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V/0156/2012

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Städtischen Bühnen Münster für das Wirtschaftsjahr 2010/2011

Vorlagen 16.02.2012

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Anhang Lagebericht

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Ansehen

Beschlussvorlage

4293 Zeichen

V/0156/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Städtische Bühnen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Städtischen Bühnen Münster für 
das Wirtschaftsjahr 2010/2011 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
15.03.2012 Kulturausschuss Vorberatung 
15.03.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
21.03.2012 Hauptausschuss Vorberatung 
21.03.2012 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss 2010/2011 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Städtische Bü h-
nen Münster, bestehend aus der Bilanz, der Gewinn - und Verlustrechnung sowie dem L a-
gebericht der Betriebsleitung, wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 
2010/2011 nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung 
Städtische Bühnen Münster am 15.02.2012 d urch die Concunia GmbH Wirtschaftspr ü-
fungsgesellschaft, Münster, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2010/2011 weist einen Jahre s-
überschuss von 3.348,83 € aus. Der Jahresüberschus s wird in die Gewinnrücklage eing e-
stellt. 
 
4. Der Betriebsleitung der Städtischen Bühnen Münster wird für das Wirtschaftsjahr 
2010/2011 Entlastung erteilt. 
 
5. Zur Prüfung des Jahresabschlusses 2011/2012 der Städtischen Bühnen Münster wird die 
Concunia GmbH Wirt schaftsprüfungsgesellschaft, Grevener Straße 105, 48159 Münster, 
bestellt.  
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 2011/2012  
im Wirtschaftsplan 2011/2012 berücksichtigt sind. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0156/2012 
Auskunft erteilt: 
Herr Braun 
Ruf: 
59 09 121 
E-Mail: 
Braun@stadt-muenster.de  
Datum: 
27.02.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0156/2012 
 
 
 
Begründung: 
 
Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Münster hat im Auftrag der Städtischen 
Bühnen Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahres-
abschluss und Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2010/2011 geprüft . Die geprüften Unterlagen 
sind gemäß gem. § 13 der  Betriebssatzung der Städtischen Bühnen dem Betriebsausschuss und 
dem Rat vorzulegen. 
 
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW in Verbindung 
mit den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. 
 
Zum Lagebericht wurde seitens der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgestellt, 
dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jahresabschluss 
steht und die sonstigen Angaben  im Lagebericht keine falsche Vorstellung von der Lage des E i-
genbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darg e-
stellt sind. 
 
Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft  erteilt den Städtischen Bühnen Münste r für 
das Wirtschaftsjahr 2010/2011 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 20 10/2011 können den beigefügten Unterlagen 
entnommen werden. 
 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter,  Herrn Diplom -Betriebswirt 
Christian Trost, der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Betriebsausschusssit-
zung am 15.03.2012 im Einzelnen erläutert. 
 
Die Prüfung des Jahresabschlusses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Städtische Bühnen 
Münster obliegt gem. §106 Abs. 2 GO NW der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese bedient sich zur 
Durchführung der Jahresabschlussprüfung eines Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftspr ü-
fungsgesellschaft. Die Städtischen Bühnen Münster können einen Vorschlag unterbreiten, dem die 
Gemeindeprüfungsanstalt folgen soll.  
 
Gem. § 5 EigVO benennt der Betriebsausschuss die Prüferin oder den Prüfer für den Jahresa b-
schluss.  
 
In Abstimmung mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen und dem AWR wird vorgeschlagen, 
vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gemeindeprüfungsanstalt, die Concunia GmbH Wir t-
schaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2011/2012 zu beauftragen.  
 
 
Gez. 
 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
 
Anlage: Jahresabschluss 2010/2011 Städtische Bühnen Münster

Anhang Lagebericht

48672 Zeichen

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung 
 
Städtische Bühnen Münster 
 
 
 
Jahresabschluss  
 
für das 
 
Wirtschaftsjahr 2010/2011

2 
 
Bilanz zum 31.08.2011 
      
A K T I V A   31.08.2011  Vorjahr  
===========  € € 
A. Anlagevermögen    
    I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Summe immaterielle Vermögensgegenstände  13.367,41  9.149,19  
    II. Sachanlagen    
        Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.611.348,73  3.705.017,02  
        Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 243.692,51  606.659,08  
Summe Sachanlagen  4.855.041,24  4.311.676,10  
    III. Finanzanlagen    
        Wertpapiere des Anlagevermögens  111.542,40  111.542,40  
        Sonstige Ausleihungen  19.895,21  25.379,49  
Summe Finanzanlagen  131.437,61  136.921,89  
Summe Anlagevermögen  4.999.846,26  4.457.747,18  
B. Umlaufvermögen    
    I. Vorräte    
        Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  67.263,00  113.935,00  
Summe Vorräte  67.263,00  113.935,00  
    II. Forderungen und sonstige    
        Vermögensgegenstände    
        Forderung aus Lieferungen und Leistungen 734.778,99  34.578,07  
        Forderungen gegen die Stadt Münster    
        davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.299.871,16  1.299.871,16  
        Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 17.289,78  2.648.568,13  
        Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 1.317.160,94  3.948.439,29  
        Sonstige Vermögensgegenstände  35.609,17  29.092,14  
Summe Forderungen  2.087.549,10  4.012.109,50  
    IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.518.614,24  21.492,95  
Gesamtsumme Umlaufvermögen  3.673.426,34  4.147.537,45  
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten  85.116,43  88.695,70  
    
S U M M E   A K T I V A  8.758.389,03  8.693 .980,33  
=======================    
    
      
P A S S I V A   31.08.2011  Vorjahr  
=============   €   €  
A. Eigenkapital    
    I. Gezeichnetes Kapital  50.000,00  50.000,00  
    II. Kapitalrücklagen  4.244.893,79  4.244.893,79  
    III. Gewinnrücklage  44.708,00  39.878,71  
    IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag    
    V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag  3.348,83  4.829,29  
Summe Eigenkapital  4.342.950,62  4.339.601,79  
B. Sonderposten für Zuwendungen  130.404,44  157.157,30  
C. Rückstellungen    
    I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.600.811,00  1.436.490,00  
    II. Sonstige Rückstellungen  1.321.187,92  1.274.707,00  
Summe Rückstellungen  2.921.998,92  2.711.197,00  
D. Verbindlichkeiten    
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.232.767,37  1.111.280,64  
   Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistung  365.692,57  355.811,84  
   Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr  365.692,57  355.811,84  
   Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster  838.634,03  297.023,58 
   Sonstige Verbindlichkeiten  28.440,77  458.445,22  
   davon Steuerverbindlichkeiten  819,83  627,91  
   Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit  2.386,95  2.114,62  
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.206,78  2.742,53  
   andere sonstige Verbindlichkeiten  25.233,99  455.702,69  
   Summe sonstige Verbindlichkeiten  28.440,77  458.445,22  
Summe Verbindlichkeiten  1.232.767,37  1.111.280,64  
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten  130.267,68  374.743,60  
    
S U M M E   P A S S I V A  8.758.389,03  8.693.980,33  
=========================

3 
 
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2010 bis 31. August 2011 
    
   
   
   2010/2011  Vorjahr  
   €   €  
      
    
1. Umsatzerlöse 2.630.506,70 
 2.453.373,65  
    
2. Betriebskostenzuschüsse 20.054.013,11 
 19.371.242,32  
   
3. Aktivierte Eigenleistungen                                                                                                  249.295,00  0,00         
    
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.089.625,64 
 817.085,30  
    
5. Materialaufwand   
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 692.534,01 
 597.849,12  
    und bezogene Ware   
    
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.930.334,7 7 
 3.495.735,49  
Summe Materialaufwand 4.622.868,78  4.093.584,61  
    
6. Personalaufwand   
a) Löhne, Gehälter und Honorare 13.085.931,29 
 12.885.731,36  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für   
    Altersvorsorgung und Unterstützung   
    davon für Altersversorgung 829.119,21 
 724.741,80  
    für soziale Abgaben und Unterstützung 2.430.087 ,97  2.328.533,78  
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für  3.259.2 07,18  3.053.275,58  
            Altersvorsorgung und Unterstützung   
Summe Personalaufwand 16.345.138,47 
 15.939.006,94  
    
Zwischenergebnis 3.055.433,20 
 2.609.109,72  
    
7. AFA auf immaterielle Vermögensgegenstände 709.13 4,98 
 740.242,46  
   des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf   
   aktivierte Aufwendungen für Ingangsetzung/   
   Erweiterung des Geschäftsbetriebs   
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.358.056,24 
 1.886.982,55  
    
Zwischenergebnis -11.758,02 
 - 18.115,29  
    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   
   davon von der Stadt Münster   
   sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.146,40 
 28.993,50  
    
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 305,80 
 2,97  
    
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10 .082,58 
 10.875,24  
    
13. Außerordentliche Erträge 
 0,00  
    
14. Außerordentliche Aufwendungen 
 0,00  
Summe außerordentliches Ergebnis  0,00  
    
15. Sonstige Steuern 6.733,75 
 6.045,95  
    
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 3.348,83 
 4.829,29  
=============================================

4 
 
 
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2010/11 
1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung 
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2011 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor- 
schriften des Handelsgesetzbuches (§ 238 ff.), und den Grundsätzen ordnungsmä- 
ßiger Buchführung aufgestellt worden.  
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Städtisc he Bühnen Münster ist zum Ab- 
schlussstichtag eine kleine Gesellschaft i.S. von §  267 Abs. 1 HGB und gem. Be- 
triebssatzung der Stadt Münster für die Städtischen  Bühnen Münster und § 21 Ei- 
genbetriebsverordnung NRW aufgestellt nach den Vors chriften für eine große Kapi- 
talgesellschaft. 
1.3. Die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) sind wie im Vorjahr 
durch die Einbuchung einer Forderung an die Stadt Münster neutralisiert.  
1.4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurd en wie im Vorjahr angewandt mit 
nachfolgenden Ausnahmen und richten sich nach Punkt  1.1. Die Bewertung der Al- 
tersteilzeit entspricht  grundsätzlich der Bewertun g gemäß HGB und folgt der Auf- 
fassung des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer). D er Aufwand für Statisten und Ext- 
rachor wird nicht mehr unter bezogene Leistungen, s ondern als Personalaufwand 
ausgewiesen. Der Urlaubzeitanspruch und der Überstu ndenanfall wurden nach den 
tatsächlichen angefallenen Tagen ermittelt. Infolge dessen gibt es eine Verringerung 
bei dieser Rückstellung. Außerdem wurden Gehaltsans prüche für die Zeit bis zum 
30.08.2011, welche erst nach dem 01.09.2011 ausgeza hlt wurden, genauer ermit- 
telt und als Rückstellung ausgewiesen. Erträge durc h Sponsoringeinnahmen stehen 
nicht mehr bei den Betriebskostenzuschüssen, sonder n werden bei den sonstigen 
betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Da vom Land die  Geldmittel später als im Vor- 
jahr gezahlt wurden, stehen die anteiligen Beträge für den 1.1.2011 bis 31.08.2011 
unter den Forderungen. Der aktive Rechnungsabgrenzu ngsposten ist dadurch, wie 
im Vorjahr, entfallen. Die Verringerung der Forderu ngen gegen die Stadt Münster 
erklärt sich durch die Auszahlung eines Sonderzusch usses aus dem Konjunkturpa- 
ket II für die Erneuerung der Tonanlage im Großen H aus. Dies erklärt auch die hö- 
heren Kosten bei den Mieten und Reparaturkosten für  Ausstattung und Technik. 
Außerdem wird eine Festgeldanlage unter den Bank un d Kassenbeständen darge- 
stellt. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenübe r der Stadt Münster resultiert 
aus der periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen, die im Vorjahr noch als 
Rückstellungen ausgewiesen wurden. Die Veränderung auf dem Transferkonto der 
Geldmittel zwischen der Stadt Münster und den Städt ischen Bühnen resultiert aus 
der Geldanlage.  
1.5. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB 
in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Wie im Vorjahr sind in der Bilanz 
und GuV die Zahlen des Vorjahres als Vergleichszahl en enthalten. Durch die ge- 
setzliche Verpflichtung zur Inventur ist der Festwe rt des Kostümfundus alle 3 Jahre 
neu zu ermitteln. In der Spielzeit 2010/2011 erfolg te die Neubewertung im Rahmen 
der körperlichen Bestandsaufnahme. Dies hatte ein Z uschreibung i.H.v. 231.522,37 
€ zur Folge. Des Weiteren wurden aktivierte Eigenle istungen i.H.v. 249.295,00 € für 
die Schneiderei berücksichtigt.

5 
 
2. Bewertungs- und Abschreibungsgrundsätze 
2.1. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel- 
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung 
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. 
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften geringwert igen Anlagegüter wurden wie 
im Vorjahr nach der Neuregelung von 2008 dargestell t und innerhalb von fünf Jah- 
ren abgeschrieben. 
Bei den geleisteten Anzahlungen handelt es sich im Wesentlichen um Ingenieurleis- 
tungen und Erstellungskosten für den Austausch der Lichtsteuerung im Großen und 
Kleinen Haus, Trockenbauarbeiten Schallschutz Orche stergraben und der Klima- 
technik im Tonstudio. 
 
Der Investitionskostenzuschuss durch die Stadt Müns ter wird seit dem Geschäfts- 
jahr 2009/2010 ff. als Betriebskostenzuschuss gebuc ht. Diese Umbuchung ist erfor- 
derlich, um die Auswirkungen des Tarifabschlusses 2 010 und die Erhöhung der 
Rückstellungsbeträge für Altersteilzeitfälle auszugleichen. 
2.2. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen mit einer 
Laufzeit  von über einem Jahr abzüglich der Tilgung  und um Wertpapiere zur Absi- 
cherung der Pensionsbezüge ab dem 1.9.2008. Die Anl age der Wertpapiere erfolg- 
te bei der Deka Investment Bank. 
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf- 
fungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB bewertet worden. Das Niederstwertprinzip ist 
beachtet.  
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun- 
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre- 
chen ihren Nominalbeträgen. Bonitätsrisiken sind für kleinere Beträge erkennbar, so 
dass bei einigen Forderungen eine Wertberichtigung vorgenommen wurde.
 
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der Städtischen Bü hnen Münster sind zum Rückzah- 
lungsbetrag angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages passiviert, der 
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwen dig ist. Die Passivierung der 
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflich tungen erfolgte gemäß § 22 
Abs. 3 EigVO NRW i. V. m. § 36 Abs. 1 GemHVO NRW. 
3. Erläuterungen zur Bilanz 
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat 
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage  zum Anhang). Im Anlagen- 
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten, 
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge- 
führt.  
Für die Folgejahre bis 2017 sind insbesondere folgende Baumaßnahmen 
 geplant: 
 
- Beschallung Großes Haus 
- Erneuerung drahtlose Mikrofonanlage Großes und Kl eines Haus 
- Bestuhlung Großes Haus 
 
Die Anlagen in Bau beinhalten geleistete Anzahlungen für folgende Maßnahmen: 
 
-  Austausch der Lichtsteuerung Großes und Kleines Haus 
-  Trockenbauarbeiten Schallschutz Orchestergraben

6 
-  Klimatechnik Tonstudio 
-  Schnittstellenprogrammierung CTS Eventim – SAP 
 
3.2. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenst ände haben in Höhe von 
787.677,94 € eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.299.871,16 
€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.  
3.3. Das Stammkapital beträgt 50.000,00 €. Es ist v oll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie- 
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde  wertmäßig höheres Vermö- 
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als 
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.244.893,79 € . Gegen die Stadt Münster 
(im Punkt 3.2 enthalten) gibt es außerdem Forderung en in Höhe von 1.317.160,94 
€, davon 1.299.871,16 € mit einer Laufzeit von über  einem Jahr. Sowie Verbindlich- 
keiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  aus Lieferung und Leistungen 
mit einem Wert von 838.634,03 €.  
3.4. Das Eigenkapital und die Sonderposten für Zuwendung en haben sich im Wirt- 
schaftsjahr wie folgt entwickelt:  
 
 
 Stand 
01.09.2010 
Zuführung Entnahmen  Stand 
31.08.2011 
 T€ T€ T€ T€ 
Stammkapital 50  0 0 50  
Kapitalrücklage 4.245  0 0 4.245  
Gewinnrücklage 40  5 0 45  
Jahresüberschuss 5 3 5 3 
Sonderposten Zuwendungen 157  0 27  130  
Summen 4.497  8 32  4.473  
 
 
3.5. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2010/2011 wie folgt entwickelt 
 
 
Stand 
01.09.2010 
Inanspruch- 
nahme / 
 Auflösung 
Zuführung Stand 
31.08.2011 
 T€ T€ T€ T€ 
Pensionsrückstellungen     
Pension Aktive Beamte 1.187  0  143  1.330  
Pension Versorgungsempfänger 12  12  0  0 
Beihilfe 237  0  34  271  
 1.436  12  177  1.601  
     
Sonstige Rückstellungen     
Mehrarbeit und ausstehender Ur- 
laub 313  313  287  287  
Anteilige Sonderzahlungen 241  241  227  227  
Sondervergütung Orchester/Pers. 78  78  3  3 
Leistungsabhängige Vergütung 77  77  88  88  
Altersteilzeit 218  0 106  324  
Unterlassene Instandhaltung 190  10  0  180  
Archivierungskosten 47  5  5  47  
Ausstehende Rechnungen 86  33  0 53  
Beratungs- und Prüfungskosten 15  15  17  17  
Prozesskosten 10  10  0  0

7 
Nebenkostenabrechnung 0  0 95  95  
Summe sonstige Rückstellungen 1.275  782  828  1321  
Gesamt Rückstellungen 2.711  794  1005  2922  
 
3.6. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkei ten haben eine Restlaufzeit von bis 
zu einem Jahr und wurden mit den Einzelpositionen gesondert ausgewiesen.  
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 
4.1. Umsatzerlöse, Eintrittspreise, Statistik:  
Umsatzerlöse T€ 
Einnahmen aus Vorstellungen 2.187  
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 371  
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 63  
Sonstige Umsatzerlöse 10  
 2.631  
Preise im Großen Haus   
Platzgattung/Reihe 
Musiktheater, 
Schauspiel, Tanz- 
theater 
Gastspiele, sofern 
nicht Sonderpreise 
€ 
Kinder- und 
Jugendtheater 
 
 
€ 
Preisgruppe  A B C E 
Parkett, Reihe 1-14  33,00  29,00  24,00  9,00  
1. Rang Mitte, Reihe 1-3  28,00  24,00  20,00  6,50  
1. Rang Seite, Reihe 1 
2. Rang Mitte, Reihe 1  24,50 
 21,00  17,00  5,50  
1. Rang Seite, Reihe 2-3 
2. Rang Seite, Reihe 1 
2. Rang Mitte, Reihe 2-3  
20,00  17,00  13,50  5,00  
2. Rang Seite, Reihe 2-3 
3. Rang Mitte, Reihe 1  13,00 
 10,00  8,00  4,50  
3. Rang Mitte, Reihe 2 
3. Rang Seite, Reihe 1-2  5,00  5,00  5,00  4,00  
Preise im Kleinen Haus   
Platzgattung 
Musiktheater, 
Schauspiel, 
Tanztheater 
Gastspiele, so- 
fern nicht Son- 
derpreise 
€ 
Kinder- und 
Jugendtheater 
 
 
 
 
€ 
Preisgruppe  F G H 
Parkett 17,00 12,00  7,00 
Rang 13,00 9,50 5,50

8 
 
    Besucherzahlen     
       
    2007/08  2008/09  2009/2010  2010/2011  
Theater  138.509  145.231  145.367  158.876  
Konzert  34.888  39.282  38.316  36.964  
Besucher insgesamt 173.397  184.513  183.683  195.840  
Anzahl der Vorstellungen 527  569  599  630  
Besucher je Vorstellung 329  324  307  311  
 
Theater   Stücke 
Aufführungen  
insgesamt       Besucher  
Platzaus- 
          nutzung  
Premieren          
Musiktheater    7 76 35.879  61,33% 
Schauspiel   15 181 53.359  66,28% 
Tanztheater    4 34 7.091  58,68% 
Kinder- und Jugendtheater  11 121 32.423  76,56% 
Gesamt  37 412 128.752  66,56% 
      
Wiederaufnahmen         
Schauspiel    3    5 767  35,43% 
Kinder- und Jugendtheater   1    5 873  67,83% 
Gesamt     4  10 1.640  46,16% 
      
Sonderveranstaltungen   7   61 6.389  72,05% 
fremde Gastspiele   22   61 22.095  68,32% 
Gesamt Theaterbereich  70 544 158.876  66,70% 
      
Konzert         
Sinfoniekonzerte  10 29 19.505  71,06% 
Kinderkonzerte      5 26 7.112  90,73% 
Rathauskonzerte    6   6 944  65,56% 
Erbdrostenhofkonzerte     5   5 933  99,26% 
taktlos    3   3 582  41,75% 
Gesamt    29 69 29.076  74,44% 
      
Sonderveranstaltungen    9   9 2.523  71,68% 
fremde Gastkonzerte     3   8 5.365  96,58% 
Gesamt Konzertbereich  41  86 36.964  76,79% 
      
Gesamt Städtische Bühnen 111 630 195.840  68,40% 
 
Aufführungszahlen nach Spielstätten 
  2007/08 2008/09  2009/2010  2010/2011  
Veränderung 
zum Vorjahr 
Theater      
Grosses Haus 189 185 199 182 -17 
Kleines Haus 180 181 183 177   -6 
Fremde Spielstätten 50 80 83 124   41 
Fremde Gastspiele 26 28 43   61   18 
Gesamt   445 474 508 544   36

9 
Konzert      
Grosses Haus 39 34 43 31 -12 
Kleines Haus 20 28 21 28     7 
Fremde Spielstätten 13 20 17 19     2 
Fremde Gastkonzerte 10 13 10  8    -2 
Gesamt   82 95 91 86   -5 
      
Gesamt Städtische Bühnen 527 569 599 630  31 
 
Abonnementsentwicklung  
        Veränderung  Stand  
  2008/2009  2009/2010  2010/2011 Gegenüber 2011/2012 
        Vorjahr   
Theater      
Großes Haus          
Premieren-Abo 200 206 191 -15 212 
Großes Abo         
Dienstag A 105 119 147 28 183 
Mittwoch 201 207 206 -1 206 
Donnerstag 159 152 144 -8 146 
Freitag A 168 172 155 -17 145 
Wochenend-Abo       
Freitag C 225 260 242 -18 232 
Samstag A 214 201 198 -3 202 
         
Dienstag B 510 508 473 -35 459 
Schauspiel-Abo 310 350 314 -36 356 
      
Schnupper Abo I 351 357 380 23 402 
Schnupper Abo II 409 491 492 1 435 
So.-Nachmittag 162 172 173 1 205 
      
Kleines Haus       
Premieren- Abo 84 84 84 0 79 
Mittwoch 95 89 89 0 91 
Freitag 100 88 94 6 111 
Schnupper Kl.Haus 165 144 182 38 189 
Samstag 48 45 49 4 54 
Tanztheater 22 41 34 -7 28 
Gesamt Theater 3.528 3.686 3.647 -39 3.738 
       
Konzert      
Sinfoniekonzerte          
Abo A 463 449 420 -29 383 
Abo B 476 425 407 -18 394 
Abo C 413 423 396 -27 417 
Abo K 63 81 69 -12 77 
Rathauskonzerte 35 31 33 2 22 
Erbdrostenhofkonzerte 108 109 106 -3 104 
Gesamt Konzerte 1.558 1.518 1.431 -87 1.397 
           
Gesamt Städtische Bühnen 5.086 5.204 5.078 -126 5.1 35

10  
 
 
Entwicklung der Besucherorganisationen 
    Veränderung 
  2007/08 2008/09 2009/2010  2010/2011 Gegenüber 
     Vorjahr 
       
Theaterring Volksbühne 704  694  687  710  23 
Christl. Theatergemeinde  1.031  989  926  740  -186 
ver.di 473  495  583  658  75 
Theaterjugendring 1.720  1.620  1.755  1.783  28 
         
Gesamt 3.928  3.798  3.951  3.891  -60 
 
4.2. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:  
 T€ 
Stadt Münster 18.999  
Land NRW 1.055  
Sonstige Zuschüsse 0 
 20.054  
4.3. Aktivierte Eigenleistung  
 T€ 
Fundus – Bewertung neu ermittelt, alle 3 Jahre                                                             249  
4.4. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:  
 T€ 
Zuweisung der Stadt Münster als AFA-Zuschuss 676  
Vermietung des Theaters 29  
Werbedrucke, Inserate 7 
Erstattungen 11  
Sponsoring 55  
Kantine 71  
Übrige Erträge 10  
Zuschreibung Anlagevermögen                         231 
 1.090  
4.5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen: 
 T€ 
Bürobedarf 39  
Porto und Fernsprechgebühren 55  
Beiträge, Gebühren und Versicherungen 272  
Sachkosten Kantine 38  
Rechts- und Beratungsgebühren 27

11  
 T€ 
Programmheftkosten                         77 
Werbung 342  
Repräsentationskosten 6 
Reisekosten 52  
Mieten und Reparaturkosten der Instrumente 64  
Mieten und Reparaturkosten für Ausstattung Technik 683  
Wartung EDV-Software 270 
Dienstleistungen durch die Stadt Münster 311  
Kraftfahrzeugkosten 9 
Verlust aus Abgang von Vermögensgegenständen 
Sonstige Zuführungen zu den Rückstellungen (Beratungsgebühren) 
20 
-42 
 
Kosten Unterhaltung Spielfertiges Haus 67  
Aus- und Fortbildungskosten Personal 26  
Sonstige Ausgaben 42  
 2.358  
4.6. Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kraftfahrzeugsteuer, Grundsteuer 
und Körperschaftssteuer.  
5. Ergänzende Angaben 
 
5.1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sowie 
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. 
 
5.2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2010/2011  betrug: 
 
Angestellte 303,0
 
Beamte 7,0  
 310,0  
 
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb der Städ- 
tischen Bühnen: 
 
Verwaltung 13,0  
Kasse 4,5  
Hausdienste 20,0  
Bühnentechnischer Dienst 79,0  
Werkstätten 28,0  
Schauspieler 17,0  
Sänger 9,0  
Chor 26,0  
Orchester 67,0  
Tanz 12,0  
Künstlerisches Funktionspersonal 34,5  
 
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be- 
stimmt: 
 
 Beamtenrecht 
 Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TvÖD) 
 Normalvertrag Bühne  ( NV Bühne ) 
 Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) .

12  
 
 Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf- 
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd. 
3.500 Abrechnungsfälle angefallen. 
 
5.3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdi rektorin Rita Feldmann und Generalin- 
tendant Wolfgang Quetes. Die Vergütung erfolgt bei der Verwaltungsdirektorin nach 
Besoldungsgruppe A15 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag.  
 
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HG B sind für die Mitglieder der   
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für 
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 68.900,66 €   
und für den Generalintendanten i.H.v. 130.116,87 € angefallen. 
 
5.4 Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde nac h Beschluss des Kulturschusses   
am 30.03.2011 und erteilter Zustimmung der Gemeinde prüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen (GPA) vom 06.04.2011 die Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft Concunia 
GmbH, Münster beauftragt. Im Wirtschaftsjahr 2010/2 011 wurden Aufwendungen 
für die Prüfung des Jahresabschlusses 2009/2010 in Höhe von 11.900,00 € und Be- 
ratungsleistungen in Höhe von 4.477,38 € erfasst. 
  
Für die Beratungs- und Prüfungskosten der Jahresabs chlussprüfung 2010/2011 
wurde eine Rückstellung i.H.v. 17.000 € gebildet. 
 
  5.5    Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bila nzstichtag wie folgt zusammen: 
 
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU) 
Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt (CDU) 
Ratsfrau Helga Welker (CDU) 
Ratsherr Jürgen Ohm (CDU) 
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun (CDU) 
Berthold Socha (CDU) 
Alfred Holtmann (CDU) 
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD) 
Ratsherr Philipp Gabriel (SPD) 
Ratsherr Robert von Olberg (SPD) 
Renate Weidenfeller (SPD) 
Dr. Michael Werner (SPD) 
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Dr. Ludwig Schipmann (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Ratsfrau Anne Maria Naegels (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Ratsherr Hartmut Viehoff (FDP) 
Christoph Jauch (FDP) 
 Lorenz Müller-Morenius (DIE LINKE) 
 
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit von den Städti- 
schen Bühnen keine Bezüge. 
 
 
 
Münster, 15.02.2012 
 
 
 
  
 
Rita Feldmann      Wolfgang Quetes  
Verwaltungsdirektorin      Generalintendant

Städtische Bühnen Münster 
Entwicklung des Anlagevermögens 2011  
            
            
Bezeichnung Anschaffungs-/     Anschaffungs-/         Buchwerte Buchwer te Abschreibung 
  Herstellungs-     Herstellungs- Abschreibung Abschreibung A bschreibung Abschreibung       
  kosten Brutto Brutto Brutto kosten Brutto       kummulie rt       
  01.09.2010 Zugänge Abgänge 31.08.2011 01.09.2010 Zu gänge Abgänge 31.08.2011 31.08.2011 01.09.2010 01.0 9.2010 
                        
                        
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 11.329,74  8.477,56 0,00 19.807,30  -2.180,55  -4.259,34 0,00 -6.439,89  13.367,41  9.149,19 -2.180,55  
                        
II. Sachanlagen                       
                        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.136. 007,78  1.631.568,59 -262.678,44 6.504.897,93  -1.430.990,76  -704.875,64 242.317,20 -1.893.549,20  4.611.348,73  3.705.017,02 -1.430.990,76  
                        
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 606.659,08  243.692,51 -606.659,08 243.692,51  0,00  0,00 0,00 0,00  243.692,51  606.659,08 0,00  
                        
Summe Sachanlagen 5.742.666,86  1.875.261,10 -869.337,52 6.748.590,44  -1.430.990,76  -704.875,64 242.317,20 -1.893.549,20  4.855.041,24  4.311.676,10 -1.430.990,76  
                        
III. Finanzanlagen                       
Werpapiere 111.542,40  0,00 0,00 111.542,40  0,00  0,00 0,00 0,00  111.542,40  111.542,40 0,00  
Ausleihungen 25.379,49  11.642,57 -17.126,85 19.895,21  0,00  0,00 0,00 0,00  19.895,21 25.379,49 0,00  
Summe Finanzanlagen 136.921,89  11.642,57 -17.126,85 131.437,61  0,00  0,00 0,00 0,00  131.437,61  136.921,89 0,00  
                        
                        
Summe Anlagevermögen 5.890.918,49  1.895.381,23 -886.464,37 6.899.835,35  -1.433.171,31  -709.134,98 242.317,20 -1.899.989,09  4.999.846,26  4.457.747,18 -1.433.171,31

Lagebericht zum 31. August 2011 
 
 
 
1. Geschäftsgrundlagen 
 
Die Städtischen Bühnen Münster sind seit dem 01.09. 2008 eine eigenbetriebsähnliche Ein- 
richtung der Stadt Münster entsprechend den Vorschr iften der Gemeindeordnung für das 
Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden gemäß der Eige nbetriebsverordnung sowie nach den 
Bestimmungen der Betriebssatzung für die Städtischen Bühnen Münster geführt.  
 
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand  einschließlic h etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe 
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb der Städtischen Bühnen Münster. 
Das Sinfonieorchester Münster ist Bestandteil des B etriebes. Die Einrichtung kann zur Erfül- 
lung des Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen er stellen, als auch die Bestrebungen 
und Aktivitäten Dritter unterstützen. Der Betriebsz weck ist im Rahmen der gesamtstädti- 
schen Zielsetzung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbarungen sowie unter Beach- 
tung einer wirtschaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen . 
 
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des 
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver- 
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die 
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die 
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen 
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der  Einrichtung oder bei Wegfall ihres 
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und 
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen- 
den. 
 
Die Städtischen Bühnen Münster umfassen folgende Sparten: 
 
• Musiktheater 
• Sprechtheater 
• Tanztheater 
• Kinder- und Jugendtheater 
• Konzerte 
 
 
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Wolfgang Quetes 
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann. 
 
2. Ertragslage 
 
Das Geschäftsjahr 2010/2011 war sowohl in finanziel ler als auch künstlerischer Hinsicht ins- 
gesamt durch einen positiven Geschäftsverlauf geken nzeichnet. Der vorliegende  Jahresab- 
schluss weist einen Jahresüberschuss von 3.348,83 €  aus. Die wirtschaftliche Situation der 
Städtischen Bühnen Münster stellt sich insgesamt als stabil dar.

15  
 
 
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 177.000 € gestiegen. Gründe hierfür 
sind in erster Linie das gestiegene Besucheraufkomm en und die erhöhte Anzahl an Auffüh- 
rungen. 
 
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver- 
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend  der festgelegten, gültigen Beschlüsse 
und Bewilligungsbescheide gestiegen. Sie bilden nac h wie vor eine verlässliche Größe im 
Finanzierungskonzept der Städtischen Bühnen. 
 
Durch die Neubewertung des Kostümfundus im Rahmen d er körperlichen Bestandsaufnah- 
me wurden aktivierte Eigenleistungen für die Schneiderei von ca. 250.000 € berücksichtigt. 
 
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gestiegen,  dies liegt u.a. an der Anpassung des 
Festwertes des Kostümfundus von ca. 249.000 € und a n den gestiegenen Sponsoringein- 
nahmen von ca. 55.000 €.  
 
Die zusätzlichen Belastungen aus der Tarifrunde 201 0 sind in der Spielzeit 2010/2011 zum 
einen durch den einmaligen Sonderzuschuss der Stadt  Münster und zum anderen durch 
Umwandlung des Investitionszuschusses zum Betriebsk ostenzuschuss ausgeglichen wor- 
den. Der Etat für die Personalbewirtschaftung war i nsgesamt ausreichend. Innerhalb des 
Personaletats haben sich die üblichen vom Spielplan abhängigen Verschiebungen ergeben.  
 
Die Steigerung bei den Aufwendungen ist in erster L inie auf die Erneuerung der Tonanlage 
im Großen Haus zurückzuführen. Die Finanzierung die ser Aufwendungen erfolgte in fast 
gleicher Höhe durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II. Die in vielen Bereichen gestiegenen 
Kosten konnten im Rahmen der dezentralen Etatverwal tung innerhalb der Städtischen Büh- 
nen durch Einsparungen in anderen Positionen kompensiert werden.  
 
 
3.  Spielzeitüberblick 
 
Das Besucheraufkommen hat sich im Vergleich zum Vor jahr deutlich erhöht. Insgesamt be- 
suchten 195.840 Theater- und Konzertinteressierte d ie Vorstellungen der Städtischen Büh- 
nen. Dies ist ein Steigerung um 12.157 Besuchern gegenüber der Spielzeit 2009/2010. 
 
Im Verlauf der Spielzeit  wurden im Musiktheater,  Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater 
und Tanztheater 37 Premieren und 4 Wiederaufnahmen gezeigt. Im Konzertspielplan des 
Sinfonieorchesters standen neben 10 Sinfoniekonzert en zahlreiche weitere Auftritte in den 
einzelnen Konzertreihen. Das Programm der Städtisch en Bühnen wurde ergänzt durch die 
Produktionen der Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Gastspiele und –konzerte, Lesungen, 
Vorträge und Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführu ngen hat sich mit 630 im Vergleich zur 
vorherigen Spielzeit nochmals um 31 Vorstellungen erhöht. 
 
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und  Konzertbereich ist eine Veringerung 
zu beobachten. Es wurden 5.078 Abonnements abgeschl ossen. Damit wurden 126 Abon- 
nements (- 2,4 %) weniger verkauft. 
 
Die Entwicklung bei den Besucherorganisationen ist ebenfalls leicht rückläufig. Hier kam es 
zu einer Verringerung um 60 Abonnements (- 1,5 %) im Vergleich zur Vorsaison. 
 
Die Städtischen Bühnen nutzen für die Veranstaltung en neben den eigenen Spielstätten, 
Großes und Kleines Haus, Theatertreff, eine Vielzahl externer Aufführungsorte.

16  
Musiktheater 
 
Als besonderer Höhepunkt darf im Bereich des Musikt heaters die Neuinszenierung von 
Francis Poulencs Oper „Gespräche der Karmeliterinnen – Die Letzte am Schafott“ gelten, die 
erstmals in Münster zu sehen war. Das zwischen 1953  und 1956 entstandene musikalische 
Meisterwerk, eine Auftragsarbeit für die Mailänder Scala, thematisiert das Schicksal von 16 
Klosterfrauen aus Compiègne, die während der Revolu tionsjahre von den Jakobinern der 
Verschwörung bezichtigt und 1794 hingerichtet wurde n, 1906 aber durch Papst Pius X. eine 
Seligsprechung erfuhren. 
 
Hoch in der Publikumsgunst stand Giuseppe Verdis Op er „Nabucco“ – weltberühmt durch 
den Gefangenenchor („Va, pensiero – Flieg, Gedanke“), die der Komponist als eigentlichen 
Beginn seiner künstlerischen Laufbahn bezeichnet ha tte und die ihn zum führenden Ton- 
künstler Italiens machte.  
 
Leoš Janá eks eindringliches musikalisches Frauenporträt „Kat ja Kabanova“ setzte in einer 
Inszenierung von John Dew einen triumphalen Schlussakkord zum Jahresende. 
 
Begleitet von einem mehrtägigen Festival und in Anw esenheit des Komponisten hob sich 
zum Ende der Spielzeit der Vorhang für Hans Werner Henzes selten gespielte Oper „Die 
englische Katze“, eine Gesellschaftssatire, die – einer Tierfabel gleich –  lustvoll die Doppel- 
moral der bürgerlichen Gesellschaft anprangert. 
 
Freunde der leichten Muse kamen mit der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß auf 
ihre Kosten; das Theaterjugendorchester brillierte in Wilfried Hillers Singspiel „Das Traum- 
fresserchen“ nach einer Vorlage von Erfolgautor Michael Ende. 
 
Schauspiel 
 
Den Spielplan im Sprechtheater bereicherten neben K lassikerinszenierungen wie Shakes- 
peares „King Lear“ und Goethes „Iphigenie auf Tauris“, die sich gerade beim jüngeren Publi- 
kum großer Beliebtheit erfreuten, komödiantische Sc hauspiele wie „Der nackte Wahnsinn“ 
von Michael Frayn, eine Persiflage auf die Welt des  Theaters hinter den Kulissen. Bewegen- 
de Einzelschicksale standen im Mittelpunkt von Geor g Büchners Sozialdrama „Woyzeck“ 
und in Anton echovs Schauspiel um den melancholischen, von Selbs tzweifeln zermürbten 
Gutsverwalter „Onkel Vanja“.  
 
Eindringliche Momente bescherte eine dramatische Be arbeitung von Joseph Roths Roman 
„Hiob“, der das Schicksal eines galizischen, in die  USA emigrierten Juden schildert. Die 
Klassikerpflege an den Städtischen Bühnen wurde mit  der Inszenierung von Goethes 
Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ fortgesetzt. Die Kriminalkomödie „Die 39 Stufen“ nach ei- 
ner Stoffvorlage von Alfred Hitchcock setzte demgeg enüber im Kleinen Haus humorvolle 
Akzente und erfreute sich außerordentlicher Nachfrage beim Publikum.  
 
Kinder- und Jugendtheater 
 
Die Tradition der Kinderoper, die in der Intendanz von Wolfgang Quetes eine besondere 
Förderung erfährt, wurde mit „Jojo und das Geheimnis der Oper“ fortgesetzt. Im Musiktheater 
für Kinder und Jugendliche feierte außerdem die Ope r „Moses muss singen“, deren Libretto 
in den Städtischen Bühnen entstand, eine gefeierte Uraufführung. Als traditionelles Weih- 
nachtsmärchen kam im Jahr 2010 das Familienstück „P eterchens Mondfahrt“ mit rund 30 
Aufführungen und mehr als 20.000 Besuchern zur Aufführung.  
 
Eine klassische Vorlage, für Kinder aufbereitet, bo t im Theater für Heranwachsende das 
Stück „Die große Erzählung – Die Odyssee in einer S tunde“ von Bruno Stori, der die sagen- 
haften Irrfahrten des Odyseus eigenwillig, spannend  und kindgerecht erzählt. Mit drei Kin- 
deropern „Jojo und das Geheimnis der Oper“, “Moses muss singen“ und „Das Traumfesser-

17  
chen“ bewiesen die Städtischen Bühnen erneut ihr En gagement im Bereich des 
Musiktheaters für Kinder und Jugendliche.  
 
Im Bereich des Jugendtheaters gastierte das bewegen de Stück „20. November“ von Lars 
Norén, das als Monologdrama das Schicksal eines jug endlichen Amokläufers schildert, an 
verschiedenen Schulen in Münster und der Region. Al s Kooperation mit der freien Szene 
wurde in Zusammenarbeit mit Cactus Junges Theater d ie Produktion „Umsteigen“ als Ab- 
schluss des Projekts „SpurweXel 2010“ verwirklicht. Im Rahmen des „Kulturgebiets Münster“  
fand zum Jahresende das internationale Theaterfesti val „Halbstark“ mit ausgesuchten Pro- 
duktionen für 9- bis 13-Jährige statt. 
 
Tanztheater 
 
Daniel Goldins Vorliebe, klassische Kompositionen c horeographisch zu interpretieren, be- 
wies sich wieder einmal eindringlich in dem Tanzthe aterabend „Dichter. Liebe“, der eine in- 
tensive Auseinandersetzung mit dem Gesangszyklus vo n Robert Schumann darstellte. In 
„ISOLA“ entließ Goldin seine Tänzer in eine Enklave der Sehnsucht und des Rückzugs. Als 
Gastkünstler konnte für das Tanztheater Daniel Gold in in der zweiten Jahreshälfte der Cho- 
reograph Mark Sieczkarek gewonnen werden, der mit „ Common Tones“ ein bildgewaltiges 
Tanzstück entwickelte. 
 
Theater Extra 
 
Im Rahmenprogramm der Städtischen Bühnen Münster wu rde im Oberen Foyer die Ausstel- 
lungsreihe „in situ“ fortgesetzt, die zeitgenössisc hen Künstlern die Gelegenheit gibt, einen 
Flügel des Theaters mit installativen Arbeiten neu zu definieren. In Kooperation mit der Uni- 
versität und dem Stadtmuseum Münster widmete sich d ie Vortragsreihe „Gelehrte im Thea- 
ter“ dem Thema „Europäische Salons“. Die „Theatergespräche“ luden zu einer mehrmonati- 
gen Veranstaltungsreihe über die „Frauen um Goethe“  ein, stellten die großen Diven der 
Theater- und Filmgeschichte vor und gedachten dem 200. Todestag Heinrich von Kleists. 
 
Sinfonieorchester Münster 
 
Mit seinen mehr als 80 Konzerten und der Mitwirkung  bei sämtlichen Musiktheaterproduktio- 
nen der Städtischen Bühnen Münster erwies sich das Sinfonieorchester Münster 2011 unter 
seinem Leiter, Generalmusikdirektor Fabrizio Ventur a, als wichtiger Impulsgeber für Müns- 
ters Musikleben. Neben der Pflege des traditionelle n Repertoires galt ein großes Engage- 
ment der Musik der Gegenwart, das sich vor allem in  dem zweiwöchigen Festival „Henze!“, 
zum 85. Geburtstag des Komponisten Hans Werner Henz e dokumentiert. Ferner trug das 
Sinfonieorchester Münster populäre Konzerte zu den „Aasee-Serenaden“ bei. Es bespielte 
mit Kinokonzerten erfolgreich das Cineplex Münster.  Und mit seinen zahlreichen Konzerten 
für Kinder, Jugendliche und Einsteiger in die klass ische Musik widmete es sich erneut enga- 
giert der Musikvermittlung.    
 
4. Finanzlage 
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah- 
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes 
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2010/2011 jederzeit gesichert gewesen. 
 
Im Wirtschaftsjahr 2010/2011 sind neben den normale n Instandhaltungs- und Wartungsar- 
beiten folgende Maßnahmen im investiven Bereich bes onders zu erwähnen: Mit Beginn der 
Spielzeit wurden die Arbeiten an den neuen Orcheste rpodien im Großen Haus, sowie den  
Nebenbedienpulten (Beleuchtung) im Großen und Klein en Haus abgeschlossen, so dass 
pünktlich zum Start der neuen Spielzeit  die Inbetr iebnahme erfolgen konnte. Im Bereich der 
Unterhaltungsarbeiten wurden wie in jedem Jahr zahl reiche Instandsetzungen und Renovie- 
rungen vorgenommen. Durch Mittel aus dem Konjunktur paket II wurde die Instandsetzung 
der Tonanlage Großes Haus finanziert.

18  
 
Von den Städtischen Bühnen werden im Wesentlichen E rsatzinvestitionen getätigt. Investiti- 
onen in Erweiterungen des Gebäudebestandes sind nic ht vorgesehen. In der Spielzeitpause 
2011 standen als wesentliche Investitionen der Austausch der Lichtsteuerung im Großen und 
in 2012 im Kleinen Haus, die Erneuerung der Seilwin den der Panaromazugeinrichtungen im 
Kleinen Haus, Schallschutzmaßnahmen im Orchestergra ben und der Einbau von Klimatech- 
nik in das Tonstudio Großes Haus an. 
 
In den darauf folgenden Jahren ist neben der Erneue rung der drahtlosen Mikrofonanlage im 
Großen und Kleinen Haus, der Austausch eines Leistu ngsschranks und die Erneuerung der 
Beschallung im Großen Haus geplant. Weitere Maßnahm en werden entsprechend einer Pri- 
oritätenliste kurzfristig geplant und umgesetzt. Di ese Maßnahmen werden jeweils aus eige- 
nen Mitteln  finanziert. Ab der Spielzeit 2014/2015  ist dann die Umsetzung der Erneuerung 
der Bestuhlung im Großen Haus geplant. Für die Fina nzierung dieser Investition wird ab der 
Spielzeit 2011/2012 auf jede Eintrittskarte ein San ierungseuro erhoben, der mit dem Zweck 
„Erneuerung der Bestuhlung Großes Haus“ verbunden ist und über mehrere Spielzeiten an- 
gespart wird (Ratsbeschluss V/0308/2010 Managementk ontrakt mit der eigenbetriebsähnli- 
chen Einrichtung Städtische Bühnen Münster, inkl. 5 . Finanzformel für die Spielzeiten 
2011/2012 bis 2013/2014). 
  
Durch die genannten Maßnahmen wird auch für die Zuk unft sichergestellt, dass sich die Auf- 
führungen in den Städtischen Bühnen adäquat darstel len lassen und die Sicherheit in allen 
Bereichen  gewährleistet ist. 
  
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Städtische Bü hnen ist nicht Eigentümerin der Gebäu- 
de. Die direkt an den Gebäuden anstehenden Investit ionen und Instandsetzungen werden 
von der Eigentümerin Stadt Münster in enger Abstimm ung mit den Städtischen Bühnen vor- 
genommen. 
   
5. Vermögenslage 
 
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2011 auf  8.758.389,03 €.  
 
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 4.999 .846,26 € und ein Umlaufvermögen, ein- 
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 3.758 .542,77 € geführt. Die Städtischen 
Bühnen Münster sind auf Grundlage einer Rahmenverei nbarung über die Bereitstellung ge- 
bäudewirtschaftlicher Leistungen durch das Amt für Immobilienmanagement Münster Mieter 
des genutzten Gebäudebestandes. Zum Anlagevermögen gehören vorwiegend als Sachan- 
lagen geführte betriebsspezifische Anlagegüter, die  mit Gründung der eigenbetriebsähnli- 
chen Einrichtung den Städtischen Bühnen übertragen wurden. Das Umlaufvermögen besteht 
vorwiegend aus Forderungen gegenüber der Stadt Münster. 
 
Die Passiva weisen ein Eigenkapital i.H.v. 4.342.95 0,62 € auf. Die Eigenkapitalquote beträgt 
damit 49,59 %.  Ein weiterer größerer Posten der Pa ssiva sind Rückstellungen mit einer Ge- 
samthöhe von 2.921.998,92  €. 
 
6. Nachtragsbericht 
 
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 
2010/2011 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö- 
gens-, Finanz- und Ertragslage haben. 
 
7. Risiko- und Prognosebericht 
 
Die aktuelle 4. Finanzformel, die vom Rat der Stadt  Münster am 17.05.2006 V/0295/2006 
beschlossen worden ist, war noch bis zum Ende der S pielzeit 2010/2011 gültig und garan- 
tierte den Städtischen Bühnen eine finanzielle Plan ungssicherheit. Eine Fortsetzung dieser 
Vereinbarung auf der Grundlage eines Managementkont rakts, inkl. 5. Finanzformel, wurde 
im April 2010 durch die Vorlage V/0308/2010 beschlo ssen. Mit diesem Beschluss sind die

19  
finanziellen Rahmenbedingungen für die Spielzeiten 2011/2012 bis 2013/2014 
festgelegt worden.  
 
Der Managementkontrakt, inkl. 5. Finanzformel, bein haltet darüber hinaus Festlegungen zur 
Finanzierung tarifbedingter Mehraufwendungen, die d urch kommende Tarifrunden entste- 
hen. Das Ergebnis der Tarifverhandlungen 2010 hat a uf die Spielzeit 2010/2011 ff. Auswir- 
kungen, die sich wie folgt beschreiben lassen: 
 
• Das Gesamtergebnis der Tarifrunde 2010 führte in d er Spielzeit 2010/2011 zu einem 
Fehlbetrag von 418.000 €. Diese Unterdeckung wurde zum einen durch einen Son- 
derzuschuss i.H.v. 218.000 € der Stadt Münster und durch die dauerhafte Umwand- 
lung des Investitionszuschusses zum Betriebskostenzuschuss ausgeglichen. 
• Ab der Spielzeit 2011/2012 ergibt sich ein tarifbe dingter jährlicher Fehlbetrag von 
307.000 €, der neben der Umwandlung des Investition szuschusses darüber hinaus 
durch die zeitliche Streckung und Reduzierung von I nvestitionsmaßnahmen und 
Verschiebungen innerhalb der Wirtschaftspläne der S tädtischen Bühnen finanziert 
wird. 
 
Die Übernahme dieser Tarifsteigerung engt den finan ziellen Spielraum der Städtischen Büh- 
nen immer weiter ein. Zusätzlich belasten weitere P reissteigerungen, insb. im Energiesektor 
den wirtschaftlichen Handlungsspielraum, da auch di ese innerhalb des Etats selbständig 
ausgeglichen werden müssen. 
 
Trotz der erbrachten Konsolidierungsbeiträge halten  die Städtischen Bühnen Münster an 
ihrer Zielsetzung fest, ein künstlerisch leistungsfähiges und anspruchvolles Mehrspartenhaus 
(Musik-, Sprech-, Tanz-, Kinder- und Jugendtheater,  Konzerte) anzubieten. Der Erhalt aller 
Sparten erscheint unter den reduzierten finanzielle n Rahmenbedingungen aber immer 
schwieriger. 
 
Bei einer weiteren deutlichen Absenkung der Zuschus shöhe oder durch Übernahme weiterer 
zusätzlicher Aufwendungen innerhalb des Zuschussbud gets, sind jedoch einschneidende 
Konsequenzen, bis hin zur Schließung von Sparten, nicht mehr auszuschließen. Gleiches gilt 
für die Bewilligung von Zuschüssen durch das Land N RW. Eine Kürzung der in den letzten 
Jahren konstanten und somit verlässlichen Landesför derung hätte ebenfalls Auswirkungen 
auf die Struktur der Städtischen Bühnen. 
 
Mit der neuen 5. Finanzformel werden die Zuschussbe träge an die Städtischen Bühnen für 
die Spielzeiten 2011/2012 bis 2013/2014 auf jährlic h 18.964.300 € festgesetzt. Mit diesem, 
dem neuen Managementkontrakt, inkl. 5. Finanzformel , sind die Städtischen Bühnen in der 
Lage, in den nächsten beiden Spielzeiten, mit der E inschätzung eines konstanten Besucher- 
aufkommens, einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vorzulegen.  
 
Durch das Auslaufen der bestehenden Vergütungstarif e nach dem Tarifvertrag für den öf- 
fentlichen Dienst (TVöD) zum 29.02.2012, ergeben si ch jedoch bereits zum jetzigen Zeit- 
punkt Planungsunsicherheiten bezüglich der Höhe der  Personalkosten. Für die sich daran 
anschließende Tarifrunde wird mit einer durchschnit tlichen Entgelterhöhung um 1,5 % ge- 
rechnet. Unter Berücksichtigung  der Tarifsteigerung (TVöD)  ab dem 01.03.2012 und den 
daraus zu berücksichtigenden tariflichen Auswirkung en auf den künstlerischen Bereich, wird 
sich bereits in der Spielzeit 2011/2012 der Persona laufwand um rd. 115.000 € erhöhen. Die- 
se Erhöhung ist im Zuschuss der Stadt Münster, Vorl age V/0308/2010 Managementkontrakt 
mit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Städtisc he Bühnen Münster, inkl. 5. Finanzformel 
für die Spielzeiten 2011/2012 bis 2013/2014, nicht berücksichtigt und führt zu einem ent- 
sprechenden Jahresfehlbetrag. Nach Abschluss des ne uen Tarifvertrags für den öffentlichen 
Dienst (TVöD) ist gem. des Managementkontrakts die Finanzierung dieser tarifbedingten 
Personalmehraufwendungen rechtzeitig, d.h. bis zum Ende der Spielzeit 2011/2012 im Juli 
diesen Jahres,  eine Klärung mit der Stadt Münster zur Finanzierung dieser tarifbedingten 
Personalmehraufwendungen herbei zu führen.

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Auf diese Entwicklung eines laufenden Jahresfehlbet rages ab der Spielzeit 
2011/2012 wird im Rahmen der Vorlage V/0054/2011 – Wirtschaftsplan 2011/2012 der Städ- 
tischen Bühnen Münster bzw. ab der Spielzeit 2012/2 013 Vorlage V/0133/2012– Wirt- 
schaftsplan 2012/2013 der Städtischen Bühnen Münster hingewiesen. 
 
Im Rahmen einer Projektarbeit mit Studierenden der Fachhochschule Münster, Fachbereich 
Wirtschaft, ist die Kosten- und Leistungsrechnung d er Städtischen Bühnen weiter entwickelt 
worden. Dies ermöglicht zukünftig eine Verbesserung  bei der Bereitstellung steuerungsrele- 
vanter Informationen. 
 
Als Oberzentrum nimmt Münster in wirtschaftlicher u nd kultureller Hinsicht eine wichtige Rol- 
le für die Städte und Gemeinden im Umland ein. Die Städtischen Bühnen prägen mit ihrem 
Theater- und Konzertangebot das kulturelle Niveau M ünsters wesentlich mit und strahlen mit 
ihren Aktivitäten weit über die lokalen Grenzen hin aus. Aufgabe der Städtischen Bühnen ist 
es, nicht nur für die eigene Einwohnerschaft, sonde rn auch für die Bewohner in der Region 
ein umfassendes Theater- und Konzertangebot vorzuha lten. Unter Berücksichtigung der vor- 
handenen Standortfaktoren in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Ver- 
waltung und dem gegenläufigen demografischen Wandel  mit wachsenden Bevölkerungszah- 
len sind die Voraussetzungen für die Städtischen Bü hnen gegeben, zukünftig die hohe An- 
ziehungskraft zu steigern und neue Besucher anzusprechen. 
 
Mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 wird es eine Neu besetzung der Position des Generalin- 
tendanten geben. Das Besetzungsverfahren ist im Frü hjahr 2011 mit der Wahl des neuen 
Generalintendanten Dr. Ulrich Peters abgeschlossen worden. Der Wechsel bietet die Mög- 
lichkeit mit einem neuen künstlerischem Konzept und  einem attraktiven Programm den posi- 
tiven Trend bei den Vorstellungs- und Besucherzahle n fortzusetzen und weitere Einnahme- 
steigerungen zu ermöglichen. 
 
 
 
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2010/2011   
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr 
2010/2011 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung 
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht 
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die 
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.  
 
 
 
 
 
 
Münster, 15.02.2012 
 
 
 
        
 
 
 
 
Rita Feldmann     Wolfgang Quetes 
Verwaltungsdirektorin     Generalintendant

Beratungsverlauf (4)

15.03.2012 Kulturausschuss
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.03.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.03.2012 Hauptausschuss
TOP 22 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.03.2012 Rat
TOP 25 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Grevener Straße 105

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0156/2012
Typ
Vorlagen
Datum
16.02.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37