Mandari Insight

V/1046/2020

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup, Bezirk Hiltrup

Vorlagen 16.12.2020

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Anlage A

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Anlage_3.2_Die kleinen Hobbits_Konzeption_Hiltruper Baumschule

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Konzeption 
"Die kleinen Hobbits e.V." 
An der Hiltruper Baumschule 
48165 Münster

Inhaltsverzeichnis
1.          Willkommen bei den Kleinen Hobbits Seite 1
2.          Die KiTa stellt sich vor Seite 1
2.1. Gesetzliche Grundlagen Seite 3
2.2. Kindeswohl Seite 4
2.3. Inklusion und Integartion Seite 4
3.          Pädagogische Grundsätze Seite 4
3.1. Unser Bild vom Kind Seite 5
3.2. Ziele unserer pädagogischen Arbeit Seite 6
3.3. Rolle des Erziehers Seite 7
3.4. Partizipation- Kinder haben Rechte Seite 8
3.5. Regeln und Grenzen Seite 10
3.6. Rituale Seite 10
3.7. Beobachtung und Dokumentation Seite 11
4.          Bildungsarbeit/Pädagogische Schwerpunkte Seite 11
4.1. Wahrnehmung und motorische Entwicklung Seite 12
4.2. Naturpädagogik Seite 14
4.3. Alltagsintegrierte Sprachförderung Seite 15
4.4. Kreativität Seite 16
4.5. Naturwissenschaft Seite 17
5.          Formen der pädagogischen Arbeit Seite 18
5.1. Freispiel Seite 18
5.2. Gezielte pädagogische Angebote Seite 20
5.3. Projektarbeit Seite 20
6.          Die altersgemischte Gruppe Seite 21
6.1. Die besonderheiten der Arbeit mit U3-Kindern Seite 22
6.2. Die Besonderheiten der Arbeit mit den "mittleren" Kind ern Seite 23
6.3. Die Besonderheiten der Arbeit mit Vorschulkindern Seite 2 4
6.4. Die Eingewöhnung Seite 25
6.5. Gruppenübergreifende Arbeit Seite 26
7.          Unser KiTa-Alltag Seite 26
8.          Elternarbeit Seite 30
9.          Teamarbeit Seite 32

10. Das ist uns auch noch wichtig            Seite 33
10.1. Ernährung und Gesundheitsförderung Seite 33
10.2. Sexualpädagogik Seite 35
10.3. Qualitätsmanagement Seite 36
10.4. Beschwerdemanagement Seite 36
10.5. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen Seite 37

1. Willkommen bei den Kleinen Hobbits
Im Folgenden möchten wir Sie/Euch einladen, unsere Elterninitiative  kennen zu lernen
und zu erfahren, wer wir sind und was uns ausmacht.
Diese Konzeption soll die pädagogische Arbeit unserer Kindertagesstätte 
dokumentieren und Eltern, Kolleg*innen, Praktikant*innen, Institutionen und anderen 
Interessierten einen Einblick in die Handlungsweisen und Methoden unserer Arbeit 
geben. 
Wir möchten die Einzigartigkeit und die Besonderheit unserer Einrichtung darstellen.
Durch die Konzeption sollen unsere pädagogische Arbeit und unsere Ziele deutlich und
auch für Außenstehende transparent werden. 
Sie ist die Grundlage unseres täglichen Zusammenseins. Sie soll uns in unserer 
pädagogischen Arbeit Stabilität bieten und eine Orientierungshilfe für unser 
pädagogisches Handeln sein, das so stets überprüfbar ist und nach Bedarf aktualisiert 
und überarbeitet werden kann und soll.
Eine Konzeption ist nicht statisch, sie verändert sich durch die Weiterentwicklung des 
Personals, durch Veränderungen der Rahmenbedingungen, durch Veränderung der 
Lebensbedingungen oder durch neuste psychologische und pädagogische 
Erkenntnisse. 
Wir hoffen, auch Sie/Euch von den Kleinen Hobbits zu begeistern und wünschen viel 
Spaß beim Eintauchen in die Hobbit-Welt ...
 2. Die KiTa stellt sich vor
DIE KLEINEN HOBBITS …
… sind eine Elterninitiative mit dem besonderen Etwas. Die intensive und 
vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher*innen führt zu einer 
harmonischen und familiären Atmosphäre in unseren Gruppen. Kinder, Eltern und 
Erzieher*innen fühlen sich wohl und kommen gerne in die KiTa. 
...gründeten sich 1990. Eltern, die sich in einer Spielgruppe kennen lernten, 
suchten eine zuverlässige und liebevolle Betreuung für ihre damals gerade 1-jährigen 
Kinder. Doch gerade für dieses Alter waren damals nur sehr wenige Plätze vorhanden. 
So organisierten sich die Eltern selbst. Sie beschlossen, eine Kindergruppe zu 
gründen, in der sie sowohl im organisatorischen als auch im pädagogischen Bereich 
ein Mitspracherecht erhielten. Sie engagierten eine Erzieherin, die mit jeweils einem 
Elternteil die Kinder in den Privatwohnungen betreute. Über die Jahre fanden sich 
immer mehr Eltern, die sich für diese private Kinderbetreuung interessierten, die 
Räumlichkeiten wurden zu klein, oft musste improvisiert werden. Es wurde immer 
wieder nach passenden Räumen gesucht, und die Eltern beschlossen, eine offizielle 
Kindertagesstätte zu gründen. 
Mit der Vereinsgründung „Die kleinen Hobbits e.V.“ fand sich im Januar 1995 eine DHH
im Vennheideweg, die bis dahin als normales Wohnhaus vom Vermieter selber genutzt 
wurde. Das Haus wurde von den Gründungseltern in ihrer Freizeit innerhalb eines 
halben Jahres zur Kindertagesstätte umgebaut. 
Im Sommer 1995 wurde die Einrichtung dann als staatlich anerkannte 
Kindertagesstätte eröffnet, deren Trägerschaft die Elterninitiative „Die kleinen Hobbits 
1

e.V.“ übernahm. Seit Sommer 2023 hat die KiTa sich um eine Gruppe vergrößert und 
ist in neue Räumlichkeiten in das Wohngebiet  "An der Hiltruper Baumschule" 
gezogen.
Der Name „Die kleinen Hobbits“ wurde in Anlehnung an das Buch „Der Herr der Ringe“
von J. R. R. Tolkien ausgewählt.
...liegen in einem neuen Wohngebiet in Hiltrup, zwischen Westfalenstraße und 
Meesenstiege! In unmittelbarer Nähe gibt es einen großen Spielplatz mit Bolzplatz und 
viele Grünflächen. Wälder, der Hiltruper Wochenmarkt, die Stadtteilbücherei 
St.Clemens und viele andere Ziele sind für die älteren Kinder gut zu Fuß zu erreichen, 
die jüngrene Kinder gelangen mit dem Turtle-Bus oder dem Lastenfahrrad dorthin!
Die nahe gelegene Bushaltestelle bietet eine gute Anbindung nach Hiltrup und Münster
und ermöglicht so vielfältige Ausflüge. 
...sind in Trägerschaft des eingetragenen Vereins „Die kleinen Hobbits e.V.“, der 
sich aus der oben beschriebenen Initiative einiger Eltern gegründet hat. Mitglieder 
dieses Vereins sind die Eltern der in der KiTa betreuten Kinder. Die Finanzierung der 
Einrichtung setzt sich zum einen aus Zuschüssen des Landes NRW und der Stadt 
Münster zusammen, zum anderen trägt der Verein als „armer Träger“ 3,4% der 
Gesamtkosten. Diese Kosten werden von allen Mitgliedern des Vereins zu gleichen 
Teilen getragen.
Vertreten wird der Verein vom gewählten Vorstand. Dieser besteht aus 4 
Vorstandsmitgliedern (2 aus jeder Gruppe) und dem ersten und zweiten Kassenwart.
Näheres zur Vorstandsarbeit und zur Rolle der Eltern als Träger der Kindertagesstätte 
finden Sie unter dem Punkt „Eltern als Träger“ sowie in der Satzung der Einrichtung.
Dachverband der KiTa ist der Verein „Eltern helfen Eltern“.
...werden entsprechend der Vorgaben nach dem KiBiz von pädagogischen 
Fachkräften betreut.
Das pädagogische Team der Kindertagesstätte setzt sich wie folgt zusammen:
Eine pädagogische Fachkraft als Leitung mit 34 Stunden, die anteilig freigestellt ist.
Pro Gruppe jeweils eine pädagogische Fachkraft als Gruppenleitung mit 39 Stunden
eine zusätzliche pädagogische Fachkraft und eine Ergänzungskraft.
Die Stundenzahl der zusätzlichen pädagogischen Fachkräfte und der 
Ergänzungskräfte richtet sich jeweils nach der Anzahl und dem Alter der zu 
betreuenden Kinder und der Buchungszeiten und kann jährlich minimal variieren. 
Unterstützt wird die pädagogische Arbeit des Teams von verschiedenen 
Praktikant*innen. 
Darüber hinaus arbeiten bei uns eine Köchin und eine Putzfee.
...haben montags bis donnerstags von 7:15 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet, freitags 
von 7:15 Uhr bis 15:15 Uhr. (25 Stunden Buchung: 7.30-12.30 Uhr/ 35 Stunden 
Buchung : 7.30-14.30 Uhr) Darüber hinaus haben die Eltern die Möglichkeit, nach 
Absprache zusätzliche Beteruungszeiten in Anspruch zu nehmen, wenn es die 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Die KiTa schließt jährlich drei Wochen 
in den Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr. Darüber hinaus gibt es 
vereinzelte Schließungstage nach Absprache. Festgelegt werden die 
Schließungszeiten zu Beginn eines jeden KiTa-Jahres von der Elternversammlung für 
das kommende Jahr. 
...sind eine zweigruppige Einrichtung, in der 30 (max.34) Kinder im Alter von 1 
Jahr bis zur Einschulung  25, 35 oder 45 Stunden in der Woche betreut werden 
können.
Bei der Neuaufnahme von Kindern sind folgende Kriterien entscheidend:
• Vorgegebene Rahmenstruktur durch das Jugendamt, welche die Anzahl der freien 
2

U3/Ü3-Plätze vorgibt 
• Buchungswunsch der Eltern bezüglich der Beteruungszeiten
• Geschwisterkinder werden bevorzugt aufgenommen 
• Wohnort in KiTa-Nähe/ Arbeitsstelle in KiTa-Nähe/ andere Betreuungsperson 
(z.B.Großeltern oder Tageseltern) wohnt in KiTa-Nähe 
• Grundsätzliches Einverständnis mit dem Konzept der Einrichtung 
• Bereitschaft und Möglichkeit der Eltern zur aktiven Mitarbeit und Mitgestaltung in 
der KiTa 
• Bereitschaft der Eltern, Verantwortung als Träger der Einrichtung zu tragen 
Die KiTa wird von Kindern unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen 
Familiensituationen besucht. Der Einzugsbereich unserer Einrichtung ist recht groß. 
Die meisten Familien wohnen in Hiltrup, aber auch  Berg Fidel, Amelsbüren oder 
Münsters Süden gehören zu den Bereichen, aus denen wir durchaus auch Kinder 
aufnehmen. Die Eltern, einige davon allein erziehend, sind berufstätig oder in der 
Ausbildung und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf die Betreuung ihrer Kinder 
durch die KiTa angewiesen. Die Eltern haben sich bewusst für unsere Einrichtung 
entschieden und sehen die KiTa als Ergänzung und Unterstützung ihrer 
Erziehungsaufgabe. 
Da Geschwisterkinder bevorzugt aufgenommen werden, sind diese häufig gemeinsam 
in der Einrichtung. Dies stärkt den familiären Charakter der Einrichtung. 
...verfügen über ein großzügiges Raumangebot. Die Einrichtung befindet sich in 
einem ca. 370 qm großen Gebäude mit ca. 600 qm großem Garten. 
Jeder Gruppe steht ein großer Gruppenraum mit Lese- und Kuschelecke, Bauecke, 
Puppen- und Verkleidungsecke und einem Kreativbereich zur Verfügung. Zusätzlich 
hat jede Gruppe einen Nebenraum, der nach den aktuellen Bedürfnissen der Kinder 
eingerichtet und gestaltet wird. Jede Gruppe verfügt darüber hinaus über eine eigene 
Garderobe.
Außerdem steht den jüngeren Kindern jeder Gruppe ein Schlaf- und Ruheraum zur 
Verfügung.
Des Weiteren gibt es pro Gruppe ein Kinderbadezimmer mit Kindertoiletten, 
Kinderwaschbecken und Wickelkommode. Auch eine Duschgelegenheit ist vorhanden.
Der große Mehrzweckraum wird von den Kindern beider Gruppen genutzt, sei es im 
Freispiel , beim gemeinsamen Morgenkreis, zum Turnen oder bei gemeinsamen 
Festen. 
Ergänzt werden die Räume, die hauptsächlich von den Kindern genutzt werden, durch 
eine Küche mit Abstellraum, einen Personalraum, eine Leitungsbüro und eine 
Personaltoilette.
Der naturnah gestaltete Aussenbereich bietet den Kindern neben Weidentipis und 
Weidentunnel ein Spielgerüst mit Rutsche und Klettermöglichkeiten, eine Matschbahn, 
ein Erdtelefon, ein Spielhaus, eine Schaukel, einen großen Sandkasten, Turnstangen,  
drei Holzpferde, Rasenfläche, Hochbeet und einen Geräteschuppen mit Rollern, 
Bobby-Cars, Dreirädern, Sandspielzeug, Bällen und vielem mehr.
In der wärmeren Jahreszeit stehen den Kindern zusätzlich Wasserspielgeräte und 
Planschbecken zur Verfügung.
2.1. Gesetzliche Grundlagen
Die KiTa „Die kleinen Hobbits e.V.“ ist eine staatlich anerkannte Kindertagesstätte, die 
gemäß dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und dem Gesetz zur frühen 
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz) als Bildungseinrichtung einen 
3

eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag hat. 
Die Kernaufgabe dieses gesetzlichen Auftrages ist die Förderung der Entwicklung des 
Kindes zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
Dabei wird die individuelle Lebenssituation des einzelnen Kindes und seiner Eltern 
berücksichtigt und das Kind entsprechend seines Alters an der Gestaltung des Alltags 
in der Kindertagesstätte beteiligt.
Die Kindertagesstätte „Die kleinen Hobbits e.V.“ hilft den Eltern bei der Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf und unterstützt und ergänzt sie in der Erziehung und Bildung 
ihrer Kinder. 
2.2. Kindeswohl
Alle Kinder haben das Recht, glücklich, zufrieden und gewaltfrei aufzuwachsen! Sie 
dürfen weder durch Erwachsene noch durch andere Kinder körperlicher oder 
seelischer Gewalt ausgesetzt sein. 
Der Schutz des Kindeswohls ist für uns eine sehr wichtige und auch gesetzlich 
verpflichtende Aufgabe gemäß §8a SGB VIII ! 
Für jede Mitarbeiterin liegt ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vor. Jede 
Fachkraft hat das körperliche, geistige und seelische Wohl eines jeden Kindes im Blick.
Bei gewichtigen Anhaltspunkten zur Kindeswohlgefährdung informieren wir frühzeitig 
die Eltern und vermitteln geeignete Hilfen. Besteht der Verdacht der  Kindeswohl-
gefährdung weiter, ziehen wir eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ (SGB VIII § 8a) zur 
Gefährdungseinschätzung hinzu. Die dann folgenden Schritte sind in dem vom Träger 
mit dem Jugendamt der Stadt Münster geschlossenen Kooperationsvertrag festgelegt. 
Alle Fachkräfte haben eine Fortbildung zum Thema Schutzauftrag und 
Kindeswohlgefährdung besucht  und  sind mit dem vorgeschriebenen Verfahren 
vertraut. Wir tauschen uns im Team regelmäßig über mögliche Gefährdungen aus.
     2.3. Inklusion und Integration
Unabhängig von Förderbedarf, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion...bei den
Kleinen  Hobbits sind alle Kinder und ihre Familien herzlich willkommen!
Uns ist es sehr wichtig, dass jeder kleine Hobbit in seiner Lebenssituation, mit seinen   
individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten ernst und wichtig genommen wird!
Die Unterschiedlichkeit und Besonderheit des Einzelnen ist eine Bereicherung für 
unser tägliches Miteinander!
Inklusion heißt für uns das Zusammenleben unterschiedlichster Kinder, die täglich   
miteinander und voneinander lernen, gemeinsam spielen und Erfahrungen sammeln 
und auch schwierige Situationen gemeinsam meistern!
Für Kinder mit Behinderung oder die von Behinderung bedroht sind, gibt es die 
Möglichkeit, eine Integrationsfachkraft einzustellen, die sich im Besonderen um die 
Bedürfnisse und die spezielle Förderung dieser Kinder kümmert.  
 3.Pädagogische Grundsätze
Ausgangs- und Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit ist die tägliche Erlebnis-, 
Lern- und Lebenswelt der Kinder, die Fragen und die Herausforderungen, die ihnen im 
Alltag begegnen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebenssituationen, Bedürfnisse und 
Interessen begleiten, unterstützen und fördern wir sie ganz individuell auf dem Weg zu 
eigenständigen, selbstbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. 
Die wichtigste Grundlage ist für uns dabei, dass wir eine gute Beziehung zu den 
4

Kindern aufbauen, die ihnen ermöglicht, sich sicher und geborgen zu fühlen, um ihre 
Selbstbildungspotentiale auch entfalten und nutzen zu können.
In einer „familiären Wohlfühlatmosphäre“ haben die Kinder täglich die Möglichkeit, mit 
viel Spaß ganzheitliche Erfahrungen zu machen und sich auszuprobieren.
Gezielte Angebote und Aktivitäten in allen Bildungs- und Lernbereichen und vor allem 
das Spiel der Kinder miteinander ermöglichen ihnen den Erwerb der Kompetenzen, die
sie benötigen, um aktuelle und zukünftige Lebensabschnitte erfolgreich zu bewältigen!
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich dabei unter anderem am 
situationsorientierten Ansatz.
Das heißt für uns:
• Jedes Kind als Individuum mit eigenen Erfahrungen, unmittelbaren Erlebnissen, 
eigenen Fragen, Herausforderungen und Lebensumständen wahrzunehmen.
• Den Kindern lebenspraktische Kompetenzen zu vermitteln, die diese Individualität 
unterstützen und ermöglichen.
• Die Kinder gezielt zu beobachten und im intensiven Austausch mit ihnen zu sein, 
um ihren individuellen Entwicklungsstand und ihre Interessen und Bedürfnisse 
genau zu kennen.
• In engem Austausch mit den Eltern zu sein, um immer über die aktuellen 
Situationen der Kinder informiert zu sein.
• Diese Beobachtungen der Kinder  und Informationen von Eltern und Kindern stetig 
zu analysieren und als Basis für die Planung von Projekten/ Angeboten/ 
Alltagsgestaltung zu nutzen.
• Die Kinder da abzuholen, wo sie enstprechend ihrer Entwicklung stehen und sie 
dorthin zu begleiten, wo sie hinwollen bzw. müssen.
• Die aktuellen Fragen der Kinder zu kennen und gemeinsam mit Ihnen nach 
Antworten zu suchen.
• Die Lebenswelt der Kinder im Blick zu haben und im Alltag gemeinsame 
Handlungsmöglichkeiten zu endecken bzw. zu entwickeln.
• Den Kindern Lebensfreude und emotionale Zufriedenheit zu vermitteln, die eine 
wichtige Grundlage für Selbstbildung sind.
• Das Ziel zu verfolgen, alle Kinder in die Lage zu versetzen, in aktuellen und 
zukünftigen Lebenssituationen möglichst selbstständig und kompetent denken und 
handeln zu können.
3.1. Unser Bild vom Kind 
Für uns ist jedes Kind einzigartig und gut so, wie es ist!
Ein Kind vermag auf vielfältige Art und Weise Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse 
auszudrücken und be „greift“ die Welt über alle Sinne. Als einzigartige, individuelle 
Persönlichkeit bestimmt es selbst den Weg und das Tempo, mit dem es sich die Welt 
zu Eigen macht. Seine Neugierde und sein Interesse am Forschen und Entdecken 
leiten es dabei. Ein Kind ist von Geburt an reich mit Kompetenzen und Fähigkeiten 
ausgestattet, es braucht allerdings adäquate Rahmenbedingungen bzw. vielfältige 
Möglichkeiten, um seine Selbstbildungspotentiale voll zu entfalten. So ist das Kind der 
kreative und selbstständige Akteur seiner Entwicklung.
Um den Weg der eigenen Entwicklung zu gehen, braucht es die Freiheit und 
ausreichend Zeit, Erfahrungen zu machen und sich auszuprobieren. Es muss sich so, 
wie es ist, akzeptiert und verstanden fühlen und benötigt eine Umgebung, in der es 
sich sicher und geborgen fühlt.
Auf dem individuellen Weg der Entwicklung und Bildung braucht das Kind Vorbilder, an 
5

denen es sich orientieren kann und die es begleiten und unterstützen.
3.2. Ziele unserer pädagogischen Arbeit
Hauptziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, die Kinder auf ihrem Weg zu 
eigenverantwortlichen selbstständigen und glücklichen Persönlichkeiten zu begleiten. 
In einer liebevollen und harmonischen Umgebung sollen die Kinder Vertrauen und 
Geborgenheit erfahren, sie sollen sich wohl, ernstgenommen und akzeptiert fühlen, so 
wie sie sind! Sie sollen Freude an der Gemeinschaft haben und mit viel Spaß ihren 
Alltag gestalten und erleben.
Das ermöglicht den Kindern einerseits, ihre Selbstbildungspotentiale zu entfalten und 
die sie umgebene Umwelt ganzheitlich zu erfahren. Andererseits können individuellen 
Kompetenzen und Stärken gefördert werden und mögliche Defizite erkannt und 
aufgearbeitet werden.
Wir unterstützen sie dabei, die Kompetenzen zu erwerben, die sie benötigen, um 
aktuelle und zukünftige Lebensabschnitte und Situationen kompetent und selbstständig
bewältigen zu können. 
Diese Kompetenzen sind:
Selbstkompetenz (Fähigkeiten, die zu einer stabilen Persönlichkeit mit einem sicheren
Selbstbild und Resilienz führen) 
z.B.
• Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aufbauen/ Mut, sich schwierigen Aufgaben zu 
stellen
• eigene Bedürfnisse erkennen und ausdrücken
• emotionale Stabilität
• eigene Entscheidungen treffen und die Verantwortung dafür übernehmen
• Vertrauen in eigene Stärken entwickeln/ Standhaftigkeit
• Selbstständigkeit/ Selbstbestimmtheit
• Individualität und Autonomie
• Erwerb von lebenspraktischen Fähigkeiten wie z.B. sich selber Anziehen, sich etwas zu 
trinken eingießen etc.
Sozialkompetenz (Fähigkeiten, die sich auf den Umgang mit anderen Menschen 
beziehen) z.B.
• Konfliktfähigkeit und Kritikfähigkeit
• Kommunikationsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit
• Beziehungen eingehen zu anderen Kindern und Erwachsenen und die eigenen Position in 
der Gruppe finden
• Bedürfnisse und Grenzen anderer wahrnehmen, akzeptieren und damit umgehen/ 
Empathie
• Toleranz/respektvoller Umgang miteinander
Sachkompetenz (Fähigkeiten, die sich auf die Kenntnisse von Phänomenen, 
Methoden, Techniken und Zusammenhängen beziehen) z.B.
• Umwelterfahrungen (z.B. Wald, Markt, Bücherei., Straßenverkehr)
• Naturkundliche Phänomene (z.B. was schwimmt, was nicht)
• Kennenlernen von Material und der sachgerechte Umgang damit (z.B. Wasserfarbe und 
Pinsel)
Lernkompetenz (Fähigkeit, das Lernen zu lernen)z.B.
• kognitive Fähigkeiten( z.B. differenzierte Wahrnehmung, Denkfähigkeit, 
Problemlösefähigkeit)
• Neugierde
• Informationen beschaffen, verstehen und verwerten
• Konzentrationsfähigkeit
Die oben aufgeführten Kompetenzen werden den Kindern durch die Förderung und 
6

Forderung in allen Bildungsbereichen vermittelt!
3.3. Rolle des Erziehers
Die Aufgaben der Hobbit-Erzieher*innen sind sehr vielschichtig und umfassen 
verschiedene Bereiche. 
Unsere zentrale Aufgabe ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung und ihre 
Selbstbildungsprozesse optimal zu unterstützen und sie auf zukünftige 
Lebensabschnitte vorzubereiten und ihnen die dafür notwendigen Kompetenzen zu 
vermitteln.
Dazu gehört :
• der Aufbau einer zuverlässigen Beziehung zu den einzelnen Kindern
• den Kindern authentisch zu begegnen
• die Schaffung einer harmonischen Wohlfühlatmosphäre
• die vorurteilsfreie Akzeptanz eines jeden Kindes
• für die Kinder da zu sein, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen zuzuhören
• den Kindern positiv und auf Augenhöhe zu begegnen und ressourcenorientiert zu 
denken
• Kinder in ihrer individuellen Entwicklung und ihrem individuellen Tempo zu begleiten
und zu unterstützen
• Kindern Material, Raum und Zeit zu geben, um Bildungspotentiale zu entfalten
• Kindern Bildungs- und Lernmöglichkeiten in allen Bildungsbereichen zu bieten
• die Kinder zu partizipieren
• Kinder Nähe und Distanz selbst bestimmen zu lassen, aber auch eigene Grenzen 
zeigen
• Kindern zu helfen, ihre Ziele, ob von ihnen selbst oder von außen gesetzt, zu 
erreichen 
• auf die Einhaltung von Gruppenregeln und Grenzen zu achten
• liebevolle, für die Kinder nachvollziehbare Konsequenz zu zeigen
• den Tages- Wochen- und Jahresablauf zu planen und gestalten
• den gesetzlichen Bildungsauftrag umzusetzen
• Kinder zu beobachten und ihre Entwicklung zu dokumentieren
• die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie z.B. Grundschulen, andere Kitas,
Logopäden, Ergotherapeuten, Kinderärzte 
In der Zusammenarbeit mit den Eltern
 besteht unsere wesentliche Aufgabe darin, den 
Eltern im Sinne einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft professionell 
unterstützend und beratend zur Seite zu stehen.
Dazu gehört: 
• eine Beziehung zwischen Erzieher*innen und Eltern, die geprägt ist von 
gegenseitiger Akzeptanz und Respekt
• ein Vertrauensverhältnis zwischen Erzieher*innen und Eltern 
• eine Balance zu finden zwischen Nähe und professioneller Distanz
• der tägliche Austausch über das Kind (Tür- und Angel-Gespräche)
• regelmäßige Elterngespräche zum Entwicklungs- und Bildungsstand des Kindes
• Diplomatie in Konflikten
• Transparenz der pädagogischen Arbeit
• monatliche Elternabende
• gemeinsame Feste und Feiern
• gemeinsames Engagement für die KiTa
7

Der hauswirtschaftliche und pflegerische Bereich umfasst alle Aufgaben, die sich im 
alltäglichen Zusammenleben mit den Kindern in diesem Bereich ergeben.
Dazu gehört:
• Zubereitung des Frühstücks und des Snacks am Nachmittag
• Monatliches Kinderkochen
• Regelmäßiges Angebot von Getränken
• Begleitung des Mittagessens, Abräumen und Reinigen der Tische
• Zähneputzen und wickeln
• Hände waschen
• Aufräumen der Küche
• Einhaltung von Hygienevorschriften
Im Bereich der Fort- und Weiterbildung haben die Hobbit- Erzieher*innen die Aufgabe, 
sich stets auf dem Laufenden zu halten über die neusten wissenschaftlichen, 
politischen, pädagogischen und psychologischen Entwicklungen, die ihre Arbeit 
unmittelbar betreffen!
    Zu diesem Bereich gehört ausserdem:
• die Reflexion des eigenen Verhaltens und der Rolle als Erzieher*in
• die regelmäßige Konzeptionsarbeit
• Qualitätsmanagement
• die regelmäßige Teilnahme an verpflichtenden Fortbildungen (z.B. Erste-Hilfe, 
HACCP)
• die Teilnahme an Fortbildungen, die die pädagogische Arbeit bereichern
Anhand unserer vielseitigen Aufgaben wird deutlich, dass wir auch sehr viele, 
verschiedene Rollen einnehmen.
Wir sind unter anderem:
• individuelle Persönlichkeiten
• kompentente Fachleute in Erziehungs- und Bildungsfragen
• Bezugs- und Vertrauensperson
• Begleiter und Unterstützer
• Vorbild und Lehrer
• konstante Ansprechpartner für Kinder und Eltern 
• Impulsgeber/ Ideenfinder
• Raumgestalter
• Beobachter und Dokumentator
• Erziehungspartner für die Eltern
• Streitschlichter und Vermittler
• Spielpartner, manchmal Spielverderber
Und vor allem sind wir aufgeschlossene und fröhliche Menschen, die mit viel 
Leidenschaft, Herzblut und großer Fachlichkeit tagtäglich Freude daran haben, die  
Kinder auf ihrem individuellen Bildungs- und Entwicklungweg zu begleiten!
3.4. Partizipation- Kinder haben Rechte
Unsere KiTa ist in erster Linie ein Ort für die Kinder, somit haben die Kinder natürlich 
auch ein Recht auf Beteiligung!
Laut UN-Kinderrechtskonvention, KJHG und KiBiz NRW sollen Kinder an 
Entscheidungen, die ihr Leben oder das Leben in der Gemeinschaft betreffen, beteiligt 
werden.
8

Für uns ist es selbstverständlich, die Kinder, ihrem Entwicklungsstand entsprechend, in
alltägliche Entscheidungen miteinzubeziehen. Wir geben ihnen die Möglichkeit, ihren 
Alltag weitestgehend selbstbestimmt zu gestalten. 
Dazu gehört, dass die Kinder Raum und Zeit bekommen, ihre Wünsche, Bedürfnisse 
und Ideen überhaupt wahrzunehmen und diese auch zu äußern.
Sie sollen lernen, Ihre Meinung zu vertreten und in der Diskussion miteinander auch 
andere Meinungen und Standpunkte zu hören und zu akzeptieren.
Sie werden ermutigt, Dinge zu hinterfragen und lernen Kritik angemessen zu äußern. 
So lernen sie die Regeln der Demokratie kennen, lernen, ihre Interessen zu vertreten 
und auf faire und tolerante Weise aushandeln.
Darüberhinaus erfahren die Kinder sich als selbstwirksam, sie erfahren, dass sie selber
etwas verändern bzw. bewirken können. Diese Erfahrung stärkt ihr Selbtbewusstsein.
Partizipation bedeutet für uns Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung von 
Kindern, Eltern und Erzieherinnen!
Grundvorraussetzung dafür ist ein gleichberechtigter, respektvoller Umgang 
miteinander!
Wir unterscheiden in der KiTa  zwischen Selbstbestimmungsrechten und 
Mitbestimmungsrechten.
Selbstbestimmungsrechte sind Individualrechte der Kinder. Das bedeutet, es sind die
persönlichen Rechte des einzelnen Kindes.
Im Alltag haben die Kinder viele Möglichkeiten, persönliche Entscheidungen 
entsprechend ihres Entwicklungsstandes selber zu treffen oder durch ihre Meinung zu 
beeinflussen: 
Zum Besipiel:
◦ Mit wem spiele ich heute was?
◦ Suche ich heute Körperkontakt und möchte beim Lesen mit der Erzieher*in 
kuscheln?
◦ Esse ich zum Frühstück ein Brot oder lieber ein Müsli?
◦ Wer soll mich heute wickeln oder anziehen?
◦ Esse ich Nachtisch oder nicht?
Mitbestimmungsrechte der Kinder sind Kollektivrechte, also Rechte, die die Kinder 
als Gruppe haben.
So werden die Kinder z.B. bei der Gestaltung von Projekten oder Angeboten nach 
ihren Wünschen und Ideen gefragt, es wird gemeinsam diskutiert und bestenfalls auch 
eine gemeinsame Idee entwickelt! Hierbei lernen die Kinder, wie man seine Meinung 
vertritt, wie man Abstimmungen durchführt, wie Entscheidungen zustande kommen und
was eine Mehrheitsentscheidung ist.
Beispiele für Mitbestimmungsrechte sind:
• Auswahl des Essens 
• Auswahl von Ausflugszielen
• Anschaffung von neuem Spielmaterial
• Gestaltung von Festen
Im täglichen Morgenkreis haben die Kinder Raum und Zeit, ihre Wünsche und Anliegen
einzubringen
In regelmäßigen Kinderkonferenzen ( auch gruppenübergreifend) werden z.B.die 
bestehenden Regeln der KiTa thematisiert, die Kinder können sich dazu äußern, 
welche sie gut finden und welche nicht, sie können Probleme erläutern und 
Veränderungsvorschläge einbringen.So können Absprachen und Regeln immer wieder 
auf die aktuelle Gruppenzusammensetzung angepasst werden und es wird ein 
Verantwortungsgefühl für die Einhaltung der Regeln bei den Kindern geschaffen.
9

Die Partizipation der Kinder hat aber auch Grenzen. Diese treten dann auf, wenn 
Entscheidungen zum Schutz und zur Sicherheit der Kinder getroffen werden müssen.
Auch wenn Kinder Entscheidungen aufgrund ihrer Entwicklung noch nicht überblicken 
können, werden diese von uns zum Wohle des Kindes getroffen! 
    
 3.5 Regeln und Grenzen
Um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten, bei dem sich jeder wohl und 
akzeptiert fühlt, sind Regeln und Grenzen unabdingbar.
Sie bieten Struktur und Orientierung.
Wichtig ist, dass die Regeln für alle Beteiligten gleich und nachvollziehbar sind.
Es gibt grundsätzliche Regeln, die auch nicht aushandelbar sind und nicht diskutiert 
werden. Dazu gehört z.B., dass kein Kind einem anderen weh tut oder niemand ohne 
Erlaubnis an die Eigentumsschublade eines anderen Kindes geht.
Andere Regeln wiederum werden von Zeit zu Zeit von den Kindern (oder auch Eltern 
und Erziehern) hinterfragt und können durchaus verändert werden, wie z.B. die Anzahl 
der Kinder, die alleine in den Mehrzweckraum
 dürfen oder ob man auf dem Tisch sizen 
darf oder nicht. Nicht selten haben die Kinder einfach sehr gute Argumente, die 
manche Regeln kippen lassen.
Für uns ist es sehr wichtig, mit den Kindern über die Regeln in der KiTa im Gespräch 
zu sein, sie immer wieder mit ihnen zu thematisieren, damit sie auch klar sind. In der 
regelmäßigen Kinderkonferenz werden dann auch manche Regeln neu ausgehandelt. 
Die Beteiligung der Kinder dabei führt dazu, dass diese sich mit den Regeln eher 
identifizieren und die Einhaltung leichter fällt! 
Im Miteinander ist es auch sehr wichtig, seine eigenen Grenzen aufzeigen zu können 
und zu lernen, die Grenzen der Anderen zu erkennen und zu akzeptieren. Schon bei 
den Kleinsten achten wir darauf, dass sie den anderen Kindern ihre Grenze deutlich 
aufzeigen. Anfangs mit einem lauten „Nein“ oder der „Stop-Regel“. Sie ist für alle 
verbindlich, für Kinder und Erwachsene. Sobald ein Kind oder ein Erwachsener „Stop“ 
sagt, wird sofort aufgehört und die Aufmerksamkeit gehört der Stop-sagenden Person. 
Je älter die Kinder werden, desto mehr lernen sie auch, ihre Grenzen in Worte zu 
fassen und den anderen Kindern oder auch Erwachsenen zu erklären, warum sie die 
jeweilige Grenze setzen.
Es ist wichtig, zu lernen, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die Grenze eines 
anderen beginnt! Diese Erkenntnis ist auch ein wichtiger Baustein für die Entwicklung 
von Kompromissfähigkeit!
3.6. Rituale
Genau wie Regeln und Grenzen geben Rituale dem Kind Struktur und Übersicht im 
Tagesablauf, aber auch Sicherheit und Verlässlichkeit. 
Nicht nur die Wiederholungen im Tages- und Wochenplan bieten die Möglichkeit für 
Rituale. Auch einzelne kleine Aktionen sind immer wieder Anlass, ein Ritual einfließen 
zu lassen.
Folgende Rituale sind z.B.fester Bestandteil des Hobbit-Alltags:
• „Rausschubsen“ der Eltern am Morgen 
• Ein Tischspruch vor jeder Mahlzeit 
• Anschlagen der Klangschale zum Einläuten der Aufräumzeit oder zu Beginn des 
Morgenkreises
• Vorlesen und „Zauberwind“ vorm Schlafengehen. 
• Drehen der Sanduhr als Zeichen, dass die ruhige Zeit beginnt
10

Viele Kinder orientieren sich an diesen vertrauten Dingen im Tagesablauf und sind 
verunsichert, wenn, aus welchen Gründen auch immer, etwas davon nicht stattfindet.
3.7. Beobachtung und Dokumentation
Um die kindlichen Bildungs- und Entwicklungsprozesse adäquat begleiten und 
unterstützen zu können, müssen diese regelmäßig beobachtet und dokumentiert 
werden. Gezielte und spontane Beobachtungen im KiTa- Alltag ermöglichen es uns, die
Kinder in ihrer Individualität wahrzunehmen und ihre Bildungs- und 
Entwicklungsprozesse zu erkennen. 
Auf dieser Basis kann unsere pädagogische Begleitung, Unterstützung und Förderung 
stattfinden.
Unsere Bildungs- und Entwicklungsdokumentation setzt sich zusammen aus
• Fotos
• Bildungs- und Entwicklungsberichten 
• Beobachtungen (gezielt und spontan) und deren Verschriftlichung, die im Team 
miteinander besprochen und ausgewertet werden
• Sammeln von Bildern und anderen Kunstwerken
• Führen eines „Das-Bin-Ich-Buches“ (Portfolio) gemeinsam mit den Kindern
Um die sprachliche Entwicklung im Besonderen zu beobachten und zu dokumentieren,
nutzen wir Basik!
 4. Bildungsarbeit/ Pädagogische Schwerpunkte
In unserer alltäglichen Bildungsarbeit orientieren wir uns an den Bildungsgrundsätzen 
des Landes NRW. Alle 10 Bildungsgrundsätze finden regelmäßig in spontanen und 
gezielten Aktivitäten mit den Kindern und in der Projektarbeit Berücksichtigung.
Im Folgenden die 10 Bildungsbereiche des Landes NRW mit Beispielen, wie sie in 
unserer KiTa umgesetzt werden:
1. Bewegung :Turnen, Bewegungsspiele, Freispiel im Garten oder Wald, Bällebad, 
Mehrzweckraum mit vielfältigen Materialien, Ausflüge auf den Spielplatz, 
Spaziergänge...
2. Körper, Gesundheit und Ernährung: Gesunde Ernährung s.Punkt 10.1, 
Wahrnehmngsspiele und -erfahrungen, Körperhygiene wie Zähne putzen, Hände 
waschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen, Unterstützung beim "Trocken 
werden"...
3. Sprache und Kommunikation : Gespräche,Lieder - und Singspiele im 
Morgenkreis, Rollenspiele, Bilderbuchbetrachtungen, Geschichten erzählen...s.Punkt 
4.3
4. Soziale und (inter-)kulturelle Bildung : Möglichkeit zum Freispiel um Beziehungen
aufzubauen und zu pflegen und Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen, 
Gespräche, Kooperationsspiele Ausflüge zur Bücherei, Museen, Wochenmarkt, 
Besuch bei Polizei oder Feuerwehr...
5. Musisch-ästhetische Bildung : Tägliche Kreativangebote, freier Zugang zu 
vielfältigen Kreativmaterialien, vielfältige Konstruktionsmaterialien, tägliches Singen im 
Morgenkreis, regelmäßiges Musizieren mit Orffschen Instrumenten, Klanggeschichten, 
Tanzen oder Malen zur Musik...
6. Religion und Ethik: Feiern der wichtigsten christlichen Feste  wie Ostern und 
Weihnachten, Vermittlung von Werten wie Toleranz, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, 
Mitgefühl, Rücksichtnahme....
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7. Mathematische Bildung : Zählen der Kinder im Morgenkreis, Zahlen im Alltag 
entdecken und in Beziehung bringen wie z.B. Telefonnummern, Straßenschilder, 
Mengenvergleiche, Wiegen und Abmessem beim Kinderkochen, Gegenstände nach 
Merkmalen sortieren...
8. Naturwissenschaftlich- technische Bildung: Experimente, Konstruieren mit 
verschiedenen Materialien, beim Kochen oder Backen unterschiedliche 
Aggregatzustände kennenlernen...
9. Ökologische Bildung: Schwerpunkt Naturpädagogik, s.Punkt 4.2, Nachhaltigkeit im
Alltag wie Wasser abdrehen beim Zähne putzen, Basteln mit "wertlosem" Material, 
Müllvermeidung und -trennung, Vermittlung von Respekt auch vor kleinsten 
Lebenwesen...
10. Medien: Bilderbücher, Vorlesebücher, Hörspiele, Schattentheater, im Alltag werden
besondere Erlebnisse medial festgehalten durch Fotos oder Geschichten dazu 
aufschreiben...
Folgende Bereiche bilden jedoch die Schwerpunkte unserer Erziehungs- und 
Bildungsarbeit.
4.1. Wahrnehmung und motorische Entwicklung 
In den vergangenen Jahren haben die Bewegungsmöglichkeiten und 
Wahrnehmungserlebnisse  von Kindern in ihrem Alltag kontinuierlich abgenommen. 
Die Kinder bewältigen ihren Weg zur KiTa beispielsweise seltener zu Fuß oder mit dem
eigenen Fahrrad, auch die Zeit für Waldbesuche, balancieren im Freien und das 
Mithelfen im Haushalt ist in vielen Familien deutlich zurückgegangen. 
Zu einer gesunden kindlichen Entwicklung gehört es, Erfahrungen mit allen Sinnen zu 
erleben, motorische Anreize zu bekommen und diese eigenständig meistern zu dürfen. 
Kinder lernen und begreifen ihre Umwelt über Bewegung und sensorische Erfahrungen
und entwickeln so ihr Körpergefühl, ihr Selbstvertrauen und ihre Eigenständigkeit.
Viele der “kleinen Hobbits“ verbringen viel Zeit ihres Alltags in unserer KiTa, weshalb es
uns ein besonders wichtiges Anliegen ist, Motorik und Wahrnehmung intensiv in 
unserem KiTa-Alltag zu integrieren und Bewegung gemeinsam zu leben.
In unserern altersgemischten Kindergruppen ist es für uns selbstverständlich allen 
Altersgruppen differenzierte Angebote zu bieten und den Erfahrungsraum KiTa auf die 
unterschiedlichen Bedürfnisse abzustimmen. 
Bei allen Bewegungen spielen die Basissysteme der Wahrnehmung eine wesentliche 
Rolle. 
Taktile Wahrnehmung/Spüren:
Die taktile Wahrnehmung, auch Tastsinn genannt, ist für die menschliche Entwicklung 
besonders wichtig. Über die Haut als größtes Sinnesorgan erfahren wir Informationen 
von uns und unserer Umwelt. Kinder spüren so ihre eigene Körpergrenzen, nehmen 
ihren Körper bewusst wahr und können durch eine gute taktile Wahrnehmung ihre 
Feinmotorik differenzierter entwickeln. Doch auch für die emotionale Entwicklung ist 
das Berühren, der Hautkontakt und das aktive Fühlen essentiell. 
Durch die intensive Eingewöhnung in die KiTa von Kindern und Eltern werden bereits in
der ersten KiTa Zeit Grundlagen für eine gute Bindung und ein vertrauensvolles 
Miteinander geschaffen. 
Die Kinder erleben bei uns einen respektvollen körperlichen Kontakt.
Das Tragen im Tragetuch bei den Kleinsten, das Ankuscheln beim Lesen an die 
Erzieher*innen, Pizza backen (Massagespiele) mit den älteren Kindern und das 
Trösten bei Verletzungen sind bei uns gelebter Alltag und fördern neben der Bindung 
12

auch die taktile Entwicklung der Kinder.
Dabei achten wir stets auf kleinste Signale des Kindes und stärken die Kinder darin 
ihre Grenzen und Wünsche zu artikulieren (z.B. wer darf dich wickeln).
Ob beim Matschen an unserer Wasserbahn, beim Buddeln im Wald, bei der 
Käfersuche auf der Wiese, experimentieren mit Fingerfarbe, beim Sammeln von 
Naturmaterial oder beim Bepflanzen des Hochbeets im Frühjahr begegnen den Hobbits
die unterschiedlichsten taktilen Materialien und Reize und stärken ihre Wahrnehmung 
und Motorik.
Durch den situationsorientierten Ansatz ist es uns möglich, stets einen guten Blick auf 
die Kinder und ihre Entwicklung zu haben. So können wir z.B. Kinder, die taktile Reize 
nicht sicher einordnen können und mit Unsicherheit oder Ablehnung reagieren, 
behutsam an Erfahrungen heran führen und ihren Erfahrungsschatz in ihrem 
individuellen Tempo ausbauen.
Propriozeptive Wahrnehmung/Eigenwahrnehmung:
Durch das propriozeptive System (die Tiefenwahrnehmung) wird unser Lage – und 
Bewegungsempfinden gesteuert. Die Propriozeptoren, die sich in den Bändern, 
Sehnen, Muskeln und Gelenken befinden, nehmen unsere Bewegungsreize auf und 
geben uns Rückmeldung über Kraft- und Spannungsverhältnisse in unserem Körper, 
über die Stellung der Gelenke im Raum sowie über jegliche Art der Bewegung 
(Stellungssinn, Bewegungssinn, Spannungssinn und Kraftsinn)
Eine gut entwickelte propriozeptive Verarbeitung ermöglicht es den Kindern, ihren 
Körper geschickt an Hindernisse anzupassen, ihre Kraft beim Spielen und Toben 
einzuschätzen, neue motorische Abläufe zu koordinieren und flüssige 
Bewegungsmuster zu automatisieren. 
In unserem KiTa-Alltag bieten wir den Kindern unterschiedlichste Materialien und 
Spiele um propriozeptive Erfahrungen zu sammeln und ein gutes Körpergefühl zu 
entwickeln. 
Im Mehrzweckraum stehen den Kindern beispielsweise Schaumstoffwürfel mit 
unterschiedlichen Gewichten zur Verfügung, mit denen gebaut, geturnt, geklettert oder 
getobt werden kann. Auch die Strickleiter im Garten, der vielfältige Einsatz von 
Sportgeräten beim Turnen, die Fahrzeuge im Garten, Bälle verschiedener Größen, 
Seile zum Springen, Tunnel zum Kriechen etc. laden zu vielfältigen 
Bewegungsvariationen ein und fördern spielend die propriozeptive Verarbeitung.
Im Morgenkreis werden  Sing- und Fingerspiele, Nachahmungsspiele z.B. 
unterschiedliche Gangarten von Tieren oder z.B. wie viele Kinder passen auf einen 
Stuhl mit den Kindern gespielt und somit nebenher ihr Körpergefühl und ihre 
motorische Planungsfähigkeit trainiert.
Basteln, Werken, Kneten, gemeinsames Kochen, Fühl - und Tastspiele runden das 
Angebot ab um unsere Kinder auf vielfältigste Art in ihrer fein- und grobmotorischen 
Entwicklung zu stärken.
Vestibuläre Wahrnehmung/Gleichgewichtssystem:
Unser Gleichgewichtssinn ist der am frühsten entwickelte Sinn und steht in enger 
Verbindung zum visuellen und propriozeptiven System. Es bezeichnet die 
Wahrnehmung des Körpers zu Schwerkraft, Bewegung und Gleichgewicht. Es reguliert
die Steuerung der Augen, ermöglicht Orientierung und geordnete Körperhaltungen und 
Bewegungen.
Das Zusammenspiel der vestibulären, visuellen und propriozeptiven Systeme 
ermöglicht es uns, uns visuell zu orientieren, bei komplexen Bewegungen wie z.B. 
beim Turnen das Gleichgewicht zu halten und eine stabile Basis zu entwickeln. Eine 
gut funktionierende vestibuläre Wahrnehmung schützt vor Unfällen und Stürzen.
13

Der Wald, die Wiese, der nahegelegene Spielplatz bieten uns beste Möglichkeiten, den
Kindern Bewegungsanreize zu ermöglichen. Der Wald mit seinen unebenen 
Untergründen, herumliegenden Ästen, umgestürzten Baumstämmen bietet sich als 
perfekter Hindernispacour. Hier können die Kinder balancieren, springen, klettern und 
ihren Körper immer wieder an neue Begebenheiten anpassen.
Die Wiese lädt ein sich zu drehen, fangen zu spielen, zu rennen und springen.
Doch auch das Laufen durch den Sand im KiTa-Garten, Klettern auf dem 
Klettergerüst , das Schwingen in der Hängematte oder der Schaukel stimulieren das 
vestibuläre System.
Spiele und Turnstunden im Mehrzweckraum oder der Turnhalle verbinden noch einmal 
gezielt die Aktivierung aller Sinne und werden individuell für die unterschiedlichen 
Altersgruppen geplant und durchgeführt. Dabei ist es uns wichtig, Spielideen der 
Kinder aufzugreifen, die Stunden fantasievoll (z.B. mit Stofftieren und Geschichten 
oder jahreszeitlichen Themen) zu gestalten und die Bewegungsfreude und Lebenslust 
der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. Gruppenspiele zur Förderung der 
Kooperationsfähigkeit und des Gemeinschaftsgefühls sind fester Bestandteil der 
Turnstunde. Durch die überschaubare Turngruppengröße und die 
Selbstverständlichkeit, immer mit mindestens zwei Erziehern die Stunden zu begleiten,
ist es uns möglich, Hilfe zur Selbsthilfe (angelehnt an Maria Montessori „Hilf mir es 
selbst zu tun“)  zu geben. So können wir die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung  
unterstützen, Sicherheit vermitteln und ihre Grenzen und Bedürfnisse wahrnehmen und
achten.
Das intensive Beobachten der Kinder, der enge Austausch, und der schnelle Weg zu 
den Eltern machen es uns möglich, Entwicklungsdefizite der Kinder frühzeitig zu 
erkennen und gemeinsam mit den Familien Hilfestellungen zu entwickeln.
4.2. Naturpädagogik
Die Räumlichkeiten der KiTa liegen in unmittelbarer Nähe von vielen Grünflächen,ca, 
1km von einem großen Waldgebiet entfernt und verfügen über ein schönes 
Außengelände. 
Beinahe täglich geht es mit Sammeldosen, Lupen, Mikroskop u.v.m. in den Garten, den
nahegelegenen Wald oder über Felder und Wiesen!
Dabei wird immer wieder Spannendes entdeckt, erforscht, gesammelt oder beobachtet!
Dieses intensive Erleben der Natur ermöglicht den Kindern, diese kennen und lieben 
zu lernen- dadurch wird der Grundstein für einen verantwortungsvollen und 
ökologischen Umgang mit der Natur gelegt, um sie nachhaltig zu schützen!
Naturpädagogik fördert die Kinder zum einen ganzheitlich durch Erfahrungen und 
Erleben mit allen Sinnen! Zum anderen wird ein Naturverständnis vermittelt, welches 
umweltgerechtes Handeln zur Folge hat!
Der naturpädagogische Ansatz  umfasst viele wichtige Entwicklungsbereiche. 
Unter anderem:
• Bewegung und Wahrnehmung
• Feinmotorik
• Wissensaneignung und -vermittung
• Respekt vor Tieren und Pflanzen
• Sprachförderung
• Kreativität und Phantasie
• Entspannung
Durch den wöchentlichen Waldbesuch ist es für alle Kinder der Gruppe 
selbstverständlich, sich in der Natur zu bewegen und zu beschäftigen. Sie werden, 
14

angeregt durch die Umgebung aber auch durch gezielte  Angebote in den 
unterschiedlichen Bildungs- und Entwicklungsbereichen gefördert.
Eine Mitarbeiterin verfügt über eine Zusatzqualifikation im Bereich Naturpädagogik. Sie
bietet zusätzlich einmal wöchentlich besondere Angebote für eine  kleine Gruppe 
interessierter Kinder aus beiden Gruppen an und lässt zudem vielfältige Ideen in den 
KiTa-Alltag einfliessen.
So entstand z.B. ein tolles Projekt zum Thema Naturkunst.
Mit offenen Augen nahmen die Kinder die Schönheit und Besonderheiten der Natur 
wahr, entdeckten viele neue Schätze, die ihre Kreativität und Phantasie anregten.
Sie entwarfen z.B. tolle Naturmandalas, aus verschiedenen Gewächsen wurden 
Farben hergestellt, Bäume bekamen Gesichter aus Lehm und Körperumrisse wurden 
aus Naturmaterialien nachgelegt! Gesammelte Materialien wurden in der KiTa zu 
Weihnachtsbaumschmuck, Ketten und anderen Kunstwerken verarbeitet! 
Der KiTa-Garten besitzt einige, zwar noch kleine, Obstbäume, welche den Kindern 
jedes Jahr wieder der Kreislauf von der Blüte über die Früchte bis zum Verlust der 
Blätter verdeutlicht. 
Außerdem gibt es im Garten ein Hochbeet, das im Frühjahr gemeinsam mit den 
Kindern neu bepflanzt wird. Die Kinder haben so die Möglichkeit, die Pflanzen beim 
Wachsen zu beobachten, machen die Erfahrung, was Pflanzen zum richtigen 
Gedeihen brauchen und vor allem macht das Ernten und Naschen viel Spaß!
Durch das regelmäßige Draußen-Sein erleben die Kinder hautnah den Wandel der 
Jahreszeiten und die damit unterschiedlich vorhandenen Materialien und 
Wachstumsphasen in der Natur. Sie erleben die Tier- und Pflanzenwelt in 
verschiedenen Stadien und haben immer wieder die Gelegenheit die Natur in der 
näheren Umgebung neu zu entdecken. Dabei lernen die Kinder spielerisch vieles über 
das Leben um sie herum und entwickeln, wie oben schon erwähnt, einen respektvollen
Umgang mit der Natur. 
Wie selbstverständlich wird den Kindern durch Projekte und Aktionen z.B. zu 
Naturkunst oder das Anlegen von Beeten mit Nutzpflanzen auch die Vergänglichkeit in 
der Natur bewusst. 
Beim Aufenthalt im Freien entwickelt sich wie von selbst Kreativität und Phantasie. 
Dieses findet Unterstützung, indem immer wieder auf die Anregungen der Kinder 
eingegangen wird und sie bei ihren Entdeckungstouren liebevoll und fachlich begleitet 
werden.
4.3. Alltagsintegrierte Sprachförderung
Kinder sind kommunikative Wesen, die von Geburt an durch Mimik, Gestik und 
Artikulation mit ihrer unmittelbaren Umwelt in Kontakt treten.
Der bereits ab Geburt beginnende kindliche Spracherwerb ist ein ganzheitlicher 
komplexer Prozess, bei dem beinahe alle Sinne beteiligt sind, welcher kontinuierlich 
erfolgt und der eigentlich niemals ganz abgeschlossen ist. 
Sprache ist ein grundlegender Baustein für die kognitive und sozial-emotionale 
Entwicklung des Kindes und somit eine wichtige Voraussetzung für Bildungserfolg und 
gesellschaftliche Integration.
Aus diesem Grund stellt die Beobachtung und Förderung der Sprachkompetenz der 
einzelnen Kinder eine wesentliche Aufgabe in unserer Einrichtung dar.
Eine der elementarsten Voraussetzungen für eine positive Sprachentwicklung ist für 
uns eine Atmosphäre, in der die Kinder sich wertgeschätzt und akzeptiert fühlen. Denn 
nur so können sie Sprechfreude entwicklen und ihre sprachlichen Kompetenzen 
erweitern.
15

Hierbei ist es uns wichtig 
• den Kindern ein gutes sprachliches Vorbild zu sein und
• alltägliche Situationen (z.B. Wickeln, Anziehen, Essen) sprachlich zu begleiten.
Im sprachlichen Austausch mit den Kindern ist es bedeutsam 
• ihnen aktiv zuzuhören
• sie ausreden zu lassen
• sie durch Augenkontakt und körperliche Zugewandheit zu ermuntern, zu sprechen
• gezielte offene Fragen zu stellen, die den Redefluss des Kindes unterstützen und 
es ermutigen, weiter zu erzählen
• die Kinder nicht zu verbessern, sondern ihnen durch z.B. Nachfragen oder 
Wiederholen ein korrektives Feedback zu geben.( Kind: Ich habe alles aufgeesst-
Erzieherin: Toll, du hast alles aufgegessen)
Auch der Austausch der Kinder untereinander ist wichtig für die sprachliche Bildung. 
Vor allem im Spiel miteinander bietet sich für die Kinder die Möglichkeit, sich sprachlich
auszuprobieren und von anderen zu lernen. 
Dafür benötigen sie 
• Zeit und Raum
• Impulse und Materialien
• klare Kommunikationsregeln, die besagen, dass jeder ausreden darf, dem anderen 
zugehört wird und niemand ausgelacht wird
 Im Alltag fördern wir die Sprachentwicklung zusätzlich durch
• Lieder, Fingerspiele, Reime und Klanggeschichten
• Regelspiele
• Wiederholungen z.B. beim Begrüßungslied oder Tischspruch
• Vorlesen
• dialogisches Lesen
• Ausdenken und Erzählen von Geschichten
• gezielte Sprach- und Lauschspiele
Um die Sprachentwicklung der Kinder regelmäßig zu beobachten und zu 
dokumentieren, nutzen wir BASIK.
4.4. Kreativität
Unter Kreativität versteht man die Fähigkeit, Dinge entstehen zu lassen oder neue 
Wege zu finden, die für die Person neu sind und vorher unbekannt waren. Kreativität 
bedeutet auch, „um die Ecke denken zu können“ und fantasievoll mit anderen 
zusammen zu arbeiten oder zu spielen. Kinder haben einen riesigen Grundschatz an 
Kreativität. Ihre Offenheit, Entdeckerfreude und Sponatnität sind hervorragende 
Vorarraussetzungen für die Entfaltung dieser Fähigkeit. Kreativität ist neben der 
Sprache die wichtigste Ausdrucksmöglichkeit für Kinder und somit viel mehr, als Kunst 
und die Produktion schöner Gegenstände . Die Kinder, die kreativ handeln, lösen sich 
von den Denkmustern der Erwachsenen, sie denken selbsttätig und neu. Sie sammeln 
eigene Erfahrungen, beschreiten eigene, eigensinnige und manchmal umständliche 
und langwierige Wege und kommen dann zu ganz individuellen Ergebnissen. Kreative 
Kinder gehen auch Probleme in der Regel selbstbewusst und vor allem selbstständig 
an. Sie erkennen das Problem, sie fragen sich, wie es gelöst werden kann, sie wenden
bisheriges Wissen und Erfahrungen an und versuchen dann, eine Lösung zu 
entwickeln, die für sie sinnvoll erscheint. 
Bei den kleinen Hobbits haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten, ihrer Kreativität 
16

freien Lauf zu lassen.
In unseren Puppen- und Rollenspielecken können die Kinder losgelöst von 
gesellschaftlichen Normen und Regeln ihrer Phantasie freien Lauf lassen, erlebte 
Situationen nachspielen oder aber auch durch Veränderungen ganz neu erfinden. Sie 
erfahren sich im Rollenspiel als selbstwirksam, ihr Verhalten beeinflusst eine Situation 
vielleicht ganz anders als im "realen Leben".
Den Kindern stehen 
 in den Kreativbereichen der Gruppen eine Vielzahl von 
Materialien zur Verfügung, die sie zu wahren Kunstwerken verarbeiten. Die Kinder 
erfahren eine große Wertschätzung von den Erzieher*innen, Eltern und auch von den 
anderen Kindern für ihre Kreationen. In  den Gruppenräumen halten die Bauecken 
verschiedene Arten von Konstruktionsmaterialien wie Duplos, Kapla-Steine, 
Holzbausteine und Magnetsteine bereit, die die Kinder anregen, tolle Bauwerke zu 
erstellen, die immer wieder anders aussehen.
Darüber hinaus haben die kleinen Hobbits z.B. die Möglichkeit, mit Farben (Malerei) 
und Tönen (Musik) zu experimentieren oder im Wald Naturmaterialien zu sammeln 
oder damit zu spielen. Viele Gegenstände in der Kita lassen sich "zweckentfremden", 
um daraus Neues entstehen zu lassen. So werden Esstische umgedreht zu 
Piratenschiffen, Steckbausteine zu Gemüseeintopf oder Stöcke von draussen zu 
Bohrmaschine und Hammer. 
Solche Erfahrungen und Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen der Kinder und 
das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Dies ist die Voraussetzung, um 
das eigene Leben aktiv und selbstbewusst zu gestalten.
    
4.5. Naturwissenschaft
Jedes Kind ist von Geburt an ein kleiner Forscher, der seine Welt auf eigene Weise 
entdeckt und sich somit Wissen aneignet. Im Alltag begegnen sie ständig 
Phänomenen, die aus den Elementen Licht, Luft, Wasser und Erde bestehen. Sie 
verfolgen die Vorgänge in ihrer Umgebung mit großem Interesse und möchten ihnen 
auf den Grund gehen.
• Wie viel Wasser passt in meinen Becher? 
• Warum ist mein Schatten mal da und mal nicht? 
• Warum dampft der Kochtopf in der Küche ? 
Mit Neugierde, Entdecker- und Experimentierfreude beobachten sie ihre Umgebung 
ganz genau und werden ständig Zeuge von der Beschaffenheit von Dingen oder von 
biologischen,chemischen und physikalischen Vorgängen. So sammeln schon kleinste 
Kinder mit all ihren Sinnen naturwissenschaftliche Erfahrungen. 
Wenn die Kinder beispielsweise erfahren, wie ein Eiswürfel in ihren Händen schmilzt,  
lernen sie, dass Stoffe in unterschiedlichen Aggregatzuständen vorkommen. 
Diese Erfahrungen werfen bei den Kindern aber auch weiterführende Fragen auf, sie 
wollen verstehen, warum die Dinge sind, wie sie sind. Wir machen uns gemeinsam mit 
den Kindern auf den Weg, Antworten auf ihre "Warum?"-Fragen zu finden. Diese sind 
je nach Frage unterschiedlich.
1. Wir lassen die Kinder die sie umgebende Natur und Umwelt entdecken
Kinder sind, wie oben beschrieben, von Geburt an wissbegierig, offen und neugierig. 
Haben sie ausreichend Zeit, ihre Umgebung zu beobachten und zu erkunden, haben 
sie auch die Möglichkeit, selbstständig Erfahrungen zu machen. Um diese richtig 
einordnen zu können, ist es wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit haben, mit den 
Erzieher*innen oder den anderen Kindern über ihre Beobachtungen zu sprechen, 
Vermutungen aufzustellen und zu versuchen, Erklärungen zu finden.
Bei den kleinen Hobbits haben die Kinder viele Möglichkeiten, ihre Umgebung zu 
17

beobachten, da wir sehr viel Wert darauf legen, ihnen im Tagesablauf ausreichend Zeit 
zur Verfügung zu stellen, um ihren Interessen nachzugehen. Sei es das Streunen 
durch den Wald am Waldtag, das versonnenen Buddeln im Sandkasten, das Graben 
im Hochbeet, das Experimentieren mit Spielzeugautos auf schiefer Ebene, das 
Herumspringen in Pfützen oder das Beobachten der Köchin beim Kochen...die Kinder 
stoßen täglich auf Phänomene, die sie hinterfragen. Die intensive Beziehung der 
Erzieher*innen zu den Kindern und die Zugewandheit, mit der wir ihnen begegnen, 
ermuntern die Kinder, uns ihre Fragen mitzuteilen. So erfahren wir stets, was sie 
interessiert und gerade beschäftigt und können so adäquat auf Antwort-Suche gehen.
2. Wir experimentieren mit den Kindern
Der einfachste und verständlichste Weg, Kindern Naturwissenschaften nahe zu 
bringen und ihre Fragen insbesondere zu chemischen oder physikalischen 
Phänomenen zu beantworten, sind Experimente. Diese sollten aus der Erfahrungswelt 
der Kinder stammen und Bezug zu ihren Interessen und Fragen haben. Wenn Kinder 
diese dann noch selber durchführen können, verstehen sie die Zusammenhänge noch 
viel schneller. 
Dabei werden genau definierte Situationen vorbereitet, die Entwicklung beobachtet, 
erfasst und ausgewertet. Neben den Experimenten, die auf konkreten Fragen der 
Kinder beruhen, nehmen wir immer wieder verschiedene Naturphänomene aus der  
lebensnahen Umgebung der Kinder heraus und gestalten so immer neue 
Projektreihen, Angebote oder auch situative Experimente. Die Kinder lernen so auf 
spielerische Art, Erklärungen zu suchen und Zusammenhänge herzustellen.
3. Wir suchen Antworten in Medien
Einige Fragen der Kinder lassen sich auch mit Hilfe von Bilderbüchern oder 
Nachschlagewerken beantworten. Wir haben einen großen Bestand an Büchern, die 
auf naturwissenschaftliche Phänomene eingehen. Diese sind, wenn wir gerade ein 
Projekt in diesem Bereich durchführen, für die Kinder frei zugänglich im Bücherregal. 
Sind sie nicht in der Gruppe, suchen wir die passende Literatur für die Kinder raus. 
Manchmal reicht den Kindern für die Beantwortung ihrer Fragen das Betrachten der 
Bilder in den Büchern, häufig lesen wir ihnen die Erläuterungen vor und besprechen sie
mit ihnen.
Fehlt in unserem Bücherfundus ein passendes Werk, besuchen wir die nahegelegene 
Bücherei und suchen dort, oder wir schauen im Internet nach, ob wir dort der Frage auf
die Spur kommen.
     
 5. Formen der pädagogischen Arbeit 
     5.1. Freispiel
Spielen ist ein Grundbedürfnis eines jeden Kindes und genauso wichtig wie schlafen, 
essen und trinken.Selbstbestimmtes Spiel ist für eine ganzheitliche Entwicklung des 
Kindes ganz entscheidend. Das Spiel ist für die Kinder ihr ganz eigener Weg, sich mit 
der Welt vertraut zu machen, sie zu entdecken und zu begreifen. Das Spiel fördert die 
Kinder in allen Bildungsbereichen und trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung 
bei.
Im sogenannten Freispiel wählen die Kinder ihre Spielpartner, das Spielmaterial, und 
den Spielort selber aus. Über den Spielverlauf und mögliche Ziele entscheiden die 
Kinder selber. Das Spiel braucht kein Endprodukt, der Sinn des Spiels liegt in der 
Handlung selbst. Auch wie lange die Kinder spielen, bleibt ihnen überlassen (es sei 
denn, äußere Rahmenbedingungen wie Ende der KiTa oder Mittagessen lassen nichts 
18

anderes zu)  Im Freisspiel:
• entfalten sich die Kinder nach ihrem individuellen Entwicklungsstand und ihren 
Bedürfnissen
• können Kinder Dinge des täglichen Lebens nachspielen und dadurch 
Beobachtungen, Erlebnisse und Emotionen verarbeiten
• erproben sich die Kinder in den verschiedensten Rollen und experimentieren mit 
unterschiedlichen Verhaltensweisen und Handlungsabläufen, die sie später auch im
Alltag umsetzen können
• erfahren die Kinder eine hohe Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit 
• entwickeln Kinder durch das Zusammenspielen mit anderen Kindern 
Sozialverhalten (Kommunikation, Kooperation, Rücksichtnahme, 
Konfliktbewältigung)
• entwickeln Kinder Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit
• entwickeln Kinder Eigeninitiative
• sammeln Kinder verschiedene Erfahrungen und durchleben die unterschiedlichsten 
Gefühle wie Freude, Stolz, Wut, Ärger und Frust und lernen nach und nach, 
adäquat damit umzugehen
• entfaltet das Kind seine Kreativität und Phantasie, indem es verschiedenste 
Materialien nutzen und damit experimentieren kann
• erkennen Kinder ihre eigenen Stärken und Grenzen und die der anderen Kinder
• lernen die Kinder, Verantwortung für ihr eigenes Tun zu entwickeln 
Um diese vielfältigen Möglichkeiten des Freispiels nutzen zu können, bedarf es einer 
gut vorbereiteten Umgebung, in der sich die Kinder wohl fühlen und in der sie vielfältige
Materialien zur Verfügung haben. Die Kinder brauchen ausreichend Zeit, um zunächst 
zu entscheiden, ob sie alleine spielen oder mit anderen, um dann ggf. Kontakt zu 
anderen Kindern aufzunehmen, zum Einspielen, zum intensiven Spiel und zum 
Ausklang des Spiels- und das im Laufe eines Tages auch mehrfach.
Kinder brauchen Bezugspersonen, die bei Bedarf Impulse setzen, die sie jederzeit 
ansprechen können und die auf Nachfrage auch als Spielpartner agieren. Dadurch 
werden die Lernerfahrungen im Spiel nochmals intensiviert durch gezielte Fragen oder 
die Unterstützung, Schwierigkeiten zu überwinden.
Die Beobachtung und Dokumentation des Freispiels gibt den Erzieher*innen einen 
guten Überblick zu den Interessen, Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand der 
einzelnen Kinder. Diese Erkenntnisse fließen dann in die pädagogische Arbeit ein.
Bei den kleinen Hobbits stehen den Kindern die zwei Gruppenräume, die Nebenräume,
der große Mehrzweckraum und der Garten für das tägliche Freispiel zur Verfügung. Für
beinahe alle Bedürfnisse ist etwas dabei. 
• In den Gruppenräumen gibt es die sogenannten Bauecken, in denen den Kindern 
unterschiedliche Konstruktionsmaterialien angeboten werden. 
• In den "Puppenecken" finden sich verschiedenste Rollenspielmaterialien. 
• Das sich im Mehrzweckraum befindliche Bällebad wird vor allem von den Jüngeren 
genutzt, um sich auszutoben.       
• In den Lese- und Kuschelecken können die Kinder es sich gemütlich machen. Es 
stehen den  Kindern Bücher für die unter 3 -jährigen und die über 3 -jährigen Kinder
bereit. Diese werden, je nach Interessen und Themen der Kinder regelmäßig 
ausgetauscht.       
• Den großen Tisch in jeder Gruppe  können die Kinder für Gesellschaftsspiele, 
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Bügelperlen, Webrahmen etc. nutzen. Oder die Kinder verwandeln ihn in eine 
große Höhle,  in die sie sich zurückziehen können.       
•  In den  Kreativbereichen stehen den Kindern jederzeit Bastelmaterialien wie z.B. 
Stifte, Kleber, Scheren, verschiedene Dinge zum Aufkleben (Schnipsel, Korken, 
Federn) zur Verfügung. 
• Außerdem gibt es in jeder Gruppe auch eine Kuschelecke, in die sich die Kinder 
zurückziehen können, um ganz ungestört zu spielen.
• Im  Mehrzweckraum können die Kinder ihren Bewegungsdrang freien Lauf lassen. 
Mit unterschiedlichen Bauelementen, Röhren, Barren und vielem mehr, haben die 
Kinder dort die Möglichkeit, sich selbst größere Werke zu bauen, um dort aktiv zu 
sein      
• In dem großen Garten der kleinen Hobbits befinden sich ein Klettergerüst, zwei 
Schaukeln, ein großer Sandkasten, eine Turnstange, eine Spielhütte, Weidentipis, 
ein Weidentunnel und eine große Terasse für Bobbycars, Roller oder Dreiräder. 
Auch im Wald oder beim Turnen haben die Kinder neben gezielten Angeboten auch 
immer die Möglichkeit, selbstbestimmt zu spielen.
     5.2. Gezielte pädagogische Angebote
Auf der Grundlage der Beobachtungen der Kinder im Freispiel und den gemeinsamen 
Gesprächen finden in der KiTa täglich gezielte Angebote aus den verschiedensten 
Bildungsbeichen statt. In Kleingruppen werden die Kinder individuell gefördert und 
gefordert. Die Angebote sind so konzipiert, dass sie altersgemäß Wissen (z.B. was 
macht das Eichhörnchen im Winter?) oder bestimmte Kompetenzen (z.B. auf der Linie 
schneiden) vermitteln.
Die Inhalte der Angebote orientieren sich neben den Erkenntnissen aus den 
Beobachtungen an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder, am Jahresverlauf, 
oder an bestimmten Lerninhalten, die vermittelt werden müssen.
Gezielte Angebote können sein:
• Morgenkreise
• Turnstunde
• Experimente
• Bastelangebote
• Gespräche
• Bilderbuchbetrachtungen
• Interaktionsspiele 
• Regelspiele
• geleitetes Rollenspiel
• Musik und Rhythmik
• Kochen  und backen
• und vieles mehr
Bei gezielten Angeboten stehen zum einen die Förderung der einzelnen Kinder 
entsprechend ihrer Fähigkeiten im Vordergrund, zum anderen sollen sie den Kindern 
auch Spaß machen.
     5.3. Projektarbeit
Beobachtungen der Kinder haben bei den kleinen Hobbits einen hohen Stellenwert, um
die Interessen, Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder genau zu kennen 
und die pädagogische Arbeit gezielt darauf abzustimmen. Aus diesen Beobachtungen 
entwickeln die Erzieher*innen gemeinsam mit den Kindern ein Projektthema. Zu 
20

diesem Thema bringen die Kinder Vorschläge und Ideen mit ein, die Erzieher*innen 
entwickeln mit ihnen gemeinsam daraus gezielte Angebote, die alle Bildungsbereiche 
mit einbeziehen und in der Regel aufeinander aufbauen. Projekte ermöglichen den 
Kindern, ganzheitliche Erfahrungen zu einem Themenbereich zu machen, sich intensiv 
mit diesem auseinanderzusetzen und somit ihren Erfahrungsbereich zu erweitern. 
Projektarbeit bedeutet aber auch, dass der Verlauf nicht immer im Voraus geplant 
werden kann. Bestimmte Aktivitäten können bei den Kindern dazu führen, dass sich 
ihre Interessen verändern und der weitere Projektverlauf angepasst werden muss. Ein 
Projekt zum Thema "Piraten" kann so schnell zu einem Projekt über "Schiffe" werden, 
ein Projekt zum Thema "Tiere im Winter" kann sich zu einem Projekt zum Bau von 
"Schutzhütten" im Wald entwickeln. Das ist das Besondere an der Projektarbeit, sie ist 
nicht ergebnisorientiert, sondern prozessorientiert.
Projekte finden immer dann statt, wenn sich durch äußere Gegebenheiten Themen bei 
den Kindern entwickeln (z.B. viele Geschwisterkinder werden geboren), wenn 
Interessensgebiete bei den Kindern entstehen (z.B. Piraten, Indianer, Feuerwehr etc.) 
oder aber, wenn die Erzieher*innen überzeugt sind, ein solches Projekt brauchen die 
Kinder (z.B. zum Thema Freundschaft), um sich in bestimmten Bereichen 
weiterzuentwickeln.
Bei der Projektarbeit achten die Erzieher*innen darauf, dass der Entwicklungsstand 
eines jeden einzelnen Hobbits berücksichtigt wird und bieten jeder Altersgruppe (1-6 
Jahre) altersentsprechende Angebote an. 
 6. Die altersgemischte Gruppe 
In unserer KiTa werden 30 (max.34) Kinder im Alter von 1-6 Jahren in zwei kleinen 
altersgemischten Gruppen betreut! Davon sind max.12 Kinder unter 3 Jahren.
Diese  Altersmischung ermöglicht es Familien, Geschwisterkinder in einer Einrichtung 
betreuen zu lassen und Einzelkinder machen geschwisterähnliche Erfahrungen. Die 
Kinder erleben sich in einer Gruppe unterschiedlichen Alters und Geschlechts.
Die kleinen Gruppen ermöglichen eine intensive Begleitung aller Altersgruppen. Da in 
jeder Altersgruppe nur wenige gleichaltrige Spielpartner zur Verfügung stehen, sind die 
Kinder darauf angewiesen, kooperativ zu sein. Es gibt weniger Konkurrenzverhalten 
und weniger Konflikte. Die Kinder stehen weniger unter Leistungsdruck, da sie weniger
Konkurrenz durch Gleichaltrige erfahren. Auch Kinder mit Entwicklungsrückständen 
werden nicht zu Aussenseitern, da sie in der altersgemischten Gruppe den anderen 
Kindern gar nicht so auffallen, da es immer jemanden gibt, der bestimmte Dinge eben 
auch noch nicht so gut kann (wenn auch altersbedingt).
Um auch Erfahrungen in größeren, altershomogenen Gruppen zu machen, arbeiten wir
im Alltag  gruppenübergreifend und bieten regelmäßig auch altershomogene Angebote 
an. Im Vorschulbereich arbeiten wir zusätzlich auch einrichtungsübergreifend.
Die altersgemischte Gruppe erweitert den Erfahrungs- und Lernbereich aller Kinder, 
sowohl der „Kleinen“ als auch der „Großen“. Die Kinder durchlaufen alle Alterstufen von
klein zu groß und machen so differenzierte und wichtige Erfahrungen vor allem im 
sozialen Bereich. 
Die jüngeren Kinder werden von den Älteren umsorgt, sie erfahren durch sie Trost und 
emotionale Unterstützung. Die Anwesenheit vertrauter, älterer Kinder gibt den 
Jüngeren auch Sicherheit in Zeiten von Personalmangel oder -wechsel.
Die Älteren sind gegenüber den Jüngeren rücksichtsvoll und hilfsbereit und lernen, 
empathisch und verantwortungsvoll zu sein. Die positive Rückmeldung der Kleinen 
21

stärkt ihr Selbstwertgefühl.
Die älteren Kinder sind Verhaltensmodelle für Jüngere in Bereichen wie 
Sprachentwicklung und Sozialverhalten. Sie lernen verschiedene Modelle der 
Konfliktlösung. Die älteren Kinder bieten den Jüngeren Anregungen und 
Entwicklungsanreize, die die Selbstständigkeitsentwicklung der Kleinen unterstützen. 
Indem die älteren Kinder ihr Wissen an die Jüngeren weitergeben, wiederholen sie es 
für sich und intensivieren und sichern dieses.
Da die Kinder in der Regel mit einem Jahr in die Gruppe kommen und bis zur 
Einschulung fünf Jahre bleiben, kommt es in unserer altersgemischten Gruppe zu 
dauerhaften Beziehungen zwischen Kindern und Erzieher*innen, aber auch zwischen 
den Kindern untereinander. Diese Kontinuität lässt enge Bindungen und 
vertrauensvolle Beziehungen entstehen, welche den Kindern Sicherheit und 
Geborgenheit vermitteln. Die Erzieher*innen begleiten die Kinder über Jahre und 
kennen jedes einzelne Kind sehr genau. So kann die pädagogische Arbeit wesentlich 
einfacher ganz individuell auf jedes Kind abgestimmt werden und jedes einzelne Kind 
wird seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend gefördert und unterstützt.
Die Eltern werden von Anfang an eng in die Abläufe eingebunden und es kommt zu 
langfristigen Erziehungspartnerschaften, in denen der tägliche und vertrauensvolle 
Austausch wichtiger Bestandteil ist. Diese langfristigen und verlässlichen 
Erziehungspartnerschaften führen zu einer Verbundenheit der Eltern mit den 
Erzieher*innen, die eine sehr gute Basis für die Zusammenarbeit zum Wohl des Kindes
bildet. Aufgrund der Dauer, die das einzelne Kind in der Gruppe bleibt, scheint es den 
Eltern auch sinnvoller, sich für die Einrichtung zu engagieren und ihre eigenen 
Kompetenzen mit einzubringen.
Aufgrund der langen, gemeinsamen Perspektive entstehen auch unter den Eltern 
leichter Freundschaften und Vernetzungen zum Wohle der Kinder. Die Eltern haben 
länger Kontakt zueinander, kennen einander besser und sind mehr an gemeinsamen 
Aktivitäten und gegenseitiger Unterstützung interessiert.
Doch die altersgemischte Gruppe stellt an die Erzieher*innen auch die anspruchsvolle 
Aufgabe, jeder Altersgruppe gerecht zu werden und die speziellen Bedürfnisse und 
Interessen zu erkennen, um adäquat darauf eingehen zu können.
6.1. Die Besonderheiten der Arbeit mit U3 Kindern
Besonders Kinder unter 3 Jahren brauchen eine enge und liebevolle Begleitung im 
KiTa-Alltag. Es ist wichtig, ihnen ein geborgenes und geschütztes Gefühl zu geben, 
damit sie ihr Umfeld unbeschwert erkunden können. Dazu gehört, dass die Sicherheit 
des Kindes gewährleistet wird. Eine feste Bezugsperson achtet auf die individuellen 
emotionalen (z.B.Nähe und Geborgenheit) und körperlichen (Essen, Trinken, Schlafen,
Sauberkeit) Bedürfnisse der Kleinen und unterstützt sie bei der Kontaktaufnahme zu 
anderen Kindern, indem sie zum Beispiel Spielimpulse setzt. Die kleinen Hobbits 
arbeiten schon seit KiTa-Gründung mit U3- Kindern und sind somit bereits seit über 20 
Jahren auf  die Arbeit mit den ganz Kleinen sensibilisiert. Unser Raumkonzept ist auch 
auf die Bedürfnisse der U3-Kinder ausgerichtet. Wir verfügen über gemütliche 
Wickelbereiche, Rückzugsmöglichkeiten für die Jüngsten und altersentsprechendes 
Mobiliar und Spielmaterialien.
Uns ist es besonders wichtig, dass die Kinder sehr sanft und individuell begleitet 
werden. 
 Am Anfang brauchen sie vor allem viel Zuneigung, Kuscheleinheiten und eine 
konstante, verlässliche Bezugsperson an ihrer Seite. Da die Kleinsten sich noch nicht 
22

immer verbal ausdrücken können, ist es besonders wichtig, auf ihre Mimik und Gestik 
zu achten, um sie richtig zu verstehen. Alltagssituationen werden angemessen 
sprachlich begleitet, um die Sprachentwicklung  im Besonderen zu unterstützen. 
Angebote aus den Bereichen Wahrnehmung und Bewegung stehen in dieser 
Altersgruppe im Vordergrund.Durch einfache Dinge wie z.B. mit Wasser und Sand 
matschen oder mit Farben schmieren, erfüllt man die  sinnlichen Bedürfnissen der 
Kleinen. Bewegungsbaustellen, Spaziergänge oder Aufenthalte im Garten oder Wald 
kommen dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen und fördern sie in diesem 
Bereich.
Im Gruppenalltag brauchen gerade die kleinen Hobbits die Möglichkeit, sich aus dem 
Gesantgeschehen zurückziehen zu können. Die  Schlaf- und Ruheräume
 bieten ihnen 
jederzeit die Möglichkeit dazu.Diese Räume sind bewusst reizarm gestaltet, gemütliche
Matratzen, Kissen und Decken laden zum Ausruhen und Entspannen oder aber auch 
mal zum Bücher lesen ein. So können neue Kräfte getankt  oder ein kleiner 
Zwischenschlaf eingelegt werden. Mittags werden diese Rume für den Mittagsschlaf 
genutzt!
Bei den U3- Kindern spielt natürlich auch die Pflege und das Trockenwerden eine 
große Rolle. Zum Wickeln steht in jedem Badezimmer ein großer Wickeltisch mit 
herausziehbarer Treppe zur Verfügung, den die Kinder mit Begleitung schon selber 
erklimmen können. Die Windeln bringen die Eltern der jeweiligen Kinder selber mit. Es 
stehen Feuchttücher oder Waschlappen zur Verfügung, um die Kinder zu säubern. Für 
größere "Windelpannen" gibt es eine Badewanne, in der die Kinder gewaschen werden
können! 
Die Kindertoilette verfügt über einen Toilettensitz, der je nach Bedarf verkleinert werden
kann, so dass sich auch schon ganz Kleine darauf setzen können, um erste 
Toilettenerfahrung zu sammeln. Auch sind Töpfchen vorhanden. Den Prozess des 
Trockenwerdens begleiten wir eng an den Bedürfnissen und Wünschen des Kindes.
      Das Wickeln und der Toilettengang sind sehr intime Situationen. Deshalb ist es uns    
    sehr wichtig, dass auch schon die Kleinsten entscheiden können, wer sie in dieser 
    Situation begleitet oder sie wickelt. Selbstverständlich werden solch intime Situationen 
    nur von den festen pädagogischen Fachkräften begleitet.
Nach dem draußen Spielen, vor jeder Mahlzeit und nach dem Toilettengang werden die
Hände an kindgerechten Waschbecken gewaschen.
Der enge  Austausch mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil der U3 -Arbeit. Häufig 
sind es  Informationen über grundlegende Dinge wie z.B.das Essverhalten, 
Mittagsschlaf oder Stuhlgang, die für den Alltag wichtig sind. Durch den engen 
täglichen Austausch wissen wir immer genau, wie es den Kindern geht und was sie 
aktuell brauchen. Und auch die Eltern erfahren alles über den KiTa-Tag ihres Kindes 
und können so Verhaltensweisen und Reaktionen ihres Kindes einordnen.
6.2. Die Besonderheiten der Arbeit mit den „mittleren“ Kindern
Die drei- bis fünfjährigen Kinder benötigen vor allem Begleitung bei der Entwicklung 
ihrer sozial- emotionalen Kompetenzen. Sie lernen in diesem Alter, die Bedürfnisse und
Interessen der anderen Kinder bewusst wahrzunehmen und zu akzeptieren. Sie 
kommen vom "Ich" zum "Wir". Erste richtige Freundschaften entstehen und dabei 
kommt es natürlich auch zu Konflikten, die bewältigt oder auch ausgehalten werden 
müssen.Die Kinder werden darin unterstützt, eine Kultur des Streitens und sich wieder 
Vertragens zu entwickeln, die für alle Kinder tragbar ist. Sie erfahren, wie wichtig es 
manchmal ist, Kompromisse einzugehen, damit das Spiel weiter gehen kann. Sie 
lernen nach und nach, ihre Bedürfnisse und Ideen zu äußern, sie mit ihren 
23

Spielpartnern abzusprechen und sich auch mal durchzusetzen. Auf der anderen Seite 
machen sie die Erfahrung, dass andere sich durchsetzen und müssen lernen, dies zu 
akzeptieren.Sie nehmen in diesem Alter Kritik sehr genau wahr und brauchen 
Unterstützung, diese auszuhalten. Diese Fähigkeiten erwerben sie überwiegend im 
Freispiel, welches von den Erzieher*innen sehr genau beobachtet wird. So können 
diese bei Bedarf unterstützend eingreifen und die Kinder durch z.B. Gespräche, 
Teilnahme am Rollenspiel, Theaterstücke, passende Bilderbücher, Kooperationsspiele 
u.v.m.unterstützen. 
Auch die Entwicklung der Sprache und Motorik ist in diesem Alter sehr wichtig. Wir 
schaffen dazu die Voraussetzungen, indem wir immer wieder Sprachanlässe schaffen 
(z.B. im Morgenkreis, bei  Ausflügen, Aktivitäten, bei den Mahlzeiten) und den Kindern 
eine anregende Umgebung bieten, die zur Bewegung und Entfaltung von Kreativität 
anregen. Regelmäßig werden zudem altersspezifische  Angebote aus allen 
Bildungsbereichen eingeplant, bei denen die Entwicklung der Kinder in allen Bereichen
gefördert wird. Als besonderes Angebot für diese Altersgruppe gibt es donnerstags ein 
gruppenübergreifendes naturpädagogisches Angebot bei dem unsere Naturpädagogin 
speziell auf die Bedürfnisse dieser Altersgruppe abgestimmte Aktivitäten anbietet. 
Darüber hinaus fahren die Kinder ab 4 Jahrenaus beiden Gruppen  wöchentlich mit 
dem Bus zum Turnen in eine große Turnhalle.
6.3. Die Besonderheiten der Arbeit mit den Vorschulkindern
Die Vorbereitung auf die Schule beginnt im Grunde mit dem ersten KiTa-Tag. Alle 
Fähigkeiten und Fertigkeiten (insbesondere sozial-emotionale Kompetenz, sprachliche 
und kognitive Fähigkeiten, Wahrnehmung und Grob- und Feinmotorik), die ein Kind 
braucht, um "schulfähig" zu sein, erlangt es durch unsere ganzheitliche Förderung vom
KiTa-Eintritt bis zum Schulbeginn. Der Übergang von der KiTa zur Grundschule ist 
jedoch ein großer Schritt für die Kinder. Sie verlassen die KiTa, die in den letzten 
Jahren zu einem zweiten Zuhause geworden ist und ihnen als "sicherer Hafen" dient. 
Sie trennen sich von den Erzieher*innen und  von liebgewonnenen Freunden. Sie 
müssen sich auf etwas Neues einlassen und noch einmal "ganz von vorne" anfangen. 
Das letzte KiTa-Jahr soll die Kinder behutsam auf diesen Übergang vorbereiten. Das 
Hauptziel der Vorschularbeit ist es, die Vorfreude auf die Schule zu stärken und 
eventuelle Ängste abzubauen. Zusätzlich gilt es, die Lernbegeisterung der 
Vorschulkinder aufzugreifen, ihnen besondere Aufmerksamkeit zu geben und spezielle 
Bildungsangebote zu bieten. Durch gute Beziehungsarbeit und unterschiedliche 
Angebote in den verschiedenen Bildungsbereichen, helfen wir ihnen, ein positives 
Selbstwertgefühl zu entwickeln und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu 
stärken. Auch eventuelle Defizite können noch aufgearbeitet werden.
Sie sollen selbstbewusste  und selbstsichere Persönlichkeiten werden, die sich auch 
außerhalb geschützter Räume behaupten können. Den Rahmen dafür bildet zum einen
die wöchentliche gruppenübergreifende Vorschulgruppe, der die teilnehmenden Kinder 
selber einen Namen geben. Dadurch wird es ihre Gruppe, mit der sie sich 
identifizieren. Bei den wöchentlichen Treffen werden nochmal grundlegende Dinge 
vertieft wie z.B.:
• Auf der Linie schneiden
• Stifthaltung
• Mengengefühl, Figurwahrnehmung
• Schwungübungen
• realistisches Malen
• einfache geometrische Formen
24

• naturwissenschaftliche Phänomene
• Kommunikationsfähigkeiten (z.B.frei reden vor der Gruppe, andere ausreden lassen 
und ihnen zuhören)
Zum festen Vorschulprogramm gehören auch Themenbereiche wie  " Das bin ich, das 
ist meine Familie", "Freundschaft" und "Gefühle"
Darüberhinaus wird gemeinsam mit den Kindern ein Vorschulprogramm erstellt, dass 
sich an ihren Wünschen (z.B. Bastelarbeiten, bestimmte Ausflüge und Aktionen) 
orientiert.
In der Großgruppe bestärken wir die Vorschulkinder in ihren Fähigkeiten und 
Fertigkeiten, indem wir ihnen Verantwortng für konkrete Aufgaben aus dem KiTa-Alltag 
übertragen. 
Einmal im Monat treffen wir uns mit den Vorschulgruppen aus 5 anderen 
Elterninitiativen. Mit einer Bezugsperson als Stärkung an ihrer Seite lernen sie, auf 
fremde Kinder zuzugehen, andere Erwachsene anzusprechen und sich in einer großen
Gruppe Gleichaltriger zu bewegen und zu behaupten. Sie machen die Erfahrung, 
wieviel Spaß es macht,z.B. Kreisspiele oder Bewegungsangebote mit Gleichaltrigen zu
spielen, die alle in etwa ähnliche Fähigkeiten besitzen. Bei gemeinsamen Ausflügen 
und Spielmöglichkeiten enstehen nicht selten auch Freundschaften ausserhalb der 
eigenen KiTa. 
Den krönenden Abschluss der Vorschulgruppe bildet die Vorschulfahrt. Die 
angehenden Schulkinder fahren mit den Erzieher*innen nach Hamm, um dort eine 
Nacht in der Jugendherberge zu übernachten. 
Zu Beginn des letzten KiTa-Jahres führen wir nochmal ganz gezielte Elterngespräche 
mit den Eltern der Vorschulkinder, um gemeinsam zu sehen, was das Kind vor der 
Einschulung noch an Unterstützung von der KiTa, aber auch von den Eltern benötigt.
6.4. Die Eingewöhnung
Der erste große Schritt, der erste Abschied… 
Häufig ist der Start in die KiTa die erste Ablösung von Zuhause, von den Eltern.
Im Vorfeld haben die Eltern mit ihren  Kindern die Möglichkeit, an vorher vereinbarten 
“Schnuppertagen” die KiTa kennenzulernen und mit den Erzieher*innen die ersten 
Schritte zu besprechen und mögliche Fragen zu klären. In einem Anamnesegespräch 
werden schon vor dem ersten Kita-Tag über z.B. die Gewohnheiten und die Vorlieben 
des Kindes gesprochen und der Ablauf und das Vorgehen bei der Eingewöhnung 
besprochen.
Unsere Eingewöhnung orientiert sich am Berliner Modell, allerdings wird das Tempo 
stärker vom Kind vorgegeben. 
Zu Anfang wird der kleine Hobbit von einem Elternteil in die KiTa begleitet und bleibt in 
den ersten Tagen nur ein paar Stunden. Eine Erzieher*in übernimmt die Eingewöhnung
und wird von einer Zweiten im Hintergrund unterstützt. Dabei ist der Dienstplan dieser 
Erzieher*in in der Eingewöhnungsphase so geplant, dass sie immer da ist, wenn das 
Kind auch da ist! Auch besteht die Möglichkeit, die Bezugserzieher*in zu wechseln, 
wenn das Kind diesen Wunsch äußert oder zeigt.
Manche Kinder brauchen 1-2 Wochen, andere brauchen länger, um in der KiTa 
anzukommen. Da der neue kleine Hobbit in den nächsten Jahren viele Stunde bei uns 
verbringen wird, ist es sehr wichtig, dass der Start positiv verläuft.  
Um dem Kind den Übergang von der Familie in die KiTa zu erleichtern, baut die 
Bezugserzieher*in nach und nach eine Bindung zum Kind auf und begleitet es durch 
den Tag und erkundet mit ihm die Einrichtung. Dabei bietet sie dem Kind insbesondere 
emotionale Sicherheit, Kontinuität und Verlässlichkeit. 
25

Wir legen viel Wert auf eine sanfte und individuelle Eingewöhnung, vor allem stehen 
am Anfang Grundbedürfnisse wie Nähe und Geborgenheit im Vordergrund. 
Der erste Abschied findet erst dann statt, wenn Eltern und Erzieher*innen ein gutes 
Gefühl haben. Das erste Mal gehen die Eltern nur ein paar Minuten, damit Abschied 
und Wiederkommen für das Kind klar zusammen hängen. 
Von Tag zu Tag weitet man das Zeitfenster aus, bis der kleine Hobbit einen ganzen 
Vormittag meistert. Danach kann man, bei den Kindern, die ihn benötigen, mit dem 
Mittagsschlaf beginnen.
Die Dauer der Eingewöhnung hängt individuell vom Kind ab und wird jeden Tag von 
der Bezugserzieher*in und den Eltern besprochen. 
Uns ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig, da diese ihr Kind am besten 
kennen. Die Trennung ist auch für die Eltern eine neue Situation, an die sie sich erst 
gewöhnen müssen. Somit gehen wir mit hoher Sensibilität für mögliche Unsicherheiten 
und Bedenken oder Ängste auf die Eltern zu und stehen mit ihnen im engen 
Austausch.
Ein Gartenfest direkt zu Beginn des neuen KiTa-Jahres ermöglicht es den neuen 
Eltern, die Eltern kennen zu lernen, die schon länger in der KiTa sind. Der Austausch 
mit den anderen Eltern erleichtert häufig den Start ins KiTa-Leben. “Pateneltern” stehen
den neuen Eltern in der Anfangszeit zur Seite!  
Der vertrauensvolle Kontakt mit den Eltern, die liebevolle Begleitung  und das familiäre 
Ambiente der KiTa, ermöglichen dem kleinen Hobbit einen optimalen Start und die 
Grundlage für viele, spannende und glückliche Kita- Jahre.
6.5. Gruppenübergreifende Arbeit
Die KiTa "Die kleinen Hobbits" besteht aus zwei altersgemischten Gruppen. Je jünger 
die Kinder sind, desto mehr brauchen sie die Sicherheit und Begrenzung der eigenen 
Gruppe und der Bezugserzieher*innen.
Doch je älter die Kinder werden, desto neugieriger werden sie und desto stärker 
suchen sie auch gleichaltrige Spielpartner. Deshalb legen wir auch großen Wert auf 
gruppenübergreifende Arbeit.
Im Alltag begegnen sich die Kinder regelmäßig im großen Mehrzweckraum oder im 
Garten. 
Durch spezielle gruppenübergreifende Angebote für die einzelnen Altersgruppen wie 
z.B. das Turnen oder das naturpädagogische Angebot und die Zusammenlegung der 
Gruppen in Randzeiten, lernen sich die Kinder der verschiedenen Gruppen gut kennen 
und schließen Freundschaften miteinander.
Im Alltag haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, nach Absprache die Kinder und 
Erzieher*innen der anderen Gruppe zu besuchen und eine gewisse Zeit auch dort zu 
spielen.
Regelmäßige gemeinsame Morgenkreise, gemeinsame Kinderparlamente, 
gemeinsame Feste und Feiern runden die gruppenübergreifende Arbeit ab.
 7. Unser KiTa-Alltag
Der Tagesablauf
Ein Hobbit-Tag beginnt mit der Begrüßung der Kinder durch eine Erzieher*in. Dabei 
werden schon kurz Geschehnisse oder Stimmungen mit den Eltern ausgetauscht. 
Die Kinder kommen in Ruhe an und können bis 9:00 Uhr frühstücken. Wer das in Ruhe
machen möchte, sollte bis 8:30 Uhr am Frühstückstisch sitzen. Um 9:00 Uhr wird der 
Tisch abgeräumt und es wird mit einer Klangschale zum Aufräumen geläutet, damit der
26

Morgenkreis beginnen kann. 
Dazu treffen sich alle in ihrem Gruppenraum und es wird das Begrüßungslied 
gesungen. Nach dem Zählen der Kinder, damit alle einen Überblick bekommen, welche
Spielpartner da sind, überlegen wir gemeinsam, welcher Wochentag ist und was an 
diesem Tag los ist. Somit erhalten die Kinder einen Überblick darüber, was sie an 
diesem Tag in der KiTa erwartet. Es werden Lieder gesungen, Spiele gespielt, 
Geschichten erzählt oder wichtige Dinge miteinander besprochen. 
Es folgt die Freispielphase. Je nach Wochentag beginnen auch nun die gezielten 
pädagogischen Aktivitäten.  
Zum Mittagessen finden sich alle wieder in der KiTa ein und es wird jeweils in den 
Gruppenräumen gegessen. Das Essen wird pro Gruppe jeweils von 2 Erzieher*innen 
begleitet.
Die kleinen Hobbits, die um 12.30 Uhr abgeholt werden, treffen sich im 
Mehrzweckraum, um noch eine Geschichte zu hören.
Nach dem Essen putzen alle Kinder die Zähne. Die Kinder werden gewickelt und die, 
die in der KiTa schlafen, fürs Schlafengehen fertig gemacht. Für die anderen Hobbits 
beginnt die "lila Zeit", eine ruhige  Phase, in der alle Kinder zur Ruhe kommen sollen.  
Dies passiert beim Vorlesen von Geschichten, beim Malen von Mandals oder 
Ausmalbildern, beim Stecken von Bügelperlen oder vielen anderen Dingen. Zusätzlich 
wird für eine Kleingruppe eine angeleitete „Ruhephase“ angeboten. Das kann z.B. eine
Bastelaktion, eine Fantasiereise oder auch mal ein Spaziergang sein.
Wenn gegen 14:30 Uhr die Schlafkinder aufwachen wird aufgeräumt und es beginnt 
die erste „Abholzeit“ und die Betreuung aller Kinder, die 35 Stunden betreut werden, 
endet.
Von 15:00 – 15:30 Uhr gibt es für die Kinder, die lange in der KiTa bleiben, einen 
kleinen Snack. Bis die Kinder abgeholt sind, haben sie die Möglichkeit, sich im 
Freispiel zu beschäftigen.
Der Wochenplan
Mo: Waldtag
Alle Hobbits fahren mit dem Bus/ dem Lastenfahrrad in den nahegelegenen Wald
. Dort 
findet ein naturpädagogisches Angebot statt und die Kinder haben die Möglichkeit, den 
Wald zu erkunden, dort zu spielen und unterschiedliche Erfahrungen zu machen.
Di: Zeigetag / Bürotag
Alle Hobbits dürfen etwas von zuhause mitbringen, was sie gerne im Morgenkreis 
zeigen möchten. Das kann z.B. ein Spielzeug sein, ein neues Kleidungsstück, etwas 
Gebasteltes usw. Damit greifen wir die Interessen der Kinder auf, sie erfahren 
Wertschätzung, indem z.B. das mitgebrachte Spiel gespielt oder das Buch vorgelesen 
wird.
Bürotag bedeutet, dass an den Das-bin-ich-Büchern (Teil der Bildungsdokumentation) 
der Kinder „gearbeitet“ wird. Es werden z.B. Interviewbögen oder Steckbriefe mit den 
Kindern ausgefüllt, Hand- und Fußabdrücke erstellt oder Fotos eingeklebt. Dabei wird 
den Kindern bewusst, welche Entwicklungschritte sie bereits gemacht haben und sie 
tauschen sich gerne stolz mit den anderen Kindern darüber aus.
Mi: Turntag
Die großen Hobbits ab 4 Jahren fahren mit dem Bus zum Turnen in die Turnhalle der 
Josefs-Schule. Die kleineren Hobbits turnen in Kleingruppen in der Kita im 
Mehrzweckraum und machen dort erste Erfahrungen mit angeleiteten 
Bewegungsspielen- und angeboten.
Do:
  Naturpädagogisches Angebot/ Vorschulgruppe
27

An diesem Tag gehen die drei- bis fünfjährigen Kinder in den Wald, den Garten oder 
den nahegelegenen Park, um dort altersentsprechende Erfahrungen zu machen oder 
es finden dort speziell auf diese Altersgruppe abgestimmte  naturpädagogische 
Aktivitäten statt. Die Vorschulkinder erhalten in der Vorschulgruppe eine gezielte 
Förderung (s. Punkt 6.3)
Fr: alle zwei Wochen Besuch der Statteilbücherei St. Clemens, alle 4 Wochen 
Kinderkochen
Der Freitag ist alle 4 Wochen für das Kinderkochen belegt. Hier wird mit einer kleinen 
Gruppe von Kindern das Mittagessen zubereitet. 
Alle zwei Wochen gehen Kleingruppen zu Fuß in die Bücherei, um sich dort Bücher 
anzuschauen und auch auszuleihen.
Der gesamte Wochenplan ist für die Kinder, mit Symbolen veranschaulicht, in der Kita 
ausgehängt.
Der Jahresablauf
Durch unsere Nähe zur Natur erleben wir den Verlauf des Jahres und der Jahreszeiten 
in der KiTa immer sehr intensiv und orientieren uns daran. Wir singen entsprechende 
Lieder, spielen Spiele und Bewegungsspiele, lesen passende Bilderbücher und 
gestalten jahreszeitliche Projekte wie z.B. Tiere im Winter. 
Im Laufe eines Jahres gibt es auch feste Ereignisse, die immer wiederkehren. So auch 
bei den kleinen Hobbits.
Januar / Februar / März
Das Jahr beginnt und die Hobbits kommen nach den Weihnachtsferien erst mal wieder 
an. 
Im Februar findet unser Winterfest für alle Hobbit-Kinder, ihre Eltern, Geschwister und 
Erzieher*innen statt. Da viele vor Weihnachten wenig Zeit haben und gestresst sind, 
hat es sich bewährt, anstelle eines Weihnachtsfestes ein Winterfest zu feiern, an dem 
alle ganz entspannt teilnehmen können.
Auch Karneval fällt in diese Zeit und wird von den Hobbits natürlich gebührend gefeiert.
Am Freitag vor Rosenmontag  findet unser Karnevalsfest nur mit den Kindern in der 
KiTa statt. Meistens bildet es den Abschluss eines Projekts und wird zu diesem Thema 
gestaltet. Die Kinder verkleiden sich entsprechend  und wir bereiten Aktionen vor, die 
ebenfalls zu diesem Motto passen. Für das leibliche Wohl steht Mittags ein Buffet zur 
Verfügung, welches von den Hobbit- Eltern bestückt wird.
April / Mai / Juni
Im Frühjahr geht es auf Ostereiersuche. Nach einem Osterfrühstück mit den Kindern 
geht es raus in den nahe gelegenen Wald, um vielleicht den „Osterhasen“ zu 
entdecken! Traditionell haben die Erzieher*innen vorher Osternestchen für die Kinder 
gebastelt, in die sie ihre Eier legen können.
Ebenso im Frühjahr findet unser Schlaffest statt, bei dem die älteren Kinder 
gemeinsam in der Kita übernachten. Natürlich mit gemeinsamen Abendessen (die 
Kinder wünschen sich meistens Pommes), Nachtwanderung, spannender Schatzsuche
und gemeinsamem Frühstück am nächsten Morgen. Für viele Kinder ist dies die erste 
Nacht woanders. Wenn sie diese Übernachtung gemeistert haben, sind sie sehr stolz. 
Durch die gemeinsame Übernachtung wird zudem das Gruppengefühl der Kinder 
untereinander gestärkt.
Auch ein Freundefest wird veranstaltet, zu dem die  Kinder jeweils einen erwachsenen 
28

„Freund“ (Oma, Opa, Tante, Onkel etc.) einladen. Wir frühstücken dann zusammen mit 
den Kindern und ihren Freunden, die den Vormittag mit den Kindern in der KiTa 
verbringen. Die Kinder zeigen stolz "ihre" KiTa , spielen mit ihren Gästen und führen 
jedes Mal ein kleines Theaterstück auf. Die Einbeziehung wichtiger Bezugspersonen 
der Kinder (außer den Eltern) in den KiTa-Alltag, führt bei den Kindern oft zu einer 
stärkeren Identifikation mit der KiTa.
In diese Zeit fällt auch der Besuch des Teddybärkrankenhauses, das von 
Medizinstudenten der Uni Münster vor dem Schloss veranstaltet wird. Dort werden 
kranke und verletzte Kuscheltiere oder Puppen verarztet, was den Kindern die Angst 
vorm Krankenhaus oder dem Arzt/der Ärztin nehmen soll.
Ein jährlicher Zooausflug findet statt, bei dem alle Hobbits mit Elternunterstützung 
einen Tag im Zoo verbringen. 
Juli / August / September
In dieser Zeit sind in der Regel 3 Wochen Sommerferien. Davor stehen die Abschiede 
der Vorschulkinder an, die nach meistens 5 Jahren KiTa in die Schule kommen! Die
 
Eltern der angehenden Schulkinder richten das große Sommerfest der KiTa aus, 
welches auch das Abschiedsfest für die Vorschulkinder ist! Eltern haben auch die 
Möglichkeit, mit ihren Kindern dort zu übernachten. Dieses Ereignis verbindet Kinder 
untereinander und auch die Eltern rücken näher zusammen.
Nach den Sommerferien heißt es dann Ankommen für alle. Die älteren Hobbit-Kinder 
müssen sich erstmal wieder neu orientieren, die Gruppenstruktur hat sich durch den 
Weggang der Schulkinder und den Start neuer, ganz kleiner Hobbits sehr verändert. 
Sie müssen ihre Rollen neu finden. Und für die Kleinsten beginnt die Zeit der 
Eingewöhnung.. 
Um das vor allem den neuen Eltern zu erleichtern, gibt es ein Gartenfest, bei dem die 
neuen und die alten Hobbit-Eltern sich kennenlernen und erste Kontakte knüpfen 
können. 
Oktober / November / Dezember
In der dunklen Jahreszeit gibt es ein erhellendes Lichterfest mit Laternen und Liedern, 
zu dem alle Hobbit-Familien herzlich eingeladen sind. Nach einem kleinen 
Laternenumzug und der ein oder anderen Aktion, läuft dieses Fest bei einem 
gemeinsamen Abendessen, für das jeder etwas mitbringt, ganz gemütlich aus.
Die Adventszeit wird jedes Jahr zu einem besonderen Thema gestaltet und es gibt 
täglich kleine Angebote.  Außerdem findet ein Adventsingen mit Keksen und 
Weihnachtsliedern gemeinsam mit den Eltern statt.
Geburtstage in der KiTa 
Das ganze Jahr hindurch begleiten uns natürlich auch die Geburtstage der kleinen 
Hobbits.
Bei Hobbit-Geburtstagen wird mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen, zu dem 
es frische Brötchen und meistens auch einen Geburtstagskuchen gibt. Das 
Geburtstagskind hat einen besonders geschmückten Platz und bekommt eine 
Geburtstagskrone.Vor dem Frühstück wird natürlich gemeinsam gesungen!
Vor dem Mittagessen findet ein Geburtstagsstuhlkreis statt bei dem sich das 
Geburtstagskind ein Spiel aussuchen darf. Es wird ein Ständchen gesungen und eine 
Wunschrakete gezündet. Ein kleines Geschenk, welches die anderen Kinder selber 
gemacht haben, darf natürlich nicht fehlen. 
Und zum krönenden Abschluss gibt es einen besonderen Nachtisch, den sich das 
Geburtstagskind wünschen darf.
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8.Elternarbeit
In unserer Einrichtung sind die Eltern zum einen als Eltern eines kleinen Hobbits 
vertreten, zum anderen sind sie mit der Aufnahme ihres Kindes automatisch Mitglied im
Verein "Die kleinen Hobbits e.V." und somit Träger der Einrichtung. 
Die Eltern als Träger
Auf der jährlichen Mitgliederversammlung wählen alle anwesenden Eltern den 
Vorstand, der den Träger in allen offiziellen und rechtlichen Belangen vertritt und die 
Geschäftsführung des Vereins übernimmt.
Zu den Aufgaben des Vorstandes gehören
• Einstellung/Entlassung von Personal
• Arbeitgeberverantwortung gegenüber dem Personal 
• rechtsgeschäftliche Handlungen/Vertragsabschlüsse
• Zuständigkeit bei allen rechtlichen Belangen
• Prüfung der Einhaltung von rechtlichen Vorgaben
• Prüfung der Einhaltung von Eltern- und Mitarbeiterpflichten
• Ausfüllen von Meldebögen, Nachweisen, Zeugnissen etc.
• Aufnahme von neuen Vereinsmitgliedern
• Jährliche Beantragung einer Rahmenstruktur für die Belegung in der Kita 
• Bewilligung von Fortbildungen
 
      Der Kassenwart führt die Vermögensverwaltung aus, dazu gehört:
• Gehälter auszahlen
• Miete begleichen
• Sonstige Kosten genehmigen und auszahlen
• Verwendungsnachweise über die Ausgaben erstellen und dem Jugendamt vorlegen
Zu den weiteren Aufgaben des Vorstandes gehören jährliche 
Personalentwicklungsgespräche mit den Mitarbeiter*innen und die monatliche 
Vorstand-Leitungssitzung, bei der die laufenden Belange der KiTa und 
Dienstanweisungen besprochen und Absprachen getroffen werden.
Alle Eltern haben als Trägervertreter in vielen Punkten ein Mitsprache- und 
Entscheidungsrecht wie z.B. bei den jährlichen Schließungstagen. Auch in andere, 
organisatorische Entscheidungen werden alle Eltern mit einbezogen, z.B. wird bei der 
Einstellung einer neuen Mitarbeiter*in oder der Aufnahme neuer Eltern ein Gremium 
gebildet, welches die Entscheidung trifft. 
Allein die pädagogische Arbeit ist in die Hände des Teams gelegt. Mit der Aufnahme in 
den Verein erklären sich die Eltern mit diesem pädagogischen Konzept einverstanden. 
Das bedeutet nicht, dass sie sich nicht auch in die pädagogische Arbeit einbringen 
können oder diese nicht auch hinterfragen dürfen. 
Da wir als Elterninitiative vom Engagement der Eltern leben, haben alle Mitglieder des 
Vereins dafür zu sorgen, dass alle im Alltag anfallenden Dinge erledigt werden. Dies 
geschieht hauptsächlich durch die Übernahme eines festen Dienstes. Zur Zeit gibt es 
neben der Vorstandarbeit folgende Elterndienste:
• mehrere Einkaufsdienste für Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und Putzmittel
• Reperaturdienst
• Gartendienst
30

• Dienst für Öffentlichkeitsarbeit
• Geschenkedienst
• Dienst, der für die Erstellung verschiedener Listen und die Handkasse zuständig ist
Darüberhinaus übernehmen die Eltern im Wechsel das Waschen der KiTa-Wäsche und
den Küchenaufräumdienst, wenn die Köchin vorgekocht hat. Ist diese krank oder im 
Urlaub, kochen die Eltern.
Aber auch flexible Elterndienste wie die Begleitung bei Ausflügen oder besonderen 
Aktionen werden übernommen. 
Bei Personalmangel aus Krankheitsgründen, springen auch immer wieder Eltern ein, 
um die Öffnungszeiten abzudecken.
Der zeitliche Aufwand der "Elterndienste" ist überschaubar, da alle Eltern berufstätig 
sind und die Dienste neben ihrer Beschäftigung ehrenamtlich ausüben.
Nicht selten kommt es vor, dass sich mehrere Familien am Wochenende in der KiTa 
treffen. Die Eltern erledigen ihre Dienste oder treffen sich zu Putzaktionen, die Kinder 
spielen zusammen. Gelegentlich wird dann noch zusammen gegessen. Solche 
Aktionen stärken den Zusammenhalt der Eltern und Kinder, man erlebt sich als 
Gemeinschaft.
Auf dem
 monatlich stattfindenden Elternabenden werden alle KiTa- Belange von Team 
und Eltern miteinander besprochen und diskutiert. Da der Elternabend neben der 
jährlichen Mitgliederversammlung das wichtigste Gremium des Vereins ist und dort 
wichtige Entscheidungen getroffen werden, ist die Teilnahme verpflichtend. Die 
Elternabende finden im Wechsel als Gruppenelternabend und als Gesamtelternabend 
statt.
Die Eltern als Eltern 
Die Eltern unserer Einrichtung sind auf eine verlässliche und konstante Betreuung 
angewiesen, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Qualität der Bildung, Erziehung
und Betreuung ist ihnen sehr wichtig ist.
Durch die oben beschriebene Einbeziehung der Eltern in den KiTa-Alltag, haben sie 
einen ganz anderen Einblick in das, was ihre Kinder den ganzen Tag so machen. Das 
führt bei den Eltern zu einer Sicherheit, dass es ihrem Kind in der KiTa auch wirklich 
gut geht. Die Eltern sind in der KiTa sehr erwünscht und haben z.B. die Möglichkeit, am
Morgenkreis teilzunehmen, ihrem Kind vor der Verabschiedung noch etwas vorzulesen 
oder es beim Frühstück zu begleiten. Durch diese gemeinsame KiTa-Zeit und die 
Elterndienste erleben die Kinder die Eltern Tag für Tag als Teil der KiTa. Und die Eltern 
gewinnen durch die Transparenz unserer Arbeit und ihre Teilnahme am KiTa-
Geschehen einen ganz anderen Zugang zur KiTa, als wenn sie die Kinder morgens nur
bringen und nachmittags wieder Abholen.
Durch die gemeinsame Verantwortung für die KiTa als Träger, kennen sich die Eltern 
untereinander auch besser und es fällt leichter, Kontakte oder Freundschaften zu 
anderen Eltern aufzubauen. Dadurch entsteht ein Netzwerk, bei dem sich die Familien 
gegenseitig unterstützen.
Zusammenarbeit zwischen Eltern und Team
Die Beteiligung in dieser Form ermöglicht auch eine intensive und vertrauensvolle 
Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Team. Das Wohl des Kindes als 
gemeinsames Ziel steht dabei im Vordergrund. Haben die Eltern beim Bringen oder 
Abholen der Kinder noch etwas Zeit, bietet sich die Gelegenheit, sich in einem Tür- und
31

Angelgespräch auszutauschen, was das Kind zu Hause oder in der KiTa erlebt hat. In 
regelmäßigen (mind. 1x/Jahr) Elterngesprächen wird intensiv über den 
Entwicklungsstand des Kindes und seine Rolle in der Gruppe gesprochen.
Da die Zusammenarbeit zwischen den Hobbit-Eltern und dem Hobbit-Team sehr eng 
ist, ist es auch schön, dass sich z.B. bei Festen die Gelegenheit ergibt, sich auch privat
auszutauschen, abseits von Kinderthemen. So lernen sich Teammitglieder und Eltern 
noch auf einer anderen Ebene kennen und schätzen. Viele Alltagssituationen werden 
dann transparenter und das gegenseitige Verständnis füreinander wächst.
 9.Teamarbeit
Als Hobbit-Team sind wir verantwortlich für die Gestaltung des Alltags und die 
Umsetzung des pädagogischen Konzepts. Um auf die täglichen Anforderungen einer 
altersgemischten Gruppe adäquat und individuell eingehen zu können, arbeiten wir als 
Team eng zusammen.
Eine gute und harmonische Teamarbeit ist der Dreh- und Angelpunkt für gute 
pädagogische Arbeit und die Realisierung unserer Ziele in der Einrichtung. Nur als 
gutes und kollegiales Team sind wir in der Lage, die Herausforderungen und 
Anforderungen des KiTa-Alltags gemeinsam zu bewältigen und den Kindern die 
Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, die sie brauchen. 
Die Voraussetzung für eine vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit ist, dass 
sich jedes einzelne Teammitglied im Team wohl und in seiner individuellen 
Persönlichkeit ernst genommen fühlt. Für uns ist es wichtig, dass auch persönliche 
Bedürfnisse, Wünsche und Probleme auf Verständnis stoßen und ernst genommen 
werden. So ist es möglich, sich konstruktiv untereinander auszutauschen und auch mal
unterschiedliche Ansichten und Einstellungen zu diskutieren. Ein Team, in dem  wir   
offen und ehrlich miteinander umgehen können, führt dazu, dass wir auch den Kindern 
authentisch und entspannt begegnen können und somit die positive Atmosphäre in der 
Gruppe stärken. 
Jedes einzelne Teammitglied hat besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in die 
pädagogische Arbeit mit einfließen. Ziel einer konstruktiven Teamarbeit ist es, diese 
miteinander zu einem sinnvollen Ganzen zu kombinieren, von dem alle profitieren.
Um als Team effizient und effektiv zusammenzuarbeiten, brauchen wir Zeit und Raum, 
unsere Arbeit zu planen und uns auszutauschen. 
...Die wöchentliche Teamsitzung dient dazu, unsere Arbeit zu reflektieren, 
Beobachtungen einzelner Kinder und der Gesamtgruppen zu besprechen und zu 
dokumentieren. Während der Teamsitzung planen wir unseren „Alltag“ und 
Elterngespräche, entwickeln Projekte, besprechen Inhalte von Fortbildungen und 
diskutieren neueste pädagogische, psychologische und politische Erkenntnisse.
Die Teamsitzungen sind geteilt in Gesamtteamsizung und Gruppenteamsitzung.
...Zweimal jährlich findet ein Teamtag statt, der uns die Gelegenheit bietet, 
unsere  Arbeit inhaltlich (Konzept, Dokumentationen, Schwerpunktthemen) 
ausführlicher zu reflektieren, zu planen und zu überarbeiten. Diese gemeinsame, 
intensive Zeit des Zusammenarbeitens führt zu einem stärkeren Wir-Gefühl im Team 
und beeinflusst die tägliche Arbeit positiv.
...Tägliche Absprachen und regelmäßiger Austausch im Laufe des Tages sind 
notwendig, damit alle Kolleg*innen wichtige Informationen erhalten und diese 
gegebenenfalls weitergeben können.
...Gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Dienstzeiten (z.B. essen gehen) 
stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl des Teams und führen dazu, den anderen 
32

besser kennen und verstehen zu lernen. 
Neben den oben beschriebenen Formen der Teamarbeit ist jede Erzieher*in 
interessiert, ihren persönlichen Horizont zu erweitern und an Fort- und Weiterbildungen
teilzunehmen. Die dort neu erfahrenen Erkenntnisse werden dem restlichen Team 
vermittelt und gemeinsam überlegt, wie diese in den KiTa-Alltag sinnvoll einfließen 
können.
Auch Arbeitskreise wie die LeiterInnenrunde und der Erzieher*innentreff bereichern das
Team durch Informationen, Anregungen und Ideen.
Praktikant*innen ergänzen und unterstützen das Team auf Zeit. In unserer Rolle als 
Ausbildungsstätte für zukünftige Erzieher*innen sind wir gern bereit, den 
Praktikant*innen einen Einblick in unser Arbeitsfeld zu geben und ihnen erste 
Erfahrungen mit unserem Beruf zu ermöglichen.
Die Aufgaben der einzelnen Teammitglieder können den jeweiligen 
Stellenbeschreibungen entnommen werden.
10. Das ist uns auch noch wichtig
10.1. Ernährung und Gesundheitsförderung
Zu einer gesunden Entwicklung von Kindern gehört auch eine gesunde, ausgewogene 
Ernährung. Da die Kinder einen großen Teil des Tages bei den kleinen Hobbits 
verbringen, wird hier in der Einrichtung natürlich auch gemeinsam gegessen.
Dabei achten wir auf eine vollwertige, abwechslungsreiche und ausgewogene 
Ernährung, die den Kindern auch schmeckt! Wir ernähren uns vegetarisch!
Die Lebensmittel stammen überwiegend aus biologischem Anbau und werden ergänzt 
durch regionale Produkte und wenige konventionelle Artikel.
Beim Frühstück haben die Kinder von 7:15 Uhr bis 9:00 Uhr jederzeit die Möglichkeit, 
sich am Frühstücksbuffett  selbstständig zu bedienen. 
Zur Auswahl stehen verschiedene ungesüßte Cerealien wie Hafer- oder Dinkelflocken, 
Cornflakes, gepuffter Amaranth oder Quinoa, Sonnenblumenkerne, Trockenfrüchte und
vieles mehr, um sich ein Müsli zuzubereiten. Mit Milch oder ungesüßtem Joghurt 
rühren es sich die Kinder nach eigenem Geschmack an. 
Alternativ gibt es Vollkornbrot mit verschiedenen vegetarischen Aufstrichen, 
Fruchtaufstrichen, Frischkäse und Schnittkäse.
Ergänzt wird das Frühstück durch einen großen Obstteller mit Früchten der Saison, der
die Kinder zum gesunden Knabbern anregt. 
Das Mittagessen wird durch unsere Köchin täglich frisch zubereitet. 
Es besteht in der Regel aus Kartoffeln, Reis oder Getreide mit Gemüse. Dieses wird 
unterschiedlich zubereitet (Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Bratlinge oder einfach mal pur).
Die Gerichte bekommen kindgerechte Namen wie Piratentaler (Hirse-
Gemüsebratlinge) oder Hexensuppe (Rote Bete), um den Kindern das Essen noch 
etwas schmackhafter zu machen.
Ein Teller mit frischer Rohkost rundet das tägliche Mittagessen ab.
Zum Nachtisch gibt es ungesüßten Joghurt mit Obst. 
Die frische Zubereitung vor Ort hat zum einen den Vorteil, dass die Kinder die 
Essenszubereitung mit allen Sinnen miterleben, sie riechen die Kochdüfte, naschen 
schon einmal vorher usw. Zum anderen kann auf Allergien, Unverträglichkeiten und 
33

andere besondere Bedürfnisse Rücksicht genommen werden. Außerdem haben die 
Kinder die Möglichkeit, der Köchin besondere Wünsche mitzuteilen, so dass auch 
Lieblingsgerichte der Kinder (Pizza, Pfannkuchen etc.) ihren Platz auf dem Speiseplan 
haben.
Beim Mittagessen ist es uns wichtig, dass die älteren Kinder sich selbstständig 
bedienen und sich ihr Essen auffüllen. So lernen sie nach und nach, ihre 
Portionsgrößen auf den Hunger abzustimmen.
Von Mo – Do wird um 15:00 Uhr ein Snack für die Kinder angeboten, die lange in der 
KiTa bleiben. 
Hier wechselt das Angebot von Brot mit verschiedenen Aufstrichen (siehe Frühstück) 
über Milchreis bis zu Joghurt mit Früchten oder Müsli.
Als Hauptgetränk gibt es Mineralwasser oder Leitungswasser, das den Kindern 
jederzeit zur Verfügung steht. 
Mindestens einmal im Monat bereitet eine Kleingruppe von Kindern beim sogenannten 
„Kinderkochen“ das Mittagessen mit Hilfe einer Erzieherin selber zu. Ob Rohkostteller, 
Pizza, Kartoffelbrei oder Nudelauflauf, die Kinder schnibbeln, rühren und belegen mit 
Begeisterung.
So erfahren die Kinder viele wichtige Dinge, die mit der Zubereitung einer Mahlzeit 
zusammenhängen!
Und selbst Gekochtes schmeckt natürlich auch viel besser!
Um auch den Prozess der Nahrungserzeugung zu vermitteln, haben die kleinen 
Hobbits in ihrem KiTa-Garten ein Hochbeet mit Kräutern und Gemüsepflanzen 
angelegt. Dieses wird von den Kindern gepflegt und anschließend natürlich auch 
geerntet.
Mit diesem abgerundete Konzept möchten wir den Kindern einen genussreichen aber 
auch respektvollen Umgang mit unseren Nahrungsmitteln vermitteln und eine gesunde 
Ernährung unterstützen. 
Neben der gesunden Ernährung, viel Bewegung und die damit zusammenhängenden 
Körpererfahrungen (siehe Punkt 4.1.) und dem regelmäßigen Aufenthalt an der 
frischen Luft (siehe auch Punkt 4.2.) steht im Bereich der Gesundheitsförderung 
insbesondere das psychosoziale Wohlbefinden eines jeden Kindes im Vordergrund. 
Fühlen sich Kinder wohl  und geborgen, probieren sie sich aus, erkunden ihre Umwelt 
und entwickeln sich.
Wir begeleiten die Kinder im Alltag bei den verschiedesnsten Hygienemaßnahmen, wie
Hände waschen beim Ankommen in der KiTa, nach der Toilette , nach dem draussen 
spielen und vor und nach dem Essen. Mit  kindgerechten Liedern und Versen begleiten
wir die Kinder in diesen Sitautionen, die nach und nach zu einer Selbstverständlichkeit 
werden. 
Das tägliche Zähneputzen nach dem Essen begleitet Zahni, ein übergroßes Gebiss, 
dass auch täglich geputzt werden möchte.
Darüberhinaus unterstützen wir die Kinder individuell beim Trocken werden und 
vermitteln ihnen altersentsprechend Fertigkeiten wie z.B. das selbstständige Nase 
putzen oder das Abputzen nach dem Toilettengang.
Die Mitarbeiter*innen sind alle im Bereich der Ersten Hilfe ausgebildet und frischen 
diese Kenntnisse regelmäßig auf.
Durch regelmäßige Begehungen der KiTa und des Gartens (auch mit Fachleuten) 
werden Gefahrenquellen erkannt und behoben, um so die Unfallgefahr zu verringern.
34

10.2. Sexualpädagogik
Zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder gehört auch die Entwicklung der kindlichen  
Sexualität! Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsbildung und 
Identitätsfindung von Kindern.
Die ersten positiven Gefühle von Geborgenheit, Sicherheit und Zufriedenheit erfahren 
Kinder durch die körperliche Zuwendung ihrer Eltern. Sie werden im Arm gehalten und 
gestreichelt, es wird gekuschelt und geschmust!
Kinder fühlen somit zunächst körperlich, ihre ersten Erfahrungen mit sich und ihrer 
Umwelt beginnen mit dem Körper (über das taktile Empfinden). Sie nehmen 
Gegenstände in den Mund zum Erforschen und zur Befriedigung von Lust. Voller 
Neugier und Tatendrang be"greifen" sie sich und die Welt.
Dabei entdecken sie schon von Geburt an ihren Körper und finden heraus, welche 
Berührungen sie als angenehm empfinden und welche nicht!
Je älter sie werden, desto mehr wollen sie den eigenen Körper und den der anderen 
erforschen! Sie entdecken die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen und 
wollen diesem "Phänomen" auf die Spur kommen. Sie haben Fragen zur Sexualität 
und wollen herausfinden, was ihnen gefällt und wo ihre Grenzen sind.
Kinder nutzen alle Möglichkeiten, um schöne Gefühle zu bekommen, sich wohl und 
geborgen zu fühlen, Erregung zu spüren oder Möglichkeiten zur Erregungsabfuhr zu 
erhalten. So lernen sie ihren Körper kennen  und vergewissern sich der eigenen 
Geschlechtsidentität. 
Der Kontakt zum eigenen Körper oder dem anderer ergibt sich in der Regel aus dem 
Spiel bzw. aus Alltagssituationen heraus!
Im KiTa-Alltag ist es uns wichtig, den Kindern auch im Bereich der kindlichen Sexualität
offen und authentisch zu begegnen!
Ihre Fragen beantworten wir ehrlich, aber immer nur soweit, wie die Kinder auch 
nachfragen!
Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse auch in diesem 
Entwicklungsbereich auszuleben. Kindgemäße Formen körperlicher Begegnung sind 
für uns selbstverständlich und bedeutend für die ganzheitliche Entwicklung! 
Diese sogenannten "Doktorspiele" sind Kinderspiele, die von gleichaltrigen Kindern 
gespielt werden. Die Kinder betrachten und berühren sich dabei gegenseitig. Die 
Spiele sind gleichberechtigt, die Initiative geht dabei von allen Beteiligten aus.
Die Einhaltung von Regeln und Grenzen ist gerade in diesem Bereich unabdingbar, wir
achten sehr genau darauf. 
Wenn wir beobachten, dass Kinder sich ausziehen und nackt spielen wollen, bieten wir
ihnen zunächst einen geschützten Raum dafür, um sie vor neugierigen Blicken zu 
schützen.
Wir suchen das Gespräch mit den Kindern und thematisieren klare Regeln für den 
Umgang miteinander.
So ist es sehr wichtig, dass kein Kind zu körperbetonten Spielen überredet oder gar 
gezwungen werden darf. Wie in allen anderen Bereichen auch ist ein "Nein" ein "Nein".
Jedes Kind bestimmt selbst, ob und mit wem es körperbetonte Spiele spielen will.
Jedes Kind bestimmt selbst, ob und wie es berührt werden will.
Kein Kind darf einem anderen weh tun.
Niemand steckt irgendetwas in die Körperöffnungen (Nase, Ohr, Po, Scheide, Penis).
Hilfe holen ist kein Petzen.
Der positive Umgang mit Sexualität und Körperlichkeit leistet einen wesentlichen      
Beitrag zur Identitätsentwicklung von Kindern und stärkt ihr Selbstwertgefühl und   
Selbstvertrauen. 
35

Dieses hat auch eine präventive Wirkung, denn ein gesundes Selbstbewusstsein ist 
grundlegend für die Fähigkeit "Nein" zu sagen!
10.3. Qualitätsmanagement
Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit ist uns sehr wichtig.
Um diese zu gewährleisten und kontinuierlich weiter zu entwickeln, haben wir von 
Oktober 2017 bis April 2018 ein Qualitätshandbuch nach dem pragma- Indikatoren- 
Modell entwickelt. Dabei wurden Qualitätskriterien für verschiedenste Bereiche der 
pädagogischen Arbeit festgelegt. Einmal jährlich findet eine Selbstbewertung der 
pädagogischen Fachkräfte statt. Unterschiedliche Kernprozesse der pädagogischen 
Arbeit werden mit Hilfe der aufgestellten Qualitätskriterien bewertet. Anhand der 
Auswertung wird überprüft, ob der Qualitätsanspruch erfüllt wird, oder ob es Bereiche 
gibt, die verbesserungswürdig sind. Ist letzteres der Fall, werden diese Bereiche im 
Team diskutiert und Vorgehensweisen vereinbart, um die Qualität entsprechend der 
Qualitätskriterien zu verbessern. 
Die Qualitätsbeauftragte der Einrichtung nimmt regelmäßig an einem Qualitätszirkel 
teil.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Qualität der pädagogischen Arbeit extern 
bewerten zu lassen.
10.4. Beschwerdemanagement
Um ein harmonisches und qualitatives Miteinander zu gewährleisten, ist es wichtig, 
dass sich alle am KiTa-Alltag Beteiligte (Kinder, Eltern, Team) offen und authentisch 
begegnen und sich wohl und akzeptiert fühlen.
Ist dies einmal nicht der Fall, muss es einfache und unbürokratische Wege geben, 
seinen Unmut loszuwerden, sich beschweren zu können.
Wenn es zu Beschwerden kommt, nehmen wir diese entgegen und gehen 
wertschätzend damit um. Jede Beschwerde kann auch eine Chance zur positiven 
Veränderung sein! Die Person, die die Beschwerde entgegen genommen hat, sorgt 
zeitnah für eine Lösung oder gibt sie an die Leitung weiter. Die Leitung bezieht bei der 
Bearbeitung der Beschwerde und der Suche nach einer Lösung alle Beteiligten mit ein.
Um Beschwerden einzubringen, gibt es bei den Kleinen Hobbits verschiedene 
Möglichkeiten:
Beschwerden der Kinder:
• Nicht alle Kinder sind in der Lage, Beschwerden verbal hervorzubringen. Manche 
trauen sich nicht direkt, manche sind einfach noch zu jung! Durch unsere gute 
Beziehung zu den Kindern, merken wir schnell, wenn etwas nicht stimmt- durch 
gezielte, aber einfühlsame Gespräche und Fragen ermutigen wir die älteren Kinder, 
uns oder auch einem anderen Kind mitzuteilen, was ihnen nicht gefällt. Bei den 
jüngeren Kindern beobachten wir sehr genau, um den Grund für die Mißstimmung 
herauszufinden
• Im täglichen Morgenkreis haben die Kinder die Möglichkeit, Unzufriedenheiten zu 
äußern
• Nach Aktivitäten, Projekten, Festen oder Ausflügen werden die Kinder direkt 
gefragt, wie es ihnen gefallen hat oder ob beim nächsten Mal etwas verändert 
werden sollte
• In der monatlichen Kinderkonferenz gibt es eine Lob- und Meckerrunde, in der 
jedes Kind die Möglichkeit hat, sich zu äußern. Für zurückhaltende Kinder gibt es 
die Möglichkeit, für das, was ihnen nicht gefällt, einen Stein in die Mitte zu legen, für
36

das, was ihnen gefällt, eine kleine Papierblume
Beschwerde der Eltern:
• In täglichen Tür- und Angelgesprächen, bei Elterngesprächen oder auf dem 
Elternabend  haben alle Eltern die Möglichkeit, ihre Beschwerden oder 
Unzufriedenheiten direkt beim Team, der Leitung oder den anderen Eltern 
loszuwerden.
• Die Leitung bietet feste Elternsprechstunden an, die für Anliegen jeglicher Art offen 
sind
• Die Eltern können sich jederzeit persönlich oder telefonisch an den Vorstand 
wenden, der Beschwerden dann, sofern es die pädagogischen Fachkräfte betrifft, 
an diese weiterleitet.
• Einmal jährlich findet eine anonyme Elternbefragung zur Zufriedenheit statt- eine 
weitere Möglichkeit, Beschwerden vorzubringen.
• Um die Möglichkeit der anonymen Beschwerde auch den Rest des Jahres nutzen 
zu können, gibt es einen „Kummerkasten“, in den Beschwerden zu jeder Zeit 
eingeworfen werden können
Beschwerden der Mitarbeiter:
• Für Beschwerden der Mitarbeiter sind die Leitung oder der Personalvorstand die 
ersten Ansprechpersonen. Sollte die Beschwerde mit diesen Personen 
zusammenhängen, kann sich jede Mitarbeiter*in auch an andere Mitglieder des 
Vorstands wenden.
• Die Einstiegsrunde der wöchentlichen Teamsitzungen dient dazu, sowohl positive 
aber eben auch negative Empfindungen auszutauschen, Frust abzulassen und 
Beschwerden bzw. Unzufriedenheiten zu thematisieren
• In den jährlichen Personalentwicklungsgesprächen ist die Zufriedenheit der 
einzelnen Mitarbeiter*innen ein fester Bestandteil. 
10.5. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Unsere KiTa steht in vielen Bereichen im Kontakt und Austausch mit anderen 
Einrichtungen, Institutionen und Verbänden.
Wir arbeiten zusammen mit:
• Anderen Einrichtungen
Wir haben regelmäßigen Kontakt zu anderen KiTas. Im Rahmen der 
Vorschulgruppe treffen wir uns einmal im Monat mit Vorschulkindern aus z.Zt. 5 
anderen Elterninitiativen. Für unsere doch immer recht kleine Vorschulgruppe ist 
das eine gute Möglichkeit, Erfahrungen in der Großgruppe mit Gleichaltrigen zu 
machen. Für die Erzieher*innen sind diese Treffen auch eine Gelegenheit, sich 
miteinander fachlich auszutauschen. Häufig entstehen dabei auch Ideen zu 
gemeinsamen Ausflügen, Unternehmungen oder sogar Projekten.
Auch in der monatlichen Leiter*innenrunde treffen sich Leitungen aus 
verschiedenen Elterninitiativen, um sich auf Leitungsebene auszutauschen.
Bei Fragen oder Unsicherheiten kann man so jederzeit auf einen Kreis von 
Kolleg*innen zurückgreifen, die man jederzeit kontaktieren kann.
Ausserdem sprechen wir uns mit den anderen Einrichtungen im Hinblick auf die 
Schließungszeiten ab. Mit einigen Einrichtungen haben wir einen 
Kooperationsvertrag vereinbart, der die Betreuung von Kindern aus anderen KiTas 
regelt, wenn diese geschlossen hat und Eltern aber einen dringenden 
Betreuungsbedarf haben.
37

• Grundschulen der Umgebung
Um den Übergang von KiTa zur Grundschule adäqut begleiten zu können, stehen 
wir im Kontakt zu den verschiedenen Schulen, auf die die kleinen Hobbits 
wechseln.Wir nehmen teil an den Veranstaltungen für die Eltern der Vierjährigen 
und hospitieren mit den angehenden Schulkindern an einem Morgen in den 
betreffenden Schulen. Vor der Einschulung findet oft auch ein Gespräch mit der 
zukünftigen Lehrkraft statt. Sind die Eltern einverstanden, sprechen wir mit der 
Lehrkraft über das entsprechende Kind. Selten kommt auch eine Lehrkraft in die 
KiTa, um das angehende Schulkind zu besuchen- wir begrüßen solche Besuche 
sehr! 
• Dachverband Eltern helfen Eltern e.V.
Unser Dachverband unterstützt uns in allen Dingen rund um die KiTa und steht uns 
als Fachberatung zur Seite. Wir erhalten stets die neuesten Informationen, werden 
rechtzeitig über anstehende Veränderungen informiert und können jederzeit die 
Beratung in pädagogischen, rechtlichen, organisatorischen oder internen 
Angelegenheiten in Anspruch nehmen.
Durch den Dachverband werden unsere Interessen sowohl auf städtischer aber 
auch auf Landesebene vertreten. 
Der Dachverband bietet uns die Möglichkeit, günstige Rahmenverträge zu z.B. 
Altersvorsorge, Arbeitssicherheit oder Sachversicherungen abzuschließen.
Uns stehen regelmäßig abwechslungsreiche Fortbildungen zur Verfügung.
• Jugendamt und Landesjugendamt
Das Jugendamt und Landesjugendamt sind unsere Ansprechpartner  für rechtliche, 
fachliche und finanzielle Angelegenheiten rund um die KiTa. 
Rahmenstruktur,Betriebserlaubnis, Konzeption, Bewilligung des 
Einrichtungsbudgets, Verwendungsnachweise, Anzeige zu Personalwechseln, 
Öffnungs- und Schließungszeiten u.v.m sind alles Bereiche, für die das Jugendamt 
bzw. das Landesjugendamt zuständig sind.
• Gesundheitsamt
Fragen zu Kinderkrankheiten, Unterstützung bei der Zahnhygiene, 
Schuluntersuchungen, Überprüfung der Hygienevorschriften insbesondere in der 
Küche und vieles mehr- das Gesundheitsamt Münster berät und unterstützt die KiTa
in den Bereichen, die mit der Gesundheit der Kinder und der Hygiene in der 
Einrichtung zu tun hat
• AJP
Die Firma AJP ist sozusagen unsere Fachkraft für Arbeitssicherheit. Ob Prüfung der
Aussenspielgeräte, Prüfung von Kleinelektrogeräten u.v.m..  AJP organisiert diese 
Termine und unterstützt uns, die gesetzlich vorgeschriebenen 
Sicherheitsbedingungen zu erfüllen. Sie beantworten unsere Fragen rund um das 
Thema Sicherheit und Arbeitsschutz und bieten gemeinsam mit unserem 
Dachverband Fortbildungen in diesem Bereich an!
• Fachschulen
Als Kindertagesstätte verstehen wir uns auch als Ausbildungsort für zukünftige 
Erzieher*innen. Gerne bieten wir ihnen die Möglichkeit, ein Praktikum bei uns zu 
machen. Wir stehen in regem Austausch mit den ausbildenden Fachschulen. 
Während der Praktika kommen die Lehrer zu uns in die Einrichtung. Regelmäßig 
nehmen wir an Praxisanleiter-Treffen teil, um uns über die neusten 
Ausbildungsinhalte zu informieren.
• Therapeuten/ Ärzte
38

Ist ein Kind schon in Behandlung bei einem Therapeuten/ Arzt, sind wir offen für 
Kontakte und sprechen, wenn die Eltern einverstanden sind, mit ihnen über das 
Kind und wie wir es aus ihrer Sicht in der Kita noch unterstützen und fördern 
können.
Hat ein Kind aus unserer Sicht Bedarf an einer zusätzlichen Förderung wie z.B. 
Logopädie, Ergotherapie oder Physiotherapie, sprechen wir die Eltern darauf an 
und unterstützen sie gerne, den passenden Therapeuten für das jeweilige Kind zu 
finden.
• Fortbildungsinstitute
Um uns selber immer wieder weiter zu entwickeln, besuchen wir regelmäßig 
Fortbildungen in unterschiedlichsten Bereichen. Dazu gehören z.B. Erste-Hilfe-
Kurse, Fortbildungen zum Kindesschutz und Fortbildungen zu pädagogischen, 
psychologischen oder organisatorischen Themen. Diese finden bei verschiedenen 
Tägern statt.
• Stadtteilbücherei St. Clemens
Regelmäßige Besuche in der Stadtteilbücherei eröffnen den Kinder viele 
Möglichkeiten, das Medium Buch kennenzulernen. Mit den älteren Kindern wird ein 
"Büchereiführerschein" gemacht und im Vorschualter haben sie die Möglichkeit, 
ihren eigenen Büchereiausweis zu erhalten.
• Marienheim
Gemeinsam Erzählen, Singen, Basteln, Spielen, Plätzchen essen...von der 
gemeinsamenen Zeit profitieren Jung und Alt.
• Sozialraumtreffen
In regelmäßigen Abständen treffen sich Leitungen der Kindertageseinrichtungen 
und Tagespflegepersonen beim Sozialraumtreffen, um gemeinsame Themen zu 
erörtern und sic auszutauschen.
• TUS-Hiltrup 
Eine Kooperation mit dem Tus-Hiltrup ermöglicht die angestrebte Zertifizierung zur 
Bewegungskita mit Pluspunkt Ernährung
39

Anlage_6.4_Villa Luna_Ernährungskonzept_Hiltruper Baumschule

49570 Zeichen

ERNÄHRUNGSKONZEPT  
„Ein guter Start währt ein Leben lang.“ 
„A good start lasts a life time.“

- 1 - 
 
Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
 
 
 
 
 
Inhalt 
 
1. Vorbemerkungen ...................................................................................................... - 2 - 
1.1. Entstehung des Ernährungskonzepts .................................................................. - 2 - 
1.2. Verankerung im Villa Luna Rahmenkonzept ........................................................ - 2 - 
1.3. Bildungsgrundsätze zum Thema Ernährung in der Kita ....................................... - 3 - 
2. Hintergrundwissen ................................................................................................... - 4 - 
2.1. Ernährung bei Villa Luna ..................................................................................... - 4 - 
2.2. Entwicklungstabelle ............................................................................................. - 4 - 
3. Bildungssituation Mahlzeit ...................................................................................... - 8 - 
3.1. Räumlichkeiten .................................................................................................... - 8 - 
3.2. Tischatmosphäre und Möglichkeiten gestalten .................................................... - 9 - 
4. Mitwirkung und Mitsprache ................................................................................... - 10 - 
   4.1       Partizipation in Essenssituationen .................................................................... - 10 - 
4.2. Was ist beim Essen erlaubt? ............................................................................. - 10 - 
4.3. Mahlzeiten ......................................................................................................... - 12 - 
4.4. Probierhappen ................................................................................................... - 12 - 
4.5. Belohnung und Bestrafung ................................................................................ - 13 - 
5. Unsere pädagogischen Leitsätze .......................................................................... - 13 - 
6. Umgang mit Allergien ............................................................................................ - 14 - 
7. Elternbeteiligung .................................................................................................... - 15 - 
8. Anhang .................................................................................................................... - 15 - 
8.1. Empfehlenswerte Produkte bei „Kuhmilch“-Allergie/Milcheiweißallergie ............ - 15 - 
8.2. Snacks für Kinder .............................................................................................. - 16 - 
8.3. Nahrungsmittelliste Villa Luna ........................................................................... - 18 - 
 
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Sprachform bei personenbezoge-
nen Substantiven und Pronomen. Dies soll keinesfalls eine Benachteiligung anderer Geschlechter im-
plizieren, sondern ist im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutrale Formulierung 
zu verstehen.  
Ernährungskonzept

- 2 - 
 
Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
1. Vorbemerkungen 
1.1. Entstehung des Ernährungskonzepts 
„Die Hand ist jenes feine, komplizierte Organ, das der Intelligenz gestattet, nicht bloß 
kundzugeben, sondern in ganz bestimmten Beziehungen zur Umwelt zu treten.“1  
 
Eine gute Verpflegung von der Krippe bis zum Kindergarten/Elementarbereich ist ein 
gesetzlicher Auftrag und eine große Herausforderung für alle Bildungseinrichtungen. Unsere 
Köche, Mitarbeiter in den Kindertagesstätten (folgend: Kitas), Eltern sowie der Träger haben 
ein gemeinsames Ziel: Wir wollen ein qualitativ hochwertiges, vollwertiges Essen, das gesund 
ist, schmeckt und bezahlbar ist. 
Gleichzeitig spielt das Thema Ernährung in der Kita eine immer wichtigere Rolle, denn die 
Kinder verbringen zunehmend mehr und immer früher Zeit in der Kita. So sind auch die 
Essenssituationen wichtige Bildungsmomente, die einen hohen Stellenwert einnehmen. 
Als vier wichtigste Leitgedanken im Bildungsbereich Ernährung gelten bei Villa Luna demnach: 
 
1. Gesundheit  
2. Wertschätzung  
3. Nachhaltigkeit    
4. Ökonomie 
 
Aus diesen Gründen hat Villa Luna im Jahr 2018 den Arbeitskreis „Ernährung“ gegründet, 
welcher das Ziel hatte, das vorliegende Konzept und einen pädagogischen Leitfaden zu 
erarbeiten. Der Arbeitskreis setzt sich aus Trägervertretern und Einrichtungsleitungen 
zusammen. 
Das vorliegende Konzept soll ab 2020 in die tägliche Arbeit aller Villa Luna Einrichtungen 
implementiert werden. Es wird jährlich evaluiert und weiterentwickelt. 
 
 
1.2. Verankerung im Villa Luna Rahmenkonzept 
 
Unsere wichtigste Aufgabe ist es, jedem von uns betreuten Kind die Chance auf eine 
bestmögliche Entwicklung zu geben. Die ersten sechs Lebensjahre bilden eine sehr prägende 
Phase des menschlichen Lebens, weshalb wir Kindern besonders in dieser Zeit den 
Entwicklungsspielraum und die Aufmerksamkeit geben möchten, die sie für ihre individuelle 
Entfaltung benötigen. Hierzu sollte, unserer Ansicht nach, jedes Kind so früh wie möglich 
vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Themenfeldern geboten 
bekommen. Mit unserem ganzheitlichen Konzept möchten wir das Fundament für eine 
gesunde Entwicklung legen. 
 
Basierend auf den Bildungsgrundsätzen NRW beinhaltet das Villa Luna Rahmenkonzept zwei 
große Schwerpunkte: 
 
 Körper, Gesundheit und Ernährung, 
 Bewegung. 
  
 
1 Maria Montessori 1996a:89

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
Kinder entdecken sich und ihre materielle sowie personale Umwelt durch Bewegung und 
machen sie sich über Körper und Sinne zu Eigen. Zudem sind sie von Natur aus neugierig und 
experimentierfreudig. Unsere Hauptaufgabe liegt darin, sie auf diesem Weg achtsam und 
umsichtig zu begleiten und ihnen vielfältige Anregungen für eine gesundheitsbewusste 
Lebensweise an die Hand zu geben. 
Beide oben genannten Schwerpunkte haben zum Ziel, unseren Kindern ein positives 
Selbstwertgefühl für eine stabile Entwicklung zu vermitteln. Besonders in der heutigen Zeit, die 
geprägt ist durch Hektik und Zeitnot, ist dies besonders wichtig. 
 
 
1.3. Bildungsgrundsätze zum Thema Ernährung in der Kita  
Bildungsgrundsätze NRW  
In den Bildungsgrundsätzen NRW heißt es dazu: 
„Körperliches und seelisches Wohlbefinden ist eine grundsätzliche Voraussetzung für die 
Entwicklung und Bildung und ein Grundrecht von Kindern. Die Wahrnehmung des eigenen 
Körpers und die Erfahrungen seiner Wirksamkeit sind grundlegende Erfahrungen für jedes 
Kind. Der erste Bezugspunkt des Kindes ist sein Körper mit seinen Bewegungen, Handlungen 
und Gefühlen […] Über Tasten, Fühlen und Saugen begreifen Kleinkinder die Welt. Sie 
entwickeln ihr Selbstkonzept und ihre Identität und gewinnen dadurch Vertrauen in die eigenen 
Fähigkeiten.“2 
 
Berliner Bildungsprogramm 
Im Berliner Bildungsprogramm für Kitas und Kindertagespflege heißt es dazu:  
„Eine ausgewogene Ernährung ist eine wesentliche Bedingung für die körperliche, emotionale 
und geistige Entwicklung eines Kinder […] Essen in der Kita ist sinnliches Erleben, Genuss, 
Gefühl, Austausch, Ritual, Rhythmus und Bildung gleichermaßen (…)“3 
 
Orientierungsplan Niedersachsen 
Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer 
Tageseinrichtungen für Kinder äußert sich folgendermaßen: 
„Förderung von Bewegung und Gesundheit bedeutet auch eine Orientierungshilfe in Hygiene 
und Ernährungsfragen. Die besorgniserregende Zunahme von Übergewicht bereits bei Schul-
anfängern macht deutlich, dass auch der Tageseinrichtung eine hohe Verantwortung bei der 
Prävention kindlicher Fehlernährung zukommt. Wenn gesundes Essen ansprechend angebo-
ten, gelegentlich auch gemeinsam zubereitet wird, werden Körper und Sinne zugleich erreicht 
und können Ernährungsgewohnheiten positiv beeinflusst werden.“4 
 
Hamburger Bildungsempfehlungen 
In den Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in 
Tageseinrichtungen heißt es: 
„Eine ausgewogene Ernährung ist eine wesentliche Bedingung für die gesunde körperliche, 
emotionale und geistige Entwicklung eines Kindes. Kindertageseinrichtungen sind Orte, an 
denen Kinder in vielfacher Weise mit Wissen und Fertigkeiten bezüglich gesunder Ernährung 
bekannt werden und eine positive Esskultur erleben. In regelmäßigen und gemeinsamen 
Mahlzeiten werden sie vertraut mit vielfältigen und vollwertigen Nahrungsmitteln. Kinder 
erfahren, dass gesunde Ernährung auch Spaß machen kann. Sie können sich aktiv an der 
 
2 Bildungsgrundsätze NRW, S. 84. 
3 Berliner Bildungsprogramm, S. 71. 
4 Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrich-
tungen für Kinder, S. 19.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
 
Auswahl der Lebensmittel, sowie der Planung und Zubereitung von Mahlzeiten beteiligen. Das 
gemeinsame Essen in einer ansprechenden Atmosphäre hat einen positiven Einfluss auf das 
individuelle Sozialverhalten und die soziale Gemeinschaft. Die Art der Ernährung und des 
gemeinsamen Essens ist in vielen Kulturen unterschiedlich ausgeprägt – die Kita ermöglicht 
den Kindern mit dieser Vielfalt vertraut zu werden.“5 
 
2. Hintergrundwissen 
2.1. Ernährung bei Villa Luna 
 
In der 1986 von der WHO veröffentlichten Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung ist 
folgendes definiert:  
 
„Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es 
notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre 
Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. 
sie verändern können“6. 
 
Kinder haben von Geburt an ein vorhandenes Interesse, sind neugierig und explorieren gerne. 
Das gilt auch für Essenssituationen. Im Krippenalter befinden sich Kinder in einer 
entwicklungspsychologischen Phase, in der sie in erster Linie noch mit sich selbst und ihrer 
Autonomiebestrebung beschäftigt sind.  
Aus diesen Gründen stehen bei Villa Luna auch beim Thema Ernährung die Bedürfnisse und 
Ressourcen jedes Kindes an erster Stelle, denn jedes Kind soll die Erfahrung machen dürfen, 
dass der Esstisch ein Ort der Freude und des Genießens ist. Essen soll Spaß machen, ein 
Gefühl des Genusses vermitteln und im besten Fall als Qualitätszeit empfunden werden. 
Vorherrschende Vorstellungen der Erwachsenen, die der eigenen Sozialisation entspringen, 
müssen reflektiert werden, um diesbezüglich Kindern im Krippen- und Kindergartenalter 
gerecht werden zu können. So trägt zum Beispiel das selbständige Auftun zur 
Selbstwirksamkeitserfahrung bei. Außerdem sollte den Kindern ein fließender Übergang von 
Spiel, Essen, Pflege und Schlafen ermöglicht werden, ohne dass dieser für Kinder und 
Erzieher zur „Fließbandarbeit“ wird. 
 
2.2. Entwicklungstabelle  
 
Lebens-
alter in 
Monaten 
Sinne/Organe/ 
Motorik 
Was das Kind 
schon kann 
Was das Kind essen 
sollte 
Forderungen für die 
Kita 
Ab der 
Geburt 
Sinne sind alle 
funktionsfähig, 
aber unterschied-
lich entwickelt 
 
Such- und Saug-
reflex 
Saugen 
 
Schlucken 
Nur Muttermilch  
(Stillen nach Bedarf und 
solange erwünscht das 
ganze erste Lebensjahr) 
bzw. industriell hergestellte 
Säuglingsmilch Pre- und 
1er-Nahrung 
 
 
5 Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in Tageseinrichtun-
gen, S. 55. 
6 Ottawa Charta 1986, S. 58.

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Zungenstreck- 
und Zungenstoß-
reflex 
 
≥ 4 Beginn der Kopf-
kontrolle 
 
Auge-Hand-Koor-
dination 
Angelehnt am Körper 
des Erwachsenen 
auf dem Schoß sit-
zen 
 
Dinge greifen und in 
den Mund stecken 
Füttern im „Fütterungs-
sessel“ 
 
Eingeplante Zeiten mo-
torischer Übungen mit 
dem Säugling (Kopfkon-
trolle) 
 
Angebot von (giftfreien) 
Greifspielzeugen (hapti-
sche angepasste Ober-
fläche, unterschiedliche 
Greifmöglichkeiten, 
speichelfestes Material), 
die das „Mundeln“ und 
Beißen ermöglichen 
 
≥ 5 Verdauung von 
Stärke 
 
Durch Kopfkon-
trolle und Über-
windung der Zun-
genreflexe Essen 
vom Löffel neh-
men 
Zungenstreckreflex 
muss überwunden 
werden 
 
Gefüttert werden 
 
Essen ohne zu sau-
gen 
 
Brei verdauen 
Frühestmöglicher Beginn 
Beikost (nach Kind/Ent-
wicklung verschieden) 
komponentenweise 
 
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-
Brei, beginnend mit Ge-
müse 
Rezept beachten: Nicht 
würzen und salzen (auch 
nicht süßen) 
 
Behutsames heranfüh-
ren an die Breikost in ei-
ner ruhigen Atmo-
sphäre, auf dem Schoß, 
unterstützend mit einer 
positiven Mimik, zuge-
wandter Haltung und si-
muliertem „Mitessen“ 
(Mundbewegungen vor-
machen) 
 
„Weiche“ Löffel aus Sili-
kon (Metall ist zu hart 
und leitet die Wärme der 
Speise) 
 
5-7 Auge-Hand-Mund-
Koordination 
Selbstständig Essen 
zum Mund zu führen 
kann wegen Schluck-
Atem-Koordination 
noch problematisch 
sein 
 
Milch und stufenweise 
Breikost 
Zugewandtes Füttern 
 
Erst mit motorischer 
Entwicklung zum freien, 
selbständigen Sitzen 
dann im geeigneten 
Hochstuhl, Essbank     
oder auf dem Hocker mit 
Tisch 
 
Entwicklungsgerechte 
Essplatzgestaltung 
(auch Geschirr, Besteck, 
rutschfeste Unterlage) 
 
Füttern mit Blickbezie-
hung gegenüber 
 
5-8 Mittlere untere 
Schneidezähne 
 
Abbeißen von (wei-
chen) Lebensmitteln 
 
Beikost bzw. Breikost-
phase 
5-9 Mit beiden Hän-
den greifen und 
halten 
Flasche selbständig 
halten (spätestens 
bis 12. Monat) 
 
Weiter Milch und Breikost 
 
 
 
 
 
 
Sitzen und Hände 
frei nutzen 
 
Pinzettengriff 
 
Zangengriff 
Lernen, Essen in den 
Mund zu stecken und 
mit dem Löffel zu es-
sen 
Milch-Getreide-Brei (6.-8. 
Monat) 
 
Beginn des selbständigen 
Essens

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6-10 
 
 
 
 
Mit Daumen und ge-
strecktem Zeigefin-
ger kleine Gegen-
stände nehmen und 
zum Mund führen 
Brotstücke  selbst greifen 
und in den Mund stecken 
Schrittweise in die Zwei-
Löffel-Methode einstei-
gen, dem Kind mit eige-
nem Löffel das Einüben 
ermöglichen und behut-
sam zu füttern 
 
Mit Daumen und ge-
bogenem Zeigefinger 
Objekte greifen und 
festhalten 
Speisestücke greifen und 
selbst in den Mund stecken 
 
Das Kind begleiten, um 
Verschlucken zu vermei-
den 
 
 
 
 
 
 
Ab dem 10. Monat ge-
zielt auch stückige Kost 
anbieten, um die Lust 
des Greifens und In-
den-Mund-Schiebens zu 
fördern 
 
 
 
 
 
≥7 Auge-Hand Koor-
dination Objekte 
als Werkzeug nut-
zen 
Mit dem Löffel Nah-
rung aufnehmen 
 
Aus Tasse oder Glas 
trinken 
Getreide-Obst-Brei (7.-9. 
Monat), danach können  
alle Breie gegessen wer-
den 
 
Ab dem 10. Monat: stü-
ckige Kost  
 
Kinder vertragen noch 
nicht gut: Frittiertes, scharf 
Gebratenes, stark Gewürz-
tes, Salz 
 
Vorsicht vor pathogenen 
Mikroorganismen: Keine 
rohen Fleisch-, Fisch- oder 
Eiprodukte, kein Honig; 
Hygienevorschriften beach-
ten! 
 
Kind will Nahrungsmittel/ 
Speisen getrennt probieren 
( z.B. Brotbelag getrennt 
vom Brot) 
Auch bei zunehmender 
Selbständigkeit während 
der ganzen Mahlzeit be-
gleiten 
 
Entwicklungsgerechte 
Essplatzgestaltung (Ge-
schirrgröße und -form, 
rutschfeste Unterlage 
etc.), eine Auswahl an 
Ess-Werkzeugen in 
Greifnähe bereitlegen 
 
Übersichtliche Präsenta-
tion von Speisen auf 
dem Tisch, Speisen 
nicht vermischen, son-
dern getrennt wahrneh-
men lassen 
 
Speisen erst nach An-
blick durch die Kinder 
mit der Gabel verarbei-
ten (Wahrnehmen der 
Komponenten) 
 
Gezielte sprachliche Be-
gleitung der Blicke des 
Kindes auf die Speisen; 
die Speisen beschrei-
bend 
 
Schrittweise Einführung 
von Gesten zur Be-
schreibung des Genus-
ses und Geschmackes  
(z.B. Bauchstreichen 
„Mmhh“) 
 
≥8-9 Gezieltes Be-
obachten 
 
Imitieren und sen-
somotorische In-
tegration:  
Gesehenes nach-
machen können 
Nahrung und Spei-
sen visuell begutach-
ten 
 
Zunehmend selbst 
essen wollen und da-
bei den Umgang mit 
Werkzeug, Geschirr 
und Besteck nach-
machen 
 
Andere füttern (wol-
len) 
 
≥9 Durch weitere mo-
torische Entwick-
lung zunehmend 
Interesse, selb-
ständig zu essen 
Versuchen, selbst zu 
essen  
 
Speisen der Erwach-
senen probieren wol-
len

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≥9-12 Kognitive Entwick-
lung unterstützt 
durch Wahrneh-
mung und Nach-
ahmung die Ent-
wicklung motori-
scher Fertigkeiten 
Mit Werkzeugen und 
Lebensmitteln expe-
rimentieren 
 
Den Vorgang des 
Essens nachspielen 
 
 
Übergang zur Familien-
/Gemeinschaftsmahlzeit, 
aber keine rohen Fleisch-
Fisch- und Eierprodukte, 
keine Rohmilchprodukte, 
kein Honig! 
 
Kombination von Milch und 
Beikost 
 
Angepasster Speiseplan 
mit Komponenten aus der 
dem Kind bekannter Fami-
lienkost, um die Akzeptanz 
der Gemeinschaftskost zu 
erhöhen 
Die Lust an Nachah-
mung unterstützen 
durch Alltagsmaterialien 
aus Hauswirtschaft und 
Küche im Spielbereich: 
z.B. Schüsseln verschie-
dener Größen anbieten 
zum Ineinander stellen 
oder Reihe bilden 
10-12 Zunahme an mo-
torischer Sicher-
heit 
 
Erkundungsdrang 
Sachen heranziehen 
 
Räumen 
 An Körpergröße des 
Kindes angepasste 
Möblierung: 
Das Kind sitzt frei, hält 
das Gleichgewicht und 
ist nicht durch Armleh-
nen beeinträchtigt; die 
Füße können gut auf 
dem Boden stehen, der 
Tisch ist nicht zu hoch 
(kurz über dem Bauch-
nabel des sitzenden Kin-
des) und ermöglicht ein 
freies Hantieren 
 
11-18 Auge-Hand-Mund-
Koordination 
 
Werkzeug-Ge-
brauch 
Eigenständig ohne 
Hilfe mit Löffel und 
später Gabel essen 
Gemeinschaftsmahlzeit: 
Kombination von ggf. Mut-
termilch und drei Haupt- 
und zwei Zwischenmahl-
zeiten 
 
Wichtig: Langsame Ge-
wöhnung an Mahlzeiten-
rhythmus 
 
Kinder vertragen immer 
noch nicht gut: Frittiertes, 
scharf Gebratenes, stark 
Gewürztes, Salz 
 
Weiter Vorsicht bei Keim-
belastung! 
 
Bei Speiseplanung darauf 
achten, dass die Speisen 
verschiedene Konsistenz 
haben, um Kauen und 
Schlucken zu trainieren 
und die Möglichkeit der 
Zähne zum Kauen zu ent-
decken 
 
Unterschiedliches kind-
gerechtes Besteck und 
Geschirr zum Auspro-
bieren und Erkunden; 
Schalen mit nach innen 
gewölbtem Rand er-
leichtert das Essen 
 
Kleine Geschirrgrößen 
erleichtern das selbstän-
dige Auffüllen kleiner 
Mengen 
 
Speisenpräsentation 
übersichtlich und in 
Glasschüsseln gut nach-
vollziehbar 
 
Kleine Portionen (für je 
ein Kind) erleichtern 
Auswahl und selbständi-
ges Auffüllen 
 
 
 
12-18 
Weitgehende Ab-
lösung der Mund-
reflexe durch 
Rotierende Mundbe-
wegungen zur Zer-
kleinerung der Nah-
rung 
Zur Verfügung stellen 
von Tasse und Glas, de-
ren Rand leicht nach au-
ßen gewölbt ist, um das

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Mund-Ess-Bewe-
gungen (Schluck-
reflex bleibt)  
 
Wiederholung (gibt Sicher-
heit) mit Einführung von 
neuem Geschmack ab-
wechseln 
 
Speisen vorsehen, die mit 
der Gabel aufgespießt wer-
den können 
Umgewöhnen von Sau-
ger auf Behältnis zu er-
leichtern 
 
Kleine Tassen und Glä-
ser (am besten transpa-
rent und ohne Henkel) 
können Kinder beidhän-
dig selbst greifen und 
halten 
 
12-18 Hand-Mund-
Schluck-Bewe-
gungen koordinie-
ren 
Eigenständig ohne 
Hilfe aus einer nor-
malen Tasse oder ei-
nem Glas trinken 
14-15 Backenzähne Kauen Zähneputzen nach der 
Hauptmahlzeit spiele-
risch im Waschraum vor 
dem Spiegel einführen; 
die Entdeckung der 
Zähne unterstützen 
 
18-24  Allein und zuneh-
mend ohne zu Kle-
ckern selbständig mit 
dem Löffel und spä-
ter der Gabel essen 
Zur Verfügung stellen 
von im Eigengewicht 
ausgewogenem Be-
steck, das das Hantie-
ren unterstützt 
Zu jedem Essen das 
volle Besteck anbieten 
 
Den Übergang in etwas 
größere Tischgemein-
schaften ähnlich kompe-
tenter Kinder anbieten 
und begleiten 
 
(Vgl. Methfessel, Höhn & Miltner-Jürgensen: Esskalender, 2015) 
 
3. Bildungssituation Mahlzeit 
3.1. Räumlichkeiten  
„Kinder brauchen klare Strukturen und Übersichtlichkeit in ihren Lern- und Lebensräumen.“7 
Dieses Zitat möchten wir in unseren Einrichtungen bei der Raumgestaltung integrieren. Grund-
sätzlich möchten wir allen Kindern eine angenehme Essenserfahrung ermöglichen, die lang-
fristig eine positive Erinnerung schafft (hierzu mehr in "Partizipation und Rolle der Erzieherin"). 
Essen ist schließlich keine Belohnung, sondern eine Selbstverständlichkeit.  
Bei Villa Luna sollen Mahlzeiten grundsätzlich in einer gemütlichen, appetitlichen und willkom-
menen Atmosphäre eingenommen werden. Dies kann in den Gruppenräumen, aber auch auf 
dem Außengelände oder auf Ausflügen geschehen (z.B. Picknick im Sommer).  
Hierbei ist es wichtig, die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Dabei geht es 
nicht nur ausschließlich um den Umgang, die Essenszubereitung und die Speisen, sondern 
 
7 https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/raumgestaltung/innenraeume/2222

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
auch um den Rahmen, den wir als Kindertagesstätte und als pädagogische Fachkräfte schaf-
fen. 
Die Zimmertemperatur sollte angenehm sein: Eine Temperatur "von 20 bis 24° C wird als an-
genehm empfunden"8. Jeder Gruppenraum/jedes Bistro ist mit altersgerechten Tischen aus-
gestattet, an denen sich die Kinder selbstständig hinsetzen und aufstehen können. Die Kinder 
essen an kleinen Tischen mit maximal 5-6 Kindern. Selbstverständlich ist eine Unterstützung 
durch die pädagogische Fachkraft hier wünschenswert, wenn ein Kind noch Schwierigkeiten 
bei diesem Bewegungsablauf hat. Diese Unterstützung ist immer sprachlich zu begleiten. 
 
3.2. Tischatmosphäre und Möglichkeiten gestalten 
Eine positiv erlebbare Tischatmosphäre mit selbst gebasteltem Tischschmuck oder frischen 
Blumen, mit anregenden Gesprächen und ausreichend Zeit, um in einem individuellen Tempo 
zu essen, stärkt die Genussfähigkeit. Bei Villa Luna wird Porzellangeschirr für die verschiede-
nen Mahlzeiten genutzt. Servietten als Tellerersatz sind nicht gestattet. Plastikgeschirr dient 
nur auf Ausflügen oder im Außenbereich als Alternative.  
Jedem Kind sollte ermöglicht werden, zu erkennen, welche Speisen auf dem Tisch angeboten 
werden. Einzelne Essenkomponenten sind in Glasschüsseln zu servieren, damit auch die klei-
neren Kinder das Angebot erkennen können.  
Jedes Kind bekommt (seinem Entwicklungsstand und Alter entsprechend) ein eigenes Be-
steckt. Das bedeutet: Jedes Kind erhält zur Mittagsmahlzeit eine Gabel, ein Messer und einen 
Löffel, um eigenständig entscheiden zu können, mit welchem Hilfsmittel es die Mahlzeit zu 
sich nehmen möchte. Darüber hinaus hat es so die Möglichkeit, sich auszuprobieren.  
Kleine Kannen und kleine Flaschen mit Wasser oder Tee müssen zu jeder Mahlzeit ausrei-
chend vorhanden sein, damit die Kinder sich selbstständig bedienen können. Teller mit Le-
bensmitteln sind grundsätzlich mit einer Gabel (als Zulege-Besteck) zu versehen, um die Hy-
gienevorschriften einzuhalten.   
Bei jeder Mahlzeit wird ein Eimer mit einem Lappen in Sichtweite der Fachkraft dazu gestellt, 
damit die Kinder selbstständig den Tisch reinigen können, oder sich selbstständig helfen kön-
nen, wenn sie etwas verschüttet haben. Jedes Kind darf selber entscheiden, ob es ein Lätz-
chen tragen möchte oder nicht. Die Kinder werden motiviert, die Lätzchen selbstständig anzu-
ziehen (Lätzchen mit Gummizug, Druckknopf, Klettverschluss).  
Die Kinder bekommen die Möglichkeit, den Tisch selbstständig zu decken und abzuräumen. 
Hierzu sollten Teller, Besteck, Gläser und andere Utensilien auf Kinderhöhe angeboten wer-
den, um die Eigenständigkeit zu fördern.  
Zum gedeckten Tisch zählen:  
- Genug Platz für jedes Kind am Tisch 
- Saisonale/jahreszeitliche/festliche Tischdekoration (z.B. aus dem Garten gepflückt o-
der auf dem Ausflug gesammelt). Minimum: Tischset in der Mitte mit kleiner Dekoration  
- Bei Bedarf: Servietten, Tischdecken, … 
 
8 http://www.sichere-kita.de/gruppenraum/allgemeine_anforderungen/raum_klima/01.htm

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
4. Mitwirkung und Mitsprache 
4.1. Partizipation in Essenssituationen  
Indem das Kind bei der Nahrungsaufnahme eine aktive Rolle einnimmt, wird es in vielen Be-
reichen gefördert. Die Feinmotorik, die taktile Wahrnehmung sowie die kindliche Fähigkeit zur 
Selbstregulation werden z.B. gestärkt. Das Ausmaß an Toleranz gegenüber experimentellem 
Erforschen der Lebensmittel muss im Team der Einrichtung abgesprochen werden. 
Die Kinder haben bei Villa Luna stets die Möglichkeit, Mitsprache und Mitwirkung in Essenssi-
tuationen zu erleben. Dabei werden das Selbstwertgefühl und die Wertschätzung anderen ge-
genüber gestärkt.  
 
Durch die Möglichkeit, über die Menge ihres Essens selbst zu bestimmen, können die Kinder 
eine differenzierte Selbst- und Körperwahrnehmung für Hunger und Sättigung entwickeln. 
Beim Selbertun lernen sie, ihre Fähigkeiten einzuschätzen und weiterzuentwickeln. Eine Viel-
falt von Verhaltensweisen und auch Einstellungen zur „kindgerecht verpackten“ Wissensver-
mittlung im Bereich Gesundheit werden über die Chance, gesundes Essen und Trinken mit 
allen Sinnen zu erfahren und zu genießen entwickelt und gefestigt.  
4.2. Was ist beim Essen erlaubt?  
 
Sinnliche und genussvolle Esskultur 
Um eine sinnliche und genussvolle Esskultur zu unterstützen, wird der Esstisch gemeinsam 
von Team und Kindern mit Tischschmuck dekoriert, bei dessen Auswahl die Kinder mitbe-
stimmt haben. Auch bei der Gestaltung der Essenssituation werden die Kinder entsprechend 
ihrer Kompetenzen partizipativ eingebunden (z.B.  beim Tisch decken). Vor- und Nachberei-
tungen, die für eine Mahlzeit relevant sind, werden ebenfalls gemeinsam mit den Kindern ge-
staltet und organisiert.  
 
Die Tischgemeinschaft  
Die Kinder essen an kleinen Tischen mit maximal fünf bis sechs Kindern. Die älteren Kinder 
der Gruppe orientieren sich meistens an Gleichaltrigen und bilden daher Kleingruppen. Der 
Anspruch, eine Tischgemeinschaft mit der ganzen Krippengruppe zu genießen, wird in diesem 
Fall dem kindlichen Bedürfnis nach einem kleinen Rahmen nicht gerecht.  
 
Tischrituale gemeinsam schaffen und erleben  
Tischrituale werden gemeinsam mit den Kindern gelebt. Hierzu gehört zum Beispiel ein Fin-
gerspiel am Tisch, oder ein Singkreis vor dem Mittagessen. Das gemeinsame Essen ist keine 
Situation, bei der Warten gelernt wird. Deshalb finden Rituale vor der Essensvergabe statt und 
bevor das Essen auf dem Tisch/in der Gruppe steht. Die Kinder dürfen eigenständig entschei-
den, mit wem sie zusammensitzen möchten. Außerdem dürfen die Kinder auch einen gemein-
samen Verhaltenskodex festlegen und altersentsprechende Regeln aufstellen. 
 
Selbstbestimmte Beteiligung  
Den Kindern sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich selbstbestimmt und selbstwirksam 
an Essenssituationen zu beteiligen – immer bezogen auf ihre individuellen Fertigkeiten und

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Fähigkeiten. Sobald die Kinder sicher eigenständig sitzen und einen Löffel halten können, 
sollte ihnen dies in allen Essenssituationen ermöglicht werden. 
 
Eigenständigkeit – Speisen selbständig nehmen 
Indem die Kinder autonom entscheiden, ob und was sie essen, wird ihre Freude am Explorie-
ren unterstützt. Im besten Fall werden die Kinder im Laufe der Zeit neugierig auf neue Speisen 
und wählen auch ihnen unbekannten Komponenten aus. Das selbstständige Auftun des Es-
sens auf den eigenen Teller trägt dazu bei, dass die Kinder ihre Selbstwirksamkeit erleben. 
Die Kinder entscheiden, was und wie viel sie nehmen und in welcher Reihenfolge.  
 
Warten am Esstisch 
Das „Sitzenbleiben bis alle fertig sind“ ist für Erwachsene vor dem Hintergrund ihrer eigenen 
Wertvorstellungen ein Ausdruck des gegenseitigen Respekts. Kleinstkinder sind jedoch noch 
nicht in der Lage, moralische Wertvorstellungen zu empfinden bzw. einzuhalten. Sie haben 
einen hohen Bewegungsdrang, weshalb Kinder, die mit dem Essen fertig sind, den Tisch ver-
lassen dürfen sollten.  
 
Um Abwarten zu lernen, ist der Esstisch nicht der richtige Ort. Hunger hält vom Explorieren ab 
und behindert dementsprechend die Bildungsprozesse.  
Kinder, die müde sind, oder keinen Hunger haben, sollen nicht aus Prinzip an der Tischge-
meinschaft teilnehmen müssen, sondern die Möglichkeit haben, die Mahlzeit später oder frü-
her einzunehmen.  
 
Kinder die satt sind, dürfen aufstehen und den Esstisch verlassen 
Kleinkinder haben einen sehr großen Bewegungsdrang. Sie sind noch nicht in der Lage, über 
einen längeren Zeitraum hinweg ruhig zu sitzen. Kinder, die sich satt gegessen haben, stehen 
vom Tisch auf und verlassen den Essbereich. Die anderen Kinder werden dies nicht als per-
sönliche Missachtung interpretieren. Mitarbeitende können bereits mit der Pflege des Kindes 
beginnen. So haben die Kinder die Möglichkeit, fließende Übergänge vom Mittagessen zum 
Schlafen zu erleben, ohne dass diese Situation für die Kinder und Erzieherinnen zur „Fließ-
bandarbeit“ wird.  
 
Start des gemeinsamen Essens 
Das Essen auf dem Tisch ist sofort verfügbar; die Kinder beginnen zu essen, wenn sie sich 
das Essen auf den Teller genommen haben. Der gemeinsame Beginn einer Mahlzeit stellt 
besonders für Krippenkinder eine große Herausforderung dar. Kinder, die bereits Essen auf 
ihrem Teller haben, sollten deshalb ruhig anfangen zu essen. Auch hier gilt: Um Abwarten zu 
lernen, ist der Esstisch der falsche Ort. Diese Erfahrungen machen Kinder im Alltag oft genug, 
z.B. wenn ein heiß begehrtes Spielzeug grade nicht verfügbar ist, oder die Bezugsperson sich 
in einem Moment einem anderen Kind zuwendet.  
 
Jedes Kind darf sich satt essen  
Die Kita-Mitarbeiter entscheiden auf Grundlage einer gesunden, vollwertigen Ernährung und 
den Vorlieben der Kinder, welche Lebensmittel angeboten werden. Die Erfahrung, dass die 
Portionen vom Lieblingsessen begrenzt sind bzw. das Essen für alle Kinder der Gruppe aus-
reichen muss, gehört zum gemeinsamen Essen in der Krippe dazu. Wenn allerdings ein Kind, 
das im Verdacht steht zu viel zu essen, das Bedürfnis nach mehr hat, sollte ihm nicht das 
Essen verweigert werden. Man kann ihm anbieten, sich mit Gurke oder ähnlichem satt zu es-
sen, wenn es diese grundsätzlich mag. Das Kind erfährt, dass zwar nicht unbegrenzt alle Spei-
sen zur Verfügung stehen, aber es selbst wahrnehmen darf, ob es satt ist oder nicht.  
 
Eine verbale Maßregelung ist nicht mehr nötig, Obst und Gemüse, die zum Großteil aus  
Wasser bestehen, sind nicht schädlich.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
Der Snack wird am Nachmittag angeboten.  
Kinder sollen lernen, ihr individuelles Hungergefühl einzuschätzen, um sich den Teller mit einer 
entsprechenden Portion aufzutun. So muss es möglich sein, dass die Kinder sich nachnehmen 
oder den noch vollen Teller stehen lassen. Es empfiehlt sich, zum Mittagessen ausschließlich 
die Hauptspeise anzubieten, mit welcher sich die Kinder nach ihrem individuellen Bedürfnis 
satt essen. Die Portion des Snacks steht nicht im Verhältnis zum zuvor eingenommenen Mit-
tagessen.  
 
Unterstützung von Kleinkindern 
Kleinkinder, die noch nicht frei sitzen können benötigen bei der Nahrungsaufnahme Unterstüt-
zung durch eine pädagogische Fachkraft. Hierbei sollte auf die Haltung des Kindes auf dem 
Arm der Betreuungsperson geachtet werden. Beide Arme des Kleinkindes sind frei zu lassen, 
um die kindliche Bewegungsentwicklung beider Seiten gleichmäßig zu fördern. Um dem Klein-
kind volle Bewegungsfreiheit zu gewährleisten, sollte das „Einklemmen“ des Armes von einem 
Kind unterlassen werden. 
 
 
 
4.3. Mahlzeiten 
Das Frühstück wird in allen Altersgruppen floatend angeboten. Wünschenswert ist ein regel-
mäßig stattfindendes Bistro. Wenn die Räumlichkeiten vorhanden sind, kann dieses im Kon-
zept eingearbeitet werden. Sollten die notwendigen Räumlichkeiten nicht vorhanden sein, ist 
es erwünscht, ein gruppenübergreifendes floatendes Frühstück zum Beispiel zu besonderen 
Gelegenheiten anzubieten (Weihnachtsbistro, Osterbistro). Grundsätzlich stehen zur jeder 
Zeit Getränke zur Verfügung.  
Hunger behindert Bildungsprozesse. Kinder die bereits satt im Kindergarten ankommen, kön-
nen sich hingegen ganz ihren Interessen widmen. Häufig bilden die Kinder bei einem offenen 
Frühstück eigene kleinere Tischgemeinschaften, um gemeinsam in einer Kleingruppe zu es-
sen. Hierfür müssen mehrere kleine Tische zur Verfügung gestellt werden und somit bleibt die 
Situation auch für jüngere Kinder überschaubar. Hier bietet sich eine regelmäßige Evaluation 
an, um immer wieder auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können.  
4.4.  Probierhappen  
Jedes Kind darf selber entscheiden, wie viel, was, wann und wie lange es essen möchte. Er-
krankungen, z.B. Allergien, und religiös bedingte Essgewohnheiten sind unbedingt zu (be-) 
achten.  
Die Kinder entscheiden selbst, ob sie von Speisen probieren möchten. Jedes Kind bekommt 
die Möglichkeit, an Speisen zu riechen oder diese anzufassen (altersentsprechendes Explo-
rationsverhalten ist erlaubt). Kein Kind wird gezwungen oder überredet, eine Komponente zu 
probieren! Wir als pädagogische Fachkräfte geben den Kindern damit das Signal, dass sie auf 
ihr eigenes Bauchgefühl vertrauen können.  
Der Grund hierfür: Das Auffordern zum sogenannten Probierhappen löst einen Machtkampf 
um das Essen aus und das Kind wird in seiner Autonomie und Freiwilligkeit beschnitten. Zu-
dem ist das Probieren müssen meist mit Belohnung und/oder Bestrafung verknüpft, wodurch 
oft das eigentliche Ziel aus den Augen verloren wird.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
Aber Essen darf kein Machtkampf sein! Kinder, die sich wohlfühlen und gesund sind, wollen 
explorieren und sind neugierig – besonders in Essenssituationen. Es ist ganz normal und ent-
wicklungspsychologisch bewiesen, dass es Phasen der Ablehnung von unbekannten Speisen 
gibt (Neophobie).  
 
4.5.  Belohnung und Bestrafung 
„Erst das Gemüse, dann der Nachtisch“?! 
Kleinkindern ist es auf Grund ihrer entwicklungspsychologischen Phasen nicht möglich, ein 
moralisches Empfinden zu verspüren. Demut und Dankbarkeit für die Erfüllung eines Grund-
bedürfnisses erfordert einen Blick auf die Welt und eine Selbstreflexion, die Kinder im Kinder-
gartenalter noch völlig fremd sind.  
Ein gutes Beispiel dafür ist unser eigenes Hungergefühl. Wir alle haben irgendwann gelernt, 
dass wir uns nach einer großen Hauptspeise möglicherweise keinen Nachtisch mehr bestellen  
 
sollten. Wir wissen aber auch, dass wir, wenn wir nicht genug von der Hauptspeise essen, der 
Nachtisch nicht zur Sättigung dient. Genau wie wir diese Abläufe bereits erlernen durften, soll-
ten auch die Kinder die Möglichkeit bekommen, sie kennen zu lernen bzw. zu erlernen. 
5. Unsere pädagogischen Leitsätze 
Das soziale Miteinander spielt beim Mittagessen eine zentrale Rolle. Um Kindern eine ge-
sunde Einstellung zum Essen zu vermitteln, sollten negative Aussagen zum Essen vermieden 
werden, bspw. „Das sieht aber komisch aus“. Während des gemeinsamen Essens regt die 
pädagogische Fachkraft die Neugier der Kinder für die Speisen an, indem sie mit ihnen über 
die Herkunft, die Zusammensetzung, den unterschiedlichen Geschmack, den Geruch, das 
Aussehen und den Wert für die Ernährung spricht. 
Wir, die pädagogischen Fachkräfte, …  
- richten die Lebensmittel auf Tellern für den Tisch/das Buffet an. 
- schaffen Tischgemeinschaften von max. 5-6 Kindern.  
- begleiten alle Kinder altersentsprechend beim Essen. Die sprachliche Begleitung ist 
dabei unerlässlich. 
- bieten eine in der Einrichtung festgelegte Alternativen an, wenn das angebotene Essen 
einem Kind nicht schmeckt, oder es dieses komplett verweigert.  
- bieten den Kindern die Möglichkeit an, den Tischschmuck selbstständig zu wählen, 
herzustellen oder zu sammeln (z.B. im Herbst Kastanien o.ä.). 
- unterstützen die Kinder dabei, einen Verhaltenskodex, Rituale und Regeln zu erstellen. 
- unterstützen bei der Umsetzung von Ritualen. 
- bieten Entscheidungsfreiheit und den Zeitrahmen, Entscheidungen zu treffen an. 
- schaffen einen zeitlichen Rahmen für unsere Mahlzeiten, der jedem Kind ermöglicht, 
in seinem eigenen Tempo zu essen.  
- akzeptieren Reste auf dem Teller. Kein Kind wird zum Essen und/oder Aufessen ge-
zwungen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
- liefern Speisen und Getränke (ggf. durch Kinder unterstützt) nach. 
- organisieren den Geschirrrücklauf und den Rücklauf der Speisereste. 
- schaffen Rahmenbedingungen für eine selbstbestimmte und selbstwirksame Essens-
situation (stellen die nötigen Materialien zur Verfügung wie z.B. Besteck, Kannen etc.). 
- beraten aufmerksam und unterstützen auf Wunsch die Kinder bei der Essensauswahl. 
- unterstützen bei der Einhaltung der von den Kindern ausgemachten Regeln.  
- decken und schmücken den Tisch gemeinsam mit den Kindern.  
- unterstützen und begleiten beim Abräumen des Tisches. 
- regen an, neue Lebensmittel kennen zu lernen, akzeptieren aber die Entscheidung je-
des Kindes und stellen diese nicht in Frage. Belohnungen/Bestrafungen sind unange-
messen 
- begleiten und führen unbekannte Speisen sprachlich/aktiv ein, um Unsicherheiten vor-
zubeugen. 
- vertrauen auf das Hunger-Sättigungs-Regulationssystem des Kindes. 
- sorgen für eine ruhige Atmosphäre und bieten Möglichkeiten für Gespräche an. 
- begleiten die Mahlzeiten sprachlich und altersentsprechend.  
- geben Möglichkeiten zum Experimentieren in einem gewissen Rahmen (siehe 4.6).  
- fördern die Selbstständigkeit und schaffen Räume für selbstständiges Handeln.  
- bringen Wünsche und Lieblingsspeisen der Kinder im Speiseplan ein.  
 
6.  Umgang mit Allergien  
Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien finden sich immer mehr im Kita-Alltag und müs-
sen unbedingt berücksichtigt werden. Grundsätzlich sollte jede Fachkraft darauf achten, die-
ses wichtige Thema beim Erstgespräch mit den Eltern anzusprechen. Im Erstgesprächsbogen 
ist zu diesem Zweck eine Frage festgehalten. Liegt eine Allergie bzw. eine Unverträglichkeit 
vor, ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich, deren Kopie in der Kita verbleibt. Außerdem 
sind mit den Eltern Handlungsanweisungen abzustimmen. Hierbei geht es darum, wie wir als 
Pädagogen mit der Allergie bzw. Unverträglichkeit umgehen müssen.  
Im nächsten Schritt erhält der Koch eine Information über die Allergie, die gut sichtbar in der 
Küche aushängen muss. Zudem wird ein Informationsblatt für die Gruppe erstellt, welches im 
Gruppenbuch zu finden ist. Es enthält folgende Informationen:  
 Name des Kindes, 
 Gruppe des Kindes, 
 Form der Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit, 
 Auflistung der zu vermeidenden Lebensmittel/Lebensmittelinhaltsstoffe, 
 ggf. eine Auflistung von Ersatz-Lebensmitteln, die vertragen werden, und entsprechend 
in der Kita deponiert werden können (diese sollten ebenfalls in der Küche notiert wer-
den), 
 Informationen zu Erstmaßnahmen im Notfall (nach Rücksprache mit den Eltern), 
 Telefonnummer einer Ansprechperson (z.B. der Eltern). 
Hat ein Kind eine Allergie bzw. Lebensmittelunverträglichkeit, darf es trotzdem an den Mahl-
zeiten teilnehmen. Zu diesem Zweck werden spezielle Essensangebote durch die Einrichtung 
gewährleistet oder ggf. Speisen von zuhause mitgebracht.

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7. Elternbeteiligung  
Bei Villa Luna ist es eine Selbstverständlichkeit, die uns anvertrauten Kinder in der Kita mit 
gesundem und ausgewogenem Essen zu versorgen. Ein funktionierendes Beziehungsdreieck 
zwischen Eltern, Kind und Fachkraft – welches ohnehin wichtiger Bestandteil unserer pädago-
gischen Arbeit ist – spielt auch hier eine wichtige Rolle. Eine konstruktive und vertrauensvolle 
Zusammenarbeit ist uns besonders wichtig.  
Bereits in unserem Erstgespräch wird dieser wichtige Aspekt von den Pädagogen gegenüber 
den Eltern angesprochen. Zudem wird sich hier nach Allergien, Besonderheiten im Essverhal-
ten (z.B. aus religiösen Gründen) oder Lieblingsessen erkundigt. Durch die große Alters-
spanne der bei Villa Luna anwesenden Kinder sind auch Informationen zu festen oder breiigen 
Mahlzeiten wichtig für unsere Arbeit.  
Unser Speiseplan wird wöchentlich bekannt gegeben und sowohl per E-Mail als auch in einem 
Aushang neben der Küche für die Eltern sichtbar gemacht. Auch eine Weitergabe von Rezep-
ten und Tipps ist über unseren hauseigenen Koch möglich. Angebote zur Speisen- und Snack-
zubereitung werden im Wochenrückblick oder in den Portfolio-Ordnern vorgestellt.  
Zu gegebenen Anlässen können sich die Eltern an der Essenszubereitung beteiligen, zum 
Beispiel durch das Mitbringen von Speisen wie Kuchen zum Geburtstag, oder das Bereitstellen 
von Komponenten eines Frühstücksbuffets an Geburtstagen, Ostern, Ausflügen etc. 
 
8. Anhang  
 
8.1. Empfehlenswerte Produkte bei „Kuhmilch“-Allergie/Milcheiweißallergie 
 
Anstatt Alternative 
Butter Pflanzliche Margarine 
Milch Soja-, Hafer-, Reis-, Mandel-, Dinkel-, oder Ko-
kos-Drink, Schaf-/Ziegenmilch, Kokosmilch 
Sahne, Quark, Crème fraîche Soja- bzw. Hafer-Sahne (möglichst bio), Soja- 
bzw. Lupinenjoghurt abtropfen lassen, So-
jacrème/Crème vega  
Käse, Quark Käse: Tofu, veganer Käse (mit wenigen Zusatz-
stoffen!) 
Quark: Soja- bzw. Lupinenjoghurt abtropfen las-
sen 
Käse zum Überbacken Schafs- oder Ziegenkäse, veganer Käse ( mit we-
nigen Zusatzstoffen!) 
Schokolade  Zartbitterschokolade ohne Milchanteil, vegane 
Schokolade

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Schokoladenguss Zartbitterschokolade ohne Milchanteil 
(Haselnuss-)Schokoladencrème Zartbitter-Creme ohne Milchanteil, vegane Scho-
kocreme 
Joghurt Soja-, Kokos-, oder Lupinenjoghurt, Ziegen-, 
Schafsmilchjoghurt, selbstgemachter Joghurt 
aus Sojamilch  
Akademie gesundes Leben: Ernährungsberater für Kinder 
 
Snacks für Kinder  
Unsere Snacks sollten immer eine Gemüse- und/oder Obstkomponente beinhalten. Man kann 
diese gut mit einem Dip oder einer Sättigungsbeilage wie Vollkornbrot oder Getreidestangen 
kombinieren. Durch die Kombination verschiedener Ballaststoffe steigt der Blutzuckerspiegel 
nach dem Essen nicht so schnell an. 
Optimal ist eine Mischung aus Obst und Gemüse im Rohkost-Anteil. Idealerweise werden sai-
sonale und regionale Sorten angeboten. Auch Milchspeisen wie Bananenquark oder Beeren-
Joghurt eignen sich gut als Snack. Gepufftes Getreide wie Hirsekringel (ungesüßt und unge-
salzen) sind z.B. eine Alternative für den klassischen Zwieback. 
Zu jeder Mahlzeit sollte immer auch ein Getränk gereicht werden, idealerweise Wasser oder 
ungesüßter Tee. 
Snack Geeignete Lebensmittel  Zubereitung 
Obstplatte Wassermelone, Honigmelone, Äpfel, Bananen, 
Birnen, Mandarinen,  Kakifrucht, Erdbeeren, 
Kiwi…. 
Auf einer Platte servieren. 
Für U3-Kinder: Obst schälen!  
Selbstgemachter Him-
beerjogurt  
Naturjoghurt + gefrorener Beerenmix (ohne Zusatz 
von Zucker) 
Jogurt mit den gefrorenen Beeren in 
einem Mixer oder mit einem Stabmi-
xer vermengen.  
Bananenbrot 3 (über-)reife Bananen (je brauner desto besser 
weil süßer!), 200g Vollkornmehl, 1 TL Zimt, 
½ TL Salz, 1 Päckchen Backpulver, 1 Ei, 4 EL Öl 
Alle trockenen Zutaten vermischen 
und in einer anderen Schüssel die Ba-
nanen zerdrücken. Dann alles ver-
mengen.  Bei 180° ca. 45 min backen. 
Vollkorntoast-Sandwich 
mit pflanzlichen Aufstri-
chen  
 
Vollkorntoast, vegetarische Aufstriche Vollkorntoast mit den Aufstrichen be-
streichen, als Sandwich übereinan-
derlegen und einmal teilen. 
Frucht-Smoothie Wahlweise: Banane, Himbeeren, Erdbeeren, 
Mango, Ananas 
Alles pürieren

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Vollkornbrötchen mit 
Frischkäse und Marme-
lade  
 
Dinkel-/Vollkornbrötchen (wahlweise zum Aufba-
cken), Frischkäse, Marmelade mind. 75% 
Fruchtanteil ohne Zuckerzusatz 
Brötchen einfach bestreichen 
Pizzaschnecken  
 
Fertiger Pizzateig mit Tomatenmark bestrichen 
und belegt. Wahlweise Schinken/Käse. 
Den Teig von der langen Seite aus 
einrollen. Die Teigrolle in 8 gleichmä-
ßige Scheiben schneiden. Die Schne-
cken auf dem Backblech ca. 15 min. 
gehen lassen und bei 200° 15 Minu-
ten backen. 
Gemüsesticks mit Kräuter-
quark 
 
Karotten, Salatgurke, Cherrytomaten, Paprika, fri-
sche Kräuter 
Quark mit 1,5% Fettanteil 
Cherrytomaten halbieren! 
Kräuterquark mit frischen Kräutern 
zubereiten. 
Vanillepudding  
 
Vanillepuddingpulver Bio-Qualität und zuckerfrei, 
Milch 
Vanillepuddingpulver mit Milch aufko-
chen und fertig! 
Bananenquark mit Scho-
kostreuseln 
Quark mit 1,5 % Fettanteil , Bananen, Scho-
kostreusel 
Bananen pürieren und unter den 
Quark mischen. Mit Schokostreuseln 
toppen. 
Vollkornkekse mit Obst  Haferflocken-/Dinkel-/Vollkornbutterkekse (ohne 
Zuckerzusatz), Obst wahlweise 
 
Bananenmilch Gereifte Bananen, Milch Im Mixgerät oder mit einem Stabmixer 
pürieren. 
Gesundes „Schichtdes-
sert“  
 
Naturjogurt, Fruchtmus (Apfel/Mango/Banane), 
Müsli 
In einer großen Glasschüssel:  
1. Eine Schicht Fruchtmus 
2. Eine Schicht Naturjogurt  
3. Eine Schicht Müsli    
Käsewürfel mit Vollkorn-
crackern  
Käsewürfel, Vollkorncracker ungesalzen  
Haferpops mit Milch  Haferpops (DM oder Bio-Markt), Milch  
Trockenobst  Pflaumen, Aprikosen, Cranberries Für U3-Kinder: halbieren!

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Nahrungsmittelliste Villa Luna  
Die Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Sie sind lebende Dokumente und 
können jederzeit angepasst und verändert werden. 
     
     
Nahrungsmittelliste Villa Luna 
  Nahrungsmittel 
0-1 
Jahre 
1-6 
Jahre Besonderheiten/Anmerkungen 
1. Weintrauben      
Können zur Erstickung führen! Hohe Schadstoffbelas-
tung 
2. Heidelbeeren / Stachel-
beeren   Können zur Erstickung führen! Halbiert anbieten 
3. Nüsse pur     Können zur Erstickung führen! 
4. Studentenfutter     Kann zur Erstickung führen! 
5. Salami 
    
Salami ist eine lang gereifte Rohwurst, die, 
wenn Sie unter guten hygienischen Bedingungen her-
gestellt wurde, frei von Krankheitserregern ist und daher 
auch Kleinkindern gegeben werden kann. 
6. Honig 
    
Kann Bakterien enthalten, 
die eine Vergiftung (Botulismus) und  
sogar den Kindstod zur Folge haben können! 
7. Leberwurst     Enthält Bakterien! 
8. Johannisbeere     Kann zur Erstickung führen! 
9. Kohl/Linsen/Erb-
sen/Bohnen     Blähend! 
10. Rohmilchprodukte     Enthalten Bakterien! 
11. Aubergine     Hoher Nikotingehalt! 
12. Schweinefleisch     Hoher Gehalt an Medikamenten! 
13. Kirschtomaten     
Nur halbiert anbieten! 
Alternative: Strauchtomaten 
14. roher Schinken     Rohwurst 
15. Teewurst     Rohwurst 
16. Tatar     Rohwurst 
17. Reiswaffeln     
Hoher Arsengehalt!  
Alternative: Maiswaffeln 
18. Industriezucker     Alternative: Agavensirup/Kokosblütensirup 
19. Grüntee/Schwarztee       
20. Räucherlachs       
21. Süßungsmittel     
Acesulfam-K (E950); Aspartam (E951); Cyclamat 
(E952);  
Saccharin (E945); Sucralose (E955); Stevia 
22. scharfe Gewürze/Salz       
23. Süßigkeiten     Ausnahmen wie Geburtstage und Kita-Feste 
24. Weiche Eier     Salmonellengefahr! 
25. Kaltgepresste Öle     Schadstoffe für die Leber 
26. Blattsalat     Kauen schwierig 
27. Paprika   Schadstoffbelastet!

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
   
 
 
 
 
 
 
 
Geeignete Lebensmittel für Kinder ohne Allergien bzw. Unverträglichkeiten können sein: 
1. Fettarme Trinkmilch 1,50% Fett 
2. Fettarme Milchprodukte Joghurt, Pudding 
3. Speisequark   
4. Magere Käsesorten   
5. Mageres Fleisch Rind, Kalb 
6. Geflügel Hähnchen, Pute 
7. Wild Reh, Hirsch, Wildschwein 
8. Gekochter Schinken   
9. 
Magere Wurst- und Geflügel-
wurstsorten Schinkenwurst , Mortadella 
10. Kabeljau   
11. Schellfisch   
12. Forelle   
13. Rotbarsch   
14. Seelachs   
15. Teigwaren  Vollkornnudeln, Dinkelnudeln 
16. Vollkornbrot aus Roggen/Dinkel   
17. Kartoffeln   
18. Pflanzenöl   
19. Halbfettmargarine   
20. Butter   
21. Alle Gemüsesorten außer  
Tabelle 1, auch als Rohkost 
Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, Möhren, Paprika, Zucchini, Kürbis, 
Gurke, Radieschen, Pastinake, Fenchel, Rosenkohl, Kohlrabi, 
Sauerkraut, Rotkohl, rote Beete 
22. Reis  Vollkornreis, Naturreis, Milchreis 
23. Salat Blattsalat, Pflücksalat, Gurkensalat 
24. Pilze Champignons, Pfifferlinge, Steinpilze 
25. Obst Äpfel, Birne, Mandarine, Banane (in Bio Qualität), Nektarine, Erd-
beere, Brombeere,  Kiwi, , Melone, Mango, Ananas, Kirschen 
26. Tee außer siehe Tabelle 1 Früchtetee, Kräutertee 
27. Mineralwasser   
28. Gemüsesäfte Möhrensaft 
 
Allergieauslösende Lebensmittel können sein: 
1. Schokolade 
2. Eier 
3. Milch 
4. Äpfel 
5. Trinkkakao 
6. Tomaten 
. Zitrusfrüchte 
8. Nüsse 
9. Pfirsich 
10. Fisch 
11. Glutenhaltige Getreide 
12. Soja

Anlage_6.3_Villa Luna_Kinderschutzkonzept_Hiltruper Baumschule

57010 Zeichen

Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, 
Abt: Pädagogik und Qualität 
               
KINDERSCHUTZKONZEPT

Inhalt 
 
1. Einleitung .................................................................................................................. - 1 - 
2. Präventiver Kinderschutz ........................................................................................ - 2 - 
2.1. Strukturelle Rahmenbedingungen ....................................................................... - 2 - 
2.2. Kinderrechte ........................................................................................................ - 2 - 
2.3. Partizipation führt zum Kinderschutz ................................................................... - 4 - 
2.4. Körperliche/sexuelle Bildung von Kindern ........................................................... - 6 - 
2.5. Risikoanalyse ...................................................................................................... - 7 - 
3. Umsetzung von Präventionsarbeit im Kita-Alltag .................................................. - 8 - 
3.1. Nähe und Distanz ................................................................................................ - 8 - 
3.2. Sprache und Wortwahl ........................................................................................ - 9 - 
3.3. Umgang mit und Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken ........................ - 9 - 
3.4. Ausflüge .............................................................................................................. - 9 - 
    3.5.    Pädagogisches Handeln…………………………………………………………………10 
4. Maßnahmen in Krisensituationen ......................................................................... - 10 - 
4.1. Basis-Informationen .......................................................................................... - 11 - 
4.1.1. Formen der Kindeswohlgefährdung ............................................................ - 11 - 
4.1.2. Grenzverletzungen durch Erwachsene ....................................................... - 12 - 
4.1.3. Übergriffe durch Erwachsene ..................................................................... - 13 - 
4.1.4. Übergriffe von Kindern untereinander ......................................................... - 14 - 
4.1.5. Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung durch Personensorgeberechtigte - 14 - 
4.1.6. Täterstrategien ........................................................................................... - 16 - 
4.2. Umgang mit interner Grenzüberschreitung ........................................................ - 17 - 
4.2.1. Interventionsschritte ................................................................................... - 17 - 
4.2.2. Prävention interner Grenzüberschreitungen ............................................... - 18 - 
4.3. Verfahrensablauf ............................................................................................... - 19 - 
4.3.1. Handlungsplan bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gem. §8a SGB VIII- 19 
- 
4.3.2. Verfahrensablauf bei Verdacht auf grenzverletzendes Verhalten von  
Beschäftigten in der Einrichtung       ......................................................................... - 20 - 
Literaturverzeichnis ...................................................................................................... - 21 - 
Anlage ............................................................................................................................ - 22 - 
 
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Sprachform bei personenbezogenen Sub-
stantiven und Pronomen. Dies soll keinesfalls eine Benachteiligung anderer Geschlechter implizieren, sondern ist 
im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutrale Formulierung zu verstehen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Kinderschutzkonzept der Villa Luna Kindertagesstätten 
 
1. Einleitung 
Der Schutz von Kindern (und Jugendlichen) hat sowohl für die Bundesregierung als auch für 
uns bei Villa Luna oberste Priorität. Der Schutz psychischer und physischer Unversehrtheit 
beginnt schon im Säuglingsalter und soll für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche in allen Le-
bensphasen und Lebenssituationen gewährleistet werden. Aus diesem Grund ist es für uns 
eine Selbstverständlichkeit, die Grundpfeiler unserer pädagogischen Arbeit zum Wohl und 
Schutz der uns anvertrauten Kinder zu akzentuieren.  
Wir legen großen Wert darauf, dass für alle Akteure unserer pädagogischen Arbeit das kör-
perliche und seelische Wohl der Kinder an erster Stelle steht. Sie sollen sich frei, individuell 
und in einer geschützten Atmosphäre entwickeln dürfen. Diesen sicheren Raum zu geben, ist 
nicht nur Aufgabe der Familie, sondern auch die von sozialen Institutionen wie Villa Luna.  
Das diesem Thema zugrundeliegende SGB VIII wurde 2015 durch das Kinder- und Jugend-
hilfeweiterentwicklungsgesetz erweitert. Dieses hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, den 
Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Bedrohungen ihres Wohls zu verbessern.  
§8a SGB VIII regelt das Verfahren zur Erfüllung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefähr-
dung. Das vorliegende Schutzkonzept soll einen Überblick darüber verschaffen, wie wir bei 
Villa Luna unseren Auftrag umsetzen, das Wohl aller Kinder, die unsere Kindertagesstätten 
besuchen, zu schützen und ihnen eine gewaltfreie Umgebung zu bieten.  
 
§45 Abs. 2 SGB VIII: Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung 
 
(2) „Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn das Wohl der Kinder und Jugendlichen in der Einrich-
tung gewährleistet ist“. 
 
In unseren Kindertagesstätten beginnt Kinderschutz bei den Inhalten unserer pädagogischen 
Konzeption und der Qualifizierung unserer pädagogischen Fachkräfte, welche die Kinder stär-
ken, um sie bestmöglich vor Übergriffen zu schützen. 
Um Kindern Schutz zu geben, ist Folgendes für uns von großer Wichtigkeit: 
 Eine gute Kommunikationskultur auf allen Ebenen (Träger/Leitung/Mitarbeiter/El-
tern/Kinder). 
 Ein enger Austausch mit den Eltern. 
 Eine Erziehungspartnerschaft eingehen. 
 Eine stetige Sensibilisierung für potentielle Gefährdungsrisiken. 
 Abgestimmte Verfahrensweisen, die ein verlässliches Vorgehen im Zusammenwirken 
von Fachkräften, Leitung, Träger und weiteren Institutionen wie Jugendämtern garantie-
ren. 
 Festgelegte, einheitliche Handlungsschritte im pädagogischen Team, um ein einheitli-
ches pädagogisches Handeln zu gewährleisten. 
 Mitarbeiter die ihre persönliche Haltung und die eigenen Handlungsweisen reflektieren.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
2. Präventiver Kinderschutz 
 Strukturelle Rahmenbedingungen 
Unser oberstes Ziel ist es, jede Villa Luna Kindertagesstätte zu einem sicheren Ort für die uns 
anvertrauten Kinder zu machen. Aus diesem Grund hat das vorliegende Schutzkonzept eine 
sehr große Bedeutung für unsere tägliche Arbeit. Präventionsmaßnahmen und Interventionen 
im Falle von Fehlverhalten und Gewalt an Kindern durch Mitarbeiter der Villa Luna sind darin 
festgelegt und beschrieben. 
Auf allen Ebenen (Träger/Einrichtungsleitung/Mitarbeiter) legen wir Wert auf eine Kultur der 
Achtsamkeit. Uns ist wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter nicht nur als wesentlicher Teil des 
Systems sehen, sondern wissen, dass sie ernstgenommen und unterstützt werden. Auch in 
den Einrichtungen ist ein wertschätzendes Miteinander essentiell. Unsere Mitarbeiter haben 
regelmäßig Zeit, sich gemeinsam in Teamsitzungen mit der Thematik der Vorbeugung von 
Übergriffen in der Einrichtung auseinanderzusetzen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und 
eine präventive Haltung sowie Strukturen zu entwickeln. 
 
2.2. Kinderrechte 
Kinder besitzen eigene Rechte, die in der UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 Absatz 1 vom 
20.11.1989 verschriftlicht sind. In dieser heißt es: 
„Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, seine eigene Meinung zu bilden, das 
Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern und 
berücksichtigen die Meinung des Kindes, angemessen und entsprechend seinem Alter und 
seiner Reife.“. Auch auf Bundes- und Landesebenen ist dieses Recht verankert (siehe §8 SGB 
VIII und §13 KiBiz). 
 
Hieran angelehnt, betrachten wir in unserem Schutzkonzept den Schutz des Kindes als sein 
Grundrecht, welches es ernst zu nehmen, zu schützen und umzusetzen gilt. Da wir das Kind 
als Subjekt mit seinen vielfältigen Eigenschaften in seinem eigenen Lebenskontext wahrneh-
men, basiert der Kinderschutz bei uns vor allem auf Kompetenzerweiterung, Förderung der 
Stärken und Partizipation. 
 
 
Das Kind wird nicht 
erst ein Mensch, 
es ist schon einer. 
(Januz Korczak)

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Beispiele für Kinderrechte in unseren Einrichtungen können u.a. sein: 
 
 Ich habe das Recht, mich wohlzufühlen und sicher zu sein! 
 Mein Körper gehört mir! 
 Ich habe das Recht, NEIN zu sagen! 
 Ich habe das Recht, fair und gerecht behandelt zu werden! 
 Ich habe das Recht, allein zu bestimmen, wer mich umzieht! 
 
 
Das Gebäude der Kinderrechte (Anlage 6.) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Originalzeichnung auf https://www.kinderrechte.de/kinderrechte/aufbau-der-konvention/) 
 
In der Praxis heißt das, Kinder haben das Recht, in einer sicheren Umgebung ohne Diskrimi-
nierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizini-
sche Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen 
betreffen (vgl. Wikipedia: Kinderrechtskonventionen 17.10.2019). 
 
 
 
 
 
Schutzrechte 
Art.: 
2,8,9,16,17,22,30,
32,33,34,35,36, 
37,38 
Förderungs-
rechte 
Art.: 
6,10,15,17,18,23,
24,27,28,39,31,39 
Beteiligungs-
rechte 
Art.: 
12,13,17 
         Art.1:                              Art.4:                              Art. 42:                      Art. 44:                            
Geltung für Kinder,            Verwirklichung               Verpflichtung zur          Berichtpflicht 
Begriffsbestimmung          der Kinderrechte            Bekanntmachung 
Art. 3: 
Vorrang des Kindeswohls

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 
2.3. Partizipation führt zum Kinderschutz 
 
„Für die meisten Kinder beginnt hierzulande das Leben außerhalb der Familie mit dem Ein-
tritt in eine Kindertageseinrichtung. Einen Teil ihres Alltags verbringen sie von diesem Mo-
ment an regelmäßig in einer öffentlichen Institution. Hier erleben sie das erste Mal, wie eine 
Gemeinschaft von Menschen, die nicht miteinander verwandt sind, organisiert ist und welche 
Rechte die einzelnen Mitglieder in dieser Gemeinschaft haben.“  
(Hansen/Knauer/Sturzenhecker 2011, S.11). 
Kinder können nur lernen, sich zu beteiligen und Teilhabe zu erfahren, wenn die Erwachsenen 
dies zulassen und sie dabei unterstützen. Dazu, sich Beteiligungsrechte selbst zu erkämpfen, 
sind Kinder in der Regel aufgrund ihrer Erziehungsbedürftigkeit nicht alleine in der Lage. Für 
unsere tägliche Arbeit bedeutet dies zum einen, dass die Möglichkeiten zur Partizipation im 
Team diskutiert und festgehalten werden, um einen gemeinsamen Konsens zu finden. Zum 
anderen lassen wir die Kinder an der Tagesplanung teilhaben, damit Partizipationsprojekte 
gelingen.  
 Einen besonders wichtigen Aspekt der Partizipation stellt für uns das Beschwerdemanagement 
dar, das rechtlich bindend festgelegt ist. Damit dies gelingt, pflegen wir eine fehlerfreundliche 
Kultur und haben eine respektvolle Haltung den Empfindungen der Kinder gegenüber. Die 
Fehleroffenheit gilt dabei für alle Beteiligten in unseren Kindertageseinrichtungen (Kinder/El-
tern/Mitarbeiter/Leitungskräfte/Träger). Besonders Kinder sollen bei uns erfahren, dass 
 sie sich ohne Angst beschweren können und sie individuelle Hilfe erhalten, wenn sie auf diese 
angewiesen sind bzw. diese wünschen. Hierzu sind im ersten Schritt Selbstreflexion und eine 
persönliche sowie gemeinsame Haltung der pädagogischen Fachkräfte notwendig. Die ge-
meinsame Haltung wird in Teamsitzungen erarbeitet und fortlaufend neu reflektiert. 
       
 Unser Ziel ist es, die Rechte und die Möglichkeiten der Partizipation sowie Details zu unserem 
Umgang mit Beschwerden in einer Kita-Verfassung niederzuschreiben, welche in den einzel-
nen Kita-Teams erarbeitet und im Kita-Jahr 2020/2021 implementiert werden soll.  
Jede Beschwerde – egal ob von Kindern, Eltern oder Mitarbeiter – wird in unseren Einrichtun-
gen ernst genommen! 
 
 An erster Stelle steht für uns dabei immer das persönliche Gespräch. Daher bieten wir Kindern, 
Eltern und Mitarbeitern eine Vielzahl von Gelegenheiten, um ihre Beschwerde zu äußern:  
 
 
 Für Kinder: 
  Einzelgespräche mit den Erziehern 
  Gesprächskreise in den Gruppen 
  Morgenkreise 
  Gruppensprecher/Kinderrat 
  Kinderversammlung 
  Kindersprechstunde bei der Einrichtungsleitung 
  Kinderbriefkasten für Wünsche und Beschwerden

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Für Eltern: 
  Elternsprechstunde bei der Einrichtungsleitung 
  Möglichkeit einer anonymen Beschwerde via Beschwerdebriefkasten 
  Elternbeirat  
  Elternabende 
  Entwicklungsgespräche 
  Elterngespräche 
  Elternbefragungen 
  Elternberatung  
  Elterncafé  
 
Für Mitarbeiter: 
  Dienstbesprechungen 
  Kleinteamsitzungen 
  Gruppengespräche mit der Einrichtungsleitung 
  Fallbesprechungen/kollegiale Beratung 
  Supervisionen 
  Personalentwicklungsgespräche 
 
Echte Partizipation fördert die Selbständigkeit der Kinder, führt somit zu mehr Selbstbewusst-
sein und unterstützt die Selbstwirksamkeit. Bei Villa Luna gibt es vielfältige Möglichkeiten für 
unsere Kinder, um diese wichtige Teilhabe zu erfahren, z.B.: 
 Beteiligung bei Abstimmungen und der gemeinsamen Festlegung von Regeln 
 Eigenständige Durchführung von Morgenkreisen 
 Selbstständiges Auswählen ihrer Spielpartner während der meisten Zeit des Tages  
 Selbstständiges Auswählen ihrer Aktivitäten während der meisten Zeit des Tages  
 „Glückskind des Tages“ – dieses darf den Morgenkreis leiten 
 Beteiligung an der Wahl des Mittagessens 
 Auswahl der eigenen Kleidung 
 Liederauswahl mit bebilderter Liedermappe 
 Freiwillige Übernahme von Moderationen  
 Einbindung bei der Planung von Festen mit großen Entscheidungsfreiräumen  
 Sprachliche und nicht-sprachliche Interessensbekundungen von Kleinstkindern (U3) 
werden beachtet, ernstgenommen und fließen in die Tagesplanung ein 
 Auswahl des Tischspruchs 
 Selbstständige Nutzung des Außengeländes in Kleingruppen unter Einhaltung zuvor 
festgelegter Regeln  
 Unsere Kinder wissen, dass sie das Recht haben, „Nein“ zu sagen

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2.4. Körperliche/sexuelle Bildung von Kindern 
Zusätzlich zur Partizipation ist auch die körperliche/sexuelle Bildung von Kindern von großer 
Bedeutung, damit präventiver Kinderschutz gelingt. Diese besondere Form der Bildung sollte 
nicht nur Thema im Elternhaus sein, sondern auch in der Kindertagesstätte, die für die Kinder 
einen wichtigen Lebensmittelpunkt darstellt. Bei Villa Luna stärken wir die Kinder deshalb bei 
der Entwicklung eines positiven Körperbildes. Hierzu sind handlungsfähige und kompetente 
Mitarbeiter unerlässlich, die eine tragfähige Bindung zu den Kindern aufbauen und leben. Auf 
folgende Aspekte legen wir daher besonderen Wert:  
 
Unsere Mitarbeiter 
 nehmen im Umgang mit den Kindern eine selbstreflexive Haltung ein. 
 besitzen Fachkenntnisse zur sexuellen Entwicklung im Kindesalter. 
 nehmen mit Empathie und Sensibilität die Kinder so an, wie sie sind. 
 können durch Beobachtung das kindliche Verhalten einschätzen und ihr pädagogisches 
Handeln darauf abstimmen. 
 
Durch regelmäßige Fortbildungen, Vorträge, pädagogischen Austausch und kollegiale Bera-
tung stellen wir die Weiterbildung unserer Mitarbeiter sicher. Der Bildungsbereich ‚körperli-
che/sexuelle Bildung‘ ist zudem in unserer pädagogischen Rahmenkonzeption verankert. Im 
Teamprozess entwickelt jede unserer Einrichtungen einen Leitfaden zur kindlichen Sexualität. 
Auf diese Weise wird Transparenz nach innen und außen für Mitarbeiter, Eltern und Träger 
geschaffen, und alle Akteure sind darüber informiert, wie die jeweilige Einrichtung sexualpä-
dagogisch arbeitet. Darüber hinaus schafft dieser Leitfaden Handlungssicherheit für Mitarbei-
ter und Schutz für die Kinder.  
 
Innerhalb dieses sehr sensiblen Bildungsbereichs ist eine enge Zusammenarbeit mit den El-
tern notwendig, die einen ständigen und informativen Dialog zwischen unseren Fachkräften 
und den Eltern zum Thema ‚körperliche und sexuelle Bildung‘ voraussetzt. Für uns ist daher 
eine hinreichende Beteiligung der Eltern sehr wichtig, damit unsere Präventionsarbeit gelingen 
kann. Uns ist bewusst, dass Eltern oft Unsicherheiten und Ängste bezüglich dieser Thematik 
zeigen, die einer feinfühligen Herangehensweise bedürfen. Durch einen offenen und konstruk-
tiven Umgang möchten wir ihnen verdeutlichen, dass ihre Gedanken wahrgenommen werden 
und unsere Fachkräfte als Ansprechpartner für Fragen diesbezüglich zur Verfügung stehen.  
 
Formen der Informationsvermittlung in unseren Einrichtungen sind z.B.: 
 Themen-Elternabende mit externen Fachkräften zur fachlichen Unterstützung 
 Elternbriefe zu geplanten Projekten 
 Projektdokumentationen von Kindern

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2.5. Risikoanalyse 
Es folgt die Risikoanalyse aller Villa Luna Kindertagesstätten. Es handelt sich um acht       
Standorte mit insgesamt ca. 700 Kindern. 
 
Aachen:  
5 Gruppen mit bis zu 90 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Berlin: 
4 Gruppen mit bis zu 70 Kindern im Alter von 1,0 Jahren bis zur Einschulung 
 
Düsseldorf-Bilk: 
4 Gruppen mit bis zu 63 Kindern im Alter von 0,4Jahren bis zur Einschulung 
 
Düsseldorf-Grafenberg: 
6 Gruppen mit bis zu 101 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Düsseldorf-Südring: 
7 Gruppen mit bis zu 114 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Hamburg: 
5 Gruppen mit bis zu 80 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
Hannover: 
4 Gruppen mit bis zu 75 Kindern im Alter von 1,0 Jahren bis zur Einschulung 
 
Köln: 
4 Gruppen mit bis zu 68 Kindern im Alter von 0,4 Jahren bis zur Einschulung 
 
 
Folgende Punkte können u.a. ein Risiko darstellen: 
 Besondere Gefahrenmomente beim Wickeln, Toilettengang, Schlafen 
 1:1-Betreuung 
 Unübersichtliche Räumlichkeiten 
 Durch Personalmangel bedingte Überbelastung  
 Fehlende Möglichkeit zur anonymen Beschwerde 
 Fehlendes Beschwerdeverfahren für Kinder  
 Unbeobachtete Situationen  
 Durch Freundschaften im Kollegium bedingte Hemmungen, Kritik offen zu äußern und 
unangemessenes Verhalten von Kollegen zu melden  
 Unzureichende Trennung zwischen beruflichen und privaten Kontakten zwischen Mitar-
beitern und Eltern: Sind die Beziehungen der Erwachsenen untereinander von einer 
Pseudovertrautheit geprägt, verunsichert dies Kinder in ihrem Beziehungsverhalten. Sie 
wissen nicht mehr, wem sie vertrauen können und wem nicht. In einer von Distanzlosig-
keit und oberflächlicher Vertrautheit geprägten institutionellen Atmosphäre fällt es kind-
lichen Opfern extrem schwer, ihren Eltern Gewalterfahrungen anzuvertrauen.

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 Keine/unzureichend gelebte Partizipation in den Einrichtungen 
 Fehlendes Vertrauen zur Einrichtungsleitung 
 Ängste der Mitarbeiter 
 Fehlender offener Umgang zwischen den Mitarbeitern und der Einrichtungsleitung 
 Fehlende Fachlichkeit der Mitarbeiter 
 Fehlendes Regelwerk für Praktikanten 
 Keine gelebte Lob- und Fehlerkultur 
 Keine erkennbare Haltung und Regelung zur kindlichen Sexualität und Doktorspielen 
 Fehlende Transparenz 
 Unklare Regeln 
 
Eine gemeinsame Haltung zu den obengenannten Punkten ist für uns unabdingbar. Sie dient 
der Risikoeinschätzung der jeweiligen Einrichtung und wirkt einem Machtmissbrauch durch 
Mitarbeiter entgegen. Hierzu findet eine jährliche Reflektion in den Einrichtungen statt. 
 
3. Umsetzung von Präventionsarbeit im Kita-Alltag 
 Um die zuvor unter 2.5 genannten Risikofaktoren auszuschließen, wurde der folgende Verhal-
tenskodex entwickelt. Er ist bindend für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie Prak-
tikanten unserer Kindertageseinrichtungen. Unsere Einrichtungen legen großen Wert auf ei-
nen natürlichen und herzlichen Umgang mit den Kindern. Im Rahmen der Profession als pä-
dagogische Fachkräfte gehen jedoch alle Akteure zum Wohle der Kinder achtsam und ange-
messen mit Körperkontakt um. Dabei hat u.a. Priorität, die Grenzsignale der Kinder zu beach-
ten und anzuerkennen.  
 
 Nähe und Distanz 
 Die Mitarbeiter küssen Kinder nicht und lassen sich nicht küssen. Möchte ein Kind die 
Mitarbeiter küssen, wird es altersgemäß auf die nötige Distanz hingewiesen.  
 Bei Bedarf (Ablösungsphase, Trösten, Sorgengespräche…) dürfen Kinder auf den 
Schoß und in den/auf den Arm genommen werden. Das Bedürfnis nach Nähe sollte da-
bei aber unbedingt vom Kind ausgehen, nicht vom Erwachsenen.  
 Eine Begleitung des Toilettenganges erfolgt nach den individuellen Erfordernissen und 
den Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Beim Toilettengang der Kinder halten Jungen 
ihren Penis selber in die Toilette. Hilfe durch die Mitarbeiter beim Abwischen/Nachwi-
schen ist in Ordnung, nachdem die Kinder vorgewischt haben. Hierbei sind unbedingt 
Handschuhe zu tragen! 
 Beim Wickeln ist es wichtig, den Kindern einen gewissen Schutzraum zu gewähren, z.B. 
durch eine halb geschlossene Waschraum-Tür als Sichtschutz. 
 Bei der Schlafsituation und bei Einschlafproblemen werden Kinder von den Mitarbeitern 
nur an Stellen berührt, an denen das Kind es ausdrücklich wünscht und die Eltern diesem 
zugestimmt haben. Zu jeder Zeit verboten ist selbstverständlich das Berühren im Geni-
talbereich und an den Brüsten. 
 Die Mitarbeiter lassen sich nicht an die Brüste und den Genitalbereich fassen. Sollte ein 
Kind dies tun, wird es altersgemäß auf die nötige Distanz hingewiesen.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Kein Kind wird angeschrien, geschubst, geschoben, gezogen, gekniffen, gebissen, ge-
schlagen, getreten, gedemütigt, bloßgestellt, ausgeschlossen oder sonstiger Gewalt 
(weder psychisch noch physisch) ausgesetzt.  
 Kein Kind wird unter Krafteinwirkung hingesetzt, hingelegt oder am Arm festgehalten. 
 Unerwünschte Berührungen und körperliche Annäherungen der Kinder – insbesondere 
in Verbindung mit dem Versprechen einer Belohnung oder Androhung von Strafe –  sind 
nicht erlaubt. 
 Die Mitarbeiter haben keine Geheimnisse mit den Kindern. 
 Kein Kind darf von Mitarbeitern nach Hause gebracht oder mit nach Hause genommen 
werden. 
 Wenn ein Kind einzeln betreut wird (z.B. zur Sprachförderung), muss dies immer in den 
dafür vorgesehenen und für andere zugänglichen Räumen stattfinden. Räume, in denen 
sich Kinder und Mitarbeiter befinden, dürfen grundsätzlich nicht abgeschlossen werden. 
  Es darf keinerlei Druck und manipulative Macht auf ein Kind ausgeübt werden. 
 
3.2. Sprache und Wortwahl 
 Kosenamen werden von den Mitarbeitern nicht verwendet. Die Kinder werden grund-
sätzlich beim Vornamen genannt. Auf Spitznamen ist zu verzichten, insbesondere auf 
solche der übergriffigen, sexualisierenden oder herabwürdigenden Art. 
 Die Mitarbeiter verwenden weder sexualisierte Sprache noch abfällige Bemerkungen. 
 Die Geschlechtsteile werden von den Mitarbeitern korrekt und einheitlich benannt. Wir 
haben uns auf folgende Begrifflichkeiten geeinigt: Penis und Scheide (Englisch: penis 
and vagina). 
 Mitarbeiter sollten die Eltern siezen.  
 
3.3. Umgang mit und Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken 
 Kein Kind wird unbekleidet oder in Unterwäsche fotografiert oder gefilmt. 
 Das Fotografieren (auch Abfotografieren von Bildaufnahmen) /Filmen/Anfertigen von 
Tonaufnahmen mit Privathandys bzw. anderen privaten Geräten ist untersagt. 
 Vor dem Anfertigen und Veröffentlichen von Aufnahmen jeglicher Art ist die Erlaubnis 
der Erziehungsberechtigten des betreffenden Kindes einzuholen. Für welche Art von 
Aufnahme und Veröffentlichung die Zustimmung erteilt wurde, ist in der Anlage „Fotoer-
laubnis“ des Betreuungsvertrags einsehbar.  
 Alle Mitarbeiter und ehrenamtlich tätigen Personen verhalten sich in der Einrichtung ihrer 
Rolle gemäß. Von „Freundschaften“ mit den Eltern bei WhatsApp, Facebook, Instagram 
und anderen sozialen Medien ist abzusehen.  
 Die Verschwiegenheitspflicht gilt auch für Unterhaltungen in Schriftform, z.B. via 
WhatsApp und andere Messenger.   
 Für die Kinder zugängliche Medien sind grundsätzlich altersentsprechend (FSK-Einstu-
fung) und pädagogisch sinnvoll einzusetzen. 
 
3.4. Ausflüge 
 Ausflüge werden immer für die Eltern transparent und anschaulich kommuniziert. 
 Die Kinder sind immer durch die Mitarbeiter beaufsichtigt. 
 Bei einer Übernachtungssituation, z.B. bei der Vorschulübernachtung, sind die Kinder 
nie alleine in einer Schlafsituation mit Mitarbeitern. Andere Kinder oder Mitarbeiter sind 
immer dabei.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Die Mitnahme von Kindern im eigenen PKW ist nicht gestattet. 
 
 
3.5. Pädagogisches Handeln 
 Die Mitarbeiter sind Vorbilder für eine gewaltfreie Kommunikation. 
 Unser Umgang mit Kindern und Eltern ist geprägt von Wertschätzung, Respekt und  
   Empathie. 
 Wenn ein Kind sich regelwidrig verhält und Konsequenzen tragen muss, müssen sich  
   die Maßnahmen auf den entsprechenden Sachverhalt beziehen (zeitnah handeln und 
   den Zusammenhang mit dem Kind besprechen). 
 Verbale und nonverbale Gewalt, Demütigungen und Freiheitsentzug durch Mitarbeit- 
   er werden nicht toleriert. 
 Unsere pädagogische Arbeit basiert auf der Grundlage der Kinderrechte und wird alters- 
   gerecht gestaltet. 
 Transparente, klare und nachvollziehbare Regeln und Konsequenzen werden partizipa- 
    tiv mit den Kindern erarbeitet. Die Wegnahme von persönlichen Gegenständen als 
   Erziehungsmaßnahmen ist nicht erwünscht. 
 Die Eltern werden als Experten für ihre Kinder wahrgenommen und in ihrer Verantwor-
tung respektiert. 
 Wir reflektieren regelmäßig unser pädagogisches Handeln. 
 Kein Kind wird zum Essen gezwungen. 
 Die Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Toilettengang dürfen den Kindern nicht 
   verweigert werden. 
 Die Mitarbeiter behandeln alle Kinder gleich. Es finden keine Bevorzugungen statt. 
4. Maßnahmen in Krisensituationen 
Der Begriff der Kindeswohlgefährdung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1666 BGB) und im 
Sozialgesetzbuch (SGB VIII) zu finden, jedoch gibt es bis heute keinen einheitlichen Rechts-
begriff bzw. keine klare Definition. 
Der Bundesgerichtshof (BGH) versteht unter einer Kindeswohlgefährdung „wenn eine ge-
genwärtige, in einem solchen Maße vorhandenen Gefahr festgestellt wird, dass sich bei der 
weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen oder leiblichen 
Wohls des Kindes mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. An die Wahrschein-
lichkeit des Schadensantritts sind dabei umso geringere Anforderungen zu stellen, je schwerer 
der drohende Schaden wiegt.“ (BGH, Beschluss v. 23.11.2016 – XII ZB 149/16).  
 
Was bedeutet in diesem Fall „erhebliche Schädigung“ und „hinreichender Wahrscheinlich-
keit“? Dies bleibt weiterhin unklar. Deutlich wird nur, dass der Begriff der Kindeswohlgefähr-
dung nicht jede Art von Problemen beinhaltet. Abgeleitet vom BGH verstehen wir als Träger 
unter einer Kindeswohlgefährdung alles, was der seelischen, geistigen und körperlichen Ge-
sundheit eines Kindes schadet, oder diese bedroht. Sind die Personensorgeberechtigten nicht 
gewillt oder in der Lage, Schädigungen abzuwenden, sind wir in der Pflicht, unserem Schutz-
auftrag nachzukommen. 
 
Aufgrund der unterschiedlichen Definitionen und Auslegungsmöglichkeiten ist es für uns als 
Träger schwierig, handlungsfähig zu bleiben, möglichst frühzeitig präventiv handeln, und auf 
Hilfebedarf reagieren zu können. Um für uns Klarheit und Sicherheit in der Auslegung von

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Kindeswohlgefährdung zu erlangen, orientieren wir uns deshalb an der Maslow´schen Bedürf-
nispyramide. Diese setzt den Rahmen der Grund- und Wachstumsbedürfnisse eines Kindes 
fest. Defizite in den Stufen 1-3 können Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung 
sein, aber auch eine unzureichende Befriedigung der Wachstumsbedürfnisse kann zu nach-
teiligen psychischen Folgen beim betroffenen Kind führen.  
 
(vgl. https://docplayer.org/15653393-2-begriffserklaerung-kindeswohlgefaehrdung-was-ist-
das-eigentlich-2-1-definitionsversuche.html) 
 
 
Die Bedürfnispyramide 
angelehnt an Abraham Harold Maslow 
        
                                                Selbstverwirklichung 
 
 
                                                       ICH-Bedürfnisse 
                                        
                                                   Soziale Bedürfnisse 
 
                                                 Sicherheitsbedürfnisse 
 
                                                    Grundbedürfnisse 
   
 
 
 Basis-Informationen 
4.1.1. Formen der Kindeswohlgefährdung 
 
I. Misshandlungen 
a) Körperliche Misshandlung:  
 
Hierunter fallen verschiedene Arten von Handlungen, die zu nicht zufälligen erheblichen 
körperlichen Schmerzen, Verletzungen oder gar zum Tode führen (Prügeln, Verbrühen, Un-
terkühlen, Würgen etc.). 
 
b) Seelische Misshandlung:  
 
Diese Form der Misshandlung „umfasst chronische qualitativ und quantitativ ungeeignete 
und unzureichende, altersinadäquate Handlungen und Beziehungsformen von Sorgebe-
rechtigten oder Pädagogen zu Kindern. Dem Kind wird zu verstehen gegeben, es sei wehr-

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
los, mit Fehlern behaftet, ungeliebt, ungewollt, gefährdet oder nur dazu nütze, die Bedürf-
nisse anderer Menschen zu erfüllen“1. Hierzu gehört z.B. eine feindselige Ablehnung oder 
Isolation der Kinder ebenso wie die Verweigerung emotionaler Zuwendung oder das Terro-
risieren und Ausnutzen der Kinder aber auch deren Überforderung durch unangemessene 
Erwartungen. Nicht zuletzt stellt jede Art der körperlichen Misshandlung oder Vernachläs-
sigung auch eine seelische Misshandlung dar. Sonderformen seelischer Misshandlungen 
können neben wiederholter Gewalt zwischen den Eltern auch eskalierende und andau-
ernde stark ausgeprägte Trennungs-, Sorgerechts- und Partnerschaftskonflikte sein. 
 
II. Vernachlässigungen 
Vernachlässigung beschreibt eine situative oder andauernde Unterlassung fürsorglichen 
Handels durch die Eltern oder andere sorgeverantwortliche Personen, was zur Folge hat, 
dass die körperlichen, seelischen, geistigen und materiellen Grundbedürfnisse des Kindes 
nicht mehr angemessen befriedigt werden. Dazu gehört beispielsweise die Unkenntnis bzw. 
die Unfähigkeit der Eltern für eine angemessene Ernährung, Pflege und Gesundheit des 
Kindes zu sorgen. Dazu gehört auch ein Mangel an Aufmerksamkeit, an emotionaler, intel-
lektueller und erzieherischer Förderung des Kindes sowie unzureichender Schutz des Kin-
des vor Gefahren. 
 
III. Sexueller Missbrauch 
„Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder ge-
gen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher, psy-
chischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Der 
Täter oder die Täterin nutz seine Macht – und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Be-
dürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen“2. 
 
Da Kinder aufgrund ihres Entwicklungsstandes grundsätzlich nicht über die ausreichende 
Entscheidungsfreiheit bzw. Entscheidungsfähigkeit verfügen, ist jede sexuelle Handlung 
(auch jene, an der sich das Kind aktiv beteiligt) als Missbrauch zu werten. 
 
 
4.1.2. Grenzverletzungen durch Erwachsene 
 
„Grenzverletzungen sind alle Verhaltensweisen gegenüber Kindern, Jugendlichen und jun-
gen Erwachsenen, die deren persönliche Grenzen im Kontext eines Versorgungs- und Be-
treuungsverhältnisses überschreiten.“  
(Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt 2010).  
Diese Formen der Grenzverletzung werden in den meisten Fällen nicht strafrechtlich verfolgt, 
wenn sie nur einmal sowie unbeabsichtigt vorkommen und der Handelnde Einsicht zeigt.   
 
 
1 Prof. Dr. Reingard Nisse: Kindeswohlgefährdung und Maßnahmen der Polizei - dargestellt am Land Branden-
burg, https://hpolbb.de/sites/default/files/field/publikationen/oranienburger_schriften_4.pdf, Seite 27.  
2 O.A.: Definition von sexuellem Missbrauch, https://beauftragter-missbrauch.de/praevention/was-ist-sexueller-
missbrauch/definition-von-sexuellem-missbrauch.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Beispiele hierfür sind: 
 Beleidigungen 
 Abwertungen 
 Anschreien 
 Beschämen 
 Grobe Berührungen 
 Unangemessene Sanktionen 
 Missachtung der persönlichen Grenzen des Kindes (z.B. eine tröstende Umarmung, ob-
wohl das Kind diese nicht wünscht bzw. diese dem Kind unangenehm ist) 
 Missachtung von Grenzen der professionellen Rolle (z.B. sich wie die Mutter/der Vater 
des Kindes benehmen) 
 Missachtung der Persönlichkeitsrechte (z.B. Verletzung des Rechtes auf das eigene Bild 
durch unerlaubte Aufnahmen oder unerlaubte Veröffentlichung von Bildmaterial) 
 Missachtung der Intimsphäre 
 
Im pädagogischen Alltag können unbeabsichtigte Grenzverletzungen entstehen, z.B. durch 
(vgl. Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt 2010): 
 fehlende bzw. unklare Einrichtungsstrukturen  
 unzureichendes Fachwissen  
 Stresssituationen 
 Unachtsamkeit 
 fehlende Sensibilität 
 mangelnde Reflexionsfähigkeit 
 ungenügende Kritikfähigkeit 
 fehlende Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln  
 
 
4.1.3. Übergriffe durch Erwachsene 
„Übergriffe unterscheiden sich von Grenzverletzungen dadurch, dass sie nicht zufällig oder 
versehentlich passieren. Sie resultieren vielmehr aus persönlichen und/oder grundlegenden 
fachlichen Defiziten“ (Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt 2010). Übergriffe durch Erwachsene 
auf Kinder sind als Machtmissbrauch zu werten und sind nicht bloß Ausdruck einer respektlo-
sen Haltung. Sie können sehr unterschiedlich gestaltet sein und müssen immer dem zustän-
digen Landesjugendamt gemeldet werden. 
 
Mögliche Übergriffe in einer Kita können sein (vgl. LVR-Dezernat-Jugend 2017:2): 
 Zwangsmaßnahmen beim Füttern bzw. Essen 
 Zwangsmaßnahmen beim Schlafen 
 Kinder massiv unter Druck zu setzen, z.B. durch verbale Androhungen und Umsetzung 
von Straf- und Erziehungsmaßnahmen 
 Kinder vor die Tür zu stellen 
 Kinder zu fixieren 
 Körperliche Übergriffe 
 Vernachlässigung, z.B. der unzureichende Wechsel von Windeln, die mangelnde Ver-
sorgung mit Getränken, die mangelnde Aufsicht, Kind ablehnen, wenn es Nähe sucht

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 Herabwürdigen und Bloßstellen eines Kindes vor den anderen Kindern der Gruppe, z.B. 
durch negative Kommentare über die Familie des Kindes, oder einen herabwürdigenden 
Erziehungsstil nach Einnässen 
 
 
4.1.4. Übergriffe von Kindern untereinander 
Streit und Konflikte unter Kindern sind unvermeidlich und gehören zur normalen kindlichen 
Entwicklung dazu. Diese Auseinandersetzungen regeln sich im Miteinander meistens kurzfris-
tig und unproblematisch. Erst wenn Kinder längerfristig unter Druck geraten oder verletzt wer-
den, entwickelt sich Gewalt mit vielfältigen Ausprägungen (Übergriffe). Es kann dabei zwi-
schen seelischen und körperlichen Übergriffen unterschieden werden. 
 
Übergriffe unter Kindern können sein: 
 Verspottung und Herabwürdigung untereinander 
 Anfassen und Küssen gegen den Willen des betroffenen Kindes  
 Absichtliche Zerstörung des Eigentums eines anderen Kindes  
 Bedrohung und Erpressung untereinander 
 Androhung und Vollzug von Schlägen untereinander 
 
Unsere Mitarbeiter sind immer dringend aufgefordert einzugreifen und an einer Lösung für das 
Problem mitzuwirken, wenn ein Kind die Grenzen eines anderen verletzt. Dies ergibt sich aus 
dem gesetzlichen Kinderschutzauftrag für Kindertagesstätten. Ein Ignorieren des Verhaltens 
kann dazu führen, dass sowohl das geschädigte als auch das handelnde Kind die Handlung 
nicht als falsch wahrnehmen. Hier gilt es, das übergriffige Kind nicht zu bestrafen; vielmehr 
sollten Handlungsalternativen aufgezeigt und erarbeitet werden. Dem übergriffigen Kind muss 
Unterstützung angeboten werden, damit es einsehen kann, dass sein Verhalten  
nicht angemessen war. Nur so ist es dem Kind möglich, aus eigenem Antrieb seine Verhal-
tensweisen zu verändern. 
Erlebt ein Kind, das einem Übergriff ausgesetzt war, eine eindeutige Reaktion der Mitarbeiter, 
erfährt dieses Kind, dass die Macht des übergriffigen Kindes durch einen unterstützenden Er-
wachsenen wieder aufgehoben wird. Im besten Fall kann das Gefühl von Vertrauen und 
Schutz das Gefühl von Ohnmacht schnell ausgleichen (vgl. LVR-Fachbereich Kinder und Fa-
milie 2019). 
 
4.1.5. Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung durch Personensorgeberechtigte 
Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung dienen einer Orientierung zur Gefähr-
dungseinschätzung. Erst ein Zusammenspiel von mehreren Anzeichen macht deutlich, wie 
hoch ein Gefährdungsrisiko einzuschätzen ist. Davon leitet sich der Handlungsbedarf ab. 
 
Mögliche Anzeichen können sein: 
 
a) Äußere Erscheinung des Kindes 
 Massive und/oder wiederholte Zeichen von Verletzungen (z.B. Blutergüsse, Strie-
men, Narben, Knochenbrüche, Verbrennungen, wiederholt auftretende Rötungen im 
Genitalbereich, unklare Schonhaltungen), insbesondere wenn keine unverfängli-
chen Ursachen ausgemacht werden können.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Häufige, insbesondere nicht adäquat behandelte Erkrankungen ohne medizinische 
Versorgung. 
 Fehlen eines notwendigen Minimums an Körperhygiene (z.B. ersichtlich durch Ka-
ries). 
 Starke Unter-, Mangel- oder Überernährung bzw. massive Essstörungen. 
 Wiederholt völlig witterungsunangemessene oder verschmutzte Kleidung. 
 Verzögerte Entwicklung der motorischen, sprachlichen und geistigen Fähigkeiten, 
insbesondere ohne entsprechende medizinische Abklärung und Förderung. 
 Anhaltende Kopf- und Bauchschmerzen ohne medizinische Ursache. 
 Erhöhte Infektanfälligkeit (z.B. häufige Atemwegerkrankungen). 
 
b) Verhalten des Kindes 
 Aggressives Verhalten 
 Mangelnde Frustrationstoleranz 
 Teilnahmslosigkeit, Rückzug 
 Wiederholt apathisches oder stark verängstigtes Verhalten  
 Auffälliges Kontaktverhalten, unsicheres oder wechselndes Beziehungsverhalten 
 Das Kind wirkt berauscht und/oder benommen (ggf. durch Einfluss von Drogen, Al-
kohol, Medikamente) 
 Darstellung von erlebter Gewalt (z.B. beim Malen oder Spielen) 
 Auffälliges, altersunangemessenes sexualisiertes Verhalten 
 Ausgeprägte stereotype Verhaltensweisen 
 Instabiler oder fehlender Blickkontakt 
 Extrem angepasstes Verhalten 
 Erstarren bei Körperkontakt zu den Eltern 
 Einnässen/Einkoten bei älteren Kinder 
 
c) Verhalten und persönliche Situation der Personensorgeberechtigten 
 Mangelnde Fähigkeit zur Aggressionskontrolle 
 Physische Gewalt gegenüber dem Kind (Schlagen, Schütteln, Einsperren, Würgen, 
Fesseln, Verbrennungen u.ä.) 
 Psychische Gewalt gegenüber dem Kind (massive Beschimpfungen, Verängstigen 
und Erniedrigen) 
 Verweigerung von Krankheitsbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen, feh-
lende Förderung behinderter Kinder 
 Nicht ausreichende Bereitstellung von Nahrung 
 Wiederholte und/oder schwere Gewalt zwischen den Eltern 
 Fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit zur Abwendung von Gefährdungen 
 Schwere psychische Störungen (bspw. in Form eines stark verwirrten Auftretens), 
Drogen-, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch bzw. -sucht 
 Isolierung des Kindes (z.B. durch generelles Kontaktverbot zu Gleichaltrigen) 
 
 
d) Familiäre Situation, Wohnsituation 
 Verletzung der Aufsichtspflicht durch Alleinlassen des Kindes oder den Einsatz 
ungeeigneter Aufsichtspersonen

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Missbrauch des Kindes zur Begehung von Straftaten oder anderer verwerflicher Ta-
ten 
 Gravierende Armut und/oder Obdachlosigkeit 
 Stark verschmutzte bzw. vermüllte Wohnung 
 Erhebliche Gefahren im Haushalt 
 Fehlender Schlafplatz und/oder fehlendes Spielzeug für das Kind 
 
 
4.1.6. Täterstrategien 
 
„Sexualisierte Gewalt passiert nicht zufällig, sondern wird von Täter/innen ganz bewusst ge-
plant und organisiert. Täter/innen suchen nach Gegebenheiten, um sich Kindern und Ju-
gendlichen zu nähern und machen sich Strukturen in den Institutionen zunutze. Das Wissen 
darum dient als Hilfsmittel für eine Risikoanalyse, um beurteilen zu können, an welchen Stel-
len präventive Maßnahmen nötig sind“  
(Bistum Münster 2013). 
 
Zum Vorgehen von Tätern und Täterinnen gegenüber Kindern und Jugendlichen (Bistum 
Münster 2013): 
 Sie suchen gezielt die Nähe zu Kindern und Jugendlichen, auch in entsprechenden Ar-
beitsfeldern. 
 Häufig engagieren sich Täter/innen über das normale Maß und sind sehr einfühlsam im 
Umgang mit Kindern und Jugendlichen. 
 Sie suchen in der Regel gezielt emotional bedürftige Kinder und Jugendliche aus. 
 Täter/innen bauen gezielt ein Vertrauensverhältnis zum möglichen Opfer auf. 
 Im Rahmen einer „Anbahnungsphase“ versuchen sie durch besondere Ausflüge, Aktio-
nen oder Unternehmungen, eine besondere Beziehung zum möglichen Opfer aufzu-
bauen und seine Arglosigkeit zu erhöhen. 
 Häufig lenken Täter/innen das Gespräch zufällig auf sexuelle Themen, verunsichern und 
berühren z.B. wie zufällig das Kind oder den Jugendlichen. 
 Täter/innen „testen“ meist nach und nach die Widerstände der Kinder/Jugendlichen, ehe 
sie gezielt Gelegenheiten für schwerere Übergriffe schaffen. 
 Durch den Einsatz von Verunsicherungen („Das ist alles ganz normal.“), Schuldgefühlen 
(„Das ist doch alles deine Schuld!“) und Drohungen (Entzug von Zuneigungen und Pri-
vilegien, Isolation/Ausstoßung, öffentliche Bloßstellung, Zerstörung der Familie, körper-
liche Gewalt etc.) machen Täter/innen ihre Opfer nicht nur gefügig, sondern sichern sich 
auch deren Verschwiegenheit. Dabei nutzen sie auch gezielt Loyalität („Du hast mich 
doch lieb.“, „Wenn du was erzählst, komme ich ins Gefängnis.“) und Abhängigkeiten des 
Opfers sowie ihre hierarchische Überlegenheitsposition aus. 
 Häufig ist sexualisierte Gewalt keine einmalige, sondern eine mehrfach vorkommende 
und länger anhaltende Tat.  
 
Im institutionellen Rahmen wenden Täter/innen folgende Strategien an  
(vgl. Gründer/Stemmer-Lück 2013):

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 Sie bauen gute und intensive Kontakte zum Kollegium, zu Erziehungsberechtigten sowie 
Kindern und Jugendlichen auf, übernehmen unbeliebte Dienste oder Aufgaben freiwillig, 
kommen gut mit der Leitung aus, machen sich unentbehrlich. 
 Sie knüpfen Seilschaften mit Kollegen/innen, indem sie z.B. „schon mal ein Auge zudrü-
cken“, wenn diese nicht ganz korrekt gehandelt haben. 
 Sie engagieren sich auch privat für Kinder ihrer Einrichtung und knüpfen Freundschaften 
mit den Eltern. 
 
 
4.2. Umgang mit interner Grenzüberschreitung 
Bei Villa Luna werden Grenzverletzungen und Übergriffe in keiner Weise toleriert und sind in 
jedem Fall zu verhindern. Wir weisen unsere Mitarbeiter dazu an, jegliche Kenntnis über 
Grenzverletzungen bzw. Übergriffe sofort der Einrichtungsleitung zu melden.  
Dasselbe gilt für Verdachtssituationen. Dabei ist es irrelevant, ob der Täter aus dem Kollegium 
stammt, ein anderes Kind ist, eine Person aus dem Umfeld des Kindes, oder eine bislang 
unbekannte Person ist. Unserer Mitarbeiter werden präventiv geschult, um Gewalt zu erken-
nen und einschätzen zu können, sowie in schwierigen Situationen ein sicheres und eindeuti-
ges Auftreten sicherstellen zu können. 
Alle Mitarbeiter sind sich bewusst, dass bei Zuwiderhandeln – je nach Sachlage – strafrechtli-
che oder arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet werden.  
4.2.1. Interventionsschritte 
Nimmt ein Mitarbeiter grenzverletzendes Verhalten durch sich selbst oder andere wahr, be-
zieht er aktiv Stellung, indem er 
 
 die Situation stoppt oder die Beobachtung anspricht. 
 seine Wahrnehmung dazu benennt und auf Verhaltensregeln hinweist. 
 um Entschuldigung bittet oder zu einer solchen Entschuldigung hinleitet. 
 sein Verhalten ändert oder eine Veränderung des Verhaltens formuliert und einfordert. 
 
Nimmt der Mitarbeiter mehrmaliges grenzverletzendes Verhalten wahr, protokolliert er das 
Verhalten (Anlage 2a) und bespricht das weitere Vorgehen mit der Einrichtungsleitung. 
 
Nimmt der Mitarbeiter grenzverletzendes Verhalten in größerem Maß, übergriffiges Ver-
halten oder Missbrauch wahr, sind im Sinne einer Gefahrenprognose und -abwehr die 
Schritte des Verfahrensablaufs (siehe Diagramm 3b) einzuleiten und einzuhalten. 
 
Mit Beginn des Angestelltenverhältnisses wird jeder Mitarbeiter durch die Einrichtungsleitung 
über diesen Verhaltenskodex belehrt und bestätigt dies mit seiner Unterschrift. Jährlich wird 
der Verhaltenskodex zudem im Gesamtteam besprochen, aufgefrischt und von jedem Mitar-
beiter erneut unterschrieben.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
4.2.2. Prävention interner Grenzüberschreitungen 
Bei Villa Luna sollen Kinder sich sicher und geschützt entwickeln können. Unser vertrauens-
volles Miteinander wird durch einen offenen Dialog zum Thema ‚sexualisierte Gewalt und an-
dere Übergriffe‘ gestützt. Auf diese Weise dient die Sensibilisierung des Teams der Gewalt-
prävention. Hierzu gehört, dass wir die in diesem Dokument verschriftlichten Grenzen und 
Standards als verbindlich ansehen. Wir verstehen Prävention als grundlegenden Handlungs-
weg, um physischen wie psychischen Schaden abzumildern und bestenfalls zu verhindern.  
Unterstützend wirken hierzu folgende Maßnahmen:  
 Regelmäßige Reflexion von Handlungen und Haltungen einzelner Mitarbeiter oder des 
Gesamtteams in den Teamsitzungen.  
 
Hierbei stehen im Fokus: 
o Der Umgang mit körperlicher Nähe bzw. Distanz zum Kind 
o Eine klare Definition und Einhaltung der jeweiligen Rollen 
o Die Haltung dem Kind gegenüber 
o Der Umgang mit Stress/Ärger/Aggression bzw. Überforderung 
o Ein wertschätzender und höflicher Umgang miteinander 
 
 Gegenseitige Hospitationen innerhalb des Teams zur Unterstützung der Feedbackkultur. 
 
 Schulung der pädagogischen Fachkräfte dahingehend, alle Beobachtungen, die auf eine 
Gefährdung eines Kindes hinweisen 
 
o ernst zu nehmen, 
o zu dokumentieren, 
o dem Team und der Leitung mitzuteilen,  
o diese gemeinsam einzuschätzen und zu bewerten. 
 
 Jährliche, schriftliche Unterweisung aller Mitarbeiter zum „Handeln bei Anzeichen für 
eine mögliche Kindeswohlgefährdung §8a SGB VIII“. 
 
 Regelmäßige kollegiale Beratungen, bei Bedarf mit Supervision oder Coaching. 
 
 Einarbeitungsseminar mit Workshop zum Kinderschutz für alle neuen Mitarbeiter. 
 
 Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen für Mitarbeiter zum Thema Prävention und 
Kinderschutz. 
 
 Unsere Personalauswahl erfolgt nach Belastbarkeit, Reflexionsvermögen, Fachkompe-
tenz und beruflicher Erfahrungen. Die Anforderungs- und Kompetenzprofile werden re-
gelmäßig reflektiert und evaluiert. 
 
 Befragung neuer Mitarbeiter im Vorstellungsgespräch zu ihrer Haltung, ihrem Umgang 
und zu bisherigen Erfahrungen mit Grenzüberschreitungen, um die persönliche Eignung 
nach §72a SGB VIII sicherzustellen. 
  
 Betonung der notwendigen Balance von emotionaler Nähe und professioneller Distanz 
als Grundbedingung pädagogischen Handelns im Vorstellungsgespräch.

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
 
 Belehrung aller Mitarbeiter zum tätigkeitsumfassenden Schutzauftrag nach § 8a SGB 
VIII bei Einstellung und danach jährlich durch die Einrichtungsleitung. Diese Belehrung 
wird schriftlich festgehalten und der Personalakte beigefügt.  
 
 Vorstellung des Schutzkonzepts für neue Mitarbeiter. 
 
 Verpflichtung aller Mitarbeiter unabhängig vom Anstellungsverhältnis/Aufgabengebiet 
(d.h. dies gilt auch für Praktikanten, Ehrenamtliche, Hausmeister, Küchenmitarbeiter 
etc.) zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses zu Beginn der Anstellung und 
in Folge alle fünf Jahre. 
 
 Verpflichtung aller in unseren Einrichtungen tätigen Personen zum Unterschreiben einer 
Selbstverpflichtungserklärung zu Beginn der Anstellung und in Folge jährlich. Hiermit 
möchten wir potentielle Täter abschrecken und allen Erwachsenen in der Kindertages-
betreuung klare Orientierung vermitteln. 
 
4.3. Verfahrensablauf 
 
4.3.1. Handlungsplan bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gem. §8a SGB VIII 
Ergänzend hierzu ist in den Anlagen ein Handlungsplan zu finden (siehe Anlage 3a).  
 
a) Einschätzung/Prüfung durch Fachkraft und Leitung, ob gewichtige Anhaltspunkte für 
eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. 
 
b) Abschätzung des Gefährdungsrisikos im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte unter 
Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft.  
 Dokumentation und Erstellung eines Schutzplanes. 
 
c) Einbeziehung der Personensorgeberechtigten und des Kindes bei der Risikoabschät-
zung, soweit hierdurch der Schutz des Kindes nicht in Frage gestellt wird. 
 
d) Hinwirkung auf die Inanspruchnahme von Hilfen, wenn die Risikoabschätzung ergibt, 
dass ohne diese Hilfen die Gefährdungssituation nicht abgewendet werden kann. Der 
Träger vergewissert sich, ob die vereinbarten Hilfen in Anspruch genommen werden 
und, dass dadurch der Kindeswohlgefährdung wirksam begegnet werden kann. 
 
e) Informierung des Jugendamtes, wenn: 
o dem Träger die von den Personensorgeberechtigten angenommenen Hilfen als 
nicht ausreichend erscheinen. 
o von den Personensorgeberechtigten keine Hilfen angenommen werden. 
o sich der Träger keine Gewissheit darüber verschaffen kann, ob durch die ver-
einbarten Hilfen der Kindeswohlgefährdung begegnet werden kann. 
 
f) Informierung der Qualitätsleitung 
 
g) Ggf. Information an Klett Gruppe

- 20 - 
Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
4.3.2. Verfahrensablauf bei Verdacht auf grenzverletzendes Verhalten von Be-
schäftigten in der Einrichtung 
Eine graphische Darstellung hierzu ist in den Anlagen zu finden (siehe Anlage 3a).  
 
Nehmen Mitarbeiter oder Eltern einen Übergriff/grenzverletzendes Verhalten eines Mitarbei-
ters bzw. einer Mitarbeiterin wahr, muss wie folgt vorgegangen werden: 
 
a)    Sofortige Information der Einrichtungsleitung. 
 
b)    Information der zuständigen Standortverantwortliche/Qualitätsleitung durch die Ein-
richtungsleitung.  
 
c)    Dokumentation aller Beobachtungen und Hinweise (siehe Anlage 1) und unverzügliche 
Klärung der Fakten.  
 
d)   Je nach Gefährdungspotential: Klärendes Gespräch mit dem Beschuldigten. Beson-
ders an dieser Stelle geht der Schutz des Kindes vor.  
 
e)    Sofortige Einleitung von Maßnahmen zum Schutze des Kindes bei einer begründeten 
Vermutung auf eine Kindeswohlgefährdung (Kontakt unterbinden, Freistellung des Mit-
arbeiters bzw. der Mitarbeiterin vom Dienst).  
 
f)   Gleichzeitig Informierung der Eltern des betroffenen Kindes und Meldung an die zu-
ständige Aufsichtsbehörde. Ist an dieser Stelle eine vertiefte Prüfung nötig, leitet diese 
der Träger ein und zieht eventuell eine insofern erfahrene Fachkraft hinzu.  
 
g)   Wird nach vertiefter Prüfung eine weitere Gefährdung durch einen Mitarbeiter festge-
stellt, werden arbeitsrechtliche Schritte mit evtl. Strafanzeige eingeleitet. 
 
Weitere mögliche Maßnahmen können sein: 
 
 Für betroffene Kinder und Eltern: 
   Beratung, Therapie etc. 
 
 Für die Mitarbeiter:  
Gibt es keine weiteren belastenden Hinweise, erfolgt eine Information der Verfahrens-
beendigung an den Beschuldigten und die Aufarbeitung im Team. 
 
 Für nicht unmittelbar betroffene Kinder und Eltern: 
Elterninformation zum Umgang mit der Tat und dem Täter, Gruppengespräche zur Auf-
arbeitung. 
 
 Für Fachkräfte und Leitung:  
   Teambesprechung, Supervision, Einzelcoaching. 
 
 Für Träger und Leitung:

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Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
Überprüfung der Organisationsstruktur, der Präventions- und Sicherheitsaspekte sowie 
der pädagogischen Konzeption. 
 
 Für die Öffentlichkeit:  
   Presseinformation. 
 
 Für die Klett Gruppe 
   Information zum weiteren Vorgehen. 
 
Literaturverzeichnis 
Bistum Münster (Hrsg.): Hinsehen und Schützen, Münster: Druck Joh. Burlage, 2013. 
 
Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (Hrsg.): Handlungsleitlinien für Kinder-
schutzkonzepte zur Prävention und Intervention in Kindertageseinrichtungen, Münster, 2016. 
 
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.,Kitas – ein sicherer Ort für Mädchen, 
Jungen und Fachkräfte/Vielfalt Mann – Dein Talent für Hamburger Kitas, Hamburg: O.J. 
 
Enders/Kossatz/Kelkel/Eberhardt: Zur Differenzierung zwischen Grenzverletzungen, Über-
griffen und strafrechtlich relevanten Forme n der Gewalt im pädagogischen Alltag, Zartbitter 
e.V. Eigenverlag, 2010.  
 
Enders, Ursula (Hrsg.): Schutz vor sexuellem Missbrauch in Institutionen, Köln: Kiepen-
heuer & Witsch, 2017.  
 
Gründer, Mechthild, Stemmer-Lück, Magdalena: Sexueller Missbrauch in Familie und In-
stitutionen, Stuttgart: Kohlhammer, 2013. 
 
Hansen/Knauer/Sturzenhecker: Partizipation in Kindertagesseinrichtungen – So gelingt 
Demokratiebildung mit Kindern, Weimar, Berlin: Verlag das Netz, 2011. 
 
Hierholzer, Stefan: Kindliche Sexualität als Thema in der Frühpädagogik, O.O.: KiTa Fach-
text, O.J.  
 
Jugendamt Wiehl: Kinderschutzbogen 0-6 Jahre. Wiehl, O.J. 
 
LVR-Fachbereich Kinder und Familie (Hrsg.): Kinderschutz in der Kindertagesbetreuung – 
Prävention und Intervention in der pädagogischen Arbeit, Köln: O.V., 2019.  
 
LVR- Dezernat-Jugend: Hinweise für Träger zu den Meldepflichten nach § 47 SGB VIII, er-
reichbar unter:https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/service/arbeitshilfen/doku-
mente_94/kinder_und_familien/tageseinrichtungen_f_r_kinder/Hinweis_Meldepflicht_Trae-
ger-gruen.pdf (2017:2). 
 
Nisse, Reingard Prof. Dr.: Kindeswohlgefährdung und Maßnahmen der Polizei - dargestellt 
am Land Brandenburg, https://hpolbb.de/sites/default/files/field/publikationen/oranienbur-
ger_schriften_4.pdf, Seite 27.

- 22 - 
Handout für Mitarbeiter, Stand: 01/20, Abt: PQ, Villa Luna Kindertagesstätten 
 
https://docplayer.org/15653393-2-begriffserklaerung-kindeswohlgefaehrdung-was-ist-das-
eigentlich-2-1-definitionsversuche.html  
 
O.A.: Definition von sexuellem Missbrauch, https://beauftragter-missbrauch.de/praeven-
tion/was-ist-sexueller-missbrauch/definition-von-sexuellem-missbrauch. 
 
Ruland/Seidenstücker/ Singer-Jähn: Vorlagenmappe Kindeswohlgefährdung, O.O: Forum-
Verlag, 2015. 
 
Stadt Remscheid: Verfahren, Instrumente, Formulare – Anlagen zur Umsetzung des 
Schutz-auftrages bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a SGB VIII in Remscheid. Rem-
scheid: O.V., 2013. 
Anlage 
 
1.  Belehrungen 
a. Belehrung zum Schutzauftrag Kindeswohlgefährdung nach §8a Abs. 2 SGB VIII 
b. Selbstverpflichtungserklärung 
 
2.  Formulare 
a. Dokumentation Verdachtsfall 
b. Dokumentation einer Fallbesprechung/einer kollegialen Beratung 
c. Ergebnis des Fachgesprächs mit der insoweit erfahrenen Fachkraft gemäß §8a 
SGB VIII 
d. Anamnese und Ampelbogen zur Gefährdungseinschätzung bei Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung 0-6 Jahre 
 
3.  Handlungsabläufe 
a. Handlungsplan (Diagramm) bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gem. §8a 
SGB VIII 
b. Verfahrensablauf (Diagramm) bei Verdacht auf grenzverletzendes Verhalten 
von Beschäftigten in der Einrichtung  
 
4.  Arbeitshilfen 
a. Übersicht kindliche Sexualität vs. Erwachsenensexualität 
b. Arbeitshilfe Partizipation 
c. Arbeitshilfe Beschwerdeverfahren 
d. Arbeitshilfe Präventionskultur in der Kita 
e. Arbeitshilfe Nähe und Distanz und Übung zur Wahrnehmung von Grenzen 
f. Praxisbeispiele als Vorlage, um mit dem Team ins Gespräch zu kommen 
 
5.  Fachberatungsstellen 
a. Regionale Anlaufstellen und Hilfeangebote im Lotsenmodell 
 
6.  Kinderrechte 
a. Kinderrechtskonventionen

Beschlussvorlage

15947 Zeichen

V/1046/2020 
V/1046/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup, 
Bezirk Hiltrup 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.01.2021 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
   04.02.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   10.02.2021 Hauptausschuss Vorberatung 
   10.02.2021 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die zweigruppige Kindertageseinrichtung 
an der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup dem Kinder- und Jugendhilfeträger Die kleinen Hob-
bits e. V. (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Sommer 2023 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen dem Träger Die kleinen Hobbits e. V. und der Stadt Münster getroffen. Es 
wird ein Trägeranteil von 3,4% vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Wohn- und Stadtbau GmbH (Vermieter) und 
dem Träger Die kleinen Hobbits e. V. getroffen. 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
07.01.2021 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Gerick, Frau Fritzen, 
Frau Eschert, Frau Kratz-
Trutti 
Telefon: 492-5528, -5134 
Gerick@stadt-muenster.de 
Fritzen@stadt-muenster.de

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V/1046/2020 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den Be-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Hiltruper Baumschule  betragen auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für Juli bis Dezember 2023 = 253.800 € 
 für 2024 ff. = 514.900 €  
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Die kleinen 
Hobbits 96,6% 42,3% 54,3% 3,4% 3,4% 0,0% 54,3% 
 
 
Juli - Dez. 2023 2024 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. er-
forderlicher 
Zuschuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
Die kleinen 
Hobbits    8.629,20 €  0,00 € 137.813,40 €      17.506,60 €  0,00 €   279.590,70 €  
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungs beschluss 
V/0715/2019 dargestellt und sind im Haushaltsplanentwurf 2021 veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0715/2019 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in Hiltrup beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 
und umfasst insgesamt 40 Plätze, davon 12 u3-Plätze und 28 ü3-Plätze. 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstruk-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.

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V/1046/2020 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerbe r darauf hingewiesen, dass abhängig von den Be-
darfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der 
flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NW entwickelt werden sollen.  
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 31.08.2020 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 30.09.2020 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgte diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
31.08.2020 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 02.11. 
und 20.11.2020 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. Die Gespräche fanden aufgrund der Corona-Pandemie als Videokonferen-
zen statt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 01.12.2020. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Die kleinen Hobbits e. V. (Die kleinen Hobbits), Vennheideweg 51, 48165 Münster 
 
 Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V., (Am Eichenwäldchen) Eichstedtstraße 44, 59075 
Hamm 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Fabrikstraße 1/1, 73728 Esslingen 
 
 Villa Luna gGmbH (Villa Luna), Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschrie-
benen Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers

- 4 - 
V/1046/2020 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
EI Am Eichen-
wäldchen e.V.  96,6% 42,3% 54,3% 3,4% 
3,4% 0,0% 54,3% 
Die kleinen 
Hobbits 3,4% 0,0% 54,3% 
Kleine Riesen 
Nord gGmbH 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 
7,8% 0,0% 52,2% 
Villa Luna 7,8% 0,0% 52,2% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Hiltruper Baumschule betragen ab 
2025 ff. 514.900 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
  Jährliche Kosten ab 2024 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
EI Am Eichen-
wäldchen e.V.  3,4%  17.506,60 €  0,0% 0,00 € 54,3%   279.590,70 €  
Die kleinen 
Hobbits 3,4%  17.506,60 €  0,0% 0,00 € 54,3%   279.590,70 €  
Kleine Riesen 
Nord gGmbH 7,8%  40.162,20 €  0,0% 0,00 € 52,2%   268.777,80 €  
Villa Luna 7,8%  40.162,20 €  0,0% 0,00 € 52,2%   268.777,80 €  
 
 
Alle vier Träger bieten den vollen Trägeranteil von 7,8% bzw. 3,4% für den Betrieb der Kindertages-
einrichtung an.

- 5 - 
V/1046/2020 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V /0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVÖD) getätigt wird. 
 
Der Träger:  
 Die kleinen Hobbits e. V.  
Die Elterninitiative Die kleinen Hobbits e. V. ist seit 25 Jahren in Münster aktiv und betreut derzeit 17 
Kinder in der Einrichtung am Vennheideweg. Die Elterninitiative ist als freier Träger der Kinder- und 
Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda-
gogischen Ausrichtung darlegen. Als einen der Schwerpunkte benannte der Träger die naturnahe 
Pädagogik, sowie die Themen Ernährung und Bewegung.  
Durch die Erweiterung auf zwei Gruppen möchte sich der Träger dauerhaft wirtschaftlich absichern 
sowie konzeptionell und räumlich weiterentwickeln. Ebenso besteht derzeit am aktuellen Standort 
eine unsichere Mietsituation. Der Standort an der Hiltruper Baumschule liegt im sozialräumlichen Um-
feld des jetzigen Standortes. Die bereits jahrelang vorhandenen Kooperationen im Stadtteil Berg Fidel 
/ Hiltrup sollen weiterhin bestehen bleiben. 
 
Der Träger: 
 Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Die Elterninitia-
tive mit Sitz in Hamm ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und betreibt derzeit 
in Hamm und Warendorf 6 Kitas. Er hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pä-
dagogischen Ausrichtung darlegen.  
Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren seine Schwerpunkte in den Bereichen Bewegung und 
Ernährung. Der Träger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum 
ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsger echte 
Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH  
Der Träger betreibt bereits sechs Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten -
Ost, Meyerbeerstraße, in Angelmodde und der Pavillon Beckstraße sowie die jeweiligen Folgeeinrich-
tungen in Albachten und in  der Aaseestadt). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 31 Kindertages-
einrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzep-
te vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger 
benannte im Bewerbungsverfahren das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der 
pädagogischen Aufgabenstellung in der Kindertageseinrichtung. Der Träger plant darüber hinaus eine 
konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansäss igen Kitas, Schulen und Sportvereinen und 
stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestellen vor.  
 
Der Träger: 
 Villa Luna gGmbH 
Villa Luna ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger ist in 
Düsseldorf ansässig und betreibt aktuell acht Kindertageseinrichtungen in vier Bundesländern, davon 
fünf in NRW. Der Träger ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Er hat Konzepte 
vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger be-
nannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte in den Bereichen Bilingualität und Interkultura-
lität, Bewegung sowie Naturwissenschaften. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsgerechte 
Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

- 6 - 
V/1046/2020 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Die kleinen Hobbits e. V. die Trägerschaft für 
die Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule in Hiltrup zu übertragen, da der Träger 
den vollen Trägeranteil für den Betrieb der Kindertageseinrichtung anbietet, ein umfassendes päda-
gogisches Konzept vorgelegt hat und über langjährige Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbe-
treuung verfügt. Durch die Übertragung der Trägerschaft kann die Elterninitiative weiterhin langfristig 
in Münster aktiv in der Kindertagesbetreuung arbeiten.  
Die Trägerübernahme durch die kleinen Hobbits eröffnet für diesen Standort gute Möglichkeiten die 
bestehenden Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas un d Grundschulen weiterzuführen, da die 
Einrichtung im sozialräumlichen Umfeld bestehen bleibt. Ebenso kann sich der Träger am neuen 
Standort konzeptionell und räumlich weiterentwickeln und durch die Übernahme von zwei Gruppen 
dauerhaft wirtschaftlich absichern. Darüber hinaus besteht am neuen Standort ein langfristiges Miet-
verhältnis, sodass die zurzeit unsichere Situation am jetzigen Standort Vennheideweg aufgehoben 
werden kann. Da keine anderen adäquaten Kitaräume in diesem Sozialraum zur Verfügung stehen,  
kann mit der Verlagerung der etablierten Elterninitiative ein Platzverlust von 17 Plätzen im Bezirk 
Hiltrup vermieden werden. Zusätzlich werden mit einer weiteren Gruppe neue Plätze geschaffen. 
 
Im Verfahren wurde beachtet, dass sowohl der Träger Die kleinen Hobbits e. V. als auch die Träger 
Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V., Kleine Riesen Nord gGmbH, und Villa Luna gGmbH eben-
falls den vollen Trägeranteil bieten. 
 
Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Tr äger Die 
kleinen Hobbits e. V. von der Verwaltung vorgeschlagen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahm e der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus vier Bewerbern unter der gleichgewichteten Würdi-
gung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der 
Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trä gerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber 
zu Grunde. 
 
 
I.V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Die kleinen Hobbits e. V., Vennheideweg 51, 48165 Münster 
 
4. Bewerbungsunterlagen: Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V., Eichstedtstraße 44, 59075 
Hamm

- 7 - 
V/1046/2020 
5. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Fabrikstraße 1/1, 73728 Esslingen 
 
6. Bewerbungsunterlagen: Villa Luna gGmbH, Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 6: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/1046/2020 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/info.php

Anlage_5.2_Kleine Riesen_Konzept_ Hiltruper Baumschule

125181 Zeichen

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
1 
 
 
 
  
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
  
Stand 2020

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
2 
 
 
Pädagogische s Konzept 
Kindertagestätte Kleine Riesen  
An der Hiltruper Baumschule  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TRÄGER : 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen am Neckar 
Tel:  (0711) 35 116 4 - 0 
Fax:   (0711) 35 116 4 - 17 
E-Mail:  info@littlegiants.de 
Internet: www.littlegiants.de

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
3 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS  
1. Allgemeine Angaben zum Träger .................................................................................................... 5 
1.1. Kontaktinformationen / Rechtsform ....................................................................................... 5 
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ............................................................................ 5 
2. Organisation und Verwaltung ......................................................................................................... 5 
3. Angaben zur Trägerkonzeption ....................................................................................................... 6 
3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6 
3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6 
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 
4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7 
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7 
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 
4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11 
4.6 Schlaf- und Ruhemöglichkeiten ............................................................................................. 13 
4.7 Partizipation der Kinder ......................................................................................................... 13 
4.8.   Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 14 
2-24 Monate .................................................................................................................................. 14 
24-36 Monate ................................................................................................................................ 15 
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 16 
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 
5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................... 18 
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 
5.2. INKLUSION  .............................................................................................................................. 18 
5.3. Integration .................................................................................................................................. 19 
5.4. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 20 
5.5. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 20 
5.6 Genderthematik .......................................................................................................................... 20 
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 21 
6.1. ELTERNGESPRÄCHE  ................................................................................................................. 21 
6.2. ELTERNBEFRAGUNG  ............................................................................................................... 21 
6.3. ELTERNBEIRAT  ......................................................................................................................... 22 
6.4. GEWALTPRÄVE NTION UND UMGANG MIT GEWALT  ......................................................... 22 
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 23

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
4 
 
8. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 24 
8.1. Dokumentation........................................................................................................................... 24 
8.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 24 
8.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 24 
8.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 24 
8.5. Qualitätsmanagementhandbuch................................................................................................ 24 
8.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma – DMAIC) .................................................................... 25 
8.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 25 
8.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 26 
8.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 26 
8.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 26 
8.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 26 
8.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 26 
8.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 26 
8.14. Beschwerdemanagement......................................................................................................... 27 
9. Ernährung .......................................................................................................................................... 28 
10. Personalmanagement ..................................................................................................................... 28 
10.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 28 
10.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 28 
11. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 29 
12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 30 
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 31 
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 31 
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 31 
Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 32 
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 32 
Küche ................................................................................................................................................. 33 
Handhygiene...................................................................................................................................... 33 
Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 34 
Außenanlagen.................................................................................................................................... 34 
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 34 
Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen .................................................................. 35 
Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption ........................................................................................... 36 
Anlage 6: Personalmangel ..................................................................................................................... 42 
Anlage 7: Aufnahmekriterien ................................................................................................................ 43

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
5 
 
1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM TRÄGER  
1.1.  KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM   
Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
Geschäftsführer:    Jelena Wahler, Peter Wahler 
1.2.  UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD  
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.  
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG  
  
Träger 
 
Einrichtung 
Pädagogik Pädagogische Richtlinien 
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen 
Kinderschutz 
 
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung 
von Angeboten) 
Dokumentation 
Weiterschreibung Konzep-
tion 
Kinderkonferenzen 
Finanzen Buchhaltung 
Jahresabschluss 
Controlling 
Budgetierung 
Kassenbuch 
Einkäufe 
Personalmanagement Bewerbermanagement 
Lohnbuchhaltung 
Fortbildung 
360°-Feedback 
Bewerbungsgespräche 
Beteiligung an Personalent-
scheidungen 
Reflexionsgespräche 
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen 
Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen 
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung 
Bedarfsmeldung 
Beschaffung und Bestel-
lung 
Elternarbeit Vertragsgestaltung 
Elternbefragungen 
Richtlinien zur Elternarbeit 
Richtlinien zur Eingewölhnung 
Elterngespräche 
Beteiligung an Elternbefra-
gungen 
Elternabende und Feste 
Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft 
Individuelle Eingewöhnung 
Investitionen Budgetierung 
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern 
Bedarfserhebung und –
meldung 
Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch 
Audits 
Beschwerdemanagment 
Qualitätszirkel 
Pädagogische Tage 
Beschwerden bearbeiten 
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 
6 
 
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION  
3.1. LEITBILD  
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.  
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.  
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die 
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden 
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.  
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und 
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendamt und der Politik steht, um mit jeder neuen 
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 
3.2. WERTE  
INDIVIDUALITÄT : Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene 
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Kleine Rie-
sen fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer 
Persönlichkeit. 
INTELLEKTUELLE STIMULATION : Kinder haben einen angeborenen Lern- 
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen 
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch 
in der Gruppe, gehen die Kleinen Riesen individuell auf die Bedürfnisse je-
der Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind 
so ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von den Betreuer*innen lernen können. 
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT : Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde 
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene, 
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht.  Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entw ickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt. 
PARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN : Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines 
intensiven Austauschs zwischen Pädagog*innen und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich mündlich 
über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei den Klei-
nen Riesen ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes auf dem Laufenden. 
WÄRME UND ZUWENDUNG : Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Kleine Riesen ist bestrebt im Rahmen der operativen  Möglichkeiten  jedes Kind einer 
Pädagog*in zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern  ganz individuell während seiner Zeit bei 
den Keinen Riesen, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.  
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD : Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter*in-
nen gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Kleine Riesen bietet einen sicheren und motivierenden Ar-
beitsplatz, an den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern nicht nur die

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
7 
 
Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen. Flexibel reagieren wir auf 
die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zugute. 
 
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT  
4.1. ZIELSETZUNG  
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu 
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.  
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung 
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur 
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und 
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 
4.2 . BETREUUNGS -, BILDUNGS - UND ERZIEHUNGSAUFTRAG  
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele 
begründet: 
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen 
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es 
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und 
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher 
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen 
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. 
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.  
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen,  Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit 
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. 
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl 
der Kinder sichergestellt ist. 
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative. 
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und gleichzeitig die Kreativität der Kind er unter 
Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen stärken. 
• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln. 
• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 
• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die 
pädagogischen Bezugspersonen  fungieren  als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu entwickeln. 
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der jeweiligen Stadt, insbesondere mit allen im 
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
8 
 
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.  
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt. 
4.3. GRUNDSÄTZE  
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse 
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung 
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen 
folgende vier Prinzipien zugrunde: 
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS : Bei den Klei-
nen Riesen ist jedes Kind einer Gruppe  zugeordnet. 
Das pädagogische Personal in dieser ist für das Kind 
und damit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Be-
treuer*innen arbeiten eng zusammen, da Bezugsbe-
treuung am besten in gut organisierten Teams funktio-
niert. Darüber hinaus versuchen wir, sofern organisa-
torisch möglich, eine hauptverantwortliche Betreu-
ungsperson jedem Kind und seiner Familie zuzuord-
nen. 
 
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Pädagog*in hat. Vielmehr ist stets klar, wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen 
Entwicklung dokumentiert. 
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel 
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unser e Richtlinie lautet: je jünger 
das Kind, desto kleiner die Gruppe.  
 
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern. 
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG : Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes 
nach innigen Beziehungen und Bindung an  Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Kleinen Riesen 
größter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste 
Altersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. 
INDIVIDUELLE BETREUUNG : Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. 
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass 
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse v on denen an-
derer Kinder abweichen.  
 
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.  
 
Das Kleine Riesen Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Konzept. Dadurch spürt das 
Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse respektiert 
werden.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
9 
 
 
4.4. PHILOSOPHIE  
Für die Kleinen Riesen bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu ge-
ben sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen 
unsere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei den Klei-
nen Riesen werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen 
ausgestattet, die im späteren Leben wichtig sind. 
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte 
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere 
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei 
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe 
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Einrichtungen haben 
den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre bie-
ten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.  
AKTIVE S LERNE N: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch  Aktivitäten, die sie 
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, 
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.  
BETREUER SIND MENTOREN:  Die pädagogischen Fachkräfte sind Teile eines Teams, das Kindern eine Ler-
numgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte Erlebnisse für jedes 
individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Finden von Antworten. 
Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Dadurch 
entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die Schule spielerisch vor-
bereitet. 
ANGEMESSENE U MGEBUNG : Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der 
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, 
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind 
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lernbereiche aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenakti-
vitäten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in 
einer Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sin d Fähigkei-
ten, die in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. 
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden 
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von den Kleinen Riesen.  
 
Pädagog*innen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern  in Portfolios. Jährlich werden Ent-
wicklungsprofile mit Hilfe des Gabip Programms für jedes Kind erstellt. Diese werden mit den Eltern bespro-
chen.  Das Fachpersonal bietet insgesamt zweimal jählich ein Entwicklungsgespräch an.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
10 
 
 
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft 
den Pädagog*innen, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen 
frühzeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.  
ELTERN SIND PARTNER : Bei den Kleinen Riesen sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie 
helfen Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrun-
gen zuhause. Tägliche mündliche Berichterstattung seitens der Pädagog*in, die nicht nur den Ernährungsplan 
des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wiedergibt, helfen den Eltern zu beurteilen , 
wie sich ihr Kind entwickelt.  
GRUNDLAGEN : Das pädagogische Konzept von den kleinen Riesen basiert auf Theorien der frühkindlichen 
Entwicklung.  Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsk y, Eric Erickson und 
Howard Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotio-
nalen Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.  
Die Schlüsselfaktoren der Kleine Riesen Pädagogik sind: 
• Kinder lernen aktiv.  
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. 
• Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. 
• Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen. 
• Kinder lernen mit allen Sinnen. 
• Kinder lernen mit anderen. 
• Spielen bedeutet Lernen. 
• Unsere Pädagog*innen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern  jedes Kind individuell. 
• Intelligenz hat viele Formen.  
• Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel 
ist.  
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der 
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.  
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern 
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.  
• Die Aufgabe unserer Pädagog*innen ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder 
bestmöglich unterstützt. 
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD : Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt:  
• Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.  
• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die 
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte 
Herausforderungen bieten. 
• Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln.  Kinder nehmen 
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. 
• Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken. 
• Unser pädagogisches Personal unterstützt Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das 
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.  
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
11 
 
• Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.  
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes 
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den-
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Ein-
richtungen, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen 
Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden. 
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS  
 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und 
Erfahrungen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit hat. 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwer-
ten unserer Gesellschaft. 
• Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht-
weise des Kindes zu setzen. 
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. 
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch 
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. 
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 
4.5. EINGEWÖHNUNG  
GRUNDSÄTZLICHES  
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. 
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den 
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.  
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit f est vorgeschriebenen Zeitpunkten, 
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, 
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen 
müssen. 
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und 
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es 
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. 
AUFKLÄRUNG DER ELTERN  
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert: 
• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung 
• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität 
• Trennungsstress beim Kind 
• Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung 
DER ERSTE TAG  
Der erste Tag bei den Kleinen Riesen ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass 
das Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elterntei-
len kennenlernt.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
12 
 
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig w ie 
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuer*in kennenlernen. 
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, o b ein weiterer Kennenlerntag 
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. 
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN  
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das 
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer*innen müssen sich 
intensiv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte 
Elternteil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig 
abgeholt werden kann. 
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, 
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuer*in 
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der 
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden , dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall 
sein,  wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig 
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und 
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. 
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht, sukzessive verlängert.  
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE  
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf 
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu könn en. 
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuer*in und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird 
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob  
• das Kind vollständig eingewöhnt ist,  
• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, 
• oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe 
besser abgesehen werden sollte. 
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN  
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das 
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der 
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, 
immer wieder gemeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel 
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrere Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine Erziehr*in mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe 
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den 
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, 
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
13 
 
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird. 
 
4.6  SCHLAF - UND RUHEMÖGLICHKEITEN  
Das Schlafbedürfnis eines jeden Kindes und sein aktuelles Befinden sind ausschlaggebend für die Gestaltung 
der Mittagssituationen. Jedes Kind hat ein anderes Schlafbedürfnis, so benötigt ein Kind nach dem Essen noch 
einen einstündigen Mittagsschlaf, ein anderes Kind dagegen gar keinen Schlaf mehr. Manche Kinder strengt der 
Kita-Tag sehr an, andere sind mittags noch fit. Das Bedürfnis nach Schlaf kann in einer Kindergruppe sehr unter-
schiedlich sein. Da gilt es, für Kinder, die sehr müde sind, Schlafmöglichkeiten zu schaffen, aber auch die Kinder 
zu berücksichtigen, die keinen Schlaf benötigen. 
Wir geben hier eine Trennung anhand des Alters bzw. des Entwicklungsstandes des Kindes vor. Kinder von 0-2 
Jahren und Kinder von 2-3 Jahren haben jeweils die Möglichkeit nach dem Mittagessen, in nahegelegenen Räu-
men zum Gruppenraum hin, zu schlafen. Die Mittagsruhe wird durch, auf die Kinder abgestimmte Ritu ale, 
eingeleitet und von den Pädagog*innen begleitet. Verschiedene angenehme Lichtquellen, Sterne an der Decke, 
gemütliche Kissen und kuschelige Decken oder Geschichten hören, das Mitbestimmen der Geschichten oder 
Hörspiele, ein schöner „Einschlafspruch“ ist möglich. Bei Kindern unter 2 Jahren findet eine Schlafwache durch 
eine Pädagog*in statt. 
Für Kinder ab 3 Jahre können unterschiedliche Entspannungsmöglichkeiten geschaffen werden. So kann viel-
leicht eine Kolleg*in mit Kindern in den Garten gehen, eine Kolleg*in in der kuscheligen Leseecke eine entspan-
nende Geschichte vorlesen und eine dritte Kolleg*in übernimmt den Schlafraum. Die „wachen“ Kinder können 
nach dem Geschichte hören vielleicht selbst entscheiden, ob sie im Raum ihren Spielinteressen nachgehen. 
Kinder brauchen somit in den Räumen Rückzugsmöglichkeiten, Höhlen oder Matratzen zum Ausruhen. Sie 
müssen die Möglichkeit des Rückzuges, ruhigen Spiels oder auch zum Schlafen erhalten. Das kindliche Gehirn 
muss all diese Eindrücke verarbeiten können, um dieses vor Überreizung und Überforderung zu schützen. 
Auch beim Thema Schlafen/Ausruhen ist eine enge Zusammenarbeit mit Eltern wichtig. Die Erfahrungen der 
Eltern und die Beobachtungen der Erzieher*innen sollten gut miteinander ausgetauscht werden, immer zum 
Wohle des Kindes. Das Bedürfnis des Kindes steht im Vordergrund und das bedeutet: Kinder, die Schlaf benöti-
gen, dürfen schlafen und Kinder, die nicht schlafen können, werden auf keinen Fall von den Pädagog*innen 
dazu gezwungen.  
 
4.7  PARTIZIPATION DER KINDER  
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch 
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft.  
Kinder, die Kleine Riesen Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch 
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im 
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen. 
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre 
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
14 
 
Alle Angebote und Aktivitäten bei den Kleinen Riesen sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, 
welche Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen 
zu ermöglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. 
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. 
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den 
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.  
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokra tische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.  
4. 8.   PÄDAGOGIK NACH  ALTERSGRUPPEN  
 2-24 MONATE  
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt 
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.  
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, 
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie 
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst 
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. 
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.  
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und füh len 
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei den Kleinen Riesen liebevolle Bezugspersonen,  die sie 
brauchen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entde cken und Spaß haben. Die 
Kinder können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.  
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem 
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern 
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild 
ab. Bei den Kleinen Riesen erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltung smöglichkei-
ten, die sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: 
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer*innen stellen in Kooperation mit den Eltern  einen individuellen Be-
treuungsplan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Be-
treuung bei den Kleinen Riesen zum Kind und zu seiner Familie passt. 
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu 
entwickeln. Unsere Betreuer*innen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: 
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.  
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, 
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen frühzeitig, die Magie von Büchern und Ge-
schichten zu schätzen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
15 
 
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "ent fernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind , 
Lernerfahrungen zu ermöglichen: 
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und 
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, 
ziehen, usw. 
• Sinneseindrücke: Bei den Kleinen Riesen entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, 
Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht. 
• Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen 
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt 
werden, um Probleme zu lösen. 
• Sprache und Musik: Unsere Pädagog*innen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in 
der Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.  
• Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit 
Puppen und Kuscheltieren. 
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Erzieher*innen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind 
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.  
 
24 -36  MONATE  
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm 
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine 
zunehmend soziale Welt zu erleichtern. 
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die 
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich 
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigk eiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Pädagog*innen, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre In-
konsistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. 
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lern bereichen als auch aus einem kreati-
ven Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern 
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches 
Denken wird in allen Einrichtungen betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden Interes-
sen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu schaffen. 
Unsere Lernbereiche bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern. 
Typische Lernbereiche sind: 
Bücher Bewegung Bauklötze 
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, 
etc.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
16 
 
Diese werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.  
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um 
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln 
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis 
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuer*innen ständig neue Lernbereiche, die den Kindern 
in ihrem Raum gerecht werden. 
Das Kleine Riesen Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Pro-
jektarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Er-
nährung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags 
der Kinder. 
KINDERGARTEN & VORSCHULE  
 
Um die Vorschulkinder gut auf die Anforderungen in der Schule vorzubereiten n ehmen die Kleinen Riesen 
insbesondere folgende Entwicklungsbereiche nochmals näher in den Fokus:  
Die  
• sozial – emotionale Entwicklung 
• Grob- und Feinmotorik (z.B. Schwungübungen, um die Schreibfähigkeit vorzubereiten) 
• Sprachförderung 
• kognitive Entwicklung 
• Förderung der Selbständigkeit (selber an- und ausziehen, Schleife binden etc.) 
• Mengen/ Zahlenverständnis  
 
Da für die Vorschulkinder das letzte Kindertagesstätten Jahr von besonderer Bede utung ist, ist es uns ein An-
liegen nach zumeist 4 Jahren Kita Erfahrung die Kinder partizipativ und je nach kognitiver Entwicklung in die 
Inhalte des letzten Kita Jahres einzubinden. 
Unter Berücksichtigung der Interessen der Kinder und den oben genannten Z ielen zum Erlangen der 
Schulfähigkeit erarbeitet das pädagogische Fachpersonal entsprechende Angebote und Projekte.  
 
In regelmäßigen Abständen treffen sich die Kinder in den Vorschulgruppen und erfahren hier gleichzeitig 
Selbstbewusstsein und gemeinsame Stärke für einen guten Übergang von Kindergarten zur Grundschule.  
 
Auch Ausflüge zur Erkundung der näheren und weiteren Umgebung werden durchgeführt, z.B. Besuch bei der 
Polizei, Feuerwehr und/ oder ähnliches. 
 
Unser pädagogisches Personal beobachtet und dokumentiert die Entwicklungsfortschritte der Kinder zum 
förderlichen und wertschätzenden Austausch zwischen Schule, Eltern und Kindertagesstätte . 
 
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Kooperation mit den umliegenden Grundschulen. Ge-
meinsam mit den Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit er-
möglichen. Auch im Arbeitskreis Kita - Grundschule sind wir zur Netzwerkarbeit vertreten. 
Eine Kooperation kann beispielsweise folgendes beinhalten: 
 
• Hospitation mit den Vorschulkindern im Unterricht der Grundschule  
• Patenschaften zwischen Grundschülern und Vorschulkindern  
• Gemeinsames Turnen in der Turnhalle der Schule 
• Lesepatenschaften zwischen den Grundschülern und den Vorschulkindern  
• Teilnahme am Sommerfest o.ä.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
17 
 
Zum Abschluss der gemeinsamen Kindergartenzeit ist der Abschied zwischen den Kindern, Eltern und Kita -Per-
sonal von besonderer Bedeutung. 
Er kann Ausdruck finden in: 
 
• einem gemeinsamen Abschiedsfest 
• einem Abschiedsritual 
• einem abschließenden Ausflug o.ä. 
 
PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE  
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts. 
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und 
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance , ihre Interessen in Bezug auf 
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Lau te zerlegt und Gedichte aufgesagt. 
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele. 
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Mögl ichkeiten 
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte 
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei den Kleinen Riesen machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, 
Zuordnungen und Reihen. 
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN:  Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, 
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene 
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lernbereiche nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre 
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen u nd 
zu vermitteln wissen. 
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache 
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc. 
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. 
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. 
KUNST - UND MUSIKERZIEHUNG:  Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch.  Bei Festen führen alle 
Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze  auf. 
KOCHEN UND ERNÄHRUNG:  Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi-
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Kleine Riesen Konzepts dar. Regelmäßig ge-
hen die Kinder der Einrichtungen gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen einkaufen. Sei es auf

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
18 
 
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus d iesen werden gemeinsam 
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 
 
5. INKLUSION,  INTEGRATION  UND INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG  
Die Kleinen Riesen begrüßen Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbei-
ter*innen unterschiedlicher Herkunft belegt sind. 
5.1.  GRUNDSÄTZLICHES  
Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: 
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes 
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten 
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance  
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 
5.2. INKLUSION  
 
Inklusion bezeichnet nicht eine Tätigkeit, sondern eine Haltung. Dies beinhaltet:  
• Barrieren abbauen 
• Offene und anregende Lernumgebung schaffen 
• Vielfalt wertschätzen 
• Fragen der Kinder zulassen  
Der Grundgedanke der Kleinen Riesen besteht darin, das natürliche und vorurteilsfreie Zusammenleben von 
allen Kindern zu fördern. Jedes Kind in unserer Einrichtung hat ein An recht auf Bildung nach dem Kinderbil-
dungsgesetz. „Inklusion im Bildungsbereich bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen-
stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln, unabhängig von be-
sonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen.“  
Unser inklusiver Leitgedanke spiegelt sich im täglichen Leben, in unserem Herzen und in unserer Gruppenstruk-
tur wider. Bei uns sind ALLE herzlich willkommen, unabhängig von Förderbe darf, Herkunft, Religion, Alter, Se-
xualität, Erstsprache oder Entwicklungsstand. Neben unserem Konzept ist auch unser Alltag auf die bunte Viel-
falt unserer Kinder ausgelegt. Dies bedeutet für uns, in der Gemeinschaft miteinander und voneinander zu ler-
nen, Spaß zu haben, zu spielen und Neues kennen zu lernen. Inklusion ist für die Kleinen Riesen und das päda-
gogische Team selbstverständlich und wird aktiv gelebt. 
Bei der Aufnahme achten wir darauf, dass sich im Rahmen einer späteren Betreuung alle Kinder bei uns wohl 
fühlen und von uns bestmöglich während ihrer Kindergartenzeit begleitet werden können. Hierfür müssen für 
alle, natürlich insbesondere bei Kindern mit besonderem Förderbedarf, die personellen und räumlichen Vo-
raussetzungen stimmen. Wir schaffen gerechte Rahmenbedingungen für Kinder, deren Teilhabe aufgrund ihrer 
physischen, psychischen oder sozialen Situation eingeschränkt ist. Wir bieten den Kindern und deren Eltern ih-
rer Situation entsprechend angemessene Unterstützung an.

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
19 
 
Um die pädagogische Betreuung beeinträchtigter Kinder zu gewährleisten, werden ausreichend Mitarbeitende 
beschäftigt, die für die Arbeit mit Kindern aus unterschiedlichen Lebensbedingungen fachspezifisch qualifiziert 
sind oder durch Fortbildungen nachgeschult werden. 
Wir arbeiten mit allen Kindern nach dem situationsorientierten Ansatz. Pädagogische Angebote, Veranstaltun-
gen und Projekte sind so gestaltet, dass sie die unterschiedlichen körperlichen, emotionalen, sozialen und geis-
tigen Möglichkeiten aller Mädchen und Jungen berücksichtigen. Der Leitgedanke jeglicher Art von Förderung ist 
das Bestreben nach größtmöglicher Autonomie des einzelnen Kindes. Uns ist es dabei ein Anliegen eine ge-
meinsame Lern- und Entwicklungschance zu bieten. Um dies zu erreichen, gehen wir a uf die individuellen Un-
terschiede der Kinder ein und bieten ein differenziertes Bildungsangebot sowie eine individuelle Lernbegleitung 
auch bei gemeinsamen Lernaktivitäten an. Obgleich die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Be-
hinderung viele Herausforderungen birgt, so eröffnet sich dadurch eine neue Möglichkeit, Kindern schon im 
jungen Alter zu zeigen, dass es normal ist, dass jeder Mensch anders ist. Daher ist es ein Schwerpunkt der Klei-
nen Riesen, den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitteln, sich gegenseitig mit allen Stärken 
und Schwächen zu akzeptieren. Dadurch erlernen die Kinder einen rücksichts - und respektvollen und natürli-
chen Umgang untereinander.  
Besondere Bedeutung in unserer inklusiven Arbeit findet eine interdiszip linäre Vernetzung zwischen Tagesein-
richtung, Eltern und externen Fördermaßnahmen.  Alle Angebote der Tageseinrichtung für Kinder berücksichti-
gen die unterschiedlichen und wechselnden Bedarfslagen der Kinder und Eltern. Durch Kontakte zu externen 
Stellen und Therapeuten versuchen wir, eine Hand-in-Hand-Arbeit zu gewährleisten, um die bestmöglichen 
Fördermaßnahmen für die Kinder zu erzielen. Die Eltern werden in allen Fragen zur individuellen Entwicklung 
ihres Kindes in regelmäßigen Gesprächen beraten und unterstützt. Da jedes Kind individuelle Bedürfnisse und 
Stärken hat, kann es bei der Umsetzung von Inklusion keine Patentrezepte geben. Deshalb ist es besonders 
wichtig, eng im Team und mit den Eltern der Kinder zusammenzuarbeiten.  
 
5.3. INTEGRATION  
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT  
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.   
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit 
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.  
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE  
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und 
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden 
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. 
SPRACHE  
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren  bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen. 
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT  
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung 
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
20 
 
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei den Kleinen Riesen alle 
Feste (Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 
 
5.4. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK  
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt Mitarbeiter*innen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. 
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.  
5. 5. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTE TEN  
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter begin nt. Der KiTa 
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.  
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und  demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen.  
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest 
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv 
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeiter*innen die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung 
von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, bieten wir fachlichen Austausch in Arbeitskreisen und Fortbildun-
gen an. 
Stets gehen unsere Mitarbeiter*innen individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata 
zu überwinden. 
5. 6 GENDER THEMATIK  
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir 
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil 
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. 
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt 
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert statt findet, ist auch unser Gender 
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. 
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:  
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und 
Master und Diplom – Absolventen) 
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und 
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal  
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demograp hie-Entwicklung entsprechende 
Altersmischung innerhalb des Teams 
5. Menschen mit und ohne Behinderung

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
21 
 
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und 
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen 
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)  
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und 
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und ge lebt werden kann. 
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, 
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Kleine Riesen Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeiten in 
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Kleinen Riesen eng miteinander ver-
knüpft.  
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidung s-) 
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl 
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können. 
 
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG  
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle 
einzubeziehen.  
6.1 . ELTERNGESPRÄCHE  
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Kleine Riesen Konzepts. Eine Bezugsbetreuer*in jedes Kin-
des sucht mindestens zweimal im Jahr  ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaß-
nahmen durchzusprechen. 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle 
zu vermitteln. 
6.2 . ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Zufriedenheit des Kindes 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
• Ausstattung

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
22 
 
6.3 . ELTERNBEIRAT  
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo-
kratisch gewählt. 
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: 
• Vertreten der Elterninteressen 
• Vorschlags- und Beschwerdemanagement 
• Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. 
• Organisation von Festen 
• Spendenaktionen 
 
6.4 . GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit. 
 Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es 
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie 
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elternhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten , wenn auch negative, aber dennoch 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere 
Lösung weiß.  Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.  
Hier sind dann die Erzieher*innen gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch 
des gewaltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer 
Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens 
einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konse-
quenzen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegen-
wirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro-
jekte zuweisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell 
werden unsere Mitarbeiter*innen im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, 
Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben 
müssen. Gemeinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten heraus-
zufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipi-
ell wird die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den 
Eltern hinzugezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von 
Psychologen geholt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pe-
sonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört.

Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 
23 
 
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG)  
Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisa-
tionen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft 
und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.   
Gerne streben wir eine sehr enge Kooperation mit den umliegenden Grundschulen an, hier z.B. die katholische 
Ludgerus Grundschule. Daher kann der Übergang vom Kindergarten in die Schule durch viele Besuche und all-
mähliches Kennenlernen der Umgebung sehr sanft erfolgen.  Im letzten Kindergartenjahr werden unsere Kinder 
die Räumlichkeiten der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Ak-
tionen teilnehmen und parallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse er-
reichen. 
Auch nutzen wir gerne die Sportmöglichkeiten und Spielplätze des Stadtteils. Hier ist eine Kooperation mit dem 
Turn- und Sportverein Hiltrup geplant. Eine spannenden Erfahrung kann ebenfalls ein Ausflug zum Reitverein 
Hiltrup sein. Ein Besuch der Bücherei kann gut in das Vorschulprogramm mit integriert werden. Hier können 
Bücher ausgeliehen oder vor Ort angeschaut werden. Nach Bedarf wird ein fester Lesetage in den Kita -Alltag 
eingebaut. Ebenfalls nutzen wir gerne die in der Umgebung vorhandenen Lebensmitte lgeschäfte oder Bäcke-
reien für einen kleinen Ausflug. Hier können die Zutaten für einen Nachmittagsimbiss gekauft und später in der 
Kita zubereitet werden. Zusätzlich nutzen wir die guten Verkehrsanbindungen für Ausflüge außerhalb.  
Wir werden uns den Stadtteilarbeitskreisen anschließen, um eine Kooperation mit den umliegenden sozialen 
Einrichtungen, Trägern und Ehrenämter zu gewährleisten. Somit können im B edarfsfall Familien die Netzwerke 
nutzen und passgenaue Hilfe oder Ansprechpartner in Anspruch nehmen . Eine enge Zusammenarbeit mit den 
umliegenden Kindertagesstätten, wie der kath. Kita St. Clemens, der DRK Kita Lummerland oder der städt. Kita 
Hiltrup West, ist selbstverständlich. Die evangelische Kirchengemeinde oder die katholische Kirchengemeinde 
St. Clemens würden wir im Rahmen von Ausflügen immer wieder einen Besuch abstatten. Sofern Kinder die 
Einrichtung kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von den Erfahrungen erzählen.  
Da die Kleinen Riesen Familienfreundlichkeit auszeichnen, bieten wir gerne flexible, den Bedürfnissen der El-
tern angepasste, Öffnungszeiten (im Rahmen der 45 Wochenstunden) an. Eine Übermittagbetreuung ist uns 
wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich 
auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbe-
treuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittgasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kin-
der und Familien zu schaffen. Unsere Pädagog*innen genießen die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen 
Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entdecken.  
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, erstellen wir gerne ein indivi-
duelles Angebot für unsere Kunden- hier orientieren wir uns stark an den Bedürfnissen der Kinder und den Res-
sourcen im Team.  
Angebote von Außen, wie zum Beispiel Musikfrühförderung durch die Musikschule Wichtrup sind frei von zu-
sätzlichen Kosten, um eine Teilnahme aller Kinder zu ermöglichen. Entsprechenden Angebote werden in den 
Kita-Alltag integriert, von Fachkräften vor Ort begleitet und über Spenden, einem Förderverein oder Einnah-
men aus Aktivitäten finanziert.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
24 
 
8. QUALITÄTSMANAGEMENT  
8.1.  DOKUMENTATION  
TAGESBERICHTE  
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich mündlich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende 
Punkte informiert werden: 
• Laune des Kindes 
• Mahlzeiten 
• Windelwechsel und Stuhlgang 
• Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe 
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.  
ENTWICKLUNGSPROFILE  
Die Kleinen Riesen erstellen unter Zuhilfenahme von „ Gabip“ für jedes Kind ein standardisiertes Entwicklungs-
profil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompetenzen abgefragt.  
8.2. ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
8.3. PERSONAL AUSSTATTUNG  
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal.  Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden  
unsere Erzieher*innen durch Praktikant*innen, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlas-
tet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten 
Abschlüssen, Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams 
merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergän-
zen, gemeinsam viel stärker als die Summe der Individuen sind. 
8.4 . HYGIENEPLAN  
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung 
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 
 
8.5 . QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH  
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Kleine Riesen Quali-
tätsmanagementhandbuch dokumentiert.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
25 
 
8.6 . QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6 -SIGMA – DMAIC)  
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.). 
 
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist 
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die 
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind. 
 
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.  
 
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten 
Leistungszielen identifizieren. 
 
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase 
identifizierten und ausgewählten Probleme 
gefunden werden. 
 
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. 
 
8.7 . QUALITÄTSZIRKEL  
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln  arbeiten un-
sere Mitarbeiter*innen in Kleingruppen/ Arbeitskreisen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel 
setzen die gefunden Lösungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.  
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene. 
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit 
mit Rat und Tat zur Verfügung. 
Definieren 
[Define]
Datenerhebung 
[Measure]
Analysieren 
[Analyze]
Verbesserungs-
phase 
[Implement]
Überwachen 
[Control]

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
26 
 
8.8 . INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A  
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines 
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische 
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere 
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erzieher*innen, Eltern und Kindern auch die Einschaltung von ande-
ren Beratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 
8.9. FACHBERATUNG  
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir Mitarbeiter*innen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzu-
führen. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zustän-
dig ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale 
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung eingeschal-
tet. 
8.10 . PÄD AGOGISCHE TAGE  
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für 
- Fortschreibung der Konzeption; 
- Jahresplanung; 
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel; 
- Teambuildingmaßnahmen 
- Gruppenschulungen 
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume 
8.11 . KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN  
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen hat jede Mitarbeiter*in immer wieder die Möglichkeit 
eine andere Kindertagesstätte des eigenen Trägers kennenzulernen und vor Ort zu hospitieren. 
8.12 . LEITUNGSKONFERENZEN  
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Kleine Riesen Leitungen einer Region  zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. 
8.13 . BESCHWERDEMANAGEMENT  I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII  
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 4 bis 6-mal im Jahr  Kinderkonferenzen 
abgehalten. Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schrift-
lich festzuhalten, sodass diese in dem Zusammenhang  von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. 
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. 
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson 
regelmäßig ans Herz gelegt. 
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, 
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
27 
 
8.1 4. BESCHWERDEMANAGEMENT  
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.  
Offizieller Beschwerdeweg für Eltern 
 
Erziehungsberechtigte 
 
Hilfestellung durch den Elternbeirat möglich 
 
                                                                           Gruppenfachkräfte 
 
 
 
Kita- Leitung 
 
 
 
Regionalleitung 
 
 
 
Geschäftsleitung 
 
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:  
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch 
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde 
können pädagogische Mitarbeiter*innen auf Grup-
pen- bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. 
 
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich 
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. 
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter*in stets 
sachlich, emotional zurückhaltend und lösungsori-
entiert zu sein. 
 
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich 
sein, so wird im Team das Problem analysiert und 
nach  Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist 
zu dokumentieren. 
 
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis 
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit 
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung 
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch 
mündlich erfolgen. 
 
Einbindung des Trägers / von externen Bera-
tungsstellen 
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden 
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine

Kapitel: 9. Ernährung 
28 
 
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer 
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird 
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung 
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 
 
9. ERNÄHRUNG  
Die Kleinen Riesen legen großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, 
dass die Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt. 
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:  
• Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich 
aus der Region. 
• Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).  
• Die Mittagsmahlzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert .  
• Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 
10. PERS ONALMANAGEMENT  
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an. 
10.1.  PERSONALGEWINNUNG  
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden 
an die jeweilige Kita weitergeleitet.  
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen. 
 
10.2.  MITARBEITERENTWICKLUNG  
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen 
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.  
WEITERBILDUNG  
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter*innen. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an 
die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam bespricht die Leitung 
welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiter*in hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen sieht. Da-
nach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden. 
 
REFLEXIONSGESPRÄCHE  
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. 
Daher wird einmal im Jahr ein 360 Grad Feedback durchgeführt.

Kapitel: 11. Finanzmanagement 
29 
 
DIVERSITÄT  
Die Kleinen Riesen fördern Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl 
die Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert. 
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN  
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeiter*innen in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir 
flexibel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.  
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN  
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeiter*innen stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), 
werden für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 
 
11. FINANZMANAGEMENT  
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.  
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente: 
• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung 
• Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung 
• Controlling-System 
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. §  8a SGB VIII  
30 
 
12. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I.  S.  D. § 8A SGB VIII  
SCHULUNG  
• Die Leitung der Einrichtung ist   
bezüglich der Thematik zu schulen. 
• Das Wissen ist durch jährliche  
 Schulungen an die anderen  
 Mitarbeiter weiterzugeben. 
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES   
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)  
• Körperliche und seelische Gewalt 
• Emotionale und körperlich- 
gesundheitliche Vernachlässigung 
• Sexueller Missbrauch 
• Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen 
INS OWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT  
 
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene  
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung 
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des 
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ende
Erkennen 
Gefährdungsrisiko
Information 
erfahrene 
Fachkraft 
(Leitung)
Dokumentation 
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit 
Erziehungs-
berechtigten
Risiko 
ausgräumt
Hinwirken auf 
Inanspruchnahme 
von Hilfen
Hilfe- und 
Beratungsplan
Dokumentation 
Gespräch
Beratungsplan 
eingehalten?
Beratungsplan 
erfolgreich
Dokumentation 
der Schritte
Jugendamt 
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko 
ausgräumt
Ja
Nein

Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 
31 
 
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS  
 
 
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf 
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte der Essensversorgung sind weitreichend und passen sich 
an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. 
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN  
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH  
SANITÄRAUSSTATTUNG  
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die 
Sanitärbereiche für Mitarbeiter*innen sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfek-
tionslösung zu versehen. 
WARTUNG UND PFLEGE  
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle 
und Pflege wird dokumentiert.  
WICKELBEREICHE  
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit 
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter*innen 
haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine 
Verfahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.  
BE- UND ENTLÜFTEN  
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden 
Zeitnah in Stand gesetzt. 
Lebensmittel, die 
viel Stärke 
enthalten, wie 
Getreideprodukte  
und Kartoffeln
Gemüse und 
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und 
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und 
Fisch
Streich- und 
Kochfette

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
32 
 
TRINKWASSERHYGIENE  
LEGIONELLENPROPHYLAXE  
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei 
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. 
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten 
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserver ordnung 
jährlich durchgeführt. 
ERSTE HILFE  
ERSTE -HILFE -INVENTAR  
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor: 
• Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ 
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion 
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.  
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN  
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem P flaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände 
gründlich gewaschen und desinfiziert. 
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN  
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung 
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die 
Fläche nochmals desinfizieren. 
NOTFALLKONTAKTE  
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird  ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt: 
• Polizei 
• Feuerwehr 
• Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
• Giftinformationszentrum 
• Kinderarzt

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
33 
 
KÜCHE  
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN  
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden  oder Wunden haben 
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein 
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult. 
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHMEN UND LEBEN SMITTELHYGIENE  
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert: 
• Messung der Kühlschranktemperatur 
• Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) 
• Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan 
• Kontrolle auf Schädlinge 
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.  
HANDHYGIENE  
Hände sind wie folgt zu waschen: 
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.  
B. Vor und Nach: 
• Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes 
• Verabreichen von Medizin 
• Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.  
C. Nach: 
• Windelwechsel 
• Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. 
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden. 
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.  
• Berühren von Tieren. 
• Spiel im Sandkasten 
• Reinigung und Handhabung von Müll 
• Berühren von Geld 
• Handhabung von verschmutztem Geschirr  
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. 
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet. 
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
34 
 
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION  
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich 
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird , ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend. 
AUßENANLAGEN  
Unser Außenanlage wird bei jedem Besuch auf Tierkot und Verunreinigungen untersucht. Tauben werden 
durch geeignete Maßnahmen ferngehalten. 
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. 
 
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN  
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich 
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude in der heißen Jahreszeit stark aufheizen 
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an 
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich 
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: 
• Morgens, mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita, werden die Fenster und Türen in allen Räu-
men geöffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht. 
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen 
Rollläden, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und 
erst zur Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu 
verhindern. 
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss die Türen zu allen verschatteten Räumen während des Tages 
geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. 
• Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind 
dann alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen , um damit ein 
Luftaustausch zu schaffen.  
• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben,  sind Schlafal-
ternativen im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend 
Schlafwache auch für über Dreijährige zu halten.  
• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.  
• Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erin-
nert werden sollen,  gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche - „Trinkrun-
den“ zu machen sind. 
• Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser 
eingeleitet werden. 
• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. 
Dabei ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem 
Wasser in einem Eimer ertrinken können. 
• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen 
tragen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, 
ggf. auch am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im 
Schatten spielen! 
• Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen 
gemieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

Kapitel: Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen 
35 
 
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Geg-
ebenenfalls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für 
den Aufenthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzli-
chen Schutz vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein 
sollte, ungeeignet. 
• Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden. 
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tem-
peraturen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem 
geringsten Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung  
durch abholberechtigte Personen einzuleiten.  
• Sollten die Temperaturen in den Innenräumen für mehr als zwei Stunden auf über 35 ° C steigen, wird 
empfohlen sich mit den Kindern auf schattigen Freiflächen aufzuhal ten. Hierzu sind das Außengelände 
der Kita, Spielplätze im Park, Wasserspielplätze oder auch Spaziergänge im Wald besonders zu 
empfehlen. Sollte aufgrund einer besonderen Gegebenheit der Aufenthalt im Freien nicht möglich 
sein, so müssen die Kinder nach Hause geschickt werden. Generell ist im Sommer der Wetterbericht 
zu verfolgen und schon im Voraus Aktivitäten zu planen, die für Abkühlung sorgen.   
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets 
ausreichend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge 
getragen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.  
 
ANLAGE 4: VERFAHRENSANWEISUNG BEI TIEFEN TEMPERATUREN  
Jeden Winter fallen die Temperaturen so stark, dass besondere Maßnahmen erforderlich sind:  
• Es ist darauf zu achten, dass jedes Kind ausreichend warme und wetterfeste Kleidung, incl. Handschuhen 
und Mützen und eine Fettcreme in der Kita hat. 
• Empfehlenswert ist der Zwiebellook: Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke, denn zwi-
schen jeder Schicht bildet sich eine Luftschicht, die als Wärmeisolator dient.  
Die erste Schicht sorgt für den Feuchtigkeitstransport, die Unterwäsche sollte eng am Körper anliegen.  Die 
zweite Schicht sorgt für Isolierung, sie speichert die Körperwärme und sollte atmungsaktiv sein. Die dritte 
Schicht schützt vor Wind und Wetter, sollte wind- und wasserabweisend sein. Hier eigenen sich Schneean-
züge sehr gut. 
• Mütze, Schal und Handschuhe sind bei tiefen Temperaturen ein „Muss“. Der Körper gibt die meiste Wärme 
an die Körperpartien ab, die weit vom Rumpf entfernt liegen. Kopf und Finger sind daher schneller kalt.  
• Das richtige Schuhwerk sorgt stets für warme Füße: Jedes Kind sollte  Wollsocken und wasserfeste Schuhe, 
am besten wäre es, wenn die Schuhe mit Membranen versehen wären, dabeihaben. Ein Ersatzpaar Schuhe 
ist wichtig, da auch Schuhe mit Membran nass werden können. 
• Da die Kinderhaut besonders zart ist, empfiehlt es sich mit einer reichhaltigen Creme das Gesicht der Kin-
der vor dem Austrocknen zu schützen. Die Creme sollte fetthaltig sein und kein Wasser enthalten, damit 
sie nicht auf der Haut gefriert.  
• Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 22 °C betragen. Im Schlafraum soll en 17°C nicht unterschrit-
ten werden warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu Problemen führt, wenn sie auf kalte 
Oberflächen, wie zum Beispiel Außenwände trifft. Es ist daher wichtig, regelmäßig zu lüften, um die 
feuchte Luft abzuführen. Die Fenster müssen mehrmals täglich komplett für fünf Minuten geöffnet wer-
den, um die Luft auszutauschen (wenn sich keine Kinder in dem Raum befinden).  
• Damit das Trinken in der kalten Jahreszeit nicht vergessen wird, sollten Getränke in der Einrichtung sicht-
bar hingestellt werden, um sich an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Pro Tag empfiehlt es sich etwa 1,5 
bis 2 Liter zu trinken.  
• Die Verweildauer im Freien bei Temperaturen unter -5 °C sollte nicht eine halbe Stunde je Aufenthalt über-
schreiten. Dieser kann auch gestückelt werden, z.B. in der Bringphase wenn alle Kinder schon eingemum-
melt in die Kita kommen oder auch kurz zur Mittagszeit oder zur Abholphase. Jedoch ist immer auf das 
Wohlbefinden der Kinder zu achten und bei tiefen Temperaturen die maximale Ver weildauer nicht zu 
überschreiten

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
36 
 
 
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, Möglichkeiten, sich aufzuwärmen (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) sowie sensible 
Betreuer, die auf die Bedürfnisse der Kinder umgehend reagieren vorhanden sind, steht dem Spaß im Schnee 
auch bei tiefen Temperaturen nichts im Weg. 
ANLAGE 5: SEXUALPÄDAGOGISCHE KONZEPTION  
Vorwort: 
Alle Mädchen und Jungen sollen auf eine sensible und individuelle Weise in ihrer altersgemäßen körperlichen, 
seelischen und geistigen Entwicklung begleitet werden. Hierzu gehört selbstverständlich auch die kindliche Sex-
ualentwicklung. Wir wollen uns dem Thema ganz natürlich und offen anhand von respektvollem Umgang mit 
dem eigenen Körper und Nähe empfinden sowie auch dem Gegenüber widmen. Auch zu den Themen Liebe, 
Sexualität, Zeugung und Geburt sollen sie altersangemessen anhand ihres Entwicklungsstandes in formiert 
werden. Damit wollen wir dem Recht auf Schutz und Entwicklung jedes Kindes Rechnung tragen.  
Wir sehen jedes Kind als Individuum, das sich in allen Entwicklungsbereichen in seinem eigenen Tempo 
entwickelt. Diesem Recht Raum zu verschaffen, ist Aufgabe der Mitarbeiter*innen. Ziel des Konzeptes ist es 
Kinder handlungsleitend und durch Wissen über ihren eigenen Körper Selbstbestimmung und eine körper -be-
jahende Haltung zu vermitteln und sie so möglichst vor Missbrauch zu schützen. So lernen die Kinder schon 
früh, sich mit einer distanzierenden Handbewegung und dem Wort „Stopp“ oder „Lass das -ich will das nicht- 
hör auf.“ abzugrenzen. 
 
1. Zusammenarbeit mit Eltern  
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Kindertagesstätten Kleine Riesen Nord ist es wi chtig, 
dass die Familie über die pädagogische Arbeit informiert wird. Dazu zählen auch Informationen über 
die kindliche Entwicklung, einschließlich der kindlichen Sexualität.  
Diese Informationen ermöglichen einen intensiven und offenen Austausch über das Kind und seine 
Entwicklung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Einrichtung, in der dieses täglich be-
treut wird. Zudem werden mögliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Thema der „kind-
lichen Sexualität“ abgebaut und das Kind in seiner individuellen Entwicklung gestärkt.  
Um die Fragen, die Mütter und Väter stellen, richtig beantworten zu können, erhalten alle Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren KiTas eine Schulung zum Thema „Kindliche Entwicklung“ 
und „Sexualpädagogik“. Bei Bedarf gibt es die Möglichkeit, Experten für gemeinsame Infor-
mationsabende in die Einrichtung einzuladen, entsprechende Beratungsangebote vorzustellen oder 
nach den individuellen Bedarfen zu entwickeln.  
Zudem stellt der Träger speziell geschulte Mitarbeiter*innen als Ansprechpartner für „Kindes-
wohlgefährdung“.  
 
2. Teilhabe und Selbstbestimmung  
Teilhabe im Zusammenhang mit der Arbeit mit Mädchen und Jungen bedeutet, dass Kinder aktiv in sie 
betreffenden Entscheidungen einbezogen werden und so ihren Alltag mitgesta lten können. Dadurch 
werden Kinder in ihrer Selbständigkeit und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und können lernen, sich 
für oder gegen etwas zu entscheiden und die Entscheidungen anderer zu respektieren.  
Dies beginnt schon bei dem ganz jungen Kind, das sich aussuchen kann, mit wem es spielen möchte 
oder welche Mitarbeiter*in es wickeln soll. So erfahren Mädchen und Jungen, dass sie mit ihren 
Wünschen gehört und ernst genommen werden. Es liegt in der Verantwortung der Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter, die Bereiche festzulegen, in denen die Kinder mitentscheiden. Es gibt Bereiche, in

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
37 
 
denen Mädchen und Jungen keine eigenen Entscheidungen treffen können, wenn ihre Gesundheit 
oder ihre Sicherheit gefährdet ist 
(z.B. nicht umziehen wollen bei nasser Kleidung, im Winter barfuß laufen o.ä.) 
  
Partizipation betrifft grundsätzlich alle Bereiche des Alltags mit Kindern. Wir beziehen uns hier vor al-
lem auf das Erziehungsziel der Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper und die eigenen 
Gefühle der Kinder: Mädchen und Jungen werden darin bestärkt, ihre eigenen Gefühle und die Ge-
fühle anderer wahrzunehmen und sie zu beachten. So haben sie das Recht „Nein“ zu sagen und ihr 
„Nein“ wird akzeptiert. Dies bezieht sich auch darauf, wenn sie zum Beispiel nicht auf den S choß ge-
nommen werden, nach mehrfacher Motivation und Unterstützung/Begleitung nicht fotografiert oder 
berührt werden möchten. 
Bei allen Handlungen achtet der Mitarbeiter/die MitarbeiterInnen darauf, eigene Vorstellungen und 
Einstellungen dem Kind gegenüber neutral zu halten und/oder gegebenenfalls an andere Mi-
tarbeiter*innen abzugeben. 
 
3. Nähe und Distanz 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter respektieren die Wünsche des Kindes in Bezug auf Nähe und 
Distanz, wie zum Beispiel beim Wickeln oder Kuscheln.  
Mädchen und Jungen suchen sich dabei die eigene Bindungsperson unter den Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern aus, der sie sich anvertrauen und bei der sie Nähe suchen.  
Grundsätzlich soll das Bedürfnis nach körperlicher Nähe nur vom Kind und nicht vom Erwachsenen 
ausgehen- Sonderfall: Trösten, Pflege, Sicherheit. 
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist wichtig, dass jedes Kind das Maß an Nähe bekommt, dass 
es benötigt, um sich sicher und beschützt zu fühlen. Dafür achten sie auf die Signale des Kindes und 
orientieren sich an seinen Bedürfnissen. Sie achten auf individuelle Äußerungen des Kindes, z. B. in 
Bezug auf Berührungen, und reagieren angemessen. Dabei gilt es dem Kind auch ein angemessenes 
Nähe- Distanz Verhalten gegenüber Fremden, Erwachsenen usw. erfahrbar zu machen, um ein  Ver-
trauen gezielt und vorsichtig im Sinne von Selbstschutz und Prophylaxe zu entwickeln.  
 
Das Maß an körperlicher Nähe ist abhängig von dem Alter der Kinder. Die Jüngsten benötigen noch 
viel Schutz und Zuwendung. Die älteren Kinder sind häufig nicht mehr so anhänglich wie die jüngeren 
und erkunden neugierig ihr Umfeld, so dass auch das Nähe-suchende Verhalten gegenüber den Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeitern allmählich abnimmt. In Situationen, in denen das Kind Unterstützung 
oder Nähe wünscht, weil es zum Beispiel traurig ist, reagieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
entsprechend feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes, bis es sich wieder wohlfühlt. Dann wird es zu 
neuen Aktivitäten bzw. zum Spiel angeregt.  
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten auf ihre eigenen Grenzen. Mitarbeiterinnen bzw. ein Mi-
tarbeiter werden sich nicht von Kindern auf den Mund küssen oder im Intimbereich anfassen (Brust, 
Scheidenbereich) lassen.  
So lernen die Kinder nach und nach, dass sie selbst, wie auch ihre authentisc hen und selbstverant-
wortlichen Erzieherinnen und Erzieher, für sich entscheiden können, wie viel körperliche Nähe sie 
darüber hinaus, zulassen möchten. Zudem lernen sie durch die Vorbildfunktion der Erzieherin bzw. des 
Erziehers, sich selbstbestimmt zu verhalten und „Nein“ zu unerwünschtem Verhalten, wie ungewollte 
Berührungen, zu sagen. Die Kinder lernen über Grenzen setzen, sich selbst auch abgrenzen zu können 
und/oder sich zu trauen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
38 
 
4. Typisch Mädchen - typisch Junge  
Für die Entwicklung eines Kindes ist es wichtig, sich in vielen verschiedenen Bereichen auszuprobieren 
- unabhängig davon, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist.  
Diese gesellschaftliche Entwicklung findet sich in vielen Aspekten des alltäglichen Angebotes in der 
KiTa wieder. So erhalten Kinder Anregungen und Impulse, die von den Interessen der Kinder aus-
gehen, egal welchem Geschlecht sie angehören. Jungen und Mädchen erhalten kreative Angebote, wie 
zum Beispiel Musik und Tanz, Bewegungsangebote wie Fußball und Klettern, Angebote im haus-
wirtschaftlichen Bereich, wie zum Beispiel Kochen und Backen oder handwerkliche Tätigkeiten.  
Es ist die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darauf zu achten, dass sich alle Kinder glei-
chermaßen daran beteiligen können. Die Gruppenräume sind so ausgestattet, dass Mädchen und 
Jungen Spiel- und Beschäftigungsmaterial vorfinden, das vielfältig und für alle Kinder zugänglich ist. So 
bieten die Fachkräfte Kindern gezielt Material und Spielmöglichkeiten an, die ihre Kompete nzen er-
weitern und ihre Interessen fördern. So sollen die Kinder angeregt werden, Tätigkeiten und 
Verhaltensweisen zu erproben und entwickeln, die nicht den typischen Rollenzuschreibungen 
entsprechen. 
 Alle Gefühlsäußerungen sind willkommen und wertgeschätzt, unabhängig von gesellschaftlichen 
Erwartungen an das Verhalten von Mädchen und Jungen.  
Gleichzeitig ist den Mitarbeiter*innen bewusst, dass sie auch mit ihrem Handeln wichtige Rollenmod-
elle für die Kinder sind.  
 
In regelmäßigen Abständen gibt es Entwicklungsgespräche, in denen auch die Identitätsfindung des 
Kindes ein Thema sein kann, damit sowohl die Eltern als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
das Kind darin unterstützen, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. 
 
 
5. Wickeln  
Es gehört zu den Aufgaben aller beschäftigten Erzieherinnen und Erziehern, Kinderpflegerinnen und 
Kinderpflegern sowie Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten, das Wickeln der Kinder zu 
übernehmen- geschlechterunabhängig. 
Voraussetzung ist ein vorliegendes einwandfreies Führungszeugnis. Ebenso bedarfs es gerade bei 
neuen Mitarbeitern*innen einen Beziehungsaufbau zu den Kindern. 
Praktikantinnen und Praktikanten, die nur wenige Wochen oder kürzer in der KiTa sind, wickeln nicht.  
Während der Eingewöhnungszeit begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Eltern beim 
Wickeln Ihres Kindes. Es ist das Ziel, in dieser Zeit das Vertrauen des Kindes zu gewinnen, so dass es 
sich bald auch gerne von den Pädagogen*innen der Gruppe wickeln lässt. Außerdem können Sie auf 
Besonderheiten und Rituale beim Wickeln hinweisen.  
Die Wickelsituation ist nicht nur eine reine Pflege- sondern auch eine soziale Situation, die die Mäd-
chen und Jungen oft genießen. Damit sich das zu versorgende Kind nicht mit seinem Körper aus-
geliefert fühlt, wird das Kind nach seinen Möglichkeiten in den Prozess des Wickelns und Umziehen, 
sowie Versorgung nach Toilettengang aktiv einbezogen- so entwickelt das Kind zudem ein Gefühl und 
eine Verantwortung für den eigenen Körper. Andere Kinder dürfen die Wickels ituation begleiten, 
wenn das Kind sowie die begleitenden Kinder dies wünschen und die Situation für sie damit gelöster 
wird. 
Zudem bildet die Gestaltung des Wickelns (Rituale, kleine Körperspiele, Lieder usw.…) sowie die hy-
gienische Umsetzung eine wichtige Grundlage für den intimen Wickelprozess des Kindes. 
Als Schutz für den Intimbereich, stehen die Mitarbeiter*innen schützend vor dem Kind und lehnen die 
Türe zum Waschraum während eines erhöhten Publikumsverkehrs (Bring -und Holzeiten) sichtges-
chützt an.  Eltern, die ihre Kinder noch in der KiTa wickeln möchten, werden gebeten zu warten, bis 
die Mitarbeiter*in ihre Wickelsituation beendet hat. 
 
Die Kinder bei den Kleinen Riesen werden nach Bedarf und nicht nach Zeitplan gewickelt.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
39 
 
Die Entwöhnung von der Windel ist eine große Aufgabe für die Familie und das Kind, die individuell 
unterschiedlich bewältigt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten durch z. B. Gespräche, 
Informationsveranstaltungen und Literaturtipps unterstützen.  
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Entwöhnung Ihres Kindes von der 
Windel gelassen und beugen Leistungsdruck vor.  
Zum Umkleiden wird den Kindern natürlich ein sichtgeschützter Bereich ermöglicht.  
Natürlich werden Kinder, die sich von der Windel entwöhnen, darin unterstützt und erinnert, die Toi-
lette aufzusuchen. So werden die Kinder vor und nach längeren Beschäftigungen, Essenssituationen 
und außer Haus Aktivitäten angehalten die Toilette nochmal aufzusuchen.  Da Kinder in erster Linie 
bedürfnisorientiert entscheiden, soll der Erwachsene dem Kind eine Erinnerungshilfe sein.  
 
Grundsätzlich werden Kinder, die eine Toilette aufsuchen darin unterstützt, diese intime Situation ges-
chützt und alleine wahrzunehmen und bei Bedarf nach Hilfe durch eine Mitarbeiter*in zu rufen. 
 
 
6. Kindliche Sexualentwicklung  
Mütter und Väter sind oft irritiert, wenn im Zusammenhang mit ihren jungen Kindern von Sexualität 
gesprochen wird. Die kindliche Sexualität unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Sexualität 
Erwachsener. 
Mädchen und Jungen nehmen angenehme Gefühle mit allen Sinnen wahr und reagieren spontan, neu-
gierig und unbefangen auf alles, was sie im Zusammenhang mit Körperlichkeit erleben.  
Die Regeln, nach denen Erwachsene Handlungen bewerten - also entscheiden, was „erlaubt“ ist und 
was nicht -, erlernen die Kinder in den ersten Lebensjahren dadurch, dass Erwachsene ihnen diese 
vorleben oder dadurch, dass ihnen bestimmte Handlungen erlaubt oder verboten werden.  
 
 
Was bedeutet das konkret für das Alltagshandeln in der KiTa? 
 
o Über den eigenen Körper sprechen  
Genauso selbstverständlich wie Kleinkinder ihre Hände und Füße betrachten und begreifen, erkunden 
sie auch ihre Geschlechtsteile und so selbstverständlich wie Eltern z. B. beim Wickeln und Waschen 
des Kindes Arme, Beine, oder Bauch benennen, sollten sie auch die Geschlechtsteile benennen. So ler-
nen die Mädchen und Jungen mit der Sprachentwicklung die Benennung aller Körperteile, was für den 
Aufbau eines positiven Körpergefühls ein wichtiger Schritt ist. Die Fachkräfte setzen dies bei ihrer Ar-
beit in der KiTa fort und achten darauf angemessene Bezeichnungen bei der Benennung der Ges-
chlechtsteile zu verwenden. Verniedlichungen in den Begriffen seitens der Erwachsenen ist eine „Kon-
traindikation“ hinsichtlich eines natürlichen Umgangs mit Sexualität. 
Die Nutzung von Vulgärbegriffen wird hinterfragt und so korrigiert, dass ein wertschätzender respektv-
oller Umgang beibehalten wird. Den Mitarbeiter*innen ist bewusst, dass sowohl im Krippen -als auch 
im Kindergartenalter Vulgär- und Fäkalbegriffe Ausdruck von Scham sein kann und somit eine Atmos-
phäre von Natürlichkeit umso wichtiger ist.  
Dazu gehört auch, dass Fragen von Kindern ernsthaft beantwortet werden. Mit der Sprachentwicklung 
geht das sogenannte „Fragealter“ der Kinder einher. Sie möchten alles ergründen und stellen zu jedem 
Thema Fragen. Die Kinder erhalten auf ihre Fragen Antworten in kindgerechter Sprache, die 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand formuliert und erklärt werden und in Absprache mit den 
Eltern erfolgen.  
 
o Kennenlernen des eigenen Körpers  
Bemerken Erwachsene, dass ein Kind sich an seinen Geschlechtsteilen berührt, ist ihnen dies 
manchmal unangenehm und sie neigen dazu, dies zu verbieten. Für eine positive Einstellung zum 
eigenen Körper ist es förderlich, seine Erkundungen zuzulassen. In jedem Fall achten die Erzieherinnen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
40 
 
und Erzieher darauf, dass dies in einem geschützten Rahmen (WC Bereich) und nicht öffentlich ges-
chieht.  
Zur kindlichen Sexualentwicklung gehört die Neugier auf alles, was mit dem eigenen Körper und des-
sen Funktionen zusammenhängt. Deutlich tritt dieses Interesse bei dem Thema Selbstberührungen 
und bei „Doktorspielen“ zu Tage. Es gehört zur kindlichen Sexualentwicklung, dass manche Kinder ih-
rer Neugier durch Berührungen im Genitalbereich Ausdruck verleihen. Manche Kinder tun dies, andere 
nicht. Diesem Interesse des Kindes begegnen die Fachkräfte mit einer offenen und wertschätzenden 
Haltung auf der Basis von fachlichem Wissen.  
 
Genauso wichtig wie das Thema Selbsterkundung ist die Auseinandersetzung mit den so genannten 
„Doktorspielen“. Bei „Doktorspielen“ stillen Kinder ihre Neugierde und ihr Interesse in Bezug auf ihren 
eigenen Körper und den anderen Kindern. Sie schauen sich gegenseitig unbekleidet an und vergleichen 
ihren Körper mit den anderen Kindern.  
Aus Rücksicht zu verschiedenen Kulturen und familiären Hintergründen lassen wir dies in unseren Ein-
richtungen nicht zu.  Die Mitarbeiter*innen reagieren sachlich, neutral und verweisen die Kinder 
darauf dies im Kindergarten zu unterlassen. 
So darf niemand einem anderen Kind oder sich selbst einen Gegenstand in den Mund, die Nase, das 
Ohr, den Po, die Scheide oder den Penis stecken oder die Grenzen des Spielpartners missachten.  
 
Jedes Mädchen und jeder Junge bestimmt selbst, ob und mit wem sie oder er spielen möchte. Die 
Fachkräfte kennen die Grenzen und vermitteln diese den Kindern und achten immer auf deren Einhal-
tung.  
Mütter und Väter sind und bleiben die Experten für Ihr Kind. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit 
sind die Entwicklungsgespräche, in denen sich die Eltern mit den Fachkräften auch über die sexuelle 
Entwicklung ihres Kindes austauschen können, sehr wichtig.  
Unser Ziel, die Kinder zu gesunden, selbstbewussten und selbstbestimmten Mädchen und Jungen zu 
erziehen, können wir nur gemeinsam erreichen, indem wir dazu beitragen, den Kindern eine Stärkung 
des Körpergefühls zu vermitteln, sie gut zu informieren und somit möglicher Kindeswohlgefährdung 
vorzubeugen. 
 
 
7. Sexualpädagogik in der KiTa  
Das Thema Sexualpädagogik ist ein wichtiges Thema im Bildungsbereich „Körper und Sinne“ mit Ange-
boten für Familien, Mitarbeitende und Kinder.  
Ziel ist es, dass alle Mädchen und Jungen einen positiven Zugang zu ihrem Körper und zu ihrer Sexuali-
tät finden. So lernen sie, respektvoll mit sich und anderen umzugehen und ihre eigenen Grenzen zu 
wahren. Auch Angebote zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder sowie entsprechende 
Auflagen zum Schutz der Kinder im Alltag gehören dazu. 
Die Kinder tragen immer eine Badehose, Schwimmwindel und/oder einen Badeanzug. Die Umkleideak-
tion wird immer in den Räumlichkeiten der Kita vorgenommen. 
  
Das Themenfeld Sexualpädagogik wird, wie alle Bildungsbereiche in unserer KiTa, sowohl zu Hause als 
auch in der KiTa umgesetzt. Über die pädagogische Umsetzung in der KiTa des Kindes werden Eltern z. 
B. durch Informationsabende, zum Teil mit externen Referentinnen und Referenten, durch Aushänge, 
in den Entwicklungsgesprächen und natürlich in der vorliegenden Konzeption informiert.  
Das Thema Sexualpädagogik findet sich in den Gruppenräumen der KiTa durch vielfältiges Material, 
wie z. B. Bilderbücher wieder.  
Unser Ziel ist es dabei, dass die Kinder ihren Körper ohne Schamgefühl wahrnehmen und als Ich -
Erfahrung schätzen, schützen und akzeptieren zu lernen.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
41 
 
In ihrer Kindergartenzeit sollen alle Mädchen und Jungen die Bezeichnungen und die Funktionen der 
Körperteile des menschlichen Körpers kennenlernen. Dazu gehört auch, dass Kinder die Bezeich-
nungen für die Geschlechtsorgane kennen und benutzen können und Antworten auf ihre Fragen 
bezüglich Liebe, Sexualität, Zeugung und Geburt erhalten. Themen, die durch die Kinder aufkommen, 
werden erzieherisch begleitet, damit die Kinder mit diesem Thema und damit aufkommenden Gefüh-
len nicht allein gelassen werden.  
 
Die Kinder erleben, dass alle Lebens- und Familienformen in der KiTa gleichermaßen wertgeschätzt 
werden. Ziel unserer Gesellschaft und unserer Kita ist eine vorurteilsfreie Erziehung - in der der 
Mensch mit seinem Charakter und Wesen im Vordergrund st eht und niemals aufgrund seiner Gesin-
nung.  
 
Um die Kinder und Eltern kompetent begleiten zu können, besuchen die Mitarbeiterinnen und Mi-
tarbeiter unserer KiTas u.a. Fortbildungen zum Thema Sexualpädagogik und Prävention.  
Einzelfallbesprechungen und kollegialer offener Austausch verbunden mit selbstreflektierendem 
Verhalten bilden die Grundlage für einen sensible und möglichst  
vorurteilsfreie Begleitung in der Sexualpädagogik Ihres Kindes.  
 
Regeln kurzgefasst für den Kita-Alltag bei den Kleinen Riesen: 
▪ Der Wunsch nach körperlicher Nähe geht nur vom Kind aus, nicht vom Pädagogen *innen 
▪ Gefühle, Meinungen sowie Grenzen werden von allen respektiert und akzeptiert („Nein heißt Nein“)  
▪ Körperteile werden immer klar benannt (Penis, Vagina, Brust, Gesäß, Brustwarze n) 
▪ Vulgäre Ausdrucksformen werden nicht geduldet 
▪ Das Kind agiert Selbstbestimmt mit Rücksicht auf andere Spielpartner (Grenzen wahren)  
▪ Erkundungsspiele finden nur in voller Bekleidung mit Kindern des gleichen Entwicklungsstand statt 
▪ Körperöffnung sind Tabu 
▪ Das Entkleiden des Körpers beim Spielen ist verboten 
▪ Die Selbsterkundung findet immer ohne jegliche Beobachter (Kinder, Eltern, Pädagogen) und in der Toi-
lettenkabine statt 
▪ Die Kinder werden sowohl von weiblichen, männlichen und diversen Pädagogen*innen, gewickelt sowie 
beim Toilettengang begleitet (Voraussetzungen sind eine aufgebaute Bindung zum Kind sowie ein Füh-
rungszeugnis ohne Einträge) 
▪ Das Mitteilen bzw. Hilfe holen ist kein Petzen, sondern wird positiv bewertet 
▪ Eltern werden noch am gleichen Tag über Vorkommnisse informiert  
▪ Pädagogen*innen und Kinder küssen sich nicht auf den Mund 
Zum Schluss ist noch hinzuzufügen, dass jede Kita diese Konzeption auf den entsprechenden Sozialraum 
anpasst. Dies wird in der hauseigenen Konzeption ausgeführt.

Kapitel: Anlage 6: Personalmangel 
42 
 
ANLAGE 6: PERSONALMANGEL  
Definition:  
Es kann jederzeit vorkommen, dass Personal durch Kra nkheit, Urlaub oder Fortbildung ausfällt und es dadurch 
zu personellen Engpässen kommt. Um die sichere Betreuung der uns anvertrauten Kinder zu gewährleisten, ist 
immer eine gewisse Anzahl an Personal notwendig.  Wenn eine voll belegte Gruppe an Kindern vo n weniger als 
zwei Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt ist, gilt dies als Personalmangel.  
Infobox 
➢ Die Gruppenstärke darf folgende Kinderanzahl nicht überschreiten:  
o Gruppenform 1: 22 Kinder 
o Gruppenform 2: 11 Kinder 
o Gruppenform 3: 27 Kinder 
➢ Jede Gruppe ist mit 2 Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt. 
➢ Die Einrichtungsleitung oder in Abwesenheit die Stell - / Abwesenheitsvertretung ist berechtigt fol-
gendes zu streichen bzw. anzuordnen: 
- Überstunden (Auf- oder Abbau von Überstunden) anzuordnen 
- Fortbildungen der MA abzusagen bzw. abzubrechen (wenn Personalnotstand vorhersehbar oder 
akut ist) 
- Je nach Situation Arzttermine (auch Facharzttermine) sowie Urlaube von MA streichen  
- Bei Streichung von Fortbildungen, kostenpflichtigen Arztterminen bzw. Urlauben wird die regionale 
Leitung / der Träger informiert & Absprachen bezüglich der Kostenerstattung bzw. Kostenentste-
hung getroffen. 
 
Maßnahmen: 
1. Internes Aufteilen der Kräfte auf die einzelnen Gruppen. Bei geringer Gruppenstärke Zusammenlegen 
der Gruppen. 
Beispiel:  
Gruppe A hat eine Kraft und Gruppe C hat drei Kräfte auf jeweils volle Gruppenstärken. Es wechselt eine 
Kraft aus Gruppe C in Gruppe A, um in beiden Gruppen den Personalschlüssel zu gewährleisten.  
Wenn nicht möglich, da in allen and eren Gruppen auch nur zwei Kräfte sind übernimmt dies die Stel-
lvertretung bzw. Leitung und geht in den Gruppendienst (ggf. Ganztägig).  
2. Dienstzeiten der MA überprüfen und anpassen, damit wenn möglich die Schichten abgedeckt sind.  
3. Individuelles Abwägen der Teilzeitkräfte / Springer 
Bei der Regionalleitung Springerkraft anfragen oder bei den Teilzeitkräften die Dienstzeit entsprechend 
dem Bedarf schieben bzw. den Überstundenaufbau anordnen zum Abdecken der Kernzeitbetreuung.  
4. Wenn möglich Personal „zurückrufen“ 
- Von Fortbildungen 
- Bei Arztterminen / Terminen 
- Vom Überstundenabbau 
 
5. Notbetreuung: 
 
5.1. Gruppenbelegung (Gruppenstärke) überprüfen . Je nach Kinderzahl können Gruppen zusam-
mengelegt werden. -siehe Infobox-  
5.2. Öffnungszeiten verkürzen . Die Einrichtung wird eine halbe Stunde früher geschlossen, je nach 
Möglichkeit auch eine Stunde.  
5.3.  Gruppenstärke verringern, dabei werden Kinder nach Hause geschickt.  
Beachte folgende „Platzierung“:

Kapitel: Anlage 7: Aufnahmekriterien 
43 
 
1. Berufstätige Familien (wo beide Eltern arbeiten) haben Vorrang 
2. Familien deren Eltern zur Schule, Ausbildung, Uni gehen (mit Nachweis)  
3. Eltern die wirklich wichtigen Termine haben (nur mit Nachweis, sonst werden  diese ebenfalls 
nach Hause geschickt) 
5.4.  Gruppen schließen  
Hier muss abgewogen werden, ob eine einzelne Gruppe, ein Bereich oder alle Gruppen betroffen sind. 
Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht immer die gleiche Gruppe betroffen ist. In kleinen Ei nrich-
tungen, evtl. direkt Gruppenübergreifend arbeiten (orientiert an 5.2.).  
Die regionale Leitung/ Träger wird über folgende Maßnahmen informiert, so dass der Ablauf an das Landesju-
gendamt weitergegeben werden kann.  
 
ANLAGE 7: AUFNAHMEKRITERIEN  
 
o Kinder, die in der Gemeinde/Stadt wohnen und gemeldet sind, vorzugsweise Kinder aus dem Einzugs-
bereich. 
o Aufnahme der Kinder im Rahmen der festgelegten Betreuungsstruktur.  
o Kinder, deren Geschwister die Einrichtung zeitgleich besuchen haben Vorrang zum Besuch derselben 
Kindertageseinrichtung 
o Kinder, deren Eltern einer Berufstätigkeit nachgehen, eine Ausbildung absolvieren bzw. dem Arbeits-
markt zu Verfügung stehen müssen. (Die Bescheinigung einer Erwerbstätigkeit oder eine Bescheini-
gung der Ausbildungsstelle kann eingefordert werden) 
o Beachtung der Gruppenaltersstruktur 
o Kinder, deren Eltern Mitarbeiter*innen der Kitas der Kleinen Riesen Nord gGmbH sind, haben Vorrang 
zum Besuch einer der Kindertageseinrichtungen. 
o Kinder, die aufgrund einer persönlichen Notlage einen Kitaplatz benötigen. Als persönliche Notlagen 
gelten der nachgewiesene Ausfall der wesentlichen Betreuungsperson/en durch Tod oder durch Er-
krankung, die eine Betreuung des Kindes unmöglich macht und die wirtschaftliche Absicherung d er 
Familie gefährdet sowie eine Betreuungsnotwendigkeit zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Die 
Prüfung und Entscheidung hierzu obliegt der Kita-Leitung in Abstimmung mit dem Träger. 
o Geschlechterverhältnis 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Behinderung 
o Ältere Kinder werden vorrangig aufgenommen 
o  Zusammenarbeit mit Eltern (Gesprächsbereitschaft, Einhaltung von Kita -Regeln und Absprachen, Ver-
ständnis von Erziehungspartnerschaft) 
 
 
Platzvergabe 
Die Platzvergabe erfolgt durch die Leitung, ohne dass eine Begründung der Entscheidung erfolgt.

Anlage_5.1_Kleine Riesen_Bewerbung_Hiltruper Baumschule

1312 Zeichen

Kleine Riesen Nord gGmbH | Fabrikstr. 1/1 | 73728 Esslingen

Einwurf-Einschreiben

Stadt Münster

Amt für Kinder Jugendliche und Familie
48127 Münster

Ihr Zeichen, ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum

(9711) 2511649, 3. Wahler 19.11.2020

Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für Kindertageseinrichtungen

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

hiermit zeigen wir an, dass wir unser. Interesse an der Übernahme der Trägerschaft für die
Kindertagesstätten:

® _Grevener Str. im Bezirk Mitte

e  Sonja-Kuttner-Weg im Stadtteil Gievenbeck

e Südlich Langebusch in Kinderhaus

® York Kaserne Stadtteil Gremmendorf

®  Ander Hiltruper Baumschule in Hiltrup
aufrechterhalten.

Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 7,8% können wir sicherstellen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

In j

Jelena Wahler
Geschäftsführerin

Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Fabrikstr. 1/1 73728 Esslingen] Telefon: +49 {711} 3511640[ www.ittlegiants.de | Info@littiegiants.de
Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke) } Dipl.-Ing. Peter Wahler, MBA (Duke)

Sitz der Gesellschaft | Esslingen arn Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393

Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG } IBAN DE17 6119 0110 0244 028001 | BICGENODESIESS

Anlage_6.2_Villa Luna_Konzept_Hiltruper Baumschule

73602 Zeichen

Pädagogische  
Rahmenkonzeption 
zur Bewerbung um eine  
Trägerschaft einer Kindertageseinrichtung 
an der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup 
Ausschreibungsnummer 05/2020 
 
Die vorliegende pädagogische Rahmenkonzeption gilt als länderübergreifende 
Handlungsrichtlinie für die Villa Luna Kindertagesstätten und wird regelmäßig den 
Bedingungen der Länder sowie dem Bedarf angepasst. 
PQ/Stand: 23. September 2020

- 1 - 
 
Inhalt 
1. Der Träger ................................ ................................ ................................ .................. - 1 - 
1.1 Ethische Haltung & Werte ................................ ................................ ................... - 1 - 
1.2 Bild vom Kind ................................ ................................ ................................ ...... - 2 - 
1.3 Inklusion und Vielfalt ................................ ................................ ........................... - 3 - 
2. Pädagogische Qualität ................................ ................................ ...............................  - 3 - 
2.1 Bildungsbereich Gesundheit ................................ ................................ ................ - 4 - 
a) Ernährung ................................ ................................ ................................ ........... - 4 - 
b) Physisches und psychosoziales Wohlbefinden ................................ .................... - 4 - 
c) Motorik ................................ ................................ ................................ ................ - 5 - 
2.2    Bildungsbereich Kommunikation ................................ ................................ ............... - 5 - 
               Sprachförderung ................................ ................................ ................................ . - 5 - 
2.3 Bildungsbereich ‚Personale & interpersonale Kompetenz‘ ................................ ... - 6 - 
2.4 Bildungsbereich ‚Schulfähigkeit‘ ................................ ................................ .......... - 6 - 
2.5 Bildungsbereich ‚Kreativität und Musik‘ ................................ ...............................  - 7 - 
2.6 Bildungsbereich ‚Naturwissenschaften‘ ................................ ...............................  - 7 - 
2.7 Bildungsbereich ‚Medienkompetenz‘ ................................ ................................ ... - 7 - 
2.8 Methoden in der Praxis ................................ ................................ ....................... - 8 - 
a) Partizipation & teiloffene Arbeit................................ ................................ ............ - 8 - 
b)          Das Freispiel ................................ ................................ ................................ ....... - 9 - 
2.9 Gender und geschlechterspezifische Pädagogik ................................ ............... - 10 - 
3. Bildungspartnerschaften ................................ ................................ ........................... - 10 - 
3.1. Bildungspartnerschaft mit Eltern ................................ ................................ ............... - 10 - 
3.2. Eingewöhnung der Familien in die Kindertagesstätte ................................ ............... - 11 - 
3.3. Interner Übergang von der Krippe in die Elementargruppe ................................ ....... - 11 - 
3.4. Übergang vom Kindergarten zur Grundschule ................................ .......................... - 11 - 
3.5. Kommunikationsmanagement ................................ ................................ .................. - 12 - 
4. Sozialraumorientierung, Kooperation und Vernetzung ................................ .............. - 13 - 
5. Qualitätsmanagement ................................ ................................ ..............................  - 14 - 
5.1. Kinderschutzkonzept ................................ ................................ ................................  - 14 - 
5.2. Bildungsdokumentation ................................ ................................ ............................ - 15 - 
a) Die Karteikarten ................................ ................................ ................................  - 15 - 
b) Das Portfolio................................ ................................ ................................ ...... - 15 - 
c) Der Entwicklungsbaum ................................ ................................ ...................... - 15 - 
d) Die Entwicklungsgespräche ................................ ................................ .............. - 16 - 
e) Die Portfoliowoche ................................ ................................ ............................ - 17 - 
5.3. Personalmanagement Träger ................................ ................................ ................... - 17 - 
a) Fachberatung Qualitätsleitung ................................ ................................ ........... - 17 -

- 2 - 
 
b) Human Resources................................ ................................ ............................. - 17 - 
5.4. Personalmanagement Kita-Leitungen ................................ ................................ ....... - 17 - 
a) Jour Fixe ................................ ................................ ................................ ........... - 17 - 
b) General Meeting ................................ ................................ ................................  - 17 - 
c) Leitungstagung ................................ ................................ ................................ .. - 18 - 
d) Klausurtagung ................................ ................................ ................................ ... - 18 - 
5.5. Personalmanagement pädagogischer Mitarbeiter ................................ ..................... - 18 - 
a) Team-/Konzeptionstage ................................ ................................ .................... - 18 - 
b) Große Dienstbesprechungen ................................ ................................ ............ - 18 - 
c) Kleinteamsitzung (Vorbereitungszeit) ................................ ................................  - 18 - 
d) Fortbildungen ................................ ................................ ................................ .... - 18 - 
e) Ausbildung von Fachkräften ................................ ................................ .............. - 18 - 
f) Auditierung/Evaluation ................................ ................................ ...................... - 19 - 
g) Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ................................ ..............................  - 19 - 
6. Rahmenbedingungen ................................ ................................ ...............................  - 20 - 
6.1. Raumgestaltung ................................ ................................ ................................ ....... - 20 - 
6.2. Leistungsübersicht ................................ ................................ ................................ ... - 20 - 
6.3. Öffnungs- und Schließzeiten ................................ ................................ .................... - 20 - 
7. Kontakt ................................ ................................ ................................ ..................... - 21 - 
Literaturverzeichnis ................................ ................................ ................................ ......... - 22 - 
 
 
 
 
 
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Rahmenkonzeption die männliche 
Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies soll keinesfalls 
eine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts implizieren, sondern ist im Sinne der sprachlichen 
Vereinfachung als geschlechtsneutrale Formulierung zu verstehen.

- 1 - 
 
1. Der Träger 
Inspiriert durch ausländische Kindertagesstätten setzte sich Dr. Jürgen Reul das Ziel, Kindern 
und Eltern auch in Deutschland eine qualitativ hochwertige und zugleich zeitlich flexible 
Kinderbetreuung zu bieten. Die ersten zwei Villa Luna Kindertagesstätten öffneten 2005 ihre 
Türen und seitdem verschaffen unsere bilingualen Einrichtungen Kindern im Alter von 4 Mo-
naten bis zum Schuleintritt vielfältige Erfahrungs- und Entwicklungsspielräume.  
Die Bedürfnisse von Kindern und Eltern stehen bei uns jederzeit gleichermaßen im Vor-
dergrund: Getreu dem Motto „Ein guter Start währt ein Leben lang!“ erkennen unsere kompe-
tenten und einfühlsamen Fachkräfte die Talente und Stärken der Kinder frühzeitig und können 
diese – u.a. bedingt durch kleine Gruppen und den erhöhten Fachkraftschlüssel – gezielt för-
dern. Neben den Aspekten der Pädagogik und der bilingualen Betreuung auf Deutsch und 
Englisch liegen uns die flexiblen Betreuungszeiten am Herzen, die unseren modernen gesell-
schaftlichen Gegebenheiten gerecht werden und so Beruf und Familie vereinbar machen. In 
diesem Zusammenhang stellt Villa Luna auch maßgeschneiderte Firmenkontingente für Mit-
arbeiter von kooperierenden Unternehmen bereit, was unsere Kindertagestätten für Eltern und 
Unternehmen gleichermaßen interessant macht. 
Entwicklung des Unternehmens: 
2005 Eröffnung in Aachen und Düsseldorf-Flehe 
2008 Eröffnung in Düsseldorf-Grafenberg 
2009 Partnerschaft und Joint Venture mit der Klett-Gruppe 
2010 Eröffnung in Frankfurt-Sachsenhausen – 2017 Übergabe an einen regionalen Träger 
2011 Eröffnung in Prag (Tschechien) – 2018 Übergabe an einen regionalen Träger 
2012 Eröffnung in Düsseldorf-Südring und in Hamburg-Winterhude 
2013 Eröffnung in Köln und Hannover 
2014 Eröffnung in Berlin-Charlottenburg 
Heute betreibt die Villa Luna acht Kindertagesstätten in vier Bundesländern. Weitere Standorte 
sind in Planung. 
 
Qualität und Fachkompetenz haben für uns einen hohen Stellenwert. Daher auditieren wir 
unsere Einrichtungen in einem 2-Jahres-Rhythmus. In Berlin findet dies zusätzlich zur exter-
nen Evaluation des Senats statt. 
Gleichzeitig evaluiert die Klett Gruppe als renommiertes Bildungsunternehmen und Mutterun-
ternehmen der Villa Luna Kindertagesstätten regelmäßig die Qualität unserer Abteilungen und 
pädagogischen Arbeit an den Standorten.  
1.1 Ethische Haltung & Werte 
Grundsätzlich sind die Wertvorstellungen in jeder Gesellschaft unterschiedlich. Bei Villa Luna 
legen wir Wert auf eine offene Haltung zur Interkulturalität. Diese wird vor allem durch Fa-
milien verschiedener Herkunft geprägt, die sich aufgrund des bilingualen Sprachangebots bei 
uns besonders wohlfühlen. Sowohl Eltern und Kinder mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln 
als auch unsere englischsprachigen Mitarbeiter bereichern das Zusammenleben bei Villa Luna 
z.B. durch das Einbringen von internationalen Festen, landestypischen Speisen oder anderen 
Kulturgütern. So erleben Kinder bei Villa Luna schon früh Toleranz und Weltoffenheit.

- 2 - 
 
Die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Familien stehen  in den Villa Luna Kindertages-
stätten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Eltern sorgen wir für eine gesunde Entwicklung, 
Ernährung und Anerkennung der Kinder.  
 
Eine ausgeprägt positive Fehlerkultur ist zudem Teil des Villa Luna Alltags. Ohne Fehler gibt 
es keine Weiterentwicklung, weshalb wir offen und konstruktiv miteinander und mit den even-
tuell geschehenen Fehlern umgehen. Wir sind ein lernendes Unternehmen, das sich ständig 
weiterentwickelt. Dementsprechend werden die Normen und Regeln in den Einrichtungen re-
gelmäßig überarbeitet und den jeweiligen Bedürfnissen der M enschen im Haus angepasst . 
Dabei werden so viele Ebenen wie möglich partizipativ eingebunden. 
 
Umwelt- und Nachhaltigkeit leben wir in unseren Kindertagesstätten durch aktive Beteiligung 
an Recyclingprozessen sowie durch die Bewusstseinsentwicklung für die Umwelt und deren 
Pflege. Die Anzucht von Blühpflanzen für den Insektenerhalt sowie von Nutzpflanzen (z.B. 
Erdbeeren) ist integriert. Zusätzlich zu Ausflügen aller Art gehen die Gruppen regelmäßig in 
die Natur (z.B. in den Wald), um die Umwelt für unsere Kinder erfahrbar zu machen. In den 
Häusern achten wir auf ressourcenorientierten Umgang mit Materialien und ve rwenden Re-
cyclingprodukte. 
 
Höflichkeit und Freundlichkeit sowie das klare und direkte Ansprechen von Unstimmigkeiten 
sind für uns selbstverständlich und sorgen für Authentizität und Sicherheit. Ehrlichkeit ist ein 
Wert, der bei Villa Luna großgeschrieben wird. Wir können verschiedene Ansichten haben und 
gleichzeitig wertschätzend miteinander umgehen und Kompromisse finden.  
Durch Rituale im Alltag, wie dem gemeinsamen Morgenkreis oder bestimmten Melodien zum 
Aufräumen, wird den Kindern Sicherheit vermittelt. Es ist uns wichtig, dass bei allen Beteilig-
ten Klarheit über die Abläufe besteht. Regeln, auf die sich mit Kindern oder Mitarbeitern geei-
nigt wurde, werden bis zum offiziellen Dementieren eingehalten. Gleichheit und Fairness im 
Umgang miteinander haben ebenso einen hohen Stellenwert, wie Mitgefühl und Respekt vor 
individuellen Unterschieden. Als moderne Einrichtung spielt die geschlechterbewusste Pä-
dagogik eine entscheidende Rolle in der kindlichen Bildung für uns. 
 
Für die körperliche und seelische Unversehrtheit haben wir in unserem Schutzkonzept 
klare Richtlinien entwickelt (vgl.5.1.). Zusätzlich tauschen sich die Pädagogen in k ollegialen 
Beratungen regelmäßig zu Themen des Kinderschutzes aus. 
  
1.2 Bild vom Kind 
„Kinder werden nicht erst zu Menschen, sie sind bereits welche." (Korczak, 1985) 
Jedes Kind ist einzigartig und wächst in einem individuellen Familiensystem auf. Wir betrach-
ten das Kind stets ganzheitlich. Wir begegnen ihm auf Augenhöhe und nehmen seine Bedürf-
nisse ernst. Wertschätzend blicken wir auf die Stärken und das Potential des Kindes und holen 
es dort ab, wo es steht. Wir geben ihm Raum für seine Entwicklung, ohne es einzuengen. 
Dabei folgen wir der Begeisterung des Kindes und fördern seinen natürlichen Wissensdrang 
gezielt. Wir lernen mit und von den Kindern. Unsere Kinder sind die Zukunft und wir behan-
deln sie respektvoll.

- 3 - 
 
1.3 Inklusion und Vielfalt 
 
Bei Villa Luna legen wir sehr viel Wert auf Vielfältigkeit und den heterogenen Blick auf das 
Kind. Die Kinder wachsen so mit dem Wissen auf, dass jeder Mensch ein willkommener Teil 
der Gesellschaft sein sollte und erleben, dass Unterschiede den Alltag bereichern. Dies ist 
für uns ein selbstverständlicher Teil unseres Bildungsauftrags, und nicht zuletzt möchten wir 
auf diese Weise auch dem Anspruch der UN-Kinderrechtskonvention von 2009 gerecht wer-
den. 
Das Villa Luna Vielfalt lebt, wird unter anderem in unserer interkulturellen Arbeitsweise durch 
den Einsatz von englischsprachigen Mitarbeitern -, aber auch durch unseren Grundgedanken, 
jedes Kind in seiner Individualität anzunehmen, deutlich. Wir begleiten Kinder situationsorien-
tiert und gehen auf die individuellen Bedürfnisse ein. Wir bieten Raum, um das Zusammenle-
ben in einer vielfältigen Gesellschaft zu lernen. Dabei ermöglichen wir Zugehörigkeit und Ge-
meinschaft.  
Die gute Personalausstattung und Kompetenzvielfalt in unseren Einrichtungen ist eine Grund-
voraussetzung im Umgang mit den Unterschiedlichkeiten der Kinder und bildet eine Säule der 
inklusiven Arbeit bei Villa Luna. 
Jedes Kind hat ein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft, unabhängig d avon, welcher Her-
kunft es ist und welche Herausforderungen in seinem Leben bewältigt werden müssen.  Wir 
arbeiten stetig daran, alle Barrieren auf ein Minimum zu reduzieren. 
Die Grundvoraussetzung für eine gelungene inklusive Arbeit ist die positive und se nsibilisie-
rende Kommunikation zwischen Träger und Leitung, Mitarbeitern und Eltern. Sie erfordert eine 
vorurteilsbewusste und geschlechtersensible Haltung, die jedes Kind in seiner Einzigartigkeit 
fördert und nicht zuletzt die unterschiedlichen Kulturen einschließt.  
Das Thema Inklusion wird bei Villa Luna prozessorientiert betrachtet. Wir hinterfragen regel-
mäßig unser pädagogisches Angebot (Fachexpertise, Raum -Material Angebot, Betreuungs-
zeiten) und passen unser Konzept den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Familien an. 
Villa Luna möchte sich zum Thema Inklusion beteiligen und sich bei einer übergeordneten 
Konzeptionsentwicklung zur Inklusion einbringen. Unser Konzept sieht vor, dass wir je nach 
Ländervorgaben, Frühförderkräfte ode r Inklusionshelfer in unsere Arbeit einbeziehen. Eine 
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist die Grundvoraussetzung für eine ge-
lungene Inklusion der Kinder und Familien.  
Um Kindern mit (drohender) Behinderung eine soziale Teilhabe in unseren Kindertagesstätten 
zu ermöglichen und um diese frühzeitig zu fördern, nutzen wir bei Bedarf in Kooperation mit 
den Eltern heilpädagogische Leistungen aus dem Bundesteilhabegesetz (BTHG).  
2. Pädagogische Qualität  
Die Bildungsbereiche der Villa Luna Kindertagesstätten im Überblick: 
✓ Gesundheit: Ernährung & Motorik 
✓ Kommunikation: Sprachförderung  
✓ Personale & interpersonale Kompetenz  
✓ Kreativität & Musik  
✓ Natur & Technik 
✓ Digitale Pädagogik 
✓ Schulvorbereitung

- 4 - 
 
2.1 Bildungsbereich Gesundheit 
a) Ernährung 
Durch unser umfangreiches Ernährungskonzept unterstützen wir eine gesundheitsfördernde, 
vollwertige Verpflegung und die Ernährungsbildung. Villa Luna bietet den Kindern, täglich ein 
frisch zubereitetes Mittagessen. Dies wird möglichst in  der hauseigenen Küche zubereitet. 
Nicht in allen Einrichtungen ist es nicht möglich, eine eigene Küche zu betreiben. Hier legen 
wir einen besonderen Wert auf d ie sorgfältige Auswahl von externen Lieferanten , damit wir 
unseren Kindern weiterhin gesunde und vollwertige Mahlzeiten anbieten können. Wir verwen-
den hauptsächlich regionale und saisonale Produkte sowie weitestgehend Lebensmittel aus 
biologischem Anbau. Villa Luna verzichtet in der Regel auf die Verwendung von Industriezu-
cker; Ausnahmen werden bei Feiern und Festen gemacht.  Eine individuelle Anpassung der 
Speisepläne und Rücksichtnahme bei Kindern mit Allergien ist selbstverständlich.  
 
Villa Luna hat ein umfangreiches Ernährungskonzept entwickelt. Die Zusammensetzung der 
Mahlzeiten orientiert sich an den laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) in verschie-
denen Entwicklungsstufen empfohlenen Richtlinien für die verschiedenen kindlichen Altersstu-
fen. Gleichzeitig wird diesbezüglich eine pädagogische Handlungsempfehlung verschriftlicht. 
Inhalt ist u.a., dass Kinder an Themen rund um die Ernährung beteiligt werden, indem sie z.B. 
die Speisepläne mitgestalten dürfen und anschließend per Votum mitteilen können , wie es 
ihnen geschmeckt hat. Unsere Kindertagesstätten werden derzeit von der DGE mit dem Zer-
tifikat „Fit Kid“ geprüft und ausgezeichnet. 
 
Bei Villa Luna gibt es kindgerechtes Geschirr und Besteck, mit dem sich die Kinder selb-
ständig auftun und essen können. Da die Kost in getrennten Schalen angeboten wird, stellen 
sich Kinder ihre Mahlzeit individuell zusammen. In Projekten probieren wir außerdem leckere 
Rezepte aus und lernen in Zusammenarbeit mit unseren Köchen den Umgang mit und die 
Zubereitung von Lebensmitteln kennen. Ernährungserziehung wird so zum aktiv ge - und er-
lebten Bildungsthema. 
b) Physisches und psychosoziales Wohlbefinden 
Ausschlaggebend für das Wohlbefinden jedes Kindes sind eine gesunde Physis und die geis-
tige Gesundheit. Um die Bedürfnisse der Kinder bestmöglich zu bedienen, sind wir im ständi-
gen Austausch mit Eltern und Kindern und gehen empathisch auf die Bedürfnisse der Familien 
ein. Neben einer regelmäßigen Prophylaxe durch ansässige (Zahn-)Ärzte und Gesundheits-
ämter vermitteln wir bei Bedarf auch den Kontakt zu regionalen Beratungsstellen und Thera-
peuten.  
Das Wohl der Kinder steht jederzeit im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Durch pädagogi-
sche Themen und Projekte ermutigen wir die Kinder, Mut zur Individualität zu haben und be-
stärken sie in ihrer Meinungsbildung und -äußerung. In Gesprächen mit den Kindern werden 
gemeinsam Regeln für ein faires Miteinander abgestimmt. So findet schon früh eine empathi-
sche Bewusstseinsbildung und Gewaltprävention statt.  
Die Abteilung für Arbeitssicherheit ist bei Villa Luna für das Controlling der Bereiche Unfallprä-
vention, Betriebssicherheit und Hygiene zuständig. Neben regelmäßigen TÜV-Prüfungen or-
ganisiert sie Schulungen in den Bereichen Erste Hilfe, Brandschutz und Sicherheit. 
Unser Hygienekonzept schließt die jährliche Schulung aller pädagogisch en und hauswirt-
schaftlichen Mitarbeiter ein. Zusätzlich zum detaillierten Reinigungsplan ist die Einhaltung der

- 5 - 
 
HACCP Regelungen ein Standard in unseren Kindertagesstätten. Den Kindern und Eltern wird 
im täglichen Ablauf die Wirksamkeit verschiedener Regelungen im Hygienebereich verdeut-
licht.  
Auf Themenelternabenden informieren wir die Eltern außerdem zu den jeweils anstehenden 
Präventionsprogrammen in unseren Kindertagesstätten. 
 
c) Motorik 
„Die Bewegung in den ersten Lebensjahren besitzt einen großen Anteil an der kognitiven, 
emotionalen und sozialen Entwicklung des Kindes und damit auch auf die sprachlichen Aneig-
nungsprozesse. Bei einem Säugling, der über seine Sinnesorgane die Außenwelt wahrnimmt, 
das Erlebte dann kognitiv verarbeitet und sich im Anschluss durch eine Bewegungshandlung 
‚äußert‘, werden die neuronalen Zentren im Gehirn stimuliert und damit Nervenverbindungen 
aufgebaut bzw. verstärkt. Diese Nervenverbindungen bilden die Grundla ge für abstrakte und 
symbolische Denkprozesse und damit auch für die Entwicklung der Sprache.“ (Buchner, 1997) 
 
In unseren Einrichtungen stellen wir den Kindern genügend Raum und Zeit zur Verfügung, 
sich selbst und ihre Umwelt wahrzunehmen. Wir gestalten unsere Räume ansprechend  
und zu Bewegung motivierend. Um die rasante Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren 
adäquat zu unterstützen, legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Krippenräume. So sor-
gen wir für verschiedene Untergründe, Stufen (Podeste), Verstecke, Sprossenleitern, Schau-
keln, Höhlen, Materialien mit verschiedenen Oberflächen und unterschiedliche Lichtverhält-
nisse. Zudem werden für die jeweilige Altersstufe explizite Bewegungsangebote in unseren 
Turnhallen oder im Freien angeboten. Im Elementarbereich erhalten die Kinder zusätzlich 
flexible Materialangebote, die ihre Kreativität und Feinmotorik weiter ausbilden.  
Ein besonders beliebter Bewegungsimpuls für Mitarbeiter, Eltern und Kinder sind gemeinsame 
Sportfeste oder die Teilnahme an Firmenläufen.   
Das Bewegen im Freien ist uns sehr wichtig.  Nach Möglichkeit bieten uns ere Einrichtungen 
den Kindern täglich das Spiel auf dem Außengelände mit vielen abwechslungsreichen Bewe-
gungsmöglichkeiten an.  In regelmäßigen Abständen besuchen die Kinder angrenzende Wäl-
der und erleben die Natur mit allen Sinnen. Weiterhin nutzten wir angrenzende Spielplätze, 
um die vielfältigen variablen Bewegungsmöglichkeiten zu erkunden. 
 
2.2 Bildungsbereich Kommunikation 
Sprachförderung 
„Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ (Humbolt, 1767-1835) 
Der Spracherwerb ist ein umfassender Prozess in der Entwicklung der Kinder. Grundlage ist 
die sozial-emotionale Bindung zur Bezugsperson, denn Kinder haben ein natürliches Bedürfnis 
zu kommunizieren. Bei Villa Luna nutzen wir jede Bildungs- und Lernsituation sowie die vielen 
alltäglichen Situationen, um die Sprachfreude bei den Kindern anzuregen . Wir legen viel 
Wert auf sprachliche Vielfalt. Diese wird im Alltag sichtbar gemacht und wertgeschätzt.  All-
tagsintegrierte sprachliche Bildung bedeutet für Villa Luna, dass die pädagogischen Mitarbeiter 
jede Gelegenheit dazu nutzen , um mit den Kindern in den Dialog zu gehen, ihr Handeln 
sprachlich zu begleiten und Sprachanregungen zu geben. Sie verstehen sich als Sprachvorbild 
und passen ihr Sprachniveau der jeweiligen Entwicklungsstufe des Kindes an.  
Den Sprachentwicklungsprozess sehen wir nicht als isolierten Vorgang, sondern verstehen ihn 
als ein Teil der Gesamtentwicklung des Kindes.

- 6 - 
 
Zur Einschätzung des Sprachstands, bedienen wir uns der sogenannten BaSik-Bögen (Zim-
mer, BaSik 2019) und unterstützend für Kinder mit anderer Muttersprache den Beobachtungs-
bogen sismik (Ulich, sismik,2003) 
Die pädagogischen Mitarbeiter sorgen , im Alltag eingebettet , für gezielte Angebote , um die 
Sprachentwicklung zu unterstützen. Die pädagogischen Fachkräfte werden in ihrer Dokumen-
tation und in der Förderung der Kinder durch benannte Sprachförderkräfte an ihrem Standort 
unterstützt. Diese treffen sich regelmäßig im Arbeitskreis des Trägers ‚Alltagsintegrierte 
Sprachförderung‘, um die Qualität der Angebote zu reflektieren und weiterzuentwickeln. 
       
2.3 Bildungsbereich ‚Personale & interpersonale Kompetenz‘ 
Grundvoraussetzung für die gesunde Entwicklung eines Kindes ist die Qualität der es umge-
benden sozialen Beziehungen. Zudem gehören gut ausgebildete emotional -soziale Fähig-
keiten zu den Voraussetzungen für die Schulfähigkeit (vgl. 2.4). Durch die menschliche Inter-
aktion in der Kindertagesstätte lernen die Kinder sich selbst und andere mit ihren Möglichkei-
ten und Grenzen in der Gemeinschaft kennen , und lernen auch, diese zu akzeptieren. Ein 
wichtiger Fokus liegt bei unserer pädagogischen Arbeit deshalb auf der Vermittlung von sozi-
alen Fähigkeiten. Zudem möchten wir den Kindern nahebringen, wie sie ihren Gefühlen Aus-
druck verleihen können. Indem unsere pädagogischen Mitarbeiter die Gefühlszustände be-
nennen, übernimmt das Kind mit der Zeit immer mehr Verantwortung  für sich selbst und das 
soziale Miteinander. Dabei entscheiden die Fachkräfte auf empathischer Ebene, ob es für das 
Kind wichtig ist, sich durchzusetzen oder Kompromisse einzugehen. Unsere Arbeit ist  durch 
den Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun.“ (Montessori, 2005) geprägt. Wir zeigen den Kindern, 
wie sie die Dinge selbst in die Hand  nehmen können, und arbeiten lösungsorientiert an The-
men, die sie beschäftigen.  
Das Entwickeln von sinnvollen Regeln in der Gemeinschaft geschieht in partizipativer Abstim-
mung zwischen den Erwachsenen und den Kindern. Dies gibt allen Beteiligten einen sozialen 
Rahmen und stärkt die Sicherheit und das Selbstwertgefühl.  
2.4 Bildungsbereich ‚Schulfähigkeit‘ 
Um als schulfähig erachtet zu werden , muss ein Kind körperlich-gesundheitliche, kognitive, 
motivationale, soziale und emotionale Voraussetzungen erfüllen. Da wir im Alltag der Villa 
Luna Kindertagesstätten vom ersten Tag an damit beginnen, diese Bereiche zu stärken, fängt 
die Schulvorbereitung im weiteren Sinne bei uns schon in der Krippe an. Zusätzlich gibt es im 
letzten Jahr vor der Einschulung e in Vorbereitungsjahr mit einem expliziten Vorschulpro-
gramm.  Hier werden die Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren (je nach Einschulungszeit-
punkt) in Kleingruppen intensiv auf das schulische Lernen vorbereitet. Die Vorschulpädagogen 
legen ihren Schwerpunkt je nach Förderbedarf der Gruppe/des Kindes individuell fest. Abge-
sehen davon arbeiten wir in Projekten, und die Kinder werden an der Auswahl der Themen 
partizipativ beteiligt. So lernen sie Selbstwirksamkeit, ihre Neugier wird gestärkt, und die Kom-
munikationsfähigkeit wird ausgebaut. Durch verschiedene Angebote, in denen Kooperationen 
gebildet werden, lernen die Kinder außerdem, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wichtig ist 
uns darüber hinaus, die Frustrationstoleranz der Kinder zu unterstützen. Nicht zuletzt soll 
das Villa Luna-Vorschulprogramm ein Verständnis von Formen, Mengen und Zeichen vermit-
teln, ohne, dass wir schulischen Lernstoff vorwegnehmen. Vielmehr gehen wir – wann immer 
es möglich ist – Kooperationen mit Grundschulen bzw. i nternationalen Schulen ein, und 
bauen so wertvolle Brücken, die den Übergang von der Kindertagesstätte in d ie Schule er-
leichtern (vgl. 4.).

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2.5 Bildungsbereich ‚Kreativität und Musik‘ 
Die Villa Luna Kindertagesstätten bieten Kindern vielfältige Möglichkeiten , ihrer Kreativität 
freien Lauf zu lassen. Zusätzlich zu den Kreativangeboten in den Gruppenräumen bieten ei-
nige Häuser ein Atelier/einen Projektraum, in dem weitere unterschiedliche Angebote statt-
finden. Der Fokus liegt hier auf der freien Gestaltung: Es wird prozessorientiert gearbeitet; 
die Ergebnisse sind zweitrangig.  
Einige Standorte verfügen zudem über einen sogenannten  Malort (Stern, 1998), der durch 
eine zertifizierte Fachkraft angeboten wird. Ein wichtiges Kriterium im Malort ist, dass das Mal-
spiel in einer altersgemischten Kleingruppe stattfindet. Der pädagogische Mitarbeiter steht den 
Kindern in dienender Haltung zur Verfügung und stellt eine bewertungsfreie At mosphäre si-
cher. Die Bilder werden diskret behandelt.  
Die Entwicklung des musischen Gehörs findet bei Villa Luna durch in den Alltag eingebun-
dene Lieder, Reime und die Nutzung von Orff-Instrumenten statt. In täglichen Morgen-/Sing-
kreisen bekommen die Kinder die Möglichkeit , ihren Gefühlen über musikalische Wege Aus-
druck zu verleihen. Je nach  Möglichkeit werden auch Gitarre und Klavier zum Einsatz ge-
bracht. An einigen Standorten kooperieren wir hierzu mit ortsansässigen Musikschulen.  
2.6 Bildungsbereich ‚Naturwissenschaften‘ 
Kinder sind von Natur aus Forscher und erkunden ihre Umwelt mit allen Sinnen. Bei Villa Luna 
stellen wir die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund und fokussieren Themen, für die sie 
sich begeistern. So finden sich in allen Häusern „Aktionstabletts“ (Org & Eggert, 2016), „For-
scherkisten“, oder „Forscherecken“: Durch das dortige Angebot können  unsere Kinder früh 
naturwissenschaftliche Zusammenhänge begreifen lernen. Um professionelle MINT-Ange-
bote (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) durchführen zu können, neh-
men unsere Fachkräfte regelmäßig an Fortbildungen vom „Haus der kleinen Forscher“  
(www.haus-der-kleinen-forscher.de) teil. An einigen Standorten sind zudem externe Experten 
(wie z.B. eine Diplom-Chemikerin) angestellt, die gezielt naturwissenschaftliche Angebote für 
Kinder anbieten.  
2.7 Bildungsbereich ‚Medienkompetenz‘ 
Bei Villa Luna wollen wir die Kinder intellektuell, emotional und sozial auf die vielfältigen 
Anforderungen des 21. Jahrhunderts  vorbereiten. In unserem  Zeitalter sind die unter-
schiedlichsten Medien täglicher Bestandteil der menschlichen Lebenswelt, weshalb wir uns 
am Motto: „Die Welt braucht digital starke Kinder und keine digitalen Analphabeten.“ (Wocken-
fuß, 2018) orientieren.  
In unseren Kindertagesstätten nutzen Kinder Medien als Lerninstrument und werden dazu 
angehalten, diese gleichzeitig kritisch  zu hinterfragen . Zur Suchtprävention wird der be-
wusste Einsatz von Präsenz und Abstinenz der Medien begleitet. Unsere Fachkräfte inspirie-
ren die Kinder, z.B. mit digitalen Medien kreativ umzugehen, sie zu verstehen und weiterzu-
entwickeln (z.B. mit Materialien von „Robo Wunderkind“ oder der „Haba Digitalwerkstatt“).  In-
dem wir unsere Kinder an den aktiven, kreativen Umgang mit modernen Medien heranführen, 
möchten wir vermeiden, dass sie zu nicht reflektierenden Konsumenten werden. Zeitgemäße 
Medienpädagogik bedeutet deshalb für uns, dass wir z.B. digitale Tools nutzen, um pädago-
gische Ziele besser umsetzen zu können, z.B. in den Bereichen Sprachförderung, Naturwis-
senschaften, Kunst - und Bewegungsförderung  sowie zum allgemeinen Kompetenzerwerb.  
Folgende Situationen zeigen Praxisbeispiele aus unseren Einrichtungen: 
• Kinder nehmen mithilfe einer Digitalkamera/eines Tablets eine Fotogeschichte auf, aus 
der sie anschließend ein Bilderbuch, oder über einen Beamer ein Bilderbuchkino ge-
stalten.

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• Über Mini-Aufnahmegeräte sammelt eine Gruppe von Kindern Geräusche und eine 
andere Gruppe darf raten, was zu hören ist. 
• Kinder erforschen ihre Umwelt mit einer Mikro-/Endoskop-Kamera und begreifen so die 
sonst wenig greifbare Vielschichtigkeit der Welt. 
Durch unsere digitalen Angebote möchten wir die analoge Welt nicht ersetzen, sondern unter-
stützen sie und schaffen zusätzliche Erlebnisräume.  
 
2.8 Methoden in der Praxis 
a) Partizipation & teiloffene Arbeit 
 „Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft 
betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden.“ (Prengel, 2010)  
Die Villa Luna Kindertagesstätten sind Orte der Demokratie. Die Kinder werden als Exper-
ten für ihre eigenen Belange und die  Bedürfnisse der Gruppe gesehen. Die pädagogischen 
Mitarbeiter geben den Kindern die Unterstützung, die sie benötigen, um eigene Lösungen für 
ihre Probleme zu finden und Entscheidungskompetenz und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Die 
Kinder lernen so, Verantwortung für sich und ihre Belange zu übernehmen. Gleichzeitig unter-
stützen wir durch diese partizipative Haltung den Kinderschutz. 
Bereits in der Kr ippe werden Kinder bei uns  im Alltag partizipativ beteiligt. Sie könne n bei-
spielsweise über Piktogramme Abstimmungen über Lieder und Fingerspiele vornehmen, ent-
scheiden, wer sie bei pflegerischen Tätigkeiten begleiten soll , und ihre Speisen selbst aus-
wählen. Wenn Krippenkinder noch nicht sprechen können, erfolgt die  Beteiligung über die 
Wahrnehmung ihrer Körpersprache (Gestik und Mimik). So verziehen z.B. Kinder, die etwas 
nicht mögen, in der Regel das Gesicht. Dies wird sehr aufmerksam beobachtet und entspre-
chend gehandelt.  
Im Elementarbereich wählen die Kinder in den Morgenkreisen ebenfalls Inhalte durch Pikto-
gramme aus und der Ablauf des Morgenkreises wird bildlich, d.h. für alle Ki nder verständlich 
auf einem Tagesplan zusammengefasst. Auf diese Weise können die Kinder den Morgen-
kreis selbständig anleiten und sind nur in geringem Maße auf die Beteiligung von Erwach-
senen angewiesen. So wird beispielsweise die Anwesenheit der Kinder aufgenommen und die 
Tischdienst-Kinder zählen, wer anwesend ist, um dies an den Koch zu melden. Zudem werden 
anstehende Pläne für den Tag besprochen und aktuelle Projekte vorgestellt.  
Die Belange der Kinder haben bei Villa Luna Priorität. Unsere pädagogischen Mitarbeiter 
sind angehalten, die Themen der Kinder wahrzunehmen und auf sie einzugehen (s.u.). Bei der 
Lösung von Problemen werden die Kinder mit einbezogen und ihre Ideen zu Gruppenregeln, 
Ausflügen, Projektthemen, Raumgestaltung etc.  werden angehört und ernstgenommen. Die 
Fachkräfte gehen dazu mit den Kindern in einen konstruktiven Dialog. Zu umfassenden The-
men werden Ausschüsse mit denjenigen Kindern gebildet, die Interesse haben, das jeweilige 
Thema zu vertiefen. Abstimmungen finden je nach Thema entweder offen oder geheim, z.B. 
durch Abgabe von Glasnuggets (sogenannten Muggelsteinen), statt. Im Kinderparlament fin-
den sich schließlich Vertreter aus verschiedenen Gruppen zusammen , um gruppenübergrei-
fende Themen anzugehen.  
Bei Villa Luna wird nach dem teiloffenen Konzept gearbeitet. Die Gruppenzugehörigkeit  mit 
festen Bezugspersonen gibt den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig bildet die 
Arbeit in Klein- und Projektgruppen einen Schwerpunkt bei Villa Luna; einige Angebote bieten

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wir auch gruppenübergreifend an. So sichern wir eine hohe pädagogische Qualität  und 
individuelle Präsenz am einzelnen Kind. Die Auswahl der Projekte wird durch Beobachtun-
gen und Dokumentationen der Fachkräfte aufgenommen und mit den Kindern abgestimmt. 
Gemeinsame Veränderungen, Planungen und Abstimmungsprozesse werden durch Bildpro-
tokolle für Kinder und Eltern festgehalten und transparent gemacht. 
Für den Kinderschutz ist es wichtig, dass die Kinder lernen , ihre Befindlichkeiten zu äußern. 
Deshalb haben wir ein System zum Beschwerdemanagement eingerichtet. Hierzu gehört 
u.a., dass die Elementarkinder jeden Freitag zur Reflexion der Woche sensibilisiert werden: 
Verschiedene Gegenstände symbolisieren hierbei, was ein Kind in der Woche als schwer oder 
schön empfunden hat, und was es sich wünscht. Die Ergebnisse werden von den Pädagogen 
dokumentiert. 
Um das Wohl der Kinder zu unterstützen, legen wir bei Villa Luna großen Wert auf eine part-
nerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern.  Um eine fundierte 
Grundlage hierfür zu schaffen, werden in unserer Kita-Verfassung die Mitbestimmungsrechte 
der Kinder schriftlich festgehalten. Nachdem alle Mitarbeiter der jeweiligen Kindertagesstätte 
das Schriftstück unterzeichnet haben, wird es im Anmeldeprozess an alle Eltern ausgehändigt. 
Eltern erhalten zudem Beratung, Informationen und ebenfalls ein Mitspracherecht. Indem wir 
ihre Rückmeldungen, Erwartungen und Wünsche in unserer täglichen pädagogischen Arbeit 
berücksichtigen, vermitteln wir ihnen, dass auch sie das Geschehen in der Kindertagesstätte 
beeinflussen können, und ermutigen sie, aktiver Teil des Kita -Alltags zu werden. Zum einen 
sind sie eingeladen, sich z.B. an Festplanungen oder Veränderungen des Außengeländes zu 
beteiligen. Zum anderen bieten wir ihnen die Möglichkeit, schriftlich (auch anonym) ihr Feed-
back zu Veranstaltungen, Elternabenden, oder zum Kita-Alltag in einem Postkasten vor dem 
Büro zu hinterlassen. Gesprächswünsche, die über die Entwicklungsdokumentation und den 
Elternrat hinausgehen, werden zeitnah möglich gemacht.   Zusätzlich finden im Rahmen der 
Auditierung zur Qualitätssicherung jährliche Elternbefragungen durch den Träger statt. 
Auch die pädagogischen Mitarbeiter werden bei Villa Luna partizipativ an Themen beteiligt. 
Wir arbeiten stärkenorientiert und wertschätzend miteinander und beziehen die Kollegen 
aktiv in Entscheidungsprozesse ein. Da an jedem Standort unterschiedliche Menschen aufei-
nandertreffen, entscheidet bei Villa Luna jedes Team individuell, welche Regeln und Verein-
barungen in der jeweiligen Kindertagesstätte gelten. Partizipation ist ein Wachstumsprozess, 
der stets aktiv bleibt, weil sich die Bedürfnisse der Beteiligten regelmäßig ändern. Im Fokus 
steht für uns dabei, die Kinder vom ersten Tag an dazu zu animieren, mündige Teile der Ge-
sellschaft zu sein. Durch Transparenz unsererseits und das aktive Mitwirken an Prozessen 
ihrerseits werden für alle Beteiligten Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl erfahrbar und die 
Kinder erwerben Resilienz.  
b) Das Freispiel 
Das freie Spiel hat für uns einen hohen Stellenwert i n der pädagogischen Arbeit. Die Kinder 
setzen sich dabei aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und erforschen  diese selbständig. 
Dadurch wird die Phantasie gefördert, sie verarbeiten Eindrücke, entwickeln Fähigkeiten wie 
Fein- und Grobmotorik, zeigen Eigeninitiative, Konzentration, Ausdauer, und lernen, Koopera-
tionen mit anderen Kindern einzugehen. Sie entscheiden frei über ihren Spielort, Materialien, 
den Inhalt des Spiels, Spielpartner und Spieldauer , was die Selbstwirksamkeit fördert und 
Selbstbildungspotentiale ermöglicht.

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Zusammengefasst trägt das Freispiel einen wesentlichen Teil zur Persönlichkeitsentwicklung 
bei, weshalb die Kinder bei Villa Luna im Alltag viele Gelegenheiten geboten bekommen, um 
in ihrem eigenen Tempo ihre Möglichkeiten und Grenzen zu erfahren. 
Den pädagogischen Mitarbeitern ermöglicht das freie Spiel , die Kinder in  Interaktion zu be-
obachten und zu erkennen, welche Interessen für sie gerade von Belang sind. Dies ist sowohl 
für die Bildungsdokumentation (vgl.5.2.) als auch für die Projektplanung nützlich. 
2.9 Gender und geschlechterspezifische Pädagogik 
Ziel der geschlechterbewussten Pädagogik in den Villa Luna Kindertagesstätten ist es, stere-
otype Rollenbilder zu vermeiden. So sind alle Angebote unabhängig des Geschlechts für jedes 
Kind zugänglich. Die Kinder können in den für sie passenden Bereichen jene Kompetenzen 
entwickeln, die ihren individuellen Neigungen entsprechen.  
 
Die pädagogischen Mitarbeiter stellen sich diesbezüglich in ihrer Arbeit regelmäßig folgende 
Fragen:  
 
• Sind die Angebote für alle Geschlechter ansprechend gestaltet? 
• Haben alle Kinder den gleichen Zugang zu unseren Materialien? 
• Bieten wir alle Bildungsbereiche genderkonform an? 
• Werden Unterschiede wahrgenommen und akzeptiert? 
• Beschäftigen wir Männer in den Kindertagesstätten? 
 
Für die Entwicklung der Kinder spielt die Bindung zu ihren Bezugspersonen eine entschei-
dende Rolle. Um sowohl Jungen als auch Mädchen gerecht zu werden, achten wir nach Mög-
lichkeit auf einen vergleichsweise hohen Männeranteil in unseren Kindertagesstätten. Diese 
bringen Vielfalt in den Alltag und bereichern den sonst weiblich geprägten Berufsstand. Unter 
anderem aus dem Grund, dass heutzutage immer mehr Väter von ihrem Recht auf Elternzeit 
Gebrauch machen, beobachten wir zunehmend eine positive Grundhaltung der Eltern in Be-
zug auf Männer in Kindertagesstätten und Krippen.  Männliche Pädagogen werden demnach 
von Eltern in der Regel positiv aufgenommen. Dies gilt besonders für den Elementarbereich. 
Selten werden wir diesbezüglich mit Bedenken seitens der Elternschaft konfrontiert. In diesen 
Fällen gelingt es uns meist, durch  einen professionellen Umgang mit dem Thema sowie ein-
fühlsame aufklärende Gespräche, die Bedenken zu zerstreuen.   
 
Um uns zum Thema genderspezifische Pädagogik weiter zu entwickeln, besuchen unsere Mit-
arbeiter genderthematische Fortbildungen. Zusätzlich wird das Thema in Teamsitzunge n re-
gelmäßig reflektiert und in der Elternarbeit aufgegriffen. 
 
3. Bildungspartnerschaften 
3.1. Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Bei Villa Luna leben wir eine familienergänzende und familienfreundliche Zusammenarbeit mit 
den Eltern und weiteren Bezugspersonen. Ein gegenseitiges vertrauensvolles Verhältnis 
von Träger, Eltern und Mitarbeitern bildet die Basis unseres Dienstleistungsgedankens. 
Um dieses schon vor Vertragsabschluss zu unterstützen, findet der persönliche Erstkontakt zu 
den Eltern über unsere Ansprechpartner aus dem Elternservice statt (vgl. 3.5.).

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Im Kita-Alltag arbeiten wir täglich am Ausbau der Bildungspartnerschaften: Wir begrüßen El-
tern und Kinder jeden Morgen persönlich, schaffen Raum zum Austausch, haben ein offenes 
Ohr für Wünsche und Bedürfnisse und suchen nach individuellen Lösungen. Wir wissen: Eltern 
sind Experten für ihre Kinder und unsere Fachkräfte stehen ihnen beratend zur Seite.  
3.2. Eingewöhnung der Familien in die Kindertagesstätte 
Getreu unserem Motto „Ein guter Start währt ein Leben lang“ legen wir bei Villa Luna ein be-
sonderes Augenmerk auf die Eingewöhnung der Familien. Während des ersten persönli-
chen Gesprächs mit den Leitungskräften, dem sogenannten Erst- bzw. Anamnesegespräch, 
werden daher nicht nur das Konzept, der Ablauf der Eingewöhnung und die Entwicklung des 
Kindes thematisiert. Auch die Bedeutung der Eltern als Hauptbezugsperson des Kindes wäh-
rend des Eingewöhnungsprozesses wird erläutert sowie der Vorgang des Beziehungsaufbaus 
zwischen dem Kind und der pädagogischen Fachkraft.  
Ergänzend dazu werden die neuen Familien auch dann bereits zu allen Kita-Veranstaltungen 
und -Festen eingeladen, wenn der Betreuungsstart noch in der Zukunft liegt.  
Drei Monate vor Vertragsbeginn beginnt schließlich die Schnupperzeit. Jedem Kind wird da-
bei ermöglicht, die Einrichtung wöchentlich mit einem Elternteil – einzeln oder in einer Klein-
gruppe – zu besuchen, um frühzeitig eine vertrauensvolle und sichere Bindung zum Bezugspä-
dagogen aufzubauen. Zusätzlich bieten wir neuen Eltern jährlich einen Eingewöhnungsel-
ternabend an, um offene Fragen zu beantworten.  
Die Eingewöhnung bei Villa Luna ist angelehnt an das Berliner Modell und wird individuell auf 
das Kind und die Familie abgestimmt. Der Verlauf  wird anhand eines Eingewöhnungsproto-
kolls durch den Bezugspädagogen dokumentiert.  
3.3. Interner Übergang von der Krippe in die Elementargruppe 
Auf den Übergang in den Elementarbereich werden die Kinder der Krippengruppen vorbereitet, 
indem wir verstärkt auf Bildungsbereiche eingehen, die ihnen den Gruppenwechsel erleich-
tern. Zum Beispiel wird besonderer Wert auf die Selbständigkeit in Alltagskompetenzen der 
Kinder gelegt, damit sie sich in der größeren Gruppe leichter selbst helfen können. 
Bei den Gesprächen, die Eltern und pädagogische Mitarbeiter mit dem Kind über den Wechsel 
führen, sollte besonders die Freude der Kinder geweckt werden. Gleichzeitig gilt es, Unsicher-
heiten wahrzunehmen und gemeinsam Lösungen für den gelungenen Übergang zu finden. 
Im Frühsommer findet außerdem ein Elternabend zum Thema Umgewöhnung statt, der den 
Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich persönlich kennenzulernen, und Informationen oder Fra-
gen zum anstehenden Wechsel auszutauschen.  
Die tatsächliche Umgewöhnung wird schließlich intern von den pädagogischen Mitarbeitern 
vorgenommen und ist angelehnt an das Berliner Modell.  
Zum Abschluss gibt es einen Festtag, an dem die Abschiedsfeier in der Krippe und die Will-
kommensfeier in den Elementargruppen stattfinden.  
3.4. Übergang vom Kindergarten zur Grundschule 
Der Wachstumsprozess der Kinder auf dem Weg zur Grundschule ist von Begeisterung, Vor-
freude und manchmal auch von Unsicherheiten geprägt. Bei Villa Luna gehen wir proaktiv auf 
die Themen der Eltern und Kinder ein. Vor dem Start des letzten Kitajahres wird zu einem 
Elternabend mit dem Thema „Schulvorbereitung“ eingeladen. Dort erläutern wir den Ablauf

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des Übergangs und bringen in Erfahrung, welche Schule die Kinder im nächsten Jahr besu-
chen werden. Anschließend nimmt die Leitungskraft der jeweiligen Kindertagesstätte Kontakt 
zu den relevanten Schulen auf und organisiert (sofern möglich) einen Besuch dieser. Es be-
ginnt das sogenannte Brückenjahr (vgl. 2.4). 
3.5. Kommunikationsmanagement 
Der Elternservice ist bei Villa Luna eine Abteilung, die für die Belegungsplanung, das Ver-
tragswesen und die Abrechnung der Elternbeiträge zuständig ist. Interessier te Eltern werden 
gebeten, uns eine Platzanfrage über die Website zukommen zu lassen. Daraufhin erhalten sie 
eine automatisierte Anmeldebestätigung mit dem Hinweis, dass sich der Elternservice kurz-
fristig bei ihnen melden wird. Im ersten Telefongespräch erläutert ein Elternservice-Mitarbeiter 
dem interessierten Elternteil die Preisstruktur und informiert über allgemeine Eckdaten zum 
jeweiligen Standort. Bei bestehenbleibendem Interesse folgt eine Einladung zum Informati-
onsabend in der jeweiligen Kindertagesstätte. Dort stellt die Leitung (oder Vertretung) ge-
meinsam mit einem englischsprachigen Kollegen aus dem Team den Standort und dessen 
Besonderheiten vor. 
Sobald die Eltern einen Vertrag abgeschlossen haben, werden sie zu allen Veranstaltungen 
in der Einrichtung und zum Eingewöhnungselternabend eingeladen (vgl.3.2). 
Ab Betreuungsbeginn erhalten sie schließlich  alle relevanten Informationen (Elternbriefe, 
Informationen zu ansteckenden Krankheiten, Wochenplan, Tagesrückblick, Wochenrückblick, 
usw.) per E-Mail. Zusätzlich werden die genannten Dokumente als Aushänge in den Kinder-
tagesstätten transparent gemacht.  
Ein besonderes Highlight bietet Villa Luna den Eltern durch den Wochenrückblick. Dieser 
wird gruppenintern erstellt und setzt sich aus Fotos und Beschreibungen der wöchentlichen 
Gruppen-Aktivitäten zusammen. So erfahren Eltern Details zum Tagesgeschehen in der 
Gruppe ihres Kindes, die ggf. über die Erzählungen ihres Kindes hinausgehen, und können 
sich auch einen bildlichen Eindruck der Aktivitäten machen.  
Über wichtige persönliche Belange, die das jeweilige Kind individuell betreffen, tauschen Eltern 
und Fachkräfte sich in den Übergabesituationen (Tür - und Angelgesprächen) aus. Je jünger 
die Kinder sind, desto detaillierter sind die täglichen Informationen. In den jeweiligen Gruppen 
werden zu diesem Zweck einrichtungsinterne Übergabebücher oder Tageslisten geführt. So 
können auch Teilzeitkräfte oder der Spätdienst j ederzeit Auskunft über den Tag des Kindes 
geben. Aus Datenschutzgründen hängen wir keine Listen mit Informationen über die Kinder 
aus.  
Im Rahmen der Bildungsdokumentation fi nden zudem regelmäßige Entwicklungsgespräche 
statt (vgl. 5.2). 
Villa Luna ist ein lernendes Unternehmen und entwickelt sich u.a. durch ein bereits erfolgreich 
implementiertes Beschwerdemanagement weiter. Wir ermutigen die Eltern im Alltag und auf 
den Elternveranstaltungen dazu, positive sowie negative Kritik zu äußern. Eine gängige Maß-
nahme ist z. B. die  schriftliche Feedback-Abfrage (auch anonym) nach Veranstaltungen. Wir 
machen transparent, welche Ansprechpartner für einzelne Belange zur Verfügung stehen und 
bieten hierdurch die Möglichkeit, unser Team direkt anzusprechen, wenn Gesprächsbedarf 
besteht. Darüber hinaus liegt es uns am Herzen, proaktiv auf unzufriedene Eltern zuzugehen. 
Sollte ein Gespräch aus organisatorischen Gründen nicht sofort möglich sein, bieten wir kurz-

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fristig einen Gesprächstermin an. Beschwerden der Eltern, die an einzelne Mitarbeiter gerich-
tet werden, sollen von den Betroffenen unbedingt an die Kita-Leitung kommuniziert werden, 
damit sich diese ggf. unterstützend einschalten kann. Je nach Tragweite der Beschwerde wird 
zusätzlich die Qualitätsleitung als Trägervertretung hi nzugezogen. Schlussendlich verschrift-
licht die Leitungskraft die Beschwerde als Hinweis für alle Verwaltungsabteilungen im internen 
Wochenbericht.  
Inhalte und Angebote im Bereich Elternarbeit werden im jeweiligen pädagogischen Team ab-
gestimmt und in einer Jahresplanung festgehalten, die den Eltern im Oktober des Vorjahres 
ausgehändigt wird. Hierin finden sich die Termine für die Elternabende, Eltern-Kind-Aktionen 
und für alle Feste. 
Interne Hausregeln werden bei Villa Luna in Absprache mit den Mitarbeitern durch die jeweilige 
Leitungskraft festgelegt. Das Regelwerk wird zudem mit den Elternvertretern abgestimmt und 
schließlich in einem sogenannten „Eltern-ABC“ verschriftlicht, welches neuen Eltern bei der 
Eingewöhnung ausgehändigt wird.  
Die Elternvertreter (2 pro Gruppe) werden bei  jährlichen Wahlen durch die Eltern bestimmt.  
Sie treffen sich drei bis vier Mal jährlich mit der Kita-Leitung um eine konstruktive Kommuni-
kation zwischen Eltern und Träger zu fördern und die Entwicklu ng der Einrichtung zu unter-
stützen. Auf Wunsch besteht für die Elternvertreter auch die Möglichkeit, einen Beirat zu wäh-
len, der sich auf kommunaler Ebene an Sitzungen der Jugendhilfe beteiligt. 
 
 
 
 
 
4. Sozialraumorientierung, Kooperation und Vernetzung 
Villa Luna verfolgt die Annahme, dass Bildungsprozesse immer kontextbezogen und unter Zu-
sammenwirkung verschiedener Akteure stattfinden. Diese müssen individuell und an den Be-
dürfnissen der Kinder und Familien orientiert sein. Um die ganzheitliche und bedürfnisorien-
tierte Förderung der uns anvertrauten Kinder zu garantieren, vernetzen wir uns mit individuel-
len Fachbereichen und Institutionen vor Ort. Diese teilen wir in zwei Säulen ein:   
Körperliche & seelische Gesundheit Bildung 
 Altenheime  
Beratungen bei sexueller Gewalt, Suchtbe-
ratungen etc. 
Feuerwehr (Brandschutz-/Erste Hilfe Maß-
nahmen) 
Ergotherapeuten Grundschulen (Schulvorbereitung) 
Erziehungsberatungsstellen Museen (Museumspädagogische Angebote 
zu aktuellen Projekten) 
Gesundheitsämter Musikschulen

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Kommunale Dienste/Jugendämter Naturschutzverband (Nabu e.V.) 
Landesschulbehörde PEKiP-Kurse (auch für externe Eltern) 
Logopäden  Polizei (Verkehrserziehung) 
Psychologen / Therapeuten Stadtbibliotheken 
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)  Schwimmschulen 
etc. etc. 
 
Einer Zertifizierung zum Familienzentrum stehen wir jederzeit offen gegenüber.  
Villa Luna strebt Vernetzung an, indem wir eine große Bereitschaft haben, uns an Gremien 
und stadtteilbezogene Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen, wie z.B. Übergang von 
Kindergarten zur Schule zu beteiligen. Kooperationen mit verschiedenen Akteuren und Pro-
jekten ist selbstverständlich und bereits seit vielen Jahren gängige Praxis.  
 
5. Qualitätsmanagement  
5.1. Kinderschutzkonzept 
„Ein am Wohl des Kindes ausgerichtetes Handeln ist dasjenige, welches die an den Grundbe-
dürfnissen und Grundrechten orientierte, für das Kind jeweils günstigste Handlungsalternative 
wählt.“ (Maywald, 2009) 
Das Kinderschutzkonzept von Villa Luna thematisiert Inhalte rund um das Kindeswohl und 
eine mögliche Kindeswohlgefährdung (§8a SGB VIII). Eine besonders verantwortungsvolle 
Position hat in diesem Fall die Kita -Leitung inne. Sie ist in der Pflicht , den Träger über Vor-
kommnisse in der Einrichtung zu informieren. Zudem ist sie durch ihre Weisungsbefugnis im 
Wesentlichen für die Qualität der Arbeit ihres Teams am Kind verantwortlich.  Hierzu gehört 
unter anderem die unbedingte Einhaltung der kindlichen Grundbedürfnisse. In ihrer Vorbild-
funktion implementiert die Kita-Leitung das Schutzkonzept und wirkt vorbeugend gegen Über-
forderung der Mitarbeiter.  
Die Qualitätsleitung (Fachberatung) ist trägerseitig u.a. zum Schutz der Kinder vor Übergriffen 
und Gewalt aktiv. Sie hat  durch wöchentliche Telefonate und regelmäßige Besuche vor Ort 
Kenntnis über das Wohl der Kinder. Gemeinsam mit der Kita-Leitung trägt sie Sorge für prä-
ventive Maßnahmen, wie z.B. die Einhaltung der Kinderrechte und Beteiligungsverfahren. Die 
schriftliche Dokumentation von Hinweisen und Beobachtungen erfolgt im Rahmen unserer Bil-
dungsdokumentation (vgl. 5.2). 
Das Team wird von der Kita-Leitung und dem Träger angehalten, sich kollegial und gleichzeitig 
professionell, distanziert und kritisch mit der pädagogischen Arbeit auseinanderzusetzen. 
Durch regelmäßige Schulungen, Unterweisungen und Fachgespräche stellt Villa Luna eine 
Handlungssicherheit bei allen Beteilig ten her. Im Kinderschutzkonzept finden die pädagogi-
schen Mitarbeiter zudem klare Handlungsanweisungen und einen Verhaltenskodex, den 
sie durch ihre Unterschrift bestätigen. 
Das Controlling des Kindeswohls findet durch monatliche kollegiale Beratungen in den Teams 
statt. Die kollegiale Beratung  ist ein offiz ielles Verfahren zur Überprüfung des Kindeswohls 
nach §8 SGB. Die pädagogischen Mitarbeiter stellen ein Kind mit allen Informationen, die ihnen 
bekannt sind, vor, und legen ihre Beobachtungen im Gesamtteam dar. Anschließend werden

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die Bezugspädagogen von allen Kollegen zu ihren Fragen gezielt beraten und es werden wei-
tere Maßnahmen eingeleitet. Diese können sowohl die Vorbereitung auf ein Elterngespräch 
als auch ein Hinzuziehen der Qualitätsleitung, oder einer insoweit erfahrenen Fachkraft sein. 
Letztgenannte beurteilt ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte und ob eine Meldung 
an die örtliche Jugendhilfestation erfolgen muss.  
Bei Gefahren durch das  Elternhaus entwickelt die Kita -Leitung in Zusammenarbeit mit dem 
pädagogischen Team und der Qualitätsleitung einen Maßnahmenplan.  Für die Meldepflicht 
bei den Aufsichtsbehörden (§47 SGB VIII) und den Kontakt zu einer insoweit erfahrenen 
Fachkraft (§8b SGB VIII) und/oder zur zuständigen Jugendhilfestation ist die Qualitätsleitung 
verantwortlich.  
Bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdungen durch pädagogische Mitarbeiter wird der betref-
fende Mitarbeiter zunächst im Gespräch mit den Vorwürfen konfrontiert. Abhängig vom kon-
kreten Tatbestand sind Freistellung  vom Dienst, fristlose Kündigung sowie eine Meldung an 
die Aufsichtsbehörde und eine Strafanzeige mögliche Folgen für den Mitarbeiter.  
5.2. Bildungsdokumentation 
Die Bildungsdokumentation erfolgt bei Villa Luna nach einem System, das in einem Arbeits-
kreis der Abteilung Pädagogik & Qualität gemeinsam mit den Kita-Leitungen entwickelt wurde. 
Als wissenschaftliches Fundament dienten renommierte Veröffentlichungen von J. Bensel, G. 
Haug-Schnabel, F.S. Suffrian sowie A. Hüskes und D. Leenen.  
Unsere Bildungsdokumentation setzt sich aus fünf Teilen zusammen.   
 
a) Die Karteikarten 
Jeder Gruppe steht ein Karteikasten mit einem Registerblatt für jedes Kind zur Verfügung. 
Die im Alltag beobachteten Entwicklungsschritte der Kinder (ihre Themen, Sozialisierung, Ge-
fühlslage etc.) werden auf Karteikarten stichpunktartig festge halten. Hierzu terminieren sich 
die Pädagogen an zwei Wochentagen feste Zeitfenster von ca. 20 Minuten . Die Karteikarten 
gelten als ergänzender Baustein der Entwicklungsgespräche mit den Eltern und als Werk-
zeug, um in Anlehnung an die Themen der Kinder Ideen für zukünftige Projekte zu entwickeln. 
 
b) Das Portfolio 
Jedes Kind hat einen eigenen Portfolio -Ordner, der ihm in seiner Bezugsgruppe auf 
Kinderhöhe zugänglich ist. Das Layout ist einheitlich mit einem Foto und dem Namen des 
Kindes versehen. Für jedes Alter gibt es Portfolio-Vorlagen, deren farbliche Kennzeichnung 
auf die einzelnen Bildungsbereiche hinweist.  Die jeweiligen zum Alter gehörenden Farben 
finden sich im Entwicklungsbaum wieder . Die Inhalte des Portfolios werden gemeinsam mit 
den Kindern erstellt: sie entscheiden, welche Bilder und Fotos eingeheftet werden. Zusätzlich 
werden die Eltern gebeten, an einigen Seiten des Portfolio mitzuarbeiten (z.B. auf den Seiten 
“Das bin ICH“, oder „Das ist meine Familie“).  
 
 
c) Der Entwicklungsbaum 
Bei Villa Luna haben wir sieben verschiedene Entwicklungsbäume entworfen und erfolg-
reich implementiert, die bei Bedarf auch auf Englisch zur Verfügung stehen. Jeder Baum ist 
für ein Lebensjahr des Kindes gültig und bildet in seinen Blättern jene Kompetenzen ab, die 
Kinder in der Regel im jeweiligen Lebensjahr entwickeln können. Beherrscht das Portfolio-Kind

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eine Kompetenz, wird das jeweilige Blatt von den pädagogischen Mitarbeitern ausgemalt. Die 
Intensität der farblichen Füllung zeigt dabei das Kompetenzlevel an:  
➢ schraffiert = Das Kind beherrscht diese Kompetenz manchmal. 
➢ stark ausgemalt = Das Kind beherrscht diese Kompetenz jederzeit. 
Der Baum wird das ganze Jahr über von den Pädagogen der Gruppe bearbeitet. Je nach 
Alter gibt es eine vorgegebene Farbe für die Blätter, die dem Portfolio angeglichen ist. Da sich 
die Entwicklung jedes Kindes individuell gestaltet, werden ggf. Bäume aus anderen Alters-
stufen hinzugezogen. Jeder Baum liegt im DIN  A3 Format vor und wird von den Pädagogen 
gesondert im Schrank verwahrt. Er dient als Grundlage für unsere Entwicklungsgespräche mit 
den Eltern. Nach dem Entwicklungsgespräch erhalten die Eltern zum Geburtstag ihres Kindes 
das Original des abgeschlossenen Entwicklungsbaums; die pädagogischen Mitarbeiter behal-
ten eine Kopie. Bei den Halbjahresgesprächen in der Krippe wird den Eltern kein Baum aus-
gehändigt.  
 
Villa Luna Entwicklungsbaum (Beispiel 6-7 Jahre) 
d) Die Entwicklungsgespräche 
In der Krippe findet halbjährlich und im Elementarbereich jährlich  ein Entwicklungsge-
spräch statt. Als Zeitpunkt setzen wir bei Villa Luna hierzu jeweils den Geburtsmonat des Kin-
des (bzw. zusätzlich ½ Jahr später) an. Wir bieten den Villa Luna Kindern die Möglichkeit, für 
ca. 15 Minuten an dem Gespräch teilzunehmen und den Eltern ihren Portfolio-Ordner zu prä-
sentieren. Die pädagogischen Mitarbeiter nehmen die o.g. Karteikarten sowie den o.g. Ent-
wicklungsbaum als Grundlage mit ins Gespräch . Thematisiert werden alle entwicklungsrele-
vanten Themen sowie, nach Bedarf, Fördermöglichkeiten durch Externe.  
Weitere Termine für Entwicklungsgespräche werden bei Villa Luna drei Monate nach der Ein-
gewöhnung, zum Austritt, oder nach Bedarf geführt.

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e) Die Portfoliowoche 
Im Elementarbereich findet jährlich eine Portfoliowoche statt. Hier stellen unsere Pädagogen 
Eltern und Kindern in einem geschützten Rahmen ein Zeitfenster zur Verfügung, in dem sie 
das Portfolio gemeinsam ansehen und besprechen können. In der Regel teilen die Kinder ihre 
Begeisterung über Erlebtes mit den Eltern, wodurch diese Einblicke in den Kindergartenall-
tag erhalten. Auf diese Weise wird zum einen die Kommunikationsfähigkeit der Kinder geför-
dert, zum anderen wird die Verbindung zwischen den Familien und der Kindertagesstätte ge-
stärkt.  
5.3. Personalmanagement Träger 
a) Fachberatung Qualitätsleitung 
Im Jahr 2015 hat Villa Luna eine eigene Abteilung für Pädagogik & Qualität (PQ) imple-
mentiert. Derzeit sind drei Qualitätsleitungen (QL) für die ihnen zugewiesenen Einrichtungen 
verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehört vornehmlich die pädagogische und fachliche Wei-
terentwicklung ihrer Standorte sowie des Personals. Hierzu arbeiten sie eng mit dem Villa 
Luna Human-Resources-Team zusammen. Sie agieren zudem als Vorgesetzte der Kita-Lei-
tungen und sind für die Einrichtungen eine wichtige Schnittstelle zum Träger. 
Wöchentlich hält jede QL einen telefonischen Jour-Fixe mit den jeweiligen Kita-Leitungen 
ab, um sich über aktuelle Themen in den Einrichtungen auszutauschen. Alle sechs Wochen 
gibt es zusätzlich einen Jour Fixe vor Ort, an dem die QL ‚ihre‘ Kindertagesstätten besucht 
und für alle Fragen rund um die Themen Pädagogik & Qualität zur Verfügung steht , oder 
Prozesse zur Verbesseru ng der Qualität anregt. Jährlich nimmt die QL außerdem an einer 
Elternvertretersitzung und einer Dienstbesprechung mit dem pädagogischen Team teil, denn 
sie fungiert auch als zusätzlicher Ansprechpartner für die pädagogischen Mitarbeiter.  
b) Human Resources 
Die Abteilung Human Resources (HR) ist bei Villa Luna für alle Belange rund um das Personal 
zuständig. Zusätzlich zu den klassischen Aufgaben wie  Recruiting, Bewerbermanagement, 
Personalfinanzen etc. bildet HR gemeinsam mit PQ ein Tandem zur Betreuung fest zugeteilter 
Einrichtungen. Alle drei Monate nimmt HR an einem Jour Fixe vor Ort mit PQ in der Kinderta-
gesstätte teil. So wird dem Träger  ein zusätzliches Gesicht und dem Kita-Team ein weiterer 
persönlicher Ansprechpartner gegeben. 
5.4. Personalmanagement Kita-Leitungen 
a) Jour Fixe  
Im Zuge der Jour-Fixe-Termine finden die Kita-Leitungen gemeinsam mit der Qualitätsleitung 
Lösungen für einrichtungsrelevante Themen. Durch die Regelmäßigkeit wird die Wichtigkeit 
dieser Belange unterstrichen und eine transparente Kommunikation aller Beteiligten gefördert. 
b) General Meeting 
Alle drei Monate  treffen sich die Kita -Leitungen mit den zuständigen HR -Kollegen und den 
Qualitätsleitungen zu einem General Meeting. Je nach Anlass  sind auch andere Abteilungen 
zugegen. Hier werden einrichtungsübergreifende Themen besprochen und Schulungen ab-
gehalten (z.B. zum Thema Da tenschutz, Kitasoftware, Gesetzessänderungen  etc.). Zudem 
möchten wir den Kita-Leitungen auf diese Weise Raum für Austausch bieten.

- 18 - 
 
c) Leitungstagung 
Zwei Mal jährlich findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Leitungstagung statt. An die-
sen Tagen geht es um die pädagogische und fachliche Weiterentwicklung der Kita-Leitun-
gen. Inhalte sind sowohl strategische Planungen zur Umsetzung von gemeinsamen pädago-
gischen Themen in den Einrichtungen als auch Fortbildungen von externen Anbietern. Diese 
gemeinsamen Fortbildungstage sind zusätzlich zu persönlichen Fortbildungen der Kita-Leitun-
gen zu verstehen. 
d) Klausurtagung 
Alle zwei Jahre lädt die Geschäftsleitung alle Mitarbeiter der Verwaltung und die Kita -Leitun-
gen zu einer zweitägigen Klausurtagung ein. An diesen Tagen geht es um die strategische 
Ausrichtung des Unternehmens (inkl. Reflexion des vergangenen Jahres und A usblick in 
zukünftig angedachte Entwicklungsschritte), organisatorische und pädagogische Themen.  
5.5. Personalmanagement pädagogischer Mitarbeiter 
a) Team-/Konzeptionstage 
Die pädagogischen Mitarbeiter finden sich jährlich an 3-4 Tagen mit der Kita-Leitung zu den 
sogenannten Konzeptionstagen zusammen. Gemeinsam entwickeln alle Beteiligten  hier die 
Konzeption des Standortes weiter und nehmen ggf. an einer Fortbildung durch die zustän-
dige Qualitätsleitung oder einen externen Anbieter teil.  
b) Große Dienstbesprechungen 
Die große Dienstbesprechung (DB) ist die zentrale Kommunikationsplattform für die pädago-
gischen Teams aller Einrichtungen und findet je nach Standort alle 2-4 Wochen statt. Sie ist 
die Basis für eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit zwischen dem pä-
dagogischen Team und der Kita -Leitung. In der großen DB werden vorrangig pädagogische 
Inhalte, aber auch wichtige organisatorische Themen besprochen. 
c) Kleinteamsitzung (Vorbereitungszeit) 
Zusätzlich zu den persönlichen Vorbereitungszeiten der pädagogischen Mitarbeiter, treffen 
sich die Kollegen auf Gruppenebene zur Kleinteamsitzung. Themen können unter anderem 
die Reflexion der Arbeit , die Fallberatung zu einem Kind, die Planung der nächsten Grup-
penaktivitäten, oder Elternabende sein. Die Kita-Leitung nimmt monatlich und nach Bedarf an 
den Kleinteamsitzungen teil. 
d) Fortbildungen 
Villa Luna unterstützt die persönliche und fachliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter durch 
ein großzügiges Fortbildungsbudget. In den jährlichen Personalentwicklungsgesprächen 
legen die Pädagogen gemeinsam mit den Kita-Leitungen fest, zu welchen Themen im nächs-
ten Jahr eine Fortbildung angestrebt wird. Die kontinuierliche Teilnahme an Weiterbildungs-
maßnahmen sichert die qualitative Entwicklung der Arbeit am Kind. 
e) Ausbildung von Fachkräften 
Villa Luna versteht sich als Ausbildungsbetrieb, der sich aktiv an der Verringerung des Fach-
kräftemangels beteiligt. In Kooperationen mit den Fachschulen vor Ort stellen wir praktische 
Ausbildungsstätten zur Verfügung und legen großen Wert darauf, dass unsere pädagogischen 
Mitarbeiter sich Zeit für eine detaillierte Praxisanleitung nehmen. Auch die praxisintegrierte

- 19 - 
 
Erzieherausbidung (PIA) ermöglichen wir gerne in unseren Einrichtungen. Zudem unterstützen 
wir Umschulungs-/und Qualifizierungsmaßnahmen. Die Villa Luna Kindertagesstätten nehmen 
seit 2019 amBundesprogramm „Fachkräfteoffensive – Nachwuchs gewinnen und Profis bin-
den“ teil. 
f) Auditierung/Evaluation 
Ein wichtiges Instrument der Qualitätssi cherung bei Villa Luna ist die Auditierung. Alle zwei 
Jahre findet in diesem Rahmen eine Qualitätsprüfung der Arbeit jeder Einrichtung statt, die 
durch die Geschäftsführung, die Qualitätsleitung, den zuständigen HR-Mitarbeiter sowie durch 
die Kita-Leitung eines anderen Standortes vorgenommen wird. Das finale Ergebnis setzt sich 
zusätzlich zu den hier gemachten Vor-Ort-Beobachtungen aus einer Elternbefragung und 
einer Mitarbeiterbefragung zusammen.  
In einer anschließenden Teamsitzung werden den pädagogischen Mitarbeitern die Ergebnisse 
präsentiert und gemeinsam Ziele für den Standort festgelegt.  
 
g) Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz  
Unser Ziel ist es, die Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiter zu fördern. 
Dies ist eine Grundvoraussetzung für eine gute pädagogische Arbeit in den Einrichtungen und 
daher eines der Kernaufgaben bei Villa Luna. Dazu bieten wir den Mitarbeitern unter anderem 
flexible Arbeitszeitmodelle an und unterstützen somit die individuelle Work -Life-Balance. Zu-
dem erhalten Villa Luna Mitarbeiter 33 - 35 Tage (abhängig von den Jahren der Betriebszuge-
hörigkeit) Erholungsurlaub.   
Einmal im Jahr werden Personalentwicklungsgespräche durchgeführt, um die Eigenreflexion 
der Mitarbeiter zu stärken, Entwicklungspotentiale herauszufinden und individuelle Zielsetzun-
gen zu eruieren. Darüber hinaus fördern wir eine gute und transparente Kommunikationspoli-
tik, mit festen Ansprechpartnern im Unternehmen.  
Villa Luna unterstützt Fortbildungswünsche, die die Gesundheit und Präventionsarbeit fördern.  
Arbeitshilfen, der Ergonomie betreffend, stellt Villa Luna bereit . Dies können z.B.  Erzieher-
stühle oder angepasste Wickeltisch e, die eine ges undheitsfördernde Arbeitshöhe ermögli-
chen, sein. 
Die Abteilung für Arbeitssicherheit ist bei Villa Luna für das Controlling der Bereiche Unfallprä-
vention, Betriebssicherheit und Hygiene zuständig. Neben regelmäßigen TÜV -Prüfungen or-
ganisiert sie Schulungen in den Bereichen Erste Hilfe, Brandschutz und Sicherheit. 
Unser Hygienekonzept schließt die jährliche Schulung aller pädagogisch en und hauswirt-
schaftlichen Mitarbeiter ein. Zusätzlich zum detaillierten Reinigungsplan ist die Einhaltung der 
HACCP Regelungen ein Standard in unseren Kindertagesstätten. Den Kindern und Eltern wird 
im täglichen Ablauf die Wirksamkeit verschiedener Regelungen im Hygienebereich verdeut-
licht.

- 20 - 
 
6. Rahmenbedingungen 
6.1. Raumgestaltung 
Schon im Eingangsbereich unserer Villa Luna K indertagesstätten achten wir auf eine einla-
dende Atmosphäre. Hier stellen wir z.B. die Mitarbeiter und Kinder mit Fotos vo r, und eine 
gemütliche Café-Lounge lädt Eltern zum Verweilen ein. Letztgenannte ist besonders während 
der Eingewöhnungszeit und an Nachmittagen hoch frequentiert.  
Die Raumstruktur setzt sich bei Villa Luna aus Gruppenräumen und Funktions- bzw. Differen-
zierungsräumen zusammen. Durch großzügige Ausblicke in die natürliche Umgebung und ver-
schiedene Lichtverhältnisse entsteht ein angenehmes Raumklima. Viele Rückzugsmöglich-
keiten bieten den Kindern Ruhepole, die sie im Alltag einzeln nutzen können, oder die ihnen 
in Kleingruppen ermöglichen, ihre Sozialkontakte intensiv zu pflegen. Unterschiedliche Ma-
terialien wie Decken, Kissen und Matratzen, Tücher, oder Spielständer laden die Kinder zum 
Verweilen und kreativen Gestalten ihrer Umgebung ein. An anderen Stellen regen die Räume 
durch verschiedene Ebenen zur Exploration und Aktivität an. Den Kindern werden Materialien 
zum Forschen und zur Konstruktion angeboten.  
Unsere Mitarbeiter integrieren die Kinder in die Raumgestaltung und lassen sie über die Nut-
zung der meisten Räume und die dort geltenden Regeln abstimmen. So werden einige 
Räume immer wieder  dem Bedarf der Kinder folgend umgestaltet. Andere Räume, wie 
das Atelier oder der Malort, haben eine feste Funktion. Hier stehen den Kindern Materialien 
zur freien kreativen Gestaltung zur Verfügung. Die Materialauswahl ist vielfältig und bietet ne-
ben klassischen Elementen auch Naturmaterialien, Wolle und Baumarktartikel.  
Wichtig ist uns, dass die Raumstruktur für die Kinder leicht verständlich und übersichtlich 
ist. Fotos an den Regalen oder Boxen erleichter n das Aufräumen und verschieden farbige 
Punkte kennzeichnen, welche Materialien zur freien Verfügung stehen , und welche nur mit 
Unterstützung von Erwachsenen genutzt werden dürfen.  
 
6.2. Leistungsübersicht 
✓ Betreuung von Kindern ab 4 Monaten bis zum Schuleintritt 
✓ Vielfältige Bildungsangebote im Bereich Musik, Kunst, Bewegung und  
Naturwissenschaften 
✓ Täglich frisches und ausgewogenes Frühstück, Mittagessen und Snacks  
aus der eigenen Küche 
✓ Flexible und damit familienfreundliche Öffnungszeiten 
✓ Ausgewähltes und hochmotiviertes Personal mit Zusatzqualifikationen  
✓ Freigestellte Einrichtungsleitung 
 
6.3. Öffnungs- und Schließzeiten 
Mit unserem flexiblen Betreuungssystem machen die Villa Luna Kindertagesstätten arbeiten-
den Eltern ein attraktives Angebot zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei stehen die 
Bedürfnisse von Kindern und Eltern gleichermaßen im Fokus. In der Regel bieten wir wochen-
tags folgende Öffnungszeiten an:

- 21 - 
 
Frühdienst (bei Bedarf): 07:00 bis 08:00 Uhr  
Kernzeit:   08:00 bis 16:00 Uhr 
Late Care (bei Bedarf): 16:00 bis 18:00 Uhr  
 
Unsere Schließzeiten sind regulär wie folgt: 
• 2 Wochen Schließzeit in den Sommerferien 
• 3 Konzeptionstage werktags 
• Bis zu 3 Brückentage 
• Schließung zwischen Weihnachten und Neujahr 
 
Da wir bedarfsorientiert a rbeiten, können die Öffnungs - und Schließzeiten je nach Standort 
variieren. 
 
7. Kontakt 
 
 
 
Dr. Jürgen Reul 
Gründer und Geschäftsführer 
Tel: 02402/12446-0 
Mail:  reul@villaluna.de 
 
 
Annette Holtmann 
Leitung Pädagogik & Qualitätssicherung 
Mail: holtmann@villaluna.de 
 
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

- 22 - 
 
Literaturverzeichnis 
 
Bensel, J., & Haug -Schnabel, G. (2013):  Kindergarten heute Wissen kompakt: Kinder 
beobachten und ihre Entwicklung dokumentieren. Herder Verlag. 
Booth, P. D., Prof. Ain scow, M., & Kingston, D. (n.d.):  Index für Inklusion. Centre for Studies 
on Inclusive Education (CSIE) / Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). 
Buchner, C. (1997): Kluge Kinder fallen nicht vom Himmel. Freiburg: Herder Verlag. 
Friedrich, G., de Galgoczy, V., Schindelhauer, B., & Spanjardt, E. ( 2013): Komm mit ins 
Zahlenland. Herder Verlag. 
Humbolt, W. v. (1767-1835). 
Hüskes, A., & Leenen, D. (2012):  Portfolioarbeit mit Kindern von 1 -6 Jahren. Kempen: BvK 
Buchverlag. 
Korczak, J. (1985):  Von Kindern und anderen Vorbildern.  (I. R. Wompel, Trans.) Gütersloh: 
ISBN 357 901 0840. 
Maywald, J. (2009):  UN-Kinderrechtskonvention - Impulse für den Kinderschutz.  IzKK-
Nachrichten. 
Montessori, M. (2005): Grundlagen meiner Pädagogik. Quelle & Meyer. 
Org, C., & Eggert, M. (2016): Pfiffige Ideen mit Montessori Tablets. Ökotopia. 
Prengel, A. (2010):  Inklusion in der Frühpädagogik, Bildungstheoretische, empirische und 
pädagogische Grundlagen. München: WIFF Expertisen, Bd. 5. 
Stern, A. (1998): Der Malort. Einsiedeln Schweiz: Daimon Verlag. 
Suffrian, F. S. (2011):  Kindergarten Heute Praxis Kompakt: Portf olioarbeit mit Kindern: 
Methoden und Ideen. Herder Verlag. 
Ulich, M., & Mayr, T. (2003): sismik. München: Herder Verlag. 
Wockenfuß, Benjamin (2018): Kinder brauchen Digitale Balance - ihre Eltern aber auch. 
 Einsehbar auf: https://www.benjamin -wockenfuss.de/2018/07/30/kinder-brauchen-dig
 itale-balance-ihre-eltern-aber-auch/  
Zimmer, R. (2009):  Handbuch Sprachförderung durch Bewegung.  Freiburg im Breisgau: 
Herder Verlag. 
Zimmer, R. (2019): BaSik. Herder Verlag.

Anlage 2_Auswertungsformulare

29532 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Die kleinen Hobbits e.V. 
Vennheideweg 51 
 
48165 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Vereinsgründung Die Kleinen Hobbits e.V. in 1995 / Kitaeröffnung Sommer 1995 
- Vorstand bestehend aus Eltern der Kinder 
- Dachverband der Kita ist „Eltern helfen Eltern“  
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreibt seit 25 Jahren eine eingruppige Kita in Berg Fidel / Vennheideweg  
- Trägerverständnis: konfessionslos, kinder- und el ternnah, ökologischer Schwerpunkt, natur-
nahe Pädagogik 
- Vorstand besteht zurzeit aus vier Eltern mit klar en Aufgaben (sorgfältige Einarbeitung & Konti-
nuität) 
- Motivation: seit vielen Jahren unsichere und schw ierige Mietsituation, Probleme hinsichtlich 
der Zuwegung zur Kita sowie baulich schlechter Zustand am jetzigen Standort 
- Die Nähe zum jetzigen Standort wäre in Hiltrup fü r Eltern und Mitarbeitende gegeben,  
somit könnten Familien und Team gehalten werden 
- Elterninitiative traut sich eine Erweiterung zu, da die Eltern und die Mitarbeitenden sehr gut 
zusammenarbeiten; bereits potentielles neues Personal im Blick 
- Naturnahe Pädagogik wäre weiterhin möglich 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,4 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
Erhebung eines Vereinsbeitrages 
Unterstützung durch einen externen Verwaltungsdienstleister. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Situationsorientierter Ansatz 
- Arbeit in zwei kleinen altersgemischten Gruppen g ewünscht 
- Orientierung an den Bildungsgrundsätzen des Lande s NRW 
- Schwerpunkte der Erziehungs- und Bildungsarbeit: Wahrnehmung und motorische Entwick-
lung, Naturpädagogik (Zusatzqualifikation einer Mitarbeiterin im Bereich Naturpädagogik, fes-
tes wöchentliches Angebot, sowie Input im Kita-Alltag, wöchentlicher Waldbesuch), alltagsori-

2 
 
entierte, alltagsintegrierte Sprachförderung (BASIK), Kreativität, Naturwissenschaft (u.a. Expe-
rimente) 
- Methoden der Pädagogischen Arbeit: Freispiel, Ang ebote und Projektarbeit 
- Intensive Beziehungsarbeit zu Fachkräften als Bas is für die freie Entfaltung der Kinder 
- Jedes Kind ist einzigartig und wird vorurteilsfre i akzeptiert 
- Hauptziel der Arbeit: Individuelle Begleitung der  Kinder auf ihrem Weg zu eigenverantwortli-
chen, selbstständigen und glücklichen Persönlichkeiten 
- Unterstützung beim Erwerb der Selbst-, Sozial-, S ach- und Lernkompetenz 
- Regeln und Grenzen bieten Struktur und Orientieru ng 
- Freispiel als Schwerpunkt 
- Rituale als fester Bestandteil im Kitaalltag 
 
Flexible Öffnungszeiten: 
- Regelöffnungszeiten: 07.15 Uhr - 16.30 Uhr (freit ags 07.15 Uhr - 15.15 Uhr), in Absprache 
können weitere Betreuungszeiten in Anspruch genommen werden (zum Zweck von Verein-
barkeit von Familie und Beruf) 
- Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern durch  jährliche Bedarfsabfrage 
- Bei zwei Gruppen ggf. ExtraZeit / FlexiZeit vorst ellbar 
- Schließungszeiten werden in der Elternversammlung  zu Beginn jeden Kita-Jahres festgelegt: 
drei Wochen in den Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr sowie vereinzelte 
Schließungstage 
- Vertretungsregelungen mit anderen Kitas liegen vo r 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
 
- Integrative Arbeit je nach Ressourcen möglich und  Erfahrungen vorhanden 
- Toleranz und Akzeptanz werden im Alltag gelebt 
- inklusive Grundhaltung: Alle Kinder und Familien sind willkommen 
Partizipation: Kinder haben ein Recht auf Beteiligung und bestimmen ihren Alltag weitgehend 
selbst. 
o Selbst- und Mitbestimmungsrechte während der tägli chen Abläufe im Rahmen der Ent-
wicklung der Kinder 
o Kinderkonferenzen 
- Sexualpädagogisches Konzept liegt vor 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Naturpädagogik als Schwerpunkt der Arbeit 
- Bewegungsförderung steht im Vordergrund sowohl in nerhalb der Kita als auch außerhalb 
(Waldausflüge) 
- Zertifizierung als Bewegungskita wird angestrebt 
- Gesunde Ernährung ist Schwerpunkt: vollwertige ve getarische Biokost mit weitgehendem 
Verzicht auf Industriezucker (aktuell Frischkostküche: Köchin vor Ort) 
o Frühstücksbuffet, Mittagessen und Nachmittagssnack  
o Gemüsegarten zum Pflanzen und Ernten 
o Gemeinsame Einkäufe und Kinderkochen finden statt 
- Frischkostküche ist weiterhin gewünscht, sofern b aulich möglich 
- Psychosoziales Wohlbefinden ist vordergründig 
- Erste Hilfe Ausbildung bei allen Mitarbeitenden 
- Hygieneprozesse der Kinder sind stets begleitet

3 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Es bestehen bereits feste Bezüge nach Berg Fidel und Hiltrup wie z.B. zu Tagesmüttern und 
Kitas sowie Grundschulen, die weiter ausgebaut werden sollen 
- Eine gemeinsame monatliche Vorschulgruppe mit fün f anderen Elterninitiativen wird weiterhin 
angeboten 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzungen mit Therapeut/innen, Ärzt/-innen, Ps ycholog/-innen, Frühförderstellen, familien-
entlastenden Diensten etc. 
- Sozialraumtreffen der Kita-Leitungen / Teilnahme an Arbeitskreisen angedacht 
- Monatliche Leitungsrunden der Leitungen von Elter ninitiativen 
- Kooperation mit entsprechenden Ämtern, Schulen un d Instituten in Hiltrup wie z.B. TuS 
Hiltrup, Stadtbücherei und dem Marienheim 
- Kooperation mit Seniorenresidenz geplant 
- Kooperationen mit Bäckerei, Pferdehöfe geplant 
- Zusammenarbeit mit der Polizei und Feuerwehr 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Strukturierte und transparente Elternarbeit finde t statt und schafft ein großes Vertrauensver-
hältnis (Tür- und Angelgespräche, Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Eltern-
abende usw. finden statt) 
- Strukturierte Bildungs- und Entwicklungsdokumenta tion z.B. durch Portfolio, Infowände 
- Eingewöhnung angelehnt am Berliner Modell 
- Es besteht ein Konzept zum Beschwerdemanagement ( Kritik kann jederzeit geäußert werden; 
regelmäßige Durchführung von Elternbefragungen; Feedbackkasten in der Kita)  
- Eltern als Mitglieder des Trägervereins „Die klei ne Hobbits e.V.“ sind Träger der Einrichtung: 
Mitsprache- und Entscheidungsrecht besteht in vielen Punkten / Eltern sind im Kitaalltag ver-
wurzelt 
- Elterndienste wie z.B. Garten-, Wasch- oder Einka ufsdienst, Websitepflege 
- Elternpaten für neue Eltern in der Kita 
- Regelmäßige Feste und gesellige Treffen 
- Offene und intensive Kommunikationskultur 
- Monatliches Treffen der Leitung mit dem Vorstand 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
den Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben  
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Mitarbeitende werden regelmäßig zu pädagogischen Themen sowie im Bereich Erste-Hilfe 
HACCP (Lebensmittelhygiene) geschult 
- Entwicklung eines Qualitätshandbuchs (2017-2018) / QM: Pragma-Indikatoren-Modell / Teil-
nahme am Qualitätszirkel 
- Beschwerdemanagement (für Kinder, Eltern und Mita rbeitende) 
- Personalentwicklungsgespräche, jährliche Gespräch e mit Mitarbeitenden 
- Teamtage, Supervision, Fort- und Weiterbildungen 
- Naturpädagogin / Motopädagogin / U3-Fachkraft in der Einrichtung 
- Ausbildungsbetrieb (FSJ; PiA etc.) 
- Fachberatung durch „Eltern helfen Eltern“ 
- Monatliche Vorstandstreffen 
- Bezahlung der Mitarbeitenden in Anlehnung an den TvöD

4 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Der Verein möchte den Eltern / Familien und Mitar beitenden die Möglichkeit bieten, langfristig 
den Verein zu erhalten und damit auch sichere Arbeits- und Betreuungsplätze 
- Angebot von flexiblen Betreuungsangeboten denkbar  
- Langjährige Erfahrung in der Kindertagesbetreuung  in Münster 
- Naturpädagogisches Konzept (wöchentlicher Waldtag  und wöchentliches naturpädagogisches 
Angebot 
- Nähe zum jetzigen Standort wäre ein Vorteil durch  bestehende Kooperationen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e.V. 
Eichstedtstr. 44 
 
59075 Hamm  
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e.V. mit Sit z in Hamm 
- Seit 20 Jahren in der Kindertagesbetreuung tätig 
- Insgesamt sechs Kitas in Hamm Warendorf 
- Professionelle Geschäftsführung; nicht über Elter nvorstand 
- Konfessionell neutral, humanistisches Menschenbil d 
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unte rnehmensleitbild liegen vor 
- Einrichtungen in Münsters Süden präferiert, um An bindung zu den bestehenden Einrichtungen 
zu ermöglichen 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,4 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
Erhebung eines Vereinsbeitrages 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Arbeit im offenem Konzept mit „Basislager“ für u3  Kinder 
- Marte Meo - Methode 
- Ganzheitliche alltagsintegrierte Sprachbildung un d –förderung BaSiK 
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
- Partizipation von Kindern 
- Empowerment und Autonomie der Kinder unterstützen  
- Psychomotorik in der Einrichtung  
- Unterstützung des Forscherdrangs z.B. durch natur wissenschaftliche Angebote 
- Tiergestützte Pädagogik in der Einrichtung  
- Entwicklungsfördernde strukturierte Räume  
- Beobachtung und Moderation durch die Pädagogen 
- 2 einrichtungsübergreifende Elternbegleiter 
- Generationsübergreifende Arbeit: Einbindung von S enioreneinrichtungen 
- Umwelterziehung

2 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 7.00 Uhr - 17.00 Uhr 
- Jährliche Abfrage der Bedarfe 
- Schließtage in Absprache mit den Eltern 
- 5 Tage Sommerferien und in den Weihnachtsferien 
- Vertretungsregelungen in Absprache mit anderen Ei nrichtungen 
- 
Digitale Zeiterfassungsgeräte für die Familien, daher sind flexible Nutzungszeiten 
möglich 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft /  Konfessionen 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt des  offenen Konzeptes 
- Inklusion in allen Einrichtungen  
- Unterschiede und Vielfalt werden als Bereicherung  und als „normal“ betrachtet 
- Anspruch: Heilpädagoge in jedem Team  
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen s ensibilisiert und in ihrer interkulturellen 
Kompetenz gefördert 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams 
- Interkulturelles Lernen 
- Genderpädagogik in der pädagogischen Arbeit integ riert 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Ganzheitliches Gesundheitskonzept 
- Bewegungskonzept mit alltagsintegrierten Angebote n in den Räumen und dem Außengelände 
auch bei schlechtem Wetter  
- Angebote in großen Turnhallen der Grundschule 
- Wassergewöhnung vor Schulbeginn  
- Entspannung und Ruhe in Rückzugsräumen  
- Ernährungskonzept zertifiziert nach FitKid Konzep t der DGE: Ausgewogenen, kindgerechte 
Mahlzeiten in Form eines Kinderrestaurants / Frischkostküche, sofern baulich möglich 
- Hand- sowie Zahn- und Mundhygiene 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Partnerschaftliche Partizipation und Vernetzung i st gewünscht  
- Zusammenwirken mit vorhandenen Sozialraumakteuren  ist geplant 
- Netzwerkarbeit mit Trägern in Münster gewünscht z ur gegenseitigen Bereicherung der Arbeit 
- Kooperation und Austausch als Qualitätsstandard 
- Kooperation zwischen Kita und Grundschulen angest rebt 
- Einbezug von Erziehungsberatungsstellen und ander en Beratungsstellen, Jobcenter

3 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Grundverständnis: Eltern sind Experten für ihr Ki nd, wertschätzendes, emphatisches und res-
pektvolles Miteinander 
- Elternbegleiter: zur Unterstützung der Eltern in der Erziehungsverantwortlichkeit und in der 
Bildungsbegleitung mit niedrigschwelligen und aufsuchenden Angeboten 
- Eingewöhnungskonzept nach dem Münchener und dem B erliner Eingewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Besonderer Fokus auf die Sprachförderung des Kind es  
- Informationsgespräche, Familienbesuch, Entwicklun gsgespräche, Feste usw. finden statt 
- Strukturierte Bildungsdokumentation z.B. durch Po rtfolio, Infowände 
- Elternmitarbeit aufgrund des Modells der Elternin itiative gewünscht, aber nicht gefordert 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
den Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personal über den Mindeststandards des KiBiz 
- Hauptamtliche Geschäftsführung und Verwaltungsber eiche 
- Zusammenarbeit mit Juristen und Steuerberatung 
- Fachberatung & Qualifizierung vorhanden 
- Personalentwicklungskonzept 
- Aktiv in der Ausbildung, Kooperation mit Bundesfr eiwilligendienst und Fachhochschulen 
 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeitende 
- Alle Mitarbeitende erhalten Marte Meo Fortbildung  
- Regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater/-inn en und Leitungskräfte 
- Regelmäßige Mitarbeitergespräche; Supervisionen m öglich 
- Strukturierte Teamentwicklung 
- Trägerübergreifendes Qualitätsmanagement in Hamm;  Kooperation und Austausch mit ge-
genseitigen Audits 
- Dialogorientierter Qualitätsprozess mit externer und wissenschaftlicher Begleitung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Teilnahme an Arbeitskreisen und Fachgremien u.a. gesunde Kita, Haus der kleine Forscher, 
AG 78, Inklusion 
- Entlohnung in Anlehnung an den TVöD 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Offenes Konzept in Einrichtungen bis max. vier Gr uppen 
- Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung  
- Alle Einrichtungen in der Zertifizierung zum Haus  der kleinen Forscher

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Fabrikstraße 1/1 
 
73732 Esslingen 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehm en der Giant Leap GmbH und Co KG 
- Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertag eseinrichtung in Betrieb 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe  
- Betreiber von 31 Kindertageseinrichtungen und Kin derkrippen, davon sechs Kindertagesein-
richtungen in Münster 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
- Motivation: Stärkere und bessere Vernetzung mit w eiterem Ausbau; bis zu zwei weitere Ein-
richtungen Einrichtung in der Nähe der bereits vorhandenen Kitas gewünscht, um Springer-
kräfte tragen zu können 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Päd. Haltung orientiert sich an der UN-Kinderrech tskonvention 
- Situationsorientier Ansatz  
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern 
- Pädagogik nach Altersgruppen 
- Sprachförderung im Kitaalltag, bilinguale Ausrich tung möglich 
- Mathematisches und naturwissenschaftliches Denken  
- Kunst- und Musikerziehung 
- Kochen und Ernährung 
- Pädagogische Schwerpunkte werden individuell im K ontext der Sozialraumbedarfe ausgebil-
det (z.B. Sprache, Bewegung, Kreativität) 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor (quartalsw eise Entwicklungsprofile) 
- Leitgedanke: Größtmögliche Autonomie des Kindes e rlangen 
- Sexualpädagogisches Konzept liegt vor 
- Kinderkonferenzen werden pädagogischer Schwerpunk t in den Einrichtungen 
- Aufbau von Familienzentren gewünscht (Bereichslei tung kümmert sich um den Aufbau FZ)

2 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können Bedarfe der Elte rn und Bedarfe des jeweiligen Sozialrau-
mes berücksichtigen  
- Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 
- Externe Angebote (z.B. Musikförderung) sind koste nfrei 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Partizipation ist konzeptionell verankert (regelm äßige Kinderkonferenzen) 
- Integration / Inklusion: 
o Interdisziplinäre Vernetzung zwischen Tageseinrich tungen, Eltern und externen Förder-
maßnahmen zu Themen der Inklusion / Integration 
o Interkulturelle, kultursensitive Fachkompetenz im Team / Diversität in der Belegschaft  
o Viele Einrichtungen werden bilingual betrieben 
o Ziel: Kinder sollen bis zur Einschulung deutsches Muttersprachlerniveau erreicht haben  
o Feiern der verschiedenen kulturellen Feste 
- Gender Mainstreaming soll in den Einrichtungen ge lebt und reflektiert werden (angestrebt wird 
ein multiprofessionelles, multikulturelles Team, ein hoher Männeranteil im Team, eine gute Al-
tersmischung im Team, Menschen mit und ohne Behinderung) 
- Geschlechtsspezifische Angebote / Ausstattung der  Gruppenräume orientiert sich an Bedürf-
nissen von Jungen und Mädchen  
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Ausgewogene, gesunde Ernährung 
Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmitteln an (ökolo-
gisch, falls gewünscht in Bio-Qualität, regional) 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besond erer Moment im Kitaaltag 
- Zusammenarbeit mit einer Oecotrophologin  
- Hygienkonzept liegt vor 
- Frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygi ene 
- Neben kitainternen Bewegungsangeboten Nutzung von  Sportangeboten des Stadtteils 
- Maßnahmenkonzept zur Unfallprävention / Erste Hil fe Konzept 
- Erkennen von Gewalt (Notfallmaßnahmenplan) 
- Entsprechende Schulungen für Personal und Eltern 
- Institutionelles Kinderschutzkonzept liegt vor un d orientiert sich am Leitfaden des Trägerkon-
zeptes; wird nach Startphase im Team Standortbezogen entwickelt 
- geschulte SGB VIII 8a Fachkräfte können zu Rate g ezogen werden 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Kita arbeitet mit allen im Stadtteil verfügbaren Ressourcen 
- Enge Kooperation mit der katholischen Ludgerusgru ndschule
 angestrebt 
- Enge Zusammenarbeit mit den nahegelegenen Kitas: kath. Kita St. Clemens, der DRK Kita 
Lummerland oder der städt. Kita Hiltrup West angestrebt 
- Nutzen der Angebote des Turn- und Sportvereins Hi ltrup und des Reitvereins Hiltrup  
- Besuch der evangelischen Kirchengemeinde oder die  katholische Kirchengemeinde St. Cle-
mens  
- Besuch der Bücherei 
- Nutzen der lokalen Lebensmittelgeschäfte und Bäck ereien 
- Mitwirken in Stadtteilarbeitskreisen 
- Entwicklung zum Familienzentrum gewünscht

3 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Entwicklungsdokumentation nach dem Gabip Programm 
- Elterngespräche (2x jährlich), bei Bedarf Vermitt lung an externe Beratungsstellen, aktuell On-
line Elterngespräche 
- Elternabende 
- Jährliche Elternbefragung (Öffnungszeiten, Zufrie denheit des Kindes, Pädagogische Aktivitä-
ten, Ernährung, Kundenfreundlichkeit, Ausstattung) 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 
- Berliner Eingewöhnungsmodell   
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
den Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehr ere Einrichtungen in Münster gegeben 
- Interne und externe Fortbildungsangebote; interne  Fortbildungen zu Schwerpunktthemen der 
Teams 
- 5 päd. Fortbildungstage im Jahr 
- Erste Hilfe Fortbildungen alle 2 Jahre 
- Regelmäßige Reflexionsgespräche / 1x jährlich ein  360 Grad Feedback 
- Hospitationsmöglichkeit in anderen Kleine Riesen Einrichtungen 
- 4x jährliche Leitungskonferenzen (z.Zt. online un d häufiger) 
- Regelmäßige Qualitätszirkel finden statt (einrich tungsintern und einrichtungsübergreifend / 
Moderation durch einen Qualitätsbeauftragten) 
- Fachberatung durch zuständige regionale Leitung o der externe Fachberatung 
- Kleine Riesen Qualitätsmanagementhandbuch / Quali tätssicherung anhand der 6-SIGMA-
DMAIC Methode 
- Unterstützende Beratung in individuellen Lebensla gen 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Möglichkeiten der Schwerpunktbildungen entspreche nder sozialräumlicher Bedarfe (z.B. Bilin-
gualität) 
- Erfahrungen in der interkulturellen Arbeit mit bi ldungsfernen Familien

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup  
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Villa Luna gGmbH 
Bilinguale Kindertagesstätten 
Am Flachsbach 19 
 
52223 Stolberg 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gründung des Unternehmens in 2005 durch Dr. Jürge n Reul zunächst als privater Träger, nun 
öffentlicher Träger 
- Erste Kitaeröffnungen in Düsseldorf und Aachen 
- Seit 2016 unbefristete Anerkennung als freier Trä ger der Kinder- und Jugendhilfe 
- In vier Bundesländern mit acht Einrichtungen vert reten (davon fünf in NRW) mit insgesamt 
250 Mitarbeitende; weitere Standorte: Berlin, Hannover und Hamburg 
- Mitglied der Klett-Gruppe als Teilhaber der Kinde rtageseinrichtungen 
- Der Träger möchte wachsen; Münster wäre ein stark er Standort und als Wissenschaftsstadt 
interessant und mit dem Konzept von Villa Luna kompatibel – es könnten Synergien zu Düs-
seldorf genutzt werden 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vor dergrund 
- Feste Gruppenzugehörigkeit für Kinder, teiloffene  Arbeit z.B. bei Projekten 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung 
- Bilinguale Spracherziehung durch die Immersionsme thode 
- Unterschiedliche pädagogische Ansätze: Montessori , situationsorientiert und konstruktiver 
Ansatz, projektbezogenes Arbeiten 
- Konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers sind aufg eteilt in Bildungsbereiche  
- MINT – Angebote / „Haus der kleinen Forscher“ 
- Medienkompetenz als ein Schwerpunkt 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
- Offen gegenüber der Zertifizierung zum Familienze ntrum / Beratungsangebote, insbes. für 
Familien mit Migrationshintergrund

2 
 
- Raumkonzept 
o u3-Bereich: Gruppenräume größtenteils Tisch- und S tuhlfrei zur Entwicklung motorischer 
Fähigkeiten 
o funktionale Ausstattung der Räume, an Bedürfnissen  der Kinder orientiert 
 
Flexible Betreuung: 
- Kernzeit: 08.00 – 16.00 Uhr 
- Erweiterung: 07.00 – 18.00 Uhr möglich 
- Angebot flexibler Öffnungszeiten 
- Keine festen Bring- und Abholzeiten  
- Schließzeiten zwei Wochen in den Sommerferien, so wie 3 Konzeptionstage / bis zu 3 Brü-
ckentage und Schließung zwischen Weihnachten und Neujahr 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Förderung von Inklusion und Integration (Inklusio nshelfer, Angebot einer Motopädie-
Fortbildung, Sprachförderkräfte) 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams 
- Umsetzung einer genderneutralen Pädagogik 
- Alltag ist durch Partizipation und Toleranz geprä gt 
- Beschwerdemanagement auch für Kinder 
- Ausgeprägte Willkommenskultur für Familien und Mi tarbeitende 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger 
stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a (Ausflüge, Spaziergänge, Wald- und 
Wiesentage, Sportfeste etc.) 
- Sofern möglich: Essenszubereitung in einer Frisch kostküche durch einen Koch / eine Köchin 
- Ernährungskonzept liegt vor 
- Acker-Kita: Gemüse pflanzen & ernten/ Begleitung durch Ökotrophologen 
- Projektangebote „Umgang und Zubereitung von Leben smitteln“ 
- Schwerpunkt: Nachhaltigkeit 
- Kooperation mit (Zahn-)Ärzten und dem Gesundheits amt 
- Kinderschutzkonzept / institutionelle Hinterlegun g wurde implementiert / Selbstverpflichtungs-
vereinbarung / Kinderschutzfachkraft  
- Beschwerdeverfahren für Eltern und Kinder 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Ausflüge und Exkursionen im Stadtteil zur Erkundu ng des Sozialraumes 
(Büchereien, Alten-
heime – Wünschebaum: Bewohnern werden kleine Wünsche erfüllt) 
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas, Grundschule n, Sportvereinen etc. 
- Übergang Kita / Schule wird eng begleitet 
- Kooperation mit Ärzten, Logopäden, Therapeuten, s ozialpädiatrische Zentren etc. 
- Verkehrserziehung mit der Polizei 
- Beratung und Unterstützung von Familien hinsichtl ich verschiedener Fragestellungen 
- Quartier wird partizipativ entwickelt (Hiltruper Baumschule, grüne Umgebung)

3 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berli ner Modell 
- Familienergänzend 
- Strukturierte Elternarbeit 
- Jährliche Elternbefragungen; Feedback ist jederze it möglich 
- Entwicklungsgespräche (u3 2 x jährlich, ü3 1 x jä hrlich und nach Bedarf) 
- Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, i ndividuell gestaltete Elternabende und 
Elternaktionen, Elterncafé, Hospitationen etc.) 
- Organisation von Festen und Feiern 
- Wöchentliche Rückblicke: Was wurde gemacht 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichern-
den Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, überdurchsch nittlicher Betreuungsschlüssel mit 3-4 
Fachkräften 
- Schwerpunkt: Qualitätssicherung/ Qualitätsentwick lung (verstehen sich als lernende Organisa-
tion) 
- Freigestellte Einrichtungsleitungen 
- Fachberatung im Rahmen Pädagogik und Qualitätsent wicklung (wöchentliches Telefon Jour 
Fixe mit Kitaleitungen; alle 6 Wochen ein Jour Fixe vor Ort, alle 3 Monate Jour Fixe mit Teil-
nahme des „Human Resources“ HR (Personal Themen)) 
- Regelmäßige Arbeitskreise und Fortbildungen für M itarbeitende 
- Feedback-Bogen für Eltern und Mitarbeitende 
- Regelmäßige Leitungstreffen 
- Clustermeetings 
- Ausbildung von Erziehern im Anerkennungsjahr 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Übertarifliche Urlaubstage – hierdurch Steigerung  der Attraktivität als Arbeitgeber in Zeiten 
des Fachkräftemangels. 
- Die Bezahlung der Mitarbeitenden ist angelehnt an  den TVöD  
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau der Kindertagesbetreuung wird angestrebt 
- Flexible Öffnungszeiten (Frühdienst bei Bedarf ab  7:00 Uhr / Late Care bei Bedarf bis 18:00 
Uhr) 
- Bilinguale Spracherziehung (bei Bedarf) 
- Schwerpunkt: Qualität

Anlage_3.1_Die kleinen Hobbits_Bewerbung_Hitruper Baumschule

6931 Zeichen

Die Kleinen Hobbits e.V., Vennheideweg 51, 48165 Münster

25.11.20

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Fritzen und Frau Gerick

48127 Münster

Interessenbekundung Trägerschaft KiTa „An der Hiltruper Baumschule"

Sehr geehrte Frau Fritzen, sehr geehrte Frau Gerick,

vielen Dank noch einmal für das angenehme Gespräch am 16.11.2020. Unser Interesse an
der Trägerschaft für die KiTa „An der Hiltruper Baumschule“ (Ausschreibungsnummer
05/2020) ist ungebrochen, sodass wir Ihnen hiermit das verbindliche schriftliche Angebot zur
Übernahme der Trägerschaft senden.

Seit über 25 Jahren sind wir bereits Träger der eingruppigen Einrichtung „Die kleinen Hobbits
e.V." im Vennheideweg. Wir verfügen somit über langjährige Erfahrung als Träger einer
kleinen altersgemischten Gruppe, einer halben Gil- und einer halben GIll- Gruppe.

Die altersgemischte Gruppe ermöglicht den Kindern jeden Alters viele positive Erfahrungen,
sei es im Bereich der Sozialkompetenz, der Sprachkompetenz oder auch der
Lernkompetenz. Weitere Informationen zu dieser Gruppenform befinden sich in unserem
beigefügten Konzept. Wir sind durch unsere jahrelange Erfahrung von dieser Form der
Bildung, Erziehung und Betreuung absolut überzeugt und erhalten viele positive
Rückmeldungen aus der Elternschaft dazu. Auch die hohe Nachfrage nach Plätzen in
unserer Einrichtung und das Interesse an der altersgemischten Gruppe deuten darauf hin,
dass sich unser Konzept auch zweigruppig sehr gut umsetzen lässt.

Die Kleinen Hobbits e.V. Vennheideweg 51, 48165 Münster - Tel. 0251/7636570 www.kleinehobbits.de
hobbitleitung@t-online.de "
Vorstand: Andreas Loba, Caroline Weßling, Nele Driebold, Nicole Cordes
Sparkasse Münsterland Ost - Kto. 28010403 - BLZ 400 501 50

Deshalb möchten wir die neue Einrichtung mit einer Gll- und einer GIll- Gruppe betreiben,
die Kinder allerdings in zwei kleinen altersgemischten Gruppen betreuen.

Diese Struktur beinhaltet auch Plätze für einjährige Kinder, die in Hiltrup dringend benötigt
werden. Zusätzlich bietet sie Eltern eine verlässliche Betreuung über Jahre und vereinfacht
so zum einen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zum anderen entstehen langjährige
Erziehungspartnerschaften zum Wohle der Kinder. Durch die Erweiterung unserer
Einrichtung um eine weitere Gruppe würden 5-6 U3 Plätze und 10-11 Ü3-Plätze neu
geschaffen.

Der Personalschlüssel für die erweiterte Einrichtung richtet sich nach den im KiBiz
vorgegebenen Stunden, die Arbeitsverträge entsprechen dem TVÖD.

Die sehr guten Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen sowie regelmäßige Aus- und
Fortbildungsmöglichkeiten sorgen für ein positives Arbeitsklima und zahlreiche Anfragen
potenzieller Auszubildener. Daher sind wir hinsichtlich der Gewinnung zusätzlicher
Mitarbeiter*innen zur Ergänzung unseres Teams optimistisch.

Die neue KiTa „An der Hiltruper Baumschule" liegt in relativer Nachbarschaft zu unserem
aktuellen Standort. Wir blieben räumlich unserem jetzigen Einzugsbereich verbunden. So
können wir unseren Mitarbeiter*innen einen Arbeitsplatz in gewohnter Entfernung bieten, die
KiTa wäre für alle Bestandseltern gut erreichbar und den Kindern blieb teilweise die bekannte
Umgebung wie z.B. der Wald erhalten. Wie Sie unserem beiliegenden Konzept entnehmen
können, liegt ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit im Bereich der
Naturpädagogik. Der Standort der KiTa „An der Hiltruper Baumschule“ ermöglicht uns auch
weiterhin, mit den Kindern regelmäßig in den Wald zu gehen und dort naturpädagogisch zu
arbeiten. Auch die nähere Umgebung, wie z.B. der fußläufig erreichbare Spielplatz mit
Bolzplatz und die vorhandenen Grünflächen, kommt unserem naturverbundenen Konzept
sowie unserer naturpädagogischen Arbeit sehr entgegen. Zusätzlich ergeben sich an dem
Standort auch neue Aspekte für die pädagogische Arbeit, wie z.B. die mögliche Kooperation

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Vorstand: Andreas Loba, Caroline Weßling, Nele Driebold, Nicole Cordes
Sparkasse Münsterland Ost - Kto. 28010403 - BLZ 400 501 50

mit dem nahegelegenen Altenheim, der Stadtteilbücherei, dem TuS Hiltrup und anderen
Hiltruper Institutionen.

Die Vergrößerung der Einrichtung verstehen wir als Chance und Bereicherung. Durch eine
größere Elternschaft lassen sich Aufgaben und Projekte besser realisieren. Dennoch bliebe
die KiTa mit zwei Gruppen überschaubar und die von uns sehr geschätzte, beinahe familiäre
Atmosphäre und der Zusammenhalt blieben erhalten. Auch die Trägerorganisation als
Elterninitiative bleibt durchaus realistisch.

Als Elterninitiative übernehmen wir einen Trägeranteil von 3,4%, dieser Trägeranteil wird
durch den monatlichen Trägerbeitrag der Vereinsmitglieder gedeckt. Wir verfügen über
langjährige Erfahrung im wirtschaftlichen Betrieb einer Kindertagesstätte und stehen
wirtschaftlich solide da. Durch langfristige Personalkostenplanung, ständige Optimierung der
Sachkosten und die Zusammenarbeit mit einem Finanzbüro können wir auch sehr
zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Bei Vorstandswechseln wird sehr genau darauf geachtet, dass der alte den neuen Vorstand
solange begieitet, bis dieser alle notwendigen Informationen erhalten hat und in der Lage ist,
die Einrichtung auch weiterhin wirtschaftlich zu führen.

Unsere momentan genutzten Räumlichkeiten erschweren aus verschiedenen Gründen die
inhaltliche Umsetzung unseres Konzeptes und es kommt teilweise auch zu Behinderungen
des Betriebsablaufs. Unsere derzeitige unsichere und nicht ganz einfache Mietsituation ist
dem Jugendamt bereits bekannt. Wir wünschen uns daher für unsere KiTa einen neuen
Standort, an dem wir unserem gesetzlichen Auftrag wieder störungsfrei und mit Freude
nachgehen können.

Die Kleinen Hobbits e.V. Vennheideweg 51, 48165 Münster - Tel. 0251/7636570 www.kleinehobbits.de
hobbitleitung@t-online.de B
Vorstand: Andreas Loba, Caroline Weßling, Nele Driebold, Nicole Cordes
Sparkasse Münsterland Ost - Kto. 28010403 - BLZ 400 501 50

Wie oben schon beschrieben, kommen die Lage in Münsters Süden sowie die in der

Ausschreibung genannten Rahmenbedingungen unserer bestehenden Elternschaft und’ den

Mitarbeiterinnen sehr entgegen, sodass diese die Bewerbung um die Kita „An der Hiltruper

Baumschule“ befürworten. Die derzeitige Gruppe könnte fortbestehen und die eingespi

elite

Zusammensetzung der Elternschaft und des Teams die Herausforderung am neuen Standort

souverän meistern.
Wir freuen uns auf einen hoffentlich positiven Ratsbeschluss

Mit freundlichen Grüßen

vw Mead N.CodS
 / _ FR ur

Für den Vereinsvorstand

A. Loba, C. Weßling, N. Driebold, N. Cordes

Die Kleinen Hobbits e.V. Vennheideweg 51, 48165 Münster - Tel. 0251/7636570 www.kleinehobbits.de
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Anlage_4.1_Am Eichenwäldchen_Bewerbung_Hiltruper Baumschule

1234 Zeichen

n

i  inenanam

„Am Eichenwäldchen' eV,

Ihr Zeichen:
Eiterninitiative „Am Eichenwäldchen‘ e. V., Eichstedistr. 44, 59075 Hamm Ihre Nachricht vom:
Stadt Münster Unser Zeichen: PW
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Name: Patrick Westerteicher
Hafenstr. 30
48127 Münster Telefon: 02381 27396-50

E-Mail: info@kita-hamm.de

Datum: 23.11.2020

Verbindliche Bewerbung um die Trägerschaft für die Ausschreibungsnummern:

04/2020 ehemalige York-Kaserne im Stadtteil Gremmendorf
05/2020 An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Bewerbungsgespräch am Donnertag dem 19.11.2020 möchten wir unsere Bewerbung für
die Trägerschaft in Münster bestätigen.

Als Elterninitiative übernehmen wir einen Trägeranteil von 3,4 %. Zudem erklärt sich der Träger bereit,
sich an den Ausstattungskosten der neuen Einrichtung zu beteiligen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlighen Ren

7 den

Postanschrift Bankverbindung Internet Mail Fon
Eichstedtstr, 44 Spar- und Darlehnskasse kita-hamm.de info@kita-hamm.de 2 023 81/2739 650
59075 Hamm Böckum-Hövel

Kto. 3 410 500 300 Registergericht Träger

BLZ 410 610 11 Harnm - VR-1314 Elterninitiative „Am Eichenwäldchen" e.V.

Anlage_6.1_Villa Luna_Bewerbung_Hiltruper Baumschule

1340 Zeichen

VILLA (Luna

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
48127 Münster

Düsseldorf, den 01.12.2020

Bewerbung um die Trägerschaft für die Kita-Standorte am Sonja-Kutner-Weg
(Oxtord Quartier) im Stadtteil Gievenbeck (Ausschr.-Nr 02/20), am Langenbusch
(Ausschr.-Nr: 03/20), auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne (Ausschr.-Nr.:
04/20) und an der Hiltruper Baumschule (Aussch.-Nr.: 05/20)

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bestätige ich nochmals unser Interesse und damit die verbindliche Bewerbung an der
Trägerschaft für die oben genannten Kindertageseinrichtungen.

Ich erkläre verbindlich, dass wir im Falle einer Zusage der Stadt Münster, Trägeranteile von
7,8%, für den Betrieb der Einrichtung übernehmen werden.

Für Rückfragen steht Ihnen meine Kollegin Frau Vieira-Mykoniatis gern zur Verfügung.
Tel: 0173-1724975 oder Mail: vieira@villaluna.de

Wir freuen uns auf eine positive Rückmeldung.

Vielen Dank und herzliche Grüße

_—ı

Dr. Jürgen Reul
Gründer und Geschäftsführer
Villa Luna gGmbH

Villa Luna gGmbH

Aachener Str. 164 - 40223 Düsseldorf - T +49 2 11 737777-0 » F+49 211 737777-10 - elternservice@villaluna.de -
www,villaluna.de

Geschäftsführung: Dr. Jürgen Reul - Sitz der Gesellschaft Aachen - Amtsgericht Aachen - HRB 18501

Sparkasse Aachen - IBAN: DE42 3905 0000 1071 2664 70 - BIC: AACSDE33XXX

Anlage_4.2_Am Eichenwäldchen_Konzeption_Hiltruper Baumschule.

138603 Zeichen

Kita „Am Eichenwäldchen“ 
 In Münster  
 
York-Quatier 
Drei Gruppen  
 
An der Hiltruper Baumschule  
Zwei Gruppen

Inhalt 
1. Der Träger ............................................................................................................................ 4 
1.1 Leitbild ............................................................................................................................ 4 
1.2 Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. .................................... 5 
1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung ......................................................................... 7 
1.2.2 Personaleinsatz ......................................................................................................... 8 
1.2.3 Gesundheitsprävention ............................................................................................ 9 
1.2.4 Personalgewinnung ................................................................................................ 11 
1.2.5 Personalentwicklung ............................................................................................... 11 
1.2.6 Betriebsführung ....................................................................................................... 12 
1.2.8 Fachberatung ........................................................................................................... 13 
1.2.8 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung ............................................ 13 
1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz ..................................................................................... 15 
1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien ........................................................ 16 
1.3 Entlohnung ................................................................................................................... 16 
2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie .............................................................................. 17 
2.1 Öffnungszeiten ............................................................................................................ 17 
2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten ............................................................................. 17 
2.3 Anzahl der Schließungstage ..................................................................................... 17 
3. Pädagogische Arbeit ........................................................................................................ 18 
Das Bild vom Kind ......................................................................................................... 18 
Pädagogik ....................................................................................................................... 19 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit ........................................................................... 20 
Die Bedeutung des Spiels ........................................................................................... 21 
Rolle der Fachkraft ........................................................................................................ 22 
Entwicklungsfördernde Raumgestaltung ................................................................... 23 
U3 Betreuung in der “ offene Arbeit“ .......................................................................... 24 
3.1 Inklusion ....................................................................................................................... 25 
3.2 Konzeptionelle Verankerungen ................................................................................ 26 
3.2.1 Eingewöhnungskonzept ......................................................................................... 26 
3.2.2 Sprachförderkonzept .............................................................................................. 32 
3.2.3 Interkulturelles Lernen ............................................................................................ 38 
3.2.4 Genderpädagogik .................................................................................................... 39 
3.2.5 Bewegungskonzept ................................................................................................. 42 
3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ............................................................... 50 
Formen der Beteiligung von Kindern ......................................................................... 53 
3.2.7 Bildungsdokumentation .......................................................................................... 54

Entwicklungsdokumentation ........................................................................................ 54 
Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio) ................................................................ 54 
3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt ....................................................................... 56 
3.2.9 Umwelterziehung ..................................................................................................... 57 
3.2.10 Gesundheitserziehung ......................................................................................... 58 
3.2.11 Gesunde Ernährung .............................................................................................. 59 
3.2.12 Bewegungskindergarten ...................................................................................... 64 
3.2.13 Haus der kleinen Forscher .................................................................................. 64 
3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule ....................................................................... 64 
4. Sozialraumorientierung .................................................................................................... 65

1. Der Träger  
 
1.1 Leitbild 
 
Die Elterninitiative ist Träger von Bildungseinrichtungen für Kinder mit unterschiedlichen Schwerpunk-
ten. Wir sind konfessionell neutral und vertreten ein humanistisches Menschenbild. Gleich welcher 
Herkunft und Religion, begegnen wir uns von Mensch zu Mensch.  In unseren Häusern leben wir mit 
unseren Mitmenschen, mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern, eine Ethik des Verstehen -Wollens. Die 
Kooperation mit den Eltern ist daher mehr als die herkömmliche Elternarbeit, sie versteht sich als 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. 
 
Das Kind steht im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit. Für eine positive und erfolgreiche Entwick-
lung ist es erforderlich, die Grundbedürfnisse eines Kindes zu erkennen und zu unterstützten.  
Unsere Einrichtungen stehen für Offenheit, Respekt und Wertschätzung gegenüber Eltern und Kindern 
sowie dem sozialen Umfeld. 
 
„Schön, dass es dich gibt und dass du so bist, wie du bist.“

1.2 Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V.

Ansprechpartner:  
 
Geschäftsführer Pädagogik/Personal:   Verwaltungsleitung Finanzen: 
Patrick Westerteicher    Laura Braun 
 
Eichstedtstr. 44      Eichstedtstr. 44 
59075 Hamm     59075 Hamm 
02381 27396-50    02381 27396-51 
 
info@kita-hamm.de     l.braun@kita-hamm.de

1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung  
 
Der Vorstand der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. setzt sich aus der ersten Vorsitzenden 
Frau Ingrid Westerteicher, dem zweiten Vorsitzenden Herrn Patrick  Westerteicher und der Kassen-
wartin Frau Daniela Büchner zusammen. Die Geschäftsführung der Elterninitiative „Am Eichenwäld-
chen“ e. V. liegt bei Herrn Patrick Westerteicher. Die untergliederte Abteilung Geschäftsführung Pä-
dagogik/Personal wird von Herrn Patrick Westerteicher geleitet. Die Abteilung Finanzen wird von der 
Verwaltungsleitung Frau Laura Braun geführt. Beiden Abteilungen unterstehen jeweils zwei kaufmän-
nische Mitarbeiter, die für die IT, die Öffentlichkeitsarbeit, den Datenschutz und die Sicherheit (Beauf-
tragte) zuständig sind. Die Leitungen der Einrichtungen unterstehen der Geschäftsführung und die 
Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen direkt den jeweiligen Leitungen. Frau Daniela Büchner ist als 
Familienbegleitung und Frau Viktoria Gelmut als Kinderschutzfachkraft einrichtungsübergreifend zu-
ständig.  
 
Arbeitsverträge und sämtliche zusätzliche Vereinbarungen werden mit Beratung durch einen Fachan-
walt für Arbeitsrecht erstellt. Gleiches gilt für die Erstellung von Abmahnungen und Aufhe bungsver-
trägen. Die Personalverwaltung führt Personalakten (anlegen, verwalten und pflegen, inkl. Ablage des 
allgemeinen Schriftverkehrs) und erstellt sämtliche Bescheinigungen und Formulare in Verbindung mit 
dem Arbeitsverhältnis. Ebenso werden Gehälter e ntsprechend den vorgegebenen Arbeitsverträgen 
überwacht und angepasst sowie Weihnachtsgeld berechnet Die Verwaltung überwacht und passt 
sämtliche abrechnungsrelevante Daten wie Direktversicherungen, VL-Verträge etc. an. Bei Ausschei-
den oder auf Wunsch eines Mitarbeiters, werden qualifizierte Arbeitszeugnisse erstellt. 
 
Die einzelnen Verwaltungsmitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. verfügen über 
individuell zugeordnete Telefondurchwahlen sowie über E-Mail-Adressen, über die sie für hauptamt-
liche Mitarbeiter, Behörden, Ämter, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Abrechnungsstellen, 
Versicherungen sowie Kooperationspartner erreichbar sind. Ebenso führen Sie mit den genannten 
Stellen den Schriftverkehr.

1.2.2 Personaleinsatz 
 
Der Träger setzt in seinen Einrichtungen auf multiprofessionelle Teams, die sich aus Fachkräften un-
terschiedlicher Professionen zusammensetzen. In den Teams werden unter anderem Erzieher/innen, 
Heilpädagogen/innen und Sozialpädagogen/innen eingesetzt. 
  
Der Einsatz des Personals wird mithilfe des Personalstundenrechners ermittelt und erfüllt immer die 
benötigten Fachkraftstunden plus die Freistellung der Leitung und die sonstigen Personalkraftstun-
den, sodass eine gute Betreuung der Kinder und Familien und gute Arbeitsbedingungen gesichert sind.  
Zudem sind alle unsere Leitungen vom Gruppendienst freigestellt.

1.2.3 Gesundheitsprävention 
 
Stress 
Für uns ist das Wohlergehen unserer Mitarbeiter von besonderer Wichtigkeit, denn nur ein gesundes 
und motiviertes Team schafft die besten Bedingungen für unsere Arbeit. Oftmals ist Stress der Auslö-
ser für viele Probleme. Verantwortlich dafür sind psychische Belastungssituationen, die Stresshor-
mone freisetzen, welche aus archaischer Sicht auf Flucht oder Kampf vorbereiten. Wertschätzung hin-
gegen regt die Ausschüttung von Dopamin an und wirkt wie ein Medikament gegen Stress. Unsere 
Mitarbeiter sollen sorgenfrei zur Arbeit kommen, daher sind uns einige Aspekte wichtig, die nicht nur 
den Stress reduzieren, sond ern auch das Betriebsklima stärken, denn ein gutes Betriebsklima ist 
Grundvoraussetzung zur Vermeidung von Stress.  
 
Wertschätzung 
Wertschätzung ist die eigentliche Führungskraft einer Führungskraft, denn die körperliche n Reaktio-
nen z. B. auf Ignoranz sind außerordentlich groß und lösen eine Kette von Beschwerden aus. Sie führt 
zu Hilflosigkeit, die am Ende das Immunsystem schwächt oder gar das Depressionsrisiko steigert. Oft-
mals führt es auch zu Ärger, welcher das Adrenalinlevel steigen lässt und schließli ch zu Schäden am 
Herz-Kreislauf-System führen kann. Wir nehmen Wertschätzung als Gesundheitsfaktor. Sie setzt Do-
pamin frei und verbessert somit die Konzentrations - und Leistungsfähigkeit, außerdem reduziert sie 
Ängste sowie das Burnout- und Depressionsrisiko. Zudem setzt sie Oxytocin frei (Vertrauenshormon). 
Wertschätzung ist zudem ein Belastungspuffer. 
 
Soziale Unterstützung 
Neben Wertschätzung hat auch soziale Unterstützung eine ganz besondere Bedeutung. Soziale Unter-
stützung wirkt sich positiv auf den Me nschen aus, da das gemeinsame Lösen von Problemen gut für 
die Teamarbeit und die menschliche Psyche ist. Durch das offene Konzept stellt z. B. das Wechseln der 
Bereiche kein Problem dar. Somit können unsere Mitarbeiter sich gegenseitig unterstützen. Dadurch 
sind Stresssituationen einfacher zu bewältigen und können reduziert oder gar beseitigt werden. Sozi-
ale Unterstützung gibt es natürlich auch von unseren Leitungen. Bei Fragen,  Anregungen oder Hilfe-
stellung haben unsere Leitungen eine erleichternde Rolle. 
 
Mitarbeiterförderung 
Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen. Dies wird geschaffen durch nette 
Kollegen und ein gesundes Betriebsklima sowie Anerkennung und Verständnis. Außerdem ist für uns 
die offene Kommunikation von Mitarbeit er zu Führungsebene von besonderer Bedeutung. Dadurch

ist es möglich, Anregungen und Probleme direkt zu besprechen. Des Weiteren sollen unsere Mitarbei-
ter nicht auf Ihrem einem Stand bleiben, sondern sich immer weiterbilden, um die Arbeit stetig zu 
verbessern sowie neue Ideen und Vorstellungen umzusetzen. Dies ist für die Selbstverwirklichung 
wichtig. 
 
Infektionsschutz 
Natürlich ist ein anderer Grund für Stress eine personelle Unterbesetzung durch Krankheit. Besonders 
im Kindergarten besteht ein hohes Ansteckungsrisiko. Aus diesem Grund befinden sich in unseren Ein-
richtungen Handlotionen sowie Desinfektionsmittel. Außerdem werden unsere Mitarbeiter im Infek-
tionsschutz unterwiesen und geschult.

1.2.4 Personalgewinnung  
 
Die Personalgewinnung untergliedert sich in die Bereiche „Nachwuchskräfte“ und „Fachkräfte“ . 
 
„Nachwuchskräfte“ 
Alle Kindertageseinrichtungen des Trägers sind offizielle Einsatzstellen für Bundesfreiwilligendienst. 
Fortlaufend geben wir jungen Leuten die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und in die unterschied-
lichen Berufsfelder unserer Kindertageseinrichtungen hineinzuschauen. Weitere Kooperationspartner 
sind die privaten Fachhochschulen SRH Hamm und IUBH für das duale Studium im Bereich der sozialen 
Arbeit oder Kindheitspädagogik. Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. bildet zudem jedes 
Jahr Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr aus. Zusätzlich wird die praxisintegrierte Aus-
bildung zur Erzieherin/zum Erzieher angeboten. Alle Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichen-
wäldchen“ e. V. bilden fortlaufend Praktikantinnen und Praktikanten von der  Sekundarstufe I bis zur 
Fachschule für Sozialwesen aus. Im Jahr 2020 wurden 20 MitarbeiterInnen über das Projekt „Fach-
kräfte Offensive“ des Bundes zu Zertifizierten Praxisanleitungen ausgebildet. 
 
„Fachkräfte“ 
Die Gewinnung von neuen Fachkräften erreichen wir durch die Gestaltung eines individuellen Arbeits-
platzes sowie durch eine freundliche Arbeitnehmerstruktur. 
 
Zudem arbeitet die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. mit der Bundesagentur für Arbeit und 
dem Kommunalen Jobcenter AöR zusammen. Hierbei werden Anforderungsprofile erstellt und Bewer-
bungsverfahren durchgeführt. Neue pädagogische Mitarbeiter werden nach einem Einarbeitungskon-
zept angeleitet.  
 
Die Elterninitiative ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des Kommunalen Jobcenters in Pro jek-
ten wie „Arbeitsgelegenheiten“ und „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“. 
 
1.2.5 Personalentwicklung  
 
Im Bereich der professionellen Personalentwicklung nehmen die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V. regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil, um ihre Arbeit konstant den ak-
tuellen und sich verändernden Anforderungen anpassen zu kön nen. Alle Mitarbeiter werden z. B. zu 
Systemischen Beratern ausgebildet und erhalten eine Ausbildung in der Marte Meo-Methode.

Da alle pädagogischen Mitarbeiter der Einrichtungen in ständigem Austausch miteinander stehen (z. 
B. kollegiale Beratung, Exper tengruppen, Mitarbeiterversammlungen), sind einrichtungs -übergrei-
fende Vertretungen gewährleistet. 
 
Mitarbeitergespräche werden regelmäßig (mind. zweimal jährlich) sowohl von dem Vorstand mit den 
Mitarbeitern, als auch von den Leitungen der Einrichtungen mit Mitarbeitern ihres Teams geführt. Die 
Teams der einzelnen Einrichtungen sind dazu angehalten, regelmäßige Supervisionen mit einem von 
ihnen ausgewählten externen Supervisor abzuhalten. 
 
Das gemeinsame Ziel ist es, das Kind in der positiven und individue llen Entwicklung zu begleiten. Die 
persönlichen Ressourcen der Mitarbeiter werden zusammengebracht und weiterentwickelt. Diese 
Entwicklung weiterzuführen, ist auch die Aufgabe der einrichtungsübergreifenden Expertengruppen. 
Sie erarbeiten Vorschläge und Anregungen zur Optimierung der Arbeit im Team. Sich mit den Zielen 
und fachlichen Aufgaben der Einrichtung zu identifizieren, motiviert, neugierig und engagiert zu einer 
positiven Teamkultur beizutragen. 
 
Unter dem Begriff Expertentreff werden aus verschiedenen Fachkräften bestehende kleine funktions-
gegliederte Arbeitsgruppen verstanden, die zur Erfüllung bestimmter Aufgaben zusammenwirken 
(Teamarbeit). Charakteristisch für diese Gruppen sind ein partnerschaftliches Verhalten, relativ inten-
sive wechselseitige Beziehungen und eine gleichberechtigte Mitbestimmung aller Mitglieder bei der 
Diskussion von Methoden, Inhalten und Zielen ihrer Arbeit. 
 
 
1.2.6 Betriebsführung  
 
In der professionellen Betriebsführung wird die Finanzbuchhaltung von der Elterninitiative „ Am Ei-
chenwäldchen“ e. V. geführt, wobei der Jahresabschluss von einem Steuerberater durchgeführt wird. 
Verwendungsnachweise, Meldebögen und Statistiken werden eigenständig erstellt. 
 
Alle Mitarbeiter haben Zugriff auf einen gesicherten Server, auf dem z. B. die Bildungsdokumentatio-
nen gespeichert werden. Hierbei wird die Sicherheit von einem internen Datenschutzbeauftragten 
überwacht.

1.2.8 Fachberatung  
 
Die Beratung im fachlichen Kontext wird von dem Geschäftsführer (Pädagogik/Personal) Patrick Wes-
terteicher übernommen. 
 
Herr Westerteicher ist Sozialpädagoge/Sozialarbeiter, Heilpädagoge und hat seinen Master-Abschluss 
in Beratung, Mediation und Coaching absolviert. Er lehrt an unte rschiedlichen Hochschulen im Fach-
bereich der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus engagiert er sich für die Elementarpädagogik in unter-
schiedlichen Verbänden wie z. B. BVPPT, DGSV, DgVT. Des Weiteren befindet sich Herr Westerteicher 
in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. 
 
1.2.8 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung  
 
Die Elterninitiative ist Mitglied in dem Trägerübergreifendem Qualitätsmanagement in der Stadt 
Hamm.  
Der Qualitätsprozess bezieht sich aktuell auf 17Standards 
  
Pädagogische Arbeit mit dem Kind 
Eingewöhnung, Freispiele, Die Mittagszeit, Medienpädagogik, Interkulturelles Lernen, Hausaufgaben-
betreuung, Freizeit im Hort, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren, Sprach-
liche Bildung, Inklusion, Arbeit mit Eltern: Geplantes Elterngespräch, Zusammenarbeit mit Eltern 
 
Die Kindertageseinrichtung als Organisation 
Leitung, Team, Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, Praxisanleitung 
 
In den Standards wird die mindestens zu gewährende Qualität, und das Qualitätszie l definiert. Vom 
Aufbau her enthält jeder Standard mehrere Merkmale. Die Merkmale beinhalten fünf aufeinander 
aufbauende Stufen. Für jedes Merkmal ist ein Ziel formuliert.

Das Evaluationsverfahren 
Evaluation wird allgemein verstanden als eine umfassende, systematische und regelmäßige Überprü-
fung der Tätigkeiten und Ergebnisse einer Einrichtung anhand eines Kriterienmodells. Im Prozess wird 
zwischen der Selbst- und externen Evaluation unterschieden. 
 
Selbstevaluation: 
• Selbstreflexion der Arbeit, der Entwicklung, Selbstkontrolle und Rechenschaft. 
• ein bewusst eingeleiteter, geplanter, auch kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der pädagogi-
schen Arbeit und der Einrichtung. 
• Bestandaufnahme und Auswertung. 
• Analyse der Voraussetzungen, der Planung und Durchführung der Arbeit. 
 
Sie bedient sich dazu folgender Instrumente 
• Datenerhebung durch Fragebögen oder Interview, Umfragen 
• Dokumentenanalyse, z.B. Protokollauswertung, Konzeptionsauswertung 
 
Externe Evaluation: 
• Analyse und Bewertung, die durch Vereinbarung oder Verpflichtung veranlasst und von externen 
Gremien/Personen durchgeführt wird. 
• Analyse und Bewertung vorhandener oder eigens zu diesem Zweck erhobener Daten und Informa-
tionen der Einrichtung und ihrer Mitarbeitenden. 
• Rückmeldung zu dem angestrebten Qualitätsstandard und den angestrebten Zielen. 
• Rückmeldung zum Vergleich mit anderen Einrichtungen. 
• Kontrolle und Korrektur. 
• Ausgangslage für Beratung / Fortbildung. 
 
Sie kann durchgeführt werden von: 
• einem externen (Fach-) Gremium. 
• einem Fremdinstitut - durch Auftrag vergeben. 
• kritischen Fachkräften der Kitas anderer Trägergruppen

Weitere Instrumente die zur Qualität unserer Arbeit dienen. 
 
Skala (KES-RZ) 
Die Kindergarten-Skala (KES-RZ) ist ein weltweit anerkanntes und in vielen internationalen Ländern 
eingesetztes Beobachtungsinstrument zur Erfassung der pädagogischen Qualität in Kindertagesein-
richtungen. Die Ende 2017 veröffentlichte KES-RZ besteht nunmehr aus 51 Qualitätsmerkmalen, 43 
Merkmalen der revidierten amerikanischen Originalskala (R) und acht Zusatzmerkmalen (Z). 
 
Altersbezogene Merkmale nach Michaelis 
Auch dieses Instrument wird in der Praxis von unseren Pädagogen eingesetzt.  Entwickelt wurde der 
Leitfaden durch die Erziehungsberatungsstelle der Stadt Hamm und basiert auf den Grenzsteinen der 
Entwicklung nach Professor Michaelis. Dieser Leitfaden ist ein Instrument für die pädagogischen Fach-
kräfte, um für sich und die Eltern die individuelle Entwickl ung eines jeden betreuten Kindes anhand 
von altersbezogenen Merkmalen nach einheitlichen Kriterien beschreiben zu können. Durch den ge-
nauen Blick auf die Begabungen und Stärken sowie den altersbezogenen Entwicklungsstand des Kin-
des gelingt es, mögliche Entwicklungsrisiken sehr schnell zu erkennen und zu dokumentieren. Auf die-
ser Grundlage lassen sich dann auch schnellstmöglich notwendige und geeignete Unterstützungsmaß-
nahmen entwickeln. 
 
BaSiK – Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung 
BaSik bietet die Möglichkeit, die kindliche Sprachentwicklung ganzheitlich über die gesamte Kinder-
gartenzeit bis zum Schuleintritt im pädagogischen Alltag zu beobachten. Ziel war es, ein Verfahren zu 
konstruieren, anhand dessen nicht nur sprachliche Kompetenzen im engeren Sinne beobachtbar sind, 
sondern auch bestimmte Basiskompetenzen, die dem Spracherwerb vorausgehen, dokumentieren zu 
können. Außerdem galt es, verbale und nonverbale Einflussfaktoren auf den Erwerb der deutschen 
Sprache von mehrsprachig aufwachsenden Kindern zu berücksichtigen. Aufbauend auf den Beobach-
tungen können bei Basic Maßnahmen einer alltagsintegrierten Sprachbildung abgeleitet werden, so-
dass Beobachtungs- Dokumentations- und Bildungsprozesse ineinandergreifen. 
 
1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz  
 
Der Kinderschutz teilt sich bei der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. auf die internen und die 
externe Kinderschutzfachkraft auf. Die Fachberatung und die Leitungen des Trägers sind zugleich die 
„insoweit erfahrene Fachkraft“ im internen Kontext und übernehmen  die Aufgabe der Kinderschutz-
fachkraft. Dies bedeutet, dass die internen Fachkräfte Ansprechpartner für die Kollegen in Bezug auf

die Verfahrensschritte im Kinderschutz, Kooperationspartner, Vorgehensweisen usw. ist. Herr Wes-
terteicher hat seine Weiterbildung zur „Kinderschutzfachkraft“ an der FH Münster absolviert. Die Lei-
tungen der Einrichtungen absolvierten Ihre Ausbildung am LWL Bildungszentrum Vlohto. 
 
Die Aufgaben der externen Kinderschutzfachkraft wird von Frau Victoria Gelmut übernommen, die auf 
Honorarbasis als „insoweit erfahrene Fachkraft“ zu den Fällen hinzugezogen wird.  
 
1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien  
 
Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. arbeiten in den unterschiedlichsten 
Arbeitskreisen mit:  
• TQE (Träger übergreifendes Qualitätsmanagement)  
• Arbeitskreis „gesunde Kita“  
• Arbeitsgruppe „Haus der kleinen Forscher“ 
• Regionale Arbeitsgruppe „Kinderschutz“ 
• AG 78 Träger  
• Arbeitsgruppe Fachberatung  
• Arbeitskreis „Inklusion“  
• uvm. 
 
1.3 Entlohnung  
 
Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. werden in Anlehnung an den TVöD 
angestellt (Entlohnung, Urlaubsanspruch).

2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
 
2.1 Öffnungszeiten 
 
Die Einrichtungen des Trägers öffnen in der Regel montags bis freitags um 07.00 Uhr und schließen 
um 17.00 Uhr. Der Bedarf in Bezug auf Öffnungs - und Schließungszeiten wird jährlich durch die An-
meldung der Eltern erfragt und den Bedarfen entsprechend angepasst.  
 
2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten  
 
Der Träger vereinbart aufgrund des gebuchten Stundenkontingents mit jeder Familie individuelle Be-
treuungszeiten. Diese individuellen Betreuungszeiten können sich auch unterschiedlich auf die einzel-
nen Wochentage verteilen. Die Betreuungszeiten werden über ein digitales Zeiterfassungssystem er-
hoben, welches die Flexibilität und Überprüfung garantiert  
 
2.3 Anzahl der Schließungstage  
 
Um eine verlässliche Betreuung als Einrichtung gewähren zu können, werden Schließungstage min-
destens sechs Monate im Vorfeld bekannt gegeben. Für Schließungstage außerhalb der Betriebsferien 
wird immer eine Notgruppe angeboten. Die Betriebsferien des Trägers belaufen sich auf fünf Tage in 
den Sommerferien (zur Eingewöhnung der neuen Kinder) und zwischen den Feiertagen in den Weih-
nachtsferien.  
Für die Ferienzeiten werden mit kooperierenden Einrichtungen Vertretungsregelungen vereinbart, 
um eine Betreuung sicherstellen zu können.

3. Pädagogische Arbeit  
 
Das Bild vom Kind 
Unser Menschenbild orientiert sich am humanistischen Ans atz. Toleranz, Gewaltfreiheit und die 
Würde des Menschen bilden hierfür die Basis. Alle Menschen sind gleichwertige Geschöpfe und wir 
sind der Überzeugung, dass die Würde, die Persönlichkeit sowie die Individualität eines jeden Einzel-
nen respektiert werden muss. Die Individualität, die Persönlichkeit und die Selbständigkeit des Kindes 
bilden, unter Berücksichtigung der Selbstbildungsprozesse, die Basis der gesamten pädagogischen Ar-
beit. 
 
Unser Bild vom Kind ist geprägt durch die Überzeugung, dass jedes Kind einzigartig ist und nach Selbst-
verwirklichung strebt. Jedes Kind ist von Geburt an, ein vollwertiger Mensch. Es hat seine persönliche 
Art zu sehen, zu fühlen, zu denken und sich zu äußern. Schon die Kleinsten haben Persönlichkeit, 
Rechte, Pflichten und ei nen Anspruch auf Individualität. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten und 
Interessen der Kinder betrachten wir als Chance mit- und voneinander zu lernen. 
 
Das Kind ist aktiver Konstrukteur seines Wissens. Es ist motiviert, kreativ, konzentriert und ausda u-
ernd, wenn es selbst handeln, denken und experimentieren kann. Es nimmt nicht durch Belehrung 
Wissen auf. Es lernt nachhaltig, wenn es Erfahrungen selber macht. Die Aussage „Das Kind ist Selbst-
gestalter“ bedeutet für uns, dass jedes Kind das Bedürfnis hat, sich zu entwickeln und zu entfalten und 
dass es auf eine Umwelt angewiesen ist, die darauf vertraut und die entsprechenden Voraussetzungen 
schafft. 
 
Unsere Aufgabe sehen wir entsprechend in der Schaffung dieser Voraussetzungen durch Begleitung 
und durch das Geben von Impulsen und Anregungen. Wir unterstützen den Selbstbestimmungspro-
zess und die Entwicklung des Kindes, in dem wir Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung 
so gestalten, dass es ganzheitlich lernen und sich entwickeln kann. Dabei spielt für uns weder die Her-
kunft noch die Religion der Kinder eine Rolle. Jedes Kind ist ein gleichwertiges Mitglied unserer Ge-
meinschaft und Gesellschaft. Ein respektvoller Umgang miteinander ist dabei von wesentlicher Bedeu-
tung.

Pädagogik 
Die Grundhaltung der offenen Arbeit ist gekennzeichnet durch Achtung, Respekt und Wertschätzung 
gegenüber einzelnen Personen und Systemen. Dies beinhaltet die Akzeptanz Einzelner als Person und 
die Allparteilichkeit gegenüber den zum System gehörenden Pers onen, unabhängig von deren Alter, 
Geschlecht, ethnischer Herkunft, Kultur, Status, sexueller Orientierung, Weltanschauung und Religion 
.Die Klient*innen werden als Expert*innen für sich und ihre Lebensgestaltung gesehen. Sie werden 
zur Entdeckung und selbstbestimmten Nutzung eigener Ressourcen angeregt, dabei unterstützt und 
begleitet. 
 
Unsere Mitarbeiter/innen orientieren sich in ihrem Handeln daran, die Möglichkeitsräume der Kinder 
/Eltern  und Systeme zu erweitern und deren Selbstorganisation zu fördern. Insbesondere nehmen sie 
Themen, die sich unter der Genderperspektive stellen, sensibel wahr. Dabei werden eigene Prämissen 
einer ständigen Reflexion unterzogen. 
 
Dem Konzept der "offenen Arbeit" liegt ein Partizipationsverständnis zugrunde, das alle Betroffenen 
zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelt macht. Ihm wohnt die Überzeugung inne, dass Er-
wachsene auf die Entwicklungspotenziale von Kindern vertrauen und Kinder in selbstinitiierten, - ge-
steuerten und -geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für ihre persönlichen Entwick-
lungschancen finden können. In der „offenen Arbeit“ wird das Kind von seinem Wesen her als grund-
sätzlich aktiv, neugierig und interessiert angesehen. Wichtig ist eine gut vorbereitete Umgebung. Die 
„offenen Arbeit“ im Kindergarten eignet sich für alle Kinder, denn Offenheit bedeutet vor allem offen 
sein für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche, ihre Entwicklungsstufen und ihre Entfaltungswün-
sche. Wir bieten unseren Kindern einen Lebens - und Erfahrungsraum zum Wohlfühlen. Unsere ver-
schiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst-, Sozial- 
und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten Umgebung 
spielen und lernen können. So ist jeder Tag für die Kinder interessant, spannend und aufregend. 
 
Das Konzept der „offenen Arbeit“ bedeutet im Kern genau dies, Unterschiedlichkeit und Besonderheit 
als Normalität zu sehen, sie wahrzunehmen, darauf jeweils angemessen zu reagieren und einen ent-
sprechend differenzierten Rahmen zu bieten. Zur „offenen Arbeit“ gehört weiterhin ein offener Um-
gang der ErzieherInnen, die durch den täglichen Austausch und die gemeinsame Arbeit einen reichen 
Erfahrungsschatz und damit eine hohe Qualität der Arbeit gewinnen. Wenn wir die einzelnen Bereiche 
der Arbeit darstellen, werden Sie merken, dass das Konzept der „Offenheit“ überall sichtbar wird, wir 
aber dennoch eine Einrichtung sind, in der es klare Vorstellungen und Grenzen gibt. Die Räume sind

gezielt auf Funktionen, Bildungsangeboten und Themen eingerichtet. Die Kinder entscheiden über ihr 
Spiel, Material, Zeit und Partner. Die „ offene Arbeit“ zeichnet sich durch das Einbeziehen der Kinder 
in die Planung und Organisation von Aktivitäten und Spielprozessen aus. 
 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit 
Um unsere pädagogischen Ziele zu formulieren, stellt sich uns die Frage, welche Kompetenzen in der 
Zukunft für unsere Kinder wichtig sein werden und darüber hinaus, wie es uns gelingt, das Herausbil-
den dieser Kompetenzen in  unseren Einrichtungen zu ermöglichen. Die momentane wirtschaftliche 
Situation verlangt neben berufsspezifischen Fähigkeiten, vor allem die sogenannten „weichen skills“- 
also solche Fähigkeiten, die im Bereich der Persönlichkeit verankert sind und allgemei ngültig das Le-
ben in der Gesellschaft bzw. die Teilhabe begründen. Also Kompetenzen, die aus Erfahrungen gewon-
nen werden, nicht einfach gelehrt werden können. 
 
Bezogen auf die eigene Person, sind es Merkmale wie Belastbarkeit, eine realistische Einschätzung der 
eigenen Leistung, daraus erwachsend eine positive Grundeinstellung und Selbstvertrauen, die einen 
Menschen handlungsfähig machen. Um dies zu erreichen, benötigt der Mensch/das Kind Herausfor-
derungen, an denen er/es wachsen kann. Neben dieser Selbstkompetenz bedarf es sozialer Fähigkei-
ten, um mit anderen Menschen positiv umgehen zu können. Zusätzlich bedarf es eines Grundgerüsts 
an Empathie sowie Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Daneben benötigt der Mensch ein Gefühl 
für Nähe und Distanz, um die eigene Autonomie zu sichern und eine eigene Identität herauszubilden. 
Neben diesen gibt es weitere Schlüssel- oder Basiskompetenzen, die es gilt, möglichst früh im Leben 
als Start für eine gelungene Bildungsbiographie zu erwerben. Neben sozialen Kompetenze n, erlangt 
das Kind schon früh Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich von Körper, Bewegung und Gesundheit. 
 
Im Sinne des Empowerments lernen die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zunächst zu 
erkennen und dann zu verbalisieren. Dafür müssen sie Vertrauen aufbauen und erfahren, dass sie die 
Fähigkeit besitzen, für sich selbst erfolgreich eintreten zu können. Sie müssen gehört werden, und 
Worte bzw. Verabredungen müssen verlässlich sein. Bildung setzt eine Auseinandersetzung mit ver-
schiedenen Themen voraus. Somit fordern wir in unseren Einrichtungen sprachliche Bildungsprozesse 
heraus, die Interaktion ermöglichen. Im Zuge des Spracherwerbs erfahren die Kinder im Sinne der 
Abstraktion, dass Sprache aus Zeichen und Symbolen besteht. Eine stimulierende un d interessante 
Umgebung soll die Kinder ästhetisch und kreativ anregen. Unterschiedliche Materialien und Metho-
den fördern hierbei den Ausdruck von Ideen, Gefühlen und Gedanken.

Der Forscherdrang der Kinder ist die Grundvoraussetzung für ihr späteres mathematisches und natur-
wissenschaftliches Verständnis und Interesse. Über das Ausprobieren, Konstruieren und Überprüfen 
von selbst aufgestellten Hypothesen ergibt sich eine wichtige Basis für spätere Lernbereitschaft. Für 
den Umgang mit Zahlen, Formen, Mengen,  Relationen und Zeit geben die Fachkräfte Hilfestellung. 
Dies geschieht über Hinweise zur Informationssuche, Geräte und Instrumente zur Beantwortung der 
selbst gestellten Fragen. Diese frühen Lernerfahrungen können nicht isoliert „verabreicht“ werden. 
Sie sollen eingebunden sein in die Lebenswirklichkeit und Themen des Kindes und möglichst viele Sin-
neskanäle ansprechen. 
 
Die Bedeutung des Spiels 
Die Kinder verbringen den Großteil der Zeit, die sie im Kindergarten sind, im Spiel, daher ist das Spiel 
für sie ein wichtiges Lernfeld. Das Spiel ist eine feste Zeit, über welche die Kinder frei verfügen können. 
Sie wählen Spielpartner, Spielorte und Spielinhalte selbst. Da Kinder im Spiel Bildungsprozesse vollzie-
hen, steht das Spiel im Mittelpunkt unserer pädagogis chen Arbeit. Denn Spielen ist Bildungszeit! Die 
Kinder probieren Situationen aus und wiederholen und ordnen starke Eindrücke. Eine große Bedeu-
tung hat das Spiel für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung. Im kognitiven Bereich geht 
es dabei um die Entwicklung des logischen Denkens und um Neugier, Ausprobieren und Erfinden. Im 
emotionalen Bereich werden durch das Spiel emotionale Beziehungen vergegenwärtigt, strukturiert 
und teilweise bewältigt. 
 
Die soziale und moralische Entwicklung begründet so zusagen die Bedeutung des Spiels. Im Spiel der 
Kinder können Gegensätze und Widersprüche nebeneinander bestehen bleiben und müssen nicht lo-
gisch entschieden werden. Vorstellungskraft und Phantasie bilden eigene Gesetze neben denen der 
Wirklichkeit. Nach di esen Gesetzen können die Kinder die Wirklichkeit den eigenen Wünschen ent-
sprechend gestalten und ausprobieren. Sie tun -als-ob. Durch das Spielen entstehen beim Kind Be-
griffe, die ihm helfen, die Welt zu strukturieren. So macht sich das Kind ein Bild von de r Welt. Die 
Motorik, die Imagination und das bildhafte und symbolische Denken des Kindes entwickeln sich in 
seinem Spiel. 
 
Das Spiel ist die „Arbeit“ der Kinder und eine ihrer wichtigsten Beschäftigungen. Sie setzen sich mit 
einer selbst gestellten Aufgabe auseinander, die ständig wiederholt wird. Nach und nach tauchen sie 
dabei immer mehr in eine Phantasiewelt ein. Unterschiedliche Spielformen sind abhängig vom Alter 
und der Entwicklung der Kinder.

Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre 
Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten 
Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildungsangebote und Themen eingerich-
tet. In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener 
Initiative mit Tätigkeiten oder Themen zu beschäftigen, d. h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwi-
ckeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern Spielpartner , Ort, Zeitdauer sowie Ma-
terialien zu wählen. Räume sollten derart gestaltet sein, dass sie Kinder immer und überall dazu ein-
laden und auffordern, sich ganzheitlich zu bewegen. Das Ausleben kindlicher Bewegungsbedürfnisse 
darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, wie Turnraum oder Außenspielgelände, redu-
ziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern alltägliche Bewegungs - und Entscheidungsfreiheit zu 
gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden können: Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, 
Werkeln, Ausprobieren und dabei die eigenen körperlichen Grenzen und die anderer erfahren. Kinder 
können beispielsweise malen, indem sie sitzen, auf dem Boden knien, an einem höheren Tisch, vor 
einer Staffelei, Tafel oder einer Malwand stehen. Dazu finden  die Kinder in unseren Einrichtungen 
Bereiche, die ihren elementaren Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung und Ruhe, Spiel und Ge-
staltung entsprechen. Wir bieten unseren Kindern strukturierte Räume so, dass sie Neugierde und den 
Forscherdrang der Kinder befriedigen. 
 
Rolle der Fachkraft 
Wir, die Fachkräfte, haben die Aufgabe die Selbstbildungsprozesse der Kinder anzuregen. Wir greifen 
die Lernbereitschaft und die Potenziale der Kinder auf, unterstützen und begleiten sie sowie organi-
sieren und moderieren i hre Bildungsaktivitäten.  Dies gelingt uns mit Hilfe der Raumgestaltung und 
durch Einsatz von verschiedenen Materialien. 
 
Bei uns wird in Prozessen gelernt, da zusammenhangslose Übungen wenig Lernerfolg bringen. Die 
Prozesse knüpfen an der Lebenswirklichkeit der Kinder an und richten sich an das, was sie beschäftigt 
und interessiert. Es entstehen wertvolle Bildungssituationen. Um an der Lebenswirklichkeit und den 
Interessen der Kinder anzuknüpfen, ist es wichtig, die Kinder in ihren Spielprozessen zu beobachten. 
Diese Beobachtungen werden im Prozessverlauf festgehalten, mit dessen Hilfe der Prozess geplant 
und reflektiert wird. Dieser Prozessverlauf wird in der Organisationsbesprechung den Kollegen vorge-
stellt und dient zur Planung des Tagesablaufs. Da es in  Bildungsprozessen darum geht, Phänomene 
und Situationen zu verstehen und Lösungen für Fragen und Probleme zu finden, ist es unsere Aufgabe, 
das Kind und auch uns selbst als Forscher zu verstehen. In der Arbeit mit den Kindern haben wir unsere 
Rolle als Vorbild anzuerkennen, anzunehmen und verantwortlich zu erfüllen. Vor allem benötigt das

Kind Vorbilder, um den Umgang mit Herausforderungen des Lebens und mit sich selbst zu erfahren. 
Außerdem bringen wir dem Kind Achtung, Wertschätzung und Respekt entgegen. 
 
In der pädagogischen Arbeit mit den Kindern haben wir die Aufgabe, den Wissensdurst und den Drang 
nach Kompetenzerwerb der Kinder zu stillen und gleichzeitig darauf zu achten, ihre Eigeninitiative 
nicht zu stoppen. Als Fachkraft gehört es zu unseren Aufg aben, das Kind in der Entfaltung seiner Au-
tonomie zu unterstützen und ihm Gelegenheiten zu geben, seine Selbständigkeit zu testen, Situatio-
nen mitzugestalten und sein Handeln zu bestimmen. Dadurch entwickelt es die Fähigkeit zum selbst-
organisierten Lernen. Wir unterstützen das Kind in seinen Bildungsprozessen durch einen wertschät-
zenden, einfühlsamen und authentischen Umgang. 
 
Entwicklungsfördernde Raumgestaltung 
 
In unseren Kindertagesstätten gehen wir von einem aktiven Kind aus, das sich aus eigener Initi ative 
und mit den Mitteln bildet, die ihm seine Umwelt bereitstellt. In unseren Einrichtungen sind es die 
Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder Themen 
zu beschäftigen, d. h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Im Innen- und Außenbereich stellen 
wir den Kindern Räume, in denen sie ihren Initiativen nachgehen können, zur Verfügung. 
 
Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern, Spielpartner, Orte, Zeitdauer, sowie Materia-
lien zu wählen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren elementaren Be-
dürfnissen nach Begegnungen, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung entsprechen. Wir bieten 
unseren Kindern strukturierte Räume mit klaren Funktionen. Wir gestalten Räume so, da ss sie Neu-
gierde und den Forscherdrang der Kinder befriedigen. 
 
Die räumliche Gestaltung und materielle Ausstattung unserer Bildungsbereiche stellen eine komplexe 
Aufgabe in unserer pädagogischen Arbeit dar. Durch die Raumgestaltung regen wir als Fachkräfte die 
individuellen körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen kindlichen Entwicklungen indirekt an. 
In unseren Bildungsbereichen arbeiten Fachkräfte, die sich mit diesem Bildungsbereich identifizieren 
können. Dadurch ist es ihnen möglich, authentisch und motiviert Kompetenzen zu vermitteln.

U3 Betreuung in der “ offene Arbeit“ 
In unseren Einrichtung gibt es für alle Kinder , die noch ein erhöhtes Bedürfnis nach Struktur, perso-
neller Bindung und Sicherheit haben , unser „Basislager“. Besonders jüngere Kinder oder Kinder mit 
besonderen Bedürfnissen haben im Kitaalltag differenzierte Bedürfnisse, die einer engeren Betreuung 
bedürfen. Das „Basislager“ bietet den Kindern genau dies. Die Kinder, die noch gepflegt werden müs-
sen, werden von den Bezugspersonen behutsam in ihrer Sauberkeitserziehung begleitet und in ihrem 
Selbstständigkeitsprozess unterstützt und motiviert. Das individuelle Schlafbedürfnis wird von den 
Mitarbeitern beachtet und den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, nach den eigenen Bedürfnissen 
zu ruhen. Auch die Versorgung mit Mahlzeiten und Getränken wird für die kleineren Kinder im „Basis-
lager“ sichergestellt.  
 
Je nach individueller Entwicklung und Bedürfnissen explorieren die Kinder aus dem „Basislager“ in die 
weiteren Schwerpunktbereiche hinein. Hierbei stehen bei den ersten Versuchen die Bezugspersonen 
den Kindern zur Seite und geben den Kindern die nötige Sicherheit , sich in der gesamten Einrichtung 
sicher zu bewegen. Alle Kinder haben jederzeit die Möglichkeit in das „Basislager“ zurückzukehren und 
sich in dem engeren Setting aufzuhalten. Das Lager beinhaltet einzelne Elemente der Schwerpunktbe-
reiche und Rückzugsmöglichkeiten.

3.1 Inklusion  
 
In allen Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. werden Kinder inklusiv betreut. 
Inklusion bedeutet für uns, die zielgerichtete Förderung jedes Kindes, da Kinder individuelle Stärken 
und Schwächen mitbringen. Wir wollen Bildungsträger für alle Kinder sein. 
 
Die „offene Arbeit“ basiert auf der Überzeugung, dass niemand aufgrund von Besonderheiten ausge-
grenzt werden darf. Dies bezieht sich nicht nur auf die Inklusion im Falle von Entwicklungsverzögerun-
gen oder (drohender) Behinderungen. Dies ist auch schon eine Frage bei der (zusätzlichen) Betreuung 
von Kindern unter drei Jahren oder generell der Altersmischung in der Betreuung. In der Vergangen-
heit wurde davon ausgegangen, dass es für alle Beteiligten am besten sei, wenn sie in homogenen 
Gruppen lernen. Die angeblich gleichen Voraussetzungen sollten in diesem Rahmen optimale Lerner-
gebnisse erzeugen. Doch diese Sichtweise ist schon ohne die Teilhabe sogenannte behinderter Kinder 
eine Illusion: Gleichheit lässt sich nicht durch Standards und normbezogene Beurteilungen verwirkli-
chen, sondern führt zu Selektion und der Abhängigkeit der Bildungschancen von sozialen und sonsti-
gen Voraussetzungen. Jedes Kind kommt mit individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen 
in den Kindergarten. In unseren Einrichtungen sehen wir es als unse re Aufgabe an, nicht das Kind an 
unsere Planung, sondern jeweils Methodik und Didaktik an das Kind und seine Ressourcen, Bedürf-
nisse und Lebenswirklichkeit anzupassen. 
 
Dies bedeutet einen Perspektivenwechsel: Es bedeutet nicht, dass wir das einzelne Kind neu in den 
Blick nehmen müssen - dies ist eine generelle pädagogische Forderung - sondern eher, dass Unter-
schiede und Vielfalt als Bereicherung und „normal“ zu betrachten sind, nicht als Abweichung.  Damit 
die Idee der Inklusion nicht nur auf dem Papier bes teht, müssen pädagogische Fachkräfte teilweise 
der Umsetzung politischer und ethischer Forderungen vorgreifen. Sie sollen aus der Praxis und ihrer 
persönlichen pädagogischen Professionalität heraus grundsätzliche Fragen „zulassen“, weiterdenken 
und nach Antworten suchen, auch wenn diese zunächst nicht umsetzbar erscheinen. 
 
Der Träger hat den Anspruch, in jedem einzelnen Team eine Heilpädagogin oder einen Heilpädagogen 
zu beschäftigen, um den Anforderungen der individuellen Betreuung besser gerecht zu werden.

3.2 Konzeptionelle Verankerungen  
 
In diesem Abschnitt werden konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers dargestellt.  
 
3.2.1 Eingewöhnungskonzept  
 
Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige Basis für ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Eltern 
und Einrichtungen im Interesse des Kindes, daher arbeitet die Elterninitiative seit mehreren Jahren in 
der Kennenlernphase nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell und in der Eingewöhnungsphase 
nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. 
 
Information an die Eltern  
Der Prozess der Eingewöhnung beginnt, in unserem Verständnis, mit der Zusage für den Platz in der 
Kindertageseinrichtung. Nach der schriftlichen Zusage werden die Eltern zu einem ersten Elternge-
spräch eingeladen, in welchem die vertraglichen Angelegenheiten geregelt werden, aber auch ein ers-
tes Kennenlernen der Eltern und des Kindes stattfindet. Bei diesem Kennenlernen stehen die Erfah-
rungen des Kindes und der Eltern in Bezug auf Trennungserfahrungen und Fremdbetreuung im Vor-
dergrund. Diese Informationen sollen es uns möglich machen, die Eingewöhnung individuell auf die 
Bedürfnisse des Kindes und die der Eltern abzustimmen. Des Weiteren wird den Eltern ein Überblick 
über den Prozess der Eingewöhnung gegeben und das die Teilnahme an dem Eingewöhnungsprozess 
für alle Eltern und Kinder verpflichtend ist.   
 
Der nächste Schritt ist der Konzeptionsnachmittag, an dem die Eltern über Themen wie das pädagogi-
sche Konzept, die Essenssituation, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Dokumentation,  Alltägliches, 
die Kennenlerntage, die Eingewöhnung und den Familienbesuch informiert werden.  
 
Die Kennlernphase  
In den darauffolgenden fünf Wochen finden die Kennenlernnachmittage in der Einrichtung statt. An 
diesen Tagen kommen sechs Kinder gemeinsam m it ihren Bezugspersonen für zwei Stunden in die 
Einrichtung, um gemeinsam erste Kindergarteneindrücke zu erleben. Während der Kennenlernphase 
besuchen die Mutter und/oder der Vater gemeinsam mit ihrem Kind die Kindertageseinrichtung, um 
den Alltag kennenzulernen. Das Kind soll sich in Anwesenheit der Eltern in Ruhe darüber „informie-
ren“, was unsere Kindertageseinrichtung zu bieten hat. Damit das Kind Abläufe versteht, muss es diese 
wiederholt durchlaufen dürfen. Dafür sind längere Anwesenheitszeiten und mehrere Tage notwendig.

Wichtig ist, dass das Kind die Einrichtung nach seinen Interessen und seinem Tempo erkunden darf. 
Es wird freundlich eingeladen, weder animiert noch gedrängt, sich bereits aktiv zu beteiligen.  
 
Menschen sind von Geburt an autarke Lern er, alles Neue löst einen starken Impuls aus, es zu erfor-
schen Das Neugier- und Erkundungsverhalten gehört zur Grundausstattung des Menschen. Gleichzei-
tig verunsichern uns neue Situationen. „Werde ich diese Situation meistern können, oder überfordert 
mich das?“ Neugierde und Unsicherheit sind also die zwei Seiten des Erkundungsdrangs. Die Anwe-
senheit der Eltern ist für das Kind in dieser Kennenlernphase unverzichtbar. Die Eltern haben bisher 
diese Welterkundung ermöglicht und abgesichert. Es waren die Eltern, die dem Kind Gegenstände zum 
Erkunden anboten oder vorenthielten, wenn sich dieser Gegenstand nicht zum Erkunden eignete. Das 
Kind kann also sicher sein, dass die Eltern diese Rolle auch in der neuen Umgebung spielen. Sie werden 
„nein“ sagen, wenn hier Gefahr droht. Deshalb darf es in dieser Phase keine Trennungen zwischen 
Eltern und Kind geben. Die Gefahr eines Kontrollverlustes und so entstehender Panik ist einfach zu 
groß. 
 
Wichtig ist auch, dass das Kind wirklich den Alltag erleben kann, denn es info rmiert sich in gewissem 
Sinne über zwei Kanäle. Zum einen erforscht das Kind selbst die Materialien, die Räume, die Interak-
tionen, zum anderen beobachtet es die anderen Kinder und die ErzieherInnen und entdeckt an diesen 
Modellen, was es hier in Zukunft erwarten kann. Das Kind kann so erkennen, dass die pädagogischen 
Fachkräfte hier die Rolle übernehmen, die es bisher an den Eltern kennengelernt hat, nämlich Erfah-
rungen ermöglichen und Grenzen setzen, wenn es erforderlich ist. An den ErzieherIn-Kind-Interaktio-
nen können Kind und Eltern beobachten, ob Kinder hier als Subjekte wahrgenommen werden und wie 
ihre individuellen Bedürfnisse befriedigt werden. Es sind also vor allem die anderen Kinder, die „die 
Neuen“ in ihre Gruppe aufnehmen, integrieren und ihnen z eigen, dass sie sich hier wohlfühlen und 
gut weiterentwickeln können. Auch die „alten“ Kinder brauchen diese Kennenlernphase, denn sie 
möchten erleben, dass sie weiterhin Subjekte sind und auf ihre ErzieherInnen zählen können. Immer 
wieder wird Eingewöhnung erschwert, weil sich der/die ErzieherIn nur auf das neue Kind fokussiert 
und die „alten“ Kinder vor allem Rücksicht nehmen sollen. 
 
In dieser Zeit sollen die Kinder und auch die Eltern die Möglichkeit haben, die gesamte Einrichtung zu 
entdecken und erste Kontakte zu den Mitarbeitern aufzubauen. In dieser Phase kann das pädagogi-
sche Personal reflektieren, zu welchen Eltern und Kindern eine gute Beziehung entstanden ist und wer 
die Eingewöhnung als Bezugsperson in der Kita übernehmen kann.

Die Eingewöhnungsphase  
Die Eingewöhnung der neuen Kindergartenkinder beginnt in den Sommerferien, während die“ alten“ 
Kinder die Einrichtung nicht besuchen. Dies bedeutet, dass die neuen Kinder mit den Eltern und Mit-
arbeitern in den ersten fünf Tagen allein die Einricht ung besuchen. In diesen fünf Tagen beginnt die 
Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Jeder Mitarbeitet gewöhnt max. drei Kinder 
zu Beginn eines Kindergartenjahres ein. 
  
Die dreitägige Grundphase  
Die Kinder kommen in dieser Zeit täglich für zwei Stunden mit ihrer Bezugsperson in die Kita und ver-
bleiben an einem zentralen Ort, von welchem aus, die Kinder die Kita für sich entdecken können. Der 
Personalschlüssel ist der besonderen Situation der Eingewöhnung angepasst, damit die Fachkraft ent-
sprechend Zeit für das Kind und die Eltern hat. 
 
Der Mitarbeiter, der die Eingewöhnung des Kindes übernimmt, baut über Spielangebote in einem Eins-
zu-Eins-Kontakt eine vertrauensvolle und tragfähige Bindung auf. Die Eltern bilden in dieser Zeit den 
„sicheren Hafen“ , d. h. sie folgen dem Kind nicht, sind aber immer gut erreichbar und aufmerksam 
(Zeitung lesen und das Spielen mit anderen Kindern wäre hier sehr kontraproduktiv), so dass die Kin-
der während des Aufbaus der neuen Beziehung jeder Zeit zurückkehren können. Es finden keine Tren-
nungsversuche statt. Die Pflegeroutinen vollzieht die Mutter/der Vater.  
 
Bei Säuglingen ist der Geruchssinn sehr gut ausgeprägt und stellt einen intensiven Zugang zur Welt 
dar. Daher sollte die Fachkraft im Idealfall kein Parfüm oder nur einen sehr dezenten Duft tragen, der 
gleichbleibend ist, so dass das Kind ihn mit der Person verbinden kann. Ein Gegenstand, der nach Mut-
ter oder Vater riecht (Schnuffeltuch, getragenes T-Shirt) kann die Eingewöhnung für das Kind erleich-
tern. Insbesondere bei den ersten Schlafversuchen ist es für das Kind meist sehr hilfreich, sich darin 
einzukuscheln. 
 
Der erste Trennungsversuch  
In Begleitung der vertrauten Bezugsperson sowie des Mitarbeiters, werden die unterschiedlichen Si-
tuationen erlebbargemacht. Dies beinhaltet die Wickelsituation, die Schlafsituation, die Essensphase 
und vieles mehr. Des Weiteren werden an diesen Tagen Verabschiedungsrituale mit den Eltern und 
Kindern eingeführt.

Am vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Raum, nachdem sie sich vom 
Kind verabschiedet hat. Lässt sich das Kind schnell von der Fachkraft beruhigen oder ist es eher gleich-
mütig, sollte die erste Trennungsperiode 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen verstört oder 
beginnt zu weinen, ohne sich schnell trösten zu lassen, so sollte die Trennung nicht länger als zwei bis 
drei Minuten betragen. Das kindliche Verhalten in dieser Situation hat erfahrungsgemäß einen gewis-
sen Voraussagewert für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung. 
 
Die Länge der Eingewöhnung  
Sicher gebundene Kinder (häufiger Blickkontakt zur Bezugsperson, heftiges Weinen beim Verlassen-
werden und offene Annäherung/Körperkontakt bei Wiederkehr der Bezugsperson) brauchen eine län-
gere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen. Unsicher gebundene Kinder (je nach Bindungstyp 
eher gleichgültig bei der Trennung und der Wiederkehr der Bezugsperson oder große Erregung bei der 
Trennung, aber ambivalentes Verhalten bei der Wiederkehr) benötigen eher eine kürzere Eingewöh-
nungszeit von ca. ein bis eineinhalb Wochen. 
 
Die Stabilisierungsphase  
Die Stabilisierungsphase beginnt mit dem fünften Tag (mit dem sechsten, wenn der fünfte Tag ein 
Montag ist). Die Fachkraft übernimmt zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die Versor-
gung des Kindes (Füttern, Wickeln etc.). Sie bietet sich gezielt als Spielpartner an und reagiert auf die 
Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes, täglich 
verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, wird bis zur zweiten Woche mit einer neuen 
Trennung gewartet. Es wird jedoch nie an einem Montag mit einem neuen Schritt begonnen. Nach 
unserem Konzept können Kinder ab dem fünften Tag auch bereits in der Einrichtung schlafen, aller-
dings werden sie von der Bezugsperson, in Begleitung der Fachkraft, hingelegt und beim Aufwachen 
sollte die Bezugsperson das Kind begrüßen. Bei der kürzeren Eingewöhnung werden die täglichen 
Trennungen stetig ausgebaut, ebenso wie die Anwesenheit des Kindes in der Einrichtung. Am sechsten 
Tag ist das Kind häufig schon ohne Begleitung seiner Bezugsperson für mehrere Stunden in der Ein-
richtung. 
 
Bei der längeren Eingewöhnung von Kindern mit einer sicheren Bindung erfolgt ein erneuter Tren-
nungsversuch erst am siebten Tag und wird sensibel von der Fachkraft begleitet. Erste Schlafversuche 
erfolgen für diese Kinder nicht vor dem neunten Tag und werden entsprechend in Begleitung der Be-
zugsperson gestaltet. Alle Pflege- und Routineaktivitäten werden mehrmals in der Eingewöhnung ge-
meinsam mit der Bezugsperson zusammen durchgeführt. Auf diesem Weg erfährt das Kind, dass diese

Situationen auch zum Alltag in der Einrichtung gehören. Dies bietet der Fachkraft zusätzlich die Mög-
lichkeit, sich einige Tricks und Tipps bei der Mutter/dem Vater abzugucken, um es dem Kind später so 
angenehm und einfach wie möglich zu machen. Für die Kinder, die sich am zehnten Tag während der 
Trennungsphase von der Fachkraft trösten lassen, gilt der elfte Tag als Stabilisierungstag.  Die Einge-
wöhnung wird um eine weitere Woche verlängert, wenn das Kind während der Trennungsphasen am 
zehnten Tag noch deutliche Verunsicherungen zeigt. Dabei richtet sich der weitere Verlauf der Einge-
wöhnung nach dem Verhalten des Kindes. Die dritte Woche läuft in ihrer Struktur genauso ab wie die 
zweite. Zeichen dafür, dass die Eingewöhnung abgeschlossen ist, sind, dass sich das Kind in der Tren-
nungssituation von der Fachkraft trösten lässt und in der Zeit ohne die Bezugsperson neugierig und 
aktiv an der Umgebung, den Materialien und Personen interessiert ist. Sofern sich das Kind auch nach 
drei Wochen nicht von der Fachkraft in der Trennungssituation nachhaltig trösten lässt, sollte ein Ge-
spräch mit den Eltern stattfinden.  
 
Die Schlussphase  
In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend, 
jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Die Fachkraft wird nun als „sichere Basis“ vom Kind akzeptiert, 
d. h. es lässt sich auch nachhaltig von ihr trösten. Das Kind ist nun bereits für mehrere Stunden täglich 
in der Kita. Es hat den Alltag kennen gelernt und ist dabei, sich in die Kita einzufügen. Für unsere 
Fachkräfte beginnt damit trotzdem eine noch schwierige Zeit, denn die Hilfestellungen durch die Kol-
legInnen fallen meist weg und die Beziehung  zu dem eingewöhnten Kind hat eine Grundlage, die je-
doch häufig noch nicht sehr stabil ist, erlangt. Die Fachkraft muss jetzt sozusagen beweisen, dass sie 
das noch junge Vertrauen des Kindes auch „verdient“. Für das Kind kommen nun täglich neue kleine 
Regeln und Abläufe dazu, die es eventuell noch nicht kennt. Es wird in dieser Zeit vielleicht noch die 
eine oder andere Situation geben, in denen die neue Bindungsbeziehung noch nicht ausreicht bzw. 
stabil genug ist, um das Kind in besonders belasteten Situationen zu trösten. An dieser Stelle werden, 
die Eltern als „sicherer Hafen“ angerufen und gebeten, ihr Kind abzuholen. 
  
Ist die Fachkraft in besonders stressvollen Situationen einmal nicht mehr als sichere Basis für das Kind 
verfügbar und braucht dieses aber eine Bindungsperson in seiner Nähe, so muss dafür gesorgt werden. 
Ansonsten wird das Kind in seinem Glauben an die Verfügbarkeit seiner vertrauten Menschen erschüt-
tert und darüber hinaus eventuell die Eingewöhnung gefährdet.

Abschluss der Eingewöhnung  
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Fachkraft trösten lässt, aber 
auch grundsätzlich bereitwillig und gern in die Einrichtung kommt. Dies lässt sich gut daran erkennen, 
dass es Spaß und Freude im Alltag hat und sich aktiv an Gruppenprozessen beteiligt.  
 
Die Eingewöhnung schließt mit dem Eingewöhnungsabschlussgespräch ab. In diesem Elterngespräch 
erfolgt eine gemeinsame Reflexion des Eingewöhnungsprozesses.  
 
> mit Elternblick auf das Kind: 
   ● Wie hat Ihr Kind die erste Zeit ohne Eltern im Kindergarten erlebt? 
   ● Wie ist seine Gemütslage? 
   ● Mit welcher Motivation geht es morgens in den Kindergarten? 
   ● Erzählt es über seine Aktivitäten und Erlebnisse im Kindergarten? 
   ● Nehmen Sie an Ihrem Kind, seit es den Kindergarten besucht, Veränderungen wahr? 
 
> mit Erzieherblick auf das Kind: 
   ● Welche Interessen zeigt das Kind im Kindergarten? 
   ● Ist es mit anderen Kindern in Kontakt getreten? 
   ● Wie aktiv ist es im Kindergarten? 
 
> mit Blick auf die Eltern: 
   ● Wie haben Sie für sich selbst die Trennung von Ihrem Kind erlebt? 
   ● Hat sich, seitdem ihr Kind ein Kindergartenkind ist, etwas bei Ihnen in der Familie verändert? 
 
Ausblick: 
> Wünsche der Eltern für die weitere Kindergartenzeit für Ihr Kind 
>  Eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes 
 
Der Familienbesuch 
Im Anschluss an die Eingewöhnung besuchen wir die Familie in ihrem häuslichen Umfeld, um das Ver-
trauensverhältnis und die Beziehung zu festigen. Schwerpunkte dieses Besuches sind der intensive 
Austausch über die familiäre Situation und der enge Kontakt mit dem Kind in der vertrauten Umge-
bung.

3.2.2 Sprachförderkonzept 
 
Eltern und Kinder bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit in den Kin-
dergartenalltag. Das ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. Interkulturelles 
Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinanderzusetzen. Unser Ziel ist die Fähig-
keit, sich in einer vielfältig kulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und andere wertschät-
zen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. 
 
Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch fremde und spannende Eindrücke beginnt für die meis-
ten Kinder in unseren Kindergärten. Mit Neugier und Offenheit gehen sie auf Lernsituationen zu: 
Neues kennen lernen, Fremdes akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austra gen, Spra-
chen lernen. Für all das sind die Antennen der U3- bis 6-Jährigen auf Empfang gestellt. Wir, die Mitar-
beiter, haben viele Möglichkeiten, diese frühe Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer Kompe-
tenzen zu fördern. Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles Lernen ist 
ein Prozess, welchen wir in unserem Konzept integriert haben. Dieser Prozess bedarf einer Offenheit 
im Team, kontinuierliche Reflexionen und eine gewisse Flexibilität im Umgang mit fremden Kulturen. 
 
Unser Team setzt sich durch Mitarbeiter vieler verschiedener Nationalitäten zusammen. Unsere nicht 
deutsch sprechenden Kinder sollen möglichst alle in ihrer Muttersprache begleitet und unterstützt 
werden. Nur so ist eine Einschätzung und Sprachförderung von Beginn an möglich. Dabei sollten wir 
den Vornamen und Nachnamen der Kinder richtig aussprechen und schreiben lernen. Rücksicht auf 
Essgewohnheiten, wie z. B. den Verzicht auf Schweinefleisch, nehmen, wichtige Feiertage unter-
schiedlicher Religionen im Laufe des Kalenderjahres feiern, die Lebenssituation der einzelnen Kinder 
kennenlernen, indem wir u. a. Elternabende, Elterngespräche und Hausbesuche auf Wunsch durch-
führen, wobei Elterngespräche gegebenenfalls mit Dolmetscher geführt, mehrsprachige Informa tio-
nen erteilt und herausgegeben werden sollten. 
 
In unserem Rucksackprojekt der Stadt Hamm, welches sowohl in der russischen, als auch in der türki-
schen Sprache stattfindet, treffen sich Mütter und Kinder einmal wöchentlich im Kindergarten. 
Angeleitet und unterstützt werden diese Treffen durch geschulte Mitarbeiter der Stadt Hamm, welche 
sowohl die russische, als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Eltern und Kinder werden in 
einem ganzheitlichen Projekt in ihrer Muttersprache geschult. Darüber hinaus finden viele Sprachan-
gebote in der deutschen Sprache statt.

Selbstverständnis und pädagogisches Handeln der Mitarbeiter 
Durch gezielte vorschulische Sprachförderung soll eine stabile Grundlage für das schulische Fortkom-
men aller Kinder gesichert und eine Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Familien sowie 
Kindern mit Migrationshintergrund verringert werden. 
 
Die Fähigkeit zum Spracherwerb ist angeboren, d. h. welche Sprache Kinder erwerben, hängt davon 
ab, welche Sprache Vater, Mutter oder andere Personen, bei denen das Kind aufwächst, sprechen. 
 
• Bezugspersonen werden imitiert 
• Wörter werden erstmals allgemein gebraucht (Hund – für alle Vierbeiner) 
• Neue Wörter werden gebildet: z. B. Analogien 
• Wiederholungen von Wörtern oder kleinen Sätzen 
 
Viele Fragen nach Benennung der umgebenden kindlichen Welt fordern Aufmerksamkeit und Zuwen-
dung ein, um ihrem Bedürfnis nach Kommunikation nachkommen zu können. Da ein Kind diese Pro-
zesse immer durchläuft, lernt es die Regeln und den Gebrauch von Sprache kennen. 
 
Sprachförderkompetenz des/der Erziehers/Erzieherin durch: 
 
• Sprachvorbildliches Erzieherverhalten 
• Sprachunterstützendes Erzieherverhalten 
• Korrigierende Rückmeldung durch den Erzieher 
• Selbstverständnis des „pädagogischen Personals“ im Umgang mit umfangreichem Wissen 
über entwicklungspsychologische Zusammenhänge der kindlichen Sprachentwicklung 
• Bereitschaft zur Fort - und Weiterbildung 
• Erweiterung und Ausbau der diagnostischen Fähigkeiten 
• Gezielte Beobachtungsfähigkeit und Auswertungsfähigkeit 
• Erstellung einer Systematik über die inhaltliche Schwerpunktsetzung in der Sprachförderung 
und der Wahl der Formen von methodischer Umsetzung 
• Festigung und Erweiterung der grammatischen Kompetenz durch den Ausbau des eigenen 
Wissens über die deutsche Sprache 
 
Kinder entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Alles wird erobert, benannt und begriffen in seinem dop-
pelten Wortsinn. Daher kann Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter nicht isoliert wie in

einer Sprachlaborsituation stattfinden, sondern sie ist d er rote Faden, der sich durch alle Ereignisse 
des Tages zieht. Für Kinder findet Sprache überall statt. Sie singen, toben, spielen, handeln Spielregeln 
aus und entdecken in Büchern und Geschichten Vertrautes aus ihrem Alltag und Faszinierendes von 
Dinosauriern und aus dem Weltall. 
 
Sprache ist für die Kinder der Schlüssel zur Welt. Über sie lernen sie die Umwelt kennen und treten 
mit ihr in Interaktion. Indem sie zunehmend Sprache beherrschen, in Wörtern und Sätzen formulieren, 
was ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen sind, entdecken sie, was sich mit Sprache bewirken lässt. 
Sie können sich anderen mitteilen und sie zu Handlungen in ihrem Sinne bewegen. Sie erfahren etwas 
darüber, wie die Welt beschaffen ist und was andere Menschen meinen, denken und fühlen . Kinder 
können mit Hilfe der Sprache über das unmittelbare Handeln nachdenken und es im Vorfeld planen. 
Sie erwerben darum nicht nur Strukturen von Sprache, lernen nicht nur Wörter und Grammatik. Viel-
mehr sind die Funktionen und die Wirksamkeit von Sprach e gleichsam der Motor dafür, dass sie ihr 
sprachliches Können ausbauen. Ganzheitliche Sprachförderung geschieht nicht in Abgrenzung zu an-
deren Bildungsbereichen. Die Sinneserfahrungen, welche Kinder machen, müssen mit allen Sinnen 
erfolgen. 
 
Die Kinder müssen Wörter riechen, schmecken, fühlen und erleben können und zugleich muss ihr Ent-
deckerdrang, ihre Bewegungsfreude, ihre Neugierde befriedigt und ihr soziales Lernen gefördert wer-
den. In diesem ganzheitlichen Ansatz bestätigen sich die Empfehlungen von Frau Prof. Lilian Fried, die 
als geeignete Maßnahmen einer Sprachförderung in den Kindertagesstätten, neben einem gezielten 
Förderangebot, eine ganzheitliche Förderung favorisiert. Eine ganzheitliche Sprachförderung bezieht 
die vier Sprachebenen des Sprachsy stems ein. Diese umfassen alle Elemente der Sprache und des 
Sprechens. Dabei ist keine starre Abgrenzung, sondern ein fließender Übergang der Ebenen zu berück-
sichtigen. 
 
Das Erlernen der Sprache und das Teilhaben an der Sprachgemeinschaft ist wichtig für die Persönlich-
keitsentwicklung und den Aufbau sozialer Beziehungen. Sprechen zu können macht es leichter, mit 
anderen Personen in Kontakt zu kommen, Gedanken und Gefühle auszudrücken, Wünsche zu äußern, 
Erlebnisse zu verarbeiten, Handlungen zu planen, Zusam menhänge zu verstehen und Erfahrungen 
auszutauschen. Für uns bedeutet dies auch, Sprachförderung nicht isoliert in einzelnen Angeboten zu 
sehen, sondern den Alltag so zu gestalten, dass Sprache den ganzen Tag gepflegt werden kann, z. B. 
im Spiel, im Lied oder in der Bewegung. Durch flexible Tagesabläufe mit immer wiederkehrenden Ri-
tualen, die zum Sprechen einladen, kann Neues eingeübt und Bekanntes wiederholt werden. Dies gibt

Kindern Sicherheit. Förderlich für eine optimale Sprachförderung ist eine vertrau ensvolle offene Be-
ziehung zu den Bezugspersonen der Kinder. Wir signalisieren daher: „Ich habe Zeit. Ich höre dir zu. Ich 
habe Interesse an dem, was du erzählst.“ 
 
Die Motivation des Kindes und seine emotionale Befindlichkeit spielen eine wichtige Rolle für die Ei-
genaktivität des Kindes, denn nur, wenn die Tätigkeiten dem Kind auch Spaß machen, kommt es zu 
dem angestrebten Erfahrungsgewinn. Deshalb fördern wir die Kinder auf spielerische Weise in ihrer 
Sprachentwicklung. 
 
Prinzipien unserer Sprachförderung 
Unsere Sprachförderung orientiert sich im Wesentlichen an einer ganzheitlichen Unterstützung der 
Wahrnehmungsbereiche. 
• Sprechen: Beim Trainieren des Sprechens geht es um die Förderung der Motorik der 
Sprechorgane sowie um die Verbindung von Sprache und Bewegung. Durch Fingerspiele wird 
die Sprache durch symbolische Mittel verdeutlicht. Mit Sprachspielen wie Abzählreime, 
Fingerspiele, Reimen, Rollenspielen, Lautgedichten und Zungenbrechern wollen wir das 
Sprechen spielerisch und lustvoll fördern. 
• Bewegung: Bewegungserfahrungen tragen dazu bei, dass sich das kindliche Gehirn 
differenziert entwickelt, was eine wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb ist. Wir 
bieten den Kindern dazu Kreis- und Bewegungsspiele, Hüpfspiele, Schwungübungen usw. an, 
die auch dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden. 
• Hören: Beim Hörtraining lernen die Kinder sich auf das Hören zu konzentrieren, z. B. durch 
Geräusche erraten, durch Richtungshören, oder beim heraushören leichte Unterschiede der 
Sprachlaute. Dazu bieten w ir Spiele an, wie Bewegungsspiele, Hund und Knochen, und 
Anlautverse. Diese Spiele setzen wir kurzzeitig und regelmäßig ein, da die 
Konzentrationsfähigkeit der Kinder in diesem Alter noch nicht so hoch entwickelt ist. 
• Verstehen und Merken: Mit Hilfe von Kim- Spielen (Wahrnehmungsspiele) werden die Kinder 
über verschiedene Sinne zum Sprachverständnis geführt. Im Rollenspiel lernt das Kind im 
Umgang mit anderen, sich sprachlich angemessen auszudrücken. Durch das Bilderbuch 
kommt es beim Betrachten und Zuhören  zu einer Verknüpfung von Gesehenem und 
Gehörtem. Kinder werden zum Sprechen, Nachfragen und zur freien Assoziation angeregt. 
• Rhythmik und Melodik:  Rhythmik und Melodik sind wichtige Grundlagen zur Erfassung von 
Wort und Satzstrukturen sowie Lieder, Sing -, Tanz-, Klatsch - und Handgestenspiele. Dabei 
können die Kinder die Bedeutung von Wörtern über Augen, Ohren, Hände und Bewegungen

erfahren. Diese Spiele bieten auch Kindern mit geringen Sprachkenntnissen die Möglichkeit, 
sich zu beteiligen und zurückhaltend e Kinder finden in der Gruppe den nötigen Schutz, 
Sprachhemmungen zu überwinden. Über Wiederholungen prägen sich die sprachlichen 
Strukturen ein, die dann auch in anderen Zusammenhängen eingesetzt werden können. 
 
Zusammenarbeit mit Eltern 
Wir verstehen Sprachförderung als Basisaufgabe unseres Bildungs- und Erziehungsauftrages. Dies be-
deutet nicht, dass wir die alleinige Verantwortung tragen, sondern das häuslich, - familiäre Umfeld 
einbeziehen. Wir verstehen die Eltern als Erziehungspartner. 
 
Bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung, der Hospitation, der Eingewöhnung und der Aufnahme finden 
Anamnesegespräche mit den Eltern statt. Ein offener und ehrlicher Dialog ist uns sehr wichtig, um die 
uns anvertrauten Kinder noch besser verstehen und sie in ihren Bedürfnissen sowie Interessen unter-
stützen zu können. Ein wichtiger Aspekt dieser Gespräche ist die Sprachentwicklung und die Sprach-
freude der Kinder. Über die im pädagogischen Alltag angesiedelten Tür - und Angelgespräche hinaus, 
finden regelmäßige Elterngespräche st att, die unter anderem die Sprachentwicklung zum Inhalt ha-
ben. Ein wichtiges Ziel dieser Gespräche ist es, gemeinsam mit den Eltern Möglichkeiten der Sprach-
förderung zu finden bzw. Wege aufzuzeigen. 
 
Insbesondere mit den Eltern der Kinder, die in Familien mit Migrationshintergrund aufwachsen, in der 
die Erstsprache nicht Deutsch ist, pflegen wir einen besonders intensiven Austausch, eine umfassende 
Beratung und Unterstützung. Einige unserer Mitarbeiter sprechen türkisch oder russisch. Diese Res-
sourcen setzten wir gewinnbringend in der Elternarbeit ein. 
 
Die Eltern sind für uns ein wichtiger Partner für die Arbeit mit den Kindern. Von Ihnen können wir 
Informationen über die Situation in der Familie erhalten und wir können etwas über das sprachliche 
Umfeld des Kindes erfahren, z. B. 
 
• Wie war die sprachliche Entwicklung des Kindes bisher? 
• Wird das Kind zweisprachig erzogen? 
• Wird in der Familie generell wenig oder viel gesprochen? 
 
Sprachentwicklung und Sprachförderung sind vor diesem Hintergrund als eine gemeinsame Aufgabe 
der Tageseinrichtung für Kinder und des Elternhauses zu sehen. Als Voraussetzung dafür sehen wir die

vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Grundlage dafür bildet die gegenseitige Wert-
schätzung und Anerkennung. 
 
Als Formen der Elternarbeit bieten wir den Eltern in diesem Zusammenhang eine Informationsveran-
staltung an, in der wir den Eltern die Arbeit mit den Kindern in der Sprachförderung erklären, eine n 
Überblick über die Sprachentwicklung geben, Tipps für eine förderliche Sprachpflege zu Hause und 
gegenseitige Erwartungen abklären. Außerdem sind uns regelmäßige Elternsprechzeiten wichtig, um 
die Eltern über die sprachliche Entwicklung ihres Kindes zu informieren. Das Ziel dieser Gespräche ist, 
ein Austausch über die individuelle Sprach - und Lernentwicklung mit dem Schwerpunkt „Lernen mit 
allen Sinnen“. 
 
Beobachtung und Dokumentation 
Die Sprachentwicklungsdokumentation ist Bestandteil der Bildungsdokumentationen und obliegt den 
gleichfalls für die Bildungsdokumentation gültigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. 
Wir arbeiten in unseren Häusern zusätzlich zu unseren eigenen Beobachtungsbögen mit den altersbe-
zogenen Merkmalen sowie den BASIK-Bögen. 
 
Des Weiteren bieten wir in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum das Rucksackpro-
jekt in den Sprachen türkisch und russisch an. Dieses Projekt ist ein Konzept zur Sprachförderung und 
Elternbildung, es zielt auf die Förderung der Muttersprachendkompetenz, der deutschen Sprache und 
der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Unser Sprachförderkonzept ist angelehnt an unsere Trä-
gerkonzeptionen und vertritt unser humanistisches Menschenbild und unsere pädagogischen Grund-
lagen. 
 
Unsere Ziele sind dabei: 
• Die Sprechfreude der Kinder zu wecken und den Umgang mit Sprache zu fördern und zu 
festigen 
• Die Kinder zum Sprechen, Zuhören, Fragen und Antworten zu animieren und somit ihr 
Sprachverständnis zu erweitern 
• Durch einen sicheren Umgang mit Sprache, soll das Sel bstbewusstsein und Selbstwertgefühl 
der Kinder gestärkt werden 
• Auf spielerische Weise soll der Wortschatz der Kinder erweitert werden 
• Elternkompetenz stärken.

3.2.3 Interkulturelles Lernen  
 
Interkulturelle Pädagogik sieht in der Unterschiedlichkeit eine Chance, voneinander zu lernen und ei-
nen Weg zu finden, mit Fremdheit und Andersartigkeit umzugehen (interkulturelle Kompetenz). Un-
terschiede und Gemeinsamkeiten können bewusst gemacht werden und dazu führen, dass eigene, 
nicht hinterfragte Standpunkte überdacht und vielleicht neue Umgangsmöglichkeiten gefunden wer-
den können. Ausgangspunkt ist, dass es nur eine, ungeteilte menschliche Kultur gibt mit vielen histo-
risch bedingten unterschiedlichen Traditionen, Bräuchen, etc. 
 
Interkulturelle Erziehung will zum konfliktarmen Zusammenleben der Zugewanderten und der einhei-
mischen Mehrheitsbevölkerung beitragen und das Miteinander als Quelle von Anregung und Chance 
erfahrbar machen. Kulturelle Vielfalt ist in allen unseren Einrichtungen gegeben. Unsere Kinder kom-
men aus sozial schwachen Elternhäusern, aus Patchworkfamilien und aus Familien mit anderen kultu-
rellen oder religiösen Hintergründen. Sie bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und 
Sprachen mit in den Kindergarten. Dies ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflik-
ten. Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinander zu setzen. 
Unser Ziel ist die Fähigkeit, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und 
andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. 
 
Das positive Selbstbild von der eigenen Kultur und Ethnie schafft die Voraussetzungen für Aufgeschlos-
senheit gegenüber anderen Kulturen. Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch fremde und 
spannende Eindrücke beginnt für die meisten Kinder in unserem Kindergarten. Mit Neugierde und 
Offenheit gehen sie auf Lernsituationen zu: Neues kennen lernen, Fremdes akzeptieren, Unbekanntes 
ausprobieren, Konflikte austragen und Sprachen lernen. Für alles das sind Zwei- bis Dreijährige emp-
fänglich. Wir, die Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, diese frühe Lernbereitschaft für die Entwick-
lung sozialer Kompetenzen zu fördern. 
 
Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Inte rkulturelles Lernen ist ein Programm, 
welches wir in unserer Konzeption integriert haben. Dies bedarf auch einer kontinuierlichen Reflexion 
und Handlungsplanung im Team wie die ErzieherInnen selbst mit fremdem und kulturellem Anders-
sein umgehen.

3.2.4 Genderpädagogik  
 
„Bildung ist die im Menschen angelegte Fähigkeit, ein Bild von der Welt aufzubauen. Es ist eine aktive 
Konstruktionsleistung, sich die physische und geistige Welt anzueignen, den Dingen Sinn und 
Bedeutung zu verleihen“ (Liegle 2008, 95). 
 
Schon in den ersten Monaten des Lebens beginnen Kinder damit, Kategorien zu bilden. Zum Beispiel 
unterscheiden sie Lebendiges von Leblosem, Menschen von Tieren, Erwachsene von Kindern und 
Jungen von Mädchen. Das große Bildungsthema für jedes Kind ist die Frage: Was ist ein Mädchen, was 
ist ein Junge, und was bin ich? Mit Beginn der Kindergartenzeit verstehen Kinder, dass es zwei 
Geschlechter gibt und dass sie entweder zur Kategorie „Junge“ oder „Mädchen“ gehören. Damit 
beginnt die Identifizierung der Kriterie n, die für die jeweilige Kategorie typisch sind. Kinder 
konstruieren sich ihr Bild von einem „richtigen“ Jungen bzw. einem „richtigen“ Mädchen, sie bilden 
sich bezüglich ihres eigenen sozialen Geschlechtes (Gender). Vermeintliche Klarheit entsteht für junge 
Kinder zunächst nicht durch das biologische Geschlecht, sondern durch die äußere Erscheinung 
(Haarspange = Mädchen; Basecap = Junge). So ist zu verstehen, dass plötzlich stereotypes Verhalten 
zu beobachten ist. Die Mädchenwelt verfärbt sich rosa – falls Erwachsene dafür nicht schon früher 
gesorgt haben -, und die meisten Jungen verweigern sich allem, was den Anschein hat „für 
Mädchen“ zu sein. 
 
Für die psychische und soziale Entwicklung sind die ersten Lebensjahre von zentraler Bedeutung. Bis 
zum sechsten  Lebensjahr erwerben Kinder eine basale Geschlechtsidentität, ein grundlegendes 
Verständnis von Geschlechterunterschieden, Geschlechtskonstanz und Sexualität sowie das Wissen 
von Geschlechtsstereotypen. Auch die allmähliche Entwicklung von Spielvorlieben u nd Interessen 
sowie differenzierten Beziehungen und Freundschaften zu anderen Kindern hängen entscheidend mit 
der Geschlechtszugehörigkeit zusammen. 
 
Im Jahre 1998 öffneten unsere ersten Einrichtungen. Sie sollten ein Ort der Gleichheit sein, ein Ort, 
um eine Antwort zu geben auf eine uralte Frage, nämlich, ob die Natur oder die Gesellschaft bestimmt, 
welchen Weg Mädchen und Jungen im Leben einschlagen, welche Rollen sie annehmen. 
 
Es sind auf den ersten Blick eher Kleinigkeiten, die einen Hinweis darauf g eben, dass unsere 
Einrichtungen anders sind.  Spielzeug wird nicht getrennt voneinander aufgehoben, Puppen, 
Lastwagen, Dinosaurier und Schmuckbänder werden in Behältnissen aufbewahrt. In den

Bücherregalen stehen eher keine Klassiker, sondern Neuerscheinungen, die sich mit Themen 
auseinandersetzen, die  zu einer „normalen“ Kindheit heute dazugehören, z. B. Adoption und 
gleichgeschlechtliche Elternschaft. 
 
Wichtig sind folgende Anforderungen an eine geschlechterbewusste Pädagogik: 
 
● Unsere Fachkräfte benötigen aktuelles Wissen über geschlechtsbezogene En twicklung und 
Sozialisation in den ersten Lebensjahren.  Zudem müssen sie ihre eigene geschlechtstypische 
Sozialisation und ihre Einstellungen zu Jungen und Mädchen reflektieren (vgl. Walter 2012). Daher ist 
sowohl eine Weiterentwicklung der Ausbildung als auch gezielte berufsbegleitende Fortbildung zum 
Thema erforderlich (Systemischer Berater). 
 
● Die pädagogische Arbeit muss unter geschlechtsbezogener Perspektive reflektiert und verändert 
werden. Dies betrifft nicht zuletzt die Gestaltung von Räumen und Ma terialien, die den Rahmen für 
die (Selbst-)Bildungsprozesse von Kindern bereitstellen. 
 
● Eine geschlechtsspezifische Pädagogik braucht es dagegen in der Regel nicht. Es gibt kaum Aspekte 
kindlicher Entwicklung, die in den ersten Lebensjahren  eine grundsät zlich unterschiedliche 
Behandlung von Mädchen und Jungen rechtfertigen können. 
 
● Es sollte auch in der Frühpädagogik mehr männliche Fachkräfte geben.  Somit können wir vor Stolz 
berichten, dass in all unseren Einrichtungen männliche Fachkräfte beschäftigt sind. 
 
Wesentliche Ansatzpunkte für die Berücksichtigung der Genderperspektive in  der Frühpädagogik 
liegen darüber hinaus in der Zusammenarbeit mit Eltern.  Die Geburt eines Kindes ist ein großer 
Einschnitt in das Leben der Eltern und führt auch bei Paaren,  die zuvor eine eher gleichberechtigte 
Beziehung gelebt haben, zu einer – oft ungewollten – Re-Traditionalisierung des Geschlechter -
verhältnisses. Gleichzeitig sind auch Väter gerade in dieser Phase auf der Suche nach Orientierung, 
offen für neue Ideen und  Unterstützung. Unsere pädagogischen Fachkräfte, die ihren Blick für 
geschlechtsbezogene Zusammenhänge geschärft haben, können Eltern auf vielfache Weise 
unterstützen: 
 
● Sie können darauf hinweisen, wie Eltern ihre Jungen und Mädchen geschlechtstypisch behandeln – 
oft ohne dies zu beabsichtigen.

●  Auf der Grundlage entwicklungspsychologischen Wissens können sie Eltern beruhigen, die sich 
Sorgen machen, weil ihr Kind sich „unangemessen“ verhält, z. B. wenn Eltern irritiert sind, dass ihr 
kleiner Sohn sein e Nägel „wie Mama“ lackiert bekommen hat und später selbst eine Mama werden 
möchte. 
 
● Sie können Eltern positive Rückmeldungen über vielfältiges und nicht stereotypes Verhalten von 
Jungen und Mädchen geben und damit geschlechtstypischen Klischees und Eine ngungen 
entgegenwirken. 
 
● Unsere Einrichtungen können schließlich eine aktive Rolle darin übernehmen,  Väter mehr in die 
Betreuung und Begleitung ihrer Kinder einzubeziehen. Sie können darüber hinaus Vätern ermöglichen, 
ihre Erfahrungen und Fragen einzubri ngen, und einen Dialog von Müttern und Vätern anregen und  
begleiten. 
 
Die Einführung der Genderperspektive in Kindertageseinrichtungen ist eine  Herausforderung für alle 
Beteiligten. Angesichts des großen Drucks, unter dem im Moment viele Einrichtungen stehen, die in 
kurzer Zeit ein Angebot für Kinder in den ersten drei Lebensjahren entwickeln sollen, wird dieses 
Thema oft hinten angestellt oder ganz übersehen. Ein gezieltes Aufgreifen geschlechtsbezogener 
Zusammenhänge ist aber dringend er forderlich, wenn die Frühpädagogik nicht aktuellen 
gesellschaftlichen Entwicklungen hinterherlaufen will. Schließlich sind es Veränderungen der 
Geschlechterverhältnisse, die dazu geführt haben, dass die Betreuung von Säuglingen und 
Kleinkindern momentan eine solche Aufmerksamkeit erhält.

3.2.5 Bewegungskonzept  
 
Bewegung ist das Tor zum Leben. Dass Kinder sich ständig bewegen müssen ist ein natürliches Phäno-
men, welches dazu beiträgt den Körper und die Seele in Einklang zu bringen. Bewegung ist daher ein 
pädagogisches Prinzip im Kindergarten. Voraussetzungen für dessen Umsetzung sind ein bewegungs-
förderliches pädagogisches Konzept, motivierte und qualifizierte Erziehrinnen, hinreichend Bewe-
gungsraum und ein bewegungsfreundliches Raumnutzungskonzept. 
 
Der Kindergarten, als zumeist erste pädagogische Institution außerhalb der Familie, hat viele Einfluss-
möglichkeiten den zivilisationsbedingten Bewegungsmangel auszugleichen und Kindern mehr Zeit und 
Raum zu geben, sich ganzheitlich zu entwickeln. Seine besondere Stellung ergibt sich daraus, dass hier 
alle Kinder, unabhängig von der sozioökonomischen Lage der Eltern in gleicher Weise gefördert wer-
den. 
 
Nur wenn die Grundeinstellung der ErzieherIn zur Bewegung und zum eigenen Körper positiv ist, wird 
sie in der Lage sein, Kinder erfolgreich zu motivieren und zu begleiten. Die ErzieherIn steuert den pä-
dagogischen Prozess und fungiert als Vorbild. Ihre pädagogische Grundhaltung entscheidet über die 
Wirksamkeit von Impulsen und Angeboten. Sieht sich die ErzieherIn eher als im Hintergrund beobach-
tende Begleiterin und Partnerin des Kindes, das sich die Umwelt selbständig erobert, wird das Kind 
selbst zur bestimmenden Instanz des spielerischen Lernprozesses. Die ErzieherIn gibt nur bei Bedarf 
Hilfestellungen, gibt Anregungen, Impulse oder motiviert. Ansonsten überlässt sie dem Kind das Feld 
zur freien Erkundung und hält sich mit vorschnellem Eingreifen zurück. Dies stärkt das Selbstkonzept 
des Kindes in allen Bereichen. 
 
Die beste Möglichkeit zur effektiven Nutzung der zur Verfügung stehenden Räume besteht für uns in 
einer inneren Öffnung der Kita. Bewegung findet in unserer Kita nicht nur im Bewegungsbereich statt, 
sondern überall dort, wo Kinder leben und spielen. Die Verteilung der Kinder auf mehrere Funktions-
räume, schafft eine gelöste und bewegte Atmosphäre für Kinder und Erzieherinnen. Dabei ist gleich-
zeitig die Anforderung an die Kinder, Regeln einzuhalten, der Umgang mit Materialien sowie deren 
größere Selbständigkeit und Verantwortlichkeit von großem Wert. In Bezug auf das Konzept gelten für 
unsere pädagogischen Fachkräfte besondere Anforderungen wie: 
 
• Vertrauen in die Kollegen 
• inhaltliche Gestaltung 
• pädagogische Betreuung

• ständiger Austausch im Team 
• Verantwortungsgefühl für alle Kinder 
• Aufsichtspflicht 
 
Letztlich bewirkt diese Entflechtung in allen Räumen mehr Bewegungsraum und weniger Reizüberflu-
tung. Übersichtliche Räume mit einer dosierten Auswahl an Materialien verführen zur phantasievollen 
Entwicklung und Ausgestaltung von Spielprozessen. Offene Türen und auf das Wesentliche reduzierte 
Material und Mobiliar, schaffen ein bewegungsfreundliches Klima. Bewegung im Freien, bei jedem 
Wetter und zu jeder Zeit, ist unabdingbar. 
 
Die Bildungsbereiche in unseren Einrichtungen  
Unsere Bildungsbereiche laden dazu ein, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst-, Sozial- 
und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten Umgebung 
spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildung, Bewegung und Themen eingerichtet.  In un-
seren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative 
mit Tätigkeiten oder Themen zu beschäftigen, d.h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die 
Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern Spielpartner, Ort, Zeit sowie Materialien zu wäh-
len. 
 
Räume sollten derart gestaltet sein, dass sie Kinder immer und überall dazu einladen und auffordern, 
sich ganzheitlich zu bewegen. Bewegung darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, wie 
Turnraum oder Außenspielgelände reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern alltägliche Be-
wegungs- und Entscheidungsfreiheit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden können: Erkun-
den, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die eigenen körperlichen 
Grenzen und Kompetenzen zu erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem sie sitzen, knien, 
stehen oder liegen. 
 
Bewegungsbereich 
Der Bewegungsbereich ist einer der größten Räume in der Einrichtung und bietet allen Ki ndern viel-
fältige Bewegungsmöglichkeiten. Es werden nach den Interessen der Kinder Bewegungslandschaften 
oder Bewegungsbaustellen aus unterschiedlichen Materialien zusammengestellt. Feste Bestandteile 
des Bewegungsbereiches sind variabel (Kletterwand, Weic hbodenmatte, Trampolin, etc.) und nach 
den Interessen und Bedürfnissen der Kinder austauschbar.

Bällebad 
Es besitzt einen hohen Aufforderungscharakter für Kinder. Tiefensensibilität, Gleichgewicht und tak-
tile Wahrnehmungsbereiche werden hier ebenso gefördert, wie Entspannung und Fantasie. Des Wei-
teren schult es die Hand -Auge-Koordination, die sensorischen Fähigkeiten und bereitet den Kindern 
eine Menge Spaß und Freude. 
 
Außengelände 
Gerade die Kombination von frischer Luft, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, und die Mög-
lichkeit zu vielfältigen Bewegungsspielen tragen zur Gesunderhaltung bei. Mit Roller, Laufrad und 
Pedalos können auf unterschiedlichen Bodenbelägen Gleichgewicht, Körperspannung und Kraft so-
wie Angstüberwindung, aber auch Grenzerfahrung, geübt werden. Mobile Gegenstände wie Autorei-
fen, Bretter und vieles mehr erhöhen den Reiz draußen zu spielen und setzen der Entwicklung von 
Phantasie und Experimentierfreude keine Grenzen. 
 
Turnen und Schwimmen 
Regelmäßig gehen wir mit unseren Kindern zum Turnen in die große Turnhalle einer Grundschule und 
mit unseren angehenden Schulkindern zur Wassergewöhnung ins Hallenbad. In der Turnhalle stehen 
uns andere Turngeräte zur Verfügung, die es uns möglich machen, den Kindern durch Großgeräte Be-
wegungslandschaften zur Verfügung zu stellen, die wir in unseren Räumlichkeiten in dieser Form nicht 
anbieten können. Bewegungen im Wasser fördern die natürlichen Bewegungsabläufe des Körpers. 
Zudem sind Wasserspiele auch außerordentlich förderlich für die Koordination. Im Wasser spüren die 
Kinder ein anderes Körpergefühl, das sie zu anderen Bewegungsmöglichkeiten motiviert. 
 
Entspannung und Ruhe 
In unserer Einrichtung stehen den Kindern ebenfalls Räumlichkeiten in Form von Höhlen, Ecken, Ni-
schen und anderen Rückzugsm öglichkeiten zur Verfügung, um ihrem Bedürfnis nach Entspannung, 
Ruhe oder Schlaf nachgehen zu können.  
 
Gesund lernen 
Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder effektiv lernen können und sich kör-
perlich und geistig gut entwickeln. Eine ausgewogene, kindgerechte Ernährung und vielseitige Bewe-
gung sowie ausreichende Entspannungsmöglichkeiten sind dabei von grundlegender Bedeutung. Ist 
die Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungenganzheitlich ausgerichtet und in das pädagogi-
sche Kon zept eingebettet, lassen sich mit ihrer Hilfe Bildungs - und Erziehungsqualität nachhaltig

verbessern. Gleichermaßen, wie Gesundheit die Grundlage für eine gute Bildung und Entwicklung der 
Kinder darstellt, sind eine optimale Entwicklung und Bildung die Basis für Gesundheit und Wohlbefin-
den. Gut entwickelte und kompetente Kinder finden eher ihr körperliches und seelisches Gleichge-
wicht, sind selbstbewusster und widerstandsfähiger gegenüber Belastungen und Lebenskrisen.  
 
In der Bewegung erkunden, gestalten und entdecken Kinder ihre Lebenswelt. Die Neugier der Kinder 
ist groß. Dieses ist etwas Natürliches und ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Entwicklung. Es 
liegt grundsätzlich in der Natur der Kinder, sich zu bewegen. Ohne dieser natürlichen Anlage wäre eine 
Entwicklung vom unselbstständigen Säugling zu einer selbstständigen, selbstbewussten und gesunden 
erwachsenen Persönlichkeit nicht möglich.  
 
Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, Bewegung zuzulassen, Möglichkei-
ten für Bewegungserfahrungen zu schaffen und die Entwicklung unterstützend und fördernd zu be-
gleiten. 
 
Spielräume 
Kinder brauchen somit ausreichend Spielräume, in denen sie neue Bewegungsmöglichkeiten und bis-
lang unbekannte Zusammenhänge ihrer Lebenswirklichkeit erfahren. Durch neue Bewegungsversuche 
gewinnen sie gleichzeitig Körper - und Umwelterfahrungen, die sie für die nächsten Entwicklungs-
schritte brauchen. Sie lernen handelnd, forschend und gestaltend. Kinder, die gern tanzen, sich ver-
kleiden oder Theater spielen, erfahren in entsprechenden Bewegungsspielen neue darstellende und 
gestaltende Ausdrucksmöglichkeiten. Kinder verstehen Zusammenhänge in ihrer Lebenswelt erst 
dann, wenn sie Sachinformationen nicht über Erzählungen oder flimmernde Bilder erhalten, sondern 
über Körperbewegung und über sinnliches Beobachten und Begreifen. Sie entwickeln auf diese Weise 
eine sinnvolle Strategie zum Problemlösen. Wer mehr erlebt, kann daraus auch mehr Schlussfolgerun-
gen ziehen. Bewusste Bewegungen, in denen Kinder mit hellwachen Sinnen spüren und beobachten, 
fördern die Lernfähigkeit. 
 
Kinder können sich ihren Handlungen aufmerksamer widmen und die Aufmerksamkeit durch Bewe-
gung länger beibehalten. Sie gewinnen an Selbstkontrolle und können ihre Körperbewegungen besser 
kontrollieren. Die ganzheitliche Entwicklungsförderung unterstützt Kinder gleichermaßen in ihren 
sinnlichen, motorischen, sozialen und kognitiven Erlebnissen.

Durch bewegungsreiche Handlungen wird das zentrale Nervensystem intensiv aktiviert. Dies ermög-
licht körperliche und geistige Lernzusammenhänge, z. B. abwechselndes Vor - und Rückwärtsgehen 
oder das Hinzufügen und Abziehen von Materialien können das spätere Addieren und Subtrahieren 
vorbereiten. 
 
Bewegungsrhythmus 
Bewegung, Musik und Sprache sin d von Natur aus miteinander verknüpft. Kinder haben durch die 
Verbindung von rhythmischen Bewegungen mit Sprache und Liedern die Möglichkeit ihre geistigen 
Fähigkeiten auszubauen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Denk - und Bewegungsrhythmus. Wenn 
Kinder Melodien lernen oder erfinden oder zu Melodien tanzen, erleben sie einen fließenden Verlauf 
und eine sinnhafte Gliederung. Wenn zu der Melodie Texte gehören, müssen die Kinder über die Be-
deutung der Wörter nachdenken. Verstärkt wird es noch, wenn zu den Wörte rn Bewegungsformen 
hinzukommen und weil diese Wörter wichtig für die Kinder sind, bleiben sie im Gedächtnis.  
 
Kinder erwerben somit über Jahre hinweg ein Gespür für die körperlichen Fähigkeiten und eine mög-
lichst realistische Einschätzung. Sie entwickeln einen gesunden Umgang mit ihrem Körper und ein po-
sitives Selbstkonzept. Sie erweitern ihre konditionellen und koordinativen Fähigkeiten, insbesondere 
ihre grob- und feinmotorischen Fertigkeiten. Besonders nachhaltig ist es, wenn sie beim Spielen und 
Lernen schöne Erlebnisse und angenehme Gefühle erfahren.  
 
Bewegung fördert zudem Wahrnehmung und Konzentration. Mit ihren Bewegungen lernen Kinder 
ihre Umwelt und ihren Körper mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Sie erfahren den 
Unterschied zwischen oben und unten, schnell und langsam, schwach und stark. Ebenso ist die Ent-
wicklung des Denkens und des Lernvermögens eng an die Motorik gebunden. So ist beispielsweise die 
Fähigkeit rückwärts zu laufen mit der Fähigkeit rückwärts zu zählen verknüpft. Durch Bewegung setzen 
sich die Kinder mit sich selbst und mit anderen auseinander und können ihre Gefühle zum Ausdruck 
bringen. Bewegungsspiele fördern deshalb soziales Lernen und die Kommunikationsfähigkeit. In Fang-
spielen beispielsweise kommt es darauf an, die Mitspieler genau zu beobachten, um selbst nicht ge-
fangen zu werden. Die Kinder lernen, sich in andere hineinzuversetzen und darauf ihre Reaktionen 
abzustimmen. Auf diese Weise schult Bewegung die Wahrnehmung, auch nonverbaler Signale. Bewe-
gung ist die Grundlage aller Sinneswahrnehmung. Vor allem die Nahsinne werden über Bewegung 
gefordert und gefördert. Dazu gehören der Gleichgewichtssinn (vestibulärer Sinn), die Wahrnehmung 
von Muskeln, Sehnen und Gelenken (kinästhetischer Sinn) und die Tastwahrnehmung  über die Haut 
(taktiler Sinn). Der Gleichgewichtssinn bildet die Grundlage für Haltung, Bewegung und die motorische

Koordination. Er befähigt Kinder dazu, sich im Raum sicher zu orientieren. Eine gute Raumorientierung 
ist beispielsweise förderlich für das mathematische Verständnis.  
 
Denn mathematische Beziehungen sind räumlicher Natur. So können wir uns auf dem Zahlenstrahl 
und der Hunderter-Tafel vorwärts, rückwärts, diagonal oder nach rechts und links bewegen. Eine gut 
funktionierende taktil-kinästhetische Wahrnehmung bildet die Grundlage für den geschickten Einsatz 
des Körpers, besonders der Hände. Kinder mit einem ausgeprägten taktil -kinästhetischem Sinn kön-
nen deshalb besser malen und schreiben. Mit dem taktil-kinästhetischen Sinn erschließen sich Kinder 
auch die Welt der Formen. Sie drehen sich im Kreis, hüpfen hoch und runter, schlängeln sich am Boden 
und balancieren auf geraden und schiefen Linien. Dabei erspüren sie mit ihren Muskeln, Sehnen, Bän-
dern und der Haut die verschiedenen Formen und Oberflächen ihrer Umgebung. Die vielfältigsten und 
interessantesten Bewegungsanreize finden Kinder in naturnahen Räumen: Balancieren auf Baum-
stämmen, Laufen, Hüpfen, Springen, Rollen und Kriechen auf Wiesen, Hügeln, Schleichwegen, Mauern 
oder wackelnden Steinen im Bach – das schult die Sinne und macht Kindern viel Spaß.  
 
Gezielte Bewegungsangebote für Vorschulkinder müssen für sie nachvollziehbar sein und sich zum 
Wiederholen eignen: Bewegung auf wiederkehrende Rhythmen und Reime, Lieder und Refrains oder 
im Rahmen von Kreisspielen bietet den Kindern ein System und motiviert sie zum weiteren Tun. 
 
Psychomotorik in unserer Einrichtung 
Als eine Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen der Kinder versucht die Psychomotorik  ei-
nen ganzheitlichen Zugang zum Kind ü ber Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung zu erreichen. 
Dabei steht das Kind stets im Mittelpunkt allen Geschehens. Entwicklungsprozesse werden über eine 
enge Verknüpfung zwischen Körper, Geist und Seele in Gang gesetzt. Die Psychomotorik befähigt das 
Kind, sich mit sich selbst und seiner materiellen und personalen Umwelt auseinander zu setzen. Auf 
diese drei wichtigen Bausteine bauen wir die täglichen Impulse auf. Die sogenannte Ich -Kompetenz, 
Sach-Kompetenz und Sozial -Kompetenz, die das Kind dabei erlangt,  dient als Basis für eine umfas-
sende Handlungskompetenz. 
 
• Durch die Ich-Kompetenz lernen die Kinder den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, zu erleben 
und mit ihm umzugehen. 
• Durch die Sach -Kompetenz nehmen die Kinder die Umwelt wahr, lernen sich an Um weltgegeben-
heiten anzupassen und erhalten die Möglichkeit, Gegebenheiten zu verändern oder zu beeinflussen 
und unterstützt die Entwicklung der Intelligenz.

• Durch die Sozial-Kompetenz nehmen die Kinder andere Kinder wahr, passen sich an diese an, z. B. in 
Spielsituationen, gehen mit ihnen rücksichtsvoll um und erleben Kommunikationssituationen immer 
wieder neu. 
 
Über Bewegung und Spiel werden die Kinder über Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben so 
motiviert, dass Schwächen, Defizite und Auffälligkeiten in den Hintergrund rücken. Das Selbstbewusst-
sein der Kinder wird gestärkt, da es sich in vielfältigen Situationen als kompetent erleben kann. Indem 
sich an den Stärken der Kinder orientiert wird, bleiben den Kindern Misserfolge und Frustration er-
spart. Sie gewinnen an Selbstvertrauen und wagen sich an neue Dinge heran. Die positiven Erfahrun-
gen, die die Kinder über die Psychomotorik machen, übertragen sich meist auch auf den gesamten 
Lernbereich. Somit wird eine solide Basis in einer wichtigen Entwicklungsphase der Kinder gelegt, die 
für die Persönlichkeitsentwicklung und somit für das spätere Lernen in der Schule notwendig ist. 
 
Tiergestützte Pädagogik 
Nicht außer Acht zu lassen sind unsere zusätzlichen pädagogischen Mitarbeiter: die Tiere.  
 
Wir geben in unseren Einrichtungen den Kindern die Möglichkeit, Tiere als Haus - und Stalltiere ken-
nenzulernen. In unserem Wohnumfeld ist es den meisten Familien nicht möglich, eigene Haustiere zu 
halten, sodass die Kinder ein großes Interesse an Tieren zeigen. Durch die Tierhaltung in unseren Ein-
richtungen ist es vielen Kindern erstmals möglich, persönlich mit Tieren in Kontakt zu treten. Momen-
tan leben bei uns Ponys, Hühner, Vögel und ein Kindergartenhund. Die elementaren Grundbedürfnisse 
der Tiere ähneln denen der Menschen und sind aus diesem Grund für die Kinder einfach zu verstehen. 
Durch die Unterstützung bei der Versorgung, übernehmen die Kinder schon früh Verantwortung für 
ein anderes Lebewesen. Auch über diese täglichen Rituale und verschiedenen Aktionen mit den Tieren 
werden zusätzliche Sprachanlässe geschaffen. Die Fähigkeit zur sozialen Interaktion wird durch den 
Kontakt zwischen Kind und Tier gefördert. Will das Kind eine Beziehung zu dem Tier aufbauen und mit 
diesem kommunizieren, so muss es lernen, Einfühlungsvermögen für ein anderes Lebewesen zu ent-
wickeln und es zu schätzen 
 
Ziele in Bezug auf Bewegung in Verbindung mit unseren Tieren: 
 
• wirken motivierend und steigern die Lebensqualität 
• haben einen hohen Aufforderungscharakter 
• fördern Verantwortungsbereitschaft und das Bewusstsein für andere Lebewesen

• wirken entspannend und stressreduzierend 
• erlauben Körperkontakt 
• stärken die Entwicklung der sensomotorischen-perzeptiven Kompetenzen 
• ermuntern zu körperlicher und geistiger Aktivität 
• verhelfen zu mehr Selbstvertrauen 
• regen zu motorischer Bewegung an 
• sind eine soziale Unterstützung für das Kind 
• stärken das Selbstwertgefühl

3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
 
Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. richtet sich in der Zusammenarbeit mit Eltern nach dem 
systemischen Ansatz. Der Träger befindet sich momentan im Zertifizierungsprozess zur DGSF (Deut-
sche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V.) „empfohlenen Ein-
richtung“ der Kinder- und Jugendhilfe.  
 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Mitarbeitern, in 
denen beide Parteien gemeinsam Verantwortung für den Bildungsprozess des Kindes tragen. Die ge-
meinsame Sorge für das Kind, seine Entwickl ung, Erziehung und Förderung steht hierbei im Zentrum 
der Zusammenarbeit, welche durch ein wertschätzendes, empathisches Miteinander und gegenseiti-
gen Respekt geprägt ist. Eltern sind die Experten für ihr Kind. Die bisherigen Erfahrungen aus der Fa-
milie bilden die Grundlagen für die Zusammenarbeit, auf denen wir gemeinsam aufbauen. Mit diesem 
Wissen kann u. a. die Eingewöhnung eines Kindes individuell gestaltet werden. Eine wichtige Aufgabe 
in der Elternpartnerschaft besteht also darin, beide Lebenswelten des Kindes zu verbinden. 
 
Angebote  
Der Träger arbeitet mit zwei einrichtungsübergreifenden „Elternbegleitern“, die den Familien mit ei-
nem hohen Bedarf an praktischer Hilfe und Unterstützung, im Hinblick auf die Bildungsverläufe ihrer 
Kinder, mit Rat und praktischer Anleitung zur Seite stehen. Insbesondere Familien mit Migrationshin-
tergrund, Familien aus sozial benachteiligten Lebenslagen und bildungsungewohnte Familien profitie-
ren von niederschwelligen und aufsuchenden Angeboten der Elternbegleitung. Ziel d er Elternbeglei-
tung ist die Stärkung der Familie als zentraler Ort der frühen Bildung und Förderung von Kindern. Die 
Bildungsbegleitung von Familien, die Beratung von Eltern und Erziehungsverantwortlichen zu Bil-
dungssystem und Bildungsübergängen sowie die Stärkung von Erziehungskompetenzen sind wesent-
liche Bausteine auf dem Weg zu früher Bildung und sozialer Chancengleichheit aller. 
 
Aufgabenbereiche: 
• Stärkung der Elternkompetenz: Eltern und Familien werden für den Stellenwert von Bildung 
sensibilisiert und bei der individuellen Förderung der Kinder und der Stärkung von Alltagsbildung in 
der Familie unterstützt. 
• Eröffnen von Bildungsoptionen: Es werden Angebote zur Beratung und Begleitung der Eltern 
zu Themen wie kindliche Bildungsverläufe und Bildungsinstitutionen eingerichtet. 
• Beratung zu Bildungsübergängen: Eltern erhalten Unterstützung bei Fragen zum Übergang in 
die Kita, von der Kita in die Schule und zur Schulwahl.

• Stärkung der partnerschaftlichen Vereinbarkeit: Familien werden m it handlungsorientierten 
Hilfen, insbesondere zur Rolle von Vätern in Erziehungsverantwortung und partnerschaftlicher Eltern-
schaft, unterstützt. 
• Verstehen von Familien: Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern schätzen die Fähigkeiten 
der Kinder ein und vermitteln Familien bei Bedarf an andere Dienste. 
• Verbessern der Zusammenarbeit: Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter fungieren als Bin-
deglied zwischen Familien und Bildungseinrichtungen und unterstützen die Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern. 
• Entwicklung neuer Angebote: In den Einrichtungen werden neue, niederschwellige Formen 
und Inhalte der Eltern- und Familienbildung erprobt und etabliert. 
• Einrichten von Netzwerkstrukturen: Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen eltern- 
und kindbezogenen Einrichtungen, Institutionen und Trägern im Sozialraum wird initiiert und verste-
tigt. 
 
Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft hat in unserer Elterninitiative einen besonderen Stellen-
wert. Die Eltern lassen nicht nur ihr Kind in unserer Einrichtung betreuen, sondern werden auch selbst 
Mitglied im Verein. Dies bedeutet, dass sie über das Organ der Mitgliederversammlung über sämtliche 
Vorgänge in der Geschäftsführung informiert werden, Transparenz bezüglich der Finanzen  besteht 
und sie durch ihr Stimmrecht Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Trägerschaft finden. Eine 
weitere Möglichkeit, sich aktiv in das Kita geschehen einzubringen, gibt es über die Mitwirkung im 
Elternrat. Der Elternrat bildet eine zusätzliche Br ücke zu der Elternschaft und wird aktiv in unseren 
Einrichtungen in folgende Aufgaben einbezogen: 
 
• Das Recht auf Information über alle die Einrichtung betreffenden Angelegenheiten durch Kita-
Leitung und Träger 
• Ausgestaltung der Kindertagesstätte 
• Organisatorische und finanzielle Angelegenheiten  
• Personalausstattung 
• Die Öffnungs- und Schließzeiten 
• Kriterien für die Aufnahme von Kindern 
• Die Grundsätze der pädagogischen Konzeption 
• Die Jahresplanung 
• Die Elternarbeit der Kindertageseinrichtung

Die Eltern finden in den Einrichtungen des Trägers zu jedem Schwerpunktbereich einen Aushang, der 
wöchentlich die aktuellen Spielprozesse und Spielinhalte der Kinder beschreibt. Wir nennen diese 
„sprechende Wände“. So sind die Eltern neben den Tür-und-Angel-Gesprächen jederzeit über die ak-
tuellen Geschehnisse in der Einrichtung informiert.  
 
In den Einrichtungen befindet sich im Eingangsbereich der „Empfang“, an dem die Eltern und Kinder 
jederzeit einen Ansprechpartner für ihre Anliegen finden. Der Empfang bietet die Möglichkeit, die El-
tern und Kinder zu begrüßen und zu verabschieden, die Anwesenheit zu dokumentieren und Informa-
tionen auszutauschen. Zudem steht jeder Mitarbeiter den Eltern für sogenannte Tür -und-Angel-Ge-
spräche zur Verfügung. Mindestens zweimal jährlich findet ein Beratungsgespräch nach den systemi-
schen Grundlagen statt. In diesen Gesprächen soll es einen Austausch über die familiäre Situation und 
die Kitasituation geben. Der Gesprächsinhalt richtet sich in erster Linie ganz nach dem Anliegen der 
Eltern und erst zweitrangig nach dem Anliegen der Einrichtung.  
 
Der Elternabend/Elternnachmittag  
Das Kindergartenjahr ist gespickt von Angeboten für die Familien und den Sozialraum. Wir verstehen 
unsere Einrichtungen als Bildungsstätten für alle Interessierten. Die Themen für diese Veranstaltungen 
ergeben sich aus den Bedürfnissen und Interessen der Eltern oder werden direkt von uns ausgewählt. 
Methodisch setzen wir auf Vielfalt, dies kann z. B. ein gemeinsames Frühstück mit einem besonderen 
Gesprächsthema oder ein Vortrag durch externe Referenten sein. Hier kommt der Einsatz unserer 
beiden „Elternbegleiter“ zum Tragen, die ihre Aufgaben hauptsächlich in der Betreuung der Eltern 
sehen. Sie erarbeiten gemeinsam mit den Eltern einen Kalender mit Themen und Veranstaltungen und 
sind zu jederzeit Ansprechpartner für jegliche Anliegen der Eltern.  
 
Das Anmeldegespräch  
Das Anmeldegespräch ist für uns besonders wichtig, um die interessierten Eltern kennenzulernen und 
ihnen unsere b esondere Arbeit vorzustellen. Das Gespräch beinhaltet auch eine Führung durch die 
Einrichtung, die Mitgabe von Informationsmaterial und die Information über den Träger als Elternini-
tiative. Insgesamt nehmen wir uns für das Anmeldegespräch eine Stunde Zeit. 
  
Feste  
Gemeinsam feiern wir mit den Eltern die Feste der unterschiedlichen Religionen und Kulturen.

Formen der Beteiligung von Kindern 
Kinder sind kompetente Akteure der eigenen Entwicklung. Sie setzen sich von Beginn ihres Lebens an 
aktiv und aus eigenem Antrieb mit ihrer sozialen und materiellen Umwelt auseinander und fällen da-
bei immerzu wichtige Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben. Partizipation auf der Beziehungs-
ebene bedeutet, Kinder als Experten ihres eigenen Lebens ernst zu nehmen. Unseren Kindern wird 
das Leben in einer demokratischen Gemeinschaft vermittelt. Sie lernen und erfahren die Grundprinzi-
pien einer Demokratie. Die Kinder erleben, dass eigene Beiträge und Ideen wichtig sind und ernst ge-
nommen werden. Jedes einzelne Kind soll ein Bewusstsein dafür erlangen, dass seine Mitarbeit bei 
der Gestaltung des Alltags möglich und ausdrücklich erwünscht ist und somit zum gelingenden Mitei-
nander beiträgt. Die Kinder nehmen aus dem Kindergarten wichtige Erfahrungen mit, wie man sich in 
einer Gemeinschaft einbringen kann, nach welchen Regeln Entscheidungsprozesse stattfinden können 
und wie wichtig eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Partizipation ist ein 
Schlüsselprozess für gelingende Bildung und als "Demokratie lernen" zu verstehen. 
 
In unseren Einrichtungen ist Partizipation ein Recht der Kinder und damit eine Verpflichtung für jeden 
einzelnen Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, kindgerechte Formen sozialer Partizipation zu fördern und die 
aktive Beteiligung von Kindern an demokratischen Entscheidungsprozessen zu erhöhen. Dazu gehören 
die Haltung, sich zuständig zu fühlen für die eigenen Belange und die der Gemeinschaft und die Kom-
petenz, sich konstruktiv streiten zu können, also eigene Interessen vertreten und sich in ander e hin-
einversetzen zu können. Derartige Haltungen und Kompetenzen entwickeln sich früh. Und wie andere 
Bildungsinhalte können sie nicht vermittelt, sondern nur handelnd erworben werden. Partizipation ist 
in unseren Kindertageseinrichtungen strukturell verankert und findet sich in Kinderparlamenten, Kin-
derräten oder Kinderkonferenzen wieder, welche unterschiedliche Möglichkeiten mit sich bringen. 
Diese Gremien treten im Alltag selbstverständlich mit allen Beteiligten zusammen und sind mit Ent-
scheidungsbefugnissen ausgestattet, die nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen 
bedeutsam sind.

3.2.7 Bildungsdokumentation  
 
Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. hat für sich ein Beobachtungs - und Dokumentations-
system entwickelt, das sich dan k regelmäßiger Fortschreibung ganz auf die individuelle Bildungsge-
schichte der Kinder bezieht. Neben den eher zufälligen Alltagsbeobachtungen und Wahrnehmungen, 
welche die Grundlagen für Beurteilungen über die Kinder bilden, ist für die Einrichtungen der E ltern-
initiative eine Ergänzung durch systematische- und methodische Beobachtungen von besonderer Be-
deutung. 
 
Entwicklungsdokumentation  
Die Entwicklungsdokumentation konzentriert sich auf die Fortschritte in den einzelnen Kompetenzbe-
reichen. Hierbei steht der aktuelle Entwicklungsstand im Vordergrund. Die Dokumentation erfolgt auf 
dem Kita Server, der für alle Mitarbeiter durch einen persönlichen Login zugänglich ist. Dies bietet den 
Vorteil, dass alle Informationen zu den Kindern und Familien allen Kollegen gleichzeitig und zentral 
zur Verfügung stehen. Das spezielle Beobachtungssystem beinhaltet Beobachtungen für die verschie-
denen Kompetenzbereiche. Zu jedem einzelnen Kind werden monatlich von mind. drei unterschiedli-
chen Fachkräfte Beobachtungen zu jedem Kompetenzbereich niedergeschrieben. Alle vier Monate 
wird anhand der Beobachtungen ein, auf die Bildungsgeschichte des Kindes, ausgerich teter Entwick-
lungsbericht erstellt. Dieser Entwicklungsbericht beinhaltet die Familienanamnese sowie die Entwick-
lungen in den einzelnen Kompetenzbereichen. Den Abschluss bilden die formulierten Ziele für die 
kommenden drei Monate. Der Schwerpunkt dieser Dokumentationsarbeit liegt hier ganz auf den po-
sitiven Entwicklungsschritten, Stärken und Interessen des Kindes. Ergänzt wird diese Entwicklungsdo-
kumentation durch die „Altersbezogenen Merkmale“ und den Basik -Bogen (Begleitende alltagsinte-
grierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen).  
 
Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio)  
Unser Portfolio ist ein bleibendes Erinnerungsstück und eine individuelle Dokumentation der Entwick-
lung von, mit und für die Kinder. Um die Bildungsgeschichte transparent zu machen, wird für jedes 
Kind ein Portfolio angelegt. In Gemeinschaftsarbeit von Kind, Eltern und Erziehern werden einzelne 
bedeutende Lern- und Bildungsprozesse dokumentiert und festgehalten. Es entsteht eine Biografie 
des Lernens, eine positiv dargestellte Kindergartenzeitreise mit den wichtigsten Bildungs - und Ent-
wicklungsschritten des Kindes. So kann das Kind selbst erkennen, wie es sich verändert hat.

Tag für Tag erleben wir mit den Kindern Situationen, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden. Die 
kleinen oder auch größeren Entwicklungsschritte, die jedes Kind individuell für sich meistert, gilt es in 
ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen. Die Kinder spüren unsere Wertschätzung, wenn sie erleben, dass 
wir ihrem Tun Bedeutung beimessen und es dokumentieren. Sie begleiten das Aufschreiben und fügen 
oft noch erklärende und ergänzende Kommentare hinzu. Portfolios geben uns die Chance, die Lern-
schritte und die Entwicklungsgeschichte der Kinder professionell und wertschätzend festzuhalten.  
 
Jedes Portfolio ist anders - ganz so, wie auch jedes Kind einzigartig ist. 
 
Für unser Portfolio haben wir folgende Ziele: 
• Kinder werden angeregt, über sich selbst nachzudenken 
• Dem Kind bei jeglichen Inhalten mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen 
• Positive Nähe zu jedem Kind  
• Sammlung wertvoller Erinnerungen für das Kind 
• Entwicklungsschritte werden für und vor allem mit den Kindern erarbeitet 
• Kinder sammeln Erfahrungen über ihre Arbeitsweise und wie sie dokumentiert werden kann 
 
Das Kind le rnt sich selbst Ziele zu stecken und zu erreichen. Es lernt Selbstinitiator zu werden, sich 
selbst zu reflektieren, Verantwortung für sein eigenes Lernen mit zu übernehmen und weitere Lern-
schritte eigenständig zu planen. Die von Grund auf positive Ausrichtung verhilft so zu Selbstbewusst-
sein und Selbstsicherheit. 
 
Das Portfolio dient nicht nur dem Kind selbst, sondern auch seinen Eltern, die sich anhand der Doku-
mentationen immer wieder über den Bildungsstand und die Bildungsprozesse ihres Kindes informie-
ren können. Dies bildet die Basis für den Austausch und die Kooperation mit den Eltern.  Die Erziehe-
rinnen können mit dieser Dokumentation ihr pädagogisches Handeln für die Weiterbildung des Kindes 
abstimmen. Die Beobachtungen sind ein Bestandteil der Beziehun g zwischen den pädagogischen 
Fachkräften und den Kindern, die sich in der direkten Kommunikation und Interaktion weiterentwi-
ckeln. Die Einrichtung hat darüber hinaus die Möglichkeit,  eigene pädagogische Arbeit darzustellen 
und diese als unterstützendes Element zur Qualitätsentwicklung zu nutzen. 
 
Sprechende Wände  
Zuzüglich verwenden die Schwerpunktbereiche die „sprechenden Wände“ aus der Reggiopädagogik, 
die in kleinen Schritten Entwicklung für und mit Kindern durch Fotos aufzeigen

3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt  
 
Nicht jedes Kind hat Großeltern oder sieht die eigenen oft genug. Dabei ist eine Begegnung zwischen 
den Generationen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder sehr wichtig. Die intergene-
rative Pädagogik bietet solch eine Möglichkeit. 
 
Wir konnten feststellen, dass der regelmäßige Kontakt zwischen unseren Kindern und Senioren nicht 
nur den institutionellen Alltag in unseren Einrichtungen bereichert, sondern auch zu einem neuen ge-
genseitigen Verständnis der beiden Generationen führt. 
 
Unsere Mitarbeiter sind sich darin einig, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen jungen 
und alten Menschen für beide Seiten eine enorme Bereicherung darstellt. Sie stabilisiert die Identität 
von Senioren und steigert ihre Lebensfreude. Kinder wiederum erleben mit den alten Menschen, etwa 
durch Erzählungen und alte Lieder, Bereiche und Facetten des Lebens, die ihnen sonst verschlossen 
blieben. Die kindliche Phantasie wird angeregt und erhält neue Impulse, während den alten Menschen 
wichtige Erfahrungs - und Lernprozesse ermöglicht werden. Senioren, die in Altenheimen versorgt 
werden und in den Einrichtungen häufig die Verbindung zur Außenwelt verlieren, können durch den 
regelmäßigen Kontakt zu Kindern leichter den Bezug zum heutigen Lebe n erhalten. Sie bleiben auf 
diese Weise aktiv und müssen sich mit neuen Gegebenheiten, wie etwa mit zeitgemäßen Erziehungs-
weisen, auseinandersetzen. Sie lernen dabei, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und sich auf den 
heutigen - weniger autoritären - Umgang mit Kindern einzustellen. Genau diese geistige Mühe, eigene 
Anschauungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren, beschreiben unsere Mitarbeiter als 
erstaunlich dynamisierend für alte Menschen. 
 
Unsere Erzieherinnen und die Pflegekräfte aus den Altenheimen arbeiten hier eng zusammen. Sie pla-
nen Aktionen und schaffen Begegnungsräume und -situationen, in denen sich alle Beteiligten ange-
sprochen und aufgehoben fühlen. Dabei geht es weniger um einmalige Veranstaltungen, wie das ritu-
alisierte Vorsingen von Kindern in Altenheimen während der Adventszeit. Der Schwerpunkt der inter-
generativen Arbeit liegt vielmehr auf der Kontinuität der Kontakte, d. h. auf einer echten Chance für 
Kinder und Senioren, sich individuell zu begegnen und tiefergehende Beziehungen aufzubauen.

3.2.9 Umwelterziehung  
 
Der Begriff „Umwelt“ umfasst ein weites Spektrum. Im Vordergrund steht für uns die Nachhaltigkeit 
sowie die Umwelterziehung. Diese umfasst nicht nur die Pflege von Gärten, sondern bezieht sich auf 
unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern. Daher arbeiten wir in unseren Einrichtungen mit vielen 
natürlichen Materialen. Diese bieten den Kindern optimale Bedingungen, um ihren Forscherdrang aus-
zuleben. Dabei ist uns die Natur eine große Hilfe. Dies geschieht z. B. durch  Waldspaziergänge oder 
auf unseren Außenanlagen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder ein Gefühl für die Umwelt und Natur 
bekommen. Um Ihnen dieses Verständnis näherzubringen, besitzen unsere Einrichtungen ver-
schiedenste Bücher zu den Themen Umwelt und die Tiere unserer Erde.  
 
Vor allem unsere Außenanlagen bieten mit unseren Naturpädagogen viele Möglichkeiten durch na-
türliche Materialien die Natur näher kennenzulernen sowie zu erforschen und zu experimentieren. 
Aber nicht nur das Außengelände bietet den Kindern ein Forschererleb nis, sondern auch unser For-
scherbereich in den Einrichtungen schafft Möglichkeiten, in denen die Kinder verschiedene Materia-
lien kennenlernen und mit ihnen experimentieren können.  
 
Natürlich möchten wir unserer Umwelt auch etwas zurückgeben, daher ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ 
bei uns von besonderer Bedeutung. Wir verzichten auf Materialien, welche Plastik aufweisen, z. B. bei 
Spielzeugen, sondern setzen auf Mittel aus der Natur. Zu diesen zählen z. B. Steine, Blätter oder auch 
Sand. Auch viele Spielgeräte sind aus Bruchstücken erbaut worden.  
 
Des Weiteren haben wir unsere Arbeit digitalisiert. Dies geschieht durch unseren internen Server. Da-
mit ist es möglich, die Dokumente und Fotos intern zu speichern, sodass nur ein Bruchteil der geschrie-
benen Arbeiten ausgedruckt werden muss. Auf diese Art wird eine Menge Papier eingespart und die 
Umwelt geschont. Auch im Bereich der Ernährung wird bei uns auf Nachhaltigkeit geachtet. Dabei ist 
unsere Ökotrophologin eine große Unterstützung. Sie gibt uns Ratschläge, z. B. für Verbrauchsmengen 
und Lebensmittelprodukte. Dabei steht das Thema Gesundheit im Vordergrund. Unsere Einrichtungen 
sind ebenfalls von Plastikflaschen auf einen Soda -Stream umgestiegen, um Müll zu vermeiden. Wir 
möchten unsere Arbeit im Bereich der Umwelt immer weiter ausbessern, daher sind in der nächsten 
Zeit Kompostanlagen, weiterhin die Gesundheitsförderung unserer Mitarbeiter und weitere digitale 
Erneuerungen, wie z. B. die Verteilung von Elternbriefen per E-Mail, geplant.

3.2.10 Gesundheitserziehung 
 
Gesundheitserziehung findet in unseren Einrichtungen alltäglich statt. Der Bezug zu gesunder Ernäh-
rung, Bewegung, Hygiene, Sicherheit, Krankheiten, Stress und Belastungen der Psyche wird in unseren 
Einrichtungen mit den Kindern hergestellt. Mit Hilfe unseres Bewegungskonzeptes stellen unsere Er-
zieherInnen nicht nur sicher, dass Kinder sich ausreichend bewegen, sondern dass Kinder auch dazu 
motiviert werden, sich zu bewegen. Sie sollen den Zusammenhang zwischen der Gesundheit und aus-
reichender Bewegung herstellen können. Unsere Kinder haben die Möglichkeit, sich aufgrund des Kon-
zeptes ganztägig und ganzjährig im Freien aufhalten. Durch die begleiteten Spielprozesse auf unserem 
Außengelände halten sich unsere Kinder auch bei schlechtem Wetter draußen auf. 
 
Einmal jährlich bekommen unsere Einrichtungen Besuch vom Zahnarzt. Hier wird den Kindern nicht 
nur die Wichtigkeit der Zahn- und Mundhygiene nähergebracht, sondern auch das richtige Zähneput-
zen gezeigt. Die Entstehung von Parodontose und Karies wird den Kindern erklärt und die Bedeutung 
der Vorbeugung aufgezeigt. Die Kinder lernen den Aufbau und die Funktion des Gebisses kennen. 
 
Aber nicht nur der Zahnarzt klärt die Kinder über die Zahn - und Mundhygiene auf, sondern auch un-
sere Erz ierInnen. Sie geben den Kindern Erklärungen zum Thema anhand von Bilderbüchern oder 
durch Gespräche. Täglich werden unsere Kinder daran erinnert, nach den Mahlzeiten ihre Zähne zu 
putzen. Dazu steht jedem Kind eine eigene Zahnbürste und ein eigener Zahnput zbecher zur Verfü-
gung.  
 
Einer unserer Schwerpunkte ist die gesunde Ernährung. Unsere Kinder sollen nicht nur gesunde Mahl-
zeiten zu sich nehmen können, sondern auch ein Verständnis dafür bekommen, wieso eine gesunde 
Ernährung so wichtig für die Gesundheit ist. Dazu gehört das begleitete Einkaufen auf dem Wochen-
markt oder in den Supermärkten, die aktive Beteiligung am Kochen und das Bewusstmachen von un-
gesunden und gesunden Lebensmitteln. Bei dem Thema gesunde Ernährung spielen die Eltern eine 
wichtige Rolle.

3.2.11 Gesunde Ernährung  
 
Unsere Kinder sollen gesund aufwachsen. Dazu ist ein qualitatives Essen eine wichtige Voraussetzung. 
In unserer Kita sammeln unsere Kinder prägende Erfahrungen im Umgang mit Lebensmitteln. Die Ver-
pflegung in unseren Kindertageseinrichtungen leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der geis-
tigen und körperlichen Entwicklung. 
 
In unseren Einrichtungen steht den Kindern ein Kinderrestaurant zur Verfügung, welches durch unsere 
Frischküchen in den Kitas mit ausgewählten und ausgewogenen Mahlzeiten, wie das Frühstücks- und 
auch Mittagsbuffet, bestückt wird. Jede Mahlzeit, ob Frühstück oder Mittagessen, wird täglich frisch 
in der Kita zubereitet und den Kindern angeboten. Dabei arbeiten wir nach dem FitKid Konzept der 
DGE. Alle u nsere Einrichtungen werden von der trägereigenen Ökotrophologin begleitet und unter-
stützt. Unser „Ernährungskonzept“ wurde durch den Pluspunkt Ernährung der Anerkannten Bewe-
gungskindertageseinrichtung und durch die DGE zertifiziert.  
 
Das Restaurant ist strukturell so ausgestattet, dass es den Kindern beim Betreten möglich ist, die Ab-
läufe zu erkennen. Der Raum zeichnet sich durch die Gestaltung der Kinder über Wand- und Tischde-
koration aus. Das Mobiliar in der Küche ist so ausgesucht, dass es den Kindern die für das Essen erfor-
derlichen Bewegungsmöglichkeiten bietet. Das Mobiliar besteht aus runden Hockern und Bänken, die 
unterschiedliche Möglichkeiten des Sitzens zulassen. Dies soll den Kindern die Möglichkeit geben, eine 
ihnen angenehme Sitzposition zu wählen. Gleichzeitig bieten wir dem Kind die Möglichkeit, auch auf 
anderen Ebenen, ihr Essen zu sich zu nehmen. Das kann zum einen auf Bodenebene stattfinden oder 
auch im Freien in Form eines Picknicks. Das Essen im Restaurant wird auf einem großen Tisch in Buf-
fetform, sowohl zum Frühstück, als auch zum Mittagessen, angeboten. Das Restaurant ist für die Kin-
der den ganzen Tag geöffnet und bietet zwischen den Hauptmahlzeiten Zwischenmahlzeiten an. 
 
1. Der Einrichtung steht ein separater Raum als Restaurant zur Ver fügung. Das hat den 
Vorteil, dass die Mahlzeiten klar von den übrigen Aktivitäten abgrenzt sind.  
2. Die Kinder entscheiden, wann sie essen möchten und bestimmen somit auch die 
Dauer der Mahlzeit (Selbstbestimmung). Somit entscheiden die Kinder in ihren 
Spielprozessen, wann sie diese unterbrechen möchten. Die Kinder lernen so Rücksicht 
zu nehmen auf ihre Gefühle wie Hunger und Sättigung. Dies unterstreicht noch einmal 
die Verantwortung für sich selbst.

3. Die Kinder organisieren ihr Frühstück in Bezug auf ihre Pa rtner. Sie laden sich 
entweder Partner ein oder werden eingeladen. So werden gemeinsame Interessen 
am Tisch thematisiert und es erfolgt ein verbal gemeinsames Miteinander. 
4. Durch die kleineren Gruppen ist der Geräuschpegel bedeutend geringer, dies wird 
durch Kommunikationsregeln unterstützt. 
5. Bei der Auswahl der Nahrungsmittel stehen den Kindern eine Vielzahl von gesunden 
Lebensmitteln zur Verfügung die unterschiedlich probiert werden können. Die Kinder 
tauschen sich beim Verzehr der Lebensmittel über ihre Vo rlieben und Abneigungen 
aus. Dies wiederum unterstützt die Motivation der Kinder von anderen Kindern 
Lebensmittel zu probieren. Die Möglichkeit andere Kinder bei der Auswahl und dem 
Verzehr ihrer Lebensmittel zu beobachten, animiert dazu, unbekannte Lebens mittel 
auszuprobieren. 
6. Die Kinder entscheiden über Menge und angebotene Lebensmittel selbständig und 
werden in ihrem Tun durch eine anwesende Erzieherin positiv unterstützt. 
7. Die Kinder werden keinesfalls angehalten Lebensmittel zu probieren. 
8. Da wir zu unseren Mahlzeiten ausschließlich gesunde Lebensmittel anbieten bleibt die 
Auswahl der Lebensmittel, sowohl zum Frühstück als auch zum Mittagessen, in der 
Entscheidung des Kindes. 
9. Das Angebot des Buffets bedeutet für unsere Kinder ein sehr selbständiges Ag ieren, 
angefangen mit dem Eindecken des Tisches sowie mit dem Auffüllen ihres Tellers. 
10. In den Einrichtungen hat das Buffet den Vorteil, dass sowohl die Räumlichkeiten nicht 
umstrukturiert werden müssen, als auch den, dass alle Kinder nicht zeitgleich ihre 
Mahlzeit einnehmen müssen. 
 
Zur Erläuterung beziehen wir uns besonders auf die evolutionäre Entwicklung des Menschen, speziell 
auf die Entstehung und Entwicklung des Geschmackssinns und dessen Bedeutung. 
 
Uns ist zunächst genetisch gegeben, Süßes und Fetti ges auszuwählen, Bitteres jedoch abzulehnen – 
Muttermilch erfüllt diese beiden Anforderungen perfekt. Die gute Erfahrung, dass die Kinder mit der 
süßen und fetten Milch in den ersten Lebensmonaten gut gedeihen, führt dazu, dass sie während der 
Beikostzeit und später auch dann am Familientisch immer wieder auf der Suche nach Süßem und Fet-
tigem sind. Wenn ein Lebensmittel süß und fettig ist, enthält es konzentrierte Energie. Und das ist 
genau das, was Kinder brauchen. Sie haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen sehr hohen 
Energiebedarf und gleichzeitig einen relativ kleinen Magen, der noch nicht so große Nahrungsmengen

aufnehmen kann. So brauchen Kinder Nahrungsmittel, die bei geringem Volumen viel Energie enthal-
ten. 
 
Der kritische Blick auf das Gemüse, den Kinder häufig zeigen, ist vor diesem Hintergrund leicht zu 
verstehen. Das Ablehnen von Gemüse - besonders von grünem Gemüse - ist kein Trotzverhalten, son-
dern pure Über lebensstrategie. Gemüse mit geringem Energiegehalt, das noch nicht einmal süß ist, 
füllt zwar den Magen, macht jedoch nicht ausreichend satt. Gemüse als Frischkost -Fingerfood wird 
sehr gerne gegessen, hat aber in der Hauptsache einen spielerischen und durs tlöschenden Effekt. 
Knabbergemüse kracht so schön, macht aber nicht satt, was aber auch nicht der Anspruch ist. Bei der 
warmen Mahlzeit hingegen haben die Kinder das Bedürfnis, sich zu sättigen, da reicht das pure gegarte 
Gemüse einfach nicht aus. 
 
Eltern und Erzieher sind sich in einem Punkt einig. Wenn es um das Essen geht, sind kleine Kinder 
komplett unvernünftig. Sie präferieren ungesunde Nahrungsmittel. Nicht selten werden gesunde Le-
bensmittel von ihnen außer Acht gelassen. 
  
Neben dem Geschmackssinn gibt es noch weitere Leitplanken, die alle Menschen zu einem sicheren 
Essen führen. Etwa der sogenannte Garcia- Effekt: Hat ein Nahrungsmittel einmal Übelkeit oder Erb-
rechen ausgelöst – und sich so als potenziell giftig erwiesen –, so wird es langfristig ab gelehnt. Eine 
einzige schlechte Erfahrung reicht dabei aus, um das jeweilige Nahrungsmittel jahrelang zu meiden – 
zumindest bei Kindern. 
 
Die Neophobie folgt einem bei allen Kindern in etwa gleichen zeitlichen Verlauf: Zwischen vier und 
sechs Monaten ist s ie am geringsten ausgeprägt – die meisten Säuglinge probieren in diesem Alter 
praktisch alles, was ihnen angeboten wird. Ab etwa dem 18. Monat verengt sich der Auswahlhorizont 
allmählich, der Blick wird immer kritischer, der Mund öffnet sich immer zögerlicher. Im späten Klein-
kind- und Kindergartenalter hat die Skepsis gegenüber Neuem ihr Maximum erreicht: Kinder sind dann 
wirklich schlechte Esser und lehnen neue geschmacklich komplexe oder eventuell bitter schmeckende 
Nahrungsmittel oft komplett ab.  Erst zwischen acht und zwölf Jahren weitet sich der Wahlhorizont 
wieder, Kinder beginnen jetzt mit vorher undenkbaren Nahrungsmitteln wie Pilzen, stärkeren Käses-
orten und auch Gemüse wie Brokkoli zu experimentieren. 
 
Auf der Hitliste der kindlichen Ablehnung stehen Kohlgewächse, wie z. B. Rosenkohl, ganz oben. Diese 
Gemüsesorten sind schwefelhaltige Senfgewächse, die kleinen Kindern nicht selten Bauchweh

bereiten. Der zeitliche Verlauf der Neophobie erklärt sich evolutionsbiologisch so: Während das Kind 
gestillt wird und in unmittelbarer Nähe der Mutter lebt, soll sein Geschmackshorizont noch breit sein 
– schließlich sorgt die Mutter (oder andere vernünftige Erwachsene) dafür, dass das, was das Kind zu 
essen bekommt, auch sicher ist. Ganz anders ist es, wenn das K ind die Umwelt auf eigenen Beinen 
erforschen kann. Was ab jetzt in den Mund kommt, unterliegt nicht mehr der Kontrolle der Eltern. 
Anstelle der Eltern sichert nun die natürliche Verengung des Wahl - und Geschmackshorizonts das 
Überleben. Alles was unbekannt  ist, wird hartnäckig gemieden – insbesondere dann, wenn es dazu 
noch grün ist oder bitter schmeckt. Erst wenn die kindlichen Organe reifer (d. h. weniger anfällig ge-
genüber Giftstoffen) sind und, wenn die Nahrungsauswahl durch soziales Lernen »abgesichert « ist, 
kann sich der Geschmacks- und Wahlhorizont wieder öffnen. 
 
Soziales Lernen 
Langfristig bedeutet dies, dass Kinder durch Vorbilder und Gewöhnung lernen. Kinder, die bestimmte 
Nahrungsmittel zunächst ablehnen, zeigen sich später oft doch bereit diese anzunehmen, wenn sie 
ihnen an aufeinanderfolgenden Tagen mehrfach angeboten werden . Kinder essen bestimmte Nah-
rungsmittel nicht deshalb, weil sie ihnen schmecken, sondern sie schmecken ihnen, weil sie immer 
wieder davon essen. 
 
Kinder nähern sich dem neuen Nahrungsmittel in vorsichtigen kleinen Schritten. Wenn sie probieren, 
dann zuerst nur ganz wenig. Auch hat sich gezeigt, wie wichtig Vorbilder bei der Entwicklung des kind-
lichen Geschmacks sind. Das Kind am Tisch greift oft spontan nach dem, was sich die Mutter in den 
Mund stecken will. Studien bestätigen: Ein - bis Vierjährige probieren ein neues Nahrungsmittel dop-
pelt so häufig, wenn ein freundlicher Erwachsener davon zuerst nimmt! Auch wenn sie sehen, dass 
andere, vor allem Geschwister, das Essen mögen, greifen sie eher zu. 
 
Darüber hinaus beschleunigt lustvolles Spielen die Gewöhnung. Wie Experimente zeigen, wird Nah-
rung besser akzeptiert, wenn Kinder die nicht gerade geförderten Verhaltensweisen wie In-den-Mund-
Stecken, Ablutschen und Wegwerfen zeigen dürfen. Auch das taktile Erleben scheint zum »Kennenler-
nen« von Nahrungsmitteln zu gehören. Dabei scheint es für die geschmackliche Prägung eine – wo-
möglich je nach Nahrungsmittel unterschiedliche – sensible Phase zu geben. Hydrolysierte Säuglings-
nahrungen etwa lassen sich in den ersten vier Monaten recht einfach einführen, danach werden Hyd-
rolysatnahrungen von Kindern praktisch nicht mehr akzeptiert.

In welcher Geschmackswelt Kinder letzten Endes landen, folgt aber auch erblichen Einflüssen: Rund 
ein Viertel der Mitteleuropäer sind sogenannte Supertaster. Sie haben besonders viele Geschmacks-
rezeptoren für Bitterstoffe auf der Zunge. Bitteres schmeckt für sie also noch bitterer! Manches Kind, 
das »besonders schlecht isst«, dürfte zu dieser Gruppegehören. Andererseits können sie auch feinere 
Unterschiede in der  Welt des Bitteren erkennen. Supertaster verfügen über ein sehr empfindliches 
Mundgefühl. Sie empfinden etwa sehr fette Nahrung als unangenehm. Auch die Vorliebe für eiweiß-
reiche Nahrung hat eine erbliche Komponente. 
 
Der evolutionäre »Sinn« von Ekel ist leicht zu verstehen: Ekelgefühle schützen vor der Aufnahme von 
verdorbener oder mit Krankheitserregern belasteter Nahrung.  
 
Was die Ernährung angeht, kommt das Kleinkindalter einer Revolution gleich: Das Kind wechselt von 
einem sicheren, von der Mutter hautnah überwachten Nahrungsumfeld in eine Welt voller Gefahren. 
War vorher die hygienisch einwandfreie und optimal auf die Bedürfnisse des Kindes zugeschnittene 
Muttermilch das Grundnahrungsmittel, so muss das Kind ab dem Kleinkindalter seinen Hunger in einer 
Welt stillen, in der Nahrhaftes und Ungenießbares oft direkt nebeneinander wächst. 
 
Um in dieser Welt zu überleben, hat die Evolution dem Kind folgende Regeln mitgegeben  
• Bevorzuge »Überlebensnahrung« – die süßen, energiedi chten »Lieblingsspeisen« eben, die 
nicht nur sicher sind, sondern auch gut sättigen. 
• Iss nur, was du kennst. Hüte dich vor allem vor bitteren Sachen. Darin könnten schließlich 
größere Mengen an Giftstoffen stecken. 
• Wenn du was Neues essen musst, nimm ganz wenig davon. 
• Iss, was deine Eltern und Geschwister mögen – damit liegst du immer richtig. 
• Iss nicht noch einmal, was dir einmal den Magen verdorben hat. 
 
Diese Regeln bringen uns zu einer radikalen Erkenntnis. Dass Kinder so wählerisch und so auf süße 
und fette Nahrung versessen sind, Gemüse aber kritisch gegenüberstehen, ist Teil der normalen Ent-
wicklung des Kleinkindes. Ein vorbehaltlos von Gemüse, Früchten und Beeren begeistertes Kleinkind 
wäre zu 99 Prozent unserer Geschichte bald ein totes Kind gewesen! 
Wir als Mitarbeiter einer Kindertagesstätte haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Essverhal-
tens unserer zu betreuenden Kinder. Eine liebevolle Ernährungserziehung in der Kindertagesstätte so-
wie das Vorbild der Erzieher spielen als Ergänzung eine große Rolle zur Familie.

3.2.12 Bewegungskindergarten  
 
Alle Einrichtungen des Trägers sind Anerkannte Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernäh-
rung (siehe Bewegungskonzept).  
 
3.2.13 Haus der kleinen Forscher  
 
Das Konzept „Haus der kleinen Forscher“ ist fester Bestandteil in jeder Einrichtung des Trägers. 
 
3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule  
 
Eine besondere Rolle in der Kooperation zwischen Elementar - und Primarbereich spielen die Fach - 
und Lehrkräfte. Gegenseitige Hospitationen, Vorstellung der jeweiligen pädagogischen Konzepte und 
ein Austausch auf „Augenhöhe“ erleichtern dabei auch einen Einstieg in eine inhaltliche Auseinander-
setzung. Im Wesentlichen geht es dabei zunächst einmal darum, sich besser kennenzulernen. Vorbe-
halte entstehen zu einem Großteil aus Unkenntnis über die grundlegende Arbeitsweise und Materia-
lien der jeweiligen anderen Berufsgruppe. 
 
Fach- und Lehrkräfte sind gleichermaßen gefordert dazu beizutragen, dass sich die Potenziale der Kin-
der gerade in diesen jungen Jahren herausbilden und weiterentwickeln können. Vorrangiges Ziel muss 
es sein, bei Kindern bereits in den ersten Lebensjahren die Motivation zum entdeckenden Lernen zu 
wecken, die Chancen und Möglichkeiten in den Kindertageseinrichtungen besser zu nutzen und die 
individuelle Förderung zur Basis des Lernens in der Schule zu machen. 
 
Kooperation geht über die üblichen „Schnuppertage“ von Kindergartenkindern und ihren Eltern in 
Schulen weit hinaus. Sie umfasst beispielsweise auch gemeinsame Projekte und Unternehmungen 
lange vor dem Übergang zur Schule oder auch gemeinsame kontinuierliche institutionsübergreifende 
Arbeitsgruppen und Netzwerke. Projekte aller Art, gemeinsame Ausflüge, aber auch einzelne Lernvor-
haben und Unterrichtsprojekte lassen sich ohne weiteres jahrgangs- und institutionsübergreifend or-
ganisieren und durchführen.

4. Sozialraumorientierung   
 
Ziel ist es, eine systematische und institutionell angelegte Zusammenarbeit mit vielen unterschiedli-
chen Kooperationspartnern und deren Vernetzung und Kommunikation auf- bzw. auszubauen.  
 
Das Zusammenwirken, die zeitnahe pe rsönliche und fachliche Verständigung zwischen Kindertages-
einrichtungen, Beratungsstellen, Eltern und Institutionen der Familienbildung und -beratung ermög-
licht schnelle, effektive und lebensnahe Hilfen. Wenn wir als Kooperationspartner und die Schulen die 
individuellen Bildungsprozesse der Kinder in den Mittelpunkt stellen, können Chancen, die mit den 
unterschiedlichen Perspektiven und der spezifischen Professionalität der Fachkräfte einhergehen, ge-
nutzt werden. Zentrales Gestaltungsprinzip einer gelingend en Kooperation ist die partnerschaftliche 
Partizipation aller Beteiligten, der Kinder, der Erzieher/innen sowie anderer pädagogischer Fachkräfte 
und Eltern. 
 
Gefördert wird Kooperation durch: 
• Transparenz der handlungsfeldbezogenen Arbeitsansätze, der fachlichen Möglichkeiten aber 
auch Grenzen des Handelns, 
• Bereitschaft zur Kooperation (einschließlich zur Durchführung gemeinsamer Projekte zur ge-
meinsamen Nutzung der personellen, sächlichen und räumlichen Ressourcen), 
• Anerkennung von Expertenstatus aller Beteiligten, gegenseitiges Vertrauen, Kollegialität,  
• fachlichen Austausch, 
• verbindliche Kooperationsvereinbarungen zur Institutionalisierung von Zusammenarbeit (ein-
schließlich personeller Kontinuität, Zeit und Raum), 
• Zielvereinbarungen (z. B. mit Abstimmung zu konzeptionellen Fragen, Dokumentationsinstru-
mente) und 
• Sicherstellung der notwendigen Ressourcen bei den Kooperationspartnern und beim Jugend-
amt (vor allem Personal und Zeitbudget).

Anlage A

4602 Zeichen

Anlage A zur V/1046/2020 
 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Die kleinen Hobbits e. V. die Trägerschaft für die Kinderta-
geseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup, Bezirk Hiltrup zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreu-
ung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren 
sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer 
Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ forciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung An der 
Hiltruper Baumschule und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0715/2019 be-
schlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Die kleinen Hobbits e. V. die Trägerschaft für die Kinderta-
geseinrichtung An der Hiltruper Baumschule im Stadtteil Hiltrup zu übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule 
wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla-
nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Haushaltsplanentwurf 2021 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung An der Hiltruper Baumschule betragen auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen von Juli bis Dezember 
2023 253.800 € und 2024 ff. 514.900 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für Juli bis Dezem-
ber 2023 bei 137.813 € und für 2024 ff. bei 279.591 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden bereits 
mit dem Errichtungsbeschluss V/0715/2019 dargestellt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen  
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzüge 
im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwohner 
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum 
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach-
sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich 
Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kitaaus-
bauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumigen 
Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundliche 
Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen 
zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige Aspekte 
wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und 
unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kin-
dertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirt-
schaftsstandort.

Beratungsverlauf (4)

18.02.2021 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.02.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.03.2021 Hauptausschuss
TOP 34.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.03.2021 Rat
TOP 37.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (12)

  • Westfalenstraße
  • Grevener Straße
  • Meyerbeerstraße
  • Vennheideweg 51
  • Sonja-Kutner-Weg
  • An der Hiltruper Baumschule
  • Meesenstiege
  • Hafenstraße 30
  • Willingrott
  • Langebusch
  • Kinderhaus
  • Beckstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/1046/2020
Typ
Vorlagen
Datum
16.12.2020
Erstellt
14.12.2020 10:19