V/0402/2015
Nutzung des Festsaales der Waldorfschule durch den Verein "KULTUR erLEBEN e. V."/ Beiratsbesetzung
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Beschlussvorlage
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V/0402/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Nutzung des Festsaales der Waldorfschule durch den Verein "KULTUR erLEBEN e. V."/ Beiratsbesetzung Beratungsfolge 28.05.2015 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 02.06.2015 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 11.06.2015 Kulturausschuss Vorberatung 17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: 1. Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt den ersten Erfahrungsbericht über die Nutzung des Festsaales der Waldorfschule durch den Verein „KULTUR erLEBEN e. V.“ zur Kenntnis. 2. Die Vertretung der Stadt Münster im Beirat des Vereins „KULTUR erLEBEN e. V.“ wird bis auf weiteres durch folgenden Personenkreis unverändert fortgesetzt: - die Bezirksbürgermeisterin/der Bezirksbürgermeister des Bezirkes West, - die Leitung des Kulturamtes, - die Leitung des Amtes für Schule und Weiterbildung. Die Vertretungen übernehmen jeweils die Vertretungen im Amt. Begründung: In den Jahren 2011 und 2012 wurde in einem intensiven gemeinsamen Prozess zwischen Vo r- stand, Geschäftsführung und Förderverein der Waldorfschule, der Stadt und einigen im Stadtteil vorhandenen Akteuren die Neukonzeption für eine möglichst ideale Nachfolge des Vereins „Ku l- turKontakt e. V.“ entwickelt. Der Verein „KulturKontakt e.V.“, der seine Aktivitäte n zum Ende des Jahres 2012 beendete, hatte zuvor über viele Jahre sehr erfolgreich ein abwechslungsreiches Ku l- turprogramm sowohl im Stadtteil als auch mit einer Wirkung deutlich über den Stadtteil hinaus o r- ganisiert. Die Möglichkeit der Nutzung des Festsaa ls der Waldorfschule auch für außerschulische kulturelle Zwecke ist vertraglich zwischen Schule und Stadt ger egelt und wird von beiden Seiten begrüßt. Vorlagen-Nr.: V/0402/2015 Auskunft erteilt: Frau Schnell Herr Ehling Ruf: 492-4100 492-4000 E-Mail: Schnell@stadt-muenster.de Ehling@stadt-muenster.de Datum: 06.05.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0402/2015 Ziel der Gespräche war es, die Nutzung des Festsaals der Waldorfschule für ein (Stadtteil) - Kulturprogramm aufrecht zu erhalten und seine zukünftige Umsetzung in eine verbindliche und verantwortliche Trägerschaft zu bringen. Wichtige Maßgabe dabei war zudem, das Zusamme n- spiel zwischen den Interessen und dem Betrieb der Schule auf der einen und denen eines pot enti- ellen Nachfolgevereins auf der anderen Seite zu optimieren. Um Nutzungskonflikte und Reibung s- verluste zu vermeiden, wurde dieses Mal eine Verein sgründung angestrebt, bei der sich sowohl Interessierte aus dem Umfeld der Schule als auch aus dem Stadtteil in einem gemeinsamen neuen Verein zusammenfinden. Mit Beschluss des Hauptausschusses in seiner Sitzung vom 13.11.2013 zur Vorlage V/0629/2013 ist die Folgenutzung durch den neu gegründeten Verein „KULTUR erLEBEN e. V“. auf der Basis einer entsprechenden trilateralen Vereinbarung zwischen Schule, Verein und Stadt Münster in Kraft g etreten. Die Vereinbarung sieht vor, dass der Verein hinsichtlich der Programmierung und der Mittel - verwaltung vollständig eigenständig agieren kann. Dem Verein wurde ein Beirat an die Seite g e- stellt, der die Arbeit des Vereins in seiner Entwicklung und im Falle möglicher Interessenkonflikte begleiten soll. Der Beirat besteht aus jeweils drei Vertretern der Waldorfschule und der Stadt Münster. Mit der Einführung einer Nutzungs - und Entgeltordnung wurde zudem dem berechtigten Interesse der Waldorfschule an einer Rückerstattung der mit den Veranstaltungen unmittelbar ve r- bundenen Nebenkosten Rechnung getragen. Die Nutzung sordnung regelt, dass umlagefähige Nebenkosten wie Strom- und Heizkosten zu einem pauschalierten Betrag pro Stunde Nutzung vom Verein mit dem Träger der Waldorfschule abzurechnen sind. Die ersten Erfahrungswerte der gut zweijährigen Aufbauphase in dieser neuen Vereins - konstruktion „KULTUR erLEBEN e. V.“ sind durchaus positiv zu bewerten. Nach eigenen Angaben musste der Verein sehr schnell „Fahrt aufnehmen“, da zum Zeitpunkt seiner Gründung bereits vi e- le Anfragen von externen Darstellern vorlagen, die den Festsaal der Waldorfschule für ihre Vera n- staltungen nutzen wollte n. Vielfach handelte es ich sich dabei um Akteure, die bereits mit dem ehemaligen Verein „KulturKontakt e. V.“ kooperiert hatten. In Zukunft möchte der Verein auch ve r- mehrt Darsteller aktiv einladen, die den Veransta ltungsmix bereichern und das Prog rammangebot weiter profilieren. Mit bis zu 500 Plätzen in einer variablen Raumgestaltung und einer großzügigen Bühne ist der Festsaal der Waldorfschule in Münster einzigartig. Er bietet sehr gute Möglichkeiten für Darbietu n- gen unterschiedlichster Art und Größe und damit sowohl für kleinere (Stadtteil)Veranstaltungen als auch für ein Bühnenpr ogramm mit Strahlkraft über die Stadt hinaus. Das Programmangebot des „KULTUR erLEBEN e. V.“ war und ist entsprechend breit gefächert von Orchesterkonzerten und Musicals bis hin zu kleineren Theaterdarbietungen oder Lesungen. Insgesamt ca. 70 Veranstaltungen hat der Verein in den vergangenen Jahren realisieren können. Damit wurde das laut trilateraler Vereinbarung mögliche und vorgesehene Veranstaltungs - kontingent von 30 Veranstaltungen pro Jahr erreicht bzw. sogar überschritten. Auch das vereinbar- te Verfahren zur Termina bstimmung und -koordination zwischen originär schulischer Nutzung des Saales für Schulveranstaltungen und den außerschulischen Veranstaltungen durch den Verein hat sich bewährt. Ein mit Anme ldefristen geführter Belegungsplan sichert dabei sowohl den Vorrang der schulischen Veranstaltungen als auch angemessene und stimmige Zeitkorridore für die Vera n- staltungen des Vereins, inklusive der Probe- sowie Auf- und Abbauphasen. Die pauschalierte Nebenkostenabrechnung gemäß Nutzungs - und Entgeltordnung machte en t- sprechende Veränderungen in den Gastspielverträgen mit den Veranstaltern notwendig. Insb e- sondere für Veranstalter, die den Saal bereits im Rahmen des Veranstaltu ngsprogramms des Ver- eins „KulturKontakt e. V.“ nutzten, waren diese neuen Konditionen zunächst erklärungs - und ge- wöhnungsbedürftig, haben sich mittlerweile aber etabliert. - 3 - V/0402/2015 Auch die anfänglich recht „ungeübte“ Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder in dieser neuen Mi- schung aus ehrenamtlich Engagierten aus dem Stadtteil und aus dem Umfeld der Schule spielte sich langsam ein und gewann an Stabilität. Das Unwetter vom 28. Juli 2014 und die damit verbundenen finanziellen und personellen Engpä s- se haben die Vereins arbeit und den Vereinszusammenhalt jedoch erneut auf eine harte Bewä h- rungsprobe gestellt. Bedingt durch die umfänglichen Reparaturmaßnahmen des beschädigten Saalparketts und des darunter liegenden Estrichs war ein regulärer und repräsentativer Spielb e- trieb im zweiten Halbjahr 2014 nicht mö glich. Mit viel Engagement ist es dem Verein gelungen, einige Veranstaltungen örtlich zu verlegen. Da dies jedoch nicht in allen Fällen kostenfrei realisiert werden konnte und andere Veransta ltungen auch abgesagt werden mu ssten, war das Jahr 2014 insgesamt für den Verein schwierig. Unter anderem auch durch den flankierenden Einsatz des Beirats und einer konstruktiven Sitzung aller beteiligten Parteien im Frühjahr 2015 ist es gelungen, die in der Anspannung aufbrechenden Vor behalte und Konflikte zu lösen und eine gemeinsam getragene Zukunftsvision für die Vereinsarbeit zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund begr üßen Schule und Verein es, wenn der Beirat in seiner jetzigen Zusammensetzung auch zukünftig die Entwicklung des Vereins begleitet. Konkretes Nahziel bleibt die Realisierung einer attraktiven, auch ökonomisch tragfähigen Vera n- staltungsprogrammatik und die weitere Erprobung der Nutzungs - und Entgeltordnung. Darüber hinaus möchte der Verein mit einer verstärkten Öffentlic hkeitsarbeit und direkten Ansprache um zusätzliche ehrenamtliche Beteiligung und neue Mitglieder werben, um den Verein auf eine noch breitere personelle Basis zu stellen. Perspektivisch möchte sich der Verein zudem darum bem ü- hen, die technische Ausstattung im Saal weiter zu verbessern und die räumliche Situation des C a- tering zu optimieren. i. V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer/Kulturdezernent i. V.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0402/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 13.05.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37