V/0757/2008
Jahresbericht 2007 der Feuerwehr Münster
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Jahresbericht 2007 der Feuerwehr Münster
88561 Zeichen
F E U E R W E H R M Ü N S T E R
J a h r e s b e r i c h t 2 0 0 7
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 1 von 47
2007: Kyrill … und mehr !
Auch wenn die Feuerwehr Münster im Einzelfall deutlich dramatischere und auch
tragischere Einsätze zu bewältigen hatte, so bleibt der Rückblick auf das Jahr
2007 doch zunächst am Sturm „Kyrill“ haften, der am 18. Januar über weiten
Teilen Deutschlands tobte. Kein anderes Schadensereignis hat so viele
Menschen in Münster betroffen, kein anderes Unglück der jü ngeren Geschichte
hat so viel Schaden angerichtet und im Stadtbild so deu tliche Narben
hinterlassen.
Für die Feuerwehr Münster ist es der umfangreichste Einsa tz in der
Nachkriegszeit: In der Leitstelle der Feuerwehr werden innerhalb von 24 Stunden
940 Einsätze disponiert. Während der ersten eineinhalb Stunden ist der Notruf
112 völlig überlastet. Beide Löschzüge der Berufsfeuer wehr und alle 20
Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster sind mehr als 12 Stunden
ununterbrochen im Einsatz. In der heißen Phase des Stu rmes stürzen Bäume
unmittelbar neben Einsatzkräften um, während diese in PKW und unter Bäumen
nach eingeklemmten Opfern suchen. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
Während die Menschen am Ende glimpflich davon kommen, h at die Natur
schweren Schaden genommen: Allein im Stadtgebiet von M ünster werden 1.500
Bäume vom Sturm umgerissen oder müssen zur Sicherheit g efällt werden.
Darüber hinaus sind die Hohe Ward in Hiltrup sowie die Bereiche rund um den
Hindenburgplatz und die Weseler Straße am schlimmsten b etroffen. Trotzdem
hat Münster Glück im Unglück: Nur zwei Personen werden in PKW leicht verletzt,
als umstürzende Bäume ihre Fahrzeuge unter sich begrube n. Auch bei den
Einsatzkräften sind nur zwei leichtere Verletzungen zu v erzeichnen. Andere
Städte haben weniger Glück: Allein in NRW sterben vier Menschen, zwei davon
sind Feuerwehrmänner. 110 Personen werden verletzt, davon 44 Einsatzkräfte.
Die Bürgerinnen und Bürger sowie Politik und Verwaltu ng der Stadt Münster
zollen der Feuerwehr und den anderen bei der Gefahr enabwehr eingesetzten
Kräften des THW sowie der Hilfsorganisationen Respekt un d Dank für diesen
Einsatz. Dies auch vor dem Hintergrund, dass mehr als 90 % der Einsatzkräfte
ehrenamtlich gearbeitet haben. An dieser Stelle sei au ch aus Sicht der
Feuerwehr den Arbeitgebern gedankt, welche die ehren amtlichen Einsatzkräfte
von der Arbeit in den Unternehmen freigestellt haben.
Während die Ausstattung der Löschzüge mit modernem Ger ät eine sehr
effiziente Abarbeitung der Einsätze vor Ort ermöglich te, stieß die Leitstelle der
Feuerwehr an ihre technischen und räumlichen Grenzen. Auf die daraus zu
ziehenden Konsequenzen geht dieser Jahresbericht auf Seite 17 ein.
Ein weiterer spektakulärer Großeinsatz wird am 17. Okt ober erforderlich,
nachdem sich in einem Betriebsgebäude der Westfalen AG a n der Heidestraße
in Gremmendorf Acetylengas entzündet. Durch den Druck b ei der Explosion in
einer Messapparatur wird in mehreren Druckgasflaschen ein Zersetzungsprozess
initiiert. Die Feuerwehr muss die Explosion eines ganze n Flaschenbündels
befürchten. Parallel zur Einleitung der Brandbekämpfu ng wird das
Betriebsgelände sowie die Nachbarschaft in einem Radius von 100 Metern
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 2 von 47
evakuiert. Ein verletzter Mitarbeiter der Firma wird im Rettungswagen
erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus transpo rtiert. Der Einsatzleiter
der Feuerwehr richtet vor Ort im Einsatzleitwagen ein e Führungsgruppe ein, in
die auch Verbindungspersonen des betroffenen Betriebes , der Polizei und des
Amtes für Arbeitsschutz integriert werden. Gemeinsam mit der Polizei wird die
Evakuierung der Nachbarschaft in einem Radius von 300 M etern vorbereitet.
Durch einen massiven Löschangriff auf die brennenden Anl agenteile kann eine
Ausbreitung des Feuers auf weitere Betriebsbereiche verh indert werden. Die
intensive Kühlung der Flaschen bringt die Zersetzungspro zesse zum Stillstand,
eine Explosion kann so vermieden werden. In der entsch eidenden Phase des
Einsatzes werden zur Brandbekämpfung und Kühlung pro M inute mehr als 8.000
Liter Wasser über Wenderohre und Wasserwerfer in das O bjekt gepumpt. Im
Verlauf des 24-stündigen Einsatzes kommen alle Einheite n der Feuerwehr
Münster im Schichtdienst zum Einsatz. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
Der folgenschwerste Brandeinsatz des Jahres 2007 ereignet sich am 25. April in
Nienberge: Nachbarn bemerken am frühen Nachmittag Rauch austritt aus einem
Einfamilienhaus an der Stefan-Zweig-Straße. Die Einsa tzkräfte des Löschzuges
Nienberge der Freiwilligen Feuerwehr und des Löschzuge s 1 der
Berufsfeuerwehr dringen unter schwerem Atemschutz in das völlig verrauchte
Gebäude ein und finden die Bewohnerin im Schlafzimme r leblos vor. Auch sofort
eingeleitete Reanimationsmaßnahmen durch den Notarzt bleiben erfolglos. Das
Feuer kann schnell gelöscht und das Haus somit vor einem T otalverlust bewahrt
werden. Die zwischenzeitlich eingetroffenen Angehörigen der verstorbenen Frau
werden durch einen Notfallbegleiter betreut.
Oft stellen diese auf den ersten Blick „alltäglichen“ Ein sätze eine größere
Belastung für die Einsatzkräfte dar, als die spektakulä ren Großeinsätze, welche
die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen.
Mehr als 20.000 Mal wurden die Rettungsassistenten der B erufsfeuerwehr im
Jahr 2007 zu medizinischen Notfällen gerufen und dabei oft mit extremem
menschlichem Leid konfrontiert. 60 Mal pro Tag leisten Rettungsassistenten
sowie Notärztinnen und Notärzte der Feuerwehr Münster eine Notfallversorgung
auf hohem medizinischem Niveau, retten Menschenleben, l indern Schmerzen
und schaffen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche kl inische Behandlung.
Trotz aller Routine können sich aber auch erfahrene Einsatzkräfte den manchmal
tragischen Eindrücken nicht entziehen.
Feuerwehr und Rettungsdienst: Näher am Menschen ist die Stadt Münster
an kaum einer anderen Stelle ihres Dienstleistungsangebotes.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 3 von 47
Einführung:
Der vorliegende Jahresbericht 2007 der Feuerwehr Münster ist keine Chronik der
Ereignisse, sondern eine kurze Information über die En twicklung der Aufgaben
und Tätigkeiten der Stadt Münster in den Bereichen Bra ndschutz, Hilfeleistung,
Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Der Bericht ist zweigeteilt:
In Teil I werden die wesentlichen Kenndaten des Jahres 2007 zur Tätigkeit sowie
zur Entwicklung der Feuerwehr in einem Zahlenspiegel (Seiten 29 und 30) den
Vergleichszahlen der vorherigen vier Jahre gegenüberge stellt und interpretiert
(Seiten 16 bis 21). Dieser Teil des Jahresberichtes infor miert über Trends und ist
Datenbasis für zukünftige Planungen der Feuerwehr Münster.
In Teil II - ab Seite 30 - sind die Daten des Jahres 2007 detail lierter
aufgeschlüsselt. Die Darstellung entspricht einer bundeswe iten Empfehlung der
Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF). Dieser Datensatz
wird in fast allen Städten mit einer Berufsfeuerwehr nahezu identisch erhoben
und ermöglicht so einen interkommunalen Vergleich der F euerwehren. Teile
dieses Datensatzes fließen in eine Bundesstatistik ein.
Teil I:
Einleitend werden die markanten Einsätze des Jahres 2007 in Erinnerung
gerufen. Dabei handelt es sich nur um etwa 1 % der Einsätze im t echnischen
Bereich bzw. 0,1 % der Gesamteinsatztätigkeit. Die Auflistung zeigt einerseits die
Vielfalt der Einsatzlagen sowie das breite Anforderung sprofil an eine moderne,
leistungsfähige Feuerwehr. Andererseits gibt die Über sicht einen Hinweis auf die
überraschende (?) Häufigkeit von Notfällen auch größere n Umfangs in der Stadt
Münster, welche oft schon nach kurzer Zeit in Vergessenhei t geraten – oder
verdrängt werden:
11.01.2007 Es sollten nur die Vorboten dessen sein, was Münster eine Woche
später erleben muss. Am 11. Januar fegt Orkantief „Franz“ mit
Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h über Münster hinweg . Am Rektoratsweg
und an der Schlüterstraße stürzen Bäume um und begrabe n PKW unter sich. An
der Max-Winkelmann-Straße in Hiltrup droht ein gelocke rter Baum auf ein
Wohnhaus zu stürzen. Die Feuerwehr kann ihn abtragen, bevor Schaden
entsteht. Insgesamt rückt die Feuerwehr zu 21 Hilfeleistungen aus.
Kaum sind die Sturmeinsätze abgearbeitet, wird die F euerwehr zu einem
schweren Verkehrsunfall nach Handorf gerufen. Beim Abbie gen von der
Warendorfer Straße in die Handorfer Straße ist ein P KW mit einem Container-
LKW zusammengeprallt. Die Feuerwehr rettet die schwer verletzte PKW-Fahrerin
aus ihrem zertrümmerten Fahrzeug und versorgt sie rettungsdienstlich.
17.01.2007 Gegen 14 Uhr kommt es in einem Wohn- und G eschäftshaus an
der Meppener Straße zu einer Gas-Explosion. In der Wohnung eines älteren
Herrn hat sich vermutlich der Blindstopfen einer stillge legten Gasleitung
gelockert. Das ausströmende Gas entzündet sich explosionsarti g. Die Fenster
und Türen der Wohnung werden nach außen gedrückt, in d er Küche bricht ein
Feuer aus. Der gehbehinderte Wohnungsinhaber wird von einer Nachbarin aus
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 4 von 47
der brennenden Wohnung gerettet. Die nach wenigen Mi nuten eintreffende
Feuerwehr kann den Brand in der Küche nach kurzer Zeit unter Kontrolle
bringen. Der ältere Herr und ein Passant werden durch den Rettungsdienst
versorgt und ins Krankenhaus transportiert.
18.01.2007 Chaos mit Ansage : Bereits am Vortag haben die Wetterdienste
das Sturmtief „Kyrill“ angekündigt. Märkte werden abgesagt, die Schulen geben
„sturmfrei“. Was dann aber tatsächlich über weite Teile Deutschlands
hereinbricht, haben die wenigsten erwartet. Die Feuer wehr ist – so gut es geht -
vorbereitet: In der Leitstelle wurde das Personal ver dreifacht, die Zahl der im
Dienst befindlichen Einsatzleiter wird verdoppelt. Die Löschzüge der Freiwilligen
Feuerwehr werden vorab informiert und der Stadtfeuer wehrverband sagt in
weiser Voraussicht die für den Abend anberaumte Delegie rtenversammlung ab.
Statt über Projekte und Finanzen des Verbandes zu bera ten, stemmen sich die
100 Delegierten gemeinsam mit ihren 600 Kameraden un d Kollegen dem
Unwetter entgegen und helfen an über 1.000 Einsatzstellen im Stadtgebiet.
Der deutsche Wetterdienst kündigt für Münster die Sturms pitzen für den späten
Nachmittag an – und behält recht: Ab 17 Uhr kippen di e Bäume bei
Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h am Hindenburgplat z, im Schlossgarten,
an der Weseler Straße, am Dingbänger Weg und in der Hohen Ward gleich
reihenweise um. An der Weseler Straße und an der Ott marsbocholter Straße
werden PKW von umstürzenden Bäumen getroffen. Zum Gl ück erleiden die
Insassen in beiden Fällen nur leichte Verletzungen. Am Hindenburgplatz
vermuten Zeugen, dass ein Radfahrer von einem umgestü rzten Baum getroffen
wurde. Während die Einsatzkräfte den Bereich absuchen, stürzen unmittelbar
neben ihnen weitere Bäume um. Selten neigen Einsatzl eiter zu emotionalen
Formulierungen, doch in diesem Fall findet sich der Ein trag „infernalische Szene“
im Einsatzbericht. Am Franz-Hitze-Haus wird durch den S turm ein komplettes
Flachdach abgehoben. Im Südbad drückt der Wind eine gr oße Glasscheibe ins
Innere der Schwimmhalle, wo gerade ein Babyschwimmen st attfindet. Alle
Badegäste kommen mit dem Schrecken davon. Hilfe wird ü berall benötigt. Alle
Notrufleitungen der Leitstelle sind durchgehend belegt . Viele Anrufer erhalten
beim Notruf 112 das Besetztzeichen – ein ungutes Gefühl auf beiden Seiten der
Leitung. Nach 90 Minuten hat sich der Engpass gelegt, üb er die 16
Notrufleitungen können alle Notrufe zeitnah abgefragt werden.
Wie an vielen Stellen im nördlichen und westlichen Bun desgebiet muss die
Deutsche Bahn auch in Münster den Zugverkehr einstellen. In Wolbeck stürzen
drei Bäume auf die Gleise der WLE-Bahn. Ein Güterzug fährt in die
Unglücksstelle, während die Einsatzkräfte der Feuerwehr g erade dabei sind, die
Gleise frei zu räumen. Viele Reisende sitzen am Hauptbahnhof Münster fest. Wie
bereits ein Jahr zuvor beim „Schneechaos“ öffnet die Feu erwehr den Bunker
unter dem Bahnhof und richtet gemeinsam mit den Hilfso rganisationen eine
Betreuungsstelle ein. In der Nacht erhalten die letzte n 18 Fahrgäste, die keine
Hotelzimmer mehr bekommen haben, beim Deutschen Roten Kreuz eine
Notunterkunft. Innerhalb der ersten 24 Stunden arbeit en 400 Einsatzkräfte der
Feuerwehr und 120 Helfer des Technischen Hilfswerks 940 Einsatzstellen ab.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 5 von 47
Die Einsatzlage hält mehrere Tage an. Hinzu kommt, da ss aufgrund der heftigen
Niederschläge parallel auch die Pegel der Flüsse ansteige n: Zwischen
Nienberge und Roxel sowie zwischen Kinderhaus und Coerde sind Aa und
Kinderbach vollends über die Ufer getreten. Zu kritisch en Situationen kommt es
hier jedoch nicht. Als am 21.01.2007 das Einsatztagebuch mit der Abarbeitung
des Einsatzes Nr. 1.083 geschlossen wird, hat die Feuerweh r Münster einen der
umfangreichsten Einsätze der Nachkriegszeit hinter sich. 6 .000 Einsatzstunden
wurden geleistet, die meisten davon ehrenamtlich. Zwei Einsatzkräfte werden
leicht verletzt.
Und doch ist Münster vergleichsweise glimpflich davon geko mmen:
Deutschlandweit sind 11 Tote zu beklagen. Allein in NRW kommen zwei
Feuerwehrmänner ums Leben, 44 werden zum Teil schwer verletzt.
Zwei Wochen nach dem Sturm liegt eine erste, erschreckende Bilanz der
Schäden vor: In Münster hat „Kyrill“ etwa 12.000 Bäu me „gefällt“, davon allein
10.000 im Bereich der Hohen Ward. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
22.01.2007 Nach einer vorsätzlichen Brandstiftung in der Tiefgarage eines
Hochhauses an der Sprickmannstraße fasst die Polizei eine J ugendbande. Die
14- bis 17-Jährigen gestehen neben der Brandstiftung au ch weitere
Sachbeschädigungen.
27.01.2007 Feuer in der LWL-Klinik . Vermutlich durch vorsätzliche
Brandstiftung bricht auf einer psychiatrischen Station de r LWL-Klink Feuer aus.
Die Berufsfeuerwehr, die mit beiden Löschzügen anrückt , kann das Feuer rasch
unter Kontrolle bringen. Weder Patienten noch Bedien stete der Klinik werden
ernsthaft verletzt.
28.01.2007 Auf der Umgehungsstraße verunglückt ein PKW- Fahrer um 04:20
Uhr in Höhe der Wolbecker Straße schwer. Zur Befreiung muss die Feuerwehr
schweres hydraulisches Gerät einsetzen.
14.02.2007 Gegen 09:45 Uhr bricht in einer Wohnung d er obersten Etage eines
viergeschossigen Mehrfamilienhauses an der Osthuesheide Fe uer aus. Beim
Eintreffen beider Löschzüge der Berufsfeuerwehr und d es Löschzuges
Angelmodde der Freiwilligen Feuerwehr steht die Wohnung in Vollbrand ,
meterweit schlagen die Flammen aus den Fenstern. Die Einsatzkräfte können ein
Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnungen ve rhindern. Zwei
Personen, darunter eine schwangere Frau, aus der betro ffenen Wohnung
werden rettungsdienstlich versorgt und ins Krankenhaus e ingeliefert. Der
Sachschaden wird auf 100.000 € geschätzt.
17.02.2007 Vom Dortmund-Ems-Kanal bei Gelmer wird ge gen 14 Uhr eine
gekenterte Motoryacht gemeldet. Mit schwerer Schlagseite kann die Besatzung
noch das rettende Ufer ansteuern. Die Feuerwehr sichert zunächst das Boot mit
der Seilwinde eines Rüstwagens, anschließend wird die Yacht mit dem
Mehrzweckboot der Feuerwehr in den Yachthafen Gelmer geschleppt.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 6 von 47
20.02.2007 Auf der Rückfahrt vom Krankenhaus zur Feuer wache entdeckt die
Besatzung eines Rettungswagens der Berufsfeuerwehr gege n 3 Uhr einen
Brand in den „Ruderterrassen“ in der Nähe des Bennohauses. Von einem
Anbau aus hat sich das Feuer über die Fassade auf Gasträu me im
Obergeschoss ausgebreitet. Die Berufsfeuerwehr rückt mit beiden Löschzügen
an und kann einen Totalverlust der Gaststätte und ein Übergreifen der Flammen
auf das Bootshaus mit der wertvollen Vereinsausrüstung verhindern.
03.03.2007 Dramatische Szenen an der Telemannstraße : In der Wohnung
einer jungen Mutter bricht am frühen Morgen Feuer au s. Vom Balkon im ersten
Obergeschoss wirft die Mutter ihr 22 Monate altes Kind i n die Arme von
Nachbarn. Sie selber springt vom Balkon und bleibt eben falls unverletzt. Die
Feuerwehr rettet drei Personen aus einer Wohnung im zw eiten Obergeschoss,
denen der Fluchtweg über den Treppenraum aufgrund de r Rauchentwicklung
abgeschnitten ist. Die Einsatzkräfte der Löschzüge 1 und 2 der Berufsfeuerwehr
können den Brand schnell unter Kontrolle bekommen. Der Sachschaden beläuft
sich auf ca. 100.000 €.
11.03.2007 Gegen 20:50 Uhr wird die Feuerwehr zu ei ner Gaststätte an der
Aegidiistraße gerufen. Eine überhitzte Friteuse hat d ie Küche in Brand gesetzt.
Über offen stehende Türen ist der Brandrauch in das Tr eppenhaus gezogen und
hat mehreren Bewohnern die Flucht aus den über der G aststätte liegenden
Wohnungen unmöglich gemacht. Die Feuerwehr bringt drei Bewohner über
Drehleitern in Sicherheit . Insgesamt erleiden sechs Hausbewohner und ein
Gast leichte Rauchvergiftungen. Der Wirt der Gaststätte hat sich bei ersten
Löschversuchen Verbrennungen zugezogen und wird ebenfal ls nach
notärztlicher Versorgung vor Ort ins Krankenhaus transportiert.
21.03.2007 Brisanter Fund in friedlicher Umgebung : Bei Bauarbeiten zur
Erweiterung des Seniorenwohnheims Klarastift an der An dreas-Hofer-Straße
wird eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten
Weltkrieg entdeckt. Teile des Wohnheimes und der benach barten Kaserne sowie
die Gebäude der Anne-Frank-Schule, der Oberfinanzdir ektion und einige
Wohnhäuser im Umkreis von 100 Metern werden gegen 14 U hr evakuiert. Nach
kurzer Zeit kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst der B ezirksregierung die
Bombe entschärfen. Um 15 Uhr bereits können die Bewohn er in ihre Häuser
zurückkehren.
24.03.2007 Eine nächtliche Brandserie hält die Feuerwehr auf Trab und
beunruhigt die Bürger. Zwischen 02:36 Uhr und 07:13 Uhr werden im Bereich der
südöstlichen Innenstadt 10 Brandstiftungen verübt. Neben mehreren
Müllcontainern gehen auch 2 PKW in Flammen auf. Den g rößten Schaden
verursacht ein gegen 06:17 Uhr gemeldetes Feuer in den Räumen eines
Ruderclubs an der Bennostraße. Im brennenden Bootshaus werden mehrere
Boote zerstört oder schwer beschädigt. Nach dem Brand vo m 20.02.2007 der
zweite schwere Schlag für diesen Verein.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 7 von 47
12.04.2007 Bei einem Auffahrunfall zwischen zwei LKW auf der Autobahn A
1 wird ein LKW-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemm t. Die Einsatzkräfte der
Berufsfeuerwehr befreien den Mann unter Einsatz hydr aulischer Rettungsgeräte
aus dem Führerhaus. Nach notärztlicher Versorgung noch an der Einsatzstelle
wird er mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen.
16.04.2007 Feuer im Tibusstift : In einem Dienstzimmer ist ein Brand
ausgebrochen. Durch die automatische Brandmeldeanlage wi rd das Feuer sehr
schnell erkannt und der Feuerwehr gemeldet. Durch das ra sche Eingreifen
beider Löschzüge der Berufsfeuerwehr kann eine Ausbreit ung des Feuers
verhindert werden. In dem Dienstraum entsteht ein Schaden von ca. 10.000 €.
25.04.2007 Gegen 16 Uhr sehen Nachbarn an der Stefan -Zweig-Straße in
Nienberge aus einem Bungalow Rauch aufsteigen. Um 16:04 wird die Feuerwehr
alarmiert. Als der Löschzug Nienberge der Freiwilligen Feuerwehr nur vier
Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eint rifft, steht die Küche des
Einfamilienhauses in Vollbrand. Das Feuer breitet sich ü ber den Flur auf weitere
Räume aus. Von Nachbarn erfährt der Einsatzleiter, d ass sich vermutlich noch
eine Person in dem Haus aufhält. Parallel zur Brandbe kämpfung werden von
dem zwischenzeitlich ebenfalls eingetroffenen Löschzug 1 der Berufsfeuerwehr
Atemschutztrupps zur Personensuche eingesetzt. Im Schlafz immer wird eine ca.
40-jährige Frau bewusstlos aufgefunden und ins Freie ge bracht.
Reanimationsversuche bleiben jedoch erfolglos , der Notarzt kann nur noch
den Tod der Frau feststellen.
25.04.2007 Der Einsatz in Nienberge ist gerade beende t, da gibt es erneut
Alarm: Am Hafengrenzweg steht gegen 19 Uhr eine 200 m² große Lagerhalle in
Flammen. Mit 6 Rohren bekämpfen ca. 30 Einsatzkräfte der Beruf s- und der
Freiwilligen Feuerwehr den Brand. Zwei Personen, die sich in der Halle
aufgehalten hatten, erleiden Rauchgasvergiftungen und werden
rettungsdienstlich versorgt. Ein Übergreifen der Flamme n auf andere Gebäude
kann die Feuerwehr verhindern.
05.05.2007 Am Sternbusch steht am späten Nachmittag d er Dachstuhl eines
Wohnhauses in Brand . Das Feuer ist vermutlich in einem angebauten
Wintergarten ausgebrochen, während die Bewohner nicht zuhause waren. Als
Nachbarn auf das Feuer aufmerksam werden, hat es bereits auf den Dachstuhl
übergegriffen. Beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr un d der Löschzug Geist
der Freiwilligen Feuerwehr sind im Einsatz und können das Feuer schnell unter
Kontrolle bringen. Dennoch ist der Schaden mit rund 150.000 € erheblich.
12.05.2007 In einem aufwändig restaurierten Wohnhaus einer alten Hofstelle
am Wilhelmshavenufer bricht gegen Mittag vermutlich a ufgrund eines defekten
Elektrogerätes Feuer aus. Die Bewohner der betroffenen Erdgeschosswohnung
sind beim Einkauf. Als der Nachbar im Obergeschoss den Br andrauch bemerkt,
kann er nur noch fluchtartig das Haus verlassen und alar miert von einem
Nachbarhaus aus die Feuerwehr. Aufgrund der Rauchentwicklung und der Hitze
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 8 von 47
ist das Feuer schwer zu lokalisieren. Nachdem die Flamme n gelöscht sind,
offenbart sich der eigentliche Schaden: Durch Brandrauch und Hitze sind die
beiden, gerade neu bezogenen Wohnungen unbewohnbar geworden. Der
Sachschaden wird auf 200.000 € geschätzt.
02.06.2007 Innerhalb von vier Stunden ereignen sich zwei schwere
Verkehrsunfälle: Gegen ein Uhr in der Nacht kommt es im Kreuzungsbere ich
Grevener Straße / Bröderichweg zu einen Zusammenstoß zwischen einem PKW
und einem Großraumtaxi. Der 21-jährige PKW-Fahrer w ird in seinem Fahrzeug
eingeklemmt. Die Feuerwehr befreit den lebensbedrohl ich Verletzten unter
Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät. Der junge Fahr er, sein Beifahrer
sowie ein Fahrgast aus dem Taxi werden von zwei Notärzt en und den
Besatzungen von drei Rettungswagen versorgt und ins Kra nkenhaus
transportiert.
Gegen fünf Uhr am frühen Morgen ereignet sich dann a uf der Autobahn A 1 ein
spektakulärer Unfall: Ein betrunkener Autofahrer verur sacht einen Auffahrunfall.
Dabei wird ein Oldtimer-Lieferwagen von einem Anhän ger auf die
Gegenfahrbahn der Autobahn geschleudert. Ein PKW-Fahr er auf dieser
Fahrbahn fährt nahezu ungebremst in den auf der Seit e liegenden Oldtimer.
Beim Eintreffen der Feuerwehr steckt der PKW bis zur Hä lfte im Aufbau des
Lieferwagens. Drei Verletzte werden rettungsdienstlich versorgt und ins
Krankenhaus transportiert.
10.06.2007 Wieder eine Brandserie: Im Stadtteil Coerde werden in kurzen
Abständen an sieben Stellen insgesamt 10 Mülltonnen in Brand gesetzt. In zwei
Fällen hat das Feuer beim Eintreffen der Feuerwehr b ereits auf Gebäude
übergegriffen. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr kann aber in allen Fällen
Schlimmeres verhindern.
13.06.2007 Auf der Bundesstraße 54 zwischen Nienberge un d Altenberge gerät
ein LKW-Zug ins Schleudern und durchbricht die Mittelschutzplanke. Nach einem
Überschlag bleiben Zugmaschine und Anhänger auf der Sei te liegen und
blockieren beide Richtungsfahrbahnen. Entsprechend den A bsprachen zwischen
dem Kreis Steinfurt und der Stadt Münster rücken die Fe uerwehren aus Münster
und Altenberge parallel aus. Der Fahrer des LKW wird schwer verletzt und
noch an der Unfallstelle vom Notarzt behandelt. Die A ufräumarbeiten dauern bis
in die Abendstunden.
21.06.2007 Wieder ein schwerer LKW-Unfall : Auf der Abfahrt von der
Autobahn A 1 auf die A 43 in Richtung Wuppertal komm t ein mit Schrott
beladenen LKW vermutlich wegen überhöhter Geschwindigke it von der
Fahrbahn ab, kippt um und rutscht über den Grünstreifen in ein Wäldchen am
Rande der Autobahn. Beim Eintreffen der Feuerwehr i st der Fahrer mit einem
Arm unter dem umgestürzten Führerhaus eingeklemmt. Di e Feuerwehr leitet
seine Befreiung auf zwei Wegen ein: Während der Feue rwehrkran in Stellung
geht, um das Führerhaus anzuheben, schneiden andere Ei nsatzkräfte mit der
Motorsäge die Sträucher zurück und versuchen, mit Schaufe ln das Erdreich
unter dem LKW zu entfernen, um den Arm frei zu lege n. Beide Aktionen führen
zum Erfolg: Während der Kran den LKW anhebt, können andere Einsatzkräfte
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 9 von 47
den Arm stabilisieren, der durch den Unfall fast vollstä ndig amputiert wurde. Der
Verletzte wird während des gesamten Vorgangs von Rettu ngsassistenten und
einem Notarzt der Berufsfeuerwehr versorgt und nach seiner Befreiung
transportfähig gemacht. Danach wird er in die Unfallchi rurgie der
Universitätsklinik transportiert, wo aufgrund der Voranm eldung durch die
Leitstelle alle erforderlichen Fachärzte bereit stehen.
27.06.2007 „Albtraum in der Nacht“ übertitelt eine Tageszeitung ihren Bericht
über einen nächtlichen Unfall auf der Autobahn A 1: Um 01:14 Uhr rast ein
Sattelschlepper in eine Baustelle am Autobahnkreuz Mün ster-Süd. Durch die
Wucht des Aufpralls wird eine Straßenkehrmaschine auf e ine Fräsmaschine
geschleudert. Die Fräsmaschine wird 75 Meter durch die Lu ft katapultiert. Der
Maschinenführer stürzt von der Fräsmaschine und wird unter der umgestürzten
Kehrmaschine eingeklemmt. Ein anderer Bauarbeiter erle idet schwere
Schädelverletzungen. In einem weiteren LKW, den der Sattelschlepper gerammt
hat, wird der Fahrer ebenfalls schwer verletzt. Nur de r Unfallverursacher kommt
mit leichten Verletzungen davon. Die Feuerwehr rückt m it 14 Fahrzeugen und 38
Einsatzkräften, Rettungsassistenten und Notärzten an. Wäh rend zwei Arbeiter
sofort rettungsdienstlich versorgt werden können, müssen sich die Einsatzkräfte
erst mühsam einen Weg zu dem eingeklemmten Mann bahnen . Die Zeit drängt,
denn der Mann ist lebensgefährlich verletzt. Es beginnt ein Wettlauf mit dem
Tod. Mit dem Feuerwehrkran wird die Kehrmaschine angehobe n, um an den
eingeklemmten Arbeiter heranzukommen. Zu seiner Befrei ung aus den
Trümmern muss weiteres schweres Gerät eingesetzt werden. G erade noch
rechtzeitig erreichen die Rettungsassistenten und der Not arzt den Patienten und
können seine Vitalfunktionen stabilisieren. Er überlebt , doch muss ihm später im
Krankenhaus ein Bein amputiert werden. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
16.07.2007 Schwerer Verkehrsunfall auf der Mecklenbecker S traße: Zwei
Baustellen-LKW stoßen frontal zusammen. Beide Fahrer werden in ihren
Führerhäusern eingeklemmt und schwer verletzt. Ein LKW -Fahrer kann unter
Einsatz „konventioneller“ hydraulischer Rettungsgeräte b efreit werden. An dem
zweiten LKW kommen zusätzlich der 45-Tonnen-Kran sowie d ie Seilwinde des
Rüstwagens zum Einsatz. Mit schwersten Verletzungen werden beide Männer an
den Rettungsdienst übergeben und noch vor Ort von Not ärzten versorgt, bevor
sie ins Krankenhaus transportiert werden. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
26.07.2007 Um 19:16 Uhr wir der Leitstelle der Feuer wehr ein Dachstuhlbrand
am Hansaring gemeldet. Als die ersten Kräfte der Feuerwache 2 eintr effen,
schlagen bereits Flammen aus dem Dachstuhl des viergeschossige n
Wohngebäudes. Das Feuer droht auf die Dachkonstruktionen der benachbarten
Gebäude überzugreifen. Die Alarmstufe wird auf „Feuer 2“ erhöht. Der Löschzug
1 der Berufsfeuerwehr sowie die Löschzüge Altstadt und Geist der Freiwilligen
Feuerwehr rücken zur Verstärkung an. Mehrere Atemschutzt rupps bekämpfen
das Feuer, welches in der Dachgeschosswohnung heftig wütet, von innen. Auf
der Straße gehen parallel drei Drehleitern in Stell ung, um den Feuerübersprung
auf die Nachbarhäuser zu verhindern. Um das Feuer auch auf der
Gebäuderückseite bekämpfen zu können, verlegen die Einsat zkräfte eine
B-Leitung durch ein Restaurant im Erdgeschoss des Nachbargebäudes und
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 10 von 47
nehmen vom Hinterhof aus ein B-Rohr vor. Nach einer S tunde ist das Feuer
unter Kontrolle, nach einer weiteren Stunde endgülti g gelöscht. Der Schaden in
dem gerade erst renovierten Gebäude ist erheblich. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
09.08.2007 Mit einem Donnerschlag kündigt sich gegen 07 :00 Uhr ein
Starkregen an, der mit Niederschlägen von bis zu 36 Litern pro Qu adratmeter
innerhalb von zwei Stunden zahlreiche Keller, vorwiegend im Kreuzviertel, unter
Wasser setzt. An der Maximilianstraße drücken die Wasserma ssen die schwere
Betonplatte eines Abwassersammlers aus der Verankerung, beim
Landschaftsverband dringt Wasser in den Serverraum der Computeranlage ein
und an der Gartenstraße stehen Räume eines Kindergarte ns bis zu 60 cm hoch
unter Wasser. Insgesamt rücken die Löschzüge der Freiwill igen Feuerwehr und
der Berufsfeuerwehr zu 40 Einsatzstellen aus.
11.09.2007 Auf dem Albersloher Weg kurz vor der Einmü ndung zum Otto-
Hersig-Weg verunglückt gegen 03:00 Uhr ein Autofahrer und prallt gegen einen
Baum. Der PKW fängt Feuer , der Mann kann sich aus eigener Hilfe nicht
befreien. Beherzt eilen Nachbarn zur Unfallstelle und ziehen den schwer
Verletzten aus dem brennenden Autowrack. Kurze Zeit spä ter trifft auch die
Feuerwehr mit Löschfahrzeug und Rettungsdienst ein. Do ch auch der Notarzt
kann dem jungen Mann nicht mehr helfen, er verstirbt noch an der Unfallstelle.
18.09.2007 Kleine Ursache, große Wirkung: Der Schwelbrand in einer
Deckenleuchte im Bereich der Chirurgie der Raphaelsklini k führt zur Auslösung
der automatischen Rauchmelder. Beide Löschzüge der Beru fsfeuerwehr rücken
an. Die Rauchentwicklung lässt nach, nachdem die Stromzuf uhr abgeschaltet ist.
Die Feuerwehr braucht nicht mehr tätig zu werden. Wie wichtig gleichwohl das
„Großaufgebot“ der Feuerwehr bei einer Brandmeldung aus einem Krankenhaus
ist, wird sich 12 Wochen später beim Brand im Alexianer -Krankenhaus am
19.12.2007 bestätigen.
21.09.2007 Bei Forschungen im Institut für organische Ch emie der Universität
gerät ein chemischer Versuch außer Kontrolle : Vermutlich aufgrund eines
technischen Defektes der Dosiereinrichtung gelangt Dichlo rmethan in einem
Erlenmeyerkolben mit Natrium und Toluol in Verbindun g. Natrium und Chlor
können explosionsartig miteinander reagieren. Die Insti tutsmitarbeiter rufen die
Feuerwehr zur Hilfe, da die unplanmäßig entstandene chemische Mischung nicht
mehr kalkuliert werden kann. Doch auch die Feuerwehr kommt an ihre
Grenzen: Gegen die möglicherweise entstehenden Stichflammen i st
Schutzkleidung vorhanden, nicht jedoch gegen die befür chtete Splitterwirkung
bei einer Explosion. Und das Gemisch hat es „in sich“. Di e Chemiker der Uni
warnen vor Erschütterungen und Bewegungen der Flüssigkei t in dem
Glaskolben. Das Gemisch muss auf dem kürzesten Weg aus dem G ebäude.
Über das Landeskriminalamt werden Sprengstoffexperten der Polizei
angefordert. Während diese sich aus Düsseldorf auf den W eg nach Münster
machen bereitet die Feuerwehr die „Entsorgung“ vor. Vor der Außenfassade des
Gebäudes, direkt unter dem Fenster des Labors im zweiten Stockwerk, wird ein
Abfallcontainer postiert, im Innern des Gebäudes und au f dem Hof werden
Speziallöschmittel in Stellung gebracht, denn mit Wasser darf zunächst nicht
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 11 von 47
gelöscht werden. Auch dadurch könnten heftige Reaktionen ausgelöst werden.
Ein Polizist in Splitterschutzkleidung greift schließlich das Gefäß mit der
brisanten Mischung mittels einer Spezialzange und lässt d ie gefährliche Fracht
aus dem Fenster in den Container fallen. Ein erster kle iner Feuerball schießt aus
dem Container hervor. Nachdem sich die Chlorverbindung en am Natrium
„ausreagiert“ haben, wird das restliche Natrium durch ge zielte Wasserzugabe
„umgesetzt“. Für alle Beteiligten ein imposantes Schausp iel und für die
Feuerwehrleute eine unerwartete Schulstunde im Fach „G efährliche Stoffe und
Güter“. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
17.10.2007 Großalarm bei der WESTFALEN AG . Im Bereich der
Acetylenabfüllung im Werk Gremmendorf an der Heidestr aße explodiert gegen
11:30 Uhr die Armatur eines Prüfstandes. Der Prüfstan d und mehrere
Acetylenflaschen geraten in Brand. Die Feuerwehr rückt nach einem festgelegten
Alarmplan mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften an. Die Lage ist kompliziert
und nicht ungefährlich: Einerseits muss verhindert werde n, dass sich das Feuer
auf benachbarte Gebäude ausbreitet, anderseits dürfen d ie Flammen an den
brennenden Gasflaschen nicht gelöscht werden, da sich d as Gas sonst
unkontrolliert ausbreiten und erneut entzünden könnte . Während der erste
Löschangriff mit Wasserwerfern aufgebaut wird, evakuier en andere Einsatzkräfte
das Firmengelände und die Nachbarschaft im Umkreis von 10 0 Metern. Die
Besatzung eines Rettungswagens versorgt einen Arbeiter, der sich bei
Löschversuchen verletzt hat. Die Einsatzleitung weiß, da ss bei
Wärmebeaufschlagung von außen im Innern von Acetylen flaschen
Zersetzungsprozesse in Gang gesetzt werden können. In der Folge können die
Gasflaschen explodieren. Bei der Überprüfung der betr offenen Flaschen
bestätigt sich die Befürchtung: Mehrere Flaschen haben si ch deutlich erwärmt,
sie müssen mit großen Wassermengen gekühlt werden. Über e ine Entfernung
von 600 Metern wird Löschwasser aus einer leistungsfähig en Hydrantenleitung
am Albersloher Weg zum Werksgelände gefördert. Aus zwei Wenderohren von
Drehleitern und 5 Wasserwerfern regnen pro Minute 8. 000 Liter Wasser auf den
Schadenbereich. In enger Abstimmung mit der Polizei wi rd die Evakuierung der
Nachbarschaft in einem Umkreis von 300 Metern vorbereite t. Da die Lösch- und
Kühlmaßnahmen Erfolg zeigen, muss die Evakuierung aber nicht mehr
durchgeführt werden. Um 15:00 Uhr ist die Lage unter Kontrolle, die
Kühlmaßnahmen müssen aber noch die gesamte Nacht hindur ch aufrecht
erhalten werden. Beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie aller 20
Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster kommen im Verlauf des
Geschehens mit 328 Einsatzkräften und 44 Fahrzeugen zum Einsatz. Erst 24
Stunden nach dem ersten Alarm rückt die letzte Einheit ab. Einer der größten
und gefährlichsten Einsätze in der Geschichte der Fe uerwehr Münster ist
beendet. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
18.11.2007 Gegen 21:30 Uhr wird der Leitstelle ein Bauernhofbrand an der
Wiedaustraße im Ortsteil Loevelingloh gemeldet. Beim Eintreffen der Löschzüge
Loevelingloh und Amelsbüren steht ein großer Teil de s alten Hofes bereits in
Vollbrand. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wird eine über 1.000 Meter
lange Schlauchleitung zum Dortmund-Ems-Kanal aufgeb aut. Unter Einsatz
von 7 C- und B-Rohren sowie einem Wenderohr der Drehleiter wird das Feuer
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 12 von 47
bekämpft. Das Wohnhaus und ein direkt angebautes Stallge bäude können nicht
mehr gerettet werden. Der Feuerwehr gelingt es jedoch ein Übergreifen der
Flammen auf weitere Gebäude der Hofanlage zu verhin dern. Beide Löschzüge
der Berufsfeuerwehr sowie Einheiten der Löschzüge Loev elingloh, Amelsbüren,
Hiltrup, Mecklenbeck und Roxel sind mit 70 Einsatzkräften vor Ort.
17.12.2007 Wohnungsbrand im Herzen von Hiltrup : Gegen Mitternacht wird
die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfa milienhaus an der
Marktallee gerufen. Die Einsatzkräfte vom Löschzug Hiltr up treffen als erste ein
und können einen fast bewusstlosen Mann aus der Wohnung r etten. Das Feuer
ist nach kurzer Zeit gelöscht. Der Sachschaden liegt bei ca. 10.000 €.
19.12.2007 Um 09:26 Uhr löst die automatische Brandmel deanlage des
Alexianer-Krankenhauses Feueralarm aus. Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung
rücken beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie der Lösch zug Loevelingloh
der Freiwilligen Feuerwehr aus. Die Kräfte vom Löschzug Loevelingloh treffen als
erste am Einsatzort ein. Im Keller des Hauptgebäudes brennt ein Matratzenlager.
Dichter Brandrauch dringt aus dem Keller. 120 Patienten und Bediensteten ist
die Flucht über den Haupttreppenraum versperrt . Im Keller wird eine Person
vermisst, an einem Fenster im zweiten Obergeschoss rufen Me nschen um Hilfe.
Aufgrund des Lageberichtes von der Einsatzstelle löst de r Einsatzleiter der
Berufsfeuerwehr, der sich noch auf der Anfahrt befin det, über Funk „Alarmstufe
4“ aus. 103 Einsatzkräfte sind nun mit 38 Fahrzeugen im A nmarsch auf das am
Stadtrand gelegene psychiatrische Krankenhaus. Ein Löschan griff durch den
Haupteingang muss auf dem Kellerabgang aufgrund der grossen Hitze
abgebrochen werden. Von einem Innenhof aus werden Kel lerfenster
eingeschlagen und das Feuer so bekämpft. Zwei Bedienstete der
Krankenhausverwaltung werden über eine dreiteilige Sch iebleiter aus einem
Büro gerettet und mit einer Rauchgasvergiftung dem R ettungsdienst übergeben.
Alle Geschosse des betroffenen Klinikgebäudes werden von A temschutztrupps
der Feuerwehr nach zurück gebliebenen Personen abgesucht . Die anfangs
vermisste Person – ein Patient – wird unversehrt auf de m Klinikgelände
angetroffen. Alle übrigen Personen haben das Gebäude über Notausgänge
verlassen können. Das Feuer kann nach 45 Minuten unter K ontrolle gebracht
werden. Den reinen Brandschaden beziffert die Feuerwe hr mit ca. 30.000 Euro.
Die Reinigung des Gebäudes von den starken Russablagerungen aber kostet ein
Vielfaches dieser Summe. Das Feuer wurde vermutlich von einem geistig
verwirrten Patienten gelegt. Siehe auch FOTO in der Heftmitte.
27.12.2007 Auf der Davertstraße in Amelsbüren schleud ert gegen 22:15 Uhr
ein mit zwei Männern besetzter PKW gegen einen Baum. Fahrer und Beifahrer
werden in dem Autowrack eingeklemmt und müssen mit schwerem
technischem Gerät befreit werden. Neben der Berufsfeu erwehr sind die
Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh im Einsatz. Beide Männer können
gerettet werden.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 13 von 47
Trainieren für den Ernstfall:
Trotz der Vielzahl gravierender Schadensereignisse ist d och immer nur ein Teil
der Einsatzkräfte an der Gefahrenabwehr beteiligt. Damit jeder und jede jederzeit
auf jedes Ereignis vorbereitet ist, heißt es üben – üben – üben: Neben den
regelmäßigen Übungen in den einzelnen Löschzügen werd en auch größere
Gemeinschaftsübungen abgehalten:
05.06.2007 Gemeinschaftsübung der Löschzüge Häger-Uhlenb rock und
Sprakel: Menschenrettung und Brandbekämpfung in einem G ewerbebetrieb am
Haus Uhlenkotten.
17.08.2007 Gemeinschaftsübung der Löschzüge Nienberge, Gievenbeck und
Häger-Uhlenbrock: Feuer in einer Kindertagesstätte.
17.09.2007 Gemeinschaftsübung der Löschzüge Kinderhaus un d Sprakel:
Menschenrettung und Brandbekämpfung auf einem landwirt schaftlichen
Anwesen sowie Löschwasserförderung über lange Wegstrecken.
30.09.2007 Leistungsnachweis des Stadtfeuerwehrverbandes auf dem Gelände
der BASF-Coatings AG: 15 Löschgruppen der Freiwillige n Feuerwehr Münster
üben den Aufbau eines Löschangriffs mit Löschschaum.
13.10.2007 Großübung der Feuerwehr und der Hilfsorga nisationen: Bei einem
simulierten Brand im Schulzentrum Kinderhaus wird die Zusammenarbeit der
Rettungsorganisationen geübt. Neben den Löschzügen Kind erhaus, Altstadt,
Gelmer und Kemper der Freiwilligen Feuerwehr sind au ch Sanitäter des DRK
und des MHD beteiligt. Die Berufsfeuerwehr erprobt zugleich das Einsatzkonzept
für einen Massenanfall von Verletzten.
20.10.2007 Gemeinschaftsübung der Löschzüge Hiltrup und Amelsbüren:
Menschenrettung und Brandbekämpfung auf einem landwirt schaftlichen
Anwesen.
10.11.2007 Gemeinschaftsübung der Löschzüge Amelsbüren u nd Loevelingloh
am Haus Amelsbüren: Rettung mehrerer Personen nach ein er Kohlenmonoxid-
vergiftung.
Verantwortung auch über Münster hinaus:
Die Nachwirkungen des Sturms „Kyrill“ holen die Feuerwehr Münster schon drei
Monate später wieder ein: Durch die riesigen Mengen an Totholz in den Wäldern
und die Trockenheit im April ist auch in NRW die Wald brandgefahr extrem
gestiegen. Die Landesregierung stellt für die Waldbra ndbekämpfung aus der Luft
an der Lützow-Kaserne in Handorf vier große Löschwassera ußenlastbehälter
bereit, die bei Bedarf von schweren CH 53-Transporthu bschraubern der
Bundeswehr aufgenommen werden können. Das „Bodenpersona l“ zur
Bedienung der Behälter stellt die Feuerwehr Münster, zu den Zeiten, die nicht
von den Bediensteten des Instituts der Feuerwehr (IdF) des Landes NRW
abgedeckt werden können. Nur wenige Wochen nach der Ein weisung in die
Technik gibt es den ersten Alarm: Am 02.05.2007 stehen im Sauerland bei
Meschede ca. 30.000 m² Waldfläche in Brand. Aufgrund des Windbruchs sind die
Waldwege für Löschfahrzeuge nicht passierbar. Die Bezirksregierung Arnsberg
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 14 von 47
fordert die Löschwasseraußenlastbehälter aus Münster an. Am Flughafen
Dortmund werden die Behälter gefüllt und dann im Pe ndelverkehr zum Brandort
geflogen. Die Feuerwehr Münster stellt das Bodenperson al und unterstützt die
Hubschrauber-Crew bei deren erstem Einsatz als „fliegende Feuerwehr“.
Investitionen:
Die Erneuerung der Infrastruktur der Feuerwehr Münster konnte in 2007
weitergeführt werden:
• Am 21.08.2007 fasst der Ausschuss für Umweltschutz und Bau wesen den
Errichtungsbeschluss für die Erweiterung und Grundsanier ung des
Feuerwehrgerätehauses Angelmodde. Die Bauarbeiten be ginnen noch im
Jahr 2007.
• Im Rahmen der Haushaltsberatungen stimmen Rat und Ve rwaltung der
Grundsanierung des Feuerwehrgerätehauses Wolbeck im Jahr 2008 zu.
• Am 12.12.2007 beschließt der Rat der Stadt Münster de n Neubau des
Feuerwehrgerätehauses Gievenbeck in den Jahren 2008 und 2009.
• Die Grundsanierung der Sanitäranlagen der Hauptfeue rwache kann im
Jahr 2007 weitgehend abgeschlossen werden.
• Bei der Berufsfeuerwehr werden ein neues Wechsellade rfahrzeug, ein
Fahrzeug für Kleineinsätze sowie 2 Krankentransportfahr zeuge in Dienst
gestellt.
Neue Vertragsgrundlagen im Rettungsdienst:
• Krankentransport: Die im Jahr 2007 erfolgte Ausschreibung der
Durchführung von qualifizierten Krankentransporten du rch die Stadt
Münster hat sich bewährt. Alle vier in Münster ansässigen privaten
Hilfsorganisationen haben Gebote abgegeben und waren fachlich
qualifiziert. Das Deutsche Rote Kreuz sowie der Arbeite r-Samariter-Bund
konnten ihre langjährige Mitwirkung fortsetzen. Aufgru nd der
Wirtschaftlichkeit der Angebote wechselte die Mitwirkung als dritte
beteiligte Organisation von der Johanniter Unfall-Hil fe auf den Malteser
Hilfsdienst.
• Notarztdienst: Durch neue rechtliche EU-Vorschriften zur Arbeitszeit von
angestellten Ärzten kann das Universitätsklinikum Münster d ie
Personalgestellung für die Notarzteinsatzfahrzeuge nich t mehr zu den
alten Konditionen leisten und bittet, das Vertragsver hältnis kurzfristig
aufzulösen. Die Feuerwehr Münster nutzt die Gelegenhe it, den
Notarztdienst insgesamt neu zu organisieren. Seit Oktob er 2007 besteht
kein Personalgestellungsvertrag mehr mit einem einzeln en Krankenhaus,
sondern mit interessierten und qualifizierten Ärztinne n und Ärzten werden
Werkverträge über eine freiberufliche Mitwirkung in d er Notfallrettung der
Stadt Münster geschlossen. Die neue Organisationsform in Münster hat
Vorbildcharakter und stößt bundesweit auf großes Interesse.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 15 von 47
Feuerwehr in der Gesellschaft:
• Auf einem Kongress im Rahmen der Fachmesse IPOMEX in de r Halle
Münsterland beteiligt sich die Feuerwehr Münster am 17. 04.2007 mit
einem Fachvortrag zur Situation des Katastrophenschutzes in
Deutschland.
• Die Wohnungsgesellschaft Münsterland (WGM) rüstet sämtlich e der 6.800
in ihrem Bestand befindlichen Wohnungen mit Rauchmelde rn aus. Die
Aktion startet im September 2007 und wird von der Feu erwehr Münster
fachlich begleitet.
• Durch Vermittlung der Pfarrgemeinde St. Ida erhält die Caritas in Münsters
polnischer Partnerstadt Lublin von der Feuerwehr Münste r einen
ausgemusterten Krankentransportwagen. In Lublin sollen mit dem
Fahrzeug Behindertentransporte ausgeführt werden.
• „Good Bye“ sagte das Musikkorps der Freiwilligen Feuerwe hr Münster den
britischen Streitkräften anlässlich der letzten britischen Militärmusikschau
am 02.12.2007.
Junge Leute – lange Tradition:
Die Feuerwehr Münster ist eine junge Truppe – und das seit dem Jahr 1871, dem
Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr. Kein Wunder also, dass auch im Jahr
2007 einzelne Einheiten runde Geburtstage feiern können:
• Am 24. März 2007 feiert der Löschzug Kemper sein 100 -jähriges Jubiläum
mit einem Festball. Die Gäste werden mit einem Film über „Land und
(Feuerwehr)Leute“ aus dem Ortsteil überrascht. Das Jubiläum des
Löschzuges gibt dem Vermessungs- und Katasteramt der Stad t Münster
den Anstoß, den Ortsnamen „Kemper“ wieder in den Stad tplan
aufzunehmen. Viele Bürgerinnen und Bürger freuen sich , ihre Heimat
nach vielen Jahren wieder „schwarz auf weiß“ dokumentiert zu sehen. Im
August stellt sich der Löschzug im Rahmen eines Tages der o ffenen Tür
der Bevölkerung vor.
• Der Löschzug Hiltrup kann im Jahr 2007 auf sein 115-jä hriges Bestehen
zurückblicken und gibt der Bevölkerung mit einem Info-Ta g im Juni
Gelegenheit, sich über die Arbeit der Feuerwehr zu informieren.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 16 von 47
Welche Erkenntnisse sind aus den Ereignissen und st atistischen Daten
abzuleiten?
Katastrophenschutz:
• Die markante Zunahme der technischen Hilfeleistungen, w ie sie in der
Grafik 1 zum Ausdruck kommt, bestätigt nicht nur die Prog nosen der
Klima- und Katastrophenforscher, sondern muss als „Fieberkurve“ für
den Katastrophenschutz der Stadt Münster interpretiert werden: Die
Extremwetterlagen, bei denen in kurzer Zeit sehr vie le Bürgerinnen und
Bürger in Not geraten und Hilfe anfordern, nehmen a n Häufigkeit und
Intensität zu. Die gegenüber den Durchschnittswerten nah ezu
verdoppelten Einsatzzahlen in den Jahren 2002, 2004 u nd 2007 sind
jeweils innerhalb von 24 Stunden entstanden.
Münsters Bürgerschaft, Politik und Verwaltung muss akzeptie ren, dass bei
solchen Schadensereignissen der Versorgungsbedarf die Kap azitäten der
Gefahrenabwehr übersteigt. Daraus folgt, dass die Feuer wehr auch mit
Unterstützung aller übrigen örtlichen Hilfsorganisation en nicht in der Lage
ist, allen Hilfeersuchen sofort und umfassend nachzukommen . Eine
Unterstützung aus den unmittelbar benachbarten Landkrei sen ist
grundsätzlich möglich und wurde auch bereits praktiziert. Doch immer
häufiger sind diese Gebietskörperschaften selbst vom gleich en
Schadensereignis betroffen. Während des Sturms Kyrill waren in NRW die
meisten kreisfreien Städte und Landkreise nicht in der L age, Einsatzkräfte
für die überörtliche Hilfe abzustellen. Die Gesetzeslag e in NRW sieht
somit auch konsequenter Weise vor, dass die Kreise und k reisfreien
Städte als untere Katastrophenschutzbehörden die Gefah renabwehr bei
Großschadensereignissen planen und zunächst einmal selbst Vo rsoge
treffen, bevor auf die Ressourcen der Nachbarn zurückgegriffen wird.
• Der bei Extremwetterlagen regelmäßig zu verzeichnen de Eingang
zahlreicher paralleler Notrufe macht es dringend erfo rderlich, die
gemeldeten Notlagen nach Prioritäten zu ordnen, um d ie begrenzten
Ressourcen sinnvoll einsetzen zu können. Voraussetzung daf ür ist aber
vor allem eine vollständige Erfassung der Notrufe. Kyr ill hat hier einen
Engpass offenkundig werden lassen: Da der Sturm bereits viele Stunden
zuvor angekündigt war, konnte die Feuerwehr bei der T elekom eine
gezielte Beobachtung der Auslastung des Notrufes 112 in Auftrag geben.
Die Auswertung ergab, dass trotz mehr als 1.000 abgefr agter Notrufe die
Leitstelle der Feuerwehr für einige Anrufer über ein en Zeitraum von mehr
als einer Stunde nicht zu erreichen war. In den ersten 30 Minuten konnte
nur gut ein Drittel aller eingehenden Notrufe abgef ragt werden. Es muss
als Glück bezeichnet werden, dass offensichtlich kein schwerer Notfall
oder auch ein Feuer durch diesen Engpass nicht oder ver zögert gemeldet
werden konnte.
• Ereignisse wie der Sturm Kyrill sind selten. Auf der e inen Seite können sie
daher nicht Maßstab sein, für die alltägliche Vorhaltu ng von Personal und
Gerät, auf der anderen Seite aber zwingen sie alle Ve rantwortlichen, die
Vorsorgemaßnahmen zu überprüfen und ggf. neue Maßstäb e zu
definieren.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 17 von 47
• Die Vielzahl der Notrufe und Einsätze brachten die L eitstelle der
Feuerwehr an ihre technischen, räumlichen und personell en Grenzen. Da
die Wetterdienste bereits Stunden zuvor auf den Sturm hingewiesen
hatten, konnte die personelle Besetzung der Leitstelle ohne Probleme von
5 auf 15 Personen verdreifacht werden. Doch die Räumlichkeiten erlauben
nur das geordnete Arbeiten von fünf Notruf-Disponente n und zwei
koordinierenden Führungskräften. Eine Behelfs-Abfrage d es Notrufes an
weiteren fünf Plätzen musste in abgelegene Räumlichkeit en verlegt
werden. Für die stabsmäßige Arbeit einer Feuerwehr-E insatzleitung sind
die aus dem Jahr 1970 stammenden Räumlichkeiten der Leit stelle nicht
ausgelegt. Die geordnete Abarbeitung der Notrufe nach Prioritäten und die
Koordination der zahlreichen Einsatzkräfte sind unter diesen Umständen
extrem erschwert und stellen eine hohe psychische und physi sche
Belastung für die Bediensteten der Leitstelle dar. Die Feuerwehr Münster
hatte daher bereits im Jahr 2004 den Neubau einer Lei tstelle für den
städtischen Haushalt 2005 angemeldet und hofft nun, im Jahr 2009 mit
dem Neubau beginnen zu können.
• Bei Großschadensereignissen werden kurzfristig viele Helfe r benötigt. Hier
kommt das System der Ehrenamtlichkeit in der Gefahrenab wehr
besonders deutlich zur Wirkung. Einerseits kann in sehr kur zer Zeit ein
großes Kontingent an Helferinnen und Helfern aktivier t werden,
andererseits verursachen die Helfer im Verhältnis zu hau ptamtlichen
Einsatzkräften nur einen Bruchteil der Kosten. So stehen in Münster
neben 280 Beamten der Berufsfeuerwehr mehr als 650 E insatzkräfte der
Freiwilligen Feuerwehr in 20 Löschzügen sowie weitere ca. 500
ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei den private n Hilfsorganisationen
und beim Technischen Hilfswerk zur Verfügung.
• Mit der zur Verfügung stehenden technischen Ausstattung ist die
Feuerwehr Münster in der Lage, ein breites Spektrum mö glicher
Schadensereignisse abzudecken. Die weitgehend standardisie rte
Ausrüstung aller Löschzüge erlaubt einen flexiblen Ein satz der Einheiten
im gesamten Stadtgebiet und bei allen denkbaren Einsat zlagen. Die
Erfahrungen der letzten Jahre haben aber auch gezeig t, dass es
ausreichender Reserven bedarf, um lang andauernde Einsätze bewältigen
zu können. Die Reservehaltung z.B. von Motorkettensäge n und
Tauchpumpen soll daher in den kommenden Jahren noch weit er erhöht
werden.
Brände:
• Die Häufigkeit von Bränden ist über einen längeren Z eitraum betrachtet
nahezu konstant und bewegt sich um einen Wert von 500 p .a., wie die
Grafik 1 auf Seite 27 zeigt.
• In Relation zur Größe der Stadt und im Vergleich mi t anderen
Großstädten ist die Häufigkeit von Bränden in Münster e her
unterdurchschnittlich. Auch die Zahl der Brandtoten (eine in 2007) liegt
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 18 von 47
seit Jahren kontinuierlich unter dem statistischen Bundesdu rchschnitt von
einem Opfer je 100.000 Einwohner und Jahr.
• Die Zahl der Großbrände ist eher rückläufig, wie Graf ik 2 zeigt. In Münster
ist die Trendwende im Jahr 1998 eingetreten. In diesem Jahr hat die
Feuerwehr nach umfangreichen Organisationsänderungen un d einer
personellen Aufstockung ein neues Löschzugkonzept umgesetzt, welches
sich an bundesweiten Standards orientiert und zu besser ka lkulierbaren
Personalstärken im Einsatz geführt hat.
Diese im Kern erfreuliche Entwicklung darf aber nicht da rüber hinweg
täuschen, dass sich auch in Münster in jedem Jahr gefährliche Brände
ereignen, wie die Brände bei der Westfalen AG am 17 .10.2007 und im
Alexianer-Krankenhaus am 19.12.2007 zeigen. Es reicht daher nicht, die
Ressourcen einer Feuerwehr auf die alltäglichen Ereigni sse
abzustimmen. Eine Feuerwehr muss in der Lage sein, auch seltenen aber
regelmäßig auftretenden Großbränden wirkungsvoll ent gegentreten zu
können.
• Immer wieder wird die Feuerwehr mit einer Häufung von Bränden in
kurzen Zeiträumen konfrontiert. Das, was nach der „nat ürlichen“
Wahrscheinlichkeit eigentlich nur höchst selten passieren dü rfte, tritt
mehrmals im Jahr ein: Vorsätzliche Brandstiftungen von Mülltonnen,
Holzverschlägen aber auch PKW und Kellerräumen. So z.B . am 24.03.
und 10.06.2007. Die Taten haben das, was man mit „Dum men-Jungen-
Streichen“ umschreiben könnte, bei weitem überschritten, denn sehr oft
besteht die Gefahr, dass das Feuer auf Gebäude übergrei fen und
Menschen gefährden könnte. Für die Feuerwehr heißt das, dass an
jedem Ort und jeder Zeit Reserven für plötzliche Einsa tzhäufungen
vorhanden sein müssen. Den Innenstadt-Löschzügen der Fre iwilligen
Feuerwehr Münster kommt hier eine besondere Bedeutung zu.
• Die größte Wahrscheinlichkeit, von einem Feuer betroff en zu werden,
besteht weiterhin bei Bränden im privaten Bereich. Hi erbei ist das Risiko
eines gefährlichen Feuers in den verdichteten Wohngebie ten der
Innenstadt am größten. Zum einen besteht hier die grö ßte Gefahr der
vertikalen Brandausbreitung auf höher gelegene Stockwe rke, zum
anderen sind die Bewohner der oberen Stockwerke häufig auf die
Rettung über Drehleitern der Feuerwehr angewiesen. R isiko erhöhend
wirkt sich dabei die Verkehrssituation in den Wohngebiet en der
Innenstadt aus: Oft schränkt der „ruhende Verkehr“ die
Bewegungsflächen für die Feuerwehr ein. In manchen Fäl len reicht ein
einzelnes verkehrswidrig abgestelltes Fahrzeug, um der F euerwehr die
Anfahrt zum Unglücksort zu erschweren oder unmöglich zu machen.
• Risiko mindernd wirken sich Rauchwarnmelder aus, welche
Entstehungsbrände zuverlässig detektieren und die Menschen
insbesondere im Schlaf vor der drohenden Gefahr warnen . Mehrere
schwere Wohnungsbrände wurden im Jahr 2007 auch in Mün ster durch
private Rauchwarnmelder verhindert. Von den mehr als 500 Bränden
hätten zahlreiche verhindert werden können, wenn die Wohnungen durch
Heimrauchmelder geschützt gewesen wären.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 19 von 47
• Die Zahl der Brandalarmierungen – und damit die Hä ufigkeit, mit der die
Löschzüge ausrücken - ist etwa doppelt so hoch, wie die tatsächliche
Zahl der Feuer, da viele Brandalarmierungen auf Feh lauslösungen von
automatischen Brandmeldeanlagen (BMA) zurückzuführen si nd. Dass
trotz einer stetig steigenden Zahl von BMA die Zahl d er Fehlauslösungen
mit ebenfalls ca. 500 p.a. nahezu konstant bleibt, ist a uf strenge
Vorgaben und die Überwachung der Anschlussbedingungen f ür BMA
durch die Feuerwehr Münster zurückzuführen.
Technische Hilfeleistungen:
• Das Spektrum der technischen Hilfeleistungen wird zuneh mend durch die
Folgen der Extremwetterlagen geprägt. Unter den 2.4 96 technischen
Hilfeleistungen des Jahres 2007 sind 1.217 Sturmeinsätze verzeichnet,
von denen allein 1.083 auf den Sturm Kyrill zurückzu führen sind. Neben
heftigen Stürmen treten auch Starkregenereignisse imme r häufiger auf,
die in manchen Fällen nur Teilbereiche des Stadtgebie tes betreffen, dort
aber erhebliche Schäden anrichten. Zu den daraus zu zi ehenden
Konsequenzen wurde am Anfang dieses Abschnitts unter
„Katastrophenschutz“ berichtet.
Notfallrettung:
• Mit 21.324 Einsätzen in der Notfallrettung stellt d er in 2007 zu
verzeichnende Wert nicht nur einen absoluten Höchststan d dar, sondern
bestätigt auch den Trend der vergangenen Jahre, nach d em der
Versorgungsbedarf der Bevölkerung stetig steigt.
• Für die Planung der Vorhaltung im Rettungsdienst sin d dabei nicht nur die
absoluten Werte, sondern auch die relativen Veränder ungen zu den
Vorjahren von Interesse. Aus der Entwicklung der Fallza hlen der letzten
15 Jahre (siehe Grafik 3 auf Seite 28) kann abgeleitet werden, dass die
durchschnittliche jährliche Zunahme um ca. 4% in den letz ten beiden
Jahren mit etwa 5,5 % noch intensiver ausgefallen ist.
• Die Kapazitätsreserven, die mit der Einrichtung der R ettungswachen in
den Ortsteilen Mecklenbeck und Kemper im Jahr 2001 geschaf fen
wurden, sind aufgebraucht. Mit der Fortschreibung des
Rettungsdienstbedarfsplanes wird die Feuerwehr Münster die Ausweitung
der festen Besetzung von Rettungswagen auf den Feuer - und
Rettungswachen vorschlagen. Die bisherige Praxis, nach der die
zusätzlichen Rettungsdienst-Einsätze mit Personal aus der gemeinsamen
Personalreserve für den feuerwehrtechnischen Dienst und d en
Rettungsdienst abgewickelt werden, hat zunehmend zu Ein schränkungen
in den Bereichen Brandschutz und technische Hilfeleistung geführt. Durch
Personalzusetzung im Rettungsdienst muss hier einem Qualitätsverlust im
Brandschutz rechtzeitig begegnet werden.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 20 von 47
Notarztdienst:
• Analog zum Anstieg der Notfallrettungen entwickeln sich auch die
Fallzahlen bei den Notarzt-Einsätzen. Auch wenn der überproportionale
Anstieg vom Jahr 2006 zum Jahr 2007 um 11,39% auf aktu ell 5.074
Einsätze noch nicht als Trend interpretiert werden darf , so ist doch über
einen Zeitraum von 15 Jahren ein durchschnittlicher Ans tieg von 5% pro
Jahr als Planungsgrundlage gesichert. Daraus ist auch bei den
Notarzteinsätzen ein stetig steigender Versorgungsbedarf der
Bevölkerung abzuleiten, auf den mittelfristig mit ein er Ausweitung der
Vorhaltung reagiert werden muss.
Krankentransport:
• Die Zahl der qualifizierten Krankentransporte hatte im Jahr 1998 mit einem
Wert von über 20.000 einen Höchststand erfahren. Seit dem nimmt die
Zahl kontinuierlich ab und liegt im Jahr 2007 aktuell b ei einem Wert von
12.383. Ursächlich für den generellen Trend sind seit mehreren Jahren die
Änderungen bei der ärztlichen Verordnung der Krankent ransporte. Zum
einen wirken sich die Genehmigungen nach dem
Personenbeförderungsgesetz für den „Liegendtransport von Fahrgästen“
aus, bei denen im Gegensatz zum qualifizierten Kranken transport des
Rettungsdienstes das Personal der „Liegend-Taxen“ keine
rettungsdienstliche Ausbildung benötigt. Zum anderen ma cht die immer
frühere Verlegung von operierten Patienten, insbeso ndere aus
ambulanten Operationspraxen in Einrichtungen der Nachs orge oder auch
zwischen Kliniken den Einsatz von Rettungswagen erforder lich. Diese
Entwicklung führt zu den rückläufigen Zahlen bei den Krankentransporten.
• Der bis 2005 zu verzeichnende kontinuierliche Rückgang der qualifizierten
Krankentransporte scheint gestoppt. Die Transportzahlen der Jahre 2006
und 2007 deuten auf eine Stabilisierung der Werte au f dem aktuellen
Niveau hin. In den kommenden Jahren werden keine wesent lichen
Änderungen erwartet. Aufgrund der kürzeren Verweilda uer von Patienten
in den Behandlungseinrichtungen wird das Transportaufko mmen
insgesamt steigen. Der sich so vergrößernde Markt wird zwa r
überwiegend durch Liegend-Taxen abgedeckt werden, doch wird auch der
Anteil der qualifiziert zu transportierenden Patient en ansteigen, so dass
die absoluten Zahlen im Krankentransport insgesamt konsta nt bleiben
werden.
Investitionen:
• Gebäude: Die Substanz der Gebäude der Feuerwehr Münster ist gu t.
Viele Gebäude sind neu oder von Grund auf saniert. Im Bereich der
Freiwilligen Feuerwehr wird das vereinbarte Neubau- und Sanierungs-
Programm umgesetzt. Trotzdem müssen die letzten Löschz üge noch bis
zum Jahr 2016 warten, bis ihr Feuerwehrgerätehaus dem aktuellen Bedarf
angepasst wird.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 21 von 47
• Fahrzeug und Geräte: Die Feuerwehr Münster unterhält einen
Fahrzeugpark von insgesamt 184 Fahrzeugen. Für jeden Fahrzeugtyp
sind entsprechend der Beanspruchung und jährlichen Fahr leistungen
Abschreibungs- bzw. Wiederbeschaffungszeiträume festgelegt. Für die
überwiegende Zahl der Löschfahrzeuge der Feuerwehr Mü nster beträgt
die Soll-Laufzeit 20 Jahre. Aufgrund wiederholter Vo rgaben zur
Konsolidierung des städtischen Haushalts mussten die Laufzei ten zum
Teil deutlich heraufgesetzt werden. Faktisch kann derzeit ein
Löschfahrzeug erst nach einer Laufzeit von ca. 25 Jahren außer Dienst
gestellt werden. Bei diesem Alter stößt der Erhalt der Betriebsbereitschaft
vieler Fahrzeuge an technische und logistische Grenzen, d a einige LKW-
Hersteller Ersatzteile für Fahrzeuge dieses Alters nicht mehr vorhalten.
Erhaltene Werte von 22 Millionen Euro:
Die geschätzten Brandschäden des Jahres 2007 summieren sich auf rund
2,2 Millionen Euro. Da bei nahezu allen Bränden dur ch den Einsatz der
Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf andere Ge bäude oder
Gebäudeteile verhindert werden konnte, können die du rch den Einsatz der
Feuerwehr erhaltenen Werte mit rund 22 Mio. Euro ve ranschlagt werden.
Gemessen am Zuschussbedarf in Höhe von rund 14,5 Mio. Eur o hat sich die
Feuerwehr Münster im zurückliegenden Jahr – volkswirtschaf tlich betrachtet –
mehr als amortisiert.
Feuerwehr Münster: Eine Dienstleistung der Stadt Münster, hinter der
Menschen stehen. Zur Feuerwehr Münster gehören:
• 283 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr
• 651 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr
• 23 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in d er Feuerwehr Münster
als Stadtamt 37
• 121 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr
• 122 Musikerinnen und Musiker im Musikkorps bzw. im Spiel mannszug
der Freiwilligen Feuerwehr Münster
• 66 Mitglieder der Pensionärsvereinigung der Beruf sfeuerwehr
• 312 Mitglieder der Ehrenabteilung der Freiwillige n Feuerwehr
In der Summe 1.578 Personen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den Dienst
der Stadt Münster und ihrer Bürgerinnen und Bürger gestellt haben.
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 22 von 47
Und auch das gibt es - leider:
Es ist der 22.08.2007. Um kurz vor 08:00 Uhr überquert eine 24-jährige Frau mit
ihrer dreijährigen Tochter im Kinderwagen den Hohen Heckenweg auf einem
Zebrastreifen. Die Fußgängerampel zeigt für die Passan ten „grün“. Es regnet
stark, die Sicht ist schlecht. Eine PKW-Fahrerin überholt einen vor ihr stehenden
Bus und übersieht den unmittelbar dahinter befindliche n Fußgängerüberweg. Mit
hoher Geschwindigkeit werden Mutter und Kind von dem P KW erfasst. Die
Feuerwehr rückt mit 2 Notärzten und 3 Rettungswagen an . Mutter und Kind sind
schwer verletzt, bei dem Kind besteht Lebensgefahr. Die Unfallverursacherin
erleidet einen schweren Schock. Die Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr
heben das Kind behutsam mitsamt dem zerstörten Kinderwa gen in einen
Rettungswagen, wo es notärztlich versorgt wird. Paralle l kümmern sich der
zweite Notarzt und das Team eines weiteren Rettungswage ns um die junge
Mutter, die schwere Kopfverletzungen erlitten hat. Da s dritte Rettungsteam
betreut die verzweifelte und geschockte Autofahrerin. Üb er die Leitstelle werden
für Mutter und Kind die Aufnahmen in Spezialabteilu ngen zweier Krankenhäuser
vorbereitet. Für die Betroffenen, deren Familienang ehörige und Unfallzeugen
wird die Betreuung durch Fachkräfte des Krisennotdienste s organisiert. Das
System „Rettungsdienst“ wird mit allen Facetten gebrauch t – und funktioniert
hervorragend. Alle Rettungskräfte kämpfen um das Leben der Opfer und geben
ihr Bestes.
Kurze Zeit nach dem Einsatz erhält der Leiter der Feu erwehr eine Mail, in
der sich eine Bürgerin über den Lärm der Einsatzfahr zeuge auf dem Hohen
Heckenweg beschwert. Auch nachdem ihr per Rückmail die Hintergründe des
Einsatzes erläutert wurden, besteht sie darauf, zukünfti g nicht mehr durch
vergleichbare „Geräuschemissionen“ behelligt zu werden, sie könne sich so nicht
auf ihre Doktorarbeit konzentrieren.
Am Abend dann die Meldung aus den Kliniken: Bei Mutte r und Kind besteht
keine Lebensgefahr mehr. Diese Nachricht lässt den Ärger vergessen.
Münster, im August 2008
Benno Fritzen
Leiter der Feuerwehr
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 23 von 47
18.01.2007: Der Sturm „Kyrill“ richtet große Schäden an FOTO: WN, Oliver Werner
27.06.2007: Unfall am Autobahnkreuz Süd: Person unter LKW eingeklemmt
FOTO: MZ, Helmut Etzkorn
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 24 von 47
16.07.2007: Unfall auf der Mecklenbecker Straße: 2 LKW-Fahrer eingeklemmt
FOTO: MZ, Helmut Etzkorn
26.07.2007: Dachstuhlbrand am Hansaring FOTO: MZ, Helmut Etzkorn
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 25 von 47
21.09.2007: Entsorgung eines explosiven Chemikaliengemisches am
chemischen Institut der Universität FOTO: MZ, Helmut Etzkorn
17.10.2007: Explosion bei der Westfalen AG, Heidestraße FOTO: WN, Oliver Werner
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 26 von 47
19.12.2007: Menschenrettung über tragbare Leitern bei einem Kellerbrand im
Alexianer-Krankenhaus FOTO: MZ, Helmut Etzkorn
Moderne Technik im Einsatz: Elektronische Atemschutzüberwachung im Versuch
FOTO: MZ, Helmut Etzkorn
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 27 von 47
Grafik 1: Entwicklung der Fallzahlen in den Einsatzbereichen „Brandschutz“ und
„Technische Hilfeleistung“
Grafik 2: Entwicklung der Fallzahlen bei den Groß- und Mittelbränden
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
1992
1994
1996
1998 2000 2002 2004 2006
Brände Hilfeleistungen Fehlalarme
0
10
20
30
40
50
60
199
2
1994 1996 1998 200
0
2002
2004 2006
Großbrände Mittelbrände Summe G + M
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 28 von 47
Grafik 3: Entwicklung der Fallzahlen im Rettungsdienst
Grafik 4: Aufkommen (rot) und Abfrage (blau) der Notrufes 112 während
der Hochphase des Sturms „Kyrill“ am 18.01.2007
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
1992 1994
1996
1998 2000 2002
2004 2006
Notfallrettungen Notarzt Krankentransporte
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 29 von 47
Zahlenspiegel
Ab dem Berichtsjahr 2007 erfolgt die statistische Erfassung nach einem gegenüber den Vorjahren modifizierten System.
Die Daten des Zahlenspiegels weichen daher in einigen Punkten geringfügig von den Daten der vorherigen Berichte ab.
Jahr 2007 2006 2005 2004 2003
Einsätze insgesamt: 37.085 35.153 34.072 35.939 37.126
Brandalarmierungen gesamt: 882 983 860 870 1.050
davon Brände 466 566 497 463 545
groß 5 11 4 8 10
mittel 13 25 13 27 30
klein a. 157 165 180 176 204
klein b. 291 365 300 252 301
davon Fehlalarme 416 417 363 407 505
in guter Absicht 373 378 315 361 384
böswillig 43 39 48 46 121
Hilfeleistungen gesamt: 2.496 1.542 1.624 2.983 1.516
Menschen in Notlage 210 205 177 200 267
Tiere in Notlage 58 106 71 95 88
Betriebsunfälle 0 0 0 0 0
Einstürze von Baulichkeiten 0 0 0 0 0
Verkehrsunfälle 43 57 38 26 37
Verkehrsstörungen 4 4 5 9 11
Öleinsätze 184 176 115 183 166
Gefahrguteinsätze 3 5 2 4 0
Gasausströmungen 19 25 13 18 23
Wasserschäden 126 75 61 1.324 131
Sturmschäden 1.217 134 117 140 62
Sonstige 425 511 841 774 558
Fehlalarme 207 244 184 210 173
Rettungsdienst gesamt: 33.707 32.628 31.588 32.086 34.560
Krankentransport** 12.383 12.412 12.443 13.202 15.671
Notfallrettung 21.324 20.216 19.145 18.884 18.889
- davon mit Notarzt 5.074 4.601 4.433 4.875 4.816
425 446 322 368 277
** einschl. Einsätze der Freiwilligen Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH
Einsätze der Freiw. Feuerwehr * 1.340 411 280 1.301 274
davon Brandeinsätze 89 123 101 96 136
davon Fehlalarmierungen (Brand) 51 64 44 65 42
davon techn. Hilfeleistungen 1.198 222 135 1.140 94
davon Fehlalamierungen (Hilfeleistungen) 2 2 0 0 2
Tote: 28 46 49 36 49
davon bei Bränden 1 1 0 1 2
davon bei Hilfeleistungen 27 45 49 35 47
gerettete Personen: 207 180 138 244 157
davon bei Bränden 24 20 10 37 35
davon bei Hilfeleistungen 183 160 128 207 122
Brandschäden (Mio €) 2,2 2,3 1 , 8 3,3 2,0
* die Einsätze sind in den o. g. Zahlen enthalten
Einweisung psychisch Kranker
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 30 von 47
Jahr 2007 2006 2005 2004 2003
Personal gesamt: 1.200 1.208 1.223 1.218 1.203
Berufsfeuerwehr gesamt: 306 314 310 312 312
davon Feuerwehrbeamte 283 283 282 283 284
davon Brandmeisteranwärter 88880
davon Zivilangestellte und Arbeiter 23 23 28 29 28
Freiwillige Feuerwehr gesamt** 894 894 912 898 891
davon Einsatzkräfte i.d. Löschzügen 651 644 659 650 642
davon in der Jugendfeuerwehr 121 126 127 98 116
davon in Musikzügen 122 124 126 150 133
** ohne Ehrenabteilung
Vorbeugender Brandschutz 4.287 4.176 4.135 4.091 3.771
davon Stellungnahmen 1.533 1.675 1.697 1.735 1.614
davon Brandschauen 525 405 501 492 502
davon Sonstiges 1.106 821 739 549 468
davonSicherheitswachen 509 559 536 624 685
davon Stellungnahmen im Bereich
der Kampfmittelüberprüfung 614 716 662 691 502
Teil II: Die Feuerwehr Münster aufgeschlüsselt nach einer bundeseinheitlichen
Statistik der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF)
Anmerkung: Die Bundesstatistik sieht bei der Numerierung an der 2. Stelle nur gerade Ziffern vor.
1. Schnellinfo
1.2 Berichtsjahr 2007
1.4 Name der Stadt Münster
1.6 Einwohnerzahl 280.199
1.8 Gesamtfläche 302,92 km²
1.10.1 Postanschrift der Feuerwehr, Straße Feuerwehr Münster,
York-Ring 25
1.10.2 Postanschrift der Feuerwehr, PLZ, Ort 48159 Münster
1.12.1 Telefon 02 51 / 20 25 - 0
1.12.2 Faxnummer 02 51 / 20 25 - 80 10
1.14 Leiter der Feuerwehr Ltd. BD Benno Fritzen
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 31 von 47
Aufgabenwahrnehmung der Feuerwehr
1.16.1 Brandschutz ja
1.16.2 Katastrophenschutz ja
1.16.3 Rettungsdienst ja
1.18.1 Anzahl der Feuerwachen 2
1.18.2 Rettungswachen BF 5
1.18.3 Anzahl der Feuerwehrhäuser FF 20
1.20.1 Personal BF- Einsatzkräfte 283
1.20.2 Personal FF - Einsatzkräfte 651
1.22.1 Zahl der Einsätze Brandbekämpfung 882
1.22.2 Zahl der Einsätze Technische Hilfeleistung 2.496
1.22.3 Zahl der Einsätze Rettungsdienst 33.707
1.22.4 Fehlalarmierungen (Brand / Technische Hilfeleistung) 623
1.24 Gesamthaushalt der Stadt Münster
648.410.520,00 €
142.419.240,00 €
Summe: 790.829.760,00
€
1.26 Gesamthaushalt der Feuerwehr
21.013.510,00 €
3.099.080,00 €
Summe: 24.112.590,00 €
Verwaltungshaushalt ( Ansatz )
Vermögenshaushalt ( Ansatz )
Verwaltungshaushalt ( Ansatz )
Vermögenshaushalt ( Ansatz )
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 32 von 47
2. Strukturbeschreibung des Stadtgebietes
2.2 Einwohnerzahl 280.199
2.4 Gebietsgröße 302,92 km²
2.6 Flächenbezogene Einwohnerzahl 925EW / km²
2.8.1 max. Ausdehnung N - S 24,40 km
2.8.2 max. Ausdehnung W - O 20,60 km
2.10 max. Höhenunterschied 53,00 m
2.12 Wasserflächen 8,63 km²
Verkehrsinfrastruktur
2.14.1 BAB Länge im Stadtgebiet 24,50 km
2.14.2 BAB-Zuständigkeit außerhalb 22,40 km
2.14.3 Fernverkehrsschienenwege im Stadtgebiet 65,27 km
2.14.4 Fernverkehrsschienenwege Zuständigkeit außerhalb nein
2.14.5 Bundeswasserstraßen 25,60 km
2.14.6 U-Bahn nein
2.14.7 S-Bahn nein
2.14.8 Flugplätze nein
2.14.9 Hafen ja
2.14.10 Militärische Anlagen ja
Sonstige Gefahrenschwerpunkte, z. B.
2.16.1 Kernkraftwerke innerhalb 25 km nein
2.16.2 Chemieanlagen ja
2.16.3 Klinikum ja
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 33 von 47
Flächennutzung gegliedert nach Prozentanteil % km²
2.18.1 Gebäude- und Freiflächen 19,20 58,04
2.18.2 Gartenflächen, Wiesen, Erholungsflächen 3,10 9,42
2.18.3 Betriebsflächen 0,40 1,18
2.18.4 Verkehrsflächen 8,50 25,86
2.18.5 Wald-, Moor-, Reb-, Heideflächen, Landwirtschaft 63,70 193,20
2.18.6 Wasserflächen 3,00 8,94
2.18.7 Sonstige Flächen 2,10 6,28
Hilfsfrist
( Planungsgrößen )
2.20.1 Brandschutz u. Hilfeleistung 8 min. nach AGBF-Bund
2.20.2 Rettungsdienst ( Stadt / Land ) 8 / 12 min. nach RettG NRW
3. Beschreibung der Feuerwehr
3.2 Zuständigkeit der Feuerwehr
3.2.1 Brandschutz / Technische Hilfeleistung ja
3.2.2 Rettungsdienst ja
3.2.3 Katastrophenschutz ja
3.2.4 Zivilschutz ja
3.2.5 Überörtliche Leitstellenzuständigkeit nein
3.2.6 Integrierte Leitstelle Brandschutz,
Katastrophenschutz, Rettungsdienst ja
Sonstige Zuständigkeiten, z. B.
3.2.7 Sonderabfallbeseitigung nein
3.2.8 Ölspurbeseitigung nein
3.2.9 Tierkörperbeseitigung ( tote Tiere ) nein
3.2.10 Deichverteidigung nein
3.2.11 Einfangen von Hunden nein
3.2.12 Psych KG ja
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 34 von 47
Erläuterung
Führungsdienste: Mitarbeiter des mittleren, gehobenen und höheren Dienstes, die
eine besondere Sachgebietstätigkeit und im Einsatzdienst
Führungsaufgaben wahrnehmen.
Wachabteilungen: Mitarbeiter, die ausschließlich Tätigkeiten im Schichtdienst der
Wachabteilung und keine besonderen Sachgebietsaufgaben
wahrnehmen.
Leitstelle: Mitarbeiter, die stellenmäßig der Leitstelle zugeordnet sind
Rettungsdienst: Mitarbeiter, die ausschließlich Stellenfunktionen des
Rettungsdienstes wahrnehmen.
Ausbildungsstellen: Mitarbeiter, deren Stellen ausschließlich für die Zeit der
Laufbahnausbildung zur Verfügung stehen und nicht auf die
Einsatzstärke angerechnet werden.
3.12 Soll der zu besetzenden Einsatzfunktionen
Sonn/ Arbeitszeit Personal-
Tag Nach t Feiertag pro Woche fakto r
3.12.1 Führungsdienste 3 3 3 41
3.12.2 Wachabteilungen 38 31 31 38,5 / 54,0 1,41/4,23
3.12.3 Leitstelle 7 5 5 38,5 / 54,0 1,41/4,23
3.12.4 Rettungsdienst 23 12 12 38,5 / 54,0 1,41/4,23
Arbeitszeit pro Woche: durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Schichtdienst
Personalfaktor: rechnerischer Personalbedarf zur Besetzung einer Funktionsstelle
3.14 Anzahl und Stärken von Freiw. Feuerwehreinheiten
Anlage D
3.14.1 Anzahl der Einheiten 20
3.14.2 Gesamtstärke FF 651
3.14.3 Anzahl der Jugendfeuerw. ( Einheiten ) 6
3.14.4 Gesamtstärke JF 121
3.16 Anzahl und Stärke Werkfeuerwehren
Anzahl der Einheiten Gesamtstärke
hauptberuflich nebenberuflich hauptberuflic h nebenberuflich
3.16.1 Werkfeuerwehren 2 0 62 60
3.16.2 Betriebsfeuerwehr nicht erfasst
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 35 von 47
3.2.13 Überprüfung - Feuerwehrschlüsseldepot ja
3.2.14 Kampfmittelerfassung ja
3.4 Struktur der Gefahrenabwehr
3.4.1 Anlage A
Sonstige
3.6 Anzahl Feuer- und Rettungswachen B F F F W F Träger
3.6.1 Anzahl Feuer- und Rettungswachen 2 -- 2 --
3.6.2 Anzahl Rettungswachen 3 -- -- --
3.6.3 Anzahl Feuerwehrgerätehäuser FF -- 20 -- --
3.6.4 Anzahl FF im Standort BF -- -- -- --
3.6.5 Anzahl Löschbootstationen -- -- -- --
3.6.6 Anzahl RTH-Stationen -- -- -- --
3.6.7 Flughafenwachen -- -- -- --
3.6.8 Messewachen -- -- -- --
3.6.9 Sonstige Wachen -- -- -- --
3.8 Organigramm des Amtes (Verwaltungsgliederungsplan)
Anlage B
3.10 Zuordnung der Beschäftigten der BF nach Stellenplan Anlage C
Stand 31.12.2007
h D g D m D Ang.
3.10.1 Führungsdienste 4 21 12
3.10.2 Wachabteilungen (WA) 186
3.10.3 Leitstelle 30
3.10.4 Rettungsdienst ohne WA
3.10.5 Technische Dienste (k. Einsatzpers.) 7
3.10.6 Verwaltung (kein Einsatzpersonal) 5 7
3.10.7 Ausbildungsstellen 8 4
3.10.8 Sonstige ( Tagesdienst ) 22
3.10.9 Gesamt 4 21 263 18
3.10.10 nicht besetzt 0
3.10.11 besetzt durch einsatzuntaugliche
Mitarbeiter 15
Schematisierte Stadtübersichtskarte im Format DIN A 4 mit
Eintragungen der kommunalen Feuer- und Rettungswachen
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 36 von 47
4. Struktur des Rettungsdienstes
4.2 Träger des Rettungsdienstes Stadt Münster
4.4 Träger der Rettungsleitstelle Stadt Münster
4.6 Integrierte Leitstelle für Brandschutz, Katastrophenschutz ja
und Rettungsdienst
4.8 Mitwirkende Organisationen
BF FF HiOrg Sonstige
4.8.1 Krankentransport X -- X --
4.8.2 Notfallrettung X -- X --
4.8.3 Notarztdienst X -- -- --
4.8.4 RTH -- -- -- --
5. Struktur des Katastrophenschutzes
5.2 Die nach dem Zvilschutzgesetz (ZSG) des Bundes vorgesehenen Fachdienste im
Katastrophenschutz werden in der Stadt Münster von folgenden Organisationen gestellt:
5.2.1 Brandschutzdienst / ABC - Dienst:
Feuerwehr Münster
5.2.2 Sanitätsdienst / Betreuungsdienst: Freiwillige Hilfsorganisationen
5.2.2.1 (ASB)
5.2.2.2 Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
5.2.2.3 Johanniter - Unfall - Hilfe (JUH)
5.2.2.4 Malteser Hilfsdienst (MHD)
5.2.3 Bergungsdienst:
Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
5.2.4 Ferner wirkt auf Grundlage des Gesetzes über den Feuerschutz und die Hilfeleistung
(FSHG) die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in der
Wasserrettung mit.
5.4 Zur Leitung der Gefahrenabwehrmaßnahmen bei Katastrophen bzw. Großschadens-
ereignissen hat die Stadt Münster einen Krisenstab sowie eine Einsatzleitung
gem. FSHG eingerichtet.
Arbeiter - Samariter - Bund
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 37 von 47
6. Einsatzstatistik
6.2 Übersicht der Ausrückung
BF u. FF
u. WF Ges.
6.2.1 Brände u. Fehlalarme 742 140 339 1.221
6.2.2 Hilfeleistungen 1.296 1.200 223 2.719
6.2.3 Rettungsdienst* 33.707 72 33.779
* Unter Mitwirkung der Freiw. Hilfsorganisationen ASB/DRK/JUH
6.2.4 Einweisung Psych KG 425
6.4 Brandalarme
BF u. FF
u. WF Ges.
6.4.1 Gesamt 742 140 339 1.221
6.4.2 Kleinbrand a 127 30 13 170
6.4.3 Kleinbrand b 244 47 1 292
6.4.4 Mittelbrand 6 7 0 13
6.4.5 Großbrand 0505
6.4.6 Bei Ankunft gelöscht/ 54 0 0 54
Kontrolle/Bereitstellung
6.4.7 Fehlalarmierungen 311 51 325 687
6.6. Gliederung der Fehlalarme "Brand"
BF u. FF
u. WF Ges.
6.6.1 Blinder Alarm 268 49 325 642
6.6.1.1 davon über BMA 173 26 325 524
6.6.2 Böswilliger Alarm 43 2 0 45
6.6.2.1 davon über BMA 34 2 0 36
6.6.3 Falschalarmier. d.BMA 0000
nur BF BF u. FF nur WF
nur BF BF u. FF nur WF
Art der Ereignisse nur BF BF u. FF nur WF
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 38 von 47
6.8 Überörtliche Hilfe
6.8.1 Anzahl der Hilfen auswärts 16
6.10 Brandmeldungen durch automatische BMA
6.10.2 Anzahl der tatsächlichen Brände gemeldet durch BMA 11
6.12 Menschenrettung bei Bränden
6.12.1 Personen gerettet 14
6.12.2 Brandverletzte 10
6.12.3 Brandtote 1
6.12.4 Fw-Angehörige verletzt 0
6.12.5 Fw-Angehörige brandtot 0
6.14 Hilfeleistungsalarme
nur BF BF u. FF nur WF
BF u. FF
u. WF Ges.
6.14.1 Gesamt 1.296 1.200 223 2.719
6.14.2 Umwelt-,Gefahrstoff
einsch. Ölspuren 158 48 nicht erfasst 206
6.14.3 Tiere/ Insekten 57 1 nicht erfasst 58
6.14.4 Einsatz bei Eintreffen
nicht mehr erforderlich
6.14.5 Fehleinsätze 205 2 nicht erfasst 207
6.16 Gliederung der Fehleinsätze "Hilfeleistungen"
nur BF BF u. FF nur WF
BF u. FF u.
WF Ges.
6.16.1 Blinder Alarm 204 2 nicht erfasst 206
6.16.2 Böswilliger Alarm 1 0 nicht erfasst 1
6.16.3 Falschal.d. BMA 0 0 nicht erfasst 0
6.18 Menschenrettung bei Hilfeleistungen
6.18.1 Personen gerettet 84
6.18.2 Verletzte 99
6.18.3 Tot geborgen 27
6.18.4 Fw-Angehörige verletzt 0
Fw-Angehörige tot 0
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 39 von 47
6.20 Rettungsdienst
nur BF HiOrg
6.20.2 Krankentransporte 3.974 8.409
6.20.3 Notfalleinsätze 21.324
davon in Verbindung mit
6.20.4 NEF 5.074
6.20.5 RTH
6.20.6 NAW
6.20.7 LNA
6.20.8 Fehleinsätze* 3.946
* in Notfalleinsätzen enthalten
6.21 Psych KG
6.21.1 Einsätze nach Psych KG ( nur BF ) 425
6.22 Vorbeugender Brand - und Gefahrenschutz
6.22.1 Brandschauen und Nachschauen 562
6.22.2 Stellungnahmen in bauaufsichtlichen Verfahren 528
6.22.3 Stellungnahmen nach anderen Grundlagen 141
6.22.4 Beratungen 864
6.22.5 Sicherheitswachen 509
6.24 Kampfmittelüberwachung
614
6.24.1 Auswertung von Baugesuchen/ Information 226
von Bauherren über Kampfmittelverdacht
6.24.2 Anträge auf Kampfmittelüberprüfung, Stellungnahmen 388
Beratungen, Ortstermine
7. Fahrzeuge und Geräte Anlagen E 1 und E 2
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 40 von 47
8. Einnahmen / Ausgabe n
8.2 Einnahmen ( in € )
BF u. FF RettD Kats Summe
Gebühren, Entgelte oder Kostenersatz
8.2.1 - aus Einsätzen 71.753 8.215.570 0 8.287.323
8.2.2 - aus Dienstleistungen 121.358 0 0 121.358
8.2.3 - aus vorbeugendem Brandschutz 11.437 0 0 11.437
8.2.4 - aus Zuwendungen 440.655 0 30000 470.655
8.2.5 - sonstige Einnahmen 175.217 307.045 711 482.973
8.2.6 Spaltensumme: 820.420 8.522.61
5 30.711 9.373.74 6
8.4 Ausgaben ( in € )
BF u. FF RettD Kats Summe
8.4.1 Personal 12.354.538 5.780.683 521.007 18.656.228
8.4.2 Betriebskosten, Fahrzeuge 501.717 455.553 0 957.270
8.4.3 Bauunterhaltung 636.720 120.140 0 756.860
8.4.4 Investitionen,Fahrzeuge,Geräte 865.685 377.238 1.881 1.244.804
8.4.5 Investitionen Baumaßnahmen 57.706 0 0 57.706
8.4.6 Sonstige Ausgaben 407.661 1.771.406 42.738 2.221.805
8.4.7 Spaltensumme: 14.824.02
7 8.505.020 565.62 6 23.894.673
8.6 In die Budgetierung des Fachamtes einbezogene Bereich e
BF FF RettD KatS
8.6.1 Sachkosten X X -- X
8.6.2 Personalkosten -- -- -- --
8.6.3 Investitonen -- -- -- --
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 41 von 47
Anlage A
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 42 von 47
Anlage B
37 Feuerwehr
37.0 Amtsleiter Personalrat
37.0.1 Vorzimmer
37.1 37.2 37.2 / ÄLR 37.3 37.4
Abteilung Abteilung Ärztliche Abteilung Abteilung
Verwaltung Einsatz Leitung Technische Vorbeugender
Rettungsdienst Dienste Brandschutz
37.1.1 37.2.1 37.3.1 37.4.1
Allgemeine Leitstelle Umweltschutz Brandschau
Verwaltung Freiwillige - FW Atemschutz Kampfmittel-
Einsatzvor- Strahlensschutz überprüfung
37.1.2 bereitung Brandschutz-
Rettungs- Alarmpläne erziehung
dienstab- Katastrophen- und
rechnung schutz, Sicher- Aufklärung
stellungswesen
Selbstschutz
37.2.2 37.3.2 37.4.2
Aus -und Fahrzeuge Brandschutz-
Fortbildung Geräte technische
Werkstätten Gutachten
37.2.3 Geräte- Sicherheits-
Rettungsdienst prüfung wachen
Personal BF
Organisation
Kammer 37.3.3 37.4.3
Tauchwesen Informations- Bauliche
und Angelegenheiten
37.2.3 Kommunikations- Löschwasser-
Wachabteilung technik versorgung
Wachabteilungs- EDV-Koordination
leiter
Organisationsplan Amt 37
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 43 von 47
Anlage C
Amtsbezeichnung Bes.-Gr. Soll Ist
Ltd. Branddirektor A 16 1 1
Branddirektor A 15 1 1
Oberbrandrat A 14 2 1
Brandrat A 13 0 1
Brandoberamtsrat A 13 1 1
Brandamtsrat A 12 10 10
Brandamtmann A 11 10 10
Brandoberinspektor A 10 0 0
Brandinspektor A 9 g D 0 0
Hauptbrandmeister A 9 F n3 30 30
Hauptbrandmeister A 9 83 83
Oberbrandmeister A 8 70 70
Brandmeister A 7 67 67
Brandreferendar
Brandinspektoranwärter
Brandmeisteranwärter 8 8
Feuerwehrbeamte gesamt 283 283
Verwaltungsbeamte
Städt. Oberamtsrat A 13
Städt. Amtsrat A 12
Stadtamtmann A 11 1 1
Stadtoberinspektor A 10
Stadtinspektor A 9
Stadtamtsinspektor/in A 9 2 2
Stadthauptsekretär/in A 8 2 2
Stadtobersekretär A 7
Stadtsekretär A 6
Verwaltungsbeamte 5 5
Zivilangestellte 18 18
Gesamt 306 306
Pensionärsvereinigung der Berufsfeuerwehr 66 Mitglieder
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 44 von 47
Anlage D
zu
3.14 Freiwillige Feuerwehr
Freiwillige Feuerwehr, bestehend aus 20 Löschzügen
Löschzug Albachten 35 FM(SB)
Löschzug Altstadt 36 FM(SB)
Löschzug Amelsbüren 24 FM(SB)
Löschzug Angelmodde 43 FM(SB)
Löschzug Geist 37 FM(SB)
Löschzug Gelmer 26 FM(SB)
Löschzug Gievenbeck 34 FM(SB)
Löschzug Gremmendorf 24 FM(SB)
Löschzug Häger-Uhlenbrock 35 FM(SB)
Löschzug Handorf 27 FM(SB)
Löschzug Hiltrup 40 FM(SB)
Löschzug Kemper 36 FM(SB)
Löschzug Kinderhaus 34 FM(SB)
Löschzug Loevelingloh 32 FM(SB)
Löschzug Mecklenbeck 31 FM(SB)
Löschzug Nienberge 37 FM(SB)
Löschzug Roxel 38 FM(SB)
Löschzug Sprakel 28 FM(SB)
Löschzug Werse-Laer 24 FM(SB)
Löschzug Wolbeck 30 FM(SB)
Gesamt: 651 FM(SB)
Jugendfeuerwehr 121 Mitglieder
Musikkorps 67 Mitglieder
Spielmannszug 55 Mitglieder
Ehrenabteilung 312 Mitglieder
* 32 Mitglieder der BF sind in der Gesamtstärke der Löschzüge enthalten
15 Gastausrücker sind in der Gesamtstärke der Löschzüge enthalten
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 45 von 47
Anlage D 1
zu
3.16.1 Werkfeuerwehr
Werkfeuerwehr BASF Coatings AG 57 FM (SB)
Werkfeuerwehr Universitätsklinikum Münster 65 FM (SB)
zu
3.16.2 Betriebsfeuerwehr
Armacell - GmbH nicht erfasst
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 46 von 47
Anlage E 1
7. Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und
der Werkfeuerwehr
7.1 Feuerwehrfahrzeuge
Fahrzeugart BF FF Bund * WF gesamt
ELW 1 2 1 3
ELW 2 1 1
ELW - Kdow 3 3 6
LF 8 und LF 8 / 6 8 3 11
LF 16 TS 9 5 14
LF 16 / 12 und LF 20 / 16 3 10 13
LF 24 1 2 3
TLF 16 / 25 2 8 10
TLF 24 / 50 2 1 1 4
GW / sonstige 2 2 4
DLK 23 - 12 3 3 6
GM / TM 1 1
RW 1 1 6 7
RW 1 1 2
GW-W 1 1
GW-Rett 2 2
SW 2000 4 4
FWA / sonstige 2 7 1 10
MZB 2 1 2 5
FwK (450 kN) 1 1
WLF 3 1 4
AB *** 14 1 3 18
FKH 1 1 2
Meß/ Warnfahrzeuge 1 6 7
sonstige PKW 9 9
MTF 8 8
KEF 1 1
GW -LöRü 1 1
LKW 4 3 7
Sonstige 6 3 7 3 19
Gesamt: 74 74 15 21 184
* Vom Bund zur Verfügung gestellte Fahrzeuge
** Abrollbehälter (AB) für: Atemschutz / Strahlenschutz, Wasser / Öl, Schaummittel,
Lichtmast, GSG, Mulde, Tank, Sonderlöschmittel, Bau,
MANV, Kran
FEUERWEHR MÜNSTER Jahresbericht 2007 Seite 47 von 47
Anlage E 2
7.2 Rettungsdienstfahrzeuge
Fahrzeugart BF Hilfsorganis. WF Gesamt:
RTW / NAW 14 1 15
KTW 10 7 17
NEF 3 3
Gesamt: 27 7 1 35
7.3 Gerät
Gerät BF FF FF EKS WF Gesamt:
TS 8 / 8 8 26 3 37
TS 2 / 5 2 0 2
Stromerzeuger 15 25 40
Elektro-Tauchpumpen 22 58 80
sonstige Motorgeräte * 49 64 4 117
Gesamt: 96 173 0 7 276
* u. a.: Industriesauger, Motor und Elektrosägen, Mineralölpumpen, Turbinentauchpumpen
Be- und Entlüftungsgeräte, Spreizer und Schneidgeräte, Hochleistungslüfter
Berichtsvorlage
627 Zeichen
V/0757/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Feuerwehr Betrifft Jahresbericht 2007 der Feuerwehr Münster Beratungsfolge 21.10.2008 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 05.11.2008 Hauptausschuss Bericht 05.11.2008 Rat Bericht Bericht: Der Jahresbericht 2007 der Feuerwehr Münster wird in der Anlage zur Kenntnis gegeben. i.V. gez. Heinrichs Anlage: Jahresbericht 2007 der Feuerwehr Münster Vorlagen-Nr.: V/0757/2008 Auskunft erteilt: Herr Fritzen Ruf: 20 25 80 00 E-Mail: FritzenB@stadt-muenster.de Datum: 08.09.2008 Öffentliche Berichtsvorlage
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (37)
- Weseler Straße
- Heidestraße
- Stefan-Zweig-Straße
- Schlüterstraße
- Max-Winkelmann-Straße
- Warendorfer Straße
- Handorfer Straße
- Meppener Straße
- Sprickmannstraße
- Telemannstraße
- Aegidiistraße
- Bennostraße
- Grevener Straße
- Maximilianstraße
- Gartenstraße
- Wiedaustraße
- Marktallee
- Mecklenbecker Straße
- Rektoratsweg
- Hafengrenzweg
- Wilhelmshavenufer
- Bröderichweg
- Hansaring
- Albersloher Weg
- Heckenweg
- York-Ring 25
- Umgehungsstraße
- Wolbecker Straße
- Haus Uhlenkotten
- Schlossgarten
- Davertstraße
- Haus Amelsbüren
- Loevelingloh 32
- Hohe Ward
- Kinderhaus 34
- Sternbusch
- Werse
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0757/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.09.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37