V/0431/2017
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2016
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Jahresabschlussbericht_2016
66958 Zeichen
Jahresabschluss
Lagebericht
Geschäftsjahr 2016
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Redaktion
Peter Boenigk
Tel.: 0251/492-18 11
Fax: 0251/492-77 10
e-Mail: boenigk@citeq.de
http://www.citeq.de
3
Inhaltsverzeichnis
1 Bilanz zum 31. Dezember 2016 ..................................................................................................................... 4
2 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. De zember 2016 .................... 6
3 Anhang ........................................................................................................................................................... 7
3.1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss .......................................................................................... 7
3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ............................................................................................. 7
3.3 Erläuterungen zur Bilanz ....................................................................................................................... 8
3.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ...............................................................................10
3.5 Zusammenstellung der Umsatzerlöse .................................................................................................12
3.6 Sonstige Angaben ...............................................................................................................................12
3.6.1 Jahresdurchschnittlich beschäftigte Beamte, Angestellte und Auszubildende ...............................12
3.6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen ................................................................................................12
3.6.3 Honorar des Abschlussprüfers ........................................................................................................12
3.6.4 Gesamtabschluss der Stadt Münster ..............................................................................................12
3.6.5 Organe und Aufwendungen für Organe ..........................................................................................13
3.6.6 Ergebnisverwendungsvorschlag ......................................................................................................14
3.6.7 Nachtragsbericht ..............................................................................................................................14
4 Anlagennachweis .........................................................................................................................................15
4
1 Bilanz zum 31. Dezember 2016
A K T I V S E I T E 31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 1.779.793,00
1.684.974,00
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
11.959,50
1.779.793,00
1.696.933,50
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge
33.882,00
45.540,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 5.076.615,00
5.348.744,00
3. Anlagen im Bau
82.682,38
0,00
5.193.179,38
5.394.284,00
III
. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen
0,00
8.596,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.543.734,11
20.324.135,59
21.543.734,11
20.332.731,59
28.516.706,49
27.423.949,09
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Betriebsstoffe
84.157,29
62.760,47
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 191.377,83
176.968,72
2. Forderungen an die Stadt
8.283.268,43
15.267.163,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2016 6.615.830,59 €
31.12.2015 6.615.830,59 €
3. Sonstige Vermögensgegenstände 28.988,46
188.092,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2016 0,00 €
31.12.2015 133.223,00 €
8.503.634,72
15.632.224,34
III
. GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
3.103,18
386.798,30
8.590.895,19
16.081.783,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
1.034.006,94
1.290.582,81
38.141.608,62
44.796.315,01
5
P A S S I V S E I T E 31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL
200.000,00
200.000,00
II. GEWINNRÜCKLAGEN
andere Gewinnrücklagen
6.776.288,59
6.445.497,06
III. JAHRESÜBERSCHUSS
863.442,71
806.406,87
7.839.731,30
7.451.903,93
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND ZUR FINANZIERUNG
DES SACHANLAGEVERMÖGENS
1.160,00
1.604,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 23.828.083,00
22.285.111,00
2. Steuerrückstellungen
5.442,00
0,00
3. Sonstige Rückstellungen
1.405.565,18
1.263.351,33
25.239.090,18
23.548.462,33
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.129.076,26
1.127.639,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2016 1.129.076,26 €
31.12.2015 1.127.639,62 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 692.701,02
395.104,90
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2016 692.701,02 €
31.12.2015 395.104,90 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 2.371.367,80
2.884.944,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2016 2.371.367,80 €
31.12.2015 2.884.944,03 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten
854.450,70
9.363.501,92
a) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2016 854.450,70 €
31.12.2015 9.363.501,92 €
b) davon aus Steuern
31.12.2016 65.076,32 €
31.12.2015 51.677,57 €
5.047.595,78
13.771.190,47
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
14.031,36
23.154,28
38.141.608,62
44.796.315,01
6
2 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2016
2016 2016
2015
EUR EUR
EUR
1. Umsatzerlöse
24.683.272,09
24.123.756,24
./. Rückerstattung ÖrV
-917.838,97
-1.169.032,01
23.765.433,12
22.954.724,23
2. Sonstige betriebliche Erträge
67.700,37
59.814,80
3. Gesamtleistung
23.833.133,49
23.014.539,03
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren
343.461,07
137.927,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
7.780.721,77
8.380.632,57
8.124.182,84
8.518.559,95
5. Rohergebnis
15.708.950,65
14.495.979,08
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
7.550.486,19
7.133.032,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
2.408.094,89
1.818.964,99
davon für Altersversorgung
9.958.581,08
8.951.997,58
2016: 1.288.394,56 €
2015: 766.219,06 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermö-
gensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
3.150.933,00
3.063.586,15
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
935.675,11
934.853,82
9. Betriebsergebnis
1.663.761,46
1.545.541,53
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
335.082,79
338.767,25
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1.104.690,41
1.053.943,03
davon aus Aufzinsung
2016: 1.098.763,00 €
2015: 1.050.109,00 €
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
29.690,13
22.860,88
13. Ergebnis nach Steuern
864.463,71
807.504,87
14. Sonstige Steuern
1.021,00
1.098,00
15. Jahresüberschuss
863.442,71
806.406,87
7
3 Anhang
3.1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „citeq“ der Stadt Münster zum
31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften der
Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) aufgestellt. Den betrieblichen Beso n-
derheiten wurde durch die Erweiterung der Bilanzgliederung um die Posten „Fahrzeuge“, „Forderu n-
gen an die Stadt“, „Verbindlichkeiten gegen über der Stadt“ und „Sonderposten aus Zuschüssen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens“ sowie der Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung
durch die Kürzung der Umsatzerlöse um die Rückerstattung des im ÖrV -Bereich erzielten Übe r-
schusses an die Kooperationspartner entsprochen.
Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der weiteren Vorschriften des HGB und weiterer gesetzl i-
cher Vorschriften i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erfolgte eine Anpassung
der Vorjahreszahlen entsprechend den durch das BilRUG geänderten gesetzlichen Vorschriften. Die
Änderungen betreffen die Zusammensetzung der Materialaufwendungen und der sonstigen betrie b-
lichen Aufwendungen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt.
3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die nachfolgend darge-
stellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt.
Aufgrund der erstmaligen Anwendung des HGB i. d. F. des BilRUG wurden die Vorjahreswerte en t-
sprechend angepasst.
Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit au f-
gestellt.
Die entgeltlich erworbenen, immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanla gen werden zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche
Nutzungsdauer abgeschrieben.
Dabei richten sich die Abschreibungssätze nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Gerin g-
wertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 410,00 € (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr
des Zugangs abgeschrieben und im Anlagennachweis in die Abgänge einbezogen.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt und mit dem gewogenen Durc h-
schnittswert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung
des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalbeträgen angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der abgegrenzten B e-
träge erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Der Sonderposten aus Zuschüssen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens enthält die für A n-
schaffungen der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens verwendeten Zuwendungsbeträge,
vermindert um die Beträge, die den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen auf die mit
diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenständen entsprechen.
Die Rückstellungen für Pensionen sind versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung der G e-
nerationentafel der Heubeck AG, Köln 2005, angesetzt. Es wurde das Teilwertverfahren angewendet
und ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % sowie Gehalts- und Rententrend von jeweils 0,0 % zu Grunde
gelegt. Besoldungs- und Gehaltssteigerungen wurden berücksichtigt.
Für die Berechnung der Beihil ferückstellungen wurde für die Beamten der Stadt Münster ein Pr o-
zentsatz in Höhe von 19,9 % des Teilwertes für Versorgungsleistungen vom Personal - und Organi-
8
sationsamt der Stadt Münster ermittelt ; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % sowie Gehalts-
und Rententrend von jeweils 0,0 % zu Grunde gelegt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken
und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen
abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige
Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hi nweise für deren
Eintritt vorliegen und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag mit dem ihrer Restlaufzeit entspr e-
chenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgenommen
wurde.
Der Barwert der Rückstellungen für Alterste ilzeitverpflichtungen wurde mit einem Zinssatz in Höhe
von 2,1 % berechnet.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die
Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der abgegrenzten Betr ä-
ge erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
3.3 Erläuterungen zur Bilanz
Aktivseite
Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Angabe der A b-
schreibungen des Geschäftsjahres verweisen wir auf den beigefügten Anlagennachweis (Anlagen-
spiegel) als Bestandteil dieses Anhangs.
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen sich auf 8.283.268,43 € (Vor-
jahr: 15.267.163,33 €). Darin enthalten sind Forderungen aus
der gestundeten Abgeltung für übernommene, laufende und zukünftige Pensionsverpflichtungen
von der Stadt Münster in Höhe von 6.615.830,59 € (Vorjahr: 6.615.830,59 €),
kurzfristigen Geldanlagen aus dem ÖrV-Bereich in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 8.426.383,24 €),
Guthaben auf Bankkonten der Stadt Münster, die für die citeq geführt werden in Höhe von
1.546.217,76 € (Vorjahr: 0,00 €),
Zinsforderungen von 0,00 € (Vorjahr: 976,86 €),
Gewerbesteuerforderungen von 0,00 € (Vorjahr: 24.805,50 €) sowie
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 121.220,08 € (Vorjahr: 199.167,14 €).
Passivseite
Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in Höhe von 330.791,53 € den Gewinnrücklagen zuge-
führt. Der verbliebende Betrag in Höhe von 475.615,34 € wurde an die Stadt Münster ausgeschüttet.
In den Sonderposten aus Zuschüssen zur Finanzierung des Anlagevermögens werden die passivier-
ten Fördermittel zur Finanzierung der geförderten Anlagegüter ausgewiesen. Die Entwicklung des
Sonderpostens verläuft durch die vorgenommenen Zugänge, Abgänge und Auflösungen im Einklang
mit der Entwicklung der entsprechenden Teile des Anlagevermögens.
9
In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:
Sonstige Rückstellungen 31.12.2015
€
31.12.2016
€
Urlaub und Überstunden 624.134,04 628.316,48
Altersteilzeit 392.774,00 526.909,00
Ausstehende Rechnungen 183.914,29 186.334,70
Archivierungskosten 39.000,00 40.000,00
Jahresabschluss 23.529,00 24.005,00
Summe Sonstige Rückstellungen 1.263.351,33 1.405.565,18
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten:
davon mit einer
Laufzeit
Verbindlichkeiten in T€ Gesamt <= 1 Jahr >1 Jahr > 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen
Vorjahr
1.129
1.128
1.129
1.128
0
0
0
0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Vorjahr
693
395
693
395
0
0
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
Vorjahr
2.371
2.885
2.371
2.885
0
0
0
0
Sonstige Verbindlichkeiten
Vorjahr
855
9.363
855
9.363
0
0
0
0
Gesamt
Vorjahr
5.048
13.771
5.048
13.771
0
0
0
0
Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvor-
behalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster belaufen sich auf 2.371.367,80 € (Vor-
jahr: 2.884.944,03 €).
Davon betreffen
382.830,61 € (Vorjahr: 502.683,76 €) Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs,
1.988.250,65 € (Vorjahr: 1.812.273,85 €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen g e-
genüber der Stadt Münster. Darin der größte Posten: MEP Finanzierungsausgleich 2007 -2015 i.
H. v. 1.867.925,63 €,
0,00 € (Vorjahr: 569.406,94 €) Bankverbindlichkeiten auf Konten, di e von der Stadtkasse für die
citeq geführt werden,
286,54 € (Vorjahr: 579,48 €) Zinsverbindlichkeiten.
10
3.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge mit Einrichtungen der Stadt Münster, mit Koop e-
rationspartnern und Dritten erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für die Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2016
Durchschnitt
(Anzahl)
2015
Durchschnitt
(Anzahl)
2014
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks,
Thin Client) 3.977 3.716 3.595
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 3.654 3.447 3.341
Bereitstellung von Druckern / Plottern 1.583 1.492 1.492
Bereitstellung von Scannern 299 279 233
Bereitstellung von Sicherungssystemen 17 13 13
Bereitstellung von Telefaxgeräten 286 298 307
Bereitstellung von PDA/Smartphone/Tablet 465 344 335
Bereitstellung von Telefongeräten / -einrichtungen
und mobile Telefonie 7.393 7.162 6.991
Abrechnung in €
Bereitstellung von Anwendungen (Software) 2.130.828,69 2.023.816,10 1.890.537,52
Bereitstellung von Hard- und Software gesamt 8.935.058,80 8.700.350,81 9.328.093,49
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster e r-
bracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2016
Durchschnitt
(Anzahl)
2015
Durchschnitt
(Anzahl)
2014
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks) 3.009 3.043 3.068
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 2.464 2.553 2.652
Bereitstellung von Druckern / Plottern 564 573 563
Bereitstellung von Scannern 117 129 145
Abrechnung in €
Bereitstellung von Systemen, Anlagen und Netzen 385.952,07 383.781,15 400.220,16
Bereitstellung von Hardware und Netzen gesamt 2.097.376,75 2.178.231,04 2.120.997,34
11
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen der ÖrV für die K ooperationspartner und Dritte e r-
bracht:
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2016 2015 2014
Zentrale Verwaltung 0,08% 0,03%
Personalwesen 12,76% 13,02% 12,22%
Statistik und Wahlen 0,36% 0,42% 0,45%
Kämmerei (SAP und Infoma NKF) 20,17% 19,39% 21,72%
Kasse (Verwaltungsvollstreckung) 1,51% 1,56% 0,80%
Steuern (Steuern und Abgaben) 4,30% 4,61% 4,64%
Liegenschaften 0,00% 0,00% 0,00%
Sicherheit und Ordnung (Ausländerwesen, Ver-
kehrsordnungswidrigkeiten, Veterinärangelegenhei-
ten, Ordnungsangelegenheiten, Führerscheinwesen)
7,58% 7,27% 7,25%
Einwohner- und Meldewesen 4,94% 5,92% 6,32%
Personenstand (Standesamt) 1,52% 1,55% 1,51%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,59% 0,74% 0,47%
Schule und Kultur 0,06% 0,05% 0,07%
Büchereiwesen 0,15% 0,13% 0,13%
Musikschule 0,06% 0,06% 0,06%
Soziales (Sozialwesen) 9,34% 8,70% 9,04%
Jugend (Mündelgeld, Kostenermittlung Kindergärten,
Kindergartenverfahren, Jugendamtsverfahren) 3,34% 3,40% 3,41%
Gesundheitswesen 0,06% 0,06% 0,07%
Bauverwaltung 0,52% 0,48% 0,51%
Vermessung und Kataster 0,13% 0,14% 0,14%
Bauordnung 0,23% 0,24% 0,24%
Wohnungsförderung (Wohnungswesen) 0,15% 0,34% 0,34%
Hochbau 0,40% 0,35% 0,23%
Tiefbau (Tiefbauinformaton / Fäkalschlammentsor-
gung) 0,01% 0,01% 0,01%
Grünflächen (Friedhofswesen) 0,15% 0,18% 0,19%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken, IMSWare) 2,64% 2,61% 2,65%
Bereitstellung Server 0,84% 0,81% 0,53%
Betrieb, Unterhaltung von Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von Leistungen, An-
bindung von Nebenstandorten)
7,88% 7,83% 7,45%
Dienstleistungen
(DataClearing NRW, Krebsregister, Governikus) 5,77% 5,69% 5,78%
Dienste (Internet-Server/Nutzer, Internet-Leistungen
nach Angebot, Redaktionssystem, Virtuelle Poststel-
le, E-Government)
7,18% 7,24% 7,25%
Dienstleistung / Betreuung (Betreuung fremder
Systeme, Arbeitsstunden, Datensicherung, digitale
Archivierung, Dokumenten-Management-System)
2,86% 2,61% 1,98%
Pauschalen (Einwohnerpauschale u. a.) 4,42% 4,56% 4,54%
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
12
3.5 Zusammenstellung der Umsatzerlöse
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preisverzeichnis abgerechnet.
Leistung Erträge
2016 in € 2015 in € 2014 in €
Dienstleistungen direkt für die Stadt Münster 8.935.058,80 8.700.350,81 9.328.093,49
Dienstleistungen für den Bereich Medienentwick-
lungsplan der Stadt Münster 2.097.376,75 2.178.231,04 2.120.997,34
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Anteil
Stadt Münster) 4.897.013,78 4.874.500,90 4.645.811,87
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Dritte) 8.473.414,36 8.065.667,05 8.166.363,59
Sonstige Leistungen (Veranstaltungen, Schulungen,
Beraterleistungen, kurzfristige Ausleihungen von
Hardware)
280.408,40 305.006,44 273.224,88
Leistungsentgeltrückerstattung an die Kooperations-
partner -917.838,97 -1.169.032,01 -12.062,74
Umsatzerlöse gesamt 23.765.433,12 22.954.724,23 24.522.428,43
3.6 Sonstige Angaben
3.6.1 Jahresdurchschnittlich beschäftigte Beamte, Angestellte und Auszubildende
Die durchschnittliche Zahl der nach § 267 Abs. 5 HGB ermittelten Arbeitsnehmer beträgt im Ge-
schäftsjahr:
Zeitpunkt Beamte Angestellte
gesamt
(ohne Azu-
bis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2016 48 95 143 10
30.06.2016 48 94 142 10
30.09.2016 48 96 144 9
31.12.2016 46 97 143 9
Durchschnitt 48 97 143 10
Durchschnitt
Vorjahr 48 91 139 9
3.6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesamtsumme vertraglicher Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB beträgt für das Jahr 2016
und Folgejahre jährlich 558 T€. Die Verpflichtungen betreffen langfristige Mietverträge mit der Stadt
Münster.
3.6.3 Honorar des Abschlussprüfers
Das für das Berichtsjahr als Aufwand erfasste Honorar unseres Abschlussprüfers, der Beratungs -
und Prüfungsgesellschaft BPG mbH, Wirtschaf tsprüfungsgesellschaft, Münster, einschließlich des
Aufwands aufgrund der Bildung von Rückstellungen für die Abschlussprüfung und der weiteren e r-
brachten Leistungen entfällt in voller Höhe auf die Abschlussprüfungsleistungen und beträgt
22.865,85 € (Vorjahr: 22.152,15 €). Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet das
Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie der Prüfung nach
§ 53 HGrG.
3.6.4 Gesamtabschluss der Stadt Münster
Die citeq wird in den Gesamtabschluss der Stadt Münster zum 31.12.2016 einbezogen.
13
3.6.5 Organe und Aufwendungen für Organe
Betriebsleitung
Der Betriebsleiter der citeq ist Herr Stefan Schoenfelder.
Die Gesamtbezüge der Betriebsleitung betrugen in 201 6 insgesamt: 116.122,20 €. Die Vergütung
der Betriebsleitung erfolgt auf Basis einer Sondervereinbarung in Anlehnung an die Regelungen des
Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD). Erfolgsbezogene Komponenten sowie Komponen-
ten mit langfristiger Anreizwirkung sind in der Vergütung nicht enthalten.
Für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung und eine Hinterbliebene wurden an Pensionen und A l-
tersteilzeit 142.417,00 € aufgewendet, worin der Zinsanteil für die Pensionsrückstellungen enthalten
ist. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.398.117,00 €.
Betriebsausschuss
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten keine Vergütungen durch den Betrieb citeq.
Der Betriebsausschuss wurde im Jahr 201 6 in 4 öffentlichen und 4 nicht-öffentlichen Sitzungen von
der Betriebsleitung über die Entwicklung der citeq und alle wichtigen Angelegenheiten unterrichtet.
Dabei hat er Entscheidungen im Rahmen seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder des Betriebsausschusses sind sämtlich in Münster
wohnhaft.
Der Betriebsausschuss setzt sich am 31.12.201 6 wie folgt zusammen (RH = Ratsherr, RF =
Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bü r-
ger/innen
Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bü r-
ger/innen
1. RH Dr. Michael Jung,
Studienrat
(Vorsitzender)
1. RH Thomas Fastermann,
Angestellter
2. RH Otto Reiners,
Referatsleiter
(1. Stellvertr. Vorsitzender)
2. Astrid Dominique von Viebahn,
Customer Sales Agent
3. RH Jens Christian Heinemann, Büroleiter
(2. Stellvertr. Vorsitzender)
3. RH Gilbert Hartmann,
Bankkaufmann
4. Hans-Gerd van Schelve,
Informatikkaufmann
4. Philip Neumann,
Student der Rechtswissenschaften
5. RH Manfred Wenzel,
Elektrotechnikmeister / Projektleiter
5. NN
6. Karsten Hannig,
Angestellter
6. RF Anne Schulze Wintzler,
Verbraucherberaterin
7. Jürgen Lemke,
Dozent für Medientechnik
7. Jörg Rostek,
Buchhändler
8. RH Jörg Berens,
Referent Öffentlichkeitsarbeit
8. Martin Gerhardy,
Jurist
9. Dr. Ralf Heinrichs,
Fraktionsgeschäftsführer
9. Lukas Hochberger,
Student
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für den Betriebsausschuss:
Frau Bürgermeisterin Manuela Mahnke (Nottuln) und Herr Bürgermeister Wilhelm Sendermann (O l-
fen).
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u. a.
über Umlagen, Produkte und deren Preise. Er hat im Jahr 2016 zweimal getagt.
14
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen der öffentlich -rechtlichen-Vereinbarung beteiligten
Kooperationspartner (Stimmanteil in Höhe des Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wes entlichen die Beschlüsse und Empfehlungen des Zentralau s-
schusses vor. Er hat im Jahr 2016 zweimal getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT -Aufgaben zuständigen Organisationseinheit der Kooperation s-
partner.
3.6.6 Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss einen Betrag in Höhe von 330.791,53 €
(Zinsen Pensionsrückstellung) in die Gewinnrücklage n einzustellen. Der Restbetrag in Höhe von
532.651,18 € ist an die Stadt Münster auszuschütten.
3.6.7 Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung einge-
treten.
Münster, den 31.03.2017
citeq
----------------------------
Stefan Schoenfelder
15
4 Anlagennachweis
Kennzahlen
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
v.H.
14
12,04
30,67
100,00
53,55
Durch-
schnittl.
Abschrei-
bungs-
satz
v.H.
13
7,13
12,39
0,00
5,92
Restbuchwerte
am Ende des
vorange-
gangenen WJ
€
12
1.684.974,00
11.959,50
1.696.933,50
45.540,00
5.348.744,00
0,00
5.394.284,00
8.596,00
20.324.135,59
20.332.731,59
27.423.949,09
Restbuchwerte
am Ende des
WJ
€
11
1.779.793,00
0,00
1.779.793,00
33.882,00
5.076.615,00
82.682,38
5.193.179,38
0,00
21.543.734,11
21.543.734,11
28.516.706,49
Abschreibungen
Endstand
31.12.2016
€
10
12.998.146,65
0,00
12.998.146,65
109.945,66
11.628.252,19
0,00
11.738.197,85
0,00
0,00
0,00
24.736.344,50
Abgang
(d.h. ange-
sammelte
Abschreibun-
gen auf die in
Spalte 4
ausgewiesenen
Beträge)
€
9
2.276.557,37
0,00
2.276.557,37
0,00
1.528.491,92
0,00
1.528.491,92
0,00
0,00
0,00
3.805.049,29
Zugang
(d.h. Abschrei-
bungen im WJ
2016)
€
8
1.053.398,93
0,00
1.053.398,93
11.658,00
2.085.876,07
0,00
2.097.534,07
0,00
0,00
0,00
3.150.933,00
der citeq - Informations-Technologie für Kommunen
Anfangsbe-
stand
01.01.2016
€
7
14.221.305,09
0,00
14.221.305,09
98.287,66
11.070.868,04
0,00
11.169.155,70
0,00
0,00
0,00
25.390.460,79
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endstand
31.12.2016
€
6
14.777.939,65
0,00
14.777.939,65
143.827,66
16.704.867,19
82.682,38
16.931.377,23
0,00
21.543.734,11
21.543.734,11
53.253.050,99
Anlagennachweis
Umbuchungen
2016
€
5
11.959,50
-11.959,50
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Abgang
2016
€
4
2.353.180,37
0,00
2.353.180,37
0,00
1.547.017,32
0,00
1.547.017,32
8.596,00
0,00
8.596,00
3.908.793,69
Zugang
2016
€
3
1.212.881,43
0,00
1.212.881,43
0,00
1.832.272,47
82.682,38
1.914.954,85
0,00
1.219.598,52
1.219.598,52
4.347.434,80
Anfangsbestand
01.01.2016
€
2
15.906.279,09
11.959,50
15.918.238,59
143.827,66
16.419.612,04
0,00
16.563.439,70
8.596,00
20.324.135,59
20.332.731,59
52.814.409,88
Posten des Anlagevermögens
1
Immaterielle Vermögens-
gegenstände
Entgeltlich erworbene Software
Geleistete Anzahlungen
Summe immaterielle Vermögensgegenstän-
de
Sachanlagen
PKW
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen
Finanzanlagen
Beteiligungen
Wertpapiere des Anlagevermögens
Summe Finanzanlagen
Gesamtsumme
I.
1.
2.
II.
1.
2.
3.
III.
1.
2.
16
Sei-
te:
16
Inhaltsverzeichnis
zum Lagebericht der citeq 2016
5 Grundlagen und Rahmenbedingungen ........................................................................................................17
5.1 Organisationsstruktur / Standorte ........................................................................................................17
5.2 Geschäftsprozesse ..............................................................................................................................17
5.3 externe Einflussfaktoren auf das Geschäft ..........................................................................................18
5.4 Entwicklung in den Geschäftsbereichen ..............................................................................................18
5.4.1 Infrastrukturmaßnahmen im Rechenzentrum ..................................................................................18
5.4.2 Datenschutz und Datensicherheit ....................................................................................................18
5.4.3 Medienentwicklungsplan (MEP) ......................................................................................................18
5.4.4 ÖrV-Gemeinschaftsverfahren ..........................................................................................................19
5.4.5 E-Government – DataClearing NRW ...............................................................................................19
6 Wirtschaftsbericht .........................................................................................................................................20
6.1 branchenbezogene Rahmenbedingungen ..........................................................................................20
6.2 Geschäftsverlauf ..................................................................................................................................20
6.3 Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage ...........................................................................................21
6.4 finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren ..........................................................................22
7 Prognose-, Chancen und Risikobericht ........................................................................................................22
7.1 Prognosebericht ...................................................................................................................................22
7.2 Risikobericht ........................................................................................................................................24
7.3 Chancenbericht ....................................................................................................................................25
8 Organigramm ................................................................................................................................................26
17
Sei-
te:
17
5 Grundlagen und Rahmenbedingungen
Die citeq, mit Sitz in Münster, ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Münster. Das
Stammkapital beträgt 200.000,00 €. Es gilt die Betriebssatzung der Stadt Münster für die „citeq“ in
der Fassung vom 14.12.2000 und der 3. Änderungssatzung vom 13.11.2009.
Gegenstand der Einrichtung ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Inf ormations-
technologie (IT) einschließlich der Kommunikationstechnologie für die Stadt Münster, die übrigen
Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (Öffentlich-rechtliche Vereinbarung über
die gemeinsame Inanspruchnahme der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münster)
und sonstigen Kunden im Rahmen des § 107 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Zweck der Einrichtung einschließlich etwaiger Hilfs - und Nebenbetriebe ist die Optimierung des
kommunalen Leistungsangebotes der Fachämter für Bürgerinnen und Bürger durch eine bedarfsor i-
entierte Erbringung von IT -Dienstleistungen für die Ämter und Einrichtun gen der Stadtverwaltung
Münster, für die öffentlichen Schulen im Rahmen des Medienentwicklungsplans (MEP) und die übri-
gen Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Der Betriebszweck ist im Rahmen
der gesamtstädtischen Zielsetzung der Stadt Münster und unter Beachtung einer wirtschaftlichen
Leistungserbringung zu erfüllen.
Die Dienstleistungen der citeq gliedern sich in Produkte, Projekte und Einzelmaßnahmen. Der Ober-
bürgermeister regelt die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und Einrichtungen der Verwaltung
mit der citeq.
5.1 Organisationsstruktur / Standorte
Die citeq ist gemäß des Dezernatsverteilungsplans der Stadt Münster dem Dezernat I für Bürgerser-
vice, Personal, Organisation, Ordnung, Brandschutz und IT zugeordnet. Die citeq betreibt an zwei
Standorten zentrale Technikräume. Weitere Technikräume werden in den Stadthäusern und in ve r-
schiedenen Schulen betrieben.
5.2 Geschäftsprozesse
Die citeq beschäftigt als städtischer IT -Dienstleister für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und
deren Einrichtungen durchschnittlich 143 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 10 Auszubildende in
unterschiedlichen Ausbildungsberufe n. Die Doppelrolle der citeq als Querschnittsam t der Stadt
Münster und externer Dienstleister für weitere Behörden stellt eine Besonderheit unter den komm u-
nalen IT-Dienstleistern in Deutschland dar.
Als dienstleistendes Querschnittsamt der Stadt Münster st euert und betreibt die citeq die Inform a-
tions- und Kommunikationstechnologie der Stadt Münster: Dazu zählen alle städtischen Büroa r-
beitsplätze und die kommunalen Fachanwendungen, die in einem sicheren und auf mehrere Stan d-
orte verteilten Rechenzentrum betr ieben werden. Die Standorte sind untereinander sowie mit den
städtischen Dienstgebäuden über citeq-eigene Datenverbindungen vernetzt. Darüber hinaus betreibt
die citeq die IT-Infrastruktur der mehr als 80 städtischen Schulen der Stadt Münster im Rahmen des
Medienentwicklungsplans. Da die citeq neben ihrer IT -Kompetenz auch über ein sehr umfassendes
Wissen um die kommunalen Strukturen und Prozesse verfügt, arbeitet sie bei der Optimierung der
Verwaltungsabläufe der Stadt Münster eng mit dem Personal- und Organisationsamt zusammen.
Als externer IT-Dienstleister ist die citeq mit 20 umliegenden Kreis -, Stadt- und Gemeindeverwaltun-
gen über eine öffentlich -rechtliche Vereinbarung verbunden und erbringt für 400 weitere Behörden
IT-Leistungen: Dazu zählen neben wei teren Kommunalverwaltungen und kommunalen Einrichtu n-
gen auch Landes- und Bundeseinrichtungen. Auch das Bundesamt für Justiz, die Bundesagentur für
Arbeit, das Bundesverwaltungsamt, das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein -Westfalen und auch
die Verbände der Diözesen und der Evangelischen Kirche Deutschlands beziehen IT -Services von
der citeq.
18
Sei-
te:
18
Von der Doppelrolle als dienstleistendes Querschnittsamt und als externer Dienstleister profitieren
sowohl die Stadt Münster als auch ihre externen Kunden:
Die Stadt Münster profitiert von der interkommunalen Zusammenarbeit über Synergien beim IT -
Betrieb und darüber hinaus von den Erfahrungen und Ideen der Kooperationsverwaltungen, die
in der gemeinsamen Arbeit der citeq mit ihren Kunden erschlossen werden.
Die externen Kunden profitieren vom Know -how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq,
das sie in ihrer Funktion als interner IT-Dienstleister der Stadt Münster erwerben und – quasi ne-
benbei - in ihre Arbeit mit den Kooperationspartnern einbringen. Da die citeq den gesamten IT-
Bedarf der Großstadt Münster abdeckt, kann sie ihren externen Kunden grundsätzlich sämtliche
IT-Funktionen anbieten, die eine Kommunalverwaltung benötigt. Dabei können die externen
Kunden die citeq-Angebote ohne eine generelle Abnahmeverpflichtung nutzen.
5.3 externe Einflussfaktoren auf das Geschäft
Der von einem starken Kostendruck geprägte kommunale IT -Markt verlangt nach einer Intensivi e-
rung der interkommunalen Zusammenarbeit. Die citeq begreift diese Herausforderung als Chance
und arbeitet eng mit anderen Kommunen und IT-Unternehmen zusammen.
Die citeq ist Mitglied im Dachverband kommunaler IT -Dienstleister in NRW (KDN) und der VITAKO
(Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler IT -Dienstleister). Über die Bündelung der Beschaffungen
von Hard- und Software innerhalb dieser Verbünde verbessert die citeq die Einkaufskonditionen für
die notwendige Hard- und Software. Die verteilten IT-Fachkompetenzzentren des KDN bieten zudem
eine hoch wirtschaftliche Betriebsleistung. In diesen Leistungsverbund bringt sich die citeq aktiv ein.
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit und der VITAKO profitiert die citeq vom Erfahrungsaustausch
der Mitglieder und beteiligt sich aktiv beiden Diskussionen um die Modernisierung der öffentlichen
Verwaltung. In das Netzwerk sind auch die kommunalen Spitzenverbände eingebunden.
5.4 Entwicklung in den Geschäftsbereichen
5.4.1 Infrastrukturmaßnahmen im Rechenzentrum
Das neue Data -Center am York -Ring ist nach Jahren der Planung und Bauumsetzung im Februar
2016 in Betrieb genommen worden. Die cit eq strebt an, für den Betrieb des Rechenzentrums York -
Ring ein erweitertes Zertifikat „TÜV geprüftes Rechenzentrum – hochverfügbar Stufe 3“ zu erlangen.
Dafür wird der Technische Überwachungsverein (TÜV) eine weitere Sicherheitsprüfung/Auditierung
in Anlehnung an BSI-Grundschutz und ISO 27001 durchführen.
5.4.2 Datenschutz und Datensicherheit
Die citeq verfolgt weiterhin das Ziel, eine Zertifizierung ihres IT -Verbundes nach den Standards des
Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu erlangen. Es wurden fortlaufend die
Maßnahmenempfehlungen zur Informationssicherheit umgesetzt:
investiv - durch Ertüchtigung der vorhandenen Systemräume zur Verfügbarkeitssteigerung,
administrativ - durch Optimierung der Netz- und Serverkonfigurationen,
organisatorisch - durch Anpassung der Geschäftsprozesse und Dokumentationen.
Durchgeführte Sensibilisierungsschulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq, die
Erstellung diverser erforderlicher Richtlinien und Konzepte, sowie der Stand der Umsetzun g von
Maßnahmenempfehlungen des BSI zeigen, dass die citeq in diesem Thema weiterhin bei der Ste i-
gerung der IT-Sicherheit auf einem guten Weg ist, zu dem es angesichts steigender IT-Bedrohungen
auch keine Alternative gibt. Angestrebt wird die Zertifizierung für Ende 2017.
5.4.3 Medienentwicklungsplan (MEP)
Die citeq hat das MEP-Konzept grundlegend überarbeitet. Damit wird u. a. der technischen Entwick-
lung bei den mobilen internetfähigen Geräten und ihren Einsatzmöglichkeiten im Schulunterricht
sowie den Möglichke iten der Informationsbereitstellung über das Internet (Cloud) Rechnung getr a-
19
Sei-
te:
19
gen. Die Bedienung der sich daraus ergebenden Anforderungen stellt einen Schwerpunkt des MEP -
Konzeptes dar.
Das von der citeq überarbeitete Konzept sieht u. a. folgende Bausteine vor:
Breitbandige Netzanbindung der Schulen
Einrichtung von WLAN -basierten Internetzugängen als infrastrukturelle Maßnahme für alle
Schulen einschließlich der Nutzungsmöglichkeit für Bring Your Own Device (BYOD)
Bereitstellung einer Management -Plattform mit dynamischen Möglichkeiten für den Betrieb der
IT-Systeme im pädagogischen Bereich. Verbesserung der Präsenz in den Schulen und der tele-
fonischen Erreichbarkeit
Aufnahme von iPads in den MEP-Warenkatalog
In der Dokumentation dieser bedarfsorientierten Weiterentwicklung des MEP wurden auch die finan-
ziellen und personellen Auswirkungen der neuen bzw. verbesserten Funktionen beschrieben. So
konnte sie als Entscheidungsgrundlage den politischen Gremien vorgelegt werden. Auf der Grundla-
ge dieser Anforderungen f ür den MEP und der notwendigen Finanzierung erfolgte eine Beschlus s-
fassung Ende 2016.
Im Jahr 2016 wurden folgende weitere wichtige Maßnahmen im Bereich des MEP begonnen bzw.
umgesetzt:
Die Umstellung des Betriebssystems auf die Version Windows 7 in den pädagogischen Netzwer-
ken einschließlich der Anpassung oder Neuerstellung einer Vielzahl von SW -
Installationsroutinen.
Die testweise Einführung des Produktes der Firma Time for kids zur Administration und Konfig u-
ration des pädagogischen Netzwerkes in zwei Schulen für einen Zeitraum von ca. 2 Jahren.
Weiterer Ausbau der Infrastruktur in den Schulstandorten zur WLAN-Vorbereitung
Ausschreibung eines Managementsystems für den pädagogischen Aufgabenbereich
Abschluss der Umstellung von Novell auf Microsoft in der Schulverwaltung
5.4.4 ÖrV-Gemeinschaftsverfahren
Im Bereich der ÖrV -Gemeinschaftsverfahren hat die citeq auch im Jahr 2016 gemeinsam mit ihren
ÖrV-Partnern vielfältige Aktivtäten unternommen. Die nachfolgend beschriebenen Projekte zeigen
die Bandbreite dieser Pro jekte, die allesamt sehr positive Effekte der interkommunalen Zusamme n-
arbeit mit sich bringen.
Mit der Entscheidung zur Verlagerung des Betriebs von AKDN -Sozial auf den KDN -Partner GKD
Paderborn hat die citeq eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Betrieb und die bedarfsg e-
rechte Weiterentwicklung der Software getroffen. Der Betrieb ist zum 01.11.2016 ohne Komplikati o-
nen verlagert worden. Einige Leistungen, wie der Druck der Bescheide und die Zahlbarmachung der
Leistungen, werden weiterhin von der ci teq erbracht. Auch der ÖrV -Arbeitskreis Sozialwesen bleibt
zur inhaltlichen Abstimmung und Steuerung des Anwendungsbetriebs bestehen.
Gemeinsam mit der Stadt Hamm und dem Kommunalen Jobcenter Hamm wurden die Auswirkungen
der Einführung des Dokumentenmanage mentsystems Doxis4 im KJC Hamm untersucht. Auf der
Basis dieses Konzeptes hat das KJC Hamm zwischenzeitlich die Entscheidung für das Einführung s-
projekt getroffen. Die erste Phase des Projektes hat Anfang 2017 begonnen.
Mit der Stadt Olfen hat sich ein weit erer ÖrV -Partner der citeq entschieden, dem ÖrV -
Gemeinschaftsverfahren Einwohnerwesen mit HSH -MESO beizutreten. Der Produktivbetrieb wurde
nach einem kurzen Migrationsprojekt zum 01.07.2016 aufgenommen. Im Bereich des Einwohnerw e-
sens wurden die notwendigen Vorbereitungen für eine Umstellung des Wahlverfahrens von PC-Wahl
auf die Software Votemanager des Herstellers vote iT getroffen. Dieses Migrationsprojekt wird erfo r-
derlich, weil die Softwarepflege für das bisherige Verfahren im Jahr 2018 ausläuft. Die ko nkrete Um-
stellung erfolgt nach den Bundestagswahlen 2017.
5.4.5 E-Government – DataClearing NRW
Der von der citeq gemeinsam mit dem Partnerrechenzentrum KRZN Kamp -Lintfort seit 2006 betrie-
bene Dienst DataClearing NRW konnte erneut ausgebaut werden. Sowohl die Nu tzer- und die
20
Sei-
te:
20
Transaktionszahlen als auch die wirtschaftlichen Effekte aus den Vorjahren wurden bestätigt und
teilweise übertroffen: DataClearing NRW ist weiterhin die zentrale Schnittstelle in der kommunalen
Behördenkommunikation NRW auf Basis des Übermittlungsstandards OSCI.
Der bereits seit längerem betriebene Dienst für das Bundesamt für Justiz konnte 2016 im Rahmen
einer Ausschreibung erneut gewonnen werden.
Ein zusätzlicher Dienst wurde von d -NRW im Rahmen des Behördenmeldeportals NRW beauftragt.
Der OSCI-Intermediär von DataClearing NRW fungiert als Schnittstelle zwischen der landesinternen
Kommunikation und den länderübergreifenden Datenabrufen gemäß Bundesmeldegesetz.
Zahlreiche Behörden und Einrichtungen haben DataClearing NRW im Zuge der Umsetzun g der Ge-
werbeanzeigeverordnung mit der Eintragung im DVDV beauftragt.
DataClearing NRW erschließt mit seinen Systemen und den bereit gestellten Funktionen den bete i-
ligten Kommunen sowie den angeschlossenen Nachrichtenempfängern auf Landes - und Bunde s-
ebene weiter erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
Als weite res Standbein wird das Servicekonto.NRW entwickelt. DataClearing NRW ist vom KDN
beauftragt, diesen Dienst in seinem Auftrag zu betreiben. Damit bietet DataClearing NRW eine zen t-
rale Schnittstelle zur Identifizierung und Authentisierung an. Die Bürgerinnen und Bürger des Landes
können sich an diesem Dienst registrieren und ihn bei einem Zugriff auf kommunale Portale und
Online-Angebote in NRW nutzen. Mehrfache Registrierungsvorgänge können entfallen, E -
Government wird für die Bürgerinnen und Bürger anwendbarer.
Im Jahr 2016 wurde der Aufbau dieses Dienstes vorangetrieben, so dass eine Inbetriebnahme im
zweiten Quartal 2017 möglich sein wird.
Das Servicekonto.NRW wird perspektivisch auch in Landesdiensten angesprochen.
Der Prototyp „Interoperable Servicekonten“, in dem DataClearing NRW sich im Auftrag des Landes
NRW eingebracht hat, ist mit der Zulieferung des NRW -Abschlussberichtes an das federführende
Land Bayern vorerst erfolgreich abgeschlossen worden.
6 Wirtschaftsbericht
6.1 branchenbezogene Rahmenbedingungen
Der kommunale IT-Markt in NRW war bisher von jeweils regional tätigen IT -Dienstleistern bestimmt,
die ausschließlich für die in ihrem Einzugsbereichen liegenden Verwaltungen tätig waren. Die in den
letzten Jahren erfolgte Ausweitung des KDN ermöglicht jetzt einen vereinfachten Leistungsau s-
tausch, der über IT-Fachstellen eine effiziente Leistungserbringung ermöglicht.
6.2 Geschäftsverlauf
Die Entwicklung in den Geschäftsbereichen ist unterschiedlich. Aufgrund der zunehmenden Digitali-
sierung der Geschäftsvorgänge und der veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen (z. B. E-
Government-Gesetz NRW) steigen die qualitativen Anforderungen an die IT -Ausstattung. Eine weitge-
hende Digitalisierung der Prozesse wird in de n kommenden Jahren vorzunehmen sein. Damit wird
auch die citeq als IT -Querschnittsamt der Stadt Münster noch stärker gefordert sein. Erste Anford e-
rungen für DMS bzw. E -Akten sind bereits in der Umsetzung bzw. Planung. Dieses Geschäftsfeld
wird sich weiter ausdehnen. Eine Basis für die weitere Digitalisierung ist aber eine breitbandige A n-
bindung der Dienstgebäude, die in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden soll.
Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Kooperationspartnern im Rahmen der ÖrV. Die bi sherige
Netzinfrastruktur erfüllt nur noch eingeschränkt die Anforderungen. Mit den Partnern wurden erste
Lösungen erarbeitet, die in der Umsetzung zu einer erheblichen Veränderung der Leistungserbri n-
gung der citeq und der Kommunikation innerhalb des bisher geschlossenen ÖrV-Netzes führen wird.
Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, den ÖrV -Partnern weitere Leistungen über das z u-
künftig BSI-zertifizierte Rechenzentrum der citeq anbieten zu können.
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Die umfangreichsten Veränderungen haben sich im MEP -Bereich ergeben. Aufgrund der geplanten
Neuausrichtung sind in diesem Aufgabenbereich in den kommenden 2 Jahren erhebliche organis a-
torische, personelle und technische Veränderungen zu erwarten.
6.3 Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme zum 31.12.2016 beläuft sich auf 38.142 T€ und ist damit um rd. 6.655 T€ niedriger
als zum 31.12.2015.
2016 wurden Investitionen in Höhe von ca. 4.347 T€ getätigt und durch Eigenmittel und Kassenkr e-
dite finanziert. Davon entfallen auf Finanzanlagen ca. 1.219 T€, die ausschließlich zur Rückdeckung
der Pensions - und Beihilfeverpflichtung erworben wurden . Die übrigen 3.128 T€ verteilen sich im
Wesentlichen auf Softwareprodukte (ca. 1.213 T€), Rechnersysteme (ca. 605 T€), Monitore, Drucker
und sonstige DV -Peripherie (ca. 324 T€), Netztechnik ( ca. 529 T€), neue Telekommunikationstech-
nik (vor allem Ersatz der alten TK -Technik durch VoIP) ( ca. 115 T€), geringwertige Vermögensg e-
genstände in Form von Trivialsoftware sowie Netz- und TK-Technik (insgesamt ca. 158 T€) und Mo-
biliar/Systemschränke vor allem z ur Einrichtung des neuen Data -Centers (ca. 101 T€) sowie Anla-
gen im Bau (ca. 83 T€). Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 3.151 T€ gegenüber.
Das Umlaufvermögen verminderte sich um ca. 7.491 T€ auf 8.591 T€ insbesondere aufgrund gerin-
gerer Forderungen gegen die Stadt Münster.
Das Eigenkapital zum 31.12.2016 in Höhe von rd. 7.840 T€ (Vorjahr: rd. 7.452 T€) deckt rd. 20,6 %
der Bilanzsumme (Vorjahr: 16,6 %). Unter Einbeziehung der Sonderposten aus Zuschüssen zur F i-
nanzierung des Sachanlagevermögens ergibt sich eine unveränderte Eigenkapitalquote von 20,6 %
(Vorjahr: 16,6 %).
Die notwendigen und zukunftssichernden Investitionen konnten aus dem Cash Flow der laufenden
Geschäftstätigkeit finanziert werden.
Die Liquidität der citeq hat sich gegenü ber dem Vorjahr zwar verbessert, ist aber nach wie vor als
unzureichend zu bezeichnen. Die citeq ist auf finanzielle Unterstützung der Stadt Münster angewi e-
sen.
Die citeq erzielt Umsätze in den Bereichen Münster, ÖrV und MEP. Die nachfolgende Tabelle zeigt
den Geschäftsverlauf der Jahre 2015 und 2016:
Die Umsatzerlöse über alle Bereiche der citeq betra gen nach Ausschüttung an die ÖrV -Kunden
23.765 T€ und waren damit um 810 T€ höher als im Vorjahr. Begründet ist dies durch die um 251 T€
geringere Leistungsentgeltrückerstattung an die ÖrV -Kunden und durch höhere Erlöse im Bereich
der ÖrV mit Anwendungen und der Bereitstellung von Systemen, Anlagen und Netzen. Im Münster-
Bereich verhält es sich ähnlich, wobei hier zusätzlich durch eine höhere Fallzahl durch die Bereitstel-
lung von Hardware Mehrerlöse erzielt wurden. Die citeq hat bereits seit einigen Jahren mit wach-
senden Fallzahlen im Rahmen der Bereitstellung von Hardware zu tun (zuletzt ca. 560 Zentraleinhei-
Angaben in T-Euro Ist 2015 Ist 2016
Umsatzerlöse -22.955 -23.765
sonstige betriebliche Erträge -60 -68
Zinserträge -339 -335
Summe Erträge -23.354 -24.168
Materialaufwand 8.519 8.124
Personalaufwand 8.952 9.959
sonstige betriebl. Aufwendungen 935 936
Abschreibungen 3.064 3.151
Zinsaufwendungen 1.054 1.104
Steuern 24 31
Summe Aufwendungen 22.548 23.305
Jahres-Ist -806 -863
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ten, Monitore und Drucker sowie über 120 mobile Endgeräte – Tendenz steigend ). Als Ergebnis
konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Überschuss von rd. 863 T€ erzielt werden.
Dass ein um rd. 504 T€ höheres Jahresergebnis erzielt wurde als prognostiziert, lag im Wesentli-
chen an geringeren Abschreibungen (376 T€) sowie geringeren Materialaufwendungen und sonst i-
gen betrieblichen Aufwendungen (763 T€), denen höhere Personalaufwendungen (507 T€) und g e-
ringe Erträge (-132 T€) gegenüberstanden.
Alle nach dem Abschlussstichtag relevanten Ereignisse sind in angemessener Weise im Jahresa b-
schluss berücksichtigt worden.
6.4 finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Ein Indikator für die Qualität der citeq ist neben der Verfügbarkeit auch die Qualität der angebotenen
Produkte. Durch die von der citeq mit den Kooperationspartnern gemeinsam betriebenen Weiteren t-
wicklung zeigt sich eine hohe Stabilität in den Kunden beziehungen. Dieses ist auch ein Anzeichen
für wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Produkte.
Doch nicht nur die hohe Kundenbindung ist ein Indiz für (sehr) gute Leistungen. Die Personalfluktua-
tion ist in 2016 auf 4,83 % (davon altersbedingt: 2,76 %) gestiegen (Vorjahr: 3,55 %). Berechnung:
Anzahl Abgänge durch Gesamt (ohne Azubi).
Die regelmäßige, flexible Arbeitszeit des Jahres 2016 betrug innerhalb der citeq rd. 269.033 Stunden
(Vorjahr: 262.791); dies ergibt einen Durchschnitt von ca. 1.881 Stund en für Vollzeitkräfte (Vorjahr:
1.891). Die Differenzen zwischen der Sollarbeitszeit und produktiven Arbeitszeit sind Fehlzeiten auf
Grund von Urlaub, Krankheit oder unproduktiven Fortbildungszeiten. Sie betrugen in 2016 rd. 46.798
Stunden (17,4 %) und im Vorjahr 46.683 Stunden (17, 8 %). Die Fehlzeiten des Personals in der c i-
teq sind im Vergleich von 2016 zu 2015 in etwa gleich geblieben.
7 Prognose-, Chancen und Risikobericht
7.1 Prognosebericht
Die citeq geht auf Grund ihrer Integration in die Stadt Münster als Hauptabnehmer der citeq -
Leistungen und der langfristig angelegten Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern im Ra h-
men der bestehenden Öffentlich -rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) auch für die nähere Zukunft von
einem stabilen Kerngeschäft aus. Gleichwohl ist im kommunalen IT -Markt ein Trend zur Konzentr a-
tion auf Fach-Rechenzentren erkennbar, die die IT -Betriebsleistung in ihren jeweiligen Aufgabenb e-
reichen effektiver als nicht spezialisierte Rechenzentren erbringen können. Die citeq nutzt diesen
Trend und b eteiligt sich sowohl passiv als Abnehmer von IT -Leistungen als auch aktiv mit eigenen
Beiträgen an dem IT -Leistungsverbund. Im Ergebnis profitieren die Stadt Münster und die ÖrV -
Partnerverwaltungen von besseren IT -Leistungen zu wirtschaftlicheren Konditionen. Für das Wir t-
schaftsjahr 2017 wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 538 T€ gerechnet.
Während die Umsatzerlöse im Münster -Bereich stabil bleiben, wird im MEP -Bereich von 2016 nach
2017 ein erheblich ansteigender Umsatz bei gleichzeitigem Anstieg des Personalaufwands und der
Abschreibungen aufgrund der Erweiterungen in der MEP -Infrastruktur erwartet. Auch im ÖrV -
Bereich werden steigende Umsatzerlöse von ca. 13,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr von gepla n-
ten 12,4 Mio. € erwartet. Dieser Umsatzsteigerung stehen Erhöhungen beim Materialaufwand und
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Zurückzuführen sind diese Anstiege auf die
anstehenden Wahlen in 2017 und der Einführung neuer Verfahren und der umfangreichen Umste l-
lung des Einwohnerverfahrens.
Die Aktualisierung, Erweiterung und Aufwertung de r IT-Ausstattung der Stadt Münster wird auch im
Jahr 2017 einen Großteil der citeq-Arbeitskraft binden:
Aktuell wird beispielsweise bereits die Migration auf Microsoft Office 2013 und Windows 10 g e-
plant.
Der Breitbandausbau wird in den kommenden drei Jahren erheblich ausgeweitet. Geplant ist die
Anbindung aller Schul - und einer Vielzahl von Verwaltungsstandorten. Dabei setzt die citeq in
erster Linie konzernintern auf Bestands-Lehrrohre des Tiefbauamtes und der Stadtwerke und er-
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höht somit deren Wirtschaftli chkeit. Die Bauarbeiten der notwendigerweise neu zu verlegenden
Lehrrohre werden durch das Tiefbauamt und das Amt für Immobilienmanagement durchgeführt.
Der zunehmenden Bedeutung mobiler Endgeräte (Smartphones und Tablets) entsprechend wird
die „mobile Strategie“ weiterentwickelt und in den kommenden Jahren umgesetzt. Diese umfasst
alle Aspekte der Mobilisierung:
die mobilen Endgeräte,
die Anwendungen für die mobilen Endgeräte sowie
die in vielen städtischen Gebäuden einzurichtenden WLAN-Netze.
Auch in den Schulen werden zunehmend mobile Endgeräte eingesetzt. Auf Basis bereits g e-
troffener politischer Beschlüsse wird die citeq WLAN in den Schulgebäuden errichten und brei t-
bandige Leitungsanbindungen für die Schulen vorsehen.
In 2016 wu rde das neue citeq -Data-Center in Betrieb genommen. Die bereits erreichte TÜV -
Zertifizierung (Prüfzeichen „Geprüftes Rechenzentrum hochverfügbar Stufe 3 – Konzeption“) soll
Ende 2017 / Anfang 2018 durch eine BSI-Zertifizierung für den Rechenzentrumsbetrieb erweitert
werden.
Gemeinsame Projekte im ÖrV -Bereich wie Personalmanagement, Finanzwesen, Einwohnerverfa h-
ren und Dokumentenmanagement weisen den Weg in die Zukunft. Der Netzausbau in der Kooper a-
tion wird einen hohen Stellenwert einnehmen, um die Anbindung an das zentrale Da ta-Center der
citeq zu verbessern. Mit dem Ausbau ihrer Fachanwendungen unterstützt die citeq auch fortlaufend
die Verwaltungsarbeit der ÖrV-Partnerverwaltungen.
Im Bereich des MEP stehen gravierende Änderungen an. Mit der Einführung eines neuen Manag e-
mentsystems ab Anfang 2017 wird die gesamte technische Infrastruktur verändert. Gleichzeitig sind
für die Jahre 2017 bis 2019 die breitbandige Anbindung und der WLAN -Ausbau für alle Schulstand-
orte vorgesehen. Hiermit verbunden ist auch eine Veränderung der Abrechnung. Es erfolgt eine Auf-
teilung in die Bereiche Infrastruktur, Schulverwaltung und Schulpädagogik.
Bei allen IT-Maßnahmen wird berücksichtigt, dass die Bedeutung der IT, aber auch die Gefährdu n-
gen der IT und damit auch die Anforderungen an die IT -Sicherheit in den letzten Jahren kontinuie r-
lich zugenommen haben und voraussichtlich weiter zunehmen werden. Die citeq begegnet dieser
Entwicklung durch die angestrebte Zertifizierung ihres Rechenzentrums nach den Standards des
Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Immer weniger Verwaltungsaufgaben können noch manuell erledigt werden, immer größere Teile
der Verwaltung sind bei einem Ausfall der IT -Systeme nicht mehr arbeitsfähig. Dieser gewachsenen
und weiter wachsenden Bedeutung der IT -Systeme entsprechend ist durch den Einsatz höherwert i-
ger und besser geschützter und damit auch besser verfügbarer IT -Systeme Rechnung zu tragen.
Die hierzu – in Zusammenarbeit mit den citeq-Partnerverwaltungen bereits begonnenen Entwicklun-
gen im Bereich des Notfallmanagements - werden intensiviert fortgesetzt.
Die Informationstechnik und insbesondere auch das Internet haben das Leben, Lernen und Arbeiten
der Bürgerinnen und Bürger sowie das Wirtschaften der Unternehmen erheblich verändert. Die Stadt
Münster reagiert mit ihrer Initiative Digitale Stadt Münster auf diese Entwicklung, indem sie die sich
ergebenden Chancen erschließt und mögliche Risiken reduziert oder mögliche negative Auswirku n-
gen mildert. Die citeq leistet hierbei erhebliche Beiträge. Bereit s genannt sind der vorgesehene
Breitbandausbau sowie die Beteiligung am gesamtstädtisch ausgerichteten WLAN-Konzept.
Damit die Verwaltung selbst nicht hinter der zunehmenden Digitalisierung zurückbleibt, hat die citeq
ein soziales Intranet mit gegenüber h eute wesentlich erweiterten Funktionen (Personalisierung, web
2.0 Mechanismen wie wiki und Foren, Selbstbedienungsfunktionen und verbesserter Kommunikat i-
on) entwickelt. Das Portal bündelt Kompetenzen und erschließt Verwaltungswissen in größerem
Umfang, als dies bisher möglich war. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen Vorschläge für
weitere Online-Services und Dokumentationen, arbeiten vernetzt zusammen, geben sich gegenseitig
Hilfestellung und werden durch die Feedback -Mechanismen und offene Blog -Diskussionen gemein-
sam besser. Letztlich leistet das neue Intranet Beiträge zu einer neuen Verwaltungskultur in der die
städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Stadtverwaltung laufend und damit nachhaltig o p-
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timieren. Die moderne IT -Arbeitsplatzinfrastruktur steigert zudem die Arbeitgeber -Attraktivität der
Stadt Münster.
Die citeq optimiert sich fortlaufend selbst. Dabei fördert und nutzt sie die Kompetenz und die Kreat i-
vität ihrer motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nutzt zusätzlich auch die Möglichkeit, von
Anderen zu lernen, indem sie sich mit anderen IT -Dienstleistern und IT -Bereichen anderer Städte
vergleicht.
Nachhaltige Eigenoptimierung ist unerlässlich und der von der citeq gewählte Weg, um auch morgen
noch zu den kommunalen Top-IT-Dienstleistern zu gehören. Dieses Ziel hat sich die citeq gesetzt.
7.2 Risikobericht
Das Risikomanagement wurde fortgeschrieben und die erkennbaren Entwicklungen a usgewertet.
Das Controllingsystem ermöglicht weiterhin einen differenzierten Abgleich zwischen d em Budget
und Ist-Zahlen für die Personal -, Sach- und Investitionskosten unter Berücksichtigung der Leistu n-
gen der citeq. Ferner ermöglicht es eine genaue Aufteilung auf die Bereiche der citeq (Münster, MEP
und ÖrV).
Die citeq hat auf Grund ihrer besondere n Verpflichtung zur Erhaltung des Vermögens und der Lei s-
tungsfähigkeit (§ 10 der überarbeiteten Eigenbetriebsverordnung EigVO) und entsprechend den für
Aktiengesellschaften geltenden gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem aufg e-
baut. Ziel ist es, bestehende und mögliche Risiken für alle Betriebsbereiche zu identifizieren, zu b e-
werten und strategische Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von Risiken zu planen, u m-
zusetzen und deren Umsetzung zu kontrollieren.
Bereits seit einigen Jahren verri ngern sich die Möglichkeiten zu IT -Neuinvestitionen im Münster -
Bereich. Die für IT -Leistungen bereitgestellten Mittel wurden bisher nicht dem steigenden Aufwand
durch tarifliche/gesetzl. Erhöhung des Personalaufwands, den Preissteigerungen im Bereich der
Wartungs-/Energiekosten und der steigenden Anzahl auszustattender Arbeitsplätze angepasst. Zum
Wirtschaftsplan 2018 wird eine entsprechende Dynamisierung mit der Finanzverwaltung angestrebt.
Inzwischen werden die zur Verfügung stehenden Mittel überwiegend ( ca. 97%) zur Aufrechterha l-
tung/Aktualisierung des bestehenden Betriebs aufgewandt. Die citeq kann daher mit den durch die
Stadt Münster bereitgestellten Mitteln im Jahr 2017 lediglich den laufenden Betrieb aufrechterhalten.
Die Umsetzung zusätzlicher IT -Bedarfe ist nur in einem sehr geringen Umfang möglich. Die dri n-
gendsten zusätzlichen IT -Bedarfe wurden mit der Finanzverwaltung abgestimmt und in den Wir t-
schaftsplan übernommen.
Neben der wirtschaftlichen Steuerung der citeq gestaltet es sich zunehmend schwi erig, in ausre i-
chendem Umfang Fachpersonal zu akquirieren und an das Unternehmen zu binden. Hinzu kommt
ein zunehmender absoluter Fachkräftemangel bei einem branchenweit wachsenden Bedarf. Als
Maßnahme gegen diesen Trend hat die citeq ihre Ausbildungstätigkeit in den Berufsbildern:
Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung
Fachinformatiker/-in Systemintegration
Informatikkaufmann/Informatikkauffrau
Informationselektroniker/-in
Informatikbetriebswirt/-in Bachelor of Arts
ausgebaut.
Die Auswirkungen aus der ab dem 01.01.2017 geltenden neuen kommunalen Entgeltordnung sind
abzuwarten. Hiervon betroffenen sind insbesondere auch die IT -Berufe. Die entstehenden Auswi r-
kungen auf die bisherige Praxis bei Einstellungen oder Eingruppierungen für die citeq sind mit d em
Personal- und Organisationsamt der Stadt Münster noch abzustimmen. Welche langfristigen Auswir-
kungen, auch auf die festzulegenden Ausbildungswege, sich daraus ergeben, bleibt abzuwarten.
Der demografische Wandel betrifft auch die citeq. Innerhalb der ko mmenden 5 – 10 Jahre wird ein
erheblicher Anteil an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die citeq aus Altersgründen verlassen. Die zur
Vermeidung von Wissensverlust und zur Sicherstellung der langfristigen Leistungserbringung durch
qualifiziertes Personal bereits eingeleiteten Maßnahmen sind fortzusetzen.
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Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt Münster als Hauptabnehmer der Leistungen der citeq,
der langjährigen Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und der Kündigungsfrist von mi n-
destens 18 Monaten im Rahmen der ÖrV für Leistungen der citeq lässt sich das unternehmerische
Risiko zur Zeit als gering einstufen. Dennoch wurden insgesamt 95 Risiken im Unternehmen identifi-
ziert.
Davon wurden 20 Risiken als Top-Risiken bewertet, d. h. sie wurden als bestandsgefährdend einge-
schätzt bzw. ihr Höchstschadenswert ist mindestens hoch. Für diese Top -Risiken ist ein Frühwar n-
system mit Indikatoren, Schwellenwerten und Gegenmaßnahmen hinterlegt
Folgende 6 Risiken sind als bestandsgefährdend bewertet worden:
R-002 Kommunalpolitik ändert bisherige Zielsetzung für die citeq
R-003 Änderung der für das Unternehmen relevanten Rechtslage
R-004 Ausfall des Serverraums RR08 im Stadthaus 1
R-013 Vertragskündigung durch einen Großkunden
R-048 Datensicherheit wird nicht beachtet
R-089 Datenschutz wird nicht beachtet
Mit der Einrichtung eines neuen Data -Centers hat die citeq zeitnah auf die steigenden Risiken im
Bereich der IT -Sicherheit reagiert. Ein bisher nur unter Einschränkungen nutzbarer Systemraum
wurde abgelöst (s. Risiko R -004), für weiterer Räume sind bereits Verbesserungen in Planung. Mit
der für Ende 2017 / Anfang 2018 vorgesehenen BSI -Zertifizierung des Rechenzentrumsverbunds
geht die citeq konsequent den Weg zur Steigerung der IT -Sicherheit für die Stadt Münster und die
weiteren Kunden.
7.3 Chancenbericht
In den vergangenen Jahren hat die citeq ihre IT-Serviceprozesse optimiert und die IT-Infrastrukturen
ertüchtigt und ausgebaut. Mit dem neuen Data -Center am York -Ring wurde das Sicherheitsniveau
deutlich angehoben und ist ei ne Voraussetzung für die geplante BSI -Zertifizierung geschaffen, die
Betriebsvoraussetzung für eine zunehmende Anzahl kommunaler Anwendungen ist.
Die Maßnahmen zur Steigerung der IT -Sicherheit gestalten sich als sehr aufwendig und sind daher
gleichzeitig eine wirtschaftliche Herausforderung als auch eine Chance zur Ausweitung ihres Au f-
tragsspektrums, weil kleinere IT -Organisationseinheiten die wachsenden Anforderungen nicht mehr
erfüllen können ihre Systeme in die leistungsstärkeren Rechenzentren verlagern.
Mit ihren neuen Infrastrukturen und ihren fachlich und methodisch gut ausgebildeten Mitarbeitern ist
die citeq darauf vorbereitet, die Stadt Münster und ihre Partnerverwaltungen auf ihren Wegen zur
Digitalen Kommune zu unterstützen und zu begleiten.
Münster, den 31.03.2017
citeq
……………
Stefan Schoenfelder
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8 Organigramm
Beschlussvorlage
4188 Zeichen
V/0431/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2016 Beratungsfolge 22.06.2017 Betriebsausschuss der citeq Vorberatung 05.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 12.07.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Jahresabschluss d er citeq zum 31.12.2016 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 38.141.608,62 € und einem Jahresüberschuss von 863.442,71 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2016 in Höhe von 863.442,71 € wird wie folgt verwendet: 532.651,18 € werden an die Stadt Münster au sgeschüttet. Für die Verzinsung der Pension s- rückstellungen in Höhe von insgesamt 330.791,53 € wird eine Rücklage gebildet. 2. Der Lagebericht wird zur Kenntnis genommen. 3. Dem Betriebsausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2016 Entlastung erteilt. Begründung: Die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH, 48147 Münster, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den Lag e- bericht des Kalenderjahres 2016 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der Betriebssat- zung der citeq dem Betriebsausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Zu 1. Jahresabschluss 2016 Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Kalenderjahr 2016 vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 weist einen Jahresüberschuss von 863.442,71 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 917.838,97 € an die Kooperation s- partner gemäß der Öffentlich -rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat (Anteil Stadt Münster: 382.830,61 €), der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 1.271.363,00 € zugeführt wurde, um den Pensionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 271.609,0 0 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre und aktiven Beamten auch künftig abdecken zu können. Vorlagen-Nr.: V/0431/2017 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 16.05.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0431/2017 Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde eine Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen, wonach sich die Stadt Münster verpflichtet, den Barwert der übertragenen Pensionslasten in Höhe von 6.615.830,59 € zu verzinsen (330.791,53 €). Für den Jahresabschluss 2016 der citeq wurde ein Zinssatz von 5,0 % zugrunde ge- legt. Die citeq führt die Zinsen in Höhe von 330.791,53 €, die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.271.363,00 €, die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 271.609,00 € und die Veränderung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von 134.135,00 € einem vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds zu. Der nach Bildung der Rücklagen verbleibende Überschuss in Höhe von 532.651,18 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Prüfungsergebnis Die BPG Beratungs - und Prüfungsgesellschaft mbH, 48147 Münster, erteilt der citeq für das Kale n- derjahr 2016 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zu 2.: Lagebericht 2016 Die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH, 48147 Münster, hat festg estellt, dass der Lage- bericht gemäß § 25 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der aktuellen Fassung aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbe- triebsähnlichen Einrichtung wecken. Der Lagebericht 2016 der citeq wird gem. § 26 der EigVO NRW zur Kenntnis genommen. Zu 3.: Dem Betriebsausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2016 Entlastung erteilt. Die Entlastung des Betriebsleiters er folgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Betriebsau s- schusses. I. V. gez. Wolfgang Heuer Stadtrat Anlagen: Jahresabschlussbericht für das Jahr 2016
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- York-Ring
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0431/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.05.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37