Mandari Insight

V/0599/2005

Feststellung des Jahresabschlusses von Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2004

Vorlage 22.07.2005

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 21.09.2005, TOP 16

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Anlagen

56770 Zeichen

Münster Marketing, Münster
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004

. Umsatzerlöse
. Zuweisungen und Zuschüsse
. Sonstige betriebliche Erträge

. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-

versorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung € 61.606,18

. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-

gegenstände und Sachanlagen

. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Zwischenergebnis

. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/

Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuß (+)

. Einstellung in Rücklagen
. Bilanzgewinn

2004
€ €
722.217,44
2.972.080,00
_ 0.313,97
3.785.111,41
52.560,66
_585.018,72_
637.579,38
1.311.455,97
286.506,25
1.597.962,22
8.899,77
1.615.929,10
1.624.828,87
— 75.259,06
20.857,05
534,48
+ 20.322,57

— 54.936,49

2003
€

832.950,09
2.800.000,00
46.918,86

3.679.868,95

76.084,77

572.024,04

648.108,81

1.236.684,03

276.430,37

(54.709,18)

1.513.114,40

8.914,61

1.478.896,40

1.487.811,01
+ 30.834,73
20.110,39
481,96

+ 19.628,43

+ 50.463,16
30.000,00

20.463,16

Blatt 1

Münster Marketing, Münster
Anhang

1 Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschiuß

10 __ Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluß ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Bestimmun-
gen der Eigenbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgestellt und gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

11__Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelau-
fenen und im Geschäftsjahr 2004 fortgeführten Abschreibungen bewertet. Das Anlagevermögen
wird nach Maßgabe der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter
werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden im Berichtsjahr durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt. Die Be-
wertung erfolgte anhand einer analytisch übergeleiteten Menge zu Einstandspreisen bzw. Durch-
schnittspreisen. Als Verbrauchsfolge wurde unterstellt, daß die zuerst beschafften Güter auch zu-
erst verbraucht wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Nicht werthaltige
Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Für das in den Forderungen enthaltene allgemeine Kre-
ditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung in ausreichender Höhe von den Forderungen abgesetzt.

Rückstellungen wurden im handelsrechtlich erforderlichen Umfang gebildet.

Die übrigen Vermögenswerte wurden mit den Nennwerten, die Verbindlichkeiten mit den Rückzah-
lungsbeträgen bilanziert.

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Blatt 3

Münster Marketing, Münster
Anhang

21 _Passivseite

Zu B. Rückstellungen

Rückstellungen wurden unter anderem gebildet für bestehende Altersteilzeitvereinbarungen in
Höhe von € 16.500,00, für Pensionszusagen in Höhe von € 263.348,00 sowie für Urlaubsver-
pflichtungen und Überstunden in Höhe von € 170.106,89. Des weiteren wurden Aufwendungen
für ausstehende Rechnungen in Hinsicht einer periodengerechten Zuordnung über insgesamt
€ 60.578,44 im Jahresabschluß berücksichtigt.

3 Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beinhalten im wesentlichen Erlöse aus Souvenirverkäufen, Provisionen für Zim-
mervermittlung und Touristikveranstaltungen, Abonnement- und Anzeigenverkauf sowie Eintritts-
geldern.

Die Zuschüsse wurden von der Stadt Münster, dem Land Nordrhein-Westfalen und von der Lan-
desarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels in NRW e. V. geleistet.

4 Sonstige Angaben

40 __ Leitungsorgane

Werkleiterin im Geschäftsjahr 2004 war Bernadette Spinnen. Der stellvertretende Werkleiter war
Hermann Meyersick.

Der Werksausschuß setzt sich aus sieben Personen zusammen. Im einzelnen sind das:

Ratsherr Rolf Branse (CDU),

Helmut Hamsen (SPD),

Ratsherr Heribert Klas (Bündnis 90/Die Grünen/GAL),
Ratsherr Robert Otte (CDU),

Ratsfrau Ursula Schaffstein (CDU),

Ratsfrau Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD),
Ratsfrau Helga Welker (CDU).

Blatt 4

Münster Marketing, Münster
Anhang

Während des Berichtsjahres gab es einen Wechsel bei den Mitgliedern des Werksausschusses.
Nach dem Wechsel setzt sich der Werksausschuß wie folgt zusammen:

Ratsfrau Sybille Benning (CDU),

Ratsherr Alexander Bercht (SPD),

Ratsherr Phillip Götting (FDP),

Helmut Hamsen (SPD),

Ratsherr Heribert Klas (Bündnis 90/Die Grünen/GAL),
Ratsherr Robert Otte (CDU),

Ratsherr Carsten Peters (Bündnis 90/Die Grünen/GAL),
Ratsfrau Ursula Schaffstein (CDU),

Ratsfrau Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD),
Ratsfrau Helga Welker (CDU),

Ratsfrau Simone Wendland (CDU),

Detlef Wolf (UWG).

Die Mitglieder des Werksausschusses erhalten für ihre Tätigkeit von Münster Marketing keine

Bezüge.

41  Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 beschäftigten Arbeitnehmer

‚Arbeitnehmer
Angestellte 28,0
Beamte 4,0
Arbeiter 1,0
33,00

Münster, am 13. Juni 2005

Münster Marketing

B. Spinnen
Werkleiterin

Blatt 1

MÜNSTER MARKETING

21. April 2005

Lagebericht 2004

Die Arbeitsschwerpunkte des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2004 waren in der
Hauptsache

°

Verbindung der durch den LivCom Award ermöglichten überregionalen Werbung
und Öffentlichkeitsarbeit mit den Ergebnissen des ISM-Prozesses

Ausbau der Netzwerkarbeit, vor allem in den Bereichen Touristik, Werbung und
Wissenschaftsmarketing

Weiterentwicklung der Organisation durch inhaltliche Schwerpunktsetzung und
Verschlankung der Organisation

l. Die inhaltlichen Schwerpunkte

1.

LivcCom Award 2004

Am 18. Oktober 2004 erhielt Münster in Niagara/Kanada die Auszeichnung "Liv-
Com-Award 2004" (most liveable community). Der LivCom-Award wird vom Um-
weltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Internationalen Vereinigung
der Gartenbauamtsleiter (IFPRA) getragen. Als erster deutschen Stadt ist Münster
damit vor allem ein herausragender PR- und Marketingerfolg geglückt. Die mediale
Aufmerksamkeit war enorm; die Rezeption erstreckte sich bis weit über die bundes-
deutschen Grenzen hinaus und erreichte auch die breite Masse der Bevölkerung in
vielen anderen Städten.

Gemeinsam mit dem Presse- und Informationsamt und dem Amt für Grünflächen
und Naturschutz ist eine sich daran anschließende Marketingkampagne entwickelt
worden, deren primäres Ziel es war, die Münsteraner selbst zu Botschaftern ihrer
Stadt zu machen. Dies ist gelungen; auch viele Firmen nutzen inzwischen das Logo
des LivCom-Award für ihre Firmenpost. Gleichwohl hat die Kampagne einen für
Münster bekannten Konflikt provoziert: Eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern
hat vehement eine ausschließlich Münster typische Bildersprache eingefordert. Die
Verbindung eines kalten Technikbildes mit der Stadt wurde beispielsweise von eini-
gen ebenso kritisiert wie der Fahrradschatten.

Unabhängig von der Diskussion um die Qualität der unter großem Zeitdruck - auch
der Agenturen - realisierten Kampagne zeigt die Rezeption deutlich, dass auch das
Binnenmarketing künftig verstäikt die Verbindung von "Lebens-
art/Lebensqualität/Kultur" mit "Wissenschaft/Innovation/Wirtschaft" vermitteln sollte.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 1 -

Moderation: MM

Partner: Kaufleute Innen-
stadt, IHK, Einzelhandels-
verband, DEHOGA, Stadt-
werke, Wirtschaftsförd.u.a.

Blatt 2

In einem nächsten Schritt soll die Auszeichnung mit dem Slogan "Münster - ausge-
zeichnet lebenswert" mit Inhalten hinterlegt in die zentrale Kommunikation der Stadt
integriert werden. Dabei wird insbesondere darauf zu achten zu sein, dass die Ei-
genschaft "lebenswert" nicht allein mit "beschaulich, nett, schön" assoziiert wird. Die
ausgezeichnete Lebensqualität Münsters soll vielmehr mit dem dynamischen Wis-
senschafts- und dem Wirtschaftsstandort mit Zukunftspotenzial verbunden werden.

Netzwerkarbeit

Das Stadt- und Tourismusmarketing in Münster arbeitet in allen Geschäftsbereichen
im lokalen, im Tourismus auch in überregionalen Netzwerken:

Netzwerke und Geschäftsbereiche MM

Wirtschaft

Moderation: Wirtsch.förd.
Partner: Mitglieder WID, WIN,
IHK, Aktion Münsterland,
Regionalausschuss Wirtschaft

Wissenschaft
Moderation: MM (Wiss. Büro)
Partner: Hochschulen, Max-
Planck-Institut, Centech,
Technologiehof

MM
30 MitarbeiterInnen

(in Voll- u. Teilzeit)

3,5 Mio, Euro Umsatz
(2,8 Mio. Stadt), davon
ca. 1 Mio. freies Budget

Touristik/Kongresse
Moderation: MM

Partner: Halle Münster-
land, Hotels, DeHoGa,
FMO, Air Berlin, IHK,
weitere Verbände u. Org.

ISG Bahnhof
Moderation: MM + Partner
Partner: Eigentümer und Gewer-
betreibende Bahnhofsviertel.;
Koop. mit städt. Ämtern

je nach Einzelthema/-projekt

Veranstaltungen
Moderation: MM
Partner: Freie Träger / Organisatoren,
städt. Ämter / Einrichtungen insb. aus
Kultur, Sport und Jugend; Hochschulen
und Institute, Festveranstalter u.a.

Diese Netzwerke werden je nach Arbeitsschwerpunkten erweitert. So hat sich die
Kongressinitiative in die Kooperation mit den Hochschulen begeben, um die Beglei-
tung, Akquise und Vermarktung von Wissenschaftskongressen zu intensivieren und
das Tagungs- und Kongressgeschäft für Münster zu stärken. Zum Citymanagement
ist das Netzwerk der ISG am Bahnhof hinzu gestoßen; in den einzelnen Stadtquar-
tieren werden verstärkt die Immobilieneigentümer in die Arbeit integriert. Die Touri-
stik sucht ihre Partner immer stärker in der Region und für das Auslandsmarketing
bei den nationalen Vermarktungsorganisationen wie der Deutschen Zentrale für
Tourismus und den Historic Highlights of Germany.

Verwaltungsintern haben sich die Kooperationen vor allem mit der Halle Münster-
land und der neuen Wirtschaftsförderungs GmbH entwickelt und werden künftig
noch erkennbar enger werden.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
-Seite 2-

Blatt 3

3. Weiterentwicklung der Organisation / Inhaltliche Verstärkung

Als 2001 der Eigenbetrieb MÜNSTER MARKETING gegründet wurde, ist das bestehen-
de Amt für Stadtwerbung und Tourismus in eine völlig neue Organisation überführt
worden, die mit nur vier weiteren Personalstellen ein komplett neues Aufgabenprofil
erhielt. Die Aufgabe bestand daher von Anfang an darin, den Personalbestand so
zu entwickeln, dass ohne Ausweitung - ja im Gegenteil trotz Personaleinsparungen
- die definierten Arbeitsbereiche entwickelt und die formulierten Ziele erreicht wer-
den können.

Dieser Prozess hat mit der Zusammenführung der Beratungsangebote in der heuti-
gen Münster Information und dem Outsourcing des Souvenirverkaufes 2003 be-
gonnen. 2004 ist die Konzentration auf das Kerngeschäft durch die Delegation von
Münster aktuell an einen privaten Verlag und durch die Verlagerung der Vermitt-
lungstätigkeit für Stadtführungen auf einen privaten Verein fortgesetzt worden. Das
freigewordene Potenzial wurde zum Teil als Beitrag zur Personalkonsolidierung ge-
nutzt, soll zum anderen Teil aber zur inhaltlichen Qualifizierung der Arbeit von Mün-
STER MARKETING eingesetzt werden (vgl. Ausblick, Pkt. 6 "Touristik", Seite 13 f.).

Il. Überblick über die Projekte der einzelnen Geschäftsfelder
1. Citymanagement

Der mit der Einrichtung von MÜNSTER MARKETING neu geschaffene Bereich "City-
Projekte" hat sich in seinem Aufgabenfeld in den vergangenen drei Jahren als ein
professionell arbeitendes "Citymanagement" deutlich positionieren können.

In regelmäßiger Kommunikation und langfristig angelegten Partnerschaften zwi-
schen allen, die an der Gestaltung des Lebensraumes Stadt mitwirken, arbeitet
MÜNSTER MARKETING mit dem Citymanagement sukzessive an der Aufwertung der
münsteraner Innenstadt und der Verbesserung ihrer Leistungen und Angebote für
Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Wirtschaft.

Die Arbeit erfolgt auf der Grundlage der Ergebnisse des ISM-Prozesses und der
Leitorientierung für die City, die folgende Zielrichtung vorgibt: "Wir werden das un-
verwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, als Markt-
platz und als Motor der Stadtentwicklung stärken".

Aktuelle Projekte in 2004 aus dem "Citymanagement‘:

o Weiterentwicklung und Verstetigung des sog. „Runder Tisch der Innenstadtkauf-
leute“ als Informations- und Austauschforum mit einem Budget von rund
70.000,00 Euro (private Mittel) für stadtzentrale Marketingprojekte. Dies waren
in 2004:
= Frühjahrs-Special (März bis Mai 2004)
= "Tag der internationalen Hanse" (15.05.2004)
= "Schauraum" - Mitten in Münster (16.- 18.09.2004)

" Herbst-Special (September bis November 2004)
e Gepäckaufbewahrungsbus in der Vorweihnachtszeit
» "Ab in die Mitte!" 2004 unter dem Motto „COOLisse - Münsters City für Kids“

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 3 -

Blatt 4

o Unterstützung bei der Einrichtung eines professionellen Quartiersmanagements
im Bahnhofsviertel Münster und Vorbereitung der Gründung einer Immobilien-
und Standortgemeinschaft:

Im Bahnhofsviertel Münster haben sich einige Immobilieneigentümer und Kauf-
leute zusammengeschlossen, um gemeinsam mit der Stadt und mit Hilfe des
Landes Nordrhein-Westfalen mittelfristig eine Immobilien- und Standortgemein-
schaft zu gründen, die die Geschicke des Quartiers selbst in die Hand nehmen
will. Der Gründung einer solchen verbindlichen Organisation ist ein Moderati-
onsprozess vorgeschaltet, der im Dezember 2004 - unmittelbar nach Zusage der
Landeszuweisung - unter Moderation eines Beraterbüros und Begleitung durch
das „Citymanagement“ begonnen hat.

o Entwicklung eines Masterplanes Licht für den Bereich der Altstadt (zwei öffentli-
che Probebeleuchtungen am Prinzipalmarkt und am Museum für Lackkunst im
April 2004, Vorlage des Konzeptes Ende 2004 und Präsentation, Probebeleuch-
tungen und Beschlussfassung in den politischen Gremien im März 2005)

o Ausbau der Kommunikationsstrukturen zwischen den Fachämtern in der Verwal-
tung, z. B. durch die Initiierung und aktive Mitwirkung an einer Antragskonferenz
als regelmäßiges Gremium zur Klärung von Fragen zu Sondernutzungen im öf-
fentlichen Raum

2. Veranstaltungen und Projekte

Auch die Konzentration neuer und die Durchführung bewährter Veranstaltungen o-
rientiert sich an den Profilen, die der ISM-Prozess für das städtische Marketing und
die Stadtentwicklung festgelegt hat.

Neben dem Eurocityfest im Mai, dem Internationalen Drachenfest im Juli, der erfolg-
reichen Montgolfiade (in Zusammenarbeit mit dem Sportamt) und der "Nacht der
Museen" im Zusammenhang von "Schauraum" sind in 2004 vor allem der "Tag der
internationalen Hanse" und "COOLisse - Münsters City für Kids" als neue Projekte
hervorzuheben.

Der "Tag der internationalen Hanse", der jährlich im Mai in vielen Hansestädten der
Neuzeit gefeiert wird, präsentierte sich als eine moderne Übersetzung der Hanse-
idee in einer jungen Stadt mit Tradition und historischem Bewusstsein. Münsters
Kaufleute Iuden zusammen mit der Stadt Münster ihre Bürger und Gäste zur Han-
setafel auf dem Prinzipalmarkt ein. Die überragende Resonanz zeigt, dass ein mo-
dernes Stadtmarketing, das sich an den Traditionslinien der Stadt orientiert, durch-
aus die Menschen auf der Straße erreichen kann und dass es sich lohnt, an profi-
lierten Veranstaltungen für Münster zu arbeiten, um der Austauschbarkeit von
Events zu entgehen.

"COOLisse - Münsters City für Kids"

Ebenfalls aus Gründen der Profilschärfung hat sich die Stadt Münster in 2004 er-
neut um ein "Ab in die Mitte!"-Projekt beworben. Die Themenvorgabe "Spiel-Platz-
Stadt" schien dazu geeignet, mittels einer größeren Veranstaltung die Sensibilität
für Kinder und Jugendliche im Stadtraum zu schärfen, die City als Begegnungsort
mehrerer Generationen zu betonen und möglichst langfristige Infrastrukturverbesse-
rungen für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt zu erreichen.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
-Seite4-

Blatt 5

Gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und in Kooperation
mit vielen Partnern aus Stadtverwaltung, Kirche und Kaufmannschaft sind daher in-
nerhalb von sechs Wochen im Sommer über 70 Veranstaltungen für die junge Ziel-
gruppe in der Innenstadt durchgeführt worden - und das mit großem Zuspruch und
dem Ergebnis, dass sowohl das Kinderbetreuungsangebot als auch der Sandkasten
als ständige Einrichtungen die Aufenthaltsqualität der Innenstadt künftig steigern
werden.

. Stadtwerbung

Die Stadtwerbung konzentrierte sich neben den regelmäßigen Publikationen wie
dem Angebotskatalog, dem Hotelverzeichnis, der Kongressbroschüre, dem Ad-
ventspaket, dem Münster Journal mit drei großen Kampagnen auf Top-Themen der
städtischen Öffentlichkeitsarbeit. MÜNSTER MARKETING setzte sowohl die Werbe-
kampagne zur Kulturhauptstadt als auch die zum LivCom-Award um. Dazu gehör-
ten neben der Erstellung aller Printprodukte auch die Konzeption und Organisation
des Jurybesuches und der Aktionen auf dem Prinzipalmarkt gemeinsam mit dem
Kulturhauptstadt-Büro. Das dritte Großprojekt der Stadtwerbung war die Erstellung
der Kommunikation für das Bistumsjubiläum 2005. In Kooperation mit dem Bistum
und den drei Ausstellungsinstitutionen - Stadtmuseum, Landesmuseum und Dom-
kammer - konnte ein großer Werbeauftritt erreicht und in die touristische Werbung
der Stadt integriert werden. Die Printprodukte zum "Tag der internationalen Hanse",
eine Anzeigenserie, ein neuer Flyer für Münsters Feste, die Friedenssaalbroschüre
(Münster historisch - Rathaus des westfälischen Friedens) und der Aaseeflyer - um
nur die wichtigsten zu nennen -, sind allesamt in 2004 neu aufgelegt worden und
ergänzen die bisherigen Produkte der Stadtwerbung.

Die Fachstelle Stadtwerbung hat sich zu einer gut funktionierenden Inhouse-
Agentur entwickelt. D.h., auch die eigenen Veranstaltungen und Projekte werden so
ohne Übersetzungs- und Reibungsverluste in die Stadtwerbung integriert - gra-
phisch und im Vertrieb. Außerdem funktioniert die Stadtwerbung auch als Informati-
onsplattform für Dritte. Über sie werden Veranstaltungen und Projekte anderer
Partner beworben und die Informationen zielgruppenspezifisch aufbereitet und
kommuniziert.

Auch die überregionale Öffentlichkeitsarbeit, vor allem im touristischen Marketing,
gewinnt an Kontur. Diese Stelle bei MÜNSTER MARKETING bündelt vor allem unter
touristischen Gesichtspunkten Themen und Informationen und spricht damit regel-
mäßig und zielgerichtet relevante Medien an. Die Themen sind tourismusrelevant,
profilkonform und von überregionaler Bedeutung und werden in verschiedene
Kommunikationskanäle transportiert. In 2004 waren das:

o Themenschwerpunkte im Münster Journal (4 Ausgaben pro Jahr, 15.000 Exem-
plare pro Auflage, davon 7.000 an Touristen und Medien, 8.000 Auslage in
Münster), z.B. während der Kulturhauptstadt-Bewerbung Präsentation von mün-
sterschen Museen und Ausstellungen

o Themen für Pressereisen (ca. 10 internationale Pressereisen nach Münster pro
Jahr)

o Pressemeldungen, die an ca. 600 Medienadressen versandt werden. 2004 wa-
ren Top-Themen: Münster als Kulturstadt (Museumslandschaft, Schwerpunkt
Museen und Kultur in den Ausgaben des Münster Journal), Krimistadt, Münster
als Reiseziel für Familien (im Zusammenhang mit der Auszeichnung als kinder-
freundlichste Stadt), der Gewinn des LivCom-Wettbewerbs mit Versendung des
Sonderheftes Münster Journal und die Weihnachtsmärkte

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 5-

Blatt 6

o Monatlicher E-Mail-Presse-Newsletter mit den Top-Themen und entsprechen-
den Links an ca. 500 E-Mail-Adressen

o Beschickung regionaler Pressedienste wie NRW-Tournews und der Münster-
land-Touristik (ca. 40 Meldungen pro Jahr)

o Anzeigenschaltungen in überregionalen Printmedien wie z.B. Welt, Welt am
Sonntag, FAZ oder Zeit.

Hinzu kommen Recherche und Betreuung der Redaktionen bei Berichterstattung
vor Ort sowie Kooperationen, u.a. mit der DZT, dem ADAC, dem ZVM.

. Tourismusmarketing

Die Touristik arbeitete 2004 schwerpunktmäßig an der Verbesserung der Service-
orientierung einerseits und der Auslandsakquise andererseits. So wurde die Onli-
nebuchbarkeit mit der Verlinkung zu anderen wichtigen Leistungsträgen (z.B. den
Hotels, der Halle Münsterland, etc.) im Geschäftsjahr 2004 vorbereitet, so dass sie
im ersten Quartal 2005 freigeschaltet werden kann. Der Servicepreis, ein großes
Projekt des Regionalmarketings, ist ebenso weit vorbereitet, dass er in 2005 verlie-
hen werden kann. Er unterstreicht die Bedeutung der Serviceorientierung für den
Standort und sein Umland.

Neben den Anstrengungen für eine optimale Gästebetreuung vor Ort lag der Fokus
der Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr vor allem auf der Bearbeitung ausländi-
scher Quellmärkte. Münster engagiert sich dazu verstärkt bei den Historic Highlights
of Germany (HHoG), die sich mehr als bisher auf die Zielmärkte Europa und China
konzentrieren und bei der Deutschen Touristik Zentrale (DZT) durch regelmäßige
Teilnahme an Auslandsworkshops, u.a. in Norditalien (Verona, Mailand, Turin),
Wien/Österreich, Utrecht/Niederlande sowie in London/Großbritannien. Diese Teil-
nahmen im Ausland zeichnen sich besonders durch gemeinsame Präsentationen
mit der Air Berlin und dem Regionalmarketing (MTZ) aus.

Die Onlinebuchbarkeit mit der neuen Hotelbuchungssoftware - auch fremdsprachig
- unterstützt diese Bemühungen bereits jetzt erkennbar. Das Auslandsgeschäft hat
sich belebt - der Anteil der Übernachtungen ausländischer Gäste an den Gesamt-
übernachtungen ist von ca. 7 % auf ca. 12 % angestiegen (Übernachtungen aus-
ländischer Gäste 2003: 69.952; Übernachtungen ausländischer Gäste in 2004:
83.095).

Die bereits im dritten Jahr erfolgreiche Kooperation mit Air Berlin und dem FMO,
von anderen Städten mit Neid betrachtet, ist nach wie vor ein wichtiges Instrument
der Vermarktung Münsters im Ausland. Aus diesem Grund richten sich die Aktivitä-
ten von MÜNSTER MARKETING vor allem auf die Zielländer, Italien, Österreich, Groß-
britannien und Spanien, mit denen Münster durch den Low-Cost-Carrier Air Berlin
verbunden ist.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass 2004 für Münster ein durchaus erfolgreiches
Jahr war. Insgesamt sind zwar die Übernachtungszahlen trotz steigender Ankunfts-
zahlen rückläufig, allerdings begründet im Rückgang der Übernachtungen bei den
Schulungseinrichtungen. Im Bereich der Hotellerie ist ein Anstieg sowohl bei den
Ankünften (+ 7,2 %) als auch bei den Übernachtungen (+ 5,8 %) zu verzeichnen.
Die mittlere Betten- und Zimmerauslastung ist gestiegen, die durchschnittliche Auf-
enthaltsdauer mit 1,7 Tagen konstant geblieben. Für die Hotellerie zeichnet sich
damit ein leichter Aufwärtstrend ab.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 6 -

Blatt 7

5. Fazit

Das Geschäftsjahr 2004 war durch den Abschied von der Kulturhauptstadt-
Bewerbung, den LivCom-Award und der dazwischen liegenden Kommunalwahl ge-
prägt. Die Arbeit im städtischen Eigenbetrieb war konzentriert, vor allem auf die
Fortsetzung und Weiterentwicklung von Qualität und Resonanz des städtischen
Marketings. Die Umsetzung des ISM-Prozesses hat aus den vorgenannten Grün-
den zumindest im öffentlichen Bewusstsein eine Pause erfahren. Dennoch waren
die großen Kampagnen (Kulturhauptstadt und LivCom) hervorragende Prüfsteine
und Praxistests für das städtische Zukunfts- und Kommunikationskonzept, das in
2005 in seine Konkretisierung, in die politische Implementierung und Umsetzung
gehen kann.

. Ertragslage, Vermögenslage

MÜNSTER MARKETING erzielte im Geschäftsjahr 2004 Erträge in Höhe von
3.785.111,41 €. Hierin enthalten sind insbesondere der Zuschuss der Stadt Münster
in Höhe von 2.892.080 €, der für die Jahre 2002 bis 2006 "gedeckelt", d.h. festge-
schrieben ist. Darüber hinaus betrugen die Zinsen und ähnlichen Erträge insgesamt
20.857,05 €. Im gleichen Zeitraum betrugen die Aufwendungen 3.860.904,95 €.
Somit ergibt sich ein Verlust für 2004 in Höhe von 54.936,49 €.

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuß des Jahres 2003 in Höhe
von 50.463,16 €. Der Jahresüberschuß wurde gemäß Ratsbeschluss vom
07.07.2004 in die Rücklage eingestellt. Damit wird auch einer Empfehlung des Wirt-
schaftsprüfers gefolgt, der die kontinuierliche Erhöhung der Rücklage befürwortet.

Bei MÜNSTER MARKETING waren in 2004 insgesamt 30,5 Stellen (2003: 31 Stellen)
eingerichtet. Davon waren 26 Stellen durch Angestellte, 4 Stellen durch Beam-
te/Beamtinnen sowie 0,5 Stellen durch einen Lohngruppenempfänger (Türmer der
Stadt Münster) besetzt.

Der Personalaufwand geht aus der nachfolgenden Übersicht hervor:

Verände- | Verände- | Bemerkun-
rung rung gen
2004 2003 zum Vor- | zum Vor-
jahr jahr
(Euro) (Euro) (Euro) (in %)
Einsatz
Aushilfen
bei Projek-
Löhne 31.498,68 21.530,27| 9.968,41 46,30 |ten
Gehälter 1.019.289,07| 1.012.152,64| 7.136,43 0,71
Beamtenbezüge 181.553,46 153.583,29| 27.970,17 18,21 | Beförderung
Anpassung
wegen ge-
Urlaubs- + leisteter
Überstundenrückstellung 22.948,72 14.181,56 8.767,16 61,82 | Stunden
Altersteilzeit 10.000,00 | - 10.000,00 100,00
Zwischensumme 1.255.289,93| 1.211.447,76| 43.842,17 3,62

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004

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Blatt 8

Soziale Abgaben +
Aufwendungen für
Altersteilzeit + Unter-

stützung 292.786,29 282.421,64| 10.364,65 3,67

Neuberech-

nung wegen

Pensionsrückstellung 49.886,00 19.245,00| 30.641,00 159,22 | Beförderung
Zwischensumme 342.672,29 301.666,64 | 41.005,65 13,59
1.597.962,22| 1.513.114,40 | 84.847,82 5,61

Der Werksausschuss wurde 2004 in fünf Sitzungen von der Werksleitung über die
Entwicklung von MÜNSTER MARKETING und alle wichtigen Angelegenheiten unterrich-
tet. Dabei traf der Werksausschuss Entscheidungen im Rahmen seiner Zuständig-

keit.

Die Arbeit des städtischen Eigenbetriebs MÜNSTER MARKETING befand sich im Jahr
2004 vor allem durch die Kulturhauptstadt-Bewerbung und die weder finanziell noch
von den Personalressourcen her eingeplante LivCom-Kampagne auf einem sehr
hohen Belastungsniveau für die Mitarbeiter, das sich für das abgeschlossene Ge-
schäftsjahr erneut in exorbitant hohen Überstundenzahlen niederschlägt, die in Hö-
he der Veränderung der Rückstellung für Überstunden/Urlaub das Ergebnis des Ei-
genbetriebs belasten.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004

-Seite8- -

Blatt 9

Ausblick 2005

Das Geschäftsjahr 2005 markiert den Auftakt der zweiten Phase des Stadtmarketings in
vielerlei Hinsicht:

o

Die Ergebnisse des ISM-Prozesses müssen konkretisiert und in ein gesamtstädtisches
Kommunikationskonzept umgesetzt werden.

Die Zusammenarbeit der großen Institutionen mit überregionaler Reichweite wie Wirt-
schaftsförderung, Halle Münsterland, Hochschulen, ggf. großen Kultureinrichtungen
und MÜNSTER MARKETING wird im Sinne einer Dachmarken-Strategie intensiviert.

Eine Reihe von vorbereiteten Projekten aus den verschiedenen Geschäftsfeldern (z.B.
Onlinebuchbarkeit, Servicepreis, Lichtkonzept, Hotelgutachten, etc.) werden in 2005
umgesetzt.

Die Organisationsentwicklung des Eigenbetriebs kann mit der Einrichtung des Kon-
gressbüros und den personellen Veränderungen in der Touristik (nach Outsourcing der
Vermittlung der Stadtführungen) zunächst als abgeschlossen gelten.

Die Ausrichtung der Arbeit von MÜNSTER MARKETING am Münster-Profil "Wissenschaft
und Lebensart" wird durch die Integration des Wissenschaftsbüros verstärkt.

. Der ISM-Prozess

Mit der kommunikativen Umsetzung des sog. Markenkerns des im ISM-Prozess erar-
beiteten Stadtprofils ist bereits in den ersten Monaten des Jahres mit einigen erkenn-
baren Kommunikationsprojekten begonnen worden.

Als größtes Projekt ist die Realisierung des TV-Spots "Geheimtipp Münster" zu nen-
nen, der seit dem 03. April 2005 über insgesamt acht Wochen im Nachrichtensender n-
tv ausgestrahlt wird. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Halle Münster-
land ist dabei ein Werbeträger entstanden, der in vielerlei Hinsicht überraschend ist.
Neben der Tatsache, dass noch keine andere bundesdeutsche Stadt auf diese Art ihre
Stadtwerbung betreibt, ist für Münster vor allem die Kooperation von Stadt- und Stand-
ortmarketing neu. Sie erreicht es, dass die ausgezeichnet lebenswerte Stadt mit Wis-
senschaft/Bildung (Tagungen und Kongresse) und Wirtschaft verbunden wird.

Der Internetauftritt www.geheimtipp.muenster.de zeigt, wie die Neukonzeption des ge-
samtstädtischen Internetauftritts den ISM-Prozess-Ergebnissen entsprechend erfolgen
kann. Er zeigt zudem, wie eine Verlinkung der zahlreichen auch nicht städtischen Ein-
richtungen im Hinblick auf das Stadtprofil erreicht werden kann und ist ein erster Schritt
der Anpassung des gesamtstädtischen Außenauftritts an die Ergebnisse des ISM-
Prozesses.

Für 2005 ist eine Fortsetzung der Arbeit an einem städtischen Gesamtauftritt vorgese-
hen, der sich nicht in einer Logodiskussion erschöpfen soll. Er soll sich vielmehr ein-
ordnen in die Bemühungen, das ISM-Profil "Wissenschaft und Lebensart" zu überset-
zen und eine Zielgruppen gerechte Kommunikationsstrategie zu entwickeln.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 9-

Blatt 10

Für die Übersetzung des Profils soll bis ca. Juni 2005 ein Vorschlag vorliegen, der an-
schließend von Beirat und Werksausschuss und letztlich vom Rat beschlossen werden
wird. Er soll zudem auch als Markenfilter für künftige Leitprojekte dienen.

. Veranstaltungen

Im Veranstaltungsbereich sind neben den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen
(Eurocityfest, Drachenfest, Montgolfiade, Tag der internationalen Hanse) vor allem der
Bistumstag und der "Tag in Münster" im Rahmen des Weltjugendtages hervorzuheben.
Beide Veranstaltungen werden jeweils bis zu 50.000 Besucher in die Stadt bringen und
seitens MÜNSTER MARKETING betreut; die technische Arbeitsgruppe leistet dazu eben-
falls einen erheblichen Beitrag.

Westfälischer Frieden

In der Woche um den 24. Oktober herum soll das bereits angekündigte Konzept zur
Feier des Westfälischen Friedens in Münster realisiert werden.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Münster als Stadt des Westfälischen Friedens nach
innen und nach außen zu kommunizieren und stärker als bisher zu profilieren. Der in-
haltliche Fokus liegt, ganz im Sinne der Kulturhauptstadt-Bewerbung, auf der aus dem
historischen Bewusstsein abgeleiteten Verpflichtung Münsters, sich als Stadt des
Westfälischen Friedens in einer zeitgemäßen Form für den Diskurs über Krieg und
Frieden, den Dialog der Staaten, zur Verfügung zu stellen. In Kooperation mit der Uni-
versität, dem Zentrum für Niederlande-Studien, dem Westfälischen Landesmuseum,
dem Kulturamt und MÜNSTER MARKETING wird zurzeit eine Veranstaltung konzipiert, die

a den wissenschaftlichen und politischen Diskurs über zentrale Fragen des Zusam-
menlebens in der globalen Welt öffentlichkeitswirksam thematisiert

= eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema anbietet

= den Bürgern der Stadt, Heimatverbänden wie Schulen eine Möglichkeit zur eigenen
Artikulation anbietet.

Werksausschuss und Kulturausschuss werden dazu mit einer gesonderten Vorlage in
Kürze informiert.

. Stadtraum Kultur

Im Schnittpunkt von Veranstaltungs- und Citymanagement bewegen sich die Aktivitä-
ten von MÜNSTER MARKETING bei der Frage nach Funktion, Wandel und Gestaltung öf-
fentlicher Plätze. Gemeinsam mit FREIHAUS, einem Zusammenschluss von Architek-
ten und Designern - gegründet aus der Fachhochschule Münster -, ist die Veranstal-
tungsreihe "Hausmeister-Gespräche" entstanden - eine Reihe von Salongesprächen
mit auswärtigen Gästen, in der die mit dem Auditorium verschiedene Fragen von Stadt,
Stadtraum und Stadtentwicklung diskutiert werden. Die "Hausmeister-Gespräche" sind
als Modul eines Experimentierprojektes zu verstehen, das mit Stadtentwicklung und
Stadtplanung, Kultur und Stadtmarketing neue und anderen Formen der Stadtplanung
ausprobieren will.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 10 -

Blatt 11

Die Moderationsprozesse beim Picasso-Platz und beim Kreativkai gehören ebenso in
dieses Experimentierfeld wie die Platzinszenierungen bei "Schauraum" und der "Nacht
der Museen". Dabei soll durch temporäre Veränderungen bestimmter Räume und Plät-
ze der gewohnte Blick auf die Stadt kurzfristig irritiert werden, so dass neue und ande-
re Möglichkeiten von Nutzung und Gestaltung aufscheinen können. Diese Überlegun-
gen sind auch Teil eines Projektes zu "Stadtraum Kultur und Architektur", das unter
Federführung des Planungsamtes zurzeit erarbeitet wird.

. Studierende bekommen Besuch von ihren Eltern

Im Zusammenhang mit den Aktivitäten zur Wissenschaftsstadt hat Klaus Baumeister
von den Westfälischen Nachrichten ein interessantes Projekt an Stadt und Hochschu-
len herangetragen, das sich an die Eltern der Studierenden richtet.

Vom 04. bis 06. November 2005 werden die Stadt und alle Hochschulen die Eltern ih-
rer Studierenden nach Münster einladen. Die Eltern erhalten ein attraktives Bonuspa-
ket mit Stadtführungen, ÖPNV-Vergünstigungen und Friedenssaal-Besuch, ggf. auch
einen Mensa-Brunch und günstige Hotelkonditionen. Am Wochenende präsentieren
sich die Hochschulen und die Kultur- und Sportszene der Stadt mit jeweils eigenen
Programmen. Ziel des bei Erfolg wiederkehrenden Projektes ist es, die Zielgruppe der
Eltern an die Hochschulstadt zu binden - und vielleicht haben ja auch die Studierenden
selbst noch nie an einer Stadtführung teilgenommen oder das Theaterangebot von
Pumpenhaus, freier Szene oder Städtischen Bühnen noch nie wahrgenommen.

. Citymanagement

Das Citymanagement hat 2005 gemeinsam mit den Kaufleuten folgende Projekte und
Ziele vereinbart:

© Inbetriebnahme des Betreuungsangebotes für Kinder im Stadthausturm

Aus dem "Ab in die Mitte!"-Projekt "COOLisse" entstanden, wird es ab dem 21. Mai
allen Eltern möglich sein, gegen einen symbolischen Betrag ihre Kinder für maximal
drei Stunden in der professionellen Kinderbetreuung im Stadthausturm "Maxi-Turm"
abzugeben und beispielsweise in Ruhe einzukaufen oder einen Arzt- oder Behör-
dengang zu erledigen. Die Kaufleute der Innenstadt finanzieren das Angebot mit
jährlich 15.000 Euro mit. Die Leitung obliegt dem Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien.

Das Sandkastenangebot auf dem Syndikatplatz im Sommer ergänzt diese Einrich-
tung, die auf ganz nachhaltige Weise die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt für El-
tern und ihre Kinder erhöht.

a  Verkaufsoffener Sonntag

Am 27. November (1. Advents-Sonntag) werden die Innenstadtkaufleute einen ver-
kaufsoffenen Sonntag im Rahmen der Weihnachtsmärkte durchführen. Die Koordi-
nation des Werbeauftritts und die Organisation liegt bei MÜNSTER MARKETING.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 11 -

o

Blatt 12

Lichtkonzept

Noch vor der dunklen Jahreszeit soll das ganzjährige Lichtkonzept auf dem Prinzi-
palmarkt, dem Rathaus und wenn eben möglich auch an der Lambertikirche reali-
siert sein.

Als nächster Schritt steht die Umsetzung des Lichtkonzeptes auf der Agenda. Einen
Anfang werden die Kaufmannschaft am Prinzipalmarkt, die Kirchengemeinde von
St. Lamberti, das Museum für Lackkunst und die Stadt Münster machen. Die Kauf-
leute am Prinzipalmarkt haben signalisiert, aus eigenen Mitteln eine dem Lichtkon-
zept entsprechende, einheitliche Beleuchtung für die Giebelhäuser am Prinzipal-
markt zu installieren. Die Stadt Münster wird Gleiches für das Rathaus und das
Stadtweinhaus umsetzen. Auch der Kirchenvorstand von St. Lamberti hat eine
Licht-Detailplanung entsprechend des Lichtkonzeptes für die Lambertikirche in Auf-
trag gegeben. Das Museum für Lackkunst beabsichtigt nach erfolgreicher Probebe-
leuchtung eine zeitnahe Illumination des Gebäudes an der Windthorststraße. Noch
in diesem Jahr sollen damit erste entscheidende Schritte zur Realisierung des
Lichtkonzeptes umgesetzt werden.

ISG

Die Arbeit in der ISG Bahnhof wird sich über ganze Jahr 2005 erstrecken. Gegen
Ende des Jahres soll ein Masterplan vorliegen, der kurz-, mittel- und langfristige
Projekte zur Umsetzung definierter Ziele in den Bereichen Sicherheit/Sauberkeit,
Licht/Gestaltung und Parken/Verkehr festlegt. Bis dahin muss auch entschieden
sein, in welcher Rechtsform, in welcher Organisation und mit welchen finanziellen
Mitteln die ISG künftig arbeiten will.

Stadtteilmarketing

Das münsteraner Stadtmarketing vermarktet und konzipiert in erster Linie die ober-
zentralen und überregional relevanten Profile und Qualitäten der Stadt. So wird
auch das Citymanagement nicht im Sinne eines Innenstadtmarketings betrieben,
sondern es betont ausschließlich die für das Oberzentrum relevanten Stärken und
Eigenheiten. Die Stadtteile tragen zu dieser Qualität ebenso bei. Die hohe Lebens-
qualität der Stadt hängt ganz unmittelbar mit der Wohn-, Umfeld- und Infrastruktur-
qualität in den Stadtteilen zusammen. Aus diesem Grund arbeitet MÜNSTER MARKE-
TING zurzeit gemeinsam mit den Bezirksbürgermeistern und Bezirksverwaltungslei-
tern an einem Konzept für ein Stadtteilmarketing, über das der Werksausschuss in
einer der nächsten Sitzungen detaillierter informiert werden soll.

Die Leitlinien für die Stadtteile orientieren sich an denen des Stadtmarketings ins-

gesamt:

"= Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen vor Ort

"= Unterstützung langfristiger Strukturkonzepte vs. kurzfristiger Veranstaltungen
und Events

"= Anbindung an die Stadtteilorganisationen, Bezirksbürgermeister, Bezirksverwal-
tungsstellen

» Unterstützung der Prozesse zur Etablierung des Stadtmarketings

"= Finanzielle Eigenbeteiligung von Privaten und den BV selber

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 12 -

[e}

Blatt 13

Wissenschaftsbüro

Seit dem 01. April 2005 ist das Wissenschaftsbüro - die ehemalige Stabsstelle beim
Stadtdirektor - mit Herrn Dr. Matthias Schmidt bei MÜNSTER MARKETING angesiedelt.
Diese organisatorische Maßnahme stützt den ISM-Prozess und bindet die Aktivitä-
ten von Stadt und Hochschulen zum Handlungsprogramm Wissenschaft in die Pro-
filierungs- und Marketingaktivitäten der Stadt ein.

Schwerpunkte sind die Initiierung, der Auf- und Ausbau und die Betreuung von Wis-
senschaftsnetzwerken sowie die Durchführung und Unterstützung von Projekten,
welche

"= der Vernetzung von Akteuren in der Wissenschaftsstadt Münster,

"= der Positionierung und Profilierung der Wissenschafts- und Kongressstadt
Münster nach Innen und Außen sowie

"= der Verankerung des Themas Wissenschaft in der Stadtgesellschaft

dienen.

In diesem Kontext sind 2005 folgende Aktivitäten vorgesehen:

» Strategien zur Verankerung des Themas „Wissenschaft‘ im Bewusstsein der
Stadtgesellschaft („Scientific Citizenship“) — Veranstaltung mit Frau Prof. Dr. Ul-
rike Felt von der Universität Wien am 09.06.2005 im Rahmen der gemeinsamen
Veranstaltungsreihe von Universität und Stadt „Europäische Wissenschafts-
städte".

"= Weitere Umsetzung von Projektideen aus den beiden Wettbewerbsverfahren
„Stadt der Wissenschaft“. Aktuell wird auf Initiative der Universität in Kooperati-
on mit Wirtschaftsförderung und Wissenschaftsbüro eine Veranstaltungsreihe
„Patentes aus Münster“ konzeptioniert. Bei den angedachten Veranstaltungen
soll herausgestellt werden, dass sich in Münster Wissenschaft nicht im „Elfen-
beinturm“ befindet sondern dass „Wissen Münster schafft“.

"= Einbindung von Studierenden in die Diskussion über die Wissenschaftsstadt
Münster. Der Debattierclub der Universität Münster e.V. erarbeitet hierzu in en-
ger Kooperation mit der Stadt Münster ein geeignetes Veranstaltungsformat.

= Im Rahmen des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausge-
schriebenen Wettbewerbes „Stadt der Wissenschaft .2006“ ist der Internet-
Auftritt www.wissen-schafft-muenster.de entstanden. Dieser soll in Kooperation
mit Münsters Wissenschaftsakteuren zu einem Wissenschaftsportal für Münster
weiterentwickelt werden.

e Wissenschaft im Dialog mit der Stadtgesellschaft — das ist das Ziel einer Initiati-
ve auch des Vereines MS Hafen e.V., welche von der Stadt Münster unterstützt
wird: Vom 5. Bis zum 7. Juli 2005 wird in Münsters Stadthafen die MS Einstein
anlegen: Die Ausstellung an Bord des Schiffes der Initiative „Wissenschaft im
Dialog“ bringt den Besuchern Einsteins Werk und seine Persönlichkeit nahe.

Die Einbindung in den Eigenbetrieb wird weitere Projekte generieren und das Wis-
senschaftsprofil sowohl in touristischem Kontext, vor allem bei den Wissenschafts-
kongressen als auch im Veranstaltungsbereich mit umsetzen.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
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6. Touristik

Mit der Neuorganisation in der Touristik soll die Qualität im Service verbessert, vor al-
lem aber eine effektive Vermarktung der touristischen Destination Münster/Münsterland
erreicht werden.

D

Neue Zimmerbuchungssoftware

Zum Jahresbeginn 2005 hat MÜNSTER MARKETING eine neue Zimmerreservierungs-
software der Firma NetHotels eingeführt, mit der auch in anderen Städten wie
Dortmund, Würzburg, Heidelberg erfolgreich gearbeitet wird. Diese Software bietet
im Vergleich zu der bisher eingesetzten den entscheidenden Vorteil, dass damit
auch Onlinebuchungen unter www.tourismus.muenster.de möglich sind. Unmittel-
bar zur Einführung haben bereits 20 Hotels Zimmer im System frei geschaltet. Auch
das externe Call Center von MÜNSTER MARKETING arbeitet mit dieser Software und
vermittelt Zimmer an Gäste. Die Zahlen in den ersten 3 Monaten sind absolut posi-
tiv und MÜNSTER MARKETING erwartet steigende Zahlen, da immer mehr Gäste die-
sen Weg der Buchung wählen und auch laufend neue Hotels Zimmer in das System
einstellen.

Im Zuge der Einführung der Software von NetHotels sind mit den Hotels neue Ver-
mittlungsverträge abgeschlossen worden. Die Einführung erfolgt damit auch recht-
zeitig im Hinblick auf die Fußball WM 2006.

Servicepreis Münsterland

Der gemeinsam mit den Partnern Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur
und Sport des Landes NRW, Aktion Münsterland e.V., Münsterland Touristik Zen-
trale - Grünes Band e.V., Marketing Centrum Münster, Bocholt Stadtmarketing,
DEHOGA Westfalen und Münsters TOP-Hotels konzipierte Servicepreis Münster-
land wird am 26. Oktober 2005 in Münster verliehen. Er prämiert zum einen den
Gastgeber des Jahres (Hotel und Restaurants), zum anderen ein innovatives
Dienstleistungskonzept. Wissenschaftlich begleitet vom Marketing Centrum Mün-
ster, Lehrstuhl Professor Ahlert - also ebenfalls eine Wissenschaftskooperation -
soll der Servicepreis die Standortqualität des Münsterlandes stärken. Das Projekt
wird als Modellprojekt vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Kongressbüro

Eine weitere Konsequenz aus den Organisationsveränderungen in der Touristik ist
die Verstärkung des Kongressbüros. Als Koordinatorin der örtlichen Kongressinitia-
tive wird MÜNSTER MARKETING in Kürze ein Leistungspaket für Kongressausrichter in
Münster entwickeln, das durch hervorragenden Service, einfache Handhabung und
vor allem einen guten Preis bestechen soll. Mit diesem Angebot soll gemeinsam mit
den Hochschulen vor allem der Kongressmarkt im Wissenschaftsbereich bearbeitet
und Professoren sowie Veranstalter ermutigt werden, Fachkongresse nach Münster
zu holen.

Eine Übersicht der Tagungen und Kongresse die in 2005 in Münster stattfinden ist
in der Anlage 2 beigefügt.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
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o

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Touristische Kooperationen

Tourismusmarketing in Münster erfolgt immer stärker in Zusammenarbeit der wich-
tigen Partner vor Ort: die Halle Münsterland, die Hotels, die Wirtschaftsförderung
und die Verbände DEHOGA, IHK, etc. arbeiten dabei gemeinsam mit den Hoch-
schulen, bisweilen auch mit den Kaufleuten, an der touristischen Vermarktung der
lebenswertesten Stadt. Wichtige Unterstützung erhält die Stadt hierbei durch den
FMO und die Air Berlin.

Als 1b-Standort auch in touristischer Hinsicht wird die touristische Vermarktung für
Münster nur gelingen, wenn das Netzwerk sich noch konsequenter und strategi-
scher ausrichtet als das bisher der Fall ist. In diese Richtung werden die Überle-
gungen im laufenden Geschäftsjahr gehen. Die Auswertung des Hotelgutachtens
und die Umsetzung der dort gegebenen Handlungsempfehlungen wird in die Wei-
terentwicklung des touristischen Konzeptes für Münster einfließen.

Vermittlung von Gästeführungen

Analog zum Modell des Souvenirverkaufs, der seit 2003 durch einen privaten
Kaufmann und auf dessen eigene Rechnung erfolgt, hat sich der Eigenbetrieb Mün-
ster Marketing mit Wirkung vom 01.05.2005 auch von der Vermittlung der Gästefüh-
rungen getrennt. Diese Aufgabe wurde dem Verein Stadt-Lupe e.V. übertragen, der
seine Büroräume im Stadthaus 1, unmittelbar neben der Touristik bezogen hat.

Der Eigenbetrieb verzichtet künftig auf die Vermittlungsgebühren in Höhe von jähr-
lich rund 30.000 Euro und wird in Zukunft daher einen geringeren Umsatz nachwei-
sen. Gleichwohl ist die Maßnahme betriebswirtschaftlich und der Logik der Verwal-
tungsverschlankung entsprechend sinnvoll: es werden 2,5 Personalstellen frei, die
in die Verstärkung des Kongressbereiches fließen. Auch dort sollen künftig Ein-
nahmen generiert werden. Außerdem schafft die Delegation an den privaten Ver-
mittler weitere Arbeitsplätze und vor allem einen besseren Service für den Kunden,
der ab jetzt Vermittlung, Führung und Abrechnung aus einer Hand erhält.

Mit dieser Art der Organisationsentwicklung - nämlich der Umsetzung betriebswirt-
schaftlich sinnvoller Maßnahmen zur Stärkung des Kerngeschäfts - steht Münster
mit wenigen anderen (u.a. Osnabrück, Freiburg) relativ alleine. Der Grund liegt auf
der Hand: das Bild eines umsatzstarken Betriebs ist der Öffentlichkeit besser zu
vermitteln als das einer Organisation, in der die städtischen Investitionen nicht un-
mittelbar als Einnahme zurückfließen, sondern den Return on invest auf den ge-
samten Standort verteilen will - Hotellerie, Einzelhandel, Gastronomie, Halle Mün-
sterland, etc. Das Einverständnis der Politik vorausgesetzt werden wir diesen Weg
dennoch weiter gehen, weil er am ehesten den Aufgaben eines städtischen Marke-
tings entspricht und weil er auch betriebswirtschaftlich der sparsamste und klarste
Weg ist.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
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7. Stadtwerbung

Die Stadtwerbung wird in 2005 die größeren Projekte begleiten (Tag der internationa-
len Hanse, "Schauraum", Eltern-Studierenden-Projekt, Servicepreis, etc.) und das Pu-
blikationsspektrum von MÜNSTER MARKETING ständig aktualisieren und ergänzen. Die
wichtigste Aufgabe aber besteht darin, auch in Werbung und PR wie beim TV-Spot ge-
schehen, Allianzen mit anderen Partnern zu suchen und wie mit dem Wirtschaftsinfor-
mationsdienst den Zusammenschluss für zielgerichtete PR und Werbung zu suchen.
Der Relaunch des städtischen Internetauftritts und die Überarbeitung des Gesamtauf-
tritts nach ISM-Kriterien sind ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit im laufenden Ge-
schäftsjahr.

8. Zusammenfassung

Die Schwerpunktsetzungen in den einzelnen Arbeitsbereichen machen deutlich, dass
die Aufbauphase des Eigenbetriebs MÜNSTER MARKETING abgeschlossen ist. Das mün-
stersche Stadt- und Tourismusmarketing ist auch operativ ganz im Sinne des ganzheit-
lichen und strategischen Profilierungsanspruchs organisiert. Es bildet das Dach für
Standortmarketing und Destinationsmanagement gleichermaßen.

Wenn die Übersetzung und Umsetzung des ISM-Profils gelingt und auch im Bewusst-
sein der Entscheidungsträger in Rat und Verwaltung, aber vor allem auch in der Bevöl-
kerung als plausibel und lebbar verankert werden kann, ist bereits der wichtigste Schritt
im Zukunftsprozess der Stadt Münster getan.

Alle Bemühungen müssen sich daher im laufenden Geschäftsjahr auf eine noch stärke-
re Kooperation und Vernetzung der strategisch wichtigen Partner richten. Allein wird
künftig weder die Wirtschaftsförderung, noch die Halle Münsterland, noch die Universi-
tät und die Fachhochschule eine überregionale Wahrnehmung erreichen. Gemeinsam
hat die Anstrengung durchaus Aussicht auf Erfolg. Das ist die eigentliche Botschaft der
in der letzten Zeit in Auftrag gegebenen Gutachten und auch der gewonnenen Aus-
zeichnungen.

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
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Anlage 1 zum Lagebericht 2004

Medienabdrucke 2004 (Auswahl):

International:

o „Worlds most liveable City“, The Atlantic times, Nov. 2004

“On the tiles in a Grimm fairytale”, Daily Telegraph 14.2.2004

“Contrast of delight”, Eastern Daily Press, 17.7.2004

Magazin der Fluglinie Germanwings

Korea Tourism News

DZT-Broschüre „Treffpunkt Deutschland“

DZT-Broschüre „Kleine Preise für die Reise“ -> 500.000 Ex., Übersetzung in 10 Spra-
chen, Münster sogar mit Preisverlosung beteiligt

o DZT-Weihnachtsmärkte in Deutschland -> 500.000 Ex., Übersetzung in 10 Sprachen

000000

National:

o Focus, u.a. Veranstaltungsabkündigung für Send und Münster in diversen Städtever-
gleichen

o Diverse kleinere Meldungen in Woche der Frau, Echo der Frau, Frau von Heute

o „Die Reize einer schönen Unbekannten“ Die Tagespost, 13.11.2004

o „Münster — Kultur- und Kongress-Standort in Westfalen“, Rheinische Post, 27.3.2004

o „Hightech, Kunst und Spaß am Kreativkai“, Westf. Rundschau, 7.8.2004

oc „Münster: Nacht-Kultur“, Prisma, 36/2004

o “Stadt im Spiegel”, Frankfurter Rundschau, 2.7.2004

o „Volles Risiko - Gründen in Deutschland“, Wirtschaftswoche, 13.5.2004

o „Zu den Schlössern im Wasser“, Hannoversche Allgemeine, 29.5.2004

o Abdruck Tatortstadt in DB Mobil, Februar 2004 (3 Seiten), Kölner Express, 13.5.04,
Rheinische Post, 14.1.04, Kölner Stadt-Anzeiger, 17.3.04, Hamburger Abendblatt,
15.5.04, Bild am Sonntag, 30.5.04, Bild am Sonntag, 22.8.2004 („Tatort Urlaub“)

o Fahrradstadt Münster u.a. in ZEIT, 7.4.04, Westfälischer Rundschau, 12.5.04, WAZ,
12.5.04, Westfalenpost, 12.5.04, ADAC Motorwelt 4/2004, 7 Tage (3 Seiten), 3.3.04,
Rheinische Post, 27.3.04 (Skulptour), Sonderheft „AktivRadfahren“ (2 Seiten Münster
Porträt)

oc Shopping Special u.a. in Mitteldeutsche Zeitung, 16.4.04

Regional:
o Meldungen und Berichte in Westfalium, Westfalenspiegel, Münsterland Magazin etc.

Internet:
o www.travelradio.com

oe www.gonomad.com
oe www.about.hotels.com

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
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Tagungen und Kongresse 2005 in Münster (Auswahl):

11.01. — 13.01.
05.02.

11.02. - 12.02.

14.02. - 16.02.

21.02. — 25.02.

24.02. - 27.02.

02.03. — 03.03.

05.03. — 06.03.

09.03. — 12.03.

10.03. — 12.03.
16.03. — 19.03.
16.03. — 18.03.
06.04.

08.04. — 09.04.

23.04. — 24.04.

28.04.

28.04. — 30.04.

DLG-Wintertagung (1.200 TN)
14. Apisticus-Tag (800 TN)

Diabetes 2005, Ausstellung mit Fachkongress

(1.000 TN)

9. Münsteraner Abfallwirtschaftstage

(900 TN)

Repititorium Anästhesiologie

(250 TN)

10. Kongress der Christoph-Dornier-Stiftung

(60 TN)

Jahrestagung Nano2Life (200 TN)

Deutsche Meisterschaft in den karnevalis-
tischen Tänzen (4.500 TN)

49. Symposion der Deutschen Gesellschaft für
Endokrinologie (700 TN)

Endoprothetik Forum Münster (200 TN)

MEK 2005 (300 TN)

SFT-Architekturcongress (2.000 TN)
Gemeindekongress 2005 (1.500 TN)
Tag der Westfälischen Geschichte

Teddybär Total (550 Aussteller;

Besucher)

Jahrestagung VDI
stofftechnik (150 TN)

Frühjahrstagung des Deutschen Marketing-
Verbandes (150-200 TN)

Blatt 18

Anlage 2 zum Lagebericht 2004

Halle Münsterland
Schloss

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Hörsaalgebäude
Albert-Schweitzer-
Straße

Christoph-Dornier-
Stiftung

Stadtweinhaus

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Gut Havichhorst
Schloss

Halle Münsterland
Halle Münsterland
Rathaus

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Mercure

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 18 -

04.05

11.08.

24.05.

27.05

01.06.

06.06

21.06

28.06.

.— 07.05.

.— 29.05.

.— 07.06.

.— 22.06.

29.06.

05.07.

15.07

01.09

08.09

21.09.

21.09.

22.09.

22.09.

26.09.

.— 17.07.

.— 04.09.

. — 10.09.

- 24.09.

— 12.05.

— 25.05.

— 04.06.

— 02.07.

— 09.07.

— 24.09.

— 24.09.

— 23.09.

— 28.09.

Bundesverbandstag des Dt.
Schädlingsbekämpferverbandes (150 TN)

Tankstelle & Mittelstand (250 Aussteller; 2.500
Besucher)

OKSTRA Symposium der
Forschungsgesellschaft für Straßen- und
Verkehrswesen e. V. (180 TN)

DJK Bundessportfest (8.000 TN)

5® International Zoo & Aquarium Marketing
Conference (8.000 TN)

Kongress Handelsinformationssysteme
(300 TN)

Stadtarchivar und öffentliche Geschichtskultur
(150 TN)

Jahrestagung der Vereinigung der
Landesdenkmalpfleger (250/280 TN)

14. Werkstatt für die Pflege (1.000 TN)
World Marketing Congress (250 TN)

Sommertagung NHV (600 TN)

International Symposium Inflammatory Bowel
Disease (Entzündliche Darmerkrankung)
(300-400 TN)

18. Jahrestagung der Gesellschaft für ästhe-
tische Chirurgie Deutschlands (300 TN)

6. Bundeskongress für soziale Arbeit
(1.400 TN)

32. Tagung des Arbeitskreises für historische
Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa
(100 TN)

NanoBio Europe (250 TN)

Psychiatrie nutzt Innovationen (200 TN)

vfdb-Jahresfachtagung (600 TN)

Blatt 19

Mövenpick

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Mövenpick
Schloss
Speicherstadt
Theater/Land-
schaftsverband
Halle Münsterland
Mövenpick
Naturkunde-
museum/
Planetarium

Schloss

Halle Münsterland

Hörsaalgebäude

Hindenburgplatz

Landesmuseum

Halle Münsterland

Gebäude LWL

Halle Münsterland

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
- Seite 19 -

27.09. — 29.09.
30.09. - 01.10.
18.10. — 19.10.
28.10. - 29.10.
04.11. - 06.11.
23.11. - 24.11
01.12. — 03.12.
03.12. - 10.12.

IPOMEX (130 Aussteller; 2.400 Besucher)
172. Tagung der Vereinigung niederrheinisch-

westfälischen Chirurgen (400 TN)

gewerkschaft (400 TN)

Bundesversammlung Kneipp-Bund (150 TN)

Qualität der neuen Lehre (250 TN)

business online 2005 (120 Aussteller; 1.000

37. Münsteraner Anästhesie-Symposium

19. Jahrestreffen der Deutschen IVF (500 TN)

Blatt 20

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Rathaus/Stadtwein
haus

Klinikum

Münsterland

Halle Münsterland

Halle Münsterland

Halle Münsterland

MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004

Beschlussvorlage

3242 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Münster Marketing 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses von Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2004 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.09.2005 Werksausschuss Münster-Marketing Vorberatung 
13.09.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
21.09.2005 Hauptausschuss Vorberatung 
21.09.2005 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss 2004 von MÜNSTER MARKETING (Anlage) mit einer Bilanzsumme 
von 1.036.751,81 € und einem Jahresfehlbetrag von 54.936,49 € wird festgestellt. 
 
2. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2004 weist einen Jahresfehlbe-
trag von 54.936,49 € aus. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 54.936,49 € wird auf neue 
Rechnung vorgetragen. 
 
3. Die Werkleitung wird für das Wirtschaftsjahr 2004 entlastet. 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten.  
 
 
 
 
Begründung: 
 
Die CURACON GmbH aus Münster, vertreten durch Herrn Jürgens und Herrn Schwarz, hat im 
Auftrag von MÜNSTER MARKETING den Jahresabschluss und den Lagebericht des Wirtschafts-
jahres 2004 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß der Betriebssatzung von MÜNSTER 
MARKETING dem Werksausschuss und dem Rat vorzulegen. Ferner wird der Beirat von MÜNS-
TER MARKETING über den Jahresabschluss und den Lagebericht informiert. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0599/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Meyersick 
Ruf: 
4 92 27 03 
E-Mail: 
Meyersick@stadt-muenster.de  
Datum: 
22.07.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
 
Jahresabschluss 
 
Der Jahresabschluss ist nach  den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Bestim-
mungen der Eigenbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgestellt und gegliedert. 
 
Lagebericht
 
 
Zum Lagebericht wurde seitens der CURACON festgestellt, dass dieser gemäß § 25 EigVo aufge-
stellt worden ist und insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Einrichtung vermit-
telt und die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. 
 
Prüfungsergebnis
 
 
Die CURACON erteilt MÜNSTER MARKETING für das Wirtschaftsjahr 2004 einen uneinge-
schränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss sowie zum Lagebericht können den beigefügten 
Unterlagen entnommen werden. Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse von Herrn Jür-
gens (CURACON) in der Werksausschusssitzung am 08.09.2005 im Einzelnen erläutert. 
 
Zu 2. 
 
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.  
Mit Gründung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 01.07.2001 wurde MÜNSTER MARKE-
TING in wirtschaftlicher Hinsicht selbständig. Aufgrund der aktuellen Betriebssatzung ist MÜNS-
TER MARKETING aber lediglich im einem Stammkapital von 25.000 € ausgestattet. Die Bilanzge-
winne der Vorjahre wurden daher in die Rücklage eingestellt. Der Jahresfehlbetrag 2004 wird auf 
neue Rechnung vorgetragen. 
Der Jahresfehlbetrag entstand durch nachträgliche Umsatzsteuerforderungen für das Wirtschafts-
jahr 2003. 
 
Zu 3. 
 
In analoger Anwendung des Gesellschaftsrechtes (§ 120 AktG) sollte auch über die Entlastung der 
Werkleitung entschieden werden. 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (4)

08.09.2005 Werksausschuss Münster Marketing
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.09.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.09.2005 Hauptausschuss
TOP 17 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.09.2005 Rat
TOP 16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Windthorststraße
  • Syndikatplatz
  • Albert-Schweitzer-Straße
  • Prinzipalmarkt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0599/2005
Typ
Vorlage
Datum
22.07.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37