V/0650/2016
Implementierung stadtregionaler Velorouten in der Stadtregion Münster
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Anlage C Mindestanforderungen für den Ausbau stadtregionaler Velorouten_Stand_5_8_16
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Mindestanforderungen für den Ausbau der stadtregionalen Velorouten Für die Ertüchtigung und den Ausbau der stadtregion alen Velorouten sollen zukünftig die nachfolgenden Mindestanforderungen gelten. - Außerorts soll eine beidseitige Fahrbahnrandmarkie rung in Form eines weißen Schmal- strichs aufgebracht werden, die auch bei vermindert en Sichtverhältnissen eine bessere Orientierung und ein größeres Maß an Sicherheit bietet (vgl. Abbildung u. Foto). - Zusätzlich zu dieser Fahrbahnrandmarkierung ist ei n Sicherheitstrennstreifen (in den Ab- bildungen grau dargestellt) zwischen dem Radweg und der Fahrbahn vorzusehen, um Fahrbahn und Radweg optisch klar voneinander zu trennen. - Die Fahrbahndecke sollte stets aus Asphalt oder Be tonsteinpflaster ohne Fase bestehen. Auf eine wassergebundene Decke ist zu verzichten. A ußerdem müssen Schlaglöcher oder Wurzelschäden ausgeschlossen werden. - Soweit finanzierbar sowie situations- und umgebung sabhängig sinnvoll wird eine Beleuch- tung angestrebt. - Ziel ist es insgesamt, eine durchgängige Verbindun g ohne Netzunterbrechungen zu ge- währleisten, die eine(n) bedarfsgerechte(n) Reinigu ng, Unterhaltung und Winterdienst ein- schließt. Beispielhaft sind im Folgenden drei Varianten, wie der Radweg realisiert werden könnte, im Querschnitt graphisch dargestellt. Kombinierter Geh-/Radweg: - im Bestand: mind. 2,50 m Breite (je nach Frequentierung breiter) zuzüglich Sicherheits- streifen - bei Neubau: mind. 3,00 m Breite (je nach Frequentierung breiter) zuzüglich Sicherheits- streifen Separater Radweg eine Richtung: - im Bestand: mind. 1,60 m - bei Neubau 2,0 m Breite zuzüglich Sicher- heitsstreifen Anlage C Separater Radweg zwei Richtungen: 3,0 m Breite zuzüglich Sicherheitsstreifen Fahrradbahnrandmarkierungen auf dem Radweg an der Warendorfer Straße in MS Foto: Stadt Münster
Anlage E Bev_Stadtregion_15_all
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HO Telgte Bauerschaften-Greven Altenberge Herbern HO Senden HO Nottuln HO Ostbevern Albersloh Brock HO Ascheberg Handorf Amelsbüren Rinkerode HO Sendenhorst Roxel HO Havixbeck HO Everswinkel Sprakel HO Drensteinfurt Nienberge Wolbeck Walstedde Bösensell Darup Alverskirchen Westbevern/Vadrup Albachten HO Greven Hiltrup (95-97) Gelmer-Dyckburg Ottmarsbocholt (und Venne) Gimbte Coerde Appelhülsen Reckenfeld Hohenholte Gievenbeck/Sentrup (51+52) Mecklenbeck Gremmendorf (81+82) Mauritz-Ost Berg-Fidel Kinderhaus (62+63) Angelmodde Davensberg Schapdetten 3755 Ew. 9614 Ew. 16166 Ew. 10642 Ew. 8297 Ew. 11894 Ew. 14482 Ew. 9486 Ew. 7708 Ew. 9537 Ew. 5167 Ew. 4092 Ew. 6417 Ew. 11186 Ew. 4018 Ew. 8000 Ew. 3838 Ew. 6904 Ew. 3525 Ew. 1292 Ew. 3163 Ew. 3175 Ew. 1946 Ew. 2795 Ew. 9213 Ew. 25623 Ew. 3730 Ew. 2169 Ew. 9184 Ew. 29553 Ew. 6414 Ew. 12091 Ew. 4705 Ew. 741 Ew. 916 Ew. 8382 Ew. 24576 Ew. 15411 Ew. 9310 Ew. 10766 Ew. 10547 Ew. 8204 Ew. 5785 Ew. 1773 Ew. 1322 Ew. 2006: 180477 Ew. 2015: 187187 Ew. 2006: 166791 Ew. 2015: 180327 Ew. 2006: 113232 Ew. 2015: 124908 Ew. Münster: Wohnberechtigte Bevölkerung Umlandgemeinden: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung Datenquelle: Melderegister der Gemeinden Einwohnerzahlen: jeweils 31.12. des Jahres Bearbeitung: Geschäftsstelle Ansprechpartnerkreis Stand: 05.08.2016 0 3 6 91,5 Kilometer in den Ortsteilen Bevölkerungsentwicklung in der Stadtregion Münster Teilräumliche Bevölkerungsentwicklung Außenbezirke MS Umlandgemeinden Stadtbezirk MS-Mitte Siedlungsfläche Bevölkerungszahl 2010 2010 / 2011 2011 2015 2006 Größenmaßstab Ew. 255 Ew. Einwohnerzahl 2015 94.000 15.000 Anlage E
Anlage B Stadtregionales_Alltagsradwegenetz_Entwicklungsziele2016_stand25-7-2016V
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! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Greven Senden Telgte Nottuln Münster Havixbeck Ostbevern Ascheberg Altenberge Everswinkel Sendenhorst Drensteinfurt Brock Darup Roxel Vadrup Gimbte Sprakel Hiltrup Wolbeck Herbern Handorf Albachten Rinkerode Walstedde Bösensell Nienberge Albersloh Reckenfeld Hohenholte Westbevern Amelsbüren Davensberg Appelhülsen Schapdetten Alverskirchen Ottmarsbocholt B 51 K 1 K 13 L 510 K 3 L 520 L 581 K 4 L 884 L 843 L 588 K 2 B 54 L 586 B 219 L 844 K 39 K 51 L 585 L 529 B 235 K 60 K 17 K 16 B 58 L 551 K 46 L 550 K 33 K 44 K 7 L 587 K 39 L 586 L 843 K 13 L 586 B 54 L 843 L 529 L 884 B 219 L 843 K 3 B 54 K 3 K 42 L 510 B 219 L 843 K 60 B 54 K 18 K 10 L 551 L 830 L 844 L 811 B 58 K 17 K 53 L 884 L 587 K 33 K 31 B 525 L 585 K 21 L 529 K 24 K 16 K 30 L 529 L 529 L 811 K 33 L 551 L 844 L 844 L 585 L 811 K 22 L 830 L 811 L 529 0 3 6 91,5 Kilometer Distanzzur Promenade 20 km Entwicklungsziele im stadtregionalen Alltagsradwegenetz Technische Bearbeitung: Geschäftsstelle Ansprechpartnerkreis Stand: 25.7.2016 Datenquelle: Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende Promenade Straßen, Wege Gemeindegrenze Siedlungsfläche Stadtregionale Entwicklungsziele Kommunale Entwicklungsziele potentielle stadtregionale Velorouten von der Umlandgemeinde zur münsteraner Promenade potentiell wichtige Zubringer-, Tangential- oder Bypassverbindungen Anlage B
Anlage A Beratungstermine Stadtregion_Stand_4_8_16
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Beratungstermine (Stand 04.08.2016) der stadtregionalen Vorlage „Implementierung stadtregionaler Velorouten in der Stadtregion Münster“ Datum ............. Gemeinde Gremium 29.08.2016 ....... Drensteinfurt Ausschuss für Stad tentwicklung, Bau und Umwelt 29.08.2016 ....... Altenberge Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss 30.08.2016 ....... Sendenhorst Ausschuss für Stadte ntwicklung und Umwelt 30.08.2016 ....... Ostbevern Umwelt- und Planungsau sschuss 01.09.2016 ....... Havixbeck Bau- und Verkehrsaussc huss 07.09.2016 ....... Nottuln Ausschuss für Gemeindeen twicklung, Umwelt und Ordnungswesen 08.09.2016 ....... Telgte Ausschuss für Planen und Bauen, Umland und Umwelt 08.09.2016 ....... Senden Gemeindeentwicklungsaussc huss 12.09.2016 ....... Drensteinfurt Rat 13.09.2016 ....... Ascheberg Bau-, Planungs- und Um weltausschuss 15.09.2016 ....... Ostbevern Rat 20.09.2016 ....... Nottuln Rat 20.09.2016 ....... Everswinkel Ausschuss für Planun g und Umweltschutz 22.09.2016 ....... Münster Ausschuss für Stadtplanu ng, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen 22.09.2016 ....... Greven Ausschuss für Stadtentwi cklung und Umwelt 22.09.2016 ....... Havixbeck Rat 26.09.2016 ....... Altenberge Rat 27.09.2016 ....... Everswinkel Rat 28.09.2016 ....... Münster Rat 28.09.2016 ....... Greven Rat 29.09.2016 ....... Telgte Rat 29.09.2016 ....... Sendenhorst Rat 29.09.2016 ....... Ascheberg Rat 29.09.2016 ....... Senden Rat Anlage A
Beschlussvorlage
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V/0650/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Implementierung stadtregionaler Velorouten in der Stadtregion Münster Beratungsfolge 22.09.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung 28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 28.09.2016 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat bekräftigt die hohe Bedeutung des stadtregionalen Alltagsradverkehrs als integriertes Handlungsfeld in der Kommunalentwicklung. 2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass eine gleichlautende Vorlage (Besc hlusspunkte 1 – 7) in den zuständigen Gremien der Kommunen der „Stadtregion Münster“ beraten wird (Anlage A). 3. Der Rat beschließt, zur Förderung des Alltagsradverkehrs in der Stadtregion vorbehaltlich gleichlautender Beschlüsse in den Gemeinden der Stadtreg ion, die stadtregionalen Velorou- ten (Anlage B) als stadtregionale Entwicklungsziele im Sinne ein es längerfristigen Zielko n- zepts. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Konkretisierung und Verwirklichung dieser stadtregionalen Velorouten im Gemeindegebiet mit hoher Priorität zu verfolgen. Auf allen 13 stadtregionalen Velorouten wird in Kooperation mit den Straßenbaulastträgern (Kreise, Landesbetrieb Straßenbau NRW) schrittweise und pragmatisch eine Verwirklichung der stadtregionalen Mindestanforderungen (Anlage C) bis zu einem verkehrssicheren und bedarf s- gerecht funktionsfähigen Betrieb angestrebt. Es gilt zudem, die stadtregionalen Velorouten in die örtliche und stadtregionale Raum- und Mobilitätsentwicklung zu integrieren. 5. Die Verwaltung wird beauftragt, die begleitende Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Zuge der Qualifizierung der stadtregionalen Velorouten gemeinsam mit den stadtregionalen Gemeinden und in enger Kooperation mit den Straßenbaulastträgern zu betreiben. In diesem Rahmen sollen prozessbegleitend eine aktivierende Öffentlichkeitsarbeit betrieben sowie, Vorlagen-Nr.: V/0650/2016 Auskunft erteilt: Herr Weigt Ruf: 492 61 36 E-Mail: Weigt@stadt-muenster.de Datum: 15.08.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0650/2016 eine Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer eröffnet und eine Unterstützer -Akquise initiiert (Kommunikationsstrategie) werden. Spätestens nach dem endgültigen Ausbau einer Route soll diese im Rahmen einer gemeins a- men Marketingstrategie offensiv beworben werden. 6. Der Rat beschließt zur Förderung des Alltagsradverkehrs in der Gemeinde/ Stadtregion die Zu- bringer-, Tangential- und Bypass-Verbindungen im Gemeindegebiet als kommunale Entwick- lungsziele im Sinne eines längerfristigen Zielkonzepts. Die Verwaltung wird beauftragt, diese kommunalen Entwicklungsziele im Gemeindegebiet sowie ihre Integration in der Gemeindeen t- wicklung mit hoher Priorität zu verfolgen. 7. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Fö r- derung des Alltagsradverkehrs im Sinne der genannten stadtregionalen und kommunalen En t- wicklungsziele auf der Grundlage gesonderter Entscheidungen erfolgen und auf Antrag im Rahmen bestehender und budgetierter Förderprogramme des Landes NRW (z. B. Förderpr o- gramm Nahmobilität) bezuschusst werden können. Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit den mitwirkenden Gemeinden und den Str a- ßenbaulastträgern ein Entwicklungs- und Investitionsprogramm mit Zeit- und Kostenangaben zu den stadtregionalen Velorouten zu erarbeiten. Die Inhalte des Programms sollen in Abstimmung mit der Bezirksregierung (Bewilligung und Koordination der Fördermittel) erarbeitet werden. 8. Der Rat beauftragt die Verwaltung, im Münsteraner Stadtgebiet infolge des erhöhten und wach- senden Radverkehrsaufkommens auf den stadtregionalen Velorouten sowie auf wichtigen Z u- bringer-, Bypass - und Tangentialverbindungen bedarfsgerecht höhere Zielstandards für den Ausbau und Betrieb anzustreben. II. Finanzielle Auswirkungen: Durch die vorstehenden Beschlüsse entstehen zunächst keine zusätzlichen finanziellen Auswir- kungen. Aufwendungen entstehen erst anlässlich infrastruktureller und sonstiger Aufwendungen für die Ertüchtigung der stadtregionalen Velorouten nach Maßgabe des Beschlusspunktes 7. Begründung: Zu Beschlusspunkte 1 und 2 Die Ratsmitglieder in den Städten und Gemeinden der Stadtregion Münster sind zuletzt Mitte 2013 mit einer gemeinsamen Vorlage u.a. über den Sachstand und die Perspektiven der stadtregionalen Zusammenarbeit informiert worden. Zugleich haben die Ratsmitglieder in der Stadtregion Münster seinerzeit die Notwendigkeit der stadtregionalen Zusammenarbeit bekräftigt und organisatorische Eckpunkte für die Zusammenarbeit festgelegt. Die Stadtregion Münster zählt seit Mitte den 90iger Jahren zu den Wachstumsregionen in NRW. 1994 wohnten beispielsweise in der Stadtregion Münster rund 55 Tsd. Menschen weniger als heute; zei t- nah werden mehr als 500 Tsd. Menschen in der Stadtregion Münster leben und wohnen. Die Bela s- tungen und Herausforderungen (z. B. in den Bereichen Verkehr, Klima, Wohnen und Infrastruktur) aus dieser dynamischen Entwicklung können teilweise weder von einer Kommune allein bewältigt noch ursächlich allein einer Gemeinde zugeschrieben werden. - 3 - V/0650/2016 2013/2014 hat im Auftrag der Münsterlandkonferenz eine Arbeitsgruppe unter der Federführung von Frau Regierungsvizepräsidentin Feller mögliche Zukunftsperspektiven für die Mobilität im Münste r- land untersucht. Ein en Schwerpunkt im Abschlu ssbericht „Mobilität im ländliche n Raum“ bilden die Empfehlungen zur Radverkehrsförderung mit dem Ziel ein hierarchisch gestuftes Netz im Münste r- land aufzubauen. Die Stadtregion greift diese Empfehlungen auf und möchte die En twicklung, den Bau und Betrieb sowie die Weiterentwicklung eines interkommunalen Radwegenetzes in der Stadtr e- gion gemeinsam vorantreiben. 2015 haben die Städte und Gemeinden in der Stadtregion Münster als erste Region in Deutsc hland den Titel „Energie- und Klimaschutzregion“ durch die Bundesgeschäftsstelle European Energy Award verliehen bekommen. Sie verfolgen damit das gemeinsame langfristige Anliegen , eine CO2-neutrale Stadtregion zu werden. Die Städte und Gemeinden sehen in einer verstärkten Radnutzung innerhalb der Stadtregion ein s ehr hohes Potenzial für den Klimaschutz und zur Ve rbesserung der Verkehrs - und Lebensqualität. Vor dem Hintergrund der Zunahme von Radverkehrsreichweiten (E -Bikes, z. B. Pedelecs) sollen durch Qualitätsverbesserungen im Alltagsradwegenetz wichtige Vorauss etzungen für eine ve rstärkte Radnutzung in der Stadtregion geschaffen werden. Die Stadtregion konkretisiert mit ihrer Initiative die Nahmobilitätsziele des Landes und die Empfehlun- gen der Münsterlandkonferenz zur Mobilität im ländlichen Raum . Die Initiative versteht sich auch als eine modellhafte Antwort im Umgang mit den wachsenden Pendlerströmen in der Stadtregion Mün s- ter, einem Oberzentrum mit ländlichem Umland. Eine inhaltsgleiche Vorlage wird in den Gremien der Stadtregion Münster (Siehe Beschlusspun kt 2) behandelt. Der voraussichtliche Beratungsverlauf ist der Anlage A zu entnehmen. Zu Beschlusspunkt 3 Auf der Grundlage von stadtregionalen Netzanalysen (vergl. Vorlage 2013) haben die Städ- te/Gemeinden in der Stadtregion ein Konzept mit einem System von Stadtregionalen Velorouten so- wie Tangential-, Bypass- und Zubringerverbindungen entwickelt. Mit den Stadtregionalen Velorouten sollen komfortable , direkte, verkehrssichere und radiale Wege von den Umlandgemeinden bis hin zur Promenade nach Münster als attraktive Angebote für den i n- nerregionalen Alltagsradverkehr geschaffen werden. Start- oder Endpunkt der Routen sind jeweils z entrale Orte in den Hauptorten der Umlandgemei nden auf Vorschlag der jeweiligen Gemeindeverwaltung. Die Verwirklichung der Sta dtregionalen Velorou- ten wollen die mitwirkenden Städte und Gemeinden als gemeinsame stadtregionale Entwicklungs- ziele im Sinne eines längerfristigen Zielkonzepts verfolgen. Zu Beschlusspunkt 4 Die Städte und Gemeinden streben die Verwirklichung der stadtregionalen Ziele gemeinsam und mit erhöhter Priorität auf örtlicher Ebene an. Es gilt insbesondere, diese Ziele auf dem eigenen Gemei n- degebiet in die örtliche Stadt- und Ortsteilentwicklung zu integrieren. Bei dem Ausbau der 13 Stadtregionalen Velorouten wird grundsätzlich eine pragmatische Verwirkli- chung von Mindestanforderungen zum Ausbau, zur Gestaltung (Markierung), zur Beschilderung und zum Betrieb (Siehe Anlage C) angestrebt. Die Verwirklichung der Mindestanforderungen sind insofern Bestandteil der o g. stadtregionale Ziele und wesentliche Voraussetzung für die Erhöhung der Radnutzung auf den Routen. Das schließt ausdrücklich ein, dass in begründeten Ausnahmen und bei unverhältnismäßigen Ausbauerfordernissen eine Abweichung von den Mindestanforderu ngen nicht ausgeschlossen ist, wenn ein verkehrssicherer Betrieb möglich ist. Es liegt zugleich im Ermessen der - 4 - V/0650/2016 Gemeinde, womöglich in Abstimmung mit einem Baulastträger, in der Sache gebotene höhere Sta n- dards anzustreben. Das Netz der 13 stadtregionalen Velorouten soll insgesamt und schrittweise bis zu einem funktionsfä- higen Betrieb (Mindestanforderungen nach Möglichkeit verwirklicht) ausgebaut werden. Damit ist jede Ertüchtigung (punktuell oder in einem Abschnitt) im Sinne des beabsichtigten Ausbaus eine Ve rbes- serung für den stadtregionalen Alltagsradverkehr. Gleichwohl ist es gemeinsames Ziel aller mitwi r- kenden Gemeinden, möglichst bald eine der 13 stadtregionalen Velorouten als Referenzbeispiel fe r- tigzustellen. Es wird zudem angestrebt, bis 2022 auf allen 13 Stadtregionalen Velorouten die Min- destanforderungen, zumindest in ihren überwiegenden Abschnitten, zu verwirklichen. Bei zahlreichen Abschnitten der 13 Stadtregionalen Velorouten wie auch der Zubringer -, Tangential- und Bypass -Verbindungen liegt die Ba ulast nicht bei der Belegenheitsgemeinde , sondern bei den Kreisen Coesfeld, Steinfurt oder Warendorf oder beim Landesbetrieb Straßen NRW. Vor diesem Hi n- tergrund wollen die Städte und Gemeinden sich gemeinsam und einzeln für eine möglichst baldige Ertüchtigung der Abschnitte im Sinne des Zielkonzeptes bei den Straßenbaulastträgern einsetzen. Die bauliche Umsetzung des Zielkonzepts sowie seine Integration in die Gemeindeentwicklung ob- liegt den zuständigen Baulastträgern und der jeweiligen Belegenheitsgemeinde im Rahmen ihrer Pla- nungshoheit. Die materiell-inhaltliche Schnittstellenkoordination an den Gemeindegrenzen wird durch den Ansprechpartnerkreis unter Zuarbeit der Geschäftsstelle des Ansprechpartnerkreises wahrg e- nommen. Grundlage ist ein gegenseitiger und frühzeitiger Austausch unter Kommunen und Baulas t- trägern über den Sachstand und die Veränderungen bei der Planung und Umsetzung des Zielkonzep- tes. In einer Kooperation der mitwirkenden Städte und Gemeinden mit dem Fachbereich Bauingenieurwe- sen der Fachho chschule Münster haben Studierende der Fachhochschule eine umfangreiche ba u- technische Bestandsanalyse der stadtregionalen Velorouten durchgeführt. Es ist geplant, die vorau s- sichtlich im November vorliegenden Ergebnisse in die weitere Arbeit zur Ertüchtigun g der Routen einfließen zu lassen. Die Inwertsetzung der Verbesserungen im Alltagsradwegenetz bedürfen einer Ergänzung durch eine aktivierende Öffentlichkeitsarbeit. Damit sollen die Attraktivität des Verkehrsmittels Rad auch auf lä n- geren Distanzen (bis 25 km) und der Anteil der Radfahrer unter den Berufs -, Ausbildungs-, und Ein- kaufspendlern sowie im Alltagsradverkehr innerhalb der Stadtregion erhöht werden. Laut Pendle r- rechnung NRW (30.6.2013) richtet sich dieses Ziel u. a. auf mehr als 35 Tsd. Berufspen dler täglich zwischen Münster und den Umlandgemeinden, unter Einbeziehung von Ausbildungs -, Einkaufs- und Freizeitpendlern sowie dem zurückliegenden und gegenwärtigen Einwohner - und Arbeitsplatzwachs- tum wird die Zahl vermutlich deutlich höher anzusetzen se in. Ein e Realisierung dieses Potenzials führt, durch Studien belegt, zu zahlreichen gesundheitspolitischen, klima - und umweltpolitischen s o- wie ökonomische Effekten (Anlage D) und zu einer Profilierung der Stadtregion als Fahrradregion. Zu Beschlusspunkt 5 Ergänzend zur baulichen Verwirklichung der stadtregionalen Velorouten durch die Belegenheitsg e- meinde oder in Zusammenarbeit mit dem bzw. durch den jeweiligen Baulastträger ist beabsichtigt, die begleitende Kommunikation in den nächsten Jahren im Kontext der Stadtregion zu entwickeln und zu betreiben. Diese soll - 5 - V/0650/2016 eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung der Nutzer im Zuge der Entwicklung und Ertüchtigung der Routen (Akzeptanzerhöhung), eine Unterstützerakquise in den Stadtgesellschaften der Stadtregion (Unterstützung der Initiative), erforderliche Koordinationsmaßnahmen bei der Entwicklung der einzelnen Routen und nach dem endgültigen Ausbau einer Route Marketingmaßnahmen, einerseits zur Aktivierung und Mobilisierung neuer Nutzer und andererseits zur Bewerbung als „stadtregionale Marke“ umfassen. Die Beantwortung/Bewältigung der daraus resultierenden Fragestellungen und Herausforderungen erfordert eine erhebliche Intensivierung der stadtregionalen Zusammenarbeit und eine stadtregi onal abgestimmte Konzeption und Vorgehensweise. Vor diesem Hintergrund werden die Städte und G e- meinden in der Stadtregion sich u. a. mit diesen Aufgabenstellungen um eine Unterstützung dieser konzeptionellen Arbeit im Rahmen des Wettbewerb StadtUmland.NRW im September 2016 bewer- ben. Zu Beschlusspunkt 6 Das Konzept zur Ertüchtigung des Alltagsradwegenetz sieht neben der Implementierung der stadtr e- gionalen Velorouten ein ergänzendes Netz von Zubringer-, Tangential- und Bypass-Verbindungen als kommunale Ziele zur Ertüchtigung des Alltagsradwegenetz vor. Durch dieses Netz werden alle Or t- steile in der Stadtregion an das Netz der Velorouten direkt angeschlossen und direkte Radwegeve r- bindungen zwischen einzelnen Ortsteilen sowie zwischen benachbarten G emeinden geschaffen. Die jeweiligen Belegenheitskommunen unterstützen damit auch die Erfolgsaussichten der stadtregionalen Zielsetzungen. Es obliegt den Gemeinden bzw. der kommuna lnachbarlichen Abstimmung, welche Standards bei der Entwicklung und ggf. der Ertüchtigung der Verbindu ngen bedarfsgerecht zu Grun- de zu legen sind. Zu Beschlusspunkt 7 Die Initiative „Stadtregionale Velorouten“ wird seitens des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stad t- entwicklung und Verkehr positiv bewertet, insbesondere wegen des verkehrspolitischen Ansatzes zur Reduzierung der negativen Auswirkungen der Pendlerproblematik und zum Schutz des Klimas. Das Projekt erscheint im Rahmen der bestehenden Förderprogramme (z. B. Nahmobilität) förde rfähig, eine Sonderförderung kann nicht in Aussicht gestellt werden. Daz u stehen Landesmittel von jährlich 2. Mio. € für den Regierungsbezirk Münster zur Verfügung. Weitere 10 Mio. € an Bundesmitteln st e- hen für den Ausbau von Landes- und Bundesstraßen, Entscheidung durch Votum des Regionalrates, zur Verfügung. Die Förderanträge zur Nahmobilität sind jeweils bis z um 16.06. für das Folgejahr zu stellen. Neben den Planungskosten wäre ggf. auch das projektierte Marketin gkonzept förderfähig. Wesentliche und zwingende Fördervoraussetzung ist ein mit allen Baulastträgern abgestimmtes ve r- bindliches, inhaltliches und zeitl iches Maßnahmenpaket für jede zu entw ickelnde Veloroute. Es wäre von Vorteil, wenn die Kommunen und Baulastträger unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebe n- heiten sich auf ein gestuftes Maßnahmenpaket verständigen würden. Mit Blick auf die begrenzten Fördermittel wird mit der Bezirksregierung Münster zu klären sein, ob und inwieweit eine Mitfinanzi e- rung auch aus anderen Fördermöglichkeiten im Bereich Stadten twicklung und Umwelt (Klimaschutz) möglich werden könnte. Vorrangige Entwicklungsprämisse der stadt regionalen Velorouten wie auch der Tangential -, Zubrin- ger- und Bypassverbindungen sind möglichst direkte Verbindungen zwischen den Siedlungste ilen unter möglichst weit gehender Nutzung vorhandener Wegeverbindungen. Diese Konfiguration weicht infolge dessen an mehreren Stellen von dem als Wabennetz konzipierten Radwegenetz NRW (la n- desweite Wegweisung mit roten Schildern) ab. Die Beschilderung der stadtregionalen Velorouten erfordert insofern eine Synchronisierung mit dem Radwegenetz NRW. - 6 - V/0650/2016 Die Kommunen in der Stadtregion wollen sich darüber hinaus dafür einsetzen, dass ggf. auch im Rahmen von Bauunterhaltungsmaßnahmen in dem vorgeschlagenen System der stadtregionalen Velorouten sowie der Tangential-, Zubringer- und Bypassverbindungen durch geeignete Maßnahmen (z. B. Markierungen) Qualitätsverbesserungen im Sinne einer Annäherung an die Mindestanforderu n- gen bzw. an einen bedarfsgerechten Ausbau erreicht werden. Zu Beschlusspunkt 8 Als Fahrradhochburg in Deutschland verfügt Münster über einen außergewöhnlich hoh en Radve r- kehrsanteil von ca. 40% am Modal Split. Gepaart mit der (steigenden) Einwohnerzahl Münsters und der Funktion als Oberzentrum des Münsterlandes (u.a. großer Radpendleranteil) sind die a bsoluten Radverkehrszahlen in Münster deutlich höher als in den Umlandgemeinden. Dies führt zwangsläufig dazu, dass in Münster auch abweichende Zielstandards für die Radverkehrsinfrastruktur gelten mü s- sen. Die für Münster angestrebten Zielstandards sind dem Radverkehrskonzept – Münster 2025 zu en t- nehmen (vgl. Beschlu ssvorlage V/0647/2016). In der Regel orientieren sich die Standards an den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA). Wenn Straßenquerschnitte besonders hohe Radve r- kehrsmengen aufweisen und die Bemaßungen der ERA nicht ausreichen, um Komfort und S icherheit zu gewährleisten, werden Einzelfallentscheidungen zu Gunsten (noch) breiterer Radve rkehrsanlagen angestrebt. I.V Gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: A Liste mit voraussichtlichen Beratungsterminen B Karte mit stadtregionalen Velorouten C Mindestanforderungen für den Ausbau und Betrieb der stadtregionalen Velorouten D Beweggründe für das Rad als Alltagsverkehrsmittel E Bevölkerungsentwicklung in der Stadtregion F Pendlerverflechtungen in der Stadtregion
Anlage F Stadtreg_Beschäftigte_Wohn-Arbeitsort_Pendler_V
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Anlage F Anzahl in % Altenberge 3.825 2.136 55,8% Ascheberg 5.430 1.994 36,7% Drensteinfurt 6.196 2.540 41,0% Everswinkel 3.330 1.637 49,2% Greven 11.001 5.166 47,0% Havixbeck 4.147 2.493 60,1% Nottuln 7.342 3.333 45,4% Ostbervern 3.576 1.390 38,9% Senden 7.552 4.278 56,6% Sendenhorst 4.128 1.892 45,8% Telgte, Stadt 6.159 3.567 57,9% Umlandgemeinden 62.686 30.426 48,5% Münster 38.515 / / Anzahl in % Altenberge 3.208 545 17,0% Ascheberg 2.843 330 11,6% Drensteinfurt 1.744 335 19,2% Everswinkel 2.401 410 17,1% Greven 10.785 1.842 17,1% Havixbeck 2.074 571 27,5% Nottuln 3.068 525 17,1% Ostbervern 1.826 309 16,9% Senden 3.480 944 27,1% Sendenhorst 3.034 445 14,7% Telgte, Stadt 4.396 1.281 29,1% Umlandgemeinden 38.859 7.537 19,4% Münster 92.818 / / Quelle: Landesdatenbank NRW, Pendlerrechnung 30.6.2014 Einpendler Berufspendler (Tagespendler) in der Stadtregion Münster Anzahl insgesamt darunter aus MS Ort Auspendler Ort Anzahl insgesamt darunter nach MS Geschäftsstelle Ansprechpartnerkreis Stadtregion Münster Anlage F Ort 30.06.2004 30.06.2009 30.06.2014 Differenz zw. 2004 und 2014 Veränderung in % Münster 127.071 136.767 153.373 26.302 20,7% Altenberge 2.848 3.152 3.666 818 28,7% Ascheberg 2.830 3.117 3.750 920 32,5% Drensteinfurt, Stadt 1.922 1.962 2.207 285 14,8% Everswinkel 2.424 2.684 2.992 568 23,4% Greven, Stadt 11.134 12.021 13.804 2.670 24,0% Havixbeck 1.926 1.819 2.530 604 31,4% Nottuln 3.349 3.498 4.010 661 19,7% Ostbevern 2.143 2.440 2.702 559 26,1% Senden 2.941 3.747 4.285 1.344 45,7% Sendenhorst, Stadt 3.752 4.034 4.233 481 12,8% Telgte, Stadt 5.024 5.304 5.630 606 12,1% Stadtregion 167.364 180.545 203.182 35.818 21,4% Ort 30.06.2004 30.06.2009 30.06.2014 Differenz zw. 2004 und 2014 Veränderung in % Münster 85.190 90.996 105.303 20.113 23,6% Altenberge 3.024 3.422 3.894 870 28,8% Ascheberg 4.995 5.276 5.909 914 18,3% Drensteinfurt 4.870 5.461 5.936 1.066 21,9% Everswinkel 3.140 3.282 3.620 480 15,3% Greven 11.571 12.404 13.887 2.316 20,0% Havixbeck 3.599 3.703 4.283 684 19,0% Nottuln 6.332 6.839 7.448 1.116 17,6% Ostbevern 3.443 3.755 4.093 650 18,9% Senden 6.223 7.067 7.850 1.627 26,1% Sendenhorst 4.319 4.645 5.172 853 19,7% Telgte 6.076 6.396 7.022 946 15,6% Stadtregion 142.782 153.246 174.417 31.635 22,2% Quelle: Landesdatenbank NRW Jahr Jahr Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort in der Stadtregion Münster Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort in der Stadtregion Münster Geschäftsstelle Ansprechpartnerkreis Stadtregion Münster
Anlage D Beweggründe für das Rad als Alltagsverkehrsmittel_Stand_10_08_16
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1 Beweggründe für das Rad als Alltagsverkehrsmittel Das hohe Verkehrsaufkommen im motorisierten Individualverkehr wirkt sich stadtregional in Form von Verkehrsstaus, Lärm- und anderen Emissionen neg ativ aus. Durch die Implementierung der stadtregionalen Velorouten soll die Lebensqualität in der Stadtregion erhalten und verbessert werden. Mit der Umsetzung der Velorouten in der Sta dtregion wird der Radverkehr auf Kurz- und Mittelstrecken (Distanzen bis 25 km) gefördert, um die Attraktivität des Radfahrens zu steigern und in Verbindung mit einer geeigneten Öffentlichke itsarbeit den Anteil des Radverkehrs zu erhö- hen. Darüber hinaus sprechen neben dem Klimaschutz viele weitere Argumente für die Nutzung des Fahrrades bzw. des Elektrofahrrades (E-Bike), dem gerade für längere Distanzen besondere Bedeu- tung zukommt. Die Vorzüge des alltäglichen Radfahrens werden im Folgenden erläutert. 1. Alltagsradler sind gesünder und leben länger Regelmäßiges Radfahren hat einen großen positiven E influss auf die Gesundheit und Fitness des Menschen (vgl. Abb. 1). Es stärkt somit das Wohlbefinden jedes einzelnen. Abbildung 1: Effekte des Radfahrens (Quelle: Zentrum für Gesundheit der deutschen Sport hochschule Köln (2006): Cycling & Health. Kompendium gesundes Radfahren. Kö ln, S. 8) - große Bandbreite positiver Auswirkungen auf die Ges undheit: „Radfahren kann auf vielfältige und sehr unterschiedliche organische und systemisch e Faktoren und Parameter unmittelbar positiv Einfluss nehmen“ (Zentrum für Gesundheit der deutschen Sporthochschule Köln) - Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochd ruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Altersdiabetes werden vermieden - regelmäßige Bewegung verringert Herzinfarktrisiko um ca. 50 % (Quelle: Deutsches Institut für Urba- nistik (Difu) gGmbH (Hrsg.): Gesundheitsförderung u nd Radfahren. In: Forschung Radverkehr - Analysen A -5/2012, S. 3) Anlage D 2 - sportliche Betätigung stärkt die Rückenmuskultur und wirkt Rückenbeschwerden entgegen - Radfahren ist gelenkschonend - Immunsystem und Leistungs- sowie Konzentrationsfähigkeit werden gestärkt - psychischer Stress wird täglich abgebaut sportliche Betätigung beeinflusst Hormonspiegel (nach 30-40 min Sport werden Glückshormone frei) und hat eine direkt entspannende Wirkung (Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) g GmbH (Hrsg.): Gesundheitsförderung und Radfahren. I n: Forschung Radverkehr - Analysen A-5/2012) - permanentem Zeitstress wird entgegengewirkt: Entschleunigung als neues Paradigma - es lohnt sich insbesondere auch längere Wege mit de m Rad zurückzulegen, weil sich die positi- ven Gesundheitseffekte aufsummieren (vgl. Abb. 2). Abbildung 2: Belastungsdauer & Trainingseffekt (Quelle: Zentrum für Gesundheit der deutschen Sport hochschule Köln (2006): Cycling & Health. Kompendium gesundes Radfa hren. Köln, S. 46) 2. Jeder Fahrradkilometer schützt das Klima & die Umwelt Nach der Energiewirtschaft war 2014 der Verkehr die zweitgrößte Treibhausgas-Quelle in Deutsch- land (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in- deutschland/treibhausgas-emissionen/emissionsquellen). Insbesondere der motorisierte Individualverkehr hat einen großen Anteil (76 % im Jahr 2012) am Verkehrsaufkommen und wirkt sich negativ auf das Klima aus (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/modal-split-des-personen- gueterverkehrs). Mit der Förderung des Radverkehrs kann sich nicht nur die Stadtregion Münster als Energie- und Klimaschutzregion weiter profilieren, sondern auch Beiträge zu den Klimaschutzkon- zepten der beteiligten Kommunen geleistet werden. Das wachsende Verkehrsaufkommen führt zu negativen Umweltauswirkungen durch Emissionen und hohen Flächenverbrauch. Mit Blick auf die den A nstieg der sozialversicherungspflichtig Be- schäftigten und der damit verbundenen Pendlerzunahm e, gilt es künftige Verkehrszuwächse vor allem im Radverkehr zu generieren. Wenn z.B. mehr P endler täglich mit dem Rad zur Arbeit fah- 3 ren, bedeutet dies in der Folge weniger Treibhausga s- und Lärmemissionen sowie weniger Flä- chenverbrauch. Tabelle 1: Emissionen der Verkehrsträger PKW und Fa hrrad in Gramm pro Personenkilometer (Pkm: Verkehrs - aufwand unter Berücksichtigung der Auslastung eines Verkehrsmittels) CO2-Äquivalente [g/Pkm] Stickoxide [g/Pkm] Feinstau b [g/Pkm] Auto 142,3 0,31 0,0087 Fahrrad 0 0 0 (Quelle: Umweltbundesamt (Hrsg.) (2012): Daten zum Verkehr. Ausgabe 2012. Bonn, S.32) 2.1 Treibhausgasemissionen eindämmen! - jeder Fahrradkilometer verringert die Treibhausgase missionen und die Belastung durch weite- re Schadstoffe (siehe z.B.: Luftreinhalteplan Münster , 2009, 2014) - fast 50 % der Fahrten mit dem PKW sind Kurzstrecken (bis 5 km), bei denen die Emissionen durch den kalten Motor besonders hoch sind (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr) 2.2 Lärmbelastung einschränken! - jeder Fahrradkilometer verringert die Lärmemissionen - ein Lärmpegel um 50 dB(A) gilt als gute akustische Umwelt, bei Werte darüber hinaus drohen gesundheitliche Schäden, zur Zeit ergeben sich für viele Agglomerationen Werte von mehr als 55 dB(A) (Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr) - Beitrag zur Lärmaktionsplanung Lärmbelastung in Stadt-/Umlandbereichen vermindern Lebens- und Wohnbedingungen verbessern 2.3 Fläche sparen! - das Verkehrsflächenwachstum stößt an seine Grenzen - großer Teil der Verkehrsflächen wird durch Autoverk ehr beansprucht (ruhender & fließender Verkehr), das Fahrrad ist das deutlich flächensparendere Verkehrsmittel - auf der Fläche eines Autoparkplatzes können z.B. gut acht Fahrräder abgestellt werden 2.4 Aufenthaltsqualität erhalten! - attraktives Stadtbild als Standortfaktor durch weniger motorisierten Individualverkehr - öffentliche Räume bleiben attraktiv - Lebensqualität wird gefördert 4 3. Das Rad als effizientes und kostensparendes Verkehrsmittel Das Rad ist ein günstiges Verkehrsmittel, das nicht nur jedem Radfahrer Kosten erspart, sondern auch den Städten und Gemeinden sowie den Arbeitgebe rn. Für eine optimale Nutzung dieses Po- tenzials bedarf es sicherer, durchgängiger und komfortabler Radverkehrsinfrastrukturen. 3.1 Jeder Radfahrer profitiert - Fahrrad = kostengünstiger Ansatz Nahmobilität bezahlbar gestalten zu können - Kosten der Automobilität (5000 € / Jahr = laufende Betriebskosten + Fixkosten) werden einge- spart (Quelle: Umweltbundesamt (2012): Wirtschaftliche As pekte nichttechnischer Maßnahmen zur Emissions- minderung im Verkehr, S. 24) - jeder geradelte Kilometer kostet 10 Cent, jeder per PKW zurückgelegte hingegen 30 - 60 Cent (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr) - Stauzeit wird vermieden, Lebenszeit gewonnen Zeiteinsparung + Bewegung - das Rad ist im Stadtverkehr bis 5 km das schnellere Verkehrsmittel (vgl. Abb. 3) - das Pedelec kann sogar bis zu 14 km mit der Schnell igkeit des Autoverkehrs mithalten (vgl. Abb. 3) - der zeitliche Mehrausfwand ist für Distanzen bis 20 km überschaubar, zugleich besser kalkulierbar und mit der Nutzung von E-Bikes gut zu bewerkstelligen Abbildung 3: Schnelligkeit der verschiedenen Verkehrsmittel (Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/themen/verke hr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#) 5 3.2 Die öffentliche Hand profitiert - Aufbau & Instandhaltung von Radverkehrsinfrastruktu r für den Verkehr sind kostengünstiger als vergleichbare Strukturen für den motorisierten Individualverkehr (vgl. Abb. 4) - Investitionen in diese Infrastrukturen haben höhere Beschäftigungseffekte laut österreichi- scher Studie 4,4-fach höher als bei Autobahnbau (Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) g GmbH (Hrsg.)(2012): Ökonomische Effekte des Radfahrens. In: Forschung Radverkehr - Analysen A-3/2012) - Beispielberechnungen z.B. aus Dänemark zu den gesamtgesellschaftlichen Kosten von Mobili- tät zeigen, dass hier durch jeden geradelten Kilometer eine Entlastung von 16 Cent und durch jeden per PKW zurückgelegten Kilometer eine zusätzliche Belastung von 15 Cent erzeugt wer- den demnach ist das Fahrrad auch gesamtgesellschaftlich das kostengünstigere Verkehrs- mittel (Quelle: Gösslinga, S. u. A. S. Choic (2015): Transport transitions in Copenhagen: Comparing the cost of cars and bicycles. In: Ecological Economics, Bd. 113, S. 106–113; verwendet im Artikel: New Study Exam ines the Value of Bicycling in Copenhagen, http://www.planetizen.com/node/78731) Abbildung 4: Anteil des Radverkehrs und die kommunalen Ausgaben für die einzelnen Mobilitätsformen. Das Beispiel Bremen (Quelle: eigene Darstellung, nach dem Institut für Verkehrswesen der Universität Kassel (2015): NRVP – Kostenvergleich zwischen Radverkehr, Fußverkehr, Kfz-Verkehr und ÖPNV anhand von kommunalen Haushalten. Endbericht, S. S.129 u. 141) 6 3.3 Die Privatwirtschaft profitiert - Alltagsradfahrer weisen 50 % weniger krankheitsbedi ngte Fehlzeiten auf Krankheitskosten für Gesundheitssystem und Wirtschaft werden reduzie rt (Quelle: Institut für Urbanistik (Difu) gGmbH (Hrsg.): Gesundheitsförderung und Radfahren. In: Forschung Radverkehr - Analysen A-5/2012, S.4) - radfahrende Mitarbeiter sind gesündere Mitarbeiter - radelnde Mitarbeiter verbessern ihre Fitness, sind ausgeglichener und erreichen den Arbeitsplatz einfacher (ohne Stau) - Stadt Münster beteiligte sich an der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit vom BMVI, AOK und ADFC : 2015 haben sich bundesweit rund 150.000 Arbeitnehmer beteiligt sie legten dabei insge- samt 23,4 Millionen Kilometer zurück (pro Person 156 km), wodurch ca. 4,6 Millionen Kilo- gramm CO2 (30,67 kg CO2 pro Person) eingespart werden konnten (Quelle: https://www.mit-dem- rad-zur-arbeit.de/bundesweit/index.php) - hoher Anteil der Alltagsradfahrer in der Mitarbeiterschaft = Vorteile für Unternehmen - trotz zu beklagender Fahrradunfälle, überwiegen ins gesamt die Vorteile des Radfahrens im Alltag Fazit Das Pendeln mit dem Rad bietet insgesamt viele Vorteile, die durch eine optimal ausgebaute Rad- verkehrsinfrastruktur genutzt werden können. Insbesondere die Nutzung von E-Bikes ermöglicht es, auch längere Distanzen bequem zurückzulegen. Dies ist auch in Anbetracht einer älter werden- den Bevölkerung von großer Bedeutung. Innerhalb der Regionale 2016 im Westmünsterland wird mit dem Projekt Projekt Regio.Velo ein hochwertiges regionales Radverkehrsnetz mit einem ca. 60 km langen Rad-Schnellweg entwickelt. Die Stadtregion Münster wird mit der Umsetzung des Konzeptes „Implementierung stadtregiona- ler Velorouten“ den Anteil des Radverkehrs erhöhen und damit die Lebensqualität und Attraktivi- tät der gesamten Region steigern.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Warendorfer Straße
- Promenade 20
- Kinderhaus
- Brock
- Venne
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0650/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.08.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37