V/0732/2015
Personelle Unterstützung für zwei Jubiläumsausstellungen 2017 und 2018 im Stadtmuseum Münster
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Beschlussvorlage
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V/0732/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Stadtmuseum Betrifft Personelle Unterstützung für zwei Jubiläumsausstellungen 2017 und 2018 im Stadtmuseum Münster Beratungsfolge 19.11.2015 Kulturausschuss Vorberatung 03.12.2015 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government Vorberatung 09.12.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 16.12.2015 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Um die Jubiläumsausstellungen 2017 und 2018 im Stadtmuseum realisieren zu kö nnen, wird eine Wissenschaftlerstelle (EG 13) für insgesamt 21 Monate zusätzlich eingerichte t, die bei der Konzeption der Präsentationen mitwirkt, die die Abwicklung des umfangreichen Leihverkehrs übernimmt und die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet. 2. Unterstützend wird für 28 Monate eine Stelle einer studentischen Hilfskraft (EG 2) für 45 Stu n- den im Monat eingerichtet, damit durch Zuarbeiten eine effiziente Konzeption und Umsetzung der beiden Präsentationen durch Mitarbeiter des Stadtmuseums ermöglicht wird. Mittelbereitstellung/Finanzierung: Die zur Finanzierung erforderlichen Mittel sind schon im Haushaltsplan 2016 und folgende Jahre veranschlagt: Produktgruppe: 0405 Stadtmuseum 2016 2017 2018 Gesamt Zu 1: 85.860 € 66.000 € 151.860 € Zu 2: 5.030 € 8.830 € 6.790 € 20.650 € Gesamtsumme 5.030 € 94.690 € 72.790 € 172.510 € Vorlagen-Nr.: V/0732/2015 Auskunft erteilt: Frau Dr. Rommé Ruf: 492 45 00 E-Mail: RommeB@stadt-muenster.de Datum: 08.09.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0732/2015 Begründung: Nach dem Westfälischen Jahrzehnt, das mit der Europarats -Ausstellung zum Westfälischen Fri e- den des Westfälischen Landesmu seums 1998 abschloss, runden sich 2017 und 2018 wichtige Ereignisse der münsterischen Stadtgeschichte. Es stehen zwei Ausstellungen zu den beiden histo- rischen Ereignissen mit Alleinstellungsmerkmal in der münsterischen Stadtgeschichte an: das K ö- nigreich der Täufer und der Westfälische Friede. Anlässlich des Reformations-Jubiläums im Jahr 2017 soll im Stadtmuseum Münster eine Ausste l- lung zur Taufe verwirklicht werden, in der die verschiedenen Standpunkte zu diesem wichtigen Initiationsritus dargelegt werden. Münster spielt durch die Täuferbewegung eine außerordentliche Rolle in diesem Diskussionsprozess und besitzt daher ein Alleinausstellungsmerkmal in der Eur o- päischen Geschichte. Trotz der vielfältigen Aktivitäten zur 500. Wiederkehr der Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther ist mit einer großen Resonanz zu diesem Thema zu rechnen, was schon die zahlreichen Drehanfragen auch der BBC verdeutlichen. Diese Präsentation soll die unterschiedlichen Taufinterpretationen und Vorstellungen sowie Taufdars tellungen aus dieser Zeit in den Mittelpunkt stellen und verdeutlichen, wie schon kleine Interpretationsunterschiede zu g e- walttätigen Konflikten führen können. So wird der Alleinvertretungsanspruch aller drei beteiligten christlichen Religionen anhand der Taufe in seinem Zeitverständnis dargestellt. Für 2018 ist eine große Gemeinschaftsausstellung mit dem LWL -Museum für Kunst und Kultur, dem Pablo Picasso-Kunstmuseum, dem Archäologischen Museum der Universität und dem Bistum Münster geplant. Das Excellenzcluster Religion und Politik der WWU begleitet das Projekt. Im Mi t- telpunkt dieser konzertierten Aktion steht das Thema Frieden: Von der Antike bis zur Gegenwart s- kunst wird den Wegen, die zum Frieden führen, und seinen Symbolen nachgespürt. Diese fünf Einrichtungen werden hochkarätige Kunstwerke, aber auch aussagekräftige Alltagsgegenstände aus mehr als zweitausend Jahren ausstellen und damit den Kosmos Frieden für die Besucheri n- nen und Besucher in seinen verschiedensten Facetten darstellen. Das Stadtmuseum Münster wird sich auf den Westfälischen Frieden, das zweite Ereignis der Stadtgeschichte mit Alleinstellung s- merkmal, konzentrieren. Ausgehend von einer Darstellung der Ereignisse in Münster während der Friedensverhandlungen wird das Erinnern dieser Gescheh nisse in der Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt gestellt. In Zeitschnitten – 1648/1650, 1748, 1848, 1940/1941, 1948, 1998 – wird der Wandel der Bedeutung von „1648“ für die Stadtgesellschaft anhand von Gedenkhandlungen th e- matisiert und in Kontrast zu and eren Städten gestellt. Ausgangspunkt ist Münster und zu einigen Zeitschnitten wird in eine andere Stadt geschaut, um die unterschiedlichen Umgehensweisen zu verdeutlichen. So wird deutlich, welche gesellschaftlichen Gruppen überhaupt Interesse an einem Mythos „Westfälischer Frieden“ hatten, der meist Voraussetzung für eine Erinnerungskultur ist. Wie geht beispielsweise die protestantische Reichsstadt Nürnberg mit der Erinnerung an den A b- schluss des Westfälischen Friedens um oder die gemischt konfessionelle Reichsstadt Augsburg oder auch die in die politische Unabhängigkeit entlassenen sieben niederländischen Provinzen? Mit diesen beiden Präsentationen, die Meilensteine in der Stadtgeschichte darstellen und darüber hinaus Alleinstellungsmerkmale in der euro päischen Geschichte aufweisen, kann der historischen Bedeutung Münsters Rechnung getragen werden. Das Projekt „Wege zum Frieden“ führt darüber hinaus zu einer Vernetzung von fünf wichtigen Museen in Münster, so dass die Bedeutung der münsterischen Museumslandschaft mit einem zentralen Thema des Stadtmarketing verdeutlich wird und überregionale Effekte zu erwarten sind. In Vertretung Gez. Cornelia Wilkens Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0732/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.09.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37