AN/2681/2021
Obdachlosigkeit in Köln
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (FDP)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln LINKE-Fraktion im Rat der Stadt Köln FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.12.2021 AN/2681/2021 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 14.12.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 13.01.2022 Obdachlosigkeit in Köln hier: Änderungsantrag zu TOP 3.1.13 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Änderungsantrag zu TOP 3.1.13 auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates am 14. Dezember 2021 zu setzen. Begründung: Der Rat der Stadt Köln möge beschließen: Der Beschlusstext wird wie folgt ersetzt: 1. Der Rat der Stadt Köln bittet die Oberbürgermeisterin, kurzfristig eine Task Force „Obdachlosigkeit“ einzurichten. Diese soll umgehend dezernatsübergreifend die Arbeit beteiligter Ämter bündeln. In dieser Task Force müssen auch Streetworke- rinnen und Streetworker der städtischen Ämter, Polizei, Ordnungsbehörde sowie die KVB vertreten sein. Diese Task Force soll bei der Oberbürgermeisterin ange- siedelt sein. 2. Der Rat bekräftigt den einstimmigen Beschluss des Sozialausschusses vom 14. Januar 2021 (AN/0102/2021), der die zusätzliche Anmietung von Objekten für die Unterbringung von Obdachlosen einfordert; „hin zu Einzelzimmern mit 24- Stunden-Verweilmöglichkeit“. Für den Winter 2021/2022 muss ein weiteres Objekt in zentraler Lage schnell an- gemietet werden. In diesem müssen insbesondere auch separate Bereiche mit abschließbaren Räumlichkeiten für weibliche Obdachlose und andere besonders - 2 - schutzbedürftige Personen angeboten werden. Um die Zeit bis zur Anmietung zu überbrücken, sollen kurzfristig Hotels und eine feste Unterbringungsreserve zum Einsatz kommen. 3. Benennung einer zentralen Ansprechpartnerin oder eines Ansprechpartners in- nerhalb der Verwaltung, die/der für Anfragen der Bürgerinnen und Bürger zur Ver- fügung steht. 4. Zeitnahe Entwicklung eines ämterübergreifenden Gesamtkonzeptes. Dieses Kon- zept muss präventive sowie sozial- und ordnungspolitische Angebote umfassen, ohne auf eine repressive Vertreibungspolitik zurückzugreifen. Darüber hinaus muss das Konzept auch Fragen der Stadtgestaltung berücksichtigen. 5. Der Rat der Stadt Köln begrüßt den begonnenen Arbeitsprozess der Sozialver- waltung mit der Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik für die Weiter- entwicklung der Wohnungslosen- und Obdachlosenpolitik. Die Ergebnisse sollten dem Rat spätestens vor der Sommerpause 2022 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. 6. Der Rat begrüßt den Beschluss des AVR vom 29.11. „Handlungsempfehlungen für den Neumarkt“ (AN/2576/2021). 7. Dringend ist die Ausweitung der Platz- und Aufenthaltsangebote, in denen Woh- nungslose Drogen konsumieren dürfen. Neben der Einrichtung von mobilen und stationären Drogenkonsumräumen umfasst das auch sogenannte Trinkerräume. Dringend müssen auch Toilettenlösungen gefunden werden. 8. Im Rahmen der Winterhilfe sollen erneut Wärmezelte oder Aufenthaltsmöglichkei- ten in festen Unterkünften errichtet werden, damit obdachlose Menschen in der kalten Jahreszeit die Möglichkeit haben, auch tagsüber einen Aufenthaltsort zu finden. Die Deckung möglicher Aufwendungen soll aus dem Produktbereich 05 Soziale Hilfen erfol- gen. Begründung: Die Antragsteller*innen sind mit der aktuellen Arbeit der Stadtverwaltung unzufrie- den. Obdachlose Menschen und Kölnerinnen und Kölner werden nicht mitgenom- - 3 - men. Es gibt kein ganzheitliches Agieren der Kölner St adtverwaltung, sondern klei- ne Verbesserungen, die der Zunahme der Obdachlosigkeit und der Zunahme von Konflikten nicht gerecht wird. Insbesondere die Zunahme von wohnungslosen Menschen mit psychischen Erkrankungen führt zur Verunsicherung. Wir brauchen kei n Gegeneinander, sondern ein soziales, präventives und ord- nungspolitisches Miteinander. Die Kölner Stadtverwaltung muss handeln, gerade jetzt im Winter. Die Reso-Dienste müssen personell gestärkt werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann Michael Weisenstein SPD-Fraktionsgeschäftsführer LINKE-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite FDP-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungOrte (1)
- Neumarkt
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Details
- Aktenzeichen
- AN/2681/2021
- Typ
- Gem. Änderungsantrag (FDP/KSG)
- Datum
- 14.12.2021
- Erstellt
- 13.12.2021 12:12