V/0680/2016
Bewerbung zur Teilnahme am "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus" des Trägers MuM-Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum Münster e.V.
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Beschlussvorlage
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Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Bewerbung zur Teilnahme am "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus" des Trägers MuM- Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum Münster e.V. Beratungsfolge 01.09.2016 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 07.09.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 28.09.2016 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Stadt Münster begrüßt und unterstützt die Bewerbung des Trägers MuM- Mehrgenerati- onenhaus und Mütterzentrum Münster e.V. zur Teilnahme am „Bundesprogramm Mehrgene- rationenhaus“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). 2. Bei Aufnahme der Einrichtung in das Bundesprogramm erbringt die Stadt Münster die Kofi- nanzierung des Mehrgenerationenhauses des Trägers MuM- Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum Münster e.V. in Höhe von jährlich 10.000,00 € im Förderzeitraum 2017 bis 2020 (Summe für den Gesamtzeitraum: 40.000,00 €). 3. Die Stadt Münster bindet das Mehrgenerationenhaus des Trägers MuM e.V in die Koordinie- rung der vorhandenen und geplanten Angebote zur Gestaltung des demografischen Wan- dels und zur Sozialraumentwicklung des Stadtteils Gievenbeck ein. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die verbindliche Kofinanzierung für die Jahre 2017 bis 2020 Kosten in Höhe von 40.000,00 € entstehen. Die Mittel sind im Haushaltsplanentwurf 2017 veranschlagt. Vorlagen-Nr.: V/0680/2016 Auskunft erteilt: Frau Landenberger Ruf: 492-5876 E-Mail: Landenberger@stadt-muenster.de Datum: 11.08.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0604 Familienförderung Teilergebnisplan (Zeile) 15 Transferaufwen- dungen 2017 10.000,00 2018 10.000,00 2019 10.000,00 2020 10.000,00 Insgesamt: 40.000,00 Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2017 bzw. der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzpla- nung die Ermächtigungen bereitstellt. Begründung: 1. Anlass Am 1. Januar 2017 startet ein neues Bundesprogramm zur Förderung der Mehrgenerationenhäuser, welches zunächst bis 2020 befristet ist. Es ist beabsichtigt, mit diesem Programm die bisherigen Standorte und Trägerstrukturen der Mehrgenerationenhäuser möglichst umfassend zu erhalten. Das zweistufige Bewerbungsverfahren besteht aus einem Interessenbekundungsverfahren (April bis Ende Mai 2016) und einem Antragsverfahren von September bis 31.Oktober 2016. Der Träger hat am Inte- ressenbekundungsverfahren teilgenommen und muss zur Antragstellung neben der Kofinanzierungs- zusage einen Beschluss des Rates der Stadt Münster über die kommunale Einbindung des Mehrge- nerationenhauses vorlegen. 2. Ausgangslage und Sachstand Seit 2008 nimmt der Träger MuM e.V. am Programm Mehrgenerationenhäuser teil und konnte sich somit zu jeder Programmphase erfolgreich bewerben. Die erste Programmphase umfasste den Zeit- raum 2008 – 2011 mit einem Bundeszuschuss in Höhe von 40.000 € jährlich. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II lief von 2012 bis einschließlich 2014. Ab dieser Programmphase betrug der Bundeszuschuss 30.000 € und eine zweckgebundene Kofinanzierung in Höhe von 10.000 € der Stadt Münster wurde erforderlich. Die Gesamtfördersumme beträgt somit weiterhin 40.000 €. In 2015 und 2016 wurde das Programm jeweils für ein Jahr verlängert, um den Fortbestand der bestehenden Mehrgenerationenhäuser zu gewährleisten. Am 01.01.2017 startet ein neues Programm zur Förde- rung von Mehrgenerationenhäusern mit dem Titel „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus“. 2.1. Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus Mit dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird das bis Ende 2016 laufende Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II in eine weitere Förderung überführt. Ziel ist ein möglichst umfangreicher Erhalt der bisherigen Standorte und Trägerstrukturen sowie die Sicherung des Erfahrungswissens der bestehenden Mehrgeneratio- nenhäuser. Der Förderzeitraum besteht vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2020. Die konzeptionelle Ausgestaltung des Bundesprogramms wurde in enger Abstimmung mit den Län- dern und den kommunalen Spitzenverbänden („Rahmenvereinbarung zwischen dem Bundesministe- rium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, den zuständigen Fachressorts der Länder sowie den Kommunalen Spitzenverbänden zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung der auch mit Bundesmitteln geförderten Mehrgenerationenhäuser“) und unter Berücksichtigung der bisherigen Er- fahrungen und Erkenntnissen aus der bisherigen Programmbegleitung erstellt. - 3 - Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. Die Neukonzeption umfasst die inhaltlichen Schwerpunkte Bewältigung des demografischen Wandels (obligatorisch) sowie Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (zusätzlich fakultativ) und verfolgt die drei Querschnittsziele generationenübergreifende Arbeit, Einbindung freiwilligen Engagements und Sozialraumorientierung. Die Gesamtfördersumme je Haus in Höhe von jährlich 40.000 € bleibt unverändert zum Aktionspro- gramm II bestehen und setzt sich ebenso aus einem Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 € und dem Kofinanzierungsanteil in Höhe von 10.000 € von Kommune, Landkreis oder Land zusammen. Die wissenschaftliche Begleitung wird weiterhin durch den Bund wahrgenommen. 2.2. Hintergrundinformationen zum Träger MuM e.V. Die breite Angebotspalette des MuM e.V. bezogen auf den Stadtteil Gievenbeck, wie beispielsweise das offene Stadtteilcafé, die familienunterstützenden Dienstleistungen, das Mehrgenerationencafè, die Initiierung von Selbsthilfegruppen oder die zertifizierte intergenerative Arbeit, erreicht unterschied- liche Bevölkerungsgruppen. So partizipieren junge Familien mit kleinen Kindern, aber auch ältere Menschen an den vielseitigen Angeboten. Insbesondere profitieren benachteiligte bzw. stark belaste- te Bevölkerungsgruppen, wie Alleinerziehende, ausländische Frauen und multikulturelle Familien von den Angeboten des MuM e.V.. Ebenso ist die Einrichtung eine wichtige Anlaufstelle für neu hinzuge- zogene Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil. Weiterhin fördern die niedrigschwelligen Begegnungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote, reali- siert durch ein multikulturelles Team mit zahlreichen freiwillig Aktiven, das interkulturelle Miteinander im Stadtteil Gievenbeck. Durch die Kontaktaufnahme und das Miteinander von Menschen mit unter- schiedlicher Herkunftskultur und deutschen Frauen/Familien, werden Familien mit Kleinkindern mit Migrationsvorgeschichte integriert und ihrer oftmals vorhandenen Isolation entgegengesteuert. Die offene Sprechstunde „Muttersprachliche Unterstützung“ in vielen unterschiedlichen Sprachen, die bei Themen wie Schwangerschaft, Kinder, den Alltag in Deutschland oder den Umgang mit Behörden behilflich ist, stellt einen weiteren Baustein im Angebot des Trägers dar. MUM e.V. leistet einen wichtigen Beitrag für die Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und regt mit seiner Arbeit die Vernetzung zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern im Stadtteil an. Mit seiner hohen Stadtteilbezogenheit und guten Vernetzung arbeitet der Träger aktiv an der Versor- gung und Gestaltung des Sozialraums mit, und dies ressort- sowie generationenübergreifend. 3. Zusammenfassung In den knapp neun Jahren als Mehrgenerationenhaus hat der Träger MuM e.V. im Stadtteil Gieven- beck zahlreiche positive Impulse gesetzt und mit seinen mannigfaltigen Angeboten ein familienfreund- liches und generationenübergreifendes Profil entwickelt. Die Angebotspalette des MuM e.V. konnte insbesondere aufgrund der bereits seit 2008 bestehenden Teilnahme am Programm Mehrgeneratio- nenhäuser und der damit verbundenen finanziellen Förderung in Höhe von jährlich 40.000 € sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgebaut werden. Das hohe Engagement von freiwillig Aktiven und das Knüpfen von Netzwerken als weitere Stärken des Trägers konnten insbesondere in dieser Zeit ausgestaltet werden. Die vom Träger selbst definierte Aufgabe „Informationen und Unterstützung für alle Generationen und Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft und Milieus anzubieten“ wäre durch die Aufnahme in das neue Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus bis einschließlich 2020 gesichert. I.V. gez. Thomas Paal Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0680/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.08.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37