Mandari Insight

V/0139/2019

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel

Vorlagen 08.02.2019

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Anlage 4.1 Bewerbung educcare

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Anlage 10.1 Bewerbung Step Kids

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Anlage 9.1 Bewerbung Kleine Riesen

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Anlage 3.2 Konzeption Am Eichenwäldchen

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Anlage 4.2 Konzeption educcare

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Anlage 6.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 6.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 5.2 Konzeption pme

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Anlage 5.1 Bewerbung pme

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Anlage 3.1 Bewerbung Am Eichenwäldchen

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Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0139 2019

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Anlage 8.1 Bewerbung Outlaw

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Anlage 6.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 8.2 Konzeption Outlaw

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Anlage A

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Beschlussvorlage

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Anlage 6.1 Bewerbung Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 10.2 Konzeption Step Kids

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Anlage 9.2 Konzeption Kleine Riesen

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Anlage 4.1 Bewerbung educcare

2594 Zeichen

educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.deBankverbindung: 
Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950   Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela 
Lück, Fiona Stollmann,  Dr. Patrick Adenauer,  
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode 
Stadt Münster  
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Frau Anja Gerick 
Hafenstraße 30 
48153 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
Köln, 7. Februar 2019 
 
 
Interessensbekundung für die Kindertageseinrichtungen in Münster 
 
Sehr geehrte Frau Gerick, 
 
mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen für die folgende n 
Kindertageseinrichtungen: 
1. Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (09/2018) 
2. Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (10/2018)  
3. Kindertageseinrichtung am Nordkirchenwerg im Stadtteil Amelsbüren (11/2018)  
4. Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (12/2018)  
5. Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (13/2018)  
 
Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten kann educcare allerdings nicht 
übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für 
die Kita s eine öffentliche Förderung notwendig. Die Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den 
Bewerbungsunterlagen. 
 
Qualitative Betreuung ist für Unternehmen, aber auch zunehmend für Städte und Kommunen, in deren 
Auftrag educcare Kindertagesstätten betreiben, ein bedeutendes Thema. 
Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare 
Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien 
gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. 
 
Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings seit dem 1. März 2013 in Hiltrup betreiben, 
sind wir bereits in Münster vertreten, sowie ab Sommer 2019 mit der neuen sechsgruppigen 
Einrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbe ck. Wir würden uns freuen, wenn wir die 
Zusammenarbeit mit der Stadt Münster mit der Übernahme der Trägerschaft einer weiteren 
öffentlichen Kita intensivieren können. 
 
Mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen.  
 
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
 
 
Sabrina Klein 
Projektentwicklung

Anlage 10.1 Bewerbung Step Kids

1331 Zeichen

GIADEE

Richtig gute KiTa.

Step Kids KiTas gGmbH + Am Friedrichshain 22 + 10407 Berlin

Step Kids KiTas gGmbH
Stadt Münster Am Friedrichshain 22
10407 Berlin

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
2.H. Frau Gerick Tel.: +49 (0) 30 209 271 71
Fax: +49 (0) 30 209 271 72

Hafenstraße 30 www.stepke-kitas.de

48127 Münster Ansprechpartnerin

Denise Landmann
d.landmann@stepke-kitas.de
Mobil: +49 (0) 176 60 60 72 57

Berlin, 04.02.2019

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 6gruppige Kindertageseinrichtung am
Standort Nottulner Landweg (12/2018)

Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 6gruppige
Einrichtung am Standort Neubrückenstraße entsprechend Ihrer Ausschreibung 12/2018.

Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses
Angebot maßgeblich und verbindlich.

Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung.

Mit/freundlichen Grüßen

Geschäftsführer
Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
‚Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729

10407 Berlin HRB 149735 B

Anlage 9.1 Bewerbung Kleine Riesen

1393 Zeichen

~~!J:~ 
Bilinguale Kindertagesstätten 
Kle1ne R1esen Nord gGmbH I Esslmger Straße 69 I 73732 Esslmgen 
PER EXPRESS 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Famile 
48127 Münster 
VORAB PER MAll gerick@stadt-muenster.de 
VORAB PER FAX (0251) 4927909 
Ihr Ze1chen, Ihre Nachricht vom Unsere Ze1chen, unsere NachriCht vom Telefon, Name 
(0711) 35 116 40, PW 
Kindertagesstätten 
Datum 
06.02.2019 
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertag~seinrichtung 
Südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
S;~hr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, 
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der 
Kindertagesstätte "Südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel" aufrechterhalten. 
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können sicherstellen. 
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
l'v1it fr,~_9%then Grüßen 
ee::!wa0 
Geschäftsführer 
ge~~and 
aw~rW ,18 wmner 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH I Esslinger Straße 69 I 73732 Essl1ngen I Telefon· (0711) 35 116 40 I Telefax. (0711) 35 116 417 I www.littlegiants.de I info@littlegiants.de n ~"~~~. 
GESchäftsführer I D1pl.-lng. Jelena Wahler, MBA (Duke) 1 D1pl.-lng. Peter Wahler, MBA (Duke) 
Sitz der Gesellschaft 1 Esslingen am Neckar 1 Amtsgencht Stuttgart HRB 7393 
Bankverbindung I Volksbank Esshngen eG I I BAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 I BIC GENODESlESS

Anlage 3.2 Konzeption Am Eichenwäldchen

140180 Zeichen

2 
 
 
 
Inhalt 
1. Der Träger ...................................................................................................................................... 4 
1.1 Leitbild ...................................................................................................................................... 4 
1.2 Professionelle Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. .................... 5 
1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung ................................................................................... 6 
1.2.2 Personalgewinnung............................................................................................................. 7 
1.2.3 Personalentwicklung ........................................................................................................... 7 
1.2.4 Betriebsführung ................................................................................................................... 8 
1.2.5 Fachberatung ....................................................................................................................... 8 
1.2.6 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung ............................................................. 8 
1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz ............................................................................................... 13 
1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien .................................................................. 13 
1.3 Entlohnung ............................................................................................................................. 13 
2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ........................................................................................ 14 
2.1 Öffnungszeiten ...................................................................................................................... 14 
2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten ....................................................................................... 14 
2.3 Anzahl der Schließungstage ............................................................................................... 14 
3. Pädagogische Arbeit .................................................................................................................. 15 
Das Bild vom Kind ................................................................................................................... 15 
Offene Arbeit ............................................................................................................................ 16 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit ..................................................................................... 17 
Die Bedeutung des Spiels ...................................................................................................... 18 
Rolle der Fachkraft .................................................................................................................. 19 
Entwicklungsfördernde Raumgestaltung ............................................................................. 20 
3.1 Inklusion ................................................................................................................................. 22 
3.2 Konzeptionelle Verankerungen .......................................................................................... 23 
3.2.1 Eingewöhnungskonzept ................................................................................................... 23 
3.2.2 Sprachförderkonzept ........................................................................................................ 29 
3.2.3 Interkulturelles Lernen ...................................................................................................... 35 
3.2.4 Genderpädagogik .............................................................................................................. 36 
3.2.5 Bewegungskonzept ........................................................................................................... 39 
3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ......................................................................... 48 
Formen der Beteiligung von Kindern .................................................................................... 51 
3.2.7 Bildungsdokumentation .................................................................................................... 52 
Entwicklungsdokumentation .................................................................................................. 52 
Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio) .......................................................................... 52

3 
 
 
3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt ................................................................................. 54 
3.2.9 Umwelterziehung ............................................................................................................... 55 
3.2.10 Gesundheitserziehung ................................................................................................... 56 
3.2.11 Gesunde Ernährung ........................................................................................................ 57 
3.2.12 Bewegungskindergarten ................................................................................................ 62 
3.2.13 Haus der kleinen Forscher ............................................................................................ 62 
3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule ................................................................................. 62 
4. Sozialraumorientierung .............................................................................................................. 63 
5. Familienzentrum .......................................................................................................................... 64 
6. Verschiedenes ............................................................................................................................. 64 
6.1 Alleinstellungsmerkmal ........................................................................................................ 64

4 
 
 
 
1. Der Träger  
 
1.1 Leitbild 
 
Wir, die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . haben es uns zur Aufgabe gemacht, „Das Kind 
zur Rose zu machen“. Diese Metapher beschreibt das „offene Konzept“, das sich nicht allein auf ein 
verändertes Menschenbild, sondern vor allem auf einen veränderten Umgang mit den Menschen 
bezieht. 
 
 „Schön, dass es dich gibt und dass du so bist, wie du bist.“ 
 
Die Elterninitiative ist Träger von Bildungseinrichtungen für Kinder mit un terschiedlichen 
Schwerpunkten. Wir sind konfessionell neutral und vertreten ein humanistisches Menschenbild. 
Gleich welcher Herkunft und Religion, begegnen wir uns von Mensch zu Mensch. In unseren Häusern 
leben wir mit unseren Mitmenschen, mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern, eine Ethik des Verstehen-
Wollens. Die Kooperation mit den Eltern ist daher mehr als die herkömmliche Elternarbeit, sie 
versteht sich als Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. 
 
Das Kind steht im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit. Für eine positive und erfolgreiche 
Entwicklung ist es erforderlich, die Grundbedürfnisse eines Kindes zu erkennen und zu unterstützten.  
Unsere Einrichtungen stehen für Offenheit, Respekt und Wertschätzung gegenüber Eltern und 
Kindern sowie dem sozialen Umfeld.

5 
 
 
Vorstand 
(Ingrid Westerteicher) 
(Patrick Westerteicher) 
(Daniela Büchner) 
Familienbegleitung  
 
Ernährungs-/ 
Hygienebeauftragte 
 
Leitung Haus 1 
 
Mitarbeiter 
 Haus 1 
Leitung Haus 2 
 
Mitarbeiter 
Haus 2 
Leitung Haus 4 
 
Mitarbeiter 
Haus 4 
Leitung Haus 3 
 
Mitarbeiter 
Haus 3 
Geschäftsführung 
  (Patrick Westerteicher)  
Geschäftsführung  
Pädagogik/Personal 
(Patrick Westerteicher)  
Informationstechnik 
 
Datenschutz-
beauftragter 
 
Verwaltungsleitung  
Finanzen 
(Laura Braun)   
Öffentlichkeitsarbeit 
 
Sicherheits-
beauftragter 
 
 
1.2 Professionelle Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V.

6 
 
 
1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung  
 
Der V orstand der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . setzt sich aus der ersten V orsitzenden 
Frau Ingrid Westerteicher, dem zweiten V orsitzenden Herrn Patrick Westerteicher und der 
Kassenwartin Frau Daniela Büchner zusammen. Die Geschäftsführung der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V .  liegt bei Herrn Patrick Westerteicher. Die untergliederte Abteilung 
Geschäftsführung Pädagogik/Personal wird von Herrn Patrick Westerteicher geleitet. Die Abteilung 
Finanzen wird von der Verwaltungsleitung Frau Laura Braun geführt. Beiden Abteilungen 
unterstehen jeweils zwei kaufmännische Mitarbeiter, die für die IT, die Öffentlichkeitsarbeit, den 
Datenschutz und die Sicherheit (Beauftragte) zuständig sind. Die Leitungen der Einrichtungen 
unterstehen dem V orstand und die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen direkt den jeweiligen 
Leitungen. Frau Daniela Büchner ist als Familienbegleitung und Frau Christina Wilzer als 
Ernährungs- und Hygienebeauftragte einrichtungsübergreifend zuständig.  
 
Arbeitsverträge und sämtliche zusätzliche Vereinbarungen werden mit Beratung durch einen 
Fachanwalt für Arbeitsrecht erstellt. Gleiches gilt für die Erstellung von Abmahnungen und 
Aufhebungsverträgen. Die Personalverwaltung führt Personalakten (anlegen, verwalten und pflegen, 
inkl. Ablage des allgemeinen Schriftverkehrs) und erstellt sämtliche Bescheinigungen und Formulare 
in Verbindung mit dem Arbeitsverhältnis. Ebenso werden Gehälter entsprechend den vorgegebenen 
Arbeitsverträgen überwa cht und angepasst sowie Weihnachtsgeld berechnet Die Verwaltung 
überwacht und passt sämtliche abrechnungsrelevante Daten wie Direktversicherungen, VL -Verträge 
etc. an. Bei Ausscheiden oder auf Wunsch eines Mitarbeiters, werden qualifizierte Arbeitszeugniss e 
erstellt. 
 
Die einzelnen Verwaltungsmitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . verfügen über 
individuell zugeordnete Telefondurchwahlen sowie über E -Mail-Adressen, über die sie für 
hauptamtliche Mitarbeiter, Behörden, Ämter, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, 
Abrechnungsstellen, Versicherungen sowie Kooperationspartner erreichbar sind. Ebenso führen Sie 
mit den genannten Stellen den Schriftverkehr.

7 
 
 
1.2.2 Personalgewinnung  
 
Im Bereich der professionellen Personalgewin nung arbeitet die Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V . mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Kommunalen Jobcenter AöR 
zusammen. Hierbei werden Anforderungsprofile erstellt und Bewerbungsverfahren durchgeführt. 
Neue pädagogische Mitarbeiter werden nach einem Einarbeitungskonzept angeleitet.  
 
Die Elterninitiative ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des Kommunalen Jobcenters in 
Projekten wie „Arbeitsgelegenheiten“ und „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Zusätzlich werden 
fortlaufend Stellen im  Bundesfreiwilligendienst angeboten. Weitere Kooperationspartner sind die 
privaten Fachhochschulen SRH Hamm und IUBH für das duale Studium im Bereich der Sozialen 
Arbeit. Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . bildet zudem jedes Jahr Erzieherinnen und 
Erzieher im Anerkennungsjahr aus. Zusätzlich wird die Praxisintegrierte Ausbildung zur 
Erzieherin/zum Erzieher angeboten. Alle Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. 
V . bilden fortlaufend Praktikantinnen und Praktikanten von der Sekundarstufe I bis zur Fachschule 
für Sozialwesen aus. 
 
1.2.3 Personalentwicklung  
 
Im Bereich der professionellen Personalentwicklung nehmen die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V . regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil, um ihre Arbeit konstant den 
aktuellen und sich verändernden Anforderungen anpassen zu können. Die Mitarbeiter werden z. B. 
zu Systemischen Beratern ausgebildet und erhalten eine Ausbildung in der Marte Meo-Methode.  
 
Da alle pädagogischen Mitarbeiter der Einrichtungen in ständigem Austausch miteinander stehen (z. 
B. kollegiale Beratung, Expertengruppen, Mitarbeiterversammlungen), sind einrichtungs -
übergreifende Vertretungen gewährleistet. 
 
Mitarbeitergespräche werden regelmäßig (mind. zweimal jährlich) sowohl von dem V orstand mit den 
Mitarbeitern, als auch von den Leitungen der Einrichtungen mit Mitarbeitern ihres Teams geführt. 
Die Teams der einzelnen Einrichtungen sind dazu angehalten, regelmäßige Supervisionen mit einem 
von ihnen ausgewählten externen Supervisor abzuhalten. 
 
Das gemeinsame Ziel ist es, das Kind in der positiven und individuellen Entwicklung zu begleiten. 
Die persönlichen Ressourcen der Mitarbeiter werden zusammengebracht und weiterentwickelt. Diese

8 
 
 
Entwicklung weiterzuführen, ist auch die Aufgabe der einrichtungsübergreifenden Expertengruppen. 
Sie erarbeiten V orschläge und Anregungen zur Optimierung der Arbeit im Team. Sich mit den Zielen 
und fachlichen Aufgaben der Einrichtung zu identifizieren, motiviert, neugierig und engagiert zu 
einer positiven Teamkultur beizutragen. 
 
Unter dem Begriff Expertentreff werden aus verschiedenen Fachkräften bestehende kleine 
funktionsgegliederte Arbeitsgruppen verstanden, die zur Erfüllung bestimmter Aufgaben 
zusammenwirken (Teamarbeit). Charakteristisch für diese Gruppen sind ein partnerschaftliches 
Verhalten, relativ intensive wechselseitige Beziehungen und eine gleichberechtigte Mitbestimmung 
aller Mitglieder bei der Diskussion von Methoden, Inhalten und Zielen ihrer Arbeit. 
 
 
1.2.4 Betriebsführung  
 
In der professionellen Betriebsführung wird die Finanzbuchhaltung von der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V . geführt, wobei der Jahresabschluss von einem Steuerberater durchgeführt wird. 
Verwendungsnachweise, Meldebögen und Statistiken werden eigenständig erstellt sowie die Portale 
Kibiz.web und Kita-Planer gepflegt. 
 
Alle Mitarbeiter haben Zugriff auf einen gesicherten Server, auf dem z. B. die 
Bildungsdokumentationen gespeichert werden. Hierbei wird die Sicherheit von einem internen 
Datenschutzbeauftragten überwacht.  
 
 
1.2.5 Fachberatung  
 
Die Beratung im fachlichen Kontext wird von dem Geschäftsführer (Pädagogik/Personal) Patrick 
Westerteicher übernommen.  
 
 
1.2.6 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung  
 
Die Einrichtungen des Trägers „Am Eichenw äldchen“ e. V . arbeiten seit mehreren Jahren bei dem 
trägerübergreifenden Qualitätsmanagement der Stadt Hamm mit. Zudem arbeitet der Träger mit der 
Kindergarten – Skala (KES-RZ).

9 
 
 
Der Dialogorientierte Qualitätsprozess 
 
Die Methode 
Das trägerübergreifen de Qualitätsprojekt lehnt sich an das Qualitätsmanagement -System der 
Integrierten Qualitätsentwicklung (IQUE) von Ulrike Zische und dem Kronberger Kreis an. 
 
Entscheidende Impulse für die Wahl des dialogischen Verfahrens ergaben sich aus der besonderen 
Handlungssituation, die der pädagogischen Arbeit zu Grunde liegt: 
 
Pädagogische Tätigkeit ist ein personales Geschehen zwischen einer oder mehrerer Personen. Die 
pädagogischen Fachkräfte wirken in einem kommunikativen Feld, verhalten sich, handeln, 
kommunizieren und empfinden in einem komplexen Erziehungsgeschehen. Daraus folgt, dass 
pädagogische Praxis nie einseitig sein kann. Sie ist immer dialogisch, weil sie sich auf ein Gegenüber 
bezieht. Deshalb bietet sich für die Entwicklung von Qualitätsstandards das dialogische Verfahren an. 
Es zielt auf die Initiierung eines nachhaltigen Prozesses, in dessen Verlauf die Mitarbeitenden der 
beteiligten Tageseinrichtung selbst die Verantwortung für die Entwicklung und die Überprüfung der 
Qualität in ihrer Einrichtung übernehmen. 
 
Dies tun sie in gemeinsamer Verantwortung mit den Personen und Institutionen, deren Arbeit in 
besonderer Weise die Qualität der jeweiligen Kindertageseinrichtung beeinflusst, nämlich den 
Trägervertretungen und der Fachberatung. Dialogische Qualitätsentwicklung ist in diesem Sinne ein 
wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Fachlichkeit im Bereich der Kindertageseinrichtungen und 
unmittelbarer Bestandteil der Professionalisierung in diesem Arbeitsfeld. 
 
Qualitätsentwicklung selbst muss nach Merchel folgenden Qualitätskriterien genügen: 
• Mitarbeiterpartizipation: Einbeziehung der Mitarbeiter von der Definition der Qualitätskriterien bis 
zur Auswertung der Qualitätserhebung. 
• Prozessorientierung: Qualitätsentwicklung muss flexibel sein, d.h. in seinem Verlauf immer ein sich 
veränderndes V orgehen zulassen. 
• Adressatenorientierung: Konsequente Einbeziehung der Adressatenperspektive in die 
Qualitätsbewertung. 
• Dialogorientierung: Dialogische Formen der Qualitätsbewertung sind Ausgangspunkt  für 
individuelles und organisationales Lernen.

10 
 
 
Dialogische Qualitätsentwicklung benötigt, wenn ihre Aussagen valide sein sollen, eine externe 
Prozessberatung und eine wissenschaftliche Begleitung. Im Focus der Prozessberatung steht der 
methodische Ablauf ; die wissenschaftliche Begleitung hat die Aufgabe, Qualitätsstandards auf 
Begrifflichkeit und Gültigkeit hin zu überprüfen. V on den Einrichtungen implementierte und 
evaluierte Standards werden nach Beendigung des Projektes durch Zertifizierung bestätigt. 
 
Eine weitergehende Zertifizierung und damit ein Abschluss der Qualitätsentwicklung im Sinne eines 
Qualitätsaudits durch eine externe Zertifizierungsorganisation ist in diesem 
Qualitätsentwicklungsprozess nicht angedacht. Das Ziel des Prozesses ist vielmeh r eine 
kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und der pädagogischen Arbeit. Der 
Qualitätsentwicklungsprozess kann deshalb nicht abgeschlossen sein. 
 
Die Prozessstruktur 
Ziele des Prozesses 
Der Prozess verfolgte drei wesentliche Ziele: 
• Begleitung und Unterstützung von Familien 
• Sicherung der Professionalität der pädagogischen Mitarbeiter 
• Selbstdefinition und Entwicklung von Qualität mit den Beteiligten im Dialog 
 
Die Prozessbeteiligten 
An dem trägerübergreifenden Qualitätsmanagement nehmen zur Zeit ca. 100 Einrichtungen der Stadt 
Hamm und Umgebung teil.  
 
Die Übertragung der Theorie auf den konkreten trägerübergreifenden Qualitätsprozess bedeutet die 
Einbeziehung von Träger - und Elternvertretern, Fachleuten aus der  beruflichen Ausbildung und 
Fachberatern auf allen Ebenen des Prozesses. Die Qualität ist also in einem gemeinsamen arbeits - 
und zeitintensivem Prozess von der Basis aus nach dem Bottom up Prinzip festgelegt. 
 
Die Standardgruppen setzten sich aus Mitarbeit enden, Eltern - und Trägervertretungen 
unterschiedlicher Einrichtungen und Trägergruppen zusammen. Ihr Auftrag bestand darin, 
Qualitätsstandards nach vereinbartem Schema gemeinsam zu entwickeln. In der Satellitengruppe 
Standard trafen sich die Vertreter der einzelnen Standardgruppen, die sog. „Läufer“, Fachberaterinnen 
und ein Trägervertreter. In dieser Gruppe wurden die Ergebnisse der einzelnen Standardgruppen auf 
aktuelle Fachlichkeit, Verständlichkeit und den logischen Aufbau hin überprüft und die Ergebni sse

11 
 
 
gebündelt. Die Läufer eines Standards vertraten dabei die Sichtweise ihrer Standardgruppe und 
meldeten Anregungen seitens der Satellitengruppe in ihre Standardgruppe zurück. Die Impulsgruppe 
war der Kopf des Unternehmens. Sie setzte sich zusammen aus j eweils einem Vertreter der 
Gruppierungen, die am Geschehen einer Tageseinrichtung beteiligt sind: einem Träger, einer Leitung, 
sowie einem Elternteil. Hinzu kam die Ausbildungsstätte mit einem Vertreter und nicht zuletzt die 
Fachberaterinnen, die diesen Prozess initiiert hatten. 
 
Dieses Gremium koordinierte und steuerte den Gesamtprozess und setzte Impulse. Die Impulsgruppe 
führt den Entwicklungsprozess in einem trägerübergreifenden Netzwerk fort. Sie regt die 
Entwicklung aktueller Standards an, forciert die Überarbeitung bestehender Standards und unterstützt 
den Prozess durch flankierende Maßnahmen. 
 
Im Rahmen des Projektmanagements unterstützte eine Coacherin die Impulsgruppe in der 
strukturellen und inhaltlichen Planung und Umsetzung einzelner Projektphasen. Mit ihrer 
Unterstützung wurde die Struktur des Projektes aufgebaut, die Beteiligten in gesicherte 
Kommunikations- und Informationsstrukturen eingebunden und ein geeignetes Evaluationsverfahren 
auf den Prozess zugeschnitten. 
 
Mit der wissensc haftlichen Absicherung des Prozesses war die Uni Bielefeld beauftragt. Ihr 
besonderes Augenmerk lag auf der Aktualität und in der Überprüfbarkeit der Standards. Darüber 
hinaus sollten Datenerhebung zu Beginn und zum Ende des Projektes den Veränderungs - bzw. 
Entwicklungsprozess in den TE dokumentieren. In einem Abschluss Bericht werden die Erkenntnisse 
der wissenschaftlichen Begleitung aufgezeigt. 
 
Ablauf des Prozesses: 
Der Ablauf des Prozesses kann im Sinne eines Qualitätskreises beschrieben werden, der inh altlich 
fortgeführt wird. 
 
Entwicklung von Standards 
Seit 1999 wurden insgesamt 20 Standards unter Berücksichtigung der unterschiedlichen 
Angebotsformen der Tageseinrichtungen für Kinder erarbeitet. 17 Standards haben aktuell Gültigkeit. 
Den Standards vora us stehen Leitqualitäten, die im Kreis der Fachberaterinnen formuliert wurden. 
Die Leitqualitäten gelten als Orientierungsrahmen bei der Ausformulierung der Standards. In den 
jeweiligen Standardgruppen wurden auch die entsprechenden Evaluationsinstrumente (Fragebögen)

12 
 
 
entwickelt. Diese enthalten Indikatoren, die eine Überprüfung der Qualität in der Praxis zulassen. Je 
nach formuliertem Standard richten sich die Fragebögen an unterschiedliche Zielgruppen. 
 
Die 17 Standards im Prozess 
Pädagogische Arbeit mit dem Kind: 
Eingewöhnung, Freispiele, Die Mittagszeit, Medienpädagogik, Interkulturelles Lernen, 
Hausaufgabenbetreuung, Freizeit im Hort, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei 
Jahren, Sprachliche Bildung, Inklusion, Arbeit mit Eltern: Gepla ntes Elterngespräch, 
Zusammenarbeit mit Eltern 
 
Die Kindertageseinrichtung als Organisation: 
Leitung, Team, Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, Praxisanleitung 
 
In den Standards wird die mindestens zu gewährende Qualität, und das Qualitätsziel definiert. V o m 
Aufbau her enthält jeder Standard mehrere Merkmale. Die Merkmale beinhalten fünf aufeinander 
aufbauende Stufen. Für jedes Merkmal ist ein Ziel formuliert. 
 
Das Evaluationsverfahren 
Evaluation wird allgemein verstanden als eine umfassende, systematische u nd regelmäßige 
Überprüfung der Tätigkeiten und Ergebnisse einer Einrichtung anhand eines Kriterienmodells. Im 
Prozess wird zwischen der Selbst- und externen Evaluation unterschieden. 
 
Selbstevaluation ist 
• Selbstreflexion der Arbeit, der Entwicklung, Selbstkontrolle und Rechenschaft. 
• ein bewusst eingeleiteter, geplanter, auch kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der 
pädagogischen Arbeit und der Einrichtung. 
• Bestandaufnahme und Auswertung. 
• Analyse der V oraussetzungen, der Planung und Durchführung der Arbeit. 
 
Sie bedient sich dazu folgender Instrumente 
• Datenerhebung durch Fragebögen oder Interview, Umfragen 
• Dokumentenanalyse, z.B. Protokollauswertung, Konzeptionsauswertung

13 
 
 
Externe Evaluation ist 
• Analyse und Bewertung, die durch  Vereinbarung oder Verpflichtung veranlasst und von externen 
Gremien/Personen durchgeführt wird. 
• Analyse und Bewertung vorhandener oder eigens zu diesem Zweck erhobener Daten und 
Informationen der Einrichtung und ihrer Mitarbeitenden. 
• Rückmeldung zu dem angestrebten Qualitätsstandard und den angestrebten Zielen. 
• Rückmeldung zum Vergleich mit anderen Einrichtungen. 
• Kontrolle und Korrektur. 
• Ausgangslage für Beratung / Fortbildung. 
 
Sie kann durchgeführt werden von 
• einem externen (Fach-) Gremium. 
• einem Fremdinstitut - durch Auftrag vergeben. 
• kritischen Fachkräften der Kitas anderer Trägergruppen 
 
 
1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz  
 
Die Fachberatung des Trägers ist zugleich die „insoweit erfahrene Fachkraft“ und übernimmt die 
Aufgabe der Kinderschutzfachkraft. Herr Westerteicher hat seine Weiterbildung zur „Kinderschutz-
fachkraft“ an der FH Münster absolviert. Er ist Sozial - und Heilpädagoge und hat einen Master -
Abschluss in Beratung, Mediation & Coaching von der FH Münster. Des Weiteren befindet sich Herr 
Westerteicher in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.   
 
 
1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien  
 
Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . arbeiten in den unterschiedlichsten 
Arbeitskreisen mit:  
• TQE (Träger übergreifendes Qualitätsmanagement) Stadt Hamm  
• Arbeitskreis „gesunde Kita“ Stadt Hamm 
• Arbeitsgruppe „Haus der kleinen Forscher“ 
• Regionale Arbeitsgruppe „Kinderschutz“ 
• AG 78 Träger Stadt Hamm  
• Arbeitsgruppe Fachberatung Stadt Hamm  
• Arbeitskreis „Inklusion“

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1.3 Entlohnung  
 
Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . werden in Anlehnung an den TVöD 
angestellt (Entlohnung, Urlaubsanspruch).

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2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
 
2.1 Öffnungszeiten 
 
Die Einrichtungen des Trägers öffnen in der Regel montags bis freitags um 07.00 Uhr und schließen 
um 17.00 Uhr. Der Bedarf in Bezug auf Öffnungs - und Schließungszeiten wird jährlich durch die 
Anmeldung der Eltern erfragt und den Bedarfen entsprechend angepasst.  
 
2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten  
 
Der Träger vereinbart aufgrund des gebuchten Stundenkontingents mit jeder Familie individuelle 
Betreuungszeiten. Diese individuellen Betreuungszeiten können sich auch unterschiedlich auf die 
einzelnen Wochentage verteilen.  
 
Die Betreuungszeiten werden über ein digitales Zeiterfassungssystem erhoben, welches die 
Flexibilität und Überprüfung garantiert. In der Praxis bedeutet dies, dass Eltern, die für ihr Kind z. B.  
nur an vier Tagen eine Ganztagsbetreuung brauchen, dieses auch mit einem Stundenkontingent von 
35 Stunden abdecken können.  
 
2.3 Anzahl der Schließungstage  
 
Um eine verlässliche Betreuung als Einrichtung gewähren zu können, werden Schließungstage 
mindestens sechs Monate im V orf eld bekannt gegeben. Für Schließungstage außerhalb der 
Betriebsferien wird immer eine Notgruppe angeboten. Die Betriebsferien des Trägers belaufen sich 
auf zehn Tage in den Sommerferien und fünf Tage in den Weihnachtsferien.  
 
Für die Ferienzeiten werden mit kooperierenden Einrichtungen Vertretungsregelungen vereinbart, um 
eine Betreuung sicherstellen zu können.

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3. Pädagogische Arbeit  
 
Das Bild vom Kind 
Unser Menschenbild orientiert sich am humanistischen Ansatz. Toleranz, Gewaltfreiheit und die 
Würde des Menschen bilden hierfür die Basis. Alle Menschen sind gleichwertige Geschöpfe und wir 
sind der Überzeugung, dass die Würde, die Persönlichkeit sowie die Individualität eines jeden 
Einzelnen respektiert werden muss. Das Bild vom Kind hat sich in d er Pädagogik verändert. Unsere 
Kinder entwickeln sich selbstbewusster, eigenständiger und emanzipierter. 
Die Individualität, die Persönlichkeit und die Selbständigkeit des Kindes bilden, unter 
Berücksichtigung der Selbstbildungsprozesse, die Basis der gesamten pädagogischen Arbeit. 
 
Unser Bild vom Kind ist geprägt durch die Überzeugung, dass jedes Kind einzigartig ist und nach 
Selbstverwirklichung strebt. Jedes Kind ist von Geburt an, ein vollwertiger Mensch. Es hat seine 
persönliche Art zu sehen, zu fühlen , zu denken und sich zu äußern. Schon die Kleinsten haben 
Persönlichkeit, Rechte, Pflichten und einen Anspruch auf Individualität. Die unterschiedlichen 
Persönlichkeiten und Interessen der Kinder betrachten wir als Chance mit- und voneinander zu lernen. 
 
Das Kind ist aktiver Konstrukteur seines Wissens. Es ist motiviert, kreativ, konzentriert und 
ausdauernd, wenn es selbst handeln, denken und experimentieren kann. Es nimmt nicht durch 
Belehrung Wissen auf. Es lernt nachhaltig, wenn es Erfahrungen selber mac ht. Die Aussage „Das 
Kind ist Selbstgestalter“ bedeutet für uns, dass jedes Kind das Bedürfnis hat, sich zu entwickeln und 
zu entfalten und dass es auf eine Umwelt angewiesen ist, die darauf vertraut und die entsprechenden 
V oraussetzungen schafft. 
 
Unsere Aufgabe sehen wir entsprechend in der Schaffung dieser V oraussetzungen durch Begleitung 
und durch das Geben von Impulsen und Anregungen. Wir unterstützen den 
Selbstbestimmungsprozess und die Entwicklung des Kindes, in dem wir Geborgenheit und Schutz 
bieten und die Umgebung so gestalten, dass es ganzheitlich lernen und sich entwickeln kann. Dabei 
spielt für uns weder die Herkunft noch die Religion der Kinder eine Rolle. Jedes Kind ist ein 
gleichwertiges Mitglied unserer Gemeinschaft und Gesellschaft. Ein res pektvoller Umgang 
miteinander ist dabei von wesentlicher Bedeutung.

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Offene Arbeit 
„Offene Arbeit“ ist mehr als ein pädagogisches Konzept und erst recht mehr als ein verändertes 
Raumkonzept. Es handelt sich um eine Grundeinstellung zum Zusammenleben – speziell in der 
Arbeit mit Kindern. „Offene Arbeit“ bedeutet vor allem ins „Offene“ denken, Anderes als das 
Gewohnte für möglich halten, „Offen“ für neue Blickwinkel und Perspektiven sein. 
 
Dem Konzept der "Offenen Arbeit" liegt ein Partizipationsverständnis zugrunde, das alle Betroffenen 
zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelt macht. Ihm wohnt die Überzeugung inne, dass 
Erwachsene auf die Entwicklungspotenziale von Kindern vertrauen und Kinder in selbstinitiierten, - 
gesteuerten und -geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für ihre persönlichen 
Entwicklungschancen finden können. In der „Offenen Arbeit“ wird das Kind von seinem Wesen her 
als grundsätzlich aktiv, neugierig und interessiert angesehen. Wichtig ist eine  gut vorbereitete 
Umgebung. Die „Offene Arbeit“ im Kindergarten eignet sich für alle Kinder, denn Offenheit bedeutet 
vor allem offen sein für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche, ihre Entwicklungsstufen und ihre 
Entfaltungswünsche. Wir bieten unseren Kindern einen Lebens - und Erfahrungsraum zum 
Wohlfühlen. Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel 
Eigenständigkeit ihre Selbst -, Sozial - und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer 
entspannten und vorbereiteten Umgebung spielen und lernen können. So ist jeder Tag für die Kinder 
interessant, spannend und aufregend. 
 
Das Konzept der „Offenen Arbeit“ bedeutet im Kern genau dies, Unterschiedlichkeit und 
Besonderheit als Normalität zu sehen, sie wahrzunehmen, darauf jew eils angemessen zu reagieren 
und einen entsprechend differenzierten Rahmen zu bieten. Wir lösen uns von dem Begriff „Akteur 
seiner Entwicklung“ und sprechen stattdessen vom Kind als „Selbstgestalter“. Wenn Kinder durch 
aktives Handeln eigenständig ihre Kom petenzen aufbauen, mag der Begriff Akteur noch stimmig 
sein. Entwicklung ist jedoch mehr als Kompetenzerwerb. Kinder bringen sich in der 
Auseinandersetzung mit der Umwelt originär zum Ausdruck, ziehen aus den Erfahrungen 
Rückschlüsse, weil sie spüren, was gut für sie ist. Sie verändern dabei ständig ihre Sicht von der Welt 
und werden so zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit.  
 
Zur „Offenen Arbeit“ gehört weiterhin ein offener Umgang der ErzieherInnen, die durch den 
täglichen Austausch und die gemeinsame Arbeit einen reichen Erfahrungsschatz und damit eine hohe 
Qualität der Arbeit gewinnen. Wenn wir die einzelnen Bereiche der Arbeit darstellen, werden Sie 
merken, dass das Konzept der „Offenheit“ überall sichtbar wird, wir aber dennoch eine Einrichtung

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sind, in der es klare V orstellungen und Grenzen gibt. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, 
Bildungsangeboten und Themen eingerichtet. Die Kinder entscheiden über ihr Spiel, Material, Zeit 
und Partner. Die „Offene Arbeit “ zeichnet sich durch das Einbeziehen der Kinder in die Planung und 
Organisation von Aktivitäten und Spielprozessen aus. 
 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit 
Um unsere pädagogischen Ziele zu formulieren, stellt sich uns die Frage, welche Kompetenzen in der 
Zukunft für unsere Kinder wichtig sei n werden und darüber hinaus, wie es uns gelingt, das 
Herausbilden dieser Kompetenzen in unseren Einrichtungen zu ermöglichen. Die momentane 
wirtschaftliche Situation verlangt neben berufsspezifischen Fähigkeiten, vor allem die sogenannten 
„weichen skills“ - also solche Fähigkeiten, die im Bereich der Persönlichkeit verankert sind und 
allgemeingültig das Leben in der Gesellschaft bzw. die Teilhabe begründen. Also Kompetenzen, die 
aus Erfahrungen gewonnen werden, nicht einfach gelehrt werden können. 
 
Bezogen auf die eigene Person, sind es Merkmale wie Belastbarkeit, eine realistische Einschätzung 
der eigenen Leistung, daraus erwachsend eine positive Grundeinstellung und Selbstvertrauen, die 
einen Menschen handlungsfähig machen. Um dies zu erreichen, benötigt de r Mensch/das Kind 
Herausforderungen, an denen er/es wachsen kann. Neben dieser Selbstkompetenz bedarf es sozialer 
Fähigkeiten, um mit anderen Menschen positiv umgehen zu können. Zusätzlich bedarf es eines 
Grundgerüsts an Empathie sowie Kommunikations - und Konfliktfähigkeit. Daneben benötigt der 
Mensch ein Gefühl für Nähe und Distanz, um die eigene Autonomie zu sichern und eine eigene 
Identität herauszubilden. Neben diesen gibt es weitere Schlüssel- oder Basiskompetenzen, die es gilt, 
möglichst früh im Leben  als Start für eine gelungene Bildungsbiographie zu erwerben. Neben 
sozialen Kompetenzen, erlangt das Kind schon früh Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich von 
Körper, Bewegung und Gesundheit. 
 
Im Sinne des Empowerments lernen die Kinder ihre eigenen Bedür fnisse und Wünsche zunächst zu 
erkennen und dann zu verbalisieren. Dafür müssen sie Vertrauen aufbauen und erfahren, dass sie die 
Fähigkeit besitzen, für sich selbst erfolgreich eintreten zu können. Sie müssen gehört werden, und 
Worte bzw. Verabredungen mü ssen verlässlich sein. Bildung setzt eine Auseinandersetzung mit 
verschiedenen Themen voraus. Somit fordern wir in unseren Einrichtungen sprachliche 
Bildungsprozesse heraus, die Interaktion ermöglichen. Im Zuge des Spracherwerbs erfahren die 
Kinder im Sinn e der Abstraktion, dass Sprache aus Zeichen und Symbolen besteht. Eine 
stimulierende und interessante Umgebung soll die Kinder ästhetisch und kreativ anregen.

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Unterschiedliche Materialien und Methoden fördern hierbei den Ausdruck von Ideen, Gefühlen und 
Gedanken. 
 
Der Forscherdrang der Kinder ist die Grundvoraussetzung für ihr späteres mathematisches und 
naturwissenschaftliches Verständnis und Interesse. Über das Ausprobieren, Konstruieren und 
Überprüfen von selbst aufgestellten Hypothesen ergibt sich eine wichtige Basis für spätere 
Lernbereitschaft. Für den Umgang mit Zahlen, Formen, Mengen, Relationen und Zeit geben die 
Fachkräfte Hilfestellung. Dies geschieht über Hinweise zur Informationssuche, Geräte und 
Instrumente zur Beantwortung der selbst gestellte n Fragen. Diese frühen Lernerfahrungen können 
nicht isoliert „verabreicht“ werden. Sie sollen eingebunden sein in die Lebenswirklichkeit und 
Themen des Kindes und möglichst viele Sinneskanäle ansprechen. 
 
Die Bedeutung des Spiels 
 
Die Kinder verbringen den  Großteil der Zeit, die sie im Kindergarten sind, im Spiel, daher ist das 
Spiel für sie ein wichtiges Lernfeld. Das Spiel ist eine feste Zeit, über welche die Kinder frei verfügen 
können. Sie wählen Spielpartner, Spielorte und Spielinhalte selbst, ohne von  der ErzieherIn 
beeinflusst zu werden. 
 
Da Kinder im Spiel Bildungsprozesse vollziehen, steht das Spiel im Mittelpunkt unserer 
pädagogischen Arbeit. Denn Spielen ist Bildungszeit! Die Kinder probieren Situationen aus und 
wiederholen und ordnen starke Eindr ücke. Eine große Bedeutung hat das Spiel für die kognitive, 
soziale und emotionale Entwicklung. Im kognitiven Bereich geht es dabei um die Entwicklung des 
logischen Denkens und um Neugier, Ausprobieren und Erfinden. Im emotionalen Bereich werden 
durch das Spiel emotionale Beziehungen vergegenwärtigt, strukturiert und teilweise bewältigt. 
 
Die soziale und moralische Entwicklung begründet sozusagen die Bedeutung des Spiels. Im Spiel der 
Kinder können Gegensätze und Widersprüche nebeneinander bestehen bleiben und müssen nicht 
logisch entschieden werden. V orstellungskraft und Phantasie bilden eigene Gesetze neben denen der 
Wirklichkeit. Nach diesen Gesetzen können die Kinder die Wirklichkeit den eigenen Wünschen 
entsprechend gestalten und ausprobieren. Sie tun -als-ob. Durch das Spielen entstehen beim Kind 
Begriffe, die ihm helfen, die Welt zu strukturieren. So macht sich das Kind ein Bild von der Welt. Die 
Motorik, die Imagination und das bildhafte und symbolische Denken des Kindes entwickeln sich in 
seinem Spiel.

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Das Spiel ist die „Arbeit“ der Kinder und eine ihrer wichtigsten Beschäftigungen. Sie setzen sich mit 
einer selbst gestellten Aufgabe auseinander, die ständig wiederholt wird. Nach und nach tauchen sie 
dabei immer mehr in eine Phantasiewelt ein. Unterschiedliche Spielformen sind abhängig vom Alter 
und der Entwicklung der Kinder. 
 
Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre 
Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten 
Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildungsangebote und Themen 
eingerichtet. In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich 
aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder  Themen zu beschäftigen, d. h. ihre 
Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern 
Spielpartner, Ort, Zeitdauer sowie Materialien zu wählen. Räume sollten derart gestaltet sein, dass 
sie Kinder immer und überall  dazu einladen und auffordern, sich ganzheitlich zu bewegen. Das 
Ausleben kindlicher Bewegungsbedürfnisse darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, 
wie Turnraum oder Außenspielgelände, reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern 
alltägliche Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden 
können: Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die 
eigenen körperlichen Grenzen und die anderer erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem 
sie sitzen, auf dem Boden knien, an einem höheren Tisch, vor einer Staffelei, Tafel oder einer 
Malwand stehen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren elementaren 
Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung entsprechen. Wir bieten 
unseren Kindern strukturierte Räume so, dass sie Neugierde und den Forscherdrang der Kinder 
befriedigen. 
 
Rolle der Fachkraft 
 
Wir, die Fachkräfte, haben die Aufgabe die Selbstbildungsprozesse der Kinder anzuregen. Wir greifen 
die Lernbereitschaft und die Potenziale der Kinder auf, unterstützen und begleiten sie sowie 
organisieren und moderieren ihre Bildungsaktivitäten.  Dies gelingt uns mit Hilfe der Raumgestaltung 
und durch Einsatz von verschiedenen Materialien. 
 
Bei uns wird in Prozessen gelernt, da zusammenhangslose Übungen wenig Lernerfolg bringen. Die 
Prozesse knüpfen an der Lebenswirklichkeit der Kinder an und richten sich an das, was sie beschäftigt 
und interessiert. Es entstehen wertvolle Bildungssituationen. Um an der Lebenswirklichkeit und den 
Interessen der Kinder anzuknüpfen, ist es wichtig, die Kinder in ihren Spielprozessen zu beobachten.

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Diese Beobachtungen werden im Prozessverlauf festgehalten, mit dessen Hilfe der Prozess geplant 
und reflektie rt wird. Dieser Prozessverlauf wird in der Organisationsbesprechung den Kollegen 
vorgestellt und dient zur Planung des Tagesablaufs. Da es in Bildungsprozessen darum geht, 
Phänomene und Situationen zu verstehen und Lösungen für Fragen und Probleme zu finde n, ist es 
unsere Aufgabe, das Kind und auch uns selbst als Forscher zu verstehen. In der Arbeit mit den 
Kindern haben wir unsere Rolle als V orbild anzuerkennen, anzunehmen und verantwortlich zu 
erfüllen. V or allem benötigt das Kind V orbilder, um den Umgang mit Herausforderungen des Lebens 
und mit sich selbst zu erfahren. Außerdem bringen wir dem Kind Achtung, Wertschätzung und 
Respekt entgegen. 
 
In der pädagogischen Arbeit mit den Kindern haben wir die Aufgabe, den Wissensdurst und den 
Drang nach Kompetenze rwerb der Kinder zu stillen und gleichzeitig darauf zu achten, ihre 
Eigeninitiative nicht zu stoppen. Als Fachkraft gehört es zu unseren Aufgaben, das Kind in der 
Entfaltung seiner Autonomie zu unterstützen und ihm Gelegenheiten zu geben, seine Selbständigkeit 
zu testen, Situationen mitzugestalten und sein Handeln zu bestimmen. Dadurch entwickelt es die 
Fähigkeit zum selbstorganisierten Lernen. Wir unterstützen das Kind in seinen Bildungsprozessen 
durch einen wertschätzenden, einfühlsamen und authentischen Umgang. 
 
Entwicklungsfördernde Raumgestaltung 
 
In unseren Kindertagesstätten gehen wir von einem aktiven Kind aus, das sich aus eigener Initiative 
und mit den Mitteln bildet, die ihm seine Umwelt bereitstellt. In unseren Einrichtungen sind es die 
Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder Themen 
zu beschäftigen, d. h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Im Innen - und Außenbereich 
stellen wir den Kindern Räume, in denen sie ihren Initiativen nachgehen können, zur Verfügung. 
 
Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern, Spielpartner, Orte, Zeitdauer, sowie 
Materialien zu wählen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren 
elementaren Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung  und Ruhe, Spiel und Gestaltung 
entsprechen. Wir bieten unseren Kindern strukturierte Räume mit klaren Funktionen. Wir gestalten 
Räume so, dass sie Neugierde und den Forscherdrang der Kinder befriedigen. 
 
Die räumliche Gestaltung und materielle Ausstattung unserer Bildungsbereiche stellen eine komplexe 
Aufgabe in unserer pädagogischen Arbeit dar. Durch die Raumgestaltung regen wir als Fachkräfte 
die individuellen körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen kindlichen Entwicklungen

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indirekt an. In unseren Bildungsbereichen arbeiten Fachkräfte, die sich mit diesem Bildungsbereich 
identifizieren können. Dadurch ist es ihnen möglich, authentisch und motiviert Kompetenzen zu 
vermitteln.

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3.1 Inklusion  
 
In allen Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenw äldchen“ e. V . werden Kinder inklusiv 
betreut. Inklusion bedeutet für uns, die zielgerichtete Förderung jedes Kindes, da Kinder individuelle 
Stärken und Schwächen mitbringen. Wir wollen Bildungsträger für alle Kinder sein. 
 
Die „Offene Arbeit“ basiert auf der Überzeugung, dass niemand aufgrund von Besonderheiten 
ausgegrenzt werden darf. Dies bezieht sich nicht nur auf die Inklusion im Falle von 
Entwicklungsverzögerungen oder (drohender) Behinderungen. Dies ist auch schon eine Frage bei der 
(zusätzlichen) Be treuung von Kindern unter drei Jahren oder generell der Altersmischung in der 
Betreuung. In der Vergangenheit wurde davon ausgegangen, dass es für alle Beteiligten am besten 
sei, wenn sie in homogenen Gruppen lernen. Die angeblich gleichen V oraussetzungen sollten in 
diesem Rahmen optimale Lernergebnisse erzeugen. Doch diese Sichtweise ist schon ohne die 
Teilhabe sogenannte behinderter Kinder eine Illusion: Gleichheit lässt sich nicht durch Standards und 
normbezogene Beurteilungen verwirklichen, sondern führ t zu Selektion und der Abhängigkeit der 
Bildungschancen von sozialen und sonstigen V oraussetzungen. Jedes Kind kommt mit individuellen 
Erfahrungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Kindergarten. In unseren Einrichtungen sehen wir 
es als unsere Aufgabe an, nicht das Kind an unsere Planung, sondern jeweils Methodik und Didaktik 
an das Kind und seine Ressourcen, Bedürfnisse und Lebenswirklichkeit anzupassen. 
 
Dies bedeutet einen Perspektivenwechsel: Es bedeutet nicht, dass wir das einzelne Kind neu in den 
Blick nehmen müssen - dies ist eine generelle pädagogische Forderung - sondern eher, dass 
Unterschiede und Vielfalt als Bereicherung und „normal“ zu betrachten sind, nicht als Abweichung. 
Damit die Idee der Inklusion nicht nur auf dem Papier besteht, müssen pädagogische Fachkräfte 
teilweise der Umsetzung politischer und ethischer Forderungen vorgreifen. Sie sollen aus der Praxis 
und ihrer persönlichen pädagogischen Professionalität heraus grundsätzliche Fragen „zulassen“, 
weiterdenken und nach Antworten suchen, auch wenn diese zunächst nicht umsetzbar erscheinen. 
 
Der Träger hat den Anspruch, in jedem einzelnen Team eine Heilpädagogin oder einen Heilpädago-
gen zu beschäftigen, um den Anforderungen der individuellen Betreuung besser gerecht zu werden.

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3.2 Konzeptionelle Verankerungen  
 
In diesem Abschnitt werden konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers dargestellt.  
 
3.2.1 Eingewöhnungskonzept  
 
Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige Basis für ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Eltern 
und Einrichtungen im Interesse des Kindes, daher arbeitet die Elterninitiative seit mehreren Jahren in 
der Kennenlernphase nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell und in der Eingewöhnungsphase 
nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. 
 
Information an die Eltern  
Der Prozess der Eingewöhnung beginnt, in unserem Verständnis, mit der Zusage für den Platz in der 
Kindertageseinrichtung. Nach der schriftlichen Zusage werden die Eltern zu einem ersten 
Elterngespräch eingeladen, in welchem die vertraglichen Angelegenheiten geregelt werden, aber auch 
ein erstes Kennenlernen der Eltern und des Kindes stattfindet. Bei diesem Kennenlernen stehen die 
Erfahrungen des Kindes und der Eltern in Bezug auf Trennungserfahrungen und Fremdbetreuung im 
V ordergrund. Diese Informationen sollen es uns möglich machen, die Eingewöhnung individuell auf 
die Bedürfnisse des Kindes und die der Eltern abzustimmen. Des Weiteren wird den Eltern ein 
Überblick über den Prozess der Eingewöhnung gegeben und das die Teilnahme an dem 
Eingewöhnungsprozess für alle Eltern und Kinder verpflichtend ist.   
 
Der nächste Schritt ist der Konzeptionsnachmittag, an dem die Eltern über Themen wie das 
pädagogische Konzept, die Essenssituation, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Dokumentation, 
Alltägliches, die Kennenlerntage, die Eingewöhnung und den Familienbesuch informiert werden.  
 
Die Kennlernphase  
In den darauffolgenden fünf Wochen finden die Kennenlernnachmittage in der Einrichtung statt. An 
diesen Tagen kommen sechs Kinder gemeinsam mit ihren Bezugspersonen für  zwei Stunden in die 
Einrichtung, um gemeinsam erste Kindergarteneindrücke zu erleben. Während der Kennenlernphase 
besuchen die Mutter und/oder der Vater gemeinsam mit ihrem Kind die Kindertageseinrichtung, um 
den Alltag kennenzulernen. Das Kind soll sich in Anwesenheit der Eltern in Ruhe darüber 
„informieren“, was unsere Kindertageseinrichtung zu bieten hat. Damit das Kind Abläufe versteht, 
muss es diese wiederholt durchlaufen dürfen. Dafür sind längere Anwesenheitszeiten und mehrere 
Tage notwendig. Wichtig ist, dass das Kind die Einrichtung nach seinen Interessen und seinem Tempo

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erkunden darf. Es wird freundlich eingeladen, weder animiert noch gedrängt, sich bereits aktiv zu 
beteiligen.  
 
Menschen sind von Geburt an autarke Lerner, alles Neue löst einen s tarken Impuls aus, es zu 
erforschen Das Neugier - und Erkundungsverhalten gehört zur Grundausstattung des Menschen. 
Gleichzeitig verunsichern uns neue Situationen. „Werde ich diese Situation meistern können, oder 
überfordert mich das?“ Neugierde und Unsicherheit sind also die zwei Seiten des Erkundungsdrangs. 
Die Anwesenheit der Eltern ist für das Kind in dieser Kennenlernphase unverzichtbar. Die Eltern 
haben bisher diese Welterkundung ermöglicht und abgesichert. Es waren die Eltern, die dem Kind 
Gegenstände zum Erkunden anboten oder vorenthielten, wenn sich dieser Gegenstand nicht zum 
Erkunden eignete. Das Kind kann also sicher sein, dass die Eltern diese Rolle auch in der neuen 
Umgebung spielen. Sie werden „nein“ sagen, wenn hier Gefahr droht. Deshalb darf es in dieser Phase 
keine Trennungen zwischen Eltern und Kind geben. Die Gefahr eines Kontrollverlustes und so 
entstehender Panik ist einfach zu groß. 
 
Wichtig ist auch, dass das Kind wirklich den Alltag erleben kann, denn es informiert sich in gewissem 
Sinne über zwei Kanäle. Zum einen erforscht das Kind selbst die Materialien, die Räume, die 
Interaktionen, zum anderen beobachtet es die anderen Kinder und die ErzieherInnen und entdeckt an 
diesen Modellen, was es hier in Zukunft erwarten kann. Das Kind kann so erkennen, dass die 
pädagogischen Fachkräfte hier die Rolle übernehmen, die es bisher an den Eltern kennengelernt hat, 
nämlich Erfahrungen ermöglichen und Grenzen setzen, wenn es erforderlich ist. An den ErzieherIn -
Kind-Interaktionen können Kind und Eltern beobachten, ob Kinder hier als Subjekte wahrgenommen 
werden und wie ihre individuellen Bedürfnisse befriedigt werden. Es sind also vor allem die anderen 
Kinder, die „die Neuen“ in ihre Gruppe aufnehmen, integrieren und ihnen zeigen, dass sie sich hier 
wohlfühlen und gut weiterentwickeln können. Auch die „alten“ Kinder brauchen diese 
Kennenlernphase, denn sie möchten erleben, dass sie weiterhin Subjekte sind und auf ihre 
ErzieherInnen zählen können. Immer wieder wird Eingewöhnung erschwert, weil sich der/ die 
ErzieherIn nur auf das neue Kind fokussiert und die „alten“ Kinder vor allem Rücksicht nehmen 
sollen. 
 
In dieser Zeit sollen die Kinder und auch die Eltern die Möglichkeit haben, die gesamte Einrichtung 
zu entdecken und erste Kontakte zu den Mitarbeite rn aufzubauen. In dieser Phase kann das 
pädagogische Personal reflektieren, zu welchen Eltern und Kindern eine gute Beziehung entstanden 
ist und wer die Eingewöhnung als Bezugsperson in der Kita übernehmen kann.

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Die Eingewöhnungsphase  
Die Eingewöhnung der neuen Kindergartenkinder beginnt in den Sommerferien, während die alten 
Kinder die Einrichtung nicht besuchen. Dies bedeutet, dass die neuen Kinder mit den Eltern und 
Mitarbeitern in den ersten fünf Tagen allein die Einrichtung besuchen. In diesen fünf T agen beginnt 
die Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Jeder Mitarbeitet gewöhnt max. drei 
Kinder zu Beginn eines Kindergartenjahres ein. 
  
Die dreitägige Grundphase  
Die Kinder kommen in dieser Zeit täglich für zwei Stunden mit ihrer Bezugsperson in die Kita und 
verbleiben an einem zentralen Ort, von welchem aus, die Kinder die Kita für sich entdecken können. 
Der Personalschlüssel ist der besonderen Situation der Eingewöhnung angepasst, damit die Fachkraft 
entsprechend Zeit für das Kind und die Eltern hat. 
 
Der Mitarbeiter, der die Eingewöhnung des Kindes übernimmt, baut über Spielangebote in einem 
Eins-zu-Eins-Kontakt eine vertrauensvolle und tragfähige Bindung auf. Die Eltern bilden in dieser 
Zeit den „sicheren Hafen“ , d. h. sie folg en dem Kind nicht, sind aber immer gut erreichbar und 
aufmerksam (Zeitung lesen und das Spielen mit anderen Kindern wäre hier sehr kontraproduktiv), so 
dass die Kinder während des Aufbaus der neuen Beziehung jeder Zeit zurückkehren können. Es 
finden keine Trennungsversuche statt. Die Pflegeroutinen vollzieht die Mutter/der Vater.  
 
Bei Säuglingen ist der Geruchssinn sehr gut ausgeprägt und stellt einen intensiven Zugang zur Welt 
dar. Daher sollte die Fachkraft im Idealfall kein Parfüm oder nur einen sehr dezenten Duft tragen, der 
gleichbleibend ist, so dass das Kind ihn mit der Person verbinden kann. Ein Gegenstand, der nach 
Mutter oder Vater riecht (Schnuffeltuch, getragenes T -Shirt) kann die Eingewöhnung für das Kind 
erleichtern. Insbesondere bei den ersten Schlafversuchen ist es für das Kind meist sehr hilfreich, sich 
darin einzukuscheln. 
 
Der erste Trennungsversuch  
In Begleitung der vertrauten Bezugsperson sowie des Mitarbeiters, werden die unterschiedlichen 
Situationen erlebbargemacht. Dies beinhaltet d ie Wickelsituation, die Schlafsituation, die 
Essensphase und vieles mehr. Des Weiteren werden an diesen Tagen Verabschiedungsrituale mit den 
Eltern und Kindern eingeführt. 
  
Am vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Raum, nach dem sie sich

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vom Kind verabschiedet hat. Lässt sich das Kind schnell von der Fachkraft beruhigen oder ist es eher 
gleichmütig, sollte die erste Trennungsperiode 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen 
verstört oder beginnt zu weinen, ohne sich schnell  trösten zu lassen, so sollte die Trennung nicht 
länger als zwei bis drei Minuten betragen. Das kindliche Verhalten in dieser Situation hat 
erfahrungsgemäß einen gewissen V oraussagewert für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung. 
 
Die Länge der Eingewöhnung  
Sicher gebundene Kinder (häufiger Blickkontakt zur Bezugsperson, heftiges Weinen beim 
Verlassenwerden und offene Annäherung/Körperkontakt bei Wiederkehr der Bezugsperson) brauchen 
eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen. Unsicher gebunden e Kinder (je nach 
Bindungstyp eher gleichgültig bei der Trennung und der Wiederkehr der Bezugsperson oder große 
Erregung bei der Trennung, aber ambivalentes Verhalten bei der Wiederkehr) benötigen eher eine 
kürzere Eingewöhnungszeit von ca. ein bis eineinhalb Wochen. 
 
Die Stabilisierungsphase  
Die Stabilisierungsphase beginnt mit dem fünften Tag (mit dem sechsten, wenn der fünfte Tag ein 
Montag ist). Die Fachkraft übernimmt zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die 
Versorgung des Kindes (Füttern, Wickeln etc.). Sie bietet sich gezielt als Spielpartner an und reagiert 
auf die Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse des 
Kindes, täglich verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, wird bis zur zweiten Woche 
mit einer neuen Trennung gewartet. Es wird jedoch nie an einem Montag mit einem neuen Schritt 
begonnen. Nach unserem Konzept können Kinder ab dem fünften Tag auch bereits in der Einrichtung 
schlafen, allerdings werden sie von der Bezugsperson, in Be gleitung der Fachkraft, hingelegt und 
beim Aufwachen sollte die Bezugsperson das Kind begrüßen. Bei der kürzeren Eingewöhnung 
werden die täglichen Trennungen stetig ausgebaut, ebenso wie die Anwesenheit des Kindes in der 
Einrichtung. Am sechsten Tag ist da s Kind häufig schon ohne Begleitung seiner Bezugsperson für 
mehrere Stunden in der Einrichtung. 
 
Bei der längeren Eingewöhnung von Kindern mit einer sicheren Bindung erfolgt ein erneuter 
Trennungsversuch erst am siebten Tag und wird sensibel von der Fachkr aft begleitet. Erste 
Schlafversuche erfolgen für diese Kinder nicht vor dem neunten Tag und werden entsprechend in 
Begleitung der Bezugsperson gestaltet. Alle Pflege- und Routineaktivitäten werden mehrmals in der 
Eingewöhnung gemeinsam mit der Bezugsperson  zusammen durchgeführt. Auf diesem Weg erfährt 
das Kind, dass diese Situationen auch zum Alltag in der Einrichtung gehören. Dies bietet der

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Fachkraft zusätzlich die Möglichkeit, sich einige Tricks und Tipps bei der Mutter/dem Vater 
abzugucken, um es dem Ki nd später so angenehm und einfach wie möglich zu machen. Für die 
Kinder, die sich am zehnten Tag während der Trennungsphase von der Fachkraft trösten lassen, gilt 
der elfte Tag als Stabilisierungstag.  Die Eingewöhnung wird um eine weitere Woche verlängert, wenn 
das Kind während der Trennungsphasen am zehnten Tag noch deutliche Verunsicherungen zeigt. 
Dabei richtet sich der weitere Verlauf der Eingewöhnung nach dem Verhalten des Kindes. Die dritte 
Woche läuft in ihrer Struktur genauso ab wie die zweite. Zei chen dafür, dass die Eingewöhnung 
abgeschlossen ist, sind, dass sich das Kind in der Trennungssituation von der Fachkraft trösten lässt 
und in der Zeit ohne die Bezugsperson neugierig und aktiv an der Umgebung, den Materialien und 
Personen interessiert ist. Sofern sich das Kind auch nach drei Wochen nicht von der Fachkraft in der 
Trennungssituation nachhaltig trösten lässt, sollte ein Gespräch mit den Eltern stattfinden.  
 
Die Schlussphase  
In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend, 
jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Die Fachkraft wird nun als „sichere Basis“ vom Kind 
akzeptiert, d. h. es lässt sich auch nachhaltig von ihr trösten. Das Kind ist nun bereits für mehrere 
Stunden täglich in der Kita. Es hat den Alltag kennen gelernt und ist dabei, sich in die Kita einzufügen. 
Für unsere Fachkräfte beginnt damit trotzdem eine noch schwierige Zeit, denn die Hilfestellungen 
durch die KollegInnen fallen meist weg und die Beziehung zu dem eingewöhnten Kind hat eine 
Grundlage, die jedoch häufig noch nicht sehr stabil ist, erlangt. Die Fachkraft muss jetzt sozusagen 
beweisen, dass sie das noch junge Vertrauen des Kindes auch „verdient“. Für das Kind kommen nun 
täglich neue kleine Regeln und Abläufe dazu, die es eventuell noch nicht kennt. Es wird in dieser Zeit 
vielleicht noch die eine oder andere Situation geben, in denen die neue Bindungsbeziehung noch nicht 
ausreicht bzw. stabil genug ist, um das Kind in besonders belasteten Situationen zu trösten. An dieser 
Stelle werden, die Eltern als „sicherer Hafen“ angerufen und gebeten, ihr Kind abzuholen. 
  
Ist die Fachkraft in besonders stressvollen Situationen einmal nicht mehr als sichere Basis für das 
Kind verfügbar und braucht dieses aber eine Bindungsperson in seiner Nähe, so muss dafür gesorgt 
werden. Ansonsten wird das Kind in seinem Glauben an die Verfügbarkeit seiner vertrauten 
Menschen erschüttert und darüber hinaus eventuell die Eingewöhnung gefährdet. 
 
Abschluss der Eingewöhnung  
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Fachkraft trösten lässt, aber 
auch grundsätzlich bereitwillig und gern in die Einrichtung kommt. Dies lässt sich gut daran

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erkennen, dass es Spaß und Freude im Alltag hat und sich aktiv an Gruppenprozessen beteiligt.  
 
Die Eingewöhnung schließt mit dem Eingewöhnungsabschlussgespräch ab. In diesem Elterngespräch 
erfolgt eine gemeinsame Reflexion des Eingewöhnungsprozesses.  
 
> mit Elternblick auf das Kind: 
   ● Wie hat Ihr Kind die erste Zeit ohne Eltern im Kindergarten erlebt? 
   ● Wie ist seine Gemütslage? 
   ● Mit welcher Motivation geht es morgens in den Kindergarten? 
   ● Erzählt es über seine Aktivitäten und Erlebnisse im Kindergarten? 
   ● Nehmen Sie an Ihrem Kind, seit es den Kindergarten besucht, Veränderungen wahr? 
 
> mit Erzieherblick auf das Kind: 
   ● Welche Interessen zeigt das Kind im Kindergarten? 
   ● Ist es mit anderen Kindern in Kontakt getreten? 
   ● Wie aktiv ist es im Kindergarten? 
 
> mit Blick auf die Eltern: 
   ● Wie haben Sie für sich selbst die Trennung von Ihrem Kind erlebt? 
   ● Hat sich, seitdem ihr Kind ein Kindergartenkind ist, etwas bei Ihnen in der Familie verändert? 
 
Ausblick: 
> Wünsche der Eltern für die weitere Kindergartenzeit für Ihr Kind 
>  Eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes 
 
Der Familienbesuch 
Im Anschluss an die Eingewöhnung besuchen wir die Familie in ihrem häuslichen Umfeld, um das 
Vertrauensverhältnis und die Beziehung zu festigen. Schwerpunkte dieses Besuches sind der inten-
sive Austausch über die familiäre Situation und der enge Kontakt mit dem Kind in der vertrauten 
Umgebung.

30 
 
 
3.2.2 Sprachförderkonzept 
 
Eltern und Kinder bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit in den 
Kindergartenalltag. Das  ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. 
Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinanderzusetzen. Unser 
Ziel ist die Fähigkeit, sich in einer vielfältig kulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und 
andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. 
 
Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch fremde und spannende Eindrücke beginnt für die 
meisten Kinder in unseren Kindergärten. Mit Neugier und Offenheit gehen sie a uf Lernsituationen 
zu: Neues kennen lernen, Fremdes akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austragen, 
Sprachen lernen. Für all das sind die Antennen der U3- bis 6-Jährigen auf Empfang gestellt. Wir, die 
Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, die se frühe Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer 
Kompetenzen zu fördern. Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles 
Lernen ist ein Prozess, welchen wir in unserem Konzept integriert haben. Dieser Prozess bedarf einer 
Offenheit im Team, kontinuierliche Reflexionen und eine gewisse Flexibilität im Umgang mit 
fremden Kulturen. 
 
Unser Team setzt sich durch Mitarbeiter vieler verschiedener Nationalitäten zusammen. Unsere nicht 
deutsch sprechenden Kinder sollen möglichst alle in ihrer Muttersprache begleitet und unterstützt 
werden. Nur so ist eine Einschätzung und Sprachförderung von Beginn an möglich. Dabei sollten wir 
den V ornamen und Nachnamen der Kinder richtig aussprechen und schreiben lernen. Rücksicht auf 
Essgewohnheiten, wie z. B. den Verzicht auf Schweinefleisch, nehmen, wichtige Feiertage 
unterschiedlicher Religionen im Laufe des Kalenderjahres feiern, die Lebenssituation der einzelnen 
Kinder kennenlernen, indem wir u. a. Elternabende, Elterngespräche un d Hausbesuche auf Wunsch 
durchführen, wobei Elterngespräche gegebenenfalls mit Dolmetscher geführt, mehrsprachige 
Informationen erteilt und herausgegeben werden sollten. 
 
In unserem Rucksackprojekt der Stadt Hamm, welches sowohl in der russischen, als auch  in der 
türkischen Sprache stattfindet, treffen sich Mütter und Kinder einmal wöchentlich im Kindergarten. 
Angeleitet und unterstützt werden diese Treffen durch geschulte Mitarbeiter der Stadt Hamm, welche 
sowohl die russische, als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Eltern und Kinder werden 
in einem ganzheitlichen Projekt in ihrer Muttersprache geschult. Darüber hinaus finden viele 
Sprachangebote in der deutschen Sprache statt.

31 
 
 
Selbstverständnis und pädagogisches Handeln der Mitarbeiter 
Durch gezielte vorschulische Sprachförderung soll eine stabile Grundlage für das schulische 
Fortkommen aller Kinder gesichert und eine Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen 
Familien sowie Kindern mit Migrationshintergrund verringert werden. 
 
Die Fähigkeit zum Spracherwerb ist angeboren, d. h. welche Sprache Kinder erwerben, hängt davon 
ab, welche Sprache Vater, Mutter oder andere Personen, bei denen das Kind aufwächst, sprechen. 
 
• Bezugspersonen werden imitiert 
• Wörter werden erstmals allgemein gebraucht (Hund – für alle Vierbeiner) 
• Neue Wörter werden gebildet: z. B. Analogien 
• Wiederholungen von Wörtern oder kleinen Sätzen 
 
Viele Fragen nach Benennung der umgebenden kindlichen Welt fordern Aufmerksamkeit und 
Zuwendung ein, um ihrem Bedürfnis nach  Kommunikation nachkommen zu können. Da ein Kind 
diese Prozesse immer durchläuft, lernt es die Regeln und den Gebrauch von Sprache kennen. 
 
Sprachförderkompetenz des/der Erziehers/Erzieherin durch: 
 
• Sprachvorbildliches Erzieherverhalten 
• Sprachunterstützendes Erzieherverhalten 
• Korrigierende Rückmeldung durch den Erzieher 
• Selbstverständnis des „pädagogischen Personals“ im Umgang mit umfangreichem Wissen 
über entwicklungspsychologische Zusammenhänge der kindlichen Sprachentwicklung 
• Bereitschaft zur Fort - und Weiterbildung 
• Erweiterung und Ausbau der diagnostischen Fähigkeiten 
• Gezielte Beobachtungsfähigkeit und Auswertungsfähigkeit 
• Erstellung einer Systematik über die inhaltliche Schwerpunktsetzung in der Sprachförderung 
und der Wahl der Formen von methodischer Umsetzung 
• Festigung und Erweiterung der grammatischen Kompetenz durch den Ausbau des eigenen 
Wissens über die deutsche Sprache 
 
Kinder entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Alles wird erobert, benannt und begriffen in seinem 
doppelten Wortsinn. Daher kann Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter nicht isoliert wie

32 
 
 
in einer Sprachlaborsituation stattfinden, sondern sie ist der rote Faden, der sich durch alle Ereignisse 
des Tages zieht. Für Kinder findet Sprache überall statt. Sie singen, toben, spiel en, handeln 
Spielregeln aus und entdecken in Büchern und Geschichten Vertrautes aus ihrem Alltag und 
Faszinierendes von Dinosauriern und aus dem Weltall. 
 
Sprache ist für die Kinder der Schlüssel zur Welt. Über sie lernen sie die Umwelt kennen und treten 
mit ihr in Interaktion. Indem sie zunehmend Sprache beherrschen, in Wörtern und Sätzen formulieren, 
was ihre Ideen, Wünsche und V orstellungen sind, entdecken sie, was sich mit Sprache bewirken lässt. 
Sie können sich anderen mitteilen und sie zu Handlungen in ihrem Sinne bewegen. Sie erfahren etwas 
darüber, wie die Welt beschaffen ist und was andere Menschen meinen, denken und fühlen. Kinder 
können mit Hilfe der Sprache über das unmittelbare Handeln nachdenken und es im V orfeld planen. 
Sie erwerben da rum nicht nur Strukturen von Sprache, lernen nicht nur Wörter und Grammatik. 
Vielmehr sind die Funktionen und die Wirksamkeit von Sprache gleichsam der Motor dafür, dass sie 
ihr sprachliches Können ausbauen. Ganzheitliche Sprachförderung geschieht nicht in Abgrenzung zu 
anderen Bildungsbereichen. Die Sinneserfahrungen, welche Kinder machen, müssen mit allen Sinnen 
erfolgen. 
 
Die Kinder müssen Wörter riechen, schmecken, fühlen und erleben können und zugleich muss ihr 
Entdeckerdrang, ihre Bewegungsfreude, ihre Neugierde befriedigt und ihr soziales Lernen gefördert 
werden. In diesem ganzheitlichen Ansatz bestätigen sich die Empfehlungen von Frau Prof. Lilian 
Fried, die als geeignete Maßnahmen einer Sprachförderung in den Kindertagesstätten, neben einem 
gezielten Förderangebot, eine ganzheitliche Förderung favorisiert. Eine ganzheitliche 
Sprachförderung bezieht die vier Sprachebenen des Sprachsystems ein. Diese umfassen alle Elemente 
der Sprache und des Sprechens. Dabei ist keine starre Abgrenzung, sondern ein fließender Übergang 
der Ebenen zu berücksichtigen. 
 
Das Erlernen der Sprache und das Teilhaben an der Sprachgemeinschaft ist wichtig für die 
Persönlichkeitsentwicklung und den Aufbau sozialer Beziehungen. Sprechen zu können macht es 
leichter, mit anderen Per sonen in Kontakt zu kommen, Gedanken und Gefühle auszudrücken, 
Wünsche zu äußern, Erlebnisse zu verarbeiten, Handlungen zu planen, Zusammenhänge zu verstehen 
und Erfahrungen auszutauschen. Für uns bedeutet dies auch, Sprachförderung nicht isoliert in 
einzelnen Angeboten zu sehen, sondern den Alltag so zu gestalten, dass Sprache den ganzen Tag 
gepflegt werden kann, z. B. im Spiel, im Lied oder in der Bewegung. Durch flexible Tagesabläufe 
mit immer wiederkehrenden Ritualen, die zum Sprechen einladen, kann Neu es eingeübt und

33 
 
 
Bekanntes wiederholt werden. Dies gibt Kindern Sicherheit. Förderlich für eine optimale 
Sprachförderung ist eine vertrauensvolle offene Beziehung zu den Bezugspersonen der Kinder. Wir 
signalisieren daher: „Ich habe Zeit. Ich höre dir zu. Ich habe Interesse an dem, was du erzählst.“ 
 
Die Motivation des Kindes und seine emotionale Befindlichkeit spielen eine wichtige Rolle für die 
Eigenaktivität des Kindes, denn nur, wenn die Tätigkeiten dem Kind auch Spaß machen, kommt es 
zu dem angestrebten Erfahrungsgewinn. Deshalb fördern wir die Kinder auf spielerische Weise in 
ihrer Sprachentwicklung. 
 
Prinzipien unserer Sprachförderung 
Unsere Sprachförderung orientiert sich im Wesentlichen an einer ganzheitlichen Unterstützung der 
Wahrnehmungsbereiche. 
 
• Sprechen: Beim Trainieren des Sprechens geht es um die Förderung der Motorik der 
Sprechorgane sowie um die Verbindung von Sprache und Bewegung. Durch Fingerspiele wird 
die Sprache durch symbolische Mittel verdeutlicht. Mit Sprachspielen wie Abzählreime, 
Fingerspiele, Reimen, Rollenspielen, Lautgedichten und Zungenbrechern wollen wir das 
Sprechen spielerisch und lustvoll fördern. 
• Bewegung: Bewegungserfahrungen tragen dazu bei, dass sich das kindliche Gehirn 
differenziert entwickelt, was eine wichtige V orauss etzung für den Spracherwerb ist. Wir 
bieten den Kindern dazu Kreis- und Bewegungsspiele, Hüpfspiele, Schwungübungen usw. an, 
die auch dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden. 
• Hören: Beim Hörtraining lernen die Kinder sich auf das Hören zu konzentriere n, z. B. durch 
Geräusche erraten, durch Richtungshören, oder beim heraushören leichte Unterschiede der 
Sprachlaute. Dazu bieten wir Spiele an, wie Bewegungsspiele, Hund und Knochen, und 
Anlautverse. Diese Spiele setzen wir kurzzeitig und regelmäßig ein, da  die 
Konzentrationsfähigkeit der Kinder in diesem Alter noch nicht so hoch entwickelt ist. 
• Verstehen und Merken:  Mit Hilfe von Kim - Spielen (Wahrnehmungsspiele) werden die 
Kinder über verschiedene Sinne zum Sprachverständnis geführt. Im Rollenspiel lernt das Kind 
im Umgang mit anderen, sich sprachlich angemessen auszudrücken. Durch das Bilderbuch 
kommt es beim Betrachten und Zuhören zu einer Verknüpfung von Gesehenem und Gehörtem. 
Kinder werden zum Sprechen, Nachfragen und zur freien Assoziation angeregt. 
• Rhythmik und Melodik: Rhythmik und Melodik sind wichtige Grundlagen zur Erfassung von 
Wort und Satzstrukturen sowie Lieder, Sing -, Tanz-, Klatsch- und Handgestenspiele. Dabei

34 
 
 
können die Kinder die Bedeutung von Wörtern über Augen, Ohren, Hände und Bewegungen 
erfahren. Diese Spiele bieten auch Kindern mit geringen Sprachkenntnissen die Möglichkeit, 
sich zu beteiligen und zurückhaltende Kinder finden in der Gruppe den nötigen Schutz, 
Sprachhemmungen zu überwinden. Über Wiederholungen prägen sich die sprachlich en 
Strukturen ein, die dann auch in anderen Zusammenhängen eingesetzt werden können. 
 
Zusammenarbeit mit Eltern 
Wir verstehen Sprachförderung als Basisaufgabe unseres Bildungs - und Erziehungsauftrages. Dies 
bedeutet nicht, dass wir die alleinige Verantwortung tragen, sondern das häuslich,- familiäre Umfeld 
einbeziehen. Wir verstehen die Eltern als Erziehungspartner. 
 
Bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung, der Hospitation, der Eingewöhnung und der Aufnahme finden 
Anamnesegespräche mit den Eltern statt. Ein off ener und ehrlicher Dialog ist uns sehr wichtig, um 
die uns anvertrauten Kinder noch besser verstehen und sie in ihren Bedürfnissen sowie Interessen 
unterstützen zu können. Ein wichtiger Aspekt dieser Gespräche ist die Sprachentwicklung und die 
Sprachfreude der Kinder. Über die im pädagogischen Alltag angesiedelten Tür- und Angelgespräche 
hinaus, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die unter anderem die Sprachentwicklung zum 
Inhalt haben. Ein wichtiges Ziel dieser Gespräche ist es, gemeinsam mit den El tern Möglichkeiten 
der Sprachförderung zu finden bzw. Wege aufzuzeigen. 
 
Insbesondere mit den Eltern der Kinder, die in Familien mit Migrationshintergrund aufwachsen, in 
der die Erstsprache nicht Deutsch ist, pflegen wir einen besonders intensiven Austausc h, eine 
umfassende Beratung und Unterstützung. Einige unserer Mitarbeiter sprechen türkisch oder russisch. 
Diese Ressourcen setzten wir gewinnbringend in der Elternarbeit ein. 
 
Die Eltern sind für uns ein wichtiger Partner für die Arbeit mit den Kindern. V on Ihnen können wir 
Informationen über die Situation in der Familie erhalten und wir können etwas über das sprachliche 
Umfeld des Kindes erfahren, z. B. 
 
• Wie war die sprachliche Entwicklung des Kindes bisher? 
• Wird das Kind zweisprachig erzogen? 
• Wird in der Familie generell wenig oder viel gesprochen? 
 
Sprachentwicklung und Sprachförderung sind vor diesem Hintergrund als eine gemeinsame Aufgabe

35 
 
 
der Tageseinrichtung für Kinder und des Elternhauses zu sehen. Als V oraussetzung dafür sehen wir 
die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Grundlage dafür bildet die gegenseitige 
Wertschätzung und Anerkennung. 
 
Als Formen der Elternarbeit bieten wir den Eltern in diesem Zusammenhang eine 
Informationsveranstaltung an, in der  wir den Eltern die Arbeit mit den Kindern in der 
Sprachförderung erklären, einen Überblick über die Sprachentwicklung geben, Tipps für eine 
förderliche Sprachpflege zu Hause und gegenseitige Erwartungen abklären. Außerdem sind uns 
regelmäßige Elternsprechzeiten wichtig, um die Eltern über die sprachliche Entwicklung ihres Kindes 
zu informieren. Das Ziel dieser Gespräche ist, ein Austausch über die individuelle Sprach - und 
Lernentwicklung mit dem Schwerpunkt „Lernen mit allen Sinnen“. 
 
Beobachtung und Dokumentation 
Die Sprachentwicklungsdokumentation ist Bestandteil der Bildungsdokumentationen und obliegt den 
gleichfalls für die Bildungsdokumentation gültigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. 
Wir arbeiten in unseren Häusern zusätzlich zu unseren eigenen B eobachtungsbögen mit den 
altersbezogenen Merkmalen sowie den BASIK-Bögen. 
 
Des Weiteren bieten wir in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum das 
Rucksackprojekt in den Sprachen türkisch und russisch an. Dieses Projekt ist ein Konzept zur 
Sprachförderung und Elternbildung, es zielt auf die Förderung der Muttersprachendkompetenz, der 
deutschen Sprache und der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Unser Sprachförderkonzept ist 
angelehnt an unsere Trägerkonzeptionen und vertritt unser humanistisches Menschenbild und unsere 
pädagogischen Grundlagen. 
 
Unsere Ziele sind dabei: 
• Die Sprechfreude der Kinder zu wecken und den Umgang mit Sprache zu fördern und zu 
festigen 
• Die Kinder zum Sprechen, Zuhören, Fragen und Antworten zu animieren und somit ihr 
Sprachverständnis zu erweitern 
• Durch einen sicheren Umgang mit Sprache, soll das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl 
der Kinder gestärkt werden 
• Auf spielerische Weise soll der Wortschatz der Kinder erweitert werden 
• Elternkompetenz stärken.

36 
 
 
3.2.3 Interkulturelles Lernen  
 
Interkulturelle Pädagogik sieht in der Unterschiedlichkeit eine Chance, voneinander zu lernen und 
einen Weg zu finden, mit Fremdheit und Andersartigkeit umzugehen (interkulturelle Kompetenz). 
Unterschiede und Gemeinsamkeiten können bewusst gemacht werden und dazu führen, dass eigene, 
nicht hinterfragte Standpunkte überdacht und vielleicht neue Umgangsmöglichkeiten gefunden 
werden können. Ausgangspunkt ist, dass es nur eine, ungeteilte menschliche Kultur gibt mit vielen 
historisch bedingten unterschiedlichen Traditionen, Bräuchen, etc. 
 
Interkulturelle Erziehung will zum konfliktarmen Zusammenleben der Zugewanderten und der 
einheimischen Mehrheitsbevölkerung beitragen und das Miteinander als Quelle von Anregung und 
Chance erfahrbar machen. 
 
Kulturelle Vielfalt ist in allen unseren Einrichtungen gegeben. Unsere Kinder kommen aus sozial 
schwachen Elternhäusern, aus Patchworkfamilien und aus Familien mit anderen kulturellen oder 
religiösen Hintergründen. Sie bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit 
in den Kindergarten. Dies ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. 
Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinander zu setzen. Unser 
Ziel ist die Fähigkei t, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und 
andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. 
 
Das positive Selbstbild von der eigenen Kultur und Ethnie schafft die V oraussetzungen für 
Aufgeschlossenheit g egenüber anderen Kulturen. Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch 
fremde und spannende Eindrücke beginnt für die meisten Kinder in unserem Kindergarten. Mit 
Neugierde und Offenheit gehen sie auf Lernsituationen zu: Neues kennen lernen, Fremdes 
akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austragen und Sprachen lernen. Für alles das sind 
Zwei- bis Dreijährige empfänglich. Wir, die Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, diese frühe 
Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu fördern. 
 
Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles Lernen ist ein Programm, 
welches wir in unserer Konzeption integriert haben. Dies bedarf auch einer kontinuierlichen 
Reflexion und Handlungsplanung im Team wie die ErzieherInnen  selbst mit fremdem und 
kulturellem Anderssein umgehen.

37 
 
 
3.2.4 Genderpädagogik  
 
„Bildung ist die im Menschen angelegte Fähigkeit, ein Bild von der Welt aufzubauen. Es ist eine 
aktive Konstruktionsleistung, sich die physische und geistige Welt anzueignen, den Dingen Sinn und 
Bedeutung zu verleihen“ (Liegle 2008, 95). 
 
Schon in den ersten Monaten des Lebens beginnen Kinder damit, Kategorien zu bilden. Zum Beispiel 
unterscheiden sie Lebendiges von Leblosem, Menschen von Tieren, Erwachsene von Kindern und 
Jungen von Mädchen. Das große Bildungsthema für jedes Kind ist die Frage: Was ist ein Mädchen, 
was ist ein Junge, und was bin ich? Mit Beginn der Kindergartenzeit verstehen Kinder, dass es zwei 
Geschlechter gibt und dass sie entweder zur Kategorie „Junge“ oder  „Mädchen“ gehören. Damit 
beginnt die Identifizierung der Kriterien, die für die jeweilige Kategorie typisch sind. Kinder 
konstruieren sich ihr Bild von einem „richtigen“ Jungen bzw. einem „richtigen“ Mädchen, sie bilden 
sich bezüglich ihres eigenen sozial en Geschlechtes (Gender). Vermeintliche Klarheit entsteht für 
junge Kinder zunächst nicht durch das biologische Geschlecht, sondern durch die äußere Erscheinung 
(Haarspange = Mädchen; Basecap = Junge). So ist zu verstehen, dass plötzlich stereotypes Verhalten 
zu beobachten ist. Die Mädchenwelt verfärbt sich rosa – falls Erwachsene dafür nicht schon früher 
gesorgt haben -, und die meisten Jungen verweigern sich allem, was den Anschein hat „für 
Mädchen“ zu sein. 
 
Für die psychische und soziale Entwicklung sind die ersten Lebensjahre von zentraler Bedeutung. Bis 
zum sechsten Lebensjahr erwerben Kinder eine basale Geschlechtsidentität, ein grundlegendes 
Verständnis von Geschlechterunterschieden, Geschlechtskonstanz und Sexualität sowie das Wissen 
von Geschlechtsstereotypen. Auch die allmähliche Entwicklung von Spielvorlieben und Interessen 
sowie differenzierten Beziehungen und Freundschaften zu anderen Kindern hängen entscheidend mit 
der Geschlechtszugehörigkeit zusammen. 
 
Im Jahre 1998 öffneten unsere ersten Einrichtungen. Sie sollten ein Ort der Gleichheit sein, ein Ort, 
um eine Antwort zu geben auf eine uralte Frage, nämlich, ob die Natur oder die Gesellschaft bestimmt, 
welchen Weg Mädchen und Jungen im Leben einschlagen, welche Rollen sie annehmen. 
Es sind auf den ersten Blick eher Kleinigkeiten, die einen Hinweis darauf geben, dass unsere 
Einrichtungen anders sind.  Spielzeug wird nicht getrennt voneinander aufgehoben, Puppen, 
Lastwagen, Dinosaurier und Schmuckbänder werden in Behältnissen aufbewahrt. In den  
Bücherregalen stehen eher keine Klassiker, sondern Neuerscheinungen, die sich mit Themen

38 
 
 
auseinandersetzen, die zu einer „normalen“ Kindheit heute dazugehören, z. B. Adoption und 
gleichgeschlechtliche Elternschaft. 
 
Wichtig sind folgende Anforderungen an eine geschlechterbewusste Pädagogik: 
 
● Unsere Fachkräfte benötigen aktuelles Wissen über geschlechtsbezogene Entwicklung und 
Sozialisation in den ersten Lebensjahren.  Zudem müssen sie ihre eigene geschlechtstypische 
Sozialisation und ihre Einstellungen zu Jungen und Mädchen reflektieren (vgl. Walter 2012). Daher 
ist sowohl eine Weiterentwicklung der Ausbildung als auch gezielte berufsbegleitende Fortbildung 
zum Thema erforderlich (Systemischer Berater). 
 
● Die pädagogische Arbeit muss unter geschlechtsbezo gener Perspektive reflektiert und verändert 
werden. Dies betrifft nicht zuletzt die Gestaltung von Räumen und Materialien, die den Rahmen für 
die (Selbst-)Bildungsprozesse von Kindern bereitstellen. 
 
● Eine geschlechtsspezifische Pädagogik braucht es dageg en in der Regel nicht.  Es gibt kaum 
Aspekte kindlicher Entwicklung, die in den ersten Lebensjahren eine grundsätzlich unterschiedliche 
Behandlung von Mädchen und Jungen rechtfertigen können. 
 
● Es sollte auch in der Frühpädagogik mehr männliche Fachkräfte geben. Somit können wir vor Stolz 
berichten, dass in all unseren Einrichtungen männliche Fachkräfte beschäftigt sind. 
 
Wesentliche Ansatzpunkte für die Berücksichtigung der Genderperspektive in  der Frühpädagogik 
liegen darüber hinaus in der Zusammenarbeit mit Eltern.  Die Geburt eines Kindes ist ein großer 
Einschnitt in das Leben der Eltern und führt auch bei Paaren, die zuvor eine eher gleichberechtigte 
Beziehung gelebt haben, zu einer – oft ungewollten – Re-Traditionalisierung des 
Geschlechterverhältnisses. Gleichzeitig sind auch Väter gerade in dieser Phase auf der Suche nach 
Orientierung, offen für neue Ideen und Unterstützung.  Unsere pädagogischen Fachkräfte, die ihren 
Blick für geschlechtsbezogene Zusammenhänge geschärft haben, können Eltern auf vielfache Weise 
unterstützen: 
 
● Sie können darauf hinweisen, wie Eltern ihre Jungen und Mädchen geschlechtstypisch behandeln 
– oft ohne dies zu beabsichtigen.

39 
 
 
●  Auf der Grundlage entwicklungspsychologischen Wissens können sie Eltern beruhigen, die sich 
Sorgen machen, weil ihr Kind sich „unangemessen“ verhält, z. B. wenn Eltern irritiert sind, dass ihr 
kleiner Sohn seine Nägel „wie  Mama“ lackiert bekommen hat und später selbst eine Mama werden 
möchte. 
 
● Sie können Eltern positive Rückmeldungen über vielfältiges  und nicht stereotypes Verhalten von 
Jungen und Mädchen geben und damit geschlechtstypischen Klischees und Einengungen 
entgegenwirken. 
 
● Unsere Einrichtungen können schließlich eine aktive Rolle darin übernehmen,  Väter mehr in die 
Betreuung und Begleitung ihrer Kinder einzubeziehen. 
 
Sie können darüber hinaus Vätern ermöglichen, ihre Erfahrungen und Fragen einzubringen, und einen 
Dialog von Müttern und Vätern anregen und begleiten. 
 
Die Einführung der Genderperspektive in Kindertageseinrichtungen ist eine Herausforderung für alle 
Beteiligten. Angesichts des großen Drucks, unter dem im Moment viele Einrichtungen stehen, die in 
kurzer Zeit ein Angebot für Kinder in den ersten drei Lebensjahren entwickeln sollen, wird dieses 
Thema oft hinten angestellt oder ga nz übersehen. Ein gezieltes Aufgreifen geschlechtsbezogener 
Zusammenhänge ist aber dringend erforderlich, wenn die Frühpädagogik nicht aktuellen 
gesellschaftlichen Entwicklungen hinterherlaufen will. Schließlich sind es Veränderungen der 
Geschlechterverhältnisse, die dazu geführt haben, dass die Betreuung von Säuglingen und 
Kleinkindern momentan eine solche Aufmerksamkeit erhält.

40 
 
 
3.2.5 Bewegungskonzept  
 
Bewegung ist das Tor zum Leben. Dass Kinder sich ständig bewegen müssen ist ein natürliches 
Phänomen, welches dazu beiträgt den Körper und die Seele in Einklang zu bringen.  
 
Bewegung ist daher ein pädagogisches Prinzip im Kindergarten. V oraussetzungen für dessen 
Umsetzung sind ein bewegungsförderliches pädagogisches Konzept, motivierte und quali fizierte 
Erziehrinnen, hinreichend Bewegungsraum und ein bewegungsfreundliches Raumnutzungskonzept. 
Der Kindergarten, als zumeist erste pädagogische Institution außerhalb der Familie, hat viele 
Einflussmöglichkeiten den zivilisationsbedingten Bewegungsmang el auszugleichen und Kindern 
mehr Zeit und Raum zu geben, sich ganzheitlich zu entwickeln. Seine besondere Stellung ergibt sich 
daraus, dass hier alle Kinder, unabhängig von der sozioökonomischen Lage der Eltern in gleicher 
Weise gefördert werden. 
 
Nur wenn die Grundeinstellung der ErzieherIn zur Bewegung und zum eigenen Körper positiv ist, 
wird sie in der Lage sein, Kinder erfolgreich zu motivieren und zu begleiten. Die ErzieherIn steuert 
den pädagogischen Prozess und fungiert als V orbild. Ihre pädagogisch e Grundhaltung entscheidet 
über die Wirksamkeit von Impulsen und Angeboten. Sieht sich die ErzieherIn eher als im Hintergrund 
beobachtende Begleiterin und Partnerin des Kindes, das sich die Umwelt selbständig erobert, wird 
das Kind selbst zur bestimmenden Instanz des spielerischen Lernprozesses. Die ErzieherIn gibt nur 
bei Bedarf Hilfestellungen, gibt Anregungen, Impulse oder motiviert. Ansonsten überlässt sie dem 
Kind das Feld zur freien Erkundung und hält sich mit vorschnellem Eingreifen zurück. Dies stär kt 
das Selbstkonzept des Kindes in allen Bereichen. 
 
Die beste Möglichkeit zur effektiven Nutzung der zur Verfügung stehenden Räume besteht für uns in 
einer inneren Öffnung der Kita. Bewegung findet in unserer Kita nicht nur im Bewegungsbereich 
statt, sond ern überall dort, wo Kinder leben und spielen. Die Verteilung der Kinder auf mehrere 
Funktionsräume, schafft eine gelöste und bewegte Atmosphäre für Kinder und Erzieherinnen. Dabei 
ist gleichzeitig die Anforderung an die Kinder, Regeln einzuhalten, der Umg ang mit Materialien 
sowie deren größere Selbständigkeit und Verantwortlichkeit von großem Wert. In Bezug auf das 
Konzept (Offene Arbeit) gelten für unsere pädagogischen Fachkräfte besondere Anforderungen wie: 
 
• Vertrauen in die Kollegen 
• inhaltliche Gestaltung 
• pädagogische Betreuung

41 
 
 
• ständiger Austausch im Team 
• Verantwortungsgefühl für alle Kinder 
• Aufsichtspflicht 
 
Letztlich bewirkt diese Entflechtung in allen Räumen mehr Bewegungsraum und weniger 
Reizüberflutung. Übersichtliche Räume mit einer dos ierten Auswahl an Materialien verführen zur 
phantasievollen Entwicklung und Ausgestaltung von Spielprozessen. Offene Türen und auf das 
Wesentliche reduzierte Material und Mobiliar, schaffen ein bewegungsfreundliches Klima. 
Bewegung im Freien, bei jedem Wetter und zu jeder Zeit, ist unabdingbar. 
 
Folgende Kompetenzen werden durch die Bewegungsvielfalt unterstützt: 
1. Stärkung der Bewegungsentwicklung 
• Kraft 
• Ausdauer 
• Beweglichkeit 
• Schnelligkeit 
• Koordination 
• unterschiedliche Erfahrungen mit Material  
 
2. Stärkung der geistigen Entwicklung 
• Unterscheidungsvermögen 
• Einschätzung von Situationen 
• Begriffsbildung 
• Materialkompetenz 
• Wahrnehmungsprozesse 
 
3. Stärkung der sozialen Entwicklung 
• soziale Sensibilität 
• Einfühlungsvermögen 
• Regelverständnis 
• Kontakt- und Kooperationsfähigkeit 
• Toleranz und Rücksichtnahme 
• Konfliktfähigkeit

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4. Stärkung der Gefühlsentwicklung 
• Erlebnis - und Ausdrucksfähigkeit 
• Selbstvertrauen 
• Selbstwertgefühl 
• Selbstbewusstsein 
• Frustrationstoleranz 
 
5. Stärkung der sensomotorischen Kompetenzen 
• vestibuläre Wahrnehmung 
 (Gleichgewicht) 
• kinästhetische Wahrnehmung 
 (Bewegungsempfinden) 
• taktile Wahrnehmung (Fühlen) 
• visuelle Wahrnehmung (Sehen) 
• auditive Wahrnehmung (Hören) 
• Raumwahrnehmung/Raumorientierung 
 
 
Die Bildungsbereiche in unseren Einrichtungen  
Unsere Bildungsbereiche laden dazu ein, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst -, 
Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in ei ner entspannten und vorbereiteten 
Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildung, Bewegung und Themen 
eingerichtet.  In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich 
aus eigener Initiative mit Tätigkeite n oder Themen zu beschäftigen, d.h. ihre 
Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern 
Spielpartner, Ort, Zeit sowie Materialien zu wählen. 
 
Räume sollten derart gestaltet sein, dass sie Kinder immer und überall dazu einladen und auffordern, 
sich ganzheitlich zu bewegen. Bewegung darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, wie 
Turnraum oder Außenspielgelände reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern alltägliche 
Bewegungs- und Entscheidungsfreih eit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden können: 
Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die eigenen 
körperlichen Grenzen und Kompetenzen zu erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem sie 
sitzen, knien, stehen oder liegen.

43 
 
 
Bewegungsbereich 
Der Bewegungsbereich ist einer der größten Räume in der Einrichtung und bietet allen Kindern 
vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Es werden nach den Interessen der Kinder 
Bewegungslandschaften oder Bewegungsbaustelle n aus unterschiedlichen Materialien 
zusammengestellt. Feste Bestandteile des Bewegungsbereiches sind variabel (Kletterwand, 
Weichbodenmatte, Trampolin, etc.) und nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder 
austauschbar. 
 
Bällebad 
Es besitzt einen hohen  Aufforderungscharakter für Kinder. Tiefensensibilität, Gleichgewicht und 
taktile Wahrnehmungsbereiche werden hier ebenso gefördert, wie Entspannung und Fantasie. Des 
Weiteren schult es die Hand -Auge-Koordination, die sensorischen Fähigkeiten und bereitet den 
Kindern eine Menge Spaß und Freude. 
 
Außengelände 
Gerade die Kombination von frischer Luft, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, und die 
Möglichkeit zu vielfältigen Bewegungsspielen tragen zur Gesunderhaltung bei. Mit Roller, Laufrad 
und Pedalos können auf unterschiedlichen Bodenbelägen Gleichgewicht, Körperspannung und Kraft 
sowie Angstüberwindung, aber auch Grenzerfahrung, geübt werden. Mobile Gegenstände wie 
Autoreifen, Bretter und vieles mehr erhöhen den Reiz draußen zu spielen und setzen der Entwicklung 
von Phantasie und Experimentierfreude keine Grenzen.  
 
Turnen und Schwimmen 
Regelmäßig gehen wir mit unseren Kindern zum Turnen in die große Turnhalle einer Grundschule 
und mit unseren angehenden Schulkindern zur Wassergewöhnung ins Hallenbad. In  der Turnhalle 
stehen uns andere Turngeräte zur Verfügung, die es uns möglich machen, den Kindern durch 
Großgeräte Bewegungslandschaften zur Verfügung zu stellen, die wir in unseren Räumlichkeiten in 
dieser Form nicht anbieten können. Bewegungen im Wasser fördern die natürlichen 
Bewegungsabläufe des Körpers. Zudem sind Wasserspiele auch außerordentlich förderlich für die 
Koordination. Im Wasser spüren die Kinder ein anderes Körpergefühl, das sie zu anderen 
Bewegungsmöglichkeiten motiviert.

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Entspannung und Ruhe 
In unserer Einrichtung stehen den Kindern ebenfalls Räumlichkeiten in Form von Höhlen, Ecken, 
Nischen und anderen Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung, um ihrem Bedürfnis nach Entspannung, 
Ruhe oder Schlaf nachgehen zu können.  
 
Gesund lernen 
Gesundheit ist eine wichtige V oraussetzung dafür, dass Kinder effektiv lernen können und sich 
körperlich und geistig gut entwickeln. Eine ausgewogene, kindgerechte Ernährung und vielseitige 
Bewegung sowie ausreichende Entspannungsmöglichkeiten sind dabei von grundlegender Bedeutung. 
Ist die Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungenganzheitlich ausgerichtet und in das 
pädagogische Konzept eingebettet, lassen sich mit ihrer Hilfe Bildungs - und Erziehungsqualität 
nachhaltig verbessern. Gleichermaßen, wie Gesun dheit die Grundlage für eine gute Bildung und 
Entwicklung der Kinder darstellt, sind eine optimale Entwicklung und Bildung die Basis für 
Gesundheit und Wohlbefinden. Gut entwickelte und kompetente Kinder finden eher ihr körperliches 
und seelisches Gleichgewicht, sind selbstbewusster und widerstandsfähiger gegenüber Belastungen 
und Lebenskrisen.  
 
In der Bewegung erkunden, gestalten und entdecken Kinder ihre Lebenswelt. Die Neugier der Kinder 
ist groß. Dieses ist etwas Natürliches und ein wichtiger Bestandte il einer gesunden Entwicklung. Es 
liegt grundsätzlich in der Natur der Kinder, sich zu bewegen. Ohne dieser natürlichen Anlage wäre 
eine Entwicklung vom unselbstständigen Säugling zu einer selbstständigen, selbstbewussten und 
gesunden erwachsenen Persönlichkeit nicht möglich.  
 
Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, Bewegung zuzulassen, 
Möglichkeiten für Bewegungserfahrungen zu schaffen und die Entwicklung unterstützend und 
fördernd zu begleiten. 
 
Spielräume 
Kinder brauchen somit ausreichend Spielräume, in denen sie neue Bewegungsmöglichkeiten und 
bislang unbekannte Zusammenhänge ihrer Lebenswirklichkeit erfahren. Durch neue 
Bewegungsversuche gewinnen sie gleichzeitig Körper - und Umwelterfahrungen, die sie für die 
nächsten Entwicklungsschritte brauchen. Sie lernen handelnd, forschend und gestaltend. Kinder, die 
gern tanzen, sich verkleiden oder Theater spielen, erfahren in entsprechenden Bewegungsspielen neue 
darstellende und gestaltende Ausdrucksmöglichkeiten. Kinder  verstehen Zusammenhänge in ihrer

45 
 
 
Lebenswelt erst dann, wenn sie Sachinformationen nicht über Erzählungen oder flimmernde Bilder 
erhalten, sondern über Körperbewegung und über sinnliches Beobachten und Begreifen.  
Sie entwickeln auf diese Weise eine sinnvo lle Strategie zum Problemlösen. Wer mehr erlebt, kann 
daraus auch mehr Schlussfolgerungen ziehen. Bewusste Bewegungen, in denen Kinder mit 
hellwachen Sinnen spüren und beobachten, fördern die Lernfähigkeit. 
Kinder können sich ihren Handlungen aufmerksamer widmen und die Aufmerksamkeit durch 
Bewegung länger beibehalten. Sie gewinnen an Selbstkontrolle und können ihre Körperbewegungen 
besser kontrollieren. Die ganzheitliche Entwicklungsförderung unterstützt Kinder gleichermaßen in 
ihren sinnlichen, motorischen, sozialen und kognitiven Erlebnissen. 
 
Durch bewegungsreiche Handlungen wird das zentrale Nervensystem intensiv aktiviert. Dies 
ermöglicht körperliche und geistige Lernzusammenhänge, z. B. abwechselndes V or - und 
Rückwärtsgehen oder das Hinzufügen und Abz iehen von Materialien können das spätere Addieren 
und Subtrahieren vorbereiten. 
 
Bewegungsrhythmus 
Bewegung, Musik und Sprache sind von Natur aus miteinander verknüpft. Kinder haben durch die 
Verbindung von rhythmischen Bewegungen mit Sprache und Liedern die Möglichkeit ihre geistigen 
Fähigkeiten auszubauen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Denk - und Bewegungsrhythmus. Wenn 
Kinder Melodien lernen oder erfinden oder zu Melodien tanzen, erleben sie einen fließenden Verlauf 
und eine sinnhafte Gliederung. Wenn z u der Melodie Texte gehören, müssen die Kinder über die 
Bedeutung der Wörter nachdenken. Verstärkt wird es noch, wenn zu den Wörtern Bewegungsformen 
hinzukommen und weil diese Wörter wichtig für die Kinder sind, bleiben sie im Gedächtnis.  
 
Kinder erwerben  somit über Jahre hinweg ein Gespür für die körperlichen Fähigkeiten und eine 
möglichst realistische Einschätzung. Sie entwickeln einen gesunden Umgang mit ihrem Körper und 
ein positives Selbstkonzept. Sie erweitern ihre konditionellen und koordinativen Fä higkeiten, 
insbesondere ihre grob- und feinmotorischen Fertigkeiten. Besonders nachhaltig ist es, wenn sie beim 
Spielen und Lernen schöne Erlebnisse und angenehme Gefühle erfahren.  
 
Bewegung fördert zudem Wahrnehmung und Konzentration. Mit ihren Bewegunge n lernen Kinder 
ihre Umwelt und ihren Körper mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Sie erfahren den 
Unterschied zwischen oben und unten, schnell und langsam, schwach und stark. Ebenso ist die 
Entwicklung des Denkens und des Lernvermögens eng an die Motorik gebunden. So ist

46 
 
 
beispielsweise die Fähigkeit rückwärts zu laufen mit der Fähigkeit rückwärts zu zählen verknüpft. 
Durch Bewegung setzen sich die Kinder mit sich selbst und mit anderen auseinander und können ihre 
Gefühle zum Ausdruck bringen. B ewegungsspiele fördern deshalb soziales Lernen und die 
Kommunikationsfähigkeit. In Fangspielen beispielsweise kommt es darauf an, die Mitspieler genau 
zu beobachten, um selbst nicht gefangen zu werden. Die Kinder lernen, sich in andere 
hineinzuversetzen und darauf ihre Reaktionen abzustimmen. Auf diese Weise schult Bewegung die 
Wahrnehmung, auch nonverbaler Signale. Bewegung ist die Grundlage aller Sinneswahrnehmung. 
V or allem die Nahsinne werden über Bewegung gefordert und gefördert. Dazu gehören der 
Gleichgewichtssinn (vestibulärer Sinn), die Wahrnehmung von Muskeln, Sehnen und Gelenken 
(kinästhetischer Sinn) und die Tastwahrnehmung über die Haut (taktiler Sinn). Der 
Gleichgewichtssinn bildet die Grundlage für Haltung, Bewegung und die motorische Koordinat ion. 
Er befähigt Kinder dazu, sich im Raum sicher zu orientieren. Eine gute Raumorientierung ist 
beispielsweise förderlich für das mathematische Verständnis.  
 
Denn mathematische Beziehungen sind räumlicher Natur. So können wir uns auf dem Zahlenstrahl 
und der Hunderter-Tafel vorwärts, rückwärts, diagonal oder nach rechts und links bewegen. Eine gut 
funktionierende taktil-kinästhetische Wahrnehmung bildet die Grundlage für den geschickten Einsatz 
des Körpers, besonders der Hände. Kinder mit einem ausgeprägt en taktil -kinästhetischem Sinn 
können deshalb besser malen und schreiben. Mit dem taktil -kinästhetischen Sinn erschließen sich 
Kinder auch die Welt der Formen. Sie drehen sich im Kreis, hüpfen hoch und runter, schlängeln sich 
am Boden und balancieren auf g eraden und schiefen Linien. Dabei erspüren sie mit ihren Muskeln, 
Sehnen, Bändern und der Haut die verschiedenen Formen und Oberflächen ihrer Umgebung. Die 
vielfältigsten und interessantesten Bewegungsanreize finden Kinder in naturnahen Räumen: 
Balancieren auf Baumstämmen, Laufen, Hüpfen, Springen, Rollen und Kriechen auf Wiesen, Hügeln, 
Schleichwegen, Mauern oder wackelnden Steinen im Bach – das schult die Sinne und macht Kindern 
viel Spaß.  
 
Gezielte Bewegungsangebote für V orschulkinder müssen für sie nachvollziehbar sein und sich zum 
Wiederholen eignen: Bewegung auf wiederkehrende Rhythmen und Reime, Lieder und Refrains oder 
im Rahmen von Kreisspielen bietet den Kindern ein System und motiviert sie zum weiteren Tun. 
 
Psychomotorik in unserer Einrichtung 
Als eine Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen der Kinder versucht die Psychomotorik 
einen ganzheitlichen Zugang zum Kind über Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung zu erreichen.

47 
 
 
Dabei steht das Kind stets im Mittelpunkt allen Geschehens. Entwicklungsprozesse werden über eine 
enge Verknüpfung zwischen Körper, Geist und Seele in Gang gesetzt. Die Psychomotorik befähigt 
das Kind, sich mit sich selbst und seiner materiellen und personalen Umwelt auseinander zu setzen. 
Auf diese drei wichtigen Bausteine b auen wir die täglichen Impulse auf. Die sogenannte Ich -
Kompetenz, Sach-Kompetenz und Sozial-Kompetenz, die das Kind dabei erlangt, dient als Basis für 
eine umfassende Handlungskompetenz. 
 
• Durch die Ich-Kompetenz lernen die Kinder den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, zu erleben 
und mit ihm umzugehen. 
• Durch die Sach -Kompetenz nehmen die Kinder die Umwelt wahr, lernen sich an 
Umweltgegebenheiten anzupassen und erhalten die Möglichkeit, Gegebenheiten zu verändern oder 
zu beeinflussen und unterstützt die Entwicklung der Intelligenz. 
• Durch die Sozial-Kompetenz nehmen die Kinder andere Kinder wahr, passen sich an diese an, z. B. 
in Spielsituationen, gehen mit ihnen rücksichtsvoll um und erleben Kommunikationssituationen 
immer wieder neu. 
 
Über Bewegung und Spiel werden die Kinder über Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und V orlieben so 
motiviert, dass Schwächen, Defizite und Auffälligkeiten in den Hintergrund rücken. Das 
Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt, da es sich in vielfältigen Situation en als kompetent 
erleben kann. Indem sich an den Stärken der Kinder orientiert wird, bleiben den Kindern Misserfolge 
und Frustration erspart. Sie gewinnen an Selbstvertrauen und wagen sich an neue Dinge heran. Die 
positiven Erfahrungen, die die Kinder über  die Psychomotorik machen, übertragen sich meist auch 
auf den gesamten Lernbereich. Somit wird eine solide Basis in einer wichtigen Entwicklungsphase 
der Kinder gelegt, die für die Persönlichkeitsentwicklung und somit für das spätere Lernen in der 
Schule notwendig ist. 
 
Tiergestützte Pädagogik 
Nicht außer Acht zu lassen sind unsere zusätzlichen pädagogischen Mitarbeiter: die Tiere.  
Wir geben in unseren Einrichtungen den Kindern die Möglichkeit, Tiere als Haus - und Stalltiere 
kennenzulernen. In unserem Wohnumfeld ist es den meisten Familien nicht möglich, eigene Haustiere 
zu halten, sodass die Kinder ein großes Interesse an Tieren zeigen. Durch die Tierhaltung in unseren 
Einrichtungen ist es vielen Kindern erstmals möglich, persönlich mit Tieren in Kontakt z u treten. 
Momentan leben bei uns Ponys, Hühner, Vögel und ein Kindergartenhund. Die elementaren 
Grundbedürfnisse der Tiere ähneln denen der Menschen und sind aus diesem Grund für die Kinder

48 
 
 
einfach zu verstehen. Durch die Unterstützung bei der Versorgung, übernehmen die Kinder schon 
früh Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Auch über diese täglichen Rituale und verschiedenen 
Aktionen mit den Tieren werden zusätzliche Sprachanlässe geschaffen. Die Fähigkeit zur sozialen 
Interaktion wird durch den Kontakt zwischen Kind und Tier gefördert. Will das Kind eine Beziehung 
zu dem Tier aufbauen und mit diesem kommunizieren, so muss es lernen, Einfühlungsvermögen für 
ein anderes Lebewesen zu entwickeln und es zu schätzen 
 
Ziele: in Bezug auf Bewegung in Verbindung mit unseren Tieren: 
• wirken motivierend und steigern die Lebensqualität 
• haben einen hohen Aufforderungscharakter 
• fördern Verantwortungsbereitschaft und das Bewusstsein für andere Lebewesen 
• wirken entspannend und stressreduzierend 
• erlauben Körperkontakt 
• stärken die Entwicklung der sensomotorischen-perzeptiven Kompetenzen 
• ermuntern zu körperlicher und geistiger Aktivität 
• verhelfen zu mehr Selbstvertrauen 
• regen zu motorischer Bewegung an 
• sind eine soziale Unterstützung für das Kind 
• stärken das Selbstwertgefühl

49 
 
 
3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . richtet sich in der Zusammenarbeit mit Eltern nach 
dem systemischen Ansatz. Der Träger befindet sich momentan im Zertifizierungsproz ess zur DGSF 
(Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V .) 
„empfohlenen Einrichtung“ der Kinder- und Jugendhilfe.  
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Mitarbeitern, in 
denen beide Parteien gemeinsam Verantwortung für den Bildungsprozess des Kindes tragen. Die 
gemeinsame Sorge für das Kind, seine Entwicklung, Erziehung und Förderung steht hierbei im 
Zentrum der Zusammenarbeit, welche durch ein wertschätzendes, empathisches M iteinander und 
gegenseitigen Respekt geprägt ist. Eltern sind die Experten für ihr Kind. Die bisherigen Erfahrungen 
aus der Familie bilden die Grundlagen für die Zusammenarbeit, auf denen wir gemeinsam aufbauen. 
Mit diesem Wissen kann u. a. die Eingewöhnun g eines Kindes individuell gestaltet werden. Eine 
wichtige Aufgabe in der Elternpartnerschaft besteht also darin, beide Lebenswelten des Kindes zu 
verbinden. 
Angebote  
Der Träger arbeitet mit zwei einrichtungsübergreifenden „Elternbegleitern“, die den Familien mit 
einem hohen Bedarf an praktischer Hilfe und Unterstützung, im Hinblick auf die Bildungsverläufe 
ihrer Kinder, mit Rat und praktischer Anleitung zur Seite stehen. Insbesondere Familien mit 
Migrationshintergrund, Familien aus sozial benachteiligten Lebenslagen und bildungsungewohnte 
Familien profitieren von niederschwelligen und aufsuchenden Angeboten der Elternbegleitung. Ziel 
der Elternbegleitung ist die Stärkung der Familie als zentraler Ort der frühen Bildung und Förderung 
von Kindern. Die Bildungsbegleitung von Familien, die Beratung von Eltern und 
Erziehungsverantwortlichen zu Bildungssystem und Bildungsübergängen sowie die Stärkung von 
Erziehungskompetenzen sind wesentliche Bausteine auf dem Weg zu früher Bildung  und sozialer 
Chancengleichheit aller. 
Aufgabenbereiche: 
• Stärkung der Elternkompetenz: Eltern und Familien werden für den Stellenwert von Bildung 
sensibilisiert und bei der individuellen Förderung der Kinder und der Stärkung von Alltagsbildung in 
der Familie unterstützt. 
• Eröffnen von Bildungsoptionen: Es werden Angebote zur Beratung und Begleitung der Eltern 
zu Themen wie kindliche Bildungsverläufe und Bildungsinstitutionen eingerichtet.

50 
 
 
• Beratung zu Bildungsübergängen: Eltern erhalten Unterstützung bei Fragen zum Übergang in 
die Kita, von der Kita in die Schule und zur Schulwahl. 
• Stärkung der partnerschaftlichen Vereinbarkeit: Familien werden mit handlungsorientier -ten 
Hilfen, insbesondere zur Rolle von Vätern in Erziehungsverantwortung und partner -schaftlicher 
Elternschaft, unterstützt. 
• Verstehen von Familien: Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern schätzen die Fähigkeiten 
der Kinder ein und vermitteln Familien bei Bedarf an andere Dienste. 
• Verbessern der Zusammenarbeit: Elternbegleiterinnen u nd Elternbegleiter fungieren als 
Bindeglied zwischen Familien und Bildungseinrichtungen und unterstützen die Erziehungs - und 
Bildungspartnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern. 
• Entwicklung neuer Angebote: In den Einrichtungen werden neue, niederschwel lige Formen 
und Inhalte der Eltern- und Familienbildung erprobt und etabliert. 
• Einrichten von Netzwerkstrukturen: Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen eltern- 
und kindbezogenen Einrichtungen, Institutionen und Trägern im Sozialraum wird initiier t und 
verstetigt. 
Die Erziehungs - und Bildungspartnerschaft hat in unserer Elterninitiative einen besonderen 
Stellenwert. Die Eltern lassen nicht nur ihr Kind in unserer Einrichtung betreuen, sondern werden 
auch selbst Mitglied im Verein. Dies bedeutet, da ss sie über das Organ der Mitgliederversammlung 
über sämtliche V orgänge in der Geschäftsführung informiert werden, Transparenz bezüglich der 
Finanzen besteht und sie durch ihr Stimmrecht Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb der 
Trägerschaft finden. Eine weitere Möglichkeit, sich aktiv in das Kita geschehen einzubringen, gibt es 
über die Mitwirkung im Elternrat. Der Elternrat bildet eine zusätzliche Brücke zu der Elternschaft 
und wird aktiv in unseren Einrichtungen in folgende Aufgaben einbezogen: 
• Das Rec ht auf Information über alle die Einrichtung betreffenden Angelegenheiten durch 
Kita-Leitung und Träger 
• Ausgestaltung der Kindertagesstätte 
• Organisatorische und finanzielle Angelegenheiten  
• Personalausstattung 
• Die Öffnungs- und Schließzeiten 
• Kriterien für die Aufnahme von Kindern 
• Die Grundsätze der pädagogischen Konzeption 
• Die Jahresplanung 
• Die Elternarbeit der Kindertageseinrichtung 
• uvm. 
Transparenz ist in unserer Arbeit grundlegend, wie auch der Name des pädagogischen Ansatzes schon 
sagt „Offenes Konzept“. Die Eltern finden in den Einrichtungen des Trägers zu jedem 
Schwerpunktbereich einen Aushang, der wöchentlich die aktuellen Spielprozesse und Spielinhalte

51 
 
 
der Kinder beschreibt. Wir nennen diese „sprechende Wände“. So sind die Eltern neben den Tür-und-
Angel-Gesprächen jederzeit über die aktuellen Geschehnisse in der Einrichtung informiert.  
In den Einrichtungen befindet sich im Eingangsbereich der „Empfang“, an dem die Eltern und Kinder 
jederzeit einen Ansprechpartner für ihre Anliegen f inden. Der Empfang bietet die Möglichkeit, die 
Eltern und Kinder zu begrüßen und zu verabschieden, die Anwesenheit zu dokumentieren und 
Informationen auszutauschen. Zudem steht jeder Mitarbeiter den Eltern für sogenannte Tür -und-
Angel-Gespräche zur Verfügung. Mindestens zweimal jährlich findet ein Beratungsgespräch nach 
den systemischen Grundlagen statt. In diesen Gesprächen soll es einen Austausch über die familiäre 
Situation und die Kitasituation geben. Der Gesprächsinhalt richtet sich in erster Linie ganz nach dem 
Anliegen der Eltern und erst zweitrangig nach dem Anliegen der Einrichtung.  
Der Elternabend/Elternnachmittag  
Das Kindergartenjahr ist gespickt von Angeboten für die Familien und den Sozialraum. Wir verstehen 
unsere Einrichtungen als Bildungsstätten für alle Interessierten. Die Themen für diese 
Veranstaltungen ergeben sich aus den Bedürfnissen und Interessen der Eltern oder werden direkt von 
uns ausgewählt. 
Methodisch setzen wir auf Vielfalt, dies kann z. B. ein gemeinsames Frühstück mit einem besonderen 
Gesprächsthema oder ein V ortrag durch externe Referenten sein. Hier kommt der Einsatz unserer 
beiden „Elternbegleiter“ zum Tragen, die ihre Aufgaben hauptsächlich in der Betreuung der Eltern 
sehen. Sie erarbeiten gemeinsam mit den Eltern einen Kalender mit Themen und Veranstaltungen und 
sind zu jederzeit Ansprechpartner für jegliche Anliegen der Eltern.  
Das Anmeldegespräch  
Das Anmeldegespräch ist für uns besonders wichtig, um die interessierten Eltern kennenzulernen und 
ihnen unsere besondere Arbeit vorzustellen. Das Gespräch beinhaltet auch eine Führung durch die 
Einrichtung, die Mitgabe von Informationsmaterial und die Information über den Träger als 
Elterninitiative. Insgesamt nehmen wir uns für das Anmeldegespräch eine Stunde Zeit.  
Feste  
Gemeinsam feiern wir mit den Eltern die Feste der unterschiedlichen Religionen und Kulturen.

52 
 
 
Formen der Beteiligung von Kindern 
Kinder sind kompetente Akteure der eigenen Entwicklung. Sie setzen sich von Beginn ihres Lebens 
an aktiv und aus eigenem Antrieb mit ihrer sozialen und materiellen Umwelt auseinander und fällen 
dabei immerzu wichtige Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben. Partizipation auf der 
Beziehungsebene bedeutet, Kinder als Experten ihres eigenen Lebens ernst zu nehmen.  Unseren 
Kindern wird das Leben in einer demokratischen Gemeinschaft vermittelt. Sie lernen und erfahren 
die Grundprinzipien einer Demokratie. Die Kinder erleben, dass eigene Beiträge und Ideen wichtig 
sind und ernst genommen werden. Jedes einzelne Kind so ll ein Bewusstsein dafür erlangen, dass 
seine Mitarbeit bei der Gestaltung des Alltags möglich und ausdrücklich erwünscht ist und somit zum 
gelingenden Miteinander beiträgt. Die Kinder nehmen aus dem Kindergarten wichtige Erfahrungen 
mit, wie man sich in e iner Gemeinschaft einbringen kann, nach welchen Regeln 
Entscheidungsprozesse stattfinden können und wie wichtig eine gleichberechtigte Zusammenarbeit 
aller Beteiligten ist. Partizipation ist ein Schlüsselprozess für gelingende Bildung und als 
"Demokratie lernen" zu verstehen. 
In unseren Einrichtungen ist Partizipation ein Recht der Kinder und damit eine Verpflichtung für 
jeden einzelnen Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, kindgerechte Formen sozialer Partizipation zu fördern 
und die aktive Beteiligung von Kinde rn an demokratischen Entscheidungsprozessen zu erhöhen. 
Dazu gehören die Haltung, sich zuständig zu fühlen für die eigenen Belange und die der Gemeinschaft 
und die Kompetenz, sich konstruktiv streiten zu können, also eigene Interessen vertreten und sich in 
andere hineinversetzen zu können. Derartige Haltungen und Kompetenzen entwickeln sich früh. Und 
wie andere Bildungsinhalte können sie nicht vermittelt, sondern nur handelnd erworben werden. 
Partizipation ist in unseren Kindertageseinrichtungen strukturell  verankert und findet sich in 
Kinderparlamenten, Kinderräten oder Kinderkonferenzen wieder, welche unterschiedliche 
Möglichkeiten mit sich bringen. Diese Gremien treten im Alltag selbstverständlich mit allen 
Beteiligten zusammen und sind mit Entscheidungsb efugnissen ausgestattet, die nicht nur für die 
Kinder, sondern auch für die Erwachsenen bedeutsam sind.

53 
 
 
3.2.7 Bildungsdokumentation  
 
Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . hat für sich ein Beobachtungs - und 
Dokumentationssystem entwickelt, das si ch dank regelmäßiger Fortschreibung ganz auf die 
individuelle Bildungsgeschichte der Kinder bezieht. Neben den eher zufälligen 
Alltagsbeobachtungen und Wahrnehmungen, welche die Grundlagen für Beurteilungen über die 
Kinder bilden, ist für die Einrichtungen der Elterninitiative eine Ergänzung durch systematische- und 
methodische Beobachtungen von besonderer Bedeutung. 
 
Entwicklungsdokumentation  
Die Entwicklungsdokumentation konzentriert sich auf die Fortschritte in den einzelnen 
Kompetenzbereichen. Hierbei steht der aktuelle Entwicklungsstand im V ordergrund. Die 
Dokumentation erfolgt auf dem Kita Server, der für alle Mitarbeiter durch einen persönlichen Login 
zugänglich ist. Dies bietet den V orteil, dass alle Informationen zu den Kindern und Familien allen 
Kollegen gleichzeitig und zentral zur Verfügung stehen.  Das spezielle Beobachtungssystem 
beinhaltet Beobachtungen für die verschiedenen Kompetenzbereiche. Zu jedem einzelnen Kind 
werden monatlich von mind. drei unterschiedlichen Fachkräfte Beobachtungen zu  jedem 
Kompetenzbereich niedergeschrieben.  Alle vier Monate wird anhand der Beobachtungen ein, auf die 
Bildungsgeschichte des Kindes, ausgerichteter Entwicklungsbericht erstellt. Dieser 
Entwicklungsbericht beinhaltet die Familienanamnese sowie die Entwick lungen in den einzelnen 
Kompetenzbereichen. Den Abschluss bilden die formulierten Ziele für die kommenden drei Monate. 
Der Schwerpunkt dieser Dokumentationsarbeit liegt hier ganz auf den positiven 
Entwicklungsschritten, Stärken und Interessen des Kindes. E rgänzt wird diese 
Entwicklungsdokumentation durch die „Altersbezogenen Merkmale“ und den Basik -Bogen 
(Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen).  
 
Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio)  
Unser Portfolio ist ein bleibendes Erinnerungsstück und eine individuelle Dokumentation der 
Entwicklung von, mit und für die Kinder. Um die Bildungsgeschichte transparent zu machen, wird 
für jedes Kind ein Portfolio angelegt. In Gemeinschaftsarbeit von Kind, Eltern und Erziehern werden 
einzelne bedeutende Lern - und Bildungsprozesse dokumentiert und festgehalten. Es entsteht eine 
Biografie des Lernens, eine positiv dargestellte Kindergartenzeitreise mit den wichtigsten Bildungs - 
und Entwicklungsschritten des Kindes. So kann das Kind selbst erkennen, wie es sich verändert hat. 
Tag für Tag erleben wir mit den Kindern Situationen, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden. Die

54 
 
 
kleinen oder auch größeren Entwicklungsschritte, die jedes Kind individuell für sich meistert, gilt es 
in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen. Die Kinder spüren unsere Wertschätzung, wenn sie erleben, 
dass wir ihrem Tun Bedeutung beimessen und es dokumentieren. Sie begleiten das Aufschreiben und 
fügen oft noch erklärende und ergänzende Kommentare hinzu. Portfolios geben uns die Chance, die 
Lernschritte und die Entwicklungsgeschichte der Kinder professionell und wertschätzend 
festzuhalten.  
 
Jedes Portfolio ist anders - ganz so, wie auch jedes Kind einzigartig ist. 
 
Für unser Portfolio haben wir folgende Ziele: 
• Kinder werden angeregt, über sich selbst nachzudenken 
• Dem Kind bei jeglichen Inhalten mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen 
• Positive Nähe zu jedem Kind  
• Sammlung wertvoller Erinnerungen für das Kind 
• Entwicklungsschritte werden für und vor allem mit den Kindern erarbeitet 
• Kinder sammeln Erfahrungen über ihre Arbeitsweise und wie sie dokumentiert werden kann 
 
Das Kind lernt sich selbst Ziele zu stecken und zu erreichen. Es lernt Selbstinitiator zu werden, sich 
selbst zu reflektieren, V erantwortung für sein eigenes Lernen mit zu übernehmen und weitere 
Lernschritte eigenständig zu planen. Die von Grund auf positive Ausrichtung verhilft so zu 
Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. 
 
Das Portfolio dient nicht nur dem Kind selbst, sondern au ch seinen Eltern,  die sich anhand der 
Dokumentationen immer wieder über den Bildungsstand und die Bildungsprozesse ihres Kindes 
informieren können. Dies bildet die Basis für den Austausch und die Kooperation mit den Eltern. Die 
Erzieherinnen können mit die ser Dokumentation ihr pädagogisches Handeln für die Weiterbildung 
des Kindes abstimmen. Die Beobachtungen sind ein Bestandteil der Beziehung zwischen den 
pädagogischen Fachkräften und den Kindern, die sich in der direkten Kommunikation und Interaktion 
weiterentwickeln. Die Einrichtung hat darüber hinaus die Möglichkeit,  eigene pädagogische Arbeit 
darzustellen und diese als unterstützendes Element zur Qualitätsentwicklung zu nutzen. 
 
Sprechende Wände  
Zuzüglich verwenden die Schwerpunktbereiche die „sprechenden Wände“ aus der Reggiopädagogik, 
die in kleinen Schritten Entwicklung für und mit Kindern durch Fotos aufzeigen

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3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt  
 
Nicht jedes Kind hat Großeltern oder sieht die eigenen oft genug. Dabei ist eine Begegnung zwischen 
den Generationen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder sehr wichtig. Die 
intergenerative Pädagogik bietet solch eine Möglichkeit. 
 
Wir konnten feststellen, dass der regelmäßige Kontakt zwischen unseren Kindern und Senioren nicht 
nur den institutionellen Alltag in unseren Einrichtungen bereichert, sondern auch zu einem neuen 
gegenseitigen Verständnis der beiden Generationen führt. 
 
Unsere Mitarbeiter sind sich darin einig, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen jungen 
und alten Menschen für beide Seiten eine enorme Bereicherung darstellt. Sie stabilisiert die Identität 
von Senioren und steigert ihre Lebensfreude. Kinder wiederum erleben mit den alten Menschen, etwa 
durch Erzählungen und alte Lieder, Bereiche und Facetten des Leb ens, die ihnen sonst verschlossen 
blieben. Die kindliche Phantasie wird angeregt und erhält neue Impulse, während den alten Menschen 
wichtige Erfahrungs- und Lernprozesse ermöglicht werden. Senioren, die in Altenheimen versorgt 
werden und in den Einrichtungen häufig die Verbindung zur Außenwelt verlieren, können durch den 
regelmäßigen Kontakt zu Kindern leichter den Bezug zum heutigen Leben erhalten. Sie bleiben auf 
diese Weise aktiv und müssen sich mit neuen Gegebenheiten, wie etwa mit zeitgemäßen 
Erziehungsweisen, auseinandersetzen. Sie lernen dabei, eigene V orstellungen zu hinterfragen und 
sich auf den heutigen - weniger autoritären - Umgang mit Kindern einzustellen. Genau diese geistige 
Mühe, eigene Anschauungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidi eren, beschreiben unsere 
Mitarbeiter als erstaunlich dynamisierend für alte Menschen. 
 
Unsere Erzieherinnen und die Pflegekräfte aus den Altenheimen arbeiten hier eng zusammen. Sie 
planen Aktionen und schaffen Begegnungsräume und -situationen, in denen sich alle Beteiligten 
angesprochen und aufgehoben fühlen. Dabei geht es weniger um einmalige Veranstaltungen, wie das 
ritualisierte V orsingen von Kindern in Altenheimen während der Adventszeit. Der Schwerpunkt der 
intergenerativen Arbeit liegt vielmehr auf der Kontinuität der Kontakte, d. h. auf einer echten Chance 
für Kinder und Senioren, sich individuell zu begegnen und tiefergehende Beziehungen aufzubauen.

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3.2.9 Umwelterziehung  
 
Der Begriff „Umwelt“ umfasst ein weites Spektrum. Im V ordergrund steht für uns die Nachhaltigkeit 
sowie die Umwelterziehung. Diese umfasst nicht nur die Pflege von Gärten, sondern bezieht sich auf 
unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern. Daher arbeiten wir in unseren Einrichtungen mit vielen 
natürlichen Materialen. Diese bieten den Kindern optimale Bedingungen, um ihren Forscherdrang 
auszuleben. Dabei ist uns die Natur eine große Hilfe. Dies geschieht z. B. durch Waldspaziergänge 
oder auf unseren Außenanlagen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder ein Gefühl für die Um welt und 
Natur bekommen. Um Ihnen dieses Verständnis näherzubringen, besitzen unsere Einrichtungen 
verschiedenste Bücher zu den Themen Umwelt und die Tiere unserer Erde.  
 
V or allem unsere Außenanlagen bieten mit unseren Naturpädagogen viele Möglichkeiten durch 
natürliche Materialien die Natur näher kennenzulernen sowie zu erforschen und zu experimentieren. 
Aber nicht nur das Außengelände bietet den Kindern ein Forschererlebnis, sondern auch unser 
Forscherbereich in den Einrichtungen schafft Möglichkeiten, in denen die Kinder verschiedene 
Materialien kennenlernen und mit ihnen experimentieren können.  
 
Natürlich möchten wir unserer Umwelt auch etwas zurückgeben, daher ist der Begriff 
„Nachhaltigkeit“ bei uns von besonderer Bedeutung. Wir verzichten auf Materialien, welche Plastik 
aufweisen, z. B. bei Spielzeugen, sondern setzen auf Mittel aus der Natur. Zu diesen zählen z. B. 
Steine, Blätter oder auch Sand. Auch viele Spielgeräte sind aus Bruchstücken erbaut worden.  
 
Des Weiteren haben wir unsere Arbeit digi talisiert. Dies geschieht durch unseren internen Server. 
Damit ist es möglich, die Dokumente und Fotos intern zu speichern, sodass nur ein Bruchteil der 
geschriebenen Arbeiten ausgedruckt werden muss. Auf diese Art wird eine Menge Papier eingespart 
und die Umwelt geschont. Auch im Bereich der Ernährung wird bei uns auf Nachhaltigkeit geachtet. 
Dabei ist unsere Ökotrophologin eine große Unterstützung. Sie gibt uns Ratschläge, z. B. für 
Verbrauchsmengen und Lebensmittelprodukte. Dabei steht das Thema Gesundhe it im V ordergrund. 
Unsere Einrichtungen sind ebenfalls von Plastikflaschen auf einen Soda -Stream umgestiegen, um 
Müll zu vermeiden. Wir möchten unsere Arbeit im Bereich der Umwelt immer weiter ausbessern, 
daher sind in der nächsten Zeit Kompostanlagen, wei terhin die Gesundheitsförderung unserer 
Mitarbeiter und weitere digitale Erneuerungen, wie z. B. die Verteilung von Elternbriefen per E-Mail, 
geplant.

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3.2.10 Gesundheitserziehung 
 
Gesundheitserziehung findet in unseren Einrichtungen alltäglich statt. De r Bezug zu gesunder 
Ernährung, Bewegung, Hygiene, Sicherheit, Krankheiten, Stress und Belastungen der Psyche wird in 
unseren Einrichtungen mit den Kindern hergestellt. Mit Hilfe unseres Bewegungskonzeptes stellen 
unsere ErzieherInnen nicht nur sicher, dass  Kinder sich ausreichend bewegen, sondern dass Kinder 
auch dazu motiviert werden, sich zu bewegen. Sie sollen den Zusammenhang zwischen der 
Gesundheit und ausreichender Bewegung herstellen können. Unsere Kinder haben die Möglichkeit, 
sich aufgrund des „Off enen Konzeptes“ ganztägig und ganzjährig im Freien aufhalten. Durch die 
begleiteten Spielprozesse auf unserem Außengelände halten sich unsere Kinder auch bei schlechtem 
Wetter draußen auf. 
 
Einmal jährlich bekommen unsere Einrichtungen Besuch vom Zahnarzt. Hier wird den Kindern nicht 
nur die Wichtigkeit der Zahn - und Mundhygiene nähergebracht, sondern auch das richtige 
Zähneputzen gezeigt. Die Entstehung von Parodontose und Karies wird den Kindern erklärt und die 
Bedeutung der V orbeugung aufgezeigt. Die Kinder lernen den Aufbau und die Funktion des Gebisses 
kennen. 
 
Aber nicht nur der Zahnarzt klärt die Kinder über die Zahn - und Mundhygiene auf, sondern auch 
unsere ErzierInnen. Sie geben den Kindern Erklärungen zum Thema anhand von Bilderbüchern oder 
durch Gespräche. Täglich werden unsere Kinder daran erinnert, nach den Mahlzeiten ihre Zähne zu 
putzen. Dazu steht jedem Kind eine eigene Zahnbürste und ein eigener Zahnputzbecher zur 
Verfügung.  
 
Einer unserer Schwerpunkte ist die gesunde Ernährung. Unsere Kinder sollen nicht nur gesunde 
Mahlzeiten zu sich nehmen können, sondern auch ein Verständnis dafür bekommen, wieso eine 
gesunde Ernährung so wichtig für die Gesundheit ist. Dazu gehört das begleitete Einkaufen auf dem 
Wochenmarkt oder in den Supermärkten, die aktive Beteiligung am Kochen und das Bewusstmachen 
von ungesunden und gesunden Lebensmitteln. Bei dem Thema gesunde Ernährung spielen die Eltern 
eine wichtige Rolle.

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3.2.11 Gesunde Ernährung  
 
Unsere Kinder sollen gesund aufwachsen. Dazu ist ein qu alitatives Essen eine wichtige 
V oraussetzung. In unserer Kita sammeln unsere Kinder prägende Erfahrungen im Umgang mit 
Lebensmitteln. Die Verpflegung in unseren Kindertageseinrichtungen leistet einen wichtigen Beitrag 
zur Förderung der geistigen und körperlichen Entwicklung. 
 
In unseren Einrichtungen steht den Kindern ein Kinderrestaurant zur Verfügung, welches durch 
unsere Frischküchen in den Kitas mit ausgewählten und ausgewogenen Mahlzeiten, wie das 
Frühstücks- und auch Mittagsbuffet, bestückt wird. Jede  Mahlzeit, ob Frühstück oder Mittagessen, 
wird täglich frisch in der Kita zubereitet und den Kindern angeboten. Dabei arbeiten wir nach dem 
FitKid Konzept der DGE. Alle unsere Einrichtungen werden von der trägereigenen Ökotrophologin 
begleitet und unterstü tzt. Unser „Ernährungskonzept“ wurde durch den Pluspunkt Ernährung der 
Anerkannten Bewegungskindertageseinrichtung und durch die DGE zertifiziert.  
 
Das Restaurant ist strukturell so ausgestattet, dass es den Kindern beim Betreten möglich ist, die 
Abläufe zu erkennen. Der Raum zeichnet sich durch die Gestaltung der Kinder über Wand - und 
Tischdekoration aus. Das Mobiliar in der Küche ist so ausgesucht, dass es den Kindern die für das 
Essen erforderlichen Bewegungsmöglichkeiten bietet. Das Mobiliar besteht aus runden Hockern und 
Bänken, die unterschiedliche Möglichkeiten des Sitzens zulassen. Dies soll den Kindern die 
Möglichkeit geben, eine ihnen angenehme Sitzposition zu wählen. Gleichzeitig bieten wir dem Kind 
die Möglichkeit, auch auf anderen Ebenen, ihr E ssen zu sich zu nehmen. Das kann zum einen auf 
Bodenebene stattfinden oder auch im Freien in Form eines Picknicks. Das Essen im Restaurant wird 
auf einem großen Tisch in Buffetform, sowohl zum Frühstück, als auch zum Mittagessen, angeboten. 
Das Restaurant ist für die Kinder den ganzen Tag geöffnet und bietet zwischen den Hauptmahlzeiten 
Zwischenmahlzeiten an. 
 
1. Der Einrichtung steht ein separater Raum als Restaurant zur Verfügung. Das hat den 
V orteil, dass die Mahlzeiten klar von den übrigen Aktivitäten abgrenzt sind.  
2. Die Kinder entscheiden, wann sie essen möchten und bestimmen somit auch die Dauer 
der Mahlzeit (Selbstbestimmung). Somit entscheiden die Kinder in ihren 
Spielprozessen, wann sie diese unterbrechen möchten. Die Kinder lernen so Rücksicht 
zu nehmen auf ihre Gefühle wie Hunger und Sättigung. Dies unterstreicht noch einmal 
die Verantwortung für sich selbst.

59 
 
 
3. Die Kinder organisieren ihr Frühstück in Bezug auf ihre Partner. Sie laden sich 
entweder Partner ein oder werden eingeladen. So werden gemeinsam e Interessen am 
Tisch thematisiert und es erfolgt ein verbal gemeinsames Miteinander. 
4. Durch die kleineren Gruppen ist der Geräuschpegel bedeutend geringer, dies wird 
durch Kommunikationsregeln unterstützt. 
5. Bei der Auswahl der Nahrungsmittel stehen den Kindern eine Vielzahl von gesunden 
Lebensmitteln zur Verfügung die unterschiedlich probiert werden können. Die Kinder 
tauschen sich beim Verzehr der Lebensmittel über ihre V orlieben und Abneigungen 
aus. Dies wiederum unterstützt die Motivation der Kinder von a nderen Kindern 
Lebensmittel zu probieren. Die Möglichkeit andere Kinder bei der Auswahl und dem 
Verzehr ihrer Lebensmittel zu beobachten, animiert dazu, unbekannte Lebensmittel 
auszuprobieren. 
6. Die Kinder entscheiden über Menge und angebotene Lebensmittel s elbständig und 
werden in ihrem Tun durch eine anwesende Erzieherin positiv unterstützt. 
7. Die Kinder werden keinesfalls angehalten Lebensmittel zu probieren. 
8. Da wir zu unseren Mahlzeiten ausschließlich gesunde Lebensmittel anbieten bleibt die 
Auswahl der Lebensmittel, sowohl zum Frühstück als auch zum Mittagessen, in der 
Entscheidung des Kindes. 
9. Das Angebot des Buffets bedeutet für unsere Kinder ein sehr selbständiges Agieren, 
angefangen mit dem Eindecken des Tisches sowie mit dem Auffüllen ihres Tellers. 
10. In den Einrichtungen hat das Buffet den V orteil, dass sowohl die Räumlichkeiten nicht 
umstrukturiert werden müssen, als auch den, dass alle Kinder nicht zeitgleich ihre 
Mahlzeit einnehmen müssen. 
 
Zur Erläuterung beziehen wir uns besonders auf die evolutionäre Entwicklung des Menschen, speziell 
auf die Entstehung und Entwicklung des Geschmackssinns und dessen Bedeutung. 
 
Uns ist zunächst genetisch gegeben, Süßes und Fettiges auszuwählen, Bitteres jedoch abzulehnen – 
Muttermilch erfüllt diese beiden Anforderungen perfekt. Die gute Erfahrung, dass die Kinder mit der 
süßen und fetten Milch in den ersten Lebensmonaten gut gedeihen, führt dazu, dass sie während der 
Beikostzeit und später auch dann am Familientisch immer wieder auf der Suche nach Süßem und 
Fettigem sind. Wenn ein Lebensmittel süß und fettig ist, enthält es konzentrierte Energie. Und das ist 
genau das, was Kinder brauchen. Sie haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen sehr hohen 
Energiebedarf und gleichzeitig einen relativ kleinen Magen, der noch nicht so große

60 
 
 
Nahrungsmengen aufnehmen kann. So brauchen Kinder Nahrungsmittel, die bei geringem V olumen 
viel Energie enthalten. 
 
Der kritische Blick auf das Gemüse, den Kinder häufig zeigen, ist vor diesem Hintergrund leicht zu 
verstehen. Das Ablehnen von Gemüse - besonders von grünem Gemüse - ist kein Trotzverhalten, 
sondern pure Überlebensstrategie. Gemüse mit geringem Energiegehalt, das noch nicht einmal sü ß 
ist, füllt zwar den Magen, macht jedoch nicht ausreichend satt. Gemüse als Frischkost -Fingerfood 
wird sehr gerne gegessen, hat aber in der Hauptsache einen spielerischen und durstlöschenden Effekt. 
Knabbergemüse kracht so schön, macht aber nicht satt, was aber auch nicht der Anspruch ist. Bei der 
warmen Mahlzeit hingegen haben die Kinder das Bedürfnis, sich zu sättigen, da reicht das pure 
gegarte Gemüse einfach nicht aus. 
 
Eltern und Erzieher sind sich in einem Punkt einig. Wenn es um das Essen geht, sind  kleine Kinder 
komplett unvernünftig. Sie präferieren ungesunde Nahrungsmittel. Nicht selten werden gesunde 
Lebensmittel von ihnen außer Acht gelassen. 
  
Neben dem Geschmackssinn gibt es noch weitere Leitplanken, die alle Menschen zu einem sicheren 
Essen f ühren. Etwa der sogenannte Garcia- Effekt: Hat ein Nahrungsmittel einmal Übelkeit oder 
Erbrechen ausgelöst – und sich so als potenziell giftig erwiesen –, so wird es langfristig abgelehnt. 
Eine einzige schlechte Erfahrung reicht dabei aus, um das jeweilige  Nahrungsmittel jahrelang zu 
meiden – zumindest bei Kindern. 
 
Die Neophobie folgt einem bei allen Kindern in etwa gleichen zeitlichen Verlauf: Zwischen vier und 
sechs Monaten ist sie am geringsten ausgeprägt – die meisten Säuglinge probieren in diesem Alte r 
praktisch alles, was ihnen angeboten wird. Ab etwa dem 18. Monat verengt sich der Auswahlhorizont 
allmählich, der Blick wird immer kritischer, der Mund öffnet sich immer zögerlicher. Im späten 
Kleinkind- und Kindergartenalter hat die Skepsis gegenüber Ne uem ihr Maximum erreicht: Kinder 
sind dann wirklich schlechte Esser und lehnen neue geschmacklich komplexe oder eventuell bitter 
schmeckende Nahrungsmittel oft komplett ab.  Erst zwischen acht und zwölf Jahren weitet sich der 
Wahlhorizont wieder, Kinder be ginnen jetzt mit vorher undenkbaren Nahrungsmitteln wie Pilzen, 
stärkeren Käsesorten und auch Gemüse wie Brokkoli zu experimentieren. 
 
Auf der Hitliste der kindlichen Ablehnung stehen Kohlgewächse, wie z. B. Rosenkohl, ganz oben. 
Diese Gemüsesorten sind schwefelhaltige Senfgewächse, die kleinen Kindern nicht selten Bauchweh

61 
 
 
bereiten. Der zeitliche Verlauf der Neophobie erklärt sich evolutionsbiologisch so: Während das Kind 
gestillt wird und in unmittelbarer Nähe der Mutter lebt, soll sein Geschmackshorizont noch breit sein 
– schließlich sorgt die Mutter (oder andere vernünftige Erwachsene) dafür, dass das, was das Kind zu 
essen bekommt, auch sicher ist. Ganz anders ist es, wenn das Kind die Umwelt auf eigenen Beinen 
erforschen kann. Was ab jetzt in den Mund kommt, unterliegt nicht mehr der Kontrolle der Eltern. 
Anstelle der Eltern sichert nun die natürliche Verengung des Wahl - und Geschmackshorizonts das 
Überleben. Alles was unbekannt ist, wird hartnäckig gemieden – insbesondere dann, wenn es dazu 
noch grün i st oder bitter schmeckt. Erst wenn die kindlichen Organe reifer (d. h. weniger anfällig 
gegenüber Giftstoffen) sind und, wenn die Nahrungsauswahl durch soziales Lernen »abgesichert« ist, 
kann sich der Geschmacks- und Wahlhorizont wieder öffnen. 
 
Soziales Lernen 
Langfristig bedeutet dies, dass Kinder durch V orbilder und Gewöhnung lernen. Kinder, die bestimmte 
Nahrungsmittel zunächst ablehnen, zeigen sich später oft doch bereit diese anzunehmen, wenn sie 
ihnen an aufeinanderfolgenden Tagen mehrfach angeboten werden. Kinder essen bestimmte 
Nahrungsmittel nicht deshalb, weil sie ihnen schmecken, sondern sie schmecken ihnen, weil sie 
immer wieder davon essen. 
 
Kinder nähern sich dem neuen Nahrungsmittel in vorsichtigen kleinen Schritten. Wenn sie probieren, 
dann zuerst nur ganz wenig. Auch hat sich gezeigt, wie wichtig V orbilder bei der Entwicklung des 
kindlichen Geschmacks sind. Das Kind am Tisch greift oft spontan nach dem, was sich die Mutter in 
den Mund stecken will. Studien bestätigen: Ein- bis Vierjährige probieren ein neues Nahrungsmittel 
doppelt so häufig, wenn ein freundlicher Erwachsener davon zuerst nimmt! Auch wenn sie sehen, 
dass andere, vor allem Geschwister, das Essen mögen, greifen sie eher zu. 
 
Darüber hinaus beschleunigt lustvolles Spielen die Gew öhnung. Wie Experimente zeigen, wird 
Nahrung besser akzeptiert, wenn Kinder die nicht gerade geförderten Verhaltensweisen wie In -den-
Mund-Stecken, Ablutschen und Wegwerfen zeigen dürfen. Auch das taktile Erleben scheint zum 
»Kennenlernen« von Nahrungsmitteln zu gehören. Dabei scheint es für die geschmackliche Prägung 
eine – womöglich je nach Nahrungsmittel unterschiedliche – sensible Phase zu geben. Hydrolysierte 
Säuglingsnahrungen etwa lassen sich in den ersten vier Monaten recht einfach einführen, danach 
werden Hydrolysatnahrungen von Kindern praktisch nicht mehr akzeptiert.

62 
 
 
In welcher Geschmackswelt Kinder letzten Endes landen, folgt aber auch erblichen Einflüssen: Rund 
ein Viertel der Mitteleuropäer sind sogenannte Supertaster. Sie haben besonders viele 
Geschmacksrezeptoren für Bitterstoffe auf der Zunge. Bitteres schmeckt für sie also noch bitterer!  
Manches Kind, das »besonders schlecht isst«, dürfte zu dieser Gruppegehören. Andererseits können 
sie auch feinere Unterschiede in der  Welt des Bitteren erkennen. Supertaster verfügen über ein sehr 
empfindliches Mundgefühl. Sie empfinden etwa sehr fette Nahrung als unangenehm.  Auch die 
V orliebe für eiweißreiche Nahrung hat eine erbliche Komponente. 
 
Der evolutionäre »Sinn« von Ekel ist leicht zu  verstehen: Ekelgefühle schützen vor der Aufnahme 
von verdorbener oder mit Krankheitserregern belasteter Nahrung.  
 
Was die Ernährung angeht, kommt das Kleinkindalter einer Revolution gleich: Das Kind wechselt 
von einem sicheren, von der Mutter hautnah übe rwachten Nahrungsumfeld in eine Welt voller 
Gefahren. War vorher die hygienisch einwandfreie und optimal auf die Bedürfnisse des Kindes 
zugeschnittene Muttermilch das Grundnahrungsmittel, so muss das Kind ab dem Kleinkindalter 
seinen Hunger in einer Welt s tillen, in der Nahrhaftes und Ungenießbares oft direkt nebeneinander 
wächst. 
 
Um in dieser Welt zu überleben, hat die Evolution dem Kind folgende Regeln mitgegeben  
• Bevorzuge »Überlebensnahrung« – die süßen, energiedichten »Lieblingsspeisen« eben, die 
nicht nur sicher sind, sondern auch gut sättigen. 
• Iss nur, was du kennst. Hüte dich vor allem vor bitteren Sachen. Darin könnten schließlich 
größere Mengen an Giftstoffen stecken. 
• Wenn du was Neues essen musst, nimm ganz wenig davon. 
• Iss, was deine Eltern und Geschwister mögen – damit liegst du immer richtig. 
• Iss nicht noch einmal, was dir einmal den Magen verdorben hat. 
 
Diese Regeln bringen uns zu einer radikalen Erkenntnis. Dass Kinder so wählerisch und so auf süße 
und fette Nahrung versessen sind , Gemüse  aber kritisch gegenüberstehen, ist Teil der normalen 
Entwicklung des Kleinkindes. Ein vorbehaltlos von Gemüse, Früchten und Beeren begeistertes 
Kleinkind wäre zu 99 Prozent unserer Geschichte bald ein totes Kind gewesen! 
Wir als Mitarbeiter einer Kindertagesstätte haben großen Einfluss auf die Entwicklung des 
Essverhaltens unserer zu betreuenden Kinder. Eine liebevolle Ernährungserziehung in der 
Kindertagesstätte sowie das V orbild der Erzieher spielen als Ergänzung eine große Rolle zur Familie.

63 
 
 
3.2.12 Bewegungskindergarten  
 
Alle Einrichtungen des Trägers sind Anerkannte Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt 
Ernährung (siehe Bewegungskonzept).  
 
 
3.2.13 Haus der kleinen Forscher  
 
Das Konzept „Haus der kleinen Forscher“ ist fester Bestandteil in jeder Einrichtung des Trägers. Zur 
Zeit befinden sich alle vier Einrichtung in der Zertifizierungsphase.  
 
 
3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule  
 
Eine besondere Rolle in der Kooperation zwischen Elementar - und Primarbereich spielen die Fach - 
und Lehrkräfte. Gegenseitige Hospitationen, V orstellung der jeweiligen pädagogischen Konzepte und 
ein Austausch auf „Augenhöhe“ erleichtern dabei auch einen Einstieg in eine inhaltliche 
Auseinandersetzung. Im Wesentlichen geht es dabei zunächst einmal darum, sich bess er 
kennenzulernen. V orbehalte entstehen zu einem Großteil aus Unkenntnis über die grundlegende 
Arbeitsweise und Materialien der jeweiligen anderen Berufsgruppe. 
 
Fach- und Lehrkräfte sind gleichermaßen gefordert dazu beizutragen, dass sich die Potenziale der 
Kinder gerade in diesen jungen Jahren herausbilden und weiterentwickeln können. V orrangiges Ziel 
muss es sein, bei Kindern bereits in den ersten Lebensjahren die Motivation zum entdeckenden 
Lernen zu wecken, die Chancen und Möglichkeiten in den Kindertageseinrichtungen besser zu nutzen 
und die individuelle Förderung zur Basis des Lernens in der Schule zu machen. 
 
Kooperation geht über die üblichen „Schnuppertage“ von Kindergartenkindern und ihren Eltern in 
Schulen weit hinaus. Sie umfasst beispielsweise auch gemeinsame Projekte und Unternehmungen 
lange vor dem Übergang zur Schule oder auch gemeinsame kontinuierliche institutionsübergreifende 
Arbeitsgruppen und Netzwerke. Projekte aller Art, gemeinsame Ausflüge, aber auch einzelne 
Lernvorhaben und Unterrichtsprojekte lassen sich ohne weiteres jahrgangs - und 
institutionsübergreifend organisieren und durchführen.

64 
 
 
4. Sozialraumorientierung   
 
Ziel ist es, eine systematische und institutionell angelegte Zusammenarbeit mit vielen 
unterschiedlichen Kooperationspartnern und deren Vernetzung und Kommunikation auf - bzw. 
auszubauen.  
 
Das Zusammenwirken, die zeitnahe persönliche und fachliche Verständigung zwischen 
Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Eltern und Institutionen der Familie nbildung und -
beratung ermöglicht schnelle, effektive und lebensnahe Hilfen. Wenn wir als Kooperationspartner 
und die Schulen die individuellen Bildungsprozesse der Kinder in den Mittelpunkt stellen, können 
Chancen, die mit den unterschiedlichen Perspektiv en und der spezifischen Professionalität der 
Fachkräfte einhergehen, genutzt werden. Zentrales Gestaltungsprinzip einer gelingenden 
Kooperation ist die partnerschaftliche Partizipation aller Beteiligten, der Kinder, der Erzieher/innen 
sowie anderer pädagogischer Fachkräfte und Eltern. 
 
Gefördert wird Kooperation durch: 
• Transparenz der handlungsfeldbezogenen Arbeitsansätze, der fachlichen Möglichkeiten aber 
auch Grenzen des Handelns, 
• Bereitschaft zur Kooperation (einschließlich zur Durchführung gemeinsamer Projekte zur ge-
meinsamen Nutzung der personellen, sächlichen und räumlichen Ressourcen), 
• Anerkennung von Expertenstatus aller Beteiligten, gegenseitiges Vertrauen, Kollegialität,  
• fachlichen Austausch, 
• verbindliche Kooperationsvereinbarungen zur Institution alisierung von Zusammenarbeit 
(einschließlich personeller Kontinuität, Zeit und Raum), 
• Zielvereinbarungen (z. B. mit Abstimmung zu konzeptionellen Fragen, Dokumentationsin-
strumente) und 
• Sicherstellung der notwendigen Ressourcen bei den Kooperationspartnern und beim Jugend-
amt (vor allem Personal und Zeitbudget).

65 
 
 
5. Familienzentrum  
 
Der Träger betreibt seit 2015 ein zertifiziertes Familienzentrum in einem Trägerverbund. Sehr gerne 
sind wir bereit, uns zu einem Familienzentrum am Standort weiterzuentwickeln. 
6. Verschiedenes  
 
6.1 Alleinstellungsmerkmal 
 
Die Kindertageseinrichtungen des Trägers arbeiten nach dem „offenen Konzept“, welches als 
solches ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Anlage 4.2 Konzeption educcare

98943 Zeichen

h
 
 
 
RAUM FÜR INDIVIDUELLE  MÖGLICHKEITEN  
 
 
Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für  
fünf neue Kindertageseinrichtungen in Münster 
 
 
F a m i l i e n f r e u n d l i c h  i s t  e r f o l g r e i c h !

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Inhalt 
1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 
2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 
2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 
2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 
2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 
2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 
3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag
 10 
3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis ....... 12 
3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 
3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-konzeption .... 13 
3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 14 
3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 
3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 
3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 
3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 
3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 
3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 
3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 
3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 
3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 24 
3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 26 
4 Kinderschutzkonzept ..................................................................................27 
5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................28 
5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 31 
5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 32 
5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 33 
6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger ...........................................34

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6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 39 
6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges 
Lernen fördern“ ...................................................................................... 40 
6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare 
Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und 
Falkertschule ................................................................................................... 41 
6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz 
herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 42 
6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 42 
7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 43 
8 Tagesablauf ................................................................................................ 45 
9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 48 
9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung............................................................................................ 48 
9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 50 
9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der 
Kinder 53 
10 Personalmanagement ................................................................................ 55 
10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 56 
10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 59 
10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, 
Tarifbindung............................................................................................ 60 
11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 62

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1 Ausgangssituation 
Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen-
schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d-
stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h-
keit legt. 
Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange 
von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung 
werden optimale Rahmenbedingu ngen, Unterstützung und Beratung geb o-
ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer 
Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e-
ben zu fördern. 
Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in a llen gesellschaftlichen 
Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i-
tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l-
che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s-
merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind.  
Aktuell hat Münster fünf Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Al t-
stadt, Amelsbüren, Mecklenbeck und Roxel ausgeschrieben und möchte 
damit die Attraktivität als familienfreundliche Stadt erhöhen. Mit qual itativ 
hochwertigen Kindertagesstätte n soll der Betreuungsbedarf in Münster wei-
ter gedeckt werden. 
Zudem soll mit hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtungen Eltern 
Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung zur 
Verfügung ges tellt werden. Die Einrichtung en sollen den hinzuziehenden 
Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der 
neuen Umgebung erleichtern. Dafür müssen die Einrichtungen in Konzepti-
on, Kultur, Verhalten und durch Angebote auf diese Be darfe und Anford e-
rungen zugeschnitten sein.

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Folgende Gruppenstrukturen sind für die Einrichtungen aktuell berücksic h-
tigt: 
Eine viergruppige Einrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt:  
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
Eine sechsgruppige Einrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt: 
 4 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe für 10 Kinder von 3 bis 6 Jahren 
Eine viergruppige Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren: 
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
Eine viergruppige Einrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck:  
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
Eine sechsgruppige Einrichtung südlich des Nottulner Landwegs im Stadtteil 
Roxel: 
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 2 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren

Seite 8 von 67 
 
 
 
educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings   „Lacki 
Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im 
Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet  und eröffnet im Sommer  
2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck.  
Durch die gesammelten Erfahr ungen am Standort Münster und die sich 
durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergiee f-
fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages-
einrichtungen in Münster. 
Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die 
Übernahme der Trägerschaften für die neue Kitas.  
 
2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung 
„neu denken“  
2.1 Allgemeines 
educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem 
o. g. Anspruch des „neu Denkens“ ge gründet. Antrieb sfeder waren  
persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie  gemeinsame 
Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach 
neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf 
folgenden Jahren konnte n Personen aus Praxis, Wissenschaft und 
Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche 
Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu 
verbessern.  
2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten 
Seit 2002 ist educcare bu ndesweit anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von

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innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare 
Kindertagesstätten.  
Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten 
und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand 
Februar 2019 verantwortet educcare 32 eigene Kindertagesstätten in fünf 
Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen.  
Beispielhafte Auftraggeber von educcare si nd innovative Kommunen/Städte 
wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe  und Darm-
stadt; schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BARBOR und 
Miltenyi Biotec sowie Konzerne beispielsweise BASF SE, Bayer Crop 
Science, BMW Group und Bosch. 
 
2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation  
educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten 
bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel 
verantwortet educcare das Projektdesign und  -management des Projektes 
„Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zielsetzung , 
trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 
Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi-
onen und Städte) zu erhöhen.  
2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk 
Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg 
gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu 
verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu 
gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat.  
Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): 
 Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen  
UNESCO-Kommission

Seite 10 von 67 
 
 
 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen 
Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel 
 Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger  
 
3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e-
hungs- und Bildungsauftrag 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ 
 
Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individ uellen Bedürfnissen 
und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung 
möchten wir bestmöglich fördern und fordern. 
Anspruch von educcare ist es,  
 Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause 
und elementarer Bildungsort zu sein 
 Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, 
 Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen 
und engen Budgets zu unterstützen 
 Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung 
zu ermöglichen 
 eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. 
Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das 
unser Land dringend benötigt:  
Eine Bildung, die 
früh beginnt, die 
individuellen Potenziale der 
Kinder zu entwickeln.

Seite 11 von 67 
 
 
educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, 
prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade 
weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat 
Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welc he Kompetenzen gerade jetzt 
und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, 
Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das 
heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und 
selbstbewussten Menschen, gelingen kann.  
Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller 
Zielformulierungen.  
Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe 
sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestalt ung, 
Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher 
erläutert.  
 
Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit 
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung 
 Bindungen und Beziehungen 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. 
Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen 
und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv 
auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die 
Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet.

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3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis 
Als pädagogische Basis dient die educcare Bildungs - und 
Erziehungskonzeption. Sie basiert auf dem situationsorientierten Ansatz 
sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. D as Konzept baut auf den 
fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungsplänen sowie 
wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf.  
Die educcare Bildungskonzept ion, unterteilt in die verschiedenen 
Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenze n je Bereich und 
formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen. 
Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit 
Orientierung. 
 
3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind 
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker,  Dichter, Musiker und Maler, 
Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen 
eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut 
in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen 
Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln 
sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, 
sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende 
und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns 
täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“  
All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle 
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. 
Einfach nicht vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es 
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos 
anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt 
auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichz eitig Liebe und Schutz

Seite 13 von 67 
 
 
gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer 
wieder in unseren Armen erholen kann. 
Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten 
– für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. 
Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende 
Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und 
Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende 
Bildungszeit in der Schule. 
 
3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-
konzeption 
Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische 
Ausschnitte aus de r educcare Bildungskonzept ion darstellen. Es handelt 
sich hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in  den 
Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare 
ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche 
Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den 
verschiedenen Bildungsbereichen.  
 Individuelle Förderung  
 Partizipation der Kinder 
 Kreativität als Bildungsansatz 
 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag 
 Sprachförderung 
 Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
 Musikerziehung 
 Natur und Naturwissenschaften 
 Medien und Technik

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 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 
3.3.1 Individuelle Förderung 
Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht 
von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t-
lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als un abdingbar v o-
raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer 
partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e-
rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Sie stärkt die 
Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, 
was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist.  
Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e-
matische und wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie la u-
fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die 
gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen 
Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e-
wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache , Kunst und Musik, 
Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale 
Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n-
übergreifend. 
3.3.2 Partizipation der Kinder 
Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen  entspre-
chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN -
Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene  einzube-
ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die  geschützte 
Atmosphäre der Kindertagesstätte ist e in ideales Lern - und Übungsfeld für 
gemeinschaftliches Handeln und das Einüben  demokratischer Prozesse. 
Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich.  Das Kindesalter spielt für die 
Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für  die Beteiligung als solch e. Die 
Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus  fähig sind, ihren Lebensalltag

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bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie  entscheiden z.B., ob und womit sie 
spielen möchten. Aufgabe der  Erzieher/in ist es hier, die individuellen Wü n-
sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch 
einen Teller wegräumen  bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung 
für sich und andere.  
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i-
onen mit den pädagogischen Zielen der Konze ption und den aktuellen  Not-
wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als  unab-
dingbar voraus.  Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder 
sind: 
 Redekreis / Morgenkreis 
 Kinderkonferenz 
 gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten 
Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind,  
Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern  kön-
nen. Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu  sein 
und kleine sowie große Welten gestalten zu können.  
3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz 
Die educcare Bildungs - und Betreuungskonzept ion formuliert durchgängig 
ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung 
und –bewusstsein, sowie die Freih eit des Denkens und Handelns betont. 
Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt 
die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besond e-
ren Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein.  
Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten krea-
tive, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und  experimentelle Lernorte 
sein müssen.

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So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb  künstleri-
scher Prozesse reduzier t, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz  „norma-
len“ Alltag gesehen und gefördert. 
Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und  
Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem  
Fokus der Entwicklung kreativ en, individuellen Lernens geplant bzw.  ausge-
wertet werden.  
Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als  „krea-
tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur  Verfü-
gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskom petenz und zur  grund-
sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude  herstel-
len.  
Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich  
der Kinder erreicht werden sollen: 
 Die Kinder in den educcare Einrichtungen vert rauen in ihre Fähi g-
keit, schöpferisch zu denken und zu handeln.  
 Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e-
tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l-
tig und umfassend.  
Durch die Klientel der Mitarbeiter und M itarbeiterinnen des Auftraggebers 
könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben:  
 bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die 
Qualität der Einrichtung  
 ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, 
Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische 
Grunderfahrungen, Medien / Technik, …

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 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des 
Kindes.  
 Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den 
pädagogischen Alltag  
 die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s-
freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i-
schen Herausforderungen anregen  
 zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o-
operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge 
gestalten“, Frühförderstell en oder Familienberatungen) a n-
gestrebt. 
3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag  
Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. 
Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren 
sind die Möglichkeiten eines spie lerischen Sprach erwerbs so gut wie nie 
wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in 
der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der 
Kindertagesstätte gezielt zu fördern.  
Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen 
Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den 
Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der 
Sprache.  
Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue 
Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In 
diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in 
der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den 
Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – 
mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies 
bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit 
den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen

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educcare Kindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren 
Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ 
erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikation wird 
– ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mim ik, Gestik und 
begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen 
liefern.  
Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch 
ihren natürlichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die 
erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige 
Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und 
Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und 
mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ 
eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die 
Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den 
Kindern in der zweiten Sprache, wodurch keine Sprachvermischung 
zustande kommt.  
3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf  
unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen,  
auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche  Bewe-
gungsfreude von Kindern zudem du rch eine Raumgestaltung, die  Körperer-
fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite  Ebenen, Hän-
geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu  fördern ist ein w e-
sentlicher Bestandteil de r educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption 
und w ird entsprechend von den Erzieher/innen  „selbstverständlich“ in den 
Tagesablauf eingebunden.  
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie  
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper  
und machen dadurc h Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie

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erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und  
etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen  
Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. 
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des  
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die  Identi-
tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für  eine 
körperliche Entwicklung, sonde rn auch für die geistige und emotionale  Ent-
faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder  vernachlässigt, 
gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. 
Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes  
Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote,  Ru-
he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes  Verhältnis 
zu Körper und Sexualität gehören dazu.  
Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: 
 Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, 
innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen,  seiner Möglichkeiten 
und Grenzen bewusst sein... 
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen  Situatio-
nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter  Ein-
satz der Muskulatur 
 Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen  
darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet 
 Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Z u-
sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden 
Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen 
und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge –
Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit in 
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...

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 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem 
Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben 
 Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch  lebens-
lang handhaben kann. 
3.3.6 Musikerziehung 
Der Aufbau von musisc hen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft 
Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu 
anderen Kindern.  
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den 
größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasi e ein. Sie stellen den Ki n-
dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und 
schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem 
Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als 
„Sprach d er Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder 
Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e-
orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt 
geben. 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute 
differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 
3.3.7 Natur und Naturwissenschaften 
Kinder wollen die Zusamm enhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes  ergrün-
den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur  betreffen 
die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte 
Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der  pädagogischen 
Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten,  Beschreiben, Vergle i-

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chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem  Interesse und ihrer e i-
genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der  Chemie, Physik und 
Technik: 
 Warum fallen die Blätter von den Bäumen? 
 Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? 
 Woraus besteht ein Regenbogen? 
 Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? 
Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den  Forscher-
geist und unterstützt die Kinder, ihr int uitives Wissen oder die  diffuse Kennt-
nis von etwas zu überprüfen. 
Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit  kindorientier-
ten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum  Entwicklungs-
stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbez ug. So lernen die Kinder 
in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen.  Sie erweitern 
Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und  entwickeln B e-
wusstsein für den Umweltschutz. 
3.3.8 Medien und Technik 
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und T echnik auf. Sie zeigen Inte-
resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an  
begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank.  
Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus-
schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i-
chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und  nichts ver-
schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst  müssen 
Erwachsene planen, agieren und reagieren.  
Kinder ve rstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am  
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD –

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Player, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus der Informations – 
und Kommunikationstechnik, mit denen Kinde r heute selbstverständlich  
aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und  
andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die  
Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert.  Kinder setzen die 
Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der  Mensch auch einmal 
nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann?  Medien und Technik sind in 
diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil  der pädagogischen Arbeit. Die 
Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 
3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 
Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als 
Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten 
sicher, die Kinder für ihre Bildung sprozesse brauchen. Sie unterstützen die 
Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e-
chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktion s-
bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attrak tive 
Herausforderungen. 
Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit 
für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, 
Körpererfahrung und ästhetische Bildung. 
Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwec hslungsreichtum und Rei z-
überflutung sorgsam abzuwägen. 
Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, 
Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektive Geschmacksvorstellu n-
gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je  mehr Einfluss 
sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert 
unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h-
tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i-
ge, vorbereitete Um gebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s-

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forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie 
können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, 
z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mate-
rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende 
Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e-
dene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der 
Raumgestaltung kommt in den educca re Kindertagesstätten eine wichtige 
Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsen t-
wicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, 
Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingungen wie 
Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel ist in 
Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der 
Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen 
sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmen de Fußbodenbeläge ein 
Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn 
bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei 
Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie 
Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormo n-
produktion.  
In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, 
diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen 
als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten.  
Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die 
Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: 
Sand, Wiese, fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit 
Auffang-/Spielbecken und mit  Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und 
Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n-
derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbereich für Kleins t-
kinder.

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3.3.10 Verpflegung  
educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept  entwickelt, das den 
Leitungen, Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem 
Konzept wird der Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches 
Vorgehen im Detail erläutert.  
Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahm e. Der 
Genuss ist wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. 
Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der 
kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder.  
Bei educcare werden täglich rund 2.200 Kinder (Stan d September 2018) 
verpflegt – vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum 
Nachmittagssnack, je nach Angebotsumfang der Kita. 
Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in 
educcare Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend d er 
Qualitätssicherung in allen educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern 
bietet es einen fachlichen Leitfaden und Eltern eine Informationsgrundlage 
für die Ernährung ihrer Kinder.  
Sprachliche Bildung/ Sprachförderung 
Sprache ist – im Unterschied zu Kr abbeln, Laufen, Klettern usw. – die 
einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem 
Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie 
Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört  
werden. 
 
Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein  
kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus  
andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale  
Verständigung wie Gestik, Mimik, Körperspr ache, Tonfall, Rhythmus.  
Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und

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Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die  
Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von  
Gefühlen und Bed ürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten  
Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. 
Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe  
Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende  
Anforderungen an den Erwa chsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in  
den Dialog zu treten.  
Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie  
brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die  
Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. K inder ohne die Erfahrung  
positiver Resonanz verstummen. 
Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches,  
Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung  
basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspiele n. Sie  
bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag.  
In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je  
mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und  
Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. 
 
Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder 
lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, 
Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten 
Denken. Die Möglichkeit, si ch mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja  
sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender 
Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen 
sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg 
zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes.

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Ziele der Sprachförderung: 
 Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt 
mit Spaß erleben 
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun-
gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können 
 kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und 
des Raumes 
 sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein 
 Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in 
den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor-
bildfunktion) 
 Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, 
Lernen in Sinn-zusammenhängen 
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz 
 phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) 
 Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen  und 
Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, 
Hausnummern, chinesische Zeichen) 
 Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er-
finden 
3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten 
Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität 
gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag 
betragen: 
Öffnungszeiten im Jahresverlauf: 
In der Regel habe n educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . 
Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ 
Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative

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hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Te amfortbildungstage 
vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. 
Öffnungszeiten je Tag: 
Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten.  
Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach 
Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich  
educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern  und der Kommune , so dass 
auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann.  
Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: 
Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere 
Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt 
besprochen werden können. Dazu gehören z.B. 
 die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außer halb 
der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch  
bezahlt.  
 Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie  
auch unangekündigt). 
 Notfallbetreuung 
 soweit rechtlich zulässig und gewünscht kann educcare auch 
Platzsharing einrichten. 
 
4 Kinderschutzkonzept 
educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den 
Schutz der ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Z u-
sammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger so r-
gen wir dafür, dass sich die Kinder sicher, wohl und geborgen fühlen, uns e-
rem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein 
zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein.

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educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle G rundsätze zum 
Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt.  
Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. 
Somit ist Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: 
 für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung i ndivi-
duell entfalten zu können 
 für Eltern, die sich als Erziehungspartner an - und ernstgenommen 
fühlen 
 für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten 
und sich weiterentwickeln wollen 
 und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung.  
Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der edu c-
care Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz 
geschaffen, welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des 
educcare Schutzkonzeptes ist es, den p ädagogischen Fachkräften Orienti e-
rung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge 
für das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbe i-
tenden im Blick. 
 
5 Integration, Inklusion und Genderthematik 
Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie 
eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres 
individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. 
In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der 
Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die 
Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten.  „Inklusive Bildung 
bedeutet, es allen Menschen in gleichem  Maße zu ermöglichen, an 
hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser

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Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht,  sozialen und 
ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“  
educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist 
willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in 
ihm steckt“ verdeutlicht  die Offenheit und Achtung gegenüber der 
Verschiedenheit und des Andersseins  eines jeden Kindes mit all seinen 
Potentialen und Herausforderungen.  Im Sinne und im Anspruch ermögl icht 
educcare allen Kindern, insbesondere auch  den Kindern mit 
Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: 
 Respektierung der eigenen Persönlichkeit 
 Würde und Selbständigkeit 
 Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen 
 ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld 
 Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen 
 kulturelle Unterschiede und Vielfalt 
 Wohlfühlen im familiären Umfeld. 
educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, 
behinderte und nichtbehinderte Kinder so fr üh wie möglic h 
zusammenzuführen, da sich Einstellungen  und Vorurteile bereits im 
Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt  Bewertungen von 
Behinderung übernommen werden können.  
educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens:  
 das Le rnen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die 
Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist 
 das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte 
Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben 
 die Vermeidung von Vorurteilen 
 das unbefangene Aufeinander zugehen

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 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich 
für nichtbehinderte  Kinder aus der Vielfalt an anderen 
Kontaktmöglichkeiten ergeben 
 der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung 
sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. 
educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das 
Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an 
gemeinsamen Spiel - und Lernorten,  sondern schließen ein 
gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen  auf die individuellen 
Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder,  die ohne 
einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen.  
Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbei t mit allen Beteiligten 
des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und 
Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und 
Jugendamt, ggf. auch  den Integrationshelfern. educcare 
Bildungseinrichtungen erfüllen nicht nu r integrative  Aufgaben im sozialen 
Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch  eingebunden 
in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung.  
Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das  
Spielen und  das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand 
des Kindes.  
educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe 
Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als 
Ansprechpartner/innen für  die Herausforderungen,  Unsicherheiten bis zu 
Ängsten der Eltern, beraten und geben  wenn möglich Hilfestellung. Sie 
verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit  verschiedenen Partnern und 
Institutionen.

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Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist 
neben der  interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der 
Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 
5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen 
Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an 
den Idee n der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung 
und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -Projektschulen/-
Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der 
UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigu ng und 
Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, 
Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare 
Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. 
So wurde beispielsweise die educcare Kindertagesstätte in  der Stuttgarter 
Hasenbergstraße  von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbe i-
tenden UNESCO Projektschule“ ernannt. 
Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s-
weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgrei che Zukunft 
benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und 
Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. 
Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. 
Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und  sprachlicher Viel-
falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t-
ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und 
Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität werden in 
den Einrichtunge n als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten 
spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u-
ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t-
arbeiter/innen repräsentiert.

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5.2 Integration und interkulturelle Orientierung 
Weder gegenüber dem einzelnen Kind  noch gegenüber der Gesellschaft ist 
es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur 
wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass 
hochwertige Bi ldung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. 
Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel,  
mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen 
Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i-
ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. 
Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u-
nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsb e-
darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und 
ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n-
schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um 
Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder 
um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. 
Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen 
jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begle i-
tet und umfassend gefördert wird. Ansp ruch von educcare ist es, dass die 
Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im 
Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a-
len Leben und erweitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle O ri-
entierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die 
bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / englisch), die 
bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte. Zudem arbeiten die 
Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Fö r-
derung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den 
Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit ke n-
nen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert.  
Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in

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der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h-
keiten zu schaffen. 
5.3 Integration von Kindern mit Behinderung 
educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n-
gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ 
seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ 
und „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber 
der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a-
len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt.  
Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i-
chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkom men, und kein Kind 
soll ausgegrenzt werden. 
Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner 
individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern 
mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit  den 
Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation 
erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend.  
Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren 
bietet eine besondere Chance,  Kinder für individuelle Unterschiede zu se n-
sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l-
ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. 
Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf biete t für alle 
Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen.  
Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, 
auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. 
 Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten.

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 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, 
da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung 
abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend 
gefördert werden können. Mit den Eltern und den  Förderstellen muss 
abgewogen werden, was sinnvoll ist. 
 Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache 
 mit dem Jugendamt). 
 Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: 
 Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erha lten durch 
eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die 
Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 
 
6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger 
educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer 
Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. 
Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen 
Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu 
stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hier zu 
möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten.  Die educcare Bildungs - 
und Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die 
pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die 
konkrete Ausprägung des Profils d er jeweiligen Kindertagesstätte und der 
täglichen pädagogischen Arbeit. 
Der Auftrag der educcare Kindertagesstätte in Münster soll zum einen der 
Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen 
Kindern unter sechs Jahren liegen, zum andere n in der anforderungsgerech-
ten Un terstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kindertagesstätte 
bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integri e-
rend wirken.

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Grundsätzliches zu Münster 
Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a-
dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord  
(Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), 
West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , 
Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck)  und Hiltrup (Amelsbü-
ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert.  
Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen 
Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i-
lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t-
zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen.  
Strukturdaten zum Sozialraum 
Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein-
wohner (Stand Dezember 2015).  
Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. 
Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% 
des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es 
ca. 7.700 Kinder. 
Münster-Mitte – Altstadt 
Münster ist eine Stadt, die ihre Geschichte lebendig hält. Häuser, Kirchen 
und Plätze in der restaurierten Altstadt „erzählen“ Geschichten aus ve r-
schiedenen Jahrhunderten und schaffen eine Kulisse, die Münster einziga r-
tig war. 
Münster-Mitte, der zentrale und größte Stadtbezirk Münsters, umfasst den 
Kernbereich der Stadt mit ca. 122.432 Einwohnern (Stand Dezember 2011). 
Die Gesamtfläche von 23,95 km² wird in die vier Teilbereiche Altstadt, I n-
nenstadtring, Mitte -Süd und Mitte -Nordost un tergliedert. Viele Sehenswü r-
digkeiten Münsters finden sich in der Altstadt, beispielsweise der Prinzipa l-
markt – eine Flaniermeile in historischer Kulisse – der St. Paulus -Dom, das

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gotische Rathaus in dem sich der Friedenssaal befindet, sowie der Erbdro s-
tenhof – Münsters schönster Adelshof. Das Fürstbischöfliche Schloss der 
Stadt beherbergt heute die Universität. 
In unmittelbarer Nähe zur neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der 
Neubrückenstraße gibt es die städtische katholische Martinischule, sowie 
mehrere Kitas in freier Trägerschaft,  beispielsweise die Kindergruppe K o-
tenbeis und die Kita Kinderwerkstatt.  
Nahe der neuen Einrichtung an der Sonnenstraße gibt es zwei Kitas in freier 
Trägerschaft, die AWO Kindertageseinrichtung Fürstenbergstraße und di e 
Kita Kinderwerkstatt. 
Amelsbüren 
Amelsbüren ist der südlichste Stadtteil von Münster und stark landwirtschaf t-
liche geprägt. Amelsbüren ist mit einer Fläche von ca. 43,35 km² der größte 
Stadtteil und hat aktuell ca. 6.400 Einwohner (Stand Dezember 2015). Auch 
umfangreiche Waldgebiete wie die Davert und die Hohe Ward gehören zu 
Amelsbüren. 
In Amelsbüren gibt es zwei Grundschulen, die Davert Schule Amelsbüren 
und die Grundschule Loevelingloh, sowie drei Kindertageseinrichtungen: die 
Kita und Familienzentrum St. Sebastian in Trägerschaft der Kirchengemei n-
de St. Clemens, die städtische Kindertageseinrichtung und Familienzentrum 
Sonnentau, sowie die Einrichtung Pezzettino in Trägerschaft der evangel i-
schen Jugendhilfe Münsterland gGmbH. 
Mecklenbeck 
Der Stadtteil Mecklenbeck befindet sich im Westen von Münster. Meckle n-
beck ist deutlich gegliedert und bietet neben Wohnvierteln auch landwir t-
schaftlich genutzte Flächen und Gewerbegebiete.  Aktuell leben hier rund 
9.300 Einwohner auf einer Fläche von knapp 6,24 km ² und der Stadtteil ent-
wickelt sich kontinuierlich weiter. So gibt es verschiedene neue Wohnb e-
bauungen in der Mitte Mecklenbecks rund um die St. Anna -Kirche und auch

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ein neues Stadtbereichszentrum befindet sich an der Weseler Straße im 
Bau. Für sportliche Aktivi täten bietet der Stadtteil zwei Fußball - bzw. Sport-
vereine, den DJK Wacker Mecklenbeck 1956 e.V. und den 1. FC Meckle n-
beck, die beide zusammen auf einer der modernsten Sportanlagen von 
Münster und Umgebung ihre Sportprogramme ausführen (110.360m²). Hi n-
zu k ommt der Skaterpark mit dazugehörigem Fußballplatz und Volleybal l-
spielfeld. 
Für junge Leute gibt es das Kinder - und Jugendmobil, das mit zahlreichen 
Spiel- und Bastelmaterialien den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen 
gestalten und spielen bietet, s owie den Jugendtreff am Skaterpark und den 
Jugendtreff in Gelmer. 
Es gibt zwei Grundschulen im Stadtteil: die städtische Grundschule am Di n-
bängerweg Peter -Wust-Schule und die städtisch katholsiche Grundschule 
Loevelinglohschule an der Wiedaustraße In unmit telbarer Nähe zur neu 
entstehenden Einrichtung gibt es drei Kindergärten: die Kita Kotenkotten 
e.V., die katholische Kindertageseinrichtung Maria Aparecida und die Kita 
Unter den Eichen der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. 
 
Roxel 
Roxel ist ein Wohnbe reich im Stadtbezirk West von Münster . Hier wohnen 
9.184 Einwohner (Stand Dezember 2015) auf einer Fläche von 19,92 km². 
Roxel bietet viele Freizeitangebote, beispielsweise das Roxeler Hallenbad, 
das Sportzentrum Roxel mit Outdoor - und Hallensportangeboten oder auch 
die Musikschule in Roxel, die regelmäßig Vorspiel-Konzerte veranstaltet. 
In Roxel gibt es eine Grundschule: die katholische Marienschule Roxel, die 
allen Kindern offen steht; sowie vier Kindergärten: die AWO Kindertagesei n-
richtung Aloysia Delsen , zwei Einrichtungen des CVJM Münster e.V., Kita 
auf dem Dorn und das Anne -Jakobi-Haus und die katholische Kindertage s-
stätte St. Pantaleon.  Das Anne -Jakobi-Haus richtet sich mit den ve r-

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schiedensten Angeboten an unterschiedliche Altersgruppen, sowohl an Ki n-
der und Jugendliche als auch an Familien. Unter einem Dach befinden sich 
eine Kindertagesstätte, ein Jugendbereich und ein Familienzentrum. Gerne 
möchte educcare sich mit den im Stadtteil Roxel vertretenen Akteuren ve r-
netzen und gemeinsame Angebote für Fam ilien gestalten. Auch die Koop e-
ration von pädagogischem Fachpersonal aus den verschiedenen Einrichtu n-
gen sehen wir als selbstverständlich an, zum fachlichen Austausch und zur 
Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Auch die Teilnahme an For t-
bildungs- und Qualifikationsveranstaltungen trägt zu einer verbesserten Z u-
sammenarbeit bei.  
 
Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l-
tern in Münster 
Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l-
len Entfaltung  in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns 
ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen i n der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption zum Beispiel: 
 Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen 
u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen  
 kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte 
hinaus 
 den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e-
bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e-
meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r-
se, Eltern-Kind-Zelten… 
 Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden 
und Verantwortung für sie zu übernehmen 
Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs 
herstellen:  
Schwabschule Stuttgart

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 umfeldadäquate Angebote  für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. 
B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l-
terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an 
den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) 
 interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus 
der Kulturen; o.ä.) 
 Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze 
Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a-
chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i-
scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten...  
educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in 
Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen 
Trägern, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung 
mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche 
Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende Fortbi l-
dungs- und Beratungsangebote anzubieten. 
Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in  Münster den Bedarf der 
Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum 
Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen.  
 
6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich  effizienten Bildung und Be treuung 
ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht 
das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit 
derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute 
Partnerschaft hat educcare schon in a nderen Kommunen in der 
Vergangenheit unter Beweis gestellt.

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Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden 
Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten:  
 gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und 
Abläufen 
 gemeinsame Durchführung von Schulungen 
 Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen  
 
6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder 
„lebenslanges Lernen fördern“ 
Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf 
die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. ed uccare entwickelt zusammen mit 
Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem 
Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer 
Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und 
Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren 
Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von 
Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf 
individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die 
gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom 
Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung 
beigemessen werden.  Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der 
Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und 
Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre 
Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und 
Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern 
Verantwortung für eine beständige, ganzheitl iche Bildungs - und 
Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von 
Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen 
Förderung für jedes einzelne Kind.

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Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die  
Verantwortung dafür, 
  dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine 
zu gestaltende Übergangsphase ist, 
  dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine 
Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung 
kommt, 
  dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, 
Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. 
 
educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in 
der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute 
Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h-
tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit 
ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, 
Kooperationskalender, gemeinsame Informa tionsabende, übergreifende 
Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des 
Übergangsprozesses). 
 
6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der 
educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen 
Schwabschule und Falkertschule 
Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im 
Stuttgarter Westen  (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales 
Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare 
Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer 
Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der 
Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein

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gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen 
Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 
6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder 
„Transparenz herstellen und Kooperation leben“ 
Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von 
Familien soll die neue Kita den Eltern anforde rungsgerechte Kinderbildung 
und -betreuung anbieten.  
Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und 
Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der 
Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster  will nicht 
ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ 
hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten 
Bewohner im Stadtteil Münster-Mitte zur Verfügung stellen.  Die Wohn- und 
Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden 
mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens  und 
des Dialogs zusätzlich gestärkt.  
educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster  
zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten 
und dynamisch weiterentwickeln. 
6.4 Kooperation mit anderen Institutionen 
Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder 
wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, 
die sich je nach Lebens situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es 
als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von de r 
hochwertigen Umsetzung unsere r Bildungskonzeption über die Beratung 
von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin z u 
offenen, generationenübergreifenden Angeboten.

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educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies 
wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und  Elternumfragen sichergestellt und 
regelmäßig überprüft. 
 
Folgende Partnerschaften werden angestrebt: 
  Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit 
(Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) 
  Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe  
 Kindertagesstätten  
 Jugend- und Familienhäusern 
 Hilfen zur Erziehung 
 Sprachförderprojekten  
 Vereinen 
 Vernetzung mit anderen Trägern  
 Austausch über pädagogische Konzepte  
 ggf. gemeinsame Schulungen 
 Bereitstellung der Räumlichkeiten 
 
7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern 
educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame 
Verantwortung mit den Eltern.  
Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind 
authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe so wie 
Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. 
Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer

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besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle 
Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulture lle Zusammenhänge und 
vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation 
formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam 
Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine 
vertrauensvolle Partnerschaft ent stehen und familienergänzend und -
entlastend wirken kann.  
Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung 
verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt 
diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Re chnung. 
Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in 
Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult.  
Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit 
mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am stru kturierten 
Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und 
eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien 
wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse.  
 
Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: 
 intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele  
 intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine 
bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern 
 individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell)  
 
 vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. 
einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die 
individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese 
Gespräche)

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 halbjährliche Elternbefragung 
 jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der 
jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s-
ergebnisse) 
 
 Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit 
und den Alltag der Tagesstätte 
 diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, 
Projekt-/Themengruppen)  
 
 lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. 
Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen 
 Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien  
 Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: 
„Rituale“, „Grenzen setzen“) 
 
8 Tagesablauf  
Durch Rituale Orientierung und Halt geben. 
 
Strukturierung des Tagesablaufs 
Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im  Kindergarten- und besonders 
im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den 
Kindern wird ein  Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch 
Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes 
ausgegangen. So ist unser Tage sablauf eine Stütze für das Kind, aber 
keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“).  
Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der 
Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame 
Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die Mittagsruhe und der

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nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder 
neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. 
 
Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, 
der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 
7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte  
Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden 
liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e-
tauscht.  
8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bez ugsgruppen - erste Fre i-
spielphase 
8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten  
9:00-Uhr  Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m-
men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne 
für den Tag; es wird gesungen, getanz t, gelacht und d a-
nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück  
9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase:  
Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie 
an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l-
nehmen wollen oder eigenen Wünschen nachgehen: z.B. 
im Garten  spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der 
Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. 
Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i-
sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die 
Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten 
und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l-
tern darüber aus.  
11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 
12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 
13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus.

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Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t-
was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. 
Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre 
Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, 
ruht. Die Schlafdau er richtete sich individuell nach dem 
Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l-
lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r-
zieherin begrüßt. 
15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase  
15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag:  
Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den 
Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die 
Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach 
Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit 
Kindern der anderen Gruppen statt. 
15:45 Uhr 2. Entdeckerphase:  Die Kinder können sich zwischen 
vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i-
spiel. 
17:00 Uhr Ende 
 
Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher 
Sprache gestaltet.  
 
Der Tagesablauf wi rd natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder 
sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des 
Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und 
Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten.

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9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und 
Dokumentation 
9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung 
Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet 
und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsvers prechen an Kinder, 
Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart).  
 
Beispiele für definierte Prozesse sind: 
 Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation  
 Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und 
fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern  
 Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis 
führender methodischer und inh altlicher Konzepte  (Beispiel für 
Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching 
model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) 
 Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte 
 
Die Schwerpunkte der Förderung sind: 
 Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische  Kompetenz 
sowie Lebenskompetenzen 
 Förderung in den klassischen  Bereichen, wie Bewegung/ 
Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, 
Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für 
wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind:  
 Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s . auch educcare 
Beiratsmitglied Herr Prof. Wode)

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 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare 
Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) 
 Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, 
Universität Mannheim 
 Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. 
Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd 
 
 
Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und 
Förderung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept 
mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen 
Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… 
Best practice Methoden 
Beobachtung  & Doku, Reflektion, Ange-
botsplanung, -durchführung, …. 
(Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) 
 
Sozialkonstruktivistischer Ansatz 
Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz 
Elternpartnerschaft 
 Basis- 
kompetenzen 
Förder- 
schwerpunkte 
Bildungspläne (national und international) 
Best practice Inhalte 
Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu-
sik, Naturwissenschaft, …. 
(Kanada, Frankreich, Deutschland, …. )

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9.2 Angaben zur Qualitätssicherung 
Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, 
um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse 
geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine 
transparente Qualität.  
educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf 
der anderen Seit e betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der 
betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch 
effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen.  
 
Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: 
 Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) 
 der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die   
Transparenz in der Entwicklung des Kindes 
 laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für  
 Qualität und Wirtschaftlichkeit

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Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche 
Prozesse:  
 
 
 
Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und 
Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und 
Konsequenz der Umsetzung , und damit die hochwertige und verlässliche 
Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. 
 
Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom 
Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. 
Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen.  
 
Zuverlässige und effiziente Umsetzung von  
Bildungskonzept und Anforderungen 
Pädagogisch 
• Review 
• Benchmarking 
• Kooperationen 
• ....... 
• Befragungen 
• Elterngespräche 
• ........ 
• Dokumentation 
• Beobachtung 
•
Betriebswirtschaftlich 
• Nutzungsanalysen 
• Arbeitszeitmodelle 
• Modellförderung 
• ....... 
• Personalbedarf 
• Personalmanagement 
• ........ 
• Arbeitsteilung 
• Raum = 3 Erzieher 
•
Strukturen und Prozesse 
• Review

Seite 52 von 67 
 
 
Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: 
 
 
 
Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht 
in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge getan werden 
(Effektivität) und ob diese  richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die 
kontinuierliche Analyse auf Basis der educcare Bildungskonzeption.  
Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe 
Evaluation trennt, gehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende 
Informationen ein: 
 jährliche Elternbefragung 
 jährliche Mitarbeiterbefragung 
 jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) 
An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame 
Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kic koff 
Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an.

Seite 53 von 67 
 
 
Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens 
das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt.  
Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen do kumentiert 
und an die Beteiligten Informationen verteilt. 
9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der 
Kinder 
Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges 
Kernelement einer qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet 
verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist Bestandteil 
ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen 
Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die 
Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Koll eginnen und Kollegen zu 
reflektieren und die Eltern in regelmäßigen Abständen über die 
Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. 
Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: 
 Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kin-
des 
 Beobachten, um Kinder besser zu verstehen 
 Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unter-
stützen 
 Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen 
Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle 
pädagogischen Fachkräfte. 
educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch 
gerecht zu werden und entwickelt sein Beobachtungs - und 
Dokumentationssystem kontinuierlich weiter und greift dabei sowohl auf 
aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Entwicklun gspsychologie als 
auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in ein

Seite 54 von 67 
 
 
Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung 
und Dokumentation umgesetzt: 
 Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuve-
ner Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), 
 Learning Stories (Carr, 2001), 
 Entwicklungsbeobachtung und –Dokumentation (EBD 3-48 Monate 
und EBD 48-72 Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 
2015). 
 
Übersicht über das educcare Beobachtungs - und 
Dokumentationssystem

Seite 55 von 67 
 
 
10 Personalmanagement  
Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt-
zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten  
Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und 
entwicklungsbezogenes pädagogisches Ha ndeln umzusetzen, das heißt 
ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe.  
Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der 
Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen 
ist unerlässlich, um f ür das einzelne Kind als auch für entwicklungs -
homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu 
können.  
Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht 
nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den 
Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und 
Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch 
entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio -
nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann.  
Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: 
 Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand 
eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die 
Arbeit mi t Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur 
Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung 
sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und 
pädagogischer Schwerpunkte. 
 Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz u nd des Zutrauens sowie 
der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu 
fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer 
Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden 
Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung.

Seite 56 von 67 
 
 
 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur 
des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und 
Kollegen zu  schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv 
ihren/seinen Weg s uchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem 
Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare 
Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen  zu suchen, den 
Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung 
zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, 
was immer bedeutet, lernen zu können.  
 educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig 
weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind 
alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an 
dieser Kultur mitzuwirken. 
 
Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit 
geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team 
begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. 
Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu 
Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der 
Einrichtung bemerkbar wird. 
Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Tea mordnung, die 
Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern 
getragen wird.  
10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung 
Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, 
die die Fachkräfte vor Ort für di e verlässliche Leistungserfüllung gegenüber 
Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen.

Seite 57 von 67 
 
 
Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der 
Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: 
 Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfäh ig und 
lebenstüchtig),  
 Einstellung zum Kind und zu den Eltern,  
 Leidenschaft zu bestimmten Themen,  
 Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. 
Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen 
Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: 
 Sachkompetenz 
 Handlungskompetenz 
 Selbstkompetenz 
 Reflektionskompetenz 
Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung 
zu dem ersten Arbeitstag).  
Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind 
insbesondere:  
 intensive Schulungen,  
 kontinuierliches Coaching sowie  
 laufendes Feedback, 
 Reflektion, 
 Projektarbeit. 
Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft 
verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen 
Rollen.

Seite 58 von 67 
 
 
 
Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen 
Fachkraft: 
 
 
 
 
 
Exkurs educcare Commitment Schulungen 
Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind 
bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen 
finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von 
Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de 
Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach 
der Schulung eingeht. Beispiel hier für sind die durch die teilnehmende 
Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der 
Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die 
Coach
Päd. Fachkraft
Kollegin/nen
Kita Leitung
Laufendes 
FeedbackCoaching
Laufendes 
Feedback
Institutionalisierte 
Reflexion
Coaching
*
Mitarbeiter
-
gespr
äch
**
*     in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin
**   bis Kita Leiterin übernimmt
*** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft
Mitarbeiter
-
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äch
Coaching
***
Coaching
Coaching
Geschäftsführung
Coach
Päd. Fachkraft
Kollegin/nen
Kita Leitung
Laufendes 
FeedbackCoaching
Laufendes 
Feedback
Institutionalisierte 
Reflexion
Coaching
*
Mitarbeiter
-
gespr
äch
**
*     in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin
**   bis Kita Leiterin übernimmt
*** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft
Mitarbeiter
-
gespr
äch
Coaching
***
Coaching
Coaching
Geschäftsführung

Seite 59 von 67 
 
 
Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den 
pädagogischen Alltag be sprochen und festgelegt. Das beschlossene 
Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine 
Umsetzung überprüft.  
Konkret bedeutet dies:  
 erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag 
bereits terminlich vereinbart), 
 im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren 
Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs  Monaten ein 
Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, 
 obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept ion, Grundlagen 
Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, 
Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement.  
 
10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching 
Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um 
die educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in 
den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger 
Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das 
Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtun gen, die 
sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn 
Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. 
Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung  
darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne 
selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge  zu 
geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein 
und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st 
überflüssig zu machen.

Seite 60 von 67 
 
 
Verantwortung des Coaches 
 Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in 
der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, 
exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt.  
 Die benötigten Kompetenzen un d Fachwis sen sind durch die 
Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. 
 Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach der educcare Konzepti-
on. 
 Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den 
Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gest ellten Anforderungen 
selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit 
umzusetzen. 
 Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als 
attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. 
 Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in d er Zusammenarbeit 
mit der Kita Leitung. 
 Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) 
gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt.  
 Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der 
frühkindlichen Bildung in Deutschland. 
 
10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun-
gen, Tarifbindung 
Qualität dank Professionalität 
Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich  folgendes 
mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten:

Seite 61 von 67 
 
 
 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 
Stunden pro Tag 
 Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr)  
 flexible Betreuungsangebote 
 bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal 
sichergestellt werden kann 
 educcare Bildungskonzeption 
 Notfallbetreuung (optional) 
 Personal: 
 Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen 
sowie mit einem besonderen Blick für Familien und das 
Gemeinwesen / den Sozialraum 
 Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des 
Sozialraums ausgewählt 
 fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr 
 monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis 
drei  Tagen 
 Entgelt angelehnt an TVöD 
 In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse  
 bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) 
können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen 
einspringen

Seite 62 von 67 
 
 
11 Beweggründe für die Bewerbung 
Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft en zu bewerben, 
unterteilen sich in zwei Bereiche. 
Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da  in Münster durch Verwal-
tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die 
folgenden Eigenschaften auszeichnet: 
 Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt 
 Qualitätsorientierte Ausrichtung 
 Offenheit gegenüber neuen Trägern 
 Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt 
 Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung 
 Vernetzung der Träger  
 Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien 
Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert  mit den 
Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere 
Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen.  
 Zudem ergeben sich mit  weiteren Einrichtungen in Münster viele Synergie-
effekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient 
 Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in 
den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen Pädagogik und B e-
trieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden 
Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen 
und Mitarbeiterinnen sowie gemeinsamen Management mit unte r-
schiedlichen Themenschwerpunkten 
 Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben 
sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapazitäten und insb e-
sondere bei unkomplizierter Aushi lfe bei Personalengpässen

Seite 63 von 67 
 
 
(Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft - als auch Le i-
tungsebene 
 Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen 
entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, 
Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sow ie gemei n-
same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r-
gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o-
gische Themen zu konzentrieren 
 Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden 
bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltru p und 
Wolbeck kann eine neue Kita - insbesondere im Aufbau und 
später im laufenden Betrieb  – sehr gut unterstützt werden, 
sodass hohe Qualität von Anfang an gewährleistet wird.  
 Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t-
ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien  und der Stadt 
Münster einbringen können:  
 Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n-
gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, 
so bildet die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftba l-
lon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der i n-
tegrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste  e.V.“ im Verbund 
das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet  Familien 
einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfragen, En t-
wicklungsauffälligkeiten, F örderbedarf, Sprach - und Bew e-
gungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums 
Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte 
zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachkursen und 
Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben 
Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Familienzen t-
rum kreative und sportliche Angebote für Kinder und Eltern,

Seite 64 von 67 
 
 
wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Frühfö r-
derung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angeb o-
te, z.B. Yoga, Zumba…  Gerne bringen wir unsere Expertise 
auch in Familienzentren in Münster mit ein. 
 Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in 
einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote 
und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r-
ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht 
 Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h-
landweit und auch in Münster durch die Kindertagesstätte „ Lacki 
Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Ve r-
sorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau be-
findet und voraussichtlich 2019 eröffnet 
 Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: 
Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare 
belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertages stätte sehr 
zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 05.06.2018 – 
19.06.2018 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h-
mequote 61,4%) die Weiterempfehlungsquote bei 92% liegt. 
d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits 
erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem.  
 
Zur Übernahme der Trägerschaften für die Einrichtungen benötigen wir die 
finanzielle Unterstützung der Stadt Münster. Die Übernahme der Träge r-
schaft die die fünf Einrichtung ist für  educcare nur unter folgenden Aspekten 
möglich:

Seite 65 von 67 
 
 
1. Einrichtungen Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (4 Gruppen): 
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
2. Einrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (8 Gruppen): 
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig. 
 
3. Einrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (4 Gruppen)  
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
4. Einrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (4 Gruppen)  
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
5. Einrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (6 Gruppen) 
 Anrechnung von 50% der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in 
den pädagogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen

Seite 66 von 67 
 
 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen 
Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s-
forderungen zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen.  
 
 
 
Köln, 07.02.2019 
 
 
Axel Thelen                                    Sabrina Klein   
Geschäftsführer          Projektentwicklerin

Seite 67 von 67

Anlage 6.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 6.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt

5330 Zeichen

1 
 
Referenzen 
 
Derzeit betreibt die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH  in NRW 30 und deutschlandweit rund 80 
Kinderbildungseinrichtungen. Für die nächsten Jahre  sind zudem bereits weitere neue Standorte 
fest geplant. Im Folgenden finden Sie unsere Referenzenliste für NRW.  
 
 
Nordrhein-Westfalen   
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“, Brühl / 70 Plätze 
Herr Lorenz Schmitz, 02232/794600 
2 Gruppen GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland 1 u. 2“, Bonn / 115 Plätze  
(in Koop. mit der Deutschen Post) 
Frau Rieck, 0228/18253068 (Deutsche Post) 
2 Gruppen GF III, 3 Gruppen GFI, 5 Gruppen GFII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „Xkids“, Leverkusen / 50 Plätze  
(in Koop. mit LANXESS) 
Frau Dr. Peilstöcker (Lanxess) 
1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GF I, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Wäldchen“ 
Troisdorf / jeweils 30 Plätze  
Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 
jeweils 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Zauberwald“, Troisdorf / 55 Plätze  
Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 
1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII 
Erweiterung um 2 Gruppen in 2018/19 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Apfelbäumchen“, St. Augustin / 55 
Plätze 
 Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225  
1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Wunderland“, St. Augustin / 70 Plätze 
 Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225  
3 Gruppen GFIII, Umzug und Erweiterung in Planung 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Seepferdchen“, Gütersloh / 80 Plätze 
Herr Karsten Amshoff, 0524 /822365 
1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr

2 
 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Sonnenschein“, Hennef / 90 Plätze 
Frau Miriam Immisch 02242-888-399  
2 Gruppen GFII, 3 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Wolkenburg“, Hennef / 65 Plätze 
Frau Miriam Immisch 02242-888-399  
1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Hoppelhasen“ (weitere Kita in 2018/19) 
Pulheim / jeweils 40 Plätze 
Frau Gabriele Tatas, 02238/808303 
jeweils 4 Gruppen GF I 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu NePoMuK“, Meerbusch / 110 Plätze 
Frau Smittmanns, 02159/916571 
2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Alfter / 70 Plätze   
Herr Dr. Rolf Schumacher, 0228/6484141 
2 Gruppen GFI (1x integrativ), 1 Gruppe GFII,  
1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Köln / 110 Plätze  
Herr Gringmuth-Held   
Jeweils 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 
2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „Kiku Bärenbande“ und „KiKu Rheinpiraten“ 
Köln / jeweils 60-70 Plätze 
Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 
Jeweils 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Zwei Kindertagesstätten in Euskirchen  
3 und 4 Gruppen 
Herr Alfred Jaax , 02251/14386 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr   
 
» Kindertagesstätte KiKu-Kinderland Mülheim / 110 Plätze  
Frau Bode-Brock, 0208/4554558 
Jeweils 1 Gruppe GF II und III und 4 Gruppen GF I 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse (Koop. mit ALDI Süd) 
in Mülheim a. d. Ruhr / 100 Plätze 
Frau Bode-Brock, 0208/4554558 und  
Herr Pina Nell, 0208/89925000 
Jeweils 2 Gruppen GF I, II und III  
Öffnungszeiten: 7 - 18 Uhr

3 
 
 
 
» Kita/FamZ Wasserwerk/ 45 Plätze 
3 inklusive Gruppen GF III und FamZ 
Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 
 
» Kindertagesstätte KiKu Grasshüpfer in Swisttal/ 52 Plätze 
Frau Adamek 02255/309530 
Jeweils 1 Gruppe GF I, II und III  
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte KiKu Waldwichtel in Neuss/ 70 Plätze 
Frau Kaup 02131/905157 
Jeweils 1 Gruppe GF II und III sowie 2 Gruppen GF I 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Bullerbü“, Harsewinkel / 44 Plätze  
Frau Tröster, 05241/85 2434  
2 Gruppen GFIII (Erweiterung um 2 Gruppen im Nov. 2019) 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte Kiku Emspiraten in Telgte  
Frau Schnur 02504/13301 
3 Gruppen  
 
» Kindertagesstätten Kiku Lüttenland  in Telgte  
4 Gruppen, (Eröffnung Mai 2019) 
Frau Schnur 02504/13301 
 
» Neue Kindertagesstätte in Kleve (Eröffnung Sept. 2018/19) 
Erweiterung für 1-3 Gruppen für 2020/21 geplant 
Herr Träder 02821/99799-625 
 
» Neue Kindertagesstätten in Euskirchen,      
3 Gruppen (Eröffnung Jan. 2019)  
Herr Alfred Jaax , 02251/14386 
 
» Zwei neue Kindertagesstätten in Langenfeld,  
4 und 6 Gruppen  (Eröffnung 2019/20) 
Frau Oberfranc 02173/794-3301 
 
» Neue Kindertagesstätte Mülheim-Barbarastraße, 
5 Gruppen (Eröffnung März 2020)  
Frau Bode-Brock, 0208/4554558 
 
» Neue Kindertagesstätte in Köln, 
4 Gruppen (Eröffnung 2019/20) 
Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 
 
» Neue Kindertagesstätte in Essen-Krey (Koop. mit ALDI Nord), 
4 Gruppen  (Eröffnung 2020/21) 
Frau Mees 0201/88-51586 
 
» Neue Kindertagesstätte in Essen-Kettwig, 
3 Gruppen  (Eröffnung 2020/21) 
Frau Mees 0201/88-51586

Anlage 5.2 Konzeption pme

57307 Zeichen

Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 1 von 15  
Die Einrichtungen des pme Familienservice Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0-6 Jahren

Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 2 von 15  
Die Einrichtungen der Global Education – pme Familienservice Gruppe  Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0 bis 6 Jahren Vorwort Dieses Rahmenkonzept stellt die Überlegungen und Planungen des Trägers Global Education (Teil von pme Familienservice) dar. Unsere pädagogischen Teams, die vor Ort in unseren Kindertagesstätten tätig sind, greifen dieses Konzept auf, um es in einem kontinuierlichen Prozess den lokalen Gegebenheiten anzupassen, weiterzuentwickeln und gezielt eigene Schwerpunkte zu setzen. Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. In unserer pädagogischen Arbeit bieten wir allen Kindern viel Raum für Kreativität und Fantasie. Die Raumgestaltung und der Tagesablauf orientieren sich an den Bedürfnissen sowohl der Gruppe als auch der einzelnen Kinder.  Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Alle tragen zum Wohl des Kindes bei und bringen gemeinsam ihre Kompetenzen ein, um jedem Kind die besten Entwicklungschancen zu geben. Wir freuen uns, wenn wir Kinder und ihre Familien ein Stück auf dem Lebensweg begleiten dürfen, und möchten mit dem vorliegenden Konzept unsere pädagogische Grundhaltung näherbringen. Stand: August 2018 Inhalt Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen ............................................. 3	Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind ................................................. 3	Beschreibung der Rahmenbedingungen ........................................................................... 4	Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle .................................................................................. 4	Raumkonzept ..................................................................................................................... 5	Pädagogisches Fachteam ...................................................................................................... 5	Gesunde Ernährung der Kinder ............................................................................................. 5	Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit .......................................................... 6	Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht ................................................................... 6	Inklusive Bildung ................................................................................................................ 7	Eingewöhnung der Kinder ..................................................................................................... 8	Bildungsziele ...................................................................................................................... 8	Bildungsschwerpunkte ....................................................................................................... 10	Qualitätssicherung ............................................................................................................ 11	Unser Kinderschutzauftrag ................................................................................................. 11	Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien .......................................................... 12	Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien ...................................................................... 13	Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ ............................................................. 13	Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte ........................................................... 13	Literatur ........................................................................................................................ 14

Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 3 von 15  
 Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen Der pme Familienservice beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu erleichtern. Hierbei arbeiten wir mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die durch Aktivitäten im Bereich Work-Life-Balance ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen möchten. Seit unserer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut. Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten und betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Unterstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen etabliert. Heute betreiben wir über 60 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Kinderkrippen, Back-up- Einrichtungen, Familienkrippen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öffentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet. Der Standort Münster des pme Familienservice betreibt zwei Regeleinrichtungen, welche beide durch das KiBiz finanziert werden. Sowohl die sechsgruppige Einrichtung Kids World im Kreis Gütersloh,  als auch die viergruppige (eine fünfte Gruppe startet 2019) Einrichtung Kita Ideenreich haben ein erweiteretes Öffnungszeitenkonzept. Dieses wird durch eine Unternehmensbeteiligung refinanziert.  In Münster und Gütersloh betreiben wir des Weiteren Einrichtungen für den Ausnahmefall, sogenannte Back-up Center. Hier werden Kinder bei Bedarf betreut, wenn die Regelbetreuung ausfällt (Unternehmensgebunden).   
Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind Zufriedene Kinder bedeuten zufriedene Mütter und Väter – dies gilt auch im Umkehrschluss. In unseren Kinderbetreuuungseinrichtungen stehen die Bedürfnisse von Eltern und ihrer Kinder im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass Eltern mit gutem Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können und ihre Kinder bestens betreut wissen. Wir orientieren uns inhaltlich und strukturell an den Bedingungen eines modernen Familien- und Arbeitslebens und verstehen uns als Dienstleister, der lebendige, zuverlässige und nachhaltige Bildungsorte für Kinder schafft. Das vorliegende pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtungen knüpft an die Ergebnisse der Nationalen Qualitätsinitiative (NQI) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) an (Tietze/Viernickel 2002). Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse der Krippenforschung, der Gleichaltrigenforschung und der Hirnforschung (vgl. Beller 1995; Dornes 1993; Schneider/Wüstenberg 1996; Singer 2004) sowie die nationale und internationale Diskussion zum Thema „Häuser für Kinder und Familien“, ausgelöst von den in Großbritannien gegründeten Einrichtungen zur frühkindlichen Erziehung „Early Excellence Centers“ (vgl. Hebenstreit-Müller 2003; Seehausen 2004) gehen in dieses Konzept ein. Unser Verständnis von Kleinstkind- und Elementarpädagogik geht von einem grundsätzlichen Bild vom Kind aus, bei dem Kinder heranwachsende Menschen und von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten sind, die als „Akteure ihrer Entwicklung“ zu respektieren sind. Die Säuglings- und Kleinkindforschung der letzten Jahrzehnte hat deutlich gemacht, dass jedes Kind mit einer Vielzahl an Kompetenzen und Bedürfnissen auf die Welt kommt. Kinder sind fähig, mit dem Rückhalt einer

Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 4 von 15  
Bezugsperson eigenaktiv die Welt mit allen Sinnen zu entdecken und zu erkunden. Sie eignen sich dabei Wissen an, das ihr Weltbild tagtäglich komplexer werden lässt. Wir verstehen Bildung und Erziehung als einen Prozess, bei dem die Erwachsenen die Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsweg begleiten, unterstützen und motivieren, ihnen Lob und Anerkennung geben und sie in ihren „Stärken stärken“. Der Erwachsene sieht sich als aufmerksamer, wacher Begleiter des Kindes und seiner Entwicklungsprozesse. Er ist nicht aktiv eingreifender Förderer der Entwicklung, sondern seine innere Haltung ist geprägt von Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Eigenständigkeit seiner Mitmenschen. In unserer täglichen Arbeit respektieren wir die Autonomie und Individualität des Kindes und unterstützen den Entwicklungsprozess, indem wir emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung und die Tagesstruktur so gestalten, dass ein ganzheitliches Lernen und ein Einfinden in die soziale Welt ermöglicht wird. Wir beobachten und erkennen die individuellen Lern- und Entwicklungsthemen des einzelnen Kindes und knüpfen in der pädagogischen Arbeit daran an. Die autonome Bewegungsentwicklung, das freie Spiel und die beziehungsvolle, kooperative Pflege sind Grundthemen der Pikler/Hengstenberg-Pädagogik und wesentliche Elemente in unserem Verständnis des Bildes vom Kind. Sie prägen den Umgang mit dem einzelnen Kind. (Kleinst-)Kinder lernen permanent mit all ihren Sinnen durch Imitation, Beobachtung, Zuhören und auch durch Ruhephasen. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf, der Freiräume zum aktiven Erkunden zulässt, Entwicklungsanreize gibt und nötige Ruhephasen bietet, damit die vielen Erlebnisse und Eindrücke verarbeitet werden können. Jedes Kind folgt seinem eigenen Entwicklungsplan. Diese Selbstbildungsprozesse unterliegen dem individuellen Tempo und orientieren sich an kindlichen Interessen. Kinder sind Forscher und Gestalter ihrer Lebenswelt. Deshalb brauchen sie · die Möglichkeit, mit allen Sinnen die Welt zu erfahren und begreifen zu können, · eine Welt, die ihnen ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht, · Spiel- und Bewegungsräume, die sie in ihrer Tätigkeit und Fantasie anregen und ihnen Herausforderungen und gleichzeitig Schutz bieten, · Zeit zum Einfinden in neue Situationen, Zeit für Übergänge, Zeit für individuelle Lernerfahrungen, Zeit zum eigenständigen Ausprobieren und Zeit für Zuneigung, Ruhe und Pflege, · andere Kinder, mit denen sie auf Entdeckungsreise gehen, an denen sie sich messen und denen sie helfen können und · Erwachsene, die auf die Signale der Kinder im Dialog eingehen, sich Zeit nehmen und Halt und Orientierung bieten. 
Beschreibung der Rahmenbedingungen Die beschriebenen Rahmenbedingungen gelten grundsätzlich für alle unsere Einrichtungen. Lokale Unterschiede ergeben sich durch Vorgaben und Richtlinien der Kommunen. Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle Die Global Education bietet den Eltern nach Möglichkeit eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung an. Die Öffnungs- und Schließzeiten der Einrichtungen richten sich nach den regionalen Vorgaben und nach Möglichkeit an den Bedürfnissen der Eltern. Wir bieten eine „Flexizeit“ an, d.h. Eltern können bei ungeplantem Betreuungsbedarf, der über die regulär gebuchten Zeiten hinaus geht, kurzfristig Entlastung erfahren. Unsere Personalplanung und pädagogischen Konzepte unterstützen eine lange Öffnungszeit. Mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der regional festgelegten Schließzeiten (20 Schließtage in vier Perioden) wird die Einrichtung ganzjährig geöffnet sein.  In den Einrichtungen der Global Education können Kinder im Alter von ca. einem Jahr bis zum Schuleintritt ganztags betreut werden, wobei auf eine ausgewogene Altersmischung geachtet wird. Die Global Education legt besonderen Wert auf einen positiven Übergang zu weiterführenden Betreuungslösungen.

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Raumkonzept Jede Einrichtung der Global Education verfügt über ein individuelles Raumkonzept, das sich an den Bedarfen der jeweiligen Altersgruppe orientiert. Räume als „dritter Erzieher“ haben eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder und müssen vor allem für Kinder, die sich ganztags in Kitas aufhalten, eine Reihe von Funktionen bereithalten. Wir konzipieren flexible Raumkonzepte, die sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder anpassen und den nötigen Sicherheitsstandards gerecht werden. Hierbei arbeiten wir mit den Jugendämtern und pädagogischen Fachberaterinnen und Fachberatern, mit Unfallkassen und Feuerwehren zusammen. Pädagogisches Fachteam Bei der Personalauswahl achten wir auf ein hohes Ausbildungsniveau und auf einschlägige pädagogische Erfahrung. Wertgelegt wird auf eine hohe Bildungsorientierung und Motivation in Bezug auf lebenslanges Lernen.  Die Leitung der Einrichtung wird von einer pädagogischen Fachkraft (nach Möglichkeit mit Studienabschluss) übernommen. Für fachliche Fragen steht eine Fachberatung zur Verfügung. Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl von Praktika und berufsbegleitende pädagogische Ausbildungen. Wir möchten das in unserem Leitbild verankerte Ziel von Vielfältigkeit/Diversity in unserer Mitarbeiterschaft auch fördern. Da wir auch als Arbeitgeber Vorbild sein möchten, ist es für Einrichtungen der Global Education selbstverständlich, im Rahmen von Selbstevaluationsprozessen die Qualität der Arbeitspraxis zu überprüfen. Wir geben unseren Fachkräften · Zeit für kollegialen Erfahrungsaustausch,  · Verfügungszeit zur Kooperation mit Eltern und mit anderen Einrichtungen,  · flexible Arbeitszeiten für eigene Interessen und die familiäre Lebenssituation,  · Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und  · Zeit zur Beteiligung an Forschungsprojekten.  ·  Eine Personalentwicklung –begleitung hat in der Gesamtorganisation einen hohen Stellenwert. Festlegungen und Dokumente für die Fortbildungsteilnahme, für Mitarbeitergespräche, für Fachsupervision, für soziale Betreuung und Lebensphasenorientierung stehen allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem pme Familienservice –Wikipedia zur Verfügung. Eine Ausstattung der Einrichtungen mit ausreichenden Personalstunden wird auf der Basis einer Kalkulation hergestellt, die eine Ausfallquote durch Krankheit, Urlaub und Fortbildung berücksichtigt. Dabei werden im Personalgerüst Springerstunden ausgewiesen, die in der Personalplanung und –einstellung berücksichtigt werden. Die Einrichtungsleitung und Kolleginnen und Kollegen vernetzen sich innerhalb der Kommune und nehmen an Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften teil. Unser Leitbild („unsere Gene“) berücksichtigt die Werte Herz und Verstand, Flexibilität, Respekt, Weiterentwicklung, Vielfältigkeit, Vertrauen und Profssionalität. Eine Übesicht befindet sich am Ende der Konzeption. Gesunde Ernährung der Kinder Essen ist für uns mehr als Nahrungsaufnahme. Essen bedeutet für uns Gemeinsamkeit, Wohlbefinden und Austausch. Deshalb nehmen wir unsere Mahlzeiten gemeinsam ein, richten sie bei Bedarf jedoch an den individuellen Zeiten und Bedürfnisse der Kinder aus. In unseren Einrichtungen legen wir großen Wert auf eine gesunde, kindgerechte, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Wir setzen uns für eine Errichtung einer Kochküche ein, um frisch und selbständig für die Kinder unserer Einrichtungen zu kochen. Neben dem Mittagessen versorgen wir alle Kinder mit Frühstück und einem Snack am Nachmittag. Dies dient auch der besseren Vereinabrkeit von Beruf und Privatleben.

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Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit Die Einrichtungen der Global Education möchten als außerfamiliäres System das Heranwachsen in der Familie ergänzen. Aufgabe der Einrichtung ist es, den Kindern neue, vielfältige Erfahrungen außerhalb der Familie zu ermöglichen. In der Kommunikation und im Zusammenleben in einer Kindergruppe sollen die Kinder emotionale Sicherheit erhalten, Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Umwelt erleben und altersgemäße Erfahrungsräume für ihre Entwicklung kennenlernen. Klare zeitliche Strukturen und räumliche Vielfalt unterstützen diesen Prozess. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Kindern als zuverlässige und kontinuierlich tätige Bezugspersonen zur Seite. Geborgenheit und Orientierungshilfen stehen im Vordergrund des Umgangs mit dem Kind. In Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wollen wir die Persönlichkeit des Kindes fördern, mit ihm seine Umgebung für selbstständige Betätigungsmöglichkeiten vorbereiten. Das Kind wird unterstützt, eine fröhliche und an seiner Umwelt interessierte Person zu werden, die lernt, in der Gruppe mit anderen Kindern zu spielen, seine Umwelt zu entdecken und Verantwortung zu übernehmen. In den Einrichtungen der Global Education werden Kinder mit Beeinträchtigungen oder mit speziellem Förderbedarf im Rahmen von Einzelintegrationsmaßnahmen in den pädagogischen Alltag integriert. Die Einrichtungen der Global Education arbeiten im Rahmen des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII zum Wohle des Kindes mit den Sorgeberechtigten und gegebenenfalls mit den örtlichen öffentlichen Behörden zusammen, um einem begründeten Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestmöglich zu begegnen. Die pme Familienservice Gruppe verfügt über ausgebildete Kinderschutzfachkräfte und jede Einrichtung über eigene Kinderschutzbeauftragte. Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht  Die aktive Teilhabe der Kinder an allen sie betreffenden Abläufen ist konzeptionelles Gestaltungsmerkmal in unseren Kindertagesstätten. Jedes Kind erhält die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gruppe vereinbaren lässt. Je jünger Kinder sind, desto weniger können sie selbst Beteiligungsrechte einfordern. Umso größer ist die Verantwortung der Erwachsenen, Kindern Partizipation zu ermöglichen. Eine partizipative Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte zeigt sich darin, dass Kinder in die Gestaltung des Lebens in der Einrichtung eingebunden werden. Wir begegnen den Kindern mit einer zugewandten und interessierten Haltung, hören ihnen zu und nehmen sie als Individuen mit spezifischen Bedürfnissen und Rechten ernst. Wir achten · die Selbstbestimmungsrechte der Kinder, insbesondere das Recht auf körperliche Selbstbestimmung,  · die Grundbedürfnisse der Kinder, · das Recht des Kindes auf freie Meinungsäußerung, · das Recht des Kindes, als Individuum gesehen zu werden, und · das Recht des Kindes auf die Wahl seiner Kontaktpersonen. Erste Partizipationserfahrungen können Kleinstkinder machen, wenn sie in alltäglichen Situationen erleben, dass sie mit ihren Signalen und Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert werden, zum Beispiel beim Essen, Schlafen und Anziehen.  Die Teilhabe und Mitgestaltung an Entscheidungen und Abläufen reicht vom täglichen Tisch decken über die Gestaltung der Räume bis zur Mitsprache an Regeln im pädagogischen Gruppenalltag. Kinder werden dabei unterstützt, ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken – bzw. je nach Alter der Kinder müssen diese sensibel von den Fachkräften „erfragt“ und beobachtet werden.  Babys benötigen aufgrund der noch fehlenden verbalen Fähigkeiten eine individuellere Prozessbegleitung. Unser pädagogisches Personal verfügt über ein hohes Maß an Feinfühligkeit, um die nonverbalen Mitteilungen der Kleinstkinder wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und angemessen zu reagieren. Hierfür werden unsere Fachkräfte auch in entsprechenden Seminaren zu „Feinzeichen“ geschult.

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Durch die Methode der Projektarbeit werden Themen und Vorhaben für den Alltag gemeinsam mit den Kindern ausgehandelt, entschieden, geplant und bearbeitet. Im Rahmen der Projektarbeit gibt es offene Beteiligungsformen, die den Kindern die Möglichkeit gibt, sich an Aktionen zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist ein dialogisches Verständnis der Kommunikation zwischen dem Betreuerteam und den Kindern. So werden Kinder bei Konflikten begleitet und unterstützt. Lösungsmöglichkeiten werden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam im Dialog gefunden. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder werden unterschiedlichste Beteiligungsformen in den Kita-Alltag integriert, zum Beispiel: · Kinderkonferenzen · Stuhlkreise/Morgenkreise · Kindersprecher · Beobachtung und Dokumentation (Portfolio) So werden beispielsweise im Stuhlkreis freie Aktionen für den Tag vorgestellt, die meist in Kleingruppen angeboten werden. Die Kinder können selbst entscheiden, ob und woran sie teilnehmen möchten, oder können eigene Vorschläge einbringen, die gerne aufgegriffen werden.  Durch eine partizipative Haltung und gut entwickelte Strukturen in unseren Teams sichern wir das Recht der Kinder auf Schutz vor Unrecht. Wir verstehen es als unseren Auftrag, Kindern die Beteiligung zu ermöglichen, um sie dadurch zu stärken. Dies ist auch Bestandteil eines präventiven Kinderschutzes, denn starke Kinder sind besser vor möglichen Gefährdungen geschützt.  Inklusive Bildung Kinder mit Beeinträchtigungen Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Lebenswelten fördern und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor die Herausforderung, uns mit dem Fremden und dem Anderssein aktiv auseinanderzusetzen – frei von Vorurteilen und daraus resultierender Ablehnung. Kinder mit speziellen Bedürfnissen werden in die Einrichtungen der Global Education integriert. Alle Kinder, ob mit Erschwernissen oder nicht, finden in unseren heterogenen Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für ihre Bildungsprozesse förderlich sind. In der Gemeinschaft erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lernmöglichkeit und Bereicherung. Die Einrichtungen der Global Education sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt wird. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder, nicht deren Defizite. Dabei werden Spiel - und Lernangebote genutzt, bei denen Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslage unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können. Ein wertschätzender Umgang zwischen Mitarbeiter/in und Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. Wichtig ist die Unterstützung der Eltern in einem behutsamen Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Entwicklungsverläufen. Ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuel-le klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickelt, dabei werden die Kinder aktiv mit einbezogen. In unseren Fachteams wird mindestens eine Fachkraft zur Fachkraft für Inklusion weitergebildet. Mädchen und Jungen Bereits im Kindergartenalter eifern Kinder unterschiedlichen Geschlechtsmustern nach und haben in der Regel unterschiedliche Interessengebiete. Was sich im Laufe ihrer Entwicklung als typisch mädchen- oder jungenhaft zeigt, ist ein multifaktorelles Zusammenspiel von genetischen Veranlagungen und neurobiologischen Prozessen und vor allem das Ergebnis der entsprechenden Sozialisation. Es wird in der ständigen Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern, besonders aber mit Erwachsenen verstärkt. Vor diesem Hintergrund begleiten wir die Kinder, individuelle Wege bei ihrer Identitätsentwicklung zu finden. Wichtig sind hierbei Vorbilder, die beiden Geschlechtern angehören. Viele unserer Kitas zeichnen sich durch eine hohe Männerquote aus, die wir dadurch erreichen, dass wir Männer als pädagogisches Fachpersonal, als Honorarkräfte und als zusätzliches Betreuungspersonal einstellen. Dabei wird die Genderkompetenz sowohl durch

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die Anwesenheit beider Geschlechter als auch in der Auseinandersetzung im Betreuungsteam und in der Elternschaft in unseren Einrichtungen gefördert.  Kulturelle Herkunft Die Global Education steht in ihrer gesamten Ausrichtung für eine Pädagogik der Vielfalt. Dies zieht sich als roter Faden durch sämtliche Arbeitsfelder. In unseren Einrichtungen sind Familien mit unterschiedlichen Familienkulturen eine Selbstverständlichkeit und werden stets als Bereicherung angesehen. Wir schätzen die unterschiedlichen Erfahrungen, Sprachen und interkulturellen Zusammenhänge und unterstreichen dies sowohl in unserem erzieherischen Alltag als auch in vielfältiger Projektarbeit und Festgestaltung („Diversity-Kalender“). Dazu zählen beispielsweise fremd- und zweisprachige Bücher in der Leseecke, Begrüßungsformeln und Mitteilungen am Informationsbrett in den jeweiligen Familiensprachen  und feste Tage mit dem Motto: „Heute lerne ich eine andere Sprache“. Auch unser pädagogisches Team versuchen wir interkulturell zusammenzustellen. Regelmäßig nehmen Kolleginnen und Kollegen an internen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Die Einrichtungsleitung knüpft aktiv Kontakte zu Beratungsstellen, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Eingewöhnung der Kinder Bei der Eingewöhnung der Kinder orientieren wir uns an dem Berliner Eingewöhnungsmodell (Laewen 2002; Pikler 1988). Die Dauer des Ablösungsprozesses gestaltet sich variabel und orientiert sich grundsätzlich am Kind und seinen Erfahrungen. Auch für die Eltern stellt der Start in einer Kindertageseinrichtung oder der Wechsel in eine andere Betreungsform den Beginn einer neuen Lebensphase dar. Eine Eingewöhnungsphase, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder und gleichermaßen den beruflichen Anforderungen der Eltern gerecht wird, ist die Basis für eine positive Entwicklung des Betreuungsverhältnisses. Bildungsziele Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen. Die pädagogische Zielrichtung und die Methoden werden bestimmt von altersgemäßen Entwicklungsthemen wie Identitätsbildung, Selbstständigkeit, Autonomiesuche, Bewältigen von Ängsten, Erforschen und Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Die Zielsetzungen der lokalen Konzepte orientieren sich stets an den Bildungsplänen und -programmen der einzelnen Bundesländer.  Als Querschnittsthema ist die Gesundheitsförderung ein Anliegen unserer Einrichtungen. Neben der grundsätzlichen Bewegungsförderung nutzen wir als Baustein in der Körpererfahung die Bewegungsförderung nach Pikler Hengstenberg. Eine gesunde Ernährung wird durch die Versorgung durch unsere Kochküche und durch Angebote in den einzelnen Gruppen geleistet. Alle nachgeführten Bereiche dienen allgemein der Prävention. Dabei nutzen wir auch Angebote von Anbietern in der Gesundheitsförderung.  Aus dem Bereich Hygiene und Qualitätssicherung befindet sich als Beispiel am Ende der Konzeption ein Prozesskette „Händewaschen“. Sinnliche und körperliche Erfahrungen Körperliche, geistige und soziale Empfindungen in Einklang zu bringen, heißt den eigenen Körper mit allen Sinnen kennenzulernen und die Freude an Bewegung und körperlicher Herausforderung zu entdecken. Dabei ist die Ausbildung des körpereigenen Schemas und das Erleben, was Psyche und Körper gesund hält, von besonderer Bedeutung. Außderm ist es wichtig, dass Kinder ihre kindliche Sexualität entwickeln. Der Umgang mit der körperlichen Neugier von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ist ein zentraler Baustein der kindlichen Entwicklung, der viele Lebensbereiche innerhalb Kita und Familie berührt.  Kinder sind von Geburt an geschlechtliche Wesen mit körperlichen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Sie mögen es zu kuscheln, zu schmusen, berührt zu werden und auch den eigenen Körper zu berühren. Eine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität gibt es bei

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Kindern nicht. Sie erleben Schmusen, Kuscheln und Berührungen ihres Körpers als lustvoll und sinnlich. Sexualität ist nicht nur Genitalität. Die Entwicklung der Sexualität ist ein fortlaufender Prozess und vollzieht sich im Laufe der kindlichen Entwicklung immer wieder, entweder als bewusste Mitteilung über Sachverhalte auf dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder aber als „Lernen am Modell“. Zu einer ganzheitlichen Förderung in unseren Einrichtungen zählt auch der bewusste Umgang mit der Sexualentwicklung. In einer geschützten und liebevollen Atmosphäre dürfen Kinder ihren Körper auf ihre eigene, kindgerechte Art und Weise kennenlernen und erleben. Nur wenn ein Kind seinen Körper, seine Gefühle und auch seine Grenzen kennt, kann es diese deutlich machen, benennen und einfordern. Dies ist ein grundlegender Aspekt in der Prävention vor sexuellen Übergriffen. Außerdem wird die Sensibilität im Hinblick auf die Einschätzung der Gefühle anderer gestärkt und gelernt, deren Grenzen zu wahren, zu respektieren und zu achten.  Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in diesem sensiblen Entwicklungsbereich ist ein wichtiger Grundsatz in der sexualpädagogischen Arbeit. Sorgen und Bedenken dürfen bzw. müssen unbedingt angesprochen werden, damit Kinder nicht verunsichert werden und sich auch bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper gut begleitet und unterstützt fühlen. Emotionale Entwicklung Ich-Kompetenz als Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit und psychosoziales Wohlbefinden: · Eigene Bedürfnisse kennen und adäquat ausdrücken können  · Selbstbewusstsein entwickeln  · Selbstverantwortung für das eigene Handeln übernehmen  · Gemeinschaftssinn entwickeln  · Neugier, Kreativität und Spontaneität ausleben Soziales und interkulturelles Lernen Bindung und soziale Beziehungen als Grundstock für Bildung und Lernen: · Wertschätzung und Empathie entgegenbringen  · Unterschiedlichkeiten erkennen und anerkennen  · Regeln des Zusammenlebens kennen  · Konflikt- und Kompromissfähigkeit ausbilden  · Demokratieverständnis und Solidarität entwickeln Sprechen und Denken als Einheit Sprache als Schlüssel, um die Welt zu begreifen:  · Lust und Freude an Austausch und Sprache allerart  · Mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen, zuhören können  · Wortschatz ausbauen, auch Mehrsprachigkeit erleben  · Unterschiedlichkeit der Kommunikation erfahren  · Medienkompetenz entwickeln  Kreativität und Musik Kreativität und Musikalität als Bestandteil des Lebens:  · Eigene Ausdrucksmöglichkeiten erleben  · Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Beschaffenheiten usw.  · Spaß am Musizieren, an Melodien und Rhythmus  · Wissen über Lieder, Tänze und deren Bedeutung  · Fantasie und Kreativität als Motor für weiteres Lernen erfahren

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Mathematik und Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Auseinandersetzung als Grunderfahrung:  · Spaß am Umgang mit Zahlen und Formen  · Grundverständnis für Ordnungsstrukturen bekommen  · Lust entwickeln, Dingen auf den Grund zu gehen  · Zusammenhänge von Natur und Technik sehen  · Gemeinsames Forschen und Erkunden  Bildungsschwerpunkte „Kleine Forscher“ In unseren Einrichtungen arbeiten wir nach dem Konzept des „Haus der kleinen Forscher“. Jedem Kind werden damit Möglichkeiten eröffnet, seine Neigungen, Interessen und Begabungen für Naturwissenschaften und Technik zu entdecken und die spannende Welt um sich herum zu erkunden. Es geht dabei nicht primär um die Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern um das Wecken der Neugierde der Kinder und die Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen wie Formen, Farben, Muster und Strukturen, Größen oder Entfernungen im Alltag. Bewegungsförderung nach Pikler und Hengstenberg In unsere Einrichtungen legen wir besonders großes Augenmerk auf die Möglichkeiten einer gezielten Bewegungsförderung von Anfang an. Wir orientieren uns dabei an den Konzepten von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg, die die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes in den Vordergrund stellen. Jedes Kind erhält in unseren Kitas gemäß seinem individuellen Entwicklungsstand die Möglichkeit, Bewegungsabläufe in seinem eigenen Tempo zu entfalten und zu entwickeln. Bewegung ist in unseren Einrichtungen ein fester Bestandteil und in vielfältigen Formen vorhanden: spontan, als gezieltes Angebot, im Freispiel, während „Bewegungseinheiten “, drinnen und draußen, alleine und in der Gruppe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global Education erhalten spezielle Schulungen zum Bewegungskonzept nach Pikler und Hengstenberg. Tiergestützte Pädagogik Wir ermöglichen den Kindern in unseren Einrichtungen, eine Beziehung zu Tieren aufzubauen und eröffnen ihnen somit neue Lernchancen. Empirische Befunde bestätigen den positiven Einfluss von Tieren auf die kindliche Entwicklung: Die geistige, emotionale und körperliche Entwicklung wird gefördert. Die Einrichtungen stellen den Bezug zu den Tieren auf unterschiedliche Weise her. Wenn möglich haben die Einrichtungen der Global Education ein eigenes Tier (Wüstenrennmäuse, Fische, Schnecken etc) Die Kinder haben die Möglichkeit, das Tier zu versorgen und zu pflegen und den täglichen Kontakt zu suchen. Dabei wird auf die artgerechte Haltung des Tieres besonders viel Wert gelegt. Andere Einrichtungen suchen den Kontakt zu Tieren durch regelmäßige Zoobesuche, Ausflüge zu Kleintierzuchtvereinen, Waldausflüge oder Hofbesuche. Der direkte Kontakt zu Tieren wird durch eine tiergestützte Arbeitsweise in Form von Bilderbuchbetrachtungen, thematisch bezogenen Kreisspielen, Bastelangeboten, Kontaktaufnahme mit Experten (Tierpfleger, Tierärzte etc.) und Kreisgesprächen begleitet. Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbil-dung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. Alltagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, fein-fühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der

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deutschen, englischen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent.  Nachhaltigkeit In unserem Konzept für nachhaltige Entwicklung geht es um Verantwortung für unsere Umwelt und darum, Position zu beziehen für einen bewussteren Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Wir möchten gemeinsam mit allen Generationen, die mit unseren Kitas zu tun haben (vom Krippenkind über Eltern bis zu Erzieherinnen und Erziehern), ein Bewusstsein für einen Wertewandel im Umgang mit der Natur und unseren Lebensgrundlagen schaffen. Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule Die ganzheitliche Schulvorbereitung der Kinder beginnt mit dem ersten Tag in unseren Kindertageseinrichtungen. Sie bezieht sich sowohl auf die Stärkung von Basiskompetenzen als auch auf die Entwicklung schulnaher Kompetenzen, auf die die Schule aufbauen kann (z. B. Sprachentwicklung, Begegnung mit der Schriftkultur, mathematische Bildung, naturwissenschaftlich-technische Bildung). Bei jedem Kind besteht das Interesse, die Vorfreude und somit auch die Bereitschaft, ein Schulkind zu werden. Im Jahr vor der Einschulung intensiviert sich die Schulvorbereitung durch gezielte Angebote und Aktivitäten. Durch Schulbesuche, Kindergartenbesuche von Lehrkräften und regelmäßige Informationsgespräche mit den Kindern und das Eingehen auf ihre Fragen geben wir den Kindern die Gelegenheit, den Lebensraum Schule frühzeitig kennenzulernen. Zu den Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte zählt auch die Übergangsbegleitung der Eltern. Frühzeitige Gespräche thematisieren sowohl die Kompetenzen und Probleme der Kinder als auch die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Eltern. Vernetzung im Sozialraum Die Kindertageseinrichtung ist immer auch ein Teil des Sozialraumes und kooperiert mit verschie-denen Institutionen in der Stadt. Kontakte zum örtlichen Jugendamt, z.B. auf Trägerkonferenzen, sind obligatorisch. Auch die Kooperation mit sozialpädriatischen Zentren, Frühförderstellen, Zahn-ärzten, Therapeuten, Kooperationen mit dem Gesundheitswesen und anderen Kindertagesstätten in Münster sind Bestandteil der Arbeit in der Einrichtung. Regelmäßige Ausflüge in die nähere Umgebung oder das Einbeziehen der Kinder bei Alltäglichen Erledigungen (z.B. Einkauf beim Bäcker, Besuche bei der Post) helfen dabei, den Kindern eine Ori-entierung zu geben.  Die Kindertagesstätte strebt an, Kooperationen mit den Akteuren in Münster einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Dies kann beispielsweise in Form von Beteiligungen an Stadt-teilarbeitskreisen, Kinder- oder Ortsteilfesten, gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Ausflügen, sowie Informationsveranstaltungen geschehen. Unsere Einrichtungen werden nach Möglichkeit zum Familienzentrum weiterentwickelt, um eine Vernetzung im Stadtteil auszubauen. Dabei greifen wir auf die Unterstützung und die Konatkte aus unserem Beratungs- und Bildungsbereich der pme Familienservicefamilie zurück. In Münster findet sich am Friesenring eine Niederlassung. Qualitätssicherung Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen kontinuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkatalogs (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter. Darüber hinaus orientieren wir uns an den jeweiligen Bildungsprogrammen mit den entsprechenden Vorgaben zur Qualitätsentwicklung.  Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf · eine gewaltfreie Erziehung · die Entfaltung seiner Persönlichkeit · staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen · Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft

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· Fürsorge · Ernährung · Partizipation · Meinungsäußerung · Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Einrichtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die übernommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zuständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtungen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n intern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglieder unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungsleitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt.  Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumentationspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten:  · Beteiligte Fachkräfte  · Zu beurteilende Situation · Ergebnis der Beurteilung  · Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung)  · Weitere Entscheidungen  · Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt · Zeitvorgaben und Überprüfungen Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkannten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen: · Einschlägige Berufsausbildung · Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung · Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien · Kompetenz zur kollegialen Beratung · Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit) Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global-Education-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommen. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlaufend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert. 
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familialen Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahrgenommen und in die Arbeit der Kita einbezogen.

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Wir sind an vertrauensvollen und kontinuierlichen Beziehungen zu unseren Eltern und der Eltern untereinander interessiert. Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: · Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) · Jährlich gewählte Elternvertretungen  · Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern)  Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern:  · Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern  · Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote  Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen.  Anhand unserer Beobachtungen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder bieten wir den Eltern ausführliche Gespräche an. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen.  „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind  Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt.  Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet werden. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Geschichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt.  Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibilisiert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch

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Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen gesucht.  Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen werden und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesserungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Beziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Beschwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten. Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprechpartner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. Folgende Punkte werden aufgenommen, um eine reale Problemlösung bewirken zu können: · Identität des Beschwerdeführers/Angaben zur Person und Firma · Erreichbarkeit des Beschwerdeführers · Verärgerungsgrad/Verhaltenskonsequenz des Beschwerdeführers · Erst- oder Folgebeschwerde · Art des Problems · Genaue Umstände des Beschwerdevorfalls/Problemursache. 
Literatur ·  · Bundesjugendkuratorium (Hrsg.): Bildung fängt vor der Schule an. Zur Förderung von Kindern unter sechs Jahren. Bonn 2004  · Dornes, Martin: Der kompetente Säugling. Frankfurt/M. 1993  · Erler, Gisela: Diesseits und jenseits der Kindergruppe: Das Kinderbetreuungspuzzle der postindustriellen Welt. In: KiTa-aktuell Bayern, Heft 2/2000, S. 29-35  · Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung/Commerzbank AG (Autor Harald Seehausen): Das Modellprojekt Kids & Co. Kinderbetreuung in Ausnahmefällen. Evaluationsstudie. Frankfurt am Main 2004  · Gutknecht, Dorothee: Bildung in der Kinderkrippe. Wege zur professionellen Responsivität. Stuttgart Kohlhammer 2015 · Hauser, Bernhard: Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten. 2. Auflage. Suttgart 2016 · Hebenstreit-Müller, Sabine: Ein Blick zu unseren Nachbarn am Beispiel des Pen-Green Centre – Aufbau eines Early Excellence Centres in Berlin. In: Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (Hrsg.): Nicht nur gut aufgehoben. Kindestagesbetreuung als zukunftsorientierte Dienstleistung. Tagungsdokumentation. Berlin 2003, S. 20-30  · Kasten, Hartmut (Hrsg.): Entwicklungspsychologie. Lehrbuch. Europa-Lehrmittel 2014 · Knauf, Tassilio: Beobachtung und Dokumentation: Stärken statt Defizitorientierung. In: KiTa- aktuell, BW Heft 2/2005, S.28-33  · Krabbelstube „Dreikäsehoch“ (Hrsg.): Kleinstkind und außerfamiliäre Betreuung. Konzeption frühkindliche Pädagogik der Krabbelstube an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1999  · Krappmann, Lothar: Keine Angst vor Flexibilisierung: In: Kiga heute, Heft 11-12/2001, S. 6-13.

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· Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Qualität im Dialog entwickeln. Wie Kindertageseinrichtungen besser werden. Seelze/Velber 1998  · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Forscher, Künstler, Konstrukteure. Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen. Weinheim 2002  · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Das infans-Konzept der Frühpädagogik. Bildung und Erziehung in der Kindertagessätte. Verlag Das Netz 2011 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate/Hédervari, Éva: Die ersten Tage: Ein Modell zur Eingewöhung in der Krippe und Tagespflege. 7., überarbeitete Auflage. Berlin 2011 · Lorenz, Jens-Holger. Kinder begreifen Mathematik. Frühe mathematische Bildung und Förderung. 2. Auflage Stuttgart 2016 · Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung bis zum freien Gehen. 3. Auflage. München 2001 · Ruberg, Tobias & Rothweiler, Monika. Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa. Stuttgart: Kohlhammer 2012  · Rühl, Monika/Seehausen, Harald: Flexibilisierung von Arbeits- und Betreuungszeiten. Chancen und Risiken für Kinder, Eltern, Unternehmen. In: Hagemann/Kreß/Seehausen 1999, S. 77-98  · Schäfer, Gerd. E. (Hrsg.): Bildung beginnt mit der Geburt. Förderung von Bildungsprozessen in den ersten sechs Lebensjahren. Weinheim 2003  · Schneider, Kornelia/Wüstenberg, Wiebke: Soziale Kompetenz bei Kindern unter drei Jahren. In: Engelhard, Dorothee u.a. (Hrsg.): Handbuch der Elementarerziehung. Ergänzungslieferung 1.4. Seelze-Velber 1996  · Schneider, Kornelia: Qualitätskriterien zur Förderung sozialer und kognitiver Kompetenz von Kindern unter 3 Jahren. Manuskript. München. November 2004  · Tietze, Wolfgang/Viernickel, Susanne (Hrsg.): Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein Nationaler Kriterienkatalog. 5. Auflage. Weinheim 2016 · Seehausen, Harald: Zukunftsmodell „Haus des Kindes in Melsungen“. Ergebnis-Dokumentation. Abschlussbericht. Frankfurt/M/Berlin/Melsungen 2004  · Singer, Wolf: „Was kann ein Mensch wann lernen?“ In: KiTa-aktuell HRS, Heft. 2/2004, S. 27- 34 § Stamm, Margit/Doris Edelmann (Hrsg.): Handbuch frühkindlicher Bildungsforschung. Wiesbaden 2013 · Trägerverbund frei gemeinnütziger Träger Frankfurt (Hrsg.): Die ersten gemeinsamen Schritte in die Welt. Lüneburg 2004

Herz  
und Verstand – 
leiten uns und sind 
bei all unseren 
Entscheidungen dabei
Im Herzen entstand die Idee, so-
ziale Dienstleistungen in der freien 
Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie 
rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit 
Herz und Verstand, um unsere Kunden 
in emotionalen Bereichen zu unter-
stützen, ökonomische Potenziale 
aufzudecken und unser Unter-
nehmen wirtschaftlich zu 
führen.
Flexibilität 
– ist unsere 
Stärke und unser 
Anspruch an uns selbst
Wir gehen auf die Wünsche 
unserer Kunden flexibel ein und 
finden effektive und Nutzen spen-
dende Lösungen. Von unseren 
Teammitgliedern fordern wir Ein-
satzbereitschaft auf vielfältige 
Weise und gehen gleichzeitig 
mit variablen Möglichkeiten 
der Work-Life-Balance 
auf sie ein.
Respekt 
– vor den Werten 
und Lebensentwürfen 
jedes Einzelnen 
bestimmt unsere Arbeit
Respekt prägt unseren Umgang mit den 
Kunden, innerhalb unseres Unternehmens 
und mit den Individuen in der Gesellschaft. 
Im Gegenzug erwarten wir respektvollen 
Umgang von unseren Auftraggeberinnen 
und Auftraggebern sowie von unseren 
Partnerinnen und Partnern. Wir respek-
tieren Privatleben und Lebensstile des 
Einzelnen sowie die individuellen 
Bedürfnisse und Talente der 
uns anvertrauten Men-
schen.
Vertrauen – 
ist die Grundlage 
unserer Beziehungen
Von unseren Teammitgliedern 
sowie von unseren Partnerinnen 
und Partnern erwarten wir volles 
Vertrauen und Zuverlässigkeit, wäh-
rend wir ihnen dies als Unternehmen 
schenken. Gegenüber unseren Kun-
den fördern wir durch Transpa-
renz und Diskretion die vertrau-
ensvolle Beziehung beider 
Seiten.
Weiter-
entwicklung – 
ist unser Ideal und 
unsere Verantwortung
Wir tragen die Verantwortung, unse-
re Produkte ständig weiterzuentwickeln. 
Damit unterstützen wir die Entwicklung 
unserer Kunden und unseres Unterneh-
mens. Wir fördern die Menschen und Ta-
lente bei uns, bei unseren Kunden und 
insbesondere bei den uns anvertrauten 
Kindern. Wir geben unseren Team-
mitgliedern Freiräume und Verant-
wortung zur beruflichen und 
persönlichen Weiterent-
wicklung.
Professionalität 
– zeichnet unsere 
Lösungen und Konzepte aus
Wir besitzen die Kompetenz, 
qualitativ hochwertige Konzepte 
im Bereich Work-Life-Balance und 
Diversity zu entwickeln, internatio-
nal erprobte Konzepte dem Markt 
anzupassen und diese einer im-
mer breiter werdenden Öf-
fentlichkeit zugänglich zu 
machen.
Vielfältigkeit – 
leben wir, denn sie 
bestimmt unseren Erfolg
Wir respektieren Unterschiede und 
fördern bewusst die Verschieden-
artigkeit in unserem Unternehmen. Wir 
möchten aktiv dazu beitragen, dass Di-
versity auch in anderen Unternehmen und 
der Gesellschaft als sinnvoll und förder-
lich verstanden wird. Gemeinsam wol-
len wir diese Werte auch in unserem 
wachsenden Unternehmen und in 
einer sich verändernden Kultur 
leben und vertiefen.
unser leitbild
Weiterentwicklung
Vertrauen
Respekt
Flexibilität
Herz und Verstand
Vielfältigkeit
Professionalität

Händewaschen Kita
Legende:
 Beginn/Ende
Prozessschritt
 Entscheidung© pme Familienservice Gruppe Output, Input, MaterialStand: 01.06.2013
kleinere Kinder und Betreuerinnen/Betreuer gehen gemein-
sam zum Händewaschen
in kleinen Gruppen
• 
die Kinder waschen sich unter der begleitenden Anleitung durch die Be-
treuerin/den Betreuer die Hände
Ende
pädagogische Aspekte
den Kinder beschreiben/erklären, 
was gemacht wird und warum
•
die Kinder soviel wie möglich selbst 
machen lassen
•
auch die Erwachsenen waschen sich 
sichtbar die Hände, sie sind Vorbild 
für das Händewaschen
•
je nach Situation: beim Waschen 
auch auf ökologische Aspekte 
kindgerecht hinweisen (nur soviel 
Seife/Wasser, wie nötig, v.a. bei äl-
teren Kindern)
•
andererseits auch auf die Experi-
mentierfreude der Kinder mit Wasser 
eingehen und ihre Handlungen in 
vertretbarem Rahmen zulassen
vor und nach dem Mittagessen, nach dem Raus-
gehen, Malen/Basteln, nach dem Toilettengang
Hände nass machen, danach das 
Wasser abdrehen
Hände gut abwaschen, dass sie frei 
von Seifenresten sind
Hände abtrocknen (CWS-Rollen)
Sicherheits-Aspekte
geeignete Seife wird von der Einrich-
tung zur Verfügung gestellt
•
Seife nach Gebrauch ggf. wegstellen
•
den Nachfüllbehälter für Seifen-
spender an einem für die Kinder 
nicht zu erreichenden Ort stellen
Hygieneplan der 
Einrichtung
Seife in den Händen gut verreiben 
und richtig einseifen, auch zwischen 
den Fingern
den Kindern (nach Bedarf) geeignete 
Seife in die Hände geben oder selbst 
entnehmen lassen

Anlage 5.1 Bewerbung pme

3345 Zeichen

pmefamilienservice ...o

pme Familienservice g6mbH pme Familienservice g6mbH
Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50
48147 Münster

Stadt Münster
Telefon: +49 251 703776-0

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Telefax: +49 281 70377622
Frau Anja Gerick
Hafenstraße 30 muenster@familienservice.de

www.familienservice.de

D-48127 Münster

4. Februar 2019

Ausschreibungsverfahren 9-13/2018 verbindlicher Trägeranteil

Sehr geehrte Frau Gerick,

gerne beteiligen wir uns an den Ausschreibungen der Trägerschaften für neue
Kindertageseinrichtungen Kita Sonnenstraße (Ausschreibungsnummer 09/2018), Kita
Neubrückenstraße (Ausschreibungsnr. 10/2018), Kita Nordkirchenweg (Ausschreibungsnr. 11/2018),
Kita Nottulner Landweg (Ausschreibungsnr. 12/2018) und Kita Meckmannweg (Ausschreibungsnr.
13/2018)

Hierbei möchten wir unsere umfänglichen Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
einbringen. Aus unserem pädagogischen Konzept sind dabei insbesondere unsere Erfahrungen mit
langen Öffnungszeiten, flexiblen Betreuungszeiten, eine gesunde und frische Vollverpflegung, eine
Personalkalkulation, die Ausfallzeiten berücksichtigt und eine digitalisierte Dokumentation
hervorzuheben.

Außerdem unterstützen lokale Strukturen eine Anbindung und Loyalität gegenüber dem Träger.

Die Trägerschaft wird durch unsere 100%-ige Tochter, die Global Education gGmbH angeboten.
Aktuell ist die pme Familienservice gGmbH in Gütersioh und Halle Träger von zwei
Betriebskindertagesstätten mit einer Mischung aus öffentlichen und betrieblich unterstützten Plätzen.
Im August 2019 werden wir in Ochtrup eine Kindertagesstätte eröffnen.

Das Angebot in Münster möchten wir aufgrund der Struktur der rein Öffentlichen Kindertagesstätten
in unserer eigens für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Tochtergesellschaft zur Verfügung
stellen. Das Kitamanagement und die Fachberatung wird über die bewährten Strukturen der pme
Familienservice gGmbH übernommen.

Beiliegend finden Sie einen Gesellschaftsvertrag, einen Auszug aus dem Handelsregister und eine
Übersicht der Struktur des pme Familienservice zur internen Verwendung.

Bislang fehlt für diese Gesellschaft eine Anerkennung nach 875 SGB VIII. Wir würden diese im Falle
eines Zuschlags beantragen wollen.

Die Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung sind nach 874 SGB VIII gegeben,

Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden und
die Trägerlandschaft in Münster konzeptionell, vielfältig und innovativ zu bereichern.

Einer Teilnahme an Ausschreibungsverfahren geht eine individuelle Kalk!

Träger der Einrichtung: pme Familienservice gGmbH | Geschäftsführerin: Alexa Ahmad
Registergericht: AG Frankfurt am Main | HRB 75728 | Steuernummer: 047/250/11164

pmefamilienservice eo ooo

Kalkulationszentrums voraus. Hierbei werden mögliche Belegungsszenarien und die
Gruppenkonstellation beachtet und Risiken abgewägt.

Bei der Übernahme der Trägerschaft von den oben genannten Kindertagesstätten können wir
verbindlich einen Trägeranteil von 4,5% garantieren und erwarten eine freiwillige kommunale
Leistung der Stadt Münster von ebenso 4,5%.

Für die Ausschreibung 09/18 Kita Sonnenstraße können wir abweichend einen Trägeranteil von 7,2%
anbieten.

Eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von 1,8% würde erwartet werden.

Anlage 3.1 Bewerbung Am Eichenwäldchen

2120 Zeichen

Ihr Zeichen:

Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V., Eichstedtstr. 44, 59075 Hamm Ihre Nachricht vom:

Stadt Münster Unser Zeichen: PW
Hafenstr. 30

48127 Münster Name: Patrick Westerteicher

Telefon: 02381 27396-50
E-Mail: info@kita-hamm.de

Datum: 04.02.2019

Bestätigung der Bewerbung um Trägerschaft für die Ausschreibungsnummern:

09/2018 Sonnenstraße im Stadtteil Alststadt
12/2018 Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel
13/2018 Meckmannweg Stadtteil Mecklenbeck

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für das Gespräch am 29.01.2019 und bestätigen hiermit unsere Bewerbung um die
Trägerschaft für die oben angegebenen Standorte in Münster.

Seit nun mehr 20 Jahren sind wir als Träger von Kindertageseinrichtungen tätig. Unsere bisherigen
Einrichtungen befinden sich in Hamm und zukünftig in Warendorf, welche auch als Referenzein-
richtungen zu betrachten sind.

In unserer 20-jährigen Arbeit als Vorstand bringen wir Erfahrungen mit, die durch Verlässlichkeit und

Beständigkeit geprägt sind. Durch unsere professionelle Geschäftsführung sichern wir Strukturen und
Abläufe.

Durch weitere Einrichtungen mit dem Offenen Konzept in Münster, wird die pädagogische Landschaft
um ein Vielfältiges bereichert. Auch mit einer weiteren Elterninitiative wird die Trägerlandschaft
verändert und die Mitwirkung von Eltern in Kindertageseinrichtungen weiter fokussiert.

Als Elterninitiative übernehmen wir einen Trägeranteil von 4 %. Zudem erklärt sich der Träger bereit,
sich an den Ausstattungskosten der neuen Einrichtung zu beteiligen. Aus unseren vergangenen Pro-
jekten können wir ggf. auch auf vertrauensvolle Investoren zurückgreifen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.kita-hamm.de.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichep/Grüßen

def

eßschilesierleliher
Postanschrift Bankverbindung Internet Mail Fon
Eichstedtstr. 44 Spar- und Darlehnskasse kita-hamm.de info@kita-harnm.de = 0 23 81/27 39 650
59075 Hamm Bockum-Hövel
Kto. 3 410 500 300 Registergericht Träger

BLZ 410 610 11 Hamm - VR 1314 Elterninitiative „Am Eichenwäldchen" e.V.

Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0139 2019

40780 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Elterninitiative Am Eichenwäldchen e. V. 
Eichstedtstraße 44 
59075 Hamm  
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Elterninitiative seit 20 Jahren in der Kindertagesbetreuung aktiv 
- Der Träger hat seinen Sitz in Hamm 
- Der Träger betreibt aktuell vier Einrichtungen in Hamm und ab August 2019 eine weite-
re Kita in Warendorf 
- Der Träger wird über eine Geschäftsführung und nicht über einen Elternvorstand ge-
führt 
- Die Elterninitiative ist konfessionell neutral und arbeitet nach dem humanistischen 
Menschenbild 
- Ausbau der Einrichtungen, Münster als attraktiver Standort 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
4,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Einrichtungen arbeiten im offenen Konzept mit offenen Raumnutzungskonzep ten 
- Ganzheitliche alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung 
-  Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund 
- Marte Meo-Ansatz in der pädagogischen Arbeit 
- Tiergestützte Pädagogik 
- Zertifizierung „Haus der kleinen Forscher“ 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Kernzeit: 7.00 Uhr – 17.00 Uhr 
- Jährliche Bedarfsabfrage in den Einrichtungen 
- Flexible Nutzung der wöchentlichen Buchungsstunden 
- Ca. 15 Schließtage pro Jahr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt des offenen Konzeptes 
- Barrierefreie Gestaltung der Kitas ist vorgesehen 
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l-
turellen Kompetenz gefördert 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams 
- Pro Einrichtung wird ein Heilpädagoge eingestellt 
- Rucksackprojekt in Hamm, Begleitung der Eltern in Ihrer Herkunfts- und in deutscher  
Sprache  
- Genderperspektive in der pädagogischen Arbeit und in Zusammenarbeit mit de n Eltern 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Ernährungskonzept der Einrichtung zertifiziert nach FitKid-Konzept der DGE 
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküche  in Bioqualität (Frischkostküche , 
sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita  
- Einbindung der Natur und Umwelt 
- Zertifizierung als Bewegungskita angestrebt 
- Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Kooperation mit Grundschulen: Austausch im Übergang Kita Schule durch gemeinsa-
me Projekte und Unternehmungen gewünscht, um frühzeitig die Übergänge spielerisch 
zu gestalten (Patenschaften der Schulkinder für Kitakinder) 
- Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Ärzten, Therapeuten etc. ist geplant 
- Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwerken 
- Kooperation mit der Kindertagespflege: monatlich stattfindendes Frühstück in der Kita 
mit Schwerpunktthemen 
- Generationsübergreifende Arbeit: Einbindung von Senioreneinrichtungen 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach Münchener Eingewöhnungsmodell 
- Grundverständnis: Eltern sind Experten für ihr Kind 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Beratung und Unterstützung der Eltern, Vermittlung auch an Fachleute im  präventiven 
Kontext 
- Elternengagement gewünscht für die Erledigung bestimmter Aufgaben (z .B. Reparatu-
ren in der Kita) 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Beschwerdemanagement für Eltern

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Einsatz von Heilpädagogen in den Einrichtungen 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- Alle Mitarbeiter/-innen werden zum systemischen Berater weitergebildet (Inhouse-
Schulung alle zwei Jahre) 
- Supervision sechsmal jährlich, zusätzlich nach Bedarf 
- Intervision (kollegiale Fallberatung) regelmäßig in den Kitas 
- Qualitätsentwicklungsmanagement der Stadt Hamm TQE (extern) sowi e KES-RZ Ska-
la (intern) 
- Zentrale Verwaltung durch Geschäftsführung und Verwaltungsmitarbeiter 
- Enge Zusammenarbeit mit den Eltern 
- Ehrenamtlicher Vorstand 
- Zusammenarbeit mit einem Steuerberater bzgl. der Jahresabrechnung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Eltern- und Mitarbeiterbefragungen 
- Beschwerdemanagement 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung 
- Alle Einrichtungen in der Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“ 
- Eltern sind Teil der Organisation

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel         
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
50667 Köln 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige Kooperationen mit Unternehmen 
- Gründung 2001; der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter Träge r der freien 
Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern mit über 900 
Mitarbeiter/-innen 
- Seit 2013 Betreiber der Betriebskita „Lacki Kids“ in Münster-Hiltrup 
- Ab dem 1.8.2019 Betreiber der Kindertageseinrichtung an der Middelerstraße (Wo l-
beck) 
- Weiterer Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote in Münster, um stadtweit  Syner-
gien zu schaffen 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
6,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der Arbeit 
- Kita wird als zweites Zuhause für Kinder gesehen 
- Individuelle Bildung mit partizipativem Ansatz 
- „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen 
- Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines bestimmten Beobachtungssystems 
- Bilinguale Erziehung kann angeboten werden 
- Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen 
- Raum als „dritter Erzieher“ / Reggiopädagogik / sozialkonstruktivistischer Ansatz 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, z.B. B u-
chung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten (ExtraZeit) 
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 19.00 Uhr, Betreuung max. 9 Std./Tag 
- Ca. 20 Schließtage im Jahr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Toleranz und Demokratie sind die Grundwerte des Trägers 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und entsprechend seiner Bedürfnisse g e-
fördert - auch hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration 
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern 
- Barrierefreie Raumgestaltung 
- Interdisziplinäre Fortbildungen für Fachkräfte 
- Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz in Einrichtungen 
- Partizipation im Kitaalltag integriert (z.B. Kinderkonferenzen 
- Genderpädagogik: Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien 
- Einsatz von multiprofessionellen / multikulturellen Teams 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschiedene pädagogische Bausteine 
- Individuelle Verpflegungskonzepte und Angebotsgestaltung je nach Kita (Zusamme n-
arbeit mit einem Caterer) 
- Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern 
- Körpererfahrungen sammeln 
- Kooperation mit Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten 
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Bestehende Vernetzungen 
- Kooperationen mit der Kita Lacki Kids in Hiltrup und Kita Middelerstr aße in Wolbeck 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit der Marienschule und umliegenden Kitas im Sozialraum 
- Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozialraum: Gemeinsame Feste, g e-
meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw. 
- Kooperationen mit Vereinen, Karnevalsgesellschaften, Institutionen, anderen Trägern 
- Kooperation mit Ärzten, Therapeuten, sonderpädagogischen Einrichtungen 
- Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnliche Strukturen) 
- Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersonen / Großtagespfleg estelle denk-
bar 
- interkulturelle und generationenübergreifende Angebote  
- Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, Angebote je nach Bedarfen der Fa mi-
lien im Stadtteil 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert (Berliner Modell) 
- Fokus auf familienunterstützender Arbeit (Familie im Fokus) 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Regelmäßige Elterngespräche, Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, E l-
ternabende/-nachmittage usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Halbjährliche Elternbefragung

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Synergieeffekte mit bestehender Einrichtung „Lacki Kids“ und zukünftiger Einrichtung 
an der Middelerstraße 
- Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen zentralem Träger und Einrichtung  
- Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern 
- Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis-
senschaften etc.) und ist für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und Lei-
tungen zuständig ist 
- Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- 7 Teamtage pro Jahr für jede Einrichtung 
- Verschiedene Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeiter/-innen und Eltern 
- Personalentwicklungskonzept (z.B. durch Coaching) 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale des Trägers 
- Ausbau der stadtweiten Angebote in Münster (Synergieeffekte hinsichtlich Persona l-
einsatz und Fachberatung) 
- Flexible Öffnungszeiten; Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Insbesondere Erfahrung bei Betriebskitas 
- Bilingualer Kita-Alltag wird angestrebt

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Global Education gGmbH 
Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH 
Friesenring 50 
48147 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochterge sellschaft der pme Familienser-
vice gGmbH  
- Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30  Standorten in Deutschland, Öster-
reich, der Schweiz und Tschechien vertreten 
- Betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungsein richtungen in Deutschland (Kinder-
gärten, Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen)  
- In Münster mit einer Geschäftsstelle und einem Ba ck-up-Service vertreten 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
4,50% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor 
- Orientierung am modenen Familien- und Arbeitslebe n, Verständnis als Dienstleister 
- Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt  
- Kind als „autonomer und individueller Akteur sein er Entwicklung“ (ressourcenorientiert, 
Resilienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungspro-
zesse 
- Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschende s Lernen) 
- Tiergestützte Pädagogik 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert 
- Flexible Betreuungsmodelle möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrati-
onshintergründen 
- Hoher Anteil von männlichen Fachkräften  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Par tizipation 
- Schulungen der Mitarbeiter/-innen zu den einzelne n Themenfeldern (Experten) 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt 
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he (Frischkostküche, sofern bauli-
che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) 
- Regionale und saisonale Lebensmittel 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a 
- Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandt eile der Gesundheitsförderung 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen ist konzeptionell vorg esehen 
- Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschafte n 
- Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen 
- Kontakte zum Jugendamt, sozialpädiatrischen Zentr en, Zahnärzten, Therapeuten 
- Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Soz ialraum (z. B. Projekte) 
- Sozialraumorientierung bei Ausflügen 
- Die Übergänge zwischen Tagespflege, Kita und Schu le werden sensibel begleitet 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell 
- Jährlich stattfindende Elternbefragungen  
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Feedback als Chance für die Weiterentwicklung 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Regelmäßige Newsletter für die Eltern 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement 
- Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familiens ervice gGmbH angesiedelt 
- internes pme Familienservice – Wikipedia als Plat tform für Fachkräfte 
- Kinderschutzkonzept liegt vor

3 
 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 
- Qualitätssicherung nach DIN ISO-Zertifizierung so wie anhand des Nationalen Kriteri-
enkatalogs (NKK) 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Erfahrungen mit flexiblen und erweiterten Betreuu ngszeiten 
- Bildungsschwerpunkt: „Haus der kleinen Forscher“,  Ernährung, Bewegung 
- Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münste r

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel         
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kinderzentren Kunterbunt gGmbH 
Carl-Schwemmer-Straße 9 
90427 Nürnberg 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe mit Sitz in Nürnberg 
- 1998 als Elterninitiative gegründet 
- Spezialisiert auf Kinderbetreuung, Weiterbildung und frühkindliche Erziehun g 
- Idee: Erweiterte und ganzjährige Öffnungszeit zur Vereinbarkeit von Fami lie und Beruf 
- Seit 2004 / 2005 eingetragen als gGmbH 
- Aktuell Träger von bundesweit 80 Kitas – hiervon 30 in NRW (hauptsächlich Köln / 
Bonn) 
- Betreiber von zwei Einrichtungen in Telgte (Eröffnung 09/2018 und 09/2019, als Par t-
nereinrichtungen dienend) 
- Übergeordnete Rahmenkonzeption – individuelle Konzeptentwicklung am Standort an-
hand der Bedarfe und Ressourcen 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Übergeordnetes Rahmenkonzept 
- Ko-konstruktive Arbeit in den Kitas, Lernen durch Zusammenarbeit 
- Schwerpunkte werden individuell am Standort entwickelt anhand der Bedarfe und Re s-
sourcen 
- Träger hat bisher noch wenig Erfahrungen mit Familienzentren, steht  dem aber offen 
gegenüber und plant in zwei Einrichtungen aktuell die Weiterentwicklung zum Familien-
zentrum 
- Teiloffenes Konzept (angepasst auf altersspezifische Differenzen) 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.30 Uhr – 17.00 Uhr 
- Flexibles Stundenbuchungssystem 
- Öffnungszeiten werden anhand von Bedarfsabfragen angepasst 
- Zusätzliches Angebot von flexiblen Buchungsstunden (ExtraZeit)

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Inklusion als wichtiger Faktor für gelingende Bildungs- und Betreuungsarbei t im ganz-
heitlichen Sinne (Kinder, Familie, Fachkräfte) 
- Qualitätsleitungen betreuen jeweils 15 Kitas in päd. Fragen und allen Querschn ittsfra-
gen 
- Konzept der Ko-Konstruktion: Individuelle Betrachtung und Partizipation  des Kindes 
(z.B. Kinderkonferenz) 
- Beteiligung der Eltern und Kinder in Entscheidungsprozessen 
- Möglichst gemischtgeschlechtliche Zusammensetzung des Teams 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bereits in bestehenden Kitas ist der Bereich der Gesundheitsförderung ein Schwe r-
punkt 
- Aktive Arbeit im Bereich Bewegung und Ernährung 
- Hygiene und Zahngesundheit konzeptionell verankert 
- Beratung und Angebote für Familien zum Thema Gesundheitsförderung 
- Kräutergarten im Außenbereich 
- Angebote für Eltern zu diesen Themen 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Kooperation mit z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien im  Stadtteil 
- Vernetzung mit Kindertagespflege gewünscht, Übernahme der Trägerschaft ei ner Groß-
tagespflegestelle vom Träger gut vorstellbar 
- Teilnahme an AKs und AGs ist gewünscht 
- Synergien mit Partnereinrichtungen in Telgte (u.a. Vertretungsregelungen) 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell 
- Ko-Kunstruktion in der Elternarbeit durch die aktive Beteiligung der Eltern und Kinder in 
Entscheidungsprozessen 
- Sicherstellung der Partnerschaft durch gemeinsame Gremienarbeit 
- Offener Austausch mit Eltern (Transparenz) 
- Feedbackgespräche bei Verlassen der Kita 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen 
- Interne Fortbildungen durch Inklusionsfachberaterin 
- Vier Fortbildungstage pro Mitarbeiter/-innen / Jahr 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Jährliche anonyme Mitarbeiter/-innen- sowie Elternbefragung 
- Feedbackgespräche sind jederzeit möglich 
- Facilitymanagement zur kurzfristigen Behebung von Sachmängeln

3 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau der Angebote in Ballungszentren / Raum Westfalen 
- Angebot der erweiterten und ganzjährigen Öffnungszeiten

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co 
KG 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von bundesweit aktuell 30 Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen  
- Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtungen Willingrott, H ermannschule, und 
Interims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und in 
2019 Inbetriebnahme von drei weiteren Einrichtungen (Meyerbeerstraße, Eichendorff-
straße, Pavillon Beckstraße) 
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes 
- Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anhand der bestehenden Bedarfe und 
Ressourcen des Teams, der Eltern und Kinder 
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder 
- Sprachförderung im Kitaalltag 
- Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entwicklungsprofile) liegt vor 
- Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg 
in das Modell ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
 
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 16.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen  
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschi edenen Migrati-
onshintergründen 
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migration / Inklusi-
on  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern 
- Möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmittel n an 
nach DGE-Standards 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag 
- Projekte zur Gesundheitserziehung und Zahngesundheit in Kooperation mit dem G e-
sundheitsamt 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita, auch in Kooperation mit Vere i-
nen im Stadtteil 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. Mariengrundschule Roxel) im Sozialraum 
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pr o-
jekte usw. 
- Kooperation mit Sportvereinen im Sozialraum geplant 
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Tagespflegepersonen, Ärzten , Betrieben 
und anderen Akteuren im Sozialraum geplant 
- Kooperation und Synergien mit den trägereigenen Kitas in Albachten und Meckl enbeck 
- Teilnahme an Arbeitskreisen und AGs ist geplant 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Modell am Kind orientiert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kindern 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Jährliche Elternbefragung 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode 
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale des Trägers 
- Möglichkeit verschiedener Schwerpunktbildungen anhand sozialräumlicher Bedarfe 
(Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) 
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfe rnen Familien 
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte (Vertretungsregelungen,  Fachbe-
ratung vor Ort) zu erzielen 
- Kooperation und Synergien mit den trägereigenen Kitas in Albachten und Meckl enbeck 
durch die sozialräumliche Nähe im Bezirk West

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
                                                      
                                                      
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH  (Outlaw gGmbH) 
Johann-Krane-Weg 18 
 
48149 Münster 
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Gründung des Unternehmens in 1987, seit 10 Jahren in Münster tätig 
- Die Outlaw gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und J u-
gendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband 
- In Münster ist der Träger mit 7 Kindertageseinrichtungen und einer Dependance  ver-
treten, in der Region West mit 40 Einrichtungen 
- Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung s ind bei Outlaw mit der Überschrift 
„Kita und More“ zusammengefasst und stehen nicht nur für die Betreuung von Kindern 
in Kindertageseinrichtungen, sondern umfassen alle Angebote frühkindlicher Bildung, 
Betreuung und Erziehung 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,50% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor. 
- Pädagogisches Konzept wird an die jeweiligen Rahmenbedingungen des Sozia lraums 
angepasst 
- Kita als zweites Zuhause für Kinder 
- Leitgedanke: spielend lernen 
- Alltagsintegrierte Bildung, individuelle Förderung des Kindes 
- Videobasierte Bildungsdokumentation 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum gewünscht 
- Alle Kitas arbeiten bereits in familienzentrumähnlichen Strukturen 
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote 
und Projekte für Familien)

2 
 
Flexible Angebote: 
- Angebot von flexiblen Öffnungszeiten, Teilnahme an den Modellprojekten Flexi Zeit und 
ExtraZeit 
- Regelöffnungszeit nach Bedarfen der Eltern 
- In den Ferien eingeschränkte Öffnungszeiten 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Integration ist gelebter Alltag 
- Erfahrung in der Betreuung von Kindern mit Behinderung in allen Einrichtungen  
- Multiprofessionelle und multikulturelle Teams  
- Ca. 15-20 % Anteil männliche Erzieher 
- Angebote und deren Vermittlung für Familien hinsichtlich Sprachkurse etc. (Famili en-
zentrumähnliche Angebote) 
- Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen entsprechend der Bedarfe 
- Partizipation hat hohen Stellenwert (Kinderparlament, Kinderkonferenz; „Paul“ stellv. 
für den Stellenwert und Bedeutung der Partizipation) 
- Förderung der individuellen Entwicklung von Jungen und Mädchen 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Zahlreiche Bewegungsangebote 
- Nutzen der umliegenden Spielplätze, Waldtage, Sportangebote  
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hinsichtlich Hygiene 
- Erste-Hilfe-Angebote auch für Kinder 
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung  
- Das Mittagessen wird von einem Caterer bezogen, der seinen Menüplan auf die b e-
sonderen Essgewohnheiten und Bedarfe der Kinder (Religion, Allergien, Vegetarier) 
ausrichtet 
- Es soll ein verlässliches kindgerechtes Angebot von Ernährung, Bewegung und En t-
spannung im pädagogischen Alltag geschaffen werden 
- Ressourcen im Team geschaffen (Logopädie und Motopädie) 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Flexible Betreuungszeiten sollen passgenau auf die auf die Bedürfnisse der Famil ien 
abgestimmt werden sollen (FlexiZeit, ExtraZeit) 
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas , Grundschulen, Sportvereinen 
- Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis und AGs 
- Übergang Kita und Schule durch Hospitationen, gemeinsame Feste, Aktionen und r e-
gelmäßiger Austausch der Akteure, Kinder sollen den Schulweg kennenlernen 
- Kooperation mit der Kindertagespflege, Übergänge sollen sicher gestaltet w erden, 
Entwicklung von Konzepten mit der Kindertagespflege 
- Synergien und Kooperationen mit den Kitas Gronowskistraße und Hensenstraße in 
Gievenbeck 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar

3 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.  
Der Träger garantiert: 
- Individuelle Eingewöhnungskonzept e nach dem Berliner Modell 
- Bedarfe der Kinder durch regelmäßigen Austausch mit den Eltern erkennen, Entwi ck-
lungsgespräche zwei Mal jährlich 
- Transparente Kommunikation mit den Eltern 
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und Mitarbeiter/-innen 
- Elternbeirat und Elternabende finden regelmäßig statt 
- Unterstützung der Familien im Aufbau von Netzwerken 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Freistellung der Leitung auch in kleinen Einric h-
tungen 
- Springerkrä fte für alle Einrichtungen in Münster 
- Pädagogische Fachberatung als Bereichsleitung 
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen 
- Transparentes und kommunikatives Führungsleitbild wird gelebt 
- Erarbeitung eines eigenen Qualitätsmanagementsystems (angelehnt an QuaMS) 
- Leitungsrunden und AGs finden regelmäßig zum Austausch statt  
- Ausbildung von Erzieher/-innen im Anerkennungsjahr, praxisintegrierte Ausbi ldung, 
Berufspraktikanten 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungsangeboten in untersc hiedlichen 
Stadtteilen in Münster 
- Weitere ergänzende Angebote im Stadtteil, insbesondere die Vermittlung v on gezielten 
Angeboten im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten mit FlexiZeit und ExtraZeit 
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote 
und Projekte für Familien) 
- Synergien und Kooperationen mit den Outlaw Kitas in Gievenbeck 
- Ausbau der Kindertagesbetreuung in Münster

1 
 
 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – 
ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 15 Kindertageseinrichtungen in NRW  und 
Brandenburg / Berlin 
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Angebot von Brückenprojekten: Mobile Kitas (für Kinder mit Fluchthinterg rund) 
- Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe 
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger 
- Ausbau der Angebote in NRW 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
In Münster entfallen sowohl die Aufnahmegebühr als auch die Zusatzbeiträge. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Situationsorientierter und systemischer Ansatz 
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum 
- Konzeptionsschwerpunkte z.B. Schwimmen, Wald- und Wiesentage, Musik, Bew e-
gung, Natur, Ernährung 
- Bilingualität durch Native Speaker in allen Einrichtungen 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationskultur  
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr  
- Bei Bedarf 11 Stunden Öffnungszeit möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthemat ik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind entsprechend seiner Bedarfe 
- Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integration / Inklusion / Migration un d Ge-
schlechtsidentität 
- Barrierefreie Kitas 
- Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B.  Sprachliche 
Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversität) 
- Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Bereich (Kinderparlament, Einbezug  
bei Stuhlkreisen) 
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Mobile Kita im Rahmen de r Brückenpro-
jekte für Flüchtlingskinder 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem 
Investor möglich) 
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse 
- Regelmäßiges Schwimmen, regelmäßige Wald- und Wiesentage 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita 
- Kräuter- und Gemüsegarten  
- Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperation mit Gesundheitsamt) 
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch g e-
zielte Ausstattung der Räume 
- Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzung im Stadtteil durch Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen und Integra tions- 
sowie Brückenprojekten geplant 
- Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperationen im Stadtteil (z.B. Fami lien-
/Jugendzentren, Sporteinrichtungen) 
- Kooperation mit anderen Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie umliegender 
Trägerlandschaft und sozialen Institutionen des Stadtteils angestrebt 
- Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen, um die Vorschulgruppen an den B e-
darfen der Schule auszurichten 
- Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert, um guten Übergan g in die Kita 
zu schaffen 
- Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende, Elternstammt ische, 
gemeinsame Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. finden statt 
- Transparente Elterninformationen durch TV im Eingangsbereich, Dokumentationen etc . 
- Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden 
- Elternhospitationen möglich 
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellte Leitung, drei Vollzeitkräfte pro 
Gruppe 
- Einarbeitung neuer Leitungskräfte ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme der Kita  
- Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte 
- Regionalbüro in Wuppertal 
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas u mgesetzt 
- Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarbeiterumfragen 
- Kostenfreie Fortbildungsangebote für alle Mitarbeiter/-innen in der Stepke Akadem ie zu 
aktuellen Themen 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter/-innen und Ext erne 
- Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage 
- Bilingualität

Anlage 8.1 Bewerbung Outlaw

3215 Zeichen

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

O_tlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Outlaw gGmbH - Johann.Krane-Weg 18- 48149 Münster Outlaw gGmbH

Hauptsitz Münster
Stadt Münster Johann-Kraneweg 18
Amt für Kinder Jugendliche und Familien 48149 Münster
Anna Pohl Tel. 02571 3835660
Hafenstraße 30 Fax. 0251 35356699

48145 Münstesr info@outlaw-ggmbh.de

www.outlaw-ggmbh.de

Münster, 05.02.2019

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel
Ausschreibungsnummer: 12/2018

Sehr geehrte Frau Pohl,

gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und
übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung Nottulner Landweg
im Stadtteil Roxel.

Besonders hervorheben möchten wir unsere Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten,
die passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt werden. In unseren Einrichtungen setzen
wir sukzessive das Angebot der "Extrazeit" um, um die Familien bei der Betreuung ihrer Kinder im
Randzeitenbereich zu unterstützen.

In Münster sind wir bereits mit sieben Einrichtungen und einer Dependance in den Stadtteilen
Gievenbeck, Kinderhaus, Sprakel, Mitte Hiltrup und Wolbeck vertreten. Unsere Arbeit orientiert sich an
den konkreten sozialräumlichen Bedingungen und Möglichkeiten in Münster. Die Ressourcen der
Stadtteile zu nutzen, ist ein wesentlicher Baustein für die Arbeit der Einrichtung. Dies setzt eine
angemessene Vernetzung verschiedener Institutionen vor Ort voraus.

Im Rahmen der sozialräumlichen Angebote wird die Einrichtung Mitverantwortung für die
Ausgestaltung des sozialen Miteinanders im Stadtteil Roxel übernehmen. Wir werden uns aktiv
beteiligen, um aktuelle Entwicklungen aufgreifen und die Inhalte unserer Arbeit fortschreiben zu
können. Mit dem besonderen Schwerpunkt der Kita-Sozialarbeit schaffen wir ein gutes Fundament, um
den Familien ein multiprofessionelles Unterstützungsangebot vorhalten zu können.

DER PARITÄTISCHE

UNSER SPITZENVERBAND

Outlaw gemeinnützige Gesellschaft

für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH)

Geschäftsführer; Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener
IBAN DE54 3702 0500 0007 0821 00 - BIC BFS WDE 33XXX --Bank für Sozialwirtschaft Köln
Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr.: 336/5827/8293

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

O_tlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Wir bieten einen verbindlichen Trägeranteil von 5,5%.

Wir freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive
Rückmeldung. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen.

ir finden den Wag. Gemeinsz:

Inrätet esellschaft für
Kinder- und Jugendhilfe mbH

Th mBsHöritzGeschäftsführung
dikForum - Feidikstr. 27 - 59065 Hamm

GeschäftsführeisregiöNRW/Nfedersachsen

UNSER SPITZENVERBAND

Outlaw gemeinnützige Gesellschaft

für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH)

Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener
IBAN DES4 3702 0500 0007 0821 .00- BIC BFS WDE 33XXX » Bank für Sozialwirtschaft Köln
Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr. 336/5827/8293

Anlage 6.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt

13395 Zeichen

- 1 - 
Pädagogische Kurz-Konzeption für den Betrieb einer Kin-
dertagesstätte  
 
 
Die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Einrichtung wird in unserem allgemeinen Be-
treuungskonzept ausführlich dargestellt. Unsere strategischen Zielvorstellungen sind unserem 
Leitbild zu entnehmen. Sowohl das allgemeine Betreuungskonzept als auch unser Leitbild sind 
unter www.kinderzentren.de einsehbar. Das Bildungskonzept orientiert sich an der Bildungs-
vereinbarung Nordrhein-Westfalens. 
 
Gruppenstruktur 
Kinderzentren Kunterbunt bietet die Gruppenform I (2-6 Jahre), die Gruppenform II (0-3 Jahre) 
und die Gruppenform III (3-6 Jahre) an. Die Gruppenstruktur wird entsprechend der baulichen 
Voraussetzungen und der Nachfrage im sozialen Raum in Absprache mit dem  jeweiligen Ju-
gendamt angepasst.  
 
Personal 
Das Personal orientiert sich an den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes, Anlage zu § 19, 
ausgewiesene Fach- bzw. Ergänzungskraftstunden und der anteiligen Leitungsfreistellung.  
Jedem Mitarbeiter der KiKu -Familie steht ein festes Ausbildungsbudget zur Verfügung über 
das er sich weiterentwickeln kann. Hierzu führen unsere Qualitätsleitungen mit den Mitarbei-
tern Zielvereinbarungsgespräche. 
 
Eingewöhnung  
Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am „Münchener  Eingewöhnungsmodell“, dieses 
sieht eine sanfte, gestaffelte Eingewöhnung vor die sich am individuellen Bedürfnis des Kindes 
orientiert. Bei jedem Kind wird die Eingewöhnungszeit protokolliert und auf einem dafür vorge-
sehen Formblatt dokumentiert. 
 
Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Eltern sind Experten für ihre Kinder. Mit ihnen gehen wir eine Partnerschaft ein, die das Ziel 
verfolgt, gemeinsam den Bildungsprozess ihres Kindes optimal zu unterstützen und begleiten. 
 
Inklusion 
Inklusion ist ein international abgesicherter Rechtsanspruch. Natürlich ist es für uns ein selbst-
verständliches Anliegen, eine gelebte Inklusion fest im Elementarbereic h zu verankern und 
den Kerngedanken der Inklusion in unseren Kindertagesstätten zu leben.

- 2 - 
Gelebte Inklusion mit den Kindern 
 
Wir wollen Kinder mit „Leuchteaugen“, unabhängig davon ob eine sprachliche, körperliche o-
der sonstige Benachteiligung vorliegt. Dazu gehört, dass wir kein Kind ausgrenzen oder als 
Fürsorgeobjekt sehen, sondern sie an allem teilhaben lassen und ressourcenorientiert fördern. 
Durch diese inklusive Haltung schätzen wir alle Kinder gleichermaßen, was dazu führt, dass 
das Resilienzvermögen der Kinder gestärkt und gefestigt wird.  Wir machen es uns zur Auf-
gabe, sowohl für Kinder als auch für Eltern als „Resilientin“ wirksam zu werden und die „seeli-
schen Widerstandskräfte“ der Kinder zu wecken. Dafür schaffen wir Alltagssituationen in de-
nen die Kompetenzen der Kinder im Vordergrund stehen und erweitert werden. Die Kinder 
erhalten so eine Basis, sich als „starke Kinder“ erfahren. Sie erleben und spüren, dass sie 
etwas bewirken können, gebraucht werden und den Alltag mit bestimmen können. 
 
Gelebte Inklusion unter den Fachkräften 
 
Wir verstehen die gelebte Inklusion nicht nur als Arbeitsprinzip sondern als Lebensprinzip.  
In diesem Zusammenhang ist die ständige Überprüfung der eigenen Haltungen eine Grund-
voraussetzung, um eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern sicherzustellen. Wir legen Wert 
darauf, dass die pädagogischen Fachkräfte eine engagierte, lebendige und begeisterungsfä-
hige Haltung ausstrahlen. Durch eine Inklusionsfachberaterin finden außerdem interne Fort-
bildungen statt, in denen der inklusive Blick und die pädagogische Alltagsgestaltung im Vor-
dergrund stehen. Unser Ziel ist es, das unsere Fachkräfte eine inklusive Pädagogik gestalten, 
die neugierig, bunt, individuell, spannend und den Alltag der Kinder immer wieder zu einem 
Abenteuer werden lässt. In diesem Sinne ist es für uns von Interesse die derzeit bereits tätigen, 
erfahrenen und engagierten Fachkräfte einzubinden und weiter zu fördern. 
 
Gelebte Inklusion in der Bildungsarbeit mit den Eltern  
 
Um eine wertschätzende und bereichernde Bildungsarbeit mit den Eltern zu praktizieren, be-
gegnen wir den Eltern mit einer hohen professionellen Aufmerksamkeit. Schon immer galten 
die Eltern in unseren Einrichtungen als die Experten ihrer Kinder. Im Zuge der Inklusion haben 
wir neue Interventionen für eine noch optimalere Bildungsarbeit mit den Eltern entwickelt. Für 
die Entwicklungsgespräche benutzen wir unter anderem als Dokumentationsvorlage einen 
Baum, die Wurzel füllen wir mit den schon vorhandenen Stärken der Kinder, dabei holen wir 
die Eltern aktiv ins Boot, indem sie die Stärken ihrer Kinder benennen. Im Baumstamm werden 
die noch nicht vorhandenen Fähigkeiten benannt, welches das Kind noch erlernen muss. In 
der Baumkrone wird dann das individuelle Handlungskonzept mit den Eltern gemeinsam ent-
wickelt, welche Handlungsmöglichkeiten wir, als Einrichtung haben, und was die Familie zu 
Hause tun kann, um das Kind positiv in seiner Entwicklung begleiten zu können. Durch die 
veränderte Sichtweise, dass die Kinder keine Probleme mit sich bringen, sondern noch unge-
lernte Fähigkeiten, können wir als Team, sowie auch die Eltern, erneut den Kindern eine in-
klusive Haltung vermitteln, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Wir bieten 
ganzheitliche Elternabende zum Thema „Inklusion“ an. Um die Eltern optimal in den Prozess 
zur Entstehung einer inklusiven Kindertagesstätte einzubinden, entwickeln wir praktische Me-
thoden, die den Eltern das Verständnis für gelebte Inklusion näher bringt. 
In unserer pädagogischen Arbeit heißt Inklusion auch, die Unterschiede aller Kinder und Eltern 
wahrzunehmen, um Beteiligung unter Berücksichtigung der individuellen spezifischen Beson-
derheiten erkennen und entwickeln zu können.

- 3 - 
Teiloffen und kokonstruktiv 
Die Einrichtung wird teiloffen geführt. D.h. dass jedes Kind einer Gruppe zugeordnet ist, diese 
durch gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten auch als soziales Zuhause erlebt und sich mit 
dieser Gruppe identifiziert, dabei aber auf offene Türen im Hause trifft, die Raum für Begeg-
nung und gruppenübergreifendes Spiel ermöglichen. Daneben können Kinder zu bestimmten 
Zeiten am Tag an gruppenübergreifenden Angeboten z.B. in den Funktionsräumen teilneh-
men.  
In Anlehnung an die Bildungsvereinbarung NRW bieten wir neben Einzel- und Gruppenange-
boten auch gr uppenübergreifende Angebote und Projek te an. Die Spiel - und Bildungsange-
bote werden hierdurch erweitert und Kontakte über die eigene Gruppe hinaus ermöglicht.  
 
Dadurch lernen die Kinder Akzeptanz und Alternativen wahr - und anzunehmen. Sie bauen 
Kontakte zu Kindern anderer Gruppen und Mitarbeiter/innen auf und lassen sich auf „Neues“ 
ein. Hierbei wird ihre soziale Kompetenz gestärkt. Sie lernen, sich in anderen Räumlichkeiten 
und weniger vertrauten Umgebungen zurechtzufinden. Durch diese Form der pädagogischen 
Arbeit werden verschiedene Fähigkeiten der Kinder und besondere Neigungen gefördert. 
 
Unser Ziel ist, eine altersgerechte Entwicklung durch eine entwicklungsstandgerechte Förde-
rung zu ermöglichen und dabei den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.  Die Grund-
bedürfnisse sowohl im körperlichen, kognitiven, emotionalen als auch sozialen Bereich der 
Kinder von 0-3 Jahren unterscheiden sich wesentlich von denen der 3 - bis 6-Jährigen. Die 
unter dreijährigen Kinder benötigen in allen Belangen eine noch engere Begleitung im Alltag. 
Kindergartenkinder ab drei Jahren sind bereits selbstständiger und haben somit andere Mög-
lichkeiten zu agieren, gefordert und gefördert zu werden. Beispiele dafür sind u.a. die motori-
schen und sprachlichen Fähigkeiten, die Sauberkeitserziehung und der Schlafrhythmus. 
 
Auf diese Unterschiede wird bei uns in der Raumgestaltung, der pädagogischen Ausrichtung, 
den bereit gestellten Materialien und durch das geschulte Fachpersonal eingegangen.  
So lernen die unter dreijährigen Kinder die teiloffene Arbeit z.B. durch gruppenübergreifende 
Projekte für eine Altersgruppe oder auch durch das Nutzen des Ateliers „der Großen“ für ge-
zielte Angebote kennen. Für die Kindergartenkinder ab drei Jahren ist es erforderlich, dass die 
Funktionsbereiche differenzierter und täglich nutzbar sind, um ihre große Wissbegierde befrie-
digen zu können. In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die Kinder nicht voneinander in Gruppen 
zu isolieren. Begegnungen, gruppen- und altersüberreifend, sind daher möglich. 
 
Im Tagesablauf ermöglichen die pädagogischen Fachkräfte abwechslungsreiche und span-
nende Projekte. Hier werden die Kinder mit Lebenssituationen konfrontiert, in denen sie kog-
nitive, soziale und emotionale Kompetenzen erwerben können. Wichtig ist dabei, dass die Be-
dürfnisse und Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. Das betrifft sowohl das Thema des 
Projektes als auch seine Dauer, welche am Interesse der Kinder orientiert sind. 
 
Die Kinder wählen ihr Projekt im Rahmen von Kinderkonferenzen selber aus , dabei spielen 
Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit eine große Rolle. In einer solchen Kinderkon-
ferenz schlagen die Kindergartenkinder Themen vor, über die in einer demokratischen Wahl 
entschieden wird . Auch in den Gruppenformen II können Kinder schon Mit entscheidungs-
rechte wahrnehmen. Die Inhalte sind überschaubarer und die Wahl -Methoden altersentspre-
chend.

- 4 - 
Die Entwicklung der Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung ist wesentlich durch das 
Einüben und Erlangen von Selbstständigkeit geprägt. Beiderseitige Besuche und gemeinsame 
Aktivitäten von unter dreijährigen - und Kindergartenkindern erleichtern den jungen Kindern 
den Übergang in die Kindergartengruppen. Aber auch die Kindergartenkinder profitieren, in-
dem sie neue Freundschaften weiter pflegen können. Neben den Berührungspunkten, die sich 
aus der Gemeinschaft der Kinder ergeben, wie z.B. gemeinsam genutzte Räume, das Außen-
gelände, wird die Kooperation von Gruppen für unter dreijährige Kinder   und Kindergarten-
gruppen vor allem bei der Planun g und Durchführung von gemeinsamen Feiern und Festen 
gepflegt.  
 
Kindergartenkinder können auch Patenschaften für Krippenkinder übernehmen. Hierdurch 
werden die sozialen und die emotionalen  Kompetenzen, sowie die Werteorientierung en der 
Kinder gefördert. Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, damit ein Kind 
lernt, sich in soziale Gemeinschaften zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus, dass 
sich ein Kind in andere einfühlen, hineinversetzen und deren Perspektive (wie Gefühle, Wün-
sche, Bedürfnisse) erkennen kann. Die Kindergartenkinder üben sich in Verantwortung, Rück-
sichtnahme und Toleranz. 
 
Zur Spiel- und Freizeitgestaltung stehen den Kindern die vielfältig en Möglichkeiten des Frei-
spiels zur Verfügung. Neben den Gruppenräumen mit altersgemäßen Spielen, Literatur und 
Rollenspielmaterialien bieten die Funktionsräume eine Auswahl an Bastel- und Werkmateria-
lien, Forscherutensilien, Musik- und Rhythmusinstrumenten.  
In der Einrichtung gibt es für die Kinder verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie mit 
ihren Freunden auch ungestört spielen können. Für unbeobachtete Spielsituationen bestehen 
Regeln, die mit den Kindern vereinbart und die eingehalten werden müssen. An die Nutzung 
solcher Spielräume werden sie langsam herangeführt.  
 
Partizipation von Kindern 
Unter Partizipation verstehen wir die Teilhabe von Personen an Entscheidungsprozessen und 
Handlungsabläufen. Für das Heranwachsen zu einer selbständigen Persönlichkeit ist es wich-
tig, Standpunkte beziehen zu können und in seinen Entscheidungen ernst genommen zu wer-
den. In der Kita ermöglichen wir den Kindern viele Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten. 
Bei den im Alltag anfallenden Entscheidungsprozessen  wie z. B. Auswahl des Frühstücks in 
Kinderkrippe sowie Kindergarten (bei Angebot eines Frühstücksbuffets) und bei der Wahl des 
Spielbereichs/Spielpartners, etc. können die Kinder ihre Wünsche einbringen. Die Spielzeuge 
und Gebrauchsgegenstände sind frei zugänglich für die Kinder ebenso die Mögli chkeit zum 
Rückzug. Das Kind entscheidet selbst, wann es welchen Bedürfnissen nachkommen möchte. 
Größten Wert legen wir auf die Beteiligung von Kindern an Planungen für die Gestaltung der 
Räumlichkeiten, der Projekte und der verschiedenen Veranstaltungen. Die Pädagogen/innen 
beteiligen die Kinder bei sämtlichen Entscheidungsprozessen und unterstützen sie, eigene 
Strategien/Ergebnisse herbeizuführen.  
 
Sozialraumorientierung 
In der Einrichtung greifen wir die Gegebenheiten des Sozialraumes auf und machen sie zum 
Gegenstand der pädagogischen Arbeit. Wir verstehen uns als Teil eines Bildungsnetzwerkes 
für Kinder und kooperieren mit Institutionen, wie z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, 
Büchereien, Beratungsstellen, Sport- und Bürgervereinen, Ärzten, Therapeuten, etc

- 5 - 
Versorgungssystem 
Das Mittagessen wird durch die Firma Hofmann tiefgekühlt angeliefert und in einem Convec-
tomaten schonend erhitzt. Die Mahlzeiten sind kindgerecht. Es werden überwiegend Produkte 
in Bio-Qualität verarbeitet. Es gibt täglich Obst, Salat und/oder Gemüse aus Bio -Anbau. Es 
wird auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung großen Wert gelegt. Als Getränke stehen den 
Kindern Wasser und ungesüß te Tees ständig zur Verfügung. Unsere Einrichtungen werden 
nach dem HACCP Hygiene-Standard geführt.

Anlage 8.2 Konzeption Outlaw

58491 Zeichen

GRUND-
KONZEPT  
KITA & MORE 
Stand: März 2017

Seite 1 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
 
1 KITA & MORE – SPIElEND lERNEN! ............................................................................................ 2 
2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN ................................................................................ 3 
2.1 Gesetzliche Grundlagen ....................................................................................................... 3 
2.2 Ziele ........................................................................................................................................ 3 
2.3 Kontextbezogene Konzeption ............................................................................................ 4 
3 KONZEPTIONEllE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE .......................................................... 5 
3.1 Das Bild vom Kind ................................................................................................................. 5 
3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! ....................................................................... 5 
3.3 Individualität und Heterogenität ........................................................................................ 7 
3.4 Partizipation .......................................................................................................................... 8 
3.5 Sozialraumorientierung ....................................................................................................... 8 
3.6 Integration und Inklusion ..................................................................................................... 9 
3.7 Geschlechterorientierung .................................................................................................. 10 
3.8 Beobachtung und Dokumentation .................................................................................. 11 
3.9 Gestaltung von Übergängen ............................................................................................. 11 
3.10 Raumgestaltung .................................................................................................................. 12 
3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften ...................................................................... 13 
4 ROllE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE .......................................................14 
5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS .............................................................................................15 
6 QUALITÄT ...................................................................................................................................16 
6.1 Inhaltliche Qualität ............................................................................................................. 16 
6.2 Strukturelle Qualität .......................................................................................................... 18 
6.3 Ergebnisqualität .................................................................................................................. 18 
7 SCHLUSSWORT ..........................................................................................................................19

Seite 2 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
1 KITA & MORE – SPIELEND LERNEN! 
Spielend lernen! So heißt ein Standpunkt der Outlaw gGmbH für den Fachbereich Kita & More. Er ist 
zugleich handlungsleitend für unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen zur Ausgestaltung ihres 
Arbeitsbereiches als auch fachliche Positionierung in der anhaltenden politischen Bildungsdebatte. 
Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindlichen 
Entwicklung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das was sie ausmacht, zu sein: Kinder, 
die den Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu 
entwickeln, sollen sie in unseren Einrichtungen bekommen: Ausreichend Freiräume, ihrem selbst- 
bestimmten Tun nachzufolgen. 
Basis ist unser tiefes Vertrauen in das uneingeschränkte Bedürfnis des Kindes zu lernen und sich 
entwickeln zu wollen. Jedes Kind lernt anders - das macht es für uns nicht unbedingt einfach in der 
Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit, aber es ist auch die Sicherheit zugleich, dass jedes Kind 
seinen Weg im Leben gehen wird, wenn wir es zugewandt und mit unserem fachlichen Wissen 
begleiten. 
Diese Grundhaltung zieht sich wie ein roter Faden durch das Grundkonzept des Fachbereiches Kita & 
More, in dem wir die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen beschreiben und definieren. Dies 
erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir jeden Tag neu daran arbeiten müssen, Kindern die bestmögliche 
Förderung auch unter den sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der bundesweiten 
Kitalandschaft zu ermöglichen. 
Das Kind als Individuum steht für uns nicht alleine im Fokus. Es lebt in seinem familiären Kontext und 
innerhalb seines Sozialraumes. Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu 
betrachten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt. 
Wenn wir das alles tun, dann unterstützen wir die Kinder darin, eine kindgerechte Kindheit zu haben 
und zuversichtlich in neue Herausforderungen zu gehen! 
Die Outlaw gGmbH hat mit Kita & More 2009 einen eigenen Fachbereich geschaffen, zu der neben der 
Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auch die Kindertagespflege sowie die Betreuung 
von Schulkindern im außerschulischen Bereich und Familienzentren gehören.

Seite 3 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN 
 
Kita & More umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle Kita &- 
More-Einrichtungen sind Orte für Kinder und ihre Familien, in denen sie sich akzeptiert und respektiert 
fühlen. Wir verstehen die Arbeit unserer Einrichtungen als einen Teil der gesellschaftlichen 
Verantwortung. 
Unter Kita & More haben sich neben Kindertageseinrichtungen weitere Angebote entwickelt und 
etabliert: 
 die Betreuung und Begleitung von Kindertagespflege  
 Familienzentren 
 die Betreuung von Schulkindern gemäß der Landes Gesetzgebung  
 die Vernetzung mit anderen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe z. B. offene Kinder- und 
Jugendarbeit, Beratungsstellen etc. 
 
Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder 
und ihrer Eltern. Wir beziehen in unsere Arbeit die Lebenswelt der Menschen und ihre soziale Bezüge 
ein. 
Kita & More ist Partner von Eltern, Kommunen und anderen Einrichtungen, engagiert sich im 
Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in 
unsere Arbeit und Konzepte mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. 
 
2.1 Gesetzliche Grundlagen 
Die rechtlichen Grundlagen sind im SGB VIII verankert. § 22 regelt die Grundsätze der Förderung in 
Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege. In ihm ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung geregelt (Absatz 3). 
Die jeweiligen Länder regeln die spezifische Kitagesetzgebung vor Ort. 
Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. § 8a SGB VIII; 
Bundeskinderschutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des 
Bundeskinderschutzgesetzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben ergriffen, um den 
Schutz des Kindeswohles zu sichern. 
Die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Menschenrechtskonvention sind die verbindliche 
Grundlage zur Wahrung der Grundrechte der Familien. 
 
2.2 Ziele 
Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem wir aus Sicht der Kinder 
ihrer Entwicklung entsprechend und spielerisch auf das Leben vorbereiten. Wir unterstützen jedes

Seite 4 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Kind darin, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten, gemeinschafts- und 
entscheidungsfähigen Persönlichkeit entwickeln zu können und wirken somit Benachteiligung 
entgegen. 
Unsere Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien. Wir 
unterstützen die Mütter und Väter in ihren Erziehungsaufgaben und stehen mit unserem Fachwissen 
und unseren Beobachtungen und Erkenntnissen in der Erziehung ihrer Kinder begleitend zur Seite. 
Durch unser Angebot ermöglichen wir den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf. 
Unsere Kitas sind für alle Kinder und Familien offen, unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen, 
ethnischen oder religiösen Herkunft. Dort, wo Rahmenbedingungen es ermöglichen, arbeiten wir 
integrativ und betreuen Kinder mit Förderbedarf. 
 
2.3 Kontextbezogene Konzeption 
Die Kita & More-Einrichtungen in den verschiedenen Outlaw-Regionen verteilen sich auf Standorte, 
die durch teils sehr unterschiedliche Gegebenheiten gekennzeichnet sind. Für die pädagogischen 
Mitarbeiter*innen bedeutet das, sich auf die Besonderheiten des Sozialraumes einzulassen und diese 
aktiv in die Konzeption und die pädagogische Tätigkeit aufzunehmen. Die Bedarfe der Kinder und 
ihrer Familien, die dort leben, werden bei der Planung der pädagogischen und organisatorischen 
Arbeit einbezogen. 
Aus diesem Grund ist es für jede Kita & More-Einrichtung unerlässlich über eine kontextbezogene 
Einrichtungskonzeption zu verfügen und den verschiedenen Zielgruppen (Eltern, Jugendamt, 
Öffentlichkeit, pädagogischen Mitarbeiter*innen) als Orientierung zugänglich zu machen. Die 
konzeptionellen Planungen sind dabei immer zielgerichtet auf die Kompetenzerweiterung der Kinder 
und basieren daher auf einem hohen Maß an Offenheit, die Wünsche, Ideen und Bedürfnisse der 
Kinder wertzuschätzen und partizipativ aufzugreifen. 
Innerhalb des Einrichtungskonzeptes werden Schwerpunkte und spezifische Zielsetzungen der 
pädagogischen Arbeit verdeutlicht. Durch die jeweiligen Lebenssituationen der Familien sowie durch 
die rechtlichen, politischen, sozialräumlichen und lebensweltlichen Rahmenbedingungen begründet 
sich die konkrete Ausgestaltung dieser konzeptionellen Schwerpunkte und Zielsetzungen. 
Bei der Ausgestaltung der kontextbezogenen Konzeption berücksichtigen wir, dass diese keine 
Spezialisierung anstrebt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Unsere Einrichtungen müssen ein 
größtmögliches Maß an Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungsoptionen auf der Basis der 
konzeptionellen Grundlagen, Grundprinzipien und Haltungen gewährleisten. Somit ist gesichert, dass 
bedarfsangemessene Angebote basierend auf einem gemeinsamen Wertekanon vor Ort zur 
Verfügung gestellt werden können. 
Besonderen Wert legen wir auf die für alle Zielgruppen verständliche Verschriftlichung der 
Einrichtungskonzeption sowie auf die regelmäßige Fortschreibung.

Seite 5 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
3 KONZEPTIONELLE UND METHODISCHE 
GRUNDSÄTZE 
 
3.1 Das Bild vom Kind 
Die Lebensphase Kindheit hat eine eigenständige Bedeutung. Für uns steht das Kind mit seinen 
individuellen und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungserfordernissen im Vordergrund. Wir 
bereiten die Kinder auf das weitere Leben vor. 
Jedes Kind lernt von sich aus und benötigt eine bestimmte, individuelle Unterstützung zur Entfaltung 
seiner Potentiale. Das setzt jedoch voraus, dass diese Potentiale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar 
gemacht werden. Hierfür muss das Kind von den Fachkräften in seiner Sicht des Erlebten ernst 
genommen werden. 
Das Kind als Akteur seines Selbst braucht für seine Entwicklung Gelegenheiten, mit allem, was das 
Zusammenleben ausmacht, in Berührung zu kommen, um sich ein Bild von der Welt zu konstruieren. 
Ein zentrales Feld für Bildungserfahrungen sind die Beziehungen der Kinder untereinander. Das Sich-
Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Gruppenregeln, Gruppenstatus und 
der Umgang mit Konflikten enthalten zentrale Lern- und Bildungsgelegenheiten, für die der 
erforderliche Freiraum bereitgestellt werden muss. Kindheit ist heute in einem hohen Maß 
institutionalisiert. Kinder brauchen Orte und Räume für eigenständige Erfahrungen. Unsere 
Einrichtungen sind pädagogische Orte, die es ermöglichen, dem Bedürfnis der Kinder nach 
Selbsttätigkeit und freiem Spiel mit Gleichaltrigen nachzukommen und dafür ausreichend Anlässe 
bereitstellen. 
Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu gestalten. 
Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dies gelingen kann. Kinder haben ein 
unmittelbares Recht auf Bildung als Grundvoraussetzung für Chancengleichheit. Die Bildungschancen 
der Kinder hängen jedoch von biologischen, psychischen und sozialen wie gesellschaftlichen, 
politischen und strukturellen Faktoren und Voraussetzungen ab. Diese unterschiedlichen 
Voraussetzungen in ihrer hohen Varianz erfordern eine direkte Berücksichtigung im pädagogischen 
Alltag, um nicht stigmatisierend und benachteiligend zu wirken. Unsere Einrichtungen haben durch 
den ihnen zugesprochenen Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung die Verpflichtung, allen 
Kindern entsprechend der rechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort die bestmögliche Förderung 
zukommen zu lassen. 
 
3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! 
Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder von Geburt an. Kinder werden mit Entdecker- und 
Forscherdrang geboren, sie wollen lernen und ihre Welt erkunden. Die sie (an)treibenden Kräfte sind 
ihre Neugier und Eigenaktivität.

Seite 6 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes lernen in unseren Einrichtungen ist eine an- 
regende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die bewusst durch alle Mitarbeiter*innen 
gestaltet wird. 
Viele Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die es im Leben ankommt, eignen Kinder sich 
durch ein auf eigenen Erfahrungen basiertes lernen an. Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher und 
geborgen fühlen. Dazu brauchen sie Spiel- und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen 
sowie Erfolgserlebnisse. So erfahren sie, dass lernen Freude macht. Je intensiver Kinder freudige 
Ereignisse mit lernen verbinden, desto umfangreicher werden sie dazu befähigt, selbstbewusst und 
zielstrebig an die Lösung von Problemen heranzugehen. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen verstehen Bildung daher als sozialen Prozess, dem das Bild 
eines kompetenten Kindes zugrunde liegt, das seine Lernumwelt aktiv konstruiert. Die von Geburt an 
vorhandenen Eigenschaften des Kindes, wie Neugier, Interesse, Begeisterung und Mut stehen im 
Mittelpunkt und bilden die Basis für jegliches Entdecken und Forschen. 
Selbstwirksamkeitserfahrungen („ich kann das“) über das freie Spielen, die Freude am Tun und am 
Gelingen schaffen eine nachhaltige Motivation bei den Kindern, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem 
zu entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn Kinder die Möglichkeit haben, immer 
wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbst gestellten Aufgaben entwickeln zu können, 
entwickeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden. 
Erleben Kinder in der frühen Kindheit dabei Erwachsene, die ihr Spiel mit Interesse begleiten, die die 
Wichtigkeit der kindlichen Aktivität sehen, die die Kinder ermuntern und anregen, so erleben Kinder 
Freude und Bestätigung. 
Spielen und lernen ist insbesondere in den ersten Lebensjahren identisch - Spielzeit ist Bildungszeit. 
Das Spiel erlaubt dem Kind, neue Fertigkeiten zu erproben, Lösungen und Strategien für immer 
komplexere Herausforderungen und Probleme zu (er)finden und emotionale Konflikte zu bewältigen. 
Für die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen heißt das, die Kinder im Spiel zunächst bewusst 
und aufmerksam zu beobachten. Auf dieser Basis gilt es dann, die Spiele der Kinder zu entdecken und 
gegebenenfalls auch mitzuspielen. Die Spielideen der Kinder werden aufgegriffen und andere Kinder 
angeregt, über die Bedeutung des jeweiligen Spiels ihrem Entwicklungsstand angemessen zu 
reflektieren. 
Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn ihnen die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen 
gegeben wird. Trotz Anstrengung und gelegentlicher Frustration wird das Spiel für das Kind zu einer 
unersetzbaren Quelle von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und positivem Selbstwertgefühl. Fördern 
lässt sich dieser Prozess dadurch, dass in unseren Einrichtungen Spiel- und Erfahrungsräume sowie 
Gelegenheiten geschaffen werden, in denen Kinder sich selbst, ihre Grenzen und Möglichkeiten 
erproben können. Diese Räume und Gelegenheiten bieten auch ausreichend Platz für Fehler und 
unangemessene Selbsteinschätzungen. 
Kinder der heutigen Gesellschaft sind einer sich schnell wandelnden Umgebung ausgesetzt, die mit 
komplexen und vielfältigen Anforderungen verbunden ist. Auch das müssen die Fachkräfte im 
pädagogischen Alltag berücksichtigen. Sie müssen sich darauf einstellen und entsprechende 
Angebote machen. Ob Sprachen lernen, Vermittlung kognitiven Lernens oder der Umgang mit Medien 
– Kinder wollen vieles verstehen und begreifen. Nicht als reine Wissensvermittlung, sondern 
eingebettet in Kreativität und Projekte. Das, was erfahren und beobachtet wird, kann mit den 
unterschiedlichsten Methoden und Materialien festgehalten werden, vom gemalten Bild bis zur selbst

Seite 7 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
gestalteten Fotocollage. Gleichzeitig nimmt der Stress unter Kindern zu. Das Pendant zu diesem 
schnellen lernen muss die gezielte Entspannung sein, das lustvolle „Sich-hängen-lassen“ auf der 
Schaukel, in der Hängematte oder das Träumen über dem Bilderbuch. 
Lernen findet in einem Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Aktivitäten statt. Für 
erfolgreiches lernen ist die Erfahrung vieler komplexer Situationen erforderlich: Lernen in 
Kindertageseinrichtungen vollzieht sich meist in einer Kindergruppe. Kinder können so schon früh 
voneinander lernen, miteinander agieren, Probleme aufwerfen und gemeinsam nach Lösungen 
suchen, ohne dabei die Hilfe von Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. 
Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt die Aufgabe zu, die vorgenannten Aktivitäten als 
Voraussetzung für gelingende Lernprozesse mit Interesse und Empathie zu verfolgen. Hierzu müssen 
sie in Teamsitzungen und anderen Besprechungssettings ihre Haltung zu Lernprozessen von Kindern 
sowie die eigene Lernweise reflektieren und weiterentwickeln. 
 
3.3 Individualität und Heterogenität 
Unsere Einrichtungen sind Orte der Begegnung, die von Toleranz und Verständnis geprägt sind. 
Kindern und Eltern ist es möglich, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu begegnen, sich kennen zu 
lernen und in den Austausch zu gehen. 
Die Vielfalt, die sich den Kindern in unseren Einrichtungen bietet, wird ihnen in alltäglichen 
Situationen und in gezielten pädagogischen Projekten näher gebracht. Verschiedene Lebensformen, 
Kulturen und Sprachen erleben die Kinder als selbstverständlich und Bereicherung. 
Kinder beobachten und erkunden ihr Lebensumfeld und setzen sich mit der eigenen Identität und der 
Vielfalt in ihrem Sozialraum auseinander. Jedes Kind wird bei der persönlichen Entwicklung des 
individuellen Lebensstils unterstützt, ohne dabei den Blick auf die Akzeptanz anderer Lebensstile zu 
verlieren. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gestalten die Erlebnis- und Erfahrungsräume, in denen die 
Kinder ihre eigene Herkunft vorstellen können und die individuellen Lebenswelten der anderen Kinder 
aktiv miterleben können. Durch die Reflexion der gewonnenen Eindrücke mit Kindern durch die 
pädagogischen Mitarbeiter*innen erfahren die Kinder den Reichtum der verschiedenen Lebenswelten 
der Familien und können Unterschiedlichkeiten feststellen, einordnen und akzeptieren. Durch eine 
intensive Begleitung der Erwachsenen entwickeln sie dabei parallel eine Vorstellung der eigenen 
Individualität, die ihr Selbstvertrauen stärkt. 
Um ein soziales Miteinander entstehen zu lassen, werden Regeln für das Zusammenleben in der 
Gruppe gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen entwickelt. Die verschiedenen 
Meinungen und Bedürfnisse, die in den Kindergruppen zusammenfließen, erfordern ein konstruktives 
Konfliktverhalten, eine Auseinandersetzung und stetige Abstimmung, um einen gemeinsamen 
Konsens zu entwickeln. Die Kinder lernen, die eigenen Bedürfnisse, Interessen und ihre Meinung zu 
vertreten sowie die Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der anderen Kinder und Erwachsenen zu 
respektieren. Kinder lernen in diesen Zusammenhängen, die eigenen Interessen mit denen aus ihrer 
Gemeinschaft zu vereinen und verantwortlich zu handeln.

Seite 8 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
3.4 Partizipation 
Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört zu den 
Grundrechten eines jeden Menschen. Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem 
Entwicklungsstand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu: Sie müssen ihrer 
Haltung entsprechend den Kindern vorleben und verdeutlichen, dass sie ihre Meinung äußern und sich 
aktiv in die Gestaltung ihres Tagesablaufes mit einbringen sollen! Es geht vor allem darum, Kinder zu 
befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die der/ des anderen wahrzunehmen und im 
zweiten Schritt, diese gegenüber Kindern und Erwachsenen zu äußern. Gemeinsam geht es dann 
darum, in einem Aushandlungsprozess Lösungen und Strategien für das gemeinsame Kitaleben zu 
finden und umzusetzen. 
So erlebt sich das Kind als wichtiger Teil einer Gemeinschaft und erkennt, welchen Einfluss es selbst 
auf die Gestaltung seiner Umgebung nehmen kann. Schließlich lernt das Kind, wie 
Aushandlungsprozesse zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen gestaltet werden 
können. 
Partizipation findet in unseren Einrichtungen je nach Entwicklungsstand in verschiedenen Bereichen 
statt, wie z. B.: 
 Gestaltung von Angeboten und Projekten 
 Gestaltung der Umgebung (Außengelände, Gruppenräume etc.)  
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit etc.) 
 
 
3.5 Sozialraumorientierung 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Insbesondere Kita & More bietet vor 
diesem konzeptionellen Hintergrund eine besonders umfassende Wirkfläche: Unsere Einrichtungen 
sind elementarer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen 
Lebens und gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Die gesamte Bandbreite familiärer und 
gesellschaftlich bedingter Herausforderungen, Probleme und Fragen, sowie Chancen und Ressourcen 
sind präsent und repräsentiert. Die Einrichtungen sind demnach Sozialisationsfelder, die ein Abbild, 
einen Ausschnitt des jeweiligen Sozialraumes, in dem sie sich befinden, zur Verfügung stellen. Es 
gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen 
Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht begreifbar zu machen. Für die Lebenswelt der 
Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen 
das Wissen um die Ressourcen. 
Unsere Einrichtungen vernetzen sich in ihren jeweiligen Sozialräumen mit anderen Einrichtungen wie 
Sportvereinen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und weiteren Institutionen. Auch Kinder- und 
Familienzentren schaffen Ressourcen im Sozialraum, indem sie niedrigschwellige Hilfen zur Erziehung 
direkt in unseren Einrichtungen integrieren. 
Die Sozialraumorientierung hat unter anderem „Empowerment“ (Befähigung, Ermutigung) zum Ziel. 
„Empowerment“ meint, den Grad an Selbstbestimmung und Autonomie durch Ermächtigung von

Seite 9 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Menschen zu erhöhen und auf einem individuell erreichbaren Niveau zu maximieren. Dies betrifft 
sowohl die Kinder in unseren Einrichtungen, aber auch die Eltern und Familienangehörigen. Hier wird 
ein problemorientierter Blick auf diese Menschen überwunden, und durch einen ressourcen- und 
fähigkeitsorientierten Ansatz ersetzt. Im Kern geht es um die Befähigung von Menschen, ihr Leben 
selbstbestimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. 
Lebensweltorientierung bei Kita & More heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der Kinder, 
aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswelten hängen 
dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum geprägt oder 
bestimmt sein können. Darüber hinaus fordert Lebensweltorientierung aber auch die strikte 
Orientierung an Bedürfnissen, Wünschen und Bedarfen sowie Ideen und Vorstellungen zur und von 
der eigenen Lebensgestaltung und den Respekt vor dem freien Willen der Kinder, Eltern und Familien. 
 
3.6 Integration und Inklusion 
Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtige Grundlagen der pädagogischen Arbeit und Haltung 
bei Kita & More. Das Grundverständnis von Integration bei Outlaw basiert schon immer auf inklusiven 
Gedanken und Haltungen. 
Integration beschreibt dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Menschen, die ausgeschlossen und 
ausgegrenzt werden, wieder einzubeziehen. Diese Ausgrenzung, diese Segregation, basiert auf der 
Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit kann sich sowohl in 
physischen, psychischen wie sozialen Dimensionen zeigen. Sie definiert sich beispielsweise über 
Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, kognitive und emotionale Fähigkeiten, körperliche 
Voraussetzungen, Gesundheit, Krankheit und Behinderung oder Religion. 
Inklusion beschreibt die Grundlage der umfassenden Akzeptanz dieser konstruierten Andersartigkeit 
und der Anerkennung einer nicht-kategorial gedachten und gelebten Vielfalt. Ein inklusives System 
macht Integration überflüssig. So lange jedoch segregiert und kategorisiert wird, ist Integration 
unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel. 
Auch Kinder schließen aus, sie (re-)konstruieren Unterschiede und Unterschiedlichkeit, definieren ihr 
Selbstbild auch über die Konstituierung von Andersartigkeit und Gleichheit - wenn auch häufig auf 
eine andere Art und Weise, als Erwachsene dies tun. Aber auch Kinder haben Vorurteile und  
(be-)urteilen andere anhand von kategorialen Merkmalen. Das erfordert eine pädagogische Haltung, 
die vorurteilsbewusst ausgestaltet sein muss. 
Eine derart ausgestaltete vorurteilsbewusste und integrative Pädagogik akzeptiert Kinder in ihrer 
Persönlichkeit, in ihren emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und 
Kompetenzen grundlegend und ist nicht stigmatisierend. Sie muss auch in der Lage sein, Kindern diese 
Haltung zu vermitteln und dort, wo Kinder ausschließen und vorverurteilen, einzugreifen und 
integrativ zu wirken. 
Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und sollen den Kindern die Möglichkeiten bieten, 
gemeinsam in respektvollem Miteinander aufzuwachsen. So ist es jedem Kind möglich, eine 
individuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen biologischen, psychischen und sozialen

Seite 10 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Voraussetzungen zu durchlaufen. Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit werden dabei zur 
Normalität. 
Dies erfordert pädagogisch die Wahrnehmung von individuellen Voraussetzungen, Ressourcen, 
Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Auch 
die vorurteils- und segregationssensible Beobachtung der sozialen Interaktionen der Kinder 
untereinander sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik. In 
der Elternarbeit müssen diese Aspekte umfassend berücksichtigt werden. 
 
3.7 Geschlechterorientierung 
Unsere Einrichtungen sind Orte, die die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer Identität 
beeinflussen. Sie sind Orte, die bestehende Geschlechterverhältnisse sowohl reproduzieren als auch 
mitgestalten. Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene 
Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. 
Das soziale Miteinander in der Kindertageseinrichtung eröffnet neue Interaktionsfelder, Lebens- und 
Bildungsräume, die Mädchen und Jungen aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich erfahrbar 
machen. 
Für die pädagogischen Mitarbeiter*innen gilt es, sowohl sensibel mit Unterschiedlichkeiten 
umzugehen - zum Beispiel in Bezug auf Herkunft oder Geschlecht - als auch unterschiedliche 
Ressourcen von Jungen und Mädchen wahrzunehmen, um entsprechende Bildungschancen für alle 
anzubieten. Die Kindertageseinrichtung ist eine vor allem weibliche geprägte Domäne in Bezug auf 
erwachsene Vorbilder und Bezugspersonen. Deshalb streben wir einen deutlich höheren Anteil von 
männlichen Fachkräften in unseren Einrichtungen an. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen lassen die Geschlechterthemen der Entwicklung der Kinder 
entsprechend in Projekte einfließen. Die dort stattfindenden Prozesse werden beobachtet, 
dokumentiert und reflektiert. Diese Reflexion erfolgt, je nach Entwicklungsstand und individueller 
Voraussetzung, insbesondere auch mit den Kindern zusammen. Anscheinend selbstverständliche 
Rollenvorstellungen und Rollenverinnerlichungen treten so an die Oberfläche und können auch im 
Team der Mitarbeiter*innen konstruktiv thematisiert und reflektiert werden. 
Die kindliche Sexualität spielt eine wichtige Rolle. Im geeigneten Zusammenhang greifen wir Fragen, 
Erfahrungen usw. behutsam auf und gehen altersentsprechend darauf ein. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen treffen eine gezielte Medien-, Bücher- und Liederauswahl, 
damit Kinder moderne Rollenverteilungen- und Möglichkeiten kennen lernen. 
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn beide sind für die Erziehung 
ihrer Kinder verantwortlich und werden zur Mitarbeit im Rahmen der Erziehungs- und 
Bildungspartnerschaft motiviert.

Seite 11 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
3.8 Beobachtung und Dokumentation 
Beobachtung und Dokumentation sind wichtige Elemente der pädagogischen Planung für das 
einzelne Kind sowie Gruppen von Kindern. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gewinnen daraus 
wichtige Informationen über die individuellen und zielgerichteten Bildungs-, Lern- und 
Entwicklungsprozesse von Kindern. Hierzu ist das Erkennen und Wahrnehmen der Ressourcen jedes 
Kindes sowie das Beobachten und Beurteilen seiner Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem 
Hintergrund des jeweiligen Entwicklungsstandes eine wichtige Grundlage. 
Im Vordergrund der Bildungsbegleitung steht daher für die pädagogischen Mitarbeiter*innen das 
Entdecken und Forschen: Es geht darum, begreifen zu wollen, welche Wünsche, Bedürfnisse, 
Interessen und Impulse das Kind bewegen. Auch die jeweiligen Bewertungen dieser Aspekte und die 
Zuschreibungen des Kindes müssen fester Bestandteil dieses Blickes sein. Ein weiterer Aspekt umfasst 
dabei die Rekonstruktion der individuell von den Kindern konstruierten und rekonstruierten 
Vorstellung von Alltag, Welt und Sinngebung. Die Kinder müssen darüber hinaus dazu angeregt und 
unterstützt werden, sich auf Neues einzulassen, darauf zuzugehen, eigene Grenzen zu erkennen, sich 
heranzutasten und gegebenenfalls auch zu überschreiten. 
Um verantwortlich mit diesen Aspekten der kindlichen Entwicklung umgehen zu können sowie die 
Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse des einzelnen Kindes und der Gruppe zu erfassen, 
verfügen die pädagogischen Mitarbeiter*innen über ein grundlegendes Wissen über systematische 
Beobachtung und Dokumentation. 
Der Ausgangspunkt jeder Beobachtung muss ein differenzierter Blick auf die Fähigkeiten und Stärken 
des Kindes vor dem Hintergrund der Reflexion der eigenen Haltung sein. Hier benötigen die 
pädagogischen Mitarbeiter*innen eine vorurteilsbewusste Sicht, die Fähigkeit und ein Interesse daran, 
sich dem Kind mit Offenheit zuzuwenden. 
Im Prozess der Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind werden die regelmäßigen 
Beobachtungen des Entwicklungs- und Bildungsprozesses schriftlich festgehalten und dienen als 
Grundlage für einen professionellen und differenzierten Austausch im Team sowie innerhalb der 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, um mit diesen weitere Schritte zur 
Unterstützung der Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes zu beraten. 
Die aus unseren Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse und deren Dokumentation sollen dem 
Entwicklungsstand der Kinder entsprechend mit ihnen besprochen werden und Maßnahmen 
ermöglichen, die anschließend in die pädagogische Planung einfließen. 
 
3.9 Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (Gruppenwechsel) und insbesondere der Übergang von einer 
Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschulische Betreuung (Hort, OGS etc.) haben 
eine wichtige Bedeutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die 
Einschätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werden dabei von den pädagogischen

Seite 12 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Mitarbeiter*innen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen 
und Rituale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist 
das genaue Beobachten der Kinder, die gewonnen Erkenntnisse aus Entwicklungsgesprächen mit den 
Eltern und konkrete Reflexionen im Team. 
Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogischen Mitarbeiter*innen individuell begleitet. 
Im engen Austausch mit den Eltern wird die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
Trotz der Sorge um das Wohl des Kindes und der elterlichen Unsicherheiten, Fragen und Bedenken, 
werden Übergänge für alle Beteiligten als Bereicherung erlebt; dies ist eine Voraussetzung dafür, dass 
diese positive Grundhaltung (un-)bewusst von den Eltern auf ihr Kind übertragen wird. Wenn sich die 
Kinder sicher und geborgen fühlen, verfügen sie über eine wesentliche Grundlage für gelingende 
Bildungs- und Entwicklungsprozesse. So lernen Kinder, freudig und zuversichtlich auf neue Gruppen 
zuzugehen, veränderte Lebenssituationen auch als Lernchancen zu erfahren und diese für ihre eigene 
Weiterentwicklung zu nutzen. 
 
3.10 Raumgestaltung 
Die Räume in unsere Einrichtungen sind Lebensräume, Spielräume, Erfahrungsräume, Rückzugs- 
räume und Bildungsräume für Kinder. 
Kinder und pädagogische Mitarbeiter*innen verbringen den Großteil des Tages gemeinsam. Ein Innen- 
sowie Außenraum und dessen Ausgestaltung stellen eine wesentliche Ressource für seelisches, 
körperliches und geistiges Wohlbefinden dar. 
Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen auf. Daher ist es bei der Raumplanung wesentlich, dass 
alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen und diese bei der Möblierung und der Gestaltung 
beachtet werden. 
Neben der Gruppe und den pädagogischen Mitarbeiter*innen wird der Raum oft als dritte/r 
Erzieher/in bezeichnet, der eine Wirkung auf die Kinder hat. Er muss Kindern daher 
entwicklungsangemessen vielfältige Anregungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Bildungsanreize 
bieten. Bei der Raumgestaltung achten die pädagogischen Mitarbeiter*innen auf ausreichend 
Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder sowie Nischen, die den Kindern ein ungestörtes Spiel 
ermöglichen. Eine Reizüberflutung durch zu viele Materialien oder Dekoration wird von den 
pädagogischen Mitarbeiter*innen vermieden. 
Auch in Hinblick auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder ist eine durchdachte Raumgestaltung von 
Bedeutung. Räume sind so ausgestattet, dass sie Kindern die Möglichkeit der Selbstbildung durch 
Begreifen, Erleben und Erfahren ermöglichen. 
Die Gestaltung der Räume nach unterschiedlichen Schwerpunkten berücksichtigt die individuellen 
Bedürfnisse der Kinder. Damit haben die Kinder die Gelegenheit, entweder zur Ruhe und Entspannung 
zu kommen oder sich Aktivitäten hinzugeben, wie Bewegung, kreatives Gestalten, Entdecken, 
Forschen, Experimentieren oder Rollenspiel. Wir schaffen für die Kinder großzügige Spielflächen, die 
mit anregenden Spielmaterialien ausgestattet sind. 
Ein gelungenes Raumkonzept ist die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis. Alle Planungen zur 
sinnvollen Raumgestaltung basieren auf der Haltung, dass das Spiel die wesentliche Ausdrucks- und

Seite 13 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Erlebnisform der Kinder darstellt. Da Kinder sich ihre Umwelt über das Spiel aneignen, ist eine 
spielfreundliche Umgebung somit gleichzeitig auch immer eine lernfreundliche Umgebung. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben die Aufgabe, die Kinder ihrem Entwicklungsstand 
entsprechend aktiv in die Raumgestaltung einzubeziehen. So können sich die Kinder die Räume der 
Kita in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiter*innen und dann zunehmend alleine erschließen. 
Dies gilt sowohl für alle Räume der Kita als auch für das Außengelände als eigenständiger 
pädagogischer Raum. 
 
3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungs-
partnerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien ist es uns 
wichtig, die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Fragen der 
Erziehung und Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder 
zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die 
pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet 
und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei Erkrankung ihrer Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären 
Situationen: Wir vermitteln z. B. zwischen den Eltern, die sich gegenseitig Hilfestellungen bei der 
Betreuung von Kindern außerhalb der Öffnungszeit der Kita geben können und unterstützen bei der 
Suche nach Beratungsstellen. 
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den 
Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot 
profitieren also nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und 
individuell zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Die Eltern haben 
dabei die Möglichkeit, Fragen zur Entwicklung ihres Kindes zu stellen. Gemeinsam können dann 
Vereinbarungen getroffen werden, die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. Jederzeit 
haben die Eltern die Möglichkeit über die aktiv geführte Dokumentation der Bildungsprozesse zu 
sprechen. Im Elterngremium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und 
in die Einrichtung wirken. In gemeinsamen Aushandlungsprozessen mit der engagierten Elternschaft 
im Stadtteil gilt es, diese individuellen Ressourcen einzubinden und einzufordern. Die Eltern werden 
motiviert, das Leben in „ihrer Kindertageseinrichtung“ mitzugestalten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als 
 aktive Teilhabe von Eltern 
 aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung 
 Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken

Seite 14 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
4 ROLLE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER 
FACHKRÄFTE 
 
Je nach Landesgesetzgebung sind im Fachbereich Kita & More Mitarbeiter*innen mit 
unterschiedlichen Berufsabschlüssen tätig. Die staatlich anerkannten Erzieher*innen arbeiten 
gemeinsam mit Sozialpädagog*innen sowie Heilpädagog*innen (Diplom, Bachelor, Master), 
qualifizierten Tagespflegepersonen sowie Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen zusammen 
im Team. Die Interdisziplinarität innerhalb eines Hauses ermöglicht allen pädagogischen 
Mitarbeiter*innen einen weiter gefassten Blick auf pädagogische Inhalte, deren Umsetzung und 
Reflexion. Pädagogisches Fachwissen der Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichen Perspektiven 
wird auf diese Weise gebündelt und mündet in einer differenzierten und vielfältigen Wahrnehmung 
und Umsetzung vor Ort. 
Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen verfügen über Kompetenzen, die eine Pädagogik 
entsprechend unserer im Trägerkonzept formulierten Grundprinzipien ermöglichen. Ihre Aufgabe ist 
es, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie unterstützen und geben Anregungen wenn es 
notwendig ist und halten sich zurück wo es möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass sie authentisch und 
empathisch sind und sich auf Beziehungen zu den Kindern soweit einlassen, wie es die Kinder fordern 
und erlauben. Sie nehmen die Bedürfnisse und Belange der Kinder wahr und reagieren der Situation 
angemessen. Hierfür müssen sie ein hohes Maß an Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und Engagement 
für das einzelne Kind mitbringen. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben viele verschiedene und vielfältige Rollen in unseren 
Einrichtungen zu gestalten und selbstbewusst zu leben: 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gehen Beziehungen mit Kindern ein! 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen stellen sich aktiv als Bezugspersonen zur Verfügung. Sie 
akzeptieren, mit wem die Kinder in Beziehung treten möchten, wem sie sich anvertrauen möchten. 
Kinder jeden Alters suchen sich ihre Bezugsperson selbst aus. Kita & More ist mit einer stabilen und 
möglichst kontinuierlichen personellen Ausstattung versehen, um so einen kontinuierlichen und 
langfristigen Beziehungsaufbau zu ermöglichen. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Expert*innen für frühkindliches Lernen!  
Es ist Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiter*innen, Kinder in ihren Entwicklungs- und 
Selbstbildungsprozessen kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Mit ihrem Fachwissen 
stellen sie sicher, dass alle entwicklungs- und lernförderlichen Faktoren im Einklang stehen und 
Beachtung finden. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen fördern die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit 
Eltern!  
Gemeinsam mit Eltern begeben sich die pädagogischen Mitarbeiter*innen in einen Lernprozess, 
dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie für das Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen 
geschaffen und genutzt werden können. Sie hören zu, beraten und vermitteln an Beratungs- oder 
Frühförderstellen, Kinderärzte etc. falls andere Fachkompetenzen erforderlich sind. Zum Wohle 
des Kindes und seiner Familie arbeiten sie kooperativ mit den genannten Institutionen zusammen. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen beobachten und dokumentieren!

Seite 15 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Gemäß der Bildungscurricula der verschiedenen Bundesländer nehmen sie sich viel Zeit, die Kinder 
zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. Hierdurch gelingt es ihnen, in die 
Welt der Kinder einzutauchen, die kindliche Denkweise und das daraus resultierende Handeln zu 
begreifen. Es ist wichtig, dass sie, trotz aller nötigen Gewissenhaftigkeit, gelassen den Alltag mit 
Kindern gestalten. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Netzwerker*innen! 
Unsere Einrichtungen sind Zentren für Familien. Dieser Gedanke wird von unseren pädagogischen 
Mitarbeiter*innen gelebt, indem sie Kontakte im sozialräumlichen Umfeld zu anderen 
Institutionen, wie etwa Schulen, Seniorenheimen, Vereinen etc. aufbauen und pflegen. Das Wohl 
der Kinder und Familien steht bei allen Kooperationen und Kontakten immer im Mittelpunkt. 
 
In dieser Vielfalt schaffen sie Bedingungen für Kinder, in denen sie sich entsprechend ihrer 
Bedürfnisse, ihrer individuellen Fähigkeiten und im Rahmen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt 
entwickeln können. Sie verstehen sich als Fachkräfte für Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie 
verfügen über ein erziehungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Fundament, vor dessen 
Hintergrund sie das Erziehungs- und Bildungsgeschehen kritisch bedenken und entsprechend 
gestalten. 
Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferenzen 
und regionalen Beratungstagen. 
 
5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS 
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Die Outlaw gGmbH 
hat eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei 
Kindeswohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogischen Mitarbeiter*innen, die regelmäßig 
Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben. Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die 
Dienstanweisung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der Tätigkeit eine Belehrung zur 
Dienstanweisung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die 
Dienstanweisung zugänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die 
jeweils gültigen Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Beratung mit 
den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der 
Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäquaten 
Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht einer 
Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädagogischen 
Mitarbeiter/in informiert wird, sobald Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. 
Gemeinsam wird die Situation reflektiert und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdacht, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit

Seite 16 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
beauftragte Person. In der Beratung erfolgt begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft eine 
Gefährdungsabschätzung sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiterhin 
sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte 
durchzuführen, bis die Gefährdung abgewendet ist. 
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit. 
 
6 QUALITÄT 
 
Die Verpflichtung und Anforderungen zur Qualitätsentwicklung und -Sicherung für Einrichtungen, die 
zum Fachbereich Kita & More gehören, sind auf Landes- und Kommunalebene geregelt und werden 
von unseren Einrichtungen entsprechend umgesetzt. 
Qualitätsentwicklung ist in sämtliche Strukturen und Abläufe im Fachbereich integriert und eine 
fortlaufende Aufgabe sämtlicher Führungskräfte und aller weiteren Fachkräfte, die an den relevanten 
Prozessen beteiligt sind. 
Qualitätsentwicklung bei Kita & More ist unmittelbarer Bestandteil und Fokus der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit und Verantwortung. Qualitätsentwicklung hat dabei immer kurzfristige und 
unmittelbare, wie auch mittel- und langfristige Perspektiven und Ansätze und ist auf allen 
hierarchischen Ebenen fest verankert. 
Zentrale Aussagen und Setzungen zur Qualität sind integrale Bestandteile aller Konzepte und 
konzeptionellen Ansätze. Demnach ist der Anspruch an die Konzepte bei Kita & More, die relevanten 
Prozesse, Herangehensweisen, Sichtweisen und Ansätze deutlich hervorzuheben und zu beschreiben. 
Dies ist insbesondere notwendig, da Qualität in diesem Sinne immer der Pädagogik als Ganzem zu 
dienen hat und sie sich demnach an den in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen ausrichten 
muss. Aus diesen Grundlagen lassen sich Qualitätsstandards ableiten, die in diesem Kapitel 
beschrieben werden. 
Es ist eine wesentliche Aufgabe, die Umsetzung dieser Standards sicherzustellen. Dies erfordert die 
Interpretation vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles sowie die Nutzbarmachung für den 
pädagogischen Alltag und die Konkretisierung. Die Einrichtungskonzepte müssen entsprechend 
ausgestaltet sein. Die übergreifenden Qualitätsstandards bei Kita & More sind in drei Dimensionen 
gegliedert und werden jeweils durch Qualitätsmerkmale konkretisiert. 
 
 
6.1 Inhaltliche Qualität 
 Konzept – Es existiert für alle Angebote bei Kita & More ein schlüssiges, begründetes, fachliches, 
handlungsleitendes, überprüfbares und verbindliches Konzept. Alle Einrichtungskonzepte

Seite 17 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
orientieren sich verbindlich am Grundkonzept. Die in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen 
zu Menschenbild, Haltungen und pädagogischem Ansatz und werden verbindlich in allen 
Einrichtungen umgesetzt. Die Einrichtungskonzepte beschreiben Ziele, Methoden und die 
Schwerpunkte des jeweiligen Angebotes und begründen den  Zusammenhang zwischen 
Bedarfslage und pädagogischer Leistung. Die Konzepte werden kontinuierlich fortgeschrieben, 
regelmäßig evaluiert und überprüft. Dabei erfolgt ein Abgleich von Konzept und pädagogischer 
Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen. 
 Steuerung über Zielvereinbarungen – Die in den Einrichtungskonzepten festgeschriebenen Ziele 
werden in Jahres- und Projektplanungen operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur 
Zielerreichung untersetzt. Diese operationalisierten Ziele bilden die Grundlage für die jährlichen 
Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen werden sowohl mit den Teams der jeweiligen Einrichtung 
als auch mit den einzelnen Mitarbeiter*innen geschlossen. 
 Teamorientierung – Die pädagogische Arbeit ist in Teams organisiert. Die Teamarbeit ist 
elementarer Bestandteil aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der 
jeweiligen Angebote notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des 
gemeinsamen pädagogischen Angebots. Die individuellen Kompetenzen, Qualifikationen und 
Fähigkeiten sind den Mitarbeiter*innen der jeweiligen Teams bekannt. Sie werden sinnvoll 
eingesetzt. Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden  bereitgestellt. 
Das sind in erster Linie Zeit und Mittel zur Reflexion, Teamberatung, Supervision und Fortbildung. 
 Fachberatung – Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die Bereichsleiter*innen, die 
auch die Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitungen findet in 
regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt. 
 Beschwerdemanagement – Wir gewährleisten die alters- und entwicklungsgerechte Information 
von Kindern und ihren Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte und  
-Möglichkeiten. Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete 
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen 
verfügbar und zugänglich. Es besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und 
Bearbeitung von Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber 
hinaus informelle Beschwerdewege und -Möglichkeiten. 
 Sicherung des Kindeswohls – Zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiter*innen 
der Outlaw gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorgehensweise bei 
Kindeswohlgefährdung regelt. Alle Mitarbeiter*innen erhalten jährlich und unmittelbar mit Beginn 
des Arbeitsverhältnisses eine Belehrung zur Dienstanweisung. In jeder Einrichtung ist die 
Dienstanweisung zugänglich und das Ablaufschema bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hängt 
aus. Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, die im 
Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird eine 
Gefährdungseinschätzung vorgenommen, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere 
Handlungsschritte werden festgelegt. Alle Mitarbeiter*innen haben ein erweitertes 
Führungszeugnis vorgelegt. Eine Einstellung erfolgt nur dann, wenn das erweiterte 
Führungszeugnis bereits vorliegt. 
 Sozialräumlichkeit – Sozialräumlichkeit und Sozialraumorientierung realisieren sich über 
verschiedene Zugänge und Methoden, die in den Einrichtungskonzepten kontextbezogen 
konkretisiert werden. Dies umfasst beispielsweise: Die Beteiligung in Gremien, die Einmischung in 
Diskussionen und Auseinandersetzungen auf verschiedenen gesellschaftlichen und politischen 
Ebenen, das bewusste Agieren im und Gestalten des Sozialraumes, die deutliche Positionierung zu 
Themen und Entwicklungen. Wir leiten unsere Mitarbeiter*innen an, den Sozialraum auch über den 
einzelnen Fall hinaus wahrzunehmen, ihn zu kennen sowie darüber zu informieren. Die Ressourcen

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des Sozialraumes werden aktiv in die pädagogische Arbeit eingebunden und einbezogen, 
Netzwerke werden aufgebaut und genutzt. 
 Interkulturalität – Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für Interkulturalität. Menschen aller 
Nationen, Kulturen und Sprachen sind in unseren Angeboten willkommen. Unsere 
Mitarbeiter*innen verfügen über  interkulturelle Kompetenzen und leisten kulturelle 
Übersetzungsarbeit. Wir schaffen Angebote, die konkrete Lernfelder schaffen, um sich mit 
unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen und Haltungen auseinanderzusetzen. Eine 
differenzierte Betrachtung ethnischer, kultureller und sozialer Bedingungen und Konflikte wird 
gefördert. 
 Geschlechterorientierung – Geschlechtsspezifische Lebenslagen und Bedürfnisse werden in den 
Einrichtungskonzepten angemessen berücksichtigt. Die Angebote lassen individuelle Unterschiede 
zwischen Mädchen und Jungen zu, ohne dass daraus Benachteiligungen entstehen. 
 
 
6.2 Strukturelle Qualität 
 Personal – Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiter*innen sind als pädagogische Fachkräfte 
qualifiziert. Das Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbehörden sowie 
die geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere eine 
entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechendes Hochschulstudium, aber auch eine 
regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der Person liegende 
Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei Berücksichtigung. 
 Dienst- und Fachaufsicht – Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell 
durch die Führungskräfte auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten und 
Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente 
Vertretungsregelungen sind sichergestellt. 
 Anstellungs- und Arbeitsbedingungen – Es gibt ein professionelles Bewerbungs- und 
Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter*innen. Alle Mitarbeiter*innen sind in der Regel zu in 
Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Bedingungen angestellt. 
 Fachlicher Austausch – Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, 
Ausschusssitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch ggf. über elektronische 
Kommunikationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen kontinuierlichen, wie auch 
zeitnahen und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen Herausforderungen, Themen, 
pädagogischen Ansätzen und notwendigen Klärungen in pädagogischen Prozessen sicher. 
 Supervision, Fortbildung – Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich kollegialen 
Austausch, fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision 
steht den Teams bzw. Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Reflexion 
von Prozessen, um eigene Haltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen und Konzepte 
überprüfen und anpassen zu können. Fort- und Weiterbildung werden nicht nur durch flexible 
Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch erwartet, da sie 
Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung der 
Angebotsvielfalt in der Offenen  Kinder- und Jugendarbeit dienen. 
 
6.3 Ergebnisqualität 
 Selbstevaluation – Wir verstehen uns als lernende Organisation und haben einen nachhaltigen 
Verbesserungsprozess in Form einer kontinuierlichen Selbstevaluation installiert.

Seite 19 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
 Beobachtung und Dokumentation – Die Beobachtung und Dokumentation von 
Entwicklungsprozessen stellen eine Grundlage für die Auswertung der pädagogischen Arbeit 
sicher. Sie dient als Grundlage für die Evaluation von pädagogischen Prozessen und Konzepten. 
 Qualitätsziele – Die Einrichtungen entwickeln auf der Basis des Grundkonzeptes Qualitätsziele, 
legen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele fest, setzen diese um und  werten die Ergebnisse aus. 
Die Qualitätsziele werden in Schlüsselprozessen operationalisiert. Daraus werden überprüfbare 
Indikatoren abgeleitet, die in einem Soll-Ist-Abgleich prozesshaft  fortlaufend evaluiert werden. 
 Zielerreichung und Evaluation – Die erarbeiteten Indikatoren zur Zielerreichung werden mit 
geeigneten Instrumenten überprüft. Die Methoden der Evaluation orientieren sich an der 
jeweiligen Einrichtung und der Zielgruppe. Die Ergebnisse werden zur zielgerichteten 
Beeinflussung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer und weiterführen der Ziele genutzt. 
In diesem Zusammenhang werden auch die Adressatinnen und Adressaten sowie die öffentlichen 
Träger aktiv in den Evaluationsprozess einbezogen. 
 
7 SCHLUSSWORT 
 
Das Grundkonzept Kita & More wurde von Fach- und Leitungskräften aus verschiedenen Standorten 
erarbeitet. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Grundlagen und unserer Werte bündelt es die 
vielfältigen und umfangreichen Erfahrungen unserer Arbeit im Feld der frühkindlichen Erziehung. 
Allen Mitarbeiter*innen, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle gedankt. 
Rückmeldungen, Gedanken und Anregungen sind uns willkommen, um die gewünschte Lebendigkeit 
des Austausches zwischen den Fachkräften zu Konzepttheorie und Praxis zu fördern.

Anlage A

4560 Zeichen

Anlage A zur V/0139/2019 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Outlaw gGmbH die Trägerschaft für die Kindertagesein-
richtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe-
treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen 
auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for-
ciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung südlich 
Nottulner Landweg und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0613/2018 beschlos-
sen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Outlaw gGmbH die Trägerschaft für die Kindertagesein-
richtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel zu übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg  
wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detail-
planungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja  Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg betragen auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen April bis Dezember 
2021 1.011.750 € und 2022 ff. 1.250.523 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für April bis 
Dezember 2021 bei 591.873,75 € und für 2022 ff. bei 731.555,96 €. Die Betriebskostenzuschüsse 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0613/2018 dargestellt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 Vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh-
ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs-
tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die 
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita-
ausbauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi-
gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli-
che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von 
Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort.

Beschlussvorlage

21623 Zeichen

V/0139/2019 
V/0139/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   21.03.2019 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
   27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   03.04.2019 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die sechsgruppige Kindertageseinrichtung 
südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel dem Kinder- und Jugendhilfeträger Outlaw gGmbH (sie-
he Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.04.2021 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver-
einbarung) zwischen dem Träger Outlaw gGmbH und der Stadt Münster getroffen. Es wird ein Trä-
geranteil von 5,5% vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger 
Outlaw gGmbH getroffen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
27.02.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Gerick, Frau Tigger, 
Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl 
Telefon: 492-5528 -5768 
Gerick@stadt-muenster.de 
Tigger@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0139/2019 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Tr ansferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg betragen auf der Grund-
lage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für April  bis Dezember 2021 = 1.011.750 € 
 für 2022 ff. =  1.250.523 € 
 
Die voraussichtliche Inbetriebnahme ist für April 2021 geplant (abweichend vom Errichtungsschluss 
V/0613/2018). Die Kosten sind entsprechend angepasst worden. 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Outlaw 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 5,5% 3,5% 58,5% 
 
 Apr. - Dez. 2021 2022ff. 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher Zu-
schuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
Outlaw     55.646,25 €  35.411,25 €   591.873,75 €      68.778,77 €  43.768,31 €   731.555,96 €  
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss 
V/0613/2018 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine hau s-
haltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 
2021ff. erfolgt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0613/2018 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in Roxel beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 2 Gruppen für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 2 Gruppen für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3)

- 3 - 
V/0139/2019 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von 
den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern 
die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 03.12.2018 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 11.01.2019 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
03.12.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 21.01. 
und 06.02.2019 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.02.2019. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Am Eichenwäldchen e. V. (Am Eichenwäldchen), Eichstedtstraße 44, 59075 Hamm 
 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
 Global Education gGmbH (Global Education), Friesenring 50, 48147 Münster 
 
 Kinderzentren Kunterbunt gGmbH (Kinderzentren Kunterbunt), Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 
Nürnberg 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
 Outlaw gGmbH (Outlaw), Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 
 
 Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge-
stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen:

- 4 - 
V/0139/2019 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Am Eichen -
wäldchen 96,0% 38,5% 57,5% 4,0% 4,0% 0,0% 57,5% 
educcare 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 6,0% 3,0% 58,0% 
Global Educ a-
tion 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,5% 4,5% 59,5% 
Kinderzentren 
Kunterbunt 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
Kleine Riesen 
Nord 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
Outlaw 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 5,5% 3,5% 58,5% 
Step Kids 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg betragen  ab 
2022 ff. 1.250.523 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:

- 5 - 
V/0139/2019 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2022 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
Am Eichen -
wäldchen 4,0     50.020,92   0,0 0,00  57,5   719.050,73   
educcare 6,0     75.031,38   3,0 37.515,69  58,0   725.303,34   
Global Educ a-
tion 4,5      
56.273,54   4,5 56.273,54  59,5   744.061,19   
Kinderzentren 
Kunterbunt 9,0   112.547,07   0,0 0,00  55,0   687.787,65   
Kleine Riesen 
Nord 9,0   112.547,07   0,0 0,00  55,0   687.787,65   
Outlaw 5,5     68.778,77   3,5 43.768,31  58,5   731.555,96   
Step Kids 9,0   112.547,07   0,0 0,00  55,0   687.787,65   
 
Die Träger Am Eichenwäldchen, Kinderzentren Kunterbunt, Kleine Riesen Nord und Step Kids bieten 
den vollen Trägeranteil von 4,0% (Elterninitiative) bzw. 9,0% (freier Träger) für den Betrieb der Kin-
dertageseinrichtung an. 
Die Träger educcare, Global Education und Outlaw bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass 
ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVöD) getätigt wird. 
 
Der Träger: 
 Am Eichenwäldchen e. V. 
Der Träger Am Eichenwäldchen e. V. ist eine Elterninitiative mit Sitz in Hamm. Er betreibt aktuell vier 
Kindertageseinrichtungen in Hamm und ab dem 01.08.2019 eine weitere Einrichtung in Warendorf. 
Der Verein ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das Thema Partizipation als einen 
grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. 
Weitere Schwerpunktthemen der Einrichtungen sind insbesondere Gesundheit und Ernährung sowie 
eine Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“. 
 
Der Träger: 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be-
treibt educcare eine Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup) und ab dem 
01.08.2019 die Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck. Bundesweit ist educcare Betreiber von 
aktuell 34 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie-
hung. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungsförderung und Naturwissenschaf-

- 6 - 
V/0139/2019 
ten dar. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern an. Der Träger 
benannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil sowie der Kooperation mit 
der Kindertagespflege. Darüber hinaus ergeben sich durch den Ausbau weiterer Standorte in Münster 
Synergien zu den Einrichtungen in Hiltrup und Wolbeck. 
 
Der Träger: 
 Global Education gGmbH (pme Familienservice) 
Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der 
Schweiz und Tschechien vertreten (davon 3 in NRW). Eine Geschäftsstelle besteht in Münster. Die 
Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit dem Fokus auf öffentliche Kindertagesein-
richtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. In Münster betreibt der 
Träger ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen 
Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH im Bereich der Bewegungsför-
derung, tiergestützter Pädagogik und auch Naturwissenschaften und Technik. Der Träger strebt an, 
Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich 
zu pflegen. Zudem bietet der Träger flexible Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
an. 
 
Der Träger: 
 Kinderzentren Kunterbunt gGmbH 
Der Träger mit Sitz in Nürnberg ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster 
tätig. Er ist ein bundesweit tätiger Träger mit insgesamt 80 Einrichtungen, davon 30 in Nordrhein-
Westfalen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Zusätzlich hat der Träger Erfahrung im Bereich der flexiblen Betreuung und bietet verlän-
gerte Öffnungszeiten, analog zum Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit, an. Die Vernetzung und Koopera-
tion im Stadtteil ist geplant. Darüber hinaus sollen zwei neue Einrichtungen in Telgte als Partnerein-
richtungen zur Verfügung stehen. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH 
Der Träger betreibt bereits drei Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-Ost). 
In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße an der Eichendorffstraße und der Pavillon 
Beckstraße hinzukommen. Zudem hat Kleine Riesen Nord eine anteilige Fachberatung in Münster 
eingesetzt. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 30 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Trä-
ger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen 
Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren 
zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grund-
sätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Der Trä-
ger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, 
Schulen und Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertages-
pflegestellen vor. Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu den trägereigenen Einrichtungen in 
Albachten und Mecklenbeck im Bezirk West. 
 
Der Träger: 
 Outlaw gGmbH 
Der Träger ist in Münster verortet und betreibt im Stadtgebiet zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen 
und eine Dependance in verschiedenen Stadtteilen. Außerdem betreibt er  zusätzlich bundesweit in 
anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe aner-
kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus-
richtung darlegen.  Darüber hinaus entwickelt der Träger zurzeit ein sozialraumbezogenes Projekt 
„Kita-Sozialarbeit“, um Eltern und Familien individuelle Hilfen anbieten zu können. Zusätzlich verfügt 
die Outlaw gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betre uung, u.a. durch die Tei l-
nahme an dem Modellp rojekt ExtraZeit/FlexiZeit und unterstützt damit die Weiterentwicklung der fl e-
xiblen Kindertagesbetreuung in Münster.

- 7 - 
V/0139/2019 
Zudem benannte der Träger für diesen Standort die möglichen Kooperationen zu den nahegelegenen 
Kitas Gronowskistraße und Hensenstraße in Gievenbeck, um hier Synergieeffekte zu erzielen. Da r-
über hinaus ergeben sich weitere Synergien durch den Ausbau weiterer Kitas in Münster. 
 
Der Träger: 
 Step Kids KiTas gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger mit 
Sitz in Berlin betreibt aktuell bundesweit 15 Kindertageseinrichtungen (Schwerpunkt Berlin und NRW) 
und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, 
die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im 
Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der Gesundheit und regelmäßiger Bewe-
gungsangebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Darüber hinaus wird auch eine bilin-
guale Spracherziehung in den Einrichtungen angeboten. In Münster werden die Aufnahmegebühr 
sowie die Servicepauschale für Zusatzangebote entfallen. 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Outlaw gGmbH die Trägerschaft für die Kin-
dertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel zu übertragen. 
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen des Trägers 
Outlaw gGmbH sowie der anderen sechs Träger waren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit / 
Pädagogik überzeugend. 
Outlaw bietet einen Trägeranteil von 5,5%, während die Träger Am Eichenwäldchen, Kinderzentren 
Kunterbunt, Kleine Riesen Nord und Step Kids den vollen Trägeranteil von 4,0% bzw. 9,0% leisten. 
Der Träger educcare bietet einen Trägeranteil von 6,0%.  
 
Dennoch empfiehlt die Verwaltung die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Ver-
fahren an den Träger Outlaw gGmbH aus folgenden Gründen zu übertragen: 
 
- Sozialraumbezug und Vernetzungen der Outlaw gGmbH durch die nahegelegenen Einrichtun-
gen Hensenstraße und Gronowskistraße in Gievenbeck; 
- Synergieeffekte hinsichtlich der Vertretungsregelungen und des Personaleinsatzes durch die 
beiden Kitas im angrenzenden Stadtteil; 
- Angebote und sozialraumbezogene, individuelle Hilfen für Eltern und Familien durch das Pro-
jekt „Kita-Sozialarbeit“; 
- Angebote von flexiblen Öffnungszeiten durch das Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit im Stadtteil 
Roxel und 
- Trägerpluralität in der Vergabe von Trägerschaften in dem laufenden Trägerauswahlverfahren. 
 
Die Angebote und Erfahrungen sowie die bereits vorhandenen Vernetzungen und Kooperationen des 
Trägers in diesem Umfang stellen ein Alleinstellungsmerkmal des Trägers Outlaw gGmbH dar, die 
einen wesentlichen Vorteil für die schnelle und umfassende Verortung der Kita in den Stadtteil Roxel 
mit sich bringt. 
 
Neben den bereits sieben übertragenen Trägerschaften an Outlaw kann sich der Träger langfristig als 
Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster weiterentwickeln. Durch den Ausbau weiterer 
Standorte können Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Personaleinsatz, etc.) erzielt werden. 
 
Dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH wurden in den vergangenen Trägervergabeverfahren sechs 
Standorte übertragen. Ebenso wurde dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH die 
Empfehlung zur Übertragung der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg (sh. 
Vorlage V/0140/2019) ausgesprochen. Sie geben den Trägern ebenfalls die Möglichkeit, sich in 
Münster weiterzuentwickeln.

- 8 - 
V/0139/2019 
Die Träger Am Eichenwäldchen, Kinderzentren Kunterbunt gGmbH und Step Kids KiTas gGmbH sind 
bisher nicht in Münster tätig, sodass an dieser Stelle dem Träger Outlaw die Möglichkeit eröffnet wird, 
den Standort Münster auszubauen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus sieben Bewerbern unter der gleichgewichteten 
Würdigung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in 
der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer-
ber zu Grunde. 
 
 
I.V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Am Eichenwäldchen e. V., Eichstedtstraße 44, 59075 Hamm 
 
4. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 
50667 Köln 
 
5. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH , Friesenring 50, 48147 Münster 
 
6. Bewerbungsunterlagen: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 
Nürnberg 
 
7. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
8. Bewerbungsunterlagen: Outlaw gGmbH, Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 
 
9. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 9: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0139/2019 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php

Anlage 6.1 Bewerbung Kinderzentren Kunterbunt

2398 Zeichen

Stadt Münster 
z.Hd.Frau Anja Gerick 
Hafenstraße 30 
48127 Münster                                                                                                                        
 
 
                                                                                                              01.02.2019/NOK 
 
 
 
 
Betreff: Interessensbekundung zum Betrieb einer  
  sechs-Gruppen-Kindertageseinrichtung im Nottulner Landweg 
   Ausschreibungsnummer 12/2018 
 
 
 
Sehr geehrte Frau Gerick, 
 
 
für April 2021 ist eine voraussichtliche Inbetriebnahme einer neuen Kindertageseinrichtung 
vorgesehen. Kinderzentren Kunterbunt gGmbH möchte gerne sein Interesse als Träger für 
eine sechs-Gruppen-Kindertageseinrichtung im Nottulner Landweg bekunden. 
 
Kinderzentren Kunterbunt gGmbH ist ein deutschlandweit anerkannter Träger der freien Ju- 
gendhilfe aus Nürnberg, der 1998 als Elterninitiative gegründet wurde. Geleitet wird das 
Unternehmen seit 1998 konstant vom Geschäftsführer Björn Czinczoll. 
 
Um Ihnen einen Eindruck dafür zu vermitteln wie wir pädagogisch arbeiten, habe ich Ihnen 
unsere pädagogische Kurzkonzeption beigefügt. Generell arbeitet Kinderzentren mit einer 
Rahmenkonzeption, die dann im Laufe der Projektphase hin zur Eröffnung und in den ersten 
Betriebsjahren gemeinsam für die jeweilige Kindertageseinrichtung angepasst wird.  
 
Kinderzentren Kunterbunt zeichnet neben den langen Öffnungszeiten, den geringen Schließ- 
zeiten (nur die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr) auch dadurch aus, dass wir uns 
ausschließlich auf den Bau- und Betrieb von Kindertagesstätten spezialisiert haben und jede 
neue Kindertagesstätte ab den ersten Gesprächen mit dem Jugendamt bis hin zur Eröffnung 
und während dem gesamten Betrieb fachmännisch und spezialisiert unterstützen.  
 
Als Träger für eine sechs-Gruppen-Kindertageseinrichtung ist es Kinderzentren Kunterbunt 
gGmbH möglich bis zu neun Prozentpunkte des Trägeranteils zu übernehmen.

- 2 - 
 
 
In NRW haben wir einen regionalen Schwerpunkt und sind mit verschiedenen Einrichtungen 
siehe Referenzliste anbei vertreten. Etwaige Partnereinrichtungen sind durch die beiden- 
Kitas in Telgte vertreten und an einer Kooperation interessiert. Ich würde mich freuen 
Ihnen unser Konzept, unsere Arbeitsweise und KiKu als Träger persönlich näher zu bringen! 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Norman Kuhn 
-Projektleiter-

Anlage 10.2 Konzeption Step Kids

15780 Zeichen

GERDREY

Richtig gute KiTa.

Ideenkonzept zum Standort Münster — Nottulner Landweg

Grundlage für den Betrieb unserer KiTas ist unsere pädagogische Basis-Konzeption. Sie wird in seinen
pädagogischen Inhalten vom KiTa-Team, in enger Zusammenarbeit mit der pädagogischen
Fachberatung, erstellt. Die KiTa-Konzeption orientiert sich am pädagogischen Konzept des
Situationsorientierter Ansatzes und seiner durchgängigen systemischen Bildungs- und
Erziehungsansätze. Der konzeptionelle Grundsatz für die Bildungs- und Erziehungsarbeit im
Situationsansatz ist die Orientierung der Arbeit mit den Kindern an ihrer individuellen sozialen und
kulturellen Lebenssituation. Dadurch unterstützen wir die Selbstständigkeitsentwicklung jedes Kindes
indem wir ihnen die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung geben.

Um eine individuelle Betreuung der Kinder zu gewährleisten zu können und um Angebote zu schaffen,
die für alle Kinder aus dem Stadtteil attraktiv sind, veranstalten wir einige Monate vor der Eröffnung
Interessensabende und Elternabende. Im Austausch mit den Eltern und durch Beobachtungen der
Kinder, passen wir unser bestehendes pädagogisches Konzept in Zusammenarbeit mit dem KiTa an die
Bedürfnisse der Eltern und Kinder an. Aufgabe der Erzieher ist es den Kontakt zu suchen, zuzuhören,
zu beobachten und Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies kann auch bedeuten, dass geplante Aktionen
im Sinne der Kinder und Jugendlichen verändert oder abgewandelt werden.

Wir verfolgen dafür das Best Practice Modell, welches wir, ähnlich wie in unseren bereits bestehenden
KiTa-Einrichtungen, auch in der zukünftigen KiTa in Münster umsetzen möchten.
Auf diese Themen legen wir besonderen Wert:

Standortspezifische Sozialraumorientierung

e Vernetzung mit dem Sozialraum und Kooperationspartner

In unseren Einrichtungen ist eine Kooperation mit umliegenden Institutionen und Vereinen
selbstverständlich. Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen
Stadtteils/Gemeinde. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt Münster, mit
anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran.

Bei der Sozialraumarbeit der KiTa spielt das Mitwirken des sozialen Umfelds der Kinder eine
wichtige Rolle. Die Nutzung von standortbezogenen Chancen sowie die Einbindung der Eltern in
den KiTa-Alltag ist uns ein besonderes Anliegen. Nicht nur der Einzelfall steht im Fokus, sondern
die gesamte Lebenswelt des Kindes, inklusive der räumlichen Gegebenheiten. Um dies zu
gewährleisten wird eine niederschwellige Öffnung der KiTa durch Kooperationen mit umliegenden
Familien- und Jugendzentren, der örtlichen Feuerwehr sowie Kultur- und Sporteinrichtungen
angestrebt, um diese konstruktiv in die Arbeit mit den Kindern einzubinden. Dadurch sollen die
Kinder dazu motiviert werden, ihren Blick auf den umliegenden Sozialraum zu erweitern wodurch
sich wertvolle Synergieeffekte für Kinder und Familien ergeben können.

Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729
10407 Berlin HRB 149735 B

GERDREY

Richtig gute KiTa.

Regelmäßig pflegen wir Kontakt zu:

e anderen Kindertageseinrichtungen (z.B. Kath. Kindertagesstätte St. Ursula, Anne-Jakobi-Haus)

e Sport und Freizeitangeboten (z.B. Allwetterzoo Münster, Hallenbad Roxel, Musikschule Roxel,
Sportplatz der Sekundarschule Roxel, Sportverein BSV Roxel e.V., etc.)

«e Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr

e Schulen (z.B. Marienschule Roxel)

e sowie mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, usw..

Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur
und Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt.
Umliegende Freizeitangebote wie Spiel- und Sportplätze bieten sich für die Kita-übergreifende
Aktivitäten besonders an. Hier ist insbesondere Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um
Vorschläge unsererseits handelt — Kooperationen müssten im Detail mit der anderen Partei
besprochen werden.

Auch mit der umliegenden Trägerlandschaft wie dem CVJM Münster und dem Familienzentrum im
Anne-Jakobi-Haus, sowie umliegenden Kirchengemeinden und Vereinen ergeben sich, sofern
Interesse der anderen Partei besteht, mögliche Kooperationsmöglichkeiten und Synergieeffekte.
Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ erkennen wir in den Besonderheiten des Gebiets
fruchtbare Gestaltungsmöglichkeiten um Best Practice Lösungen zu entwickeln, Erfahrungswerte
nutzen oder einrichtungsübergreifende Fortbildungen zu vor Ort benötigten Aspekten
interkultureller Arbeit wahrzunehmen.

Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtteil Roxel und den dort wirkenden
Akteuren wie Jugendhilfen oder Arbeitskreisen sehr wichtig. Den Anforderungen wollen wir flexibel
und zuverlässig entsprechen. Die Kommunen/Stadtteile in denen Stepke bereits vertreten ist,
können das bestätigen. Ebenso pflegen wir enge Kontakte zu den Eltern und legen Wert auf ein
vertrauensvolles, offenes Miteinander.

Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle auch die Synergieeffekte mit potenziellen weiteren
Einrichtungen in Münster, für dessen Trägerschaft sich Stepke ebenfalls bewirbt. Hier könnten
gemeinsame Projekte angestoßen werden.

e  Erziehungs- und Bildungspartnerschaften

In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, in dem Beteiligung von Kindern aller
Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und
angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest installierten
Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ziel ist die
aktive Beteiligung an den Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita und die frühzeitige
Übernahme von Verantwortung. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung in
deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen
Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen frühzeitig mit zu beteiligen.
Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten um individuelle
Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes
Leben in der Gesellschaft vorzubereiten.

Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729
10407 Berlin HRB 149735 B

GERDREY

Richtig gute KiTa.

Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das
wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Daher ist auch Elternarbeit ein wichtiger Bestandteil unseres
pädagogischen Grundverständnisses und wird aktiv gefördert. Elternstammtische und viele
gemeinsame Ausflüge, Aktionen und Feste werden in unseren KiTas regelmäßig angeboten.
Elternabende, interkulturelle Elterncafes, Trödelmärkte und interkulturelle Feste können
Barrieren abbauen.

Auch das Mitwirken der Eltern im KiTa-Alltag ist uns ein wichtiges Anliegen. Eltern werden dazu
angeregt sich in den KiTa-Alltag ihrer Kinder einzubringen und es werden Ansatzpunkte gegeben
das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. So wird die pädagogische Arbeit transparent.
Elternaktivitäten werden anhand eines Elternpasses festgehalten.

| Vermittlung von Werten *

e  Querschnittsaufgaben (Genderthematik, Integration, Inklusion)

Die Individualität und die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Familien und der in der Einrichtung tätigen
Menschen stehen im Mittelpunkt des täglichen Handelns. Der Inklusionsgedanke ist als eine Frage
des würdevollen und respektvollen Umgangs miteinander zu verstehen.

In unseren Einrichtungen ist jedes Kind willkommen, unabhängig seiner Herkunft, Religion,
körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen oder Hautfarbe. Die Anerkennung von Vielfalt und
Verschiedenheit der Kinder, ihrer Familienkulturen und -situationen wird als Bereicherung im KiTa-
Alltag verstanden. Ziel ist es, allen Kindern die gleichen Möglichkeiten zu geben, sich optimal zu
entwickeln, die Umwelt zu erkunden und seinen Interessen nachzugehen. Die Wertschätzung jedes
Menschen, und damit auch jedes Kindes als individuelle Persönlichkeit, ist in unserem Leitbild
verankert.

Unser pädagogisches Konzept beruht auf einer Haltung, die auf der Anerkennung vielfältiger
Lebensweisen basiert und Chancengerechtigkeit und Inklusion betont. Wir haben es uns zum Ziel
gemacht in unseren Stepke KiTas unterschiedlichste Entwicklungspotentiale von Kindern frühzeitig
zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer
Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps
oder einem speziellen Förderbedarf.

Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter
Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch
reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in
Kombination mit qqualifiziertem, interdisziplinärem Fachpersonal sowie barrierefreier
Raumgestaltung. Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten werden gemeinsam mit anderen Kindern
im Haus betreut. Der gemeinsame KiTa-Alltag ermöglicht es, dass alle Kinder voneinander
profitieren. Das Ziel der Arbeit nach dem Inklusionsgedanken besteht in der Befähigung aller Kinder
mit den eigenen Besonderheiten und denen anderer vorurteilsbewusst umzugehen und
selbständig, selbstbestimmt und aktiv am Leben teilzunehmen. Zusätzlich ist es uns wichtig, Kinder
von klein auf für körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen zu sensibilisieren. Mit Projekten
im Rahmen von Eingliederungsmaßnahmen erleben die Kinder ein vorurteilsfreies Miteinander.

Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729
10407 Berlin HRB 149735 B

GERDREY

Richtig gute KiTa.

Auch ist es uns ein wichtiges Anliegen, Kinder — jenseits von Geschlechterklischees — in ihren
individuellen Interessen und Fähigkeiten zu fördern. Teil dessen ist auch, sie bei der Ausgestaltung
ihrer individuellen Geschlechtsidentitäten zu unterstützen, unabhängig von den jeweils
herrschenden Vorstellungen vom „richtigen Mädchen“ und „richtigen Jungen“. Ein
geschlechtsbewusster pädagogischer Zugang beinhaltet, dass Mädchen und Jungen Gelegenheit
haben, sich jenseits von Rollenklischees entwickeln zu können.

Kinder aus anderen Kulturkreisen werden in die neue Einrichtung aufgenommen und unter
Beachtung ihrer eigenen und der Familienbiographie, ihrer Heimatkultur sowie unter Einbeziehung
ihrer Eltern in die Kindergemeinschaft integriert. Besonders Kinder mit z.T. traumatischen
Erlebnissen und Fluchterfahrungen benötigen Geborgenheit, Anerkennung, Zuwendung und vor
allem Sicherheit. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Kinder und ihre Familien erfahren, dass
sie bei uns willkommen und anerkannt sind, dass sie am Leben der Einrichtung teilhaben und sich

wohlfühlen können.

Bei unserer Personalakquise achten wir auf Diversität. Fachkräfte mit Migrationshintergrund
mindern Hemmschwellen und Sprachbarrieren v.a. zwischen Eltern und Pädagogen, Fortbildungen
ergänzen das Profil unserer Pädagogen. Durch unsere eigene Stepke-Akademie bilden wir unsere
Mitarbeiter*innen fort und reagieren damit auf individuelle Bedarfe. In unserem aktuellen
Akademieprogramm finden sich u.a. „Interkulturelle Zusammenarbeit mit geflüchteten Eltern“,
„Das Trauma bei Kindern mit Kriegs- und Fluchterfahrung“ oder „Inklusive Kita — Wie bringe ich alle

unter ein Dach?“.

Weitere Informationen

e Öffnungszeiten

In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der
Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten und kann je nach Bedürfnis der Eltern
und Kinder angepasst werden.

Grundsätzlich öffnen wir unsere Einrichtungen von Montag bis Freitag bis zu maximal 11 Stunden
täglich. Ergänzende Angebote und Notfallbetreuung kann nach Bedarf angeboten werden.

e  Personalgewinnung

Zur Gewinnung qualifizierten Personals sind wir selbstverständlich auf unterschiedlichen Online-
Jobplattformen vertreten. Zusätzlich pflegen wir engen Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit,
wodurch wir viele qualifizierte Mitarbeiter*innen vermittelt bekommen. Wir legen bei der
Personalwahl Wert auf Diversität und altersgemischte Teams. Damit werden unterschiedliche
Kompetenzen gebündelt, wodurch zusammen mit einer Vielfalt an Perspektiven Synergieeffekte
entstehen können. Gerne kooperieren wir auch mit der Ev. Sozialpädagogische Ausbildungsstätte
Münster gGmbH, um Nachwuchskräfte in Münster zu fördern.

In der Personalgewinnung unterscheidet sich Stepke hauptsächlich durch unser zentralisiertes,
eigens für Stepke entwickeltes Bewerbersystem. Durch diese bewerberorientierte Software wird der
Bewerbungsprozess zum einem für den/die Bewerber*in erleichtert zum anderen so optimiert, dass
der gesamte Bewerbungsprozess maximal einen Monat andauert. Unser engagiertes Recruiting-

Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729
10407 Berlin HRB 149735 B

GERDREY

Richtig gute KiTa.

Team sichtet täglich eingehende Bewerbungen, antworten auf diese innerhalb von drei Tagen und
leiten sie zeitgleich direkt an die entsprechenden Häuser weiter.

Zusätzlich bietet Stepke neben Gehaltsoptimierungsoptionen unbefristete Verträge, da uns eine
langfristige Bindung unserer Mitarbeiter*innen sehr am Herzen liegt, da nur so die hohe Qualität in
unseren Einrichtungen gewährleistet werden kann.

e Umfang des geplanten Personaleinsatzes:

Die Auswahl und der Einsatz des pädagogischen Fachpersonals erfolgt auf der Grundlage der
aktuellen Gesetzlichkeiten (SGB VIII) sowie dazugehöriger Verordnungen und Vereinbarungen für
Kindertagesstätten des Landes Nordrhein-Westfalen (KiBiz).

Der Einsatz von Leitungspersonal und Erzieher*innen wird entsprechend der vertraglich belegten
Plätze nach Alter, betreuungsumfang, Integrationsstatus der Kinder errechnet und vorgehalten.

Grundlage des Personaleinsatzes für eine 6-gruppige KiTa-Einrichtung bildet 819 KiBiZ. Bei einer
Gruppenstruktur von 2x Typ I, 2 Typ Il und 2x Typ Ill, wie in der Beschlussvorlage angegeben, sowie
einer 100%igen Auslastung würde die zukünftige KiTa mit folgenden Personalstellen besetzt sein:

1 Hausleitung in Vollzeit

1 stellvertretende Hausleitung
18 päd. Fachkräfte

Hausmeister in Teilzeit

1 Koch/Köchin in Teilzeit

3 Hauswirtschaftskräfte (Minijob)

Der Personaleinsatz ist abhängig von den gewünschten Gruppentypen der Einrichtung und kann
daher bei Gruppentypänderung abweichen. Durch örtliche Nähe zu weiteren ausgeschriebenen
Einrichtung in Münster hätten wir in Zeiten personeller Engpässe die Möglichkeit, diese durch
Fachpersonal aus anderen Einrichtungen kurzfristig auszugleichen. Zusätzlich können auch positive
fachliche Synergieeffekte genutzt werden.

Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729
10407 Berlin HRB 149735 B

Anlage 9.2 Konzeption Kleine Riesen

91464 Zeichen


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ŶůĂŐĞϯ͗sĞƌĨĂŚƌĞŶƐĂŶǁĞŝƐƵŶŐďĞŝ,ŽŚĞŶdĞŵƉĞƌĂƚƵƌĞŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϮ 

 


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ĞƐĐŚĂĨĨƵŶŐƵŶĚĞƐƚĞůͲ 
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ZŝĐŚƚůŝŶŝĞŶnjƵƌŝŶŐĞǁƂůŚŶƵŶŐ 
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ĞŶŬĞŶǁŝƌĚŝŶĂůůĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞŶƚĞƌŶďĞƚŽŶƚ͘tŝƌƉĂƐƐĞŶĚŝĞZćƵŵĞƌĞŐĞůŵćƘŝŐĂŶ͕ƵŵĂƵĨŬŽŵŵĞŶĚĞŶ 
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ĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƵŶĚĚĞƌĞŶ&ĂŵŝůŝĞŶĞŶƚǁŝĐŬĞůŶƵŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌŝŶŶĞŶƐƚćŶĚŝŐŶĞƵĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌ͕ĚŝĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŝŶ 
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<ŝŶĚĞƌ͘ 
</EZ'ZdEΘsKZ^,h> 
/ŵĞŶƚƌƵŵƵŶƐĞƌĞƌ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶͲƵŶĚsŽƌƐĐŚƵůƉćĚĂŐŽŐŝŬƐƚĞŚĞŶŐƵƚĚƵƌĐŚĚĂĐŚƚĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌ;ƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞ 
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<ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ 
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ƚĞŶtĞƌƚĂƵĨĞŝŶĞŐƵƚĞŝŶƚĞůůĞŬƚƵĞůůĞƵŶĚƐŽnjŝĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐ͘ĂƐƉŚLJƐŝƐĐŚĞtŽŚůďĞĨŝŶĚĞŶǁŝƌĚĚĂͲ 
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ŚĞŶǁŝƌnjƵŵĞŝƐƉŝĞůĚĂƐ&ĂŶŐĞŶǀŽŶ^ĞŝĨĞŶďůĂƐĞŶĨƺƌƵŶƐĞƌĞ<ůĞŝŶƐƚĞŶŽĚĞƌŽďďLJĂƌƵŶĚƌĞŝƌĂĚͲtĞƚƚƌĞŶͲ 
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ϵ͘ϭϮ͘>/dhE'^<KE&ZEE 
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ƚƵŶŐƐƺďĞƌŐƌĞŝŐĞŶĚYƵĂůŝƚćƚƐǀĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶĂƵƐnjƵĂƌďĞŝƚĞŶƵŶĚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĂƵƐnjƵƚĂƵƐĐŚĞŶ͘ 
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ŚĂůƚĞŶ͘hŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐŝŶĚĂŶŐĞŚĂůƚĞŶ^ŽƌŐĞŶ͕ŶůŝĞŐĞŶƵŶĚĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĨĞƐƚͲ 
njƵŚĂůƚĞŶ͕ƐŽĚĂƐƐĚŝĞƐĞŝŶĚĞŵƵƐĂŵŵĞŶŚĂŶŐǀŽŶƵŶĚŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĂƵƐĚŝƐŬƵƚŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ 
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^ŽůůƚĞŶ<ŝŶĚĞƌĞŝŶWƌŽďůĞŵŚĂďĞŶ͕ĚĂƐƐƐŝĞŶŝĐŚƚŵŝƚĚĞŵWĞƌƐŽŶĂůŝŵ'ƌƵƉƉĞŶĚŝĞŶƐƚďĞƐƉƌĞĐŚĞŶǁŽůůĞŶ͕ŬƂŶͲ 
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Ğŝ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌŶ͕ĚŝĞŶŽĐŚŶŝĐŚƚƐƉƌĞĐŚĞŶŬƂŶŶĞŶ͕ĂĐŚƚĞƚƵŶƐĞƌWĞƌƐŽŶĂůĂƵĨ&ĞŝŶnjĞŝĐŚĞŶŝŶ&ŽƌŵǀŽŶ'ĞƐƚĞŶ͕ 
DŝŵŝŬƵŶĚ>ĂƵƚĞŶ͕ƵŵĂƵĨĞŝŶĞǀĞŶƚƵĞůůĞƐhŶǁŽŚůƐĞŝŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌĞŝŶnjƵŐĞŚĞŶ͘ 
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tŝƌďĞƚƌĂĐŚƚĞŶĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶǀŽŶůƚĞƌŶĂůƐĞŝŶĞŶŶƐƉŽƌŶ͕ƵŶƐĞƌĞ<ŽŶnjĞƉƚŝŽŶŬŽŶƚŝŶƵŝĞƌůŝĐŚnjƵǀĞƌďĞƐƐĞƌŶ͘ 

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ŝŶŐĂŶŐĚĞƌĞƐĐŚǁĞƌĚĞ ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶŬƂŶŶĞŶƐŽǁŽŚůƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĂůƐĂƵĐŚ 
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ŬƂŶŶĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶĂƵĨ'ƌƵƉͲ 
ƉĞŶͲďnjǁ͘>ĞŝƚƵŶŐƐĞďĞŶĞŽĚĞƌĚĞƌdƌćŐĞƌƐĞŝŶ͘ 

ĞĞƐŬĂůĂƚŝŽŶǀŽŶ<ŽŶĨůŝŬƚĞŶ tŝƌƐŝŶĚƵŶƐďĞǁƵƐƐƚ͕ĚĂƐƐĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶďĞnjƺŐůŝĐŚ 
ĚĞƌĞƚƌĞƵƵŶŐĚĞƌĞŝŐĞŶĞŶ<ŝŶĚĞƌƚĞŝůǁĞŝƐĞĂƵĨĞŝͲ 
ŶĞƌƐĞŚƌĞŵŽƚŝŽŶĂůĞŶďĞŶĞĞŝŶŐĞƌĞŝĐŚƚǁĞƌĚĞŶ͘ 
ĂŚĞƌŚĂƚĚŝĞZĞĂŬƚŝŽŶĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐƚĞƚƐ 
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ĞŶƚŝĞƌƚnjƵƐĞŝŶ͘ 

ŽŬƵŵĞŶƚĂƚŝŽŶͬŶĂůLJƐĞ :ĞĚĞĞƐĐŚǁĞƌĚĞǁŝƌĚŝŶĞŝŶĞƌŬƚĞŶŶŽƚŝnjĨĞƐƚŐĞͲ 
ŚĂůƚĞŶ͘^ŽůůƚĞĞŝŶĞ>ƂƐƵŶŐĂĚŚŽĐŶŝĐŚƚŵƂŐůŝĐŚ 
ƐĞŝŶ͕ƐŽǁŝƌĚŝŵdĞĂŵĚĂƐWƌŽďůĞŵĂŶĂůLJƐŝĞƌƚƵŶĚ


<ĂƉŝƚĞů͗ ϭϬ͘ƌŶćŚƌƵŶŐ 
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njƵĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌĞŶ͘ 

ŶƚǁŽƌƚnjĞŝƚ ůůĞĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶƐŝŶĚǀŽŶĞƐĐŚǁĞƌĚĞĞŝŶŐĂŶŐďŝƐ 
njƵƌZƺĐŬŵĞůĚƵŶŐĂŶĚŝĞůƚĞƌŶŝŶŶĞƌŚĂůďĞŝŶĞƌĞŝƚ
ǀŽŶnjǁĞŝtŽĐŚĞŶĂďnjƵĂƌďĞŝƚĞŶ͘ŝĞZƺĐŬŵĞůĚƵŶŐ 
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Beratungsverlauf (4)

21.03.2019 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 7.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13.3.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 23.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
03.04.2019 Rat
TOP 26.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (24)

  • Hafenstraße 30
  • Sonnenstraße
  • Middelerstraße
  • Meyerbeerstraße
  • Eichendorffstraße
  • Beckstraße
  • Neubrückenstraße
  • Weseler Straße
  • Wiedaustraße
  • Nottulner Landweg
  • Meckmannweg
  • Friesenring 50
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Nordkirchenweg
  • Fürstenbergstraße
  • Gronowskistraße
  • Willingrott
  • Hensenstraße
  • Loevelingloh
  • Auf dem Dorn
  • Kinderhaus
  • Hohe Ward
  • Tiergarten
  • Brock

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Details

Aktenzeichen
V/0139/2019
Typ
Vorlagen
Datum
08.02.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37