Mandari Insight

V/0366/2013

Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen Auf dem Dorn (Roxel), Gildenstraße (Handorf) und York-Kaserne (Gremmendorf)

Vorlagen 10.06.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 10.07.2013, TOP 32

5_Bewerbungsschreiben ISS Mehsprachige Kita gGmbH für Kita Auf dem Dorn, Gildenstraße und York-Kaserne

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Ansehen

1_Konzeptunterlagen CVJM für Kita Auf dem Dorn

· application/pdf

Ansehen

3_Konzeptunterlagen DRK für Kita Yorkkaserne

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Ansehen

2_Konzeptunterlagen DRK für Kita Gildenstraße

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Ansehen

2_Bewerbungsschreiben DRK für Kita Gildenstraße

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Ansehen

5_Konzeptunterlagen ISS für Kita Auf dem Dorn, Gildenstraße und York-Kaserne

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Ansehen

4_Konzeptunterlagen Regenbogen Kita Wolbeck eV für Kita Gildenstraße

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Ansehen

1_Bewerbungsschreiben CVJM für Kita Auf dem Dorn

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Ansehen

3_Bewerbungsschreiben DRK für Kita York-Kaserne

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

4_Bewerbungsschreiben Regenbogen Kita Wolbeck eV für Kita Gildenstraße

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Ansehen

5_Bewerbungsschreiben ISS Mehsprachige Kita gGmbH für Kita Auf dem Dorn, Gildenstraße und York-Kaserne

1189 Zeichen

I DPRNLEN Wr
zw RS pt 54.10.069
Fe, u

Mehrsprachige Kindertagesstätten 2
u

MEHRSPRACHIGE-KITA

1$- Mehrsprachige-kita gGmbH Genovevastr. 94 81083 Köln

Stadt Münster
Genovevastr. 94 51063 Köln

Amt für Kinder, Jugendliche und Ag
Sala Tel.: 0221/9777480 .

Familien

48217 Münster kita@iss-netzwerk.de

www.iss.netzwerk.de

Köln, 15.05.2013

Bewerbung um die Trägerschaft für die neuen Kindertageseinrichtungen in Münster
Handorf, Roxel und Gremmendorf

Sehr geehrte Frau Pohl,

vielen Dank für das freundliche Gespräch am 13.5. 2013. Wie besprochen, möchten wir nun
verbindlich erklären, dass wir die Trägerschaft für die oben genannten Einrichtungen, bei
Zusage durch den Rat der Stadt Münster, mit einem Trägeranteil von 5% übernehmen
werden.

Wir möchten als sozialer Akteur in Münster tätig werden. Deshalb wäre die Trägerschaft für
zunächst eine oder zwei Einrichtungen für uns möglich. Mittelfristig sind wir an einer engen
Zusammenarbeit bei der Übernahme von weiteren Kitaträgerschaften, als auch im Bereich
der sozialpädagogischen Familienhilfe interessiert und würden uns gerne mit unserem
Angebot in Münster etablieren.

p)

Mit freundlichen Grüßen

Ali Kdban

Geschäftsführer

1_Konzeptunterlagen CVJM für Kita Auf dem Dorn

56597 Zeichen

01
Konzeption
der Kindertageseinrichtung 
im Familienzentrum Janusz-Korczak-Haus

02
Familienhäuser Hiltrup
Böttcherstr. 3
48165 Münster
Anne-Jakobi-Haus
Im Seihof 16
48161 Münster
hafen
hil trup
amelsbüren
mecklenbeck
albachten
gievenbeck
kinderhaus
nienberge
geist
münster
roxel
a 1
a 43
51
54
219
54

03
hafen
mauritz
coerde
gremmendorf
Johannes-Busch-Haus
Merschkamp 23
48155 Münster
Janusz-Korczak-Haus
Zwi-Schulmann-Weg 25
48167 Münster
münster
gremmen-
dorf
51
Janusz-Korczak-Haus
Das Janusz-Korczak-Haus (JaKo),
mitten im Neubaugebiet Loddenbach in Münster  
Gremmendorf, ist mit der Buslinie 8 Richtung 
Wolbeck, Haltestelle Ehrenmal, zu erreichen. 
Von hier geht Ihr, gehen Sie, noch ca. 50 Meter 
und dann links in den Zwi-Schulmann-Weg.

04
JaKoInhalt
1. Vorstellung der Kindertageseinrichtung im Familienzentrum Janusz-Korczak-Haus _ 06
 1.1. Öffnungszeiten _ 06
 1.2. Personal _ 06
 1.3. Räumliche Bedingungen _ 06
 1.4. Anmeldung und Aufnahmeverfahren _ 07
2.  Janusz Korczak _ 08
 2.1. Wer war Janusz Korczak? _ 08
 2.2. Die Rechte der Kinder nach Janusz Korczak _ 08 
3. Auftrag der Kindertageseinrichtung und Ziele der pädagogischen Arbeit _ 09
 3.1. Ziele der pädagogischen Arbeit _ 09
 3.2. Pädagogisches Selbstverständnis _ 10
 3.3. Unser Bildungsverständnis und die Grundsätze unserer Bildungsarbeit _ 10
   3.3.1. Sprache und Kommunikation _ 12
   3.3.2. Bewegung _ 12
   3.3.3. Körper, Gesundheit und Ernährung _ 13
   3.3.4. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung _ 13
   3.3.5. Musisch-ästhetische Bildung _ 14
   3.3.6. Religiöse und ethische Bildung _ 14
   3.3.7. Mathematische Bildung _ 14
   3.3.8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung _ 15
   3.3.9. Ökologische Bildung _ 15 
   3.3.10. Medien _ 16
4. Gestaltung der Tagesstruktur in den Gruppen der drei- bis sechsjährigen Kinder _ 17
 4.1. Ankommen – Erleben – Verabschieden _ 17
 4.2. Spiele im Stuhlkreis _ 18
 4.3. Projektarbeit und Freispiel _ 18
 4.4. Mahlzeiten _ 18
 4.5. Rituale und Regeln _ 19
5.  Gestaltung der Tagesstruktur in der U3-Gruppe _ 20
6.  Zusammenarbeit mit Eltern _ 21
7.  Das Janusz-Korczak-Haus als Familienzentrum – Mitten im Leben _ 22
8.  Fundraising _ 24
Konzeption 
der Kindertageseinrichtung 
im Familienzentrum
Janusz-Korczak-Haus

05
JaKo
Vorwort
Der CVJM Münster e.V. (Christlicher Verein junger 
Menschen) hat es sich als ökumenischer Träger zur 
Aufgabe gemacht, in verschiedenen Stadtteilen die-
ser Stadt modellhafte Angebote für Kinder, Jugend-
liche und Familien zu entwickeln.
In Gremmendorf, Hiltrup, Mauritz und Roxel haben 
wir „eigene“ Häuser, in anderen Stadtteilen arbeiten 
wir in Kooperation mit Kirchengemeinden.
Mehr als zehn Jahre gibt es das Janusz-Korczak-Haus 
als Stadtteilhaus in Münster-Gremmendorf. 
Als Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien 
hat es seine Arbeit mit einem weit über das Angebot 
eines traditionellen Kindergartens hinausgehenden 
konzeptionellen Ansatz begonnen.
Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sind eine 
Kernaufgabe, die Betreuung der Kinder unter drei 
Jahren, die Bis-Mittag-Betreuung der Schulkinder, 
Ferienbetreuung, Beratungs- und Bildungsangebote 
für die ganze Familie in Kooperation mit der Evan-
gelischen Familienbildungsstätte und den Evange -
lischen Beratungsdiensten, Gruppenstunden für 
Kinder und Jugendliche, Feste und Feiern – das alles 
sind ebenfalls feste Bestandteile unseres Angebotes 
für den Stadtteil Gremmendorf.
Zwischenzeitlich wurden wir vom Land NRW zertifi-
ziert und sind nun anerkanntes „Familienzentrum“ .
Dieser Bezeichnung wollen wir in der Arbeit unseres 
Alltages immer wieder neu gerecht werden. Darum 
möchte unser Mitarbeiterteam unter Leitung von 
Hildegard Fischer für Sie und Ihre Kinder da sein und 
Ihnen professionell zur Seite stehen.
Mit der vorliegenden Konzeption laden wir Sie ein, 
uns kennenzulernen und sich über unsere Angebote 
zu informieren.
Gerne sind wir darüber mit Ihnen im Gespräch.
Stephan Degen
Geschäftsführung, Koordination, Beratung

06
1.1. Öffnungszeiten 
Unsere Kindertageseinrichtung ist von montags 
bis freitags von 7.15 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Die 
Eltern haben die Möglichkeit zwischen zwei ver -
schiedenen Stundenkontingenten zu wählen.
Für die Drei- bis Sechsjährigen ist die Einrichtung 
von montags bis freitags von 7.15 Uhr bis 13.00 Uhr 
und nachmittags von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr ge-  
öffnet (35 Stunden – geteilte Öffnungszeit).
Ebenso ist es für Ihr Kind möglich, die Einrichtung 
an allen Wochentagen von 7.15 Uhr bis 16.30 Uhr  
(45 Stunden) zu besuchen.
Die Unterdreijährigen werden von uns sowohl von 
7.30 Uhr bis 14.30 Uhr (35 Stunden) als auch von 7.30 
Uhr bis 16.30 Uhr (45 Stunden) betreut.
1.2. Personal
Das Familienzentrum Janusz-Korczak-Haus wird von 
Hildegard Fischer in Funktion der freigestellten  
Leitung geführt.
In jeder Gruppe unserer Kindertageseinrichtung 
sind drei pädagogische Fachkräfte tätig. Wobei wir 
unter pädagogischen Fachkräften ErzieherInnen, 
HeilpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und Dip -
lom-PädagogInnen verstehen. 
Im Rahmen der Aufnahme von Kindern mit beson-
derem Förderbedarf stellen wir für die gemeinsame 
Erziehung zusätzlich eine integrative Fachkraft ein. 
Bei Bedarf werden unsere pädagogischen Fachkräfte 
gruppenübergreifend und flexibel eingesetzt. 
Das aktuelle Personal des Janusz-Korczak-Hauses 
finden Sie im beigefügten Einlegeblatt. 
1.3. Räumliche Bedingungen
Das Janusz-Korczak-Haus ist im August 2001 fertig-
gestellt worden und feiert dieses Jahr sein 10-jähri-
ges Bestehen. 
Tritt man in unser Haus ein, wird man in der großen 
Eingangshalle willkommen geheißen. Hier befindet 
sich ein Café, das zum Verweilen einlädt und für viele 
Veranstaltungen genutzt wird. 
In der unteren Etage sind zwei Gruppenräume mit 
jeweils einem Nebenraum, einem Schlafraum, einem 
Materialraum und einem Waschraum. Zudem sind in 
dieser Etage eine Küche, ein WC für Erwachsene mit 
Dusche und ein Putzraum.
In der oberen Etage befindet sich ein weiterer Grup-
penraum mit einem Nebenraum, einem Schlafraum, 
einem Materialraum und zwei Waschräumen für die 
Kinder. Ein weiterer Raum steht für die Betreuung 
Vorstellung der 
Kindertageseinrichtung 
im Familienzentrum 
Janusz-Korczak-Haus1
Die Kindertageseinrichtung im Familienzentrum  
Janusz-Korczak-Haus befindet sich in der Träger -
schaft des CVJM Münster (Christlicher Verein jun-
ger Menschen). Sie liegt in einem neuen Wohnge -
biet in Gremmendorf, einem Stadtteil von Münster. 
In diesem Wohngebiet stehen größtenteils Einfa-
milienhäuser, die von viel Natur umgeben sind. 
In unserer Kindertageseinrichtung bieten wir in  
drei Gruppen Platz für insgsamt 60 Kinder im Alter  
von 0 bis 6 Jahren.

07
der Schulkinder und die Spielgruppe zur Verfügung. 
Nebenan liegt unser großer Mehrzweckraum. Zu-
dem gibt es hier noch das Büro, den Personalraum, 
Werkbänke und einen Kicker.
Jeder Gruppenraum hat große Fenster, die bis auf 
den Boden reichen, dadurch wirken die Räume sehr 
hell und freundlich und die Kinder haben die Mög-
lichkeit ihre Umwelt gut zu beobachten.
Unser Haus ist ein Passivhaus. Durch die besondere 
Bauweise ist unser Energieverbrauch nicht viel hö -
her als der eines Einfamilienhauses. 
Durch das Flachdach mit quadratischem Grundriss 
wird Wärmeenergie gespart, da eine geringe Abküh-
lungsfläche und eine gute Wärmedämmung vorhan-
den sind. Massive Innenwände und die Fußböden 
vom Erd- und Obergeschoss sind Wärmespeicher.
Das Passivhaus ist mit einer Lüftungstechnik mit 
Wärmerückgewinnung ausgestattet. In den Eingän-
gen sind Windfänge, damit während der Heizpe- 
riode nicht so viel warme Luft entweicht und in den 
Sommermonaten die Hitze außen gehalten wird. 
Auf dem Dach des Hauses stehen Solarkollektoren 
für die Warmwassererzeugung.
1.4. Anmeldung 
und Aufnahmeverfahren
Zur Aufnahme der Kinder stellt der Rat der Tagesein-
richtung Kriterien auf, die die Aufnahme der neuen 
Kinder beschließt.
Dabei werden sowohl das Einzugsgebiet, Geschwis-
terkinder, das Alter des Kindes als auch soziale Grün-
de und das gewünschte Stundenkontingent berück-
sichtigt.
Die Kinder können bis zum 1. März eines Jahres 
angemeldet werden. Ab Ende März werden die Zu- 
bzw. Absagen verschickt.

08
2.1. Wer war Janusz Korczak?
Janusz Korczak wurde 1878 in Warschau geboren. 
Als Arzt, Schriftsteller und Erzieher widmete er sein 
Leben den Ausgestoßenen und Aufgegebenen, vor 
allem den Hilflosen, den „abgegebenen“ Kindern.
1942 wurde er in Treblinka getötet – gemeinsam mit 
den Kindern des Waisenhauses, das er gegründet 
hatte und bis zuletzt leitete. 
Janusz Korczak war eine religiöse Persönlichkeit, ein 
Mensch, der sein Leben lang darüber nachdachte, 
was den Menschen, abgesehen vom Hunger, um-
treibt.
Im Glauben sah er Hoffnung und Halt, die existen-
tielle menschliche Einsamkeit ertragen zu können. 
Seine Religiosität war nicht konfessionell eingeengt. 
Der Menschenfreund Janusz Korczak lebte Liebe, 
eine Liebe, die ihr Leben hingibt für die anderen.
2.2. Die Rechte der Kinder 
nach Janusz Korczak
„Recht des Kindes auf den heutigen Tag“
Janusz Korczak betont den absoluten Wert der Kind-
heit als Teil des wirklichen Lebens und nicht als Vor -
bereitung auf das Leben der Erwachsenen.
Wer die Kindheit überspringen will, wird sein Ziel 
verfehlen. Als Eltern und ErzieherInnen glauben wir 
zu wissen, was unsere Kinder in der Zukunft brau-
chen. Wir wollen sie vorbereiten, damit sie den An-
forderungen des Lebens gewachsen sind. Kinder 
haben jedoch Bedürfnisse im Hier und Jetzt. Sie le -
ben, entscheiden und handeln heute und nicht erst 
morgen, wenn sie „groß“ sind.
Mit diesem Recht des Kindes macht Korczak uns 
deutlich, dass wir als Eltern und ErzieherInnen ver -
antwortlich für den heutigen Tag sind, für jede Stunde.
Janusz Korczak
2
„Recht des Kindes, so zu sein, wie es ist“
Nicht elterliche Wünsche oder der Ehrgeiz von Erzie-
herInnen dürfen Maßstab für den Entwicklungsweg 
des Kindes sein, sondern die ihm vorgegebenen 
körperlichen und seelischen Möglichkeiten.
Das Kind ist in seiner äußeren Erscheinung zu achten 
und in dem, was es denkt.
Kinder sind Menschen, keine Puppen. Sie haben das 
Recht auf Mittelmäßigkeit.
Es geht nicht darum, wie das Kind sein SOLL, son-
dern wie es sein KANN.
Mit diesem Recht fordert Korczak Eltern und 
Erzieher  In nen auf, das Kind zunächst einmal ken-
nenzulernen und ihre trügerische Sehnsucht nach 
vollkommenen Kindern aufzugeben, um dafür das 
Kind in seiner Einmaligkeit zu sehen.
„Recht des Kindes auf seinen Tod“
Dieses Recht mag schockieren. Hier kommt Korczaks 
Wertschätzung der kindlichen Erfahrung im Hinblick 
auf die Entwicklung zum Ausdruck.
Kinder benötigen Freiräume für eigene Erfahrun-
gen, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit, auch 
wenn dies gewisse Risiken mit sich bringt.
Mit diesem Recht zeigt Korczak auf, dass Kinder oft 
Gefangene der Ängste ihrer Eltern und ErzieherIn-
nen sind und warnt davor, dass auch ein Übermaß 
an Fürsorge einengend wirken kann.
Diese Grundrechte des Kindes können Erwachsenen 
helfen, eine Haltung aufzubauen, die sich auf die 
Prinzipien von Achtung und Vertrauen gründet. Die 
Kinderrechte schützen Erwachsene und Kinder glei-
chermaßen vor Überbehütung, vor einer Verschie -
bung der Gegenwart in die Zukunft und davor, dem 
Kind überhöhte Ideale aufzubürden.
Das Recht des Kindes auf Achtung und die uneinge-
schränkte Liebe sind Korczaks pädagogisches Credo.

09
Auftrag der Kindertages-
einrichtung und Ziele der
pädagogischen Arbeit3
Kindertageseinrichtungen haben einen gesetz-
lichen Auftrag und fördern die Entwicklung des 
Kindes zu einer selbständigen, eigenverantwort -
lichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. 
Diese Aufgabe umfasst die Betreuung, Bildung 
und Erziehung des Kindes und unterstützt die 
Erziehung des Kindes in der Familie.
Auf der Grundlage des gesetzlichen Auftrages  
und ausgehend von den Leitgedanken der  
Pädagogik Janusz Korczaks entwickelten wir die 
Zielsetzung der pädagogischen Arbeit unserer 
Kindertageseinrichtung.
3.1. Grundlegende Ziele der 
pädagogischen Arbeit
Als grundlegendes Ziel unserer pädagogischen  
Arbeit wollen wir Kinder, mit und ohne Behinderung, 
bestärken, ihr Leben selbständig zu gestalten und zu 
bewältigen. Dazu stehen wir ihnen als vertrauensvolle 
Bezugspersonen zur Seite, bieten ihnen eine liebe -
volle Atmosphäre und begleiten sie in der Erkun-
dung ihrer selbst, anderer und den Dingen der Welt. 
In dieser Auseinandersetzung erlangen die Kinder 
sogenannte Basiskompetenzen, die die Vorausset -
zung für ihre kompetente Entwicklung und den wei-
teren Verlauf ihrer Bildung sind. 
So helfen wir den Kindern, ihre Fähigkeiten und 
Stärken zu erkennen, zu lernen damit umzugehen 
und ihre eigene Identität zu entwickeln (Selbst- 
kompetenz). 
Gleichsam leben wir in einem Miteinander. Wir för -
dern die Kinder darin, die Bedürfnisse, die Wünsche, 
die Interessen und die Erwartungen anderer zu er -
kennen und in ihrem eigenen Verhalten zu berück -
sichtigen (Sozialkompetenz). 
Wir leben in einer großen Welt, die voller Erfahrun-
gen und Entscheidungen steckt. Hier wollen wir die 
Kinder unterstützen, sachbezogen zu urteilen, ent -
sprechend zu handeln und Wissen auf unterschied-
liche Situationen übertragen zu können (Sach- und 
Methodenkompetenz).
Das heißt für uns, dass wir die Kinder darin unter -
stützen,
- die Welt und sich mit allen Sinnen wahrzunehmen.
- sich selbst, ihren Körper, ihre Interessen und ihre 
Fähigkeiten zu entdecken.
- ihre Neugierde und ihren Wissensdrang auszule -
ben.
-  Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu ent -
wickeln.
- Bindungen und Vertrauen aufzubauen.
- Verantwortung für sich und andere zu überneh-
men.
- die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, 
auszudrücken und die anderer wahrzunehmen.
- Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen zu 
erleben und zu erlernen.
- sich Wissen und Fertigkeiten in allen Entwick -
lungsbereichen anzueignen.
KIND
WELT
ANDERE ICH
Sozialkompetenz Selbst-
kompetenz
Sach- und 
Methodenkompetenz

10
3.2. Selbstverständnis und Haltung 
der pädagogischen Fachkräfte
Janusz Korczak macht nicht nur Aussagen im Hin-
blick auf die Kinder, er hinterfragt auch die Haltung 
der ErzieherInnen und gibt auf diese Weise hilfreiche 
Hinweise zur eigenen Auseinandersetzung.
Auf dieser Grundlage entwickeln wir unser Selbst -
verständnis als pädagogische Fachkräfte. 
Das bedeutet für uns:
- Kinder als gleichwertiges Gegenüber zu betrach-
ten.
- das Kind als Mensch mit seiner eigenen Persön-
lichkeit zu sehen, die es in ihrer Entfaltung nicht zu 
formen, sondern zu unterstützen gilt.
- das Kind zu achten und zu lieben und so anzuneh-
men, wie es ist.
- den Kindern zahlreiche Möglichkeit zu bieten, ihre 
Welt selbst zu entdecken und ihre Erfahrungen zu 
machen.
- eine Vorbildfunktion für die Kinder einzunehmen.
- eine umfassende Beobachtung der Kinder und die 
Reflexion der eigenen Handlungen.
- durch regelmäßige Fortbildung und fachlichen 
Austausch ein fundiertes Fachwissen zu erwerben 
und zu pflegen.
- den Kindern Raum zu schaffen sich mit dem Glau-
ben an Gott auseinanderzusetzen.
- ein kooperierendes Miteinander zwischen Familie 
und Kindertageseinrichtung.
3.3. Unser Bildungsverständnis und 
die Grundsätze unserer Bildungsarbeit
Kinder eignen sich die Welt an – wir gehen mit!
Kinder sind die Akteure ihrer eigenen Entwicklung 
und bilden sich nicht, in dem sie fertiges Wissen und 
Können von anderen übernehmen. Sie bilden sich 
aktiv durch das, was sie mit ihren eigenen Sinnen 
wahrnehmen und in ihrer sozialen Welt erfahren.
Die Auseinandersetzung und Verarbeitung der 
Wahrnehmung und Erfahrung des Kindes ist ein 
selbständiger innerer Prozess, der als Selbstbildung 
des Kindes zu verstehen ist. 
Unsere Aufgabe als pädagogische Fachkräfte in die-
sem Prozess der Bildung ist es, die Lernbegeisterung 
der Kinder zu unterstützen und ihnen als Begleiter 
und Impulsgeber zur Seite zu stehen. Dabei orien-
tieren wir uns an den (Alltags-)Erfahrungen und 
dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder und 
schaffen daraus eine differenzierte und strukturierte 
Erfahrungswelt für die Kinder. So ermöglichen wir 
ihnen, auf vielfältige Weise die Welt zu entdecken 
und zu erforschen. Sie können ihre Fähigkeiten und 
Fertigkeiten entwickeln, ihr Wissen erweitern und als 
starke, selbstbewusste und selbständige Persönlich-
keiten in ihr weiteres Leben gehen.
Neben der Begleitung des Bildungsprozesses legen 
wir großen Wert auf die Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung der Kinder. Auf dieser Grund- 
lage tauschen wir uns regelmäßig aus, um ein umfas-
sendes Bild von den Kindern zu erhalten und das wei- 
tere pädagogische Handeln gemeinsam zu erarbeiten. 
Zur Strukturierung unserer pädagogischen Bildungs-
arbeit und dem Ziel folgend, dem Kind ausreichende 
Möglichkeiten zu bieten, umfassende und grundle -
gende Bildungs- und Erfahrungsprozesse zu erle -
ben, orientieren wir uns an zehn Bildungsbereichen.
 
Diese Bildungsbereiche sind inhaltlich strukturiert 
und in der Grafik voneinander abgegrenzt. In un-
serer pädagogischen Praxis überschneiden sich die 
Bildungsbereiche und lassen sich nicht voneinander 
trennen. So spricht eine Aktivität immer verschiedene  
Bildungsbereiche an. 
      „Bildung ist etwas Wunderbares. 
Doch sollte man sich von Zeit zu Zeit     
              daran erinnern, 
        dass wirklich Wissenswertes 
    nicht gelehrt werden kann. “
                                  
            Oskar Wilde

11
Leitidee
Bildungsmöglichkeiten
Materialien/Settings als Denkanstöße
Leitfragen zur Unterstützung und Gestaltung 
von Bildungsmöglichkeiten
Naturwissen-
schaftlich-
technische
Bildung
Bewegung
Ökologische
Bildung
Musisch-
ästhetische 
Bildung
Religiöse
und ethische
Bildung
Körper,
Gesundheit
und Ernährung
Medien
Mathematische 
Bildung
Sprache 
und
Kommunikation Soziale,
kulturelle und
interkulturelle
Bildung
Befähigung zur 
gesellschaftlichen
Teilhabe
     Sach-/Methodenkompetenz                   Sozialkompetenz                    Selbstkompetenz

12
3.3.1. Sprache und Kommunikation
„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ 
Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel, 
um uns mit anderen Menschen zu verständigen, uns 
mitzuteilen, unsere Gefühle, Erfahrungen und Ge -
danken auszutauschen. Sie ist das Instrument unse -
res Denkens, Fühlens und unserer Fantasie. 
Vor allem für die frühkindliche Entwicklung ist Spra-
che von großer Bedeutung. Eine gut entwickelte 
Sprachkompetenz ist der Schlüssel für erfolgreiche 
Bildungs-, Entwicklungs- und Lernprozesse. 
Der Bildungsbereich Sprache ist Bestandteil aller 
Bildungsbereiche und findet in unserer Einrichtung 
 jeden Tag statt. Jedes Handeln, egal ob beim Memory- 
Spiel, beim Betrachten von Bilderbüchern oder im 
Stuhlkreis, wird von uns sprachlich begleitet. Wir ste-
hen den Kindern alltäglich als GesprächspartnerInnen 
und Sprachvorbild zur Seite. Wir fördern ihre Sprech-
freude, die Erweiterung ihres Wortschatzes und mo-
tivieren die Kinder zum Sprechen in ganzen Sätzen. 
Neben dieser Sprachförderung im Alltag werden in 
unserer Kindertageseinrichtung zwei Sprachstand-
erhebungen mit anschließenden Sprachförderange-
boten durchgeführt. BISC („Bielefelder Screening“) 
und Delfin 4 (Diagnostik, Elternarbeit, Förderung 
der Sprachkompetenz In NRW bei 4-jährigen). 
BISC umfasst ein Screening zur Feststellung von 
einer Lese-Rechtschreibschwäche bei Kindern. 
Dieses Screening wird mit dem Einverständnis der 
Eltern 10 Monate vor Einschulung bei den „Maxis“ 
von geschulten pädagogischen MitarbeiterInnen 
durchgeführt. Bei Bedarf kann das Kind am HLL-
Programm („Hören, Lauschen, Lernen“) teilnehmen 
und 20 Wochen lang täglich für 10 - 15 Minuten in 
einer Kleingruppe (bei uns den „Lauschis“) spiele -
risch sprachliche Übungen vertiefen. 
Delfin 4 ist eine verpflichtende schulische Sprach-
standerhebung. Das Programm prüft die Sprach-
kompetenz von Kindern zwei Jahre vor der Ein-
schulung. Bei Bedarf finden wöchentlich gezielte 
Sprachförderangebote in den Gruppen statt. 
Zudem findet derzeit einmal wöchentlich eine 
Sprachförderung für nicht deutsch-sprachige Kinder 
statt, um sie intensiver an die deutsche Sprache 
heranzuführen. 
Ebenfalls ist uns sehr wichtig, dass die Kinder in Kon-
takt mit Fremdsprachen kommen. Wir bieten einmal 
wöchentlich einen Englischkurs an, der den Kindern 
die ersten englischen Wörter, meist durch Spiele 
und Lieder, näher bringt und die Freude an anderen 
Sprachen weckt.
3.3.2. Bewegung
„Die Kindheit ist eine bewegte Zeit“
Die Kindheit ist stark geprägt von sinnlichen und 
motorischen Erfahrungen. Sie sind Grundlage der 
kindlichen Entwicklungs- und Lernprozesse und 
aus diesem Grund stellen Bewegung und Wahrneh-
mung ein grundlegendes Fundament unserer päda-
gogischen Arbeit dar. 
In unserer Turnhalle können die Kinder ihrem 
Bedürfnis nach Bewegung täglich im Freispiel und 
dreimal wöchentlich bei Bewegungsangeboten wie 
z. B. Bewegungsbaustellen oder Tänzen nachgehen. 
Sie können dabei ihre Grenzen austesten, um neue 
Entwicklungsschritte zu machen und neue Fähig-
keiten an sich zu entdecken. 
Auf unserem Außengelände können die Kinder ihrem 
Bewegungsdrang an frischer Luft zu jeder Tages- 
und Jahreszeit gerecht werden. Dem Kind bietet das 
Außengelände verschiedene Möglichkeiten, seinem

13
Drang nach Bewegung nachzugehen, ob rutschen, 
klettern, schaukeln, buddeln im Sand oder ein Wett-
rennen mit Fahrzeugen. 
Zudem finden regelmäßig Ausflüge wie z. B. in den 
Wald oder zur Kletterspinne statt, um den Kindern 
neue Anreize zu bieten, damit sie vielfältige Bewe -
gungs- und Wahrnehmungserfahrungen sammeln 
können. Oft ist Bewegung eine Grundvoraussetzung 
für das Kind, um sich auf andere Spiel- und Lern- 
inhalte zu konzentrieren.
3.3.3. Körper, Gesundheit 
und Ernährung
Das körperliche Wohlbefinden ist ein grundlegender 
Baustein für die Entwicklung und Bildung der Kinder. 
Deshalb unterstützen wir sie darin, mit sich selbst 
und ihrem Körper verantwortlich umzugehen. Dazu 
bieten wir den Kindern unterschiedliche Impulse 
und Angebote, bei denen sie ihren Körper durch 
verschiedenste Sinneserfahrungen kennenlernen 
können. Beispielsweise stellen wir Materialien im All-
tag bereit wie Kleister oder bieten Entspannungsge-
schichten, Massagen oder Bewegungsspiele an, bei 
denen die Kinder ihren Körper intensiv wahrnehmen 
können. 
Haben die Kinder Wünsche, Bedürfnisse, Probleme 
oder Ängste, stehen wir als vertrauensvolle Ge -
sprächspartnerInnen zur Seite, trösten und unter -
stützen die Kinder. Wir greifen die Themen der Kin-
der auf und geben ihnen Raum ihre Gefühle und 
Erfahrungen auszudrücken. Dabei helfen wir ihnen 
die Signale ihres Körpers zu erkennen und sich auch 
mit dem Thema Krankheit auseinanderzusetzen. 
Durch die Erfahrung von unterschiedlichen Befind- 
lichkeiten kann sich das Kind ganzheitlich mit 
seinem Körper beschäftigen. 
Unsere ganzheitliche präventive Gesundheitsbil-
dung umfasst natürlich auch die Körperpflege, das 
tägliche Zähneputzen und reicht bis zu einer gesun-
den Ernährung (siehe Punkt 4.4 Mahlzeiten). Es gibt 
immer wieder Projekte zu diesen Themen. Beispiels-
weise „gesunde Ernährung“ , bei denen wir gemein-
sam kochen bzw. backen oder regelmäßige Besuche 
durch die „Jugendzahnpflege“ der Stadt Münster.
Wir achten auf uns. Unser Körper, unsere Gesundheit 
und unsere Ernährung sind uns wichtig.
3.3.4. Soziale, kulturelle und 
interkulturelle Bildung
Kinder brauchen Selbstvertrauen, um offen und 
tolerant gegenüber anderen Menschen, Kulturen 
und Lebenswelten zu sein. Wir bringen ihnen Wert -
schätzung entgegen, damit sie Selbstvertrauen und 
eine Vorstellung ihrer eigenen Identität entwickeln 
können. Bei diesem Prozess begleiten wir sie und 
geben ihnen Sicherheit.
Gerade in der Kindertageseinrichtung treffen sie 
auf die unterschiedlichsten Menschen außerhalb 
ihrer vertrauten Umgebung, der Familie. Wir bilden 
eine Gemeinschaft aus verschiedenen Kulturen, 
unterschiedlichsten Meinungen, Einstellungen und 
Bedürfnissen. Wir wollen die Kinder darin unterstüt -
zen, zu lernen sich abzustimmen, zu respektieren, 
ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu vertre -
ten und Konflikte besonnen zu lösen. 
Dazu greifen wir ihre Themen auf, beispielsweise  
warum ein Kind kein Schweinefleisch isst, und füh-
ren Projekte durch, die die Kinder mit anderen Kul-
turen und Traditionen in Kontakt bringen sollen, um 
die Andersartigkeit zu entdecken. 
Zudem sind wir ihre Vorbilder. Demokratische Struk-
turen, gemeinsam aufgestellte Regeln, ein werte- 
orientiertes Verhalten und Toleranz helfen den 
Kindern, verantwortungsbewusste Menschen zu 
werden. Wir wollen, dass die Kinder sich schon in 
unserer Kindertageseinrichtung auf unsere vielfäl-
tige Gesellschaft vorbereiten können.

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3.3.5. Musisch-ästhetische Bildung
Mit viel Spaß und Intensität drücken Kinder beim 
Malen, Basteln, Gestalten, Musizieren und Werken 
ihre Erfahrungen aus, verarbeiten Erlebtes und ent -
falten ihre Kreativität. Wir geben den Kindern Zeit 
und Freiraum, um sich in sinnliche Erlebnisse zu 
vertiefen und ihre Wahrnehmungen gestalten zu 
können. Sie entdecken die Welt und sich durch diese  
sinnlichen Erfahrungen und bilden ihre eigene 
Ästhetik von den Dingen. 
Alltäglich unterstützen wir die Kinder durch anspre -
chende Geschichten und Impulse und durch die 
Bereitstellung von Spiel- und Bastelmaterialien 
sowie von verschiedensten Musikinstrumenten. 
Gezielte Angebote wie zum Beispiel das Lauschen 
und Hören lernen, das Mischen von Farben, Freude 
an Rhythmus und Bewegung durch Tanz oder die 
Wahrnehmung des eigenen Körpers als Klangkörper 
fördert die Kinder kreativ zu werden und mit Freude 
Ideen zu entwickeln. 
In jedem Kind steckt ein kleiner Künstler.
3.3.6. Religiöse und ethische Bildung 
Kinder aus verschiedenen Ländern besuchen unsere 
Kindertageseinrichtung. Sie begegnen anderen  
Religionen, Kulturen und Traditionen. Wir geben 
ihnen die Möglichkeit, unterschiedliche Formen von 
Weltanschauungen, Glaube und Religion wahrzu- 
nehmen und Feste und Rituale aus eigenen und 
anderen Kulturkreisen zu entdecken. Dabei ist es 
uns wichtig, dass die Kinder die kirchlichen Feste im 
Jahreslauf und ihre Bedeutung kennenlernen. 
In diesem Miteinander verschiedener Religionen 
erleben die Kinder Vielfältigkeit und Unterschiede, 
aber auch viele Gemeinsamkeiten und übereinstim-
mende Werte. 
Diese übereinstimmenden Werte, wie zum Beispiel 
die Achtung und der Respekt vor dem anderen 
Menschen und der Schöpfung und den Glauben an 
einen Gott wollen wir den Kindern vorleben. Durch 
die Entdeckung der Gemeinsamkeiten lernen die 
Kinder, im Fremden etwas Bekanntes zu entdecken, 
um offen und tolerant anderen Menschen und Reli-
gionen entgegenzutreten.
Dabei spricht die ethische und religiöse Bildung und 
Erziehung alle Lern- und Entwicklungsebenen der 
Kinder an, besonders wenn es um Einstellungen und 
Haltungen geht. Hier wollen wir den Kindern Grund-
sätze christlichen Glaubens vermitteln: Vertrauen, 
Vergebung, Hoffnung, Liebe. In unserer Einrichtung 
erfahren sie Geborgenheit, finden Verlässlichkeit 
und Sicherheit. Sie erleben jedoch auch Traurigkeit 
und Enttäuschung. Wir nehmen uns Zeit und beglei-
ten die Kinder, um ihnen bei ihren vielfältigen Erfah-
rungen zur Seite zu stehen. Sie sollen Zutrauen im 
Umgang mit sich selbst aufbauen.
Dabei brauchen Kinder Hoffnung. Die Geschich-
ten der Bibel erzählen von der Hoffnung der Men-
schen und sie erzählen von dem bedingungslosen 
Angenommensein des Menschen durch Gott. Diese 
Botschaft, die wir Kindern mit auf den Weg geben 
möchten, ist nicht katholisch oder evangelisch, son-
dern christlich. 
Wir möchten Kinder bei der Suche nach Antworten 
zu Fragen des Lebens und des Glaubens begleiten.
3.3.7. Mathematische Bildung
Unsere Welt steckt voller Mathematik. Nicht nur die 
Welt von uns Erwachsenen, sondern auch die der 
Kinder. Im Zählen und im Dinge nach Größe ordnen 
drückt sich u.a. Mathematik aus. Genau diese „All-
täglichkeit der Mathematik“ für die Kinder bewusst 
erlebbar zu machen, darin besteht unsere Aufgabe.
Dabei geht es nicht darum, nur richtige Lösungen 
zuzulassen oder gar Regeln einzuüben. Das sind

15
Ziele der Schule. Es geht vielmehr darum, Spaß am 
Zählen, am Entdecken von Mustern oder am Ver -
gleich von Gewichten zu entwickeln. 
Die Kinder lernen Mathematik in für sie interessan-
ten und bedeutsamen Zusammenhängen kennen. 
In alltäglichen Situationen begegnen sie allen Berei-
chen der Mathematik:
- Wie viele Kinder sind heute in der Gruppe? 
 (Idee der Zahl)
- Wo liegt der Kreis und wo das Dreieck? 
 (Idee der Form)
- Muster erfinden mit verschiedenen Legematerialien 
  (Idee der Gesetzmäßigkeit und Muster)
- Wir zerteilen einen Apfel 
 (Idee von Teilen und Ganzem)
- Entdeckungen mit einem Spiegel 
 (Idee der Symmetrie)
Dies sind nur einige wenige Beispiele, in denen die 
Kinder erste mathematische Erfahrungen sammeln 
können. Das Wichtigste aber ist, den Kindern einen 
positiven Zugang zur Mathematik zu ermöglichen.
3.3.8.  Naturwissenschaftlich-
technische Bildung
Kinder sind Forscher und Entdecker. Sie probieren 
sich und die Dinge aus, um sich alltägliche Dinge zu 
erklären. In unserer Einrichtung unterstützen wir die 
Kinder in ihrer Neugier und ihrem Forscherdrang. Oft 
sind es bereits einfache Naturphänomene, die eine 
große Faszination auslösen. Dies kann beispielswei-
se eine Hand voll schmelzendem Schnee sein. 
Die Kinder vermitteln sich die gemachten Erfahrun-
gen und Erkenntnisse untereinander, so dass ein 
reger Wissensaustausch stattfindet. Dabei geht es 
nicht um das Ansammeln von wissenschaftlichen 
Fakten, sondern darum, selbständig zu forschen, 
Erfahrungen zu machen und sich kreativ und aktiv 
mit Problemen und Fragestellungen auseinander -
zusetzen. Das „Experimentieren“ gehört daher seit 
einigen Jahren als gruppenübergreifendes Angebot 
zum festen Bestandteil unserer pädagogischen Ar -
beit. Hier werden von den Kindern Versuche zu den 
verschiedene Bereichen (Luft, Elektrizität, Magnetis-
mus, Farben, Wasser) durchgeführt. Auch außerhalb 
dieses Angebotes fordern wir den Forscherdrang 
der Kinder heraus. Dies kann z.B. beim Spiel mit 
verschiedenen Konstruktions- und Baumaterialien 
geschehen. Wer baut den stabilsten Turm?
Kurzum: die Kinder werden in ihrer Kompetenz  
gestärkt, sich neugierig auf Fragen und Probleme 
einzulassen, sowie die dafür zur Verfügung stehen-
den Möglichkeiten zu nutzen.
3.3.9. Ökologische Bildung
Wir sind als Menschen neben den Tieren und Pflan-
zen Bewohner und Teil dieser Erde. Wir tragen die 
Verantwortung für sie. Daher ist es uns wichtig, dass 
Kinder in einen bewussten, verantwortungsvollen 
und achtsamen Umgang mit der Natur hineinwach-
sen. 
Kinder sind geborene „Naturbeschützer“ . Sie bewun-
dern und lieben die Natur und alles, was sie lieben, 
wollen sie auch beschützen. Darin unterstützen und 
stärken wir sie. Sie sollen ihre ökologischen Lebens-
räume erobern und ihre Umwelt spielerisch mit allen 
Sinnen erschließen. Wir stehen ihnen als behutsam 
begleitende Ansprechpersonen und Vorbilder zur 
Seite, geben ihnen Hilfe bei der Beschreibung von 
natürlichen Vorgängen und bei der Erklärung von 
Gefahren in der Natur. Aus sich selbst heraus lernen 
sie Zusammenhänge herzustellen, Übertragungen 
abzuleiten und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen.
Dies unterstützen wir durch die Bereitstellung viel-
fältiger Medien und Materialien, damit die Kinder

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experimentell arbeiten können. Beispielsweise  
trennen wir gemeinsam Müll, pflanzen Samen und 
beobachten ihr Wachstum und machen sie für die 
Veränderungen der Natur empfänglich, so dass sie 
durch die vielfältigen Natur- und Umwelterfahrungen 
ihren sorgsamen Umgang mit der Natur erhalten. 
3.3.10. Medien
In der heutigen Zeit ist unser Alltag zunehmend 
durch den Umgang mit bzw. den Einsatz von Medien  
geprägt. Fernseher, Computer, Kassettenrekorder, 
Bücher und Spiele gehören zu unserem Leben.
Unser pädagogischer Auftrag ist daher, die von Kin-
dern gemachten Medienerfahrungen aufzugreifen, 
mit den Kindern zu reflektieren und ihnen Raum und 
Möglichkeiten zur Verarbeitung zu geben. 
So suchen wir oft mit den Kindern in unserer Bi-
bliothek nach Antworten auf ihre Fragen, erobern 
interessante Sachverhalte oder unterhalten uns 
gemeinsam über ihre Lieblingsserien. Dies stärkt ihre 
Medienkompetenz, welche die Kinder benötigen, 
um ein (kritisches) Medienverständnis aufbauen  
zu können und um zu lernen Medien, sinnvoll  
und produktiv einsetzen zu können. 
Wir wollen sie für ein souveränes Leben mit Medien 
stark machen.

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Voraussetzung für die Erreichung unserer pädago -
gischen Zielsetzung ist eine vertrauensvolle, gebor-
gene und liebevolle Umgebung, in der die Kinder 
sich wohl und angenommen fühlen können. Die  
Gestaltung der Situationen und Beziehungen im All-
tag unserer Kindertageseinrichtung ist für uns daher 
genauso wichtig wie die Durchführung pädagogi-
scher Angebote und Aktivitäten zu den Bildungs-
bereichen. Wir begegnen den Kindern mit Achtung 
und Respekt und verstehen uns als BegleiterIn,  
Vertrauensperson und SpielpartnerIn des Kindes.
Im Alltag haben die Kinder die Möglichkeit, vielfäl-
tige Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, aus 
denen sie Schlussfolgerungen ziehen. Spielerisch 
erarbeiten wir in verschiedenen Angeboten die Bil-
dungsbereiche. 
Dabei teilen wir den Tag nicht in pädagogisch wich-
tige und unwichtige Abschnitte ein, da Begegnung 
und Kommunikation, Lernen und Erfahrungen  
machen in allen Phasen des Tages in unserer Einrich-
tung stattfinden. So bietet der ganze Tagesablauf 
den Kindern viele Möglichkeiten zum selbständigen 
Handeln, welches zur Selbstbildung beiträgt. 
Diese Lernerfahrungen haben eine nachhaltige Wir -
kung auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.
4.1. Ankommen – Erleben 
– Verabschieden
Am Morgen werden die Kinder von 7.15 Uhr bis 
9.00 Uhr in das Janusz-Korczak-Haus gebracht. Wir  
begrüßen jedes Kind und signalisieren ihm: hier bist 
du willkommen, wir nehmen dich wahr, so wie du 
bist und begleiten dich in diesen Tag. 
Natürlich ist ein späteres Bringen in bestimmten 
Situationen verständlich, es sollte aber auf das Ein-
halten dieser Zeit geachtet werden, um den Kindern 
einen gemeinsamen Start zu ermöglichen. Es ist für 
einige Kinder schwer ins Spiel zu finden, wenn sich 
die übrigen Kinder bereits ihre Spielbereiche und 
Gestaltung der alltäglichen 
Situationen und Beziehungen4
Spielpartner gesucht haben und sich feste Spiel-
gruppen gebildet haben. In der Vormittagszeit ha-
ben die Kinder verschiedene Möglichkeiten, ihren 
Tag selbständig mitzugestalten. Sie können sich zwi-
schen dem Freispiel, Angeboten zum Projektthema 
innerhalb der Gruppe und gruppenübergreifenden 
Angeboten zu verschiedenen Bildungsbereichen 
entscheiden. 
Der erlebnisreiche Vormittag endet für die Kinder ei-
ner Gruppe mit dem gemeinsamen Sing- und Spiel-
kreis. Anschließend beginnt für einige Kinder die 
Abholphase auf dem Außengelände. Das Abholen 
der Kinder ist von 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr möglich 
(12.30 Uhr – 13.00 Uhr für berufstätige Eltern). Wird 
ein Kind abgeholt, ob vormittags oder nachmittags, 
ist es uns wichtig, dass wir uns von jedem Kind per -
sönlich verabschieden. Für die verbleibenden Kinder 
beginnt das Mittagessen mit einer anschließenden 
Ruhe-/ Schlafphase (13.30 Uhr – 14.00 Uhr).
Die Kinderbetreuung am Nachmittag findet täglich 
von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt. Unsere Tore stehen 
sowohl für die Kinder der Einrichtung als auch für 
ihre Geschwister und Freunde nach Absprache offen. 
Hier starten nun tolle Aktivitäten und Projekte. Wir 
bieten verschiedene Workshops an, d.h. über mehre-
re Wochen können die Kinder nachmittags z.B. zum 
Kochen und Backen, Turnen, Englisch oder zum Mär-
chenprojekt wieder in die Einrichtung kommen.
Für die Kinder, die im folgenden Jahr zur Schule ge -
hen, unsere sogenannten „Maxis“ , findet vierzehntä-
gig montags nachmittags ein Programm (siehe ei-
genen Flyer) statt, indem wir die Kinder intensiv auf 
die Grundschule vorbereiten. Um diese Übergänge 
leichter für die Kinder zu gestalten, kooperieren wir 
eng mit den Grundschulen. Wir tauschen uns über 
unsere Arbeit aus und nehmen gemeinsam an Fort -
bildungen teil.

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4.2. Spiele im Stuhlkreis
Der Stuhlkreis oder Sitzkreis (auf einem Teppich) 
findet in den Gruppen jeden Vormittag statt. Für 
die Kinder ist es schon zu einem Ritual geworden, 
nach dem Aufräumen einen Stuhlkreis zu stellen. Sie 
freuen sich auf die gemeinsame Runde, die 15 bis 30 
Minuten dauern kann und bei deren Gestaltung die 
Kinder aktiv beteiligt sind. 
So werden Lieder gesungen, Kreisspiele gemacht, 
Geschichten erzählt, über eigene Erlebnisse berich-
tet oder auch über Gruppenregeln und besondere 
Vorkommnisse in der Gruppe gesprochen. Die Kin-
der kennen viele Lieder und Spiele schon gut und 
finden Sicherheit und Geborgenheit in dieser Runde. 
Sie lernen vor einer Gruppe laut und deutlich zu 
sprechen und zu erzählen, was sie bewegt. Hier ge -
winnen Kinder Selbstbewusstsein; sie lernen aber 
auch zuzuhören, Andere ausreden zu lassen und sich 
für die Geschichten der Anderen zu interessieren.
Der Stuhlkreis ist der Ort, an dem Geburtstage der 
Kinder gefeiert werden. An diesem ganz besonderen 
Tag steht das Kind im Mittelpunkt, darf sich Spiele 
und Lieder aussuchen und bringt für alle Kinder 
eine kleine Überraschung, wie zum Beispiel einen  
Geburtstagskuchen, Quarkspeise oder Obstspieße, 
mit. Insgesamt wird das Gruppengefühl der Kinder 
in einer solchen Runde gestärkt.
4.3. Projektarbeit
Der Begriff „Projekt“ oder „Projektarbeit“ begegnet 
uns in der Arbeit mit Kindern immer wieder. Kin-
der und Erwachsene beschäftigen sich über einen  
längeren Zeitraum mit einem Thema, erschließen 
es aus verschiedenen Perspektiven und lernen mit-
einander.
Die Durchführung eines Projektes schließt das Ein-
gehen auf aktuelle Ereignisse wie die veränderte 
Lebenssituation eines Kindes, z.B. die Geburt eines 
Geschwisterkindes oder einen Umzug der Familie, 
nicht aus. Projekte finden nicht nach einem festge -
legten Zeitplan statt. Sie entwickeln sich, manchmal 
über Wochen oder Monate und können unterbro -
chen oder auch abgebrochen werden.
Voraussetzung für eine gute Projektarbeit ist die 
Beobachtungsfähigkeit und Flexibilität der pädago -
gischen Fachkräfte. Nur wenn diese das Gruppen-
geschehen, aber auch einzelne Kinder gut im Blick 
haben und ihre Interessen und Bedürfnisse wahr -
nehmen, können sie Projekte planen, mit den Kin-
dern erarbeiten und durchführen.
Im Rahmen von Projekten werden auch Ausflüge, 
Bastelnachmittage oder andere kleine Veranstaltun-
gen angeboten, bei denen die Mitarbeit der Eltern 
besonders hilfreich ist. Wenn z.B. beim Thema „Tiere“ 
eine Mutter in den Kindergarten kommt und den 
Hund der Familie vorstellt, ist das für alle Kinder ein 
nachhaltiges Erlebnis.
4.4. Mahlzeiten
Mahlzeiten in der Kindertageseinrichtung sind mehr 
als Nahrungsaufnahme. Sie sind ein Gemeinschafts-
erlebnis und bieten Gelegenheit für Gespräche und 
Begegnung von Kindern und Erwachsenen. 
Jeden Morgen können die Kinder ab 7.15 Uhr früh-
stücken. Sie bringen ein Brot mit Wurst oder Käse 
mit und bekommen im Kindergarten Milch, Mineral-
wasser oder Tee.

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Wir haben in unserer Einrichtung die Aktion „Obst -
korb“ . Alle Eltern der Gruppe füllen einen Korb mit 
Obst und Gemüse und die pädagogischen Fachkräfte  
schälen und schneiden dieses als zusätzliches Ange-
bot im Rahmen des gleitenden Frühstücks.
In den Gruppen gibt es an manchen Tagen ein  
gemeinsames Frühstück, das gemeinsam mit den 
Kindern in der Gruppe durch Brot- oder Brötchen-
backen vorbereitet wird. Es ist für die Gruppe immer 
ein Höhepunkt, die Kinder unterhalten sich ange -
regt.
Jeden Donnerstagvormittag gibt es in unserer Ein-
gangshalle ein Müslicafe, das von Eltern vorbereitet 
wird. Kinder aus allen drei Gruppen können nach 
Herzenslust Müsli, Obst und andere Leckereien ver -
speisen.
Um 13.00 Uhr essen die Kinder in ihrem Gruppen-
raum zu Mittag, wobei sie von zwei pädagogischen 
Fachkräften begleitet werden. Hier ist es uns wichtig, 
mit den Kindern vor dem gemeinsamen Essen zu be-
ten oder eine kurze christliche Geschichte vorzule -
sen. Es ist schön, wenn man diese Form der Gemein-
schaft mit einem Gespräch über Jesus verbindet, 
das sammelt die Kinder und führt oft zu angeregten 
Unterhaltungen.
Das Mittagessen wird in Wärmebehältern aus einer 
nahe gelegenen Küche angeliefert. Hier haben wir 
die Möglichkeit, die Gerichte selber zusammen zu 
stellen, wobei uns die gesunde Ernährung der Kinder 
auch hier sehr am Herzen liegt. Nach dem Essen ge -
hen wir gemeinsam mit allen Kindern Zähneputzen.  
Gegen 15.00 Uhr kommen alle Kinder zusammen 
und stärken sich für den Nachmittag mit einem 
kleinen Nachmittagssnack wie zum Beispiel einem 
Quark oder frischem Obst. 
4.5. Rituale und Regeln
Kinder brauchen und lieben Rituale, die Orientie -
rung geben und den Tag, die Woche oder das Jahr 
strukturieren. Zu den täglichen Ritualen gehören für 
uns die Begrüßung, der Morgenkreis und die Ruhe -
phase in der Mittagszeit. Höhepunkte im Jahreslauf 
sind die Geburtstagsfeiern der Kinder sowie kirchli-
che Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten.
Durch ein wiederkehrendes Fest und die Art dieses 
zu feiern wird bei den Kindern Vorfreude geweckt, 
gemeinsames Tun und Gruppengefühl gefördert.
Rituale müssen für alle Beteiligten einen Sinn haben 
und dürfen nicht erzwungen werden, da sie sonst 
ihre positive Wirkung und ihren Zweck verlieren. 
Kindern mit Achtung und Respekt zu begegnen  
bedeutet für uns, sie an der Gestaltung der Rituale 
zu beteiligen und ihre Wünsche zu berücksichtigen.
Rituale sollten also regelmäßig überdacht werden, 
damit sie keinen Zwang darstellen. So kann ein 
Morgenkreis, wenn die Kinder in ihre Spielprozesse 
vertieft sind, sicher auch mal am Mittag stattfinden. 
Oder ein Fest in einer anderen Weise gefeiert wer -
den.
Das Zusammenleben in einer Gruppe braucht die 
Entwicklung, Festlegung und Einhaltung gemein-
samer Regeln. Regeln dienen nicht der Machtaus-
spielung Erwachsener oder der Disziplinierung der 
Kinder, sondern der sozialen Gerechtigkeit.
Damit Regeln Sinn haben und Sicherheit und Ori-
entierung geben, kommunizieren wir die Regeln 
mit den Kindern. Viele Regeln entwickeln und ver -
ändern sich und werden immer wieder gemeinsam 
mit den Kindern erarbeitet. So kann z.B. die Anzahl 
der Kinder, die in einem bestimmten Raum spielen, 
festgelegt werden oder die Zeit, nach der die Spiel-
gruppe wechselt. Bei einem Regelverstoß zeigen wir 
die Konsequenzen für die Kinder auf und stellen sie 
in einen nachvollziehbaren Zusammenhang.

20
Die Arbeit in der U3-Gruppe unseres Familienzent -
rums wird von Anfang an in sehr enger Zusammen-
arbeit mit den Familien der in der Regel zehn zu be -
treuenden Kindern gestaltet. Vor allem der Verlauf 
der Eingewöhnungsphase, der an das Berliner Ein-
gewöhnungsmodell angelehnt ist, wird gemeinsam 
mit den Eltern erarbeitet und durchgeführt. 
In der gesamten frühpädagogischen Arbeit legen 
wir großen Wert auf diese Erziehungspartnerschaft.  
Auf deren Basis wollen wir dem Kind das Gefühl der 
Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Dies führt 
zum Aufbau einer verlässlichen Bindung (zwischen 
Kind und ErzieherIn), die das Wohlbefinden des Kin-
des ermöglicht. Diese daraus entstehenden positi-
ven Gefühle sind die Voraussetzung für die frühkind-
lichen Entwicklungs- und Lernprozesse,  bei denen 
in dieser Altersgruppe die Sinneswahrnehmung im 
Fokus steht. Denn die Sinne sind das Fenster zur 
Welt. Das Kind lernt über seine motorische Hand-
lung und die sinnliche Aufnahme von Informationen 
aus der Umwelt. 
Dazu braucht das Kind eine vorbereitete Umge -
bung, die sich flexibel seinen individuellen Bedürf-
nissen anpasst. Hierbei ist es uns wichtig, dem Kind 
ein Spektrum von Anreizen und Möglichkeiten zu 
bieten, sich, seinen Körper und seine Umwelt ganz-
heitlich zu erkunden und zu erfahren. Wir wollen 
das Kind mit viel Sensibilität und Professionalität in 
seinem Tun als einfühlsame PartnerInnen und Anlei-
terInnen begleiten. 
Aus diesem Grund passen wir den Tagesablauf der 
Kinder nicht an den Rhythmus  der Einrichtung 
an, sondern orientieren uns an den elementaren 
Bedürfnissen der Kinder selbst. Erfahrungsgemäß 
hat es sich als sinnvoll herausgestellt, um 9.00 Uhr 
gemeinsam zu frühstücken. 
Danach beginnt eine Phase, in der wir ein vielfältiges 
Angebot an Spielmaterialien, Bewegungsmöglich-
keiten, Impulsen und Aktivitäten anbieten. Dabei 
achten wir darauf, alle Bildungsbereiche anzuspre -
chen und altersorientiert umzusetzen.  
Nach dieser Phase folgt um ca. 11.00 Uhr – 11.30 Uhr 
das Mittagessen. Kinder bis zu zwei Jahren können 
das von den Eltern mitgebrachte Mittagessen ver -
zehren. Ab zwei Jahren essen alle Kinder das von der 
Einrichtung bestellte Mittagessen. So fällt die Zeit 
für die  individuelle Essenszubereitung weg und die 
Kinder und wir haben mehr Zeit und Ruhe für das 
gemeinschaftliche Essen. Mit vielen Kindern gehen 
wir bereits Zähne putzen, um sie mit Freude an das 
tägliche Ritual zu gewöhnen. 
Anschließend folgt die Schlafenszeit, in der wir die 
Kinder beim Einschlafen liebevoll begleiten. 
Nach dem Aufstehen gibt es für die Kinder einen 
Nachmittagssnack, mit anschließend beginnender 
Abholphase. Die Nachmittagsbetreuung gestalten 
wir situationsorientiert und individuell nach den 
Kindern.
Gestaltung 
der Tagesstruktur
in der U3-Gruppe5

21
Ohne Eltern geht es nicht. Die Zusammenarbeit mit 
Eltern hat in unserer Einrichtung einen hohen Stel-
lenwert. Eltern sind unsere direkten Ansprechpart -
ner, wenn es darum geht, optimale Entwicklungs-
bedingungen für ihr Kind zu schaffen.
Die pädagogischen Fachkräfte bieten jederzeit 
Elterngespräche an. Eltern sind Experten für ihr 
Kind. Durch das Gespräch mit den Eltern kann sich 
das kindliche Verhalten für uns verdeutlichen und 
umgekehrt ermöglicht es auch den Eltern einen an-
deren Blick auf ihr Kind. Der jeweilige Entwicklungs-
stand des Kindes hebt sich für beide Seiten klarer ab, 
als dies sonst im Alltag wahrgenommen wird.
Elternabende oder -nachmittage bieten die Mög-
lichkeit, Informationen auszutauschen und über 
Erfahrungen und Einschätzungen zu berichten. 
Die Eltern können die Kindertageseinrichtung und 
unsere Arbeit gerne bei Hospitationen kennenler -
nen.
Zudem veranstalten wir Bastelnachmittage, Vater-
Kind-Aktionen, Feiern zu den entsprechenden Fes-
ten im Jahresablauf, Flohmärkte, Gruppenfeste und 
verschiedene Themenelternabende. 
An „Gartentagen“ oder „Fensterputzaktionen“ laden 
wir alle Eltern herzlich dazu ein, unsere Arbeit zu un-
terstützen. Hier benötigen wir keine externen Kräf-
te und können das eingesparte Geld den Kindern 
zugutekommen lassen. Wir haben die Erfahrung 
gemacht, dass diese gemeinsamen Aktionen den 
Eltern und vor allem den Kindern sehr viel Spaß 
machen. Aus diesen Elternaktionen entwickeln sich 
immer wieder neue Ideen, so dass eine lebhafte 
Elternarbeit entstanden ist. Es sind zum Beispiel 
Gerätehäuschen gebaut, Weidentipis gepflanzt und 
alljährlich große Silvesterfeiern veranstaltet worden. 
Dabei bringen sich auch gerne ehemalige Eltern und 
die Nachbarschaft mit ein. 
Gemeinsam machen wir uns auf den Weg.
Einmal im Jahr findet die Elternvollversammlung 
statt, die den Elternrat wählt. Die gewählten Eltern-
vertreterInnen haben die Aufgabe, die Zusammen-
arbeit zwischen Träger, pädagogischem Personal 
und Eltern zu fördern und die Interessen der Eltern 
für die Einrichtung zu beleben. Der Elternrat hat ein  
Informationsrecht und ist über alle wichtigen Belange  
der Einrichtung informiert.
Mehrmals im Jahr trifft sich der Rat der Tagesein-
richtung. Dieser Rat wird gebildet aus den Eltern-
vertreterInnen, drei pädagogischen Fachkräften und 
drei TrägervertreterInnen. In diesem Gremium wer -
den neben der beratenden und unterstützenden 
Funktion z.B. die Kriterien zur Aufnahme der neuen 
Kinder festgelegt.
Zusammenarbeit
mit Eltern6

22
Das Janusz-Korczak-Haus 
als Familienzentrum 
– mitten im Leben7
Seit Bestehen unserer Einrichtung haben wir in 
Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte 
(FABI) als „Stadtteilhaus“ gearbeitet. Im Sommer 
2007 haben wir aufgrund unserer familienfreund-
lichen Angebote und Dienste das Gütesiegel „Fami-
lienzentrum NRW“ verliehen bekommen. 
Im Familienzentrum sind die „vier B“ von wichtiger 
Bedeutung, die für Bildung, Begegnung, Betreuung 
und Beratung stehen. In den Jahren unserer Arbeit 
wird immer wieder deutlich, dass das Zusammen-
spiel von genau diesen „vier B“ unser Familienzen-
trum ausmachen, wobei die Gewichtung bei jeder 
Familie und jedem Einzelnen sehr unterschiedlich ist 
und auch immer von der ganz persönlichen jewei-
ligen Lebenssituation abhängt.
An vielen Aktionen, die teilweise parallel zu den Öff-
nungszeiten der Kindertageseinrichtung, vor allem 
aber auch außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden, 
macht sich bemerkbar, dass wir nicht nur Kinderta-
geseinrichtung, sondern auch Familienzentrum sind. 
In unserem Haus ist immer Leben und mit unseren 
Angeboten wollen wir Kinder, Jugendliche und 
Erwachsene in verschiedenen Lebenssituationen  
ansprechen und einladen.
Für Tageseltern und ihre zu betreuenden Kinder 
aus der Umgebung bieten wir jeden Mittwochvor -
mittag die Möglichkeit, unseren Bewegungs- und 
Spielgruppenraum bei einem „Tageselterntreff“ zu 
nutzen. Die Tageseltern können sich untereinander 
austauschen und gelegentlich werden Fortbildun-
gen für sie angeboten. 
Für Familien, Nachbarn und Interessierte bieten wir 
jeden ersten Freitagnachmittag im Monat in unse -
rem Haus unser Nachbarschaftscafé an. Bei Kaffee 
und Kuchen können sie einen gemütlichen Nachmit-
tag verbringen, sich kennenlernen, sich austauschen 
und ihre Kinder gemeinsam in der Kinderbetreuung 
spielen lassen.
Für Kinder und Jugendliche bieten wir drei Jugend-
gruppen an. Mittwochnachmittags kommt die 
Jungschargruppe. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jah-
ren finden Zeit und Raum, gemeinsam zu spielen, 
kreativ zu sein und verschiedene Unternehmungen 
zu starten. Jeden Freitagnachmittag findet die Kin-
dergruppe statt. Hier treffen sich Kinder im Alter von 
6 bis 8 Jahren zu Spiel, Spaß und tollen Aktivitäten.
Für Jugendliche ab 13 Jahren wird freitagabends ein 
Teenie-Treff veranstaltet. Hier besteht kein festes 
Programm, sondern interessante Angebote werden 
nach den Bedürfnissen der Gruppe individuell  
gestaltet.
Alle Termine, das jeweilige Programm und ein Foto 
unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter-
Innen finden Sie in unseren Flyern der Kinder- und 
Jugendarbeit. Hier ist engagiertes Ehrenamt immer 
gerne gesehen.  
Für Grundschulkinder bieten wir in unserer Einrich-
tung die Bis-Mittag-Betreuung (BMB) an. Von mon-
tags bis freitags werden die Kinder um 11.30 Uhr von 
unseren Honorarkräften an der Ida-Schule abgeholt 
und bis 13.20 Uhr in unseren Räumen oder auf dem 
nahegelegenen Spielplatz betreut. Die Kinder haben 
die Möglichkeit zu spielen, kreativ zu sein oder auch 
ihre Hausaufgaben zu erledigen.
In den Schulferien bieten wir eine Schulferienbe -
treuung an. Sowohl die BMB als auch die Schul- 
ferienbetreuungen werden von uns in Kooperation 
mit der Ida-Schule organisiert. 
Eine enge Zusammenarbeit pflegen wir auch mit 
den in unmittelbarer Nähe gelegenen Kindertages-
einrichtungen St. Ida und Loddengrund. Es werden 
Anmeldungen abgeglichen und Termine abge -
stimmt. 
Mit der kath. Pfarrgemeinde St. Ida und der ev. Frie -
denskirchengemeinde stehen wir in Kontakt, so dass 
wir gemeinsam Gottesdienste und Kirchenbesuche  
gestalten und Firmlinge und Konfirmanden zu  
Hospitationen einladen.

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Jeden Donnerstag in der Zeit von 14.10 Uhr bis 16.10 
Uhr ist Frau Hesse von der Westfälischen Schule für 
Musik in unserem Haus und bietet den Kurs „Musika-
lische Früherziehung“ an.
Eine weitere Kooperation mit dem Gesundheitsamt, 
neben der „Jungzahnpflege“ , besteht, wenn die Kin-
der vor Beginn der Schule untersucht werden. Diese 
Untersuchung zur Schulfähigkeit bieten wir in unse-
ren Räumen an. Das ist für die Kinder eine vertraute 
Umgebung und für die Eltern entfallen lange Wege. 
In Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte 
bieten wir viele Kurse und Angebote für die ganze 
Familie an. Diese reichen von Malen für Kinder über 
Tanzkurse für Paare bis hin zum Patengroßeltern-
Familien-Treffen. Für alle diese Angebote, die in 
unserem Familienzentrum stattfinden, erstellen wir 
halbjährlich einen Programmflyer.
Neben diesen Angeboten und Kursen findet jährlich 
im Janusz-Korczak-Haus ein „Family“ Projekt statt. 
Dieses Projekt unterstützt Familien an vier Nachmit-
tagen darin, sich und unsere Einrichtung kennen-
zulernen, sich auszutauschen und gemeinsam Zeit 
zu erleben. Wir geben Raum für Eltern und Kinder, 
gemeinsam zu spielen, bieten thematische Eltern-
runden mit Kinderbetreuung an und schließen den 
Nachmittag mit einer gemeinsamen Mahlzeit ab.
Inzwischen bieten wir „Family“ auch für die neuen 
Familien unserer Kindertageseinrichtung an, dieses 
Programm heißt „Family – sich (aus)kennen macht’s“ 
und ist ähnlich aufgebaut wie unser bestehendes  
Familienprogramm. 
Für Eltern wird durch unseren Kooperationspartner, 
dem Kinderschutzbund, der Kurs „Starke Eltern – 
Starke Kinder“ angeboten. Dieser unterstützt die 
Stärkung der Elternkompetenz und greift aktuelle 
Erziehungsfragen auf. 
Eine enge Kooperation besteht ebenfalls mit den Ev. 
Bildungs- und Beratungsdiensten (EBD). Vierzehn-
tägig bietet ein Psychologe donnerstags in unserer 
Einrichtung eine offene Sprechstunde an. Zudem 
steht dieser dem Team der Kindertageseinrichtung 
zur Teamberatung und -fortbildung zur Verfügung. 
Ein Flyer mit weiteren Informationen und Angebo -
ten liegt in unserer Tageseinrichtung aus.
Haben Sie Fragen zu unseren Kooperationen, stehen 
wir Ihnen selbstverständlich als Ansprechpartner zur 
Verfügung.
Durch unser vielfältiges Angebot steckt unser Haus 
voller Leben und bietet für jeden etwas. Sie können 
es sogar mieten!
Sprechen Sie uns an, wir geben Ihnen gerne Informa-
tionen über unsere Einrichtung und unsere Arbeit.

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JaKo
Was ist der CVJM?
Der CVJM ist als eine Vereinigung junger Männer 
entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen  
offen. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen aus 
allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten 
bilden eine Gemeinschaft im CVJM. Die sogenannte 
„Pariser Basis” ist die Grundlage der CVJM-Arbeit in 
den verschiedensten Ländern dieser Erde.
So ist der CVJM eine weltweite Gemeinschaft von 
und für junge Menschen. Der Glaube an Jesus  
Christus wird hier auf vielfältige Weise erfahren 
und gelebt. Dieses Selbstverständnis bestimmt  
Leben und Arbeit mit jungen Menschen auch in den 
verschiedenen Arbeitszweigen in unserem CVJM in 
Münster.
Anne-Jakobi-Haus – das Familienzentrum in Roxel
Familienhäuser für Flüchtlinge in Hiltrup
Jugendarbeit in Everswinkel
Schulsozialarbeit in der Fürstin-von-Gallitzin-Schule
Stadtteilhaus Johannes-Busch-Haus
Gestaltung: www.margo.eu
Janusz-Korczak-Haus
Zwi-Schulmann-Weg 25
48167 Münster
www.cvjmmuenster.de
Fundraising
Kindertagesstätten werden in NRW nicht zu 100% 
durch Land, Kommune und Elternbeiträge finan-
ziert. Das heißt, dass für das Janusz-Korczak-Haus 
jährlich eine Deckungslücke von ca. 18.000,- Euro 
geschlossen werden muss.
Ein Arbeitskreis in unserem CVJM beschäftigt sich 
darum mit dem Thema ‚Fundraising‘ .
Fundraising – so kann man im Lexikon lesen – sind 
alle Aktivitäten der Mittelbeschaffung für Non- 
Profit-Organisationen.
Dazu gehören im Janusz-Korczak-Haus die folgen-
den Aktionen:
- „Ein Tag im JaKo“ – Einzel-Spender erhalten eine 
Urkunde für den Betrag, mit dem sie den Eigenan-
teil für einen Öffnungstag im JaKo finanzieren
- „JaKo-Card“  – die Mitgliedskarte für Eltern von 
Kindertagesstättenkindern und Jugendlichen, die 
unsere Angebote nutzen – der Beitrag beläuft sich 
auf 8,33 Euro im Monat
- Sponsoren-Fahrrad-Aktion beim Sommerfest – 
viele Menschen geben einen bestimmten Betrag 
pro geradeltem Kilometer
- „Diese Einrichtung wird unterstützt von…“  –  
Firmen, die 300 Euro pro Jahr geben, werden auf 
einer besonderen Wand im Eingangsbereich ge -
nannt. Aber auch Elternaktionen, Flohmärkte, 
Kuchenverkauf und vieles mehr helfen, damit am 
Ende eines Jahres der Haushalt für die Einrichtung 
gedeckt ist.
 Danke allen, die dazu mit ihrem Geld beitragen.

3_Konzeptunterlagen DRK für Kita Yorkkaserne

32759 Zeichen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
www.DRK-muenster.de 
 
                                                                                            
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mai 2013 
 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung York-Kaserne, 
Gremmendorf

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 2 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage  des 
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertagesei nrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, d as Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden An gebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung 
wiederfinden sollen.  
Leitbild und Konzeption 
der DRK-Kindertageseinrichtungen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen,  um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie 
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgib t, erfahren und begreifen. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unt erstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körpe rlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich 
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es mögli ch, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. 
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln  können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit  zu gewährleisten. Eigene 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen u nd Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene 
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als  Grundlage für unser einheitliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hil fsbereitschaft 
motiviert.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 4 
Der situationsorientierte Ansatz  
 
Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der 
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der 
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.  
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe 
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an 
Fragen, Problemen und Inf ormationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen 
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser 
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist 
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des 
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle 
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuel l und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und 
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne 
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept 
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -, 
Betreuungs- und Bildungsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots. 
Dazu zählen beispielsweise:  
 
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.: 
 
 
 
 
 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung York-Kaserne 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern 
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und werden in 
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei der Kindertageseinrichtung York-Kaserne in Gremmendorf  wird es sich um ein DRK -
Familienzentrum für einen stark anwac hsenden und sich verändernden Stadtteil in Münster

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 5 
handeln. Die Einbeziehung von sich verändernden Stadtteilstrukturen wird bei der Planung der 
Einrichtung fortlaufend eine wesentliche Rolle spielen. 
 
Die Kindertageseinrichtung York-Kaserne verfügt zu Beginn (voraussichtlich ab 1.9.2013) 
insgesamt über 3 Gruppen mit 50 Plätzen für Kinder im Alter von 0 -6 Jahren. Zu einem 
späteren Zeitpunkt bzw. nach ca. 2 Jahren ist eine Erweiterung der Einrichtung als 
Neubau an diesem Standort oder in der näheren Umgebung in Gremmendorf um weitere 
3 Gruppen mit Unterstützung der Stadt Münster geplant. 
 
Zwei Gruppen haben jeweils 20 Plätze für 2 -6 jährige Kinder. In einer weiteren Gruppe werden 
insgesamt 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut. 
Alle 50 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden.  
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten:  
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetz es und 
liegen in der Zeit zwischen 07:15 bis 16:30 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung von 
6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, wenn der Elternbedarf besteht. Die Planung von möglichen  
flexiblen und erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, 
Eltern und ortsansässiger Betriebe.  
 
 
Jahresöffnungszeiten: 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung  werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den 
Kindertageseinrichtungen in Gremmendorf an, wie wir es auch bereits mit unseren bestehenden 
Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.  
Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten der Kinderta geseinrichtung York -Kaserne flexibel 
erweitert. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah be dient werden, 
so dass die Vereinbarkeit von F amilie und Beruf unterstützt werden kann . Der Einsatz von 
qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung , um in der 
pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes 
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.  
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die  
Betreuungs- und Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität 
der pädagogischen Arbeit. 
 
 
Pädagogische Ziele 
Als wicht igste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und 
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen fühlen und sich in unserer 
Einrichtung wohl fühlen.  
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus: 
 Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 6 
 Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
 Vermittlung von Lebensfreude 
 Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
 Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
 Förderung der motorischen Entwicklung 
 Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Bewegung 
Wir möchten die Kinder in ihrer natürlichen Bewegungsfreude 
stärken. Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit und den 
Raum sich im Innen- und Außenbereich zu bewegen. 
Im angeleiteten Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita, können 
die Kinder verschiedene Turngeräte ausprobieren und kennen 
lernen.  
Im Außenbereich haben die Kinder die Möglichkeit,   verschiedene 
Spielgeräte und Fahrzeuge zu nutzen.  
Dadurch werden die Kinder in ihrer Körperwahrnehmung gefördert 
und bekommen die Möglichkeit, ihren Körper besser zu spüren und 
einzuschätzen.  
 
 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von 
anregenden Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen 
fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und 
Entwicklung eigener Ideen und Kreativität der Kinder.  
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlk reisspiele und 
Gesellschaftsspiele werden Regeln erlernt und Sozialkompetenzen 
vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim 
bildnerischen Gestalten durch vielseitige Materialien kreatives 
Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritze ln und matschen nach 
ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.  
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern die Freude 
kreativ tätig zu sein und sich auszudrücken. Vorgegebene 
Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.  
 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige 
Herausforderung in seiner Persönlichkeitsentwicklung, denn 
Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen 
 
 1.2 
 
 1.1

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 7 
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wüns che, sie stellen 
Fragen, geben Antworten, sie treten in Kontakt mit anderen Kindern 
und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem einzelnen 
Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen 
auszubauen. 
In der Kindertageseinrichtung  York-Kaserne  wollen wir die 
Sprachentwicklung eines jeden Kindes positiv beeinflussen. Dies 
passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen Miteinander - bei 
gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von 
Geschichten und Erlebnissen, im Dialog in  der Klein -und 
Gesamtgruppe. Besonders das vorbildhafte Sprechverhalten der 
Erzieherin ist hier von großer Bedeutung. 
 
Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund: 
 die Freude am Sprechen wecken 
 den Grundwortschatz zu erweitern 
 das Sprachverständnis der Kind er und die 
Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
 die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
 das grammatikalische Verständnis erweitern 
 
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, Kreisspiele 
und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und 
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw.. 
 
 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit Musik und 
Singen von Liedern im täglichen Stuhlkreis fördern wir die 
Musikalität. 
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch den 
Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir 
ihnen Raum und Materialien zum Entdecken, Beobachten und 
Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut gemacht mit 
naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, 
in die Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder 
ihre nähere und weitere Umgebung und werden so mit 
verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.  
 
 
Interkulturelle Erziehung 
Da unsere Einrichtung von Kindern  unterschiedlicher Kulturen 
besucht wird, deren Eltern aus unterschiedlichen Ländern kommen, 
lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir versuchen 
täglich diese verschiedenen Kulturen mit einzubeziehen und zu 
berücksichtigen. Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in 
gemeinsamen Gesprächen etwas über die Muttersprache der 
Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen. 
 
 1.5 
 
 1.6

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 8 
 
 
Integrative Erziehung 
In der gemei nsamen Erziehung behinderter   (von Behinderung 
bedrohter)  und nicht behinderter Kinder werden Kinder mit 
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder sozialen 
Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein   Ziel der integrativen 
Arbeit im Kindergarten ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, 
kognitiven und motorischen Fertigkeiten/ Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig 
unterstützen und ergänzen können damit ein soziales miteinander 
entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit 
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen 
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen abe r auch Ressourcen wahr und lernen damit 
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen 
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken. 
 
Die Integrationskinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche konsequente 
Spielbegleitung von der Integrationskraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial entfalten können. 
 
 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die 
Schulzeit und führt die Kinder in ihrer Entwicklung zur 
Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. 
Diese Förderung findet individuell im Freispiel und in Kleingruppen 
auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes 
eingeschätzt und in Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergartenjahr w ird bei diesen Beobachtungen dann 
besonders auf die Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die 
Einschulung notwendige Voraussetzung sind, wie zum Beispiel 
Konzentration, Aufgabenverständnis,  Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc.. 
Durch ein ge meinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird 
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir eng mit den umliegenden Gru ndschule zusammen. Diese Aktivitäten 
werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu geplant. 
 
 
 
 
 
 
 
 3 
 
 2 
 
 3

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 9 
Bildungsdokumentation und Portfolio 
 
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine 
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine Zusammenfassung 
der Entwicklung in den verschiedenen Bere ichen, wie kognitiver, motorischer, sozialer und 
sprachlicher Bereich. In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die 
individuell für jedes Kind als sinnvoll gesehen wird.  Durch die Miteinbeziehung des einzelnen 
Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre 
Ich-Kompetenz damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den 
Ordner mit nach Hause. 
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes F rühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und 
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen in den 
Gruppen zur Verfügung. 
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie 
täglich die Mög lichkeit zu entscheiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen 
möchten. 
 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes 
Mittagessen für die Tagesstättenkinder zu was zum größten Teil 
frisch zubereitet wird. An einigen  Tagen wird es durch vorbereitete 
Tiefkühlkost ergänzt. 
Die 3 Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr Die Kinder 
werden in den jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim 
Essen begleitet. An einem von den Kindern schön gedeckten Tisch 
werden die Mahlzeiten eingenommen. 
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse 
ergänzt. Zum Nachtisch erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt 
oder Quarkspeise. 
 
 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt für die Kinder 
die Ruhephase. 
In dieser Zeit werden in der Gruppe oder dem Nebenraum 
Geschichten und Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können 
sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei Erzieherinnen 
begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige Atmosphäre zu  
schaffen. 
 
 
Raumkonzept 
 
Die Räume sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet. 
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine 
Hängematte.  
 
 4 
 
 3

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 10 
Zur Förderung der Wahrnehmung steht im Nebenraum eine Sa ndwanne, in der die Kinder 
ungestört experimentieren können, bereit.  
Im Gruppenraum befinden sich Bau- und Konstruktionsbereich e, sowie  Rollenspielbereich e 
und Kreativbereiche. 
 
In allen Bereichen der Gruppe n können die Kinder durch spielen, ausprobieren  und 
wahrnehmen Erfahrungen mit Material, Formen und Größe sammeln.  
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, 
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des 
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig 
zurecht finden.  
 
Geplant sind für diese drei Gruppen- Einrichtung folgende Räumlichkeiten: 
 
- 3 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 3 Nebenräume  
-    3 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
- 3 Abstellräume 
- 5 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum 
- 1 Personalraum 
- 1 Büro 
- 1 Küche 
- weitere Räumlichkeiten  
- eine Gesamtfläche von 555 qm 
- mehrere Außengelände mit insgesamt 1750 qm Gesamtfläche 
- ein Innenspielgelände in Form eines Atriums 
- ein Indoorspielplatz 
 
 
Elternarbeit 
 
In den Gruppen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherinnen von großer 
Bedeutung. Auch der stetige Austausch über die heutige Schlaf - oder Essensituationen ist 
besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters 
nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
 
Eingewöhnungszeit 
 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 J ahren bedarf es einer besonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieh erin“ zugewiesen, da die 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst  
auszuwählen. Dies wird meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin 
des Kindes ist ab jetzt für die weitere Eingewöhnungszeit und als Hau ptansprechpartnerin der 
Eltern zuständig.  
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer de r Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 11 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit 
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusa mmenarbeit zugunsten der Kinder 
ermöglich. 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiterinnen sind Ansprechpartner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes. 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden. 
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
 Aufnahmegespräche 
 Hospitationen 
 Elternsprechtage /  Elternabende 
 Tür- und Angelgespräche 
 Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere 
pädagogische Arbeit durch: 
 Infowände im Eingangsbereich 
 Infowände vor den Gruppen 
 Elternbriefe 
 Fotodokumentationen über einzelne 
Projekte / Ausflüge 
 Faltblatt mit Informa tionen über die 
jeweilige Gruppe 
 
Gemeinsam erleben wir: 
 Elternnachmittage 
 Feste 
 Ausflüge 
 
 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu 
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der 
Elternvollversammlung gewählt. In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte 
und die pädagogische Arbeit informiert. Zusätzl ich bekommen die Eltern die   Möglichkeit aktiv 
das Kindergartenleben mitzugestalten. 
 
 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
 Menschlichkeit 
 Unparteilichkeit

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 12 
 Neutralität 
 Unabhängigkeit 
 Freiwilligkeit 
 Einheit 
 Universalität 
 
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander im 
Team. 
Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pä dagogische Arbeit innerhalb der Einrichtung. 
Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue Absprachen und 
gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.  
 
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer gemeinsam en Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen 
von Terminen werden dann besprochen. 
 
Regelmäßig werden 2 -3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung eines 
Referenten ( Fachberatung ) relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Klei nteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.  
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren 
Planung. 
Fortbildungen und Fachtagungen werden regelmäßig von den Mitarbeiterinnen 
wahrgenommen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des Personals. Er ist  
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung,  Fortbildung, Fachberatung und 
Supervision der pädagogischen Mitarbeiter. 
In Zusammenhang mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und Träger 
über wichtige Be lange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei 
administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören 
zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des Kreisverbandes wie zum 
Beispiel der ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -Therapiezentrums, deren 
Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns  das örtliche Jugendamt bei der  Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 13 
Zusammenarbeit mit anderen DRK Kindertageseinrichtungen 
 
Die DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander. Sie 
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes. 
Hilfestellungen erfahren sie dabei durch die Fachberatung des DRK Landesverbandes. 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen ar beiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum einem   in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in 
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei wer den die kulturellen, sozialen uns alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
 den Kinderärzten 
 den Logopäden 
 den Ergotherapeuten 
 der Frühförderstelle 
 dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
 Hebammensprechstunde 
 der Ärztlichen Kinderschutzambulanz 
 Bezirkspolizei 
 und weiteren 
 
 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren  sich gemeinsam mit unserem 
DRK-   Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf einer Homepage 
im Internet (www.DRK-muenster.de).

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf, York-Kaserne 14 
 
Unsere Zielsetzungen für die Kindertageseinrichtung York-Kaserne in 
Gremmendorf 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: DRK) 
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
multipro-
fessionelles 
Team 
 
fördernde 
Bildungs-
angebote 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
flexible  
Betreuungs-
angebote 
 
Zielsetzungen 
der DRK-Kita York-Kaserne 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

2_Konzeptunterlagen DRK für Kita Gildenstraße

32633 Zeichen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
www.DRK-muenster.de 
 
                                                                                            
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mai 2013 
 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung Gildenstraße,  
Handorf

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 2 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Gesetzes zur frühe n Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes  eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen fü r die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden die individuel len Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Famil ien in allen ihren Facetten in der Einrichtung 
wiederfinden sollen.  
Leitbild und Konzeption 
der DRK-Kindertageseinrichtungen

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bede utung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie 
immer wied er Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es , ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet de n Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, b ieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen . Es gehört zur Aufgabe des Teams, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich 
Familien orientieren, werden durch die Mi tarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. 
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene 
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden . Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft 
motiviert.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 4 
Der situationsorientierte Ansatz  
 
Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der 
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der 
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.  
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diese m Zusammenhang die Aufgabe 
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an 
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen 
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die  Ziel- und Inhaltsfindung dieser 
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist 
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des 
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusam menhängen“. Hierbei werden alle 
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und 
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig,  selbst- und auch fremdmotiviert ohne 
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept 
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -, 
Betreuungs- und Bildungsauftrag und e rmöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots. 
Dazu zählen beispielsweise:  
 
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 5 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Gildenstraße 
 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern 
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und werden in 
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei der Kindertageseinrichtung Gildenstraße in 
Handorf  wird es sich um ein DRK -
Familienzentrum mit dem Schwerpunkt der 
besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
handeln.  
 
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über 
3 Gruppen mit 50 Plätzen für Kinder im Alter von 
0-6 Jahren.  
 
Zwei Gruppen haben jeweils 20 Plätze für 2 -6 
jährige Kinder. In einer weiteren Gruppe werden 
insgesamt 10 Kinder im Alter von 0 -3 Jahren 
betreut. 
Alle 50 Kita -Plätze verfügen über eine 
Betreuungszeit von 45 Stunden.  
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten:  
 
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und 
liegen in der Zeit zwischen 07:15 bis 16:30 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung von 
6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, wenn der Elternbedarf besteht. Die Planung der flexiblen und 
erweiterten Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern u nd 
ortsansässiger Betriebe.  
 
 
Jahresöffnungszeiten: 
 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung  werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den 
Kindertageseinrichtungen in Handorf an, wie wir es auch bereits mit unseren bestehenden 
Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.  
Im Rahmen der möglichen Errichtung von betrieblichen Betreuungsplätzen für das benachbarte 
Handorfer Gewerbegebiet werden Öffnungszeiten auf die Bedarfe der Betriebe abgestimmt. Ein 
dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass das 
Ziel der Vereinbarkeit  von Familie und Beruf erreicht wird. Der Einsatz von qualifiziertem 
Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der pädagogischen Arbeit 
zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität 
und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.  
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 6 
 
 
Betreuungs- und Bildungsansprüche garantiert, ist Grundv oraussetzung für eine gute Qualität 
der pädagogischen Arbeit. 
 
 
Pädagogische Ziele 
 
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und 
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit a ngenommen fühlen und sich in unserer 
Einrichtung wohl fühlen.  
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins 
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
• Vermittlung von Lebensfreude 
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
• Förderung der motorischen Entwicklung 
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den 
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Bewegung 
Wir möchten die Kinder in ihrer natürlichen Bewegungsfreude stärken. Die Kinder bekommen 
täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen- und Außenbereich zu bewegen. 
Im angeleiteten Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita, können die Kinder verschiedene 
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen.  
Im Außenbereich haben die Kinder die Möglichkeit,  verschiedene Spielgeräte und Fahrzeuge 
zu nutzen.  
Dadurch werden die Kinder in ihrer Körperwahrnehmung gefördert und bekommen die 
Möglichkeit, ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen.  
 
 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden 
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die  Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen 
und Kreativität der Kinder.  
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden 
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir  den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch 
vielseitige Materialien kreatives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen 
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 7 
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, so ndern die Freude kreativ tätig zu sein und 
sich auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.  
 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner 
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen 
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antwo rten, sie 
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem 
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen. 
In der Kindertageseinrichtung Gildenstraße  wollen wir die Sprachentwicklu ng eines jeden 
Kindes positiv beeinflussen. Dies passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen Miteinander- 
bei gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und 
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Besonde rs das vorbildhafte 
Sprechverhalten der Erzieherin ist hier von großer Bedeutung. 
 
Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund: 
• die Freude am Sprechen wecken 
• den Grundwortschatz zu erweitern 
• das Sprachverständnis der Kinder und die 
Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
• das grammatikalische Verständnis erweitern 
 
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, 
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und 
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw.. 
 
 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit 
Musik und Singen von Liedern im täglichen Stuhlkreis fördern 
wir die Musikalität. 
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch 
den Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien 
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertrau t 
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die 
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere 
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.  
 
 
Interkulturelle Erziehung 
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus 
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir 
versuchen täglich diese verschiedenen Kulturen  mit einzubeziehen und zu berücksichtigen. 
Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in gemeinsamen Gesprächen etwas über die 
Muttersprache der Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 8 
Integrative Erziehung 
In der gemeinsamen Erziehung behinderter  
(von Behinderung bedrohter)  und nicht 
behinderter Kinder werden Kinder mit 
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen 
und/ oder sozialen Auffälligkeiten betreut und 
unterstützt. Ein  Ziel der integrativen Arbeit im 
Kindergarten ist die Vermittlung von sozialen, 
emotionalen, kognitiven und motorischen 
Fertigkeiten/ Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie 
sie sich gegenseitig unterstützen und 
ergänzen können damit ein soziales 
miteinander entsteht. Si e sind Spielpartner 
und geben sich wichtige Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit 
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen 
Entwicklungsauffälligkeiten, Behind erungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit 
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen 
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken. 
Die Integrationskinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche konsequente 
Spielbegleitung von der Integrationskraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe u nd anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial entfalten können. 
 
 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in 
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung geför dert. Diese Förderung findet 
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in 
Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergart enjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die 
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für 
die Einschulung notwendige Voraussetzung 
sind, wie zum Beispiel Konzentration, 
Aufgabenverständnis, Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc.. 
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest 
mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen 
wird der Ausklang der Kindergartenzeit 
deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir eng mit den 
umliegenden Grundschule zusammen. Diese 
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen 
reflektiert und neu geplant.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 9 
 
 
Bildungsdokumentation und Portfolio 
 
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine 
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine  
Zusammenfassung der Entwicklung in den verschiede nen Bereichen, wie kognitiver, 
motorischer, sozialer und sprachlicher Bereich. 
 
In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die individuell für jedes 
Kind als sinnvoll gesehen wird . Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein 
eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich -Kompetenz 
damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Ordner mit nach 
Hause. 
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und 
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen in den 
Gruppen zur Verfügung. 
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frü hstücksangebot wahrnehmen. So haben sie 
täglich die Möglichkeit zu entscheiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen 
möchten. 
 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die 
Tagesstättenkinder zu w as zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird es 
durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt. 
Die 3 Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr Die Kinder werden in den jeweiligen 
Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. A n einem von den Kindern schön 
gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen. 
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder Quarkspeise. 
 
 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt für le Kinder die Ruhephase. 
In dieser Zeit werden in der Gruppe oder dem Nebenraum Geschichten und Musik zur 
Entspannung gehört. Die Kinder können sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei 
Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen. 
 
 
Raumkonzept 
 
Die Räume sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder eingerichtet. 
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine 
Hängematte.  
Zur Fö rderung der Wahrnehmung steht im Nebenraum eine Sandwanne, in der die Kinder 
ungestört experimentieren können, bereit.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 10 
Im Gruppenraum befinden sich Bau - und Konstruktionsbereiche, sowie  Rollenspielbereiche 
und Kreativbereiche. 
 
In allen Bereichen der Gruppen können die Kinder 
durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen 
Erfahrungen mit Material, Formen und Größe 
sammeln.  
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes 
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren 
etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, 
sowie Bereiche des Waschraumes sind mit Fotos der 
Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets 
eigenständig zurecht finden.  
 
Geplant sind für diese drei Gruppen - Einrichtung 
folgende Räumlichkeiten: 
 
- 3 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 3 Nebenräume  
-    3 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
- 3 Abstellräume 
- 5 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum 
- 1 Personalraum 
- 1 Büro 
- 1 Küche 
- weitere Räumlichkeiten  
- eine Gesamtfläche von 555 qm 
- Außengelände mit ca. 900 qm 
 
 
 
Elternarbeit 
 
In den Gruppen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherinnen von großer 
Bedeutung. Auch der stetige Austausch über die heutige Schlaf - oder Essensituationen ist 
besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters 
nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
 
 
Eingewöhnungszeit 
 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung b ekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird 
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für 
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 11 
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird. 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungs phase erfolgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit 
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder 
ermöglich. 
 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiterinnen sind An sprechpartner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes. 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden. 
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
• Aufnahmegespräche 
• Hospitationen 
• Elternsprechtage /  Elternabende 
• Tür- und Angelgespräche 
• Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch: 
• Infowände im Eingangsbereich 
• Infowände vor den Gruppen 
• Elternbriefe 
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge 
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe 
 
Gemeinsam erleben wir: 
• Elternnachmittage 
• Feste 
• Ausflüge 
 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im  
Elternbeirat vertreten sind. Hierzu werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei 
Elternvertreter pro Gruppe in der Elternvollversammlung gewählt. 
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit 
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die  Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben 
mitzugestalten. 
 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
• Menschlichkeit 
• Unparteilichkeit

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 12 
• Neutralität 
• Unabhängigkeit 
• Freiwilligkeit 
• Einheit 
• Universalität 
 
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander im 
Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der 
Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue 
Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.  
 
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen 
von Terminen werden dann besprochen. 
 
Regelmäßig werden 2 -3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt.  An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung eines 
Referenten ( Fachberatung ) relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt. 
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren 
Planung. 
 
Fortbildungen und Fachtagungen werden regelmäßig von den Mitarbeiterin nen 
wahrgenommen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der B esetzung des Personals. Er ist 
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und 
Supervision der pädagogischen Mitarbeiter. 
In Zusammenhang mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Aus tausch zwischen Leitung und Träger 
über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei 
administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören 
zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des Kreisverbandes wie zum 
Beispiel der ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -Therapiezentrums, deren 
Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übe rgeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 13 
Zusammenarbeit mit anderen DRK Kindertageseinrichtungen 
 
Die DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander. Sie 
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes. 
Hilfestellungen erfahren sie dabei durch die Fachberatung des DRK Landesverbandes. 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum einem  in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo all e Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in 
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen uns alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben in Handorf und Umgebung 
 
Als zukünftiges Familienzentrum ist es uns ein besonderes Anliegen, die Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf bedarfs- und kindgerecht umsetzen zu können. Eine genaue Bedarfsanalyse 
im Sozialraum in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Firmen vor Ort ist die Grundlage für die 
weitere Planung eines passgenauen Betreuungsangebotes für berufstätige Eltern in Handorf 
und Umgebung. 
 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten z usammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
• den Kinderärzten 
• den Logopäden 
• den Ergotherapeuten 
• der Frühförderstelle 
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
• Hebammensprechstunde 
• der Ärztlichen Kinderschutzambulanz 
• Bezirkspolizei 
• und weiteren 
 
 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem 
DRK-   Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf einer Homepage 
im Internet (www.DRK-muenster.de).

DRK-Kreisverband Münster e.V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung für die Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße 14 
 
Unsere Zielsetzungen für die Kindertageseinrichtung Gildenstraße in Handorf 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: DRK) 
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
multipro-
fessionelles 
Team 
 
fördernde 
Bildungs-
angebote 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
flexible  
Betreuungs-
angebote 
 
Zielsetzungen 
der DRK-Kita Gildenstraße 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

2_Bewerbungsschreiben DRK für Kita Gildenstraße

1176 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

Avs Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband

DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Münster e.V.

Die Kreisgeschäftsführerin

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien... Zumsandestraße 25/27
7 48145 Münster

Frau Anna Pohl t Tel. 0251 37 880

Hafenstraße 30 Fax 0251 37 8855

48127 Münster N www.DRK-muenster.de
 & info@DRK-muenster.de

Bearbeiterin
! Gudrun Sturm

Ein Tel. 0251.37 88.27
Fax 0251 37 88 55
g.sturm@DRK-muenster.de

Münster, 17.05.2013 ram
Vereinsregister 5VR1456
Amtsgericht Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung apaasse Minsterland-Ost

in Handorf, Gildenstraße Konto 57 109
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Pohl,

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am
15.05.2013 herzlichen Dank.

Der DRK-Kreisverband Münster e.V. ist gerne bereit, die Trägerschaft für die
Kindertageseinrichtung in Handorf, Gildenstraße, zu übernehmen und einen
Trägeranteil von 1 % zu leisten.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundliche 7
J, N
Spa N Stür,
Kyeisgeschäfte gri

ar

5_Konzeptunterlagen ISS für Kita Auf dem Dorn, Gildenstraße und York-Kaserne

41544 Zeichen

Köln, 16.04.2013 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Konzeption der ISS-Mehrsprachigen 
Kindertagesstätten „Weltkinder“ 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Interkultureller Sozialer Service 
 
 
ISS-Mehrsprachige Kita gGmbH 
Interkultureller Sozialer Service  
 
Genovevastraße 94, 51063 Köln  
Tel +49 (0)221 / 97 77 48 – 0 
Fax +49 (0)221 / 97 77 48 – 29 
info@iss-netzwerk.de 
www.iss-netzwerk.de

Seite 2 von 15 
 
 
 
 
 
 
 
|Konzept zur ersten integrativen „Weltkinder“  
Kindertagesstätte der ISS Mehrsprachige Kita gGmbH| 
 
|Mehrsprachigkeit durch Immersion| 
|Integration ab dem ersten Lebensjahr| 
|Familienzentrum| 
|Bewegungsfreiräume| 
 
Partizipation – Gleichbehandlung – Inklusion: Mit diesem Dreiklang stellt sich die ISS 
Mehrsprachige Kita gGmbH den Herausforderungen eines grundlegenden und wei t-
reichenden Wandels hin zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland. 
Dazu leistet neben einer Willk ommens- und Anerkennungskultur auch eine Veran t-
wortungskultur einen wichtigen Beitrag und gelingt, 
 wenn sich aller Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt identifizieren; 
 Identifikation wiederum gelingt durch Chancengleichheit, Anerkennung und 
gleichberechtigte Teilhabe in der Stadtgesellschaft; 
 Diese Haltung rückt den Menschen in den Mittelpunkt und lässt nicht zu, dass 
sowohl neu Ankommende als auch bereits hier Lebende Ent -Individualisiert 
werden, sondern begreift sie mit ihren Potentialen als wichtige Ressource für 
unsere gemeinsame gesellschaftliche Entwicklung; 
 Dieses Selbstverständnis zeigt auf, dass in einer Stadtg esellschaft Frieden, 
Respekt, gegenseitiges Verständnis und Solidarität auf der Grundlage einer 
gemeinsamen Werteordnung möglich sind, wenn dem Gegenüber Vertrauen,  
Akzeptanz und das aufrichtige Angebot der Partizipation zur aktiven Gesta l-
tung entgegen gebracht wird. Ein Handeln, das sein Selbstverständnis in dem 
Ausdruck „Verantwortungskultur“ findet. 
Wegweisend hierfür ist der Grundsatz der ISS Mehrsprachigen Kita, der davon aus-
geht, dass nur eine integrative und für Veränderung offe ne Gesellschaft für alle g e-
winnbringend die Herausforderungen der globalisierten Zukunft bewältigen kann.

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Im Sinne des Inklusions - und Genderansatzes berücksichtigen alle integrationsfö r-
dernden Maßnahmen der ISS Mehrsprachigen Kita , dass Verschiedenheit der No r-
malfall ist. Jeder einzelne Mensch soll in seiner Besonderheit akzeptiert werden und 
seine Potentiale einbringen können. Integrati on verstanden als gleichberechtigte 
Teilhabe an allen Lebensbereichen erfordert die gemeinsame Auseinanderset zung 
der Gesellschaft mit den Chancen, Herausforderungen und Problemen, die mit Z u-
wanderung verbunden sind. 
Sprachliche Kompetenzen – gemeint sind diejenigen in der deutschen und herkunfts- 
bzw. familienbezogenen Sprache – sind der entscheidende Schlüssel im Bildungs - 
und Integrationsprozess hierzulande. Gerade die frühen Jahre haben für die weitere 
Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenzen eine entscheidende Bedeutung. Der 
Elementarbereich bildet dabei das zentrale Fundament aller Bildungsprozesse.  
Viele Menschen aus der ganzen Welt sind in den letzten 60 Jahren aus verschied e-
nen Gründen nach Deutschland gekommen. Sie suchten hier ein besseres Leben in 
Freiheit und Sicherheit, gesellschaftliche n und b eruflichen Aufstieg. Sie wurden als 
Arbeitskräfte gebraucht und haben entscheidend zum Wohlstand des Landes beig e-
tragen. Viele, die zunächst nur vorübe rgehend kamen, haben hier eine neue Heimat 
gefunden. Sie und ihre Kinder gehören zu Deutschland, g enau wie ihre Herkunft s-
sprachen auch. 
Heimat ist nicht mehr nur eine Schicksalsgemeinschaft, die sich aus einer gemei n-
samen Vergangenheit definiert, sondern eine Gemeinschaft der Zukunft. Wir hoffen 
sehr, dass unsere mehrsprachige Kita „Weltkinder“ hier zu einen Beitrag leisten kann 
– als ein Ort der Begegnung, des interkulturellen Lernens und Dialogs. 
 
I n h a l t : 
 
1. Bedarfs- und Situationsanalyse 
2. Trägerprofil, Ziele, Leitlinien 
3. Mehrsprachigkeit durch Immersion 
3.1 Förderung der nicht-deutschen Muttersprache 
3.2 Einführung der Zweitsprache 
3.3 Literalitätsansatz 
3.4 Elternarbeit 
3.5 Überprüfen der Sprachentwicklung 
4. Integration ab dem ersten Lebensjahr 
5. Familienzentrum mit Familienberatung und Familienbildung 
6. Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Gruppenzahl, Binnendifferenz) 
7. Bewegungsfreiräume durch moderner Raumgestaltung 
8. Pädagogischer Ansatz 
9. Beobachtung und Dokumentation durch Portfolio 
10. Teamarbeit 
11. Kooperation mit dem Träger 
12. Verantwortlichkeit des Trägers

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1. Bedarfs- und Situationsanalyse 
Die Ergebnisse der Pisa -Studien zeigen wiederkehrend, dass rund 40% aller Kinder 
mit einer Migrationsgeschichte in Deutschland geringe bis kaum Chancen auf einen 
guten Schulabschluss und eine Berufsausbildung haben. Diese Kinder liegen gegen-
über gleichaltrigen deutschen Kindern in ihren Leistungen im D urchschnitt 2 Jahre 
zurück. Ein entscheidender Grund für die schlechten Ergebnisse sind häufig sprac h-
liche Defizite. Wenn die Eltern dieser Kinder ein nur mangelndes Bildungsinteresse 
haben, fällt es ihnen schwer, ihre Kinder sprachlich zu fördern. So sind Kindergarten 
und Schule gefragt in der Sprachförderung bei mehrsprachigen Kindern. Bei deu t-
schen Kindern ist zu beobachten, dass sie trotz des langjährigen Fremdsprachenu n-
terrichts in den weiterführenden Schulen selten über ausreichende Sprachkenntnisse 
verfügen.  
Die Europäische Union hat eine 3 -Sprachenformel als Ziel vorgabe definiert . De m-
nach sollen alle Kinder in der EU die Chance bekommen, wenigstens 3 Spra chen 
sicher sprechen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen,  ist das immersive Lernen 
(detaillierte Darstellung weiter unten) schon im Kindergarten einzuführen. Hier lernen 
alle Kinder, ob sie von Behinderung betroffen sind oder nicht, ob sie eine Migration s-
biographie haben oder nicht spielerisch und selbstverständlich eine fremde Sprache, 
die vor allem Flexibilität und Toleranz im Denken und Handeln fördert. 
In Gesprächen mit dem Jugendamt der Stadt Köln und unter Berücksichtigung des 
städtischen Jugendhilfeplanes ist der Bedarf für eine Kita mit 6 Gruppen und Plä tzen 
für insgesamt 42 Kinder unte r drei Jahren im Bezirk Rodenkirchen/ Stadtteil Marie n-
burg gegeben. Ebenfalls gibt es den Bedarf für 10 integrative Plätze. Gleichzeitig mit 
dem Kitaneubau entstehen um die Kita herum 500 neue Wohnungen für Familien.  
2. Trägerprofil – Ziele – Leitlinien – gesetzlicher Auftrag 
Träger der Kindertagesstätte „Weltkinder“ ist die ISS Mehrsprachige Kita gGmbH, 
eine Toc htergesellschaft des ISS Netzwerkes. Der „Interkulturelle Soziale Service“ 
(kurz ISS Netzwerk) ist seit 2003 als gemeinnütziger Träger in den Ber eichen „Kin-
der- und Jugendhilfe“, „ambulante Erziehungshilfe“ „Sozialpädagogische Familienhil-
fe“ sowie zu den Querschnittsthemen „Integratio n – Migration – Partizipation – Inklu-
sion“ in Köln und NRW tätig. 
Im Jahre 2008 wurde die ISS-Netzwerk gGmbH als Dachgesellschaft der ISS Kinder- 
und Jugendhilfe gGmbH sowie der ISS Bildungsakademie gegründet. Erst jüngs t – 
im Jahre 2011 – kam die ISS Mehrsprachige Kindertagesstätten gGmbH als weitere 
Tochtergesellschaft hinzu. 
Die ISS Hilfs - und Betreuungsangebote richten sich in ihrer interkulturellen Schwe r-
punktsetzung an Familien mit und ohne Migrationsgeschichte , Kinder, Jugendliche 
und derer Familien und an Einzelpersonen, die bei der Bewältigung von Krisen, E r-
ziehungsschwierigkeiten sowie konkreten Alltagsprobleme n sozialpädagogische U n-
terstützung und Hilfen benötigen. Dabei sollen vor all em die Selbsthilfepotentiale der 
Klienten gestärkt und gefördert werden.

Seite 5 von 15 
ISS arbeitet im Rahmen von Leistungsvereinbarung en mit unterschiedlichen J u-
gendämtern (Köln, Bonn, Erftstadt, Remscheid, Wuppertal etc.) in Nordrhein -
Westfalen zusammen. Zusätzlich engagiert sich ISS im schulischen sowie auße r-
schulischen Bereich. Hierzu gehören auch Kooperationen mit Behörden, Schulen, 
Jugendeinrichtungen, interkulturellen Diensten, im Migrati onsbereich tätigen Vere i-
nen und Institutionen. 
Mit zwei EU-Projekten engagiert sich ISS im Bereich der Berufswahlorientierung und 
Sprachförderung von Jugendl ichen und ihren El tern mit Migrationsgeschichte. Ein 
Ziel des Trägers ist es, Menschen mit Migratio nsgeschichte in Köln zu integrieren. 
Dies g elingt ihm durch Akzeptanz und Anerkennung der kulturellen Unterschiede, 
aber auch durch die Begleitung und Heranführung an das deutsche Schul - und Bil-
dungssystem. 
Alle Gliederungen des ISS Netzwerkes, so auch die  ISS Mehrsprachige Kita gGmbH 
arbeiten: 
 systemisch: 
Auf der Basis einer offenen und wertschätzenden Grundh altung nehmen wir 
Wechselwirkungen und Beziehungsdynamik en – im interkulturellen Kontext – in 
den Blick. 
 ressourcen- und lebensweltorientiert: 
Respektvoll gegenüber „anderen" Lebenswirklichkeiten und Verhaltensweisen 
verfolgen wir das Ziel, die Interessen, Fähigkeiten und Stärken unserer Klienti n-
nen und Klienten als Kundinnen und Kunden zu entdecken und zu aktivieren. 
 integrativ und vernetzend: 
Kulturelle Vielfalt fassen wir als Ressource und Bereicherung auf und fördern den 
(interkulturellen) Austausch und die Zusammenarbeit im Sozialraum. 
 orientiert an universellen Werten: 
Wir arbeiten politisch und konfessionell neutral auf der Basis der freiheitlich de-
mokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, der UN -Kinder-
rechtskonvention, der UN - Behindertenrechtskonvention und des Gender -
Mainstreaming-Prinzips. 
Diese Herang ehensweise eröffnet eine diffe renzierte und individuelle Integration s-
möglichkeit und verhindert konfliktbeladene Formen der Selbstethnisierung. 
In der interkulturellen Arbeit setzt ISS folgende Schwerpunkte: 
 Stärkung von Selbsthilfepotentialen und Erschließung lebensweltbezogener 
Ressourcen; 
 Förderung sozialer Kompetenzen und Nutzb armachung spezieller Ressou r-
cen im Zusammenhang mit Migration; 
 Verbesserung der Lebensqualität durch Eingliederung in bedarfsorientierte 
Angebote im Sozialraum; 
 Förderung des lebenslangen Lernens zur Erschließung, Nutzbarmachung 
und Erhaltung individueller Kompetenzen 
Alle Mitarbeitenden der ISS verfügen über eine fundierte fachliche Ausbildung und 
bilden sich permanent weiter. Sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenar-

Seite 6 von 15 
beit sind von einer transparenten, verlässli chen, wertschätzenden und respektvollen 
Haltung geprägt. 
Um die Qualität der Arbeit zu sichern, sind die Arbeitsabläufe, Qualitätskri terien und 
Bewertungsverfahren in einem Qualitätsmanagementsystem festgeschrieben.  
Die stetige Überprüfung der Arbeit hilft Arbeitsabläufe zu optimieren und dien t d er 
Qualitätsentwicklung der angebotenen Dienstleistung. Wir wollen, dass unsere Ku n-
den (Kl ienten und Auftraggeber) zufrieden sind. Ihre Zufriedenheit ist Maßstab für 
unsere Quali tätsziele. Die mit dem Qualitätsmanagement -Prozess zusammenhä n-
gende st etige Optimierung der angebo tenen Leistungen soll darüber hinaus neue 
Kundenbedarfe ermitteln und unsere Offenheit zur Einführung und Umsetzung neuer 
innovativer Hilfeangebote sicherstellen.  
Die kulturelle Vielfalt sowohl der Fachkräfte der ISS Mehrsprachige Kita als auch der 
von ihnen betreuten Menschen verstehen wir als Ressource und Bereicherung der 
pädagogischen ( Bildungs-) Arbeit. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Selbstve r-
ständnisses und des pädagogischen Profils der ISS Mehrsprachige Kita. Mit unseren 
Handlungsansatz tragen wir im gesellschaftlichen Kontext zur interkultureller Öffnung 
und Integration bei. 
Die transkulturelle Zusammensetzung des Teams des Leistungserbringers spielt im 
Kontext einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft und Klientelgrup pe eine zentrale 
Rolle. Indem Menschen of Color und mit Migrationshintergrund als Hauptamtliche 
nach innen (Träger, Team) und nach außen (Klientel, Institutionen, Gremien) auftr e-
ten, wird ihre Sichtbarkeit und Hörbarkeit konsequent vergrößert. Es ist ein p oliti-
sches Signal, da hierdurch Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe geschaffen we r-
den. Zudem ist dies in der Praxis oftmals Ausdruck eines qualifizierten multiperspe k-
tivischen Beratungs- und Betreuungsangebotes. 
ISS Netzwerk möchte bilingualen und mehrs prachigen Familien und Familien mit 
Migrationsgeschichte neben den ambulanten Hilfen zur Erziehung und den Integrat i-
onskursen auch mehrsprachige Kindertagesstätten anbieten. Sie sollen diesen Fami-
lien und ihren Kindern helfen, den Anschluss an das deutsche  Bildungssystem zu 
finden. Nur so kann das Recht auf Bildung für jedes Kind gewährleistet werden. Bi l-
dung wiederum ist Grundlage für die Entwicklung zu einem selbstständigen Leben in 
Deutschland. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass hier eine wic htige Vo-
raussetzung für Integration in Deutschland ist liegt. 
Der ISS wählt dabei einen Ansatz, der sich von der gängigen monolithischen B e-
trachtungsweise nationaler Kulturen löst, die sozial bedingte unterschiedliche No r-
men und Wertvorste llungen von Angeh örigen der gleichen Nation ignoriert. Der ISS 
geht davon aus, dass die Normen, Werte und Bräuche in gesellschaftlicher Koopera-
tion g eschaffen werden und von den jeweiligen konkreten Lebensumständen und 
Umweltbedingungen der Menschen abhängig sind. Sie könn en als Orientierungssys-
tem im Zusammenleben der Menschen ihren Sinn verlieren. Diese Herangehenswe i-
se eröffnet u.E. eine differenzierte und individuelle Integrationsmöglichkeit und ve r-
hindert konfliktbeladene Formen der Selbstethnisierung. 
Kulturelle Unterschiede im Hinblick auf Erziehungsziele, geschlechtsspezifische Ro l-
lenerwartungen und den zwischenmenschlichen Umgang finden in der pädagog i-
schen Arbeit von ISS besondere Beachtung. Kulturspezifische Umgangsformen we r-
den grundsätzlich respektiert. Dies gil t allerdings nur, sofern die betreffenden kultu r-
spezifischen Umgangsformen mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sind.  Die 
Rechte eines Kindes dürfen nicht kulturell relativiert werden. Wesentlicher Bestan d-
teil der fachl ichen Arbeit ist es, die eigene  Sozialisation zu reflektieren und eigene 
verinnerlichte Werte und No rmen im Hinblick darauf kritisch zu hinterfragen, ob sie 
der Benachteiligung eines Kindes Vorschub leisten können.

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Der ISS hat in dem Kooperationsprojekt MiBoCap (Migration und Handicap) mit der 
Gesamtschule Hol weide über mehrere Jahre mit Jugendlichen gearbeitet, die von 
Behinderung betroffen waren und auf dem Weg von der Schule in den Beruf begleitet 
wurden. Der ISS hat in diesem Projekt sehr gute Erfahrungen gesammelt in der Z u-
sammenarbeit mit betroffenen Kindern, ihren Eltern und beteiligten Institutionen. Es 
ist dem ISS gelungen, jugendlichen MigrantInnen und ihren Familien bei der Integra-
tion zu unterstützen und ihnen zu einer höchstmöglichen Selbstständigkeit zu verhel-
fen. Dieses Zie l will auch diese mehrsprachige und integrative/inklusive Kita erre i-
chen. 
Der ISS arbeitet überkonfessionell und überparteilich. Der Träger orientiert sich au s-
schließlich am deutschen Grundgesetz, an der Kinderrechtskonvention und am e u-
ropäischen Recht auf  Bildung (darin enthalten die 3 -Sprachenformel, die besagt, 
dass jedes Kind ein Recht auf das Erlernen von 3 Sprachen haben soll). Desweiteren 
ergeben sich die Aufgaben für den Betrieb der ISS Kitas aus dem Kinderbildungsg e-
setz NRW (Kibiz) und der Bildungs vereinbarung zwischen der nordrhein-
westfälischen Landesregierung und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege.  
Kindertageseinrichtungen haben gem. § 3 Abs. 1 KiBiz einen eigenständigen Bi l-
dungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. In der Bildungsvereinb arung zwischen 
der Landesregierung und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege heißt es: „J e-
des Kind hat Anspruch auf E rziehung und Bildung. Pflege und Erziehung der Kinder 
sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegenden Pflicht  [...] Er-
gänzend führen die Tageseinrichtungen für Kinder die Bildungsarbeit mit Kindern 
aller Altersgruppen im Rahmen des eigenständigen Erziehungs - und Bildungsau f-
trags […] durch […] Das Kind ist während seines gesamten Aufenthaltes in der T a-
geseinrichtung bildungsfördernd zu begleiten […].“ 
In der vorliegenden Konzeption sind die gesetzlichen Vorgaben und die in der Bi l-
dungsvereinbarung enthaltenen Grundsätze berücksichtigt.  
3. Mehrsprachigkeit durch Immersion („Sprachbad“) 
Damit die Integration von Kinder n mit Migrationsgeschichte gelingen kann, wurden 
wissenschaftliche Untersuchungen aus Skandinavien, Canada, dem Elsaß und aus 
Norddeutschland (an der dänischen Grenze) hinzugezogen und dem vorliegenden 
Konzept zugrunde gelegt (nach: Wode: Frühes Fremdsprac henlernen in Kindergä r-
ten und Grundschulen, 2009).  
Die Immersionsmethode (kurz: IM) im Sinne von „Eintauchens in eine Sprache“, wird 
seit den 1960er Jahren an verschiedenen Orten der Welt praktiziert. Es gibt ausre i-
chend viele und gute wissenschaftliche B elege für ihren beispiellosen Erfolg. „Sie ist 
weltweit als das mit Abstand erfolgreichste Sprac hlehrverfahren“ (Wode, S. 18) und 
wird in Deutschland zurzeit in mehr als 100 Kindertagesstätten angewendet.  
Die IM „erfordert keine zusätzlichen Stunden und L ehrkräfte, ist also in diesen Pun k-
ten kostenneutral“ (Wode, S. 18). So wie die 3-Sprachenformel der EU vorsieht, dass 
jedes Kind drei Sprachen lernen soll, so will ISS auch den deutschsprachigen Ki n-
dern schon im Kindergarten eine weitere Sprache anbieten. Sie haben die Möglic h-
keit englisch, französisch, spanisch oder andere Sprachen zusätzlich zum Deutschen 
zu lernen. Dieses Sprachenlernen geschieht immersiv. Es spricht eine Erzieherin 
deutsch und eine spricht die zweite Sprache.

Seite 8 von 15 
3.1 Förderung der nicht-deutschen Muttersprache 
Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass Kinder eine Zweitsprache erst lernen, wenn 
ihre Muttersprache altersgemäß ausgebildet ist. Ein neuer Begriff kann erst in eine 
fremde Sprache übersetzt werden, wenn er in der Muttersprache vers tanden wird. 
Diese Transferleistung muss insbesondere Kindern mit Migrationsbiographie ermö g-
licht werden, indem sie Gelegenheit bekommen, ihre Muttersprache altersgemäß 
auszubilden. Außerdem müssen die Kinder erfahren, dass ihre Muttersprache wic h-
tig, wertvoll und ausdrücklich erlaubt ist. Wenn sie in der Kita von Anfang an au s-
schließlich mit Deutsch konfrontiert werden, entwickeln sie häufig Widerstände g e-
gen die alte und die neue Sprache. Die Kinder sollen also deshalb zunächst intensiv 
ihre Muttersprache sprechen und sie sicher beherrschen lernen. So wie gleichaltrige 
deutsche Kinder die deutsche Sprache beherrschen. Zur Unterstützung werden Ki n-
derbücher in die Muttersprache übersetzt und als Hörspiel aufgenommen. Auch Li e-
der in der Muttersprache gehören dazu. Wenn Kinder ihre Muttersprache sicher b e-
herrschen und ein natürliches Interesse an Sprache und Bildung entwickeln, sind sie 
bereit für das Erlernen einer zwe iten Sprache. Um die sprachliche Entwicklung zu 
fördern und das Interesse an Literatur zu wec ken, gibt es in der Kita eine Literatu r-
ecke mit zahlreichen Büchern und dazugehörigen Hörspielen in beiden Sprachen. 
Erfahrungsgemäß sind die Bücher in beiden Sprachen von Anfang an interessant für 
die Kinder und erfreuen sich großer Beliebtheit auch bei d en Eltern, die sich Bücher 
und CDs ausleihen können. 
Einige Eltern mit Migrationsgeschichte leben in der zweiten oder dritten Generation in 
Deutschland. Sie sprechen ihre Muttersprache oft nur rudimentär und bevorzugen im 
Kontakt mit ihren Kindern die deut sche Sprache als Verkehrssprache. Sie können 
wählen, ob ihr Kind die Muttersprache altersgemäß sprechen lernen soll. Wichtig ist 
für alle Kinder, dass sie und auch ihre Eltern Int eresse an Bildung entwickeln. Dann 
gelingen das Sprachenlernen und auch die spätere Schulentwicklung. 
Für die deutschsprachigen Kinder bedeutet Immersion, in eine zweite Sprache „ei n-
zutauchen“. In ihrer Gruppe wird deutsch und eine Fremdsprache gleichzeitig g e-
sprochen. Jeweils eine Erzieherin spricht eine Sprache. Das frühe Fremdsp rachen-
lernen führt dazu, dass die Kinder am Ende ihrer Kindergartenzeit für die fremde 
Sprache das gleiche Hörverständnis entwickelt haben wie für die deutsche Sprache. 
Die Vorstellung, dass die Muttersprache bei der Methode der Immersion zu kurz 
kommt, wurde als unhaltbares Vorurteil entlarvt. Solange die Kinder weiterhin in ihrer 
Muttersprache sprechen und hören dürfen, entwickelt sich ihre Sprache weiterhin 
altersgemäß. Hierzu sagt Prof. Wode: „…die inzwischen vorliegenden wissenschaf t-
lichen Studien inklusive der Studien zur IM (zeigen) überdeutlich, das bei früher (und 
späterer) Mehrsprachigkeit die Entwicklung der L1 (Muttersprache) nicht nur nicht 
beeinträchtigt, sondern in der Regel sogar gefördert wird. Das gilt für die mündliche 
Entwicklung genauso wie für die schriftliche.“ (ebd., 2009, S. 51) 
 
3.2 Einführung der Zweitsprache 
Sobald die Kinder ihre Muttersprache hörbar gut entwickelt haben, wird die zweite 
Sprache immersiv eingeführt. Dabei wird die neue Sprache zum besseren Verstän d-
nis immer mit ei nem Tun und/oder mit Gesten begleitet. Nur langsam wird von der 
gewohnten in die neue Sprache gewechselt. Jetzt , wo die Kinder in der Mutterspr a-
che auf dem altersgemäßen Sprachniveau angekommen sind, gelingen ihnen Trans-
ferleistungen in die neue Sprache le ichter. Immersiv deutsch oder eine andere 
Zweitsprache lernen gelingt da, wo eine Erzieherin die Muttersprache der Kinder und 
eine weitere Erzieherin die zweite Sprache spricht.

Seite 9 von 15 
3.3 Literalitätsansatz 
Erzieherinnen die gleiche Kultur - und Spracherfahrungen haben wie die Eltern der 
Kindergartenkinder, erleben oft eine höhere Akzeptanz als deutschsprachige Erzi e-
herinnen. Es ist ihnen eher möglich, die Eltern von der Notwendigkeit einer Zusa m-
menarbeit zum Wohle der Sprachentwicklung und schulischen Entwicklung ihrer Kin-
der zu überzeugen. Die Eltern werden ermutigt mit den Kindern zu Hause nur die 
Muttersprache zu sprechen und ihnen Bilderbücher in derselben vorzulesen. Die 
Bücher und Hörspiele der Kita ermöglichen den Kindern eine frühe Bildung, die sie in 
Thema und Tempo selbstständig in die Hand nehmen können. Die Erfahrungen be i-
spielsweise in der Kita Mosaik in Kiel haben gezeigt, dass die Kinder auf diesem 
Weg ein immer stärkeres Interesse an Bildung entwickeln. Von diesem 
Literalitätsansatz haben dort in zwischen hunderte von Kindern pro fitiert. Er hat sich 
bewährt. (nachzulesen bei Prof. Apeltauer Publikationen, Uni Flensburg).  
Kinder mit Deutsch als Erstsprache, die immersiv eine Zweitsprache im Kindergarten 
lernen, werden ebenfalls durch den Literalitä tsansatz gefördert. Auch sie verfügen in 
ihrer Gruppe über eine Literatur - und Hörwerkstatt, in der Bücher und Hörspiele in 
beiden Sprachen angeboten werden. Die Literalität baut wie alle Angebote im Ki n-
dergarten auf die Neugier und das Interesse der Kinde r an Geschichten, Phänom e-
nen und Projektionsflächen für eigene Anliegen, Bedürfnisse und Phantasien. Kinder 
haben ein sicheres Gespür für Themen, die ihrem Alter entsprechen. Sie suchen sich 
Bücher und Geschichten, die ihnen hier und heute etwas bedeuten, selbst aus. Sie 
werden nicht in die Bücherecke geschickt oder zum Lernen angehalten. 
 
3.4 Elternarbeit 
 
Um die Sprachentwicklung der Kinder optimal fördern zu können und auch um dem 
Bildungsinteresse der Kinder und dem ihrer Eltern zu entsprechen oder dies es noch 
zu steigern, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Ohne die Unterstüt-
zung der Eltern werden die Kinder nur schwerlich Bildungsangebote annehmen kön-
nen.  
Der Lernerfolg für eine Zweitsprache ist längerfristig größer, wenn zunächst die stär-
kere Sprache (Herkunfts- bzw. Familiensprache) gefördert wird. Dadurch geschieht 
zum einen die notwendige Sozialisation und zum anderen kann nur so eine altersg e-
rechte kognitive Entwicklung in Gang gesetzt werden. Das müssen zunächst die E l-
tern – wie auch die ErzieherInnen – erfassen und nachvollziehen können. Elterna r-
beit in Form von regelmäßigen Elternabenden und Elterngesprächen ist deshalb u n-
erlässlich. 
Für deutschsprachige Familien ist von Anfang an wichtig zu verstehen, dass die 
mehrsprachige Kita den Kindern spielerisch eine neue Sprache vermittelt. Die Kita ist 
keine vorgezogene Schule. Eltern, die für ihre Kindern den frühen Zweitspracherwerb 
nicht wünschen, weil sie eine Überforderung für die Kinder fürchten, können ihre 
Kinder für die nur deutschsprachige Gruppe anmelden. 
Wenn Eltern sich für eine Fremdsprachengruppe entscheiden, dann werden sie d a-
rauf hingewiesen, dass sich das Sprachenlernen langsam vollzieht. Erst in der 
Grundschule, wo die Kinder schreiben lernen und die Zweitsprache gezielt einsetzen, 
werden sie auch die Zweitsprache benutzen. Das ist im Kindergartenalter noch weni-
ger zu erwarten. Hier entwickelt sich zunächst das Hörverständnis. 
 
3.5 Überprüfen der Sprachentwicklung 
Um die Sprachentwicklung zu beobachten und die Qualität d er Immersion und die 
Wirkung der Literalität sicher zu stellen, werden regelmäßige Überprüfungen vorg e-
nommen. Dazu bedarf es neuer Kontrollsysteme, ähnlich derer, die in bilingualen

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(englisch-deutschen) Kitas mit Muttersprache Deutsch seit Jahren eingesetz t we r-
den. Um die Entwicklung genau beobachten zu können, wurde in einer anderen ISS-
Kita die Zusammenarbeit mit dem Sprac hwissenschaftler Professor Apeltauer aus 
Flensburg durchgeführt. Die Ergebnisse und das Ve rfahren zur Sprachförderung 
dieser Kita werden in die Kita in der Gaedestraße übertragen und angewendet. 
4. Integration/Inklusion ab dem ersten Lebensjahr 
Diese Kita wird wie oben beschrieben nicht nur Integration auf der sprachlichen Eb e-
ne fördern, sondern auch Integration der von Behinderung betroffenen Menschen mit 
und ohne Migrationsbiographie. Es ist ISS ein großes Anliegen, an Inklusion und 
Integration mitzuwirken. Sie sieht in der Kombination beider Aufgaben eine Herau s-
forderung der modernen Gesellschaft die Chancengleichheit und Solidarität k onse-
quent erfahrbar macht.  
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das jedes Kind die Möglichkeit erhält, sich vollstä n-
dig und gleichberechtigt am alltäglichen  Leben in der Kita zu beteiligen – und zwar 
von Anfang an und unabhängig von seinen individuellen Fähigk eiten, seiner ethn i-
scher wie sozialer Herkunft oder seines Geschlechtes. 
Sämtliche pädagogische  Aktivitäten und Leistungen, die in dieser Konzeption b e-
schrieben werden, beziehen immer auch die individuellen Fertig - und Fähigkeiten 
des beteiligten Kindes mi t ein, sind fallbezogen in der Arbeit mit dem Kind, der D o-
kumentation, aber auch fallübergreifend, wenn es z.B. um Weiterbildung, Kooperat i-
on und Weiterentwicklung der inklusiven Konzeption geht. 
Da in der Entwicklung der von Behinderung betroffenen Kinder  ein großes Verände-
rungspotential liegt, sollten diese Kinder möglichst in einer Kita aufwachsen, die auf 
jede Behinderungsform, räumlich und personell vorbereitet ist. Der Grad der Behi n-
derung ändert sich zu keiner Zeit mehr, als im Kleinkindalter. Hier k önnen Behinde-
rungen auftreten und überwunden werden, hier können Störungen auftreten, die sich 
wieder auflösen. Im Kleinkindalter sind unglaubliche Entwicklungen möglich, die 
aufmerksam wahrgenommen und optimal begleitet und gefördert werden sollen. 
Kinder ab dem ersten Lebensjahr werden seltener in Kitas betreut, wenn sie von B e-
hinderung betroffen sind. Eltern wollen den Kindern nicht zu früh eine Fremdbetre u-
ung zumuten. Manche Familien haben ein ausgeprägtes soziales Netzwerk von F a-
milienangehörigen und F reunden, das es ihnen ermöglicht, trotz der besonderen 
Aufgabe der Betreuung noch Freir äume zu schaffen. Manche Kinder, die von Behin-
derung betroffen sind, werden z.B. von den Großeltern mit betreut oder von hilfre i-
chen Freu nden. Nicht alle Familien haben diese Netzwerke und können mit ihnen 
eine optimale Förderung ihres Kindes gewährleisten. Deshalb kann es schon früh 
notwendig sein, die Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen zu lassen. Hier arbe i-
ten kompetente PädagogInnen und TherapeutInnen, die sowo hl die alltägliche B e-
treuung als auch die  besonderen Therapien sicher stellen. Wenn die Kinder am 
Nachmittag nach Hause gehen, müssen die Eltern nicht noch externe Therapeuten 
aufsuchen, sondern haben Zeit für „das ganz normale Familienleben.“ 
In der Kita a rbeiten zwei MitarbeiterInnen aus den Fachbereichen: Logopädie und 
Physiotherapie (Krankengymnastik oder Motopädie) und evt l. Ergotherapie. Sie sind 
neben dem übrigen Fachpersonal dafür verantwortlich, dass alle Kinder am alltägl i-
chen Leben vollständig und gleichberechtigt teilnehmen können. Gleichzeitig sind sie 
Teil eines Netzwerkes von Fachleuten, innerhalb und außerhalb der Kita, die die i n-
dividuelle Förderung des Kindes koordinieren und/ oder durchführen.

Seite 11 von 15 
5. Familienzentrumsarbeit durch Familienberatung und Fa-
milienbildung 
ISS plant in der neu zu errichtenden integrativen und mehrsprachigen Kita ein Fam i-
lienzentrum einzurichten. Die Mitarbeitenden des Trägers sind in wichtigen Bere i-
chen der Hilfen zur Erziehung und der sozialen Beratung bereits tätig. Sie sind Teil 
der sozialen Netzwerke in Köln. Die Familienzentrumsarbeit ist ihnen und dem Tr ä-
ger vertraut. Der ISS verfügt hier personell, inhal tlich und fachlich über Ressourcen, 
die eine  qualifizierte Arbeit im Familienzentrum möglich machen. 
6. Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Gruppenzahl, Bin-
nendifferenz) 
Die integrative und mehrsprachige 6 -gruppige Kita hat die üblichen Öffnungszeiten 
(07:30 – 16:30 Uhr). Die Betreuungszeiten werden mit den Eltern gemäß den Vorg a-
ben des KiBiz vertraglich festgeleg t. Die Eltern können 35 oder 45 Wochenstunden 
buchen. Die B etreuungszeiten sind entsprechend von 07:30 -14:30 bzw. bis 16:30 
Uhr.  
In immer mehr Familien gehen Vater und Mutter einer Vollzeitbeschäftigung nach. 
Weil sie es wollen und/oder weil sie es aus fi nanziellen Gründen müssen. Demg e-
genüber stehen immer noch zu wenig flexible Arbeitszeitmodelle. Die Kita versucht 
zum einen, durch rege lmäßige Abfragen bei den Eltern einen Überblick über den 
Betreuungsbedarf zu erhalten und die vorhandenen Zeit- und Personalressourcen so 
effektiv wie möglich einzusetzen, zum anderen, bei der Lösung individueller, 
manchmal nur zeitlich begrenzter Betreuungsprobleme zu he lfen. Maßgabe ist hier 
immer, dass der Personaleinsatz zuerst der pädagogischen Arbeit mit den Kindern 
dient und nicht der reinen Betreuung. Wenn von den Eltern eine Randbetreuung (von 
16:30-18:00 Uhr) gewünscht wird, dann wird diese Betreuungszeit in Kooperation mit  
Tagesmüttern in den Räumen der Kindertagesstätte angeboten. 
Die Gruppenformen der Kita-Gaedestraße entsprechend der KiBiz- Vorgaben: 
 2 Gruppen GT I:  mit jeweils zwei Plätzen für Kinder mit Behinderung 
 3 Gruppen GT II : 10 Kinder von 0-3 Jahre mit jeweils zwei Plätzen  
für Kinder mit Behinderung 
 1 Gruppe GT III: 25 Kinder von 3- 6 Jahre 
Insgesamt werden in der Kita 95 Kinder betreut, davon sind 10 Plätze integrativ. 
7. Bewegungsfreiräume durch moderner Raumgestaltung 
In unserer mehrsprachigen und integrativen Kita wird besonderen Wert gelegt auf 
ganzheitliches Lernen sowie ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Dazu sind Bew e-
gung und Kreativität zwei wichtige Bestandteile.

Seite 12 von 15 
Es wird Bildungsräume geben, wie sie durch Pikler, Reggio und von der Beek vorg e-
stellt und erfahrbar gemacht wurden.Der Gru ppenraum dient als Basisstation, in dem 
Spiel, Wahrnehmung, Sprache und Rückzug angesiedelt sind. Hier haben die Kinder 
Gelegenheit, sich ihre „Bewegungsanlässe selbst zu bauen“ (vg l. von der Beek u.a., 
2007). D en Kindern stehen Bauelemente zur Verfügung, die sich beliebig zusa m-
menfügen lassen. So entstehen k indgerechte Bewegungsbaustellen, die zum 
Schaukeln, Schwingen, Schleudern und Gedreht -Werden anregen. Sie entsprechen 
dem kindlichen Bedürfnis nach vestibulären Bewegungsreizen. 
Die schon fertigen Hochetagen im Gruppenraum si nd so gesichert, dass auch die 
ganz kleinen Kinder sie erklettern und bespielen können. Die Hochetagen best ehen 
fast ausschließlich aus verschiedenen Naturmaterialien (Holz, Kork, Stein, Stoff, Se i-
len) wie sie von verschiedenen Schreinern schon erfolgreich gebaut wurden. 
Ein zusätzlicher  Atelierraum, der gruppenübergreifend genutzt wird, ermöglicht, 
Kunst und Kreativität zu erleben und zum Ausdruck zu bringen. In diesem Raum gibt 
es flexible Tische, keine Stühle. An den niedrigen Tischen und wahlweise auf dem 
leicht waschbaren Boden malen  und basteln auch die Kleinsten der Kita. Der Raum 
bietet genauso reichlich Platz für Theater und musikalische Angebote. 
Im Speise - und Mehrzweckraum werden zu festen Zeiten gemeinsame  Mahlzeiten 
eingenommen. Hier stehen Tische und Stühle, die auch für and ere Zwecke genutzt 
werden können. 
Die Sanitärräume sind sehr groß und ermöglichen ausgiebiges Waschen, Planschen 
und Matschen. Die Waschbecken sind größer als herkömmliche Becken. Es gibt eine 
Wasserrinne, um sich beim und nach dem Matschen leicht sauber m achen zu kö n-
nen. Es gibt eine Dusche ohne Wannenrand. Alle Gefahrenstellen werden reduziert 
und es wird dem kindlichen Bedürfnis nach basalen Körpererfahrungen Rechnung 
getragen. 
Der geplante große Garten wird von allen Kitakindern genutzt. Er ermöglicht B ewe-
gung und Entdeckungen, wie sie für Kindergartenkinder notwendig sind. Es befinden 
sich ausreichend Sand- und Grünflächen (die bei Bedarf umgeformt werden können), 
sowie Klettergerüste und liegende Baumstämme. Auch ein kleiner Nutzgarten, sowie 
ein Blumenbeet gehören in die Nähe der Kinder, damit die Kinder etwas wachsen 
lassen und ernten können. Für die Kinder unter drei Jahren ist ein optisch abgetrenn-
ter Bereich vorgesehen um Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe zu bieten. 
8. Pädagogischer Ansatz 
Das zugrunde gelegte Menschenbild in dieser Kita ist geprägt von Respekt und Ac h-
tung vor dem Kind und seinen Bedürfnissen. Ein Entwicklungsbün dnis mit dem Kind 
als autonomes Subjekt ist notwendig, um das Kind nicht zum Objekt von Erzi e-
hungsbemühungen werden zu lassen.  
Wir beteiligen alle Kinder so früh wie möglich an Entscheidungsprozessen und übe r-
geben ihnen ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren individuellen körperl i-
chen und kognitiven Fähigkeiten entsprechend, Verantwortung. So lernen sie Kreat i-
vität, Ausdauer und Weitsicht. Indem sie als eigenständige Wesen respektiert we r-
den, stärken wir ihr Selbstbewusstsein. Auch im Sinne der Inklusion, verinnerlichen 
sie demokratische Prozesse und lernen, Rüc ksicht zu nehmen, Kompromisse zu 
schließen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Die Kinder machen die 
Erfahrung, dass man sich engagieren muss, um etwas zu bewirken, und lernen, mit

Seite 13 von 15 
Frustration umzugehen . Die ErzieherInnen sind verlässliche B ezugspersonen und 
BegleiterInnen, die klare Regeln aufstellen und für deren Einhaltung Sorge tragen. 
Die ErzieherInnen verstehen sich als Erweiterung der Herkunftsfamilie und respektie-
ren kulturelle Unterschiede. Sie verstehen sich als ErziehungspartnerInnen, erke n-
nen die Erziehungsleistung der Eltern an und bemühen  sich um eine dialogische, 
prozessorientierte und lebensweltorientierte Beziehung zu den Eltern. Um mit den 
Eltern ein gelungenes Arbeitsbündnis herzustellen ist es erforderlich, dass Informat i-
onen fließen und dass Eltern Mitbestimmungsrechte bekommen und Mitarbeitsmög-
lichkeiten. Dazu ist die Gründung eines Fördervereins denkbar. 
Wie bedeutend Eltern für die Kindergartenzeit der Kinder sind, erlebt man in der Ei n-
gewöhnungsphase. Hier sollen die Erwachsenen zugunsten der kle inen Einsteiger 
behutsam und in gu ter Absprache zusammenarbeiten. Die Kinder kommen anfangs 
mit den Eltern in die Kita und werden von ihnen unterstützt. Oft ist es erst nach ein i-
gen Tagen möglich, dass die Mutter oder der Vater, der das Kind in der Eingewö h-
nungsphase begleitet, den Gruppenraum für kurze Zeit verlässt. Manchmal dauert es 
einige Wochen, bis ein Kind das angestrebte Ziel von 35 oder 45 Stunden pro Woche 
gut schaffen kann. 
Ein festes Gruppengefüge ist in dieser mehrsprachigen Kita (deutsch, englisch, itali-
enisch) mit den unters chiedlichen sprachlichen Erfordernissen angebracht. So we r-
den zwar einige Räume von allen genutzt (Atelierraum und Garten) und es wird auch 
wöchentlich im großen Kitakreis gesungen und musiziert, dennoch arbeiten die 
Gruppen s eparat. Die Kinder können sich  untereinander besuchen, sie wechseln 
aber nicht die Gruppe. Nur in einer festen Gruppe kann sich eine psychosoziale D y-
namik entwickeln, die dem ei nzelnen Kind soziale Kompetenzen abverlangt und sie 
damit fördert. Wenn die Kinder keiner festen Gruppe und G ruppenstruktur angehö-
ren, verlieren sie leicht die Übersicht und damit Sicherheit. 
Um den Horizont der Kinder frühzeitig zu erweitern sind Ausflüge und E xkursionen 
geplant, sowohl in nahe Naturschutzgebiete als auch in Einric htungen wie Museen,  
Zoologische Gärten und Theater . Von dort werden M aterialien mitgebracht, die ein 
Nacharbeiten, Wiederholen und Vertiefen des Erlebten unterstützen. Die Kinder so l-
len auf diesem Weg frühzeitig Interesse an Naturwissenschaften entwickeln und i h-
ren Forschergeist entfalten können. 
9. Beobachten und dokumentieren durch Portfolio 
Bei Portfolio geht es um die dokumentierte Entwicklung des Kindes. Mit Hilfe eines 
Fragebogens beschäftigt sich die/der ErzieherIn mit dem einzelnen Kind beobac h-
tend und notiert seine momentanen E rfahrungen und seine Lernprozesse. Dazu f o-
tografiert der Erziehende das Kind, wann immer er eine besondere oder neue Han d-
lung beim Kind beobachtet. Gemalte Bilder und Bastelergebnisse werden in die 
Portfoliomappe oder in einen dazugehörigen Schuhkarton gel egt (der z.B. mit dem 
Kind verschönert werden kann).  
Zweimal jährlich wird die Dokumentation mit dem Kind und seinen Eltern bespr o-
chen. Diese Dokumentation soll dem Erziehenden helfen, den Entwic klungsstand 
des Kindes immer wieder neu zu erfassen und für die Eltern nachvollziehbar zu m a-
chen. Auch das Kind selbst bekommt so die Möglic hkeit, eigene Veränderungen zu 
sehen und deren Wertschätzung durch die Erwachsenen zu e rleben. Hier ist nicht 
entscheidend, was das Kind gelernt hat und was es schon alles kann  oder auch 
nicht. Es geht darum, Entwicklungen sichtbar zu machen. Wenn Entwicklungsdefizite

Seite 14 von 15 
und Entwicklungsstörungen vorliegen, können sie auf diesem Weg rechtzeitig wah r-
genommen und behandelt werden. In der Regel verhilft Portfolio auch zur Gelasse n-
heit. Denn Eltern und manche ErzieherInnen wundern sich hin und wieder über Ve r-
haltensweisen, Auffälligkeiten oder scheinbare Fixierungen beim Kind, die nach lä n-
gerem Beobachten doch nur als vorübergehende Phase erkannt werden.  
Um Missverständnissen vorzubeugen sei erklärt, dass Behinderungen nicht relativiert 
oder positiv umformuliert werden. Sie sind können aber nicht von Anfang an und für 
immer festgelegt werden, weil das Entwicklungspotential sonst keine Chance hat 
sich zu entfalten. 
10. Teamarbeit 
Das mu ltiprofessionelle Team besteht aus insgesamt 16 Mitarbeitenden aus den 
Berufsgruppen: Diplom Pädagogik, Logopädie, Physiotherapie, Elementarerziehung 
und Kinderpflege. Das Team tagt wöchentlich, um pädagogische und organisator i-
sche Themen zu besprechen. Üb er die Kinder, die von Behinderung betroffen sind, 
wird regelmäßig eine professionelle „Fallbesprechung“ zusammen mit den Therapeu-
tInnen durchgeführt. Für das gesamte Team gibt es regelmäßig Fortbildungen und 
Supervisionen, die den Mitarbeitenden helfen so llen, ihre Arbeit zu reflektieren und 
noch sicherer im Umgang mit den besonderen Herausford erungen ihrer Gruppe und 
der Kinder zu werden. 
11. Kooperations- und Netzwerkarbeit 
Mit dem Bekenntnis zur integrativen/ inklusiven Arbeit erweitern sich die Aufgab en 
der pädagogischen Fachkräfte im Bereich der Kooperation mit externen Fachkräften, 
der interdi sziplinären Zusammenarbeit und der Bereitschaft, sich fachliche Hilfe zu 
erschließen.  
Der angemessene Kontakt zu Beratungsstellen, Ärzten, Frühdiagnostikzentren, Früh-
förderstellen usw. und die Zusammenarbeit mit anderen integrativ arbeitenden Ei n-
richtungen werden als selbstverständlich vorausgesetzt und vom ISS als Träger b e-
gleitet und gefördert. 
Ebenfalls beabsichtigen wir einen guten und regelmäßigen Kontakt z u den Grun d-
schulen in der Umgebung herzustellen, um den Übergang zwischen Kita und Schule 
zu erleichtern. 
12. Verantwortlichkeit des Trägers 
Der ISS als Träger der Kita hält Kontakt zum Stadtteil, in dem sich die Kita befindet.  
Der Träger bespricht sich rege lmäßig mit seinem Dachverband, um seine Arbeit 
transparent zu machen und um auf Veränderungen und Anfragen von städtischer 
Seite eingehen zu können.

Seite 15 von 15 
ISS wacht als Träger über die Ziele und Einhaltung der Vorgaben und ist verantwor t-
lich für Personalangelegenheiten.  
ISS bestimmt über Absprachen und Entscheidungsbefugnisse. 
 
K ö l n ,  i m  J u n i  2 0 1 2

4_Konzeptunterlagen Regenbogen Kita Wolbeck eV für Kita Gildenstraße

52173 Zeichen

REGENBOGEN KINDERTAGESSTÄTTE WOLBECK 
e.V. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pädagogisches Konzept 
 
  
 
Wir möchten 
 
Stärken stärken – Schwächen 
schwächen

1
Inhalt                
 
1   Vorwort  
                                                                                                                
2   Umfeld Einrichtung                                                                                                            
3   Kurzprofil der Einrichtung            
4   Pädagogisches Rollenverständnis                 
4.1 Die Rolle der Erzieherin  
4.2 Menschenbild, Bild vom Menschen  
4.3 Pädagogischer Wertekonsens des Teams  
                                                
5  Gruppenorientierte Ansätze  
    5.1 Die Kindertagestättengruppe  
5.1.1 Unser pädagogischer Ansatz in der Kindergruppe  
5.1.2  Die Bedeutung der Erziehung in der Kita/insbesondere des Spiels  
5.1.3  Die Vorschulerziehung  
5.1.4  Spracherziehung  
5.1.5  Bewegungserziehung  
5.1.6  Gesundheitserziehung   
5.1.7  Musikalische Früherziehung   
5.1.8  Medienerziehung   
5.1.9  Umwelterziehung                                                                             
     5.2.Konzeption der Kleinkindgruppe 
            Gliederung 
            1. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit 
            2. Die begleitete Eingewöhnungszeit - Der elternbegleitende Start 
            3. Natur Erleben - Draußen Sein 
            4. In Bewegung sein - sich erproben 
            5. Soziales Lernen - Gruppe Erleben 
            6. Sprache erfahren - Eine eigene Stimme entwickeln 
            7. Räumlichkeiten lebendig gestalten - Erlebniswelten schaffen 
            8. Tagesablauf 
            9. Elternarbeit   
6  Team   
  
7  Eltern   
7.1  Ziele der Elternarbeit, Verpflichtungen gegenüber den Kindern  
7.2  Formen der Elternarbeit  
7.3  Elterngespräche   
7.4  Elternabende und Mitgliederversammlungen  
8  Rolle des Vorstands  
9  Kooperation mit dem Träger    
9.1  Rolle des Trägers, Rechte und Pflichten  
9.2  Ziele und Vorgaben des Trägers  
9.3  Informationsaustausch  
10  Öffnung nach außen  
11  Öffentlichkeitsarbeit

2
1 Vorwort  
Mit dieser Konzeption stellen wir unsere pädagogisc he Arbeit dar. Wir machen deutlich, 
dass unser Handeln nicht zufällig zustande kommt, s ondern dass wir eine klare 
Zielsetzung in der Arbeit mit Kindern haben. Unsere  Konzeption dient als Fundament 
um angemessen auf die ständigen Veränderungen unser er Zeit zu reagieren. Sie ist 
unsere Antwort auf die pädagogischen Fragen, Lebens entwürfe und Zusammenhänge, 
die uns im Alltag mit den Kindern und Eltern begegn en. Wir glauben, dass dieses 
Konzept Antworten auf viele Fragen gibt (unser Konz ept ist auf die räumlichen 
Gegebenheiten unserer bestehenden Einrichtung zugeschnitten). 
 
 
2 Umfeld der Einrichtung  
Münster Handorf ist ein Stadtteil von Münster und h at trotz seiner Nähe und Anbindung 
an Münster`s Innenstadt einen dorfähnlichen Charakt er. Die neue Kindertagesstätte 
bietet die Möglichkeit zu einer modernen und freund liche Einrichtung; ergänzt durch 
großzügige Außenanlagen, so dass viel Freiraum und eine angenehme Atmosphäre für 
die Kinder geschaffen wird. 
 
3 Kurzprofil der Einrichtung 
• Historie - Die Elterninitiative Regenbogen Kita Wolbeck e. V. wurde 1988 von 
Eltern aus Wolbeck gegründet. Sitz des Vereins ist die Münsterstrasse 76B - am 
Rande Wolbeck mit der bereits bestehenden Kindertag esstätte „Regenbogen –
Kindertagesstätte e.V.“.  
• Gruppenstruktur - Die Kindertagesstätte bietet Platz für 50 Mädchen und 
Jungen im Alter von 4 Monaten bis 6 Jahren. Die Kinder werden in drei Gruppen 
der Gruppentypen I und II betreut. 
• Personaleinsatz  
                                                                                                    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
Gruppe 2 
Gruppenform I 
Gruppenleitung 
(native Speaker) 
Fachkräfte 
 
 
Gruppe 1 
Gruppenform I 
Gruppenleitung 
(stell.Einrichtung 
sleitung) 
Fachkräfte 
 
 
Verbundleitung für 
beide 
Einrichtungen 
39.0  Std  (+Verw.St.)  
Gruppe 3 
Gruppenform II 
Gruppenleitung 
Fachkräfte

3
• Räumliche  Situation  
 
Die räumliche Stituation ist durch den öffentlichen Beschluss der Stadt Münster 
vorgegeben. 
 
• Trägerschaft und Organisation  
 
Der Dachverband der Elterninitiative ist der Verein  „ Eltern helfen Eltern“, er 
übernimmt eine beratende Funktion bei pädagogischen , konzeptionellen und 
verwaltungstechnischen Fragen. Die Einrichtung wird  von der Stadt Münster und 
dem Land NRW gefördert und finanziell unterstützt. Die Förderung beläuft sich 
auf 96% für die Kindertagesstätte, der Eigenanteil (Trägeranteil) der Eltern auf 
4%.  
 
Die Elterninitiative setzt auf die aktive Mitarbeit  der Eltern in der Einrichtung, im Jahr 
werden zwölf Stunden Elternarbeit pro Familie gelei stet. Jedes Elternteil bzw. jeder 
Sorgeberechtigte ist Mitglied des Vereins. Vier Elt ernabende pro Gruppe und zwei 
Mitgliederversammlungen für die gesamte Einrichtung im Jahr sind festgelegt. 
 
Der Vorstand setzt sich aus fünf gleichberechtigten  Mitgliedern zusammen, die von 
der Mitgliederversammlung gewählt werden und für di e wirtschaftliche, personelle 
und organisatorische Geschäftsführung zuständig sind. 
Die Geschäftsführung übernimmt die Verbundleitung m it zusätzlichen 
Verwaltungsstunden. 
 
Das Jugendamt der Stadt Münster schreibt eine Einha ltung von zwanzig 
Schließungstagen vor. Der größte Anteil dieser Schl ießungstage liegt in den 
Sommerferien. 
 
• Geplante Öffnungszeiten der Einrichtung  
Montag bis Donnerstag   7:30 Uhr bis 17:00 Uhr 
Freitags                       7:30 Uhr bis 16:30 U hr 
 
 
4 Pädagogisches Rollenverständnis 
 
Die Elterninitiative der Regenbogen-Kita-Wolbeck e. V. ist Träger der Einrichtung. Die 
Einrichtung wird gemäß § 45 SGB VIII (KJHG) betrieb en und gefördert. Unser 
gemeinsamer pädagogischer Ansatz unterteilt sich in drei Bereiche: 
 
4.1 Die Rolle der pädagogischen Mitarbeiter 
Als Erzieher/innen nehmen wir die Rolle eines verlässlichen, vertrauensvollen und  
unterstützenden Partners der Kinder ein. 
Unsere Aufgabe ist es, für einen geregelten Tagesab lauf zu sorgen, der den 
unterschiedlichen körperlichen und sozialen Entwick lungsbedürfnissen der Kinder – 
unter Berücksichtigung der jeweiligen Altersstufe –  entspricht. Dazu schaffen wir 
entsprechende Bedingungen und Erfahrungsräume. 
Unsere Aufmerksamkeit ist gerichtet auf die Anliege n, Wünsche und Bedürfnisse der

4
Kinder. Als Erzieher/innen nehmen wir in der Kita e ine Vorbildfunktion ein und 
entwickeln ein Miteinander, das von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt 
ist. 
Aufgrund eines geregelten Tagesablaufes bieten wir den Kindern Orientierung und 
Sicherheit. 
Wir motivieren die Kinder, ihre Wünsche sowie ihre Einfälle und Ideen zu äußern. So 
nehmen sie aktiv am Zusammenleben in der Kita teil.  Wir unterstützen die Kinder in 
Konfliktsituationen, hier können sie lernen, sich z u artikulieren und gemeinsam 
Kompromisse zu schließen. Wir regen die Kinder zum gegenseitigen Helfen, zum 
Vorzeigen, Vormachen und Nachahmen an. Sie lernen H ilfe zu suchen und 
anzunehmen.  
Durch gezieltes Beobachten finden wir heraus, welch e Fragen und Probleme die Kinder 
beschäftigen. Auf der Suche nach Antworten ermutige n wir sie Fragen zu stellen und 
sich mit ihnen auseinander zu setzen. Wir erschließ en mit den Kindern immer wieder 
neue Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten sowohl inner halb als auch außerhalb der 
Einrichtung.  
Auch Spaß und Freude an körperlicher Bewegung werde n unterstützt; ebenso wie 
motorische Fertigkeiten. Die Kinder haben die Mögli chkeit, Naturmaterialien und 
vielfältiges Spielzeug zu nutzen. 
 
4.2 Menschenbild, Bild vom Menschen 
 
 
„Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung“ (Jean Piaget)  
 
In unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind im Mittelpunkt. Wir sehen es in seiner 
Einzigartigkeit, mit all seinen Gefühlen wie Freude , Angst, Wut, Trauer, seinen 
Bedürfnissen, seinen Träumen, seiner Lebendigkeit, seiner Neugierde und allem 
anderen, was sein Wesen ausmacht. Die Akzeptanz jed es einzelnen mit seinen Stärken 
und Schwächen bestimmt das Leben und Lernen in der Kita. Für dieses gemeinsame 
Leben sind Platz, Raum und Zeit wichtige Faktoren. 
Neben dem Platz brauchen Kinder auch den Raum, das heißt die Möglichkeiten 
Kontakte zu anderen Kindern aufzubauen, Freundschaf ten zu schließen, sich zu 
streiten, Geheimnisse miteinander zu haben, sich zu  bewegen, sich in Ruhe 
zurückzuziehen und natürlich um zu spielen. Für die se Aktivitäten benötigen Kinder 
ausreichend Zeit. Im Bezug auf die eigenen Bedürfni sse, Rechte und Pflichten des 
Kindes gibt es besprochene Regeln und Grenzen . 
 
Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit . Es hat das Recht auszuprobieren, 
zu experimentieren, neugierig zu sein, Fragen zu stellen, Fehler zu machen, wütend und 
traurig sowie fröhlich, nachdenklich oder ängstlich zu sein. Darüber hinaus ist es wichtig, 
das Lebensumfeld des Kindes mit einzubeziehen. Geme int sind hier in erster Linie die 
Familie, in der das Kind aufwächst, aber auch das w eitere Umfeld. Die Kinder sollen 
sich bei uns wohl und geborgen fühlen, soziale Kontakte knüpfen und pflegen. 
Abschließend lassen sich folgende Punkte für unsere  pädagogische Arbeit 
zusammenfassen: 
 
•  das Kind wird anerkannt als aktiver Mitgestalter von Entwicklung und Bildung 
•  das wesentliche Potential für die kindliche Entwi cklung steckt im Kind selbst 
•  es ist ein vollwertiges menschliches Wesen mit ei gener Identität

5
•  das Kind ist ein Entdecker und Forscher - in ihm steckt viel verborgene 
schöpferische Kreativität 
•  Bewegung und Tätigkeit sind der Motor seiner Entw icklung 
 
4.3 Pädagogischer Wertekonsens des Teams 
 
„Das ist uns wichtig“ 
Wertschätzung  
•  die Stärken und nicht die Schwächen anderer hervo rheben 
•  Gefühle und Gedanken anderer akzeptieren können 
•  andere so zu behandeln, wie man selber behandelt werden möchte 
•  unsoziales Verhalten anderer sachlich beurteilen und nicht verurteilen 
•  nicht andere für eigene Affekthandlungen verantwo rtlich machen 
•  fremde Affekthandlungen nicht persönlich nehmen 
•  positiver sprachlicher Umgang 
Soziale Wahrnehmung  
• Kontakte knüpfen können 
• Störungen wahrnehmen und darauf reagieren können 
• eigene und fremde Gefühle wahrnehmen und akzeptier en 
• die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere wahr nehmen 
Ich Bewusstsein & Selbstständigkeit  
•  Erfahrung und Einsatz des eigenen Körpers 
•  eigene Wünsche und Gefühle wahrnehmen und benenne n können 
•  Grenzen erkennen 
•  Bewusstsein über soziale Position in der Gruppe 
•  Regeln akzeptieren und ungerechtfertigte in Frage  stellen 
•  sich angemessen gegen Unterdrückung wehren können  
•  Misserfolge ertragen und daraus lernen können 
 
Konfliktbewältigung   
•  gewaltloser Umgang 
•  gegenseitiges Zuhören 
•  Konflikte wahrnehmen und darüber berichten können  
•  sich in andere hineinversetzen können 
•  Konfliktlösungen finden, vorschlagen und zwischen  mehreren Lösungen 
entscheiden 
•  sich mit Schwächeren solidarisieren 
•  manche Konflikte als nicht lösbar akzeptieren 
Hilfsbereitschaft   
•  selbst Hilfe annehmen können 
•  sich nicht aufdrängen 
•  Schwächen anderer nicht ausnutzen

6
 
 
5 Gruppenorientierte Ansätze 
 
5.1 Die Kindertagesstättengruppe 
Die frühpädagogische Betreuung in unserer Einrichtu ng soll die in der Familie 
begonnene Erziehung unterstützen und ergänzen. Eine  wichtige Voraussetzung ist der 
regelmäßige Erfahrungsaustausch mit den Eltern. Er bietet die Chance einer 
Übereinstimmung des Erziehungsstils. Darin sehen wi r eine wesentliche Grundlage für 
die Entwicklung einer selbstbestimmten, schöpferisc hen und eigenverantwortlichen 
Persönlichkeit des Kindes. 
 
5.1.1 Unser pädagogischer Ansatz in der Kindergruppe 
Die Grundrichtung unserer pädagogischen Planung und  Zielsetzung ist die 
lebensweltorientierte Pädagogik, ein ganzheitlicher  Ansatz in großer Nähe zum 
situationsorientierten Ansatz. 
Dabei stellen wir die Kinder und ihre unmittelbaren  täglichen Erlebnisse-, Lern- und 
Lebenswelt in den Mittelpunkt unserer Betrachtung, so dass dem einzelnen Kind eine 
allgemeine, umfassende Entwicklung ermöglicht wird.  Ein wichtiger Grundsatz in Bezug 
auf die methodische Vorgehensweise ist es,  ein Zus ammenleben zu ermöglichen, das 
in gegenseitige Akzeptanz und Achtung vor der jewei ligen Eigenart, Stärke, Schwäche 
und dem Temperament  erlebt wird.  
Klare und konsequente Regeln, welche für alle Kinde r einsehbar sind bzw. werden 
können, ermöglichen den Kindern ein breites Handlun gsspektrum und viele Freiräume. 
In diesem Zusammenhang spielt das gegenseitige Vert rauen eine große Rolle. Den 
Wert und die daraus resultierenden Möglichkeiten ei nes unbeschwerten und 
vertrauensvollen Umgangs miteinander im Alltag zu v ermitteln, ist eines der 
wesentlichen Ziele des methodischen Vorgehens unserer pädagogischen Arbeit. 
Die Erzieher als aktive Beobachter und positives Vo rbild der Gruppe setzen zudem Lob 
und Verstärkung als Mittel zur Förderung von Selbst sicherheit, Selbstwertgefühl und 
Selbstvertrauen bewusst und gezielt ein. 
In unserer pädagogischen Arbeit sehen wir die Mögli chkeit und Notwendigkeit, flexibel 
auf die Bedürfnisse und Interessen des Kindes bzw. der Gruppe einzugehen d. h.: 
 
• aktuelle Ereignisse spontan aufzugreifen und zu ve rarbeiten 
• individuell den unterschiedlichen Entwicklungsstan d des Kindes bezüglich seiner 
Erlebnis -, Gedanken- und Handlungsbezogenen Erfahrungen zu berücksichtigen 
• den bereits vorhandenen Erfahrungsbereich des Kind es zu erweitern 
• dem einzelnen Kind einerseits Anregungen anzubiete n, ihm andererseits den 
Freiraum 
• zu gewähren, seine Absichten im Rahmen seiner Fähi gkeiten und Interessen zu 
• verwirklichen 
• Defizite (Verhaltens-, Entwicklungsstörungen) durc h entsprechende gezielte 
• Förderung zu kompensieren 
• Sozialverhalten in der Gruppe zu fördern 
• sowie den Kindern altersgerechte Hilfen zur Verarb eitung und Lösung von 
Konflikten zu geben

7
 
5.1.2 Bedeutung der Erziehung in der Kita (insbesondere des Spiels) 
Die Grundlage für unser pädagogisches Konzept in der Kindertagesstättengruppe ist die 
Orientierung am Erziehungs- und Bildungsauftrag der  Kindertagesstätte allgemein. 
Dabei sollen Erziehungs-, Bildungs-, Betreuungs- un d Versorgungsauftrag in einem 
ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen; so dass eine ganzheitliche und 
umfassende Förderung des einzelnen Kindes in der Gruppe gewährleistet wird.  
 
Die (früh-)pädagogische Betreuung in unserer Einric htung soll die in der Familie 
begonnene Erziehung unterstützen und ergänzen.   
Als Grundform kindlichen Lernens hat dabei das Spie len in unserer Erziehungsarbeit 
eine besondere Bedeutung. Im Spiel erwirbt und vera rbeitet das Kind sein Wissen von 
der Welt, entwickelt Fähigkeiten Probleme zu lösen,  gestaltet soziale Beziehungen und 
erfindet eigene Phantasiewelten. Die Kinder drücken  im Spiel ihre Gedanken, Gefühle, 
Probleme und Ängste aus. Im Rollenspiel werden inte raktiv viele Teilbereiche der 
kindlichen Persönlichkeit gefördert und unterstützt: 
 
• ein Verständnis sozialer Rollen wird erworben und das Selbstbild entwickelt 
• der Erfahrungs- und Handlungsspielraum wird erweit ert 
• Selbstwertgefühl wird gestärkt 
• Ausdauer geübt 
• Phantasie und Kreativität gefördert 
• neue Wege für Lösungsmöglichkeiten werden erlebt 
• motorische Fähigkeiten werden ausgebaut und verfei nert 
 
Kinder müssen nicht zum Spielen angeregt werden, si e erkunden aus eigenem Antrieb 
ihre Umwelt spielerisch. Damit sich die im Spiel li egenden Chancen für Lernen und 
Entwicklung entfalten können, bieten wir den Kinder n die nötigen Voraussetzungen in 
unserer Einrichtung: 
 
• speziell abgetrennte Bereiche abseits der Laufwege  
• eine Vielfalt an Requisiten für den Innen- und Auß enbereich 
• angemessene Aufbewahrungsmöglichkeiten für die Rol lenspielmaterialien 
• der Tagesablauf ist so geplant, dass alle Kinder t äglich ausreichend Zeit und 
Gelegenheit zum Spielen haben 
 
 
 
5.1.4 Die Vorschulerziehung 
Unsere Vorschulgruppe hat einen besonderen Stellenw ert. Die Förderung der Kinder 
setzt früh ein um beste Startchancen für den Schula nfang zu schaffen. Die 
Vorschulgruppe konzentriert sich dabei verstärkt auf verschiedene Bildungsbereiche wie 
Motorik, Wahrnehmung, soziale Kompetenzen und elementares Wissen.

8
 
Da heißt es zum Beispiel für den Bereich  
 
• Motorik   
Das Kind greift kleine Gegenstände sicher, schneidet einfache Formen aus. Für 
den Bereich Wahrnehmung bedeutet dies, dass das Kind Formen und Farben 
unterscheiden kann, Geräusche seiner Umwelt ortet und erkennt, selbständig 
Räume in seiner vertrauten Umgebung wieder findet.  
• Kommunikation    
Das Kind geht auf andere zu, hält Regeln ein, geht kleinere Probleme aktiv an, 
beschäftigt sich für eine Zeit lang alleine.  
• Sprache   
Es erzählt eine kurze Geschichte treffend wieder, wendet richtig 
grammatikalische Grundregeln an, gliedert Worte in Silben, versteht Symbole im 
Alltag, z.B.: Verkehrszeichen. Die Kinder befinden sich in ruhiger Atmosphäre. 
Sie werden im letzten Kindergarten-Jahr Zahlen und Buchstaben kennen lernen. 
Außerdem finden spezielle Malaktivitäten, sowie Koch- und Backaktivitäten statt. 
Ebenfalls werden Ausflüge mit den Vorschulkindern unternommen, die auf dieses 
spezielle Alter ausgerichtet sind, z.B. ein Besuch im Landesmuseum mit 
geschulten Museumspädagogen, Besuch auf dem Wochenmarkt in Münster, 
usw. 
 
5.1.5 Spracherziehung 
„Guten Morgen…“so fängt ein Kindergartentag in unserer Einrichtung an. Damit ist der 
Grundstein, nämlich die Kommunikation, für die Spracherziehung schon gelegt. Doch für 
Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren bedarf es mehr Förderung als die schnelle 
Kommunikation von Erwachsenen. Es ist wichtig, dass  Kinder was sie sagen auch 
verstehen und das was sie verstehen auch sagen könn en. Eine kindgerechte Art der 
Kommunikation ist das aktive Zuhören. Der Erwachsen e hört dem Kind zu, meldet völlig 
wertfrei zurück was er verstanden hat und stellt ge zielte Fragen bei Unklarheiten. Auch 
das Vorlesen von Büchern, welches unsere Kinder seh r begeistert, dient der 
Spracherziehung. 
Kindertexte vorlesen und durch sie weiter- oder nac herzählen lassen, ist förderlich für 
den Ausbau des Wortschatzes und der richtigen Aussp rache. Da Kinder am besten 
durch eine Handlung lernen, setzen wir uns häufig i m Stuhlkreis zusammen und singen 
Lieder und bewegen uns zu dem dazugehörigen Text. S omit haben es auch die ganz 
Kleinen leichter Tätigkeiten zu benennen und es sic h gut zu merken, da Lieder oft 
wiederholt werden. Uns ist es für unsere Gruppe wic htig, dass unsere Kinder auch 
untereinander kommunizieren. Dazu gibt es die Rolle nspielphase, in der die Kinder 
dieses angeregt tun, aber auch die Kinderkonferenz,  die ca. einmal wöchentlich 
stattfindet. An dieser Konferenz sind alle Kinder b eteiligt. Dort haben sie die Möglichkeit 
sich zu einem, aus ihrer Sicht, wichtigem Thema der  Gruppe mitzuteilen. Um aber auch 
die Kinder altersgerecht zu fördern, findet für jed es Kind ein altershomogenes 
Gruppenangebot statt. In dieser Gruppe haben die Er zieher die Möglichkeit die 
altersentsprechenden Fähigkeiten zu überprüfen und sie gezielt zu fördern. 
 
Durch die Besetzung der Gruppenleitung in der Grupp e 2 durch einen englischen bzw. 
spanischen native Speaker soll diese Gruppe nach ei nem bilingualen Konzept

9
ausgerichtet werden. 
 
 
 
5.1.6 Bewegungserziehung 
Kinder brauchen Bewegung um sich wohl zu fühlen. Um sich selbst und die Dinge ihrer 
Umwelt kennen zu lernen und um mit anderen Menschen  Kontakt aufnehmen zu 
können. Bewegung ist aber auch Grundlage ihrer geis tigen Entwicklung. Bevor sie sich 
einen Begriff von der Welt machen können, müssen si e sie mit allen Sinnen erfassen 
und begreifen. Kinderwelt ist Bewegungswelt: Wenn K inder unser Außengelände 
betreten, stürzen sie sich in der Regel als erstes auf die Fahrzeuge. Doch nach einiger 
Zeit kann man beobachten das Kinder sich nicht nur mit Geräten, die zur Bewegung 
einladen beschäftigen, sondern auch auf einer Sandk astenkante balancieren oder mit 
viel Ausdauer die Pflastersteinfugen ablaufen. 
Unser Außengelände bietet, durch seine Größe, noch viel mehr 
Bewegungsmöglichkeiten als man auf den ersten Blick  wahrnimmt. Natürlich wird in 
unserer Einrichtung auch geturnt. Dieses geschieht einmal in der Woche in 
altershomogenen Gruppen die in unserem Bewegungsraum stattfinden. Dieser Raum ist 
ausgestattet mit vielen Turnmatten, geometrisch gef ormten Polsterkissen und weiteren 
motorischen Materialien die zur Bewegung dienen.  
 
 
5.1.7 Gesundheitserziehung 
Die Gesundheitserziehung muss eingebettet sein in d ie allgemeine Erziehung des 
Kindes, gesetzliche Vorgaben werden umgesetzt. 
Positive Werte wie Selbstverwirklichung, Selbstwert gefühl, Lebensfreude und 
Leistungsfähigkeit sind oberstes Leitziel. Dazu geh ört auch, für eine möglichst 
störungsfreie Entwicklung der Persönlichkeit Sorge zu tragen. 
Schwerpunkte der Gesundheitserziehung in unserer Einrichtung sind: 
• Unfallverhütung 
• körperliche Aktivität im Spiel 
• Vermittlung eines Körper- und Organbewusstseins 
• Zahngesundheitserziehung 
• hygienische Fertigkeiten und Gewohnheiten 
• gesunde Ernährung, Ernährungsverhalten 
• Umwelterziehung 
• Vermittlung positiver Werte wie Lebensfreude, Selb stverwirklichung, 
Leistungsfähigkeit 
• Austausch mit den Eltern 
 
Diese Schwerpunkte werden in unserer Gruppe in Spielen, Projekten, im alltäglichen 
Umgangmiteinander oder durch unsere Vorbildfunktion umgesetzt. 
 
 
5.1.8 Musikalische Früherziehung  
Es gilt als erwiesen, dass Musik den Menschen beein flusst. Für Kinder allerdings, ist es 
aber auch ein wichtiges Medium sich auszudrücken od er sich anderen mitzuteilen.

10 
Durch Lieder wird die Umwelt kreativ und spielerisc h auf der Gefühlsebene vermittelt. 
So bieten alle Spiele, in denen Musik, Sprache und Bewegung vereint sind, dem Kind 
eine ausgezeichnete und ganzheitliche Förderung der  Sinneswahrnehmung und der 
Gesamtpersönlichkeit. Immer wieder können wir bei A ktivitäten beobachten, wie 
unterschiedlich Kinder auf dieselbe Musik reagieren . z. B. wenn sie in einer Kleingruppe 
bei gemütlicher Atmosphäre zu klassischer Musik mal en oder sich einfach frei dazu 
bewegen. Es finden  regelmäßig Projekte statt, wie z. B. Instrumente selber basteln oder 
Klanggeschichten aufnehmen. Im Gruppenraum stehen d en Kindern verschiedene 
Rhythmusinstrumente zur Verfügung. Diese werden von  ihnen häufig genutzt um in der 
Freispielphase mit einer Kleingruppe Musik zu mache n, oder wir singen im Stuhlkreis 
ein Lied und einige Kinder begleiten dieses mit den  Instrumenten. Um die Kinder 
außerhalb unserer Stuhlkreise zum Singen zu motivie ren, steht ihnen im Gruppenraum 
ein Kassettenrecorder zur Verfügung.  
 
 
5.1.9 Medienerziehung 
Die Entwicklung der bunten Welt der Medien scheint in immer schneller werdendem 
Tempo vorwärts zu gehen. Es gibt endlose Medien die  wir heutzutage nutzen können 
oder müssen. 
Um  unsere Kinder darauf und auf den richtigen Umga ng damit vorzubereiten, nutzen 
wir in unserer Gruppe altersentsprechende Medien wi e z. B. Bücher, Spiele, Kassetten 
und Dias. Die Kinder sollen im Umgang sicher werden , damit sie sich anschließend mit 
anderen Medien auseinander setzen. So fördern wir die Medienkompetenz der Kinder. 
In unserer Gruppe gibt es eine Vielzahl an Büchern,  die den Kindern den ganzen Tag 
zur Verfügung stehen. Für die Kinder ist es das mei st genutzte Medium. Als 
Besonderheit haben wir ein Kinderkino in unserer Ei nrichtung, dieses sind Dias von 
einem Buch, deren Geschichte beim Anschauen erzählt  wird. Für die Kinder ist es sehr 
schön in gemütlicher Atmosphäre und mit der gesamte n Gruppe ein Buch zu sehen und 
zuhören. Doch eines der spannendsten Medien für die Kinder ist das Foto oder der Film. 
Es ist etwas sehr besonderes, zu sehen wie Kinder d arauf reagieren sich selber zu 
sehen. Daher ist es uns immer ein Anliegen, Feste, Projekte oder Dinge im Alltag zu 
fotografieren oder zu filmen. Anschließend werden d iese Fotos für die Kindern 
aufzuhängt, um sie gemeinsam anzusehen. 
 
 
5.1.10 Umwelterziehung 
Erhaltung und Schutz der natürlichen Umwelt sind an gesichts der zunehmenden 
Umweltbelastungen der letzten Jahrzehnte ein wichti ges gesellschaftliches Anliegen. In 
der heutigen Zeit gewinnt daher auch schon bei den jüngeren Kindern das Thema 
Umwelterziehung zunehmend an Bedeutung. Zielrichtun g unserer diesbezüglichen 
pädagogischen Arbeit ist es daher, den Kindern durc h spielerisches Erleben bereits in 
jungen Jahren ein Bewusstsein für die Natur und dam it einhergehend einen 
verantwortungsvollen Umgang mit ihren Ressourcen zu vermitteln. 
 
Da sich unsere Einrichtung in sehr ländlicher Lage befindet, haben wir glücklicherweise 
vielfältige Möglichkeiten, den Kindern die Natur ni cht nur theoretisch, sondern auch in 
spielerischer Form praktisch nahe zu bringen. So be steht im Rahmen der 
Freispielphase für die Kinder beispielsweise die Gelegenheit Forscher zu spielen, indem

11 
sie Regenwürmer oder Käfer näher untersuchen und ih nen ein eigenes Terrarium 
einrichten. Durch den direkten Kontakt mit Pflanzen  und Tieren lernen die Kinder die 
Natur als etwas positives und lebendiges kennen und  schätzen. Des weiteren findet 
einmal wöchentlich ein Ausflug in den örtlichen Wald statt. Dort können die Kinder direkt 
erfahren, wie der Wald sich im Laufe der Jahreszeit en verändert und die einheimische 
Tier- und Pflanzenwelt näher kennen lernen. Die Kin der haben zudem Gelegenheit den 
Wald näher zu erkunden (z.B. Blätter sammeln) und s o zu erleben, welche 
Spielmöglichkeiten der Wald bietet. Daneben werden auch regelmäßig gezielt 
umweltbezogene Einzelprojekte umgesetzt. Hierzu ste hen den Kindern neben den 
praktischen Möglichkeiten selbstverständlich auch e ntsprechende Bücher zur 
Verfügung, wie zum Beispiel „B. woher das Brot kommt“ oder „Wer wohnt im Bach“.  
 
5.2.Konzeption der Kleinkindgruppe 
 
Gliederung 
1. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit 
2. Die begleitete Eingewöhnungszeit - Der kindorientierte, elternbegleitende Start 
3. Natur Erleben - Draußen Sein 
4. In Bewegung sein - sich erproben 
5. Soziales Lernen - Gruppe Erleben 
6. Sprache erfahren - Eine eigene Stimme entwickeln 
7. Räumlichkeiten lebendig gestalten - Erlebniswelten schaffen 
8. Tagesablauf 
9. Elternarbeit 
 
1. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit 
 
Die Entwicklung von Babys und Kleinkindern geht in den ersten Lebensjahren sehr 
schnell vor sich. Jedes Kind macht dabei in seinem eigenen Tempo individuelle 
Entwicklungsschritte, die von uns begleitet, unterstützt und gefördert werden.  
Im Rahmen unserer Betreuung sollen sich die Kinder sicher, geborgen und 
wertgeschätzt fühlen. Wir sehen darin die Basis für  eine erfolgreiche pädagogische 
Arbeit. Eine warmherzige und unterstützende Beziehu ng zum Kind spielt hierbei eine 
zentrale Rolle für uns.  
Jedes Kind bekommt Zeit und Möglichkeiten, sich sel bst zu erproben, seine Umwelt zu 
erobern und spielerisch die Kinder seiner Gruppe zu  entdecken. Durch einen 
Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Ritualen geben wir den Kindern Sicherheit und 
Vertrauen.  
Wir sehen unsere Arbeit mit Babys und Kleinkindern als eine komplexe und fordernden 
Aufgabe, in der wir uns in einer ständigen Auseinan dersetzung mit den aktuellen 
Bildungsprozessen befinden.  
Wir sind uns der Verantwortung bewusst, dass die Qu alität unserer Arbeit ganz 
entscheidend die Lernfähigkeit und Lernbereitschaft unserer U3-Kinder beeinflusst.

12 
 
 
2. Die begleitete Eingewöhnungszeit – 
    Der kindorientierte, elternbegleitende Start 
 
Mit dem Eintritt in die KiTa beginnt für jede Famil ie ein neuer wichtiger Lebensabschnitt 
mit eigener Bedeutung für die Entwicklung des Kinde s. Für Eltern und Kind findet in 
dieser Zeit die erste längere Trennung voneinander statt.  
Um in der neuen Umgebung und bei den neuen großen u nd kleinen Menschen in der 
KiTa-Gruppe ankommen und sich wohlfühlen zu können,  braucht jedes Kind eine 
Eingewöhnungszeit. Es wird dabei von Mama oder Papa begleitet, die so mit ihrem Kind 
gemeinsam den Kindergruppenalltag kennenlernen können.  
In der Eingewöhnungszeit baut eine Erzieherin behut sam eine warmherzige und 
unterstützende Beziehung zu dem Kind auf, die ihm S icherheit und Geborgenheit gibt. 
Auch die Eltern erhalten durch diesen Beziehungsauf bau Vertrauen und können damit 
ihrerseits dem Kind die nötige Sicherheit geben: „H ier bist du gut aufgehoben!“ Das ist 
die Basis für eine gelungene Trennung von Mama oder  Papa für die Zeit des KiTa-
Tages. Nun kann individuell eine zunehmende Ablösun g von dem begleitenden 
Elternteil stattfinden.  
Das Kind erlebt bewusst zuerst kürzere Trennungen ( z.B.: Mama geht für eine halbe 
Stunde einkaufen), die dann schrittweise erhöht werden.  
Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn jedes einz elne neu angekommene Kind 
den Tag in der Kleinkindgruppe ohne seine Bezugsperson verbringt.  
 
  
  
 
3. Natur Erleben - Draußen Sein 
 
Schon für unsere kleinsten Kinder ist naturnahes Le ben und Umgang mit der Natur 
einer der wichtigsten Bausteine in ihrer Entwicklun g. Da unsere KiTa mitten in der Natur 
am Ortsrand liegt, verbringen wir so oft wie möglic h die Zeit mit den Kindern draußen 
auf unserem  Außengelände sowie bei Ausflügen und Spaziergängen. Dabei können die 
Kinder intensiv ihre Umgebung kennenlernen.  
Sie erleben Regen - Sonne, Wind - Schnee, Matsche, Pfützen und Eis, warm - kalt, 
nass - trocken, und schulen damit ganz direkt ihre Sinneswahrnehmung. Wir laufen 
durch Pfützen, über warme Sandwege, durch Gebüsche und über Wiesen. So lernen 
die Kinder durch direktes Tun und Erfühlen, sich in der Umgebung zurechtzufinden.  
Wir erleben gemeinsam den Lauf der Jahreszeiten, zu m Beispiel auf der großen 
Spielwiese mit der Baumblüte und dem Reifen des Obs tes, das begeistert 
aufgesammelt, gepflückt und dann genüsslich verspei st wird. Auf den Feldern ringsum 
können die Kinder das Wachsen und Reifen von Feldfr üchten erleben und über 
Anschauen, Riechen und Fühlen zum Beispiel Getreide oder Mais kennenlernen.  
Bei den Ziegen und Hühnern auf unserem KiTa-Bauernh of sind gesammelte Körner 
hoch willkommen und schon die kleinsten Kinder samm eln mit großer Begeisterung und 
üben sich im Umgang mit den Tieren.  
Auf Ausflügen in die nähere Umgebung mit den Buggie s, den Dreirädern oder zu Fuß, 
ergeben sich ganz selbstverständlich kontinuierlich e Lauferprobungen und

13 
Ausdauerschulung. Die Kinder lernen verschiedene Wege kennen - zum Spielplatz, zum 
Bäcker, zum nächsten Bauernhof. Häufige Wiederholun gen geben viel Selbstvertrauen 
in die eigene Leistungsfähigkeit („Ich schaffe scho n den ganzen Weg!“) und Sicherheit 
(„Ich kenne den Weg!“). So geben wir durch einfache s „Miteinander Wege Gehen“ den 
Kindern die Möglichkeit, sich in vielfältiger Weise  in ihrer Umwelt zu erleben und zu 
erproben.  
 
4. In Bewegung sein - sich erproben 
 
Ein weiterer wichtiger Baustein für die Entwicklung  unserer Kinder stellt Bewegung in 
jeglicher Form dar. Da Kinder in vielen Bereichen ü ber Bewegung lernen, bieten wir 
ihnen ein großes Spektrum an Bewegungs- und Übungsmöglichkeiten an.  
Ein großer Bewegungs- und Toberaum mit eingebauter Kletterebene bietet den Kindern 
viele Möglichkeiten sich auszuprobieren und zu üben : Große Bauelemente und Matten 
zum Buden- und Burgenbauen mit schrägen Ebenen zum raufkrabbeln und 
runterrutschen, klettern, springen und für Bewegung sbaustellen aller Art. Eine 
Sprossenwand zum Klettern und Bänke zum Balancieren , ein großes Bällebad, 
Schaukeln, Trampolin und Rutsche sowie ein vielfält iges Angebot an kleinen 
Fahrzeugen und Hüpfepferden. In diesem Raum bewegen  sich schon unsere Kleinsten 
mit Begeisterung und üben sich in ihren motorischen Fähigkeiten.  
Unser großer Außenspielplatz stellt ebenfalls einen  wichtigen Bewegungs- und 
Erfahrungsbereich für unsere Kinder dar. Der Mittel punkt unseres Spielplatzes ist ein 
großer Sandkasten mit Wasserstelle, in dem das ganz e Jahr gebuddelt und gematscht 
wird. Zwei Schaukeln, eine breite Rutsche auf einem  Kletterberg und ein Klettergerüst 
bieten weitere vielfältige Bewegungsanreize. Viel P latz gibt es auch für die Fahrzeuge, 
Dreiräder, Rutscheautos und Laufräder, die gerade a uch von unseren Kleinsten mit viel 
Ausdauer und Spaß gefahren werden. Zwei Holzkletter türme mit einer Brücke, ein 
kleines Holzhäuschen und eine Holzeisenbahn werden für beginnende Rollenspiele 
gerne genutzt. In einer großen Nestschaukel sind be sonders die kleinen Kinder gerne, 
da sie hier sicher und geborgen sind und trotzdem „ganz hoch“ schaukeln können.  
Auf unserem Gelände befindet sich auch ein großer W asserlauf der fast das ganze Jahr 
mit viel Begeisterung bespielt wird. Mithilfe diese r vielfältigen Angebote können wir die 
Kinder in ihrer motorischen Entwicklung jeden Tag aufs Neue anregen und unterstützen. 
  
 
5. Soziales Lernen - Gruppe erleben 
 
„Den Tag in der Gruppe verbringen, mit anderen zusa mmen sein“ ist der 
Ausgangspunkt vielfältiger sozialer Beziehungen. Gemeinsam erfahren die Kinder in der 
Gruppe Geborgenheit und fühlen sich sicher und besc hützt. Das erlaubt ihnen, auch 
Gefühle wie Traurigkeit, Frustration und Angst zum Ausdruck zu bringen und hilft ihnen, 
schwierige Situationen zu meistern.  
Dazu gehört im Alltag, Grenzen wahrzunehmen, sich m it Regeln auseinanderzusetzen 
und zu lernen, wann es wichtig ist, „Nein“ zu sagen  und ein „Nein“ zu akzeptieren. Die 
Kinder lernen, Entscheidungen zu treffen, individuelle Vorlieben zu zeigen und sich ihrer 
eigenen Bedürfnisse und der Bedürfnisse der anderen Kinder bewusst zu werden.  
Sich in der Gruppe erleben bedeutet für jedes Kind,  dass es Anerkennung, Akzeptanz 
und Beistand erfährt. So kann es verlässliche Bezie hungen mitgestalten,

14 
Freundschaften schließen und sich sicher und unters tützt fühlen. Wir unterstützen diese 
Erfahrungsfelder durch viele gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel:  
• Gemeinsame Spaziergänge 
• Wir sind als Gruppe unterwegs und fühlen uns star k 
• Sing-, Tanz- und Bewegungsspiele 
• Wir tanzen und singen gemeinsam und jeder zeigt, was er kann 
• Gemeinsame Mahlzeiten 
• Wir helfen beim Tischdecken und genießen das Esse n 
• Basteln, Backen und Kneten gemeinsam oder als Kle ingruppe 
• Wir sind kreativ und gestalten etwas 
• Bücher anschauen und vorlesen 
• Wir hören zu und kommunizieren 
• Spielen in der Gruppe drinnen und draußen 
• Wir sind im Kontakt und lernen uns kennen 
Ich-Stärke und Gruppenerfahrung werden so ganz selbstverständlich gelebt und erlernt. 
Viele Dinge erlebe, trainiere, übe, entdecke, probiere ich alleine, manche Dinge machen 
zu zweit mehr Spaß und gemeinsam sind wir unschlagbar. 
  
 
6. Sprache erfahren - Eine eigene Stimme entwickeln  
 
Warmherzige und liebevolle Beziehungen bilden die G rundlage für Kommunikation. Für 
das Entstehen von Freundschaften, dem Mitteilen von  Gefühlen und dem Teilen von 
Erfahrungen ist Sprache das wichtigste Kommunikationsmittel.  
Um unsere Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu unte rstützen, setzen wir Sprache in 
vielen Situationen ein. Dabei ist unsere Aufmerksam keit auch ständig darauf gerichtet, 
die Kinder zu Wort kommen zu lassen und ihre Mittei lungen, ob verbal oder nonverbal, 
zu hören und zu entschlüsseln.  
Sprache begleitet uns durch den ganzen Tag, das bed eutet für uns im Alltag die Kinder 
bei jeder Gelegenheit sprachlich zu begleiten. Wir sprechen mit ihnen über alles was sie 
gerade interessiert und beschäftigt. Möglichst oft schaffen wir Gelegenheiten, bei denen 
die Kinder sich über ihre Gedanken und Gefühle aust auschen können, zum Beispiel 
beim Betrachten von Bilderbüchern oder den eigenen Fotobüchern. Auch Lieder, Sing-, 
und Tanzspiele, Fingerspiele, Reime und Geschichten  setzen wir im Alltag regelmäßig 
ein. Hierbei lernen unsere jungen Kinder zuzuhören,  Wortbedeutungen und 
Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend darauf z u reagieren. Dabei helfen 
ihnen häufige Wiederholungen, Rhythmus und altersentsprechende Wörter und Sätze.  
Das Zusammensein in der Gruppe bietet vielfältige M öglichkeiten der Entwicklung von 
Sprachkompetenz, zum Beispiel: 
• Aufmerksamkeit erlangen und Kontakt herstellen 
• Gedanken, Gefühle und Ideen mitteilen 
• Aufmerksam zuhören, wenn andere etwas sagen 
• Sich selbst bewusst Gehör verschaffen 
• Gestik, Mimik und Körperhaltung entschlüsseln ler nen 
Daraus entsteht, dass Kinder verstehen, was etwas b edeutet, und verständlich machen 
können, was sie selbst meinen.

15 
 
7. Räumlichkeiten lebendig gestalten - Erlebniswelten schaffen 
 
Der Alltag unserer jungen Kinder ist geprägt vom sp ielerischen „Unterwegssein“ in 
vielen Räumen. In unserem Gruppenraum mit seinen be iden Nebenräumen bieten wir 
den Kindern unterschiedliche Spielbereiche an. Um d en Kindern immer wieder neue 
Erlebniswelten anzubieten, nutzen wir unsere Räumli chkeiten flexibel und 
multifunktional. So können wir jederzeit auf die mo mentanen Bedürfnisse der Kinder 
eingehen.  
So wird zum Beispiel mal die Bauecke zum Bällebad, die Küchen- und Puppenecke zur 
Bewegungsbaustelle und der Nebenraum zum Tanz- und Hopspalast umgestaltet.  
An unserem großen Tisch in der Mitte des Gruppenrau mes können die Kinder mit 
verschiedenen Materialien ihre feinmotorischen Fähi gkeiten erproben und festigen. Hier 
wird geknetet, gemalt, geschnipselt, gebacken, geklebt, gepuzzelt und vieles mehr.  
Ein abgegrenzter Baubereich bietet den Kindern eine n Raum, in dem sie sich in Ruhe 
mit Bau- und Konstruktionsmaterial beschäftigen kön nen. Mit Duplosteinen, großen 
Magnetstäben und -kugeln, Steckperlen, Mosaikplatten, Steckwürfeln können die Kinder 
hier bauen. Ganz nebenbei schulen hier auch schon d ie Kleinsten im konzentrierten 
Spiel Ausdauer, Wahrnehmung und Kreativität.  
In unserer Küchen- und Puppenecke mit einer Spielkü che, Puppenlaufstall, 
Puppenbuggies und Verkleidungssachen können sich di e Kinder im kreativen 
Rollenspiel erproben.  
Die Kuschelecke mit Kindersofa und -sesseln ist ein  gemütlicher Rückzugsort. Hier 
können sich die Kinder allein oder gemeinsam ausruh en und Bilderbücher anschauen 
oder diese vorgelesen bekommen.  
Eine Hochebene, die über eine Treppe zu erklimmen i st, gibt den Kindern die 
Möglichkeit, ihren Gruppenraum aus einer anderen Pe rspektive wahrzunehmen: „Du 
bist unten, ich bin oben!“ Situationsbedingt wird d iese Hochebene immer wieder neu 
gestaltet: Krankenstation, Puppenschlafzimmer, etc.  
Ein kleiner und ein großer Nebenraum dienen uns als  Schlafräume, in denen jedes Kind 
seinen festen Schlafplatz im Babybett oder auf der Kindermatratze hat.  
 
Unser Kindersanitärbereich besteht aus zwei Räumen.  Der Wickelraum ist ausgestattet 
mit einem großen Wickeltisch mit Treppenaufgang und  Regalen für Wechselkleidung 
und Wickelutensilien. Neben dem Wickeltisch gibt es  eine Kleinkindertoilette. Der 
Waschraum ist ausgestattet mit zwei Kindertoiletten  und zwei Waschbecken in 
kindgerechter Höhe. Neben der allgemeinen  Hygiene wie Toilettengang, 
Händewaschen und Zähneputzen finden hier auch aller lei Wasserspiele und 
Planschereien statt.   
 
 
 
 
8. Der Tagesablauf in unserer Kleinkindgruppe 
 
Ein strukturierter Tagesablauf mit regelmäßig wiederkehrenden Ritualen ist für unsere 
Kleinsten wichtig, um sich wohl und sicher zu fühlen.

16 
Unser Kindergruppentag beginnt um 07:30 Uhr. Bis 09:00 Uhr haben sich alle Kinder in 
der Gruppe eingefunden. Wir begrüßen in dieser Zeit jede Familie und unterstützen mit 
einem Abschiedsritual das Tschüss-Sagen von den Eltern. 
 
 
08:00 - 09:00 Uhr Zeit für einzelne Aktivitäten/Spi ele und ein Frühstück 
09:00 - 11:00 Uhr 
 Jetzt haben wir Zeit, gemeinsam etwas zu unternehm en! 
• Ausflüge in die nähere Umgebung 
• Draußen spielen 
• Toben und spielen im Bewegungsraum 
• Gezielte Angebote (z.B. Backen, Malen, Basteln) m it der Gruppe oder mit 
einzelnen Kindern 
• Freies Spielen in unserem Gruppenraum 
11:00 - 12:00 Uhr • Aufräumen 
• Gemeinsames Mittagessen (Sing- und Fingerspiele) 
• Zähneputzen 
12:00 - 14:00 Uhr Schlafens- und Ruhezeit 
14:00 - 16:00 Uhr Jetzt ist noch mal Zeit zum Spiel en... 
• Drinnen und draußen 
• Im Toberaum 
• In der „großen“ Gruppe 
16:00 Uhr Ende der Kleinkindergruppe 
16:00 – 17.00 Uhr Wenn Kinder länger als 16:00 Uhr in der Einrichtung bleiben, 
werden sie bis 17.00 Uhr in einer der Kitagruppe betreut. 
 
  
 
9. Elternarbeit 
 
Als familienergänzende Einrichtung ist uns eine off ene und vertrauensvolle 
Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Eltern sehr wi chtig. Unser Ziel ist es, dass sich 
das Kind und seine Eltern ernstgenommen, verstanden und willkommen fühlen.  
Elterngespräche 
Der Austausch von individuellen und situationsbedin gten Informationen findet in 
täglichen Tür- und Angelgesprächen statt. Zweimal jährlich bieten wir unseren Eltern an, 
in einem Elterngespräch anhand von Entwicklungsberi chten und Beobachtungen 
umfassende Informationen über den Entwicklungsstand  ihres Kindes zu erhalten. Bei 
anstehenden Wünschen und Problemen haben die Eltern  jederzeit die Möglichkeit, mit 
uns zusätzliche Gesprächstermine zu vereinbaren.  
  
Elternabende 
Unsere Elternabende finden vierteljährlich statt. H ierbei werden regelmäßig die aktuelle 
Gruppensituation, anstehende Termine, besondere The men und Dokumentationen aus 
dem Gruppenalltag vorgestellt und besprochen.  
  
Gemeinsame Aktionen und Feste 
Wertvoll für eine gute Zusammenarbeit sind für uns auch das Feiern von Festen wie

17 
zum Beispiel ein Sommerfest, Weihnachtsfeiern, etc.  und gemeinsame Aktionen wie 
zum Beispiel Backen in der Weihnachtszeit. 
 
 
6 Team 
Die Teams arbeiten schwerpunktmäßig in ihrer Gruppe , aber auch gruppenübergreifend 
z.B. in Projekten.  
 
7 Eltern 
 
7.1 Ziele der Elternarbeit und die Verpflichtungen den Kindern 
gegenüber 
Die Basis unserer Arbeit ist die ständig Unterstütz ung der Eltern bei der Erziehung der 
Kinder. Wichtig ist, die Eltern als Partner bei der  Erziehung der Kinder anzusprechen. 
Die Einrichtung ist für das Elternhaus ergänzend be i der Erziehung und in 
Erziehungsfragen tätig. Wichtig ist es hierbei, die  Lebenswelt der Familie kennen zu 
lernen und in der Arbeit zu berücksichtigen. Fachli ches pädagogisches Wissen bringen 
wir in die Elternarbeit  ein. Dabei respektieren wi r die Autonomie der Lebensgestaltung 
der Eltern. Eine intensive, strukturierte und verpf lichtende Zusammenarbeit zwischen 
Elternhaus und der Einrichtung ist Voraussetzung. 
In unserer Rolle als Verantwortliche für die Kinder , haben die Erzieherinnen und die 
Eltern die Aufgabe, ihre Rolle verantwortungsvoll a uszuüben und den Kindern ein 
Vorbild zu sein. 
 
7.2 Formen der Elternarbeit 
Die Eltern sind jederzeit eingeladen, in die Gruppe zu kommen und aktiv an der 
Gruppenarbeit teilzunehmen. Ein Hospitationsbesuch der Eltern in den Gruppen macht 
die pädagogische Arbeit transparent und hilft bei E ntwicklungsfragen, so dass eine 
optimale Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes erreicht wird. 
Das Einbringen von Ideen zur Gestaltung des Alltags  in der Gruppe ist erwünscht und 
stellt einen hohen Stellenwert für die Kinder dar. Je intensiver die Zusammenarbeit 
zwischen Elternhaus und der Einrichtung stattfindet, je umfangreicher und tief greifender  
sind die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder. 
Aktive Beteiligung der Eltern bei Projekten und Vor haben der Gruppe haben für das 
Kind eine besonders positive Bedeutung. 
In welchem Umfang Aktivitäten mit den Elternstunden  verrechnet werden können, ist in 
der jeweiligen Situation mit der Einrichtungsleitung zu klären. 
Es wäre wünschenswert, wenn nicht nur die Abrechnun g von Elternstunden die 
Motivation zu gemeinsamen Aktionen darstellt. 
Elternstunden werden wie folgt eingebracht: 
Montagsdienst – Gruppendienst bei Teamsitzungen – Gemeinsame Gartenaktionen  
– Renovierungsarbeiten – Fahrdienste bei Ausflügen der Gruppe - Feste 
 
 
7.3 Elterngespräche 
Um den Belangen der Kinder und Eltern nachzukommen,  finden in regelmäßigen 
Abständen sowie auf Wunsch, Elterngespräche statt. In diesen Gesprächen besteht die

18 
Möglichkeit, den Entwicklungsstand des Kindes, Wüns che wie auch Probleme von 
Kindern, Eltern und Erzieherinnen zu erörtern. 
Terminabsprachen finden individuell statt. Die Eltergespräche werden  nach 17 Uhr 
geführt. 
 
7.4 Elternabende und Mitgliederversammlungen 
In jedem Jahr ist für die Eltern die Teilnahme an z wei Elternabenden verpflichtend, 
sowie die zusätzliche Teilnahme an zwei Mitgliederversammlungen. 
Auf Mitgliederversammlungen und Elternabenden werde n Protokolle geführt. Bei 
Nichtanwesenheit sind die Eltern dazu verpflichtet,  sich über die Inhalte der Protokolle 
zu informieren. Die Eltern sind dazu aufgerufen auf  Aushänge zu ihrer Information 
wahrzunehmen und sie zu lesen. Es ist nicht die Auf gabe des Teams, auf Aushänge 
und Elternbriefe aufmerksam zu machen. Über geleistete und verbliebene Elternstunden 
können sich die Eltern am Aushang oder bei der Einrichtung erkundigen. 
Neben den Elternabenden, an denen organisatorische Dinge oder die Planung von 
längeren 
und größeren Aktionen im Vordergrund stehen, kommt den „Tür- und Angelgesprächen“ 
eine besondere Bedeutung zu: Es sind kurze, aber se hr wichtige Gespräche, in denen 
ein Austausch über die Befindlichkeiten der Kinder bessere Erkenntnisse für die  Eltern 
und Erzieherinnen bringen kann. 
Für das Team liegen in diesen kurzen Begegnungen gute Ansatzmöglichkeiten 
für die weitere Zusammenarbeit. Zusammenhänge könne n besser verstanden und 
Rückfragen gestellt werden. 
 
8 Rolle des Vorstands 
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vere ins ehrenamtlich und vertritt ihn 
nach außen. 
Er besteht aus fünf gleichberechtigten Mitgliedern und wird aus der Elternschaft der 
Einrichtung auf der Mitgliederversammlung gewählt. 
Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ der Einrichtung, somit ist stets 
gewährleistet, dass der Vorstand auch die Interessen der Eltern vertritt. 
Die Hauptaufgaben des Vorstandes liegen darin, dass  entsprechend der Konzeption die 
positiven Rahmenbedingungen für eine optimale pädagogische Arbeit 
garantiert werden.  
Der Vorstand übt in personeller Hinsicht auch Aufga ben aus, die ein Arbeitgeber 
innehat. 
Dazu gehören u.a. die Lohn- und Gehaltsauszahlung. 
Die Einstellung und ggf. die Kündigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die 
Sorge um ein gutes Arbeitsklima wird in Zusammenarbeit mit der Leitung umgesetzt. 
Die fachliche, pädagogische und wirtschaftliche Füh rung der einzelnen 
Beschäftigugsfeder delegiert der Vorstand an die Verbund Leitung. 
 
9.1 Rolle des Trägers, Rechte und Pflichten 
Der Verein Regenbogen-Kindertagesstätte ist eine Elterninitiative. Der Dachverband des 
Vereines bildet die Organisation „Eltern helfen Eltern“. Der Verein der Regenbogen- Kita 
hat die Aufgabe, mit dem Dachverband  Kindertagesst ätten und  KleinKindgruppen zu 
betreiben (§2 der Satzung). Der Verein arbeitet gem einnützig. Die Aufgabe des Trägers 
ist die  Finanzierung mit 4 % der Gesamtkosten. 96 % der Kosten werden durch die

19 
Förderung der Stadt Münster und des Landes NRW übernommen. 
Die Rechte und Pflichten des Vereins sind ausführli ch in der Satzung beschrieben. Sie 
wurde am 15.03.2006 verabschiedet und in das Verein sregister beim Amtsgericht der 
Stadt Münster eingetragen. 
 
9.2 Ziele und Vorgaben des Trägers 
In der Satzung vom 15.03.2006 der Regenbogen Kita w urden die Aufgaben und 
Pflichten des 
Vereins definiert und schriftlich festgelegt. 
Die Hauptaufgabe ist der Betrieb von Kindertagesstätten. Der Träger hat die 
Aufgabe, die Rahmenbedingungen für die pädagogische  Arbeit zu schaffen, die Eltern 
als Mitglieder und Arbeitgeber heranzuziehen und Au fgaben und Ämter zu verteilen. 
Anliegen, Wünsche und Vorstellungen von pädagogisch er Arbeit werden entgegen 
genommen, und an die pädagogischen Mitarbeiter weitergeben. 
 
9.3 Informationsaustausch 
Der Vorstand des Vereins tritt regelmäßig mit der pädagogischen Leitung der 
Einrichtung zusammen, um Kenntnisse über Entwicklungen und Inhalte der 
pädagogischen Arbeit in den Gruppen einzuholen sowie die geschäftlichen Inhalte zu 
besprechen. Weiterhin gibt es einen regelmäßigen Austausch mit dem Dachverband 
Eltern helfen Eltern und der Stadt Münster. 
Aufgabe des Vorstands ist es, zwei  Mitgliederversammlungen pro Kalenderjahr 
einzuberufen. 
Für die Mitglieder sind mindestens zwei Mitgliederversammlungen pro Kalenderjahr 
verpflichtend. 
Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind: 
•  Inhalte und Ziele der Vereinsarbeit 
•  Wahl und Abberufung des Vorstandes 
•  die Geschäftsordnung 
•  Rechnungsprüfung 
•  Entlastung des Vorstandes 
•  Mitgliedsbeiträge 
• Satzungsänderungen 
•  Auflösung des Vereins 
Unter § 9 der Satzung sind die Mitgliederversammlung, sowie die Beschlussfähigkeit 
geregelt. 
In jeder Gruppe finden vier Elternabende pro Kalenderjahr statt. Die pädagogischen 
Mitarbeiter führen die Elternabende durch. 
Elterngespräche finden auf Wunsch und Bedarf der Eltern oder Erzieher statt.

20 
 
 
 
 
10 Öffnung nach außen 
Dem Ziel folgend den institutionellen Charakter so gering wie möglich zu halten, 
versuchen wir entsprechend eines „familiären Lebensraumes“ das Umfeld der 
Einrichtung mit einzubeziehen. 
Wir setzen uns weiterhin zum Ziel, an sozialen, versorgenden und gestaltenden 
Netzwerken des Ortsviertel`s Handorf  teil zu haben. Wir versuchen die 
Zusammenarbeit mit der Pfarrei in Handorf  auszubauen. Wir besuchen mit den Kindern 
die Eisdiele im Dorf, oder wir nutzen die ortsansässigen Dienstleister wie z. B. 
Supermärkte, Schreibwarengeschäfte usw.. Dadurch möchten wir unsere Präsenz im 
Stadtteil erhöhen. 
Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Schulen in der nähren Umgebung erscheint 
uns als außerordentlich wichtig. Für die Kinder der Kitagrupp sind diese Institutionen ein 
Teil ihres späteren Lebens, unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit, aber auch im 
Hinblick auf eine vernetzte Arbeit suchen wir den Kontakt zu Lehrern. 
Durch den Austausch von Informationen, bezüglich der Entwicklungsprozesse der 
Kinder, können wir unseren Wahrnehmungshorizont erweitern. Dieses Vorgehen hat 
den Vorteil, dass bei auftauchenden Schwierigkeiten unverzüglich lösungsorientierte 
Wege gesucht werden und ein fachliches Handeln möglich wird. Ein solch 
professionelles Handeln kann sich auf die Förderungsmöglichkeiten beziehen, die uns in 
der Kindertagesstätte zur  Verfügung stehen z. B. in Form von gezielten 
Kleingruppenarbeiten oder einer Einzelförderung. 
Für einen Förderungsbedarf, der über die fachlichen Möglichkeiten der Einrichtung 
hinausgeht, streben wir einen engen Kontakt zu anderen und weiterführenden 
Fachstellen an. 
Dazu gehören beispielsweise Beratungsstellen, psychosoziale Dienste, Frühförderstelle 
und verschiedene Therapieangebote ( z. B. Spieltherapie, Ergotherapie usw. ). 
Unter dem Aspekt der „ Öffnung nach außen “ verstehen wir, ergänzend zu den bisher 
genannten Bemühungen uns für Anregungen, Hilfen und Möglichkeiten von außen zu 
öffnen, 
An dieser Stelle möchten wir die Leser / innen motivieren sich mit eigenen Vorschlägen, 
Ideen und Projekten an uns zu wenden. 
 
11 Öffentlichkeitsarbeit 
In der heutigen Zeit, in der eine Vielzahl von Betreuungsformen und 
Betreuungsangebote für Kinder vorhanden sind, ist es notwendig ein konkretes und 
transparentes Einrichtungsprofil zu entwickeln. Die Entwicklung eines / dieses 
spezifischen Konzeptes ist für uns unerlässlich, um unsere Einrichtung mit ihren 
Besonderheiten in der Öffentlichkeit darzustellen. Es soll insbesondere auch Eltern 
helfen, einen ersten Eindruck zu bekommen und ein Wegweiser sein. 
Wir präsentieren uns auf der Hompage http:// www.RegenbogenKita.de .

1_Bewerbungsschreiben CVJM für Kita Auf dem Dorn

1132 Zeichen

314

cvjmmünster
Sozialwerk gGmbH

CVJM Münster
Christlicher Verein junger Menschen

Frau Pohl, . Sozialwerk gGmbH
Frau Kratz Trutti ; Merschkamp 23
Herr Philipp 48155 Münster

Tel. 0251/31 43 83
Hafenstraße 30

www.cvjimmuenster.de

48153 Münster

Freitag, 17. Mai 2013

Übernahme der Trägerschaft für die Kita ‚Auf dem Dom‘ Roxel

Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Frau Kartz-Trutti, sehr geehrter Herr Philipp,
für das Gespräch und die gemeinsame konzeptionelle Erörterung am 15.05.2013 möchten wir uns mit
diesem Schreiben herzlich bedanken.

Das Gespräch hat uns in der Auffassung bestärkt, die Bewerbung aufrecht zu erhalten und Ihnen diese
Entscheidung mit diesem Schreiben zu bekunden.

Die Sozialwerk gGmbH ist zur Übernahme der Trägerschaft bereit und wird die Zahlung eines
Trägeranteiles von 1% dauerhaft sichern.

Wir würden uns freuen, wenn uns die Trägerschaft übertragen wird und stehen Ihnen gerne für weitere
Fragen zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für die Pfingsttage,

Degen, Geschäftsführer
Bankverbindung:

KD-Bank Dortmund, BLZ 350 601 90
Seite 1 von 1 Sozialwerk 2 100 139 017

3_Bewerbungsschreiben DRK für Kita York-Kaserne

1405 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband

DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Münster e.V,

Die Kreisgeschäftsführerin
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl
Hafenstraße 30
48127 Münster

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 37 880

Fax 0251 37 88 55
www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de

Stadt Münster

Tagesı ni für Kinder

:23 MAI 28

nn T rmauf
Kopie

Bearbeiterin
Gudrun Sturm

Tel. 0251 37 88 27
Fax 0251 37 88 55
9.sturm@DRK-muenster.de
Münster, 17.05.2013 . .
Vereinsregister 5SVR1456
Amtsgericht Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung are Kasse Münsterlang-Ost
in Gremmendorf, York-Kaserne Konto 57 109

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Pohl,

wir freuen uns über die positiven Entwicklungen im Bereich der Kindertages-
stätten in Münster und beteiligen uns gerne an der Ausschreibung der
Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Gemmendorf, York-
Kaserne.

Grundlage unserer Bewerbung ist eine Perspektive für die Trägerschaft über die
zurzeit ausgeschrieben 2 Jahre hinaus, etwa als Träger dieser Einrichtung oder
eines Neubaus mit jeweils 3 bis 6 Gruppen.

Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 1 % zu leisten.

Für weiterführende Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Gudrun Sturi
Kreiägeschäftsführerin

ar

Beschlussvorlage

16269 Zeichen

V/0366/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen Auf dem Dorn (Roxel), Gildenstraße 
(Handorf) und York-Kaserne (Gremmendorf) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
20.06.2013 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
25.06.2013 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
27.06.2013 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
03.07.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
10.07.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
10.07.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaften für die oben genannten Kindertagesein-
richtungen wie folgt (siehe Begründung zu Ziffer 3): 
 
1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Christlicher Verein Junger Menschen Münster e. V. 
(CVJM) wird die Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung „Auf dem Dorn“ in Roxel im 
Stadtbezirk Münster West übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Frühjahr 2014. 
 
1.2. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wol-
beck e. V. wird die Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung „Gildenstraße“ in Handorf 
im Stadtbezirk Münster Ost übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist der 01.09.2013. 
 
1.3. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster (DRK) 
wird die Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung „York-Kaserne“ in Gremmendorf im 
Stadtbezirk Münster Südost übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist der 01.09.2013. 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0366/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Gerick, Herr Niehues, Herr 
Philipp, Frau Kratz-Trutti 
Ruf: 
492-5528, 492-5151 
E-Mail: 
Gerick@stadt-muenster.de 
Niehues@stadt-muenster.de  
Datum: 
13.06.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0366/2013 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinba-
rungen entsprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung „Auf dem Dorn“ in Roxel werden vertragliche Regelungen 
zur Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Christlicher Verein Junger 
Menschen Münster e. V. und der Stadt Münster getroffen. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Träger Christlicher Verein Junger Men-
schen Münster e. V. und der Stadt Münster getroffen. 
 
2.2. Für die Kindertageseinrichtung „Gildenstraße“ werden vertragliche Regelungen zur Trä-
gerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Elterninitiative Regenbogen Kinderta-
gesstätte Wolbeck e. V. und der Stadt Münster getroffen.  
Mietvertragliche Regelungen zwischen dem Eigentümer Herrn Schlotmann als Investor und 
dem Träger Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. getroffen. 
 
2.3. Für die Kindertageseinrichtung „York -Kaserne“ in Gremmendorf werden vertragliche Rege-
lungen zur Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Deutsches Rotes Kreuz 
Kreisverband Münster und der Stadt Münster getroffen. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Kreisve r-
band Münster und der Stadt Münster getroffen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Im Verhältnis zur Vorlage V/0171/2013 und V/0171/2013/1. Erg. sind die Gruppenstrukturen den 
Bedarfen entsprechend angepasst mit dem Ziel, dass alle Kinder dort auch in den Folgejahren 
verbleiben können. 
 
1.1. Kindertageseinrichtung „Auf dem Dorn“ in Roxel (Stadtbezirk Münster West) 
 
Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen bzw. Entscheidungen 
V/0171/2013 und V/0171/2013/1. Erg. (Errichtungsbeschluss) dargelegt und beschlossen worden.  
 
Da die Inbetriebnahme der Einrichtung voraussichtlich im Frühjahr 2014 erfolgt, belaufen sich die 
Kosten für die Einrichtung in folgender Höhe: 
 
  Anteilig für 2014 Jährlich ab 2015 ff. 
Betriebskosten  406.000 € 487.000 € 
Betriebskostenzuschüsse  370.000 € 444.000 € 
 
Da der Kinder- und Jugendhilfeträger CVJM einen Trägeranteil unterhalb dem gesetzlichen Tr ä-
geranteil anbietet, entstehen für die Stadt Münster zusätzliche Aufwendungen in folgender Höhe:  
 
  Anteilig für 2014 Jährlich ab 2015 ff. 
Gesetzlicher Trägeranteil  9% 36.000 € 43.000 € 
Angebotener Trägeranteil CVJM 1% 3.600 € 4.300 € 
Städtischer Zuschuss zum Trägeranteil 8% 32.400 € 38.700 € 
 
 
 
1.2. Kindertageseinrichtung „Gildenstraße“ in Handorf (Stadtbezirk Münster Ost) 
 
Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen bzw. Entscheidungen 
V/0171/2013 und V/0171/2013/1. Erg. (Errichtungsbeschluss) dargelegt und beschlossen worden.

- 3 - 
V/0366/2013 
Da die Inbetriebnahme der Einrichtung voraussich tlich ab dem 01.09.2013 erfolgt, belaufen sich 
die Kosten für die Einrichtung in folgender Höhe: 
 
  Anteilig für 2013 Jährlich ab 2014 ff. 
Betriebskosten  161.000 € 482.000 € 
Betriebskostenzuschüsse  155.000 € 463.000 € 
 
Da der Kinder- und Jugendhilfeträger Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. 
einen Trägeranteil entsprechend dem gesetzlichen Trägeranteil anbietet, entstehen für die S tadt 
Münster keine zusätzlichen Aufwendungen: 
 
  Anteilig für 2013 Jährlich ab 2014 ff. 
Gesetzlicher Trägeranteil  4% 6.000 € 19.000 € 
Angebotener Trägeranteil Elterninitiat i-
ve Regenbogen Kindertagesstätte 
4% 6.000 € 19.000 € 
Städtischer Zuschuss zum Trägeranteil 0% 0 € 0 € 
 
 
 
1.3. Kindertageseinrichtung „York-Kaserne“ in Gremmendorf (Stadtbezirk Münster Südost) 
 
Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen bzw. Entscheidungen 
V/0171/2013 und V/0171/2013/1. Erg. (Errichtungsbeschluss) dargelegt und beschlossen worden.  
 
Da die Inbetriebnahme der Einrichtung voraussichtlich ab dem 01.09.2013 erfolgt, belaufen sich 
die Kosten für die Einrichtung in folgender Höhe: 
 
  Anteilig für 2013 Jährlich ab 2014 ff. 
Betriebskosten  161.000 € 482.000 € 
Betriebskostenzuschüsse  147.000 € 439.000 € 
 
Da der Kinder- und Jugendhilfeträger DRK Kreisverband Münster einen Trägeranteil unterhalb 
dem gesetzlichen Trägeranteil anbietet, entstehen für die Stadt Münster zusätzliche Aufwendu n-
gen in folgender Höhe:  
 
  Anteilig für 2013 Jährlich ab 2014 ff. 
Gesetzlicher Trägeranteil  9% 14.000 € 43.000 € 
Angebotener Trägeranteil DRK 1% 1.400 € 4.300 € 
Städtischer Zuschuss zum Trägeranteil 8% 12.600 € 38.700 € 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige städtische Zuschüsse (FwZ) zum Trägeranteil an 
den Betriebskosten wie folgt finanziert: 
 
Teilergebnisplan - Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kind ern in T a-
gesbetreuung 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen

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V/0366/2013 
  1.1 FwZ Kita Auf dem Dorn 2014 
2015ff. 
32.400 
38.700 
Deckung der 
FwZ aus 
Ansatz 2013: 
65.636.090 € 
Ansatz 2014: 
67.996.340 € 
  1.2 FwZ Kita York-Kaserne 2013 
2014ff. 
12.600 
38.700 
     
Insgesamt   
2013 
2014 
2015ff. 
12.600 
71.100 
77.400 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser drei neuen Kindertagesein-
richtungen beschlossen (siehe V/0171/2013 und V/0171/2013/1. Erg.) 
 
Diese Kindertageseinrichtungen beginnen zunächst mit folgenden Gruppen.  
 
Kindertageseinrichtung Auf dem Dorn, Roxel: 
1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 

Kindertageseinrichtung Gildenstraße, Handorf: 
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 
Kindertageseinrichtung York-Kaserne, Gremmendorf: 
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 
Die jeweiligen Gruppenstrukturen werden auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rah-
menstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt. 
Im Rahmen der oben genannten Errichtungsbeschlüsse hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtungen an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und 
Jugendhilfe zu vergeben. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Entsprechend der Mitteilung im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien vom 17.04.2013 
ist am 23.04.2013 mit dem Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft der neuen Ein-
richtungen begonnen worden. 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden über die Planungen der Stadt 
Münster zum Neubau dieser Einrichtungen informiert und gebeten bis zum 04.05.2013 ihr Interes-
se an einer Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich erfolgte eine Pressemitteilung 
am 26.04.2013. 
 
Ihr Interesse bekundet haben (in alphabetischer Reihenfolge): 
 
 Christlicher Verein Junger Menschen Münster e.V., Merschkamp 20-22, 48155 Münster 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster

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V/0366/2013 
 Elterninitiative Regenbogenkindertagesstätte Wolbeck e.V., Münsterstraße 76b, 
48167 Münster 
 
 ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH, Genovevastraße 94, 51063 Köln 
 
 
Mit diesen Trägern wurden am 13. und 15.05.2013 Gespräche geführt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 24.05.2013. 
 
Die folgenden Träger haben sich nach der Interessenbekundung und den Gesprächen für die 
Übernahme der Trägerschaft für die jeweilige Kindertageseinrichtung verbindlich beworben: 
 
 Christlicher Verein Junger Menschen Münster e.V., Merschkamp 20-22, 48155 Münster  
○ für die Kindertageseinrichtung Auf dem Dorn im Stadtbezirk Münster West 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung Gildenstraße im Stadtbezirk Münster Ost 
○ für die Kindertageseinrichtung York-Kaserne im Stadtbezirk Münster Südost 
 
 Elterninitiative Regenbogenkindertagesstätte Wolbeck e.V., Münsterstraße 76b, 
48167 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung Gildenstraße im Stadtbezirk Münster Ost 
 
 ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH, Genovevastraße 94, 51063 Köln 
○ für die Kindertageseinrichtung Auf dem Dorn im Stadtbezirk Münster West  
○ für die Kindertageseinrichtung Gildenstraße im Stadtbezirk Münster Ost 
○ für die Kindertageseinrichtung York-Kaserne im Stadtbezirk Münster Südost 
 
 
3. Trägerauswahl: Kriterien und Bewertung für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die der Anlage 1-5 zu entnehmen 
sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgen-
den Kriterien geführt und ist zu entsprechenden Bewertungen gekommen. 
 
3.1 Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen 
 Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung  
 Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger 
 
Bewertung: Alle Träger besitzen Erfahrungen auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung. Sie be-
treiben weitere Kindertageseinrichtungen 
 
 
3.2 Kriterium: Fachliches Konzept: 
 Geeignete und fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung 
 Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten 
 
Bewertung: Mit Übersendung der Konzepte und deren Darlegung in den Bewerbungsgesprächen 
wurden von allen Trägern geeignete Konzepte dargelegt.

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V/0366/2013 
 
3.3 Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen 
 Kooperationsbezüge im Stadtteil, 
 Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, 
 Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote 
 
Bewertung: Alle Träger planen Kooperationen im Stadtteil und wollen Synergieeffekte nutzen. Ins-
besondere sind hier die räumlich Nähe folgender Träger zu bereits bestehenden Trägerschaften 
hervorzuheben: 
 
CVJM zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Anne-Jakobi-Haus 
(Die geplante Kindertageseinrichtung Auf dem Dorn soll als Dependance geführt werden und somit 
eine organisatorische Einheit mit dem Familienzentrum Anne-Jakobi-Haus bilden, um Synergieef-
fekte noch besser nutzen zu können. Außerdem besteht die Trägerschaft der OGS an der benach-
barten Grundschule.)  
 
DRK Kreisverband Münster zur bestehenden Trägerschaft der Kindertagesein-
richtung  Meerwiese in Coerde und zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung 
Lummerland in Hiltrup 
 
Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. zur bestehenden 
Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Regenbogen Kindertagesstätte in Wolbeck 
 
 Träger ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH verfügt als nicht-münsteraner Träger nicht über 
entsprechende Stadtteilressourcen und kann somit keine vergleichbaren Synergieeffekte erzielen. 
 
 
3.4 Kriterium: Wirtschaftlichkeit: 
 verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung. 
 
Bewertung:  
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
CVJM bietet einen Trägeranteil von 1% für die Kindertageseinrichtungen „Auf dem 
Dorn“ an. 
 
DRK Kreisverband Münster bietet einen Trägeranteil von 1 % für die Kindertages-
einrichtungen „Gildenstraße“ und „York-Kaserne“ an. 
 
Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. bietet einen Trä-
geranteil von 4 % für die Kindertageseinrichtung „Gildenstraße“ an. 
 
ISS Mehrsprachige-Kita gGmbH bietet einen Trägeranteil von 5 % für die Kinder-
tageseinrichtungen „Auf dem Dorn“, „Gildenstraße“ und „York-Kaserne“ an.

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V/0366/2013 
4. Abschließende Begründung der Trägerschaftsvorschläge 
 
Aus den o.g. Bewertungen ergeben sich somit wichtige entscheidungsleitende Differenzierungen 
hinsichtlich der Kriterien. 
Neben dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster nach 
fiskalischen Gesichtspunkten ist auch die Berücksichtigung der besonderen Nutzung von Syne r-
gieeffekten zu bestehenden Kindertageseinrichtungen in Münster wichtig.  
Dies sind vordringlich Einrichtungen, die für einen gut funktionierenden Sozialraum bede utend 
sind. Durch eine gut funktionierende Vernetzung mit bestehenden, eigenen Einrichtungen des 
freien Trägers können im Sozialraum bestmögliche Synergieeffekte genutzt werden (siehe Kriteri-
um: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen). 
 
Demnach schlägt die Verwaltung vor: 
 
4.1 Dem Träger Christlicher Verein Junger Menschen e. V. wird die Trägerschaft für die Ki n-
dertageseinrichtung „Auf dem Dorn“ übertragen.  
Sowohl durch die Nutzung der Einrichtung als Dependance zur bestehenden Kindertagesei n-
richtung Anne -Jakobi-Haus, als auch durch die bestehende Trägerschaft der OGS der b e-
nachbarten Grundschule ergeben sich trotz eines Trägeranteils von 1% sehr gute Synergiee f-
fekte in Roxel. 
 
4.2 Dem Träger Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. wird die Tr ä-
gerschaft für die Kindertageseinrichtung „Gildenstraße“ übertragen. 
Durch die Übernahme ihres gesetzlichen Trägeranteils von 4%  und der bereits bestehenden 
Kindertageseinrichtung in Wolbeck können fachliche und finanzielle Synergien genutzt werden. 
 
4.3 Dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Münster wird die Trägerschaft für die 
Kindertageseinrichtung „York-Kaserne“ übertragen. 
Hier ergeben sich wichtige Synergieeffekte in Zusammenarbeit mit der bestehenden Kindert a-
geseinrichtung Lummerland in Hiltrup.  
Neben einem Trägeranteil von 1 % können die neu gewonnenen Erfahrungen dieser Interim s-
maßnahme im Stadtteil Gremmendorf auch hervorragend in eine dauerhafte Lösung einer Ki n-
dertageseinrichtung im Zusammenhang mit den Konversionsflächen einfließen. 
 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtungen ein Träger gefunden, 
so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden 
können. 
 
 
 
 
I. V. 
Gez. 
 
 
Dr. Andrea Hanke 
Beigeordnete 
 
 
 
Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger

4_Bewerbungsschreiben Regenbogen Kita Wolbeck eV für Kita Gildenstraße

910 Zeichen

REGENBOGEN KINDERTAGESSTÄTTE WOLBECK E.V.

Br

B- enbor en
a = Er

Münsterstraße 76 b@ 48167 Münster-Wolbeck © 02506/7833

Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. Mitglied bei Eltern heifen Eltern e.V.
Münsterstraße 76 b @ 48167 Münster-Wolbeck

Münster 14.05.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Pohl,

hiermit bewerben wir uns um die Trägerschaft für die geplante neue Kindertagesstätte in
Münster Handorf (Gildenstrasse).

Bei der Finanzierung der Kindertagesstätte bieten wir einen Trägeranteil von 4%.
Alle weiteren Unterlagen für diese Bewerbung liegen ihnen bereits vor.

Wir würden uns sehr freuen, die Trägerschaft für die neue Einrichtung zu übernehmen und
haben dafür ein solides und gut geeignetes Konzept entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen

u (4 uud Sr

REGENBOGEN
KINDERTAGESSTÄTTE
Der Vorstand WOLBECKEN.

MÜNSTERSTRASSE 76 B
4867 MÜNSTER-WOLBECK
TELEFON 02506-- 7833

ale

Beratungsverlauf (6)

20.06.2013 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 2.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.06.2013 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
27.06.2013 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 6.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.07.2013 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
10.07.2013 Hauptausschuss
TOP 28 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
10.07.2013 Rat
TOP 32 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (10)

  • Gildenstraße 2
  • Münsterstraße 76b
  • Zumsandestraße 25
  • Hafenstraße 30
  • Zwi-Schulmann-Weg 25
  • Merschkamp 20
  • Auf dem Dorn 2014
  • Böttcherstraße 3
  • Im Seihof 16
  • Kinderhaus

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0366/2013
Typ
Vorlagen
Datum
10.06.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37