Mandari Insight

V/0308/2018

Städtepartnerschaften der Stadt Münster: Aufbau weiterer städtepartnerschaftlicher Beziehungen Ratsantrag der SPD vom 22.11.2016 - Friedensstadt konkret (A-R/0052/2016)

Vorlagen 11.04.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 04.07.2018, TOP 12

Anlage_2_LOI

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage_1_Bericht

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Anlage_2_LOI

14195 Zeichen

Anlage 2

LETTER OF INTENT  
Die Stadt Münster und die Stadt Enschede, vertreten durch Oberbürgermeister Markus Lewe und 
Bürgermeister Onno van Veldhuizen, vereinbaren das Folgende.  
Einführung 
Die Stadt Münster und die Stadt Enschede kooperieren bereits seit über 25 Jahren eng im Rahmen 
des Städtenetzwerks MONT (Münster, Osnabrück, Netzwerkstadt Twente). Als größte Städte dieses 
Netzwerkes wollen Münster und Enschede für die künftige Entwicklung beider Städte und die der 
grenzüberschreitenden Region einen zusätzlichen Impuls geben. Dazu werden themenspezifische 
Vereinbarungen getroffen. 
Viele Organisationen und Institutionen beider Städte arbeiten bereits intensiv zusammen. Die 
Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) und die Universität Twente (UT) haben ihre 
Kooperation  bereits in einem Letter of Intent festgelegt. Ebenso die Fachhochschulen stehen auf 
Fakultätsebene miteinander in Verbindung. Im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung sind die 
Wirtschaftsförderung Münster und Organisationen wie die Novel-T und Oost NV miteinander im 
Gespräch. Es bestehen Kontakte zwischen den Kulturszenen, dem Citymarketing und in 
Sicherheitsfragen. Mit den Kooperationsvereinbarungen dieses LOIs soll die Zusammenarbeit 
städtischer Einrichtungen, von Organisationen und Institutionen durch gezielte, gemeinsame 
Projekte fokussiert werden. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung einer ungeteilten,
 
grenzüberschreitenden städtischen Region, die unabhängig von den Landesgrenzen wahrgenommen 
wird. Vor allem die Optimierung eines schnelleren grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehrs , 
die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Unternehmen und eines internationalen 
Angebotes kultureller Einrichtungen stehen dabei im Vordergrund.  
Erreichbarkeit 
Federführung: Beigeordneter Hans van Agteren (Enschede) und Stadtbaurat Robin Denstorff 
(Münster) 
Projekte: 
- Eine gute grenzüberschreitende Erreichbarkeit ist ein zentrales Ziel zur Verbesserung der 
Wahrnehmung der Region. 
- Die Städte beteiligen sich an den INTERREG-Projekten ‚Regionaler Schienenverkehr’ und 
‚Güterkorridor’. Außerdem wird, in Zusammenarbeit mit der EUREGIO, die künftige 
Vernetzung und Ausrichtung des Flugverkehrs im Vordergrund stehen. Die Stadt Enschede ist 
Initiator einer Untersuchung zu den wirtschaftlichen Auswirkungen einer schnelleren 
Verkehrsverbindung zwischen Münster und Enschede.  
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen: 
- Die Städte Münster und Enschede arbeiten als größte Städte innerhalb der Euregio an dem 
Ziel, eine deutsch-niederländische Stadtregion aufzubauen.  
- Die Städte Münster und Enschede prüfen gemeinsam mit der Universität Twente und der 
Westfälischen Wilhelms-Universität die Möglichkeit, innovative Transportkonzepte für eine 
bessere Verbindung zwischen beiden Städten zu untersuchen.

Nachhaltigkeit  
Federführung: Beigeordneter Eelco Eerenberg (Enschede) und Stadtrat Matthias Peck (Münster) 
Projekte: 
- Die bisherige Kooperation der MONT-Städte in den Bereichen Klimaschutz und Energie soll 
ausgebaut werden. Vorgesehen ist, die erfolgreichen Konzepte der Städte Münster und 
Osnabrück in den übrigen MONT-Städten ebenfalls anzuwenden. Vor allem die Ansprache 
und Motivation dort ansässiger Unternehmen, hinsichtlich des Klimaschutzes und 
Einsparungen im Energieverbrauch Verantwortung zu übernehmen, steht dabei im 
Vordergrund. 
- Die Stadt Münster wird neuer Teilhaber von Twence. In der Hauptversammlung der 
Aktionäre am 20. April 2017 ist mit großer Mehrheit beschlossen worden, die Teilhaberschaft 
fortzusetzen und dem Beitritt der Stadt Münster als Stammaktionär zuzustimmen.  
- Die Städte Enschede und Münster wollen grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten 
bei der Abfallwirtschaft prüfen. 
- Hier kann Twence ein wichtiger Partner sein. 
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen: 
- Beide Städte setzen sich im MONT-Städtenetzwerk für die Ausweitung der „Allianz für 
Klimaschutz“ ein. Zusätzlich soll eine gemeinsame Datenbank eingerichtet werden, in der 
Projekte rund um den Klimaschutz und aufbereitet werden. Ziel ist hier die Förderung des 
Erfahrungsaustausches für Unternehmer sowie ein gut vernetztes Marketing. Die Stadt 
Münster befindet sich hier noch in der Abstimmungsphase hinsichtlich des Beitritts als CP-
Teilhaber. Die Stadt Enschede wird Münster hier aktiv beraten und unterstützen. Dies soll zu 
einem Beschluss der Stadt Münster bis Mitte 2018 führen.  
Arbeitsmarkt  
Federführung: Beigeordneter Patrick Welman und Stadträtin Cornelia Wilkens (Münster) 
Projekte: 
- Die Städte Enschede und Münster arbeiteten gemeinsam daran, die Grenzregion Twente und 
Münsterland als grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu positionieren. Dadurch sollen die 
Chancen und Stärken der gesamten Grenzregion genutzt und die grenzüberschreitende 
Vermittlung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen gefördert werden.   
- Es soll die Möglichkeit einer deutsch-niederländischen Arbeitsmarktvermittlung geprüft 
werden. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, der EUREGIO, 
den Kreisen und Grenzstädten sowie der Wirtschaftsförderung. 
- Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beider Stadtverwaltungen sollen die Möglichkeit erhalten,  
für einen begrenzten Zeitraum einen Arbeitsplatztausch vorzunehmen, um die jeweiligen 
Dienstwege und Strukturen nachzuvollziehen. Auch Unternehmen innerhalb der EUREGIO 
sollen in diesen Austausch mit einbezogen werden. Unterstützend sollen dazu 
Wirtschaftsförderungen sowie Unternehmens- und Handwerksverbände beteiligt werden. 
- Ein regelmäßiger Austausch beider Städte zur aktuellen Lage des Arbeitsmarktes (Zahl der 
Arbeitssuchenden und  ALG II-empfänger, vorhandene Stellenangebote nach Branche, etc.) 
soll eingeführt werden.  
- Die Städte Münster und Enschede fördern in Abstimmung miteinander Arbeitsmarktprojekte 
mit grenzüberschreitender Wirkung (beispielsweise hinsichtlich der tatsächlichen

Erreichbarkeit und der Anerkennung  von Berufsqualifikationen). Grenzüberschreitende Job- 
oder Ausbildungsmessen können hierzu ein erster Schritt sein.  
- Die Städte Münster und Enschede arbeiten daran, die Verfahren zur Anerkennung von 
Berufsqualifikationen zu vereinfachen. Dazu sollen Gespräche mit den Landesregierungen 
von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie mit Regierungsvertretern in Berlin und 
Den Haag geführt werden.  
 
 
Sicherheit 
Federführung: Bürgermeister Onno van Veldhuizen (Enschede) und Stadtrat Wolfgang Heuer 
(Münster) 
Projekte:   
- Der “Safety Campus”,  Teil des einstigen Militärstützpunkts auf dem Flughafen Twente in 
Enschede, soll für gemeinsam angebotene Projekte dienen. Zum Beispiel die bestehende Risk 
Factory: Sie wendet sich an Schülerinnen und Schüler von bis zu zwölf Jahren. In diesem 
Projekt wird den Kindern ein sicheres Verhalten in ihrem eigenen Umfeld vermittelt. 
Daneben bietet das Safety Field Lab Unternehmen die Möglichkeit, neue Produkte in einer 
gesicherten Umgebung zu testen. Die Firmen Mercedes Benz und Apollo/Vredestein 
beispielsweise nutzen diese Testumgebung für ihre Produkttests. Der ehemalige 
Militärstützpunkt beherbergt nicht nur den Safety Campus, sondern ist zugleich 
Trainingsgelände für First Responders und Testgelände für Unmanned Vehicles (wie 
beispielsweise Drohnen). 
- Das Übungsgelände kann durch die Stadt Münster genutzt werden. Wie bereits bei der 
Ausbildung von Offizieren aus Rheine und Hagen.  
 
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen:  
Die Städte Münster und Enschede prüfen bis Mitte 2018 den Bedarf hinsichtlich der o.g. Projekte.  
 
 
Grenzüberschreitende Ausschreibungen  
Federführung: Beigeordneter Eelco Eerenberg (Enschede) und Oberbürgermeister Markus Lewe 
(Münster) 
Projekte:  
- Die Nutzung des Instrumentes  grenzüberschreitender Ausschreibungen soll nach 
Möglichkeit intensiviert werden. Ziel ist es, die die Wirtschaft innerhalb des Euregio-Gebietes 
zu fördern. Als Partner des MONT-Netzwerkes wollen Münster und Enschede ein 
Leuchtturmprojekt initiieren.  
- Dazu soll Kontakt mit den Industrie- und Handelskammern beider Städte aufgenommen 
werden. DNL-Contact kann hier eingebunden werden. Die Stadt Münster nutzt dieses neue 
Ausschreibungssystem, um Unternehmen die Beteiligung an Ausschreibungen zu erleichtern. 
Diese Erfahrungen können bei dem o.g. Pilotprojekt berücksichtigt werden.  Das 
niederländische Ministerium für Wirtschaftsangelegenheiten ist Initiator eines europäischen 
Projekts, das zum Ziel hat, digitale europäische Ausschreibungssysteme miteinander zu 
verknüpfen. In den Niederlanden wird mit TenderNed gearbeitet und in Deutschland mit 
eVergabe. Voraussichtlich können beide Systeme 2018 miteinander kommunizieren.

Folgende Vereinbarungen werden getroffen:  
- Münster und Enschede streben an, für Unternehmen die Beteiligung an 
grenzüberschreitenden Ausschreibungen zu vereinfachen. 
- Die Städte führen in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer ein Pilotprojekt 
durch, das Unternehmen motivieren soll, sich an einer grenzüberschreitenden Ausschreibung 
zu beteiligen. 
- Die Städte prüfen die Möglichkeit, für die o.g. Pilotprojekte das neue Vergabesystem der 
Stadt Münster zu nutzen oder die digitalen Vergabesysteme TenderNed und eVergabe 
(versuchsweise)miteinander zu verknüpfen.  
- Die Städte tauschen ihre diesbezüglichen Erfahrungen untereinander und mit den anderen 
MONT-Städten aus.   
 
Austausch  
Federführung: Bürgermeister Onno van Veldhuizen (Enschede) und Stadtrat Wolfgang Heuer 
(Münster) 
Projekte:   
- Der Austausch der Stadtverwaltungen sowie der Politik in beiden Städten soll besser vernetzt 
werden – so wie bereits in einem der letzten MONT-Spitzengespräche vereinbart.   
- Er soll Vorbild für weitere Kooperationen zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen 
und Institutionen jenseits der Grenze sein.  
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen:  
- Die Bürgermeister von Münster und Enschede sind mit gutem Beispiel vorangegangen und 
haben bereits am 3. und 4. April 2017 ihre Arbeitsplätze getauscht.  
- Beide Städte werden diesen Austausch mit Priorität für die o.g. Themen fortsetzen.  
 
Bildung 
Federführer: Beigeordneter Eelco Eerenberg (Enschede) und Beigeordneter Thomas Paal (Münster) 
Projekte:  
Die UT und die WWU in Münster arbeiten schon seit geraumer Zeit intensiv zusammen. So nutzen 
Bachelorstudenten der European Studies beider Universitäten bereits die Möglichkeit, ein „double 
degree“ (Abschlusszeugnisse beider Universitäten) zu erwerben.  Die Rektorate beider Universitäten 
verfolgen bereits das Ziel, diese Zusammenarbeit in bestimmten Fachbereichen zu vertiefen und 
auszubauen. Hier können die Städte noch intensiver eingebunden werden. Die Möglichkeiten der 
Kooperation im Hinblick auf die Alumni-Kontaktpflege, Expatcenter und die Internationale Schule 
werden dazu geprüft. 
Die Städte Enschede und Münster arbeiten seit kurzem gemeinsam im Projekt „Smart Living 
Societies”. Zusammen mit Vertretern von Dalian (China), Palo Alto (USA), Linköping (Schweden) und 
Heidelberg (Deutschland) wurden konkrete Projekte formuliert, die in den kommenden Monaten 
weiter ausgearbeitet werden sollen.    
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen:  
- Die Städte erörtern mit den Hochschulen die Möglichkeiten des Ausbaus bestehender 
Kooperationen sowie die sinnvolle Einbindung der Städte. Die Städte erstellen (gemeinsam

mit den o.g. Städten in Europa, den USA und China) eine Kooperationsagenda zum Thema 
„Smart Living Societies” und formulieren ein oder mehrere Projekte als Teil dieser Agenda.  
 
Kultur, Veranstaltungen und Städtewerbung 
Federführer: Beigeordneter Jeroen Hatenboer (Enschede) und Stadträtin Cornelia Wilkens (Münster)  
- Projekt:  
- Die Kulturszene in beiden Städten und des Umlandes soll gestärkt werden. Dabei sind die 
Städte bestrebt, kulturelle Synergien auszubauen.  
- Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität und Lebendigkeit der Städte und des 
Umlandes. Mit kulturellen Veranstaltungen kann die Kooperation beider Städte auf eine und 
leicht zugängliche Art und Weise sichtbar gemacht werden.  
 
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen:  
 
- Das Sinfonieorchester Münster und das Orkest van het Oosten aus Enschede eruieren die 
Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Zum Beispiel durch gemeinsame Konzerte und die 
Gründung eines internationalen Produktionsnetzwerks. Dabei wird auch das Gelders Orkest 
mit einbezogen. 
- Um das Angebot kultureller Einrichtungen auch den Bürgerinnen und Bürgern der 
Grenzregion zugänglich zu machen, wünscht das Wilminktheater in Enschede sich eine 
Zusammenarbeit mit Theatern im Münsterland und dem Theater Münster. Dies kann zum 
Beispiel durch Kurzvorstellungen geschehen, die die eigentlichen Inszenierungen an den 
Theatern bewerben. Auch gemeinsame  Bildungsprojekte mit und für diese Theater können 
durchgeführt werden. Mit Einrichtungen im Münsterland soll besprochen werden, ob 
Interesse besteht, dies auch in umgekehrte Richtung zu organisieren.  
- Die Stadt  Münster und die Stadt Enschede unterstützen die Projekte durch die Nutzung der 
zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle (Enschede Promotie, Münster Marketing).  
- Es kann  – bei geeigneten Formaten – ein gemeinsames Marketing, Kartenvorverkauf, 
Wegeleitsystem und Sicherheitskonzept abgestimmt werden. Die Fußball-EM der Frauen im 
Sommer 2017, deren Halbfinale und Finale in Enschede gespielt wurden, ist ein gutes Beispiel 
für eine geeignete und attraktive Großveranstaltung mit entsprechenden 
Kooperationsmöglichkeiten. Es soll geprüft werden,ob die Krimiserie Wilsberg oder ein 
Münster-Tatort einmalig  in beiden Städten spielen kann.  
- Enschede und Münster treffen in Zusammenarbeit mit Münster Marketing und Enschede 
Promotie Verabredungen bezüglich eines gemeinsamen Veranstaltungskalenders. Außerdem 
werden die Möglichkeiten einer Vermarktung von Pferdesportveranstaltungen geprüft 
(Military Boekelo/Enschede und Turnier der Sieger in Münster). 
 
 
 
 
Enschede/Münster, 28. September 2017 
 
 
Stadt Münster,     Stadt Enschede 
 
 
 
Markus Lewe,     Onno van Veldhuizen, 
Oberbürgermeister    Bürgermeister

Beschlussvorlage

11820 Zeichen

V/0308/2018 
V/0308/2018 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Städtepartnerschaften der Stadt Münster: Aufbau weiterer städtepartnerschaftlicher Beziehungen  
Ratsantrag der SPD vom 22.11.2016 - Friedensstadt konkret (A-R/0052/2016) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   16.05.2018 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   16.05.2018 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der anliegende Bericht (Anlage 1) zum Aufbau, zur Organisation und zur Umsetzung der i n-
ternationalen – insbesondere europäischen – städtepartnerschaftlichen Beziehungen der 
Stadt Münster, die durch die Stabstelle Internationales, Europa und Städtepartnerschaften im 
Amt für Bürger- und Ratsservice betreut werden, wird zur Kenntnis genommen.   
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, zunächst projektbezogen, intensivere Kontakte mit Enschede, 
entsprechend der vereinbarten Absichtserklärung („Letter of Intent - siehe Anlage 2), aufz u-
bauen, die sich perspektivisch zu einer kontinuierlichen Städtepartnerschaft entwickeln kö n-
nen.  
 
3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Verwaltung im Rahmen des Programms des Bun-
desministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung „Koordination komm u-
naler Entwicklungszusammenarbeit“ Kontakte mit einer Kommune im Globalen Süden au f-
nimmt – entsprechend des geschlossenen Zuschussvertrags. Dafür sowie insbesondere für 
die weitere Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Münster, die im Rahmen des 
Modellprojekts „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ entwickelt wird, wird beim Amt für 
Grünflächen, U mwelt und Nachhaltigkeit überplanmäßig und befristet für zwei Jahre eine 
Vollzeitstelle EGr. 11 zum 01.07.2018 eingerichtet, die mit einem Stundenanteil auch im Amt 
für Bürger- und Ratsservice eingesetzt wird.  
 
4. Die Stadt Münster schließt sich der Initiati ve „Kommunales Know -How für Nahost“ an - ent-
sprechend des Antrags der SPD -Fraktion an den Rat (A -R/0052/2016) vom 22.11.2016. Der 
Antrag ist damit erledigt. 
 
 
 
Amt für Bürger- und 
Ratsservice 
 
11.04.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Kupferschmidt 
Telefon: 492-3300 
Kupferschmidt@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0308/2018 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 
Nr. Bezeichnung 
Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkun-
gen 
 
Produktgruppe 1401 Übergreifender Umwelt-
schutz, Klima, Immission, 
Boden, Abfall 
   
Zeile 06 Kostenerstattungen und 
Kostenumlagen 
2018 
2019 
2020 
42.108,00 € 
84.216,00 € 
42.108,00 € 
 
Summe Erträge 
2018 
2019 
2020 
42.108,00 € 
84.216,00 € 
42.108,00 € 
 
 11 Personalaufwendungen 2018 
2019 
2020 
36.240,00 € 
72.480,00 € 
36.240,00 € 
 
 13 Aufwendungen für Sach- 
und Dienstleistungen 
2018 
2019 
2020 
11.995,00 € 
23.989,00 € 
11.995,00 € 
 
Summe Aufwendungen 
2018 
2019 
2020 
48.235,00 € 
96.469,00 € 
48.235,00 € 
 
Saldo 
2018 
2019 
2020 
-6.127,00 € 
-12.253,00 € 
-6.127,00 € 
 
 
Die zur Finanzierung der zusätzlichen Stelle erforderlichen Ermächtigungen werden durch den Z u-
schuss des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu 90 
% gedeckt. Der darüber hinausgehende Mittelbedarf wird im Budget des Amtes für Grünflächen, 
Umwelt und Nachhaltigkeit aufgefangen. 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Städtepartnerschaften 
 
Die Stadt Münster ist in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt elf formalisierte Städteb e-
ziehungen eingegangen. Es ist wichtig, regelmäßig zu analysieren, wie diese Beziehungen 
gelebt werden und die Städtepartnerschaften entsprechend neuer Entwicklungen auszuric h-
ten.  
 
Der vorliegende Bericht zeigt den Status Quo der internationalen Städtebez iehungen Müns-
ters auf. Jede Städtebeziehung wurde bewertet und entsprechende Empfehlungen für die 
künftige inhaltliche Ausrichtung erarbeitet. 
 
Es wird deutlich, dass der Arbeitsbereich der formalisierten Städtebeziehungen sowohl dem 
Zukunftsprozess als au ch den Entwicklungen der EUREGIO und MONT (insbesondere der 
Beziehungen zu Enschede) aber auch der Globalen Agenda 2030 inkl. des Paradigmenwec h-
sels in der Entwicklungszusammenarbeit angepasst werden sollte. Dies kann inhaltlich durch 
konkrete Aktionen mit den Partnerstädten geschehen (siehe Empfehlungen pro Partnerstadt).

- 3 - 
V/0308/2018 
Unterstützt werden müssen die Aktionen  jedoch zusätzlich durch eine Erweiterung der best e-
henden Städtebeziehungen.   
 
2. Letter of Intent: Münster – Enschede  
 
Die Intensivierung der Kontak te zu Enschede im Sinne des vereinbarten „Letter of Intents“ 
trägt den neuen Entwicklungen der EUREGIO und des MONT Gebiets Rechnung. Zudem wird 
durch die Intensivierung der Kontakte zu Enschede die Anzahl möglicher Kooperationspartner 
für europäische Proj ekte erhöht. Dies ist erforderlich, da York als europäische Stadt für viele 
EU Förderprogramme zukünftig (voraussichtlich) nicht mehr in Frage kommen wird.  
 
3. Globaler Süden  
 
Im Januar 2018 wurde der Stadt Münster ein Zuschuss des Bundesministeriums für wirtschaft-
liche Zusammenarbeit und Entwicklungsarbeit (BMZ) über Engagement Global gGmbH (Se r-
vicestelle für bürgerschaftliches und kommunales Engagement in der Entwicklungszusa m-
menarbeit und Zuschussvergabestelle für Mittel des BMZ) bewilligt.  
 
Der Zuschuss entspricht einer 90 %igen Förderung einer Vollzeitstelle sowie einem Budget für 
Aktivitäten. Die Stelle wird mit 12 Stunden dem Amt für Bürger - und Ratsservice, Internationa-
les Büro und mit 27 Stunden dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zugeordnet 
- entsprechend der im Förderantrag angegebenen Arbeitsfelder. Im Büro Internationales, Amt 
für Bürger - und Ratsservice, soll die Stellte dazu genutzt werden, die kommunale Entwic k-
lungszusammenarbeit neu und zeitgemäß auszurichten. Dies beinhaltet  neben der Intensivie-
rung der Fairtrade- Arbeit auch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem sogenannten 
„Globalen Süden“. Mit Monastir pflegt die Stadt Münster bereits eine Partnerschaft im Glob a-
len Süden, diese soll vertieft werden. 
 
Entsprechend der Förderbewilligung wird zudem eine Projektpartnerschaft mit einer weiteren 
Stadt im Globalen Süden angestrebt. Im Rahmen dieser Stelle wird eine Analyse erfolgen, mit 
welcher Stadt im Globalen Süden in der Bürgerschaft bereits Kontakte bestehen. Diese bü r-
gerschaftlichen Kontakte sollen das Fundament der (zeitlich befristeten) Projektpartnerschaft 
sein.  
 
Durch die Zusammenarbeit mit Monastir und einer weiteren Stadt im Globalen Süden kommt 
die Stadt Münster ihrer globalen Verantwortung (entsprechend des S ustainable Development 
Goal Nr. 17- Ziel für nachhaltige Entwicklung Nr. 17) nach.  
 
4. Kommunales Know-How für Nahost (Friedensstadt konkret)  
 
Der seit 2011 in Syrien herrschende Bürgerkrieg hat Millionen Syrerinnen und Syrer zur Flucht 
gezwungen. Die wicht igsten Erstaufnahmeländer sind die drei Nachbarstaaten Jordanien, L i-
banon und die Türkei. Diese stehen bei der Versorgung vor großen Herausforderungen: Es 
mangelt neben Infrastruktur und Ressourcen vor allem an Know -how, um angesichts des r a-
santen Bevölkerungszuwachses beispielsweise die Abfallwirtschaft, die Wasser- und Energie-
versorgung oder die kommunale Verwaltung sicherzustellen.  
 
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat im Ok-
tober 2016 ein Programm ausgeschrieben, bei dem kommunales Know-How aus Deutschland 
im Rahmen von kommunalen Projektpartnerschaften genutzt werden soll, um die Entwicklung 
von Kommunen in diesen drei Ländern in den genannten Bereichen zu fördern. Im Unte r-
schied zu den „traditionellen“ Städ tepartnerschaften sind diese „Projektpartnerschaften“ von 
vornherein auf wenige Themen fokussiert und zunächst nur auf Zeit angelegt. Das Programm 
umfasst folgende Komponenten, die alternativ oder auch in Kombination miteinander genutzt 
werden können:

- 4 - 
V/0308/2018 
4.1 Lern- und Erfahrungsnetzwerk für kommunale Fachleute / Connective Cities  
Auf der internationalen Städteplattform für nachhaltige Entwicklung „Connective Cities“ ta u-
schen sich kommunale Fachleute aus verschiedenen Städten in Deutschland und den Nac h-
barstaaten Syriens zu einem Fachthema aus, lernen voneinander und entwickeln konkrete 
Projektideen.  
 
4.2 Kommunale Partnerschaften  
Im Zentrum bilateraler Projektpartnerschaften stehen die gemeinsame Entwicklung von L ö-
sungsansätzen und die Umsetzung von Projektideen zu kommunalen Kernthemen und nac h-
haltiger Entwicklung wie beispielweise Abfallwirtschaft, Wasser - und Energieversorgung oder 
Jugendbeschäftigung. Die Projektideen orientieren sich dabei am Bedarf der Partnerkomm u-
ne.  
 
4.3 Qualifizierung von Geflüchteten in Deutschland  
Deutsche Kommunen können auch in Deutschland unterstützend tätig werden, indem sie G e-
flüchteten eine Qualifizierung in der Kommunalverwaltung anbieten. Die Servicestelle Ko m-
munen in der Einen Welt (SKEW) berät, vernetzt und unter stützt Kommunen, die Geflüchtete 
in der Kommunalverwaltung beschäftigen und qualifizieren wollen.  
 
Empfehlung der Verwaltung: 
 
Die Verwaltung schlägt vor, sich im Rahmen des Lern - und Erfahrungsnetzwerk / Connective 
Cities an der Initiative Kommunales Know How für Nahost zu beteiligen. Die Stadt Münster ar-
beitet schon jetzt im Netzwerk Connective Cities mit und wird regelmäßig über den RGRE i n-
formiert. Know-How Anfragen an Experten werden vom Internationalen Büro im Amt für Bü r-
ger- und Ratsservice entsprechend bearbeitet und ggf. weitergeleitet. Anfragen aus der Reg i-
on Nahost werden künftig gezielter bearbeitet und im Rahmen der personellen Möglichkeiten 
vorrangig beantwortet.  
 
Von einer Beteiligung an den weiteren Angeboten der Initiative (4.2 kommunale P artnerschaf-
ten und 4.3 Qualifizierung von Geflüchteten) wird zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten.  
 
Die Stadt Münster pflegt bereits eine kommunale Partnerschaft im Globalen Süden mit Monas-
tir. Im Rahmen der Neuausrichtung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit wird eine 
weitere Projektpartnerschaft angestrebt. Das Eingehen einer zusätzlichen Projektpartnerschaft 
mit einer Kommune in Nahost wird in diesem Zusammenhang geprüft. 
 
Schon seit einigen Jahren bedient die Stadt Münster zudem Anfragen der Gesellschaft für i n-
ternationalen Zusammenarbeit (GIZ) bzgl. Hospitationen, Praktika oder Fachbesuchen. Zum 
Beispiel besuchten mehrere tunesische Delegationen 2016 und 2017 die Verwaltung und e r-
hielten Informationen zur Selbstverwaltung der Stadt, politischen Gremien, Wahlvorbereitu n-
gen etc.  
 
Außerdem arbeitet die Stadt Münster, das Internationales Büro, seit vielen Jahren in dem 
Netzwerk „CoMun“ der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mit. Das Netzwerk 
CoMun hat sich die Stärkung der kommunalen Entwicklung und Demokratie im Maghreb zum 
Ziel gesetzt. Dementsprechend leistet die Stadt Münster bereits einen Beitrag zum Transfer 
von „Kommunalen Know-How“. 
 
 
Fazit: 
 
Dank der Umsetzung der Handlungsempfehlungen pro Partnerstadt (siehe Anlage 1), der Vertiefung 
der Kontakte zu Enschede (siehe Anlage) und dem Aufbau von projektbezogenen Kontakte zu einer 
Kommune im Globalen Süden wird gewährleistet, dass die internationalen Beziehungen der Sta dt 
Münster bestmöglich genutzt und ausgerichtet werden, um die aktuellen Aufgaben einer Kommune zu

- 5 - 
V/0308/2018 
erfüllen. Durch den Anschluss an die Initiative „Kommunales Know -How für Nahost“ werden die Akt i-
vitäten der Stadt Münster sichtbar gemacht. Zudem kann diese Arbeit möglicherweise intensiviert 
werden, da mit dem Anschluss an die Initiative Zugang zu weiteren Fördermitteln geschaffen werden.  
 
 
gez. 
Markus Lewe 
Oberbürgermeister 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Bericht „Städtepartnerschaften entwickeln, leben und ausbauen“  
Anlage 2: Letter of Intent Münster & Enschede

Anlage_1_Bericht

34632 Zeichen

Anlage 1: 
 
 
Städtepartnerschaften entwickeln, leben und ausbauen 
 
1. Anlass für diesen Bericht 
 
2. Mehrwert von Städtepartnerschaften  
 
3. Globale Entwicklungsphasen 
der internationalen kommunalen Zusammenarbeit  
 
4. Organisationsstrukturen der Städtepartnerschaften Münsters  
 
5. Bestandsanalyse der Städtepartnerschaften Münsters 
 
6. Zukünftige Ausrichtung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit  
 
 
 
1. Anlass für diesen Tagesordnungspunkt/Vorbemerkungen  
 
Die Stadt Münster pflegt formalisierte städtepartnerschaftliche Beziehungen 
mit elf Städten, darunter acht Städtepartnerschaften, eine Städtefreundschaft 
und eine Patenschaft. Die Städte York, Orléans, Beaugency (Verbindung nach 
Münster-Hiltrup), Mühlhausen, Braniewo und Lublin liegen auf dem Gebiet der 
Europäischen Union, weitere zwei Städte (Kristiansand/Norwegen und 
Rjasan/Russland) liegen zwar auf dem Kontinent Europa sind jedoch nicht der 
EU angeschlossen. Wie Großbritannien/York zukünftiges Verhältnis zur 
Europäischen Union sein wird, ist momentan nicht vorauszusehen.  
 
Außerhalb Europas pflegt Münster formalisierte Beziehungen zu Fresno 
(USA), zu Rishon LeZion (Israel) und zu Monastir (Tunesien). In der Stadt 
Münster werden die Städtepartnerschaften vom Büro für Internationales, 
Europa und  Städtepartnerschaften im Amt für Bürger - und Ratsservice (Amt 
33) betreut.  
 
Zu allen  formalisierten Städtebeziehung en besteht  ein Freundes -, Förder - 
oder Partnerschaftsverein  bzw. eine bi -nationale Gesellschaft . Der 
Partnerschaftsverein Münster-Monastir wurde erst 2017 gegründet. 
 
Städtepartnerschaften sind für Kommunen das konkrete Mittel sich 
europapolitisch zu engagieren aber auch sich international zu positionieren. 
„Städtepartnerschaften bilden das Zentrum der internationalen Aktivitäten der 
Kommunen in Nordrhein-Westfalen, fast 90 % aller Partnerschaften der NRW 
Kommunen sind in der Europäi schen Union beheimatet “1 – in Münster sind 
allerdings nur rund 40 % der Partnerstädte Teil der EU  – wenn York (noch) 
mitgezählt wird. 
                                                
1  „Städte Partnerschaften“, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien NRW, 
Düsseldorf 2016, S. 2

Seit der Gründung der ersten Städtepartnerschaften nach dem Ende des 
Zweiten Weltkriegs unterliegen die Partnerschaften einem ständigen Wandel. 
Die formalisierten Beziehungen zu ausländischen Kommunen haben sich 
konstant weiterentwickelt. Neue Akteure, The men und Kooperationsformat e 
sind hinzugekommen, andere Beziehungen haben sich überlebt. Diese 
Entwicklung sowie die Chancen und Möglichkeiten, die sich für die Stadt 
Münster hieraus ergeben, sollen im Folgenden dargestellt werden.  
 
 
2. Mehrwert von Städtepartnerschaften  
 
„Unsere Ziele sind global, aber sie können am effektivsten durch das Wirken 
der kom munalen Ebene erreicht werden.“ , so sagte der ehemalige UN -
Generalsekretär Kofi Annan im September 2005. Mit dieser Aussage bringt er 
den Mehrwert der Städtepartnerschaften auf den Punkt und deutet gleichzeitig 
darauf hin, dass die Kommunen eine Verpflichtung haben, sich international 
zu engagieren – ganz besonders in Zeiten , in denen es Länder gibt, die sich 
auf ihre „Nationalstaatlichkeit“ besinnen und das „W ir“ der friedlichen 
Gemeinschaften in Frage stellen . Der Mehrwert der Städtepart nerschaften 
lässt sich exemplarisch gut an  den Themenbereichen Kultur und Geschichte, 
Jugend, Sprachen , Europa, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit 
darstellen.  
 
Kultur und Geschichte  
Die ursprüngliche Bedeutung von Städtepartnerschaften lag darin, durch 
Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern den Frieden und das 
Verständnis zwischen Völkern und Gesellschaften zu fördern. Auch heute sind 
Begegnungen zwischen Bürgeri nnen und Bürgern von zentraler Bedeutung, 
insbesondere, weil sie das Gefühl einer gemeinsamen europäischen Identität 
stärken. Dabei unterstützt der Austausch von Wissen und Erfahrungen 
innerhalb dieser Kontakte die Bildung einer aktiven europäischen Bürgerschaft 
und die Vertiefung der europäischen Integration. Da somit Kommunen die 
Möglichkeit haben, selbst aktiv auf europäischer Ebene zu agieren und die 
Beziehungen zueinander zu gestalten, tragen Städtepart nerschaften zudem  
zur Stärkung der kommu nalen Selb stverwaltung bei. Partnerstädte wählen 
sich oftmals anhand struktureller Ähnlichkeiten aber auch aufgrund 
geschichtlicher Prozesse  oder persönlicher Beziehungen  aus. Dank dieser 
gemeinsamen Parallelen bzw. der gemeinsamen Erinnerung kann die 
Zusammenarbeit auf ein gemeinsames Fundament aufbauen und somit 
möglichst effektive Ergebnisse für die Kommunen erzielen. 
 
Jugend 
Jugendbegegnungen zwischen Partnerstädten ermöglichen einen viel 
intensiveren Au stausch als touristische Aufent halte. Beispiele hierfür sind  
Austausche im Bereich der Bildung durch Schüleraus tausche und die 
Vermittlung von  Praktika. Auch gemeinsame Projekte von Musikschulen, 
Musikvereinen, Sportvereinen, einzelnen Sportlerinnen oder Sportlern  können 
einen Beitrag leisten, da ss die Bevölkerunge n zweier Län der schon von 
Kindheit an freundschaftliche Beziehungen zueinander entwickeln. D ies kann 
einen wesentlichen Bei trag leisten, die sprachli chen und interkulturellen 
Kompetenzen Jugendlicher zu verbessern und ihr Interesse an Sprache und

Kultur an derer Länder zu wecken.  Letztendlich sind städtepartnerschaftliche 
Beziehungen sogar für das Profil der Jugendlichen für den Arbeitsmarkt 
bedeutend. 
 
 
Sprachen 
Die sprachliche Verständigung ist die grundlegende Voraussetzung für eine 
lebendige Partnerschaf t. Mangelnde Sprachk enntnisse der 
Kooperationspartner sind  eins der häufigsten Hemmnisse für eine 
unkomplizierte  Zusammenarbeit. Durch Begegnungen und Pro jekte, die 
speziell auf das Erlernen der anderen Sprache ausgelegt sind, können diese 
Schwierigkeiten gemeinsam überwunden  werden. Hilfreich sind dabei 
verschiedene Formen des Austausches, von Sprachreisen bis 
Sommerakademien, von Privaturlauben mit Gastfamilienunterbringung bis zu 
kulturellen Austauschen oder multinationalen Konferenzen.  
 
Europa  
Die Europaarbeit der Kommunen wird zunehmend wichtiger , da sie ein 
Gegenpol zu aktuellen politischen Strömungen ist (Stichwort e: 
Nationalstaatlichkeit, EU -Skepsis). Zudem werden i mmer mehr kommunale 
Aufgaben oder Zuständigkeitsgebiete von der europäischen Politik beeinflusst. 
Diese Entwicklung erfordert von den Kommunen einen Wandel, sie müssen 
sich mit dem Thema Europa auseinandersetzen und sich einmischen. 
Städtepartnerschaften der Kommunen sind dabei das konkrete Mittel für die 
Kommune, sich europapolitisch zu engagieren. Städtepartnerschaften 
verknüpfen die europäische und lokale Ebene ganz unmi ttelbar und bieten die 
Chance, dass Bürgerinnen und Bürgern Europa hautnah erleben.  
 
Wirtschaft 
Städtepartnerschaften können vielfältigen Nutzen für die wirtschaftliche oder 
gesellschaftliche En twicklung einer Stadt oder Region bieten. Neben einer 
projektbezogenen Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene, fachlichem 
Austausch und dem voneinander lernen bieten Städtepart nerschaften zudem 
ein interessantes Potenzial in der fachspezifischen Zusammenarbeit. Ob und 
inwiefern Städtepart nerschaften nun einen wirklichen wirtschaftlichen Nutzen 
für die regionale Wirtschaft bringe n, darüber bestehen ganz unterschiedliche 
Meinungen. Sicher ist jedoch, dass der wechselseiti ge Transfer von Know -
how und die Bildung von Netzwerken positive Effekte für beide Partner erzielt.  
 
Entwicklungszusammenarbeit  
„Die Partnerschaften der Städte und Gemeinden sind der ideale Ort der 
internationalen Begegnung von Menschen. Sie sind Völkerv erständigung im 
bestverstandenen Sinne. Aber sie sind noch mehr. Kommunale 
Partnerschaften werden als Plattform genutzt, um Demokratisierungsprozesse 
in Staaten zu unterstützen, in denen Rechtsstaatlichkeit und Freiheit noch 
erkämpft werden müssen. Kommuna le Partner in Industriestaaten und 
Schwellenländern oder der sogenannten Dritten Welt arbeiten zusammen und 
lernen voneinander. Und die fachlich -thematische Zusammenarbeit

kommunaler Partner in Netzen und Vereinigungen ermöglicht einen 
gemeinsamen Zugang zu Fördermitteln, vor allem der Europäischen Union.“2  
 
Partnerschaften zwischen deutschen Kommunen und Städten des globalen 
Südens bieten eine gute Möglichkeit, um sich kom munal-global für die 
Umsetzung der Sustainable Developement Goals (SDGs) stark zu machen.  
 
 
3. Globale Entwicklungsphasen der internationalen kommunalen 
Zusammenarbeit  
 
Partnerschaftsakteure, der Deutsche Städtetag und verschiedene 
wissenschaftliche Arbeiten gliedern die Bewegung der Städtepartnerschaften 
in folgende Phasen:  
 
1. Phase beginnend ab den 1940er Jahren  
Gekennzeichnet durch die Zusammenarbeit überwiegend europäischer 
Städte nach dem zweiten Weltkrieg. Im Zentrum standen Aspekte der 
Völkerverständigung und Aussöhnung.  
 
2. Phase beginnend in den 1970er Jahren 
Die 1970er Jahre sind von der wachsenden EWG Gemeinschaft geprägt. 
Das spiegelt sich in der Gründung neue r Städtepartnerschaften, aber auch 
in den Themen der partnerschaftlichen Begegnungen wider.  
 
3. Phase beginnend in den 1980er Jahren 
Es entstehen zahlreiche Nord -Süd-Partnerschaften, denen der Gedanke 
der globalen Solidarität zugrunde liegt.  
 
4. Phase beginnend in den 1990er Jahren  
Entstehung vieler Ost -West-Partnerschaften, gleichzeitig entstehen jedoch 
auch viele multinationale Partnerschaften – weg von der bi -nationalen 
Partnerschaft hin zum Netzwerk.  
 
5. Phase beginnend in den 2000er Jahren  
Das globale thematische Lernen der Städte voneinander wird von größerer 
Bedeutung und entwickelt sich zu einer zweiten Säule, die neben der 
ersten Säule „Bürger begegnungen/Bürgerengagement“ immer mehr an 
Bedeutung gewinnt. Zudem wächst die Bedeutung der 
Städtepartnerschaften, da sich die Beziehungen der politisch Agierenden 
einer erstarkenden Nationalstaatlichkeit gegenüber sehen. 
Städtepartnerschaften arbeiten jedoch von Bürger/in zu Bürger/in bieten so 
ein stabiles Fundament – auch in herausfordernden Zeiten.  
 
 
 
 
                                                
2 Dr. Gerd Landsberg, ehemaliges geschäftsführendes Präsidialmitglied des 
Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Berlin 2011

4. Organisationsstrukturen für Städtepartnerschaften in Münster  
 
Die Städtepartnerschaften sind in der Stadt Münster im Büro für 
Internationales, Europa  und Städtepartnerschaften im Amt für Bürger - und 
Ratsservice angesiedelt. Zudem gehört die Geschäftsstelle des Beirats für 
kommunale Entwicklungszusammenarbeit zur Stabstelle.  
 
Das Büro begleitet bürgerschaftlic he Aktionen , initiiert aber auch – in 
Absprache mit der interfraktionellen AG - multinationale Maßnahmen. Zudem 
werden über das Büro städtische Zuschüsse vergeben . Insbesondere wird ein 
Finanzierungsservice geboten, mit dem für internationale Projekte Drittmittel 
akquiriert werden.  Dies ermöglicht den bürgerschaftlich Aktiven eine 
Umsetzung ihrer Ideen.  
 
Die Richtung der Arbeit der  Stabstelle wird von der interfraktionellen AG 
„Internationales, Europa und Städtepartnerschaften“ des Rates vorgegeben . 
Die Stabstelle ist direkt dem Amtsleiter des Amtes für Bürger - und Ratsservice 
unterstellt, der zeitgleich der Europabeauftragte der Stadt Münster ist.  
 
Säulen der Arbeit:  
- Pflege regelmäßiger Kontakte zu den Partnerstädten  
- Unterstützung und Förderung (personell und finanziell) der 
bürgerschaftlichen Kontakte , insbesondere der Partnerschafts -, Förder - 
und Freundesvereine sowie der bi-nationalen Gesellschaften.  
- Koordinierung, Planung und Begleitung von Delegationsreisen ins Ausland 
und von Delegationsbesuchen aus dem Ausland  
- Fachbesuche aus und in die Partnerstädte 
- Thematische multinationale Veranstaltungen (möglichst EU gefördert)  
- Öffentlichkeitsarbeit (print und online) 
- Service zur Drittmittelfinanzierung/Zuschussberatung für Drittmittel 
- Netzwerkarbeit 
 
 
5. Bestandsanalyse der Städtepartnerschaften Münsters 
 
Die Gründung der Städtepartnerschaften Münster spiegelt die unter Punkt 3 
beschriebenen globalen Entwicklungsphasen wider, wobei seit 1996 keine 
neuen Partnerschaften mehr eingegangen w urden und deme ntsprechend die 
in 2000 begonnene Phase noch nicht von der Stadt Münster „bedient“ wird.  
 
Im Folgenden erfolgt für neun der formalisierten Städtebeziehungen, die die 
Stadt Münster eingegangen ist , jeweils eine Bewertung des Status Quo der 
Partnerschaft so wie eine Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung 
(Zielsetzung) der Partnerschaft.  
 
Nicht beschrieben werden die Patenschaft mit Braniewo (ehemals Stadt und 
Kreis Braunsberg) und die Partnerschaft zwischen Münster -Hiltrup und 
Beaugency. Dies is t darin begründet, dass sich die Patenschaft mit Braniewo 
mittlerweile auf ein jährliches Treffen der Kreisgemeinschaft beschränkt und 
dass die Partnerschaft mit Beaugency vom Partnerschaftskomitee mit 
Unterstützung der Bezirksvertretung Hiltrup gepflegt wird.

5.1 York – Großbritannien 
Einwohnerzahl: ca. 200 000 
Partnerschaft seit: 1957 
 
Bewertung des Status Quo der Partnerschaft: 
 
 Unkomplizierte administrative Verbindungen, die immer wieder zu 
gemeinsamen EU Projekten führen (z.B. ERASMUS+, Europa für 
Bürgerinnen und Bürger)  
 Aktiver Vereinsaustausch (z.B. MarQant – der Münsterchor, 
Philharmonischer Chor etc. )  
 Regelmäßiger Kontakt  der Partnerschaftsvereine, der sich auf 
Begegnungsbesuche konzentriert  
 Kooperationen der Universitäten  
 Drei stabile Schulpartnerschaften  
 Nachteilig: die kommunalpolitischen Systeme beider Städte unterscheiden 
sich stark, der Lord Mayor von York ist reg elmäßig in Münster zu Besuch, 
wechselt jährlich und hat eher repräsentative Aufgaben 
 Seit der BREXIT Entscheidung verstärktes Interesse der Yorker an einer 
Zusammenarbeit mit Münster zu verzeichnen , jedoch verbunden mit der 
Ungewissheit, wie der BREXIT vollzogen wird.  
 2016 sind insgesamt 236 Bürger/innen in 6 Bürgerbegegnungen  
2017  sind insgesamt 218 Bürger/innen in 8 Bürgerbegegnungen  
gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Der Wissenstransfer zu einzelnen kommunalpolitischen Themen sollte 
vertieft werden – bis hin zu einer Ausweitung der Hospitationsbesuche.  
 Fortführung des Schulungsprogramms für münstersche Auszubildende  im 
Rahmen von ERASMUS+ 
 Bis zum tatsächlichen BREXIT: verstärkte Einbindung in europäi sche 
Projekte, danach abhängig davon, welche Förderprogramme 
Großbritannien noch einschließt.  
 Realisierung neuer Schulpartnerschaften. 
 Stärkung der Universitätskontakte. 
 Stärkung des Kulturaustausches zwischen den Städten (momentan sind 
vorwiegend Chöre aktiv).

5.2 Orléans – Frankreich  
Einwohner: ca. 115.000 
Partnerschaft seit 1960 
 
Bewertung des Status Quo der Partnerschaft: 
 
 Es besteht ein recht stabiler schulübergreifender Schüleraustausch. 
Allerdings ist hier ein Umbruch zu erwarten, da das erfahrene  Lehrerteam 
von verschiedenen Schulen nach und nach das Pensionsalter erreich en 
wird.  
 Leider existiert kein direkter Partnerschaftsverein, allerdings werden die 
Aufgaben von der Deutsch -Französischen Gesellschaft übernommen  
(Stammtische, Infoabende, Bürgerreisen).  
 Regelmäßige Begegnungen und Informationsabende der DFG.  
 Seitens der Stadtverwaltung Orléans erreichen das Büro Internationales 
nur wenige Rückmeldungen in Bezug auf konkrete 
Kooperationsvorschläge, Einladungen nach Mü nster wurden wiederholt 
nicht angenommen, Projektpartnergesuche für europäische Projekte nicht 
beantwortet.  
 2016 sind insgesamt 266 Bürger/innen in 8 Begegnungen  
2017  sind insgesamt 204 Bürger/innen in 7 Begegnungen 
gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Intensive Begleitung des kommunalen Schüleraustausches ist erforderlich, 
um den Austausch aufrecht zu erhalten, ggf. Übernahme einiger Aufgaben 
des kommunalen Schüleraustauschs um die Lehrer/innen zu entlasten. 
 Weiterhin regelmäßige Anfragen bzgl. einer Projektmitarbeit an die 
Stadtverwaltung Orléans - allerdings werden keine proaktiven Impulse 
mehr gesetzt, da nur eine sehr geringe Umsetz ungswahrscheinlichkeit 
besteht. 
 Weiterhin Einladungen  an die Stadt Orléans sich im Rahmen von 
multinationalen Veranstaltungen in Münster zu beteiligen. 
 Stärkung der Zusammenarbeit auf dem bürgerschaftlichen und 
schulischen Sektor – notfalls ohne Beteiligung der Verwaltung Orléans. 
 
 
 
5.3 Münster – Kristiansand 
Einwohner knapp 90.000 
Partnerschaft seit 1967 
 
Bewertung des Status Quo der Partnerschaft: 
 
 Die Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene verläuft reibungslos und hat 
durch das 50. Jubiläum 2017 neuen Schwung bekommen.

 Der Partnerschaftsverein Münster -Kristiansand bietet Norwegeninteres -
sierten in Münster eine gute Plattform, leidet aber darunter, dass es kein 
aktives Vereinspendant in Kristiansand gibt.  
 Da Gruppen aus Norwegen in der Regel eine zentrale Unterkunft 
Gastfamilien gegenüber vorziehen, gestalten sic h Vereinskontakte 
schwierig, dennoch gibt es einzelne Kontakte (z.B. Shantychor, 
Konzertchor).  
 Kontakte diverser Fußballteams bestehen, dank der Teilnahme an 
gegenseitigen Turnieren. 
 Schulkontakte bestehen in geringem Maße zwischen dem Annette -
Gymnasium und der Katedralskole Gimle. 
 Die WWU und die Agder Universität pflegen regelmäßige Kontakte, 
insbesondere das Institut für Musikwissenschaften. 2017 wurden erste 
Kontakte zur FH Münster aufgenommen. 
 Offizielle Besuche finden regelmäßig anlassgegeben statt (z.B. Jubiläen, 
besondere städtische Ereignisse).  
 Münster und Kristiansand sind momentan über das Projekt „Smart Mature 
Resilience“ (HORIZON) verbunden. 
 2016 sind leider nur 33 Bürger/innen in 2 Begegnungen  
2017 sind 155 Bürger/innen in 8 Begegnungen  
gefördert worden. 
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Da die Agder Universität vermehrt Interesse an der Zusammenarbeit mit 
Münster geäußert hat, sollte hier auf ein Fokus gelegt werden und die 
Kontakte aktiv unterstützt werden.  
 Obwohl Norwegen nicht Mitglied der EU ist, kann Norwegen an einem 
Großteil der EU Förderprogramme teilnehmen. Es sollten zwischen den 
Verwaltungen Themenbereiche vereinbart werden, an denen be iden 
Städte Interesse haben und die sich für einen Wissenstransfer eignen.  
 Projektpartnergesuche der Städte Kristiansand und Münster sollten 
wohlwollend – auch von den Fachämtern – geprüft werden.  
 
 
 
5.4 Monastir – Tunesien  
Einwohner ca. 105.000 
Partnerschaft seit 1969 
 
Bewertung des Status Quo der Partnerschaft: 
 
 Seit des sogenannten arabischen Frühlings wechseln die städtischen 
Ansprechpartner/innen rasch, es ist jedoch ein intensives Interesse an 
einer Zusammenarbeit zu spüren.  
 Städtische Kooperationen werden regelmäßig angefragt (z.B. 
Hospitationen)  
 Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit begleitet die 
Städtepartnerschaft beratend und unterstützt aktiv bei Förderanfragen.

 Ein Schulaustausch besteht momentan nicht me hr, wird jedoch immer 
wieder von Schulen in Monastir erbeten. 
 Ein Pa rtnerschaftsverein in Monastir wurde 2016 gegründet , ein 
entsprechendes Pendant in Münster entstand 2017!  
 Bürgerbegegnungen im üblichen Sinne finden nicht statt, aber es 
existiert ein beständiger Künstlerkontakt (pArt96).  
 Regelmäßige Projekte mit Monastir führt das Bennohaus Münster mit 
Unterstützung der Stadt Münster durch (z.B. ASA global).  
 2016 sind leider nur 15 Bürger/innen  
2017 nur 2 Bürger/innen gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 In der aktuell unübersichtlichen politischen Lage soll te der Dialog 
zwischen den Städten aktiv aufrechterhalten werden.  
 Dringend sollte der gerade gegründete Partnerschaftsverein Münster -
Monastir von der Stadt unterstützt werden. 
 Monastir sollte aktiv in die multinationalen Aktionen des Büro 
Internationales eingebunden werden.  
 Die thematische Zusammenarbeit auf den Gebieten Jugend, Demokratie, 
Abfall, Gesundheitsfürsorge sollte gestärkt we rden – in Abstimmung mit  
der GIZ und im Netzwerk CoMun und insbesondere in Hinblick auf 
Münsters Prozess „Münster Zukünfte 20/30/50“.  
 Mit aktiver Unterstützung des Büro s Internationales sollte ein kommunaler 
Schüleraustausch initiiert werden. 
 Tunesien ( Monastir) gehört zu den sogenannten DAC Ländern . Münster 
sollte daher auf Augenhöhe mit  Monastir weiterhin entwicklungspolitische 
Themen bearbeiten (Stichwort: Nachhaltigkeit und Agenda 2030). 
 Es ist die Einbindung weiterer zivilgesellschaftlicher Akteure anzustreben. 
 
 
 
5.5 Rishon LeZion – Israel  
Einwohner: knapp 250.000  
Partnerschaft seit 1981  
 
 Gut etablierter Schüleraustausch der Friedensschule, erfolgreicher 
Jugendaustausch des ev. Kirchenkreises, regelmäßige Projekte mit 
dem Bürgerhaus Bennohaus. 
 Gute Kontakte der Villa ten Hom pel nach Rishon LeZion im Rahmen 
eines Jugendprojektes mit Yad Vashem (ERASMUS+).  
 Regelmäßige Kontakte der Oberbürgermeister.  
 Fortführung des interkommunalen Austausches zwischen der Stadt 
Münster und der Stadt Rishon LeZion..  
 2016 sind insgesamt 124 Bürger/innen in 7 Begegnungen  
2017 sind insgesamt „nur“ 59 Bürger/innen in 5 Begegnungen 
gefördert worden.

Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Durchführung weiterer Jugendprojekte (ERASMUS+) 
 Organisation einer triangulären, friedensbildenden Maßnahme  mit einer 
Behörde aus den palästinensischen Gebieten.  
 Aufbau von Sportkontakten (z.B. Badminton, Schach) 
 Der Status Quo der Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Akteure sollte 
mit Unterstützung durch die Stadt Münster beibehalten werden.  
 Stärkung der Freundesvereine der Städtepartnerschaft.  
 Engere Zusammenarbeit (Wissenstransfer) über verwaltungspolitische 
Themen (Stichworte: Flüchtlinge, wachsende Stadt). 
 
 
5.6 Fresno - USA 
Einwohner ca. 500.000 
Partnerschaft seit 1986 
 
 Es findet jährlich ein Jugendaustausch des Partnerschaf tsvereins 
Münster-Fresno statt, der aber wah rscheinlich 2017 d as erste Mal seit 
25 Jahren nicht durchgeführt werden kann, und zwar aufgrund des 
mangelnden Interesses der amerikanischen Jugendlichen und aufgrund 
der ehrenamtlichen Herausforderungen in Fresno. 
 Wiederholt wurden Sportaustausche angeregt und teilweise 
durchgeführt. Momentan sind ausschließlich die Münster Mammuts mit 
Fresno in Kontakt.  Dieser Kontakt ist aber beispielhaft und das 
gegenseitige Interesse wächst. Mittlerweile sind in diesen Kontakt auch 
die Universitäten eingebunden. 
 Die große Distanz zwisch en den Städten ist ein Hemmnis für den 
zivilgesellschaftlichen Austausch.  
 Auf amerikanischer Seite fehlt ein /e Ansprechpartner/in in der 
Verwaltung. Die amerikanische Verwaltung ist in der Partnerschaft nicht 
sichtbar, daher hängt die gesamte Partnerschaf t an den 
amerikanischen Ehrenamtlern.  
 2016 sind insgesamt 19 Bürger/innen in 2 Begegnungen  
2017 sind insgesamt 39 Bürger/innen in einer Begegnung 
gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Da es ein Memorandum of Understanding zwischen den Universitäten 
gibt, sollte die Stadt versuchen, die inaktiven Unikontakte wieder zu 
beleben.  
 Die Stadt Münster sollte gezielt die Verwaltung der Stadt Fresno in 
multinationale Maßnahmen einbinden und nich t „nur“ die 
zivilgesellschaftlichen Akte ure (Sister Cities Committee). Ein engerer 
Kontakt zur Verwaltung Fresno sollte nachverfolgt werden, entgegen der 
unterschiedlichen Verwaltungsstrukturen – aufbauend auf das persönliche 
Gespräch von OB M. Lewe mit se inem Fresnoer Amtskollegen im Januar 
2018.

 Es sollte versucht werden, einen Praktikantenaustausch ins Leben zu 
rufen (notfalls mit Hilfe einer kommerziellen Organisation).  
 
 
 
5.7 Rjasan – Russland  
Einwohner ca. 540.000 
Partnerschaft seit 1989  
 
 Es existiert dank des Fördervereins Münster -Rjasan eine aktive 
zivilgesellschaftliche Basis der Partnerschaft.  
 Die Partnerschaft ist in Münster sichtbar.  
 Regelmäßig werden Projekte zum Thema Behindertenarbeit und zu 
medienpädagogischen Themen durchgeführt.  
 Kulturelle Kooperationen bestehen und sind lebendig. 
 Die Stadt Rjasan engagiert sich aktiv in der Partnerschaft z.B. durch 
Einladung der münsterschen Stadtspitze.  
 Auf Einladungen der Stadt Münster reagiert die Verwaltung Rjasan 
positiv und daher nehmen in der Regel russische Delegationen an den 
multinationalen Maßnahmen des Büros Internationales teil.  
 2016 sind insgesamt 62 Bürger/innen in 4 Begegnungen  
2017 sind insgesamt 52 Bürger/innen in 5 Begegnungen 
gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Der Status Quo der Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Akteure, 
insbesondere im Bereich der Kultur, sollte mit  Unterstützung der Stadt 
Münster aufrechterhalten werden und nach Möglichkeit in einem Projekt 
des EU Programm „Kreatives Europa“ münden. 
 Die Begegnungen von Bürger/innen sollte aktiv angestoßen werden, da 
die weltpolitische Lage ein Auseinanderdriften von West und Ost andeutet. 
 Ein Ausbau der sportlichen Kontakte ist wünschenswert.  
 Erste universitäre Kontakte bestehen bereits. Ein Ausbau dieser Kontakte 
auf Augenhöhe sollte aktiv von der Verwaltung unterstützt werden.  
 In den letzten Jahren wurden von Rja san regelmäßige Hospitationen 
gewünscht. Die Stadt Münster sollte diese Anfrage positiv bedienen und 
klare Richtlinien für Hospitationen erstellen.  
 
 
 
5.8 Mühlhausen - Deutschland  
Einwohner ca. 34.000 
Partnerschaft seit 1990 
 
 Der Verein „Freunde für Mühlhausen“ ist stabil in der Stadtgesellschaft 
insbesondere im Karneval verankert und organisiert mehrere 
Bürgerbegegnungen und weitere Aktivitäten im Jahr , die sich häufig mit 
der Brauchtumspflege beschäftigen.

 Die Stadtspitzen si nd mindestens einmal jährlich im intensiven Austausch 
(Tag der deutschen Einheit).  
 Die Verwaltungen pflegen einen unkomplizierten ab er auch 
unregelmäßigen Kontakt, es bestehen nur wenige konkrete 
Kooperationen.  
 2016 sind insgesamt 178 Bürger/innen in fünf Begegnungen  
2017 sind insgesamt 144 Bürger/innen in 7 Begegnungen  
gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Beibehaltung des Status Quo 
 Ausbau der Beziehungen in puncto gemeinsames Brauchtum (Karneval , 
Kirmes etc.)  
 Unterstützung des Vereins „Freunde Mühlhausens“ 
 Initiierung eines deutsch-deutschen Fachprojektes  
 
 
5.9 Lublin – Polen  
Einwohner ca. 325.000 
Partnerschaft seit 1991 
 
 Aktiver Förderverein, der die Zivilbevölkerung einbezieht.  
 Lebhafter Kulturaustausch (z.B. Chöre) 
 Zwei stabile Schulpartnerschaften  
 Immer wieder werden tri -nationale Projekte Rishon LeZion – Münster – 
Lublin durchgeführt.  
 Partner mit großer Kompetenz im Bereich der Durchführung 
transnationales, EU-geförderter Projekte.  
 Gemeinsame Beantragung teilweise mit anschließender Durchführung 
div. europäisch geförderter Projekte 
 Lublin und Münster sind in mehreren Netzwerken gemeinsam aktiv 
(z.B. EUROCITIES) 
 2016 sind insgesamt 116 Bürger/innen in sechs Begegnungen 
2017 sind insgesamt 71 Bürger/innen in sieben Begegnungen  
 gefördert worden.  
 
 
Empfehlung für die künftige inhaltliche Ausrichtung/Zielsetzung:  
 
 Beibehaltung des Status Quo 
 Die Begegnungen von Bürger/innen sollte aktiv gefördert werden, da die 
weltpolitische Lage ein Auseinanderdriften von West und Ost andeutet 
 Die Zusammenarbeit der Verwaltungen mit Blick auf drittmittelgeförderte 
(EU-) Projekte sollte ausgebaut werden.  
 Stärkere Nutzung der gemeinsamen Mitgliedschaft in EUROCITIES.

 Hospitationen auf Verwaltungsebene , insbesondere in den Bereichen 
Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, internationale Beziehungen sind 
sinnvoll und sollten angestrebt werden.  
 Aus- bzw. Aufbau von universitären Kontakten  
 Steigerung der Begegnungen auf zivilgesellschaftlicher Ebene  
 
 
 
6. Zukünftige Ausrichtung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit  
 
Im Rahmen einer Bestandserhebung der bestehenden Städtepartner - und 
Städtefreundschaften hat der Ältestenrat des Rates im Jahr 1996  (Vorlage Nr. 
323/96 vom 16.09.1996)  nach Rückkopplung mit de n Fraktionen des Rates 
die interfraktionelle Vereinbarung getroffen, keine weiteren 
Städtepartnerschaften einzugehen, sondern sich vielmehr auf die 
bestehenden zu konzentrieren.  
 
Generell erscheint diese – vor gut 20 Jahren getrof fene Entscheidung nach 
wie vor das Diktat der Stunde – insbesondere mit Hinblick auf die Kosten und 
auf langfristige Verpflichtungen. De nnoch könnte es hilfreich sein,  neue 
Partnerschaften (ggf. zeitlich begrenzt bzw. zunächst projektorientiert ) 
anzustreben – solange sie weitgehend kostenneutral genutzt werden. Dies ist 
nur der Fall, wenn entsprechende Drittmittel (z.B. über die EU oder über 
Bundes- oder Länderministerien) eingeworben werden können.  
 
Aus inhaltlicher Sicht erscheint es sinnvoll, eine formalisierte Beziehung zu 
einer niederländischen Stadt im EUREGIO Gebiet anzustreben und auch eine 
Beziehung zu einer Stadt im Globalen Süden zu forcieren . Zudem muss 
fortlaufend die Option geprüft werden, ob eine Projektpartnerschaft mit einer 
asiatischen Stadt sinnvoll ist.  
 
 
EUREGIO Gebiet:  
Für eine Beziehung im EUREGIO Gebiet sprechen folgende Gründe:  
- Verabschiedung des Letter of Intents zwischen Münster und Enschede. 
- Zu erwartendes hohes Lernpotential, aufgrund ähnlicher Strukturen im der 
Arbeits-, Wirtschafts -, Jugend - und Kultursek tor. Zudem wird durch eine 
Partnerschaft die Barrierewirkung der Grenze reduziert. 
- Steigerung der Möglichkeit von Mitteln aus dem INTERREG Programm 
(EUREGIO) zu profitieren, da es in den Niederlanden dank einer 
Partnerschaft zuverlässige Partner geben würde (z.B. Enschede).  
- Weiterer potentieller Partner für gemeinsame europäische Projekte  – 
Stärkung der europäischen Beziehungen  (insbesondere auch mit Blick auf 
den bevorstehenden BREXIT)  
- Geringe Entfernung und niedrige Sprachbarrieren 
- Existierende vielfältige Kontakte in das EUREGIO Gebiet durch die 
Wirtschaft, die Unis, Schulen uvm 
- Impulse für den Zukunftsprozess Münster Zukünfte 
- Positive Auswirkungen auf die touristischen Beziehungen (Marketing)

Die Kosten einer Partnerschaft mit den Niederl anden halten sich in 
überschaubaren Rahmen, vor allen Dingen wenn auf standardisierte 
Feierlichkeiten wie Jubiläen von Anfang an verzichtet wird. Die inhaltliche 
Arbeit mit den Niederlanden könnte zu großen Teilen ebenfalls über 
Zuschüsse vom Land, der EUR EGIO bzw. der EU bezahlt werden. Ziel muss 
sein, die Partnerschaft von Anfang an projektgebunden anzustreben und eine 
Refinanzierung über Zuschüsse oder Sponsoren sicherzustellen.  
 
 
Globaler Süden: 
Für eine Aufnahme von Kontakten  (ggf. zeitlich befristete  Partnerschaft) zu 
einer Kommune im Globalen Süden gibt es folgende Argumente:  
- Umsetzung der S ustainable Development Goals (SDGs: Menschenrechte, 
Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit) , zu der sich die Stadt Münster als 
Modellkommune im Rahmen des Projektes Global nachhaltige Kommune 
NRW in besonderer Weise verpflichtet hat.  
- Umfassende Fördermöglichkeiten derartiger Partnerschaften mit 
Drittmitteln (z.B. über Mittel des Bundesministeri ums für 
Entwicklungszusammenarbeit)  
- aktive Gestaltung der Agenda 2030  
- Bewilligung einer gemeinsamen Personalstelle für die Ämter 67 und 33. 
 
Eine Partnerschaft mit dem Globalen Süden könnte aufgrund optimaler 
Förderbedingungen durch den Bund und verschie dene Stiftungen in den 
nächsten Jahren  weitgehend kostenneutral erfolgen , daher sollte eine 
derartige Partnerschaft dringend zeitlich befristet werden (z.B. Evaluierung der 
Partnerschaft nach 5 Jahren).  
 
 
Kontakte zu asiatischen Kommunen:  
Überprüft werden muss eine mögliche Zusammenarbeit mit einer asiatischen 
Kommune. Aufgrund dessen ist die Stadt Münster 2017 der „Urban EU -China“ 
Initiative von EUROCITIES beigetreten. Die Initiative hat das Ziel, europäische 
und asiatische Städte in Kontakt zu setzen un d zwar entsprechend des 
jeweiligen Städteprofils. Münster hat ein entsprechendes Profil EUROCITIES 
eingereicht und die Verwaltung wird nun fortlaufend über adäquate 
Partneranfragen informiert und erhält durch das Netzwerk von „Urban EU -
China“ einen ersten Einblick in den Wert einer deutsch -asiatischen 
Verbindung. Jede Anfrage wird momentan situationsabhängig geprüft. Über 
die Prüfung einer möglichen Zusammenarbeit mit einer asiatischen Kommune 
im Rahmen der Initiative „Urban EU China“ hinaus werden die Mögl ichkeiten 
geprüft, mit der Gemeinde Enschede und der chinesischen Stadt Dalian 
zusammen zu arbeiten. Dalian, die als Chinas beste bewohnbare Stadt 
gewählt wurde, und die Stadt Enschede pflegen eine Städtepartnerschaft. 
Daher soll die Möglichkeit einer Zusa mmenarbeit (Dreieckspartnerschaft) 
geprüft werden. 
 
Fazit:  
 
Grundsätzlich empfiehlt die Verwaltung, die Frage nach neuen internationalen 
Kooperationen zuvorderst von inhaltlichen Erwägungen abhängig zu machen.

Wenn es der Erreichung von gesetzten Zielen (z.B. lokale Agenda 2030, 
20/30/50 Münster Zukünfte , Münster als global nachhaltige Kommune  o.ä.) 
dienlich ist, sollte dem entsprochen werden. Insbesondere wird jedoch 
empfohlen, nicht nur klassische Städtepartne rschaften als Mittel der Wahl zu 
betrachten, sondern projekt - und themenbezogene Kooperationen 
anzustreben. Dies kann am besten über fachspezifische Themen erfolgen, 
daher ist hier eine aktive Unterstützung der Stabstelle Internationales durch 
die Fachämter erforderlich.  
 
Generell gilt, dass Städtepartnerschaften nicht nur in der Vergangenheit einen 
beachtlichen Beitrag zur Völkerverständigung und basisorientierten 
internationalen Kontakten auf der bürgernächsten kommunalen Ebene 
geleistet haben, sondern a ls flexibles Instrument auch für die Zukunft 
beachtliches Potential besitzen , um globale Probleme lokal zu bearbeiten . 
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie veränderten gesellschaftlichen 
und internationalen Rahmenbedingungen angepasst werden und di e 
vielfältigen Herausforderungen offensiv annehmen. Zudem muss hierfür in der 
Verwaltung eine entsprechende Grundstimmung und die Bereitschaft „neue 
Wege zu gehen“ herrschen.

Anlage A

2593 Zeichen

Anlage A zur V/0308/2018 
Kurzüberblick 
Die Vorlage beinhaltet eine Analyse der internationalen Beziehungen der Stadt Münster, die vom 
Büro für Internationales, Europa und Städtepartnerschaften im Amt für Bürger- und Ratsservice 
gepflegt werden. Ziel ist es, das Engagement zielorientiert auszubauen, z.B. durch eine Vertie-
fung der Kontakte mit Enschede und einer Kontaktaufnahme mit einer Kommune im Globalen 
Süden. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Ziel der Vorlage ist, die internationalen Beziehungen der Stadt Münster zielorientiert und nicht 
zufällig auszubauen. Durch einen zielgerichteten Ausbau der internationalen Beziehungen wird 
Münster als weltoffene Stadt positioniert und stärkt ihr friedenssicherndes und humanitäres Han-
deln.  
Somit werden folgende Leitorientierungen aus dem Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadt-
marketingkonzept Münster (ISM 2004) bedient:  
 „Wir sind eine Stadt mit hohem Verantwortungsbewusstsein …für die Pflege interkulturel-
len Lebens.“  
 „Wir sind eine Stadt mit hohem Verantwortungsbewusstsein….für die Notwendigkeit nach-
haltiger Zukunftsgestaltung.“ 
 „Wir sind eine Stadt mit hohem Verantwortungsbewusstsein…. für lokale und globale Zu-
sammenhänge.“ 
 
Zudem entsprechen die Ziele der Vorlage dem Profil des ISM:  
 „Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von 'Toleranz 
durch Dialog' zu einer weltoffenen Stadt entwickeln.“  
 
Teilziele sind:  
- mit Enschede eine Projektpartnerschaft einzugehen.  
- mit einer Stadt im Globalen Süden eine Projektpartnerschaft anzubahnen. 
 
Zielerreichung:  
eine Realisierung bis Ende 2018 wird angestrebt, insbesondere da Projektfördermittel (Personal-
stellenzuschuss für 12 Stunden pro Woche) bis Mai 2020 zur Verfügung stehen. 
 
 
 
Finanzierung: Im Amt für Bürger- und Ratsservice entstehen keine Kosten. Im Amt für Grünflächen, 
Umweltschutz und Nachhaltigkeit fallen folgende Kosten an:  
Produktgruppe: Nr. der PG 1401 Bezeichnung der PG: Übergreifender Umweltscutz, Kli-
ma, Immission, Boden, Abfall 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein

Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Beratungsverlauf (2)

04.07.2018 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
04.07.2018 Rat
TOP 12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0308/2018
Typ
Vorlagen
Datum
11.04.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37