V/0599/2005
Feststellung des Jahresabschlusses von Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2004
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Münster Marketing, Münster Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 . Umsatzerlöse . Zuweisungen und Zuschüsse . Sonstige betriebliche Erträge . Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen . Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung € 61.606,18 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände und Sachanlagen . Sonstige betriebliche Aufwendungen Zwischenergebnis . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge . Zinsen und ähnliche Aufwendungen . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/ Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuß (+) . Einstellung in Rücklagen . Bilanzgewinn 2004 € € 722.217,44 2.972.080,00 _ 0.313,97 3.785.111,41 52.560,66 _585.018,72_ 637.579,38 1.311.455,97 286.506,25 1.597.962,22 8.899,77 1.615.929,10 1.624.828,87 — 75.259,06 20.857,05 534,48 + 20.322,57 — 54.936,49 2003 € 832.950,09 2.800.000,00 46.918,86 3.679.868,95 76.084,77 572.024,04 648.108,81 1.236.684,03 276.430,37 (54.709,18) 1.513.114,40 8.914,61 1.478.896,40 1.487.811,01 + 30.834,73 20.110,39 481,96 + 19.628,43 + 50.463,16 30.000,00 20.463,16 Blatt 1 Münster Marketing, Münster Anhang 1 Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschiuß 10 __ Allgemeine Angaben Der Jahresabschluß ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Bestimmun- gen der Eigenbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgestellt und gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 11__Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelau- fenen und im Geschäftsjahr 2004 fortgeführten Abschreibungen bewertet. Das Anlagevermögen wird nach Maßgabe der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden im Berichtsjahr durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt. Die Be- wertung erfolgte anhand einer analytisch übergeleiteten Menge zu Einstandspreisen bzw. Durch- schnittspreisen. Als Verbrauchsfolge wurde unterstellt, daß die zuerst beschafften Güter auch zu- erst verbraucht wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Nicht werthaltige Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Für das in den Forderungen enthaltene allgemeine Kre- ditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung in ausreichender Höhe von den Forderungen abgesetzt. Rückstellungen wurden im handelsrechtlich erforderlichen Umfang gebildet. Die übrigen Vermögenswerte wurden mit den Nennwerten, die Verbindlichkeiten mit den Rückzah- lungsbeträgen bilanziert. ve's6h’6zt'L 18'LS2’9E0'L 00'0 00'LzE'E6 vS'LE0'092 LE'L6E'90Z (og'6rr) og'örr sg'ger (ezsıg'ası) ez’sL8'951 LE'PGE'86 (L2’8E0’E0L) 12'890’E0, Sz'209'201 vo'oegozL 2 EE'ZPEERI zg'g8l'18€ EE'I6E'ZIZ ar'szg’öll 00'000°ZLL 00'zgv Erz 00'8rE'EgZ gg'2zg8p7L LNL69°E6 gegr oz + er'ges'ys - os'voL’£ol ggzzg’ezı 00°000°52 00°000'87 3 3 3 EOOZ'ZI LE vooz'zi're usjsodsbunzusußgesßunuysay 'q SG'GEF 3 Ayer weUIe nz sıq Jozjnensay Joule Lu uonep ueyayyoıpurqiay aßnsuog "£ LS'79E'86 3 Ayer wauye nz sıq Jezjnejsay Jeuls yL uonep uaßun)sI97] Pun uaßunJaJ217 Sne ueyayysıpulglay "Z SZ'209°201 3 !yer wauıe nz sıq YOZ/nensay Jaule Lu uonep JeJsunyy Ipe]s Jep Jeqnusßaß uagrayyonpuIqiay "L uayayyaıpumgiaa °O usdune}syony saNsUoS 'E uaßungejsyonuana}g "z uaßunysıydıaı ayayuye pun ueuoIsuad In} ueßungegsyong "L uaßungajsyony 'a (+) uumaßzueitgy(-) Begsqiygjsauyer II uabepyony 'Il edeyuweis "| teydeyuaßıg 'v AL13SAISSVd vz's6y'6zl'l LB'LS2’IEO'L BorszE0r 2 LEOZESL sı'ez6'880°L ZE'EZL'666 v8'980°229 sr'L6g'z6h SP'6Lrore Iv'6EL'ZEr vr'Y18'691 09'2r0’y6L L0'S09°0L14 L8'L69'8EZ 1’6SE'9L 'ZBE HL 90'2E6°75 Lz'LOL GE or '1zwez GESBZ'SE Lo'2v9°6L Zz'BoL ız 0L'vrB'sı er’68z6l ol’erB'sı eu'sszi6r 00° 00'L Le'zoB'E 02:10:27 3 3 3 EOOZ'ZL'LE vooz’zi're | usjsodsßunzuasßgesßunuysay 'I uaynıgsunpesy Ieq uegeying ‘puejsaquessey '; JaysunyW IPEIS usßab ueßunapuo4 "Z usßunsI37 pun uaßunugyal] sne ueßunIEPJ0 "L spuejsusßsßsusßguusA BBNsuos pun uaßunyapıo ']l usem 'Z ayorssqemag 'L aeuon | usßguuaaynejun 'g Bunpejssnesyeyssag) pun -sqauag 'Z aßnazuyeg 'L uaßejueyseg "| alemyos apugjsusßaßsusßguuesy ejjsusjewug "| usßounsaaßeuy "Y 3l13SAILYV v00z squezag "je nz zuejig Toysunwn Bupayıey Jojsuny Jusnsqabe7 pun ynjyosgessiger L0'2r9'61 Tz'B0L 7 8z'860'0€ | 000 00'0 00'0 11'668'8 ıs'86rrz | os’902°15 | 00'0 000 86'09E°0L Zorn | NEIZET EL'SBT’6L ze'S96°Sz | 00°0 00'0 00°0 S6'516°9 2e'6r0'6L | So'ssz’sr | 000 000 86'09E°0L | Zo'ER'rE oy'ers'sı EL'8876l gg'Lge'9l | 000 00°0 000 S6'516°9 r2'597°6 6E0L9°SE | 00'0 00'0 B6'0gE0L 19'60€°52 Bunneyssnesyey9sag pun -sqeuag 'Z 00'L 00°, g9'E89°6 00°0 00°0 00'0 00'0 g9'E8g°6 g9'y8g’6 00'0 00°0 00'0 g9'r85°6 aßnezuyeg 'L uaßejueyses LE'z08°€ 52:36:27 ELXAS 2 00'0 00°0 00'0 ze'es6l HLioHlZ SP'LS6'S 00°0 00°0 00°0 Sr'LS6'S SIeMJOS Spugjsusßaßsusßguus ayauayewu] usbguusaaßeluy rt et au 1 [ 6 8 4 9 | _ 8 [2 B B r 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 ebueßgy | seıyelsyeysssg seuyelsyeyasag (eooz’zı re | (rooz’zi're an sop ueßunyang sap puejs uaßunyang pue]s us}sodzugilg pueys) puejs) pugjspug | swyeujug | veßungauyosnz un uaßunglauyosqy -sbueuy | puejspu3 | aßueßay -un abueßnz -sbugJuy Syuemyangjsay | euamyangysay uadungla.yssay Jop Dunpoımyug SpomsDdunyeyosuy Jap Bunppmyug znea 2ep 1Bj0} aim ypıs yje}s sIomyoeuusßeluy JaQ Syasaplvy 07 zuejlg Inz usbunsojpnejig pun usgebuy — SISMuDeuusbejuy Bueyuy unSyJey JajsunN Toysunn Blatt 3 Münster Marketing, Münster Anhang 21 _Passivseite Zu B. Rückstellungen Rückstellungen wurden unter anderem gebildet für bestehende Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von € 16.500,00, für Pensionszusagen in Höhe von € 263.348,00 sowie für Urlaubsver- pflichtungen und Überstunden in Höhe von € 170.106,89. Des weiteren wurden Aufwendungen für ausstehende Rechnungen in Hinsicht einer periodengerechten Zuordnung über insgesamt € 60.578,44 im Jahresabschluß berücksichtigt. 3 Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse beinhalten im wesentlichen Erlöse aus Souvenirverkäufen, Provisionen für Zim- mervermittlung und Touristikveranstaltungen, Abonnement- und Anzeigenverkauf sowie Eintritts- geldern. Die Zuschüsse wurden von der Stadt Münster, dem Land Nordrhein-Westfalen und von der Lan- desarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels in NRW e. V. geleistet. 4 Sonstige Angaben 40 __ Leitungsorgane Werkleiterin im Geschäftsjahr 2004 war Bernadette Spinnen. Der stellvertretende Werkleiter war Hermann Meyersick. Der Werksausschuß setzt sich aus sieben Personen zusammen. Im einzelnen sind das: Ratsherr Rolf Branse (CDU), Helmut Hamsen (SPD), Ratsherr Heribert Klas (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Ratsherr Robert Otte (CDU), Ratsfrau Ursula Schaffstein (CDU), Ratsfrau Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Ratsfrau Helga Welker (CDU). Blatt 4 Münster Marketing, Münster Anhang Während des Berichtsjahres gab es einen Wechsel bei den Mitgliedern des Werksausschusses. Nach dem Wechsel setzt sich der Werksausschuß wie folgt zusammen: Ratsfrau Sybille Benning (CDU), Ratsherr Alexander Bercht (SPD), Ratsherr Phillip Götting (FDP), Helmut Hamsen (SPD), Ratsherr Heribert Klas (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Ratsherr Robert Otte (CDU), Ratsherr Carsten Peters (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Ratsfrau Ursula Schaffstein (CDU), Ratsfrau Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Ratsfrau Helga Welker (CDU), Ratsfrau Simone Wendland (CDU), Detlef Wolf (UWG). Die Mitglieder des Werksausschusses erhalten für ihre Tätigkeit von Münster Marketing keine Bezüge. 41 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 beschäftigten Arbeitnehmer ‚Arbeitnehmer Angestellte 28,0 Beamte 4,0 Arbeiter 1,0 33,00 Münster, am 13. Juni 2005 Münster Marketing B. Spinnen Werkleiterin Blatt 1 MÜNSTER MARKETING 21. April 2005 Lagebericht 2004 Die Arbeitsschwerpunkte des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2004 waren in der Hauptsache ° Verbindung der durch den LivCom Award ermöglichten überregionalen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit mit den Ergebnissen des ISM-Prozesses Ausbau der Netzwerkarbeit, vor allem in den Bereichen Touristik, Werbung und Wissenschaftsmarketing Weiterentwicklung der Organisation durch inhaltliche Schwerpunktsetzung und Verschlankung der Organisation l. Die inhaltlichen Schwerpunkte 1. LivcCom Award 2004 Am 18. Oktober 2004 erhielt Münster in Niagara/Kanada die Auszeichnung "Liv- Com-Award 2004" (most liveable community). Der LivCom-Award wird vom Um- weltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Internationalen Vereinigung der Gartenbauamtsleiter (IFPRA) getragen. Als erster deutschen Stadt ist Münster damit vor allem ein herausragender PR- und Marketingerfolg geglückt. Die mediale Aufmerksamkeit war enorm; die Rezeption erstreckte sich bis weit über die bundes- deutschen Grenzen hinaus und erreichte auch die breite Masse der Bevölkerung in vielen anderen Städten. Gemeinsam mit dem Presse- und Informationsamt und dem Amt für Grünflächen und Naturschutz ist eine sich daran anschließende Marketingkampagne entwickelt worden, deren primäres Ziel es war, die Münsteraner selbst zu Botschaftern ihrer Stadt zu machen. Dies ist gelungen; auch viele Firmen nutzen inzwischen das Logo des LivCom-Award für ihre Firmenpost. Gleichwohl hat die Kampagne einen für Münster bekannten Konflikt provoziert: Eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern hat vehement eine ausschließlich Münster typische Bildersprache eingefordert. Die Verbindung eines kalten Technikbildes mit der Stadt wurde beispielsweise von eini- gen ebenso kritisiert wie der Fahrradschatten. Unabhängig von der Diskussion um die Qualität der unter großem Zeitdruck - auch der Agenturen - realisierten Kampagne zeigt die Rezeption deutlich, dass auch das Binnenmarketing künftig verstäikt die Verbindung von "Lebens- art/Lebensqualität/Kultur" mit "Wissenschaft/Innovation/Wirtschaft" vermitteln sollte. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 1 - Moderation: MM Partner: Kaufleute Innen- stadt, IHK, Einzelhandels- verband, DEHOGA, Stadt- werke, Wirtschaftsförd.u.a. Blatt 2 In einem nächsten Schritt soll die Auszeichnung mit dem Slogan "Münster - ausge- zeichnet lebenswert" mit Inhalten hinterlegt in die zentrale Kommunikation der Stadt integriert werden. Dabei wird insbesondere darauf zu achten zu sein, dass die Ei- genschaft "lebenswert" nicht allein mit "beschaulich, nett, schön" assoziiert wird. Die ausgezeichnete Lebensqualität Münsters soll vielmehr mit dem dynamischen Wis- senschafts- und dem Wirtschaftsstandort mit Zukunftspotenzial verbunden werden. Netzwerkarbeit Das Stadt- und Tourismusmarketing in Münster arbeitet in allen Geschäftsbereichen im lokalen, im Tourismus auch in überregionalen Netzwerken: Netzwerke und Geschäftsbereiche MM Wirtschaft Moderation: Wirtsch.förd. Partner: Mitglieder WID, WIN, IHK, Aktion Münsterland, Regionalausschuss Wirtschaft Wissenschaft Moderation: MM (Wiss. Büro) Partner: Hochschulen, Max- Planck-Institut, Centech, Technologiehof MM 30 MitarbeiterInnen (in Voll- u. Teilzeit) 3,5 Mio, Euro Umsatz (2,8 Mio. Stadt), davon ca. 1 Mio. freies Budget Touristik/Kongresse Moderation: MM Partner: Halle Münster- land, Hotels, DeHoGa, FMO, Air Berlin, IHK, weitere Verbände u. Org. ISG Bahnhof Moderation: MM + Partner Partner: Eigentümer und Gewer- betreibende Bahnhofsviertel.; Koop. mit städt. Ämtern je nach Einzelthema/-projekt Veranstaltungen Moderation: MM Partner: Freie Träger / Organisatoren, städt. Ämter / Einrichtungen insb. aus Kultur, Sport und Jugend; Hochschulen und Institute, Festveranstalter u.a. Diese Netzwerke werden je nach Arbeitsschwerpunkten erweitert. So hat sich die Kongressinitiative in die Kooperation mit den Hochschulen begeben, um die Beglei- tung, Akquise und Vermarktung von Wissenschaftskongressen zu intensivieren und das Tagungs- und Kongressgeschäft für Münster zu stärken. Zum Citymanagement ist das Netzwerk der ISG am Bahnhof hinzu gestoßen; in den einzelnen Stadtquar- tieren werden verstärkt die Immobilieneigentümer in die Arbeit integriert. Die Touri- stik sucht ihre Partner immer stärker in der Region und für das Auslandsmarketing bei den nationalen Vermarktungsorganisationen wie der Deutschen Zentrale für Tourismus und den Historic Highlights of Germany. Verwaltungsintern haben sich die Kooperationen vor allem mit der Halle Münster- land und der neuen Wirtschaftsförderungs GmbH entwickelt und werden künftig noch erkennbar enger werden. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 -Seite 2- Blatt 3 3. Weiterentwicklung der Organisation / Inhaltliche Verstärkung Als 2001 der Eigenbetrieb MÜNSTER MARKETING gegründet wurde, ist das bestehen- de Amt für Stadtwerbung und Tourismus in eine völlig neue Organisation überführt worden, die mit nur vier weiteren Personalstellen ein komplett neues Aufgabenprofil erhielt. Die Aufgabe bestand daher von Anfang an darin, den Personalbestand so zu entwickeln, dass ohne Ausweitung - ja im Gegenteil trotz Personaleinsparungen - die definierten Arbeitsbereiche entwickelt und die formulierten Ziele erreicht wer- den können. Dieser Prozess hat mit der Zusammenführung der Beratungsangebote in der heuti- gen Münster Information und dem Outsourcing des Souvenirverkaufes 2003 be- gonnen. 2004 ist die Konzentration auf das Kerngeschäft durch die Delegation von Münster aktuell an einen privaten Verlag und durch die Verlagerung der Vermitt- lungstätigkeit für Stadtführungen auf einen privaten Verein fortgesetzt worden. Das freigewordene Potenzial wurde zum Teil als Beitrag zur Personalkonsolidierung ge- nutzt, soll zum anderen Teil aber zur inhaltlichen Qualifizierung der Arbeit von Mün- STER MARKETING eingesetzt werden (vgl. Ausblick, Pkt. 6 "Touristik", Seite 13 f.). Il. Überblick über die Projekte der einzelnen Geschäftsfelder 1. Citymanagement Der mit der Einrichtung von MÜNSTER MARKETING neu geschaffene Bereich "City- Projekte" hat sich in seinem Aufgabenfeld in den vergangenen drei Jahren als ein professionell arbeitendes "Citymanagement" deutlich positionieren können. In regelmäßiger Kommunikation und langfristig angelegten Partnerschaften zwi- schen allen, die an der Gestaltung des Lebensraumes Stadt mitwirken, arbeitet MÜNSTER MARKETING mit dem Citymanagement sukzessive an der Aufwertung der münsteraner Innenstadt und der Verbesserung ihrer Leistungen und Angebote für Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Wirtschaft. Die Arbeit erfolgt auf der Grundlage der Ergebnisse des ISM-Prozesses und der Leitorientierung für die City, die folgende Zielrichtung vorgibt: "Wir werden das un- verwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, als Markt- platz und als Motor der Stadtentwicklung stärken". Aktuelle Projekte in 2004 aus dem "Citymanagement‘: o Weiterentwicklung und Verstetigung des sog. „Runder Tisch der Innenstadtkauf- leute“ als Informations- und Austauschforum mit einem Budget von rund 70.000,00 Euro (private Mittel) für stadtzentrale Marketingprojekte. Dies waren in 2004: = Frühjahrs-Special (März bis Mai 2004) = "Tag der internationalen Hanse" (15.05.2004) = "Schauraum" - Mitten in Münster (16.- 18.09.2004) " Herbst-Special (September bis November 2004) e Gepäckaufbewahrungsbus in der Vorweihnachtszeit » "Ab in die Mitte!" 2004 unter dem Motto „COOLisse - Münsters City für Kids“ MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 3 - Blatt 4 o Unterstützung bei der Einrichtung eines professionellen Quartiersmanagements im Bahnhofsviertel Münster und Vorbereitung der Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft: Im Bahnhofsviertel Münster haben sich einige Immobilieneigentümer und Kauf- leute zusammengeschlossen, um gemeinsam mit der Stadt und mit Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen mittelfristig eine Immobilien- und Standortgemein- schaft zu gründen, die die Geschicke des Quartiers selbst in die Hand nehmen will. Der Gründung einer solchen verbindlichen Organisation ist ein Moderati- onsprozess vorgeschaltet, der im Dezember 2004 - unmittelbar nach Zusage der Landeszuweisung - unter Moderation eines Beraterbüros und Begleitung durch das „Citymanagement“ begonnen hat. o Entwicklung eines Masterplanes Licht für den Bereich der Altstadt (zwei öffentli- che Probebeleuchtungen am Prinzipalmarkt und am Museum für Lackkunst im April 2004, Vorlage des Konzeptes Ende 2004 und Präsentation, Probebeleuch- tungen und Beschlussfassung in den politischen Gremien im März 2005) o Ausbau der Kommunikationsstrukturen zwischen den Fachämtern in der Verwal- tung, z. B. durch die Initiierung und aktive Mitwirkung an einer Antragskonferenz als regelmäßiges Gremium zur Klärung von Fragen zu Sondernutzungen im öf- fentlichen Raum 2. Veranstaltungen und Projekte Auch die Konzentration neuer und die Durchführung bewährter Veranstaltungen o- rientiert sich an den Profilen, die der ISM-Prozess für das städtische Marketing und die Stadtentwicklung festgelegt hat. Neben dem Eurocityfest im Mai, dem Internationalen Drachenfest im Juli, der erfolg- reichen Montgolfiade (in Zusammenarbeit mit dem Sportamt) und der "Nacht der Museen" im Zusammenhang von "Schauraum" sind in 2004 vor allem der "Tag der internationalen Hanse" und "COOLisse - Münsters City für Kids" als neue Projekte hervorzuheben. Der "Tag der internationalen Hanse", der jährlich im Mai in vielen Hansestädten der Neuzeit gefeiert wird, präsentierte sich als eine moderne Übersetzung der Hanse- idee in einer jungen Stadt mit Tradition und historischem Bewusstsein. Münsters Kaufleute Iuden zusammen mit der Stadt Münster ihre Bürger und Gäste zur Han- setafel auf dem Prinzipalmarkt ein. Die überragende Resonanz zeigt, dass ein mo- dernes Stadtmarketing, das sich an den Traditionslinien der Stadt orientiert, durch- aus die Menschen auf der Straße erreichen kann und dass es sich lohnt, an profi- lierten Veranstaltungen für Münster zu arbeiten, um der Austauschbarkeit von Events zu entgehen. "COOLisse - Münsters City für Kids" Ebenfalls aus Gründen der Profilschärfung hat sich die Stadt Münster in 2004 er- neut um ein "Ab in die Mitte!"-Projekt beworben. Die Themenvorgabe "Spiel-Platz- Stadt" schien dazu geeignet, mittels einer größeren Veranstaltung die Sensibilität für Kinder und Jugendliche im Stadtraum zu schärfen, die City als Begegnungsort mehrerer Generationen zu betonen und möglichst langfristige Infrastrukturverbesse- rungen für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt zu erreichen. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 -Seite4- Blatt 5 Gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und in Kooperation mit vielen Partnern aus Stadtverwaltung, Kirche und Kaufmannschaft sind daher in- nerhalb von sechs Wochen im Sommer über 70 Veranstaltungen für die junge Ziel- gruppe in der Innenstadt durchgeführt worden - und das mit großem Zuspruch und dem Ergebnis, dass sowohl das Kinderbetreuungsangebot als auch der Sandkasten als ständige Einrichtungen die Aufenthaltsqualität der Innenstadt künftig steigern werden. . Stadtwerbung Die Stadtwerbung konzentrierte sich neben den regelmäßigen Publikationen wie dem Angebotskatalog, dem Hotelverzeichnis, der Kongressbroschüre, dem Ad- ventspaket, dem Münster Journal mit drei großen Kampagnen auf Top-Themen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit. MÜNSTER MARKETING setzte sowohl die Werbe- kampagne zur Kulturhauptstadt als auch die zum LivCom-Award um. Dazu gehör- ten neben der Erstellung aller Printprodukte auch die Konzeption und Organisation des Jurybesuches und der Aktionen auf dem Prinzipalmarkt gemeinsam mit dem Kulturhauptstadt-Büro. Das dritte Großprojekt der Stadtwerbung war die Erstellung der Kommunikation für das Bistumsjubiläum 2005. In Kooperation mit dem Bistum und den drei Ausstellungsinstitutionen - Stadtmuseum, Landesmuseum und Dom- kammer - konnte ein großer Werbeauftritt erreicht und in die touristische Werbung der Stadt integriert werden. Die Printprodukte zum "Tag der internationalen Hanse", eine Anzeigenserie, ein neuer Flyer für Münsters Feste, die Friedenssaalbroschüre (Münster historisch - Rathaus des westfälischen Friedens) und der Aaseeflyer - um nur die wichtigsten zu nennen -, sind allesamt in 2004 neu aufgelegt worden und ergänzen die bisherigen Produkte der Stadtwerbung. Die Fachstelle Stadtwerbung hat sich zu einer gut funktionierenden Inhouse- Agentur entwickelt. D.h., auch die eigenen Veranstaltungen und Projekte werden so ohne Übersetzungs- und Reibungsverluste in die Stadtwerbung integriert - gra- phisch und im Vertrieb. Außerdem funktioniert die Stadtwerbung auch als Informati- onsplattform für Dritte. Über sie werden Veranstaltungen und Projekte anderer Partner beworben und die Informationen zielgruppenspezifisch aufbereitet und kommuniziert. Auch die überregionale Öffentlichkeitsarbeit, vor allem im touristischen Marketing, gewinnt an Kontur. Diese Stelle bei MÜNSTER MARKETING bündelt vor allem unter touristischen Gesichtspunkten Themen und Informationen und spricht damit regel- mäßig und zielgerichtet relevante Medien an. Die Themen sind tourismusrelevant, profilkonform und von überregionaler Bedeutung und werden in verschiedene Kommunikationskanäle transportiert. In 2004 waren das: o Themenschwerpunkte im Münster Journal (4 Ausgaben pro Jahr, 15.000 Exem- plare pro Auflage, davon 7.000 an Touristen und Medien, 8.000 Auslage in Münster), z.B. während der Kulturhauptstadt-Bewerbung Präsentation von mün- sterschen Museen und Ausstellungen o Themen für Pressereisen (ca. 10 internationale Pressereisen nach Münster pro Jahr) o Pressemeldungen, die an ca. 600 Medienadressen versandt werden. 2004 wa- ren Top-Themen: Münster als Kulturstadt (Museumslandschaft, Schwerpunkt Museen und Kultur in den Ausgaben des Münster Journal), Krimistadt, Münster als Reiseziel für Familien (im Zusammenhang mit der Auszeichnung als kinder- freundlichste Stadt), der Gewinn des LivCom-Wettbewerbs mit Versendung des Sonderheftes Münster Journal und die Weihnachtsmärkte MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 5- Blatt 6 o Monatlicher E-Mail-Presse-Newsletter mit den Top-Themen und entsprechen- den Links an ca. 500 E-Mail-Adressen o Beschickung regionaler Pressedienste wie NRW-Tournews und der Münster- land-Touristik (ca. 40 Meldungen pro Jahr) o Anzeigenschaltungen in überregionalen Printmedien wie z.B. Welt, Welt am Sonntag, FAZ oder Zeit. Hinzu kommen Recherche und Betreuung der Redaktionen bei Berichterstattung vor Ort sowie Kooperationen, u.a. mit der DZT, dem ADAC, dem ZVM. . Tourismusmarketing Die Touristik arbeitete 2004 schwerpunktmäßig an der Verbesserung der Service- orientierung einerseits und der Auslandsakquise andererseits. So wurde die Onli- nebuchbarkeit mit der Verlinkung zu anderen wichtigen Leistungsträgen (z.B. den Hotels, der Halle Münsterland, etc.) im Geschäftsjahr 2004 vorbereitet, so dass sie im ersten Quartal 2005 freigeschaltet werden kann. Der Servicepreis, ein großes Projekt des Regionalmarketings, ist ebenso weit vorbereitet, dass er in 2005 verlie- hen werden kann. Er unterstreicht die Bedeutung der Serviceorientierung für den Standort und sein Umland. Neben den Anstrengungen für eine optimale Gästebetreuung vor Ort lag der Fokus der Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr vor allem auf der Bearbeitung ausländi- scher Quellmärkte. Münster engagiert sich dazu verstärkt bei den Historic Highlights of Germany (HHoG), die sich mehr als bisher auf die Zielmärkte Europa und China konzentrieren und bei der Deutschen Touristik Zentrale (DZT) durch regelmäßige Teilnahme an Auslandsworkshops, u.a. in Norditalien (Verona, Mailand, Turin), Wien/Österreich, Utrecht/Niederlande sowie in London/Großbritannien. Diese Teil- nahmen im Ausland zeichnen sich besonders durch gemeinsame Präsentationen mit der Air Berlin und dem Regionalmarketing (MTZ) aus. Die Onlinebuchbarkeit mit der neuen Hotelbuchungssoftware - auch fremdsprachig - unterstützt diese Bemühungen bereits jetzt erkennbar. Das Auslandsgeschäft hat sich belebt - der Anteil der Übernachtungen ausländischer Gäste an den Gesamt- übernachtungen ist von ca. 7 % auf ca. 12 % angestiegen (Übernachtungen aus- ländischer Gäste 2003: 69.952; Übernachtungen ausländischer Gäste in 2004: 83.095). Die bereits im dritten Jahr erfolgreiche Kooperation mit Air Berlin und dem FMO, von anderen Städten mit Neid betrachtet, ist nach wie vor ein wichtiges Instrument der Vermarktung Münsters im Ausland. Aus diesem Grund richten sich die Aktivitä- ten von MÜNSTER MARKETING vor allem auf die Zielländer, Italien, Österreich, Groß- britannien und Spanien, mit denen Münster durch den Low-Cost-Carrier Air Berlin verbunden ist. Insgesamt lässt sich festhalten, dass 2004 für Münster ein durchaus erfolgreiches Jahr war. Insgesamt sind zwar die Übernachtungszahlen trotz steigender Ankunfts- zahlen rückläufig, allerdings begründet im Rückgang der Übernachtungen bei den Schulungseinrichtungen. Im Bereich der Hotellerie ist ein Anstieg sowohl bei den Ankünften (+ 7,2 %) als auch bei den Übernachtungen (+ 5,8 %) zu verzeichnen. Die mittlere Betten- und Zimmerauslastung ist gestiegen, die durchschnittliche Auf- enthaltsdauer mit 1,7 Tagen konstant geblieben. Für die Hotellerie zeichnet sich damit ein leichter Aufwärtstrend ab. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 6 - Blatt 7 5. Fazit Das Geschäftsjahr 2004 war durch den Abschied von der Kulturhauptstadt- Bewerbung, den LivCom-Award und der dazwischen liegenden Kommunalwahl ge- prägt. Die Arbeit im städtischen Eigenbetrieb war konzentriert, vor allem auf die Fortsetzung und Weiterentwicklung von Qualität und Resonanz des städtischen Marketings. Die Umsetzung des ISM-Prozesses hat aus den vorgenannten Grün- den zumindest im öffentlichen Bewusstsein eine Pause erfahren. Dennoch waren die großen Kampagnen (Kulturhauptstadt und LivCom) hervorragende Prüfsteine und Praxistests für das städtische Zukunfts- und Kommunikationskonzept, das in 2005 in seine Konkretisierung, in die politische Implementierung und Umsetzung gehen kann. . Ertragslage, Vermögenslage MÜNSTER MARKETING erzielte im Geschäftsjahr 2004 Erträge in Höhe von 3.785.111,41 €. Hierin enthalten sind insbesondere der Zuschuss der Stadt Münster in Höhe von 2.892.080 €, der für die Jahre 2002 bis 2006 "gedeckelt", d.h. festge- schrieben ist. Darüber hinaus betrugen die Zinsen und ähnlichen Erträge insgesamt 20.857,05 €. Im gleichen Zeitraum betrugen die Aufwendungen 3.860.904,95 €. Somit ergibt sich ein Verlust für 2004 in Höhe von 54.936,49 €. Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuß des Jahres 2003 in Höhe von 50.463,16 €. Der Jahresüberschuß wurde gemäß Ratsbeschluss vom 07.07.2004 in die Rücklage eingestellt. Damit wird auch einer Empfehlung des Wirt- schaftsprüfers gefolgt, der die kontinuierliche Erhöhung der Rücklage befürwortet. Bei MÜNSTER MARKETING waren in 2004 insgesamt 30,5 Stellen (2003: 31 Stellen) eingerichtet. Davon waren 26 Stellen durch Angestellte, 4 Stellen durch Beam- te/Beamtinnen sowie 0,5 Stellen durch einen Lohngruppenempfänger (Türmer der Stadt Münster) besetzt. Der Personalaufwand geht aus der nachfolgenden Übersicht hervor: Verände- | Verände- | Bemerkun- rung rung gen 2004 2003 zum Vor- | zum Vor- jahr jahr (Euro) (Euro) (Euro) (in %) Einsatz Aushilfen bei Projek- Löhne 31.498,68 21.530,27| 9.968,41 46,30 |ten Gehälter 1.019.289,07| 1.012.152,64| 7.136,43 0,71 Beamtenbezüge 181.553,46 153.583,29| 27.970,17 18,21 | Beförderung Anpassung wegen ge- Urlaubs- + leisteter Überstundenrückstellung 22.948,72 14.181,56 8.767,16 61,82 | Stunden Altersteilzeit 10.000,00 | - 10.000,00 100,00 Zwischensumme 1.255.289,93| 1.211.447,76| 43.842,17 3,62 MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 7 - Blatt 8 Soziale Abgaben + Aufwendungen für Altersteilzeit + Unter- stützung 292.786,29 282.421,64| 10.364,65 3,67 Neuberech- nung wegen Pensionsrückstellung 49.886,00 19.245,00| 30.641,00 159,22 | Beförderung Zwischensumme 342.672,29 301.666,64 | 41.005,65 13,59 1.597.962,22| 1.513.114,40 | 84.847,82 5,61 Der Werksausschuss wurde 2004 in fünf Sitzungen von der Werksleitung über die Entwicklung von MÜNSTER MARKETING und alle wichtigen Angelegenheiten unterrich- tet. Dabei traf der Werksausschuss Entscheidungen im Rahmen seiner Zuständig- keit. Die Arbeit des städtischen Eigenbetriebs MÜNSTER MARKETING befand sich im Jahr 2004 vor allem durch die Kulturhauptstadt-Bewerbung und die weder finanziell noch von den Personalressourcen her eingeplante LivCom-Kampagne auf einem sehr hohen Belastungsniveau für die Mitarbeiter, das sich für das abgeschlossene Ge- schäftsjahr erneut in exorbitant hohen Überstundenzahlen niederschlägt, die in Hö- he der Veränderung der Rückstellung für Überstunden/Urlaub das Ergebnis des Ei- genbetriebs belasten. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 -Seite8- - Blatt 9 Ausblick 2005 Das Geschäftsjahr 2005 markiert den Auftakt der zweiten Phase des Stadtmarketings in vielerlei Hinsicht: o Die Ergebnisse des ISM-Prozesses müssen konkretisiert und in ein gesamtstädtisches Kommunikationskonzept umgesetzt werden. Die Zusammenarbeit der großen Institutionen mit überregionaler Reichweite wie Wirt- schaftsförderung, Halle Münsterland, Hochschulen, ggf. großen Kultureinrichtungen und MÜNSTER MARKETING wird im Sinne einer Dachmarken-Strategie intensiviert. Eine Reihe von vorbereiteten Projekten aus den verschiedenen Geschäftsfeldern (z.B. Onlinebuchbarkeit, Servicepreis, Lichtkonzept, Hotelgutachten, etc.) werden in 2005 umgesetzt. Die Organisationsentwicklung des Eigenbetriebs kann mit der Einrichtung des Kon- gressbüros und den personellen Veränderungen in der Touristik (nach Outsourcing der Vermittlung der Stadtführungen) zunächst als abgeschlossen gelten. Die Ausrichtung der Arbeit von MÜNSTER MARKETING am Münster-Profil "Wissenschaft und Lebensart" wird durch die Integration des Wissenschaftsbüros verstärkt. . Der ISM-Prozess Mit der kommunikativen Umsetzung des sog. Markenkerns des im ISM-Prozess erar- beiteten Stadtprofils ist bereits in den ersten Monaten des Jahres mit einigen erkenn- baren Kommunikationsprojekten begonnen worden. Als größtes Projekt ist die Realisierung des TV-Spots "Geheimtipp Münster" zu nen- nen, der seit dem 03. April 2005 über insgesamt acht Wochen im Nachrichtensender n- tv ausgestrahlt wird. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Halle Münster- land ist dabei ein Werbeträger entstanden, der in vielerlei Hinsicht überraschend ist. Neben der Tatsache, dass noch keine andere bundesdeutsche Stadt auf diese Art ihre Stadtwerbung betreibt, ist für Münster vor allem die Kooperation von Stadt- und Stand- ortmarketing neu. Sie erreicht es, dass die ausgezeichnet lebenswerte Stadt mit Wis- senschaft/Bildung (Tagungen und Kongresse) und Wirtschaft verbunden wird. Der Internetauftritt www.geheimtipp.muenster.de zeigt, wie die Neukonzeption des ge- samtstädtischen Internetauftritts den ISM-Prozess-Ergebnissen entsprechend erfolgen kann. Er zeigt zudem, wie eine Verlinkung der zahlreichen auch nicht städtischen Ein- richtungen im Hinblick auf das Stadtprofil erreicht werden kann und ist ein erster Schritt der Anpassung des gesamtstädtischen Außenauftritts an die Ergebnisse des ISM- Prozesses. Für 2005 ist eine Fortsetzung der Arbeit an einem städtischen Gesamtauftritt vorgese- hen, der sich nicht in einer Logodiskussion erschöpfen soll. Er soll sich vielmehr ein- ordnen in die Bemühungen, das ISM-Profil "Wissenschaft und Lebensart" zu überset- zen und eine Zielgruppen gerechte Kommunikationsstrategie zu entwickeln. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 9- Blatt 10 Für die Übersetzung des Profils soll bis ca. Juni 2005 ein Vorschlag vorliegen, der an- schließend von Beirat und Werksausschuss und letztlich vom Rat beschlossen werden wird. Er soll zudem auch als Markenfilter für künftige Leitprojekte dienen. . Veranstaltungen Im Veranstaltungsbereich sind neben den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen (Eurocityfest, Drachenfest, Montgolfiade, Tag der internationalen Hanse) vor allem der Bistumstag und der "Tag in Münster" im Rahmen des Weltjugendtages hervorzuheben. Beide Veranstaltungen werden jeweils bis zu 50.000 Besucher in die Stadt bringen und seitens MÜNSTER MARKETING betreut; die technische Arbeitsgruppe leistet dazu eben- falls einen erheblichen Beitrag. Westfälischer Frieden In der Woche um den 24. Oktober herum soll das bereits angekündigte Konzept zur Feier des Westfälischen Friedens in Münster realisiert werden. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Münster als Stadt des Westfälischen Friedens nach innen und nach außen zu kommunizieren und stärker als bisher zu profilieren. Der in- haltliche Fokus liegt, ganz im Sinne der Kulturhauptstadt-Bewerbung, auf der aus dem historischen Bewusstsein abgeleiteten Verpflichtung Münsters, sich als Stadt des Westfälischen Friedens in einer zeitgemäßen Form für den Diskurs über Krieg und Frieden, den Dialog der Staaten, zur Verfügung zu stellen. In Kooperation mit der Uni- versität, dem Zentrum für Niederlande-Studien, dem Westfälischen Landesmuseum, dem Kulturamt und MÜNSTER MARKETING wird zurzeit eine Veranstaltung konzipiert, die a den wissenschaftlichen und politischen Diskurs über zentrale Fragen des Zusam- menlebens in der globalen Welt öffentlichkeitswirksam thematisiert = eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema anbietet = den Bürgern der Stadt, Heimatverbänden wie Schulen eine Möglichkeit zur eigenen Artikulation anbietet. Werksausschuss und Kulturausschuss werden dazu mit einer gesonderten Vorlage in Kürze informiert. . Stadtraum Kultur Im Schnittpunkt von Veranstaltungs- und Citymanagement bewegen sich die Aktivitä- ten von MÜNSTER MARKETING bei der Frage nach Funktion, Wandel und Gestaltung öf- fentlicher Plätze. Gemeinsam mit FREIHAUS, einem Zusammenschluss von Architek- ten und Designern - gegründet aus der Fachhochschule Münster -, ist die Veranstal- tungsreihe "Hausmeister-Gespräche" entstanden - eine Reihe von Salongesprächen mit auswärtigen Gästen, in der die mit dem Auditorium verschiedene Fragen von Stadt, Stadtraum und Stadtentwicklung diskutiert werden. Die "Hausmeister-Gespräche" sind als Modul eines Experimentierprojektes zu verstehen, das mit Stadtentwicklung und Stadtplanung, Kultur und Stadtmarketing neue und anderen Formen der Stadtplanung ausprobieren will. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 10 - Blatt 11 Die Moderationsprozesse beim Picasso-Platz und beim Kreativkai gehören ebenso in dieses Experimentierfeld wie die Platzinszenierungen bei "Schauraum" und der "Nacht der Museen". Dabei soll durch temporäre Veränderungen bestimmter Räume und Plät- ze der gewohnte Blick auf die Stadt kurzfristig irritiert werden, so dass neue und ande- re Möglichkeiten von Nutzung und Gestaltung aufscheinen können. Diese Überlegun- gen sind auch Teil eines Projektes zu "Stadtraum Kultur und Architektur", das unter Federführung des Planungsamtes zurzeit erarbeitet wird. . Studierende bekommen Besuch von ihren Eltern Im Zusammenhang mit den Aktivitäten zur Wissenschaftsstadt hat Klaus Baumeister von den Westfälischen Nachrichten ein interessantes Projekt an Stadt und Hochschu- len herangetragen, das sich an die Eltern der Studierenden richtet. Vom 04. bis 06. November 2005 werden die Stadt und alle Hochschulen die Eltern ih- rer Studierenden nach Münster einladen. Die Eltern erhalten ein attraktives Bonuspa- ket mit Stadtführungen, ÖPNV-Vergünstigungen und Friedenssaal-Besuch, ggf. auch einen Mensa-Brunch und günstige Hotelkonditionen. Am Wochenende präsentieren sich die Hochschulen und die Kultur- und Sportszene der Stadt mit jeweils eigenen Programmen. Ziel des bei Erfolg wiederkehrenden Projektes ist es, die Zielgruppe der Eltern an die Hochschulstadt zu binden - und vielleicht haben ja auch die Studierenden selbst noch nie an einer Stadtführung teilgenommen oder das Theaterangebot von Pumpenhaus, freier Szene oder Städtischen Bühnen noch nie wahrgenommen. . Citymanagement Das Citymanagement hat 2005 gemeinsam mit den Kaufleuten folgende Projekte und Ziele vereinbart: © Inbetriebnahme des Betreuungsangebotes für Kinder im Stadthausturm Aus dem "Ab in die Mitte!"-Projekt "COOLisse" entstanden, wird es ab dem 21. Mai allen Eltern möglich sein, gegen einen symbolischen Betrag ihre Kinder für maximal drei Stunden in der professionellen Kinderbetreuung im Stadthausturm "Maxi-Turm" abzugeben und beispielsweise in Ruhe einzukaufen oder einen Arzt- oder Behör- dengang zu erledigen. Die Kaufleute der Innenstadt finanzieren das Angebot mit jährlich 15.000 Euro mit. Die Leitung obliegt dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Das Sandkastenangebot auf dem Syndikatplatz im Sommer ergänzt diese Einrich- tung, die auf ganz nachhaltige Weise die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt für El- tern und ihre Kinder erhöht. a Verkaufsoffener Sonntag Am 27. November (1. Advents-Sonntag) werden die Innenstadtkaufleute einen ver- kaufsoffenen Sonntag im Rahmen der Weihnachtsmärkte durchführen. Die Koordi- nation des Werbeauftritts und die Organisation liegt bei MÜNSTER MARKETING. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 11 - o Blatt 12 Lichtkonzept Noch vor der dunklen Jahreszeit soll das ganzjährige Lichtkonzept auf dem Prinzi- palmarkt, dem Rathaus und wenn eben möglich auch an der Lambertikirche reali- siert sein. Als nächster Schritt steht die Umsetzung des Lichtkonzeptes auf der Agenda. Einen Anfang werden die Kaufmannschaft am Prinzipalmarkt, die Kirchengemeinde von St. Lamberti, das Museum für Lackkunst und die Stadt Münster machen. Die Kauf- leute am Prinzipalmarkt haben signalisiert, aus eigenen Mitteln eine dem Lichtkon- zept entsprechende, einheitliche Beleuchtung für die Giebelhäuser am Prinzipal- markt zu installieren. Die Stadt Münster wird Gleiches für das Rathaus und das Stadtweinhaus umsetzen. Auch der Kirchenvorstand von St. Lamberti hat eine Licht-Detailplanung entsprechend des Lichtkonzeptes für die Lambertikirche in Auf- trag gegeben. Das Museum für Lackkunst beabsichtigt nach erfolgreicher Probebe- leuchtung eine zeitnahe Illumination des Gebäudes an der Windthorststraße. Noch in diesem Jahr sollen damit erste entscheidende Schritte zur Realisierung des Lichtkonzeptes umgesetzt werden. ISG Die Arbeit in der ISG Bahnhof wird sich über ganze Jahr 2005 erstrecken. Gegen Ende des Jahres soll ein Masterplan vorliegen, der kurz-, mittel- und langfristige Projekte zur Umsetzung definierter Ziele in den Bereichen Sicherheit/Sauberkeit, Licht/Gestaltung und Parken/Verkehr festlegt. Bis dahin muss auch entschieden sein, in welcher Rechtsform, in welcher Organisation und mit welchen finanziellen Mitteln die ISG künftig arbeiten will. Stadtteilmarketing Das münsteraner Stadtmarketing vermarktet und konzipiert in erster Linie die ober- zentralen und überregional relevanten Profile und Qualitäten der Stadt. So wird auch das Citymanagement nicht im Sinne eines Innenstadtmarketings betrieben, sondern es betont ausschließlich die für das Oberzentrum relevanten Stärken und Eigenheiten. Die Stadtteile tragen zu dieser Qualität ebenso bei. Die hohe Lebens- qualität der Stadt hängt ganz unmittelbar mit der Wohn-, Umfeld- und Infrastruktur- qualität in den Stadtteilen zusammen. Aus diesem Grund arbeitet MÜNSTER MARKE- TING zurzeit gemeinsam mit den Bezirksbürgermeistern und Bezirksverwaltungslei- tern an einem Konzept für ein Stadtteilmarketing, über das der Werksausschuss in einer der nächsten Sitzungen detaillierter informiert werden soll. Die Leitlinien für die Stadtteile orientieren sich an denen des Stadtmarketings ins- gesamt: "= Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen vor Ort "= Unterstützung langfristiger Strukturkonzepte vs. kurzfristiger Veranstaltungen und Events "= Anbindung an die Stadtteilorganisationen, Bezirksbürgermeister, Bezirksverwal- tungsstellen » Unterstützung der Prozesse zur Etablierung des Stadtmarketings "= Finanzielle Eigenbeteiligung von Privaten und den BV selber MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 12 - [e} Blatt 13 Wissenschaftsbüro Seit dem 01. April 2005 ist das Wissenschaftsbüro - die ehemalige Stabsstelle beim Stadtdirektor - mit Herrn Dr. Matthias Schmidt bei MÜNSTER MARKETING angesiedelt. Diese organisatorische Maßnahme stützt den ISM-Prozess und bindet die Aktivitä- ten von Stadt und Hochschulen zum Handlungsprogramm Wissenschaft in die Pro- filierungs- und Marketingaktivitäten der Stadt ein. Schwerpunkte sind die Initiierung, der Auf- und Ausbau und die Betreuung von Wis- senschaftsnetzwerken sowie die Durchführung und Unterstützung von Projekten, welche "= der Vernetzung von Akteuren in der Wissenschaftsstadt Münster, "= der Positionierung und Profilierung der Wissenschafts- und Kongressstadt Münster nach Innen und Außen sowie "= der Verankerung des Themas Wissenschaft in der Stadtgesellschaft dienen. In diesem Kontext sind 2005 folgende Aktivitäten vorgesehen: » Strategien zur Verankerung des Themas „Wissenschaft‘ im Bewusstsein der Stadtgesellschaft („Scientific Citizenship“) — Veranstaltung mit Frau Prof. Dr. Ul- rike Felt von der Universität Wien am 09.06.2005 im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Universität und Stadt „Europäische Wissenschafts- städte". "= Weitere Umsetzung von Projektideen aus den beiden Wettbewerbsverfahren „Stadt der Wissenschaft“. Aktuell wird auf Initiative der Universität in Kooperati- on mit Wirtschaftsförderung und Wissenschaftsbüro eine Veranstaltungsreihe „Patentes aus Münster“ konzeptioniert. Bei den angedachten Veranstaltungen soll herausgestellt werden, dass sich in Münster Wissenschaft nicht im „Elfen- beinturm“ befindet sondern dass „Wissen Münster schafft“. "= Einbindung von Studierenden in die Diskussion über die Wissenschaftsstadt Münster. Der Debattierclub der Universität Münster e.V. erarbeitet hierzu in en- ger Kooperation mit der Stadt Münster ein geeignetes Veranstaltungsformat. = Im Rahmen des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausge- schriebenen Wettbewerbes „Stadt der Wissenschaft .2006“ ist der Internet- Auftritt www.wissen-schafft-muenster.de entstanden. Dieser soll in Kooperation mit Münsters Wissenschaftsakteuren zu einem Wissenschaftsportal für Münster weiterentwickelt werden. e Wissenschaft im Dialog mit der Stadtgesellschaft — das ist das Ziel einer Initiati- ve auch des Vereines MS Hafen e.V., welche von der Stadt Münster unterstützt wird: Vom 5. Bis zum 7. Juli 2005 wird in Münsters Stadthafen die MS Einstein anlegen: Die Ausstellung an Bord des Schiffes der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ bringt den Besuchern Einsteins Werk und seine Persönlichkeit nahe. Die Einbindung in den Eigenbetrieb wird weitere Projekte generieren und das Wis- senschaftsprofil sowohl in touristischem Kontext, vor allem bei den Wissenschafts- kongressen als auch im Veranstaltungsbereich mit umsetzen. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 13 - Blatt 14 6. Touristik Mit der Neuorganisation in der Touristik soll die Qualität im Service verbessert, vor al- lem aber eine effektive Vermarktung der touristischen Destination Münster/Münsterland erreicht werden. D Neue Zimmerbuchungssoftware Zum Jahresbeginn 2005 hat MÜNSTER MARKETING eine neue Zimmerreservierungs- software der Firma NetHotels eingeführt, mit der auch in anderen Städten wie Dortmund, Würzburg, Heidelberg erfolgreich gearbeitet wird. Diese Software bietet im Vergleich zu der bisher eingesetzten den entscheidenden Vorteil, dass damit auch Onlinebuchungen unter www.tourismus.muenster.de möglich sind. Unmittel- bar zur Einführung haben bereits 20 Hotels Zimmer im System frei geschaltet. Auch das externe Call Center von MÜNSTER MARKETING arbeitet mit dieser Software und vermittelt Zimmer an Gäste. Die Zahlen in den ersten 3 Monaten sind absolut posi- tiv und MÜNSTER MARKETING erwartet steigende Zahlen, da immer mehr Gäste die- sen Weg der Buchung wählen und auch laufend neue Hotels Zimmer in das System einstellen. Im Zuge der Einführung der Software von NetHotels sind mit den Hotels neue Ver- mittlungsverträge abgeschlossen worden. Die Einführung erfolgt damit auch recht- zeitig im Hinblick auf die Fußball WM 2006. Servicepreis Münsterland Der gemeinsam mit den Partnern Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW, Aktion Münsterland e.V., Münsterland Touristik Zen- trale - Grünes Band e.V., Marketing Centrum Münster, Bocholt Stadtmarketing, DEHOGA Westfalen und Münsters TOP-Hotels konzipierte Servicepreis Münster- land wird am 26. Oktober 2005 in Münster verliehen. Er prämiert zum einen den Gastgeber des Jahres (Hotel und Restaurants), zum anderen ein innovatives Dienstleistungskonzept. Wissenschaftlich begleitet vom Marketing Centrum Mün- ster, Lehrstuhl Professor Ahlert - also ebenfalls eine Wissenschaftskooperation - soll der Servicepreis die Standortqualität des Münsterlandes stärken. Das Projekt wird als Modellprojekt vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Kongressbüro Eine weitere Konsequenz aus den Organisationsveränderungen in der Touristik ist die Verstärkung des Kongressbüros. Als Koordinatorin der örtlichen Kongressinitia- tive wird MÜNSTER MARKETING in Kürze ein Leistungspaket für Kongressausrichter in Münster entwickeln, das durch hervorragenden Service, einfache Handhabung und vor allem einen guten Preis bestechen soll. Mit diesem Angebot soll gemeinsam mit den Hochschulen vor allem der Kongressmarkt im Wissenschaftsbereich bearbeitet und Professoren sowie Veranstalter ermutigt werden, Fachkongresse nach Münster zu holen. Eine Übersicht der Tagungen und Kongresse die in 2005 in Münster stattfinden ist in der Anlage 2 beigefügt. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 14 - o Blatt 15 Touristische Kooperationen Tourismusmarketing in Münster erfolgt immer stärker in Zusammenarbeit der wich- tigen Partner vor Ort: die Halle Münsterland, die Hotels, die Wirtschaftsförderung und die Verbände DEHOGA, IHK, etc. arbeiten dabei gemeinsam mit den Hoch- schulen, bisweilen auch mit den Kaufleuten, an der touristischen Vermarktung der lebenswertesten Stadt. Wichtige Unterstützung erhält die Stadt hierbei durch den FMO und die Air Berlin. Als 1b-Standort auch in touristischer Hinsicht wird die touristische Vermarktung für Münster nur gelingen, wenn das Netzwerk sich noch konsequenter und strategi- scher ausrichtet als das bisher der Fall ist. In diese Richtung werden die Überle- gungen im laufenden Geschäftsjahr gehen. Die Auswertung des Hotelgutachtens und die Umsetzung der dort gegebenen Handlungsempfehlungen wird in die Wei- terentwicklung des touristischen Konzeptes für Münster einfließen. Vermittlung von Gästeführungen Analog zum Modell des Souvenirverkaufs, der seit 2003 durch einen privaten Kaufmann und auf dessen eigene Rechnung erfolgt, hat sich der Eigenbetrieb Mün- ster Marketing mit Wirkung vom 01.05.2005 auch von der Vermittlung der Gästefüh- rungen getrennt. Diese Aufgabe wurde dem Verein Stadt-Lupe e.V. übertragen, der seine Büroräume im Stadthaus 1, unmittelbar neben der Touristik bezogen hat. Der Eigenbetrieb verzichtet künftig auf die Vermittlungsgebühren in Höhe von jähr- lich rund 30.000 Euro und wird in Zukunft daher einen geringeren Umsatz nachwei- sen. Gleichwohl ist die Maßnahme betriebswirtschaftlich und der Logik der Verwal- tungsverschlankung entsprechend sinnvoll: es werden 2,5 Personalstellen frei, die in die Verstärkung des Kongressbereiches fließen. Auch dort sollen künftig Ein- nahmen generiert werden. Außerdem schafft die Delegation an den privaten Ver- mittler weitere Arbeitsplätze und vor allem einen besseren Service für den Kunden, der ab jetzt Vermittlung, Führung und Abrechnung aus einer Hand erhält. Mit dieser Art der Organisationsentwicklung - nämlich der Umsetzung betriebswirt- schaftlich sinnvoller Maßnahmen zur Stärkung des Kerngeschäfts - steht Münster mit wenigen anderen (u.a. Osnabrück, Freiburg) relativ alleine. Der Grund liegt auf der Hand: das Bild eines umsatzstarken Betriebs ist der Öffentlichkeit besser zu vermitteln als das einer Organisation, in der die städtischen Investitionen nicht un- mittelbar als Einnahme zurückfließen, sondern den Return on invest auf den ge- samten Standort verteilen will - Hotellerie, Einzelhandel, Gastronomie, Halle Mün- sterland, etc. Das Einverständnis der Politik vorausgesetzt werden wir diesen Weg dennoch weiter gehen, weil er am ehesten den Aufgaben eines städtischen Marke- tings entspricht und weil er auch betriebswirtschaftlich der sparsamste und klarste Weg ist. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 15 - Blatt 16 7. Stadtwerbung Die Stadtwerbung wird in 2005 die größeren Projekte begleiten (Tag der internationa- len Hanse, "Schauraum", Eltern-Studierenden-Projekt, Servicepreis, etc.) und das Pu- blikationsspektrum von MÜNSTER MARKETING ständig aktualisieren und ergänzen. Die wichtigste Aufgabe aber besteht darin, auch in Werbung und PR wie beim TV-Spot ge- schehen, Allianzen mit anderen Partnern zu suchen und wie mit dem Wirtschaftsinfor- mationsdienst den Zusammenschluss für zielgerichtete PR und Werbung zu suchen. Der Relaunch des städtischen Internetauftritts und die Überarbeitung des Gesamtauf- tritts nach ISM-Kriterien sind ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit im laufenden Ge- schäftsjahr. 8. Zusammenfassung Die Schwerpunktsetzungen in den einzelnen Arbeitsbereichen machen deutlich, dass die Aufbauphase des Eigenbetriebs MÜNSTER MARKETING abgeschlossen ist. Das mün- stersche Stadt- und Tourismusmarketing ist auch operativ ganz im Sinne des ganzheit- lichen und strategischen Profilierungsanspruchs organisiert. Es bildet das Dach für Standortmarketing und Destinationsmanagement gleichermaßen. Wenn die Übersetzung und Umsetzung des ISM-Profils gelingt und auch im Bewusst- sein der Entscheidungsträger in Rat und Verwaltung, aber vor allem auch in der Bevöl- kerung als plausibel und lebbar verankert werden kann, ist bereits der wichtigste Schritt im Zukunftsprozess der Stadt Münster getan. Alle Bemühungen müssen sich daher im laufenden Geschäftsjahr auf eine noch stärke- re Kooperation und Vernetzung der strategisch wichtigen Partner richten. Allein wird künftig weder die Wirtschaftsförderung, noch die Halle Münsterland, noch die Universi- tät und die Fachhochschule eine überregionale Wahrnehmung erreichen. Gemeinsam hat die Anstrengung durchaus Aussicht auf Erfolg. Das ist die eigentliche Botschaft der in der letzten Zeit in Auftrag gegebenen Gutachten und auch der gewonnenen Aus- zeichnungen. MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 16 - Blatt 17 Anlage 1 zum Lagebericht 2004 Medienabdrucke 2004 (Auswahl): International: o „Worlds most liveable City“, The Atlantic times, Nov. 2004 “On the tiles in a Grimm fairytale”, Daily Telegraph 14.2.2004 “Contrast of delight”, Eastern Daily Press, 17.7.2004 Magazin der Fluglinie Germanwings Korea Tourism News DZT-Broschüre „Treffpunkt Deutschland“ DZT-Broschüre „Kleine Preise für die Reise“ -> 500.000 Ex., Übersetzung in 10 Spra- chen, Münster sogar mit Preisverlosung beteiligt o DZT-Weihnachtsmärkte in Deutschland -> 500.000 Ex., Übersetzung in 10 Sprachen 000000 National: o Focus, u.a. Veranstaltungsabkündigung für Send und Münster in diversen Städtever- gleichen o Diverse kleinere Meldungen in Woche der Frau, Echo der Frau, Frau von Heute o „Die Reize einer schönen Unbekannten“ Die Tagespost, 13.11.2004 o „Münster — Kultur- und Kongress-Standort in Westfalen“, Rheinische Post, 27.3.2004 o „Hightech, Kunst und Spaß am Kreativkai“, Westf. Rundschau, 7.8.2004 oc „Münster: Nacht-Kultur“, Prisma, 36/2004 o “Stadt im Spiegel”, Frankfurter Rundschau, 2.7.2004 o „Volles Risiko - Gründen in Deutschland“, Wirtschaftswoche, 13.5.2004 o „Zu den Schlössern im Wasser“, Hannoversche Allgemeine, 29.5.2004 o Abdruck Tatortstadt in DB Mobil, Februar 2004 (3 Seiten), Kölner Express, 13.5.04, Rheinische Post, 14.1.04, Kölner Stadt-Anzeiger, 17.3.04, Hamburger Abendblatt, 15.5.04, Bild am Sonntag, 30.5.04, Bild am Sonntag, 22.8.2004 („Tatort Urlaub“) o Fahrradstadt Münster u.a. in ZEIT, 7.4.04, Westfälischer Rundschau, 12.5.04, WAZ, 12.5.04, Westfalenpost, 12.5.04, ADAC Motorwelt 4/2004, 7 Tage (3 Seiten), 3.3.04, Rheinische Post, 27.3.04 (Skulptour), Sonderheft „AktivRadfahren“ (2 Seiten Münster Porträt) oc Shopping Special u.a. in Mitteldeutsche Zeitung, 16.4.04 Regional: o Meldungen und Berichte in Westfalium, Westfalenspiegel, Münsterland Magazin etc. Internet: o www.travelradio.com oe www.gonomad.com oe www.about.hotels.com MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 17 - Tagungen und Kongresse 2005 in Münster (Auswahl): 11.01. — 13.01. 05.02. 11.02. - 12.02. 14.02. - 16.02. 21.02. — 25.02. 24.02. - 27.02. 02.03. — 03.03. 05.03. — 06.03. 09.03. — 12.03. 10.03. — 12.03. 16.03. — 19.03. 16.03. — 18.03. 06.04. 08.04. — 09.04. 23.04. — 24.04. 28.04. 28.04. — 30.04. DLG-Wintertagung (1.200 TN) 14. Apisticus-Tag (800 TN) Diabetes 2005, Ausstellung mit Fachkongress (1.000 TN) 9. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (900 TN) Repititorium Anästhesiologie (250 TN) 10. Kongress der Christoph-Dornier-Stiftung (60 TN) Jahrestagung Nano2Life (200 TN) Deutsche Meisterschaft in den karnevalis- tischen Tänzen (4.500 TN) 49. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (700 TN) Endoprothetik Forum Münster (200 TN) MEK 2005 (300 TN) SFT-Architekturcongress (2.000 TN) Gemeindekongress 2005 (1.500 TN) Tag der Westfälischen Geschichte Teddybär Total (550 Aussteller; Besucher) Jahrestagung VDI stofftechnik (150 TN) Frühjahrstagung des Deutschen Marketing- Verbandes (150-200 TN) Blatt 18 Anlage 2 zum Lagebericht 2004 Halle Münsterland Schloss Halle Münsterland Halle Münsterland Hörsaalgebäude Albert-Schweitzer- Straße Christoph-Dornier- Stiftung Stadtweinhaus Halle Münsterland Halle Münsterland Gut Havichhorst Schloss Halle Münsterland Halle Münsterland Rathaus Halle Münsterland Halle Münsterland Mercure MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 18 - 04.05 11.08. 24.05. 27.05 01.06. 06.06 21.06 28.06. .— 07.05. .— 29.05. .— 07.06. .— 22.06. 29.06. 05.07. 15.07 01.09 08.09 21.09. 21.09. 22.09. 22.09. 26.09. .— 17.07. .— 04.09. . — 10.09. - 24.09. — 12.05. — 25.05. — 04.06. — 02.07. — 09.07. — 24.09. — 24.09. — 23.09. — 28.09. Bundesverbandstag des Dt. Schädlingsbekämpferverbandes (150 TN) Tankstelle & Mittelstand (250 Aussteller; 2.500 Besucher) OKSTRA Symposium der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (180 TN) DJK Bundessportfest (8.000 TN) 5® International Zoo & Aquarium Marketing Conference (8.000 TN) Kongress Handelsinformationssysteme (300 TN) Stadtarchivar und öffentliche Geschichtskultur (150 TN) Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (250/280 TN) 14. Werkstatt für die Pflege (1.000 TN) World Marketing Congress (250 TN) Sommertagung NHV (600 TN) International Symposium Inflammatory Bowel Disease (Entzündliche Darmerkrankung) (300-400 TN) 18. Jahrestagung der Gesellschaft für ästhe- tische Chirurgie Deutschlands (300 TN) 6. Bundeskongress für soziale Arbeit (1.400 TN) 32. Tagung des Arbeitskreises für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa (100 TN) NanoBio Europe (250 TN) Psychiatrie nutzt Innovationen (200 TN) vfdb-Jahresfachtagung (600 TN) Blatt 19 Mövenpick Halle Münsterland Halle Münsterland Mövenpick Schloss Speicherstadt Theater/Land- schaftsverband Halle Münsterland Mövenpick Naturkunde- museum/ Planetarium Schloss Halle Münsterland Hörsaalgebäude Hindenburgplatz Landesmuseum Halle Münsterland Gebäude LWL Halle Münsterland MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004 - Seite 19 - 27.09. — 29.09. 30.09. - 01.10. 18.10. — 19.10. 28.10. - 29.10. 04.11. - 06.11. 23.11. - 24.11 01.12. — 03.12. 03.12. - 10.12. IPOMEX (130 Aussteller; 2.400 Besucher) 172. Tagung der Vereinigung niederrheinisch- westfälischen Chirurgen (400 TN) gewerkschaft (400 TN) Bundesversammlung Kneipp-Bund (150 TN) Qualität der neuen Lehre (250 TN) business online 2005 (120 Aussteller; 1.000 37. Münsteraner Anästhesie-Symposium 19. Jahrestreffen der Deutschen IVF (500 TN) Blatt 20 Halle Münsterland Halle Münsterland Halle Münsterland Rathaus/Stadtwein haus Klinikum Münsterland Halle Münsterland Halle Münsterland Halle Münsterland MÜNSTER MARKETING: Lagebericht 2004
Beschlussvorlage
3242 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER Münster Marketing Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses von Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2004 Beratungsfolge 08.09.2005 Werksausschuss Münster-Marketing Vorberatung 13.09.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 21.09.2005 Hauptausschuss Vorberatung 21.09.2005 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss 2004 von MÜNSTER MARKETING (Anlage) mit einer Bilanzsumme von 1.036.751,81 € und einem Jahresfehlbetrag von 54.936,49 € wird festgestellt. 2. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2004 weist einen Jahresfehlbe- trag von 54.936,49 € aus. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 54.936,49 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 3. Die Werkleitung wird für das Wirtschaftsjahr 2004 entlastet. Kosten/Folgekosten Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. Begründung: Die CURACON GmbH aus Münster, vertreten durch Herrn Jürgens und Herrn Schwarz, hat im Auftrag von MÜNSTER MARKETING den Jahresabschluss und den Lagebericht des Wirtschafts- jahres 2004 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß der Betriebssatzung von MÜNSTER MARKETING dem Werksausschuss und dem Rat vorzulegen. Ferner wird der Beirat von MÜNS- TER MARKETING über den Jahresabschluss und den Lagebericht informiert. Vorlagen-Nr.: V/0599/2005 Auskunft erteilt: Herr Meyersick Ruf: 4 92 27 03 E-Mail: Meyersick@stadt-muenster.de Datum: 22.07.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Jahresabschluss Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Bestim- mungen der Eigenbetriebsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgestellt und gegliedert. Lagebericht Zum Lagebericht wurde seitens der CURACON festgestellt, dass dieser gemäß § 25 EigVo aufge- stellt worden ist und insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Einrichtung vermit- telt und die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Prüfungsergebnis Die CURACON erteilt MÜNSTER MARKETING für das Wirtschaftsjahr 2004 einen uneinge- schränkten Bestätigungsvermerk. Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss sowie zum Lagebericht können den beigefügten Unterlagen entnommen werden. Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse von Herrn Jür- gens (CURACON) in der Werksausschusssitzung am 08.09.2005 im Einzelnen erläutert. Zu 2. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Mit Gründung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 01.07.2001 wurde MÜNSTER MARKE- TING in wirtschaftlicher Hinsicht selbständig. Aufgrund der aktuellen Betriebssatzung ist MÜNS- TER MARKETING aber lediglich im einem Stammkapital von 25.000 € ausgestattet. Die Bilanzge- winne der Vorjahre wurden daher in die Rücklage eingestellt. Der Jahresfehlbetrag 2004 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresfehlbetrag entstand durch nachträgliche Umsatzsteuerforderungen für das Wirtschafts- jahr 2003. Zu 3. In analoger Anwendung des Gesellschaftsrechtes (§ 120 AktG) sollte auch über die Entlastung der Werkleitung entschieden werden. I.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Windthorststraße
- Syndikatplatz
- Albert-Schweitzer-Straße
- Prinzipalmarkt
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0599/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 22.07.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37