V/0264/2015
Münsterland e.V. - Ergebnisse der Strategiekommission
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Anlage 6_Muensterland_Gruendergeist@Muensterland
29868 Zeichen
Integriertes Handlungskonzept
Region: Münsterland
Bezeichnung: Zusammen Innovieren Entwickeln und Lösungen erarbeiten REGION MÜNSTERLAND
Projektname / Projekttitel Gründergeist@Münsterland
Anschrift Airportallee 1
PLZ/Ort 48268 Greven
Telefon 02571-949315
Fax 025 71-9493 75
eMail leiking@muensterland.com
zuständige Bezirksregierung Bezirksregierung Münster
geplante Projektstruktur (zutreffendes bitte ankreuzen)
m
Verbundvorhaben (Kooperation, Weiterleitung). Bitte geben Sie unter 2. (Ausga-
ben- und Finanzierungsübersicht) die Partner/Partnerinnen (P) an, die eine För-
derung erhalten sollen.
Einzelprojekt
bis
(Monat/Jahr):
von
| 5
geplanter Umsetzungszeitraum (Monat/Jahr):
| 01/2016 12/2018
Förderschwerpunkte (zutreffendes bitte ankreuzen)
Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzen-
tren
m
Cluster, Innovations- und Kompetenznetzwerke
Gründungen
KMU
Steigerung der Produktion erneuerbarer Energien
Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze
Erstellung und Umsetzung integrierter Klimaschutzkonzepte
Umweltschutz (Achse 4)
OO) OD OO
ggf. weitere Förderzugänge (ESF, ELER, GRW,....) - bitte textlich be-
schreiben:
2. Ausgaben- und Finanzierungsübersicht (je Projektpartner/Projektpartnerin)
Eigenmittel
Be Ausgaben Barmittel, Kre- R ja
Name der Institution, 8 { Drittmittel Förderung
(gesamt) dite, bürgersch.
Ort
Engagement)
in€ in% |in€ in% |in€ in% | in€ in%
PK |Münsterland e.V. 459.575 | 100 91.915 20 367.660 80
pı In fürdenKreisBorken | goooo | 100 | 12.000 | 20 48.000 80
Wwifö Wirtschaftsförderung
P2 Kreis Coesfeld GmbH 60.000 100 12.000 20 48.000 80
P3 |WESt mbH (Kreis Steinfurt) | 60.000 | 100 12.000 20 48.000 80
Wirtschaftsförderung
[23 Münster GmbH 60.000 100 12.000 20 48.000 80
PS efw.= Kreis Warendorf 60.000 100 12.000 20 48.000 80
mbH
P6 |Technologieförderung MS 60.000 100 12.000 20 48.000 80
P7 |FH Münster 60.000 | 100 12.000 20 48.000 80
Assoziierte Partner
Pn |HWK Münster
Pn |IHK Nord -Westfalen
Pn |Kreishandwerkerschaften
Pn |Westfälische Hochschule
Pn |WWU Münster
Summen
PK = Projektkoordination, P1 = Partner/Partnerin 1, ..., Pn= Partner/Partnerin n
detaillierte Angaben (soweit bekannt) unter Punkt 6
3. Kurzbeschreibung
(maximal 1.200 Zeichen) <Zusammenfassung des Projektinhalts
Ziel des Projektes ist die Erschließung von zusätzlichen höher qualifizierten Gründungspoterzialen im ländli-
chen Raum. Im Fokus stehen hierbei Zielgruppen, bei denen noch keine konkrete Geschäftsidee vorliegt
und die für das Thema Gründung sensibilisiert werden sollen. Mittels eines zielgruppenspezifischen Kommu-
nikationskonzeptes werden Potenziale akquiriert, die in sogenannten „Gründerschmieden"“ in inter- und mul-
tidisziplinären Teams Geschäftsideen generieren, die zu einer konkreten Geschäftsidee weiterentwickelt
werden können. Gründerschmieden sind neu eingerichtete Räumlichkeiten (insg. 5) in den Kreisen Borken,
Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster. Die TN werden professionell angeleitet und unter-
stützt durch passgenaue Unterstützungsangebote, wie z.B. Workshops, Vorträge und Hospitationen in Ko-
operation mit Unternehmen, Hochschulen und Beratungseinrichtungen. Um Teilnehmer/innen für die Grün-
derschmieden zu motivieren, werden mit Hilfe von Gründerstipendien finanzielle Anreize geschaffen. Ein
weiterer Baustein des Projektes ist die Neu-Etablierung eines Businessplan-Wettbewerbs, um das Münster-
land als attraktive Gründungsregion zu präsentieren. Der Wettbewerb richtet sich neben den Teilnehmen-
den der Gründerschmiede auch an alle anderen potenziellen Gründer/innen der Region. Zudem ermöglicht
er allen Gründerinnen und Gründern eine breite Öffentlichkeit für ihre Geschäftsideen und Konzepte.
ausführliche Projektbeschreibung
Beschreibung der Ausgangslage/Herausforderung und der Arbeitsschritte/Arbeitspakete (inkl. eigene Zielset-
zungen/ Meilensteine der jeweils mitarbeitenden Projektpartner/Projektpartnerinnen; falls bürgerschaftli-
ches Engagement vorgesehen ist, bitte mit Bezug auf die Ausgabenplanung beschreiben)
Ausgangslage
Das Münsterland gehört seit Jahren zu den prosperierenden Wirtschaftsregionen Deutschlands. In einem
von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägten Umfeld (89 % der Unternehmen) finden junge
Unternehmen in allen Bereichen gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start mit anschließendem
Wachstum. Will das Münsterland als Wirtschafts- und Gründerregion weiterhin „vorne mitspielen“, muss
es der Region in Zukunft gelingen, Unternehmernachwuchs in ausreichender Zahl und Qualität zu gewin-
nen und an das Münsterland zu binden - und das in einem zunehmend schärferen interregionalen Wett-
bewerb um Fachkräfte und Hochqualifizierte aller Art. Die Gründungszahlen im Münsterland weisen ei-
nen Negativtrend auf. In 2009 gab es 15.248 Gewerbeanmeldungen, wovon das IfM 6.508 als Existenz-
gründungen definiert. In 2013 sanken die Gewerbeanmeldungen auf 11.064 zu 4.690 echten Gründun-
gen. Für beide Werte ergibt sich im Betrachtungszeitraum ein Minus zwischen 27 und 28%. Allerdings ist
die Zahl der echten Gründungen in 2013 im Vergleich zum Vorjahr mit 6,9% deutlich stärker zurückge-
gangen als die Zahl der Gewerbeanmeldungen (nur -2,7%). Um diesem Trend entgegen zu wirken be-
darf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Region mit neuen inhaltlichen und strukturellen Impul-
sen zur Aktivierung von Gründungspotenzialen. Gründungen sind neben der etablierten unternehmeri-
schen Basis ein zusätzlicher Motor für Wachstum und Diversifizierung der regionalen Wirtschaft.
Das Münsterland als eine ländliche Region ist geprägt von Heterogenität und Vielfalt. Dies ergibt sich aus
einer Vielzahl von Einflussfaktoren, wie der geographischen Lage und der infrastrukturellen Ausstattung,
mit ihrer kulturellen und traditionsbewussten Prägung. Als Gewinner des wirtschaftlichen Strukturwan-
dels hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft werden häufig die größeren Städte genannt. Sie
verfügen oft über bessere Voraussetzungen für Innovationen und deren unternehmerische Verwertung.
Selbst die einzelne Großstadt ist mit ihren vergleichsweise guten Voraussetzungen verstärkt darauf an-
gewiesen, ins Umland und darüber hinaus zu schauen, um neue Bündnisse einzugehen und Impulse für
den Wandel aufzunehmen (vgl. „Förderung kleiner Unternehmen im ländlichen Raum“, S. 38,Hrsg.
BMLE, 2013) Dabei sind die Herausforderungen für ländliche Regionen ungleich größer. Im ländlichen
Raum fehlen häufig die notwendige Infrastruktur und geeignete Kooperationspartner bei der Gründungs-
vorbereitung als auch bei der Umsetzung eines Geschäftskonzeptes. Das Institut für Mittelstandsfor-
schung in Bonn (IFM) hat mit einem Indikator die Gründungsneigung in den Kreisen und kreisfreien
Städten gemessen (NUI-Indikator: „Neue Unternehmerische Initiative“) und dabei festgestellt, dass das
Münsterland mit einem NUI-Wert von 111,48 deutlich unter dem Landesdurchschnittswert von 135,2
liegt. Bundesweit stellt die Analyse einen positiven Zusammenhang zwischen räumlicher Verdichtung und
Gründungsaktivität fest und quittiert damit ländlichen Regionen prinzipiell geringere Gründungsaktivitä-
ten.
Hemmnisse für innovative Gründungen in der ländlichen Region sind vor allem: die Sogwirkung der Met-
ropolen, eine gute Arbeitsmarktsituation, das Wertekorsett Sicherheit und Tradition, das Unternehmer-
bild in der Öffentlichkeit und die Angst vor dem Scheitern und einem damit einhergehenden Imagever-
lust. Denn etwa ein Drittel der neu gegründeten Unternehmen scheidet binnen der ersten fünf Jahre
aus. Die große Mehrheit der Bevölkerung setzt sich nicht ernsthaft mit Gründung auseinander. So hat
nur etwa drei Prozent der Bevölkerung in den Jahren 2008-2011 eine Gründungsplanung abgeschlossen.
Davon haben ca. die Hälfte die Gründungspläne wieder verworfen. (vgl. Hemmnisse im Gründungspro-
zess, KFW Bankengruppe, 2013). Im ländlichen Raum fehlt häufig die notwendige Infrastruktur und
Gründungskultur, die zur Selbständigkeit motiviert.
Das Münsterland hält eine Vielzahl an Unterstützungsangebote für Gründungsinteressierte bereit: In al-
len fünf Teilregionen werden Existenzgründerinnen und Existenzgründer, ob Freiberufler oder Gewerbe-
treibende, mit Hilfe der STARTERCENTER NRW auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt.
Ebenso stehen mehrere Gründungsnetzwerke in der gesamten Region beratend für Gründungsinteres-
sierte zur Verfügung. Ein adäquates Angebot halten auch die Hochschulen im Münsterland für ihre Stu-
dierenden und Wissenschaftler/innen bereit. Doch fast alle Angebote greifen erst dann, wenn eine Grün-
dungsidee bereits vorliegt. Mit Ausnahme der Hochschulen, die u.a. in ihren Lehren unternehmerisches
Denken und Handeln sowie Gründungskompetenzen vermitteln. Damit werden auch diejenigen in einem
ersten Schritt erreicht, die sich bisher kaum mit dem Thema befasst haben. Entgegen schon bestehender
Angebote in der Region verfolgt das Projekt Gründergeist@Münsterland das Ziel, besonders qualifizierte
Grünungspotenziale sowohl aus Hochschulen, als auch aus Unternehmen zusammenzubringen und zu
einem Zeitpunkt, wo bei den Potenzialen noch keine konkrete Geschäftsidee vorliegt. In den sogenann-
ten Gründerschmieden sollen insbesondere hochqualifizierte Gründungspotenziale in inter- und multidis-
ziplinären, sowie heterogenen Gruppen erschlossen werden.
Dabei setzt das Konzept der Gründerschmieden an der Fach- und Gründungskompetenz der Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer an, die nicht zwingend schon eine Geschäftsidee besitzen. Der Ansatz kann aus
der Theorie des geplanten Verhaltens (Ajzen und Fischbein 1980) abgeleitet werden, die menschliches
Verhalten und die Entstehung individueller Handlungsabsichten erklärt. Demnach entsteht eine Hand-
lungsabsicht einerseits aus der Einstellung zu einer Handlung und zum anderen durch subjektiv wahrge-
nommene soziale Normen. Ist eine Handlungsabsicht entstanden, wird eine Person diese tatsächlich
durchführen, wenn sie die Handlung kontrollieren kann und das Wissen darüber hat, ob sie die Handlung
durchführen kann (vgl. IFM Bonn, Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Gründungsnei-
gung (...), 2014). Dementsprechend setzen Gründerschmieden zunächst an der Einstellung zum Gründen
an, um mit kreativen Methoden Motivation und Wissen zu vermitteln, die es braucht, um den Grün-
dungsprozess zu aktivieren. Darauf aufbauend werden individuelle Geschäftsideen bis hin zu einem kon-
kreten Geschäftskonzept entwickelt. Haben die Teilnehmenden der Gründerschmiede erst erkannt, dass
ihr fachliches Potenzial in realistische Gründungsideen münden kann, werden sie mit dem notwendigen
Handwerkszeug ausgestattet, um ein Gründungsvorhaben sicher und erfolgversprechend umsetzen zu
können.
Projektziele
Leitziel des Projektes ist die Stärkung und Profilierung der Wirtschafts- und Gründerregion Münsterland.
Dabei soll eine Verbesserung des Gründungsklimas im Münsterland, insbes. für innovative Gründungen
und Gründungen mit Wachstums- und Beschäftigungs-potenzial erreicht werden. Im Zentrum des Pro-
jektes steht Erschließung von zusätzlichen und besonders qualifizierten Gründungspotenzialen. Im Fokus
stehen hierbei Zielgruppen, wie Studierende /Absolventen, Techniker/innen und Meister/innen oder Ziel-
gruppen mit ähnlichen Basisqualifikationen, bei denen noch keine konkrete Geschäftsidee vorliegt und
die für das Thema Gründung sensibilisiert werden sollen. Dabei haben sie die Möglichkeit, innerhalb be-
sonderer Rahmenbedingungen innovative Ideen mit Wachstumspotenzialen teamorientiert zu entwi-
ckeln, bis hin zu einem konkreten Geschäftskonzept.
Projektinhalt
Grundvoraussetzung für erfolgreiche Gründungen ist eine gute Geschäftsidee.
Diese Maxime gilt für alle Gründerinnen und Gründer gleichermaßen. Um eine Idee entwickeln zu kön-
nen, bedarf es Rahmenbedingungen, die Grünungspotenziale mit Kreativität und Fachkompetenz er-
schließt und fördert. Im Zentrum des Projektes steht die Einrichtung von fünf dezentralen „Gründer-
schmieden“ in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster, zur Förderung
von Gründung im Münsterland. Die Gründerschmieden stellen eine Plattform dar, die Fachkräfte motivie-
ren sollen, im Team Ideen zu generieren. Mit den Gründerschmieden sollen höher qualifizierte Zielgrup-
pen für das Gründungthema sensibilisiert und gewonnen werden. Für Zielgruppen, die noch keine kon-
krete Geschäftsidee haben und ggf. noch nicht einmal eine Selbstständigkeit planen, werden Räumlich-
keiten für die Nutzung max. 6 Monaten geschaffen. Dort können potenzielle Gründer/innen kostenfrei
Fragestellungen entwickeln, die in innovative Ideen münden und zu einem konkreten Geschäftskonzept
(Businessplan) weiterentwickelt werden können.
In den Gründerschmieden findet ein moderierter, teamorientierter und interdisziplinäre Austausch zwi-
schen den Teilnehmern statt, der flankiert wird durch passgenaue Unterstützungsangebote, wie z.B.
Workshops, Vorträge, Hospitationen in Kooperation mit Unternehmen, Kammern, Hochschulen und Bera-
tungseinrichtungen der Region. Die Einbindung von KMU hat nicht nur einen positiven Einfluss auf die
TN der Gründerschmieden und auf das regionale Gründungsklima im Allgemeinen, sondern sensibilisiert
wiederum KMU für das Thema Akquise von Gründungspotenzialen zur Sicherung der Unternehmens-
nachfolge.
Die Angebote der Gründerschmieden werden inhaltlich und interregional in den Gründerschmieden der
Teilregionen organisiert, um die regionale Vernetzung zu fördern und Synergien nutzen zu können. Ziel
der Gründerschmiede ist die Einmündung der Ideen in umsetzungsfähige Geschäftskonzepte (Business-
plan). In dem Projektzeitraum können drei Gruppen bis zu sechs Monate in den Gründerschmieden ihre
Ideen entwickeln. Innerhalb einer Gruppenphase wird nach ca. zwei Monaten die Wirksamkeit der Grün-
derschmiede evaluiert. Zudem können sich alle Teilnehmenden der Gründerschmieden mit ihren Ge-
schäftsideen am Ende des Projektes an einem in der Region neu zu etablierenden Businessplan-Wettbe-
werb teilnehmen der sich neben den Teilnehmenden der Gründerschmiede auch an alle anderen poten-
ziellen Gründer/innen der Region richtet. Mit dem Wettbewerb präsentiert sich das Münsterland als at-
traktive Gründungsregion und ermöglicht potenziellen Gründerinnen und Gründern eine breite Öffentlich-
keit für ihre Geschäftsideen und Konzepte.
Eingebunden wird das Projekt Gründergeist@Münsterland in die regionalen Aktivitäten des Münsterlan-
des. Dabei ist es zum einen eingebettet in einem noch in Vorbereitung befindenden regionalen Grün-
dungspakt, bei der sich die Region unter der Federführung der IHK Nord-Westfalen und der Handwerks-
kammer Münster gemeinsam mittels einer Werbekampagne für eine aktive Gründungskultur im Münster-
land einsetzt. Zum anderen ist geplant, die Teilnehmer/innen für die Gründerschmieden mit finanziellen
Anreizen in Form von sogenannten Gründungsvorbereitungs-Kurzstipendien zu motivieren. Die Stipen-
dien sind nicht Teil des Projektbudgets, sondern es wird der Zugang zu den Mitteln organisiert.
Abb. 1: Projektübersicht
Höher qualifizierte Ziel- Gründungsaktivierung von
gruppen (z.B. Studierende höher qualifizierten Ziel-
/Absolventen, Techni- gruppen: von der Entwick-
ker/innen, Meister/innen lung einer Idee bis zu einem
und vergleichbare Qualifi- konkreten Businessplan
kationen
Etablierung eines
Businessplan-Wettbewerbs
im Münsterland
Bildung einer Jury
Physischer Aufbau von 5
Potenzielle Gründer-/in- Gründerschmieden in den
nen ohne konkrete Ge- Kreisen Borken, Coesfeld,
schäftsidee Steinfurt, Warendorf und der
Stadt Münster
Entwicklung von Wettbe-
werbskriterien
Akquise von Preisgeldern
Organisation Prämierungs-
Entwicklung eines ziel-
veranstaltung
gruppenspezifischen Kom- 3 Teilnehmergruppen a max.
munikationskonzeptes 6 Monate pro Gründer-
schmiede
Akquise von Kurzstipendien
zur Gründungsvorbereitung
Abb. 2: Projektphasen der Gründerschmieden
Aktivierung Qualifizierung Se
Die Darstellung der Projektphasen stellt einen exemplarischen Ablauf dar, der innerhalb der Projek-
tumsetzung bedarfsgerecht und individuell angepasst wird.
1. Phase: Aktivierung
- Phase vor Bestehen einer konkreten Gründungsidee hin zu einer Gründungsbereitschaft
- Aktivierung von besonders qualifizierten Grünungspotenzialen
- Gründungsmbotivation entwickeln und Gründungshemmnisse abbauen
- Gründung als eine reale berufliche Option begreifen
- Bildung von inter-, multidisziplinären und heterogenen Teams
2. Phase: Qualifizierung
- Phase der Ideenfindung z.B. mit der Methode „Design thinking“
- Entwicklung von Fragestellungen/Problemen hin zu einer Gründungsidee
- Lernen von und mit Gründungsvorbildern
- Anwendung und Erwerb von Kreativitätstechniken
3. Phase: Umsetzung
- Phase der Ideenkonkretisierung
- Durchlaufen von Prototypphasen — Fehler machen gewollt!
- Konkretisierung eines Geschäftskonzeptes
- Enge Kooperation mit den Startercentern NRW sowie Gründungsnetzwerken im Münsterland
Arbeitsschritte und Zeitplanung
Zu Anfang des Projektes ist eine kurze Arbeitsphase von 3 Monaten geplant, in der die Projekteinplanung
erfolgen und die das Projekt organisatorisch ins Rollen bringen soll. Dabei werden in engen Zeitabständen
Abstimmungstreffen mit den Projektpartnern stattfinden. Zum Projektauftakt und sobald erste Ergebnisse
vorliegen, sind Kapazitäten für ein Arbeitspaket zur allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit vorzuhalten.
Den Kern des Projektes bilden die sogenannten Gründerschmieden, wie in der Abbildung 1 dargestellt.
In jeder Teilregion wird eine Gründerschmiede aufgebaut, die, wenn möglich an bestehende Einrichtun-
gen angeschlossen (z.B. Gründerzentren) werden, um Synergien zu schaffen und Ressourcen vor Ort zu
nutzen. In jeder Gründerschmiede werden im Projektzeitraum drei Gruppen für je 6 Monate den Grün-
dungsprozess durchlaufen. Eine Gruppe besteht aus mindestens 6 bis maximal 10 Teilnehmer/innen. Für
die Gründerschmieden wird in der Vorbereitungszeit ein spezielles Seminarkonzept (entsprechend der
Phasen siehe Abb. 2, z.B. Ideengeneration nach der Methode „Design thinking“, Vorträge, Hospitationen
usw.) entwickelt. Während der 6 Monate in einer Gründerschmiede erfahren die Teilnehmer/innen eine
individuelle Beratung und Betreuung und das Know-How bereits erfolgreicher Gründungsunternehmen
in der Region (beteiligte Unternehmen siehe Anhang 1). In den Gründerschmieden werden die TN von
der Geburt einer Idee bis zum Businessplan begleitet. Für die Erstellung eines Businessplans sollen fi-
nanzielle Ressourcen in Form von Gründerstipendien zur Verfügung gestellt werden. Diese werden im
Rahmen des Projektes akquiriert und organisiert, jedoch nicht mit Projektmitteln finanziert. Ende 2017
wird erstmalig im Münsterland ein Businessplan-Wettbewerb durchgeführt, an dem sowohl die TN der
Gründerschmieden als auch andere „Neu-Gründer“ der Region teilnehmen können. Im Oktober 2018
findet die Preisverleihung im Rahmen einer Prämierungs-Veranstaltung statt. Dieser Wettbewerb soll
auch langfristig in der Region verankert werden, indem er zukünftig zum Bestandteil des Innovations-
preises Münsterland wird, der alle 2 Jahre regional verliehen wird.
Die Projektleitung und damit Projektkoordination und -administration obliegt dem Münsterland e.V.. Die
Gesamtausrichtung und inhaltliche Abstimmungen werden mit den Projektpartnern (siehe unter Punkt 2
Ausgaben / Finanzierungsübersicht) abgestimmt. Aufbau und Umsetzung der Gründerschmieden in den
Teilregionen erfolgt durch die o.g. Projektpartner.
ebene
Referent/innen,
UnkernehmensbeLipU-Ung |
|Gründerstipendien
[Akquise/Organisation
5. Beitrag des Projektes zu den Zielen des Aufrufs Reg
me auf das jeweilige Ziel / die Nummer 1 des Wettbewerbsaufrufs)
1. Beitrag zu den jeweils relevanten Maßnahmenbereichen der OP EFRE NRW
Prioritätsachse 2: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
Spezifisches Ziel 3: Steigerung von innovativen und wachstumsstarken Unternehmensgründungen
Mit dem Projekt Gründergeist@Münsterland werden insbesondere höher qualifizierte Zielgruppen sensi-
bilisiert, Gründungsideen mit Wachstums- und Innovationspotenzialen in der Region zu entwickeln. Das
zielgruppenspezifische Kommunikationskonzept innerhalb der Gründerschmieden und zur Akquise der
Gründungspotenziale sorgt für eine Verbesserung des Gründungsklimas und erhöht die Bereitschaft zu
einer unternehmerischen Selbstständigkeit. Mit der Bildung von inter-/multidisziplinären und heteroge-
nen Teams innerhalb der Gründerschmieden wird die Gründungsneigung von Männer und Frauen gleich-
ermaßen erhöht. Dabei ermöglichen die innovativen Rahmenbedingungen eine individuelle und bedarfs-
gerechte Unterstützung bei der Gründungsvorbereitung. Öffentlichkeitsarbeit, die Kommunikation von
Vorbildern und Best-Practice-Beispielen innerhalb der Gründerschmieden und der neu etablierte Busi-
ness-Plan-Wettbewerb in der Region erzeugen ein Gründungsklima der Region, das zu Neugründungen
und Übernahme von bestehenden Unternehmen motiviert.
2. Einbettung/Ableitung des Vorhabens in die/aus der im integrierten Handlungskonzept
formulierten Strategie der regionalen Entwicklung
Im Münsterland lässt sich eine geringere Gründungsbereitschaft festhalten und zeigt eine wesentliche
Herausforderung auf. Denn gerade das Gründungsgeschehen wird in Zukunft im erheblichen Maße dazu
beitragen, wirtschaftliche Strukturen zu stärken und zu erneuern. Positive oder innovationsbezogene Ef-
fekte können ebenso durch Kooperationen von Unternehmen und Hochschulen bzw. anderen Wissen-
schaftseinrichtungen entstehen. Gründergeist@Münsterland führt zum Abbau von Risiken der Abwande-
rung junger, hochqualifizierter Fachkräfte und potenziellen Gründern in Oberzentren der Nachbarregio-
nen aufgrund höherer Präferenz für Großunternehmen und urbanes Wohnen.
Der frühzeitige Kontakt von Hochschulabsolventen wirkt sich wiederum positiv auf die Rekrutierung von
qualifiziertem Personal aus. Dies gelingt im Rahmen des Projektes mit der Bildung von interdisziplinären
Teams, mit Gründungspotenzialen sowohl aus den Hochschulen als der Wirtschaft (Handwerk und In-
dustrie) in der Region. Mit der Beteiligung von Unternehmen im Projekt, werden diese frühzeitig sensibi-
lisiert, Maßnahmen einzuleiten, um einen Generationswechsel in der Unternehmensnachfolge vorzuberei-
ten. Gründergeist@Münsterland spricht damit neben Neugründern ebenso potenzielle Unternehmens-
nachfolger/innen an.
Durch die Unterstützung von Gründungsaktivitäten in der Region kann die unternehmerische Basis im
Münsterland gestärkt und verbreitert werden. Bei der Anwendung von Innovationen, haben Gründungen
eine hohe Bedeutung. Insbesondere tragen wissensintensive Gründungen dazu bei, lokal gebundene
Wertschöpfung zu generieren und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem Projektvorhaben werden
im Münsterland infrastrukturelle Verbesserungen gerade für technologie- und wissensintensive Grün-
dungen vorgenommen und eine neue Kultur der Selbständigkeit etabliert. Dabei werden die Rahmenbe-
dingungen für Gründungsinteressierte weiter verbessert, und bestehende Beratungsstrukturen wie z.B.
die STARTERCENTER NRW, werden in das Projekt integriert.
3. Regionale Bedeutung des Vorhabens
Das Münsterland mit liegt mit seiner Gründungsaktivität deutlich unter dem Landesdurchschnittswert.
Hemmnisse für innovative Gründungen in der ländlichen sind vor allem: die Sogwirkung der Metropolen,
eine gute Arbeitsmarktsituation, das Wertekorsett Sicherheit und Tradition, das Unternehmerbild in der
Öffentlichkeit und die Angst vor dem Scheitern und einem damit einhergehenden Imageverlust. Das Pro-
jektvorhaben leistet einen gesamtregionalen Beitrag, da in jeder Teilregion „Gründerschmieden" etabliert
werden, die in ihrer Umsetzung lokal und interregional fungieren. D.h. zum Beispiel, die Gründerschmie-
den stimmen ihre Konzepte inhaltlich miteinander ab, so dass den Teilnehmenden der Gründerschmie-
den ein breites Spektrum an Fachthemen kreisübergreifend geboten wird. Mit dem Projekt Gründer-
geist@Münsterland, eingebettet im regionalen Gründungspakt, wird das Münsterland regional und über-
regional stärker als eine attraktive Gründungsregion wahrgenommen.
4. Neuartigkeit und Innovationsgehalt
Neuartig ist die gesamtregionale Steuerung der Aktivitäten zur Erschließung von höher qualifizierten
Gründungspotenzialen im ländlichen Raum, die ihre Geschäftskonzepte in einem neu im Münsterland
etablierten Businessplan-Wettbewerb präsentieren können. Der besondere Fokus des Projektes liegt auf
die Sensibilisierung für Gründungsvorhaben und Steigerung der Bereitschaft zur unternehmerischen
Selbständigkeit. Bisherige Unterstützungsangebote der Region greifen erst dann, wenn schon eine Grün-
dungsidee vorhanden ist. Mit dem Projekt werden höher qualifizierten Zielgruppen professionelle und
innovative Rahmenbedingungen geboten, in denen sie innerhalb eines Teams eine Geschäftsidee gene-
rieren und bis zu einem konkreten Geschäftskonzept zu entwickeln können. Dieser teamorientierte An-
satz zur Entwicklung Geschäftsideen ist für regional und überregional neuartig und liefert einen wichti-
gen Beitrag zum Abbau von Gründungshemmnissen und zur Förderung des Gründungsklimas in der Re-
gion.
5. Überregionale Bedeutung des Vorhabens
Mit dem Projekt „Gründergeist@Münsterland“ trägt das Münsterland zu einer wegweisenden Entwicklung
einer Gründungsförderung bei, die auch auf andere Regionen übertragbar ist. Die Strategie als Ganzes
hat mit seinen zahlreichen Kreisgrenzen überschreitenden Verknüpfungen und Ansätzen einen pilothaf-
ten Charakter. Die einzelnen Projektphasen bieten gute Voraussetzungen für frühzeitige überregionale
Kooperationen.
6. Realisierbarkeit des Vorhabens
Neben dem Münsterland e.V. sind mit den Kreiswirtschaftsförderungen, der Technologieförderung, den
Kammern, den Hochschulen des Münsterlandes und damit auch die regionalen Gründungsnetzwerke der
Region in das Projekt integriert. Die Zielerreichung wird im Projektverlauf durch ein internes Monitoring
sichergestellt. Gewonnene Erkenntnisse werden den beteiligten Akteuren auch nach dem Projektverlauf
zur Verfügung gestellt.
7. Nachhaltige Entwicklung
Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Förderung von Unternehmensgründungen langfristig voranzutreiben.
Dabei werden nicht nur neue Strukturen zur Gründungsförderung geschaffen, sondern auch bestehende
kommunale Institutionen genutzt, die die Projektbausteine nachhaltig in der Region verankern. Für den
Aufbau von Gründerschmieden bedeutet das, diese in der räumlichen Nähe zu Gründungsberatungsein-
richtungen anzusiedeln und den Business-Wettbewerb als eine weitere Wettbewerbskategorie des Inno-
vationspreises Münsterland einzubinden. Die neue gesamtregionale Ausrichtung der Gründungsförde-
rung wird auch nach Projektende fortgesetzt.
8. Gleichstellung von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung
Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in dem Projekt gewährleistet, da alle Geschlechter und
Nationalitäten gleichermaßen angesprochen werden. Insbesondere das Konzept der Gründerschmieden
ermöglicht die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse von Frauen und Männer. Bei den Gruppen in-
nerhalb der Gründerschmieden wird auf eine heterogene Zusammensetzung geachtet, so dass sowohl
Männer und Frauen verschiedener Fachdisziplinen und Altersgruppen zusammen arbeiten. Das Kommu-
nikationskonzept zur Ansprache von Gründerpotenzialen wird zielgruppenspezifisch und gendergerecht
ausgestaltet.
6. Ausgabenübersicht(Gesamtprojekt, in €)
Grunderwerb
Bauleistungen
Lieferleistungen / Sachkosten 232.000€
Dienstleistungen 28.000 €
Personalkosten 520.641 €
Gemeinkosten 78.096 €
Weitere: Reisekosten 14.838 €
Summe Ausgaben | 879.575 €
Die bis hierhin dargestellten Informationen sind in der ersten Stufe des Aufrufs Regio.NRW von Be-
ginn an vorzulegen.
Erfolgt nach der ersten Sitzung des Regio.NRW-Gutachtergremiums eine Aufforderung zur Weiter-
qualifizierung des Projektes, sind zeitnah die unten folgenden Angaben zu ergänzen und ggf. angefor-
derte Erläuterungen und Anpassungen in den oben dargestellten Informationen zu ergänzen.
Anlagei
Unternehmensbeteiligung im Projekt Gründergeist@Münsterland
Im
en
mediaBEAM GmbH
INGENIEURBÜRO für Straßen- und Tiefbau
Dipl.-Ing. Frarik Hoizmüller
Rona-Buchversand
Steuerberaterin Hewing
Kosmetik Kosmo GmbH & Co.KG
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Immissionsschutz / Umwelttechn:
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7. Erklärung zur Inanspruchnahme weiterer Förderungen und Freigabe zur Ve
itlichung
e Bitte geben Sie hier an, ob Sie sich mit dem eingereichten Vorschlag auch bei anderen Wettbewer-
ben bzw. Förderprogrammen beworben haben.
Nehmen Sie mit diesem Beitrag an anderen
Wettbewerben oder Projektaufrufen im Rah-
men des EFRE.NRW-Programms teil?
nein [Jja
Wenn ja, an welchem:
Haben Sie für dieses Vorhaben an anderer
Stelle eine öffentliche Förderung beantragt?
nein [Jia
Wenn ja, welche Förderung/welche Stelle:
° Der Projektkoordinator, die Projektkoordinatorin / die Verbundpartner, die Verbundpartnerinnen
erklären:
o im Falle der Prämierung dieses Beitrags das Einverständnis zur Veröffentlichung der Projektidee
in Publikationen der Landesregierung NRW mit Angabe von: Projekttitel, Namen der Projekt-
partner/Projektpartnerinnen und der Kurzbeschreibung.
o dass das Projekt noch nicht begonnen hat und vor Beginn einer evtl. Förderung auch nicht be-
ginnen wird.
o dass die notwendigen Eigenmittel zur Durchführung des Projekts aufgebracht werden können.
I
y
Münster, 10.03.2015 l <
Ort, Datum Unterschrift Veptretungsberechtigte / Projektkoordination
Beschlussvorlage
6760 Zeichen
V/0264/2015
DER OBERBÜRGERMEISTER
Dezernat III
Betrifft
Münsterland e.V. - Ergebnisse der Strategiekommission
Beratungsfolge
11.06.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung
16.06.2015 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung
17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
17.06.2015 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die Stadt Münster stimmt dem Beschluss der Strategiekommission Münsterland vom
10.03.2015 (Anlage 2) zu.
2. Die zu dessen Umsetzung notwendigen Satzungsänderungen zur Sicherstellung einer stärkeren
Berücksichtigung der kommunalen Willensbildung im Aufsichtsrat des Münsterland e.V. werden
begrüßt. Die Vertreterin/der Vertreter der Stadt Münster in der Mitgliederversammlung des
Münsterland e.V. am 18.06.2015 wird angewiesen, entsprechenden Beschlussvorschlägen zu-
zustimmen.
3. Zur Umsetzung von bestimmten, konkret regional abgestimmten, durch die EU und das Land
NRW geförderten Projekten zur regionalen Strukturförderung wird dem Münsterland e.V. in
den Jahren 2016 und 2017 durch die Stadt Münster – sofern die Stadt Projektpartner ist - je-
weils ein Betrag in Höhe von ca. 30.000 EURO (insgesamt 60.000 €) zur Verfügung gestellt,
um daraus - gemeinsam mit den Finanzmitteln der Kreise - die erforderlichen Eigenanteile dar-
stellen zu können.
4. Im Hinblick auf die durch die Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. zu fassenden Be-
schlüsse erklärt die Stadt Münster, dass über eine Beitragserhöhung ab dem Jahr 2018 erst
nach einer entsprechend positiven Evaluierung der Förderprojekte und zur Sicherstellung der
nachhaltigen Aufgabenerfüllung des Münsterland e.V.im Laufe des Jahres 2017 zu entscheiden
ist.
Vorlagen-Nr.:
V/0264/2015
Auskunft erteilt:
Herr Schultheiß
Ruf:
492-7070
E-Mail:
Schultheiss@stadt-muenster.de
Datum:
12.05.2015
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0264/2015
II. Finanzielle Auswirkungen:
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0901 Stadt- und Regionalentwic k-
lung, Stadtplanung
Zeile 15 Transferaufwendungen 2016 30.000
2017 30.000
Einzahlungen
Saldo: 60.000
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass
der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2016 bzw. der mittelfristigen Ergebnis und Finanzpla-
nung die Ermächtigungen bereitstellt.
Begründung:
Zu Beschlusspunkt 1 + 2.:
Auf Basis der Beschlüsse des Rates der Stadt Münster vom 02.0 4.2014 (V/0298/2014) hat der
Aufsichtsrat des Münsterland e.V. im Frühjahr 2014 entschieden, eine Evaluation des Münste rland
e.V. durchzuführen, an den sich ein strukturierter Strategieprozess anschloss. Beide Proze sse
wurden extern durch die Prognos AG umgesetzt und gesteuert.
Am 27.09.2014 fand die Auftaktveranstaltung zum Strategieprozess in der Halle Münsterland statt,
an der ca. 150 Teilnehmer /-innen gesellschaftlich relevanter Gruppen und Parteien aus dem g e-
samten Münsterland teilgenommen haben. In dieser Veranstaltung wurde die Bildung einer aus 27
Mitgliedern bestehenden Strategiekommission (Anlage 1) zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die Strategiekommission tagte dreimal (17.12.2014, 10.02.2015 und 10.03.2015). Ein in di esen
Sitzungen erarbeiteter und einmütig am 10.03.2015 gebilligter Beschluss zur strategischen Au s-
richtung, zum Ressourcenbedarf und zur künftigen Zusammensetzung von B eschlussgremien und
Vorstand (Anlage 2) wurde im Aufsichtsrat des Münsterland e.V. in seiner Sitzung am 17.03.2015
beraten und beschlossen (Anlage 3). Zur näheren Erläuterung zu den Ergebnissen des Strategi e-
prozesses wird auf die Erklärung des Aufsichtsrates verwiesen (Anlage 4).
In Anbetracht der Tatsache, dass die Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. zur Umsetzung
des Beschlusses der Strategiekommission bereits am 18.06.2015 satzungsändernde Beschlüsse
fassen müsste, sind bis dahin auch durch die Stadt Münster und die Kreise Borken, Coesfeld,
Steinfurt und Warendorf Entscheidungen herbeizuführen.
Zu Beschlusspunkt 3.:
Die gemäß Ziffer 10. des Beschlusses der Strategiekommission ( Anlage 2 ) zu unterstütze nden
Förderprojekte im Bereich Wirtschaft sind bereits im Grundsatz abgestimmt, mit einem breiten r e-
gionalen Konsens versehen und beim Land NRW mit einem regio nal abgestimmten Integrierten
Handlungskonzept im Rahmen des so genannten „Regio.NRW“ am 12.03.2015 fristgemäß zur
Förderung eingereicht worden. Dabei handelt es sich um Projekte zur regionalen Innovationsförde-
rung („Enabling Innovation Münsterland“- Anlage 5), zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unter-
nehmen und insbesondere Unternehmensgründungen („Gründergeist@Münsterland“ – Anlage 6)
und zum Klimaschutz („Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz - Anlage 7). Ferner ist der
Münsterland e. V. neben allen anderen Regionen in NRW regionaler Partner der KlimaExpo.NRW.
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V/0264/2015
Bei einer Aufteilung der Eigenmittel nach dem Einwohnermaßstab auf die Stadt Münster und die
vier Kreise entfällt somit ein Betrag in Höhe von ca. 60.000 EURO auf die Stadt Münster. Aufgeteilt
auf die Jahre 2016 bzw. 2017 wären jeweils 30.000 EURO zur Verfügung zu stellen.
Zu Beschlusspunkt 4.:
Gemäß Beschluss der Strategiekommission (Ziffer 9) soll der derzeitige Mitgliedsbeitrag s owie der
Verlustausgleich durch die Kommunen für die Jahre 2016 und 2017 festgeschrieben werden. Eine
Beitragserhöhung kann frühestens im Jahr 2018 umgesetzt werden. Die Stadt Münster trägt b e-
reits jetzt aufgrund der hohen Einwohnerzahl einen Großteil der Mitgliedsbeiträge für den Münster-
land e. V.. Da aufgrund der Prognosen von IT.NRW ein weiterer deutlicher Anstieg der Einwohner-
zahlen in den nächsten Jahren erwartet wird, wird die Stadt Münster bereits aus diesem Grund
einen auch zukünftig steigenden Mitgliedsbeitrag leisten. Eine darüber hinaus gehende Erhöhung
des Beitrages pro Einwohner (derzeit 0,80 €) ab 2018 ist abhängig von einer positiven Evaluierung
der Förderprojekte und zur Sicherstellung der nachhaltigen Aufgabenerfüllung des Münsterland
e.V..
In Vertretung
Gez.
Schultheiß
Stadtdirektor
Anlagen:
1. Liste Mitglieder Strategiekommission
2. Beschluss der Strategiekommission Münsterland
3. Beschluss des Aufsichtsrates des Münsterland e.V. vom 17.03.2015
4. Erklärung des Aufsichtsrates des Münsterland e.V. zu den Empfehlungen der Strategie-
kommission
5. Projekt „Enabling Innovation Münsterland“
6. Projekt „Gründergeist@Münsterland“
7. Projekt „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“
Anlage 1 Mitgliederliste Strategiekommission
1554 Zeichen
Anlage 1 Liste Mitglieder Strategiekommission Dr. Olaf Arndt Prognos AG Dr. Martin Berges Direktor Landwirtschaftskammer Nordrhein -Westfalen Dietmar Bergmann Bürgermeister Gemeinde Nordkirchen Jens Bomke stv. Aufsichtsratsvorsitzender Münsterland e.V. Karlheinz Busen FDP Münsterland Renate Dölling Geschäftsführerin DEHOGA Mü nsterland Klaus Ehling Vorstandsvorsitzender Münsterland e.V. Hermann Eiling Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Münster Helmut Fehr Bündnis 90/Die Grünen Münsterland Dorothee Feller Regierungsvizepräsidentin Bezirksregierung Münster Dr. Olaf Gericke Landrat Kreis Warendorf Dr. Benedikt Hüffer Präsident IHK Nord Westfalen Dr. Michael Jung SPD Münster Michael Kösters Vorstand Münsterland e.V. Heinrich -Georg Krumme Aufsichtsratsvorsitzender Münsterland e.V. Winfried Lange Regionsgeschäftsführer DGB Münsterland Karl -Josef Laumann CDU Bezirksverband Münsterland Petra Michalczak -Hülsmann Sprecherin der Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland Rüdiger Sagel DIE LINKE.Münster Dr. Christian Schulze -Pellengahr Vorsitzender des Kulturrates Münsterland Engelbert Rauen Vorsitzender Regionalrat Münsterland Prof. Dr. Ulrike Röttger Institut für Kommunikationswissenschaft WWU Münster Carsten Schröder Vizepräsident für Transfer der Fachhochschule Münster Karl -Friedrich Schulte Uebbing Hauptgeschäftsführer IHK Nord Westfalen Hartwig Schultheiß Stadt direktor Stadt Münster Gerti Tanjsek stv. Vorsitzende Regionalrat Münsterland
Anlage 7_Muensterland_Koordinierungstelle Klimaschutz
35875 Zeichen
Anlage 7 Integriertes Handlungskonzept Region: Münsterland Bezeichnung: ZIEL - Zusammen Innovieren, Entwickeln und Lösungen erarbeiten Projektname / Projekttitel Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz Antragsteller oder Antragstellerin Münsterland e.V. (Projektkoordination) Ansprechpartner: Ute Schmidt-Vöcks Anschrift Airportallee 1 PLZ / Ort 48268 Greven Telefon 02571-949321 Fax 02571-949381 eMail schmidt-voecks@muensterland.com zuständige Bezirksregierung Bezirksregierung Münster geplante Projektstruktur (zutreffendes bitte ankreuzen) Verbundvorhaben (Kooperation, Weiterleitung). Bitte geben Sie unter 2. [] | (Ausgaben- und Finanzierungsübersicht) die Partner/Partnerinnen (P) an, die eine Förderung erhalten sollen. Einzelprojekt bis (Monat/Jahr): zn geplanter Umsetzungszeitraum | 01.2016 (Monat/Jahr): Förderschwerpunkte (zutreffendes bitte ankreuzen) Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren Cluster, Innovations- und Kompetenznetzwerke Gründungen KMU Steigerung der Produktion erneuerbarer Energien Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze | Erstellung und Umsetzung integrierter Klimaschutzkonzepte | Umweltschutz (Achse 4) Oo & ODOD ggf. weitere Förderzugänge (ESF, ELER, GRW,....) - bitte textlich beschreiben: Ausgabe d a e gsübe e Projektpartner/Projektp e Eigenmittel Name der Ausgaben (Barmittel, Kredite, n Institution, (gesamt) bürgersch. Alk] AIRES Ort Engagement) € ne |m% |me in% |ine in% |ine in% PK Münsterland 385.000 100177.000 20 308.000 so PK = Projektkoordination, P1 = Partner/Partnerin 1, ..., Pn= Partner/Partnerin n detaillierte Angaben (soweit bekannt) unter Punkt 6 3. Kurzbeschreibung (maximal 1.200 Zeichen) -Zusammenfassung des Projektinhalts Das Münsterland möchte sich als Klimaschutzregion mit starken Kompetenzen und Innovationen im Energie- und Klimaschutzbereich positionieren und mit vereinter regionaler Kraft dazu beitragen, die Klimaschutzziele, die das Land Nordrhein-Westfalen im Klimaschutzgesetz verankert hat, umzusetzen. Dies erfordert, dass Akteure, Projekte und Netzwerke ermittelt, gebündelt und koordiniert werden, damit sich die Region im Klimaschutz einheitlich aufstellen kann und dadurch deutlich an Stärke gewinnt. Die Wahrnehmung des Münsterlandes als Klimaschutzregion soll sowohl inner- als auch außerhalb der Region deutlich erhöht werden. Die „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ ist künftig für alle Belange rund um den Klimaschutz im Münsterland verantwortlich. Die o.g. Ziele sollen neben der Koordinierungs-, Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit zudem durch die Einrichtung eines Arbeitskreises der Klimaschutzmanager des Münsterlandes zwecks kommunalem Austausch und durch die Ausrichtung des Veranstaltungsformats „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische Unternehmen im Münsterland“ erreicht werden. ausführliche Projektbeschreibung Beschreibung der Ausgangslage/Herausforderung und der Arbeitsschritte/Arbeitspakete (inkl. eigene Zielsetzungen/ Meilensteine der jeweils mitarbeitenden Projektpartner/Projektpartnerinnen; falls bürgerschaftliches Engagement vorgesehen ist, bitte mit Bezug auf die Ausgabenplanung beschreiben) Die Energiewende stellt NRW und seine Regionen vor besondere Herausforderungen. Es gilt, die regenerative Energieerzeugung zu steigern, die Energieeffizienz zu erhöhen, verstärkt Energie einzusparen und zugleich die Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie intelligent zu steuern. (Vgl. OP EFRE NRW, S. 9) Projekt Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz Genau hier setzt das Projekt „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ an: Das Münsterland möchte sich als Region NRWs ebendiesen Herausforderungen stellen und seinen bestmöglichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Region Münsterland erstreckt sich im nordwestlichen Teil von NRW über eine Fläche von rund 6.000 km? und umfasst rund 1,6 Mio. Einwohner. Sie besteht aus der kreisfreien Stadt Münster und den vier Landkreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf und ist eine ländlich geprägte Region, aber kein typischer ländlicher Raum: nur noch 1,5 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in der Landwirtschaft tätig. Die weit überwiegende Zahl der Arbeitnehmer ist mit 64,1 % im Dienstleistungsgewerbe und mit 34,3 % im Produzierenden Gewerbe beschäftigt. Die Wirtschaftsstruktur des Münsterlandes ist von klein- und mittelständischen Unternehmen bestimmt. Von den rund 66.000 Betrieben im Münsterland sind 88,5 % Kleinbetriebe (unter zehn Beschäftigte), 11,2 % mittlere Betriebe (zehn bis unter 250 Beschäftigte) und lediglich 0,3 % Großbetriebe (250 Beschäftigte und mehr). Die wichtigsten Branchen sind inzwischen der Maschinenbau (24.300 Beschäftigte), das Baugewerbe 31.400), die Ernährungswirtschaft (17.800) und der Dienstleistungsbereich Gesundheit und Soziales (64.400). Vgl. Integriertes Handlungskonzept Münsterland, 2015) Die für das Münsterland bedeutsamen Energien sind die Windenergie, die Biomasse und die Solarenergie. In diesen drei Erneuerbaren Energien verfügt das Münsterland über große Kompetenzen im Anlagenbau Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagenbau). „24 Prozent aller Öko-Kraftwerke in NRW stehen im Münsterland. Diese 28.600 Photovoltaik-, Blomasse- und Windenergieanlagen machen das Münsterland mit 1,51 Millionen Kilowatt zum NRW Spitzenreiter bei der Erzeugung regenerativer Energien.“ (vgl. Standort Münsterland auf der EXPO REAL 2013, Wirtschaftsförderung Münster, 2013) Die Kommunen des Münsterlandes sind im Thema „Klimaschutz“ sehr gut aufgestellt und können viele gute Konzepte, Projekte und Netzwerke aufweisen. Die Kreise Borken, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt Münster verfügen über ein umfangreiches Klimaschutzkonzept, der Kreis Coesfeld über einen limaschutzbericht. Viele der 66 Kommunen des Münsterlandes haben ebenfalls die Notwendigkeit eines Umdenkens hinsichtlich des „Energieverbrauchs“, der „CO?-Reduzierung“ und der „Erneuerbaren Energien“ erkannt und hierzu lokale Konzepte entwickelt. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Kommunen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in den Kreisen und der Stadt Münster sich seit ahren aktiv und innovativ mit neuen Entwicklungen im Energie- und Klimaschutzbereich auseinander setzen, aber bislang häufig lokal oder teilregional agieren. Nun gilt es, in der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ genau all diese o.g. Aktivitäten auf eine gesamtregionale Ebene zu stellen, denn bislang existieren in der operativen Umsetzung auf der regionalen Ebene keine Strukturen. Eben diese sollen mit der Koordinierungsstelle geschaffen werden, um die Kommunikationsprozesse zu den Themen Klimaschutz und Energie im Münsterland in Gang zu setzen und zu koordinieren. Die regionale Betrachtungsweise trägt erheblich dazu bei, Kompetenzen an einen Tisch zu bringen, um durch gegenseitigen Austausch Potenziale zu erkennen und auszubauen und somit die diversen Thematiken in die Fläche zu bringen, um langfristig Erfolge zu erzielen. Die „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ käme dem OP EFRE NRW in dem Punkt nach, das Potenzial zur Erhöhung der Energieeffizienz auszuschöpfen und integrierte Strategien zu unterstützen. Das OP EFRE NRW legt dabei ein besonderes Augenmerk auf systemische, ganzheitliche Ansätze, in die alle Akteure eingebunden sind. (Vgl. OP EFRE NRW, S. 10 3. Absatz). Eine intensivere regionale Sensibilisierung der KMU, Kommunen, Initiativen und Bürger/innen ist für die Umsetzung der Klimaschutzziele unerlässlich. Die Ansiedlung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ beim Münsterland e.V. ist deshalb sinnvoll, da das Münsterland auf einen umfassenden Beteiligungs- und Abstimmungsprozess aus den letzten Jahren aufbauen kann, der vor allem durch diese Regionalmarketinginitiative getragen wird. Mit rund 400 eingetragenen Mitgliedern, darunter u. a. alle Kommunen des Münsterlandes und rund 230 Unternehmen der Region, besteht breiter regionaler Konsens für eine strategische Entwicklung des Münsterlandes zu den Themen „Energie und Klimaschutz“. Der Münsterland e.V. ist eine Institution des gesamten Münsterlandes, die gleichwohl die spezifischen Kompetenzen der Teilregionen des Münsterlandes berücksichtigt. Er ist Schnittstelle der Kreise des Münsterlandes und der Stadt Münster. Seit vielen Jahren existieren Netzwerke in den Bereichen „Wirtschaft“ mit der Wirtschaftsförderungskonferenz (awm) und in den Bereichen „Kultur“ und „Soziales“ mit dem Kulturrat Münsterland und der Regionalagentur Münsterland. Bislang fehlt allerdings ein regionaler Austausch zum Themenfeld Klimaschutz, so dass eine „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ die bestehenden Netzwerke hervorragend ergänzen würde. Kommunale und nichtkommunale Klimaschutzaktivitäten im Münsterland (Auswahl 2014) Bislang keine regionale Abstimmung und Koordinierung auch nicht bei regionalen Förderprojekten (Leitmarktwettbewerbe, Aufruf „Klimaschutzkonzepte”, INTERREG...) Teilregionale/lokale Netzwerke Netzwerke: „Verein „Haus Im Glück" Netzwerke: Netzwerke: „energieland 2050 „Arbeitskreis Biogas Netzwerke: + „Allianz für Klimaschutz“ „regionale Speisekarte -Energieforum „Erneuerbare Energien“ -Gebäude-Energieberäter -Bioenergienetzwerk Westmünsterland -Besser Wohnen -Stadtregion -Klimaschutzmanager „Besser Wohnen „Besser Besser Wohnen Abb.1: Eigene Darstellung (2015) Die Arbeit der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ besteht vorrangig darin, die unterschiedlichen Aktivitäten zu Energie- und Klimaschutzthemen in den Teilregionen für das gesamte Münsterland zu koordinieren und das Münsterland durch zielgerichtete regelmäßige Treffen klimarelevanter Akteure aus Wirtschaft und Kommunen im Klimaschutz einheitlich aufzustellen. Modul 1 - Arbeitskreis der Klimaschutzmanager des Münsterlandes Die Etablierung des Arbeitskreises der Klimaschutzmanager des Münsterlandes und Erweiterung um die Vertreter der Umwelt- und Klimaschutzämter soll für regionale Transparenz aller teilregionalen und lokalen Aktivitäten sorgen, um die Region „auf einen Stand“ zu bringen. Kommunale Belange sollen erörtert und ein Austausch über die Ausrichtung der Wettbewerbe „Ökoprofit“ und „European Energy Award“ gewährleistet werden. Vorgesehen ist, dass dieser Arbeitskreis viermal jährlich rotierend in den Kreisen und der Stadt Münster stattfinden soll und jeweils um einen Impuls aus Wirtschaft und Forschung zu einem aktuellen Energie-/Klimaschutz-Thema ergänzt wird. Die Einbindung regionaler Unternehmen soll Erkenntnisse zu aktuellen Energie- und Klimaschutzthemen liefern, welche zu einem späteren Zeitpunkt in eine regionale Klimaschutzstrategie münden könnten. Beispielsweise könnten im Biogassektor führende Unternehmen wie 2G energy AG, EnviTec Biogas AG und/oder PlanET Biogastechnik GmbH einen Beitrag über „Biogas als Strom- und Wärmelieferant - neue Technologien im Biogasanlagenbau“ liefern, da das Münsterland hierin über starke Kompetenzen verfügt, die es weiter auszubauen gilt. Ein Thema, von dem in besonderem Maße das Münsterland durch seine Struktur betroffen ist, ist die unterschiedliche Energieerzeugung und Energieversorgung in Stadt und Umland. Der Energiebedarf ist in der Stadt besonders hoch, während in der Region viel Energie aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden kann, aber möglicherweise dort keinen unmittelbaren Absatz findet. Hier sollte über eine räumliche Arbeitsteilung bei der Energieerzeugung zwischen dem Oberzentrum Münster und den vier Landkreisen nachgedacht und optimal im Arbeitskreis der Klimaschutzmanager diskutiert werden, um einen konstruktiven Lösungsvorschlag gemeinsam mit den dafür notwendigen Akteuren, wie beispielsweise den lokalen Energieversorgern, für die Region zu erarbeiten. Denkbar wäre hier ein Input des Unternehmens RWE über das Projekt „Grid4EU“, das sich mit dezentraler Energieversorgung im Westmünsterland beschäftigt. Auch das Thema Mobilität im ländlichen Raum ist ein Münsterland-Thema, das bereits Inhalt der Münsterlandkonferenz im Juli 2013 war. Die Abkehr von konventionellen Energieträgern erfordert ein Umdenken in Fragen der Mobilität. Hier stellt sich vornehmlich die Frage, wie mit knapper werdenden Ressourcen Mobilitätsangebote im ländlichen Raum finanziert und umgesetzt werden können. (Vgl. Münsterlandkonferenz für die Region, Mobilität im ländlichen Raum, Zukunftsperspektiven, 2014, S. 4). Eine enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Mobilität, die in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt sieben Mal getagt und Ideen und Entwicklungsschwerpunkte diskutiert hat, wird in dem Projekt „Regionale oordinierungsstelle Klimaschutz“ avisiert und eine gemeinsame Umsetzung der Entwicklungsschwerpunkte unter Einbeziehung aller relevanten Akteure angestrebt. Darüber hinaus erwachsen ständig neue Impulse im Energie- und Klimaschutzbereich, die der Arbeitskreis aktuell in seinen Treffen aufgreifen und diskutieren kann. Hier erfolgt eine interne Abfrage und somit eine aktive Beteiligung der Teilnehmer zur Festlegung relevanter Themen für die Region. Des Weiteren ist es für das Münsterland von essentieller Wichtigkeit, für eine Transparenz über alle regionalen Fördermöglichkeiten und existierenden Förderprojekte zu sorgen. Beispielsweise beteiligen sich Teilregionen des Münsterlandes an einem klimaschutzrelevanten Projekt im Bereich „Mobilität“ zum Förderprogramm INTERREG, was aber in den anderen Teilregionen teilweise unbekannt sein dürfte. Bei nformationsdefiziten könnte dies zu Doppelstrukturen in der Region führen, die es zukünftig zu vermeiden gilt. Umsetzung Modul 1 Regelmäßige Treffen der kommunalen und kreisangehörigen Klimaschutzmanager im Münsterland unter Einbeziehung der Umwelt-/Klimaschutzämter der vier Landkreise und der Stadt Münster: > 4x im Jahr rotierend in den Kreisen und der Stadt Münster a) als Schnittstelle zwischen den Kreisen und Kommunen und den regionalen Multiplikatoren (Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern, Einrichtungen des Landes, wie EnergieAgentur.NRW und Effizienz-Agentur NRW) zwecks regionsinternem Austausch, konsensfähiger Zusammenarbeit und gemeinsamer Netzwerkkoordination b) gemeinsame Vorbereitung des Moduls 2 „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische Unternehmen im Münsterland“ c) Strategische Diskussion verschiedener klimarelevanter Themen (Auswahl): - Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz unter Einbeziehung von KMU - „Unterschiedliche Energieerzeugung und -versorgung in Stadt und Umland“ unter Einbeziehung lokaler Energieversorger d) Erarbeitung eines Konzeptes zur Profilierung und Positionierung des Münsterlandes als Klimaschutzregion im Wettbewerb der Regionen. Durch einen Austausch im Arbeitskreis der Klimaschutzmanager im Münsterland werden besondere Fähigkeiten und Standortvorteile der Region ausgemacht, gebündelt und weitergegeben, um Lernprozesse anzustoßen und das Münsterland als Klimaschutzregion auf einen einheitlichen Stand zu bringen und damit eine Profilierung und Positionierung als Klimaschutzregion zu erzielen. Darüber hinaus ist es ebenso wichtig, die lokalen Multiplikatoren, wie die Wirtschaftsförderungsgesellschaften und die Kammern sowie die themenbezogenen Einrichtungen des Landes NRW (z.B. EnergieAgentur.NRW, Effizienz-Agentur NRW) mit in die regionalen Überlegungen einzubeziehen, um fokussiert arbeiten zu können. In 2014 gab es bereits zwei Treffen der Klimaschutzmanager/Energiebeauftragen des Münsterlandes. Hierbei wurde die Notwendigkeit einer überkreislichen regionalen Vernetzung festgestellt. Modul 2 - „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für die klein- und mittelständischen Unternehmen des Münsterlandes“ Neben einem kommunalen Austausch wird es einen Austausch der KMU im Münsterland geben: Das Veranstaltungsformat „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische Unternehmen im Münsterland“ werden insbesondere die KMU in den ländlichen Bereichen des Münsterlandes angesprochen. In gebündelter Form sollen den KMU bewährte Praktiken und technologische Fortschritte sowie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in den o.g. Themenfeldern vermittelt werden. Die Fachmesse besteht aus einem Ausstellungsbereich und aus Kurzvorträgen, Präsentationen und Diskussionsforen zu klimaschutzrelevanten Themen, die besonders für KMU von hohem Interesse sind. Die Ergänzung der Fachmesse durch Beiträge von Forschungs- und Entwicklungseinrichten (F&E), also einem zusätzlichen wissenschaftlichen Input und einem Input von unterstützenden Institutionen bspw. in Förderfragen runden das Angebot der Fachmesse ab. Das Format wird einmal jährlich im ländlichen Raum des Münsterlandes stattfinden und vor allem die dort ansässigen KMU ansprechen. Durch aktive Einbindung der teilnehmenden Unternehmen in den Diskussionsforen und durch Abfrage und Evaluation soll die Fachmesse unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten und somit für das Münsterland passend, nachhaltig weiterentwickelt werden. Ziele der Fachmesse sind: - Erfahrungsaustausch der KMU untereinander aber auch der KMU mit den regionalen Akteuren, die sich seit Jahren mit den Themen Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz auseinandersetzen - Anbieten von Lösungsansätzen und Hilfestellungen - Neueste Erkenntnisse aus Wirtschaft und Wissenschaft Die Fachmesse soll als „Marke“ dauerhaft in der Region etabliert und die entsprechend hochwertige Qualität der Inhalte gewährt werden. Die Umsetzung des Veranstaltungsformats Fachmesse erfolgt unter Federführung der regionalen Koordinierungsstelle unter Einbeziehung der Kooperationspartner. Umsetzung Modul 2 > 1x im Jahr „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische Unternehmen im Münsterland“ mit den Zielen der Präsentation neuartiger technologischer Lösungen aus Wirtschaft und aus Wissenschaft, Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Lernprozesse und Umsetzungsanreize. Ausgewählte Themengebiete der Fachmesse können beispielsweise sein: - Energieerzeugung (EE: Windkraft, Photovoltaik, Biogas) - Energieversorgung und -verteilung - Energiespeicherung - Energieeffiziente Mobilität - Energie- und Ressourceneffizienz Die Vorbereitung der Fachmesse erfolgt als ein Aufgabenfeld in den Arbeitskreisen der Klimaschutzmanager des Münsterlandes. Gemeinsam wird die Fachmesse konzipiert, Themen und Referenten festgelegt und Unternehmen akquiriert. Als Veranstaltungsdatum für diese Fachmesse wird der Zeitraum 1. Quartal der Jahre 2017 und 2018 avisiert. Der Zeitraum begründet sich durch die Tatsache, dass eine gewisse Vorlaufzeit für die Vorbereitung benötigt wird und der Arbeitskreis der Klimaschutzmanager, der in die Vorbereitungen stark eingebunden ist, vor Austragung der ersten Messe einige Male getagt haben muss. Nach Ablauf der Förderphase wird eine nachhaltige Weiterführung der Fachmesse durch Einführung eines Geschäftsmodells angestrebt, so dass die Fachmesse auch in den Folgejahren ab 2019 veranstaltet werden kann. Zu den Themenbereichen werden gezielt KMU und Forschungseinrichtungen angesprochen und zum Mitmachen gewonnen. Das Erstellen des Programms, der Printmedien und der Einladungsversand erfolgen frühzeitig vor der jeweiligen Veranstaltung. Modul 3 - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Die „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ dient als regionsinterne Kommunikationsplattform für klimarelevante Belange und Akteure. Projektbegleitende Maßnahmen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sorgen für regionale Transparenz über die wichtigsten Instrumente, vorhandene regionale Kompetenzen, Förderprogramme des Landes NRW (Leitmarktwettbewerbe), Veröffentlichungen, Terminhinweise und Kontakte. Auch die Module 1 und 2 werden öffentlichkeitswirksam begleitet und kommuniziert, um die Bedeutung des regionalen Klimaschutzes eine größere Aufmerksamkeit zu geben. Neben regelmäßiger Presseberichterstattung, sind die Einrichtung einer Internetplattform und das Erstellen von diversen Printmedien zur Verbreitung des Themas in der Region vorgesehen. Aufgaben und Zeitplanung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ mit den Modulen „Arbeitskreis der Klimaschutzmanager des Münsterlandes“ und „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für klein- und mittelständische Unternehmen im Münsterland“: Aufgaben- und Zeitplanung "Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz" Istr Ts LS 1I TH. Monat Projekautset [1] 2] >[.le]e]:| BBHBBEHBEEBRRHRBDERBERE Regionale Koordinierungsstelle Abb. 2: Eigene Darstellung (2015) Zu Beginn des Projektes ist eine Startphase von insgesamt drei Monaten vorgesehen. In diesen drei Monaten erfolgen die konkrete Projektplanung und die Erstellung von Konzeptionierungen für die Ausrichtung der Arbeitskreise der Klimaschutzmanager und der Fachmesse sowie für die allgemeine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die das Projekt durchgehend begleiten wird. Es müssen in dieser Startphase Termine mit den Beteiligten der Arbeitskreise und für die Messen gefunden und fixiert werden. Im Aufgaben- und Zeitplan wurde für die Austragung der Fachmesse zu einer ersten Veranschaulichung der Monat Februar gewählt, dies kann aber innerhalb der jeweiligen ersten Quartale der Jahre 2017 und 2018 auch variieren. Nach der Startphase findet der erste Arbeitskreis der Klimaschutzmanager unter Einbeziehung der Umweltämter der Kreise und der Stadt Münster statt. Inhalt des ersten Arbeitskreises wird zunächst ein Austausch über die jeweiligen Aktivitäten in den Teilregionen, Abstimmungsprozesse für weitere Treffen und deren Inhalte sowie die Organisation der Fachmesse sein. Beim zweiten Treffen ist dann ein Input aus Wirtschaft oder Wissenschaft vorgesehen, der zur Diskussion anregen und zu Lernprozessen führen soll und später in eine regionale Klimaschutzstrategie einfließen könnte. Die Fachmesse wird gemeinsam mit dem Arbeitskreis und den Multiplikatoren der Region, den Wirtschaftsförderungsgesellschaften, den Kammern und ggf. den Einrichtungen des Landes, wie EnergieAgentur.NRW und Effizienz-Agentur NRW, konzipiert. Hier geht es vornehmlich um die Ort- und Raumsuche, Themenfindung, Referentensuche, Unternehmensakquise, Bereitstellung von Adressverteilern und Werbung in Form von persönlicher Ansprache. Die Veranstaltungsorganisation, wie bspw. Erstellen des Einladungsverteilers, Erstellen von Printmedien (Einladungskarten, Flyern), Einladungsversand, Unternehmens-, Referenten- und F&E-Akquise, Abwicklung der Anmeldungen, Betreuung der teilnehmenden Unternehmen, F&E-Einrichtungen, Referenten und Teilnehmern sowie die Nachbereitung sind Aufgaben der Koordinierungsstelle. Die Koordinierungsstelle gewährleistet auch die komplette Projektkoordination und -administration, die begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit inklusive der Erstellung und Pflege einer Internetplattform, die Erarbeitung eines nachhaltigen Geschäftsmodells nach Ablauf der Anschubfinanzierung durch Landesförderung sowie die Evaluierung des Projektes. Projektpartner Die Projektpartner der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ sind die Kommunen, Kreise und öffentliche Einrichtungen im Münsterland, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise und der Stadt Münster, die Handwerkskammer Münster, die Kreishandwerkerschaften des Münsterlandes, die Industrie- und Handelskamm Nord-Westfalen, die EnergieAgentur.NRW, die Effizienz-Agentur NRW, Vereine, die Hochschulen und die klein- und mittelständischen Unternehmen des Münsterlandes. Nachhaltigkeit und Modellhaftigkeit Um eine Nachhaltigkeit des Projektes zur erreichen, findet bei jeder Veranstaltung eine Abfrage der Teilnehmer statt. Die Ergebnisse werden evaluiert und fließen in die Konzeptionierung ein. Aus den ermittelten Ergebnissen werden Handlungsfelder und Inhalte für den weiteren Verlauf generiert. Somit werden sowohl der Arbeitskreis der Klimaschutzmanager des Münsterlandes als auch die regionale Fachmesse ständig weiterentwickelt. Nach der Etablierungsphase der Formate und der Entstehung eines Wiedererkennungswertes mit Magnetwirkung auf regionale Unternehmen im ländlichen Raum, wird ein Geschäftsmodell in Form einer Teilnahmegebühr für teilnehmende Unternehmen entwickelt. Durch die Bildung einer qualitativ hochwertigen Dachmarke „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für die klein- und mittelständischen Unternehmen des Münsterlandes“, ist dieses Format auf andere Regionen übertragbar und gilt somit als modellhaft. 5. Beitrag des Projektes zu den Zielen des Aufrufs Regio.NRW (bitte Bezugnahme aufidas jeweilige Ziel / die Nummer im Anhang 1 des Wettbewerbsaufrufs) 1. Beitrag zu den jeweils relevanten Maßnahmenbereichen des OP EFRE NRW Zuordnung zu Prioritätsachse 3 des OP EFRE NRW, Spezifisches Ziel 9, Maßnahme 2: Abbau von Informationsdefiziten und Investitionshemmnissen durch Aufschließungsmaßnahmen. Das vorliegende Projekt „Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz“ trägt mit seinen Schwerpunkten zur Erreichung der Ziele der Prioritätsachse 3 „Förderung der Bestrebungen zum Verringerung der CO2- Emissionen in allen Branchen der Wirtschaft“ mit dem spezifischen Ziel 9 „Senkung des Treibhausgas Ausstoßes in Städten und Regionen“ bei. (Vgl. OP EFRE NRW 2015-2020, S. 47) Die Landesregierung setzt beim OP neue Akzente insbesondere durch eine deutliche Schwerpunktsetzung auf Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz, Klimaschutz, Umweltschutz und der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen. Durch die Umsetzung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ soll diesen Zielen entsprochen werden. Durch Bündelung der vorhandenen Kompetenzen in den Teilregionen und Kommunen des Münsterlandes, der Einrichtung klimaschutzrelevanter Strukturen und damit Zusammenarbeit der Akteure in diesem Feld soll die Profilierung der Region als Klimaschutzregion zur Reduzierung der CO2-Emissionen und eines klimaschonendem Umgangs jedes Einzelnen in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung, Energie- und Ressourceneffizienz zur Bewältigung der Klimaschutzziele beitragen. Durch die Einordnung des Projektes in Maßnahme 2. „Abbau von Informationsdefiziten und Investitionshemmnissen durch Aufschließungsmaßnahmen“ soll gezielt über die Klimaschutzaktivitäten im Münsterland kommuniziert werden. Es soll erreicht werden, dass Informationsdefizite abgebaut und der Umgang mit begrenzten Ressourcen und den damit verbundenen Verhaltensänderungen erfolgen. 2. Einbettung / Ableitung des Vorhabens in die/aus der im integrierten Handlungskonzept formulierten Strategie der regionalen Entwicklung Das Vorhaben leitet sich aus dem Integrierten Handlungskonzept Münsterland ab. Der Klimawandel und die Energiewende stellen das Münsterland als gesamte Region vor neue Herausforderungen. Die Kommunen und die regionalen Unternehmen sind auf lokaler und teilregionaler Ebene hinsichtlich des Klimaschutzes aktiv, allerdings mangelt es an gesamtregionalen Kommunikationsprozessen, die es zukünftig zu koordinieren und umzusetzen gilt, um Kompetenzen zu vernetzen und Lernprozesse anzustoßen. 3. Regionale Bedeutung des Vorhabens Das Münsterland verfügt über starke Kompetenzen im Klimaschutz, sowohl im kommunalen als auch im wirtschaftlichen Bereich. Nahezu jede Kommune hat ein Klimaschutzkonzept erarbeitet und effektive Netzwerke zu verschiedenen Fragestellungen der Energiewende und des Klimaschutzes gebildet. Im wirtschaftlichen Bereich verfügt das Münsterland über große Kompetenzen im Anlagenbau für Erneuerbare Energien. Diese 0.g. Kompetenzen sind bislang aber weitestgehend nicht vernetzt und existieren nebeneinander her. Erfahrungsaustausche und Lernprozesse bleiben so aus. Deshalb richtet sich das Vorhaben an die klimaschutzrelevanten Akteure im Münsterland, wie bspw. an die Kommunen und an die regionalen KMU und möchte mit der Einrichtung der „Regionalen Koordinierungsstelle Klimaschutz“ einen regionalen Konsens im Klimaschutz erreichen, den es bereits erfolgreich in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Tourismus gibt. Eine regionale Struktur mit der Möglichkeit des Austausches und Abstimmungsprozessen kann der Region eine höhere Ausstrahlungskraft im Klimaschutz verleihen und somit zur Profilierung des Münsterlandes als Klimaschutzregion beitragen. Mit einem regionalen Konsens im Klimaschutz wäre die Region wesentlicher stärker imstande, Innovationen anzustoßen und letztlich die von der Landesregierung verankerten Klimaschutzziele umzusetzen. 4. Neuartigkeit und Innovationsgehalt Eine regionale Koordinierungsstelle zu dem Thema Klimaschutz und das damit verbundene „Heben“ des Themas von den Teilregionen auf die regionale Ebene ist einmalig im Münsterland. Der Austausch und die daraus resultierenden Lernprozesse ermöglichen es dem Münsterland, sich als Klimaschutzregion im Wettbewerb der Regionen aufzustellen. Das Veranstaltungsformat der „Regionalen Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für KMU im Münsterland“ ist ebenfalls ein neues Format, das es in dieser Form bislang im Münsterland nicht gibt und das insbesondere die KMU im ländlichen Raum anspricht. Den KMU wird durch das Angebot der Vermittlung neuartiger technologischer Lösungen aus Wirtschaft und Wissenschaft und den Erfahrungsaustausch untereinander ein Informationsvorteil geliefert, der die Umsetzung klimarelevanter Projekte und Innovationen fördert, wovon letztendlich wiederum die Region profitiert. 5. Überregionale Bedeutung des Vorhabens Die Problemstellungen, der sich die Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz stellen wird, wird es auch in anderen Regionen in NRW geben. Durch Dokumentation und Ergebnisanalyse können Erfahrungen und Vorgehensweisen an interessierte Stellen weitergegeben werden. Durch die Schaffung und Etablierung einer Marke „Regionale Fachmesse Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz für KMU im Münsterland“, wird es möglich sein, das Format nach Einführung eines nachhaltigen Geschäftsmodells auch in andere Regionen zu überführen und einen überregionalen Austausch der KMU zu realisieren. 6. Realisierbarkeit des Vorhabens Das Vorhaben bindet alle relevanten kommunalen Akteure des Münsterlandes ein und die Projektmodule werden gemeinsam bearbeitet. Regionale Multiplikatoren und die KMU sind darüber hinaus aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen, um die Region als Klimaschutzregion zu profilieren. Im dritten Jahr der Umsetzung des Vorhabens wird aufgrund der begleitenden Evaluation ein tragfähiges Geschäftsmodell erarbeitet, das eine zukünftige Weiterführung realisiert. Das Geschäftsmodell, bzw. die Entrichtung einer Teilnahmegebühr beteiligter KMU, wird sich vornehmlich auf die Fachmesse beziehen. 7. Nachhaltige Entwicklung Das Vorhaben leistet einen Beitrag zu dem Ziel Nachhaltigkeit, da es sich nachhaltig um die Belange und Umsetzung eines regionalen Klimaschutzes kümmert. Der regionale Klimaschutz soll dazu beitragen, die von NRW gesetzten Klimaschutzziele umzusetzen und somit die CO2-Reduzierung zu forcieren. Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen wird durch den Abbau von Informationsdefiziten und Investitionshemmnissen erhöht und der aktive Umgang mit klimaschutzrelevanten Themen hat die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU in der Region als vorrangiges Ziel. 8. Gleichstellung von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in dem Projekt gewährleistet, da sich alle Geschlechter und Nationalitäten gleichermaßen an dem Vorhaben beteiligen können. Alle Projektaktivitäten werden chancengleich und diskriminierungsfrei umgesetzt. 6. Ausgabenübersicht(Gesamtprojekt, in ed Grunderwerb 0€ Bauleistungen 0€ Lieferleistungen 0€ Dienstleistungen, wie bspw. Veranstaltungskosten, z 65.000 € Erstellung einer Website, Erstellung von Printmedien, etc. Personalkosten 272.000 € Gemeinkosten 40.800 € Weitere Summe Ausgaben | 385.000 € Die bis hierhin dargestellten Informationen sind in der ersten Stufe des Aufrufs Regio.NRW von Beginn an vorzulegen. Erfolgt nach der ersten Sitzung des Regio.NRW-Gutachtergremiums eine Aufforderung zur Weiterqualifizierung des Projektes, sind zeitnah die unten folgenden Angaben zu ergänzen und ggf. angeforderte Erläuterungen und Anpassungen in den oben dargestellten Informationen zu ergänzen. Kooperationspartner/in /\ Kooperationspartner/in Weiterleitungsempfänger/in (P1) Anschrift PLZ, Ort Ansprechpartner/Ansprechpartnerin Funktion des Ansprechpartners/der Ansprechpartnerin Telefon Fax Internetadresse eMail Kooperationspartner/in Weiterleitungsempfänger/in (P2) Anschrift PLZ, Ort Ansprechpartner/Ansprechpartnerin Funktion des Ansprechpartners/der Ansprechpartnerin Telefon Fax Internetadresse eMail Kooperationspartner/in Weiterleitungsempfänger/in (P3) Anschrift PLZ, Ort Ansprechpartner/Ansprechpartnerin Funktion des Ansprechpartners/der Ansprechpartnerin Telefon Fax Internetadresse eMail Kooperationspartner/in Weiterleitungsempfänger/in (PA) Anschrift PLZ, Ort Ansprechpartner/Ansprechpartnerin Funktion des Ansprechpartners/der Ansprechpartnerin Telefon Fax Internetadresse eMail (Bitte als Anlage beifügen. Excel-Vorlage erhältlich) Bono | Benemuesss (%S1) usgsoyurswag) 23 ol 6 8 uageßsne | uagedsne uabunysıg] [alaes | 1wesaß | uogeyyiend usuonysau | -esıey |-yes ausnem| -pwalg uegeßsmy |-uepung|uspung| pun|yez uegeßsneyses (zı ayleds uı Bunsajneug) aaßulıgıa (dv) usyoyedsyagay ur Bunuaynelug uageßsneyses jeuosiad -sBunJs197] wweubordsyaguy 9. Erklärung zur Inanspruchnahme weiterer Förderungen und Freigabe zur Verö Greven, 10.03.2015 Bitte geben Sie hier an, ob Sie sich mit dem eingereichten Vorschlag auch bei anderen Wettbewerben bzw. Förderprogrammen beworben haben. Nehmen Sie mit diesem Beitrag an anderen Wettbewerben oder Projektaufrufen im Rahmen des EFRE.NRW-Programms teil? RX nein [ja Wenn ja, an welchem: Haben Sie für dieses Vorhaben an anderer Stelle eine öffentliche Förderung beantragt? nein [Jia Wenn ja, welche Förderung/welche Stelle: Der Projektkoordinator, die Projektkoordinatorin / die Verbundpartner, die Verbundpartnerinnen erklären: o im Falle der Prämierung dieses Beitrags das Einverständnis zur Veröffentlichung der Projektidee in Publikationen der Landesregierung NRW mit Angabe von: Projekttitel, Namen der Projektpartner/Projektpartnerinnen und der Kurzbeschreibung. o dass das Projekt noch nicht begonnen hat und vor Beginn einer evtl. Förderung auch nicht beginnen wird. o dass die notwendigen Eigenmittel zur Durchführung des Projekts aufgebracht werden können. 6 Ort, Datum Unterschrift Vertretungsberechtigte / Projektkoordination apjafoıg pun uadunuypıazsny “uadunyyplsulsssdunypsiog 3jfeyoj/ajeuodasjaL JHOPUSJE MY A WNJUIDIS SI9Jy 4ajsunyy IPEIS PI24590J SIa1y uauyoMm 435538 - ] | usuyoM Jassag- uauyom Jassag - adeuewzanypseuny - | | uol3anpeıs- uauyom Jassag- 19Feuewuzyntpsewupt- yamzausBauscıg- | | Amsisgaıuaug-spnegs9- „uarBaug aeganausg*- gu sen aueyasjads ajeuogBau- | | „zenypsewny any zueng“ - :9amzıaN wı zuaz1y3U331n0553Y | 050z puejalsaus- | | SySOMZIEN BYUPaRBMUN“ - \ PPRID w sney“ ujasaA- | :aylamzjaN OJaMZIEN | SyJamzjaN Sjeyoj/sjeuondauja]L uUSYLJog SIaJy uauyoMm 395539- puepagsununsam wngjardaug- seZorg IADISHAgY- apamzıan (FTOZ Iyemsny) puepaysunyy wı usyepanyezinyaseuny Sjeunwwoyyyslu pun Sjeunwwoy Tr ’ggV Abb. 2 Aufgaben- und Zeitplanung "Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz" en KLSTTTERIHSTTSITELEI | Monstrojekiauten Fi] 2]>Te]sTeI-TeTsTelalal:T21TeTsTeTzTsTsTefafal:T2T>T2]>Te]>T:]o] Regionale Koordinierungsstelle Klimaschutz: allg. begieltende Aufgaben: En] | =) Elm || und Fachmessen Konzeptionierung AK SEE ß | Themenfestiegung und
Anlage 3 Beschluss AR zur Strategiekommission
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Anlage 3 Beschluss des Aufsichtsrates des Münsterland e. V. vom 17.03.2015 Beschluss: • Die Vorschläge der Strategiekommission werden zur Kenntnis genommen. • Der Aufsichtsrat bittet die Landräte der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie den Oberbürgermeister der Stadt Münster darau f hinzuwirken, dass die zur Umsetzung der Vorschläge der Strategiekommission erforderlichen Entscheidungen in den Kreisen bzw. der Stadt Münster getroffen werden. Da zu wird der Vorstand beauftragt, zeitnah die Kreise und die Stadt Münster über die B eratungsergebnisse der Strategiekommission zu informieren und eine einheitliche Beratungs- und Beschlussvorlage zu erarbeiten, der folgende Kernaussagen beinhalten muss: Es sind die regional bedeutsamen Strukturförderproj ekte gemäß Ziffer 10. des Beschlusses der Strategiekommission zu benennen, fü r die in den Jahren 2016 und 2017 seitens der Kreise und der Stadt Münster die z u erbringenden Eigenanteile des Münsterland e.V. refinanziert werden sollen. Durch die verbindlichen Vereinbarungen zur stärkere n Einbindung der Vertreter der Kommunalpolitik in den Aufsichtsrat und zur Verklei nerung des hauptamtlichen Vorstandes (Ziffern 6. und 7.) wird insbesondere de n seitens der Stadt Münster geäußerten Erwartungen Rechnung getragen. Zu deren Umsetzung bedarf es entsprechender Beschlüsse zu Satzungsänderungen durch die Mitgliederversammlung am 18.06.2015. Im Hinblick auf die durch die Mitgliederversammlung zu fassenden Beschlüsse geht der Aufsichtsrat daher davon aus, dass die Kreise und d ie Stadt Münster bereits jetzt ein deutliches Zeichen setzen, dass spätestens ab dem Jahr 2018 durch die Kreise und die Stadt Münster zur Sicherstellung der nachhaltigen Aufgaben-erfüllung des Münsterland e.V. eine ausreichende Beitragserhöhung umgesetzt wird. • Der Vorstand wird beauftragt, in enger Abstimmung m it einem mit der Angelegenheit vertrauten Rechtsanwalt und Notar (Dr. Rix, Kanzlei Freckmann u. Partner) Beschlussvorschläge zur kommenden Mitgliederversamm lung am 18.06.2015 im Hinblick auf notwendige Satzungsänderungen zur Umsetzung von entsprechenden Empfehlungen der Strategiekommission vorzubereiten. Abstimmungsergebnis: einstimmig
Anlage 2 Beschluss der Strategiekommission nach Beratung am 10.03.2015
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Anlage 2 Münster, 10. März 2015 Beschluss der Strategiekommission Münsterland 1. Die Strategiekommission bekennt sich zu den drei Arbeitsbereichen des Münsterland e. V.: Wirtschaft & Wissenschaft, Tourismus und Kultur 2. Die Strategiekommission bekennt sich zur Vision des Münsterlandes : Das Münsterland ist… … ein dynamischer, mittelständisch geprägter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit einer hohen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit … eine attraktive Tourismus- und Freizeitregion … eine Region der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in Stadt und Land 3. Die drei Kernaufgaben des Münsterland e.V. sind Regionalmarketing nach innen und außen, Abgestimmte regionale Projektkoordination bzw. Projektmanagement sowie Schnittstellenfunktion & Koordinierung der regionalen Strukturförderung aus EU-, Bundes- und Landesprogrammen 4. Der Münsterland e.V. ist in den drei Arbeitsbereichen in den folgenden Handlungsfeldern aktiv. Die Aufgaben und dazugehörige Teilaufgaben/Tätigkeiten werden vom Aufsichtsrat final festgelegt und für die Öffentlichkeit im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung kommuniziert. Wirtschaft & Wissenschaft Betriebliche Innovationen und neue Technologien zur Profilierung der Schwerpunktbranchen unterstützen (Innovationsförderung) Vermarktung des Münsterlandes als Region mit attraktiven Arbeitgebern und einer hohen Lebensqualität (Fachkräftesicherung) Synergien für eine leistungsfähige Gründungslandschaft schaffen (Gründungen) Positionierung als Energieregion mit starken Kompetenzen und Innovationen im Energie- und Klimaschutzbereich (Energieregion) Tourismus Profilierung der Region über Schwerpunktthemen und Produkte Qualitative und serviceorientierte Weiterentwicklung der Tourismus- destination Münsterland Vermarktung, Vertrieb, Vernetzung Kultur Profilierung der Kulturregion Münsterland Förderung von Kommunikation und Kooperation zwischen Kulturschaffenden im Münsterland Festigung kultureller Strukturen und Sicherung der kulturellen Versorgung im Münsterland durch eigene Projekte 5. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. 6. Der Vorstand wird um ein Mitglied verkleinert. Die alleinige Vorstandsverantwortung wird vom bisherigen Vorstandsvorsitzenden wahrgenommen. Das bisherige Vorstandsmitglied soll dem Verein als Bevollmächtigter des Vorstands und Bereichsleiter Tourismus auch weiterhin zur Verfügung stehen. 7. Im Aufsichtsrat sollen die kommunalpolitische Willensbildung und fachliche Expertise gestärkt werden. Hierzu sollen alle Parteien, die Mitglied im Regionalrat Münsterland sind, auch mit mindestens einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten sein. Hinsichtlich der Anzahl der Mandate von Parteien im Aufsichtsrat kann die Stärke der Parteien nicht exakt abgebildet werden. Wichtiger ist die konsensbildende Funktion des Gremiums durch Vertretung aller relevanten Kräfte. Sechs stimmberechtigte Vertreterinnen/Vertreter werden durch den Regionalrat für die Parteien bzw. Wählervereinigungen im Regionalrat mit Fraktionsstatus benannt. Für alle Parteien bzw. Wählervereinigungen im Regionalrat ohne Fraktionsstatus wird durch den Regionalrat je eine/ein stimmberechtigte/r Vertreterin/Vertreter benannt. Die bestellten Vertreterinnen/Vertreter müssen nicht selbst Mitglied des Regionalrates sein. Darüber hinaus werden zusätzlich zu den derzeit gemäß der Satzung vorgesehenen acht Vertreterinnen/Vertretern zwei weitere fachliche Vertreterinnen/Vertreter durch die Mitgliederversammlung in den Aufsichtsrat gewählt und zwar je eine Vertreterin/ein Vertreter für den Bereich Wirtschaft (Landwirtschaft) und Wissenschaft. Diese Vertreterinnen/Vertreter werden durch die jeweils zuständigen Fachgremien (Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland, Facharbeitskreis Tourismus, Kulturrat Münsterland) empfohlen. 8. Eine erfolgreiche und qualitativ hochwertige Umsetzung der vielfältigen Aufgaben bedarf einer adäquaten und der steigenden Bedeutung von Regionalmanagements zukunftsgerichteten Ressourcenausstattung. Mit der Fusion der Vereine in 2009 wurden wesentliche Sparmaßnahmen vorangetrieben. Die Beitragssätze wurden bei deutlicher allgemeiner Kostensteigerung seit mehreren Jahren nur marginal (0,03 EUR pro Einwohner seit 2002) angehoben. Die Strategiekommission erkennt grundsätzlich an, dass das Handlungsfeld „Wirtschaft & Wissenschaft“ mit nur 2 Vollzeitstellen beim Münsterland e. V. unterbesetzt ist. 9. Der derzeitige Mitgliedsbeitrag sowie Verlustausgleich durch die Kommunen wird für die Jahre 2016 und 2017 festgeschrieben. Eine Beitragsanhebung kann im Jahr 2018 umgesetzt werden, soweit die unter Ziffer 10. beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind (positive Maßnahmenevaluierung). Der notwendige zusätzliche Finanzbedarf wird durch den Vorstand bei der entsprechenden Haushaltsplanung näher beziffert und dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorgelegt. 10. Kurzfristig wird wegen der knappen Personalressourcen neben der bestehenden Basisfinanzierung eine Unterstützung für Förderprojekte, die in Trägerschaft des Münsterland e.V. realisiert werden, in Form von Eigenanteilen als sinnvoll erachtet. Dies trifft bereits auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017 zu (z. B. Projekte aus dem Regio.NRW Call wie Enabling Innovation Münsterland, Gründergeist, KlimaExpo.NRW usw.). Nach positivem Ergebnis einer jeweiligen Maßnahmenevaluierung sollen Beitragsanhebungen zur Überführung der Projekte in die Nachhaltigkeit dienen. Dies trifft auf die Haushaltsjahre ab 2018 zu (siehe Ziffer 9.). 11. Endgültige Festlegungen zur Kommunikation der Ergebnisse, möglichen Änderung des Vereinsnamens sowie Satzungsänderung obliegen dem Aufsichtsrat.
Anlage 4 Erklaerung AR zum Strategieprozess
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Erklärung des Aufsichtsrates des Münsterland e.V. zu den Empfehlungen der Strategiekommission Präambel ...................................................................................................................................... 2 Vision für das Münsterland ............................................................................................................. 3 Mehrwert Münsterland e.V. ............................................................................................................ 3 Kernaufgaben und Arbeitsbereiche Münsterland e.V. ....................................................................... 4 Handlungsfelder und Aufgaben Münsterland e.V.............................................................................. 5 Zukünftige Organisation ................................................................................................................13 Ressourcenplanung für den Münsterland e.V. .................................................................................14 Präambel Region Münsterland Mit vereinten Kräften das tun, was gemeinsam besser geht Die Region Münsterland ist Lebensraum für ca. 1,6 M illionen Bürgerinnen und Bürger. Sie ist Standort und Entwicklungsraum für Industrie, Handwerk und Di enstleistungen. Sie ist Kulturraum, Standort bedeutender Wissenschaftseinrichtungen und moderne Produktionslandschaft. Dabei stehen die wirtschaftliche Dynamik sowie die hohe Lebensqualit ät im Oberzentrum Münster, in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf mit den S tädten und Gemeinden und angrenzenden Kommunen sowie eine intakte Kulturlandschaft dieser Region in einem engen Zusammenhang. Zu den großen Stärken gehören die Ausstrahlung und die Anz iehungskraft als Kultur- und Tourismus-, sowie als Wirtschafts- und Innovationsregion. Wandlungs-, Anpassungs- und Innovationsfähigkeit sowie Wissensdrang sind Entwicklungsgrundlage für die prosperierende Region Münsterland. Die Region Münsterland profitiert von ihrer Lage in der Nachbarschaft zu den Niederlanden im Europa der Regionen. Sie ist Teil des größten und produkti vsten grenzübergreifenden europäischen Wirtschaftsraumes und über alle Verkehrswege gut erreichbar. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von R egionen im europäischen Wirtschaftsraum hat die Region Münsterland ihre Attraktivität gebün delt und verfolgt aktiv eine nachhaltige, vernetzte Entwicklung der Region Münsterland in landes-, bundes- und europaweiter Dimension. Die Arbeitsfelder des Vereins stellen die inhaltlic he Basis für das Regionalmanagement in der Region dar. Die Grundlagen der regionalen Zusammenarbeit w erden durch den organisierten Austausch in den Gremien geschaffen. Diese erarbeiten Strategien und Projekte zur Bewältigung der strukturellen, gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen H erausforderungen, vor denen die Region Münsterland steht. Schwerpunkte liegen hier sowohl in der Vernetzung von Akteuren als auch in der Initiierung, Steuerung und Förderung regionaler Pro zesse der Strukturentwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Tourismus, Kultur sowie E ntwicklungen mit Raumbezug für das gesamte Münsterland. Dabei gilt stets der Grundsatz: mit ve reinten Kräften das tun, was gemeinsam besser geht. Alle Inhalte und Strategien der Arbeit werden mit d er Bezirksregierung Münster und dem Land Nordrhein-Westfalen abgestimmt sowie gegenüber dem Bund und der Europäischen Union positioniert. Regionalmanagement ist Kommunikation und Kooperatio n mit hohem personellem Einsatz. Seit seiner Gründung im Jahre 2009 und schon in den Vorgängeror ganisationen Münsterland Touristik Grünes Band e.V. (gegründet 1971) und Aktion Münsterland e .V. (gegründet 1990) haben sich die regionalen Akteure in unterschiedlichsten Konstellationen zusa mmengefunden, um die Region über Projekte, Maßnahmen und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Der Münsterland e.V. bildet dafür die Koordinations - und Dienstleistungsplattform und fördert die Kommunikation zwischen den Partnern in der Region, auf Landes-, Bundes- oder europäischer Ebene. Ohne die Mitwirkung der zahlreichen regionalen Akte ure und Partner sowie Abstimmung mit diesen in den verschiedenen Gremien, Arbeitskreisen oder Proj ektkonsortien wäre ein erfolgreiches Regionalmanagement und -marketing nicht möglich. Die praktische Umsetzung des Regionalmanagements sp iegelt sich in den Arbeitsfeldern/Themen und Arbeitsgremien des Vereins wider. Die Umsetzung der Projekte, Maßnahmen und Programme obliegt der Geschäftsstelle des Münsterland e.V. in Arbeitsteilung und Kooperation mit lokal, t eilregional und regional operierenden Partnern in d er Region und darüber hinaus. Vision für das Münsterland Das Münsterland ist eine erfolgreiche Region mit ei ner seit Jahren dynamischen Wirtschaftsentwicklung. Gleichzeitig präsentiert si ch das Münsterland mit seiner typischen Münsterländischen Parklandschaft als eine landschaf tlich reizvolle Region mit touristischer und kultureller Vielfalt. Die Menschen im Münsterland leben und arbeiten gern in ihrer Region. Die Herausforderungen des demografischen Wandels, d er Globalisierung und Digitalisierung sowie Veränderungen der Wertschöpfungsstrukturen im Sinne eines strukturellen und technologischen Wandels begreift das Münsterland als Chance. Der Ge danke einer nachhaltigen, ressourcenschonenden, regionalen Wirtschaft ist in unserer Gesellschaft fest verankert. Das Münsterland ist… … ein dynamischer, mittelständisch geprägter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit einer hohen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit … eine attraktive Tourismus- und Freizeitregion … eine Region der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in Stadt und Land Mehrwert Münsterland e.V. Die Sichtbarkeit von einzelnen Kreisen, Städten und Gemeinden ist im Wettbewerb attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandorte in einer globalisi erten Welt immer geringer. Regionale Kooperationen sind notwendig, um im Wettbewerb der Regionen die vorhandenen Kräfte und Potenziale zu bündeln und eine überregionale Reichweite und Sichtbarkeit zu erlangen. In der Regionalisierung liegen für die Städte und K reise des Münsterlandes große Synergien, um überregional wahrgenommen zu werden und sich im Wet tbewerb der Regionen erfolgreich aufzustellen. Der Münsterland e.V. ist eine Institu tion des gesamten Münsterlandes, die gleichwohl die spezifischen Kompetenzen der Teilregionen des Münst erlandes berücksichtigt. Ebenso übernimmt der Münsterland e.V. eine Treiberrolle bei der Identifi zierung von Themen (wie z.B. Fachkräfte, Innovation, Umwelttechnologie/Energie/Klima, Breitband/Verkehr, Kultur, Tourismus uvm.). Mit der Regionalisierung der Landespolitik in Nordr hein-Westfalen wird zudem ein großer Teil der Landespolitik in den Regionen realisiert. Als Steue rungsebene wird der Region eine größere Problemnähe und stärkere Handlungskompetenz zugesprochen. Das Land NRW forciert diesen Prozess der Regionalisierung in Hinblick auf Finanzierung v on Maßnahmen mit Nachdruck. Der Münsterland e.V. nimmt dabei die wichtige Rolle ein, die Aufgab en für das Münsterland zu priorisieren und die Kräfte bedarfsgerecht zu bündeln. Bestehende Zustän digkeiten und Kompetenzen in der Region werden dabei berücksichtigt. Kernaufgaben und Arbeitsbereiche Münsterland e.V. Als regionale Managementorganisation ist der Münste rland e.V. aktiv, die Imagebildung und Vermarktung des Münsterlandes als exzellente Region für Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur auszubauen sowie die Identifikation der hier lebenden Menschen mit ihrer Region zu fördern. Ebenso werden durch den Münsterland e.V. regionale Prozesse und Projekte in den Bereichen Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur init iiert, gesteuert und gefördert sowie weitere Finanzquellen für die Region aktiviert. Darüber hinaus ist der Münsterland e.V. als regiona le Managementorganisation der zentrale Ansprechpartner und die wichtigste Schnittstelle für die Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Die Kernaufgaben und Arbeitsbereiche des Münsterland e.V. sind: Handlungsfelder und Aufgaben Münsterland e.V. Wirtschaft & Wissenschaft Das Münsterland ist eine erfolgreiche Wirtschaftsre gion mit einer Vielzahl innovativer mittelständisch er Unternehmen und einer exzellenten Wissenschafts- un d Forschungslandschaft. Im Arbeitsbereich Wirtschaft & Wissenschaft hat sich der Münsterland e.V. folgende Ziele gesetzt: Um das Münsterland als den dynamischen, mittelständisch geprägten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit einer hohen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu etablieren, sollen… … das Image verbessert und die Sichtbarkeit des Münsterlandes als attraktiver und erfolgreicher Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort erhöht werde n. Eine erhöhte Sichtbarkeit in der Außenwahrnehmung wird durch eine stärkere Präsenz d es Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts in nationalen Medien erkennbar. … regionale Förderprojekte initiiert und begleitet werden sowie zusätzliche Finanzquellen für die Region aktiviert werden. Das Handlungspotenzial der regionalen Akteure wird durch die Prozesssteuerung und den Überblick über regionale F ördermittel gesteigert. Der Münsterland e.V. setzt ebenfalls regional bedeutsame Projekte um und akquiriert Fördermittel. … die Prozesse der regionalisierten Strukturpolitik über den Münsterland e.V. zentral gesteuert und in die Region kommuniziert werden. Der Münsterl and e.V. wird als eine etablierte Anlaufstelle für die Akteure in der Region wahrgeno mmen und bildet eine Schnittstelle zur Bezirksregierung, zum Land, zum Bund und zur EU. Da s Münsterland steht für Innovationen und Wirtschaftsdynamik. Zur Erreichung dieser Ziele ist der Münsterland e.V. in vier Handlungsfeldern aktiv: Handlungsfelder Wirtschaft & Wissenschaft Innovationsförderung: Betriebliche Innovationen und neue Techno- logien zur Profilierung der Schwerpunktbranchen unterstützen Fachkräftesicherung: Vermarktung des Münsterlandes als Region mit attraktiven Arbeitgebern und einer hohen Lebensqualität Gründungen: Synergien für eine leistungsfähige Grün dungsland- schaft schaffen Energieregion: Positionierung als Region mit starke n Kompetenzen und Innovationen im Umwelttechnologie-, Energie- un d Klimaschutzbereich Folgende Aufgaben und dazugehörige Teilaufgaben/Tätigkeiten sollte der Münsterland e.V. abhängig von der zukünftigen Personalkapazität in den vier Handlungsfeldern ausführen: Wirtschaft & Wissenschaft Handlungsfeld Innovationsförderung I. Vernetzten Innovations- und Wissenschaftsstandor t schaffen Plattformen zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft anbieten Stärkung und Vermarktung des regionalen Profils dur ch eigene Projekte, Dienstleistungen und Veranstaltungen (z.B. Innovationspreis, Journaliste npreis, Innovationsforum), Umsetzung und Unterstützung von Germany at its best, Filmservice Münsterland, Gewerbeflächenbörse Organisierter Austausch in den Gremien und Begleitu ng Wirtschaftsförderungskonferenz und koordinierte Netzwerkservices (Netzwerkunterstützun g bspw. Geonetzwerk Münsterland, Netzwerk GMA, Netzwerk Personalberatung Münsterland , Netzwerk Service Welten, Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V., Netzwerk Technische Textilien im Bauwesen) II. Prozesse des regionalen Innovationsmanagement op timieren Regionale Innovationsförderungsstrategie für das Münsterland erarbeiten Bereitstellung von Informationen, Kenntnisse über v orhandene Potenziale in der Region, Zusammenführung von themen- und akteursübergreifend en Technologien sowie Kompetenzen (Cross-Innovation-Prozesse) Bewusstsein für die Bedeutung von Innovationsfähigk eit bei den regionalen Akteuren in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fördern durch öffentlichkeitswirksame Fachveranstaltungen III. Betriebliche Innovationen und neue Technologien zur Profilierung der Schwerpunktbranchen unterstützen Markt- und Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotenziale im Münsterland Identifizierung von zukunftsrelevanten Themen und K onzeptionierung münsterlandspezifischer Projektansätze Initiierung und Realisierung von Förderprojekten in eigener Trägerschaft (z.B. PUSH Münsterland) sowie Unterstützung von regionalen Ini tiativen (Geschäftsführung des Netzwerks Münsterland Qualität e.V.) Handlungsfeld Fachkräftesicherung I. Vermarktung des Münsterlandes als Region mit attra ktiven Arbeitgebern und einer hohen Lebensqualität Zielgruppengerechte Präsentation des Wirtschaftssta ndortes Münsterland auf diversen Messen in Kooperation mit Partnern aus der Region (z.B. Ex poReal, Hannover Messe, FMB ) und Ausweitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Bereitstellung von Marketingmaterialien und die Kop plung von webbasierten Services mit Veranstaltungen II. Konzeption regionsspezifischer Marketingelemente wie dem Karriereservice Münsterland oder Imagekampagnen Regionsspezifische Marketingelemente wie den Karrie reservice mit Instrumenten wie Job- Matching, Messen zum Fachkräfterecruiting, Beste Arbeitgeber Münsterland entwickeln Imagekampagnen (wie zum Beispiel "Wir wollen deinen Kopf") unterstützen und erarbeiten Handlungsfeld Gründungen I. Koordinierung einer regionsweiten Verbesserung des G ründungsklimas Schnittstellenfunktion, Ansprechpartner & Zusammenarbeit der regionalen Akteure, die sich im Bereich der Gründungsförderung engagieren Umsetzung eigener Maßnahmen zur Verbesserung des Gr ündungsklimas in Abstimmung mit den Aktivitäten der regionalen Akteure II. Erschließung von zusätzlichen und besonders qualifizierten Gründungspotenzialen Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderprojekte (z.B. Gründergeist@Münsterland) Unterstützungsangebote für potenzielle Gründerinnen und Gründer entwickeln und in Abstimmung mit den regionalen Akteuren anbieten III. Synergien für eine leistungsfähige Gründungslands chaft schaffen Informationsvermittlung, Antragsbegleitung und coac h-the-coach-Angebote bei regionalen Förderanträgen Handlungsfeld Energieregion I. Positionierung als Energieregion mit starken Kompet enzen und Innovationen im Energie- und Klimaschutzbereich Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderpro jekte zur Profilierung des Münsterlandes als Energie- und Klimaschutzregion Zielgruppengerechte Präsentation der Energieregion Münsterland außerhalb der Region II. Gesamtregionale Koordinierung lokaler und teilregionaler Aktivitäten Koordinierung und Vernetzung der Kommunen und regionalen Multiplikatoren Bereitstellung von Informationen, Kenntnisse über vorhandene Potenziale in der Region III. Relevante Akteure aus Wirtschaft und Kommunen einheitlich aufstellen Schnittstelle und Ansprechpartner für die relevanten Akteure aus Wirtschaft und Kommunen Vernetzung der Akteure untereinander Tourismus Das Münsterland ist eine attraktive Urlaubs- und Fr eizeitregion. Die vielfältige, unverwechselbare Landschaft, zahlreiche Radwege und abwechslungsreiche Reitrouten machen das Münsterland zu einer touristischen Destination voller Erlebnisse. Ob als Aktiv-, Erholungs- oder Kultururlaub, die zahlreic hen Reiseziele und -möglichkeiten machen das Münsterlan d nicht nur für Radfahrer und Reiter attraktiv. Zudem ist das Münsterland eine bedeutende Geschäfts reiseregion, sei es in Form von Tagungen & Kongressen oder in Form von Geschäftskontakten der zahlreichen meist mittelständischen Unternehmen. Im Arbeitsbereich Tourismus hat sich der Münsterland e.V. folgende Ziele gesetzt: Um das Münsterland als attraktive Tourismus- und Freizeitregion zu profilieren, sollen… … die Premiumprodukte Rad und Pferd im Fokus der to uristischen Vermarktung für das Münsterland liegen. Das Image als Tourismusregion w ird durch weitere Themen wie z.B. die Schlösser & Burgen, Gärten & Parks, Kulinarik, Wand ern und Geschäftsreisen ergänzt. Die Bekanntheit des Münsterlandes als Reiseziel soll kontinuierlich gesteigert werden. … die touristischen Angebote und Dienstleistungen s ollen durch Qualitätssteigerung und Qualitätssicherung unter Federführung und Impulsgeb ung des Münsterland e.V. weiterentwickelt werden. Ebenso soll die Servicequa lität in den münsterländischen Betrieben verbessert werden. Mit der Weiterentwicklung des To urismus-Center und des digitalen Tourenplaners Münsterland soll die touristische Wertschöpfung erhöht werden. … die Marketing- und Vertriebskanäle (Tourismus-Cen ter, Internet, Tourenplaner Münsterland, Neue Medien, Print, etc.) bedarfsgerecht und kunden orientiert weiterentwickelt werden. Die Besucherzahlen sollen sowohl vor Ort als auch virtuell weiter gesteigert werden. Zur Erreichung dieser Ziele ist der Münsterland e.V . in drei Handlungsfeldern aktiv. Der Münsterland e.V. setzt damit die Arbeit in den bereits etablierten Handlungsfeldern im Bereich Tourismus fort: Handlungsfelder Tourismus Profilierung der Region über Schwerpunktthemen und Produkte Qualitative und serviceorientierte Weiterentwicklun g der Tourismus- destination Münsterland Vermarktung, Vertrieb, Vernetzung Folgende Aufgaben und dazugehörige Teilaufgaben/Tätigkeiten sollte der Münsterland e.V. abhängig von der zukünftigen Personalkapazität in den drei Handlungsfeldern ausführen: Tourismus Handlungsfeld Profilierung der Region über Schwerpunktthemen und Produkte I. Radregion Münsterland als Premiumprodukt Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderpro jekte zur Profilierung des Münsterlandes als Radregion Koordinierung und Vernetzung der Touristiker im Mün sterland und darüber hinaus in verschiedenen Netzwerken und Gremien (AK Radfahren, IG-EmsRadweg, AK-Friedensroute, AK-Europaradweg, Lenkungsausschuss Landesweites Rad verkehrsnetz, Auswahlkommission AGFS) Unterstützung regionaler Veranstaltungen (RennFiets en Tour, Sparkassen Münsterland GIRO) und Zusammenarbeit mit Verlagen Beschwerdemanagement und Qualitätsoptimierung Radwe genetz sowie Koordinierung und Umsetzung des Infrastrukturkonzepts II. Pferderegion Münsterland als Premiumprodukt Umsetzung eigener regionaler Projekte und Förderpro jekte zur Profilierung des Münsterlandes als Pferderegion Koordinierung und Vernetzung der Touristiker im Mün sterland in verschiedenen Netzwerken und Gremien (Lenkungsausschuss Pferderegion) Qualifizierung und Vernetzung der Betriebe, Betriebsansprache Marketing der Reitroute und der Pferderegion Münsterland (Pressearbeit, Journalistenreisen) III. Ergänzungsthemen Informationsbereitstellung auf Internetpräsenz zu Ergänzungsthemen wie Schlösser & Burgen, Gärten & Parks, Kulinarik, Wandern sowie Geschäftsreisen Projekt Regionale Speisekarte (u.a. Projektkoordina tion, Organisation Presseveranstaltungen, Übersichtskarte, Pflege und Ausbau Internetpräsenz www.muensterland-speisekarte.de, engere Zusammenarbeit mit Produzenten) IV. Förderprojekte Begleitung und Umsetzung regionaler Förderprojekte: Tourismusmarketing Grenzregion, Tourismus für Alle, Kooperation mit Tourismus NRW, Projektskizze Regionale 2016: 100 Schlösser Route, Projektskizzen Wettbewerb "Erlebni s.NRW", "Trompetenbaum & Geigenfeige" Handlungsfeld Qualitative und serviceorientierte Weiterentwicklung der Tourismus- destination Münsterland I. Online-Buchungssystem Münsterland Bereitstellung, Datenpflege und Betreuung des Online Buchungssystems (OBIS) Weiterentwicklung des Systems mit dem externen Anbieter Datenpflege der Leistungsträger (mehrere 100) und -pakete Betreuung, Beratung, Schulung von Buchungsstellen und Leistungsträgern II. Tourismus-Center Münsterland Telefonische und schriftliche Beratung von Gästen u nd Abwicklung von Anfragen sowie Versand von Angeboten, Informationsmaterialien, Verkaufsprodukte etc. Entwicklung, Erstellung und Buchung von Pauschalen sowie Buchung von Pauschalen und Unterkünften mittels des Onlinebuchungssystems (OBIS) Klassifizierung von Unterkünften Akquise, Kontakt Leistungsträger III. Digitaler Tourenplaner Münsterland Federführung und Weiterentwicklung des digitalen To urenplaners zur individuellen Routen- planung für Urlaub und Freizeit Beratung und Schulung von Nutzern und Projektpartnern (Redakteure) Datenpflege und -controlling (Qualitätsarbeitsplatz) Gewinnung von Projektpartnern und Aufbereitung/Weiterverarbeitung von Geodaten Managementtool für die Planung von Radwegen und Reitrouten/-wegen IV. Dienstleistungen/ Initiativen zur Qualitäts-/ Serviceverbesserung Fortbildungsangebote (Tourismus-Akademie, Nachfolge auslaufendes Förderprojekt Aktiv- Akademie) und Digitalisierungsoffensive Zertifizierung der Dienstleistungsqualität von Tour ismusstellen und Leistungsträgern (Koordination der Schulungen zum Siegel Service Q) Initiierung und Pflege einer "Gastgeberkultur" Betreuung, Coaching und Akquise von Leistungsträger n und Touristikern („Außendienstleister“) Handlungsfeld Vermarktung, Vertrieb, Vernetzung I. Tourismus-Marketing und touristische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zielgruppenspezifische Präsentation des Tourismusst andortes Münsterland auf Messen und Promotions Entwicklung und Durchführung von Marketing- und PR- Maßnahmen zur zukunftsorientierten Positionierung der Tourismusdestination: Printprodu kte, Anzeigenwerbung, Merchandising, Fotomaterial/Bildarchiv, Marktforschung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit II. Internetpräsenz | Neue Medien Entwicklung sowie inhaltliche und technische Pflege der Internetpräsenz als zentraler Vertriebskanal und onlinebasierte Informationsplattform für die Tourismusdestination Entwicklung einer Strategie und Anwendung von Socia l Media als weiterer Vertriebskanal und Informationsplattform III. Gremienarbeit und Vernetzung Organisierter Austausch in den Gremien (Facharbeitskreis Tourismus) Zusammenarbeit regional, NRW-weit, national und eur egional in verschiedenen Netzwerken und Gremien (z.B. Vorstand und Marketingausschuss Tourismus NRW e.V.) Entwicklung und Förderung eines Netzwerks der Vertriebspartner Kultur Kultur nimmt eine wesentliche Rolle für die Standor t- und Lebensqualität einer Region ein. Über das Regionalmarketing für den Wirtschaftsstandort ergän zt die Kultur ebenso wie der Tourismus das Bild des Münsterlandes als einen hochattraktiven Lebensr aum. Die historisch gewachsene Region bietet vielfältige kulturelle Potenziale: Schlösser, Burge n, die charakteristische Landschaft mit zahlreichen Gärten und Parks sowie etablierte Kulturinstitutionen. Im Arbeitsbereich Kultur hat sich der Münsterland e.V. folgende Ziele gesetzt: Um das Münsterland mit seiner kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit in Stadt und Land zu profilieren, sollen… … die Kulturakteure im Münsterland vernetzt und die Möglichkeiten der regionalen Kulturpolitik fachlich umgesetzt werden. Mit der Unterstützung vo n regionalen Kulturprojekten soll ein attraktives und kreatives Kulturangebot für die Bür gerinnen und Bürger verwirklicht werden. Das kulturelle Selbst- und Qualitätsbewusstsein soll gestärkt werden. … die Kommunikation und Kooperation zwischen Kultur schaffenden und Kulturverantwortlichen im Münsterland initiiert und intensiviert werden. D er regionale Informationsaustausch soll verbessert und die Kommunikationssysteme in der Reg ion vernetzt werden. Kulturelle Qualifizierungsmaßnahmen stärken die Kompetenzen der Kulturschaffenden im Münsterland. … die spezifischen regionalen Potenziale des Münste rlandes durch kooperative Kunst- und Kulturprojekte aller Sparten reflektiert und interp retiert werden. Durch die Initiierung und Umsetzung eigener Projekte des Münsterland e.V. sol len die kulturellen Strukturen verbessert und die kulturelle Versorgung gesichert werden. Zur Erreichung dieser Ziele ist der Münsterland e.V . in drei Handlungsfeldern aktiv. Der Münsterland e.V. setzt damit die Arbeit in den bereits etablierten Handlungsfeldern im Bereich Kultur fort: Handlungsfelder Kultur Profilierung der Kulturregion Münsterland Förderung von Kommunikation und Kooperation zwische n Kultur- schaffenden im Münsterland Festigung kultureller Strukturen und Sicherung der kulturellen Versorgung im Münsterland durch eigene Projekte Handlungsfeld Profilierung der Kulturregion Münsterland I. Individuelle Projektberatung und Begleitung zum Landesförderprogramm „Regionale Kulturpolitik“ Fachliche Beratung von Antragstellern im Landesförderprogramm „Regionale Kulturpolitik“ Projektpartnerschaften, -initiierung und -durchführung II. Kulturbüro als Geschäftsstelle für den Kulturrat Münsterland Vernetzung der Kulturakteure im Münsterland Kultur Geschäftsführung des Kulturrates durch den Münsterl and e.V. Der Kulturrat vernetzt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltun g und verschiedener Kultursparten, berät Förderprojekte, setzt darüber hinaus inhaltlich Imp ulse, bezieht Stellung zu kulturpolitischen Themen Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung Veranstaltungen Ausrichtung einer jährlichen Kulturbörse (Messe, Austausch, Vernetzung) III. Schnittstelle zur Landespolitik Schnittstelle und Ansprechpartner für das Land in Fragen der regionalen Kulturpolitik IV. Öffentlichkeitsarbeit für das Förderprogramm RKP Marketing für ausgewählte eigene RKP-Projekte in der Kulturregion Münsterland Handlungsfeld Kulturakademie I. Kulturakademie Qualifizierung von Kulturakteuren im Münsterland: A ngebot von zielgruppenspezifischen Weiter-bildungsworkshops zu unterschiedlichen Themen für Kulturschaffende II. Gremienarbeit und Vernetzung Entwicklung und Konzeptionierung interkommunaler Kommunikationsstrategien Organisierter Austausch in Gremien (Arbeitskreis Ku ltur) sowie Ausrichtung der Kulturdezer- nenten- und Amtsleiterkonferenz Münsterland Weitere Netzwerkarbeit (z.B. LWL, Kreise, spartenübergreifende Netzwerke) Handlungsfeld Festigung kultureller Strukturen und Sicherung der kulturellen Versor- gung im Münsterland durch eigene Projekte I. Projektmanagement eigener Projekte Initiierung und Durchführung eigener regionaler Pro jekte zur Kulturförderung sowie inhaltliche Mitwirkung als Kooperationspartner (z.B. Münsterlan d Festival, D/NL-Projekt GrensWerte (ausgelaufen in 2014) und ggf. neue D/NL-Projekte) II. Stiftung Kunst und Kultur Münsterland Geschäftsführung für die Stiftung Kunst und Kultur Münsterland. Die Stiftung Kunst und Kultur schließt die Lücke zwischen lokalem Engagement und etablierter Kulturförderung und fördert somit Kunst und Kultur in der Region, die vor allem von semiprofessionellen Initiativen mit starkem ehrenamtlichem Engagement gestaltet wird. Zukünftige Organisation Für die erfolgreiche Arbeit in den Handlungsfeldern stellt der Münsterland e.V. eine schlagkräftige Organisation auf. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand . Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus Personen, die von der Mitglied erversammlung gewählt werden und Personen, die kraft ihres Amtes Mitglieder des Aufsichtsrats sind. Das Prinzip der funktions- orientierten Besetzung soll beibehalten werden, da diese Überwachung, Kontrolle des Vorstandes, aber auch Entscheidungen zu Verlustausgleichen durc h Stadt und Kreise zu verantworten haben. Kraft Amtes bleiben somit weiterhin die Landräte der Krei se, der Oberbürgermeister der Stadt Münster, bzw. ihre allgemeinen Vertreter, je ein Bürgermeist er aus den Kreisen des Münsterlandes und der Regierungspräsident bzw. die Regierungsvizepräsiden tin (mit beratender Stimme) Mitglied des Aufsichtsrates. Die Vielfalt der Aufgaben und vor allem die Regiona lisierung der Förderungen und die damit verbundene steigende Bedeutung der Region als Steue rungs- und Entscheidungsebene erfordern gleichwohl eine Anpassung der Zusammensetzung des A ufsichtsrats. Der Bedeutungszuwachs regionaler Entscheidungsprozesse erfordert die verl ässliche Absprache gesellschaftlicher Gruppen und Parteien im Münsterland. Um die Einrichtung eines B eirates als zusätzliches Gremium zu vermeiden, soll der Aufsichtsrat des Vereins vergrößert werden. Als politisches Entscheidungsgremium für die raumbe zogene Regionalplanung fungiert bereits heute der Regionalrat. Um die kommunalpolitische Willensb ildung stärker im Aufsichtsrat zum Ausdruck zu bringen, sollen künftig stimmberechtigte Vertreter durch den Regionalrat in den Aufsichtsrat des Münsterland e.V. entsendet werden. Davon werden sec hs Vertreter für Parteien mit Fraktionsstatus und je ein Vertreter durch Parteien ohne Fraktionss tatus entsandt. Diese Vertreter werden durch den Regionalrat benannt, müssen aber nicht Mitglied des Regionalrates sein. Darüber hinaus sind von der Mitgliederversammlung z ehn Personen als fachliche Vertreter wie folgt in den Aufsichtsrat zu wählen: vier Personen aus dem B ereich Wirtschaft (inkl. eine Person Landwirtschaft), drei aus dem Bereich Tourismus sow ie zwei Personen aus dem Bereich Wissenschaft und eine Person aus dem Bereich Kultur. Diese Vertr eter werden durch die jeweils zuständigen Mitglieder- versammlung Aufsichtsrat Tourismus Bereichsleiter (in Personalunion mit Bevollmächtigen des Vorstands) Kultur Bereichsleiter (in Personalunion mit hauptamtlichen Vorstand) Wirtschaft & Wissenschaft Bereichsleiter (in Personalunion mit hauptamtlichenVorstand) Regionalagentur Münsterland Regionalrat Alleiniger hauptamtlicher Vorstand Aufgaben Leitung laufende Geschäfte des Vereins alleinvertretungsberechtigt. vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich nimmt an den Sitzungen des Aufsichtsrates beratend teil Zentrale Dienste Bevollmächtigter des Vorstands („Prokurist“) Fachgremien (Wirtschaftsförderungskonferenz Münster land, Facharbeitskreis Tourismus, Kulturrat Münsterland) empfohlen. Die Amtszeit der gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt vier Jahre. Der Münsterland e.V. definiert im Rahmen der strate gischen Neuausrichtung klarer die Kernaufgaben und verkleinert den Vorstand . In diesem Zusammenhang soll eine Verkleinerung de s Vorstands um ein Mitglied erfolgen. Die alleinige Vorstandsveran twortung wird vom bisherigen Vorstandsvorsitzenden wahrgenommen. Das bisherige V orstandsmitglied soll dem Verein als Bevollmächtigter des Vorstands („Prokurist“) und Be reichsleiter Tourismus auch weiterhin zur Verfügung stehen. Zu den Aufgaben des Vorstandes un d des Bevollmächtigten des Vorstands gehören bspw. neben der allgemeinen Administration (u.a. Fi nanzen und Personal) die komplexe Netzwerkarbeit, vielfältige operative und thematisc he (Gremien-) Arbeit, inhaltliche Konzeption und Umsetzung von Zukunftsthemen, Regionalstrategien so wie die Übernahme einer hohen persönlichen Verantwortung. Darüber hinaus wird der Vorstand ope rativ den Bereich Wirtschaft & Wissenschaft sowie den Bereich Kultur leiten. Die Leitung des Be reichs Tourismus erfolgt durch den Bevollmächtigten des Vorstands in Funktion als Bere ichsleiter. Er vertritt die Bereichsinteressen gegenüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Ressourcenplanung für den Münsterland e.V. Eine erfolgreiche und qualitativ hochwertige Umsetz ung der vielfältigen Aufgaben bedarf einer adäquaten und der steigenden Bedeutung von Regional managements zukunftsgerichteten Ressourcenausstattung. Mit der Fusion der Vereine i n 2009 wurden wesentliche Sparmaßnahmen vorangetrieben. Die Beitragssätze wurden bei gleich zeitiger deutlicher allgemeiner Kostensteigerung seit mehreren Jahren nur marginal (0,03 EUR pro Einwohner seit 2002) angehoben. Kurzfristig wird wegen der knappen Personalressourc en neben der bestehenden Basisfinanzierung eine Unterstützung für Förderprojekte, die in Träge rschaft des Münsterland e.V. realisiert werden, in Form von Eigenanteilen als sinnvoll erachtet. Dies trifft bereits auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017 zu (z. B. Projekte aus dem Regio.NRW Call wie „Enab ling Innovation Münsterland“, „Gründergeist@Münsterland“, KlimaExpo.NRW usw.). Na ch positivem Ergebnis einer jeweiligen Maßnahmenevaluierung sollen Beitragsanhebungen ab dem Jahr 2018 zur Überführung der Projekte in die Nachhaltigkeit dienen. Um statt einer ständig wechselnden Projektorientierung eine nachhaltige Bearbeitung zentraler Aufgaben zu verstetigen, beda rf es demnach mittelfristig einer Erhöhung der Kernressourcen, also außerhalb zeitlich befristeter Förderprojekte in allen drei Bereichen Wirtschaft & Wissenschaft, Tourismus und Kultur.
Anlage 5_Muensterland_Enabling Innovation
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Integriertes Handlungskonzept Region: Münsterland Bezeichnung: ZIEL - Zusammen Innovieren, Entwickeln und Lösungen erarbeiten REGION MÜNSTERLAND Projektname / Projekttitel Enabling Innovation Münsterland Antragsteller oder Antragstellerin (Projektkoordination) Münsterland e.V. Anschrift Airportallee 1 PLZ / Ort 48268 Greven Telefon 02571-94 93 27 Fax 02571- 9493 87 eMail ehling@muensterland.com zuständige Bezirksregierung Bezirksregierung Münster geplante Projektstruktur (zutreffendes bitte ankreuzen) Verbundvorhaben (Kooperation, Weiterleitung). Bitte geben Sie unter 2. U | Einzelprojekt X | (Ausgaben- und Finanzierungsübersicht) die Partner/Partnerinnen (P) an, die eine Förderung erhalten sollen. von (Monat/Jahr): bis 01/2016 (Monat/Jahr): geplanter Umsetzungszeitraum 12/2018 Förderschwerpunkte (zutreffendes bitte ankreuzen) Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren Cluster, Innovations- und Kompetenznetzwerke Gründungen KMU Steigerung der Produktion erneuerbarer Energien Pilot- und Modellvorhaben zur Stabilisierung der Stromnetze Erstellung und Umsetzung integrierter Klimaschutzkonzepte Umweltschutz (Achse 4) OO) OD OO & ggf. weitere Förderzugänge (ESF, ELER, GRW,....) - bitte textlich beschreiben: Eigenmittel Alsssbent (Barmittel, Name der Kredite, Drittmittel Förderung Institution, Ort (essaroN) bürgersch. Engagement) in€ in% in€ in% in€ in% in€ in% PK MSL 949.965,00 100 |189.993,00 20 0 [) 759.973,00 80 p1 TFM 320.165,70 100 | 64.033,14 20 0 0 256.132,56 80 PZ WFC 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 [) 59.069,05 80 P3 WFG Borken 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 0 59.069,05 80 P4 WEST 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 0 59.069,05 80 BS Gew 73.836,31 100 | 14.767,26 20 0 0 59.069,05 80 P6 AFO / WWU 229.590,90 100 | 45.918,18 20 0 0 183.672,72 80 BZ TAFH 186,590,90 100 | 37.318,18 20 0 0 149.272,72 80 [23 Westf. H 49.224,24 100 9.844,85 20 0 0 39.379.39 80 detaillierte Angaben (soweit bekannt) unter Punkt 6 *Gemeinkosten 25 % zu Personalkosten bereits einberechnet PK = Projektkoordination, P1 = Partner/Partnerin 1, ..., Pn= Partner/Partnerin n 3. Kurzbeschreibung (maximal 1.200 Zeichen) - Zusammenfassung des Projektinhalts Enabling Innovation Münsterland Enabling Innovation ist ein regionales Verbundprojekt welches die wesentlichen Potentiale des Münsterlandes im Innovationsbereich mit dem Ziel einer strukturellen und nachhaltigen Verbesserung der Innovationsförderung und Innovationsvermarktung verbindet. Diese besonderen Potentiale für das Münsterland ergeben sich aus einer ausgeprägten Grundlagenforschungskompetenz die einer weitestgehend mittelständischen, industriell geprägten und hoch spezialisierten Wirtschaftsstruktur gegenübersteht. Das Projekt bietet strategische und praktische Lösungsansätze an, die sich den unterschiedlichen Zielgruppen aus der Wirtschaft und Wissenschaft aus unterschiedlichen Perspektiven (technology push und technology pull) annähern. Schließlich ergänzen sich die Projektergebnisse zu einer langfristigen, ganzheitlichen und nachhaltigen Innovationsstrategie — Enabling Innovation Münsterland. ausführliche Projektbeschreibung Beschreibung der Ausgangslage/Herausforderung und der Arbeitsschritte/Arbeitspakete (inkl. eigene Zielsetzungen/ Meilensteine der jeweils mitarbeitenden Projektpartner/Projektpartnerinnen; falls bürgerschaftliches Engagement vorgesehen ist, bitte mit Bezug auf die Ausgabenplanung beschreiben) Regionale Potenziale: Auf der einen Seite müssen sich die KMU im Münsterland globalen Trends stellen, die sich vor allem in den geänderten Bedürfnissen der Kunden manifestieren. Diese Bedürfnisse müssen von den Unternehmen frühzeitig erkannt und in strategische Innovationsprozesse überführt werden. Auf der anderen Seite finden die herausragenden Ergebnisse der Grundlagenforschung im Münsterland kaum unmittelbaren Zugang in die unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsprozesse und somit auch nicht in die innovative Umsetzung. Diese könnten aber Schlüsseltechnologien sein, um den unternehmensgetriebenen Innovationsprozess zu unterstützen. Beide Prozesse können wir folgt beschrieben werden. °e Pull-Ansatz: Fokussiett den unternehmensgetriebenen „technology pull“, also die Bedürfnisse und Potentiale der Unternehmen, um Innovationen zu schaffen und zur Marktreife zu bringen. >Entwicklung eines regionalen Innovationsmanagements für das Münsterland >Zielgruppen: Unternehmen, Innovationsförderer e Push-Ansatz: Fokussiert den forschungsgetriebenen „technology push“, also wie Grundlagenforschung in anwendungsorientierte Forschung/ FuE überführt werden kann. >Entwicklung regionaler Translationsplattformen, auf denen Unternehmen ein Zugang zu Fragestellungen der Grundlagenforschung erhalten >Zielgruppen: Forschungsinstitute, Unternehmen In der Kombination beider Prozesse liegt die besondere Herausforderung und das zu fördernde Risiko, denn zur Zeit gibt es keine Anknüpfungspunkte (Rezeptoren) zwischen dem unternehmerischen Innovationsmanagement und dem forschungsorientiereen Translationsmanagement. Die so entstehende Innovationslücke ist im Münsterland besonders hoch, weil Konzerne und Großindustrie als Treiber dieser Prozesse fehlen. Daraus leiten sich die vier wesentlichen Projektziele ab. Projektziele: - Vertrauen zwischen Unternehmen, Grundlagenforschung und Institutionen schaffen - Prozesse des regionalen Innovations- und Translationsmanagements optimieren - Strukturen und Kompetenzen aufbauen - Infrastrukturen und Instrumente nachhaltig einführen Enabling Innovation Münsterland wurde mit dem Ziel konzipiert regionale Innovationskompetenzen zu erfassen, zu fördern und die Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Innovationen und neuer Technologien anzuregen. Das Projekt verbindet unterschiedliche Ansätze, Sichtweisen und Herangehensweisen, die sich ergänzen und so zu einem gemeinsamen höheren Erkenntnisgewinn führen. Daraus abgeleitet werden Maßnahmen entwickelt, um die Innovationsfähigkeit der Unternehmen des Münsterlandes zu erhöhen. Die Steigerung des Vertrauens und die Verbesserung von Prozessen und Strukturen sind unmittelbar zu erwartende Ergebnisse des Projektes. Neue zu entwickelnde Infrastrukturen werden identifiziert und konzipiert, eine Umsetzung im Rahmen dieser Projektförderung ist nicht angedacht. Unabhängig davon ist aber eine Umsetzung unter Beteiligung der Industrie und der beteiligten Forschungseinrichtung in eigener Verantwortung. Die beiden Säulen des Projekts stehen stellvertretend für den Technology-Push (Translation) und den Technology Pull (Innovationsmanagement). Im Folgenden werden die zwei polaren Projektsäulen vorgestellt. Mit zunehmender Konkretisierung in den Projektphasen nähern sich auch die Ergebnisse aus Translations- und Innovationsmanagement einander an und bringen den gewünschten Erkenntnisgewinn: e In welchen Innovationsfeldern sind die regionalen Unternehmen aktiv? °e Welche Anwendungsfelder abgeleitet aus der regionalen Grundlagenforschungstätigkeit können zu neuen Innovationen führen? e Auf welche Bedürfnisse muss regionale Innovationsförderung reagieren können? °e _\WNo setzt eine langfristige und effiziente regionale Innovationstrategie an? eo Welche Instrumente regionaler Innovationsförderung sind im Münsterland besonders vielversprechend? Erkenntnis -gewinn Technology-Push ! Technology-Pull (Translation der Grundlagenforschung) (Innovationsmanagement der Unternehmen) u Entwicklung von * Vertrauen * Prozessen * Strukturen * Infrastrukturen Abb. 1: Theorieansatz Enabling Innovation Münsterland mit Beispielen Innovation und Translation im Münsterland - Ausgangslage und Herausforderung Die Wirtschaftsstruktur im Münsterland ist geprägt von einer industriellen, breiten und diversifizierten KMU-Landschaft. Vor allem der fertigende Mittelstand ist hochspezialisiert und fokussiert sich auf enge Marktnischen. Die FuE-Intensität ist dabei unter Berücksichtigung verschiedener Innovations- Output-Faktoren und kennzahlenbasierender Ansätze wie Anzahl an Patenten im Unternehmen insgesamt, Anzahl an neu angemeldeten Patenten im Geschäftsjahr, Anteil an Mitarbeitern mit Hochschulabschluss bzw. Anteil der FuE-Beschäftigten in Unternehmen vergleichsweise schwach ausgeprägt. Im Münsterland liegt der Anteil des FuE-Personals an der Gesamtbeschäftigung bei 0,4 % und damit deutlich unterhalb des Landesdurchschnitts von 0,9 % oder des Bundes (1,3 %). Im Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 79,7 Patente je 100.000 Erwerbstätige angemeldet. In den Kreisen Warendorf (105,9), Coesfeld (87,1) und Steinfurt (81,6) liegt damit eine im Vergleich zum Land überdurchschnittliche Innovationsfähigkeit vor. Im Kreis Borken (66,0) und in der Stadt Münster (40,8) wurden hingegen unterdurchschnittlich viele Patente angemeldet. Gerade KMU melden im Rahmen ihrer Innovationstätigkeiten keine Patente an, sondern entwickeln neue marktfähige Produkte und Verfahren ohne einen gewerblichen Rechtsschutz. Unternehmerische Innovationstätigkeit in den KMU umfasst vor allem Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsmodifikationen sowie -Evolutionen, die die Unternehmen in eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen erarbeiten bzw. mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft umsetzen. Diese Aktivitäten stellen zwar zumeist keine Innovationen im engeren Sinne dar, setzen aber dennoch ein hohes Maß an Innovationsfähigkeit voraus. Insbesondere die Intermediäre des Technologietransfers (Wirtschaftsförderungen und Transfereinrichtungen der Fachhochschulen und Universitäten) unterstützen die KMU bei ihren Innovationsaktivitäten und begleiten aktiv den Transferprozess. Wachstumstreiber lassen sich mit den Wirtschaftszweigen des Maschinenbaus, der Gummi- und Kunststoffwaren sowie der chemischen Industrie allen voran im produzierenden Gewerbe finden. Dies unterstreicht die Bedeutung des industriellen Sektors als Wachstumsmotor der Wirtschaft im Münsterland. Hohe Kompetenzen liegen im Bereich der neuen Werkstoffe vor, die die Grundlage zahlreicher technischer Innovationen sind. Enabling Innovation Münsterland setzt auf Seiten des Innovationsmanagements hier an und möchte die FuE-Intensität steigern, betriebliche und institutionelle Innovationsförderung unterstützen und professionalisieren und vor allem bestehende Kompetenzen vernetzen und ein strategisches Vorgehen ermöglichen. Das zweite wesentliche Innovationspotenzial besteht in der besonders ausgeprägten Grundlagenforschung. NRW ist im Grundsatz ein Bundesland mit einer überdurchschnittlichen Anzahl von grundlagenorientierten Forschungsinstituten. Auch im Münsterland und insbesondere am Hochschulstandort Münster mit seinen Außenstellen innerhalb der Region sind eine Vielzahl grundlagenorientierter und anwendungsorientierter Forschungsinstitute und Hochschuleinrichtungen aktiv (z.B. das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, das Batterieforschungszentrum Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) der Universität Münster, das Helmholtz-Institut Münster, die Projektgruppe des Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT), die Universitätsklinik Münster, verschiedene naturwissenschaftliche Institute der Hochschulen, sowie (An)-Institute der Fachhochschulen). Adressierte Forschungsfelder finden sich damit in der Medizin und Biotechnologie, der Oberflächen und Materialwissenschaften und in den Bereichen Robotics, Bionik und Photonik. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung im Münsterland finden jedoch selten unmittelbare Anwendung in unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsprozessen. Es besteht eine Lücke (Innovation-Gap oder Valley of Death) zwischen der wissenschaftlichen (Grundlagen-)Forschung und den Anforderungen industrieller, marktnaher Forschung. Grundlagenorientierte Forschung kann charakterisiert werden mit fehlendem Wissen über Bedarfe der Wirtschaft und potentielle Anwendungsfelder sowie deren Verwertungsmöglichkeiten. Sie verfügt oftmals über mangelnde Ressourcen. Die Translation von Ergebnissen der Grundlagenforschung stellt eine der größten Herausforderungen für die Zukunft dar, wenn es um die Performance von Innovationsprozessen in der Region geht. Ein funktionierender, schneller Translationsprozess ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit des (Wirtschafts-)Standortes. Das wirtschaftliche Potential von Ergebnissen der Grundlagenforschung soll mit diesem Projekt fokussiert und in regional auf das Münsterland beschränkten Kooperationen zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und KMU erarbeitet werden. Zielsetzung/angestrebtes Ergebnis Enabling Innovation Münsterland verfolgt für beide Ansätze (Innovationsmanagement und Translationsmanagement) die übergeordneten Projektziele: - Vertrauen zwischen Unternehmen, Forschung und Institutionen schaffen - Prozesse des regionalen Innovations- und Translationsmanagements optimieren - Strukturen und Kompetenzen aufbauen - Infrastrukturen und Instrumente nachhaltig einführen Ausgehend von den identifizierten Problemstellungen sollen folgende Effekte erzielt werden: - Steigerung der gering ausgeprägten FuE-Intensität im Münsterland (Indikatoren/ Quantifizierte Ziele bei Antragstellung; Steigerung des FuE-Personals /Patentanmeldungen) - Schließen von Innovation-Gaps im Münsterland (Indikatoren/ Quantifizierte Ziele bei Antragstellung; Anzahl der Tranlsationsplattformen/ Kennziffer für erfolgreiche Translationen) - Unterstützung der bestehenden Angebote zur Innovations- und Translationsförderung im Münsterland Diese Ziele werden auf beiden Seiten mit einem Drei-Phasenmodell, bestehend aus Analyse/Konzeptionsphase, Umsetzungsphase und Review-/Verstetigungsphase verfolgt, welche wiederum verschiedene Ergebnisse hervorbringen: - eine regional konsentierte und fundierte Innovationsförderungsstrategie bzw. Roadmap für das Münsterland - eine regional konsentierte und fundierte Translationsförderungsstrategie bzw. Roadmap für das Münsterland - Identifikation von min. 5 regionalen Innovationskompetenzfeldern - Effektive öffentlichkeitswirksame Innovationsförderung - min. 10 Fachveranstaltung zu Innovationsförderung - min. 3 neue effektive Instrumente/Maßnahmen zur Unterstützung der regionalen Innovationsförderung - Entwicklung (virtueller) Translationsplattformen für disziplinübergreifende Zusammenarbeit der Partner aus wissenschaftlicher Grundlagenforschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette - Sensibilisierung mittelständischer Unternehmen für die wissenschaftlichen Erkenntnisse und deren Anwendungspotenzial über die Translationsplattformen - Förderung von Gründungspotenzial insbesondere spin-outs, spin-offs sowie start-ups aus den Hochschulen - Gegenseitige thematische und koordinative Beeinflussung der Säulen Translation und Innovationsmanagement. Grundlagenforschung wird schneller für die Anwendungsforschung und für die Wirtschaft aufgeschlossen. Die Themen der Innovationsförderung gelangen schneller in die Wissenschaft. - Dauerhafte Vernetzung zum Thema Innovation-Gap Vorgehen, Arbeitspakete Der Projektverbund bietet optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes. Mit seiner exzellenten Vernetzung zu allen institutionellen Innovationsförderungsstrukturen im Münsterland, ist der Münsterland e.V. prädestiniert für die Aufgabe der regionalen Gesamtkoordination des Projektes sowie zur Koordinierung der Projektsäule Innovationsmanagement. Durch die starke Technologiefokussierung und die besondere Nähe zu verschiedenen Grundlagenforschungsinstituten und den Forschungsinstituten am Hochschulstandort Münster kann die Technologieförderung die Projektsäule Translationsmanagement optimal begleiten. Das Projekt wird flächendeckend in der Region von den relevanten öffentlichen Innovationsförderungsinstitutionen unterstützt. Die Wirtschaftsförderungen der Kreise Steinfurt, Warendorf, Coesfeld und Borken übernehmen als Projektpartner die wichtige Funktion der dezentralen Koordinierung von Innovationskompetenzfeldern und die Ansprache der Unternehmen. Darüber hinaus werden neue Instrumente der Innovationsförderung für KMU entwickelt die den Bedürfnissen der Unternehmen hinsichtlich neuer Technologien und Prozessoptimierung gerecht werden. Die Kreiswirtschaftsförderungen spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Verstetigung der Projektergebnisse. Die wissenschaftlichen Partner aus den Transferstellen der regionalen Hochschulen, der Westfälischen Wilhelms-Universität, der Fachhochschule Münster sowie der Westfälischen Hochschule koordinieren und moderieren den Zugang zu den Forschungsinstituten und haben großes Know-how bei der Transferierungen wissenschaftlicher Ergebnisse in die regionale Wirtschaftsumgebung. Die im Münsterland angesiedelten Grundlagenforschungsinstitute, wie z.B. das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, oder das Helmholtz Institut Münster, werden als externe Partner in die Translationssäule eingebunden und sichern den Zugang zur regionalen Grundlagenforschung. Phase 2 Umsetzu ngsphase Phase 3 Review und Ver- stetigung Abb 2: Schematische Darstellung Projektablauf Vorgehensweise Innovationsmanagement: Das Innovationsmanagement Münsterland besteht aus zwei Phasen, einer Analysephase und einer Durchführungsphase. In der Analysephase wird der Projektkoordinator gemeinsam mit den Projektpartnern sowohl die Kompetenzfelder als auch die Bedarfe der regionalen Unternehmen in einer Befragung evaluieren und mit statistischen Daten und Zukunftstrends ergänzen. Auf Basis dieser Auswertung werden die wesentlichen regionalen Innovationsthemen identifiziert und in einer „Roadmap"“ dargestellt. Die „Roadmap Innovationsmanagement Münsterland“ beschreibt die regionalen Kompetenzfelder in ihrer Ausprägung und erarbeitet Ziele bis zum Projektende und darüber hinaus. Im Anschluss an die Evaluation und die Zielformulierungen folgt die Durchführung der Maßnahmen gemeinsam mit den teilregionalen Partnern. Für die jeweiligen Themen übernehmen die teilregionalen Partner „Themenpartnerschaften“, die verbindlich über einen Kooperationsvertrag geregelt werden. Die erfolgreichen Innovationsförderungsmaßnahmen der Wirtschaftsförderungen und Transferstellen im Münsterland bleiben unangetastet und werden um die regionale Dimension erweitert. Die beim Münsterland e.V. eingerichtete Geschäftsstelle koordiniert, moderiert und unterstützt bei der Umsetzung der themenspezifischen Maßnahmen. Darüber hinaus leistet die Geschäftsstelle die Kommunikationsarbeit zu allen relevanten Interessengruppen, bestehend aus Unternehmen, Gremien, Ministerien, Institutionen und der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit bzw. Fachpresse. Die Geschäftsstelle dient auch als Ansprechpartner für Multiplikatoren und für die Landesinstitutionen und koordiniert die regionale Abstimmung mit den relevanten Institutionen und Verwaltungseinrichtungen. Zudem leistet sie eine Sondierung relevanter Förderzugänge und bietet Unterstützung bei der Netzwerkbildung und der Projektierung. Projektbausteine Innovationsmanagement: Phase 1 AP 1 Markt- und Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotentiale im Münsterland AP 2 Aufbau einer IT-basierten Erfassung, Kommentierung und Bewertung regionaler Innovationsfelder sowie deren Entwicklung. Erstellen von Monitoringinstrumenten für die späteren Projektmaßnahmen. AP3 Erarbeitung einer regionalen Innovationsstrategie sog. „Roadmap" mit Fokus auf den bestehenden Innovations-Kompetenzfeldern und teilregionalen Kooperationsmodellen. Erarbeitung qualitativer und quantitativer Ziele. AP4 Regionenweite Auftaktveranstaltung mit Strategievorstellung Phase 2 AP 5 Systematische Stärkung von Innovationsprozessen in kleinen und mittleren Unternehmen - Aufbau eines Innovationsaudits für Unternehmen AP 6 Aufbau von Unterstützungsmaßnahmen, die je nach Ausgangslage und Problemstellung den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden AP 7: Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkaufbau, Veranstaltungen AP 8: „Coach the Coach“: Vermittlung von Methodenwissen für Multiplikatoren Phase 3 AP 9 Verstetigung Vorgehensweise Translationsmanagement: In einem Netzwerk bestehend aus den am Translationsprozess beteiligten Partnern (öffentliche Forschungseinrichtungen, FuE der Wirtschaft, Politik und Verwaltung) soll zunächst Aufklärung zu Forschungstransferprozessen geleistet werden. Dabei sollen Methoden und Verfahren erläutert, gemeinsam bewertet und Best-Practice-Fälle auch im überregionalen Kontext untersucht werden, um Kriterien für erfolgreiche Translationsprozesse ableiten zu können. Abhängig von den Ergebnissen der Analysephase werden Maßnahmen für das Münsterland abgeleitet, die ggf. in veränderten und wenn notwendig, zusätzlichen Translationsinfrastrukturen münden. Ziel der Analyse- und Konzeptionsphase (Phase 1) ist daher die Entwicklung einer Roadmap/einer Systemarchitektur für den Translationsprozess im Münsterland auf Basis eines zielgerichteten Handlungsleitfaden, der im Anschluss den am Translationsprozess beteiligten Akteuren erlaubt, diesen zu verstehen um ihn dann besser und effizienter zu gestalten. Im Rahmen der Umsetzungsphase (Phase 2) werden die für das Münsterland identifizierten Maßnahmen zunächst regionalisiert. Handlungsleitend für die Verortung von Maßnahmen sind die in der Region etablierten grundlagenorientierten Forschungszentren und Forschungsthemen. Im Sinne der Zielsetzung von Translation wird bei der Umsetzung besonders Wert auf die Entwicklung passgenauer Konzepte gelegt, die die Lücke zwischen der Grundlagenforschung und der anwendungsorientierten Forschung schließen und den Unternehmen des Münsterlandes langfristig einen Innovationsvorsprung durch Translation (new business development) ermöglichen. Dazu können u.a. Translationsplattformen (z.B. über virtuelle Smart Innovation Labs) beitragen, in denen forschungs- und themenbezogen (z.B. in den Handlungsfeldern (Bio-)Materialen, Analytik, Robotik, Bionik und Photonik) Einrichtungen der Grundlagenforschung als Translationsgeber gemeinsam mit den Translationsnehmern aus angewandter Forschung und Industrie zusammen arbeiten. Darüber hinaus soll ein Evaluationssystem entwickelt werden, das über die bekannten Innovations-Output- Faktoren und kennzahlenbasierender Ansätze hinaus die Innovationskraft einer Region besser beschreiben kann. Ziel der zweiten Phase ist die Detaillierung von Maßnahmen aus der in der ersten Phase entwickelten Roadmap/Systemarchitektur in den innovativen Technologiefeldern des Münsterlands unter Beteiligung der Prozesspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft, um die Lücke zwischen Grundlagen- und industrielle, anwendungsorientierte Forschung mittelfristig zu schließen. Es liegen damit umsetzungsfähige Konzepte für Infrastrukturen (virtuell oder real) vor, die von den Prozesspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft selbst, oder aber durch weitere EU oder Bund-basierte Förderprogramme umgesetzt werden können. Die so identifizierten Maßnahmen und Konzepte verstehen sich dabei ausdrücklich als Ergänzung zu dem durch die Hochschulen etablierten Transferprozess (technology-pull) und ermöglichen der Region, neue und bisher nicht etablierte Methoden des „technology-push“ zu etablieren. Phase 1 AP 1 Aufklärung zu Möglichkeiten des Forschungstransfers (Erläuterung und Best-Practices) AP 2 Bewertung und Übertragbarkeit prüfen AP 3 Kriterien für erfolgreiche Translation Ergebnis: Roadmapj/einer Systemarchitektur für den Translationsprozess AP Review: Review mit Ergebnissen des Innovationsmanagements Phase 2 AP 4 Detaillierung der Translation in den unternehmensgetriebenen Technologiefeldern AP 5 Konzeptentwicklung zur Umsetzung (Kommunikation, Prozesse, Strukturen und Infrastrukturen) Ergebnis: Umsetzungsorientierte Konzepte AP Review: Review mit Ergebnissen des Innovationsmanagements Phase 3 AP 6 Umsetzung der Konzepte im Bereich Kommunikation, Prozesse und Strukturen AP 7 Verstetigung Die Ergebnisse der beiden Säulen Translations- und Innovationsmanagement, werden in regelmäßigen Arbeitssitzungen vorgestellt und miteinander verknüpft, so dass eine nahtlose Verbindung von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung im Unternehmen entsteht. (vgl. auch thematische Beispiele in Abb. 1: Theorieansatz Enabling Innovation Münsterland). Jahr Monat Projektlaufzeit Phase 1: Analyse ‚Konzeption AP 1 (I) Markt-und Umfeldanalyse der regionalen Innovationspotenziale [AP 1 (T)Aufklärungzu Möglichkeiten des Forschungstransfers (Erläuterung und Best- Practices) AP 2 (I) Aufbau einer IT- Erfassung, reg. Innovationsfelder, Entwicklung. Monitoring AP 2 (N) Bewertung und Übertragbarkeit prüfen AP 3 (I) Erarbeitung einerregionalen Innovationsstrategie sog. „Roadmap“ AP 3 (T)Kriterien für erfolgreiche Translation, Erarbeitung Roadmap, Systemarchitektur APA (\)Regionenweite ‚Auftaktveranstaltung, Strategievorstellung AP Review (und) zusammen Free um [| AP 4 (T)Detaillierung (der Translationinden unternehmensgetriebe ‚nen Technologiefeldern [AP 5 (I) Systematische [Stärkungvon Innovationsprozessen inKMU -Aufbau Innovationsaudits Konzeptentwicklung Umsetzung (Kommun., Prozesse, Strukturen und Infrastrukturen) zusammen = 6 (I) Aufbauvon ützungsmaßnal men für KMU AP 6 (T) Umsetzung der ‚Konzepte im Bereich Kommunikation, (Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkaufbau, [Veranstaltungen AP@ I}: „Coachthe Coach“; Vermittlung von Methodenwissen für Multiplikatoren Phase 3:Reviewund [Verstetigung [AP 6 (N Umsetzungder Konzepte im Bereich ‚Kommun., Prozesse und Strukturen [AP Review (lundT) zusammen [AP 3 (1) Verstetigung Projektergebnisse [AP 7 (N Verstetigung Projektergebnisse Abb.: Arbeitspakete im Verlauf 5. Beitrag des Projektes zu den Zielen des Aufrufs Regio.NRW (bitte Bezugnahme auf das jeweilige Ziel / die Nummer im Anhang 1 des Wettbewerbsaufrufs) 1.Beitrag zu den jeweils relevanten Maßnahmenbereichen des OP EFRE NRW Das Projekt Enabling Innovation Münsterland leistet einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen des OP EFRE NRW 2014 - 2020. Thematisch lässt sich das Projektvorhaben in den OP-EFRE Maßnahmenbereich „Anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren“ in der Prioritätsachse 1 „Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation“ einordnen. Insbesondere das spezifische Ziel 2 „Verbesserung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen“ wird mit dem Vorhaben vorangetrieben. Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur Innovationsstrategie des Landes NRW indem es die im Strategiepapier festgelegte Schwerpunkte im Segment der Forschungsstrategie NRW unter Punkt 4.1.2 Cross Innovation und unter Punkt 4.1.4 Governance Prozess fördert. Das Projekt fördert Cross Innovation insofern, als dass die bestehenden regionalen Forschungs- und Innovationsfelder nicht nach Branchen- bzw. Leitmarktgesichtspunkten vernetzt werden sondern nach regionalen Kompetenzen. Es ist ein Kernziel des Projektes unterschiedliche wissenschaftliche Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Ihrer Anwendbarkeit zu überprüfen. Dabei werden auch Cross- Innovation-Ansätze verfolgt. Mit einem regional breit aufgestellten Projektkonsortium aus Innovationsförderung, kommunaler Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Regionalmanagement leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Vernetzung und hat das Ziel mit der konsentierten Innovationstrategie nachhaltig Kompetenzfeder zu identifizieren und mittels regionaler Governance-Strukturen langfristig zu fördern und zu sichern. Eine wesentliche Übereinstimmung von Projektzielen und Landeszielen besteht auch hinsichtlich der in der Innovationsstrategie angeführten Transfer Offensive NRW unter 4.3.. Die unter 4.3.2. angeführten Handlungsfelder sind wesentliche Aufgabe und Kern des Projektes. Die „Etablierung strategischer Dialoge Wissenschaft Wirtschaft" (4.3.2.1) findet sich sowohl in der Translations- als auch in der Innovationsmanagementsäule. Ein wesentliches Ziel des Projektes ist die gemeinschaftliche Erarbeitung einer regionalen Innovationstrategie, mit deren Hilfe alle wesentlichen Transfer-Angebote transparent gemacht und ggf. optimiert werden sollen. Auch der Aufbau von Transfernetzwerken (4.3.2.3) ist zentraler Bestandteil des Projektes der sowohl von den Translationsplattformen und von den Innovationskompetenzfeldern vorangetrieben wird. 2. Einbettung/ Ableitung des Vorhabens in die/aus der im integrierten Handlungskonzept formulierten Strategie der regionalen Entwicklung Der Bezug zu den im integrierten Handlungskonzept genannten Handlungsfeldern und Leitthemen ist eindeutig erkennbar, das Vorhaben ist aus den übergreifenden regionalen Entwicklungsstrukturen abgeleitet. Die Maßnahmen des Innovationsmanagements folgen in ihrer Logik vollständig dem abgeleiteten Handlungsbedarf aus dem Entwicklungsziel 1 „Innovationsstimulierung der münsterländischen KMU und Profilierung der regionalen Branchen- und Wissenschaftskompetenzen vor dem Hintergrund einer erhöhten Innovationsfähigkeit“. Zudem wird das Entwicklungsziel 2 „Intensivierung der Verbindung zwischen exzellenter Forschungsstärke der Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit den anwendungsorientierten Bedürfnissen der Unternehmen“ durch die Projektsäule „Translation“ adressiert, da es die strategische Vernetzung zwischen den Hochschulen, Forschungseinrichtungen, der regionalen Wirtschaft sowie den Intermediären intensiviert, um die Potenziale des Technologie- und Wissenstransfers bestmöglich auszuschöpfen und neue Geschäftsmodelle für KMU zu eröffnen. 3. Regionale Bedeutung des Vorhabens Das Vorhaben leistet einen gesamtregionalen Beitrag zur Erreichung der Teilziele des integrierten Handlungskonzeptes, insbesondere zur Verbesserung des Wissens- und Technologietransfer zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung der Forschungseinrichtungen in der Region und den unternehmerischen FuE-Prozessen. Durch den Aufbau entsprechender Innovationskompetenzfelder und Translationsplattformen sollen KMU im gesamten Münsterland ein branchen- und themenspezifischer Zugang zu Fragestellungen der Transfergestaltung und Grundlagenforschung ermöglicht werden. 4. Neuartigkeit und Innovationsgehalt Die Entwicklung einer Systemarchitektur und der Aufbau der Innovations- Technologie- und Wissensplattformen für das erfolgreiche regionale Innovationsmanagement in Kombination mit einem strategischen regionalen Translationsprozess unter regionalspezifischen Gesichtspunkten, ist bislang einzigartig in Deutschland. Zwar gibt es bereits Projektvorhaben zwischen Einrichtungen der Grundlagenforschung und forschungsintensiven KMU mit dem Fokus auf industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben der Spitzenforschung. Der regionale Ansatz, über die Entwicklung von Translationsplattformen die spätere Transformation in marktfähige Produkte zu ermöglichen und bislang noch nicht identifizierte Wertschöpfungspotentiale durch KMU zu identifizieren und im Münsterland zu halten, ist jedoch neuartig. 5. Überregionale Bedeutung des Vorhabens Das Vorhaben möchte die disziplinübergreifende Zusammenarbeit der Partner aus wissenschaftlicher Grundlagenforschung und Innovationsförderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter einem gemeinsamen, möglicherweise auch virtuellem Dach ermöglichen. Auch nicht im Münsterland ansässige Einrichtungen der Grundlagenforschung können in das Projekt einbezogen werden. Ebenfalls können (mittelständische) Unternehmen außerhalb des Münsterlandes auf die Wissens- und Technologieplattformen zugreifen, um frühzeitig neue wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Anwendungspotenziale zu identifizieren. 6. Realisierbarkeit des Vorhabens Das Projektkonsortium umfasst neben dem Münsterland e.V., den Kreiswirtschaftsförderungen und der Technologieförderung Münster auch mit der Arbeitsstelle Forschungstransfer sowie der Transferagentur der FH Münster die transferrelevanten Akteure der Westfälischen Wilhelms- Universität (WWU) und der Fachhochschule Münster. Darüber hinaus erfolgt die Einbindung der Westfälischen Hochschule mit dem Institut für Innovationsforschung und -management (ifi). Die Wirtschafts- und Technologieförderer gewährleisten die passende Einbindung der KMU in das Projekt, die Fachhochschulen binden die anwendungsorientierte Forschung der FHs ein und die WWU stellt den Zugang zu den relevanten Einrichtungen der Grundlagenforschung sicher. Der Münsterland e.V. leistet mit seiner Vernetzungs- und Gremienkompetenz die Umsetzung des Regional Governance- Anspruchs. Die Realisierbarkeit des Vorhabens ist damit sichergestellt. Die externen Grundlagenforschungsinstitute , die als Fremdleister eingebunden werden (z.B.)Max-Planck- Innovation GmbH oder der Bereich „Technologietransfer“ der Helmholtz-Gemeinschaft bringen das externe Know-how u.a. für die Entwicklung einer Systemarchitektur für den erfolgreichen Translationsprozess ein. 7. Nachhaltige Entwicklung Konkrete Beiträge liefert das Projekt insbesondere in den Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt und Forschung. Das Vorhaben adressiert insbesondere Querschnittstechnologien, die in mehreren Branchen ihren Anwendungsbezug finden können. So sollen zum Beispiel die Forschungsgruppen der Helmholtz-Gemeinschaft (HI MS) und der WWU (MEET) zum Thema Batterieforschung in die Translationsplattform eingebunden werden. Diese Einrichtungen leisten einen erheblichen Beitrag zur Forschung im Bereich der nachhaltigen Energiespeicherung. Das MEET forscht an neuen Anwendungsmöglichkeiten für Batterien als stationärer Energiespeicher in Produktionsbetrieben, im Bereich der erneuerbaren Energien oder in intelligenten Stromnetzen. Das stellt auch den Mittelstand vor ganze neue Fragen — da er selber Batterien im Betrieb einsetzen möchte oder seine Technologien auf dieses wachsende Geschäftsfeld übertragen könnte. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Stärkung der Innovationskultur und Innovationförderungsstruktur auszugehen, die den Bedürfnissen moderner Leitmarktentwicklungen entsprechen. Somit wird die Stabilität des Wirtschaftsraums Münsterland nachhaltig gesichert. 8. Gleichstellung von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung Auch mit Blick auf die im integrierten Handlungskonzept angeführten Spezifika des Münsterlandes trägt das Projekt zur Erreichung der OP EFRE Querschnittsziele bei. Die Steigerung der Innovationsfähigkeit von Wissenschaftsinstituten und Unternehmen bietet deutliche Potenziale hinsichtlich der Verbesserung der regionalen Energieeffizienz, des Einsatzes von erneuerbaren Energien und des Einsatzes innovativer, also auch den modernen Nachhaltigkeitsansprüchen genügenden, Werkstoffen. Daher kann von einem positiven Umwelteffekt ausgegangen werden. Die enge Vernetzung von Forschungsinstituten in ihrer oft internationalen Prägung und der mittelständischen Wirtschaft schafft zudem einen positiven sozialen Austausch hinsichtlich der Diversität und Gleichstellung. Das Vorhaben möchte Männer und Frauen zu gleichen Anteilen bei der Projektentwicklung und — umsetzung beteiligen. Bei der späteren Ausarbeitung von Innovationskompetenzfeldern und den detaillierten Arbeitspaketen soll auch, sofern sich in den Innovationskompetenzfeldern und den daraus abgeleiteten Instrument individuelle Bedürfnisse von Frauen und Männern verschiedener Altersgruppen bzw. Migranten zeigen, auf diese gesondert eingegangen werden. Die Innovationstrategie wird zielgruppenspezifisch und gendergerecht ausfallen. 6. Ausgabenübersicht(Gesamtprojekt, in €) Grunderwerb 0,- Bauleistungen 0,- Lieferleistungen 47.000,00 Dienstleistungen 276.000,- Personalkosten 1.335.600,60 Gemeinkosten 277.082,95 Weitere 95.198,40 Summe Ausgaben | 2.030.881,90 Die bis hierhin dargestellten Informationen sind in der ersten Stufe des Aufrufs Regio.NRW von Beginn an vorzulegen. Erfolgt nach der ersten Sitzung des Regio.NRW-Gutachtergremiums eine Aufforderung zur Weiterqualifizierung des Projektes, sind zeitnah die unten folgenden Angaben zu ergänzen und ggf. angeforderte Erläuterungen und Anpassungen in den oben dargestellten Informationen zu ergänzen. Bitte geben Sie hier an, ob Sie sich mit dem eingereichten Vorschlag auch bei anderen Wettbewerben bzw. Förderprogrammen beworben haben. Nehmen Sie mit diesem Beitrag an anderen nein [Jia Wettbewerben oder Projektaufrufen im Wenn ja, an welchem: Rahmen des EFRE.NRW-Programms teil? Haben Sie für dieses Vorhaben an anderer nein [ja Stelle eine öffentliche Förderung beantragt? | \yenn ja, welche Förderung/welche Stelle: Der Projektkoordinator, die Projektkoordinatorin / die Verbundpartner, die Verbundpartnerinnen erklären: o im Falle der Prämierung dieses Beitrags das Einverständnis zur Veröffentlichung der Projektidee in Publikationen der Landesregierung NRW mit Angabe von: Projekttitel, Namen der Projektpartner/Projektpartnerinnen und der Kurzbeschreibung. o dass das Projekt noch nicht begonnen hat und vor Beginn einer evtl. Förderung auch nicht beginnen wird. o dass die notwendigen Eigenmittel zur Durchführung des Projekts aufgebracht werden können. Guru, Av, Torf MX Ort, m: Unterschrift Vertretungsberechtigte / Projektkoordination
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0264/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 12.05.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37