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V/0137/2019

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt

Vorlagen 07.02.2019

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Beschlussvorlage

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Anlage 7.2 Konzeption pme

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Anlage 11.1 Bewerbung Step Kids

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Anlage 11.3 Konditionen Step Kids

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Anlage 4.2 Konzeption ASB

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Anlage 8.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 10.1 Bewerbung Outlaw

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Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0137 2019

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Anlage 6.2 Konzeption Fröbel

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Anlage 8.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 4.1 Bewerbung ASB

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Anlage 5.2 Konzeption educcare

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Anlage 9.2 Konzeption Kleine Riesen

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Anlage 6.3 Rahmenkonzept Fröbel

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Anlage 8.1 Bewerbung Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 3.2 Konzeption Am Eichenwäldchen

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Anlage 10.2 Konzeption Outlaw

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Anlage A

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Anlage 6.1 Bewerbung Fröbel

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Anlage 6.4 Leitbild Fröbel

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Anlage 7.1 Bewerbung pme

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Anlage 11.2 Konzeption Step Kids

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Anlage 3.1 Bewerbung Am Eichenwäldchen

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Anlage 5.1 Bewerbung educcare

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Anlage 8.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 9.1 Bewerbung Kleine Riesen

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Beschlussvorlage

23325 Zeichen

V/0137/2019 
V/0137/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   12.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   03.04.2019 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die achtgruppige Kindertageseinrichtung 
an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt dem Kinder- und Jugendhilfeträger FRÖBEL Bildung und 
Erziehung gGmbH (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.08.2021 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver-
einbarung) zwischen dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH und der Stadt Münster 
getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 9,0% vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger  
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH getroffen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
27.02.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Gerick, Frau Tigger, 
Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl 
 
Telefon: 492-5528 -5768  
Gerick@stadt-muenster.de 
Tigger@stadt-muenster.de

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V/0137/2019 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für August  bis Dezember 2021 = 625.000 € 
 für 2022 ff. =  1.575.000 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Fröbel 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
 
 
 Aug. - Dez. 2021 2022ff. 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher Zu-
schuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
Fröbel     56.250,00 €  0,00 €   343.750,00 €    141.750,00 €  0,00 €   866.250,00 €  
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss 
V/0264/2018 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine hau s-
haltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 
2021ff. erfolgt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0264/2018 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in der Altstadt beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 4 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 2 Gruppen für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 1 Gruppe für 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3)

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V/0137/2019 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von 
den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern 
die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 03.12.2018 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 11.01.2019 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
03.12.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 21.01. 
und 06.02.2019 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.02.2019. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Am Eichenwäldchen e. V. (Am Eichenwäldchen), Eichstedtstraße 44, 59075 Hamm 
 
 Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 
48155 Münster 
 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 
 
 Global Education gGmbH (Global Education), Friesenring 50, 48147 Münster 
 
 Kinderzentren Kunterbunt gGmbH (Kinderzentren Kunterbunt), Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 
Nürnberg 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
 Outlaw gGmbH (Outlaw), Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 
 
 Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin

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3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge-
stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
  
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Am Eichen -
wäldchen 96,0% 38,5% 57,5% 4,0% 4,0% 0,0% 57,5% 
ASB 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 2,0% 7,0% 62,0% 
educcare 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 6,0% 3,0% 58,0% 
Fröbel 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
Global Educ a-
tion 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 7,2% 1,8% 56,8% 
Kinderzentren 
Kunterbunt 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0%

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V/0137/2019 
Kleine Riesen 
Nord 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
Outlaw 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 5,5% 3,5% 58,5% 
Step Kids 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an d er Sonnenstraße betragen ab 
2022ff. 1.575.000 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2022 ff 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
Am Eichen-
wäldchen 4,0     63.000,00   0,0 0,00  57,5   905.625,00   
ASB 2,0     31.500,00  7,0 110.250,00  62,0   976.500,00   
educcare 6,0     94.500,00   3,0 47.250,00 58,0   913.500,00   
Fröbel 9,0   141.750,00   0,0 0,00  55,0   866.250,00   
Global Educ a-
tion 7,2   113.400,00   1,8 28.350,00  56,8   894.600,00   
Kleine Riesen 
Nord 9,0   141.750,00   0,0 0,00  55,0   866.250,00   
Kinderzentren 
Kunterbunt 9,0   141.750,00   0,0 0,00  55,0   866.250,00   
Outlaw 5,5     86.625,00   3,5 55.125,00  58,5   921.375,00   
Step Kids 9,0   141.750,00   0,0 0,00  55,0   866.250,00   
 
Die Träger Am Eichenwäldchen, Fröbel, Kinderzentren Kunterbunt, Kleine Riesen Nord und Step Kids 
bieten den vollen Trägeranteil von 4,0% (Elterninitiative) bzw. 9,0% (freier Träger) für den Betrieb der 
Kindertageseinrichtung an. 
Die Träger ASB, educcare, Global Education und Outlaw bieten einen geringeren Trägeranteil an, 
sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 
 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVöD) getätigt wird. 
 
Der Träger: 
 Am Eichenwäldchen e. V. 
Der Träger Am Eichenwäldchen e. V. ist eine Elterninitiative mit Sitz in Hamm. Er betreibt aktuell vier 
Kindertageseinrichtungen in Hamm und ab dem 01.08.2019 eine weitere Einrichtung in Warendorf. 
Der Verein ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das Thema Partizipation als einen 
grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung.

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V/0137/2019 
Weitere Schwerpunktthemen der Einrichtungen sind insbesondere Gesundheit und Ernährung sowie 
eine Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“. 
 
Der Träger: 
 ASB Regionalverband Münsterland e.V. 
Der Träger betreibt seit März 2017 die Kindertageseinrichtung Grünschleife in Kinderhaus und ab 
dem Kitajahr 2019/2020 zwei weitere Einrichtungen am Dahlweg und an der Regina-Protmann-
Straße. Weiterhin wurden die Trägerschaften für die Kita Alt Angelmodde und die Kita Petersheide 
übertragen. Zudem ist er Träger von Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespflegepersonen. 
Er ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die 
die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Be-
werbungsverfahren zudem das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogi-
schen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Ein weiterer konzeptioneller Schwerpunkt 
liegt im Bereich der Gesundheit, Ernährung und Bewegung. 
 
Der Träger: 
 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be-
treibt educcare eine Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup) und ab dem 
01.08.2019 die Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck. Bundesweit ist educcare Betreiber von 
aktuell 34 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie-
hung. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungsförderung und Naturwissenschaf-
ten dar. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern an. Der Träger 
benannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil sowie der Kooperation mit 
der Kindertagespflege. Darüber hinaus ergeben sich durch den Ausbau weiterer Standorte in Münster 
Synergien zu den Einrichtungen in Hiltrup und Wolbeck. 
 
Der Träger: 
 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Dem Träger sind in Münster bislang drei Einrichtungen übertragen worden. Die Kita am Emmy-
Herzog-Platz (Markweg) eröffnet in 2019, die Einrichtung an der Landsberger Straße in 2020 und die 
Kita im Zentrum Nord wird zum 01.08.2021 in Betrieb genommen. Ab Mitte 2019 eröffnet der Träger 
eine Geschäftsstelle in Münster, um für Familien als Ansprechpartner vor Ort zu sein. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit rund 180 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und 
Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda-
gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren für diesen Standort 
zudem den Schwerpunkt Geschichte und Geschichten. Darüber hinaus sollen Vernetzungen und en-
ge Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas am Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und Zentrum 
Nord entstehen, um Synergieeffekte zu nutzen. Durch den Ausbau weiterer Einrichtung im Stadtge-
biet soll der Standort Münster etabliert werden. 
 
Der Träger: 
 Global Education gGmbH (pme Familienservice) 
Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der 
Schweiz und Tschechien vertreten (davon 3 in NRW). Eine Geschäftsstelle besteht in Münster. Die 
Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit dem Fokus auf öffentliche Kindertagesein-
richtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. In Münster betreibt der 
Träger ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen 
Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH im Bereich der Bewegungsför-
derung, tiergestützter Pädagogik und auch Naturwissenschaften und Technik. Der Träger strebt an, 
Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich 
zu pflegen. Zudem bietet der Träger flexible Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
an.

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V/0137/2019 
Der Träger: 
 Kinderzentren Kunterbunt gGmbH 
Der Träger mit Sitz in Nürnberg ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster 
tätig. Er ist ein bundesweit tätiger Träger mit insgesamt 80 Einrichtungen, davon 30 in Nordrhein-
Westfalen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Zusätzlich hat der Träger Erfahrung im Bereich der flexiblen Betreuung und bietet verlän-
gerte Öffnungszeiten, analog zum Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit, an. Die Vernetzung und Koopera-
tion im Stadtteil ist geplant. Darüber hinaus sollen zwei neue Einrichtungen in Telgte als Partnerein-
richtungen zur Verfügung stehen. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH 
Der Träger betreibt bereits drei Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-Ost). 
In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße an der Eichendorffstraße (inkl. Depen-
dance Heidestraße) und der Pavillon Beckstraße hinzukommen. Zudem hat Kleine Riesen Nord eine 
anteilige Fachberatung in Münster eingesetzt. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 30 Kindertages-
einrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzep-
te vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger 
benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das 
Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer 
Kindertageseinrichtung. Der Träger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im 
Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in der Zu-
sammenarbeit mit Kindertagespflegestellen vor. Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu den 
trägereigenen Einrichtungen Hermannschule und Beckstraße in der Innenstadt. 
 
Der Träger: 
 Outlaw gGmbH 
Der Träger ist in Münster verortet und betreibt im Stadtgebiet zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen 
und eine Dependance in verschiedenen Stadtteilen. Außerdem betreibt er  zusätzlich bundesweit in 
anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe aner-
kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus-
richtung darlegen.  Darüber hinaus entwickelt der Träger zurzeit ein sozialraumbezogenes Projekt 
„Kita-Sozialarbeit“, um Eltern und Familien individuelle Hilfen anbieten zu können. Zusätzlich verfügt 
die Outlaw gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuun g, u.a. durch die Tei l-
nahme an dem Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit und unterstützt damit die Weiterentwicklung der fl e-
xiblen Kindertagesbetreuung in Münster. Zudem benannte der Träger für diesen Standort die mögl i-
chen Kooperationen zu den umliegenden Kitas Uppenberg und Wienburgstraße sowie weitere Syner-
gien durch den Ausbau weiterer Kitas in Münster. 
 
Der Träger: 
 Step Kids KiTas gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger mit 
Sitz in Berlin betreibt aktuell bundesweit 15 Kindertageseinrichtungen (Schwerpunkt Berlin und NRW) 
und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, 
die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im 
Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der Gesundheit und regelmäßiger Bewe-
gungsangebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Darüber hinaus wird auch eine bilin-
guale Spracherziehung in den Einrichtungen angeboten. In Münster werden die Aufnahmegebühr 
sowie die Servicepauschale für Zusatzangebote entfallen.

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V/0137/2019 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt zu über-
tragen, da der Träger den vollen Trägeranteil von 9,0% für den Betrieb der Kindertageseinrichtung 
anbietet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt hat und über langjährige Erfahrungen 
im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. Durch die Übertragung der Trägerschaft kann Fröbel 
zukünftig in Münster an vier Standorten aktiv in der Kindertagesbetreuung arbeiten. 
Der Träger plant vielfältige Vernetzungen im Stadtteil zu dem Schwerpunktthema der Einrichtung 
„Geschichte und Geschichten“. Der Träger hat bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der 
Kindertagespflege und kann sich eine Übernahme der Großtagespflegestellen am Standort Sonnen-
straße vorstellen. Darüber hinaus eröffnet die Trägerübernahme durch Fröbel für diesen Standort 
gute Möglichkeiten durch Kooperationen mit den nahegelegenen Kitas am Emmy-Herzog-Platz und 
Zentrum Nord im Stadtteil Rumphorst sowie gesamtstädtische Synergieeffekte (z. B. Personaleinsatz, 
Fachberatung). Des Weiteren eröffnet der Träger ab Mitte 2019 eine Geschäftsstelle in Münster, um 
für Familien als Ansprechpartner vor Ort zu sein.  
 
Im Verfahren wurde beachtet, dass sowohl der Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung GmbH als 
auch die Träger Am Eichenwäldchen e. V., Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Kleine Riesen Nord 
gGmbH und Step Kids KiTas gGmbH ebenfalls den vollen Trägeranteil bieten.  
 
Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH von der Verwaltung vorgeschlagen. Mit einer weiteren Ein-
richtung innerhalb in Münster wird der Träger in die Lage versetzt, weitere Synergien (u. a. Vertre-
tungsregelungen) zu schaffen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus neun Bewerbern unter der gleichgewichteten Wür-
digung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in 
der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer-
ber zu Grunde. 
 
 
I.V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor

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V/0137/2019 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Am Eichenwäldchen e. V., Eichstedtstraße 44, 59075 Hamm 
 
4. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V., Gustav-
Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 
 
5. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 
50667 Köln 
 
6. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 
50667 Köln 
 
7. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH , Friesenring 50, 48147 Münster 
 
8. Bewerbungsunterlagen: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 
Nürnberg 
 
9. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
10. Bewerbungsunterlagen: Outlaw gGmbH, Johann-Krane-Weg 18, 48149 Münster 
 
11. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 11: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0137/2019 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php

Anlage 7.2 Konzeption pme

57307 Zeichen

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Die Einrichtungen des pme Familienservice Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0-6 Jahren

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Die Einrichtungen der Global Education – pme Familienservice Gruppe  Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0 bis 6 Jahren Vorwort Dieses Rahmenkonzept stellt die Überlegungen und Planungen des Trägers Global Education (Teil von pme Familienservice) dar. Unsere pädagogischen Teams, die vor Ort in unseren Kindertagesstätten tätig sind, greifen dieses Konzept auf, um es in einem kontinuierlichen Prozess den lokalen Gegebenheiten anzupassen, weiterzuentwickeln und gezielt eigene Schwerpunkte zu setzen. Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. In unserer pädagogischen Arbeit bieten wir allen Kindern viel Raum für Kreativität und Fantasie. Die Raumgestaltung und der Tagesablauf orientieren sich an den Bedürfnissen sowohl der Gruppe als auch der einzelnen Kinder.  Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Alle tragen zum Wohl des Kindes bei und bringen gemeinsam ihre Kompetenzen ein, um jedem Kind die besten Entwicklungschancen zu geben. Wir freuen uns, wenn wir Kinder und ihre Familien ein Stück auf dem Lebensweg begleiten dürfen, und möchten mit dem vorliegenden Konzept unsere pädagogische Grundhaltung näherbringen. Stand: August 2018 Inhalt Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen ............................................. 3	Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind ................................................. 3	Beschreibung der Rahmenbedingungen ........................................................................... 4	Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle .................................................................................. 4	Raumkonzept ..................................................................................................................... 5	Pädagogisches Fachteam ...................................................................................................... 5	Gesunde Ernährung der Kinder ............................................................................................. 5	Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit .......................................................... 6	Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht ................................................................... 6	Inklusive Bildung ................................................................................................................ 7	Eingewöhnung der Kinder ..................................................................................................... 8	Bildungsziele ...................................................................................................................... 8	Bildungsschwerpunkte ....................................................................................................... 10	Qualitätssicherung ............................................................................................................ 11	Unser Kinderschutzauftrag ................................................................................................. 11	Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien .......................................................... 12	Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien ...................................................................... 13	Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ ............................................................. 13	Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte ........................................................... 13	Literatur ........................................................................................................................ 14

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 Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen Der pme Familienservice beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu erleichtern. Hierbei arbeiten wir mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die durch Aktivitäten im Bereich Work-Life-Balance ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen möchten. Seit unserer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut. Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten und betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Unterstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen etabliert. Heute betreiben wir über 60 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Kinderkrippen, Back-up- Einrichtungen, Familienkrippen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öffentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet. Der Standort Münster des pme Familienservice betreibt zwei Regeleinrichtungen, welche beide durch das KiBiz finanziert werden. Sowohl die sechsgruppige Einrichtung Kids World im Kreis Gütersloh,  als auch die viergruppige (eine fünfte Gruppe startet 2019) Einrichtung Kita Ideenreich haben ein erweiteretes Öffnungszeitenkonzept. Dieses wird durch eine Unternehmensbeteiligung refinanziert.  In Münster und Gütersloh betreiben wir des Weiteren Einrichtungen für den Ausnahmefall, sogenannte Back-up Center. Hier werden Kinder bei Bedarf betreut, wenn die Regelbetreuung ausfällt (Unternehmensgebunden).   
Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind Zufriedene Kinder bedeuten zufriedene Mütter und Väter – dies gilt auch im Umkehrschluss. In unseren Kinderbetreuuungseinrichtungen stehen die Bedürfnisse von Eltern und ihrer Kinder im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass Eltern mit gutem Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können und ihre Kinder bestens betreut wissen. Wir orientieren uns inhaltlich und strukturell an den Bedingungen eines modernen Familien- und Arbeitslebens und verstehen uns als Dienstleister, der lebendige, zuverlässige und nachhaltige Bildungsorte für Kinder schafft. Das vorliegende pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtungen knüpft an die Ergebnisse der Nationalen Qualitätsinitiative (NQI) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) an (Tietze/Viernickel 2002). Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse der Krippenforschung, der Gleichaltrigenforschung und der Hirnforschung (vgl. Beller 1995; Dornes 1993; Schneider/Wüstenberg 1996; Singer 2004) sowie die nationale und internationale Diskussion zum Thema „Häuser für Kinder und Familien“, ausgelöst von den in Großbritannien gegründeten Einrichtungen zur frühkindlichen Erziehung „Early Excellence Centers“ (vgl. Hebenstreit-Müller 2003; Seehausen 2004) gehen in dieses Konzept ein. Unser Verständnis von Kleinstkind- und Elementarpädagogik geht von einem grundsätzlichen Bild vom Kind aus, bei dem Kinder heranwachsende Menschen und von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten sind, die als „Akteure ihrer Entwicklung“ zu respektieren sind. Die Säuglings- und Kleinkindforschung der letzten Jahrzehnte hat deutlich gemacht, dass jedes Kind mit einer Vielzahl an Kompetenzen und Bedürfnissen auf die Welt kommt. Kinder sind fähig, mit dem Rückhalt einer

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Bezugsperson eigenaktiv die Welt mit allen Sinnen zu entdecken und zu erkunden. Sie eignen sich dabei Wissen an, das ihr Weltbild tagtäglich komplexer werden lässt. Wir verstehen Bildung und Erziehung als einen Prozess, bei dem die Erwachsenen die Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsweg begleiten, unterstützen und motivieren, ihnen Lob und Anerkennung geben und sie in ihren „Stärken stärken“. Der Erwachsene sieht sich als aufmerksamer, wacher Begleiter des Kindes und seiner Entwicklungsprozesse. Er ist nicht aktiv eingreifender Förderer der Entwicklung, sondern seine innere Haltung ist geprägt von Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Eigenständigkeit seiner Mitmenschen. In unserer täglichen Arbeit respektieren wir die Autonomie und Individualität des Kindes und unterstützen den Entwicklungsprozess, indem wir emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung und die Tagesstruktur so gestalten, dass ein ganzheitliches Lernen und ein Einfinden in die soziale Welt ermöglicht wird. Wir beobachten und erkennen die individuellen Lern- und Entwicklungsthemen des einzelnen Kindes und knüpfen in der pädagogischen Arbeit daran an. Die autonome Bewegungsentwicklung, das freie Spiel und die beziehungsvolle, kooperative Pflege sind Grundthemen der Pikler/Hengstenberg-Pädagogik und wesentliche Elemente in unserem Verständnis des Bildes vom Kind. Sie prägen den Umgang mit dem einzelnen Kind. (Kleinst-)Kinder lernen permanent mit all ihren Sinnen durch Imitation, Beobachtung, Zuhören und auch durch Ruhephasen. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf, der Freiräume zum aktiven Erkunden zulässt, Entwicklungsanreize gibt und nötige Ruhephasen bietet, damit die vielen Erlebnisse und Eindrücke verarbeitet werden können. Jedes Kind folgt seinem eigenen Entwicklungsplan. Diese Selbstbildungsprozesse unterliegen dem individuellen Tempo und orientieren sich an kindlichen Interessen. Kinder sind Forscher und Gestalter ihrer Lebenswelt. Deshalb brauchen sie · die Möglichkeit, mit allen Sinnen die Welt zu erfahren und begreifen zu können, · eine Welt, die ihnen ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht, · Spiel- und Bewegungsräume, die sie in ihrer Tätigkeit und Fantasie anregen und ihnen Herausforderungen und gleichzeitig Schutz bieten, · Zeit zum Einfinden in neue Situationen, Zeit für Übergänge, Zeit für individuelle Lernerfahrungen, Zeit zum eigenständigen Ausprobieren und Zeit für Zuneigung, Ruhe und Pflege, · andere Kinder, mit denen sie auf Entdeckungsreise gehen, an denen sie sich messen und denen sie helfen können und · Erwachsene, die auf die Signale der Kinder im Dialog eingehen, sich Zeit nehmen und Halt und Orientierung bieten. 
Beschreibung der Rahmenbedingungen Die beschriebenen Rahmenbedingungen gelten grundsätzlich für alle unsere Einrichtungen. Lokale Unterschiede ergeben sich durch Vorgaben und Richtlinien der Kommunen. Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle Die Global Education bietet den Eltern nach Möglichkeit eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung an. Die Öffnungs- und Schließzeiten der Einrichtungen richten sich nach den regionalen Vorgaben und nach Möglichkeit an den Bedürfnissen der Eltern. Wir bieten eine „Flexizeit“ an, d.h. Eltern können bei ungeplantem Betreuungsbedarf, der über die regulär gebuchten Zeiten hinaus geht, kurzfristig Entlastung erfahren. Unsere Personalplanung und pädagogischen Konzepte unterstützen eine lange Öffnungszeit. Mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der regional festgelegten Schließzeiten (20 Schließtage in vier Perioden) wird die Einrichtung ganzjährig geöffnet sein.  In den Einrichtungen der Global Education können Kinder im Alter von ca. einem Jahr bis zum Schuleintritt ganztags betreut werden, wobei auf eine ausgewogene Altersmischung geachtet wird. Die Global Education legt besonderen Wert auf einen positiven Übergang zu weiterführenden Betreuungslösungen.

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Raumkonzept Jede Einrichtung der Global Education verfügt über ein individuelles Raumkonzept, das sich an den Bedarfen der jeweiligen Altersgruppe orientiert. Räume als „dritter Erzieher“ haben eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder und müssen vor allem für Kinder, die sich ganztags in Kitas aufhalten, eine Reihe von Funktionen bereithalten. Wir konzipieren flexible Raumkonzepte, die sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder anpassen und den nötigen Sicherheitsstandards gerecht werden. Hierbei arbeiten wir mit den Jugendämtern und pädagogischen Fachberaterinnen und Fachberatern, mit Unfallkassen und Feuerwehren zusammen. Pädagogisches Fachteam Bei der Personalauswahl achten wir auf ein hohes Ausbildungsniveau und auf einschlägige pädagogische Erfahrung. Wertgelegt wird auf eine hohe Bildungsorientierung und Motivation in Bezug auf lebenslanges Lernen.  Die Leitung der Einrichtung wird von einer pädagogischen Fachkraft (nach Möglichkeit mit Studienabschluss) übernommen. Für fachliche Fragen steht eine Fachberatung zur Verfügung. Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl von Praktika und berufsbegleitende pädagogische Ausbildungen. Wir möchten das in unserem Leitbild verankerte Ziel von Vielfältigkeit/Diversity in unserer Mitarbeiterschaft auch fördern. Da wir auch als Arbeitgeber Vorbild sein möchten, ist es für Einrichtungen der Global Education selbstverständlich, im Rahmen von Selbstevaluationsprozessen die Qualität der Arbeitspraxis zu überprüfen. Wir geben unseren Fachkräften · Zeit für kollegialen Erfahrungsaustausch,  · Verfügungszeit zur Kooperation mit Eltern und mit anderen Einrichtungen,  · flexible Arbeitszeiten für eigene Interessen und die familiäre Lebenssituation,  · Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und  · Zeit zur Beteiligung an Forschungsprojekten.  ·  Eine Personalentwicklung –begleitung hat in der Gesamtorganisation einen hohen Stellenwert. Festlegungen und Dokumente für die Fortbildungsteilnahme, für Mitarbeitergespräche, für Fachsupervision, für soziale Betreuung und Lebensphasenorientierung stehen allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem pme Familienservice –Wikipedia zur Verfügung. Eine Ausstattung der Einrichtungen mit ausreichenden Personalstunden wird auf der Basis einer Kalkulation hergestellt, die eine Ausfallquote durch Krankheit, Urlaub und Fortbildung berücksichtigt. Dabei werden im Personalgerüst Springerstunden ausgewiesen, die in der Personalplanung und –einstellung berücksichtigt werden. Die Einrichtungsleitung und Kolleginnen und Kollegen vernetzen sich innerhalb der Kommune und nehmen an Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften teil. Unser Leitbild („unsere Gene“) berücksichtigt die Werte Herz und Verstand, Flexibilität, Respekt, Weiterentwicklung, Vielfältigkeit, Vertrauen und Profssionalität. Eine Übesicht befindet sich am Ende der Konzeption. Gesunde Ernährung der Kinder Essen ist für uns mehr als Nahrungsaufnahme. Essen bedeutet für uns Gemeinsamkeit, Wohlbefinden und Austausch. Deshalb nehmen wir unsere Mahlzeiten gemeinsam ein, richten sie bei Bedarf jedoch an den individuellen Zeiten und Bedürfnisse der Kinder aus. In unseren Einrichtungen legen wir großen Wert auf eine gesunde, kindgerechte, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Wir setzen uns für eine Errichtung einer Kochküche ein, um frisch und selbständig für die Kinder unserer Einrichtungen zu kochen. Neben dem Mittagessen versorgen wir alle Kinder mit Frühstück und einem Snack am Nachmittag. Dies dient auch der besseren Vereinabrkeit von Beruf und Privatleben.

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Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit Die Einrichtungen der Global Education möchten als außerfamiliäres System das Heranwachsen in der Familie ergänzen. Aufgabe der Einrichtung ist es, den Kindern neue, vielfältige Erfahrungen außerhalb der Familie zu ermöglichen. In der Kommunikation und im Zusammenleben in einer Kindergruppe sollen die Kinder emotionale Sicherheit erhalten, Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Umwelt erleben und altersgemäße Erfahrungsräume für ihre Entwicklung kennenlernen. Klare zeitliche Strukturen und räumliche Vielfalt unterstützen diesen Prozess. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Kindern als zuverlässige und kontinuierlich tätige Bezugspersonen zur Seite. Geborgenheit und Orientierungshilfen stehen im Vordergrund des Umgangs mit dem Kind. In Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wollen wir die Persönlichkeit des Kindes fördern, mit ihm seine Umgebung für selbstständige Betätigungsmöglichkeiten vorbereiten. Das Kind wird unterstützt, eine fröhliche und an seiner Umwelt interessierte Person zu werden, die lernt, in der Gruppe mit anderen Kindern zu spielen, seine Umwelt zu entdecken und Verantwortung zu übernehmen. In den Einrichtungen der Global Education werden Kinder mit Beeinträchtigungen oder mit speziellem Förderbedarf im Rahmen von Einzelintegrationsmaßnahmen in den pädagogischen Alltag integriert. Die Einrichtungen der Global Education arbeiten im Rahmen des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII zum Wohle des Kindes mit den Sorgeberechtigten und gegebenenfalls mit den örtlichen öffentlichen Behörden zusammen, um einem begründeten Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestmöglich zu begegnen. Die pme Familienservice Gruppe verfügt über ausgebildete Kinderschutzfachkräfte und jede Einrichtung über eigene Kinderschutzbeauftragte. Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht  Die aktive Teilhabe der Kinder an allen sie betreffenden Abläufen ist konzeptionelles Gestaltungsmerkmal in unseren Kindertagesstätten. Jedes Kind erhält die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gruppe vereinbaren lässt. Je jünger Kinder sind, desto weniger können sie selbst Beteiligungsrechte einfordern. Umso größer ist die Verantwortung der Erwachsenen, Kindern Partizipation zu ermöglichen. Eine partizipative Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte zeigt sich darin, dass Kinder in die Gestaltung des Lebens in der Einrichtung eingebunden werden. Wir begegnen den Kindern mit einer zugewandten und interessierten Haltung, hören ihnen zu und nehmen sie als Individuen mit spezifischen Bedürfnissen und Rechten ernst. Wir achten · die Selbstbestimmungsrechte der Kinder, insbesondere das Recht auf körperliche Selbstbestimmung,  · die Grundbedürfnisse der Kinder, · das Recht des Kindes auf freie Meinungsäußerung, · das Recht des Kindes, als Individuum gesehen zu werden, und · das Recht des Kindes auf die Wahl seiner Kontaktpersonen. Erste Partizipationserfahrungen können Kleinstkinder machen, wenn sie in alltäglichen Situationen erleben, dass sie mit ihren Signalen und Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert werden, zum Beispiel beim Essen, Schlafen und Anziehen.  Die Teilhabe und Mitgestaltung an Entscheidungen und Abläufen reicht vom täglichen Tisch decken über die Gestaltung der Räume bis zur Mitsprache an Regeln im pädagogischen Gruppenalltag. Kinder werden dabei unterstützt, ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken – bzw. je nach Alter der Kinder müssen diese sensibel von den Fachkräften „erfragt“ und beobachtet werden.  Babys benötigen aufgrund der noch fehlenden verbalen Fähigkeiten eine individuellere Prozessbegleitung. Unser pädagogisches Personal verfügt über ein hohes Maß an Feinfühligkeit, um die nonverbalen Mitteilungen der Kleinstkinder wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und angemessen zu reagieren. Hierfür werden unsere Fachkräfte auch in entsprechenden Seminaren zu „Feinzeichen“ geschult.

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Durch die Methode der Projektarbeit werden Themen und Vorhaben für den Alltag gemeinsam mit den Kindern ausgehandelt, entschieden, geplant und bearbeitet. Im Rahmen der Projektarbeit gibt es offene Beteiligungsformen, die den Kindern die Möglichkeit gibt, sich an Aktionen zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist ein dialogisches Verständnis der Kommunikation zwischen dem Betreuerteam und den Kindern. So werden Kinder bei Konflikten begleitet und unterstützt. Lösungsmöglichkeiten werden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam im Dialog gefunden. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder werden unterschiedlichste Beteiligungsformen in den Kita-Alltag integriert, zum Beispiel: · Kinderkonferenzen · Stuhlkreise/Morgenkreise · Kindersprecher · Beobachtung und Dokumentation (Portfolio) So werden beispielsweise im Stuhlkreis freie Aktionen für den Tag vorgestellt, die meist in Kleingruppen angeboten werden. Die Kinder können selbst entscheiden, ob und woran sie teilnehmen möchten, oder können eigene Vorschläge einbringen, die gerne aufgegriffen werden.  Durch eine partizipative Haltung und gut entwickelte Strukturen in unseren Teams sichern wir das Recht der Kinder auf Schutz vor Unrecht. Wir verstehen es als unseren Auftrag, Kindern die Beteiligung zu ermöglichen, um sie dadurch zu stärken. Dies ist auch Bestandteil eines präventiven Kinderschutzes, denn starke Kinder sind besser vor möglichen Gefährdungen geschützt.  Inklusive Bildung Kinder mit Beeinträchtigungen Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Lebenswelten fördern und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor die Herausforderung, uns mit dem Fremden und dem Anderssein aktiv auseinanderzusetzen – frei von Vorurteilen und daraus resultierender Ablehnung. Kinder mit speziellen Bedürfnissen werden in die Einrichtungen der Global Education integriert. Alle Kinder, ob mit Erschwernissen oder nicht, finden in unseren heterogenen Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für ihre Bildungsprozesse förderlich sind. In der Gemeinschaft erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lernmöglichkeit und Bereicherung. Die Einrichtungen der Global Education sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt wird. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder, nicht deren Defizite. Dabei werden Spiel - und Lernangebote genutzt, bei denen Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslage unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können. Ein wertschätzender Umgang zwischen Mitarbeiter/in und Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. Wichtig ist die Unterstützung der Eltern in einem behutsamen Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Entwicklungsverläufen. Ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuel-le klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickelt, dabei werden die Kinder aktiv mit einbezogen. In unseren Fachteams wird mindestens eine Fachkraft zur Fachkraft für Inklusion weitergebildet. Mädchen und Jungen Bereits im Kindergartenalter eifern Kinder unterschiedlichen Geschlechtsmustern nach und haben in der Regel unterschiedliche Interessengebiete. Was sich im Laufe ihrer Entwicklung als typisch mädchen- oder jungenhaft zeigt, ist ein multifaktorelles Zusammenspiel von genetischen Veranlagungen und neurobiologischen Prozessen und vor allem das Ergebnis der entsprechenden Sozialisation. Es wird in der ständigen Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern, besonders aber mit Erwachsenen verstärkt. Vor diesem Hintergrund begleiten wir die Kinder, individuelle Wege bei ihrer Identitätsentwicklung zu finden. Wichtig sind hierbei Vorbilder, die beiden Geschlechtern angehören. Viele unserer Kitas zeichnen sich durch eine hohe Männerquote aus, die wir dadurch erreichen, dass wir Männer als pädagogisches Fachpersonal, als Honorarkräfte und als zusätzliches Betreuungspersonal einstellen. Dabei wird die Genderkompetenz sowohl durch

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die Anwesenheit beider Geschlechter als auch in der Auseinandersetzung im Betreuungsteam und in der Elternschaft in unseren Einrichtungen gefördert.  Kulturelle Herkunft Die Global Education steht in ihrer gesamten Ausrichtung für eine Pädagogik der Vielfalt. Dies zieht sich als roter Faden durch sämtliche Arbeitsfelder. In unseren Einrichtungen sind Familien mit unterschiedlichen Familienkulturen eine Selbstverständlichkeit und werden stets als Bereicherung angesehen. Wir schätzen die unterschiedlichen Erfahrungen, Sprachen und interkulturellen Zusammenhänge und unterstreichen dies sowohl in unserem erzieherischen Alltag als auch in vielfältiger Projektarbeit und Festgestaltung („Diversity-Kalender“). Dazu zählen beispielsweise fremd- und zweisprachige Bücher in der Leseecke, Begrüßungsformeln und Mitteilungen am Informationsbrett in den jeweiligen Familiensprachen  und feste Tage mit dem Motto: „Heute lerne ich eine andere Sprache“. Auch unser pädagogisches Team versuchen wir interkulturell zusammenzustellen. Regelmäßig nehmen Kolleginnen und Kollegen an internen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Die Einrichtungsleitung knüpft aktiv Kontakte zu Beratungsstellen, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Eingewöhnung der Kinder Bei der Eingewöhnung der Kinder orientieren wir uns an dem Berliner Eingewöhnungsmodell (Laewen 2002; Pikler 1988). Die Dauer des Ablösungsprozesses gestaltet sich variabel und orientiert sich grundsätzlich am Kind und seinen Erfahrungen. Auch für die Eltern stellt der Start in einer Kindertageseinrichtung oder der Wechsel in eine andere Betreungsform den Beginn einer neuen Lebensphase dar. Eine Eingewöhnungsphase, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder und gleichermaßen den beruflichen Anforderungen der Eltern gerecht wird, ist die Basis für eine positive Entwicklung des Betreuungsverhältnisses. Bildungsziele Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen. Die pädagogische Zielrichtung und die Methoden werden bestimmt von altersgemäßen Entwicklungsthemen wie Identitätsbildung, Selbstständigkeit, Autonomiesuche, Bewältigen von Ängsten, Erforschen und Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Die Zielsetzungen der lokalen Konzepte orientieren sich stets an den Bildungsplänen und -programmen der einzelnen Bundesländer.  Als Querschnittsthema ist die Gesundheitsförderung ein Anliegen unserer Einrichtungen. Neben der grundsätzlichen Bewegungsförderung nutzen wir als Baustein in der Körpererfahung die Bewegungsförderung nach Pikler Hengstenberg. Eine gesunde Ernährung wird durch die Versorgung durch unsere Kochküche und durch Angebote in den einzelnen Gruppen geleistet. Alle nachgeführten Bereiche dienen allgemein der Prävention. Dabei nutzen wir auch Angebote von Anbietern in der Gesundheitsförderung.  Aus dem Bereich Hygiene und Qualitätssicherung befindet sich als Beispiel am Ende der Konzeption ein Prozesskette „Händewaschen“. Sinnliche und körperliche Erfahrungen Körperliche, geistige und soziale Empfindungen in Einklang zu bringen, heißt den eigenen Körper mit allen Sinnen kennenzulernen und die Freude an Bewegung und körperlicher Herausforderung zu entdecken. Dabei ist die Ausbildung des körpereigenen Schemas und das Erleben, was Psyche und Körper gesund hält, von besonderer Bedeutung. Außderm ist es wichtig, dass Kinder ihre kindliche Sexualität entwickeln. Der Umgang mit der körperlichen Neugier von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ist ein zentraler Baustein der kindlichen Entwicklung, der viele Lebensbereiche innerhalb Kita und Familie berührt.  Kinder sind von Geburt an geschlechtliche Wesen mit körperlichen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Sie mögen es zu kuscheln, zu schmusen, berührt zu werden und auch den eigenen Körper zu berühren. Eine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität gibt es bei

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Kindern nicht. Sie erleben Schmusen, Kuscheln und Berührungen ihres Körpers als lustvoll und sinnlich. Sexualität ist nicht nur Genitalität. Die Entwicklung der Sexualität ist ein fortlaufender Prozess und vollzieht sich im Laufe der kindlichen Entwicklung immer wieder, entweder als bewusste Mitteilung über Sachverhalte auf dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder aber als „Lernen am Modell“. Zu einer ganzheitlichen Förderung in unseren Einrichtungen zählt auch der bewusste Umgang mit der Sexualentwicklung. In einer geschützten und liebevollen Atmosphäre dürfen Kinder ihren Körper auf ihre eigene, kindgerechte Art und Weise kennenlernen und erleben. Nur wenn ein Kind seinen Körper, seine Gefühle und auch seine Grenzen kennt, kann es diese deutlich machen, benennen und einfordern. Dies ist ein grundlegender Aspekt in der Prävention vor sexuellen Übergriffen. Außerdem wird die Sensibilität im Hinblick auf die Einschätzung der Gefühle anderer gestärkt und gelernt, deren Grenzen zu wahren, zu respektieren und zu achten.  Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in diesem sensiblen Entwicklungsbereich ist ein wichtiger Grundsatz in der sexualpädagogischen Arbeit. Sorgen und Bedenken dürfen bzw. müssen unbedingt angesprochen werden, damit Kinder nicht verunsichert werden und sich auch bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper gut begleitet und unterstützt fühlen. Emotionale Entwicklung Ich-Kompetenz als Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit und psychosoziales Wohlbefinden: · Eigene Bedürfnisse kennen und adäquat ausdrücken können  · Selbstbewusstsein entwickeln  · Selbstverantwortung für das eigene Handeln übernehmen  · Gemeinschaftssinn entwickeln  · Neugier, Kreativität und Spontaneität ausleben Soziales und interkulturelles Lernen Bindung und soziale Beziehungen als Grundstock für Bildung und Lernen: · Wertschätzung und Empathie entgegenbringen  · Unterschiedlichkeiten erkennen und anerkennen  · Regeln des Zusammenlebens kennen  · Konflikt- und Kompromissfähigkeit ausbilden  · Demokratieverständnis und Solidarität entwickeln Sprechen und Denken als Einheit Sprache als Schlüssel, um die Welt zu begreifen:  · Lust und Freude an Austausch und Sprache allerart  · Mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen, zuhören können  · Wortschatz ausbauen, auch Mehrsprachigkeit erleben  · Unterschiedlichkeit der Kommunikation erfahren  · Medienkompetenz entwickeln  Kreativität und Musik Kreativität und Musikalität als Bestandteil des Lebens:  · Eigene Ausdrucksmöglichkeiten erleben  · Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Beschaffenheiten usw.  · Spaß am Musizieren, an Melodien und Rhythmus  · Wissen über Lieder, Tänze und deren Bedeutung  · Fantasie und Kreativität als Motor für weiteres Lernen erfahren

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Mathematik und Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Auseinandersetzung als Grunderfahrung:  · Spaß am Umgang mit Zahlen und Formen  · Grundverständnis für Ordnungsstrukturen bekommen  · Lust entwickeln, Dingen auf den Grund zu gehen  · Zusammenhänge von Natur und Technik sehen  · Gemeinsames Forschen und Erkunden  Bildungsschwerpunkte „Kleine Forscher“ In unseren Einrichtungen arbeiten wir nach dem Konzept des „Haus der kleinen Forscher“. Jedem Kind werden damit Möglichkeiten eröffnet, seine Neigungen, Interessen und Begabungen für Naturwissenschaften und Technik zu entdecken und die spannende Welt um sich herum zu erkunden. Es geht dabei nicht primär um die Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern um das Wecken der Neugierde der Kinder und die Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen wie Formen, Farben, Muster und Strukturen, Größen oder Entfernungen im Alltag. Bewegungsförderung nach Pikler und Hengstenberg In unsere Einrichtungen legen wir besonders großes Augenmerk auf die Möglichkeiten einer gezielten Bewegungsförderung von Anfang an. Wir orientieren uns dabei an den Konzepten von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg, die die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes in den Vordergrund stellen. Jedes Kind erhält in unseren Kitas gemäß seinem individuellen Entwicklungsstand die Möglichkeit, Bewegungsabläufe in seinem eigenen Tempo zu entfalten und zu entwickeln. Bewegung ist in unseren Einrichtungen ein fester Bestandteil und in vielfältigen Formen vorhanden: spontan, als gezieltes Angebot, im Freispiel, während „Bewegungseinheiten “, drinnen und draußen, alleine und in der Gruppe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global Education erhalten spezielle Schulungen zum Bewegungskonzept nach Pikler und Hengstenberg. Tiergestützte Pädagogik Wir ermöglichen den Kindern in unseren Einrichtungen, eine Beziehung zu Tieren aufzubauen und eröffnen ihnen somit neue Lernchancen. Empirische Befunde bestätigen den positiven Einfluss von Tieren auf die kindliche Entwicklung: Die geistige, emotionale und körperliche Entwicklung wird gefördert. Die Einrichtungen stellen den Bezug zu den Tieren auf unterschiedliche Weise her. Wenn möglich haben die Einrichtungen der Global Education ein eigenes Tier (Wüstenrennmäuse, Fische, Schnecken etc) Die Kinder haben die Möglichkeit, das Tier zu versorgen und zu pflegen und den täglichen Kontakt zu suchen. Dabei wird auf die artgerechte Haltung des Tieres besonders viel Wert gelegt. Andere Einrichtungen suchen den Kontakt zu Tieren durch regelmäßige Zoobesuche, Ausflüge zu Kleintierzuchtvereinen, Waldausflüge oder Hofbesuche. Der direkte Kontakt zu Tieren wird durch eine tiergestützte Arbeitsweise in Form von Bilderbuchbetrachtungen, thematisch bezogenen Kreisspielen, Bastelangeboten, Kontaktaufnahme mit Experten (Tierpfleger, Tierärzte etc.) und Kreisgesprächen begleitet. Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbil-dung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. Alltagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, fein-fühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der

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deutschen, englischen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent.  Nachhaltigkeit In unserem Konzept für nachhaltige Entwicklung geht es um Verantwortung für unsere Umwelt und darum, Position zu beziehen für einen bewussteren Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Wir möchten gemeinsam mit allen Generationen, die mit unseren Kitas zu tun haben (vom Krippenkind über Eltern bis zu Erzieherinnen und Erziehern), ein Bewusstsein für einen Wertewandel im Umgang mit der Natur und unseren Lebensgrundlagen schaffen. Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule Die ganzheitliche Schulvorbereitung der Kinder beginnt mit dem ersten Tag in unseren Kindertageseinrichtungen. Sie bezieht sich sowohl auf die Stärkung von Basiskompetenzen als auch auf die Entwicklung schulnaher Kompetenzen, auf die die Schule aufbauen kann (z. B. Sprachentwicklung, Begegnung mit der Schriftkultur, mathematische Bildung, naturwissenschaftlich-technische Bildung). Bei jedem Kind besteht das Interesse, die Vorfreude und somit auch die Bereitschaft, ein Schulkind zu werden. Im Jahr vor der Einschulung intensiviert sich die Schulvorbereitung durch gezielte Angebote und Aktivitäten. Durch Schulbesuche, Kindergartenbesuche von Lehrkräften und regelmäßige Informationsgespräche mit den Kindern und das Eingehen auf ihre Fragen geben wir den Kindern die Gelegenheit, den Lebensraum Schule frühzeitig kennenzulernen. Zu den Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte zählt auch die Übergangsbegleitung der Eltern. Frühzeitige Gespräche thematisieren sowohl die Kompetenzen und Probleme der Kinder als auch die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Eltern. Vernetzung im Sozialraum Die Kindertageseinrichtung ist immer auch ein Teil des Sozialraumes und kooperiert mit verschie-denen Institutionen in der Stadt. Kontakte zum örtlichen Jugendamt, z.B. auf Trägerkonferenzen, sind obligatorisch. Auch die Kooperation mit sozialpädriatischen Zentren, Frühförderstellen, Zahn-ärzten, Therapeuten, Kooperationen mit dem Gesundheitswesen und anderen Kindertagesstätten in Münster sind Bestandteil der Arbeit in der Einrichtung. Regelmäßige Ausflüge in die nähere Umgebung oder das Einbeziehen der Kinder bei Alltäglichen Erledigungen (z.B. Einkauf beim Bäcker, Besuche bei der Post) helfen dabei, den Kindern eine Ori-entierung zu geben.  Die Kindertagesstätte strebt an, Kooperationen mit den Akteuren in Münster einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Dies kann beispielsweise in Form von Beteiligungen an Stadt-teilarbeitskreisen, Kinder- oder Ortsteilfesten, gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Ausflügen, sowie Informationsveranstaltungen geschehen. Unsere Einrichtungen werden nach Möglichkeit zum Familienzentrum weiterentwickelt, um eine Vernetzung im Stadtteil auszubauen. Dabei greifen wir auf die Unterstützung und die Konatkte aus unserem Beratungs- und Bildungsbereich der pme Familienservicefamilie zurück. In Münster findet sich am Friesenring eine Niederlassung. Qualitätssicherung Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen kontinuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkatalogs (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter. Darüber hinaus orientieren wir uns an den jeweiligen Bildungsprogrammen mit den entsprechenden Vorgaben zur Qualitätsentwicklung.  Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf · eine gewaltfreie Erziehung · die Entfaltung seiner Persönlichkeit · staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen · Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft

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· Fürsorge · Ernährung · Partizipation · Meinungsäußerung · Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Einrichtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die übernommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zuständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtungen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n intern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglieder unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungsleitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt.  Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumentationspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten:  · Beteiligte Fachkräfte  · Zu beurteilende Situation · Ergebnis der Beurteilung  · Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung)  · Weitere Entscheidungen  · Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt · Zeitvorgaben und Überprüfungen Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkannten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen: · Einschlägige Berufsausbildung · Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung · Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien · Kompetenz zur kollegialen Beratung · Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit) Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global-Education-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommen. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlaufend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert. 
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familialen Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahrgenommen und in die Arbeit der Kita einbezogen.

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Wir sind an vertrauensvollen und kontinuierlichen Beziehungen zu unseren Eltern und der Eltern untereinander interessiert. Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: · Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) · Jährlich gewählte Elternvertretungen  · Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern)  Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern:  · Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern  · Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote  Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen.  Anhand unserer Beobachtungen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder bieten wir den Eltern ausführliche Gespräche an. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen.  „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind  Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt.  Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet werden. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Geschichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt.  Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibilisiert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch

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Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen gesucht.  Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen werden und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesserungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Beziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Beschwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten. Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprechpartner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. Folgende Punkte werden aufgenommen, um eine reale Problemlösung bewirken zu können: · Identität des Beschwerdeführers/Angaben zur Person und Firma · Erreichbarkeit des Beschwerdeführers · Verärgerungsgrad/Verhaltenskonsequenz des Beschwerdeführers · Erst- oder Folgebeschwerde · Art des Problems · Genaue Umstände des Beschwerdevorfalls/Problemursache. 
Literatur ·  · Bundesjugendkuratorium (Hrsg.): Bildung fängt vor der Schule an. Zur Förderung von Kindern unter sechs Jahren. Bonn 2004  · Dornes, Martin: Der kompetente Säugling. Frankfurt/M. 1993  · Erler, Gisela: Diesseits und jenseits der Kindergruppe: Das Kinderbetreuungspuzzle der postindustriellen Welt. In: KiTa-aktuell Bayern, Heft 2/2000, S. 29-35  · Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung/Commerzbank AG (Autor Harald Seehausen): Das Modellprojekt Kids & Co. Kinderbetreuung in Ausnahmefällen. Evaluationsstudie. Frankfurt am Main 2004  · Gutknecht, Dorothee: Bildung in der Kinderkrippe. Wege zur professionellen Responsivität. Stuttgart Kohlhammer 2015 · Hauser, Bernhard: Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten. 2. Auflage. Suttgart 2016 · Hebenstreit-Müller, Sabine: Ein Blick zu unseren Nachbarn am Beispiel des Pen-Green Centre – Aufbau eines Early Excellence Centres in Berlin. In: Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (Hrsg.): Nicht nur gut aufgehoben. Kindestagesbetreuung als zukunftsorientierte Dienstleistung. Tagungsdokumentation. Berlin 2003, S. 20-30  · Kasten, Hartmut (Hrsg.): Entwicklungspsychologie. Lehrbuch. Europa-Lehrmittel 2014 · Knauf, Tassilio: Beobachtung und Dokumentation: Stärken statt Defizitorientierung. In: KiTa- aktuell, BW Heft 2/2005, S.28-33  · Krabbelstube „Dreikäsehoch“ (Hrsg.): Kleinstkind und außerfamiliäre Betreuung. Konzeption frühkindliche Pädagogik der Krabbelstube an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1999  · Krappmann, Lothar: Keine Angst vor Flexibilisierung: In: Kiga heute, Heft 11-12/2001, S. 6-13.

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· Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Qualität im Dialog entwickeln. Wie Kindertageseinrichtungen besser werden. Seelze/Velber 1998  · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Forscher, Künstler, Konstrukteure. Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen. Weinheim 2002  · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Das infans-Konzept der Frühpädagogik. Bildung und Erziehung in der Kindertagessätte. Verlag Das Netz 2011 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate/Hédervari, Éva: Die ersten Tage: Ein Modell zur Eingewöhung in der Krippe und Tagespflege. 7., überarbeitete Auflage. Berlin 2011 · Lorenz, Jens-Holger. Kinder begreifen Mathematik. Frühe mathematische Bildung und Förderung. 2. Auflage Stuttgart 2016 · Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung bis zum freien Gehen. 3. Auflage. München 2001 · Ruberg, Tobias & Rothweiler, Monika. Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa. Stuttgart: Kohlhammer 2012  · Rühl, Monika/Seehausen, Harald: Flexibilisierung von Arbeits- und Betreuungszeiten. Chancen und Risiken für Kinder, Eltern, Unternehmen. In: Hagemann/Kreß/Seehausen 1999, S. 77-98  · Schäfer, Gerd. E. (Hrsg.): Bildung beginnt mit der Geburt. Förderung von Bildungsprozessen in den ersten sechs Lebensjahren. Weinheim 2003  · Schneider, Kornelia/Wüstenberg, Wiebke: Soziale Kompetenz bei Kindern unter drei Jahren. In: Engelhard, Dorothee u.a. (Hrsg.): Handbuch der Elementarerziehung. Ergänzungslieferung 1.4. Seelze-Velber 1996  · Schneider, Kornelia: Qualitätskriterien zur Förderung sozialer und kognitiver Kompetenz von Kindern unter 3 Jahren. Manuskript. München. November 2004  · Tietze, Wolfgang/Viernickel, Susanne (Hrsg.): Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein Nationaler Kriterienkatalog. 5. Auflage. Weinheim 2016 · Seehausen, Harald: Zukunftsmodell „Haus des Kindes in Melsungen“. Ergebnis-Dokumentation. Abschlussbericht. Frankfurt/M/Berlin/Melsungen 2004  · Singer, Wolf: „Was kann ein Mensch wann lernen?“ In: KiTa-aktuell HRS, Heft. 2/2004, S. 27- 34 § Stamm, Margit/Doris Edelmann (Hrsg.): Handbuch frühkindlicher Bildungsforschung. Wiesbaden 2013 · Trägerverbund frei gemeinnütziger Träger Frankfurt (Hrsg.): Die ersten gemeinsamen Schritte in die Welt. Lüneburg 2004

Herz  
und Verstand – 
leiten uns und sind 
bei all unseren 
Entscheidungen dabei
Im Herzen entstand die Idee, so-
ziale Dienstleistungen in der freien 
Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie 
rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit 
Herz und Verstand, um unsere Kunden 
in emotionalen Bereichen zu unter-
stützen, ökonomische Potenziale 
aufzudecken und unser Unter-
nehmen wirtschaftlich zu 
führen.
Flexibilität 
– ist unsere 
Stärke und unser 
Anspruch an uns selbst
Wir gehen auf die Wünsche 
unserer Kunden flexibel ein und 
finden effektive und Nutzen spen-
dende Lösungen. Von unseren 
Teammitgliedern fordern wir Ein-
satzbereitschaft auf vielfältige 
Weise und gehen gleichzeitig 
mit variablen Möglichkeiten 
der Work-Life-Balance 
auf sie ein.
Respekt 
– vor den Werten 
und Lebensentwürfen 
jedes Einzelnen 
bestimmt unsere Arbeit
Respekt prägt unseren Umgang mit den 
Kunden, innerhalb unseres Unternehmens 
und mit den Individuen in der Gesellschaft. 
Im Gegenzug erwarten wir respektvollen 
Umgang von unseren Auftraggeberinnen 
und Auftraggebern sowie von unseren 
Partnerinnen und Partnern. Wir respek-
tieren Privatleben und Lebensstile des 
Einzelnen sowie die individuellen 
Bedürfnisse und Talente der 
uns anvertrauten Men-
schen.
Vertrauen – 
ist die Grundlage 
unserer Beziehungen
Von unseren Teammitgliedern 
sowie von unseren Partnerinnen 
und Partnern erwarten wir volles 
Vertrauen und Zuverlässigkeit, wäh-
rend wir ihnen dies als Unternehmen 
schenken. Gegenüber unseren Kun-
den fördern wir durch Transpa-
renz und Diskretion die vertrau-
ensvolle Beziehung beider 
Seiten.
Weiter-
entwicklung – 
ist unser Ideal und 
unsere Verantwortung
Wir tragen die Verantwortung, unse-
re Produkte ständig weiterzuentwickeln. 
Damit unterstützen wir die Entwicklung 
unserer Kunden und unseres Unterneh-
mens. Wir fördern die Menschen und Ta-
lente bei uns, bei unseren Kunden und 
insbesondere bei den uns anvertrauten 
Kindern. Wir geben unseren Team-
mitgliedern Freiräume und Verant-
wortung zur beruflichen und 
persönlichen Weiterent-
wicklung.
Professionalität 
– zeichnet unsere 
Lösungen und Konzepte aus
Wir besitzen die Kompetenz, 
qualitativ hochwertige Konzepte 
im Bereich Work-Life-Balance und 
Diversity zu entwickeln, internatio-
nal erprobte Konzepte dem Markt 
anzupassen und diese einer im-
mer breiter werdenden Öf-
fentlichkeit zugänglich zu 
machen.
Vielfältigkeit – 
leben wir, denn sie 
bestimmt unseren Erfolg
Wir respektieren Unterschiede und 
fördern bewusst die Verschieden-
artigkeit in unserem Unternehmen. Wir 
möchten aktiv dazu beitragen, dass Di-
versity auch in anderen Unternehmen und 
der Gesellschaft als sinnvoll und förder-
lich verstanden wird. Gemeinsam wol-
len wir diese Werte auch in unserem 
wachsenden Unternehmen und in 
einer sich verändernden Kultur 
leben und vertiefen.
unser leitbild
Weiterentwicklung
Vertrauen
Respekt
Flexibilität
Herz und Verstand
Vielfältigkeit
Professionalität

Händewaschen Kita
Legende:
 Beginn/Ende
Prozessschritt
 Entscheidung© pme Familienservice Gruppe Output, Input, MaterialStand: 01.06.2013
kleinere Kinder und Betreuerinnen/Betreuer gehen gemein-
sam zum Händewaschen
in kleinen Gruppen
• 
die Kinder waschen sich unter der begleitenden Anleitung durch die Be-
treuerin/den Betreuer die Hände
Ende
pädagogische Aspekte
den Kinder beschreiben/erklären, 
was gemacht wird und warum
•
die Kinder soviel wie möglich selbst 
machen lassen
•
auch die Erwachsenen waschen sich 
sichtbar die Hände, sie sind Vorbild 
für das Händewaschen
•
je nach Situation: beim Waschen 
auch auf ökologische Aspekte 
kindgerecht hinweisen (nur soviel 
Seife/Wasser, wie nötig, v.a. bei äl-
teren Kindern)
•
andererseits auch auf die Experi-
mentierfreude der Kinder mit Wasser 
eingehen und ihre Handlungen in 
vertretbarem Rahmen zulassen
vor und nach dem Mittagessen, nach dem Raus-
gehen, Malen/Basteln, nach dem Toilettengang
Hände nass machen, danach das 
Wasser abdrehen
Hände gut abwaschen, dass sie frei 
von Seifenresten sind
Hände abtrocknen (CWS-Rollen)
Sicherheits-Aspekte
geeignete Seife wird von der Einrich-
tung zur Verfügung gestellt
•
Seife nach Gebrauch ggf. wegstellen
•
den Nachfüllbehälter für Seifen-
spender an einem für die Kinder 
nicht zu erreichenden Ort stellen
Hygieneplan der 
Einrichtung
Seife in den Händen gut verreiben 
und richtig einseifen, auch zwischen 
den Fingern
den Kindern (nach Bedarf) geeignete 
Seife in die Hände geben oder selbst 
entnehmen lassen

Anlage 11.1 Bewerbung Step Kids

1344 Zeichen

“ERDE

Richtig gute KiTa.

Step Kids KiTas gGmbH « Am Friedrichshain 22 « 10407 Berlin

Step Kids KiTas gGmbH
Stadt Münster Am Friedrichshain =
10407 Berlin

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
z.H. Frau Gerick Tel.: +49 (0) 30 209 27171
Fax: +49 (0) 30 209 271 72

Hafenstraße 30 www.stepke-kitas.de

48127 Münster Ansprechpartnerin
Denise Landmann
d.landmann@stepke-kitas.de

Mobil: +49 (0) 176 60 60 72 57

Berlin, 04.02.2019

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 8gruppige Kindertageseinrichtung am
Standort Sonnenstraße (09/2018)

Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 8gruppige
Einrichtung am Standort Sonnenstraße entsprechend Ihrer Ausschreibung 09/2018.

Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses
Angebot maßgeblich und verbindlich.

Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlich@n Grüßen

1}
/
u n
Dr. Kurt Berlin
Geschäftsführer
Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer:
‚Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729

10407 Berlin HRB 149735 B

Anlage 11.3 Konditionen Step Kids

141168 Zeichen

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin  
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Registergericht: Amtsgericht 
Charlottenburg, HRB 149735 B 
Finanzamt für Körperschaften I, Berlin 
Steuernummer: 27/639/01214 
	
Step Kids KiTas gGmbH • Am Friedrichshain 22 • 10407 Berlin 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien	
z.H. Frau Gerick 
Hafenstraße 30 
48127 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Berlin, den 06.02.2019 
 
Unsere Konditionen für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung in 
Münster 
 
Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Frau Gerick, 
gerne möchte ich Ihnen im Folgenden unsere Konditionen zum Betrieb einer oder mehrere 
Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster aufzeigen: 
 
Trägeranteil 9% Wird von Stepke übernommen 
Aufnahmegebühr Entfällt in Münster vollständig  
Servicepauschale für 
Zusatzangebote Entfällt in Münster vollständig 
Zusatzangebote, die Teil unseres 
pädagogischen Konzeptes sind 
werden trotzdem für alle Kinder 
angeboten 
Verpflegungspauschale 90€/Kind/Monat Ganztägige Vollverpflegung frisch 
gekocht vom hauseigenem Koch 
 
Es wird von den Förderungen und Zuschüssen laut KiBiz ausgegangen.    
 
Step Kids KiTas gGmbH 
 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
www.stepke-kitas.de 
 
Denise Landmann 
Business Development 
d.landmann@stepke-kitas.de

Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin  
Sitz der Gesellschaft: Berlin 
Registergericht: Amtsgericht 
Charlottenburg, HRB 149735 B 
Finanzamt für Körperschaften I, Berlin 
Steuernummer: 27/639/01214 
	
 
 
 
Gerne möchten wir als Träger in Münster aktiv werden und zur Deckung des derzeitigen Kitaplatz Bedarfes sowie 
zu einer familienfreundlichen Stadtentwicklung beitragen. Durch unsere mehrjährige Erfahrung sowie unseren 
zahlreichen zufriedenen Eltern und Kindern  an unseren bestehenden 15 Standorte n, sehen wir uns mehr als 
geeignet, die geplante KiTa in Münster zu betreiben.  
Wir würden uns freuen, wenn wir in die engere Auswahl für die ausgeschriebene Trägerschaft kämen. Darüber 
hinaus bieten wir Ihnen sehr gerne an, eine unserer bestehenden KiTas in NRW zu besichtigen. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Dr. Kurt Berlin 
Geschäftsführer

Stepke-KiTas
Wohlfühlorte
erleben

Das ist Stepke
Die Step Kids KiTas gGmbH (Stepke) ist ein gemeinnütziger Träger von Kindertagesstätten und Krippen
Wir betreiben ein einheitliches Konzept, das jeweils den lokalen Gegebenheiten angepasst wird
Wir verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen für Familien und ihre Kinder
Wir nehmen einen Bildungsauftrag für Kinder im Alter von 6 Wochen bis zum Schuleintritt wahr
Daten & Fakten:
Mehr als 400 MitarbeiterInnen
17 Standorte in NRW , Berlin und Brandenburg
Weitere KiTa-Einrichtungen befinden sich bereits im Bau oder in konkreten Planungen
02

Unsere Bauweise
Wir arbeiten mit verschiedenen Investoren zusammen, ba uen selbst oder lassen bauen – massiv oder in Holz-Modulbauweise
03

04
Stepke und
Seit dem 1. April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia-Gruppe.
AcadeMedia
+ ist der größte unabhängige Bildungsanbieter Nordeuropas
+ bietet die Abdeckung des gesamten Bildungsweges: von KiTa über Schule bis zu Einrichtungen der  
Erwachsenenbildung
+ bildet und betreut über 140.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in mehr als 500 Einrichtungen
in Schweden, Norwegen und Deutschland
In Deutschland gehören neben Stepke noch: Joki Kinderbetreuung, espira Kinderbetreuung sowie
KiTa Luna & Zwergerlhaus zur AcadeMedia-Gruppe.

Die Stepke-Wohlfühlorte
03
Bremen
Berlin
Brandenburg
NRW
2
2
2
1
12
1
5

Die Stepke-Wohlfühlorte
Werder an der Havel  
Zeesen
Berlin
– KiTa HannaLegoranTo (6-gruppig)
– KiTa Tannenzapfen (4-gruppig)
– KiTa Am Mauerpark (5-gruppig)
Köln-Merheim  
Köln-Niehl  
Köln-Nippes  
Köln-Ostheim
Köln-Roggendorf  
Köln-Zollstock  
Köln-Rodenkirchen  
Köln-Westhoven
– KiTa Walnussweg (8-gruppig)
– KiTa Niehler Pänz (6-gruppig)
– KiTa Wichtelstadt (8-gruppig)
– KiTa Löwenherz (6-gruppig)
– KiTa Matschpiraten (6-gruppig)
– KiTa Zollstöckchen (4-gruppig)
– KiTa Zitronenfalter (3-gruppig)
– KiTa Kleine Entchen (4-gruppig)
Wuppertal-Barmen  
Wuppertal-Langerfeld  
Wuppertal-Langerfeld  
Wuppertal-Oberbarmen  
Wuppertal-Zaunbusch
Dortmund-Jungferntal
– KiTa Tal-Strolche (3-gruppig)
– KiTa Samoastraße I (4-gruppig) 
– KiTa Samoastraße II (4-gruppig) 
– KiTa Quellstein (2-gruppig)
– KiTa Zaunkönige (6-gruppig)
– KiTa Zaubertanz (5-gruppen)
05

Herzlich willkommen
Stepke – das steht für „Richtig gute KiTa.“
06

07
Unser speziell konzipiertes und liebevoll 
durchdachtes Raumkonzept regt Kinder zum 
Entdecken, Bewegen und Experimentieren an 
und lädt zum Wohlfühlen ein.

08

09

Wir kochen in allen Einrichtungen nach den  
wissenschaftlich ermittelten Empfehlungen der  
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V . (DGE)
– FIT KID-Programm. Dabei ist uns eine einladende 
und ästhetische Tischkultur besonders wichtig.
10

Übergeordnete Koordinatoren begleiten und  
überprüfen regelmäßig die Umsetzung des eng-
lischen Angebotes in den KiTas, geben Impulse  
und leiten Qualitätszirkel zur kontinuierlichen  
Qualitätssicherung an.
Wir fördern den Umgang mit der englischen 
Sprache durch gezielte Angebote. Kinder können 
so spielerisch in diese eintauchen und sich 
ausprobieren.
11

12
Bei festen Waldtagen und Projektwochen 
erleben die Kinder Natur pur. Durch viel 
Bewegung erweitern sie ihren Erfahrungsschatz
bei Sonne, Wind und Wetter.

+ Übergeordnete Schwimmlehrer schulen  
regelmäßig unsere Schwimmbegleiter
und laden zu Qualitätszirkeln ein
+ Eigene Shuttlebusse bringen die
Kinder in die Schwimmbäder
+ Kinder ab 4 Jahren erfahren regelmäßig  
abwechslungsreiche Wassergewöhnung
bis hin zum Seepferdchen
+ Eltern werden in die Prozesse mit ein-
bezogen (Elternabende)
13

+ Bedarfsgerechte Öffnungszeiten sowie  
Randzeit- und Ferienbetreuung
+ Einbeziehung und gute Zusammenarbeit  
der Eltern und Elternräte
+ Sehr guter Fachkraftschlüssel
+  Inklusion: Wir arbeiten interdisziplinär
und vernetzt mit allen Kooperationspartnern   
zum Wohl unserer Kinder zusammen
14
Zu unseren Qualitätsstandards gehören 
regelmäßige Evaluationen, die Stepke Akademie, 
ein hoher Fachberatungsschlüssel und eine 
schnelle, flexible Verwaltung.

Zufriedene Mitarbeiter
Unsere Extras!
+ Starkes Recruiting T eam
+ Karrieremöglichkeiten
+ Betriebsausflüge
+ Weihnachtsfeiern
+ Gitarrenkurse
+ Supervisionen
+ Bildungsurlaube
+ Dienstwagen
Das Fundament für gute Arbeit
Kinder-
garten-
zuschuss  
70 €/Kind
Cadooz  
Card
44 €/Monat
15

Die Stepke Akademie
Fort- und Weiterbildung für die KiTa-Praxis
 Workshops  
Lehrgänge
Seminare  
Trainings
Stepke betreibt eine hauseigene Akademie, um eine hohe fachliche Qualität der pädagogischen  
Arbeit im Unternehmen zu sichern und interne und externe Fachkräfte und Interessierte aus - und  
weiterzubilden. Fachlicher Austausch gibt Sicherheit und Struktur für den Alltag. Neue Impulse  
beleben die eigene Kreativität im Alltag mit den Kindern in den Bildungseinrichtungen. Bildung  und 
fachliche Kompetenzen werden praxisnah vermittelt, um eine allgemeine Qualitätssteigerung
deutlich spürbar zu machen.
Mit den Angeboten der Stepke Akademie kommen wir unserem gesellschaftlichen Auftrag einer  
optimalen Mitarbeiterentwicklung nach. Der Blick über den Tellerrand ist im professionellen Aus-
tausch während der Fachforen ein sehr positiver und gewünschter Aspekt. Unser Angebot richtet  
sich an alle Fach- und Ergänzungskräfte aus sozialpädagogischen Einrichtungen mit Kinde rn zwi-
schen 0 und 6 Jahren.
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Unser Fachberatungsteam
Bei Stepke betreut eine Fachberatung 5 KiTas!
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Mobile KiTas
So gelingt soziale und sprachliche Integration direkt vor Ort
Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir
ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on T our“zu Flüchtlingsunter-
künften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden.
Unsere qualifizierten MitarbeiterInnen sind in Flüchtlingsunterkün ften im Einsatz und bieten  
den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schu lbussen finden sie an fünf Tagen  
in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreic he Aktivitäten, die von un-
serem pädagogischem Personal geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsc he Sprache  
ein und haben die Möglichkeit, sich mir vielfältigen Angeboten zu beschäftigen.  Im nahen  
Lernraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die oftmals schrecklichen  
Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. Das Projekt ist an Unterkünften in  
Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet, unterstützt die  
Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen.
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Step Kids KiTas gGmbH (Stepke)
Hauptsitz Berlin
Am Friedrichshain 22  I  10407 Berlin
Tel.: +49 30 420 259 29
Fax: +49 30 420 259 35
Regionalbüro NRW
Wittener Straße 324  I  42279 Wuppertal
Tel.: +49 202 281 943 0
info@stepke-kitas.de
www.stepke-kitas.de
Frauke Schittek
f.schittek@stepke-kitas.de
Tel.: +49 160 872 3214
Johannes Nagel
j.nagel@stepke-kitas.de
Tel.: +49 172 399 1890
Dr. Kurt Berlin
k.berlin@stepke-kitas.de
Tel.: +49 172 399 1899
Wir freuen uns auf Ihre Fragen

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
www.stepke-kitas.de

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Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für 
Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW 
Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH

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Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
Ansprechpartner: 
Frauke Schittek 
0202 281 943 0 
0160 872 321 4 
f.schittek@stepke-kitas.de 
 
Stand: 
Oktober 2017 
 
Herausgeber: 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin

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Inhalt 
1. Vorwort .........................................................................................................................  5 
2. Rahmenbedingungen .....................................................................................................  5 
2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 
2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 
3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) .........................................................................  6 
3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 
3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 
3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 
3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 
3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 
4. Pädagogische Ziele und Inhalte .....................................................................................10  
4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 
4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 
4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 
4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 
5. Mehrsprachigkeit ..........................................................................................................12  
6. Religiöse Erziehung .......................................................................................................13  
7. Die Eingewöhnung im Kindergarten ..............................................................................13  
8. Das Freispiel .................................................................................................................14  
9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ............................................14  
9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 
10. Vorschulerziehung ........................................................................................................15  
11. Ein Tag in unserer Kita ..................................................................................................16  
11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 
11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 
11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 
11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ...................................................................................................... 16 
11.5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 
11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 18 
11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 
12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung ................19 
12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 
12.2. Teamsitzung .......................................................................................................................... 19 
12.3. Stepke Akademie ................................................................................................................... 20 
13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern .........................................................20  
13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 
14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen .......22 
14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ....................................... 22 
15. Öffentlichkeitsarbeit .....................................................................................................23  
16. Gesunde Kinder ............................................................................................................23  
16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 23 
16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 23 
16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 24 
16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 25 
16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 25 
16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 25 
17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ...................................................25  
17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 26 
17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 27

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17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 27 
18. U3-Bereich ....................................................................................................................27  
18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 28 
18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 28 
18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 28 
18.4. Motorik .................................................................................................................................. 28 
18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 29 
18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 29 
18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 29 
18.8. Essen und Trinken ................................................................................................................. 30 
19. Unser Kinderschutz-Konzept .........................................................................................31  
19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 32 
19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 35 
20. Inklusion .......................................................................................................................36  
20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ...................................................................................... 36 
21. Tiergestützte Pädagogik ................................................................................................36  
22. Stepke Qualitätsmanagement .......................................................................................37  
22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse .............................................................................. 37 
22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung .......................................................................... 39 
23. Nachwort ......................................................................................................................41

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1. Vorwort 
 
Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren 
lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. 
Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das 
Wissen selbst erschließen zu können. 
Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass 
Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und 
gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. 
Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden 
Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der 
interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die 
Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. 
Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient 
interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids 
Kitas gGmbH. 
 
2. Rahmenbedingungen 
 
2.1. Der Träger 
 
“Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen 
Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und 
Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner 
Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte 
setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der 
Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, 
Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. 
 
Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen 
die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch 
und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu 
lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 
 
Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. 
Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen 
Kennenlernen und Austausch. 
 
Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer 
Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und 
Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. 
Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim 
Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. 
 
Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere 
pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. 
 
Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen

6 
 
frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und 
Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen 
als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, 
die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 
 
 
2.2. Rechtliche Grundlagen 
 
Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte 
 
Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der 
internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. 
 
(www.national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des 
SGB VIII 
Dritter Abschnitt: 
Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege 
 
§ 22, 22a, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 
 
 
3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) 
 
In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben 
und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in 
verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 
0 bis 6 Jahren. 
 
Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit 
bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. 
 
Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende 
technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher 
Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, 
Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. 
 
Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie.

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3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal 
 
In der Step Kids KiTas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: 
 
sozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) 
Sportpädagogen 
Theaterpädagogen 
Musikpädagogen  
Kunstpädagogen  
Kinderpflegerinnen  
Kinderkrankenschwestern  
Ergänzungskräfte 
Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten  
Köche 
Reinigungskräfte  
Hausmeister Verwaltungskräfte 
Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) 
 
Alle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung 
des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und 
Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. 
Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns 
auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine 
umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als 
familienergänzende Einrichtung. 
 
Die jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas 
gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils 
mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- 
bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger 
abgestimmt. 
 
Als anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder 
Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher 
Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten.

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3.2. Öffnungszeiten 
 
Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen 
von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können 
verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. 
Dies variiert nach Standorten. 
 
Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich 
mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. 
Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der 
Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 
 
 
3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel 
 
In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI 
Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist 
jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. 
Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, 
räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 
 
 
3.4. Aufnahmekriterien 
 
In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen 
aufgenommen. 
Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten 
Aufnahme: 
Alter des Kindes 
Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren 
Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme 
Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von 
Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 
 
 
3.5. Raumkonzept 
 
Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden 
Faktoren frühkindlichen Lernens. 
Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist 
für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. 
Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. 
Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, 
mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die 
Welt zu erkunden. 
Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: 
 
Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit…

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Bewegung – toben, tanzen… 
Pflege - wickeln, waschen, duschen… 
Schlafen - ausruhen, Stille erleben… 
Essen - Trinken 
Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… 
Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… 
Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… 
Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… 
Experimentieren - konstruieren, bauen… 
 
Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach 
ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem 
Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind 
unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen 
sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. 
Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und 
Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das 
Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- 
oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere 
Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, 
Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. 
Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das 
Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem 
ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind 
mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben 
den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, 
die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und 
Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. 
 
Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und 
Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. 
Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der 
Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu.  Die 
direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit 
Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und 
anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, 
ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. 
 
Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, 
Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten 
angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder 
Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, 
kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. 
 
Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand 
zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen 
ein.

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4. Pädagogische Ziele und Inhalte 
 
Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach 
dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice 
Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik 
beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die 
Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und 
Bildungsangebote fördern. 
Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und 
körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern 
und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. 
Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im 
Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, 
sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 
 
 
4.1. Stand der aktuellen Forschung 
 
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen 
Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit 
sind. 
 
4.1.1. Bindungsforschung 
 
Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie 
forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. 
Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von 
Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, 
mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das 
Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins 
Gleichgewicht zu kommen. 
 
Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das 
Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und 
Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für 
ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld 
Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als 
sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen 
zurückkommen kann. 
 
Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang 
in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die 
pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das 
Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm 
vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, 
individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und 
tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus.

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4.2. Hirnforschung und Lernen 
 
Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess 
stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von 
elementarer Bedeutung. 
Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im 
Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei 
festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im 
neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. 
Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind 
gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit 
anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend 
und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und 
Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. 
Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und 
den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder 
berücksichtigen. 
 
In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich 
des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige 
Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren 
unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv 
anregen. 
 
4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen 
 
In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder 
brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. 
Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie 
voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen 
unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und 
Erprobungsfelder. 
 
Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche 
Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf 
Gleichaltrige zu. 
 
Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für 
die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit 
Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, 
Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, 
Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich 
untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im 
Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur 
das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und 
Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich 
Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung 
mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und 
schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten.

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4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung 
 
Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - 
Entspannung und Konzentration im Snoezelraum 
 
Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit 
ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei 
Step Kids Kitas gGmbH. 
 
Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute 
verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. 
 
Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten 
mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht 
ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, 
werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren 
natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung 
ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und 
Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht 
darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den 
Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von 
"SEI MAL STILL"! 
 
Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen 
und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür 
eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen 
Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges 
pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen 
lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele 
baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 
 
5. Mehrsprachigkeit 
 
Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten 
Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden 
Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist 
nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig 
den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. 
 
Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache 
selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. 
Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir 
die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. 
 
Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, 
was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher 
und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten 
Kontexten selbstverständlich genutzt wird.

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Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit 
vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden 
selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen 
möchten. 
 
In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen 
Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder 
ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, 
dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 
 
6. Religiöse Erziehung 
 
Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der 
Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte 
christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen 
vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit 
unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, 
sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die 
Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem 
respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, 
Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter 
Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. 
 
Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland 
geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle 
hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die 
Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, 
sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die 
Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so 
in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl 
vermittelt: 
 
Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner 
Kultur. 
 
7. Die Eingewöhnung im Kindergarten 
 
Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine 
Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und 
Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den 
Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. 
 
Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine 
unserer Einrichtungen besucht. 
 
Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu 
"beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und

14 
 
werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. 
 
In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die 
Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu 
erlangen. 
 
Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren 
Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit 
den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 
 
8. Das Freispiel 
 
Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die 
Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine 
Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten 
und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie 
vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren 
Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was 
sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, 
Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen 
und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und 
Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und 
Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet 
Verständigung und vieles mehr. 
Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und 
aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in 
bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 
 
9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz 
 
In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer 
Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu 
beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder 
dazu eingeladen. 
Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. 
In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier 
werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten 
Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch 
umzusetzen. 
 
9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation 
 
Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen 
Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die 
sie konkret betreffen. 
 
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern 
aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt 
und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest

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installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie 
Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita 
mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. 
 
Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und 
ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. 
Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren 
Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. 
 
Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in 
unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass 
die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst 
entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten 
Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). 
 
In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein 
Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu 
sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den 
Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und 
ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. 
Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins 
Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. 
 
Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die 
tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen 
Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen 
sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die 
Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der 
Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 
 
10.  Vorschulerziehung 
 
Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen 
der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der 
Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und 
Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu 
erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft 
vorzubereiten. 
 
Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu 
altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche 
Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen 
der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente 
Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem 
abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch 
rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren 
Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen 
haben.

16 
 
 
11.  Ein Tag in unserer Kita 
 
11.1. Zeit 
 
In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere 
Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in 
ihren Aktivitäten unterbrochen werden. 
Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: 
Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften 
Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder 
Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf 
beanspruchen 
Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und 
fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen 
erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant 
werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche 
Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. 
 
In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen 
gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und 
Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. 
Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem 
besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder 
ergeben. 
 
11.2. Ankommen 
 
In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen 
kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe 
und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der 
Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen 
sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. 
Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in 
den Tag zu starten. 
 
11.3. Morgenkreis 
 
Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem 
Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges 
Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, 
die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 
 
11.4. Gemeinsame Mahlzeiten 
 
Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich 
Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. 
Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. 
Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern

17 
 
unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern 
aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage 
der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische 
Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. 
 
Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. 
 
Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung 
zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem 
Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder 
„gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten 
Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die 
Hauptmahlzeit nicht essen möchte. 
Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der 
Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und 
Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht 
zu verlernen. 
 
Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten 
wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. 
Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. 
Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir 
überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren 
Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen 
und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in 
unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. 
 
Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 
 
11.5. Ruhen und Schlafen 
 
Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den 
unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und 
Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. 
Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor 
genannten Komponenten. 
Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus 
mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche 
Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und 
geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir 
ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. 
Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu 
befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf.

18 
 
 
11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte 
 
Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen 
mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an 
unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die 
Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. 
 
Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter 
Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in 
 den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, 
die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich 
unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns 
dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine 
entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht 
Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. 
 
Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder 
und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern 
gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen 
Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum 
gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im 
Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue 
Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen 
werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den 
Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die 
gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder 
Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen 
Kompetenzen. 
 
Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer 
Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE-
Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 
 
 
11.7. Nach Hause Gehen 
 
Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und 
muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem 
Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie 
klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden 
Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit 
eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren.

19 
 
12.  Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung 
 
Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie 
unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. 
 
Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien 
zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem 
sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. 
Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus 
gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An 
der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die 
Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. 
Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder 
Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen 
Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch 
Häuserübergreifend - stattfinden. 
 
12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung 
 
Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht 
variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten 
Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. 
 
Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die 
persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit 
und der Zusammenarbeit im Team. 
Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume 
umgestaltet. 
 
12.2. Teamsitzung 
 
Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder 
projektspezifischen Teamtreffen. 
 
Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern 
aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, 
gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen 
Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und 
Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. 
 
Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel 
Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die 
Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und 
kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der 
Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens 
und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu 
pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. 
In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des

20 
 
Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, 
z.B.Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. 
Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert 
und Tagesordnungspunkte gesammelt. 
 
Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich 
so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption 
weiterentwickelt wird. 
 
12.3. Stepke Akademie 
 
Mit unserem eigenen Fortbildungsprogramm der Stepke Akademie sagen wir bei Stepke 
ganz klar: Fortbildung ist uns wichtig! Unsere Fachforen und Qualitätszirkel schaffen Raum 
zum gegenseitigen Austausch und vermitteln aktuelle Erkenntnisse, die für die 
pädagogische Arbeit wichtig sind – praxisorientiert, spannend und direkt umsetzbar. 
Zielgruppe der Stepke Akademie sind sowohl interne wie auch externe pädagogische 
Fachkräfte. Für Stepke-Mitarbeiter besteht die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme 
während der Arbeitszeit. 
 
13.  Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
 
Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als 
das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern 
und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. 
Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und 
Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des 
gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe 
rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden 
Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren 
Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder 
für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und 
Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem 
finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 
 
13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche 
 
Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, 
finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom 
pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 
 
13.1.1. Elternabende 
 
Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team 
ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung 
betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer 
gesellig-kreativen Form entsprechen.

21 
 
13.1.2. Hospitationen 
 
Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren 
Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 
 
13.1.3. Hausbesuche 
 
Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine 
Bezugspädagogin an. 
 
13.1.4. Beschwerdemanagement 
 
Grundsätzlich werden alle Anliegen der Eltern ernst genommen und mit den jeweiligen 
Ansprechpartnern lösungsorientiert behandelt. Dabei steht die Weiterentwicklung der 
Qualitätssicherung unserer Arbeit im Vordergrund. 
Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen, sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah 
ein Termin vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird. 
 
Alle Eltern der Stepke Kitas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende 
Beschwerdeformular, direkt an die ErzieherInnen ihrer Gruppe zu wenden. Diese leiten das 
Formular umgehend an die Kita-Leitung weiter. Innerhalb von 2 Tagen hält die Kita-Leitung 
Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart.   
 
Die Kita-Leitung hat die Möglichkeit sich mit der Fachberatung und /oder der 
Geschäftsbereichsleitung auszutauschen, um kundenorientiert und zielgerichtet zu handeln.  
 
Beschwerden von Eltern sind für alle Stepke-Mitarbeiter als willkommene, konstruktive 
Kritik zu sehen. 
 
Beschwerdemanagement im Überblick: 
 
Teamebene – schriftliche Information über die Beschwerde werden entgegengenommen 
und an die Kita-Leitung weitergegeben.   
 
Leitungsebene – Die Kita-Leitung gibt den Eltern innerhalb von 2 Tagen eine Rückmeldung. 
Ggf. wird ein Gesprächstermin zur Problemlösung vereinbart. Ist die Kita-Leitung nicht im 
Haus, wird die Beschwerde sofort an die zuständige Fachberatung/Regionalleitung weiter 
gegeben. 
 
Träger – sollte in der Zusammenarbeit zwischen Kita-Leitung und Team und Eltern kein 
lösungsorientierter Ansatz im Beschwerdefall gefunden werden können, steht in jedem Fall 
Frauke Schittek als Träger zur Verfügung. 
 
Bei dieser Vorgehensweise wird sichergestellt, dass Probleme, Beschwerden, Kritikpunkte 
zeitnah mit den betreffenden Personen lösungsorientiert, effektiv und effizient 
herbeizuführen sind. 
 
Übergreifende Themen der Elternschaft werden vom Kita-Ausschuss gesammelt und in 
gemeinsamen Sitzungen, bei denen die Kita-Leitung dazu gebeten wird, bearbeitet. Die

22 
 
Klärung von konzeptionellen, personellen und beitragsrechtlichen Fragen unterliegt dem 
Kita-Ausschuss. 
 
Der Eingang von schriftliche Beschwerden per Mail an die Zentrale wird sofort mit einer 
Eingangsbestätigung beantwortet. Deren Bearbeitung erfolgt innerhalb von 3 Tagen. Nach 
ca. 14 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache über die Zufriedenheit der Eltern über die 
Lösung der Beschwerde. Sollte diese noch nicht eindeutig vorliegen, sind weitere Gespräche 
zu führen, bis eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita 
wieder hergestellt ist. Der Träger ist davon in Kenntnis zu setzen. 
 
Das Hinzuziehen von Behörden und Ämtern durch den Kita-Ausschuss ist erst zu 
veranlassen, wenn alle zuvor genannten Maßnahmen keine befriedigende Lösung 
hervorgebracht haben.  Der Kita-Ausschuss hat den Träger gleichzeitig über die 
Informationsweitergabe in Kenntnis zu setzen, damit auch dieser sich in Lösung der 
Probleme einbringen kann. 
 
 
13.1.5. Evaluation 
 
Einmal im Jahr findet eine umfassende Umfrage in allen KiTas für Eltern, Fachkräfte und 
Office -Mitarbeiter satt. Die Ergebnisse dienen der Qualitätsweiterentwicklung. Die 
Fachberaterinnen werten die Umfrageergebnisse aus und spiegeln diese für die MA und 
Eltern in einer Zusammenfassung in die Einrichtungen zurück. 
In einer HL Sitzung werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert und entsprechen 
besprochen, sowie direkt Änderungslösungen gefunden und umgesetzt. Auch positives 
Feedback wird gerne weitergegeben und zurück gespiegelt. 
 
 
14.  Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den 
Grundschulen 
 
Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt 
eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet 
eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 
 
14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen 
 
Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch 
die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen 
bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. 
 
Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben 
darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: 
anderen Kindertageseinrichtungen 
ASD und Soziale Beratungsstellen 
Jugendamt 
Polizei und Feuerwehr 
Gesundheitsamt 
Erziehungsberatungsstellen

23 
 
Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, 
Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 
 
15.  Öffentlichkeitsarbeit 
 
Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere 
Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den 
jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 
 
 
16.  Gesunde Kinder 
 
16.1. Ernährung 
 
Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. 
(Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) 
 
Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. 
Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche 
Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die 
Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und 
Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend 
zur Verfügung. 
Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen 
berücksichtigt. 
Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. 
 
Die Eltern haben bei  mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im 
Haus zu vereinbaren ist. 
Regelmäßig backen wir mit den  Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen 
zu. 
 
16.2. Bewegung 
 
Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie 
sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und 
machen Erfahrungen über sich selbst. 
Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich 
über Bewegung aus. 
Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. 
 
Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche 
Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. 
Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und 
Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. 
Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine 
Wahrnehmung erfolgt über:

24 
 
Sehsinn (optische Wahrnehmung), 
Hörsinn (akustische Wahrnehmung), 
Tastsinn (taktile Wahrnehmung), 
Geruchssinn, 
Geschmackssinn, 
Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), 
Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). 
 
Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten 
Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper 
vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. 
 
"Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß 
versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." 
(H. Kükelhaus) 
 
 Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind 
fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie 
weiterzuentwickeln. 
 
"Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung 
bestimmen lassen." (E. Pikler) 
 
Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die 
über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: 
 
Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot 
Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte 
Spielerische Wassergewöhnung 
Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten 
Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe 
Waldtag 
 
16.3. Schwimmen und Turnen 
 
Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle 
Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat 
ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich 
altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, 
Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele 
Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen 
an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat 
dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. 
 
Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen 
Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den 
entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- 
Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln.

25 
 
16.4. Schuhfreie Zone 
 
Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu 
laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und 
bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum 
Spielen ein. 
 
16.5. Gesunde Zähne 
 
Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit 
dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern 
Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein 
wichtiger Bestandteil. 
 
Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern 
zusammen. 
 
Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 
 
16.6. Wald- Wiesentage 
 
Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern 
als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des 
Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. 
Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und 
zum häufigen Fernsehkonsum. 
 
An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen 
bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der 
Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die 
Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche 
und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden 
die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. 
Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den 
Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. 
 
Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald 
befinden. 
 
17.  Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch 
Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für 
weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine 
wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit.  
Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke-
Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen 
vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen 
aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen

26 
 
Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag 
integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der 
englischen Sprache ausdrücken zu können. 
 
Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. 
Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden 
Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere 
Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. 
Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und 
Methoden in der Sprachförderung ein.  
 
Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- 
und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und 
Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl 
und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. 
 
Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch 
Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der 
Kinder. 
 
Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild 
gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf 
Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, 
Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von 
zentraler Wichtigkeit. 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch 
Sprache verfügbar zu machen. 
Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. 
Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur 
Chancengleichheit. 
Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen 
Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 
 
17.1. Unsere Ziele: 
 
Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung  
Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit 
Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige 
Schlüsselkompetenz erleben 
Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern 
Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und 
Benennen 
Wortschatzerweiterung 
Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern 
Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten 
Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken 
aufgebaut und präzisiert

27 
 
17.2. Musik und Gesang 
 
Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel 
Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen 
Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für 
Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen 
abzubauen. 
Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine 
Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu 
übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. 
Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie 
müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen 
arbeiten. 
 
17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache 
 
Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in 
den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die 
Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. 
Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel 
auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. 
Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der 
Bilderbuchbetrachtung integriert. 
Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: 
 
Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, 
Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern,  
Deutungsprozesse bewusst machen, 
Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen 
Geschichten selber weiter erfinden 
Eigene Geschichten erzählen lassen 
Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte 
immer weiter…) 
 
Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird 
und seine Freude entdeckt. 
Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor 
gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne 
Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m.  
 
18. U3-Bereich 
 
Der U3-Bereich ist ein Schwerpunkt unserer Stepke-Einrichtungen. 
Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu 
erwähnen sind:

28 
 
 
18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit 
 
Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. 
Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung 
durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. 
 
Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die 
Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau 
zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. 
 
Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 
 
 
18.2. Feste Rituale 
 
Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in 
der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen 
einstellen kann. 
Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl 
einer Zugehörigkeit: 
 
Begrüßungs- und Abschiedsrituale 
Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen 
Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise 
Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) 
das gemeinsame Essen 
 
18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) 
 
Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die 
Fachkraft  in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. 
Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. 
Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. 
schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). 
Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. 
 
Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. 
Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der 
Mittagsschlaf. 
 
Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 
 
18.4. Motorik 
 
Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich 
motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. 
Platz für großräumige Bewegung durch:

29 
 
Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … 
Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… 
Anregendes, vielseitiges Außengelände 
Ausflüge in die Natur 
Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 
 
18.5. Gesundheit und Körperpflege 
 
Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. 
Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und 
Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in 
ihre Wickelsituation. 
 
Die Pflegesituation beinhaltet z.B.: 
 
Waschen von Gesicht und Händen 
Wickeln 
Zähne putzen 
Baden/Duschen bei Bedarf 
Nase putzen 
Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen 
 
Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um 
die Eltern informieren und beraten zu können. 
Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 
 
18.6. Ernährung 
 
Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder 
werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. 
Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es 
wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. 
Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, 
Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu 
wahren. 
Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch 
geachtet, denn das Auge isst mit. 
Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für 
Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen (Brei) vorbereitet. 
 
18.7. Sauberkeitsentwicklung 
 
Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein 
wichtiger Punkt. 
Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern 
(Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die 
Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens 
sauber ist.

30 
 
Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen 
dazu setzt. 
 
Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist 
Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen 
Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der 
Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine 
bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und 
liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält 
sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen 
Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper 
wahrzunehmen. 
Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. 
Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen 
Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind 
bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 
 
18.8. Essen und Trinken 
 
Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, 
Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen 
was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren 
Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein 
wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. 
 
Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … 
unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken 
… gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel 
nahe bringen … 
Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s 
Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet 
frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. 
Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim 
Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung 
aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene 
Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken.

31 
 
19.  Unser Kinderschutz-Konzept 
 
Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des 
Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung 
des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen 
Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 
SGB VIII). 
 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a 
Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die 
internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit 
Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine 
schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern 
arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. 
 
Der Gesetzeswortlaut  § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines 
Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken 
mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das 
Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes 
oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der 
Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den 
Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten.

32 
 
 
 In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach 
diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach 
Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des 
Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die 
Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder 
den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese 
für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen 
nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. 
 
§ 72a SGB VIII Persönliche Eignung 
 
Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der 
Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig 
wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 
232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem 
Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen 
von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des 
Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von 
Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch 
sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 
 
 
19.1. Kinderschutzauftrag 
 
19.1.1. Vorgehensweise im Überblick 
 
I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht 
in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
19.1.2. Ausführungen 
 
I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, 
beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung 
ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken 
mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die 
fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des 
Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für 
Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des 
„internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen.

33 
 
 
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden 
gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf 
Vernachlässigung 
körperliche und seelische Misshandlung 
sexuellen Missbrauch 
Partnerschaftsgewalt 
Entzug von Chancen überprüft. 
 Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem 
späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und 
somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige 
Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die 
Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD 
sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen 
zeitnah informiert. 
 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend 
seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im 
Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein 
Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen 
zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
 
Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung 
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden 
(siehe Liste Anhang). 
Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und 
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. 
 
II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden 
Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame 
Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. 
 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen 
Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer 
geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der 
gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) 
treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln 
Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht 
werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen 
Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen.

34 
 
 
III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen 
Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird 
in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. 
Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die 
Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die 
Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt 
kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage 
gestellt sein sollte. 
 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere 
Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen 
Gesprächsteilnehmern 
 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur 
über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren 
Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. 
 
 Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein 
umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und 
professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. 
 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die 
Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen 
ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. 
Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. 
 
IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine 
nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute 
Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt 
das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft 
und –fähigkeit sind vor allem: 
die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte 
nicht abwendbar. 
es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. 
bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. 
 
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die 
Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von

35 
 
sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das 
Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der 
Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. 
Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in 
Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt 
wäre. 
 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ 
Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die 
Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen 
bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. 
 
Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung 
Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, 
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 
 
19.2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den 
§§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten 
Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. 
Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem 
besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der 
Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und 
–fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a 
SGB VIII 
Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal 
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt.  Dazu wird ein 
erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von 
längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten 
Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle 
Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage 
zum Arbeitsvertrag). 
 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit  Team) 
Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft)

36 
 
20.  Inklusion 
 
20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen 
 
In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die 
geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind 
der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben 
von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. 
 
Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste 
Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend 
individuell zu fördern. 
 
Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung 
gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. 
Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter 
Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht 
durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten 
Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. 
 
Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren 
pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur 
eine Vision bleibt. 
 
21.  Tiergestützte Pädagogik 
 
Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von 
unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon 
überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die 
kindliche Entwicklung haben. 
Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von 
Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern.  
Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der 
Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund 
wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt 
es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in 
seinem Handeln. 
Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher 
Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen 
von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des 
Selbstbewusstseins. 
Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine 
absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es 
Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer 
Wahl dieses besondere Angebot vorhält.

37 
 
 
 
22. Stepke Qualitätsmanagement 
 
22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse 
Die Umsetzung des Stepke-Konzeptes ist die Grundlage der pädagogischen Arbeit in allen 
Stepke-Häusern.  
Wir wollen die Integrität der Organisation der Stepke-KiTas als kollektives Ganzes 
entwickeln, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den unten beschriebenen Zielen und 
Werten im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
 
1. Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke 
Kitas mit einem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. 
Alle Nationalitäten der Welt sind bei Stepke willkommen und werden mit hohem 
Engagement und besonderer Rücksichtnahme integriert. 
 
2. In allen Stepke-KiTas finden wir eine freundliche, fröhliche Atmosphäre.  Besucher 
der KiTa heißen wir willkommen und begleiten sie persönlich zum jeweiligen Termin. 
Es ist uns ein Bedürfnis von Wertschätzung, jeden Menschen, dem wir in der Kita 
begegnen freundlich zu grüßen und ggf. zu helfen. Wir achten auf eine zugewandte 
und verbindliche Umgangsweise zwischen Team und Küche, Stepke Facility und 
Verwaltung.  
 
3. Jeder Stepke – MA legt großen Wert auf ein 
gepflegtes Äußeres.  Mit dem Tragen 
des Stepke-T-Shirts (zu offiziellen Anlässen, Festen und Feiern und in der 
Eingewöhnungszeit mit Namensschild) verdeutlichen wir unsere Verbundenheit zum 
Unternehmen und treten im Team als Gemeinschaft auf.   
 
4. In den 4 Wochen der Eingewöhnung und in den ersten Wochen jeder neuen Stepke-
Einrichtungen installieren wir einen Garderobendienst, der sich um die Belange derer 
bemüht, die die Kita betreten (Eltern, Großeltern, andere Bring- und 
Abholberechtigte). Wir erfüllen damit das Bedürfnis nach Sicherheit und 
Orientierung jener, die die KiTa besuchen. Der Garderobendienst ist in der Bring-und 
Abholzeit konstant vor Ort. Er begleitet durch eine zugewandte, fröhliche Art das 
Kommen und Gehen in der Kita. In neuen Einrichtungen schafft die Leitungspräsenz 
in dieser Phase durch die persönliche Begrüßung und Verabschiedung/ggf. als 
kompetenter Ansprechpartner Vertrauen.  
 
5. Das MA QM- Handbuch gibt eine erste Orientierung für alle neuen MA. Jeder Stepke 
MA bekommt ein Handbuch bei Arbeitsbeginn für den persönlichen Gebrauch, um 
sich in Ruhe zu orientieren und unser Unternehmen in seiner Struktur kennen zu 
lernen. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist das Handbuch der Hausleitung 
zurück zu geben. 
 
6. Jede Stepke KiTa wird täglich mit frisch gekochtem Essen aus einer Stepke Küche 
versorgt. Wichtig ist dabei, das die Qualität des Mittagessens auf der Grundlage der 
„Fit Kid“ -Zertifizierung für jede Kita als Standard festgelegt ist. Wir achten beim 
Transport darauf, dass die Qualität des Essens bei der Lieferung erhalten wird.

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7. Sofern sich eine öffentliche Schwimmhalle in erreichbarer Nähe befindet, 
gehen die Kitas in Gruppen 1x wöchentlich mit den Kindern zum Schwimmen.(in der 
Regel ab 4 Jahren.) Die Schwimmbegleiter sind sich der hohen Verantwortung und 
Besonderheit dieses Angebots bewusst und zeichnen sich durch ein besonderes 
Maß an Vertrauen und Urteilsvermögen aus. Ein Schwimmlehrer schult regelmäßig 
die Schwimmbegleiter und begleitet die MA ins Schwimmbad. Er arbeitet konstant 
in den Gruppen mit. Stepke kann durch den Schwimmlehrer selber alle Abzeichen 
abnehmen. 
 
8. Die wöchentlich stattfindenden Waldtage sind fester Bestandteil des Stepke-
Konzeptes. Wir erfüllen das Bedürfnis der Verbindung der Kinder mit den 
natürlichen Ressourcen unserer Umgebung. Mit viel Fantasie und 
Entdeckungsfreude leben wir eine besondere Freiheit in der Natur. Die Waldtage 
verbringen die Kinder bei zulässiger Witterung von morgens bis nachmittags 
durchgängig im Wald. Ganze Waldwochen am Stück vertiefen das Angebot ein bis 
zweimal im Jahr. 
 
9. Bilinguale Angebote führen Native Speaker oder auch MA mit sehr guten 
Englischkenntnissen durch. Unser Ziel ist es, in jeder Einrichtung/Gruppe Native 
Speaker zu beschäftigen, die alle nach der Immersionsmethode arbeiten. Sie 
erhalten jegliche Unterstützung aller MA, ihren besonderen Beitrag zur Umsetzung 
der Konzeption zu leisten. Durch regelmäßige Fortbildungen werden die Native 
Speaker kontinuierlich geschult und weitergebildet. 
 
10. Mit viel Freude und Kreativität leben wir eine ästhetische Tischkultur. Wir geben den 
Kindern ein Gefühl von Ordnung und Gemeinschaft.  So sind Frühstückstische beim 
gleitendem Frühstück immer frisch eingedeckt und einladend, mit kleinem 
Tischschmuck in der Mitte und ansprechen angerichteten Speisen, an denen sich die 
Kinder selbst bedienen. Ebenso bieten wir das Mittagessen in separaten Schüsseln 
tischweise an. Auch am Nachmittag ist der Tisch liebevoll eingedeckt. Eine ruhige, 
gemütliche Atmosphäre mit anregenden Tischgesprächen lassen die Mahlzeiten 
besondere Rituale in der Gemeinschaft erleben. 
 
11. Wir schützen unsere hochwertige Raumausstattung und Materialien. Gern trägt 
jeder MA Sorge dafür, dass ein ordentlicher Gesamteindruck der Kita gewahrt wird. 
Mit viel Liebe zum Detail und Kreativität legen wir unsere Aufmerksamkeit auf eine 
kindgerechte, saubere und ästhetische Raumgestaltung. Die Wände der Räume 
behandeln wir besonders schonen und verzichten dabei auf Klebstreifen.  
 
12. Alle Kitas sind fortschrittlich und modern mit WLAN ausgestattet. Wir sind in der 
Lage, mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein Lerncomputer, Smartboard und 
Tabletts zur Entwicklung pädagogisch fundierter Medienkompetenzen einzusetzen. 
Dabei ist es uns wichtig, zum einen technisches Verständnis, zum anderen das 
Verständnis von Inhalten und einem gesunden zeitlichen Gebrauch der Medien 
durch die Kinder zu entwickeln.

39 
 
Diese 12 Punkte dienen der Einzigartigkeit unseres Unternehmens und ziehen sich wie ein 
roter Faden durch alle Häuser, die Stepke als „Marke“ verbindet. Sie dienen dem Bedürfnis 
nach Gemeinschaft und Erkennbarkeit, ganz gleich, welche Größe das Haus hat und in 
welchem Bundesland und Wohngebiet die Einrichtung zu Hause ist.  
Darüber hinaus ist Raum für individuelle Herangehensweisen der Leitungen, 
standortbedingte Gegebenheiten und durch die Kompetenzen der Mitarbeiter bedingte 
Parameter, die jede Kita zu etwas Besonderem werden lassen. 
 
22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung 
 
Die Fachberatungen der Stepke Kitas sind städtebezogen, bzw. regional eingesetzt. Ihre 
Tätigkeit teilt sich in zwei umfassende Bereiche: 
 
22.2.1. Erstens: Begleitung 
Sie verbindet durch enge und regelmäßige fachliche, entwicklungs- und 
organisationsbezogene Begleitung der Leitung, die Mitarbeiter an der Basis in den Kitas mit 
dem Träger. Damit sorgt die FB für die Transparenz der Häuser zum Träger und umgekehrt 
und steht der HL in allen pädagogischen/ personellen und administrativen Bereichen und 
in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zur Seite. 
 
22.2.2. Zweitens: Controlling 
Die Fachberatung ist für das Controlling der Stepke Standards, sowie die Umsetzung von 
aktuellen Absprachen und neuen Verfahren in den Häusern verantwortlich. Bei 
regelmäßigen Besuchen vor Ort wird dieses Controlling in der Ausübung des 
Qualitätsmanagements gewährleistet. Im Rahmen der Qualitätssicherung und – kontrolle 
erfüllt die FB folgende Aufgaben: 
• Qualifizierung und Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis der Stepke - Kitas 
• Organisations- und Personalentwicklung; 
• Sicherung der Qualitätsstandards und Begleitung bei der Umsetzung von 
Innovationen; 
• Mitgestaltung trägerspezifischer Zielsetzungen; 
• Umsetzung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen und 
• Kooperation und Vernetzung in den Städten und Bundesländern. 
Defizite im QM der Kita werden in einem Gesprächsprotokoll aufgezeichnet und mit einer 
Frist zur Abstellung festgehalten. Wird diese Frist nicht eingehalten, erfolgt in Absprache 
mit der Geschäftsbereichsleitung eine Zielvereinbarung, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt 
eine Abmahnung durch den Träger. 
Für alle Vorgänge und Prozesse in den Kitas steht die HL in der Pflicht. Die Fachberatung 
wird durch die Hausleitung aktiv in das Beschwerdemanagement einbezogen. 
Beschwerden, ggf. auch aus der Stepke Verwaltung werden an die Fachberatungsleitung 
weitergegeben. Diese bindet bei Bedarf einer Klärung die 
Geschäftsbereichsleitung/Geschäftsleitung ein.  
 
22.2.3. Struktur und Zielsetzung der Fachberatung: 
Die Fachberatungsleitung vernetzt die regionalen Fachberatungen durch einen 
wöchentlichen Jour Fixe. Damit wird der regelmäßige Austausch, die 
Informationsweitergabe zum und vom Träger und die Transparenz der Arbeit an den 
verschiedenen Standorten sichergestellt. Die regionalen Fachberatungen führen im 8-
wöchigen Rhythmus am jeweiligen Standort Hl-Sitzungen durch. Diese dienen neben der

40 
 
Weitergabe der trägerrelevanten Themen dem fachlichen Austausch der HL. 
 Zur Zielsetzung der Tätigkeit der Fachberatung gehören:  
• Vorbild für die wertschätzende Kommunikation im Unternehmen 
• Unterstützung der Mitarbeiterbindung 
• Umsetzung der Organisationsbedürfnisse 
• Bearbeitung des Beschwerdemanagements 
• Positive Außenwirkung 
• Entwicklung der pädagogischen Arbeit gemäß den individuellen Einrichtungszielen 
der Häuser 
• Entwicklung von Einrichtungsübergreifenden Stepke - Jahresthemen – für 
2018/2019 erstmalig nach Auditveranstaltung im Juni 2018 (?) 
 
Die Aufgaben der Fachberatung gliedern sich nach den oben genannten Schwerpunkten in 
der Begleitung der Kitas konkret wie folgt:    
 
Trägervertretung:  
• Gespräche mit Eltern; vorrangig im Rahmen des Kitaausschusses/Elternrats 
• Konfliktsituationen mit Mitarbeitern, Leitung oder Träger 
• Teilnahme an schwierigen MA Gesprächen 
 
Kontrollfunktion:  
• Sicherstellung der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes 
• Ordnung, Sauberkeit der Einrichtungen 
• Sicherstellung der Umsetzung der festgelegten Standards durch den Träger 
• Umsetzung der Jahresplanung laut sozial-päd. Konferenz 
 
Weiterentwicklung des QM 
• durch Evaluationsauswertung Festlegung von Jahreszielen jeder Einrichtung und 
deren Reflektion am zu Beginn des neuen Kita-Jahres 
• Jahresversammlung zum Austausch aller Leitungen und dem Träger zur Entwicklung 
der pädagogischen und personellen Standards (siehe Audit unter 4) 
 
Begleitung und Beratung der Hausleitungen: 
• Regelmäßiger Kontakt vor Ort in den Kitas 
• Beratung in administrativen und pädagogischen Konzepten 
• Beratung bezüglich der Raumgestaltung, Anschaffungen, Material 
• Beratung in Führungsfragen zu Teamentwicklungsprozessen 
 
Hl Sitzung städtebezogen im Rhythmus von 8 Wochen (Köln/Wuppertal/Berlin und BB) 
 
Die Fachberatung ist maßgelblich an der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung 
beteiligt und sichert die Qualität der Standards an der Basis – in den Häusern. 
 
Den Slogan „Richtig gute Kita.“ sehen wir als Versprechen an die großen und kleinen 
Menschen im Unternehmen. Dem gerecht zu werden, dient unser täglicher, persönlicher 
Einsatz.

41 
 
 
23.  Nachwort 
 
Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. 
Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie 
dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. 
Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie 
aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. 
Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn 
die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir 
sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen 
und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.

Stepke Schutzkonzept 
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung

2  
 
 
 
 
1 
 
Inhalt 
 
Präambel ......................................................................................................................... 3 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4
 
 
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5 
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5 
 
2. Datenschutz …………….. ................................................................................................ 7 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7 
 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8 
DokuŵeŶtatioŶ ŶaĐh SGB VIII, § 8 a ‐Aďlaufdiagraŵŵ .................................................. 9 
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11 
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12 
Anlage 3: GeŵeiŶsaŵer BeratuŶgs‐ uŶd HilfeplaŶ ........................................................................... 13 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13 
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene 
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14 
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  in Institutionen 
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16

3 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat geŵäß der UN‐KiŶderreĐhtskoŶǀeŶtioŶ eiŶ ReĐht auf: 
 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen ErziehuŶgs‐, 
BilduŶgs‐ uŶd BetreuuŶgsauftrages der KiŶdertageseiŶriĐhtuŶg ;§ ϮϮ Aďs. ϯ SGB VIII). 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung  
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 
Stepke‐Kitas‐EiŶriĐhtuŶgeŶ uŵgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die in ternen 
ZustäŶdig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Frag en zum 
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche 
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarb eiterinnen und 
Mitarďeiter der Stepke‐Kitas‐EiŶriĐhtuŶgeŶ, die direkt ŵit KiŶderŶ arďeiteŶ bzw. mit diesen in Kontakt 
kommen.

4  
 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls ein es Kindes oder 
Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräft e 
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendl iche 
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage 
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für 
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den 
Erziehungsberechtigten anzubieten. 
 
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch 
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in 
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit 
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte 
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme vo n 
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informi eren, falls die 
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.

5 
 
1. Kinderschutzauftrag 
 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick 
 
1. Schritt:  Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen 
2. Schritt: Gemeinsame    Gefährdungseinschätzung    mit    der    insoweit erfahrenen   
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
1.2 Ausführungen 
 
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnim mt, beruft 
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Di e 
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer 
Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft 
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen 
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kol legialen 
BeratuŶg ǁird iŶ Forŵ des „iŶterŶeŶ BeratuŶgsplaŶs" ;AŶlageͿ dokuŵeŶtiert uŶd zur KiŶd erakte 
genommen. 
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtig e 
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf 
 
 Vernachlässigung 
 körperliche und seelische Misshandlung 
 sexuellen Missbrauch 
 Partnerschaftsgewalt 
 Entzug von Chancen 
überprüft. 
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späte ren 
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges 
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. 
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über 
die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntni s zu setzen, 
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das 
Vorgehen zeitnah informiert. 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist 
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer 
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den 
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem 
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage 
gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohend e Gefährdung 
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste 
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinz uziehung und 
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.

6  
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) u nd 
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung 
vor. 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen 
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hi lfen (z.B. 
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der 
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über 
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden 
geŵeiŶsaŵ ďeǁertet uŶd die ŶäĐhsteŶ SĐhritte iŶ Forŵ des „iŶterŶeŶ Beratungsplans" vereinbart, 
dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 
 
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hil fen hinwirken 
und
 Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans 
zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise 
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen 
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung 
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im S chutzplan 
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen 
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteiln ehmern 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nu r über das 
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur 
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen 
Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine 
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzu ng des 
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen 
iŵ SĐhutzplaŶ ǀor uŶd defiŶiert Erfolgs‐ ǁie AďďruĐhkriterieŶ. Dies ǁird iŶ d er ÜďerprüfuŶg der 
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert. 
 
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) infor mieren, falls Hilfen 
nicht
 in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige 
Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter 
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. 
Anhaltspunkte für mangelnde MitǁirkuŶgsďereitsĐhaft uŶd ‐fähigkeit siŶd ǀor alleŵ: 
 
 die KiŶdesǁohlgefährduŶg ist durĐh ErziehuŶgs‐ oder aŶdere PersoŶeŶsorgeďereĐhtigte 
nicht abwendbar. 
 Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. 
 Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt  werden.

7 
 
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberec htigten 
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, infor miert die 
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen 
der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die 
Fallverantwortung auf das Jugendamt über. 
Über die Information des Jugendamtes/ ASD sind die Personensorgeberechtigten i n Kenntnis zu 
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „IŶaŶspruĐhŶahŵe des ASD 
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis 
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzü glich 
informiert. 
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
 
 Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
 Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung 
 Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, 
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 
 
 
 
2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen 
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen 
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. n ur mit 
ausdrüĐkliĐher EiŶǁilliguŶg der BetroffeŶeŶ ŵögliĐh. AufďeǁahruŶgsďefugŶisse, ‐ǀerpfliĐhtuŶgeŶ uŶd 
‐ fristeŶ ǁerdeŶ ŶoĐh datenschutzrechtlich überprüft. 
 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII 
 
Der Träger  stellt  durch  ein  geregeltes  Einstellungsverfahren  sicher,  dass  bei  neuem   Personal 
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ei n erweitertes 
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren 
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses m uss auch 
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben ei ne Belehrung zu 
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.

8  
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
 
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm 
• Anlage 1: Beobachtungsbogen 
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
• AŶlage ϯ: GeŵeiŶsaŵer BeratuŶgs‐ uŶd Hilfeplan 
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) 
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene  
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) 
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  
in Institutionen

9  
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Aďlaufdiagraŵŵ 
 
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Arbeitshilfe des 
Paritätischen 
 
 
 
 
Anlage 1: 
Beobachtungsbogen 
 
 
 
 
Anlage 2: 
Interner Beratungsplan 
 
 
 
 
Regionale Datei 
Der Fachbehörde 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer Beratungs- 
Und Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer 
Beratungs- und 
Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
Anlage 2 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verdacht auf 
Kindswohlgefährdung 
Schritt 1 
Erkennen und Dokumentieren  
Von Anhaltspunkten 
Schritt 2 
Information an Leitung 
Und Team 
Schritt 3 
Einschaltung der insoweit 
erfahrenen Fachkraft 
Schritt 4 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung 
Gesprächsvorbereitung 
Schritt 5 
Gespräch mit Eltern / anderen 
Sorgeberechtigten

10  
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Anlage 4: 
Überprüfung der  
Zielvereinbarungen 
Im Hilfe-planverfahren 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Dokumente 
 
 
 
 
 
 
Anlage 5: 
Inanspruchnahme  
der Fachbehörde  
vorbereiten 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt  
und unter- 
zeichnet 
 
 
 
 
 
Anlage 4 
Ausgefüllt / 
Gesprächs- 
protokoll 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Protokoll 
und  
Beschluss 
 
 
 
 
 
Anlage 5 
Ausgefüllt  
und 
unterzeichnet 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schritt 6 
Aufstellen eines Beratungs-/ 
Hilfeplans = 
Zielvereinbarungen 
Schritt 7 
Maßnahmen der 
Zielvereinbarungen erreicht 
Gespräch mit Eltern / 
Sorgeberechtigten zur 
weiteren 
Stabilisierung der 
Situation und weitere 
Beobachtung 
Schritt 8 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung und 
Absprachen über das weitere 
Vorgehen 
Schritt 10 
Weiterleitung an Fachbehörde 
mit zeitgleicher 
Benachrichtigung der Eltern

1
1
 
 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
 
Datum: Name:  
 
1. Beobachtung: 
 
□ eigene Beobachtung 
 
Name: 
 
   
□ Kollege 
□ Kollegin 
 
Adresse: 
 
   
□ andere Eltern   
 
 
□ sonstige:    
Telefon: 
 
 
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
Adresse:  
3. Angaben zur Familie: 
Name:  
Adresse:  
Telefon:  
Sonstiges:  
 
4. Inhalt der Beobachtung: 
5. Nächste Schritte: 
 
□ Überprüfung im Team 
 
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..

12  
Anlage 2: Interner Beratungsplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
3. Einschätzung: 
5. Maßnahmen: 
 
Weitere Beobachtung durch: 
 
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:    
(Datenschutz beachten) 
 
□ sonstiges:

1
3
 
 
AŶlage 3: GeŵeiŶsaŵer BeratuŶgs‐ uŶd HilfeplaŶ 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
 
 
………………………………………………………………..                                     
…………………………….…………………………………….  
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte                                                         Vertreter/in der Einrichtung 
3. Absprachen: 
 4. Zeitstruktur:

12  
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren 
 
 
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher: 
Datum: 
 Name
: 
Name des Kindes

13 
 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten 
 
Datum: Name: 
 
1. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
2. Wann wurde entschieden: 
3. Wer hat entschieden: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Leitung 
□ Externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
4. Informationsfluss: 
 
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte 
 
☐ per Post am: ………………………………………………….................................................................. 
 
☐ per Telefonat am: …………………………………………………………………………………………….. 
 
☐ per persönlichem Gespräch am: ………………………………………………………………………. 
 
☐ sonstiges: …………………………………………………………………………………………………………. 
Durch: 
□ Pädagogin 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige: 
……………………………………………………………………………………………………………………………….. 
Information der externen Fachkraft durch: 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige:

14  
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch 
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, 
Bundesfreiwillige etc.)  
 
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung i m 
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei 
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen. 
 
1. Unser Leitbild 
 
Durch die grundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der 
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart. 
 
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet, 
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese  
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit ei nem 
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.  
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige un d individuelle 
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang 
mit den Kindern voraus. 
 
2. Präventive Maßnahmen 
 
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermögl icht 
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen zu den Themen Sexual pädagogik und 
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB. 
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert. 
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben 
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an. 
 
3. Grenzverletzendes Verhalten 
 
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Einschreiten bei ü bergriffigen 
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden 
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen 
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Form en 
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie 
Stigmatisierungen. 
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl 
des Kindes sicher zu stellen.

15 
 
 
4. HaŶdluŶgsleitfadeŶ ;siehe auĐh „VerfahreŶsaďlauf ďei ǀerŵuteteŶ MaĐhtŵissďrauĐh durch 
Fachkräfte in Institutionen„ ǀoŵ ParitätisĐheŶ iŶ der AŶlageͿ  
 
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, bzw. werden diese durch andere 
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu 
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger. 
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertretern des Trägers zunächst intern eingeschätzt und 
auf Plausibilität geprüft. 
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung 
durch kooperierende Beratungsdienste, ǁie ďeispielsǁeise „Der ParitätisĐhe“ eingeholt. 
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert. 
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden 
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des Opferschutzes, in 
Kenntnis gesetzt. 
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt. 
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei 
der Strafverfolgungsbehörde 
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur 
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. 
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.

16  
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  
in Institutionen vom Paritätischen

17

18  
 
Notizen:

19 
15 
Stand: 01.03.2017 
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen 
stepke‐kitas.de 
Step Kids KiTas gGmbH  
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Stepke-KiTas
Zweigstelle NRW
Wittener Straße 324
42279 Wuppertal
Tel.: +49 202 281 943 0
Fax: + 49 202 281 943 19
f.schittek@stepke-kitas.de

Ministerium für Familie, Kinder,
Jugend, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen, 40190 Düsseldorf
Step Kids Kitas gGmbH
vertreten durch Herrn
Rechtsanwalt Björn Wengenmeier
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
15 . Dezember 2016
Seite 1 von 2
Aktenzeichen
313-3.6102.5/B
bei Antwort bitte angeben
Gabriele Aabaslama
Telefon 0211 837-2555
Telefax 0211 837-662555
gabriele.aabaslama@mfkjks.nrw.de
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß 75 SGB VIII
Ihr Antrag vom 08.02.2016 auf unbefristete Anerkennung
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Wengenmeier,
nach Prüfung Ihrer Unterlagen wird gemäß § 75 Achtes Buch Sozialge¬
setzbuch - Kinder und Jugendhilfe - in der Fassung der Bekanntma¬
chung vom 14. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3134), zuletzt geändert
durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. Oktober 2015 (BGBl. I S. 1802),
in Verbindung mit § 25 Abs. 1 des Ersten Gesetzes zur Ausführung des
Kinder- und Jugendhilfegesetzes - AG - KJHG - vom 12. Dezember
1990 (GV. NRW. S. 664), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes
vom 17. Juni 2014 (GV. NRW. S. 336), der Träger
Step Kids Kitas gemeinnützige GmbH
Sitz: Berlin
(am 15. Dezember 2016)
unbefristet als Träger der freien Jugendhilfe gemäß §75 SGB VIII in
Nordrhein-Westfalen anerkannt.
Die vorgelegten Antragsunterlagen sind Gegenstand dieses Beschei¬
des. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anerkennung nach § 25 Abs.
4 AG-KJHG widerrufen oder zurückgenommen werden kann, wenn die
Voraussetzungen nicht Vorgelegen haben oder nicht mehr vorliegen. Ich
bitte, mir jedes Jahr zum Stichtag 31. Dezember bis zum 31. März des
darauf folgenden Jahres einen ausführlichen Bericht über die Angebote
und Arbeit des Trägers vorzulegen.
Dienstgebäude und
Lieferanschrift:
Haroldstraße 4
40213 Düsseldorf
Telefon 0211 837-02
Telefax 0211 837-2200
poststelle@mf jks.nrw.de
www.mfkjks.nrw.de
Öffentliche Verkehrsmittel:
Rheinbahn Linien
704, 709, 719
Haltestelle Poststraße

Seite 2 von 2
Künftige Änderungen Ihrer Satzung, den beabsichtigten Wechsel des
Vereinssitzes oder einen Wechsel im Vorstand bitte ich, mir umgehend
mitzuteilen.
Im Auftrag

Anlage 4.2 Konzeption ASB

42983 Zeichen

Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch/B. Gedenk 
 
Pädagogische Konzeption    
Arbeiter – Samariter - Bund 
Regionalverband Münsterland e.V. 
 
ASB Kindertageseinrichtung

Seite 1 von 20 
 
Vorwort 
 
Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in der 
Kinder- und Jugendhilfe und betreibt eine weitere Kindertageseinrichtung  im Stadtgebiet 
Münster. 
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst. 
 
Konzept  
 
1.0 Träger 
 
Träger der Kindertageseinrichtung ist der 
 
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 
Gustav-Stresemann-weg 62 
48155 Münster 
Tel.: 0251-2897-0 
Fax: 0251-297-118 
Homepage: www.asb-muenster.de 
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de  
 
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation un d Wohlfahrtsverband. Er ist ein  
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung 
mitbestimmen und kontrollieren. 
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände 
zusammen. 
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB  im In- und 
Ausland. 
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene 
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen, 
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit. 
Da wir eine Einric htung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der 
Gesamtorganisation orientiert. 
 
1.2 Lage 
 
Die Kindertagesstätte liegt in der Sonnenstraße in Münster-Altstadt. 
 
1.3. Aufnahmekriterien 
 
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer Einstellung 
oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach sozialen 
Kriterien.  
Aufnahmekriterien:

Seite 2 von 20 
 
 Kinder aus dem Einzugsgebiet 
 Geschwisterkinder 
 Kinder berufstätiger Eltern 
 
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur 
 
In der Kindertagesstätte werden 
 in 4 Gruppen Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1) 
 in 2 Gruppen Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2) 
 in 1 Gruppe Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut (G 3) 
 in 1 Gruppe 10 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut (G 3) 
 
1.5 Team und Personalstruktur 
 
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die 
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen Bildung 
und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es, innerhalb unserer 
Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten und anzuleiten. 
 
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind 
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unse rem Team . Ein kollegialer Austausch, 
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso 
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit. 
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes  Aufeinander-Zuarbeiten und 
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar. 
 
In unserem Team arbeiten: 
 
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung) 
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft  
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin  
1 Küchenkraft (Teilzeit) 
 
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr  und/oder ein/e 
Anerkennungspraktikant/in ein. 
 
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen 
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von Aufgaben 
und Übertragen von Verantwortung. 
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute 
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.

Seite 3 von 20 
 
 
1.6 Öffnungszeiten 
  
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der  berechtigten Belange der 
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der Träger 
nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).   
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.): 
Montag bis Donnerstag  7:00 Uhr – 16:30 Uhr 
Freitag     7:00 Uhr – 15:00 Uhr 
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats  wird geprüft, ob ein 
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von  
Montag bis Freitag    6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten. 
 
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze 
 
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:  
  
 Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)  
 § 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen 
 Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) – 
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII 
 Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen 
Jugendhilfe  
 Die Rechte der Kinder  
 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern 
 
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu 
entrichten.  
 
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an den 
Träger der Einrichtung  zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag 
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten): 
 
 Tägliches Mittagessen                             70,- € 
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block-Buchungszeit mit täglichem Mittagessen)      
 2 Tage Mittagessen                                  30,- € 
(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen) 
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.

Seite 4 von 20 
 
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer 
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.  
 
 
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser 
Handeln prägt und beeinflusst. 
 
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/inne n 
individuell entfalten und entwickeln  können. Hier können die Kinder Freundschaften 
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen. 
Die pädagogische Konzeption de r Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass 
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren 
individuellen Bedürfnissen ist.  
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und 
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.  
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und 
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine 
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ung eachtet seiner Fähigkeiten ein 
positives Selbstwertgefühl vermittelt. 
 
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu 
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.  
 
 Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf 
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen  
 
 Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten 
 
 Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen Netzwerkes 
 
 Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen 
als Grundlage für ein Miteinander 
 
3.1 Fachlichkeit  
 
Um die Arbeit mit einer bunt gemischten Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu gestalten, 
bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und 
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt. 
 
 
Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die 
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die 
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den 
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise, 
Vorträge und Beratung an.

Seite 5 von 20 
 
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche 
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige Situationen 
mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können 
 
3.2 Selbstverständnis 
  
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder  
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit 
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame 
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse. 
 
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung 
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Ki nder ein. Sie umfasst die Ergänzung 
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und 
Beratung der Erziehungsberechtigten.  
 
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden. 
 
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen 
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend 
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt  
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt. 
  
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der 
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und 
zugemutet.“ 
  
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander 
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir 
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dah in gemachten 
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue  Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier, 
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass 
vielseitige Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale- gefördert 
werden. 
 
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und 
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen Lernsituationen 
das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre bes ondere Begabung und das 
Verständnis untereinander zu fördern. 
 
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen 
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.  
Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche Entwicklung.  
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische Arbeit 
evaluiert.

Seite 6 von 20 
 
3.3 Partizipation  
   
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und als 
Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).   
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -, 
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten 
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.  
 
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien 
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durch 
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche 
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches 
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen. 
Partizipation ermöglicht: 
  
 Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen  
 Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich 
damit identifizieren zu können.  
 Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme zu 
finden    
 
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der 
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre 
Anziehungskraft verliert. 
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen 
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen 
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individu ellen 
Persönlichkeiten, engagierten und kritischen Bürgern/innen in einer demokratischen 
Gesellschaft zu entwickeln.  
 
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation  vorhanden, z.B. :  
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) , 
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,  
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet. 
        
 
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder 
 
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie Beschwerden 
zu äußern. Sie können und dürfen  sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter wenden . Im 
morgendlichen Sing- und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit sich und ihre 
Beschwerde vorzubringen.  Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre Anliegen 
formulieren.  
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.  
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt. 
Kommunikationsfähigkeit und Vertr auen wird gefördert,  Achtung vor dem Anderen und 
Wertschätzung erlernt.

Seite 7 von 20 
 
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der 
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte-  sowie 
Einzelbeschwerde. 
 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen 
 
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den  inklusiven altersgemischten 
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der Kinder 
werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung 
besonders unterstützt. 
 
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der einzelnen 
Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklungs - und Betreuungsansprüche der 
Kinder ergänzen.  
 
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur erleichtert.  
 
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die 
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und 
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den Jüngeren 
Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge zeigen, 
Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen. 
 
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr 
Selbstwertgefühl stärken. Die Kind er lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative 
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist. 
  
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die 
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinde r vor andere Herausforderungen gestellt, 
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen. 
 
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr 
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder. 
    
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche 
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.  
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine 
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und 
Belastungen besser zu bewältigen. 
 
 D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen 
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer 
familiären Bezugsperson-  bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett 
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).  
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren 
Bezugspersonen aufzubauen.

Seite 8 von 20 
 
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehren, ist die Betreuung d es 
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der 
Erziehung und Bildung. 
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt 
und Entwicklungsprozesse anbahnt und zulässt.  Unsere Gruppen sind umfassende 
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes 
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert. 
 
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen 
Beteiligten ein breites Lernspektrum. 
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter 
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.  
 
3.5 Regeln 
 
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein 
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt 
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen 
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu 
strukturieren. 
 
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und die 
Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“. 
 
Zudem gibt es Regeln, die situa tionsabhängig und altersentsprechend von den Kindern 
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von 
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches. 
 
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln  individuell in 
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden. 
 
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt. 
 
3.6 Freispiel 
 
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet in 
den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und 
Bedürfnissen 
 
 was  
 wann und wie lange  
 wo  
 wie  
 und mit wem es spielt. 
 
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel 
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit, 
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.

Seite 9 von 20 
 
 
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung v on anderen findet ein kindlicher 
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen 
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu schließen, 
zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden. 
 
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im 
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.  
 
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten 
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein. 
Bereits erfahrene  Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von 
Alltagssituationen im Rollenspiel.  
 
Kinder lernen bei jedem Spiel. 
 
„Alle Momente, die effizientes L ernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die 
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität 
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können 
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.  
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren 
gegangen ist. 
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die Situation 
im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst meistern kann. 
Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in seiner 
Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“ 
(Zitat: G. Schäfer, 1989)  
 
 
3.7 Projekte und AGs 
 
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von 
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet. 
 
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche 
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages. 
 
 
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der 
Ergebnisse.  
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen, 
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt werden. 
In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso wie die 
Gemeinschaft untereinander, gefördert. 
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und g eschlossene AG s, die zu 
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden. 
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und 
Altersstufen möglich.

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In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf 
auch an ein Projekt angegliedert werden. 
 
 
3.8 Bildung/päd.  Arbeit 
 
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen 
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst. 
 
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen - 
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem 
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt. 
 
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen, 
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen  und mathematischen 
Entwicklungsbereichen. 
 
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abba uen, Akzeptanz, 
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen 
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und 
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und 
schließlich auch für andere Kinder. 
 
3.9 Kommunikation und Sprache 
 
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes Bedürfnis 
jedes Menschen.  
 
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von  
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen. 
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von 
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse  in Gang zu 
setzen.  
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche 
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit 
Beziehungsstrukturen zu bilden.  
 
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind : Dinge und Sachverhalte benennen zu können, 
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale 
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.  
 
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert. 
 
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle 
spezielle Förderangebote eingeleitet.

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3.10 Bewegung 
 
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.  
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß 
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre 
Bewegungsfreude. 
 
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und 
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten Fähigkeiten 
zu vertiefen und zu erweitern.  
 
3.11 Maxi-Gruppe 
 
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten 
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit  der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003  Literaturliste: 
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die 
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer 
Kinder.  
Die Kinder werden sprachlich,  emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der 
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet. 
 
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen 
verfügt: 
 
 Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lernen, Selbständigkeit, Orientierungs - 
und Lernfähigkeit) 
 
 Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)  
 
 Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken) 
 
 Logisches, mathematisches sowie räumlich es Denken  (Zahlenverständnis im 
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen) 
 
 Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen) 
 
 Intensivierung des selbständigen Handelns und der Eigenverantwortlichkeit (zuhören, 
sich mitteilen, die eig ene Meinung vertreten, sich mit anderen Auffassungen 
auseinandersetzen) 
 
 Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt  (Enttäuschung und 
Misserfolge verkraften) 
 
 Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)

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 Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen anwenden 
und ggf. verändern) 
 
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der 
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder,  die im 
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.  
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.  
 
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder 
nachmittags) statt. 
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo, 
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren  momentanen Entwicklungsstand 
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind. 
 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme 
 
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv 
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen,  sind die Eingewöhnung und das 
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung. 
 
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.  
 
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.  
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es 
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben somit 
eine kurze Eingewöhnungsphase. 
 
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den 
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit. 
  
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotionale und kognitive 
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume, 
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines 
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, Verständnis und eine besonde re 
Aufmerksamkeit erbracht. 
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit: 
 
 Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände 
 Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder  
 Schnuppertage zum Kennenlernen  
 Information über den Geburtsverlauf 
 
Wir achten darauf - wenn möglich -  dass die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt werden, 
damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.

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3.13. Interkulturelle Orientierung 
 
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und 
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge. 
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammenleben, ist im Kontext der 
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und fremdländische 
Kulturen unausweichlich. 
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier 
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen. 
Verständnisvolles und friedliches Miteinander  begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen 
toleranten Menschen. 
 
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele 
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten. 
Daraus leitet sich d ie Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend 
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen 
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten  Prozess erwarten wir von allen 
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber  auch von den 
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.  
 
3.14 Ernährung 
 
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen  Großteil des Tages in der 
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück,  Mittagessen und dem 
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht. 
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.  
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird dar auf 
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde, 
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und 
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.  
Unter Berücksichtigung der Vorlieben  und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der 
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche 
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung 
e.V.). 
Vielfalt und Selbstbesti mmung zeichnen das Konzept  (Partizipation) des Frühstücksbüfetts 
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen möchten. 
Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten und üben 
ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen Ernährung 
gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer Gruppe als 
Gemeinschaft essen. 
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen, Lebensmittelkunde 
usw.) durchgeführt. 
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten  ergibt es sich gelegentlich, dass die Kinder einbezogen 
werden. So wird elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter 
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu 
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.  
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung 
von Regeln.

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Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am 
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das 
Essen täglich frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische Qualität 
des Essens sicher. 
Wir können den Kindern Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an regionalen und/oder 
ökologisch erzeugten Produkten anbieten. Durch den Synergieeffekt der beiden Kitas können 
Ernährungseinschränkungen einzelner Kinder gezielt berücksichtigt  werden, der Einfluss auf 
die Qualität ist unmittelbar möglich. 
 
4.0 Räume 
 
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und 
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur Ruhe 
kommen. 
 
Uns ist es wichtig, innerhalb der  Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und 
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können, 
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer Gemeinschaft 
erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt. 
 
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch 
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und das 
Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt. 
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten 
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen Perspektive 
zu verfolgen. 
Durch gesonderte Nebe nräume und Teilbereiche, wie Kuschelecke, Schlafraum, Lese - und 
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen. 
 
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den 
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst. 
 
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und 
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein 
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kre ativ-, Bewegungs -, 
Konstruktions-, Rollenspiel - und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese 
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer 
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erforder nissen und 
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln 
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen. 
 
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung 
unterschiedlicher Materialie n, wie Bewegungsmodule, Matten, Bälle, Seile, Sprossenwand  
oder Trampolin, etc. nachkommen. 
 
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.

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Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit 
anderen Eltern. 
 
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen 
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.  
 
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.  
 
 
4.1 Raum Plan  
 
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und 
gesetzlichen Bestimmungen.  
 
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.  
  
 
2 Außengelände bis zur Fertigstellung 
 
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen 
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht. 
 
  
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation 
 
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung und 
Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachkräften und 
Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten, Ärzten, Psychologen 
sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und Behörden, Kliniken sowie 
familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren täglichen Aufgaben. 
 
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten 
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt. 
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem 
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von 
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant. 
 
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel- und Weiterführenden Schulen pflegen 
wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung einen 
regen Austausch in Form von Besuchen der Praxisleitertreffen, Praxisbesuchen der Lehrkräfte, 
Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw.. 
 
 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit 
 
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in Bild 
und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.

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Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit und 
des Einrichtungsprofils.  
 
Im Rahmen dessen werden 
 
 Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen, Info-Stände, 
Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger veröffentlicht  
 Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht  
 Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem  
           Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen 
 Exkursionen und Ausflüge veranstaltet 
 Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten, 
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre 
Zusammenarbeit) 
 Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen 
 
6.0 Qualitätsmanagement 
 
s. Qualitätshandbuch 
 Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragte r für das 
Qualitätsmanagement (QB) ist zu benennen. 
 
6.1 Hygiene 
 
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und 
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff 
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind: 
 
 Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen 
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt 
 Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur 
bestmöglichen Vorsorge beachtet 
 Mögliche Gefahrenquellen und der en gesundheitlichen Auswirkungen werden den 
Kindern vermittelt. 
 
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in 
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen 
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei 
ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns 
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch 
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.  
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B. 
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette. 
 Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschrif ten und 
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und 
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen.  Alle Mitarbeiter/innen

Seite 17 von 20 
 
wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen Vorsorgemaßnahmen, um 
gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.  
 
Mitgeltende Unterlagen 
 
 Infektionsschutzgesetz 
 Bestimmungen des Gesundheitsamtes 
  
7. Prävention und Sicherheit 
 
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der  Kinder und 
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden 
Zielen leiten: 
 
 Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen 
zu bewahren 
 Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkenn en und rechtzeitig zu 
beheben  
 Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen 
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden 
 
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten 
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.  
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe 
des Kindes gewährleistet. 
  
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher. 
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die 
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel 
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare 
und leitet Vorgaben an das Team weiter. 
 
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und 
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell 
gefährliche Bereiche erarbeitet. 
Für die Kinder frei verf ügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein 
Sicherheitsrisiko entsteht. 
 
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen 
teil.  
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesu ndheits- und 
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.  
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere 
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können. 
 
Mitgeltende Unterlagen: 
 
 Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung

Seite 18 von 20 
 
 Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten 
 Gewährleistung der Aufsichtspflicht 
 Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten

Seite 19 von 20 
 
8. Inhaltsverzeichnis 
 
 Vorwort 
 
1. Träger         Seite  1 
1.1 Allgemeines Leitbild       Seite  1 
1.2 Lage         Seite  1 
1.3 Aufnahmekriterien       Seite  1 
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur      Seite  2 
1.5 Team und Personalstruktur      Seite  2 
1.6 Öffnungszeiten       Seite  3 
 
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze    Seite  3 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern     Seite  3 
 
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des  Seite  4 
Arbeiter-Samariter-Bundes 
3.1 Fachlichkeit        Seite  4 
3.2 Selbstverständnis       Seite  5 
3.3 Partizipation        Seite  6 
3.3.1 Beschwerdemanagement                                                              Seite  6 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen     Seite  7 
3.5 Regeln         Seite  8 
3.6 Freispiel        Seite  8 
3.7 Projekte und AGs       Seite  9 
3.8 Bildung/ päd. Arbeit       Seite 10 
3.9 Kommunikation und Sprache      Seite 10 
3.10 Bewegung        Seite 11 
3.11 Maxi- Gruppe        Seite 11 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme     Seite 12 
3.13 Interkulturelle Orientierung      Seite 13 
3.14 Ernährung        Seite 13 
             
4. Räume         Seite 14 
4.1 Raumplan        Seite 15 
4.2 Außengelände bis Fertigstellung     Seite 15 
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation   Seite 15 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit       Seite 16 
 
6. Qualitätsmanagement      Seite 16

Seite 20 von 20 
 
6.1 Hygiene        Seite 16 
 
         
7.0  Prävention und Sicherheit      Seite 17 
 
8.0  Inhaltsverzeichnis        Seite 19

Anlage 8.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 10.1 Bewerbung Outlaw

3278 Zeichen

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Outlaw gGmbH - Johann-Krane-Weg 18- 48149 Münster Outlaw gGmbH

Hauptsitz Münster
Stadt Münster Johann-Kraneweg 18
Amt für Kinder Jugendliche und Familien 48149 Münster
Anna Pohl Tel. 02571 3835660
Hafenstraße 30 Fax. 0251 35356699

48145 Münstesr info@outlaw-ggmbh.de

www.outlaw-ggmbh.de

Münster, 05.02.2019

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt
Ausschreibungsnummer: 09/2018

Sehr geehrte Frau Pohl,

gerne möchten wir unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung in Münster ausweiten und
übersenden Ihnen unsere Bewerbungsunterlagen für die Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im
Stadtteil Altstadt.

Besonders hervorheben möchten wir unsere Erfahrungen im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten,
die passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt werden. In unseren Einrichtungen setzen
wir sukzessive das Angebot der "Extrazeit" um, um die Familien bei der Betreuung ihrer Kinder im
Randzeitenbereich zu unterstützen.

In Münster sind wir bereits mit sieben Einrichtungen und einer Dependance in den Stadtteilen
Gievenbeck, Kinderhaus, Sprakel, Mitte Hiltrup und Wolbeck vertreten. Unsere Arbeit orientiert sich an
den konkreten sozialräumlichen Bedingungen und Möglichkeiten in Münster. Die Ressourcen der
Stadtteile zu nutzen, ist ein wesentlicher Baustein für die Arbeit der Einrichtung. Dies setzt eine
angemessene Vernetzung verschiedener Institutionen vor Ort voraus.

Im Rahmen der sozialräumlichen Angebote wird die Einrichtung Mitverantwortung für die
Ausgestaltung des sozialen Miteinanders im Stadtteil Altstadt übernehmen. Wir werden uns aktiv
beteiligen, um aktuelle Entwicklungen aufgreifen und die Inhalte unserer Arbeit fortschreiben zu
können. Mit dem besonderen Schwerpunkt der Kita-Sozialarbeit schaffen wir ein gutes Fundament, um
den Familien ein multiprofessionelles Unterstützungsangebot vorhalten zu können.

ren! =
== DER PARITÄTISCHE

UNSER SPITZENVERBAND:

Outlaw gemeinnützige Gesellschaft

Für Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH)

Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener
IBAN DE54 3702 0500 0007 0821 00 : BIC BFS WDE 33X%X - Bank für Sozialwirtschaft Köln
Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 + Steuer-Nr.: 336/5827/8293

Wir Finden den Weg. Gemeinsam.

Otlaw

Kinder- und Jugendhilfe

Wir bieten einen verbindlichen Trägeranteil von 5,5%.

Wir Freuen uns mit unserem Konzept Ihr Interesse zu wecken und hoffen auf eine positive
Rückmeldung. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Wir finden den Weg. Gumalusern.

“
Oxtlaw

inder- und Jugendhilfe
ie Gasellschaft für
Kinder- und Jugendhilfe mbH
Thomas Deribzale Geschäftsführung

FeidikForum - Feidikstr. 27 - 59065 Hamm

eschäftsführer Region NRWw/Niedersachsen

DER PARITÄTISCHE

ER SPITZENVERBAND

Outlaw gemeinnützige Gesellschaft

für-Kinder- und Jugendhilfe mbH (Outlaw gGmbH)

Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener
IBAN DE54 3702 05000007 0821 00 - BIC BFS WDE 33XXX - Bank für Sozialwirtschaft Köln
Sitz der Gesellschaft: Münster - Amtsgericht Münster - Handelsregister-Nr. HRB 16904 - Steuer-Nr.: 336/5827/8293

Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0137 2019

53548 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Elterninitiative Am Eichenwäldchen e. V. 
Eichstedtstraße 44 
59075 Hamm  
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Elterninitiative seit 20 Jahren in der Kindertagesbetreuung aktiv 
- Der Träger hat seinen Sitz in Hamm 
- Der Träger betreibt aktuell vier Einrichtungen in Hamm und ab August 2019 eine weite-
re Kita in Warendorf 
- Der Träger wird über eine Geschäftsführung und nicht über einen Elternvorstand ge-
führt 
- Die Elterninitiative ist konfessionell neutral und arbeitet nach dem humanistischen 
Menschenbild 
- Ausbau der Einrichtungen, Münster als attraktiver Standort 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
4,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Einrichtungen arbeiten im offenen Konzept mit offenen Raumnutzungskonzep ten 
- Ganzheitliche alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung 
- Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund 
- Marte Meo-Ansatz in der pädagogischen Arbeit 
- Tiergestützte Pädagogik 
- Zertifizierung „Haus der kleinen Forscher“ 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Kernzeit: 7.00 Uhr – 17.00 Uhr 
- Jährliche Bedarfsabfrage in den Einrichtungen 
- Flexible Nutzung der wöchentlichen Buchungsstunden 
- Ca. 15 Schließtage pro Jahr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt des offenen Konzeptes 
- Barrierefreie Gestaltung der Kitas ist vorgesehen 
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l-
turellen Kompetenz gefördert 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams 
- Pro Einrichtung wird ein Heilpädagoge eingestellt 
- Rucksackprojekt in Hamm, Begleitung der Eltern in Ihrer Herkunfts- und in deutscher  
Sprache  
- Genderperspektive in der pädagogischen Arbeit und in Zusammenarbeit mit de n Eltern 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Ernährungskonzept der Einrichtung zertifiziert nach FitKid-Konzept der DGE 
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküche  in Bioqualität (Frischkostküche , 
sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita  
- Einbindung der Natur und Umwelt 
- Zertifizierung als Bewegungskita angestrebt 
- Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Kooperation mit Grundschulen: Austausch im Übergang Kita Schule durch gemeinsa-
me Projekte und Unternehmungen gewünscht, um frühzeitig die Übergänge spielerisch 
zu gestalten (Patenschaften der Schulkinder für Kitakinder) 
- Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Ärzten, Therapeuten etc. ist geplant 
- Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwerken 
- Kooperation mit der Kindertagespflege: monatlich stattfindendes Frühstück in der Kita 
mit Schwerpunktthemen 
- Generationsübergreifende Arbeit: Einbindung von Senioreneinrichtungen 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach Münchener Eingewöhnungsmodell 
- Grundverständnis: Eltern sind Experten für ihr Kind 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Beratung und Unterstützung der Eltern, Vermittlung auch an Fachleute im  präventiven 
Kontext 
- Elternengagement gewünscht für die Erledigung bestimmter Aufgaben (z .B. Reparatu-
ren in der Kita) 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Beschwerdemanagement für Eltern

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Einsatz von Heilpädagogen in den Einrichtungen 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- Alle Mitarbeiter/-innen werden zum systemischen Berater weitergebildet (Inhouse-
Schulung alle zwei Jahre) 
- Supervision sechsmal jährlich, zusätzlich nach Bedarf 
- Intervision (kollegiale Fallberatung) regelmäßig in den Kitas 
- Qualitätsentwicklungsmanagement der Stadt Hamm TQE (extern) sowi e KES-RZ Ska-
la (intern) 
- Zentrale Verwaltung durch Geschäftsführung und Verwaltungsmitarbeiter 
- Enge Zusammenarbeit mit den Eltern 
- Ehrenamtlicher Vorstand 
- Zusammenarbeit mit einem Steuerberater bzgl. der Jahresabrechnung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Eltern- und Mitarbeiterbefragungen 
- Beschwerdemanagement 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung 
- Alle Einrichtungen in der Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“ 
- Eltern sind Teil der Organisation

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 
Gustav-Stresemann-Weg 62 
48155 Münster 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.: 1972 
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreibt bereits eine Kita in Münster, ab 2019 zwei weitere (Regina-Protman n-Straße, 
Dahlweg) und in 2020 ebenfalls zwei weitere Kitas (Alt Angelmodde und Petersheide) 
- Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfahrtsverband  
- Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Landesverbänden sowie Kreis- und 
Ortsverbänden zusammen 
- Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und demokratische Grundsätze 
- Der ASB arbeitet parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden 
- Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Gesamtorganisation 
- Der ASB ist in der Flüchtlingsarbeit in Münster tätig 
- Der Träger bietet ein breites Spektrum an Leistungen an und nutzt daher Sy nergieef-
fekte in diesen Bereichen (z.B. Einsatz eines Musiktherapeuten) 
- Der ASB ist bestrebt den Bereich Kinder- und Jugendhilfe in Münster auszubauen 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
2,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept  
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor 
- Situationsorientierter Ansatz mit Freispielgestaltung 
- Jedes Kind soll den gleichen Zugang zur Bildung erhalten 
- Potentiale und Ressourcen der Kinder durch ganzheitliches Lernen fördern 
- Raumgestaltung: Aufteilung in Funktionsbereiche 
- Schwerpunkte im Bereich Bewegung und gesunder Ernährung 
- Sprachförderung im Kitaalltag 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden 
- Öffnungszeiten: 07.00 - 16.30 Uhr , bei Bedarf bis 20.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist erwünscht, personelle Re ssour-
cen stehen dafür zur Verfügung (Inklusionsfachkräfte) 
- Multikulturelle und multiprofessionelle Teams 
- Inklusive, altersgemischte Gruppen 
- Die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Familien stehen im Vordergrund 
- Partizipation und Integration grundlegend in der Arbeit verankert (Beschwerdem a-
nagement für Kinder) 
- Träger hat bereits Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingshilfe und in der  Betreuung 
von Kindern / Flüchtlingskindern 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bewegungsförderung steht im Vordergrund 
- Gesundes Essen: Belieferung mit Frischkost (aus bestehender ASB Kita Gr ünschleife) 
angestrebt  
- Frühstücksbuffet, Kinder werden aktiv einbezogen 
- Projekte zum Thema Ernährung / Gesundheit im Kitaalltag 
- Kooperation mit Ärzten und Zahnärzten 
- Angebote zur Verkehrserziehung / Unfallprävention 
- Schulung der Mitarbeiter/-innen  hinsichtlich Themen wie Hygiene, Pflege, Sau berkeit 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB  
 
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzungen mit Pädagogen, Therapeuten, Ärzten, Psychologen, Frühför derstellen, 
familienentlastenden Diensten etc. 
- Kooperation mit Schulen (z.B. Schulbesuche) 
- Kooperation mit der geplanten Großtagespflege in der Sonnenstraße 
- Generationenübergreifende Projekte mit Seniorengruppen geplant 
- Kooperation mit Eltern-Kind-Gruppen, Familienbildungsstätten etc. 
- Kooperation mit Fachschulen für Sozialpädagogik 
- Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen, Fachgremien und AGs ist geplant 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Kita als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Elternhospitationen möglich 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Feste und Aktionen für Familien 
- Hilfestellung und Begleitung von Familien in besonderen Lebenslagen 
- Jährliche Abfrage der Betreuungszeiten

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen (5 Bildungsta ge pro 
Jahr) 
- Regionale Fachberatung 
- Bestehendes Qualitätsmanagement 
- Regelmäßige Befragungen und Evaluationen 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement für alle Mitarbeiter/-innen 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen  in Anlehnung an den TVöD 
- Online gestütztes Arbeitsmaterial für Mitarbeiter/-innen  zur Entlastung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau des stadtweiten Angebotes von Leistungen für Familien 
- Durch ein breites Angebotsspektrum können Dienste und Ressourcen der Einrichtu n-
gen innerhalb der Hilfsorganisation verknüpft werden 
- Einsatz eines Musiktherapeuten in den Einrichtungen 
- Bei Bedarf Erweiterung der Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt              
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
50667 Köln 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige Kooperationen mit Unternehmen 
- Gründung 2001; der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter Träge r der freien 
Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern mit über 900 
Mitarbeiter/-innen 
- Seit 2013 Betreiber der Betriebskita „Lacki Kids“ in Münster-Hiltrup 
- Ab dem 1.8.2019 Betreiber der Kindertageseinrichtung an der Middelerstraße (Wo l-
beck) 
- Weiterer Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote in Münster, um stadtweit  Syner-
gien zu schaffen 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
6,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der Arbeit 
- Kita wird als zweites Zuhause für Kinder gesehen 
- Individuelle Bildung mit partizipativem Ansatz 
- „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen 
- Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines bestimmten Beobachtungssystems 
- Bilinguale Erziehung kann angeboten werden 
- Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen 
- Raum als „dritter Erzieher“ / Reggiopädagogik / sozialkonstruktivistischer Ansatz 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, z.B. B u-
chung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten (Extra Zeit) 
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 19.00 Uhr, Betreuung max. 9 Std./Tag 
- Ca. 20 Schließtage im Jahr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Toleranz und Demokratie sind die Grundwerte des Trägers 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und entsprechend seiner Bedürfnisse g e-
fördert - auch hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration 
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern 
- Barrierefreie Raumgestaltung 
- Interdisziplinäre Fortbildungen für Fachkräfte 
- Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz in Einrichtungen 
- Partizipation im Kitaalltag integriert (z.B. Kinderkonferenzen) 
- Genderpädagogik: Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien 
- Einsatz von multiprofessionellen / multikulturellen Teams 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschiedene pädagogische Bausteine 
- Individuelle Verpflegungskonzepte und Angebotsgestaltung je nach Kita (Zusamme n-
arbeit mit einem Caterer) 
- Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern 
- Körpererfahrungen sammeln 
- Kooperation mit Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten 
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Bestehende Vernetzungen 
- Kooperationen mit den Kitas Lacki Kids in Hiltrup und Middelerstraße in Wolbeck 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen und umliegenden Kitas im Sozialraum 
- Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozialraum: Gemeinsame Feste, g e-
meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw. 
- Kooperationen mit Vereinen, Institutionen, anderen Trägern 
- Kooperation mit Ärzten, Therapeuten, sonderpädagogischen Einrichtungen 
- Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnliche Strukturen) 
- Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersonen / Großtagespfleges tellen in der 
Sonnenstraße denkbar 
- interkulturelle und generationenübergreifende Angebote  
- Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, Angebote je nach Bedarfen der Fa mi-
lien im Stadtteil 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert (Berliner Modell) 
- Fokus auf familienunterstützender Arbeit (Familie im Fokus) 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Regelmäßige Elterngespräche, Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, E l-
ternabende/-nachmittage usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Halbjährliche Elternbefragung

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Synergieeffekte mit bestehender Einrichtung „Lacki Kids“ und zukünftiger Einrichtung 
an der Middelerstraße 
- Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen zentralem Träger und Einrichtung  
- Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern 
- Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis-
senschaften etc.) und ist für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und Lei-
tungen zuständig ist 
- Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- 7 Teamtage pro Jahr für jede Einrichtung 
- Verschiedene Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeiter/-innen  und Eltern 
- Personalentwicklungskonzept (z.B. durch Coaching) 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen  nach Tarif 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale des Trägers 
- Ausbau der stadtweiten Angebote in Münster (Synergieeffekte hinsichtlich Persona l-
einsatz und Fachberatung) 
- Flexible Öffnungszeiten; Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Insbesondere Erfahrung bei Betriebskitas 
- Bilingualer Kita-Alltag wird angestrebt

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt              
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft 
des FRÖBEL e.V.  
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im paritätisc hen Gesamt-
verband 
- Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbetreuung und Hilfen zur Erziehung 
(insgesamt über 180 Kitas in Deutschland, rund 60 davon in NRW) 
- Philosophie des Friedrich Fröbel (Kinder verfügen über individuelles Bildungspotential) 
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor 
- In 2019 Eröffnung der Kindertageseinrichtungen Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und 
2020 der Kita Landsberger Straße in Amelsbüren 
- Ab 01.08.2021 Betreiber der Kindertageseinrichtung im Zentrum Nord 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Arbeit mit offenem Konzept, Raumgestaltung in Funktionsbereiche 
- Konzeptioneller Schwerpunkt Sonnenstraße : Geschichte und Geschichten 
- Schwerpunkt Bilingualität 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren 
- Individualisierung und Partizipation von Kindern 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr 
- Flexible Öffnungszeiten, an den Bedürfnissen der Eltern ausgerichtet. 
- Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienzeit

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU-
Kinderrechtskonvention) 
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l-
turellen Kompetenz gefördert 
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Beh inderun-
gen 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams 
- Einsatz von männlichen Fachkräften 
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Ki n-
der 
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer errei chbar 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförd e-
rung 
- Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, altersentsprechende und hochwert i-
ge Ernährung vor 
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzu ng in Ab-
stimmung mit dem Investor möglich); Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur, 
Erlernen von Essenszubereitung 
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körperlichen / seelischen Entspannung 
und Ruhe 
- Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Bewegungskitas 
- Gewalt- und Suchtprävention 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter/-innen 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Bestehende Vernetzungen: 
- Kindertageseinrichtung am Emmy-Herzog-Platz (Markweg) ab dem 01.09.2019 in B e-
trieb, Eröffnung der Kita Zentrum Nord zum 01.08.2021 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakteure ist geplant 
- Kooperation mit der Martinigrundschule, um einen reibungslosen Übergang vom Ki n-
dergarten in die Grundschule zu ermöglichen und gemeinsame Projekte durchzuführen 
- Kooperation und Projekte mit der Großtagespflege in der Sonnenstraße, um Ü bergän-
ge zu gestalten; Erfahrungen durch die Übernahme einer Tagespflege mit angestellten 
Tagespflegepersonen 
- Aufgrund des Schwerpu nktes „Geschichte und Geschichten“ sind Kooperationen mit 
dem LWL-Institut für Regionalgeschichte und dem Landesarchiv NRW, LWL Museum 
für Kunst und Kultur geplant 
- Besuche in der Stadtbücherei und Kooperationen mit der Altenresidenz am Tibusplatz 
- Exkursionen und Ausflüge im Sozialraum (Stadtbücherei, Museum) 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum bei Bedarf gewünscht

3 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlb e-
finden des Kindes 
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Elternhospitationen möglich 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Regelmäßige Elternbefragungen 
- Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten  
- Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch und Verweilen einlädt  
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement 
- Externe Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und  In-
formationssystem) 
- Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterienkataloges (NKK) 
- Jährliche Evaluation der pädagogischen Arbeit 
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu pädagogischen Themen 
- Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen  nach eigenem Haustarifvertrag 
- Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik 
 
 
4. Besondere Merkmale des Trägers 
- Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferien 
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte zu nutzen (hier mit den na hege-
legenen Kitas in der Innenstadt am Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und im Zentrum 
Nord) 
- Eröffnung einer Geschäftsstelle in Münster ab Juni 2019 
- Erfahrungen als Träger in der Kindertagespflege, ggf. Übernahme der Gr oßtagespflege 
Sonnenstraße denkbar

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Global Education gGmbH 
Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH 
Friesenring 50 
48147 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochtergesell schaft der pme Familienser-
vice gGmbH  
- Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 S tandorten in Deutschland, Öster-
reich, der Schweiz und Tschechien vertreten 
- Betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungseinr ichtungen in Deutschland (Kinder-
gärten, Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen)  
- In Münster mit einer Geschäftsstelle und einem Back-up -Service vertreten 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung lie gt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,20% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erf ahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor 
- Orientierung am modernen Familien- und Arbeitslebe n, Verständnis als Dienstleister 
- Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt 
- Kind als „autonomer und individueller Akteur seiner  Entwicklung“ (ressourcenorientiert, 
Resilienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungspro-
zesse 
- Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschendes Ler nen) 
- Tiergestützte Pädagogik 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der E ltern orientiert 
- Flexible Betreuungsmodelle möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion u nd Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschiedenen Migrati-
onshintergründen 
- Hoher Anteil von männlichen Fachkräften  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Part izipation 
- Schulungen der Mitarbeiter/-innen zu den einzelnen  Themenfeldern (Experten) 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt 
- Frische und selbstständige Zubereitung in der Kochküche  (Frischkostküche, sofern 
bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) 
- Regionale und saisonale Lebensmittel 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita  
- Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandtei le der Gesundheitsförderung 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesun dheitsförderung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen ist konzeptionell vorgeseh en 
- Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften 
- Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen 
- Kontakte zum Jugendamt, sozialpädiatrischen Zentren, Zahnärzten, Therapeuten 
- Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Sozi alraum (z. B. Projekte) 
- Sozialraumorientierung bei Ausflügen 
- Die Übergänge zwischen Tagespflege, Kita und Schule w erden sensibel begleitet 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell 
- Jährlich stattfindende Elternbefragungen  
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Feedback als Chance für die Weiterentwicklung 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternab ende usw. finden statt 
- Regelmäßige Newsletter für die Eltern 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnah men 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mita rbeiter/-innen 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement 
- Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familienser vice gGmbH angesiedelt 
- internes pme Familienservice – Wikipedia als Plattfor m für Fachkräfte 
- Kinderschutzkonzept liegt vor

3 
 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 
- Qualitätssicherung nach DIN ISO-Zertifizierung sowie anhand des Nationalen Kriteri-
enkatalogs (NKK) 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Erfahrungen mit flexiblen und erweiterten Betreuu ngszeiten 
- Bildungsschwerpunkt: „Haus der kleinen Forscher“, Ernäh rung, Bewegung 
- Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münster

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt              
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kinderzentren Kunterbunt gGmbH 
Carl-Schwemmer-Straße 9 
90427 Nürnberg 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe mit Sitz in Nürnberg 
- 1998 als Elterninitiative gegründet 
- Spezialisiert auf Kinderbetreuung, Weiterbildung und frühkindliche Erziehun g 
- Idee: Erweiterte und ganzjährige Öffnungszeit zur Vereinbarkeit von Fami lie und Beruf 
- Seit 2004 / 2005 eingetragen als gGmbH 
- Aktuell Träger von bundesweit 80 Kitas – hiervon 30 in NRW (hauptsächlich Köln / 
Bonn) 
- Betreiber von zwei Einrichtungen in Telgte (Eröffnung 09/ 2018
 und 09/2019, als Part-
nereinrichtungen dienend) 
- Übergeordnete Rahmenkonzeption – individuelle Konzeptentwicklung am Standort an-
hand der Bedarfe und Ressourcen 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Übergeordnetes Rahmenkonzept 
- Ko-konstruktive Arbeit in den Kitas, Lernen durch Zusammenarbeit 
- Schwerpunkte werden individuell am Standort entwickelt anhand der Bedarfe und Re s-
sourcen 
- Träger hat bisher noch wenig Erfahrungen mit Familienzentren, steht  dem aber offen 
gegenüber und plant in zwei Einrichtungen aktuell die Weiterentwicklung zum Familien-
zentrum 
- Teiloffenes Konzept (angepasst auf altersspezifische Differenzen) 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.30 Uhr – 17.00 Uhr 
- Flexibles Stundenbuchungssystem 
- Öffnungszeiten werden anhand von Bedarfsabfragen angepasst 
- Zusätzliches Angebot von flexiblen Buchungsstunden (ExtraZeit)

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Inklusion als wichtiger Faktor für gelingende Bildungs- und Betreuungsarbei t im ganz-
heitlichen Sinne (Kinder, Familie, Fachkräfte) 
- Qualitätsleitungen betreuen jeweils 15 Kitas in päd. Fragen und allen Querschn ittsfra-
gen 
- Konzept der Ko-Konstruktion: Individuelle Betrachtung und Partizipation  des Kindes 
(z.B. Kinderkonferenz) 
- Beteiligung der Eltern und Kinder in Entscheidungsprozessen 
- Möglichst gemischtgeschlechtliche Zusammensetzung des Teams 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bereits in bestehenden Kitas ist der Bereich der Gesundheitsförderung ein Schwe r-
punkt 
- Aktive Arbeit im Bereich Bewegung und Ernährung 
- Hygiene und Zahngesundheit konzeptionell verankert 
- Beratung und Angebote für Familien zum Thema Gesundheitsförderung 
- Kräutergarten im Außenbereich 
- Angebote für Eltern zu diesen Themen 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Kooperation mit z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien im  Stadtteil 
- Vernetzung mit Kindertagespflege gewünscht, Übernahme der Trägerschaft ei ner Groß-
tagespflegestelle vom Träger gut vorstellbar 
- Teilnahme an AKs und AGs ist gewünscht 
- Synergien mit Partnereinrichtungen in Telgte (u.a. Vertretungsregelungen) 
 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell 
- Ko-Kunstruktion in der Elternarbeit durch die aktive Beteiligung der Eltern und Kinder in 
Entscheidungsprozessen 
- Sicherstellung der Partnerschaft durch gemeinsame Gremienarbeit 
- Offener Austausch mit Eltern (Transparenz) 
- Feedbackgespräche bei Verlassen der Kita 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen 
- Interne Fortbildungen durch Inklusionsfachberaterin 
- Vier Fortbildungstage pro Mitarbeiter/-innen / Jahr 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Jährliche anonyme Mitarbeiter/-innen- sowie Elternbefragung 
- Feedbackgespräche sind jederzeit möglich 
- Facilitymanagement zur kurzfristigen Behebung von Sachmängeln

3 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau der Angebote in Ballungszentren / Raum Westfalen 
- Angebot der erweiterten und ganzjährigen Öffnungszeiten

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co 
KG 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von bundesweit aktuell 30 Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen  
- Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtungen Willingrott, H ermannschule, und 
Interims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und in 
2019 Inbetriebnahme von drei weiteren Einrichtungen (Meyerbeerstraße, Eichendorff-
straße, Pavillon Beckstraße) 
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor 
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes 
- Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anhand der bestehenden Bedarfe und 
Ressourcen des Teams, der Eltern und Kinder 
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder 
- Sprachförderung im Kitaalltag 
- Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entwicklungsprofile) liegt vor 
- Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg 
in das Modell ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
 
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 16.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschied enen Migrati-
onshintergründen
 
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migrat ion / Inklusi-
on  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern 
- Möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmit teln nach 
DGE-Standards an 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag 
- Projekte zur Gesundheitserziehung und Zahngesundheit in Kooperation mit dem G e-
sundheitsamt 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita, auch in Kooperation mit Vere i-
nen im Stadtteil 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. Martinischule) im Sozialraum 
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pr o-
jekte usw. 
- Kooperation mit Sportvereinen im Sozialraum geplant 
- Kooperation mit der Großtagespflege in der Sonnenstraße 
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, der Bücherei, Ärzten, Betri eben und ande-
ren Akteuren im Sozialraum geplant 
- Teilnahme an Arbeitskreisen und AGs ist geplant 
 
 
3.5. Erzi ehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Modell am Kind orientiert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kindern 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Jährliche Elternbefragung 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 
- Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode 
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale des Trägers 
- Möglichkeit verschiedener Schwerpunktbildungen anhand sozialräumlicher Bedarfe 
(Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) 
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfe rnen Familien 
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte (Vertretungsregelungen,  Fachbe-
ratung vor Ort) zu erzielen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
  
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH  (Outlaw gGmbH) 
Johann-Krane-Weg 18 
 
48149 Münster 
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Gründung des Unternehmens in 1987, seit 10 Jahren in Münster tätig 
- Die Outlaw gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und Ju-
gendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband 
- In Münster ist der Träger mit 7 Kindertageseinrichtungen und einer Dependance  ver-
treten, in der Region West mit 40 Einrichtungen 
- Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung s ind bei Outlaw mit der Überschrift 
„Kita und More“ zusammengefasst und stehen nicht nur für die Betreuung von Kindern 
in Kindertageseinrichtungen, sondern umfassen alle Angebote frühkindlicher Bildung, 
Betreuung und Erziehung 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,50% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor. 
- Pädagogisches Konzept wird an die jeweiligen Rahmenbedingungen des Sozia lraums 
angepasst 
- Kita als zweites Zuhause für Kinder 
- Leitgedanke: spielend lernen 
- Alltagsintegrierte Bildung, individuelle Förderung des Kindes 
- Videobasierte Bildungsdokumentation 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum gewünscht 
- Alle Kitas arbeiten bereits in familienzentrumähnlichen Strukturen 
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote 
und Projekte für Familien)

2 
 
Flexible Angebote: 
- Angebot von flexiblen Öffnungszeiten, Teilnahme an den Modellprojekten FlexiZeit und 
ExtraZeit 
- Regelöffnungszeit nach Bedarfen der Eltern 
- In den Ferien eingeschränkte Öffnungszeiten 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik  
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Integration ist gelebter Alltag 
- Erfahrung in der Betreuung von Kindern mit Behinderung in allen Einrichtungen  
- Multiprofessionelle und multikulturelle Teams  
- Ca. 15-20 % Anteil männliche Erzieher 
- Angebote und deren Vermittlung für Familien hinsichtlich Sprachkurse etc. (Famili en-
zentrumähnliche Angebote) 
- Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen entsprechend der Bedarfe 
- Partizipation hat hohen Stellenwert (Kinderparlament, Kinderkonferenz; „Paul“ stellv. 
für den Stellenwert und Bedeutung der Partizipation) 
- Förderung der individuellen Entwicklung von Jungen und Mädchen 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Zahlreiche Bewegungsangebote 
- Nutzen der umliegenden Spielplätze, Waldtage, Sportangebote  
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hinsichtlich Hygiene 
- Erste-Hilfe-Angebote auch für Kinder 
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung  
- Das Mittagessen wird von einem Caterer bezogen, der seinen Menüplan auf die b e-
sonderen Essgewohnheiten und Bedarfe der Kinder (Religion, Allergien, Vegetarier) 
ausrichtet 
- Es soll ein verlässliches kindgerechtes Angebot von Ernährung, Bewegung und En t-
spannung im pädagogischen Alltag geschaffen werden 
- Ressourcen im Team geschaffen (Logopädie und Motopädie) 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Flexible Betreuungszeiten sollen passgenau auf die Bedürfnisse der Familien abge-
stimmt werden (FlexiZeit, ExtraZeit) 
- Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas, Grundschulen, Sportvereinen 
- Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis und AGs 
- Übergang Kita und Schule durch Hospitationen, gemeinsame Feste, Aktionen und r e-
gelmäßiger Austausch der Akteure, Kinder sollen den Schulweg kennenlernen 
- Kooperation mit der Kindertagespflege, Übergänge sollen sicher gestaltet w erden, 
Entwicklung von Konzepten mit der Kindertagespflege / Großtagespflege im Gebäude 
Sonnenstraße 
- Synergien und Kooperationen mit der Kita Uppenberg / Wienburgstraße 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar

3 
 
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.  
Der Träger garantiert: 
- Individuelle Eingewöhnungskonzept e nach dem Berliner Modell 
- Bedarfe der Kinder durch regelmäßigen Austausch mit den Eltern erkennen, Entwi ck-
lungsgespräche zwei Mal jährlich 
- Transparente Kommunikation mit den Eltern 
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und Mitarbeiter/-innen 
- Elternbeirat und Elternabende finden regelmäßig statt 
- Unterstützung der Familien im Aufbau von Netzwerken 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Freistellung der Leitung auch in kleinen Einric h-
tungen 
- Springerkrä fte für alle Einrichtungen in Münster 
- Pädagogische Fachberatung als Bereichsleitung 
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen 
- Transparentes und kommunikatives Führungsleitbild wird gelebt 
- Erarbeitung eines eigenen Qualitätsmanagementsystems (angelehnt an QuaMS) 
- Leitungsrunden und AGs finden regelmäßig zum Austausch statt  
- Ausbildung von Erzieher/-innen im Anerkennungsjahr, praxisintegrierte Ausbi ldung, 
Berufspraktikanten 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungsangeboten in untersc hiedlichen 
Stadtteilen in Münster 
- Weitere ergänzende Angebote im Stadtteil, insbesondere die Vermittlung v on gezielten 
Angeboten im Bereich der flexiblen Betreuungszeiten mit FlexiZeit und ExtraZeit 
- „Kita-Sozialarbeit“ wird auch in Münster verankert (Unterstützung, Beratung, Angebote 
und Projekte für Familien) 
- Synergien und Kooperationen mit der Kita Uppenberg / Wienburgstraße 
- Ausbau der Kindertagesbetreuung in Münster

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – 
ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 15 Kindertageseinrichtungen in NRW und 
Brandenburg / Berlin 
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Angebot von Brückenprojekten: Mobile Kitas (für K inder mit Fluchthintergrund) 
- Seit April 2017 gehört Stepke
 zur AcadeMedia Gruppe 
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Tr äger 
- Ausbau der Angebote in NRW 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9,00% Trägeranteil 
In Münster entfallen sowohl die Aufnahmegebühr als auch die Zusatzbeiträge. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor 
- Situationsorientierter und systemischer Ansatz 
- Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig  vom Sozialraum 
- Konzeptionsschwerpunkte z.B. Schwimmen, Wald- und  Wiesentage, Musik, Bewe-
gung, Natur, Ernährung 
- Bilingualität durch Native Speaker in allen Einri chtungen 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationsk ultur  
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr  
- Bei Bedarf 11 Stunden Öffnungszeit möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind entsprechend s einer Bedarfe 
- Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integr ation / Inklusion / Migration und Ge-
schlechtsidentität 
- Barrierefreie Kitas 
- Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Qu erschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche 
Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) 
- Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversitä t) 
- Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Be reich (Kinderparlament, Einbezug 
bei Stuhlkreisen) 
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Mobile  Kita im Rahmen der Brückenpro-
jekte für Flüchtlingskinder 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Einrichtung einer Frischkostküche (sofern baulich e Umsetzung in Abstimmung mit dem 
Investor möglich) 
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse 
- Regelmäßiges Schwimmen, regelmäßige Wald- und Wie sentage 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a 
- Kräuter- und Gemüsegarten  
- Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperatio n mit Gesundheitsamt) 
- Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch ge-
zielte Ausstattung der Räume 
- Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Vernetzung im Stadtteil durch Teilnahme an Stadtt eilarbeitskreisen und Integrations- 
sowie Brückenprojekten geplant 
- Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperati onen im Stadtteil (z.B. Familien-
/Jugendzentren, Sporteinrichtungen) 
- Kooperation mit anderen Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie umliegender 
Trägerlandschaft und sozialen Institutionen des Stadtteils angestrebt 
- Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen, um d ie Vorschulgruppen an den Be-
darfen der Schule auszurichten 
- Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert , um guten Übergang in die Kita 
zu schaffen 
- Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende, Elternstammtische, 
gemeinsame Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. finden statt 
- Transparente Elterninformationen durch TV im Eing angsbereich, Dokumentationen etc.
 
- Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden  
- Elternhospitationen möglich 
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellt e Leitung, drei Vollzeitkräfte pro 
Gruppe 
- Einarbeitung neuer Leitungskräfte ein halbes Jahr  vor Inbetriebnahme der Kita 
- Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte 
- Regionalbüro in Wuppertal 
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wi rd vor Ort in den Kitas umgesetzt 
- Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarb eiterumfragen 
- Kostenfreie Fortbildungsangebote für alle Mitarbe iter/-innen in der Stepke Akademie zu 
aktuellen Themen 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mit arbeiter/-innen und Externe 
- Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen und Wald- und  Wiesentage 
- Bilingualität

Anlage 6.2 Konzeption Fröbel

70106 Zeichen

Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft 
an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt  
(Ausschreibungsnummer: 09/2018) 
Zeichen: 51 10 0014 / 51.10.0013 
 
 
 
 
 
 
 
08.01.2019 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Internet: www.froebel-gruppe.de 
 
Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: 
Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 71 
just@froebel-gruppe.de 
 
Bärbel Klünter, Geschäftsleiterin 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 62 
kluenter@froebel-gruppe.de

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Sonnenstraße 08.01.2019 
 
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Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH mittlerweile rund 180 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem 
stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das 
beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres 
Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick-
lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf wesentliche Ziele.  Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen 
für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 57 Kinderg ärten in NRW um. Von diesen 57 
Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert. 
Gern möchten wir unser Angebot durch die Betriebsträgerschaft der neuen Kinderta-
gesstätte an der Sonnenstraße in Münster-Mitte erweitern. Nicht zuletzt wird diese Kita 
von den Synergieeffekten sowie dem fachlichen Austausch mit den bereits neu entste-
henden Kindergärten – insbesondere denen im Am Emmy-Herzog-Platz sowie im Zent-
rum-Nord - profitieren und umgekehrt. Von besonderer Attraktivität für die Stadt Münster 
dürfte dabei unsere langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kindern unter drei Jah-
ren, unsere an die Bedürfnisse der Familien flexibel anzupassende Öffnungszeit sowie 
unsere durchgängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein. 
Für den Start einer neuen Einrichtung im Stadtteil Altstadt  steht ein Expertenteam aus 
unserem pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie 
übernehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur 
Inbetriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing 
sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak-
quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder 
stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation 
zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin-
dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle 
Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich-
keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL -
Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un-
terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem 
Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so-
wohl auf regionale Unterstützung aus der Geschäftsstelle der Region Rhein-Ruhr als auch 
auf Unterstützung aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. 
In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In-
formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan-
zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz-
liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild 
(Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit einem Überblick der be-
sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder-
zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Sonnenstraße 08.01.2019 
 
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Inhalt 
1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 
1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 
1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 
1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 
2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 
2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 
2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 7 
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 8 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 
2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 11 
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 13 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 15 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 16 
2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 16 
2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 17 
2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 17 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 18 
2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 18 
2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 18 
2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 19 
3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 21 
4 Finanzierung ..................................................................................................................... 22 
4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 23 
5 Referenzliste ..................................................................................................................... 24

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1 Trägerhintergrund 
1.1 Organisation und Struktur 
Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI-
SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bild ung und Erziehung gemei n-
nützige GmbH bundesweit rund 180 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun-
gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen 3.600 Mitarbeiter*innen rund 16.000 
Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg,  
Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig -Holstein sowie in 
Australien und Polen. Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungspläne, Sozial-
räume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshin tergrund und verschie-
dene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewähr-
leistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller Betreuung von Kindern. 
1.2 FRÖBEL als Träger 
Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die 
sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in  der Übernahme einer Träger-
schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda-
gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass 
wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. 
Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein 
professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago-
gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. 
Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte an der Sonnenstraße 
in Münster wird diese in die Region Rhein -Ruhr eingegliedert. Alle buchhalterisch not-
wendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung der landesspezifischen Bildungsschwer-
punkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachberatung vor Ort sowie Mitarbei-
ter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sichergestellt und koordiniert. Neben Verwal-
tungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, Lohnabrechnung, Mittelverwaltung 
und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle auch eine zentrale fachliche 
Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisation. Ebenso stellt FRÖBEL als Trä-
ger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal sicher.  
Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri-
gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, 
die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech-
nungssysteme zu erfüllen. 
1.3 Trägerkonzeption  
Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich-
tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und 
Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein-
richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der 
einen und Individualität auf der anderen Seite.

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Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli-
chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente be inhaltet. Ne-
ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme , für Ein-
richtungen in Münster die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinderta-
gesbetreuung und Schulen im Prima rbereich in Nordrhein -Westfalen“ geben die FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von 
FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi-
sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens-
leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit-
bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern 
im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin-
der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer 
Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs-
prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. 
Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische 
Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden 
in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi-
schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung 
in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis-
tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der-
zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be-
obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, 
gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. 
Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So-
zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, 
und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann 
eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be-
wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien-
tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen 
Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der 
Einrichtungskonzeption festgeschrieben.

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2 Fachlichkeit 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel 
Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder-
gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö-
bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün-
dete Pädagogik mit dem  Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf-
fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For-
schung. 
In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, 
bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, 
der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungspro-
zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er-
worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die 
Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu einer ästheti-
schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für 
das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 
2.1.2 Was Bildung für uns ist 
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da-
rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil-
dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum 
in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem 
Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit.  
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni-
tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche 
Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.  
Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich 
die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent-
decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen 
dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter-
schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen s ich mit den Spielideen 
der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. 
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, 
dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa-
tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre 
Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be-
zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago-
gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und 
Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un-
terstützen.

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In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prin zipien die 
notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt 
und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen  wer-
den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als 
Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer 
Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie genommen werden 
und mitbestimmen können, das alles sind  für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, 
Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms 
Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren 
Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - 
und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis.  
Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, 
▲ Bewegung, 
▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, 
▲ Sprache und Kommunikation, 
▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, 
▲ Musisch-ästhetische Bildung, 
▲ Religion und Ethik, 
▲ Mathematische Bildung, 
▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, 
▲ Ökologische Bildung, 
▲ Medien,  
werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan-
der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago-
gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den 
Themen und Interessen der Kinder – um.  
Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti-
gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen 
die Sinne an, regen Aktivitäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick-
lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi-
schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer 
wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich 
ist.  
2.1.4 Partizipation 
Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten 
wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent-
scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv

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kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder-
tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in 
ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent-
scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind.  
Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon-
vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln si e 
Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün-
sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de-
mokratische Strukturen hinein.  
In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie-
dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, 
situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna-
tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. 
Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz-
lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin-
der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei-
tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar-
über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen 
oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen.  
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation 
Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug 
pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder 
zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge-
staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen 
und ggf. zu verändern.  
Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokumentation, di e es aktiv mit ge-
stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein 
solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern-
prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho-
discher Kompetenzen, da die  Kinder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen 
können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt 
werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes.  
Um die pädagogische Arbeit transparent zu gest alten, werden verschiedene Doku -
mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati-
onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten 
der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden. 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie 
sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere 
zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von 
Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut-
scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung 
wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt.

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Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe-
tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als 
sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin-
dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von 
Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von 
Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. 
Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter-
hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche 
Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der 
bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine 
weitere Fremdsprache ins pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung da-
für ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweiligen 
Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache nicht 
durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. Durch die 
sie umgebende Fremdspra che kommen die Kinder ganz selbstverständlich in Kontakt 
mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags selbst 
beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. Damit 
stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. Denn nur 
wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und ihren In-
teressen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Kindern 
geschaffen. 
 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender 
FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie-
hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil-
dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von 
Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der 
Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung 
von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern a n Bildung und Gesellschaft eine 
große Bedeutung zu. 
Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir 
uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den international aner-
kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität 
in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich-
tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen, das Ge-
schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und 
kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen 
ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen 
und Ressourcen von Kindern und dami t sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend 
sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, 
die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku-
mentationen nachhalten. Über eine enge Bildu ngs- und Erziehungspartnerschaft mit 
den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die 
dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall 
steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem

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zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein 
fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und 
Handlungspläne zu erstellen. 
Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen 
bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien 
und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil 
der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und 
gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung 
und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede 
zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch 
als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten 
sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) 
den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund 
ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, 
findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von  Benach-
teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den 
Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen-
lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra-
ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem 
Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge-
meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra-
chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für 
verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen 
Kompetenzen gefördert.  
Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu 
unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge-
schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch 
Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, 
sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an-
gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen 
auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht 
nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils 
anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. 
B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel 
mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen 
unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs-
kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin 
begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er-
fahrungen erleben kö nnen. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden 
im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön-
lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von 
Kindern untermauern.

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2.3 Gesundheitsförderung 
Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf-
gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour-
cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz-
heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh-
rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven-
tion. 
Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen-
wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi-
schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo-
torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den In nenräu-
men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume 
für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.  
Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin-
den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress-
regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und 
verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück-
zugsbedürfnissen. Im pädagogisch ge führten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge-
schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln 
und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen.  
Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentsp re-
chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge-
sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und 
religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern 
im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas-
ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung 
der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen 
und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die 
die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten 
und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran-
staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er-
höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte-
griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss-
handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat 
dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt 
und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Be-
standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi-
bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz-
teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, 
Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen.  
Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär-
ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi-
ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr 
der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei-
ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung 
des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits-
schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement

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sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel-
bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote.  
 
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen-
arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regio-
nen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. 
Die künftige Einrichtung befindet sich in den Räumen des ehemaligen Hauptzollamtes 
und des ehemaligen Teilbereiches des Bundesvermögensamtes am östlichen Rand der 
Altstadt, direkt am Promenadenring, dem damaligen Befestigungsring der Stadt,  der 
sich heute als „grüner Ring“ um die Altstadt legt. Im nahen Umkreis befinden sich weitere 
Kindertagesstätten anderer Träger sowie die offene Ganztagsgrundschule Martinischule 
Münster, mit der wir eine Zusammenarbeit anstreben . Gegenseitige Besuche sowie ein 
enger pädagogischer Austausch ermöglichen einen reibungslosen Übergang vom Kin-
dergarten in die Grundschule. Die Teilnahme am „Kita -Navigator“ ist für FRÖBEL selbst-
verständlich. 
Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer acht-
gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 130-135 Plätzen, 
von denen 36 U3-Plätze und 94-99 Ü3-Plätze sind. Für die Aufnahme von Kindern unter 
drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichte tes Konzept, das unter anderem eine 
sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner  oder Münchener Eingewöhnungsmodell, so-
genannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, liebevolle Beziehungen zu Be-
zugserzieher*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL-Einrichtungen können Kinder ab einem 
Alter von acht Wochen betreut werden, sodass wir im Gebiet der U3-Betreuung umfas-
sende Erfahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtung übertragen werden. Bei der 
Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orientieren wir uns an den Bedürf-
nissen der Familien und ermöglichen so eine bessere Vereinbarkeit von „Familie und Be-
ruf“. Schließtage durch Teamfortbildungen und Konzeptionstage werden langfristig an-
gekündigt. 
Die sozialräumliche Einbindung der Einrichtung als Ort der Beg egnung von Familien ist 
für uns von großer Bedeutung. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- und 
Alltagsthemen der Familien sein. Deshalb betrachten wir die Zusammenarbeit mit den 
Familien und damit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundle-
gende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen ei-
gener Einrichtungen als Familienzentren zurückgreifen. Familienmitglieder können bei-
spielsweise Ausflüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern orga-
nisieren oder sich als Lesepat*innen in den pädagogischen Alltag einbringen. 
Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförderung 
für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in 
Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädagogischen 
Arbeit gestellt, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kindertages-
einrichtung zeigt.  
Aufgrund der Lage der Einrichtung, ist der geplante Schwerpunkt: „Geschichte und Ge-
schichten“. Am Rand der Altstadt gelegen lässt sich die Kita in der (Stadt -)Geschichte

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verorten: Am Kriegerdenkmal vorbei führt der Weg über die Promenade die Kinder direkt 
zum LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und zum Landesarchiv NRW, Abtei-
lung Westfalen. Auch zum Stadtmuseum und zu zahlreichen alten Kirchen, zum Dom, 
zum historischen Rathaus, zum LWL-Museum für Kunst und Kultur und zum Zwinger ist es 
nur ein Katzensprung – Orte und Institutionen, deren regelmäßiger Be such im Rahmen 
von Kooperationen den Kindergartenalltag bereichert und die Kinder an die (Stadt-)Ge-
schichte heranführt. Ein*e Expert*in des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte 
oder vom Landesarchiv NRW kann eingeladen werden, um den Kindern das „Früher“ zu 
vermitteln. Von früher berichten können auch die Bewohner *innen der Altersresidenz 
DKV-Residenz am Tibusplatz , die die Einrichtung besuchen oder von den Kindern be-
sucht werden können. Die nahegelegene Stadtbücherei bietet eine ideale Brücke von 
der gelebten Geschichte, die die Kinder in der Stadt erleben und entdecken, zu ge-
schriebenen Geschichten: Hier kann die erlebte Stadtgeschichte mit entsprechender 
Literatur vertieft sowie zahlreiche andere Geschichten entdeckt werden.  
Der Schwerpunkt „Geschichte und Geschichten“ wird auch in der Gestaltung des In-
nenbereichs und des Außengeländes der Kindertageseinrichtung aufgegriffen. Histori-
sche (Stadt-)Modelle und Abbildungen regen die Kinder, Eltern und pädagogischen 
Fachkräfte an, über „früher“ zu  sprechen, mit vielfältigem Kreativmaterial können die 
Kinder ihre eigenen Vorstellungen von Geschichte kreativ umsetzen. Wie sah früher die 
Stadt aus? Auch die Geschichte des Gebäudes kann aufgegriffen und zum Thema ge-
macht werden. Einrichtungsgegenstände von „früher“ sind Zeugen der Geschichte. Ge-
schichten wiederum finden die Kinder in den Büchern, die in den Bücherregalen und 
Bücherwagen bereitstehen, die nicht nur in der Leseecke, sondern auch in allen ande-
ren Räumen ihren Platz haben. Jederzeit können die Kinder sich aus den frei zugängli-
chen Büchern ihr Lieblingsbuch zum Schmökern und Anschauen herausnehmen, ob al-
leine oder gemeinsam. Auch Vorlesen und das Bilderbuchkino sind feste Bestandteile im 
pädagogischen Alltag – nicht nur durch das pädagogische  Fachpersonal, sondern 
gerne auch durch engagierte Eltern, Großeltern und andere Familienmitglieder. Sowohl 
die historische Geschichte als auch die literarischen Geschichten bieten Raum für viel-
fältige Projektideen.  
Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbild ung der Einrichtung sehen wir eine Vernet -
zung mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen sowie der Teilnahme an ent-
sprechenden Fachgremien vor. 
 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie-
hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit 
steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. 
Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartnerschaft münd en zu lassen, in 
der 
 sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein-
richtung austauschen und kooperieren, 
 die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich-
tung) anerkannt wird,

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 die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages-
einrichtung wahrgenommen wird, 
 die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung 
zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. 
Im Sinne einer auf diese Art gestal teten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich-
tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung des Kin-
des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher 
Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben 
den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen 
der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit 
auch die entsprechende Berücksichtig ung der individuellen Bedürfnisse von Familien 
und Kindern - beides bedingt sich.  
In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - 
und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko-
operationsangebote vorgesehen: 
 Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie 
und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge-
wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf 
eingehen zu können.  
 Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein-
schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes 
sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge-
schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und 
der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. 
 Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder-
tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. 
 Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie 
Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. 
 Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und 
Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi-
scher Aktivitäten und Projekte. 
 Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla-
fen, Interessen und Neigungen des Kindes. 
 Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch 
der Eltern untereinander.  
Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche 
Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeira t) besetzt wer-
den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements 
auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als 
Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet.

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2.5.1 Gestaltung von Übergängen 
Eingewöhnung 
Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der 
neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih-
ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit 
die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen 
kennenzulernen.  
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine 
neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die 
Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen 
und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart-
ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. 
Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungsko nzept, das sich entweder am Berliner 
oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang 
für alle Beteiligten. 
Alltägliche Übergänge 
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag 
durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das 
Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri-
tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin-
der und Familien gleichermaßen.  
Übergänge im Haus 
Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit 
zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände-
rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperso n können sie die neue 
Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf-
bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. 
Übergang in die Grundschule  
Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften k ompetent vor-
bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei-
tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten-
jahr an Bedeutung.  
Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl 
Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar-
beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame 
Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und 
die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten.  
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt 
aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon-
nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau-
ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr.

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2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ-
BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und 
Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral v erantwortlich für 
das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. 
Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: 
 Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen 
durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK) in Kindertageseinrichtungen.  
 Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller 
Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda-
gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro-
zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher-
zustellen. 
 Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter 
Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS.  
 Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der 
Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun-
gen. 
 Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The-
men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher-
heit, Hygiene und Datenschutz. 
 Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe-
rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um 
aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und 
wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver-
pflichtende externe Evaluation in Berlin). 
 Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund 
der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs-
strategie. 
 Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge-
meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu 
erschließen. 
 Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie-
ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen 
Einrichtungen. 
 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit 
Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 
2.6.1 Interne Selbstevaluation

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Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio-
nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; 
Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch kon-
krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der 
Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ 
(Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch 
diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor-
tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages-
einrichtungen für die Sicherung de r Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener 
Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick-
lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 
2.6.2 Externe Evaluation 
FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei-
nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto-
ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu-
ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin-
dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer 
pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System 
einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich-
tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität 
durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ress ourcenorientierten 
Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich-
tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge-
stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwicke lt werden. 
Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte-
griert. 
2.6.3 Fachberatung 
Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb bei FRÖBEL. Sie 
sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali-
tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. 
So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä-
dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von 
einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be-
reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in 
den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste-
mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und 
auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstüt zungsleistungen 
zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach-
beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen 
von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt  die Fachbe-
ratung bei FRÖBEL nicht.

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2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung 
Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele-
ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt 
sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse 
der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei-
nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be-
dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 
2.6.5 Elternbefragung 
Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be-
standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als 
Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi-
schen Fachkräften. 
Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich 
durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak-
teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort an der Sonnenstraße wird einmal 
jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch die Be-
fragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokussiert zu 
formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kindes/ihrer 
Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in anonymisierter 
Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 
2.6.6 Personalmanagement 
Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezüglich Anzahl sowie 
Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge-
setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta-
geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden 
zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä-
dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die 
sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. 
Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die 
Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der 
eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwi cklung professioneller 
Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL-
Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. 
Individuelle berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinu-
ierlicher kollegialer Fachaustausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und 
akademischen Berufsabschlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personal-
entwicklungskonzepts. Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen 
hospitieren u nd sich in regionalen Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen 
austauschen. Eine besondere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe ei-
nes Konzepts von Fach- und Führungskarrieren realisiert, das eine Karrieremöglichkeit bei 
FRÖBEL darstellt.

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Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein 
tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran-
staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Sc hließtage 
im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL -Curriculums ermöglichen den Teams ge-
meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen 
sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. 
Neben Fortbildungen gehören zu den s ystematisch genutzten Instrumenten der Perso-
nalführung und -entwicklung: 
 Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
 Regelmäßig stattfindende Teamberatungen 
 Jährliches Personalentwicklungsgespräch 
 Fachtage 
Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor-
bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei-
nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs-
konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) Rahmen und Ori-
entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter-
stützt: 
 Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und 
Fachberatung 
 Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung 
 Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung 
 Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen 
Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget 
für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich-
keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh-
men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera-
tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 
2.6.7 Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen oberstes Gebot und  ist 
im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen 
und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma-
lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 
2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst:  
▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Kinderschutzfällen 
nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der

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Einrichtung: Hierzu arbeitet ein internes Kinderschutznetzwerk mit verantwortli-
chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in 
den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt. 
▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung 
vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. 
Grundlegend sind dabei die gesetzli ch vorgeschriebenen Voraussetzungen (er-
weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen 
wie der Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. 
Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung 
mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen-
konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder-
schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit 
dem professionellen Umgang mit diesbezüglichen Elternbeschwerden und akti-
viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL.  
▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei-
chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn-
gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. 
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort 
sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. 
die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer 
möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Familien er-
folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder-
schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach-
stellen vor Ort.  
Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin-
dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich 
geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und 
Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar-
beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus 
akutem Anlass damit auseinandersetzen. 
Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und 
immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin-
der zu gewährleisten, Missstände schnellstmög lich abzubauen und in der Konsequenz 
präventiv zu wirken. Vor diesem Hintergrund wurde in Nordrhein -Westfalen der Bereich 
Kinderschutz mit einer eigenen Stelle ausgeprägt. Als Kinderschutzbeauftragte ist Frau 
Carmen Breitsch zentrale Ansprechpartnerin für alle FRÖBEL-Kindergärten.

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3 Finanzmanagement 
Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen 
der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung 
von FRÖBEL  in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches 
Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni-
sche Führung gewährleistet. 
Der FRÖBEL-Haustarifvertrag 
FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive L eistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für 
viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der 
die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli-
che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf 
der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah-
lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte 
dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der 
Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal 
eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver-
träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, 
für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden.  
 
Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal 
des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit ab 01. Januar 2019 (in EUR) befindet 
sich im Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leistungsmerkmale des 
Haustarifvertrages haben wir in einem Leporell o zusammengefasst, welches Sie als An-
lage zu dieser Interessenbekundung erhalten.

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4 Finanzierung 
Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent-
scheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden 
Betriebskosten in Höhe von 9 Prozent. 
FRÖBEL erklärt, die erforderlichen Mittel für die Anschaffung von Möblierung und Spiel-
material des neuen Kindergartens aus Eigenmitteln bereitzustellen. Sofern zum Zeitpunkt 
der angedachten Eröffnung des K indergartens ein Fördermittelprogramm für die Aus-
stattung des Kindergartens erreichbar ist, wird FRÖBEL einen Antrag auf investive Förder-
mittel stellen um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren.  
Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen 
als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen 
den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Sofern die Stadt Müns-
ter der Bereitstellung von Belegplätzen an Unternehmen im Rahmen der besseren Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf positiv gegenüber steht, so stünden dem Kindergarten 
weitere finanzielle Mittel  zur Verfügung, die in die weit ere Ausprägung von Bildungs-
schwerpunkten investiert werden können. Zur Refinanzierung der Frischküche erhebt 
FRÖBEL ein Essensgeld welches pro Kind rund 60 Euro im Monat beträgt. Hinzukommen 
Einnahmen für Verpflegung von eigenen Beschäftigten. Das Angebot einer Frischküche 
ist in allen von FRÖB EL neu eröffneten Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil und 
Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. 
FRÖBEL hat allein in den letzten zwei Jahren elf neue Kindergärten eröffnet und verfügt 
über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die Pla-
nungsprozesse daher fundiert und praxisnah. FRÖBEL steht für diese Trägerschaft als Mie-
ter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung bezügliche der Um-
nutzung des ehemaligen Hauptzollamtes und des Bundesverm ögensamtes zur Verfü-
gung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen den durch das Kinder-
bildungsgesetz refinanzierten Werten entsprechen und als Planungsgrundlage dienen. 
Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mietflächen bzw. Quadratmeter vorliegt, 
geht FRÖBEL davon aus, dass die entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale 
Sonderförderung ausgeglichen werden.

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4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag  
 
*) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
Gruppe Stellenbezeichnung Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F
1 Jahr 4Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre
Einstieg 3 FP 9 FP 15 FP 15 FP 9 FP
P10
Kindergartenleitung mehr als 17 Mitarbeiterinnen (VbE)3.689,86 3.815,57 3.951,30 4.077,01 4.202,73 4.346,42
P9
Kindergartenleitung bis 17 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.312,71 3.438,42 3.574,16 3.699,86 3.825,57 3.969,28
P8
Kindergartenleitung bis 8 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.182,93 3.308,62 3.444,36 3.570,08 3.695,78 3.839,48
P7
Koordinatorin 2.935,56 3.061,27 3.197,00 3.322,71 3.448,42 3.592,12
Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 
mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
- 2.961,48 3.097,21 3.222,93 3.348,62 3.492,33
Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 2.805,77 2.931,48 3.067,21 3.192,93 3.318,62 3.462,33
Erzieherin im Regeldienst mit Zusatzqualifikation und 
abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
- 2.879,04 3.024,74 3.150,47 3.266,19 3.409,88
Erzieherin im Regeldienst 2.723,31 2.849,04 2.994,74 3.120,47 3.236,19 3.379,88
Erzieherin im Regeldienst 
mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
- 2.818,59 2.984,31 3.110,02 3.205,74 3.349,45
Erzieherin im Regeldienst 2.662,86 2.788,59 2.954,31 3.080,02 3.175,74 3.319,45
Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 
mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum
- 2.525,55 2.661,28 2.786,99 2.912,70 3.056,39
Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 2.369,84 2.495,55 2.631,28 2.756,99 2.882,70 2.026,39
P2
Berufsbegleitende Ausbildung "PiA-Modell" *) 1.093,29 1.201,30 entfällt entfällt entfällt entfällt
P1
Erziehungshelferin ohne Ausbildung 1.862,89 1.988,60 entfällt entfällt entfällt entfällt
P4
P3
Beschäftigungszeit:
Pädagogischer Bereich
P6
P5
1 Jahr 4 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre
Einstieg 1 FP 4 FP 4 FP 4 FP 3 FP
T4
Küchenleitung ab 5 Regel-Beschäftigten 2.217,05 2.342,77 2.468,47 2.594,19 2.719,92 2.863,62
T3
Köchin/ technische Koordinatorin 2.157,17 2.282,91 2.408,62 2.534,32 2.660,05 2.803,75
T2
Wirtschaftsdienst/Haushandwerkerin/Reinigerin 1.666,89 1.729,76 1.792,60 1.855,46 1.981,18 2.124,89
T1
Ungelernte Reinigungskräfte/Hauswirtschaftshelferin 1.643,93 entfällt entfällt entfällt entfällt entfällt
Beschäftigungszeit:
Technischer Bereich

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5 Referenzliste 
Berlin 
Herr Sven Nachmann 
Abteilungsleitung Jugend und Familie, Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung Stadt Berlin, 
Tel. 030 - 90 22 75 503 
 
Hamburg 
Herr Dr. Dirk Bange 
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg,  
Tel. 040 - 428 63 2438 
 
Bonn und Rheinland 
Frau Carolin Krause 
Dezernentin Dezernat für Soziales, Bildung und Gesundheit der Bundesstadt Bonn 
Tel. 0228 – 77 2030 
 
Leipzig 
Herr Dr. Nicolas Tsapos 
Jugendamt Stadt Leipzig,  
Tel. 0341 – 1234683 
 
München 
Frau Dr. Susanne Herrmann 
Leitung Abteilung KITA, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München,  
Tel. 089 – 239 84440

Anlage 8.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt

13395 Zeichen

- 1 - 
Pädagogische Kurz-Konzeption für den Betrieb einer Kin-
dertagesstätte  
 
 
Die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Einrichtung wird in unserem allgemeinen Be-
treuungskonzept ausführlich dargestellt. Unsere strategischen Zielvorstellungen sind unserem 
Leitbild zu entnehmen. Sowohl das allgemeine Betreuungskonzept als auch unser Leitbild sind 
unter www.kinderzentren.de einsehbar. Das Bildungskonzept orientiert sich an der Bildungs-
vereinbarung Nordrhein-Westfalens. 
 
Gruppenstruktur 
Kinderzentren Kunterbunt bietet die Gruppenform I (2-6 Jahre), die Gruppenform II (0-3 Jahre) 
und die Gruppenform III (3-6 Jahre) an. Die Gruppenstruktur wird entsprechend der baulichen 
Voraussetzungen und der Nachfrage im sozialen Raum in Absprache mit dem  jeweiligen Ju-
gendamt angepasst.  
 
Personal 
Das Personal orientiert sich an den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes, Anlage zu § 19, 
ausgewiesene Fach- bzw. Ergänzungskraftstunden und der anteiligen Leitungsfreistellung.  
Jedem Mitarbeiter der KiKu -Familie steht ein festes Ausbildungsbudget zur Verfügung über 
das er sich weiterentwickeln kann. Hierzu führen unsere Qualitätsleitungen mit den Mitarbei-
tern Zielvereinbarungsgespräche. 
 
Eingewöhnung  
Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am „Münchener  Eingewöhnungsmodell“, dieses 
sieht eine sanfte, gestaffelte Eingewöhnung vor die sich am individuellen Bedürfnis des Kindes 
orientiert. Bei jedem Kind wird die Eingewöhnungszeit protokolliert und auf einem dafür vorge-
sehen Formblatt dokumentiert. 
 
Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Eltern sind Experten für ihre Kinder. Mit ihnen gehen wir eine Partnerschaft ein, die das Ziel 
verfolgt, gemeinsam den Bildungsprozess ihres Kindes optimal zu unterstützen und begleiten. 
 
Inklusion 
Inklusion ist ein international abgesicherter Rechtsanspruch. Natürlich ist es für uns ein selbst-
verständliches Anliegen, eine gelebte Inklusion fest im Elementarbereic h zu verankern und 
den Kerngedanken der Inklusion in unseren Kindertagesstätten zu leben.

- 2 - 
Gelebte Inklusion mit den Kindern 
 
Wir wollen Kinder mit „Leuchteaugen“, unabhängig davon ob eine sprachliche, körperliche o-
der sonstige Benachteiligung vorliegt. Dazu gehört, dass wir kein Kind ausgrenzen oder als 
Fürsorgeobjekt sehen, sondern sie an allem teilhaben lassen und ressourcenorientiert fördern. 
Durch diese inklusive Haltung schätzen wir alle Kinder gleichermaßen, was dazu führt, dass 
das Resilienzvermögen der Kinder gestärkt und gefestigt wird.  Wir machen es uns zur Auf-
gabe, sowohl für Kinder als auch für Eltern als „Resilientin“ wirksam zu werden und die „seeli-
schen Widerstandskräfte“ der Kinder zu wecken. Dafür schaffen wir Alltagssituationen in de-
nen die Kompetenzen der Kinder im Vordergrund stehen und erweitert werden. Die Kinder 
erhalten so eine Basis, sich als „starke Kinder“ erfahren. Sie erleben und spüren, dass sie 
etwas bewirken können, gebraucht werden und den Alltag mit bestimmen können. 
 
Gelebte Inklusion unter den Fachkräften 
 
Wir verstehen die gelebte Inklusion nicht nur als Arbeitsprinzip sondern als Lebensprinzip.  
In diesem Zusammenhang ist die ständige Überprüfung der eigenen Haltungen eine Grund-
voraussetzung, um eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern sicherzustellen. Wir legen Wert 
darauf, dass die pädagogischen Fachkräfte eine engagierte, lebendige und begeisterungsfä-
hige Haltung ausstrahlen. Durch eine Inklusionsfachberaterin finden außerdem interne Fort-
bildungen statt, in denen der inklusive Blick und die pädagogische Alltagsgestaltung im Vor-
dergrund stehen. Unser Ziel ist es, das unsere Fachkräfte eine inklusive Pädagogik gestalten, 
die neugierig, bunt, individuell, spannend und den Alltag der Kinder immer wieder zu einem 
Abenteuer werden lässt. In diesem Sinne ist es für uns von Interesse die derzeit bereits tätigen, 
erfahrenen und engagierten Fachkräfte einzubinden und weiter zu fördern. 
 
Gelebte Inklusion in der Bildungsarbeit mit den Eltern  
 
Um eine wertschätzende und bereichernde Bildungsarbeit mit den Eltern zu praktizieren, be-
gegnen wir den Eltern mit einer hohen professionellen Aufmerksamkeit. Schon immer galten 
die Eltern in unseren Einrichtungen als die Experten ihrer Kinder. Im Zuge der Inklusion haben 
wir neue Interventionen für eine noch optimalere Bildungsarbeit mit den Eltern entwickelt. Für 
die Entwicklungsgespräche benutzen wir unter anderem als Dokumentationsvorlage einen 
Baum, die Wurzel füllen wir mit den schon vorhandenen Stärken der Kinder, dabei holen wir 
die Eltern aktiv ins Boot, indem sie die Stärken ihrer Kinder benennen. Im Baumstamm werden 
die noch nicht vorhandenen Fähigkeiten benannt, welches das Kind noch erlernen muss. In 
der Baumkrone wird dann das individuelle Handlungskonzept mit den Eltern gemeinsam ent-
wickelt, welche Handlungsmöglichkeiten wir, als Einrichtung haben, und was die Familie zu 
Hause tun kann, um das Kind positiv in seiner Entwicklung begleiten zu können. Durch die 
veränderte Sichtweise, dass die Kinder keine Probleme mit sich bringen, sondern noch unge-
lernte Fähigkeiten, können wir als Team, sowie auch die Eltern, erneut den Kindern eine in-
klusive Haltung vermitteln, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Wir bieten 
ganzheitliche Elternabende zum Thema „Inklusion“ an. Um die Eltern optimal in den Prozess 
zur Entstehung einer inklusiven Kindertagesstätte einzubinden, entwickeln wir praktische Me-
thoden, die den Eltern das Verständnis für gelebte Inklusion näher bringt. 
In unserer pädagogischen Arbeit heißt Inklusion auch, die Unterschiede aller Kinder und Eltern 
wahrzunehmen, um Beteiligung unter Berücksichtigung der individuellen spezifischen Beson-
derheiten erkennen und entwickeln zu können.

- 3 - 
Teiloffen und kokonstruktiv 
Die Einrichtung wird teiloffen geführt. D.h. dass jedes Kind einer Gruppe zugeordnet ist, diese 
durch gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten auch als soziales Zuhause erlebt und sich mit 
dieser Gruppe identifiziert, dabei aber auf offene Türen im Hause trifft, die Raum für Begeg-
nung und gruppenübergreifendes Spiel ermöglichen. Daneben können Kinder zu bestimmten 
Zeiten am Tag an gruppenübergreifenden Angeboten z.B. in den Funktionsräumen teilneh-
men.  
In Anlehnung an die Bildungsvereinbarung NRW bieten wir neben Einzel- und Gruppenange-
boten auch gr uppenübergreifende Angebote und Projek te an. Die Spiel - und Bildungsange-
bote werden hierdurch erweitert und Kontakte über die eigene Gruppe hinaus ermöglicht.  
 
Dadurch lernen die Kinder Akzeptanz und Alternativen wahr - und anzunehmen. Sie bauen 
Kontakte zu Kindern anderer Gruppen und Mitarbeiter/innen auf und lassen sich auf „Neues“ 
ein. Hierbei wird ihre soziale Kompetenz gestärkt. Sie lernen, sich in anderen Räumlichkeiten 
und weniger vertrauten Umgebungen zurechtzufinden. Durch diese Form der pädagogischen 
Arbeit werden verschiedene Fähigkeiten der Kinder und besondere Neigungen gefördert. 
 
Unser Ziel ist, eine altersgerechte Entwicklung durch eine entwicklungsstandgerechte Förde-
rung zu ermöglichen und dabei den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.  Die Grund-
bedürfnisse sowohl im körperlichen, kognitiven, emotionalen als auch sozialen Bereich der 
Kinder von 0-3 Jahren unterscheiden sich wesentlich von denen der 3 - bis 6-Jährigen. Die 
unter dreijährigen Kinder benötigen in allen Belangen eine noch engere Begleitung im Alltag. 
Kindergartenkinder ab drei Jahren sind bereits selbstständiger und haben somit andere Mög-
lichkeiten zu agieren, gefordert und gefördert zu werden. Beispiele dafür sind u.a. die motori-
schen und sprachlichen Fähigkeiten, die Sauberkeitserziehung und der Schlafrhythmus. 
 
Auf diese Unterschiede wird bei uns in der Raumgestaltung, der pädagogischen Ausrichtung, 
den bereit gestellten Materialien und durch das geschulte Fachpersonal eingegangen.  
So lernen die unter dreijährigen Kinder die teiloffene Arbeit z.B. durch gruppenübergreifende 
Projekte für eine Altersgruppe oder auch durch das Nutzen des Ateliers „der Großen“ für ge-
zielte Angebote kennen. Für die Kindergartenkinder ab drei Jahren ist es erforderlich, dass die 
Funktionsbereiche differenzierter und täglich nutzbar sind, um ihre große Wissbegierde befrie-
digen zu können. In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die Kinder nicht voneinander in Gruppen 
zu isolieren. Begegnungen, gruppen- und altersüberreifend, sind daher möglich. 
 
Im Tagesablauf ermöglichen die pädagogischen Fachkräfte abwechslungsreiche und span-
nende Projekte. Hier werden die Kinder mit Lebenssituationen konfrontiert, in denen sie kog-
nitive, soziale und emotionale Kompetenzen erwerben können. Wichtig ist dabei, dass die Be-
dürfnisse und Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. Das betrifft sowohl das Thema des 
Projektes als auch seine Dauer, welche am Interesse der Kinder orientiert sind. 
 
Die Kinder wählen ihr Projekt im Rahmen von Kinderkonferenzen selber aus , dabei spielen 
Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit eine große Rolle. In einer solchen Kinderkon-
ferenz schlagen die Kindergartenkinder Themen vor, über die in einer demokratischen Wahl 
entschieden wird . Auch in den Gruppenformen II können Kinder schon Mit entscheidungs-
rechte wahrnehmen. Die Inhalte sind überschaubarer und die Wahl -Methoden altersentspre-
chend.

- 4 - 
Die Entwicklung der Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung ist wesentlich durch das 
Einüben und Erlangen von Selbstständigkeit geprägt. Beiderseitige Besuche und gemeinsame 
Aktivitäten von unter dreijährigen - und Kindergartenkindern erleichtern den jungen Kindern 
den Übergang in die Kindergartengruppen. Aber auch die Kindergartenkinder profitieren, in-
dem sie neue Freundschaften weiter pflegen können. Neben den Berührungspunkten, die sich 
aus der Gemeinschaft der Kinder ergeben, wie z.B. gemeinsam genutzte Räume, das Außen-
gelände, wird die Kooperation von Gruppen für unter dreijährige Kinder   und Kindergarten-
gruppen vor allem bei der Planun g und Durchführung von gemeinsamen Feiern und Festen 
gepflegt.  
 
Kindergartenkinder können auch Patenschaften für Krippenkinder übernehmen. Hierdurch 
werden die sozialen und die emotionalen  Kompetenzen, sowie die Werteorientierung en der 
Kinder gefördert. Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, damit ein Kind 
lernt, sich in soziale Gemeinschaften zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus, dass 
sich ein Kind in andere einfühlen, hineinversetzen und deren Perspektive (wie Gefühle, Wün-
sche, Bedürfnisse) erkennen kann. Die Kindergartenkinder üben sich in Verantwortung, Rück-
sichtnahme und Toleranz. 
 
Zur Spiel- und Freizeitgestaltung stehen den Kindern die vielfältig en Möglichkeiten des Frei-
spiels zur Verfügung. Neben den Gruppenräumen mit altersgemäßen Spielen, Literatur und 
Rollenspielmaterialien bieten die Funktionsräume eine Auswahl an Bastel- und Werkmateria-
lien, Forscherutensilien, Musik- und Rhythmusinstrumenten.  
In der Einrichtung gibt es für die Kinder verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie mit 
ihren Freunden auch ungestört spielen können. Für unbeobachtete Spielsituationen bestehen 
Regeln, die mit den Kindern vereinbart und die eingehalten werden müssen. An die Nutzung 
solcher Spielräume werden sie langsam herangeführt.  
 
Partizipation von Kindern 
Unter Partizipation verstehen wir die Teilhabe von Personen an Entscheidungsprozessen und 
Handlungsabläufen. Für das Heranwachsen zu einer selbständigen Persönlichkeit ist es wich-
tig, Standpunkte beziehen zu können und in seinen Entscheidungen ernst genommen zu wer-
den. In der Kita ermöglichen wir den Kindern viele Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten. 
Bei den im Alltag anfallenden Entscheidungsprozessen  wie z. B. Auswahl des Frühstücks in 
Kinderkrippe sowie Kindergarten (bei Angebot eines Frühstücksbuffets) und bei der Wahl des 
Spielbereichs/Spielpartners, etc. können die Kinder ihre Wünsche einbringen. Die Spielzeuge 
und Gebrauchsgegenstände sind frei zugänglich für die Kinder ebenso die Mögli chkeit zum 
Rückzug. Das Kind entscheidet selbst, wann es welchen Bedürfnissen nachkommen möchte. 
Größten Wert legen wir auf die Beteiligung von Kindern an Planungen für die Gestaltung der 
Räumlichkeiten, der Projekte und der verschiedenen Veranstaltungen. Die Pädagogen/innen 
beteiligen die Kinder bei sämtlichen Entscheidungsprozessen und unterstützen sie, eigene 
Strategien/Ergebnisse herbeizuführen.  
 
Sozialraumorientierung 
In der Einrichtung greifen wir die Gegebenheiten des Sozialraumes auf und machen sie zum 
Gegenstand der pädagogischen Arbeit. Wir verstehen uns als Teil eines Bildungsnetzwerkes 
für Kinder und kooperieren mit Institutionen, wie z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, 
Büchereien, Beratungsstellen, Sport- und Bürgervereinen, Ärzten, Therapeuten, etc

- 5 - 
Versorgungssystem 
Das Mittagessen wird durch die Firma Hofmann tiefgekühlt angeliefert und in einem Convec-
tomaten schonend erhitzt. Die Mahlzeiten sind kindgerecht. Es werden überwiegend Produkte 
in Bio-Qualität verarbeitet. Es gibt täglich Obst, Salat und/oder Gemüse aus Bio -Anbau. Es 
wird auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung großen Wert gelegt. Als Getränke stehen den 
Kindern Wasser und ungesüß te Tees ständig zur Verfügung. Unsere Einrichtungen werden 
nach dem HACCP Hygiene-Standard geführt.

Anlage 4.1 Bewerbung ASB

1593 Zeichen

ASB-RV Münsterland e.V. · Gustav-Stresemann-Weg 62 · 48155 Münster  
 
 
Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00   
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 
 
Steuernummer: 336 / 5754 / 4041 - IK-Nummer: 500 552 690 
 
Vorstand (§ 26 BGB): André Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender),  
Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Andre Dahlhaus (Vorstand) 
 
Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984  
 
Regionalverband 
Münsterland e.V. 
 
Gustav-Stresemann-Weg 62  
48155 Münster 
 
 
Zentrale: 0251 / 2897 - 0 
Fax:  0251 / 2897 - 219 
 
Verwaltung: 0251 / 2897 - 100 
Fax: 0251 / 2897 - 119 
 
Mail: info@asb-muenster.de 
Internet: www.asb-muenster.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  0251 -2897 381 29.01.2019 
 
 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
bezugnehmend auf unser Gespräch vom 24.01.2019 teilen wir Ihnen verbindlich mit, dass wir un-
ser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Sonnen-
straße im Stadtteil Altstadt aufrechterhalten. 
Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich , Trägeranteile von 2% zu 
übernehmen. 
 
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Elisabeth Hegele unter der oben genannten Durchwahl gerne 
zur Verfügung. 
 
Freundliche Grüße 
 
 
 
 
 
gez. Dirk Winter 
Geschäftsführer 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Hafenstraße 30 
48153 Münster 
 Ihr Zeichen  Unser Zeichen  Telefon Durchwahl  Datum

Anlage 5.2 Konzeption educcare

98943 Zeichen

h
 
 
 
RAUM FÜR INDIVIDUELLE  MÖGLICHKEITEN  
 
 
Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für  
fünf neue Kindertageseinrichtungen in Münster 
 
 
F a m i l i e n f r e u n d l i c h  i s t  e r f o l g r e i c h !

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Inhalt 
1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 
2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 
2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 
2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 
2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 
2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 
3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag
 10 
3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis ....... 12 
3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 
3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-konzeption .... 13 
3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 14 
3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 
3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 
3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 
3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 
3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 
3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 
3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 
3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 
3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 24 
3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 26 
4 Kinderschutzkonzept ..................................................................................27 
5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................28 
5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 31 
5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 32 
5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 33 
6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger ...........................................34

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6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 39 
6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges 
Lernen fördern“ ...................................................................................... 40 
6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare 
Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und 
Falkertschule ................................................................................................... 41 
6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz 
herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 42 
6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 42 
7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 43 
8 Tagesablauf ................................................................................................ 45 
9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 48 
9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung............................................................................................ 48 
9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 50 
9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der 
Kinder 53 
10 Personalmanagement ................................................................................ 55 
10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 56 
10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 59 
10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, 
Tarifbindung............................................................................................ 60 
11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 62

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1 Ausgangssituation 
Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen-
schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d-
stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h-
keit legt. 
Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange 
von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung 
werden optimale Rahmenbedingu ngen, Unterstützung und Beratung geb o-
ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer 
Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e-
ben zu fördern. 
Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in a llen gesellschaftlichen 
Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i-
tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l-
che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s-
merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind.  
Aktuell hat Münster fünf Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Al t-
stadt, Amelsbüren, Mecklenbeck und Roxel ausgeschrieben und möchte 
damit die Attraktivität als familienfreundliche Stadt erhöhen. Mit qual itativ 
hochwertigen Kindertagesstätte n soll der Betreuungsbedarf in Münster wei-
ter gedeckt werden. 
Zudem soll mit hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtungen Eltern 
Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung zur 
Verfügung ges tellt werden. Die Einrichtung en sollen den hinzuziehenden 
Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der 
neuen Umgebung erleichtern. Dafür müssen die Einrichtungen in Konzepti-
on, Kultur, Verhalten und durch Angebote auf diese Be darfe und Anford e-
rungen zugeschnitten sein.

Seite 7 von 67 
 
 
 
Folgende Gruppenstrukturen sind für die Einrichtungen aktuell berücksic h-
tigt: 
Eine viergruppige Einrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt:  
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
Eine sechsgruppige Einrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt: 
 4 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe für 10 Kinder von 3 bis 6 Jahren 
Eine viergruppige Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren: 
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
Eine viergruppige Einrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck:  
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 
Eine sechsgruppige Einrichtung südlich des Nottulner Landwegs im Stadtteil 
Roxel: 
 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 
 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 
 2 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren

Seite 8 von 67 
 
 
 
educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings   „Lacki 
Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im 
Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet  und eröffnet im Sommer  
2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck.  
Durch die gesammelten Erfahr ungen am Standort Münster und die sich 
durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergiee f-
fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages-
einrichtungen in Münster. 
Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die 
Übernahme der Trägerschaften für die neue Kitas.  
 
2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung 
„neu denken“  
2.1 Allgemeines 
educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem 
o. g. Anspruch des „neu Denkens“ ge gründet. Antrieb sfeder waren  
persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie  gemeinsame 
Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach 
neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf 
folgenden Jahren konnte n Personen aus Praxis, Wissenschaft und 
Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche 
Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu 
verbessern.  
2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten 
Seit 2002 ist educcare bu ndesweit anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von

Seite 9 von 67 
 
 
innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare 
Kindertagesstätten.  
Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten 
und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand 
Februar 2019 verantwortet educcare 32 eigene Kindertagesstätten in fünf 
Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen.  
Beispielhafte Auftraggeber von educcare si nd innovative Kommunen/Städte 
wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe  und Darm-
stadt; schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BARBOR und 
Miltenyi Biotec sowie Konzerne beispielsweise BASF SE, Bayer Crop 
Science, BMW Group und Bosch. 
 
2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation  
educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten 
bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel 
verantwortet educcare das Projektdesign und  -management des Projektes 
„Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zielsetzung , 
trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 
Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi-
onen und Städte) zu erhöhen.  
2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk 
Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg 
gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu 
verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu 
gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat.  
Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): 
 Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen  
UNESCO-Kommission

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 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen 
Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel 
 Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger  
 
3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e-
hungs- und Bildungsauftrag 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ 
 
Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individ uellen Bedürfnissen 
und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung 
möchten wir bestmöglich fördern und fordern. 
Anspruch von educcare ist es,  
 Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause 
und elementarer Bildungsort zu sein 
 Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, 
 Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen 
und engen Budgets zu unterstützen 
 Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung 
zu ermöglichen 
 eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. 
Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das 
unser Land dringend benötigt:  
Eine Bildung, die 
früh beginnt, die 
individuellen Potenziale der 
Kinder zu entwickeln.

Seite 11 von 67 
 
 
educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, 
prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade 
weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat 
Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welc he Kompetenzen gerade jetzt 
und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, 
Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das 
heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und 
selbstbewussten Menschen, gelingen kann.  
Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller 
Zielformulierungen.  
Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe 
sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestalt ung, 
Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher 
erläutert.  
 
Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit 
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung 
 Bindungen und Beziehungen 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. 
Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen 
und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv 
auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die 
Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet.

Seite 12 von 67 
 
 
3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis 
Als pädagogische Basis dient die educcare Bildungs - und 
Erziehungskonzeption. Sie basiert auf dem situationsorientierten Ansatz 
sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. D as Konzept baut auf den 
fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungsplänen sowie 
wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf.  
Die educcare Bildungskonzept ion, unterteilt in die verschiedenen 
Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenze n je Bereich und 
formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen. 
Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit 
Orientierung. 
 
3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind 
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker,  Dichter, Musiker und Maler, 
Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen 
eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut 
in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen 
Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln 
sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, 
sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende 
und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns 
täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“  
All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle 
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. 
Einfach nicht vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es 
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos 
anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt 
auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichz eitig Liebe und Schutz

Seite 13 von 67 
 
 
gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer 
wieder in unseren Armen erholen kann. 
Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten 
– für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. 
Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende 
Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und 
Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende 
Bildungszeit in der Schule. 
 
3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-
konzeption 
Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische 
Ausschnitte aus de r educcare Bildungskonzept ion darstellen. Es handelt 
sich hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in  den 
Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare 
ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche 
Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den 
verschiedenen Bildungsbereichen.  
 Individuelle Förderung  
 Partizipation der Kinder 
 Kreativität als Bildungsansatz 
 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag 
 Sprachförderung 
 Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
 Musikerziehung 
 Natur und Naturwissenschaften 
 Medien und Technik

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 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 
3.3.1 Individuelle Förderung 
Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht 
von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t-
lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als un abdingbar v o-
raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer 
partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e-
rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Sie stärkt die 
Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, 
was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist.  
Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e-
matische und wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie la u-
fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die 
gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen 
Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e-
wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache , Kunst und Musik, 
Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale 
Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n-
übergreifend. 
3.3.2 Partizipation der Kinder 
Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen  entspre-
chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN -
Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene  einzube-
ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die  geschützte 
Atmosphäre der Kindertagesstätte ist e in ideales Lern - und Übungsfeld für 
gemeinschaftliches Handeln und das Einüben  demokratischer Prozesse. 
Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich.  Das Kindesalter spielt für die 
Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für  die Beteiligung als solch e. Die 
Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus  fähig sind, ihren Lebensalltag

Seite 15 von 67 
 
 
bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie  entscheiden z.B., ob und womit sie 
spielen möchten. Aufgabe der  Erzieher/in ist es hier, die individuellen Wü n-
sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch 
einen Teller wegräumen  bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung 
für sich und andere.  
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i-
onen mit den pädagogischen Zielen der Konze ption und den aktuellen  Not-
wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als  unab-
dingbar voraus.  Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder 
sind: 
 Redekreis / Morgenkreis 
 Kinderkonferenz 
 gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten 
Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind,  
Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern  kön-
nen. Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu  sein 
und kleine sowie große Welten gestalten zu können.  
3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz 
Die educcare Bildungs - und Betreuungskonzept ion formuliert durchgängig 
ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung 
und –bewusstsein, sowie die Freih eit des Denkens und Handelns betont. 
Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt 
die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besond e-
ren Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein.  
Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten krea-
tive, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und  experimentelle Lernorte 
sein müssen.

Seite 16 von 67 
 
 
So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb  künstleri-
scher Prozesse reduzier t, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz  „norma-
len“ Alltag gesehen und gefördert. 
Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und  
Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem  
Fokus der Entwicklung kreativ en, individuellen Lernens geplant bzw.  ausge-
wertet werden.  
Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als  „krea-
tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur  Verfü-
gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskom petenz und zur  grund-
sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude  herstel-
len.  
Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich  
der Kinder erreicht werden sollen: 
 Die Kinder in den educcare Einrichtungen vert rauen in ihre Fähi g-
keit, schöpferisch zu denken und zu handeln.  
 Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e-
tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l-
tig und umfassend.  
Durch die Klientel der Mitarbeiter und M itarbeiterinnen des Auftraggebers 
könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben:  
 bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die 
Qualität der Einrichtung  
 ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, 
Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische 
Grunderfahrungen, Medien / Technik, …

Seite 17 von 67 
 
 
 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des 
Kindes.  
 Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den 
pädagogischen Alltag  
 die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s-
freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i-
schen Herausforderungen anregen  
 zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o-
operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge 
gestalten“, Frühförderstell en oder Familienberatungen) a n-
gestrebt. 
3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag  
Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. 
Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren 
sind die Möglichkeiten eines spie lerischen Sprach erwerbs so gut wie nie 
wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in 
der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der 
Kindertagesstätte gezielt zu fördern.  
Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen 
Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den 
Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der 
Sprache.  
Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue 
Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In 
diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in 
der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den 
Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – 
mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies 
bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit 
den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen

Seite 18 von 67 
 
 
educcare Kindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren 
Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ 
erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikation wird 
– ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mim ik, Gestik und 
begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen 
liefern.  
Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch 
ihren natürlichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die 
erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige 
Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und 
Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und 
mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ 
eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die 
Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den 
Kindern in der zweiten Sprache, wodurch keine Sprachvermischung 
zustande kommt.  
3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung 
Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf  
unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen,  
auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche  Bewe-
gungsfreude von Kindern zudem du rch eine Raumgestaltung, die  Körperer-
fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite  Ebenen, Hän-
geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu  fördern ist ein w e-
sentlicher Bestandteil de r educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption 
und w ird entsprechend von den Erzieher/innen  „selbstverständlich“ in den 
Tagesablauf eingebunden.  
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie  
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper  
und machen dadurc h Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie

Seite 19 von 67 
 
 
erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und  
etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen  
Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. 
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des  
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die  Identi-
tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für  eine 
körperliche Entwicklung, sonde rn auch für die geistige und emotionale  Ent-
faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder  vernachlässigt, 
gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. 
Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes  
Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote,  Ru-
he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes  Verhältnis 
zu Körper und Sexualität gehören dazu.  
Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: 
 Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, 
innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen,  seiner Möglichkeiten 
und Grenzen bewusst sein... 
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen  Situatio-
nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter  Ein-
satz der Muskulatur 
 Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen  
darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet 
 Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Z u-
sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden 
Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen 
und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge –
Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit in 
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...

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 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem 
Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben 
 Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch  lebens-
lang handhaben kann. 
3.3.6 Musikerziehung 
Der Aufbau von musisc hen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft 
Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu 
anderen Kindern.  
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den 
größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasi e ein. Sie stellen den Ki n-
dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und 
schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem 
Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als 
„Sprach d er Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder 
Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e-
orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt 
geben. 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute 
differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 
3.3.7 Natur und Naturwissenschaften 
Kinder wollen die Zusamm enhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes  ergrün-
den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur  betreffen 
die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte 
Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der  pädagogischen 
Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten,  Beschreiben, Vergle i-

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chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem  Interesse und ihrer e i-
genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der  Chemie, Physik und 
Technik: 
 Warum fallen die Blätter von den Bäumen? 
 Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? 
 Woraus besteht ein Regenbogen? 
 Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? 
Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den  Forscher-
geist und unterstützt die Kinder, ihr int uitives Wissen oder die  diffuse Kennt-
nis von etwas zu überprüfen. 
Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit  kindorientier-
ten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum  Entwicklungs-
stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbez ug. So lernen die Kinder 
in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen.  Sie erweitern 
Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und  entwickeln B e-
wusstsein für den Umweltschutz. 
3.3.8 Medien und Technik 
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und T echnik auf. Sie zeigen Inte-
resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an  
begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank.  
Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus-
schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i-
chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und  nichts ver-
schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst  müssen 
Erwachsene planen, agieren und reagieren.  
Kinder ve rstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am  
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD –

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Player, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus der Informations – 
und Kommunikationstechnik, mit denen Kinde r heute selbstverständlich  
aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und  
andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die  
Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert.  Kinder setzen die 
Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der  Mensch auch einmal 
nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann?  Medien und Technik sind in 
diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil  der pädagogischen Arbeit. Die 
Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 
3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 
Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als 
Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten 
sicher, die Kinder für ihre Bildung sprozesse brauchen. Sie unterstützen die 
Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e-
chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktion s-
bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attrak tive 
Herausforderungen. 
Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit 
für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, 
Körpererfahrung und ästhetische Bildung. 
Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwec hslungsreichtum und Rei z-
überflutung sorgsam abzuwägen. 
Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, 
Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektive Geschmacksvorstellu n-
gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je  mehr Einfluss 
sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert 
unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h-
tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i-
ge, vorbereitete Um gebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s-

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forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie 
können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, 
z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mate-
rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende 
Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e-
dene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der 
Raumgestaltung kommt in den educca re Kindertagesstätten eine wichtige 
Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsen t-
wicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, 
Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingungen wie 
Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel ist in 
Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der 
Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen 
sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmen de Fußbodenbeläge ein 
Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn 
bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei 
Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie 
Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormo n-
produktion.  
In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, 
diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen 
als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten.  
Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die 
Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: 
Sand, Wiese, fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit 
Auffang-/Spielbecken und mit  Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und 
Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n-
derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbereich für Kleins t-
kinder.

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3.3.10 Verpflegung  
educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept  entwickelt, das den 
Leitungen, Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem 
Konzept wird der Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches 
Vorgehen im Detail erläutert.  
Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahm e. Der 
Genuss ist wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. 
Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der 
kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder.  
Bei educcare werden täglich rund 2.200 Kinder (Stan d September 2018) 
verpflegt – vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum 
Nachmittagssnack, je nach Angebotsumfang der Kita. 
Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in 
educcare Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend d er 
Qualitätssicherung in allen educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern 
bietet es einen fachlichen Leitfaden und Eltern eine Informationsgrundlage 
für die Ernährung ihrer Kinder.  
Sprachliche Bildung/ Sprachförderung 
Sprache ist – im Unterschied zu Kr abbeln, Laufen, Klettern usw. – die 
einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem 
Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie 
Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört  
werden. 
 
Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein  
kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus  
andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale  
Verständigung wie Gestik, Mimik, Körperspr ache, Tonfall, Rhythmus.  
Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und

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Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die  
Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von  
Gefühlen und Bed ürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten  
Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. 
Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe  
Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende  
Anforderungen an den Erwa chsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in  
den Dialog zu treten.  
Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie  
brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die  
Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. K inder ohne die Erfahrung  
positiver Resonanz verstummen. 
Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches,  
Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung  
basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspiele n. Sie  
bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag.  
In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je  
mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und  
Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. 
 
Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder 
lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, 
Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten 
Denken. Die Möglichkeit, si ch mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja  
sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender 
Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen 
sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg 
zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes.

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Ziele der Sprachförderung: 
 Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt 
mit Spaß erleben 
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun-
gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können 
 kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und 
des Raumes 
 sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein 
 Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in 
den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor-
bildfunktion) 
 Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, 
Lernen in Sinn-zusammenhängen 
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz 
 phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) 
 Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen  und 
Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, 
Hausnummern, chinesische Zeichen) 
 Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er-
finden 
3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten 
Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität 
gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag 
betragen: 
Öffnungszeiten im Jahresverlauf: 
In der Regel habe n educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . 
Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ 
Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative

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hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Te amfortbildungstage 
vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. 
Öffnungszeiten je Tag: 
Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten.  
Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach 
Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich  
educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern  und der Kommune , so dass 
auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann.  
Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: 
Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere 
Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt 
besprochen werden können. Dazu gehören z.B. 
 die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außer halb 
der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch  
bezahlt.  
 Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie  
auch unangekündigt). 
 Notfallbetreuung 
 soweit rechtlich zulässig und gewünscht kann educcare auch 
Platzsharing einrichten. 
 
4 Kinderschutzkonzept 
educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den 
Schutz der ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Z u-
sammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger so r-
gen wir dafür, dass sich die Kinder sicher, wohl und geborgen fühlen, uns e-
rem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein 
zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein.

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educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle G rundsätze zum 
Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt.  
Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. 
Somit ist Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: 
 für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung i ndivi-
duell entfalten zu können 
 für Eltern, die sich als Erziehungspartner an - und ernstgenommen 
fühlen 
 für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten 
und sich weiterentwickeln wollen 
 und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung.  
Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der edu c-
care Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz 
geschaffen, welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des 
educcare Schutzkonzeptes ist es, den p ädagogischen Fachkräften Orienti e-
rung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge 
für das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbe i-
tenden im Blick. 
 
5 Integration, Inklusion und Genderthematik 
Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie 
eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres 
individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. 
In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der 
Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die 
Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten.  „Inklusive Bildung 
bedeutet, es allen Menschen in gleichem  Maße zu ermöglichen, an 
hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser

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Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht,  sozialen und 
ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“  
educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist 
willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in 
ihm steckt“ verdeutlicht  die Offenheit und Achtung gegenüber der 
Verschiedenheit und des Andersseins  eines jeden Kindes mit all seinen 
Potentialen und Herausforderungen.  Im Sinne und im Anspruch ermögl icht 
educcare allen Kindern, insbesondere auch  den Kindern mit 
Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: 
 Respektierung der eigenen Persönlichkeit 
 Würde und Selbständigkeit 
 Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen 
 ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld 
 Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen 
 kulturelle Unterschiede und Vielfalt 
 Wohlfühlen im familiären Umfeld. 
educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, 
behinderte und nichtbehinderte Kinder so fr üh wie möglic h 
zusammenzuführen, da sich Einstellungen  und Vorurteile bereits im 
Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt  Bewertungen von 
Behinderung übernommen werden können.  
educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens:  
 das Le rnen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die 
Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist 
 das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte 
Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben 
 die Vermeidung von Vorurteilen 
 das unbefangene Aufeinander zugehen

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 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich 
für nichtbehinderte  Kinder aus der Vielfalt an anderen 
Kontaktmöglichkeiten ergeben 
 der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung 
sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. 
educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das 
Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an 
gemeinsamen Spiel - und Lernorten,  sondern schließen ein 
gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen  auf die individuellen 
Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder,  die ohne 
einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen.  
Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbei t mit allen Beteiligten 
des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und 
Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und 
Jugendamt, ggf. auch  den Integrationshelfern. educcare 
Bildungseinrichtungen erfüllen nicht nu r integrative  Aufgaben im sozialen 
Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch  eingebunden 
in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung.  
Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das  
Spielen und  das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand 
des Kindes.  
educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe 
Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als 
Ansprechpartner/innen für  die Herausforderungen,  Unsicherheiten bis zu 
Ängsten der Eltern, beraten und geben  wenn möglich Hilfestellung. Sie 
verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit  verschiedenen Partnern und 
Institutionen.

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Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist 
neben der  interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der 
Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 
5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen 
Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an 
den Idee n der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung 
und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -Projektschulen/-
Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der 
UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigu ng und 
Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, 
Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare 
Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. 
So wurde beispielsweise die educcare Kindertagesstätte in  der Stuttgarter 
Hasenbergstraße  von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbe i-
tenden UNESCO Projektschule“ ernannt. 
Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s-
weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgrei che Zukunft 
benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und 
Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. 
Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. 
Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und  sprachlicher Viel-
falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t-
ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und 
Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität werden in 
den Einrichtunge n als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten 
spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u-
ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t-
arbeiter/innen repräsentiert.

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5.2 Integration und interkulturelle Orientierung 
Weder gegenüber dem einzelnen Kind  noch gegenüber der Gesellschaft ist 
es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur 
wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass 
hochwertige Bi ldung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. 
Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel,  
mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen 
Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i-
ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. 
Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u-
nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsb e-
darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und 
ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n-
schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um 
Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder 
um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. 
Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen 
jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begle i-
tet und umfassend gefördert wird. Ansp ruch von educcare ist es, dass die 
Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im 
Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a-
len Leben und erweitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle O ri-
entierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die 
bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / englisch), die 
bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte. Zudem arbeiten die 
Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Fö r-
derung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den 
Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit ke n-
nen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert.  
Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in

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der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h-
keiten zu schaffen. 
5.3 Integration von Kindern mit Behinderung 
educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n-
gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ 
seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ 
und „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber 
der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a-
len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt.  
Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i-
chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkom men, und kein Kind 
soll ausgegrenzt werden. 
Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner 
individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern 
mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit  den 
Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation 
erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend.  
Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren 
bietet eine besondere Chance,  Kinder für individuelle Unterschiede zu se n-
sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l-
ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. 
Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf biete t für alle 
Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen.  
Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, 
auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. 
 Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten.

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 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, 
da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung 
abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend 
gefördert werden können. Mit den Eltern und den  Förderstellen muss 
abgewogen werden, was sinnvoll ist. 
 Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache 
 mit dem Jugendamt). 
 Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: 
 Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erha lten durch 
eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die 
Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 
 
6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger 
educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer 
Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. 
Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen 
Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu 
stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hier zu 
möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten.  Die educcare Bildungs - 
und Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die 
pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die 
konkrete Ausprägung des Profils d er jeweiligen Kindertagesstätte und der 
täglichen pädagogischen Arbeit. 
Der Auftrag der educcare Kindertagesstätte in Münster soll zum einen der 
Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen 
Kindern unter sechs Jahren liegen, zum andere n in der anforderungsgerech-
ten Un terstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kindertagesstätte 
bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integri e-
rend wirken.

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Grundsätzliches zu Münster 
Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a-
dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord  
(Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), 
West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , 
Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck)  und Hiltrup (Amelsbü-
ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert.  
Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen 
Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i-
lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t-
zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen.  
Strukturdaten zum Sozialraum 
Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein-
wohner (Stand Dezember 2015).  
Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. 
Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% 
des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es 
ca. 7.700 Kinder. 
Münster-Mitte – Altstadt 
Münster ist eine Stadt, die ihre Geschichte lebendig hält. Häuser, Kirchen 
und Plätze in der restaurierten Altstadt „erzählen“ Geschichten aus ve r-
schiedenen Jahrhunderten und schaffen eine Kulisse, die Münster einziga r-
tig war. 
Münster-Mitte, der zentrale und größte Stadtbezirk Münsters, umfasst den 
Kernbereich der Stadt mit ca. 122.432 Einwohnern (Stand Dezember 2011). 
Die Gesamtfläche von 23,95 km² wird in die vier Teilbereiche Altstadt, I n-
nenstadtring, Mitte -Süd und Mitte -Nordost un tergliedert. Viele Sehenswü r-
digkeiten Münsters finden sich in der Altstadt, beispielsweise der Prinzipa l-
markt – eine Flaniermeile in historischer Kulisse – der St. Paulus -Dom, das

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gotische Rathaus in dem sich der Friedenssaal befindet, sowie der Erbdro s-
tenhof – Münsters schönster Adelshof. Das Fürstbischöfliche Schloss der 
Stadt beherbergt heute die Universität. 
In unmittelbarer Nähe zur neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der 
Neubrückenstraße gibt es die städtische katholische Martinischule, sowie 
mehrere Kitas in freier Trägerschaft,  beispielsweise die Kindergruppe K o-
tenbeis und die Kita Kinderwerkstatt.  
Nahe der neuen Einrichtung an der Sonnenstraße gibt es zwei Kitas in freier 
Trägerschaft, die AWO Kindertageseinrichtung Fürstenbergstraße und di e 
Kita Kinderwerkstatt. 
Amelsbüren 
Amelsbüren ist der südlichste Stadtteil von Münster und stark landwirtschaf t-
liche geprägt. Amelsbüren ist mit einer Fläche von ca. 43,35 km² der größte 
Stadtteil und hat aktuell ca. 6.400 Einwohner (Stand Dezember 2015). Auch 
umfangreiche Waldgebiete wie die Davert und die Hohe Ward gehören zu 
Amelsbüren. 
In Amelsbüren gibt es zwei Grundschulen, die Davert Schule Amelsbüren 
und die Grundschule Loevelingloh, sowie drei Kindertageseinrichtungen: die 
Kita und Familienzentrum St. Sebastian in Trägerschaft der Kirchengemei n-
de St. Clemens, die städtische Kindertageseinrichtung und Familienzentrum 
Sonnentau, sowie die Einrichtung Pezzettino in Trägerschaft der evangel i-
schen Jugendhilfe Münsterland gGmbH. 
Mecklenbeck 
Der Stadtteil Mecklenbeck befindet sich im Westen von Münster. Meckle n-
beck ist deutlich gegliedert und bietet neben Wohnvierteln auch landwir t-
schaftlich genutzte Flächen und Gewerbegebiete.  Aktuell leben hier rund 
9.300 Einwohner auf einer Fläche von knapp 6,24 km ² und der Stadtteil ent-
wickelt sich kontinuierlich weiter. So gibt es verschiedene neue Wohnb e-
bauungen in der Mitte Mecklenbecks rund um die St. Anna -Kirche und auch

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ein neues Stadtbereichszentrum befindet sich an der Weseler Straße im 
Bau. Für sportliche Aktivi täten bietet der Stadtteil zwei Fußball - bzw. Sport-
vereine, den DJK Wacker Mecklenbeck 1956 e.V. und den 1. FC Meckle n-
beck, die beide zusammen auf einer der modernsten Sportanlagen von 
Münster und Umgebung ihre Sportprogramme ausführen (110.360m²). Hi n-
zu k ommt der Skaterpark mit dazugehörigem Fußballplatz und Volleybal l-
spielfeld. 
Für junge Leute gibt es das Kinder - und Jugendmobil, das mit zahlreichen 
Spiel- und Bastelmaterialien den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen 
gestalten und spielen bietet, s owie den Jugendtreff am Skaterpark und den 
Jugendtreff in Gelmer. 
Es gibt zwei Grundschulen im Stadtteil: die städtische Grundschule am Di n-
bängerweg Peter -Wust-Schule und die städtisch katholsiche Grundschule 
Loevelinglohschule an der Wiedaustraße In unmit telbarer Nähe zur neu 
entstehenden Einrichtung gibt es drei Kindergärten: die Kita Kotenkotten 
e.V., die katholische Kindertageseinrichtung Maria Aparecida und die Kita 
Unter den Eichen der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. 
 
Roxel 
Roxel ist ein Wohnbe reich im Stadtbezirk West von Münster . Hier wohnen 
9.184 Einwohner (Stand Dezember 2015) auf einer Fläche von 19,92 km². 
Roxel bietet viele Freizeitangebote, beispielsweise das Roxeler Hallenbad, 
das Sportzentrum Roxel mit Outdoor - und Hallensportangeboten oder auch 
die Musikschule in Roxel, die regelmäßig Vorspiel-Konzerte veranstaltet. 
In Roxel gibt es eine Grundschule: die katholische Marienschule Roxel, die 
allen Kindern offen steht; sowie vier Kindergärten: die AWO Kindertagesei n-
richtung Aloysia Delsen , zwei Einrichtungen des CVJM Münster e.V., Kita 
auf dem Dorn und das Anne -Jakobi-Haus und die katholische Kindertage s-
stätte St. Pantaleon.  Das Anne -Jakobi-Haus richtet sich mit den ve r-

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schiedensten Angeboten an unterschiedliche Altersgruppen, sowohl an Ki n-
der und Jugendliche als auch an Familien. Unter einem Dach befinden sich 
eine Kindertagesstätte, ein Jugendbereich und ein Familienzentrum. Gerne 
möchte educcare sich mit den im Stadtteil Roxel vertretenen Akteuren ve r-
netzen und gemeinsame Angebote für Fam ilien gestalten. Auch die Koop e-
ration von pädagogischem Fachpersonal aus den verschiedenen Einrichtu n-
gen sehen wir als selbstverständlich an, zum fachlichen Austausch und zur 
Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Auch die Teilnahme an For t-
bildungs- und Qualifikationsveranstaltungen trägt zu einer verbesserten Z u-
sammenarbeit bei.  
 
Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l-
tern in Münster 
Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l-
len Entfaltung  in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns 
ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen i n der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption zum Beispiel: 
 Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen 
u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen  
 kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte 
hinaus 
 den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e-
bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e-
meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r-
se, Eltern-Kind-Zelten… 
 Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden 
und Verantwortung für sie zu übernehmen 
Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs 
herstellen:  
Schwabschule Stuttgart

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 umfeldadäquate Angebote  für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. 
B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l-
terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an 
den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) 
 interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus 
der Kulturen; o.ä.) 
 Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze 
Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a-
chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i-
scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten...  
educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in 
Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen 
Trägern, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung 
mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche 
Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende Fortbi l-
dungs- und Beratungsangebote anzubieten. 
Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in  Münster den Bedarf der 
Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum 
Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen.  
 
6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich  effizienten Bildung und Be treuung 
ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht 
das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit 
derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute 
Partnerschaft hat educcare schon in a nderen Kommunen in der 
Vergangenheit unter Beweis gestellt.

Seite 40 von 67 
 
 
Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden 
Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten:  
 gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und 
Abläufen 
 gemeinsame Durchführung von Schulungen 
 Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen  
 
6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder 
„lebenslanges Lernen fördern“ 
Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf 
die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. ed uccare entwickelt zusammen mit 
Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem 
Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer 
Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und 
Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren 
Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von 
Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf 
individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die 
gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom 
Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung 
beigemessen werden.  Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der 
Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und 
Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre 
Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und 
Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern 
Verantwortung für eine beständige, ganzheitl iche Bildungs - und 
Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von 
Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen 
Förderung für jedes einzelne Kind.

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Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die  
Verantwortung dafür, 
  dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine 
zu gestaltende Übergangsphase ist, 
  dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine 
Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung 
kommt, 
  dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, 
Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. 
 
educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in 
der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute 
Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h-
tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit 
ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, 
Kooperationskalender, gemeinsame Informa tionsabende, übergreifende 
Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des 
Übergangsprozesses). 
 
6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der 
educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen 
Schwabschule und Falkertschule 
Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im 
Stuttgarter Westen  (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales 
Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare 
Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer 
Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der 
Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein

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gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen 
Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 
6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder 
„Transparenz herstellen und Kooperation leben“ 
Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von 
Familien soll die neue Kita den Eltern anforde rungsgerechte Kinderbildung 
und -betreuung anbieten.  
Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und 
Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der 
Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster  will nicht 
ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ 
hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten 
Bewohner im Stadtteil Münster-Mitte zur Verfügung stellen.  Die Wohn- und 
Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden 
mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens  und 
des Dialogs zusätzlich gestärkt.  
educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster  
zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten 
und dynamisch weiterentwickeln. 
6.4 Kooperation mit anderen Institutionen 
Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder 
wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, 
die sich je nach Lebens situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es 
als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von de r 
hochwertigen Umsetzung unsere r Bildungskonzeption über die Beratung 
von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin z u 
offenen, generationenübergreifenden Angeboten.

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educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies 
wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und  Elternumfragen sichergestellt und 
regelmäßig überprüft. 
 
Folgende Partnerschaften werden angestrebt: 
  Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit 
(Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) 
  Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe  
 Kindertagesstätten  
 Jugend- und Familienhäusern 
 Hilfen zur Erziehung 
 Sprachförderprojekten  
 Vereinen 
 Vernetzung mit anderen Trägern  
 Austausch über pädagogische Konzepte  
 ggf. gemeinsame Schulungen 
 Bereitstellung der Räumlichkeiten 
 
7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern 
educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame 
Verantwortung mit den Eltern.  
Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind 
authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe so wie 
Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. 
Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer

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besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle 
Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulture lle Zusammenhänge und 
vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation 
formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam 
Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine 
vertrauensvolle Partnerschaft ent stehen und familienergänzend und -
entlastend wirken kann.  
Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung 
verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt 
diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Re chnung. 
Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in 
Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult.  
Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit 
mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am stru kturierten 
Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und 
eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien 
wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse.  
 
Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: 
 intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele  
 intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine 
bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern 
 individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell)  
 
 vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. 
einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die 
individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese 
Gespräche)

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 halbjährliche Elternbefragung 
 jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der 
jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s-
ergebnisse) 
 
 Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit 
und den Alltag der Tagesstätte 
 diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, 
Projekt-/Themengruppen)  
 
 lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. 
Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen 
 Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien  
 Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: 
„Rituale“, „Grenzen setzen“) 
 
8 Tagesablauf  
Durch Rituale Orientierung und Halt geben. 
 
Strukturierung des Tagesablaufs 
Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im  Kindergarten- und besonders 
im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den 
Kindern wird ein  Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch 
Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes 
ausgegangen. So ist unser Tage sablauf eine Stütze für das Kind, aber 
keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“).  
Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der 
Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame 
Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die Mittagsruhe und der

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nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder 
neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. 
 
Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, 
der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 
7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte  
Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden 
liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e-
tauscht.  
8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bez ugsgruppen - erste Fre i-
spielphase 
8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten  
9:00-Uhr  Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m-
men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne 
für den Tag; es wird gesungen, getanz t, gelacht und d a-
nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück  
9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase:  
Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie 
an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l-
nehmen wollen oder eigenen Wünschen nachgehen: z.B. 
im Garten  spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der 
Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. 
Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i-
sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die 
Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten 
und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l-
tern darüber aus.  
11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 
12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 
13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus.

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Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t-
was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. 
Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre 
Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, 
ruht. Die Schlafdau er richtete sich individuell nach dem 
Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l-
lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r-
zieherin begrüßt. 
15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase  
15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag:  
Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den 
Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die 
Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach 
Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit 
Kindern der anderen Gruppen statt. 
15:45 Uhr 2. Entdeckerphase:  Die Kinder können sich zwischen 
vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i-
spiel. 
17:00 Uhr Ende 
 
Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher 
Sprache gestaltet.  
 
Der Tagesablauf wi rd natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder 
sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des 
Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und 
Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten.

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9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und 
Dokumentation 
9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen 
Verankerung 
Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet 
und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsvers prechen an Kinder, 
Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart).  
 
Beispiele für definierte Prozesse sind: 
 Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation  
 Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und 
fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern  
 Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis 
führender methodischer und inh altlicher Konzepte  (Beispiel für 
Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching 
model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) 
 Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte 
 
Die Schwerpunkte der Förderung sind: 
 Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische  Kompetenz 
sowie Lebenskompetenzen 
 Förderung in den klassischen  Bereichen, wie Bewegung/ 
Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, 
Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für 
wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind:  
 Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s . auch educcare 
Beiratsmitglied Herr Prof. Wode)

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 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare 
Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) 
 Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, 
Universität Mannheim 
 Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. 
Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd 
 
 
Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und 
Förderung: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept 
mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen 
Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… 
Best practice Methoden 
Beobachtung  & Doku, Reflektion, Ange-
botsplanung, -durchführung, …. 
(Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) 
 
Sozialkonstruktivistischer Ansatz 
Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz 
Elternpartnerschaft 
 Basis- 
kompetenzen 
Förder- 
schwerpunkte 
Bildungspläne (national und international) 
Best practice Inhalte 
Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu-
sik, Naturwissenschaft, …. 
(Kanada, Frankreich, Deutschland, …. )

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9.2 Angaben zur Qualitätssicherung 
Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, 
um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse 
geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine 
transparente Qualität.  
educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf 
der anderen Seit e betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der 
betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch 
effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen.  
 
Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: 
 Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) 
 der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die   
Transparenz in der Entwicklung des Kindes 
 laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für  
 Qualität und Wirtschaftlichkeit

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Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche 
Prozesse:  
 
 
 
Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und 
Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und 
Konsequenz der Umsetzung , und damit die hochwertige und verlässliche 
Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. 
 
Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom 
Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. 
Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen.  
 
Zuverlässige und effiziente Umsetzung von  
Bildungskonzept und Anforderungen 
Pädagogisch 
• Review 
• Benchmarking 
• Kooperationen 
• ....... 
• Befragungen 
• Elterngespräche 
• ........ 
• Dokumentation 
• Beobachtung 
•
Betriebswirtschaftlich 
• Nutzungsanalysen 
• Arbeitszeitmodelle 
• Modellförderung 
• ....... 
• Personalbedarf 
• Personalmanagement 
• ........ 
• Arbeitsteilung 
• Raum = 3 Erzieher 
•
Strukturen und Prozesse 
• Review

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Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: 
 
 
 
Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht 
in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge getan werden 
(Effektivität) und ob diese  richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die 
kontinuierliche Analyse auf Basis der educcare Bildungskonzeption.  
Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe 
Evaluation trennt, gehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende 
Informationen ein: 
 jährliche Elternbefragung 
 jährliche Mitarbeiterbefragung 
 jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) 
An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame 
Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kic koff 
Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an.

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Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens 
das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt.  
Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen do kumentiert 
und an die Beteiligten Informationen verteilt. 
9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der 
Kinder 
Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges 
Kernelement einer qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet 
verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist Bestandteil 
ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen 
Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die 
Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Koll eginnen und Kollegen zu 
reflektieren und die Eltern in regelmäßigen Abständen über die 
Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. 
Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: 
 Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kin-
des 
 Beobachten, um Kinder besser zu verstehen 
 Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unter-
stützen 
 Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen 
Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle 
pädagogischen Fachkräfte. 
educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch 
gerecht zu werden und entwickelt sein Beobachtungs - und 
Dokumentationssystem kontinuierlich weiter und greift dabei sowohl auf 
aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Entwicklun gspsychologie als 
auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in ein

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Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung 
und Dokumentation umgesetzt: 
 Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuve-
ner Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), 
 Learning Stories (Carr, 2001), 
 Entwicklungsbeobachtung und –Dokumentation (EBD 3-48 Monate 
und EBD 48-72 Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 
2015). 
 
Übersicht über das educcare Beobachtungs - und 
Dokumentationssystem

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10 Personalmanagement  
Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt-
zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten  
Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und 
entwicklungsbezogenes pädagogisches Ha ndeln umzusetzen, das heißt 
ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe.  
Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der 
Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen 
ist unerlässlich, um f ür das einzelne Kind als auch für entwicklungs -
homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu 
können.  
Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht 
nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den 
Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und 
Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch 
entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio -
nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann.  
Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: 
 Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand 
eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die 
Arbeit mi t Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur 
Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung 
sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und 
pädagogischer Schwerpunkte. 
 Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz u nd des Zutrauens sowie 
der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu 
fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer 
Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden 
Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung.

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 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur 
des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und 
Kollegen zu  schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv 
ihren/seinen Weg s uchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem 
Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare 
Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen  zu suchen, den 
Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung 
zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, 
was immer bedeutet, lernen zu können.  
 educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig 
weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind 
alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an 
dieser Kultur mitzuwirken. 
 
Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit 
geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team 
begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. 
Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu 
Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der 
Einrichtung bemerkbar wird. 
Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Tea mordnung, die 
Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern 
getragen wird.  
10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung 
Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, 
die die Fachkräfte vor Ort für di e verlässliche Leistungserfüllung gegenüber 
Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen.

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Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der 
Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: 
 Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfäh ig und 
lebenstüchtig),  
 Einstellung zum Kind und zu den Eltern,  
 Leidenschaft zu bestimmten Themen,  
 Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. 
Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen 
Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: 
 Sachkompetenz 
 Handlungskompetenz 
 Selbstkompetenz 
 Reflektionskompetenz 
Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung 
zu dem ersten Arbeitstag).  
Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind 
insbesondere:  
 intensive Schulungen,  
 kontinuierliches Coaching sowie  
 laufendes Feedback, 
 Reflektion, 
 Projektarbeit. 
Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft 
verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen 
Rollen.

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Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen 
Fachkraft: 
 
 
 
 
 
Exkurs educcare Commitment Schulungen 
Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind 
bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen 
finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von 
Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de 
Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach 
der Schulung eingeht. Beispiel hier für sind die durch die teilnehmende 
Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der 
Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die 
Coach
Päd. Fachkraft
Kollegin/nen
Kita Leitung
Laufendes 
FeedbackCoaching
Laufendes 
Feedback
Institutionalisierte 
Reflexion
Coaching
*
Mitarbeiter
-
gespr
äch
**
*     in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin
**   bis Kita Leiterin übernimmt
*** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft
Mitarbeiter
-
gespr
äch
Coaching
***
Coaching
Coaching
Geschäftsführung
Coach
Päd. Fachkraft
Kollegin/nen
Kita Leitung
Laufendes 
FeedbackCoaching
Laufendes 
Feedback
Institutionalisierte 
Reflexion
Coaching
*
Mitarbeiter
-
gespr
äch
**
*     in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin
**   bis Kita Leiterin übernimmt
*** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft
Mitarbeiter
-
gespr
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Coaching
***
Coaching
Coaching
Geschäftsführung

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Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den 
pädagogischen Alltag be sprochen und festgelegt. Das beschlossene 
Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine 
Umsetzung überprüft.  
Konkret bedeutet dies:  
 erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag 
bereits terminlich vereinbart), 
 im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren 
Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs  Monaten ein 
Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, 
 obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept ion, Grundlagen 
Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, 
Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement.  
 
10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching 
Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um 
die educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in 
den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger 
Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das 
Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtun gen, die 
sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn 
Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. 
Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung  
darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne 
selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge  zu 
geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein 
und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st 
überflüssig zu machen.

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Verantwortung des Coaches 
 Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in 
der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, 
exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt.  
 Die benötigten Kompetenzen un d Fachwis sen sind durch die 
Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. 
 Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach der educcare Konzepti-
on. 
 Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den 
Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gest ellten Anforderungen 
selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit 
umzusetzen. 
 Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als 
attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. 
 Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in d er Zusammenarbeit 
mit der Kita Leitung. 
 Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) 
gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt.  
 Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der 
frühkindlichen Bildung in Deutschland. 
 
10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun-
gen, Tarifbindung 
Qualität dank Professionalität 
Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich  folgendes 
mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten:

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 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 
Stunden pro Tag 
 Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr)  
 flexible Betreuungsangebote 
 bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal 
sichergestellt werden kann 
 educcare Bildungskonzeption 
 Notfallbetreuung (optional) 
 Personal: 
 Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen 
sowie mit einem besonderen Blick für Familien und das 
Gemeinwesen / den Sozialraum 
 Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des 
Sozialraums ausgewählt 
 fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr 
 monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis 
drei  Tagen 
 Entgelt angelehnt an TVöD 
 In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse  
 bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) 
können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen 
einspringen

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11 Beweggründe für die Bewerbung 
Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft en zu bewerben, 
unterteilen sich in zwei Bereiche. 
Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da  in Münster durch Verwal-
tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die 
folgenden Eigenschaften auszeichnet: 
 Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt 
 Qualitätsorientierte Ausrichtung 
 Offenheit gegenüber neuen Trägern 
 Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt 
 Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung 
 Vernetzung der Träger  
 Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien 
Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert  mit den 
Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere 
Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen.  
 Zudem ergeben sich mit  weiteren Einrichtungen in Münster viele Synergie-
effekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient 
 Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in 
den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen Pädagogik und B e-
trieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden 
Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen 
und Mitarbeiterinnen sowie gemeinsamen Management mit unte r-
schiedlichen Themenschwerpunkten 
 Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben 
sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapazitäten und insb e-
sondere bei unkomplizierter Aushi lfe bei Personalengpässen

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(Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft - als auch Le i-
tungsebene 
 Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen 
entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, 
Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sow ie gemei n-
same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r-
gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o-
gische Themen zu konzentrieren 
 Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden 
bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltru p und 
Wolbeck kann eine neue Kita - insbesondere im Aufbau und 
später im laufenden Betrieb  – sehr gut unterstützt werden, 
sodass hohe Qualität von Anfang an gewährleistet wird.  
 Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t-
ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien  und der Stadt 
Münster einbringen können:  
 Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n-
gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, 
so bildet die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftba l-
lon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der i n-
tegrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste  e.V.“ im Verbund 
das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet  Familien 
einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfragen, En t-
wicklungsauffälligkeiten, F örderbedarf, Sprach - und Bew e-
gungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums 
Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte 
zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachkursen und 
Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben 
Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Familienzen t-
rum kreative und sportliche Angebote für Kinder und Eltern,

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wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Frühfö r-
derung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angeb o-
te, z.B. Yoga, Zumba…  Gerne bringen wir unsere Expertise 
auch in Familienzentren in Münster mit ein. 
 Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in 
einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote 
und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r-
ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht 
 Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h-
landweit und auch in Münster durch die Kindertagesstätte „ Lacki 
Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Ve r-
sorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau be-
findet und voraussichtlich 2019 eröffnet 
 Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: 
Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare 
belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertages stätte sehr 
zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 05.06.2018 – 
19.06.2018 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h-
mequote 61,4%) die Weiterempfehlungsquote bei 92% liegt. 
d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits 
erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem.  
 
Zur Übernahme der Trägerschaften für die Einrichtungen benötigen wir die 
finanzielle Unterstützung der Stadt Münster. Die Übernahme der Träge r-
schaft die die fünf Einrichtung ist für  educcare nur unter folgenden Aspekten 
möglich:

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1. Einrichtungen Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (4 Gruppen): 
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
2. Einrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (8 Gruppen): 
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig. 
 
3. Einrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (4 Gruppen)  
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
4. Einrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (4 Gruppen)  
 Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a-
gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 
 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
5. Einrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (6 Gruppen) 
 Anrechnung von 50% der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in 
den pädagogischen (Kibiz-)Personalschlüssel 
 Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen

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 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 
 
Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen 
Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s-
forderungen zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen.  
 
 
 
Köln, 07.02.2019 
 
 
Axel Thelen                                    Sabrina Klein   
Geschäftsführer          Projektentwicklerin

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Anlage 9.2 Konzeption Kleine Riesen

91880 Zeichen


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>/sK>>dZhhE'͗ ĂďLJƐďƌĂƵĐŚĞŶǀŝĞů<ƂƌƉĞƌŬŽŶƚĂŬƚnjƵŝŚƌĞŶĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶ͕ƵŵƐŝĐŚŐĞƐƵŶĚnjƵ 
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ƵƐćƚnjůŝĐŚnjƵŬůĂƐƐƐŝĐŚĞŶsŝĞƌͲ͕^ĞĐŚƐŽĚĞƌĂƵĐŚĐŚƚĂƵŐĞŶŐĞƐƉƌćĐŚĞŶŚĂďĞŶǁŝƌŝŶĚĞŶ<ŝƚĂƐͣ/ĚĞĞŶŽdžĞŶ͕͞ŝŶ 
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<ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ 
ϭϱ 
ϮϰͲϯϲDKEd 
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tĂƐŝƐƚŝŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶǁŝĐŚƚŝŐ͍ 
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ŚĞŶǁŝƌnjƵŵĞŝƐƉŝĞůĚĂƐ&ĂŶŐĞŶǀŽŶ^ĞŝĨĞŶďůĂƐĞŶĨƺƌƵŶƐĞƌĞ<ůĞŝŶƐƚĞŶŽĚĞƌŽďďLJĂƌƵŶĚƌĞŝƌĂĚͲtĞƚƚƌĞŶͲ 
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>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐďĞƌĞŝƚĞƚ<ŝŶĚĞƌŐĂŶnjŚĞŝƚůŝĐŚĂƵĨĚŝĞŶĞƵĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐ^ĐŚƵůĞǀŽƌ͘tŝƌĨŽƌĚĞƌŶƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶĚŝĞ 
<ŝŶĚĞƌĂƵĨĂůůĞŶ'ĞďŝĞƚĞŶ͘ĂďĞŝŝƐƚŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌŵŝƚ>ĞƌŶĞŶƉŽƐŝƚŝǀĞ'ĞĨƺŚůĞǀĞƌďŝŶĚĞŶ 
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hŶƐĞƌĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶďĞŽďĂĐŚƚĞŶĚŝĞ>ĞƌŶĨŽƌƚƐĐŚƌŝƚƚĞũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůƵŶĚĞŶƚǁŝĐŬĞůŶŝĚĞĂůĞƌtĞŝƐĞ 
njƵƐĂŵŵĞŶŵŝƚĚĞŶ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶƐůĞŚƌĞƌŶWƌŽũĞŬƚĞƵŶĚŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ĚŝĞĚĂnjƵďĞŝƚƌĂŐĞŶ͕ĚĂƐƐũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƌĨŽůŐͲ 
ƌĞŝĐŚŝŶĚŝĞ^ĐŚƵůĞƐƚĂƌƚĞŶŬĂŶŶ͘ 
ŝŶǁŝĐŚƚŝŐĞƌWƵŶŬƚƵŶƐĞƌĞƌsŽƌƐĐŚƵůĂƌďĞŝƚŝƐƚĚŝĞƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚŵŝƚĚĞŶ'ƌƵŶĚƐĐŚƵůĞŶ͘'ĞŵĞŝŶƐĂŵŵŝƚĚĞŶ 
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<ĂƉŝƚĞů͗ ϱ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ 
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ǁƵƐƐƚƐĞŝŶŝƐƚŝŶƚĞŐƌĂůĞƌĞƐƚĂŶĚƚĞŝůƵŶƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͘^ƉƌĂĐŚĞŝƐƚdĞŝůũĞĚĞƌ/ŶƚĞƌĂŬƚŝŽŶƵŶĚũĞĚĞƐƐƉĞŬƚĞƐƵŶͲ 
ƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͘ 
tŝƌďŝĞƚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ĚŝĞĂƵĐŚĨƺƌŝŚƌĞƐƉƌĂĐŚůŝĐŚĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶĞŝŶĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĚĂƌƐƚĞůůĞŶƵŶĚ 
ƐŽŵŝƚŝŚƌtŝƐƐĞŶƐƚĞŝŐĞƌŶ͘hŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶďŝĞƚĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞŚĂŶĐĞ͕ŝŚƌĞ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶŝŶĞnjƵŐĂƵĨ 
>ĞƐĞŶ͕^ĐŚƌĞŝďĞŶ͕^ƉƌĞĐŚĞŶƵŶĚƵŚƂƌĞŶĂƵƐnjƵďĂƵĞŶ͘tŽƌƚĞǁĞƌĚĞŶŝŶ>ĂƵƚĞnjĞƌůĞŐƚƵŶĚ'ĞĚŝĐŚƚĞĂƵĨŐĞƐĂŐƚ͘ 
&ŝŶŐĞƌƐƉŝĞůĞƵŶĚsŽƌůĞƐĞŶĞƌŐćŶnjĞŶĚĞŶ>ĞƌŶƉƌŽnjĞƐƐ͘<ŝŶĚĞƌĞƌĨĂŚƌĞŶĚŝĞDĂŐŝĞĚĞƌ^ƉƌĂĐŚĞĚƵƌĐŚZĞŝŵĞ͕WƵƉͲ 
ƉĞŶƐƉŝĞůĞƵŶĚZŽůůĞŶƐƉŝĞůĞ͘ 
Dd,Dd/^,^E<E͗ hŶƐĞƌ<ŽŶnjĞƉƚĞƌŵƵƚŝŐƚĂůůĞƌǁĂĐŚƐĞŶĞŶŝŵ>ĞďĞŶĚĞƐ<ŝŶĚĞƐDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶ 
njƵƐĐŚĂĨĨĞŶ͕ĚŝĞĚĞŵ<ŝŶĚnjĞŝŐĞŶ͕ĚĂƐDĂƚŚĞŵĂƚŝŬĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĚĞƐƚćŐůŝĐŚĞŶ>ĞďĞŶƐŝƐƚ͘ĞƌĞŝƚƐ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌŚĂͲ 
ďĞŶ&ƌĞƵĚĞĂŵƐŽƌƚŝĞƌĞŶ͕ŽƌĚŶĞŶƵŶĚnjćŚůĞŶ͘'ƌƂƘĞƌĞ<ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶ͕ĚĂƐƐďĞŝŵ<ƵĐŚĞŶďĂĐŬĞŶďĞƐƚŝŵŵƚĞ 
DĞŶŐĞŶĂŶƵƚĂƚĞŶŶŽƚǁĞŶĚŝŐƐŝŶĚ͘Ğŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐŵĂĐŚĞŶ<ŝŶĚĞƌƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶŵŝƚŝĨĨĞƌŶ͕ƵŽƌĚͲ 
ŶƵŶŐĞŶƵŶĚZĞŝŚĞŶ͘ 
EdhZt/^^E^,&d>/,^E<E͗ tŝƌůĂƐƐĞŶŶĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞWŚćŶŽŵĞŶĞůĞďĞŶĚŝŐǁĞƌĚĞŶ͕ 
ŝŶĚĞŵǁŝƌĂůůƚćŐůŝĐŚĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌĂƵƐŶƵƚnjĞŶ͗ĨĂůůĞŶĚĞ'ĞŐĞŶƐƚćŶĚĞ͕ŐĞŵŝƐĐŚƚĞ&ĂƌďĞŶ͕ďĞƐĐŚůĂŐĞŶĞ 
&ĞŶƐƚĞƌŽĚĞƌĚĂƐtĂĐŚƐƚƵŵǀŽŶWĨůĂŶnjĞŶ͘hŶƐĞƌĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌŶƵƚnjĞŶĚŝĞEĞƵŐŝĞƌĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶŝŚƌĞ 
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ďŝĞƌĞŶƵŶĚŶĂĐŚnjƵĚĞŶŬĞŶ͘:ĞĚĞƌdĂŐŝƐƚǀŽůůĞƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƌWŚćŶŽŵĞŶĞ͕ŵĂŶŵƵƐƐƐŝĞŶƵƌĞƌŬĞŶŶĞŶƵŶĚ 
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/ŵ<ƌŝƉƉĞŶďĞƌĞŝĐŚďĞĚĞƵƚĞƚEĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚĚĂƐƌĨĂŚƌĞŶǀŽŶEĂƚƵƌŐĞƐĞƚnjĞŶ͘ŝĞƐŐĞƐĐŚŝĞŚƚĚƵƌĐŚĞŝŶĨĂĐŚĞ 
ƵŶĚĚĞŵůƚĞƌĂŶŐĞƉĂƐƐƚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶǁŝĞnj͘͘ĚĂƐ&ĂůůĞŶůĂƐƐĞŶǀŽŶ'ĞŐĞŶƐƚćŶĚĞŶ;Ăůů͕&ĞĚĞƌ͕ĞƚĐ͘Ϳ͕^ĞŝĨĞŶďůĂͲ 
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ĂƵĐŚĂůƐ^ĐŚƵůƵŶŐƐnjĞŶƚƌƵŵĚŝĞŶĞŶ͘ 
<ŝŶĚĞƌ͕ĚŝĞǁćŚƌĞŶĚĚĞƌ&ůƵĐŚƚŬĞŝŶƵŚĂƵƐĞŚĂƚƚĞŶ͕ƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶǁŝƌƵŶƚĞƌĂŶĚĞƌĞŵĂƵĐŚŵŝƚƐƉĞnjŝĞůůĞŶĂƵĨ 
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ŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĂƵĨĚĂƐ<ŝŶĚĞŝŶ͕ƵŵŝŚŵnjƵŚĞůĨĞŶ͕ĞǀĞŶƚƵĞůůĞ&ůƵĐŚƚƌĂƵŵĂƚĂnjƵƺďĞƌǁŝŶĚĞŶ͘ĞŝĞĚĂƌĨǁŝƌĚ&ĂĐŚͲ 
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ϱ͘ϱ'EZd,Dd/< 
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ƵŶĚDĂƐƚĞƌƵŶĚŝƉůŽŵʹďƐŽůǀĞŶƚĞŶͿ 
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ƺďĞƌŶĞŚŵĞŶ^ƉƌĂĐŚŬƵƌƐĞǀŽƌƵŶĚŶĂĐŚĚĞƌŶĞƌŬĞŶŶƵŶŐͿ 
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ϰ͘  tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶďĞŝŐůĞŝĐŚĞƌŝŐŶƵŶŐĞŝŶĞĚĞƌĞŵŽŐƌĂƉŚŝĞͲŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŶƚƐƉƌĞĐŚĞŶĚĞ 
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ϱ͘  DĞŶƐĐŚĞŶŵŝƚƵŶĚŽŚŶĞĞŚŝŶĚĞƌƵŶŐ 
Ƶϯ͘ ƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐŝŶĚĞƌĨƌƺŚŬŝŶĚůŝĐŚĞŶƌnjŝĞŚƵŶŐ&ƌĂƵĞŶƵŶĚDćŶŶĞƌŐĞŵĞŝŶƐĂŵĂƌďĞŝƚĞŶ͕ƵŶĚ 
njǁĂƌĨƺƌ:ƵŶŐĞŶĞďĞŶƐŽǁŝĞDćĚĐŚĞŶ͕ĚĞŶŶŝŵĨƌƺŚŬŝŶĚůŝĐŚĞŶĞƌĞŝĐŚĨĞŚůĞŶŵŽĚĞƌŶĞŵćŶŶůŝĐŚĞZŽůůĞŶͲ 
ǀŽƌďŝůĚĞƌƵŶĚĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶĨƺƌDćĚĐŚĞŶƵŶĚ:ƵŶŐĞŶ͗'ĞƐĞůůƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƵŶĚǁŝƌƚƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞsĞƌćŶĚĞƌƵŶͲ
ŐĞŶĨƺŚƌĞŶŚćƵĨŝŐnjƵĂďǁĞƐĞŶĚĞŶĨĂŵŝůŝćƌĞŶsŽƌďŝůĚĞƌŶƵŶĚĚŝĞǀŽƌŚĂŶĚĞŶĞŶĨĂŵŝůŝćƌĞŶsŽƌďŝůĚĞƌŵƺƐƐĞŶ
ŶŝĐŚƚƵŶďĞĚŝŶŐƚĚĞŶƌǁĂƌƚƵŶŐĞŶĂŶŵŽĚĞƌŶĞŵćŶŶůŝĐŚĞZŽůůĞŶďŝůĚĞƌĞŶƚƐƉƌĞĐŚĞŶ͘;D&^s:͕ϬϰͬϬϴͬϮϬϭϱͿ 
DŝƚĚŝĞƐĞŵŶƐĂƚnjďnjǁ͘ŶƐƉƌƵĐŚĚĞƌŝǀĞƌƐŝƚćƚĂŶƐdĞĂŵ͕ƐĐŚĂĨĨĞŶǁŝƌƵŶƐĞƌĞƌDĞŝŶƵŶŐŶĂĐŚ͕ĚŝĞĂƐŝƐƵŶĚ 
ĚĞŶEćŚƌďŽĚĞŶĂƵĨĚĞŵ'ĞŶĚĞƌDĂŝŶƐƚƌĞĂŵŝŶŐƐƚĂƚƚĨŝŶĚĞŶƵŶĚŐĞůĞďƚǁĞƌĚĞŶŬĂŶŶ͘ 
ƵƌĐŚĚŝĞƐĞŚŽŚĞŝǀĞƌƐŝƚćƚĂƵĨĂůůĞŶďĞŶĞŶ͕ŬŽŵďŝŶŝĞƌƚŵŝƚĚĞƌ&ƂƌĚĞƌƵŶŐĞŶƵŶĚWĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌ͕ 
ǁŝƌĚĞƌƌĞŝĐŚƚ͕ĚĂƐƐ:ƵŶŐĞŶƵŶĚDćĚĐŚĞŶŝŶĚĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŝƚĂƐŵŝƚǀĂƌŝĂďůĞŶƵŶĚǀŝĞůƐĞŝƚŝŐĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶŝŶ 
ŝŚƌĞƵŬƵŶĨƚnjƵƐƚĂƌƚĞŶ͕ƵŵũĞƚnjƚƵŶĚƐƉćƚĞƌ͕ĚŝĞĨƺƌƐŝĐŚƌŝĐŚƚŝŐĞŶŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐĞŶnjƵƚƌĞĨĨĞŶ͘DćĚĐŚĞŶǁŝĞ:ƵŶͲ 
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ŐĞŶŝƐƚWĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶƵŶĚ'ĞŶĚĞƌDĂŝŶƐƚƌĞĂŵŝŶŐŬŽŶnjĞƉƚŝŽŶĞůůďĞŝĚĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƐĞŶŐŵŝƚĞŝŶĂŶĚĞƌǀĞƌŬŶƺƉĨƚ͘


<ĂƉŝƚĞů͗ ϲ͘&ĂŵŝůŝĞŶŽƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐƵŶĚůƚĞƌŶďĞƚĞŝůŝŐƵŶŐ 
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DƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶŽĨĨĞŶƐƚĞŚĞŶ͘tŝƌnjŝĞůĞŶŵŝƚƵŶƐĞƌĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŶŐĞďŽƚĞŶĚĂƌĂƵĨĂď͕ĚĂƐ^ĞůďƐƚǁĞƌƚŐĞĨƺŚů 
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Ͳ 'ƌƵƉƉĞŶƐĐŚƵůƵŶŐĞŶ 
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ϵ͘ϭϮ͘>/dhE'^<KE&ZEE 
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ŚĂůƚĞŶ͘hŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐŝŶĚĂŶŐĞŚĂůƚĞŶ^ŽƌŐĞŶ͕ŶůŝĞŐĞŶƵŶĚĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĨĞƐƚͲ 
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ŶĞŶƐŝĞƐŝĐŚĂŶĚŝĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐůĞŝƚƵŶŐǁĞŶĚĞŶ͘ĞŶ<ŝŶĚĞƌŶǁŝƌĚŝĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐůĞŝƚƵŶŐĂůƐsĞƌƚƌĂƵĞŶƐƉĞƌƐŽŶ 
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Ğŝ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌŶ͕ĚŝĞŶŽĐŚŶŝĐŚƚƐƉƌĞĐŚĞŶŬƂŶŶĞŶ͕ĂĐŚƚĞƚƵŶƐĞƌWĞƌƐŽŶĂůĂƵĨ&ĞŝŶnjĞŝĐŚĞŶŝŶ&ŽƌŵǀŽŶ'ĞƐƚĞŶ͕ 
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<ĂƉŝƚĞů͗ ϭϬ͘ƌŶćŚƌƵŶŐ 
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ŶĞƌƐĞŚƌĞŵŽƚŝŽŶĂůĞŶďĞŶĞĞŝŶŐĞƌĞŝĐŚƚǁĞƌĚĞŶ͘ 
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ĞŶƚŝĞƌƚnjƵƐĞŝŶ͘ 

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ŶĂĐŚ>ƂƐƵŶŐƐŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶŐĞƐƵĐŚƚ͘ŝĞ>ƂƐƵŶŐŝƐƚ
njƵĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌĞŶ͘ 

ŶƚǁŽƌƚnjĞŝƚ ůůĞĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶƐŝŶĚǀŽŶĞƐĐŚǁĞƌĚĞĞŝŶŐĂŶŐďŝƐ 
njƵƌZƺĐŬŵĞůĚƵŶŐĂŶĚŝĞůƚĞƌŶŝŶŶĞƌŚĂůďĞŝŶĞƌĞŝƚ
ǀŽŶnjǁĞŝtŽĐŚĞŶĂďnjƵĂƌďĞŝƚĞŶ͘ŝĞZƺĐŬŵĞůĚƵŶŐ 
ĂŶĚŝĞůƚĞƌŶŬĂŶŶƐŽǁŽŚůƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĂůƐĂƵĐŚ 
ŵƺŶĚůŝĐŚĞƌĨŽůŐĞŶ͘ 

ŝŶďŝŶĚƵŶŐĚĞƐdƌćŐĞƌƐͬǀŽŶĞdžƚĞƌŶĞŶĞƌĂͲ 
ƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞŶ 
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ůĞŵŶŝĐŚƚŬŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶŝŶƚĞƌŶŐĞůƂƐƚǁĞƌĚĞŶ 
ŬƂŶŶĞŶ͕ƐŽŚĂƚĚŝĞ>ĞŝƚƵŶŐĚĞŶdƌćŐĞƌĞŝŶnjƵƐĐŚĂůͲ 
ƚĞŶ͘/ŵŝĂůŽŐĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶ>ĞŝƚƵŶŐƵŶĚdƌćŐĞƌĞŝŶĞ
ĂĚćƋƵĂƚĞWƌŽďůĞŵůƂƐƵŶŐ͘^ŽůůƚĞŝŶďŝŶĚƵŶŐĞŝŶĞƌ 
ĞdžƚĞƌŶĞŶĞƌĂƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞŶŽƚǁĞŶĚŝŐƐĞŝŶ͕ƐŽǁŝƌĚ 
ĚŝĞƐĞDĂƘŶĂŚŵĞĞďĞŶĨĂůůƐǀŽŶdƌćŐĞƌƵŶĚ>ĞŝƚƵŶŐ 
ŐĞŵĞŝŶƐĂŵďĞƐĐŚůŽƐƐĞŶƵŶĚĞŝŶŐĞůĞŝƚĞƚ͘ 

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>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐůĞŐƚŐƌŽƘĞŶtĞƌƚĂƵĨĂƵƐŐĞǁŽŐĞŶĞƵŶĚŐĞƐƵŶĚĞƌŶćŚƌƵŶŐ͘tŝƌƐŝŶĚĚĞƌmďĞƌnjĞƵŐƵŶŐ͕ĚĂƐƐĚŝĞ 
tĞŝĐŚĞŶƐƚĞůůƵŶŐĨƺƌƌŝĐŚƚŝŐĞƐƌŶćŚƌƵŶŐƐǀĞƌŚĂůƚĞŶďĞƌĞŝƚƐŝŵ<ŝŶĚĞƐĂůƚĞƌĞƌĨŽůŐƚ͘ 
hŶƐĞƌƌŶćŚƌƵŶŐƐŬŽŶnjĞƉƚďĂƐŝĞƌƚĂƵĨĚĞŶŶĂĐŚƐƚĞŚĞŶĚĞŶ'ƌƵŶĚƐćƚnjĞŶ͗ 
•  tŝƌǀĞƌǁĞŶĚĞŶďĞǀŽƌnjƵŐƚƂŬŽůŽŐŝƐĐŚĞ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞů͕ǁĞŶŶŐĞǁƺŶƐĐŚƚŝŶŝŽͲYƵĂůŝƚćƚ͕ƐŽĨĞƌŶŵƂŐůŝĐŚ 
ĂƵƐĚĞƌZĞŐŝŽŶ͘ 
•  ŝĞƵƐĂŵŵĞŶƐĞƚnjƵŶŐĚĞƌ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŽƌŝĞŶƚŝĞƌƚƐŝĐŚĂŵƌŶćŚƌƵŶŐƐŬƌĞŝƐĚĞƌ';ƐŝĞŚĞŶůĂŐĞϮͿ͘ 
•  ŝĞDŝƚƚĂŐƐŵĂůnjĞŝƚǁŝƌĚǀŽŶĞŝŶĞŵĂƚĞƌĞƌ;ĐŽŽŬĂŶĚĐŚŝůů͕ǁĂƌŵŽĚĞƌĐŽŽŬĂŶĚĨƌĞĞnjĞͿŐĞůŝĞĨĞƌƚ͘ 
•  ůůĞDĂŚůnjĞŝƚĞŶǁĞƌĚĞŶŐĞŵĞŝŶƐĂŵĂŵdŝƐĐŚĞŝŶŐĞŶŽŵŵĞŶ͘ 
ϭϭ͘WZ^KE>DE'DEd 
<ŝŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƵŶŐůĞďƚǀŽŶĚĞƌYƵĂůŝƚćƚƵŶĚǀŽŵŶŐĂŐĞŵĞŶƚĚĞƐWĞƌƐŽŶĂůƐ͘tŝƌƐĞŚĞŶĚĂŚĞƌƵŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝͲ 
ƚĞƌ/ŶŶĞŶĂůƐƵŶƐĞƌĞǁŝĐŚƚŝŐƐƚĞZĞƐƐŽƵƌĐĞĂŶ͘


<ĂƉŝƚĞů͗ ϭϮ͘&ŝŶĂŶnjŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ 
Ϯϳ 
ϭϭ͘ϭ͘WZ^KE>'t/EEhE' 
ĞŝEĞƵďĞƐĞƚnjƵŶŐĞŝŶĞƌ^ƚĞůůĞǁŝƌĚĚŝĞƐĞǀŽŵdƌćŐĞƌĂƵƐŐĞƐĐŚƌŝĞďĞŶ͘ŝĞĞŝŶŐĞŚĞŶĚĞŶĞǁĞƌďƵŶŐĞŶǁĞƌĚĞŶ 
ĂŶĚŝĞũĞǁĞŝůŝŐĞ<ŝƚĂǁĞŝƚĞƌŐĞůĞŝƚĞƚ͘ 
/ŶĞŝŶĞƌnjǁĞŝƚĞŶZƵŶĚĞ͕ŽĨƚŵĂůƐŝŵ:ŽƵƌĨŝdžĞ͕ǁŝƌĚŝŶƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚŵŝƚĚĞƌũĞǁĞŝůŝŐĞŶ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶůĞŝͲ 
ƚƵŶŐĞŶƚƐĐŚŝĞĚĞŶ͕ǁĞůĐŚĞĞǁĞƌďĞƌ/ŶŶĞŶnjƵsŽƌƐƚĞůůƵŶŐƐŐĞƐƉƌćĐŚĞŶĞŝŶŐĞůĂĚĞŶǁĞƌĚĞŶ͘ 
ŝĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƺďĞƌĚŝĞŝŶƐƚĞůůƵŶŐǁŝƌĚǀŽŵdƌćŐĞƌƵŶĚĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶůĞŝƚƵŶŐŐĞŵĞŝŶƐĂŵŐĞƚƌŽĨͲ 
ĨĞŶ͘ 
ϭϭ͘Ϯ͘D/dZ/dZEdt/<>hE' 
/ŶĚĞƌŚĞƵƚŝŐĞŶĞŝƚŝƐƚĞƐĞŝŶĨĂĐŚĞƌWĞƌƐŽŶĂůnjƵŐĞǁŝŶŶĞŶĂůƐnjƵŚĂůƚĞŶ͘ƵƐĚŝĞƐĞŵ'ƌƵŶĚůĞŐĞŶǁŝƌŐƌŽƘĞŶ 
tĞƌƚĂƵĨĞŝŶĞŐƵƚĞWĞƌƐŽŶĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƵŶĚͲďŝŶĚƵŶŐ͘ 
t/dZ/>hE' 
tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞtĞŝƚĞƌďŝůĚƵŶŐƵŶƐĞƌĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ͘tĞŝƚĞƌďŝůĚƵŶŐƐŵĂƘŶĂŚŵĞŶŵƺƐƐĞŶũĞǁĞŝůƐĂŶ 
ĚŝĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƵŶĚĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĂŶŐĞƉĂƐƐƚƐĞŝŶ͘'ĞŵĞŝŶƐĂŵŵŝƚĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ 
ďĞƐƉƌŝĐŚƚĚŝĞ>ĞŝƚƵŶŐǁĞůĐŚĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐǁƺŶƐĐŚĞĚŝĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŚĂƚƵŶĚǁĞůĐŚĞEŽƚǁĞŶĚŝŐŬĞŝƚĚĂƐhŶƚĞƌͲ 
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Anlage 6.3 Rahmenkonzept Fröbel

71329 Zeichen

FRÖBEL-Rahmenkonzeption
2., überarbeitete Auflage

Impressum
Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender),  
Alexanderstraße 9, 10178 Berlin 
Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt 
Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt
Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich
Satz und Grafik: LOVETO. Kommunikation, die bewegt. www.loveto.de
Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG 
Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden.
Copyright FRÖBEL e. V. Oktober 2015, 2., überarbeitete Auflage
Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung.
Wir wünschen  …
… allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- 
Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein -
richtungen bei FRÖBEL bereichern.

www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015
Seite 3
Inhalt
FRÖBEL  ...................................................................................................................................................................................................................  05
 Kompetenz für Kinder  ........................................................................................................................................................................ 05
 Wie wir organisiert sind  ...................................................................................................................................................................... 05
 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel  .................................................................................................................................. 07
Gemeinsame Orientierung und Vielfalt  ..................................................................................................................................... 08
 Leitbild und Werte  ................................................................................................................................................................................. 09
 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte  .................................................................. 09
 Was Bildung für uns ist  ........................................................................................................................................................................ 11
  Beziehung als Prinzip  ....................................................................................................................................................................  12
  Individualisierung als Prinzip  ...................................................................................................................................................  13
  Partizipation als Prinzip  ...............................................................................................................................................................  13
 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit  ............................................................................................ 14
Das pädagogische Profil von FRÖBEL  ..........................................................................................................................................  16
 Fachlicher Orientierungsrahmen  ..............................................................................................................................................  16
 FRÖBEL-Standards  ................................................................................................................................................................................. 17
 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung  ....................................................................................................................... 17
 Einrichtungsschwerpunkte  .............................................................................................................................................................  18
 Umsetzung des pädagogischen Profils  ............................................................................................................................... 19
Gestaltung des pädagogischen Alltags  .................................................................................................................................... 20
 Übergänge  ................................................................................................................................................................................................. 21
 Beobachtung und Dokumentation im Dialog  ............................................................................................................... 23
 Alltagsintegrierte Sprachförderung  ........................................................................................................................................  24
 Zusammenarbeit mit der Grundschule  ................................................................................................................................ 24
 Zusammenarbeit mit Familien  .....................................................................................................................................................  25
 Leitung und Team  ................................................................................................................................................................................. 26
 Kinderschutz  ............................................................................................................................................................................................... 27
 Ehrenamtliche im Alltag ...................................................................................................................................................................  29
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf  ......................................................................................................................................  30
Qualität und Qualitätsentwicklung  ................................................................................................................................................  31
Fortbildung und Wissenstransfer  .......................................................................................................................................................  33
Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung  ........................................................................................................................ 34

Seite 5
Notizen
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FRÖBEL
Kompetenz für Kinder
„Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er -
wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite 
zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu 
ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst-
bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern 
einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den 
Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie 
willkommen sind und im Mittelpunkt stehen.
Chancengleichheit
Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich -
keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken 
und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon 
überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä-  
dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren 
Familien zu ermöglichen.
Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur 
des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil-  
habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams 
und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent-  
wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter-  
schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, 
um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten.  
à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14
 
Wie wir organisiert sind
Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin 
ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der 
Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL 
betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus dem 
Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutschlands 
sowie in Australien, in der Türkei und in Polen. Gegenwärtig werden circa 
12.500 Kinder von mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 
über 145 Einrichtungen betreut.
Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge -
schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen

Seite 6
Notizen
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geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An -
sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori-
schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet 
durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen 
werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle 
in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi-
sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung 
sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/
Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent -
wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, 
Ehrenamt und Beschwerdemanagement. 
In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs -
konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und 
Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und 
Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen 
zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs -
leitung.
Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech-
partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: 
www.froebel-gruppe.de

Seite 7
Notizen
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Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel
Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder-  
gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen -
geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung.
Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“.  
Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge -
staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt 
Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken 
des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste.
Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie -
hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals 
bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel 
Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen 
ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati-
on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu 
dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort-
lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung 
von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird.
Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an -
regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge -
danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ 
zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich 
der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden 
aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, 
diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können 
Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von 
Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden.

Seite 8
Notizen
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Gemeinsame Orientierung und Vielfalt
Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile 
der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah -
men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle 
Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält.
Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des 
Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien 
gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich -
tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den 
pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. 
Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil 
sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die 
Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, 
verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver -
fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen 
Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi -
schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden 
die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die 
Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge -
bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden 
kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt.
LEITBILD
EINRICHTUNGS-
KONZEPTION
RAHMEN-
KONZEPTION

Seite 9
Notizen
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Leitbild und Werte
Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem 
Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen 
Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es 
betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ -
BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, 
sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro -
zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. 
 
Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte
In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle 
Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort 
gemeinsam. 
Kinder
Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor-
ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit 
all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv 
sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen 
die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im 
Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale 
Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder 
wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse 
selbst gestalten. 
Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und 
kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde -
ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. 
FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be -
sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis 
zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden 
Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren 
Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess 
angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht.
LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE
Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild

Seite 10
Notizen
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Eltern und Familien 
Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den 
Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge -
borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird 
das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda -
gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und 
Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer 
Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“,  S. 25
Pädagogische Fachkräfte
Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver -
schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied-
lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische 
und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach -
kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. 
Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei 
an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von 
Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor-
derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen 
Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, 
Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und 
Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten 
liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach -
kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und 
suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. 
à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33

Seite 11
Notizen
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Was Bildung für uns ist
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung 
und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt 
werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um-
gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt 
mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie 
sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. 
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi -
ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden 
motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs -
prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de -
nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.
Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. 
Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr 
die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit 
anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten.
Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum-
liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass 
die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. 
Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch 
in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere 
Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso -
nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit.
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas 
zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu -
wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons-
tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten 
und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen 
ihre eigenen Bildungsprozesse.
Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe 
darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen 
zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- 
stützen.

Seite 12
Notizen
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In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis 
von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom-
plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. 
 ▲ Beziehung als Prinzip
 ▲ Individualisierung als Prinzip
 ▲ Partizipation als Prinzip
Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre -
chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten 
können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, 
das alles sind dabei bedeutsame Faktoren.
 ▲ Beziehung als Prinzip
Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. 
Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon-
takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. 
Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn 
diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick -
lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit 
unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu -
tenden Beziehungsaufbau. 
In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen 
zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be -
dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die 
Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun -
gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung 
zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger 
wichtig sind. 
Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich 
in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben 
in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters 
und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, 
aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein -
sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, 
über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert 
die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler 
Kompetenzen. 
Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag -
fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren 
Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen

Seite 13
Notizen
www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015
machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen 
des sozialen Miteinanders erleben können. 
 ▲ Individualisierung als Prinzip
Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- 
und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien
-
tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist 
in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. 
Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf 
individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi
-
schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, 
dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern 
signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die 
Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die 
Gründe dafür. 
Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder 
die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu 
nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu 
entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be-
dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, 
gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro -
zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt.
 ▲ Partizipation als Prinzip
Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie 
sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, 
dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für 
Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte 
und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu 
achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele-
genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten 
Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. 
Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten 
und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin -
gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder-
tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der 
Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer 
eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht 
einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen 
in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten.

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Notizen
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Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er-
weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, 
in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume 
erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit 
und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem 
ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist.
 
Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit
Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere 
Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago -
gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen 
unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, 
sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und 
(biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese 
Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht 
und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und 
gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis -
kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen 
es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche 
Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. 
Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, 
Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. 
Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten 
und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd -
agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, 
Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. 
Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent -
sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte 
Betreuung.
Sozioökonomische Vielfalt
Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono -
mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die 
Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, 
Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. 
Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien 
werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem 
der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä -
dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es 
gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, 
die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts -
beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert.

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Notizen
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Kulturelle und religiöse Vielfalt
FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen 
kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul -
turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, 
dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen 
sprechen, sodass sie diese kennenlernen können.
Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in -
terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för-
dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher 
Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder 
dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen 
Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen 
oder in mehrsprachigen Büchern. 
Kinder mit besonderem Förderbedarf
Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti -
ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und 
Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent -
wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un -
terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen 
den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten.
In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr 
Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, 
wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit 
einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor -
malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt 
werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder.
Geschlechtssensible Pädagogik
Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im 
pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, 
Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, 
sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts -
entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her -
auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen 
von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu 
beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin 
begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln 
und neue Erfahrungen erleben können.

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Notizen
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Das pädagogische Profil von FRÖBEL
Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge -
kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine 
gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen -
gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus -
prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. 
 
Fachlicher Orientierungsrahmen
Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten 
und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie 
die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII 
weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu.
Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und 
Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe 
Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und 
der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs -
bereichen für uns als überregionale Orientierung:
 ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation
 ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung
 ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik
 ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien
 ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit
 ▲ Natur und kulturelle Umwelten
Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach 
Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge -
setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen 
unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den 
Bildungsprogrammen zu stärken.
Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon -
zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen 
für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL.

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Notizen
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Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda -
gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni-
ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in 
sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete 
Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei 
vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung 
fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk-
te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame 
Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi -
pation und Individualisierung.
 
FRÖBEL-Standards
Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards 
einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti -
sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun -
desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts-
themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem 
Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. 
Zu den FRÖBEL-Standards gehören: 
 ▲ Zusammenarbeit mit Familien
 ▲ Gesunde Ernährung
 ▲ Übergänge
 ▲ Ausstattung
 ▲ Beobachtung und Dokumentation 
 ▲ Beziehung
 ▲ Individualisierung
 ▲ Partizipation
 ▲ Qualitätsentwicklung 
 
FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung
FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine 
Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer 
Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd-
sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die 
Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache 
in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden 
vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 
1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein 
nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: 
verlag das netz.

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Notizen
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FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere 
Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder 
sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge-
meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere 
Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.
Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder -
gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine 
Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf 
diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien 
des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. 
In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer -
den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem 
Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind 
zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und 
die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein-
tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept 
Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration 
der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den 
Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi -
alen Situation der Familie. 
 
Einrichtungsschwerpunkte
Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein -
richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im 
Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen 
in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder 
und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu -
ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend 
weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption 
festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge -
meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und 
gelebtes Einrichtungsprofil.

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Notizen
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Umsetzung des pädagogischen Profils
Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte
Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram -
men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan -
dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago -
gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua -
lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen 
sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren.
Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots
In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver -
schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich 
fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda -
gogischen Fachkräfte zur Verfügung.
In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif -
tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den 
Einsatz in der Praxis.
Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär -
ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere 
pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie 
diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über 
die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen 
sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen.
Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede -
nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene 
pädagogische Schwerpunkte zu leben.
2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein 
nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: 
verlag das netz.

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Gestaltung des pädagogischen Alltags
In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen 
Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt 
durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit 
ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt 
und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den 
Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle -
xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. 
Offen sein
In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. 
Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance 
von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der 
Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, 
selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der 
Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie 
aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem 
Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge -
hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu 
schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über 
den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. 
Tagesstruktur
Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von 
unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben 
Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant -
wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die 
Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. 
Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie-
rung und Struktur bieten. 
Zeit für Entwicklung
Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat -
tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind 
hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu 
beschäftigen, die es interessieren.

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Gruppen von Kindern
Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon-
tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe 
des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil 
begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren 
Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den 
Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und 
Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge -
wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt 
Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen 
Bildungsthemen gestaltet werden.
Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh -
men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum 
neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene 
Möglichkeiten und Grenzen erproben. 
Offene Räume
Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich 
die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei -
nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im 
Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch 
Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können 
Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden 
immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die 
aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst.
 
Übergänge
Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so 
auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie 
in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in 
die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über -
gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All 
diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst 
genommen und professionell begleitet. 
Eingewöhnung
Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie 
ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für 
alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit 
kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet.

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Notizen
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Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, 
sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin -
dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die 
Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages-
einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. 
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und 
Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen 
entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, 
damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen 
Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen 
und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen.
Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels-
weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren 
Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten.
Alltägliche Übergänge
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein 
Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des 
Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. 
Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit 
zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa -
milien gleichermaßen. 
Übergänge im Haus
Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung 
und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich 
an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der 
aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung 
erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften 
aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen.
Übergang in die Grundschule 
Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die 
Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin -
dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr 
im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu -
tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten 
Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die 
Schule und auf das Leben vorbereiten.

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Notizen
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Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre-
gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die 
Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun -
gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen 
zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser 
Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der 
Grundschule“, S. 24
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, 
stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn-
tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin -
nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu 
erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr.
 
Beobachtung und Dokumentation im Dialog
Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes -
sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel -
mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und 
Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege 
zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung 
und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden.
Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner -
kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro-
zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer 
Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein 
dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden 
festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer 
Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle 
Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig 
ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen 
und Bedürfnissen der Kinder folgen. 
Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, 
um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein 
intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine 
aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen 
besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und 
tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen 
aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den 
Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für 
die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche.

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Notizen
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Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer 
individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu -
sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen 
Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, 
welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen.
 
Alltagsintegrierte Sprachförderung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung 
von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, 
sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit 
eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge -
samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen 
Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern 
bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor -
bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende 
Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und 
ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung 
von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und 
Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier -
ten Sprachförderung.
 
Zusammenarbeit mit der Grundschule
Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren 
Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn 
gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe 
im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an -
gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet 
Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen 
der Umgebung. 
Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue 
Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, 
was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von 
den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel 
dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten 
besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen 
Fachkräften stattfindet.
Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt 
zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den 
Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, 
Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung 
durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen.

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Zusammenarbeit mit Familien 
Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und 
Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer 
Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit 
den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem 
Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr 
Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen 
und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause 
bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten 
und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens -
voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und 
Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, 
Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf 
einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs-
kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami -
lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile 
Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und 
der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ -
BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten 
von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher 
Teil des Geschehens sind. 
Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit
Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige 
Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum 
anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar -
tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. 
Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich 
an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und 
der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli -
ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das 
mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem 
aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro-
chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, 
guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs -
personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und 
das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. 
Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso 
zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von 
Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen

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Notizen
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oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente 
des Alltags sichtbar gemacht.
Beteiligung von Familien
Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All-
tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. 
à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29
Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen 
auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen 
den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge -
meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame 
Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir -
kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und 
Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. 
Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema -
nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä-
rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. 
 
Leitung und Team
Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit -
arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die 
Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä -
dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in 
den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen 
Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die 
gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller 
Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie 
auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten.
Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und 
deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche 
Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden 
und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren 
Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech -
te, wie sie im Leitbild formuliert sind,  kennenzulernen und zu leben. Bei 
Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht.
Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne 
Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den 
Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus -
tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht.

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Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse 
eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und 
klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die 
(Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die 
Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige 
Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und 
die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- 
und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. 
 
Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes 
Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin -
derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen 
und Erzieher stärken“. 
Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien -
tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene 
und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die 
Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt 
verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge -
fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- 
abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin -
derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin 
sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle 
Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht 
gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän-
digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an.
Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL
Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen 
Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern 
umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich 
geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie 
die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich-
tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind 
und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen.
Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For -
derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So 
verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig

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Notizen
www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015
tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- 
lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie 
Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken -
nen und umzusetzen.
Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung
Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch 
den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge -
schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen 
Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin -
dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte 
im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes-
sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und 
angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als 
Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und 
Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern 
erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und 
auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken 
als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen 
und ihnen Sicherheit bieten. 
Präventiver Kinderschutz
Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe 
und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte 
werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete  
Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. 
Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im 
täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen 
werden oder unbekleidet umherlaufen. 
Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team 
und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti -
ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah 
und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver -
ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig 
angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche 
Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen 
anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen.

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Notizen
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Umgang mit Beschwerden
Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, 
verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel 
ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und 
Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und 
in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern 
werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen 
Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich -
keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren 
Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind 
innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen 
ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern.
 
Ehrenamtliche im Alltag
Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten 
kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen 
Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden 
zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf -
fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum 
Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche 
pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen.
Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement 
die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu 
bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich -
tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und 
Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben.
Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde-
ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei-
se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor.
Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk-
turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise 
erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, 
Kindergärten und Horte integriert.

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Notizen
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Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben 
und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü -
che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der 
Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen 
wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert 
auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. 
Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. 
Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer -
den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. 
Kooperationen mit Unternehmen 
Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie 
berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor 
diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften 
zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung 
arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
ermöglichen.

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Notizen
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Qualität und Qualitätsentwicklung
Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der  
FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches 
Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein-
samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan -
dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen 
und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter -
entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen 
verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer 
Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. 
Interne und externe Evaluation
Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung 
bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015
3). In seinen Qualitätsbereichen 
wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- 
dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge-
hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) 
schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese 
regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die 
Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per -
sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität 
ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand-
buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse 
angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 
Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil 
der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive 
und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere 
wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda -
gogischen Arbeit.
3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein 
nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: 
verlag das netz.
4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden -
bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren 
(3., Auflage). Berlin: Cornelsen.

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Notizen
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Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung
Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in -
nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung 
und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück -
meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän-
derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen 
nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern zugutekommen.

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Notizen
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Fortbildung und Wissenstransfer
Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter -
essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen 
Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. 
Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung 
sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und 
fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. 
Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin -
nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi -
schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren 
Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden 
Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. 
Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm 
Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, 
auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech-
nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, 
ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten 
zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die 
Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf 
eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. 
Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis -
senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung 
der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln.

Seite 34
Notizen
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Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung
Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL 
Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der 
Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der 
Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu 
den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen 
im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll 
zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und 
regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, 
diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen.
Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago -
gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange -
bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte 
in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die 
pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch 
die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei 
FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen 
Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung 
und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte 
liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein -
richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden 
Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch 
unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä -
dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von 
Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi -
fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten 
sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder 
initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen 
Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach -
kräfte erweitern.
Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten 
Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä -
ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von 
dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen 
darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort 
aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen.

FRÖBEL e.V.   Alexanderstr. 9   10178 Berlin  info@froebel-gruppe.de  www.froebel-gruppe.de

Anlage 8.1 Bewerbung Kinderzentren Kunterbunt

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Anlage 3.2 Konzeption Am Eichenwäldchen

140180 Zeichen

2 
 
 
 
Inhalt 
1. Der Träger ...................................................................................................................................... 4 
1.1 Leitbild ...................................................................................................................................... 4 
1.2 Professionelle Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. .................... 5 
1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung ................................................................................... 6 
1.2.2 Personalgewinnung............................................................................................................. 7 
1.2.3 Personalentwicklung ........................................................................................................... 7 
1.2.4 Betriebsführung ................................................................................................................... 8 
1.2.5 Fachberatung ....................................................................................................................... 8 
1.2.6 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung ............................................................. 8 
1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz ............................................................................................... 13 
1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien .................................................................. 13 
1.3 Entlohnung ............................................................................................................................. 13 
2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ........................................................................................ 14 
2.1 Öffnungszeiten ...................................................................................................................... 14 
2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten ....................................................................................... 14 
2.3 Anzahl der Schließungstage ............................................................................................... 14 
3. Pädagogische Arbeit .................................................................................................................. 15 
Das Bild vom Kind ................................................................................................................... 15 
Offene Arbeit ............................................................................................................................ 16 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit ..................................................................................... 17 
Die Bedeutung des Spiels ...................................................................................................... 18 
Rolle der Fachkraft .................................................................................................................. 19 
Entwicklungsfördernde Raumgestaltung ............................................................................. 20 
3.1 Inklusion ................................................................................................................................. 22 
3.2 Konzeptionelle Verankerungen .......................................................................................... 23 
3.2.1 Eingewöhnungskonzept ................................................................................................... 23 
3.2.2 Sprachförderkonzept ........................................................................................................ 29 
3.2.3 Interkulturelles Lernen ...................................................................................................... 35 
3.2.4 Genderpädagogik .............................................................................................................. 36 
3.2.5 Bewegungskonzept ........................................................................................................... 39 
3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ......................................................................... 48 
Formen der Beteiligung von Kindern .................................................................................... 51 
3.2.7 Bildungsdokumentation .................................................................................................... 52 
Entwicklungsdokumentation .................................................................................................. 52 
Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio) .......................................................................... 52

3 
 
 
3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt ................................................................................. 54 
3.2.9 Umwelterziehung ............................................................................................................... 55 
3.2.10 Gesundheitserziehung ................................................................................................... 56 
3.2.11 Gesunde Ernährung ........................................................................................................ 57 
3.2.12 Bewegungskindergarten ................................................................................................ 62 
3.2.13 Haus der kleinen Forscher ............................................................................................ 62 
3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule ................................................................................. 62 
4. Sozialraumorientierung .............................................................................................................. 63 
5. Familienzentrum .......................................................................................................................... 64 
6. Verschiedenes ............................................................................................................................. 64 
6.1 Alleinstellungsmerkmal ........................................................................................................ 64

4 
 
 
 
1. Der Träger  
 
1.1 Leitbild 
 
Wir, die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . haben es uns zur Aufgabe gemacht, „Das Kind 
zur Rose zu machen“. Diese Metapher beschreibt das „offene Konzept“, das sich nicht allein auf ein 
verändertes Menschenbild, sondern vor allem auf einen veränderten Umgang mit den Menschen 
bezieht. 
 
 „Schön, dass es dich gibt und dass du so bist, wie du bist.“ 
 
Die Elterninitiative ist Träger von Bildungseinrichtungen für Kinder mit un terschiedlichen 
Schwerpunkten. Wir sind konfessionell neutral und vertreten ein humanistisches Menschenbild. 
Gleich welcher Herkunft und Religion, begegnen wir uns von Mensch zu Mensch. In unseren Häusern 
leben wir mit unseren Mitmenschen, mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern, eine Ethik des Verstehen-
Wollens. Die Kooperation mit den Eltern ist daher mehr als die herkömmliche Elternarbeit, sie 
versteht sich als Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. 
 
Das Kind steht im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit. Für eine positive und erfolgreiche 
Entwicklung ist es erforderlich, die Grundbedürfnisse eines Kindes zu erkennen und zu unterstützten.  
Unsere Einrichtungen stehen für Offenheit, Respekt und Wertschätzung gegenüber Eltern und 
Kindern sowie dem sozialen Umfeld.

5 
 
 
Vorstand 
(Ingrid Westerteicher) 
(Patrick Westerteicher) 
(Daniela Büchner) 
Familienbegleitung  
 
Ernährungs-/ 
Hygienebeauftragte 
 
Leitung Haus 1 
 
Mitarbeiter 
 Haus 1 
Leitung Haus 2 
 
Mitarbeiter 
Haus 2 
Leitung Haus 4 
 
Mitarbeiter 
Haus 4 
Leitung Haus 3 
 
Mitarbeiter 
Haus 3 
Geschäftsführung 
  (Patrick Westerteicher)  
Geschäftsführung  
Pädagogik/Personal 
(Patrick Westerteicher)  
Informationstechnik 
 
Datenschutz-
beauftragter 
 
Verwaltungsleitung  
Finanzen 
(Laura Braun)   
Öffentlichkeitsarbeit 
 
Sicherheits-
beauftragter 
 
 
1.2 Professionelle Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V.

6 
 
 
1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung  
 
Der V orstand der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . setzt sich aus der ersten V orsitzenden 
Frau Ingrid Westerteicher, dem zweiten V orsitzenden Herrn Patrick Westerteicher und der 
Kassenwartin Frau Daniela Büchner zusammen. Die Geschäftsführung der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V .  liegt bei Herrn Patrick Westerteicher. Die untergliederte Abteilung 
Geschäftsführung Pädagogik/Personal wird von Herrn Patrick Westerteicher geleitet. Die Abteilung 
Finanzen wird von der Verwaltungsleitung Frau Laura Braun geführt. Beiden Abteilungen 
unterstehen jeweils zwei kaufmännische Mitarbeiter, die für die IT, die Öffentlichkeitsarbeit, den 
Datenschutz und die Sicherheit (Beauftragte) zuständig sind. Die Leitungen der Einrichtungen 
unterstehen dem V orstand und die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen direkt den jeweiligen 
Leitungen. Frau Daniela Büchner ist als Familienbegleitung und Frau Christina Wilzer als 
Ernährungs- und Hygienebeauftragte einrichtungsübergreifend zuständig.  
 
Arbeitsverträge und sämtliche zusätzliche Vereinbarungen werden mit Beratung durch einen 
Fachanwalt für Arbeitsrecht erstellt. Gleiches gilt für die Erstellung von Abmahnungen und 
Aufhebungsverträgen. Die Personalverwaltung führt Personalakten (anlegen, verwalten und pflegen, 
inkl. Ablage des allgemeinen Schriftverkehrs) und erstellt sämtliche Bescheinigungen und Formulare 
in Verbindung mit dem Arbeitsverhältnis. Ebenso werden Gehälter entsprechend den vorgegebenen 
Arbeitsverträgen überwa cht und angepasst sowie Weihnachtsgeld berechnet Die Verwaltung 
überwacht und passt sämtliche abrechnungsrelevante Daten wie Direktversicherungen, VL -Verträge 
etc. an. Bei Ausscheiden oder auf Wunsch eines Mitarbeiters, werden qualifizierte Arbeitszeugniss e 
erstellt. 
 
Die einzelnen Verwaltungsmitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . verfügen über 
individuell zugeordnete Telefondurchwahlen sowie über E -Mail-Adressen, über die sie für 
hauptamtliche Mitarbeiter, Behörden, Ämter, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, 
Abrechnungsstellen, Versicherungen sowie Kooperationspartner erreichbar sind. Ebenso führen Sie 
mit den genannten Stellen den Schriftverkehr.

7 
 
 
1.2.2 Personalgewinnung  
 
Im Bereich der professionellen Personalgewin nung arbeitet die Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V . mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Kommunalen Jobcenter AöR 
zusammen. Hierbei werden Anforderungsprofile erstellt und Bewerbungsverfahren durchgeführt. 
Neue pädagogische Mitarbeiter werden nach einem Einarbeitungskonzept angeleitet.  
 
Die Elterninitiative ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des Kommunalen Jobcenters in 
Projekten wie „Arbeitsgelegenheiten“ und „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Zusätzlich werden 
fortlaufend Stellen im  Bundesfreiwilligendienst angeboten. Weitere Kooperationspartner sind die 
privaten Fachhochschulen SRH Hamm und IUBH für das duale Studium im Bereich der Sozialen 
Arbeit. Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . bildet zudem jedes Jahr Erzieherinnen und 
Erzieher im Anerkennungsjahr aus. Zusätzlich wird die Praxisintegrierte Ausbildung zur 
Erzieherin/zum Erzieher angeboten. Alle Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. 
V . bilden fortlaufend Praktikantinnen und Praktikanten von der Sekundarstufe I bis zur Fachschule 
für Sozialwesen aus. 
 
1.2.3 Personalentwicklung  
 
Im Bereich der professionellen Personalentwicklung nehmen die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V . regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil, um ihre Arbeit konstant den 
aktuellen und sich verändernden Anforderungen anpassen zu können. Die Mitarbeiter werden z. B. 
zu Systemischen Beratern ausgebildet und erhalten eine Ausbildung in der Marte Meo-Methode.  
 
Da alle pädagogischen Mitarbeiter der Einrichtungen in ständigem Austausch miteinander stehen (z. 
B. kollegiale Beratung, Expertengruppen, Mitarbeiterversammlungen), sind einrichtungs -
übergreifende Vertretungen gewährleistet. 
 
Mitarbeitergespräche werden regelmäßig (mind. zweimal jährlich) sowohl von dem V orstand mit den 
Mitarbeitern, als auch von den Leitungen der Einrichtungen mit Mitarbeitern ihres Teams geführt. 
Die Teams der einzelnen Einrichtungen sind dazu angehalten, regelmäßige Supervisionen mit einem 
von ihnen ausgewählten externen Supervisor abzuhalten. 
 
Das gemeinsame Ziel ist es, das Kind in der positiven und individuellen Entwicklung zu begleiten. 
Die persönlichen Ressourcen der Mitarbeiter werden zusammengebracht und weiterentwickelt. Diese

8 
 
 
Entwicklung weiterzuführen, ist auch die Aufgabe der einrichtungsübergreifenden Expertengruppen. 
Sie erarbeiten V orschläge und Anregungen zur Optimierung der Arbeit im Team. Sich mit den Zielen 
und fachlichen Aufgaben der Einrichtung zu identifizieren, motiviert, neugierig und engagiert zu 
einer positiven Teamkultur beizutragen. 
 
Unter dem Begriff Expertentreff werden aus verschiedenen Fachkräften bestehende kleine 
funktionsgegliederte Arbeitsgruppen verstanden, die zur Erfüllung bestimmter Aufgaben 
zusammenwirken (Teamarbeit). Charakteristisch für diese Gruppen sind ein partnerschaftliches 
Verhalten, relativ intensive wechselseitige Beziehungen und eine gleichberechtigte Mitbestimmung 
aller Mitglieder bei der Diskussion von Methoden, Inhalten und Zielen ihrer Arbeit. 
 
 
1.2.4 Betriebsführung  
 
In der professionellen Betriebsführung wird die Finanzbuchhaltung von der Elterninitiative „Am 
Eichenwäldchen“ e. V . geführt, wobei der Jahresabschluss von einem Steuerberater durchgeführt wird. 
Verwendungsnachweise, Meldebögen und Statistiken werden eigenständig erstellt sowie die Portale 
Kibiz.web und Kita-Planer gepflegt. 
 
Alle Mitarbeiter haben Zugriff auf einen gesicherten Server, auf dem z. B. die 
Bildungsdokumentationen gespeichert werden. Hierbei wird die Sicherheit von einem internen 
Datenschutzbeauftragten überwacht.  
 
 
1.2.5 Fachberatung  
 
Die Beratung im fachlichen Kontext wird von dem Geschäftsführer (Pädagogik/Personal) Patrick 
Westerteicher übernommen.  
 
 
1.2.6 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung  
 
Die Einrichtungen des Trägers „Am Eichenw äldchen“ e. V . arbeiten seit mehreren Jahren bei dem 
trägerübergreifenden Qualitätsmanagement der Stadt Hamm mit. Zudem arbeitet der Träger mit der 
Kindergarten – Skala (KES-RZ).

9 
 
 
Der Dialogorientierte Qualitätsprozess 
 
Die Methode 
Das trägerübergreifen de Qualitätsprojekt lehnt sich an das Qualitätsmanagement -System der 
Integrierten Qualitätsentwicklung (IQUE) von Ulrike Zische und dem Kronberger Kreis an. 
 
Entscheidende Impulse für die Wahl des dialogischen Verfahrens ergaben sich aus der besonderen 
Handlungssituation, die der pädagogischen Arbeit zu Grunde liegt: 
 
Pädagogische Tätigkeit ist ein personales Geschehen zwischen einer oder mehrerer Personen. Die 
pädagogischen Fachkräfte wirken in einem kommunikativen Feld, verhalten sich, handeln, 
kommunizieren und empfinden in einem komplexen Erziehungsgeschehen. Daraus folgt, dass 
pädagogische Praxis nie einseitig sein kann. Sie ist immer dialogisch, weil sie sich auf ein Gegenüber 
bezieht. Deshalb bietet sich für die Entwicklung von Qualitätsstandards das dialogische Verfahren an. 
Es zielt auf die Initiierung eines nachhaltigen Prozesses, in dessen Verlauf die Mitarbeitenden der 
beteiligten Tageseinrichtung selbst die Verantwortung für die Entwicklung und die Überprüfung der 
Qualität in ihrer Einrichtung übernehmen. 
 
Dies tun sie in gemeinsamer Verantwortung mit den Personen und Institutionen, deren Arbeit in 
besonderer Weise die Qualität der jeweiligen Kindertageseinrichtung beeinflusst, nämlich den 
Trägervertretungen und der Fachberatung. Dialogische Qualitätsentwicklung ist in diesem Sinne ein 
wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Fachlichkeit im Bereich der Kindertageseinrichtungen und 
unmittelbarer Bestandteil der Professionalisierung in diesem Arbeitsfeld. 
 
Qualitätsentwicklung selbst muss nach Merchel folgenden Qualitätskriterien genügen: 
• Mitarbeiterpartizipation: Einbeziehung der Mitarbeiter von der Definition der Qualitätskriterien bis 
zur Auswertung der Qualitätserhebung. 
• Prozessorientierung: Qualitätsentwicklung muss flexibel sein, d.h. in seinem Verlauf immer ein sich 
veränderndes V orgehen zulassen. 
• Adressatenorientierung: Konsequente Einbeziehung der Adressatenperspektive in die 
Qualitätsbewertung. 
• Dialogorientierung: Dialogische Formen der Qualitätsbewertung sind Ausgangspunkt  für 
individuelles und organisationales Lernen.

10 
 
 
Dialogische Qualitätsentwicklung benötigt, wenn ihre Aussagen valide sein sollen, eine externe 
Prozessberatung und eine wissenschaftliche Begleitung. Im Focus der Prozessberatung steht der 
methodische Ablauf ; die wissenschaftliche Begleitung hat die Aufgabe, Qualitätsstandards auf 
Begrifflichkeit und Gültigkeit hin zu überprüfen. V on den Einrichtungen implementierte und 
evaluierte Standards werden nach Beendigung des Projektes durch Zertifizierung bestätigt. 
 
Eine weitergehende Zertifizierung und damit ein Abschluss der Qualitätsentwicklung im Sinne eines 
Qualitätsaudits durch eine externe Zertifizierungsorganisation ist in diesem 
Qualitätsentwicklungsprozess nicht angedacht. Das Ziel des Prozesses ist vielmeh r eine 
kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und der pädagogischen Arbeit. Der 
Qualitätsentwicklungsprozess kann deshalb nicht abgeschlossen sein. 
 
Die Prozessstruktur 
Ziele des Prozesses 
Der Prozess verfolgte drei wesentliche Ziele: 
• Begleitung und Unterstützung von Familien 
• Sicherung der Professionalität der pädagogischen Mitarbeiter 
• Selbstdefinition und Entwicklung von Qualität mit den Beteiligten im Dialog 
 
Die Prozessbeteiligten 
An dem trägerübergreifenden Qualitätsmanagement nehmen zur Zeit ca. 100 Einrichtungen der Stadt 
Hamm und Umgebung teil.  
 
Die Übertragung der Theorie auf den konkreten trägerübergreifenden Qualitätsprozess bedeutet die 
Einbeziehung von Träger - und Elternvertretern, Fachleuten aus der  beruflichen Ausbildung und 
Fachberatern auf allen Ebenen des Prozesses. Die Qualität ist also in einem gemeinsamen arbeits - 
und zeitintensivem Prozess von der Basis aus nach dem Bottom up Prinzip festgelegt. 
 
Die Standardgruppen setzten sich aus Mitarbeit enden, Eltern - und Trägervertretungen 
unterschiedlicher Einrichtungen und Trägergruppen zusammen. Ihr Auftrag bestand darin, 
Qualitätsstandards nach vereinbartem Schema gemeinsam zu entwickeln. In der Satellitengruppe 
Standard trafen sich die Vertreter der einzelnen Standardgruppen, die sog. „Läufer“, Fachberaterinnen 
und ein Trägervertreter. In dieser Gruppe wurden die Ergebnisse der einzelnen Standardgruppen auf 
aktuelle Fachlichkeit, Verständlichkeit und den logischen Aufbau hin überprüft und die Ergebni sse

11 
 
 
gebündelt. Die Läufer eines Standards vertraten dabei die Sichtweise ihrer Standardgruppe und 
meldeten Anregungen seitens der Satellitengruppe in ihre Standardgruppe zurück. Die Impulsgruppe 
war der Kopf des Unternehmens. Sie setzte sich zusammen aus j eweils einem Vertreter der 
Gruppierungen, die am Geschehen einer Tageseinrichtung beteiligt sind: einem Träger, einer Leitung, 
sowie einem Elternteil. Hinzu kam die Ausbildungsstätte mit einem Vertreter und nicht zuletzt die 
Fachberaterinnen, die diesen Prozess initiiert hatten. 
 
Dieses Gremium koordinierte und steuerte den Gesamtprozess und setzte Impulse. Die Impulsgruppe 
führt den Entwicklungsprozess in einem trägerübergreifenden Netzwerk fort. Sie regt die 
Entwicklung aktueller Standards an, forciert die Überarbeitung bestehender Standards und unterstützt 
den Prozess durch flankierende Maßnahmen. 
 
Im Rahmen des Projektmanagements unterstützte eine Coacherin die Impulsgruppe in der 
strukturellen und inhaltlichen Planung und Umsetzung einzelner Projektphasen. Mit ihrer 
Unterstützung wurde die Struktur des Projektes aufgebaut, die Beteiligten in gesicherte 
Kommunikations- und Informationsstrukturen eingebunden und ein geeignetes Evaluationsverfahren 
auf den Prozess zugeschnitten. 
 
Mit der wissensc haftlichen Absicherung des Prozesses war die Uni Bielefeld beauftragt. Ihr 
besonderes Augenmerk lag auf der Aktualität und in der Überprüfbarkeit der Standards. Darüber 
hinaus sollten Datenerhebung zu Beginn und zum Ende des Projektes den Veränderungs - bzw. 
Entwicklungsprozess in den TE dokumentieren. In einem Abschluss Bericht werden die Erkenntnisse 
der wissenschaftlichen Begleitung aufgezeigt. 
 
Ablauf des Prozesses: 
Der Ablauf des Prozesses kann im Sinne eines Qualitätskreises beschrieben werden, der inh altlich 
fortgeführt wird. 
 
Entwicklung von Standards 
Seit 1999 wurden insgesamt 20 Standards unter Berücksichtigung der unterschiedlichen 
Angebotsformen der Tageseinrichtungen für Kinder erarbeitet. 17 Standards haben aktuell Gültigkeit. 
Den Standards vora us stehen Leitqualitäten, die im Kreis der Fachberaterinnen formuliert wurden. 
Die Leitqualitäten gelten als Orientierungsrahmen bei der Ausformulierung der Standards. In den 
jeweiligen Standardgruppen wurden auch die entsprechenden Evaluationsinstrumente (Fragebögen)

12 
 
 
entwickelt. Diese enthalten Indikatoren, die eine Überprüfung der Qualität in der Praxis zulassen. Je 
nach formuliertem Standard richten sich die Fragebögen an unterschiedliche Zielgruppen. 
 
Die 17 Standards im Prozess 
Pädagogische Arbeit mit dem Kind: 
Eingewöhnung, Freispiele, Die Mittagszeit, Medienpädagogik, Interkulturelles Lernen, 
Hausaufgabenbetreuung, Freizeit im Hort, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei 
Jahren, Sprachliche Bildung, Inklusion, Arbeit mit Eltern: Gepla ntes Elterngespräch, 
Zusammenarbeit mit Eltern 
 
Die Kindertageseinrichtung als Organisation: 
Leitung, Team, Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, Praxisanleitung 
 
In den Standards wird die mindestens zu gewährende Qualität, und das Qualitätsziel definiert. V o m 
Aufbau her enthält jeder Standard mehrere Merkmale. Die Merkmale beinhalten fünf aufeinander 
aufbauende Stufen. Für jedes Merkmal ist ein Ziel formuliert. 
 
Das Evaluationsverfahren 
Evaluation wird allgemein verstanden als eine umfassende, systematische u nd regelmäßige 
Überprüfung der Tätigkeiten und Ergebnisse einer Einrichtung anhand eines Kriterienmodells. Im 
Prozess wird zwischen der Selbst- und externen Evaluation unterschieden. 
 
Selbstevaluation ist 
• Selbstreflexion der Arbeit, der Entwicklung, Selbstkontrolle und Rechenschaft. 
• ein bewusst eingeleiteter, geplanter, auch kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der 
pädagogischen Arbeit und der Einrichtung. 
• Bestandaufnahme und Auswertung. 
• Analyse der V oraussetzungen, der Planung und Durchführung der Arbeit. 
 
Sie bedient sich dazu folgender Instrumente 
• Datenerhebung durch Fragebögen oder Interview, Umfragen 
• Dokumentenanalyse, z.B. Protokollauswertung, Konzeptionsauswertung

13 
 
 
Externe Evaluation ist 
• Analyse und Bewertung, die durch  Vereinbarung oder Verpflichtung veranlasst und von externen 
Gremien/Personen durchgeführt wird. 
• Analyse und Bewertung vorhandener oder eigens zu diesem Zweck erhobener Daten und 
Informationen der Einrichtung und ihrer Mitarbeitenden. 
• Rückmeldung zu dem angestrebten Qualitätsstandard und den angestrebten Zielen. 
• Rückmeldung zum Vergleich mit anderen Einrichtungen. 
• Kontrolle und Korrektur. 
• Ausgangslage für Beratung / Fortbildung. 
 
Sie kann durchgeführt werden von 
• einem externen (Fach-) Gremium. 
• einem Fremdinstitut - durch Auftrag vergeben. 
• kritischen Fachkräften der Kitas anderer Trägergruppen 
 
 
1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz  
 
Die Fachberatung des Trägers ist zugleich die „insoweit erfahrene Fachkraft“ und übernimmt die 
Aufgabe der Kinderschutzfachkraft. Herr Westerteicher hat seine Weiterbildung zur „Kinderschutz-
fachkraft“ an der FH Münster absolviert. Er ist Sozial - und Heilpädagoge und hat einen Master -
Abschluss in Beratung, Mediation & Coaching von der FH Münster. Des Weiteren befindet sich Herr 
Westerteicher in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.   
 
 
1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien  
 
Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . arbeiten in den unterschiedlichsten 
Arbeitskreisen mit:  
• TQE (Träger übergreifendes Qualitätsmanagement) Stadt Hamm  
• Arbeitskreis „gesunde Kita“ Stadt Hamm 
• Arbeitsgruppe „Haus der kleinen Forscher“ 
• Regionale Arbeitsgruppe „Kinderschutz“ 
• AG 78 Träger Stadt Hamm  
• Arbeitsgruppe Fachberatung Stadt Hamm  
• Arbeitskreis „Inklusion“

14 
 
 
 
1.3 Entlohnung  
 
Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . werden in Anlehnung an den TVöD 
angestellt (Entlohnung, Urlaubsanspruch).

15 
 
 
2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
 
2.1 Öffnungszeiten 
 
Die Einrichtungen des Trägers öffnen in der Regel montags bis freitags um 07.00 Uhr und schließen 
um 17.00 Uhr. Der Bedarf in Bezug auf Öffnungs - und Schließungszeiten wird jährlich durch die 
Anmeldung der Eltern erfragt und den Bedarfen entsprechend angepasst.  
 
2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten  
 
Der Träger vereinbart aufgrund des gebuchten Stundenkontingents mit jeder Familie individuelle 
Betreuungszeiten. Diese individuellen Betreuungszeiten können sich auch unterschiedlich auf die 
einzelnen Wochentage verteilen.  
 
Die Betreuungszeiten werden über ein digitales Zeiterfassungssystem erhoben, welches die 
Flexibilität und Überprüfung garantiert. In der Praxis bedeutet dies, dass Eltern, die für ihr Kind z. B.  
nur an vier Tagen eine Ganztagsbetreuung brauchen, dieses auch mit einem Stundenkontingent von 
35 Stunden abdecken können.  
 
2.3 Anzahl der Schließungstage  
 
Um eine verlässliche Betreuung als Einrichtung gewähren zu können, werden Schließungstage 
mindestens sechs Monate im V orf eld bekannt gegeben. Für Schließungstage außerhalb der 
Betriebsferien wird immer eine Notgruppe angeboten. Die Betriebsferien des Trägers belaufen sich 
auf zehn Tage in den Sommerferien und fünf Tage in den Weihnachtsferien.  
 
Für die Ferienzeiten werden mit kooperierenden Einrichtungen Vertretungsregelungen vereinbart, um 
eine Betreuung sicherstellen zu können.

16 
 
 
3. Pädagogische Arbeit  
 
Das Bild vom Kind 
Unser Menschenbild orientiert sich am humanistischen Ansatz. Toleranz, Gewaltfreiheit und die 
Würde des Menschen bilden hierfür die Basis. Alle Menschen sind gleichwertige Geschöpfe und wir 
sind der Überzeugung, dass die Würde, die Persönlichkeit sowie die Individualität eines jeden 
Einzelnen respektiert werden muss. Das Bild vom Kind hat sich in d er Pädagogik verändert. Unsere 
Kinder entwickeln sich selbstbewusster, eigenständiger und emanzipierter. 
Die Individualität, die Persönlichkeit und die Selbständigkeit des Kindes bilden, unter 
Berücksichtigung der Selbstbildungsprozesse, die Basis der gesamten pädagogischen Arbeit. 
 
Unser Bild vom Kind ist geprägt durch die Überzeugung, dass jedes Kind einzigartig ist und nach 
Selbstverwirklichung strebt. Jedes Kind ist von Geburt an, ein vollwertiger Mensch. Es hat seine 
persönliche Art zu sehen, zu fühlen , zu denken und sich zu äußern. Schon die Kleinsten haben 
Persönlichkeit, Rechte, Pflichten und einen Anspruch auf Individualität. Die unterschiedlichen 
Persönlichkeiten und Interessen der Kinder betrachten wir als Chance mit- und voneinander zu lernen. 
 
Das Kind ist aktiver Konstrukteur seines Wissens. Es ist motiviert, kreativ, konzentriert und 
ausdauernd, wenn es selbst handeln, denken und experimentieren kann. Es nimmt nicht durch 
Belehrung Wissen auf. Es lernt nachhaltig, wenn es Erfahrungen selber mac ht. Die Aussage „Das 
Kind ist Selbstgestalter“ bedeutet für uns, dass jedes Kind das Bedürfnis hat, sich zu entwickeln und 
zu entfalten und dass es auf eine Umwelt angewiesen ist, die darauf vertraut und die entsprechenden 
V oraussetzungen schafft. 
 
Unsere Aufgabe sehen wir entsprechend in der Schaffung dieser V oraussetzungen durch Begleitung 
und durch das Geben von Impulsen und Anregungen. Wir unterstützen den 
Selbstbestimmungsprozess und die Entwicklung des Kindes, in dem wir Geborgenheit und Schutz 
bieten und die Umgebung so gestalten, dass es ganzheitlich lernen und sich entwickeln kann. Dabei 
spielt für uns weder die Herkunft noch die Religion der Kinder eine Rolle. Jedes Kind ist ein 
gleichwertiges Mitglied unserer Gemeinschaft und Gesellschaft. Ein res pektvoller Umgang 
miteinander ist dabei von wesentlicher Bedeutung.

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Offene Arbeit 
„Offene Arbeit“ ist mehr als ein pädagogisches Konzept und erst recht mehr als ein verändertes 
Raumkonzept. Es handelt sich um eine Grundeinstellung zum Zusammenleben – speziell in der 
Arbeit mit Kindern. „Offene Arbeit“ bedeutet vor allem ins „Offene“ denken, Anderes als das 
Gewohnte für möglich halten, „Offen“ für neue Blickwinkel und Perspektiven sein. 
 
Dem Konzept der "Offenen Arbeit" liegt ein Partizipationsverständnis zugrunde, das alle Betroffenen 
zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelt macht. Ihm wohnt die Überzeugung inne, dass 
Erwachsene auf die Entwicklungspotenziale von Kindern vertrauen und Kinder in selbstinitiierten, - 
gesteuerten und -geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für ihre persönlichen 
Entwicklungschancen finden können. In der „Offenen Arbeit“ wird das Kind von seinem Wesen her 
als grundsätzlich aktiv, neugierig und interessiert angesehen. Wichtig ist eine  gut vorbereitete 
Umgebung. Die „Offene Arbeit“ im Kindergarten eignet sich für alle Kinder, denn Offenheit bedeutet 
vor allem offen sein für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche, ihre Entwicklungsstufen und ihre 
Entfaltungswünsche. Wir bieten unseren Kindern einen Lebens - und Erfahrungsraum zum 
Wohlfühlen. Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel 
Eigenständigkeit ihre Selbst -, Sozial - und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer 
entspannten und vorbereiteten Umgebung spielen und lernen können. So ist jeder Tag für die Kinder 
interessant, spannend und aufregend. 
 
Das Konzept der „Offenen Arbeit“ bedeutet im Kern genau dies, Unterschiedlichkeit und 
Besonderheit als Normalität zu sehen, sie wahrzunehmen, darauf jew eils angemessen zu reagieren 
und einen entsprechend differenzierten Rahmen zu bieten. Wir lösen uns von dem Begriff „Akteur 
seiner Entwicklung“ und sprechen stattdessen vom Kind als „Selbstgestalter“. Wenn Kinder durch 
aktives Handeln eigenständig ihre Kom petenzen aufbauen, mag der Begriff Akteur noch stimmig 
sein. Entwicklung ist jedoch mehr als Kompetenzerwerb. Kinder bringen sich in der 
Auseinandersetzung mit der Umwelt originär zum Ausdruck, ziehen aus den Erfahrungen 
Rückschlüsse, weil sie spüren, was gut für sie ist. Sie verändern dabei ständig ihre Sicht von der Welt 
und werden so zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit.  
 
Zur „Offenen Arbeit“ gehört weiterhin ein offener Umgang der ErzieherInnen, die durch den 
täglichen Austausch und die gemeinsame Arbeit einen reichen Erfahrungsschatz und damit eine hohe 
Qualität der Arbeit gewinnen. Wenn wir die einzelnen Bereiche der Arbeit darstellen, werden Sie 
merken, dass das Konzept der „Offenheit“ überall sichtbar wird, wir aber dennoch eine Einrichtung

18 
 
 
sind, in der es klare V orstellungen und Grenzen gibt. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, 
Bildungsangeboten und Themen eingerichtet. Die Kinder entscheiden über ihr Spiel, Material, Zeit 
und Partner. Die „Offene Arbeit “ zeichnet sich durch das Einbeziehen der Kinder in die Planung und 
Organisation von Aktivitäten und Spielprozessen aus. 
 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit 
Um unsere pädagogischen Ziele zu formulieren, stellt sich uns die Frage, welche Kompetenzen in der 
Zukunft für unsere Kinder wichtig sei n werden und darüber hinaus, wie es uns gelingt, das 
Herausbilden dieser Kompetenzen in unseren Einrichtungen zu ermöglichen. Die momentane 
wirtschaftliche Situation verlangt neben berufsspezifischen Fähigkeiten, vor allem die sogenannten 
„weichen skills“ - also solche Fähigkeiten, die im Bereich der Persönlichkeit verankert sind und 
allgemeingültig das Leben in der Gesellschaft bzw. die Teilhabe begründen. Also Kompetenzen, die 
aus Erfahrungen gewonnen werden, nicht einfach gelehrt werden können. 
 
Bezogen auf die eigene Person, sind es Merkmale wie Belastbarkeit, eine realistische Einschätzung 
der eigenen Leistung, daraus erwachsend eine positive Grundeinstellung und Selbstvertrauen, die 
einen Menschen handlungsfähig machen. Um dies zu erreichen, benötigt de r Mensch/das Kind 
Herausforderungen, an denen er/es wachsen kann. Neben dieser Selbstkompetenz bedarf es sozialer 
Fähigkeiten, um mit anderen Menschen positiv umgehen zu können. Zusätzlich bedarf es eines 
Grundgerüsts an Empathie sowie Kommunikations - und Konfliktfähigkeit. Daneben benötigt der 
Mensch ein Gefühl für Nähe und Distanz, um die eigene Autonomie zu sichern und eine eigene 
Identität herauszubilden. Neben diesen gibt es weitere Schlüssel- oder Basiskompetenzen, die es gilt, 
möglichst früh im Leben  als Start für eine gelungene Bildungsbiographie zu erwerben. Neben 
sozialen Kompetenzen, erlangt das Kind schon früh Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich von 
Körper, Bewegung und Gesundheit. 
 
Im Sinne des Empowerments lernen die Kinder ihre eigenen Bedür fnisse und Wünsche zunächst zu 
erkennen und dann zu verbalisieren. Dafür müssen sie Vertrauen aufbauen und erfahren, dass sie die 
Fähigkeit besitzen, für sich selbst erfolgreich eintreten zu können. Sie müssen gehört werden, und 
Worte bzw. Verabredungen mü ssen verlässlich sein. Bildung setzt eine Auseinandersetzung mit 
verschiedenen Themen voraus. Somit fordern wir in unseren Einrichtungen sprachliche 
Bildungsprozesse heraus, die Interaktion ermöglichen. Im Zuge des Spracherwerbs erfahren die 
Kinder im Sinn e der Abstraktion, dass Sprache aus Zeichen und Symbolen besteht. Eine 
stimulierende und interessante Umgebung soll die Kinder ästhetisch und kreativ anregen.

19 
 
 
Unterschiedliche Materialien und Methoden fördern hierbei den Ausdruck von Ideen, Gefühlen und 
Gedanken. 
 
Der Forscherdrang der Kinder ist die Grundvoraussetzung für ihr späteres mathematisches und 
naturwissenschaftliches Verständnis und Interesse. Über das Ausprobieren, Konstruieren und 
Überprüfen von selbst aufgestellten Hypothesen ergibt sich eine wichtige Basis für spätere 
Lernbereitschaft. Für den Umgang mit Zahlen, Formen, Mengen, Relationen und Zeit geben die 
Fachkräfte Hilfestellung. Dies geschieht über Hinweise zur Informationssuche, Geräte und 
Instrumente zur Beantwortung der selbst gestellte n Fragen. Diese frühen Lernerfahrungen können 
nicht isoliert „verabreicht“ werden. Sie sollen eingebunden sein in die Lebenswirklichkeit und 
Themen des Kindes und möglichst viele Sinneskanäle ansprechen. 
 
Die Bedeutung des Spiels 
 
Die Kinder verbringen den  Großteil der Zeit, die sie im Kindergarten sind, im Spiel, daher ist das 
Spiel für sie ein wichtiges Lernfeld. Das Spiel ist eine feste Zeit, über welche die Kinder frei verfügen 
können. Sie wählen Spielpartner, Spielorte und Spielinhalte selbst, ohne von  der ErzieherIn 
beeinflusst zu werden. 
 
Da Kinder im Spiel Bildungsprozesse vollziehen, steht das Spiel im Mittelpunkt unserer 
pädagogischen Arbeit. Denn Spielen ist Bildungszeit! Die Kinder probieren Situationen aus und 
wiederholen und ordnen starke Eindr ücke. Eine große Bedeutung hat das Spiel für die kognitive, 
soziale und emotionale Entwicklung. Im kognitiven Bereich geht es dabei um die Entwicklung des 
logischen Denkens und um Neugier, Ausprobieren und Erfinden. Im emotionalen Bereich werden 
durch das Spiel emotionale Beziehungen vergegenwärtigt, strukturiert und teilweise bewältigt. 
 
Die soziale und moralische Entwicklung begründet sozusagen die Bedeutung des Spiels. Im Spiel der 
Kinder können Gegensätze und Widersprüche nebeneinander bestehen bleiben und müssen nicht 
logisch entschieden werden. V orstellungskraft und Phantasie bilden eigene Gesetze neben denen der 
Wirklichkeit. Nach diesen Gesetzen können die Kinder die Wirklichkeit den eigenen Wünschen 
entsprechend gestalten und ausprobieren. Sie tun -als-ob. Durch das Spielen entstehen beim Kind 
Begriffe, die ihm helfen, die Welt zu strukturieren. So macht sich das Kind ein Bild von der Welt. Die 
Motorik, die Imagination und das bildhafte und symbolische Denken des Kindes entwickeln sich in 
seinem Spiel.

20 
 
 
Das Spiel ist die „Arbeit“ der Kinder und eine ihrer wichtigsten Beschäftigungen. Sie setzen sich mit 
einer selbst gestellten Aufgabe auseinander, die ständig wiederholt wird. Nach und nach tauchen sie 
dabei immer mehr in eine Phantasiewelt ein. Unterschiedliche Spielformen sind abhängig vom Alter 
und der Entwicklung der Kinder. 
 
Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre 
Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten 
Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildungsangebote und Themen 
eingerichtet. In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich 
aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder  Themen zu beschäftigen, d. h. ihre 
Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern 
Spielpartner, Ort, Zeitdauer sowie Materialien zu wählen. Räume sollten derart gestaltet sein, dass 
sie Kinder immer und überall  dazu einladen und auffordern, sich ganzheitlich zu bewegen. Das 
Ausleben kindlicher Bewegungsbedürfnisse darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, 
wie Turnraum oder Außenspielgelände, reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern 
alltägliche Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden 
können: Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die 
eigenen körperlichen Grenzen und die anderer erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem 
sie sitzen, auf dem Boden knien, an einem höheren Tisch, vor einer Staffelei, Tafel oder einer 
Malwand stehen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren elementaren 
Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung entsprechen. Wir bieten 
unseren Kindern strukturierte Räume so, dass sie Neugierde und den Forscherdrang der Kinder 
befriedigen. 
 
Rolle der Fachkraft 
 
Wir, die Fachkräfte, haben die Aufgabe die Selbstbildungsprozesse der Kinder anzuregen. Wir greifen 
die Lernbereitschaft und die Potenziale der Kinder auf, unterstützen und begleiten sie sowie 
organisieren und moderieren ihre Bildungsaktivitäten.  Dies gelingt uns mit Hilfe der Raumgestaltung 
und durch Einsatz von verschiedenen Materialien. 
 
Bei uns wird in Prozessen gelernt, da zusammenhangslose Übungen wenig Lernerfolg bringen. Die 
Prozesse knüpfen an der Lebenswirklichkeit der Kinder an und richten sich an das, was sie beschäftigt 
und interessiert. Es entstehen wertvolle Bildungssituationen. Um an der Lebenswirklichkeit und den 
Interessen der Kinder anzuknüpfen, ist es wichtig, die Kinder in ihren Spielprozessen zu beobachten.

21 
 
 
Diese Beobachtungen werden im Prozessverlauf festgehalten, mit dessen Hilfe der Prozess geplant 
und reflektie rt wird. Dieser Prozessverlauf wird in der Organisationsbesprechung den Kollegen 
vorgestellt und dient zur Planung des Tagesablaufs. Da es in Bildungsprozessen darum geht, 
Phänomene und Situationen zu verstehen und Lösungen für Fragen und Probleme zu finde n, ist es 
unsere Aufgabe, das Kind und auch uns selbst als Forscher zu verstehen. In der Arbeit mit den 
Kindern haben wir unsere Rolle als V orbild anzuerkennen, anzunehmen und verantwortlich zu 
erfüllen. V or allem benötigt das Kind V orbilder, um den Umgang mit Herausforderungen des Lebens 
und mit sich selbst zu erfahren. Außerdem bringen wir dem Kind Achtung, Wertschätzung und 
Respekt entgegen. 
 
In der pädagogischen Arbeit mit den Kindern haben wir die Aufgabe, den Wissensdurst und den 
Drang nach Kompetenze rwerb der Kinder zu stillen und gleichzeitig darauf zu achten, ihre 
Eigeninitiative nicht zu stoppen. Als Fachkraft gehört es zu unseren Aufgaben, das Kind in der 
Entfaltung seiner Autonomie zu unterstützen und ihm Gelegenheiten zu geben, seine Selbständigkeit 
zu testen, Situationen mitzugestalten und sein Handeln zu bestimmen. Dadurch entwickelt es die 
Fähigkeit zum selbstorganisierten Lernen. Wir unterstützen das Kind in seinen Bildungsprozessen 
durch einen wertschätzenden, einfühlsamen und authentischen Umgang. 
 
Entwicklungsfördernde Raumgestaltung 
 
In unseren Kindertagesstätten gehen wir von einem aktiven Kind aus, das sich aus eigener Initiative 
und mit den Mitteln bildet, die ihm seine Umwelt bereitstellt. In unseren Einrichtungen sind es die 
Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder Themen 
zu beschäftigen, d. h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Im Innen - und Außenbereich 
stellen wir den Kindern Räume, in denen sie ihren Initiativen nachgehen können, zur Verfügung. 
 
Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern, Spielpartner, Orte, Zeitdauer, sowie 
Materialien zu wählen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren 
elementaren Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung  und Ruhe, Spiel und Gestaltung 
entsprechen. Wir bieten unseren Kindern strukturierte Räume mit klaren Funktionen. Wir gestalten 
Räume so, dass sie Neugierde und den Forscherdrang der Kinder befriedigen. 
 
Die räumliche Gestaltung und materielle Ausstattung unserer Bildungsbereiche stellen eine komplexe 
Aufgabe in unserer pädagogischen Arbeit dar. Durch die Raumgestaltung regen wir als Fachkräfte 
die individuellen körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen kindlichen Entwicklungen

22 
 
 
indirekt an. In unseren Bildungsbereichen arbeiten Fachkräfte, die sich mit diesem Bildungsbereich 
identifizieren können. Dadurch ist es ihnen möglich, authentisch und motiviert Kompetenzen zu 
vermitteln.

23 
 
 
3.1 Inklusion  
 
In allen Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenw äldchen“ e. V . werden Kinder inklusiv 
betreut. Inklusion bedeutet für uns, die zielgerichtete Förderung jedes Kindes, da Kinder individuelle 
Stärken und Schwächen mitbringen. Wir wollen Bildungsträger für alle Kinder sein. 
 
Die „Offene Arbeit“ basiert auf der Überzeugung, dass niemand aufgrund von Besonderheiten 
ausgegrenzt werden darf. Dies bezieht sich nicht nur auf die Inklusion im Falle von 
Entwicklungsverzögerungen oder (drohender) Behinderungen. Dies ist auch schon eine Frage bei der 
(zusätzlichen) Be treuung von Kindern unter drei Jahren oder generell der Altersmischung in der 
Betreuung. In der Vergangenheit wurde davon ausgegangen, dass es für alle Beteiligten am besten 
sei, wenn sie in homogenen Gruppen lernen. Die angeblich gleichen V oraussetzungen sollten in 
diesem Rahmen optimale Lernergebnisse erzeugen. Doch diese Sichtweise ist schon ohne die 
Teilhabe sogenannte behinderter Kinder eine Illusion: Gleichheit lässt sich nicht durch Standards und 
normbezogene Beurteilungen verwirklichen, sondern führ t zu Selektion und der Abhängigkeit der 
Bildungschancen von sozialen und sonstigen V oraussetzungen. Jedes Kind kommt mit individuellen 
Erfahrungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Kindergarten. In unseren Einrichtungen sehen wir 
es als unsere Aufgabe an, nicht das Kind an unsere Planung, sondern jeweils Methodik und Didaktik 
an das Kind und seine Ressourcen, Bedürfnisse und Lebenswirklichkeit anzupassen. 
 
Dies bedeutet einen Perspektivenwechsel: Es bedeutet nicht, dass wir das einzelne Kind neu in den 
Blick nehmen müssen - dies ist eine generelle pädagogische Forderung - sondern eher, dass 
Unterschiede und Vielfalt als Bereicherung und „normal“ zu betrachten sind, nicht als Abweichung. 
Damit die Idee der Inklusion nicht nur auf dem Papier besteht, müssen pädagogische Fachkräfte 
teilweise der Umsetzung politischer und ethischer Forderungen vorgreifen. Sie sollen aus der Praxis 
und ihrer persönlichen pädagogischen Professionalität heraus grundsätzliche Fragen „zulassen“, 
weiterdenken und nach Antworten suchen, auch wenn diese zunächst nicht umsetzbar erscheinen. 
 
Der Träger hat den Anspruch, in jedem einzelnen Team eine Heilpädagogin oder einen Heilpädago-
gen zu beschäftigen, um den Anforderungen der individuellen Betreuung besser gerecht zu werden.

24 
 
 
3.2 Konzeptionelle Verankerungen  
 
In diesem Abschnitt werden konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers dargestellt.  
 
3.2.1 Eingewöhnungskonzept  
 
Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige Basis für ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Eltern 
und Einrichtungen im Interesse des Kindes, daher arbeitet die Elterninitiative seit mehreren Jahren in 
der Kennenlernphase nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell und in der Eingewöhnungsphase 
nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. 
 
Information an die Eltern  
Der Prozess der Eingewöhnung beginnt, in unserem Verständnis, mit der Zusage für den Platz in der 
Kindertageseinrichtung. Nach der schriftlichen Zusage werden die Eltern zu einem ersten 
Elterngespräch eingeladen, in welchem die vertraglichen Angelegenheiten geregelt werden, aber auch 
ein erstes Kennenlernen der Eltern und des Kindes stattfindet. Bei diesem Kennenlernen stehen die 
Erfahrungen des Kindes und der Eltern in Bezug auf Trennungserfahrungen und Fremdbetreuung im 
V ordergrund. Diese Informationen sollen es uns möglich machen, die Eingewöhnung individuell auf 
die Bedürfnisse des Kindes und die der Eltern abzustimmen. Des Weiteren wird den Eltern ein 
Überblick über den Prozess der Eingewöhnung gegeben und das die Teilnahme an dem 
Eingewöhnungsprozess für alle Eltern und Kinder verpflichtend ist.   
 
Der nächste Schritt ist der Konzeptionsnachmittag, an dem die Eltern über Themen wie das 
pädagogische Konzept, die Essenssituation, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Dokumentation, 
Alltägliches, die Kennenlerntage, die Eingewöhnung und den Familienbesuch informiert werden.  
 
Die Kennlernphase  
In den darauffolgenden fünf Wochen finden die Kennenlernnachmittage in der Einrichtung statt. An 
diesen Tagen kommen sechs Kinder gemeinsam mit ihren Bezugspersonen für  zwei Stunden in die 
Einrichtung, um gemeinsam erste Kindergarteneindrücke zu erleben. Während der Kennenlernphase 
besuchen die Mutter und/oder der Vater gemeinsam mit ihrem Kind die Kindertageseinrichtung, um 
den Alltag kennenzulernen. Das Kind soll sich in Anwesenheit der Eltern in Ruhe darüber 
„informieren“, was unsere Kindertageseinrichtung zu bieten hat. Damit das Kind Abläufe versteht, 
muss es diese wiederholt durchlaufen dürfen. Dafür sind längere Anwesenheitszeiten und mehrere 
Tage notwendig. Wichtig ist, dass das Kind die Einrichtung nach seinen Interessen und seinem Tempo

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erkunden darf. Es wird freundlich eingeladen, weder animiert noch gedrängt, sich bereits aktiv zu 
beteiligen.  
 
Menschen sind von Geburt an autarke Lerner, alles Neue löst einen s tarken Impuls aus, es zu 
erforschen Das Neugier - und Erkundungsverhalten gehört zur Grundausstattung des Menschen. 
Gleichzeitig verunsichern uns neue Situationen. „Werde ich diese Situation meistern können, oder 
überfordert mich das?“ Neugierde und Unsicherheit sind also die zwei Seiten des Erkundungsdrangs. 
Die Anwesenheit der Eltern ist für das Kind in dieser Kennenlernphase unverzichtbar. Die Eltern 
haben bisher diese Welterkundung ermöglicht und abgesichert. Es waren die Eltern, die dem Kind 
Gegenstände zum Erkunden anboten oder vorenthielten, wenn sich dieser Gegenstand nicht zum 
Erkunden eignete. Das Kind kann also sicher sein, dass die Eltern diese Rolle auch in der neuen 
Umgebung spielen. Sie werden „nein“ sagen, wenn hier Gefahr droht. Deshalb darf es in dieser Phase 
keine Trennungen zwischen Eltern und Kind geben. Die Gefahr eines Kontrollverlustes und so 
entstehender Panik ist einfach zu groß. 
 
Wichtig ist auch, dass das Kind wirklich den Alltag erleben kann, denn es informiert sich in gewissem 
Sinne über zwei Kanäle. Zum einen erforscht das Kind selbst die Materialien, die Räume, die 
Interaktionen, zum anderen beobachtet es die anderen Kinder und die ErzieherInnen und entdeckt an 
diesen Modellen, was es hier in Zukunft erwarten kann. Das Kind kann so erkennen, dass die 
pädagogischen Fachkräfte hier die Rolle übernehmen, die es bisher an den Eltern kennengelernt hat, 
nämlich Erfahrungen ermöglichen und Grenzen setzen, wenn es erforderlich ist. An den ErzieherIn -
Kind-Interaktionen können Kind und Eltern beobachten, ob Kinder hier als Subjekte wahrgenommen 
werden und wie ihre individuellen Bedürfnisse befriedigt werden. Es sind also vor allem die anderen 
Kinder, die „die Neuen“ in ihre Gruppe aufnehmen, integrieren und ihnen zeigen, dass sie sich hier 
wohlfühlen und gut weiterentwickeln können. Auch die „alten“ Kinder brauchen diese 
Kennenlernphase, denn sie möchten erleben, dass sie weiterhin Subjekte sind und auf ihre 
ErzieherInnen zählen können. Immer wieder wird Eingewöhnung erschwert, weil sich der/ die 
ErzieherIn nur auf das neue Kind fokussiert und die „alten“ Kinder vor allem Rücksicht nehmen 
sollen. 
 
In dieser Zeit sollen die Kinder und auch die Eltern die Möglichkeit haben, die gesamte Einrichtung 
zu entdecken und erste Kontakte zu den Mitarbeite rn aufzubauen. In dieser Phase kann das 
pädagogische Personal reflektieren, zu welchen Eltern und Kindern eine gute Beziehung entstanden 
ist und wer die Eingewöhnung als Bezugsperson in der Kita übernehmen kann.

26 
 
 
Die Eingewöhnungsphase  
Die Eingewöhnung der neuen Kindergartenkinder beginnt in den Sommerferien, während die alten 
Kinder die Einrichtung nicht besuchen. Dies bedeutet, dass die neuen Kinder mit den Eltern und 
Mitarbeitern in den ersten fünf Tagen allein die Einrichtung besuchen. In diesen fünf T agen beginnt 
die Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Jeder Mitarbeitet gewöhnt max. drei 
Kinder zu Beginn eines Kindergartenjahres ein. 
  
Die dreitägige Grundphase  
Die Kinder kommen in dieser Zeit täglich für zwei Stunden mit ihrer Bezugsperson in die Kita und 
verbleiben an einem zentralen Ort, von welchem aus, die Kinder die Kita für sich entdecken können. 
Der Personalschlüssel ist der besonderen Situation der Eingewöhnung angepasst, damit die Fachkraft 
entsprechend Zeit für das Kind und die Eltern hat. 
 
Der Mitarbeiter, der die Eingewöhnung des Kindes übernimmt, baut über Spielangebote in einem 
Eins-zu-Eins-Kontakt eine vertrauensvolle und tragfähige Bindung auf. Die Eltern bilden in dieser 
Zeit den „sicheren Hafen“ , d. h. sie folg en dem Kind nicht, sind aber immer gut erreichbar und 
aufmerksam (Zeitung lesen und das Spielen mit anderen Kindern wäre hier sehr kontraproduktiv), so 
dass die Kinder während des Aufbaus der neuen Beziehung jeder Zeit zurückkehren können. Es 
finden keine Trennungsversuche statt. Die Pflegeroutinen vollzieht die Mutter/der Vater.  
 
Bei Säuglingen ist der Geruchssinn sehr gut ausgeprägt und stellt einen intensiven Zugang zur Welt 
dar. Daher sollte die Fachkraft im Idealfall kein Parfüm oder nur einen sehr dezenten Duft tragen, der 
gleichbleibend ist, so dass das Kind ihn mit der Person verbinden kann. Ein Gegenstand, der nach 
Mutter oder Vater riecht (Schnuffeltuch, getragenes T -Shirt) kann die Eingewöhnung für das Kind 
erleichtern. Insbesondere bei den ersten Schlafversuchen ist es für das Kind meist sehr hilfreich, sich 
darin einzukuscheln. 
 
Der erste Trennungsversuch  
In Begleitung der vertrauten Bezugsperson sowie des Mitarbeiters, werden die unterschiedlichen 
Situationen erlebbargemacht. Dies beinhaltet d ie Wickelsituation, die Schlafsituation, die 
Essensphase und vieles mehr. Des Weiteren werden an diesen Tagen Verabschiedungsrituale mit den 
Eltern und Kindern eingeführt. 
  
Am vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Raum, nach dem sie sich

27 
 
 
vom Kind verabschiedet hat. Lässt sich das Kind schnell von der Fachkraft beruhigen oder ist es eher 
gleichmütig, sollte die erste Trennungsperiode 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen 
verstört oder beginnt zu weinen, ohne sich schnell  trösten zu lassen, so sollte die Trennung nicht 
länger als zwei bis drei Minuten betragen. Das kindliche Verhalten in dieser Situation hat 
erfahrungsgemäß einen gewissen V oraussagewert für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung. 
 
Die Länge der Eingewöhnung  
Sicher gebundene Kinder (häufiger Blickkontakt zur Bezugsperson, heftiges Weinen beim 
Verlassenwerden und offene Annäherung/Körperkontakt bei Wiederkehr der Bezugsperson) brauchen 
eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen. Unsicher gebunden e Kinder (je nach 
Bindungstyp eher gleichgültig bei der Trennung und der Wiederkehr der Bezugsperson oder große 
Erregung bei der Trennung, aber ambivalentes Verhalten bei der Wiederkehr) benötigen eher eine 
kürzere Eingewöhnungszeit von ca. ein bis eineinhalb Wochen. 
 
Die Stabilisierungsphase  
Die Stabilisierungsphase beginnt mit dem fünften Tag (mit dem sechsten, wenn der fünfte Tag ein 
Montag ist). Die Fachkraft übernimmt zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die 
Versorgung des Kindes (Füttern, Wickeln etc.). Sie bietet sich gezielt als Spielpartner an und reagiert 
auf die Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse des 
Kindes, täglich verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, wird bis zur zweiten Woche 
mit einer neuen Trennung gewartet. Es wird jedoch nie an einem Montag mit einem neuen Schritt 
begonnen. Nach unserem Konzept können Kinder ab dem fünften Tag auch bereits in der Einrichtung 
schlafen, allerdings werden sie von der Bezugsperson, in Be gleitung der Fachkraft, hingelegt und 
beim Aufwachen sollte die Bezugsperson das Kind begrüßen. Bei der kürzeren Eingewöhnung 
werden die täglichen Trennungen stetig ausgebaut, ebenso wie die Anwesenheit des Kindes in der 
Einrichtung. Am sechsten Tag ist da s Kind häufig schon ohne Begleitung seiner Bezugsperson für 
mehrere Stunden in der Einrichtung. 
 
Bei der längeren Eingewöhnung von Kindern mit einer sicheren Bindung erfolgt ein erneuter 
Trennungsversuch erst am siebten Tag und wird sensibel von der Fachkr aft begleitet. Erste 
Schlafversuche erfolgen für diese Kinder nicht vor dem neunten Tag und werden entsprechend in 
Begleitung der Bezugsperson gestaltet. Alle Pflege- und Routineaktivitäten werden mehrmals in der 
Eingewöhnung gemeinsam mit der Bezugsperson  zusammen durchgeführt. Auf diesem Weg erfährt 
das Kind, dass diese Situationen auch zum Alltag in der Einrichtung gehören. Dies bietet der

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Fachkraft zusätzlich die Möglichkeit, sich einige Tricks und Tipps bei der Mutter/dem Vater 
abzugucken, um es dem Ki nd später so angenehm und einfach wie möglich zu machen. Für die 
Kinder, die sich am zehnten Tag während der Trennungsphase von der Fachkraft trösten lassen, gilt 
der elfte Tag als Stabilisierungstag.  Die Eingewöhnung wird um eine weitere Woche verlängert, wenn 
das Kind während der Trennungsphasen am zehnten Tag noch deutliche Verunsicherungen zeigt. 
Dabei richtet sich der weitere Verlauf der Eingewöhnung nach dem Verhalten des Kindes. Die dritte 
Woche läuft in ihrer Struktur genauso ab wie die zweite. Zei chen dafür, dass die Eingewöhnung 
abgeschlossen ist, sind, dass sich das Kind in der Trennungssituation von der Fachkraft trösten lässt 
und in der Zeit ohne die Bezugsperson neugierig und aktiv an der Umgebung, den Materialien und 
Personen interessiert ist. Sofern sich das Kind auch nach drei Wochen nicht von der Fachkraft in der 
Trennungssituation nachhaltig trösten lässt, sollte ein Gespräch mit den Eltern stattfinden.  
 
Die Schlussphase  
In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend, 
jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Die Fachkraft wird nun als „sichere Basis“ vom Kind 
akzeptiert, d. h. es lässt sich auch nachhaltig von ihr trösten. Das Kind ist nun bereits für mehrere 
Stunden täglich in der Kita. Es hat den Alltag kennen gelernt und ist dabei, sich in die Kita einzufügen. 
Für unsere Fachkräfte beginnt damit trotzdem eine noch schwierige Zeit, denn die Hilfestellungen 
durch die KollegInnen fallen meist weg und die Beziehung zu dem eingewöhnten Kind hat eine 
Grundlage, die jedoch häufig noch nicht sehr stabil ist, erlangt. Die Fachkraft muss jetzt sozusagen 
beweisen, dass sie das noch junge Vertrauen des Kindes auch „verdient“. Für das Kind kommen nun 
täglich neue kleine Regeln und Abläufe dazu, die es eventuell noch nicht kennt. Es wird in dieser Zeit 
vielleicht noch die eine oder andere Situation geben, in denen die neue Bindungsbeziehung noch nicht 
ausreicht bzw. stabil genug ist, um das Kind in besonders belasteten Situationen zu trösten. An dieser 
Stelle werden, die Eltern als „sicherer Hafen“ angerufen und gebeten, ihr Kind abzuholen. 
  
Ist die Fachkraft in besonders stressvollen Situationen einmal nicht mehr als sichere Basis für das 
Kind verfügbar und braucht dieses aber eine Bindungsperson in seiner Nähe, so muss dafür gesorgt 
werden. Ansonsten wird das Kind in seinem Glauben an die Verfügbarkeit seiner vertrauten 
Menschen erschüttert und darüber hinaus eventuell die Eingewöhnung gefährdet. 
 
Abschluss der Eingewöhnung  
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Fachkraft trösten lässt, aber 
auch grundsätzlich bereitwillig und gern in die Einrichtung kommt. Dies lässt sich gut daran

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erkennen, dass es Spaß und Freude im Alltag hat und sich aktiv an Gruppenprozessen beteiligt.  
 
Die Eingewöhnung schließt mit dem Eingewöhnungsabschlussgespräch ab. In diesem Elterngespräch 
erfolgt eine gemeinsame Reflexion des Eingewöhnungsprozesses.  
 
> mit Elternblick auf das Kind: 
   ● Wie hat Ihr Kind die erste Zeit ohne Eltern im Kindergarten erlebt? 
   ● Wie ist seine Gemütslage? 
   ● Mit welcher Motivation geht es morgens in den Kindergarten? 
   ● Erzählt es über seine Aktivitäten und Erlebnisse im Kindergarten? 
   ● Nehmen Sie an Ihrem Kind, seit es den Kindergarten besucht, Veränderungen wahr? 
 
> mit Erzieherblick auf das Kind: 
   ● Welche Interessen zeigt das Kind im Kindergarten? 
   ● Ist es mit anderen Kindern in Kontakt getreten? 
   ● Wie aktiv ist es im Kindergarten? 
 
> mit Blick auf die Eltern: 
   ● Wie haben Sie für sich selbst die Trennung von Ihrem Kind erlebt? 
   ● Hat sich, seitdem ihr Kind ein Kindergartenkind ist, etwas bei Ihnen in der Familie verändert? 
 
Ausblick: 
> Wünsche der Eltern für die weitere Kindergartenzeit für Ihr Kind 
>  Eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes 
 
Der Familienbesuch 
Im Anschluss an die Eingewöhnung besuchen wir die Familie in ihrem häuslichen Umfeld, um das 
Vertrauensverhältnis und die Beziehung zu festigen. Schwerpunkte dieses Besuches sind der inten-
sive Austausch über die familiäre Situation und der enge Kontakt mit dem Kind in der vertrauten 
Umgebung.

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3.2.2 Sprachförderkonzept 
 
Eltern und Kinder bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit in den 
Kindergartenalltag. Das  ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. 
Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinanderzusetzen. Unser 
Ziel ist die Fähigkeit, sich in einer vielfältig kulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und 
andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. 
 
Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch fremde und spannende Eindrücke beginnt für die 
meisten Kinder in unseren Kindergärten. Mit Neugier und Offenheit gehen sie a uf Lernsituationen 
zu: Neues kennen lernen, Fremdes akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austragen, 
Sprachen lernen. Für all das sind die Antennen der U3- bis 6-Jährigen auf Empfang gestellt. Wir, die 
Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, die se frühe Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer 
Kompetenzen zu fördern. Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles 
Lernen ist ein Prozess, welchen wir in unserem Konzept integriert haben. Dieser Prozess bedarf einer 
Offenheit im Team, kontinuierliche Reflexionen und eine gewisse Flexibilität im Umgang mit 
fremden Kulturen. 
 
Unser Team setzt sich durch Mitarbeiter vieler verschiedener Nationalitäten zusammen. Unsere nicht 
deutsch sprechenden Kinder sollen möglichst alle in ihrer Muttersprache begleitet und unterstützt 
werden. Nur so ist eine Einschätzung und Sprachförderung von Beginn an möglich. Dabei sollten wir 
den V ornamen und Nachnamen der Kinder richtig aussprechen und schreiben lernen. Rücksicht auf 
Essgewohnheiten, wie z. B. den Verzicht auf Schweinefleisch, nehmen, wichtige Feiertage 
unterschiedlicher Religionen im Laufe des Kalenderjahres feiern, die Lebenssituation der einzelnen 
Kinder kennenlernen, indem wir u. a. Elternabende, Elterngespräche un d Hausbesuche auf Wunsch 
durchführen, wobei Elterngespräche gegebenenfalls mit Dolmetscher geführt, mehrsprachige 
Informationen erteilt und herausgegeben werden sollten. 
 
In unserem Rucksackprojekt der Stadt Hamm, welches sowohl in der russischen, als auch  in der 
türkischen Sprache stattfindet, treffen sich Mütter und Kinder einmal wöchentlich im Kindergarten. 
Angeleitet und unterstützt werden diese Treffen durch geschulte Mitarbeiter der Stadt Hamm, welche 
sowohl die russische, als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Eltern und Kinder werden 
in einem ganzheitlichen Projekt in ihrer Muttersprache geschult. Darüber hinaus finden viele 
Sprachangebote in der deutschen Sprache statt.

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Selbstverständnis und pädagogisches Handeln der Mitarbeiter 
Durch gezielte vorschulische Sprachförderung soll eine stabile Grundlage für das schulische 
Fortkommen aller Kinder gesichert und eine Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen 
Familien sowie Kindern mit Migrationshintergrund verringert werden. 
 
Die Fähigkeit zum Spracherwerb ist angeboren, d. h. welche Sprache Kinder erwerben, hängt davon 
ab, welche Sprache Vater, Mutter oder andere Personen, bei denen das Kind aufwächst, sprechen. 
 
• Bezugspersonen werden imitiert 
• Wörter werden erstmals allgemein gebraucht (Hund – für alle Vierbeiner) 
• Neue Wörter werden gebildet: z. B. Analogien 
• Wiederholungen von Wörtern oder kleinen Sätzen 
 
Viele Fragen nach Benennung der umgebenden kindlichen Welt fordern Aufmerksamkeit und 
Zuwendung ein, um ihrem Bedürfnis nach  Kommunikation nachkommen zu können. Da ein Kind 
diese Prozesse immer durchläuft, lernt es die Regeln und den Gebrauch von Sprache kennen. 
 
Sprachförderkompetenz des/der Erziehers/Erzieherin durch: 
 
• Sprachvorbildliches Erzieherverhalten 
• Sprachunterstützendes Erzieherverhalten 
• Korrigierende Rückmeldung durch den Erzieher 
• Selbstverständnis des „pädagogischen Personals“ im Umgang mit umfangreichem Wissen 
über entwicklungspsychologische Zusammenhänge der kindlichen Sprachentwicklung 
• Bereitschaft zur Fort - und Weiterbildung 
• Erweiterung und Ausbau der diagnostischen Fähigkeiten 
• Gezielte Beobachtungsfähigkeit und Auswertungsfähigkeit 
• Erstellung einer Systematik über die inhaltliche Schwerpunktsetzung in der Sprachförderung 
und der Wahl der Formen von methodischer Umsetzung 
• Festigung und Erweiterung der grammatischen Kompetenz durch den Ausbau des eigenen 
Wissens über die deutsche Sprache 
 
Kinder entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Alles wird erobert, benannt und begriffen in seinem 
doppelten Wortsinn. Daher kann Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter nicht isoliert wie

32 
 
 
in einer Sprachlaborsituation stattfinden, sondern sie ist der rote Faden, der sich durch alle Ereignisse 
des Tages zieht. Für Kinder findet Sprache überall statt. Sie singen, toben, spiel en, handeln 
Spielregeln aus und entdecken in Büchern und Geschichten Vertrautes aus ihrem Alltag und 
Faszinierendes von Dinosauriern und aus dem Weltall. 
 
Sprache ist für die Kinder der Schlüssel zur Welt. Über sie lernen sie die Umwelt kennen und treten 
mit ihr in Interaktion. Indem sie zunehmend Sprache beherrschen, in Wörtern und Sätzen formulieren, 
was ihre Ideen, Wünsche und V orstellungen sind, entdecken sie, was sich mit Sprache bewirken lässt. 
Sie können sich anderen mitteilen und sie zu Handlungen in ihrem Sinne bewegen. Sie erfahren etwas 
darüber, wie die Welt beschaffen ist und was andere Menschen meinen, denken und fühlen. Kinder 
können mit Hilfe der Sprache über das unmittelbare Handeln nachdenken und es im V orfeld planen. 
Sie erwerben da rum nicht nur Strukturen von Sprache, lernen nicht nur Wörter und Grammatik. 
Vielmehr sind die Funktionen und die Wirksamkeit von Sprache gleichsam der Motor dafür, dass sie 
ihr sprachliches Können ausbauen. Ganzheitliche Sprachförderung geschieht nicht in Abgrenzung zu 
anderen Bildungsbereichen. Die Sinneserfahrungen, welche Kinder machen, müssen mit allen Sinnen 
erfolgen. 
 
Die Kinder müssen Wörter riechen, schmecken, fühlen und erleben können und zugleich muss ihr 
Entdeckerdrang, ihre Bewegungsfreude, ihre Neugierde befriedigt und ihr soziales Lernen gefördert 
werden. In diesem ganzheitlichen Ansatz bestätigen sich die Empfehlungen von Frau Prof. Lilian 
Fried, die als geeignete Maßnahmen einer Sprachförderung in den Kindertagesstätten, neben einem 
gezielten Förderangebot, eine ganzheitliche Förderung favorisiert. Eine ganzheitliche 
Sprachförderung bezieht die vier Sprachebenen des Sprachsystems ein. Diese umfassen alle Elemente 
der Sprache und des Sprechens. Dabei ist keine starre Abgrenzung, sondern ein fließender Übergang 
der Ebenen zu berücksichtigen. 
 
Das Erlernen der Sprache und das Teilhaben an der Sprachgemeinschaft ist wichtig für die 
Persönlichkeitsentwicklung und den Aufbau sozialer Beziehungen. Sprechen zu können macht es 
leichter, mit anderen Per sonen in Kontakt zu kommen, Gedanken und Gefühle auszudrücken, 
Wünsche zu äußern, Erlebnisse zu verarbeiten, Handlungen zu planen, Zusammenhänge zu verstehen 
und Erfahrungen auszutauschen. Für uns bedeutet dies auch, Sprachförderung nicht isoliert in 
einzelnen Angeboten zu sehen, sondern den Alltag so zu gestalten, dass Sprache den ganzen Tag 
gepflegt werden kann, z. B. im Spiel, im Lied oder in der Bewegung. Durch flexible Tagesabläufe 
mit immer wiederkehrenden Ritualen, die zum Sprechen einladen, kann Neu es eingeübt und

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Bekanntes wiederholt werden. Dies gibt Kindern Sicherheit. Förderlich für eine optimale 
Sprachförderung ist eine vertrauensvolle offene Beziehung zu den Bezugspersonen der Kinder. Wir 
signalisieren daher: „Ich habe Zeit. Ich höre dir zu. Ich habe Interesse an dem, was du erzählst.“ 
 
Die Motivation des Kindes und seine emotionale Befindlichkeit spielen eine wichtige Rolle für die 
Eigenaktivität des Kindes, denn nur, wenn die Tätigkeiten dem Kind auch Spaß machen, kommt es 
zu dem angestrebten Erfahrungsgewinn. Deshalb fördern wir die Kinder auf spielerische Weise in 
ihrer Sprachentwicklung. 
 
Prinzipien unserer Sprachförderung 
Unsere Sprachförderung orientiert sich im Wesentlichen an einer ganzheitlichen Unterstützung der 
Wahrnehmungsbereiche. 
 
• Sprechen: Beim Trainieren des Sprechens geht es um die Förderung der Motorik der 
Sprechorgane sowie um die Verbindung von Sprache und Bewegung. Durch Fingerspiele wird 
die Sprache durch symbolische Mittel verdeutlicht. Mit Sprachspielen wie Abzählreime, 
Fingerspiele, Reimen, Rollenspielen, Lautgedichten und Zungenbrechern wollen wir das 
Sprechen spielerisch und lustvoll fördern. 
• Bewegung: Bewegungserfahrungen tragen dazu bei, dass sich das kindliche Gehirn 
differenziert entwickelt, was eine wichtige V orauss etzung für den Spracherwerb ist. Wir 
bieten den Kindern dazu Kreis- und Bewegungsspiele, Hüpfspiele, Schwungübungen usw. an, 
die auch dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden. 
• Hören: Beim Hörtraining lernen die Kinder sich auf das Hören zu konzentriere n, z. B. durch 
Geräusche erraten, durch Richtungshören, oder beim heraushören leichte Unterschiede der 
Sprachlaute. Dazu bieten wir Spiele an, wie Bewegungsspiele, Hund und Knochen, und 
Anlautverse. Diese Spiele setzen wir kurzzeitig und regelmäßig ein, da  die 
Konzentrationsfähigkeit der Kinder in diesem Alter noch nicht so hoch entwickelt ist. 
• Verstehen und Merken:  Mit Hilfe von Kim - Spielen (Wahrnehmungsspiele) werden die 
Kinder über verschiedene Sinne zum Sprachverständnis geführt. Im Rollenspiel lernt das Kind 
im Umgang mit anderen, sich sprachlich angemessen auszudrücken. Durch das Bilderbuch 
kommt es beim Betrachten und Zuhören zu einer Verknüpfung von Gesehenem und Gehörtem. 
Kinder werden zum Sprechen, Nachfragen und zur freien Assoziation angeregt. 
• Rhythmik und Melodik: Rhythmik und Melodik sind wichtige Grundlagen zur Erfassung von 
Wort und Satzstrukturen sowie Lieder, Sing -, Tanz-, Klatsch- und Handgestenspiele. Dabei

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können die Kinder die Bedeutung von Wörtern über Augen, Ohren, Hände und Bewegungen 
erfahren. Diese Spiele bieten auch Kindern mit geringen Sprachkenntnissen die Möglichkeit, 
sich zu beteiligen und zurückhaltende Kinder finden in der Gruppe den nötigen Schutz, 
Sprachhemmungen zu überwinden. Über Wiederholungen prägen sich die sprachlich en 
Strukturen ein, die dann auch in anderen Zusammenhängen eingesetzt werden können. 
 
Zusammenarbeit mit Eltern 
Wir verstehen Sprachförderung als Basisaufgabe unseres Bildungs - und Erziehungsauftrages. Dies 
bedeutet nicht, dass wir die alleinige Verantwortung tragen, sondern das häuslich,- familiäre Umfeld 
einbeziehen. Wir verstehen die Eltern als Erziehungspartner. 
 
Bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung, der Hospitation, der Eingewöhnung und der Aufnahme finden 
Anamnesegespräche mit den Eltern statt. Ein off ener und ehrlicher Dialog ist uns sehr wichtig, um 
die uns anvertrauten Kinder noch besser verstehen und sie in ihren Bedürfnissen sowie Interessen 
unterstützen zu können. Ein wichtiger Aspekt dieser Gespräche ist die Sprachentwicklung und die 
Sprachfreude der Kinder. Über die im pädagogischen Alltag angesiedelten Tür- und Angelgespräche 
hinaus, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die unter anderem die Sprachentwicklung zum 
Inhalt haben. Ein wichtiges Ziel dieser Gespräche ist es, gemeinsam mit den El tern Möglichkeiten 
der Sprachförderung zu finden bzw. Wege aufzuzeigen. 
 
Insbesondere mit den Eltern der Kinder, die in Familien mit Migrationshintergrund aufwachsen, in 
der die Erstsprache nicht Deutsch ist, pflegen wir einen besonders intensiven Austausc h, eine 
umfassende Beratung und Unterstützung. Einige unserer Mitarbeiter sprechen türkisch oder russisch. 
Diese Ressourcen setzten wir gewinnbringend in der Elternarbeit ein. 
 
Die Eltern sind für uns ein wichtiger Partner für die Arbeit mit den Kindern. V on Ihnen können wir 
Informationen über die Situation in der Familie erhalten und wir können etwas über das sprachliche 
Umfeld des Kindes erfahren, z. B. 
 
• Wie war die sprachliche Entwicklung des Kindes bisher? 
• Wird das Kind zweisprachig erzogen? 
• Wird in der Familie generell wenig oder viel gesprochen? 
 
Sprachentwicklung und Sprachförderung sind vor diesem Hintergrund als eine gemeinsame Aufgabe

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der Tageseinrichtung für Kinder und des Elternhauses zu sehen. Als V oraussetzung dafür sehen wir 
die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Grundlage dafür bildet die gegenseitige 
Wertschätzung und Anerkennung. 
 
Als Formen der Elternarbeit bieten wir den Eltern in diesem Zusammenhang eine 
Informationsveranstaltung an, in der  wir den Eltern die Arbeit mit den Kindern in der 
Sprachförderung erklären, einen Überblick über die Sprachentwicklung geben, Tipps für eine 
förderliche Sprachpflege zu Hause und gegenseitige Erwartungen abklären. Außerdem sind uns 
regelmäßige Elternsprechzeiten wichtig, um die Eltern über die sprachliche Entwicklung ihres Kindes 
zu informieren. Das Ziel dieser Gespräche ist, ein Austausch über die individuelle Sprach - und 
Lernentwicklung mit dem Schwerpunkt „Lernen mit allen Sinnen“. 
 
Beobachtung und Dokumentation 
Die Sprachentwicklungsdokumentation ist Bestandteil der Bildungsdokumentationen und obliegt den 
gleichfalls für die Bildungsdokumentation gültigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. 
Wir arbeiten in unseren Häusern zusätzlich zu unseren eigenen B eobachtungsbögen mit den 
altersbezogenen Merkmalen sowie den BASIK-Bögen. 
 
Des Weiteren bieten wir in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum das 
Rucksackprojekt in den Sprachen türkisch und russisch an. Dieses Projekt ist ein Konzept zur 
Sprachförderung und Elternbildung, es zielt auf die Förderung der Muttersprachendkompetenz, der 
deutschen Sprache und der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Unser Sprachförderkonzept ist 
angelehnt an unsere Trägerkonzeptionen und vertritt unser humanistisches Menschenbild und unsere 
pädagogischen Grundlagen. 
 
Unsere Ziele sind dabei: 
• Die Sprechfreude der Kinder zu wecken und den Umgang mit Sprache zu fördern und zu 
festigen 
• Die Kinder zum Sprechen, Zuhören, Fragen und Antworten zu animieren und somit ihr 
Sprachverständnis zu erweitern 
• Durch einen sicheren Umgang mit Sprache, soll das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl 
der Kinder gestärkt werden 
• Auf spielerische Weise soll der Wortschatz der Kinder erweitert werden 
• Elternkompetenz stärken.

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3.2.3 Interkulturelles Lernen  
 
Interkulturelle Pädagogik sieht in der Unterschiedlichkeit eine Chance, voneinander zu lernen und 
einen Weg zu finden, mit Fremdheit und Andersartigkeit umzugehen (interkulturelle Kompetenz). 
Unterschiede und Gemeinsamkeiten können bewusst gemacht werden und dazu führen, dass eigene, 
nicht hinterfragte Standpunkte überdacht und vielleicht neue Umgangsmöglichkeiten gefunden 
werden können. Ausgangspunkt ist, dass es nur eine, ungeteilte menschliche Kultur gibt mit vielen 
historisch bedingten unterschiedlichen Traditionen, Bräuchen, etc. 
 
Interkulturelle Erziehung will zum konfliktarmen Zusammenleben der Zugewanderten und der 
einheimischen Mehrheitsbevölkerung beitragen und das Miteinander als Quelle von Anregung und 
Chance erfahrbar machen. 
 
Kulturelle Vielfalt ist in allen unseren Einrichtungen gegeben. Unsere Kinder kommen aus sozial 
schwachen Elternhäusern, aus Patchworkfamilien und aus Familien mit anderen kulturellen oder 
religiösen Hintergründen. Sie bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit 
in den Kindergarten. Dies ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. 
Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinander zu setzen. Unser 
Ziel ist die Fähigkei t, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und 
andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. 
 
Das positive Selbstbild von der eigenen Kultur und Ethnie schafft die V oraussetzungen für 
Aufgeschlossenheit g egenüber anderen Kulturen. Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch 
fremde und spannende Eindrücke beginnt für die meisten Kinder in unserem Kindergarten. Mit 
Neugierde und Offenheit gehen sie auf Lernsituationen zu: Neues kennen lernen, Fremdes 
akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austragen und Sprachen lernen. Für alles das sind 
Zwei- bis Dreijährige empfänglich. Wir, die Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, diese frühe 
Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu fördern. 
 
Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles Lernen ist ein Programm, 
welches wir in unserer Konzeption integriert haben. Dies bedarf auch einer kontinuierlichen 
Reflexion und Handlungsplanung im Team wie die ErzieherInnen  selbst mit fremdem und 
kulturellem Anderssein umgehen.

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3.2.4 Genderpädagogik  
 
„Bildung ist die im Menschen angelegte Fähigkeit, ein Bild von der Welt aufzubauen. Es ist eine 
aktive Konstruktionsleistung, sich die physische und geistige Welt anzueignen, den Dingen Sinn und 
Bedeutung zu verleihen“ (Liegle 2008, 95). 
 
Schon in den ersten Monaten des Lebens beginnen Kinder damit, Kategorien zu bilden. Zum Beispiel 
unterscheiden sie Lebendiges von Leblosem, Menschen von Tieren, Erwachsene von Kindern und 
Jungen von Mädchen. Das große Bildungsthema für jedes Kind ist die Frage: Was ist ein Mädchen, 
was ist ein Junge, und was bin ich? Mit Beginn der Kindergartenzeit verstehen Kinder, dass es zwei 
Geschlechter gibt und dass sie entweder zur Kategorie „Junge“ oder  „Mädchen“ gehören. Damit 
beginnt die Identifizierung der Kriterien, die für die jeweilige Kategorie typisch sind. Kinder 
konstruieren sich ihr Bild von einem „richtigen“ Jungen bzw. einem „richtigen“ Mädchen, sie bilden 
sich bezüglich ihres eigenen sozial en Geschlechtes (Gender). Vermeintliche Klarheit entsteht für 
junge Kinder zunächst nicht durch das biologische Geschlecht, sondern durch die äußere Erscheinung 
(Haarspange = Mädchen; Basecap = Junge). So ist zu verstehen, dass plötzlich stereotypes Verhalten 
zu beobachten ist. Die Mädchenwelt verfärbt sich rosa – falls Erwachsene dafür nicht schon früher 
gesorgt haben -, und die meisten Jungen verweigern sich allem, was den Anschein hat „für 
Mädchen“ zu sein. 
 
Für die psychische und soziale Entwicklung sind die ersten Lebensjahre von zentraler Bedeutung. Bis 
zum sechsten Lebensjahr erwerben Kinder eine basale Geschlechtsidentität, ein grundlegendes 
Verständnis von Geschlechterunterschieden, Geschlechtskonstanz und Sexualität sowie das Wissen 
von Geschlechtsstereotypen. Auch die allmähliche Entwicklung von Spielvorlieben und Interessen 
sowie differenzierten Beziehungen und Freundschaften zu anderen Kindern hängen entscheidend mit 
der Geschlechtszugehörigkeit zusammen. 
 
Im Jahre 1998 öffneten unsere ersten Einrichtungen. Sie sollten ein Ort der Gleichheit sein, ein Ort, 
um eine Antwort zu geben auf eine uralte Frage, nämlich, ob die Natur oder die Gesellschaft bestimmt, 
welchen Weg Mädchen und Jungen im Leben einschlagen, welche Rollen sie annehmen. 
Es sind auf den ersten Blick eher Kleinigkeiten, die einen Hinweis darauf geben, dass unsere 
Einrichtungen anders sind.  Spielzeug wird nicht getrennt voneinander aufgehoben, Puppen, 
Lastwagen, Dinosaurier und Schmuckbänder werden in Behältnissen aufbewahrt. In den  
Bücherregalen stehen eher keine Klassiker, sondern Neuerscheinungen, die sich mit Themen

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auseinandersetzen, die zu einer „normalen“ Kindheit heute dazugehören, z. B. Adoption und 
gleichgeschlechtliche Elternschaft. 
 
Wichtig sind folgende Anforderungen an eine geschlechterbewusste Pädagogik: 
 
● Unsere Fachkräfte benötigen aktuelles Wissen über geschlechtsbezogene Entwicklung und 
Sozialisation in den ersten Lebensjahren.  Zudem müssen sie ihre eigene geschlechtstypische 
Sozialisation und ihre Einstellungen zu Jungen und Mädchen reflektieren (vgl. Walter 2012). Daher 
ist sowohl eine Weiterentwicklung der Ausbildung als auch gezielte berufsbegleitende Fortbildung 
zum Thema erforderlich (Systemischer Berater). 
 
● Die pädagogische Arbeit muss unter geschlechtsbezo gener Perspektive reflektiert und verändert 
werden. Dies betrifft nicht zuletzt die Gestaltung von Räumen und Materialien, die den Rahmen für 
die (Selbst-)Bildungsprozesse von Kindern bereitstellen. 
 
● Eine geschlechtsspezifische Pädagogik braucht es dageg en in der Regel nicht.  Es gibt kaum 
Aspekte kindlicher Entwicklung, die in den ersten Lebensjahren eine grundsätzlich unterschiedliche 
Behandlung von Mädchen und Jungen rechtfertigen können. 
 
● Es sollte auch in der Frühpädagogik mehr männliche Fachkräfte geben. Somit können wir vor Stolz 
berichten, dass in all unseren Einrichtungen männliche Fachkräfte beschäftigt sind. 
 
Wesentliche Ansatzpunkte für die Berücksichtigung der Genderperspektive in  der Frühpädagogik 
liegen darüber hinaus in der Zusammenarbeit mit Eltern.  Die Geburt eines Kindes ist ein großer 
Einschnitt in das Leben der Eltern und führt auch bei Paaren, die zuvor eine eher gleichberechtigte 
Beziehung gelebt haben, zu einer – oft ungewollten – Re-Traditionalisierung des 
Geschlechterverhältnisses. Gleichzeitig sind auch Väter gerade in dieser Phase auf der Suche nach 
Orientierung, offen für neue Ideen und Unterstützung.  Unsere pädagogischen Fachkräfte, die ihren 
Blick für geschlechtsbezogene Zusammenhänge geschärft haben, können Eltern auf vielfache Weise 
unterstützen: 
 
● Sie können darauf hinweisen, wie Eltern ihre Jungen und Mädchen geschlechtstypisch behandeln 
– oft ohne dies zu beabsichtigen.

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●  Auf der Grundlage entwicklungspsychologischen Wissens können sie Eltern beruhigen, die sich 
Sorgen machen, weil ihr Kind sich „unangemessen“ verhält, z. B. wenn Eltern irritiert sind, dass ihr 
kleiner Sohn seine Nägel „wie  Mama“ lackiert bekommen hat und später selbst eine Mama werden 
möchte. 
 
● Sie können Eltern positive Rückmeldungen über vielfältiges  und nicht stereotypes Verhalten von 
Jungen und Mädchen geben und damit geschlechtstypischen Klischees und Einengungen 
entgegenwirken. 
 
● Unsere Einrichtungen können schließlich eine aktive Rolle darin übernehmen,  Väter mehr in die 
Betreuung und Begleitung ihrer Kinder einzubeziehen. 
 
Sie können darüber hinaus Vätern ermöglichen, ihre Erfahrungen und Fragen einzubringen, und einen 
Dialog von Müttern und Vätern anregen und begleiten. 
 
Die Einführung der Genderperspektive in Kindertageseinrichtungen ist eine Herausforderung für alle 
Beteiligten. Angesichts des großen Drucks, unter dem im Moment viele Einrichtungen stehen, die in 
kurzer Zeit ein Angebot für Kinder in den ersten drei Lebensjahren entwickeln sollen, wird dieses 
Thema oft hinten angestellt oder ga nz übersehen. Ein gezieltes Aufgreifen geschlechtsbezogener 
Zusammenhänge ist aber dringend erforderlich, wenn die Frühpädagogik nicht aktuellen 
gesellschaftlichen Entwicklungen hinterherlaufen will. Schließlich sind es Veränderungen der 
Geschlechterverhältnisse, die dazu geführt haben, dass die Betreuung von Säuglingen und 
Kleinkindern momentan eine solche Aufmerksamkeit erhält.

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3.2.5 Bewegungskonzept  
 
Bewegung ist das Tor zum Leben. Dass Kinder sich ständig bewegen müssen ist ein natürliches 
Phänomen, welches dazu beiträgt den Körper und die Seele in Einklang zu bringen.  
 
Bewegung ist daher ein pädagogisches Prinzip im Kindergarten. V oraussetzungen für dessen 
Umsetzung sind ein bewegungsförderliches pädagogisches Konzept, motivierte und quali fizierte 
Erziehrinnen, hinreichend Bewegungsraum und ein bewegungsfreundliches Raumnutzungskonzept. 
Der Kindergarten, als zumeist erste pädagogische Institution außerhalb der Familie, hat viele 
Einflussmöglichkeiten den zivilisationsbedingten Bewegungsmang el auszugleichen und Kindern 
mehr Zeit und Raum zu geben, sich ganzheitlich zu entwickeln. Seine besondere Stellung ergibt sich 
daraus, dass hier alle Kinder, unabhängig von der sozioökonomischen Lage der Eltern in gleicher 
Weise gefördert werden. 
 
Nur wenn die Grundeinstellung der ErzieherIn zur Bewegung und zum eigenen Körper positiv ist, 
wird sie in der Lage sein, Kinder erfolgreich zu motivieren und zu begleiten. Die ErzieherIn steuert 
den pädagogischen Prozess und fungiert als V orbild. Ihre pädagogisch e Grundhaltung entscheidet 
über die Wirksamkeit von Impulsen und Angeboten. Sieht sich die ErzieherIn eher als im Hintergrund 
beobachtende Begleiterin und Partnerin des Kindes, das sich die Umwelt selbständig erobert, wird 
das Kind selbst zur bestimmenden Instanz des spielerischen Lernprozesses. Die ErzieherIn gibt nur 
bei Bedarf Hilfestellungen, gibt Anregungen, Impulse oder motiviert. Ansonsten überlässt sie dem 
Kind das Feld zur freien Erkundung und hält sich mit vorschnellem Eingreifen zurück. Dies stär kt 
das Selbstkonzept des Kindes in allen Bereichen. 
 
Die beste Möglichkeit zur effektiven Nutzung der zur Verfügung stehenden Räume besteht für uns in 
einer inneren Öffnung der Kita. Bewegung findet in unserer Kita nicht nur im Bewegungsbereich 
statt, sond ern überall dort, wo Kinder leben und spielen. Die Verteilung der Kinder auf mehrere 
Funktionsräume, schafft eine gelöste und bewegte Atmosphäre für Kinder und Erzieherinnen. Dabei 
ist gleichzeitig die Anforderung an die Kinder, Regeln einzuhalten, der Umg ang mit Materialien 
sowie deren größere Selbständigkeit und Verantwortlichkeit von großem Wert. In Bezug auf das 
Konzept (Offene Arbeit) gelten für unsere pädagogischen Fachkräfte besondere Anforderungen wie: 
 
• Vertrauen in die Kollegen 
• inhaltliche Gestaltung 
• pädagogische Betreuung

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• ständiger Austausch im Team 
• Verantwortungsgefühl für alle Kinder 
• Aufsichtspflicht 
 
Letztlich bewirkt diese Entflechtung in allen Räumen mehr Bewegungsraum und weniger 
Reizüberflutung. Übersichtliche Räume mit einer dos ierten Auswahl an Materialien verführen zur 
phantasievollen Entwicklung und Ausgestaltung von Spielprozessen. Offene Türen und auf das 
Wesentliche reduzierte Material und Mobiliar, schaffen ein bewegungsfreundliches Klima. 
Bewegung im Freien, bei jedem Wetter und zu jeder Zeit, ist unabdingbar. 
 
Folgende Kompetenzen werden durch die Bewegungsvielfalt unterstützt: 
1. Stärkung der Bewegungsentwicklung 
• Kraft 
• Ausdauer 
• Beweglichkeit 
• Schnelligkeit 
• Koordination 
• unterschiedliche Erfahrungen mit Material  
 
2. Stärkung der geistigen Entwicklung 
• Unterscheidungsvermögen 
• Einschätzung von Situationen 
• Begriffsbildung 
• Materialkompetenz 
• Wahrnehmungsprozesse 
 
3. Stärkung der sozialen Entwicklung 
• soziale Sensibilität 
• Einfühlungsvermögen 
• Regelverständnis 
• Kontakt- und Kooperationsfähigkeit 
• Toleranz und Rücksichtnahme 
• Konfliktfähigkeit

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4. Stärkung der Gefühlsentwicklung 
• Erlebnis - und Ausdrucksfähigkeit 
• Selbstvertrauen 
• Selbstwertgefühl 
• Selbstbewusstsein 
• Frustrationstoleranz 
 
5. Stärkung der sensomotorischen Kompetenzen 
• vestibuläre Wahrnehmung 
 (Gleichgewicht) 
• kinästhetische Wahrnehmung 
 (Bewegungsempfinden) 
• taktile Wahrnehmung (Fühlen) 
• visuelle Wahrnehmung (Sehen) 
• auditive Wahrnehmung (Hören) 
• Raumwahrnehmung/Raumorientierung 
 
 
Die Bildungsbereiche in unseren Einrichtungen  
Unsere Bildungsbereiche laden dazu ein, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst -, 
Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in ei ner entspannten und vorbereiteten 
Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildung, Bewegung und Themen 
eingerichtet.  In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich 
aus eigener Initiative mit Tätigkeite n oder Themen zu beschäftigen, d.h. ihre 
Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern 
Spielpartner, Ort, Zeit sowie Materialien zu wählen. 
 
Räume sollten derart gestaltet sein, dass sie Kinder immer und überall dazu einladen und auffordern, 
sich ganzheitlich zu bewegen. Bewegung darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, wie 
Turnraum oder Außenspielgelände reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern alltägliche 
Bewegungs- und Entscheidungsfreih eit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden können: 
Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die eigenen 
körperlichen Grenzen und Kompetenzen zu erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem sie 
sitzen, knien, stehen oder liegen.

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Bewegungsbereich 
Der Bewegungsbereich ist einer der größten Räume in der Einrichtung und bietet allen Kindern 
vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Es werden nach den Interessen der Kinder 
Bewegungslandschaften oder Bewegungsbaustelle n aus unterschiedlichen Materialien 
zusammengestellt. Feste Bestandteile des Bewegungsbereiches sind variabel (Kletterwand, 
Weichbodenmatte, Trampolin, etc.) und nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder 
austauschbar. 
 
Bällebad 
Es besitzt einen hohen  Aufforderungscharakter für Kinder. Tiefensensibilität, Gleichgewicht und 
taktile Wahrnehmungsbereiche werden hier ebenso gefördert, wie Entspannung und Fantasie. Des 
Weiteren schult es die Hand -Auge-Koordination, die sensorischen Fähigkeiten und bereitet den 
Kindern eine Menge Spaß und Freude. 
 
Außengelände 
Gerade die Kombination von frischer Luft, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, und die 
Möglichkeit zu vielfältigen Bewegungsspielen tragen zur Gesunderhaltung bei. Mit Roller, Laufrad 
und Pedalos können auf unterschiedlichen Bodenbelägen Gleichgewicht, Körperspannung und Kraft 
sowie Angstüberwindung, aber auch Grenzerfahrung, geübt werden. Mobile Gegenstände wie 
Autoreifen, Bretter und vieles mehr erhöhen den Reiz draußen zu spielen und setzen der Entwicklung 
von Phantasie und Experimentierfreude keine Grenzen.  
 
Turnen und Schwimmen 
Regelmäßig gehen wir mit unseren Kindern zum Turnen in die große Turnhalle einer Grundschule 
und mit unseren angehenden Schulkindern zur Wassergewöhnung ins Hallenbad. In  der Turnhalle 
stehen uns andere Turngeräte zur Verfügung, die es uns möglich machen, den Kindern durch 
Großgeräte Bewegungslandschaften zur Verfügung zu stellen, die wir in unseren Räumlichkeiten in 
dieser Form nicht anbieten können. Bewegungen im Wasser fördern die natürlichen 
Bewegungsabläufe des Körpers. Zudem sind Wasserspiele auch außerordentlich förderlich für die 
Koordination. Im Wasser spüren die Kinder ein anderes Körpergefühl, das sie zu anderen 
Bewegungsmöglichkeiten motiviert.

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Entspannung und Ruhe 
In unserer Einrichtung stehen den Kindern ebenfalls Räumlichkeiten in Form von Höhlen, Ecken, 
Nischen und anderen Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung, um ihrem Bedürfnis nach Entspannung, 
Ruhe oder Schlaf nachgehen zu können.  
 
Gesund lernen 
Gesundheit ist eine wichtige V oraussetzung dafür, dass Kinder effektiv lernen können und sich 
körperlich und geistig gut entwickeln. Eine ausgewogene, kindgerechte Ernährung und vielseitige 
Bewegung sowie ausreichende Entspannungsmöglichkeiten sind dabei von grundlegender Bedeutung. 
Ist die Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungenganzheitlich ausgerichtet und in das 
pädagogische Konzept eingebettet, lassen sich mit ihrer Hilfe Bildungs - und Erziehungsqualität 
nachhaltig verbessern. Gleichermaßen, wie Gesun dheit die Grundlage für eine gute Bildung und 
Entwicklung der Kinder darstellt, sind eine optimale Entwicklung und Bildung die Basis für 
Gesundheit und Wohlbefinden. Gut entwickelte und kompetente Kinder finden eher ihr körperliches 
und seelisches Gleichgewicht, sind selbstbewusster und widerstandsfähiger gegenüber Belastungen 
und Lebenskrisen.  
 
In der Bewegung erkunden, gestalten und entdecken Kinder ihre Lebenswelt. Die Neugier der Kinder 
ist groß. Dieses ist etwas Natürliches und ein wichtiger Bestandte il einer gesunden Entwicklung. Es 
liegt grundsätzlich in der Natur der Kinder, sich zu bewegen. Ohne dieser natürlichen Anlage wäre 
eine Entwicklung vom unselbstständigen Säugling zu einer selbstständigen, selbstbewussten und 
gesunden erwachsenen Persönlichkeit nicht möglich.  
 
Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, Bewegung zuzulassen, 
Möglichkeiten für Bewegungserfahrungen zu schaffen und die Entwicklung unterstützend und 
fördernd zu begleiten. 
 
Spielräume 
Kinder brauchen somit ausreichend Spielräume, in denen sie neue Bewegungsmöglichkeiten und 
bislang unbekannte Zusammenhänge ihrer Lebenswirklichkeit erfahren. Durch neue 
Bewegungsversuche gewinnen sie gleichzeitig Körper - und Umwelterfahrungen, die sie für die 
nächsten Entwicklungsschritte brauchen. Sie lernen handelnd, forschend und gestaltend. Kinder, die 
gern tanzen, sich verkleiden oder Theater spielen, erfahren in entsprechenden Bewegungsspielen neue 
darstellende und gestaltende Ausdrucksmöglichkeiten. Kinder  verstehen Zusammenhänge in ihrer

45 
 
 
Lebenswelt erst dann, wenn sie Sachinformationen nicht über Erzählungen oder flimmernde Bilder 
erhalten, sondern über Körperbewegung und über sinnliches Beobachten und Begreifen.  
Sie entwickeln auf diese Weise eine sinnvo lle Strategie zum Problemlösen. Wer mehr erlebt, kann 
daraus auch mehr Schlussfolgerungen ziehen. Bewusste Bewegungen, in denen Kinder mit 
hellwachen Sinnen spüren und beobachten, fördern die Lernfähigkeit. 
Kinder können sich ihren Handlungen aufmerksamer widmen und die Aufmerksamkeit durch 
Bewegung länger beibehalten. Sie gewinnen an Selbstkontrolle und können ihre Körperbewegungen 
besser kontrollieren. Die ganzheitliche Entwicklungsförderung unterstützt Kinder gleichermaßen in 
ihren sinnlichen, motorischen, sozialen und kognitiven Erlebnissen. 
 
Durch bewegungsreiche Handlungen wird das zentrale Nervensystem intensiv aktiviert. Dies 
ermöglicht körperliche und geistige Lernzusammenhänge, z. B. abwechselndes V or - und 
Rückwärtsgehen oder das Hinzufügen und Abz iehen von Materialien können das spätere Addieren 
und Subtrahieren vorbereiten. 
 
Bewegungsrhythmus 
Bewegung, Musik und Sprache sind von Natur aus miteinander verknüpft. Kinder haben durch die 
Verbindung von rhythmischen Bewegungen mit Sprache und Liedern die Möglichkeit ihre geistigen 
Fähigkeiten auszubauen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Denk - und Bewegungsrhythmus. Wenn 
Kinder Melodien lernen oder erfinden oder zu Melodien tanzen, erleben sie einen fließenden Verlauf 
und eine sinnhafte Gliederung. Wenn z u der Melodie Texte gehören, müssen die Kinder über die 
Bedeutung der Wörter nachdenken. Verstärkt wird es noch, wenn zu den Wörtern Bewegungsformen 
hinzukommen und weil diese Wörter wichtig für die Kinder sind, bleiben sie im Gedächtnis.  
 
Kinder erwerben  somit über Jahre hinweg ein Gespür für die körperlichen Fähigkeiten und eine 
möglichst realistische Einschätzung. Sie entwickeln einen gesunden Umgang mit ihrem Körper und 
ein positives Selbstkonzept. Sie erweitern ihre konditionellen und koordinativen Fä higkeiten, 
insbesondere ihre grob- und feinmotorischen Fertigkeiten. Besonders nachhaltig ist es, wenn sie beim 
Spielen und Lernen schöne Erlebnisse und angenehme Gefühle erfahren.  
 
Bewegung fördert zudem Wahrnehmung und Konzentration. Mit ihren Bewegunge n lernen Kinder 
ihre Umwelt und ihren Körper mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Sie erfahren den 
Unterschied zwischen oben und unten, schnell und langsam, schwach und stark. Ebenso ist die 
Entwicklung des Denkens und des Lernvermögens eng an die Motorik gebunden. So ist

46 
 
 
beispielsweise die Fähigkeit rückwärts zu laufen mit der Fähigkeit rückwärts zu zählen verknüpft. 
Durch Bewegung setzen sich die Kinder mit sich selbst und mit anderen auseinander und können ihre 
Gefühle zum Ausdruck bringen. B ewegungsspiele fördern deshalb soziales Lernen und die 
Kommunikationsfähigkeit. In Fangspielen beispielsweise kommt es darauf an, die Mitspieler genau 
zu beobachten, um selbst nicht gefangen zu werden. Die Kinder lernen, sich in andere 
hineinzuversetzen und darauf ihre Reaktionen abzustimmen. Auf diese Weise schult Bewegung die 
Wahrnehmung, auch nonverbaler Signale. Bewegung ist die Grundlage aller Sinneswahrnehmung. 
V or allem die Nahsinne werden über Bewegung gefordert und gefördert. Dazu gehören der 
Gleichgewichtssinn (vestibulärer Sinn), die Wahrnehmung von Muskeln, Sehnen und Gelenken 
(kinästhetischer Sinn) und die Tastwahrnehmung über die Haut (taktiler Sinn). Der 
Gleichgewichtssinn bildet die Grundlage für Haltung, Bewegung und die motorische Koordinat ion. 
Er befähigt Kinder dazu, sich im Raum sicher zu orientieren. Eine gute Raumorientierung ist 
beispielsweise förderlich für das mathematische Verständnis.  
 
Denn mathematische Beziehungen sind räumlicher Natur. So können wir uns auf dem Zahlenstrahl 
und der Hunderter-Tafel vorwärts, rückwärts, diagonal oder nach rechts und links bewegen. Eine gut 
funktionierende taktil-kinästhetische Wahrnehmung bildet die Grundlage für den geschickten Einsatz 
des Körpers, besonders der Hände. Kinder mit einem ausgeprägt en taktil -kinästhetischem Sinn 
können deshalb besser malen und schreiben. Mit dem taktil -kinästhetischen Sinn erschließen sich 
Kinder auch die Welt der Formen. Sie drehen sich im Kreis, hüpfen hoch und runter, schlängeln sich 
am Boden und balancieren auf g eraden und schiefen Linien. Dabei erspüren sie mit ihren Muskeln, 
Sehnen, Bändern und der Haut die verschiedenen Formen und Oberflächen ihrer Umgebung. Die 
vielfältigsten und interessantesten Bewegungsanreize finden Kinder in naturnahen Räumen: 
Balancieren auf Baumstämmen, Laufen, Hüpfen, Springen, Rollen und Kriechen auf Wiesen, Hügeln, 
Schleichwegen, Mauern oder wackelnden Steinen im Bach – das schult die Sinne und macht Kindern 
viel Spaß.  
 
Gezielte Bewegungsangebote für V orschulkinder müssen für sie nachvollziehbar sein und sich zum 
Wiederholen eignen: Bewegung auf wiederkehrende Rhythmen und Reime, Lieder und Refrains oder 
im Rahmen von Kreisspielen bietet den Kindern ein System und motiviert sie zum weiteren Tun. 
 
Psychomotorik in unserer Einrichtung 
Als eine Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen der Kinder versucht die Psychomotorik 
einen ganzheitlichen Zugang zum Kind über Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung zu erreichen.

47 
 
 
Dabei steht das Kind stets im Mittelpunkt allen Geschehens. Entwicklungsprozesse werden über eine 
enge Verknüpfung zwischen Körper, Geist und Seele in Gang gesetzt. Die Psychomotorik befähigt 
das Kind, sich mit sich selbst und seiner materiellen und personalen Umwelt auseinander zu setzen. 
Auf diese drei wichtigen Bausteine b auen wir die täglichen Impulse auf. Die sogenannte Ich -
Kompetenz, Sach-Kompetenz und Sozial-Kompetenz, die das Kind dabei erlangt, dient als Basis für 
eine umfassende Handlungskompetenz. 
 
• Durch die Ich-Kompetenz lernen die Kinder den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, zu erleben 
und mit ihm umzugehen. 
• Durch die Sach -Kompetenz nehmen die Kinder die Umwelt wahr, lernen sich an 
Umweltgegebenheiten anzupassen und erhalten die Möglichkeit, Gegebenheiten zu verändern oder 
zu beeinflussen und unterstützt die Entwicklung der Intelligenz. 
• Durch die Sozial-Kompetenz nehmen die Kinder andere Kinder wahr, passen sich an diese an, z. B. 
in Spielsituationen, gehen mit ihnen rücksichtsvoll um und erleben Kommunikationssituationen 
immer wieder neu. 
 
Über Bewegung und Spiel werden die Kinder über Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und V orlieben so 
motiviert, dass Schwächen, Defizite und Auffälligkeiten in den Hintergrund rücken. Das 
Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt, da es sich in vielfältigen Situation en als kompetent 
erleben kann. Indem sich an den Stärken der Kinder orientiert wird, bleiben den Kindern Misserfolge 
und Frustration erspart. Sie gewinnen an Selbstvertrauen und wagen sich an neue Dinge heran. Die 
positiven Erfahrungen, die die Kinder über  die Psychomotorik machen, übertragen sich meist auch 
auf den gesamten Lernbereich. Somit wird eine solide Basis in einer wichtigen Entwicklungsphase 
der Kinder gelegt, die für die Persönlichkeitsentwicklung und somit für das spätere Lernen in der 
Schule notwendig ist. 
 
Tiergestützte Pädagogik 
Nicht außer Acht zu lassen sind unsere zusätzlichen pädagogischen Mitarbeiter: die Tiere.  
Wir geben in unseren Einrichtungen den Kindern die Möglichkeit, Tiere als Haus - und Stalltiere 
kennenzulernen. In unserem Wohnumfeld ist es den meisten Familien nicht möglich, eigene Haustiere 
zu halten, sodass die Kinder ein großes Interesse an Tieren zeigen. Durch die Tierhaltung in unseren 
Einrichtungen ist es vielen Kindern erstmals möglich, persönlich mit Tieren in Kontakt z u treten. 
Momentan leben bei uns Ponys, Hühner, Vögel und ein Kindergartenhund. Die elementaren 
Grundbedürfnisse der Tiere ähneln denen der Menschen und sind aus diesem Grund für die Kinder

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einfach zu verstehen. Durch die Unterstützung bei der Versorgung, übernehmen die Kinder schon 
früh Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Auch über diese täglichen Rituale und verschiedenen 
Aktionen mit den Tieren werden zusätzliche Sprachanlässe geschaffen. Die Fähigkeit zur sozialen 
Interaktion wird durch den Kontakt zwischen Kind und Tier gefördert. Will das Kind eine Beziehung 
zu dem Tier aufbauen und mit diesem kommunizieren, so muss es lernen, Einfühlungsvermögen für 
ein anderes Lebewesen zu entwickeln und es zu schätzen 
 
Ziele: in Bezug auf Bewegung in Verbindung mit unseren Tieren: 
• wirken motivierend und steigern die Lebensqualität 
• haben einen hohen Aufforderungscharakter 
• fördern Verantwortungsbereitschaft und das Bewusstsein für andere Lebewesen 
• wirken entspannend und stressreduzierend 
• erlauben Körperkontakt 
• stärken die Entwicklung der sensomotorischen-perzeptiven Kompetenzen 
• ermuntern zu körperlicher und geistiger Aktivität 
• verhelfen zu mehr Selbstvertrauen 
• regen zu motorischer Bewegung an 
• sind eine soziale Unterstützung für das Kind 
• stärken das Selbstwertgefühl

49 
 
 
3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . richtet sich in der Zusammenarbeit mit Eltern nach 
dem systemischen Ansatz. Der Träger befindet sich momentan im Zertifizierungsproz ess zur DGSF 
(Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V .) 
„empfohlenen Einrichtung“ der Kinder- und Jugendhilfe.  
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Mitarbeitern, in 
denen beide Parteien gemeinsam Verantwortung für den Bildungsprozess des Kindes tragen. Die 
gemeinsame Sorge für das Kind, seine Entwicklung, Erziehung und Förderung steht hierbei im 
Zentrum der Zusammenarbeit, welche durch ein wertschätzendes, empathisches M iteinander und 
gegenseitigen Respekt geprägt ist. Eltern sind die Experten für ihr Kind. Die bisherigen Erfahrungen 
aus der Familie bilden die Grundlagen für die Zusammenarbeit, auf denen wir gemeinsam aufbauen. 
Mit diesem Wissen kann u. a. die Eingewöhnun g eines Kindes individuell gestaltet werden. Eine 
wichtige Aufgabe in der Elternpartnerschaft besteht also darin, beide Lebenswelten des Kindes zu 
verbinden. 
Angebote  
Der Träger arbeitet mit zwei einrichtungsübergreifenden „Elternbegleitern“, die den Familien mit 
einem hohen Bedarf an praktischer Hilfe und Unterstützung, im Hinblick auf die Bildungsverläufe 
ihrer Kinder, mit Rat und praktischer Anleitung zur Seite stehen. Insbesondere Familien mit 
Migrationshintergrund, Familien aus sozial benachteiligten Lebenslagen und bildungsungewohnte 
Familien profitieren von niederschwelligen und aufsuchenden Angeboten der Elternbegleitung. Ziel 
der Elternbegleitung ist die Stärkung der Familie als zentraler Ort der frühen Bildung und Förderung 
von Kindern. Die Bildungsbegleitung von Familien, die Beratung von Eltern und 
Erziehungsverantwortlichen zu Bildungssystem und Bildungsübergängen sowie die Stärkung von 
Erziehungskompetenzen sind wesentliche Bausteine auf dem Weg zu früher Bildung  und sozialer 
Chancengleichheit aller. 
Aufgabenbereiche: 
• Stärkung der Elternkompetenz: Eltern und Familien werden für den Stellenwert von Bildung 
sensibilisiert und bei der individuellen Förderung der Kinder und der Stärkung von Alltagsbildung in 
der Familie unterstützt. 
• Eröffnen von Bildungsoptionen: Es werden Angebote zur Beratung und Begleitung der Eltern 
zu Themen wie kindliche Bildungsverläufe und Bildungsinstitutionen eingerichtet.

50 
 
 
• Beratung zu Bildungsübergängen: Eltern erhalten Unterstützung bei Fragen zum Übergang in 
die Kita, von der Kita in die Schule und zur Schulwahl. 
• Stärkung der partnerschaftlichen Vereinbarkeit: Familien werden mit handlungsorientier -ten 
Hilfen, insbesondere zur Rolle von Vätern in Erziehungsverantwortung und partner -schaftlicher 
Elternschaft, unterstützt. 
• Verstehen von Familien: Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern schätzen die Fähigkeiten 
der Kinder ein und vermitteln Familien bei Bedarf an andere Dienste. 
• Verbessern der Zusammenarbeit: Elternbegleiterinnen u nd Elternbegleiter fungieren als 
Bindeglied zwischen Familien und Bildungseinrichtungen und unterstützen die Erziehungs - und 
Bildungspartnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern. 
• Entwicklung neuer Angebote: In den Einrichtungen werden neue, niederschwel lige Formen 
und Inhalte der Eltern- und Familienbildung erprobt und etabliert. 
• Einrichten von Netzwerkstrukturen: Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen eltern- 
und kindbezogenen Einrichtungen, Institutionen und Trägern im Sozialraum wird initiier t und 
verstetigt. 
Die Erziehungs - und Bildungspartnerschaft hat in unserer Elterninitiative einen besonderen 
Stellenwert. Die Eltern lassen nicht nur ihr Kind in unserer Einrichtung betreuen, sondern werden 
auch selbst Mitglied im Verein. Dies bedeutet, da ss sie über das Organ der Mitgliederversammlung 
über sämtliche V orgänge in der Geschäftsführung informiert werden, Transparenz bezüglich der 
Finanzen besteht und sie durch ihr Stimmrecht Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb der 
Trägerschaft finden. Eine weitere Möglichkeit, sich aktiv in das Kita geschehen einzubringen, gibt es 
über die Mitwirkung im Elternrat. Der Elternrat bildet eine zusätzliche Brücke zu der Elternschaft 
und wird aktiv in unseren Einrichtungen in folgende Aufgaben einbezogen: 
• Das Rec ht auf Information über alle die Einrichtung betreffenden Angelegenheiten durch 
Kita-Leitung und Träger 
• Ausgestaltung der Kindertagesstätte 
• Organisatorische und finanzielle Angelegenheiten  
• Personalausstattung 
• Die Öffnungs- und Schließzeiten 
• Kriterien für die Aufnahme von Kindern 
• Die Grundsätze der pädagogischen Konzeption 
• Die Jahresplanung 
• Die Elternarbeit der Kindertageseinrichtung 
• uvm. 
Transparenz ist in unserer Arbeit grundlegend, wie auch der Name des pädagogischen Ansatzes schon 
sagt „Offenes Konzept“. Die Eltern finden in den Einrichtungen des Trägers zu jedem 
Schwerpunktbereich einen Aushang, der wöchentlich die aktuellen Spielprozesse und Spielinhalte

51 
 
 
der Kinder beschreibt. Wir nennen diese „sprechende Wände“. So sind die Eltern neben den Tür-und-
Angel-Gesprächen jederzeit über die aktuellen Geschehnisse in der Einrichtung informiert.  
In den Einrichtungen befindet sich im Eingangsbereich der „Empfang“, an dem die Eltern und Kinder 
jederzeit einen Ansprechpartner für ihre Anliegen f inden. Der Empfang bietet die Möglichkeit, die 
Eltern und Kinder zu begrüßen und zu verabschieden, die Anwesenheit zu dokumentieren und 
Informationen auszutauschen. Zudem steht jeder Mitarbeiter den Eltern für sogenannte Tür -und-
Angel-Gespräche zur Verfügung. Mindestens zweimal jährlich findet ein Beratungsgespräch nach 
den systemischen Grundlagen statt. In diesen Gesprächen soll es einen Austausch über die familiäre 
Situation und die Kitasituation geben. Der Gesprächsinhalt richtet sich in erster Linie ganz nach dem 
Anliegen der Eltern und erst zweitrangig nach dem Anliegen der Einrichtung.  
Der Elternabend/Elternnachmittag  
Das Kindergartenjahr ist gespickt von Angeboten für die Familien und den Sozialraum. Wir verstehen 
unsere Einrichtungen als Bildungsstätten für alle Interessierten. Die Themen für diese 
Veranstaltungen ergeben sich aus den Bedürfnissen und Interessen der Eltern oder werden direkt von 
uns ausgewählt. 
Methodisch setzen wir auf Vielfalt, dies kann z. B. ein gemeinsames Frühstück mit einem besonderen 
Gesprächsthema oder ein V ortrag durch externe Referenten sein. Hier kommt der Einsatz unserer 
beiden „Elternbegleiter“ zum Tragen, die ihre Aufgaben hauptsächlich in der Betreuung der Eltern 
sehen. Sie erarbeiten gemeinsam mit den Eltern einen Kalender mit Themen und Veranstaltungen und 
sind zu jederzeit Ansprechpartner für jegliche Anliegen der Eltern.  
Das Anmeldegespräch  
Das Anmeldegespräch ist für uns besonders wichtig, um die interessierten Eltern kennenzulernen und 
ihnen unsere besondere Arbeit vorzustellen. Das Gespräch beinhaltet auch eine Führung durch die 
Einrichtung, die Mitgabe von Informationsmaterial und die Information über den Träger als 
Elterninitiative. Insgesamt nehmen wir uns für das Anmeldegespräch eine Stunde Zeit.  
Feste  
Gemeinsam feiern wir mit den Eltern die Feste der unterschiedlichen Religionen und Kulturen.

52 
 
 
Formen der Beteiligung von Kindern 
Kinder sind kompetente Akteure der eigenen Entwicklung. Sie setzen sich von Beginn ihres Lebens 
an aktiv und aus eigenem Antrieb mit ihrer sozialen und materiellen Umwelt auseinander und fällen 
dabei immerzu wichtige Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben. Partizipation auf der 
Beziehungsebene bedeutet, Kinder als Experten ihres eigenen Lebens ernst zu nehmen.  Unseren 
Kindern wird das Leben in einer demokratischen Gemeinschaft vermittelt. Sie lernen und erfahren 
die Grundprinzipien einer Demokratie. Die Kinder erleben, dass eigene Beiträge und Ideen wichtig 
sind und ernst genommen werden. Jedes einzelne Kind so ll ein Bewusstsein dafür erlangen, dass 
seine Mitarbeit bei der Gestaltung des Alltags möglich und ausdrücklich erwünscht ist und somit zum 
gelingenden Miteinander beiträgt. Die Kinder nehmen aus dem Kindergarten wichtige Erfahrungen 
mit, wie man sich in e iner Gemeinschaft einbringen kann, nach welchen Regeln 
Entscheidungsprozesse stattfinden können und wie wichtig eine gleichberechtigte Zusammenarbeit 
aller Beteiligten ist. Partizipation ist ein Schlüsselprozess für gelingende Bildung und als 
"Demokratie lernen" zu verstehen. 
In unseren Einrichtungen ist Partizipation ein Recht der Kinder und damit eine Verpflichtung für 
jeden einzelnen Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, kindgerechte Formen sozialer Partizipation zu fördern 
und die aktive Beteiligung von Kinde rn an demokratischen Entscheidungsprozessen zu erhöhen. 
Dazu gehören die Haltung, sich zuständig zu fühlen für die eigenen Belange und die der Gemeinschaft 
und die Kompetenz, sich konstruktiv streiten zu können, also eigene Interessen vertreten und sich in 
andere hineinversetzen zu können. Derartige Haltungen und Kompetenzen entwickeln sich früh. Und 
wie andere Bildungsinhalte können sie nicht vermittelt, sondern nur handelnd erworben werden. 
Partizipation ist in unseren Kindertageseinrichtungen strukturell  verankert und findet sich in 
Kinderparlamenten, Kinderräten oder Kinderkonferenzen wieder, welche unterschiedliche 
Möglichkeiten mit sich bringen. Diese Gremien treten im Alltag selbstverständlich mit allen 
Beteiligten zusammen und sind mit Entscheidungsb efugnissen ausgestattet, die nicht nur für die 
Kinder, sondern auch für die Erwachsenen bedeutsam sind.

53 
 
 
3.2.7 Bildungsdokumentation  
 
Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . hat für sich ein Beobachtungs - und 
Dokumentationssystem entwickelt, das si ch dank regelmäßiger Fortschreibung ganz auf die 
individuelle Bildungsgeschichte der Kinder bezieht. Neben den eher zufälligen 
Alltagsbeobachtungen und Wahrnehmungen, welche die Grundlagen für Beurteilungen über die 
Kinder bilden, ist für die Einrichtungen der Elterninitiative eine Ergänzung durch systematische- und 
methodische Beobachtungen von besonderer Bedeutung. 
 
Entwicklungsdokumentation  
Die Entwicklungsdokumentation konzentriert sich auf die Fortschritte in den einzelnen 
Kompetenzbereichen. Hierbei steht der aktuelle Entwicklungsstand im V ordergrund. Die 
Dokumentation erfolgt auf dem Kita Server, der für alle Mitarbeiter durch einen persönlichen Login 
zugänglich ist. Dies bietet den V orteil, dass alle Informationen zu den Kindern und Familien allen 
Kollegen gleichzeitig und zentral zur Verfügung stehen.  Das spezielle Beobachtungssystem 
beinhaltet Beobachtungen für die verschiedenen Kompetenzbereiche. Zu jedem einzelnen Kind 
werden monatlich von mind. drei unterschiedlichen Fachkräfte Beobachtungen zu  jedem 
Kompetenzbereich niedergeschrieben.  Alle vier Monate wird anhand der Beobachtungen ein, auf die 
Bildungsgeschichte des Kindes, ausgerichteter Entwicklungsbericht erstellt. Dieser 
Entwicklungsbericht beinhaltet die Familienanamnese sowie die Entwick lungen in den einzelnen 
Kompetenzbereichen. Den Abschluss bilden die formulierten Ziele für die kommenden drei Monate. 
Der Schwerpunkt dieser Dokumentationsarbeit liegt hier ganz auf den positiven 
Entwicklungsschritten, Stärken und Interessen des Kindes. E rgänzt wird diese 
Entwicklungsdokumentation durch die „Altersbezogenen Merkmale“ und den Basik -Bogen 
(Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen).  
 
Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio)  
Unser Portfolio ist ein bleibendes Erinnerungsstück und eine individuelle Dokumentation der 
Entwicklung von, mit und für die Kinder. Um die Bildungsgeschichte transparent zu machen, wird 
für jedes Kind ein Portfolio angelegt. In Gemeinschaftsarbeit von Kind, Eltern und Erziehern werden 
einzelne bedeutende Lern - und Bildungsprozesse dokumentiert und festgehalten. Es entsteht eine 
Biografie des Lernens, eine positiv dargestellte Kindergartenzeitreise mit den wichtigsten Bildungs - 
und Entwicklungsschritten des Kindes. So kann das Kind selbst erkennen, wie es sich verändert hat. 
Tag für Tag erleben wir mit den Kindern Situationen, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden. Die

54 
 
 
kleinen oder auch größeren Entwicklungsschritte, die jedes Kind individuell für sich meistert, gilt es 
in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen. Die Kinder spüren unsere Wertschätzung, wenn sie erleben, 
dass wir ihrem Tun Bedeutung beimessen und es dokumentieren. Sie begleiten das Aufschreiben und 
fügen oft noch erklärende und ergänzende Kommentare hinzu. Portfolios geben uns die Chance, die 
Lernschritte und die Entwicklungsgeschichte der Kinder professionell und wertschätzend 
festzuhalten.  
 
Jedes Portfolio ist anders - ganz so, wie auch jedes Kind einzigartig ist. 
 
Für unser Portfolio haben wir folgende Ziele: 
• Kinder werden angeregt, über sich selbst nachzudenken 
• Dem Kind bei jeglichen Inhalten mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen 
• Positive Nähe zu jedem Kind  
• Sammlung wertvoller Erinnerungen für das Kind 
• Entwicklungsschritte werden für und vor allem mit den Kindern erarbeitet 
• Kinder sammeln Erfahrungen über ihre Arbeitsweise und wie sie dokumentiert werden kann 
 
Das Kind lernt sich selbst Ziele zu stecken und zu erreichen. Es lernt Selbstinitiator zu werden, sich 
selbst zu reflektieren, V erantwortung für sein eigenes Lernen mit zu übernehmen und weitere 
Lernschritte eigenständig zu planen. Die von Grund auf positive Ausrichtung verhilft so zu 
Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. 
 
Das Portfolio dient nicht nur dem Kind selbst, sondern au ch seinen Eltern,  die sich anhand der 
Dokumentationen immer wieder über den Bildungsstand und die Bildungsprozesse ihres Kindes 
informieren können. Dies bildet die Basis für den Austausch und die Kooperation mit den Eltern. Die 
Erzieherinnen können mit die ser Dokumentation ihr pädagogisches Handeln für die Weiterbildung 
des Kindes abstimmen. Die Beobachtungen sind ein Bestandteil der Beziehung zwischen den 
pädagogischen Fachkräften und den Kindern, die sich in der direkten Kommunikation und Interaktion 
weiterentwickeln. Die Einrichtung hat darüber hinaus die Möglichkeit,  eigene pädagogische Arbeit 
darzustellen und diese als unterstützendes Element zur Qualitätsentwicklung zu nutzen. 
 
Sprechende Wände  
Zuzüglich verwenden die Schwerpunktbereiche die „sprechenden Wände“ aus der Reggiopädagogik, 
die in kleinen Schritten Entwicklung für und mit Kindern durch Fotos aufzeigen

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3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt  
 
Nicht jedes Kind hat Großeltern oder sieht die eigenen oft genug. Dabei ist eine Begegnung zwischen 
den Generationen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder sehr wichtig. Die 
intergenerative Pädagogik bietet solch eine Möglichkeit. 
 
Wir konnten feststellen, dass der regelmäßige Kontakt zwischen unseren Kindern und Senioren nicht 
nur den institutionellen Alltag in unseren Einrichtungen bereichert, sondern auch zu einem neuen 
gegenseitigen Verständnis der beiden Generationen führt. 
 
Unsere Mitarbeiter sind sich darin einig, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen jungen 
und alten Menschen für beide Seiten eine enorme Bereicherung darstellt. Sie stabilisiert die Identität 
von Senioren und steigert ihre Lebensfreude. Kinder wiederum erleben mit den alten Menschen, etwa 
durch Erzählungen und alte Lieder, Bereiche und Facetten des Leb ens, die ihnen sonst verschlossen 
blieben. Die kindliche Phantasie wird angeregt und erhält neue Impulse, während den alten Menschen 
wichtige Erfahrungs- und Lernprozesse ermöglicht werden. Senioren, die in Altenheimen versorgt 
werden und in den Einrichtungen häufig die Verbindung zur Außenwelt verlieren, können durch den 
regelmäßigen Kontakt zu Kindern leichter den Bezug zum heutigen Leben erhalten. Sie bleiben auf 
diese Weise aktiv und müssen sich mit neuen Gegebenheiten, wie etwa mit zeitgemäßen 
Erziehungsweisen, auseinandersetzen. Sie lernen dabei, eigene V orstellungen zu hinterfragen und 
sich auf den heutigen - weniger autoritären - Umgang mit Kindern einzustellen. Genau diese geistige 
Mühe, eigene Anschauungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidi eren, beschreiben unsere 
Mitarbeiter als erstaunlich dynamisierend für alte Menschen. 
 
Unsere Erzieherinnen und die Pflegekräfte aus den Altenheimen arbeiten hier eng zusammen. Sie 
planen Aktionen und schaffen Begegnungsräume und -situationen, in denen sich alle Beteiligten 
angesprochen und aufgehoben fühlen. Dabei geht es weniger um einmalige Veranstaltungen, wie das 
ritualisierte V orsingen von Kindern in Altenheimen während der Adventszeit. Der Schwerpunkt der 
intergenerativen Arbeit liegt vielmehr auf der Kontinuität der Kontakte, d. h. auf einer echten Chance 
für Kinder und Senioren, sich individuell zu begegnen und tiefergehende Beziehungen aufzubauen.

56 
 
 
3.2.9 Umwelterziehung  
 
Der Begriff „Umwelt“ umfasst ein weites Spektrum. Im V ordergrund steht für uns die Nachhaltigkeit 
sowie die Umwelterziehung. Diese umfasst nicht nur die Pflege von Gärten, sondern bezieht sich auf 
unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern. Daher arbeiten wir in unseren Einrichtungen mit vielen 
natürlichen Materialen. Diese bieten den Kindern optimale Bedingungen, um ihren Forscherdrang 
auszuleben. Dabei ist uns die Natur eine große Hilfe. Dies geschieht z. B. durch Waldspaziergänge 
oder auf unseren Außenanlagen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder ein Gefühl für die Um welt und 
Natur bekommen. Um Ihnen dieses Verständnis näherzubringen, besitzen unsere Einrichtungen 
verschiedenste Bücher zu den Themen Umwelt und die Tiere unserer Erde.  
 
V or allem unsere Außenanlagen bieten mit unseren Naturpädagogen viele Möglichkeiten durch 
natürliche Materialien die Natur näher kennenzulernen sowie zu erforschen und zu experimentieren. 
Aber nicht nur das Außengelände bietet den Kindern ein Forschererlebnis, sondern auch unser 
Forscherbereich in den Einrichtungen schafft Möglichkeiten, in denen die Kinder verschiedene 
Materialien kennenlernen und mit ihnen experimentieren können.  
 
Natürlich möchten wir unserer Umwelt auch etwas zurückgeben, daher ist der Begriff 
„Nachhaltigkeit“ bei uns von besonderer Bedeutung. Wir verzichten auf Materialien, welche Plastik 
aufweisen, z. B. bei Spielzeugen, sondern setzen auf Mittel aus der Natur. Zu diesen zählen z. B. 
Steine, Blätter oder auch Sand. Auch viele Spielgeräte sind aus Bruchstücken erbaut worden.  
 
Des Weiteren haben wir unsere Arbeit digi talisiert. Dies geschieht durch unseren internen Server. 
Damit ist es möglich, die Dokumente und Fotos intern zu speichern, sodass nur ein Bruchteil der 
geschriebenen Arbeiten ausgedruckt werden muss. Auf diese Art wird eine Menge Papier eingespart 
und die Umwelt geschont. Auch im Bereich der Ernährung wird bei uns auf Nachhaltigkeit geachtet. 
Dabei ist unsere Ökotrophologin eine große Unterstützung. Sie gibt uns Ratschläge, z. B. für 
Verbrauchsmengen und Lebensmittelprodukte. Dabei steht das Thema Gesundhe it im V ordergrund. 
Unsere Einrichtungen sind ebenfalls von Plastikflaschen auf einen Soda -Stream umgestiegen, um 
Müll zu vermeiden. Wir möchten unsere Arbeit im Bereich der Umwelt immer weiter ausbessern, 
daher sind in der nächsten Zeit Kompostanlagen, wei terhin die Gesundheitsförderung unserer 
Mitarbeiter und weitere digitale Erneuerungen, wie z. B. die Verteilung von Elternbriefen per E-Mail, 
geplant.

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3.2.10 Gesundheitserziehung 
 
Gesundheitserziehung findet in unseren Einrichtungen alltäglich statt. De r Bezug zu gesunder 
Ernährung, Bewegung, Hygiene, Sicherheit, Krankheiten, Stress und Belastungen der Psyche wird in 
unseren Einrichtungen mit den Kindern hergestellt. Mit Hilfe unseres Bewegungskonzeptes stellen 
unsere ErzieherInnen nicht nur sicher, dass  Kinder sich ausreichend bewegen, sondern dass Kinder 
auch dazu motiviert werden, sich zu bewegen. Sie sollen den Zusammenhang zwischen der 
Gesundheit und ausreichender Bewegung herstellen können. Unsere Kinder haben die Möglichkeit, 
sich aufgrund des „Off enen Konzeptes“ ganztägig und ganzjährig im Freien aufhalten. Durch die 
begleiteten Spielprozesse auf unserem Außengelände halten sich unsere Kinder auch bei schlechtem 
Wetter draußen auf. 
 
Einmal jährlich bekommen unsere Einrichtungen Besuch vom Zahnarzt. Hier wird den Kindern nicht 
nur die Wichtigkeit der Zahn - und Mundhygiene nähergebracht, sondern auch das richtige 
Zähneputzen gezeigt. Die Entstehung von Parodontose und Karies wird den Kindern erklärt und die 
Bedeutung der V orbeugung aufgezeigt. Die Kinder lernen den Aufbau und die Funktion des Gebisses 
kennen. 
 
Aber nicht nur der Zahnarzt klärt die Kinder über die Zahn - und Mundhygiene auf, sondern auch 
unsere ErzierInnen. Sie geben den Kindern Erklärungen zum Thema anhand von Bilderbüchern oder 
durch Gespräche. Täglich werden unsere Kinder daran erinnert, nach den Mahlzeiten ihre Zähne zu 
putzen. Dazu steht jedem Kind eine eigene Zahnbürste und ein eigener Zahnputzbecher zur 
Verfügung.  
 
Einer unserer Schwerpunkte ist die gesunde Ernährung. Unsere Kinder sollen nicht nur gesunde 
Mahlzeiten zu sich nehmen können, sondern auch ein Verständnis dafür bekommen, wieso eine 
gesunde Ernährung so wichtig für die Gesundheit ist. Dazu gehört das begleitete Einkaufen auf dem 
Wochenmarkt oder in den Supermärkten, die aktive Beteiligung am Kochen und das Bewusstmachen 
von ungesunden und gesunden Lebensmitteln. Bei dem Thema gesunde Ernährung spielen die Eltern 
eine wichtige Rolle.

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3.2.11 Gesunde Ernährung  
 
Unsere Kinder sollen gesund aufwachsen. Dazu ist ein qu alitatives Essen eine wichtige 
V oraussetzung. In unserer Kita sammeln unsere Kinder prägende Erfahrungen im Umgang mit 
Lebensmitteln. Die Verpflegung in unseren Kindertageseinrichtungen leistet einen wichtigen Beitrag 
zur Förderung der geistigen und körperlichen Entwicklung. 
 
In unseren Einrichtungen steht den Kindern ein Kinderrestaurant zur Verfügung, welches durch 
unsere Frischküchen in den Kitas mit ausgewählten und ausgewogenen Mahlzeiten, wie das 
Frühstücks- und auch Mittagsbuffet, bestückt wird. Jede  Mahlzeit, ob Frühstück oder Mittagessen, 
wird täglich frisch in der Kita zubereitet und den Kindern angeboten. Dabei arbeiten wir nach dem 
FitKid Konzept der DGE. Alle unsere Einrichtungen werden von der trägereigenen Ökotrophologin 
begleitet und unterstü tzt. Unser „Ernährungskonzept“ wurde durch den Pluspunkt Ernährung der 
Anerkannten Bewegungskindertageseinrichtung und durch die DGE zertifiziert.  
 
Das Restaurant ist strukturell so ausgestattet, dass es den Kindern beim Betreten möglich ist, die 
Abläufe zu erkennen. Der Raum zeichnet sich durch die Gestaltung der Kinder über Wand - und 
Tischdekoration aus. Das Mobiliar in der Küche ist so ausgesucht, dass es den Kindern die für das 
Essen erforderlichen Bewegungsmöglichkeiten bietet. Das Mobiliar besteht aus runden Hockern und 
Bänken, die unterschiedliche Möglichkeiten des Sitzens zulassen. Dies soll den Kindern die 
Möglichkeit geben, eine ihnen angenehme Sitzposition zu wählen. Gleichzeitig bieten wir dem Kind 
die Möglichkeit, auch auf anderen Ebenen, ihr E ssen zu sich zu nehmen. Das kann zum einen auf 
Bodenebene stattfinden oder auch im Freien in Form eines Picknicks. Das Essen im Restaurant wird 
auf einem großen Tisch in Buffetform, sowohl zum Frühstück, als auch zum Mittagessen, angeboten. 
Das Restaurant ist für die Kinder den ganzen Tag geöffnet und bietet zwischen den Hauptmahlzeiten 
Zwischenmahlzeiten an. 
 
1. Der Einrichtung steht ein separater Raum als Restaurant zur Verfügung. Das hat den 
V orteil, dass die Mahlzeiten klar von den übrigen Aktivitäten abgrenzt sind.  
2. Die Kinder entscheiden, wann sie essen möchten und bestimmen somit auch die Dauer 
der Mahlzeit (Selbstbestimmung). Somit entscheiden die Kinder in ihren 
Spielprozessen, wann sie diese unterbrechen möchten. Die Kinder lernen so Rücksicht 
zu nehmen auf ihre Gefühle wie Hunger und Sättigung. Dies unterstreicht noch einmal 
die Verantwortung für sich selbst.

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3. Die Kinder organisieren ihr Frühstück in Bezug auf ihre Partner. Sie laden sich 
entweder Partner ein oder werden eingeladen. So werden gemeinsam e Interessen am 
Tisch thematisiert und es erfolgt ein verbal gemeinsames Miteinander. 
4. Durch die kleineren Gruppen ist der Geräuschpegel bedeutend geringer, dies wird 
durch Kommunikationsregeln unterstützt. 
5. Bei der Auswahl der Nahrungsmittel stehen den Kindern eine Vielzahl von gesunden 
Lebensmitteln zur Verfügung die unterschiedlich probiert werden können. Die Kinder 
tauschen sich beim Verzehr der Lebensmittel über ihre V orlieben und Abneigungen 
aus. Dies wiederum unterstützt die Motivation der Kinder von a nderen Kindern 
Lebensmittel zu probieren. Die Möglichkeit andere Kinder bei der Auswahl und dem 
Verzehr ihrer Lebensmittel zu beobachten, animiert dazu, unbekannte Lebensmittel 
auszuprobieren. 
6. Die Kinder entscheiden über Menge und angebotene Lebensmittel s elbständig und 
werden in ihrem Tun durch eine anwesende Erzieherin positiv unterstützt. 
7. Die Kinder werden keinesfalls angehalten Lebensmittel zu probieren. 
8. Da wir zu unseren Mahlzeiten ausschließlich gesunde Lebensmittel anbieten bleibt die 
Auswahl der Lebensmittel, sowohl zum Frühstück als auch zum Mittagessen, in der 
Entscheidung des Kindes. 
9. Das Angebot des Buffets bedeutet für unsere Kinder ein sehr selbständiges Agieren, 
angefangen mit dem Eindecken des Tisches sowie mit dem Auffüllen ihres Tellers. 
10. In den Einrichtungen hat das Buffet den V orteil, dass sowohl die Räumlichkeiten nicht 
umstrukturiert werden müssen, als auch den, dass alle Kinder nicht zeitgleich ihre 
Mahlzeit einnehmen müssen. 
 
Zur Erläuterung beziehen wir uns besonders auf die evolutionäre Entwicklung des Menschen, speziell 
auf die Entstehung und Entwicklung des Geschmackssinns und dessen Bedeutung. 
 
Uns ist zunächst genetisch gegeben, Süßes und Fettiges auszuwählen, Bitteres jedoch abzulehnen – 
Muttermilch erfüllt diese beiden Anforderungen perfekt. Die gute Erfahrung, dass die Kinder mit der 
süßen und fetten Milch in den ersten Lebensmonaten gut gedeihen, führt dazu, dass sie während der 
Beikostzeit und später auch dann am Familientisch immer wieder auf der Suche nach Süßem und 
Fettigem sind. Wenn ein Lebensmittel süß und fettig ist, enthält es konzentrierte Energie. Und das ist 
genau das, was Kinder brauchen. Sie haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen sehr hohen 
Energiebedarf und gleichzeitig einen relativ kleinen Magen, der noch nicht so große

60 
 
 
Nahrungsmengen aufnehmen kann. So brauchen Kinder Nahrungsmittel, die bei geringem V olumen 
viel Energie enthalten. 
 
Der kritische Blick auf das Gemüse, den Kinder häufig zeigen, ist vor diesem Hintergrund leicht zu 
verstehen. Das Ablehnen von Gemüse - besonders von grünem Gemüse - ist kein Trotzverhalten, 
sondern pure Überlebensstrategie. Gemüse mit geringem Energiegehalt, das noch nicht einmal sü ß 
ist, füllt zwar den Magen, macht jedoch nicht ausreichend satt. Gemüse als Frischkost -Fingerfood 
wird sehr gerne gegessen, hat aber in der Hauptsache einen spielerischen und durstlöschenden Effekt. 
Knabbergemüse kracht so schön, macht aber nicht satt, was aber auch nicht der Anspruch ist. Bei der 
warmen Mahlzeit hingegen haben die Kinder das Bedürfnis, sich zu sättigen, da reicht das pure 
gegarte Gemüse einfach nicht aus. 
 
Eltern und Erzieher sind sich in einem Punkt einig. Wenn es um das Essen geht, sind  kleine Kinder 
komplett unvernünftig. Sie präferieren ungesunde Nahrungsmittel. Nicht selten werden gesunde 
Lebensmittel von ihnen außer Acht gelassen. 
  
Neben dem Geschmackssinn gibt es noch weitere Leitplanken, die alle Menschen zu einem sicheren 
Essen f ühren. Etwa der sogenannte Garcia- Effekt: Hat ein Nahrungsmittel einmal Übelkeit oder 
Erbrechen ausgelöst – und sich so als potenziell giftig erwiesen –, so wird es langfristig abgelehnt. 
Eine einzige schlechte Erfahrung reicht dabei aus, um das jeweilige  Nahrungsmittel jahrelang zu 
meiden – zumindest bei Kindern. 
 
Die Neophobie folgt einem bei allen Kindern in etwa gleichen zeitlichen Verlauf: Zwischen vier und 
sechs Monaten ist sie am geringsten ausgeprägt – die meisten Säuglinge probieren in diesem Alte r 
praktisch alles, was ihnen angeboten wird. Ab etwa dem 18. Monat verengt sich der Auswahlhorizont 
allmählich, der Blick wird immer kritischer, der Mund öffnet sich immer zögerlicher. Im späten 
Kleinkind- und Kindergartenalter hat die Skepsis gegenüber Ne uem ihr Maximum erreicht: Kinder 
sind dann wirklich schlechte Esser und lehnen neue geschmacklich komplexe oder eventuell bitter 
schmeckende Nahrungsmittel oft komplett ab.  Erst zwischen acht und zwölf Jahren weitet sich der 
Wahlhorizont wieder, Kinder be ginnen jetzt mit vorher undenkbaren Nahrungsmitteln wie Pilzen, 
stärkeren Käsesorten und auch Gemüse wie Brokkoli zu experimentieren. 
 
Auf der Hitliste der kindlichen Ablehnung stehen Kohlgewächse, wie z. B. Rosenkohl, ganz oben. 
Diese Gemüsesorten sind schwefelhaltige Senfgewächse, die kleinen Kindern nicht selten Bauchweh

61 
 
 
bereiten. Der zeitliche Verlauf der Neophobie erklärt sich evolutionsbiologisch so: Während das Kind 
gestillt wird und in unmittelbarer Nähe der Mutter lebt, soll sein Geschmackshorizont noch breit sein 
– schließlich sorgt die Mutter (oder andere vernünftige Erwachsene) dafür, dass das, was das Kind zu 
essen bekommt, auch sicher ist. Ganz anders ist es, wenn das Kind die Umwelt auf eigenen Beinen 
erforschen kann. Was ab jetzt in den Mund kommt, unterliegt nicht mehr der Kontrolle der Eltern. 
Anstelle der Eltern sichert nun die natürliche Verengung des Wahl - und Geschmackshorizonts das 
Überleben. Alles was unbekannt ist, wird hartnäckig gemieden – insbesondere dann, wenn es dazu 
noch grün i st oder bitter schmeckt. Erst wenn die kindlichen Organe reifer (d. h. weniger anfällig 
gegenüber Giftstoffen) sind und, wenn die Nahrungsauswahl durch soziales Lernen »abgesichert« ist, 
kann sich der Geschmacks- und Wahlhorizont wieder öffnen. 
 
Soziales Lernen 
Langfristig bedeutet dies, dass Kinder durch V orbilder und Gewöhnung lernen. Kinder, die bestimmte 
Nahrungsmittel zunächst ablehnen, zeigen sich später oft doch bereit diese anzunehmen, wenn sie 
ihnen an aufeinanderfolgenden Tagen mehrfach angeboten werden. Kinder essen bestimmte 
Nahrungsmittel nicht deshalb, weil sie ihnen schmecken, sondern sie schmecken ihnen, weil sie 
immer wieder davon essen. 
 
Kinder nähern sich dem neuen Nahrungsmittel in vorsichtigen kleinen Schritten. Wenn sie probieren, 
dann zuerst nur ganz wenig. Auch hat sich gezeigt, wie wichtig V orbilder bei der Entwicklung des 
kindlichen Geschmacks sind. Das Kind am Tisch greift oft spontan nach dem, was sich die Mutter in 
den Mund stecken will. Studien bestätigen: Ein- bis Vierjährige probieren ein neues Nahrungsmittel 
doppelt so häufig, wenn ein freundlicher Erwachsener davon zuerst nimmt! Auch wenn sie sehen, 
dass andere, vor allem Geschwister, das Essen mögen, greifen sie eher zu. 
 
Darüber hinaus beschleunigt lustvolles Spielen die Gew öhnung. Wie Experimente zeigen, wird 
Nahrung besser akzeptiert, wenn Kinder die nicht gerade geförderten Verhaltensweisen wie In -den-
Mund-Stecken, Ablutschen und Wegwerfen zeigen dürfen. Auch das taktile Erleben scheint zum 
»Kennenlernen« von Nahrungsmitteln zu gehören. Dabei scheint es für die geschmackliche Prägung 
eine – womöglich je nach Nahrungsmittel unterschiedliche – sensible Phase zu geben. Hydrolysierte 
Säuglingsnahrungen etwa lassen sich in den ersten vier Monaten recht einfach einführen, danach 
werden Hydrolysatnahrungen von Kindern praktisch nicht mehr akzeptiert.

62 
 
 
In welcher Geschmackswelt Kinder letzten Endes landen, folgt aber auch erblichen Einflüssen: Rund 
ein Viertel der Mitteleuropäer sind sogenannte Supertaster. Sie haben besonders viele 
Geschmacksrezeptoren für Bitterstoffe auf der Zunge. Bitteres schmeckt für sie also noch bitterer!  
Manches Kind, das »besonders schlecht isst«, dürfte zu dieser Gruppegehören. Andererseits können 
sie auch feinere Unterschiede in der  Welt des Bitteren erkennen. Supertaster verfügen über ein sehr 
empfindliches Mundgefühl. Sie empfinden etwa sehr fette Nahrung als unangenehm.  Auch die 
V orliebe für eiweißreiche Nahrung hat eine erbliche Komponente. 
 
Der evolutionäre »Sinn« von Ekel ist leicht zu  verstehen: Ekelgefühle schützen vor der Aufnahme 
von verdorbener oder mit Krankheitserregern belasteter Nahrung.  
 
Was die Ernährung angeht, kommt das Kleinkindalter einer Revolution gleich: Das Kind wechselt 
von einem sicheren, von der Mutter hautnah übe rwachten Nahrungsumfeld in eine Welt voller 
Gefahren. War vorher die hygienisch einwandfreie und optimal auf die Bedürfnisse des Kindes 
zugeschnittene Muttermilch das Grundnahrungsmittel, so muss das Kind ab dem Kleinkindalter 
seinen Hunger in einer Welt s tillen, in der Nahrhaftes und Ungenießbares oft direkt nebeneinander 
wächst. 
 
Um in dieser Welt zu überleben, hat die Evolution dem Kind folgende Regeln mitgegeben  
• Bevorzuge »Überlebensnahrung« – die süßen, energiedichten »Lieblingsspeisen« eben, die 
nicht nur sicher sind, sondern auch gut sättigen. 
• Iss nur, was du kennst. Hüte dich vor allem vor bitteren Sachen. Darin könnten schließlich 
größere Mengen an Giftstoffen stecken. 
• Wenn du was Neues essen musst, nimm ganz wenig davon. 
• Iss, was deine Eltern und Geschwister mögen – damit liegst du immer richtig. 
• Iss nicht noch einmal, was dir einmal den Magen verdorben hat. 
 
Diese Regeln bringen uns zu einer radikalen Erkenntnis. Dass Kinder so wählerisch und so auf süße 
und fette Nahrung versessen sind , Gemüse  aber kritisch gegenüberstehen, ist Teil der normalen 
Entwicklung des Kleinkindes. Ein vorbehaltlos von Gemüse, Früchten und Beeren begeistertes 
Kleinkind wäre zu 99 Prozent unserer Geschichte bald ein totes Kind gewesen! 
Wir als Mitarbeiter einer Kindertagesstätte haben großen Einfluss auf die Entwicklung des 
Essverhaltens unserer zu betreuenden Kinder. Eine liebevolle Ernährungserziehung in der 
Kindertagesstätte sowie das V orbild der Erzieher spielen als Ergänzung eine große Rolle zur Familie.

63 
 
 
3.2.12 Bewegungskindergarten  
 
Alle Einrichtungen des Trägers sind Anerkannte Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt 
Ernährung (siehe Bewegungskonzept).  
 
 
3.2.13 Haus der kleinen Forscher  
 
Das Konzept „Haus der kleinen Forscher“ ist fester Bestandteil in jeder Einrichtung des Trägers. Zur 
Zeit befinden sich alle vier Einrichtung in der Zertifizierungsphase.  
 
 
3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule  
 
Eine besondere Rolle in der Kooperation zwischen Elementar - und Primarbereich spielen die Fach - 
und Lehrkräfte. Gegenseitige Hospitationen, V orstellung der jeweiligen pädagogischen Konzepte und 
ein Austausch auf „Augenhöhe“ erleichtern dabei auch einen Einstieg in eine inhaltliche 
Auseinandersetzung. Im Wesentlichen geht es dabei zunächst einmal darum, sich bess er 
kennenzulernen. V orbehalte entstehen zu einem Großteil aus Unkenntnis über die grundlegende 
Arbeitsweise und Materialien der jeweiligen anderen Berufsgruppe. 
 
Fach- und Lehrkräfte sind gleichermaßen gefordert dazu beizutragen, dass sich die Potenziale der 
Kinder gerade in diesen jungen Jahren herausbilden und weiterentwickeln können. V orrangiges Ziel 
muss es sein, bei Kindern bereits in den ersten Lebensjahren die Motivation zum entdeckenden 
Lernen zu wecken, die Chancen und Möglichkeiten in den Kindertageseinrichtungen besser zu nutzen 
und die individuelle Förderung zur Basis des Lernens in der Schule zu machen. 
 
Kooperation geht über die üblichen „Schnuppertage“ von Kindergartenkindern und ihren Eltern in 
Schulen weit hinaus. Sie umfasst beispielsweise auch gemeinsame Projekte und Unternehmungen 
lange vor dem Übergang zur Schule oder auch gemeinsame kontinuierliche institutionsübergreifende 
Arbeitsgruppen und Netzwerke. Projekte aller Art, gemeinsame Ausflüge, aber auch einzelne 
Lernvorhaben und Unterrichtsprojekte lassen sich ohne weiteres jahrgangs - und 
institutionsübergreifend organisieren und durchführen.

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4. Sozialraumorientierung   
 
Ziel ist es, eine systematische und institutionell angelegte Zusammenarbeit mit vielen 
unterschiedlichen Kooperationspartnern und deren Vernetzung und Kommunikation auf - bzw. 
auszubauen.  
 
Das Zusammenwirken, die zeitnahe persönliche und fachliche Verständigung zwischen 
Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Eltern und Institutionen der Familie nbildung und -
beratung ermöglicht schnelle, effektive und lebensnahe Hilfen. Wenn wir als Kooperationspartner 
und die Schulen die individuellen Bildungsprozesse der Kinder in den Mittelpunkt stellen, können 
Chancen, die mit den unterschiedlichen Perspektiv en und der spezifischen Professionalität der 
Fachkräfte einhergehen, genutzt werden. Zentrales Gestaltungsprinzip einer gelingenden 
Kooperation ist die partnerschaftliche Partizipation aller Beteiligten, der Kinder, der Erzieher/innen 
sowie anderer pädagogischer Fachkräfte und Eltern. 
 
Gefördert wird Kooperation durch: 
• Transparenz der handlungsfeldbezogenen Arbeitsansätze, der fachlichen Möglichkeiten aber 
auch Grenzen des Handelns, 
• Bereitschaft zur Kooperation (einschließlich zur Durchführung gemeinsamer Projekte zur ge-
meinsamen Nutzung der personellen, sächlichen und räumlichen Ressourcen), 
• Anerkennung von Expertenstatus aller Beteiligten, gegenseitiges Vertrauen, Kollegialität,  
• fachlichen Austausch, 
• verbindliche Kooperationsvereinbarungen zur Institution alisierung von Zusammenarbeit 
(einschließlich personeller Kontinuität, Zeit und Raum), 
• Zielvereinbarungen (z. B. mit Abstimmung zu konzeptionellen Fragen, Dokumentationsin-
strumente) und 
• Sicherstellung der notwendigen Ressourcen bei den Kooperationspartnern und beim Jugend-
amt (vor allem Personal und Zeitbudget).

65 
 
 
5. Familienzentrum  
 
Der Träger betreibt seit 2015 ein zertifiziertes Familienzentrum in einem Trägerverbund. Sehr gerne 
sind wir bereit, uns zu einem Familienzentrum am Standort weiterzuentwickeln. 
6. Verschiedenes  
 
6.1 Alleinstellungsmerkmal 
 
Die Kindertageseinrichtungen des Trägers arbeiten nach dem „offenen Konzept“, welches als 
solches ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Anlage 10.2 Konzeption Outlaw

58491 Zeichen

GRUND-
KONZEPT  
KITA & MORE 
Stand: März 2017

Seite 1 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
 
1 KITA & MORE – SPIElEND lERNEN! ............................................................................................ 2 
2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN ................................................................................ 3 
2.1 Gesetzliche Grundlagen ....................................................................................................... 3 
2.2 Ziele ........................................................................................................................................ 3 
2.3 Kontextbezogene Konzeption ............................................................................................ 4 
3 KONZEPTIONEllE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE .......................................................... 5 
3.1 Das Bild vom Kind ................................................................................................................. 5 
3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! ....................................................................... 5 
3.3 Individualität und Heterogenität ........................................................................................ 7 
3.4 Partizipation .......................................................................................................................... 8 
3.5 Sozialraumorientierung ....................................................................................................... 8 
3.6 Integration und Inklusion ..................................................................................................... 9 
3.7 Geschlechterorientierung .................................................................................................. 10 
3.8 Beobachtung und Dokumentation .................................................................................. 11 
3.9 Gestaltung von Übergängen ............................................................................................. 11 
3.10 Raumgestaltung .................................................................................................................. 12 
3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften ...................................................................... 13 
4 ROllE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER FACHKRÄFTE .......................................................14 
5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS .............................................................................................15 
6 QUALITÄT ...................................................................................................................................16 
6.1 Inhaltliche Qualität ............................................................................................................. 16 
6.2 Strukturelle Qualität .......................................................................................................... 18 
6.3 Ergebnisqualität .................................................................................................................. 18 
7 SCHLUSSWORT ..........................................................................................................................19

Seite 2 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
1 KITA & MORE – SPIELEND LERNEN! 
Spielend lernen! So heißt ein Standpunkt der Outlaw gGmbH für den Fachbereich Kita & More. Er ist 
zugleich handlungsleitend für unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen zur Ausgestaltung ihres 
Arbeitsbereiches als auch fachliche Positionierung in der anhaltenden politischen Bildungsdebatte. 
Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindlichen 
Entwicklung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das was sie ausmacht, zu sein: Kinder, 
die den Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu 
entwickeln, sollen sie in unseren Einrichtungen bekommen: Ausreichend Freiräume, ihrem selbst- 
bestimmten Tun nachzufolgen. 
Basis ist unser tiefes Vertrauen in das uneingeschränkte Bedürfnis des Kindes zu lernen und sich 
entwickeln zu wollen. Jedes Kind lernt anders - das macht es für uns nicht unbedingt einfach in der 
Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit, aber es ist auch die Sicherheit zugleich, dass jedes Kind 
seinen Weg im Leben gehen wird, wenn wir es zugewandt und mit unserem fachlichen Wissen 
begleiten. 
Diese Grundhaltung zieht sich wie ein roter Faden durch das Grundkonzept des Fachbereiches Kita & 
More, in dem wir die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen beschreiben und definieren. Dies 
erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir jeden Tag neu daran arbeiten müssen, Kindern die bestmögliche 
Förderung auch unter den sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der bundesweiten 
Kitalandschaft zu ermöglichen. 
Das Kind als Individuum steht für uns nicht alleine im Fokus. Es lebt in seinem familiären Kontext und 
innerhalb seines Sozialraumes. Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu 
betrachten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt. 
Wenn wir das alles tun, dann unterstützen wir die Kinder darin, eine kindgerechte Kindheit zu haben 
und zuversichtlich in neue Herausforderungen zu gehen! 
Die Outlaw gGmbH hat mit Kita & More 2009 einen eigenen Fachbereich geschaffen, zu der neben der 
Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auch die Kindertagespflege sowie die Betreuung 
von Schulkindern im außerschulischen Bereich und Familienzentren gehören.

Seite 3 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
2 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN 
 
Kita & More umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle Kita &- 
More-Einrichtungen sind Orte für Kinder und ihre Familien, in denen sie sich akzeptiert und respektiert 
fühlen. Wir verstehen die Arbeit unserer Einrichtungen als einen Teil der gesellschaftlichen 
Verantwortung. 
Unter Kita & More haben sich neben Kindertageseinrichtungen weitere Angebote entwickelt und 
etabliert: 
 die Betreuung und Begleitung von Kindertagespflege  
 Familienzentren 
 die Betreuung von Schulkindern gemäß der Landes Gesetzgebung  
 die Vernetzung mit anderen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe z. B. offene Kinder- und 
Jugendarbeit, Beratungsstellen etc. 
 
Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder 
und ihrer Eltern. Wir beziehen in unsere Arbeit die Lebenswelt der Menschen und ihre soziale Bezüge 
ein. 
Kita & More ist Partner von Eltern, Kommunen und anderen Einrichtungen, engagiert sich im 
Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in 
unsere Arbeit und Konzepte mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. 
 
2.1 Gesetzliche Grundlagen 
Die rechtlichen Grundlagen sind im SGB VIII verankert. § 22 regelt die Grundsätze der Förderung in 
Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege. In ihm ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung geregelt (Absatz 3). 
Die jeweiligen Länder regeln die spezifische Kitagesetzgebung vor Ort. 
Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. § 8a SGB VIII; 
Bundeskinderschutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des 
Bundeskinderschutzgesetzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben ergriffen, um den 
Schutz des Kindeswohles zu sichern. 
Die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Menschenrechtskonvention sind die verbindliche 
Grundlage zur Wahrung der Grundrechte der Familien. 
 
2.2 Ziele 
Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem wir aus Sicht der Kinder 
ihrer Entwicklung entsprechend und spielerisch auf das Leben vorbereiten. Wir unterstützen jedes

Seite 4 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Kind darin, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten, gemeinschafts- und 
entscheidungsfähigen Persönlichkeit entwickeln zu können und wirken somit Benachteiligung 
entgegen. 
Unsere Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien. Wir 
unterstützen die Mütter und Väter in ihren Erziehungsaufgaben und stehen mit unserem Fachwissen 
und unseren Beobachtungen und Erkenntnissen in der Erziehung ihrer Kinder begleitend zur Seite. 
Durch unser Angebot ermöglichen wir den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf. 
Unsere Kitas sind für alle Kinder und Familien offen, unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen, 
ethnischen oder religiösen Herkunft. Dort, wo Rahmenbedingungen es ermöglichen, arbeiten wir 
integrativ und betreuen Kinder mit Förderbedarf. 
 
2.3 Kontextbezogene Konzeption 
Die Kita & More-Einrichtungen in den verschiedenen Outlaw-Regionen verteilen sich auf Standorte, 
die durch teils sehr unterschiedliche Gegebenheiten gekennzeichnet sind. Für die pädagogischen 
Mitarbeiter*innen bedeutet das, sich auf die Besonderheiten des Sozialraumes einzulassen und diese 
aktiv in die Konzeption und die pädagogische Tätigkeit aufzunehmen. Die Bedarfe der Kinder und 
ihrer Familien, die dort leben, werden bei der Planung der pädagogischen und organisatorischen 
Arbeit einbezogen. 
Aus diesem Grund ist es für jede Kita & More-Einrichtung unerlässlich über eine kontextbezogene 
Einrichtungskonzeption zu verfügen und den verschiedenen Zielgruppen (Eltern, Jugendamt, 
Öffentlichkeit, pädagogischen Mitarbeiter*innen) als Orientierung zugänglich zu machen. Die 
konzeptionellen Planungen sind dabei immer zielgerichtet auf die Kompetenzerweiterung der Kinder 
und basieren daher auf einem hohen Maß an Offenheit, die Wünsche, Ideen und Bedürfnisse der 
Kinder wertzuschätzen und partizipativ aufzugreifen. 
Innerhalb des Einrichtungskonzeptes werden Schwerpunkte und spezifische Zielsetzungen der 
pädagogischen Arbeit verdeutlicht. Durch die jeweiligen Lebenssituationen der Familien sowie durch 
die rechtlichen, politischen, sozialräumlichen und lebensweltlichen Rahmenbedingungen begründet 
sich die konkrete Ausgestaltung dieser konzeptionellen Schwerpunkte und Zielsetzungen. 
Bei der Ausgestaltung der kontextbezogenen Konzeption berücksichtigen wir, dass diese keine 
Spezialisierung anstrebt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Unsere Einrichtungen müssen ein 
größtmögliches Maß an Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungsoptionen auf der Basis der 
konzeptionellen Grundlagen, Grundprinzipien und Haltungen gewährleisten. Somit ist gesichert, dass 
bedarfsangemessene Angebote basierend auf einem gemeinsamen Wertekanon vor Ort zur 
Verfügung gestellt werden können. 
Besonderen Wert legen wir auf die für alle Zielgruppen verständliche Verschriftlichung der 
Einrichtungskonzeption sowie auf die regelmäßige Fortschreibung.

Seite 5 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
3 KONZEPTIONELLE UND METHODISCHE 
GRUNDSÄTZE 
 
3.1 Das Bild vom Kind 
Die Lebensphase Kindheit hat eine eigenständige Bedeutung. Für uns steht das Kind mit seinen 
individuellen und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungserfordernissen im Vordergrund. Wir 
bereiten die Kinder auf das weitere Leben vor. 
Jedes Kind lernt von sich aus und benötigt eine bestimmte, individuelle Unterstützung zur Entfaltung 
seiner Potentiale. Das setzt jedoch voraus, dass diese Potentiale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar 
gemacht werden. Hierfür muss das Kind von den Fachkräften in seiner Sicht des Erlebten ernst 
genommen werden. 
Das Kind als Akteur seines Selbst braucht für seine Entwicklung Gelegenheiten, mit allem, was das 
Zusammenleben ausmacht, in Berührung zu kommen, um sich ein Bild von der Welt zu konstruieren. 
Ein zentrales Feld für Bildungserfahrungen sind die Beziehungen der Kinder untereinander. Das Sich-
Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Gruppenregeln, Gruppenstatus und 
der Umgang mit Konflikten enthalten zentrale Lern- und Bildungsgelegenheiten, für die der 
erforderliche Freiraum bereitgestellt werden muss. Kindheit ist heute in einem hohen Maß 
institutionalisiert. Kinder brauchen Orte und Räume für eigenständige Erfahrungen. Unsere 
Einrichtungen sind pädagogische Orte, die es ermöglichen, dem Bedürfnis der Kinder nach 
Selbsttätigkeit und freiem Spiel mit Gleichaltrigen nachzukommen und dafür ausreichend Anlässe 
bereitstellen. 
Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu gestalten. 
Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dies gelingen kann. Kinder haben ein 
unmittelbares Recht auf Bildung als Grundvoraussetzung für Chancengleichheit. Die Bildungschancen 
der Kinder hängen jedoch von biologischen, psychischen und sozialen wie gesellschaftlichen, 
politischen und strukturellen Faktoren und Voraussetzungen ab. Diese unterschiedlichen 
Voraussetzungen in ihrer hohen Varianz erfordern eine direkte Berücksichtigung im pädagogischen 
Alltag, um nicht stigmatisierend und benachteiligend zu wirken. Unsere Einrichtungen haben durch 
den ihnen zugesprochenen Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung die Verpflichtung, allen 
Kindern entsprechend der rechtlichen Rahmenbedingungen vor Ort die bestmögliche Förderung 
zukommen zu lassen. 
 
3.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! 
Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder von Geburt an. Kinder werden mit Entdecker- und 
Forscherdrang geboren, sie wollen lernen und ihre Welt erkunden. Die sie (an)treibenden Kräfte sind 
ihre Neugier und Eigenaktivität.

Seite 6 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes lernen in unseren Einrichtungen ist eine an- 
regende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die bewusst durch alle Mitarbeiter*innen 
gestaltet wird. 
Viele Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die es im Leben ankommt, eignen Kinder sich 
durch ein auf eigenen Erfahrungen basiertes lernen an. Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher und 
geborgen fühlen. Dazu brauchen sie Spiel- und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen 
sowie Erfolgserlebnisse. So erfahren sie, dass lernen Freude macht. Je intensiver Kinder freudige 
Ereignisse mit lernen verbinden, desto umfangreicher werden sie dazu befähigt, selbstbewusst und 
zielstrebig an die Lösung von Problemen heranzugehen. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen verstehen Bildung daher als sozialen Prozess, dem das Bild 
eines kompetenten Kindes zugrunde liegt, das seine Lernumwelt aktiv konstruiert. Die von Geburt an 
vorhandenen Eigenschaften des Kindes, wie Neugier, Interesse, Begeisterung und Mut stehen im 
Mittelpunkt und bilden die Basis für jegliches Entdecken und Forschen. 
Selbstwirksamkeitserfahrungen („ich kann das“) über das freie Spielen, die Freude am Tun und am 
Gelingen schaffen eine nachhaltige Motivation bei den Kindern, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem 
zu entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn Kinder die Möglichkeit haben, immer 
wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbst gestellten Aufgaben entwickeln zu können, 
entwickeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden. 
Erleben Kinder in der frühen Kindheit dabei Erwachsene, die ihr Spiel mit Interesse begleiten, die die 
Wichtigkeit der kindlichen Aktivität sehen, die die Kinder ermuntern und anregen, so erleben Kinder 
Freude und Bestätigung. 
Spielen und lernen ist insbesondere in den ersten Lebensjahren identisch - Spielzeit ist Bildungszeit. 
Das Spiel erlaubt dem Kind, neue Fertigkeiten zu erproben, Lösungen und Strategien für immer 
komplexere Herausforderungen und Probleme zu (er)finden und emotionale Konflikte zu bewältigen. 
Für die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter*innen heißt das, die Kinder im Spiel zunächst bewusst 
und aufmerksam zu beobachten. Auf dieser Basis gilt es dann, die Spiele der Kinder zu entdecken und 
gegebenenfalls auch mitzuspielen. Die Spielideen der Kinder werden aufgegriffen und andere Kinder 
angeregt, über die Bedeutung des jeweiligen Spiels ihrem Entwicklungsstand angemessen zu 
reflektieren. 
Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn ihnen die Möglichkeit zum selbstbestimmten Lernen 
gegeben wird. Trotz Anstrengung und gelegentlicher Frustration wird das Spiel für das Kind zu einer 
unersetzbaren Quelle von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und positivem Selbstwertgefühl. Fördern 
lässt sich dieser Prozess dadurch, dass in unseren Einrichtungen Spiel- und Erfahrungsräume sowie 
Gelegenheiten geschaffen werden, in denen Kinder sich selbst, ihre Grenzen und Möglichkeiten 
erproben können. Diese Räume und Gelegenheiten bieten auch ausreichend Platz für Fehler und 
unangemessene Selbsteinschätzungen. 
Kinder der heutigen Gesellschaft sind einer sich schnell wandelnden Umgebung ausgesetzt, die mit 
komplexen und vielfältigen Anforderungen verbunden ist. Auch das müssen die Fachkräfte im 
pädagogischen Alltag berücksichtigen. Sie müssen sich darauf einstellen und entsprechende 
Angebote machen. Ob Sprachen lernen, Vermittlung kognitiven Lernens oder der Umgang mit Medien 
– Kinder wollen vieles verstehen und begreifen. Nicht als reine Wissensvermittlung, sondern 
eingebettet in Kreativität und Projekte. Das, was erfahren und beobachtet wird, kann mit den 
unterschiedlichsten Methoden und Materialien festgehalten werden, vom gemalten Bild bis zur selbst

Seite 7 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
gestalteten Fotocollage. Gleichzeitig nimmt der Stress unter Kindern zu. Das Pendant zu diesem 
schnellen lernen muss die gezielte Entspannung sein, das lustvolle „Sich-hängen-lassen“ auf der 
Schaukel, in der Hängematte oder das Träumen über dem Bilderbuch. 
Lernen findet in einem Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Aktivitäten statt. Für 
erfolgreiches lernen ist die Erfahrung vieler komplexer Situationen erforderlich: Lernen in 
Kindertageseinrichtungen vollzieht sich meist in einer Kindergruppe. Kinder können so schon früh 
voneinander lernen, miteinander agieren, Probleme aufwerfen und gemeinsam nach Lösungen 
suchen, ohne dabei die Hilfe von Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. 
Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt die Aufgabe zu, die vorgenannten Aktivitäten als 
Voraussetzung für gelingende Lernprozesse mit Interesse und Empathie zu verfolgen. Hierzu müssen 
sie in Teamsitzungen und anderen Besprechungssettings ihre Haltung zu Lernprozessen von Kindern 
sowie die eigene Lernweise reflektieren und weiterentwickeln. 
 
3.3 Individualität und Heterogenität 
Unsere Einrichtungen sind Orte der Begegnung, die von Toleranz und Verständnis geprägt sind. 
Kindern und Eltern ist es möglich, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu begegnen, sich kennen zu 
lernen und in den Austausch zu gehen. 
Die Vielfalt, die sich den Kindern in unseren Einrichtungen bietet, wird ihnen in alltäglichen 
Situationen und in gezielten pädagogischen Projekten näher gebracht. Verschiedene Lebensformen, 
Kulturen und Sprachen erleben die Kinder als selbstverständlich und Bereicherung. 
Kinder beobachten und erkunden ihr Lebensumfeld und setzen sich mit der eigenen Identität und der 
Vielfalt in ihrem Sozialraum auseinander. Jedes Kind wird bei der persönlichen Entwicklung des 
individuellen Lebensstils unterstützt, ohne dabei den Blick auf die Akzeptanz anderer Lebensstile zu 
verlieren. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gestalten die Erlebnis- und Erfahrungsräume, in denen die 
Kinder ihre eigene Herkunft vorstellen können und die individuellen Lebenswelten der anderen Kinder 
aktiv miterleben können. Durch die Reflexion der gewonnenen Eindrücke mit Kindern durch die 
pädagogischen Mitarbeiter*innen erfahren die Kinder den Reichtum der verschiedenen Lebenswelten 
der Familien und können Unterschiedlichkeiten feststellen, einordnen und akzeptieren. Durch eine 
intensive Begleitung der Erwachsenen entwickeln sie dabei parallel eine Vorstellung der eigenen 
Individualität, die ihr Selbstvertrauen stärkt. 
Um ein soziales Miteinander entstehen zu lassen, werden Regeln für das Zusammenleben in der 
Gruppe gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen entwickelt. Die verschiedenen 
Meinungen und Bedürfnisse, die in den Kindergruppen zusammenfließen, erfordern ein konstruktives 
Konfliktverhalten, eine Auseinandersetzung und stetige Abstimmung, um einen gemeinsamen 
Konsens zu entwickeln. Die Kinder lernen, die eigenen Bedürfnisse, Interessen und ihre Meinung zu 
vertreten sowie die Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der anderen Kinder und Erwachsenen zu 
respektieren. Kinder lernen in diesen Zusammenhängen, die eigenen Interessen mit denen aus ihrer 
Gemeinschaft zu vereinen und verantwortlich zu handeln.

Seite 8 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
3.4 Partizipation 
Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört zu den 
Grundrechten eines jeden Menschen. Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem 
Entwicklungsstand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
Den pädagogischen Mitarbeiter*innen kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu: Sie müssen ihrer 
Haltung entsprechend den Kindern vorleben und verdeutlichen, dass sie ihre Meinung äußern und sich 
aktiv in die Gestaltung ihres Tagesablaufes mit einbringen sollen! Es geht vor allem darum, Kinder zu 
befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die der/ des anderen wahrzunehmen und im 
zweiten Schritt, diese gegenüber Kindern und Erwachsenen zu äußern. Gemeinsam geht es dann 
darum, in einem Aushandlungsprozess Lösungen und Strategien für das gemeinsame Kitaleben zu 
finden und umzusetzen. 
So erlebt sich das Kind als wichtiger Teil einer Gemeinschaft und erkennt, welchen Einfluss es selbst 
auf die Gestaltung seiner Umgebung nehmen kann. Schließlich lernt das Kind, wie 
Aushandlungsprozesse zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen gestaltet werden 
können. 
Partizipation findet in unseren Einrichtungen je nach Entwicklungsstand in verschiedenen Bereichen 
statt, wie z. B.: 
 Gestaltung von Angeboten und Projekten 
 Gestaltung der Umgebung (Außengelände, Gruppenräume etc.)  
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit etc.) 
 
 
3.5 Sozialraumorientierung 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Insbesondere Kita & More bietet vor 
diesem konzeptionellen Hintergrund eine besonders umfassende Wirkfläche: Unsere Einrichtungen 
sind elementarer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen 
Lebens und gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Die gesamte Bandbreite familiärer und 
gesellschaftlich bedingter Herausforderungen, Probleme und Fragen, sowie Chancen und Ressourcen 
sind präsent und repräsentiert. Die Einrichtungen sind demnach Sozialisationsfelder, die ein Abbild, 
einen Ausschnitt des jeweiligen Sozialraumes, in dem sie sich befinden, zur Verfügung stellen. Es 
gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen 
Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht begreifbar zu machen. Für die Lebenswelt der 
Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen 
das Wissen um die Ressourcen. 
Unsere Einrichtungen vernetzen sich in ihren jeweiligen Sozialräumen mit anderen Einrichtungen wie 
Sportvereinen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und weiteren Institutionen. Auch Kinder- und 
Familienzentren schaffen Ressourcen im Sozialraum, indem sie niedrigschwellige Hilfen zur Erziehung 
direkt in unseren Einrichtungen integrieren. 
Die Sozialraumorientierung hat unter anderem „Empowerment“ (Befähigung, Ermutigung) zum Ziel. 
„Empowerment“ meint, den Grad an Selbstbestimmung und Autonomie durch Ermächtigung von

Seite 9 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Menschen zu erhöhen und auf einem individuell erreichbaren Niveau zu maximieren. Dies betrifft 
sowohl die Kinder in unseren Einrichtungen, aber auch die Eltern und Familienangehörigen. Hier wird 
ein problemorientierter Blick auf diese Menschen überwunden, und durch einen ressourcen- und 
fähigkeitsorientierten Ansatz ersetzt. Im Kern geht es um die Befähigung von Menschen, ihr Leben 
selbstbestimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. 
Lebensweltorientierung bei Kita & More heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der Kinder, 
aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswelten hängen 
dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum geprägt oder 
bestimmt sein können. Darüber hinaus fordert Lebensweltorientierung aber auch die strikte 
Orientierung an Bedürfnissen, Wünschen und Bedarfen sowie Ideen und Vorstellungen zur und von 
der eigenen Lebensgestaltung und den Respekt vor dem freien Willen der Kinder, Eltern und Familien. 
 
3.6 Integration und Inklusion 
Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtige Grundlagen der pädagogischen Arbeit und Haltung 
bei Kita & More. Das Grundverständnis von Integration bei Outlaw basiert schon immer auf inklusiven 
Gedanken und Haltungen. 
Integration beschreibt dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Menschen, die ausgeschlossen und 
ausgegrenzt werden, wieder einzubeziehen. Diese Ausgrenzung, diese Segregation, basiert auf der 
Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit kann sich sowohl in 
physischen, psychischen wie sozialen Dimensionen zeigen. Sie definiert sich beispielsweise über 
Kategorien wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, kognitive und emotionale Fähigkeiten, körperliche 
Voraussetzungen, Gesundheit, Krankheit und Behinderung oder Religion. 
Inklusion beschreibt die Grundlage der umfassenden Akzeptanz dieser konstruierten Andersartigkeit 
und der Anerkennung einer nicht-kategorial gedachten und gelebten Vielfalt. Ein inklusives System 
macht Integration überflüssig. So lange jedoch segregiert und kategorisiert wird, ist Integration 
unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel. 
Auch Kinder schließen aus, sie (re-)konstruieren Unterschiede und Unterschiedlichkeit, definieren ihr 
Selbstbild auch über die Konstituierung von Andersartigkeit und Gleichheit - wenn auch häufig auf 
eine andere Art und Weise, als Erwachsene dies tun. Aber auch Kinder haben Vorurteile und  
(be-)urteilen andere anhand von kategorialen Merkmalen. Das erfordert eine pädagogische Haltung, 
die vorurteilsbewusst ausgestaltet sein muss. 
Eine derart ausgestaltete vorurteilsbewusste und integrative Pädagogik akzeptiert Kinder in ihrer 
Persönlichkeit, in ihren emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und 
Kompetenzen grundlegend und ist nicht stigmatisierend. Sie muss auch in der Lage sein, Kindern diese 
Haltung zu vermitteln und dort, wo Kinder ausschließen und vorverurteilen, einzugreifen und 
integrativ zu wirken. 
Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und sollen den Kindern die Möglichkeiten bieten, 
gemeinsam in respektvollem Miteinander aufzuwachsen. So ist es jedem Kind möglich, eine 
individuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen biologischen, psychischen und sozialen

Seite 10 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Voraussetzungen zu durchlaufen. Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit werden dabei zur 
Normalität. 
Dies erfordert pädagogisch die Wahrnehmung von individuellen Voraussetzungen, Ressourcen, 
Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Auch 
die vorurteils- und segregationssensible Beobachtung der sozialen Interaktionen der Kinder 
untereinander sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik. In 
der Elternarbeit müssen diese Aspekte umfassend berücksichtigt werden. 
 
3.7 Geschlechterorientierung 
Unsere Einrichtungen sind Orte, die die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer Identität 
beeinflussen. Sie sind Orte, die bestehende Geschlechterverhältnisse sowohl reproduzieren als auch 
mitgestalten. Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene 
Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. 
Das soziale Miteinander in der Kindertageseinrichtung eröffnet neue Interaktionsfelder, Lebens- und 
Bildungsräume, die Mädchen und Jungen aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich erfahrbar 
machen. 
Für die pädagogischen Mitarbeiter*innen gilt es, sowohl sensibel mit Unterschiedlichkeiten 
umzugehen - zum Beispiel in Bezug auf Herkunft oder Geschlecht - als auch unterschiedliche 
Ressourcen von Jungen und Mädchen wahrzunehmen, um entsprechende Bildungschancen für alle 
anzubieten. Die Kindertageseinrichtung ist eine vor allem weibliche geprägte Domäne in Bezug auf 
erwachsene Vorbilder und Bezugspersonen. Deshalb streben wir einen deutlich höheren Anteil von 
männlichen Fachkräften in unseren Einrichtungen an. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen lassen die Geschlechterthemen der Entwicklung der Kinder 
entsprechend in Projekte einfließen. Die dort stattfindenden Prozesse werden beobachtet, 
dokumentiert und reflektiert. Diese Reflexion erfolgt, je nach Entwicklungsstand und individueller 
Voraussetzung, insbesondere auch mit den Kindern zusammen. Anscheinend selbstverständliche 
Rollenvorstellungen und Rollenverinnerlichungen treten so an die Oberfläche und können auch im 
Team der Mitarbeiter*innen konstruktiv thematisiert und reflektiert werden. 
Die kindliche Sexualität spielt eine wichtige Rolle. Im geeigneten Zusammenhang greifen wir Fragen, 
Erfahrungen usw. behutsam auf und gehen altersentsprechend darauf ein. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen treffen eine gezielte Medien-, Bücher- und Liederauswahl, 
damit Kinder moderne Rollenverteilungen- und Möglichkeiten kennen lernen. 
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn beide sind für die Erziehung 
ihrer Kinder verantwortlich und werden zur Mitarbeit im Rahmen der Erziehungs- und 
Bildungspartnerschaft motiviert.

Seite 11 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
3.8 Beobachtung und Dokumentation 
Beobachtung und Dokumentation sind wichtige Elemente der pädagogischen Planung für das 
einzelne Kind sowie Gruppen von Kindern. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gewinnen daraus 
wichtige Informationen über die individuellen und zielgerichteten Bildungs-, Lern- und 
Entwicklungsprozesse von Kindern. Hierzu ist das Erkennen und Wahrnehmen der Ressourcen jedes 
Kindes sowie das Beobachten und Beurteilen seiner Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem 
Hintergrund des jeweiligen Entwicklungsstandes eine wichtige Grundlage. 
Im Vordergrund der Bildungsbegleitung steht daher für die pädagogischen Mitarbeiter*innen das 
Entdecken und Forschen: Es geht darum, begreifen zu wollen, welche Wünsche, Bedürfnisse, 
Interessen und Impulse das Kind bewegen. Auch die jeweiligen Bewertungen dieser Aspekte und die 
Zuschreibungen des Kindes müssen fester Bestandteil dieses Blickes sein. Ein weiterer Aspekt umfasst 
dabei die Rekonstruktion der individuell von den Kindern konstruierten und rekonstruierten 
Vorstellung von Alltag, Welt und Sinngebung. Die Kinder müssen darüber hinaus dazu angeregt und 
unterstützt werden, sich auf Neues einzulassen, darauf zuzugehen, eigene Grenzen zu erkennen, sich 
heranzutasten und gegebenenfalls auch zu überschreiten. 
Um verantwortlich mit diesen Aspekten der kindlichen Entwicklung umgehen zu können sowie die 
Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse des einzelnen Kindes und der Gruppe zu erfassen, 
verfügen die pädagogischen Mitarbeiter*innen über ein grundlegendes Wissen über systematische 
Beobachtung und Dokumentation. 
Der Ausgangspunkt jeder Beobachtung muss ein differenzierter Blick auf die Fähigkeiten und Stärken 
des Kindes vor dem Hintergrund der Reflexion der eigenen Haltung sein. Hier benötigen die 
pädagogischen Mitarbeiter*innen eine vorurteilsbewusste Sicht, die Fähigkeit und ein Interesse daran, 
sich dem Kind mit Offenheit zuzuwenden. 
Im Prozess der Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind werden die regelmäßigen 
Beobachtungen des Entwicklungs- und Bildungsprozesses schriftlich festgehalten und dienen als 
Grundlage für einen professionellen und differenzierten Austausch im Team sowie innerhalb der 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, um mit diesen weitere Schritte zur 
Unterstützung der Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes zu beraten. 
Die aus unseren Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse und deren Dokumentation sollen dem 
Entwicklungsstand der Kinder entsprechend mit ihnen besprochen werden und Maßnahmen 
ermöglichen, die anschließend in die pädagogische Planung einfließen. 
 
3.9 Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (Gruppenwechsel) und insbesondere der Übergang von einer 
Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschulische Betreuung (Hort, OGS etc.) haben 
eine wichtige Bedeutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die 
Einschätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werden dabei von den pädagogischen

Seite 12 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Mitarbeiter*innen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen 
und Rituale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist 
das genaue Beobachten der Kinder, die gewonnen Erkenntnisse aus Entwicklungsgesprächen mit den 
Eltern und konkrete Reflexionen im Team. 
Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogischen Mitarbeiter*innen individuell begleitet. 
Im engen Austausch mit den Eltern wird die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
Trotz der Sorge um das Wohl des Kindes und der elterlichen Unsicherheiten, Fragen und Bedenken, 
werden Übergänge für alle Beteiligten als Bereicherung erlebt; dies ist eine Voraussetzung dafür, dass 
diese positive Grundhaltung (un-)bewusst von den Eltern auf ihr Kind übertragen wird. Wenn sich die 
Kinder sicher und geborgen fühlen, verfügen sie über eine wesentliche Grundlage für gelingende 
Bildungs- und Entwicklungsprozesse. So lernen Kinder, freudig und zuversichtlich auf neue Gruppen 
zuzugehen, veränderte Lebenssituationen auch als Lernchancen zu erfahren und diese für ihre eigene 
Weiterentwicklung zu nutzen. 
 
3.10 Raumgestaltung 
Die Räume in unsere Einrichtungen sind Lebensräume, Spielräume, Erfahrungsräume, Rückzugs- 
räume und Bildungsräume für Kinder. 
Kinder und pädagogische Mitarbeiter*innen verbringen den Großteil des Tages gemeinsam. Ein Innen- 
sowie Außenraum und dessen Ausgestaltung stellen eine wesentliche Ressource für seelisches, 
körperliches und geistiges Wohlbefinden dar. 
Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen auf. Daher ist es bei der Raumplanung wesentlich, dass 
alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen und diese bei der Möblierung und der Gestaltung 
beachtet werden. 
Neben der Gruppe und den pädagogischen Mitarbeiter*innen wird der Raum oft als dritte/r 
Erzieher/in bezeichnet, der eine Wirkung auf die Kinder hat. Er muss Kindern daher 
entwicklungsangemessen vielfältige Anregungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Bildungsanreize 
bieten. Bei der Raumgestaltung achten die pädagogischen Mitarbeiter*innen auf ausreichend 
Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder sowie Nischen, die den Kindern ein ungestörtes Spiel 
ermöglichen. Eine Reizüberflutung durch zu viele Materialien oder Dekoration wird von den 
pädagogischen Mitarbeiter*innen vermieden. 
Auch in Hinblick auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder ist eine durchdachte Raumgestaltung von 
Bedeutung. Räume sind so ausgestattet, dass sie Kindern die Möglichkeit der Selbstbildung durch 
Begreifen, Erleben und Erfahren ermöglichen. 
Die Gestaltung der Räume nach unterschiedlichen Schwerpunkten berücksichtigt die individuellen 
Bedürfnisse der Kinder. Damit haben die Kinder die Gelegenheit, entweder zur Ruhe und Entspannung 
zu kommen oder sich Aktivitäten hinzugeben, wie Bewegung, kreatives Gestalten, Entdecken, 
Forschen, Experimentieren oder Rollenspiel. Wir schaffen für die Kinder großzügige Spielflächen, die 
mit anregenden Spielmaterialien ausgestattet sind. 
Ein gelungenes Raumkonzept ist die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis. Alle Planungen zur 
sinnvollen Raumgestaltung basieren auf der Haltung, dass das Spiel die wesentliche Ausdrucks- und

Seite 13 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Erlebnisform der Kinder darstellt. Da Kinder sich ihre Umwelt über das Spiel aneignen, ist eine 
spielfreundliche Umgebung somit gleichzeitig auch immer eine lernfreundliche Umgebung. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben die Aufgabe, die Kinder ihrem Entwicklungsstand 
entsprechend aktiv in die Raumgestaltung einzubeziehen. So können sich die Kinder die Räume der 
Kita in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiter*innen und dann zunehmend alleine erschließen. 
Dies gilt sowohl für alle Räume der Kita als auch für das Außengelände als eigenständiger 
pädagogischer Raum. 
 
3.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungs-
partnerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien ist es uns 
wichtig, die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Fragen der 
Erziehung und Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder 
zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die 
pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet 
und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei Erkrankung ihrer Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären 
Situationen: Wir vermitteln z. B. zwischen den Eltern, die sich gegenseitig Hilfestellungen bei der 
Betreuung von Kindern außerhalb der Öffnungszeit der Kita geben können und unterstützen bei der 
Suche nach Beratungsstellen. 
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den 
Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot 
profitieren also nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und 
individuell zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Die Eltern haben 
dabei die Möglichkeit, Fragen zur Entwicklung ihres Kindes zu stellen. Gemeinsam können dann 
Vereinbarungen getroffen werden, die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. Jederzeit 
haben die Eltern die Möglichkeit über die aktiv geführte Dokumentation der Bildungsprozesse zu 
sprechen. Im Elterngremium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und 
in die Einrichtung wirken. In gemeinsamen Aushandlungsprozessen mit der engagierten Elternschaft 
im Stadtteil gilt es, diese individuellen Ressourcen einzubinden und einzufordern. Die Eltern werden 
motiviert, das Leben in „ihrer Kindertageseinrichtung“ mitzugestalten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als 
 aktive Teilhabe von Eltern 
 aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung 
 Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken

Seite 14 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
4 ROLLE UND AUFGABE PÄDAGOGISCHER 
FACHKRÄFTE 
 
Je nach Landesgesetzgebung sind im Fachbereich Kita & More Mitarbeiter*innen mit 
unterschiedlichen Berufsabschlüssen tätig. Die staatlich anerkannten Erzieher*innen arbeiten 
gemeinsam mit Sozialpädagog*innen sowie Heilpädagog*innen (Diplom, Bachelor, Master), 
qualifizierten Tagespflegepersonen sowie Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen zusammen 
im Team. Die Interdisziplinarität innerhalb eines Hauses ermöglicht allen pädagogischen 
Mitarbeiter*innen einen weiter gefassten Blick auf pädagogische Inhalte, deren Umsetzung und 
Reflexion. Pädagogisches Fachwissen der Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichen Perspektiven 
wird auf diese Weise gebündelt und mündet in einer differenzierten und vielfältigen Wahrnehmung 
und Umsetzung vor Ort. 
Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen verfügen über Kompetenzen, die eine Pädagogik 
entsprechend unserer im Trägerkonzept formulierten Grundprinzipien ermöglichen. Ihre Aufgabe ist 
es, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie unterstützen und geben Anregungen wenn es 
notwendig ist und halten sich zurück wo es möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass sie authentisch und 
empathisch sind und sich auf Beziehungen zu den Kindern soweit einlassen, wie es die Kinder fordern 
und erlauben. Sie nehmen die Bedürfnisse und Belange der Kinder wahr und reagieren der Situation 
angemessen. Hierfür müssen sie ein hohes Maß an Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und Engagement 
für das einzelne Kind mitbringen. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen haben viele verschiedene und vielfältige Rollen in unseren 
Einrichtungen zu gestalten und selbstbewusst zu leben: 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen gehen Beziehungen mit Kindern ein! 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen stellen sich aktiv als Bezugspersonen zur Verfügung. Sie 
akzeptieren, mit wem die Kinder in Beziehung treten möchten, wem sie sich anvertrauen möchten. 
Kinder jeden Alters suchen sich ihre Bezugsperson selbst aus. Kita & More ist mit einer stabilen und 
möglichst kontinuierlichen personellen Ausstattung versehen, um so einen kontinuierlichen und 
langfristigen Beziehungsaufbau zu ermöglichen. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Expert*innen für frühkindliches Lernen!  
Es ist Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiter*innen, Kinder in ihren Entwicklungs- und 
Selbstbildungsprozessen kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Mit ihrem Fachwissen 
stellen sie sicher, dass alle entwicklungs- und lernförderlichen Faktoren im Einklang stehen und 
Beachtung finden. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen fördern die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit 
Eltern!  
Gemeinsam mit Eltern begeben sich die pädagogischen Mitarbeiter*innen in einen Lernprozess, 
dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie für das Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen 
geschaffen und genutzt werden können. Sie hören zu, beraten und vermitteln an Beratungs- oder 
Frühförderstellen, Kinderärzte etc. falls andere Fachkompetenzen erforderlich sind. Zum Wohle 
des Kindes und seiner Familie arbeiten sie kooperativ mit den genannten Institutionen zusammen. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen beobachten und dokumentieren!

Seite 15 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
Gemäß der Bildungscurricula der verschiedenen Bundesländer nehmen sie sich viel Zeit, die Kinder 
zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. Hierdurch gelingt es ihnen, in die 
Welt der Kinder einzutauchen, die kindliche Denkweise und das daraus resultierende Handeln zu 
begreifen. Es ist wichtig, dass sie, trotz aller nötigen Gewissenhaftigkeit, gelassen den Alltag mit 
Kindern gestalten. 
 Die pädagogischen Mitarbeiter*innen sind Netzwerker*innen! 
Unsere Einrichtungen sind Zentren für Familien. Dieser Gedanke wird von unseren pädagogischen 
Mitarbeiter*innen gelebt, indem sie Kontakte im sozialräumlichen Umfeld zu anderen 
Institutionen, wie etwa Schulen, Seniorenheimen, Vereinen etc. aufbauen und pflegen. Das Wohl 
der Kinder und Familien steht bei allen Kooperationen und Kontakten immer im Mittelpunkt. 
 
In dieser Vielfalt schaffen sie Bedingungen für Kinder, in denen sie sich entsprechend ihrer 
Bedürfnisse, ihrer individuellen Fähigkeiten und im Rahmen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt 
entwickeln können. Sie verstehen sich als Fachkräfte für Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie 
verfügen über ein erziehungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Fundament, vor dessen 
Hintergrund sie das Erziehungs- und Bildungsgeschehen kritisch bedenken und entsprechend 
gestalten. 
Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferenzen 
und regionalen Beratungstagen. 
 
5 SICHERUNG DES KINDESWOHLS 
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Die Outlaw gGmbH 
hat eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei 
Kindeswohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogischen Mitarbeiter*innen, die regelmäßig 
Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben. Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die 
Dienstanweisung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der Tätigkeit eine Belehrung zur 
Dienstanweisung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die 
Dienstanweisung zugänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die 
jeweils gültigen Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Beratung mit 
den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der 
Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäquaten 
Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht einer 
Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädagogischen 
Mitarbeiter/in informiert wird, sobald Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. 
Gemeinsam wird die Situation reflektiert und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdacht, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit

Seite 16 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
beauftragte Person. In der Beratung erfolgt begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft eine 
Gefährdungsabschätzung sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiterhin 
sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte 
durchzuführen, bis die Gefährdung abgewendet ist. 
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit. 
 
6 QUALITÄT 
 
Die Verpflichtung und Anforderungen zur Qualitätsentwicklung und -Sicherung für Einrichtungen, die 
zum Fachbereich Kita & More gehören, sind auf Landes- und Kommunalebene geregelt und werden 
von unseren Einrichtungen entsprechend umgesetzt. 
Qualitätsentwicklung ist in sämtliche Strukturen und Abläufe im Fachbereich integriert und eine 
fortlaufende Aufgabe sämtlicher Führungskräfte und aller weiteren Fachkräfte, die an den relevanten 
Prozessen beteiligt sind. 
Qualitätsentwicklung bei Kita & More ist unmittelbarer Bestandteil und Fokus der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit und Verantwortung. Qualitätsentwicklung hat dabei immer kurzfristige und 
unmittelbare, wie auch mittel- und langfristige Perspektiven und Ansätze und ist auf allen 
hierarchischen Ebenen fest verankert. 
Zentrale Aussagen und Setzungen zur Qualität sind integrale Bestandteile aller Konzepte und 
konzeptionellen Ansätze. Demnach ist der Anspruch an die Konzepte bei Kita & More, die relevanten 
Prozesse, Herangehensweisen, Sichtweisen und Ansätze deutlich hervorzuheben und zu beschreiben. 
Dies ist insbesondere notwendig, da Qualität in diesem Sinne immer der Pädagogik als Ganzem zu 
dienen hat und sie sich demnach an den in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen ausrichten 
muss. Aus diesen Grundlagen lassen sich Qualitätsstandards ableiten, die in diesem Kapitel 
beschrieben werden. 
Es ist eine wesentliche Aufgabe, die Umsetzung dieser Standards sicherzustellen. Dies erfordert die 
Interpretation vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles sowie die Nutzbarmachung für den 
pädagogischen Alltag und die Konkretisierung. Die Einrichtungskonzepte müssen entsprechend 
ausgestaltet sein. Die übergreifenden Qualitätsstandards bei Kita & More sind in drei Dimensionen 
gegliedert und werden jeweils durch Qualitätsmerkmale konkretisiert. 
 
 
6.1 Inhaltliche Qualität 
 Konzept – Es existiert für alle Angebote bei Kita & More ein schlüssiges, begründetes, fachliches, 
handlungsleitendes, überprüfbares und verbindliches Konzept. Alle Einrichtungskonzepte

Seite 17 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
orientieren sich verbindlich am Grundkonzept. Die in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen 
zu Menschenbild, Haltungen und pädagogischem Ansatz und werden verbindlich in allen 
Einrichtungen umgesetzt. Die Einrichtungskonzepte beschreiben Ziele, Methoden und die 
Schwerpunkte des jeweiligen Angebotes und begründen den  Zusammenhang zwischen 
Bedarfslage und pädagogischer Leistung. Die Konzepte werden kontinuierlich fortgeschrieben, 
regelmäßig evaluiert und überprüft. Dabei erfolgt ein Abgleich von Konzept und pädagogischer 
Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen. 
 Steuerung über Zielvereinbarungen – Die in den Einrichtungskonzepten festgeschriebenen Ziele 
werden in Jahres- und Projektplanungen operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur 
Zielerreichung untersetzt. Diese operationalisierten Ziele bilden die Grundlage für die jährlichen 
Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen werden sowohl mit den Teams der jeweiligen Einrichtung 
als auch mit den einzelnen Mitarbeiter*innen geschlossen. 
 Teamorientierung – Die pädagogische Arbeit ist in Teams organisiert. Die Teamarbeit ist 
elementarer Bestandteil aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der 
jeweiligen Angebote notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des 
gemeinsamen pädagogischen Angebots. Die individuellen Kompetenzen, Qualifikationen und 
Fähigkeiten sind den Mitarbeiter*innen der jeweiligen Teams bekannt. Sie werden sinnvoll 
eingesetzt. Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden  bereitgestellt. 
Das sind in erster Linie Zeit und Mittel zur Reflexion, Teamberatung, Supervision und Fortbildung. 
 Fachberatung – Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die Bereichsleiter*innen, die 
auch die Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitungen findet in 
regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt. 
 Beschwerdemanagement – Wir gewährleisten die alters- und entwicklungsgerechte Information 
von Kindern und ihren Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte und  
-Möglichkeiten. Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete 
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen 
verfügbar und zugänglich. Es besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und 
Bearbeitung von Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber 
hinaus informelle Beschwerdewege und -Möglichkeiten. 
 Sicherung des Kindeswohls – Zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiter*innen 
der Outlaw gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorgehensweise bei 
Kindeswohlgefährdung regelt. Alle Mitarbeiter*innen erhalten jährlich und unmittelbar mit Beginn 
des Arbeitsverhältnisses eine Belehrung zur Dienstanweisung. In jeder Einrichtung ist die 
Dienstanweisung zugänglich und das Ablaufschema bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hängt 
aus. Outlaw stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, die im 
Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird eine 
Gefährdungseinschätzung vorgenommen, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere 
Handlungsschritte werden festgelegt. Alle Mitarbeiter*innen haben ein erweitertes 
Führungszeugnis vorgelegt. Eine Einstellung erfolgt nur dann, wenn das erweiterte 
Führungszeugnis bereits vorliegt. 
 Sozialräumlichkeit – Sozialräumlichkeit und Sozialraumorientierung realisieren sich über 
verschiedene Zugänge und Methoden, die in den Einrichtungskonzepten kontextbezogen 
konkretisiert werden. Dies umfasst beispielsweise: Die Beteiligung in Gremien, die Einmischung in 
Diskussionen und Auseinandersetzungen auf verschiedenen gesellschaftlichen und politischen 
Ebenen, das bewusste Agieren im und Gestalten des Sozialraumes, die deutliche Positionierung zu 
Themen und Entwicklungen. Wir leiten unsere Mitarbeiter*innen an, den Sozialraum auch über den 
einzelnen Fall hinaus wahrzunehmen, ihn zu kennen sowie darüber zu informieren. Die Ressourcen

Seite 18 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
des Sozialraumes werden aktiv in die pädagogische Arbeit eingebunden und einbezogen, 
Netzwerke werden aufgebaut und genutzt. 
 Interkulturalität – Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für Interkulturalität. Menschen aller 
Nationen, Kulturen und Sprachen sind in unseren Angeboten willkommen. Unsere 
Mitarbeiter*innen verfügen über  interkulturelle Kompetenzen und leisten kulturelle 
Übersetzungsarbeit. Wir schaffen Angebote, die konkrete Lernfelder schaffen, um sich mit 
unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen und Haltungen auseinanderzusetzen. Eine 
differenzierte Betrachtung ethnischer, kultureller und sozialer Bedingungen und Konflikte wird 
gefördert. 
 Geschlechterorientierung – Geschlechtsspezifische Lebenslagen und Bedürfnisse werden in den 
Einrichtungskonzepten angemessen berücksichtigt. Die Angebote lassen individuelle Unterschiede 
zwischen Mädchen und Jungen zu, ohne dass daraus Benachteiligungen entstehen. 
 
 
6.2 Strukturelle Qualität 
 Personal – Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiter*innen sind als pädagogische Fachkräfte 
qualifiziert. Das Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbehörden sowie 
die geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere eine 
entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechendes Hochschulstudium, aber auch eine 
regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der Person liegende 
Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei Berücksichtigung. 
 Dienst- und Fachaufsicht – Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell 
durch die Führungskräfte auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten und 
Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente 
Vertretungsregelungen sind sichergestellt. 
 Anstellungs- und Arbeitsbedingungen – Es gibt ein professionelles Bewerbungs- und 
Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter*innen. Alle Mitarbeiter*innen sind in der Regel zu in 
Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Bedingungen angestellt. 
 Fachlicher Austausch – Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, 
Ausschusssitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch ggf. über elektronische 
Kommunikationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen kontinuierlichen, wie auch 
zeitnahen und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen Herausforderungen, Themen, 
pädagogischen Ansätzen und notwendigen Klärungen in pädagogischen Prozessen sicher. 
 Supervision, Fortbildung – Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich kollegialen 
Austausch, fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision 
steht den Teams bzw. Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Reflexion 
von Prozessen, um eigene Haltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen und Konzepte 
überprüfen und anpassen zu können. Fort- und Weiterbildung werden nicht nur durch flexible 
Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch erwartet, da sie 
Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung der 
Angebotsvielfalt in der Offenen  Kinder- und Jugendarbeit dienen. 
 
6.3 Ergebnisqualität 
 Selbstevaluation – Wir verstehen uns als lernende Organisation und haben einen nachhaltigen 
Verbesserungsprozess in Form einer kontinuierlichen Selbstevaluation installiert.

Seite 19 Grundkonzept Kita & More 12.05.2017 
 
 
 Beobachtung und Dokumentation – Die Beobachtung und Dokumentation von 
Entwicklungsprozessen stellen eine Grundlage für die Auswertung der pädagogischen Arbeit 
sicher. Sie dient als Grundlage für die Evaluation von pädagogischen Prozessen und Konzepten. 
 Qualitätsziele – Die Einrichtungen entwickeln auf der Basis des Grundkonzeptes Qualitätsziele, 
legen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele fest, setzen diese um und  werten die Ergebnisse aus. 
Die Qualitätsziele werden in Schlüsselprozessen operationalisiert. Daraus werden überprüfbare 
Indikatoren abgeleitet, die in einem Soll-Ist-Abgleich prozesshaft  fortlaufend evaluiert werden. 
 Zielerreichung und Evaluation – Die erarbeiteten Indikatoren zur Zielerreichung werden mit 
geeigneten Instrumenten überprüft. Die Methoden der Evaluation orientieren sich an der 
jeweiligen Einrichtung und der Zielgruppe. Die Ergebnisse werden zur zielgerichteten 
Beeinflussung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer und weiterführen der Ziele genutzt. 
In diesem Zusammenhang werden auch die Adressatinnen und Adressaten sowie die öffentlichen 
Träger aktiv in den Evaluationsprozess einbezogen. 
 
7 SCHLUSSWORT 
 
Das Grundkonzept Kita & More wurde von Fach- und Leitungskräften aus verschiedenen Standorten 
erarbeitet. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Grundlagen und unserer Werte bündelt es die 
vielfältigen und umfangreichen Erfahrungen unserer Arbeit im Feld der frühkindlichen Erziehung. 
Allen Mitarbeiter*innen, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle gedankt. 
Rückmeldungen, Gedanken und Anregungen sind uns willkommen, um die gewünschte Lebendigkeit 
des Austausches zwischen den Fachkräften zu Konzepttheorie und Praxis zu fördern.

Anlage A

4575 Zeichen

Anlage A zur V/0137/2019 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH  die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der  Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe-
treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen 
auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for-
ciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung an der 
Sonnenstraße und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0264/2018 beschlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt zu übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße  wird 
rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla-
nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja  Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen August bis Dezember 2021 
625.000 € und 2022 ff. 1.575.000 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für August bis Dezem-
ber 2021 bei 343.750 € und für 2022 ff. bei 866.250 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden bereits 
mit dem Errichtungsbeschluss V/0264/2018 dargestellt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 Vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh-
ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs-
tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die 
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita-
ausbauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi-
gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli-
che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von 
Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort.

Anlage 6.1 Bewerbung Fröbel

1489 Zeichen

FRÖBEL

Kompetenz für Kinder

4 FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödienstr. 18-24 - 50457 Köln

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anja Gerick

Hafenstraße 30

48127 Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung
an der Sonnensiraße

(Ausschreibungsnummer: 09/2018), Zeichen: 51 10 0014 / 51 10 0013
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Gerick,

hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange-
bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung an der
Sonnenstraße ab. Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen aufge-
führt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 9,0 % zu leisten.

Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH v

Köln, 05. Februar 2019
Von Oliver Just

Tel 0221| 2999 42-71
just@froebel-gruppe.de

FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH

Komödiensir. 18-24

50667 Köln

Tel 0221|29 99 42 60
Fax 0221|29 99 42 80

www.froebel-gruppe.de

Geschäftsführung:
Dr. Gudrun Rannacher
Stefan Spieker (Sprecher)

Aufsichtsratsvorsitzender
Rainer Borgmann-Quade

Bank für Sozialwirtschafi
IBAN DE72 1002 0509 0093 3635 00
BIC BFSWDE33BER

Amisgericht Chariottenburg
HRB 102668 B
Sitz der Geseiischafi: Berlin

Sieuernummer
27/603/52722

Steuernummer des Organträgers
271635/52999

Gläubiger-Identifikationsnummer
DE) 12Z200000342880

Anlage 6.4 Leitbild Fröbel

10824 Zeichen

Die Rechte von Kindern sind Fundament unserer  
Arbeit. Schon unser Namensgeber Friedrich Fröbel stell ­
te als Innovator der Pädagogik das Kind als eigen­
ständiges Individuum in den Mittelpunkt seiner päda ­
gogischen Idee. Diesem Ideal und dieser Tradition füh ­
len wir uns auch in Zukunft verpflichtet.
Wir sind ein zuverlässiger Partner für Eltern und ihre Kin ­
der und gewährleisten eine beziehungsbasierte und lie ­
bevolle Erziehung und Betreuung. Wir legen Wert dar ­
auf, Menschen zu bilden, um sie darin zu unterstützen, 
selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste  
und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokrati ­
schen Gesellschaft zu werden. Wir unterstützen Kinder 
dabei, eigene Wertmaßstäbe zu entwickeln. 
Wir stehen für eine interkulturelle Offenheit in unseren 
Krippen, Kindergärten und Horten, um Menschen mit 
vielfältigen kulturellen und sprachlichen Lebenswelten 
an der Bildung, Erziehung und Betreuung zu beteiligen.  
Wir leben alle Facetten einer inklusiven Pädagogik – 
Verschiedenheit ist unsere Normalität. 
Wir leisten einen aktiven Beitrag zu einer chancenge ­
rechten Gesellschaft, indem wir Kindern aus Familien 
aller Schichten bestmögliche Start ­ und Bildungschan ­
cen ermöglichen. Dies schließt die Unterstützung der  
Eltern und Familien mit ein. Die Gemeinschaft unserer 
Fördermitglieder und ehren  amtlichen Unterstützer ist 
hierbei eine wesentliche und wertvolle Ressource.  
Wir engagieren uns für die Anerkennung der Profession 
von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich der Aus ­ 
und Weiterbildung, insbesondere durch moderne  
Fortbildungsangebote und die Förderung der akade ­
mischen Qualifikation in der Frühpädagogik - auch  
dafür steht unser Motto „Kompetenz für Kinder“.
Wir verstehen uns als Partner aller, die für eine bildungs ­
gerechte Gesellschaft eintreten. In diesem Sinne setzen 
wir uns gemeinsam mit Verbänden, wissenschaftlichen 
Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Trägern 
für optimale Bedingungen des Aufwachsens von Kin ­
dern ein. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf le ­
gen wir großen Wert und schaffen dafür die notwendi ­
gen Rahmenbedingungen.
Wir handeln verantwortungsbewusst vor dem  
Hintergrund der Größe und des Wachstums unserer  
Organisation. In diesem Bewusstsein wollen wir als inno ­
vativer und gesellschaftspolitisch engagierter Akteur 
Maßstäbe für eine hohe Qualität in der Früh ­ 
pädagogik setzen. 
FRÖBEL steht als Marke für eine qualitativ hochwertige 
Pädagogik. Diese wollen wir möglichst vielen Kindern 
und ihren Familien in Deutschland zugänglich machen. 
Wir nehmen als überregionaler Träger die Herausforde ­
rung an, die in Deutschland etablierten pädagogi ­
schen Standards international zu verbreiten.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter  
www.froebel-gruppe.de/leitbild.
UNTERNEHMENSLEITBILD 
„Kompetenz für Kinder“: Mit diesem Leitgedanken betreiben wir als ge-  
meinnütziger, überregionaler Träger Krippen, Kindergärten, Horte und 
bieten familienunterstützende Leistungen an. Unsere Einrichtungen sind 
Orte für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kul  tu r- 
eller Herkunft, von individuellem Förderbedarf und vom Geschlecht.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter  
www.froebel-gruppe.de/leitbild.© 2018, 1. Auflage
FÜHRUNGSLEITBILD
Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eigeninitiative und Engage-
ment als grundlegende Prinzipien ihres Arbeitens verinnerlicht haben, sind 
die wichtigste Ressource von FRÖBEL. Alle Führungskräfte bei FRÖBEL  
tragen die Verantwortung, die dafür notwendigen Bedingungen bereitzu-
stellen.
Führungskräfte bei FRÖBEL schaffen durch transparen ­
tes und klares Führungshandeln ein von Vertrauen ge ­
prägtes Arbeitsklima und binden Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter frühzeitig in für sie relevante Veränderungs ­
prozesse ein. Dabei planen, strukturieren und organisie ­
ren unsere Führungskräfte die Arbeitsprozesse so, dass 
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mitverant ­
wortlich einbringen können. 
Führungskräfte bei FRÖBEL achten darauf, dass in ihren 
Teams unterschiedliche Qualifikationen und Persönlich ­
keiten vertreten sind. Sie legen beson  deren Wert auf  
heterogene Teams, in denen Menschen verschiedener 
Generationen und Kulturen, mit verschiedenen Aus ­ 
bildungen und fach  lichen Hintergründen sowie unter ­
schiedlichen Geschlechts zusammen arbeiten.  
Führungskräfte bei FRÖBEL bilden damit die Grundlage 
für einen vorurteilsbewussten Umgang miteinander und  
für eine inklusive Pädagogik. 
Führungskräfte bei FRÖBEL erfüllen ihren Auftrag, gezielt 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwählen, die sich 
mit Begeisterung für Kinder engagieren, die deren Ent ­
wicklung planen und fördern und sich für eine hohe 
Qualität in der Kindertagesbetreuung einsetzen.  
Führungskräfte bei FRÖBEL geben als qualifizierte  
Leitungspersonen fachliche Orientierung und Impulse 
für die Weiterentwicklung ihrer Teams.
Führen bedeutet, offen zu kommunizieren, eigenver ­
antwortlich zu entscheiden und unternehmerisch zu 
handeln. Darüber hinaus reflektieren Führungskräfte 
bei FRÖBEL ihr Handeln und setzen sich konstruktiv mit 
eigenen Fehlern und Fehlern ihrer Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter auseinander.
Führungskräfte bei FRÖBEL begreifen innovative päda ­
gogische Konzepte als herausfordernde Arbeitsfelder 
und stehen aktuellen Bildungsthemen aufgeschlossen 
gegenüber. Sie sind neugierig, entwickeln Ideen und 
sind offen für Veränderungen. Im Sinne eines lebenslan ­
gen Lernens vertiefen und stärken sie durch regel ­ 
mäßige Fort- und Weiterbildung ihre fachliche Qualifi ­
kation und ihre Kompetenzen in der Personal­ und Team­
entwicklung.
Führungskräfte bei FRÖBEL engagieren sich für optima ­
le Start­ und Bildungschancen aller Kinder. Sie stehen für 
eine interkulturelle Offenheit und leben das pädagogi ­
sche Leitbild und das Unternehmensleitbild. Führungs ­
kräfte folgen in ihrem Anspruch und ihrem Handeln den 
Rechten der Kinder und setzen sich täglich für diese ein. 
Führungshandeln bei FRÖBEL bedeutet, Modelle zur 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verwirklichen 
und damit gesellschaftspolitische Akzente zu setzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL sind Teil einer Gemeinschaft, 
die offen für Kooperationen mit Dritten ist. Sie schaffen 
Netzwerke mit und für Familien und kooperieren mit  
Politik, Verbänden und anderen Trägern, um ein  stabi ­
les Fundament für Bildung in unserer Gesellschaft zu 
schaffen. 
Führungskräfte bei FRÖBEL übernehmen als Expertin ­
nen und Experten Verantwortung und erfüllen ihre  
Vorbildfunktion für eine hohe Qualität in der institutio ­
nellen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.

Mit unserem Leitbild greifen wir diese Rechte auf und erweitern und akzentuieren sie für unseren pädagogischen  
Alltag. Kinder erfahren in unseren Einrichtungen Gemeinschaft und lernen dadurch soziales Handeln. Im Mitein- 
ander erkennen sie die Grenzen ihrer Rechte darin, dass andere Menschen gleichermaßen anzuerkennende  
und zu respektierende Rechte haben.
Bei uns sollen Kinder erfahren, was es heißt, eigene Rechte zu haben, und erleben, dass diese sowohl für  
sie selbst als auch für Erwachsene verbindliche Maßstäbe im Umgang miteinander sind. Damit sind für uns wesent-
liche und täglich wiederkehrende Herausforderungen verbunden:
Die Herausforderung, die Individualität des einzelnen 
Kindes, seine Besonderheiten, seinen Willen und seine 
Rechte im pädagogischen Alltag jederzeit zu achten 
und zu wahren und die Grenzen des eigenen Verhal-
tens dabei zu erkennen. 
Die Herausforderung, Vielfalt und Gemeinsamkeit für 
Kinder erlebbar zu machen und vorurteilsbewusst zu 
gestalten.
Die Herausforderung, Kinder in ihrem familiären Umfeld 
wahrzunehmen und Eltern und Familien aktiv einzube-
ziehen und zu beteiligen.
Die Herausforderung, dass alle Kinder an der sozialen 
Gemeinschaft im Kindergarten teilhaben  und die  
Rechte der jeweils anderen Kinder von allen geachtet 
und respektiert werden.
Die Herausforderung, die Qualität unserer Arbeit  
stets im Sinne dieser Rechte und der bestmöglichen  
Förderung der Kinder laufend weiterzuentwickeln.
Die Herausforderung, Kinder dabei zu be gleiten, anzu-
regen und zu unterstützen, ihre eigenen Fragen und In-
teressen zu verfolgen, um sich so ein Bild von sich und 
der Welt zu machen. 
Die Herausforderung, Kindern gerade im hektischen  
Alltag liebevolle und stabile Beziehungen und einen  
sicheren Erfahrungsraum zu bieten.
Die Herausforderung, das eigene pädag ogische  
Handeln immer wieder zu hinterfragen -
ren und uns fortzubilden.
In unseren  Krippe n , Kindergärten   
   und Horten füllen  wir  
 die Rechte von Kindern  
    täglich neu mit Leben.
Kinder haben das Recht auf Bildung und die  
Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Sie haben ein Recht 
auf die Zeit, die sie brauchen, um die Welt zu erfor-
schen und ihre eigenen Ideen zu verfolgen. Kinder 
haben das Recht, Fragen zu stellen und eigene  
Kinder haben das Recht, frei von Gewalt und mit 
Achtung ihrer persönlichen Würde aufzuwachsen. 
Dazu gehört das Recht auf Hilfe, wenn ihre  
Grenzen nicht respektiert werden.
Kinder haben das Recht auf Selbstbestimmung . 
Dazu gehört das Recht, eigenen Bedürfnissen und 
Interessen nachgehen zu können, Nein zu sagen 
und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie 
nicht müde sind, zu essen, wenn sie hungrig sind und 
das zu essen, was ihnen schmeckt.
Kinder haben das Recht auf Partizipation. Dazu  
gehört, Teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein,  
eigene Entscheidungen zu treffen, die mit ihnen 
selbst und dem Leben in der Gemeinschaft zu tun 
haben, und den Alltag aktiv mitzugestalten.
Kin der haben das Recht auf kompetentes  
pädagogisches Personal sowie eine hohe Qualität 
der pädagogischen Arbeit.
Kinder haben das Recht, so zu sein, wie sie sind:  
Junge oder Mädchen, schüchtern, mutig, ängst-
lich, wild, unordentlich, kreativ, mit ihren individuel-
len Fähigkeiten, ihrer jeweiligen Sprache, ihrer  
sozialen und kulturellen Herkunft und ihrer familiären 
Lebensweise.
PÄDAGOGISCHES LEITB ILD
Kinder sollen in unseren Krippen, Kindergärten und Horten die Erfahrung 
machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention  
beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden. So unterstützen wir Kinder 
darin, selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste und verantwor-
tungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden. 
Kinder haben das Recht auf eigene Erfahrungen. 
Dies bedeutet auch, zu lernen mit Risiken und  
Herausforderungen umzugehen.
Kinder haben das Recht auf verlässliche und  
vertrauensvolle Beziehungen zu Erwachsenen, auf 
Kontakte und Freundschaften mit anderen Kindern 
und auf gemeinsam vereinbarte Regeln, die  
Orientierung und Sicherheit bieten.

Anlage 7.1 Bewerbung pme

3345 Zeichen

pmefamilienservice ...o

pme Familienservice g6mbH pme Familienservice g6mbH
Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50
48147 Münster

Stadt Münster
Telefon: +49 251 703776-0

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Telefax: +49 281 70377622
Frau Anja Gerick
Hafenstraße 30 muenster@familienservice.de

www.familienservice.de

D-48127 Münster

4. Februar 2019

Ausschreibungsverfahren 9-13/2018 verbindlicher Trägeranteil

Sehr geehrte Frau Gerick,

gerne beteiligen wir uns an den Ausschreibungen der Trägerschaften für neue
Kindertageseinrichtungen Kita Sonnenstraße (Ausschreibungsnummer 09/2018), Kita
Neubrückenstraße (Ausschreibungsnr. 10/2018), Kita Nordkirchenweg (Ausschreibungsnr. 11/2018),
Kita Nottulner Landweg (Ausschreibungsnr. 12/2018) und Kita Meckmannweg (Ausschreibungsnr.
13/2018)

Hierbei möchten wir unsere umfänglichen Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
einbringen. Aus unserem pädagogischen Konzept sind dabei insbesondere unsere Erfahrungen mit
langen Öffnungszeiten, flexiblen Betreuungszeiten, eine gesunde und frische Vollverpflegung, eine
Personalkalkulation, die Ausfallzeiten berücksichtigt und eine digitalisierte Dokumentation
hervorzuheben.

Außerdem unterstützen lokale Strukturen eine Anbindung und Loyalität gegenüber dem Träger.

Die Trägerschaft wird durch unsere 100%-ige Tochter, die Global Education gGmbH angeboten.
Aktuell ist die pme Familienservice gGmbH in Gütersioh und Halle Träger von zwei
Betriebskindertagesstätten mit einer Mischung aus öffentlichen und betrieblich unterstützten Plätzen.
Im August 2019 werden wir in Ochtrup eine Kindertagesstätte eröffnen.

Das Angebot in Münster möchten wir aufgrund der Struktur der rein Öffentlichen Kindertagesstätten
in unserer eigens für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Tochtergesellschaft zur Verfügung
stellen. Das Kitamanagement und die Fachberatung wird über die bewährten Strukturen der pme
Familienservice gGmbH übernommen.

Beiliegend finden Sie einen Gesellschaftsvertrag, einen Auszug aus dem Handelsregister und eine
Übersicht der Struktur des pme Familienservice zur internen Verwendung.

Bislang fehlt für diese Gesellschaft eine Anerkennung nach 875 SGB VIII. Wir würden diese im Falle
eines Zuschlags beantragen wollen.

Die Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung sind nach 874 SGB VIII gegeben,

Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden und
die Trägerlandschaft in Münster konzeptionell, vielfältig und innovativ zu bereichern.

Einer Teilnahme an Ausschreibungsverfahren geht eine individuelle Kalk!

Träger der Einrichtung: pme Familienservice gGmbH | Geschäftsführerin: Alexa Ahmad
Registergericht: AG Frankfurt am Main | HRB 75728 | Steuernummer: 047/250/11164

pmefamilienservice eo ooo

Kalkulationszentrums voraus. Hierbei werden mögliche Belegungsszenarien und die
Gruppenkonstellation beachtet und Risiken abgewägt.

Bei der Übernahme der Trägerschaft von den oben genannten Kindertagesstätten können wir
verbindlich einen Trägeranteil von 4,5% garantieren und erwarten eine freiwillige kommunale
Leistung der Stadt Münster von ebenso 4,5%.

Für die Ausschreibung 09/18 Kita Sonnenstraße können wir abweichend einen Trägeranteil von 7,2%
anbieten.

Eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von 1,8% würde erwartet werden.

Anlage 11.2 Konzeption Step Kids

16312 Zeichen


	
	

	


 

 
	

 	
	

 


	

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Anlage 3.1 Bewerbung Am Eichenwäldchen

2120 Zeichen

Ihr Zeichen:

Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V., Eichstedtstr. 44, 59075 Hamm Ihre Nachricht vom:

Stadt Münster Unser Zeichen: PW
Hafenstr. 30

48127 Münster Name: Patrick Westerteicher

Telefon: 02381 27396-50
E-Mail: info@kita-hamm.de

Datum: 04.02.2019

Bestätigung der Bewerbung um Trägerschaft für die Ausschreibungsnummern:

09/2018 Sonnenstraße im Stadtteil Alststadt
12/2018 Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel
13/2018 Meckmannweg Stadtteil Mecklenbeck

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für das Gespräch am 29.01.2019 und bestätigen hiermit unsere Bewerbung um die
Trägerschaft für die oben angegebenen Standorte in Münster.

Seit nun mehr 20 Jahren sind wir als Träger von Kindertageseinrichtungen tätig. Unsere bisherigen
Einrichtungen befinden sich in Hamm und zukünftig in Warendorf, welche auch als Referenzein-
richtungen zu betrachten sind.

In unserer 20-jährigen Arbeit als Vorstand bringen wir Erfahrungen mit, die durch Verlässlichkeit und

Beständigkeit geprägt sind. Durch unsere professionelle Geschäftsführung sichern wir Strukturen und
Abläufe.

Durch weitere Einrichtungen mit dem Offenen Konzept in Münster, wird die pädagogische Landschaft
um ein Vielfältiges bereichert. Auch mit einer weiteren Elterninitiative wird die Trägerlandschaft
verändert und die Mitwirkung von Eltern in Kindertageseinrichtungen weiter fokussiert.

Als Elterninitiative übernehmen wir einen Trägeranteil von 4 %. Zudem erklärt sich der Träger bereit,
sich an den Ausstattungskosten der neuen Einrichtung zu beteiligen. Aus unseren vergangenen Pro-
jekten können wir ggf. auch auf vertrauensvolle Investoren zurückgreifen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.kita-hamm.de.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichep/Grüßen

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eßschilesierleliher
Postanschrift Bankverbindung Internet Mail Fon
Eichstedtstr. 44 Spar- und Darlehnskasse kita-hamm.de info@kita-harnm.de = 0 23 81/27 39 650
59075 Hamm Bockum-Hövel
Kto. 3 410 500 300 Registergericht Träger

BLZ 410 610 11 Hamm - VR 1314 Elterninitiative „Am Eichenwäldchen" e.V.

Anlage 5.1 Bewerbung educcare

2594 Zeichen

educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.deBankverbindung: 
Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950   Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela 
Lück, Fiona Stollmann,  Dr. Patrick Adenauer,  
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode 
Stadt Münster  
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Frau Anja Gerick 
Hafenstraße 30 
48153 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
Köln, 7. Februar 2019 
 
 
Interessensbekundung für die Kindertageseinrichtungen in Münster 
 
Sehr geehrte Frau Gerick, 
 
mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen für die folgende n 
Kindertageseinrichtungen: 
1. Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (09/2018) 
2. Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (10/2018)  
3. Kindertageseinrichtung am Nordkirchenwerg im Stadtteil Amelsbüren (11/2018)  
4. Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (12/2018)  
5. Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (13/2018)  
 
Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten kann educcare allerdings nicht 
übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für 
die Kita s eine öffentliche Förderung notwendig. Die Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den 
Bewerbungsunterlagen. 
 
Qualitative Betreuung ist für Unternehmen, aber auch zunehmend für Städte und Kommunen, in deren 
Auftrag educcare Kindertagesstätten betreiben, ein bedeutendes Thema. 
Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare 
Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien 
gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. 
 
Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings seit dem 1. März 2013 in Hiltrup betreiben, 
sind wir bereits in Münster vertreten, sowie ab Sommer 2019 mit der neuen sechsgruppigen 
Einrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbe ck. Wir würden uns freuen, wenn wir die 
Zusammenarbeit mit der Stadt Münster mit der Übernahme der Trägerschaft einer weiteren 
öffentlichen Kita intensivieren können. 
 
Mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen.  
 
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
 
 
Sabrina Klein 
Projektentwicklung

Anlage 8.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt

5330 Zeichen

1 
 
Referenzen 
 
Derzeit betreibt die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH  in NRW 30 und deutschlandweit rund 80 
Kinderbildungseinrichtungen. Für die nächsten Jahre  sind zudem bereits weitere neue Standorte 
fest geplant. Im Folgenden finden Sie unsere Referenzenliste für NRW.  
 
 
Nordrhein-Westfalen   
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“, Brühl / 70 Plätze 
Herr Lorenz Schmitz, 02232/794600 
2 Gruppen GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland 1 u. 2“, Bonn / 115 Plätze  
(in Koop. mit der Deutschen Post) 
Frau Rieck, 0228/18253068 (Deutsche Post) 
2 Gruppen GF III, 3 Gruppen GFI, 5 Gruppen GFII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „Xkids“, Leverkusen / 50 Plätze  
(in Koop. mit LANXESS) 
Frau Dr. Peilstöcker (Lanxess) 
1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GF I, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Wäldchen“ 
Troisdorf / jeweils 30 Plätze  
Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 
jeweils 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Zauberwald“, Troisdorf / 55 Plätze  
Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 
1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII 
Erweiterung um 2 Gruppen in 2018/19 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Apfelbäumchen“, St. Augustin / 55 
Plätze 
 Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225  
1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Wunderland“, St. Augustin / 70 Plätze 
 Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225  
3 Gruppen GFIII, Umzug und Erweiterung in Planung 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Seepferdchen“, Gütersloh / 80 Plätze 
Herr Karsten Amshoff, 0524 /822365 
1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr

2 
 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Sonnenschein“, Hennef / 90 Plätze 
Frau Miriam Immisch 02242-888-399  
2 Gruppen GFII, 3 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Wolkenburg“, Hennef / 65 Plätze 
Frau Miriam Immisch 02242-888-399  
1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Hoppelhasen“ (weitere Kita in 2018/19) 
Pulheim / jeweils 40 Plätze 
Frau Gabriele Tatas, 02238/808303 
jeweils 4 Gruppen GF I 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu NePoMuK“, Meerbusch / 110 Plätze 
Frau Smittmanns, 02159/916571 
2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Alfter / 70 Plätze   
Herr Dr. Rolf Schumacher, 0228/6484141 
2 Gruppen GFI (1x integrativ), 1 Gruppe GFII,  
1 Gruppe GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Köln / 110 Plätze  
Herr Gringmuth-Held   
Jeweils 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 
2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „Kiku Bärenbande“ und „KiKu Rheinpiraten“ 
Köln / jeweils 60-70 Plätze 
Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 
Jeweils 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII 
Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr 
 
» Zwei Kindertagesstätten in Euskirchen  
3 und 4 Gruppen 
Herr Alfred Jaax , 02251/14386 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr   
 
» Kindertagesstätte KiKu-Kinderland Mülheim / 110 Plätze  
Frau Bode-Brock, 0208/4554558 
Jeweils 1 Gruppe GF II und III und 4 Gruppen GF I 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse (Koop. mit ALDI Süd) 
in Mülheim a. d. Ruhr / 100 Plätze 
Frau Bode-Brock, 0208/4554558 und  
Herr Pina Nell, 0208/89925000 
Jeweils 2 Gruppen GF I, II und III  
Öffnungszeiten: 7 - 18 Uhr

3 
 
 
 
» Kita/FamZ Wasserwerk/ 45 Plätze 
3 inklusive Gruppen GF III und FamZ 
Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 
 
» Kindertagesstätte KiKu Grasshüpfer in Swisttal/ 52 Plätze 
Frau Adamek 02255/309530 
Jeweils 1 Gruppe GF I, II und III  
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte KiKu Waldwichtel in Neuss/ 70 Plätze 
Frau Kaup 02131/905157 
Jeweils 1 Gruppe GF II und III sowie 2 Gruppen GF I 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte „KiKu Bullerbü“, Harsewinkel / 44 Plätze  
Frau Tröster, 05241/85 2434  
2 Gruppen GFIII (Erweiterung um 2 Gruppen im Nov. 2019) 
Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 
 
» Kindertagesstätte Kiku Emspiraten in Telgte  
Frau Schnur 02504/13301 
3 Gruppen  
 
» Kindertagesstätten Kiku Lüttenland  in Telgte  
4 Gruppen, (Eröffnung Mai 2019) 
Frau Schnur 02504/13301 
 
» Neue Kindertagesstätte in Kleve (Eröffnung Sept. 2018/19) 
Erweiterung für 1-3 Gruppen für 2020/21 geplant 
Herr Träder 02821/99799-625 
 
» Neue Kindertagesstätten in Euskirchen,      
3 Gruppen (Eröffnung Jan. 2019)  
Herr Alfred Jaax , 02251/14386 
 
» Zwei neue Kindertagesstätten in Langenfeld,  
4 und 6 Gruppen  (Eröffnung 2019/20) 
Frau Oberfranc 02173/794-3301 
 
» Neue Kindertagesstätte Mülheim-Barbarastraße, 
5 Gruppen (Eröffnung März 2020)  
Frau Bode-Brock, 0208/4554558 
 
» Neue Kindertagesstätte in Köln, 
4 Gruppen (Eröffnung 2019/20) 
Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 
 
» Neue Kindertagesstätte in Essen-Krey (Koop. mit ALDI Nord), 
4 Gruppen  (Eröffnung 2020/21) 
Frau Mees 0201/88-51586 
 
» Neue Kindertagesstätte in Essen-Kettwig, 
3 Gruppen  (Eröffnung 2020/21) 
Frau Mees 0201/88-51586

Anlage 9.1 Bewerbung Kleine Riesen

91933 Zeichen

Bilinguale Kindertagesstätten 
Kle1ne R1esen Nord gGmbH I Esslmger Straße 69 I 73732 Esslmgen 
PER EXPRESS 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Famile 
48127 Münster 
VORAB PER MAll gerick@stadt-muenster.de 
VORAB PER FAX (0251) 4927909 
Ihr Zeichen, Ihre Nachncht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name 
(0711) 35 116 40, PW 
Kindertagesstätten 
Datum 
06.02.2019 
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertag~seinrichtung 
Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren 
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, 
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der 
Kindertagesstätte" Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren" aufrechterhalten. 
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können sicherstellen. 
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
Mit~u 
1:/ 
I f 
Geschäftsführer 
Anlage: Aktualisiert Konzeption 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH I Esslinger Straße 69 I 73732 Esslingen I Telefon: {0711) 35 116 40 I Telefax: (0711) 35 116 417 j www.littlegiants.de I info@littlegiants.de n ~.?.?.~. 
Geschäftsführer I D1pl.-lng. Jelena Wahler, MBA (Duke) I D1pl-lng. Peter Wahler, MBA (Duke) 
Sitz der Gesellschaft I Esslingen am Neckar I Amtsgericht Stuttgart HRB 7393 
Bankverbindung I Volksbank Esslingen eG II BAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 I BIC GENODESlESS

Kapitel:  
1 
 
 
 
  
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
  
für die Kindertagesstätte in Münster, Nordkirchenweg

Kapitel:  
2 
 
Pädagogisches Konzept  
Kindertagestätte Little Giants  
Nordkirchenweg – Stadtteil Amelsbüren  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TRÄGER : 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen am Neckar 
Tel:  (0711) 35 116 4 - 0 
Fax:   (0711) 35 116 4 - 17 
E-Mail:  info@littlegiants.de 
Internet: www.littlegiants.de

Kapitel:  
3 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1. Allgemeine Angaben zum Träger .............................. ...................................................................... 5 
1.1. Kontaktinformatio nen / Rechtsform ....................................................................................... 5 
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ................... ......................................................... 5 
2. Organisation und Verwaltung ................................ ......................................................................... 5 
3. Angaben zur Trägerkonzeption ............................... ........................................................................ 6 
3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6 
3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6 
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 
4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7 
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7 
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 
4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11 
4.6 Partizipatio n der Kinder ......................................................................................................... 13 
4.7.   Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 13 
2-24 Monate .................................................................................................................................. 13 
24-36 Monate ................................................................................................................................ 15 
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 15 
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 
5. Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................................... 17 
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 
5.2. Integration .................................................................................................................................. 18 
5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 18 
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 18 
5.5 Genderthematik .......................................................................................................................... 19 
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 20 
6.1 Elterngespräche ........................................... ............................................................................ 20 
6.2 Elternbefragung ........................................... ............................................................................ 20 
6.3 Elternbeirat .............................................. ................................................................................. 20 
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt .................... .................................................... 21 
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 21 
9. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 22 
9.1. Dokumentation .......................................................................................................................... 22

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
4 
9.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 23 
9.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 23 
9.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 23 
9.5. Qualitätsmanagementhandbuch ................................................................................................ 23 
9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma – DMAIC) .................................................................... 23 
9.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 24 
9.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 24 
9.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 25 
9.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 25 
9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 25 
9.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 25 
9.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 25 
9.14. Beschwerdemanagement ......................................................................................................... 25 
10. Ernährung ........................................................................................................................................ 26 
11. Personalmanagement ..................................................................................................................... 26 
11.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 27 
11.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 27 
12. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 27 
13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 29 
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 30 
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 30 
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 30 
Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 31 
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 31 
Küche ................................................................................................................................................. 32 
Handhygiene ...................................................................................................................................... 32 
Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 33 
Außenanlagen.................................................................................................................................... 33 
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 33

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
5 
1. ALLGEMEINE ANGAB EN ZUM TRÄGER 
1.1.  KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM  
Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
Geschäftsführer:    J e l e n a  W a h l e r ,  P e t e r  W a h l e r  
1.2.  UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD 
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.  
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG 
  
Träger Einrichtung 
Pädagogik Pädagogische Richtlinien
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen 
Kinderschutz 
 
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung 
von Angeboten) 
Dokumentation 
Weiterschreibung Konzep-
tion 
Kinderkonferenzen 
Finanzen Buchhaltung
Jahresabschluss 
Controlling 
Budgetierung 
Kassenbuch 
Einkäufe 
Personalmanagement Bewerbermanagement
Lohnbuchhaltung 
Fortbildung 
360°-Feedback 
Bewerbungsgespräche 
Beteiligung an Personalent-
scheidungen 
Reflexionsgespräche 
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen 
Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung 
Bedarfsmeldung 
Beschaffung und Bestel-
lung 
Elternarbeit Vertragsgestaltung
Elternbefragungen 
Richtlinien zur Elternarbeit 
Richtlinien zur Eingewölhnung 
Elterngespräche 
Beteiligung an Elternbefra-
gungen 
Elternabende und Feste 
Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft 
Individuelle Eingewöhnung 
Investitionen Budgetierung
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern 
Bedarfserhebung und –
meldung 
Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch
Audits 
Beschwerdemanagment 
Qualitätszirkel 
Pädagogische Tage 
Beschwerden bearbeiten 
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 
6 
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION 
3.1. LEITBILD 
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.  
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen. 
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die 
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden 
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.  
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und 
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen 
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 
3.2. WERTE 
INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene 
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants 
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön-
lichkeit. 
INTELLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern- 
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen 
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch 
in der Gruppe, geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder Alters-
stufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so ausge-
legt, dass Kinder ganz individuell von der BetreuerIn lernen können. 
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde 
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene, 
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt. 
PARTNERSCHAFT MI T DEN ELTERN:  Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines 
intensiven Austauschs zwischen BetreuerInnen und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich 
oder mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit 
bei Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die 
Entwicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden. 
WÄRME UND ZUWENDUNG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen  Möglichkeiten  jedes Kind einer 
BetreuerIn zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern  ganz individuell während seiner Zeit bei 
Little Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen. 
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene MitarbeiterInnen 
gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen MitarbeiterInnen einen sicheren und

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
7 
motivierenden Arbeitsplatz an, den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbes-
sern nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer MitarbeiterInnen. Flexibel 
reagieren wir auf die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Klei-
nen zugute. 
 
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT 
4.1. ZIELSETZUNG 
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu 
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt. 
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung 
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur 
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und 
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 
4.2. BETREUUNGS-, BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSAUFTRAG 
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele 
begründet: 
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen 
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es 
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und 
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher 
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen 
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. 
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen. 
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen,  Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit 
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. 
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl 
der Kinder sichergestellt ist. 
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative. 
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der 
Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen. 
• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln. 
• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 
• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die 
pädagogischen Bezugspersonen  fungieren  als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu entwickeln.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
8 
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, insbesondere mit allen im 
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.. 
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen. 
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt Münster. 
4.3. GRUNDSÄTZE 
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse 
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung 
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen 
folgende vier Prinzipien zugrunde: 
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS:  Bei den Little 
Giants ist jedes Kind einer Gruppe  zugeordnet. Das pä-
dagogische Personal in dieser ist für das Kind und da-
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere BetreuerIn-
nen arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am 
besten in gut organisierten Teams funktioniert. Dar-
über hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch 
möglich, eine hauptverantwortliche Betreuungsperson 
jedem Kind und seiner Familie zuzuordnen. 
 
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer BetreuerIn hat. Vielmehr ist stets klar, 
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumentiert. 
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel 
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger 
das Kind, desto kleiner die Gruppe.  
 
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreue-
rInnen. 
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes 
nach innigen Beziehungen und Bindung an  Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Little Giants größ-
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al-
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. 
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. 
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass 
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an-
derer Kinder abweichen.  
 
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.  
 
Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants  Konzept. Dadurch 
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res-
pektiert werden.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
9 
 
4.4. PHILOSOPHIE 
Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben 
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un-
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants 
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat-
tet, die im späteren Leben wichtig sind. 
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte 
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere 
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei 
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe 
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha-
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre 
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.  
AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie 
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, 
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.  
BETREUER SIND MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams, 
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte 
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin-
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst-
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die 
Schule spielerisch vorbereitet. 
ANGEMESSENE UMGEBUNG: Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der 
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, 
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind 
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä-
ten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer 
Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, die 
in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. 
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden 
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants.  
 
BetreuerInnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern  in Portfolios. Quartalsweise werden 
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setz
ten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich 
„Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
10
jährlich mit den Eltern besprochen. . 
 
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft 
der BetreuerIn, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh-
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden. 
ELTERN SIND PARTNER: Bei Little Giants  sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen 
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu-
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin, 
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wieder-
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.  
GRUNDLAGEN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick-
lung.  Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard 
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen 
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.  
Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind: 
• Kinder lernen aktiv.  
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. 
• Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. 
• Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen. 
• Kinder lernen mit allen Sinnen. 
• Kinder lernen mit anderen. 
• Spielen bedeutet Lernen. 
• Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern  jedes Kind individuell. 
• Intelligenz hat viele Formen.  
• Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel 
ist.  
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der 
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.  
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern 
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.  
• Die Aufgabe unserer BetreuerInnen ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder 
bestmöglich unterstützt. 
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt.  
• Unser pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig
 gemeinsam besprochen und evaluiert.  
• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die 
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte 
Herausforderungen bieten. 
• Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen 
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. 
• Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken. 
• Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das 
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
11
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.  
• Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.  
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes 
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung, des 
mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- 
sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Center, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass 
Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden. 
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS  
 
• Wir und unsere MitarbeiterInnen sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Er-
fahrungen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit. 
• Wir und unsere MitarbeiterInnen sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten 
unserer Gesellschaft. 
• Unsere MitarbeiterInnen sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht-
weise des Kindes zu setzen. 
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. 
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch 
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. 
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 
4.5. EINGEWÖHNUNG 
GRUNDSÄTZLICHES 
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. 
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den 
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.  
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten, 
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, 
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen 
müssen. 
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und 
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es 
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. 
AUFKLÄRUNG DER ELTERN 
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert: 
• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung 
• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität 
• Trennungsstress beim Kind 
• Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung 
 
 
DER ERSTE TAG

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
12
Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das 
Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen 
kennenlernt. 
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie 
möglich Entdeckungen machen und seine BezugsbetreuerIn kennenlernen. 
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein weiterer Kennenlerntag 
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. 
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN 
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das 
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten-
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern-
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge-
holt werden kann. 
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, 
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige BezugsbetreuerIn 
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der 
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall 
sein,  wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig 
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und 
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. 
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht sukzessive verlängert.  
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE 
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf 
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können. 
Nach vier Wochen führen eine BezugsbetreuerIn und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird 
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob  
• das Kind vollständig eingewöhnt ist,  
• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, 
• oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe 
besser abgesehen werden sollte. 
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN 
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das 
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der 
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, 
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel 
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine ErziehrIn mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
13
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den 
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, 
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im 
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche 
Grüßen der ErzieherInnen und Ihrer Zöglinge beschränkt  
 
4.6  PARTIZIPATION DER KINDER 
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch 
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. 
Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch 
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im 
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen. 
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre 
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. 
Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche 
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er-
möglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. 
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. 
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den 
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen. 
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten. 
4.7.   PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN 
 2-24 MONATE 
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt 
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.  
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, 
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie 
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst 
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. 
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
14
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen 
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen,  die sie brau-
chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin-
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.  
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem 
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern 
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild 
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die 
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: 
INDIVIDUELLE BETREUUNG: BetreuerInnen stellen in Kooperation mit den Eltern  einen individuellen Be-
treuungsplan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Be-
treuung bei Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt. 
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu 
entwickeln. Unsere BetreuerInnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: 
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist. 
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, 
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants  frühzeitig, die Magie von 
Büchern und Geschichten zu schätzen.  
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind, 
Lernerfahrungen zu ermöglichen: 
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und 
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, 
ziehen, usw. 
• Sinneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen, 
Geruch, Geschmack und Gewicht. 
• Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen 
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt 
werden, um Probleme zu lösen. 
• Sprache und Musik: Unsere BetreuerInnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der 
Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche. 
• Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit 
Puppen und Kuscheltieren. 
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere BetreuerInnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind 
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag. 
Zusätzlich zu klasssichen Vier-, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in 
die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
15
24-36 MONATE 
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm 
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine 
zunehmend soziale Welt zu erleichtern. 
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die 
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich 
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen BetreuerInnen, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkon-
sistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. 
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen 
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern 
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches 
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden 
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu 
schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern. 
Typische Lerncenter sind: 
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, 
etc. 
Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können. 
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um 
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln 
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis 
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in 
ihrem Raum gerecht werden. 
Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Projek-
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh-
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der 
Kinder. 
KINDERGARTEN & VORSCHULE 
Im Zentrum unserer Kindergarten- und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische 
Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler-
nen. 
Unsere ErzieherInnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und 
naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das Ler-
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie-
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
16
und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be-
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem 
sanften Übergang. 
Typische Lerncenter sind: 
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, e tc. 
Kinder entscheiden  selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an. 
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti-
ger Bestandteil unserer Pädagogik. 
Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.  
Auf Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere ErzieherInnen ständig neue 
Lerncenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente 
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach-
kunde, der Musikalischen- sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und 
Projekte integriert. 
Was ist im Kindergarten wichtig?  
Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ-
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da-
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden  sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste-
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad-Wettren-
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu-
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten. 
Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule 
Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die 
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden 
und Spaß haben. 
Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die 
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen-
ter Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich  eine überschaubare Zeit konzentriert am 
Tisch. 
In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben 
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert.  
Unsere ErzieherInnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise 
zusammen mit den Kooperationslehrern  Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg-
reich in die Schule starten kann. 
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den 
Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen 
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor 
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.

Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 
17
PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE 
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts. 
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und 
somit ihr Wissen steigern. Unsere BetreuerInnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf 
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt. 
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele. 
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten 
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte 
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord-
nungen und Reihen. 
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN: Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, 
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene 
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre 
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und 
zu vermitteln wissen. 
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache 
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc. 
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. 
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. 
KUNST- UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter 
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt. 
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze  auf. 
KOCHEN UND ERNÄHRUNG: Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi-
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen 
die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen MitarbeiterInnen einkaufen. Sei es 
auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemein-
sam leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 
 
5. INTEGRATION UND INTER KULTURELLE ORIENTIERUNG 
Little Giants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und MitarbeiterInnen 
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.

Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 
18
5.1. GRUNDSÄTZLICHES 
Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: 
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes 
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten 
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance 
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 
5.2. INTEGRATION 
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT 
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.  
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit 
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar. 
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE 
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und 
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden 
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. 
SPRACHE 
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen. 
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT 
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung 
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die 
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste 
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 
 
5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK 
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. 
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.  
5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN 
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa 
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.  
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren KiTas in den

Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 
19
Kölner Stadtteilen Gremberghoven und Ostheim. Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel-
barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete. 
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest 
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv 
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um MitarbeiterInnen die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung 
von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkitas in Köln, die 
auch als Schulungszentrum dienen. 
Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf 
das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeiter 
individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden. Bei Bedarf wird Fach-
personal von Außen hizugezogen. 
5.5 GENDERTHEMATIK 
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir 
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil 
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. 
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt 
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender 
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. 
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen: 
1. Multiprofessionell (PraktikantInnen, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, ErzieherInnen, 
BA und Master und Diplom – Absolventen) 
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und 
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal  
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsprechende 
Altersmischung innerhalb des Teams 
5. Menschen mit und ohne Behinderung 
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und 
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen 
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015) 
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und 
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann. 
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, 
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeiten in 
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft.

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
20
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs-) 
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl 
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können. 
 
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG 
Eltern sind die Experten für ihre Kinder. Das Personal vor Ort kann durch fachliche Kompetenzen die Eltern be-
raterisch unterstützen. Wir verstehen die Zusammenarbeit mit den Eltern daher als eine Erziehungspartner-
schaft. 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle 
einzubeziehen.  
6.1 Elterngespräche 
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants  Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes 
sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah-
men durchzusprechen. 
Bei Entwicklungsauffälligkeiten bieten wir darüber hinaus ebenfalls Unterstützung und Hilfe an, ggf. ziehen wir 
hier externes Fachpersonal hizu. 
6.2 Elternbefragung 
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Zufriedenheit des KIndes 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
• Ausstattung 
6.3 Elternbeirat 
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo-
kratisch gewählt. 
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: 
• Vertreten der Elterninteressen 
• Vorschlags- und Beschwerdemanagement 
• Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. 
• Organisation von Festen 
• Spendenaktionen

Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 
21
 
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt 
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit. 
 Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es 
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie 
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elternhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere 
Lösung weiß.  Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.  
Hier sind dann die ErzieherInnen gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch 
des gewaltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer 
Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens 
einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konse-
quenzen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegen-
wirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro-
jekte zuweisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell 
werden unsere MitarbeiterInnen im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, 
Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben 
müssen. Gemeinsam versuchen die ErzieherInnen mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten 
herauszufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. 
Prinzipiell wird die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit 
den Eltern hinzugezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von 
Psychologen geholt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pe-
sonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört. 
 
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG) 
Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisa-
tionen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft 
und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an. 
Sehr gerne streben wir eine enge Kooperation mit der Primus Schule in Berg Fidel und der Gottfried – von – 
Cappenberg - Schule an. Hier kann der Übergang vom Kindergarten in die Schule durch Besuche und allmähli-
ches Kennenlernen der Umgebung sehr sanft erfolgen.  Im letzten Kindergartenjahr werden unsere Kinder die 
Räumlichkeiten der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktio-
nen teilnehmen und parallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse er-
reichen. 
Auch nutzen wir gerne die Sportmöglichkeiten des Stadtteils. Hier kann eine Kooperation mit der Turnhalle der 
Grundschule in Berg Fidel erfolgen. Außerdem bietet der Zirkus Alfredo verschiedene akrobatische Angebote. 
Eine spannende Erfahrung könnte auch ein Ausflug zum Reit- und Fahrverein in Münster Hiltrup sein. Dies bie-
tet sich insbesondere als Vorschulausflug an.

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
22
Das Stadteilhaus Lorenz  Süd in Berg Fidel bietet vielfältige Möglichkeiten für Familien an. Hier ist eine Koopera-
tion sicher bereichernd. Unter anderem findet hier das jährliche Duplo Bauevent statt. Eine regelmäßige 
Teilnahme ist geplant. 
Die Umgebung bietet vielfältige Möglichkeiten zu Ausflügen ins Grüne. Wald- und Felderkundungen sind 
möglich in der nahe gelegenen Grafschaft und am Galgenbach. Eine Kooperation kann mit dem Kleingarten-
verein Deutsche Eiche im Werneweg entstehen. Hier erfahren die Kinder sicher einiges über Anbau von Ge-
müse, Obst und Blumenzucht. 
Ebenfalls nutzen wir gerne die in der Umgebung vorhandenen Lebensmittelgeschäfte oder Bäckereien wie z.B. 
Irmgards Bauernlädchen am Kappenberger Damm für einen kleinen Ausflug. Hier können die Zutaten für einen 
Nachmittagsimbiss gekauft und später in der Kita zubereitet werden. Außerdem ist die Beobachtung der 
großen Gänsezucht auf dem Gelände sicher spannend. 
Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen 
Unterricht zu genießen – hier planen wir die Musikschule Crescendo anzusprechen. 
Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstätten in Albachten und 
Mecklenbeck an, aber auch mit den nahegelegenen Einrichtungen wie der städtischen Kindertageseinrichtung 
in Berg Fidel oder dem Familienzentrum Maximilian Kolbe und anderen Kitas in der Umgebung. 
Im Nordkirchenweg befindet sich eine Flüchtlingsunterbringung. Durch die Aufnahme der Kinder ist eine 
Zusammenarbeit mit dem Träger Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) geplant. Hier können ge-
meinsame internationale Feste und andere kulturelle Veranstaltungen entstehen. An anderen Standorten ha-
ben wir schon gute Erfahrungen damit gesammelt. 
Da die Kleinen Riesen flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch im 
Nordkirchenweg gerne flexible, den Bedürfnissen der Eltern angepasste, Öffnungszeiten anbieten. Eine Über-
mittagbetreuung ist uns wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch ein pädagog-
isches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten 
geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittagsstunden, einen 
echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen die Möglichkeit, die 
Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entdecken. 
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen 
auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber 
auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte ange-
nommen. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf 
ein. 
  
9. QUALITÄTSMANAGEMENT 
9.1. DOKUMENTATION 
TAGESBERICHTE  
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte 
informiert werden: 
• Laune des Kindes 
• Mahlzeiten

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
23
• Windelwechsel und Stuhlgang 
• Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe 
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat. 
ENTWICKLUNGSPROFILE  
Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar-
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe-
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen. 
9.2. ELTERNBEFRAGUNG 
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
9.3. PERSONALAUSSTATTUNG 
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden  
unsere ErzieherInnen durch PraktikantInnen, Hauswirtschaftskräfte und BundesfreiwilligendienstlerInnen ent-
lastet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkann-
ten Abschlüssen, Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams 
merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergän-
zen, gemeinsam viel stärker als die Summe der Individuen sind. 
9.4. HYGIENEPLAN 
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung 
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 
 
9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH 
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts-
managementhandbuch dokumentiert. 
9.6. QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6-SIGMA – DMAIC) 
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.).

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
24
 
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist 
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die 
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind. 
 
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.  
 
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten 
Leistungszielen identifizieren. 
 
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase 
identifizierten und ausgewählten Probleme 
gefunden werden. 
 
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. 
 
9.7. QUALITÄTSZIRKEL 
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere MitarbeiteInnenr in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefun-
den Lösungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor. 
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene. 
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit 
mit Rat und Tat zur Verfügung. 
9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A 
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines 
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschaltet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische 
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere 
Definieren 
[Define]
Datenerhebung 
[Measure]
Analysieren 
[Analyze]
Verbesserungs-
phase 
[Implement]
Überwachen 
[Control]

Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 
25
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit ErzieherInnen, Eltern und Kindern auch die Einschaltung von anderen 
Beratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 
9.9. FACHBERATUNG 
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh-
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig 
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale 
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei-
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet. 
9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE 
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für 
- Fortschreibung der Konzeption; 
- Jahresplanung; 
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel; 
- Teambuildingmaßnahmen 
- Gruppenschulungen 
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume 
9.11. KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN 
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin-
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations-Trägers. 
9.12. LEITUNGSKONFERENZEN 
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little-Giants-Leitungen einer Region  zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. 
9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII 
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6-mal im Jahr  Kinderkonferenzen abge-
halten. Unsere MitarbeiterInnen sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich fest-
zuhalten, sodass diese in dem Zusammenhang  von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. 
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. 
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson 
regelmäßig ans Herz gelegt. 
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, 
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen. 
9.14. BESCHWERDEMANAGEMENT

Kapitel: 10. Ernährung 
26
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.  
 
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien: 
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch 
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde 
können pädagogische MitarbeiterInnen auf Grup-
pen- bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. 
 
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich 
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. 
Daher hat die Reaktion der MitarbeiterInnen stets 
sachlich, emotional zurückhaltend und lösungsori-
entiert zu sein. 
 
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich 
sein, so wird im Team das Problem analysiert und 
nach  Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist 
zu dokumentieren. 
 
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis 
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit 
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung 
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch 
mündlich erfolgen. 
 
Einbindung des Trägers / von externen Bera-
tungsstellen 
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden 
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine 
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer 
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird 
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung 
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 
 
10. ERNÄHRUNG 
Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die 
Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt. 
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen: 
• Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich 
aus der Region. 
• Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2). 
• Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.  
• Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 
11. PERSONALMANAGEMENT 
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
terInnen als unsere wichtigste Ressource an.

Kapitel: 12. Finanzmanagement 
27
11.1. PERSONALGEWINNUNG 
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden 
an die jeweilige Kita weitergeleitet.  
In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei-
tung entschieden, welche BewerberInnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. 
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen. 
11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG 
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen 
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.  
WEITERBILDUNG 
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer MitarbeiterInnen. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an 
die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der MitarbeiterInnen 
bespricht die Leitung welche Entwicklungswünsche die MitarbeiterIn hat und welche Notwendigkeit das Unter-
nehmen sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden. 
REFLEXIONSGESPRÄCHE 
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. 
DIVERSITÄT 
Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die 
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert. 
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEI TER IN ALLEN LEBENSLAGEN 
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine MitarbeiterInnen in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir 
flexibel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne MitarbeiterInnenkinder in unseren 
Kitas auf. 
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN 
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit MitarbeiterInnen stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), wer-
den für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 
  
 
 
12. FINANZMANAGEMENT 
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen. 
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:

Kapitel: 12. Finanzmanagement 
28
• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung 
• Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung 
• Controlling-System 
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII 
29
13. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I. S. D. § 8A SGB VI II 
SCHULUNG  
• Die Leitung der Einrichtung ist   
bezüglich der Thematik zu schulen. 
• Das Wissen ist durch jährliche  
 Schulungen an die anderen  
 MitarbeiterInnen weiterzugeben. 
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES   
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN) 
• Körperliche und seelische Gewalt 
• Emotionale und körperlich- 
gesundheitliche Vernachlässigung 
• Sexueller Missbrauch 
• Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen 
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT  
 
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene  
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung 
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des 
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ende
Erkennen 
Gefährdungsrisiko
Information 
erfahrene 
Fachkraft 
(Leitung)
Dokumentation 
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit 
Erziehungs-
berechtigten
Risiko 
ausgräumt
Hinwirken auf 
Inanspruchnahme 
von Hilfen
Hilfe- und 
Beratungsplan
Dokumentation 
Gespräch
Beratungsplan 
eingehalten?
Beratungsplan 
erfolgreich
Dokumentation 
der Schritte
Jugendamt 
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko 
ausgräumt
Ja
Nein

Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 
30
 
 
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS 
 
 
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf 
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen 
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. 
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN 
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH 
SANITÄRAUSSTATTUNG  
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die 
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö-
sung zu versehen. 
WARTUNG UND PFLEGE 
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle 
und Pflege wird dokumentiert.  
WICKELBEREICHE 
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit 
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. MitarbeiterInnen 
haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine 
Verfahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.  
Lebensmittel, die 
viel Stärke 
enthalten, wie 
Getreideprodukte  
und Kartoffeln
Gemüse und 
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und 
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und 
Fisch
Streich- und 
Kochfette

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
31
BE- UND ENTLÜFTEN 
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden 
Zeitnah in Stand gesetzt. 
 
TRINKWASSERHYGIENE 
LEGIONELLENPROPHYLAXE  
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei 
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. 
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN 
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten 
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN 
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn 
jährlich durchgeführt. 
ERSTE HILFE 
ERSTE-HILFE-INVENTAR 
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor: 
• Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ 
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion 
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt. 
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN 
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände 
gründlich gewaschen und desinfiziert. 
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN 
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung 
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die 
Fläche nochmals desinfizieren. 
NOTFALLKONTAKTE 
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird  ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt: 
• Polizei

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
32
• Feuerwehr 
• Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
• Giftinformationszentrum 
• Kinderarzt 
KÜCHE 
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN 
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben 
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein 
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult. 
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHME N UND LEBENSMITTELHYGIENE 
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert: 
• Messung der Kühlschranktemperatur 
• Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) 
• Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan 
• Kontrolle auf Schädlinge 
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen. 
HANDHYGIENE 
Hände sind wie folgt zu waschen: 
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere. 
B. Vor und Nach: 
• Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes 
• Verabreichen von Medizin 
• Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird. 
C. Nach: 
• Windelwechsel 
• Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. 
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden. 
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel. 
• Berühren von Tieren. 
• Spiel im Sandkasten 
• Reinigung und Handhabung von Müll 
• Berühren von Geld 
• Handhabung von verschmutztem Geschirr  
Diese Regelungen gelten für alle MitarbeiterInnen, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. 
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
33
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt. 
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION 
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich 
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend. 
AUßENANLAGEN 
Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen 
ferngehalten. 
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. 
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN 
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich 
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark aufheizen 
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an 
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich 
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: 
• Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge-
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht. 
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä-
den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur 
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhindern. 
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh-
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. 
• Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann 
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu 
schaffen.  
• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna-
tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa-
che auch für über Dreijährige zu halten.  
• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut. 
• Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert 
werden sollen,  gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche - „Trinkrunden“ zu ma-
chen sind. 
• Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein-
geleitet werden. 
• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei 
ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in 
einem Eimer ertrinken können. 
• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra-
gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch 
am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen! 
• Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge-
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
34
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen-
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf-
enthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz 
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein sollte, ungeeignet. 
• Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden.  
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tempera-
turen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten 
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung  durch abholbe-
rechtigte Personen einzuleiten.  
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra-
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.

Beratungsverlauf (4)

12.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.9 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13.1.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 23.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
03.04.2019 Rat
TOP 26.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (38)

  • Sonnenstraße 08
  • Hafenstraße 30
  • Middelerstraße
  • Landsberger Straße
  • Meyerbeerstraße
  • Eichendorffstraße
  • Heidestraße
  • Neubrückenstraße
  • Weseler Straße
  • Wiedaustraße
  • Wienburgstraße
  • Emmy-Herzog-Platz
  • Tibusplatz
  • Gustav-Stresemann-Weg 62
  • Friesenring 50
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Dahlweg
  • Markweg
  • Carlo-Schmid-Weg
  • Nordkirchenweg
  • Meckmannweg
  • Nottulner Landweg
  • Werneweg
  • Kappenberger Damm
  • Regina-Protmann-Straße
  • Fürstenbergstraße
  • Alt Angelmodde
  • Willingrott
  • Loevelingloh
  • Auf dem Dorn
  • Promenade
  • Kinderhaus
  • Petersheide
  • Beckstraße
  • Hohe Ward
  • Tiergarten
  • Grafschaft
  • Brock

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0137/2019
Typ
Vorlagen
Datum
07.02.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37