Mandari Insight

V/0881/2017

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Eichendorffstraße in Angelmodde

Vorlagen 06.10.2017

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Anlage 1.2 Auswertungsformular_CJD

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Anlage 2.1 ASB Konzept

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Anlage 4 Bewerbungsschreiben educcare

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Anlage 1.6 Auswertungsformular_Konzept-e

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Anlage 4.1 Konzept educcare

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Anlage 2 Bewerbungsschreiben ASB

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Anlage 1.7 Auswertungsformular_Outlaw

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Anlage 7.13 Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität

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Anlage 7.2 Handlungskonzept Kinderschutz

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Anlage 7.11 Sprache

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Anlage 6.1 Konzept Kleine Riesen

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Anlage 1.5 Auswertungsformular_KleineRiesen

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Anlage 5 Bewerbungsschreiben NRW FRÖBEL

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Anlage 7.15 Forschen und Entdecken

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Anlage 8 Bewerbungsschreiben Outlaw

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Anlage 5.1 Konzept FRÖBEL

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Anlage 7.3 Sicherung des Wohles sowie Verfahren der Beteiligung und Beschwerde für Kinder

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Anlage 7.14 Bewegung+Sport

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Anlage 7.7 Leitung_und_Zustaendigkeiten_ElemPäd_Standorte

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Anlage 7.4 Ernährungskonzept

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Anlage 6 Bewerbungsschreiben Kleine Riesen

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Anlage 3.1 Konzept broschüre-u3-final

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Anlage 7.6 Organigramm Konzept-e

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Anlage 7.9 Menschsein in der Welt

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Anlage 7.1 element-i-Konzept für Kinderhäuser

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Anlage 7.16 Körper und Sinne

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Beschlussvorlage

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Anlage 7.8 Logik und Mathematik

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Anlage 7.12 Konstruktion und Mechanik

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Anlage 3.2 Konzept broschüre-kita-final

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Anlage 1.3 Auswertungsformular_educcare

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Anlage 9.2 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017

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Anlage 3 Bewerbungsschreiben CJD NRW Nord

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Anlage 7.10 Soziales Miteinander

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Anlage 1.4 Auswertungsformular_Froebel

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Anlage 9.1 Basis-Konzeption-NRW

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Anlage 7.5 element-i-Führungskonzept

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Anlage 8.1 Konzept Outlaw

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Anlage 9 Bewerbungsschreiben Stepke

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Anlage 9.3 Broschüre Bausteine für die Zukunft

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Anlage 1.1 Auswertungsformular_ASB

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Anlage 7 Bewerbungsschreiben Konzept-e

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Anlage 1.8 Auswertungsformular_Step Kids

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Anlage 1.2 Auswertungsformular_CJD

5140 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde  
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
 
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands NRW Nord 
Am Oespeler Dorney 41-65 
 
44149 Dortmund 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Leitbild des CJD: Chancengeber – Jedem Menschen e ine Chance geben 
- Trägerverständnis fundiert auf dem christlichen G lauben 
- Mitglied im CVJM (größter Träger im CVJM) 
- Diakonie als Dachverband 
- Gründung durch Pastor Dannemann, zunächst ehrenam tlicher Träger, Mitarbeiter/-
innen leben z. T. in den Einrichtungen (vorwiegend in Behinderteneinrichtungen) 
- Bundesweit in der Elementarpädagogik tätig 
- Aktuell 52 Kitas (12 in NRW) + 13 Kitas neue in 2 018 (3 in NRW)  
- Zu Beginn tätig in den Frühen Hilfen, der OGS und  der Heimerziehung 
- Auch in der Kitabetreuung tätig, um Förderkette i m Verbund zu schließen nun  
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
In den ersten 3 Jahren 0,00%, danach folgend 3,00% Trägeranteil 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Vier Grundsätze zum Bildungsverständnis: 
Wir fördern Neugierde (außenbezug), Wir eröffnen Wege (außenbezug), Wir achten 
Freiheit (innenbezug), Wir gestalten Gemeinschaft (innenbezug) 
- Persönlichkeitsbildung in 4 Handlungsfeldern: 
Religionspädagogik, Sport- und Gesundheitspädagogik, Musische Bildung, Politische 
Bildung 
- Schwerpunktbildung der Kitas findet im Austausch mit dem Jugendamt und anhand der 
Bedarfe der Eltern statt 
- Bildungsdokumentation findet statt 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr  (können nac h Bedarf der Elternschaft angepasst 
werden)

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Arbeit am Kind orientiert – nicht am Geschlecht 
- Wahrnehmen der Bedarfe der Kinder 
- Ziel: Individuelle Entwicklung des Kindes 
- Partizipation durch Kinderparlamente (Entwicklung  einer eigenen Meinung) 
- Integration als alltägliche Arbeit im Kitaalltag 
- Möglichst Einsatz eines multikulturellen Teams (a uch in Bezug auf Glaubensrichtungen) 
 
- Schulungen der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Querschnittsaufgaben 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Teilnahme am Modellprojekt „Gut drauf“ 
- Christlich pädagogisches Institut bildet Mitarbei ter/-innen im Bereich der Gesundheits- 
förderung fort 
- Gemeinsames Kochen / Essen in der Kita (offene Kü che), Kennenlernen von Essens- 
kultur, Lebensmitteln und Zubereitung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzung im Stadtteil als Grundvoraussetzung gu ter Kitaarbeit 
- Wunsch: Gemeinsame Projekte mit allen Sozialraump artnern 
- Vernetzung mit Schulen, Vereinen und Kindertagesp flege 
- Entwicklung von Übergangskonzepten 
- Gegenseitige Besuche 
- Einbezug in die Eingewöhnungsphase (Kindertagespf lege) 
- Interesse und bereits Erfahrungen in der Zertifiz ierung zum Familienzentrum 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Eingewöhnung nach dem Berliner Modell 
- Eltern sind die Experten für ihr Kind (Begleitung  durch Kitamitarbeiter/-innen) 
- Bereits vor Aufnahme intensiver Kontakt zu den Ki ndeseltern 
- Regelmäßiger Austausch durch Tür- und Angelgesprä che, Elterngespräche usw. 
- Frühzeitige Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, um Hemmungen der Elternschaft ab- 
zubauen 
- Systemische Familienberatung soll angeboten werde n 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- 
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Regelmäßiger trägerinterner Ausschuss für jeden F achbereich (3x jährlich) 
- Jährliche Bundeskonferenz zur Vermittlung des Bil dungsverständnisses 
- Regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter/-innen (i ntern und extern) 
- Qualitätsmanagement nach ISO Norm und AZAV Norm z ertifiziert 
- Fachberatung durch die Diakonie Rheinland-Westfal en-Lippe 
- Kinderschutzkonzept liegt vor, Schutzkonzept: Prä vention sex. Missbrauch wird aktuell 
entwickelt

3 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Klares Bildungsverständnis und Kernkompetenzen 
- Möglichkeit der bedarfsorientierten Schwerpunktbi ldung am Standort 
- Ausbau der Standorte der Kindertagesbetreuung in NRW 
- Angebote einer flächendeckender Elementarpädagogi k und dadurch vollständige För- 
derkette

Anlage 2.1 ASB Konzept

43749 Zeichen

Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch/B. Gedenk 
 
Pädagogische Konzeption    
Arbeiter – Samariter - Bund 
Regionalverband Münsterland e.V. 
 
ASB Kindertageseinrichtung

Seite 1 von 20 
 
Vorwort 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in 
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung seine zweite  
Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet Münster. 
Dieses Konzept  wird  bei jeder  Veränderung angepasst. 
 
Konzept  
 
1.0 Träger 
 
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der 
 
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 
Gustav-Stresemann-weg 62 
48155 Münster 
Tel.: 0251-2897-0 
Fax: 0251-297-118 
Homepage: www.asb-muenster.de 
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de  
 
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine 
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes,  dessen Mitglieder die Entwicklung 
mitbestimmen und kontrollieren. 
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände 
zusammen. 
Humanitäre und demokratische Grundsä tze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und 
Ausland. 
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene 
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen, 
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit. 
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der 
Gesamtorganisation orientiert. 
 
1.2 Lage 
 
Die Kindertagesstätte liegt  in Alt Angelmodde in Münster-Angelmodde 
 
1.3. Aufnahmekriterien 
 
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer 
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach 
sozialen Kriterien.  
Aufnahmekriterien: 
 
       ● Kinder aus dem Einzugsgebiet

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       ● Kinder berufstätiger Eltern 
● Geschwisterkinder 
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur 
 
In der Kindertagesstätte werden 
● in 2 Gruppe Kinder  im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1) 
● in 1 Gruppe Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2) 
 
1.5 Team und Personalstruktur 
 
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die 
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen 
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstver ständnis gehört es, 
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten 
und anzuleiten. 
 
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind 
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team . Ein kollegialer Austausch, 
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso 
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit. 
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientie rtes Aufeinander -Zuarbeiten und 
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar. 
 
In unserem Team arbeiten: 
 
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung) 
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft  
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin  
1 Küchenkraft (Teilzeit) 
 
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr  und/oder ein/e 
Anerkennungspraktikant/in ein. 
 
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen 
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von 
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung. 
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute 
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern. 
 
Wir kooperieren eng mit der ASB Kita am Carlo -Schmid-Weg. Auch im Hinblick auf das 
pädagogische Personal nutzen wir das Synergiepotential.

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1.6 Öffnungszeiten 
  
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der  berechtigten Belange der 
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der 
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).   
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.): 
Montag bis Donnerstag  7:00 Uhr – 16:30 Uhr 
Freitag     7:00 Uhr – 15:00 Uhr 
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats  wird geprüft, ob ein 
Bedarf besteht,   erweiterte Öffnungszeiten von  
Montag bis Freitag     6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten. 
 
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze 
 
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:  
  
 Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)  
 § 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen 
 Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) – 
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII 
 Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und  öffentlichen 
Jugendhilfe  
 Die Rechte der Kinder  
 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern 
 
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu 
entrichten.  
 
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitra g an 
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag 
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten): 
 
 Tägliches Mittagessen                             70,- € 
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block -Buchungszeit mit täglichem 
Mittagessen)      
 2 Tage Mittagessen                                  30,- €

Seite 4 von 20 
 
(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen) 
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen. 
 
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer 
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.  
 
 
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser 
Handeln prägt und beeinflusst. 
 
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen 
individuell entfalten und entwickeln  können. Hier können die Kinder Freundschaften 
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen. 
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte  basiert auf dem Grundverständnis, dass 
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren 
individuellen Bedürfnissen ist.  
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, t olerantes und 
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.  
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und 
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine 
Atmosphäre sozialer Toleran z entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein 
positives Selbstwertgefühl vermittelt. 
 
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu 
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.  
 
 Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf 
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen  
 
 Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten 
 
 Entlastung und Unterstützung der  Familien durch Schaffung eines sozialen 
Netzwerkes 
 
 Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen 
als Grundlage für ein Miteinander 
 
3.1 Fachlichkeit  
 
Um die Arbeit mit einem  bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung  qualitativ gut zu 
gestalten, bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und 
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.

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Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die 
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die 
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den 
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise, 
Vorträge und Beratung an. 
 
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche 
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige 
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können 
 
3.2 Selbstverständnis 
  
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder  
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit 
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame 
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse. 
 
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung 
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Ki nder ein. Sie umfasst die Ergänzung 
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und 
Beratung der Erziehungsberechtigten.  
 
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden. 
 
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen 
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend 
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt  
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt. 
  
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der 
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und 
zugemutet.“ 
  
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander 
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir 
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dah in gemachten 
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen  neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier, 
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass 
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale- 
gefördert werden. 
 
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und 
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen 
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre be sondere Begabung 
und das Verständnis untereinander zu fördern. 
 
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen 
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.

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Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaf tliche als auch die kindliche 
Entwicklung.  
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische 
Arbeit evaluiert.  
 
 
3.3 Partizipation  
   
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und  
als Auftrag der Tageseinrichtung  gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).   
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -, 
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten 
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.  
 
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien 
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Dur ch 
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche 
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches 
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen. 
Partizipation ermöglicht: 
  
 Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen  
 Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich 
damit identifizieren zu können.  
 Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme  
zu finden    
 
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der 
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre 
Anziehungskraft verliert. 
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipa tion ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen 
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen 
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen 
Persönlichkeiten, engagierten und kri tischen Bürgern/innen in einer demokratischen 
Gesellschaft zu entwickeln.  
 
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation  vorhanden, z.B. :  
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) , 
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,  
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet. 
        
 
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder 
 
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie 
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen  sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter 
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit

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sich und ihre Beschwerde vorzubringen.  Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre 
Anliegen formulieren.  
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.  
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt. 
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert,  Achtung vor dem Anderen und 
Wertschätzung erlernt.  
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der 
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte-  sowie 
Einzelbeschwerde. 
 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen 
 
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den  inklusiven altersgemischten 
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der 
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung 
besonders unterstützt. 
 
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der 
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und 
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.  
 
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur 
erleichtert.  
 
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die 
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und 
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den 
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge 
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen. 
 
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr 
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative 
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist. 
  
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die 
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt, 
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen. 
 
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr 
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder. 
    
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche 
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.  
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine 
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und 
Belastungen besser zu bewältigen.

Seite 8 von 20 
 
 D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen 
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer 
familiären Bezugsperson-  bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett 
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).  
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren 
Bezugspersonen aufzubauen. 
 
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des 
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der 
Erziehung und Bildung. 
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt 
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende 
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes 
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert. 
 
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen 
Beteiligten ein breites Lernspektrum. 
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter 
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.  
 
3.5 Regeln 
 
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein 
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt 
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen 
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu 
strukturieren. 
 
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und 
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“. 
 
Zudem gibt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern 
selbständig aufgeste llt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von 
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches. 
 
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in 
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden. 
 
Regeln und Rituale geben sowohl  sichere Orientierung, als auch Halt. 
 
3.6 Freispiel 
 
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstätten alltag. Das Kind entscheidet 
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozess e -, je nach seinen Interessen und 
Bedürfnissen 
 
 was  
 wann und wie lange

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 wo  
 wie  
 und mit wem es spielt. 
 
Die Zeit für das Freispiel  wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel 
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit, 
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.  
 
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung v on anderen findet ein kindlicher 
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen 
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu 
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden. 
 
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im 
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.  
 
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten 
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein. 
Bereits erfahrene  Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von 
Alltagssituationen im Rollenspiel.  
 
Kinder lernen bei jedem Spiel. 
 
„Alle Momente, die effizientes L ernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die 
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität 
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können 
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.  
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren 
gegangen ist. 
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die 
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst 
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in 
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“ 
(Zitat: G. Schäfer, 1989)  
 
 
3.7 Projekte und AGs 
 
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von 
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet. 
 
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche 
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages. 
 
 
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der 
Ergebnisse.

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AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen, 
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt 
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso 
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert. 
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene u nd geschlossene AG s, die zu 
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden. 
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und 
Altersstufen möglich. 
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf 
auch an ein Projekt angegliedert werden. 
 
 
3.8 Bildung/päd.  Arbeit 
 
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen 
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst. 
 
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen - 
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem 
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt. 
 
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen, 
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen  und mathematischen  
Entwicklungsbereichen. 
 
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbau en, Akzeptanz, 
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen 
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und 
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und 
schließlich auch für andere Kinder. 
 
3.9 Kommunikation und Sprache 
 
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes 
Bedürfnis jedes Menschen.  
 
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von 
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen. 
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von 
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu 
setzen.  
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche 
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit 
Beziehungsstrukturen zu bilden.  
 
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind:  Dinge und Sachverhalte benennen zu können, 
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale 
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.

Seite 11 von 20 
 
 
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert. 
 
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf  werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle 
spezielle Förderangebote eingeleitet. 
 
 
3.10 Bewegung 
 
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.  
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß 
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre 
Bewegungsfreude. 
 
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und 
Bewegungsspiele f ordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten 
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.  
 
3.11 Maxi-Gruppe 
 
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten 
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit  der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003  Literaturliste: 
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die 
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer 
Kinder.  
Die Kinder werden sprachlich,  emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der 
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet. 
 
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen 
verfügt: 
 
 Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lerne n, Selbständigkeit, Orientierungs - 
und Lernfähigkeit) 
 
 Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)  
 
 Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken) 
 
 Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im 
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen) 
 
 Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen) 
 
 Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit 
(zuhören, sich mitteilen, die eigene  Meinung vertreten, sich mit anderen 
Auffassungen auseinandersetzen)

Seite 12 von 20 
 
 Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt  (Enttäuschung und 
Misserfolge verkraften) 
 
 Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.) 
 
 Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen 
anwenden und ggf. verändern) 
 
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der 
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im 
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen  teilnehmen.  
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.  
 
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder 
nachmittags) statt. 
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo, 
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie,  ihren momentanen Entwicklungsstand 
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind. 
 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme 
 
Um einen für Kinder und   Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv 
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen,  sind die Eingewöhnung und das 
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung. 
 
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.  
 
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.  
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es 
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben 
somit eine kurze Eingewöhnungsphase. 
 
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den 
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit. 
  
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotio nale und kognitive 
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume, 
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines 
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, V erständnis und eine besondere 
Aufmerksamkeit erbracht. 
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit: 
 
 Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände 
 Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder  
 Schnuppertage zum Kennenlernen  
 Information über den Geburtsverlauf

Seite 13 von 20 
 
Wir achten darauf - wenn möglich -  das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt  
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.  
 
  
 
3.13. Interkulturelle Orientierung 
 
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und 
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge. 
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der  
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und 
fremdländische Kulturen unausweichlich. 
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier 
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen. 
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen 
toleranten Menschen. 
 
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele 
zunächst als Haltung aller  am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten. 
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend 
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen 
Programm zu erklären. Beteiligung an dem  gesamten Prozess erwarten wir von allen 
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese  aber auch von den 
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.  
 
3.14 Ernährung 
 
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen  Großteil des Tages in der 
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück,  Mittagessen und dem 
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht. 
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.  
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird darauf 
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde, 
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit u nd 
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.  
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der 
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche 
Ernährung angelehnt an die Anforderu ngen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung 
e.V.). 
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept  (Partizipation) des Frühstücksbüfetts 
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann  (8:00 h – 9:30 h)  sie essen 
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten 
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen 
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer 
Gruppe als Gemeinschaft essen. 
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen, 
Lebensmittelkunde usw.) durchgeführt.

Seite 14 von 20 
 
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten  ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen 
werden. So wird  elementares Erleb en ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter 
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu 
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.  
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern z udem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung 
von Regeln.   
 
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am 
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das 
Essen täglic h frisch.  Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische 
Qualität des Essens sicher. 
Durch die kurze Entfernung der beiden Kita -Standorte sind die Transportwege sehr kurz,  die 
frisch zubereiteten Speisen  behalten ihre Qualität. Wir können den Kindern Mahlzeiten mit 
einem hohen Anteil an regionalen und/oder ökologisch erzeugten Produkten anbieten. 
Durch den Syn ergieeffekt der beiden Kitas können Ernährungseinschränkungen einzelner 
Kinder gezielt berücksichtigt werden, der Einfluss auf die Qualität ist unmittelbar möglich. 
 
4.0 Räume 
 
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und 
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur 
Ruhe kommen. 
 
Uns ist es wichtig, innerhalb der  Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und 
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können, 
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer 
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt. 
 
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch 
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und 
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt. 
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten 
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen 
Perspektive zu verfolgen. 
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Ku schelecke, Schlafraum, Lese - und 
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen. 
 
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den 
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst. 
 
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und 
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein 
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -, 
Konstruktions-, Rollenspiel- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese 
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer 
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und 
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln 
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.

Seite 15 von 20 
 
 
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung 
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bä lle, Seile, Sprossenwand  
oder Trampolin, etc. nachkommen. 
 
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit. 
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit 
anderen Eltern. 
 
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen 
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.  
 
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten  zum Verweilen ein. 
Familienzentrumsaktivitäten  z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und 
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw. 
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum 
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).  
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.  
 
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.  
 
 
4.1 Raum Plan  
 
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und 
gesetzlichen Bestimmungen.  
 
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.  
  
 
2 Außengelände bis zur Fertigstellung 
 
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass  den allgemeinen 
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht. 
 
  
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation 
 
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung 
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen 
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten, 
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und 
Behörden, Kliniken sowie familienentlast enden sozialen Diensten gehören zu unseren 
täglichen Aufgaben. 
 
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten 
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der  Einschulung in Kontakt.

Seite 16 von 20 
 
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem 
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von 
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant. 
 
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen 
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung 
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der 
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw.. 
 
 
 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit 
 
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in 
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten. 
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und er halten ein Bild der Arbeit 
und des Einrichtungsprofils.  
 
Im Rahmen dessen werden 
 
 Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger 
veröffentlicht  
 Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht  
 Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem  
           Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen 
 Exkursionen und Ausflüge veranstaltet 
 Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten, 
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre 
Zusammenarbeit) 
 Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen 
 
6.0 Qualitätsmanagement 
 
s. Qualitätshandbuch 
 Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das 
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen. 
 
6.1 Hygiene 
 
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und 
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff  
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind: 
 
 Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen 
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt

Seite 17 von 20 
 
 Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur 
bestmöglichen Vorsorge beachtet 
 Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den 
Kindern vermittelt. 
 
Bei der Aufnahme in unsere Ein richtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in 
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen 
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei 
ansteckenden Krankheite n wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns 
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch 
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.  
Mit den Kindern werden allgemeine M aßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B. 
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette. 
 Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und 
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und 
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen .  Alle 
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen 
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu 
verhindern.  
 
Mitgeltende Unterlagen 
 
 Infektionsschutzgesetz 
 Bestimmungen des Gesundheitsamtes 
  
7. Prävention und Sicherheit 
 
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz  der Kinder und 
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden 
Zielen leiten: 
 
 Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen  
zu bewahren 
 Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu 
beheben  
 Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch g ezielte Maßnahmen 
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden 
 
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten 
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.  
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe 
des Kindes gewährleistet. 
  
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher. 
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die 
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel 
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare 
und leitet Vorgaben an das Team weiter.

Seite 18 von 20 
 
 
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Ge fahrenquellen im Haus und 
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell 
gefährliche Bereiche erarbeitet. 
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein 
Sicherheitsrisiko entsteht. 
 
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen 
teil.  
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und 
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.  
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere 
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können. 
 
Mitgeltende Unterlagen: 
 
 Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung 
 Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten 
 Gewährleistung der Aufsichtspflicht 
 Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten

Seite 19 von 20 
 
8. Inhaltsverzeichnis 
 
 Vorwort 
 
1. Träger         Seite  1 
1.1 Allgemeines Leitbild       Seite  1 
1.2 Lage         Seite  1 
1.3 Aufnahmekriterien       Seite  1 
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur      Seite  2 
1.5 Team und Personalstruktur      Seite  2 
1.6 Öffnungszeiten       Seite  3 
 
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze    Seite  3 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern     Seite  3 
 
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des  Seite  4 
Arbeiter-Samariter-Bundes 
3.1 Fachlichkeit        Seite  4 
3.2 Selbstverständnis       Seite  5 
3.3 Partizipation        Seite  6 
3.3.1 Beschwerdemanagement                                                              Seite  6 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen     Seite  7 
3.5 Regeln         Seite  8 
3.6 Freispiel        Seite  8 
3.7 Projekte und AGs       Seite  9 
3.8 Bildung/ päd. Arbeit       Seite 10 
3.9 Kommunikation und Sprache      Seite 10 
3.10 Bewegung        Seite 11 
3.11 Maxi- Gruppe        Seite 11 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme     Seite 12 
3.13 Interkulturelle Orientierung      Seite 13 
3.14 Ernährung        Seite 13 
             
4. Räume         Seite 14 
4.1 Raumplan        Seite 15 
4.2 Außengelände bis Fertigstellung     Seite 15 
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation   Seite 15 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit       Seite 16 
 
6. Qualitätsmanagement      Seite 16

Seite 20 von 20 
 
6.1 Hygiene        Seite 16 
 
         
7.0  Prävention und Sicherheit      Seite 17 
 
8.0  Inhaltsverzeichnis        Seite 19

Anlage 4 Bewerbungsschreiben educcare

1292 Zeichen

educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.deBankverbindung: 
Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950   Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela 
Lück, Fiona Stollmann,  Dr. Patrick Adenauer,  
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode 
Stadt Münster  
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Leiterin des Amtes 
Frau 
Anja Gerick 
Hafenstraße 30 
48153 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
Köln, 12. Oktober 2017 
 
 
Interessensbekundung für drei Kindertagesstätten in Münster 
 
 
Sehr geehrte Frau Gerick, 
 
mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen für dir folgenden drei 
Kindertageseinrichtungen: 
1. Kindertageseinrichtung in der Eichendorffstraße im Stadtteil Angelmodde (06/2017) 
2. Kindertageseinrichtung am Markweg in Münster-Mitte (07/2017) 
3. Kindertageseinrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbeck (08/2017) 
 
Die Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den Unterlagen. 
 
 
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
 
 
 
 
 
Sabrina Klein 
Projektentwicklung

Anlage 1.6 Auswertungsformular_Konzept-e

6144 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde 
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
 
Konzept – e Trägernetzwerk 
Kind und Beruf gGmbH 
Wankelstraße 1 
 
70563 Stuttgart 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Gründung Kind und Beruf gGmbH im Jahr 2011 zur Ve rbesserung sozialer Infrastruk- 
tur hinsichtlich Bildung, Betreuung und Vereinbarkeit von Familie & Beruf 
- Mitglied im Konzept-e Trägernetzwerk, dass bundes weit 40 Kitas, 2 Grundschulen, 1 
weiterführende Schule und 3 Fachschulen für Erzieherinnen umfasst 
- Engagieren sich seit fast 30 Jahren für das Thema  Vereinbarkeit Familie & Beruf 
- Entwicklung des element-i-Konzeptes 
- Ergänzende Institution zum Elternhaus mit Offenhe it und Toleranz gegenüber unter- 
schiedlichen Kulturen, Ort der Begegnung 
- Betreibt noch keine Kita in Münster 
- Ausbau des Standortes NRW (bisher in Düsseldorf u nd Köln vertreten) 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,00 % Trägeranteil  
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept:  
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Element-i-Konzept bezieht sich auf „Individuum, I nteresse, Integration“.  
- Individuelle Bildung in der Auseinandersetzung mi t anregender Umgebung  
- Entwicklungs- und Bildungsthemen  in Funktionsräu men 
- Funktionsräume: Marktplatz als Empfang, Krabbelne st als Rückzugsraum, Atelier, 
Bauzimmer, Rollenspielzimmer und Bewegungsraum  
- Arbeit im offenen Konzept, Bildung dynamischer Kl eingruppen, die in den Funktions- 
räumen arbeiten 
- Verankerung der Schwerpunkte je nach Bedarfen der  Familien im Sozialraum 
- Partizipation der Kinder in der Kinderkonferenz ( KiKo) 
- Sprachförderung  durch „kommunikatives Klima“, be i Bedarf Ergänzung durch externe 
Fachkräfte  
- Systematisch, strukturierte Entwicklungsdokumenta tion mit dem element-i-
Bildungsbogen und Portfolio

2 
 
Flexible Angebote: 
- Bedarfsgerechte Öffnungszeiten von 07.30 – 18.00 Uhr 
- Öffnungszeiten von 10,5 – 11 Std. täglich, Betreu ungszeit max. 9 Std./Tag 
- Teilnahme am Bundesprogramm KitaPlus mit angestel lten Tagespflegepersonen, die 
zu Regelöffnungszeiten auch in der Kita arbeiten 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Für Kinder mit Behinderung werden in Zusammenarbe it mit Förderkräften individuelle 
Teilhabemöglichkeiten entwickelt und umgesetzt, Zusammenarbeit mit entsprechen- 
den Fachstellen 
- Wertschätzender Umgang mit dem kulturellen Hinter grund der Kinder 
- Offener und reflektierter Umgang mit Rollenmuster n  
- Nehmen am Projekt „Männer in Kitas“ teil 
- Multiprofessionelle Teams 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Wechselspiel zwischen Bewegung und Ruheangebot si nd im Alltag / in den Räumen 
integriert 
- Körperliches, soziales, psychisches und seelische s Wohlbefinden der Kinder soll ge- 
fördert werden 
- Ernährungskonzept: Frischkostzubereitung in der E inrichtung  durch Koch / Köchin  
und ggf. unter Einbezug der Kinder, regionales und saisonales Angebot 
- Gemüsegarten geplant 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Sozialraum mit Kindern erkunden  
- Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Schulen  
- Denkbar ist, dass „Schulhüpfer“ regelmäßig eine K ooperationsschule besuchen  
- Projekte mit Senioren möglich 
- Einbezug von Frühförderstelle, Kinderarzt, sozial pädagogisches Zentrum zur Entwick- 
lung von weitergehenden Hilfen 
- Teilnahme an Fachgremien und AG’s geplant 
- Kooperation mit der Kindertagespflege gewünscht, um guten Übergang zu schaffen 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Eingewöhnung nach dem Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Erstgespräche, Tür- und Angelgespräche, Wanddokum entation, Portfolio, Elternarbeit, 
Elternecke, Elterngespräche, Elternhospitation, Feste 
- Bildungsdokumentation durch den Bezugserzieher 
- Elternbeirat und Gesamtelternbeirat 
- Öffnung der Workshops, Vorträge und Fortbildungen  für Eltern

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- 
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Mitarbeiter/-innen nehmen an Fortbildungswochenen den 2x jährlich teil 
- Hospitationen in anderen Einrichtungen mit gegens eitigem Austausch 
- Partizipation der Mitarbeiter/-innen und Eltern, z.B. durch jährliche thematische Befra- 
gungen  
- Fachberatung & Coaching wird sichergestellt 
- Klare Organisationsstrukturen mit Aufgabendefinit ion, Kitaleitung nur für die Umset- 
zung der Qualität zuständig, keine organisatorischen Aufgaben 
- Internes Qualitätsmanagementsystem, zusätzlich in terne Audits 
- Auffangen des Fachkräftemangels durch z.B. Anschl ussbetreuung eines eigenen 
Sport- und Kulturvereins 
- Ausbildung von Mitarbeiter/-innen an der staatlic h anerkannten Freien Dualen Fach- 
schule für Pädagogik (FDFP) in Stuttgart, Gründungen in 2012 & 2016  
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrun d 
- Bedarfsgerechte Öffnungszeiten von 07.30 – 18.00 Uhr wird angestrebt 
- Freie Duale Fachschule für Pädagogik (FDFP) in St uttgart, Gründungen in 2012 & 
2016  
- Ausbau weiterer Angebote in NRW

Anlage 4.1 Konzept educcare

84555 Zeichen

h  
 
 
 
RAUM FÜR INDIVIDUELLE  MÖGLICHKEITEN  
 
 
Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung  
für eine neue Kindertageseinrichtung in  
Angelmodde, Münster 
 
F a m i l i e n f r e u n d l i c h  i s t  e r f o l g r e i c h !

Seite 2 von 57 
Inhalt 
1 Prolog ................................................................................................... 4 
2 Ausgangssituation .............................................................................. 7 
3 educcare als im Sozialraum engagierter Träger .............................. 8 
3.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 11 
3.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen ....................................... 12 
3.3 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 13 
4 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ 14 
4.1 Allgemeines ............................................................................... 14 
4.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ......................... 15 
4.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ....... 15 
4.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ......................................... 15 
5 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und 
Bildungsauftrag .......................................................................................... 16 
5.1 educcare Bildungskonzept als pädagogische Basis ............ 18 
5.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 18 
5.3 Schwerpunkte und Umsetzung des Bildungskonzeptes ...... 19 
6 Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung...................... 20 
6.1 Erfahrung als Krippenträger .................................................... 20 
6.2 Erfahrung als Kindergartenträger ........................................... 22 
6.3 Sprachliche Bildung/ Sprachförderung .................................. 23 
6.4 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten ............................ 25 
7 Integration, Inklusion und Genderthematik .................................... 26 
7.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 29 
7.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 30 
7.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 31

Seite 3 von 57 
 
 
8 Bewegungs- und Gesundheitsförderung ........................................ 32 
9 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ........................ 33 
10 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 35 
10.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung............................................................................................ 35 
10.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 38 
11 Personalmanagement ........................................................................ 46 
11.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 47 
11.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 51 
11.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, 
Tarifbindung............................................................................................ 52 
12 Beweggründe für die Bewerbung ..................................................... 53

Seite 4 von 57 
1 Prolog 
Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen-
schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d-
stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h-
keit legt. 
Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange 
von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung 
werden optimale Rahmenbedingungen, Unterstützung un d Beratung geb o-
ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer 
Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e-
ben zu fördern. 
Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in allen gesellschaftliche n 
Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i-
tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l-
che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s-
merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind.  
Im mitten im Grünen gelegenen Stadtteil Angelmodde, der insbesondere 
durch den Zuzug junger Familien beständig wächst, möchte Münster mit 
einer neuen Kindertagesstätte die Attraktivität als familienfreundliche Stadt 
erhöhen. Mit einer qualitativ hochwertigen Kindertagesstätte soll der Betre u-
ungsbedarf in Angelmodde weiter gedeckt werden. 
Zudem soll mit einer hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtung 
Eltern Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung 
zur Verfügung gestellt werden. Die Einrichtung soll den  hinzuziehenden 
Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der 
neuen Umgebung erleichtern. Dafür muss die Einrichtung in Konzeption, 
Kultur, Verhalten und durch Angebote auf die se Bedarfe und Anforderungen 
zugeschnitten sein.

Seite 5 von 57 
 
 
educcare möchte ein anspruchsvolles Gesamtkonzept anbieten, dass unter 
anderem Bildungsqualität, stabile Vereinbarkeit von Beruf und Familie, 
Chancengleichheit für alle Kinder unabhängig von der sozialen He rkunft und 
Unterstützung und Fortbildung der Eltern beinhaltet, umsetzen und in par t-
nerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt Münster die vorbildliche Ki n-
dertagesstätte in Angelmodde aufbauen und betreiben. 
Die neue Kindertageseinrichtung soll Plätze im  öffentlichen Versorgungsauf-
trag für den Stadtteil Angelmodde bereitstellen und wird der Bewohnerschaft 
deutlich wahrnehmbar in der Eingewöhnung in das neue Umfeld, der L e-
bensqualität, der Balance von Beruf und Familie, als auch darüber hinaus, 
von Nutzen sein. 
Die Merkmale der Vorbildlichkeit in Bezug auf Qualität der pädagogischen 
Arbeit, der Flexibilität in der Nutzung als auch der Kommunizierbarkeit kö n-
nen von educcare u.a. durch folgende Eigenschaften sichergestellt werden: 
 International geprägtes und führendes Bildungskonzept als Basis 
der pädagogischen Arbeit 
 Auf die Individualität ausgerichteter bilingualer pädagogischer Alltag 
 individuelle und umfassende Begleitung / Förderung jedes uns a n-
vertrauten Kindes 
 verlässliche Unterstützung der Eltern in de r Verwirklichung ihres Le-
bensmodells, u.a. der verlässlichen Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf 
 vorbildliche Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Münster-
Angelmodde, wie z.B. den ande ren Kitas, den Trägern sowie den 
beiden Grundschulen und damit gleitender Übergang  
 hochwertige Pädagogik durch Umsetzung des educcare Bildung s-
konzeptes 
 
 Die Kita als Spiegelbild des sozialen Umfeldes

Seite 6 von 57 
 Die Kita als Ort der Begegnung und neuer Kontakte 
 Auf die Integration verschiedener Kulturen und Sprachen zug e-
schnittenes pädagogisches Angebot sowie stadtteiloffene Angebote 
 Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen/ -projekten 
 
 Initiierung offener Bildungsangebote in Absprache mit anderen e n-
gagierten Institutionen (z.B. Förderung „Deutsch als Fremdsprache“) 
 Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen, wie Kindert a-
gesstätten sowie Schulen und anderen  (z.B. Öffnung der educcare 
Schulungen) 
 
 Umfeldadäquate Angebote für die Familien bieten (z.B. Eltern -Kind-
Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, El terncafé, Th e-
menabende für Eltern, gemeinsame Ausflüge in die Umgebung,…) 
 Ort der Information sein, d.h. Übersicht und Austausch zu bestehe n-
den lokalen Angeboten 
 Vernetzungsaktivitäten, Kontakte und Kooperationen mit Instituti o-
nen vor Ort initiieren, z.B. Kitas, Grundschule, Vereinen, gebiet s-
übergreifenden Veranstaltungen etc.  
 
Seit 2013 ist educcare mit der Kindertagesstätte „Lacki Kids“ in Münster 
vertreten. Durch Teilnahme an dem von der Stadt Münster initiierten A r-
beitskreis Betriebskitas , der ab sofort zweimal jährlich stattfinden soll und 
am 14.09.2017 das erste Zusammentreffen verbuchen konnte, hat educcare 
schon erste Kontakte zu  den Trägern der anderen vertretenen 4 B e-
triebskitas in Münster  geknüpft. D urch die Übernahme der Trägersch aft 
einer kommunalen Kita in Münster würde educcare gerne die Zusammena r-
beit mit den Beteiligten und weiteren Trägern in Münster vertiefen.

Seite 7 von 57 
 
 
Das im Weiteren näher ausgeführte Konzept steht für die Erfüllung der def i-
nierten Anforderungen. Wir würden uns fr euen, wenn Sie dem Konzept fo l-
gen und stehen bereit, eine vorbildliche Partnerschaft mit Ihnen einzugehen.  
 
2 Ausgangssituation 
Die Stadt Münster ist sich der  gesellschafts- und arbeitsmarktpolitische B e-
deutung von Kinderbetreuung und -bildung bewusst. Um de n Ausbau der 
Kindertagesstätten- oder Tagespflegeplätzen von Kindern unter sechs Jah-
ren weiter zu entwickeln, hat die Stadt Münster den Entschluss gefasst, wei-
tere Kinderbetreuungsplätze im Stadtteil Angelmodde zur Verfügung zu stel-
len. 
 
Die fünfgruppige Einrichtung in der Eichendorffstraße in Angelmodde ist 
aktuell mit folgender Gruppenstruktur berücksichtigt: 
 3 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 2 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
 
educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings   „Lacki 
Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im 
Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet.  
 
Durch die gesammelten Erfahrungen am Standort Münster bewirbt sich edu-
ccare als erfahrener Träger für die neue Kindertageseinrichtung in Münster. 
Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die 
Übernahme der Trägerschaft für die neue Kita und stellt dabei insbesondere 
die folgenden Punkte dar:

Seite 8 von 57 
 Sozialraumorientierung 
 Darstellung der eigenen Kompetenzen 
 Darstellung der eigenen Werthaltung 
 Schwerpunkte 
 Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung 
 Integration, Inklusion und Genderthematik 
 Leistungsbeschreibung 
 Frühkindliche Bildung, Sprachliche Bildung 
 Öffnungszeiten  
 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 
 Personalmanagement 
 
3 educcare als im Sozialraum engagierter Träger 
educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer 
Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. 
Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen 
Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu 
stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erzieh ungsauftrags benötigen. Hierzu 
möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten.  Das educcare Bildungs - 
und Erziehungskonzept bildet die fundierte und verbindliche Basis für die 
pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die 
konkrete Ausprägung des Profils der jeweiligen Kindertagesstätte und der 
täglichen pädagogischen Arbeit. 
Der Auftrag der educcare Bildungskindertagesstätte in Münster soll zum 
einen der Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zug e-
zogenen Kindern unte r sechs Jahren liegen, zum anderen in der anford e-

Seite 9 von 57 
 
 
rungsgerechten Unterstützung der Familien und de s Stadtteils. Eine Kinde r-
tagesstätte bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und 
kann integrierend wirken. 
 
Grundsätzliches zu Münster 
Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a-
dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord  
(Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), 
West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbe ck, Nienberge, Häger und Roxel) , 
Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck)  und Hiltrup (Amelsbü-
ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert.  
Münster hat ca. 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen Tr ä-
ger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Familie n-
zentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstützung. 
Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen.  
 
Strukturdaten zum Sozialraum 
Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² un d hat ca. 310.000 Ein-
wohner (Stand Dezember 2015).  
Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. 
Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% 
des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es 
ca. 7.700 Kinder. 
 
Angelmodde 
Der Stadtteil Angelmodde  liegt im südöstlichen Stadtgebiet Münsters zw i-
schen Hiltrup und Wolbeck und  ist ein wachsender, im Grünen gelegener 
Stadtteil der beständig wächst. Derzeit leben ca. 8.200 Menschen in Angel-

Seite 10 von 57 
modde (Stand Dezember 2015). In Angelmodde gibt es zwei Grundschulen, 
die Eichendorffschule Angelmodde und die Annette -von-Droste-Hülshoff-
Grundschule, sowie eine städtische Kindertageseinrichtungen (Eichendorff). 
Zudem gibt es fünf Kindertageseinrichtungen in kirchlicher bzw. freier Tr ä-
gerschaft: den katholischen Kindergarten  inklusive Familienzentrum  „St. 
Bernhard“, das Familienzentrum Kindertagesstätte Miriam der Caritas, den 
evangelischen Friedens-Kindergarten, die städtische Kindertageseinrichtung  
Eichendorff und die AWO Kindertageseinrichtung Angelmodde. 
 
Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l-
tern in Münster-Angelmodde 
Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l-
len Entfaltung in de r Kindertagesstätte Münster zu bieten, heißt für uns 
ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen im educcare Bildungs - und 
Erziehungskonzept zum Beispiel: 
 Die lokale Trägerlandschaft durch educcare bereichern und die Ver-
netzung im Stadtteil und in den Bezirke n aktiv unterstützen u.a. zu 
umliegenden Kindergärten und der Grundschule (zum Beispiel mit 
den umliegenden Kitas in städtischer und freier Trägerschaft) 
 Frühzeitige Abstimmung und Ermöglichung erfolgreicher Übergänge 
Kita – Grundschule mit den beiden Grundschulen in Angelmodde 
 kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte 
hinaus 
 den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e-
bung erleichtern, z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e-
meinsames Kochen, Elterncafé, sportliche Aktivitäten wie Yogaku r-
se, Eltern-Kind-Zelten… 
 Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden 
und Verantwortung für sie zu übernehmen

Seite 11 von 57 
 
 
 
Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs 
herstellen:  
 umfeldadäquate Angebote  für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. 
B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l-
terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an 
den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) 
 interkulturelle und generationenübergreifende Angebote, Veransta l-
tungen und Feiern (z. B. als Haus der Kulturen; o.ä.) 
 Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze 
Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a-
chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i-
scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten...  
educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in 
Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen 
Trägern, Angebote für die Familien in Münster -Angelmodde realisieren. In 
Abstimmung mit den anderen Akteuren können in  der Kita familienzentrum -
ähnliche Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende 
Fortbildungs- und Beratungsangebote anzubieten. 
Im Falle der Auftragserteilung soll educcare in Angelmodde  und Umgebung 
den Bedarf der Bildung und Betreuung  von Kindern im Alter von sechs 
Monaten bis zum Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht 
unterstützen. 
 
3.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Betreuung 
ist nu r in Zusammenarbeit mi t dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht 
das Jugendamt als Handlungspartner, welcher die gleichen Ziele mit derse l-

Seite 12 von 57 
ben Beharrlichkeit und gleichem „neuen Denken“ verfolgt. Eine gute Par t-
nerschaft hat educcare schon in anderen Kommunen in der Vergangenheit  
unter Beweis gestellt. Aufbauen auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in 
den folgenden Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten:  
 Akkreditierung der Einrichtung als „anerkannte UNESCO Bildung s-
einrichtung“ 
 Gemeinsame Durchführung von Schulungen 
 Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen 
 
3.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen 
Übergänge sind kritische Lebensereignisse, deren Bewältigung die Betroff e-
nen vorantreiben, aber auch zurückwerfen kann. Die Begleitung, Gestaltung 
und Steuerung solcher Übergangsphasen, im Speziellen der von der Kinde r-
tagesstätte in die Grundschule, ist eine Aufgabe, die der besonderen Au f-
merksamkeit der Erzieherin bedarf. 
Ähnlich dem Modell der Eingewöhnung, das die Rahmenbedingung en für 
einen optimalen Übergang von der Familie in die Tagesstätte beschreibt, 
entwickelt educcare zusammen mit Grundschulen ( hier die Eichendorffschu-
le Angelmodde und die Annette -von-Droste-Hülshoff-Grundschule) Prozess-
beschreibungen für den Übergang in die Schule. Die Grundlage hierfür bi l-
den die jeweiligen Anforderungen der Kinder, Eltern und Erzieherinnen s o-
wie weiterer am Erziehungsprozess Beteiligter (zum Beispiel Lehrer) und 
(landes)gesetzliche Vorgaben. 
Dem Übergang vom Kinderga rten in das formale Schulsystem kommt ein 
besonderer Stellenwert zu. Kinder,  die in die Schule kommen, stehen in der 
Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und 
Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre 
Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und Lern-
prozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern

Seite 13 von 57 
 
 
Verantwortung für eine beständige, ganzheitliche Bildungs - und Erziehungs-
entwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar - und 
Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmögl ichen Förderung für jedes 
einzelne Kind. 
Die enge Kooperation der Beteiligten ermöglich es, Probleme, Ängste und 
Vorbehalte anzusprechen, Vorteile der Vernetzung unterschiedlicher Sich t-
weisen herauszuarbeiten, konzeptionelle Ideen zu entwickeln und gemei n-
sam in den verschiedenen Verantwortungsbereichen umzusetzen. Kindert a-
gesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwo r-
tung dafür, 
 dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine 
zu gestaltende Übergangsphase ist, 
 dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Ler n-
geschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt,  
 dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, 
Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. 
educcare sieht sich in der Verpflichtung , sich zusammen mit den beiden 
Grundschulen in Ange lmodde diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch K o-
operationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informat i-
onsabende, übergreifende Portfolios, Projekte zwischen K ita- und Schulkin-
dern, Evaluierung des Übergangsprozesses). 
3.3 Kooperation mit anderen Institutionen 
Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kindern 
wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedürfni s-
se, die sich je nach Lebenssituation und Umfeld ändern können. Wir sehen 
es als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von der 
hochwertigen Umsetzung unsere Bildungskonzeptes über die Beratung von 
jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu off e-
nen, generationsübergreifenden Angeboten.

Seite 14 von 57 
educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies 
wird mit Hilfe von Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft.  
Folgende Partnerschaften werden angestrebt: 
 Kooperationsmodell mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit 
(Grund-)Schulen (ins b. die Eichendorffschule Angelmodde und die 
Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule), dem Familienzentrum 
„St. Bernhard“, der kulturellen Begegnungsstätte im Gallitzin -Haus, 
der Musikschule von Sigrun Lips Scherer  und Sportvereinen  (dem 
HSG Gremmendorf -Angelmodde 78 und dem TSV Angelmodde 
1967 e.V.) 
 Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe 
 Kindertagesstätten (der katholischen Kindergarten inklusive 
Familienzentrum „St. Bernhard“ und die AWO Kindertages-
einrichtung Angelmodde) 
 Vernetzung mit anderen Trägern 
 Austausch über pädagogische Konzepte 
 Ggf. gemeinsame Schulungen 
 Bereitstellung der Räumlichkeiten 
 
4 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung 
„neu denken“ 
4.1 Allgemeines 
educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem 
o. g. Anspruch des „neu Denkens“ gegründet. Antrieb sfeder waren  
persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie  gemeinsame 
Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach 
neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf 
folgenden Jahren konnten Personen aus Praxis, Wissenschaft und 
Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemein samen Ziel, frühkindliche

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Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu 
verbessern.  
4.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten 
Seit 2002 ist educcare bundesweit anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. educcare plant, realisiert un d betreibt im Auftrag von 
innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare 
Bildungskindertagesstätten.  
Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten 
und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand 
Oktober 2017 verantwortet educcare 30 eigene Kindertagesstätten in fünf 
Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen.  
Beispielhafte Auftraggeber von educcare sind innovative Kommunen/Städte 
wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe  und Darm-
stadt  sowie schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BA R-
BOR sowie Miltenyi Biotec und Host Europe als auch Konzerne wie BASF 
SE, Bayer Crop Science, BMW Group. 
 
4.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation  
educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten 
bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel 
verantwortet educcare das Projektdesign und  -management des Projektes 
„Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2 005 die Zielsetzung , 
trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 
Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi-
onen und Städte) zu erhöhen.  
4.4 educcare - Begleiter und Netzwerk 
Viele Experten und enga gierte Bürger haben sich auch auf den Weg 
gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu

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verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu 
gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat.  
Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): 
 Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen 
UNESCO-Kommission  
 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am  Engli-
schen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel. 
 
5 Pädagogisches Konzept zum Betr euungs-, Erzi e-
hungs- und Bildungsauftrag 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ 
 
Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen 
und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung 
möchten wir bestmöglich fördern und fordern. 
Anspruch von educcare ist es,  
 Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause 
und elementarer Bildungsort zu sein 
 Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, 
 Kommunen bei der Herausforderung von hohen Quali tätsanforderungen 
und engen Budgets zu unterstützen 
 Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung 
zu ermöglichen 
 eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. 
Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung  setzen, das 
unser Land dringend benötigt:  
Eine Bildung, die

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früh beginnt, die 
individuellen Potenziale der 
Kinder zu entwickeln. 
educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, 
prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick v om Kind aus. Gerade 
weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat 
Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welche Kompetenzen gerade jetzt 
und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, 
Analyse und Bewertung sind  Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das 
heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und 
selbstbewussten Menschen, gelingen kann.  
Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller 
Zielformulierungen.  
Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe 
sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestaltung, 
Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher 
erläutert.  
 
Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit 
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung 
 Bindungen und Beziehungen 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. 
Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen 
und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv 
auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die 
Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet.

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5.1 educcare Bildungskonzept als pädagogische Basis 
Als pädagogische Basis dient das educcare Bildungs - und 
Erziehungskonzept. Es basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie 
der Reggio und Montessori Pädagogik. Das Konzept baut auf den 
fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungspläne n sowie 
wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf.  
Das educcare Bildungskonzept, unterteilt in die verschiedenen 
Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenzen je Bereich und 
formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen . 
Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit 
Orientierung. 
5.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind 
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, 
Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie s tellen 
eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut 
in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen 
Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln 
sie Erkenntnisse. Kinder lie ben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, 
sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende 
und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns 
täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“  
All dies tun sie ab ihre m ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle 
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. 
Einfach nicht vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es 
verlangt von uns, die Individ ualität eines jeden Kindes bedingungslos 
anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt 
auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichzeitig Liebe und Schutz

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gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer 
wieder in unseren Armen erholen kann. 
Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten 
– für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort.  
Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende 
Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und 
Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende 
Bildungszeit in der Schule. 
5.3 Schwerpunkte und Umsetzung des Bildungskonzep-
tes 
Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte k önnen nur exemplarische 
Ausschnitte aus dem educcare Bildungskonzept darstellen. Es handelt sich 
hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den 
Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare 
ebenfalls bei Bedarf bereit hält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche 
Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den 
verschiedenen Bildungsbereichen.  
 Individuelle Förderung  
 Partizipation der Kinder 
 Kreativität als Bildungsansatz 
 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag 
 Sprachförderung 
 Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
 Musikerziehung 
 Natur und Naturwissenschaften 
 Medien und Technik 
 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“

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6 Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung 
6.1 Erfahrung als Krippenträger  
educcare betreibt aktuell über 30 Bildungskindertagesstätten deutschlan d-
weit, in jeder dieser Einrichtungen werden Krippenkinder im Alter von 0 bis 3 
Jahren betreut. Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind von herausrage n-
der Bedeutung für seine Entwicklung. Die Aufnahme eines Kindes in eine 
Kleinkindgruppe ist in der Regel die erste außerhäusliche Betreuung für ein 
Kind. Dieser bedeutsame Übergang erfordert von allen Beteiligten, für die 
notwendigen Bedingungen Sorge zu tragen, die Kinder f ür ihre Entwicklung 
brauchen. Eltern stellen zu Recht hohe Ansprüche an die Kindertagesei n-
richtungen. Sie möchten über die Entwicklung ihres Kindes gut informiert 
und einbezogen werden. 
Damit sich ein Kind altersgerecht entwickeln kann und in einer Einrich tung 
angenommen fühlt, sind vor allem folgende Punkte wichtig: 
 eine überschaubare Gruppengröße und ein altersentsprechender 
Erzieher-Kind-Schlüssel, 
 Fachkräfte, die über das Wissen verfügen, den jeweiligen Entwic k-
lungs- und Sprachstand der Kinder in ihr Tun mit einzubeziehen, 
 die Kontinuität der Beziehung zwischen Fachkraft und Kind, 
 ein Verhalten der Fachkräfte, das sich u. a. auszeichnet durch: Re s-
pekt und Akzeptanz, Verstehen der Gefühle und Denkstile der Ki n-
der,  wahrnehmende Beobachtung, Wahlmöglichkei ten und nicht -
direktive Vorschläge, klar definierte Erziehungsziele, bewusste Fö r-
derung und Ermutigung, 
 ausreichende und ansprechende Räumlichkeiten sowie eine anr e-
gende Umgebung, 
 Bildungs- und Förderungsangebote, die die individuelle Entwicklung 
des Kindes berücksichtigen,

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 eine Vielfalt altersentsprechender und entwicklungsfördernder 
Spielmaterialien, 
 eine gelebte Erziehungspartnerschaft, die bereits mit einem Eing e-
wöhnungskonzept für die Kinder beginnt, welches Eltern und Ki n-
dern die Übergangssituation e rleichtert und gegenseitiges Vertrauen 
schafft, 
 Führungsfähigkeiten der Einrichtungsleitung und ein gutes Teamkl i-
ma, 
 eine Verweildauer des Kindes in der Einrichtung, die sich an dem 
individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes orientiert. 
Mit bis zu 250 Kindern der BASF Mitarbeiter ist die educcare Bildungskinde r-
tagesstätte Lukids die größte Betriebskrippe Deutschlands – die Krippe ist in 
vier Häuser aufgeteilt (Farbturm, Luftschloss, Tierreich und Wiesengrund) 
und bietet jedem Kind und seinen Elter n ein zweites Zuhause. Die Kinde r-
krippe Lukids befindet sich auf dem rund 7 900 Quadratmeter großen Areal 
des Mitarbeiterzentrums für Work-Life-Management der BASF. Hier entstand 
ein moderner Gebäudekomplex, um den Mitarbeitern ein vielfältiges Ang e-
bot für  alle Lebensphasen zu bieten. Unter anderem die Kinderkrippe mit 
250 Betreuungsplätzen für Mitarbeiterkinder im Alter von sechs Monaten bis 
drei Jahren. In Kleingruppen von maximal zehn Kindern findet eine individ u-
elle Betreuung statt und die Öffnungszeite n sind abgestimmt auf die Arbeit s-
zeiten der Mitarbeiter montags bis f reitags von 7:00 bis 18:00 Uhr . Eine Not-
fallbetreuung LuKids adhoc ist weiterer Bestandteil der Einrichtung. edu c-
care begleitet das Kita -Projekt des Chemiekonzerns von Anfang an - seit 
2005. 
Die Kindertagesstätte BMW Group Strolchegarten ist eine Betriebskindert a-
gesstätte für die Kinder der Mitarbeiter der BMW AG und ihrer Tochterg e-
sellschaften sowie der BMW BKK, der BMW Stiftung Herbert Quandt und 
der Eberhard von Kuenheim Stiftung. Die B etriebskindertagesstätte bietet

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mit 17 Gruppen Platz für 234 Kinder. Davon sind 12 Gruppen Krippengru p-
pen. 
Auch in den kommunalen Einrichtungen sind zahlreiche Krippengruppen 
vorhanden. So betreibt educcare in den fünf Einrichtungen in Stuttgart in s-
gesamt 11 Krippengruppen mit Platz für insgesamt 110 Kinder im Alter von 0 
bis 3 Jahren.  
6.2 Erfahrung als Kindergartenträger 
Jedes Kind hat ab seinem dritten Geburtstag bis zum Schuleintritt Anspruch 
auf den Besuch eines Kindergartens. Dadurch soll die Entwicklung des 
Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen 
Persönlichkeit gefördert werden.  In 22 Kindertageseinrichtungen der 
insgesamt 30 educcare Einrichtungen sind Kindergartengruppen vorhanden.  
Beispiele: 
Die Bildungskindertagesstätte „Der bu nte Luftballon“ in Overath bietet Platz 
für 74 Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung. Davon sind 62 
Plätze, aufgeteilt auf 3 Kindergartengruppen, für Kinder von 3 bis 6 Jahren.  
Die educcare Bildungskindertagesstätte auf dem LUO Campus ist ei ne 
sechsgruppige Kindertagesstätte, mit drei Kindergarten - und drei 
Krippengruppen, im Bessunger Stadtteil Darmstadts, angrenzend an die 
Lichtenbergschule. Die Kita gibt es seit November 2010 und bietet Platz für 
insgesamt 90 Kinder, davon sind 60 Kinder i n den drei Kindergartengruppen 
im Alter von 3 bis 6 Jahren. 
Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf 
die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. educcare entwickelt zusammen mit 
Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem 
Übergang vom Kindergarten in das Schuls ystem kommt ein besonderer 
Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und 
Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren 
Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von

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Kindern und Jugendlic hen entscheidend mit. educcare sieht sich deswegen 
in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung 
zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf 
die Schule zu bieten. 
Im Jahr 2008 wurde die „educcare Bildungskindertagesstätte  Stuttgart 
Hasenbergstraße“ als  Einrichtung in das Netzwerk der UNESCO -
Projektschulen aufgenommen. Diese Auszeichung drückt die Wertschätzung 
der pädagogischen Arbeit und der Aktivitäten im Bereich frühkindlicher 
Bildung, und der besonderen Kenntnisse und  Erfahrungen im Bereich 
"Frühe Bildung", vor allem in der Zusammenarbeit mit Schulen, aus.  Im April 
2014 wurde eine weitere educcare Bildungskindertagesstätte in das 
Netzwerk aufgenommen: die „educcare Bildungskindertagesstätte 
Mühlwichtel“ in Karlsruhe. Beide Kindertagesstätten bieten regelmäßig 
Projekte zu UNESCO -Themen an und beide Einrichtungen leben in der 
täglichen Arbeit den UNESCO-Gedanken. 
6.3 Sprachliche Bildung/ Sprachförderung 
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, Klettern usw. – die 
einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem 
Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie 
Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört  
werden. 
 
Sprachliche Bildung beginnt in d en ersten Lebenswochen. Sie ist ein  
kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus  
andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale  
Verständigung wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus.  
Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und  
Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die  
Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von

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Gefühlen und Bedürfnissen und aktives Zuhören stelle n die ersten  
Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. 
Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe  
Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende  
Anforderungen an den Erwachsenen, sich einzufühlen, zu versteh en und in  
den Dialog zu treten.  
Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie  
brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die  
Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. Kinder ohne die Erfahrung  
positiver Resonanz verstummen. 
Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches,  
Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung  
basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspielen. Sie  
bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag.  
In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je  
mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und  
Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. 
Schriftzeichen stehe n für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder 
lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, 
Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten 
Denken. Die Möglichkeit, sich mitzuteilen, ohne selbst anwesend z u sein, ja  
sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender 
Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen 
sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg 
zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. 
 
Ziele der Sprachförderung: 
 Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt 
mit Spaß erleben

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 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun-
gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können 
 kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und 
des Raumes 
 sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein 
 Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in 
den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor-
bildfunktion) 
 Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, 
Lernen in Sinn-zusammenhängen 
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz 
 phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) 
 Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen  und 
Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, 
Hausnummern, chinesische Zeichen) 
 Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er-
finden 
6.4 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten 
Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität 
gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag 
betragen: 
Öffnungszeiten im Jahresverlauf: 
In der Regel haben educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . 
Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ 
Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative  
hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Teamfortbildungstage  
vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. 
Öffnungszeiten je Tag:

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Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten.  
Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach 
Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich  
educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern  und der Kommune , so dass 
auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann.  
Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: 
Um Flexibil ität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere 
Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt 
besprochen werden können. Dazu gehören z.B. 
 die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb  
der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch  
bezahlt.  
 Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie  
auch unangekündigt). 
 Notfallbetreuung 
 Platzsharing. 
 
7 Integration, Inklusion und Genderthematik 
Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie 
eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres 
individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. 
In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der 
Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die 
Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten.  „Inklusive Bildung 
bedeutet, es allen Menschen in gleichem  Maße zu ermöglichen, an 
hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser 
Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht,  sozialen und 
ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“

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educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist 
willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in 
ihm steckt“ verdeutlicht  die Offenheit und Achtung gegenüber der 
Verschiedenheit und des Andersseins  eines jeden Kindes mit all seinen 
Potentialen und Herausforderungen.  Im Sinne und im Anspruch ermögli cht 
educcare allen Kindern, insbesondere auch  den Kindern mit 
Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: 
 Respektierung der eigenen Persönlichkeit 
 Würde und Selbständigkeit 
 Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen 
 ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld 
 Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen 
 kulturelle Unterschiede und Vielfalt 
 Wohlfühlen im familiären Umfeld. 
educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, 
behinderte und nichtbehinderte Kinder so früh wie möglic h 
zusammenzuführen, da sich Einstellungen  und Vorurteile bereits im 
Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt  Bewertungen von 
Behinderung übernommen werden können.  
educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens:  
 das Lernen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die 
Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist 
 das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte 
Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben 
 die Vermeidung von Vorurteilen 
 das unbefangene Aufeinander zugehen

Seite 28 von 57 
 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich 
für nichtbehinderte  Kinder aus der Vielfalt an anderen 
Kontaktmöglichkeiten ergeben 
 der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung 
sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. 
educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das 
Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an 
gemeinsamen Spiel - und Lernorten,  sondern schließen ein 
gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen  auf die individuellen 
Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder,  die ohne 
einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen.  
Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten 
des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und 
Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und 
Jugendamt, ggf. auch  den Integrationshelfern. educcare 
Bildungseinrichtungen er füllen nicht nur integrative  Aufgaben im sozialen 
Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch  eingebunden 
in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung.  
Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das 
Spielen und das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand 
des Kindes.  
educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe 
Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als 
Ansprechpartner/innen für  die Her ausforderungen, Unsicherheiten bis zu 
Ängsten der Eltern, beraten und geben  wenn möglich Hilfestellung. Sie 
verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit  verschiedenen Partnern und 
Institutionen.

Seite 29 von 57 
 
 
Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusio nsarbeit ist 
neben der  interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der 
Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 
7.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen 
Die educcare Bildungskindertagesstätten orientieren sich in besonderer 
Weise an den Ideen der internationalen Verständigung, der interkulturellen 
Bildung und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -
Projektschulen/-Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv 
das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigung und 
Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, 
Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare 
Bildungskindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. 
So wurde beispielswei se die educcare Bildungskindertagesstätte in der 
Stuttgarter Hasenbergstraße  von der Deutschen UNESCO -Kommission zur 
„mitarbeitenden UNESCO Projektschule“ ernannt. 
Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s-
weisen zu vermitteln , die sie für eine glückliche und erfolgreiche Zukunft 
benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und 
Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. 
Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. 
Die Welt, in der  Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Vie l-
falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t-
ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und 
Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und M ultikulturalität werden in 
den Einrichtungen als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten 
spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u-
ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t-
arbeiter/innen repräsentiert.

Seite 30 von 57 
7.2 Integration und interkulturelle Orientierung 
Weder gegenüber dem einzelnen Kind  noch gegenüber der Gesellschaft ist 
es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur 
wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entsc hieden die Auffassung, dass 
hochwertige Bildung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. 
Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel,  
mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen 
Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i-
ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. 
Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u-
nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen b esonderen Handlungsb e-
darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und 
ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n-
schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um 
Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder 
um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. 
Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen 
jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell be glei-
tet und umfassend gefördert wird. Anspruch von educcare ist es, dass die 
Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im 
Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a-
len Leben und erweitert so das A ngebot für Familien. Die interkulturelle Or i-
entierung der educcare Bildungskindertagesstätten zeigt sich allein schon 
durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / en g-
lisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte.  Zudem arbei-
ten die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. 
die Förderung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In 
den Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit 
kennen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. 
Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in

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der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h-
keiten zu schaffen. 
7.3 Integration von Kindern mit Behinderung 
educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n-
gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ 
seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ 
und „Ein Kind ist, was in ihm s teckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber 
der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a-
len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt.  
Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i-
chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkommen, und kein Kind 
soll ausgegrenzt werden. 
Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner 
individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern 
mit besonderem F örderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit den 
Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation 
erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend.  
Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren 
bietet eine besondere Chance, Kinder für individuelle Unterschiede zu se n-
sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l-
ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen.  
Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf bietet für alle 
Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen.  
Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, 
auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. 
 Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten.

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 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, 
da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung 
abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend 
gefördert werden können. Mit den Eltern und den  Förderstellen muss 
abgewogen werden, was sinnvoll ist. 
 Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache 
 mit dem Jugendamt). 
 Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: 
 Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erhalten durch 
eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die 
Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 
 
8 Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie  
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper  
und machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie  
erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und  
etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen  
Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.  
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des  
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfah rungen für die  
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für  
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale  
Entfaltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt o der 
vernachlässigt, gehen diese Info rmationen für die innere Verarbeitung 
verloren.  
Gesundheitserziehung bedeutet, das Kind zu befähigen, für sein eigenes  
Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote,

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Ruhe und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes 
Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu. 
Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: 
 Entwicklung des Körperschemas: den eigenen Körper spüren und 
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst sein, innere 
Empfindungen spüren, sich in sein em Körper wohlfühlen, sich seiner 
Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein... 
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen  Situatio-
nen: Koordination verschiedener Körperteile, Anspannung –
Entspannung, zielgerichteter Einsatz der Muskulatur, balancie ren, den  
Ball werfen, rückwärts laufen... 
 Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen 
darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet 
 Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen:  
Zusammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden 
 Fingerfertigkeit/ Handgeschicklichkeit: gezieltes Bewegen, greifen  –
loslassen, Handhabung unterschiedlicher Gegenstände und Materialien,  
Klavier spielen, jonglieren, beidhändig zeichnen, Mandelsplitter  auf e i-
nem Kuchen dekorieren... 
 Auge–Hand–Koordination: einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssi g-
keit in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft  fan-
gen... 
 Vorfreude entwickeln: auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch lebenslang  
handhaben kann 
9 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern 
educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame 
Verantwortung mit den Eltern.

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Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind 
authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe sowie 
Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. 
Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer 
besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten in dividuelle 
Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulturelle Zusammenhänge und 
vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation 
formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam 
Lösungen entwickeln sind unverzichtbar e Schritte, damit eine 
vertrauensvolle Partnerschaft entstehen und familienergänzend und -
entlastend wirken kann.  
Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung 
verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt 
diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Rechnung. 
Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in 
Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult.  
Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit 
mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am strukturierten 
Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und 
eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien 
wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse.  
 
Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: 
 intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele  
 intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine 
bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern 
 individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell)

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 vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. 
einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die 
individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben d iese 
Gespräche) 
 halbjährliche Elternbefragung 
 jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der 
jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s-
ergebnisse) 
 
 Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die B ildungsarbeit 
und den Alltag der Tagesstätte 
 diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, 
Projekt-/Themengruppen)  
 
 lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. 
Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen 
 Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien  
 Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: 
„Rituale“, „Grenzen setzen“) 
 
10 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und 
Dokumentation 
10.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung 
Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet 
und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsversprechen an Kinder, 
Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart).

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Beispiele für definierte Prozesse sind: 
  Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation  
 Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und 
fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern  
 Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis 
führender methodischer und inh altlicher Konzepte  (Beispiel für 
Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching 
model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) 
 Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte 
 
Die Schwerpunkte der Förderung sind: 
 Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische  Kompetenz 
sowie Lebenskompetenzen 
 Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/ 
Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, 
Naturwissenschaft sowie Technik und Medien

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Praktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den 
Schwerpunkten sind:  
 Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s. auch educcare 
Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) 
 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare 
Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) 
 Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, 
Universität Mannheim 
 Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. 
Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd 
 
Grafik zur Darstellung der pädagogische n Basis, der Methoden und 
Förderung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept 
mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen 
Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… 
Best practice Methoden 
Beobachtung  & Doku, Reflektion, Ange-
botsplanung, -durchführung, …. 
(Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) 
 
Sozialkonstruktivistischer Ansatz 
Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz 
Elternpartnerschaft 
 Basis- 
kompetenzen 
Förder- 
schwerpunkte 
Bildungspläne (national und international) 
Best practice Inhalte 
Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu-
sik, Naturwissenschaft, …. 
(Kanada, Frankreich, Deutschland, …. )

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10.2 Angaben zur Qualitätssicherung 
Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, 
um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse 
geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine 
transparente Qualität.  
educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf 
der anderen Seite betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der 
betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch 
effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen.  
 
Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung:  
 Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) 
 der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die   
Transparenz in der Entwicklung des Kindes 
 laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für  
 Qualität und Wirtschaftlichkeit

Seite 39 von 57 
 
 
Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche 
Prozesse: 
 
 
 
Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und 
Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und 
Konsequenz der Umsetzung, und damit die hochwertige und verlässliche 
Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. 
 
Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom 
Konzept als auch in der Praxis in einer educcare B ildungskindertagesstätte 
vor Ort. Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen.  
 
Zuverlässige und effiziente Umsetzung von  
Bildungskonzept und Anforderungen 
Pädagogisch 
• Review 
• Benchmarking 
• Kooperationen 
• ....... 
• Befragungen 
• Elterngespräche 
• ........ 
• Dokumentation 
• Beobachtung 
•
Betriebswirtschaftlich 
• Nutzungsanalysen 
• Arbeitszeitmodelle 
• Modellförderung 
• ....... 
• Personalbedarf 
• Personalmanagement 
• ........ 
• Arbeitsteilung 
• Raum = 3 Erzieher 
•
Strukturen und Prozesse 
• Review

Seite 40 von 57 
Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: 
 
 
 
Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht 
in dem Review darum, zu prüfen ob die richt igen Dinge getan werden 
(Effektivität) und ob diese richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die 
kontinuierliche Analyse auf Basis des educcare Bildungskonzeptes.  
Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe 
Evaluation trennt, g ehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende 
Informationen ein: 
 jährliche Elternbefragung 
 jährliche Kinderbefragung 
 jährliche Mitarbeiterbefragung 
 jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) 
 jährliche Kinderbefragung 
Ist-Zustand Gemeinsames 
Commitment Nachverfolgung
Mitarbeiterbefragung
Kinderbefragung
Selbstevaluation
Externe Evaluation
Voraus-
wertung 
Elternbefragung
Kickoff
Team, Träger und Eltern
Aktionsplan Reports
Review 
Jährlicher Kreislauf
Auftraggeber-
befragung Reports
Review 
Reports 
Review 
Ist-Zustand Gemeinsames 
Commitment Nachverfolgung
Mitarbeiterbefragung
Kinderbefragung
Selbstevaluation
Externe Evaluation
Voraus-
wertung 
Elternbefragung
Kickoff
Team, Träger und Eltern
Aktionsplan Reports
Review 
Jährlicher Kreislauf
Auftraggeber-
befragung Reports
Review 
Reports 
Review

Seite 41 von 57 
 
 
An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame 
Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kickoff 
Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an.  
Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens 
das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt.  
Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen dokumentiert 
und an die Beteiligten Informationen verteilt. 
 
Beispiele für Kickoff-Workshop-Gruppen: 
 Übergang Kita-Grundschule 
 Räume bilden 
 Öffentlichkeitsarbeit 
 Kreativität als Bildungsansatz

Seite 42 von 57 
Als ein weiteres Beispiel für Prozesse wird aufgrund seiner Bedeutung für 
die individualisierte Bildung der Prozess der Beobachtung/Dokumentation 
dargestellt.  
 
Grafik zum Beispielprozess Beobachtungsmanagement: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FB 1
Information zu Kind und Familie
Basisdaten bei Aufnahme des Kindes
Tagebuch 
Grundlage für die päd. Arbeit, Aktionen, 
Einschätzungen und Auswertungen
regelmäßig und fortlaufend; spontane und gezielte Beobachtungen
Lerngeschichte
Kindordner / Ich-Buch
Sammlung von 
Dokumentationen
FB 3
Aktion und Auswertung
FB 4
Kollegialer Austausch
FB 5
Entwicklung im Verlauf 
Kreisdiagramm, 
zusammen mit FB 4 Grundlage für alle 
Elterngespräche
FB 6
Individueller 
Entwicklungs-
bogen
Ergänzende 
Informationen für 
Erz. und Eltern
alle 3-6 Monate je 
nach Alter von
„6-18 Monaten“,  
„18-36 Monaten“, 
„36-72 Monaten“
FB 2
Gesamteinschätzung / Wohlbefinden der Gruppe
nach 4-8 Wochen, danach vierteljährlich; alle Erzieher/-innen einer Gruppe

Seite 43 von 57 
 
 
Das in allen educcare Einrichtungen praktizierte System ist ein in sich 
geschlossener Kreislauf vom Erstkontakt (Anamnesebogen) über 
unterschiedliche Beobachtungsthemen hin zum Entwicklungsgespräch mit 
den Eltern.  
Der Sicherstellung des Wohlbefindens (Stichwort zweites Zuhause ) jedes 
einzelnen Kindes gilt hier im ersten Schritt die Hauptaufmerksamkeit. Erst 
nach sichergestelltem Wohlbefinden kann die Bildungsarbeit beginnen.  
Basis des educcare Beobachtungssys tems bilden praxiser probte Ansätze, 
u.a. das „process-oriented child monitoring system“.  
Das System vertritt die Sichtweise, Beobachtung als laufende und 
unabdingbare Voraussetzung für pädagogisches Handeln zu werten, 
motiviert aus der Zielsetzung, das einzelne Kind individuell zu erfassen.  
Laufend bedeutet: Verankerung im pädagogischen Alltag (Tagebuch) anstatt 
einer getrennten Tätigkeit. 
Unabdingbar bedeutet: Nicht diskutierbar, sondern verbindlicher Bestandteil 
der Arbeit. Entsprechende organisatorische Maßnahmen ermöglichen und 
verpflichten die Durchführung.  
 
Konkret bedeutet dies: 
 Individuelle Beobach tungen, Lerngeschichten und Ent wicklungsschritte 
werden fortlaufend auf Tagebuchseiten erfasst und regelmäßig 
ausgewertet.  
 Eine erste Einschätzung der Kinder erfolgt unter dem Gesichtspunkt 
„zweites Zuhause“ und stellt Wo hlbefinden und Engagiertheit in den 
Beobachtungsmittelpunkt.

Seite 44 von 57 
 Der individuelle Entwicklungsbogen stellt sicher, dass alle 
Entwicklungsschritte erfasst werden. Er basiert auf den Kriterien der 
Entwicklungsdiagnostik und bindet Eltern mit ihren Beobachtunge n zu 
Hause ein. 
 Der regelmäßige Abgleich im Team  / der Austausch in der 
Fachkonferenz ergänzt Blickwinkel und Einschätzungen und führt so zu 
einer komplexeren Sichtweise auf das Kind.  
 Die Auswertung der Tagebuchaufzeichnungen, der individuelle 
Entwicklungsbogen und das Ich -Buch stellen eine hervorragende 
Bildungsbiografie des Kindes dar.  
 Die Gesamteinschätzung des Kindes in den verschiedenen 
Bildungsbereichen dient als Grundlage für das Entwicklungsgespräch 
mit den Eltern und die Vereinbarungen für das w eitere pädagogische 
Handeln. 
 Die Häufigkeit der Gespräche ist abhängig vom Alter und der 
Entwicklung des Kindes (mindestens zweimal im Jahr, bei Kindern unter 
drei Jahren viermal je Jahr). und individuellen Anforderungen. 
 Elterngespräche sind gekennzeich net durch gegen seitigen Respekt, 
eine partnerschaftliche Grundhaltung sowie eine offene und 
vorurteilsfreie Atmosphäre.  
 Sie umfassen gemeinsames Nachdenken und das Gehen gemeinsamer 
Wege mit beidseitig hoher Verbindlichkeit. 
 Jedes Elterngespräch ist ausgele gt auf ca. 60 Minuten 
Gesprächsinhalte. Die gemeinsamen Vereinbarungen werden 
protokolliert und wieder aufgegriffen.

Seite 45 von 57 
 
 
Kindgerechte und verlässliche Beobachtung bedarf eines professionellen 
Beobachtungsmanagements sowie vielfältiger Voraussetzungen zur 
Durchführung. 
Neben einer wertschätzenden „Beobachtungskultur“ und den damit 
verbundenen Einstellungen und der wahrzunehmenden Selbstverantwortung 
existieren viele weitere Voraussetzungen, damit individualisierte Pädagogik 
in der täglichen Praxis Wirklichkeit wird. 
 
Grafik mit einem Auszug an Themen rund um das Beobachtungs -
management:  
 
 
  
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schulungen
Coaching Team-
reflexion
Verfügungs-
zeit
Kultur
ReviewDienstplanung 
Gestaltung
Muss, 
Kann 
Schulung
…
Commit-
ment 
Schulung
…
Ratio 
Coach zu 
Kita: 1: 8
2 Tage  je 
Monat …
Selbstver-
ständnis
Selbstverant-
wortung
20% der 
Arbeitszeit
Nutzung 
von 
Randzeiten
Vertre-
tungskräfte
Wöchent-
liche 
Kleinteams
¼ jährl. 
Fachkonfe-
renzen
1-2 
Konzept-
tage /JahrIndiv. 
Begleitung
Zeit am 
Kind
Ausfall-
planung
Personal-
entwicklung
Jahrespla-
nung Kontrolle im 
Review
Eltern-
befragung
Schulungen
Coaching Team-
reflexion
Verfügungs-
zeit
Kultur
ReviewDienstplanung 
Gestaltung
Muss, 
Kann 
Schulung
…
Commit-
ment 
Schulung
…
Ratio 
Coach zu 
Kita: 1: 8
2 Tage  je 
Monat …
Selbstver-
ständnis
Selbstverant-
wortung
20% der 
Arbeitszeit
Nutzung 
von 
Randzeiten
Vertre-
tungskräfte
Wöchent-
liche 
Kleinteams
¼ jährl. 
Fachkonfe-
renzen
1-2 
Konzept-
tage /JahrIndiv. 
Begleitung
Zeit am 
Kind
Ausfall-
planung
Personal-
entwicklung
Jahrespla-
nung Kontrolle im 
Review
Eltern-
befragung
FB 1
Information zu Kind und Familie
Basisdaten bei Aufnahme des Kindes
Tagebuch 
Grundlage für die päd. Arbeit, Aktionen, 
Einschätzungen und Auswertungen
regelmäßig und fortlaufend; spontane und gezielte Beobachtungen
Lerngeschichte
Kindordner / Ich-Buch
Sammlung von 
Dokumentationen
FB 3
Aktion und Auswertung
FB 4
Kollegialer Austausch
FB 5
Entwicklung im Verlauf 
Kreisdiagramm, 
zusammen mit FB 4 Grundlage für alle 
Elterngespräche
FB 6
Individueller 
Entwicklungs-
bogen
Ergänzende 
Informationen für 
Erz. und Eltern
alle 3-6 Monate je 
nach Alter von
„6-18 Monaten“,  
„18-36 Monaten“, 
„36-72 Monaten“
FB 2
Gesamteinschätzung / Wohlbefinden der Gruppe
nach 4-8 Wochen, danach vierteljährlich; alle Erzieher/-innen einer Gruppe

Seite 46 von 57 
11 Personalmanagement  
Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt-
zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten  
Aufgabe des/der Erzieher/in ist es , das Konzept durch situations - und 
entwicklungsbezogenes pädagogisches Handeln umzusetzen, das heißt 
ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe.  
Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von d er 
Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen 
ist unerlässlich, um für das einzelne Kind als auch für entwicklungs -
homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu 
können.  
Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht 
nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den 
Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und 
Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nac h – durch 
entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio -
nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann.  
Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: 
 Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand 
eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die 
Arbeit mit Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur 
Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung 
sowie Ergänzung des Teams hinsichtli ch Persönlichkeit und 
pädagogischer Schwerpunkte. 
 Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz und des Zutrauens sowie 
der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu 
fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer 
Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden 
Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung.

Seite 47 von 57 
 
 
 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur 
des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unsere r Kolleginnen und 
Kollegen zu  schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv 
ihren/seinen Weg suchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem 
Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare 
Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösun gen zu suchen, den 
Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung 
zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, 
was immer bedeutet, lernen zu können.  
 educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig 
weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind 
alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an 
dieser Kultur mitzuwirken. 
 
Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit 
geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team 
begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. 
Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu 
Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der 
Einrichtung bemerkbar wird. 
Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Teamordnung, die 
Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern 
getragen wird.  
11.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung 
Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, 
die die Fachkräfte vor Ort für die verlässliche Leistungserfüllung gegenüber 
Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen.

Seite 48 von 57 
Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der 
Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: 
 Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfähig und 
lebenstüchtig),  
 Einstellung zum Kind und zu den Eltern,  
 Leidenschaft zu bestimmten Themen,  
 Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. 
Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen 
Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: 
 Sachkompetenz 
 Handlungskompetenz 
 Selbstkompetenz 
 Reflektionskompetenz 
Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung 
zu dem ersten Arbeitstag).  
Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind 
insbesondere:  
 intensive Schulungen,  
 kontinuierliches Coaching sowie  
 laufendes Feedback, 
 Reflektion, 
 Projektarbeit. 
Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft 
verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen 
Rollen.

Seite 49 von 57 
 
 
 
Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen 
Fachkraft: 
 
 
 
 
 
Exkurs educcare Commitment Schulungen 
Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind 
bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen 
finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von 
Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de 
Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach 
der Schulung eingeht. Beispiel hierfür sind die durch die teilnehmende 
Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach  der Schulung mit der 
Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die 
Coach
Päd. Fachkraft
Kollegin/nen
Kita Leitung
Laufendes 
FeedbackCoaching
Laufendes 
Feedback
Institutionalisierte 
Reflexion
Coaching
*
Mitarbeiter
-
gespr
äch
**
*     in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin
**   bis Kita Leiterin übernimmt
*** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft
Mitarbeiter
-
gespr
äch
Coaching
***
Coaching
Coaching
Geschäftsführung
Coach
Päd. Fachkraft
Kollegin/nen
Kita Leitung
Laufendes 
FeedbackCoaching
Laufendes 
Feedback
Institutionalisierte 
Reflexion
Coaching
*
Mitarbeiter
-
gespr
äch
**
*     in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin
**   bis Kita Leiterin übernimmt
*** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft
Mitarbeiter
-
gespr
äch
Coaching
***
Coaching
Coaching
Geschäftsführung

Seite 50 von 57 
Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den 
pädagogischen Alltag besprochen und festgelegt. Das beschlossene 
Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahme n des Reviews auf seine 
Umsetzung überprüft.  
Konkret bedeutet dies:  
 erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag 
bereits terminlich vereinbart), 
 im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren 
Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs  Monaten ein 
Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, 
 obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept, Grundlagen 
Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, 
Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement.

Seite 51 von 57 
 
 
11.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching 
Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um 
das educcare Erziehungs- und Bildungskonzept und die hohe Qualität in den 
Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen . Sie sind ständiger 
Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das 
Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtungen, die 
sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn 
Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. 
Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung  
darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne 
selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorsch läge zu 
geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein 
und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st 
überflüssig zu machen.  
Verantwortung des Coaches 
 Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in 
der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, 
exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt.  
 Die benötigten Kompetenzen und Fachwis sen sind durch die 
Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. 
 Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach dem educcare Konzept. 
 Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den 
Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gestellten Anforderungen 
selbstständig, auf hoh em Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit 
umzusetzen. 
 Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als 
attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz.

Seite 52 von 57 
 Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in der Zusammenarbeit 
mit der Kita Leitung. 
 Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) 
gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt.  
 Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der 
frühkindlichen Bildung in Deutschland. 
 
11.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun-
gen, Tarifbindung 
Qualität dank Professionalität 
Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte ergibt sich  folgendes 
mögliches Zielprofil: 
 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 
Stunden pro Tag 
 Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr)  
 flexible Betreuungsangebote 
 bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal 
sichergestellt werden kann 
 educcare Bildungskonzept 
 Notfallbetreuung (optional) 
 Personal: 
 bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) 
können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen 
einspringen 
 freigestellte Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von 
Einrichtungen sowie mit einem besonderen Blick für 
Familien und das Gemeinwesen / den Sozialraum

Seite 53 von 57 
 
 
 Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des 
Sozialraums ausgewählt 
 fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr 
 monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis 
drei  Tagen 
 Entgelt angelehnt an TVöD 
 In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse 
 
 
 
12 Beweggründe für die Bewerbung 
Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft zu bewerben , 
unterteilen sich in zwei Bereiche. 
Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da in Münster durch Verwal-
tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die 
folgenden Eigenschaften auszeichnet: 
 Qualitätsorientierte Ausrichtung 
 Offenheit gegenüber neuen Trägern 
 Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung 
 Innovatives Umfeld für Weiterentwicklung, welches auf Partizipation 
und Selbstverantwortung basiert. 
 Vernetzung der Träger  
Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert  mit den 
Verantwortlichen der Stadt weiterhin kooperativ zusammen zu arbeiten und  
weitere Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen.

Seite 54 von 57 
Zweitens, spezifische Gründe für die Bewerbung für die Kita in Angelmodde: 
 Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t-
ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien  und der Stadt 
Münster einbringen können:  
 Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n-
gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, 
so bildet die educcare Bildungskindertagesstätte „Der bunte 
Luftballon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit 
der integrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste  e.V.“ im 
Verbund das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet  
Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfr a-
gen, Entwicklungsauffälligkeiten, Förderbedarf, Sprach - und 
Bewegungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund 
ums Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum 
Kontakte zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachku r-
sen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. 
Neben Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Famil i-
enzentrum kreative und sportliche Angebote für Kinder und 
Eltern, wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische 
Frühförderung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche 
Angebote, z.B. Yoga, Zumba…  Gerne bringen wir unsere 
Expertise auch in Familienzentren in Münster mit ein. 
 Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in einem 
schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote und Maßnahmen 
in der Kita zu unterstützen, ist eine Herausforderung, die der educ-
care Philosophie entspricht. 
 Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h-
landweit und auch in Münster durch die Bildungskindertagesstätte 
„Lacki Kids“.

Seite 55 von 57 
 
 
 Mit einer  zweiten Einrichtung in Münster ergeben sich Synergiee f-
fekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient: 
 Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien 
liegen in den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen 
Pädagogik und Betrieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten 
und Kita -übergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern, 
einem Patenmodell der Leitungen  und Mi tarbeiterinnen so-
wie gemeinsamen Management mit unterschiedlichen Th e-
menschwerpunkten. Dies nicht nur im laufenden Betrieb, 
sondern auch beim Aufbau der neuen Einrichtung.  Insbe-
sondere durch die Nähe der bestehenden educcare Einric h-
tung „Lacki Kids“ in Hiltrup ka nn hier eine enge Zusamme n-
arbeit unkompliziert realisiert werden. 
 Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien 
ergeben sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapaz i-
täten und insbesondere bei unkomplizierter Aushilfe bei 
Personalengpässen (Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) 
auf Fachkraft- als auch Leitungsebene. 
 Zu den Synergien bezogen auf die Effizien z: Effizienzen 
entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, 
Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sowie gemei n-
same Schulung de r Teams. Durch Nutzung dieser Syne r-
gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o-
gische Themen zu konzentrieren. 
 Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: 
Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare  
belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertagesstätte sehr 
zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 13.06.2017 – 
27.06.2017 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h-
mequote 53,2%) die Weiterempfehlungsquote bei 86% liegt.

Seite 56 von 57 
 
Drittens, enormes Potenzial durch die Ausschreibung von gleich zwei Ei n-
richtungen in Angelmodde (eine fünfgruppige Einrichtung in Angelmodde 
und eine dreigruppige Einrichtung Alt -Angelmodde), welche durch gemei n-
samen Betrieb als achtgruppige Einrichtung an zw ei Standorten mit einer 
Leitung eine Vielzahl an Synergien und Einsparpotenzialen mit sich bringen. 
Durch die Nähe der beiden neuen Einrichtungen könnten sich educcare 
vorstellen beide Einrichtungen gemeinsam zu betreiben. 
D.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits 
erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem.  
Auf Basis der Erfahrungen von educcare zu kommunalen, betrieblichen, 
sowie Verbundkitas  betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, 
diese Herausforderung zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dür-
fen. Zur Übernahme der Trägerschaft für die fünfgruppige Einrichtung in 
Angelmodde benötigen wir einen öffentlichen Zuschuss von ins gesamt 95% 
der Betriebskosten nach Kibiz. Sollte es im Interesse der Stadt Münster li e-
gen, dass die beiden neuen Einrichtungen in Angelmodde und Alt -
Angelmodde gemeinsam als eine Einrichtung betrieben werden, könnte der 
öffentliche Zuschuss auf 94% gesenkt  werden, dies jedoch nur unter der 
Voraussetzung, dass educcare die Trägerschaft für beide Einrichtungen in 
Angelmodde übernimmt und der Betrieb unter einer Leitung realisiert wird. 
Für die kleinere Einrichtung würde eine stellvertretene Leitung eingesetzt  
werden. 
 
Köln, 11.10.2017 
 
 
Axel Thelen                                    Sabrina Klein   
Geschäftsführer          Projektentwicklerin

Seite 57 von 57

Anlage 2 Bewerbungsschreiben ASB

1601 Zeichen

Wir helfen
hier und jetzt. |

Arbeiter-Samariter-Bund

Regionalverband

ASB-RV Münsterland e.V. : Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster ..
Münsterland e.V.

Stadt Münster

Gustav-Stresemann-Weg 62

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 48155 Münster
© Zentrale:  0251/2897.0
Hafenstraße 30 j Fax: 0251 / 2897 - 219
Ü Verwaltung: 0251/2897 - 100
48153 Münster Fax: 0251/2897 - 119
Mail: info@asb-muenster.de
Internet: www.asb-muenster.de
Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
51 10 0012 0251-2897-301 04.10..2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf unser Gespräch vom 27.09.2017 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir
unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Eichendorf-
straße in Münster Angelmodde aufrechterhalten.

Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir nunmehr verbindlich Trägerantei-
le von 4% zu übernehmen.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl
gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

x
Di er
Geschäftsführer

Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38

Steuernummer. 336 / 5754/4041 - IK-Nummer: 500 552 690 MIR . Mm /

Vorstand ($ 26 BGB): Andre Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender),
Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt)

- eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -

IMIPARITATISCHEN
EORLFAHRTS-
VERBAND

Anlage 1.7 Auswertungsformular_Outlaw

5835 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde 
                                                      
                                                      
 
Name und Adresse des Trägers:  
 
Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH  (Outlaw gGmbH) 
Johann-Krane-Weg 18 
 
48149 Münster 
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Gründung des Unternehmens in 1987, seit 10 Jahren  in Münster tätig 
- Die Outlaw gGmbH ist ein bundesweit anerkannter f reier Träger der Kinder- und Ju- 
gendhilfe um Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband 
- In Münster ist der Träger mit 7 Kindertageseinric htungen und einer Dependance ver- 
treten  
- Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei Outlaw mit der Überschrift 
„Kita und More“ zusammengefasst und stehen nicht nur für die Betreuung von Kindern 
in Kindertageseinrichtungen, sondern umfassen alle Angebote frühkindlicher Bildung , 
Betreuung und Erziehung 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,25% Trägeranteil 
 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor. 
- Pädagogisches Konzept an die jeweiligen Rahmenbed ingungen des Sozialraums an- 
gepasst 
- Kita als zweites Zuhause für Kinder 
- Leitgedanke: spielend lernen 
- Alltagsintegrierte Bildung, individuelle Förderun g des Kindes 
- Videobasierte Bildungsdokumentation 
 
Flexible Angebote: 
- Angebot von flexiblen Öffnungszeiten, Teilnahme a n den Modellprojekten FlexiZeit und 
ExtraZeit 
- Regelöffnungszeit nach Bedarfen der Eltern 
- In den Ferien eingeschränkte Öffnungszeiten

2 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Integration ist gelebter Alltag 
- Erfahrung in der Betreuung von Kindern mit Behind erung in allen Einrichtungen 
- Multiprofessionelle und multikulturelle Teams  
- Ca. 15% Anteil männliche Erzieher 
- Angebote und deren Vermittlung für Familien hinsi chtlich Sprachkurse etc. (Familien- 
zentrumähnliche Angebote) 
- Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen entsprechend  der Bedarfe 
- Partizipation hat hohen Stellenwert (Kinderparlam ent, Kinderkonferenz; „Paul“ stellv. 
für den Stellenwert und Bedeutung der Partizipation) 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Zahlreiche Bewegungsangebote 
- Nutzen der umliegenden Spielplätze, Waldtage, Spo rtangebote  
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hin sichtlich Hygiene 
- Erste-Hilfe-Angebote auch für Kinder 
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zu r Verpflegung  
- Das Mittagessen wird von einem Caterer bezogen, d er seinen Menüplan auf die be- 
sonderen Essgewohnheiten und Bedarfe der Kinder (Religion, Allergien, Vegetarier) 
ausrichtet 
- Es soll ein verlässliches kindgerechtes Angebot v on Ernährung, Bewegung und Ent- 
spannung im pädagogischen Alltag geschaffen werden 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Flexible Betreuungszeiten sollen passgenau auf di e auf die Bedürfnisse der Familien 
abgestimmt werden sollen (FlexiZeit, ExtraZeit) 
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas , Grundschul en, Sportvereinen 
- Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis und AG‘s 
- Übergang Kita und Schule durch Hospitationen, gem einsame Feste und Aktionen und 
regelmäßigen Austausch der Akteure, Kinder sollen den Schulweg kennenlernen 
- Kooperation mit der Kindertagespflege, Übergänge sollen sicher gestaltet werden, 
Entwicklung von Konzepten mit der Kindertagespflege 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.  
Der Träger garantiert: 
- Individuelle Eingewöhnungskonzepte nach dem Berli ner Modell 
- Bedarfe der Kinder durch regelmäßigen Austausch m it den Eltern erkennen, Entwick- 
lungsgespräche zwei Mal jährlich 
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und  Mitarbeiter/-innen 
- Elternbeirat und Elternabende finden regelmäßig s tatt

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- 
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Freistellung  der Leitung auch in kleinen Einrich- 
tungen 
- Zurzeit eine Springerkraft für alle Einrichtungen  in Münster 
- Pädagogische Fachberatung als Bereichsleitung 
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für  Mitarbeiter/-innen 
- Transparentes und kommunikatives Führungsleitbild  wird gelebt 
- Erarbeitung eines eigenen Qualitätsmanagementsyst ems, Umsetzung in 2018 geplant 
- Leitungsrunden und AGs finden regelmäßig zum Aust ausch statt  
- Ausbildung von Erziehern im Anerkennungsjahr, pra xisintegrierte Ausbildung, Berufs- 
praktikanten 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungs angeboten in unterschiedlichen 
Stadtteilen in Münster 
- Weitere ergänzende Angebote im Stadtteil, insbeso ndere die Vermittlung von gezielten 
Angeboten im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten mit Flexizeit und Extrazeit 
- Ausbau der Kindertagesbetreuung im Süden von Müns ter

Anlage 7.13 Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität

16533 Zeichen

ISO 9001 
Stand 006/02.2016 
Seite 1 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Ästhetik - Musik, Kunst, 
Kreativität 
  
 
 Geändert am: 03.01.2017 Freigegeben am: 24.02.2016 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Jacob, Maureen 
Geändert von:  
Weegmann, Clemens Matthias 
Freigegeben von: 
Rehn, Marcus 
 
Prozessverantwortliche/r 
Jacob, Maureen 
Stellvertreter/in  
Sigg, Patricia 
Bereich 
Elementar-Pädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich 
schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/02.2016 
Seite 2 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Ästhetik - Musik, Kunst, 
Kreativität 
  
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder nehmen bewusst Objekte, Gegenstände, soziale und kulturelle Zeichen 
und Symbolsysteme,  Situationen und Menschen durch ihre Sinne wahr und 
entwickeln eigene (selbst-)reflexive Ausdrucksformen, wie sie das Wahrgenommene 
empfunden haben.  
 Alle Kinder lernen künstlerische und symbolhafte Ausdrucksformen wie Klänge, 
Bewegungsformen, Bilder, Erzählungen und Sprache kennen. 
 Alle Kinder erkennen Betrachtungsmöglichkeiten und entwickeln 
Perspektivenwechsel. 
 Alle Kinder lernen die Wahrnehmung auf das Gewohnte zu verrücken und zu zeigen, 
dass alles auch ganz anders sein kann. 
 Alle Kinder entwickeln Wertschätzung für das eigene Tun und Tun der Anderen. 
 Alle Kinder erhalten durch ausreichend Raum, Zeit und ein vielfältiges Material- und 
Werkzeugangebot die Möglichkeit sich auf gestalterische Schaffensprozesse 
einzulassen. 
 Alle Kinder können sich auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung musikalisch 
betätigen. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 
 
1. Bildnerische Kunst 
Sachwissen:  
 Verschiedene Techniken und Verfahren im Rahmen der Aktivitäten 
 Handwerkstechnische Fähigkeiten  
 Vielfältige Materialien 
Ästhetisch-künstlerische Forschung:  
 Gestalten und Experimentieren 
 Untersuchen und Erkunden 
 Entwerfen und Kombinieren 
Individuelle lebendige Erfahrungsgeschichten:  
 Beobachtung der Umwelt 
 Wahrnehmung des eigenen Körpers 
 Vernetzung von sich und der Welt 
 Selbstwirksamkeit (Präsentation eigener Werke in Ausstellungen) 
 Begegnung mit Farben, Formen und Farbmustern und deren Wirkung auf Stimmung 
und Gefühle 
Kulturelle Teilhabe:  
 Begegnung mit Kunstwerken und Lebensformen von Künstlern (moderne und 
abstrakte Malerei sowie Kunst und KünstlerInnen aus vergangenen Epochen)  
 Begegnung mit unterschiedlichen Bauarten 
 Begegnung mit Skulpturen, Plastiken, Kunst im öffentlichen Raum 
 Kulturelle Vielfalt und ihr (künstlerisches, kulturelles) Abbild 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/02.2016 
Seite 3 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Ästhetik - Musik, Kunst, 
Kreativität 
  
 
 
2. Darstellende Kunst 
Darstellendes Spiel:  
 Erfinden, Dinge selbst entwickeln und ausprobieren  
 Zusammenspiel von Wahrnehmung, Bewegung, Ausdrucksformen und Sprache  
 Das Spielen miteinander: Kinder und Erwachsene in einem geschützten Rahmen, 
wechselseitiger Austausch von Lebensäußerungen, Wiederholungen, emotionale 
Beteiligung 
 Übergänge zwischen Kinderspielen, verschiedenen Spielformen und performativen 
Momenten: Übungsspiel, Symbolspiel, Rollenspiel, Musikstücke, Tanz, Stegreif- und 
Theaterspiele  
 Zuschauen, Zeigen, Präsentieren: theatrale Momente 
Mediale Kunstformen: 
 Begegnung mit Ausdrucksformen medialer Kunst (Foto, Hörspiel, Film) und 
Unterscheidung von der wirklichen Welt 
 Kennenlernen produktiver und kreativer Einsatzmöglichkeiten von Medien  
 Selbst entwickeln und ausprobieren, verfremden, verzerren, aufnehmen, abspielen 
und neu integrieren 
 
3. Musik 
Rhythmusgefühl:  
 mitmachen, mitklatschen 
 imitieren, entdecken 
 Wechsel erkennen, erfinden, Tempo spüren 
Stimme als Ausdrucksmittel:  
 Singen (Singkreis, Freude am Singen, Lieder  merken, Wechsel und Halten von 
Tonhöhen) 
 Melodien erkennen und reproduzieren (aufmerksam zuhören, mitsummen, 
wiedergeben, Vorlieben entwickeln) 
Klänge: 
 Unterscheidung verschiedener Klänge und Lautstärken 
 Musikinstrumente und Alltagsgegenstände zur Klangerzeugung verwenden 
 Geräusche und Musikrichtungen kennenlernen und unterscheiden,  
 Vorlieben für Musik entwickeln 
 Erzeugung verschiedener Stimmungen, Gefühle durch div. Musikrichtungen  
 Eigene Lieder, Klangfolgen erfinden 
Musik und Bewegung: 
 Bilder, Sprache und Musik in Bewegung umsetzen 
 Einsatz von Medien  
 Bewegungsspiele nach definierter Musikauswahl 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere die 
unmittelbare Nähe von Musik, Kunst und Ästhetik  zu den Bildungsbereichen Bewegung, 
Körper und Sinne, Soziales Miteinander, Mensch sein in der Welt sowie Sprache  ist zu 
berücksichtigen. 
Dem Bildungsbereich können tendenziell das Atelier sowie das Außengelände als Raum bzw. 
Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die Umsetzung des 
Bildungsbereichs in allen Räumen des Kinderhauses statt. 
 
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/02.2016 
Seite 4 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Ästhetik - Musik, Kunst, 
Kreativität 
  
 
 
 Die PädagogInnen begreifen frühkindliche Bildung als „ästhetische Bildung“. 
(Basierend auf den eigenen Wahrnehmungen des Kindes. Vgl. Schäfer) 
 Die PädagogInnen ermöglichen Kleinstkindern Erfahrungsräume zur Entfaltung der 
Sinne wie riechen, schmecken, fühlen, tasten und hören. 
 Die PädagogInnen gehen in achtsamen und intensiven Dialog mit Kleinstkindern. 
 Die PädagogInnen beachten hierbei entsprechend entwicklungsgemäß die Konsistenz, 
die Mehrdimensionalität und die Handhabbarkeit von Materialien.  
 Die PädagogInnen ermöglichen Kleinstkindern „das Hinterlassen von Spuren“ durch 
großflächiges Malen, kritzeln oder schmieren in Verbindung mit Bewegungsanreizen 
und unter Einsatz von Händen, Füßen und des ganzen Körpers. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 Wie werden ästhetische Ausdrucksformen der Kinder wertschätzend wahrgenommen 
und angemessen interpretiert? (100 Sprachen der Kinder) 
 Wie wird ein respektvoller Umgang mit individuell unterschiedlichen Wahrnehmungen 
und Ausdrucksformen unterstützt und angeregt? 
 Wie können Kinder zu phantasievollen Erfindungen in Geschichten, künstlerischen 
Gestaltungen, Situationen, Phänomenen ermutigt werden? 
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ISO 9001 
Stand 006/02.2016 
Seite 5 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Ästhetik - Musik, Kunst, 
Kreativität 
  
 
 
 Wie können Jungen wie Mädchen gleichermaßen einen Zugang zur kreativen 
Auseinandersetzung mit Kunst und Musik erlangen? 
 Wodurch erhalten Kinder Anregungen, Dinge des Alltags auch zweckentfremdet zu 
gebrauchen? 
 Wie werden Kinder angeregt Bilder, Sprache und Musik in Bewegung umzusetzen, 
Klanggeschichten zu erleben und selbst zu gestalten?  
 Wie werden Kinder dazu angeregt Musik, Kunst, Literatur und andere 
Ausdrucksformen der eigenen und fremden Kulturen und Epochen zu erfahren? 
 Wird Kindern Raum gegeben Medienerfahrungen kindgemäß zu verarbeiten? 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
  
 element-i-Bogen 
 Ideenliste „Ästhetik, Kunst und Musik“ 
 Gute pädagogische Fachpraxis 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:  
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
Im ganzen Kinderhaus: 
 Möbel zum Ausstellen, Präsentieren und Dokumentieren von Kinderwerken 
 Kreative Erfahrungsräume im Nass- und Trockenbereich (Fenstermalplätze, 
Bodenmalplätze, Malplätze im Dusch- oder Badebereich) 
 Entspannungsbereiche in denen Kinder Musik hören können 
 Bewegungsbereich, in dem Kinder Musik in Kombination mit Bewegung erleben 
und ausleben können 
 
Im Atelier:  
 Sichtbare und bildhafte Vereinbarungen zu Regeln der Nutzung des Ateliers 
 Möbel zum Aufbewahren, Verstauen und Wegsperren 
 Möbel für kreatives Arbeiten: Staffeleien, Bodenmalpodeste oder Malwände 
 Übersichtliche Anordnung von Werkzeugen und Materialien  
 Bereitstellung von Werkzeugen zur Umsetzung verschiedener Techniken 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/02.2016 
Seite 6 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Ästhetik - Musik, Kunst, 
Kreativität 
  
 
 
 Bereitstellung von Materialien mit unterschiedlicher Beschaffenheit 
 Leere Fläche zur unterschiedlichen Nutzung 
 
Kinder dürfen und sollen im Atelier Spuren hinterlassen. Die PädagogInnen achten auf 
die regelmäßige Widerherstellung einer gewissen Ordnung, Übersicht und Ästhetik im 
Raum.  
 
Marktplatz: 
 Verfügbarkeit von Stiften und Papieren 
 
Rollenspielbereich: 
 Verfügbarkeit von Verkleidungsmaterialien (Geschlechterverteilung beachten) 
 Verfügbarkeit verschiedener Tücher und Decken 
 Umfunktionierbare Möbel als mögliche Bühne  
 Ausrangierte Kleingeräte  
 Altes Verpackungsmaterial 
 Spiegel und Schminkutensilien  
 Interessante Dinge vom Flohmarkt 
 
Musikbereich: 
 Übersichtliche Anordnung der Musikinstrumente  
 Verfügbarkeit von Hi-Fi-Geräten und Tonträgern 
 Verfügbarkeit verschiedener 
- Klanginstrumente 
- Rhythmus-Instrumente 
- Stabspiele, Fünftonflöten 
- Zupf- und Streichinstrumente  
 
Außenbereich: 
 Freiluftatelier  
 
 
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Anlage 7.2 Handlungskonzept Kinderschutz

13699 Zeichen

001/10.2014 
Seite 1 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Handlungskonzept zum Schutzauftrag der Jugendhilfe  
in den Kinderhäusern in der Geschäftsführung der Konzept-e GmbH 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jedes Kind braucht einen Engel 
Der es schützt und der es hält 
Jedes Kind braucht einen Engel 
Der es auffängt, wenn es fällt 
 
 
(Klaus Hoffmann) 
 
 
 
 
 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

001/10.2014 
Seite 2 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 
Erstellt von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 
 
Einleitung 
Der Schutzauftrag an sich, ist keine neue Aufgabe für Kindertagesstätten. Von jeher gehört 
es zum Auftrag von Kitas, das Wohl des einzelnen Kindes zu sichern und möglichen 
Entwicklungsbeeinträchtigungen entgegen zu wirken. Der Auftrag, Kinder und Jugendliche 
vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, war schon immer im §1 SGB VIII verankert. Insofern 
hat sich am fachlichen Auftrag durch die Einfügung des §8a SBG VIII nichts geändert.  
Dazu gibt es  Vereinbarungen, die das Jugendamt mit den freien Trägern zu schließen hat . 
Jede Kindertagesstätte muss  ein Schutzkonzept vorlegen, welches das Verfahren bei 
Verdacht auf Kindeswohlgefährdung festlegt. In erster Linie geht es darum überlegt und 
strukturiert zu handeln, um professionell Hilfe anbieten zu können. D as Wächteramt und 
somit die Kontrolle obliegen nach wie vor dem Staat und somit dem örtlichen Jugendamt. 
Neu ist ab Januar 2012 die Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes. Innerhalb der 
Bestimmung hat der Träg er von Kindertagesstätten zum einen nachzuweisen, das er durch 
geeignetes Personal und zum anderen durch ein schlüssiges Konzept das Wohl der Kinder 
sicherstellt.  
1. Der Begriff „Kindeswohlgefährdung“ 
„Kindeswohl“ ist ein so genannter unbestimmter Rechtsbegriff und als solcher nicht eindeutig 
definiert, sondern auslegungsbedürftig. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) bezeichnet es als 
Kindeswohlgefährdung, wenn das geistige, körperliche oder seelische Wohl des Kindes 
gefährdet ist und die Er ziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, die Gefahr 
abzuwenden. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind – und nur dann! – ist der Staat 
berechtigt, in das Recht der elterlichen Sorge einzugreifen, um das Wohl des Kindes 
sicherzustellen.  
Dass bei einem wahrg enommenen Problem nicht die Voraussetzungen für eine 
Kindeswohlgefährdung vorliegen, heißt nicht, dass es dieses Problem nicht gibt und dass 
nichts zu tun ist. Natürlich muss und wird  in den Kinderhäusern auf Auffälligkeiten und 
Irritationen auch unterhalb der Eingriffsschwelle des Staates fachlich reagiert werden , ohne 
gleichzeitig ein Verfahren nach SGB VIII§8a in Gang zu setzen . Dies ist ein ganz normaler 
Bestandteil von Beratung un d Elternarbeit – und muss noch nichts mit  einer 
Kindeswohlgefährdung zu tun haben!  
Die Einschätzung von Gefährdungssituationen muss immer auf den Einzelfall bezogen sein 
und insbesondere das Alter des Kindes, sowie Entwicklungsstand und Entwicklungsbedarfe 
berücksichtigen.  
Unzureichende Nahrungsversorgung oder blaue Flecken sind z.B. bei einem Säugling – in 
Bezug auf eine unmittelbare Kindeswohlgefährdung – anders zu bewerten als bei einem 
siebenjährigen Schulkind. Auch die Situation (chronisch) kranker und behinderter Kinder ist 
gesondert zu berücksichtigen.   
Als Kindeswohlsgefährdende Erscheinungsformen lassen sich grundsätzlich unterscheiden: 
 Körperliche und emotionale Vernachlässigung 
 Seelische und körperliche Misshandlung 
 Sexuelle Gewallt  
Anhaltspunkte von Gefährdungssituationen  sind für die Mitarbeiter/Innen von 
Kindertageseinrichtungen im Erleben und Handeln des Kindes zu finden.   
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

001/10.2014 
Seite 3 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 
Erstellt von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 
 
Die in der Anlage 1 beschriebenen Anhaltspunkte erfassen nicht alle möglichen 
Gefährdungssituationen und sind nicht als abschließend zu betrachten. Vielmehr sind es 
Beispiele beobachtbarer W arnzeichen, die der Abschätzung hinsichtlich des konkreten 
Gefährdungsrisikos und des erforderlichen Handelns bedürfen. 
2. Vorbereitende Maßnahmen 
 Das Team der element-i-Teamleitungen setzt sich mit einem Träger  (z.B. Deutscher 
Kinderschutzbund), der „insowei t erfahrene Fachkräfte“ zur Verfügung stellt, in 
Verbindung, um im Verdachtsfall zeitnah reagieren und zusammenarbeiten zu 
können. 
 
 Die element-i-Teamleitungen nehmen an der Fortbildung zum Thema „Kinderschutz 
in Einrichtungen der Kinder - und Jugendhilfe“ teil, um sich das grundlegende 
Fachwissen zu diesem Thema anzueignen. Zusätzlich werden in  regelmäßigen 
Abständen Fortbildungsreihen angeboten, die es den  Mitarbeiter/innen ermöglichen 
sich mit dem Thema Kinderschutz auseinander zu setzen. Dies beinhalte t das 
Umsetzen von präventiven Maßnahmen im pädagogischen Umgang mit den Kindern 
ebenso wie die Erkennung von Kindeswohlgefährdung und die Kenntnis über 
geeignete Maßnahmen. Sie/er kann als kitainterne Fachkraft tätig werden und stellt 
dann für das gesamte Team die notwendigen Informationen zur Verfügung. 
 
 
 Die element-i-Teamleitung jeder Einrichtung informiert das Team darüber, wie man 
Kindeswohlgefährdung erkennen kann und setzt das Team über den 
Verfahrensablauf in Kenntnis.  
 
 Die element-i-Teamleitung ist dafür verantwortlich, dass dem Team entsprechende 
Kontaktadressen bekannt sind, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. (Anlage 
3: Kontakte insoweit erfahrene Fachkräfte (Träger Stuttgart))  
 
 Bei einem Verdac ht auf Kindeswohlgefährdung muss  der ges amte Prozess in 
geeigneter Form dokumentiert werden.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

001/10.2014 
Seite 4 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 
Erstellt von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 
 
 
 
3. Verfahrensablauf 
 
(1) Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung  -  Eine Mitarbeiterin beobachtet über einen 
längeren Zeitraum hinweg mögliche Indikatoren (Anlage 1: Anhaltspunkte) 
(2) Kollegiale Beratung ( gemeinsame Einschätzung, ob tatsächlich Anhaltspunkte für die 
Gefährdung des Kindeswohls vorliegen) 
(3)  Bestätigt sich der Verdacht durch all e Mitarbeiter/innen einer Kita folgt die Information 
an die element-i-Teamleitung, welche in Austausch mit der Teamleitung tritt. 
(4)  Einleitung und Überprüfung zum weiteren Vorgehen durch die Teamleitung. 
(5) Einbeziehung der erfahrene Fachkraft und intensive Überprüfung 
(6) Eventuell findet ein a llgemeines Gespräch mit den Eltern/Sorgeberechtigten  statt. Bei 
akuter Gefahr für das Kind findet ei n solches Gespräch nicht statt, es muss sofort 
gehandelt werden 
(7)  Wenn als Ergebnis der  Überprüfung deutlich wird, dass eine Gefährdung des Kindes 
besteht, dann  werden die Sorgeberechtigten an eine entsprechende Fachkraft/ 
Beratungsstelle verwiesen, um Wege und Möglichkeiten der Abwendung der Gefahr zu 
finden. Das Team lässt sich eventuell beraten, wie es den Prozess in der Kita begleiten 
kann. 
(8)  Wenn die Sorgeberechtigten diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen und keine 
notwendigen Schritte z ur Veränderung einleiten , dann  ist der Träger dafür 
verantwortlich, dass  eine Me ldung an das Jugendamt erfolgt. Die Sorgeberechtigten 
werden darüber informiert. 
(9)  Im Fall einer akuten Gefahr bzw. eines dringenden Verdachts auf sexuellen Mis sbrauch 
wird unmittelbar das Jugendamt informiert.  Im Zweifelsfall muss sichergestellt werden, 
dass das Kind geschützt ist und eventuell in Obhut genommen wird. 
(10) Wenn das Kind weiterhin die Kita besucht, wird eine enge Kooperation mit Fachkraft 
und Eltern notwendig. Es kö nnen eventuell Vereinbarungen mit den Eltern getroffen  
werden. Es geht um:  
 
 Zielformulierung (was soll erreicht werden) 
 Antragsformulierung (wer hat was für die Zielerreichung) 
 Formulierung von Konsequenzen bei Nichterfüllung der Vereinbarung 
 Zeitpunkt der Überprüfung 
 
 
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001/10.2014 
Seite 5 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 
Erstellt von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 
 
 
 
 
 
4. Dokumentationsverfahren  
 
 
Bei einem Verdacht  auf Kindeswohlgefährdung muss der gesamte Prozess in geei gneter 
Form dokumentiert werden (Anlage 2: Dokumentationsverfahren).  
 
Dokumentationsverfahren:   
 
a. Beobachtungen zur ersten Einschätzung:  
 
i. Ableitung einer Hypothese mit Begründung 
ii. Ableitung von Handlungsschritten mit Begründung 
 
b. Überprüfung/Reflexion der ersten Einschätzungen 
 
i. Kollegiale Beratung, Leitung,  
ii. ggf. abweichende fachliche Einschätzungen auch! 
 
c. Abklärung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(mit Ergebnis) 
 
d. Kontaktaufnahme/Gespräche mit Eltern (mit Ergebnis) 
 
i. angebotene Beratungs- und Hilfsangebote (intern/extern) 
ii. Vereinbarungen über Rückmeldungen zur Inanspruchnahme 
 
e. Weitergabe ans Jugendamt 
 
i. weitergegebene Informationen 
ii. Vereinbarungen über Kooperation Jugendamt – eigene Einrichtung 
 
 
5. Datenschutz 
 
 
Informationen weitergeben und Datenschutzbestimmungen einhalten, schließen sich nicht 
wechselseitig aus. Liegt ein begründeter Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor, sind 
pädagogische Kräfte nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, zur Abwehr konkreter 
Gefährdungslagen entsprechende Informationen weiterzugeben, z .B. das Jugendamt 
einzuschalten  
 
Bei nur vagen Anhaltspunkten oder unbestimmtem Verdacht sollten die Möglichkeiten 
pseudonymisierter und anonymisierter Datenweitergabe ausgeschöpft werden. 
 
Beispiel anonymisierter Datenweitergabe: 
 
Eine Erzieherin stellt erhebliche Entwicklungsauffälligkeiten und einzelne oder  gelegentliche 
Anzeichen von Vernachlässigung fest. Sie möchte sich mit Kolleginnen  beraten, die nicht 
ständig mit dem Kind arbeiten oder externen Rat einholen,  was zu tun sei. In diesem Fall 
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001/10.2014 
Seite 6 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 
Erstellt von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 
 
kann es reichen, Alter und Geschlecht des  Kindes zu schildern, die Symptome und 
Verdachtsmomente darzulegen und ohne  Namen, Geb urtstag, Anschrift, 
Familienkonstellation eine anonymisierte Fallbesprechung zu erbitten. 
 
Beispiel pseudonymisierter Datenweitergabe: 
 
Eine Erzieherin nimmt erhebliche Entwicklungsauffälligkeiten und Anzeichen seelischer 
Misshandlung wahr. Sie möchte sich Rat einholen und ihre eigene Deutung der Symptome 
überprüfen, ohne dass das Kind identifiziert werden kann. Dazu werden der Name und 
andere Identifizierungsmerkmale des Kindes bewusst durch fiktive Namen und Daten ersetzt. 
Die Pseudonymisierung der Daten wird erkennbar gemacht. 
 
Gesetzliche Regelungen 
 
Daten dürfen nach § 62 SGB VIII nur erhoben werden, wenn 
 
 ihre Kenntnis zur Erfüllung der jeweiligen Aufgabe erforderlich ist. 
 die Daten beim Betroffenen (bzw. dem Sorgeberechtigten) erhoben werden 
und über den Zweck der Erhebung und die beabsichtigte Verwendung informiert 
wurde. 
 Ohne Mitwirkung des Betroffenen dürfen Sozialdaten nur erhoben werden, 
wenn die Erhebung beim Betroffenen nicht möglich ist, die Kenntnis der Daten 
aber zur Erfüllung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung nach § 
8a erforderlich ist. 
 
Persönlich anvertraute Daten dürfen nach § 65 SGB VIII nur weitergegeben werden, 
wenn: 
 
 eine Einwilligung dessen vorliegt, der die Daten anvertraut hat. 
 die Fachkräfte, die zur Abschätzung des Gefährdungsrisikos nach § 8a hinzugezogen 
werden, das für erforderlich halten 
 
Jeder Empfänger von anvertrauten Sozialdaten, darf sie nur zu dem Zweck weitergeben, zu 
dem er sie erhalten hat. 
 
 
6. Sicherstellung der persönlichen Einigung  gemäß § 72a, SGB VIII – KJHG   
 
 
Der Träger muss im Zusammenhang mit der Einstellung von Personal die persönliche 
Eignung der Beschäftigten sicherstellen. Neben der fachlichen Eignung, die durch 
Berufsabschlüsse dokumentiert wird, muss gesichert sein, dass keine rechtskräftigen 
Verurteilungen wegen der in § 72a SGB VIII aufgeführten Paragrafen des Strafgesetzbuches 
erfolgt sind.  
 
Umsetzung: 
 
 Bei allen Neueinstellungen muss ein aktuelles, polizeiliches Führungszeugnis 
vorliegen (nicht älter als 6 Monate) 
 Alle bereits beschäftigten Mitarbeiter/innen sind verpflichtet ein aktuelles 
Führungszeugnis vorzulegen  
 Die Überprüfung der persönlichen Eignung erfolgt im Rhythmus von fünf 
Jahren durch Neuvorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses 
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001/10.2014 
Seite 7 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz 
 
Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 
Erstellt von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 
 
 
 
7. Empfehlenswerte Literaturhinweise und Informations-Websites (Anlage 4) 
 
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Anlage 7.11 Sprache

17486 Zeichen

ISO 9001 
Stand 005/07.2017 
Seite 1 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Sprache 
 
 
Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 
Erstellt von: Weegmann, 
ClemensMatthias 
Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina 
 
Prozessverantwortliche/r 
Henning, Christina 
Stellvertreter/in  
Pfeiffer, Christina 
Bereich 
Elementarpädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
DIN A2-(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der 
Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
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ISO 9001 
Stand 005/07.2017 
Seite 2 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Sprache 
 
 
Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 
Erstellt von: Weegmann, 
ClemensMatthias 
Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs 
Sprache. 
 Sprache und Sprechen sind sowohl Voraussetzung als auch Bestandteil der kognitiven 
Entwicklung und insgesamt ein „Tor zur Welt“. 
 Allen Kindern wird ein gemeinsamer Erfahrungsraum geschaffen. 
 Alle Kinder werden durch Sprache zu abstraktem Denken, Denken in 
Zusammenhängen und vorausschauendem Planen motiviert.  
 Alle Kinder werden zu einem Mitglied der Kultur, deren Sprache es erwirbt. 
 Alle Kinder haben ein Bewusstsein für Sprache in ihrem Klang, Rhythmus und Aufbau. 
 Alle Kinder erleben ein kommunikatives Klima, Lust und Freude am Sprechen. 
 Alle Kinder werden (in den Kinderkonferenzen) gefördert, sich zu äußern, zu erklären, 
Sachverhalte darzustellen und im Voraus zu planen.   
 Alle Kinder erweitern in der Verknüpfung von Sprache mit Musik, rhythmischem 
Sprechen und Bewegung ihre Sprachkompetenzen. 
 Alle Kinde lernen Schrift als Teil ihrer alltäglichen Lebenswelt kennen und beginnen 
sie einzusetzen 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Sprache 
  
1. Sprechen:          
 sprechen, neue Worte, Redewendungen und grammatikalische Formen vorsprechen, 
korrigieren, sich über den Erfolg freuen und diese Freude dem Kind sichtbar machen. 
Gesprochene Sätze des Kindes, die grammatikalisch noch nicht richtig sind, werden in 
korrigierter Form ganz selbstverständlich wiederholt (Sprachvorbild). Kinder sollen die 
Sprachäußerungen der Erwachsenen verstehen und selber sprechen können. 
 Einwortsätze, Wortgruppen, ganze Sätze, Sätze mit Nebensätzen, 
zusammenhängende Sätze  bilden 
 Erzählen mit Phantasie und Originalität (100 Sprachen der Kindheit, vgl. Reggio) 
 Verwenden von ungewöhnlichen Sprachbildern oder Vergleichen 
 Andere durch Argumentationen von der Richtigkeit zu überzeugen 
 Anwenden von Reimen, Klatschspielen, Nonsensversen und das Erfinden von 
Kunstworten. 
 Geschichten erzählen mit Anfang, Mitte und Schluss 
 
2. Sprachen und Kulturen: 
 Vielfalt der Sprachen aufgreifen, würdigen und wertschätzen 
 Fremde Sprachen und Kulturen der Kinder in den Alltag einbeziehen, damit 
Erfahrungen in Bezug auf ihre Kultur ermöglicht werden (Fremdsprachige Kiko, CD, 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 005/07.2017 
Seite 3 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Sprache 
 
 
Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 
Erstellt von: Weegmann, 
ClemensMatthias 
Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina 
 
Geschichten, Singspiele etc.).  
 Kinder mit einer anderen Herkunftssprache erwerben Deutsch als weitere Sprache. 
 Kinder erfahren unterschiedliche Sprachen als Bereicherung der Kommunikation und 
Kultur. 
 Kennenlernen und Umgang mit Fremdsprachigem (Sprachimmersion). 
 
3. Literatur: 
 altersangemessene Bücher und Sprachfördermaterialen, die emotionale, kognitive, 
motorische Bereiche sowie die sinnliche Wahrnehmung fokussieren 
 Bücher vorlesen (z.B.: während des Freispiels, vor dem Schlafen, zur Erweiterung 
einer Aktivität). 
 Dialogorientierte Bilderbuchbetrachtung (sprachliche Beteiligung, sprachliche 
Aktivierung, Kind wird zum Zuhörer und Erzähler. 
 
4. Sprachleistung fördern: 
 Entwicklung wird durch Bewegungsspiele und Bewegungsimpulse angeregt 
(Sprachleistung fördern  Wahrnehmung fördern  Bewegungsaktivierung) 
 Entwickeln einer verständlichen und differenzierten Sprache und Ausdrucksweise. 
 
5. Gelingende Kommunikation: 
 sich täglich in der Gruppe sprachlich ausdrücken. 
 Dialogische Gesprächskultur, rationale Sprache, Informationen über Mimik, Gestik 
und Intonation, Sinneswahrnehmungen, Bewegungs- und Handlungserfahrungen.  
 Eigenes Handeln sprachlich begleiten. 
 Langsam, deutlich und betont sprechen  
 Konfliktsituationen sprachlich lösen und sich dabei angemessen auszudrücken 
 
6. Impulse: 
 Geschichten erzählen, um Sprache auch losgelöst von Anschauung und Handlung zu 
verstehen. 
 Erfinden von Geschichten. 
 Theater spielen. 
 Verbindung von Bewegung und Sprache (Singkreis, Fingerspiele, Tanzlieder). 
 Darstellen eigener Ideen und Pläne in der Kinderkonferenz.  
 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist 
die unmittelbare Nähe von Sprache zu den Bildungsbereichen Körper und Sinne sowie 
Bewegung  zu berücksichtigen. 
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
 Anwenden von Fingerspielen, Auszählversen, Kniereiterspielen, diversen Reimen und 
Klangmelodien (laut, leise, schnell, sanft, bedrohlich usw.). 
 Ab dem 4. Lebensmonat eignen sich Berührungs- und Handstreichelspiele (z.B. beim 
Wickeln, Baden etc.).  
 Anheben der Tonlage und etwas langsamer sprechen (hören in höheren Frequenzen 
und das Erkennen von zusammengehörigen Silben gelingt somit besser). 
 Anwenden von Quatschwörtern und Quatschreimen, die erfunden sind. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 005/07.2017 
Seite 4 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Sprache 
 
 
Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 
Erstellt von: Weegmann, 
ClemensMatthias 
Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina 
 
 Sprachanlässe fördern. 
 Den Kindern wird generell nicht mit Ironie begegnet. Diese Art von Sprache existiert 
für das Kind im Krabbel-und Kitaalter noch nicht. 
 Sprache und Welt sollen übereinstimmen. 
 Sensibel für die individuellen Sprachbedürfnisse. 
 
Dem Bildungsbereich können tendenziell eine Leseecke/Ruheraum, der Marktplatz sowie das 
Rollenspielzimmer als Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus 
findet die Umsetzung des Bildungsbereichs flexibel in allen Räumen des Kinderhauses statt 
und spiegelt sich auch in Elementen des Tagesablaufes wieder.  
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) im Format DIN 
A3 festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und 
dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird 
abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über 
eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird 
die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Link zum ROXTRA-Archiv). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 Wie fördern wir das Interesse an Sprache und Büchern insbesondere bei Jungen? 
(Jungen zeigen tendenziell weniger Interesse an diesem Bildungsbereich). 
 Wie schaffen wir eine Atmosphäre im Haus, die Kinder dazu ermuntert, von sich 
selbst zu erzählen, Erfahrungen und Erkenntnisse zu versprachlichen und die Kinder 
auf positive Verstärkung vertrauen lässt? 
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Stand 005/07.2017 
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Prozessbezeichnung 
PB. Sprache 
 
 
Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 
Erstellt von: Weegmann, 
ClemensMatthias 
Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina 
 
 Wodurch greifen wir die Themen und Handlungen der Kinder auf und begleiten bzw. 
unterstützen diese sprachlich entwicklungs- und situationsangemessen? 
 Wie begleite ich mein alltägliches Handeln sprachlich? 
 Inwiefern benutzen wir eine geschlechtersensible Sprache? (Benutzen von weiblichen 
und männlichen Bezeichnungen, Verzichten auf rollentypische Redewendungen und 
Zuschreibungen) 
 Wie sorgen wir dafür, dass die vorsprachlichen Äußerungen von Kindern (Mimik, 
Gestik, Laute) angemessen wahrgenommen und gedeutet werden und dadurch eine 
kommunikative Interaktion entstehen kann? 
 Wie regen wir Kinder dazu an, Konflikte mit Hilfe von Sprache zu lösen, sich dabei 
sprachlich angemessen auszudrücken und wie unterstützen wir sie dabei? 
 Wie nehmen wir außerhalb der Einrichtung gemachte Medienerfahrungen auf und 
geben den Kindern die Möglichkeit diese kindgemäß zu verarbeiten? 
 Wie wird eine Gesprächskultur in der Gruppe in ritualisierten Situationen (Kiko, 
Singkreis, Essen) erarbeitet? 
 
 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
 
 Qualitätsstandards der päd. Arbeit, Punkt 10  
 Grenzsteine 
 element-i Bogen 
 Standard Kindbesprechung 
 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Basisanforderungen für Material und Raumausst attung: 
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
Im ganzen Kinderhaus: 
 
Inklusion: 
 Kindern alternative Zugehensweisen ermöglichen, die sich an bestimmten Aktivitäten 
nicht beteiligen können. 
 Präsenz von Schrift- und Schreibkultur: 
 Piktogramme, Zeichen, Symbole 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 005/07.2017 
Seite 6 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Sprache 
 
 
Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 
Erstellt von: Weegmann, 
ClemensMatthias 
Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina 
 
 Plakate mit Schrift und Buchstaben, Tastbuchstaben, Klebebuchstaben 
 Material zum Schreiben, Kritzeln, dokumentieren  
 Sprach- und literacyanregende Lernumgebung 
 Mehrsprachige Bücher, auditive Medien  
 Darstellung verschiedener Nationalitäten (Bücher, Poster, Weltkarte, Zeitschriften, 
Schriftzeichen usw.)                             
 Sprechzeichnen 
 anregen, Briefe und Merkzettel und eigene Geschichten zu „schreiben“ (malen, 
kritzeln, Buchstaben schreiben) 
 Sprachspiele: 
 Mundmotorikspiele 
 Zungenspiele (Salzstangen, Watte, Strohhalme)         
 anregen, mit Sprache zu spielen (z. B. selber reimen, Silben klatschen, rhythmisch 
sprechen, Laute austauschen) 
 Literatur, Medien und Neue Wörter: 
 anregen, Geschichten und Erlebtes sprachlich auszudrücken, 
 ermöglichen, sich etwas vorlesen zu lassen,  
 Situationen schaffen, in denen neue Wörter erfunden und eingebracht werden 
können, 
 anregen, über Worte/Sprache nachzudenken (z. B. Fortsetzen von Reimen) 
 eine Auseinandersetzung mit Medien ermöglichen, die geschlechtsstereotype 
Rollenbilder aufweisen, (z.B. Vater arbeitet, Mutter Hausfrau) 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

Anlage 6.1 Konzept Kleine Riesen

90541 Zeichen

Kapitel:  
1 
 
 
   
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
  
für die Kindertagesstätte in Münster, Eichendorffstraße, Angelmodde

Kapitel:  
2 
 
Pädagogisches Konzept  
Kindertagestätte Little Giants  
Eichendorffstraße  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TRÄGER : 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen am Neckar 
Tel:    (0711) 35 116 4 ‐ 0 
Fax:     (0711) 35 116 4 ‐ 17 
E‐Mail:    info@littlegiants.de 
Internet:  www.littlegiants.de

Kapitel:  
3 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1.  Allgemeine Angaben zum Träger .............................. ...................................................................... 5 
1.1.  Kontaktinformatio nen / Rechtsform  ....................................................................................... 5 
1.2.  Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ................... ......................................................... 5 
2.  Organisation und Verwaltung ................................ ......................................................................... 5 
3.  Angaben zur Trägerkonzeption ............................... ........................................................................ 6 
3.1. Leitbild  .......................................................................................................................................... 6 
3.2. Werte  ............................................................................................................................................ 6 
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 
4.1. Zielsetzung  .................................................................................................................................... 7 
4.2. Betreuungs‐, Bildungs‐ und Erziehungsauftrag  ............................................................................ 7 
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 
4.5. Eingewöhnung  ............................................................................................................................ 11 
4.6  Partizipatio n der Kinder  ......................................................................................................... 13 
4.7.   Pädagogik nach Altersgruppen  ................................................................................................. 13 
2‐24 Monate  .................................................................................................................................. 13 
24‐36 Monate  ................................................................................................................................ 15 
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 15 
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 
5. Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................................... 17 
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 
5.2. Integration  .................................................................................................................................. 18 
5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik  ........................................................................ 18 
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 18 
5.5 Genderthematik .......................................................................................................................... 19 
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 20 
6.1 Elterngespräche ........................................... ............................................................................ 20 
6.2 Elternbefragung ........................................... ............................................................................ 20 
6.3 Elternbeirat  .............................................. ................................................................................. 20 
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt  .................... .................................................... 21 
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung)  ................................................................... 21 
9. Qualitätsmanagement  ....................................................................................................................... 22 
9.1. Dokumentation .......................................................................................................................... 22

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
4 
9.2. Elternbefragung  .......................................................................................................................... 23 
9.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 23 
9.4. Hygieneplan  ................................................................................................................................ 23 
9.5. Qualitätsmanagementhandbuch  ................................................................................................ 23 
9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6‐Sigma – DMAIC)  .................................................................... 23 
9.7. Qualitätszirkel  ............................................................................................................................. 24 
9.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a  .................................................................................. 24 
9.9. Fachberatung  .............................................................................................................................. 25 
9.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 25 
9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 25 
9.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 25 
9.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 25 
9.14. Beschwerdemanagement  ......................................................................................................... 25 
10. Ernährung  ........................................................................................................................................ 26 
11. Personalmanagement ..................................................................................................................... 26 
11.1. Personalgewinnung  .................................................................................................................. 27 
11.2. Mitarbeiterentwicklung  ............................................................................................................ 27 
12. Finanzmanagement  ......................................................................................................................... 27 
13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII  ....................................................... 29 
Anlage 1: Ernährungskreis  ..................................................................................................................... 30 
Anlage 2: Hygiene Plan  .......................................................................................................................... 30 
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 30 
Trinkwasserhygiene  ........................................................................................................................... 31 
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 31 
Küche  ................................................................................................................................................. 32 
Handhygiene  ...................................................................................................................................... 32 
Flächenreinigung und Desinfektion  ................................................................................................... 33 
Außenanlagen.................................................................................................................................... 33 
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen  .................................................................. 33

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
5 
1. ALLGEMEINE ANGAB EN ZUM TRÄGER 
1.1.  KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM  
Kontaktdaten:  Kleine Riesen Nord  gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
Geschäftsführer:    J e l e n a   W a h l e r ,   P e t e r   W a h l e r  
1.2.  UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD 
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.  
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG 
	  
Träger  Einrichtung 
Pädagogik  Pädagogische Richtlinien
Wissensaustausch zwischen Ein‐
richtungen 
Kinderschutz 
 
Frühkindliche Bildung (Pla‐
nung und Durchführung 
von Angeboten) 
Dokumentation 
Weiterschreibung Konzep‐
tion 
Kinderkonferenzen 
Finanzen  Buchhaltung
Jahresabschluss 
Controlling 
Budgetierung 
Kassenbuch 
Einkäufe 
Personalmanagement  Bewerbermanagement
Lohnbuchhaltung 
Fortbildung 
360°‐Feedback 
Bewerbungsgespräche 
Beteiligung an Personalent‐
scheidungen 
Reflexionsgespräche 
Beteiligung an Fortbil‐
dungsentscheidungen 
Beschaffung  Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito‐
renbuchhaltung 
Bedarfsmeldung 
Beschaffung und Bestel‐
lung 
Elternarbeit  Vertragsgestaltung
Elternbefragungen 
Richtlinien zur Elternarbeit 
Richtlinien zur Eingewölhnung 
Elterngespräche 
Beteiligung an Elternbefra‐
gungen 
Elternabende und Feste 
Erziehungs‐ und Bildungs‐
partnerschaft 
Individuelle Eingewöhnung 
Investitionen  Budgetierung
Beschaffung von großen Investiti‐
onsgütern 
Bedarfserhebung und –
meldung 
Qualitätsmanagement  Qualitätshandbuch
Audits 
Beschwerdemanagment 
Qualitätszirkel 
Pädagogische Tage 
Beschwerden bearbeiten 
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 
6 
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION 
3.1. LEITBILD 
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.  
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen. 
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die 
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden 
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.  
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und 
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen 
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 
3.2. WERTE 
INDIVIDUALITÄT:  Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene 
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson‐
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants 
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön‐
lichkeit. 
INTELLEKTUELLE STIMULATION:  Kinder haben einen angeborenen Lern‐ 
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen 
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch 
in der Gruppe oder geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder 
Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so 
ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von der Betreuerin lernen können. 
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT:  Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si‐
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde 
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn‐ und Handwaschhygiene, 
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin‐
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß‐
nahmen für den Notfall vorgestellt. 
PARTNERSCHAFT MI T DEN ELTERN:  Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines 
intensiven Austauschs zwischen Betreuerin und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich oder 
mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei 
Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern‐Betreuer‐Gespräche halten die Eltern über die Ent‐
wicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden. 
WÄRME UND ZUWENDUNG:  Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen‐
dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen  Möglichkeiten  jedes Kind einer 
Betreuerin zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern  ganz individuell während seiner Zeit bei 
Little Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen. 
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD:  Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute 
Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen Mitarbeitern einen sicheren und motivie‐
renden Arbeitsplatz, dan den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
7 
nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Flexibel reagieren 
wir auf die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zu‐
gute. 
 
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT 
4.1. ZIELSETZUNG 
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu 
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt. 
Im Sinne der UN‐Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung 
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur 
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und 
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 
4.2. BETREUUNGS‐, BILDUNGS‐ UND ERZIEHUNGSAUFTRAG 
Wir sehen unseren Betreuungs‐, Bildungs‐ und Erzie‐
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele 
begründet: 
 Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen 
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es 
handelt sich um einen aktiven Aufnahme‐ und 
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher 
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an‐
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei‐
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen 
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. 
 Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil‐
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen. 
 Bildung ist der Zusammenhang von Lernen,  Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit 
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. 
 Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl 
der Kinder sichergestellt ist. 
 Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst‐
ständigkeit und Eigeninitiative. 
 Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der 
Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen. 
 Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich‐
keiten vermitteln. 
 Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal‐
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 
 Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die 
pädagogischen Bezugspersonen  fungieren  als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis‐
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate‐
gien zu entwickeln.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
8 
 Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, insbesondere mit allen im 
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.. 
 Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen. 
Bei der Umsetzung unseres Betreungs‐, Erziehungs‐ und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset‐
zungen des KiBiz und der Stadt Münster. 
4.3. GRUNDSÄTZE 
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse 
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung 
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen 
folgende vier Prinzipien zugrunde: 
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS:  Bei den Little 
Giants ist jedes Kind einer Gruppe  zugeordnet. Das pä‐
dagogische Personal in dieser ist für das Kind und da‐
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Betreuer 
arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am bes‐
ten in gut organisierten Teams funktioniert. Darüber 
hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch möglich, 
eine hauptverantwortliche Betreuungsperson jedem 
Kind und seiner Familie zuzuordnen. 
 
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon‐
takt zu einer Betreuerin hat. Vielmehr ist stets klar, 
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumentiert. 
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel 
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger 
das Kind, desto kleiner die Gruppe.  
 
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si‐
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu‐
ern. 
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG:  Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes 
nach innigen Beziehungen und Bindung an  Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Little Giants größ‐
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al‐
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. 
INDIVIDUELLE BETREUUNG:  Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. 
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass 
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an‐
derer Kinder abweichen.  
 
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi‐
gen Handelns.  
 
Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants  Konzept. Dadurch 
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res‐
pektiert werden.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
9 
 
4.4. PHILOSOPHIE 
Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben 
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un‐
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants 
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat‐
tet, die im späteren Leben wichtig sind. 
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte 
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere 
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei 
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi‐
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe 
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha‐
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre 
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.  
AKTIVES LERNEN:  Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie 
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, 
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög‐
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie‐
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon‐
versation.  
BETREUER SIND MENTOREN:  Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams, 
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte 
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin‐
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst‐
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die 
Schule spielerisch vorbereitet. 
ANGEMESSENE UMGEBUNG:  Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der 
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes‐
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin‐
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, 
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa‐
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind 
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä‐
ten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer 
Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, die 
in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. 
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden 
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants.  
 
Betreuerinnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern  in Portfolios. Quartalsweise werden 
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setz
ten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich 
„Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
1
0 
jährlich mit den Eltern besprochen. . 
 
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft 
der Betreuerin, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh‐
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden. 
ELTERN SIND PARTNER:  Bei Lttle Giants  sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen 
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu‐
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin, 
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe‐ sowie Tiefpunkte wieder‐
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.  
GRUNDLAGEN:  Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick‐
lung.  Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard 
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen 
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.  
Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind: 
 Kinder lernen aktiv.  
 Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. 
 Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. 
 Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen. 
 Kinder lernen mit allen Sinnen. 
 Kinder lernen mit anderen. 
 Spielen bedeutet Lernen. 
 Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern  jedes Kind individuell. 
 Intelligenz hat viele Formen.  
 Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel 
ist.  
 Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent‐
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der 
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.  
 Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern 
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.  
 Die Aufgabe unserer Betreuer ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder bestmög‐
lich unterstützt. 
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD:  Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt.  
 Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde‐
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.  
 Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die 
Räume müssen den Entdeckungs‐ und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte 
Herausforderungen bieten. 
 Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen 
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. 
 Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib‐
liotheken. 
 Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das 
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
1
1 
 Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be‐
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.  
 Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.  
 Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes 
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so‐
wohl der Mutter‐ als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den‐
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst‐ sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Cen‐
ter, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne 
mit Lernstoff „berieselt“ werden. 
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS  
 
 Wir und unsere Mitarbeiter sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Erfahrun‐
gen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit. 
 Wir und unsere Mitarbeiter sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten un‐
serer Gesellschaft. 
 Unsere Mitarbeiter sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sichtweise des 
Kindes zu setzen. 
 Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau‐
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs‐ und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. 
 Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch 
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. 
 Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 
4.5. EINGEWÖHNUNG 
GRUNDSÄTZLICHES 
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. 
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den 
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.  
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten, 
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, 
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen 
müssen. 
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und 
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es 
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. 
AUFKLÄRUNG DER ELTERN 
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson‐
dere über folgende Themen informiert: 
 Ablauf und Dauer der Eingewöhnung 
 Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität 
 Trennungsstress beim Kind 
 Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
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2 
DER ERSTE TAG  
Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das 
Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen 
kennenlernt. 
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie 
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuerin kennenlernen. 
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei‐
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein weiterer Kennenlerntag 
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen‐
raum bleiben soll. 
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN 
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das 
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten‐
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern‐
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge‐
holt werden kann. 
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, 
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuerin 
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der 
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge‐
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15‐30 Minuten der Fall 
sein,  wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig 
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und 
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. 
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht sukzessive verlängert.  
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE 
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü‐
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh‐
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf 
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können. 
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuerin und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird 
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob  
 das Kind vollständig eingewöhnt ist,  
 die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, 
 oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe 
besser abgesehen werden sollte. 
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN 
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das 
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der 
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, 
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
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3 
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über‐
gang, geht immer eine Erziehrin mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe 
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den 
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, 
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im 
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im‐
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche 
Grüßen der Erzieher und Ihrer Zöglinge beschränkt  
 
4.6  PARTIZIPATION DER KINDER 
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch 
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. 
Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch 
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im 
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen. 
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst‐
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre 
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta‐
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. 
Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche 
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er‐
möglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. 
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. 
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den 
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen. 
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs‐
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten. 
4.7.   PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN 
 2‐24 MONATE 
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt 
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.  
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, 
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie 
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst 
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö‐
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. 
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra‐
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver‐
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio‐
nale Entwicklung.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
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4 
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen 
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen,  die sie brau‐
chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin‐
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.  
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem 
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern 
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild 
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die 
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: 
INDIVIDUELLE BETREUUNG:  Betreuer stellen in Kooperation mit den Eltern  einen individuellen Betreuungs‐
plan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Betreuung bei 
Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt. 
LIEBEVOLLE BETREUUNG:  Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu 
entwickeln. Unsere Betreuerinnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam‐
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: 
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist. 
VORLESEN:  Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie‐
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, 
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants  frühzeitig, die Magie von 
Büchern und Geschichten zu schätzen.  
EIN PLATZ ZUM WACHSEN:  Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto‐
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu‐
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie‐
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind, 
Lernerfahrungen zu ermöglichen: 
 Grob‐ und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und 
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, 
ziehen, usw. 
 Sinneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen, 
Geruch, Geschmack und Gewicht. 
 Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen 
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi‐
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt 
werden, um Probleme zu lösen. 
 Sprache und Musik: Unsere Betreuerinnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der 
Gruppe. Wir machen Lese‐ und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche. 
 Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit 
Puppen und Kuscheltieren. 
ELTERN ALS HAUPTBEZUG:  Unsere Betreuerinnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind 
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag. 
Zusätzlich zu klasssichen Vier‐, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in 
die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
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5 
24‐36 MONATE 
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm 
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch‐sensorischen Welt eines Einjährigen in eine 
zunehmend soziale Welt zu erleichtern. 
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die 
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie‐
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich 
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des‐
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent‐
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson‐
ders Zweijährige brauchen Betreuer, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkonsistenz 
akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. 
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen 
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern 
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches 
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden 
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu 
schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern. 
Typische Lerncenter sind: 
Bücher  Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt  / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik  Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, 
etc. 
Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können. 
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um 
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln 
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun‐
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis 
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in 
ihrem Raum gerecht werden. 
Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Projek‐
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh‐
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der 
Kinder. 
KINDERGARTEN & VORSCHULE 
Im Zentrum unserer Kindergarten‐ und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische 
Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler‐
nen. 
Unsere Erzieherinnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und 
naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das Ler‐
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie‐
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
1
6 
und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be‐
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem 
sanften Übergang. 
Typische Lerncenter sind: 
Bücher  Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt  / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik  Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, e tc. 
Kinder entscheiden  selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an. 
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti‐
ger Bestandteil unserer Pädagogik. 
Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.  
Auf Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere Erzieherinnen ständig neue 
Lerncenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente 
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach‐
kunde, der Musikalischen‐ sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und 
Projekte integriert. 
Was ist im Kindergarten wichtig?  
Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ‐
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da‐
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden  sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste‐
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad‐Wettren‐
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu‐
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten. 
Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule 
Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die 
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden 
und Spaß haben. 
Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die 
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen‐
ter Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich  eine überschaubare Zeit konzentriert am 
Tisch. 
In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben 
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert.  
Unsere Erzieherinnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise 
zusammen mit den Kooperationslehrern  Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg‐
reich in die Schule starten kann. 
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den 
Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen 
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor 
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.

Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 
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PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE 
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens‐
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be‐
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un‐
seres Konzepts. 
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und 
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf 
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt. 
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup‐
penspiele und Rollenspiele. 
MATHEMATISCHES DENKEN:  Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten 
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha‐
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte 
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord‐
nungen und Reihen. 
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN:  Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, 
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene 
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre 
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro‐
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und 
zu vermitteln wissen. 
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache 
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla‐
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc. 
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. 
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. 
KUNST‐ UND MUSIKERZIEHUNG:  Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie‐
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för‐
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen‐
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter 
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt. 
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze  auf. 
KOCHEN UND ERNÄHRUNG:  Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le‐
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi‐
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen 
die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern einkaufen. Sei es auf 
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemeinsam 
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 
 
5. INTEGRATION UND INTER KULTURELLE ORIENTIERUNG 
Little Giants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbeiatern 
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.

Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 
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5.1. GRUNDSÄTZLICHES 
Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: 
 Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes 
 Anerkennung von Grund und Menschenrechten 
 Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance 
 Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 
5.2. INTEGRATION 
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT 
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.  
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit 
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar. 
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE 
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und 
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden 
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. 
SPRACHE 
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In‐
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut‐
tersprachlerniveau zu bringen. 
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT 
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung 
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die 
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste 
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 
 
5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK 
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. 
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.  
5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN 
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa 
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.  
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati‐
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch‐
land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren KiTas in den

Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 
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Kölner Stadtteilen Gremberghoven und Ostheim. Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel‐
barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete. 
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter‐
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest 
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv 
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso‐
nalauswahl. Um Mitarbeitern die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung von 
Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkita in Köln, die auch als 
Schulungszentrum dient. 
Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf 
das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeiter 
individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden. 
5.5 GENDERTHEMATIK 
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir 
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil 
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick‐
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. 
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt 
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß‐ und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach‐
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender 
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. 
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen: 
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und 
Master und Diplom – Absolventen) 
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und 
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal  
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie‐Entwicklung entsprechende 
Altersmischung innerhalb des Teams 
5. Menschen mit und ohne Behinderung 
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und 
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen‐
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun‐
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen 
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015) 
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und 
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann. 
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, 
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeitenin 
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun‐
gen lernen schon jetzt, im Kita‐Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe‐
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft.

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
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Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa‐
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die‐
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs‐) 
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl 
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei‐
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können. 
 
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle 
einzubeziehen.  
6.1 Elterngespräche 
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants  Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes 
sucht mindestens zweimal im Jahr  ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah‐
men durchzusprechen. 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle 
zu vermitteln. 
6.2 Elternbefragung 
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El‐
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
 Öffnungszeiten 
 Zufriedenheit des KIndes 
 Pädagogische Aktivitäten 
 Ernährung 
 Kundenfreundlichkeit 
 Ausstattung 
6.3 Elternbeirat 
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo‐
kratisch gewählt. 
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: 
 Vertreten der Elterninteressen 
 Vorschlags‐ und Beschwerdemanagement 
 Motivation von Eltern sich aktiv am Kita‐Leben zu beteiligen. 
 Organisation von Festen 
 Spendenaktionen

Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 
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6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt 
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be‐
reich Elternarbeit. 
 Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es 
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie 
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elernhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin‐
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie‐
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere 
Lösung weiß.  Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg‐
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus‐
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.  
Hier sind dann die Erzieher gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch des ge‐
waltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer Weise 
zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens einer 
anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konsequen‐
zen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegenwirken – 
man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Projekte zu‐
weisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell wer‐
den unsere Mitarbeiter im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, Schulungen 
und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben müssen. Ge‐
meinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten herauszufinden, 
danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipiell wir die 
Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den Eltern hinzu‐
gezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von Psychologen ge‐
holt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pesonal und der 
konsequente Umgang mit Gewalt gehört. 
 
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG) 
Wir sind bestrebt, unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisatio‐
nen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und 
Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an. 
Konkret werden wir eine Kooperation mit den Grundschulen aufbauen. Zum Beispiel könnten unsere Kinder in 
der angrenzenden Eichendorffschule bei der Garten‐AG mitmachen, den Kompost sieben oder einfach die Re‐
genwürmer bei der Arbeit beobachten. Aufgrund der räumlichen Nähe werden wahrscheinlich viele unserer 
Kindergartenkinder später auch auf die Eichendorffschule gehen. Nichtsdestotrotz werden wir auch die ande‐
ren Schulen des Stadtteils besuchen, so würden wir uns gerne am Gesundheitsprogramm der Anette‐Von‐
Droste‐Hülshoff‐Grundschule beteiligen. Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder die Räumlichkeiten der 
Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teilnehmen und 
parallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen. 
Auch nutzen wir die Sportmöglichkeiten des Stadtteils, es ist eine Kooperation mit dem Turnverein Wolbeck 
angedacht. Hier können unsere Kinder verschieden Sportarten ausprobieren. Für Handballbegeisterte möchten 
wir eine Zusammenarbeit mit dem Jugend Förderkreis HSG 78 e.V. auf den Weg bringen. Nicht zuletzt werden 
wir jede Möglichkeit nutzen, uns auf dem angrenzenden Sportplatz der Eichendorffschule auszutoben.

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
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Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit, professionellen 
Unterricht zu genießen – in Angelmodde planen wir insbesondere die Musikschule Wolbeck e.V. anzusprechen. 
Die Schule bietet mit ihrem Elementar‐Programm Musikerziehung ab zwei Jahren an, was die Liebe unserer 
Kleinsten für Musik wecken soll.  
Den beiden Kirchengemeinden würden wir im Rahmen von Ausflügen immer wieder einen Besuch abstatten. 
Sofern Kinder vom Elternhaus aus die Einrichtungen kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von den Erfahrun‐
gen erzählen. 
Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstäten an, aber auch mit 
der direkt angrenzenden Städtischen Kita Eichendorff und dem Katholischen Kindergarten St. Bernhard werden 
wir intensiv zusammenarbeiten. Gemeinsame Feste, kitaübergreifende Projekte oder einfache „Spielplatzver‐
abredungen“ sind praxisnahe Möglichkeiten sich besser kennenzulernen und für unsere Kinder Freundschaften 
zu knüpfen, die sich dann auch in der Grundschule fortsetzen können.  
Auch versuchen wir immer mit ausgesuchten Unternehmen Kooperationen aufzubauen. Hier würden sich die 
Tischlerei Damwerth und Movimento Luig GmbH besonders anbieten, da wir stets mit den Kindergartenkindern 
handwerklich tätig sind und Fahrräder in der Fahrradstadt Münster ab dem jüngsten Alter gefahren werden. 
Aber auch andere kleinere Unternehmen im Stadtteil Angelmodde, wie zum Beispiel Beratungsfirmen und Lä‐
den, werden wir mit ins Boot zu holen. 
Da Little Giants flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch in dieser Kita 
nicht nur flexible, sondern auch lange Öffnungszeiten anbieten. Eine Übermittagbetreuung, Blocköffnungszei‐
ten und Extrazeit bei Bedarf, sind uns wichtig, insbesondere aber, dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch 
ein pädagogisches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertages‐
stätten geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittgasstunden, 
einen echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen die Möglich‐
keit, die Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entde‐
cken. 
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen 
auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber 
auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte angenom‐
men. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein. 
Die Konzeption ist das Konzept in die Praxis umgesetzt.  
 
9. QUALITÄTSMANAGEMENT 
9.1. DOKUMENTATION 
TAGESBERICHTE  
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte 
informiert werden: 
 Laune des Kindes 
 Mahlzeiten 
 Windelwechsel und Stuhlgang 
 Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe 
 Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
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3 
ENTWICKLUNGSPROFILE  
Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar‐
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe‐
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen. 
9.2. ELTERNBEFRAGUNG 
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El‐
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
 Öffnungszeiten 
 Pädagogische Aktivitäten 
 Ernährung 
 Kundenfreundlichkeit 
9.3. PERSONALAUSSTATTUNG 
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor‐
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden  
unsere Erzieher durch Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlastet, sondern 
es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten Abschlüssen, 
Alters‐ und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams merken sehr 
schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergänzen, gemein‐
sam viel stärker als die Summe der Individuen sind. 
9.4. HYGIENEPLAN 
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung 
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 
 
9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH 
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts‐
managementhandbuch dokumentiert. 
9.6. QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6‐SIGMA – DMAIC) 
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6‐Sigma‐Konzept überwacht, um unseren 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.).

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
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4 
 
Definieren  Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist 
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er‐
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer‐
den die Merkmale des Prozesses definiert, die 
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun‐
gen sind. 
 
Datenerhebung  Sammlung von Daten über die derzeitige Aus‐
prägung der Merkmale des Prozesses.  
 
Analysieren  Ursachen für Abweichung von den definierten 
Leistungszielen identifizieren. 
 
Verbesserungsphase  In der Verbesserungsphase sollen Lösungs‐
möglichkeiten für die in der Analyse‐Phase 
identifizierten und ausgewählten Probleme 
gefunden werden. 
 
Überwachen  Verankerung der gefundenen Verbesserun‐
gen im Alltag. 
 
9.7. QUALITÄTSZIRKEL 
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un‐
sere Mitarbeiter in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefunden Lö‐
sungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor. 
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei‐
fend auf Leitungsebene. 
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit 
mit Rat und Tat zur Verfügung. 
9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A 
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines 
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische 
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere 
Definieren 
[Define]
Datenerhebung 
[Measure]
Analysieren 
[Analyze]
Verbesserungs‐
phase 
[Implement]
Überwachen 
[Control]

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
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5 
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erziehern, Eltner und Kindern auch die Einschaltung von anderen Be‐
ratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 
9.9. FACHBERATUNG 
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter‐
nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh‐
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig 
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale 
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei‐
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet. 
9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE 
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für 
‐ Fortschreibung der Konzeption; 
‐ Jahresplanung; 
‐ Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q‐Zirkel; 
‐ Teambuildingmaßnahmen 
‐ Gruppenschulungen 
‐ Umstrukturierung der pädagogischen Räume 
9.11. KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN 
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin‐
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations‐Trägers. 
9.12. LEITUNGSKONFERENZEN 
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little‐Giants‐Leitungen einer Region  zu einer Leitungskonferenz, um einrich‐
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. 
9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT I. S.  D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII 
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6‐mal im Jahr  Kinderkonferenzen abge‐
halten. Unsere Mitarbeiter sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich festzuhal‐
ten, sodass diese in dem Zusammenhang  von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. 
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. 
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön‐
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson 
regelmäßig ans Herz gelegt. 
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, 
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen. 
9.14. BESCHWERDEMANAGEMENT

Kapitel: 10. Ernährung 
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Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.  
 
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien: 
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch 
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde 
können pädagogische Mitarbeiter auf Gruppen‐ 
bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. 
 
Deeskalation von Konflikten  Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich 
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei‐
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. 
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter stets sach‐
lich, emotional zurückhaltend und lösungsorien‐
tiert sein. 
 
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge‐
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich 
sein, so wird im Team das Problem analysiert und 
nach  Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist 
zu dokumentieren. 
 
Antwortzeit  Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis 
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit 
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung 
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch 
mündlich erfolgen. 
 
Einbindung des Trägers / von externen Bera‐
tungsstellen 
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob‐
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden 
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal‐
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine 
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer 
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird 
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung 
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 
 
10. ERNÄHRUNG 
Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die 
Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt. 
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen: 
 Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio‐Qualität,sofern möglich 
aus der Region. 
 Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2). 
 Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.  
 Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 
11. PERSONALMANAGEMENT 
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei‐
ter als unsere wichtigste Ressource an.

Kapitel: 12. Finanzmanagement 
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11.1. PERSONALGEWINNUNG 
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden 
an die jeweilige Kita weitergeleitet.  
In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei‐
tung entschieden, welche BewerberInnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. 
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof‐
fen. 
11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG 
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen 
Wert auf eine gute Personalentwicklung und ‐bindung.  
WEITERBILDUNG 
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an die 
Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der MitarbeiterIn bespricht 
die Leitung welche Entwicklungswünsche die MitarbeiterIn hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen 
sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/‐en fürs Folgejahr belegt werden. 
REFLEXIONSGESPRÄCHE 
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re‐
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. 
DIVERSITÄT 
Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die 
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert. 
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEI TER IN ALLEN LEBENSLAGEN 
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeitern in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir flexi‐
bel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf. 
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN 
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeitern stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), werden 
für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 
  
 
 
12. FINANZMANAGEMENT 
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen. 
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:

Kapitel: 12. Finanzmanagement 
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 Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung 
 Kostenstellen / Kostenträger‐Rechnung mit Budgetierung 
 Controlling‐System 
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf‐
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII 
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13. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I. S. D. § 8A SGB VI II 
SCHULUNG  
 Die Leitung der Einrichtung ist    
bezüglich der Thematik zu schulen. 
 Das Wissen ist durch jährliche   
 Schulungen an die anderen   
 Mitarbeiter weiterzugeben. 
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES    
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN) 
 Körperliche und seelische Gewalt 
 Emotionale und körperlich‐ 
gesundheitliche Vernachlässigung 
 Sexueller Missbrauch 
 Versagung entscheidender existenzi‐
eller Entwicklungschancen 
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT  
 
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene  
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung 
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr‐
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des 
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not‐
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ende
Erkennen 
Gefährdungsrisiko
Information 
erfahrene 
Fachkraft 
(Leitung)
Dokumentation 
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit 
Erziehungs-
berechtigten
Risiko 
ausgräumt
Hinwirken auf 
Inanspruchnahme 
von Hilfen
Hilfe- und 
Beratungsplan
Dokumentation 
Gespräch
Beratungsplan 
eingehalten?
Beratungsplan 
erfolgreich
Dokumentation 
der Schritte
Jugendamt 
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko 
ausgräumt
Ja
Nein

Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 
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0 
 
 
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS 
 
 
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf 
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen 
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. 
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN 
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH 
SANITÄRAUSSTATTUNG  
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die 
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö‐
sung zu versehen. 
WARTUNG UND PFLEGE 
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle 
und Pflege wird dokumentiert.  
WICKELBEREICHE 
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit 
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter haben 
nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine Ver‐
fahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.  
Lebensmittel, die 
viel Stärke 
enthalten, wie 
Getreideprodukte  
und Kartoffeln
Gemüse und 
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und 
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und 
Fisch
Streich‐ und 
Kochfette

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
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1 
BE‐ UND ENTLÜFTEN 
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden 
Zeitnah in Stand gesetzt. 
 
TRINKWASSERHYGIENE 
LEGIONELLENPROPHYLAXE  
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei 
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. 
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN 
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink‐
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten 
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN 
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn 
jährlich durchgeführt. 
ERSTE HILFE 
ERSTE‐HILFE‐INVENTAR 
Die Einrichtung hält folgendes Erste‐Hilfe‐Material vor: 
 Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ 
 Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion 
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt. 
VERSORGUNG VON  BAGATELLWUNDEN 
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver‐
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände 
gründlich gewaschen und desinfiziert. 
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN 
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung 
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die 
Fläche nochmals desinfizieren. 
NOTFALLKONTAKTE 
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird  ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge‐
hängt: 
 Polizei

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
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2 
 Feuerwehr 
 Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
 Giftinformationszentrum 
 Kinderarzt 
KÜCHE 
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN 
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben 
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein 
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so‐
wie über Lebensmittelhygiene geschult. 
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHME N UND LEBENSMITTELHYGIENE 
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen‐
tiert: 
 Messung der Kühlschranktemperatur 
 Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) 
 Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan 
 Kontrolle auf Schädlinge 
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen. 
HANDHYGIENE 
Hände sind wie folgt zu waschen: 
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere. 
B. Vor und Nach: 
 Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes 
 Verabreichen von Medizin 
 Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird. 
C. Nach: 
 Windelwechsel 
 Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. 
 Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi‐
schen des Mundes oder von Wunden. 
 Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel. 
 Berühren von Tieren. 
 Spiel im Sandkasten 
 Reinigung und Handhabung von Müll 
 Berühren von Geld 
 Handhabung von verschmutztem Geschirr  
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. 
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal‐
handtücher verwendet.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
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3 
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt. 
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION 
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich 
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal‐
fall ausreichend. 
AUßENANLAGEN 
Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen 
ferngehalten. 
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. 
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN 
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich 
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark aufheizen 
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an 
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich 
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: 
 Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge‐
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht. 
 Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen‐ und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä‐
den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur 
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhindern. 
 Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh‐
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. 
 Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann 
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu 
schaffen.  
 Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna‐
tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa‐
che auch für über Dreijährige zu halten.  
 Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut. 
 Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert 
werden sollen,  gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche ‐ „Trinkrunden“ zu ma‐
chen sind. 
 Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein‐
geleitet werden. 
 Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei 
ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in 
einem Eimer ertrinken können. 
 Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra‐
gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch 
am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen! 
 Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge‐
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
3
4 
 Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen‐
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf‐ und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf‐
enthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll‐ oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz 
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein sollte, ungeeignet. 
 Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden.  
 Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert ‐ so wie Erwachsene ‐ unterschiedlich auf heiße Tempera‐
turen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten 
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung  durch abholbe‐
rechtigte Personen einzuleiten.  
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei‐
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra‐
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.

Anlage 1.5 Auswertungsformular_KleineRiesen

4782 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde  
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Esslinger Straße 69 
 
73732 Esslingen 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehm en der Giant Leap GmbH und Co 
KG 
- Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertag eseinrichtung in Betrieb 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe  
- Betreiber von Kindertageseinrichtungen und Kinder krippen 
- Betreiber von aktuell 26 Kindertageseinrichtungen  bundesweit (hauptsächlich in NRW) 
- Ab 2018 Betreiber von vier Kindertageseinrichtung en in Münster 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes  
- Sprachförderung im Kitaalltag 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Par tizipation 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen  
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrati- 
onshintergründen, möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften 
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-i nnen in Bezug auf Migration / Inklusi- 
on  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 
-  
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombina tion mit frischen Lebensmitteln an 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besond erer Moment im Kitaaltag 
- Angebote des päd. Kochens mit Sozialraumakteuren 
- Projekte zur Zahngesundheit 
-  Bewegungsangebote außerhalb der Kita 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen und Sportvereinen im S ozialraum 
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichk eiten der Kindertageseinrichtung 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemei nsame Feste, gemeinsame Pro- 
jekte usw. 
- Kooperation mit Unternehmen im Sozialraum 
- Kooperation mit Kindertagespflege im Sozialraum 
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklu ngsphase in Münster anvisiert 
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Sportver einen, Ärzten, Frühförderung, Be- 
trieben  
- Teilnahme an Arbeitskreisen und AG’s ist geplant 
- Siehe ausführliche Planungen für die Einrichtung im Konzept 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität  des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen 
- Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fach beratung vor Ort in Münster 
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Metho de 
- Kinderschutzkonzept liegt vor

3 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Möglichkeiten der verschiedenen Schwerpunktbildun gen anhand der sozialräumlichen 
Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) 
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität u nd mit bildungsfernen Familien 
- Bereitschaft zur Übernahme von Großtagespflegeste llen mit angestellten Tagespflege- 
personen

Anlage 5 Bewerbungsschreiben NRW FRÖBEL

1550 Zeichen

A FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödienstr. 18-24 - 50667 Köln

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl

Hafenstraße 30

48127 Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung in
der Eichendorfstraße in Münster-Angelmodde
(Ausschreibungsnummer: 06/2017), Zeichen: 51 10 0014

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Pohl,

hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange-
bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung in der
Eichendorfstraße in Münster-Angelmodde ab. Wie in unseren ausführlichen Be-
werbungsunterlagen aufgeführt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe
von 9,0 % zu leisten.

Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH

Verfrieb Nordrhein-Westfalen

FRÖBEL

Kompetenz für Kinder

Köln, 11. Oktober 2017
Von Oliver Just

Tel 02212999 42-71
Jjust@froebel-gruppe.de

FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH

Komödienstr. 18-24

50667 Köln

Tel 0221|29 99 42 60
Fax 0221|29 99 42 80

www.froebel-gruppe.de

Geschäftsführung:
Dr. Gudrun Rannacher
Stefan Spieker (Sprecher)

Aufsichtsratsvorsitzender
Rainer Borgmann-Quade

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE72 1002 0500 0003 3635 00
BIC BFSWDE33BER

Amtsgericht Charlottenburg
HRB 102668 B
Sitz der Gesellschaft: Berlin

Steuernummer
27/603/52722

Steuernummer des Organträgers
27/635/52999

Gläubiger-Identifikationsnummer
DE1172200000342860

Anlage 7.15 Forschen und Entdecken

13629 Zeichen

ISO 9001 
Stand 006/03.2016 
Seite 1 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Forschen und Entdecken 
 
 
 Geändert am: 18.03.2016 Freigegeben am: 24.03.2016 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Sarnes, Bettina 
Geändert von:  
Sarnes, Bettina 
Freigegeben von: 
Rehn, Marcus 
 
Prozessverantwortliche/r 
Sarnes, Bettina 
Stellvertreter/in  
N.N. 
Bereich 
Elementar-Pädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich 
schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/03.2016 
Seite 2 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Forschen und Entdecken 
 
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder forschen in ihrer natürlichen Umgebung mit z.B. Stoffen, Gegenständen, 
Lebewesen. Sie entdecken Alltagsphänomene und entwickeln Fragestellungen. 
 Alle Kinder sehen, bestaunen und erleben, “begreifen“ Alltagsphänomene mit allen 
Sinnen und werden in diesem Wahrnehmungsprozess begleitet. 
 Alle Kinder forschen mit ihren Pädagogen auf Augenhöhe. Die Ideen der Kinder 
werden ernst genommen und auf der Basis der kognitiven Möglichkeiten der Kinder 
gemeinsam weiterentwickelt.  
 Alle Kinder entwickeln durch Beobachtung und Staunen in Interaktion mit 
begeisterten Pädagogen selbst Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene 
und werden so im naturwissenschaftlichen Denken und dem Aufstellen von 
Hypothesen gestärkt. 
 Alle Kinder erleben durch das „Scheitern von Versuchen“ oder das Nichtbewahrheiten 
von Hypothesen einen Zugewinn von Wissen und erkennen das Scheitern zum 
Forschen (und zum Leben) dazu gehört. Sie verlieren „Angst vorm Scheitern“ und 
begreifen es als Möglichkeit des „Vorankommens“. 
 Alle Kinder erleben Phasen des Staunens und haben die Möglichkeit diese ungestört 
zu „genießen“. (Diese Phasen sind die größte Motivation für das Kind und wichtige 
Grundlage im nachfolgenden Denk- und Lernprozess) 
 Alle Kinder nutzen unterschiedliche Wege zur Informationsbeschaffung (Sachbücher, 
Spezialisten fragen, Exkursionen…) 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 
1. Beobachten 
 Vorgänge/ Prozesse der belebten Natur sehen (Wachsen von Pflanzen, Bewegungen 
von Tieren, Wachstumsprozesse beim Mensch) 
 Vorgänge/ Prozesse der unbelebten Natur sehen (Lösen von Stoffen, Mischen, 
Backen…) 
2. Veränderungen bemerken/ wahrnehmen 
3. Vorgänge beschreiben und visualisieren 
 Beobachtetes in Worte fassen 
 Beobachtetes in Forscherbücher/ Dokumentationen mit Skizzen und Bildern festhalten 
4. Versuche beschreiben und visualisieren 
5. Vorgänge/ Phänomene erleben  
 Wetterphänomene… 
6. Vorgänge/ Phänomene beschreiben („erklären“)  
 Auf Ebene des kindlichen Verständnisses 
7. Stoffe untersuchen 
 Eigenschaften von Stoffen untersuchen (Farbe, Geruch, Geschmack, Löslichkeit, 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/03.2016 
Seite 3 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Forschen und Entdecken 
 
 
 
Beschaffenheit, Zustand (fest, flüssig, gasförmig), magnetisches Verhalten, 
(Brennbarkeit) 
 Stoffgemische untersuchen und Trennungsversuche  
8. Gegenstände auseinandernehmen/ zusammenbauen 
 Funktionsweise untersuchen 
 Einzelteile untersuchen 
9. Fragen stellen 
 Warum, Wieso, Weshalb, Was Fragen 
10. Hypothesen aufstellen und prüfen 
11. Informationen beschaffen 
 Experimente und Wissensbücher 
 Expertenbefragung 
 Exkursionen (Museumsbesuche, Ausflüge…) 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist 
die unmittelbare Nähe von Forschen und Entdecken zu den Bildungsbereichen Konstruktion 
und Mechanik, Logik und Mathematik, Körper und Sinne und Sprache zu berücksichtigen. 
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
 Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder ebenfalls die Möglichkeit haben, 
Phänomene mit allen Sinnen zu erleben (Wetter, Matsch, Wasser..). 
 Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder ebenfalls die Möglichkeit haben 
mit verschiedensten  (Natur)Materialien und Stoffen mit allen Sinnen in Berührung 
kommen. (Zapfen, Sand, Kastanien, Muscheln, Blätter, Bäume…) 
 Die PädagogInnen beachten, dass Kleinstkinder gemäß ihres Alters und 
Entwicklungsstandes eher „für sich allein spielen“. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/03.2016 
Seite 4 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Forschen und Entdecken 
 
 
 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 Wie lassen wir das Kind spüren, dass sein Denken (unabhängig von der „Richtigkeit“) 
wertvoll ist? 
 Wie regen wir Kinder an, aus ihren Beobachtungen und Erfahrungen, Fragen und 
Hypothesen/Regeln (Wenn….dann…)(Um…zu..)(Je…desto) aufzustellen? 
 Wie regen wir Kinder an, ihre aufgestellten Hypothesen/Regeln zu überprüfen? 
 Wie erhalten wir unsere eigene Neugier und Begeisterung für Phänomene, das 
Forschen und Entdecken, um die der Kinder zu unterstützen bzw. zu wecken? 
 Wie begleiten wir Aha-Erlebnisse und Momente des Staunen? 
 Wie lassen wir uns auf die kreativen kindlichen Denkprozesse ein? 
 Wie ermuntern wir das Kind, etwas mit voller Konzentration und allen Sinnen zu 
begreifen? 
 Wie ermutigen wir das Kind Dinge zu probieren, vor denen es noch etwas Angst hat 
(Streichholz anzünden, Tiere anfassen…)? 
 Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) wird an die Teamleitung 
weitergeleitet. 
 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
  
 element-i-Bogen 
 Ideenliste „Forschen und Entdecken“ 
 Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“ 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 006/03.2016 
Seite 5 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Forschen und Entdecken 
 
 
 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:  
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 Verschiedene Stoffe zur Stoffuntersuchung: Zucker, Salz, Mehl, Wasser, Kreide, Essig, 
Öl, Tinte, Wasserfarben... 
 Verschiedene Utensilien zur Stoffuntersuchung: Magnete, (Reagenz)gläser, Pipetten, 
Lupen, Prisma, Waage, Teelichter… 
 Sonstiges Material: Schläuche, Pappröhren, Büroklammern… 
 Bücher zum Bestimmen von Tieren und Pflanzen 
 Verschiedene Aufbewahrungsbehälter: Kartons, Dosen, Holzkisten, Plastikkisten, 
Plastikflaschen, Eimer… 
 Naturmaterialien: Kastanien, Zapfen, Sand, Steine, Federn, Rinde, Stöcke… 
 Utensilien zur Holzbearbeitung: Hammer, Nägel, Säge, Holzstücke, Schrauben, 
Schraubenzieher, Zange… 
 Bücher mit Experimenten und Wissensbücher 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

Anlage 8 Bewerbungsschreiben Outlaw

1448 Zeichen

Wir Finden den Weg. Gemeinsam.

Outlaw

. rKinder- und Jugendhilfe

Outlaw gGmbH
Hauptsitz Münster

Johann-Krane-Weg 18
48149 Münster

Tel. 02571 3835660
Fax. 0251 35356699

Outlaw gGmbH - + Johann-Krane-Weg 18 « 48149 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl

Hafenstraße 30

48145 Münster

info@outlaw-ggmbh.de
www.outlaw-ggmbh.de

Münster, 12.10.2017

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Angelmodde, Eichendorffstraße
Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Pohl,

wir möchten uns herzlich Für das freundliche Gespräch am 27.09.2017 bedanken und
möchten Ihnen mitteilen, dass wir weiterhin an der Übernahme der Trägerschaft für die
Kindertageseinrichtung in Angelmodde, Eichendorffstraße interessiert sind.

Einen verbindlichen Trägeranteil von 3,25 % kann die Outlaw gGmbH sicher stellen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Tomas Doritz ‘ Juliane Wiechin
egionaler Geschäftsführer ereichsleiteri
NRW/Niedersachsen Kitas Münster

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|
5
\

Anlage
Pädagogische Konzeption

= DER PARITÄTISCHE

UNSER SPITZEINVERBAND-

Outlaw gemeinnlikzige Gesellschaft
Par Kinder und Jugendhilfe mbH (Ouklaw gGmbri)

Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Hofener
BAND 00 0007 0825 06 BIC BFS WDE 33XX%X Bank Für Sozlalwisischaft Köln
Sitz dar Gesellschaft Münster> g E Münster Handelsregister. Nr HRB 16804 Steuer-Nr: 327, 5866/0160

Anlage 5.1 Konzept FRÖBEL

73129 Zeichen

Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft 
für die Kindertageseinrichtung in der  
Eichendorffstraße in Münster-Angelmodde 
(Ausschreibungsnummer: 06/2017) 
Zeichen: 51 10 0014 
 
 
 
 
 
 
 
11.10.2017 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Internet: www.froebel-gruppe.de 
 
Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: 
Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Nordrhein-Westfalen 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 71 
just@froebel-gruppe.de 
 
Bärbel Klünter, Geschäftsleiterin 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 62 
kluenter@froebel-gruppe.de

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Eichendorffstraße | 11.10.2017 
 
2 
 
2 
 
 
 
 
Der FRÖBEL e.V. betreibt über die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH 
mittlerweile mehr als 150 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem stetigen Prozess 
entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das beste Angebot 
für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres Handelns ste-
hen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwicklung. Zugleich 
sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesent-
liche Ziele. Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen für Kinder an-
zubieten, setzen wir bisher in 51 Kindergä rten in NRW um. Von diesen 51 Einrichtungen 
sind zehn als Familienzentren zertifiziert.  
Gern möchten wir unser Angebot durch die Betriebsträgerschaft der neuen Kinderta-
gesstätte in der Eichendorffstraße in Münster auf den Standort Münster erweitern. Von 
besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige Erfahrung 
in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren, unsere an die Bedürfnisse der Familien 
flexibel anzupassende Öffnungszeit sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der 
Ferienzeit sein.   
Für den Start einer neuen Einrichtung in Münster steht ein Expertenteam aus unserem 
pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie über-
nehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen z ur In-
betriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing 
sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak-
quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder 
stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation 
zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin-
dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionell e 
Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich-
keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL -
Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un-
terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem 
Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so-
wohl auf regionale Unterstützung aus der Geschäftsstelle der Region Rhein-Ruhr als auch 
auf Unterstützung aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. 
In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In-
formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan-
zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz-
liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL -Rahmenkonzeption und das FRÖBEL -Leitbild. Für 
Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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Inhalt 
1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 
1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 
1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 
1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 
2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 
2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 
2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 7 
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 8 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 
2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 10 
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 14 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 15 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 16 
2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 17 
2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 18 
2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 18 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 18 
2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 19 
2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 19 
2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 20 
3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 22 
4 Finanzierung ..................................................................................................................... 23 
4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 24 
5 Referenzliste ..................................................................................................................... 25

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1 Trägerhintergrund 
1.1 Organisation und Struktur 
Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI-
SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bildung und Erziehung gemein-
nützige GmbH bundesweit über 150 Krippen, Kindergärten und Hort e sowie Einrichtun-
gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen 3.000 Mitarbeiter*innen rund 13.000 
Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg,  
Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig -Holstein sowie in 
Australien, in Polen  und in der Türkei . Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungs-
pläne, Sozialräume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund 
und verschiedene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung 
und Gewährleistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller  Betreuung von 
Kindern. 
1.2 FRÖBEL als Träger 
Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die 
sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in  der Übernahme einer Träger-
schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda-
gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass 
wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. 
Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein 
professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago-
gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. 
Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Eichendorff-
straße in Münster wird diese in die Region Rhein-Ruhr eingegliedert. Alle buchhalterisch 
notwendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung der landesspezifischen Bildungs-
schwerpunkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachberatung vor Ort sowie Mit-
arbeiter*innen der Hauptgeschäftsstel le in Berlin sichergestellt und  koordiniert. Neben 
Verwaltungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, Lohnabrechnung, Mittelver-
waltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle auch eine zentrale 
fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisation. Ebenso stellt FRÖ-
BEL als Träger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal sicher.  
Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri-
gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, 
die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech-
nungssysteme zu erfüllen. 
1.3 Trägerkonzeption  
Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL-Einrich-
tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und 
Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein-
richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsa mkeit auf der 
einen und Individualität auf der anderen Seite.

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Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli-
chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente beinhaltet. Ne-
ben der Umsetzung der durch die Lä nder vorgegebenen Bildungsprogramme, für Ein-
richtungen in Münster die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinderta-
gesbetreuung und Schulen im Prima rbereich in Nordrhein -Westfalen“ geben die FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von 
FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi-
sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens-
leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit-
bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern 
im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin-
der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer 
Rechte  zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs-
prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. 
Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische 
Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden 
in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi-
schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung 
in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis-
tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der-
zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be-
obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, 
gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. 
Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So-
zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, 
und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann 
eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit den Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be-
wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien-
tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen 
Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte  und wird in der 
Einrichtungskonzeption festgeschrieben.

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2 Fachlichkeit 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel 
Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder-
gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö-
bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün-
dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf-
fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For-
schung. 
In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, 
bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, 
der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungs pro-
zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er-
worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die 
Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu eine r ästheti-
schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für 
das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 
2.1.2 Was Bildung für uns ist 
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da-
rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil-
dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum 
in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem 
Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit.  
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni-
tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche 
Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.  
Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich 
die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent-
decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen 
dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter-
schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen 
der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. 
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, 
dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa-
tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre 
Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be-
zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago-
gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und 
Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un-
terstützen.

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In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die 
notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt 
und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen  wer-
den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als 
Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer 
Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie ge nommen werden 
und mitbestimmen können, das alles sind  für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, 
Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms 
Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren 
Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - 
und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis.  
Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, 
▲ Bewegung, 
▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, 
▲ Sprache und Kommunikation, 
▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, 
▲ Musisch-ästhetische Bildung, 
▲ Religion und Ethik, 
▲ Mathematische Bildung, 
▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, 
▲ Ökologische Bildung, 
▲ Medien,  
werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan-
der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago-
gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den 
Themen und Interessen der Kinder – um.  
Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti-
gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen 
die Sinne an, r egen Aktivitäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick-
lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi-
schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer 
wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich 
ist.  
2.1.4 Partizipation 
Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten 
wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent-
scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv

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kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder-
tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in 
ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent-
scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind.  
Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon-
vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln sie 
Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün-
sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de-
mokratische Strukturen hinein.   
In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie-
dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, 
situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna-
tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. 
Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz-
lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin-
der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei-
tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar-
über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen 
oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen.  
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation 
Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug 
pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungspro zesse der Kinder 
zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge-
staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen 
und ggf. zu verändern.  
Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokumentation, die es aktiv mit ge-
stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein 
solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern-
prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho-
discher Kompetenzen, da die K inder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen 
können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt 
werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes.   
Um die pädagogische Arbeit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku -
mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati-
onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene A ktivitäten 
der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden. 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie 
sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere 
zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von 
Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut-
scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung 
wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt.

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Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe-
tenzen von Kindern bei. Pädago gische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als 
sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin-
dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von 
Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von 
Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. 
Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter-
hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche 
Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der 
bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine 
weitere Fremdsprache ins pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung da-
für ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweiligen 
Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache nicht 
durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. Durch die 
sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in Kontakt 
mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags selbst 
beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. Damit 
stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. Denn nur 
wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und ihren In-
teressen nachzugehen, werden Bedingungen  für Selbstbildungsprozesse von Kindern 
geschaffen. 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender 
FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie-
hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil-
dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von 
Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der 
Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung 
von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine 
große Bedeutung zu. 
Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir 
uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussa gen und den international aner-
kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität 
in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich-
tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomis che Lebenslagen, das Ge-
schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und 
kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen 
ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen 
und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend 
sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, 
die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in e ntsprechenden Doku-
mentationen nachhalten. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit 
den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die 
dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall 
steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem 
zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein

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fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passge naue Hilfe - und 
Handlungspläne zu erstellen. 
Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen 
bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien 
und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil 
der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und 
gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung 
und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede 
zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch 
als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten 
sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) 
den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund 
ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, 
findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von  Benach-
teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den 
Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen-
lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra-
ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem 
Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge-
meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra-
chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für 
verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen 
Kompetenzen gefördert.  
Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu 
unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge-
schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch 
Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, 
sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an-
gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen 
auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht 
nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils 
anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. 
B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel 
mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen 
unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs-
kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin 
begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er-
fahrungen erleben können. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden 
im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön-
lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von 
Kindern untermauern. 
2.3 Gesundheitsförderung 
Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf-
gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour-

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cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu s tärken. Ein ganz-
heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh-
rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven-
tion. 
Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen-
wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi-
schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo-
torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher , Kindern sowohl in den Innenr äu-
men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume 
für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.  
Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin-
den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress-
regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und 
verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück-
zugsbedürfnissen. Im pädagogisch geführten Angebot bieten Sin nesübungen, Ge-
schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln 
und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen.  
Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersent spre-
chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge-
sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und 
religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern 
im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas-
ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung 
der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen 
und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die 
die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten 
und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran-
staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er-
höht die Chancen, dass  im familiären Alltag  Aspekte der Gesundheitsförderung inte-
griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss-
handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat 
dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept  (siehe auch Abschnitt Kinderschutz)  entwickelt 
und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§  8a SGB VIII). Wichtiger Be-
standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi-
bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz-
teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, 
Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen.  
Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär-
ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi-
ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr 
der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei-
ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung 
des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits-
schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement

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sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel-
bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote.  
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen-
arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regio-
nen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. 
Die künftige Einrichtung befindet sich im Stadtbezirk Süd-Ost im peripheren Stadtteil An-
gelmodde, welcher rund 7.400 Einwohner zählt. Der Stadtteil besteht aus drei Siedlungs-
bereichen: Angelmodde -Dorf mit einem kleinen historischen Ortskern , Angelmodde-
West und Angelmodde -Waldsiedlung. Die geplante Kindertageseinrichtung ist im Be-
reich der Waldsiedlung lokalisiert, die durch Neubauten mitten im Grünen gekennzeich-
net ist und einen engen Bezug zur Natur ermöglicht. 
Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Überlassung einer fünfgruppigen Kinder-
tageseinrichtung mit der Gruppenstruktur: 3xI, 1xII und 1xIII. Für die Aufnahme von Kin-
dern unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichtetes Konzept, das unter ande-
rem eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmo-
dell, sogenannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile liebevolle Beziehungen 
zu Bezugserzieher*innen vorsieht. Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebots-
struktur orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Familien und ermöglichen so eine 
bessere Vereinbarkeit von „Familie und Beruf“. Schließtage durch Teamfortbildungen 
und Konzeptionstage werden langfristig angekündigt. FRÖBEL verzichtet auf Ferien-
schließzeiten. 
Die sozialräumliche Einbindung der Einri chtung als Ort der Begegnung von Familien ist 
uns sehr wichtig. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- und Alltagsthemen 
der Familien sein. Deshalb betrachten wir die Zusammenarbeit mit den Familien und da-
mit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundlegende Elemente 
der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen eigener Einrichtun-
gen als Familienzentren zurückgreifen. Familienmitglieder können beispielsweise Aus-
flüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern organisieren oder sich 
als Lesepaten in den pädagogischen Alltag einbringen. 
Eine Kita im Stadtteil Angelmodde kann Facetten des ehemaligen „Künstlerdorfs“ im 
pädagogischen Alltag aufgreifen und so für die Kinder erlebbar machen. Neben der  
Umsetzung der „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreu-
ung und Schulen im Prima rbereich in Nordrhein -Westfalen“ und des FRÖBEL -Leitbildes 
sowie der FRÖBEL -Rahmenkonzeption (beides siehe Anlage) sehen wir eine mögliche 
Fokussierung der Einrichtung auf die ästhetische Bildung.  
Die Fokussierung auf eine ästhetische Bildung ermöglicht den Kindern eine Auseinander-
setzung mit all ihren Sinnen. Durch unterschiedliche Angebote im gestalterischen sowie 
darstellenden Bereich, können Kinder ästhetische Erfahrungen sammeln und sich so ihre 
Umwelt aneignen. Durch darstellendes Spiel, gemeinschaftliches Musizieren oder das 
Bauen und Konstruieren lernen die Kinder eigene Gefühle und Interessen auszudrücken 
und eigene Ideen zu verwirklichen. Durch eine Fokussierung auf handwerkliche Bildung

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und darstellende Kunst, können den Kindern der geplanten Kindertagesstätte im Stadt-
teil Angelmodde sowohl gestalterische als auch darstellende Erfahrunge n ermöglicht 
werden.  
Die handwerkliche Bildung vereint unterschiedlichste Bereiche und fördert ver-
schiedenste Fähigkeiten der Kinder. Sie bekommen die Möglichkeit Materialien zu ver-
arbeiten, mit ihnen zu experimentieren, sie zu kombinieren und zu verändern. Sie können 
sich mit der Haptik und der Herkunft der einzelnen Materialien auseinandersetzen und 
selbst auf die Suche nach ihnen gehen.  
Die ländliche Umgebung  der Einrichtung bietet den Kindern zahlreiche Möglichkeiten 
auf der Suche nach natürlichen Ma terialien wie Holz, Pflanzen, Steinen etc. und deren 
fantasievoller Verarbeitung. Durch die Schaffung einer an der Reggio-Pädagogik orien-
tierten ReMida können die Materialien aus der Natur aber auch zahlreiche scheinbar 
unbrauchbare oder wertlose Alltagsge genstände wie Knöpfe, Schrauben, Stoffe und 
Folien gesammelt und kreativ von den Kinder weiterverarbeitet werden. Somit kommen 
die Kinder mit Themen wie Natur - und Umweltschutz und Nachhaltigkeit in Berührung 
und erleben einen ressourcenorientierten Umgang mit Ressourcen. 
Durch verschiedene Werkstätten und Ateliers in der Einrichtung bekommen die Kinder 
die Möglichkeit mit den unterschiedlichsten Materialien, wie Holz, Ton und Stoffen zu ex-
perimentieren und sie gleichzeitig zu erforschen. Sie lernen untersc hiedliche Verarbei-
tungsformen kennen und erleben vom Erhärten von Ton über das Schleifen von Holz bis 
hin zum Filzen von Stoff, wie sich Materialien verändern. Die Kinder haben die Möglich-
keit in den Werkstätten künstlerisch tätig zu werden und dort eigene Idee zu entwickeln 
und Vorhaben zu erproben. Sie können dort ihrer kindlichen Fantasie Ausdruck verleihen 
und ihre grob - sowie feinmotorischen Fähigkeiten schulen. Die pädagogischen Fach-
kräfte begleiten und unterstützen die Kinder dabei, geben wichtige Impulse und regen 
Projekte an.  
Durch die darstellende Kunst in Form von Rollen - und Theaterspielen, durch Musizieren 
und Tanzen bekommen die Kinder in der Kindertagesstätte in der Eichendorffstraße die 
Möglichkeit ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und ihre Kreativität zu entfalten. 
In Rollenspielen und Theaterprojekten kreieren Kinder eigene Rollen und füllen sie mit 
Leben. Sie tauchen ein in andere Welten und können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. 
Durch die Übernahme anderer Rollen lernen die Kinder s ich in andere Personen und 
Charaktere einzufühlen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Es können nicht nur be-
kannte Geschichten nachgespielt werden sondern die Kinder werden in einem gemein-
schaftlichen Prozess auch selbst Geschichten erfinden. Das müsse n nicht immer große 
und lange Theaterstücke sein, auch in kleinen Rollenspielen die sich ganz nebenbei ent-
wickeln lernen die Kinder sich mit anderen auseinanderzusetzen, Konflikte zu bewältigen 
und gemeinsam Ideen und Regeln zu entwickeln. 
Theaterprojekte bieten zudem Raum, Tanz und Musik als künstlerische Ausdrucksform der 
Kinder zu integrieren. Die Kinder können gemeinsam musizieren, Geräusche des Alltags 
wie z.B. Blätterrascheln, das Rauschen des Windes oder das Klacken von Schlössern 
wahrnehmen und nachmachen. Kinder können gemeinsam überlegen, wie sie das Brül-
len des Löwen oder die Ankunft der Hexe in ihren Rollenspielen durch Instrumente und 
Veränderung ihrer Stimmen darstellen können. Sie haben die Möglichkeit durch die Mu-
sik ihrer Stimmung und ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Im Tanz lernen die Kinder

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Rhythmus wahrzunehmen und Bewegung mit Musik zu kombinieren. Sie können auch 
durch Bewegungen ihren Gefühlen Ausdruck verleihen und Stimmungen produzieren. 
Durch das gemeinschaftliche Musizieren und  Tanzen erleben die Kinder zudem Team-
prozesse und lernen mit Konfliktsituationen umzugehen und Kompromisse auszuhandeln.  
Die Bereiche handwerkliche Bildung und darstellende Kunst können im pädagogischen 
Alltag gut miteinander verknüpft werden. In den Werkstätten und Ateliers können Requi-
siten und fantasievolle Kostüme hergestellt und kunstvolle Musikinstrumente entwickelt 
werden. Die Kinder sind so Teil eines ganzheitlichen Entstehungsprozesses und erleben , 
wie ihre selbstentworfenen und hergestellten Produkte und Kunstwerke verwendet wer-
den. Durch die räumliche Nähe bietet  sich eine Kooperation mit dem „Gallitzin-Haus“ 
an. Die Einrichtung kann Ausstellungen für die Werke der Kinder ermöglichen. So können 
diese ihre Schöpfungen und Ideen einem breiten Publikum präsentieren. Sie haben zu-
dem die Möglichkeit auch andere Ausstellungen zu besuchen und sich mit den unter-
schiedlichen Werken und Ausdrucksformen anderer Künstler*innen auseinanderzuset-
zen. Durch die Vernetzung ist es auch möglich Projekte und Kooperat ionen mit Künst-
ler*innen unterschiedlicher Bereiche zu verwirklichen und den Kindern so unterschiedli-
che Handwerke und künstlerische Bereiche nahe zu bringen.  
FRÖBEL wird versuchen, eine Kooperation mit dem in der Nachbarschaft ansässigen „Al-
tenwohnheim Kardinal-von-Galen-Stift“ aufzubauen. Bereits an anderen Standorten ha-
ben wir durch Lesepatenschaften sowie gemeinsame Aktivitäten ein für beide Seiten 
gewinnbringendes Miteinander etabliert. Darüber hinaus hat FRÖBEL durch eine große 
Kooperation mit der „Stiftung Lesen“ der Thematik seit einigen Jahren einen besonderen 
Schwerpunkt eingeräumt.  
Durch die direkte N achbarschaft zur Städtischen Gemeinschaftsgrundschule „Eichen-
dorffschule Angelmodde“ ist die von FRÖBEL angestrebte enge Zusammenarbeit mit der 
Grundschule ideal umsetzbar . Gegenseitige Besuche sowie ein enger pädagogischer 
Austausch ermöglichen einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grund-
schule. 
FRÖBEL hat in Köln und Leipzig bereits Erfahrungen in der Durchführung von Kindertages-
pflegeangeboten gesammelt. Diese Erfahrungen bringen wir gerne auch in der Stadt 
Münster ein. Daher würden wir uns freuen, gemeinsam mit dem Jugendamt sowie an-
deren Trägern ein zukunftsfähige s und qualitativ a nspruchsvolles Pilotprojekt umzusetz-
ten.  
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie-
hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit 
steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. 
Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartners chaft münden zu lassen, in 
der 
 sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein-
richtung austauschen und kooperieren, 
 die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich-
tung) anerkannt wird,

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 die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages-
einrichtung wahrgenommen wird, 
 die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung 
zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. 
Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich-
tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung des Kin-
des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher 
Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben 
den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen 
der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit 
auch die entsprechende Ber ücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien 
und Kindern - beides bedingt sich.  
In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - 
und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko-
operationsangebote vorgesehen: 
 Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie 
und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge-
wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf 
eingehen zu können.   
 Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein-
schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes 
sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge-
schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und 
der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. 
 Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder-
tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. 
 Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie 
Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. 
 Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und 
Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi-
scher Aktivitäten und Projekte. 
 Die  Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla-
fen, Interessen und Neigungen des Kindes. 
 Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch 
der Eltern untereinander.  
Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche 
Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer-
den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements 
auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als 
Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen 
Eingewöhnung

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Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der 
neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih-
ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit 
die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen 
kennenzulernen.  
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine 
neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die 
Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen 
und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart-
ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. 
Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, d as sich entweder am Berliner 
oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang 
für alle Beteiligten. 
Alltägliche Übergänge 
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag 
durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das 
Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri-
tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin-
der und Familien gleichermaßen.  
Übergänge im Haus 
Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit 
zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände-
rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson können  sie die neue 
Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf-
bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. 
Übergang in die Grundschule  
Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften kompetent  vor-
bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei-
tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten-
jahr an Bedeutung.  
Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl 
Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar-
beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame 
Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und 
die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten.  
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt 
aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon-
nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau-
ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Durch den Einsatz verschiedener Verfahr en wird die pädagogische Qualität von FRÖ-
BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und

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Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral verantwortlich für 
das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. 
Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: 
 Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen 
durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK) in Kindertageseinrichtungen.  
 Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller 
Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda-
gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro-
zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher-
zustellen. 
 Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter 
Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS.  
 Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der 
Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun-
gen. 
 Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The-
men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher-
heit, Hygiene und Datenschutz. 
 Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe-
rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um 
aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und 
wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver-
pflichtende externe Evaluation in Berlin). 
 Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund 
der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs-
strategie. 
 Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge-
meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu 
erschließen. 
 Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie-
ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen 
Einrichtungen. 
 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit 
Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 
2.6.1 Interne Selbstevaluation 
Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio-
nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; 
Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch k on-
krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der 
Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ 
(Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch

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diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor-
tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages-
einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener 
Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick-
lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 
 
 
2.6.2 Externe Evaluation 
FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei-
nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto-
ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu-
ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädaQUIS gGmbH anhand der Krippen -, 
Kindergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ih-
rer pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende Sys-
tem einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Ein-
richtungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität 
durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierte n 
Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich-
tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge-
stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. 
Neue F RÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte-
griert. 
2.6.3 Fachberatung 
Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb bei FRÖBEL. Sie 
sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali-
tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. 
So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä-
dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von 
einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be-
reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in 
den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste-
mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und 
auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen 
zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach-
beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen 
von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe-
ratung bei FRÖBEL nicht. 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung 
Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele-
ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt 
sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse

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der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei-
nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be-
dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 
2.6.5 Elternbefragung 
Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be-
standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als 
Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern u nd pädagogi-
schen Fachkräften. 
Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich 
durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak-
teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort Eichendorffstraße wird einmal jähr-
lich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch die Befra-
gung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokussiert zu 
formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kindes/ihrer 
Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in anonymisierter 
Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 
2.6.6 Personalmanagement 
Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezü glich Anzahl sowie 
Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge-
setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta-
geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden 
zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä-
dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die 
sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. 
Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die 
Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der 
eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller 
Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL-
Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. 
Individuelle berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinu-
ierlicher kollegialer Fachaustausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und 
akademischen Berufsabschlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personal-
entwicklungskonzepts. Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen 
hospitieren und sich in regionalen Arbeits kreisen zu pädagogischen Fragestellungen 
austauschen. Eine besondere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe ei-
nes Konzepts von Fach- und Führungskarrieren realisiert, das eine Karrieremöglichkeit bei 
FRÖBEL darstellt. 
Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein 
tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran-
staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage

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im Zuge der Fortbil dungsinitiative des FRÖBEL-Curriculums ermöglichen den Teams ge-
meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen 
sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. 
Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instrum enten der Perso-
nalführung und -entwicklung: 
 Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
 Regelmäßig stattfindende Teamberatungen 
 Jährliches Personalentwicklungsgespräch 
 Fachtage 
Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor-
bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei-
nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs-
konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL -Leitbild) Rahmen und Ori-
entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter-
stützt: 
 Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und 
Fachberatung 
 Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung 
 Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung 
 Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen 
Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget 
für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich-
keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh-
men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera-
tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 
2.6.7 Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen oberstes Gebot und  ist 
im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen 
und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma-
lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 
2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst:  
▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Kinderschutzfällen  
nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der 
Einrichtung: Hierzu arbeitet ein internes Kinderschutznetzwerk mit verantwortli-
chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in 
den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt.

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▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung 
vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. 
Grundlegend sind dabei die gesetzlich vor geschriebenen Voraussetzungen (er-
weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen 
wie der Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. 
Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung 
mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen-
konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder-
schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit 
dem professionellen Umgang mit dies bezüglichen Elternbeschwerden und akti-
viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL.  
▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei-
chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn-
gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. 
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort 
sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. 
die Meldung an das zuständige Ju gendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer 
möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Familien er-
folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder-
schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach-
stellen vor Ort.  
Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin-
dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich 
geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und 
Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar-
beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus 
akutem Anlass damit auseinandersetzen. 
Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und 
immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin-
der zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und  in der Konsequenz 
präventiv zu wirken.

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3 Finanzmanagement 
Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen 
der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung 
von FRÖBEL  in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches 
Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni-
sche Führung gewährleistet. 
Der FRÖBEL-Haustarifvertrag 
FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive  Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für 
viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der 
die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli-
che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf 
der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah-
lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte 
dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der 
Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal 
eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver-
träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, 
für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden.  
 
Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal 
des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit ab 01.07.2017 (in EUR) befindet sich im 
Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag).

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Eichendorffstraße | 11.10.2017 
 
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4 Finanzierung 
Als frei gemeinnütziger Träger geht FRÖBEL im Falle einer positi ven Trägerschaftsent-
scheidung von einem Trägeranteil von 9 Prozent aus. Eine Zufinanzierung ist in Form von 
Belegplatzbuchungen im Rahmen von Unternehmenskooperationen denkbar. 
Sofern zum Zeitpunkt der angedachten Eröffnung des Kindergartens ein Fördermittelpro-
gramm für die Ausstattung des Kindergartens erreichbar ist , wird FRÖBEL einen Antrag 
auf investive Fördermittel stellen um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren.  
Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen 
als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen 
den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Sofern die Stadt Müns-
ter der Bereitstellung von Belegplätzen an Unternehmen im Rahmen der besseren Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf positiv gegenüber steht, so stünden dem Kindergarten 
weitere finanzielle Mittel  zur Verfügung, die in die weit ere Ausprägung von Bildungs-
schwerpunkten investiert werden können. Zur Refinanzierung der Frischküche erhebt 
FRÖBEL ein Essensgeld welches pro Kind rund 60 Euro im Monat beträgt. Hinzukommen 
Einnahmen für Verpflegung von eigenen Beschäftigten. Das Angebot einer Frischküche 
ist in allen von FRÖB EL neu eröffneten Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil und 
Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. 
FRÖBEL hat allein in den letzten zwei Jahren neun  neue Kindergärten eröffnet und ver-
fügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen das 
Architekturbüro Scholz und die Stadt Münster  bei den Planungsprozessen im Rahmen 
der Wiederholungsplanung der Kindertageseinrichtung an der Marie-Curie-Straße daher 
fundiert und praxisnah. FRÖBEL selbst tritt üblicherweise als Mieter der Immobilien auf. 
Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen den durch das Kinderbildungs-
gesetz refinanzierten Werten entsprechen und als Planungsgrundlage dienen. Sofern 
eine Überschreitung der refinanzierten Mietflächen bzw. Quadratmet ermieter vorliegt, 
geht FRÖBEL davon aus, dass die entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale 
Sonderförderung ausgeglichen werden.

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4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag  
 
*) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
Gruppe Stellenbezeichnung Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F
0 Jahre 1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 18 jahre
Einstieg 3 FP 9 FP 15 FP 15 FP 9 FP
P10
Kindergartenleitung mehr als 17 Mitarbeiterinnen (VbE)
3.563,69
3.658,50 3.780,33 3.902,14 4.023,96 4.163,20
P9
Kindergartenleitung bis 17 Mitarbeiterinnen (VbE)
3.171,23
3.293,04 3.414,88 3.536,69 3.658,50 3.797,75
P8
Kindergartenleitung bis 8 Mitarbeiterinnen (VbE)
3.045,47
3.167,27 3.289,11 3.410,93 3.532,73 3.671,98
P7
Koordinatorin
2.805,78
2.927,59 3.049,42 3.171,23 3.293,04 3.432,29
Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 
mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
2.831,82 2.953,65 3.075,47 3.197,27 3.336,52
Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin
2.680,01
2.801,82 2.923,65 3.045,47 3.167,27 3.306,52
Erzieherin im Regeldienst mit Zusatzqualifikation und 
abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
2.751,94 2.873,74 2.995,57 3.117,39 3.256,63
Erzieherin im Regeldienst 
2.600,11
2.721,94 2.843,74 2.965,57 3.087,39 3.226,63
Erzieherin im Regeldienst 
mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
2.693,36 2.815,18 2.937,00 3.058,82 3.198,07
Erzieherin im Regeldienst
2.541,53
2.663,36 2.785,18 2.907,00 3.028,82 3.168,07
Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 
mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
2.409,41 2.531,24 2.653,05 2.774,86 2.914,10
Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 
2.257,60
2.397,41 2.501,24 2.623,05 2.744,86 2.884,10
P2
Berufsbegleitende Ausbildung "PiA-Modell" *)
786,05
838,45 890,85 entfällt entfällt entfällt
P1
Erziehungshelferin ohne Ausbildung
1.766,37
1.888,18 entfällt entfällt entfällt entfällt
P4
P3
Beschäftigungszeit:
Pädagogischer Bereich
P6
P5
0 Jahre 1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 18 jahre
Einstieg 1 FP 4 FP 4 FP 4 FP 3 FP
T4
Küchenleitung ab 5 Regel-Beschäftigten
2.128,92
2.250,75 2.372,55 2.494,37 2.616,20 2.755,45
T3
Köchin/ technische Koordinatorin
2.070,90
2.192,74 2.314,55 2.436,36 2.558,19 2.697,43
T2
Wirtschaftsdienst/Haushandwerkerin/Reinigerin
1.595,82
1.656,74 1.717,64 1.778,55 1.900,37 2.039,62
T1
Ungelernte Reinigungskräfte/Hauswirtschaftshelferin
1.537,45
entfällt entfällt entfällt entfällt entfällt
Beschäftigungszeit:
Technischer Bereich

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5 Referenzliste 
Berlin 
Herr Sven Nachmann 
Abteilungsleitung Jugend und Familie, Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung Stadt Berlin, 
Tel. 030 - 90 22 75 503 
 
Hamburg 
Herr Manfred Woynowski 
Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Freie und Hansestadt Hamburg,  
Tel. 040 - 428 63 6260 
 
Bonn und Rheinland 
Frau Carolin Krause 
Dezernentin Dezernat für Soziales, Bildung und Gesundheit der Bundesstadt Bonn 
Tel. 0228 – 77 2030 
 
Leipzig 
Herr Dr. Nicolas Tsapos 
Jugendamt Stadt Leipzig,  
Tel. 0341 – 1234683 
 
München 
Frau Dr. Susanne Herrmann 
Leitung Abteilung KITA, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München,  
Tel. 089 – 239 84440

Anlage 7.3 Sicherung des Wohles sowie Verfahren der Beteiligung und Beschwerde für Kinder

10040 Zeichen

ISO 9001 
Stand 002/11.2012 
Seite 1 von 3 
Prozessbezeichnung 
Sicherung des Wohles sowie 
Verfahren der Beteiligung und 
Beschwerde für Kinder 
 
 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Rehn, Marcus 
Geändert von:  
Rehn, Marcus 
Freigegeben von: 
Kammerlander, Carola 
 
Prozessverantwortliche/r 
Rehn, Marcus 
Stellvertreter/in  
Pranghofer, Franziska 
Bereich 
Elementarpädagogik 
 
 
Prozesse normalerweise ausgeführt von:  
 
Allen Mitarbeitenden im Bereich Pädagogik 
 
Prozessziel  
 
 Umsetzung des pädagogischen Konzeptes innerhalb der Bestimmungen des BKiSchG 
 Geeignete Verfahren zur Sicherung des Wohls, der Beteiligung und Beschwerde von 
Kindern 
 
Prozessbeschreibung  
 
I. PÄDAGOGISCH- KONZEPTIONELL 
 
Konzeptionell verankert, in der Praxis implementiert und durch die Teamleitungen gesichert 
sind folgende Instrumente für die Beteiligung der Kinder in den element-i-Kinderhäusern: 
 Pädagogische Leitziele 
 Kinderkonferenz 
 Impulse 
 Beobachtung und Dokumentation: 
In der Kinderkonferenz, welche jeden Vormi ttag stattfindet "bekommen die Kinder 
die Gelegenheit, ihre aktuellen Vorstellungen und Interessen zu formulieren, zu 
verhandeln und so ihren Tagesablauf selbstständig, demokratisch (...) zu gestalten" 
(element-i Kinderhauskonzept 2012, S.11) Während die g rößeren Kinder hierbei die 
Möglichkeit haben selbst Ideen einzubringen und darauf folgend selbstständig zu 
wählen, mit welcher Beschäftigung  (Impuls) sie ihren Vormittag verbringen, basiert 
die Kinderkonferenz bei den kleineren Kinder auf Beobachtungen der  Pädagogen. 
Durch sorgfältige Beobachtungen in verschiedenen Situationen des Tages werden 
Interessen und Anregungen der Kinder aufgegriffen und in der Kinderkonferenz 
entsprechende Impulse angeboten. Diese werden anhand von Symbolen und Fotos der 
entsprechenden Räume für die Kinder verständlich gemacht. Selbstverständlich haben 
auch die kleinsten Kinder die Möglichkeit sich frei für einen Impuls zu entscheiden. Eine 
weitere Möglichkeit der Beteiligung findet sich in einem der wichtigsten Leitziele der 
pädagogischen Arbeit, der Förderung der Autonomie. Alle Kinder werden explizit dazu 
angehalten ihre Meinung zu äußern und selbstständiges, selbstverantwortliches und 
eigeninitiatives Verhalten zu erproben. (vgl. element-i Kinderhauskonzept 2012, S.8.) 
 
Damit ist u.a. die kritische Auseinandersetzung der Kinder mit ihrem Kinderhausalltag 
ein pädagogisches Ziel, welches sich konzeptionell in fast allen Bereichen wiederfindet. 
Es wird mit beispielhaft folgenden Instrumenten ein Rahmen geschaffen, der Kinder 
besonders auch eine kritische Beteiligung (Beschwerde) ermöglicht und sichert: 
 Kinderbefragung 
 Bezugserziehersystem 
 Beobachtung und Dokumentation: 
Für Kinder ab zwei Jahren wurde aber bereits ein Fragebogen zur allgemeinen 
Zufriedenheit im Kinderhaus eingeführt. Dieser wird bewusst von einer Person 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 002/11.2012 
Seite 2 von 3 
Prozessbezeichnung 
Sicherung des Wohles sowie 
Verfahren der Beteiligung und 
Beschwerde für Kinder 
 
 
 
durchgeführt, die dem Kind zwar bekannt aber nicht allzu vertraut ist. Damit soll 
gewährleistet werden, dass die Kinder unbefangen ihre Meinung äußern können. Des 
Weiteren dient der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu allen Pädagogen in der 
Einrichtung und die Akzeptanz dessen, dass sich jedes Kind seinen 
"Bezugspädagogen" selbst wählt, dem, dass Kinder jederzeit die Möglichkeit haben 
auch mit persönlichen Problemen auf die Pädagog Innen zuzugehen. Verschiedene 
Instrumente der Beobachtung durch die Pädagogen dienen außerdem dem 
frühzeitigen Erkennen von Auffälligkeiten.  Diese sind im Handlungskonzept 
„Kinderschutz“ sowie in der Dokumentation nach § 8a SGB VIII beschrieben.  
 
II. ORGANISATORISCH- STRUKTURELL 
 
Zur Sicherung, dass ausschließlich persönlich und fachlich geeignete MitarbeiterInnen mit 
den Kindern der element -i-Kinderhäuser arbeiten, sind folgende Instrumente implementiert 
und in der Qualitätssicherung festgeschrieben: 
 Bewerbungsmanagement und Einstellung neuer Mitarbeiter 
 Qualifizierung von MitarbeiterInnen der element-i-Kinderhäuser 
 Sicherung der Qualität in den element -i-Kinderhäuser durch Teamleitungen und 
Fachberatung der Pädagogischen Leitungen 
 Sicherung der Qualität durch ErzieherInnenrotation und Audits 
 Sicherung des Kindesschutz durch das Konzept zum Vorgehen im 
Missbrauchsverdachtsfall: 
Durch das Einstellungsverfahren wird sicher gestellt, dass ausschließlich fachlich und 
persönlich geeignetes Personal in den element -i-Kinderhäusern zum Einsatz gelangen. 
Dafür erhalten ausschließlich BewerberInnen ein Vertragsangebot (Arbeitsvertrag), die 
im vorab nachweisen, dass sie über einen im Fachkräftekatalog aufgeführten und 
anerkannten Abschluss verfügen . Zusätzlich arbeiten auch SpezialistInnen ohne 
einschlägig fachlicher Ausbildung in den element -i-Einrichtungen (so zum Beispiel 
natives speaker), n achdem diese mit besonderer Sorgfalt auf ihre Eignung durch 
Fachberatende Pädagogische Leitung sowie Teamleitung geprüft wurden.  Zudem ist für 
jedem Mitarbeitenden – auch im mittel- und langfristigen ehrenamtlichen Engagement – 
die Vorlage eines aktuellen  Führungszeugnisses zum Dienstantritt bindend. Die 
Aktualität (Erneuerung nach drei Jahren) der Führungszeugnisse wird zentral durch den 
Bereich Personal gesteuert. Um eine qualitativ hochwertige Begleitung aller Kinder in 
den element -i-Kinderhäusern und d amit den Blick auf das einzelne Kind und dessen 
Bedürfnisse sicherzustellen, sind alle Mitarbeitende des Konzept -e-Netzwerkes 
verpflichtet an Bausteinen des Qualifizierungssystems teilzunehmen. Alle 
Mitarbeitende werden nach Aufnahme ihres Beschäftigungsve rhältnisses in einem 
einwöchigen Workshop grundlegend eingearbeitet. Zweimal pro Jahr nehmen alle 
Mitarbeitende an einer dreitätigen Fortbildung zu aktuellen pädagogischen Themen teil. 
Außerdem absolvieren alle MitarbeiterInnen eine interne Fortbildungsreihe, welche als 
Fortbildung für den Orientierungsplan Baden-Württemberg anerkannt ist. Diese wird mit 
einem qualifizierenden Abschlussgespräch beendet, in welchem die Mit arbeiterInnen die 
erworbenen Kenntnisse aufzeigen können. Jeder Mitarbeitende bekommt weiter die 
Möglichkeit ca. einmal im Jahr eine zweitägige Hospitation in einer anderen element -i 
Einrichtung zu absolvieren. Diese dient dem gegenseitigen Austausch und d em Erhalten 
von neuen Anregungen für die pädagogische Arbeit. Zu aktuellen und/ oder generellen 
Themen finden regelmäßig Qualitätswerkstätten statt, an denen interessierte Mitarbeiter 
teilnehmen und die Themen mit weiter entwickeln können. Zudem stehen Wor kshops 
(z.B. für Themen der Beobachtung und Dokumentation) für die MitarbeiterInnen in den 
einzelnen element -i-Kinderhäusern auf Abruf bereit. Um die Qualität der 
Zusammenarbeit in den einzelnen element -i-Einrichtungen zu reflektieren und 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 002/11.2012 
Seite 3 von 3 
Prozessbezeichnung 
Sicherung des Wohles sowie 
Verfahren der Beteiligung und 
Beschwerde für Kinder 
 
 
 
gegebenenfalls zu optimieren, stehen Instrumente der Teamentwicklung bereit.  
Des weiteren ist ein Leitungssystem installiert, das zum Einen einen regelmäßigen Blick 
auf die Arbeit und das Befinden der Kinder sicherstellt, indem die Teamleitungen als 
pädagogische Coaches zweimal wöchentlich in den Einrichtungen präsent sind. Die 
stellen sie Umsetzung der Konzeption im Alltag der element -i-Einrichtungen sicher, 
indem sie mit den Mitarbeitende n regelmäßig deren Arbeit reflektieren und dabei 
Weiterentwicklung einfordern, unterstützen und nachhalten sowie Fehlentwicklungen 
frühzeitig erkennen und abwenden. Jeder element -i-Einrichtung ist zudem eine 
Pädagogische Leitung  zugeordnet, die mit einem e xternen Blick und dennoch 
regelmäßig, Kinder und Erziehendenteam in ihrer Interaktion und Achtsamkeit unter - 
und miteinander wahrnimmt und sie fachlich berät.  Der regelmäßige Austausch 
zwischen Pädagogischer Leitung und Teamleitung nimmt die Qualitätsstand ards in den 
Blick und reflektiert deren Umsetzung. Um die Qualität der einzelnen Einrichtungen 
darüber hinaus zu sichern, finden Audits auf unterschiedlicher Ebene, Abstand und 
inhaltlicher Fokussierung statt. Die Mitarbeitenden in den element -i-Einrichtungen 
rotieren einmal pro Quartal für zwei Tage unter den Einrichtungen. Die Teamleitungen 
und Pädagogischen Leitungen auditieren jeweils einen Tag pro Quartal die Einrichtungen 
ihrer KollegInnen. Die Geschäftsführerinnen sind einmal jährlich in jeder Einrichtung vor 
Ort. Für die Audits sind zu prüfende Qualitätsstandards formuliert. Damit ist durch die 
Teamleitungen und Pädagogischen Leitungen ein stetiger interner und externer Blick auf 
die Arbeit und damit auf die Erzieherung und Bildung sowie dem Wohl jedes Kindes in 
jedem element-i-Kinderhaus sichergestellt. Für den Verdacht eines Missbrauchsfalles ist 
ein Konzept als Handlungsweisung erstellt. Eine Schulung zum Thema Kinderschutz von 
MitarbeiterInnen in den ein zelnen element -i-Einrichtungen stellt den kompetenten 
Umgang mit dem Thema in der Praxis sicher. 
 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
 
 Handlungskonzept Kinderschutz; Vorgehen im konkreten Missbrauchs-Verdachtsfall 
 Prozessbeschreibung, Qualitätskriterien: Audits; Erzieherrotation; Köcherotation;  
 AKV element-i-Häuser (Leitung-Erzieher-Eltern)  
 Qualifizierung/ Aus- und Weiterbildung 
 Einstellung neuer MitarbeiterInnen 
Messbare Kennzahlen/Qualitätskriterien:  
 
 Der Schutz aller Kinder ist nachhaltig und umfänglich sichergestellt 
 MitarbeiterInnen fühlen sich im Umgang mit dem Thema Kinderschutz sicher und 
sind im Alltag sensibel, um Gefahrensituationen zu erkennen 
 Die Instrumente zur Sicherung der Qualität werden zuverlässig angewendet und 
weiterentwickelt 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

Anlage 7.14 Bewegung+Sport

15413 Zeichen

ISO 9001 
Stand 003/02.2016 
Seite 1 von 6 
Prozessbezeichnung 
Bewegung&Sport   
 
 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Hesselschwerdt, Jacob 
Geändert von:  
Hesselschwerdt, Jacob 
Freigegeben von: 
Rehn, Marcus 
 
Prozessverantwortliche/r 
Hesselschwerdt, Jacob 
Stellvertreter/in  
Marcus Rehn 
Bereich 
Elementarpädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das 
Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen 
Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse 
und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der 
Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). 
Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in Impulsen und alltagsbegleitenden Aktivitäten die bereichsbezogenen Interessen 
der Kinder mittels einer erkennbaren pädagogischen Absicht beständig zu animieren 
und zu fördern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von 
Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der 
Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 003/02.2016 
Seite 2 von 6 
Prozessbezeichnung 
Bewegung&Sport   
 
 
 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
Prozessziel  
 Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des 
Bildungsbereichs. 
 Alle Kinder der Einrichtung haben ein individuelles Bewegungsbedürfnis, auf welches 
adäquat eingegangen wird.  
 Alle Kinder haben gemäß ihrer individuellen Veranlagung, altersgemäße Fähigkeiten 
und Fertigkeiten in den Bereichen Fein- und Grobmotorik, Kondition und 
Koordination, Rhythmus- und Körpergefühl.  
 Alle Kinder haben ein Gefühl für ihre körperliche Leistungsfähigkeit und können diese 
realistisch einschätzen, sowie diese in die verschiedenen Lebenssituationen ihres 
Alltags transferieren.  
 Alle Kinder leben und üben sich in Formen des Sozialen Miteinanders in Impulsen 
und bei Bewegungsspielen. Hierbei sind Kooperationsfähigkeit, Regelkenntnis und 
partnerschaftliches Agieren zentrale Elemente.  
 Alle Kinder erfahren Situationen, in denen sie sich mit ihrem ganzen Körper 
einsetzen müssen und so außer Atmen geraten und ins Schwitzen kommen.  
 Alle Kinder erleben neben Momenten der Anspannung auch Momente der vielfältigen 
körperlichen und geistigen Entspannung.  
 Alle Kinder haben die Möglichkeit Bewegungsimpulse, Bewegungsbaustellen und 
Bewegungsspiele nach ihren eigenen Ideen und kreativen Vorstellungen zu 
gestalten. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Bewegung & Sport  
 
1. Motorik  
Feinmotorik  
 Gebrauch bzw. Nutzung von Besteck, Werkzeug, Stiften, Musikinstrumenten, 
Steckspielen oder sonstigen weiteren kleinen Gegenständen 
 Schulung der Auge-Hand-Koordination bzw. der Auge-Fuß-Koordination 
 
Grobmotorik 
 Selbstständiges oder angeleitetes leben verschiedener Bewegungsformen wie 
Hüpfen, Rennen, Klettern, Springen, Fallen, Schleichen, Krabbeln, Werfen, 
Fangen, Kriechen oder Balancieren 
 Schulung der Auge-Hand-Koordination bzw. der Auge-Fuß-Koordination 
 Eigeninitiative in der Mitgestaltung von Bewegungsbaustellen oder 
Bewegungsspielen oder sonstigen freien Bewegungssituationen  
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 003/02.2016 
Seite 3 von 6 
Prozessbezeichnung 
Bewegung&Sport   
 
 
 
 
            Kombinationsformen der Motorik  
 Kennen lernen von expliziten Bewegungsmaterialien, Klein- und Großgeräten  
 Nutzen von Alltagsgegenständen für vielfältige Formen von Bewegung und 
Bewegungsspielen  
 Verknüpfung und Kombination von Elementen der Fein- und Grobmotorik in 
Bewegungsbaustellen und Bewegungsspielen  
 Nutzen Motorische Aktivitäten als frühkindliche Kommunikationsform mit 
erheblicher Relevanz für das Sprachenlernen  
 
2. Kondition 
 Erleben von raumgreifenden und bewegungsintensiven Aktivitäten  
 Bewegung als Herausforderung erleben 
 Erleben von anstrengenden Situationen oder Momenten, „Außer-Atem-geraten“ 
und so die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers kennen lernen  
 
3. Koordination 
 Erleben, Erproben und Schulung der eigenen Reaktionsfähigkeit, 
Gleichgewichtsfähigkeit oder Orientierungsfähigkeit in Bewegungsspielen, 
Bewegungsbaustellen oder freiem Bewegen.  
 
4. Rhythmus und Körpergefühl 
 Bewegungen des Körpers oder einzelner Körperteile zu Musik  
 Selbstständigen Erstellen und Konzipieren von Tänzen oder Choreografien  
 
5. Wettbewerb  
 Messen der eigenen körperlichen Fähigkeiten mit denen anderer Kinder  
 Gewinnen und Verlieren in Bewegungssituationen oder -spielen  
 Anleiten oder Leiten von selbstgestalteten oder vorgegebenen Wettspielen  
 Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit bzw. Fairness und 
Unfairness  
 Kommunikation in Bewegungssituationen zum Zwecke der Kooperation, 
Aushandeln bzw. aufstellen von Regeln  
 
6. Entspannung, Körper & Gesundheit  
 Erleben von Situationen körperlicher und geistiger Entspannung als Gegenpol zu 
bewegungsintensiven und anstrengenden Situationen. 
 Artikulieren der eigenen körperlichen Bedürfnisse   
 starke Verzahnung mit dem Bildungsbereich Körper und Sinne.  
 Abwechslung zwischen Phasen der Aktivität und Bewegung sowie 
Entspannung/Ruhe im Alltag.  
 Verantwortungsübernahme für die Bedürfnisse der des eigenen Körpers  
 Grundwissen über den (eigenen) Körper sowie den Zusammenhang zwischen 
Spannung vs. Entspannung, Ernährung, Gesundheitsförderung.  
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 003/02.2016 
Seite 4 von 6 
Prozessbezeichnung 
Bewegung&Sport   
 
 
 
 
7. Sportartspezifische Bewegungsformen  
 Kennen lernen und ausprobieren verschiedener Sportarten im Alltag des 
Kindehauses in Grundzügen  
 Individualsportarten (Rückschlagsport, Kampfsport, Klettern, Laufsport, 
Leichtathletik, Turnen)   
 Mannschaftssportarten (Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Rugby, Hockey)  
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere 
ist die unmittelbare Nähe von Bewegung zu den Bildungsbereichen Sprache, Körper und 
Sinne sowie Soziales Miteinander zu berücksichtigen. 
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
- Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder adäquate Bewegungsräume und 
Bewegungsmöglichkeiten erhalten um grundlegenden Bewegungserfahrungen 
machen zu können(Krabbeln, Kriechen, Laufen, Hochziehen, Hindernisse 
überwinden, Greifen, Robben). 
- Die PädagogInnen begreifen frühkindliche Bewegungsformen als ursprünglichste 
Form kindlichen Lernens und achten daher sensibel die Bedürfnisse der Kinder. 
- Die PädagogInnen geben Kindern die Möglichkeiten Bewegung in einer vertrauten 
Kleingruppe zu erfahren.  
 
Dem Bildungsbereich können tendenziell der Bewegungsraum sowie das Außengelände als 
Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die 
Umsetzung des Bildungsbereichs in allen Räumen des Kinderhauses statt und spiegelt sich 
auch in Elementen des Tagesablaufes wieder. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) im Format DIN 3 
festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und 
dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird 
abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über 
eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird 
die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt. 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, 
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ISO 9001 
Stand 003/02.2016 
Seite 5 von 6 
Prozessbezeichnung 
Bewegung&Sport   
 
 
 
soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als 
Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. 
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Neben den 
in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die 
Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: 
 Wo können sich die Kinder bewegen (Innen- und Außenräume)? 
 Welche weiteren Bewegungsräume (außerhalb des Kinderhauses) für die Entwicklung 
körperlicher Fähigkeiten werden darüber hinaus genutzt? 
 Welche unterschiedlichen Materialien stehen für vielfältige Bewegungsanreize zur 
Verfügung? 
 Steht den Kindern für alle Unterthemen Platz und Material zur Verfügung? Bitte 
untersuchen Sie die einzelnen Unterthemen. 
 Können alle Kinder (unabhängig vom Alter, Geschlecht, körperlicher Verfassung) 
diesen Platz und die Materialien nutzen? 
 Wie können Kinder ihre eigenen Ideen und Wünsche in Bezug auf die 
Raumgestaltung und Materialbeschaffung/-Nutzung entwickeln, einbringen und 
umsetzen? 
 Wo kann das Kind seine Ideen, Erfahrungen und sein Können präsentieren? 
 Wie können bewegungsarme, -ängstliche oder -eingeschränkte Kinder förderliche und 
das Selbstbewusstsein stärkende Körper- und Bewegungserfahrungen machen bzw. 
alternative Zugangsweisen erfahren? 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
 
Bewegte Schule 
 
 
kommt Bewegung in die Kita? 
Gute Pädagogische Fachpraxis 
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2014): 
Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen 
Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen. Freiburg im Breisgau. 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
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ISO 9001 
Stand 003/02.2016 
Seite 6 von 6 
Prozessbezeichnung 
Bewegung&Sport   
 
 
 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: 
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
Bewegungsraum:  
 Wurfgeräte  (verschiedene Größen und Arten)  
 Bewegungsmaterialien zur Erstellung und Durchführung von 
Bewegungsbaustellen für Kinder aller Altersklassen (Klein- und Großgeräte)  
 Matten und Tücher (verschiedene Durchmesser)  
 Verschiedene Schaumstoffelemente  
 Rhythmikmaterialien  
  
 
Hof/ Außengelände:  
 Fahrzeuge 
 Bälle 
 Bewegungsanregende Klein- und Großgeräte  
 Balanciergeräte 
 Kletterbäume/Klettergeräte 
 
 
Ideenliste 
Beispiele für gute Praxis 
 
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Anlage 7.7 Leitung_und_Zustaendigkeiten_ElemPäd_Standorte

5146 Zeichen

Mentoring 
AKNeef
Mentoring AKNeef
Mentoring BSchm Mentoring EHeiß
Mentoring AHoll Mentoring BDeck
Qualitätsent-
wicklung / -
sicherung
Konzeptionelle Themen Weiterbildung Leitziele, Bildungsbereiche, 
Querschnittsthemen
04.10.2017
Organigramm Elementarpädagogischer Bereich/ Bereich StandorteOrganigramm Elementarpädagogischer Bereich/ Bereich Standorte
Marcus RehnCarola Kammerlander
[BigSteps]
[Wirbelwind]
[Technido Nido]
Evelyn Rubach
[Technido Dodo]
[Sterngucker]
[Die Willys]
[Gummi-Bären]
[Grünschnabel]
[Südstadtstr. o]
Lisa Baganz
[Südstadtstr. u]
[Justizzwerge]
[Pallassimo]
[Villa 
Reitzensteinle]
Barbara Schmieder
[Wiki]
[Kinderländle]
[Reinsburg]
[Neckarsterne][Finkenburg]
[Bienenkorb]
Silvia Kurz
[(B)Engelbande]
[Regenbogenhaus]
Jeanine Weis
[Pressekiste]
[Feuerseepiraten]
[Bärcheninsel]
Eva Maria Heißel
[Die Tüftler]
[Schloss Naseweis]
Christiane 
Burmeister
[Rheinpiloten]
[Spielzeit]
[Feuerland o]
Nina Uebele
[J. Gemüse o]
[Zauberwald]
Rebekka 
Münzenmayer
Susann Früstück
[Königskinder]
Lisa Diemer
Elisabeth Kunkis
Fabrizio Russo
[J. Gemüse u]
Anja Burger
[FrechDax]
Sarah Briggmann
[Neckarlöwen]
[Feuerland u]
Desanka Panic
Forschen und 
Entdecken
Zusammenarbeit mit 
Eltern
Quereinsteiger
Eröffnung neue 
Häuser
Räume
Uta Jansen
[Weleda]
[Spatzennest]
Myriam Fien
[Knax-Garten]
[Abenteuerland]
Franziska 
Pranghofer
Anna-Lena Kron Maureen Jacob Jacob 
HesselschwerdtRebecca Diez
[Energiebündel]
Christian Schröder
Lisa Weingärtner
Corinna Mühleis
Daniel Braunstein
Alexander Holloch
Ann-Kathrin Neef
Standortsteuerung 
Bayern
Standortsteuerung 
Karlsruhe
Yves Wilhelm
Kunst und Musik mit 
PSigg
Patricia Sigg
Multiprofessionelle 
Teams
Bewegung und Sport
Konstruktion und 
Mechanik
Sprache
Menschsein in der 
Welt
Soziales Miteinander
element-i- 
Markenverständnis
Medienpädagogik
Digitalisierungelement-i-Leitziele
Christina 
Henning
Haus der kleinen 
Forscher
Logik und Mathematik
Ernährung
Freude am Lernen AutonomieResilienz GesundheitVerbundenheit
Standort
Düsselsdorf
externe pädagogische Dienstleistungen
Kooperationen im 
Stadtteil
„U3" Tagesablauf
Transitionen
Räume
Ernährung
Beobachtung und 
Dokumentation
Kinderschutz
Ferienwerkstätten
Anleitung/ Steuerung 
der DH- Studierenden
Silvia Kurz
Eva Maria Heißel
Zentrale Stelle 
Freiwilligendienste 
(FSJ/ BuFDi) iV
Alexander 
Holloch
Benjamin Decker
Barbara 
Schmieder
Ann-Katrin Neef
Daniela Qrquera
Lisa Rudolph
Steffi Freudenberger
 Konzeptionelle Weiterentwicklung 
Kunst und Musik mit 
MJaco
 Mentoring 
 Standorte: Themen 
Bereichsziele: 
Auf- und Ausbau, Konsolidierung, Fachkompetenz und persönliche Präsenz, stabile Standorte
Zusammenarbeit im 
Erziehendenteam
Audit zur 
Qualitätssicherung
Audit zur 
Qualitätssicherung
Audit zur 
Qualitätssicherung
Audit zur 
Qualitätssicherung
Audit zur 
Qualitätssicherung
Koordination 
Audits
Audit zur 
Qualitätssicherung
Mitdenken, Mitreden, 
Mitgestalten Basis BS
Bindung als Basis 
Gesundheit- zentrales 
Element unseres 
Impulse – etwas in 
Bewegung setzen
Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende
Fachaustausch ESFachaustausch WN Fachaustausch M Fachaustausch DFachaustausch HfK S 
Vai, mitte, nord Fachaustausch KA, MA
Fachaustausch HdkF
Fachaustausch LB
QM im BereichExterne 
Wissenschaftler
Team Task Force
mit JHess
Einarbeitung/ 
Übergabe
EZ
Mareike Hauber Lisa Dittmar
Lernen ermöglichen 
durch Beobachtung
Audit zur 
Qualitätssicherung
Audit zur 
Qualitätssicherung
Körper und Sinne
Kinder mit 
Fluchterfahrungen
Katja Behres
Projekte
Tagespflege
Benjamin Decker
 Stabstelle Qualität 
„gute Fachkräfte“
 Standorte: Fachberatung/ Fachaufsicht – Steuerung der element-i-Kinderhäuser 
Standortsteuerung 
Ludwigsburg
Standortsteuerung 
S- Vaihingen
Standortsteuerung 
S- Mitte
Standortsteuerung 
S-Feuerbach Standortsteuerung 
S-West
Standortsteuerung 
S-Ost
Standortsteuerung 
Rems-Murr-Kreis
Standortsteuerung 
Esslingen
Standortsteuerung 
Ostalbkreis
Standortsteuerung 
Bodenseekreis
Standortsteuerung 
Tübingen / Reutlingen
Daniela Wenz
Gertraut Treftz
Standortsteuerung 
S-Möhringen
Standortsteuerung 
S- Bad Cannstadt
Anja Albert-Schief
Melanie Winkler
Dennise Samuel
[Steppkes u]
Dennise Samuel
Michaela Magvas
Julia Eberhard
Alica Schäfer
Standortsteuerung 
Mannheim
Jeanine Weis
Morena 
Grossmann
[Forscherzwerge]
Yves Wilhelm
Manuela Bruder
Gertraut Treftz
[Bärcheninsel u/o]
Referendariat
TL-/Mentorenkonzept
Franziska 
Pranghofer
 übergreifende Themen / Projekte
Bert Haschke Nina Uebele
Steuerung der 
Mentoren
TVöD
Zusammenarbeit mit 
Eltern
„U3"
Schnittstelle FDFP
Vertretung ABene
Evelyn Rubach
Freude am Lernen
Inklusion
Gender Kinderschtz Partizipation
Keshia Bilger
Qualitätswerkstatt 
soziales Miteinander
QE-Qualitätswerkstatt
Qualitätswerkstatt 
Kunst
Qualitätswerkstatt 
Kunst
FachkarriereTeam Task Force
mit LDitt
Nina Uebele
 Elternzeit 
Lisa-Marie Lange
Katrina Braunstein
Barbara 
Schmieder
Haus der kleinen 
Forscher
„KitaPlus“Prüfungsausschuss 
DHBW
MitarbeiterBindung 
Elternzeit Teamleitg
Steuerung pädagogischer Leitungskreis / Steuerung Standorte
Qualitätswerkstatt 
Menschsein

Anlage 7.4 Ernährungskonzept

1508 Zeichen

29891 – 002/02.2016 
 
 
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Anlage 6 Bewerbungsschreiben Kleine Riesen

1166 Zeichen

G)
KleinealesenNordgGmbHIEsslingerStraße69l73732Esslingen
ElNSCHREIBEN-EINWURF
StadtMünsterAmtfürKinder
JugendlicheundFamilie
48127Münster
VORAB PERFAX(0251)4927909
VORAB PERMAILgerick@stadt-muenster.de
ihrZeichen,IhreNachrichtvom UnsereZeichen,unsereNachrichtvom Telefon,Name Datum
(0711)3511640,JW 13.10.2017
Aufrechterhaltung derBewerbung alsTrägerfürdieKindertageseinrichtung
Eichendorffstraße imStadteilAngelmodde
SehrgeehrteDamen, sehrgeehrteHerren,
hiermitzeigenwiran,dasswirunserInteresseanderÜbernahme derTrägerschaftder
Kindertagesstätte„EichendorffstraßeimStadtteilAngelmodde” aufrechterhalten.
DenEigenanteildesTrägersinHöhevon9Prozentkönnenwirsicherstellen.
BeiFragenstehenwirIhnengernezurVerfügung.
MitfreunW Grüßen
JelenWahler
Geschäftsführer'
r ® meine
messen”
Kindertagesstätten
KleineRiesenNordsemelnnüuiseGmbHiEssh’nserStraßeesI73732Essiingen|Telefon:(0711)3511s4o|Teiefax:(0711)3511s417|wwaItuegIaniweIlnfo@iittiegianls.de
GeschäftsführerIDlpi.-lng.JelenaWahlenMBA(Duke)IDIpl.-lng.PeterWahler,MBA(Duke)
SitzderGesellschaftlEssllngenamNeckarlAmtsgerichtStuttgartHRB7393
BankverbindungIVolksbankEssllngeneGliBANDE17611901100244028001lBICGENODESIESS

Anlage 3.1 Konzept broschüre-u3-final

78280 Zeichen

Masterkonzept 
Handreichung für CJD Einrichtungen
die-chancengeber.de
Masterkonzept 
Frühkindliche Bildung
unter 3 Jahre
CJD Facharbeitskreis 
KITA Nord

Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
„Du hast das Recht, 
genauso geachtet zu werden wie ein Erwachsener.
Du hast das Recht, so zu sein wie du bist.
Du musst dich nicht verstellen und so sein,
wie die Erwachsenen es wollen.
Du hast ein Recht auf den heutigen Tag –
jeder Tag deines Lebens gehört dir, keinem sonst.
Du, Kind, wirst nicht erst Mensch – du bist Mensch.“
Janusz Korczak

3
CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
Inhalt
Vorwort 4
Einleitung 6
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. als Träger 7
Bildungsverständnis 8
Kernkompetenzen 13
Bindung ermöglicht Bildung: Bindungstheorie/Entwicklungspsychologie 18
Mitarbeitende  21
Haltung und Selbstverständnis der PädagogIn im frühkindlichen Bereich 22
Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit 24
Elternarbeit  28
Qualitätsstandards der Elternarbeit in unseren  
CJD Kindertageseinrichtungen 33
Kinderschutz und Kinderrechte 34
Raumkonzepte 36
Kooperation mit anderen Profis 38
Anhang: Beobachtung und Dokumentation 39
Quellen 48
Notizen 50

4
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre Vorwort
Mit dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zum 1. August 2013 für 
Kinder ab dem ersten Lebensjahr hat der Gesetzgeber die Bedeutung 
der Tageseinrichtungen für Kinder hervorgehoben. Die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf ist hier einerseits handlungsführend, zum ande-
ren aber auch die Erkenntnis, dass Kinder über die Beziehungen und 
Lernwelten in ihren Herkunftsfamilien hinaus am besten in Gruppen mit 
anderen Kindern lernen können. Damit ermöglichen Kindertagesein -
richtungen sowohl Kindern als auch deren Eltern, ihr Leben den eigenen 
Wünschen gemäß zu gestalten.
Voraussetzung für das Gelingen einer Erziehungs- und Bildungspart -
nerschaft ist eine hohe Qualität der Einrichtungen, die ausgehend von 
der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben das Kind individuell fördern und 
ihm eine Gemeinschaft anbietet, in der es sich geborgen fühlen und 
gute Lernerfahrungen machen kann.
Jedes Kind soll seine Chance bekommen, weshalb das CJD als Kita-Trä-
ger sich dem Grundsatz der Inklusion verpflichtet fühlt und seine Kom-
petenzen in Bereichen wie Sprache und Integration, Hochbegabung und 
Musikförderung durch die Schwerpunksetzung in einzelnen Kitas weiter 
ausbaut.
Mit diesem Masterkonzept wollen wir unseren qualitativen Maßstab in 
der Kindertagesbetreuung dokumentieren,  unser Profil als christlicher 
Kita-Träger, mit aktuell 36 Kitas und weit über 2.000 Plätzen, schärfen 
und durch die Schaffung weiterer Plätze dazu beitragen, das Ziel der Bun-
desregierung, bundesweit 780.000 Plätze bereitzustellen, zu erreichen.
Pfarrer Hartmut Hühnerbein
CJD Vorstand
Vorwort

5
Vorwort
Das vorliegende Masterkonzept Frühkindliche Bildung unter 3 Jahren 
ist im Rahmen der regen Zusammenarbeit des Facharbeitskreises Kita 
Nord, eines Arbeitskreises des Jugendhilfeverbundes Nord, entstanden.
Engagierte Fachkräfte mit hoher auch praktischer Kompetenz im Feld 
Kita, die seit vielen Jahren sich austauschen und Weiterbildungen orga-
nisieren, haben die gute gelebte Krippenpraxis des CJD in Form eines 
Masterkonzeptes dargestellt.
Dieses Masterkonzept ist ein für den Krippenbereich spezialisierter 
Teil des „Masterkonzeptes Kindertagesstätten im CJD“, das zeitgleich 
zur Vorlage gebracht und vom Bundesarbeitskreis Elementarpädagogik 
erarbeitet wurde.
Das Masterkonzept stellt keinesfalls eine Konzeptionsvorlage dar, die 1 
zu 1 bei der Gründung neuer Kitas und Krippen übernommen werden 
könnte. Es bedarf immer der Anverwandlung auf die konkreten Anforde-
rungen im Sozialraum, der Berücksichtigung der Vorgaben auf Landes- 
ebene (z.B. Orientierungsplan) und der Sicherstellung der Vorgaben des 
SGB VIII und des BKiSchGesetzes. 
Für diesen Beitrag zur Profilbildung des CJD als Kitaträger und zur Siche-
rung der CJD Standards in diesem wachstumsorientierten aber auch 
besonders sensiblen Bereich, möchte ich mich im Namen der Fachabtei-
lung Kinder- und Jugendhilfe ganz herzlich bedanken.
Urs Kaiser
Abteilungsleitung Kinder- und Jugendhilfe
Eingliederung, Heimaufsicht
CJD Zentrale
Zum Geleit

6
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre Einleitung
Eine schriftliche Konzeption einer Kindertagesstätte ist die Zusammen-
stellung der Zielsetzungen, Rahmenbedingungen und Beschreibung der 
Praxis einer Einrichtung. Sie beschreibt die Maßstäbe des pädagogi-
schen Handelns und die Leitlinien der Praxis. Das vorliegende Master-
konzept für frühkindliche Bildung – U3 bietet allen CJD Einrichtungen 
Leitlinien für das Erstellen der eigenen pädagogischen Konzeption und 
möchte sich als maßgebliche Arbeitshilfe verstehen.
Entstanden ist dieses Masterkonzept unter der Beteiligung der Exper -
tinnen aus der Praxis, den Mitarbeiterinnen der bestehenden CJD Ein-
richtungen für diesen Bereich. Der Facharbeitskreis KITA Nord, deren 
Mitglieder als Ansprechpartnerinnen für alle interessierten Kolleginnen 
fungieren können, hat aus diesen Ansätzen und Erfahrungen das Mas-
terkonzept entwickelt, um wesentliche Merkmale der U3-Einrichtungen 
des Christlichen Jugenddorfwerkes e. V. zusammengefasst darzustellen 
und somit den Charakter der CJD Kindertagesstätten für Unter Dreijäh-
rige zu beschreiben.
Die folgende Darstellung beinhaltet alle wesentlichen Aspekte einer 
pädagogischen Konzeption, die um regionale Gegebenheiten ergänzt 
werden kann. Auf diese Weise entsteht im Rahmen eines übergeordne-
ten Konzepts eine individuell auf die örtlichen Erfordernisse angepasste 
pädagogische Konzeption der Marke CJD.
Einleitung

7
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. als Träger
Das Christliche Jugenddorfwerk 
Deutschlands e. V. als Träger
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands ist ein sozialpädagogi-
sches Bildungs- und Ausbildungswerk. Seine Anschauungen vom Men-
schen, von der Welt und von der Geschichte haben ihre Grundlagen im 
christlichen Glauben. Demgemäß will das CJD für alle Mitarbeitenden 
und für junge Menschen Stätte der Begegnung mit Jesus Christus sein. 
Das Leben in der Gemeinschaft des Jugenddorfes soll es dem einzelnen 
jungen Menschen ermöglichen, zur vollen Entfaltung einer verantwor-
tungsbewussten Persönlichkeit und der in ihm angelegten Begabun-
gen und Fähigkeiten zu kommen. Jeder Mensch sucht seine Zukunft, 
er sucht seinen Lebensentwurf. Dabei lassen wir die uns Anvertrauten 
nicht allein, sondern begleiten sie. Wir wollen der unverwechselbaren 
Individualität des Einzelnen zur Entfaltung verhelfen und allen entwick-
lungshemmenden Einflüssen entgegenwirken.
Insbesondere die Erziehung, Ausbildung und Fortbildung, die schu -
lische Bildung, die berufliche und medizinische Rehabilitation sowie 
die soziale Begleitung von jungen Menschen und Erwachsenen nach 
christlichen und eigenen pädagogischen Grundsätzen ist Grundlage der 
Arbeit des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands. Diese Angebote 
werden ständig auf die sich verändernden gesellschaftlichen Anforde -
rungen und Bedarfslagen der Menschen abgestimmt. So erhält jeder 
seine Chance für ein gelingendes Leben.
Der Name „Jugenddorf“ geht zurück auf die Entstehung des Christli-
chen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. im Jahr 1947 in Süddeutsch-
land, als der Pfarrer Arnold Dannenmann Jugendlichen, die ihre Heimat 
durch den Krieg verloren hatten, in den ersten Jugenddörfern ein neues 
Zuhause gab. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das CJD zum 
Bildungsträger mit Schwerpunkten in allen Bildungsbereichen mit Maß-
nahmen der beruflichen Bildung, eigenen Schulen („Christophorusschu-
len“) und zahlreichen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe. Hierzu 
gehören auch über dreißig Kindertageseinrichtungen.
Hier können regionale Ergänzungen über die Tätigkeitsschwerpunkte 
des Jugenddorfs vor Ort eingefügt werden.

8
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre Bildungsverständnis
Bildungsverständnis
Wir lieben Menschen, denn Gott liebt uns Menschen. Weil jeder Mensch 
ein absoluter Wert ist, ist Bildung immer von gleichem Wert, welche 
Möglichkeiten und Einschränkungen der Einzelne auch mitbringt. Das 
Recht auf Bildung ist unverzichtbar.
Wir fördern Neugierde.
Unser Bildungsauftrag sagt, dass wir jeden Menschen in seinem Wesen, 
seiner Verfassung und seinen Bedürfnissen ernst nehmen. Neugierde 
auf Leben beinhaltet Neugierde auf Lernen. Dies gilt es zu bewahren 
und zu fördern. Wertebezogene und zugewandte Haltung sowie Pro-
fessionalität der pädagogisch Handelnden sind Grundvoraussetzung für 
die Erfüllung dieses Auftrages.
Wir eröffnen Wege.
Jeder Mensch ist als Person gewollt, unbenommen seiner unterschied-
lichen Voraussetzungen. Unser Bildungsangebot gestaltet so viele 
Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, wie individuelle Wege für Men-
schen gebraucht werden. Dabei nimmt unsere Bildungsarbeit nicht nur 
Bedürfnisse auf, wie sie sich zeigen, sondern initiiert Zugänge auch zu 
den Menschen, die ihr Recht auf Bildung scheinbar schon aufgegeben 
haben.
Wir achten Freiheit.
Jeder Mensch ist immer schon in seinem absoluten Wert gesetzt. Vor 
sich aber hat er einen Weg, diese Voraussetzung einzuholen, indem er 
seine Gaben entfaltet, Entwicklungsmöglichkeiten nutzt und Subjekt in 
dieser Welt wird. In unserer Bildungsarbeit befähigen wir zu dieser Frei-
heit durch die Erfahrung von Grenzen. Wir gestalten die Aneignung der 
Welt und des Selbst durch wertvolle Auswahl an Stelle von Beliebigkeit 
oder Allverfügbarkeit.

9
Bildungsverständnis
Wir gestalten Gemeinschaft.
Gott hat jeden Menschen gewollt, geschaffen und geliebt als ein Wesen 
in Beziehung: Beziehung zu sich selbst, zu Mitmenschen und zur 
Gesellschaft und im Letzten bezogen auf Jesus Christus. Wir befähi-
gen Menschen dazu, sich als Person und Subjekt in dieser Welt anzu -
nehmen, authentisch und befreit zu leben. Unsere Welt, ihre Gegenwart 
und Zukunft sind Auftrag für die Menschen; sie leben Gemeinschaft und 
gestalten aktiv unsere Gesellschaft. Die gelingende Beziehung zu sich 
selbst ist die Voraussetzung für alle Beziehungsarbeit. Darum ist Bil-
dung wesentlich Beziehungsarbeit.
1
GruNDlaGEN DEs päDaGoGIsCHEN HaNDElNs
IN DEr KINDErTaGEssTäTTE 
Das vorliegende Bildungsverständnis des CJD ist grundlegend für alle 
Bildungsangebote, die für Menschen in den verschiedensten Lebenssi -
tuationen gestaltet werden. Es findet seinen Niederschlag in der konkre-
ten pädagogischen Grundhaltung und deren praktischer Umsetzung im 
Bereich der frühkindlichen Bildung, die im Folgenden dargestellt wird.
Kinder als akteure ihrer lernwelt
Die grundlegende Annahme zum Bildungsverständnis geht vom Konzept 
der Selbstbildung aus, d.h. das Kind ist aktiver und kompetenter Akteur 
des eigenen Lernens vom ersten Tag an. Kinder sind Selbstgestalter des 
Lernens, sie sind „aktive Lerner“. Ein vielfältig vorbereitetes Umfeld for-
dert Kinder zu selbsttätigem Handeln und Forschen heraus. Die Aneig -
nung der Welt erfolgt durch das Kind, begleitet durch die Erwachsenen. 
Dies hat Konsequenzen für die Rolle des pädagogischen Fachpersonals 
genauso wie für die Gestaltung von Zeit und Raum.
Wir fördern Neugierde. 
Unser Bildungsauftrag sagt, dass wir jeden Menschen in seinem
Wesen, seiner Verfassung und seinen Bedürfnissen ernst nehmen. 
Neugierde auf Leben beinhaltet Neugierde auf Lernen.

10
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Kinder lernen im spiel, spiel ist lernen
Das Spiel ist für das Kind die wichtigste Form der handelnden Ausei -
nandersetzung mit der inneren und äußeren Welt: Deshalb ist uns an 
einer Ausgewogenheit zwischen den Lernerfahrungen des Kindes im 
freien Spiel als auch seinen Lernerfahrungen in besonderen Angeboten 
gelegen, um so eine optimale Förderung zu gewährleisten. Dabei gilt 
es, auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes situativ und zugleich 
nachhaltig einzugehen. Es gibt nichts „Ernsthafteres“ als das Spiel. Kin-
der haben dabei ihr eigenes Zeitverständnis und brauchen ihren eigenen 
Rhythmus. Sie brauchen Zeit und Raum, um intensiv und ausdauernd, 
sehr kreativ und weltvergessen spielen und tüfteln zu können. Dieses 
„Geben“ von Raum und Zeit stärkt das Vertrauen in eigene Fähigkeiten, 
fördert die Konzentration und die Motivation, sich immer wieder mit 
Neugier auf neue Lern- und Wissensgebiete einzulassen.
auf dem Weg zu inklusiven ansätzen in der Elementarpädagogik
In jeder CJD Kindertageseinrichtung trifft man auf Kinder mit unter-
schiedlichen Lernvoraussetzungen, die sie aus ihrem familiären Umfeld 
mitbringen. Der Ansatz unserer individuellen Förderung beinhaltet 
auch, dass nicht die Kinder ihre Voraussetzungen ändern müssen, ehe 
sie mit den bestehenden Konzepten gefördert werden können, sondern 
dass sich die pädagogischen Ansätze so anpassen, dass alle Kinder in 
ihrer Entwicklung möglichst optimal gefördert werden können. Vor die-
sem Hintergrund ist die gemeinsame Betreuung aller Kinder in einer 
Einrichtung und in einer Gruppe nicht nur möglich, sondern ausdrück-
lich erwünscht. Dies gilt insbesondere für die Betreuung und Förderung 
von Kindern mit besonderen Förderbedürfnissen und auch für Kinder 
mit besonderen Bedürfnissen in der sprachlichen Förderung aufgrund 
eines interkulturellen Hintergrunds.
Wir eröffnen Wege.
Jeder Mensch ist als Person gewollt, unbenommen seiner unter-
schiedlichen Voraussetzungen. Unser Bildungsangebot gestaltet so 
viele Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, wie individuelle Wege für 
Menschen gebraucht werden. 
Bildungsverständnis

11
Jedes Kind ist einzigartig 
Jedes Kind hat ein Recht auf seine Einzigartigkeit. Ausgehend vom 
christlichen Menschenbild wird jedes Kind so angenommen, wie es ist. 
Wir orientieren uns in unserer pädagogischen Arbeit an der individuel-
len Lern- und Bildungsgeschichte des einzelnen Kindes. Entwicklungen 
können gefördert werden, wenn insbesondere die Stärken eines jeden 
Kindes gesehen werden. Grundlegend hierfür ist die Annahme der Kin -
der als eigene Persönlichkeiten mit ihrer persönlichen Biografie, ihren 
persönlichen Fähigkeiten und Begabungen. Dazu gehört auch, Kinder in 
ihren Aktionen und Bedürfnissen ernst zu nehmen. 
Wir achten Freiheit.
Jeder Mensch ist immer schon in seinem absoluten Wert gesetzt. 
Vor sich aber hat er einen Weg, diese Voraussetzung einzuholen, 
indem er seine Gaben entfaltet, Entwicklungsmöglichkeiten nutzt 
und Subjekt in dieser Welt wird.
Bildungsverständnis

12
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
lernen in der Gemeinschaft
Voraussetzung für jedes Lernen, für die Möglichkeit eines aktiven Erfor-
schens und Entdeckens ist eine Atmosphäre von Sicherheit, Geborgen -
heit und Wertschätzung. So kann jedes Kind Selbstvertrauen und Selbst-
wertgefühl aufbauen. Emotionale Sicherheit und Zuwendung bieten die 
Basis für kindliche Lernprozesse und den Aufbau eines positiven Selbst-
bildes. Der Aufbau von Beziehungen zu anderen ist hierbei der zent-
rale Prozess zum Erleben der eigenen Selbstwirksamkeit und des per -
sönlichen Selbstwerts. Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen. Sie 
lernen durch Mitmachen und Mitverantwortung (Partizipation). Bei aller 
Individualität, die Kindern beim Erforschen und Entdecken ihrer Lebens- 
und Lernwelt gewährt werden sollte, ist das Erlebnis der Gemeinschaft, 
der Interaktion mit anderen und auch der damit verbundenen Rituale 
und Rücksichtnahme, die sich beim Leben in einer Gemeinschaft erge-
ben, für die Lernentwicklung der Kinder unverzichtbar. 
Wir gestalten Gemeinschaft.
Gott hat jeden Menschen gewollt, geschaffen und geliebt als ein Wesen in Bezie -
hung: Beziehung zu sich selbst, zu Mitmenschen und zur Gesellschaft und im Letz -
ten bezogen auf Jesus Christus. Wir befähigen Menschen dazu, sich als Person und 
Subjekt in dieser Welt anzunehmen, authentisch und befreit zu leben. Die gelingende 
Beziehung zu sich selbst ist die Voraussetzung für alle Beziehungsarbeit. Darum ist 
Bildung wesentlich Beziehungsarbeit.
Bildungsverständnis

13
Kernkompetenzen
„Komplexes und dynamisches Interaktionsmuster (Kombinationen) aus 
Fähigkeiten, Routinen und materiellen Aktiva.“ 2 Die Kernkompetenzen 
sind ein wichtiger unterstützender Bestandteil unserer Bildungsarbeit 
im CJD. In ihnen spiegelt sich das spezifische und unverzichtbare der 
CJD-eigenen Pädagogik wieder. Diese hat den Anspruch ganzheitlicher 
Persönlichkeitsbildung. „Wer die Kernkompetenzen als ein schmücken-
des und oft vielleicht auch als ein verzichtbares Beiwerk unserer Arbeit 
betrachtet, verkennt, dass uns mit ihnen wesentliche Instrumente für 
unser pädagogisches Handeln an die Hand gegeben werden, die mithel-
fen, dass die uns Anvertrauten nicht verloren gehen und ihre Chance für 
ein gelingendes Leben eröffnet bekommen.“
3
Die vier verschiedenen Kernkompetenzen unterscheiden sich zwar in 
ihren Handlungsebenen, ergänzen sich aber dennoch. Verdeutlichen 
soll dies das nachfolgende Schaubild mit den vier Kernkompetenzen zur 
ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung im CJD.
4
Kernkompetenzen
Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung
Religions-
pädagogik
„Du bist gemeint!“
Musische
Bildung
Politische
Bildung
Sport- und 
Gesundheits-
pädagogik
„Du bist
ein einmaliger
Gedanke Gottes!“
„Du bist
ein einmaliges
Gegenüber Gottes!“
„Du bist
ein einmaliges
Geschenk Gottes!“
„Du bist
ein einmaliges
Geschöpf Gottes!“
„Du bist
gewollt!“
„Du bist
einzigartig!“
„Du bist
gefragt!“
„Du bist
geschaffen!“
Sinn Ich-Wahrnehmung VerantwortungKörperlichkeit
Kernkompetenzen

14
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
rElIGIoNspäDaGoGIK
In der Religionspädagogik sagen wir: „Du bist gewollt!“. 
Unsere Aufgabe in der Religionspädagogik ist es, die Wahrheit der Exis-
tenz und Gegenwart Gottes beständig sichtbar zu machen und Räume 
zu bieten, dass diese Wahrheit im Leben „junger Menschen Wirklichkeit 
werden kann.“ Leitsatz für die Krippe: Die religiöse Erziehung beginnt 
dort, wo das Kind sich geborgen fühlt, wo es Vertrauen erfährt. Diese 
frühkindliche Vertrauensbildung ist grundlegend für ein späteres Ver -
trauen zu Gott. Wir wollen das Kind in seiner Individualität erkennen, 
annehmen, begleiten und fördern. Religionspädagogik in der Krippe 
achtet die Einzigartigkeit und Freiheit eines jeden Kindes. In einer ver-
trauensvollen Beziehung und sicheren Umgebung, bei aufmerksamer 
Pflege und liebevoller Beachtung entdeckt das Kind in seinem Tempo, 
seinem Rhythmus und seinen Fähigkeiten sich selbst und seine Welt. 
Von Anfang an lernt das Kind aktiv und mit allen Sinnen. Orte, Zei -
ten, Menschen, Gesten und Rituale, Geschichten und Lieder spielen bei 
der Entdeckung seines Glaubens eine große Rolle und werden in einem 
sorgsam geplanten Tagesablauf berücksichtigt.
5
sporT- uND GEsuNDHEITspäDaGoGIK
In der Sport- und Gesundheitspädagogik sagen wir:
 „Du bist geschaffen“. 
„Die Gesundheitspädagogik sorgt dafür, dass ich meinem Körper 
zuführe, was er benötigt, bzw. ich vermeide, was ihm schadet. Sie hilft 
unser Geschaffen-Sein zu würdigen und zu unterstützen.“ An erster 
Stelle muss die Vermittlung von Freude an der Bewegung durch Spiel und 
Sport stehen. So ist eine Leitlinie der vier Kernkompetenzen die Sport – 
und Gesundheitspädagogik, für die körperliche, seelisch-geistige und 
soziale Entwicklung jedes Menschen von grundlegender Bedeutung. Um 
diesem Anspruch gerecht zu werden, ist Spaß an der Bewegung zu ver-
mitteln von unschätzbarem Wert.
Kernkompetenzen

15
Leitsatz für die Krippe: Bewegung ist das Tor zum Lernen und hat im 
Zusammenspiel mit der Wahrnehmung eine Schlüsselfunktion für die 
Entwicklung. Wir nehmen Kinder ernst. CJD Kindertageseinrichtungen 
bieten zahlreiche Gelegenheiten, Erfahrungen mit dem eigenen Körper 
zu machen und die Wahrnehmung zu differenzieren. Kinder kommen 
mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfah-
rungen in die Krippe. Um den Kindern eine gesunde Entwicklung zu 
ermöglichen, gestalten die pädagogischen Fachkräfte ein verlässliches 
und kindgerechtes Angebot von Ernährung, Bewegung und Entspan-
nung im pädagogischen Alltag. Bewegungsfreude muss durch Frei-
räume gefördert werden. Kinder müssen sich spüren, wahrnehmen und 
ausprobieren können. Funktionslust und Bewegungsfreude können die 
Kinder auch erleben, wenn sie zum Erproben und Üben angeregt und 
herausgefordert werden. Zu einer gesunden CJD Kindertageseinrichtung 
gehört eine vielfältige Geräte- und Materialausstattung, die von Kindern 
phantasievoll und selbstständig erprobt werden kann.
MusIsCHE BIlDuNG
In der musischen Bildung sagen wir: „Du bist einzigartig!“.
Musische Bildung dient der Persönlichkeitsentfaltung im schöpferischen 
Bereich. Sie ist besonders geeignet, die Einzigartigkeit eines jeden Kin-
des mit seinen vielfältigen Begabungen und Talenten in den Blick zu 
nehmen. Die ganzheitliche Entwicklung und Förderung der Kreativität 
verbindet Verstand, Herz und Hand. Musische Bildung ist vielseitige 
Quelle von Lebensfreude und Lebensmotivation. 
Leitsatz für die Krippe: Kindliches Wahrnehmen und Empfinden ist unge-
teilt. Mit allen Sinnen nimmt das Kind seine Umwelt wahr und erobert 
sie sich Stück für Stück. Kinder brauchen Geborgenheit, Sicherheit und 
Vertrauen, um sich und ihre Umwelt zu erfahren und zu erforschen, um 
musisch aktiv zu sein. Von Beginn an, nimmt ein Kind durch Fühlen, 
Riechen, Schmecken, Hören und Sehen Kontakt mit seiner Umwelt auf. 
Es nimmt diese wahr und macht sie sich begreifbar und verständlich, 
jeweils in seinem Tempo. Das Tun steht hier im Mittelpunkt, nicht das 
fertige Produkt. Vielfältige Anregungen und unterschiedliche Materia -
Kindliches 
Wahrnehmen 
und Empfinden
ist ungeteilt. 
Kernkompetenzen

16
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
lien, Rhythmus- und Musikinstrumente sollen das Kind zum freien Tun 
anregen und die Freude daran fördern. Durch das Malen, Zeichnen, Kne-
ten und Formen kann das Kind verschiedene Techniken ausprobieren 
und sich so aneignen.
polITIsCHE BIlDuNG
In der Politischen Bildung sagen wir: „Du bist gefragt“.
Indem wir jemanden „fragen“ nehmen wir unser Gegenüber ernst, neh-
men ihn wahr, lassen ihn teilhaben, binden ihn ein, stellen ihn auf unsere 
Stufe, stellen ihn in einen größeren Zusammenhang und respektieren 
die Tatsache, dass jeder Mensch durch seine Einzigartigkeit individu-
elle Antworten auf die Fragen des gemeinsamen Lebens in sich trägt. 
Durch „Fragen“ verleihen wir unserem Gegenüber Würde. Erziehung zu 
demokratischem Handeln und zur Übernahme von Verantwortung ist 
ein grundlegender Auftrag und Ziel der pädagogischen und sozialen 
Arbeit des CJD.
Leitsatz für die Krippe: Jedes Kind hat eine – seine Stimme. Die päda -
gogische Arbeit begleitet und unterstützt die Entwicklung der Persön-
lichkeit der Kinder und bereitet sie auf künftige Lebens- und Lernab-
schnitte vor. In den CJD Kindertageseinrichtungen werden die Anfänge 
der demokratischen Grundüberzeugungen erfahrbar, so werden Grund-
steine für die kommenden Jahre gelegt. Dazu gehören die Achtung vor 
der Menschenwürde, Toleranz, Chancengleichheit und Solidarität. Das 
ist politische Bildung in einem elementaren Sinne. Die Krippe legt damit 
ein Fundament für das Hereinwachsen der Kinder in die demokratische 
Gesellschaft. Durch altersangemessene Beteiligung der Kinder an Ent-
scheidungen können demokratische Verfahrensweisen im Alltag gelebt 
und die zunehmende Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft 
der Kinder gefördert werden. Vereinbarungen treffen, Regeln verabre -
den, die eigene Meinung vertreten, Vorschläge machen, bieten den Kin-
dern die Möglichkeit eine/seine Stimme zu vertreten. 
 
Kernkompetenzen

17
rITualE
Kinder brauchen Rituale. Rituale sind so alt wie der Mensch selbst. Das 
immer wiederkehrende ordnende Prinzip ist es, was ein Ritual ausmacht. 
rituale
- erleichtern die Konzentration
- fördern die Selbstständigkeit
- schaffen Ordnung und Orientierung
- geben Halt und schenken Geborgenheit.
Je nach Konzeption der eigenen Einrichtung können unterschiedliche 
Rituale geprägt sein, die in Ansätzen beschrieben werden können.
Zwei kleine Füße bewegen sich fort,
zwei kleine Ohren, die hören das Wort,
ein kleines Wesen mit Augen, sie sehen,
zwei kleine Arme, zwei Hände daran,
das ist ein Wunder - das man sehen kann.
Wir wissen nicht, was das Leben dir bringt,
wir werden helfen, dass vieles gelingt.
unbekannter Verfasser
Kernkompetenzen

18
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Bindung ermöglicht Bildung: 
Bindungstheorie/Entwicklungspsychologie
BINDuNGsTHEorIE
Der Begründer der Bindungstheorie John Bowlby geht davon aus, dass 
der Mensch von Geburt an mit zwei grundlegenden Verhaltenssyste-
men ausgestattet ist, dem Bindungsverhaltenssystem und dem Explo -
rationsverhaltenssystem. Diese beiden Systeme sichern das Überleben 
des Menschen und seiner Art. Jedes Kind entwickelt im Laufe der ersten 
Lebensjahre eine Bindung gegenüber einer oder einigen wenigen Perso-
nen. Es bindet sich nicht nur an die Bezugsperson, die es füttert und die 
die Bedürfnisse befriedigt, sondern auch an andere Personen, die mit 
ihm spielen und interagieren. 
Das Bindungsverhaltenssystem wird durch Fremdheit, Unwohlsein oder 
Angst ausgelöst. Dadurch, dass die Bezugsperson das Kind wahr -
nimmt, Nähe herstellt, z.B. durch liebevollen Blick- oder Körperkontakt, 
und damit in Interaktion mit dem Kind tritt, fühlt sich das Kind wieder 
sicher und kann sich der Exploration zuwenden. Auch wenn das Kind 
Bindungsbeziehungen zu verschiedenen Personen aufgebaut hat, so 
bevorzugt das Kind eine Bezugsperson vor der anderen.
Das Explorationsverhaltenssystem bietet die Grundlage für die Erkun-
dung der Umwelt und ist somit die verhaltensbiologische Grundlage 
des Lernens. Ein Kind kann nur Explorationsverhalten zeigen, wenn sein 
Bindungsverhaltenssystem beruhigt ist. Hat ein Kind zu einer Person 
eine Bindung aufgebaut, so kann es ausgehend von dieser seine Umwelt 
erkunden. 
Sie ist seine sichere Basis. Kommt das Kind bei seinen Erkundungs -
versuchen in eine Überforderungssituation, wie Erschrecken, Angst, 
Schmerz, Unwohlsein und/oder Müdigkeit, wird sein Bindungsverhalten 
aktiviert. Bei seiner Bezugsperson gewinnt das Kind über Körperkon -
takt seine emotionale Sicherheit wieder, die es braucht um sich seiner 
Umwelt zuzuwenden, um zu lernen. 
Ist das Bindungsverhaltenssystem aktiviert, kann das Explorationssys -
tem nicht aktiviert werden. Um Explorationsverhalten zu zeigen, muss 
das Bindungssystem des Kindes beruhigt sein.
Bindung ermöglicht Bildung: Bindungstheorie/Entwicklungspsychologie

19
BINDuNGsqualITäT
Die Bindungsqualität wird größtenteils von der emotionalen Verfügbar-
keit und der Feinfühligkeit der Bezugsperson bestimmt, an die, je nach 
Temperament des Kindes und der familiären Situation, unterschiedlich 
hohe Anforderungen gestellt werden. Wichtig für das Kind sind Zuver -
lässigkeit und Kontinuität bei liebevoller Pflege. Dazu kommt die regel-
mäßige Zwiesprache zwischen Kind und Bezugsperson. So kann eine 
sichere Bindung entstehen. Nach Mary Ainsworth wird in drei verschie-
dene Bindungsmuster unterschieden:
 unsicher – vermeidend (Muster A)
 sicher balanciert (Muster B) 
 ambivalent – unsicher (Muster C): 
a: unsicher – vermeidend
Das Kind zeigt ausgeprägtes Explorationsverhalten, es tritt aber kaum 
Bindungsverhalten auf. Die Trennung von der Bezugsperson wird vom 
Kind kaum wahrgenommen. Das Kind reagiert auf die Rückkehr der 
Bezugsperson mit Ignoranz und deutlichem Vermeiden von Nähe.
B: sicher balanciert
Das Kind zeigt eine Balance zwischen Bindungs- und Explorationsver-
halten. Es nutzt die Bindungsperson als sichere Basis und erkundet von 
ihr aus die neue Umwelt. Bei Trennung reagiert es deutlich mit Bin-
dungsverhalten und sucht aktiv die Nähe der Bindungsperson und kann 
Beruhigung und Trost erfahren, so dass es dann wieder die Umwelt 
erkunden kann.
C: ambivalent-unsicher
Das Kind zeigt starkes Bindungsverhalten, aber kaum Explorationsver-
halten. Die Anwesenheit einer fremden Person beunruhigt es sehr. Die 
Trennung von der Bindungsperson stellt eine große Belastung dar. Das 
Kind kann aus der Nähe zu der Bindungsperson keine Sicherheit gewin-
nen, obwohl es intensives Bindungsverhalten zeigt. Das Explorations-
verhalten wird nicht aktiviert. 
Wichtig für
das Kind sind
Zuverlässigkeit
und Kontinuität 
bei liebevoller 
Pflege.
Bindung ermöglicht Bildung: Bindungstheorie/Entwicklungspsychologie

20
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
EINGEWöHNuNG
Die Dauer der Eingewöhnung und der Beginn einer Bindung an die päd-
agogische Fachkraft ist abhängig vom den vorhandenen Bindungstypen 
des Kindes. Kriterien der Eingewöhnung:
Elterngespräch vor dem ersten Tag in der Gruppe
Vor dem ersten Besuch des Kindes mit seiner Bezugsperson in der 
Krippe findet ein Elterngespräch (sinnvoll ist ein Hausbesuch) statt. Das 
Kind kann die neue Bezugserzieherin in vertrauter Umgebung erleben. 
Die pädagogische Fachkraft hat einen ersten persönlichen Kontakt mit 
dem Kind. Es werden in dem Elterngespräch alle Informationen über das 
Kind gesammelt (Anamnese), so dass die pädagogische Fachkraft die 
Eingewöhnung in der Einrichtung gut vorbreiten kann.
anforderung an die pädagogische Fachkraft 
Die pädagogische Fachkraft widmet sich ganz dem Kind und versucht 
eine emotional vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zu ihm auf -
zubauen. Sie nimmt die Signale des Kindes wahr und reagiert feinfühlig 
auf diese. Sie kann sich in seine Lage versetzen und es als eigenstän-
dige Person mit eigenen Bedürfnissen und Absichten anerkennen. Sie 
interpretiert die Signale richtig und reagiert schnell sowie angemessen 
darauf.
Elternarbeit
Eine intensive Elternarbeit ist während dieser Zeit unbedingt nötig, denn 
auch die Eltern brauchen Hilfe und Unterstützung, damit sie ihr Kind 
innerlich entlasten können. Die Eingewöhnung entscheidet über den 
Aufnahmeerfolg und darüber, ob die außerfamiliäre Betreuung positiv 
oder negativ den Lebenslauf des Kindes prägt. Es soll elternbegleitet, 
bezugspersonenorientiert und abschiedsbewusst eingewöhnt werden. 
Für die Eingewöhnung müssen die Eltern und die Einrichtung ausrei-
chend Zeit einplanen, da sie einen längeren Zeitraum in Anspruch neh-
men kann. Die Eingewöhnung ist gelungen, wenn das Kind aktiv bei der 
pädagogischen Fachkraft Trost sucht.
Für die 
Eingewöhnung 
müssen die 
Eltern und die
Einrichtung 
ausreichend Zeit 
einplanen, da sie 
einen längeren 
Zeitraum in 
Anspruch
nehmen kann.
Bindung ermöglicht Bildung: Bindungstheorie/Entwicklungspsychologie

21
Mitarbeitende 
Die Mitarbeitenden (hier pädagogische Fachkraft genannt) der Kinder -
tagesstätte verstehen sich als kompetente BegleiterInnen eines jeden 
Kindes in seinem individuellen Entwicklungs- und Selbstbildungs -
prozess. Gerade in der Arbeit mit unter Dreijährigen ist die liebevolle 
Beziehungspflege zu jedem einzelnen Kind von besonderer Bedeutung. 
Dies zu achten und die wertschätzende Grundhaltung gegenüber jedem 
Menschen ist Grundvoraussetzung für die tägliche Arbeit. Die pädago-
gischen Fachkräfte verfügen über fachspezifische Kenntnisse und qua-
lifizieren sich durch entsprechende Fort- und Weiterbildungsangebote 
kontinuierlich weiter. Sie haben
• fundierte Kenntnisse über Entwicklung/Entwicklungspsychologie
 von Kindern in jedem Lebensalter
• besondere Qualifikationen im Bereich Sprachentwicklung
• Zusatzqualifikationen im musikalischen, kreativen und
 darstellendem Bereich, im mathematischen und
 naturwissenschaftlichen Bereich
• Erfahrungen in der Freizeit- und Erlebnispädagogik
• Organisatorisches Geschick
Zum Qualitätsstandard jeder CJD Einrichtung gehört die zielorientierte 
berufliche Förderung aller Mitarbeitenden. In regelmäßigen Abständen 
wird die Arbeit des Einzelnen reflektiert, Fortbildungsbedarfe ermittelt 
und Zielvereinbarungen getroffen. Auf diese Weise ist die kontinuierli-
che Weiterqualifizierung sichergestellt. 
Es folgt in der Regel die Beschreibung über Anzahl und Qualifikation des 
Personals (je nach Standort) 
„Dem Kind eine 
Brücke bauen“
Mitarbeitende

22
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Haltung und selbstverständnis 
der pädagogIn im frühkindlichen Bereich
HalTuNG, NEuGIErDE, EMpaTHIE
Folgende Kompetenzen stellen wir vor:
 Gelassenheit
 Neugierde
 Empathie
 Beziehungsfähigkeit
 Liebesfähigkeit
 Respekt
 Werteorientierung
 Reflexionsfähigkeit
 Selbstkonzept/Rollenverständnis
Die pädagogischen Fachkräfte im Krippenbereich müssen ein umfas -
sendes Wissen über die Entwicklung vom Säugling zum Kleinkind haben 
und bereit sein, sich ständig fortzubilden. Eine geschulte Wahrnehmung 
ist eines der wichtigsten Instrumente, um die Bedürfnisse der Kinder 
(oft nur durch Mimik und Gestik) zu erkennen und dementsprechend zu 
handeln. Und sie sollte authentisch sein, um diesen hohen Anforderun-
gen gerecht zu werden. 
Eltern sind die Spezialisten ihrer Kinder – und somit sollte eine pädago-
gische Fachkraft den Eltern anerkennend und wertschätzend begegnen, 
um sie in der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen, ohne ihnen etwas 
aufzusetzen oder sie zu bevormunden.
Die besten pädagogInnen gehören in die Krippe
Die pädagogische Fachkraft sollte fähig sein, die elementaren Bedürf-
nisse, wie stabile emotionale Bindungsbeziehungen mit liebevoller 
Zuwendung zu den Kindern aufzubauen, einfühlsam und beziehungs -
voll zu pflegen, entwicklungsangemessen die Kinder zu fördern, das 
Kind mitfühlend (empathisch) in Belastungssituationen zu unterstützen, 
bedingungslos zu akzeptieren und ihm Sicherheit und Geborgenheit 
geben zu können. Jedes Kind hält uns Erwachsenen einen Spiegel vor, 
der uns sagt: „Schaut genau hin wie ich euch begegne! Denn ich wün -
sche mir, das ihr mir auch so begegnet.“
„Sei der 
Gegenwart 
bewusst“
Haltung und Selbstverständnis der PädagogIn im frühkindlichen Bereich

23
Kompetenzen der Kinder: Kurt Gerwig stellt die Kinder in den Mittel-
punkt. Er vergleicht die Kompetenzen, die Kinder von Geburt an mit-
bringen, mit denen, die die pädagogischen Fachkräfte für ihren Beruf 
benötigen. In Anlehnung an die Aussagen von Gerald Hüther, fordert 
er dazu auf, sich von den Kindern einladen, ermutigen und inspirieren 
zu lassen. Sein Abschlusskommentar „Also die Kinder weisen uns den 
richtigen Weg. Es ist an uns, diesen mit ihnen zu gehen!“ 
  
praktische umsetzung
- Unterschiedliche Aneignung von Welt wahrnehmen
- Beobachten!!
- Jeder Verbotsspruch ist eine Ausgrenzung von Bildungsprozessen
- Aufmerksam den Interessen des Kindes gegenüber, Kind erfährt 
dadurch Wertschätzung
- Nie gegen die Kräfte eines Kindes agieren.
- Das Kind ernst nehmen (zuhören, nicht ausgrenzen und beschämen)
- Vertrauen, Ernsthaftigkeit, Verlässlichkeit, situationsangemessenes 
Verhalten
- Ich bin Muster/Vorbild!
- Positive Grundeinstellung zum Leben haben, lebensbejahend
- Fortschritte der Kinder aufzeigen, wertschätzender Umgang
- Möglichkeiten der Kinder in der Gruppe nutzen, gemeinsame Unter-
stützung
- Neugier, Interesse entfachen, Spannung aufbauen, Kinder beteiligen 
(neues Kind als Bildungsangebot, Bild von neuem Kind aufhängen)
- Anlässe für Widerstandsfähigkeit (es muss nicht jeder alles mitma-
chen und wollen), achtsamer Umgang, beobachten!
- Unsicherheit bei Kindern, Stolpersteine in der Entwicklung nicht aus-
blenden, thematisieren
- Einen anderen Umgang mit der Unsicherheit herstellen, so dass sie 
zur Sicherheit wird
„Kinder 
zeigen uns den
richtigen Weg – 
lassen wir uns von 
ihnen einladen, 
ermutigen und 
inspirieren.“
Haltung und Selbstverständnis der PädagogIn im frühkindlichen Bereich

24
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
BE–oBaCHTEN aNsTaTT BE–GuTaCHTEN
Stärken statt Defizitorientierung
bei der Beobachtung und Dokumentation 
Wahrnehmen – Beobachten – Beachten
Beobachten lernen Kinder in den ersten Lebenswochen. Es gehört zu 
den ersten komplexen Handlungen, an denen mehrere Bereiche der sich 
entfaltenden kindlichen Persönlichkeit beteiligt sind. Denn Beobach-
tung ist mehr als Wahrnehmen. Aus Wahrnehmen entsteht Beobachten, 
wenn Interesse, Neugierde hinzukommen und die Wahrnehmung sich 
auf einen bestimmten Gegenstand, eine ausgewählte Person, einen Vor-
gang als Ausschnitt aus der Umwelt fokussiert. Dabei erbringen schon 
Säuglinge eine doppelte Konzentrationsleistung: Durch Selektion aus 
der Vielfalt von Umweltreizen konzentrieren sie sich auf ein bestimm -
tes Objekt und halten zusätzlich diese objektgebundene Aufmerksam-
keit eine gewisse Zeit an. Durch Beobachtungen schenken Kinder wie 
Erwachsene damit einem Gegenstand, Vorgang oder einer Person Beob-
achtung und Achtung. 
Beobachten – lernen – Denken
Im Beobachten und Beachtung schenken realisieren Kinder zugleich 
Kernleistungen; denn sie bauen Interessen, Bedeutungen und Strate -
gien der Interessenverfolgung auf. Und sie versuchen ihre Beobachtun-
gen mit Vorwissen, Erinnerungen und anderen Bedeutungsträgern zu 
verknüpfen. Beobachtung kann verstanden werden als konzentriertes 
Einholen, Aufnehmen und Verarbeiten von Informationen, die durch die 
Kanäle sinnlicher Wahrnehmung vermittelt werden.
6 Diese Aufnahme 
und Verarbeitung von Informationen ist zentraler Prozess des Denkens 
und der menschlichen Erkenntnis. 
Beobachten als ganzheitlicher prozess
Beobachtung mündet in der Regel in kognitive Prozesse ein, sie ist aber 
zugleich ein Vorgang, der eingebettet ist in ein vielfältiges Geflecht von 
Beteiligungen der Bereiche des Individuums. Beteiligt sind oft verschie-
dene Sinne neben dem Gesichtssinn, Motorik sowie emotionale und 
Beobachten/Dokumentation –  
Chancengerechtigkeit
Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit

25
kognitive Aktivität: So müssen wir, wenn unsere Beobachtung genau 
sein soll, an den Beobachtungsgegenstand nahe herangehen, den 
Gegenstand von verschiedenen Seiten, von oben und unten betrach-
ten, wir befühlen und beschnuppern ihn vielleicht, aktivieren Erinne -
rungen, nehmen Einschätzungen und Bewertungen vor. So wird die 
auf den Gegenstand, eine Person, einen Vorgang exklusiv und selektiv 
konzentrierte Wahrnehmung wieder verknüpft mit einem Netzwerk von 
Aktions-, Emotions- und Kognitionsbeziehungen. 
 
WElCHE ZIElE sollEN ErrEICHT WErDEN?
 Das Kind durch die Beobachtung da abzuholen, wo es steht.
 Den Entwicklungsstand des Kindes erkennen
 Den Eltern detaillierte und gesicherte Informationen geben
 Die Stärken und Schwächen erkennen
 Ein besseres Verständnis für Situationen und Verhalten des Kindes 
erreichen
 Die Stellung des Kindes in der Gruppe erfahren
 Erfassen von Verhaltensweisen in verschiedenen Situationen des 
täglichen Lebens des Kindes in der Gruppe
 Eltern können über die Stellung ihres Kindes innerhalb der Gruppe 
informiert werden
 Es soll die momentane Gruppensituation erkannt werden, um das 
pädagogische Handeln danach auszurichten. 
 Es soll etwas über die Beziehung der Kinder untereinander erkannt 
werden
auFGaBEN DEr päDaGoGIsCHEN FaCHKraFT
 Sie führt regelmäßige Beobachtungen einzelner Kinder oder Kinder-
gruppen durch, dokumentiert und wertet sie – im Team, mit Kindern 
und Eltern – aus.
 Sie achtet dabei auf alle Kinder und beobachtet nicht nur diejenigen, 
die zeitweise mehr Zuwendung benötigen als andere.  
 Sie entwickelt pädagogische Schlussfolgerungen für die Bildungs-
chancen und Bildungserfahrungen, die den einzelnen Kindern in 
Wenn Du ein 
Schiff bauen 
willst, dann 
trommle 
nicht Männer 
zusammen 
um Holz zu 
beschaffen, 
Aufgaben zu 
vergeben und
die Arbeit 
einzuteilen, 
sondern lehre 
die Männer 
die Sehnsucht 
nach dem 
weiten,
endlosen Meer.
Antoine de 
Saint-Exupery  
(Werk: Die Stadt 
in der 
Wüste / Citadelle)
Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit

26
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
der Kita ermöglicht werden. Sie entdeckt, an welchen Stellen weitere 
Angebote und Herausforderungen oder Unterstützung fehlen.
 Sie beschreibt mit Hilfe der fortlaufenden Beobachtungsnotizen, der 
Reflexion und der Einschätzungen der Eltern, welche Entwicklungsfort-
schritte ein Kind gemacht und welche Wege es dahin genommen hat.
 Sie findet organisatorische Möglichkeiten und Verfahren, welche die 
regelmäßigen Beobachtungen unter Berücksichtigung der jeweiligen 
Bedingungen in der Kita sichern. 
 Sie hält die Ergebnisse der Reflexion schriftlich fest und achtet bei der 
Formulierung darauf, dass die Inhalte für Eltern verständlich sind.
 Sie sichert jedem Kind seine individuelle Entwicklungs- und Bildungs-
biografie (Dokumentation) unter Zuhilfenahme vielartiger Medien.
BEoBaCHTuNGsBErEICHE
 äußeres Erscheinungsbild  kognitives Verhalten
 motorisches Verhalten  psychisches Verhalten
 Sprachverhalten  Spielverhalten
 Lernverhalten   Leistungsverhalten 
 Besondere Auffälligkeiten   Sozialverhalten
 Kind-Kind / Kind-Eltern / Kind-Erzieher
 
VoN DEr BEoBaCHTuNG Zur aCHTuNG
10 Thesen zur Beobachtung
- Beim Be(ob)achten werden keine Fakten, sondern Botschaften 
 wahrgenommen (gesehen, gehört, gefühlt, gedacht).  
- Be(ob)achtungen wählen aus; sie heben hervor, übersehen, deuten.
- Be(ob)achtungen erfassen nur sichtbare und hörbare Aspekte;  die Per-
sönlichkeit des Kindes ist mehr als die Summe der beobachteten Teile.
- Die Art und Weise, wie Kinder sich ausdrücken, ist nicht unmittelbar 
zu verstehen.
- Be(ob)achtungen werden oft durchgeführt, weil Erwachsene ihre
 Probleme mit dem Kind lösen wollen. 
- Be(ob)achtungen sind entscheidend geprägt von der Haltung,
 mit der sie durchgeführt werden.
Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit

27
Baum der Erkenntnis
Er wird von unten nach oben gelesen 
– die Kinder „klettern“ den Baum der 
Erkenntnis hinauf!
- Kinder reagieren auf Be(ob)achtungen; sie „richten sich ein“ darauf, 
was sie als Beobachtete spüren. 
- Be(ob)achtungen können nur zu Achtungen führen, wenn sie dialo-
gisch sind. Sie werden nicht „am Kind“ durchgeführt, sondern sind 
eine Form der Kommunikation mit dem Kind.
- Auch Kinder be(ob)achten ständig und aufmerksam, auch sie deuten, 
was sie wahrnehmen.
- Aus Be(ob)achtungen lassen sich immer (!!) widersprüchliche und 
verschiedene Schlussfolgerungen ziehen, deshalb müssen Schluss-
folgerungen kommuniziert werden.
Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit

28
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
DEFINITIoN VoN ElTErNarBEIT
Unter Elternarbeit verstehen wir 
- „die Summe aller pädagogischen Angebote für Eltern und Bemühun-
gen zur Verbesserung des elterlichen Erziehungsverhaltens, 
– die Offenlegung und Abstimmung der Erziehung zwischen Familien 
und außerfamiliären Erziehungseinrichtungen und
– die Verbesserung der Erziehungssituation in außerfamiliären Einrich-
tungen unter Einbeziehung der Eltern“
7.
Elternarbeit
- „umfasst die Gesamtheit der Angebote einer Kindertageseinrichtung 
an die Familien ihres Einzugsgebietes. 
– ist elementarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit, die auf die 
Betreuung, Erziehung und Bildung ausgerichtet ist. 
- beruht auf der konstruktiven, partnerschaftlichen und dialogischen 
Kooperation zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften.
– beinhaltet: 
 - Informationen über die Einrichtung,
 - Abklärung gegenseitiger Erwartungen,
 - aktive Mitwirkung der Eltern, 
 - Begegnungsmöglichkeiten für Eltern, 
 - Unterstützung anderer sozialen Netzwerke im Gemeinwesen.“
8
ZIEl DEr ElTErNarBEIT
Ziel unserer Elternarbeit ist es, eine offene, akzeptierende, tolerante 
und vertrauensvolle wechselseitige Öffnung zwischen Eltern und Ein-
richtung zu erreichen. Zum Wohle des Kindes geht es hier um eine 
Erziehungspartnerschaft zwischen beiden Parteien, die günstige Ent-
wicklungsbedingungen für das Kind schafft. Pädagogische Fachkräfte 
und Eltern lernen voneinander, werden zur Reflexion eigener Vorstel-
lungen und Erkenntnisse angeregt und erkennen die Kompetenzen des 
jeweils anderen. Somit wird eine ganzheitliche Beziehung geschaffen. 
Auf Seiten der Eltern schafft die wechselseitige Öffnung wertschätzende 
Gefühle, die sich in Form eines Mitwirkungsrechtes (Demokratisierung 
Elternarbeit 
Elternarbeit

29
in CJD Kindertageseinrichtungen) ausdrücken. So können Eltern bei 
der Projektarbeit, Organisation von Festen und an der Konzepterstel-
lung mitwirken. Werden ihnen relevante Rechte im Kindergartenvor-
stand/-beirat übertragen, werden Eltern zu InteressenvertreterInnen 
der Einrichtung gegenüber der Öffentlichkeit. 
Erwartungen an die Elternarbeit (z.B. die gewünschten Formen und die 
bevorzugten Zeiten) können im Gespräch und bei Elternveranstaltungen 
ermittelt werden, aber auch per Fragebogen.
 
ForMEN DEr ElTErNarBEIT
Die unterschiedlichen Formen der Elternarbeit, derer sich pädagogische 
Fachkräfte im CJD bedienen können, sollten sich an den Fähigkeiten und 
Eigenschaften der Eltern orientieren. Dies hat allerdings zur Folge, dass 
bestimmte Eltern immer nur bestimmte Tätigkeiten ausführen. Daher 
kann der Anschein entstehen, dass nicht alle Eltern erreicht werden. 
Allerdings zählen auch „einfache“ Formen der Mitwirkung zur Elternar-
beit, die von allen pädagogischen Fachkräften beachtet werden sollten. 
„Das Lesen unseres Elternbriefes ist Mitwirkung; das Mitbringen von Stoff-
resten ist Mitwirkung; das Gespräch mit einem anderen Elternteil über das 
auffällige Verhalten eines Kindes ist Mitwirkung; die Bitte um Unterstüt-
zung durch das Personal in Zeiten der Belastung ist Mitwirkung.“
9
Deutlich wird, dass Elternarbeit also immer auf einem Kompromiss 
beruht. Auf der einen Seite stehen die Bedürfnisse und Fertigkeiten der 
Kinder und deren Familienmitglieder und auf der anderen Seite die der 
CJD Kindertageseinrichtung und der dazugehörigen pädagogischen 
Fachkräfte. Diese stehen damit in der Verantwortung sich einen Über -
blick zu verschaffen, der beide Komponenten vereint und im Idealfall 
in Einklang bringt. „In der Regel müssen also recht unterschiedliche 
Formen der Elternarbeit angeboten werden, um die Bedürfnisse, Erwar-
tungen und Wünsche der Eltern zu entsprechen“. Erschwerend kommt 
hinzu, dass die Formen der Elternarbeit dem elterlichen Zeitbudget ent-
sprechen müssen. Hier kommt die so genannte Jahresplanung zum Tra-
gen, welche die Eltern rechtzeitig auf Veranstaltungen hinweist und ein 
etwaigen Zeit- und Arbeitsaufwand abschätzen lässt. 
Elternarbeit

30
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
In der folgenden Tabelle sind die unterschiedlichen Formen der Eltern-  
arbeit, welche in CJD Kindertageseinrichtungen angewendet werden 
können, zusammengefasst10: 
Angebote
vor Aufnahme 
des Kindes
erster Kontakt zu Eltern durch: Anmeldegespräch, 
Vorbesuche in der Gruppe, regelmäßige Besuchsnach-
mittage (Veranstaltungen wie Elterncafé, Babytreff, …), 
Einführungselternabend, Hausbesuche oder Telefonan-
rufe vor Beginn des Kindergartenjahres
Angebote 
unter Beteiligung 
von Eltern und 
Erzieherinnen
Elternabende, Gruppenelternabende, Elterngrup-
pen (mit/ohne Kinderbetreuung), themenspezifische 
Gesprächskreise, Treffpunkt für Alleinerziehende, 
Vätergruppe, Treffpunkt für Aussiedler/ Ausländer, 
Gartenarbeit, Kochen für Kinder, Spielplatzgestaltung, 
Renovieren/ Reparieren, Büroarbeit, Buchhaltung, 
Elternbefragung
Angebote
unter Beteiligung 
von Familien und 
Erzieherinnen
Feste und Feiern, Bazare, Märkte, Verkauf von Second-
Hand-Kleidung, Freizeitangebote für Familien (z.B. 
Wanderungen, Ausflüge), Bastelnachmittage, Spielnach-
mittage, Kurse (z.B. Töpfern), Familiengottesdienste, 
Vater-Kind-Gruppe/ -angebote, Familienfreizeiten
Eltern als 
Miterzieher
Mitwirkung von Eltern bei Gruppenaktivitäten, Beschäf-
tigungen und Spielen, Begleitung der Gruppe bei 
Außenkontakten, Einbeziehung in die Entwicklung von 
Jahres- und Rahmenplänen, die Planung von Veran-
staltungen und besonderen Aktivitäten, die Gestaltung 
von Spielecken usw., Kita-Projekte unter Einbeziehung 
der Eltern (z.B. Besuche am Arbeitsplatz, Vorführung 
besonderer Fertigkeiten), Kurse für Kinder oder Teil-
gruppen (z.B. Sprachunterricht, Schwimmkurs, Töp-
ferkurs), Einspringen von Eltern bei Abwesenheit von 
Fachkräften (z.B. wegen Erkrankung, Fortbildung)
Elternarbeit

31
Angebote 
nur für Eltern 
Elternstammtisch, Elternsitzecke (auch im Garten), 
Elterncafé, Treffpunktmöglichkeiten am Abend oder am 
Wochenende, Elterngruppe/-arbeitskreis (allgemein, 
themen-/ aktivitätenorientiert, Hobbygruppe), Väter-/
Müttergruppen, Angebote von Eltern für Eltern, Eltern-
selbsthilfe (z.B. wechselseitige Kinderbetreuung)
Einzelkontakte Tür- und Angelgespräche, Termingespräche, Telefon-
kontakte (regelmäßig oder nur bei Bedarf), Mitgabe/ 
Übersendung von Notizen über besondere Ereignisse, 
Tagebücher für jedes einzelne Kind, Beratungsgesprä-
che (mit Mutter, Eltern, Familie; unter Einbeziehung von 
Dritten), Vermittlung von Hilfsangeboten, Hospitation, 
Hausbesuche
Informative 
Angebote
schriftliche Konzeption der Kindertageseinrichtung, 
Elternbriefe/ -zeitschrift, schwarzes Brett, Rahmen-
planaushang, Tagesberichte, Fotowand, Buch- und 
Spielausstellung, Ausleihmöglichkeit (Spiele, Bücher, 
Artikel, Musikkassetten), Beratungsführer für Eltern, 
Auslegen von Informationsbroschüren
Elternvertretung Einbeziehung in die Konzeptionsentwicklung, Bespre-
chung der Ziele und Methoden der pädagogischen 
Arbeit, Einbindung in Organisation und Verwaltungs-
aufgaben, gemeinsames Erstellen der Jahres- und Pro-
jektpläne, Einbeziehung in die Planung, Vorbereitung 
und Gestaltung besonderer Aktivitäten und Veranstal-
tungen
Kommunal-
politisches 
Engagement
Eltern als Fürsprecher der Kindertageseinrichtung, 
Eltern als Interessensvertreter für Kinder, Zusammenar-
beit mit Elternvereinigungen, Initiativgruppen, Verbän-
den und Einrichtungen der Familienselbsthilfe
Elternarbeit

32
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Resümierend kann festgehalten werden, dass eine Elternidentifikation 
mit der CJD Einrichtung nur entstehen kann, wenn ausreichend Ver-
anstaltungen für Eltern und Kinder durchgeführt werden. Diese helfen 
dabei, dass Eltern sich aktiv einbringen. Dann planen und führen sie 
Feste und Projekte durch, begleiten Kinder bei Exkursionen und hel-
fen bei Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten in der Einrichtung. 
„Hier können sich auch sozial schwache Familien, Migrant/innen und 
Arbeitslose betätigen, was z.B. zur gesellschaftlichen Integration und 
zur Stärkung von Selbstwertgefühlen beiträgt.“
11 Dabei nicht außer Acht 
zu lassen ist die damit zusammenhängende Gemeinwesenarbeit, die zu 
Akquirierung neuer Eltern dient.
Elternarbeit

33
Wenn sich nun eine Elternbereitschaft zur aktiven Mithilfe in der CJD 
Kindertageseinrichtung gefunden hat, wie kann eine einheitliche Qua-
lität dieser gemessen werden? Um diese Frage adäquat beantworten zu 
können, müssen Standards eingeführt werden. Als ein allgemeiner Stan-
dard gilt hier bspw. eine angemessene Kommunikation zwischen Eltern 
und pädagogischen Fachkräften. 
„Bei der Elternarbeit handelt es sich um einen wechselseitigen Kommu-
nikationsprozess, in dem es darum geht, Informationen über das Kind 
und sein jeweiliges Umfeld auszutauschen und - darauf aufbauend - ein 
größeres Verständnis für das Verhalten des Kindes zu gewinnen, eigene 
Einstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern“
12. 
Diese Form beginnt beim ersten Anmeldegespräch, so dass Grundla-
gen für die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft gewonnen werden 
können, welche bei Tür- und Angelgesprächen, aber auch Termingesprä-
chen ausgebaut werden. Es handelt sich um Entwicklungsgespräche, 
die in einer Atmosphäre der wechselseitigen Wertschätzung und Ach-
tung stattfinden sollten, denn nur so können Eltern Vertrauen zu den 
pädagogischen Fachkräften aufbauen und sich verstanden fühlen. Ist 
diese Beziehungsebene erreicht, tendieren Eltern eher zur Selbstrefle -
xion, akzeptieren Vorschläge der pädagogischen Fachkräfte und sind zu 
möglichen (oder notwendigen) Verhaltensänderungen bereit. Konflikte 
können so verhindert werden. 
Allgemeine Standards erfragen aber auch in regelmäßigen Abständen 
die Bedürfnisse und Erwartungen der Eltern, z.B. durch die Verteilung 
von Fragebögen, durch die Einrichtung eines „Kummerkastens“ oder 
Einsendung von regelmäßigen Elternbriefen. Werden hier Defizite ermit-
telt, können etwa durch Weiterqualifizierung des Personals, Einführung 
weiterer Formen der Elternarbeit, etc. Gegenmaßnahmen installiert wer-
den. „Zumeist ist eine positive Weiterentwicklung möglich - insbeson-
dere wenn Qualitätssicherung verstanden wird als „ein Weg des Denkens 
mit dem Anspruch der stetigen Verbesserung. Es gilt also, das Gute 
durch noch Besseres zu ersetzen und sich nicht auf den Erfolgen von 
gestern auszuruhen.“
13
qualitätsstandards der Elternarbeit 
in unseren CJD Kindertageseinrichtungen
Qualitätsstandards der Elternarbeit in unseren CJD Kindertageseinrichtungen

34
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Mit der Einführung des § 8a SGB VIII wurde der Schutzauftrag für Kin -
der in Einrichtungen konkretisiert und auf das CJD übertragen. Diesen 
Schutzauftrag wahrzunehmen heißt in unserer Einrichtung, die Signale 
einer möglichen Kindeswohlgefährdung zu erkennen und ihn zentral als 
Hilfeauftrag zu begreifen. Familien, in denen das Wohl von Kindern akut 
und/oder perspektivisch gefährdet ist, brauchen Hilfen, die sie bedarfs-
gerecht unterstützen, ihnen Perspektivenwechsel und Orientierung 
eröffnen und sie solange begleiten, bis sie soweit stabilisiert sind und 
die Gefährdung abgewendet ist.
Der schutz des Kindes muss im Einvernehmen mit den Eltern gelingen.
Unser oberstes Ziel der frühkindlichen Betreuung ist, mit den Eltern 
gemeinsam für das Wohlergehen des Kindes Sorge zu tragen und ihre 
körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern.
Vertrauen schaffen
Durch Fortbildungsangebote für die Eltern und/oder themenzentrierte 
Elternabende können Erziehungsthemen benannt und offen diskutiert 
werden. Durch gelungene Elterngespräche, fachliche Beratung und 
Begleitung werden Familien gestärkt und der Kinderschutz verbessert. 
Wir schaffen eine gute Kommunikationsgrundlage, schaffen Vertrauen 
und Kooperationsbereitschaft.
Eltern stärken
Bei der Wahrnehmung des Schutzauftrages geht es uns darum, Eltern 
in ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen und zu stärken, eine 
mögliche Gefährdung des Kindes gemeinsam zu erkennen und mögli-
che Risiken gemeinsam einzuschätzen.
Gemeinsam Hilfeideen entwickeln
Es gilt, die Erziehungsressourcen der Familien zu erkennen, sie zu bele-
ben und durch Einbeziehung von verschiedenen Leistungsangeboten im 
örtlichen Einzugsbereich auf mögliche Hilfen hinzuwirken. Wir unter-
stützen die Familie bei der Entwicklung neuer Handlungsstrategien. Kin-
der haben das Recht auf körperliche, geistige und seelische Entwicklung. 
Dies zu fördern ist unser Auftrag. 
Kinderschutz und Kinderrechte
Das Geheimnis 
einer erfolg-
reichen
Erziehung liegt 
nicht darin, 
alles perfekt 
zu machen. 
Sondern darin, 
immer wieder die 
Balance zu suchen.
Schelten richtet
Zorn an, aber 
Ermunterung 
macht fröhliche 
Leute.
Friedrich von  
Bodelschwingh
Kinderschutz und Kinderrechte

35
Kinder stärken von anfang an
Das CJD engagiert sich als Anwalt und Partner für das Wohl des Kin -
des, indem es sich aktiv dafür einsetzt, dass für Kinder – besonders 
für diejenigen, die unter Benachteiligung leiden - förderliche Lebens -
bedingungen geschaffen werden. Ziel des CJD ist es, Kinder zu stärken, 
zu befähigen sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftschan-
cen nachhaltig zu verbessern. Um ihre kommunikativen Fähigkeiten zu 
nutzen und zu erweitern, benötigen Kinder in den ersten Lebensjahren 
Erwachsene, die ihnen zugewandt sind, die feinfühlig auf die Signale des 
Kindes eingehen und bereit sind, sich in Dialogform auf ihre Ausdrucks- 
und Entwicklungsmöglichkeit einzustellen.
Kinder haben ein Recht
 auf physiologische Bedürfnisse und ein Recht auf gesundheitliche 
Vorsorge.
 Sie haben ein Recht auf Sicherheit und Schutz vor Gewalt.
 Sie haben ein Recht auf eine liebevolle Bindung, 
 soziale Beziehungen, gesellschaftliche und sprachliche Integration.
 Ein Recht auf Anerkennung, Wertschätzung und Verständnis.
 Das Recht auf Selbstverwirklichung durch Spiel und Anregung,
 Lernen und Bildung muss gewährleistet sein.
qualitätsentwicklung und –sicherung im Kinderschutz 
Durch Supervision, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und 
regelmäßigen Fortbildungen der qualifizierten und nach § 72a ausge -
wählten MitarbeiterInnen werden unsere Ansätze immer wieder über -
dacht und abgeglichen. Wir evaluieren, analysieren und arbeiten mit 
Qualitätsstandards. Leitlinien zur Sicherung der Rechte von Kindern sind 
entwickelt und werden regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. 
Gefährdungseinschätzungsinstrumente, Handlungsleitlinien und die 
Beratung mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8a helfen bei 
der Klärung einer möglichen Gefährdung. Gezielte Beobachtung und ein 
gut entwickeltes Dokumentensystem werden sicher angewendet und 
Prinzipien des Datenschutzes werden zuverlässig beachtet.
Sich für Kinder
einzusetzen
heißt, sich für 
ihre Rechte zu 
engagieren, 
sie zu achten
und zu stärken.
Kinderschutz und Kinderrechte

36
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
In der Reggio-Pädagogik ist das Kind Forscher, Entdecker, Künstler und 
aktiver Konstrukteur von Wissen, Können und seiner Identität und dafür 
braucht es u.a. eine entsprechende Umgebung. Schon von Geburt an ver-
fügen Kinder über Wahrnehmungsmöglichkeiten - und zwar im Bereich 
des Tastens, Fühlens, Hörens, Sehens, Riechens und Schmeckens. Damit 
Kinder über ihren Körper und ihre Sinne Erfahrungen sammeln können, 
brauchen sie ansprechende und anregende Räume. Für Kinder hat die 
Raumgestaltung eine entscheidende Bedeutung um ihren Bedürfnissen 
und Interessen gerecht zu werden. Kinder erschließen sich die Umwelt 
vom eigenen Körper ausgehend. Alle frühkindlichen (Raum)-Erfahrun -
gen sind Körper- und damit Bewegungserfahrungen.
15 Zudem sollte bei 
der Gestaltung des Raumes darauf geachtet werden, dass sie dem Kind 
Geborgenheit und Schutz vermitteln und die Möglichkeit zur Ruhe und 
Entspannung bieten.
Kinder brauchen räume,
 in denen sie sich geborgen fühlen,
 in denen sie ihrem Spiel eine eigene Bedeutung geben können
 in denen sie anderen begegnen,
 die sie verändern und gestalten können,
 die Platz lassen für eigene Individualität, für Neugierde und Entde-
ckungen,
 in denen sie sich bewegen können,
 in denen sie Ruhe finden,
 in denen sie ihre Sinne entfalten können,
 die ihnen Begrenzungen und Halt geben, aber auch Freiheit der 
eigenen Spielentscheidung lassen16
Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es herauszufinden, was 
das Kind gerade benötigt und wie das Kind unterstützt werden kann.
schlafen und ruhen
Nach der Zeit der Bewegung, der Entdeckung und des Spielens sind 
Ruhephasen nötig. Gerade bei Kindern unter 3 Jahren zeigen sich die 
unterschiedlichsten Ruhezeiten und unterschiedliche Schlafbedürfnisse. 
Daher sollten separate Räume zum Schlafen und Ruhen zur Verfügung 
raumkonzepte
„Der Raum ist der 
dritte Erzieher“14
Raumkonzepte

37
stehen. Kinder müssen sich in einem Schlaf- und Ruheraum wohl und 
geborgen fühlen, damit sie zur Ruhe kommen können. Der Raum sollte 
daher möglichst reizarm und doch gemütlich sein. Ob Einzel- oder 
Gemeinschaftsbetten (große Matratzen) entscheidet jede Einrichtung 
für sich, gleichwohl ist es für die Kinder wichtig zu wissen, welcher 
Schlafplatz zu ihnen gehört. Dieser „eigene“ Schlafplatz kann mit per -
sönlichen Gegenständen wie Kuscheltier, Schnuller oder Bildern von zu 
Hause gestaltet werden.
Wickelbereich und sanitärbereich
Ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit mit Kindern ist 
die Körperpflege. Schon Emmi Pikler wies darauf hin, dass „Die Qua-
lität des Umgangs und der Berührungen in Pflegesituationen von gro-
ßer Bedeutung für das Wohlbefinden des Kindes und die Entwicklung 
seines Selbstbildes sind.“
17 Der Wickelraum sollte angenehm gestaltet 
werden. Es ist darauf zu achten, dass der Wickelplatz eine angemessene 
Höhe hat, weich gepolstert und sicher ist. In unmittelbarer Nähe soll 
sich ein Waschbecken mit Warmwasseranschluss befinden. Jedes Kind 
hat sein eigenes Fach mit seinen Wickelutensilien. Fehlen dürfen auch 
nicht Spiegel über dem Wickelplatz, so dass die Kinder sich jederzeit 
betrachten können. Blendfreies Licht sollte möglichst Tageslichtqualität 
haben. Um die Selbstständigkeit der Kinder zu unterstützen, sind kleine 
Kindertoiletten und Waschrinnen/ Waschbecken in kindgerechter Höhe 
anzubringen. Auch hier sind Spiegel unverzichtbar. Der Sanitärbereich 
kann auch als Erlebnisraum für Wasserspiele oder Matschspiele genutzt 
werden. Ist der Platz groß genug, lohnt sich die Anschaffung eines 
Planschbeckens, in dem die Kinder mit Wasser oder aber mit Creme / 
Schaum experimentieren können.
Raumkonzepte

38
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre Kooperation mit anderen Profis
Eine Kindertageseinrichtung versteht sich als Bildungseinrichtung für 
Kinder und ihre Familien. Neben der eigenen Professionalität erfordert 
dies darüber hinaus die Bereitschaft, zum Wohle der Entwicklung der 
Kinder mit anderen Professionen zusammen zu arbeiten und sich als 
Teil eines Netzwerkes für Familien zu verstehen. Wesentlich für die Wei-
terentwicklung der eigenen Profession ist der fachliche Austausch mit 
anderen Bildungseinrichtungen im frühkindlichen Bereich sowohl träge-
rintern als auch regional. 
Der Kontakt zu Bildungseinrichtungen der Altersstufe der Drei- bis 
Sechsjährigen ist für die Schaffung gelungener Übergänge eine notwen-
dige Voraussetzung und daher eine Selbstverständlichkeit. Eine hohe 
Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit regionalen Institutionen zu, 
die sich ebenfalls um die Belange der Familien kümmern, wie Erzie -
hungsberatungsstellen und Familienhilfe des örtlichen Jugendamtes. 
Außerdem wird die Zusammenarbeit mit den örtlichen medizinischen 
und therapeutischen Einrichtungen im Einvernehmen mit den verant-
wortlichen Eltern gesucht. Die Beratungsressourcen des Jugenddorfes 
vor Ort werden z.B. unter Einbeziehung des psychologischen Teams 
und/oder der Jugendhilfe optimal genutzt.
Die Begrifflichkeiten sollten den örtlichen Gegebenheiten angepasst und 
um die Möglichkeiten des eigenen Jugenddorfes ergänzt werden.
Kooperation mit anderen Profis

39
Anhang
anhang:
Beobachtung und Dokumentation
VErFaHrEN, METHoDEN, ENTWICKluNGsDoKuMENTaTIoN
portfolioarbeit: „Der Weg ist das Ziel.“
ENTWICKLUNGSDOKUMENTATION FÜR DAS KIND 
- Offenlegen von Informationen über das Kind, um damit einen 
Austausch und gemeinsames Fähig werden zu ermöglichen.
- Ermöglicht intensiven Austausch mit Eltern und Kind über seinen 
Erziehungsprozess. 
- Ein offener Austausch ist die Grundlage für eine gute Zusammen-
arbeit am Wohle des Kindes.
- Dokumentation von gerade bewältigten Entwicklungsschritten 
(wann, wie und auf welcher Weise war dies möglich). 
- Fotos und knappe, erzählende Texte dienen dazu, die Kinder 
selbst anzusprechen. 
- Portfolio beschreibt das Positive
- uns interessiert wie etwas gemacht wird 
- Aufzeigen das ist das eigene, besondere, charakteristische auf 
den Weg ins Leben
- Die Individualität der Kinder wie wiedergegeben
- Offenbarung und Entwicklungsstationen die alle durchlaufen so-
wie Dinge, bei denen jemand eine besondere Fähigkeit entwickelt 
- Eltern bekommen einen Einblick auf Entwicklungsprozesse sowie 
ihre Bedeutung – (das selbstgesteuerte Lernen ihres Kindes)
FORMULIERUNGEN
- Texte im Portfolio sollen wertschützend, sachlich, allgemein ver-
ständlich sein
- beim Portfolio geht es niemals um das „Ergebnis“ als solches, 
sondern um den dahinterstehenden Prozess
 > Kompetenzen der Kinder werden vor allem dann im Portfolio 
dokumentiert, wenn sie die Kinder auch außerhalb gelenkter An-
gebote anwenden können

40
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
GESTALTUNG DER PORTFOLIOORDNER
- Unterteilung in einzelne Kitajahre 
- jährliche wiederkehrende Selbstportraits 
- Foto des Kindes sowie Beschriftung mit Vornamen
- Klarsichthüllen 
- Rubrik für zufällige Beobachtungen
- Rubrik für gezielte Beobachtungen 
- Fundsachen, gebasteltes 
- Foto-Dokumentation
- Elternrubrik
ENTWICKLUNGSPROZESSE SICHTBAR MACHEN
- Portfolioseiten mit konkreten Zielen in Bezug auf die Dokumenta-
tion von Entwicklungsschritten und welche Gespräche durch das 
Blatt initiiert werden können
- Portfolioblätter zur Bildungsdokumentation 
- Portfolioblätter zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern 
und Pädagoginnen 
PLANEN, BEOBACHTEN, ENTWICKLUNGSGESPRäCHE FÜHREN
- aus der Beobachtung der Kinder planen
- aus den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder Ziele entwickeln 
und durch Anreize, Unterstützung und Materialangebote diese 
erreichen 
- Lotusplan mit den Fragen 
 „Was tun die Kinder?“
 „Warum tun die Kinder das, was sie tun?“ 
 „Was könnte den Kindern bei ihren Themen weiterhelfen?“
- Was macht jedes einzelne Kind in einem bestimmten Zeitraum?
- Mit welchem Material, in welcher Ecke beschäftigt es sich beson-
ders intensiv und aus welchem Grund hat es genau diese Beschäf-
tigung gewählt?
- Gibt es für das Kind etwas herauszufinden, z.B. Rollenspiel wel-
chen Sinn eine bestimmte Verhaltensweise hat
Anhang

41
GEZIELT BEOBACHTEN
- Beobachten und nicht gleichzeitig Mitspieler sein
- stichwortartige Notizen machen 
- Beobachtungsschwerpunkte festlegen 
ENTWICKLUNGSGESPRäCHE MIT ELTERN
- Erste Elterngespräche am Ende der Eingewöhnungszeit 
- mindestens einmal im Jahr
DIE INDIVIDUELLEN ENTWICKLUNGSPLäNE
- Entwicklungstabellen, die Potentiale aufzeigen
- Einwicklung einschätzen 
 
BEOBACHTEN UND DOKUMENTIEREN 
Bildungs- und lerngeschichten des Deutschen 
Jugendinstituts Kornelia schneider
Der Ansatz der Lerngeschichten ist ein Beobachtungsverfahren aus 
Neuseeland, das dort im Zusammenhang mit dem Curriculum für die 
frühe Kindheit entwickelt wurde. Ziel der Beobachtung ist, Bildungs-
prozesse und Lerndispositionen auf der Basis von Interessen, Wissen 
und Fähigkeiten der Kinder zu fördern.
Lerndispositionen sagen etwas darüber aus, wie das Kind sich mit 
seiner Umwelt auseinander setzt, wie es an Dinge herangeht, wie es 
in Beziehung geht, wie es Lerngelegenheiten wahrnimmt und nutzt. 
Wenn es um Prozesse geht, muss das Beobachtungs- und Auswer -
tungsverfahren auch einen Prozesscharakter haben.
Es gehören 4 Arbeitsschritte dazu:
- Beschreiben
- Diskutieren
- Dokumentieren
- Entscheiden / Planen
Anhang

42
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Am Anfang steht das Beobachten. Die Beschreibung der Beobach -
tung ergibt den Stoff für die „Lerngeschichte“ (learning story). Weil 
die Beobachtung daraufhin analysiert wird, was sie über das Lernen 
des Kindes erzählt, wird sie „Lerngeschichte“ genannt. Die Lernge-
schichte wird in eine Erzählform gekleidet und dem Kind wiederer -
zählt oder vorgelesen.
Beobachtungsgegenstand sind fortlaufende Handlungen von Kin -
dern. Schon 5- bis 10-minütige Beobachtungen bergen viel zu ent-
decken. Aber zunächst wird nur während des Beobachtens möglichst 
genau beschrieben, was das Kind tut. Man kann auch Videoaufzeich-
nungen, Tonaufzeichnungen oder Fotos machen, um Handlungsver-
läufe zu erfassen oder die Beschreibung zu ergänzen. Entscheidend 
ist, dass es um sog. unstrukturierte oder freie Beobachtung geht, d. 
h. die Beschreibung von Beobachtungssequenzen, ohne sich dabei 
nach Beobachtungskriterien zu richten. 
Eine Strukturierung anhand von Kriterien (bestimmten Beobach -
tungsmerkmalen) erfolgt erst bei der Auswertung der beobachteten 
„Geschichten“. Wenn die Beschreibungen so ausführlich sind, dass 
auch für jemanden, der oder die die Szene nicht selbst miterlebt hat, 
ein Bild entsteht, was das Kind hintereinander getan hat und wie es 
das getan hat, sind sie im Nachhinein für alle möglichen Auswer -
tungsgesichtspunkte zu nutzen. Man kann mit verschiedenen Linsen 
oder Wahrnehmungsbrillen daran gehen.
  
Es lässt sich z. B. aus den Beschreibungen herauslesen, womit sich 
das Kind auseinandersetzt, was sein Anliegen ist:
- worin seine Haupttätigkeit besteht,
- was es ausprobiert,
- welche Spur es verfolgt,
- was es erreichen will,
Anhang

43
- ob eine Frage hinter seinen Handlungen steckt,
- welche Lerndispositionen in seinen Handlungen und  
Ausdrucksweisen erkennbar sind:
- woran es Interesse findet,
- wobei es sich engagiert, sich vertieft und längere Zeit dabei bleibt
ORIENTIERUNGSHILFE: KRITERIEN VON LERNGESCHICHTEN
- sind Geschichten, die über das Lernen des Kindes erzählen;
- basieren immer auf der Grundlage von Beobachtungen und deren 
Auswertungen mit Hilfe der Lerndispositionen;
- werden für jedes Kind in der Kindertageseinrichtung geschrieben;
- dienen dazu, mit dem Kind selbst und mit seinen Eltern in Dialog 
zu treten;
- werden in dem Portfolio des Kindes aufbewahrt;
- haben viele verschiedene Gesichter.
Beim schreiben von lerngeschichten auf der Basis der Beobach-
tungen sind folgende Kriterien zu beachten:
Für Kinder verständliche Formulierungen
- einfache und klare Sätze schreiben;
- für Kinder nachvollziehbare Inhalte formulieren;
- den (Sprach-) Entwicklungsstand des Kindes berücksichtigen;
- Verallgemeinerungen vermeiden.
Wiedergabe von Beobachtungssituationen
- Beobachtete Handlungsverläufe zusammenfassend wiedergeben;
- Wenn möglich, wörtliche Rede verwenden.
Bezug zu den lerndispositionen
- Die Ergebnisse der Analyse nach Lerndispositionen einfließen 
lassen, um vom Lernen des Kindes zu erzählen;  
- Genaue Beschreibungen, woran sich die einzelnen Lerndispositio-
nen erkennen lassen.
Anhang

44
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Einschätzungen und Interpretationen
- Einschätzungen aus der Analyse und dem kollegialen Austausch 
einfließen lassen;
- Interesse des Kindes interpretieren und formulieren;
- Einschätzungen, um welches Lernen es in den beobachteten Situ-
ationen ging;
- ggf. Informationen aus dem Austausch mit dem Kind einfließen 
lassen.
anerkennung der lernaktivitäten
- anerkennend und wertschätzend formulieren, um die natürlich 
Lust und Freude am Lernen und Entdecken zu unterstützen;
- die Stärken und Fähigkeiten des Kindes betonen, um es in seinen 
individuellen Lernaktivitäten zu bestärken.
Berücksichtigung geplanter „nächster schritte“ (optional)
- geplante „nächste Schritte“ formulieren, um für Kinder und Eltern 
den Zusammenhang zwischen Be(ob)achtung und individueller 
Unterstützung transparent zu machen;
- Ideen für „nächste Schritte“ vorschlagend formulieren, um Kinder 
zur Mitgestaltung bei der Umsetzung einzuladen.
Anhang

45
Was lässT sICH aus DEN 
BEoBaCHTuNGsproToKollEN HErauslEsEN?
1. Womit sich das Kind auseinandersetzt
- worin seine Haupttätigkeit besteht,
- was es ausprobiert,
- welche Spur es verfolgt,
- was es erreichen will,
- ob eine Frage hinter seinen Handlungen steckt
2. Welche lerndispositionen in seinen 
    Handlungen und ausdrucksweisen erkennbar sind
- woran es Interesse findet
- wobei es sich engagiert, sich vertieft und längere Zeit dabei bleibt,
- ob und wie es bei Schwierigkeiten und Unsicherheiten standhält,
- ob und wie es sich ausdrückt, mitteilt und mit anderen austauscht,
- ob und wie es sich in Lerngemeinschaften einbringt;
3. Welches Wissen und welche Fertigkeiten in 
    seinen Handlungen zum ausdruck kommen:
- was es schon kann,
- ob es etwas Neues entdeckt und lernt,  
- ob es etwas übt,
- welches Wissen es anwendet oder überprüft,
- welche (Konstruktions-) Leistungen in seinen Handlungen stecken.
Die auswertung zielt auf das Entscheiden, wie es 
weiter gehen könnte – planung:
- welche Lernaspekte für das Kind wichtig sind
- welche nächsten Schritte beim Kind voraussichtlich anstehen
- was diese Schritte erleichtern oder unterstützen könnte
- wie das Kind durch kleine Impulse herausgefordert werden könnte, 
sein Lernen zu erweitern oder zu vertiefen,
- wie man genauer herausfinden kann, worum es dem Kind geht 
Anhang

46
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Es geht also darum:
Wahrnehmen – erkennen – reagieren / auf die Kinder eingehen
- Wahrnehmen, was Kinder tun und wie sie es tun
- Das Lernen der Kinder in ihrem Tun erkennen
- Beziehungen mit Kindern herstellen, die das Lernen der Kinder för-
dern und die Lust am Lernen steigern
MöGlICHE FEHlEr BEI DEr BEoBaCHTuNG
 1. Die Erzieherin läuft Gefahr, ihre Wahrnehmung auf einige Kinder 
ihrer Gruppe zu konzentrieren, während ihr andere Kinder nur 
selten ins Blickfeld geraten.
 2. Eine zweite Gefahr liegt in der Versuchung, die Phasen der Beob-
achtung auf einzelne Situationen oder Aktivitäten zu beschränken.
 3. Manche aufschlussreichen Beobachtungen werden nicht gemacht, 
weil die Erzieherin sich gedrängt fühlt, in das laufende Geschehen 
lenkend einzugreifen.
 4. Mangelnde Vertrautheit mit der Beobachtungssituation.
 5. Unsicherheiten im Beschreiben, Deuten und Urteilen.
 6. Vorschnelle Deutungen.
 7. äußere Einwirkungen (Lärm, Störungen, Besucher, Telefon).
 8. Milde–Effekt (Erzieherin will sich nicht gerne festlegen – 
  Tendenz zur Mitte).
 9. Strenge–Effekt (negative Erfahrungen mit einem Kind verleiten zu 
negativen Beobachtungen). 
 10. Mögliche Einengung durch Beobachtungsbögen.
Die Beobachtung liegt im Auge des Betrachters und die Gefahr für uns 
Erwachsene besteht darin, unser Umfeld objektiv anstatt subjektiv zu 
sehen, da wir unsere Umwelt nicht so wahrnehmen wie sie ist, sondern 
so, wie wir es gewohnt sind. Eine Vielzahl an Informationen stürmen auf 
uns ein und nur allzu schnell vermuten und verallgemeinern wir. 
Niemand ist 
vor den gerade 
beschriebenen 
Schwierigkeiten 
und Fehlerquel-
len gefeit.
Anhang

47
„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
ist nichts im Vergleich zu dem was in uns liegt!
Und wenn wir das, was in uns liegt, 
nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder!“
Oliver Loendell Holmes
Anhang

48
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
quellen
1 Hühnerbein, H. (Hrsgb.), Hirsauer Blätter, Heft 18, 2012; vgl. insb. 
Dierssen, A. und Hellert, U., „Einleitung - Zum Anspruch des CJD 
Bildungsverständnis“, Hirsauer Blätter, Heft 18, 2012, S. 9-26
2 Gabler, Wirtschaftslexikon
3 Zitat Pf. Hartmut Hühnerbein, 
 Sprecher des Vorstands des CJD
4 Vgl. Dierssen, A., „Grundsatzartikel ‚Fit fürs Leben – Kernkompe-
tenzen: Pädagogik im CJD‘“, Hirsauer Blätter, Heft 13, 2006; S. 17.
5 Hirsauer Blätter, Heft 13/2006, 
 „Kernkompetenzen als Begegnungsraum“ 
 Aus dem Internet: 
 Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Zentrum Bildung
 Religionspädagogik für Kinder von 0-3 Jahren
6 vgl. Goldstein 2002, S. 686 ff
7 http://www.juv.at/material/1310.pdf, Seite 9
8 http://www.juv.at/material/1310.pdf, Seite 10
9 Workman/Gage 1997, S. 13
10 Entnommen aus Textor http://www.sgbviii.de/S161.html
11 http://www.sgbviii.de/S161.html
12 Dusolt 2001, S. 16
13 Lotzwy/Wenzel 1996, S. 251
14 Reggio Pädagogik
15 Margit Franz / Margit Vollmert
 „Raumgestaltung in der Kindertagesstätte“
16 Renate Zimmer 1999
17 Emmi Pikler 1902-1984
Anhang

49
• Kinder beobachten und ihre Entwicklung dokumentieren
 - Kindergarten heute – Verlag Herde
• „Augen auf unsere Kinder.“
 Beobachten und Dokumentieren
 1. Fachkongress für Erziehungs- und Tagespflegepersonen in M/V
• Weiterbildung von Ute Bendt
• Internet
• „Portfolios in der Krippe“ von Antje Bostelmann
• Weiterbildung mit Kornelia Schneider
 „Beobachten und Dokumentieren im Projekt „Bildungs- und
 Lerngeschehen“
• LT – Diakonisches Werk Greifswald
• klein – groß – Fachzeitschrift
• Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei - Angelika von der Beek
• Raumgestaltung in der Kita - Margit Franz / Margit Vollmert
• Leitfaden für die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren – 
 Landschaftsverband Rheinland
• Grundlagen der Raumgestaltung für Kinder in den ersten 3 Lebens-
jahren – KiTaFachtexte – Valentina Wiebe
• Fühlen, bewegen, sprechen und lernen –
 Petra Völkel / Susanne Viernickel
• Sicher bilden und betreuen – Unfallkasse NRW  
• Entwicklungpsychologie“ Oerter, Montada (Hrsg), 
 Belttz Verlag 5.Auflage
• „Kindergarten heute spezial“- Kinder unter 3 –Bildung
• Erziehung und Betreuung von Kleinstkindern“, 
 Gabriele Haug-Schnabel, Joachim Bens-el, Herder Verlag
• „Handbuch Kinder in den ersten drei Lebensjahren“ Becker-Stoll,
 Niesel, Wertfein, Herder Verlag
Fotos
Wenn nicht anders angegeben: CJD Archiv
Seite 17: © abcmedia - Fotolia.com
Seite 21: „Dem Kind eine Brücke bauen“ – Peter Bauer in: TPS 5/1999
Seite 25: Abbildung von Max und Moritz; Antoine de Saint Exupery
literaturangaben
Anhang

50
CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
Masterkonzept: Frühkindliche Bildung unter 3 Jahre
Notizen

51
CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
Impressum
Herausgeber:
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.
Teckstr. 23
73061 Ebersbach/Fils
Verantwortlich für den Inhalt: 
Urs Kaiser
Abteilungsleitung Kinder- und Jugendhilfe
Eingliederung, Heimaufsicht
sowie die Ansprechpartnerinnen
ansprechparnterInnen
Susanne Bähre CJD Hannover
Silke Schmidt CJD Extertal
Angelika Kampmann CJD Göddenstedt
Heidi Müller CJD Göddenstedt
Rosi Binder-Görlach CJD Göddenstedt
Stefanie Greibaum CJD Göddenstedt
Marlene Richter CJD Kiel
Kornelia Hennek CJD Waren (Müritz)
Madlen Leetz CJD Waren (Müritz)
Cornelia Lange CJD Waren (Müritz)
Susann Boeck CJD Waren (Müritz)
Kathleen Höftmann CJD Waren (Müritz
Beate Preußer CJD Zinnovitz
Sabine Joswig CJD Nienburg
Friederike Schenk CJD Elze
Layout: Alexandra Schlierf, Eberdingen
Fotos: CJD-Archiv
Auflage: 1.000
CJD-12-10-884-4

die-chancengeber.de
Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und 
erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunft-
schancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen 
und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 
150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebil-
det. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit 
der Vision „Keiner darf verloren gehen!“.
Christliches Jugenddorfwerk
Deutschlands e. V. (CJD)
CJD Vorstand
Pfarrer Hartmut Hühnerbein
Hans Wolf von Schleinitz
73061 Ebersbach
Teckstraße 23
fon 0 71 63 930-0
fax 0 71 63 930-280
cjd@cjd.de
www.cjd.de
Spendenkonten:
EKK Kassel · BLZ 520 604 10 · Kto. 93 93
Commerzbank Dortmund
BLZ 440 400 37 · Kto. 364 00 00

Anlage 7.6 Organigramm Konzept-e

3818 Zeichen

Geschäftsführung 
Clemens M. Weegmann
Bereichsleitung 
Finanzen 
n.n.
Stv. Marlies von Hebel
Bereichsleitung 
Organisation
Gerlinde Hagenlocher
Stv. Angela Brumfield
Bereichsleitung 
Elementarpädagogik
Carola Kammerlander
Standorte
Marcus Rehn 
Bereichsleitung 
Marketing / Kundenprojekte
Beate Brückner
Stv. Janina Diehr
Pädagogischer 
Leitungskreis
Kaufleute für 
Büromanagement 
DHBW-StudentInnen 
Wirtschaftsinformatik 
Auszubildende
Organisatorischer 
Leitungskreis
Regina Butz 
Eva Maria Heißel  
Sabrina Kaiser 
Britta Barenbrock 
Benjamin Janson 
Leitung 
Personal
Anna Kaiser 
Bereichsleitung 
Schulen, Schulpädagogik, 
VSK
Clemens M. Weegmann
Franziska 
Pranghofer 
Alexander Holloch 
Nina Uebele 
Sylvia Kurz 
Bereichsleitung 
Personal / Recht
Patricia Groos
Content Management 
n.n.
GF-Sekretariat/
Versicherungen
n.n.
Esfir Khaikina   
Marion Balz   
Leitung 
Buchhaltung 
Marlies von Hebel
StudentInnen Duale 
Hochschule Soz.Päd/
Frühkindl. Bildung
Uta Jansen 
Leitung 
Bezuschussung 
Jasmin Beck
Geschäftsführung
Carola Kammerlander 
Kinga Koch 
Petra Hermann 
Leitung
Grundschulen
Clemens M. Weegmann
Leitung
Fachschulen
Eva Lang
Barbara 
Schmieder 
Denise Samuel 
Team
Buchhaltung
Team
Bezuschussung
Elisabeth Krämer
 
Milenka Matic 
Tabea Fricker 
Team
Personalverwaltung
Team
Grundschulen
Nadja Schlindwein
Sabine Nguiffo (EZ)
Mathias Rinke 
Iris Metzig 
Michaela Kern 
Katrina Braunstein 
Petra Gutbrunner
Controlling 
Waltraud Weegmann 
(interimsweise) 
Benjamin Decker 
Lisa Diemer 
Desanka Panic 
Christiane 
Burmeister 
Corinna Mühleis 
Alexander Schrag 
Christina Wittiger
Alexandra Lund
 
Christina Maier-Diaz
 
Janine Weis 
Susanna Früstück 
Ann-Kathrin Neef 
Team
Fachschulen
Niels Clausen
Silvia Fröhlich 
Marion Lehnert 
Helena Siebert 
Geschäftsführung 
(Vorsitzende)
Waltraud Weegmann 
Thomas Perper
 
Julia Witt 
Carola Brucherseifer 
 
Maren Günther
Stellvert. Leitung
Elke Bacher
Monika Landmann 
Michaela 
Saalfrank 
Christine 
Schneider 
Bereichsleitung 
Wohnen, Pflege und Beruf
Silke Hachenberg
Sabine Schilke 
 
Lisa Rudolph 
Keshia Bilger 
Sarah Briggmann 
Anja Burger 
Katharina Baumann
Julia Gludowatz 
IQ-Wohnkonzepte
Silke Hachenberg
Qualitätsmanagement
 Thorsten Zdebel
Vanessa Gleiß 
Carola Maier 
Fabrizio Russo 
Daniela Wenz 
02.08.2017
Leitung und Zuständigkeiten bei Konzept-eLeitung und Zuständigkeiten bei Konzept-e
Pflege und Beruf
Silke Hachenberg
Wohnvielfalt
Silke Hachenberg
Bereichsleitung 
Interne Dienstleistungen
Waltraud Weegmann
Leitung IT
 Mike Hoffmann
Samuel Maldonado
 
Tim Weyrauch
 
Team
IT
Strategie
 Pia Lux
Public Affairs
n.n.
Stefanie Poysel 
Genossenschaft
Marlies von Hebel  
Nicole Lessig
 
Lisa Breiter
 
Team
Marketing
Hygiene/Sicherheit/
Handwerker
Maren Hagenlocher 
Christoph Wächtler 
Dieter Schwarzer 
Team
Facility Management
Jürgen Frysiak 
Manfred Zepf 
Petra Vogel-Tosic 
n.n. 
Einkauf/Verpflegung
Gerlinde Hagenlocher  
 
Hannes Hoffmann
 
Nicole Hoffmann 
 
Anika Talmon L‘ Armée
 
Team
Kundenprojekte
Anna Beneld (EZ)
Anja Zöller
Christina Henning
Standortleitung M
Marcus Rehn
Standortleitung 
NRW
Rebecca Diez
Jacob Hessel-
schwerdt 
Standortleitung KH
Maureen Jacob 
Carola 
Kammerlander 
Konzeption 
Anna-Lena Kron
Bettina Sarnes
Patricia Sigg
Miriam Baltzer 
Daniela Orquera-
Narvaez 
Carolin Rieker 
Teamleitungen
Maximilian 
Eisenmann 
Stv. Leitung 
Leitung 
Kundenprojekte
Beate Brückner
Denise Meyer
 
Personalplanung
Vivien Romano
Bauen 
Gerlinde Hagenlocher 
(interimsweise) 
Maren Hagenlocher 
Leitung 
Team Organisation
Angela Brumfield
Leitung
Team Facility Management
Maren Hagenlocher
Simone Weegmann
Sport
Frauke Wichterich
Mentoren
Leitung
Marketing
Janina Diehr
Salim Zitouni
 
Fundraising
Meike Betz
Recht
Datenschutz (ab Nov. 17)
Patricia Groos
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Anlage 7.9 Menschsein in der Welt

16739 Zeichen

ISO 9001 
Stand 002/02.2016 
Seite 1 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Menschsein in der Welt 
 
 
 Geändert am: 19.02.2016 Freigegeben am: 24.02.2016 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Rehn, Marcus 
Geändert von:  
Rehn, Marcus 
Freigegeben von: 
Rehn, Marcus 
 
Prozessverantwortliche/r 
Rehn, Marcus 
Stellvertreter/in  
Kammerlander, Carola 
Bereich 
Elementar-Pädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich 
schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 002/02.2016 
Seite 2 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Menschsein in der Welt 
 
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs 
Mensch sein in der Welt. 
 Die PädagogInnen gehen respektvoll und einfühlsam mit der Individualität eines 
jeden Kindes um, losgelöst von seiner Herkunft, Geschlecht, Religion etc. 
 Die Kinder stellen Sinn-fragen und andere Fragen und erfahren, dass es auf Fragen 
unterschiedliche – oder auch keine abschließenden – Antworten geben kann. 
 Jedes Kind erwirbt Fähigkeiten zur Bewältigung von Schwierigkeiten. 
 Die Kinder können unterscheiden, ob und warum etwas wichtig oder weniger wichtig 
ist. 
 Die Kinder werden angeregt, die Welt kennenzulernen, in der sie leben und sie 
begegnen Menschen, Tieren und der Natur einfühlend und respektvoll.  
 Die Kinder erfahren Herkunft, Verarbeitung, Umgang und Wertschätzung von 
Lebensmitteln. 
 Die Kinder entwickeln Respekt vor Regeln, Ritualen, Festen, Traditionen und 
Sprachen der eigenen und fremden Kultur um individuelle Unterschiede (z.B. in Bezug 
auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Lebensweise, Alter und Entwicklungsstand, 
Stärken und Schwächen, Behinderung) wahrzunehmen und anzuerkennen.   
 Die Kinder beteiligen sich entwicklungsgemäß an der Werte- und Normbildung für die 
Gruppe, an der Gestaltung des Kindergartenlebens und an der Themenfindung.  
 Die Kinder können unmittelbare Lernerfahrungen machen (z.B. Konzertsaal, Museum, 
Markt, Wald, Park, Wiese, Bauernhof, Kirche, Sakrale Räume). 
 Die Kinder und Eltern aus anderen Kulturen können ihre Herkunftssprache einbringen 
und vorstellen (Wörter, Sätze, kleine Verse, Lieder). 
 Die Kinder kennen Rituale, die ihr Leben ordnen und strukturieren.  
 Kinder können in ihrem Philosophieren und / oder Theologisieren über das Leben und 
die Welt verständnisvolle Partner finden. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 
 Unterstützung und Förderung - Selbst sein und Selbstbewusstseins. 
 Vertrauen in das Leben und die Zukunft; Gefühl von Geborgenheit. 
 Positive Körperwahrnehmung (Wut, Weinen genauso wie Lachen sind natürlicher 
Ausdruck von Gefühlen). 
 Emotionale Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit. 
 Anders sein und Vielfalt: 
 Rollenspezifische Benachteiligung ausgleichen und gleichberechtigte 
Entwicklungsmöglichkeiten bieten. 
 Unterschiedliche Interessen und Lebenssituationen gleichermaßen berücksichtigen 
und fördern. 
 vielfältige Anregungen, sich mit ihrem Körper, Geschlecht und sozialer Rolle (Vielfalt 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 002/02.2016 
Seite 3 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Menschsein in der Welt 
 
 
 
von Lebens- und Familienformen, Hetero- und Homosexualität, Alleinerziehende, 
Patchworkfamilien…) auseinandersetzen, sich als Teil einer Gemeinschaft 
wahrnehmen 
 Vorbildfunktion: 
 Für die Kinder 
 Kinder sind Kindern Vorbild 
 Konfliktlösungsstrategien - Sinngebung: 
 Fähigkeiten zur Bewältigung von Schwierigkeiten (z.B. durch Bewegung, Rituale, das 
Aufsuchen besonderer Orte, Menschen, Situationen etc.). 
 Vorstellung von, was „richtig“ und „falsch“ ist. 
 Kindern die Gelegenheit bieten, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in 
gegenseitiger Achtung und Respekt zu üben. 
 Bewusstsein entwickeln, dass es auch andere Lebensrealitäten gibt (z.B. andere 
Länder, Sitten, Kulturen, Religionen). 
 Ermutigen Wertvorstellungen zu äußern und zu vertreten. 
 Kinder ermutigen, Sinn-Fragen und andere Fragen zu stellen und dabei erfahren, 
dass es auf Fragen unterschiedliche- oder auch keine abschließenden – Antworten 
geben kann. 
 Wertschätzung: 
 Werden angeregt, die Welt, in der sie leben, kennenzulernen, wert zu schätzen und 
Verantwortung zu übernehmen. 
 Menschen, Tieren und der Natur einfühlend und respektvoll begegnen 
 Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen 
 Herkunft, Verarbeitung, Umgang und Wertschätzung von Nahrungs- und 
Lebensmitteln 
 Philosophieren: 
 Abstrakte Themen der Kinder (z.B. Philosophische Gedankengänge und Grundfragen) 
sollen wahrgenommen und erweitert werden. 
 Hinterfragen der Welt und ihrer Zusammenhänge  
 Lebenskreis und Traditionen: 
  Vermittlung von Themen wie Geboren werden – Krank sein – Sterben - Schicksale 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist 
die unmittelbare Nähe von Mensch sein in der Welt zu den Bildungsbereichen Sprache, und 
Soziales Miteinander zu berücksichtigen. 
 
Dem Bildungsbereich können tendenziell das Rollenspielzimmer sowie das Außengelände als 
Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die Umsetzung 
des Bildungsbereichs flexibel in allen Räumen des Kinderhauses statt und spiegelt sich auch 
in Elementen des Tagesablaufes wieder.  
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
 Es wird sichergestellt, dass Kleinstkindern in der Kita in ihrer Einzigartigkeit Achtung 
und Verständnis entgegengebracht wird. 
 Den Kindern sowohl das Kennenlernen von verschiedenen Festen und Kulturen als 
auch Ausflüge wie Einkaufen gehen, Bücherei, Wald etc. ermöglichen.   
 Unterstützung der Kinder, sich selbst als Teil einer Gemeinschaft wahrzunehmen (z.B. 
gemeinsam Mittagessen). 
 Kindern ermöglichen ihren Körper und ihre Geschlechtsmerkmale kennenlernen zu 
dürfen (Kinder dürfen auch mal nackt sein). 
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ISO 9001 
Stand 002/02.2016 
Seite 4 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Menschsein in der Welt 
 
 
 
 Konsequent im Umgang mit Regeln, Grenzen und Konsequenzen. 
 Es wird Wert auf einen strukturierten Tagesablauf mit gleichbleibenden Ritualen 
gelegt um den Kindern die nötige Sicherheit zu geben. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 Wie gehe ich als PädagogIn einfühlsam und respektvoll auf die Individualität jedes  
einzelnen ein und wie sorgt der Kindergarten dafür, dass jedem Kind in seiner 
Einzigartigkeit Achtung und Verständnis entgegengebracht wird? 
 Was hilft den Kindern, eine positive Grundeinstellung zum Leben zu entwickeln? Wie 
trägt der Kindergarten dazu bei? 
 Wie erfahren Kinder, was Heimat ist und wodurch erleben Kinder die Überwindung 
von Heimweh? 
 Wie nehmen sie philosophische Gedankengänge der Kinder wahr und erweitern 
diese? 
 Wie erhalten Kinder Anregungen, darüber nachzudenken, ob und warum etwas 
wichtig oder weniger wichtig ist? 
 Wie werden Kinder dabei unterstützt, mit unterschiedlichen Werthaltungen und 
Regeln in Elternhaus und Kindergarten umzugehen? 
 Wie werden die Kinder angeregt, die Welt, in der sie leben, kennenzulernen, wert zu 
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ISO 9001 
Stand 002/02.2016 
Seite 5 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Menschsein in der Welt 
 
 
 
schätzen und Verantwortung zu übernehmen? 
 Wie erfahren die Kinder sowohl die Bedeutung der Feste im Jahreskreis bzw. im 
Kirchenjahr als auch Respekt vor Regeln, Ritualen, Festen, Traditionen und Sprachen 
der eigenen und fremden Kultur? 
 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
  
 element-i-Bogen 
 Ideenliste „Mensch sein in der Welt“ 
 Archiv für gute Fachpraxis 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:  
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
Im ganzen Kinderhaus: 
 Kinder dazu anregen, sich über Werte und Konflikte im Gemeinschaftsleben zu 
verständigen. 
 Kindern die Möglichkeiten bieten sich entwicklungsgemäß an der Werte- und 
Normbildung für die Gruppe, an der Gestaltung des Kindergartenlebens und an der 
Themenfindung zu beteiligen. 
 Möglichkeiten und Herausforderungen bieten, individuelle Unterschiede (z. B. in 
Bezug auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Lebensweise, Alter und Entwicklungsstand, 
Stärken und Schwächen, Behinderung) wahrzunehmen und anzuerkennen. 
 Kindern und deren Eltern mit anderer Herkunftssprache die Gelegenheit geben, etwas 
aus ihrer Sprache und Kultur vorzustellen (Wörter, Sätze, kleine Verse, Lieder). 
 Sowohl die Alltags- und Berufswelten der Eltern als auch die Rollenaufteilung in der 
Familie mit den Kindern thematisieren.   
 Den Rahmen schaffen über wichtige Themen wie z.B. Schwangerschaft und Geburt zu 
sprechen– auch unter den Aspekten: Wo komme ich her? Wie kam ich zur Welt? 
 PädagogInnen sorgen für alternative Zugehensweisen zu Erfahrungen und Einsichten 
für das Kind, das sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen kann. 
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ISO 9001 
Stand 002/02.2016 
Seite 6 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Menschsein in der Welt 
 
 
 
 
Außerhalb der Kita: 
 Weitere Erfahrungsräume sollen den Kindern außerhalb der Einrichtung erschlossen 
werden, in denen sie unmittelbare Lernerfahrungen machen können (z.B. 
Konzertsaal, Museum, Markt, Wald, Park, Wiese, Bauernhof, Kirche, Sakrale Räume). 
 Zugang zur Welt der Religionen und Kulturen ermöglichen (Kirchen, Wegkreuze, 
Synagogen, Moscheen etc.). 
 
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Anlage 7.1 element-i-Konzept für Kinderhäuser

46518 Zeichen

Unser pädagogisches 
Konzept für Kinderhäuser 
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INHALTSVERZEICHNIS 
 
1. VORWORT ..................................................................................................................... 3 
2. DIE TRÄGER ................................................................................................................... 5 
3. RAHMENBEDINGUNGEN ..................................................................................................... 7 
4. DIE ELEMENT-I-PÄDAGOGIK: INDIVIDUEN, INTERESSEN, INTERAKTION ........................................ 10 
4.1 LEITZIELE UNSERER PÄDAGOGISCHEN  ARBEIT………………………………………………………………….11 
4.2 PÄDAGOGISCHES HANDELN…………………………………………………………………………………………14 
5. EINGEWÖHNUNGSMODELL ................................................................................................ 23 
6. LEBENSWELTORIENTIERUNG ............................................................................................. 25 
7. ZUSAMMENARBEIT MIT ELTERN ......................................................................................... 26 
8. DAS PÄDAGOGISCHE TEAM ............................................................................................... 27 
9. QUALITÄTSSICHERUNG .................................................................................................... 28 
 
 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

1140 – 036/04.2016 
 
3 
1. Vorwort 
 
Im element-i-Kinderhauskonzept spielen umfassende pädagogische Ansätze und wissenschaftliche 
Erkenntnisse über Lernen und Entwicklung von Kindern zusammen. Im Namen des Konzepts, in 
das wir regelmäßig neue Entwicklungen einarbeiten, klingt das elementare, grundlegende der 
frühen Pädagogik an. Gleichzeitig steht element-i für drei zentrale Bausteine unserer Pädagogik: 
Individuen, Interessen, Interaktion. Die ausführliche Darstellung der element-i-Pädagogik in Kapitel 
4 wird deutlich machen, was dies im Einzelnen bedeutet. Grundlage der Bildung und Erziehung in 
den element-i-Kinderhäusern ist die Anerkennung von Kindheit als eigenständige Lebensphase, in 
der die Kinder ihre kindlichen Bedürfnisse ausleben können und sollen. Das element-i-
Kinderhauskonzept verknüpft das Prinzip der kindlichen Selbstbildung durch Eigenaktivität mit einer 
ganzheitlichen an Geist, Seele und Körper orientierten Erziehung. Die Entwicklungsbereiche und 
Bildungsthemen der Kinder führen uns zu einer Arbeit in Funktionsräumen, in denen die Kinder 
konzentriert ihren Interessen nachgehen können. Die Arbeit ist überkonfessionell und orientiert sich 
an der Vermittlung von Kompetenzen einer pluralistischen Gesellschaft und demokratischen 
Grundwerten.  
 
Diese Konzeption richtet sich an die Eltern sowie die Erzieherinnen und Erzieher der 
Kinderhäuser in Geschäftsführung von Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH. Ziel ist es, 
den Rahmen für die Arbeit in der Einrichtung zu beschreiben. Dieser Rahmen entspricht dem 
momentanen Stand der Arbeit. Darüber hinaus soll die pädagogische Konzeption Ansatz für eine 
weitere Entwicklung und Reflexion bieten.  
 
Das element-i-Kinderhaus sieht sich als Familien unterstützende und ergänzende Einrichtung mit 
eigenständigem Bildungsauftrag in Abstimmung mit der Lebensrealität der Familien. Daraus 
ergibt sich eine Ganztagesbetreuung mit größtmöglicher Flexibilität, die gleichzeitig höchsten 
Qualitätsansprüchen unterliegt. 
 
Im element-i-Kinderhauskonzept sind das Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder und deren 
Anerkennung grundlegende Elemente. Unsere Pädagogik baut darauf auf, dass Kinder über 
Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, die wir erkennen und aufgreifen. Im Zusammenspiel 
mit sorgfältiger Beobachtung und Sicherheit gebendem Rückhalt gewähren wir den Kindern 
einen möglichst großen Freiraum für eigene Interessen und Entscheidungen. Dies ermöglicht 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

1140 – 036/04.2016 
 
4 
und fördert die Selbständigkeit und das Engagement der Kinder. Das bedeutet, dass Kinder 
gemäß ihrem Alter und Entwicklungsstand unter anderem auch ohne direkte Beaufsichtigung 
spielen können und wir ihnen Raum für selbst gestaltetes Kinderleben eröffnen. 
 
Die Kinder sollen im element-i-Kinderhaus eine glückliche Zeit verbringen und die Grundlage für 
ein optimistisches und zufriedenes Leben erhalten. 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

1140 – 036/04.2016 
 
5 
2. Die Träger 
 
Träger der element-i-Kinderhäuser Bärcheninsel, Regenbogenhaus, Steppkes, Junges Gemüse, 
Bengelbande und Spatzennest ist die Kinder in Stuttgart gGmbH. 
Träger der Kinderhäuser Bubblebande, Gummi-Bärchen, Grünschnabel, Glühwürmchen, Schloss 
Naseweis, Sterngucker, Südstadtstrolche, Technido, Wiki, Wirbelwind und Weleda ist der 
gemeinnützige eingetragene Verein Kind und Beruf e.V. 
 
Träger der Kinderhäuser Abenteuerland, Die Tüftler, Finkenburg, Justizzwerge, Knax-Garten, 
Königskinder, Neckarsterne und Rheinpiloten ist die Kind und Beruf gGmbH. 
 
Die Trägervereine haben die Geschäftsführung und Leitung ihrer Kinderhäuser der Konzept-e für 
Bildung und Betreuung gGmbH übertragen. 
 
Träger der Kinderhäuser „Bienenkorb“ im Auftrag der Deutschen BKK, „FrechDax“ im Auftrag 
der BW-Bank, „Forscherzwerge“ im Auftrag des Max-Planck-Instituts ,“Energiebündel“ der 
EnBW, „Kinderländle“ im Auftrag des Justizministeriums Baden-Württemberg, „Neckarlöwen“ der 
Staatsanwaltschaft Stuttgart, „Feuerseepiraten“ der Wüstenrot und Württembergischen  
„Pallassimo“ des Regierungspräsidiums Stuttgart „Die Willys“, Innenministerium Baden-
Württemberg, „Feuerland“ der Robert Bosch GmbH, „Reinsburg“ in Kooperation mit der Allianz 
Stuttgart, „Spielzeit“ des Stuttgarter Staatstheaters, „Villa Reitzensteinle“ des Staatsministeriums 
BW sowie die „Pressekiste“ im Auftrag des Pressehaus Stuttgart  ist die Konzept-e für 
Kindertagesstätten gGmbH selbst. 
 
Die Vereine KIND e.V. und Kind und Beruf e.V., deren Mitglieder Unternehmen und interessierte 
Persönlichkeiten sind, sowie die Kind und Beruf gGmbH und  Konzept-e für Kindertagesstätten 
gGmbH sind Mitglied im Dachverband KIND e.V. Sie sind Anbieter von insgesamt ca. 3000 
Kinderbetreuungsplätzen. 
 
Die Träger orientieren sich mit ihren Kinderhäusern an den Bedürfnissen berufstätiger Eltern 
und deren Kinder und leisten dadurch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und 
Familie. 
 
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3. Rahmenbedingungen 
 
Die element-i-Einrichtungen bieten Kindern und Eltern Kontinuität, Verlässlichkeit und gute, 
professionelle Kinderbetreuung. 
 
Öffnungszeiten 
 
Die Einrichtungen sind innerhalb eines Zeitrahmens zwischen 7.00 und 20.00 Uhr geöffnet. 
Während der Öffnungszeiten, die jeweils abhängig von Bedarf, Personal und Finanzierung 
festgelegt werden, werden Kinder ganztags, halbtags (bis zum Mittagessen oder wahlweise mit 
Mittagessen) oder flexibel nach individueller Vereinbarung betreut. Um den Kindern die 
Entwicklung von Bindung und Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe sowie eine kontinuierliche 
Teilnahme an themenspezifischen Aktivitäten und Projekten zu ermöglichen, setzt der flexible 
Platz eine Anwesenheit des Kindes im Kinderhaus an mindestens drei Tagen in der Woche 
voraus. 
Die Anzahl der benötigten Betreuungspersonen stimmen wir auf die Anzahl der anwesenden 
Kinder ab. 
 
Die Bring- und Abholzeiten erstrecken sich über längere Zeitspannen am Tag, um unterschied-
lichen Anforderungen von Eltern und ihren individuellen Tagesablaufsplanungen Rechnung zu 
tragen. 
Dennoch gibt es auch Kernzeiten, die dem Schwarzen Brett des jeweiligen Kinderhauses zu 
entnehmen sind. Während dieser und während der Essenszeiten sollten Eltern ihre Kinder weder 
bringen noch abholen. 
Für die Bildungsprozesse aller Kinder sind Phasen, in denen sie ein ungestörtes Gruppen-
geschehen entstehen lassen (dies gilt auch für das gemeinsame Essen) und sich intensiv in ein 
Spiel vertiefen können, unerlässlich. Zu spät kommen oder frühzeitig herausgerissen zu werden, 
vermindert nicht nur die Qualität des pädagogischen Angebots für das betroffene Kind, sondern 
stört und beeinträchtigt auch alle anderen an der Situation beteiligten Kinder. Auf die Einhaltung 
dieser Zeiträume legen wir deshalb allergrößten Wert und bestehen mit Nachdruck darauf. 
Ausnahmen können im Einzelfall mit den Erzieherinnen und Erziehern abgesprochen werden. 
Die Schließtage der Kinderhäuser sind nicht einheitlich geregelt, liegen aber immer innerhalb der 
örtlich gültigen Schulferien. 
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Zusätzlich schließen die Häuser an zwei Freitagen im Jahr wegen Mitarbeiterfortbildung bzw. 
Konzeptionstag.  
Der individuell gültige Schließplan für ein Kalenderjahr wird rechtzeitig in jedem Kinderhaus 
bekannt gegeben. 
 
Exemplarischer Tagesablauf 
 
7.00, 7.30 oder 8.00 Uhr Öffnung des Kinderhauses  
7.00  -   9.30 Uhr Freispiel / freies Frühstück  
9.30  - 10.00 Uhr Kinderkonferenz  
10.00 - 12.00 Uhr Intensivphase mit Aktivitäten und Projekten 1. Kernzeit 
12.00 - 12.30 Uhr Mittagessen 2. Kernzeit 
12.30 - 14.30 Uhr Entspannungsphase / Schlafen  
15.00 - 16.00 Uhr Vesper / Aktivitäten / Projekte 3. Kernzeit 
16.00 - Schließung Freispiel, die Kinder werden nach und nach 
abgeholt 
 
17.00, 17.30, 18.00 oder 
20.00 Uhr 
Schließen des Kinderhauses  
 
  
Personelle Besetzung 
 
Die personelle Besetzung richtet sich nach den jeweils gültigen städtischen Personalschlüsseln. 
Die Verteilung des Mittagessens und die Zubereitung des Vespers übernehmen die Erzieherinnen 
und Erzieher - soweit möglich - unter Einbeziehung der Kinder. Für die Zubereitung des 
Mittagessens und die Reinigung der Räume steht zusätzlich hauswirtschaftliches Personal zur 
Verfügung. 
 
 
 
 
 
 
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Räumlichkeiten 
 
Das Raumkonzept ist auf das element-i-Kinderhauskonzept abgestimmt. Unterschiedliche 
Funktionsbereiche schaffen eine vielfältige und anregende Umgebung um dem 
Explorationsstreben, Bildungshunger und der Wissbegier der Kinder auf differenzierte Art 
Rechnung zu tragen und eine intensive Auseinandersetzung mit spannenden Themen und 
Materialien zu ermöglichen. Gleichzeitig bietet das so genannte „Krabblernest“ wiederum die für 
die jungen Kinder unabdingbare Verbundenheit in der Sicherheit gebenden Nähe zur 
Bezugserzieherin und einer heimeligen und behüteten Atmosphäre. 
Die Häuser haben einen direkten Zugang zum Außenspielbereich. Dieser soll von den Kindern 
intensiv und selbständig genutzt werden können.  
 
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4. Die element-i-Pädagogik: Individuen, Interessen, Interaktion 
 
Menschenbild 
 
Die Fähigkeit zu Lernen und zur Weiterentwicklung ist im Menschen selbst angelegt. Lernen ist ein 
eigenaktiver, erfahrungsoffener, forschend-problemlösender Vorgang, der die aktive 
Auseinandersetzung mit Umweltgegebenheiten im Tun mit sich und Anderen erfordert. 
 
(Klein-)Kinder sind aktiv Lernende und Forscher. Sie sind neugierig, aufmerksam, interessiert, 
motiviert und verspüren einen starken Wissensdrang. Sie wollen Sinn aus der Welt um sie herum 
konstruieren und verknüpfen dazu selbsttätig mit all ihren Sinnen gemachte aktuelle Erfahrungen 
und Handlungsweisen mit bereits vorhandenen Kenntnissen oder als bedeutsam erlebten 
Erfahrungen. So setzen sich Kinder in immer umfassenderer Weise mit ihrer Umwelt auseinander 
und entwickeln in ihrem Bewusstsein zunehmend komplexere Vorstellungen. Das Ergebnis dieses 
Lernens schlägt sich als Veränderung im Gehirn, als Gedächtnisspur nieder.  
 
Kindliche Bildungsprozesse setzen verlässliche Beziehungen und Bindungen zu anderen Menschen 
voraus. Bildung ist also ein selbsttätiger Prozess, der sich allerdings nur in sozialer Interaktion 
vollzieht. Erziehung meint die Unterstützung und Begleitung, Anregung und Herausforderung der 
Bildungsprozesse durch Erwachsene.  
 
Menschen bilden sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit einer für sie 
interessanten Umgebung und in Interaktion mit Anderen. 
 
 
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4.1 Leitziele unserer pädagogischen Arbeit  
Alle Kinderhäuser arbeiten nach dem element-i-Kinderhauskonzept. Oberster Leitgedanke ist 
dabei das Recht eines jeden Kindes auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu 
einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§1 Abs.1 SGB VIII). 
 
Dies bildet den Bezugsrahmen für die wichtigsten allgemeinen Ziele von Bildung und Erziehung: 
Autonomie und Verbundenheit sowie Gesundheit, Resilienz und Freude am Lernen. 
Handlungsleitend hierfür sind die in den Orientierungs- bzw. Bildungsplänen der Länder 
formulierten Lern- und Entwicklungsziele. Diese behalten wir bei der Gestaltung unserer 
täglichen Arbeit im Blick und fördern sie durch unser pädagogisches Handeln (vgl. Kapitel 4.2). 
 
Gesundheit 
 
Die Gesunderhaltung ist eine entscheidende Ausgangsvoraussetzung für ein glückliches, aktives 
Leben bis ins hohe Alter, die eigenverantwortlich beeinflusst werden kann. 
Der element-i-Pädagogik liegt ein ganzheitlicher Gesundheitsbegriff zugrunde, der Gesundheit 
versteht als einen „Zustand des Wohlbefindens einer Person, der dann gegeben ist, wenn diese 
Person sich psychisch, physisch und sozial im Einklang mit den individuellen Möglichkeiten und 
Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet.“1  
Gesundheit ist somit nicht als ein statischer Zustand, sondern als Prozess zu beschreiben, der 
beeinflussbar ist. Diese Beeinflussung geschieht durch allgegenwärtige Herausforderungen und 
Risikofaktoren sowie durch verschiedene Schutzfaktoren, über die ein Mensch verfügt. Gelingt es 
dem einzelnen Menschen, ein Gleichgewicht zwischen beiden Faktorentypen herzustellen, so 
kann er dem Leben Freude und Sinn abgewinnen, eine produktive Entfaltung der eigenen 
Potentiale ist möglich und die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und zu 
engagieren, steigt. 
Die Erlangung von persönlicher Freiheit als Lebensziel, also die Herausforderungen des Lebens 
als die eigenen anzuerkennen und verantwortungsvoll zu gestalten, ist untrennbar mit der 
Freiheit des Nächsten und damit der gesamten Gesellschaft verbunden. Eine freie, gesunde 
Gemeinschaft benötigt die Gesundheit des Einzelnen, um sich zu erhalten und 
weiterzuentwickeln. Dadurch begründet sich Gesundheit im Zusammenwirken und 
                         
1 Gesundheitsdefinition der WHO (1948), in der Weiterentwicklung von Hurrelmann (2010) 
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Ineinandergreifen psychischer, physischer und sozialer Komponenten als ein Leitziel der 
element-i-Pädagogik. 
Die Qualität des Gelingens der persönlichen Ausbalancierung ist abhängig vom Kohärenzgefühl2 
des Einzelnen. Das Kohärenzgefühl stellt eine grundlegende Sicht auf die Welt dar. Es ist 
gekennzeichnet dadurch, dass ein Mensch die Welt zum einen als verstehbar, also als erklärbar 
und einzuordnen wahrnimmt und zum anderen die Welt als handhabbar erkennt, da er über 
bestimmte Ressourcen verfügt, um Anforderungen begegnen zu können. Außerdem ist 
entscheidend, dass die Welt dem Menschen sinnhaft erscheint und somit persönlich bedeutend 
und wichtig genug ist, um emotional Dinge zu investieren und sich zu engagieren. 
Eine gesundheitsfördernde Ausrichtung der pädagogischen Arbeit strebt nach der Förderung von 
Ressourcen, die das Kohärenzgefühl stärken und den Menschen somit bei seiner kontinuierlichen 
Gesunderhaltungsbalance stärken und unterstützen. 
Daran anknüpfend sind unsere weiteren Leitziele zu verstehen, die sich gegenseitig beeinflussen 
und bedingen. 
 
Autonomie  
 
Autonomie beinhaltet, die Kinder in der Entwicklung ihrer Selbstbestimmung zu fördern und zu 
unterstützen. Hierfür bietet das Kinderhaus die Freiheit, selbständiges, selbstverantwortliches 
und eigeninitiatives Verhalten einzuüben und zu erproben. Die Kinder sollen sich ihrer selbst 
bewusst sein, mitdenken, ihre Meinung äußern, Aufgaben übernehmen, Entscheidungen treffen, 
an Entscheidungen der Gruppe mitwirken und lernen, Verantwortung für diese zu übernehmen. 
So erleben sie sich als selbstwirksam.  
 
Verbundenheit  
 
Verbundenheit bedeutet, Bindung und Zugehörigkeit zu erfahren sowie Wertschätzung und 
Verlässlichkeit zu erleben und dies dadurch auch Anderen geben zu können. 
Die Kinder sollen das soziale Zusammenleben mit gestalten und Rücksicht auf die Interessen 
Anderer nehmen. Sie lernen in der Gemeinschaft, das Denken, Fühlen und Handeln anderer 
Menschen zu verstehen, zu respektieren und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Im 
                         
2 vgl. Antonovsky (1997) 
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täglichen Miteinander üben sie sich in der Anerkennung von Verschiedenheit und Respekt 
gegenüber Abweichendem. Der Freiraum der Kinder endet da, wo Andere beeinträchtigt 
werden. Die Entwicklung zur Gemeinschaftsfähigkeit wird so unterstützt. 
 
Resilienz 
 
Zu unseren grundlegenden präventiven Aufgaben gehört die Förderung von Resilienz. Unter 
Resilienz verstehen Erziehungswissenschaftler die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern 
gegenüber Entwicklungsrisiken. Diese Widerstandsfähigkeit ermöglicht es ihnen, sich an akut 
oder chronisch belastende Lebenssituationen effektiv anzupassen. Diese Basiskompetenz 
verbessert die Möglichkeiten der Kinder, auf sie zukommende Veränderungen und Krisen 
erfolgreich zu bewältigen und sich somit zu selbstsicheren, gesunden und kompetenten 
Persönlichkeiten entwickeln zu können. Bei der Resilienzforschung handelt es sich um einen 
kompetenz- bzw. ressourcenorientierten Ansatz, der immer danach fragt, was Kinder stärkt. 
Unter diesem Fokus verstehen sich auch alle anderen hier formulierten Ziele. 
 
Freude am Lernen 
 
Um sich als selbstwirksam zu erleben und die Welt aktiv mit gestalten zu können, brauchen 
Kinder Wissen über die Phänomene, Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge der Welt sowie 
von kulturellen Gegebenheiten. Freude am Lernen und engagiertes Auseinandersetzen mit der 
Welt durch Aufrechterhaltung der natürlich mitgegebenen Neugier, sowie die Stärkung der 
Motivation zur Bewältigung von Herausforderungen sind unverzichtbare Grundlagen für den 
lebenslangen Lernprozess. Dafür benötigen Kinder Möglichkeiten und Anregungen, ihre eigenen 
Interessen zu finden, ihre Themen zu entwickeln und zu reflektieren, um so das Lernen zu 
lernen. 
  
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4.2 Pädagogisches Handeln 
 
Spielen ist freudiges Lernen 
 
Lernen und Spielen sind für Kinder ein und dasselbe. Im Spiel verwirklichen sich sowohl die im 
Vorangegangen erläuterten, menschlichen Lerngrundsätze als auch die spezifischen 
Bedingungen des kindlichen Lernens auf ideale Weise. 
 
Kinder müssen also nicht zum Lernen gezwungen werden. Eine vielfältige und anregungsreiche 
Umgebung fördert ihren Forscherdrang und ihre Lernmotivation und erhält sie aufrecht. Dies 
geschieht in unterschiedlichen Funktionsbereichen, in denen die Kinder selbst entscheiden, wann 
sie was, wo und wie lange mit gleich- oder andersaltrigen Spielpartnern spielen. Auch im Umgang 
mit Materialien soll den Kindern größtmögliche Freiheit in der Verwendung, Gestaltung und 
Deutung zugestanden werden. Die Ideen der Kinder sind wertvoll und verdienen große Beachtung. 
 
In diesem selbstgesteuerten Spiel lernen Kinder effektiv. Es fördert ihre soziale, emotionale, 
motorische und kognitive Entwicklung. Sie erkunden die Umwelt, experimentieren, erwerben 
Wissen, praktizieren neu erworbene Fähigkeiten, erproben verschiedene Rollen, entwickeln 
Kreativität und Vorstellungskraft. Sie lernen neue Aufgaben auszuführen, komplexe Probleme zu 
lösen, mit anderen Menschen in angemessener Weise zu interagieren, Konflikte zu bewältigen, 
Gefühle auszudrücken und zu kontrollieren. Die Kinder lernen, Kritik offen aber behutsam zu 
äußern und mit ihr umzugehen sowie eigene Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.  
Spielen macht Kinder also auf vielfältige Weise kompetent, sie entwickeln die Fähigkeiten, die sie 
benötigen um ein selbständiges, selbstverantwortetes Leben zu führen. 
 
Entscheidend ist es auch, innerhalb des Kinderhauses Freiräume für selbstgestaltetes 
Kinderleben zu sichern, in denen Kinder die Freiheit haben, ihrem Alter und Entwicklungsstand 
entsprechend unbeobachtet zu spielen, so wie es früher in den Streif- und Spielbereichen einer 
weniger durch Verkehr und andere Einschränkungen belasteten Wohnumwelt möglich war.  
 
Dies betrifft auch die Freiheit der Schulkinder, die Einrichtung für eigene Unternehmungen nach 
Absprache mit den Erzieherinnen und Erziehern verlassen zu können und sich an Spielen und 
Angeboten der Umgebung zu beteiligen. 
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Pädagogische Fachkräfte als Wegbereiter und Begleiter kindlicher Bildungsprozesse 
 
Die Aufgabe der Erzieherin und des Erziehers ist es, durch einfühlende Beobachtung der Kinder, 
deren Entwicklungsstand zu erschließen und gemeinsam mit ihnen eine dementsprechend für all 
ihre Sinne anregende und herausfordernde Umgebung (Räume und Materialien) zu schaffen. Sie 
sollen als einfühlsamer Interaktionspartner präsent sein, um die Kinder in ihren 
Bildungsprozessen begleiten und bereichern zu können. 
 
Die Erzieherinnen und Erzieher schaffen eine Atmosphäre der Wärme, Geborgenheit, 
Zuverlässigkeit, Wertschätzung und Anerkennung, die die Kinder brauchen, um sich in alldem 
selbst zu wagen, selbständig zu werden und sich damit optimal zu entwickeln.  Das 
Gemeinschaftsgefühl wird auch durch die Arbeit in kleinen Gruppen, Ritualen im Alltag und bei 
Festen gefördert. 
 
Für Kleinkinder ist im Besonderen Bindung, Vertrauen und Sicherheit die Grundlage, um auf die 
ihnen eigene intuitive Art und Weise ihre Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und sich 
grundlegende Kompetenzen anzueignen. Dafür schaffen die Erzieherinnen und Erzieher einen 
überschaubaren, geschützten, räumlichen und zeitlichen Rahmen.  
 
Mit zunehmendem Alter steuern die Kinder ihre Interessen und Bedürfnisse bewusster. In einer 
täglich stattfindenden Kinderkonferenz unter der Leitfrage: “Was habt ihr heute vor?“ 
bekommen die Kinder die Gelegenheit, ihre aktuellen Vorstellungen und Interessen zu 
formulieren, zu verhandeln und so ihren Tagesablauf selbständig, demokratisch zusammen mit 
anderen Kindern und den Pädagoginnen und Pädagogen zu gestalten. Für die Erzieherinnen und 
Erzieher ist dies neben der Beobachtung des eigenständigen Spiels der Kinder eine Gelegenheit, 
die Balance zwischen selbsttätigem Lernen und Anregungen der Lernprozesse zu finden. Die 
Themen der Kinder werden wahrgenommen, aufgegriffen, angeregt und bereichert, z.B. durch 
Fragen, beisteuern von neuen Informationen oder anspruchsvolleren Objekten bzw. Materialien. 
Diese immer etwas über dem momentanen Entwicklungsniveau der Kinder liegenden 
Herausforderungen regen den Erwerb der dazu erforderlichen Fähigkeiten an, ohne zu 
demotivieren, solange sie im Bereich des erfolgreich Lösbaren liegen. 
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Das Zutrauen der Erwachsenen in die Fähigkeiten der Kinder, ihre eigenen Lösungen zu finden und 
sie dabei zu unterstützen den Lernprozess zu reflektieren, führt in zunehmendem Maße zu dem 
eigentlichen Ziel des selbstgesteuerten, eigeninitiativen Lernens. Bei diesem dann zielgerichteten 
Lernen steht der Erzieher oder die Erzieherin dem Kind weiterhin beratend zur Seite. Auf diese 
Weise erworbene Kompetenzen bleiben langfristig erhalten. 
 
Die Erzieherinnen und Erzieher sind sich ihrer Vorbildfunktion gegenüber den Kindern bewusst. 
Wir reflektieren daher unsere eigenen Reaktionen und arbeiten an unseren Fähigkeiten und 
unserem Verhalten. 
 
 
Beobachtung und Dokumentation als Instrumente des pädagogischen Handelns 
 
Die Vorstellung von Bildung als eigenaktivem Konstruktions- und sozialem Interaktionsprozess 
setzt Verständigung mit dem Kind voraus. Die Verständigung darüber, welchen Themen das 
Kind solche Bedeutung beimisst, dass es sich aus eigener Motivation forschend-problemlösend 
damit auseinander setzt, muss handlungsleitend für unsere tägliche Arbeit sein. 
Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und die Kompetenzen von Kindern fördern zu wollen, 
führt demnach unumgänglich über den vermeintlichen Umweg ihrer Interessen und Themen. 
Nur dann können wir den Zielen, die wir für bedeutsam halten und aus denen die Impulse und 
Herausforderungen für die Kinder entstehen, nahe kommen.  
 
Um die intensive gedankliche Auseinandersetzung der Erzieherinnen und Erzieher mit der 
Bildung und Entwicklung der Kinder systematisch zu erfassen und eine Grundlage für die weitere 
Arbeit zu schaffen, haben wir den element-i-Bildungsbogen entwickelt. Der element-i-
Bildungsbogen veranschaulicht unseren kompetenz- bzw. ressourcenorientierten Blick auf das 
Kind. Mit ihm werden Stärken der Kinder, ihre bereits erworbenen Kompetenzen sowie die 
aktuell für sie bedeutsamen Themen erfasst. Die unterschiedlichen Bildungs- und 
Entwicklungsfelder sind auf die Inhalte der Orientierungs- bzw. Bildungspläne der Länder 
abgestimmt. 
 
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Das regelmäßige Bearbeiten der element-i-Bildungsbögen ermöglicht die Gestaltung einer 
anregenden Umgebung sowie Impulse, die von den Interessen der Kinder getragen werden. Das 
Wissen um die Stärken und bereits erworbenen Kompetenzen eines Kindes ermöglicht sowohl 
einen Gesamtüberblick über die Entwicklung in den verschiedenen Bildungsbereichen, als auch 
Zugangsmöglichkeiten für eine längerfristig geplante Gestaltung der Umwelt des Kindes sowie 
der Interaktion mit ihm. So können den Kindern Anregungen gegeben werden, ihre Stärken 
weiter auszubauen, denn besondere Begabungen sind wichtig und eine wertvolle Bereicherung 
des Lebens. Ebenso können sie auch als Ressourcen dienen, über die man Kinder in weniger 
beliebten oder gar ganz vernachlässigten Bildungsbereichen erreichen und herausfordern kann. 
Sie bieten einen Ansatzpunkt, Kinder in für wichtig und richtig erachteten Themen anzuregen, 
ohne auf ihre Zustimmung verzichten zu müssen.  
Der gesamte element-i-Bildungsbogen wird für jedes Kind alle drei Monate von seinem 
Bezugserzieher bzw. seiner Bezugserzieherin ausgefüllt. Grundlage für diese Arbeit sollen unter 
anderem Beobachtungsnotizen, Kindbesprechungen oder Informationen von Kolleginnen oder 
Kollegen aus dem KiTa-Alltag sein. Auch tragen die element-i-Bildungsbögen dazu bei, die 
eigene Arbeit zu reflektieren und die Bildungsziele im Blick zu behalten, ohne das Kind zu 
bevormunden und seine Interessen zu übergehen. 
 
 
Bewegung 
 
Bewegung ist nicht nur ein elementares Bedürfnis des Kindes, sondern nachweislich zugleich die 
wichtigste Voraussetzung für seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung. In den ersten 
Lebensjahren ist Bewegung eine grundlegende Betätigungsform. Kinder brauchen 
dementsprechend Raum für Spiele bei denen sie ihren Körper und alle Sinne einsetzen können. 
 
Das Kind erschließt sich die Welt über Bewegung als wichtigstes Erfahrungsmittel, von dem es 
abhängt, in welcher Weise Eindrücke aus seiner Umwelt aufgenommen und verarbeitet werden. Mit 
Hilfe von körperlichen Erfahrungen und Sinneserfahrungen bildet das Kind Begriffe. Im Handeln 
lernt es Ursachen und Wirkungszusammenhänge kennen und begreifen.  
 
Dieses Wissen um die Bedeutung von Bewegung und Wahrnehmung für die Gesamtentwicklung 
und die Ausbildung der Persönlichkeit von Kindern, das Wissen um die enge Verbindung mit der 
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psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung führt zu der erzieherischen Vorgabe, Kindern 
jederzeit Raum, Spielmaterialien und Gelegenheit für abwechslungsreiche Bewegungsspiele zu 
geben, die sie zu selbsttätigen Bewegungserfahrungen herausfordern. In den element-i-
Kinderhäusern stehen daher vielfältige Bewegungsanreize zur Verfügung, die in den Alltag 
integriert und nicht auf bestimmte Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind.  
Zudem findet Bewegung natürlich auch außerhalb der Kinderhäuser statt, z.B. bei Spaziergängen 
oder Spielplatzbesuchen. 
 
In einer erlebnisreichen und motivierenden Umwelt gehören kleine Beulen und Tränen dazu, wenn 
die Kinder in Bewegung sind. Viel schlimmer wären die unsichtbaren und langfristigen Folgen einer 
gut gemeinten, aber behindernden Bewegungsbegrenzung. Denn nur was die Kinder erproben 
können, können sie auch wirklich lernen. 
 
 
Sprachlicher Ausdruck 
 
Sprache und Sprechen sind sowohl Voraussetzung als auch Bestandteil der kognitiven 
Entwicklung und insgesamt ein „Tor zur Welt“. Durch sie wird es möglich komplexe Sachverhalte 
nicht nur zu denken, sondern auch mitzuteilen und damit einen gemeinsamen Erfahrungsraum 
zu schaffen. Sprache motiviert Kinder zu abstraktem Denken, Denken in Zusammenhängen und 
vorausschauendem Planen. Sprache nimmt des Weiteren großen Einfluss, insbesondere auf das 
kindliche Welt- und Selbstbild und macht das Kind zu einem Mitglied der Kultur, deren Sprache 
es erwirbt.  
 
Das Kind ist während seiner Sprachentwicklung nicht nur Zuhörer, sondern Akteur. Das Kind 
hört, formuliert daraufhin selbst Sprachäußerungen und entwickelt diese durch die Reaktionen 
der Umwelt immer weiter. Daher achten wir auf die Schaffung eines kommunikativen Klimas, 
das Lust und Freude am Sprechen erlebbar macht. Als Sprachvorbild haben Erzieherinnen und 
Erzieher eine besondere Verantwortung und prüfen daher das eigene Sprachverhalten kritisch. 
Gefühle, die sie – auch nonverbal – vermitteln, beeinflussen die Qualität der Sprache genauso 
wie die Sprechweise. 
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In den Kinderkonferenzen sind die Kinder gefordert, sich zu äußern, zu erklären, Sachverhalte 
darzustellen und vorherzuplanen. Dies fördert alle Kinder – Muttersprachler und Migranten – darin, 
Sprachkompetenz und -Komplexität zu entwickeln.  
 
 
Ernährung 
 
Die element-i-Kinderhäuser achten auf eine gesunde, kindgerechte Ernährung. Wir verwenden 
ausschließlich hochwertige, sowie teilweise regionale und saisonale Produkte, die 
nährstoffschonend zubereitet und ausgewogen und abwechslungsreich angeboten werden. Aus 
pädagogischer Sicht legen wir großen Wert auf die eigene Mengen- und Speisenauswahl der 
Kinder und die Entwicklung eines positiven Ernährungsverständnisses. 
 
Das Frühstück bieten wir in Form eines gesunden, abwechslungsreichen Buffets an, von dem 
sich die Kinder selbständig bedienen dürfen und sollen. Innerhalb eines Zeitraumes von ca. zwei 
Stunden entscheiden allein die Kinder, wann sie was mit wem essen. Die so gestaltete 
Frühstückssituation soll dazu beitragen, dass beim Essen die Beachtung eigener Bedürfnisse, 
selbständige Entscheidung und Kommunikationsmöglichkeit in der Kleingruppe für die Kinder 
erlebbar werden. 
 
Das Mittagessen nehmen alle Kinder gemeinsam zu einem festgelegten Zeitpunkt ein. Es stellt 
somit einen Eck- und Ruhepunkt im Tagesablauf dar. Außerdem können hier u.a. Rituale 
installiert werden, die Kindern Orientierung geben und die bei der Vermittlung von Werten oder 
Esskultur hilfreich sind (z.B. sich einen guten Appetit wünschen, gemeinsam beginnen, sitzen 
bleiben und auf die Anderen warten obwohl man schon fertig ist). Den ganzen Tag über stehen 
für die Kinder Wasser, Tee, Obst und Rohkost bereit.  
Der Bedeutung des Themas entsprechend, haben wir eine ausführliche Ernährungskonzeption 
entwickelt. 
Natur 
 
Gerade in den zumeist städtischen Lagen der Kinderhäuser ist es uns ein wichtiges Anliegen, 
Natur auch innerhalb der Einrichtung erfahr- und erlebbar zu machen. Der Aufenthalt im Freien 
bietet vielfältige Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, fördert Bewegung, 
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Umweltverständnis und Naturverbundenheit und stärkt das Immunsystem und damit insgesamt 
die physische und psychische Gesundheit der Kinder.  
Die Kinder werden ermuntert, bei nahezu jedem Wetter auch einige Zeit des Tages draußen 
beim freien Spiel und eigenständigen Erkunden des Geländes zu verbringen. Darüber hinaus 
geben die Erzieherinnen und Erzieher Unterstützung oder auch nur Starthilfe z.B. beim Anlegen 
und Pflegen von Beeten oder dem Bau von Spielmöglichkeiten aus Naturmaterialien. 
Nahe gelegene Wald- und Wiesengebiete nutzen wir ebenfalls als Erfahrungsräume. 
 
 
Integration als Aufgabe des Kinderhauses 
 
Im Rahmen der pädagogischen Arbeit legen wir besonderen Wert auf die Integration aller 
Kinder. Die Kinderhäuser bieten die Gelegenheit, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in 
gegenseitiger Achtung und Respekt zu üben.  
 
Die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes zu berücksichtigen, steht hierbei im Vordergrund. In 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Beratungsstellen und Ärzten erarbeiten und realisieren wir 
individuelle Lösungsansätze für besondere Problemlagen. Dies gilt auch für Kinder mit 
Behinderungen unter der Vorraussetzung der gemeinsamen Feststellung aller Beteiligten, dass 
diese Form der Betreuung für das einzelne Kind förderlich ist und dabei für die Mitarbeiter 
leistbar bleibt. 
 
Das Einzugsgebiet der Kinderhäuser soll eine Mischung der in der Umgebung wohnenden Kinder 
und Kinder von (oft auswärtigen) berufstätigen Eltern sicherstellen. Dazu trägt die gemeinsame 
Betreuung der Halbtags- und Ganztagskinder bei.  
 
 
Gleichberechtigung der Geschlechter 
 
Jungen und Mädchen haben in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebensbedingungen und 
Entwicklungslinien; wir wollen diesen Unterschieden gerecht werden, rollenspezifische 
Benachteiligungen ausgleichen und gleichberechtigte Entwicklungsmöglichkeiten für Mädchen 
und Jungen bieten. In der Arbeit mit den Kindern möchten wir von vorneherein die 
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unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen beider Geschlechter gleichermaßen 
berücksichtigen und fördern. Die Anerkennung, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit 
gibt, ist dabei jederzeit zu beachten. Gender Mainstreaming heißt für uns, dass jedes Mädchen 
und jeder Junge seine eigene soziale Geschlechterrolle konstruieren darf und soll und sich damit 
in unserer Mitte befindet. Diese Rolle ist nicht zwangsläufig mit Rollenstereotypen und 
biologischem Geschlecht verbunden. 
Grundlegend dafür ist, dass die Geschlechterperspektive kontinuierlich im Alltag mit den Kindern 
und auch unter den Erzieherinnen und Erziehern reflektiert und berücksichtigt wird. 
Dazu gehören die Förderung des Selbstbewusstseins und einer positiven Körperwahrnehmung, 
aber auch die Unterstützung der emotionalen Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit. 
Körperlichkeit, Wut, Weinen genauso wie Lachen sind natürlicher Ausdruck von Gefühlen. 
Traditionell orientiert sich die Arbeit in Kindertagesstätten – so die Hypothese - überwiegend an 
einer konventionellen „Mädchenrolle“ und wird fast ausschließlich von Frauen durchgeführt. Im 
Gegensatz dazu legt das element-i-Kinderhauskonzept großen Wert auf technische und 
naturwissenschaftliche Themen und forciert den Einsatz männlicher Fachkräfte. 
Durch unterschiedliche Materialien, die sich mit dem Thema Körper und Geschlechtlichkeit 
auseinandersetzen, bieten wir den Kindern vielfältige Anregungen, sich mit ihrem Körper, ihrem 
Geschlechter und ihrer sozialen Rolle immer wieder auseinanderzusetzen.  
 
 
Schutz der Kinder vor Gefährdungen 
 
Die Einrichtung nimmt Hinweise auf Gesundheitsgefährdung, Gewalt gegen Kinder, und 
Vernachlässigung wahr und thematisiert diese mit den Eltern. Mit den Eltern  wird über mögliche 
Ursachen gesprochen, es wird auf geeignete Hilfeangebote hingewiesen und gemeinsam ein 
Maßnahmeplan festgelegt. 
Alle Kinderhäuser kooperieren eng mit Fachberatungsstellen, auf die sie immer zugreifen 
können, wenn sie  Hilfe bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos oder  fachliche Beratung 
und Unterstützung in der Zusammenarbeit mit den Eltern benötigen.  
Die Konzept-e gGmbH legt ein für alle Kinderhäuser geltendes Kinderschutzkonzept vor, welches 
das Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung festlegt. Dieses Schutzkonzept stellt 
sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von Kindern und Jugendlichen 
gemäß den § 8a und § 72a, SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfegesetz –in den Kinderhäusern in 
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der Geschäftsführung der Konzept-e gGmbH umgesetzt wird. Verpflichtung dabei ist auf jeden 
Fall, sämtliche Beobachtungen, Gespräche und vereinbarte Maßnahmen zu dokumentieren und 
eng mit dem Jugendamt zu kooperieren. 
 
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5. Eingewöhnungsmodell 
 
Auf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungsforschung messen wir der 
Eingewöhnungsphase der Kinder im Rahmen des element-i-Kinderhauskonzeptes eine hohe 
Bedeutung bei und gestalten diese entsprechend sorgfältig. Dabei ist eine enge Kooperation und 
große Unterstützung durch die Eltern unerlässlich. 
 
Theoretischer Hintergrund: 
 
Bindung ist die besondere Beziehung eines Kindes zu Eltern oder Personen, die es beständig 
betreuen. Eine von intensiven Gefühlen begleitete Nähe zu ausgewählten Bezugspersonen 
herzustellen, ist ein eigenständiges, menschliches Grundbedürfnis. Nur das Vorhandensein 
dieser Bindungsperson, die die so genannte „sichere Basis“ darstellt, ermöglicht es dem Kind, 
sich offen und neugierig mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Durch verlässliche, 
einfühlsame Unterstützung bei Kummer oder bedrohlichen Situationen erwirbt das Kind 
Selbstwertgefühl und das erforderliche Vertrauen in seine soziale Umgebung. 
 
Praktische Umsetzung: 
 
Der Aufbau eines Bindungssystems im Kinderhaus kann nur durch die Begleitung eines 
Elternteils oder einer anderen vertrauten Person erfolgreich sein. Diese Person fungiert solange 
als „sichere Basis“, die das Kind für sein Wohlbefinden in der neuen Umgebung braucht, bis es 
die Bezugserzieherin oder den Bezugserzieher als Vermittler eines Gefühls von Sicherheit, 
Vertrauen, Unterstützung und Trost akzeptiert. 
 
Die Kinder benötigen für den Aufbau einer solchen Beziehung normalerweise zwischen zwei und 
vier Wochen. Die individuelle Anpassung des Zeitrahmens findet in Absprache mit der 
Bezugserzieherin oder dem Bezugserzieher statt. 
 
Die Eltern verpflichten sich daher, vier Wochen einzuplanen, in denen sie Ihr Kind nur während 
der Dienstzeit der zuständigen Bezugserzieherin bzw. des Bezugserziehers in das Kinderhaus 
bringen und dafür Sorge tragen, dass ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson des Kindes 
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während dieser Zeit anwesend sein kann, um das Kind nach Bedarf zu begleiten und sich selbst 
mit dem Leben im Kinderhaus vertraut  zu machen. 
 
Eine gelungene Eingewöhnungsphase bietet eine solide Grundlage für ein vertrauensvolles 
Zusammensein im „Lebensraum Kinderhaus“ über viele Jahre hinweg. 
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6. Lebensweltorientierung  
 
Je mehr sich die pädagogische Arbeit an den alltäglichen Lebensbedingungen innerhalb und 
außerhalb der Kinderhäuser orientiert, um so mehr wird sie zum Erfahrungsraum für die Kinder. 
 
Zum einen beschäftigen sich die Erzieherinnen und Erzieher daher genau mit den sozialen 
Strukturen des Stadtteils, um sie in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen zu können. Sie 
unterstützen die Kinder darin, die Spiel- und Lebensräume im Stadtteil zu erkunden und zu 
lernen, sich dort selbständig zurechtzufinden. Darüber hinaus orientiert sich die Arbeit an der 
Lebensrealität der Familien, in denen die Kinder aufwachsen. 
 
Zum anderen sind die Kinderhäuser aber auch offen für Kinder aus der Umgebung. Durch 
Zusammenarbeit mit anderen Kindereinrichtungen im Stadtteil, durch Vernetzung, Kooperation 
und der Teilnahme an Fachgremien sollen Fachkompetenzen und Ressourcen vereint werden, 
um die Arbeit effektiv und qualitativ hochwertig zu gestalten und somit insgesamt die 
Erziehungs- und Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder zu optimieren. 
 
 
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7. Zusammenarbeit mit Eltern 
 
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus ist eine wichtige Säule in der Arbeit der 
Kinderhäuser. 
 
Auf Basis des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Akzeptanz ist eine enge 
Zusammenarbeit und ein offener Austausch zwischen den Erzieherinnen und Erziehern sowie 
den Eltern eines Kindes Grundlage einer guten Betreuung. So achten die ErzieherInnen die 
Eltern als Experten für ihre Kinder. Ebenso sind aber die Pädagogen Fachleute für die Bildung 
und Betreuung von Kindern in einer Gemeinschaftseinrichtung und treffen somit in der täglichen 
Arbeit mit den Kindern eigenverantwortliche und unabhängige Entscheidungen. 
 
Die Erzieherinnen und Erzieher führen mit den Eltern regelmäßig Einzelgespräche über die 
Entwicklung ihres Kindes. Dieser Austausch fördert sowohl das gegenseitige Verständnis als 
auch die gegenseitige Information. 
 
Im laufenden Betrieb informieren die Erzieher und Erzieherinnen die Eltern über Neuigkeiten im 
Kinderhaus über das schwarze Brett. Darüber hinaus können sich die Eltern bei Nachfragen 
gerne direkt an eine Erzieherin oder einen Erzieher wenden oder über den Elternbeirat 
Vorschläge und Wünsche an das Erzieherteam geben. 
 
Die Eltern der Kinder in den Kinderhäusern wählen einmal jährlich einen Elternbeirat. In 
gemeinsamen Sitzungen mit dem Erzieherteam kann der Elternbeirat die Wünsche der Eltern 
vertreten und ist in der Diskussion der pädagogischen Arbeit ein wichtiger Gesprächspartner für 
die Erzieherinnen und Erzieher. Der Elternbeirat soll möglichst frühzeitig über Veränderungen 
informiert werden. Zielsetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle aller Kinder, 
Eltern und des pädagogischen Teams. Die Regelungen des jeweilig gültigen 
Kindergartengesetzes finden Anwendung. 
 
Die Träger wünschen sich eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, bei der sich diese aktiv 
einbringen, eigene Initiativen starten und realisieren. Dabei sind die Vereinbarkeit mit der 
Tagesarbeit im Kinderhaus und die Übereinstimmung mit dem pädagogischen Konzept für die 
Erzieherinnen und Erzieher von entscheidender Bedeutung. 
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8. Das pädagogische Team 
 
Die Hausleitung der Kinderhäuser besteht aus einem Team aus pädagogischer und 
organisatorischer Leitung, sowie einer Teamleitung. Die Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in 
der pädagogischen Arbeit mit den Kindern gleichberechtigt zusammen. Darüber hinaus ist jeder 
Erzieher und jede Erzieherin zusätzlich für bestimmte Aufgaben zuständig, deren Verteilung im 
Team und in Absprache mit der Leitung erfolgt.  
 
Unsere Mitarbeiter-Teams können regelmäßig auf Fachberatung, Coaching, konzeptionelle und 
organisatorische Unterstützung durch das Leitungsteam zurückgreifen. Dieses fordert und 
fördert die Mitarbeiter/innen in ihrer persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung und 
unterstützt so die qualitativ hochwertige Umsetzung der Arbeit in der Praxis. Dabei werden den 
Mitarbeiter/innen in der täglichen Arbeit große Entscheidungsspielräume und 
Verantwortungsübernahme zugestanden und abverlangt. 
 
Eine Teambesprechung findet wöchentlich außerhalb der Öffnungszeiten statt, jede zweite 
Woche davon mit Fachberatung. Darin werden sowohl pädagogische als auch organisatorische 
Themen behandelt.  
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9. Qualitätssicherung 
 
Um den Qualitätsstandard in unseren element-i-Kinderhäusern weiterzuentwickeln, konzipieren 
wir Fortbildungen mit qualifizierten Referentinnen und Referenten aus Hochschulen. Sie 
vermitteln neue pädagogische Kenntnisse, die in die Arbeit der Kinderhäuser einfließen. Diese 
Fortbildungen finden zweimal jährlich dreitägig von Freitag bis Sonntag für alle Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter der Kinderhäuser in Geschäftsführung der Konzept-e gGmbH statt. Ziel der 
Fortbildungen ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktuelle pädagogische Erkenntnisse 
zugänglich zu machen, sie für neue Anforderungen zu stärken und Unterstützung für die 
„Tagesarbeit“ zu bieten.  
 
Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter nimmt an der element-i-Akademie teil. Dabei handelt es 
sich um eine Fortbildungsreihe in sieben Modulen zu den Leitzielen, sowie weiteren 
unterschiedlichen Schwerpunktthemen der element-i-Konzeption. Zusätzlich sind die Module 
anerkannt als Fortbildungen für den Orientierungsplan Baden-Württemberg. Nach Teilnahme an 
allen Modulen findet ein qualifizierendes Abschlussgespräch statt, in dem die Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter ihre Kenntnisse über Ursprung, Zusammenhänge und Inhalte der Konzeption 
aufzeigen. 
 
Im Sinne eines gegenseitigen Austauschs und Lernens finden alle zwei Monate zweitägige 
Hospitationen für eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter jedes Kinderhauses in einem anderen 
Kinderhaus des KIND e.V. Dachverbandes statt. Abgerundet werden unsere Bemühungen um 
gleichmäßig steigende Qualität durch regelmäßige Qualitätswerkstätten, die sich mit der 
Weiterentwicklung und Ausgestaltung unseres pädagogischen Konzeptes befassen und an denen 
pädagogische Fachkräfte aus jedem Haus teilnehmen. 
 
 
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Anlage 7.16 Körper und Sinne

16339 Zeichen

ISO 9001 
Stand 005/06.2016 
Seite 1 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Körper und Sinne 
 
 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Kron, Anna-Lena 
Geändert von:  
Kron, Anna-Lena 
Freigegeben von: 
Rehn, Marcus 
 
Prozessverantwortliche/r 
Kron, Anna-Lena 
Stellvertreter/in  
Rehn, Marcus 
Bereich 
Elementarpädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das 
Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen 
Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse 
und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der 
Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). 
Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in Impulsen und alltagsbegleitenden Aktivitäten die bereichsbezogenen Interessen 
der Kinder mittels einer erkennbaren pädagogischen Absicht beständig zu animieren 
und zu fördern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von 
Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung  
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der 
Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
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ISO 9001 
Stand 005/06.2016 
Seite 2 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Körper und Sinne 
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder entwickeln ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des 
Bildungsbereichs. 
 Alle Kinder bilden altersgerecht und gemäß ihrer individuellen Veranlagung die 
Wahrnehmungsfähigkeit ihrer fünf Sinne aus. 
 Alle Kinder erfahren eine individuelle Bedürfnisbefriedigung in Bezug auf Nähe und 
Distanz und können dieses Bedürfnis kommunizieren. 
 Alle Kinder lernen ihren Körper kennen und schätzen. Sie können aktiv auf dessen 
Gesunderhaltung achten in Bezug auf Bewegung, Ruhe und Schlaf, Hygiene und 
Ernährung. 
 Alle Kinder entwickeln ihre Geschlechtsidentität, Grundwissen über Sexualität und 
erwerben den Schutz der eigenen Intimsphäre sowie die Fähigkeit, darüber zu 
kommunizieren. 
 Kinder mit eingeschränkter Sinneswahrnehmung haben die Möglichkeit am 
Kinderhausalltag teilzunehmen oder ihnen werden alternative Teilhabemöglichkeiten 
geboten. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Körper und Sinne 
 
1. Hören 
 Auditive Erfahrungen (Laut und Leise, Nähe und Ferne, Richtungszuordnung)  
 Erleben und Einschätzen des eigenen Hörempfindens (welche Auditiven 
Wahrnehmungen sind gut für mich?)  
 Einsatz und Spiel mit der eigenen Stimme, ihrer verschiedenen Tonlagen und 
Gestaltungsmöglichkeiten  
 Kenntnis über den Einsatz der eigenen Stimme und der daraus entstehenden 
Wirkungen   
 
2. Sehen 
 Nah- und Weitsicht 
 Nutzen vergrößernder Hilfsmittel  
 Farbwahrnehmung  
 
3. Tasten/Fühlen 
 Wahrnehmung und Fühlen unterschiedlicher Haptik  
 Wärme- und Kälteempfinden  
 Druck- und Schmerzempfinden  
 
4. Schmecken 
 Kennen und erleben verschiedener Geschmacksrichtungen 
 wertschätzendes Verhältnis zu Lebensmitteln  
 Genussvolles erleben der Mahlzeiten im Tagesablauf 
 
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ISO 9001 
Stand 005/06.2016 
Seite 3 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Körper und Sinne 
 
 
 
5. Riechen 
 Wahrnehmen, Benennen und Zuordnen verschiedener Gerüche  
 Ausbildung eines eigenen Geruchssystems (angenehme Gerüche, unangenehme 
Gerüche  
 
6. Propriozeption (Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum): Lagesinn, Kraftsinn, 
Eigenbewegungssinn 
 Erleben aktiver, raumgreifender Bewegungen  
 Einsetzen der eigenen Körperteile zur Fortbewegungszwecken unter Aufwand der 
körpereigenen Kräfte   
 Schulung der eigenen Gleichgewichtsfähigkeit   
 Schulung der Fingerfertigkeit  
 Gegenstände und Personen ziehen, drücken und schieben 
 
7. Der (eigene) Körper: 
 Gesunderhaltung  
 Wahrnehmung körpereigener Organe und ihrer Funktion (Viszerozeption)  
 Empfinden von Nähe und Distanz  
 Zubereitung gesunder Mahlzeiten 
 Techniken zur Pflege des Körpers  
 Ernährung  
 Bewegung  
 Erleben von Momenten der An- und Entspannung 
 Erkennen, benennen und ausleben der Bedürfnisse des eigenen Körpers  
 Schlafsituation  
 
8. Kindliche Sexualität: 
 Bildung einer Geschlechteridentität 
 Erkunden des eigenen Körpers und des Körpers anderer Kinder (Doktorspiele) 
 Kenntnisse über das jeweils andere Geschlecht  
 Bennen können der unterschiedlichen Körperteile  
 Wahrnehmung und Einschätzung von Nähe und Distanz  
 Grenzen des eigenen Empfindens kennenlernen und benennen  
 
9. Pflege und Körperpflege: 
 Wickeln 
 Körperhygiene, Händewaschen, Zähneputzen 
 Kenntnisse über die hygienischen Bedürfnisse einzelner Körperteile erfahren 
 Kenntnisse über die körpereigenen Ausscheidungen  
 Begleitetet Übergang von der Windel zum Töpfchen/Toilettengang  
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern  
 
1. Die PädagogInnen bieten den Kindern adäquate Möglichkeiten zur Schulung der 
Sinne Sehen, Hören, Tasten, Schmecken, Riechen, Lagesinn, Kraftsinn und 
Bewegungssinn. Sie sensibilisieren die Kinder für individuell unterschiedliche 
Wahrnehmungen und regen einen respektvollen Umgang mit diesen Unterschieden 
an. 
2. Die PädagogInnen erkennen die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes in Bezug auf 
Nähe und Distanz und achten sensibel auf die entsprechenden kindlichen Signale. 
Sie lassen jedem Kind eine optimale individuelle Bedürfnisbefriedigung zukommen. 
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ISO 9001 
Stand 005/06.2016 
Seite 4 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Körper und Sinne 
 
 
Sie animieren Kinder, diese Bedürfnisse aktiv zu kommunizieren und reflektieren sie 
mit ihnen. 
3. Die PädagogInnen vermitteln den Kindern ein Grundwissen über den eigenen Körper 
sowie über den Zusammenhang zwischen Bewegung , Ruhe und Schlafen, 
Ernährung  sowie Körperpflege (einschließlich Wickeln) zur Gesundhaltung des 
eigenen Körpers. Die PädagogInnen animieren jedes Kind, seine individuelle Balance 
zu finden. Sie sind sich stets ihrer Vorbildfunktion bewusst und leben diese vor den 
Kindern. 
4. Die PädagogInnen begleiten die Kinder bei der Entwicklung ihrer 
Geschlechtsidentität, Vermitteln ihnen ein altersgerechtes Grundwissen über 
Sexualität und befördern die kindliche Fähigkeit, den Schutz der eigenen Intimsphäre 
zu kommunizieren. 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere 
ist die unmittelbare Nähe von Körper und Sinne zu den Bildungsbereichen Sprache, 
Bewegung sowie Soziales Miteinander zu berücksichtigen. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt. 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, 
soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als 
Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. 
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Neben den 
in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die 
Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: 
 
 Wie schenken wir der Sinneswahrnehmung des Kindes einfühlsame Beachtung?  
 Wie erkennen wir das Bedürfnis nach körperlicher Nähe des Kindes und wie gehen 
wir achtungsvoll darauf ein? (Sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen)  
 Wie schaffen wir eine für die Kinder stets liebe- und respektvolle Pflegesituation?  
 Wie regen wir einen respektvollen Umgang mit individuell unterschiedlichen 
Wahrnehmungen und Ausdrucksformen an und unterstützen diese?  
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ISO 9001 
Stand 005/06.2016 
Seite 5 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Körper und Sinne 
 
 
 Wie wird die gezielte Schulung der einzelnen Sinne angeregt? (Schmecken, Sehen, 
Hören, Riechen, Tasten, Gleichgewicht, Wärme/ Kälte, Schmerzen) z.B. durch 
Ausblenden einzelner Sinne, sammeln und ordnen neuer Sinneseindrücke.  
 Welche unterschiedlichen Materialien stehen für vielfältige Sinneserfahrungen zur 
Verfügung, z.B. auch um ungewohnte Sinneserfahrungen zu machen (z. B. 
Sonnenbrillen, Prismen, Kaleidoskope, Verzerrspiegel, Regenrohr, Hörspaziergänge)?  
Welche Möglichkeiten werden geschaffen Materialien in und mit verschiedenen 
Konsistenzen sinnlich zu erfahren? (Z.B. Wasser, Schnee, Rasierschaum, Butter, Ton, 
Matsch)  
 Welche Materialien gibt es, damit die Kinder sich selbst „erforschen“ können (z. B. 
Spiegel, Lupe, Maßband, Stethoskop) und wie werden sie den Kindern nahe 
gebracht?  
 Wie wird das Kind dabei unterstützt, seine Geschlechtsidentität zu entwickeln, 
Grundwissen über Sexualität und den Schutz der eigenen Intimsphäre zu erwerben 
und darüber zu sprechen zu lernen und auch deutlich „Nein“ sagen zu können?  
 Wie ermöglichen wir es Mädchen und Jungen ihre eigene körperliche Entwicklung zu 
verfolgen? (vom Mädchen zu Frau/ vom Jungen zum Mann)?  
 Wie gelingt es den Schutz der eigenen Intimsphäre zu erwerben und darüber 
sprechen zu lernen und auch deutlich „Nein“ sagen zu können?  
 Wodurch lernen Kinder ihren Körper kennen und schätzen und aktiv auf seine 
Gesunderhaltung Einfluss zu achten (z.B. Zubereitung gesunder Mahlzeiten, Hunger- 
und Sättigungsgefühl, Techniken zur Pflege des Körpers, Zahnpflege etc.)?  
 Hat jedes Kind die Möglichkeit Entspannung und Stille zu erfahren? (Sowohl Jungen 
als auch Mädchen)  
 Wie können Kinder mit eingeschränkter Sinneswahrnehmung am Kindergartenalltag 
bzw. bestimmten Aktivitäten teilnehmen oder sich durch alternative Zugehensweisen 
beteiligen?  
 Wie unterstützen regelmäßige Rituale die Körperpflege?  
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.)  
 
element-i-Bogen 
gute Pädagogische Fachpraxis 
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2014): 
Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen 
Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen. Freiburg im Breisgau. 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 005/06.2016 
Seite 6 von 6 
Prozessbezeichnung 
PB. Körper und Sinne 
 
 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:  
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren 
die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet 
werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch 
eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: 
 
Bad: 
 Wasser, Rasierschaum, Schaum, Handtücher  
 
Atelier/Labor/Matschraum/Garten: 
 Sand, Ton, Matsch, Knöpfe, kleine Steine 
 Felle, Tücher, Stoffe in unterschiedlicher Haptik 
 Sonnenbrillen, Spiegel, Verzerrspiegel, Lupen, Prismen, Kaleidoskope 
 Igelbälle, Tannenzapfen, Stoffe, Bürsten 
 Möglichkeiten zum Fühlen (z.B. Kim-Spiele, Kästen, Säckchen,…) 
 Kastanien, Linsen  
 
Musik:  
 verschiedene Musikinstrumente  
 CD-Spieler  
 Hörmemory, Klangschalen 
 Stethoskope, Regenrohre 
 Spiele wie Hörmemory etc. 
 
Entspannung: 
 Lichtspiele, Kuscheldecken, Igelbälle, Kissen 
 
 
Ideenliste Körper & Sinne 
Beispiele für gute Praxis 
 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

Beschlussvorlage

19140 Zeichen

V/0881/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Eichendorffstraße in Angelmodde 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
13.12.2017 Rat Entscheidung 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte fünfgruppige Kinderta-
geseinrichtung in der Eichendorffstraße in Angelmodde dem Kinder- und Jugendhilfeträger Kleine 
Riesen Nord gGmbH (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im 2. Quartal 2019 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leis-
tungsvereinbarung) zwischen dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH und der Stadt Münster getrof-
fen. Es wird ein Trägeranteil von 9% vereinbart. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger 
Kleine Riesen Nord gGmbH getroffen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnispl an (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße betragen auf der Grundlage der 
unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für April bis Dezember 2019 = 751.500 € 
 für 2020 ff. = 1.027.000 € 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0881/2017 
Auskunft erteilt: 
Frau Gerick, Frau Kratz-Trutti, 
Frau Pohl 
Ruf: 
492-5528 
E-Mail: 
Gerick@stadt-muenster.de  
Datum: 
30.10.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0881/2017 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Kleine Ri e-
sen 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 9,00% 0,00% 55,00% 
 
 
April. - Dez. 2019 2020 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher 
Zuschuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
Kleine Rie-
sen Nord 67.635,00 € 0,00 € 413.325,00 € 92.430,00 € 0,00 € 564.850,00 € 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsb eschluss 
V/0370/2017 dargestellt und sind im Entwurf des Hausha ltplanes 2018 für die Jahre 2019 ff. bei der 
Produktgruppe 0601 vorgesehen. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0370/2017 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in Angelmodde beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 3 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stun den mit Übermittagsb e-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von 
den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern 
die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen.

- 3 - 
V/0881/2017 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 28.08.2017 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 15.09.2017 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
28.08.2017 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 26.09. 
und 04.10.2017 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 13.10.2017. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 
48155 Münster 
 
 Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. (CJD NRW Nord), Am Oespeler Dorney 41-65, 
44149 Dortmund 
 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
 Konzept-e Trägernetzwerk Kind und Beruf gGmbH (Konzept-e), Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
 
 Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw), Johann-Krane-
Weg 18, 48149 Münster 
 
 Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0376/2017 beschriebenen neuen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage 
beschriebenen, Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale/Eignung

- 4 - 
V/0881/2017 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
 
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuß) 
  1 2 3 4 5 6 7 
ASB  
91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 
4,00% 5,00% 60,00% 
CJD NRW* 0,00% 9,00% 64,00% 
CJD NRW** 3,00% 6,00% 61,00% 
educcare 5,00% 4,00% 59,00% 
Fröbel 9,00% 0,00% 55,00% 
Kleine Ri e-
sen Nord 9,00% 0,00% 55,00% 
Konzept-e 5,00% 4,00% 59,00% 
Outlaw 3,25% 5,75% 60,75% 
Step Kids 9,00% 0,00% 55,00% 
 
*Trägeranteilangebot für die ersten drei Jahre,  
**Trägeranteil ab dem 4. Jahr 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße betragen ab 2020 ff. 
1.027.000 € teilen sich dementsprechend wie folgt auf:

- 5 - 
V/0881/2017 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2020 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
ASB  4,00% 41.080,00 5,00% 51.350,00 60,00% 616.200,00 
CJD NRW* 0,00% 0,00 9,00% 92.430,00 64,00% 657.280,00 
CJD NRW** 3,00% 30.810,00 6,00% 61.620,00 61,00% 626.470,00 
educcare 5,00% 51.350,00 4,00% 41.080,00 59,00% 605.930,00 
Fröbel 9,00% 92.430,00 0,00% 0,00 55,00% 564.850,00 
Kleine Ri e-
sen Nord 9,00% 92.430,00 0,00% 0,00 55,00% 564.850,00 
Konzept-e 5,00% 51.350,00 4,00% 41.080,00 59,00% 605.930,00 
Outlaw 3,25% 33.377,50 5,75% 59.052,50 60,75% 623.902,50 
Step Kids 9,00% 92.430,00 0,00% 0,00 55,00% 564.850,00 
 
 
Der Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, der Träger Kleine Riesen Nord gGmbH und der 
Träger Step Kids KiTas gGmbH bieten den vollen Trägeranteil von 9% für den Betrieb der Kinderta-
geseinrichtung an. Alle anderen Träger bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilli-
ger städtischer Zuschuss notwendig wird. 
 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
 
Der Träger: 
 ASB Regionalverband Münsterland e.V. 
Der Träger betreibt seit März 2017 eine Kindertageseinrichtung am Carlo-Schmid-Weg in Kinderhaus 
und ab 01.10.2019 eine Einrichtung an der Regina-Protmann-Straße. Der Träger betreibt zusätzlich in 
anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe aner-
kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus-
richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das Thema Migration als 
einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagog ischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinric h-
tung. Zudem besteht das Interesse an der Trägerschaft für eine Großtagespflegestelle mit angestel l-
ten Tagespflegepersonen im Stadtteil Angelmodde. 
 
Der Träger: 
 Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands NRW Nord 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger CJD 
NRW Nord betreibt bundesweit 52 Kindertageseinrichtungen, davon drei in Nordrhein -Westfalen. Zu-
dem werden in 2018 13 weitere Kitas eröffnet. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausric htung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren als Schwerpunkte die Handlungsfelder Reli-
gionspädagogik, Sport- und Gesundheitspädagogik, musische Bildung und politische Bildung.

- 6 - 
V/0881/2017 
 Der Träger: 
 Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger und zurzeit 
Betreiber einer Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup). Bundesweit ist er Betreiber 
von aktuell 30 Kindertageseinrichtungen. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausric htung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie-
hung. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten je nach Bedarf der Eltern an.  Der Träger b e-
nannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil, der Kooperation mit der Ki n-
dertragespflege sowie möglicher Synergien zum Standort in Hiltrup. 
 
Der Träger: 
 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen  in Münster tätig. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit 155 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Jugendhilfe aner-
kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus-
richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren für diesen Standort zudem 
Schwerpunkte im Bereich ästhetische Bildung, Kunst und  Handwerk, musische Bildung und Tanz. 
Der Träger benannte darüber hinaus eine konkrete Kooperationen und Vernetzungen mit Kitas, Schu-
len und Vereinen im Stadtteil. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH 
Ab 2018 wird der Träger vier Kitas in Münster betreiben (Willingrott, Hermannschule, P avillon und 
dauerhafte Einrichtung Albachten, Meyerbeerstraße). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 26  Kin-
dertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat 
Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckp unkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der 
Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingual ität in der Kita 
und das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung 
in einer Kindertageseinrichtung. Der Träger benannte darüber hinaus eine ko nkrete Zusammenarbeit 
mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in 
der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestellen an bereits bestehenden Kitastandorten vor. 
 
Der Träger: 
 Konzept-e Kind und Beruf gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen  in Münster tätig. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit 40 Kindertageseinrichtungen, zwei Grundschulen und drei Fachschulen für 
Erzieher/-innen und ist  als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt.  Der Träger hat Konzepte vorge-
legt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte 
im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich Bewegung und Ernährung.  
 
Der Träger: 
 Outlaw gGmbH 
Der Träger betreibt in Münster zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen und eine Dependance in ve r-
schiedenen Stadtteilen. Außerdem betreibt er  zusätzlich in anderen Städten Kindertageseinrichtu n-
gen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Zusätzlich verfügt die Outlaw gGmbH bereits über E rfahrungen im Bereich  der fl exiblen 
Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit und FlexiZeit und unte rstützt damit 
die Weiterentwicklung der flexiblen Kindertagesbetreuung in Münster.  
Zudem benannte der Träger für diesen Standort die möglichen Synergien zu den umliegenden Kitas 
Holtrode in Wolbeck und Marie-Curie-Straße in Hiltrup.

- 7 - 
V/0881/2017 
Der Träger: 
 Step Kids KiTas gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen  in Münster tätig. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit acht Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Jugendhilfe aner-
kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus-
richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpun kte im Bereich 
der regelmäßigen Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. 
 
 
Unter dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster wird eine 
gleichwertige Gewichtung der Kriterien Wirtschaftlichkeit (50%) und Fachlichkeit/Pädagogik (50%) 
vorgenommen. 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH die Trägerschaft 
für die Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße zu übertragen, da der Träger den vollen Träge r-
anteil für den Betrieb der Kindertageseinrichtung anbietet, zukünftig in Münster an mehreren Standor-
ten aktiv in der Kindertagesbetreuung arbeitet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt 
hat und über bundesweite Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. 
Zudem soll eine Träger pluralität in der Vergabe von Trägerschaften im laufenden Trägerauswahlve r-
fahren sichergestellt werden. 
 
Des Weiteren wurde im Verfahren beachtet, dass der Träger Step Kids KiTas gGmbH einen monatl i-
chen Zusatzbeitrag erhebt und der Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung die Empfehlung zur Über-
tragung der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Markweg (sh. Vorlage V/0882/2017) erhalten 
hat, und dies dem Träger die Möglichkeit gibt, sich zunächst in Münster zu entwickeln und zu etabli e-
ren. 
 
Mit diesem Besch luss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt  weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft  von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich 
abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus acht Bewerbern unter der gleichgewichteten Wü r-
digung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der 
Vorlage V/0376/2017 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber 
zu Grunde. 
 
 
I.V. 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor

- 8 - 
V/0881/2017 
Anlagen:  
 
1. Auswertungsformulare aller Träger 
 
2. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland, Gustav-
Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands NRW Nord, Am Oespeler 
Dorney 41-65, 44149 Dortmund 
 
4. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 
50667 Köln 
 
5. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 
50667 Köln 
 
6. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
7. Bewerbungsunterlagen: Konzept-e Trägernetzwerk Kind und Beruf gGmbH, Wankelstraße 1, 
70563 Stuttgart 
 
8. Bewerbungsunterlagen: Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH, 
Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 
 
9. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 2 bis 5: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0881/2017 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php

Anlage 7.8 Logik und Mathematik

13991 Zeichen

ISO 9001 
Stand 009/03.2017 
Seite 1 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Logik und Mathematik 
 
 
Geändert am: 27.03.2017 Geprüft am: 27.03.2017 Freigegeben am: 27.03.2017 
Geändert von: Weegmann, Clemens 
Matthias 
Geprüft von: Weegmann, Clemens 
Matthias Freigegeben von: Weegmann, Waltraud  
 
Prozessverantwortliche/r 
Sarnes, Bettina 
Stellvertreter/in  
- 
Bereich 
Elementar-Pädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich 
schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 009/03.2017 
Seite 2 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Logik und Mathematik 
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des 
Bildungsbereichs. 
 Kinder haben die Möglichkeit durch entsprechende altersgerechte Anregungen im 
Kinderhaus umfassende Neigungen zu den Themen Logik und Mathematik zu 
entwickeln. 
 Die Gestaltung des Kinderhauses bietet Kindern die Möglichkeit sich ständig mit Logik 
und Mathematik auseinander zu setzen. 
 Die Kinder haben ein großes Interesse im Bereich Mathematik und Logik und erfahren 
optimale Förderung. 
 Der Bildungsbereich Logik und Mathematik stärkt Kinder entsprechend der element-i-
Leitziele. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind. 
 
Zur Umsetzung des Bildungsbereichs Logik und Mathematik eignet sich das Buch „Mathe 
Kings. Junge Kinder fassen Mathematik an“ von Nancy Hoehnisch und Elisabeth Niggemeyer, 
das in jeder Kita vorhanden sein soll. In dem Buch wird ein theoretisch fundiertes und gut in 
die Praxis umsetzbares Konzept zur Würdigung der mathematischen und logischen Neugier 
der Kinder und zur Begeisterung für Mathematik in der Kita beschrieben. Zunächst wird 
erläutert, dass Mathematik eine grundlegende Denkart ist die in dem Menschen und allen 
Dingen der Welt steckt. Laut Mathe-Kings bildet Mathematik eine Brücke von der Kinder- in 
die Erwachsenenwelt, von der Phantasie zur Logik. Anschließend werden folgender einzelne 
Pfeiler dieser Brücke anhand von Praxisbeispielen erläutert, die auch für element-i die 
Mindeststandards bilden. 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 
Sortieren und Klassifizieren 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Gegenständen mit bestimmten Eigenschaften 
zu sammeln, zu sortieren und zu klassifizieren.  
Muster 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten aus verschiedenen Gegenständen mit 
bestimmten Eigenschaften Muster zu legen. 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten mit verschiedenen Klanginstrumenten Muster 
aus Tönen zu erkennen, sie zu beschreiben und sie fortzusetzen. 
Zahlen 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Erfahrungen zu Zahlen, Zahlenreihen, Addition, 
Subtraktion, Mengen und Symbolen zu machen. 
Raum und Geometrie 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Raum und Geometrie zu entdecken.  
Wiegen, Messen und Vergleichen 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten verschiedene Dinge zu Messen, zu Wiegen und 
zu Vergleichen. 
Grafische Darstellung und Statistik 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 009/03.2017 
Seite 3 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Logik und Mathematik 
 
 
 Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Informationen über verschiedene Gegenstände 
oder Ereignisse zu sammeln und diese grafisch darzustellen und zu vergleichen. 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist 
die unmittelbare Nähe von Logik und Mathematik zu den Bildungsbereichen Konstruktion und 
Mechanik, Forschen und Entdecken, Sprache sowie Musik zu berücksichtigen. 
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
 Die PädagogInnen gehen in achtsamen und intensiven Dialog mit Kleinstkindern. 
 Die PädagogInnen achten bei der Materialauswahl auf enge Zusammenhänge 
zwischen der kindlichen Neugier (einfache Bauten mit altersgemäßen Materialien), 
Bewegung (körperliche Anreize zu schaffen) sowie Sprache. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 
 Wie erkennen Sie das Interesse des Kindes an Mathematik und Logik, schenken 
diesem einfühlsame Beachtung und Wertschätzung? 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 009/03.2017 
Seite 4 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Logik und Mathematik 
 
 
 Wie bestärken Sie Kinder beim Ausprobieren und begleiten sie dabei sprachlich? (z.B. 
Gegenstände vom Tisch fallen lassen und wieder aufheben; Bauklötze stapeln und 
umwerfen; Dinge sortieren, kategorisieren und zählen) 
 Wie werden tägliche Aktivitäten der Kinder werden als Lernerfahrung zur Förderung 
des mathematischen Verständnisses und des Zählens genutzt (z.B. beim Tischdecken, 
Einführung von Zeiteinheiten beim Spielen)? 
 Wie sprechen Sie mit Kindern über logische Abfolgen und Beziehungen sowie über 
Grundbegriffe der zeitlichen Ordnung? 
 Wie werden Kinder angeregt, Fragen zu stellen, eigene Hypothesen aufzustellen, 
diese zu überprüfen und so ihr Denken, unabhängig von dessen „logischer 
Richtigkeit“, als wertvoll zu erleben? 
 Wie werden die Kinder angeregt ihr Handeln zu begründen? 
 Wann haben Kinder die Möglichkeit einfache Rechengeschichten zu hören, selbst zu 
erfinden oder Zahlen in Märchen zu entdecken und nachzuspielen (Haus einrichten 
und Tischdecken für die sieben Zwerge)? 
 Welche weiteren Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung werden den Kindern 
erschlossen, in denen sie logische und mathematische Lernerfahrungen machen 
können? 
 Wie können Sie das Interesse von Mädchen an räumlichen und mathematischen 
Themen bestärken? (Mädchen zeigen tendenziell weniger Interesse an diesem 
Bildungsbereich.) 
 Wie sorgen Sie für alternative Zugehensweisen zu Erfahrungen und Einsichten für das 
Kind, das sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen kann? 
 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
  
 element-i-Bogen 
 Ideenliste „Logik und Mathematik“ 
 Gute pädagogische Fachpraxis 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:  
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
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ISO 9001 
Stand 009/03.2017 
Seite 5 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB. Logik und Mathematik 
 
 
Es sind viele dem Entwicklungstand der Kinder angemessene verschiedenartige Materialien 
geordnet verfügbar:  
1. Sortieren und Klassifizieren: 
Mindestens 5 verschiedene Materialen: 
 Z.B.: Steine, Autos, Schlüssel, Bohnen, Muscheln, Knochen, Knöpfe, … 
2. Muster 
 Mandalas, Spinnennetze, Bauklötze, … 
3. Zählen 
 Zahlen aus Holz, Spielgeld 
4. Raum und Geometrie  
 Unterschiedliche geometrische Formen, abstrakt und in alltäglichen Dingen 
5. Wiegen, Messen und Vergleichen 
 Unterschiedliche Becher und Behälter, Wagen, Maßstäbe, Spielgeld, Uhren, 
Kalender 
6. Graphische Darstellung uns Statistik 
 Selbsterstellte Statistiken (z.B.: wie viel hat es im letzten Monat geregnet?) 
 
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Anlage 7.12 Konstruktion und Mechanik

15202 Zeichen

ISO 9001 
Stand 005/09.2016 
Seite 1 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB Konstruktion und 
Mechanik 
  
 
 Geändert am: 26.09.2016 Freigegeben am: 26.09.2016 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Sarnes, Bettina 
Geändert von:  
Sarnes, Bettina 
Freigegeben von: 
Rehn, Marcus 
 
Prozessverantwortliche/r 
Sarnes, Bettina 
Stellvertreter/in  
Sarah Briggmann 
Bereich 
Elementar-Pädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich 
schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
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ISO 9001 
Stand 005/09.2016 
Seite 2 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB Konstruktion und 
Mechanik 
  
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder entwickeln ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des 
Bildungsbereichs. 
 Alle Kinder sehen Bauen und Konstruieren als lustvolles Lernen an. 
 Alle Kinder werden altersgerecht und gemäß ihrer individuellen Veranlagung für  
mechanische Phänomene begeistert. 
 Alle Kinder entwickeln ein Verständnis für grundsätzliche technische Prinzipien, indem 
sie selbst entsprechende Erfahrungen sammeln. 
 Alle Kinder erweitern ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu den Themen Konstruktion 
und Mechanik. 
 Alle Kinder entwickeln ein Verständnis für die räumliche Anordnung von Dingen oder 
Teilen eines Bauwerks. 
 Alle Kinder entwickeln ein Verständnis über grundlegende Gesetze der Statik. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 
1. Bauen und Konstruieren  
 Bauwerke und Maschinen auseinandernehmen und zusammensetzen, Nachbauen 
von Modellen, Pläne erstellen, Problemlösungsorientierung, Verständnis von 
Gesetzen der Statik, Visuell-kognitive Fähigkeiten, Systematisches Vorgehen 
 Kleinräumiges Bauen: adäquate Möglichkeiten zum Bauen mit Bauklötzen etc. 
mechanische Phänomene und physikalische Gesetzmäßigkeiten, räumliche 
Anordnung von Dingen oder Teilen eines Bauwerks. 
 Großräumiges Bauen z.B. Höhlenbau auf der Bewegungsbaustelle; Bauen mit 
großen Hölzern im Außenbereich 
 Pläne erstellen, „Arbeit und Personal“ einteilen, koordinieren, umsetzen 
2. Verständnis technischer Geräte und Prinzipien:  
 auseinander nehmen, um deren Funktionsweise zu untersuchen  
 neue phantastische oder tatsächlich funktionierende technische Geräte zu 
erschaffen 
3. Werken: Holz und andere grobe Baumaterialien. 
4. Besuch von Werkstätten, Museen 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist 
die unmittelbare Nähe von Konstruktion und Mechanik zu den Bildungsbereichen Logik und 
Mathematik sowie Forschen und Entdecken zu berücksichtigen. 
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
 Die PädagogInnen ermöglichen Kleinstkindern Erfahrungsräume zur Entfaltung der 
Sinne wie sehen, fühlen, tasten, Gleichgewicht, Propriozeption und hören. 
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Stand 005/09.2016 
Seite 3 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB Konstruktion und 
Mechanik 
  
 
 
 Die PädagogInnen gehen in achtsamen und intensiven Dialog mit Kleinstkindern. 
 Die PädagogInnen beachten hierbei entsprechend entwicklungsgemäß die Konsistenz, 
die Mehrdimensionalität und die Handhabbarkeit von Materialien. 
 Die PädagogInnen achten bei der Materialauswahl auf enge Zusammenhänge 
zwischen der kindlichen Neugier (einfache Bauten mit altersgemäßen Materialien), 
Bewegung (körperliche Anreize zu schaffen) sowie Sprache. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 
 Werden Ideen zum Bauen und Konstruieren der Kinder wertschätzend aufgenommen, 
diskutiert und münden in konkreten Vereinbarungen zur Umsetzung? 
 Werden Gegenstände und ihre Beschaffenheit (Form, Farbe, Größe, Material) beim 
Bau- und Konstruktionsspiel auch bei jüngeren Kindern thematisiert? 
 Können die Kinder Materialien aus anderen Bereichen (z.B. Rollenspiel) für ihr 
Bauspiel nutzen? 
 Wie schenken wir dem Kind für seine Ideen, Werke und Produkte einfühlsame 
Beachtung? 
 Wie lassen wir dem Kind Zeit den „Flow“ zu genießen 
 Wodurch wird den Kindern Zeit und Raum gegeben, Pläne zu entwickeln, etwas zu 
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ISO 9001 
Stand 005/09.2016 
Seite 4 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB Konstruktion und 
Mechanik 
  
 
 
bauen, zu verwerfen, zu ändern und wieder neu zu entwickeln? 
 Welche weiteren Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung werden den Kindern 
erschlossen, in denen sie unmittelbare Lernerfahrungen machen können (z.B. 
Abenteuerspielplatz, Baustelle, Wald, Handwerksbetrieb)? 
 Wo finden Kinder die Möglichkeit sich mit Bauplänen, Bauwerken und Architektur 
auseinanderzusetzen, um diese Eindrücke in ihre eigenen Werke einfließen zu lassen? 
 Werden die Wünsche der Kinder bei der Anschaffung von Bau und 
Konstruktionsmaterialien berücksichtigt? 
 Werden mit Kindern die Regeln für den Umgang mit Bauwerken ausgehandelt? 
 Wie werden insbesondere bei Mädchen die Freude am Bauen und Konstruieren 
gefördert? (Mädchen zeigen tendenziell weniger Interesse an diesem 
Bildungsbereich). 
 Welche Materialien fordern die Kinder zum Konstruieren heraus? (Baupläne, 
ausreichende Menge an Baumaterial, Fotos von Bauwerken etc.) Wie sprechen diese 
insbesondere Mädchen und Jungen an?  
 Wie sorgen die ErzieherInnen für alternative Zugehensweisen zu Erfahrungen und 
Einsichten für das Kind, das sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen kann? 
 Wo finden Kinder die Möglichkeiten, Dinge auseinander zu nehmen, 
zusammenzusetzen oder  zu reparieren?  
 Welche weiteren Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung werden den Kindern  
erschlossen, in denen sie unmittelbare Lernerfahrungen machen können (z.B.  
Abenteuerspielplatz, Baustelle, Wald, Handwerksbetrieb)? 
 Wie wird das Kind dazu angeregt, erste eigene perspektivische und räumliche 
Überlegungen anzustellen (Zimmer, Spielplatz, etc. zeichnen und bauen)? 
 Wo kann das Kind seine Werke und damit seine Erfahrungen und Denkleistungen  
präsentieren? 
 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
  
 element-i-Bogen 
 Ideenliste „Konstruktion und Mechanik“ 
 Gute pädagogische Fachpraxis 
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
verfügbar. 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:  
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
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ISO 9001 
Stand 005/09.2016 
Seite 5 von 5 
Prozessbezeichnung 
PB Konstruktion und 
Mechanik 
  
 
 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
 
1. Physikalische Grundgesetze erfahren 
 Wiegen auf der Wippe mit 1kg Sandsäcken auf der anderen Seite 
 Hebelgesetze durch Bretter auf Rollen mit unterschiedliche Längen Lasten 
hebeln, Bsp. Katapult Brett im Zirkus, Flaschenzug 
 Flaschenzug ausprobieren und nachbauen 
 Druckgesetz p1V1=p2V2  mit Spritze bei doppeltem Druck ist das Volumen in 
der Spritze halbiert 
 Fallgeschwindigkeitsgesetze: Messen der Zeit von herunterfallenden Dingen 
 Impulsgesetz: Bsp. Murmeln oder Billiard, Geschwindigkeit verringert bei Stoß 
von einer auf zwei Kugeln oder bleibt gleich beim Stoß auf eine Kugel 
2. Bauen und Konstruieren 
 Kleinräumiges Bauen: viele Bausteine in verschiedenen Formen und Größen, 
kommerzielle und selbst hergestellte Bausteine, Naturmaterialien, Kartons, Autos, 
Züge usw.). 
 Großräumiges Bauen: z.B. Höhlenbau auf der Bewegungsbaustelle; große 
Bauklötze oder Kartons; Bauen mit großen Hölzern im Außenbereich. 
 Es gibt eine Ausstattung für Spiele mit Sand und Wasser, Matsch oder Ton o.ä. 
draußen und drinnen (dafür ist eine Vielfalt von Spielzeugen vorhanden z.B.: 
Behälter, Löffel, Kellen, Schaufeln, Trichter, Töpfe und Pfannen, Geschirr, 
Sandformen und –Autos). 
3. Verständnis technischer Geräte und Prinzipien:  
 Alltägliche Geräte (Handmixer, Kaffeemühle, Uhrwerk,…) sowie (defekte) 
technische Geräte (Kassettenabspielgerät, Schallplattenspieler,…)   
4. Werken: Holz und andere grobe Baumaterialien. 
 Konstruktionsmaterialien (Holz, Pappe, Dosen,… Schrauben, Muttern, Nägel, 
Pfeiffenputzer…), Zollstock, Sägen, Hammer, Schraubenzieher, Ratschen, Pfeilen, 
Klebepistole, Zange, Draht, Kabel, Schutzbrillen, Helme, Taschenlampe 
 
 
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Anlage 3.2 Konzept broschüre-kita-final

82820 Zeichen

Masterkonzept 
Handreichung für CJD Einrichtungen
die-chancengeber.de
Masterkonzept 
für Kindertagesstätten

Impressum
Herausgeber:
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.
Teckstr. 23
73061 Ebersbach/Fils
www.cjd.de
Verantwortlich für den Inhalt: 
Urs Kaiser, Abteilungsleitung Kinder- und Jugendhilfe
Eingliederung, Heimaufsicht
sowie die Mitglieder
Mitglieder
Mitglieder sind:
Susanne Bähre CJD Hannover
Silke Schmid CJD Extertal
Reinhard Ruckdeschel CJD Nürnberg
Wolfgang Bergner CJD Berlin
Urs Kaiser CJD Zentrale
Andreas Dierssen CJD Arnold-Dannenmann-Akademie
Frühere Mitglieder, die mitwirkten:
Kornelia Hennek CJD Waren
Claudia Engel      
Layout: Alexandra Schlierf, Eberdingen
Fotos: CJD Archiv
Auflage: 1.000
CJD-12-10-883-3

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
3
Inhalt
Vorwort 4
Einleitung 5
Darstellung des Trägers Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. 6
Das Bildungsverständnis im CJD 8
Die vier pädagogischen Kernkompetenzen: Ganzheitliche
   Persönlichkeitsbildung im CJD 14
Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der pädagogischen Arbeit 
   für Kinder und Erwachsene 15
Das pädagogische Konzept der Einrichtung 20
Formen der pädagogischen Arbeit 21
Kinderschutz und Kinderrechte 24
Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern 27
Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit 33
Integrative Betreuung, Förderung und Bildung –  36
Das Gestalten von Übergängen (Transitionen)  39
Organisationskonzept der Einrichtung 41
Schlussbemerkungen 47
Quellen 47

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
4
Mit dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zum 1. August 2013 für 
Kinder ab dem ersten Lebensjahr hat der Gesetzgeber die Bedeutung 
der Tageseinrichtungen für Kinder hervorgehoben. Die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf ist hier einerseits handlungsführend, zum ande-
ren aber auch die Erkenntnis, dass Kinder über die Beziehungen und 
Lernwelten in ihren Herkunftsfamilien hinaus am besten in Gruppen mit 
anderen Kindern lernen können. Damit ermöglichen Kindertagesein-
richtungen sowohl Kindern als auch deren Eltern, ihr Leben den eigenen 
Wünschen gemäß zu gestalten.
Voraussetzung für das Gelingen einer Erziehungs- und Bildungspart -
nerschaft ist eine hohe Qualität der Einrichtungen, die ausgehend von 
der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben das Kind individuell fördern und 
ihm eine Gemeinschaft anbietet, in der es sich geborgen fühlen und 
gute Lernerfahrungen machen kann.
Jedes Kind soll seine Chance bekommen, weshalb das CJD als Kita-Trä-
ger sich dem Grundsatz der Inklusion verpflichtet fühlt und seine Kom-
petenzen in Bereichen wie Sprache und Integration, Hochbegabung und 
Musikförderung durch die Schwerpunksetzung in einzelnen Kitas weiter 
ausbaut.
Mit diesem Masterkonzept wollen wir unseren qualitativen Maßstab in 
der Kindertagesbetreuung dokumentieren,  unser Profil als christlicher 
Kita-Träger, mit aktuell 36 Kitas und weit über 2.000 Plätzen, schärfen 
und durch die Schaffung weiterer Plätze dazu beitragen, das Ziel der Bun-
desregierung, bundesweit 780.000 Plätze bereitzustellen, zu erreichen.
Pfarrer Hartmut Hühnerbein
CJD Vorstand
Vorwort

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
5
Der Bereich Kindertagesstätten im Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe 
ist in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen, eine Entwicklung, 
die noch lange nicht abgeschlossen ist. Neben dem Auf- und Ausbau 
von Einrichtungen hat das Thema Qualität und differenzierte Profilbil-
dung von Anfang an eine große Rolle gespielt, was man an den unter-
schiedlichen Schwerpunkten wie z. B. Hochbegabtenförderung ablesen 
kann, aber auch daran, dass CJD Kitas als Konsultations-Kitas in mehre-
ren Bundesländern anerkannt sind und die fachliche Weiterentwicklung 
in Kooperation mit Hochschulen und der CJD Schule Schlaffhorst-An -
dersen Bad Nenndorf einen hohen Stellenwert hat.
Das vorliegende Masterkonzept stellt das Bildungsverständnis, die päd-
agogische Haltung und die konzeptionelle Herangehensweise des CJD 
im Bereich Kita umfänglich dar. Das hier formulierte Konzept zeigt die 
im CJD gesetzten Standards für die Arbeit im Feld Kita auf und zeigt 
damit, was wir unter einer werteorientierten Pädagogik im Kindesalter 
verstehen und wie wir sie umsetzen.
Das Masterkonzept ist keine Blaupause für neue Kitakonzepte an wei-
teren Standorten, es ist vielmehr ein orientierunggebendes Gerüst für 
die individuelle Auseinandersetzung vor Ort und kann weder die fachli-
che Anverwandlung des Themas frühkindliche Bildung noch die Ausei -
nandersetzung mit den sozialpolitischen Gegebenheiten im Sozialraum 
ersetzen. Gleichwohl wollen wir uns als profilierter Kitaträger an den 
hier gesetzten Maßstäben auch messen lassen.
Zu Fragen der Fachberatung und sachkundigen Projektbegleitung als 
Voraussetzung gelingender Projektentwicklung steht die Hauptabtei -
lung Produktmanagement der Zentrale als Ansprechpartner zur Verfü-
gung. Den Mitgliedern des Bundesarbeitskreises Elementarpädagogik 
im CJD möchte ich für die Mitarbeit ganz herzlich danken.
Urs Kaiser
Abteilungsleitung Kinder- und Jugendhilfe
Eingliederung, Heimaufsicht
CJD Zentrale
Einleitung

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
6 Darstellung des Trägers Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.
Darstellung des Trägers Christliches  
Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.
GEsCHICHTE unD TräGEr CJD
Die Gründung ...
Im ausgebombten Sternensaal des Stuttgarter Hauptbahnhofes wartet 
ein Mann auf die Ankunft eines Zuges. Hunderte zerlumpter, ausgemer-
gelter Jugendlicher streunen durch das Bahnhofsgebäude, elternlose 
Kinder, die einen Platz für die Nacht suchen. Der Mann spricht einige 
von ihnen an, ist erschüttert von der Hoffnungslosigkeit, das eigene 
Leben zu meistern – immer mehr Jugendliche, dankbar für die Aufmerk-
samkeit, scharen sich um ihn. Kurz entschlossen verwandelt er einen 
Tisch in eine Kanzel, spricht den jungen Menschen Mut zu und fordert 
Ältere auf, sich um sie zu kümmern. Er sagt: „Wer Lust hat, mit mir auf 
ein Schloss zu kommen, wo wir uns selbst ernähren, kleiden und Werk-
stätten einrichten können, der kommt mit. Brüder, überm Sternenzelt 
muss ein guter Vater wohnen – ihm wollen wir uns anvertrauen.“ Zu Fuß, 
mit etwa 28 jungen Leuten,
zieht er – einen Tagesmarsch weit ist das - auf das Schloss, ein früheres
Konzentrationslager und Arbeitshaus, in Vaihingen an der Enz. Man 
schreibt das Jahr 1949. Der Mann ist Pastor Arnold Dannenmann, 
damals 42 Jahre alt, der bereits im Jahre 1947 das Christliche Wohl-
fahrtswerk- „Das Jugenddorf“ mit den Jugenddörfern Helmscherrode, 
Blaubeuren und Limmer gegründet hatte.
... und heute
Inzwischen umbenannt, ist das Christliche Jugenddorfwerk Deutsch-
lands e. V. (CJD) ein Jugend-, Bildungs-, und Sozialwerk, das jungen und 
erwachsenen Menschen Ausbildung, Förderung und Unterstützung in 
ihrer aktuellen Lebenssituation anbietet. Das CJD bietet jährlich 155.000 
jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. 
Sie werden von 9.500 Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, 
begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild 
mit der Vision „Keiner darf verloren gehen!“.
Zu den vielfältigen Arbeitsbereichen des CJD gehört heute zum Beispiel:
 Elementarpädagogik
 Schulische Bildung

7Darstellung des Trägers Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.
 Kinder- und Jugendhilfe
 Behindertenförderung
 Hochbegabtenförderung
 Suchtprävention
 Fort- und Weiterbildung
 Migration
 Die umfassende Förderung des Einzelnen ist unser oberstes Ziel. 
Dadurch soll dem jungen Menschen die gesellschaftliche Integration, 
die aktive Teilnahme am Gemeinschaftsleben gelingen.
Das CJD hat für Kinder aller Altersgruppen Bildungseinrichtungen 
geschaffen: Deutschlandweit betreibt das CJD über 40 Kindertagesein-
richtungen mit über 2.000 Plätzen. Das CJD unterhält KiTas mit besonde-
rer Profilbildung wie Hochbegabtenförderung, Sprachförderung, Musik-
förderung, Inklusion, Bewegungsförderung, Gesundheitsförderung.
VorsTEllunG DEs CJD Vor orT
Hier folgt die individuelle Darstellung des Jugenddorfes mit seinen rele-
vanten Arbeitsbereichen und seinem regionalen Netzwerk sowie seinen 
individuellen Erfahrungen im Bereich der frühkindlichen Bildung.

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
8 Das Bildungsverständnis im CJD
Das Bildungsverständnis im CJD
Das Bildungsverständnis des CJD ist keine Neuerfindung unserer Tage. 
Es prägt die Arbeit seit der Entstehung des Christlichen Jugenddorf -
werks im Jahr 1947. Am Anfang stand Arnold Dannenmann mit der 
festen Glaubensüberzeugung, dass der Mensch von Gott und für Gott 
bestimmt ist. Von Gott bestimmt: Jeder Einzelne ist nach dem Bild Got-
tes geschafften, in vollkommener Würde und individueller Sinnhaftig -
keit in die Welt gesandt. Für Gott bestimmt: Keiner darf verloren gehen, 
nicht in dieser Welt und nicht für Christus, der durch seinen Tod und 
seine Auferstehung jeden einzelnen in das ewige Leben beruft. 
Die Einzigartigkeit jedes Individuums auf seinem Weg von Gott zu Gott 
prägt das christliche Menschenbild. Im CJD ist es ausdrücklich in den 
Kernkompetenzen verankert. Sie sprechen den Menschen ganzheitlich 
an und repräsentieren einzeln unterschiedliche Perspektiven auf das 
Wesen des Menschen.
Vor allem aber lebt das Bildungsverständnis in der täglichen Arbeit für 
jeden einzelnen anvertrauten Menschen in den Jugenddörfern. Wir ver-
stehen diese Arbeit als Bildungsarbeit. Sie hat vier Elemente, die ein-
zelne Aspekte in den Vordergrund stellen, aber so zusammengehören, 
wie auch der Mensch in seiner Vielfalt immer einer ist.

9Das Bildungsverständnis im CJD
DIE VIEr BEzüGE IM WEsEn JEDEs MEnsCHEn
Wer ist der Mensch und was macht sein Wesen aus? Es ist vieldimensio-
nal, nicht voll erschöpfbar, immer bewegt und in Veränderung begriffen.
Vier notwendige Beziehungen lassen sich darin als Bezüge beschreiben. 
Die ersten beiden bilden die Außenbeziehungen des Menschen ab, ins-
gesamt seine Beziehung zur Welt. Die beiden in der unteren Hälfte die 
Innenbeziehungen des Menschen, seine Beziehung zu sich selbst. 
Mit Sicherheit gibt es beinahe unendlich viele unterschiedliche Ausprä -
gungen der einzelnen dieser vier Beziehungen und damit auch völlig 
unterschiedliche Wechselbeziehungen zwischen ihnen, so dass das 
Ganze, wie ein Mensch sein kann, tatsächlich unerschöpflich ist. In die-
sem Sinn bleibt in dieser Welt jeder Mensch ein Geheimnis.
Mensch
Welt
 subjekt
     (selbst)
Person
  (Ich)  
Mit-
  menschen
Wir gestalten Gemeinschaft
Wir achten FreiheitWir eröffnen Wege
Wir fördern neugierde
Außenbezug
Innenbezug

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
10
DIE VIEr ElEMEnTE DEr BIlDunGsArBEIT
Jedes Bildungsverständnis drückt das Wesen des Menschen aus und 
beschreibt die Elemente der Bildungsarbeit, die sich daraus ergeben. 
Das CJD Bildungsverständnis schaut auf den Menschen in seinen vier 
Bezügen und formuliert deshalb vier Elemente der Bildungsarbeit. Jedes 
Element entspricht hauptsächlich einem Bezug. Weil der Mensch immer 
ganz und einer ist, den wir als Gottes einmaliges Ebenbild annehmen, 
sind die vier Elemente der Bildungsarbeit zwar den Bezügen zugeordnet, 
die jedem Menschen innewohnen und sein Wesen in der ganzen Weite 
ausmachen. Aber sie sind so wenig trennscharf wie diese Bezüge selbst.
Die Neugierde: Sie bildet die Spitze des Dreiecks, weil des Menschen 
Das Bildungsverständnis im CJD
Beziehung zur Welt darauf gründet. Unser Auftrag in der Bildungsarbeit 
lautet, diese elementare Weltbeziehung zu erhalten und zu fördern.
Die Gemeinschaft: Der Bezug auf alle anderen Subjekte bildet sich hierin 
ab. Wegen der Augenhöhe, die diesen Bezug zu jeweils anderen gleichen 
Individuen ausmacht, ist unser Auftrag die gemeinsame Gestaltung. 
Diese beiden Bezüge stehen aufeinander, weil sie die Außenbezüge des

11
Menschen zur Welt darstellen und sozusagen auf dieser aufsetzen. Sie 
sind nicht möglich oder denkbar ohne die beiden anderen flankierenden 
Bezüge, die die Beziehung des Menschen zu sich selbst darstellen.
Die Freiheit: Der Mensch als Person, als Ich, steht unantastbar in der 
Welt und vor allen anderen. Er ist frei und beansprucht Freiheit. Unser 
Auftrag lautet, diese Freiheit zu achten.
Die Wege: Als Subjekt geht das Individuum in diese Welt mit dem Auf -
trag, sich selbst zu dem zu entwickeln, als der es gemeint ist. Keiner 
außer ihm selbst kann das ergründen und diesen Weg gehen. Unser 
Auftrag liegt darin, begehbare Wege zu eröffnen.
DIE VIEr WEsEnTlICHEn FrAGEn
Das Wesen des Menschen verstehen wir in vier Hauptbezügen und dar-
aus ergeben sich Aufträge. In der praktischen Konkretisierung stellen 
sich diese Aufträge gut in vier Fragen dar. 
Jede einzelne Frage ist bezogen auf einen Auftrag und einen Bezug und 
findet auch darin ihre Erklärung:
Das Bildungsverständnis im CJD
Was willst du?1
Was brauchst du?2
Wer bist du und 
wer willst du werden?3
Was bringst du ein und wie
feiern wir unsere Gemeinschaft?
4

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
12
Die konkrete Bildungsarbeit im CJD gründet auf diesem Bildungsver-
ständnis und dem darin vorausgesetzten christlichen Menschenbild. 
Deshalb wird jedem Kind, jedem Jugendlichen und Erwachsenen als 
Gegenüber auf Augenhöhe begegnet. Die Freiheit jedes und jeder der 
uns Anvertrauten und die daraus resultierende Selbstverantwortung 
führt uns in eine pädagogische Arbeit, in der wir immer von den Stär-
ken des Einzelnen ausgehen. Und immer davon ausgehen, dass jeder 
Einzelne solche Stärken sein Eigen nennt, wie verschüttet sie für ihn 
selbst und erst recht für uns selbst auch sein mögen. Jedes Individuum 
geht seinen eigenen Weg und ist dafür ausgestattet durch den Schöpfer. 
Wir lehnen eine Pädagogik ab, die von der Grundhaltung des Machens 
geprägt ist. Stattdessen wollen wir Möglichkeiten eröffnen und Men-
schen begleiten. Das Recht auf Bildung, wie wir sie verstehen, ist unver-
zichtbar.
Vor diesem Hintergrund haben wir unser CJD Bildungsverständnis wie 
folgt formuliert:
1 
Wir lieben Menschen, denn Gott liebt uns Menschen.
Weil jeder Mensch ein absoluter Wert ist, ist Bildung immer von glei-
chem Wert, welche Möglichkeiten und Einschränkungen der Einzelne 
auch mitbringt.
Das Recht auf Bildung ist unverzichtbar.
Wir fördern neugierde.
Unser Bildungsauftrag sagt, dass wir jeden Menschen in seinem Wesen, 
seiner Verfassung und seinen Bedürfnissen ernst nehmen. Neugierde 
auf Leben beinhaltet Neugierde auf Lernen.
Dies gilt es zu bewahren und zu fördern. Wertebezogene und zuge -
wandte Haltung sowie Professionalität der pädagogisch Handelnden 
sind Grundvoraussetzung für die Erfüllung dieses Auftrages.
Das Bildungsverständnis im CJD

13
Wir eröffnen Wege.
Jeder Mensch ist als Person gewollt, unbenommen seiner unterschiedli-
chen Voraussetzungen. Unser Bildungsangebot gestaltet so viele Lern- 
und Erfahrungsmöglichkeiten, wie individuelle Wege für Menschen 
gebraucht werden.
Dabei nimmt unsere Bildungsarbeit nicht nur Bedürfnisse auf, wie sie sich 
zeigen, sondern initiiert Zugänge auch zu den Menschen, die ihr Recht 
auf Bildung scheinbar schon aufgegeben haben.
Wir achten Freiheit.
Jeder Mensch ist immer schon in seinem absoluten Wert gesetzt. Vor 
sich aber hat er einen Weg, diese Voraussetzung einzuholen, indem er 
seine Gaben entfaltet, Entwicklungsmöglichkeiten nutzt und Subjekt in 
dieser Welt wird. 
In unserer Bildungsarbeit befähigen wir zu dieser Freiheit durch die 
Erfahrung von Grenzen. Wir gestalten die Aneignung der Welt und des 
Selbst durch wertvolle Auswahl an Stelle von Beliebigkeit oder Allver-
fügbarkeit.
Wir gestalten Gemeinschaft.
Gott hat jeden Menschen gewollt, geschaffen und geliebt als ein Wesen 
in Beziehung: Beziehung zu sich selbst, zu Mitmenschen und zur Gesell-
schaft und im Letzten bezogen auf Jesus Christus.
Wir befähigen Menschen dazu, sich als Person und Subjekt in dieser Welt 
anzunehmen, authentisch und befreit zu leben.
Unsere Welt, ihre Gegenwart und Zukunft sind Auftrag für die Men-
schen; sie leben Gemeinschaft und gestalten aktiv unsere Gesellschaft. 
Die gelingende Beziehung zu sich selbst ist die Voraussetzung für alle 
Beziehungsarbeit.
Darum ist Bildung wesentlich Beziehungsarbeit.
Das Bildungsverständnis im CJD

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
14 Die vier pädagogischen Kernkompetenzen
Die vier pädagogischen Kernkompetenzen: 
Ganzheitliche Persönlichkeitsbildung im CJD
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands hat den Anspruch, dass 
über die reine Wissensvermittlung hinaus der ganze Mensch mit Leib, 
Geist und Seele in den Blick genommen werden muss. Vier pädagogi-
sche Handlungsfelder fördern die Bildung und Entfaltung starker Per-
sönlichkeiten: Religionspädagogik, Sport- und Gesundheitspädagogik, 
Musische Bildung, Politische Bildung.
Die pädagogische Arbeit der Kernkompetenzen zielt auf den Mehrwert 
einer ausgewogenen Persönlichkeit, die erworbenes Wissen für sich und 
andere verantwortlich anwenden kann. Dazu muss sie Begegnungs -
räume schaffen – und zwar für die Begegnung mit sich selbst, mit der 
Mitwelt und mit Gott. Die Kernkompetenzen als Ganzes stellen somit 
einen großen Begegnungsraum dar. Man begegnet den anvertrauten 
Kindern außerhalb der formalen Bildungssituation. Ihnen zugewandt 
können unverhoffte Begabungen entdeckt und neue Erfahrungen ver-
mittelt werden. Die Begegnung beruht auf der Neugier auf den Men-
schen, der hinter seiner eigenen Geschichte steht und der uns von Gott 
als einzigartiges Geschöpf geschenkt wurde: „Du bist gemeint!“. Diese 
Begegnung ist verbunden mit Wertschätzung, Interesse und Würdigung. 
In den einzelnen Handlungsfeldern der Kernkompetenzen wird diese 
geistige Grundhaltung jeweils spezifiziert.
2
Religions-
pädagogik
„Du bist gemeint!“
Musische
Bildung
Politische
Bildung
Sport- und 
Gesundheits-
pädagogik
„Du bist
ein einmaliger
Gedanke Gottes!“
„Du bist
ein einmaliges
Gegenüber Gottes!“
„Du bist
ein einmaliges
Geschenk Gottes!“
„Du bist
ein einmaliges
Geschöpf Gottes!“
„Du bist
gewollt!“
„Du bist
einzigartig!“
„Du bist
gefragt!“
„Du bist
geschaffen!“
Sinn Ich-Wahrnehmung VerantwortungKörperlichkeit

15Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der pädagogischen Arbeit für Kinder und Erwachsene
Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der 
pädagogischen Arbeit für Kinder und Erwachsene
GrunDVErsTänDnIs DEr PäDAGoGIsCHEn ArBEIT
Wir orientieren uns in unserer pädagogischen Arbeit einerseits an der 
individuellen Lern- und Bildungsgeschichte des einzelnen Kindes und 
berücksichtigen andererseits die Bedürfnisse der gesamten Kinder -
gruppe. Entwicklungen werden angestoßen, wenn bei den Stärken des 
Kindes angesetzt wird und nicht bei seinen Schwächen. Dementspre-
chend sind es folgende wichtige pädagogische Grundsätze, die hand-
lungsleitend sind:
 Kinder sind Selbstgestalter des Lernens, sie sind „aktive Lerner“
 Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen
 Kinder lernen im Spiel, Spiel ist Lernen
 Kinder lernen durch Mitmachen und Mitverantwortung (Partizipation)
 Emotionale Sicherheit und Zuwendung bieten die Basis für kindliche 
Lernprozesse und den Aufbau eines positiven Selbstbildes
 Jedes Kind hat ein Recht auf seine Einzigartigkeit
Ein vielfältig vorbereitetes Umfeld fordert Kinder zu selbsttätigem Han-
deln und Forschen heraus: Die Raum- und Materialgestaltung gibt den 
Kindern in einzelnen Funktionsbereichen Zeit und Raum, ihre Erfahrun-
gen machen zu können. 
Voraussetzung für jedes Lernen, für die Möglichkeit eines aktiven Erfor-
schens und Entdeckens ist eine Atmosphäre von Sicherheit, Gebor -
genheit und Wertschätzung. So kann jedes Kind Selbstvertrauen und 
Selbstwertgefühl aufbauen. Emotionale Sicherheit und Zuwendung bie-
ten die Basis für kindliche Lernprozesse und den Aufbau eines positiven 
Selbstbildes. Der Aufbau von Beziehungen zu anderen ist hierbei der 
zentrale Prozess zum Erleben der eigenen Selbstwirksamkeit und des 
persönlichen Selbstwerts.
Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen. Sie lernen durch Mitma-
chen und Mitverantwortung (Partizipation). Bei aller Individualität, die 
Kinder beim Erforschen und Entdecken ihrer Lebens- und Lernwelt

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
16 Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der pädagogischen Arbeit für Kinder und Erwachsene
gewährt werden sollte, ist das Erlebnis der Gemeinschaft, der Interak -
tion mit anderen und auch der damit verbundenen Rituale und Rück-
sichtnahme, die sich beim Leben in einer Gemeinschaft ergeben, für die 
Lernentwicklung der Kinder unverzichtbar. 
Unterschiedliche pädagogische Ansätze werden genutzt, um in der täg-
lichen Arbeit alle Kinder vielfältig zu fördern und zu unterstützen. So 
werden beispielsweise Elemente aus der Montessori-Pädagogik genauso 
einbezogen wie Elemente aus der Reggio-Pädagogik.
DAs BIlD VoM KInD
Jedes Kind hat ein Recht auf seine Einzigartigkeit. Ausgehend vom 
christlichen Menschenbild wird jedes Kind so angenommen, wie es ist. 
Wir orientieren uns in unserer pädagogischen Arbeit an der individuel-
len Lern- und Bildungsgeschichte des einzelnen Kindes. Entwicklungen 
können gefördert werden, wenn insbesondere die Stärken eines jeden 
Kindes gesehen werden. Grundlegend hierfür ist die Annahme der Kin -
der als eigene Persönlichkeiten mit ihrer persönlichen Biografie, ihren 
persönlichen Fähigkeiten und Begabungen. Dazu gehört auch, Kinder in 
ihren Aktionen und Bedürfnissen ernst zu nehmen. 
KInDEr IM MITTElPunKT:
DIE rollE DEr sozIAlPäDAGoGIsCHEn FACHKräFTE 
Ausgehend von der Grundidee, dass die Kinder aktive Gestalter ihres 
Lernens sind, definiert sich die Rolle der pädagogischen Mitarbeiterin-
nen. In einer dialogischen Grundhaltung sind sie Partner und Co-Gestal-
ter der Lernprozesse des Kindes. Die Selbstbildungsprozesse des Kin -
des werden unterstützt und die Konstruktion von Wirklichkeit begleitet. 
Neben einer lernfördernden Umgebung durch anregungsreiche Räume 
mit Aufforderungscharakter sind vertrauensvolle Bezugspersonen wich-
tig, die die Bildungsprozesse im Dialog begleiten und gezielte Impulse 
zur Weiterentwicklung geben.
Kinder stellen Hypothesen auf, wenn sie Materialien oder Vorgänge 
erforschen und finden „provisorische Antworten“ auf ihre Fragen. Die 
Jedes Kind hat 
ein Recht
auf seine
Einzigartigkeit.

17Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der pädagogischen Arbeit für Kinder und Erwachsene
Pädagogin lässt diese stehen und unterstützt die Kinder, ihre Hypo -
thesen immer wieder zu überprüfen: Sie belehrt Kinder nicht, sondern 
begleitet sie beim Lernen, beobachtet gezielt und interpretiert ihre 
Beobachtungen. Diese dialogische Grundhaltung unterstützt die Bezie-
hung und die Wertschätzung der persönlichen Lernerlebnisse des Kindes.
Die Forschung der Elementarpädagogik gibt dem Beziehungsaufbau 
und der Pflege zu Recht eine besondere Relevanz. Diese mit Leben zu 
füllen, ist die Aufgabe der Erwachsenen, die entsprechend einer christ-
lichen Grundhaltung alle Kinder gleichermaßen annehmen.
Die Entdeckung neuer Handlungsmöglichkeiten entfaltet sich für ein 
Kind durch Vorbilder, aber auch durch das Erforschen der eigenen Wirk-
samkeit. Diese zuzulassen, auch wenn sich damit keine linearen, dafür 
aber individuelle Lernwege ergeben, ist verbunden mit der Wertschät-
zung der Persönlichkeit des einzelnen Kindes, die die pädagogischen 
Mitarbeiterinnen allen Kindern schenken.
unsEr sElBsTVErsTänDnIs Von ElEMEnTArPäDAGoGIK 
Der Bildungsbegriff der OECD definiert heute Bildung im Sinn eines 
in schulischen Kontexten erworbenen prüfbaren Weltwissens oder im 
Sinn erlernter Fertigkeiten im Umgang mit Kulturtechniken wie Lesen, 
Schreiben und Rechnen.
Demgegenüber stehen die Bildungspläne, Orientierungspläne oder Leit-
linien der Länder, die frühe Bildung im Sinn von Bildung der Gesamt-
persönlichkeit verstehen. Auch das Bundesministerium für Bildung und 
Forschung (bmbf) beschreibt das Bildungsverständnis im Bereich der 
frühen Bildung in seiner Veröffentlichung „Auf den Anfang kommt es an: 
Perspektiven für eine Neuorientierung frühkindlicher Bildung“ (bmbf, 
Bildungsforschung Band 16). An vorderster Stelle stehen dabei neben 
den Themen Resilienz und Transitionen die Vermittlung von lernme -
thodischen Kompetenzen zur Auswahl, Erschließung, Aneignung und 
Verarbeitung von Wissen, womit schon früh die Basis zu lebenslangem 
Lernen angelegt werden kann.
Die Pädagogin  
belehrt Kinder
nicht, sondern 
begleitet sie 
beim Lernen, 
beobachtet 
gezielt und 
interpretiert ihre 
Beobachtungen.

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
18
Dieses grundlegende Bildungsverständnis des bmbf entspricht teilweise 
auch dem Bildungsverständnis des CJD.
Für das CJD bezieht sich Bildung allerdings nicht nur auf Wissen. Bei der 
Bildung einer jungen Persönlichkeit sind Wertevermittlung und Verant-
wortungsgenese von entscheidender Bedeutung. Wir vermitteln Werte, 
und wir sind für unsere Kinder Vorbilder, zu jedem Zeitpunkt. In unse -
ren Kitas legen wir die Grundlage dafür, wie verantwortungsbewusst die 
Menschen in unserer Gesellschaft zukünftig handeln. Insofern sind Kin-
dertagesstätten Zukunftsstätten.
Die elementare Bildung, die weitere Bildung im Sinn der OECD erst 
ermöglicht und die neben lernmethodischen wissensorientierten Kompe-
tenzen Werte und Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme generiert, 
nennen wir VorBildung!
Die Zukunft der Kita ist das Familienzentrum. Hier gibt es neben Kin -
derbetreuung und -bildung auch Angebote der Eltern- und Familien-
bildung. In diesem Sinn verstehen wir unsere Kindertageseinrichtungen 
als „Häuser für Familien“ mit niederschwelligen Unterstützungs- und 
Beratungsangeboten für alle Menschen, die im System Familie an der 
Erziehung der Kinder beteiligt sind.
Das CJD bevorzugt kein pädagogisches Dogma, also keine enge Ausle -
gung eines spezifischen elementarpädagogischen Ansatzes. Somit kön-
nen wir auf der Basis unseres kokonstruktivistischen Bildungsverständ-
nisses neue wissenschaftliche Erkenntnisse in unsere pädagogische 
Praxis integrieren und diese ebenso undogmatisch kritisch reflektieren.
Dabei gilt, dass für spezifische Aufgabenstellungen besondere Ansätze 
hilfreich sind. Ebenso ist der gestaltete Raum als „dritter Pädagoge“ und 
die vorherrschenden Möglichkeiten für die Gestaltung mitentscheiden-
der Aspekt für die Entscheidung, inwieweit offen oder in festen Gruppen 
gearbeitet werden kann.
Bei pädagogischer 
Arbeit geht es 
stets um die 
ganzheitliche 
Förderung des 
Kindes.
Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der pädagogischen Arbeit für Kinder und Erwachsene

19
unsEr sElBsTVErsTänDnIs Von HorTPäDAGoGIK 
Bei pädagogischer Arbeit geht es stets um die ganzheitliche Förderung 
des Kindes. Den Kindern werden individuelle Entfaltungsmöglichkeiten 
geboten, die dem Recht auf Spontaneität, Erholung und freier Kontakt -
aufnahme entgegenkommen.
Speziell in der Hortbetreuung sollen die Kinder die Möglichkeit haben, 
dass auf ihre persönlichen Bedürfnisse und Befindlichkeiten eingegan -
gen wird. 
Im pädagogischen Alltag ist uns ein respektvoller Umgang miteinander 
wichtig. Dabei wird sowohl auf das Einhalten von Regeln als auch auf 
eigenes authentisches Verhalten gegenüber den Kindern besonderer 
Wert gelegt. Gleichzeitig ist es uns wichtig, jedes Kind in seiner Ein-
zigartigkeit und mit seinem sozialen und kulturellen Hintergrund zu 
akzeptieren. 
Von großer Bedeutung ist auch, dass die Kinder untereinander die Tole-
ranz für diese Individualität entwickeln. Die sozialpädagogischen Fach-
kräfte begegnen den Kindern mit Wertschätzung und orientieren sich an 
den Ressourcen, die jedes einzelne Kind mitbringt. 
Der Zusammenarbeit mit der Grundschule kommt eine besondere 
Bedeutung zu, der Hort ist häufig eine weitere Schnittstelle neben dem 
Elternhaus. Trotzdem ist maßgeblich, dass sich der Hort unabhängig 
von der Schule als eigener Lebensraum für die Kinder versteht, in der 
Drucksituationen gegenüber Erwachsenen und anderen Kindern vermie-
den werden. Denn es handelt sich hier um die tägliche Freizeit der Kin-
der, die im Hort häufig mehr Zeit verbringen als in ihrer Familie.
Für Horte, die direkt an einer Grundschule entstehen, gelten mithin 
eigene Konzeptionen.
Von großer
Bedeutung ist
auch, dass
die Kinder 
untereinander die 
Toleranz für
diese Individualität
entwickeln.
Bildung heißt Beziehung – Grundlagen der pädagogischen Arbeit für Kinder und Erwachsene

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
20
Das Interesse
des Kindes 
am Lernen
von neuen 
Erfahrungen, 
Wissen und 
Fertigkeiten 
rückt in den 
Blickpunkt 
und wird 
gestärkt.
Das pädagogische Konzept der Einrichtung
Wir verfolgen keinen speziellen pädagogischen Ansatz, sondern arbei -
ten in einem guten Mischungsverhältnis mit situationsorientiertem 
Ansatz und geplantem Ansatz sowie Auszügen aus den pädagogischen 
Konzepten von Reggio, Freinet, Waldorf und Montessori.
Wir arbeiten situativ, aber nicht ungeplant. Von den Mitarbeitern erfor-
dert dieser Ansatz deshalb ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, 
Fantasie und Flexibilität. Unser Ansatz richtet sich nach den Interessen 
und Bedürfnissen der Kinder. Wir unterstützen so, dass die Kinder in 
den Situationen ihres gegenwärtigen und zukünftigen Lebens selbst-
ständig und kompetent handeln und denken können. Unsere Kinderta -
gesstätte soll durch eine pädagogische Leitlinie charakterisiert werden, 
in welcher Fürsorge, Bildung und Lernprozesse eine Gesamtheit bilden.
Pädagogische Aktivitäten werden dahingehend ausgeführt, als dass sie 
den Lernprozess und die Entwicklung des Kindes anregen und heraus-
fordern. Das Lernumfeld ist offen und wird durch Inhalte und Attraktivi-
tät bereichert. Aktivitäten sollen das Spiel, die Kreativität und den Spaß 
am Lernen bestärken. Das Interesse des Kindes am Lernen von neuen 
Erfahrungen, Wissen und Fertigkeiten rückt in den Blickpunkt und wird 
gestärkt. 
Die Grundlagen für pädagogische Aktivitäten sollen der Sinn für Erfor-
schung, Neugierde und der Wunsch zum Lernen bilden. Diese basieren 
auf den Erfahrungen, den Interessen und Bedürfnissen sowie Meinungen 
des Kindes. Der Gedanke und Ideenfluss des Kindes soll genutzt wer-
den, um eine Lernvielfalt zu erzeugen. 
Wir fördern die einzelnen bildungs- und fächerbezogenen Zielfelder, 
wie Religionspädagogik, Musische Bildung, Sport- und Gesundheitspä-
dagogik, Politische Bildung und Sprache in ihrer Gesamtheit. 
Zusätzlich richten wir uns dabei nach dem jeweils gültigen Kinderbil -
dungsgesetz bzw. den bundesländerspezifischen Bildungsplänen.
Hier bitte die jeweils gültige Begrifflichkeit spezifizieren. 
Das pädagogische Konzept der Einrichtung

21
Formen der pädagogischen Arbeit
Es folgen ergänzend Beschreibungen für die Formen pädagogischer 
Arbeit, die sich in CJD Kitas bewährt haben und daher beispielhaft für 
die Darstellung der konkreten pädagogischen Arbeit gelten können.
KursAnGEBoTE
Ein spezielles Kurs-System ermöglicht den Kindern, nach ihren Interes-
sen themenorientierte Kurse zu wählen, wie z.B. Fremdsprachen, Natur-
wissenschaften, musikalische und kreative Angebote oder den Religi-
onspädagogischen Gesprächskreis. In den Kursen befriedigen die Kinder 
ihre Neugierde und entwickeln Freude am gemeinsamen Lernen. Dabei 
kann sich jedes Kind für einen bestimmten Zeitraum einen Kurs nach 
eigenem Interesse auswählen. Einige Kurse, die durch externe Dozen-
ten angeboten werden wie z.B. Frühenglisch, sind kostenpflichtig. Jedes 
Kind der Einrichtung hat aber die Möglichkeit, mindestens ein kosten-
freies Kursangebot zu nutzen. Gezielte Förderung, z. B. der Sprache 
oder der Feinmotorik, findet mit einzelnen Kindern und in Kleingruppen 
statt. Die Vorschulkinder werden in der Regel im letzten halben Jahr vor 
der Einschulung in einem speziellen Kurs gefördert.
Formen der pädagogischen Arbeit

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
22
ProJEKTArBEIT 
Auf der Basis einer wertschätzenden Haltung der pädagogischen Mitar-
beiterinnen den Kindern gegenüber und fester Gruppenstrukturen sind 
individuelle Beobachtungen der Kinder und ein Lernen in Beziehung und 
Dialog möglich. In der Projektarbeit der Kindertagesstätte finden ver-
schiedenste Aspekte der pädagogischen Arbeit Berücksichtigung:
Jeder kann von jedem lernen, so auch die Erzieherin von den Kindern, da 
sie immer wieder gemeinsam mit den Kindern den Prozess des Projekt-
verlaufes reflektiert und die Zielsetzung ebenso neu bestimmt. Hierbei 
geht es nicht um schlecht oder gut - falsch oder richtig, sondern: „Der 
Weg ist das Ziel!“ 
Themen für Projekte können z.B. sein: Umweltprojekte, Waldprojekte, 
Spurensuche, kreative Angebote, musikalische Projekte, Umgang mit 
Gewalt, Kunstprojekte, Sportprojekte, Gesundheitsprojekte.
Projektarbeit ist eine Methode, um themenbezogen, gruppenübergrei-
Ethische Aspekte: 
kulturelle Offenheit,
Kennenlernen anderer Lebensformen
und Glaubensformen,
toleranter und respektvoller
Umgang miteinander
Kommunikative Aspekte:
Förderung der Sprachfähigkeit, 
Wortschatzerweiterung, 
Dialoge anregen und fördern
soziale Aspekte: 
Förderung der Selbständigkeit,
Partizipation, 
Knüpfen neuer Beziehungen, 
gruppenübergreifendes Lernen, 
Offenheit gegenüber
neuen Situationen
Kognitive Aspekte: 
Themenintensivierung, Wissensvermittlung
 durch interne und externe Experten
Erweiterung von Handlungskompetenzen
Entdeckern eigener Ressourcen praktisches 
Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten
Kinästhetische Aspekte: 
ganzheitliche Anregung
der Wahrnehmungskanäle, 
Lernangebote mit allen Sinnen,
Bewegungsangebote
spaß
Freude 
neugierde
Experimente
Kreative Aspekte: 
Anregung der kindlichen Phantasie, 
Entdeckung neuer Ausdrucksformen,
 Ideen entwickeln und verwirklichen, 
Materialkompetenzen erweitern
Formen der pädagogischen Arbeit

23
fend oder auch gruppenintern und zielorientiert mit Kleingruppen zu 
arbeiten. Um ein Thema intensiv und umfassend verstehen zu können, 
greifen wir den ganzheitlichen Aspekt auf und beleuchten es dadurch 
von allen Seiten. Größere Projekte enden mit einem gemeinsamen Fest, 
einer Ausstellung oder Präsentation. 
AusFlüGE unD ExKursIonEn
Sowohl gruppenintern als auch gruppenübergreifend werden regelmä-
ßig Ausflüge gemacht. Diese führen als Besuche zum Kindertheater, in 
die Stadt, zum Einkaufen, zu Museen, Ausstellungen und Messen, aber 
auch zu „Kinderzimmerbesuchen“ oder Arbeitsplätzen von Eltern sowie 
in die nähere Naturumgebung. Das Entdecken und Erleben von Realitä-
ten außerhalb der Kindertagesstätte ist ein wichtiges Element der päd -
agogischen Arbeit.
rITuAlE
Kinder brauchen Rituale. Rituale sind so alt wie der Mensch selbst. Das 
immer wiederkehrende ordnende Prinzip ist es, was ein Ritual ausmacht.
 
rituale 
erleichtern die Konzentration, fördern die Selbstständigkeit, schaffen 
Ordnung und Orientierung, geben Halt und schenken Geborgenheit. 
Rituale werden in unterschiedlichen Zusammenhängen gepflegt. Dies gilt 
z.B. für die Gestaltung des Tagesablaufes oder Rituale bei den Mahlzei-
ten. Außerdem werden Feste und Feiern in geeigneter Weise begangen.
Hierzu gehören in einer CJD Kindertagesstätte natürlich in erster Linie 
die großen christlichen Feste wie Advent, Weihnachten und Ostern sowie 
das Erntedankfest. Darüber hinaus werden in der Kindertagesstätte 
Rituale für Geburtstage entwickelt und eigene Feste für die gesamte 
Familie oder auch unter Einbeziehung der Nachbarschaft initiiert.
Je nach Konzeption und Region können unterschiedliche Rituale geprägt 
sein, die in Ansätzen beschrieben werden können.
Formen der pädagogischen Arbeit

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
24 Kinderschutz und Kinderrechte
Kinderschutz und Kinderrechte
Das Geheimnis einer erfolgreichen Erziehung liegt nicht darin, alles per-
fekt zu machen. Sondern darin, immer wieder die Balance zu suchen. Mit 
der Einführung des § 8a SGB VIII wurde der Schutzauftrag für Kinder in 
Einrichtungen konkretisiert und auf das CJD übertragen. Diesen Schutz- 
auftrag wahrzunehmen heißt in unserer Einrichtung, die Signale einer 
möglichen Kindeswohlgefährdung zu erkennen und ihn zentral als Hil-
feauftrag zu begreifen. Familien, in denen das Wohl von Kindern akut und/
oder perspektivisch gefährdet ist, brauchen Hilfen, die sie bedarfsgerecht 
unterstützen, ihnen Perspektivenwechsel und Orientierung eröffnen und 
sie solange begleiten, bis sie soweit stabilisiert sind und die Gefährdung 
abgewendet ist. Der Schutz des Kindes muss im Einvernehmen mit den 
Eltern gelingen. Unser oberstes Ziel der frühkindlichen Betreuung ist, mit 
den Eltern gemeinsam für das Wohlergehen des Kindes Sorge zu tragen 
und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern.
Vertrauen schaffen 
Durch Fortbildungsangebote für die Eltern und/oder themenzentrierte 
Elternabende können Erziehungsthemen benannt und offen disku-
tiert werden. Durch gelungene Elterngespräche, fachliche Beratung und 
Begleitung werden Familien gestärkt und der Kinderschutz verbessert. 
Wir schaffen eine gute Kommunikationsgrundlage, schaffen Vertrauen 
und Kooperationsbereitschaft. 
Eltern stärken 
Bei der Wahrnehmung des Schutzauftrages geht es uns darum, Eltern 
in ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen und zu stärken, eine 
mögliche Gefährdung des Kindes gemeinsam zu erkennen und mögliche 
Risiken gemeinsam einzuschätzen.
Gemeinsam Hilfeideen entwickeln 
Es gilt, die Erziehungsressourcen der Familien zu erkennen, sie zu bele-
ben und durch Einbeziehung von verschiedenen Leistungsangeboten im 
örtlichen Einzugsbereich auf mögliche Hilfen hinzuwirken. Wir unterstüt-
zen die Familie bei der Entwicklung neuer Handlungsstrategien. 
Kinder haben das Recht auf körperliche, geistige und seelische Entwick-
lung. Dies zu fördern ist unser Auftrag. 
Schelten richtet 
Zorn an, aber
Ermunterung 
macht fröhliche 
Leute. 
Friedrich von 
Bodelschwingh

25Kinderschutz und Kinderrechte
KInDEr sTärKEn Von AnFAnG An 
Das CJD engagiert sich als Anwalt und Partner für das Wohl des Kin -
des, indem es sich aktiv dafür einsetzt, dass für Kinder – besonders 
für diejenigen, die unter Benachteiligung leiden - förderliche Lebens -
bedingungen geschaffen werden. Ziel des CJD ist es, Kinder zu stärken, 
zu befähigen sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftschan-
cen nachhaltig zu verbessern. Um ihre kommunikativen Fähigkeiten zu 
nutzen und zu erweitern, benötigen Kinder in den ersten Lebensjahren 
Erwachsene, die ihnen zugewandt sind, die feinfühlig auf die Signale des 
Kindes eingehen und bereit sind, sich in Dialogform auf ihre Ausdrucks- 
und Entwicklungsmöglichkeiten einzustellen. 
Sich für Kinder einzusetzen heißt, sich für ihre Rechte zu engagieren, sie 
zu achten und zu stärken. 
Kinder haben ein recht:
 auf physiologische Bedürfnisse und ein Recht auf gesundheitliche 
Vorsorge. 
 Sie haben ein Recht auf Sicherheit und Schutz vor Gewalt. 
 Sie haben ein Recht auf eine liebevolle Bindung, soziale Beziehun-
gen, gesellschaftliche und sprachliche Integration. 
 Ein Recht auf Anerkennung, Wertschätzung und Verständnis. 
 Das Recht auf Selbstverwirklichung durch Spiel und Anregung, 
 Lernen und Bildung muss gewährleistet sein. 
QuAlITäTsEnTWICKlunG unD –sICHErunG IM KInDErsCHuTz 
Durch Supervision, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und 
regelmäßigen Fortbildungen der qualifizierten und nach § 72a SGB VIII 
ausgewählten MitarbeiterInnen werden unsere Ansätze immer wieder 
überdacht und abgeglichen. Wir evaluieren, analysieren und arbeiten 
mit Qualitätsstandards. Leitlinien zur Sicherung der Rechte von Kindern 
sind entwickelt und werden regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. 
Gefährdungseinschätzungsinstrumente, Handlungsleitlinien und die 
Beratung mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8a helfen bei 
der Klärung einer möglichen Gefährdung. Gezielte Beobachtung und ein

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
26
gut entwickeltes Dokumentensystem werden sicher angewendet und 
Prinzipien des Datenschutzes werden zuverlässig beachtet. 
Partizipation und Beschwerdemanagement
§45 (2) 3 SGBVIII fordert für die Erteilung einer Betriebsgenehmigung 
„zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Ein-
richtung geeignete Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der 
Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten Anwendung finden“
 Alle Kinder haben das Recht, informiert zu werden und ihre Meinung 
zu äußern. 
 Die Kinder haben zudem das Recht in der Kindertagesstätte ein 
geeignetes Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der Be-
schwerde in persönlichen Angelegenheiten zu erhalten.
 Echte Kinderbeteiligung setzt bei den pädagogischen Fachkräften 
ein hohes Maß an Dialogbereitschaft voraus, um die Lösungsmög-
lichkeiten von Kindern zu unterstützen. Nur wenn Kinder respektiert, 
wertgeschätzt und vor allem ernst genommen werden, erfahren sie, 
dass sie mit ihrem Tun, ihrer Beteiligung und ihrer Meinungsäuße-
rung etwas bewirken können.
 In unseren CJD Kindertagesstätten können Kinder ihre eigenen Wün-
sche, Vorschläge oder auch Kritik äußern und dabei erleben, dass 
diese aufgenommen und besprochen werden. Entweder schreibt sich 
die pädagogische Fachkraft das Anliegen auf oder aber die Kinder 
malen darüber ein Bild. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen die 
Anregungen auf und besprechen diese – je nach Bedarf - mit den 
Kindern der Gruppe. Findet sich dort gemeinsam eine Lösung, wird 
das Ergebnis umgesetzt. Ist dies nicht der Fall, kann die Ange-
legenheit mit allen Kindern und pädagogischen Fachkräften im 
Gesprächskreis erörtert werden, oder das Anliegen wird direkt an die 
Leitung weitergegeben und besprochen. Die Kinder können darauf 
vertrauen, dass ihre Bedürfnisse, ihre Vorschläge und auch ihre Be-
schwerden Beachtung und Wertschätzung finden.
 Handelt es sich bei Beschwerden von Kindern um das Elternhaus 
oder andere private Kontakte, so behandeln die pädagogischen 
Fachkräfte diese Beanstandungen vertraulich und bereiten durch 
Gespräche und Beobachtungen die weitere Vorgehensweise vor.
Kinderschutz und Kinderrechte

27Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
„Das Leben 
der Eltern ist 
das Buch,
in dem die
Kinder lesen.“
Aurelius Augustinus 
(354–430), 
Bischof von Hippo, 
Philosoph und  
Kirchenvater
Elternarbeit –  
Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Elternarbeit ist in jeder CJD Kindertagesstätte ein zentrales Anliegen und 
wesentliche Grundlage für die gelungene Begleitung der Entwicklungs -
prozesse der Kinder.
DEFInITIon Von ElTErnArBEIT 
Unter Elternarbeit verstehen wir „die Summe aller pädagogischen Ange-
bote für Eltern und Bemühungen zur Verbesserung des elterlichen 
Erziehungsverhaltens, – die Offenlegung und Abstimmung der Erzie -
hung zwischen Familien und außerfamiliären Erziehungseinrichtungen 
und – die Verbesserung der Erziehungssituation in außerfamiliären Ein-
richtungen unter Einbeziehung der Eltern“
3. Es „umfasst die Gesamtheit 
der Angebote einer Kindertageseinrichtung an die Familien ihres Ein-
zugsgebietes. – ist elementarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit, 
die auf die Betreuung, Erziehung und Bildung ausgerichtet ist. – beruht 
auf der konstruktiven, partnerschaftlichen und dialogischen Koope -
ration zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. – beinhaltet  
Informationen über die Einrichtung; Abklärung gegenseitiger Erwartun-
gen; aktive Mitwirkung der Eltern; Begegnungsmöglichkeiten für Eltern; 
Unterstützung anderer sozialen Netzwerke im Gemeinwesen.“
4 
 
zIEl DEr ElTErnArBEIT 
Ziel unserer Elternarbeit ist es, eine offene, akzeptierende, geduldige, 
tolerante und vertrauensvolle wechselseitige Öffnung zwischen Eltern 
und Einrichtung zu erreichen. Zum Wohle des Kindes geht es hier um 
eine Erziehungspartnerschaft zwischen beiden Parteien, die beste Ent-
wicklungsbedingungen für das Kind schafft. Pädagogische Fachkräfte 
und Eltern lernen voneinander, werden zur Reflexion eigener Vorstel-
lungen und Erkenntnisse angeregt und erkennen die Kompetenzen des 
jeweils anderen. Somit wird eine ganzheitliche Erziehung geschaffen. 
Aber auch auf Seiten der Eltern schafft die wechselseitige Öffnung wert-
schätzende Gefühle, die sich in Form eines Mitwirkungsrechtes (Demo-
kratisierung in CJD Kindertageseinrichtungen) ausdrücken. So können 
Eltern bei der Projektarbeit, Organisation von Festen und an der Kon-
zepterstellung mitwirken. Werden ihnen relevante Rechte im Kinder -

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
28 Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
gartenvorstand/-beirat übertragen, werden Eltern zu Interessenver -
treterInnen der Einrichtung gegenüber der Öffentlichkeit. Elternarbeit 
forciert sich dann zur Gemeinwesenarbeit.
Erwartungen an die Elternarbeit (z.B. die gewünschten Formen und die 
bevorzugten Zeiten) können im Gespräch und bei Elternveranstaltun -
gen ermittelt werden, aber auch per Fragebogen. Letzteres ist eine sehr 
effektive und effiziente Methode, insbesondere wenn die Antworten 
vorformuliert sind.
ForMEn DEr ElTErnArBEIT 
Die unterschiedlichen Formen der Elternarbeit, derer sich pädagogische 
Fachkräfte im CJD bedienen können, sollten sich an den Fähigkeiten und 
Eigenschaften der Eltern orientieren. Dies hat allerdings zur Folge, dass 
bestimmte Eltern immer nur bestimmte Tätigkeiten ausführen. Daher 
kann der Anschein entstehen, dass nicht alle Eltern erreicht werden. 
Allerdings zählen auch „einfache“ Formen der Mitwirkung zur Elternar-
beit, die von pädagogischen Fachkräften beachtet werden sollten. „Das 
Lesen unseres Elternbriefes ist Mitwirkung; das Mitbringen von Stoffres-
ten ist Mitwirkung; das Gespräch mit einem anderen Elternteil über das 
auffällige Verhalten eines Kindes ist Mitwirkung; die Bitte um Unterstüt-
zung durch das Personal in Zeiten der Belastung ist Mitwirkung.“
5 
Deutlich wird, dass Elternarbeit also immer auf einem Kompromiss 
beruht. Auf der einen Seite stehen die Bedürfnisse und Fertigkeiten der 
Kinder und deren Familienmitglieder und auf der anderen Seite die der 
CJD Kindertageseinrichtung und der dazugehörigen pädagogischen 
Fachkräfte. Diese stehen damit in der Verantwortung sich einen Über -
blick zu verschaffen, der beide Komponenten vereint und im Idealfall in 
Einklang bringt. „In der Regel müssen also recht unterschiedliche For -
men der Elternarbeit angeboten werden, um Bedürfnissen, Erwartungen 
und Wünschen der Eltern zu entsprechen.“ Erschwerend kommt hinzu, 
dass die Formen der Elternarbeit dem elterlichen Zeitbudget entspre-
chen müssen. Hier kommt die so genannte Jahresplanung zum Tragen, 
welche die Eltern rechtzeitig auf Veranstaltungen hinweist und ein etwa-
igen Zeit- und Arbeitsaufwand abschätzen lässt.
Auf der einen 
Seite stehen die 
Bedürfnisse und 
Fertigkeiten der 
Kinder und deren 
Familienmit-
glieder und auf 
der anderen Seite 
die der CJD 
Kindertagesein-
richtung und der 
dazugehörigen 
pädagogischen 
Fachkräfte.

29Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
In der kommenden Tabelle sind die unterschiedlichen Formen der Elter-
narbeit, welche in CJD Kindertageseinrichtungen angewendet werden 
können, zusammengefasst.
Angebote
vor Aufnahme 
des Kindes
erster Kontakt zu Eltern durch: Anmeldegespräch, 
Vorbesuche in der Gruppe, regelmäßige Besuchsnach-
mittage (Veranstaltungen wie Elterncafè, Babytreff, …), 
Einführungselternabend, Hausbesuche oder Telefonan-
rufe vor Beginn des Kindergartenjahres 
Angebote 
unter Beteiligung 
von Eltern und 
Erzieherinnen
Elternabende, Gruppenelternabende, Elterngrup-
pen (mit/ohne Kinderbetreuung), themenspezifische 
Gesprächskreise, Treffpunkt für Alleinerziehende, 
Vätergruppe, Treffpunkt für Aussiedler/ Ausländer, 
Gartenarbeit, Kochen für Kinder, Spielplatzgestaltung, 
Renovieren/ Reparieren, Büroarbeit, Buchhaltung, 
Elternbefragung 
Angebote
unter Beteiligung 
von Familien und 
Erzieherinnen
Feste und Feiern, Bazare, Märkte, Verkauf von Second-
Hand-Kleidung, Freizeitangebote für Familien (z.B. 
Wanderungen, Ausflüge), Bastelnachmittage, Spielnach-
mittage, Kurse (z.B. Töpfern), Familiengottesdienste, 
Vater-Kind-Gruppe/ -angebote, Familienfreizeiten 
Eltern als 
Miterzieher
Mitwirkung von Eltern bei Gruppenaktivitäten, Beschäf-
tigungen und Spielen, Begleitung der Gruppe bei 
Außenkontakten, Einbeziehung in die Entwicklung von 
Jahres- und Rahmenplänen, die Planung von Veran-
staltungen und besonderen Aktivitäten, die Gestaltung 
von Spielecken usw., Kita-Projekte unter Einbeziehung 
der Eltern (z.B. Besuche am Arbeitsplatz, Vorführung 
besonderer Fertigkeiten), Kurse für Kinder oder Teil-
gruppen (z.B. Sprachunterricht, Schwimmkurs, Töp-
ferkurs), Einspringen von Eltern bei Abwesenheit von 
Fachkräften (z.B. wegen Erkrankung, Fortbildung)

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
30 Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Angebote nur 
für Eltern 
Elternstammtisch, Elternsitzecke (auch im Garten), 
Elterncafé, Treffpunktmöglichkeiten am Abend oder am 
Wochenende, Elterngruppe/-arbeitskreis (allgemein, 
themen-/ aktivitätenorientiert, Hobbygruppe), Väter-/
Müttergruppen, Angebote von Eltern für Eltern, Eltern-
selbsthilfe (z.B. wechselseitige Kinderbetreuung) 
Einzelkontakte Tür- und Angelgespräche, Termingespräche, Telefon-
kontakte (regelmäßig oder nur bei Bedarf), Mitgabe/ 
Übersendung von Notizen über besondere Ereignisse, 
Tagebücher für jedes einzelne Kind, Beratungsgesprä-
che (mit Mutter, Eltern, Familie; unter Einbeziehung von 
Dritten), Vermittlung von Hilfsangeboten, Hospitation, 
Hausbesuche 
Informative 
Angebote 
schriftliche Konzeption der Kindertageseinrichtung, 
Elternbriefe/ -zeitschrift, schwarzes Brett, Rahmen-
planaushang, Tagesberichte, Fotowand, Buch- und 
Spielausstellung, Ausleihmöglichkeit (Spiele, Bücher, 
Artikel, Musikkassetten), Beratungsführer für Eltern, 
Auslegen von Informationsbroschüren 
Elternvertretung Einbeziehung in die Konzeptionsentwicklung, Bespre-
chung der Ziele und Methoden der pädagogischen 
Arbeit, Einbindung in Organisation und Verwaltungs-
aufgaben, gemeinsames Erstellen der Jahres- und Pro-
jektpläne, Einbeziehung in die Planung, Vorbereitung 
und Gestaltung besonderer Aktivitäten und Veranstal-
tungen 
Kommunal-
politisches 
Engagement
Eltern als Fürsprecher der Kindertageseinrichtung, 
Eltern als Interessensvertreter für Kinder, Zusammenar-
beit mit Elternvereinigungen, Initiativgruppen, Verbän-
den und Einrichtungen der Familienselbsthilfe

31Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Resümierend kann festgehalten werden, dass eine Elternidentifikation 
mit der CJD Einrichtung nur entstehen kann, wenn ausreichend Ver-
anstaltungen für Eltern und Kinder durchgeführt werden. Diese helfen 
dabei, dass Eltern sich aktiv einbringen. Dann planen und führen sie 
Feste und Projekte durch, begleiten Kinder bei Exkursionen und hel-
fen bei Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten in der Einrichtung. 
„Hier können sich auch sozial schwache Familien, Migrant/innen und 
Arbeitslose betätigen, was z.B. zur gesellschaftlichen Integration und 
zur Stärkung von Selbstwertgefühlen beiträgt.“
6 Dabei nicht außer Acht 
zu lassen ist die damit zusammenhängende Gemeinwesenarbeit, die zu 
Akquirierung neuer Eltern dient.
QuAlITäTssTAnDArDs DEr ElTErnArBEIT In unsErEn 
CJD KInDErTAGEsEInrICHTunGEn 
Wenn sich nun eine Elternbereitschaft zur aktiven Mithilfe in der CJD 
Kindertageseinrichtung gefunden hat, wie kann eine einheitliche Qua-
lität dieser gemessen werden? Um diese Frage adäquat beantworten 
zu können, müssen Standards eingeführt werden. Als ein allgemeiner 
Standard gilt hier bspw. eine angemessene Kommunikation zwischen 
Eltern und pädagogischen Fachkräften. „Bei der Elternarbeit handelt 
es sich um einen wechselseitigen Kommunikationsprozess, in dem es 
darum geht, Informationen über das Kind und sein jeweiliges Umfeld 
auszutauschen und - darauf aufbauend - ein größeres Verständnis für 
das Verhalten des Kindes zu gewinnen, eigene Einstellungen zu über-
prüfen und gegebenenfalls zu verändern“.
7 
Diese Form beginnt beim ersten Anmeldegespräch, so dass Grundlagen 
für die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft gewonnen werden kön-
nen, welche bei Tür- und Angelgesprächen, aber auch Termingesprä-
chen ausgebaut werden. Es handelt sich um Entwicklungsgespräche, 
die in einer Atmosphäre der wechselseitigen Wertschätzung und Ach-
tung stattfinden sollten, denn nur so können Eltern Vertrauen zu den 
pädagogischen Fachkräften aufbauen und sich verstanden fühlen. Ist 
diese Beziehungsebene erreicht, tendieren Eltern eher zur Selbstrefle -
xion, akzeptieren Vorschläge der pädagogischen Fachkräfte und sind

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
32
zu möglichen (oder notwendigen) Verhaltensänderungen bereit. Kon-
flikte können so verhindert werden. 
Allgemeine Standards erfragen aber auch in regelmäßigen Abständen 
die Bedürfnisse und Erwartungen der Eltern, z.B. durch die Verteilung 
von Fragebögen oder durch die Einrichtung eines „Kummerkastens“ 
oder Einsendung von regelmäßigen Elternbriefen. Werden hier Defizite 
ermittelt, können etwa durch Weiterqualifizierung des Personals, Ein-
führung weiterer Formen der Elternarbeit, etc. Gegenmaßnahmen ins -
talliert werden. „Zumeist ist eine positive Weiterentwicklung möglich - 
insbesondere wenn Qualitätssicherung verstanden wird als „ein Weg des 
Denkens mit dem Anspruch der stetigen Verbesserung. Es gilt also, das 
Gute durch noch Besseres zu ersetzen und sich nicht auf den Erfolgen 
von gestern auszuruhen“.
8
Elternarbeit – Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

33Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit
Beobachten/Dokumentation – 
Chancengerechtigkeit
BE–oBACHTEn AnsTATT BE–GuTACHTEn
Stärken statt Defizitorientierung bei der 
Beobachtung und Dokumentation
Wahrnehmen – Beobachten – Beachten
Beobachten lernen Kinder in den ersten Lebenswochen. Es gehört zu 
den ersten komplexen Handlungen, an denen mehrere Bereiche der sich 
entfaltenden kindlichen Persönlichkeit beteiligt sind. Denn Beobachtung 
ist mehr als Wahrnehmen. Aus Wahrnehmen entsteht Beobachten, wenn 
Interesse, Neugierde hinzukommen und die Wahrnehmung sich auf einen 
bestimmten Gegenstand, eine ausgewählte Person, einen Vorgang als 
Ausschnitt aus der Umwelt fokussiert. Dabei erbringen schon Säuglinge 
eine doppelte Konzentrationsleistung: Durch Selektion aus der Vielfalt 
von Umweltreizen konzentrieren sie sich auf ein bestimmtes Objekt und 
halten zusätzlich diese objektgebundene Aufmerksamkeit eine gewisse 
Zeit an. Durch Beobachtungen schenken Kinder wie Erwachsene damit 
einem Gegenstand, Vorgang oder einer Person Beobachtung und Achtung.
Beobachten – lernen – Denken 
Im Beobachten und Beachtung schenken realisieren Kinder zugleich 
Kernleistungen; denn sie bauen Interessen, Bedeutungen und Strate -
gien der Interessenverfolgung auf. Und sie versuchen ihre Beobachtun-
gen mit Vorwissen, Erinnerungen und anderen Bedeutungsträgern zu 
verknüpfen. Beobachtung kann verstanden werden als konzentriertes 
Einholen, Aufnehmen und Verarbeiten von Informationen, die durch die 
Kanäle sinnlicher Wahrnehmung vermittelt werden.
9 Diese Aufnahme 
und Verarbeitung von Informationen ist zentraler Prozess des Denkens 
und der menschlichen Erkenntnis. 
BEoBACHTEn Als GAnzHEITlICHEr ProzEss 
Beobachtung mündet in der Regel in kognitive Prozesse ein, sie ist aber 
zugleich ein Vorgang der eingebettet ist in ein vielfältiges Geflecht von 
Beteiligungen der Bereiche des Individuums. Beteiligt sind oft verschie-
dene Sinne neben dem Gesichtssinn, Motorik sowie emotionale und 
kognitive Aktivität: So müssen wir, wenn unsere Beobachtung genau

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
34 Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit
sein soll, an den Beobachtungsgegenstand nahe herangehen, den 
Gegenstand von verschiedenen Seiten, von oben und unten betrach-
ten, wir befühlen und beschnuppern ihn vielleicht, aktivieren Erinne -
rungen, nehmen Einschätzungen und Bewertungen vor. So wird die 
auf den Gegenstand, eine Person, einen Vorgang exklusiv und selektiv 
konzentrierte Wahrnehmung wieder verknüpft mit einem Netzwerk von 
Aktions-, Emotions- und Kognitionsbeziehungen. 
WElCHE zIElE sollEn ErrEICHT WErDEn? 
Durch
Beobachtungen 
schenken Kinder 
wie Erwachsene 
damit einem 
Gegenstand, 
Vorgang oder 
einer Person 
Beobachtung und 
Achtung.
• Das Kind durch die Beobachtung da abzuholen, wo es steht
• Den Entwicklungsstand des Kindes erkennen 
• Den Eltern detaillierte und gesicherte Informationen geben 
• Die Stärken und Schwächen erkennen 
• Ein besseres Verständnis für Situationen und Verhalten des 
 Kindes erreichen 
• Die Stellung des Kindes in der Gruppe erfahren 
• Erfassen von Verhaltensweisen in verschiedenen Situationen des
 täglichen Lebens des Kindes in der Gruppe 
• Eltern können über die Stellung ihres Kindes innerhalb der 
 Gruppe informiert 
• Es soll die momentane Gruppensituation erkannt werden, um das
 pädagogische Handeln danach auszurichten
• Es soll etwas über die Beziehung der Kinder untereinander erkannt werden 
AuFGABEn DEr PäDAGoGIsCHEn FACHKräFTE 
• Sie führt regelmäßige Beobachtungen einzelner Kinder oder Kinder-
gruppen durch, dokumentiert und wertet sie – im Team, mit Kindern 
und Eltern – aus.
• Sie achtet dabei auf alle Kinder und beobachtet nicht nur diejenigen, 
die zeitweise mehr Zuwendung benötigen als andere. Sie entwickelt 
pädagogische Schlussfolgerungen für die Bildungschancen und 
Bildungserfahrungen, die den einzelnen Kindern in der Kita ermög-
licht werden. Sie entdeckt, an welchen Stellen weitere Angebote und 
Herausforderungen oder Unterstützung fehlen.

35Beobachten/Dokumentation – Chancengerechtigkeit
• Sie beschreibt mit Hilfe der fortlaufenden Beobachtungsnotizen, der 
Reflexion und der Einschätzungen der Eltern, welche Entwicklungsfort-
schritte ein Kind gemacht und welche Wege es dahin genommen hat.
• Sie findet organisatorische Möglichkeiten und Verfahren, welche die 
regelmäßigen Beobachtungen unter Berücksichtigung der jeweiligen 
Bedingungen in der Kita sichern.
• Sie hält die Ergebnisse der Reflexion schriftlich fest und achtet bei der 
Formulierung darauf, dass die Inhalte für Eltern verständlich sind.
• Sie sichert jedem Kind seine individuelle Entwicklungs- und Bildungs-
biografie (Dokumentation) unter Zuhilfenahme vielartiger Medien. 
Von DEr BEoBACHTunG zur ACHTunG 
zehn Thesen zur Beobachtung 
 1 Beim Be(ob)achten werden keine Fakten, sondern Botschaften wahr-
genommen (gesehen, gehört, gefühlt, gedacht). 
 2. Be(ob)achtungen wählen aus; sie heben hervor, übersehen, deuten. 
 3. Be(ob)achtungen erfassen nur sichtbare und hörbare Aspekte; die 
Persönlichkeit des Kindes ist mehr als die Summe der beobachteten 
Teile. 
 4. Die Art und Weise, wie Kinder sich ausdrücken, ist nicht unmittelbar 
zu verstehen. 
 5. Be(ob)achtungen werden oft durchgeführt, weil Erwachsene ihre 
Probleme mit dem Kind lösen wollen. 
 6. Be(ob)achtungen sind entscheidend geprägt von der Haltung, mit der 
sie durchgeführt werden. 
 7. Kinder reagieren auf Be(ob)achtungen; sie „richten sich ein“ darauf, 
was sie als Beobachtete spüren. 
 8. Be(ob)achtungen können nur zu Achtungen führen, wenn sie dialo-
gisch sind. Sie werden nicht „am Kind“ durchgeführt, sondern sind 
eine Form der Kommunikation mit dem Kind. 
 9. Auch Kinder be(ob)achten ständig und aufmerksam, auch sie deuten, 
was sie wahrnehmen. 
 10. Aus Be(ob)achtungen lassen sich immer (!!) widersprüchliche und 
verschiedene Schlussfolgerungen ziehen, deshalb müssen Schluss-
folgerungen kommuniziert werden.

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
36 Integrative Betreuung, Förderung und Bildung
EInE KITA Für AllE - AnsäTzE InKlusIVEr PäDAGoGIK 
Das CJD folgt in seinen pädagogischen Angeboten dem Grundsatz „Kei-
ner darf verloren gehen.“ Die Teilhabe aller Menschen an Bildung zu 
ermöglichen, ist erklärtes Ziel des Trägers. Daher ist der  relativ neu 
diskutierte Gedanke der Inklusion schon lange handlungsleitend für das 
Werk. Ausgehend davon ist es in der Vergangenheit gelungen, auch in 
der Elementarpädagogik Konzepte zu entwickeln,  die die Teilhabe von 
Menschen mit besonderen Bedürfnissen besonders berücksichtigen. 
Beginnend mit Integration befinden sich die Einrichtungen des CJD auch 
im Bereich Elementarpädagogik in stetiger Entwicklung zu inklusiven 
Einrichtungen, die allen Kindern offen stehen. Hierfür gibt es integrative 
Gruppen deren Grundverständnis hier beschrieben wird:
Toleranz, Verständnis und ein offener, wertschätzender Umgang mit-
einander sollten die Basis einer jeden Gesellschaft sein. Zur Verwirkli -
chung dieses Anspruches gehört auch die Integration von Kindern mit 
besonderem Förderbedarf in die Kindertagesstätte. Der Begriff Integra-
tion meint ursprünglich die “Wiederherstellung eines Ganzen“ und geht 
von Kindern mit und ohne Behinderung aus. Demnach werden Kinder 
mit speziellem Förderbedarf in ein bestehendes System eingegliedert. 
PäDAGoGIsCHE GrunDHAlTunG
Unter Integration in Kindertageseinrichtungen wird grundsätzlich das 
Zusammenleben unterschiedlichster Kinder verstanden, d.h. ohne 
Ansehen von Geschlecht und Nationalität und ohne Ansehen irgend-
welcher stigmatisierender Leistungsprinzipien oder anderer aus den 
Normen fallender Schwierigkeiten und Fähigkeiten. Dadurch werden 
die Kinder in ihrer Persönlichkeit akzeptiert und gefördert. Sie können 
in einer Atmosphäre der Offenheit und im gemeinsam gestalteten All-
tag individuelle Erfahrungen sammeln, sich entwickeln und aneinander 
wachsen. In einem Miteinander, in dem Anderssein Normalität ist, kann 
jedes Kind erfahren, dass es wichtig ist und wertgeschätzt wird. 
Integrative Betreuung, Förderung und Bildung – 
auf dem Weg zu inklusiven Ansätzen in der Elementarpädagogik
„Es ist normal, 
verschieden
zu sein.“ 
Richard von
Weizsäcker

37Integrative Betreuung, Förderung und Bildung
zIElsETzunG
Jeder Mensch hat das Recht, innerhalb seiner Gemeinschaft alle seine 
Fähigkeiten so entwickeln zu können, dass es ihm auch später möglich 
ist, sozial integriert und nicht am Rande dieser Gesellschaft zu leben. 
Ziel der Integrationsarbeit ist es, dass alle Kinder gemeinsam aufwach-
sen können. Sie sollen z.B. nicht wegen einer Behinderung gezwungen 
sein, ihren alltäglichen Lebensraum zu verlassen. Normalität bedeutet 
dann, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam spielen, 
lernen und leben. Die dabei gemachten Erfahrungen bringen eine Ver-
änderung der Einschätzung von Behinderung und daraus resultierend 
des eigenen Selbstverständnisses und der eigenen Stärken und Schwä -
chen von Kindern und Erwachsenen mit sich. Die Integrationsgruppe 
schafft den Raum, in dem das einzelne Kind Entwicklungsschritte nach 
seinem eigenen Rhythmus machen kann und nicht zu früh in eine 
bestimmte Richtung festgelegt wird, sondern viele neue Erfahrungen 
sammeln kann. Durch die Arbeit in der Integrationsgruppe wird die Auf-
merksamkeit füreinander geweckt, das Einfühlungsvermögen vertieft, 
Akzeptanz und Toleranz aufgebaut. Ein tolerantes Zusammenleben von 
nichtbehinderten und behinderten Menschen in einer Gesellschaft ist 
eine Bereicherung für alle.
rECHTlICHE GrunDlAGEn 
Kinder mit Behinderungen, sowohl seelischen, körperlichen als auch geis-
tigen oder Kinder, die von einer Behinderung bedroht sind (z.B. Entwick-
lungsverzögerungen), haben einen Anspruch auf eine heilpädagogische 
Förderung und Begleitung. Alle Kinder vom 3. Lebensjahr an haben einen 
Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Inzwischen ist die Gleich-
stellung von Menschen mit Behinderungen im Grundgesetz festgelegt. 
Durch die Einführung des Sozialgesetzbuches IX im Juli 2001 erhält das 
Recht zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft juristische Gültigkeit.
- Grundgesetz (GG)
- Kinder- und Jugendhilfegesetz
 (SGB VIII)
- Bundessozialhilfegesetz (BSHG)
- Sozialgesetzbuch IX (SGB IX)
- Bundeskinderschutzgesetz
 (BKiSchG)

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
38
METHoDEn DEr InTEGrATIVEn ArBEIT
Grundlage allen heilpädagogischen Handelns ist der aktive Beziehungs-
aufbau zum Kind. Dazu gehören die Wertschätzung des Kindes, Auf -
merksamkeit und Zuhören. Dies setzt voraus, dass das Kind in seiner 
Gesamtpersönlichkeit respektiert und gestärkt wird. Aus diesen Grün -
den setzt eine heilpädagogische Begleitung stets bei den Stärken des 
Kindes an. Die pädagogische Fachkraft gewährleistet die Förderung der 
motorischen, sprachlichen, kognitiven, sozialen und kommunikativen 
Kompetenzen z.B. unter Einsatz folgender Methoden:
• heilpädagogische Wahrnehmungsförderung
• heilpädagogische Entwicklungsförderung /HPE
• heilpädagogische Spieltherapie
• Psychomotorik
• Rhythmik/ Musik
• Handlungsbegleitung als Strukturierungshilfe
• Basale Stimulation/ Entspannung/ Snoezeln
• Übungen im lebenspraktischen Bereich
VIElFAlT BErEICHErT
Der Ansatz der individuellen Förderung, orientiert an den Stärken eines 
jeden Kindes, ermöglicht die gemeinsame Erziehung und Förderung von 
Kindern unterschiedlichster Entwicklungsstände und Voraussetzung. 
Dabei ist entscheidend, dass besonderer Wert auf die Fachlichkeit der 
entwicklungsbegleitenden Fachkräfte gelegt wird, die stetig systema-
tisch die individuelle Entwicklung des Kindes fördern. 
Die bereichernde Vielfalt in einer Kindertagesstätte ergibt sich auch 
aus der Vielfalt der Kulturen, die man in einer Stadt in jedem Stadtteil 
erwarten darf. Daher wird ein wichtiger Schwerpunkt der frühkindlichen 
Bildung auf die Sprachförderung gelegt. Dabei ist die Akzeptanz der 
muttersprachlichen Ressourcen ebenso bedeutsam wie die Unterstüt -
zung der Familien beim Erwerb der Zweitsprache ihres Kindes. Diese 
vollzieht sich alltagsintegriert, da sich dies als besonders nachhaltig 
erwiesen hat. 
Integrative Betreuung, Förderung und Bildung

39Das Gestalten von Übergängen (Transistionen)
DAs BErlInEr EInGEWöHnunGsMoDEll:
Beschreibung der Eingewöhnungsphase
in einem Informationsschreiben für Eltern 
(CJD nürnberg, st. Bonifaz Kindertagesstätte):
Die Eingewöhnung Ihres Kindes und der Aufbau einer sicheren Erzie -
herin–Kind-Beziehung ist uns sehr wichtig, da diese der Grundstein für 
eine positive Entwicklung ist. Nur so kann das Kind mit innerer Sicher-
heit, geborgen und voll Vertrauen seinen Alltag meistern. Dabei brau-
chen wir Ihre Unterstützung.
Während der Eingewöhnung sind Sie als Eltern für Ihr Kind der „sichere 
Hafen“, daher ist Ihre Anwesenheit wichtig. Sie sollten zwei bis vier 
Wochen einplanen und keinen (Kurz-)Urlaub oder besondere Belas-
tungssituationen (z. B. Umzug) in diese Zeit legen.
Die ersten drei Tage
Der begleitende Elternteil sollte sich mit dem Kind in der Kita aufhal-
ten und dabei passiv, aber aufmerksam gegenüber den Signalen des 
Kindes sein. Er ist für das Kind der „sichere Hafen“. Die Erzieherin ver-
sucht immer wieder vorsichtig über Spielangebote Kontakt zum Kind 
aufzubauen. Es finden noch keine Trennungsversuche statt! Sämtliche 
Pflegeroutinen werden noch von den Eltern übernommen, die Erzieherin 
beobachtet.
Erste Trennungsversuche
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich der Elternteil, nach-
dem er sich vom Kind verabschiedet hat aus dem Gruppenraum ent-
fernt. Lässt sich das Kind schnell von der Erzieherin beruhigen, sollte 
die erste Trennungsphase 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind verstört 
oder beginnt zu weinen, ohne sich von der Erzieherin trösten zu lassen, 
sollte die Trennung nicht länger als zwei bis drei Minuten dauern.
Länge der Eingewöhnungszeit:
Die Bindungsqualität entscheidet über die Dauer der Eingewöhnung. 
Sicher gebundene Kinder (z.B. untröstliches Weinen beim Verlassenwer-
den und offene Annäherung bei Wiederkehr des Elternteils) brauchen 
eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis vier Wochen. Unsicher 
Das Gestalten von übergängen 
(Transitionen)

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
40 Das Gestalten von Übergängen (Transistionen)
gebundene Kinder (z. B. eher gleichgültig bei Trennung und Wiederkehr 
des Elternteils) benötigen eher eine kürzere Eingewöhnungszeit von ca. 
ein bis eineinhalb Wochen.
Die stabilisierungsphase
Am fünften Tag beginnt die Stabilisierungsphase oder mit dem sechs-
ten Tag, wenn der fünfte Tag ein Montag ist. Die Erzieherin übernimmt 
zunehmend, zunächst im Beisein der Eltern, die Versorgung des Kin -
des (Füttern, Wickeln etc.). Außerdem bietet sie sich gezielt als Spiel -
partnerin an und reagiert auf die Signale des Kindes. Unter Beachtung 
der Bedürfnisse des Kindes werden die Trennungszeiten verlängert. 
Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, sollte man bis zur zweiten 
Woche (nie an einem Montag) mit einer neuen Trennung warten.
schlussphase
In der Schlussphase ist der begleitende Elternteil erreichbar, aber nicht 
mehr in der Kita anwesend. Die Erzieherin wird nun als „sichere Basis“ 
vom Kind akzeptiert.

41Organisationskonzept der Einrichtung
EInrICHTunGssTruKTur
Hier erscheint individuell zunächst die Kurzbeschreibung des Umfelds 
der Kindertagesstätte sowie die Gruppenstruktur, also wie viele Gruppen 
mit wie vielen Kindern (Maximalzahl) und welche Altersstufen geplant 
sind.
öFFnunGszEITEn
Hier erscheint individuell die täglichen Öffnungszeiten der Kinderta-
gesstätte sowie ggf. die Sonderdienste (Früh-, Mittags- oder Spätdienst) 
sowie sonstige Regelungen zur Betreuungszeit.
Hier werden auch jährliche Schließtage oder Schließzeiten während der 
Ferien benannt.
AuFnAHMEKrITErIEn unD GEBüHrEn
Hier erscheinen die Aufnahmekriterien, die sich in der Regel an den 
kommunal für alle geltenden Kriterien orientieren sowie Informationen 
zum Aufnahmeverfahren. Auch die Gebühren, die im Grundsatz meist 
von der Kommune mit bestimmt.
EssEn unD GEsunDE ErnäHrunG 
Die Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in unserer Einrich-
tung, deshalb ist ein qualitativ gutes Angebot an Speisen und Geträn-
ken eine wichtige Leistung unserer Einrichtung für Kinder und Familie. 
Die Kinder genießen die Mahlzeiten mit ihren Freunden, was ihre Ernäh-
rungsgewohnheiten positiv beeinflusst. Wir lassen die Kinder die Speisen 
ansehen, anfassen und daran riechen. Gesunde Ernährung ist für die Ent-
wicklung von Kindern elementar. Daher ist eine Versorgung der Kinder 
durch eine in der Einrichtung frisch zubereitete Mittagsmahlzeit die beste 
Möglichkeit, dies zu gewährleisten. Hierbei kann auf eine ausgewogene 
und kindgerechte Ernährung am besten geachtet werden. Auch die immer 
stärker zunehmende Zahl von Nahrungsmittelbesonderheiten z.B. durch 
Allergien kann auf diese Weise besonders berücksichtigt werden.
organisationskonzept der Einrichtung

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
42 Organisationskonzept der Einrichtung
Bei eigener Versorgung:
Unsere Einrichtung hat eine eigene Mittagsversorgung und gemeinsam 
mit der Köchin, den Kindern und den Erzieherinnen wird der Speiseplan 
erstellt. Dabei achten wir auf Vorlieben, Abneigungen, Nahrungsmittel-
allergien und kulturell wie religiös begründete Ernährungsgewohnhei -
ten. Es gibt die Möglichkeit für Kleinkinder Flaschennahrung und Brei 
zu erwärmen. 
Über den gesamten Tag haben die Kinder die Möglichkeit, Getränke zu 
wählen, sowie bei den Mahlzeiten selbst zu entscheiden, welche Mengen 
sie essen wollen. Die Kinder helfen beim Zubereiten des Frühstücks, 
bereiten Zwischenmahlzeiten zu, kochen und backen gemeinsam. 
Festliche Mahlzeiten werden von den Kindern und Erzieherinnen 
gemeinsam geplant und gestaltet. Durch die sehr gute Zusammenar-
beit mit den Eltern sowie Institutionen des Ortes ist es zur Gewohn -
heit geworden, dass sehr viel Obst und Gemüse auch zu Festlichkeiten 
und Höhepunkte gereicht werden. Wir sichern, dass bei den Mahlzeiten 
ernährungswissenschaftliche und hygienische Standards eingehalten 
werden und ein reibungsloser, an den Bedürfnissen der Kinder orien-
tierter Ablauf organisiert wird. 
rAuMKonzEPTE
Grundsätzliches
„Der Raum ist der dritte Erzieher“ 
In der Reggio-Pädagogik ist das Kind Forscher, Entdecker, Künstler und 
aktiver Konstrukteur von Wissen, Können und seiner Identität und dafür 
braucht es u.a. eine entsprechende Umgebung. Schon von Geburt an ver-
fügen Kinder über Wahrnehmungsmöglichkeiten – und zwar im Bereich 
des Tastens, Fühlens, Hörens, Sehens, Riechens und Schmeckens. Damit 
Kinder über ihren Körper und ihre Sinne Erfahrungen sammeln können, 
brauchen sie ansprechende und anregende Räume. Für Kinder hat die 
Raumgestaltung eine entscheidende Bedeutung um ihren Bedürfnissen 
und Interessen gerecht zu werden. Kinder erschließen sich die Umwelt 
vom eigenen Körper ausgehend. Alle frühkindlichen (Raum)-Erfahrun -
gen sind Körper- und damit Bewegungserfahrungen.
10 Zudem sollte bei 
Die Aufgabe der 
pädagogischen 
Fachkräfte ist es 
herauszufinden, 
was das Kind 
gerade benötigt 
und wie das 
Kind unterstützt 
werden kann.

43Organisationskonzept der Einrichtung
der Gestaltung der Räume darauf geachtet werden, dass sie dem Kind 
Geborgenheit und Schutz vermitteln und die Möglichkeit zur Ruhe und 
Entspannung bieten. 
Kinder brauchen Räume, 
• in denen sie sich geborgen fühlen, 
• in denen sie ihrem Spiel eine eigene Bedeutung geben können 
• in denen sie anderen begegnen, 
• die sie verändern und gestalten können, 
• die Platz lassen für eigene Individualität, für Neugierde und Entde-
ckungen, 
• in denen sie sich bewegen können, 
• in denen sie Ruhe finden, 
• in denen sie ihre Sinne entfalten können, 
• die ihnen Begrenzungen und Halt geben, aber auch Freiheit der 
eigenen Spielentscheidung lassen.
Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es herauszufinden, was 
das Kind gerade benötigt und wie das Kind unterstützt werden kann. 
 
Raumkonzepte können sehr unterschiedlich ausfallen. Die Beschrei-
bung kann also nur in Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten geschehen. 
Bestandteil sollte die Aufzählung aller wesentlichen Räume für die Kin-
dergruppen sowie Funktionsbereiche sein, deren kindgerechten Vorzüge 
ebenso dargestellt werden können.
PErsonAlKonzEPT
Für das Wohl, die Entwicklung und das Lernen der Kinder ist die Qua-
lität ihrer Beziehungen zu den Betreuerinnen und Betreuern beson-
ders wichtig. Generell sollten nicht zu viele Kinder von einer pädago-
gischen Fachkraft betreut werden, wobei die Vorgabe von Richtzahlen 
von mehreren Faktoren abhängt: „Gruppengröße, Alterstrennung, Größe 
und Gestaltung des Gebäudes, die Art des Settings, die Zusammenset-
zung der Kinder, wie viele Stunden die Kinder eine Einrichtung besu -
chen, ob es sich um Wechselgruppen, Teilzeit- oder Ganztagsplätze 
Für das Wohl, die 
Entwicklung und
das Lernen der
Kinder ist die 
Qualität ihrer 
Beziehungen zu 
den Betreuerin-
nen und Betreu-
ern besonders 
wichtig.

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
44
handelt, das alles kann dazu beitragen, wie Personal-Kinder-Schlüssel 
bestimmt werden.“ Siehe Ziel 21, Netzwerk Kinderbetreuung und andere 
Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familien für Frauen und 
Männer der Europäischen Kommission: Qualitätsziele in Einrichtungen 
für kleine Kinder. Vorschläge für ein zehnjähriges Aktionsprogramm. 
Ohne Ort: Selbstverlag, Januar 1996 auf www.kindergartenpaedagogik.
de/360.html Der Personalschlüssel muss die Ziele der Einrichtung und 
ihr Gesamtkonzept widerspiegeln sowie direkt mit dem Alter der Kinder 
und Gruppengröße verknüpft sein.
Es sollte die Anzahl und Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte 
genannt werden sowie weitere Mitarbeitende (Hauswirtschaft etc.)
Ergänzend kann bei Bedarf das Arbeitszeitmodell dargestellt werden.
ForTBIlDunG unD FACHBErATunG - 
WEITErEnTWICKlunG DEs FACHPErsonAls
Als lernende Organisation und im Hinblick auf die individuellen Weiter-
entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden sind Fort- und Weiter-
bildung wichtiger Bestandteil des Einrichtungskonzeptes. 
Für die Entwicklung einer Kindertagesstätte ist ein systematisches Fort-
bildungskonzept erforderlich. Die Kindertagesstätten im CJD verpflich-
ten ihre Mitarbeitenden neben den internen Teamfortbildungstagen zur 
Teilnahme an individuellen Fortbildungen. Hierzu werden in Jahres-
gesprächen Zielvorstellungen und persönliche berufliche Perspektiven 
abgeglichen. Auf dieser Grundlage wird Fortbildung zielführend und 
erhöht langfristig die Qualität des pädagogischen Personals. Es können 
Fortbildungsangebote aller regionalen Anbieter genutzt werden. 
Der kollegiale Austausch auf der konkreten Ebene erfolgt durch regel-
mäßige Teambesprechungen. Hier werden auch Instrumente der kolle-
gialen Beratung genutzt sowie Einzelfallbesprechungen durchgeführt. 
Auf diese Weise multipliziert sich die Fachlichkeit in der Einrichtung 
bezogen auf die individuelle Situation einer Familie oder eines Kindes.
Unterstützung in der Fachlichkeit erhält die Einrichtung durch die Fach-
beratung im CJD, vertreten durch den Abteilungsleiter Kinder- und 
Organisationskonzept der Einrichtung

45
Jugendhilfe auf Bundesebene. Themenbezogen wird auch auf örtlich 
vorhandene Angebote zurückgegriffen. Dabei wird die Einrichtung 
gestützt durch die regionalen Ressourcen im CJD im Bereich der Kin -
der- und Jugendhilfe.  Diese gilt z.B. für die Vorhaltung der erfahrenen 
Fachkräfte nach § 8a. Die Möglichkeit zur Supervision ist vorgesehen. 
Fachberatung hat einen klaren Aufgabenkern aber eine heterogene Auf-
gabenausprägung in den verschiedenen Bundesländern. Eine Sicherstel-
lung von Fachberatung ist vor Ort in Absprache mit der Abteilungs -
leitung Kinder- und Jugendhilfe der CJD Zentrale evtl. auch durch den 
Rückgriff auf externe Anbieter sicherzustellen.
KooPErATIon MIT DEr sTADT unD In DEn sTADTTEIl
Eine Kindertagesstätte ist als Institution nicht nur Lernort für Kinder, 
sondern immer eingebunden in die Struktur des Stadtteils. Dabei ist 
es wichtig, sich in die Netzwerkarbeit des Stadtteils aktiv einzubringen 
und die eigenen Ressourcen für die Bedarfe im Stadtteil zur Verfügung 
zu stellen. Dies kann auch bedeuten, dass die Kindertagesstätte Begeg-
nungsort nicht nur für Eltern und ihre Kinder wird, sondern auch Raum 
bieten kann für Aktivitäten anderer sozialer Gruppen, z.B. Senioren. Es 
ist immer angestrebt, die Kindertagesstätte als Institution auch im sozi-
alen Nahraum attraktiv zu machen und so als Mehrwert für den Stadtteil 
wahrgenommen zu werden.
Die Mitarbeit in den Fachgremien der Kommune ist eine Selbstverständ-
lichkeit. Einrichtungen des CJD haben aber auch immer gute Erfolge 
durch multiprofessionelle Zusammenarbeit erzielt. Daher ist angestrebt, 
mit anderen Institutionen wie Schulen, Beratungsstellen, Kommunalen 
Sozialdienst und therapeutischen Einrichtungen eng zusammenzuar-
beiten.
QuAlITäTsMAnAGEMEnT 
Jede Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. ist 
in ein übergreifendes Qualitätsmanagementsystem (TQM) eingebun-
den. Das Qualitätsmanagement vollzieht sich in der Teilnahme am sog. 
Die Aufgabe der 
pädagogischen 
Fachkräfte ist es 
herauszufinden, 
was das Kind 
gerade benötigt 
und wie das 
Kind unterstützt 
werden kann. 
Organisationskonzept der Einrichtung

CJD – Masterkonzept für Kindertagesstätten
46
„Q-Controlling“, ein vom Träger entwickeltes wissensbasiertes Verfah-
ren für alle Einrichtungen des CJD, das zur Optimierung von Prozessen 
und Strukturen beiträgt und verbindliche Standards formuliert. Hierzu 
gehört auch die strukturierte Beschreibung von Prozessen, die Eingang 
in das Qualitätshandbuch finden sollen. 
Diese Aufgabe wird realisiert durch einen Qualitätszirkel, besetzt mit 
Mitarbeiterinnen und Leitung der Einrichtung, der durch einen externen 
Qualitätsmanagementbeauftragten des Trägers begleitet wird.
ForTsCHrEIBunG DEr KonzEPTIon
Aus dem Selbstverständnis der eigenen Professionalität in jeder Einrich-
tung des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands gem. e. V. ergibt 
sich, dass jede Einrichtungskonzeption regelmäßig reflektiert und fort-
geschrieben wird. Daher ist die vorliegende Konzeption in diesem Sinne 
als vorläufig  anzusehen, verbunden mit der Bereitschaft des Trägers, 
sich verändernden Rahmenbedingungen und neuen Erkenntnissen zu 
öffnen und flexibel in Theorie und Praxis darauf zu reagieren.
Diese Aufgabe 
wird realisiert 
durch einen 
Qualitätszir-
kel, besetzt mit 
Mitarbeiterinnen 
und Leitung der 
Einrichtung, 
der durch einen 
externen Quali-
tätsmanagement-
beauftragten des 
Trägers begleitet 
wird.
Organisationskonzept der Einrichtung

47Schlussbemerkungen und Quellen
schlussbemerkungen
Weiterhin wird empfohlen, je nach schwerpunkt folgende Aspekte 
in die Konzeption mit aufzunehmen: 
• Grundrisse der Räumlichkeiten und des Außengeländes 
 Jährliche Feed-Back-Systeme
   - Elternbefragung, Kinderbefragung, Mitarbeiterbefragung
• Beschwerdemanagement:
 Gestuftes Verfahren für die Eltern:
 1. Ebene Bezugserzieherin
 2. Ebene Gruppenleitung
 3. Ebene Kita-Leitung
 4. Ebene Jugenddorfleitung
• Verknüpfung zu anderen Angebotsbereichen des Jugenddorfes vor Ort
• Öffentlichkeitsarbeit
• Besonderheiten der Einrichtung
Das CJD hat folgende Schwerpunktprofile entwickelt: Sprachförderung, 
Hochbegabtenförderung, Musisches Profil, Sport und Gesundheit
Zur Vermittlung kompetenter Ansprechpartner zu den einzelnen
Schwerpunkten wenden Sie sich bitte an 
die Abteilung Kinder- und Jugendhilfe der CJD Zentrale.
neben dem hier vorliegenden Masterkonzept Kita liegt für 
den u3 Bereich ein eigenes Masterkonzept des CJD vor.
Quellen
1. Hühnerbein, H. (Hrsgb.), Hirsauer Blätter, Heft 18, 2012; vgl. insb. Dierssen, 
A. und Hellert, U., „Einleitung - Zum Anspruch des CJD Bildungsverständnis“, 
Hirsauer Blätter, Heft 18, 2012, S. 9-26; 2. Vgl. Dierssen, A., „Grundsatzartikel 
‚Fit fürs Leben – Kernkompetenzen: Pädagogik im CJD‘“, Hirsauer Blätter, Heft 13, 
2006; S. 17; 3. „Portfolios in der Krippe“ von Antje Bostelmann; 4. Weiterbildung 
mit Kornelia Schneider „Beobachten und Dokumentieren im Projekt Bildungs- und 
Lerngeschehen“; 5. LT – Diakonisches Werk Greifswald; 6. Bildungsräume für Kin-
der von Null bis Drei – Angelika von der Beek; 7. Raumgestaltung in der Kita – 
Margit Franz/Margit Vollmert; 8. Leitfaden für die Aufnahme von Kindern unter 
3 Jahren – Landschaftsverband Rheinland; 9. Vgl. Goldstein 2002; 10. Fühlen, 
bewegen, sprechen und lernen – Petra Völkel/Susanne Viernickel

die-chancengeber.de
Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und 
erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunft-
schancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen 
und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 
150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebil-
det. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit 
der Vision „Keiner darf verloren gehen!“.
Christliches Jugenddorfwerk
Deutschlands e. V. (CJD)
CJD Vorstand
Pfarrer Hartmut Hühnerbein
Hans Wolf von Schleinitz
73061 Ebersbach
Teckstraße 23
fon 0 71 63 930-0
fax 0 71 63 930-280
cjd@cjd.de
www.cjd.de
Spendenkonten:
EKK Kassel · BLZ 520 604 10 · Kto. 93 93
Commerzbank Dortmund
BLZ 440 400 37 · Kto. 364 00 00

Anlage 1.3 Auswertungsformular_educcare

5321 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde   
 
Name und Adresse des Trägers:                                      
 
Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
 
50667 Köln 
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige K ooperationen mit Unternehmen 
- Der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter T räger der freien Kinder- und Ju- 
gendhilfe 
- Betreiber von aktuell 30 Kindertageseinrichtungen  bundesweit  
- Seit 2013 Betreiber der Betriebskita Lacki Kids i n Münster-Hiltrup 
- Nutzung von Synergien  
- Drei-Säulen-Modell: Bildungskonzept, Prozesse, Pe rsonalentwicklung 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,00% Trägeranteil 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der  Arbeit 
- Kita wird als zweites zuhause für Kinder gesehen 
- Individualität des Kindes steht im Vordergrund 
- Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines be stimmten Beobachtungssystems 
- Bilinguale Erziehung kann angeboten werden 
- Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und  Altersstrukturen 
- Sprachbeobachtung nach BaSiK 
- Übergabebücher und Dokumentationen für die Erzieh er/-innen 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden,  
- Regelöffnungszeiten: 07.00-19.00 Uhr, Betreuung m ax. 9 Std. / Tag

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Partizipation im Kitaalltag integriert, viele Erf ahrungen durch andere Einrichtungen 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und nach  den Bedürfnissen gefördert auch 
hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration 
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn vorhanden 
- Einsatz von entsprechendem Personal wird gewährle istet 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschi edene Bausteine 
- Rückzugsorte für Kinder schaffen, je nach den Bed ürfnissen 
- Körpererfahrungen sammeln 
- Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen und umliegenden Kitas im Sozialraum 
- Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozia lraum: Gemeinsame Feste, ge- 
meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw. 
- Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnl iche Strukturen) 
- Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersone n / Großtagespflegestellen denk- 
bar 
- interkulturelle und generationenübergreifende Ang ebote  
- Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, An gebote je nach Bedarfen der Fami- 
lien im Stadtteil 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrun d 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert (Berliner Modell) 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Regelmäßige Elterngespräche, Informationsgespräch e, Tür- und Angelgespräche, El- 
ternabende/-nachmittage usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Drei-Säulen-Modell: 
- 1. Bildungskonzept, 2. Prozesse (Pädagogik, Wirts chaftlichkeit, Personal), 3. Personal 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Synergieeffe kte mit bestehender Einrichtung 
Lacki Kids erzielen 
- Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen ze ntralen Träger und Standort  
Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern 
- Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Sc hwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis- 
senschaften etc.), der dann für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und 
Leitungen zuständig ist 
- Interne und externe Fortbildungsangebote für Mita rbeiter/-innen

3 
 
- Verschiedene standardisierte Evaluationsmöglichke iten für Mitarbeiter/-innen, Eltern 
und Kinder als Qualitätssicherung 
- Personalentwicklungskonzept als wichtiger Baustei n 
- Zusammenarbeit mit verschiedenen wissenschaftlich en Einrichtungen zur Weiterent- 
wicklung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Coach als Fachberatung 
- Bilingualität 
- Ausbau des Standortes Münster zur Nutzung von Syn ergieeffekten mit der bestehen- 
den Einrichtung in Hiltrup

Anlage 9.2 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017

24870 Zeichen

Stepke Schutzkonzept 
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung

2  
 
 
 
 
1 
 
Inhalt 
 
Präambel ......................................................................................................................... 3 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4 
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5 
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5 
2. Datenschutz 7 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8 
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9 
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11 
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13 
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene 
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14 
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  in Institutionen 
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16

3 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf: 
 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐, 
Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung  
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 
Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen 
Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum 
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche 
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß  § 72a, SGB  VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt 
kommen. 
 
Das pädagogische und beraterische Handeln in unseren Kitas in Berlin in Bezug auf die Umsetzung des 
§ 8a SGB VIII basiert grundlegend auf dem Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) § 9 Abs. 5, sowie der 
Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssic herstellung der Tageseinrichtungen (§ 3 
Abs. 5, 6, 7 RV Tag). Auf Grundlage dieser Vorgaben arbeiten  die Mitarbeiter/innen unserer Kitas mit 
dem Gesundheitsamt, sowie dem Jugendamt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zusammen. Die 
Zusammenarbeit dient dem Schutz der Kinder in  problematischen Lebenssituationen vor der 
Gefährdung ihrer Entwicklung durch eine frühzeitige Wahrnehmung und Einschätzung.

4  
 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder 
Jugendlichen bekannt, so hat es das G efährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte 
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche 
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage 
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für 
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den 
Erziehungsberechtigten anzubieten. 
 
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch 
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in 
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit 
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte 
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von 
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls d ie 
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.

5 
 
1. Kinderschutzauftrag 
 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick 
 
1. Schritt:  Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen 
2. Schritt: Gemeinsame    Gefährdungseinschätzung    mit    der    insoweit erfahrenen   
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
1.2 Ausführungen 
 
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter H inweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft 
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die 
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer 
Fachkräfte vorgen ommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft 
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen 
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kolleg ialen 
Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte 
genommen. 
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige 
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf 
 
 Vernachlässigung 
 körperliche und seelische Misshandlung 
 sexuellen Missbrauch 
 Partnerschaftsgewalt 
 Entzug von Chancen 
überprüft. 
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren 
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges 
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. 
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über 
die Information des Jugendamtes/ASD  sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, 
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das 
Vorgehen zeitnah informiert. 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist 
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer 
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein G espräch mit den 
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem 
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage 
gestellt wäre. Sind  aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung 
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste 
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und 
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.

6  
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und 
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung 
vor. 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen 
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigne ter Hilfen (z.B. 
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der 
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über 
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden 
gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart, 
dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 
 
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans 
zeitnah ein Gespräch mit den  Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise 
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen 
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschä tzung durch die Kindertageseinrichtung 
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan 
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen 
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen . Handelt es sich dabei um Hilfen, di e nur über das 
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur 
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen 
Voraussetzungen für ein umf assendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine 
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung  des 
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen 
im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der 
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert. 
 
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige 
Verbesserung der S ituation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter 
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. 
Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem: 
 
 die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte 
nicht abwendbar. 
 Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. 
 Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt  werden.

7 
 
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht  werden konnten und die Personensorgeberechtigten 
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die 
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen 
der Personensorgeb erechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die 
Fallverantwortung auf das Jugendamt über. 
Über die Information des Jugendamtes/ AS D sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu 
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD 
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis 
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitung en bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich 
informiert. 
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
 
 Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
 Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung 
 Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, 
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 
 
 
 
2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschut zrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen 
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen 
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit 
ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und 
‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. 
 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII 
 
Der Träger  stellt  durch  ein  geregeltes  Einstellungsverfahren  sicher,  dass  bei  neuem   Personal 
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes 
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren 
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch 
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine B elehrung zu 
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.

8  
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
 
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm 
• Anlage 1: Beobachtungsbogen 
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
• Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan 
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) 
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene 
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) 
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durc h Fachkräfte  
in Institutionen

9  
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm 
 
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Arbeitshilfe des 
Paritätischen 
 
 
 
 
Anlage 1: 
Beobachtungsbogen 
 
 
 
 
Anlage 2: 
Interner Beratungsplan 
 
 
 
 
Regionale Datei 
Der Fachbehörde 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer Beratungs- 
Und Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer 
Beratungs- und 
Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
Anlage 2 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verdacht auf 
Kindswohlgefährdung 
Schritt 1 
Erkennen und Dokumentieren  
Von Anhaltspunkten 
Schritt 2 
Information an Leitung 
Und Team 
Schritt 3 
Einschaltung der insoweit 
erfahrenen Fachkraft 
Schritt 4 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung 
Gesprächsvorbereitung 
Schritt 5 
Gespräch mit Eltern / anderen 
Sorgeberechtigten

10  
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Anlage 4: 
Überprüfung der  
Zielvereinbarungen 
Im Hilfe-planverfahren 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Dokumente 
 
 
 
 
 
 
Anlage 5: 
Inanspruchnahme  
der Fachbehörde  
vorbereiten 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt  
und unter- 
zeichnet 
 
 
 
 
 
Anlage 4 
Ausgefüllt / 
Gesprächs- 
protokoll 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Protokoll 
und  
Beschluss 
 
 
 
 
 
Anlage 5 
Ausgefüllt  
und 
unterzeichnet 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schritt 6 
Aufstellen eines Beratungs-/ 
Hilfeplans = 
Zielvereinbarungen 
Schritt 7 
Maßnahmen der 
Zielvereinbarungen erreicht 
Gespräch mit Eltern / 
Sorgeberechtigten zur 
weiteren 
Stabilisierung der 
Situation und weitere 
Beobachtung 
Schritt 8 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung und 
Absprachen über das weitere 
Vorgehen 
Schritt 10 
Weiterleitung an Fachbehörde 
mit zeitgleicher 
Benachrichtigung der Eltern

1
1 
 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
 
Datum: Name:  
 
1. Beobachtung: 
 
□ eigene Beobachtung 
 
Name: 
 
   
□ Kollege 
□ Kollegin 
 
Adresse: 
 
   
□ andere Eltern   
 
 
□ sonstige:    
Telefon: 
 
 
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
Adresse:  
3. Angaben zur Familie: 
Name:  
Adresse:  
Telefon:  
Sonstiges:  
 
4. Inhalt der Beobachtung: 
5. Nächste Schritte: 
 
□ Überprüfung im Team 
 
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..

12  
Anlage 2: Interner Beratungsplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
3. Einschätzung: 
5. Maßnahmen: 
 
Weitere Beobachtung durch: 
 
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:    
(Datenschutz beachten) 
 
□ sonstiges:

1
3 
 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
 
 
………………………………………………………………..                                     …………………………….…………………………………….  
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte                                                         Vertreter/in der Einrichtung 
3. Absprachen: 
 4. Zeitstruktur:

12  
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren 
 
 
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher: 
Datum: 
 Name
: 
Name des Kindes

13 
 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten 
 
Datum: Name: 
 
1. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
2. Wann wurde entschieden: 
3. Wer hat entschieden: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Leitung 
□ Externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
4. Informationsfluss: 
 
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte 
 
☐ per Post am: ………………………………………………….................................................................. 
 
☐ per Telefonat am: …………………………………………………………………………………………….. 
 
☐ per persönlichem Gespräch am: ………………………………………………………………………. 
 
☐ sonstiges: …………………………………………………………………………………………………………. 
Durch: 
□ Pädagogin 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige: 
……………………………………………………………………………………………………………………………….. 
Information der externen Fachkraft durch: 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige:

14  
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch 
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, 
Bundesfreiwillige etc.)  
 
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung im 
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei 
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen. 
 
1. Unser Leitbild 
 
Durch die g rundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der 
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart. 
 
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet, 
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese 
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit e inem 
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.  
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige und individuelle 
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang 
mit den Kindern voraus. 
 
2. Präventive Maßnahmen 
 
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermöglicht 
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort - und Weiterbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und 
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB. 
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert. 
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben 
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an. 
 
3. Grenzverletzendes Verhalten 
 
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Ein schreiten bei übergriffigen 
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden 
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen 
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Formen 
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie 
Stigmatisierungen. 
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl 
des Kindes sicher zu stellen.

15 
 
 
4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch 
Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage)  
 
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, b zw. werden diese durch andere 
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu 
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger. 
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertreter n des Trägers zunächst intern eingeschätzt und 
auf Plausibilität geprüft. 
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung 
durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt. 
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert. 
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden 
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des O pferschutzes, in 
Kenntnis gesetzt. 
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt. 
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei 
der Strafverfolgungsbehörde 
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur 
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. 
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.

16  
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  
in Institutionen vom Paritätischen

17

18  
 
Notizen:

19 
 
 
15 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stand: 01.03.2017 
 
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen 
 
 
 
 
     
  
 
 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
stepke‐kitas.de

Anlage 3 Bewerbungsschreiben CJD NRW Nord

2070 Zeichen

Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen
Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden
von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen
Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert,

begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche die-chancengeber.de
Menschenbild mit der Vision "Keiner darf verloren gehen!".

CJD NRW Nord, Am Oespeler Dorney 41-65, 44149 Dortmund

Stadt Münster CJD NRW Nord
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien CJD Dortmund
Frau Gerick CD - Ihr Partner in Deutschland und Europa

Hafenstraße 30

a Fachbereichsleitung
48127 Münster

KJFH & EP
Frau Brummelman

fon: 0231/9691-125
fax: 0231/9691-188
mail:  maike.brummelman@cjd.de

Dortmund, 10.10.2017

verbindliches Angebot auf Übernahme einer Trägerschaft für neue
Kindertageseinrichtung in Münster
Ausschreibungsnummer: 06/2017
Ausschreibungsnummer: 07/2017
Ausschreibungsnummer: 08/2017

Sehr geehrte Frau Gerick

hiermit wollen wir vom CJD NRW Nord unser verbindliches Angebot abgeben die Trägerschaft von drei
neuen Kindertageseinrichtungen in Münster zu übernehmen.

Das CJD benötigt für eine langfristige Gewährleistung eines fachlich, inhaltlich und qualitativ
abgesicherten Konzeptes eine auskömmliche Kostendeckung durch das Land und die Kommunen. Die
Kostenübernahme von 100% in den ersten drei Jahren sind seitens des CJD Grundlage für die Übernahme
mit der Kommune. Ab dem vierten Jahr können wir einen Trägeranteil von 3% stellen, so dass wir eine
Förderung von 97% benötigen.

Bei Rückfragen und weiter benötigten Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

it freundlichen Grüße

Maike Brummelman

Träger: Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands CJD Dortmund

gemeinnütziger e.V. (CJD) : Vereinsregister Berlin Nr. 30118B Am Oespeler Dorney 41-65 @ 44149 Dortmund
Vorstand: Matthias Dargel (Sprecher) - www.cjd-dortmund.de

Hans Wolf Freiherr von Schleinitz Kontoinhaber: CJD Dortmund Il

73061 Ebersbach : Teckstraße 23 WGZ Bank Düsseldorf

cjd@cjd.de - www.cjd.de BIC GENODEDD

IBAN DE54 3006 0010 2125 3928 17
Steuernummer: 28/63089/00535

Anlage 7.10 Soziales Miteinander

17493 Zeichen

ISO 9001 
Stand 004/08.2017 
Seite 1 von 6 
Prozessbezeichnung 
Soziales Miteinander 
 
 
 Geändert am: 24.02.2016 Freigegeben am: 11.08.2017 
Dokumentenverantwortliche/r:  
Rehn, Marcus 
Geändert von:  
Rehn, Marcus 
Freigegeben von: 
Hauber, Mareike 
 
Prozessverantwortliche/r 
Rehn, Marcus 
Stellvertreter/in  
- 
Bereich 
Elementar-Pädagogik 
 
Rollenbezeichnung und -beschreibung: 
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung 
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der 
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte 
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf 
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu 
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die 
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und 
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren 
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept 
beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und 
Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als 
(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich 
schwerpunktmäßig verortet ist.  
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für 
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich 
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im 
Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den 
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 
3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und 
im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet 
die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude 
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, 
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der 
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. 
 
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den 
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, 
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. 
Anwendung der Prozessbeschreibung 
Die vorliegende Prozessbeschreibung 
 vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren 
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe 
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung 
dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. 
 sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen 
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. 
 dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des 
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. 
 liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die 
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. 
 dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und 
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 004/08.2017 
Seite 2 von 6 
Prozessbezeichnung 
Soziales Miteinander 
 
 
 
Prozessziel  
 Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs 
Soziales Miteinander. 
 Alle Kinder leben ein gelingendes Zusammenleben im Kinderhaus und kennen die 
damit zusammenhängenden Aspekte. 
 Alle Kinder haben gelingende Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern im 
Kinderhaus. Alle Kinder pflegen diese Beziehungen kontinuierlich. 
 Alle Kinder erfahren gelingende Interaktionen zwischen sich und den PädagogInnen, 
sowie zwischen sich und anderen Kindern.  
 Alle Kinder sind in den Formen gelingender Interaktion vertraut. 
 Alle Kinder setzen sich kontinuierlich mit ihren Gefühlen und Emotionen auseinander, 
kennen und verstehen sich in dieser Hinsicht und haben einen individuellen Umgang 
damit. 
 Alle Kinder kennen Grenzen, Regeln und Konsequenzen (welche Grenzverletzungen 
und Regelbrüche mit sich bringen) in der zwischenmenschlichen Interaktion und 
wirken bei der Gestaltung der Regeln sowie deren Umsetzung aktiv mit. 
 Alle Kinder kennen Gesellschafts-, Brett-, Karten- und andere Regelspiele und sind 
mit deren Ausübung/Anwendung vertraut.  
 Alle Kinder erkennen Körperhaltung, Mimik und Gestik als Ausdruck von Gefühlen und 
wissen, dass auch ihre Gefühle 
 dadurch Ausdruck finden, 
 lernen sich selbst, ihre Gefühle und die anderen wertzuschätzen und entwickeln 
zunehmend ein Bewusstsein für die eigenen Emotionen, 
 eignen sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl an und agieren bzw. reagieren 
angemessen, 
 entwickeln einen angemessenen, sozial verträglichen Umgang mit den eigenen 
Emotionen, 
 finden entwicklungsentsprechende sowie konstruktive Konfliktlösungen, 
 entwickeln angemessene Nähe und Distanz im Umgang mit anderen, 
 entwickeln Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gegenüber Tieren und der Natur. 
Prozessbeschreibung  
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von 
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit 
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten 
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, 
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der 
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende 
Unterbereiche abgedeckt sind: 
 
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 
 Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein: 
o Äußern und Vertreten der eigenen Meinung 
o „Nein“-Sagen gegenüber Kindern und Erwachsenen 
o Wahrung der Intims- und Persönlichkeitsphäre 
o Gelegenheiten und Ausdrucksformen für die Be- und Verarbeitung von 
Erfahrungen im Kinderhaus sowie außerhalb des Kinderhauses (z.B. familiäre 
Situationen, beeindruckende Ereignisse, Medienerfahrungen) durch bildhafte 
Gestaltungen, Rollenspiel, Gespräche etc. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 004/08.2017 
Seite 3 von 6 
Prozessbezeichnung 
Soziales Miteinander 
 
 
 
o Angst als möglicher Indikator für Gefahr (-)en wahr- und ernstnehmen und 
Umgang damit einüben (z.B. adäquate Einschätzung der Gefahr)  
 Beziehungen aufbauen und pflegen: 
o Selbstständiges Aufnehmen, Fortführen und Beenden von Kontakten zu 
Erwachsenen sowie zu anderen Kindern 
o Pflege des täglichen Erfahrungsaustausches zwischen den Kindern 
o Bildung und Aufbau von Freundschaften, Wert von Freundschaften 
 Gelingende Kommunikation: 
o Ausdruck von Gefühlen und Emotionen (z.B. Ärger, Wut, Angst, Freude, 
Zärtlichkeit, Mitgefühl) 
o Nachvollziehbare Ausdrucksformen von Gefühlen und Erwartungen (z.B. durch 
Sprache, Mimik, Gestik, durch Malen, kreatives Gestalten etc.) 
o Täglicher Erfahrungsaustausch mit Erwachsenen und Kindern 
o Positive und konstruktive Gesprächskultur 
o Kulturell/gesellschaftliche erwartete Kommunikationsnormen und 
Höflichkeitsregeln 
o Wahrnehmen, Verstehen und Respektieren von Vorlieben und Abneigungen 
andere Personen 
o Wahrnehmen, Verstehen und Respektieren von Gefühlen, Gedanken und 
Fähigkeiten anderer Personen 
o Bewusste Wahrnehmung von Eigenarten sowie Andersartigkeiten anderer 
Personen sowie Rücksicht darauf und Akzeptanz dafür 
 Konflikte: 
o Konfliktsituationen selbstständig lösen 
o Positive Lösungsmöglichkeiten finden 
o Kompromisse schließen 
o Regeln und Regelfindung (Entstehung, Beteiligung der Kinder, 
Veränderbarkeit, situationsangemessene Handhabung, Konsequenzen, 
Abschaffung)  
o Konsequenzen von Grenzüberschreitungen/-Verletzungen sowie Regelbrüchen 
o Formen der Aggressionsbewältigung  
 Gerechtigkeit, -Sinn: 
o Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit 
(Fairness/Unfairness) 
o Unterscheidung zwischen erwünschtem und unerwünschtem Verhalten 
(gut/böse, richtig/falsch, angemessen/unangemessen) 
o Engagement für einen gerechten und erwünschten Umgang mit Personen und 
Situationen (Courage, Zivilcourage) 
o Offenlegung von Ungerechtigkeitserfahrungen und unerwünschtem Verhalten  
 Witz und Humor: 
o Auseinandersetzung mit verschiedenartigem Humor, Witz und Ironie 
o Entwicklung eines individuellen Humors 
 Ruhe- und Aktivitätsbedürfnis: 
o Wahrnehmung des Ruhe- und Aktivitätsbedürfnisses, die Orientierung daran 
sowie die Reflexion der individuellen Bedürfnisse 
o Abwechslung zwischen beiden Bedürfnissen im Tagesverlauf 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 004/08.2017 
Seite 4 von 6 
Prozessbezeichnung 
Soziales Miteinander 
 
 
 
 Teilhabe und Verantwortungsübernahme: 
o Übernahme der Verantwortung für sich selbst (Was tut mir gut? Was tut mir 
nicht gut?) 
o Übernahme von Verantwortung für bestimmte Tätigkeiten, Situationen und 
andere Personen (z.B. hauswirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten, 
Konfliktklärung, jüngere Kinder) 
o Anleiten von Spielsituationen 
o Wertschätzung, Toleranz und sinnvolle Unterstützung von Personen mit 
Beeinträchtigungen und Besonderheiten 
o Alternative Zugangsweise ermöglichen und erproben - für Kinder, die sich an 
bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen können sowie zur Horizonterweiterung 
für alle Kinder 
o Gebrauchswert und dem Gefühlswert von Dingen (z.B. bei Geschenken) 
unterscheiden 
 
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) 
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist 
die unmittelbare Nähe von Soziales Miteiander  zum Bildungsbereiche Menschsein in der Welt 
und Sprache zu berücksichtigen.  
 
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: 
 Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder adäquate 
Orientierungsmöglichkeiten erhalten, Möglichkeiten mit einer vertrauten Kleingruppe 
zu spielen sowie Rückzugsmöglichkeiten finden. 
 Die PädagogInnen sorgen dafür, dass Blicke, Mimik, Gestik und Laute von Kindern, 
die noch nicht sprechen können, als Zeichen von Gefühlsäußerungen wahrgenommen 
und richtig gedeutet werden. 
 Die PädagogInnen beachten bei der Beobachtung und Interaktion sowie den 
pädagogischen Intervention, dass Kleinstkinder entwicklungsbedingt vermehrt „für 
sich allein“ spielen und ihre Umgebung entdecken. Die geringere Interaktion 
zwischen den Kindern ist Ausdruck ihres Alters und Entwicklungsstandes. 
 
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion 
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der 
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie 
sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu 
(mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der 
übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als 
Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die 
Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur 
Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). 
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und 
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. 
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der 
Bereichsziele genommen. 
 
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung 
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der 
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 004/08.2017 
Seite 5 von 6 
Prozessbezeichnung 
Soziales Miteinander 
 
 
 
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen 
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten 
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit 
die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in 
die Bereichsbesprechung ein.  
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum 
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber 
hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und 
nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen 
festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und 
Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in 
das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. 
Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen 
wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen 
reflektiert: 
 
 Wie gewährleisten wir einen persönlichen Empfang und die tägliche Begrüßung aller 
Kinder, sowie die Einbeziehung jedes Kindes in die Gruppe?  
 Wie schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der alle Kinder emotionale 
Sicherheit und Mitgefühl erfahren?  
 Wie erfährt ein Kind im Kinderhaus, dass Schwierigkeiten und Krisen bewältigt 
werden können? 
 Welche Rolle übernehmen die Kinder bei Konflikten, welche Rolle übernehmen wir 
PädagogInnen? 
 Welche Vorbilder geben wir PädagogInnen beim Umgang mit Regeln, Konflikten, 
Ritualen und Traditionen bzw. Innovationen?  
 Wie erhalten die Kinder die Gelegenheit zu entdecken, dass auch Erwachsene Gefühle 
empfinden? 
 Wie unterstützen wir als Kinderhaus, dass sich ein Kind mit besonderen 
Förderbedarfen (sofern im Kinderhaus vorhanden) angenommen fühlt?  
 
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. 
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) 
  
 Element-i-Bogen 
 Ideenliste „Soziales Miteinander“ 
 Gute pädagogische Fachpraxis  
Qualitätskriterien: 
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden 
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten 
des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden 
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum 
Bildungsbereich statt. 
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte 
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

ISO 9001 
Stand 004/08.2017 
Seite 6 von 6 
Prozessbezeichnung 
Soziales Miteinander 
 
 
 
verfügbar. 
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung : 
 
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung 
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar 
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn 
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen 
bereichert werden: 
 
Im ganzen Kinderhaus: 
 Sichtbare und bildhafte Vereinbarungen zu Regeln (z.B. Nutzung der Werkstatt, 
des Ateliers) 
 Ausstellungsflächen für Werke/Bilder/Fotos von Kindern 
 Kindgerechte Dokumentationen des Tagesablaufes sowie anderer wichtiger 
Bestandteile des Kinderhaus-Alltages 
 Moderationsmaterial für die Durchführung der Kinderkonferenz (vollständig und 
entwicklungsgerecht) 
 Sichtbare Dokumentation und/oder Hilfsmittel für Kinder um den Umgang mit den 
oben genannten Themen einzuüben und zu reflektieren 
 
Marktplatz: 
 Tische und Stühle in entwicklungsadäquater Höhe 
 Geschirr (Porzellan) und Besteck (Metall) sowie Trinkgläser je nach Alter der 
Kinder und in ausreichender Menge 
 
Gesellschaftsspiel-Bereich: 
 Alters- und entwicklungsgerechte Gesellschaftsspiele, z.B. Karten-, Lege-, Fädel-, 
Brettspiele (Wichtig: die Vollständigkeit der Spiele ist gegeben; die Spielanleitung 
ist den PädagogInnen bekannt) 
 
Dem Bildungsbereich können tendenziell der Marktplatz sowie ein Gesellschaftsspiele-Bereich 
als Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die 
Umsetzung des Bildungsbereichs flexibel in allen Räumen des Kinderhauses statt und 
spiegelt sich auch in Elementen des Tagesablaufes wieder. Im Rahmen der 
Bildungsbereichsverantwortung werden auch die Steuerung der Durchführung und 
pädagogischen Begleitung der Mahlzeiten sowie die Durchführung der 
Kinderkonferenz übernommen.  
Hierbei stehen folgende Aspekte  im Vordergrund:  
 Gemeinschaftserfahrungen 
 Rituale in der Durchführung 
 Kulturelle Normen (z.B. Essen mit Besteck und Tischrituale, respektvolle 
Kommunikation) 
 Partizipationsmöglichkeiten 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

Anlage 1.4 Auswertungsformular_Froebel

5733 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde 
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH 
Komödienstraße 18-24 
 
50667 Köln 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Be rlin ist eine Tochtergesellschaft 
des FRÖBEL e.V.  
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe un d Mitglied im paritätischen Gesamt- 
verband 
- Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbe treuung und Hilfen zur Erziehung 
(insgesamt über 150 Kitas in Deutschland, 51 davon in NRW) 
- Philosophie des Friedrich Fröbel (Kinder verfügen  über individuelles Bildungspotential) 
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unte rnehmensleitbild liegen vor 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil  
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Arbeit mit offenen Konzept 
- Ganzheitlicher pädagogischer Ansatz nach Friedric h Fröbel, Schwerpunkt möglicher- 
weise ästhetische Bildung (an Reggiopädagogik orientierte ReMida = Materialien, die 
in Industrie / Handwerk abfallen, werden für Kitas, Schule weiterverwandt) 
- Schwerpunkt Bilingualität 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsd okumentationsverfahren 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar  
- Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr  
- Keine Schließungszeiten in den Ferien

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stell fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft /  Konfessionen 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt, de r durch die EU-
Kinderrechtskonvention im Leitbild verankert ist 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams 
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeit en für Menschen mit Behinderun- 
gen 
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedü rfnissen und Ressourcen der Kin- 
der 
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordne te Soforthilfe immer erreichbar 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Wenn möglich: Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (Beteiligung der 
Kinder, Erleben der Essenskultur, Lernen von Essenszubereitung, Anlegen von Gemü- 
se-/ Kräuterbeeten) 
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körpe rlichen / seelischen Entspannung 
und Ruhe 
- Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Beweg ungskitas  
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakt eure ist geplant 
- Kooperation mit Großtagespflege und Schule, um fr ühzeitig die Übergange zu gestal- 
ten 
- Erfahrung als Träger mit angestellten Tagespflege personen vorhanden 
- Gemeinsame Feste und Aktionen im Stadtteil 
- Schwerpunkt ästhetische Bildung, Kunst + Handwerk , musische Bildung und Tanz 
- Das frühere Künstlerdorf Angelmodde als Idee für die Schwerpunktsetzung der Einrich- 
tung 
- an Reggiopädagogik orientierte ReMida = Materiali en, die in Industrie/ Handwerk abfal- 
len werden für Kitas, Schule weiterverwandt 
- Zusammenarbeit mit Altenwohnheim Kardinal-von-Gal en-Stift (Lesepatenschaften), Ei- 
chendorffschule 
- Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum gewünscht 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Ein gewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende, Hospitationen usw. 
finden statt 
- Elternlounge für Kontakte der Eltern untereinande r 
- Gemeinsame Feste, Aktionen, Trödelmärkte, etc. 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- 
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen 
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement /  Altersentlastung im Konzept 
verankert für Mitarbeiter/-innen ab 56. Lebensjahr 
- Regionale Fachberatung für Münster 
- Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagog ischen Qualitäts- und Informati- 
onssystem) 
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu päda gogischen Themen 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Haustarifvertrag in Abstimmung mit der GEW / Anle hnung an den TVöD 
- Mitarbeiter/-innen in Vorbereitung auf Leitungsau fgaben durchlaufen ein zweijähriges 
Führungstrainee-Programm 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Keine Schließungszeiten in den Ferien 
- Träger ist spezifisch in der Kindertagesbetreuung  tätig 
- Explizite Bewerbung für zwei Standorte zur Schaff ung neuer / alternativer Angebote in 
Münster bzw. den Sozialräumen

Anlage 9.1 Basis-Konzeption-NRW

105239 Zeichen

1 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für 
Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW 
Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH

2 
 
  
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
Ansprechpartner: 
Frauke Schittek 
0202 281 943 0 
0160 872 321 4 
f.schittek@stepke-kitas.de 
 
Stand: 
Oktober 2017 
 
Herausgeber: 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin

3 
 
Inhalt 
1. Vorwort ......................................................................................................................... 5 
2. Rahmenbedingungen ..................................................................................................... 5 
2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 
2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 
3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ......................................................................... 6 
3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 
3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 
3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 
3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 
3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 
4. Pädagogische Ziele und Inhalte .....................................................................................10  
4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 
4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 
4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 
4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 
5. Mehrsprachigkeit ..........................................................................................................12  
6. Religiöse Erziehung .......................................................................................................13  
7. Die Eingewöhnung im Kindergarten ..............................................................................13  
8. Das Freispiel .................................................................................................................14  
9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ............................................14  
9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 
10. Vorschulerziehung ........................................................................................................15  
11. Ein Tag in unserer Kita ..................................................................................................16  
11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 
11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 
11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 
11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ...................................................................................................... 16 
11.5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 
11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 18 
11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 
12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung ................19 
12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 
12.2. Teamsitzung .......................................................................................................................... 19 
12.3. Stepke Akademie ................................................................................................................... 20 
13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern .........................................................20  
13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 
14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen .......22 
14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ....................................... 22 
15. Öffentlichkeitsarbeit .....................................................................................................23  
16. Gesunde Kinder ............................................................................................................23  
16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 23 
16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 23 
16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 24 
16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 25 
16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 25 
16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 25 
17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ...................................................25  
17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 26 
17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 27

4 
 
17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 27 
18. U3-Bereich ....................................................................................................................27  
18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 28 
18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 28 
18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 28 
18.4. Motorik .................................................................................................................................. 28 
18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 29 
18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 29 
18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 29 
18.8. Essen und Trinken ................................................................................................................. 30 
19. Unser Kinderschutz-Konzept .........................................................................................31  
19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 32 
19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 35 
20. Inklusion .......................................................................................................................36  
20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ...................................................................................... 36 
21. Tiergestützte Pädagogik ................................................................................................36  
22. Stepke Qualitätsmanagement .......................................................................................37  
22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse .............................................................................. 37 
22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung .......................................................................... 39 
23. Nachwort ......................................................................................................................41

5 
 
1. Vorwort 
 
Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren 
lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. 
Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das 
Wissen selbst erschließen zu können. 
Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass 
Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und 
gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. 
Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden 
Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der 
interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die 
Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. 
Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient 
interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids 
Kitas gGmbH. 
 
2. Rahmenbedingungen 
 
2.1. Der Träger 
 
“Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen 
Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und 
Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner 
Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte 
setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der 
Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, 
Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. 
 
Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen 
die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch 
und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu 
lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 
 
Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. 
Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen 
Kennenlernen und Austausch. 
 
Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer 
Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und 
Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. 
Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim 
Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. 
 
Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere 
pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. 
 
Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen

6 
 
frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und 
Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen 
als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, 
die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 
 
 
2.2. Rechtliche Grundlagen 
 
Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte 
 
Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der 
internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. 
 
(www.national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des 
SGB VIII 
Dritter Abschnitt: 
Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege 
 
§ 22, 22a, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 
 
 
3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) 
 
In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben 
und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in 
verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 
0 bis 6 Jahren. 
 
Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit 
bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. 
 
Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende 
technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher 
Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, 
Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. 
 
Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie.

7 
 
 
3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal 
 
In der Step Kids KiTas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: 
 
sozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) 
Sportpädagogen 
Theaterpädagogen 
Musikpädagogen  
Kunstpädagogen  
Kinderpflegerinnen  
Kinderkrankenschwestern  
Ergänzungskräfte 
Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten  
Köche 
Reinigungskräfte  
Hausmeister Verwaltungskräfte 
Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) 
 
Alle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung 
des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und 
Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. 
Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns 
auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine 
umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als 
familienergänzende Einrichtung. 
 
Die jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas 
gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils 
mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- 
bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger 
abgestimmt. 
 
Als anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder 
Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher 
Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten.

8 
 
 
3.2. Öffnungszeiten 
 
Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen 
von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können 
verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. 
Dies variiert nach Standorten. 
 
Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich 
mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. 
Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der 
Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 
 
 
3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel 
 
In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI 
Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist 
jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. 
Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, 
räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 
 
 
3.4. Aufnahmekriterien 
 
In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen 
aufgenommen. 
Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten 
Aufnahme: 
Alter des Kindes 
Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren 
Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme 
Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von 
Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 
 
 
3.5. Raumkonzept 
 
Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden 
Faktoren frühkindlichen Lernens. 
Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist 
für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. 
Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. 
Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, 
mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die 
Welt zu erkunden. 
Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: 
 
Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit…

9 
 
Bewegung – toben, tanzen… 
Pflege - wickeln, waschen, duschen… 
Schlafen - ausruhen, Stille erleben… 
Essen - Trinken 
Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… 
Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… 
Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… 
Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… 
Experimentieren - konstruieren, bauen… 
 
Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach 
ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem 
Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind 
unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen 
sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. 
Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und 
Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das 
Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- 
oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere 
Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, 
Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. 
Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das 
Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem 
ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind 
mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben 
den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, 
die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und 
Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. 
 
Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und 
Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. 
Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der 
Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu.  Die 
direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit 
Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und 
anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, 
ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. 
 
Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, 
Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten 
angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder 
Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, 
kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. 
 
Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand 
zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen 
ein.

10 
 
4. Pädagogische Ziele und Inhalte 
 
Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach 
dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice 
Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik 
beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die 
Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und 
Bildungsangebote fördern. 
Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und 
körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern 
und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. 
Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im 
Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, 
sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 
 
 
4.1. Stand der aktuellen Forschung 
 
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen 
Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit 
sind. 
 
4.1.1. Bindungsforschung 
 
Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie 
forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. 
Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von 
Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, 
mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das 
Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins 
Gleichgewicht zu kommen. 
 
Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das 
Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und 
Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für 
ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld 
Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als 
sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen 
zurückkommen kann. 
 
Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang 
in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die 
pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das 
Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm 
vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, 
individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und 
tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus.

11 
 
4.2. Hirnforschung und Lernen 
 
Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess 
stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von 
elementarer Bedeutung. 
Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im 
Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei 
festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im 
neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. 
Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind 
gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit 
anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend 
und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und 
Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. 
Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und 
den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder 
berücksichtigen. 
 
In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich 
des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige 
Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren 
unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv 
anregen. 
 
4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen 
 
In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder 
brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. 
Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie 
voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen 
unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und 
Erprobungsfelder. 
 
Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche 
Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf 
Gleichaltrige zu. 
 
Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für 
die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit 
Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, 
Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, 
Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich 
untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im 
Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur 
das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und 
Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich 
Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung 
mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und 
schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten.

12 
 
 
4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung 
 
Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - 
Entspannung und Konzentration im Snoezelraum 
 
Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit 
ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei 
Step Kids Kitas gGmbH. 
 
Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute 
verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. 
 
Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten 
mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht 
ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, 
werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren 
natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung 
ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und 
Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht 
darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den 
Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von 
"SEI MAL STILL"! 
 
Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen 
und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür 
eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen 
Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges 
pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen 
lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele 
baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 
 
5. Mehrsprachigkeit 
 
Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten 
Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden 
Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist 
nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig 
den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. 
 
Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache 
selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. 
Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir 
die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. 
 
Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, 
was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher 
und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten 
Kontexten selbstverständlich genutzt wird.

13 
 
 
Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit 
vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden 
selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen 
möchten. 
 
In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen 
Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder 
ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, 
dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 
 
6. Religiöse Erziehung 
 
Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der 
Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte 
christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen 
vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit 
unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, 
sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die 
Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem 
respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, 
Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter 
Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. 
 
Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland 
geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle 
hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die 
Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, 
sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die 
Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so 
in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl 
vermittelt: 
 
Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner 
Kultur. 
 
7. Die Eingewöhnung im Kindergarten 
 
Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine 
Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und 
Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den 
Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. 
 
Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine 
unserer Einrichtungen besucht. 
 
Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu 
"beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und

14 
 
werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. 
 
In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die 
Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu 
erlangen. 
 
Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren 
Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit 
den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 
 
8. Das Freispiel 
 
Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die 
Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine 
Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten 
und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie 
vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren 
Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was 
sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, 
Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen 
und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und 
Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und 
Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet 
Verständigung und vieles mehr. 
Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und 
aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in 
bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 
 
9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz 
 
In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer 
Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu 
beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder 
dazu eingeladen. 
Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. 
In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier 
werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten 
Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch 
umzusetzen. 
 
9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation 
 
Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen 
Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die 
sie konkret betreffen. 
 
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern 
aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt 
und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest

15 
 
installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie 
Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita 
mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. 
 
Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und 
ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. 
Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren 
Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. 
 
Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in 
unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass 
die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst 
entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten 
Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). 
 
In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein 
Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu 
sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den 
Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und 
ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. 
Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins 
Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. 
 
Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die 
tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen 
Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen 
sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die 
Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der 
Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 
 
10.  Vorschulerziehung 
 
Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen 
der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der 
Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und 
Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu 
erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft 
vorzubereiten. 
 
Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu 
altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche 
Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen 
der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente 
Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem 
abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch 
rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren 
Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen 
haben.

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11.  Ein Tag in unserer Kita 
 
11.1. Zeit 
 
In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere 
Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in 
ihren Aktivitäten unterbrochen werden. 
Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: 
Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften 
Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder 
Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf 
beanspruchen 
Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und 
fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen 
erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant 
werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche 
Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. 
 
In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen 
gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und 
Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. 
Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem 
besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder 
ergeben. 
 
11.2. Ankommen 
 
In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen 
kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe 
und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der 
Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen 
sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. 
Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in 
den Tag zu starten. 
 
11.3. Morgenkreis 
 
Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem 
Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges 
Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, 
die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 
 
11.4. Gemeinsame Mahlzeiten 
 
Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich 
Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. 
Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. 
Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern

17 
 
unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern 
aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage 
der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische 
Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. 
 
Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. 
 
Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung 
zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem 
Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder 
„gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten 
Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die 
Hauptmahlzeit nicht essen möchte. 
Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der 
Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und 
Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht 
zu verlernen. 
 
Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten 
wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. 
Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. 
Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir 
überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren 
Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen 
und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in 
unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. 
 
Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 
 
11.5. Ruhen und Schlafen 
 
Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den 
unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und 
Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. 
Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor 
genannten Komponenten. 
Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus 
mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche 
Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und 
geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir 
ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. 
Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu 
befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf.

18 
 
 
11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte 
 
Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen 
mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an 
unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die 
Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. 
 
Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter 
Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in 
 den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, 
die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich 
unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns 
dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine 
entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht 
Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. 
 
Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder 
und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern 
gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen 
Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum 
gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im 
Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue 
Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen 
werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den 
Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die 
gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder 
Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen 
Kompetenzen. 
 
Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer 
Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE-
Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 
 
 
11.7. Nach Hause Gehen 
 
Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und 
muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem 
Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie 
klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden 
Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit 
eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren.

19 
 
12.  Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung 
 
Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie 
unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. 
 
Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien 
zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem 
sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. 
Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus 
gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An 
der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die 
Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. 
Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder 
Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen 
Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch 
Häuserübergreifend - stattfinden. 
 
12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung 
 
Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht 
variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten 
Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. 
 
Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die 
persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit 
und der Zusammenarbeit im Team. 
Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume 
umgestaltet. 
 
12.2. Teamsitzung 
 
Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder 
projektspezifischen Teamtreffen. 
 
Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern 
aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, 
gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen 
Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und 
Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. 
 
Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel 
Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die 
Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und 
kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der 
Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens 
und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu 
pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. 
In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des

20 
 
Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, 
z.B.Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. 
Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert 
und Tagesordnungspunkte gesammelt. 
 
Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich 
so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption 
weiterentwickelt wird. 
 
12.3. Stepke Akademie 
 
Mit unserem eigenen Fortbildungsprogramm der Stepke Akademie sagen wir bei Stepke 
ganz klar: Fortbildung ist uns wichtig! Unsere Fachforen und Qualitätszirkel schaffen Raum 
zum gegenseitigen Austausch und vermitteln aktuelle Erkenntnisse, die für die 
pädagogische Arbeit wichtig sind – praxisorientiert, spannend und direkt umsetzbar. 
Zielgruppe der Stepke Akademie sind sowohl interne wie auch externe pädagogische 
Fachkräfte. Für Stepke-Mitarbeiter besteht die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme 
während der Arbeitszeit. 
 
13.  Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
 
Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als 
das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern 
und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. 
Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und 
Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des 
gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe 
rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden 
Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren 
Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder 
für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und 
Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem 
finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 
 
13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche 
 
Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, 
finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom 
pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 
 
13.1.1. Elternabende 
 
Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team 
ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung 
betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer 
gesellig-kreativen Form entsprechen.

21 
 
13.1.2. Hospitationen 
 
Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren 
Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 
 
13.1.3. Hausbesuche 
 
Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine 
Bezugspädagogin an. 
 
13.1.4. Beschwerdemanagement 
 
Grundsätzlich werden alle Anliegen der Eltern ernst genommen und mit den jeweiligen 
Ansprechpartnern lösungsorientiert behandelt. Dabei steht die Weiterentwicklung der 
Qualitätssicherung unserer Arbeit im Vordergrund. 
Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen, sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah 
ein Termin vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird. 
 
Alle Eltern der Stepke Kitas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende 
Beschwerdeformular, direkt an die ErzieherInnen ihrer Gruppe zu wenden. Diese leiten das 
Formular umgehend an die Kita-Leitung weiter. Innerhalb von 2 Tagen hält die Kita-Leitung 
Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart.   
 
Die Kita-Leitung hat die Möglichkeit sich mit der Fachberatung und /oder der 
Geschäftsbereichsleitung auszutauschen, um kundenorientiert und zielgerichtet zu handeln.  
 
Beschwerden von Eltern sind für alle Stepke-Mitarbeiter als willkommene, konstruktive 
Kritik zu sehen. 
 
Beschwerdemanagement im Überblick: 
 
Teamebene – schriftliche Information über die Beschwerde werden entgegengenommen 
und an die Kita-Leitung weitergegeben.   
 
Leitungsebene – Die Kita-Leitung gibt den Eltern innerhalb von 2 Tagen eine Rückmeldung. 
Ggf. wird ein Gesprächstermin zur Problemlösung vereinbart. Ist die Kita-Leitung nicht im 
Haus, wird die Beschwerde sofort an die zuständige Fachberatung/Regionalleitung weiter 
gegeben. 
 
Träger – sollte in der Zusammenarbeit zwischen Kita-Leitung und Team und Eltern kein 
lösungsorientierter Ansatz im Beschwerdefall gefunden werden können, steht in jedem Fall 
Frauke Schittek als Träger zur Verfügung. 
 
Bei dieser Vorgehensweise wird sichergestellt, dass Probleme, Beschwerden, Kritikpunkte 
zeitnah mit den betreffenden Personen lösungsorientiert, effektiv und effizient 
herbeizuführen sind. 
 
Übergreifende Themen der Elternschaft werden vom Kita-Ausschuss gesammelt und in 
gemeinsamen Sitzungen, bei denen die Kita-Leitung dazu gebeten wird, bearbeitet. Die

22 
 
Klärung von konzeptionellen, personellen und beitragsrechtlichen Fragen unterliegt dem 
Kita-Ausschuss. 
 
Der Eingang von schriftliche Beschwerden per Mail an die Zentrale wird sofort mit einer 
Eingangsbestätigung beantwortet. Deren Bearbeitung erfolgt innerhalb von 3 Tagen. Nach 
ca. 14 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache über die Zufriedenheit der Eltern über die 
Lösung der Beschwerde. Sollte diese noch nicht eindeutig vorliegen, sind weitere Gespräche 
zu führen, bis eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita 
wieder hergestellt ist. Der Träger ist davon in Kenntnis zu setzen. 
 
Das Hinzuziehen von Behörden und Ämtern durch den Kita-Ausschuss ist erst zu 
veranlassen, wenn alle zuvor genannten Maßnahmen keine befriedigende Lösung 
hervorgebracht haben.  Der Kita-Ausschuss hat den Träger gleichzeitig über die 
Informationsweitergabe in Kenntnis zu setzen, damit auch dieser sich in Lösung der 
Probleme einbringen kann. 
 
 
13.1.5. Evaluation 
 
Einmal im Jahr findet eine umfassende Umfrage in allen KiTas für Eltern, Fachkräfte und 
Office -Mitarbeiter satt. Die Ergebnisse dienen der Qualitätsweiterentwicklung. Die 
Fachberaterinnen werten die Umfrageergebnisse aus und spiegeln diese für die MA und 
Eltern in einer Zusammenfassung in die Einrichtungen zurück. 
In einer HL Sitzung werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert und entsprechen 
besprochen, sowie direkt Änderungslösungen gefunden und umgesetzt. Auch positives 
Feedback wird gerne weitergegeben und zurück gespiegelt. 
 
 
14.  Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den 
Grundschulen 
 
Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt 
eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet 
eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 
 
14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen 
 
Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch 
die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen 
bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. 
 
Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben 
darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: 
anderen Kindertageseinrichtungen 
ASD und Soziale Beratungsstellen 
Jugendamt 
Polizei und Feuerwehr 
Gesundheitsamt 
Erziehungsberatungsstellen

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Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, 
Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 
 
15.  Öffentlichkeitsarbeit 
 
Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere 
Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den 
jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 
 
 
16.  Gesunde Kinder 
 
16.1. Ernährung 
 
Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. 
(Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) 
 
Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. 
Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche 
Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die 
Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und 
Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend 
zur Verfügung. 
Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen 
berücksichtigt. 
Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. 
 
Die Eltern haben bei  mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im 
Haus zu vereinbaren ist. 
Regelmäßig backen wir mit den  Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen 
zu. 
 
16.2. Bewegung 
 
Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie 
sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und 
machen Erfahrungen über sich selbst. 
Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich 
über Bewegung aus. 
Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. 
 
Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche 
Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. 
Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und 
Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. 
Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine 
Wahrnehmung erfolgt über:

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Sehsinn (optische Wahrnehmung), 
Hörsinn (akustische Wahrnehmung), 
Tastsinn (taktile Wahrnehmung), 
Geruchssinn, 
Geschmackssinn, 
Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), 
Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). 
 
Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten 
Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper 
vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. 
 
"Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß 
versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." 
(H. Kükelhaus) 
 
 Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind 
fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie 
weiterzuentwickeln. 
 
"Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung 
bestimmen lassen." (E. Pikler) 
 
Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die 
über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: 
 
Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot 
Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte 
Spielerische Wassergewöhnung 
Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten 
Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe 
Waldtag 
 
16.3. Schwimmen und Turnen 
 
Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle 
Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat 
ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich 
altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, 
Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele 
Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen 
an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat 
dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. 
 
Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen 
Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den 
entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- 
Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln.

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16.4. Schuhfreie Zone 
 
Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu 
laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und 
bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum 
Spielen ein. 
 
16.5. Gesunde Zähne 
 
Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit 
dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern 
Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein 
wichtiger Bestandteil. 
 
Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern 
zusammen. 
 
Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 
 
16.6. Wald- Wiesentage 
 
Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern 
als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des 
Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. 
Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und 
zum häufigen Fernsehkonsum. 
 
An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen 
bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der 
Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die 
Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche 
und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden 
die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. 
Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den 
Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. 
 
Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald 
befinden. 
 
17.  Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch 
Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für 
weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine 
wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit.  
Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke-
Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen 
vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen 
aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen

26 
 
Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag 
integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der 
englischen Sprache ausdrücken zu können. 
 
Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. 
Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden 
Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere 
Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. 
Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und 
Methoden in der Sprachförderung ein.  
 
Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- 
und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und 
Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl 
und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. 
 
Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch 
Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der 
Kinder. 
 
Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild 
gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf 
Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, 
Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von 
zentraler Wichtigkeit. 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch 
Sprache verfügbar zu machen. 
Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. 
Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur 
Chancengleichheit. 
Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen 
Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 
 
17.1. Unsere Ziele: 
 
Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung  
Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit 
Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige 
Schlüsselkompetenz erleben 
Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern 
Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und 
Benennen 
Wortschatzerweiterung 
Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern 
Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten 
Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken 
aufgebaut und präzisiert

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17.2. Musik und Gesang 
 
Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel 
Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen 
Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für 
Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen 
abzubauen. 
Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine 
Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu 
übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. 
Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie 
müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen 
arbeiten. 
 
17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache 
 
Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in 
den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die 
Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. 
Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel 
auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. 
Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der 
Bilderbuchbetrachtung integriert. 
Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: 
 
Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, 
Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern,  
Deutungsprozesse bewusst machen, 
Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen 
Geschichten selber weiter erfinden 
Eigene Geschichten erzählen lassen 
Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte 
immer weiter…) 
 
Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird 
und seine Freude entdeckt. 
Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor 
gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne 
Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m.  
 
18. U3-Bereich 
 
Der U3-Bereich ist ein Schwerpunkt unserer Stepke-Einrichtungen. 
Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu 
erwähnen sind:

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18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit 
 
Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. 
Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung 
durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. 
 
Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die 
Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau 
zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. 
 
Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 
 
 
18.2. Feste Rituale 
 
Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in 
der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen 
einstellen kann. 
Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl 
einer Zugehörigkeit: 
 
Begrüßungs- und Abschiedsrituale 
Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen 
Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise 
Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) 
das gemeinsame Essen 
 
18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) 
 
Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die 
Fachkraft  in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. 
Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. 
Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. 
schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). 
Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. 
 
Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. 
Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der 
Mittagsschlaf. 
 
Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 
 
18.4. Motorik 
 
Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich 
motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. 
Platz für großräumige Bewegung durch:

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Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … 
Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… 
Anregendes, vielseitiges Außengelände 
Ausflüge in die Natur 
Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 
 
18.5. Gesundheit und Körperpflege 
 
Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. 
Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und 
Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in 
ihre Wickelsituation. 
 
Die Pflegesituation beinhaltet z.B.: 
 
Waschen von Gesicht und Händen 
Wickeln 
Zähne putzen 
Baden/Duschen bei Bedarf 
Nase putzen 
Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen 
 
Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um 
die Eltern informieren und beraten zu können. 
Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 
 
18.6. Ernährung 
 
Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder 
werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. 
Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es 
wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. 
Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, 
Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu 
wahren. 
Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch 
geachtet, denn das Auge isst mit. 
Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für 
Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen (Brei) vorbereitet. 
 
18.7. Sauberkeitsentwicklung 
 
Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein 
wichtiger Punkt. 
Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern 
(Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die 
Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens 
sauber ist.

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Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen 
dazu setzt. 
 
Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist 
Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen 
Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der 
Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine 
bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und 
liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält 
sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen 
Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper 
wahrzunehmen. 
Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. 
Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen 
Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind 
bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 
 
18.8. Essen und Trinken 
 
Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, 
Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen 
was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren 
Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein 
wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. 
 
Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … 
unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken 
… gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel 
nahe bringen … 
Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s 
Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet 
frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. 
Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim 
Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung 
aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene 
Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken.

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19.  Unser Kinderschutz-Konzept 
 
Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des 
Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung 
des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen 
Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 
SGB VIII). 
 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a 
Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die 
internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit 
Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine 
schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern 
arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. 
 
Der Gesetzeswortlaut  § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines 
Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken 
mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das 
Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes 
oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der 
Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den 
Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten.

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 In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach 
diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach 
Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des 
Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die 
Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder 
den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese 
für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen 
nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. 
 
§ 72a SGB VIII Persönliche Eignung 
 
Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der 
Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig 
wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 
232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem 
Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen 
von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des 
Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von 
Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch 
sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 
 
 
19.1. Kinderschutzauftrag 
 
19.1.1. Vorgehensweise im Überblick 
 
I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht 
in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
19.1.2. Ausführungen 
 
I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, 
beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung 
ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken 
mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die 
fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des 
Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für 
Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des 
„internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen.

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Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden 
gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf 
Vernachlässigung 
körperliche und seelische Misshandlung 
sexuellen Missbrauch 
Partnerschaftsgewalt 
Entzug von Chancen überprüft. 
 Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem 
späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und 
somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige 
Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die 
Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD 
sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen 
zeitnah informiert. 
 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend 
seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im 
Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein 
Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen 
zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
 
Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung 
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden 
(siehe Liste Anhang). 
Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und 
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. 
 
II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden 
Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame 
Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. 
 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen 
Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer 
geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der 
gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) 
treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln 
Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht 
werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen 
Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen.

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III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen 
Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird 
in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. 
Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die 
Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die 
Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt 
kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage 
gestellt sein sollte. 
 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere 
Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen 
Gesprächsteilnehmern 
 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur 
über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren 
Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. 
 
 Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein 
umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und 
professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. 
 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die 
Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen 
ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. 
Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. 
 
IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine 
nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute 
Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt 
das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft 
und –fähigkeit sind vor allem: 
die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte 
nicht abwendbar. 
es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. 
bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. 
 
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die 
Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von

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sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das 
Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der 
Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. 
Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in 
Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt 
wäre. 
 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ 
Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die 
Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen 
bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. 
 
Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung 
Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, 
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 
 
19.2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den 
§§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten 
Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. 
Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem 
besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der 
Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und 
–fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a 
SGB VIII 
Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal 
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt.  Dazu wird ein 
erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von 
längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten 
Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle 
Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage 
zum Arbeitsvertrag). 
 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit  Team) 
Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft)

36 
 
20.  Inklusion 
 
20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen 
 
In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die 
geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind 
der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben 
von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. 
 
Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste 
Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend 
individuell zu fördern. 
 
Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung 
gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. 
Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter 
Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht 
durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten 
Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. 
 
Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren 
pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur 
eine Vision bleibt. 
 
21.  Tiergestützte Pädagogik 
 
Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von 
unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon 
überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die 
kindliche Entwicklung haben. 
Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von 
Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern.  
Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der 
Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund 
wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt 
es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in 
seinem Handeln. 
Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher 
Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen 
von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des 
Selbstbewusstseins. 
Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine 
absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es 
Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer 
Wahl dieses besondere Angebot vorhält.

37 
 
 
 
22. Stepke Qualitätsmanagement 
 
22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse 
Die Umsetzung des Stepke-Konzeptes ist die Grundlage der pädagogischen Arbeit in allen 
Stepke-Häusern.  
Wir wollen die Integrität der Organisation der Stepke-KiTas als kollektives Ganzes 
entwickeln, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den unten beschriebenen Zielen und 
Werten im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
 
1. Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke 
Kitas mit einem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. 
Alle Nationalitäten der Welt sind bei Stepke willkommen und werden mit hohem 
Engagement und besonderer Rücksichtnahme integriert. 
 
2. In allen Stepke-KiTas finden wir eine freundliche, fröhliche Atmosphäre.  Besucher 
der KiTa heißen wir willkommen und begleiten sie persönlich zum jeweiligen Termin. 
Es ist uns ein Bedürfnis von Wertschätzung, jeden Menschen, dem wir in der Kita 
begegnen freundlich zu grüßen und ggf. zu helfen. Wir achten auf eine zugewandte 
und verbindliche Umgangsweise zwischen Team und Küche, Stepke Facility und 
Verwaltung.  
 
3. Jeder Stepke – MA legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres.  Mit dem Tragen 
des Stepke-T-Shirts (zu offiziellen Anlässen, Festen und Feiern und in der 
Eingewöhnungszeit mit Namensschild) verdeutlichen wir unsere Verbundenheit zum 
Unternehmen und treten im Team als Gemeinschaft auf.   
 
4. In den 4 Wochen der Eingewöhnung und in den ersten Wochen jeder neuen Stepke-
Einrichtungen installieren wir einen Garderobendienst, der sich um die Belange derer 
bemüht, die die Kita betreten (Eltern, Großeltern, andere Bring- und 
Abholberechtigte). Wir erfüllen damit das Bedürfnis nach Sicherheit und 
Orientierung jener, die die KiTa besuchen. Der Garderobendienst ist in der Bring-und 
Abholzeit konstant vor Ort. Er begleitet durch eine zugewandte, fröhliche Art das 
Kommen und Gehen in der Kita. In neuen Einrichtungen schafft die Leitungspräsenz 
in dieser Phase durch die persönliche Begrüßung und Verabschiedung/ggf. als 
kompetenter Ansprechpartner Vertrauen.  
 
5. Das MA QM- Handbuch gibt eine erste Orientierung für alle neuen MA. Jeder Stepke 
MA bekommt ein Handbuch bei Arbeitsbeginn für den persönlichen Gebrauch, um 
sich in Ruhe zu orientieren und unser Unternehmen in seiner Struktur kennen zu 
lernen. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist das Handbuch der Hausleitung 
zurück zu geben. 
 
6. Jede Stepke KiTa wird täglich mit frisch gekochtem Essen aus einer Stepke Küche 
versorgt. Wichtig ist dabei, das die Qualität des Mittagessens auf der Grundlage der 
„Fit Kid“ -Zertifizierung für jede Kita als Standard festgelegt ist. Wir achten beim 
Transport darauf, dass die Qualität des Essens bei der Lieferung erhalten wird.

38 
 
 
7. Sofern sich eine öffentliche Schwimmhalle in erreichbarer Nähe befindet, 
gehen die Kitas in Gruppen 1x wöchentlich mit den Kindern zum Schwimmen.(in der 
Regel ab 4 Jahren.) Die Schwimmbegleiter sind sich der hohen Verantwortung und 
Besonderheit dieses Angebots bewusst und zeichnen sich durch ein besonderes 
Maß an Vertrauen und Urteilsvermögen aus. Ein Schwimmlehrer schult regelmäßig 
die Schwimmbegleiter und begleitet die MA ins Schwimmbad. Er arbeitet konstant 
in den Gruppen mit. Stepke kann durch den Schwimmlehrer selber alle Abzeichen 
abnehmen. 
 
8. Die wöchentlich stattfindenden Waldtage sind fester Bestandteil des Stepke-
Konzeptes. Wir erfüllen das Bedürfnis der Verbindung der Kinder mit den 
natürlichen Ressourcen unserer Umgebung. Mit viel Fantasie und 
Entdeckungsfreude leben wir eine besondere Freiheit in der Natur. Die Waldtage 
verbringen die Kinder bei zulässiger Witterung von morgens bis nachmittags 
durchgängig im Wald. Ganze Waldwochen am Stück vertiefen das Angebot ein bis 
zweimal im Jahr. 
 
9. Bilinguale Angebote führen Native Speaker oder auch MA mit sehr guten 
Englischkenntnissen durch. Unser Ziel ist es, in jeder Einrichtung/Gruppe Native 
Speaker zu beschäftigen, die alle nach der Immersionsmethode arbeiten. Sie 
erhalten jegliche Unterstützung aller MA, ihren besonderen Beitrag zur Umsetzung 
der Konzeption zu leisten. Durch regelmäßige Fortbildungen werden die Native 
Speaker kontinuierlich geschult und weitergebildet. 
 
10. Mit viel Freude und Kreativität leben wir eine ästhetische Tischkultur. Wir geben den 
Kindern ein Gefühl von Ordnung und Gemeinschaft.  So sind Frühstückstische beim 
gleitendem Frühstück immer frisch eingedeckt und einladend, mit kleinem 
Tischschmuck in der Mitte und ansprechen angerichteten Speisen, an denen sich die 
Kinder selbst bedienen. Ebenso bieten wir das Mittagessen in separaten Schüsseln 
tischweise an. Auch am Nachmittag ist der Tisch liebevoll eingedeckt. Eine ruhige, 
gemütliche Atmosphäre mit anregenden Tischgesprächen lassen die Mahlzeiten 
besondere Rituale in der Gemeinschaft erleben. 
 
11. Wir schützen unsere hochwertige Raumausstattung und Materialien. Gern trägt 
jeder MA Sorge dafür, dass ein ordentlicher Gesamteindruck der Kita gewahrt wird. 
Mit viel Liebe zum Detail und Kreativität legen wir unsere Aufmerksamkeit auf eine 
kindgerechte, saubere und ästhetische Raumgestaltung. Die Wände der Räume 
behandeln wir besonders schonen und verzichten dabei auf Klebstreifen.  
 
12. Alle Kitas sind fortschrittlich und modern mit WLAN ausgestattet. Wir sind in der 
Lage, mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein Lerncomputer, Smartboard und 
Tabletts zur Entwicklung pädagogisch fundierter Medienkompetenzen einzusetzen. 
Dabei ist es uns wichtig, zum einen technisches Verständnis, zum anderen das 
Verständnis von Inhalten und einem gesunden zeitlichen Gebrauch der Medien 
durch die Kinder zu entwickeln.

39 
 
Diese 12 Punkte dienen der Einzigartigkeit unseres Unternehmens und ziehen sich wie ein 
roter Faden durch alle Häuser, die Stepke als „Marke“ verbindet. Sie dienen dem Bedürfnis 
nach Gemeinschaft und Erkennbarkeit, ganz gleich, welche Größe das Haus hat und in 
welchem Bundesland und Wohngebiet die Einrichtung zu Hause ist.  
Darüber hinaus ist Raum für individuelle Herangehensweisen der Leitungen, 
standortbedingte Gegebenheiten und durch die Kompetenzen der Mitarbeiter bedingte 
Parameter, die jede Kita zu etwas Besonderem werden lassen. 
 
22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung 
 
Die Fachberatungen der Stepke Kitas sind städtebezogen, bzw. regional eingesetzt. Ihre 
Tätigkeit teilt sich in zwei umfassende Bereiche: 
 
22.2.1. Erstens: Begleitung 
Sie verbindet durch enge und regelmäßige fachliche, entwicklungs- und 
organisationsbezogene Begleitung der Leitung, die Mitarbeiter an der Basis in den Kitas mit 
dem Träger. Damit sorgt die FB für die Transparenz der Häuser zum Träger und umgekehrt 
und steht der HL in allen pädagogischen/ personellen und administrativen Bereichen und 
in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zur Seite. 
 
22.2.2. Zweitens: Controlling 
Die Fachberatung ist für das Controlling der Stepke Standards, sowie die Umsetzung von 
aktuellen Absprachen und neuen Verfahren in den Häusern verantwortlich. Bei 
regelmäßigen Besuchen vor Ort wird dieses Controlling in der Ausübung des 
Qualitätsmanagements gewährleistet. Im Rahmen der Qualitätssicherung und – kontrolle 
erfüllt die FB folgende Aufgaben: 
• Qualifizierung und Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis der Stepke - Kitas 
• Organisations- und Personalentwicklung; 
• Sicherung der Qualitätsstandards und Begleitung bei der Umsetzung von 
Innovationen; 
• Mitgestaltung trägerspezifischer Zielsetzungen; 
• Umsetzung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen und 
• Kooperation und Vernetzung in den Städten und Bundesländern. 
Defizite im QM der Kita werden in einem Gesprächsprotokoll aufgezeichnet und mit einer 
Frist zur Abstellung festgehalten. Wird diese Frist nicht eingehalten, erfolgt in Absprache 
mit der Geschäftsbereichsleitung eine Zielvereinbarung, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt 
eine Abmahnung durch den Träger. 
Für alle Vorgänge und Prozesse in den Kitas steht die HL in der Pflicht. Die Fachberatung 
wird durch die Hausleitung aktiv in das Beschwerdemanagement einbezogen. 
Beschwerden, ggf. auch aus der Stepke Verwaltung werden an die Fachberatungsleitung 
weitergegeben. Diese bindet bei Bedarf einer Klärung die 
Geschäftsbereichsleitung/Geschäftsleitung ein.  
 
22.2.3. Struktur und Zielsetzung der Fachberatung: 
Die Fachberatungsleitung vernetzt die regionalen Fachberatungen durch einen 
wöchentlichen Jour Fixe. Damit wird der regelmäßige Austausch, die 
Informationsweitergabe zum und vom Träger und die Transparenz der Arbeit an den 
verschiedenen Standorten sichergestellt. Die regionalen Fachberatungen führen im 8-
wöchigen Rhythmus am jeweiligen Standort Hl-Sitzungen durch. Diese dienen neben der

40 
 
Weitergabe der trägerrelevanten Themen dem fachlichen Austausch der HL. 
 Zur Zielsetzung der Tätigkeit der Fachberatung gehören:  
• Vorbild für die wertschätzende Kommunikation im Unternehmen 
• Unterstützung der Mitarbeiterbindung 
• Umsetzung der Organisationsbedürfnisse 
• Bearbeitung des Beschwerdemanagements 
• Positive Außenwirkung 
• Entwicklung der pädagogischen Arbeit gemäß den individuellen Einrichtungszielen 
der Häuser 
• Entwicklung von Einrichtungsübergreifenden Stepke - Jahresthemen – für 
2018/2019 erstmalig nach Auditveranstaltung im Juni 2018 (?) 
 
Die Aufgaben der Fachberatung gliedern sich nach den oben genannten Schwerpunkten in 
der Begleitung der Kitas konkret wie folgt:    
 
Trägervertretung:  
• Gespräche mit Eltern; vorrangig im Rahmen des Kitaausschusses/Elternrats 
• Konfliktsituationen mit Mitarbeitern, Leitung oder Träger 
• Teilnahme an schwierigen MA Gesprächen 
 
Kontrollfunktion:  
• Sicherstellung der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes 
• Ordnung, Sauberkeit der Einrichtungen 
• Sicherstellung der Umsetzung der festgelegten Standards durch den Träger 
• Umsetzung der Jahresplanung laut sozial-päd. Konferenz 
 
Weiterentwicklung des QM 
• durch Evaluationsauswertung Festlegung von Jahreszielen jeder Einrichtung und 
deren Reflektion am zu Beginn des neuen Kita-Jahres 
• Jahresversammlung zum Austausch aller Leitungen und dem Träger zur Entwicklung 
der pädagogischen und personellen Standards (siehe Audit unter 4) 
 
Begleitung und Beratung der Hausleitungen: 
• Regelmäßiger Kontakt vor Ort in den Kitas 
• Beratung in administrativen und pädagogischen Konzepten 
• Beratung bezüglich der Raumgestaltung, Anschaffungen, Material 
• Beratung in Führungsfragen zu Teamentwicklungsprozessen 
 
Hl Sitzung städtebezogen im Rhythmus von 8 Wochen (Köln/Wuppertal/Berlin und BB) 
 
Die Fachberatung ist maßgelblich an der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung 
beteiligt und sichert die Qualität der Standards an der Basis – in den Häusern. 
 
Den Slogan „Richtig gute Kita.“ sehen wir als Versprechen an die großen und kleinen 
Menschen im Unternehmen. Dem gerecht zu werden, dient unser täglicher, persönlicher 
Einsatz.

41 
 
 
23.  Nachwort 
 
Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. 
Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie 
dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. 
Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie 
aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. 
Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn 
die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir 
sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen 
und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.

Anlage 7.5 element-i-Führungskonzept

15294 Zeichen

24521 – 001/11.2014 
 
1 
element-i-Führungskonzept 
  
 
 
 
 
 
 
A Allgemeine Führungsgrundsätze 
 
 
Gesamtstrategie 
 
Alle Führungskräfte handeln im Sinne des Gesamtunternehmens und wirken darauf hin, dass 
die Unternehmensziele erreicht werden und die gemeinsame Vision erlebbar wird. Die 
Führungskräfte zeigen dabei Begeisterung für ihre Arbeit, sind Vorbild und übernehmen 
Verantwortung. 
 
 
Führungshaltung 
 
Unsere Haltung als Führungskraft ist geprägt von Achtung und Wertschätzung, Klarheit und 
gesundem Humor. Die Reflexion unseres Tuns ist Teil unseres Selbstverständnisses. 
Für unsere MitarbeiterInnen sind wir kompetente Ansprechpartner, handeln fair und bleiben 
auch in schwierigen Situationen gelassen und souverän. Wir verstehen uns als Coach mit 
einem Menschenbild, das Eigenständigkeit, Reflexivität und das Urvertrauen in die 
Fähigkeiten unserer MitarbeiterInnen beinhaltet. 
Die Ziele des Unternehmens behandeln wir mit Weitsicht und sind loyal. 
 
 
Eigenverantwortung der MitarbeiterInnen 
 
Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin trägt in seinem bzw. ihrem Aufgabengebiet dazu bei, 
dass Aufgaben und Herausforderungen aktiv gelöst werden. Dazu übernimmt er bzw. sie die 
nötige Verantwortung und erhält von uns das Zutrauen, die Freiheit und die Befugnis für 
mutige Entscheidungen. 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

2 
 
B Führungsstil 
 
Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu 
beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die 
Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.  
 Antoine Saint-Exupéry 
 
 
1) Grundlage 
 
Die im Leitbild formulierte Grundüberzeugung, dass Menschen ihr Leben und ihre Aufgaben 
sinnhaft gestalten können und wollen, bildet den Rahmen für den im Unternehmen zu 
lebenden Führungsstil. Dazu gehört, dass MitarbeiterInnen entwicklungsoffen und lernbereit 
sind und gefordert sein wollen, ihr Tun im Sinne des Ganzen verantwortlich einbringen zu 
können.  
 
 
Grundsätzlich:   Freiheit und Zutrauen     klare Erwartungen 
 
 
     Produktives Spannungsfeld 
 
     Reflektiertes Führungshandeln 
 
Diese Freiheit und das Zutrauen in das Handeln und die Fähigkeiten des Einzelnen auf der 
einen Seite sowie andererseits klare Erwartungen und Zielvorstellungen von Seiten der 
Unternehmensführung sollen in einem produktiven, herausfordernden und schlussendlich 
erfolgreichen Spannungsfeld münden, das ein sehr reflektiertes Führungshandeln erfordert. 
Daraus ergeben sich folgende Unterthemen: 
 
 
2) MitarbeiterInnenorientierte Führung 
 
Wir schaffen Strukturen, in denen leistungsbereite und engagierte Teams entstehen, um 
persönliche Verantwortungsübernahme und Selbstverpflichtung mit dem Gewinn von 
Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit jedes Mitarbeiters und jeder 
Mitarbeiterin zu fördern. 
Diese Strukturen machen MitarbeiterInnenorientierung in der Führung erforderlich, also eine 
Haltung die bedeutet, dass jede/r MitarbeiterIn wichtig ist. Die Führungskraft hat als 
Ansprechpartner ein offenes Ohr für die MitarbeiterInnen und sieht sie individuell und 
persönlich, sie setzt an deren Potentialen an und nimmt ihre Ideen wertschätzend auf. Hier 
ist Führung durch Coaching der Weg der Wahl, da dieses als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden, 
das Vertrauen in die Selbstentwicklungspotentiale der MitarbeiterInnen grundsätzlich 
voraussetzt. Dabei stärken wir Stärken, ohne Schwächen zu übersehen, sondern fordern 
deren Weiterentwicklung klar ein. Ressourcen werden immer schonend und gewinnbringend, 
in jeder Hinsicht (Mehr)Wert erzeugend eingesetzt innerhalb der für alle geltenden Maxime: 
„Ins Gelingen verliebt“. 
Wir  
 nehmen jede/n MitarbeiterIn ernst, auch in seinen/ ihren Sorgen und Ängsten, 
 holen sie an ihrem jeweiligen Standpunkt ab und nehmen sie von da aus mit, 
 schaffen Gelegenheiten für Leistungsbereitschaft, Verantwortungsübernahme und 
Selbstwiksamkeitserfahrung , 
 sind offen für Rückmeldung. 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

3 
 
indem wir 
 Eigenverantwortung fördern und fordern, 
 eine konstruktive, lösungsorientierte Arbeitsatmosphäre einfordern, 
 Offenheit zeigen und gute Ideen sich durchsetzen lassen, 
 die MitarbeiterInnen die Wertschätzung  deutlich spüren lassen und 
 Erfolge feiern. 
 
 
3) Führung durch Ziele 
 
Im produktiven Spannungsfeld aus MitarbeiterInnenorientierung, Freiheit, Zutrauen und 
klaren Erwartungen an Leistungsbereitschaft und Loyalität den Zielen der Geschäftsführung 
gegenüber heißt Führung Ziele setzen, möglichst im Dialog. Wir entwickeln kooperativ mit 
unseren MitarbeiterInnen Ziele und stellen sie dabei vor neue Herausforderungen. Dadurch 
sind Ziele gemeinsame Ziele, die transparent auf die Unternehmensziele ausgerichtet sind. 
Zielvereinbarungen als Führungsinstrument 
 steuern MitarbeiterInnen und Themen, 
 setzen Prioritäten, geben Orientierung und Sinn, 
 ermöglichen einen freien Rahmen zur Entwicklung von Aufgaben,  
wenn sie 
 kompetenzorientiert und zutrauend delegiert werden und 
 den Weg zur Zielerreichung in die Verantwortung der jeweiligen MitarbeiterInnen 
legen. 
 
AKV- Prinzip: A = Aufgabe / K = Kompetenz / V = Verantwortung 
 
Daraus ergibt sich ein System, in dem MitarbeiterInnen  
 zutrauend Aufgaben innerhalb der mit ihnen vereinbarten Ziele gegeben werden, 
 bei der Optimierung der erforderlichen Kompetenzen in fachlicher und sozialer 
Hinsicht unterstützt werden, 
 ermutigt werden einander zu unterstützen und voneinander zu lernen, 
 die Befugnis für Entscheidungen gegeben wird, 
 Verantwortungsübernahme abverlangt wird und 
 differenzierte Rückmeldung über die Arbeitsleistung und –qualität erhalten. 
 
 
4) Führung durch Struktur 
Qualitätsmanagement als Führungsinstrument 
 
In unserem Unternehmen sind inzwischen große Teile aller Aufgaben in allen 
Arbeitsbereichen in Ablauf und Qualitätsanspruch in einem Qualitätsmanagementsystem 
beschrieben. Wir bauen damit nachhaltig auf jahrelanger Arbeit und Erfahrung auf. Unser 
Qualitätsmanagementsystem bietet die Grundlage dafür, Qualität festzuschreiben und zu 
entwickeln und auch in einem stetig wachsenden Unternehmen sicherzustellen. Es ist für alle 
MitarbeiterInnen einsehbar, schafft einen klaren Erwartungsrahmen und definiert damit auch 
die Herausforderung an jeden Einzelnen. Somit ist das Qualitätsmanagementsystem ein 
klares Führungsinstrument, welches das produktive Spannungsfeld in eine Richtung definiert. 
Auf der anderen Seite ist es interaktiv angelegt, das heißt alle MitarbeiterInnen sind 
aufgefordert, auch Rückmeldung zu geben und Verbesserungs- oder 
Weiterentwicklungsvorschläge einzubringen. So entsteht ein lebendiges System, das Raum 
dafür bietet, weiter zu wachsen und dabei dennoch situationsangemessenes Handeln in 
eigener Verantwortung zulässt und wünscht. 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

4 
 
 
5) Führungseigenschaften 
 
Ein Führungsstil, der MitarbeiterInnenorientierung als zentrales Thema anerkennt und mit 
Zielen führt, erfordert Führungseigenschaften, die sich an dem messen lassen, was von den 
MitarbeiterInnen erwartet wird, um vorbildhaft wirken zu können. Dem liegt die 
Überzeugung zugrunde, dass nur intrinsisch motivierte, leistungsbereite und 
selbstverantwortliche MitarbeiterInnen unser Unternehmen wirklich nachhaltig voranbringen 
können. 
Die Rolle der Führungskraft ist daher von folgenden Eigenschaften gekennzeichnet: 
 Achtung und Wertschätzung 
 Transparenz und Offenheit 
 Vorbildbewusstsein und Selbstreflexivität 
 Kompetenz 
 Weitsicht 
 Klarheit, Konsequenz und Konfliktfähigkeit 
 Souveränität 
 Gelassenheit und Menschlichkeit 
 Fairness 
 gesundem Humor 
 Bereitschaft, Fehler als Lerngelegenheiten zu nutzen 
Den Zielen der Geschäftsführung steht die Führungskraft dabei loyal gegenüber und agiert in 
diesem Rahmen weitsichtig. 
  
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

5 
 
C  Führungsebenen 
 
 
Geschäftsführung 
 
Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung und schafft die Voraussetzungen für 
eine wachsende, leistungsfähige, lernende, zukunftsorientierte, kundenorientierte, finanziell 
gesunde und sichere Organisation mit Hilfe von ideellen, rechtlich-sozialen und strukturellen 
Rahmenbedingungen. Ihr wichtigstes Arbeitsmittel ist der Dialog nach innen und außen. Sie 
findet die richtigen MitarbeiterInnen für die Leitungsfunktionen.  
 Die ideellen Rahmenbedingungen dienen der Orientierung aller MitarbeiterInnen und sind 
die Grundlage für die Personalentwicklung. Zu ihnen gehören das Leitbild, die 
Grundsätze, die Visionen und langfristigen strategischen Ziele und die vorgelebte 
Führungskultur. 
 Die rechtlich-sozialen Rahmenbedingungen dienen dem konstruktiven Miteinander, 
untermauern die Loyalität und schaffen ein Klima, in dem die MitarbeiterInnen gern 
eigenverantwortlich sein wollen. Mit Macht wird ohne Willkür und mit Vertrauen ohne 
Blindheit umgegangen. Zu den sozialen Rahmenbedingungen gehören:  
 Umgang mit Vertrauen und Macht 
 Glaubwürdigkeit 
 Verbindlichkeit 
 Führung 
 Loyalität 
 Soziale Kompetenz 
 Netzwerke 
 Die strukturellen Rahmenbedingungen bilden die Grundlage für eine moderne 
Organisation und umfassen das Organigramm (Aufbau- und Ablauforganisation), die in 
Roxtra hinterlegten Prozessbeschreibungen und allgemeingültigen Dokumente, 
Regelungen für Arbeitszeiten und Entlohnung, Budgets, den Einsatz von Investitionen, 
zeitgemäße Einrichtungen und Arbeitsmittel und eine gesunde finanzielle Grundlage für 
das gesamte Unternehmen. Sie steuert die Entwicklung der (pädagogischen, 
wirtschaftlichen, öffentlichkeits- und gemeinwesenorientierten) Konzeptionen.  
Die Geschäftsführung schafft die Bedingungen, damit alle MitarbeiterInnen im Sinne des 
Ganzen selbstverantwortlich handeln können. 
 
 
Bereichsleitung / Pädagogische Leitung 
 
Die Führungsaufgabe der Bereichsleitung/ Pädagogischen Leitung liegt hauptsächlich darin, 
zwischen den Anforderungen, die an und durch die Organisation gestellt werden und den 
Bedürfnissen der arbeitenden Menschen zielführend zu moderieren. Sie bewegen sich im 
Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Macht und bewegen sich zwischen diesen Polen. Das 
bedeutet praktisch, dass sie 
 Prioritäten mit den Auftrag gebenden Stellen klären, diese für ihre MitarbeiterInnen 
verständlich machen, 
 die Arbeits- und Führungsvorgänge in der Gesamtorganisation überschauen und sich 
darüber regelmäßig und ausreichend informieren, 
 für die internen Abläufe zuständig sind und durch kontinuierliche 
Prozessdokumentation die Organisation nachhalten; dazu gehören 
Qualitätsmanagement, Personalmanagement und pädagogische Konzeptentwicklung, 
 unter ihren KollegInnen ein Bewusstsein für eine gemeinsame Verantwortung 
entwickeln, damit die TeamleiterInnen gleichartige (nicht gleichgeschaltete) 
Botschaften erhalten, 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

6 
 
 die Geschäftsführung beraten und direkt an diese berichten, 
 das Steuern von Prozessen als ihre wesentliche Aufgabe verstehen;. dabei 
orientieren, unterstützen und entscheiden sie im Blick auf die TeamleiterInnen. Sie 
finden pragmatische, geeignete, nachhaltige und flexible Lösungen für die jeweilige 
Herausforderung, 
 Innovation erkennen und deren Umsetzung abschätzen und bei Eignung voranbringen 
und 
 Verbundenheit und Identität von TeamleiterInnen und MitarbeiterInnen zum 
Unternehmen herstellen; dies erreichen sie durch Transparenz von Entscheidungen, 
durch Sicherung des Informationsflusses und durch eine partizipative Haltung.  
 
 
TeamleiterInnen 
 
Sie steuern die Arbeitsprozesse, pflegen die Beziehungen zu den MitarbeiterInnen sowie zu 
Eltern, Kindern und im Bedarfsfall zu Institutionen des Gemeinwesens. 
Sie stimmen sich mit KollegInnen anderer Arbeitsbereiche und den zuständigen 
Bereichsleitungen / Pädagogischen Leitungen ab. Sie übernehmen die (Konzeptions-) 
Entwicklung für bestimmte pädagogische und organisatorische Themen in Absprache und 
Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Leitung bzw. der Bereichsleitung.  
Die TeamleiterInnen steuern die Umsetzung vor Ort im Sinne der pädagogischen, 
wirtschaftlichen und/ oder organisatorischen Rahmenziele sowie der betrieblichen 
Gesamtziele. Dafür führen sie die MitarbeiterInnen ihres Arbeitsbereiches (durch Coaching), 
indem sie 
 diese informieren, anleiten, unterstützen und sie auf Vorgänge aufmerksam machen, 
die verbesserungswürdig sind, 
 deren Eigeninitiative anregen, indem sie diese in Überlegungen für Neuerungen und 
Änderungen mit einbeziehen, die deren Arbeitsbereich betreffen, 
 auf Qualität, Leistung und Verantwortung achten und dazu bei tragen, dass 
Verbesserungen und Probleme praktisch angefasst werden, 
 Verständnis für die eigene Leistung und Verantwortung der MitarbeiterInnen wecken 
im Verhältnis zu Kindern und deren Eltern, sowie zu externen Dienstleistern und 
Kunden, 
 für Ihre MitarbeiterInnen an einer angemessenen, gerechten Entlohnung mitwirken, 
 Arbeitszeiten innerhalb der gegebenen Grenzen mit ihnen regeln,  
 sich für sie für gute Arbeitsmittel und gute Arbeitsumgebung einsetzen, für die sie 
verantwortlich sind, 
 das Team so steuert, dass für jede Aufgabe die bestmögliche MitarbeiterIn im 
Hinblick auf die Erfordernisse und Kompetenzen gefunden wird (AKV), 
 mit Sorgfalt abwägen, in welchen Situationen sie Entscheidungskompetenz der 
MitarbeiterInnen übernehmen, weil Führung durch Coaching an eine Grenze 
gekommen ist oder die Situation es im Moment erfordert.  
 sich weiterbilden und bei ihren MitarbeiterInnen Weiterbildung anregen sowie 
 Verbundenheit und Identität von MitarbeiterInnen zum Unternehmen herstellen; dies 
erreichen sie durch Transparenz von Entscheidungen, durch Sicherung des 
Informationsflusses und durch eine partizipative Haltung.  
 
Die Teamleitungen berichten der pädagogischen Leitung regelmäßig über die 
Handlungsbedarfe in der Kita, ihre Ziele, Maßnahmen und deren Umsetzung, sowie allgemein 
über wichtige Ereignisse in der Kita. 
 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

7 
 
Fachkräfte in der Kita / MitarbeiterInnen in den Abteilungen 
 
Sie sind diejenigen, die als Fachkräfte in der Kita und MitarbeiterInnen in den Abteilungen 
direkt in der praktischen Arbeit tätig sind. 
Von ihrem Verständnis, ihrer Bereitschaft, sich einzubringen und ihrem Können hängt viel ab 
für den Erfolg des Unternehmens. Sie sind es, die letztlich die Zielsetzungen aller Ebenen in 
die Praxis umsetzen. 
Besonders weil die MitarbeiterInnen unmittelbar im Arbeitsprozess stehen, haben sie auch 
die Aufgabe und die Verantwortung, sich selbst zu führen, indem sie 
 Verstehen was Sie tun und verantwortlich mitdenken, 
 ihre Leistungen und ihre Arbeitsqualität überprüfen und verbessern und 
Qualitätsansprüche an die Arbeit stellen, 
 ihre KollegInnen unterstützen, um der gemeinsamen Aufgabe gerecht zu werden, 
 zu einem vertrauensvollen Arbeitsklima beitragen sowie 
 dazulernen und sich weiterbilden, um ihr Wissen und Können zu steigern. 
 
 
 
 
 
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst

Anlage 8.1 Konzept Outlaw

30440 Zeichen

Pädagogisches Konzept  
Kindertageseinrichtung in Münster- Kita 
Eichendorffstraße im Stadtteil Angelmodde

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  2 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Vorstellung des Trägers       Seite 3 
1.1 Die OUTLAW gGmbH       Seite 3 
1.2 Kita&More         Seite 3 
2. Pädagogisches Konzept       Seite 5 
2.1 Situationsorientierter Ansatz       Seite 5 
2.2 Partizipation         Seite 6 
2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft     Seite 6 
2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen    Seite 7 
2.5 Integration/Inklusion        Seite 8 
2.6 Interkulturelle Kompetenz       Seite 8 
2.7 Sprachförderung        Seite 9 
2.8 Spielend lernen        Seite 9 
2.9 Bewegung         Seite 10 
2.10 Sozialraumorientierung         Seite 10 
2.11 Geschlechterorientierung       Seite 11 
2.12 Gesunde Ernährung und bedarfsgerechtes Angebot zur Verpflegung Seite 11 
3. Flexible Betreuungszeiten       Seite 12 
4. Raumkonzept         Seite 13 
5. Öffentlichkeitsarbeit        Seite 13 
6.  Qualitätsentwicklung Outlaw gGmbH     Seite 14 
6.1. Teamorientierung         Seite 14 
6.2. Fachberatung         Seite 14 
6.3. Beschwerdemanagement       Seite 15 
6.4. Sicherung des Kindeswohls        Seite 15 
6.5. Personal         Seite 15 
6.6. Dienst - und Fachaufsicht       Seite 16 
6.7. Fachlicher Austausch        Seite 16 
6.8.  Supervision, Fortbildung       Seite 16 
6.9. Qualitätszirkel         Seite 17 
6.10. Evaluation         Seite 17

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  3 
 
1. Vorstellung des Trägers 
1.1 OUTLAW gGmbH 
Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der 
Kinder- und Juge ndhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien 
Unterstützung und Beratung erfahren.  
„OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber 
für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff – und i n zwei 
Wohngruppen im Raum Greven – wurden damals als besonders schwierig geltende 
Jugendliche betreut. Der Name steht seit B eginn für unser Bemühen, Kinder und 
Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zwar gerade dann, 
wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.  
Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit 
einem breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die 
Kindertagesbetreuungsangebote sind. Ein Bl ick auf die aktuellen Angebote zeigt, dass die 
Einrichtung seit ihrer Gründung mit dynamischen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen 
lebt. In diese Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in 
ihrer Arbeit mit Kindern, J ugendlichen und Familien gemacht haben, als auch veränderte 
gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Anford erungen an die Kinder - und 
Jugendhilfe, die Einflüsse auf die Rahmenbedingungen der Arbeit haben.  
Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder - und 
Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 
 
 
1.2 Kita&More 
Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift 
Kita&More zusammen gefasst. In der Regio n West begann unser Engagement im Bereich 
der Kindertagesbetre uung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in 
Münster. Seither ist dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch die Übernahme 
weiterer Kitas und den Bau neuer Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  4 
 
In Nordrhein -Westfalen sind wir an fol genden Standorten vertreten: Münster, Ochtrup, 
Altenberge, Nordwalde, Steinfurt, Borghorst,  Telgte, Ostbevern, Bochum, Hamm und 
Duisburg. 
Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf 
 die Bedarfe der Kinder und Eltern, 
 den Sozialraum, 
 die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, 
 die Kooperationsmöglichkeiten, 
 die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. 
 
Kita & More  steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, 
sondern u mfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese 
Angebote wirken in den Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den 
Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern.  
Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuellen Lösungen zu suchen und 
begleitet deren Umsetzung.  
Kita & More  ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einrichtungen. Im Vordergrund 
steht für uns die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig 
wer die Unterstützung anbietet.  
Kita & More engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die 
aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. W ir stehen für eine fachlich 
qualifizierte Frühkindpädagogik.  
Kita & More  steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planung und Finanzierung von 
neuen Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führen wir in Kooperation mit den 
Kommunen und anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  5 
 
2. Pädagogisches Konzept 
Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen orientiert sich an den gesetzlichen 
Grundlagen gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschr iebenen 
Inhalte und Bildungsbere iche fließen in unsere Arbeit ein und finden Berücksichtigung bei 
der Konzeptentwicklung. 
Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtung ist für uns ein wesentliches 
Qualitätsmerkmal. Es spiegelt die pädagogische Grun dorientierung der Einrichtung wider, 
mit der sie dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht.  
 
2.1 Situationsorientierter Ansatz 
Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen gemäß des Situationsorientierten 
Ansatzes. Bei de m Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen 
individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die ErzieherInnen 
beobachten das Kind in seinen sensiblen Entwicklung sphasen und stimmen die 
pädagogischen Angebote darauf  ab. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sich Projekte, 
die thematisch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach - und Fachgebiete werden auf diese 
Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung der verschiedenen 
Kompetenzen (Sachkompetenz, S ozialkompetenz und Selbstkompetenz), Sprache, 
mathematische Grundlagen sowie Wahrnehmungsbereiche und Motorik, wird die 
ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. 
Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse und  Erfahrungen aus ihrem Alltag zu 
verstehen und zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit 
Kompetenz und Verantwortungsgefühl zu bewältigen.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  6 
 
2.2 Partizipation 
Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbestimmungsm öglichkeiten für sie sind 
zentrale Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse fördern die Entscheidungsfähigkeit, 
das Verantwortungsb ewusstsein, die Kommunikationsfähigkeit und die 
Problemlösekompetenz. Partizipation bedeutet im Kita -Alltag immer wied er eine 
Herausforderung, weil unterschiedliche Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen 
neu festgelegt werden müssen. 
Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemeinschaftsgefühl und bringen den Mädchen und 
Jungen demokratisches Handeln näher. 
  
2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Das Ziel der Erziehungs - und Bildungspartnerschaft mit den Eltern ist das gemeinsame 
Engagement für das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung und den Bildungsstand des 
Kindes und der regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligten Fachkräften. Dies soll 
ermöglichen, die Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unterstützen. Wir 
achten besonders darauf die elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionellen 
Erziehungs- und Bildungsauftrag und unseren  fachlichen pädagog ischen Kompetenzen in 
Konkurrenz zu setzen. 
Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt werden. Wir beraten sie 
in Erzi ehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen (z.B. bei Erkrankung der 
Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen) nicht alleine. Wir 
orientieren uns an den Bedürfni ssen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den 
Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung der Angebote.  
Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: 
 Aktive Teilhabe von Eltern 
 Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung 
 Aufbau und Nutzung von Netzwerken

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  7 
 
2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen 
Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und seine Familie eine große 
Herausforderung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neuen, 
Unbekannten umgehen zu können. Folge nde Übergänge sind innerhalb unserer 
Einrichtungen relevant: 
 Von der Familie in die Kindertageseinrichtung 
 Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung 
 Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe 
 Von der Kindertageseinrichtung in die Schule  
 
Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, 
die sie m achen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue 
Lebensphase der Kinder zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, die auf der 
Suche nach einer Kita sind, unsere Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird 
besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Respekt, Anerkennung und Wertschätzung 
des Kindes und seiner Familie, wenden sich die ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der 
Kita zu. Sicherheit, das Gefühl angenommen zu sein, Geborgenheit und Vertrauen sowie ein 
geregelter Tagesablauf und Rituale, helfen den Kindern, sich auf Neues einzulassen und 
sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden die Kinder 
und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten 
dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. 
  
Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von dem Kinder ebenfalls betroffen sein 
können, ist der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grun dschule ein weiterer 
bedeutender Prozess, dem wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei 
das Kind mit seiner individue llen Entwicklungs - und Bildungsbiografie, mit seinen 
Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, kontinuierli che Kooperation mit der 
jeweils zuständigen Grundschule diesbezüglich für unerlässlich. In unseren Augen nutzt die 
Grundschule idealer Weise die Informationen, die sie aus der Bi ldungsdokumentation, dem 
Austausch mit Fachkräften der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen kann und setzt mit der 
Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  8 
 
2.5 Integration/Inklusion  
Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. 
Schon die ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu 
ermöglichen.  
Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters 
und G eschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, 
Religionen, sozialer un d ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädchen und Jungen 
erleben im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. 
Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In  
 
der frühen Sozialisation werden die Grundsteine gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den 
Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns unterscheiden, für die Entdeckung von 
Gemeinsamkeiten.  
Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilhabe aller Kinder, ihre individuellen 
Ausgangslagen und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern 
im Auge hat. Um den fachlichen Austausch der Pädagogen und die qualitative 
Weiterentwicklung zu gewährleisten legen wir besonderen Wert auf interne und ext erne 
Fortbildungen, nutzen das Instrument der kollegialen Beratung und initiieren fachbezogene 
Arbeitskreise. Um sowohl den Kindern als auch den Familien Zugang zu unseren Angeboten 
zu ermöglichen, sorgen wir für eine barrierefreie Umgebung. 
  
2.6 Interkulturelle Kompetenz 
Interkulturelle Kompetenz ist ein mehrdimensionales Konzept, das verschiedene 
Fähigkeiten, Einstellungen und Lernprozesse anspricht. Wesentliche Dimensionen sind die 
Förderung der kulturellen Aufgeschlossenheit und Neugierde, die Toleranz  der Fremdheit 
sowie die Betrachtung der Zweisprachigkeit als Entwicklungschance. Um diese Dimensionen 
im pädagogischen Alltag  umzusetzen fördern wir den Abbau von Distanz und 
Abgrenzungstendenzen und schulen die Pädagogischen Fachkräfte zur Interkulturel len 
Kompetenz und zur Sprachförderung . Durch Angebote wie bspw. das Elterncafe, das Fest 
der Kulturen, offene Singkreise für die Kinder und deren Eltern, das Erlernen von Spielen 
und Liedern aus anderen Ländern und Kulturen und Kursangeboten wie bspw. „Reise um die 
Welt“ u.v.m. soll interkulturelles Lernen in unseren Einrichtungen stattfinden..

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  9 
 
 
2.7 Sprachförderung 
Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die alltägliche pädagogische Arbeit integriertes 
Element und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Kindern, die einer weiteren 
Unterstützung und besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedürfen. Sie verlangt 
eine differenzierte Vorg ehensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt 
und Besonderheiten des Leben sumfeldes mit bea chtet. Dies bedeutet für uns, dass die 
Ansatzpunkte zur Sprachförderung von Kind zu Kind unterschiedlich sein können.  
 
Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInnen, indem sie viel Wissen über die 
aktuelle und allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Erfahren Kinder ein  
echtes Interesse an ihren Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, werden sie 
sich mitteilen wollen und dabei zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wichtig, 
dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den 
Mädchen und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren Wortschatz zu erweitern, um noch 
besser verstanden zu werden. 
Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere 
Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bundesinitiative 
„Schwerpunkt Kita Sprache & Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich  darauf 
aufbauend erfol greich als „Konsul tationskita“ beworben und dient  damit anderen 
Einrichtungen als Modell  für die bewusste Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit 
Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 
 
2.8 Spielend lernen 
Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen 
Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spiel- Lern- und 
Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu zä hlen großzügig gestaltete Spiel - und 
Erprobungsräume sowie gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spiel 
werden Lernprozesse angeregt, und Kompetenzen, wie z.B. Kommunik ationsfähigkeit, 
Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und 
Konfliktfähigkeit gestärkt.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  10 
 
In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-
emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kindes werden von 
der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen 
Bedingungen, die ihnen ein intensives Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive 
MitspielerInnen von Kindern verstehen. Beides bieten wir den Mädchen und Jungen in 
unseren Kindertagseinrichtungen. 
 
2.9 Bewegung 
Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss 
auf die Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen fördert die Intelligenz und  
hat auch Auswirkungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik.  
Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung der motorischen Entwicklung 
ausgerichtet, sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotionalen, sozialen, geistigen und 
körperlichen Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder heute mit unterschiedlichen 
körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertageseinrichtung kommen, 
wie z.B. Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, 
unausgewogene Ernährung, sehen wir uns im Sinne einer umfasse nden 
Gesundheitsprävention verpflichtet , Bedingungen zu schaffen, die Kinder zur Bewegung 
anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern.  Wir bieten den Kindern eine 
angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. 
Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können 
sich jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B. in Traumstundenzeiten oder bei 
Körperwahrnehmungsspielen. 
 
2.10  Sozialraumorientierung  
Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und strukturellen Grundsätzen zeichnet sich 
OUTLAW insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konzeption aus. Dies bedeutet, 
dass sich unsere Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. 
Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren 
Angebote in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  11 
 
Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese altersg erecht begreifbar zu 
machen. Die Ressourcen des Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. 
Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als moderne Service -Zentren für Familien. 
So gibt es Eltern -Cafés, Elternberatung, Kinder- (Groß-)-Elternnachmittage, Workshops und 
Kurse zu familienspezifischen Themen, Familientrödel usw. . Abhängig von den 
sozialräumlichen Gegebenheiten setzen wir auch generationsübergreifende Angebote um 
und streben Kooperationen mit örtlichen Einrichtungen für Senioren an. 
Im Rahmen der sozialräumlichen Angebote wird die Einrichtung Mitverantwortung für die 
Ausgestaltung des sozialen Miteinanders im Stadtteil Angelmodde übernehmen. Wir werden 
uns aktiv beteiligen, um die aktuellen Entwicklungen aufzugreifen und die Inhalte unserer 
Arbeit fortschreiben zu können. 
 
2.11 Geschlechterorientierung 
Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und berücksichtigen die  
spezifischen Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet 
Möglichkeiten, die eigene Gesch lechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu 
hinterfragen. Um dies zu gewährleisten streben wir einen deutlich höheren von männlichen 
Fachkräften an.  
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn sie sind beide für die 
Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, die Arbeit und den Alltag in der 
Kindertageseinrichtung mitzugestalten. 
 
2.12 Gesunde Ernährung und bedarfsgerechtes Angebot zur Verpflegung 
Die Bereiche Körper, Gesundheit und Ernährung gehören für uns in die Bildungsbereiche 
und sind eng miteinander verbunden. Wir verstehen sie nicht als isoliertes Handlungsfeld, 
sondern integrieren diese in den Kita-Alltag, um Kindern Lebensqualität, Leistungsfähigkeit 
und Wohlbefinden zu ermöglichen.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  12 
 
Im Rahmen des U -3-Konzeptes kommt der gesunden Ernährung ein h oher Stellenwert zu, 
so dass Eltern frühzeitig Sensibilität für die Essgewohnheiten ihrer Kinder entwickeln und 
dieses positiv in den Familienalltag integri eren können. Das Frühstück wird von den Kindern 
selbst mitge bracht, wobei in den verschiedenen Einrichtungen häufig je nach Eltern - und 
Teamwunsch alternativ ein gesundes Frühstücksbuffet angeboten wird. Unabhängig von 
Frühstück und Mittagessen werden in unseren Einrichtungen Tee, Wasser oder Kakao sowie 
Obst und Gemüse als Zwischensnack angeboten. Das Mittagessen beziehen wir von einem 
Caterer, der seinen Menüplan auf die besonderen Essgewohnheiten und Bedarfe der Kinder 
(Religion, Allergiken, Vegetarier) ausrichtet.   
 
3. Flexible Betreuungszeiten 
In unseren Einri chtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der 
Familien und gleichzeitig am Kindeswohl aus. 
Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches 
Betreuungsangebot, mit guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungszeit. Wir 
bieten den Eltern flexible Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuungsangebot, 
dass es ihnen ermöglicht Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Darüber hinaus 
können die Eltern in unseren Einrichtungen die sogenannte „Extrazeit“ buchen. Diese ist an 
vier Tagen in der Woche ab 16:30 Uhr halbstündig bis 18:00 Uhr für 3,00 € je halbe Stunde  
buchbar. Die Extrazeit kann regelmäßig, aber auch sehr kurzfristig in Anspruch genommen 
werden. Auf diese Weise sollen Eltern im Bedarfsfall in der Organisation der Betreuung ihrer 
Kinder entlastet werden.  
Ebenfalls hat in den Münsteraner-Kitas das Angebot „Flexizeit“ Einzug gehalten. Eltern 
erhalten so die Möglichkeit, im Rahmen der erweiterten Regelöffnungszeiten die wöchentlich 
gebuchte Betreuungszeit passgenau zu verorten. Hierbei ist stets darauf zu achten, dass die 
Bedürfnisse des jeweiligen Kindes nach Kontinuität, Verlässlichkeit und Vertrautheit ebenso 
bedacht werden, wie die Umsetzung der Bildungsstandards. 
Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während der Ferienzeit halten wir eigene 
Feriengruppen vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass jedes Kind im Verlauf des 
Jahres mindestens zwei Wochen Urlaub von der Kita hat.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  13 
 
4.  Raumkonzept 
Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ei n täglicher Lebensraum, in dem sie spielen, essen, 
mit Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. 
Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse spielt die räumliche Umgebung eine 
wesentliche Rolle. Denn Räume, sowohl Innen - wie auch Außenräume, wirken auf Kinder 
unmittelbar und nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindliche Bedürfnisse 
berücksichtigen, können sie die Entwic klung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier 
wecken und vielfältige Anregungen geben. Gleichze itig können Räume eine angenehme 
Atmosphäre vermitteln, die den Kindern Schutz und Geborgenheit bieten. 
Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfnissen gerecht werden, müssen sie 
einerseits bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexi bilität, etwa 
durch bewegliche El emente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter veränderten 
Interessen, oder auch für Kinder mit einem Handicap, angepasst werden können. Sie sollten 
übersichtlich sein, aber doch Vielfalt ermöglichen.  
Sie sollen geschütz te Bereiche (Nischen) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und 
Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvollen Tätigkeiten der älteren Kinder von 
Störungen abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für die gesamte Gruppe. Diese 
Anforderungen berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.  
 
5.  Öffentlichkeitsarbeit 
Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit und den Kita -Alltag bilden wir auch nach außen 
durch professionelle Medienarbeit und eine eigenständige Internetseite für jede unser er 
Einrichtungen ab. Somit werden aktuelle Entwicklungen sowohl den Eltern als auch einer 
breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  14 
 
6.  Qualitätsentwicklung Outlaw gGmbH 
 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein zentrales Qualitätsmanagement und einen 
Qualitätszirkel für den Bereich Kita & More. Die konzeptionellen und methodischen 
Grundsätze für diesen Bereich sind in einem Grundkonzept beschrieben, das als Grundlage 
und Standard für bundesweit alle Einrichtungskonzepte und die daraus abgeleitete 
pädagogische Vorgehensweise dient. Die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen 
orientiert sich an definierten Schlüsselprozessen, die als handlungsleitender Standard in 
allen Einrichtungen umgesetzt und regelmäßig durch Indikatoren überprüft werden. Die 
Überprüfung der pädagogischen Prozesse erfolgt zudem über jährliche Qualitätsziele, die in 
die Jahresplanung des Gesamtunternehmens und die Maßnahmenplanung u.a. für die 
Qualitätszirkel und das zentrale Qualitätsmanagement einfließen. Die operationalisierten 
Qualitätsziele bilden die Grundlage für die jährlichen Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen 
werden sowohl mit den Teams der jeweiligen Einrichtung als auch mit den einzelnen 
Mitarbeiter*innen geschlossen, um die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen u.a. der 
Qualitätsentwicklung zu gewährleisten. 
 
 
6.1. Teamorientierung  
 
Die pädagogische Arbeit ist in Teams organisiert. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil 
aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der jeweiligen Angebote 
notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen 
pädagogischen Angebots. Die individuellen Kompetenzen, Qualifikationen und Fähigkeiten 
sind den Mitarbeiter*innen der jeweiligen Teams bekannt. Sie werden sinnvoll eingesetzt. 
Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden bereitgestellt. Das sind 
in erster Linie Zeit und Mittel zur Reflexion, Teamberatung, Supervision und Fortbildung. 
 
6.2. Fachberatung  
 
Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die Bereichsleiter*innen, die auch die 
Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitungen findet in  
regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  15 
 
6.3. Beschwerdemanagement 
 
Wir gewährleisten die alters- und entwicklungsgerechte Information von Kindern und ihren 
Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte und -Möglichkeiten. 
Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete Ansprechpartnerinnen und 
Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen verfügbar und zugänglich. Es 
besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und Bearbeitung von 
Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber hinaus 
informelle Beschwerdewege und -Möglichkeiten. 
 
6.4. Sicherung des Kindeswohls  
 
Es liegen zwei Dienstanweisungen zum Kinderschutz vor: 
 
- Zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiter*innen der Outlaw 
gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorgehensweise bei 
Kindeswohlgefährdung regelt.  
 
- Bei Verdacht auf grenzüberschreitendes Verhalten von Mitarbeiter*innen greift eine 
entsprechende Dienstanweisung unter Berücksichtigung bestehender Meldepflichten 
. 
 
6.5. Personal 
 
Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiter*innen sind als pädagogische Fachkräfte qualifiziert. Das 
Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbehörden sowie die  
geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere eine  
entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechen des Hochschulstudium, aber auch 
eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der 
Person liegende Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei 
Berücksichtigung.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  16 
 
6.6. Dienst - und Fachaufsicht 
 
Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell durch die 
Führungskräfte 
auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten und 
Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente 
Vertretungsregelungen sind sichergestellt. 
 
6.7. Fachlicher Austausch 
 
Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, Leitungsrunden, Arbeitsgruppen, 
Fachtage, Ausschusssitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch ggf. über 
elektronische Kommunikationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen 
kontinuierlichen, wie auch zeitnahen und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen 
Herausforderungen, Themen, pädagogischen Ansätzen und notwendigen Klärungen in 
pädagogischen Prozessen sicher. 
 
6.8.  Supervision, Fortbildung 
 
Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich kollegialen Austausch, fortlaufende 
Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision steht den Teams bzw. 
Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Reflexion von Prozessen, 
um eigene Haltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen und Konzepte 
überprüfen und anpassen zu können. Fort - und Weiterbildung werden nicht nur durch 
flexible Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch erwartet, da sie 
Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung der 
Angebotsvielfalt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dienen.

Kindertageseinrichtung in Münster- Angelmodde  17 
 
6.9. Qualitätszirkel 
 
Im Qualitätszirkel werden Standards und Verfahrensweisen für den gesamten Bereich Kita & 
More entwickelt und überprüft. Der Qualitätszirkel wird von der Geschäftsführung mit der 
Umsetzung von ausgewählten Qualitätszielen beauftragt und entwickelt jährlich eine 
Arbeitsplanung, die am Ende des Jahres ausgewertet wird. 
 
6.10. Evaluation 
 
Die genannten Schlüsselprozesse dienen als Standard für die pädagogische Arbeit in allen 
Einrichtungen. Für diese Schlüsselprozesse wurden Indikatoren entwickel, um die 
Überprüfbarkeit der Umsetzung zu konkretisieren. Die Überprüfung der Schlüsselprozesse 
ist hierbei Teil der Jahresplanung und ermöglicht es, dass für jede Einrichtung individuell 
eine Auseinandersetzung mit der Umsetzung der Schlüsselprozesse erfolgt und Maßnahmen 
zur Qualitätsentwicklung vereinbart werden können.  
 
Im Rahmen des Beschwerdemanagements für Eltern erfolgt eine regelmäßige Auswertung 
der Rückmeldungen, die Grundlage für Planungsprozesse und die Entwicklung von 
Qualitätszielen ist.

Anlage 9 Bewerbungsschreiben Stepke

1769 Zeichen

ae Ar

Richtig gute KiTa.

Step Kids KiTas gGmbH « Am Friedrichshain 22 « 10407 Berlin

Step Kids KiTas g.mbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Kratz-Trutti

48127 Münster

Tel.: 030 42029974
Fax: 030 42025935

\ Ansprechpartner
Brit Linde: b.!inde@stepke-kitas.de

Berlin, den 10.10.2017

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Sgruppige Kindertagsseinrichtung
in der Eichendorffstraße im Stadtteil Angelmodde

Ausschreibungsnummer: 06/2017

Sehr geehrte Frau Kratz-Trutti,

hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Sgruppige
Einrichtung entsprechend Ihrer Ausschreibung.

Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für
dieses Angebot maßgeblich und verbindlich. Unsere aktualisierte Konzeption finden Sie anbei.

Den festgesetzten Trägeranteil von 9% gemäß KiBiz wird Stepke bei dieser Sgruppigen Einrichtung in
vollem Umfang übernehmen. Auf die Aufnahmegebühr wird seitens Stepke verzichtet, da eine
derartige Gebühr in der Stadt Münster nicht ortsüblich ist.

Wir möchten nochmals explizit darauf hinweisen, dass die Teilnahme an allen pädagogischen
Angeboten für Kinder jeder sozialen Schicht, unabhängig von der Zahlungsfähigkeit der Eltern, im
Rahmen einer Mischkalkulation jederzeit gewährleistet ist.

Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung.

en on |

Geschäftsführer |

|

|

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|

Step Kids Kifas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:

Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 |
10407 Berlin HRB 149735 B

Anlage 9.3 Broschüre Bausteine für die Zukunft

30339 Zeichen

Bausteine für die Zukunft  
Stepke-KiTas  Wir machen KiTa.
Richtig gute KiTa.
Stepke-KiTas  Wir machen KiTa.

2
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Ihnen in dieser Broschüre unser innovatives Stepke-
Konzept vorzustellen. Als bundesweit tätiger Träger setzen wir auf 
modernste Einrichtungen mit einem besonderen Raumkonzept und einer 
hervorragenden technischen Ausstattung.
Unser Erfolg beruht auf unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser anspruchsvol -
les pädagogisches Konzept umsetzen. So geben wir Kindern die besten Startvoraussetzungen mit optimalen 
Bildungschancen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 
Die besonderen Merkmale unseres Konzepts sind: 
1. ein hoher Personalschlüssel,
2. frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch,
3. ganztägig bilinguale Betreuung,
4. Schwimmen,
5. eigene Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher.
Gemeinsam mit Ihnen gehen wir neue Wege und verwirklichen Ihre individuelle Idee von Kinderbetreuung. 
Lassen Sie sich von unserem zukunftsweisenden Konzept begeistern und gehen Sie den Weg gemeinsam mit 
uns.
Herzlich 
willkommen 
bei Stepke
Ihre 
Dr. Kurt Berlin
Geschäftsführer
Frauke Schittek
Geschäftsbereichsleitung
Johannes Nagel
Geschäftsführer

3
Unsere Leistungsvielfalt
Vorwort 2
Grundsätze unserer Pädagogik 4
Best-Practice Modelle 8
 Situationsansatz 9
 Emmi Pikler 10
 Montessori-Pädagogik 12
 Reggio-Pädagogik 14
 Waldpädagogik 16
Unsere Einrichtungen  18
Bilinguale Erziehung 22
Vorschule 23
Gesunde Ernährung 24
Schwimmunterricht 26
Weitere Highlights 28
Service 30
Übernahme von Trägerschaften 32
Stepke-Betriebs-KiTas 34
Für Kommunen 36 
Mobile KiTas 38
Stepke Akademie  40
Unsere Standorte 42 
Impressum 43
Kontakt 44
Inhalt

4

5
Das Kind als Person
Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst. Deshalb 
sehen wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Wir unter-
stützen es darin, sich gesund zu entwickeln, seine Interessen und Begabun-
gen zu finden, Neues zu lernen und seinen ganz eigenen Bildungsweg zu 
gestalten. 
Mit einer lernfördernden und anregungsreichen Architektur und Gestaltung der Räume unserer Einrichtungen 
unterstützen wir aktiv den Selbstbildungs-Prozess der Kinder. 
Alle Stepke-Einrichtungen sind als vielfältige und anregende Lebens-, Lern-, Bewegungs- und Erfahrungsräume 
angelegt, in denen sich die Kinder sicher und geborgen fühlen und enge Bindungen zu Erwachsenen und 
anderen Kindern aufbauen können. 
Um alle Sinne der Kinder anzusprechen und zu aktivieren, umfassen unsere Angebote folgende Aspekte:
• gesunde Ernährung,
• Spiel und Spaß,
• bilinguale Erziehung,
• Bewegung und Schwimmen,
• Musik und Kunst,
• Natur und Technik,
• Partizipation,
• Vorschule.
Bei unserer gesamten Arbeit betrachten wir Familie und Kindertageseinrichtung als sich ergänzende und eng 
miteinander verbundene Bereiche der Lebenswelt des Kindes. Der Dialog mit den Eltern ist uns darum beson -
ders wichtig. Mit regelmäßigen hausinternen Veranstaltungen bieten wir Räume zur Begegnung und ein von 
den Eltern geschätztes Forum für gemeinsamen Austausch.
Grundsätze
unserer
Pädagogik

6
Bausteine 
unseres 
Konzepts

7
täglich
frisch
gekochte
Vollverpflegung
eigenes
Vorschul-
konzept
Musik 
&
Kunst
ganztägige
Bilingualität
regelmäßige
Wald- &
Wiesen-
wochen
Schwimmen/
Psychomotorik
Vermi�lung 
von
Werten
Das Kind
im
Fokus

8
Best-Practice-
Modelle
In allen Stepke-KiTas arbeiten wir 
gemäß bewährter und bekannter 
pädagogischer Ansätze. Die Teams 
in unseren Häusern sehen es als 
ihre Aufgabe an, unsere Konzeption 
regelmäßig zu überprüfen und 
an veränderte Bedingungen und 
Strukturen anzupassen. So gelingt  
„Richtig gute KiTa.“

9
Situationsansatz
„Lernen in konkreten Situationen“
Kinder haben eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte aus 
eigenem Antrieb heraus. Gemeinsam entwicklen wir die Fragen und Ideen der Kinder mit Bezug auf ihre Lebens-
welt weiter. Dadurch können wir die Kinder in ihrem Entwicklungspotenzial in konkreten Situationen verstehen; 
und die Kinder lernen, ihre Lebenswelt selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. 
Orientierung an demokratischen Werten
In unserer täglichen Arbeit unterstützen wir die Kinder in ihrem Streben nach Weiterentwicklung durch 
verlässliche Beziehungen, durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Sachkompetenz. Regelmäßige Kinder-
konferenzen und tägliche Morgenkreise ermöglichen es, die Belange der Kinder und ihre Anliegen aufzunehmen 
und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Auch unsere pädagogischen Ziele von Autonomie, Solidarität 
und Kompetenz orientieren sich stets an demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen.

10

11
Pikler-Pädagogik
„Tastend, behutsam und feinfühlig“
Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler wusste bereits in den 1930er 
Jahren, was aktuelle Forschungen bestätigen: Die ersten Erfahrungen, die 
ein Baby macht, sind unheimlich wichtig – und die meisten Erfahrungen 
sammelt ein Säugling, wenn er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und 
ausgezogen wird. Damit ist schon die Pflege des Kindes ein wichtiger Teil 
der Erziehung und des Aufbaus zwischenmenschlicher Beziehungen. Das 
Kleinkind fühlt einen liebevollen Umgang durch Hände, die es „tastend, 
behutsam und feinfühlig“ pflegen. Es wird sich entspannen und sofort gut 
aufgehoben fühlen.
Pflege ist Kommunikation
Ob wickeln, waschen oder füttern: Durch den hohen Personalschlüssel in 
unseren KiTas können wir jedem Kind unsere ungeteilte Aufmerksamkeit 
schenken. Es erlebt Pflege als eine intensive zwischenmenschliche Begeg-
nung, an der es aktiv beteiligt ist. Jede Handlung wird angekündigt und 
das Kind spürt: „Ich werde wahrgenommen. Ich werde ernst genommen.“ 
So entstehen von Beginn an vertrauensvolle und entwicklungsfördernde 
Beziehungen zwischen dem Kind und seinen Erzieherinnen und Erziehern.

12

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Montessori-Pädagogik
„Folge dem Kind, es wird Dir seinen Weg zeigen!“
Ein Kind kann in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen – dies ist ein wichtiges Prinzip 
der Montessori-Pädagogik. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein zentrales Motto dieses entwicklungspsychologi -
schen Ansatzes der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 bis 1952). Sie erwarb als erste 
Frau den Doktortitel der Medizin, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und entwickelte zunächst für Kinder 
mit geistiger Behinderung didaktische Materialien, mit denen diese erheblich gefördert werden konnten. Später 
übertrug sie ihr Konzept auf Kinder ohne Behinderung. Ihre Methode zeichnet sich dadurch aus, in einer didak-
tisch vorbereiteten Umgebung die gesammelte, polarisierte Aufmerksamkeit des Kindes und damit seine Selbst-
ständigkeit zu wecken. Dazu benutzte Maria Montessori besonderes pädagogisches Spielzeug („Montessori-
Material“) sowie Übungen und Spiele.
Kernstück ist die Freiarbeit
Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, denn:  In einer Umgebung, die auf ihre individuellen 
Bedürfnisse und entwicklungspsychologischen Phasen abgestimmt ist, erwerben Kinder sehr viel Konzentra -
tionsfähigkeit, Sozialverhalten und Handlungskompetenz. In Einrichtungen, die sich an Montessori orientie -
ren, entscheidet jedes Kind selbst, mit welchen Arbeits- oder Spielmaterialien es sich beschäftigen möchte. Es 
bestimmt weitgehend selbst den Rhythmus und die Dauer seiner Beschäftigung und auch, ob es allein oder mit 
einem Partner arbeiten, spielen oder forschen, entdecken, toben, träumen oder kreativ sein möchte.
Freie Wahl führt zu echtem Interesse
Diese freie Entscheidung führt zu einer inneren Selbstdisziplin, die nicht von außen beeinflussbar ist. Besucher 
bewundern nicht selten die ruhige und entspannte Atmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori. Uns geht 
es darum, das Kind zu achten und zu respektieren, es als eigenständigen Menschen zu sehen, ihm Raum zu 
geben und ihm dabei zu helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. In allen Stepke-KiTas erhalten schon 
die Jüngsten die Gelegenheit, den eigenen Impulsen und Lernbedürfnissen zu folgen und ihren individuellen 
Lernweg zu gehen. Sie erleben mit all ihren Sinnen und begreifen, wie Leben funktioniert. So ist in unseren 
Einrichtungen schon der Alltag das Besondere.

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Reggio-Pädagogik
„Hundert Sprachen spricht ein Kind“
Viel Raum für den Forscherdrang der Kinder bietet die Reggio-Pädagogik, die von der UNESCO als weltbeste 
Vorschulpädagogik ausgezeichnet wurde. Die Erziehungsphilosophie ist in den kommunalen Kindertagesstätten 
der norditalienischen Stadt Reggio Emilia seit den 1960er Jahren entwickelt worden. Kinder werden als Forscher 
und Entdecker gesehen, von Geburt an neugierig, wissbegierig, kreativ, aktiv – und unermüdlich in ihrem Tun. 
Dabei verknüpfen sie Neues mit ihren bisherigen Erkenntnissen und erweitern auf diese Weise ihre Fähigkeiten 
und Fertigkeiten. Die Kinder sind Schöpfer ihrer eigenen Entwicklung, sie sind Konstrukteure ihrer persönlichen 
Wirklichkeit.
Der Raum als Erzieher
In Anlehnung an die besondere Rolle der Architektur in der Reggio-Pädagogik haben unsere KiTa-Räume viel 
Licht und helle Farben, es gibt Pflanzen und Spiegel, die das Spiel mit der eigenen Identität ermöglichen, ein 
„Atelier“, Bühnen, Podeste, Bewegungsräume und „Denk“-Ecken. Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkei-
ten zum Wahrnehmen, Gestalten und Experimentieren – bis hinein in den Waschraum: Hier finden sich Röhren, 
Gefäße, Siebe, Spiegel sowie Gegenstände, die untergehen oder schwimmen. 
Außerdem stellen wir den Kindern vor allem Material und Werkzeug zur Verfügung: Draht, Lehm, Holz, Gips, 
Farben und Papier, Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren. In unseren Stepke-KiTas fördern und unterstützen 
unsere Pädagogen sehr aufmerksam die kindliche Ausdrucksvielfalt. Denn Kinder haben „hundert Sprachen“, in 
denen sie denken, entdecken und ihre Geschichten erzählen.

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16

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Waldpädagogik
„Frei von Lärm und Stress“
Böschungen, die von Wurzeln durchsetzt sind, Schlaglöcher in den Waldwegen, die sich bei Regen in kleine 
Seen verwandeln, umgestürzte Bäume, auf denen man klettern und wippen kann. Harte, steinige und weiche, 
mit Moos und Laub bedeckte Böden – alles echte Herausforderungen. In der Natur können Kinder (wieder) 
lernen, sich natürlich zu bewegen. Wälder und Wiesen bieten eine Fülle von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, 
Berührungsempfindungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder passen sich dem unebenen Gelände an, 
hangeln sich hinauf, kugeln sich hinunter, balancieren, krabbeln, kriechen, waten. Das kräftigt die Muskulatur 
und fördert die Körperbeherrschung. Das entwickelt die motorische Geschicklichkeit und die kognitiven Fähig-
keiten. Die frische Luft stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die 
Stille im Wald differenziert das Wahrnehmungsvermögen und fördert innere Ruhe und Konzentration.
Kreativ ohne vorgefertigtes Spielzeug
Die spielzeugfreie Umgebung regt die Kreativität der Kinder an und unterstützt ihren Forscherdrang und ihre 
Selbstständigkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher führen deshalb regelmäßig Waldtage durch, planen 
Waldwochen sowie besondere Naturprojekte für die Kinder und fördern damit ihre körperliche Robustheit, ihre 
Sportlichkeit und ihre Kreativität. Gemeinsam sammeln die Kinder unvergesseliche Naturerfahrungen!

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Ein persönliches und modernes 
Raumkonzept
In den Kindertageseinrichtungen der Stepke-KiTas spielen und lernen, 
erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere 
hundert Kinder im Alter von null bis sechs Jahren.
Alle Einrichtungen sind gemäß unseres pädagogischen Konzepts ausgestat-
tet. Unsere Erzieherinnen und Erzieher erfüllen in ihrer täglichen Arbeit 
die hohen Stepke-Standards, denn eine qualitativ hochwertige und an neuesten Erkenntnissen aus Forschung 
und Praxis ausgerichtete Erziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit.
Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen 
Lernens. Wir gestalten unsere Räume mit einer großen Materialvielfalt und unterstützen damit die Selbsttätig-
keit und die Selbstbildungsprozesse. In klar definierten Bereichen erhalten die Kinder bei uns genau die Orien -
tierung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf 
Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und genau deshalb laden sie 
die Kinder von Beginn an ein, die Welt zu erkunden.
Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit 
ihrer Bezugserzieherin bzw. ihrem Bezugserzieher nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet, 
durch das die Kinder selbst zu den Wickelplätzen hochklettern können. Die Waschgelegenheiten grenzen unmit-
telbar an, die Regale sind so ausgerichtet, dass alle Pflegeutensilien für die Erzieherinnen und Erzieher direkt in 
Griffweite sind.
Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung 
genügend Freiraum und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, 
sodass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand möglich sind.
Die Schlaf- und Ruheräume befinden sich in einem ruhigen und ungestörten Bereich innerhalb der KiTa. Sie sind 
mit Teppichen und Vorhängen ausgestattet, haben Fenster zur natürlichen Belüftung, eine dimmbare Beleuch-
tung und ein Farbkonzept, das Ruhe ausstrahlt. Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafplatz.
Die großzügigen Gruppen- und Aktionsräume verfügen über Spiegelwände, Snoezelen-Effekte und Rückzugsorte 
in Form von kleinen Höhlen und Nischen.
Unsere
Einrichtungen

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KiTa HannaLegoranTo - Werder
KiTa Walnussweg - Köln

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22
Früh Englisch 
lernen
Wir arbeiten nach der Immersi -
onsmethode: Das Kind „taucht“ 
sozusagen völlig automatisch in 
eine zweite Sprache ein, denn es 
kommt täglich mit ihr in Berührung 
und wird mit ihr vertraut gemacht.
Unser Ziel ist es, dass eine Englisch sprechende Fachkraft in jeder Gruppe 
die Kinder im Kindergartenalltag begleitet. Sie bietet die gleichen Aktivi -
täten an wie die Deutsch sprechenden Kollegen - dabei spricht sie nur 
Englisch. Auf diese Art und Weise erfährt das Kind nicht nur die pädago -
gischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch Englisch 
und geht wie selbstverständlich mit der Sprache um.
Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser lernt es sie. Studien 
haben gezeigt, dass Kinder, wenn sie eine Sprache vor Vollendung des 
vierten Lebensjahres lernen, diese mit dem gleichen Teil des Gehirns 
lernen, mit dem sie auch ihre Muttersprache lernen. Weiterhin haben 
junge Kinder keinerlei Hemmungen und imitieren ganz natürlich die 
Aussprache der Native Speaker.
Eine frühe Mehrsprachigkeit ist zudem mit weiteren, indirekten Vorteilen 
verbunden: Die Kinder entwickeln ein größeres Selbstvertrauen und ein 
gestärktes Bewusstsein für andere Kulturen.
Bilinguale 
Erziehung

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Für einen guten 
Schulstart
Die Vorschulzeit ist für uns die 
gesamte Kindheit vor der Schule. 
Nach den Grundlagen der Konzep -
tion kann sich die „Vorschulförde -
rung“ nicht nur auf das letzte Jahr 
vor der Schule beschränken. Wir 
schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkei -
ten, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und 
zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der 
Gesellschaft vorzubereiten.
Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt 
zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlrei-
che wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge, zum Beispiel innerhalb unserer 
intensiven Waldwochen, sowie gezielte Beobachtungen der Kinder in 
diesen Projektgruppen ist es uns möglich, kompetente Ansprechpart -
ner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. 
In einem ausführlichen Entwicklungsgespräch teilen wir den Eltern 
unsere Beobachtungen rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Beim 
Verlassen der KiTa erhalten die Kinder ihre Bildungsdokumentation in 
Form ihres Portfolios sowie eines Abschlussberichts. Wir setzen uns 
in allen Einrichtungen engagiert dafür ein, dass die Kinder die besten 
Voraussetzungen für den Start in der Schule haben.
Vorschule

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Auf dem Weg zu FIT KID
In unseren Stepke-KiTas sollen die Kinder vom ersten Tag an alles bekom-
men, um sich optimal entwickeln zu können. Dazu gehört eine gesunde 
und natürlich schmackhafte Ernährung. Wir legen großen Wert auf das 
Leben einer ästhetischen Tischkultur und vermitteln den Kindern schon 
früh, wie wichtig die sozialen Aspekte des gemeinsamen Essens sind.
Von Köchen ernährungsphysiologisch und kindgerecht zubereitete frische Mahlzeiten und Snacks gehören 
deshalb für uns zur gesunden „Rundum-Verpflegung“ der Kinder, denn KiTas tragen aufgrund ihres Mahlzei -
tenangebotes zur Bildung des Ernährungsverhaltens von Kindern bei. Sie bieten somit die Möglichkeit, von 
Anfang an den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu legen. Um langfristig ein ernährungs-
physiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot sicher zu stellen, haben wir begonnen, unsere KiTas von 
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen 
bereits für eine Einrichtung eine FIT KID-Zertifizierung erhalten.
Natürlich gibt es aber auch mal Pommes Frites oder Schokoladen-Pudding.
Was ist FIT KID?
Im Rahmen der Zertifizierung werden folgende Kriterien überprüft:
• Lebensmittel: Mittagsverflegung (optimale Lebensmittelauswahl und Anforderungen an den Speisenplan),
• Speisenplanung und -herstellung: Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpfle-
gung, Gestaltung des Speisenplans,
• Lebenswelt: Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder (z.B. Essatmosphäre oder Essenszeiten).
Die zertifizierte Verpflegung ist an diesem Logo zu erkennen: 
Gesunde
Ernährung

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Schwimmen lernen
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, viele 
kleine „Seepferdchen” auszubilden.
Von Beginn an gewöhnen wir die Kinder 
spielerisch ans Wasser, sodass sie nach 
und nach völlig angstfrei mit diesem 
Element umgehen.
Nicht schwimmen zu können, ist nicht nur lebensgefährlich für die Kinder. 
Es bringt sie auch um eine wunderbare Bewegungserfahrung. Denn Schwim -
men schult den kompletten Bewegungsapparat und das Koordinationsvermö -
gen.
 
Früh mit Wasser und dem Schwimmen in Kontakt gebracht, werden die Kinder 
zu richtigen „Wasserratten“, die unheimlich stolz ihr erstes Schwimmabzeichen 
präsentieren. Und wer dann noch verschiedene Schwimmarten beherrscht, 
wird zum Star im Freibad – das gibt Selbstvertrauen!
Großer Spaß 
für kleine 
„Wasserratten“

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Weitere
Highlights
Frisch aus dem eigenen Garten
Die Gärten in unseren Einrichtungen laden die Kinder zu sinnlichen Erfah-
rungen ein:
Eine Kräuterspirale, ein Tastpfad sowie Nutzbeete regen alle Sinne an und 
ermöglichen es darüber hinaus, jahreszeitlich bedingte Veränderungen 
zu beobachten, Pflanzen zu pflegen und Früchte zu ernten.
Kinder brauchen besonders gute Bildungseinrichtungen
Wir lassen stets die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in 
unsere tägliche Arbeit mit den Kindern einfließen. Durch neue Anregun -
gen und vielfältige Impulse erleben die Kinder bei uns eine anregungsrei-
che und abwechslungsreiche KiTa-Zeit.
Regelmäßige Thementage wie z.B. der Großelterntag sorgen für Varia -
tionen im KiTa-Alltag. Auch mehrtägige Projekte wie unsere Waldwoche 
werden mit den Kindern gemeinsam vorbereitet, mit Spannung erwartet 
und von allen Beteiligten mit viel Freude umgesetzt.
Lerncomputer
Eigenständigkeit, Experimentieren und Auseinandersetzung mit Neuen 
Medien sind Voraussetzung für verstehendes Lernen.
Im Bereich der Medienkompetenz lernen die Kinder, sich in einer medial 
geprägten Welt zu orientieren, auszutauschen und sich kritisch mit ihr 
auseinanderzusetzen.

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Aktionen
Bei uns ist immer etwas los. An jahreszeitlichen Festen wie z.B. St. Martin 
werden Laternen gebastelt und erste haptische Erfahrungen mit Kleister 
und verschiedenem Kreativmaterial gemacht. In Bezug auf die Bildungs -
qualität für Kleinstkinder geht es in Stepke-KiTas vor allem darum, die in 
diesem Alter typischen Verhaltensweisen als „Erforschung“ und Aneig -
nung der Welt zu verstehen. Erfahrungen mit allen Sinnen werden von 
unseren Pädagogen herausgefordert und liebevoll begleitet.
Werkzeuge für die Kreativität
In allen Stepke-KiTas sind die Angebote und vorbereiteten Umgebungen 
auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmt.
Ob beim Sandmalen am Lichttisch, „Sich-Ausprobieren“ an Musikinstru -
menten, Arbeiten an der Werkbank oder dem großflächigen Malen an 
Malstaffeleien bieten wir den Kindern in „natürlichen“ Lernsituationen 
täglich zahlreiche Herausforderungen und jede Menge Möglichkeiten für 
kindliches Forschen.

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Wir für Sie 
Bei uns können die Kinder spielen 
und lernen; ihre Eltern können sich 
in Ruhe austauschen oder Rat und 
Unterstützung einholen.
Kindergeburtstag
Unsere qualifizierten Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter gestalten in 
unseren KiTas individuelle Geburtstagspartys zu den Themen „Hexen und  
Hexenmeister“, „Ritter und Prinzessinnen“, „Gespenster“, „wilde Piraten“, 
„Elfen und Feen“.
Krabbelgruppen
Wir bieten Eltern aus dem Stadtteil an unseren Standorten die Möglich -
keit, sich miteinander auszutauschen. Die Kinder können bereits erste 
Kontakte zu gleichaltrigen Kindern knüpfen.
Erziehungsberatung
Wir bieten eine niederschwellige Beratung in unseren Elterncafés an. 
Durch die Vereinbarung von Einzelgesprächsterminen durch unsere 
qualifizierten Hausleitungen unterstützen wir Eltern auch in schwierigen 
Lebenslagen.
Kurse und Aktionen
Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikali -
sche Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kur-
se, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit 
externen Anbietern zusammen. 
Service

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Übernahme von Trägerschaften
Soll Ihre KiTa eine Stepke-KiTa werden? 
Dann sind wir Ihr Ansprechpartner! Als erfahrener Träger sind wir an der 
Übernahme von KiTas interessiert und sind für Sie ein verlässlicher Partner 
im gesamten Übergabeprozess: 
Wir stellen sicher, dass bei einer Trägerübernahme die Interessen des ehemaligen Trägers, aber auch die Inter-
essen von Eltern, Kindern und Mitarbeitern stets berücksichtigt werden und der Übergang für alle Beteiligten 
eine positive Erfahrung darstellt.
 
Durch eine kompetente Unterstützung in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Pädagogik gehen wir auf 
die Ängste und Sorgen von Eltern und Mitarbeitern, die ein Trägerwechsel mit sich bringt, ein und schaffen 
Vertrauen für die Zukunft. Familien und Kinder sollen die Betreuung erhalten, die sie gewohnt sind und zu Recht 
erwarten dürfen.
Unser erprobter Prozess der Übernahme der Trägerschaft macht es Einrichtungen leichter, eine Entscheidung zu 
fällen, mit der sich alle wohlfühlen.
Kontaktieren Sie uns noch heute und fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an!
Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikalische Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und 
Malschule, „Mut tut gut“-Kurse, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen 
Anbietern zusammen. 
Für Träger

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34
Stepke-Betriebs-KiTas
Im Zeitalter zunehmender Arbeitsbelastungen und sich verändernder 
Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern steigen die Anforderun -
gen an die Kinderbetreuung. Junge Familien möchten Familie und Beruf 
in Einklang bringen; und Sie als Unternehmen können hier Unterstützung 
leisten und von einem eigenen Betreuungsangebot enorm profitieren. 
Denn: Eine Betriebs-KiTa erhöht nicht nur Ihre Attraktivität als Arbeitge -
ber, sondern führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten, geringeren Personal- und Betriebskosten und entspann-
teren sowie motivierteren Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern.
Stepke begleitet Firmen und Organisationen professionell und zielorientiert bei der Entwicklung und Realisie -
rung individueller Betreuungslösungen. Wir suchen die für Ihr Unternehmen wirtschaftlich sichere Lösung und 
stehen Ihnen mit festen Ansprechpartnern mit professionellem Know-how in jeder Projektphase zur Seite. So 
wird die Kinderbetreuung zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. 
Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns und wir besprechen die optimale KiTa-Lösung 
für Sie. 
Weitere Informationen finden Sie online unter www.stepke-bekita.de.
Fordern Sie auch unsere Broschüre zum Thema Stepke-Betriebs-KiTas an.
Für
Unternehmen

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KiTas als Wett-
bewerbsfaktor
Kinder- und Familienfreundlichkeit 
sind entscheidende Faktoren im 
Wettbewerb um Einwohner. Wo 
sich Kinderbetreuungseinrichtun -
gen an die Bedürfnisse von Kindern 
anpassen und den hohen Qualitäts-
ansprüchen der Eltern entsprechen, lassen sich gerade junge Familien 
gerne nieder. In Zeiten knapper Ressourcen ist es daher umso wichtiger, 
keine Einschnitte bei der Kinderbetreuung vorzunehmen, sondern gezielt 
in erfolgversprechende Projekte zu investieren, die Kind und Beruf eltern-
freundlich realisieren lassen. So fördern Sie eine positive demografische 
Entwicklung.
Unsere Stepke-KiTas arbeiten kunden- und mitarbeiterorientiert, ohne 
dabei betriebswirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren.
Wir bereichern mit unserer Qualität die Trägervielfalt in den Städten. Wir 
arbeiten innovativ, schnell und unürokratisch mit allen beteiligten Ämtern 
zusammen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz schnell 
und angemessen zu realisieren.
Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Betreuungslösun-
gen, die auf unserer Basis-Konzeption aufbauen und passgenau an den 
Bedingungen des jeweiligen Standortes ausgerichtet sind.
Für
Kommunen

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Ein ganz besonderes Angebot
Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung 
erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken 
unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunterkünften – innovativ und 
unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden.
Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in 
Flüchtlingsunterkünften im Einsatz und bieten den Kindern ein 
Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und 
Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von unseren Pädagoginnen und Pädagogen geleitet 
werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen 
Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lebensraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die 
oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. 
Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet,  
unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. 
So gelingt die soziale und sprachliche Integration direkt am Ort!
Mobile KiTas

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STEPKE
AkademieAS
Für 
Wissenshungrige
Wir legen großen Wert auf die 
fachliche Qualifikation und Fortbil-
dung unserer Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter. Deshalb haben wir als 
ständige Weiterbildungsmaßnah-
me die Stepke Akademie ins Leben 
gerufen. 
Regelmäßig können sich interne und externepädagogische Fachkräfte 
in  praxisnahen Workshops gezielt und themenorientiert neues Wissen 
aneignen – immer nach dem neuesten Stand aus Forschung und Praxis.
Alle Dozenten und Workshopleiter verfügen über eine langjährige Erfah-
rung in ihrem Arbeitsfeld und sind seit mehreren Jahren unsere Bildungs-
partner und Berater.
Die Stepke Akademie ist für unsere Mitarbeiter kostenfrei. Für 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Träger erheben wir eine 
Teilnahmegebühr.
Stepke-Mitarbeiter können sich zudem einrichtungsübergreifend in extra 
für ihren pädagogischen Schwerpunkt eingerichteten Qualitätszirkeln 
austauschen, die stets von unseren Fachberaterinnen praxisnah begleitet 
werden.
Weitere Informationen unter: 
www.stepke-kitas.de/stepke-akademie
Stepke 
Akademie

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Unsere
Standorte
Köln
Wuppertal
Werder 
Zeesen
Berlin 
Nordrhein-Wes�  alen
KiTa Löwenherz  – Köln-Ostheim 
KiTa Matschpiraten – Köln-Roggendorf
KiTa Niehler Pänz – Köln-Niehl
KiTa Walnussweg – Köln-Merheim
KiTa Wichtelstadt – Köln-Nippes
KiTa Samoastraße – Wuppertal-Langerfeld
KiTa Tal-Strolche – Wuppertal-Barmen
KiTa Zaunkönige – Wuppertal-Vohwinkel
Berlin/Brandenburg
KiTa Am Mauerpark – Berlin-Mitt  e
KiTa HannaLegoranTo – Werder an der Havel
KiTa Tannenzapfen – Zeesen
Weitere Standorte sind deutschlandweit in Planung.
stepke-kitas.de/standorte
stepke-kitas.de/standorte/kita-standorte-in-planung/

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Köln
Wuppertal
Werder 
Zeesen
Berlin 
Impressum
Herausgeber
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Tel.: 030-420 259 29
info@stepke-kitas.de
www.stepke-kitas.de
Stand
April 2017
Text und Redakti  on
Petra Karl, 
Frauke Schitt  ek, 
Sabine Schollas
Gestaltung und Produkti  on
Christi  na Delikoura, 
Sabine Schollas                              
Bildnachweis
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S. 6: Pexels, isakarakus, mcconnmama, 
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Brian A. Jackson/shutt  erstock.com
Trinity Kubassek/pexels.com
S. 8: w8lift  ed/pixabay.com
S. 10: dagon/pixabay.com
S. 12: Antony_Wegener/pixabay.com
S. 16: Unsplash/pixabay.com
S. 22: Sergey Novikov/shutt  erstock.com
S. 24: Sergiy Bykhunenko/fotolia.com
S. 27: Thommy Wong/piqs.de
S. 28: omgimages/istockphotos.com
S. 29: Alex77UK/pixabay.com
S. 30: hadesdaiphat/pixabay.com
S. 33: Pezibear/pixabay.com
S. 35: Oksana Kuzmina/fotolia.com
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44
Richtig gute KiTa.
Johannes Nagel
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Anlage 1.1 Auswertungsformular_ASB

5321 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung : Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde  
 
Name  und Adresse des Trägers:  
 
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 
Gustav-Stresemann-Weg 62 
 
48155 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.:  1972 
- Anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe 
- Betreibt bereits ein Kita in Münster und ab Herbs t / Winter 2019 eine zweite Einrich- 
tung 
- Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfa hrtsverband  
- Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Lan desverbänden sowie Kreis- und 
Ortsverbänden zusammen 
- Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und de mokratische Grundsätze 
- Der ASB arbeitet parteipolitisch neutral und konf essionell ungebunden 
- Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Ges amtorganisation 
- Bestrebt den Bereich Kinder- und Jugendhilfe in M ünster auszubauen 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
4,00% Trägeranteil 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Schwerpunkte im Bereich Bewegung und gesunder Ern ährung, Spezifizierung soll 
nach Bedarfen im Sozialraum erfolgen 
- Sprachförderung im Kitaalltag 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: Montag-Donnerstag von 07.00- 16.30 Uhr und Freitag von 07.00-
15.00 Uhr, bei Bedarf bis 20.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist  erwünscht 
- Eine Fachkraft für den Bereich der Inklusion soll  eingestellt werden 
- Bereits als Träger Erfahrungen im Bereich der Flü chtlingshilfe und in der Betreuung 
von Kindern / Flüchtlingskindern 
- Migration und Genderthematik wird in den Alltag i ntegriert 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Bewegungsförderung 
- Gesundes Essen (Belieferung mit Frischkost aus be stehender Einrichtung in Kinder- 
haus für 2-3 weitere Kitas möglich) 
- Projekte zum Thema Ernährung / Gesundheit im Kita alltag 
- Zusammenarbeit mit Frühförderung, Ergotherapie, Ä rzten usw. 
- Angebote zur Verkehrserziehung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB,  insbesondere Carlo-Schmid-
Weg 
- Zentrale Verwaltung des ASB in Gremmendorf, Arbei t in der Flüchtlingshilfe in der 
Erstaufnahmeeinrichtung York-Kaserne 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzungen mit den kirchlichen Trägern vor Ort,  Schulen, Vereinen, Frühförderstel- 
len, Ärzten, Physio-, Ergotherapie und Alteneinrichtungen  
- Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen, Fach gremien und AG’s ist geplant 
- Übernahme von Trägerschaften von Großtagespfleges tellen mit angestellten Großta- 
gespflegepersonen wird geprüft 
- Angebote im Bezirk Südost als Schwerpunkt des ASB  
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklu ngsphase in Münster anvisiert 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Feste und Aktionen für Familien 
- Hilfestellung und Begleitung von Familien in beso nderen Lebenslagen 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- 
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität  des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen 
- Multiprofessionelle und multikulturelle Teams in den Einrichtungen

3 
 
- Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fach beratung vor Ort in Münster 
- Ein ausführliches Qualitätsmanagement wird aktuel l mit den Mitarbeiter/-innen entwi- 
ckelt 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Bezirk Südost als Schwerpunkt des ASB, Kooperatio n mit der Kindertagespflege ge- 
plant (Großtagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen in Planung) 
- Ausbau des stadtweiten Angebotes von Leistungen f ür Familien 
- Nutzung von Synergieeffekten durch mehrere Einric htungen, z. B. Essensversorgung 
durch die Kita Grünschleife in Kinderhaus

Anlage 7 Bewerbungsschreiben Konzept-e

52838 Zeichen

Verbindliches Angebot 
Ausschreibung Nr. 06/2017 
Trägerschaft der neuen Kita 
Eichendorffstraße 
im Stadtteil Angelmodde 
„Eichies“  (exemplarisch)  
 
                                           durch  
 
Kind und Beruf gGmbH 
Ein Mitglied des Konzept-e Netzwerks 
 
 
 
 
Name des Träger: Kind und Beruf gGmbH 
Geschäftssitz:  Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Gerichtsstand:  Amtsgericht Stuttgart 
Dachverband:  Mitglied im Konzept-e Trägernetzwerk 
 
Ansprechpartner: Gabriele Widmann-Schmid, Vertrieb und Kundenprojekte 
Tel.: 0711 656960-39, Telefax: 0711-656960-9039,  
E-Mail: gabriele.widmann-schmid@konzept-e.de

Inhalt 
 
1. Einleitung/ Kurzbeschreibung Trägerprofil ...... ...................................................... 1-1-1 
2. Element-i-Pädagogik ............................ ................................................................. 2-2 
2.1. element-i-Kinderhaus Konzept ................. ........................................................ 2-2 
2.2. Tagesablauf .................................. ................................................................. 2-4 
2.3. Funktionsräume ............................... .............................................................. 4-5 
2.4. Gesundheitsförderung / Bewegung .............. .................................................... 5-5 
2.5. Ernährung .................................... ................................................................. 6-6 
2.6. Sprache ...................................... ................................................................... 6-6 
3. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern  .................................................... 7-7 
4. Integration und Inklusion in element-i-Kinderhäu sern ............................................ 8-10 
4.1. Allgemein .................................... .................................................................. 8-8 
4.2. Integration von Kinder mit Behinderung ....... .................................................... 8-8 
4.3. Kulturelle Integration ....................... ............................................................... 8-9 
4.4.    Genderthematik ........................................................................................... 9-10 
4.5.    Kinderschutz .............................................................................................. 10-10 
5. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maß nahmen .................................... 11-12 
6. Sozialraumorientierung ......................... ............................................................. 13-13 
7. Öffnungszeiten ................................. ................................................................ 14-14 
8. Wir gehen einen Schritt weiter… ................ ........................................................ 15-15 
9. Unsere Verantwortung – Gegen den Fachkräftemange l ........................................ 16-16 
10. Auszeichnungen und Projekte ................... ......................................................... 17-17 
11. Kita Referenzen und Logo .................................................................................. 18-19 
12. Kunden Referenzen ........................................................................................... 20-20 
13. Wirtschaftlichkeit – Trägeranteil ......................................................................... 21-21 
14. Bundesweite Anerkennung ....................... ......................................................... 22-22 
13. Unser Interesse an Ihnen .................................................................................. 23-23

Verbindliches Angebot  Trägerschaft Kita Eichendorffstraße Münster                                                   Seite 1 
1.  Einleitung/ Kurzbeschreibung Trägerprofil 
Die Kind und Beruf gGmbH ist Träger von Kinderkrippen und Kindertagesstätten und Teil des 
Konzept-e Trägernetzwerks, das mittlerweile 40 Kind ertagesstätten, zwei Grundschulen und 
drei Fachschulen für Erzieher/innen umfasst.  
Wir engagieren uns seit nahezu 30 Jahren für das Th ema Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf und leisten mit unserer langjährigen Erfahrun g einen wesentlichen bundesweiten 
Beitrag auf dem Gebiet Bildung und Betreuung.  
Unsere Kindertagesstätten zeichnen eine hohe Flexib ilität und die Orientierung an den 
Bedürfnissen berufstätiger Eltern und deren Arbeitg eber aus. Dabei ist ein stetiges Abwägen 
im Spannungsfeld zwischen professioneller und quali tativ hochwertiger pädagogischer Arbeit 
einerseits und einer unbedingten Flexibilität andererseits unabdingbar. 
Unternehmen unterstützen die Trägervereine als Förd ermitglieder, die sich in Politik, 
Wirtschaft und Gesellschaft für eine Verbesserung der Bildung und Betreuung der Kinder und 
für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. 
Die Kind und Beruf gGmbH wurde 2011 zur Verbesserun g der sozialen Infrastruktur, 
insbesondere des Betreuungsangebots, gegründet und ist als Träger der freien und 
öffentlichen Jugendhilfe gem. § 75 KJHG anerkannt. Sie ist für alle Belange der betrieblichen 
Führung zuständig. Dazu gehören die Qualitätssicherung und -entwicklung, die Finanzierung, 
die Aufnahme der Kinder und die Auswahl der MitarbeiterInnen. 
Wir arbeiten seit Jahren mit renommierten PädagogIn nen zusammen, um unser 
pädagogisches element-i-Konzept auf der Grundlage v on neuesten wissenschaftlichen 
Erkenntnissen stetig weiterzuentwickeln. Eine quali tativ hochwertige Umsetzung dieser 
Konzeption haben wir uns zur Passion gemacht. Den E ltern wollen wir zum einen Flexibilität 
und Qualität in der Vereinbarkeit von Familie und B eruf bieten, zum anderen möchten wir 
eine ergänzende Institution zum Elternhaus sein, di e durch Offenheit und Toleranz 
gegenüber den unterschiedlichen Kulturen ein Ort der Begegnung und des Austausches wird. 
Mit den Kindern gemeinsam möchten wir eine kreative  und innovative Pädagogik umsetzen 
sowie alle Kinder mit ihren individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen begleiten.  
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung sind wir in der Lage sowohl die laufenden, als auch 
die Investitionskosten mit großer Sicherheit planen  zu können. Es gehört darüber hinaus zu 
unseren Aufgaben tragfähige Finanzierungskonzepte u nter Einbeziehung kommunaler 
Förderung und Landeszuschüssen aufzustellen und die Budgets entsprechend zu steuern. Mit 
den Bezuschussungssystemen und den gesetzlichen Rah menbedingungen für den Betrieb 
von Kindertagestätten sind wir vertraut. Die Kind und Beruf gGmbH beantragt als Träger alle 
notwendigen Genehmigungen, die Betriebserlaubnis und kümmert sich um die Abnahme der 
Kindertagesstätten durch die zuständigen Behörden.

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2.  Element-i-Pädagogik 
2.1. element-i-Kinderhaus Konzept 
Im Namen des element-i-Kinderhaus Konzepts, nach de m all unsere Häuser arbeiten, klingt 
zum einen das Elementare oder Grundlegende der früh en Pädagogik an. Zum anderen sind 
mit dem Begriff die drei zentralen Bausteine unsere r Pädagogik verbunden: Individuen, 
Interessen, Interaktion. Menschen bilden sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit 
einer für sie anregenden Umgebung und in Interaktio n mit Anderen. Die Entwicklungs- und 
Bildungsthemen der Kinder führen uns zu einer Arbei t in Funktionsräumen, in denen die 
Kinder konzentriert ihren Interessen nachgehen können.  
 
  
 
 
 
 
 
Das element-i Kinderhaus Konzept 
2.2. Tagesablauf 
Unser Tagesablauf hat eine klare Struktur, die den Kindern Regelmäßigkeit sowie 
Verlässlichkeit vermittelt. Dies erreichen wir durc h eine zeitlich klar definierte Tagesstruktur, 
welche den Kindern den Wechsel von Freispiel- und I mpulsphasen, sowie von Aktions- und 
Ruhephasen bietet. Außerdem stellen feste Zeiten un d Rituale Orientierungspunkte im Alltag 
dar.  
Wir beginnen den Tag mit einer Ankomm- und Freispie lphase sowie mit einem offenen 
Frühstücksbuffet. Auf dem Tisch, an dem die Kinder sitzen, findet sich ein gesundes und 
abwechslungsreiches Angebot an Speisen. Die Kinder können sich selbstständig bedienen 
und entscheiden, wann sie mit wem frühstücken möcht en. Durch diese Art der 
Frühstücksgestaltung sollen die Kinder ihre eigenen  Bedürfnisse wahrnehmen und 
eigenständige Entscheidungen treffen; die PädagogIn nen begleiten die Essenssituation. 
Verbundenheit, Autonomie sowie Gesundheit, drei uns erer Leitziele, finden hier bereits ihre 
konkrete Umsetzung im Alltag.  
Es gibt zwei ErzieherInnen, die die Frühstückszeit von etwa zwei Stunden begleiten. Parallel 
zum Frühstücksbuffet findet die erste Freispielphas e statt. Im freien Spiel bestimmen die 
Kinder ihren Spielort, das Spielmaterial und ihre S pielpartnerInnen. Durch Absprachen 
zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften wird  den Kindern ein sicherer Rahmen 
geboten, gleichzeitig auch der Freiraum, den sie zu m ungestörten Experimentieren und 
Ausprobieren benötigen.

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Um etwa 10:00 Uhr findet jeden Tag die Kinderkonfer enz (KiKo) statt. Diese stellt einen 
zentralen Punkt im Tagesablauf der Kindertageseinri chtung dar, bietet Raum für Rituale und 
findet unter der Fragestellung „Was habt ihr heute vor?“ statt. Hierbei werden die Kinder 
nach Krippen- und Kindergartenkindern in Gruppen ei ngeteilt, damit auf die Bedürfnisse der 
jeweiligen Altersgruppe eingegangen werden kann. Di e Konferenzen werden mit einem 
„KiKo-Lied“ eingeleitet und mit einem Abschlusslied beendet. In den KiKo erhalten die Kinder 
die Möglichkeit, ihre Interessen für die anschließende Impulsphase zu äußern (Partizipation). 
Weitere Inhalte der KiKo sind die Besprechung des W etters und des Wochentages. Während 
der Konferenz der jüngeren Kinder werden diese Inha lte entwicklungsbedingt von den 
pädagogischen Fachkräften bildlich dargestellt, bei  den älteren Kindern werden die Themen 
gemeinsam erarbeitet. Im Anschluss daran werden die  Kinder nach ihren Impulsvorschlägen 
gefragt und die PädagogInnen stellen ihre Impulside en vor. Jedes Kind kann sich dann nach 
seinen Bedürfnissen für einen Impuls entscheiden. D ie jüngeren Kinder werden in ihrer 
Entscheidung stärker begleitet, außerdem findet ein e symbolische Verdeutlichung der 
Impulse statt (z.B. symbolisieren Pinsel und Farbfl asche einen Impuls mit der ErzieherIn im 
Atelier). Die Kinder sollen möglichst viel Freiheit  für selbstständiges, selbstverantwortliches 
und eigeninitiatives Handeln haben, denn dadurch wi rd für uns die Autonomie und 
Selbstwirksamkeit der Kinder gestärkt. Gerne können  altersübergreifende Impulse, auch 
Verzahnungsimpulse genannt, stattfinden. Diese sind  insbesondere zur Gestaltung von 
Übergängen wichtig. Die Krippenkinder sollen Bezug zu den Kindergartenkindern und den 
ErzieherInnen aufbauen, damit frühzeitig eine Vertr auensbasis entstehen kann und dadurch 
der Übergang zu den älteren Kindern leichter fällt.  
Die nach der KiKo beginnende Intensivphase orientie rt sich an den Interessen und 
Wünschen der Kinder, die durch eine genaue und fein fühlige Beobachtung der Kinder im 
Alltag herausgefunden werden können. Kinder sollen als weiteres Leitziel unserer Arbeit 
Freude am Lernen haben, das durch eigengewählte The men und Interessen 
selbstverständlich entsteht. Impulse können tagesak tuell entstehen und fordern somit eine 
hohe Flexibilität der PädagogInnen. Die pädagogisch en Fachkräfte sind Ko-Konstrukteure 
und begeben sich gemeinsam mit den Kindern auf Entd eckungsreise, ohne den Kindern 
abgeschlossenes Wissen zu präsentieren. Das Interes se an einem aktuellen Thema ist der 
Zugang des Kindes zu einem Bildungsbereich. Das Wissen der PädagogInnen um die Stärken 
und bereits erworbenen Kompetenzen eines Kindes bie tet einen Gesamtüberblick über den 
Entwicklungsstand in den verschiedenen Bildungsbereichen.  
Die Themen Beobachtung und Dokumentation spielen im  gesamten Kinderhausalltag eine 
besonders wichtige Rolle. Die PädagogInnen haben ei ne Reihe von Instrumenten, die sie 
hierfür nutzen können. Zum einen gibt es die Grenzs teine, die die Aufmerksamkeit der 
ErzieherInnen auf wichtige Entwicklungs- und Bildun gsmeilensteine der Kinder lenken. 
Werden gravierende Abweichungen in der Entwicklung eines Kindes bemerkt, können 
frühzeitig – gegebenenfalls mit externen Fachkräfte n (Frühförderstelle, Kinderarzt, 
sozialpädagogisches Zentrum) – Maßnahmen ergriffen und Hilfen angeboten werden.  
Zum Zweck der systematischen und strukturierten Erf assung der Entwicklung der Kinder 
haben wir den element-i-Bildungsbogen entwickelt, d er unter Zuhilfenahme der 
Entwicklungstabelle von Kuno E. Beller unseren komp etenz- bzw. ressourcenorientierten 
Blick auf das einzelne Kind dokumentiert. Mit ihm w erden Stärken der Kinder, ihre bereits 
erworbenen Kompetenzen, die aktuell für sie zentral en Themen erfasst und Ideen für 
Entwicklungsanreize (Zone der nächsten Entwicklung)  festgehalten. Die Bildungs- und 
Entwicklungsfelder sind an die Inhalte der Bildungspläne angelehnt.  
Das regelmäßige Bearbeiten der element-i-Bildungsbö gen ermöglicht die Gestaltung einer 
anregenden Umgebung sowie Impulse, die von den Inte ressen der Kinder getragen werden. 
Als weiteres Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument setzen wir Portfolios ein, die wir

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für und nach Möglichkeit mit jedem Kind gemeinsam b earbeiten. Portfolios geben einen 
Einblick in den Alltag des Kindes in der Kindertage seinrichtung, in seine Familie und 
Lebenswelt. Anhand von Bildern und Beschreibungen w ird die individuelle Entwicklung eines 
jeden Kindes dargestellt.  
Nach der Intensivphase schließt sich ein Singkreis an. Dieser findet ebenfalls in mehreren 
Gruppen statt, damit optimal auf die jeweiligen Bed ürfnisse eingegangen werden kann. Für 
die Kleinen werden kürzere Lieder und einfache Fing erspiele oder Bewegungslieder 
ausgewählt. Mit den älteren Kindern werden komplexe re Lieder mit Text gesungen, welche 
mit Kreisspielen verbunden werden. Durch regelmäßig e Sprech- und Singspiele wird die 
Erweiterung des Wortschatzes angeregt und die Kinder entwickeln Sicherheit im Umgang mit 
Sprache. Ein Singkreis mit allen Kindern ist ebenfalls möglich.  
Anschließend findet ein gemeinschaftliches Mittagessen statt, das jeden Tag zur gleichen Zeit 
stattfindet, wiederum aufgeteilt in Gruppen. Für da s Mittagessen gibt es einen 
Ernährungsplan, der mit SpezialistInnen entwickelt wurde. Die zubereiteten Speisen werden 
appetitlich in Porzellan- oder Glasschüsseln oder a uf Platten mit Vorlegebesteck gereicht. 
Jedes Kind hat die Möglichkeit, selber zu schöpfen und auf diese Weise Mengen zu erfahren 
und zu lernen, sein Hungergefühl einzuschätzen. Sel bstverständlich begleiten die 
PädagogInnen vor allem die Krippenkinder bei Bedarf beim Schöpfen.  
Auf das Mittagessen folgt eine Ruhephase. Die meist en Krippenkinder nutzen im Schlafraum 
ihren eigenen Schlafplatz, um einen Mittagsschlaf z u halten. Die Kinder sollen Geborgenheit 
und Verbundenheit spüren. Die etwas älteren Kinder,  die nicht mehr schlafen möchten, 
bekommen in ruhiger Atmosphäre Rückzugsorte geboten , um sich dort eine Auszeit zu 
nehmen. Beispielsweise werden Bücher angeschaut ode r es finden Massagen mit 
Entspannungsmusik statt. Je nach Interesse der Kind er kann ein Spielkreis oder eine zweite 
Kinderkonferenz stattfinden, in der die Kinder ihre Vorschläge und Ideen einbringen können.  
Um etwa 15:00 Uhr gibt es eine Zwischenmahlzeit, di e beispielsweise aus Obst oder 
Gemüse, Brot oder Quark besteht. Wie beim Mittagess en sitzen die Kinder gemeinsam in 
einem Raum an kindgerechten Tischen und Stühlen. Nach der Zwischenmahlzeit beginnt eine 
Freispielphase, während dieser auch Gelegenheit für  Aktivitäten oder kleine Projekte 
gegeben ist. In dieser Zeit können die Kinder den T ag ausklingen lassen, bis sie von ihren 
Eltern abgeholt werden. 
2.3. Funktionsräume 
Jeder Raum hat eine ihm zugewiesene Funktion, die d urch entsprechende Bilder und 
Beschriftung an den Türen gekennzeichnet ist. Die B asis der Funktionsräume sind die 9 
Bildungsbereiche, welche von den pädagogischen Fach kräften für jedes Kind regelmäßig 
bearbeitet und reflektiert werden. Die einzelnen Rä ume orientieren sich an den Interessen 
und Bedürfnissen der Kinder, deshalb werden diese n ach Möglichkeit in die Raumgestaltung 
einbezogen. Ein regelmäßiger Austausch von Materialien verwandelt die Räume und eröffnet 
den Kindern neue Möglichkeiten der Entfaltung und H erausforderung. Je nach Platzangebot 
kombinieren wir auch zwei Funktionsbereiche in eine m Raum, die thematisch und 
umsetzungstechnisch zusammenpassen.  
 Marktplatz: Empfangsbereich für Kinder und Eltern u nd Ausgangspunkt für den Zugang 
zu den anderen Räumlichkeiten dient.  
 Krabblernest: Raum für die Jüngsten. Durch unmittel bare Nähe zu seiner Bezugsperson 
gibt er Sicherheit und unterstützt in einer heimeli gen und behüteten Atmosphäre die 
Entwicklung von Verbundenheit und Vertrauen, was in sbesondere für sehr junge Kinder, 
aber auch für Kinder in der Eingewöhnung von großer  Bedeutung ist. Dieser Raum wird

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meist für die Eingewöhnung genutzt, der wir eine zentrale Bedeutung für den Start in die 
Kindertageseinrichtung beimessen. Wir gewöhnen in A nlehnung an das Berliner 
Eingewöhnungsmodell ein und legen besonderen Wert a uf einen flexiblen Rahmen, der 
sich an den Bedürfnissen der einzelnen Kinder orientiert.  
 Atelier: Kinder können kreativ handeln und künstler isch tätig werden mit den 
unterschiedlichsten Materialien.  
 Bauzimmer: Kinder haben die Möglichkeit sich mit un terschiedlichen Baumaterialien in 
ihren Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen, wodurch ihr logisches Denken, ihre 
mathematischen Fähigkeiten und ihr physikalisches W issen gefördert und gefestigt 
werden.  
 Rollenspielzimmer: Bietet den Kindern viele Möglich keiten, sich in verschiedenen Rollen 
auszuprobieren, um dadurch angeregt zu werden ihre Fantasie auszuleben und 
Gelegenheit bekommen, sich mit erlebten Situationen  auf spielerische Weise 
auseinanderzusetzen.  
 Bewegungsraum: Der Bewegung kann freien Lauf gelass en werden. Freie Flächen 
wechseln sich mit schiefen Ebenen, Podesten oder fl exibel einsetzbaren Materialien ab 
und können täglich umgestaltet werden. Auch das Bad  wird als Erfahrungsraum für die 
Kinder genutzt. 
 
2.4. Gesundheitsförderung / Bewegung 
Die Balance zwischen Bewegungs- und Ruhephasen bei Kindern spielt eine enorm wichtige 
Grundlage für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung eines jeden Kindes. Vor allem 
in den ersten Lebensjahren ist Bewegung enorm wicht ig für das Kind, um seine Umwelt zu 
erforschen. Mit allen Sinnen erschließen Kleinkinde r Ihre  Umgebung. Körperliche 
Erfahrungen und Sinneserfahrungen bilden den Motor für Selbstbildungsprozesse. Bewegung 
und Wahrnehmung gehören dementsprechend zusammen un d sind für die 
Gesamtentwicklung und die Ausbildung der Persönlichkeit des Kindes zentral.  
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass den Kindern b ereits sehr früh sowohl 
Bewegungsanreize als auch Ruheimpulse geboten werde n, die im Wechselspiel stattfinden 
sollten. In der Krippe wie auch im Kindergarten sol len abwechslungsreiche 
Bewegungsanreize zur Verfügung stehen, die in den Alltag integriert und nicht auf bestimmte 
Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind. Es soll einen definierten Bewegungsraum geben, in 
dem die Kinder unterschiedlichste Materialien und E lemente finden. Dort befindet sich 
beispielsweise eine zweite Ebene, die über eine Rampe erreichbar ist.  
Ein Bällebad ist besonders für Krippenkinder ein be sonderer Bewegungsanreiz. Für die 
Kindergartenkinder gibt es ein eingebautes Klettere lement, das mit Netzen und Leitern eine 
Bewegungsherausforderung darstellt. Außerdem werden  bewegliche Elemente wie Polster 
oder Matten vorhanden sein, aus denen Bewegungsland schaften ausgebaut werden können 
und die die Kinder zum Erkunden anregen. Materialie n unterschiedlicher Qualität, Größe und 
Festigkeit regen den Entdeckergeist der Kinder an, dazu gehören Luftballons, Bälle, Tücher, 
Seile oder Reifen.  
Auch der Außenbereich des Kinderhauses dient als Be wegungsraum für die Kinder. 
Holzelemente, eine große Sandfläche, Schaukeln, kle ine Holzhütten und Grasebenen, gerne 
auch mit Hügeln, dienen den Kindern als Bewegungshe rausforderungen. Ebenso werden 
Fahrzeuge wie Bobby-Cars, Dreiräder oder Laufräder vorhanden sein, die die Kinder zu 
Bewegungserfahrungen motivieren. Nicht zuletzt bietet sich der Singkreis als Ort an, an dem 
Musikalität und Rhythmik verbunden werden.

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2.5. Ernährung 
Nach unserem Ernährungskonzept verwenden wir aussch ließlich hochwertige sowie nach 
Möglichkeit regionale und saisonale Produkte, die n ährstoffschonend jeden Tag in der 
eigenen Küche des Kinderhauses frisch zubereitet we rden. Hierfür wird ein Koch oder eine 
Köchin beziehungsweise geeignetes hauswirtschaftlic hes Personal eingestellt. Die Speisen 
sollen ihren Eigengeschmack nicht verlieren, deshal b wird bei uns sparsam gewürzt. Aus 
pädagogischer Sicht legen wir großen Wert darauf, d ass die Kinder die Speisen und Mengen 
selbst wählen. Die PädagogInnen begleiten die Mahlzeiten und sind sich ihrer Vorbildfunktion 
bewusst. Obst und Gemüse werden regelmäßig angebote n, stehen beim Frühstück, 
Mittagessen und dem Nachmittagssnack bereit. Das Mi ttagessen findet bei Bedarf zeitlich 
versetzt oder in getrennten Räumen statt. Die Kripp enkinder beginnen früher mit der 
Mahlzeit und gehen meist nach dem Essen schlafen.  
Beim Thema Gesundheit ist es wichtig, dass die PädagogInnen mit dem Küchenpersonal eng 
zusammenarbeiten. Es findet ein ständiger Austausch statt. Zudem werden Kinder – wenn es 
sich anbietet – in die Speisenzubereitung einbezoge n und verbringen auch Zeit mit dem 
Küchenpersonal. Im Garten des Kinderhauses wird mit  den Kindern ein Gemüsegarten 
angelegt, aus dem die Kinder gemeinsam mit der Köch in oder dem Koch ihre Produkte 
ernten können. Die Kinder lernen so den Weg von der  Saat über das Pflanzenwachstum bis 
hin zur Speise kennen. Der Austausch mit den Eltern  ist für beide Themen – Ernährung wie 
auch Bewegung – unser besonderes Anliegen.    
2.6. Sprache 
Das Thema Sprache nimmt für uns einen hohen Stellen wert ein und fließt bei uns in den 
gesamten Tagesablauf mit ein. Wir achten auf ein ko mmunikatives Klima, das Lust und 
Freude am Sprechen erlebbar macht. Beispielsweise w erden den Kindern offene Fragen 
gestellt. Wir nutzen im Alltag viele Bücher und Wan ddokumentationen, die die Kinder zum 
Sprechen anregen. Des Weiteren lassen die PädagogIn nen jedem Kind die Zeit, die es 
braucht, und folgen dem Tempo des Kindes, damit diesem Wertschätzung entgegengebracht 
wird und somit eine Motivation zum Weitersprechen e ntsteht. Handlungsbegleitend werden 
die Tätigkeiten der ErzieherInnen sprachlich ausgedrückt. Auch beim Thema Sprache ist eine 
genaue Beobachtung und Dokumentation unerlässlich, um gegebenenfalls 
Sprachauffälligkeiten zu erkennen und bei Bedarf mi t externen Fachkräften 
zusammenzuarbeiten. Als Instrumente bieten sich Sis mik und Seldak 
12 an, welche für Kinder 
mit Migrationshintergrund und für Kinder mit Deutsch als Muttersprache entwickelt wurden.  
Wenn möglich engagieren wir aus dem QuereinsteigerI nnen Qualifizierungsprogramm der 
FDFP native speaker, um einen frühkindlichen leicht en Zugang zu Fremdsprachen, wie 
Englisch, zu ermöglichen. 
 
 
                                           
1 Sismik bedeutet – Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Mi grantenkindern in der 
Kindertageseinrichtung und wurde von M. Ulich und T. Mayr 2003 entwickelt.  
Seldak bedeutet Sprach entwicklung  und  Literacy  bei  deutschsprachig aufwachsenden Kindern und 
arbeitet mit ähnlichen Vorgehensweisen, nur dass hierbei das Augenmerk auf Kinder gelegt ist, die mit 
Deutsch als Erstsprache aufwachsen.

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3.  Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus ist eine wichtige Säule in der Arbeit mit 
Kindern. Ein offener, wert- und vorurteilsfreier, v ertrauensvoller und transparenter Umgang 
miteinander ist unabdingbar. Eine vertrauensvolle P artnerschaft dient als Basis für eine gute 
Entwicklung des Kindes. Den Eltern muss der pädagog ische Alltag transparent sein, damit 
diese am Bildungsgeschehen ihres Kindes teilhaben können.  
Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft soll unte r anderem durch die folgenden 
Instrumente aufgebaut und aufrechterhalten werden: 
 
Instrument  Wann / wie oft  Inhalt / Zweck  
Erstgespräch  vor dem ersten Tag 
im Kinderhaus 
- Ablauf der Eingewöhnung  
- Anliegen der Eltern 
- Vorlieben und Gewohnheiten des Kindes  
Tür - und 
Angelgespräche 
täglich  - Teilhabe am Erleben der Kinder im 
Kinderhaus 
- Besonderheiten besprechen und Fragen 
klären. 
Wanddokumentationen  Regelmäßig  - Information über Aktivitäten  
- Anlass für vertiefende Gespräche 
Portfolio  Ständig  - Lern - und Entwicklungsgeschichte  
dokumentieren, reflektieren und 
präsentieren 
Elternabend  Jährlich  - Thematisierung aktueller Themen  
- Wahl des Elternbeirats 
Elternbeirat  Ständig  - Vertretung der Wünsche und Anliegen 
der Eltern gegenüber der Kita 
- Austausch/ Diskussion grundlegender 
pädagogischen und organisatorischen 
Themen 
- partnerschaftliche Zusammenarbeit 
zwischen Elternbeirat und Kita-Team 
Elternecke  Ständig  - Aufenthaltsort im Kinderhaus für die 
Eltern 
Elterngespräche  Mind. einmal jährlich  - Detaillierte Information der Eltern  
- Besprechung des Entwicklungsstands 
Elternhospitation  Bei Bedarf  - Intensiver Einblick in den Kita -Alltag  
Gemeinsame Feste  1-2 mal jährlich  - Stärkung der Beziehung zwischen 
PädagogInnen und Eltern 
- Entstehung einer Gemeinschaftsgefühls

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4.  Integration und Inklusion in element-i-Kinderhäusern 
4.1. Allgemein 
Im Rahmen der pädagogischen Arbeit in den element-i -Kinderhäusern legen die 
Erzieherinnen und Erzieher besonderen Wert auf die Bedürfnisse und Interessen eines jeden 
Kindes. Jedes Kind bekommt die individuelle Unterst ützung, die es benötigt. Ein 
wertschätzender Umgang zwischen Erzieherin und Kind  setzt das tiefe Vertrauen in das 
Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die große 
Vielfalt in den Persönlichkeiten der Kinder und Erz ieher/innen in den Kinderhäusern ist eine 
Chance für den respektvollen Umgang miteinander. 
Jedes Kind hat eine Persönlichkeit, interessiert si ch für die verschiedensten Dinge und 
Sachverhalte, knüpft Freundschaften und bildet sich  ganz individuell. Ein Beispiel: Oliver 
fährt gerne Fahrrad und möchte Feuerwehmann werden,  Ailyn spielt am liebsten mit ihrem 
kleinen Bruder im Bauzimmer und konstruiert fantast ische Bauwerke und Miriam spielt am 
liebsten mit ihren beiden Freunden in der Turnhalle . Jedes dieser Kinder hat individuellen 
Interessen, Kompetenzen und Vorlieben. Eines der Ki nder ist blind und eines kann kaum 
deutsch. Doch alle drei sind Kinder, nur mit unterschiedlichen Bedürfnissen. 
4.2. Integration von Kinder mit Behinderung 
In den letzten Jahren konnten immer wieder Kinder m it Behinderung in einzelne 
Kinderhäuser der Konzept-e gGmbH aufgenommen werden . Für Kinder mit besonderen 
Bedürfnissen und Unterstützungsbedarf werden in Zus ammenarbeit mit Fachkräften und 
Beratungsstellen individuelle Teilhabe-Möglichkeite n erarbeitet und realisiert. 
Integrationserzieher/innen kümmern sich im Kinderha us konkret um die Belange der Kinder 
mit Behinderung und achten bei den Aktivitäten im A lltag darauf, dass alle Kinder unter 
Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen, gemeinsam aktiv werden können. 
Das Zusammenleben in den Kinderhäusern bietet so für Kinder, Erzieher/innen und Eltern die 
Gelegenheit, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit  in gegenseitiger Achtung und Respekt 
zu üben. Die Eltern aller Kinder werden im Rahmen d er Bildungspartnerschaft in die Arbeit 
des Kinderhauses mit einbezogen. 
Für Kleinkinder sind Kategorien wie “behindert” und  “nicht behindert” ohne Belang, deshalb 
gehen Kinder in diesem Alter unvoreingenommener und  ohne Vorurteile miteinander um. 
Diese Chance soll in den Kinderhäuser genutzt werden. 
4.3. Kulturelle Integration 
Deutschland ist unter anderem durch die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung geprägt. Kinder 
und Eltern können in einem Kinderhaus der Konzept-e gGmbH einen Ort erleben, in dem das 
Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft i n gegenseitiger Achtung und 
Toleranzgelebt und als Bereicherung verstanden wird . Die Zweisprachigkeit von Kindern mit 
Migrations-Hintergrund ist eine Chance für alle Bet eiligten, die Wertschätzung der 
Muttersprache und des kulturellen Hintergrunds der Kinder im Kinderhaus zu thematisieren.

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Diese Wertschätzung wird im Alltag vor allem deutlich durch das offene Interesse an anderen 
Sprachen und Kulturen, z.B. durch verschiedensprachige Begrüßungen und Lieder. 
In der Zusammenarbeit mit Eltern achten die Mitarbe iterinnen in den Kinderhäusern und in 
der Organisation darauf, eventuelle Sprachbarrieren  durch das mehrsprachige pädagogische 
Konzept und das Vermitteln von grundlegenden Inform ationen über Zweisprachigkeit zu 
minimieren. Sollten Eltern das Gespräch nicht siche r auf Deutsch verstehen und führen 
können, wird ein Dolmetscher einbezogen. 
Bei den Mahlzeiten im Kinderhaus wird auf die Bedür fnisse der Kinder aller Religionen 
eingegangen. 
 
4.4. Genderthematik 
 
Unsere gendersensible Konzeption geht davon aus, da ss Jungen und Mädchen 
unterschiedliche Lebensbedingungen und Entwicklungs linien in unserer Gesellschaft haben. 
Wir wollen diesen Unterschieden gerecht werden, rol lenspezifische Benachteiligungen 
ausgleichen und gleichberechtigte Entwicklungsmögli chkeiten für Mädchen und Jungen 
bieten. In der Arbeit mit den Kindern möchten wir d ie unterschiedlichen Interessen und 
Lebenssituationen beider Geschlechter gleichermaßen berücksichtigen und fördern, unter der 
Anerkennung, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. 
 Anhand von Impulsen, Projekten und anderen Aktione n werden im pädagogischen Alltag 
Themen und Fragen der Kinder zur Körperlichkeit, ki ndlicher Sexualität oder sozialen Rollen 
in einer kind- und entwicklungsgerechten Weise aufg egriffen. Beim Thema Gender ist uns 
die Haltung der PädagogInnen besonders wichtig. Wir  möchten erreichen, dass untypisches 
Verhalten der Rolle von beiden Geschlechtern zugelassen wird. Jungen dürfen sich bei einem 
Rollenspiel selbstverständlich als Prinzessin verkleiden, Mädchen als Piraten oder umgekehrt.  
Die Bedürfnisse der Kinder werden oder Vorbehalte g egenüber dem Kind zugelassen. Die 
Kinder sollen sich erproben können und nicht in vor gegebenen Rollenmustern agieren 
müssen. Die PädagogInnen sollten eine offene Haltun g haben und die Kinder bei ihrer 
Identitäts- und Rollenfindung begleiten.  
In der Arbeit ist es wichtig, Jungen und Mädchen be ziehungsweise Männer und Frauen 
gleichermaßen anzusprechen. Das kann zum Beispiel b ei einem Aushang für die Eltern so 
umgesetzt werden, dass bei der Anrede „Liebe Väter,  liebe Mütter“ und nicht „Liebe Eltern“ 
steht. Beide Geschlechter fühlen sich dadurch mehr wahrgenommen und angesprochen. 
Gender Mainstreaming bedeutet für uns, dass sich je des Mädchen und jeder Junge seine 
eigene soziale Geschlechterrolle konstruieren soll und kann. Diese Rolle ist nicht 
zwangsläufig mit Rollenstereotypen und biologischem  Geschlecht verbunden. Grundlegend 
dafür ist, dass die Geschlechterperspektive kontinu ierlich im Alltag auch unter den 
ErzieherInnen reflektiert und berücksichtigt wird. Ziel ist ein reflektierter Umgang mit und ein 
Abbau von Rollenstereotypen. Diese Reflexion schließt die eigene Sozialisation der Fachkraft, 
die Situationen der Kinder sowie deren Familien und  das nähere Umfeld des Kinderhauses 
mit ein. Klassische pädagogische Instrumente wie di e Kindbesprechung, die Raumreflexion 
oder eine Bildungsbereichsreflexion sind in unserer  Arbeit um den Aspekt Gender ergänzt

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worden, was zu einer ganzheitlichen Sichtweise auf das Kind, die Raumqualität oder die 
einzelnen Bildungsbereiche beiträgt. In Teamsitzung en soll das Thema Gender regelmäßig 
reflektiert und ins Gedächtnis gerufen werden. Durc h Projekte mit Eltern, Großeltern oder 
Kooperationseinrichtungen (z.B. Altenheim, Handwerksbetrieb, Polizei) im Sozialraum können 
Ressourcen aus dem Umfeld der Kinder genutzt werden , um Genderthemen wie 
beispielsweise Berufe, handwerkliche und hauswirtsc haftliche Fähigkeiten für die Kinder 
erlebbar zu machen.  
Auch bei der Raumgestaltung kann das Thema Gender b erücksichtigt werden. Es sollte 
sowohl Räume geben, die entweder nur Jungen oder nu r Mädchen ansprechen, aber auch 
welche, die zu geschlechteruntypischen Aktivitäten anregen. Beispielsweise kann ein 
Rollenspielzimmer nicht nur mit einer Küche, Puppen , Kleidern, Waschmaschine und 
Kinderwägen eingerichtet sein, sondern ergänzt werd en durch einen Schreibtisch mit 
Schreibmaschine, Bauhelmen, einem Blaumann oder einem Werkzeugkoffer. Genauso sollten 
in einer Werkstatt Materialien vorhanden sein, die auch Mädchen ansprechen, z.B. 
Glitzersteine oder bunte Federn. Dadurch haben alle Kinder die Möglichkeit, aus einer Vielfalt 
an geschlechterbezogenen Angeboten auszuwählen. 
 
4.5. Kinderschutz 
 
Für alle Kindertageseinrichtungen der Kind und Beru f gGmbH gibt es ein 
Kinderschutzkonzept, welches das Verfahren bei Verd acht auf Kindeswohlgefährdung 
festlegt. Dieses Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des 
Kindeswohls, gemäß den §8a und §72a, SGB VIII, in d en Kindertageseinrichtungen 
umgesetzt wird. Verpflichtung dabei ist u.a., sämtl iche Beobachtungen, Gespräche und 
vereinbarte Maßnahmen zu dokumentieren und eng mit dem Jugendamt zu kooperieren, um 
beispielsweise auf eine fachliche Beratung und Unte rstützung in der Zusammenarbeit mit 
den Eltern zurückgreifen zu können.

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5.  Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Um den Qualitätsstandard im Kinderhaus weiterzuentw ickeln bzw. aufrechtzuerhalten, 
konzipieren wir Fortbildungen mit qualifizierten Re ferentInnen. Diese Fortbildungen finden 
für alle MitarbeiterInnen zweimal jährlich dreitägi g von Freitag statt. Ziel dieser 
Fortbildungen ist es, den MitarbeiterInnen aktuelle pädagogische Erkenntnisse zugänglich zu 
machen, sie für neue Anforderungen zu stärken und U nterstützung für die tägliche Arbeit zu 
bieten.  
Einer dieser Termine ist der sogenannte element-i-Kongress, an dem alle PädagogInnen und 
MitarbeiterInnen des Unternehmens gemeinsam teilnehmen. Hier laden wir ReferentInnen zu 
bestimmten Themen ein, die in Fachvorträgen den päd agogischen Fachkräften neuen Input 
geben. In Workshops und Diskussionsgruppen werden d ie Inhalte der jeweiligen Vorträge 
vertieft und abgerundet.  
Beim zweiten Fortbildungswochenende können die ErzieherInnen aus verschiedenen Themen 
auswählen. Wir stellen jedes Jahr eine Auswahl an F ortbildungen zur Verfügung, damit sich 
die PädagogInnen nach eigenem Interesse und nach Zuständigkeit im Kinderhaus ein Thema 
Ihrer Wahl aussuchen können, das sie gerne vertiefe n möchten. Als Beispiel für eine 
Weiterbildung wäre das dreitägige Seminar zum Thema  „Bildung und Lernen“ oder „Der 
Raum als 3. Erzieher – Vorbereitete Umgebung und Ma terial“. Außerdem bieten wir in der 
element-i-Akademie in Modulen Fortbildungen zu alle n Bildungsbereichen an, in denen 
besonders der Transfer zwischen Theorie und Praxis hergestellt wird.  
Als weiteres wichtiges Instrument zur Qualitätssich erung und -entwicklung in unseren 
Kinderhäusern nutzen wir Hospitationen, mit denen d er gegenseitige Austausch zwischen 
den verschiedenen Einrichtungen sowie gegenseitiges Lernen angeregt werden.  
Im Rahmen eines umfassenden Qualitätsverständnisses  orientiert sich unsere Arbeit an den 
Interessen unserer Kinder, Eltern und MitarbeiterIn nen. Deshalb werden jährlich schriftliche 
Befragungen durchgeführt, an deren Ergebnisse wir u nsere pädagogische Qualität 
überprüfen. Bei der Befragung werden unterschiedlic he Elemente des Tagesablaufs im 
Kinderhaus sowie beispielsweise die Elternarbeit be wertet. Dadurch wollen wir eine 
kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeit vorantr eiben und eine Partizipation aller 
Beteiligten ermöglichen, die als ExpertInnen von uns angesehen werden.  
Weiterhin haben wir, um die pädagogische Qualität s tändig weiterzuentwickeln, ein 
Qualitätssystem entwickelt, in welchem alle Prozess e dokumentiert sind. Für unser 
Ausfallmanagement haben wir zum einen Aushilfskräfte angestellt, die wir bei Bedarf anrufen 
können. Zum anderen gibt es bei Bedarf Maßnahmen wie Flexibilisierung der Arbeitszeit oder 
Hilfe aus einem anderen Kinderhaus.  
Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten in der pädago gischen Arbeit mit den Kindern 
gleichberechtigt zusammen. Die Leitung des Kinderha uses ist für die pädagogischen und 
organisatorischen Inhalte bezüglich der Einrichtung , sowie für die Begleitung der 
pädagogischen Fachkräfte in der Praxis zuständig. Sie ist verantwortlich für die Sicherung der 
Qualität in den Kinderhäusern und die Steuerung der  Umsetzung, wie auch der 
Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes. Die MitarbeiterInnen können regelmäßig 
auf Fachberatung und Coaching durch das Leitungstea m zurückgreifen. Dieses fordert und 
fördert die Mitarbeitenden in ihrer persönlichen un d fachlichen Weiterentwicklung und 
unterstützt so die qualitativ hochwertige Umsetzung  der Arbeit in die Praxis.  Einmal 
wöchentlich findet eine Teamsitzung statt.

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Um sich größtenteils der Pädagogik im Kinderhaus wi dmen zu können, wird die Leitung vor 
Ort von weiteren administrativen, organisatorischen , kaufmännischen und pädagogischen 
Aufgaben entlastet. Diese Aufgaben werden durch die Zentrale wahrgenommen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Effektivität und Effizienz werden im Rahmen eines k ontinuierlichen Verbesserungsprozess in 
allen Bereichen des Unternehmens weiter entwickelt.

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6.  Sozialraumorientierung 
Je mehr sich die pädagogische Arbeit an den alltägl ichen Lebensbedingungen innerhalb und 
außerhalb des Kinderhauses orientiert, um so mehr w ird sie zum Erfahrungsraum für die 
Kinder. Hierbei spielt der Sozialraum, in welchem s ich die Kindertagesstätte befindet, eine 
bedeutende Rolle. Dieser soll in die tägliche Arbei t integriert werden und als naheliegendes 
selbstverständliches Ausflugsziel genutzt werden. D ie Orte des täglichen Lebens, wie 
Bäckerei, Metzgerei, Lebensmittelhändler, Gärtnerei, Bibliothek, Post oder Polizei bieten sich 
als Anknüpfungspunkte an die Interessen der Kinder und den Alltag an. Die Kinder sollen ihr 
Umfeld als natürlichen Lebensraum wahrnehmen und nu tzen. Besonders die 
Stadtteilbibliothek bietet sich als Ausflugsziel mi t den Kindern an. Die Kinder können sich 
Bücher anschauen oder ausleihen. Auch Ausflugsziele  wie der Allwetterzoo oder den 
Wolbecker Tiergarten dienen für alle Altersstufen a ls Anknüpfungspunkte im Sozialraum und 
verstärken den Bezug zur Natur- und Tierwelt, was u ns in der pädagogischen Arbeit wichtig 
ist.  
Eine Zusammenarbeit mit anderen Kindertagesstätten oder Kinderhäusern sowie Schulen im 
Sozialraum ist wünschenswert. Insbesondere der Aust ausch mit einer Schule, in die die 
Mehrzahl der Kindergartenkinder wechseln wird, ist von großer Bedeutung. Dadurch können 
die Kindergartenkinder bereits vorab die Einrichtun g kennenlernen, in der sie nach der 
Kinderhauszeit viel Zeit verbringen werden. Erste K ontakte können geknüpft werden und die 
Übergangssituation kann in Zusammenarbeit zwischen Kinderhaus und Schule gut für das 
Kind und die Eltern gestaltet werden. Die Schule wird bereits vor dem Übergang als vertraute 
Umgebung von den Kindern und Eltern erfahren, der Ü bergang gelingt besser. Denkbar ist 
beispielsweise, dass im Kinderhaus eine Gruppe für Schulhüpfer eingerichtet wird. Die Kinder 
dürfen die Partnerschule in regelmäßigen Abständen im Schulgebäude besuchen und 
erhalten einen ersten Eindruck von den LehrerInnen und der neuen Umgebung. 
Selbstverständlich kann auch ein gemeinsames kleines Projekt mit den Schulkindern gestaltet 
werden. 
Es bietet sich z.B. auch an, den Kontakt zu einem n ahe gelegenen Seniorenheim zu suchen. 
Es können gemeinsame Projekte mit den Senioren, die  dort leben, stattfinden. Gemeinsame 
Bastel- oder Backnachmittage bauen die Berührungsän gste zwischen Kindern und Senioren 
ab, Lesepatenschaften oder gemeinsames Musizieren b ieten Anregungen für alt und jung, 
gegenseitige Rücksichtnahme wird nebenbei geübt. Es  ist auch vorstellbar, dass es 
gemeinsame Gartennachmittage gibt oder dass die Sen ioren am Sommerfest im Kinderhaus 
beteiligt werden. Das Kinderhaus öffnet sich in Ric htung Sozialraum und wird als natürlicher 
Bestandteil angesehen. Unser Ziel ist es, alle Dime nsionen menschlicher Vielfalt abzubilden 
und Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, gen erativen, weltanschaulichen, 
philosophischen und lebensstilistischen Hintergründ en Raum zur Begegnung zu geben. Eine 
Netzwerkbildung sowie eine Unterstützung der sozial raumbezogenen und städtischen 
Gemeinwesenarbeit streben wir an. Alle Maßnahmen de r Sozialraumorientierung sind an der 
Lebensrealität der Familien orientiert und haben gu te Erfahrungen der Kinder mit ihrem 
näheren Umfeld zum Ziel.

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7.  Öffnungszeiten 
Ein bedarfsgerechter Öffnungszeitenkorridor wird angestrebt.  
Die Eltern können, je nach persönlichem Bedarf, zwischen unterschiedlichen 
Betreuungsmodellen wählen: 
- Ganztages-Betreuungsplatz: Das Kind kann den gesamten Öffnungszeitenkorridor 
inklusive Frühstück, Mittagessen und Snacks nutzen. 
 
- Flexibler Betreuungsplatz: Bei flexiblen Betreuungsplätzen bieten wir den Eltern die 
Möglichkeit, ihre Kinder entsprechend ihres wechselnden Betreuungsbedarfs betreuen zu 
lassen. Das Essen ist vollständig enthalten.  
 
 
Beispielhafter Tagesablauf 
 
7.30 Uhr    Öffnung der Kita 
7.30 - 9.30 Uhr Freispiel / freies Frühstück 
9.30 - 10.00 Uhr Kinderkonferenz 
10 - 12 Uhr Intensivphase mit Aktivitäten und Proje kten 1. Kernzeit 
 
12 - 12.30 Uhr Mittagessen 2. Kernzeit 
12.30 - 14.30 Uhr       
 Entspannungsphase / Schlafen 
15 - 16 Uhr Imbiss / Aktivitäten / Projekte 3. Kernze it 
ab 16.30 Uhr Freispiel, die Kinder werden nach und nach abgeholt 
18.00 Uhr Schließung der Kita

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8.  Wir gehen einen Schritt weiter… 
 
... mit unseren staatlich anerkannten freien element-i-Schulen:  
 
 
 
Bei uns lernen Kinder... 
...individuell  – weil jedes Kind ein eigenes Lerntempo hat.  
...interessen- und handlungsorientiert  – weil Neugierde und praktisches Tun die besten 
Lehrmeister sind.   
...jahrgangsübergreifend und in Interaktion mit anderen  – weil Kinder mit- und 
voneinander lernen sollen. Der PISA-Test bestätigt jedes Jahr aufs Neue, dass die 
Entwicklungsspanne von Kindern innerhalb einer Klasse bis zu drei Jahre beträgt. Bei uns 
steht deshalb nicht das Alter im Vordergrund, sondern die individuellen Kompetenzen.  
...ganztags  – damit wir mehr Zeit für- und miteinander haben.  
...bilingual  – weil interkulturelles Verständnis sprachliches Verstehen voraussetzt.  
...MINT-orientiert  – weil Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik 
wichtig sind, wenn man die Welt begreifen will.  
...selbständig zu sein  – weil man Verantwortung für die eigene Entwicklung trägt.  
...sich über Leistung zu freuen  – weil nichts mehr motiviert als Stolz auf sich selbst. 
 
… und bald auch bis zum Abitur mit unserer weiterführenden Schule im 
Technologiepark Karlsruhe.

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9.  Unsere Verantwortung – Gegen den Fachkräftemangel 
 
Wer über 40 Kitas leitet, weiß genau, wo die Defizite bei der Erzieherausbildung liegen. Weil 
es zudem viel zu wenig Erzieherinnen  und vor allem Erzieher  gibt, haben wir 2011 die 
Freie Duale Fachschule für Pädagogik in Stuttgart gegründet, 2012 kam eine zweite 
Fachschule in Stuttgart hinzu. Seit 2016 sind beide Schulen staatlich anerkannt. 
 
 
 
Auch  QuereinsteigerInnen  bieten wir durch unsere einzigartige Qualifizierungsmaßnahme 
an der FDFP. Nach dieser Maßnahme haben die Teilnehmer als vollwertiger Teil des Teams 
die Möglichkeit speziell ihre Kenntnisse im MINT Bereich in den Kinderhäusern 
weiterzugeben. 
Lesen Sie hier mehr dazu: 
http://www.freiedualefachschule.de/startseite/

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10.   Auszeichnungen und Projekte 
 
 Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ seit  2015 
 
 Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2013 in der Kategorie Frühkindliche Bildung  
 
 1. Platz „Kids kreativ 2011“ der Fraunhofer Gesellschaft  
 
 Projekt "Frühe Chancen - Schwerpunkt-Kita Sprache & Integration" gefördert vom 
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 
 
 Projekt „eMANNzipation  – Kita sucht Mann“, initiiert und gefördert vom 
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2011 – 2013 
 
 2. Preis Mestemacher KITA -Preis 2009 für eine geschlechterübergreifende Pädagogik 
 
 2. Preis beim 3. Stuttgarter Innovationspreis 2007 für Kindertagesstätten „Ernährung und  
Bewegung“ 
 
 Sonderpreis beim Kindergartenwettbewerb des Bildungswerkes der Bayerischen  
Wirtschaft 2005 
 
 2. Preis Mestemacherpreis für eine geschlechter übergreifende Pädagogik 2005 
 
 3. Preis der Bertelsmann Stiftung für das pädagogische Konzept zur Eingewöhnung von  
Kindern 2004 
 
 
Publikationen 
 
 Weegmann, C.M.: Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, Carl Link Verlag,  
2011. 
 Weegmann,  W./Kammerlander, C. (Hrsg.): Die Jüngsten in der Kita. Ein Handbuch zur 
Krippenpädagogik, Kohlhammer, 2010 
 
Fachleute aus dem Konzept-e-Netzwerk publizieren regelmäßig in frühpädagogischen 
Zeitschriften wie 
Kindergarten heute , Kita aktuell , didacta – Das Magazin für lebenslanges 
Lernen u.a.m

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11.   Kita Referenzen und Logo 
 
Jedes unserer neuen Kinderhäuser bekommt ein individuell entwickeltes Logo 
bezugnehmend auf die Wünsche und Gegebenheiten. 
Hier ein kleiner Auszug aus unseren 40 bestehenden Kitas:  
 
 
Kinderhaus „Rheinpiloten“ Düsseldorf, Gründung 2012 
Plätze: 80 von 0-6 Jahre 
 
 
Kinderhaus „Sportkita Wirbelwind“ Karlsruhe, Gründung 2012 
Plätze 65 von 0-6 Jahren 
 
 
Kinderhaus „Zauberwald“ München, Gründung 2016 
Plätze 48 von 0-3 Jahren

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Kinderhaus „Steppkes“ Stuttgart, Gründung 2012 
Plätze: 90 von 0-12 Jahren 
 
Mehr auf wwww.element-i.de

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12.   Kunden Referenzen 
 
Unsere Kunden – Unsere Partner 
 
Allianz Deutschland AG                                    Regierungspräsidium Stuttgart 
Amtsgericht Mannheim                                    Robert Bosch GmbH 
Barmer                                                          Staatsministerium Baden-Württemberg 
Daimler FleetBoard GmbH                                Stadt Düsseldorf 
DEKRA e.V.                                                    Stadt Karlsruhe 
Deutscher Sparkassenverlag GmbH                   Stadt München 
Die Staatstheater Stuttgart                               Stadt Stuttgart 
EnBW AG                                                       STEP Stuttgarter Engineering Park GmbH 
Flint Group Germany GmbH                              Stuttgarter Straßenbahnen AG 
Fraunhofer-Institut                                          Südwestdeutsche Medienholding GmbH 
Innenministerium Baden-Württemberg              Technologiepark Karlsruhe GmbH 
Justizministerium Baden-Württemberg               Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH 
Kreissparkasse Ludwigsburg                             TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH+Co.KG 
Lapp Holding AG                                             TTR Technologieparks TÜ-RT GmbH 
L-Bank Karlsruhe                                             Weleda AG 
MAHLE Behr GmbH & Co. KG                            Wirtschaftsförderung Region Stuttgart 
Max-Planck-Institut                                          Wüstenrot & Württembergische AG 
Mercedes-Benz Bank AG                                   ZF Friedrichshafen AG 
Michelin Reifenwerke KGaA 
Prisma

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13.   Wirtschaftlichkeit – Trägeranteil 
 
Kind und Beruf gGmbH bewirbt sich als anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe um 
die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung. 
Unter Berücksichtigung der Anlage 1. „Weiterentwicklung des Trägerauswahlverfahrens für 
Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster“ Punkt 1. 
Ausschreibungsverfahren/Bewerbungsverfahren möchten wir einen Trägeranteil von  
5% 
anbieten. 
Statt der freiwilligen kommunalen Förderung in Höhe von 4% würden wir es begrüßen, einen 
freiwilligen Mietzuschuss in Höhe von 45%  auf den aktuellen KiBiz-Satz von 10,52 EUR zu 
erhalten.

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14.   Bundesweite Anerkennung

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15.   Warum ist uns Ihr Standort wichtig? 
 
Münster besitzt als bedeutende Universitätsstadt eine hohe Wohnqualität und gilt als eine 
der lebenswertesten Städte der Welt. Eine besonders grüne Stadt und das Fahrrad ist für 
deren Bewohner ein Muss. 
Zudem schafft Münster Arbeitsplätze mit einem Netzwerk aus Spitzenforschung und 
innovativen Zentren für Forschungs- und Technologietransfer und sichert somit die Zukunft. 
Dies ist für die Frage „Wo möchte ich meine Kinder großziehen?“ ein wichtiger Punkt bei der 
Ansiedlungsfrage von jungen Familien. 
Münster tut viel für seine Bewohner. Die Tendenz der Ansiedlung besonders von jungen 
Familien ist steigend. 
Wir möchten Sie darin unterstützen Ihrem Auftrag gegenüber Ihren Einwohnern gerecht zu 
werden. In der Vereinbarkeit von Familie & Beruf sehen wir unsere Passion. 
Mit unserem fachlichen Know-how aus über 30 Jahren und unserem ausgereiften und 
wissenschaftlich unterstützten pädagogischem Konzept von element-i sind wir ein exzellenter 
Partner für Ihre Betreuungs- und Bildungsinfrastrukturangebote nach Maß. 
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit! 
 
Mit herzlichen Grüßen 
 
 
Gabriele Widmann-Schmid 
 
 
 
Vertrieb und Kundenprojekte 
Tel.: 0711 656960-39 
Telefax: 0711-656960-9039,  
E-Mail: gabriele.widmann-schmid@konzept-e.de

Anlage 1.8 Auswertungsformular_Step Kids

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Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Eichendorffstraße in Angelmodde  
 
Name  und Adresse des Trägers:  
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
 
10407 Berlin 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – 
ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 11 Kindertageseinrichtungen, Schwerpunkt in 
NRW 
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Stepke beschäftigt zur Zeit 220 Mitarbeiter/-inne n an 11 Standorten, fünf weiter Kinder- 
tageseinrichtungen befinden sich im Bau oder in der Planungsphase 
- Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Grup pe – der größte private Bildungs- 
anbieter Nordeuropas 
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Tr äger 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
Zusatzbeitrag von 60€ monatlich für Zusatzangebote wie Schwimmen oder andere Aktionen, Ma- 
terialkosten etc. (Beitrag wird mit dem Elternbeirat abgestimmt, nicht für Eltern unter einem be- 
stimmten Mindesteinkommen, alle Kinder können an den Aktionen teilnehmen) 
Von der zusätzlichen Aufnahmegebühr i.H.v. 200€ wird am Standort Münster abgesehen 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe- 
treuung liegen vor 
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig  vom Sozialraum 
- Konzeptionsschwerpunkte z.B. Musik, Bewegung, Nat ur 
- Bilingualität durch Native Speaker in allen Einri chtungen 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung (Situationsansat z) 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr

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3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind anhand dessen Bedarf 
- Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integr ation / Inklusion und Migration 
- Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Qu erschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche 
Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams 
- Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Be reich (Kinderparlament, Einbezug 
bei Stuhlkreisen 
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Kitabu s im Rahmen der Brückenprojekte 
für Flüchtlingskinder 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Wenn möglich: Einrichtung einer Frischkostküche 
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse 
- Regelmäßiges Schwimmen  
- Regelmäßige Wald- und Wiesentage  
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Rückzugsor te durch gezielte Ausstattung 
der Räume 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Kitaleitungen sind angehalten den Sozialraum zu p rüfen und Optionen zu nutzen 
- Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen geplant 
- Zusammenarbeit mit Schule ist von Seiten des Träg ers erwünscht 
- Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeiter/-inne n und Lehrpersonal an den Schu- 
len um die Vorschulgruppen an den Bedarfen der Schule auszurichten 
- Regelmäßige Kontakte zu z.B. Polizei und Feuerweh r, Beratungsstellen, versch. Äm- 
tern etc. 
- Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert  um guten Übergang in die Kita zu 
schaffen 
- Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden  
- Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- 
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellt e Leitung, drei Vollzeitkräfte pro 
Gruppe 
- Interne Fortbildungsangebote durch die eigene Aka demie für Mitarbeiter/-innen

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- Regionale Fachberatung für Münster 
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wi rd vor Ort in den Kitas umgesetzt 
- Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarb eiterumfragen 
- Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mita rbeiter/-innen zur Fortbildung zu ak- 
tuellen Themen 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mit arbeiter/-innen und auch Externe 
- Regelmäßige Angebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage 
- Bilingualität

Beratungsverlauf (4)

14.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 45.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2017 Rat
TOP 40.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (16)

  • Eichendorffstraße
  • Regina-Protmann-Straße
  • Meyerbeerstraße
  • Hafenstraße 30
  • Marie-Curie-Straße
  • Gustav-Stresemann-Weg 62
  • Carlo-Schmid-Weg
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Markweg
  • Alt Angelmodde
  • Willingrott
  • Kinderhaus
  • Tiergarten
  • Gescherweg
  • Holtrode
  • Asche

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0881/2017
Typ
Vorlagen
Datum
06.10.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37