V/0005/2019
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2017
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1
1649 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0005/2019 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide 150.000,00 € Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung 1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innen-Schulung Amt für Wohnungswesen 1.000,00 € 2.02 Spiel- und Freizeitzone Amt für Grünflächen und Umweltschutz 6.000,00 € 4.02 Integrationsarbeit vor Ort Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 36.000,00 € 5.01 / 5.03 Wir verstehen uns Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V. 30.000,00 € 5.04 Gesund Aufwachsen in Kinderhaus Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten 10.000,00 € 6.01 Schuldnerberatung vor Ort Diakonie Münster e.V. 36.000,00 € 6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. 2.000,00 € 7.01 Quartiersmanagement 1.200,00 € 7.02 Quartiersfond 1.200,00 € GESAMT 123.400,00 € Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 1.100,00 € 6.05 / 6.06 Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugend(sozial)arbeit Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 19.450,00 € 6.07 Sport und Bewegung Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 3.300,00 € 6.08 Drogenprävention INDRO e.V. 2.750,00 € GESAMT 26.600,00 € Sozialamt Förderung im Jahr 2017 - Gesamt Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Gebietsmoderation / Sozialamt
Anlage 2
141435 Zeichen
Jahresbericht 2017
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“ -
- September 2018 -
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0005/2019
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ii
Stadt Münster
Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen
des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iii
Gliederung
0 Kurzfassung ................................ ................................ ................................ ................... 4
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“ ..................... 6
2 Zielstellung des Berichts 2017 ................................ ................................ ..................... 9
3 Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in 2017 ................................ ..................... 9
3.1 Bauliche und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen im Programmgebiet
„Kinderhaus-Brüningheide“ ................................ ................................ ..................... 9
3.2 „Quartier Moldrickx“ ................................ ................................ .............................. 11
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der
Wohnsituation“ ................................ ................................ ................................ ............ 13
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“ ....................... 17
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter
Menschen fördern“ ................................ ................................ ................................ ...... 19
7 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der
Herausforderungen für das Bildungswesen“ ................................ ............................ 22
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“ ................................ ....... 25
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“ ...................... 36
10 Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ ................................ ............. 38
10.1 Beobachtung der Zielerreichung ................................ ................................ ........... 38
10.2 „Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017“ ................................ ........ 39
11 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms
verstetigten Projekten ................................ ................................ ................................ . 40
12 Resümee und Ausblick ................................ ................................ ............................... 43
12.1 Zielerreichung 2017 unter Berücksichtigung der Projektziele ................................ 43
12.2 Zielerreichung 2017 unter Berücksichtigung der Programmziele .......................... 48
12.3 Fazit und Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ 2018 ................................ ................................ .............................. 52
13 Anhang ................................ ................................ ................................ ......................... 54
o Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide – Verstetigungsphase
2017“
o Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0005/2019 „Kontextdatenmonitor
2017“ Bestandteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter
Kontextdaten der Stadtteilentwicklung)
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 4
0 Kurzfassung
Für die eilige Leserin, den eiligen Leser sind nachfolgend wesentliche Ergebnisse der Zieler-
reichung aus dem Berichtsjahr 2017 sowie sich daraus ableitende Handlungserfordernisse
zusammengefasst:
Zielerreichung
• An einem Zielfortschritt im Programm wurde im Jahr 2017 wie im Vorjahr in insge-
samt acht Themenfeldern und 23 Projekten gearbeitet.
• Von den 38 Projektzielen der Themenfelder 1 - 7 wurden 90 % (= Ziele) vollständig
bzw. annähernd erreicht.
• Im Jahr 2017 konnten alle Projektaktivitäten zusammen rund 7.100 Personen bzw.
Haushalte erreichen. Von den insgesamt ca. 7.100 Erreichten sind 2017 ca. 3.200
beratend und betreuend begleitet worden, ungefähr 2.600 sind im Rahmen öffentli-
cher Veranstaltungen und Feste sowie offener Angebote/Aktionen kultureller u. frei-
zeitbezogener Art erreicht worden und ca. 1.300 haben aktiv an regelmäßigen Kurs-
angeboten teilgenommen.
• Der Anteil der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte lag wie bereits in den letz-
ten Jahren auf einem hohen Niveau von durchschnittlich ca. 85 - 90 % über alle Pro-
jekte hinweg. Ein stetig zunehmender Anteil von Personen mit Migrationsvorge-
schichte engagiert sich aktiv im Quartier.
• Das Jahr 2017 unterstrich deutlich die Wichtigkeit einer zielgruppenspezifischen An-
sprache. Insbesondere die aufsuchenden Angebote (Hausbesuche, Streetwork)
nehmen eine immer wichtigere Funktion ein.
• Durch Sprachkurse, Bildungsangebote, Hausaufgabenhilfe und eine intensive Aus-
einandersetzung mit den Themen Berufswahl und Berufsorientierung in vielen Projek-
ten wurde wieder ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Chancengleichheit und
Bildungsbeteiligung bei Kindern und Jugendlichen sowie Familien geleistet.
• Die Schaffung von neuem und barrierefreiem Wohnraum, die Fortführung von ener-
getischen Sanierungsmaßnahmen sowie der Ausbau der Wohnfolgeinfrastruktur ha-
ben die Weichen für eine weiterhin positive Entwicklung des Wohnungsbestandes im
Quartier und in der unmittelbaren Nachbarschaft gestellt.
• Rückmeldungen unterstreichen, dass sich das soziale Miteinander und die Integration
innerhalb des Quartiers von Jahr zu Jahr kontinuierlich verbessern. Im Stadtteil ist es
in Bezug auf die Inanspruchnahme der Konfliktmoderation ruhiger geworden, auch
die Jugendkriminalität wird als rückläufig wahrgenommen. Die feststellbare gestiege-
ne Eigenverantwortlichkeit und das interkulturelle Engagement der Bewohnerschaft
für ein lebenswertes Umfeld und ein Miteinander tragen maßgeblich dazu bei.
Herausforderungen
• Die finanzielle Situation vieler Personen und Familien im Quartier stellt sich nach wie
vor als prekär dar. Trotz eines in den letzten Jahren festzumachenden leichten Auf-
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 5
wärtstrends in Bezug auf die Entwicklung der auf soziale Ungleichheit verweisenden
Strukturmerkmale in der Brüningheide, weichen diese im Vergleich zu den Werten
der Gesamtstadt und den Vergleichsräumen noch stark ab.
• Von Jahr zu Jahr werden die Beratungsleistungen verstärkt nachgefragt. Nicht nur
die mengenmäßige Bewältigung der hohen Anzahl an Nachfragen stellt eine Heraus-
forderung dar, sondern zunehmend auch der individuell gestiegene Betreuungsauf-
wand. Insgesamt erscheinen laut Rückmeldung verschiedener Projektträger die vor-
handenen Betreuungskapazitäten zu knapp.
• Bei Betrachtung der Altersstruktur der durch das Maßnahmeprogramm erreichten
Personen zeichnete sich 2017 noch einmal deutlicher ab, dass die Zahl älterer Men-
schen, die Probleme haben und beratende Hilfe nachfragen, langfristig zunimmt. Es
scheint sinnvoll, die Seniorenarbeit auszubauen und Aspekte der Altersarmut in die
verschiedenen Schulungsveranstaltungen weiterer Projektträger aufzunehmen.
• Förderlich für eine noch effizientere Zusammenarbeit einzelner Projektträger, insbe-
sondere am Sprickmannplatz (Atrium, BGZ) ist die Herausarbeitung klarerer Pro-
grammprofile der Einrichtungen. Diese Notwendigkeit machte der Reflexions-
workshop 2017 noch einmal ganz deutlich.
• Trotz eines feststellbaren steigenden Eigenengagements bedarf es in den meisten
Fällen noch der begleitenden Anleitung und Anstoßfunktion durch die Projektträger.
Zu berücksichtigen ist, dass die Bereitschaft, punktuell an praktischen Aktivitäten teil-
zunehmen höher ist als das Interesse, sich für einen Bereich regelmäßig zu engagie-
ren.
• Als ein deutlich sichtbares und zunehmendes Problem erweist sich der öffentliche Al-
koholkonsum am Sprickmannplatz, von dem die Projektträger und weitere Akteurin-
nen und Akteure im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung und des Workshops be-
richten.
• Mit der Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation bei zunehmenden Eng-
pässen in der gesamtstädtischen Wohnungsversorgung, insbesondere bei preisgüns-
tigem Wohnraum, rückt das Thema „gesundes und bezahlbares Wohnen“ immer
mehr in den Vordergrund. Im Blick zu behalten ist die Mietenentwicklung der BGP-
Bestände, die modernisiert wurden und aus der Mitpreisbindung des öffentlich-
geförderten Wohnungsbaus fallen, sowie die Vermietung an Studierende zu beson-
deren Konditionen (gefühlte „2-Klassen-Vermietung: Studierende - „Altmieter/innen“).
• Damit die Entwicklung des Quartiers Moldrickx als Chance für die Quartiersentwick-
lung in der Brüningheide gesehen werden kann, wurde im Rahmen der öffentlichen
Veranstaltung und des Workshops im November 2017 die funktionale Verknüpfung
des geplanten Quartiers Moldrickx und der Brüningheide (Kita als Anknüpfungspunkt
für Familien) als ein dringliches Anliegen und Voraussetzung von den Projektträgern
und der Bewohnerschaft formuliert.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 6
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“
Das träger- und aufgabenfeldübergreifende Programm für das Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide arbeitet seit seinem Start in 2007 an folgenden zentralen Zielen:
• die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
• die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
• die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
Seither durchlief es folgende Phasen:
• Förderzeitraum „Soziale Stadt“ (2007 - 2010): Programm „Soziale Stadt Kinderhaus –
Brüningheide“,
• Verstetigungsphase I (2011- 2013): „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus –
Brüningheide“,
• Verstetigungsphase II (ab 2014).
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung beauftragt, das
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Grundlage eines integrierten
Handlungskonzepts in den Jahren 2007 bis 2010 umzusetzen (vgl. Vorlage V/0927/2006,
V/0927/2006 E1). Im Förderzeitraum zwischen 2007 und Ende 2010 wurden im Wohngebiet
Kinderhaus-Brüningheide im Rahmen des Programms „Soziale Stadt NRW“ über 30 Projekte
in 8 Handlungsfeldern mit Zuwendungen des Bundes und des Landes zur Stadterneuerung
und einem städtischen Eigenanteil sowie mit ergänzenden Stiftungsmitteln umgesetzt (vgl.
Vorlagen V/0347/2008, V/0297/2009, V/0291/2010, V/0601/2011) und eine solide Ausgangs-
lage für eine weiterhin erfolgversprechende Umsetzung ausgewählter Projekte erreicht
(V/0601/2011, Anlage 2). Um dem nach wie vor bestehenden Handlungsbedarfen zu begeg-
nen und die Kernprojekte des Programms Soziale Stadt und die erfolgreich aufgebauten
Angebots- und Vernetzungsstrukturen im Programmgebiet auch über das Ende der Förde-
rung hinaus zu festigen, wurde das Programm auf der Grundlage eines erarbeiteten Verste-
tigungskonzeptes zunächst befristet für drei Jahre bis Ende 2013 mit einer städtischen För-
derung in Höhe von 150.000,- € im Jahr fortgesetzt (vgl. Vorlagen V/0291/2010,
V/0291/2010/1, Ratsbeschluss vom 08.12.2010). Ende 2013 beschloss der Rat die unbefris-
tete Fortführung des Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide ab dem
01.01.2014 (Vorlage V/0533/2013, V/0533/2013/1 Erg). Zur Finanzierung des Programms
steht weiterhin ein Budgetrahmen von jährlich 150.000 € zur Verfügung. Mit dem Beschluss
zur zweiten Verstetigung waren auch organisatorische und verfahrensbezogene Änderungen
und eine Schwerpunktsetzung und Neujustierung im Bereich der Jugendarbeit / Jugendsozi-
alarbeit verbunden (vgl. Jahresbericht 2014).
Mit der Verstetigung wurde eine Anpassung der Programmorganisation und teilweise auch
der Projektinhalte an aktuelle Rahmenbedingungen erforderlich. Der Anspruch, ein integrati-
ves Programm unter Beibehaltung der grundsätzlichen Ziele und der zentralen Elemente und
Vorgehensweisen der Programmsteuerung umzusetzen, um die Erfolge der bisherigen Pro-
grammdurchführung abzusichern, wurde aufrechterhalten.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 7
Handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung und konzeptioneller Rahmen für
die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation ist das auf der nächsten Seite darge-
stellte, in einem kooperativen Verfahren mit den Projektakteuren entwickelte Zielsystem.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 8
Programmziele
Münster-Kinder-
haus/Brüningheide
Programm-
maßnahmen
Verstetigt, mit
anderweitiger
Förderung / Bestand-
teil laufender
Verwaltungsarbeit
3.02
Aktiv für Arbeit
4.01
Interkulturelle Mädchenarbeit
5.02
Elternkompetenz stärken
5.06
Kontinuierliche Praxistage zum
Übergang Schule-Beruf
4.03
Gewaltprävention
7.01 Quartiersmanagement: Information und Vernetzung
7.02 Quartierfonds:Aktivierung und Beteiligung
1.06
Das Quartier spart Strom
3.01
Wertstoffe/Sperrgut
Leitzielbereiche Themenfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie
und der Beschäftigungssituation
Themenfeld 1 :
Verbesserung der
Wohnsituation
1.05
Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
5.01
Wir verstehen uns
4.02
Integrationsarbeit vor Ort:
Anlauf-, Beratungs- und
Koordinationsstelle
1.04
Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Themenfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte
Maßnahmeprogramm Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Programmziele und Maßnahmeübersicht (Stand September 2018)
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Soziale Sicherung und Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Themenfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Themenfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen
Raums für einen sicheren und
lebendigen Stadtteil
2.02
Spiel- und Freizeitzone
(Grünschleife)
Themenfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.07
Sport und Bewegung
6.08
Drogenprävention
Themenfeld 7: Quartiersmanagement
6. 01
Schuldnerberatung vor Ort
6.02
Interkulturelle Veranstaltungsreihe
ATRIUM e.V
6.04
Jungenprojekt / Sport gegen
Gewalt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
8.01 Zielentwicklung, Beobachtung Zielereichung
8.02 Entwicklung u. Auswertung Kontextindikatoren
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 9
2 Zielstellung des Berichts 2017
Der Bericht skizziert auf der Grundlage des Ratsbeschlusses V/0533/2013/1.Erg den Pro-
jektverlauf und die Projektergebnisse des Jahres 2017, dem zehnten Jahr der Programmum-
setzung1. Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere die Aussagen zur Zielerreichung,
stellen wichtige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Projektdurchfüh-
rung bereit und sollen die Entscheidungen der politischen Gremien zur weiteren Programm-
gestaltung unterstützen.
Kernstück der Berichterstattung sind die Kapitel 4 - 9, in denen die Projektergebnisse 2017
nach Themenfeldern aufgeführt werden. Wie bereits 2016 wurden im aktuellen Berichtsjahr
2017 23 Projekte in acht Themenfeldern umgesetzt. Die Berichterstattung konzentriert sich
auf die Bewertung der Zielerreichung und damit auf die 14 Projekte, die im Jahr 2017 aus
dem Maßnahmenprogramm gefördert wurden und mit einem direkten Einfluss auf die inhalt-
liche Zielerreichung verbunden sind. Die zwei Projekte zur prozessbegleitenden Selbsteva-
luation (Themenfeld 8) fließen dementsprechend nicht in die Ergebnisdarstellung ein.
3 Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in 2017
Dieses Kapitel gibt einen Einblick in weitere Aktivitäten und Planungen in Kinderhaus, die
einen Einfluss auf die bauliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung des Quartiers sowie
die Integration der dort ansässigen Bevölkerung in den Stadtteil Kinderhaus haben. Dabei
wird der Blick einerseits auf Vorhaben im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide gerichtet,
andererseits auch auf den gesamten Stadtteil betreffende Entwicklungsperspektiven.
3.1 Bauliche und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen im Programmgebiet
„Kinderhaus-Brüningheide“
Auf der Grundlage des „städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Realisierungskonzep-
tes“ und in Fortführung des ehemaligen Projektes 1.01 „Energetische Gebäudesanierung“
standen im Jahr 2017 wieder Realisierungsmaßnahmen im Gebiet der Sozialen Stadt Ki n-
derhaus-Brüningheide im Vordergrund der Arbeit des Amtes f ür Wohnungswesen und Quar-
tiersentwicklung. Wie bereits in den vorherigen Jahresrückblicken aufgezeigt, konnte mit
Frau Siemann eine im Quartier bereits erfolgreich agierende Wohnungseigentümerin
(WohnSieGer GbR) als Bauherrin am Carlo-Schmid-Weg 2 für eine 4-gruppige Kindertages-
stätte (KITA) mit zusätzlichen 25 öffentlich-geförderten barrierefreien Wohnungen nach aktu-
ellen energetischen Standards als Bauherrin gewonnen werden. Die KITA wurde im März
2017 eröffnet, im Mai des Jahres fand der sukzessive Bezug der Wohnungen statt (Gesamt-
kosten rd. 4,6 Mio. €).
Damit wurde ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Quartiers gesetzt, nachdem die
Seniorenwohnanlage Paulinum mit 5 Wohngebäuden und 81 ebenfalls mit öffentlich -
1 Vergleiche zu den Ergebnissen der Vorjahre sind aufgrund einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der
Programmziele und der verstetigten Projekte an geänderte Rahmenbedingungen nur eingeschränkt möglich
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 10
geförderten barrierefreien Wohneinheiten nach aktuellen energe tischen Standards (Gesamt-
kosten 10,8 Mio €) im Quartier im Herbst 2016 eröffnet wurde.
Diese beiden Baumaßnahmen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Wohnraum für alle
Altersgruppen im Quartier zur Verfügung steht . Aufgrund des innovativen Projektcharak ters
bewarben die verantwortlichen Akteure (die Bauherrin, das Architekturbüro, das Amt für
Wohnungswesen und Quartiersentwicklung) den Neubau zum Architektentag, der im Juni
2017 stattfand. Eine Vielzahl von Int eressenten wurde an zwei Tagen unter fachlic her Lei-
tung durch das Objekt geführt.
(Ausschnitt aus der Broschüre zum Architektentag 2017)
Nachdem die WohnSieger in den vergangenen Jahren in Anlehnung an das in 2008 vorg e-
stellte energetische Gebäudesanierungsgutachten sukzessiv ihre 101 Wohneinheiten an der
Sprickmannstraße 11 – 21 zur Straßenseite gedämmt und farblich neu gestaltet hat, wurde
im rückwärtigen Bereich des Gebäudekomplexes ebenfalls mit Instandsetzungs- und Moder-
nisierungsmaßnahmen begonnen, so dass in den kommenden Jahren die komplette Gebäu-
dehülle als eine effiziente Wärmedämmmaßahme ausgeführt sein wird.
Weiterhin tätigte die Wohn+Stadtbau GmbH in 2017 Investitionen in Höhe von rd. 75.000 €
für die Modernisierung von Treppenhäusern neben den üblichen Instandhaltungsmaßna h-
men.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 11
2017 hat auch der Investmentfonds BGP seine Modernisierungsmaßnahmen am Ge -
bäudebestand Sprickmannstraße 31 - 41 fortgesetzt. Es handelt sich dabei um das Aufbri n-
gen einer Wärmedämmung an der Außenfassade, den Einbau energieeffizienter Fenster, die
Sanierung der Balkone, die Anlage von Gärten mit neuen Zaunanlagen im Erdgeschoss der
Gebäude, das Anbringen neuer Klingelanlagen, einsc hließlich neuer Hauszugangstüren und
einem Komplettanstrich. In 2015 wurde bereits die Heizungsanlage im ersten Bauabschnitt
modernisiert und das Dach gedämmt, so dass nach Abschluss dieser Arbeiten etwa 60 %
des Energieverbrauches eingespart werden soll . Zum Ende 2017 wurde der letzte Teilb e-
reich Sprickmannstraße 39 - 41 eingerüstet um auch die Sanierungsarbeiten 2018 fortzufü h-
ren und um sie hier zum Abschluss zu bringen.
3.2 „Quartier Moldrickx“
Nach Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs zur Entwicklung des ehemaligen Be-
triebsgeländes der Gärtnerei Moldrickx in Kinderhaus am 10. Oktober 2016, wurde am
17.05.2017 im Rat der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 590: „Kinderhaus –
Langebusch / Westhoffstraße“ gefasst (V/0221/2017). Grundlage des Bebauungsplanent-
wurfs ist das städtebauliche Konzept des Büros „stadtraum“ Architektengruppe aus Düssel-
dorf/Münster, das im Rahmen des Wettbewerbs von einer Jury prämiert wurde. Vorgesehen
ist auf dem rund 37.000 Quadratmeter großen Gelände die Entwicklung eines Wohnquartiers
mit rund 250 Wohneinheiten. Der Siegerentwurf wurde der Öffentlichkeit im Oktober 2016
bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Es folgt die Übersetzung in einen Bebau-
ungsplanentwurf, der voraussichtlich im 2. Quartal 2019 öffentlich ausgelegt wird. Dies be-
deutet, dass der Plan als Planzeichnung samt seiner Begründung und textlichen Festsetzun-
gen, Gutachten und anderer Unterlagen einen Monat lang im Kundenzentrum Planen - Bau-
en - Umwelt ausliegt. Während der Offenlegung besteht die Möglichkeit, schriftlich Anregun-
gen oder Kritik zu den Planungsinhalten an die Planungsverwaltung zu adressieren.
Auf Grundlage des Bebauungsplans kann voraussichtlich ab dem Jahr 2020 die Erschlie-
ßung und Vermarktung der Grundstücke erfolgen.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 12
Siegerentwurf des Büros „stadtraum“ Architektengruppe
Die Entwicklung des Quartiers Moldrickx war auch Gegenstand einer intensiven Diskussion
im Rahmen des 2017 durchgeführten Workshops zur Selbstevaluation „10 Jahre Soziale
Stadt – Maßnahmeprogramm Kinderhaus Brüningheide“, 30.11.2017 (siehe Ergebnisnieder-
schrift vom 24.01.18, Anlage 4). Nach erfolgter Vorstellung und Erläuterung des Siegerent-
wurfs der Architektengruppe „stadtraum“ aus dem Jahr 2016, wurde in der anschließenden
Diskussion insbesondere thematisiert, inwieweit das geplante Quartier ein Entlastungsstand-
ort für den angespannten Wohnungsmarkt in der „Schleife“ sein kann und welche Chance
die Bewohnerinnen und Bewohner der Brüningheide, insbesondere Familien, haben, dort
Wohnraum zu finden. Auch wurde besprochen, dass die neue Kita im Quartier Moldrickx ein
Anknüpfungspunkt für Familien aus der Brüningheide werden könnte, vorausgesetzt, es
werde eine Durchlässigkeit und funktionale Verknüpfung über die Wegeführung hergestellt.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 13
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“
Projektname Weiterentwicklung der Kooperation zur Verbesserung der Wohnverhältnisse im Quartier Nordwestschleife Projekt-Nr. 1.04
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
Kontakt Rainer Leskow, 492-6430, leskowr@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Ein Netzwerk zwischen den örtlichen Wohnungsunternehmen, der Mieterschaft und der Stadt Münster ist zu erst ellen und zu sichern
mit den Zielen
- der langfristigen Zusammenarbeit
- der Verbesserung der Wohnverhältnisse
- der Schaffung und Erhalt von sozial stabilen Bewohnerstrukturen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Das bestehende Netzwerk
"Wohnen in Kinderhaus/
Brüningheide" arbeitet
regelmäßig im Sinne der
aufgeführten Ziele, mindes-
tens 12 Veranstaltungen,
Sitzungen o. ä. sind im Jahr
abzuhalten.
Anzahl Netzwerktreffen,
Veranstaltungen in 2017
18 Netzwerktreffen / Veranstaltungen in 2016
Die zahlreichen Netzwerktreffen, Veranstaltungen und Sitzungen mit Vertretern von Bewohne r-
schaft, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Wohnungswirtschaft und der Stadt Münster
dienten den o. a. Zielen.
Wichtigste Ergebnisse/Erkenntnisse waren:
- Die Verbesserung der Wohnverhältnisse durch neuen und barrierefreien Wohnraum
(Sahle Wohnen/Killingstraße und WohnSieGer GbR/Carlo Schmid -Weg) sowie Fortfü h-
rung von Sanierungsmaßnahmen (WohnSieGer GbR/Sprickmannstraße 11 - 21 und
BGP (Sprickmannstraße 31 - 41)
- Verstärktes Engagement der Mieterschaft , sich innerhalb der Nachbarschaften für sa u-
bere Hauseingangsbereiche, Treppenhäuser und Mülltrennung einzusetzen sowie
Sperrgutabfälle nach Möglichkeit erst kurz vor den Abfuhrterminen aufzuhäufen. Nach
Einschätzung der AWM scheint das Quartier im Vergleich zu den vergangenen Jahren
an Sauberkeit gewonnen zu haben.
- Die Notwendigkeit, eine allgemeine juristische Beratung im Bereich der Nebenkoste n-
abrechnungen 2016 insbesondere für den Wohnungsbestand BGP im Rahmen einer
Mieterratssitzung anzubieten
- Gefühlte 2-Klassen-Vermietung (Studierende – „Altmieter“)
- Verschlechterung der Kommunikation zwischen Mietern und den Mitarbeitern von BGP -
Hausverwaltung aufgrund der Verlagerung des Verwaltungsbüros zum Kerstingskamp
13
- Wiederholte Blumenaktion in Kombination mit einem Wettbewerb „der schönste Balkon“
und einer öffentlichen Siegerehrung mit Geschenkgutscheinen organisiert und gespon-
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 14
sert durch die Wohnungswirtschaft
- Absicherung einer städtebauliche n und architekton ischen Untersuchung durch einen
studentischen Masterkurs der FH Münster
- Werbung gegenüber der Mieterschaft , um Mitarbeit in der Imagewerkstatt Schleife zu
verstärken
- Absicherung der Nahversorgung durch einen neuen Supermarkt am Sprickmannplatz
- Vermehrtes A bstellen von Altfahrzeugen ohne gültige Zulassung; Veranlassung von
Abschleppaktionen
Gesamtfazit Die unterschiedlichen Arbeits- und Handlungsansätze haben sich wiederholt bewährt und sollten fortgeführt werden. Die bestehende Kommunikati-
on zwischen Bewohnerschaft, örtlichen Einrichtungen, Wohnungswirtschaft und dem städtischen Wohnungsamt wird durch das Netzwerk abgesi-
chert.
Ausblick 2018 Auch 2018 wird weiterhin versucht, mit allen Akteuren und insbesondere der Mieterschaft vor Ort eng zusammenzuarbeiten, um die Projektziele im
Sinne der Bewohnerschaft zu erreichen.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 15
Projektname Stärkung und Unterstützung der Mieterschaft Projekt-Nr. 1.05
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
Kontakt Rainer Leskow, 492-6430, leskowr@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Sitzungen des örtlichen Mieterrates, Organisation von Mieterschulungen und
sonstigen Treffen bei Bedarf
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Den Bewohnern wird die
Möglichkeit gegeben, sich
aktiv an der Verbesserung der
Wohnsituation zu beteiligen
und/oder sich vor Ort hierzu
auszutauschen. Mindestens
zwei Sitzungen des Mieter-
rates sollen im Jahr statt-
finden und mindestens 10
Personen sollten daran
teilnehmen.
Anzahl der öffentlichen
Sitzungen des Arbeitskrei-
ses der Vertrauensmieter
Anzahl der öffentlichen Sitzungen des Mieterrates: 2
An der ersten Sitzung des Miete rrates am 29.03.2017 nahmen als Gäste Frau Riep (MieterIn-
nenschutzverein) und Herr Kollmann teil. Folgende Inhalte und Gesprächsergebnisse sind fes t-
zuhalten:
- Herr Kollmann berichtet über das interkulturelle Angebot des Begegnungszentrums Kinde r-
haus und wirbt um Teilnahme
- Frau Riep informiert allgemein über das Mietrecht und über Nebenkostenabrechnungen.
Unklarheiten und ggf. auch Fehler bei den NK -Abrechnungen im Wohnungsbestand BGP
scheinen im Einzelfall vorzuliegen. Frau Riep wirbt dringend dafür, si ch in Zweifelsfällen juris-
tisch beraten zu lassen.
- Wohnungsbestand BGP:
o mangelhafte Reinigung der Hausflure und Eingangsbereiche
o mangelhafter Hausmeisterservice
o defekte Aufzüge
o Schimmel in Einzelfällen
- Sauberkeit im Quartier, Müll- und Sperrgutablagerungen
- Clean Kinderhaus
- Der Lebensmittelmarkt am Sprickmannplatz wurde erfolgreich eröffnet
- Herr Leskow berichtet über die selbst gesteckten Ziele und das bisherige Engagement der
Imagewerkstatt Schleife und bittet die Mieterschaft um Teilna hme an den Sitzungen und an
der Projektarbeit
- Öffentlicher Alkoholgenuss auf dem Sprickmannplatz besteht weiterhin und ist einzudämmen
- abgestellte KFZ ohne Zulassung im Quartier, Herr Leskow nimmt Kontakt zum Ordnungsamt
auf um mögliche Abschleppaktionen zu veranlassen
- Klärung von Einzelfällen innerhalb des Mieterrates
- Aktuelle Termine
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 16
An der zweiten Sitzung des Mieterrates am 23.11.2017 nahmen als Gäste Studentinnen der
Fachhochschule Münster teil. Folgende Inhalte und Gesprächsergebnisse sind festzuhalten:
- Wohnungsbestand BGP
o Ortswechsel des Verwaltungsbüros zum Kerstingskamp 13 in Kinderhaus, dadurch ve r-
stärkte problematische Erreichbarkeit der Mitarbeiter/innen
o Zunehmende Vermietung von renovierten Wohnungen an Studierende (von „Alt -Mietern“
empfundene 2-Klassen-Vermietung)
o Sanierung der Gebäude Sprickmannstraße 31 ff.
o Schimmel in Einzelfällen
o fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen
o Aufgrund zahlreicher und wiederkehrender Problemlagen sollen im Frühjahr 2018 Vertreter
der Geschäftsführung von BGP Hausverwaltung zur Mieterratssitzung eingeladen werden
- Lebensmittelmarkt am Sprickmannplatz, Erfahrungsaustausch
- Alkohol auf dem Sprickmannplatz, ein Problem für alle
- Erfolgreiche Abschleppaktionen bei abgestellten PKW‘s ohne Zulassung
- Sperrgutabfuhr
- studentischer Masterkurs der FH Münster (Gäste: Frau Hollberg und Frau Reifer-Wülfing)
o Vorstellung der städteplanerischen Untersuchung der Fachhochschule Münster
o Diskussion mit dem Mieterrat
- Aktuelle Termine
Anzahl der teilnehmenden
Mieter/innen
Anzahl der Teilnehmenden: 1. Sitzung am 29.03.2017: 22 Mieter/innen + Gäste; 2. Sitzung am
23.11.2017: 19 Mieter/innen + Gäste
Frauenanteil: rd. 60 % Frauen teil und 40 % Männer
Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte: 27%
Bei größeren Festen (Sommerfest und Weihnachtsmarkt auf dem Sprickmannplatz) ca. 50 – 60
% Frauenanteil, Migrationsanteil von 60 %
Gesamtfazit Mit dem Arbeitskreis des Mieterrates wird unter der Leitung des Amtes für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung der örtlichen Mieterschaft die
Möglichkeit gegeben, sich mit weiteren Mietern auszutauschen und zu vernetzen sowie sich bei Bedarf auch mit Vertretern der ansässigen Woh-
nungsunternehmen und -verwaltungen oder weiteren Fachleuten über die Wohnsituation und Problemlagen zu besprechen und Rat zu erhalten.
Derzeit sind 57 interessierte Personen/Haushalte im Adressenverzeichnis aufgeführt, die eine Einladung zu den Sitzungen erhalten. Den ehrenamt-
lich arbeitenden Mieterrat durch das Amt 64 zu begleiten, die Sitzungen vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten sowie ggf. Gäste zu be-
stimmten Themen einzuladen und Gespräche zu moderieren ist weiterhin erforderlich.
Ausblick 2018 Eine weitere Anpassung oder wesentliche Veränderung der Ziele oder Indikatoren ist derzeit nicht erforderlich.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 17
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“
Projektname Grünschleife - Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage Projekt-Nr. 2.02
Projektträger Stadt Münster, Amt für Grünflächen , Umwelt und Nachhaltigkeit
Kontakt Wolfram Goldbeck, 4926762, goldbeck@muenster.de
Projektkurzbeschreibung Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage mit Anwohnern
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Durchführung von zwei
bewohneraktivierenden
Veranstaltungen zur
Gestaltung der Grünschleife
mit jeweils mindestens 50
Personen aus dem Quartier
Projekttage / Teilnehmende Projekttag am 30.4. mit ca. 60 Beteiligten (Vorjahr 70 ), Neue Bänke am Teich, Entkrautung des
Teiches, weitere Bepflanzung des Walles und einiger Randbereiche mit immergrünen Strä u-
chern, Bepflanzung der Gemüsebeete und der Kräutermauer, Erweiterung der Rosenbeete,
Verteilung von Holzhäcksel, Ausbesserung der Wege mit Dolomitsand.
Projekttag am 16.9. mit ca. 70 Beteiligten (Vorjahr 60) Aktualisierung des neuen Infoconta i-
ners, Säuberung des Teiches und Entfernung von Schilf, Reparatur des Holzpavillons. Neue
Blumenbeete mit Narzissen und Tulpenzwiebeln wurden a ngelegt. Aufbringen von Holzmulch
auf allen Beeten und Rückschnitt der Rosen, sowie Ausbesserung der Dolomitsandwege. An
einigen Eingangsbereichen sind immergrüne Heckenstrukturen gepflanzt worden, die den Par k
nun immer mehr umsäumen und die Eingangsbereiche freundlicher und einladender machen.
Projektziel erreicht
Bereitschaft der Bewohner-
schaft zur aktiven Mitwirkung
an Pflege und Gestaltung des
Wohnumfeldes ist weiter
gestärkt worden
Ganzjährige Arbeiten Im gesamten Jahr pflegt täglich eine Gruppe zwischen 4 und 6 Personen die Grünanlage, sowie
die Blumen,- und Gemüsebeete sowie den Gemüsegarten. Des Weiteren gehören pflegerische
Arbeiten wie Laubentfernung, Reinigung des Teiches, Säuberung der Nistkästen sowie der
Gehölzschnitt zu ihren Aufgaben. Gie ßdienste für Gemüse und Staudenbeete in den Somme r-
monaten. Der Teich wurde in diesem Jahr noch einmal ausgekoffert, da er zu sehr verlandete.
Die Trafostation ist mit „Gartenmotiven professionell gestaltet worden, so da ss dieser Ei n-
gangsbereich nun einen f reundlichen Charakter hat. An einigen Eingangsbereichen ist Kirsc h-
lorbeer angepflanzt worden, der dort wie eine grüne Eingangstür in die Parkanlage wirkt. Inzw i-
schen werden auch an den Park heranreichende Bereich wie die große Pergola oder auch vor
allem der Sprickmannplatz mit in die Pflege in tegriert. Am Sprickmannplatz werden vor allem
die grünen Hecken und Gebüschstreifen regelmäßig von Laub und von Müll gereinigt.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Projekt läuft gut, die Parkanlage ist gepflegt und wird von Anwohnern im Quartier genutzt, hat aber unter dem Wegfall eines qualifizierten Mit-
arbeiters an Qualität eingebüßt. Dies ist vor allem bemerkbar bei der nun nicht immer fachmännischen Bearbeitung der Grünbereiche. Im Stadtteil
Kinderhaus hat sich eine weitere ehrenamtlich arbeitende Gruppe gebildet, die im Zentrum von Kinderhaus Baumscheiben und Verkehrskreisel
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 18
gestaltet haben. Des Weiteren hat sich nach „Kinderhauser Vorbild“ eine Gruppe im Stadtteil Coerde zusammen gefunden, die dort auch mehrere
Grünbereiche mit Rosen bepflanzt hat. Die Gesamtbeteiligung bei den Projekttagen ist weiterhin auf einem recht hohen Niveau, jedoch stagniert die
Zahl der regelmäßig dort mitarbeitenden Bewohner. Eine kleine studentische Gruppe die über mehrere Monate aktiv auch außerhalb der Projekttage
dabei war, hat sich zwischenzeitlich wieder aufgelöst.
Ausblick 2018 Durch den Wegfall von Frank Blümer ist es schwer, den bisher sehr hohen Qualitätsstandard auf Dauer zu halten. Es muss eventuell versucht wer-
den, die zurzeit aktiven Helfer im nächsten Jahr zu schulen um eine höhere Qualität zu bewerkstelligen.
weiterführende Informatio-
nen
Pressemitteilungen, Informationen zum Projekt unter www.muensterbekenntfarbe.de
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 19
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter Menschen fördern“
Projektname Integrationsarbeit vor Ort (4.02) Projekt-Nr. 4.02
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Olga Stolz, 0251/3 90 96 97, olga.stolz@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung Ausgangslage, Zielgruppe: Menschen mit Migrationshintergrund, Projektinhalte
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Die Zahl der Personen mit Migra-
tionsvorgeschichte, die sich ge-
sellschaftlich engagieren bleibt
konstant, nimmt zu (+5%)
Anzahl engagierter Perso-
nen mit Migrationsvorge-
schichte
103 engagierte Personen mit Migrationsvorgeschichte (2016 = 99, 2015 = 95 ),
davon 72 weiblich (= 70 %) und 31 männlich.
Die bestehenden Gruppen öffnen sich mehr nach außen, nehmen teil an gemei n-
samen Veranstaltungen und Aktivitäten des BGZ und en gagieren sich stärker im
Stadtteil.
Es kommen immer wieder neue Personen und Gruppen dazu, die gerne mitarbe i-
ten möchten. Das persönliche Engagement im Stadtteil wächst zunehmend, ebe n-
so wie die interkulturelle Beteiligung.
Projektziel erreicht
Die Zahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
bleibt konstant bzw. soll mög-
lichst sinken
Anzahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten
Fälle
37 durch die Konfliktmoderation bearbeitete Fälle (2016 = 42).
Im Stadtteil ist es ruhiger geworden, auch die Jugendkriminali tät ist zurückläufig.
Jedoch fallen weiterhin alkoholisierte und psychisch kranke Menschen im Umfeld
des Sprickmannplatzes auf.
Projektziel erreicht
Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teil-
nehmen, steigt jährlich um 10%
an
Anzahl der Personen mit
Migrationsvorgeschichte an
Bildungsangeboten
Anteil von Personen mit Migrationsvorgeschichte, die an Bildungsmaßnahmen im
Jahr 2017 teilgenommen haben: 312 Personen (2016 = 310), davon 247 weiblich =
80 %. Der Anteil stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1% an.
Es wurden Weiterbildungen zum Thema: „Gesundheitsprävention“ , „Erfolg und
Nachhaltigkeit im niederschwelligen Frauenkursen“ angeboten. Das Angebot und
das Bildungswochenende wurd en zahlreich angenommen. Die Inhalte der Weite r-
bildung waren einfach zu verstehen und auch im Alltag umsetzbar. 2017 sind zahl-
reiche Anfragen zur Durchführung von Bildungswochenenden für Migrantinnen
gekommen. Leider konnte wegen fehlender Finanzierung nur ein Wochenende
angeboten werden.
Projektziel teilweise erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 20
Die Zusammenarbeit mit beste-
henden Gruppen im Wohngebiet
(BGZ, KAI u.a.) wird intensiviert
Anzahl, Art, Dauer des Be-
stehens der Gruppe
Im Begegnungszentrum treffen sich zurzeit 35 interkult urelle Gruppen (2016 = 41).
Pro Woche gibt es 50 Angebote.
Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen ist auch weiterhin sehr gut.
Sie treffen sich regelmäßig (wöchentlich) im Begegnungszentrum. Einige der Gru p-
pen (Iranische Gruppe; Christliche Grupp e) sind im Vergleich zu 2016 noch aktiver
und mobiler geworden. Sie unternehmen Ausflüge und besuchen Veranstaltungen
nicht nur in Raum Münster, sondern auch außerhalb der Stadtgrenzen.
Projektziel erreicht
Die interkulturelle Interessenver-
tretung in der Stadtteilarbeit soll
in Kooperation mit dem neuen
Integrationsrat gestärkt werden,
insbesondere auch im Bereich
der jungen Erwachsenen
Anzahl der Beratungskon-
takte junge Migranten/innen
Absicherung der TN von
jungen Migranten/innen im
Vorstand BGZ
Anzahl der Veranstaltungen
mit dem Integrationsrat
Anzahl der Beratungskontakte junge Migranten/innen: 260 Beratungskontakte
(2016 = 250).
Unterstützung Jugendlicher in Fragen Schule und Ausbildung/Beruf durch Frau
Rosin. Enge Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat. Infotreffen, gemeinsame
Veranstaltungen (Tag der MSO, interkulturelle Wochen).
Junge Erwachsene sind im Vorstand des BGZ vertreten und arbeiten aktiv mit.
Mit Gruppenvertretern wurden insgesamt 3 Veranstaltungen des Integrationsrates
mitgeplant und besucht (2016 = 4).
Projektziel erreicht
Die interkulturelle Seniorenarbeit
soll verstetigt werden und jährlich
um 10% steigen
Anzahl der Senioren mit
Migrationsvorgeschichte
Anzahl der Senioren mit Migrationsvorgeschichte, die an Angeboten teilgenommen
haben: 79 Senior/innen (2016 = 68).
Die Zahl älterer Menschen, die Probleme haben, ist stark angestiegen. Sie leben
an der Armuts- und Isolationsgrenze. 2017 waren mehr Hausbesuche notwendig,
als noch in 2016. Hinführung der Senioren zu den offenen Treffs. 10 Stunden Seni-
orenarbeit wöchentlich seit 2015, interkultureller Ansatz. Zusätzliche Frequenz
durch Sahle-Neubau.
Projektziel erreicht
Das Projekt “Interkulturelle Stadt-
teilmütter” soll verstetigt werden
und neben dem Beschäftigungs-
sektor auch im Gesundheitsbe-
reich wirken
Anzahl der über die interkul-
turellen Stadtteilmütter er-
reichten Frauen
Vier Frauen sind als Langzeitarbeitslose im Rahmen des Programms: „Soziale
Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ab 02.2016 mit 30 Stunden pro Woche im BGZ tätig
(türk./afghan. Herkunft).
Die Teilnehmendenzahl konnte gesteigert werden, Anzahl erreichter Frauen: 95
Frauen 2016 (2015 = 80 Frauen)
Für 2017 wurden 22 AGH-Stellen (Zuverdienste durch Arbeitsgelegenheiten nach
SGB II) bewilligt.
Projektziel teilweise erreicht
Für neu zugezogene Familien
soll eine abgesicherte Willkom-
menskultur im Wohngebiet her-
gestellt werden
Informationsmaterialien über
die Angebote im Stadtteil
werden verteilt und Kontakte
zu den bestehende Gruppen
werden hergestellt
Neu zugezogene Familien we rden ebenfalls intensiv begleitet. Sie werden über
Hilfsangebote im Stadtteil informiert (Erstberatung im Stadtteil, Aushänge und Fl y-
er) und auch zu den Angeboten begleitet. Es wird Kontakt zu bestehenden Gru p-
pen hergestellt. Bei neu zugezogenen Studierenden ist der Zugang schwieriger.
Projektziel teilweise erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 21
Gesamtfazit Die Projektziele wurden erreicht bzw. teilweise erreicht.
Ausblick 2018 In der Verstetigungsphase 2018 soll sich das Projekt 4.02. Integrationsarbeit vor Ort auch weiterhin auf die festgelegten Ziele ausrichten.
weiterführende
Informationen
www.bgz-kinderhaus.de
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 22
7 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen“
Projektname „Wir verstehen uns“ Projekt-Nr. 5.01
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt
Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V.
Diplom-Pädagogin Julia Jehnen, Josef-Beckmann-Straße 5, 48159 Münster, Tel.: 0251-263689, email: KAI-muenster@t-online.de
Projektkurzbeschreibung
KAI e.V. führt als Projektträger gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Haus der Familie“ und weiteren Kooperationspartnern
- Deutschsprachkurse für Eltern zur Stärkung ihrer Aufgaben im Lernprozess der Kinder
- Alphabetisierungs- und Sprachkurse für Erwachsene zur sozialen Integration, zur Integration in den Arbeitsmarkt bzw. zur Schulung
deutsch- und mutter-sprachlicher Fähigkeiten für verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens
- Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendliche sowie
- erforderliche Begleitmaßnahmen (Weiterbildung, Kinderbetreuung usw.) durch.
Ziele Indikatoren / Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Erhöhung der Chancen-
gleichheit durch eine
Erhöhung der Bildungsbe-
teiligung für Familien mit
Sprachdefiziten
Verbesserung der
Sprachfähigkeit der
Erwachsenen
Stärkung der Sozial- und
Sprachkompetenz der Kinder
und Jugendlichen
Anzahl der Erwachsenen-
kurse und Anzahl der er-
wachsenen Sprachkursteil-
nehmer
Anzahl der durchgeführten
Einzelnachhilfe für Schü-
ler/innen sowie Anzahl
Teilnehmende
KAI e.V. hat sich als pädagogische Einrichtun g und wohnortnaher Ort der Bildung etabliert wie
die kontinuierlich hohe Anzahl an Interessierten auf den Wartelisten sowohl für die Deutsch -
Sprachkurse als auch für die Einzelnachhilfe, die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperat i-
onspartner, die stetig s teigende Anzahl an neuen, konstruktiven Vernetzungen im Stadtteil und
in der Stadt verdeutlichen.
Sprachkurse für Erwachsene: Alphabetisierungskurse und Deutsch als Fremdsprache:
1. Halbjahr 2017: vier Projektgruppen mit insgesamt 30UStd
2. Halbjahr 2017: vier Projektgruppen mit insgesamt 30UStd
- Anzahl Erwachsene: 129, davon 100 Frauen (78 %), 100 % Migrationsvorgeschichte (2016
= 120 Erwachsene: davon 82 % Frauen, 100 % Migrationsvorgeschichte)
Einzelnachhilfe für Schüler/innen der Grundschule sowie der Sekundarstufen 1 + 2, vorwiegend
Schüler der weiterführenden Schulen von der 5. bis zur 10. Klassenstufe
2017 wurden bei KAI e.V. im Projekt Einzelnachhilfe insgesamt 44 Schüler/innen von 22 Nach-
hilfelehrer/innen betreut, Umfang ca. 1 Std./Woche/Schüler (2016 = 46 Schüler/innen)
Der Anteil der Schüler/innen mit Migrationsvorgeschichte lag 2017 bei 86 %, also 38 von 44
Schüler/innen (2016 = 87 %).
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 23
Verbesserung/ Stabilisierung
der schulischen Leistungen
- Umfang der Fehlzeiten
von Schüler/ innen
- Noten in den Nachhilfefä-
chern der teilnehmenden
Schüler
Kaum unentschuldigte Fehlzeiten, Absprachen zwischen Lehrern und Schüler/innen funktioni e-
ren.
50 % der Schüler/innen haben sich 2017 verbessert (2016 = 54 %), 39 % wurden befäh igt, ihre
Noten zu stabilisieren (2016 = 28 %).
Projektziel erreicht
Verbesserung von
Sprachvermögen und
Alltagskompetenzen
- regelmäßige Teilnahme an
den Deutsch-Sprachkursen
Erwachsene
- Vermittlung Erwachsene in
weiterführende Kurse
Pünktlichkeit und regelmäßige Teilnahme der Projektteilnehmer/innen sind mittlerweile selbs t-
verständlich, kaum unentschuldigte Fehlzeiten, keine Abbrüche ohne Grund.
Vermittlung in weiterführende Sprachkurse/Integrationskurse: 2017 insgesamt 9 Teilnehmende
(= 7 %) (2016 = 8 Teilnehmende = 6,6 %).
Vermittlung in Arbeit: 2017 insgesamt 8 Teilnehmende (= 6,2 %) (2016 = 7 Teilnehmende = 5,8
%).
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Gesamtfazit für die Projektdurchführung im Jahr 2017 ist sehr positiv. Dies belegt die kontinuierlich hohe Anzahl an Interessierten auf den
Wartelisten sowohl für die Deutsch-Sprachkurse als auch für die Einzelnachhilfe, die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperationspartner sowie die
sich stetig weiter entwickelnde konstruktive Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Münster Nord.
Ausblick 2018 Im Jahr 2018 werden wir die bekannten Ziele mit neuen und einigen noch verbliebenen Teilnehmer/innen weiter verfolgen.
Die Verbesserung der Alltags- und Sprachkompetenzen der erwachsenen TN sowie die Stabilisierung/ Verbesserung der schulischen Leistungen
und die Stärkung der Sozialkompetenzen der Kinder und Jugendlichen sowie die damit verbundene Erhöhung der Bildungsbeteiligung und Förde-
rung der sozialen Integration werden auch in 2018 unsere Hauptziele bleiben.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 24
Projektname Gesund aufwachsen in Kinderhaus Projekt-Nr. 5.04
Projektträger Stadt Münster, Gesundheits- und Veterinäramt
Kontakt Dr. Dagmar Schwarte, Tel. 492 54 34, schwartedagmar@stadt-muenster.de
Projektkurzbe-
schreibung
Durch Hebammensprechstunden in Kitas und Hausbesuche in Familien soll die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen für Schw an-
gere und Kinder gesteigert werden. Eltern sollen dabei unterstützt werden, ihren Kindern ein g esundes Aufwachsen zu ermöglichen.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Die Inanspruch-
nahme von
Schwangerschafts-
vorsorgen und
Hebammenhilfe
nimmt zu.
Anzahl der Hebammensprech-
stunden
Anzahl der Mütter in Hebam-
menbetreuung
2017 konnten 93 Sprechstunden angeboten werden (2016 = 108 Sprechstunden) mit durchschnittlich
5 erreichten Frauen je Sprechstunde.
Anzahl der verfügbaren Hebammen: 4
2017 wurden 23 Hausbesuche abgerechnet (2016 = 33, 2015 = 145) , alle anderen Hausbesuche
konnten über die Krankenkassen abgerechnet werden . Hebammenhilfe wird demnach zunehmend
rechtzeitig in Anspruch genommen ! Die Hebammen berichten, dass Frauen sich frühzeitiger sel b-
ständig melden und um Betreuung nachfragen.
Projektziel erreicht
Die Fertigkeiten der
Eltern mit geringem
Einkommen. Eine
gesunde Lebens-
weise ihrer Kinder
zu fördern, werden
gestärkt.
Anteil positiver Rückmeldungen
im Rahmen von Maßnahmen
mit niedrigschwelligen Zu-
gangsmöglichkeiten
Die Sure-Start-Gruppe wird einmal in Monat durch eine Hebamme begleitet.
Durch die Beratungsstelle „Frühe Hilfen“ werden Sprachkurse und Müttercafés aufgesucht.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Projekt ist weiterhin gut geeignet, die Zielgruppe zu erreichen.
Ausblick 2018 Die Vernetzung mit den Stadtteilmüttern ist weiterhin Ziel, konnte aber 2017 leider nicht umgesetzt werden.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 25
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte“
Projektname Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte - Schuldnerberatung vor Ort Projekt-Nr. 6.01
Projektträger Projekt 6.01: Bildungs-und BeratungsCentrum Diakonie Münster (Schuldnerberatung)
Kontakt
Bettina Krämer, b.kraemer@diakonie-muenster.de, Kristina Kunze k.kunze@diakonie-muenster.de, Josef Beckmannstraße 5, 48159
Münster, Tel.: 0251 1624262
Projektkurzbeschreibung Kinderhaus ist der Stadtteil in Münster mit der höchsten Verschuldungsquote; Angebot richtet sich an verschuldete Haushalte und Ei n-
zelpersonen in Kinderhaus/Brüningheide; Hoher Anteil an Migranten, hohe Arbeitslosigkeit, unzureichende Ausbildungs- und Arbeits-
plätze vor Ort, Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, Verschuldung, Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen ; Hilfestellung unter-
schiedlicher Art zur Lösung der Schuldenproblematik und Präventionsarbeit wird geleistet.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Umfassende Hilfestellung für
Ratsuchende mit einer
Verschuldungsproblematik
(junge Menschen, Erwach-
sene, Migranten) in
mindestens 15 Neufällen
Anzahl von Neufällen, welche
2017 zusätzlich zu den 23 aus
den Vorjahren weiterbetreuten
Fällen hinzukommen
38 neu hinzukommende Fälle im Jahr 2017 neben aus den Vorjahren noch offenen 30 Fällen
aus den Vorjahren; Beratungsintensität bleibt hoch; Erfolgsquote liegt bei 83 % (= 40 von 48
abgeschlossenen Fällen; 8 abgebrochene Fälle); 20 Fälle werden mit al lerdings etwas geringe-
rer Beratungsintensität 2018 weitergeführt; bei Langläufern meist Familien mit Migrationshi n-
tergrund; Mehrzahl der Klienten ist weiblich; mit 7 9 % hat ein geringerer Anteil der Klienten als
im Vorjahr aktiv an der Problemlösung mitge wirkt. Dies war i.d.R. auch der Grund für den A b-
bruch der Beratung durch die Einrichtung selbst in 8 Fällen; insgesamt erscheinen die vorha n-
denen Betreuungskapazitäten zu knapp.
Projektziel erreicht
(gesetztes Ziel wurde
wie in den Vorjahren
deutlich übertroffen)
Durchführung von 6
präventiven Aufklärungs-
veranstaltungen im Jahr mit
insgesamt mind. 60
Teilnehmenden
Anzahl der Veranstaltungen
Anzahl Gesamteilnahmen
insgesamt 2 Veranstaltungen, 1 x im KAI; 1 mal im Sozialbüro; Themen: SGB II – Ansprüche;
Umgang mit Sanktionen; etc.; Inhalte werden niederschwellig dargeboten; geplante Veransta l-
tungen in Schulen in der zweiten Jahreshälfte 2017 fielen krankheitsbedingt aus; unabhängig
davon scheint die Resonanz der Schulen auf das Angebot eher zurückzu gehen (lehrplanb e-
dingte Gründe; Umstrukturierung Uppenbergschule); sollte die Resonanz der Schulen in 2018
ähnlich niedrig sein, ist über eine Neuausrichtung hinsichtlich der Zielgruppen nachzudenken;
insgesamt 32 Teilnahmen; Gründe wie oben
Projektziel teilweise
erreicht
(Ziel „Anzahl Veranstal-
tungen“ wurde zu 33%
erreicht ; Ziel „Anzahl
Teilnahmen“ wurde zu
53% erreicht)
Wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene
Sprechstunde im Zeitumfang
von 2 Stunden mit durch-
schnittlich wenigstens 4
Anzahl Sprechstunden außer-
halb der Schulferien
Durchschnittliche Besucher-
40 Sprechstunden durchgeführt
durchschnittlich 6,6 Klienten pro Sprechstunde; insgesamt 264 Klienten (62 weniger als
2016), davon 190 Frauen (= 72 %) und 74 Männer (= 28%); Sprechstunden sind nach wie vor
Projektziel erreicht
(hinsichtlich der Anzahl
durchschnittlicher
Besucher übertroffen)
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 26
Personen zahl in den Sprechstunden stark frequentiert und decken eine Vielzahl von Themen rund um Finanzen und Verschuldung
ab; es ergaben sich häufig Folgetermine und/oder langfristige Beratungen; der Rückgang g e-
genüber dem Vorjahr i st u.U. auch durch die krankheitsbedingte Vertretungssituation zu erkl ä-
ren (geringere Anzahl der wiederholten Besuche der Sprechstunde aufgrund Betreuerwechsel)
Wöchentlich mindestens 0,75
Hausbesuche
Anzahl Hausbesuche pro Jahr Anzahl der Hausbesuche liegt mit 39 (unter Berücksichtigung von Urlaubszeiten) leicht unter
Niveau 201 7, aber aufgrund der reduzierten Zielvorgabe wiederum im Soll; Zielgruppe sind
Personen, die ansonsten keinen Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten haben (z.B. kinde r-
reiche, ältere und/oder kranke Mitbürger)
Projektziel wurde
erreicht
Gesamtfazit Das Projekt ist seit Jahren am Standort Kinderhaus etabliert. Hierzu gehört auch die Zusammenarbeit mit örtlichen Kooperationspartnern. Die Zuwei-
sung vom Jobcenter wird vermehrt angewendet (§16a - Fälle). Bis auf die präventiven Veranstaltungen wurden alle Teilziele erreicht (Erklärung s.o.).
Ausblick 2018 Ziele für 2018 können grundsätzlich erhalten bleiben. Die grundsätzlichen Zielrichtungen des Teilprojekts sind nach wie vor sinnvoll. Im Laufe von
2018 soll zwischen Diakonie und der Stadt Münster über die Ressourcenausstattung der Stelle nebst Anpassung der Zielgrößen auf den früheren
Stand neu nachgedacht werden. Hierbei könnte auch die Beratung älterer Menschen verstärkt in den Fokus rücken (Stichwort: Vermeidung von Al-
tersarmut).
Die Krankheitsvertretung der Stelleninhaberin wird im ersten Quartal 2018 fortgeführt.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 27
Projektname Lebenswelten kennen lernen Projekt-Nr. 6.02
Projektträger Internationaler Kulturverein Atrium e.V.
Kontakt Adelgund Schmitz und Nicole Berner, Sprickmannplatz 1, 48159 Münster, atrium -kulturverein@gmx.de
Projektkurzbeschreibung Kulturprojekte, interkulturelle Veranstaltungen zwecks wechselseitigem Kennenlernen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Das Interesse der
Bewohnerinnen und
Bewohner an Eigen-
aktivitäten nimmt zu
Es findet monatlich mindes-
tens eine kulturelle Veran-
staltung im Atrium bzw.
durch den Atrium e.V. orga-
nisiert statt
2017 gab es 24 Veranstaltungen und 4 Kooperationsveranstaltung, dazu Frühstück und Mi t-
tagstisch sowie jeden Montag ein Probentreffen in Kooperation mit Cactus Junges Theater
(2016 = 28 Veranstaltungen, 2015 = 22 Veranstaltungen).
Projektziel erreicht
An jeder Veranstaltung
nehmen durchschnittlich
mindestens 15 Personen
teil
Die Teilnehmendenzahl der durchgeführten Veranstaltungen (ohne Feste, ohne Kooperation s-
veranstaltungen sowie Mittagstisch und Frühstü ck) liegt bei 851. Bei 24 Veranstaltungen ergibt
sich eine durchschnittliche Besucherzahl von 35.
Das Interese der Wohnbe-
völkerung am Kennenlernen
anderer Kulturen wächst
Der Anteil der Menschen
mit Migrationsvorgeschichte
an den teilnehmenden Per-
sonen beträgt im Mittel 35
%
Von den Teilnehmenden hatten 57 % eine Migrationsvorgeschichte (2016 = 65 %, 2015 = 48 %,
2014 = 38 %).
Projektziel erreicht
Die Motivation der Wohnbe-
völkerung, eine Verstetigung
kultureller / künstlerischer
Aktivitäten im Wohngebiet zu
unterstützen nimmt zu
Anzahl der ehrenamtlich
Tätigen wächst
2 Planungstreffen 2017 = 9 T eilnehmende, Putzaktion 2017: 2 mal durchgeführt, insgesamt 19
Teilnehmende
Dieses Ziel stellt weiterhin eine Herausforderung für uns dar. Die Bereitschaft, p unktuell an
praktischen Aktivitäten teilzunehmen ist höher als das Interesse, sich für einen Bereich rege l-
mäßig zu engagieren (Planungstreffen 2015 = 8 TN, Planungstreffen 2016 = 11 TN; Put zaktion
2015: 7 TN, 2016: 14 TN).
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Insgesamt ist das Projekt weiterhin auf dem richtigen Weg. Insbesondere Ausflüge zu Ausstellungen erfreuen sich großer Beliebtheit und sollen je
nach Budget daher auch weiter und verstärkt angeboten werden. In diesem Zusammenhang ist besonders der Besuch der Skulpturenausstellung
hervorzuheben. Auch Feste werden sehr gut angenommen, auch mit hoher ehrenamtlicher Beteiligung bei der Durchführung wie z.B. das Internati-
onale Frauenfest zeigt.
Nach wie vor gibt es keine klaren Programmprofile der Einrichtungen am Sprickmannplatz.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 28
Ausblick 2018 Die Attraktivität der Einrichtung als Veranstaltungsort ist ungebrochen.
Die Kooperation mit Cactus brachte bereits sichtbare Erfolge, so wurde mit dem Film „Von unten nach oben“, der in verschiedenen Münsteraner
Einrichtungen gezeigt wurde, nicht nur die Schleife an sich und die künstlerischen Fähigkeiten der Protagonisten dargestellt, sondern zur Premiere
im Cinema kamen zahlreiche Schleifenbewohner/innen, die das erste Mal in diesem Kino waren. Auch im Jahr 2018 geht das Projekt weiter.
Das Angebot des Wahl-O-Mat auf dem Sprickmannplatz war auch für uns ein Experiment und ist sicher konzeptionell noch ausbaubar. Es war ein
erster, niedrigschwelliger Schritt, auf die Wahlen nochmal explizit aufmerksam zu machen und damit auch auf die Frage der Wahlbeteiligung (die
Botschaft lautete: Geht wählen!). So konnten neben programmspezifischen auch rein praktische Fragen geklärt werden: Wo ist mein Wahlamt?,
Kann ich auch ohne Benachrichtigungskarte wählen gehen?, etc.
weiterführende Informatio-
nen
Es werden weiterhin je zwei Halbjahresprogramme erstellt und gedruckt sowie zu den Veranstaltungen jeweils Flyer und/oder Aushänge sowie Ver-
anstaltungshinweise in WN und nadann.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 29
Projektname Jungenprojekt „Sport gegen Gewalt“ Projekt-Nr. 6.04
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus Kinderhaus e.V.
Kontakt Roland Erfurt, roland.erfurt@bgz-kinderhaus.de / Benjamin Bunzel, benjamin.bunzel@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung Ziel ist die Zusammenführung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen, die gerne Fuß-
ball spielen. Alle Teilnehmer sollen die Bereitschaft mitbringen, auftretende Konflikte ohne den Einsatz körperlicher Gewalt zu lösen.
Aber auch die Vermittlung sozialer Kompetenzen im weitesten Sinn (Teamfähigkeit, Rücksichtnahme auf Schwächere, Übernahme von
Verantwortung etc.) ist über den Spaß hinaus primäres Ziel des Projekt. Das Angebot findet regelmäßig jeweils Samstag von 14:00 Uhr
bis 17:00 Uhr statt.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Das Projekt findet regelmäßig
einmal wöchentlich statt
Anzahl der Treffen
Regelmäßige Teilnahme an
den Sportveranstaltungen
Gesamtzahl der Treffen 2017: 40 (2016 = 42, 2015 = 39)
Anzahl Jungen, die mind. einmal an einer Aktivität teilgenommen hat: 50
Anzahl der Jungen, die 2017 an weniger als 50 % der Termine teilgenommen haben: 21
Anzahl der Jungen, die 2017 an mehr als 50 % der Termine teilgenommen haben: 29
Teilnehmende mit Migrationsvorgeschichte: 47%
Projektziel erreicht
Unterschiedliche Nationali-
täten werden über das Sport-
angebot zusammengeführt
Sozialverhalten und die
Bewältigung von Konflikten
während der Sportveran-
staltung
Im Rahmen der Sportveranstaltungen konnten immer wieder verschiedene Nationalitäten zusa m-
mengeführt werden. 2017 gab es keine nennenswerten Konflikte. Kleinere Reibereien und Stre i-
tigkeiten konnten friedlich und gewaltfrei beigelegt werden.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Angebot wurde durchgängig gut besucht. Das soziale Miteinander unterschiedlicher Kulturen aus dem Stadtteil konnte gefördert werden. Über-
schüssige Kräfte der jungen Teilnehmer wurden durch den Sport sinnvoll kanalisiert und soziale Kompetenzen spielerisch erlernt.
Ausblick 2018 Die gesetzten Ziele werden unverändert beibehalten. Weiterhin wird nach Möglichkeiten gesucht, Belegungszeiten in einer größeren Sporthalle zu
bekommen.
weiterführende Informatio-
nen
Website des Begegnungszentrum Kinderhaus e.V., www.bgz-kinderhaus.de
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 30
Projektname Mobile Jugend (-sozial)arbeit Projekt-Nr. 6.06
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, 492-5811, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Mobiles Beratungsangebot für Jugendliche
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Bislang durch die Jugend-
sozialarbeit nicht erreichte
Jugendliche sollen ange-
sprochen und erreicht
werden.
Anzahl / Struktur der Nut-
zer/-innen des offenen An-
gebots: Anzahl, Geschlecht,
schulischer oder beruflicher
Hintergrund, bisherige An-
bindung an Jugend- und
Freizeiteinrichtungen
-Im Jahr 2017 wurden 1783 Kontakte zu Jugendlichen durch die Mobile Jugend( -sozial)arbeit
hergestellt. (2016= 1828, 2015 = 1654, 2014= 1731, 2013=1925, 2012=2332, 2011 =2588,
2010=2.100). (Anmerkung: Hierbei handelt es sich vielfach um Mehrfachkontakte, Höhe des
Anteils lässt sich nicht abschätzen).
- Von den 1783 Kontakten fanden 1172 (=65%) zu Jungen/Männern (2016=66%, 2015=62%,
2014=65%, 2013=60%, 2012=63%, 2011=60%) und 611 (=3 5%) zu Mädchen/Frauen statt.
(2016 =34%,2015=38%, 2014=36%, 2013=40%, 2012=37%, 2011=40%)
- Anzahl der Kontakte bis einschließlich 13 Jahre: 811 (2016=778, 2015=805, 2014=875,
2013=1.000, 2012=1008, 2011=1.133, 2011=724, 2010=1026)
-Anzahl der Kontakte 14 bis einschl. 17 Jahre : 780 (2016=864, 2015=794, 2014=774,
2013=864, 2012=863, 2011=1133, 2010=1008)
-Anzahl der Kontakte ab 18 Jahre: 192 (2016=186, 2015=54, 2014=82, 2013=103, 2012=73,
2011=115, 2010=66)
- Der Großteil der Jugendlichen besucht die Wald - oder Uppenbergschule, ein geringer Teil
die Geschwister Scholl Realschule und das Geschwister Scholl Gymnasium
-Anzahl Kontakte, die eine Haupt- oder Förderschule besuchen: 1089 (2016=857, 2015=1027,
2014=1168, 2013=1781, 2012=1455, 2011=1630, 2010=1916)
- Anzahl Kontakte, die eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen: 258 (2016=331,
2015=275, 2014=256, 2013=144, 2012=60, 2011=61, 2010=62)
- Anzahl Kontakte, die sich in einer beruflichen Ausbildung befinden 178 (2016=196,
2015=180, 2014=128, 2013=291, 2012=136, 2011=245)
- Anzahl Kontakte, die bisher gelegentlich oder regelmäßig Angebote der offenen Jugenda r-
beit o.ä. wahrgenommen haben : 1155 (2016=1194, 2015=1066, 2014=1209, 2013=1474,
2012=1529, 2011=2500, 2010=1568)
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 31
Teilnahme an Angeboten
der Mobilen Jugendarbeit
und Zufriedenheit mit den
Angeboten
Gut angenommene Standardangebote der Mobilen Jugend( -sozial)arbeit sind wie in den Vo r-
jahren die Berufsberatung, sportpädagogische Angebote, Schuldnerberatung, sowie Prävent i-
onsangebote (Sucht, Medien und Straffälligkeit)
Wege zur Lösung
persönlicher und sozialer
Probleme sollen aufgezeigt
und genutzt werden
Anzahl derer, die an realis-
tischen Lösungen arbeiten
(zum Beispiel die Teilnahme
an Angeboten der Jugend-
arbeit / Jugendsozialarbeit,
Besuche von Freizeitein-
richtungen, Kontaktaufnah-
men zu anderen Beratungs-
angeboten)
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen arbeiten: 203 (2016=206, 2015=178,
2014=131, 2013=148, 2012=127, 2011=46, 2010=110)
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Die Kontaktaufnahme und Kurzberatungen finden im Streetworkbereich („auf der Straße“) statt. Weiterführende Hilfen und Beratungsgespräche finden
in den geschützten Räumlichkeiten des Wuddi statt. Es werden weiterhin Jugendliche im Stadtteil angetroffen, die kurz vor Anmeldeschluss bei diver-
sen Schulen (vorwiegend Online Anmeldung) kurzfristige und schnelle Hilfe (Zugang zum System) benötigen. Das gleiche gilt für Bewerbungsschrei-
ben, die im Wuddi unter Anleitung gefertigt werden können. Durch die enge Zusammenarbeit von Jobcenter, Jugendgerichtshilfe und Jugendsalon
konnten „schwierige“ Jugendliche unterstützt werden.
Ausblick 2018 Die Fortführung des bewährten Projekts im Rahmen des Maßnahmeprogramms ist nach wie vor erforderlich.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 32
Projektname Sport und Bewegung Projekt-Nr. 6.07
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, 492-5811, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Das Wuddi wird mobile Sportangebote im Stadtteil weiter verankern. Zum Beispiel: Soccer Cage, Boule, Tischtennis und Basketball.
Die Angebote sind niedrigschwellig. Vereinsungebundene Jugendliche sollen sich sportlich beteiligen und, falls möglich, an di e
Sportvereine im Stadtteil angebunden werden.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Kinder und Jugendliche über
Sportangebote für Sport und
Bewegung zu begeistern
Wöchentlich 10 Jugendliche
an den mobilen, z.T. trendi-
gen Kleinsportangeboten
der aufsuchenden Jugend-
sozialarbeit zu beteiligen
2017 nahmen wie im Vorjahr wöchentlich 10 bis 20 Jugendliche (77% männlich) an den
Sportangeboten der Mobilen Jugendsozialarbeit teil, vorwiegend am Basketball -, Fußball- und
Smashballangebot.
Nachfolgende im Vorjahr in Aussicht gestellten zusätzlichen Angebote konnten leider einge-
schränkt oder gar nicht umgesetzt werden:
- Basketball als mobiles Angebot im Bereich der Nordwest Schleife wurde temporär am
Sprickmannplatz/Jugendsalon durchgeführt.
- Das Speckbrettangebot am Wangero ogeweg konnte nicht realisiert werden, da kein
Spreckbrett-Platz zur Verfügung stand. Installiert wurde stattdessen ein Tennisplatz (an
der alten „Hütte“).
- Das offene Fußballangebot in Kooperation mit dem Jugendsalon auf dem Multifunktion s-
platz wurde mang els Beteiligung nicht durchgeführt. Die Jugendlichen nutzen nach wie
vor verbotswidrig den Kunstrasenplatz an der „Großen Wiese“. Eine Alternativ -Fläche
müsste politisch diskutiert werden. Mit dem Bezirksbürgermeister und Jugendlichen wu r-
den darüber bereits Gespräche geführt.
Projektziel erreicht
Anzahl von 25 Jugendli-
chen, die außerhalb der
Schule wöchentlich an den
Sportangeboten des Wuddi
teilnehmen
Die Sportangebote des Wuddi auf der Außensportanlage wurden durchschnittlich von 25
Jugendlichen, vorwiegend für Ballsportarten, genutzt (75% männlich).
Teilnahme von Kindern und
Jugendlichen an Sportange-
boten und –veranstaltungen
außerhalb des Stadtteils
Anzahl von 30 Jugendli-
chen, die an 1 - 3 Fahrten
zu Bundesliga- oder Län-
derspielen teilnehmen.
Insgesamt haben fünf J ugendliche mit Migrationshintergrund an einer Fahrt zum Fußball -
Länderspiel teilgenommen (2016 = 39). Das groß angelegte Fahrtenprogramm zu Bundesliga-
bzw. Länderspielen darf gemäß verwaltungspolitischer Vorgabe nicht weiter angeboten w er-
den. In der Folge entfällt der Indikator ab 2018 (100% männlich).
Projektziel annä-
hernd erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 33
Anzahl von 60 Jugendli-
chen, die an Aktionen zur
Soccer-Halle teilnehmen.
Insgesamt haben 208 Jugendliche (2016 = 180) an fünf Fahrten zu Soccer -Hallen-Turnieren
teilgenommen (95% männlich). Besonders die Fahrten zur Soccer Halle sind bei Jugendlichen
begehrt. So können sich auch vereinsungebundene Jugendliche sportlich betätigen und g e-
gebenenfalls an Sportvereine angebunden werden.
Gesamtfazit Das Projekt hat die gesetzten Ziele weitestgehend erreicht.
Das Ziel, „Kinder und Jugendliche in Sportangebote im Stadtteil zu integrieren“ entfiel in 2017: es ist nicht quantifizierbar, da die Mitgliedsbeiträge
über das Bildungs- und Teilhabeprogramm finanziert werden. Das inhaltliche Ziel besteht als solches weiter. Bitte Ausführungen der Vorjahre
beachten.
Ausblick 2018 Sport hat einen hohen Stellenwert im Stadtteil. Sportangebote sollen in bisheriger Form erhalten bleiben. Neue Trends und Sportarten werden
berücksichtigt. Es ist festzustellen, dass ein Teil der Jugendlichen aus diversen Gründen vereinsungebunden ist. Speziell für diese Jugendlichen
sind die Sportangebote der (Mobilen) Jugendarbeit besonders wichtig.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 34
Projektname Drogenprävention Projekt-Nr. 6.08
Projektträger INDRO e.V.
Kontakt Eva Gesigora, 0251-60123, evagesigora@gmx.de
Projektkurzbschreibung Wöchentliche Beratungssprechstunde & Cannabissprechstunde im Jugendsalon; Aufsuchenden Arbe it; Aktionstage Sucht; Spritzen-
tausch & -entsorgung / Spritzenautomat
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
6.8.1
Die Drogenproblematik
entspannt sich aus Sicht der
Fachkräfte vor Ort
Entwicklung Drogenproble-
matik
Kontinuierliche Nutzung des
Spritzenautomaten (ca. 30
PA-Packs/Woche)
2017 wurden 1.736 Päckchen aus dem Spritzenautomaten gezogen (2016 wurden 1 .716 Päck-
chen). Die Nutzung des Automaten stieg somit leicht an von durchschnittlich 33 ,0 Spritzenpäck-
chen / Woche auf 33,4 Päckchen / Woche.
Projektziel erreicht
6.8.2 Bewohner/innen
verschiedenen Alters und
verschiedener Herkunft
setzen sich mit dem Thema
Drogenkonsum auseinander
Teilnahme an den Aktions-
tagen
An den Aktionstagen neh-
men durchschnittlich 15
Anwohner/innen unter-
schiedlichen Alters & unter-
schiedlicher Herkunft teil
2017 wurden insgesamt 4 Aktionstage Sucht durchgeführt.
1. Energy Drinks – 12 TN
2. Cannabis – 3 TN
3. Cannabis – 10 TN
4. Cannabis, Energy Drinks und Shisha rauchen („Schnitzeljagd“) – 4 TN
Die Schnitzeljagd i m Wuddi ist üblicherweise der am besten frequentierte Aktionstag. Da dieser
aber unmittelbar nach der Wiedereröffnung des Wuddi stattfand, blieb die erwartete Teilne h-
meranzahl leider aus.
Insgesamt 29 Teilnehmende (2016 = 47 Teilnehmende, 2015 = 42 Teilnehmende)
90 % der Teilnehmenden männlich ( 2016 u. 2015 = 87 %)
93 % der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte (2016 = 100 %, 2015 = 81 %)
Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre: 31 % (2016 = 68 %, 2015 = 6 %)
Teilnehmende 14 bis einschließlich 17 Jahre: 31 % (2016 = 32 %, 2015 = 54 %)
Teilnehmende ab 18 Jahre: 38 % (2016 = 0, 2015 = 40 %)
Projektziel
annähernd erreicht
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 35
6.8.3
Drogengebrauchende kennen
Safer-Use-Maßnahmen
Es finden jährlich min-
destens 10 Beratungs-
gespräche zu Safer-
Use-Themen im Wohn-
quartier statt
Es fanden 2017 insgesamt 17 (18 in 2016) Safer -Use-Beratungen im Wohnquartier statt. Vorrangiges
Thema bei den Jugendlichen war der Konsum von Cannabis, vereinzelt gab es Beratungen zu Amph e-
taminen und Spielsucht. Im Rahmen d er aufsuchenden Arbeit hatten die harten illegalen Drogen Prior i-
tät.
100 % der Teilnehmenden sind männlich (wie auch 2016 und 2015)
59 % der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte (2016 = 83 %, 2015 = 94 %)
Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre: 0 (2016 = 0 , 2015 = 12 %)
Teilnehmende 14 bis einschließlich 17 Jahre: 47 % (2016 = 22 %, 2015 = 23 %)
Teilnehmende ab 18 Jahre: 53 % (2016 = 78 %, 2015 = 65 %)
Projektziel
annähernd er-
reicht
Der Spritzentausch in
Kinderhaus wird weiter-
hin angeboten
Die Beratungshotline wurde weiterhin nicht genutzt und daher wieder abgeschafft.
Der Spritzentausch in Kinderhaus wurde – wie auch in den Vorjahren – nicht frequentiert.
6.8.4
Drogengebrauchende kennen
Beratungs- und Ausstiegs-
hilfen
Es finden jährlich mindestens
10 Beratungsgespräche zu
Safer-Use-Themen im Wohn-
quartier statt
Es finden jährlich
mindestens 8
Beratungs- und
Vermittlungsgespräche
zu weiterführenden
Hilfen (Beratungs- und
Ausstiegshilfen) statt.
2017 konnten 9 Personen zu weiterführenden H ilfen vermittelt werden ; in 2016 waren es 7 Personen.
(städtische Drogenberatungsstelle, LWL-Klinik)
100 % der Teilnehmenden männlich (wie 2016 und 2015)
78 % der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte (2016 = 86 %, 2015 = 66 %)
Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre: 0
Teilnehmende 14 bis einschließlich 17 Jahre: 0
Teilnehmende ab 18 Jahre: 100 %
Projektziel
erreicht
Gesamtfazit Vor allem die offenen Beratungssprechstunden werden sehr gut angenommen, wie auch die aufsuchende Arbeit. Nachdem die Beratungshotline wei-
terhin gar nicht in Anspruch genommen wurde, wurde sie wieder eingestellt. Der Spritzenautomat wird weiter zunehmend frequentiert.
Ausblick 2018 Ziele und Indikatoren können beibehalten werden.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 36
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“
Projektname Quartiersmanagement Projekt-Nr. 7.1
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Matthias Kau, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kommunaler Sozialdienst Nord, 0251/492 -5692
Projektkurzbeschreibung Aktivierung, Beteiligung und Information der Bewohner
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Gebietsmoderation ist bei
Veranstaltungen im Quartier
präsent
Anwesenheit von mindes-
tens einem Mitglied der
Gebietsmoderation
Anwesenheit bei folgenden Veranstaltungen:
Internationales Frauenfest: Clean Kinderhaus; Tanzkurs für Frauen; Sommerfest auf dem Spric k-
mannplatz; Weihnachtsmarkt auf dem Sprickmannplatz ; Jolka-Fest im BGZ ; Kinderhaus-
Brüningheide – Wohin gehst Du?
Projektziel erreicht
An drei Standorten im Stadt-
teil sind Schaukästen vorhan-
den, deren Aushänge regel-
mäßig aktualisiert werden,
Sichten der Aushänge
Sichten und aktualisieren
der Aushänge
Die Kernprojekte haben sich laufend in den Schaukästen präsentiert Projektziel erreicht
Die Gebietsmoderation
tauscht mit allen Projektträ-
gern mindestens einmal pro
Halbjahr, mit allen Handlungs-
feldverantwortlichen mindes-
tens einmal pro Jahr mündlich
Informationen, Bewertungen
und weitere Perspektiven aus
Anzahl der Gespräche Die Gespräche mit den Pro jektträgern finden im „laufenden Betrieb“ des Begegnungszentrums,
KAI und des Familienzentrums Killingstraße statt. Eine genaue Anzahl der Gespräche kann de s-
halb nicht angegeben werden.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Gesamtfazit Die Gebietsmoderation ist durch die Vernetzung der einzelnen Mitglieder über viele Prozesse im Quartier informiert und tauscht die Erfahrungen re-
gelmäßig aus. Abhängig vom jeweiligen hauptamtlichen Arbeitsauftrag können die Informationen an die Bewohner/innen weitergegeben werden. Der
niederschwellige Zugang der „im Quartier verorteten“ Mitglieder (Frau Stolz, Frau Jehnen, Frau Özdemir) bewährt sich. Auch innerhalb des jährlichen
Workshops fand ein Austausch zwischen allen Projektträgern statt.
Ausblick 2018 Die Gebietsmoderation wird sich alle zwei Monate treffen. Die Vernetzung mit den Projektträgern soll weiterhin aufrechterhalten werden.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 37
Projektname Quartiersfonds Projekt-Nr. 7.2
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Matthias Kau, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kommunaler Sozialdienst Nord, 0251/492-5692
Projektkurzbeschreibung Aktivierung, Beteiligung und Information der Bewohner
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2017 Zielerreichung
Die Gebietsmoderation entwi-
ckelt Kriterien und Verfah-
rensgrundsätze zur Vergabe
der Mittel aus dem Quartiers-
fonds.
Zahl der Aktionen, Zahl
der TN je Aktion
Folgende Aktionen wurden aus Mitteln des Quartiersfonds bezuschusst:
Kinobesuch mit 10 TN
Fahrt nach Köln mit 9 TN
Fahrt nach Bremerhaven mit 15 TN
Zoobesuch mit 13 TN
Fahrt nach Bielefeld mit 10 TN
Musicalbesuch in Tecklenburg mit 15 TN
Die Mittel aus dem Quartiersfonds wurden nach den bewährten Kriterien und Verfahrensgrundsä t-
zen vergeben.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Es wurden regelmäßig geplante Aktionen von Bewohner/innengruppen gefördert. Die Vergabekriterien der Mittel haben sich bewährt. Wünschenswert
wäre mehr Initiative zu Unternehmungen/Aktionen von mehreren Gruppen. Bei entsprechend vorliegenden Anfragen, wäre die Mittelvergabe idealer-
weise „breiter“ zu streuen gewesen.
Das bisher verfolgte Ziel der Gebietsmoderation, eigene Veranstaltungen zu initiieren, wurde ab 2017 nicht mehr verfolgt, da die Erfahrung gezeigt
hat, dass die Bezuschussung extern organisierter Veranstaltungen nachhaltiger ist.
Ausblick 2018 Themenschwerpunkt u.a. „Gesundes und bezahlbares Wohnen in der Schleife?“
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 38
10 Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“
Das strategisch ausgerichtete Themenfeld Selbstevaluation dient insgesamt einem verbes-
serten Zusammenwirken und der Koordination zwischen den Aktivitäten im Programmzu-
sammenhang, schafft Transparenz über den Projektverlauf, verdeutlicht die Projektfort-
schritte sowie Anpassungserfordernisse und ermöglicht somit eine optimierte Steuerung.
Das Themenfeld hat somit keinen direkten Einfluss auf die Zielerreichung, weshalb es nicht
in der Ergebnisübersicht der Kapitel 4 - 9 beinhaltet ist, sondern an dieser Stelle gesondert
mit den jeweiligen handlungsfeldbezogenen Aktivitäten im Jahr 2017 aufgeführt wird.
10.1 Beobachtung der Zielerreichung
Jährlich wird im Rahmen einer verbindlichen Berichterstattung über den Programmverlauf
und die Zielerreichung in den einzelnen Projekten informiert. Die Konzeption, Abstimmung
und Erstellung des Jahresberichts im Rahmen des Projektes 8.1 „Zielentwicklung und Be-
obachtung Zielerreichung“ erfolgte wie in den Vorjahren auf der Grundlage der von den
Projektakteuren entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Projekt-
berichte.
Die 10-jährige Laufzeit des Programms in 2017 wurde zum Anlass genommen, um das
Programm und seine Wirkungen intensiver in den Blick zu nehmen und über seine Zu-
kunftsfestigkeit zu diskutieren. Zusätzlich zur alljährlichen Reflexion der Projektziele und –
inhalte sollten weitere im Quartier engagierte Akteurinnen und Akteure eingebunden wer-
den, um über den engeren Kreis der Projektträger neue Impulse für das Programm zu ge-
winnen. So fand im November 2017 (16.11.) eine öffentliche Veranstaltung unter dem Titel
„10 Jahre `Soziale Stadt`: Kinderhaus-Brüningheide - wohin gehst du?“ im Bürgerhaus
Kinderhaus statt. Diskutiert wurde, wo das Programm steht, welche Anpassungsbedarfe es
hat und an welchen Stellen sich künftige Handlungsbedarfe abzeichnen, denen das Pro-
gramm begegnen kann und muss. Die Veranstaltung richtete sich an die Mitwirkenden am
Programm sowie an alle, die sich für das Quartier und das Maßnahmeprogramm interessie-
ren. Als Podiumsgäste waren eingeladen
• Akteurinnen und Akteure der ersten Stunde, die über ihre damaligen Erwartungen
berichteten und darstellten, inwieweit sie erfüllt werden konnten,
• Herr Ralf Zimmer-Hegmann vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsfor-
schung (ILS), mit einem Impulsvortrag zur Zukunft der Sozialen Stadt
• Persönlichkeiten aus dem Stadtteil, die mit den Anwesenden den Blick in die Zu-
kunft richteten.
Im Nachgang folgte der jährlich stattfindende interne Reflexions-Workshop (30.11.2017) mit
dem engeren Kreis der Projektakteure im Vereinsheim „Hütte“ des SC Westfalia Kinder-
haus. Die Anregungen der öffentlichen Veranstaltungen wurden diskutiert, um sie für die
gemeinsame Reflexion und Weiterentwicklung der Projektziele und -inhalte der Einzelpro-
jekte fruchtbar zu machen (siehe Ergebnisniederschrift, Anlage 4).
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 39
Vier Themenfelder wurden vertiefter betrachtet:
- Wohnen und Leben in der „Schleife“
- Öffnung der Schleife / Image
- Sprickmannplatz / Belebte Mitte
- Räume für Engagement und Begegnung.
Im Ergebnis lagen zu diesen vier Themenfeldern 24 Projektideen vor. Ziel ist es im Weite-
ren, für die Projektideen verbindlich Projektverantwortliche zu finden, um die Projekte auf
ihre Realisierbarkeit „abklopfen“ zu können.
10.2 „Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017“
Der Kontextdatenmonitor ist seit Programmbeginn fester Bestandteil der prozessbegleiten-
den Selbstevaluation (Projekt 8.2). Die Kontextindikatoren werden für alle Beteiligten be-
reitgestellt, um so zur Einordnung der beobachtbaren Veränderungen einen Beitrag zu leis-
ten. Sie zeigen an, unter welchen demographischen und sozioökonomischen Rahmenbe-
dingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden. Ausdrücklich ermöglichen
sie jedoch keine Wirkungsanalyse der Projekte. Sie wurden von Projektbeteiligten, Politik,
Verwaltung sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschät-
zung der Programmgebietsentwicklung bewertet.
Das Programmgebiet des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
deckt sich mit der Stadtzelle 631, die dem Datenmonitor zugrunde gelegt wurde. Der vor
dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der spezifischen Aussagefä-
higkeit für Kinderhaus-Brüningheide aufbereitete Kontextdatenmonitor umfasst acht The-
menbereiche mit 50 Einzelmerkmalen, wobei die Schwerpunkte im Bereich der demografi-
schen Daten liegen2:
Bevölkerungszusammensetzung
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Haushalte
Wohnen
Transferleistungen und Arbeitsmarkt
Bildung und Kinderbetreuung
Gesundheit
Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipation
Neben ausgewählten Strukturdaten zur Entwicklung des Programmgebietes umfasst der
Monitor auch eine Projektstandortkarte (Anlage 2, Anhang 1). Wenn möglich, werden zu-
dem Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen (Anlage 3, Entwicklung in Zeit-
reihen für ausgewählte Kontextdaten). Ebenso wird die Entwicklung in Kinderhaus-
2 In Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW / MBV NRW / ILS NRW (2008)
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 40
Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich strukturierten Teilräumen in
Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage V/37/2004 in Beziehung gesetzt.
11 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms
verstetigten Projekten
Während die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 4 - 10 die 16 Projekte umfasst, die laut
Ratsbeschluss vom 11.12.2013 im Jahre 2017 verstetigt sind und aus dem Maßnahmepro-
gramm gefördert werden, werden in diesem Kapitel vier verstetigte Projekte nachrichtlich
aufgeführt, welche Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind (3.02, 4.03,
5.02, 5.06) sowie drei verstetigte Projekte, welche anderweitig gefördert wurden (Projekt
1.06, 3.01, 4.01). Obwohl diese Projekte bei der Messung der Zielerreichung nicht berück-
sichtigt werden, finden sie dennoch Erwähnung, da sie im Gesamtkontext zur Stabilisierung
der Quartiersstrukturen beitragen.
Projekt 1.06 „Das Quartier spart Strom“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Im Jahr 2017 wurden im Projektgebiet keine Aktionen im Rahmen des Bürgerpakts für Kli-
maschutz durchgeführt, da in dieser Zeit die konzeptionelle Weiterentwicklung und Neuge-
staltung durch die Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) beim Amt für
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit anstand. Für das Jahr 2018 sind wieder Klima-
schutz-Aktionen in Kinderhaus im Rahmen dieser neu entwickelten Kampagne "Klima-
Mischpoke" geplant. Die Kampagne stellt den Klimaschutz im Alltag in den Mittelpunkt und
setzt dabei besondere Schwerpunkte auf die Entwicklung und Stärkung eines Gemein-
schaftsgefühls.
(Quelle: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67), Ansprechpartner: Thomas Möller)
Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Mit dem Projektziel, die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen zu unterstützen,
reinigt ein seit 2011 unbefristet beschäftigter Mitarbeiter der AWM im Bereich der Groß-
wohnanlage die öffentlichen Flächen. Hierbei wurden auch in 2017 Restabfälle und fal-
sches oder zum falschen Zeitpunkt herausgestelltes Sperrgut beseitigt. Darüber hinaus
wurden Wertstoffe erfasst und Problemabfälle einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuge-
führt. Das Projekt hat auf das Stadtbild im Bereich Kinderhaus eine äußerst positive Wir-
kung.
(Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), Ansprechpartner: Gregor Walterbusch)
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 41
Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (verstetigt,
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden):
Das ehemals aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) und Mitteln aus der Gewinnaus-
schüttung der Sparkasse Münsterland-Ost geförderte Programm (Laufzeit: 15.05.13 –
14.05.15) wird seit Mitte Mai 2015 vom Sozialamt betreut. Die für 2016 zunächst vorgese-
hene abschließende Vereinbarung über das Projektformat wurde in Absprache mit dem
Jobcenter zunächst vertagt. In den gemeinsamen Gesprächen stellte sich heraus, dass
aktuell kein konturierter gegenstandsbezogener Bedarf ersichtlich ist, an den die Netzwerk-
arbeit ohne Anpassung des Formats hätte andocken können.
Über den Bedarf eines bzw. die Anforderungen an ein Folgeprojekt werden sich Jobcenter
und Sozialamt in Abstimmung mit dem Begegnungszentrum Kinderhaus, KAI und der Ge-
bietsmoderation im 2. Halbjahr 2018 austauschen.
(Quelle: Sozialamt (50), Ansprechpartnerin: Daniela Stemmer)
Projekt 4.01 „Interkulturelle Mädchenarbeit“, ehemals „Unser Alltag - Unsere Sor-
gen“, (verstetigt, aber anderweitig gefördert im Rahmen des Maßnahmenprogramms
kind- und jugendbezogene Armutsprävention in Münster)
Das Angebot wird bereits seit 2009 im Jugendsalon geführt und konnte 2017 dank der be-
willigten Finanzierung weiter ausgebaut werden. Auch im Jahr 2017 wurde das Angebot im
Rahmen des „Maßnahmenprogramms einer kinder- und jugendbezogenen Armutspräventi-
on“ finanziert. Im Rahmen des Projektes wurden drei Mädchengruppen angeboten. Die
Projektteilnehmerinnen sind 23 Mädchen und junge Frauen aus unterschiedlichen Kultur-
kreisen (kurdisch, türkisch, russlanddeutsch, arabisch, ethnisch deutsch, eritreisch etc.) im
Alter von 13-20 Jahren, die im Wohngebiet Brüningheide wohnen. Zwei Drittel der Teil-
nehmerinnen gehören zu strengen moslemischen Elternhäusern, wobei die Teilnahme und
Nutzung von offenen Jugendangeboten nur sehr selten erlaubt und von den eigenen Eltern
gefördert wird. Begleitet und unterstützt wurden die Mädchen von drei Gruppenleiterinnen,
die auf Honorarbasis gearbeitet hatten.
Die Gruppenleiterinnen gehören ebenso wie die Mädchen selbst unterschiedlichen Kultur-
kreisen an, was sich positiv auf die Gestaltung der Mädchenarbeit ausgewirkt hat. Das An-
gebot setzte sich zum Ziel, die Mädchen an die außerschulischen sportlichen, kulturellen
und künstlerischen Aktivitäten sowohl im Stadtteil als auch in der Stadt heranzuführen und
zur Nutzung dieser anzuregen. Darüber hinaus sollte das Angebot darauf einwirken, den
interkulturellen Austausch unter den Projektteilnehmerinnen zu fördern, das eigene Selbst-
bewusstsein und Selbständigkeit sowie die Partizipation der Projektteilnehmerinnen am
gesellschaftlichen und späterem Ausbildungs- und Berufsleben zu stärken. Die vom Projekt
verfolgten Ziele wurden im Laufe der Bewilligungsphase erfolgreich umgesetzt bzw. er-
reicht.
Die Arbeit mit den Mädchen gestaltete sich in Form von wöchentlichen Gruppentreffs in den
Räumlichkeiten des Jugendsalons und des Begegnungszentrums. Eins der zentralen The-
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 42
men war neben Themen wie Freundschaft, Erwachsen werden, Von Zuhause ausziehen,
Liebe, Trauer etc. das Thema Berufliche Perspektiven. Die Mädchen konnten erfolgreich an
das Beratungsangebot der hauptamtlichen Jugendsozialarbeit im Jugendsalon vermittelt
werden. Es haben mehrere Sitzungen zum Thema Berufswahl und Berufsorientierung
stattgefunden. Konkret wurde individuell mit den Mädchen an der Gestaltung eigener Be-
werbungsmappen gearbeitet, es wurden Tipps zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
gegeben, Voraussetzung zur Aufnahme unterschiedlicher Ausbildungsarten durchgespro-
chen. Auf Anregung der Jugendsozialarbeiterin haben die Mädchen Ausbildungs- und Job-
messen in der Stadt Münster (z.B. Horizont, Ausbildungsmesse bei der Deutschen Renten-
versicherung etc.), sowie auch das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur in Müns-
ter begleitet von Gruppenleiterinnen besucht. Darüber hinaus haben die Mädchen im Rah-
men von geschlossenen Treffs viel mit einander unternommen wie z.B. landesspezifisch
gekocht und gebacken. Auf diese Weise konnten die Teilnehmerinnen auch andere Kultu-
ren kennenlernen und den Respekt und Akzeptanz des Andersseins üben. Im Laufe der
Förderperiode konnten weitere Aktivitäten realisiert werden wie eine Stadtbesichtigungs-
fahrt nach Dortmund, der Besuch der Eislaufbahn Münster, der Trampolinhallen Oberhau-
sen und Münster, des Kinotheaters Cineplex Münster, des Bauernhofs Große Kintrup,
Schnuppertage bei Fitnessstudio Münster. Die Mädchen haben sich darüber hinaus an den
Stadtteilaktionen wie „Clean Kinderhaus“, Projekttage „Grünschleife“ im Frühjahr und im
Herbst sowie auch am Sommerfest aktiv beteiligt. Diese gemeinsamen Aktionen haben zu
einem guten Zusammenhalt der Gruppen, Stärkung des Selbstwertgefühls der Mädchen
und zur Förderung der Selbstfindung beigetragen. Parallel zu den Angeboten im Jugendsa-
lon und Begegnungszentrum wurde das Sportangebot in der Paul-Schneider-Grundschule
in Anspruch genommen. Unter der Anleitung von zwei Honorarkräften konnten die Mäd-
chen verschiedene Sportarten, wie Frisbee, Volleyball, Basketball und Turnen ausprobieren
(ein Mal pro Woche für 2 Stunden). Die Interkulturelle Mädchenarbeit im Jugendsalon des
Begegnungszentrums wurde 2017 genauso wie die Jahre zuvor sehr erfolgreich durchge-
führt. Für die 23 Mädchen war es ein ergänzendes und vielfältiges außerschulisches Ange-
bot. Sie waren immer sehr daran interessiert, die Treffs zu besuchen und diese aktiv mitzu-
gestalten.
(Quelle: Begegnungszentrum Kinderhaus e.V, Ansprechpartnerin: Irina Rosin)
Zu den Projekten 4.03 „Gewaltprävention“ (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien),
5.02 „Elternkompetenz stärken“ sowie 5.06 „Kontinuierliche Praxistage zum Über-
gang Schule-Beruf“ (Amt für Schule und Weiterbildung), die alle als verstetigt gelten und
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, liegen keine Projektberichte
vor3.
3 Ein Sachstandsbericht ist für Projekte, die Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, nicht
mehr verpflichtend.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 43
12 Resümee und Ausblick
12.1 Zielerreichung 2017 unter Berücksichtigung der Projektziele
An einem Zielfortschritt im Programm wurde im Jahr 2017 weiterhin in insgesamt acht
Themenfeldern und 23 Projekten gearbeitet. Sieben dieser Themenfelder haben mit den
ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerreichung:
Themenfeld 1: Wohnen
Themenfeld 2: Öffentlicher Raum
Themenfeld 3: Lokale Ökonomie
Themenfeld 4: Integration zugewanderter Menschen fördern
Themenfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
Themenfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öf-
fentlicher Haushalte
Themenfeld 7: Quartiersmanagement.
Das Themenfeld 8 „Selbstevaluation“ unterstützt die anderen Themenfelder durch die Be-
obachtung und Querauswertung der Zielerreichung sowie durch Informationen zur Stadt-
teilentwicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextindikatoren, die Hin-
weise zum Umfeld der Projektdurchführung liefern.
Wie viele Personen wurden durch die Projektaktivitäten erreicht?
Im Jahr 2017 wurden rund 7.100 Personen bzw. Haushalte mit den Projektaktivitäten er-
reicht. Zur Einordnung der genannten Anzahl sei angemerkt, dass es sich um eine sehr
unscharfe Messgröße handelt, die je nach Projekt unterschiedlich definiert wird und eine
sehr unterschiedliche Kontaktintensität aufweist4. Bei allem Bemühen der Projektträger um
eine Qualifizierung der Angaben und die Erhöhung der Genauigkeit wird sich eine unter-
schiedliche Aussagequalität nicht verhindern lassen. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass
die genannten Zahlen aufgrund einer Modifizierung bzw. Veränderung der Projektanzahl
von Jahr zu Jahr teilweise nicht oder nur eingeschränkt mit denen der vorhergehenden Jah-
re vergleichbar sind.
4 So gibt es bei einigen Projekten, insbesondere bei regelmäßigen Kursangeboten wie z.B. den Sprachkursen
„Teilnehmende“, die gezählt werden. Bei anderen Projekten, wie der Schuldnerberatung, werden „betreute
Fälle“ gezählt, hinter denen eine hohe Beratungsintensität für Einzelne steht. Bei beiden Beispielen handelt es
sich um klar benenn- und zählbare Einzelpersonen. In Bereichen oder bei Angeboten mit gehäuftem Publi-
kumsverkehr, telefonischem Kontakt oder mit einem unverbindlichen offenen Angebot wie Sprechstunden gibt
es häufig „Kontakte“, die von kürzerer Dauer sind. Oftmals wird es sich sicherlich auch um Mehrfachkontakte
handeln, da eine Reihe von Bewohnerinnen und Bewohnern an mehreren Veranstaltungen teilgenommen hat.
Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht seriös abschätzen. Um die Nachvollziehbarkeit der Teilnehmenden-
zahlen zu erhöhen, hat der Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ die Projektakteure gebeten, für die
Jahresberichterstattung die Zahlen der Teilnehmenden stärker zu qualifizieren. Vereinbart wurde, dass sich
die Berichterstattung in der Regel auf Teilnehmende beziehen soll, ergänzend können auch weitere Kenngrö-
ßen angeführt werden (z. B. Zahl der Kontakte, Beiratssitzung am 06.11.13). Zudem sollte deutlicher zwischen
eigenen Projekten und Kooperationsprojekten unterschieden werden, um Doppelzuordnungen zu vermeiden.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 44
Von den insgesamt ca. 7.100 Erreichten sind 2017 ca. 3.200 beratend und betreuend be-
gleitet worden (z.B. Schuldnerberatung, Hebammensprechstunde, integrative Jugendsozi-
alarbeit, Drogenprävention), ungefähr 2.600 sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen
und Feste (z.B. Sommerfest, Weihnachtsmarkt, Clean Kinderhaus, Blumenaktion, Projekt-
tage „Grünschleife“) sowie offener Angebote/Aktionen kultureller u. freizeitbezogener Art
(z.B. Konzerte, Ausflüge) erreicht worden und ca. 1.300 haben aktiv an regelmäßigen
Kursangeboten teilgenommen (z.B. Bildungsangebote wie Sprach- und Nachhilfekurse,
Sportangebote). Um die Zahlen zum Kreis der Erreichten weiter zu differenzieren, sind
nachfolgend die teilnehmerstärksten Aktionen mit mehr als 300 Teilnehmenden bzw. er-
reichten Kontakten/Fällen/Haushalten für das Jahr 2017 dargestellt:
Teilnehmerstärkste Aktionen
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl Kontakte/Teilnehmende /Fälle/
Haushalte 2017 (laut Projektberichten)
Blumenaktion der Wohnungswirtschaft (1.04) ca. 450 Haushalte/Personen
Hebammensprechstunde Kitas (5.04) ca. 470 (ca. 5 Frauen je Stunde)
Öffentliche Feste und kulturelle / freizeitbezogene
Kooperationsveranstaltungen (z.B. Sommerfest,
Weihnachtsmarkt, Clean Kinderhaus) (z.B. 1.04,
4.02, 6.02, 7.02)
ca. 720 (Sommerfest 300, Weihnachtsmarkt
150, Clean Kinderhaus 50, Frauenfest 90,
Newroz-Fest 50, Jolka 90, Aktionstage Grün-
schleife 130)
Kulturelle und freizeitbezogene Angebote des BGZ
(4.02)
ca. 350 (ohne Feste und Kooperationsveran-
staltungen)
Bildungsangebote für Migranten/innen (4.02 u. Ko-
operationspartner)
ca. 310
Interkulturelle Aktivitäten Atrium (6.02) ca. 850 (ohne Feste und Kooperationsveran-
staltungen, Mittagstisch und Frühstück)
Beratungskontakte mobile Jugendarbeit (6.06) ca. 1.780
Sport und Bewegung (6.07) Insg. ca. 610 (mobile Sportangebote der auf-
suchenden Jugendarbeit z.B. trendige Klein-
sportarten = 189, Sportangebote Wuddi =
216, Soccer-Aktionen = 208, Fußballfahrten =
5)
Quelle: Projektberichte und Monitoringbögen der Projektträger
Schon in den Vorjahren war feststellbar, dass die Beratungsleistungen mehr und mehr in
den Fokus rückten und vermehrt nachgefragt wurden. Diese Entwicklung hat sich noch ver-
stärkt.
Wer wurde erreicht? Zugang einzelner Zielgruppen zu den Angeboten:
Der Anteil der Teilnehmenden mit Migrationsvorgeschichte lag wie bereits in den letzten
Jahren auf einem hohen Niveau von durchschnittlich ca. 85 - 90 % über alle Projekte hin-
weg. Ein stetig zunehmender Anteil von Personen mit Migrationsvorgeschichte engagiert
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 45
sich aktiv im Quartier, insbesondere im Rahmen von Verschönerungsaktionen und der Vor-
bereitung und Durchführung von Festen (2.02, 4.02, 6.02).
Es zeigen sich nach wie vor deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf
die Teilnahme an Aktionen: Frauen nahmen wie in den Vorjahren in einer durchschnittli-
chen Größenordnung von ca. 60 - 65 % an den diversen Angeboten teil. Sie zeigen sich als
der aktivere Part bei der Bewältigung von Alltagsherausforderungen und Lebenskrisen.
Insbesondere bei den Bildungs- und Beratungsangeboten und den Aktivitäten mit erhöhtem
Eigenengagement (z.B. 1.05, 4.02, 6.02) waren sie mit teilweise 80 - 90 % überproportional
stark vertreten. Da der Teilnehmerkreis im Sportbereich immer deutlich männlich dominiert
(80 %-100 %) war, werden mittlerweile spezielle Sportangebote für Mädchen im Projekt
„Interkulturelle Mädchenarbeit“ angeboten (Frisbee, Volleyball, Basketball und Turnen je 2
Stunden/Woche). Ein mehrheitlich männlicher Teilnehmerkreis ist auch bei der Arbeit der
Drogenprävention und der Integrativen Jugendsozialarbeit zu verzeichnen (65 %).
In Bezug auf die Altersstruktur zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Zahl älterer
Menschen, die beratende Hilfe nachfragen, stetig zunimmt (z.B. Schuldnerberatung, 6.01;
Konfliktberatung, 4.02). Viele Ältere im Quartier leben an der Armutsgrenze oder haben
keine bzw. nur wenige soziale Kontakte. Auf diese Entwicklung haben einige Projektträger
seit einigen Jahren bereits mit entsprechenden zielgruppenspezifischen Angeboten reagiert
(z.B. 4.02 im Bereich der interkulturellen Zusammenarbeit). Es scheint zunehmend sinnvoll,
die Seniorenarbeit auszubauen und Aspekte der Altersarmut in die verschiedenen Schu-
lungsveranstaltungen weiterer Projektträger aufzunehmen.
Diese dargestellten Entwicklungen unterstreichen noch einmal deutlich die Wichtigkeit einer
zielgruppenspezifischen Ansprache für den Erfolg einer Maßnahme. Hier nehmen insbe-
sondere die aufsuchenden Angebote (Hausbesuche, Streetwork) eine immer wichtigere
Funktion ein, um Personen zu erreichen, die ansonsten keinen Zugang zu bestehenden
Hilfsangeboten haben wie z.B. kinderreiche, ältere und/oder kranke Menschen. Die ziel-
gruppenspezifische Ansprache ermöglicht vielfach ein schnelleres und individuelles Einge-
hen auf die verschiedenen Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner. Weiterhin sind es
vor allem die niedrigschwelligen Ansätze vieler Projektträger (offene Sprechstunde, Klein-
gruppen, überschaubare Veranstaltungen, unverbindliche regelmäßige Angebote, interkul-
turelle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Gebietsmoderation...), die dazu bei-
tragen, dass auch Personen mit vorhandenen Zugangshemmnissen erreicht und mobilisiert
werden. Hier gilt es, immer wieder neue Ansätze zu finden und Interesse zu wecken. Bei-
spiel 2017: Einen ersten, niedrigschwelligen Schritt zur Verbesserung der Wahlbeteiligung
und der Auseinandersetzung mit politischen Themen hat das Projekt 6.02 im Vorfeld der
Bundestagswahl mit dem Wahl-O-Mat auf dem Sprickmannplatz versucht. Dieser Ansatz
soll weiter ausgebaut werden.
Wichtig scheint auch der persönliche Kontakt zu einer „Vertrauensperson“. So zeigte sich
z.B. bei krankheitsbedingtem Ausfall von vertrauten Ansprechpartner/innen, dass die An-
zahl wiederholter Besuche aufgrund eines Betreuerwechsels deutlich zurückging. In dieses
Bild passt auch die Erfahrung aus dem Projekt 6.08, dass eine telefonische Beratungshot-
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 46
line (mittlerweile eingestellt) über Jahre gar nicht in Anspruch genommen wurde, persönli-
che Beratungsgespräche aber sehr wohl.
Über offene Beratungssprechstunden und Hausbesuche werden immer mehr Personen
erreicht. Dies belegt den Erfolg niedrigschwelliger Arbeit, die jedoch personalintensiv und
ressourcenaufwändig ist. Nicht nur die mengenmäßige Bewältigung der hohen Anzahl an
Nachfragen stellt eine Herausforderung dar, sondern zunehmend auch der individuell ge-
stiegene Betreuungsaufwand. Insgesamt erscheinen laut Rückmeldung verschiedener Pro-
jektträger die vorhandenen Betreuungskapazitäten zu knapp. Insbesondere das Bestreben,
durchgehend feste Ansprechpartner/innen in der Beratung anzubieten, stößt an seine
Grenzen. Im Jahr 2017 hat sich deutlich gezeigt, dass bei Krankheit keine personellen kurz-
fristigen Auffangmöglichkeiten vorhanden sind.
Gesamtauswertung der Projektziele
Insgesamt wurden 23 Projekte in acht Handlungsfeldern durchgeführt, davon
• 14 Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzie-
rungsbedarf sind (Gegenstand der Berichterstattung),
• 7 Projekte, die eine anderweitige Förderung erhalten bzw. Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden sind,
• 2 Projekte im Themenfeld „Selbstevaluation“ (Beobachtung Zielerreichung, Erstellung
Kontextdaten).
Unter Bezugnahme auf die insgesamt 14 verstetigten Projekte, die über das Maßnahme-
programm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind, lässt sich hinsichtlich der
Zielerreichung für das Jahr 2017 Folgendes feststellen (vgl. Tabelle und Grafik): von den 38
Projektzielen der Themenfelder 1 - 7 konnten 30 Ziele vollständig erreicht werden, drei wei-
tere Ziele sind annähernd erreicht worden, bei fünf Zielen ist ein erkennbarer Zielfortschritt
zu verzeichnen (Teilerfolg). In 90 % der Fälle5 wurden die Ziele damit vollständig bzw. an-
nähernd erreicht (2016 = 95 %, 2015 = 95 %, 2014 = 93 %, 2013 = 96 %, 2012 = 79 %).
5 gerundeter Wert
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 47
Zielerreichung der verstetigten Projekte 2017 nach Themenfeldern
Themenfelder Ziel erreicht annähernd
erreicht
Teilerfolg nicht
erreicht
insgesamt
TF 1 „Wohnen“ 2 - - - 2
TF 2 „Öffentlicher Raum“ 2 - - - 2
TF 3 „Lokale Ökonomie“ - - - - -
TF 4 „Integration“ 5 - 3 - 8
TF 5 „Bildung“ 5 - - - 5
TF 6 „Soziale Netze“ 13 3 1 - 17
TF 7 „Gebietsmoderation“ 3 1 - - 4
Insgesamt 30 4 4 - 38
Das Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ hat mit den erarbeiteten Projekt-
berichten, der Aufbereitung der Kontextindikatoren 2017 sowie der Durchführung der bei-
den Veranstaltungen zwecks Standortbestimmung des seit 10 Jahren bestehenden Maß-
nahmeprogramms Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen, deren Le-
gitimation gefördert und insgesamt die Programmsteuerung unterstützt.
79 % = 30 Ziele abs.
10,5 % =4 Ziele abs.
10,5 % = 4 Ziele abs.
Zielerreichung 2017 der verstetigten Projekte, die über das
Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf
sind (14 Projekte von insgesamt 23)
Projektziel erreicht
Projektziel annähernd
erreicht
Teilerfolg
Ziel nicht erreicht
insg. 38 Projektziele
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 48
12.2 Zielerreichung 2017 unter Berücksichtigung der Programmziele
Im Hinblick auf die Programmziele gemäß der Vorlage V/0927/2006
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
hat das Maßnahmeprogramm im Jahr 2017 nachfolgende Zielfortschritte erreicht. Dabei ist
zu berücksichtigen, dass die Ziele der einzelnen Themenfelder in der Regel auf mehrere
Programmziele in je unterschiedlicher Weise wirken (integrative Programmausrichtung).
Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation:
- Auch 2017 sind die Weichen für eine weiterhin positive Entwicklung des Wohnungsbe-
standes durch viele Maßnahmen gelegt und ausgebaut worden. Zum einen tragen die
fortschreitenden Sanierungsarbeiten an den Beständen der Wohnungsunternehmen da-
zu bei. Insbesondere die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes der Wohn-
SieGer GbR an der Sprickmannstraße macht weiterhin Fortschritte. Weiterhin tätigte die
Wohn+Stadtbau GmbH 2017 Investitionen für die Modernisierung von Treppenhäusern
neben den üblichen Instandhaltungsmaßnahmen. Auch BGP investierte weiter in den
Wohnungsbestand Sprickmannstraße 31- 41. Ferner wurde mit der Fertigstellung der 25
barrierefreien öff.-gef. Mietwohnungen (plus Kita) am Carlo-Schmid-Weg 2 sowie dem
Neubau der Seniorenwohnanlage Paulinum mit 81 barrierefreien Wohneinheiten erheb-
lich zur Verbesserung der Wohnverhältnisse durch die Schaffung neuen und barriere-
freien Wohnraums für verschiedene Altersgruppen beigetragen.
- Die Bereitschaft der Bewohnerschaft zur aktiven Mitwirkung an der Pflege und Gestal-
tung des Wohnumfeldes ist weiter mit sichtbaren Erfolgen gestärkt worden. Die Parkan-
lage (2.02) ist gepflegt und wird von Anwohnerinnen und Anwohnern im Quartier ge-
nutzt. Die Gesamtbeteiligung bei den Projekttagen in der Grünschleife ist weiterhin auf
einem recht hohen Niveau, jedoch stagniert die Zahl der regelmäßig dort mitarbeitenden
Bewohner/innen. Eine weitere ehrenamtlich arbeitende Gruppe gestaltete zudem im
Zentrum von Kinderhaus Baumscheiben und Verkehrskreisel. Über mehrere Monate war
eine kleine studentische Gruppe auch außerhalb der Projekttage aktiv, diese hat sich
aber zwischenzeitlich wieder aufgelöst. Ein verstärktes Engagement für das Wohnumfeld
ist auch im Rahmen des Projektes 1.04 feststellbar: die Mieterschaft setzt sich innerhalb
der Nachbarschaften für saubere Hauseingangsbereiche, Treppenhäuser und Mülltren-
nung ein, Sperrgutabfälle werden nach Möglichkeit erst kurz vor den Abfuhrterminen an
die Straße gelegt. So scheint das Quartier nach Einschätzung der AWM (3.01) im Ver-
gleich zu den vergangenen Jahren an Sauberkeit gewonnen zu haben.
- Nach wie vor wird die mit dem Projekt 1.05 gebotene Möglichkeit für die örtliche Mieter-
schaft, Einfluss auf das Wohnen und Wohnumfeld zu nehmen und sich mit anderen Mie-
terinnen und Mietern, Vertreterinnen und Vertretern von örtlichen Einrichtungen und der
ansässigen Wohnungsunternehmen und –verwaltungen auszutauschen, rege genutzt.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 49
So gab es 2017 wieder 2 Netzwerktreffen mit einer breiten Themenfülle, auch war die
Beteiligung bei den Treffen des ehrenamtlich arbeitenden Mieterrates ausgesprochen
gut.
- Auch wenn das Zentrum am Idenbrockplatz nicht sehr weit entfernt liegt, war die Versor-
gungssituation vor Ort für viele in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen in den letzten
Jahren, insbesondere seit Schließung des ehemaligen Edeka-Supermarkt im Sommer
2016, ein wichtiges Thema. Wenngleich kein Projekt des Maßnahmeprogramms, hat
auch die Eröffnung eines internationalen Lebensmittelmarktes am Sprickmannplatz das
Wohnumfeld in Kinderhaus-Brüningheide aufgewertet; so hat sich zum einen die fußläu-
fige Grundversorgung im Quartier verbessert, zum anderen gleichzeitig ein weiterer Ort
der Begegnung und des zwanglosen Austausches gebildet. Der neue Markt trägt damit
auch zur Belebung des Platzes bei. Neben einem Lebensmittelgrundsortiment und ei-
nem Backshop verfügt der Markt auch über eine Halal-Theke sowie über ein russisch-
polnisches und ein türkisch-arabisches Sortiment.
- Mit der Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation bei zunehmenden Engpäs-
sen in der gesamtstädtischen Wohnungsversorgung rückt das Thema „gesundes und
bezahlbares Wohnen“ immer mehr in den Vordergrund. Diese Situation verstärkt sich
durch den Wegfall der Mitpreisbindung des öffentlich-geförderten Wohnungsbaus für die
BGP-Bestände. Infolge der Modernisierung können auf der Grundlage der Vorschriften
des Bürgerlichen Gesetzbuches Mieterhöhungsspielräume ausgeschöpft werden. Die
Aktualität spiegelt sich auch in den von Bewohner/innen angesprochenen Konfliktfeldern
der Beratungsangebote wider (z.B. „Mietzahlungen“, 6.01). Auch die öffentliche Veran-
staltung sowie der Workshop machten deutlich, dass die Sicherung bezahlbaren Woh-
nens eine der drängendsten Herausforderungen darstellt. In diesem Kontext wird es von
„Alt-Mieter/innen“ zunehmend als problematisch empfunden, dass im BGP-Bestand
vermehrt Vermietungen von renovierten Wohnungen an Studierende erfolgen (gefühlte
„2-Klassen-Vermietung“). Dieser Themenkomplex ist weiter in den Blick zu nehmen.
Förderung der Kooperationen zwischen den Akteuren im Stadtteil:
- Viele Veranstaltungen und Angebote kommen nur durch eine enge Kooperation ver-
schiedener Projektträger zustande. So veranstalteten die Imagewerkstatt Schleife, das
Begegnungszentrum Kinderhaus, der Kulturverein Atrium und der Parea-Familientreff
auch 2017 wieder viele Feste und Aktionen wie den Weihnachtsmarkt am Sprickmann-
platz, Clean Kinderhaus, internationales Sommerfest etc. gemeinsam.
- Hier erfahren sie eine zunehmende Unterstützung durch eine ehrenamtliche Beteiligung
engagierter Einzelpersonen und Gruppen. Insbesondere die interkulturelle Beteiligung
wächst dabei zunehmend. Sowohl die Anzahl derer, die 2017 aktiv an der Veranstal-
tungsplanung mitwirkten als auch die Bereitschaft, die Veranstaltung durch praktische
Aktivitäten vor Ort organisatorisch zu unterstützen, stieg an. Im „Interkulturellen Mäd-
chenprojekt“ haben sich die beteiligten Mädchen an den Stadtteilaktionen wie „Clean
Kinderhaus“, den Projekttagen „Grünschleife“ sowie auch am Sommerfest aktiv beteiligt.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 50
Diese gemeinsamen Aktionen haben zu einem guten Zusammenhalt der Gruppen und
zur Stärkung des Selbstwertgefühls beigetragen. Die Anzahl selbstorganisierter interkul-
tureller Initiativen steigt stetig (4.02). Für die Organisatoren/-innen ist zu berücksichtigen,
dass die Bereitschaft, punktuell an praktischen Aktivitäten teilzunehmen höher ist als
das Interesse, sich für einen Bereich regelmäßig und langfristig zu engagieren (2.02,
4.04). Die Gebietsmoderation verzichtet mittlerweile bewusst auf die Initiierung eigener
Veranstaltungen, sondern unterstützt extern organisierte Veranstaltungen durch die Be-
zuschussung aus dem Quartiersfonds. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieser Weg zur
Mobilisierung nachhaltiger ist. Somit bleibt es eine Daueraufgabe, das Engagement der
Bewohner/innen immer wieder neu zu mobilisieren.
- In Bereich der Gesundheitsvorsorge von Familien (5.04) zahlt sich die Kooperation des
Gesundheitsamtes mit verschiedenen Projektträgern deutlich aus. Die frühzeitige Kon-
taktaufnahme, Information und Beratung in Kitas, Sprachkursen, Müttercafé etc. ist die
Grundlage zur Erreichung des Projektziels, die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersu-
chungen für Schwangere und Kinder zu steigern und ein gesundes Aufwachsen von
Kindern zu fördern. Die Hebammenhilfe wird von Jahr zu Jahr vermehrt rechtzeitig in
Anspruch genommen und somit von den Hebammen mit den Krankenkassen abgerech-
net. Das Netzwerk soll weiter ausgebaut werden. Angestrebt wird der Aufbau einer Zu-
sammenarbeit mit den Stadtteilmüttern.
- Deutlich wurde 2017, dass es förderlich für eine noch effizientere Zusammenarbeit ein-
zelner Projektträger wäre (z.B. Atrium, BGZ), wenn die Programmprofile der Einrichtun-
gen deutlicher herausgearbeitet und abgegrenzt würden. Diese Notwendigkeit machte
der Reflexionsworkshop noch einmal sehr deutlich.
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche:
- Einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Chancengleichheit bei den Kindern und
Jugendlichen sowie der Bildungsbeteiligung bei den Familien leistet die Hausaufgaben-
hilfe, die wieder auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Der Bedarf sowohl
bei Deutsch-Sprachkursen als auch bei Einzelnachhilfe ist auch 2017 ungebrochen
hoch.
- Im „Mädchen-Projekt“ (4.01) fand eine intensive Auseinandersetzung mit Thema Be-
rufswahl und Berufsorientierung statt (Gestaltung eigener Bewerbungsmappen, Tipps
zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, Voraussetzung zur Aufnahme unterschied-
licher Ausbildungsarten). Die Mädchen haben zudem Ausbildungs- und Jobmessen in
der Stadt Münster sowie auch das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur in
Münster besucht.
- Im Projekt 4.02 stieg der Anteil von Personen mit Migrationsvorgeschichte, die 2017 an
Bildungsmaßnahmen teilnehmen, wieder in Folge an. Insbesondere die Bildungswo-
chenenden wurden verstärkt nachgefragt.
- Im Projekt 6.06 Mobile Jugendsozialarbeit konnte durch die Zusammenarbeit von Job-
center, Jugendgerichtshilfe und Jugendsalon „schwierige“ Jugendliche unterstützt wer-
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 51
den. Gut angenommene Standardangebote der Mobilen Jugend(-sozial)arbeit, die in
Kooperation mit Projektträgern umgesetzt werden, sind wie in den Vorjahren die Berufs-
beratung, sportpädagogische Angebote, Schuldnerberatung, sowie Präventionsangebote
(Sucht, Medien und Straffälligkeit).
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet als Quer-
schnittsziel für fast alle Projektaktivitäten:
- Positiv unter dem Vorzeichen der Integration ist die ungebrochen große Nachfrage an
Deutsch-Sprachkursen anzuführen (5.01). Die regelmäßige Teilnahme der Projektteil-
nehmenden ist mittlerweile selbstverständlich. Früher feststellbare unentschuldigte Fehl-
zeiten sind kaum noch vorhanden und es gibt keine Abbrüche ohne Grund.
- Im Projekt 6.07 werden unterschiedliche Nationalitäten über das Sportangebot zusam-
mengeführt. Es ist festzustellen, dass ein Teil der Jugendlichen aus diversen Gründen
vereinsungebunden ist. Speziell für diese Jugendlichen sind die Sportangebote der (Mo-
bilen) Jugendarbeit besonders wichtig.
- Vor dem Hintergrund, dass die Zahl älterer Menschen, die Probleme haben und an der
Armutsgrenze leben, stark angestiegen ist, ist der weitere Ausbau der Seniorenarbeit ein
wichtige Aufgabe.
- Im Fokus mehrerer Projekte steht die Integration neu hinzugezogener Personen. U.a. im
Projekt 4.02 werden neu hinzugezogene Familien und Personen intensiv betreut und ei-
ne Willkommenskultur unterstützt. Beim Projekt „Stadtteilmütter“, welches sich insb e-
sondere an neu zugezogene Familien richte t, sie mit Angeboten vertraut mach t und Hil-
festellung in den Bereichen sprachliche Kompetenz, Gesundheit, Ärzte und Behörden
bietet, konnte die Teilnehmendenzahl im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Auch
im Projekt 6.06 Mobile Jugendsozialarbeit konnten n euzugezogene Jugendliche an p ä-
dagogische Angebote herangeführt bzw. an diese angebunden werden.
- Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen wer-
den über ein breites Sportangebot in den Projekten 6.04 und 6.07 angesprochen. Sie
lernen dort in ungezwungener Atmosphäre spielerisch, auftretende Konflikte ohne den
Einsatz körperlicher Gewalt zu lösen. Das Erlernen und Erfahren s ozialer Kompetenzen
(Teamfähigkeit, Rücksichtnahme auf Schwächere, Übernahme von Verantwortung etc.)
ist über den Spaß und das Spiel hinaus primäres Ziel des Projekts . Schwierig stellt es
sich nach wie vor dar, die Jugendlichen an verbindliche Angebote wie eine Vereinszuge-
hörigkeit heranzuführen.
- Um Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenzubringen, das Interesse an
anderen Sitten und Gebräuchen zu wecken und Hemmschwellen abzubauen, sind die
durchgeführten öffentlichen Feste und Aktionen wie das Internationales Frauenfes t,
Clean Kinderhaus, das Internationales Grillfest, Pflanzaktionen, Sommerfest, Wei h-
nachtsmarkt etc. ein wichtiger Beitrag.
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 52
12.3 Fazit und Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ 2018
Auf dem Weg zu einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität konnten durch die Pro-
jekte des Maßnahmeprogramms im Jahr 2017 wieder einige große Schritte vorangegangen
werden. Entsprechend scheint die Wohnzufriedenheit in Bezug auf die Qualität der Woh-
nungen und des Wohnumfeldes nach Ansicht vieler Projektträger zu steigen. Sowohl die
getätigten Investitionen insbesondere der lokal und regional ansässigen Wohnungswirt-
schaft in die energetische Gebäudesanierung als auch die Schaffung neuer Wohn- und
Wohnfolgeeinrichtungen (Seniorenwohnungen Paulinum, Wohnungen / Kita Carlo-Schmidt-
Weg) haben zu einer Verbesserung der Angebotsstruktur im Bereich der Wohnungsversor-
gung und einer Auflockerung der baulichen Strukturen geführt. Einen großen Anteil an einer
verbesserten Wohn- und Lebensqualität hat auch die gestiegene Eigenverantwortlichkeit
und das Engagement der Bewohnerschaft für ein lebenswertes Umfeld (z.B. Wettbewerb
„Der schönste Balkon“ (1.05), Bewohnerprojekt Grünschleife (2.02), Projekt Wertstoffe /
Sperrgut (3.01), stadtteilweite Aktion Clean Kinderhaus). Durch viele ehren- und nebenamt-
liche Helferinnen und Helfer konnte die Aufenthaltsqualität des Wohnumfeldes und die
Sauberkeit verbessert werden. Weiterhin hat sich 2017 die Grundversorgung im Nahbe-
reich durch die Eröffnung eines internationalen Lebensmittelmarktes am Sprickmannplatz
verbessert. Dieser trägt zudem zur Belebung des Platzes bei. Eine mögliche Chance für
eine weiterhin positive bauliche und wohnungswirtschaftliche Quartiersentwicklung wird in
der vorgesehenen Bebauung der ehemaligen Gärtnerei Moldrickx gesehen. Eine unabding-
bare Voraussetzung hierfür wäre jedoch, dass die funktionale Verknüpfung des Quartiers
Moldrickx und der Brüningheide (Kita als Anknüpfungspunkt für Familien) gelingt. Dieses
dringliche Anliegen der Projektträger und der Bewohnerschaft haben die 2017 durchgeführ-
te öffentliche Veranstaltung und der Workshop im Rahmen der Selbstevaluation deutlich
gemacht.
Gleichzeitig rückt mit der Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation bei zuneh-
menden Engpässen in der gesamtstädtischen Wohnungsversorgung das Thema „gesundes
und bezahlbares Wohnen“ immer mehr in den Vordergrund. Im Blick zu behalten ist die
Mietenentwicklung der BGP-Bestände, die modernisiert wurden und aus der Mitpreisbin-
dung des öffentlich-geförderten Wohnungsbaus fallen sowie die Vermietung an Studierende
zu anderen Konditionen als für die übrigen Mieter/innen („2-Klassen-Vermietung“).
In Bezug auf das das soziale Miteinander und die Integration innerhalb des Quartiers zeu-
gen die Rückmeldungen aus vielen Projekten im Jahr 2017 davon, dass sich hier von Jahr
zu Jahr kontinuierlich Verbesserungen in vielen Feldern zeigen. So ist es im Stadtteil in
Bezug auf die Inanspruchnahme der Konfliktmoderation ruhiger geworden. Auch die Ju-
gendkriminalität wird als rückläufig wahrgenommen. Als ein deutlich sichtbares und zuneh-
mendes Problem erweist sich jedoch der öffentliche Alkoholkonsum am Sprickmannplatz,
von dem die Projektträger und weitere Akteurinnen und Akteure im Rahmen der öffentli-
chen Veranstaltung und des Workshops berichten.
Trotz vieler nachhaltiger Erfolge werden nach wie vor erhebliche Handlungsbedarfe zur
Stabilisierung des Wohngebiets und zur Verbesserung der Lebensqualität seiner Bewoh-
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 53
nerschaft deutlich. Die allgemein prekäre finanzielle Situation vieler Personen und Familien
im Quartier6 zeigt den nach wie vor bestehenden Handlungsbedarf deutlich auf. Die Anzahl
der Personen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, entwickelt sich zwar seit einigen
Jahren rückläufig, auch die Arbeitsmarktdaten zeigen einen leichten Aufwärtstrend, den-
noch weichen die auf soziale Ungleichheit verweisenden Strukturmerkmale in der Brüning-
heide im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt und den Vergleichsräumen7 nach wie
vor stark ab. Neben den schon immer im Fokus stehenden Lebensverhältnissen der der
dort lebenden Kinder und Jugendlichen sind die älteren Menschen mehr in den Blick der
zukünftigen Maßnahmen zu nehmen. Es scheint zunehmend sinnvoll, die Seniorenarbeit
auszubauen und Aspekte der Altersarmut in die verschiedenen Schulungsveranstaltungen
weiterer Projektträger aufzunehmen.
Sehr deutlich hat sich 2017 gezeigt, dass die Projektträger, die intensive Beratungsleistun-
gen anbieten, personell und finanziell an ihre Grenzen stoßen. Nicht nur die Nachfrage
nach Beratungsleistungen steigt von Jahr zu Jahr an, sondern auch die erforderliche Be-
treuungsintensität und auch -dauer der Betreuung nimmt zu. Gründe für Letzteres sind zu-
nehmend schwierige familiäre Problemkonstellationen und eine in Einzelfällen rückläufige
Bereitschaft, aktiv an der Problemlösung mitzuwirken, was teilweise auch zum Abbruch der
Beratung durch die Einrichtung geführt hat (6.01).
Eine zentrale Herausforderung ist und bleibt es, die aktive Mitarbeit der Bewohnerinnen und
Bewohner und den Ausbau der Verstetigung von Angeboten und die Verbindlichkeit in Be-
zug auf die Annahme von Angeboten zu unterstützen. Trotz eines feststellbaren steigenden
Eigenengagements bedarf es in den meisten Fällen noch der begleitenden Anleitung und
Anstoßfunktion durch die Projektträger (u.a. 1.05, 2.02, 4.02, 6.02, 7.2).
Die Arbeit aller beteiligten Projektakteurinnen und -akteure ist weiterhin fortzuführen, um
den nach wie vor vorhandenen aufgeführten Problemlagen zu begegnen. Die im Jahr 2017
gesetzten Ziele haben sich als sinnvoll und notwendig erwiesen. So werden die 23 Projekte
des Programms in 2018 mit unterschiedlichen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch
aus Mitteln außerhalb des Verstetigungsbudgets mit wenigen Akzentverschiebungen fortge-
führt.
Die skizzierten Aufgabenschwerpunkte und Perspektiven für die weitere Programmdurch-
führung fußen auf den Befunden der prozessbegleitenden Selbstevaluation sowie den prak-
tischen Erfahrungen der Akteurinnen und Akteure im Wohngebiet. Impulse haben darüber
hinaus die Beiträge im Rahmen der Veranstaltung „10 Jahre `Soziale Stadt`: Kinderhaus-
Brüningheide - wohin gehst du?“ am 16.11.2017 sowie die Erörterungen und Ergebnisse
des Workshops 14 Tage später gegeben. An sie dockt auch der am 19.06.2018 beschlos-
sene Antrag der Bezirksvertretung Münster-Nord an (A-N/0006/2018: Weiterführung des
Programms "Soziale Stadt Kinderhaus" [unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse,
6 siehe auch Anlage 3 „Kontextdatenmonitor 2017“, lfd. Nr. 41-43 „Transferleistungen“
7 laut HFA-Vorlage 37/2004: Auenviertel, Toppheide, Coerde, Kinderhaus-Ost, Kinderhaus-West, Stadion, Berg
Fidel
Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 54
der aktuellen Fördermöglichkeiten, der veränderten Rahmenbedingungen sowie der in die-
sem Antrag formulierten Ziele]). Die Möglichkeit einer erneuten bzw. wiederaufgenomme-
nen staatlichen Programmförderung (Städtebauförderung) auf der Grundlage eines neuen,
thematisch breiter angelegten Handlungskonzepts zu prüfen, ist Kernanliegen des Antrags.
Prüfergebnisse liegen derzeit noch nicht vor.
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise wird die Verwaltung auch in Zukunft dem Rat
jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Ent-
wicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, die zuvor der Bezirksvertretung
Münster-Nord, den zuständigen Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich
des Integrationsrates vorgelegt werden.
13 Anhang
Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide – Verstetigungsphase
2017“
Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0005/2019 „Kontextdatenmonitor 2017“
Bestandteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten
der Stadtteilentwicklung)
"Kinderhaus-Brüningheide - Verstetigungsphase 2017"
gefördert außerhalb d. Maßnahmeprogramms
gefördert außerhalb d. Maßnahmeprogramms
Interkulturelle Mädchenarbeit
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
gefördert außerhalb d. Maßnahmeprogramms
Bestandteil laufender Verwaltungsarbeit
Bestandteil laufender Verwaltungsarbeit
Bestandteil laufender Verwaltungsarbeit
Bestandteil laufender Verwaltungsarbeit
Spiel- und Freizeitzone "Grünschleife"
Fläche westlich vom Sprickmannplatz (1,1 ha)
September 2018
Anlage 2 - Anhang 1
zur Vorlage Nr. V/0005/2019
Themenfelder und Projekte
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarung
Mieterinnenschulung / Nachbarschaftsstärkung
Das Quartier spart Strom
Wertstoffe / Sperrgut
"Aktiv für Arbeit"
Integrationsarbeit vor Ort
angemietete Wohnung, Killingstraße 15
Gewaltprävention
Kita und Familienzentrum Killingstraße 44
Wir verstehen uns
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Elternkompetenz stärken
Grundschule Kinderhaus West,
Josef- Beckmann-Straße 33
Uppenbergschule, Bröderlchweg 36
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Sprechstunde Kita und Familienzentrum
Killingstraße 44
Praxistage Übergang Schule-Beruf
Waldschule, Große Wiese 14
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
Schuldnerberatung vor Ort
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Atrium, Sprickmannplatz 1
Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
Mobile Jugendarbeit
WUDDI, ldenbrockplatz 8
Sport und Bewegung
Drogenprävention
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
Quartiersmanagement
ldenbrockplatz 8 und Sprickmannplatz 8
Quartiersfonds
Beobachtung Zielerreichung
Monitoring Kontextindikatoren
Berichtsvorlage
4281 Zeichen
V/0005/2019 V/0005/2019 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2017 Beratungsfolge 19.02.2019 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 20.02.2019 Integrationsrat Bericht 13.03.2019 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r- schutz und Arbeitsförderung Bericht 26.03.2019 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 28.03.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Woh- nen Bericht 03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 03.04.2019 Rat Bericht Bericht: Seit Beginn des 2007 zunächst im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ aufgelegten und ab 2011 überwiegend aus kommunalen Mitteln finanzierten Programms berichtet die Verwaltung jährlich über dessen Durchführung. Neben der Ergebnisdarstellung und -auswertung des Programms und seiner Einzelprojekte skizziert auch der vorliegende Jahresbericht 2017 für die Programmdurc h- führung wichtige Rahmenbedingungen (Kontextindikatoren) und weitere Entwicklungen im Wohng e- biet. Der Aufbau des Berichts orientiert sich, wie gewohnt, an der Systematik des i ntegrierten Handlungs- konzepts für das Programm mit seinen 8 Handlungsfeldern und gut 20 Projekten. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse folgen dem im Rahmen des Teilprojekts 8.01 (Prozessbegleitende Selbstevaluation) erarbeiteten Dokumentations - und Zielsystem, das neben themenfeldübergreifen- den Programmzielen projektspezifische Ziele umfasst. Insgesamt stand im Jahr 2017 wieder ein Budget von 150.000 € für die Umsetzung des Programms und seiner Einzelmaßnahmen zur Verfügung - Anlage 1. Den Jahresbericht hat federführend das Amt für Stadtentwic klung, Stadtplanung und Verkehrspl a- Sozialamt Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 05.02.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Treutler Frau Peuling-Heerstrß Herr Prof. Dr. Hauff Telefon: 492 50 26 Treutler@stadt-muenster.de - 2 - V/0005/2019 nung erstellt. Auf der Grundlage der von den Projektakteuren gefertigten tabellarischen Berichte und Monitoringbögen bildet der Jahresbericht die Projektergebnisse im Sinne einer gebündelten Que r- auswertung ab - Anlage 2. Anlage 3 stellt den Kontextdatenmonitor 2017 vor. Dessen Einzeldaten stellen Informationen über relevante demographische und sozioökonomische Rahmenbedingungen des Gebiets bereit, bieten daher Orientierung für die Programmsteuerung und können Handlungsbe darfe im Gebiet anzeigen. Erzielte oder verfehlte Programm - bzw. Projektziele können die Kontextdaten jedoch nicht wiederg e- ben. Am 16.11.2017 fand eine (moderierte) öffentliche Veranstaltung mit dem Titel „10 Jahre `Soziale Stadt`: Kinderhaus-Brüningheide - wohin gehst du?“ im Bürgerhaus Kinderhaus statt. 14 Tage später folgte der ebenfalls von einer externen Moderation unterstützte Workshop, in dessen Rahmen die Projektakteure die Anregungen aus der Veranstaltungen erörterten, um sie für die Weiterentwicklung des Programms und seiner Inhalte sowie der Programm- und Projektziele kurz- bis mittelfristig frucht- bar zu machen; Ergebnisniederschrift: Anlage 4. An die Ergebnisse der öffentlichen Veranstaltung und des Workshops dockt der am 19.06.2018 von der Bezirksvertretung Münster-Nord beschlossene Antrag zur Weiterführung des Programms "Soziale Stadt Kinderhaus" (A-N/0006/2018) an. Dieser ist nicht Gegenstand dieses Jahresberichts. Über die Ergebnisse der Prüfung, inwieweit Aussichten für eine Fortsetzung bz w. Wiederaufnahme staatlicher Programmförderung (Städtebauförderung) auf der Grundlage eines erweiterten Handlungskonzepts bestehen, wird die Verwaltung gesondert berichten. Über die Durchführung des gegenwärtigen Programms wird die Verwaltung auch in Zu kunft jährlich berichten. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage 1: Finanzierungsübersicht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinder-haus- Brüningheide Anlage 2: Jahresbericht 2017 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2017 Anlage 4: Workshop am 30.11.2017: Ergebnisniederschrift
Anlage A
1502 Zeichen
Anlage A zur Vorlage V/0005/2019 Kurzüberblick Vorgestellt und bewertet werden die Ergebnisse der Programmdurchführung im Jahr 2017. A u- ßerdem werden für die Programmdurchführung relevante Kontextindikatoren und weitere En t- wicklungen im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide wiedergegeben. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Produktgruppe: 0503 (und weitere) Sicherung besonderer sozialer Bedarfe Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja Nein Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein . Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe- reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen reicht nicht aus. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) --
Anlage 3
41219 Zeichen
Anlage 3 zur Vorlage V/0005/2019
Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt“ – Kinderhaus-Brüningheide
Handlungsfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Kontextdatenmonitor 2017
(Stadtzelle 631)
Bearbeitung: 61-1-1, Stand: September 2018
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 18 bis unter 25 Jahren
6 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
7 Jugendquotient
8 Altenquotient
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
13 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
14 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
15 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
16 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
17 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
18 Anzahl Nationalitäten
19 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
20 Geburten
21 Sterbefälle
22 Umzüge im Quartier
23 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
24 Zuzüge von außerhalb
25 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
26 Fortzüge außerhalb MS
27 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
28 Wanderungsvolumen
29 Wohndauer
Haushalte
30 Haushalte mit 5 und mehr Personen
31 Haushalte mit Kindern
32 Paare mit 3 und mehr Kindern
33 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
34 Belegungsdichte
35 Sozialwohnungen
36 Leerstand im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
37 Arbeitslose (SGB II und III)
38 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
39 Langzeitarbeitslose (SGB II und III)
40 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
41 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
42a Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende
(SGBII): "Hartz IV"
42b
Nichtdeutsche erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für
Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
43 Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im
Alter/Erwerbsminderung, Hilfen z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
44 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
(Stadtzelle 631)
Seite 1 Kontextdaten_ Übersicht Indikatoren_2017.xls
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
46 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
47 Schulübergangsquote Grundschule - Gesamtschule
48 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Gesundheit
49 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
50 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
Seite 2 Kontextdaten_ Übersicht Indikatoren_2017.xls
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2876 davon
1429 weiblich
1447 männlich
49,7 weiblich
50,3 männlich / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 234
118 weiblich
116 männlich
8,1 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 759
360 weiblich
399 männlich
26,4 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 263
149 weiblich
114 männlich
9,1 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 1937
975 weiblich
962 männlich
67,4 / in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche
Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche)
972
486 weiblich
486 männlich
33,8 / in % WBV
Anzahl Nationalitäten 65
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 45 15,6 / je 1000 EW
Sterbefälle 18 6,3 / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 38 1,3 / in % WBV
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 120 4,2 / in % WBV
Zuzüge von außerhalb MS 297 10,3 / in % WBV
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 193 6,7 / in % WBV
Fortzüge nach außerhalb MS 212 7,4 / in % WBV
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet /
Quartier)
+85 + 3,0 / in % WBV
Wanderungsvolumen 936 32,5 / Summe der Zu, Fort- u.
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 7,6 / Jahre durchschnittliche
Wohndauer
Haushalte
Haushalte mit Kindern
350 29,6 / Haushalte mit Kindern
< 18 J. in % aller Haushalte
Paare mit 3 und mehr Kindern 93 37,8 / in % der Paare mit
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 333
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose (SGB II und III) 230
117 weiblich
113 männlich
12,5 / in % der HW
Bevölkerung 18 - u. 65 J.
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017 (Stadtzelle 631)
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stadt" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine Wirkungsanalyse
der "Sozialen Stadt".
Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2017)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
89
12,7 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz
IV"
924 35,5 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 6,8 (Übergewicht),
17,0 (Adipositas) / in % der
untersuchten Kinder der
Schuleingangsuntersuchung
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Briefwähler
Hinweis: Die Daten werden fortlaufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiterte Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt.
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Bevölkerungszusammen-
setzung
1
wohnberechtigte Bevölkerung
(WBV) 2876
davon
1429 weiblich
1447 männlich
49,7 weiblich
50,3 männlich
/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
52,0 weiblich
48,0 männlich
/ in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
2
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 6 Jahren 234
davon
118 weiblich
(=50,4 %)
116 männlich
(= 49,6%)
8,1 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
5,4 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
3
wohnberechtigte Bevölkerung
14 bis unter 18 Jahren 180
davon
80 weiblich
(= 44,4 %)
100 männlich
(= 55,6 %)
6,3 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
3,3 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
4
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 18 Jahren 759
davon
360 weiblich
(= 47,4 %)
399 männlich
(= 52,6 %)
26,4 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
15,2 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
5
wohnberechtigte Bevölkerung
18 bis unter 25 Jahre 488
davon
230 weiblich
(= 47,1 %)
258 männlich
(= 52,9 %)
17,0 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
12,6 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
6
wohnberechtigte Bevölkerung
65 Jahre und älter 263
davon
149 weiblich
(= 56,7 %)
114 männlich
(= 43,3 %)
9,1/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
17,1 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
7
Jugendquotient 40,9 / in %,
Personen bis < 18
J. bezogen auf 100
Pers. von 18 bis <
65 J.
Anteil der unter 18-
Jährigen an den 18- bis
unter 65-Jährigen
22,4 / in %,
Personen bis < 18 J.
bezogen auf 100
Pers. von 18 bis < 65
J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
8
Altenquotient 14,2 / in %,
Personen 65 J. u.
ä. bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Anteil der 65-Jährigen
und Älteren an den 18-
bis unter 65-Jährigen
25,2 / in %,
Personen 65 J. und
älter bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
9
Personen mit
Migrationsvorgeschichte
1937
davon
975 weiblich
(= 50,3 %)
962 männlich
(= 49,7 %)
67,4 / in % WBV
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
23,2 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
10
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter 6
Jahren 191
davon
87 weiblich
(= 51,3 %)
103 männlich
(= 48,7 %)
81,6 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
40,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
11
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 14 bis
unter 18 Jahren 133
davon
58 weiblich
(= 40,6 %)
70 männlich
(= 59,4 %)
73,9 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
35,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
12
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter
18 Jahren 593
davon
283 weiblich
(= 47,7 %)
313 männlich
(= 52,3 %)
78,1 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
39,1 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
13
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 65
Jahre und älter 162
davon
91 weiblich
(= 50,3 %)
71 männlich
(= 49,7 %)
67,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
23,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
14
Wohnbevölkerung ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(Nichtdeutsche)
972
davon
486 weiblich
(= 50,0 %)
486 männlich
(= 50,0 %)
33,8 / in % WBV
Personen mit auslän-
discher Staatsangehör-
igkeit
10,5 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
15
Größte Gruppe ohne deutsche
Staatsangehörigkeit/Herkunfts-
land Polen:
166
davon
94 weiblich
(= 56,6 %)
72 männlich
(= 43,4 %)
5,8 / in % WBV
Personen mit polnischer
Staatsangehörigkeit
Polen: 0,7 / in %
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
16
Zweitgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland Serbien:
140
davon
60 weiblich
(= 42,9 %)
86 männlich
(= 57,1 %)
4,9 / in % WBV
Im Melderegister gab es
zum Stichtag 31. 12.
2017 verschiedene
Staatsangehörigkeiten
aus dem ehemaligen
Jugoslawien, durch Um-
kodierungen im Melde-
register sind Jahres-
vergleiche nur bedingt
möglich
Serbien: 0,6 / in %
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
17
Drittgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland
Türkei:
94
davon
47 weiblich
(= 50,0 %)
47 männlich
(= 50,0 %)
3,3 / in % WBV
Personen mit türkischer
Staatsangehörigkeit
Türkei: 0,6 / in %
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
18
Anzahl Nationalitäten
65
berücksichtigt wurden
Nationalitäten mit
mindestens 10
Personen, Angabe
beinhaltet auch die
deutsche Nationalität
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
19
Einwohnerdichte
186 / EW je ha
Einwohner auf 1 Hektar
10 / EW je ha
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bevölkerungsentwicklung/-
fluktuation
20
Geburten 45
davon
24 weiblich
(= 53,3 %)
21 männlich
(= 46,7 %)
15,6 / je 1000 EW
WBV
rohe Geburtenziffer
10,1 / je 1000 EW
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
21
Sterbefälle 18
davon
8 weiblich
(= 44,4 %)
10 männlich
(= 55,6 %)
6,3 / je 1000 EW
WBV
rohe Sterbeziffer
8,7 / je 1000 EW
WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
22
Umzüge im Quartier
38 1,3 / in % WBV
ohne Umzüge innerhalb
eines Hauses, ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
8,2 / in % WBV
(Umzüge MS gesamt)
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
23
Zuzüge aus anderen Stadtzellen
von Münster 120 4,2 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
24
Zuzüge von außerhalb Münsters
297 10,3 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge 8,0 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
25
Fortzüge in andere Stadtzellen
von Münster
193 6,7 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
26
Fortzüge nach außerhalb
Münsters 212 7,4 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
7,2 / in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
27
Saldo der Zu- u. Fortge-
zogenen +85
+ 3,0
(Quartiersgrenze) /
in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
+0,8 (Stadtgrenze) /
in % WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
28
Wanderungsvolumen
936
32,5 / Summe der
Zu-, Fort- u.
Umzüge in % der
WBV
Wanderungsvolumen =
Gesamtmobilität; ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
23,4 / Summe der
Zu-, Fort- u. Umzüge
in % der WBV
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
29
Wohndauer
7,6 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Wohndauer von
Personen im Alter von
18 und mehr Jahren an
der Adresse
12,8 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Haushalte
30
Haushalte mit 5 und mehr
Personen
152 12,8 / in % aller
Haushalte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
3,1 / in % aller
Haushalte
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
31
Haushalte mit Kindern
350
29,6 / Haushalte
mit Kindern < 18 J.
in % aller Haus-
halte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
16,1 / Haushalte mit
Kindern < 18 J. in %
aller Haushalte
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
32
Paare mit 3 und mehr Kindern
93 37,8 / in % der
Paare mit Kindern
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
15,1 / in % der Paare
mit Kindern
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
33
Alleinerziehende ("Ein-Eltern-
Familie")
104
29,7 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
20,5 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
Wohnen
34
Belegungsdichte _ / Personen je
Wohnung
Die Anzahl der
Wohnungen wird seit
2012 nicht mehr
ausgewiesen
_ / Personen je
Wohnung
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
35
Sozialwohnungen
333 _ / in % aller
Wohnungen
Die Anzahl der
Wohnungen wird seit
2012 nicht mehr
ausgewiesen
_ / in % aller
Wohnungen
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
36
Leerstand im
Mietwohnungsbestand der
Wohnungsunternehmen in
Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich
gefördert)
0,3 / in % an allen
Wohnungen;
im Einzelnen: BGP
0,3 %, Wohn +
Stadtbau 0,0 %,
Sahle Wohnen 0,5
%, WohnSieGer 0,0
%
Leerstand = länger als 3
Monate leerstehend
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Transferleistungen u.
Arbeitsmarkt
37
Arbeitslose (SGB II und III)
230
davon
117 weiblich
(= 5090 %)
113 männlich
(= 49,1 %)
12,5 / in % der
HW Bevölkerung 18
- u. 65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ermöglicht
Vergleiche mit
Veröffentlichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW" und
ist mit der offiziellen
Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeitslosen
an den
Erwerbspersonen) nicht
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2017
4,0 / in % der
Bevölkerung 18 - u.
65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
38
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB
II und III)
89
12,7 / in % der
nicht-deutschen
HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Hinweis: Erfasst sind
alle Personen, die eine
ausländische 1. Staats-
angehörigkeit haben,
staatenlos sind oder
deren Staatsange-
hörigkeit ungeklärt ist;
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ist mit der offizi-
ellen Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der Agen-
tur für Arbeit gemel-
deten Arbeitslosen an
den Erwerbspersonen)
nicht vergleichbar;
Stichtag: 15.12.2017
9,0 / in % der nicht-
deutschen Bevölker-
ung 18-u. 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
39
Langzeitarbeitslose (SGB II
und III)
112 48,7 / in % aller
Arbeitslosen
Langzeitarbeitslose =
Personen, die ein Jahr
und länger als arbeitslos
gemeldet sind; Stichtag:
15.12.2017
43,3 / in % aller
Arbeitslosen
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
40
Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre
(Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II
und III)
5
1,9 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeits-
losenrate ist mit der
offiziellen Arbeitslosen-
quote (Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeits-
losen an den Erwerbs-
personen) nicht ver-
gleichbar; Stichtag:
15.12.2017
0,9 / in % der
gleichaltrigen Bevöl-
kerung
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
41
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV"
924
davon
486 weiblich
(= 52,6 %)
438 männlich
(= 47,4 %)
35,5 / in % der
HW-Bevölkerung <
65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung;
Anmerkung: durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
8,9 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42a
Nichtdeutsche Hilfebedürftige
mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeits-
suchende (SGBII): "Hartz IV"
311
davon
weiblich 169
(= 54,3 %)
männlich 142
(= 45,7 %)
33,0 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Indikator für Vergleiche
von Teilräumen inner-
halb Münsters sinnvoll;
Hinweis: Doppelte
Staatsangehörigkeiten
werden nicht erfasst.
Sollte eine der Mehr-
fachstaatsangehörigkeit-
en die Deutsche sein,
soll deutsch eingetra-
gen werden. Personen,
deren Staatsange-
hörigkeit unbekannt,
ungeklärt oder staaten-
los sind, sind in dieser
Auswertung NICHT aus-
gewertet; HW-Bevöl-
kerung = Bevölkerung
am Ort der Hauptwohn-
ung; durch Revision der
Statistik der Grund-
sicherung für Arbeits-
suchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
25,8 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42b
Nichtdeutsche erwerbsfähige
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV"
199
davon
107 weiblich
(= 53,8 %)
92 männlich
(= 46,2 %)
21,1 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Indikator ermöglicht
Vergleiche mit Ver-
öffentlichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW";
Hinweis: Doppelte
Staatsangehörigkeiten
werden nicht erfasst.
Sollte eine der Mehr-
fachstaatsangehörigkeit-
en die Deutsche sein,
soll deutsch eingetra-
gen werden. Personen,
deren Staatsange-
hörigkeit unbekannt,
ungeklärt oder
staatenlos sind, sind in
dieser Auswertung
NICHT ausgewertet; HW-
Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
17,7 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
43
Soziale Leistungen zur Exi-
stenzsicherung (Grund-
sicherung SGB II, Grund-
sicherung im Alter/Erwerbs-
minderung, Hilfe z. Lebens-
unterhalt, Leistungen Asyl-
bewerberleistungsgesetz)
1107
davon
576 weiblich
(=52,0 %)
531 männlich
(= 48,0 %)
38,5 / in % WBV
Indikator bildet
Einkommensarmut ab,
Achtung: während sich
die lfd. Nr. 37, 38, 40-
42 auf die HW-
Bevölkerung beziehen,
ist hier der Anteil an der
wohnberechtigten
Bevölkerung (WBV)
dargestellt; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
9,4 / in % WBV
Sozialamt und Amt für
Stadtentwicklung, Stadt-
u.Verkehrsplanung
Bildung und Betreuung
44
Schulübergangsquote
Grundschule - Hauptschule
(Bezirk Nord)
52 20,1 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2017/2018
4,8 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
45
Schulübergangsquote
Grundschule - Realschule
(Bezirk Nord)
74 28,6 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2017/2018
20,7 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
46
Schulübergangsquote
Grundschule - Gymnasium
(Bezirk Nord)
113 43,6 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2017/2018
53,9 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
47
Schulübergangsquote
Grundschule - Gesamtschule
(Bezirk Nord)
16 6,2 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2017/2018
16,1 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
48
Versorgungsquoten Kinder-
betreuungsangebote 0 - unter 3
Jahre, 3 - unter 6 Jahre
41,4 (0 - u. 3
Jahre, Kita + KTP)
106,8 (3 - u. 6
Jahre) / in % nach
statistischem
Bezirk
Daten beziehen sich auf
die statistischen Bezirke
62 und 63,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Kindergartenjahr
2017/2018
43,1 (0 - u. 3 Jahre,
Kita + KTP) 104,4 (3
- u. 6 Jahre) / in %
Gesamtstadt
Amt für Kinder,
Jugendliche und Familien
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2017 (31.12.2017, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
49
Übergewicht / Adipositasquote
bei Kindern 6,8 (Übergewicht),
17,0 (Adipositas) /
in % der unter-
suchten Kinder der
Schuleingangs-
untersuchung
Adipositas:Körperfett-
anteil im Körper patho-
logisch erhöht (Fett-
leibigkeit, Fettsucht);
Durchschnittswerte der
Schuleingangsunter-
suchung 2016 und 2017
4,8 (Übergewicht)
3,4 (Adipositas)
/ in % der
untersuchten Kinder
der Schuleingangs-
untersuchung
Gesundheitsamt
Bürgerbeteiligung /
politische Partizipation
50
Wahlbeteiligung bei
kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller
Wahlberechtigten
des Stimmbezirks
ohne Briefwähler/-
innen
Näherungswert für
Stadtzelle 631: Stimm-
bezirk und statistische
Gebietsgliederung
stimmen nicht überein
39,5 / in % aller
Wahlberechtigten des
Stimmbezirks ohne
Briefwähler/-innen
Amt für Stadtent-
wicklung, Stadt- u.
Verkehrsplanung
Gesundheit
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2017
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 1
„Maßnahmeprogramm Kinderhaus-Brüningheide“
Entwicklung des Wohngebietes
Kinderhaus-Brüningheide –
Was sagen die Kontextindikatoren?
Ein Rückblick auf ausgewählte Kontextindikatoren
der Verstetigungsphase II - 2017
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 2
Kontextindikatoren 2017
3226 3165 3140
2923 2855
2712 2802 2862
2958 3049 2996
2879
2744
2626 2603
2755 2845 2783 2768 2785
2655
2838 2876
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
Personen
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide
1995 - 2017 (je 31.12. des Jahres)
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 3
Kontextindikatoren 2017
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
61,2 60,4 64,8 63,7 61,3 58,2 62,8 60,2 56,9 58,9 63,4 70,1
4,9 5,3
5,3 6,5 5,8
3,8
3,0 4,5
3,1 2,3
3,0
1,3 5,9 5,5
5,3 8,1 8,3
6,1
5,4 5,2
6,2 7,6
8,6 4,2 9,1 10,0 7,6 6,4 10,0
14,4 11,4 12,0 14,4 9,3
10,7 10,3
10,1 12,3 8,9 10,3 8,4 9,1 9,6 9,4 11,0 13,6
7,4 6,7
8,8 6,5 8,1 5,0 6,2 8,3 7,8 8,7 8,4 8,3 6,9 7,4
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2006-2017*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts wegen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 4
Kontextindikatoren 2017
* Die erhöhte Leerstandsquote in 2013 ist auf den von Fa. Sahle
Wohnen erworbenen Wohnungsbestand von Nau/Berlin (55
WE) zurückzuführen, der seit Mitte 2013 bis zum Sommer 2014
leer gezogen wurde, um den Abbruch und einen
anschließenden Neubau auf dem gleichen Areal zu
ermöglichen. Unter Herausnahme der 55 WE, die dem
Wohnungsmarkt faktisch nicht zur Verfügung standen, betrug
die Leerstandsquote Ende 2013 = 3,4%!
11,1%
10,3%
8,0%
2,7% 2,5%
3,7%
6,0%
1,9% 1,7%
0,5% 0,3%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
12%
Feb. 09 Okt. 09 Mrz. 10 Mrz. 11 Mrz. 12 Dez. 12 Dez. 13 Dez. 14 Dez. 15 Dez. 16 Dez. 17
Entwicklung der Leerstandsquoten im Mietwohnungsbestand der
Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide 2009-2017
Quelle: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung,
Bearbeitung: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 5
Kontextindikatoren 2017
0
100
200
300
400
500
600
700
800
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
800 800 800 799 799 799 799
744
225
306
333
Anzahl
Entwicklung des öff.-gef. Mietwohnungsbestandes in Kinderhaus
Brüningheide 2007- 2017 (A/WoFG, 1. Förderweg/II. WoBauG)
Quelle: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung,
Bearbeitung: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 6
Kontextindikatoren 2017
20,6
22,6
18,8 18,7 19,0 19,1
18,0
16,0
14,7
13,0 12,5
5,0 4,7 4,7 4,5 4,3 4,6 4,5 4,4 4,4 4,3 4,0
0
5
10
15
20
25
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
in % d. HW-Bevölkerung 18-u. 65 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Arbeitslose (SGB II/III)*, 2007- 2017
Kinderhaus-Brüningheide MS gesamt
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 7
Kontextindikatoren 2017
12,5
5,7
8,3
4,0
2,9
10,4 10,1
11,9
4,0
0
2
4
6
8
10
12
14
16in % der HW-Bevölkerung 18-65 Jahre
*nicht vergleichbar mit der offiziellen Arbeitslosenquote
Arbeitslose (SGB II/III)* 2017 im räumlichen Vergleich
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 8
Kontextindikatoren 2017
45,6 45,2
38,9
35,5
8,5 8,7 9,0 8,9
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
2014 2015 2016 2017
in % der HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Personen mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung (SGB II)
2014 – 2017*
Kinderhaus Brüningheide Münster gesamt
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
* Aufgrund Revision der Statistik der Grundsicherung sind Daten vor 2014
nicht direkt vergleichbar
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 9
Kontextindikatoren 2017
35,5
15,4
22,2
14,1
8,7
28,8 30,1
27,6
8,9
0
5
10
15
20
25
30
35
40in % d. HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Anteil Personen mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung (SGB II) im räumlichen Vergleich 2017
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Anlage 4
15607 Zeichen
1 61.1 24.01.2018 Ergebnisniederschrift zum Workshop Selbstevaluation „10 Jahre Soziale Stadt – Maßnahme- programm Kinderhaus Brüningheide“ vom 30.11.2017 Veranstaltungsort: Vereinsheim „Hütte“, SC Westfalia Kinderhaus Teilnehmende: siehe Anlage 1 Moderation: Marion Kamp-Murböck, StadtRaumKonzept, Dortmund I. Einleitung Begrüßung, Ablauf des Workshops Frau Kamp-Murböck begrüßt eingangs die Teilnehmenden und stellt den Ablauf des Workshops vor. Ablauf (unterstützende Visualisierung durch Moderationskarten): 1. Kartenabfrage: Welche Themen sehen wir aktuell in Kinderhaus- Brüningheide? Die Themen speisen sich aus - den Vorschlägen der öffentlichen Veranstaltung am 16.11.17 (Öffnung der Schleife nach Kinderhaus / Verbesserung der Eingangssituation/Imagearbeit, Wohnen und Leben in der Schleife, Belebung und Aufwertung des Sprick- mannplatzes, Räume für Engagement und Begegnung) - aus „Gutes Morgen Münster“ (Zukunftsspaziergang) - aus dem Teilnehmendenkreis - aus den Kontextindikatoren - aus den vorgegebenen Zielen. 2. Diskussion der eingebrachten Themen: Welche Themenbereiche werden a n- gesprochen, welche Aufgaben werden gesehen, wer fühlt sich zuständig / an- gesprochen? 3. Bepunkten – Welche der genannten Teilaspekte/Aufgaben haben Priorität? Jede/r kann zwei Klebepunk te vergeben, um Themen zu priorisieren. 4. Diskussion der Aufgaben innerhalb der einzelnen Themenfelder - Welche Projekte gibt es schon dazu? - Beitrag der (Beratungs-)infrastruktur? - Wer möchte sich engagieren – womit? - Welche Aufgabe(n) sind nicht abgedeckt? - Wo ist Unterstützung erforderlich? Durch wen? 5. Vereinbarungen und weiteres Vorgehen Finanzieller Rahmen und Ziel des Workshops Herr Treutler gibt einen Überblick über die finanziellen Rahmenbedingungen des Programms (Stichworte „Verstetigungsbudget“, „Personalkosten“ und „Notwendig- keit der Legitimation der Mittel im kommunalen Wettbewerb“, z.B. Coerde) und verweist auf das Ziel, das Programm im Kontext sich ändernder Rahmenbedin- Anlage 4 zur Vorlage V/0005/2019 2 gungen zukunftsfest zu gestalten und weiterhin auf „stabile Füße“ zu stellen. Herrn Kollmann ist es ein wichtiges Anliegen, bei der Diskussion und Entscheidung über die Zuteilung von finanziellen Ressourcen keine Gebiete innerhalb Münsters ge- geneinander auszuspielen. Weiterhin spricht Herr Treutler an, dass den seit Jahren eingefrorenen Personal- kostenzuschüssen im Bereich der originären Beratungsleistungen (Integrationsbe- ratung vor Ort - Projekt 4.02, Sprachkurse und Nachhilfe - Projekt 5.0, Schuldner- beratung - Projekt 6.01) eine zunehmende Nachfrage und Intensivierung mit ein- hergehenden steigenden Personalkosten gegenüberstehen. II. Inhaltliche Ergebnisse der Diskussion (themen- und aufgabenbezogen) Nach erfolgter Themensammlung und Punktbewertung werden vier Themenfelder vertiefter betrachtet: - Wohnen und Leben in der „Schleife“ - Öffnung der Schleife / Image - Sprickmannplatz / Belebte Mitte - Räume für Engagement und Begegnung Wohnen und Leben in der „Schleife“ Frau Peuling-Heerstraß weist auf die Entwicklung einiger Kontextindikatoren bis 2016 hin, die den Rahmen für die Wohnungsmarktentwicklung abstecken (wach- sende Bevölkerung, fast Vollvermietung der Bestände, deutlicher Rückgang des Anteils öffentlich geförderter Wohnungen). Die Wohnungsmarktsituation in der Schleife kann als durchaus angespannt bezeichnet werden, insbesondere für Per- sonen mit geringem Einkommen. Herr Leskow ergänzt die Ausführungen mit der Information, dass die aktuellen Leerstandszahlen 2017 (3 Monate und länger) bei 0,01% liegen. Als eine der größten Herausforderungen wird vom Plenum die Si- cherung und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum angesehen. Als Aufgabe wird formuliert, die Wohnungsmarktentwicklung zu beobachten, insbesondere in Bezug auf die Verdrängung angestammter Bewohnerschaft und den Wohnungs- neubau unter Anwendung SoBoMü zu forcieren. Svenja Sauer stellt den Siegerentwurf der Architektengruppe Stadtraum aus Düs- seldorf zum städtebaulichen Wettbewerb „Quartier Moldrickx“ aus dem Jahr 2016 vor, der als Grundlage für die aktuelle Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 590: „Kinderhaus – Langebusch / Westhoffstraße“ dient. Als nächster Schritt erfolgt die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans, voraussichtlich in der 1. Jahreshälfte 2018. Kritisch angemerkt wird eine „bauliche Abschottung“ des neuen Viertels durch un- zureichende funktionale Übergänge in die Schleife. Kurzfristig ist zunächst nur ein Übergang am Langebusch vorgesehen. Langfristig ist eine zweite Anbindung für Fußgänger und Radfahrer geplant. Einige Workshop-Teilnehmende sehen in die- sem Zusammenhang verstärkt die Wohn- und Stadtbau als angrenzenden Eigen- tümer in der Verantwortung Wegebeziehungen durch entsprechende Gestaltung der Wege hervorzuheben. Als einziger Anknüpfungspunkt für Familien aus der Brüningheide wird die neue Kita im Quartier Moldrickx angesehen. Die Informati- on, dass die Kita 8-gruppig angelegt ist, führt zu einer intensiven Diskussion in Bezug auf die zu erwartende verkehrliche Belastung und damit einhergehende Gefahrenpotentiale im Umfeld der Kita zu bestimmten Stoßzeiten. Im Ergebnis 3 wird das Quartier Moldrickx nach bisherigem Planungsstand aufgrund einge- schränkter Durchlässigkeit von den Workshop-Teilnehmenden mehrheitlich nicht als Chance für die Öffnung der Schleife bzw. eine funktionale Verknüpfung wahr- genommen. Angeregt werden mehrere Querstiche von der Brüningheide zum neuen Wohngebiet. Weiterhin wird diskutiert, inwiefern das geplante Quartier ein Entlastungsstandort für den angespannten Wohnungsmarkt in der „Schleife“ sein kann und welche Chance die Bewohnerinnen und Bewohner der Brüningheide, insbesondere Fami- lien haben, dort Wohnraum zu finden. Vom Plenum thematisiert werden in diesem Zusammenhang die Vergabekriterien: wer soll dort vorrangig wohnen? Bewohner aus dem Nahbereich, Münster gesamt? Nach SoBoMü kann der Anteil des öffentlich geförderten und des förderfähigen Wohnraums im Quartier bis zu 60 % betragen. Aufgrund der Größe des Gebiets und des hohen Anteils an Mehrfamilienhäusern steht der Anteil an förderfähigem Wohnraum, den es zusätzlich zu den 30 % gefördertem Wohnraum geben kann, noch nicht abschließend fest. Frau Sauer weist abschließend darauf hin, dass Anregungen und Hinweise aus dem Teilnehmendenkreis zum B-Plan gerne an sie herangetragen werden sollten, möglichst vor der offiziellen Offenlegung. Für das Thema „Vergabekriterien“ und die Festlegung des Anteils öffentlich geförderten und förderfähigen Wohnraums ist das Liegenschaftsamt der Ansprechpartner. Die Rolle der Studierenden als neue Zielgruppe (Wohnangebot „Campus-Glück“ von BGP) wird sehr kontrovers diskutiert: – Studierende als Chance (Patenfunktion/Einbindung in Ehrenamt, „Aufbrechen der Bevölkerungsstruktur“…), – Studierende verbleiben oft nicht lange in Kinderhaus, hohe Fluktuation, – Mieterrat beklagt eine 2-Klassengesellschaft am Wohnungsmarkt in der Schlei- fe (Studierende, auf öffentlich geförderten Wohnungsbau Angewiesene). Die sinnvolle Nutzung und städtebauliche Aufwertung des Parkdecks ist ein seit Jahren immer wiederkehrendes Thema. Aufgrund von Problemen mit dem dama- ligen Nutzungskonzept während der Programmdurchführung wurde die Projekt- idee nicht weiterverfolgt. Es wird angeregt, die Grundidee noch einmal aufzugrei- fen und unter den heutigen Rahmenbedingungen erneut auf eine Realisierungs- möglichkeit zu überprüfen. Eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Eingangssituation ins Quartier ist für die Teilnehmenden die Neugestaltung der schwarzen Fassade am Gebäude der Wohn- und Stadtbau. Einig ist man sich, dass es diesbezüglich noch einmal einer direkten Ansprache der neuen Geschäftsführung bedarf. Verwaltung und Po- litik sind hier gefordert, sich gemeinsam für eine Sanierung einzusetzen. Öffnung der Schleife / Imagearbeit In Bezug auf das benannte Erfordernis, das Quartier und den restlichen Stadtteil näher zueinander zu bringen und verstärkt funktional zu verknüpfen, wird die Fra- ge aufgeworfen, ob es hier um einen gegenläufigen Prozess geht oder um eine Einbahnstraße: sollen Bewohnerinnen und Bewohner der Brüningheide in den üb- rigen Stadtteil integriert werden, die Kinderhauser/innen stärker in die Brüninghei- de geholt werden oder beides? 4 Als förderlich für ein Gemeinsamkeitsgefühl wird die Neuauflage eines größeren Stadtteilevents angesehen, vergleichbar mit dem Jubiläum zum 30-jährigen Be- stehen des Zentrums Kinderhaus in 2014. Eine weitere eingebrachte Projektidee ist die künstlerische Gestaltung einer Häu- serfassade im Rahmen der nächsten Skulpturenausstellung 2027, um die Wohn- umfeldqualität zu verbessern und gleichzeitig das Interesse Außenstehender für das Quartier zu erhöhen und die Schleife nach außen zu öffnen. Hierzu bedarf es der Bereitstellung einer Häuserfassade durch eine Wohnungsgesellschaft und die Gewinnung eines Künstlers für die Umsetzung der Idee. Belebung und Aufwertung Sprickmannplatz / belebte Mitte Der Sprickmannplatz wird in der Wahrnehmung mehrerer Projektträger zuneh- mend zum rechtsfreien Raum und ist „männlich geprägt“. Vorgeschlagen wird die Einrichtung einer Ordnungspartnerschaft. Zudem könnten versenkbare Poller ver- hindern, dass der Platz mit Autos befahren wird. Die Moderatorin bringt die Idee eines Quartiershausmeisters in die Diskussion ein, ein Modell, welches in mehre- ren Soziale Stadt Gebieten, z.B. im Schleswiger Viertel der Dortmunder Nordstadt, erfolgreich angewendet wird. Der oder die Quartiershausmeister/in kümmert sich um Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum, ist jedoch weitaus mehr, nämlich verlässlicher Ansprechpartner/in für die Menschen vor Ort und der kurze Draht zwischen Anwohnern, Hauseigentümern und städtischen Behörden. Sankti- onen können sie nicht verhängen. Sie kommen selber aus dem Viertel und sind oft in 2er-Teams unterwegs (m/w) und. Dieser Vorschlag wird nach den zurücklie- genden Erfahrungen der Bewohner/innen mit den „weißen Sheriffs“ der BGP kri- tisch diskutiert, da diese in der Vergangenheit weniger zur Deeskalation als viel- mehr zur Aufheizung der Situation beigetragen haben. Einigkeit besteht darin, die an sich gute Idee des/der Quartiershausmeisters/in in der weiteren Kommunikati- on mit der notwendigen Sensibilität anzugehen und deutlich die Funktion als „Kümmerer/in aus dem Quartier“ in Abgrenzung zu der Funktion und den Aufga- ben der ehemaligen Mitarbeitern der BGP herauszustellen. Zum weiteren Diskussionsthema wird eine wahrgenommene „Konkurrenzsituation“ und unzureichende Aufgabenabgrenzung der Träger am Sprickmannplatz (Atrium, Begegnungszentrum, Jugendsalon): notwendig wäre die Herstellung einer Trans- parenz über Zuständigkeiten und Ressourcen sowie ggfls. eine weitere Abstim- mung hierzu. Eine weitere Anregung für die Belebung des Platzes und die Öffnung des Quar- tiers wird von Frau Dr. Schwarte eingebracht: Akquisition einer Hautarztpraxis. Da es im ganzen Bezirk Nord keine Hautarztpraxis gibt, müsste eine Zulassung durch die KV möglich sein. Nach Meinung mehrerer Teilnehmender stellt das Wohngebäude von Sahle eine Barriere zum Sprickmannplatz dar, da es sich nicht zum Platz hin öffnet, sondern mit der rückwärtigen eingezäunten Seite zum Platz ausgerichtet ist. Wünschens- wert wäre eine verbesserte Durchlässigkeit. Herr Treutler gibt zu Bedenken, dass bei allen Überlegungen zur Aufwertung des Platzes die Funktionalität im Kontext des Stadtteils zu berücksichtigen ist. Das Zentrum dient der Nahversorgung. 5 Räume für Engagement und Begegnung Diskutiert wurden sehr ausführlich die Möglichkeiten und Grenzen einer stärkeren Beteiligung und Mobilisierung der Bewohnerinnen und Bewohner. Konkret stellte sich die Frage, wie sich die Träger aufstellen sollten und ob Verantwortlichkeiten neu sortiert oder klarer abgegrenzt werden müssten (keine Doppelarbeit). Weitere Infos Ab 2018 Projekt „Adipositas“ in Zusammenarbeit von 54, KSD und Familienzent- rum III. Vereinbarungen / weiteres Vorgehen Projektliste: 24 Projektideen Thema Öffnung der Schleife / Image 1. Branding / Identitätsanalyse 2. Sanierung schwarzer Gebäudefassaden: Ansprache W+ S (GF) / Politik / Zu- sammenspiel Verwaltung 3. Gebäude/Fassade bereitstellen für Skulpturenausstellung 2027 4. Funktionale Anbindung des Quartier Moldrickx nach Westen u. Norden / Durchlässigkeit 5. Moldrickx als Wohnentlastungsstandort (Quote öffentl. gef. Wohnungsbau / Stellenwert SoBoMü) 6. Schwellenhaushalte und Wohnungen mit erhöhten Einkommensgren- zen/Förderweg B 7. Neuauflage Stadtteilevent (ähnlich 30jähriges Jubiläum Zentrum) 8. Abendmarkt Thema Wohnen und Leben in der Schleife 9. Mieterverein mobilisieren gegen Erhöhungen 10. Schulung Wohngeldberechnung 11. Umgang mit Härtefällen im Bereich „Kosten der Unterkunft“ 12. Wohnungsbau / SoBoMü 13. Studierendennachhilfenetzwerk / Engagementmöglichkeiten 14. Sozialpaten/-lotsen 15. Förderung von Nachbarschaften / kollektive Verantwortung Thema Sprickmannplatz / belebte Mitte 16. Autofrei durchsetzen: versenkbare Poller 17. Quartiershausmeister 18. Bewohnerverantwortung durch Mitarbeit stärken (siehe Grünschleife): Urban Gardening 19. Feste / Touristenattraktion 20. Reparaturcafé 21. Hautarztpraxis 22. Städtebauliche Aufwertung Parkdeck Thema Engagement und Begegnung 23. Fähigkeitenbörse (Sticker an Briefkasten) 24. Mögliche Umverteilung von Aufgaben zugunsten v. Beteiligung: Wer ist zu- ständig? Wie können wir uns aufstellen? 6 Zum weiteren Vorgehen wird vereinbart, dass das Sozialamt und das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung als Ausrichter des Work- shops die Ergebnisse des Workshops zusammenfassen und auswerten. Ziel sollte es sein, die Inhalte des Workshops, insbesondere die Projektideen zu transportie- ren und für diese verbindlich Projektverantwortliche zu finden, um die Projekte zü- gig auf ihre Realisierbarkeit „abklopfen“ zu können. Ziel muss es sein, Aufgaben- pakete (zum Teil projektscharf) zu den einzelnen Themenfeldern zu schnüren. Die Projektträger werden zu gegebener Zeit zu einem weiteren Arbeitstreffen eingela- den werden. gez. Simone Peuling-Heerstraß Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung, Stadt Münster Anlagen - Anlage 1: Teilnehmendenliste - Anlage 2: Fotos Workshop Selbstevaluation, 30.11.2017, Vereinsheim „Hütte“ Workshop Selbstevaluation „10 Jahre Soziale Stadt – Maßnahmeprogramm Kinderhaus Brüningheide“ (30.11.2017, Vereinsheim „Hütte“, SC Westfalia Kinderhaus) Teilnehmende Lfd.- Nr.: Name Institution 1 Nicole Berner IKA e.V 2 Wolfram Goldbeck Amt 67 3 Marc Gottwald-Kobras Amt 61 4 Matthias Kau Amt 51, KSD 5 Thomas Kollmann BGZ Kinderhaus e.V. 6 Jochen Kriegeskorte Diakonie Münster e.V. 7 Rainer Leskow Amt 64 8 Fatma Özdemir Familienzentrum Killingstraße 9 Simone Peuling-Heerstraß Amt 61 10 Frauke Popken Amt 61 11 Gabriele Regenitter Amt 64 12 Ines Resing Amt 33, Bezirksverwaltung Nord 13 Svenja Sauer Amt 61 14 Adelgund Schmitz IKA e.V. 15 Dieter Schmitz Amt 51, Wuddi 16 Dr. Dagmar Schwarte Amt 53 17 Heike Siemann WohnSieGer GbR 18 Daniela Stemmer Amt 50 19 Olga Stolz BGZ Kinderhaus e.V. 20 Frank Treutler Amt 50 21 Atay Yilmaz KAI e.V.
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (12)
- Sprickmannstraße 11
- Westhoffstraße
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Killingstraße 15
- Sprickmannplatz 1
- Kerstingskamp 13
- Idenbrockplatz
- Bröderichweg 36
- Brüningheide 150
- Große Wiese 14
- Kinderhaus 2
- Langebusch
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0005/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.01.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37