichtigkeit, für eine Transparenz über alle
regionalen Fördermöglichkeiten und existierenden Förderprojekte zu sorgen. Beispielsweise beteiligen sich
Teilregionen des Münsterlandes an einem klimaschutzrelevanten Projekt im Bereich „Mobilität“ zum
Förderprogramm INTERREG, was aber in den anderen Teilregionen teilweise unbekannt sein dürfte. Bei
nformationsdefiziten könnte dies zu Doppelstrukturen in der Region führen, die es zukünftig zu vermeiden
gilt.

Umsetzung Modul 1
Regelmäßige Treffen der kommunalen und kreisangehörigen Klimaschutzmanager im Münsterland unter
Einbeziehung der Umwelt-/Klimaschutzämter der vier Landkreise und der Stadt Münster:
> 4x im Jahr rotierend in den Kreisen und der Stadt Münster
a) als Schnittstelle zwischen den Kreisen und Kommunen und den regionalen Multiplikatoren
(Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern, Einrichtungen des Landes, wie EnergieAgentur.NRW und
Effizienz-Agentur NRW) zwecks regionsinternem Austausch, konsensfähiger Zusammenarbeit und
gemeinsamer Netzwerkkoordination
b) gemeinsame Vorbereitung des Moduls 2 „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und
Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische Unternehmen im Münsterland“
c) Strategische Diskussion verschiedener klimarelevanter Themen (Auswahl):
- Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz unter Einbeziehung von KMU
- „Unterschiedliche Energieerzeugung und -versorgung in Stadt und Umland“ unter Einbeziehung
lokaler Energieversorger
d) Erarbeitung eines Konzeptes zur Profilierung und Positionierung des Münsterlandes als Klimaschutzregion
im Wettbewerb der Regionen.

Durch einen Austausch im Arbeitskreis der Klimaschutzmanager im Münsterland werden besondere
Fähigkeiten und Standortvorteile der Region ausgemacht, gebündelt und weitergegeben, um Lernprozesse
anzustoßen und das Münsterland als Klimaschutzregion auf einen einheitlichen Stand zu bringen und damit
eine Profilierung und Positionierung als Klimaschutzregion zu erzielen. Darüber hinaus ist es ebenso wichtig,
die lokalen Multiplikatoren, wie die Wirtschaftsförderungsgesellschaften und die Kammern sowie die
themenbezogenen Einrichtungen des Landes NRW (z.B. EnergieAgentur.NRW, Effizienz-Agentur NRW) mit in
die regionalen Überlegungen einzubeziehen, um fokussiert arbeiten zu können. In 2014 gab es bereits zwei
Treffen der Klimaschutzmanager/Energiebeauftragen des Münsterlandes. Hierbei wurde die Notwendigkeit
einer überkreislichen regionalen Vernetzung festgestellt.

Modul 2 - „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für die
klein- und mittelständischen Unternehmen des Münsterlandes“

Neben einem kommunalen Austausch wird es einen Austausch der KMU im Münsterland geben:

Das Veranstaltungsformat „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und
mittelständische Unternehmen im Münsterland“ werden insbesondere die KMU in den ländlichen Bereichen
des Münsterlandes angesprochen. In gebündelter Form sollen den KMU bewährte Praktiken und
technologische Fortschritte sowie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in den o.g. Themenfeldern
vermittelt werden. Die Fachmesse besteht aus einem Ausstellungsbereich und aus Kurzvorträgen,
Präsentationen und Diskussionsforen zu klimaschutzrelevanten Themen, die besonders für KMU von hohem
Interesse sind. Die Ergänzung der Fachmesse durch Beiträge von Forschungs- und Entwicklungseinrichten
(F&E), also einem zusätzlichen wissenschaftlichen Input und einem Input von unterstützenden Institutionen
bspw. in Förderfragen runden das Angebot der Fachmesse ab.

Das Format wird einmal jährlich im ländlichen Raum des Münsterlandes stattfinden und vor allem die dort
ansässigen KMU ansprechen. Durch aktive Einbindung der teilnehmenden Unternehmen in den
Diskussionsforen und durch Abfrage und Evaluation soll die Fachmesse unter Berücksichtigung der regionalen
Besonderheiten und somit für das Münsterland passend, nachhaltig weiterentwickelt werden.

Ziele der Fachmesse sind:

-  Erfahrungsaustausch der KMU untereinander aber auch der KMU mit den regionalen Akteuren, die
sich seit Jahren mit den Themen Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz auseinandersetzen

- Anbieten von Lösungsansätzen und Hilfestellungen

- Neueste Erkenntnisse aus Wirtschaft und Wissenschaft

Die Fachmesse soll als „Marke“ dauerhaft in der Region etabliert und die entsprechend hochwertige Qualität
der Inhalte gewährt werden.

Die Umsetzung des Veranstaltungsformats Fachmesse erfolgt unter Federführung der regionalen
Koordinierungsstelle unter Einbeziehung der Kooperationspartner.

Umsetzung Modul 2
> 1x im Jahr „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und
mittelständische Unternehmen im Münsterland“ mit den Zielen der Präsentation neuartiger technologischer
Lösungen aus Wirtschaft und aus Wissenschaft, Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Lernprozesse und
Umsetzungsanreize.
Ausgewählte Themengebiete der Fachmesse können beispielsweise sein:

- Energieerzeugung (EE: Windkraft, Photovoltaik, Biogas)

-  Energieversorgung und -verteilung

-  Energiespeicherung

-  Energieeffiziente Mobilität

-  Energie- und Ressourceneffizienz
Die Vorbereitung der Fachmesse erfolgt als ein Aufgabenfeld in den Arbeitskreisen der Klimaschutzmanager
des Münsterlandes. Gemeinsam wird die Fachmesse konzipiert, Themen und Referenten festgelegt und
Unternehmen akquiriert. Als Veranstaltungsdatum für diese Fachmesse wird der Zeitraum 1. Quartal der
Jahre 2017 und 2018 avisiert. Der Zeitraum begründet sich durch die Tatsache, dass eine gewisse Vorlaufzeit
für die Vorbereitung benötigt wird und der Arbeitskreis der Klimaschutzmanager, der in die Vorbereitungen
stark eingebunden ist, vor Austragung der ersten Messe einige Male getagt haben muss. Nach Ablauf der
Förderphase wird eine nachhaltige Weiterführung der Fachmesse durch Einführung eines Geschäftsmodells
angestrebt, so dass die Fachmesse auch in den Folgejahren ab 2019 veranstaltet werden kann. Zu den
Themenbereichen werden gezielt KMU und Forschungseinrichtungen angesprochen und zum Mitmachen
gewonnen. Das Erstellen des Programms, der Printmedien und der Einladungsversand erfolgen frühzeitig vor
der jeweiligen Veranstaltung.

Modul 3 - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ dient als regionsinterne Kommunikationsplattform für
klimarelevante Belange und Akteure. Projektbegleitende Maßnahmen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
sorgen für regionale Transparenz über die wichtigsten Instrumente, vorhandene regionale Kompetenzen,
Förderprogramme des Landes NRW (Leitmarktwettbewerbe), Veröffentlichungen, Terminhinweise und
Kontakte. Auch die Module 1 und 2 werden öffentlichkeitswirksam begleitet und kommuniziert, um die
Bedeutung des regionalen Klimaschutzes eine größere Aufmerksamkeit zu geben. Neben regelmäßiger

Presseberichterstattung, sind die Einrichtung einer Internetplattform und das Erstellen von diversen
Printmedien zur Verbreitung des Themas in der Region vorgesehen.

Aufgaben und Zeitplanung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ mit den
Modulen „Arbeitskreis der Klimaschutzmanager des Münsterlandes“ und „Regionale
Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische
Unternehmen im Münsterland“:

Aufgaben- und Zeitplanung "Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz"

Istr Ts LS 1I TH.
Monat Projekautset [1] 2] >[.le]e]:| BBHBBEHBEEBRRHRBDERBERE

Regionale
Koordinierungsstelle

Abb. 2: Eigene Darstellung (2015)

Zu Beginn des Projektes ist eine Startphase von insgesamt drei Monaten vorgesehen. In diesen drei Monaten
erfolgen die konkrete Projektplanung und die Erstellung von Konzeptionierungen für die Ausrichtung der
Arbeitskreise der Klimaschutzmanager und der Fachmesse sowie für die allgemeine Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, die das Projekt durchgehend begleiten wird. Es müssen in dieser Startphase Termine mit
den Beteiligten der Arbeitskreise und für die Messen gefunden und fixiert werden. Im Aufgaben- und Zeitplan
wurde für die Austragung der Fachmesse zu einer ersten Veranschaulichung der Monat Februar gewählt, dies

kann aber innerhalb der jeweiligen ersten Quartale der Jahre 2017 und 2018 auch variieren. Nach der
Startphase findet der erste Arbeitskreis der Klimaschutzmanager unter Einbeziehung der Umweltämter der
Kreise und der Stadt Münster statt. Inhalt des ersten Arbeitskreises wird zunächst ein Austausch über die
jeweiligen Aktivitäten in den Teilregionen, Abstimmungsprozesse für weitere Treffen und deren Inhalte sowie
die Organisation der Fachmesse sein. Beim zweiten Treffen ist dann ein Input aus Wirtschaft oder
Wissenschaft vorgesehen, der zur Diskussion anregen und zu Lernprozessen führen soll und später in eine
regionale Klimaschutzstrategie einfließen könnte. Die Fachmesse wird gemeinsam mit dem Arbeitskreis und
den Multiplikatoren der Region, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften, den Kammern und ggf. den
Einrichtungen des Landes, wie EnergieAgentur.NRW und Effizienz-Agentur NRW, konzipiert. Hier geht es
vornehmlich um die Ort- und Raumsuche, Themenfindung, Referentensuche, Unternehmensakquise,
Bereitstellung von Adressverteilern und Werbung in Form von persönlicher Ansprache. Die
Veranstaltungsorganisation, wie bspw. Erstellen des Einladungsverteilers, Erstellen von Printmedien
(Einladungskarten, Flyern), Einladungsversand, Unternehmens-, Referenten- und F&E-Akquise, Abwicklung
der Anmeldungen, Betreuung der teilnehmenden Unternehmen, F&E-Einrichtungen, Referenten und
Teilnehmern sowie die Nachbereitung sind Aufgaben der Koordinierungsstelle. Die Koordinierungsstelle
gewährleistet auch die komplette Projektkoordination und -administration, die begleitende Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit inklusive der Erstellung und Pflege einer Internetplattform, die Erarbeitung eines
nachhaltigen Geschäftsmodells nach Ablauf der Anschubfinanzierung durch Landesförderung sowie die
Evaluierung des Projektes.

Projektpartner

Die Projektpartner der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ sind die Kommunen, Kreise und
öffentliche Einrichtungen im Münsterland, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise und der Stadt
Münster, die Handwerkskammer Münster, die Kreishandwerkerschaften des Münsterlandes, die Industrie-
und Handelskamm Nord-Westfalen, die EnergieAgentur.NRW, die Effizienz-Agentur NRW, Vereine, die
Hochschulen und die klein- und mittelständischen Unternehmen des Münsterlandes.

Nachhaltigkeit und Modellhaftigkeit

Um eine Nachhaltigkeit des Projektes zur erreichen, findet bei jeder Veranstaltung eine Abfrage der
Teilnehmer statt. Die Ergebnisse werden evaluiert und fließen in die Konzeptionierung ein. Aus den
ermittelten Ergebnissen werden Handlungsfelder und Inhalte für den weiteren Verlauf generiert. Somit
werden sowohl der Arbeitskreis der Klimaschutzmanager des Münsterlandes als auch die regionale
Fachmesse ständig weiterentwickelt. Nach der Etablierungsphase der Formate und der Entstehung eines
Wiedererkennungswertes mit Magnetwirkung auf regionale Unternehmen im ländlichen Raum, wird ein
Geschäftsmodell in Form einer Teilnahmegebühr für teilnehmende Unternehmen entwickelt. Durch die
Bildung einer qualitativ hochwertigen Dachmarke „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und
Ressourceneffizienz für die klein- und mittelständischen Unternehmen des Münsterlandes“, ist dieses Format
auf andere Regionen übertragbar und gilt somit als modellhaft.

5. Beitrag des Projektes zu den Zielen des Aufrufs Regio.NRW

(bitte Bezugnahme aufidas jeweilige Ziel / die Nummer im Anhang 1 des Wettbewerbsaufrufs)

1. Beitrag zu den jeweils relevanten Maßnahmenbereichen des OP EFRE NRW

Zuordnung zu Prioritätsachse 3 des OP EFRE NRW, Spezifisches Ziel 9, Maßnahme 2: Abbau von
Informationsdefiziten und Investitionshemmnissen durch Aufschließungsmaßnahmen.

Das vorliegende Projekt „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ trägt mit seinen Schwerpunkten zur
Erreichung der Ziele der Prioritätsachse 3 „Förderung der Bestrebungen zum Verringerung der CO2-
Emissionen in allen Branchen der Wirtschaft“ mit dem spezifischen Ziel 9 „Senkung des Treibhausgas
Ausstoßes in Städten und Regionen“ bei. (Vgl. OP EFRE NRW 2015-2020, S. 47)

Die Landesregierung setzt beim OP neue Akzente insbesondere durch eine deutliche Schwerpunktsetzung
auf Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz, Klimaschutz, Umweltschutz und der nachhaltigen Nutzung der
Ressourcen.

Durch die Umsetzung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ soll diesen Zielen entsprochen
werden. Durch Bündelung der vorhandenen Kompetenzen in den Teilregionen und Kommunen des
Münsterlandes, der Einrichtung klimaschutzrelevanter Strukturen und damit Zusammenarbeit der Akteure in
diesem Feld soll die Profilierung der Region als Klimaschutzregion zur Reduzierung der CO2-Emissionen und
eines klimaschonendem Umgangs jedes Einzelnen in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung, Energie-
und Ressourceneffizienz zur Bewältigung der Klimaschutzziele beitragen.

Durch die Einordnung des Projektes in Maßnahme 2. „Abbau von Informationsdefiziten und
Investitionshemmnissen durch Aufschließungsmaßnahmen“ soll gezielt über die Klimaschutzaktivitäten im
Münsterland kommuniziert werden. Es soll erreicht werden, dass Informationsdefizite abgebaut und der
Umgang mit begrenzten Ressourcen und den damit verbundenen Verhaltensänderungen erfolgen.

2. Einbettung / Ableitung des Vorhabens in die/aus der im integrierten Handlungskonzept
formulierten Strategie der regionalen Entwicklung

Das Vorhaben leitet sich aus dem Integrierten Handlungskonzept Münsterland ab. Der Klimawandel und die
Energiewende stellen das Münsterland als gesamte Region vor neue Herausforderungen. Die Kommunen
und die regionalen Unternehmen sind auf lokaler und teilregionaler Ebene hinsichtlich des Klimaschutzes
aktiv, allerdings mangelt es an gesamtregionalen Kommunikationsprozessen, die es zukünftig zu
koordinieren und umzusetzen gilt, um Kompetenzen zu vernetzen und Lernprozesse anzustoßen.

3. Regionale Bedeutung des Vorhabens
Das Münsterland verfügt über starke Kompetenzen im Klimaschutz, sowohl im kommunalen als auch im
wirtschaftlichen Bereich. Nahezu jede Kommune hat ein Klimaschutzkonzept erarbeitet und effektive
Netzwerke zu verschiedenen Fragestellungen der Energiewende und des Klimaschutzes gebildet. Im
wirtschaftlichen Bereich verfügt das Münsterland über große Kompetenzen im Anlagenbau für Erneuerbare
Energien. Diese 0.g. Kompetenzen sind bislang aber weitestgehend nicht vernetzt und existieren
nebeneinander her. Erfahrungsaustausche und Lernprozesse bleiben so aus. Deshalb richtet sich das
Vorhaben an die klimaschutzrelevanten Akteure im Münsterland, wie bspw. an die Kommunen und an die
regionalen KMU und möchte mit der Einrichtung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ einen
regionalen Konsens im Klimaschutz erreichen, den es bereits erfolgreich in den Bereichen Wirtschaft, Kultur
und Tourismus gibt. Eine regionale Struktur mit der Möglichkeit des Austausches und
Abstimmungsprozessen kann der Region eine höhere Ausstrahlungskraft im Klimaschutz verleihen und somit
zur Profilierung des Münsterlandes als Klimaschutzregion beitragen. Mit einem regionalen Konsens im
Klimaschutz wäre die Region wesentlicher stärker imstande, Innovationen anzustoßen und letztlich die von
der Landesregierung verankerten Klimaschutzziele umzusetzen.

4. Neuartigkeit und Innovationsgehalt
Eine regionale Koordinierungsstelle zu dem Thema Klimaschutz und das damit verbundene „Heben“ des
Themas von den Teilregionen auf die regionale Ebene ist einmalig im Münsterland. Der Austausch und die
daraus resultierenden Lernprozesse ermöglichen es dem Münsterland, sich als Klimaschutzregion im
Wettbewerb der Regionen aufzustellen. Das Veranstaltungsformat der „Regionalen Fachmesse Klimaschutz,
Energie- und Ressourceneffizienz für KMU im Münsterland“ ist ebenfalls ein neues Format, das es in dieser
Form bislang im Münsterland nicht gibt und das insbesondere die KMU im ländlichen Raum anspricht. Den
KMU wird durch das Angebot der Vermittlung neuartiger technologischer Lösungen aus Wirtschaft und
Wissenschaft und den Erfahrungsaustausch untereinander ein Informationsvorteil geliefert, der die
Umsetzung klimarelevanter Projekte und Innovationen fördert, wovon letztendlich wiederum die Region
profitiert.

5. Überregionale Bedeutung des Vorhabens

Die Problemstellungen, der sich die Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz stellen wird, wird es auch in
anderen Regionen in NRW geben. Durch Dokumentation und Ergebnisanalyse können Erfahrungen und
Vorgehensweisen an interessierte Stellen weitergegeben werden. Durch die Schaffung und Etablierung einer
Marke „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für KMU im Münsterland“, wird
es möglich sein, das Format nach Einführung eines nachhaltigen Geschäftsmodells auch in andere Regionen
zu überführen und einen überregionalen Austausch der KMU zu realisieren.

6. Realisierbarkeit des Vorhabens
Das Vorhaben bindet alle relevanten kommunalen Akteure des Münsterlandes ein und die Projektmodule
werden gemeinsam bearbeitet. Regionale Multiplikatoren und die KMU sind darüber hinaus aufgefordert,
sich aktiv zu beteiligen, um die Region als Klimaschutzregion zu profilieren. Im dritten Jahr der Umsetzung
des Vorhabens wird aufgrund der begleitenden Evaluation ein tragfähiges Geschäftsmodell erarbeitet, das
eine zukünftige Weiterführung realisiert. Das Geschäftsmodell, bzw. die Entrichtung einer Teilnahmegebühr
beteiligter KMU, wird sich vornehmlich auf die Fachmesse beziehen.

7. Nachhaltige Entwicklung
Das Vorhaben leistet einen Beitrag zu dem Ziel Nachhaltigkeit, da es sich nachhaltig um die Belange und
Umsetzung eines regionalen Klimaschutzes kümmert. Der regionale Klimaschutz soll dazu beitragen, die von
NRW gesetzten Klimaschutzziele umzusetzen und somit die CO2-Reduzierung zu forcieren. Die
Innovationsfähigkeit von Unternehmen wird durch den Abbau von Informationsdefiziten und
Investitionshemmnissen erhöht und der aktive Umgang mit klimaschutzrelevanten Themen hat die
Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU in der Region als vorrangiges Ziel.

8. Gleichstellung von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung
Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in dem Projekt gewährleistet, da sich alle Geschlechter und
Nationalitäten gleichermaßen an dem Vorhaben beteiligen können. Alle Projektaktivitäten werden
chancengleich und diskriminierungsfrei umgesetzt.

6. Ausgabenübersicht(Gesamtprojekt, in ed

Grunderwerb 0€
Bauleistungen 0€
Lieferleistungen 0€

Dienstleistungen, wie bspw.
Veranstaltungskosten,

z 65.000 €
Erstellung einer Website,
Erstellung von Printmedien, etc.
Personalkosten 272.000 €
Gemeinkosten 40.800 €

Weitere

Summe Ausgaben | 385.000 €

Die bis hierhin dargestellten Informationen sind in der ersten Stufe des Aufrufs Regio.NRW von
Beginn an vorzulegen.

Erfolgt nach der ersten Sitzung des Regio.NRW-Gutachtergremiums eine Aufforderung zur
Weiterqualifizierung des Projektes, sind zeitnah die unten folgenden Angaben zu ergänzen und ggf.
angeforderte Erläuterungen und Anpassungen in den oben dargestellten Informationen zu ergänzen.

Kooperationspartner/in /\

Kooperationspartner/in
Weiterleitungsempfänger/in (P1)

Anschrift

PLZ, Ort

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin

Funktion des Ansprechpartners/der
Ansprechpartnerin

Telefon

Fax

Internetadresse

eMail

Kooperationspartner/in
Weiterleitungsempfänger/in (P2)

Anschrift

PLZ, Ort

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin

Funktion des Ansprechpartners/der
Ansprechpartnerin

Telefon

Fax

Internetadresse

eMail

Kooperationspartner/in
Weiterleitungsempfänger/in (P3)

Anschrift

PLZ, Ort

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin

Funktion des Ansprechpartners/der
Ansprechpartnerin

Telefon

Fax

Internetadresse

eMail

Kooperationspartner/in
Weiterleitungsempfänger/in (PA)

Anschrift

PLZ, Ort

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin

Funktion des Ansprechpartners/der
Ansprechpartnerin

Telefon

Fax

Internetadresse

eMail

(Bitte als Anlage beifügen. Excel-Vorlage erhältlich)

Bono | Benemuesss

(%S1) usgsoyurswag)

23 ol 6 8

uageßsne | uagedsne uabunysıg] [alaes | 1wesaß | uogeyyiend
usuonysau | -esıey |-yes ausnem| -pwalg uegeßsmy |-uepung|uspung| pun|yez

uegeßsneyses (zı ayleds uı Bunsajneug) aaßulıgıa (dv) usyoyedsyagay ur
Bunuaynelug uageßsneyses jeuosiad -sBunJs197] wweubordsyaguy

9. Erklärung zur Inanspruchnahme weiterer Förderungen und Freigabe zur Verö

Greven, 10.03.2015

Bitte geben Sie hier an, ob Sie sich mit dem eingereichten Vorschlag auch bei anderen
Wettbewerben bzw. Förderprogrammen beworben haben.

Nehmen Sie mit diesem Beitrag an anderen
Wettbewerben oder Projektaufrufen im
Rahmen des EFRE.NRW-Programms teil?

RX nein [ja

Wenn ja, an welchem:

Haben Sie für dieses Vorhaben an anderer
Stelle eine öffentliche Förderung beantragt?

nein [Jia

Wenn ja, welche Förderung/welche Stelle:

Der Projektkoordinator, die Projektkoordinatorin / die Verbundpartner, die Verbundpartnerinnen

erklären:

o im Falle der Prämierung dieses Beitrags das Einverständnis zur Veröffentlichung der Projektidee
in Publikationen der Landesregierung NRW mit Angabe von: Projekttitel, Namen der
Projektpartner/Projektpartnerinnen und der Kurzbeschreibung.

o dass das Projekt noch nicht begonnen hat und vor Beginn einer evtl. Förderung auch nicht

beginnen wird.

o dass die notwendigen Eigenmittel zur Durchführung des Projekts aufgebracht werden können.

6

Ort, Datum

Unterschrift

Vertretungsberechtigte / Projektkoordination

apjafoıg pun uadunuypıazsny “uadunyyplsulsssdunypsiog 3jfeyoj/ajeuodasjaL

JHOPUSJE MY A WNJUIDIS SI9Jy 4ajsunyy IPEIS PI24590J SIa1y
uauyoMm 435538 - ] | usuyoM Jassag-
uauyom Jassag - adeuewzanypseuny - | | uol3anpeıs- uauyom Jassag-
19Feuewuzyntpsewupt- yamzausBauscıg- | | Amsisgaıuaug-spnegs9- „uarBaug aeganausg*-
gu sen aueyasjads ajeuogBau- | | „zenypsewny any zueng“ - :9amzıaN
wı zuaz1y3U331n0553Y | 050z puejalsaus- | | SySOMZIEN
BYUPaRBMUN“ - \  PPRID w sney“ ujasaA- |
:aylamzjaN OJaMZIEN |

SyJamzjaN Sjeyoj/sjeuondauja]L

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Abb. 2

Aufgaben- und Zeitplanung "Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz"

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Regionale
Koordinierungsstelle
Klimaschutz:

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Aufgaben:

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und Fachmessen

Konzeptionierung AK SEE ß
| Themenfestiegung und

Anlage 3 Beschluss AR zur Strategiekommission

2252 Zeichen

Anlage 3 
 
Beschluss des Aufsichtsrates des Münsterland e. V. vom 17.03.2015 
 
Beschluss: 
• Die Vorschläge der Strategiekommission werden zur Kenntnis genommen. 
• Der Aufsichtsrat bittet die Landräte der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf 
sowie den Oberbürgermeister der Stadt Münster darau f hinzuwirken, dass die zur 
Umsetzung der Vorschläge der Strategiekommission erforderlichen Entscheidungen in den 
Kreisen bzw. der Stadt Münster getroffen werden. Da zu wird der Vorstand beauftragt, 
zeitnah die Kreise und die Stadt Münster über die B eratungsergebnisse der 
Strategiekommission zu informieren und eine einheitliche Beratungs- und Beschlussvorlage 
zu erarbeiten, der folgende Kernaussagen beinhalten muss: 
 Es sind die regional bedeutsamen Strukturförderproj ekte gemäß Ziffer 10. des 
Beschlusses der Strategiekommission zu benennen, fü r die in den Jahren 2016 und 
2017 seitens der Kreise und der Stadt Münster die z u erbringenden Eigenanteile des 
Münsterland e.V. refinanziert werden sollen. 
 Durch die verbindlichen Vereinbarungen zur stärkere n Einbindung der Vertreter der 
Kommunalpolitik in den Aufsichtsrat und zur Verklei nerung des hauptamtlichen 
Vorstandes (Ziffern 6. und 7.) wird insbesondere de n seitens der Stadt Münster 
geäußerten Erwartungen Rechnung getragen. Zu deren Umsetzung bedarf es 
entsprechender Beschlüsse zu Satzungsänderungen durch die Mitgliederversammlung 
am 18.06.2015. 
 Im Hinblick auf die durch die Mitgliederversammlung zu fassenden Beschlüsse geht der 
Aufsichtsrat daher davon aus, dass die Kreise und d ie Stadt Münster bereits jetzt ein 
deutliches Zeichen setzen, dass spätestens ab dem Jahr 2018 durch die Kreise und die 
Stadt Münster zur Sicherstellung der nachhaltigen Aufgaben-erfüllung des Münsterland 
e.V. eine ausreichende Beitragserhöhung umgesetzt wird. 
• Der Vorstand wird beauftragt, in enger Abstimmung m it einem mit der Angelegenheit 
vertrauten Rechtsanwalt und Notar (Dr. Rix, Kanzlei  Freckmann u. Partner) 
Beschlussvorschläge zur kommenden Mitgliederversamm lung am 18.06.2015 im Hinblick 
auf notwendige Satzungsänderungen zur Umsetzung von  entsprechenden Empfehlungen 
der Strategiekommission vorzubereiten. 
 
Abstimmungsergebnis: einstimmig

Anlage 2 Beschluss der Strategiekommission nach Beratung am 10.03.2015

5810 Zeichen

Anlage 2 
 
Münster, 10. März 2015 
Beschluss der Strategiekommission Münsterland 
 
1.  Die Strategiekommission bekennt sich zu den drei Arbeitsbereichen  des Münsterland e. V.: 
Wirtschaft & Wissenschaft, Tourismus und Kultur 
2.  Die Strategiekommission bekennt sich zur Vision des Münsterlandes :  
Das Münsterland ist… 
… ein dynamischer, mittelständisch geprägter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit einer 
hohen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit 
… eine attraktive Tourismus- und Freizeitregion 
… eine Region der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in Stadt und Land 
3.  Die drei Kernaufgaben des Münsterland e.V.  sind  
Regionalmarketing nach innen und außen,  
Abgestimmte regionale Projektkoordination bzw. Projektmanagement sowie  
Schnittstellenfunktion & Koordinierung der regionalen Strukturförderung aus EU-, Bundes- und 
Landesprogrammen 
4.  Der Münsterland e.V. ist in den drei Arbeitsbereichen in den folgenden Handlungsfeldern  aktiv. 
Die Aufgaben und dazugehörige Teilaufgaben/Tätigkeiten werden vom Aufsichtsrat final 
festgelegt und für die Öffentlichkeit im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung kommuniziert. 
 
Wirtschaft & 
Wissenschaft  
 Betriebliche Innovationen und neue Technologien  zur Profilierung der 
Schwerpunktbranchen unterstützen (Innovationsförderung) 
 Vermarktung des Münsterlandes als Region mit attraktiven Arbeitgebern 
und einer hohen Lebensqualität  (Fachkräftesicherung) 
 Synergien für eine leistungsfähige Gründungslandschaft schaffen 
(Gründungen) 
 Positionierung als Energieregion mit starken Kompetenzen und 
Innovationen im Energie- und Klimaschutzbereich (Energieregion) 
  
Tourismus  Profilierung der Region über Schwerpunktthemen und Produkte 
 Qualitative und serviceorientierte Weiterentwicklung der Tourismus-
destination Münsterland 
 Vermarktung, Vertrieb, Vernetzung 
  
Kultur  Profilierung der Kulturregion Münsterland 
 Förderung von Kommunikation und Kooperation zwischen 
Kulturschaffenden im Münsterland 
 Festigung kultureller Strukturen und Sicherung der kulturellen 
Versorgung im Münsterland durch eigene Projekte 
5.  Die Organe des Vereins  sind die Mitgliederversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. 
 
6.  Der Vorstand  wird um ein Mitglied verkleinert. Die alleinige Vorstandsverantwortung wird vom 
bisherigen Vorstandsvorsitzenden wahrgenommen. Das bisherige Vorstandsmitglied soll dem 
Verein als Bevollmächtigter des Vorstands und Bereichsleiter Tourismus auch weiterhin zur 
Verfügung stehen. 
7.  Im Aufsichtsrat  sollen die kommunalpolitische Willensbildung und fachliche Expertise gestärkt 
werden. Hierzu sollen alle Parteien, die Mitglied im Regionalrat Münsterland sind, auch mit

mindestens einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten sein. Hinsichtlich der Anzahl der Mandate 
von Parteien im Aufsichtsrat kann die Stärke der Parteien nicht exakt abgebildet werden. 
Wichtiger ist die konsensbildende Funktion des Gremiums durch Vertretung aller relevanten 
Kräfte.  
Sechs stimmberechtigte Vertreterinnen/Vertreter werden durch den Regionalrat für die Parteien 
bzw. Wählervereinigungen im Regionalrat mit Fraktionsstatus benannt. Für alle Parteien bzw. 
Wählervereinigungen im Regionalrat ohne Fraktionsstatus wird durch den Regionalrat je eine/ein 
stimmberechtigte/r Vertreterin/Vertreter benannt. Die bestellten Vertreterinnen/Vertreter müssen 
nicht selbst Mitglied des Regionalrates sein. 
 
Darüber hinaus werden zusätzlich zu den derzeit gemäß der Satzung vorgesehenen acht 
Vertreterinnen/Vertretern zwei weitere fachliche Vertreterinnen/Vertreter durch die 
Mitgliederversammlung in den Aufsichtsrat gewählt und zwar je eine Vertreterin/ein Vertreter für 
den Bereich Wirtschaft (Landwirtschaft) und Wissenschaft. Diese Vertreterinnen/Vertreter werden 
durch die jeweils zuständigen Fachgremien (Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland, 
Facharbeitskreis Tourismus, Kulturrat Münsterland) empfohlen. 
8.  Eine erfolgreiche und qualitativ hochwertige Umsetzung der vielfältigen Aufgaben bedarf einer 
adäquaten und der steigenden Bedeutung von Regionalmanagements zukunftsgerichteten 
Ressourcenausstattung. Mit der Fusion der Vereine in 2009 wurden wesentliche Sparmaßnahmen 
vorangetrieben. Die Beitragssätze wurden bei deutlicher allgemeiner Kostensteigerung seit 
mehreren Jahren nur marginal (0,03 EUR pro Einwohner seit 2002) angehoben.  
 
Die Strategiekommission erkennt grundsätzlich an, dass das Handlungsfeld „Wirtschaft & 
Wissenschaft“ mit nur 2 Vollzeitstellen beim Münsterland e. V. unterbesetzt ist. 
9.  Der derzeitige Mitgliedsbeitrag sowie Verlustausgleich durch die Kommunen wird für die Jahre 
2016 und 2017 festgeschrieben. Eine Beitragsanhebung kann im Jahr 2018 umgesetzt werden, 
soweit die unter Ziffer 10. beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind (positive 
Maßnahmenevaluierung).  Der notwendige zusätzliche Finanzbedarf wird durch den Vorstand bei 
der entsprechenden Haushaltsplanung näher beziffert und dem Aufsichtsrat zur Entscheidung 
vorgelegt. 
10.  Kurzfristig wird wegen der knappen Personalressourcen neben der bestehenden Basisfinanzierung 
eine Unterstützung für Förderprojekte, die in Trägerschaft des Münsterland e.V. realisiert werden, 
in Form von Eigenanteilen als sinnvoll erachtet. Dies trifft bereits auf die Haushaltsjahre 2016 und 
2017 zu (z. B. Projekte aus dem Regio.NRW Call wie Enabling Innovation Münsterland, 
Gründergeist, KlimaExpo.NRW usw.). 
Nach positivem Ergebnis einer jeweiligen Maßnahmenevaluierung sollen Beitragsanhebungen zur 
Überführung der Projekte in die Nachhaltigkeit dienen. Dies trifft auf die Haushaltsjahre ab 2018 
zu (siehe Ziffer 9.). 
  
11.  Endgültige Festlegungen zur Kommunikation der Ergebnisse, möglichen Änderung des 
Vereinsnamens sowie Satzungsänderung obliegen dem Aufsichtsrat.

Anlage 4 Erklaerung AR zum Strategieprozess

32801 Zeichen

Erklärung 
des Aufsichtsrates des Münsterland e.V.  
zu den Empfehlungen der Strategiekommission  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Präambel ...................................................................................................................................... 2 
Vision für das Münsterland ............................................................................................................. 3 
Mehrwert Münsterland e.V. ............................................................................................................ 3 
Kernaufgaben und Arbeitsbereiche Münsterland e.V. ....................................................................... 4 
Handlungsfelder und Aufgaben Münsterland e.V.............................................................................. 5 
Zukünftige Organisation ................................................................................................................13  
Ressourcenplanung für den Münsterland e.V. .................................................................................14

Präambel 
 
Region Münsterland 
Mit vereinten Kräften das tun, was gemeinsam besser geht 
Die Region Münsterland ist Lebensraum für ca. 1,6 M illionen Bürgerinnen und Bürger. Sie ist Standort 
und Entwicklungsraum für Industrie, Handwerk und Di enstleistungen. Sie ist Kulturraum, Standort 
bedeutender Wissenschaftseinrichtungen und moderne Produktionslandschaft. Dabei stehen die 
wirtschaftliche Dynamik sowie die hohe Lebensqualit ät im Oberzentrum Münster, in den Kreisen 
Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf mit den S tädten und Gemeinden und angrenzenden 
Kommunen sowie eine intakte Kulturlandschaft dieser  Region in einem engen Zusammenhang. Zu den 
großen Stärken gehören die Ausstrahlung und die Anz iehungskraft als Kultur- und Tourismus-, sowie 
als Wirtschafts- und Innovationsregion. Wandlungs-,  Anpassungs- und Innovationsfähigkeit sowie 
Wissensdrang sind Entwicklungsgrundlage für die prosperierende Region Münsterland. 
Die Region Münsterland profitiert von ihrer Lage in  der Nachbarschaft zu den Niederlanden im Europa 
der Regionen. Sie ist Teil des größten und produkti vsten grenzübergreifenden europäischen 
Wirtschaftsraumes und über alle Verkehrswege gut erreichbar.  
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von R egionen im europäischen Wirtschaftsraum 
hat die Region Münsterland ihre Attraktivität gebün delt und verfolgt aktiv eine nachhaltige, vernetzte  
Entwicklung der Region Münsterland in landes-, bundes- und europaweiter Dimension. 
Die Arbeitsfelder des Vereins stellen die inhaltlic he Basis für das Regionalmanagement in der Region 
dar. Die Grundlagen der regionalen Zusammenarbeit w erden durch den organisierten Austausch in 
den Gremien geschaffen. Diese erarbeiten Strategien  und Projekte zur Bewältigung der strukturellen, 
gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen H erausforderungen, vor denen die Region 
Münsterland steht. Schwerpunkte liegen hier sowohl in der Vernetzung von Akteuren als auch in der 
Initiierung, Steuerung und Förderung regionaler Pro zesse der Strukturentwicklung in den Bereichen 
Wirtschaft, Wissenschaft, Tourismus, Kultur sowie E ntwicklungen mit Raumbezug für das gesamte 
Münsterland. Dabei gilt stets der Grundsatz: mit ve reinten Kräften das tun, was gemeinsam besser 
geht. 
Alle Inhalte und Strategien der Arbeit werden mit d er Bezirksregierung Münster und dem Land 
Nordrhein-Westfalen abgestimmt sowie gegenüber dem Bund und der Europäischen Union 
positioniert. 
Regionalmanagement ist Kommunikation und Kooperatio n mit hohem personellem Einsatz. Seit seiner 
Gründung im Jahre 2009 und schon in den Vorgängeror ganisationen Münsterland Touristik Grünes 
Band e.V. (gegründet 1971) und Aktion Münsterland e .V. (gegründet 1990) haben sich die regionalen 
Akteure in unterschiedlichsten Konstellationen zusa mmengefunden, um die Region über Projekte, 
Maßnahmen und Dienstleistungen weiterzuentwickeln.  
Der Münsterland e.V. bildet dafür die Koordinations - und Dienstleistungsplattform und fördert die 
Kommunikation zwischen den Partnern in der Region, auf Landes-, Bundes- oder europäischer Ebene.  
Ohne die Mitwirkung der zahlreichen regionalen Akte ure und Partner sowie Abstimmung mit diesen in 
den verschiedenen Gremien, Arbeitskreisen oder Proj ektkonsortien wäre ein erfolgreiches 
Regionalmanagement und -marketing nicht möglich.  
Die praktische Umsetzung des Regionalmanagements sp iegelt sich in den Arbeitsfeldern/Themen und 
Arbeitsgremien des Vereins wider.

Die Umsetzung der Projekte, Maßnahmen und Programme  obliegt der Geschäftsstelle des Münsterland 
e.V. in Arbeitsteilung und Kooperation mit lokal, t eilregional und regional operierenden Partnern in d er 
Region und darüber hinaus. 
Vision für das Münsterland 
Das Münsterland ist eine erfolgreiche Region mit ei ner seit Jahren dynamischen 
Wirtschaftsentwicklung. Gleichzeitig präsentiert si ch das Münsterland mit seiner typischen 
Münsterländischen Parklandschaft als eine landschaf tlich reizvolle Region mit touristischer und 
kultureller Vielfalt. Die Menschen im Münsterland leben und arbeiten gern in ihrer Region. 
Die Herausforderungen des demografischen Wandels, d er Globalisierung und Digitalisierung sowie 
Veränderungen der Wertschöpfungsstrukturen im Sinne  eines strukturellen und technologischen 
Wandels begreift das Münsterland als Chance. Der Ge danke einer nachhaltigen, 
ressourcenschonenden, regionalen Wirtschaft ist in unserer Gesellschaft fest verankert.   
Das Münsterland ist… 
… ein dynamischer, mittelständisch geprägter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort 
mit einer hohen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit 
… eine attraktive Tourismus- und Freizeitregion 
… eine Region der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in Stadt und Land 
 
Mehrwert Münsterland e.V. 
Die Sichtbarkeit von einzelnen Kreisen, Städten und  Gemeinden ist im Wettbewerb attraktiver 
Wirtschafts- und Lebensstandorte in einer globalisi erten Welt immer geringer. Regionale 
Kooperationen sind notwendig, um im Wettbewerb der Regionen die vorhandenen Kräfte und 
Potenziale zu bündeln und eine überregionale Reichweite und Sichtbarkeit zu erlangen.  
In der Regionalisierung liegen für die Städte und K reise des Münsterlandes große Synergien, um 
überregional wahrgenommen zu werden und sich im Wet tbewerb der Regionen erfolgreich 
aufzustellen. Der Münsterland e.V. ist eine Institu tion des gesamten Münsterlandes, die gleichwohl die  
spezifischen Kompetenzen der Teilregionen des Münst erlandes berücksichtigt. Ebenso übernimmt der 
Münsterland e.V. eine Treiberrolle bei der Identifi zierung von Themen (wie z.B. Fachkräfte, 
Innovation, Umwelttechnologie/Energie/Klima, Breitband/Verkehr, Kultur, Tourismus uvm.). 
Mit der Regionalisierung der Landespolitik in Nordr hein-Westfalen wird zudem ein großer Teil der 
Landespolitik in den Regionen realisiert. Als Steue rungsebene wird der Region eine größere 
Problemnähe und stärkere Handlungskompetenz zugesprochen. Das Land NRW forciert diesen Prozess 
der Regionalisierung in Hinblick auf Finanzierung v on Maßnahmen mit Nachdruck. Der Münsterland 
e.V. nimmt dabei die wichtige Rolle ein, die Aufgab en für das Münsterland zu priorisieren und die 
Kräfte bedarfsgerecht zu bündeln. Bestehende Zustän digkeiten und Kompetenzen in der Region 
werden dabei berücksichtigt.

Kernaufgaben und Arbeitsbereiche Münsterland e.V. 
Als regionale Managementorganisation ist der Münste rland e.V. aktiv, die Imagebildung und 
Vermarktung des Münsterlandes als exzellente Region  für Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und 
Kultur auszubauen sowie die Identifikation der hier lebenden Menschen mit ihrer Region zu fördern. 
Ebenso werden durch den Münsterland e.V. regionale Prozesse und Projekte in den Bereichen 
Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur init iiert, gesteuert und gefördert sowie weitere 
Finanzquellen für die Region aktiviert. 
Darüber hinaus ist der Münsterland e.V. als regiona le Managementorganisation der zentrale 
Ansprechpartner und die wichtigste Schnittstelle für die Landes-, Bundes- und EU-Ebene. 
Die Kernaufgaben und Arbeitsbereiche des Münsterland e.V. sind:

Handlungsfelder und Aufgaben Münsterland e.V. 
Wirtschaft & Wissenschaft 
Das Münsterland ist eine erfolgreiche Wirtschaftsre gion mit einer Vielzahl innovativer mittelständisch er 
Unternehmen und einer exzellenten Wissenschafts- un d Forschungslandschaft. Im Arbeitsbereich 
Wirtschaft & Wissenschaft hat sich der Münsterland e.V. folgende Ziele  gesetzt: 
Um das Münsterland als den dynamischen, mittelständisch geprägten Wirtschafts- und 
Wissenschaftsstandort mit einer hohen Wettbewerbs- und  Innovationsfähigkeit  zu 
etablieren, sollen… 
… das Image verbessert und die Sichtbarkeit des Münsterlandes als attraktiver und erfolgreicher 
Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort erhöht werde n. Eine erhöhte Sichtbarkeit in der 
Außenwahrnehmung wird durch eine stärkere Präsenz d es Wirtschafts- und 
Wissenschaftsstandorts in nationalen Medien erkennbar. 
… regionale Förderprojekte initiiert und begleitet werden sowie zusätzliche Finanzquellen für die 
Region aktiviert werden. Das Handlungspotenzial der  regionalen Akteure wird durch die 
Prozesssteuerung und den Überblick über regionale F ördermittel gesteigert. Der Münsterland 
e.V. setzt ebenfalls regional bedeutsame Projekte um und akquiriert Fördermittel. 
… die Prozesse der regionalisierten Strukturpolitik  über den Münsterland e.V. zentral gesteuert 
und in die Region kommuniziert werden. Der Münsterl and e.V. wird als eine etablierte 
Anlaufstelle für die Akteure in der Region wahrgeno mmen und bildet eine Schnittstelle zur 
Bezirksregierung, zum Land, zum Bund und zur EU. Da s Münsterland steht für Innovationen 
und Wirtschaftsdynamik. 
 
Zur Erreichung dieser Ziele ist der Münsterland e.V. in vier Handlungsfeldern aktiv: 
 
Handlungsfelder Wirtschaft & Wissenschaft 
 Innovationsförderung: Betriebliche Innovationen und  neue Techno-
logien zur Profilierung der Schwerpunktbranchen unterstützen 
 Fachkräftesicherung: Vermarktung des Münsterlandes als Region mit 
attraktiven Arbeitgebern und einer hohen Lebensqualität 
 Gründungen: Synergien für eine leistungsfähige Grün dungsland-
schaft schaffen 
 Energieregion: Positionierung als Region mit starke n Kompetenzen 
und Innovationen im Umwelttechnologie-, Energie- un d 
Klimaschutzbereich  
 
Folgende Aufgaben und dazugehörige Teilaufgaben/Tätigkeiten sollte der Münsterland e.V. abhängig 
von der zukünftigen Personalkapazität in den vier Handlungsfeldern ausführen: 
  
Wirtschaft & 
Wissenschaft

Handlungsfeld Innovationsförderung 
 
I.  Vernetzten Innovations- und Wissenschaftsstandor t schaffen 
 Plattformen zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft anbieten 
 Stärkung und Vermarktung des regionalen Profils dur ch eigene Projekte, Dienstleistungen und 
Veranstaltungen (z.B. Innovationspreis, Journaliste npreis, Innovationsforum), Umsetzung und 
Unterstützung von Germany at its best, Filmservice Münsterland, Gewerbeflächenbörse 
 Organisierter Austausch in den Gremien und Begleitu ng Wirtschaftsförderungskonferenz und 
koordinierte Netzwerkservices (Netzwerkunterstützun g bspw. Geonetzwerk Münsterland, 
Netzwerk GMA, Netzwerk Personalberatung Münsterland , Netzwerk Service Welten, Netzwerk 
Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V., Netzwerk Technische Textilien im Bauwesen) 
II.  Prozesse des regionalen Innovationsmanagement op timieren 
 Regionale Innovationsförderungsstrategie für das Münsterland erarbeiten 
 Bereitstellung von Informationen, Kenntnisse über v orhandene Potenziale in der Region, 
Zusammenführung von themen- und akteursübergreifend en Technologien sowie 
Kompetenzen (Cross-Innovation-Prozesse) 
 Bewusstsein für die Bedeutung von Innovationsfähigk eit bei den regionalen Akteuren in 
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fördern durch öffentlichkeitswirksame 
Fachveranstaltungen 
III. Betriebliche Innovationen und neue Technologien zur Profilierung der 
Schwerpunktbranchen unterstützen 
 Markt- und Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotenziale im Münsterland 
 Identifizierung von zukunftsrelevanten Themen und K onzeptionierung münsterlandspezifischer 
Projektansätze 
 Initiierung und Realisierung von Förderprojekten in  eigener Trägerschaft (z.B. PUSH 
Münsterland) sowie Unterstützung von regionalen Ini tiativen (Geschäftsführung des 
Netzwerks Münsterland Qualität e.V.) 
 
Handlungsfeld Fachkräftesicherung 
 
I.  Vermarktung des Münsterlandes als Region mit attra ktiven Arbeitgebern und einer 
hohen Lebensqualität 
 Zielgruppengerechte Präsentation des Wirtschaftssta ndortes Münsterland auf diversen Messen 
in Kooperation mit Partnern aus der Region (z.B. Ex poReal, Hannover Messe, FMB ) und 
Ausweitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 
 Bereitstellung von Marketingmaterialien und die Kop plung von webbasierten Services mit 
Veranstaltungen 
II. Konzeption regionsspezifischer Marketingelemente wie dem Karriereservice 
Münsterland oder Imagekampagnen  
 Regionsspezifische Marketingelemente wie den Karrie reservice mit Instrumenten wie Job-
Matching, Messen zum Fachkräfterecruiting, Beste Arbeitgeber Münsterland entwickeln 
 Imagekampagnen (wie zum Beispiel "Wir wollen deinen Kopf") unterstützen und erarbeiten

Handlungsfeld Gründungen 
 
I. Koordinierung einer regionsweiten Verbesserung des G ründungsklimas 
 Schnittstellenfunktion, Ansprechpartner & Zusammenarbeit der regionalen Akteure, die sich im 
Bereich der Gründungsförderung engagieren 
 Umsetzung eigener Maßnahmen zur Verbesserung des Gr ündungsklimas in Abstimmung mit 
den Aktivitäten der regionalen Akteure 
II. Erschließung von zusätzlichen und besonders qualifizierten Gründungspotenzialen 
 Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderprojekte (z.B. Gründergeist@Münsterland) 
 Unterstützungsangebote für potenzielle Gründerinnen  und Gründer entwickeln und in 
Abstimmung mit den regionalen Akteuren anbieten 
III. Synergien für eine leistungsfähige Gründungslands chaft schaffen 
 Informationsvermittlung, Antragsbegleitung und coac h-the-coach-Angebote bei regionalen 
Förderanträgen 
 
Handlungsfeld Energieregion 
 
I.  Positionierung als Energieregion mit starken Kompet enzen und Innovationen im 
Energie- und Klimaschutzbereich 
 Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderpro jekte zur Profilierung des Münsterlandes 
als Energie- und Klimaschutzregion 
 Zielgruppengerechte Präsentation der Energieregion Münsterland außerhalb der Region 
II. Gesamtregionale Koordinierung lokaler und teilregionaler Aktivitäten 
 Koordinierung und Vernetzung der Kommunen und regionalen Multiplikatoren 
 Bereitstellung von Informationen, Kenntnisse über vorhandene Potenziale in der Region 
III. Relevante Akteure aus Wirtschaft und Kommunen einheitlich aufstellen 
 Schnittstelle und Ansprechpartner für die relevanten Akteure aus Wirtschaft und Kommunen 
 Vernetzung der Akteure untereinander

Tourismus 
Das Münsterland ist eine attraktive Urlaubs- und Fr eizeitregion. Die vielfältige, unverwechselbare 
Landschaft, zahlreiche Radwege und abwechslungsreiche Reitrouten machen das Münsterland zu einer 
touristischen Destination voller Erlebnisse. Ob als  Aktiv-, Erholungs- oder Kultururlaub, die zahlreic hen 
Reiseziele und -möglichkeiten machen das Münsterlan d nicht nur für Radfahrer und Reiter attraktiv. 
Zudem ist das Münsterland eine bedeutende Geschäfts reiseregion, sei es in Form von Tagungen & 
Kongressen oder in Form von Geschäftskontakten der zahlreichen meist mittelständischen 
Unternehmen.  
Im Arbeitsbereich Tourismus hat sich der Münsterland e.V. folgende Ziele  gesetzt: 
Um das Münsterland als attraktive Tourismus- und Freizeitregion  zu profilieren, sollen… 
… die Premiumprodukte Rad und Pferd im Fokus der to uristischen Vermarktung für das 
Münsterland liegen. Das Image als Tourismusregion w ird durch weitere Themen wie z.B. die 
Schlösser & Burgen, Gärten & Parks, Kulinarik, Wand ern und Geschäftsreisen ergänzt. Die 
Bekanntheit des Münsterlandes als Reiseziel soll kontinuierlich gesteigert werden. 
… die touristischen Angebote und Dienstleistungen s ollen durch Qualitätssteigerung und 
Qualitätssicherung unter Federführung und Impulsgeb ung des Münsterland e.V. 
weiterentwickelt werden. Ebenso soll die Servicequa lität in den münsterländischen Betrieben 
verbessert werden. Mit der Weiterentwicklung des To urismus-Center und des digitalen 
Tourenplaners Münsterland soll die touristische Wertschöpfung erhöht werden. 
… die Marketing- und Vertriebskanäle (Tourismus-Cen ter, Internet, Tourenplaner Münsterland, 
Neue Medien, Print, etc.) bedarfsgerecht und kunden orientiert weiterentwickelt werden. Die 
Besucherzahlen sollen sowohl vor Ort als auch virtuell weiter gesteigert werden. 
Zur Erreichung dieser Ziele ist der Münsterland e.V . in drei Handlungsfeldern aktiv. Der Münsterland 
e.V. setzt damit die Arbeit in den bereits etablierten Handlungsfeldern im Bereich Tourismus fort: 
 
Handlungsfelder Tourismus 
 Profilierung der Region über Schwerpunktthemen und Produkte 
 Qualitative und serviceorientierte Weiterentwicklun g der Tourismus-
destination Münsterland 
 Vermarktung, Vertrieb, Vernetzung 
 
Folgende Aufgaben und dazugehörige Teilaufgaben/Tätigkeiten sollte der Münsterland e.V. abhängig 
von der zukünftigen Personalkapazität in den drei Handlungsfeldern ausführen:  
  
Tourismus

Handlungsfeld Profilierung der Region über Schwerpunktthemen und Produkte 
 
I. Radregion Münsterland als Premiumprodukt 
 Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderpro jekte zur Profilierung des Münsterlandes 
als Radregion 
 Koordinierung und Vernetzung der Touristiker im Mün sterland und darüber hinaus in 
verschiedenen Netzwerken und Gremien (AK Radfahren,  IG-EmsRadweg, AK-Friedensroute, 
AK-Europaradweg, Lenkungsausschuss Landesweites Rad verkehrsnetz, Auswahlkommission 
AGFS) 
 Unterstützung regionaler Veranstaltungen (RennFiets en Tour, Sparkassen Münsterland GIRO) 
und Zusammenarbeit mit Verlagen 
 Beschwerdemanagement und Qualitätsoptimierung Radwe genetz sowie Koordinierung und 
Umsetzung des Infrastrukturkonzepts 
II. Pferderegion Münsterland als Premiumprodukt 
 Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderpro jekte zur Profilierung des Münsterlandes 
als Pferderegion 
 Koordinierung und Vernetzung der Touristiker im Mün sterland in verschiedenen Netzwerken 
und Gremien (Lenkungsausschuss Pferderegion) 
 Qualifizierung und Vernetzung der Betriebe, Betriebsansprache 
 Marketing der Reitroute und der Pferderegion Münsterland (Pressearbeit, Journalistenreisen) 
III. Ergänzungsthemen 
 Informationsbereitstellung auf Internetpräsenz zu Ergänzungsthemen wie Schlösser & Burgen, 
Gärten & Parks, Kulinarik, Wandern sowie Geschäftsreisen 
 Projekt Regionale Speisekarte (u.a. Projektkoordina tion, Organisation Presseveranstaltungen, 
Übersichtskarte, Pflege und Ausbau Internetpräsenz www.muensterland-speisekarte.de, 
engere Zusammenarbeit mit Produzenten) 
IV. Förderprojekte 
 Begleitung und Umsetzung regionaler Förderprojekte:  Tourismusmarketing Grenzregion, 
Tourismus für Alle, Kooperation mit Tourismus NRW, Projektskizze Regionale 2016: 100 
Schlösser Route, Projektskizzen Wettbewerb "Erlebni s.NRW", "Trompetenbaum & 
Geigenfeige" 
Handlungsfeld Qualitative und serviceorientierte Weiterentwicklung der Tourismus-
destination Münsterland 
 
I. Online-Buchungssystem Münsterland 
 Bereitstellung, Datenpflege und Betreuung des Online Buchungssystems (OBIS) 
 Weiterentwicklung des Systems mit dem externen Anbieter 
 Datenpflege der Leistungsträger (mehrere 100) und -pakete 
 Betreuung, Beratung, Schulung von Buchungsstellen und Leistungsträgern 
II. Tourismus-Center Münsterland 
 Telefonische und schriftliche Beratung von Gästen u nd Abwicklung von Anfragen sowie 
Versand von Angeboten, Informationsmaterialien, Verkaufsprodukte etc. 
 Entwicklung, Erstellung und Buchung von Pauschalen sowie Buchung von Pauschalen und 
Unterkünften mittels des Onlinebuchungssystems (OBIS) 
 Klassifizierung von Unterkünften 
 Akquise, Kontakt Leistungsträger

III. Digitaler Tourenplaner Münsterland 
 Federführung und Weiterentwicklung des digitalen To urenplaners zur individuellen Routen-
planung für Urlaub und Freizeit 
 Beratung und Schulung von Nutzern und Projektpartnern (Redakteure) 
 Datenpflege und -controlling (Qualitätsarbeitsplatz) 
 Gewinnung von Projektpartnern und Aufbereitung/Weiterverarbeitung von Geodaten 
 Managementtool für die Planung von Radwegen und Reitrouten/-wegen 
IV. Dienstleistungen/ Initiativen zur Qualitäts-/ Serviceverbesserung 
 Fortbildungsangebote (Tourismus-Akademie, Nachfolge  auslaufendes Förderprojekt Aktiv-
Akademie) und Digitalisierungsoffensive 
 Zertifizierung der Dienstleistungsqualität von Tour ismusstellen und Leistungsträgern 
(Koordination der Schulungen zum Siegel Service Q) 
 Initiierung und Pflege einer "Gastgeberkultur" 
 Betreuung, Coaching und Akquise von Leistungsträger n und Touristikern 
(„Außendienstleister“) 
 
Handlungsfeld Vermarktung, Vertrieb, Vernetzung 
 
I. Tourismus-Marketing und touristische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
 Zielgruppenspezifische Präsentation des Tourismusst andortes Münsterland auf Messen und 
Promotions 
 Entwicklung und Durchführung von Marketing- und PR- Maßnahmen zur zukunftsorientierten 
Positionierung der Tourismusdestination: Printprodu kte, Anzeigenwerbung, Merchandising, 
Fotomaterial/Bildarchiv, Marktforschung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
II. Internetpräsenz | Neue Medien 
 Entwicklung sowie inhaltliche und technische Pflege  der Internetpräsenz als zentraler 
Vertriebskanal und onlinebasierte Informationsplattform für die Tourismusdestination 
 Entwicklung einer Strategie und Anwendung von Socia l Media als weiterer Vertriebskanal und 
Informationsplattform 
III. Gremienarbeit und Vernetzung 
 Organisierter Austausch in den Gremien (Facharbeitskreis Tourismus) 
 Zusammenarbeit regional, NRW-weit, national und eur egional in verschiedenen Netzwerken 
und Gremien (z.B. Vorstand und Marketingausschuss Tourismus NRW e.V.) 
 Entwicklung und Förderung eines Netzwerks der Vertriebspartner

Kultur 
Kultur nimmt eine wesentliche Rolle für die Standor t- und Lebensqualität einer Region ein. Über das 
Regionalmarketing für den Wirtschaftsstandort ergän zt die Kultur ebenso wie der Tourismus das Bild 
des Münsterlandes als einen hochattraktiven Lebensr aum. Die historisch gewachsene Region bietet 
vielfältige kulturelle Potenziale: Schlösser, Burge n, die charakteristische Landschaft mit zahlreichen  
Gärten und Parks sowie etablierte Kulturinstitutionen. 
Im Arbeitsbereich Kultur hat sich der Münsterland e.V. folgende Ziele  gesetzt: 
Um das Münsterland mit seiner kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in Stadt und Land  zu 
profilieren, sollen… 
… die Kulturakteure im Münsterland vernetzt und die  Möglichkeiten der regionalen Kulturpolitik 
fachlich umgesetzt werden. Mit der Unterstützung vo n regionalen Kulturprojekten soll ein 
attraktives und kreatives Kulturangebot für die Bür gerinnen und Bürger verwirklicht werden. 
Das kulturelle Selbst- und Qualitätsbewusstsein soll gestärkt werden. 
… die Kommunikation und Kooperation zwischen Kultur schaffenden und Kulturverantwortlichen 
im Münsterland initiiert und intensiviert werden. D er regionale Informationsaustausch soll 
verbessert und die Kommunikationssysteme in der Reg ion vernetzt werden. Kulturelle 
Qualifizierungsmaßnahmen stärken die Kompetenzen der Kulturschaffenden im Münsterland. 
… die spezifischen regionalen Potenziale des Münste rlandes durch kooperative Kunst- und 
Kulturprojekte aller Sparten reflektiert und interp retiert werden. Durch die Initiierung und 
Umsetzung eigener Projekte des Münsterland e.V. sol len die kulturellen Strukturen verbessert 
und die kulturelle Versorgung gesichert werden. 
Zur Erreichung dieser Ziele ist der Münsterland e.V . in drei Handlungsfeldern aktiv. Der Münsterland 
e.V. setzt damit die Arbeit in den bereits etablierten Handlungsfeldern im Bereich Kultur fort: 
 
Handlungsfelder Kultur 
 Profilierung der Kulturregion Münsterland 
 Förderung von Kommunikation und Kooperation zwische n Kultur-
schaffenden im Münsterland 
 Festigung kultureller Strukturen und Sicherung der kulturellen 
Versorgung im Münsterland durch eigene Projekte 
 
Handlungsfeld Profilierung der Kulturregion Münsterland 
 
I. Individuelle Projektberatung und Begleitung zum Landesförderprogramm 
„Regionale Kulturpolitik“ 
 Fachliche Beratung von Antragstellern im Landesförderprogramm „Regionale Kulturpolitik“ 
 Projektpartnerschaften, -initiierung und -durchführung 
II. Kulturbüro als Geschäftsstelle für den Kulturrat Münsterland 
 Vernetzung der Kulturakteure im Münsterland 
Kultur

 Geschäftsführung des Kulturrates durch den Münsterl and e.V. Der Kulturrat vernetzt 
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltun g und verschiedener Kultursparten, berät 
Förderprojekte, setzt darüber hinaus inhaltlich Imp ulse, bezieht Stellung zu kulturpolitischen 
Themen 
 Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung Veranstaltungen 
 Ausrichtung einer jährlichen Kulturbörse (Messe, Austausch, Vernetzung) 
III. Schnittstelle zur Landespolitik 
 Schnittstelle und Ansprechpartner für das Land in Fragen der regionalen Kulturpolitik 
IV. Öffentlichkeitsarbeit für das Förderprogramm RKP 
 Marketing für ausgewählte eigene RKP-Projekte in der Kulturregion Münsterland 
 
Handlungsfeld Kulturakademie 
 
I. Kulturakademie 
 Qualifizierung von Kulturakteuren im Münsterland: A ngebot von zielgruppenspezifischen 
Weiter-bildungsworkshops zu unterschiedlichen Themen für Kulturschaffende 
II. Gremienarbeit und Vernetzung 
 Entwicklung und Konzeptionierung interkommunaler Kommunikationsstrategien 
 Organisierter Austausch in Gremien (Arbeitskreis Ku ltur) sowie Ausrichtung der Kulturdezer-
nenten- und Amtsleiterkonferenz Münsterland 
 Weitere Netzwerkarbeit (z.B. LWL, Kreise, spartenübergreifende Netzwerke) 
 
Handlungsfeld Festigung kultureller Strukturen und Sicherung der kulturellen Versor-
gung im Münsterland durch eigene Projekte 
 
I. Projektmanagement eigener Projekte 
 Initiierung und Durchführung eigener regionaler Pro jekte zur Kulturförderung sowie inhaltliche 
Mitwirkung als Kooperationspartner (z.B. Münsterlan d Festival, D/NL-Projekt GrensWerte 
(ausgelaufen in 2014) und ggf. neue D/NL-Projekte) 
II. Stiftung Kunst und Kultur Münsterland 
 Geschäftsführung für die Stiftung Kunst und Kultur Münsterland. Die Stiftung Kunst und Kultur 
schließt die Lücke zwischen lokalem Engagement und etablierter Kulturförderung und fördert 
somit Kunst und Kultur in der Region, die vor allem  von semiprofessionellen Initiativen mit 
starkem ehrenamtlichem Engagement gestaltet wird.

Zukünftige Organisation 
Für die erfolgreiche Arbeit in den Handlungsfeldern  stellt der Münsterland e.V. eine schlagkräftige 
Organisation auf. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Aufsichtsrat und 
der Vorstand . 
 
 
Der Aufsichtsrat  besteht derzeit aus Personen, die von der Mitglied erversammlung gewählt werden 
und Personen, die kraft ihres Amtes Mitglieder des Aufsichtsrats sind. Das Prinzip der funktions-
orientierten Besetzung soll beibehalten werden, da diese Überwachung, Kontrolle des Vorstandes, 
aber auch Entscheidungen zu Verlustausgleichen durc h Stadt und Kreise zu verantworten haben. Kraft 
Amtes bleiben somit weiterhin die Landräte der Krei se, der Oberbürgermeister der Stadt Münster, 
bzw. ihre allgemeinen Vertreter, je ein Bürgermeist er aus den Kreisen des Münsterlandes und der 
Regierungspräsident bzw. die Regierungsvizepräsiden tin (mit beratender Stimme) Mitglied des 
Aufsichtsrates.  
Die Vielfalt der Aufgaben und vor allem die Regiona lisierung der Förderungen und die damit 
verbundene steigende Bedeutung der Region als Steue rungs- und Entscheidungsebene erfordern 
gleichwohl eine Anpassung der Zusammensetzung des A ufsichtsrats. Der Bedeutungszuwachs 
regionaler Entscheidungsprozesse erfordert die verl ässliche Absprache gesellschaftlicher Gruppen und 
Parteien im Münsterland. Um die Einrichtung eines B eirates als zusätzliches Gremium zu vermeiden, 
soll der Aufsichtsrat des Vereins vergrößert werden. 
Als politisches Entscheidungsgremium für die raumbe zogene Regionalplanung fungiert bereits heute 
der Regionalrat. Um die kommunalpolitische Willensb ildung stärker im Aufsichtsrat zum Ausdruck zu 
bringen, sollen künftig stimmberechtigte Vertreter durch den Regionalrat in den Aufsichtsrat des 
Münsterland e.V. entsendet werden. Davon werden sec hs Vertreter für Parteien mit Fraktionsstatus 
und je ein Vertreter durch Parteien ohne Fraktionss tatus entsandt.  Diese Vertreter werden durch den 
Regionalrat benannt, müssen aber nicht Mitglied des Regionalrates sein. 
Darüber hinaus sind von der Mitgliederversammlung z ehn Personen als fachliche Vertreter wie folgt in 
den Aufsichtsrat zu wählen: vier Personen aus dem B ereich Wirtschaft (inkl. eine Person 
Landwirtschaft), drei aus dem Bereich Tourismus sow ie zwei Personen aus dem Bereich Wissenschaft 
und eine Person aus dem Bereich Kultur. Diese Vertr eter werden durch die jeweils zuständigen 
Mitglieder-
versammlung 
 Aufsichtsrat 
Tourismus 
 Bereichsleiter 
(in Personalunion mit 
Bevollmächtigen des Vorstands) 
Kultur 
 Bereichsleiter 
(in Personalunion mit 
hauptamtlichen Vorstand) 
Wirtschaft & Wissenschaft 
 Bereichsleiter 
(in Personalunion mit 
hauptamtlichenVorstand) 
Regionalagentur Münsterland 
Regionalrat 
Alleiniger 
hauptamtlicher Vorstand 
Aufgaben 
 Leitung laufende Geschäfte des 
Vereins 
 alleinvertretungsberechtigt. 
 vertritt den Verein gerichtlich und 
außergerichtlich 
 nimmt an den Sitzungen des 
Aufsichtsrates beratend teil 
Zentrale Dienste 
Bevollmächtigter des 
Vorstands („Prokurist“)

Fachgremien (Wirtschaftsförderungskonferenz Münster land, Facharbeitskreis Tourismus, Kulturrat 
Münsterland) empfohlen. Die Amtszeit der gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt vier Jahre. 
 
 
 
Der Münsterland e.V. definiert im Rahmen der strate gischen Neuausrichtung klarer die Kernaufgaben 
und verkleinert den Vorstand . In diesem Zusammenhang soll eine Verkleinerung de s Vorstands um 
ein Mitglied erfolgen. Die alleinige Vorstandsveran twortung wird vom bisherigen 
Vorstandsvorsitzenden wahrgenommen. Das bisherige V orstandsmitglied soll dem Verein als 
Bevollmächtigter des Vorstands („Prokurist“) und Be reichsleiter Tourismus auch weiterhin zur 
Verfügung stehen. Zu den Aufgaben des Vorstandes un d des Bevollmächtigten des Vorstands gehören 
bspw. neben der allgemeinen Administration (u.a. Fi nanzen und Personal) die komplexe 
Netzwerkarbeit, vielfältige operative und thematisc he (Gremien-) Arbeit, inhaltliche Konzeption und 
Umsetzung von Zukunftsthemen, Regionalstrategien so wie die Übernahme einer hohen persönlichen 
Verantwortung. Darüber hinaus wird der Vorstand ope rativ den Bereich Wirtschaft & Wissenschaft 
sowie den Bereich Kultur leiten. Die Leitung des Be reichs Tourismus erfolgt durch den 
Bevollmächtigten des Vorstands in Funktion als Bere ichsleiter. Er vertritt die Bereichsinteressen 
gegenüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. 
Ressourcenplanung für den Münsterland e.V. 
Eine erfolgreiche und qualitativ hochwertige Umsetz ung der vielfältigen Aufgaben bedarf einer 
adäquaten und der steigenden Bedeutung von Regional managements zukunftsgerichteten 
Ressourcenausstattung. Mit der Fusion der Vereine i n 2009 wurden wesentliche Sparmaßnahmen 
vorangetrieben. Die Beitragssätze wurden bei gleich zeitiger deutlicher allgemeiner Kostensteigerung 
seit mehreren Jahren nur marginal (0,03 EUR pro Einwohner seit 2002) angehoben.  
Kurzfristig wird wegen der knappen Personalressourc en neben der bestehenden Basisfinanzierung 
eine Unterstützung für Förderprojekte, die in Träge rschaft des Münsterland e.V. realisiert werden, in 
Form von Eigenanteilen als sinnvoll erachtet. Dies trifft bereits auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017  
zu (z. B. Projekte aus dem Regio.NRW Call wie „Enab ling Innovation Münsterland“,

„Gründergeist@Münsterland“, KlimaExpo.NRW usw.). Na ch positivem Ergebnis einer jeweiligen 
Maßnahmenevaluierung sollen Beitragsanhebungen ab dem Jahr 2018 zur Überführung der Projekte in 
die Nachhaltigkeit  dienen. Um statt einer ständig wechselnden Projektorientierung eine nachhaltige 
Bearbeitung zentraler Aufgaben zu verstetigen, beda rf es demnach mittelfristig einer Erhöhung der 
Kernressourcen, also außerhalb zeitlich befristeter  Förderprojekte in allen drei Bereichen Wirtschaft & 
Wissenschaft, Tourismus und Kultur.

Anlage 5_Muensterland_Enabling Innovation

37144 Zeichen

Integriertes Handlungskonzept

Region: Münsterland
Bezeichnung: ZIEL - Zusammen Innovieren, Entwickeln und Lösungen erarbeiten
REGION MÜNSTERLAND

Projektname / Projekttitel Enabling Innovation Münsterland

Antragsteller oder Antragstellerin

(Projektkoordination) Münsterland e.V.

Anschrift Airportallee 1

PLZ / Ort 48268 Greven

Telefon 02571-94 93 27

Fax 02571- 9493 87

eMail ehling@muensterland.com
zuständige Bezirksregierung Bezirksregierung Münster

geplante Projektstruktur (zutreffendes bitte ankreuzen)
Verbundvorhaben (Kooperation, Weiterleitung). Bitte geben Sie unter 2.

U | Einzelprojekt X | (Ausgaben- und Finanzierungsübersicht) die Partner/Partnerinnen (P) an, die eine
Förderung erhalten sollen.

von
(Monat/Jahr):

bis
01/2016 (Monat/Jahr):

geplanter Umsetzungszeitraum 12/2018

Förderschwerpunkte (zutreffendes bitte ankreuzen)

Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und
Kompetenzzentren

Cluster, Innovations- und Kompetenznetzwerke

Gründungen
KMU
Steigerung der Produktion erneuerbarer Energien

Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze
Erstellung und Umsetzung integrierter Klimaschutzkonzepte
Umweltschutz (Achse 4)

OO) OD OO &

ggf. weitere Förderzugänge (ESF, ELER, GRW,....) - bitte textlich
beschreiben:

Eigenmittel

Alsssbent (Barmittel,
Name der Kredite, Drittmittel Förderung
Institution, Ort (essaroN) bürgersch.
Engagement)
in€ in% in€ in% in€ in% in€ in%
PK MSL 949.965,00 100 |189.993,00 20 0 [) 759.973,00 80
p1 TFM 320.165,70 100 | 64.033,14 20 0 0 256.132,56 80
PZ WFC 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 [) 59.069,05 80
P3 WFG Borken 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 0 59.069,05 80
P4 WEST 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 0 59.069,05 80
BS Gew 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 0 59.069,05 80
P6 AFO / WWU 229.590,90 100 | 45.918,18 20 0 0 183.672,72 80
BZ TAFH 186,590,90 100 | 37.318,18 20 0 0 149.272,72 80
[23 Westf. H 49.224,24 100 9.844,85 20 0 0 39.379.39 80

detaillierte Angaben (soweit bekannt) unter Punkt 6

*Gemeinkosten 25 % zu Personalkosten bereits einberechnet

PK = Projektkoordination, P1 = Partner/Partnerin 1, ..., Pn= Partner/Partnerin n

3. Kurzbeschreibung

(maximal 1.200 Zeichen) - Zusammenfassung des Projektinhalts

Enabling Innovation Münsterland

Enabling Innovation ist ein regionales Verbundprojekt welches die wesentlichen Potentiale des
Münsterlandes im Innovationsbereich mit dem Ziel einer strukturellen und nachhaltigen Verbesserung
der Innovationsförderung und Innovationsvermarktung verbindet. Diese besonderen Potentiale für
das Münsterland ergeben sich aus einer ausgeprägten Grundlagenforschungskompetenz die einer
weitestgehend mittelständischen, industriell geprägten und hoch spezialisierten Wirtschaftsstruktur
gegenübersteht.

Das Projekt bietet strategische und praktische Lösungsansätze an, die sich den unterschiedlichen
Zielgruppen aus der Wirtschaft und Wissenschaft aus unterschiedlichen Perspektiven (technology
push und technology pull) annähern. Schließlich ergänzen sich die Projektergebnisse zu einer
langfristigen, ganzheitlichen und nachhaltigen Innovationsstrategie — Enabling Innovation
Münsterland.

ausführliche Projektbeschreibung
Beschreibung der Ausgangslage/Herausforderung und der Arbeitsschritte/Arbeitspakete (inkl. eigene

Zielsetzungen/ Meilensteine der jeweils mitarbeitenden Projektpartner/Projektpartnerinnen; falls
bürgerschaftliches Engagement vorgesehen ist, bitte mit Bezug auf die Ausgabenplanung beschreiben)

Regionale Potenziale:

Auf der einen Seite müssen sich die KMU im Münsterland globalen Trends stellen, die sich vor allem
in den geänderten Bedürfnissen der Kunden manifestieren. Diese Bedürfnisse müssen von den
Unternehmen frühzeitig erkannt und in strategische Innovationsprozesse überführt werden. Auf der
anderen Seite finden die herausragenden Ergebnisse der Grundlagenforschung im Münsterland kaum
unmittelbaren Zugang in die unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsprozesse und somit
auch nicht in die innovative Umsetzung. Diese könnten aber Schlüsseltechnologien sein, um den
unternehmensgetriebenen Innovationsprozess zu unterstützen.

Beide Prozesse können wir folgt beschrieben werden.

°e Pull-Ansatz: Fokussiett den unternehmensgetriebenen „technology pull“, also die
Bedürfnisse und Potentiale der Unternehmen, um Innovationen zu schaffen und zur
Marktreife zu bringen.
>Entwicklung eines regionalen Innovationsmanagements für das Münsterland
>Zielgruppen: Unternehmen, Innovationsförderer

e Push-Ansatz: Fokussiert den forschungsgetriebenen „technology push“, also wie
Grundlagenforschung in anwendungsorientierte Forschung/ FuE überführt werden kann.
>Entwicklung regionaler Translationsplattformen, auf denen Unternehmen ein Zugang zu
Fragestellungen der Grundlagenforschung erhalten
>Zielgruppen: Forschungsinstitute, Unternehmen

In der Kombination beider Prozesse liegt die besondere Herausforderung und das zu fördernde Risiko,
denn zur Zeit gibt es keine Anknüpfungspunkte (Rezeptoren) zwischen dem unternehmerischen
Innovationsmanagement und dem forschungsorientiereen Translationsmanagement. Die so
entstehende Innovationslücke ist im Münsterland besonders hoch, weil Konzerne und Großindustrie
als Treiber dieser Prozesse fehlen. Daraus leiten sich die vier wesentlichen Projektziele ab.

Projektziele:

- Vertrauen zwischen Unternehmen, Grundlagenforschung und Institutionen schaffen
- Prozesse des regionalen Innovations- und Translationsmanagements optimieren

- Strukturen und Kompetenzen aufbauen

- Infrastrukturen und Instrumente nachhaltig einführen

Enabling Innovation Münsterland wurde mit dem Ziel konzipiert regionale
Innovationskompetenzen zu erfassen, zu fördern und die Entwicklung und Umsetzung betrieblicher
Innovationen und neuer Technologien anzuregen. Das Projekt verbindet unterschiedliche Ansätze,
Sichtweisen und Herangehensweisen, die sich ergänzen und so zu einem gemeinsamen höheren
Erkenntnisgewinn führen. Daraus abgeleitet werden Maßnahmen entwickelt, um die
Innovationsfähigkeit der Unternehmen des Münsterlandes zu erhöhen. Die Steigerung des Vertrauens
und die Verbesserung von Prozessen und Strukturen sind unmittelbar zu erwartende Ergebnisse des
Projektes. Neue zu entwickelnde Infrastrukturen werden identifiziert und konzipiert, eine Umsetzung
im Rahmen dieser Projektförderung ist nicht angedacht. Unabhängig davon ist aber eine Umsetzung
unter Beteiligung der Industrie und der beteiligten Forschungseinrichtung in eigener Verantwortung.

Die beiden Säulen des Projekts stehen stellvertretend für den Technology-Push (Translation) und den
Technology Pull (Innovationsmanagement). Im Folgenden werden die zwei polaren Projektsäulen
vorgestellt. Mit zunehmender Konkretisierung in den Projektphasen nähern sich auch die Ergebnisse

aus Translations- und Innovationsmanagement einander an und bringen den gewünschten
Erkenntnisgewinn:

e In welchen Innovationsfeldern sind die regionalen Unternehmen aktiv?

°e Welche Anwendungsfelder abgeleitet aus der regionalen Grundlagenforschungstätigkeit
können zu neuen Innovationen führen?

e Auf welche Bedürfnisse muss regionale Innovationsförderung reagieren können?

°e _\WNo setzt eine langfristige und effiziente regionale Innovationstrategie an?

eo Welche Instrumente regionaler Innovationsförderung sind im Münsterland besonders
vielversprechend?

Erkenntnis
-gewinn

Technology-Push ! Technology-Pull

(Translation der Grundlagenforschung) (Innovationsmanagement der Unternehmen)

u
Entwicklung von
* Vertrauen
* Prozessen
* Strukturen
* Infrastrukturen

Abb. 1: Theorieansatz Enabling Innovation Münsterland mit Beispielen

Innovation und Translation im Münsterland - Ausgangslage und Herausforderung

Die Wirtschaftsstruktur im Münsterland ist geprägt von einer industriellen, breiten und diversifizierten
KMU-Landschaft. Vor allem der fertigende Mittelstand ist hochspezialisiert und fokussiert sich auf
enge Marktnischen. Die FuE-Intensität ist dabei unter Berücksichtigung verschiedener Innovations-
Output-Faktoren und kennzahlenbasierender Ansätze wie Anzahl an Patenten im Unternehmen
insgesamt, Anzahl an neu angemeldeten Patenten im Geschäftsjahr, Anteil an Mitarbeitern mit
Hochschulabschluss bzw. Anteil der FuE-Beschäftigten in Unternehmen vergleichsweise schwach
ausgeprägt. Im Münsterland liegt der Anteil des FuE-Personals an der Gesamtbeschäftigung bei 0,4
% und damit deutlich unterhalb des Landesdurchschnitts von 0,9 % oder des Bundes (1,3 %). Im
Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 79,7 Patente je 100.000 Erwerbstätige angemeldet. In den
Kreisen Warendorf (105,9), Coesfeld (87,1) und Steinfurt (81,6) liegt damit eine im Vergleich zum
Land überdurchschnittliche Innovationsfähigkeit vor. Im Kreis Borken (66,0) und in der Stadt Münster
(40,8) wurden hingegen unterdurchschnittlich viele Patente angemeldet. Gerade KMU melden im
Rahmen ihrer Innovationstätigkeiten keine Patente an, sondern entwickeln neue marktfähige
Produkte und Verfahren ohne einen gewerblichen Rechtsschutz.

Unternehmerische Innovationstätigkeit in den KMU umfasst vor allem Produkt-, Prozess- und
Dienstleistungsmodifikationen sowie -Evolutionen, die die Unternehmen in eigenen Forschungs- und
Entwicklungsabteilungen erarbeiten bzw. mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft umsetzen.
Diese Aktivitäten stellen zwar zumeist keine Innovationen im engeren Sinne dar, setzen aber dennoch

ein hohes Maß an Innovationsfähigkeit voraus. Insbesondere die Intermediäre des
Technologietransfers (Wirtschaftsförderungen und Transfereinrichtungen der Fachhochschulen und
Universitäten) unterstützen die KMU bei ihren Innovationsaktivitäten und begleiten aktiv den
Transferprozess. Wachstumstreiber lassen sich mit den Wirtschaftszweigen des Maschinenbaus, der
Gummi- und Kunststoffwaren sowie der chemischen Industrie allen voran im produzierenden
Gewerbe finden. Dies unterstreicht die Bedeutung des industriellen Sektors als Wachstumsmotor der
Wirtschaft im Münsterland. Hohe Kompetenzen liegen im Bereich der neuen Werkstoffe vor, die die
Grundlage zahlreicher technischer Innovationen sind. Enabling Innovation Münsterland setzt auf
Seiten des Innovationsmanagements hier an und möchte die FuE-Intensität steigern, betriebliche und
institutionelle Innovationsförderung unterstützen und professionalisieren und vor allem bestehende
Kompetenzen vernetzen und ein strategisches Vorgehen ermöglichen.

Das zweite wesentliche Innovationspotenzial besteht in der besonders ausgeprägten
Grundlagenforschung. NRW ist im Grundsatz ein Bundesland mit einer überdurchschnittlichen Anzahl
von grundlagenorientierten Forschungsinstituten. Auch im Münsterland und insbesondere am
Hochschulstandort Münster mit seinen Außenstellen innerhalb der Region sind eine Vielzahl
grundlagenorientierter und anwendungsorientierter Forschungsinstitute und Hochschuleinrichtungen
aktiv (z.B. das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, das Batterieforschungszentrum
Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) der Universität Münster, das Helmholtz-Institut
Münster, die Projektgruppe des Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT), die
Universitätsklinik Münster, verschiedene naturwissenschaftliche Institute der Hochschulen, sowie
(An)-Institute der Fachhochschulen). Adressierte Forschungsfelder finden sich damit in der Medizin
und Biotechnologie, der Oberflächen und Materialwissenschaften und in den Bereichen Robotics,
Bionik und Photonik.

Die Ergebnisse der Grundlagenforschung im Münsterland finden jedoch selten unmittelbare
Anwendung in unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsprozessen. Es besteht eine Lücke
(Innovation-Gap oder Valley of Death) zwischen der wissenschaftlichen (Grundlagen-)Forschung und
den Anforderungen industrieller, marktnaher Forschung. Grundlagenorientierte Forschung kann
charakterisiert werden mit fehlendem Wissen über Bedarfe der Wirtschaft und potentielle
Anwendungsfelder sowie deren Verwertungsmöglichkeiten. Sie verfügt oftmals über mangelnde
Ressourcen. Die Translation von Ergebnissen der Grundlagenforschung stellt eine der größten
Herausforderungen für die Zukunft dar, wenn es um die Performance von Innovationsprozessen in
der Region geht. Ein funktionierender, schneller Translationsprozess ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor
für die Zukunftsfähigkeit des (Wirtschafts-)Standortes. Das wirtschaftliche Potential von Ergebnissen
der Grundlagenforschung soll mit diesem Projekt fokussiert und in regional auf das Münsterland
beschränkten Kooperationen zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und KMU erarbeitet werden.

Zielsetzung/angestrebtes Ergebnis

Enabling Innovation Münsterland verfolgt für beide Ansätze (Innovationsmanagement und
Translationsmanagement) die übergeordneten Projektziele:

- Vertrauen zwischen Unternehmen, Forschung und Institutionen schaffen

- Prozesse des regionalen Innovations- und Translationsmanagements optimieren
- Strukturen und Kompetenzen aufbauen

- Infrastrukturen und Instrumente nachhaltig einführen

Ausgehend von den identifizierten Problemstellungen sollen folgende Effekte erzielt werden:

- Steigerung der gering ausgeprägten FuE-Intensität im Münsterland
(Indikatoren/ Quantifizierte Ziele bei Antragstellung; Steigerung des FuE-Personals
/Patentanmeldungen)

- Schließen von Innovation-Gaps im Münsterland
(Indikatoren/ Quantifizierte Ziele bei Antragstellung; Anzahl der Tranlsationsplattformen/
Kennziffer für erfolgreiche Translationen)

- Unterstützung der bestehenden Angebote zur Innovations- und Translationsförderung im
Münsterland

Diese Ziele werden auf beiden Seiten mit einem Drei-Phasenmodell, bestehend aus
Analyse/Konzeptionsphase, Umsetzungsphase und Review-/Verstetigungsphase verfolgt, welche
wiederum verschiedene Ergebnisse hervorbringen:

- eine regional konsentierte und fundierte Innovationsförderungsstrategie bzw. Roadmap für
das Münsterland

- eine regional konsentierte und fundierte Translationsförderungsstrategie bzw. Roadmap für
das Münsterland

- Identifikation von min. 5 regionalen Innovationskompetenzfeldern

- Effektive öffentlichkeitswirksame Innovationsförderung

- min. 10 Fachveranstaltung zu Innovationsförderung

- min. 3 neue effektive Instrumente/Maßnahmen zur Unterstützung der regionalen
Innovationsförderung

- Entwicklung (virtueller) Translationsplattformen für disziplinübergreifende Zusammenarbeit
der Partner aus wissenschaftlicher Grundlagenforschung entlang der gesamten
Wertschöpfungskette

- Sensibilisierung mittelständischer Unternehmen für die wissenschaftlichen Erkenntnisse und
deren Anwendungspotenzial über die Translationsplattformen

- Förderung von Gründungspotenzial insbesondere spin-outs, spin-offs sowie start-ups aus den
Hochschulen

-  Gegenseitige thematische und koordinative Beeinflussung der Säulen Translation und
Innovationsmanagement. Grundlagenforschung wird schneller für die Anwendungsforschung
und für die Wirtschaft aufgeschlossen. Die Themen der Innovationsförderung gelangen
schneller in die Wissenschaft.

- Dauerhafte Vernetzung zum Thema Innovation-Gap

Vorgehen, Arbeitspakete

Der Projektverbund bietet optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes.
Mit seiner exzellenten Vernetzung zu allen institutionellen Innovationsförderungsstrukturen im
Münsterland, ist der Münsterland e.V. prädestiniert für die Aufgabe der regionalen
Gesamtkoordination des Projektes sowie zur Koordinierung der Projektsäule
Innovationsmanagement. Durch die starke Technologiefokussierung und die besondere Nähe zu
verschiedenen Grundlagenforschungsinstituten und den Forschungsinstituten am Hochschulstandort
Münster kann die Technologieförderung die Projektsäule Translationsmanagement optimal begleiten.
Das Projekt wird flächendeckend in der Region von den relevanten öffentlichen
Innovationsförderungsinstitutionen unterstützt. Die Wirtschaftsförderungen der Kreise Steinfurt,
Warendorf, Coesfeld und Borken übernehmen als Projektpartner die wichtige Funktion der
dezentralen Koordinierung von Innovationskompetenzfeldern und die Ansprache der Unternehmen.
Darüber hinaus werden neue Instrumente der Innovationsförderung für KMU entwickelt die den
Bedürfnissen der Unternehmen hinsichtlich neuer Technologien und Prozessoptimierung gerecht
werden. Die Kreiswirtschaftsförderungen spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der
Verstetigung der Projektergebnisse. Die wissenschaftlichen Partner aus den Transferstellen der
regionalen Hochschulen, der Westfälischen Wilhelms-Universität, der Fachhochschule Münster sowie
der Westfälischen Hochschule koordinieren und moderieren den Zugang zu den Forschungsinstituten
und haben großes Know-how bei der Transferierungen wissenschaftlicher Ergebnisse in die regionale
Wirtschaftsumgebung. Die im Münsterland angesiedelten Grundlagenforschungsinstitute, wie z.B. das
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, oder das Helmholtz Institut Münster, werden
als externe Partner in die Translationssäule eingebunden und sichern den Zugang zur regionalen
Grundlagenforschung.

Phase 2

Umsetzu
ngsphase

Phase 3

Review

und Ver-
stetigung

Abb 2: Schematische Darstellung Projektablauf
Vorgehensweise Innovationsmanagement:

Das Innovationsmanagement Münsterland besteht aus zwei Phasen, einer Analysephase und einer
Durchführungsphase. In der Analysephase wird der Projektkoordinator gemeinsam mit den
Projektpartnern sowohl die Kompetenzfelder als auch die Bedarfe der regionalen Unternehmen in
einer Befragung evaluieren und mit statistischen Daten und Zukunftstrends ergänzen. Auf Basis dieser
Auswertung werden die wesentlichen regionalen Innovationsthemen identifiziert und in einer
„Roadmap"“ dargestellt.

Die „Roadmap Innovationsmanagement Münsterland“ beschreibt die regionalen Kompetenzfelder in
ihrer Ausprägung und erarbeitet Ziele bis zum Projektende und darüber hinaus. Im Anschluss an die
Evaluation und die Zielformulierungen folgt die Durchführung der Maßnahmen gemeinsam mit den
teilregionalen Partnern. Für die jeweiligen Themen übernehmen die teilregionalen Partner
„Themenpartnerschaften“, die verbindlich über einen Kooperationsvertrag geregelt werden. Die
erfolgreichen Innovationsförderungsmaßnahmen der Wirtschaftsförderungen und Transferstellen im
Münsterland bleiben unangetastet und werden um die regionale Dimension erweitert. Die beim
Münsterland e.V. eingerichtete Geschäftsstelle koordiniert, moderiert und unterstützt bei der
Umsetzung der themenspezifischen Maßnahmen. Darüber hinaus leistet die Geschäftsstelle die
Kommunikationsarbeit zu allen relevanten Interessengruppen, bestehend aus Unternehmen,
Gremien, Ministerien, Institutionen und der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit bzw.
Fachpresse. Die Geschäftsstelle dient auch als Ansprechpartner für Multiplikatoren und für die
Landesinstitutionen und koordiniert die regionale Abstimmung mit den relevanten Institutionen und
Verwaltungseinrichtungen. Zudem leistet sie eine Sondierung relevanter Förderzugänge und bietet
Unterstützung bei der Netzwerkbildung und der Projektierung.

Projektbausteine Innovationsmanagement:
Phase 1
AP 1 Markt- und Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotentiale im Münsterland

AP 2 Aufbau einer IT-basierten Erfassung, Kommentierung und Bewertung regionaler
Innovationsfelder sowie deren Entwicklung. Erstellen von Monitoringinstrumenten für die späteren
Projektmaßnahmen.

AP3 Erarbeitung einer regionalen Innovationsstrategie sog. „Roadmap" mit Fokus auf den
bestehenden Innovations-Kompetenzfeldern und teilregionalen Kooperationsmodellen. Erarbeitung
qualitativer und quantitativer Ziele.

AP4 Regionenweite Auftaktveranstaltung mit Strategievorstellung

Phase 2

AP 5 Systematische Stärkung von Innovationsprozessen in kleinen und mittleren Unternehmen -
Aufbau eines Innovationsaudits für Unternehmen

AP 6 Aufbau von Unterstützungsmaßnahmen, die je nach Ausgangslage und Problemstellung den
Unternehmen zur Verfügung gestellt werden

AP 7: Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkaufbau, Veranstaltungen

AP 8: „Coach the Coach“: Vermittlung von Methodenwissen für Multiplikatoren
Phase 3

AP 9 Verstetigung
Vorgehensweise Translationsmanagement:
In einem Netzwerk bestehend aus den am Translationsprozess beteiligten Partnern (öffentliche
Forschungseinrichtungen, FuE der Wirtschaft, Politik und Verwaltung) soll zunächst Aufklärung zu
Forschungstransferprozessen geleistet werden. Dabei sollen Methoden und Verfahren erläutert,

gemeinsam bewertet und Best-Practice-Fälle auch im überregionalen Kontext untersucht werden, um
Kriterien für erfolgreiche Translationsprozesse ableiten zu können. Abhängig von den Ergebnissen

der Analysephase werden Maßnahmen für das Münsterland abgeleitet, die ggf. in veränderten und
wenn notwendig, zusätzlichen Translationsinfrastrukturen münden.

Ziel der Analyse- und Konzeptionsphase (Phase 1) ist daher die Entwicklung einer Roadmap/einer
Systemarchitektur für den Translationsprozess im Münsterland auf Basis eines zielgerichteten
Handlungsleitfaden, der im Anschluss den am Translationsprozess beteiligten Akteuren erlaubt,
diesen zu verstehen um ihn dann besser und effizienter zu gestalten.

Im Rahmen der Umsetzungsphase (Phase 2) werden die für das Münsterland identifizierten
Maßnahmen zunächst regionalisiert. Handlungsleitend für die Verortung von Maßnahmen sind die in
der Region etablierten grundlagenorientierten Forschungszentren und Forschungsthemen. Im Sinne
der Zielsetzung von Translation wird bei der Umsetzung besonders Wert auf die Entwicklung
passgenauer Konzepte gelegt, die die Lücke zwischen der Grundlagenforschung und der
anwendungsorientierten Forschung schließen und den Unternehmen des Münsterlandes langfristig
einen Innovationsvorsprung durch Translation (new business development) ermöglichen. Dazu
können u.a. Translationsplattformen (z.B. über virtuelle Smart Innovation Labs) beitragen, in denen
forschungs- und themenbezogen (z.B. in den Handlungsfeldern (Bio-)Materialen, Analytik, Robotik,
Bionik und Photonik) Einrichtungen der Grundlagenforschung als Translationsgeber gemeinsam mit
den Translationsnehmern aus angewandter Forschung und Industrie zusammen arbeiten. Darüber
hinaus soll ein Evaluationssystem entwickelt werden, das über die bekannten Innovations-Output-
Faktoren und kennzahlenbasierender Ansätze hinaus die Innovationskraft einer Region besser
beschreiben kann.

Ziel der zweiten Phase ist die Detaillierung von Maßnahmen aus der in der ersten Phase entwickelten
Roadmap/Systemarchitektur in den innovativen Technologiefeldern des Münsterlands unter
Beteiligung der Prozesspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft, um die Lücke zwischen Grundlagen-
und industrielle, anwendungsorientierte Forschung mittelfristig zu schließen. Es liegen damit
umsetzungsfähige Konzepte für Infrastrukturen (virtuell oder real) vor, die von den Prozesspartnern
aus Wissenschaft und Wirtschaft selbst, oder aber durch weitere EU oder Bund-basierte
Förderprogramme umgesetzt werden können. Die so identifizierten Maßnahmen und Konzepte
verstehen sich dabei ausdrücklich als Ergänzung zu dem durch die Hochschulen etablierten
Transferprozess (technology-pull) und ermöglichen der Region, neue und bisher nicht etablierte
Methoden des „technology-push“ zu etablieren.

Phase 1

AP 1 Aufklärung zu Möglichkeiten des Forschungstransfers (Erläuterung und Best-Practices)

AP 2 Bewertung und Übertragbarkeit prüfen

AP 3 Kriterien für erfolgreiche Translation

Ergebnis: Roadmapj/einer Systemarchitektur für den Translationsprozess

AP Review: Review mit Ergebnissen des Innovationsmanagements

Phase 2

AP 4 Detaillierung der Translation in den unternehmensgetriebenen Technologiefeldern

AP 5 Konzeptentwicklung zur Umsetzung (Kommunikation, Prozesse, Strukturen und Infrastrukturen)

Ergebnis: Umsetzungsorientierte Konzepte

AP Review: Review mit Ergebnissen des Innovationsmanagements

Phase 3

AP 6 Umsetzung der Konzepte im Bereich Kommunikation, Prozesse und Strukturen

AP 7 Verstetigung

Die Ergebnisse der beiden Säulen Translations- und Innovationsmanagement, werden in
regelmäßigen Arbeitssitzungen vorgestellt und miteinander verknüpft, so dass eine nahtlose

Verbindung von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung im Unternehmen entsteht. (vgl.
auch thematische Beispiele in Abb. 1: Theorieansatz Enabling Innovation Münsterland).

Jahr

Monat Projektlaufzeit
Phase 1: Analyse
‚Konzeption

AP 1 (I) Markt-und
Umfeldanalyse der
regionalen
Innovationspotenziale
[AP 1 (T)Aufklärungzu
Möglichkeiten des
Forschungstransfers
(Erläuterung und Best-
Practices)

AP 2 (I) Aufbau einer IT-
Erfassung, reg.
Innovationsfelder,
Entwicklung.
Monitoring

AP 2 (N) Bewertung und
Übertragbarkeit prüfen
AP 3 (I) Erarbeitung
einerregionalen
Innovationsstrategie
sog. „Roadmap“

AP 3 (T)Kriterien für
erfolgreiche
Translation,
Erarbeitung Roadmap,
Systemarchitektur
APA (\)Regionenweite
‚Auftaktveranstaltung,
Strategievorstellung
AP Review (und)
zusammen

Free um [|

AP 4 (T)Detaillierung
(der Translationinden

unternehmensgetriebe
‚nen Technologiefeldern

[AP 5 (I) Systematische
[Stärkungvon
Innovationsprozessen
inKMU -Aufbau
Innovationsaudits

Konzeptentwicklung

Umsetzung (Kommun.,

Prozesse, Strukturen

und Infrastrukturen)

zusammen

= 6 (I) Aufbauvon
ützungsmaßnal

men für KMU

AP 6 (T) Umsetzung der

‚Konzepte im Bereich
Kommunikation,

(Öffentlichkeitsarbeit
und Netzwerkaufbau,
[Veranstaltungen

AP@ I}: „Coachthe
Coach“; Vermittlung
von Methodenwissen
für Multiplikatoren

Phase 3:Reviewund
[Verstetigung

[AP 6 (N Umsetzungder
Konzepte im Bereich

‚Kommun., Prozesse und
Strukturen

[AP Review (lundT)
zusammen

[AP 3 (1) Verstetigung
Projektergebnisse

[AP 7 (N Verstetigung
Projektergebnisse

Abb.: Arbeitspakete im Verlauf

5. Beitrag des Projektes zu den Zielen des Aufrufs Regio.NRW

(bitte Bezugnahme auf das jeweilige Ziel / die Nummer im Anhang 1 des Wettbewerbsaufrufs)

1.Beitrag zu den jeweils relevanten Maßnahmenbereichen des OP EFRE NRW

Das Projekt Enabling Innovation Münsterland leistet einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen des
OP EFRE NRW 2014 - 2020. Thematisch lässt sich das Projektvorhaben in den OP-EFRE
Maßnahmenbereich „Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren“ in
der Prioritätsachse 1 „Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation“
einordnen. Insbesondere das spezifische Ziel 2 „Verbesserung der Innovationsfähigkeit von
Unternehmen“ wird mit dem Vorhaben vorangetrieben.

Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur Innovationsstrategie des Landes NRW indem es die im
Strategiepapier festgelegte Schwerpunkte im Segment der Forschungsstrategie NRW unter Punkt
4.1.2 Cross Innovation und unter Punkt 4.1.4 Governance Prozess fördert. Das Projekt fördert Cross
Innovation insofern, als dass die bestehenden regionalen Forschungs- und Innovationsfelder nicht
nach Branchen- bzw. Leitmarktgesichtspunkten vernetzt werden sondern nach regionalen
Kompetenzen. Es ist ein Kernziel des Projektes unterschiedliche wissenschaftliche
Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Ihrer Anwendbarkeit zu überprüfen. Dabei werden auch Cross-
Innovation-Ansätze verfolgt. Mit einem regional breit aufgestellten Projektkonsortium aus
Innovationsförderung, kommunaler Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Regionalmanagement
leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Vernetzung und hat das Ziel mit der
konsentierten Innovationstrategie nachhaltig Kompetenzfeder zu identifizieren und mittels
regionaler Governance-Strukturen langfristig zu fördern und zu sichern.

Eine wesentliche Übereinstimmung von Projektzielen und Landeszielen besteht auch hinsichtlich der
in der Innovationsstrategie angeführten Transfer Offensive NRW unter 4.3.. Die unter 4.3.2.
angeführten Handlungsfelder sind wesentliche Aufgabe und Kern des Projektes. Die „Etablierung
strategischer Dialoge Wissenschaft Wirtschaft" (4.3.2.1) findet sich sowohl in der Translations- als
auch in der Innovationsmanagementsäule. Ein wesentliches Ziel des Projektes ist die
gemeinschaftliche Erarbeitung einer regionalen Innovationstrategie, mit deren Hilfe alle
wesentlichen Transfer-Angebote transparent gemacht und ggf. optimiert werden sollen. Auch der
Aufbau von Transfernetzwerken (4.3.2.3) ist zentraler Bestandteil des Projektes der sowohl von den
Translationsplattformen und von den Innovationskompetenzfeldern vorangetrieben wird.

2. Einbettung/ Ableitung des Vorhabens in die/aus der im integrierten Handlungskonzept
formulierten Strategie der regionalen Entwicklung

Der Bezug zu den im integrierten Handlungskonzept genannten Handlungsfeldern und Leitthemen ist
eindeutig erkennbar, das Vorhaben ist aus den übergreifenden regionalen Entwicklungsstrukturen
abgeleitet. Die Maßnahmen des Innovationsmanagements folgen in ihrer Logik vollständig dem
abgeleiteten Handlungsbedarf aus dem Entwicklungsziel 1 „Innovationsstimulierung der
münsterländischen KMU und Profilierung der regionalen Branchen- und Wissenschaftskompetenzen
vor dem Hintergrund einer erhöhten Innovationsfähigkeit“. Zudem wird das Entwicklungsziel 2
„Intensivierung der Verbindung zwischen exzellenter Forschungsstärke der Hochschulen und
Forschungseinrichtungen mit den anwendungsorientierten Bedürfnissen der Unternehmen“ durch die
Projektsäule „Translation“ adressiert, da es die strategische Vernetzung zwischen den Hochschulen,
Forschungseinrichtungen, der regionalen Wirtschaft sowie den Intermediären intensiviert, um die
Potenziale des Technologie- und Wissenstransfers bestmöglich auszuschöpfen und neue
Geschäftsmodelle für KMU zu eröffnen.

3. Regionale Bedeutung des Vorhabens

Das Vorhaben leistet einen gesamtregionalen Beitrag zur Erreichung der Teilziele des integrierten
Handlungskonzeptes, insbesondere zur Verbesserung des Wissens- und Technologietransfer
zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung der Forschungseinrichtungen in der Region und
den unternehmerischen FuE-Prozessen. Durch den Aufbau entsprechender
Innovationskompetenzfelder und Translationsplattformen sollen KMU im gesamten Münsterland ein

branchen- und themenspezifischer Zugang zu Fragestellungen der Transfergestaltung und
Grundlagenforschung ermöglicht werden.

4. Neuartigkeit und Innovationsgehalt

Die Entwicklung einer Systemarchitektur und der Aufbau der Innovations- Technologie- und
Wissensplattformen für das erfolgreiche regionale Innovationsmanagement in Kombination mit einem
strategischen regionalen Translationsprozess unter regionalspezifischen Gesichtspunkten, ist bislang
einzigartig in Deutschland. Zwar gibt es bereits Projektvorhaben zwischen Einrichtungen der
Grundlagenforschung und forschungsintensiven KMU mit dem Fokus auf industrielle Forschungs- und
vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben der Spitzenforschung. Der regionale Ansatz, über die
Entwicklung von Translationsplattformen die spätere Transformation in marktfähige Produkte zu
ermöglichen und bislang noch nicht identifizierte Wertschöpfungspotentiale durch KMU zu
identifizieren und im Münsterland zu halten, ist jedoch neuartig.

5. Überregionale Bedeutung des Vorhabens

Das Vorhaben möchte die disziplinübergreifende Zusammenarbeit der Partner aus wissenschaftlicher
Grundlagenforschung und Innovationsförderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter
einem gemeinsamen, möglicherweise auch virtuellem Dach ermöglichen. Auch nicht im Münsterland
ansässige Einrichtungen der Grundlagenforschung können in das Projekt einbezogen werden.
Ebenfalls können (mittelständische) Unternehmen außerhalb des Münsterlandes auf die Wissens- und
Technologieplattformen zugreifen, um frühzeitig neue wissenschaftliche Erkenntnisse und deren
Anwendungspotenziale zu identifizieren.

6. Realisierbarkeit des Vorhabens

Das Projektkonsortium umfasst neben dem Münsterland e.V., den Kreiswirtschaftsförderungen und
der Technologieförderung Münster auch mit der Arbeitsstelle Forschungstransfer sowie der
Transferagentur der FH Münster die transferrelevanten Akteure der Westfälischen Wilhelms-
Universität (WWU) und der Fachhochschule Münster. Darüber hinaus erfolgt die Einbindung der
Westfälischen Hochschule mit dem Institut für Innovationsforschung und -management (ifi). Die
Wirtschafts- und Technologieförderer gewährleisten die passende Einbindung der KMU in das Projekt,
die Fachhochschulen binden die anwendungsorientierte Forschung der FHs ein und die WWU stellt
den Zugang zu den relevanten Einrichtungen der Grundlagenforschung sicher. Der Münsterland e.V.
leistet mit seiner Vernetzungs- und Gremienkompetenz die Umsetzung des Regional Governance-
Anspruchs. Die Realisierbarkeit des Vorhabens ist damit sichergestellt. Die externen
Grundlagenforschungsinstitute , die als Fremdleister eingebunden werden (z.B.)Max-Planck-
Innovation GmbH oder der Bereich „Technologietransfer“ der Helmholtz-Gemeinschaft bringen das
externe Know-how u.a. für die Entwicklung einer Systemarchitektur für den erfolgreichen
Translationsprozess ein.

7. Nachhaltige Entwicklung

Konkrete Beiträge liefert das Projekt insbesondere in den Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt und
Forschung. Das Vorhaben adressiert insbesondere Querschnittstechnologien, die in mehreren
Branchen ihren Anwendungsbezug finden können. So sollen zum Beispiel die Forschungsgruppen der
Helmholtz-Gemeinschaft (HI MS) und der WWU (MEET) zum Thema Batterieforschung in die
Translationsplattform eingebunden werden. Diese Einrichtungen leisten einen erheblichen Beitrag zur
Forschung im Bereich der nachhaltigen Energiespeicherung. Das MEET forscht an neuen
Anwendungsmöglichkeiten für Batterien als stationärer Energiespeicher in Produktionsbetrieben, im
Bereich der erneuerbaren Energien oder in intelligenten Stromnetzen. Das stellt auch den Mittelstand
vor ganze neue Fragen — da er selber Batterien im Betrieb einsetzen möchte oder seine Technologien
auf dieses wachsende Geschäftsfeld übertragen könnte. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Stärkung
der Innovationskultur und Innovationförderungsstruktur auszugehen, die den Bedürfnissen moderner

Leitmarktentwicklungen entsprechen. Somit wird die Stabilität des Wirtschaftsraums Münsterland
nachhaltig gesichert.

8. Gleichstellung von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung

Auch mit Blick auf die im integrierten Handlungskonzept angeführten Spezifika des Münsterlandes
trägt das Projekt zur Erreichung der OP EFRE Querschnittsziele bei. Die Steigerung der
Innovationsfähigkeit von Wissenschaftsinstituten und Unternehmen bietet deutliche Potenziale
hinsichtlich der Verbesserung der regionalen Energieeffizienz, des Einsatzes von erneuerbaren
Energien und des Einsatzes innovativer, also auch den modernen Nachhaltigkeitsansprüchen
genügenden, Werkstoffen. Daher kann von einem positiven Umwelteffekt ausgegangen werden.
Die enge Vernetzung von Forschungsinstituten in ihrer oft internationalen Prägung und der
mittelständischen Wirtschaft schafft zudem einen positiven sozialen Austausch hinsichtlich der
Diversität und Gleichstellung.

Das Vorhaben möchte Männer und Frauen zu gleichen Anteilen bei der Projektentwicklung und —
umsetzung beteiligen. Bei der späteren Ausarbeitung von Innovationskompetenzfeldern und den
detaillierten Arbeitspaketen soll auch, sofern sich in den Innovationskompetenzfeldern und den
daraus abgeleiteten Instrument individuelle Bedürfnisse von Frauen und Männern verschiedener
Altersgruppen bzw. Migranten zeigen, auf diese gesondert eingegangen werden. Die
Innovationstrategie wird zielgruppenspezifisch und gendergerecht ausfallen.

6. Ausgabenübersicht(Gesamtprojekt, in €)

Grunderwerb 0,-
Bauleistungen 0,-
Lieferleistungen 47.000,00
Dienstleistungen 276.000,-
Personalkosten 1.335.600,60
Gemeinkosten 277.082,95
Weitere 95.198,40
Summe Ausgaben | 2.030.881,90

Die bis hierhin dargestellten Informationen sind in der ersten Stufe des Aufrufs Regio.NRW von
Beginn an vorzulegen.

Erfolgt nach der ersten Sitzung des Regio.NRW-Gutachtergremiums eine Aufforderung zur
Weiterqualifizierung des Projektes, sind zeitnah die unten folgenden Angaben zu ergänzen und ggf.
angeforderte Erläuterungen und Anpassungen in den oben dargestellten Informationen zu ergänzen.

Bitte geben Sie hier an, ob Sie sich mit dem eingereichten Vorschlag auch bei anderen
Wettbewerben bzw. Förderprogrammen beworben haben.

Nehmen Sie mit diesem Beitrag an anderen nein [Jia
Wettbewerben oder Projektaufrufen im

Wenn ja, an welchem:
Rahmen des EFRE.NRW-Programms teil?

Haben Sie für dieses Vorhaben an anderer nein [ja

Stelle eine öffentliche Förderung beantragt? | \yenn ja, welche Förderung/welche Stelle:

Der Projektkoordinator, die Projektkoordinatorin / die Verbundpartner, die Verbundpartnerinnen
erklären:

o im Falle der Prämierung dieses Beitrags das Einverständnis zur Veröffentlichung der Projektidee
in Publikationen der Landesregierung NRW mit Angabe von: Projekttitel, Namen der
Projektpartner/Projektpartnerinnen und der Kurzbeschreibung.

o dass das Projekt noch nicht begonnen hat und vor Beginn einer evtl. Förderung auch nicht
beginnen wird.

o dass die notwendigen Eigenmittel zur Durchführung des Projekts aufgebracht werden können.

Guru, Av, Torf MX

Ort, m: Unterschrift

Vertretungsberechtigte / Projektkoordination

Beratungsverlauf (4)

11.06.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 7.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
16.06.2015 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 24 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
17.06.2015 Rat
TOP 26 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0264/2015
Typ
Vorlagen
Datum
12.05.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37