V/0629/2018
Perspektiven der Friedenskultur und –arbeit in Münster weiterentwickeln!
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Anlage A
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Anlage A zur V/0629/2018 Kurzüberblick Bericht über den Workshop zu den weiteren Perspektiven der Friedensarbeit in Münster am 29.06.2018 und Fazit. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von ‘Toleranz durch Dialog‘ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln“ verfolgt. Finanzierung --- Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) ---
Berichtsvorlage
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V/0629/2018 V/0629/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Perspektiven der Friedenskultur und –arbeit in Münster weiterentwickeln! Workshop Friedensarbeit in Münster – gemäß V/0632/2017 - Ergebnisse Beratungsfolge 18.09.2018 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 19.09.2018 Rat Bericht Bericht: Einführung: Am 28.10.2017 hat der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung beauftragt, einen Workshop zu den weiteren Perspektiven der Friedensarbeit in Münster vorzubereiten. Damit wurde der Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE. an den Rat (A-R/0024/2017) aufgegriffen. Die dort aufgeworfene Fragestel- lung erfolgte vor dem Hintergrund, dass 2016 bei Münster Marketing das Friedensbüro eingerichtet wurde, das mit 0,5 Personalstelle ausgestattet ist – davon je eine Hälfte für die Umsetzung der A n- forderung aus dem Europäischen Kulturerbesiegel und die andere zur Koordinierung der Frieden s- arbeit in Münster. Der vom Haupt- und Finanzausschuss in Auftrag gegebene Workshop sollte vor allem der Evaluat i- on der bisherigen Arbeit dienen und die Frage beantworten, ob und wie die mit der Einrichtung des Friedensbüros verbundenen Erwartungen erfüllt wurden. Der Workshop fand am 29.06.18 unter Beteiligung des Betriebsausschusses Münster Marketing, mit dem Arbeitskreis 1648 Dialoge zum Frieden, den Friedenspolitischen Sprechern der Fraktionen und der Arbeitsgruppe Frieden statt. Im Workshop wurde die konsequente Arbeit am Profil „Münster – Stadt des Westfälischen Friedens“ – erläutert, in der sich die Arbeit des Arbeitskreises Dialoge zum Frieden in der Allianz für Wisse n- schaft (Sprecher: Pr of. Dr. Alfons Kenkmann) und die des Arbeitskreises Frieden (Sprecher: Dr. Jens Dechow) inzwischen bestens miteinander verbinden. Anders als Osnabrück, hat sich Münster von Anfang an auf eine sehr konkrete, historisch abgeleitete Qualität des (Westfälische n) Friedens bezogen: Auf Dialog, Moderation und Mediation als Erfolgsfaktoren des Friedensprozesses 1643 - 1648, die bis heute und erst recht in der Zukunft die Grundbedingungen für nationale und internati o- nale Konfliktlösungen sind. Diese Ausrichtung des Fr iedensprofils der Stadt Münster (nach außen) wird gestützt und glaubwürdig durch Münsters Verpflichtung, auch im kommunalen, zivilgesellschaft- lichen Handeln eine Kultur des Dialogs „auf allen Ebenen der Stadtgesellschaft“ auszuprägen Münster Marketing 15.08.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Spinnen Telefon: 492 27 00 spinnen@stadt-muenster.de - 2 - V/0629/2018 (V/0177/2015). Das 201 6 eingerichtete Friedensbüro, angesiedelt bei Münster Marketing, wird als ein wichtiger Netzwerkknoten und als Verbindungsstelle zwischen Innen - und Außenwirkung b e- trachtet. Schon nach sehr kurzer Zeit erweist sich die verbindende koordinierende Qualität d er Ein- richtung, deren Arbeit von allen Partnern gewürdigt wurde. Die seit Jahren konsequent verfolgte Profilbildung (Moderation, Dialog und Mediation als Wege der Krisenprävention und Konfliktlösung) hat inzwischen eine deutlich verbesserte Außenwahrnehmu ng der Stadt zur Folge: Der internationale Preis des Westfälischen Friedens, der Personen auf Grund ihrer Dialo g- kompetenz auszeichnet, wird inzwischen mit Münster verbunden und hat eine nationale bis internationale Ausstrahlung erreicht. Das Kompetenzzentrum für Humanitäre Hilfe bei der Fachhochschule Münster, wesentlicher Baustein in der Übersetzung des Friedensprofils in die Gegenwart, ist inzwischen fester Partner des Auswärtigen Amtes und prominenter Berater der Bundesregierung bei humanitä- ren Fragen in internationalen Krisenherden. Das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ geht inzwischen in die dritte Verlängerung. Seine wissenschaftliche Bedeutung ist eng mit der Stadt des Westfälischen Friedens verbunden. Das Europäische Kulturerbesiegel – 2015 verliehen – zeichnet die Städte Münster und Os- nabrück und ihre Rathäuser für ihre Vermittlungsarbeit aus, die das historische Erbe nach außen für breite Bevölkerungskreise sicht- und verstehbar macht. Das Bundeskulturministerium hat im Kulturerbejahr 2018 mit den Städten Münster und Osnabrück wichtige Leitprojekte realisiert und damit auf die Qualität und die Bekanntheit der Arbeit am Friedensprofil der Städte reagiert. Die Arbeit mit den zivilgesellschaftlichen Friedensakteuren in unserer Stadt ist deutlich inten- siviert worden. Die Kontaktstelle hat seit Bestehen eine große Anzahl von Projekten umg e- setzt – darunter alle vom Rat beschlossenen Maßnahmen, u.a.: o Formulierung von Förderkriterien im Bereich „Frieden durch Dialog“ und Förderung von ca. 20 Projekten o Einrichtung eines Online -Veranstaltungskalenders für den Bereich Frieden auf der Homepage von Münster Marketing unter dem Reiter Westfälischer Frieden o Regelmäßige Beratungstermine und enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Frieden: Neuw ahlen-Termin, Behandlung von Quartalsthemen wie Schulbefragung, Öffentlichkeitsarbeit, Mayors for Peace, Stadtfest-Informationsstand, Projektförderung o Ergänzung der Schulbefragung um das Thema Europäisches Kulturerbesiegel o Durchführung Münsteraner Frie denskonvokation 2017/2018 im Rathaus: Treffen aller Friedensakteure (u.a. AG Frieden, Westfälische Wilhelms-Universität, Vereine, Institu- tionen, Zivilgesellschaft, Religionsgruppen, friedenspolitische Sprecher) Zweitägiger Bundeskongress Mayors for Peace erstmals in Münster in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle in Hannover: öffentliches Podium mit Friedensnobelpreisträger 2017, Ta- gung mit u.a. Auswärtigem Amt und Teilnehmern/Bürgermeistern bundesweit. Fazit: - 3 - V/0629/2018 Die inhaltliche Profilierung, wie vom Ra t 2015 beschlossen, wurde von allen Teilnehmern des Wor k- shops für richtig und zielführend befunden. Übereinstimmend attestieren sie dem Friedensbüro eine hohe Professionalität, großes Engagement und eine gute Akzeptanz bei den Partnern. Als Defizit wurde einzig die Ausstattung des Büros bewertet, das mit einer 0,5 Personalstelle schon jetzt seine Arbeit nur mit Unterstützung anderer Bereiche im Eigenbetrieb erfüllen, keinesfalls jedoch über das Bestehende hinaus wirksam werden kann. Die Zuarbeit aus anderen Geschäftsfeldern kann verständ- licherweise nicht dauerhaft garantiert werden, da ansonsten andere wichtige Aufgaben des Eigenb e- triebs nicht umgesetzt werden können. Insofern ist mit der Limitierung der Personal - und Finanzres- sourcen auch eine erkennbare Limitierung, in Teilen sogar eine Zurücknahme, in der Koordinierungs- arbeit der Stelle vorgegeben. I.V. gez. Denstorff Stadtbaurat
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0629/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.07.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37