V/0875/2005
Errichtung eines vereinseigenen Gebäudes für den TuS Hiltrup 1930 e. V.
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Beschlussvorlage
12876 Zeichen
V/0875/2005
DER OBERBÜRGERMEISTER
Sportamt
Betrifft
Errichtung eines vereinseigenen Gebäudes für den TuS Hiltrup 1930 e. V. mit einer Breitensport-
halle sowie einem Büro-und Kommunikationstrakt Moränenstraße/Kardinalstraße (neben der neu-
en 3-fach Sporthalle)
hier: Einmaliger städt. Baukostenzuschuss aus der Sportförderung
Beratungsfolge
24.11.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
24.11.2005 Sportausschuss Vorberatung
29.11.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
07.12.2005 Hauptausschuss Vorberatung
07.12.2005 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
Sachentscheidung:
1. Die Stadt Münster fördert mit einem einmaligen städt. Baukostenzuschuss die Aufwendun-
gen von TuS Hiltrup 1930 e. V. für den Bau der vereinseigenen Hochbauten „ Vereinsgebäu-
de mit einer Breitensporthalle und einem Büro- und Kommunikationstrakt“.
1.1. Städtische Förderung
Die Stadt Münster stellt TuS Hiltrup 1930 e. V. dafür aus der Haushaltsstelle
5510.987.1020.6 „Baukostenzuschuss TuS Hiltrup Breitensporthalle“ im Haushaltsjahr 2005
einen Betrag von 100.000,-- €, im Jahr 2006 230.000,-- €, im Jahr 2007 400.000,-- € und
im Jahr 2008 397.000,-- €, insgesamt 1.127.000,-- €, zur Verfügung.
1.2. Landesförderung (aus der Sportpauschale)
Aus Mitteln der Sportpauschale (Jahr 2004/2005) wird ein weiterer einmaliger Baukostenzu-
schuss von 41 933,88 € aus der Haushaltsstelle 5510.987.0100.0 „Baukostenzuschuss für
vereinseigene Sportanlagen“ zur Verfügung gestellt.
2. Die Errichtung der vereinseigenen Hochbauten wird nach den Plänen (Anlage 1) durchge-
führt, die zwischen dem Sportverein und der Verwaltung abgestimmt worden sind.
3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass TuS Hiltrup 1930 e. V. mit dem Bau des vereinseige-
nen Gebäudes mit einer Breitensporthalle und einem Kommunikationstrakt zusätzlich 12 öf-
Vorlagen-Nr.:
V/0875/2005
Auskunft erteilt:
Herr Willnath
Ruf:
492 52 10
E-Mail:
Michael.Willnath@stadt-muenster.de
Datum:
24.10.2005
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0875/2005
fentliche Einstellplätze errichtet, die aus Mitteln der Haushaltsstelle 6800.987.1160.5 „Bau-
kostenzuschuss Stellplätze Max-Winkelmann-Kampfbahn“ finanziert werden.
4. Die Erläuterungen zur Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen wer-
den zur Kenntnis genommen.
Kosten/Folgekosten
Die Stadt Münster wird dem TuS Hiltrup 1930 e. V. für den zweckgerechten Betrieb des fertig ge-
stellten Gebäudes Betriebskostenzuschüsse nach der Sportförderrichtlinie zahlen.
Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die Stadt Münster wird den Baukostenzuschuss aus den Mitteln finanzieren, die bei der Haus-
haltsstelle 5510.987.1020.6 „Baukostenzuschuss TuS Hiltrup Breitensporthalle“ veranschlagt bzw.
in die mittelfristige Finanz- und Investitionsplanung aufgenommen wurden und aus einem Anteil
der Sportpauschale 2004/2005. Im Einzelnen stellt sich die Finanzierung wie folgt dar:
Haush.-
stelle
Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
5510.987.1020.6 2005 100 000,--
5510.987.1020.6 2006 230 000,--
5510.987.1020.6 2007 400.000,--
5510.987.1020.6 2008 397.000,--
5640.940.0100.X Anteil aus der Sportpauschale 2004/2005 41 933,88
Insgesamt: 1.168.933,88
Für die Errichtung der zusätzlichen 12 öffentlichen Stellplätze wird bei der Haushaltsstelle
6800.987.1160.5 „Baukostenzuschuss Stellplätze Max-Winkelmann-Kampfbahn“ ein Betrag von
insgesamt 20.000,- € zur Verfügung gestellt.
Deckung: 9110.314.0000.7 „Entnahme Allg. Rücklage Kfz – Ablösebeträge“.
Begründung:
1. Ausgangslage
1.1 TuS Hiltrup 1930 e.V.
Der Turn- und Sportverein Hiltrup 1930 e. V. ( TuS Hiltrup) ist ein Mehrspartenverein und mit
seinen ca. 4 700 Mitgliedern der mitgliederstärkste Sportverein in Münster. In der Bundesre-
publik Deutschland liegt der Sportverein damit an Position 94, bezogen auf das Land Nord-
rhein-Westfalen an Position 22. Insgesamt nehmen ca. 4 180 Mitglieder das vielseitige und
abwechslungsreiche Sportangebot wahr. Weitaus wichtiger ist für die Verantwortlichen des
Sportvereins jedoch die Tatsache, dass sich bezogen auf die Gesamtmitgliederzahl ca.
1.800 Jugendliche (38,3 %) unter 18 Jahren am sportlichen Vereinsleben beteiligen.
1.2 Standort Max- Winkelmann- Kampfbahn
Die Max – Winkelmann – Kampfbahn in Hiltrup Mitte, eingegrenzt von der Bo-
delschwinghstraße im Norden, der Moränenstraße im Westen und der Kardinalstraße im Sü-
den wurde in der Vergangenheit durch die in unmittelbarer Nähe liegenden Schulen genutzt.
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Die Errichtung einer 3- fach Sporthalle und die Realisierung des Projektes „Herrichtung der
vereinseigenen Hochbauten des TuS Hiltrup“ an diesem Standort im Stadtteil bilden die
Grundlage für die angestrebte, alle Belange berücksichtigende Neuordnung der Fläche zwi-
schen Bodelschwinghstraße und Kardinalstraße. Für die angrenzenden Schulen werden
ausreichende Sporteinrichtungen (75 m Laufbahn, Weitsprunganlage und Ballspielfeld) wie-
derhergestellt.
Für die Zukunft nicht auszuschließende Erweiterungen der Johannesschule und der Paul-
Gerhardt-Schule/Clemensschule-Schule sowie die Errichtung von Spielplatzbereichen sind
berücksichtigt und können bei Bedarf umgesetzt werden. Z. Zt. nutzen die Schulen diese
Fläche als erweiterte Pausenhoffläche.
1.2 Sportumfrage im Stadtteil Hiltrup
Die im Jahr 1998 vom Institut für Sportk ultur und Weiterbildung durchgeführte Umfrage
„Sport in Hiltrup“ hatte zum Ergebnis, dass bei den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils
Interesse an weiteren breiten-, gesundheits- und familienorientierten Sportangeboten be-
steht. Darüber hinaus wurde ein weitergehender Bedarf in künftigen Kooperationen Kinder-
gärten/Schule/Verein für dringend erforderlich gehalten. Dies insbesondere mit Blick auf be-
wegungsintensive und nicht mit Leistungssportansprüchen verknüpfte Kursangebote.
2. Projektentwicklung
Bereits im August 1999 beantragte TuS Hiltrup 1930 e. V. gegenüber der Stadt Münster den
Bau eines vereinseigenen Gebäudes mit Breitensporthalle und Kommunikationstrakt mit ei-
nem Baukostenzuschuss zu unterstützen.
Die Turn- und Breitensportabteilung des Vereins kann das breiten-, gesundheits- und famili-
enorientierte Sportangebot aufgrund fehlender Hallenkapazitäten nur noch eingeschränkt
und häufig nur in nicht idealen oder angemieteten Räumen durchführen. Z. Zt. bietet die ca.
4 000 Mitglieder umfassende Abteilung ihre 50 unterschiedlichen Sportangebote in 13 – im
Stadtteil Hiltrup verteilt liegenden – Räume an. Durch die hohe Anzahl der im Stadtteil ver-
streuten Übungsstätten und der daraus resultierenden Sportangebotseinschränkung sieht
der Sportverein die weitere Entwicklung dieser Sparte gefährdet.
Perspektivisch besteht aus Sicht des TuS Hiltrup 1930 e. V. insbesondere im Bereich des
Gesundheits- und Seniorenangebotes sowie beim Sport mit Jugendlichen, Aussiedlern und
Ausländern weitergehender Handlungsbedarf.
Mit Hilfe des Neubaus ist der Sportverein u. a. in der Lage, auf weitere umfassende Koope-
rationsprogramme (z. B. Grundschulen und Kindergärten) einzugehen. Neben den bisheri-
gen Sportangeboten könnten durch seine Aktivitäten, in Zusammenarbeit mit anderen Trä-
gern, im integrativen sozialen Bereich weitere Schwerpunkte gesetzt werden. Der Ausbau
von Angeboten im Seniorensport mit entsprechendem Rahmenprogramm, der Ausbau des
Kinder- und Jugendangebotes im Freizeitbereich sowie die Möglichkeit zusätzlicher Angebo-
te im Gesundheitssport können bei ausreichenden und räumlich zusammengefassten Kapa-
zitäten verwirklicht werden.
Tus Hiltrup 1930 e. V. spart mit der Verwirklichung der Baumaßnahme für die derzeitige An-
mietung von Übungsräumen jährlich einen Betrag von 45 000,-- €. Diese Einsparung bringt
der Sportverein mit in die Finanzierung ein.
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3. Planung des Neubaus eines vereinseigenen Gebäudes mit Breitensporthalle und Kom
munikationstrakt
Die aus der Anlage 1 ersichtliche Planung wu rde in mehreren Abstimmungsgesprächen zwi-
schen dem Sportverein und der Verwaltung ausführlich beraten und weiterentwickelt. Ein
funktionaler und zweckmäßig ausgerichteter Baukörper ist die Grundlage des abgestimmten
Flächen- und Raumprogramms. Ziele der Maßnahme sind, eine am tatsächlichen Bedarf ori-
entierte Auslastung zu erreichen sowie ausreichende Perspektiven für ein zukunftsfähiges
Sport- und Vereinsleben und die Kooperation mit verschiedenen Zielgruppen (z.B. Schulen,
Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe u. a.) zu erreichen.
Planmäßig wird ein zweigeschossiger Baukörper errichtet. Dieser beinhaltet im Erdgeschoss
zwei Gymnastikräume einschl. der dazugehörenden Umkleide- und Sanitärbereiche, sowie
einer Geschäftsstelle. Im Obergeschoss sind die Büroräume und der Kommunikationstrakt
angeordnet.
Mit der Errichtung des Vereinsgebäudes mit Breitensporthalle und Kommunikationstrakt wird
TuS Hiltrup 1930 e. V. eine Erweiterung der bestehenden Angebote z. B. in den Bereichen
Rückenschule für Kinder, Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen, Ballet, Tiefenmusku-
laturentspannung usw. vornehmen. Darüber hinaus setzt der Sportverein neue Angebots-
schwerpunkte in den Bereichen Sport für Diabetes, Sport in Krebsnachsorge, Offener Treff
und Gesellschaftsspiele.
4. Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen
Der geplante Neubau gewährleistet eine barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses
durch ebenerdige Zugänge. In diesem Bereich wird die Geschäftsstelle eingerichtet, in der u.
a. Menschen mit Behinderungen ihre Anliegen (Informationen über Kursangebote, An- und
Ummeldungen usw.) vortragen können. Die lichten Türbreiten betragen mindestens 0,90 m
und sind somit für Rollstuhlfahrer/innen gut passierbar. Im Erdgeschoss wird ein Behinder-
ten-WC geschaffen.
5. Errichtung von 12 zusätzlichen öffentlichen Einstellplätzen
Im Rahmen der Errichtung „Neubaumaßnahme vereinseigene Hochbauten TuS Hiltrup 1930
e. V.“ werden für die Öffentlichkeit zusätzlich 12 Kfz-Einstellplätze gebaut. Diese Einstellplät-
ze werden insbesondere an Markttagen benötigt, um eine Entlastung auf der Kardinalstraße
und auf der Moränenstraße zu erreichen. Der Baukostenzuschuss von 20 000,-- € wird aus
der Haushaltstelle 6800.352.0000.7 “Ablösebeträge zur Schaffung von Kfz-Einstellplätzen“
finanziert. Die künftige Pflege und Unterhaltung dieser Fläche übernimmt der TuS Hiltrup
1930 e. V.
6. Finanzierung des vereinseigenen Gebäudes für den TuS Hiltrup 1930 e. V. mit einer
Breitensporthalle sowie einem Büro- und einem Kommunikationstrakt
6.1 Sportförderung der Stadt Münster
Seit 1999 beantragt TuS Hiltrup 1930 e. V. die Förderung des Aufwands für die vereinseig-
nen Hochbauten. Die Stadt Münster bewertet das Bauvorhaben unter sportfachlichen Ge-
sichtspunkten und vor dem Hintergrund einer zukunftsgerichteten Stadtteilentwicklung posi-
tiv.
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Die Bezuschussung der Neubaumaßnahme erfolg t im Rahmen der Förderung kommunaler
Sportstätten und Vereinsprojekten mit besonderer Bedeutung nach den Entscheidungen der
öffentlichen Beschlussvorlage V/0607/2004 vom 16.06.2004 durch den Rat der Stadt Müns-
ter. Dadurch erhält TuS Hiltrup 1930 e. V. die Höchstförderung von 70 % der gesamten Bau-
summe aus öffentlichen Mitteln bei einem Eigenanteil von 30 %. Der gesamte Baukostenzu-
schuss setzt sich aus städtischen Mitteln (1 127 000,-- €) und einem Anteil aus der Sport-
pauschale (41 933,88 €) zusammen.
Die Stadt Münster wird dem TuS Hiltrup 1930 e. V. den Baukostenzuschuss für vereinseige-
ne Hochbauten nach dem nachgewiesenen Baufortschritt auszahlen.
6.2 Finanzieller Anteil des TuS Hiltrup 1930 e. V.
Der TuS Hiltrup 1930 e. V. wird die geplanten vereinseigenen Hochbauten mit dem städt.
Baukostenzuschuss, mit einem Anteil aus der Sportpauschale, mit Eigenmitteln und mit ei-
nem Darlehen finanzieren.
7. Bau- und Betrieb des vereinseigenen Gebäudes mit einer Breitensporthalle und einem
Büro- und Kommunikationstrakt
TuS Hiltrup 1930 e. V. arbeitet z. Zt. in Zusammenarbeit mit dem Architekten an der Bauvor-
bereitung (Lärmschutzgutachten, Baugenehmigung usw.). Den Aufwand für den künftigen
Betrieb der vereinseigenen Hochbauten wird der TuS Hiltrup 1930 e. V. aus seinem Haus-
haltsetat aufbringen.
Die Stadt Münster wird ihn mit dem in Aussicht stehenden Betriebskostenzuschuss nach der
Sportförderrichtlinie, im Rahmen der jeweils zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln, aus
der Sportförderung fördern.
In Vertretung
Dr. Hanke
Stadträtin
Anlage 1:
Planungskonzept TuS Hiltrup 1930 e. V. über die Errichtung eines Vereinsgebäudes mit einer Brei-
tensporthalle und Büro- und Kommunikationstrakt
Anlage 1 Seiten 1-5
612 Zeichen
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Beratungsverlauf (5)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungOrte (3)
- Moränenstraße
- Kardinalstraße
- Bodelschwinghstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0875/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 02.11.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37