V/0343/2012
Feststellung des Jahresabschlusses 2011 der Altenzentrum Klarastift gGmbH
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Anlage 2 - Jahresabschluss
12273 Zeichen
Jahresabschluss 2011
der Altenzentrum Klarastift gGmbH
• Bilanz zum 31.12.2011
• Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. – 31.12.2011
• Lagebericht der Geschäftsführung
Altenzentrum Klarastift gGmbH
Münster
Anlage 1
Blatt 1
A k t i v a P a s s i v a
------------- ----------------
Vorjahr Vorjahr
€ € T€ € € T€
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Kapital 25.564,59 25,6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.535,00 9,5 II. Kapitalrücklagen 1.384.793,76 1.384,8
III. Gewinnrücklagen 1.339.720,68 1.770,5
II. Sachanlagen IV. Bilanzgewinn 0,00 2.750.079,03 0,0
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten B. Rückstellungen 111.650,00 109,9
auf fremden Grundstücken 122.323,00 129,2
Bilanz zum 31. Dezember 2011
auf fremden Grundstücken 122.323,00 129,2
2. Technische Anlagen 278.869,00 107,2 C. Verbindlichkeiten
3. Einrichtungen und Ausstattungen 420.387,00 437,5 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.522,26 0,0
4. Fahrzeuge 8.433,00 10,6 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
5. Anlagen in Bau 4.760,00 834.772,00 4,8 € 88.522,26 (i.Vj. T€ 0,0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133.026,81 103,4
III. Finanzanlagen 25.000,00 25,0 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 133.026,81 (i.Vj. T€ 103,4)
B. Umlaufvermögen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.943,34 62,4
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
I. Vorräte 36.844,81 19,4 € 43.943,34 (i.Vj. T€ 62,4)
4. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein
II. Forderungen und sonstige ein Beteiligungsverhältnis besteht 109.405,28 105,6
Vermögensgegenstände - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: Vermögensgegenstände - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215.264,75 229,9 € 109.405,28 (i.Vj. T€ 105,6)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr 5. Sonstige Verbindlichkeiten 39.329,44 51,7
als einem Jahr: € 0,00 (i.Vj. T€ 0,0) - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 39.329,44 (i.Vj. T€ 51,7)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr 22.114,51 0,0 - davon aus Steuern:
als einem Jahr: € 0,00 (i.Vj. T€ 0,0) € 22.609,23 (i.Vj. T€ 22,1)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6. Verwahrgelder 32.726,48 446.953,61 25,1
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
als einem Jahr: € 1.876.539,91 (i.Vj. T€ 1.848,0) 2.203.237,56 2.440.616,82 2.367,7 € 32.726,48 (i.Vj. T€ 25,1)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten D. Rechnungsabgrenzungsposten 115.671,60 117,4
1. Kassenbestand 5.836,48 5,6
2. Guthaben bei Kreditinstituten 63.014,23 68.850,71 397,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.734,90 12,1
____ __________ ______ ____ __________ ______
3.424.354,24 3.756,4 3.424.354,24 3.756,4
==== ========== ====== ==== ========== ======
Altenzentrum Klarastift gGmbH
Münster
Anlage 1
Blatt 2
Vorjahr
€ € T€___ ___ ___
1. Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen 3.735.875,03 3.633,2
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 1.462.321,23 1.479,6
3. Erträge aus gesonderter Berechnung von
Investitionskosten 898.961,26 948,6
4. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand 10.108,01 16,3
5. Sonstige betriebliche Erträge 366.017,58 6.473.283,11 261,9
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.194.337,10 2.216,5
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: 706.717,81 2.901.054,91 620,6
€ 101.689,60 (i.Vj T€ 97,6)
7. Materialaufwand
a) Lebensmittel 321.250,90 305,5
b) Medizinischer Bedarf/ Betreuungsaufwand 268.087,74 152,2
c) Wasser, Energie, Brennstoffe 223.340,22 211,3
d) Wirtschaftsbedarf/ Verwaltungsbedarf 396.903,80 1.209.582,66 312,4
8. Aufwendungen für Zentrale Dienstleistungen 1.513.712,84 1.416,9
9. Steuern, Abgaben, Versicherungen 81.660,27 76,0
10. Mieten 709.270,03 708,6_________ _______
Zwischenergebnis 58.002,40 319,6
11. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände und Sachanlagen 162.131,62 129,8
b) Abschreibungen auf Forderungen 10.946,95 173.078,57 10,4
12. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 335.470,39 209,0
13. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.679,12 6,1________ _____
Zwischenergebnis -468.225,68 -35,7
14. Zinsen und ähnliche Erträge 37.547,53 58,1
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67,92 37.479,61 0,0____________ ________ _____
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/ Jahresfehlbetrag
(Vorjahr Jahresüberschuss) -430.746,07 22,4
17. Entnahme aus Rücklagen 443.261,91 87,5
18. Zuführung zu Rücklagen 12.515,84 109,9_____ _________ _____
19. Bilanzgewinn 0,00 0,0
===== ==== ====
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011_______________________________
Lagebericht der Altenzentrum Klarastift gGmbH für das Jahr 2011
I. Allgemeines
Im Kontext zur Stiftungssatzung der Stiftung Magdalenenhospital erfüllt die Altenzentrum
Klarastift gGmbH seit 1996 den Zweck der Altenpflegeförderung.
Aktuell weist die gemeinnüt zige Gesellschaft 115 Einzelzimmer und 6 Doppelzimmer in der
stationären pflegerischen Versorgung aus. Das Platzangebot zur Versorgung von Menschen in
der Rehabilitationsphase F, d. h. Menschen, die sich im Wachkoma befinden, verfügt
derzeitig über 16 Plätze.
II. Aspekte des Geschäftsverlaufs
An der bestehenden Wettbewerbssituation der stationären Einrichtungen in Münster hat sich
auch im Wirtschaftsjahr 2011 nichts verändert. Grundsätzlich kann die Gesellschaft in ihrem
Aufnahmeverfahren weiterhin ein hohes Interesse am bestehenden Angebot verzeichnen. In
diesem Zusammenhang gilt es, eine verstärkte Nachfrage aus dem Stadtteil festzustellen und
kommt somit einer positiven Stadtteilorientierung nach. Gleichwohl konnte die Gesellschaft
die Belegungsquote der le tzten Jahre nicht halten und erzielt mit einer Quote von 98% die
Kalkulationsgrundlage für den in den Pflegesatzverhandlungen fixierten Wert. Dieser Wert
entspricht einem Rückgang von über 2% und steht im Kontext mit der Beendigung der
Übergangsphase der Neubaubelegung. Im Vergleich zu anderen Trägern ist diese Auslastung
weiterhin als positiv zu verzeichnen. Die Differenz zu Belegungswerten der letzten Jahre
beeinflusst jedoch insbesondere die Refinanzierung der Investitionskosten, Instandhaltungs -
maßnahmen und Personalaufwendungen. Im Weiteren erfolgt eine Reduzierung der Aus -
lastung auf Basis des noch bestehenden Angebots von Doppelzimmern.
Bezugnehmend auf die bereits im Wirtschaftsjahr 2010 beschriebene Problematik einer
wechselhaften Angebots - und Na chfrageentwicklung im Bereich der Casa Vitae, erfolgte
unter Berücksichtigung des Aufsichtsratsbeschlusses ein interner Umzug des Bereichs, um so
das Angebot auf einer Wohnbereichsebene zu platzieren. Diese Maßnahme führte zu einer
günstigeren Dienstplangestaltung. Im Dezember des Wirtschaftsjahres konnte die Anmeldung
zur Belegung des 16. Platzes entgegen genommen und somit von einer Vollauslastung
ausgegangen werden. Eine nicht durchgängig kurzfristig mögliche Wiederbelegung führt zu
größeren prozentualen Belegungsschwankungen als im restlichen Bereich der Einrichtung.
Grundsätzlich führt die weiterhin angespannte Situation des Pflegekräftemarktes zum
Problem der Mitarbeitergewinnung. Damit geht eine stärkere Belastung des sich im Einsatz
befindlichen Per sonals einher, die neben erhöhten Überstundenständen auch zu einer
verstärkten Krankheitsquote beiträgt.
Das jährlich durch den Zertifizierer EQ-Zert durchzuführende externe Audit konnte unter den
Maßgaben der DIN EN ISO 2000/ Plus und den Anforderungen d er Berufsgenossenschaft
nach MAAS BGW erfolgreich absolviert werden. Hierfür gilt den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern ein besonderer Dank.
III. Wirtschaftliche Bewertung
Vermögens- und Finanzlage
Das Wirtschaftsjahr 2011 schließt mit einer Bilanzsumme in Höh e von 3.424,4 T € gegenüber
3.756,4 T € zum letzten Bilanzstichtag ab. Die Veränderung des Eigenkapitals beträgt T €
430,7 (Jahresfehlbetrag). Der Anteil des Gesamtvermögens hat sich somit auf Grund der im
Aufsichtsrat beschlossenen erhöhten Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen von 84,7
% auf 80,3 % reduziert.
Die Erträge aus Pflegesätzen haben sich um T€ 35,8 erhöht. Für das Berichtsjahr waren damit
keine negativen Auswirkungen der Platzzahlanpassung im klassischen Bereich zu ver -
zeichnen.
Die bereits im Wirtschaftsjahr 2010 abgeschlossene zinsgünstige Anlageform sorgt auch im
Wirtschaftsjahr 2011 für einen positiven Zinsgewinn.
Ertragsentwicklung
Trotz des bereits aufgezeigten Rückgangs der Belegung auf 98%, kann die Altenzentrum
Klarastift gGmbH a uf eine stabile Ertragsentwicklung im Wirtschaftsjahr 2011 blicken.
Einhergehend mit einem erhöhten Aufkommen an Mehrarbeits - und Überstunden sowie dem
verstärkten Einsatz einer Fremdarbeitsfirma für Pflegekräfte ergibt sich ein Jahresfehlbetrag
von TEUR 430,7.. Die räumliche Veränderung des Fachbereichs der Casa Vitae hat im letzten
Quartal des Wirtschaftsjahres zu einer deutlichen positiven Beeinflussung des wirtschaft -
lichen Betriebs beigetragen. Gleichwohl führten die vorangegangenen Monate durch den
Betrieb auf zwei Ebenen bei der bekannten Personal - bzw. Belegungsproblematik zu einem
defizitären Verlauf.
IV. Allgemeine Perspektiven, Entwicklungen und Risiken
Mit den bereits vorgenommenen Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen verfolgt die
Altenzentrum Klarastift gGmbH den Auftrag und die Zielsetzung des Aufsichtsrates und
sichert somit die Erhaltung der Bausubstanz, trägt zu einem zeitgemäßen Erscheinungsbild
bei und fördert die positive Lebens - und Wohnqualitätssicherung innerhalb der Einrichtung.
Diesbezüglich ist auf den Austausch der Pflegebetten und der Notrufanlage zu verweisen.
Dieser Weg wird auch in den beiden kommenden Wirtschaftsjahren verstärkt fortgesetzt, um
der erwähnten Zielsetzung gerecht zu werden. Dieses wird aber zu einer stärkeren A uflösung
von Rücklagen führen, da eine Finanzierung über den heimentgeltrelevanten Ertrag der
Investitionskosten nicht ausreichend ist.
Die Auswirkungen des Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) und die
damit einhergehende Fokussierung auf die Zielgruppe der dementiell veränderten Menschen
und der Verfolgung einer zunehmende Ambulantisierung von Pflegeangeboten sind für den
stationären Betrieb noch nicht ersichtlich. In diesem Kontext gilt es, die Fortentwicklung der
Leistungsangebote d er Pflegeversicherung zu beobachten und mögliche betriebliche
Konsequenzen zu ziehen.
Ein deutliches Risiko wird aus Sicht der Altenzentrum Klarastift gGmbH die weitere
Gewinnung von Pflegekräften darstellen. Neben einer möglichen Nichtbesetzung von
Planstellen kann dies zu einer erhöhten Belastung des Stammpersonals führen. In diesem
Zusammenhang erfahren das Entwickeln von alternativen Personalgewinnungsstrategien,
mögliche ablaufsorganisatorsiche Anpassungen sowie die Implementierung von
gesundheitsfördernden Maßnahmen einen erhöhten Stellenwert im Wirtschaftsjahr 2012.
Dieses wird jedoch nicht ohne finanzielle Mehrbelastungen einhergehen. Ebenso stellen die
noch ausstehenden Ergebnisse der Tarifverhandlungen ein Risiko im Rahmen der
Ertragsentwicklung da r, welches nur bedingt in den Pflegesatzverhandlungen berücksichtigt
werden konnte.
Münster, den 14. Februar 2012 Dr. Michael Lucas Maria Boresch-Bogovic
Geschäftsführer Geschäftsführerin Personal
Beschlussvorlage
3177 Zeichen
V/0343/2012
DER OBERBÜRGERMEISTER
Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen
Betrifft
Feststellung des Jahresabschlusses 2011 der Altenzentrum Klarastift gGmbH
Beratungsfolge
31.05.2012 Stiftungskommission Vorberatung
27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung
27.06.2012 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Jahresabschluss der Altenzentrum Klarastift gGmbH zum 31.12.2011, der
a) in der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 6.473.283,11 Euro
(einschließlich Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten
und sonstige betriebliche Erträge)
und einem Jahresfehlbetrag von 430.746,07 Euro
b) in der Bilanzsumme mit 3.424.354,24 Euro
abschließt, wird von der Stiftung Magdalenenhospital als alleiniger Gesellschafterin der
Altenzentrum Klarastift gGmbH festgestellt.
2. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Altenzentrum Klarastift gGmbH werden für
das Geschäftsjahr 2011 Entlastung erteilt.
3. Der Jahresfehlbetrag wird durch eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen ausgeglichen.
4. Der Lagebericht der Geschäftsführung für das Wirtschaftsjahr 2011 wird zur Kenntnis ge-
nommen.
II. Kosten/Folgekosten
entfällt
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
entfällt
Vorlagen-Nr.:
V/0343/2012
Auskunft erteilt:
Frau Westphal
Ruf:
492-5902
E-Mail:
Westphal@stadt-muenster.de
Datum:
21.05.2012
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0343/2012
Begründung:
Der Wirtschaftsprüfer, Herr Diplom -Kaufmann Martin Kossen aus Wildeshausen, hat dem Jahre s-
abschluss zum 31.12.2011 seinen uneingeschränkten Bestätigun gsvermerk erteilt. Danach en t-
spricht dieser den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze or d-
nungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Verm ö-
gens-, Finanz- und Ertragslage der Altenzentrum Klarastift gGmbH.
Seitens des Beteiligungsmanagements wird darauf hingewiesen, dass neben den hohen Instan d-
haltungsaufwendungen und Ausgaben für Investitionen (vgl. die Begründung zur Vorlage an den
Aufsichtsrat der AKL) in erster Linie der deutliche Anstieg des Personalaufwands die wesentliche
Ursache für die Höhe des ausgewiesenen Jahresfehlbetrages ist. Auch im lfd. Geschäftsjahr ist mit
weiter steigenden Personalaufwendungen zu rechnen. Ob dieser Anstieg durch entsprechende
Erlössteigerungen (vollständig) aufgefangen werden kann, erscheint unwahrscheinlich. Es besteht
von daher dringender Handlungsbedarf , um die Gesellschaft nicht dauerhaft in tiefroten Zahlen
versinken zu lassen.
Das Amt für Finanzen und Beteiligungen und die Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen
Münster unterstützen den Vorschlag der Geschäftsführung und empfehlen dem Rat die Anna hme
des Beschlussvorschlages. Zusätzlich wird auf die als Anlage beigefügte Vorlage an den Au f-
sichtsrat der Altenzentrum Klarastift gGmbH verwiesen (Anlage 1).
gez.
Markus Lewe
Oberbürgermeister
Anlagen:
- Vorlage der Altenzentrum Klarastift gGmbH an den Aufsichtsrat (Anlage 1)
- Jahresabschluss 2011 der Altenzentrum Klarastift gGmbH (Anlage 2)
Anlage 1 - Vorlage Aufsichtsrat
4143 Zeichen
Vorlagenvordruck TOP 4) 2/12
Vorlage zur Aufsichtsratssitzung der Altenzentrum Klarastift gGmbH vom 31.05.2012
zu TOP 4)
Entgegennahme und Beratung des Berichts über die Jahresabschlussprüfung mit seinen Be-
standteilen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht
Gemäß den Ausführungen des § 12 (3c) des Gesellschaftsvertrags der Altenzentrum Klarastift gGmbH
wird dem Aufsichtsrat zur abschließenden Prüfung, Entgegennahme und Beratung des Jahresabschlus-
ses der Bericht des Wirtschaftsprüfers vorgele gt. Im Weiteren obliegt dem Aufsichtsrat nach abschlie-
ßender Bewertung die Weitergabe an die Stiftungskommission. Ausgehend vom Aufsichtsratsb e-
schluss wurde der Wirtschaftsprüfer Dipl. -Kfm. Martin Kossen, Ahlhorner Straße 82, 27793 Wilde s-
hausen, beauftragt , den Jahresabschluss am 31. Dezember 2011 zu prüfen. Die Bestandteile Bilanz,
GuV, Anhang und Lagebericht werden durch den Wirtschaftsprüfer, Herrn Kossen, unter Ei nbindung
der Geschäftsführungen, Frau Boresch -Bogovic (personelle Verantwortung) sowie Herr n Lucas, vo r-
gestellt.
Beschlussfassung
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Jahresabschlussprüfung vom 31.12.2011 entgegengenom-
men und beraten. Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor:
1. Den vorgelegten Jahresabschluss der Altenzentrum Klarastift gGmbH zum 31.12.2011, der
a) in der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 6.473.283,11 €
und einem Jahresfehlbetrag von 430.746,07 €
b) in der Bilanzsumme mit 3.424.354,24 €
abschließt, festzustellen.
Zur Abdeckung des Fehlbetrages und der Investitionen werden den Rücklagen € 443.261,91 ent-
nommen und in die Rücklage gem. § 58 Nr. 7a AO ein Betrag von € 12.515,84 eingestellt.
Begründung
Die Wettbewerbssituation zwischen den Einrichtungen in Münster hat sich im Wirtschaftsjahr 2011
unwesentlich verändert. Gleichwohl steht das Klarastift einer durchgängig positiven Nachfrage gegen-
über, welches durch die leicht gestiegenen Erträge aus Pflegesätzen dokumentiert wird. Lediglich das
Angebot der restlichen 7 Doppelzimmer unterliegt einer geringer werdenden Nachfrage.
Die Auslastung des Fachbereichs zur Versorgung von Menschen in der Rehabilitationsphase F unte r-
lag den bekannten Schwankungen. Zum Jahresende konnte planerisch eine Vollbelegung erzielt we r-
den. Insgesamt stand auch das Wirtschaftsjahr 2011 weiterhin unter einer zunehmenden Belastung des
Gesamtpersonals, um die wirtschaftlichen Vorgaben durch die Pflegesatzverhandlung zu erfüllen.
Einhergehend mit der zunehmenden Leistungsdichte ist ein Anstieg der Krankhei tsquote zu verzeich-
nen, die wiederum zu einer verstärkten Einbindung von einer Zeitarbeitsfirma führt. Die Gesamtpe r-
sonalsituation auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Wirtschaftsjahr 2011 nicht entspannt. Hohe
Aufwendungen für Instandhaltungen und Ausgab en für Investitionen (Beschlussfassung des Au f-
sichtsrats) haben zu einem Fehlbetrag im investiven Bereich geführt und waren wesentliche Ursache
für den Jahresfehlbetrag. Insbesondere die Finanzierung einer Photovoltaik -Anlage, die tec hnische
Anpassung der Fernwärmeversorgung sowie die großzügige U mgestaltung der Beleuchtungssituation
durch LED -Technik haben größtenteils zum genannten Instan dhaltungs- und Investitionsvolumen
beigetragen. In diesem Kontext ist auf die hohen Amortisationsraten zu verweisen, di e dauerhaft zu
einem Rückgang bzw. zur Stabilisierung der Betriebsausgaben beitragen.
Das Wirtschaftsjahr 2011 schließt mit einer Bilanzsumme in Höhe von 3.424,4 TEURO. Die Verände-
rung des Eigenkapitals ist durch den Jahresfehlbetrag verursacht. Der Ante il am Gesamtvermögen
bestimmt mit 80,3 % unverändert die Finanzierung der Gesellschaft. Die durchgängigen Investiti onen
haben zur Förderung des Betriebsablaufs und der Werterhaltung der Bausubstanz beigetragen.
Das in den letzten Wirtschaftsjahren zurüc kgehende Zinsniveau konnte durch ein positives Anlagema-
nagement nur teilweise ausgeglichen werden.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0343/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.05.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37