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V/0942/2007

Fortschreibung des kommunalen Abfallwirtschaftskonzeptes für die Stadt Münster

Vorlagen 07.11.2007

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Anlage

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Ansehen

Inhaltsverzeichnis der Anlage

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Beschlussvorlage

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Anlage

61734 Zeichen

1 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Die kreisfreie Stadt Münster ist öffentlich-rechtlicher 
Entsorgungsträger gemäß §§ 13 und 15 Kreislaufwirt-
schafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG). Die Aufgaben 
umfassen insbesondere 
 
 
• das Einsammeln und Befördern der ihr in ihrem 
Gebiet überlassenden Abfälle,  
 
• Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung 
von Abfällen und  
 
• die Beseitigung von Abfällen. 
 
 
 
Zur Erfüllung der Aufgaben hat die Stadt Münster die 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) als Eigenbe- 
triebsähnliche Einrichtung gebildet. 
 
Gemäß § 19 KrW-/AbfG sind die öffentlich-rechtlichen 
Entsorgungsträger verpflichtet, Abfallwirtschaftkonzepte 
über die Verwertung und Beseitigung der ihr überlas- 
senden Abfälle zu erstellen. Die Anforderungen an das 
Abfallwirtschaftkonzept werden im Abfallgesetz für das 
Land Nordrhein-Westfalen geregelt. 
 
Das vorliegende Abfallwirtschaftskonzept gibt eine  
Übersicht über den Stand der Abfallentsorgung in der 
Stadt Münster. Es enthält insbesondere 
 
 
• Angaben über Art, Menge und Verbleib der im 
Entsorgungsgebiet der Stadt Münster anfallen- 
den und den  
 
• Abfallwirtschaftsbetrieben der Stadt Münster 
überlassenden Abfälle, 
 
• die Darstellung der getroffenen und geplanten 
Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung 
der überlassenden Abfälle, 
 
 
 
 
• den Nachweis einer zehnjährigen Entsorgungs- 
sicherheit, 
 
• die Darstellung der Zusammenar- 
beit/Kooperationen mit anderen öffentlich-
rechtlichen Entsorgungsträgern. 
 
 
Es ist die Fortschreibung des Abfallwirtschaftkonzeptes 
aus dem Jahre 2002 und gilt für die Jahre 2008 bis 
2012. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Veranlassung und Zielsetzung

2 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
Allgemeine Übersicht 
 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) sind seit 
1996 eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt 
Münster. Sie werden gemäß der Eigenbetriebsverord- 
nung sowie nach den Bestimmungen der Betriebssat- 
zung für die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster geführt. 
Den AWM obliegen die Stadtreinigung und Abfallwirt-
schaft im gesamten Stadtgebiet der Stadt Münster. 
Hierzu zählen insbesondere die Sammlung, der Trans-
port, die Verwertung und Entsorgung von Abfällen im 
Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes. 
 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster orientieren sich 
umfassend an den vom Rat der Stadt Münster be- 
schlossenen ökologischen Zielsetzungen der Abfallwirt- 
schaft und an den Belangen der Nutzer und Gebühren-
zahler im Hinblick auf die Gestaltung des Leistungsan- 
gebotes. 
 
 
Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme 
 
Die Abfallwirtschaftbetriebe Münster wurden erstmalig 
im Jahre 1997 nach der Entsorgungsfachbetriebsver- 
ordnung zertifiziert. Im Jahre 2002 kam die Zertifizie- 
rung  nach dem Qualitätsmanagementsystem DIN EN 
ISO 9001:2000 hinzu. 2005 wurde die Zertifizierung 
nach dem Umweltmanagementsystem nach DIN EN 
ISO 14001:2004 vorgenommen. Durch diese Zertifizie-
rungssysteme werden die Unternehmensprozesse der 
AWM kontinuierlich einer objektiven Prüfung unterzo- 
gen.  
 
Um darüber hinaus die Leistungen auf dem Gebiet der 
Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes konti- 
nuierlich zu verbessern, wurde als vorerst letzter Bau- 
stein eines integrierten Managementsystems das Ar- 
beitsschutzmanagementsystem eingeführt. Die Erst- 
ausstellung des Zertifikats gemäß OHSAS 18001 da- 
tiert auf den 12.09.2006. 
 
 
 
 
 
Risikomanagement 
 
Um frühzeitig und wirksam bestehende und zukünftige 
Risiken für das Unternehmen AWM begegnen zu kön- 
nen, erfolgte im Jahre 2001 die Einführung eines Risi- 
komanagements. Dieses entspricht den Maßgaben des 
am 01. Mai 1998 in Kraft getretenen Gesetzes zur Kon- 
trolle und Transparenz im Unternehmensbereich 
(KonTraG) sowie dem § 10 der mit Wirkung vom 
24.11.2004 in Kraft getretenen EigVo NRW. 
 
Beschwerdemanagement 
 
Um langfristig Fehler zu vermeiden und die Qualität der 
Dienstleistungen kontinuierlich zu optimieren, wurde 
2002 das Beschwerdemanagement bei den AWM ein- 
geführt. 
 
Alle eingehenden Beschwerden werden mit einem ein- 
heitlichen System erfasst und ausgewertet. 
 
Die Bearbeitung von Beschwerden und das Beheben 
von Fehlern sind ein wichtiges Anliegen der AWM  und 
ein bedeutender Faktor für die Kundenzufriedenheit 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Münster (AWM)

3 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Allgemeines 
 
Die Stadt Münster gilt als Oberzentrum des Münster-
landes. Die Münsteraner Wirtschaftsstruktur wird insbe- 
sondere geprägt durch den hohen Anteil öffentlicher 
und privater Dienstleistungsunternehmen und der öf-
fentlichen Verwaltung. 
 
Die Anzahl der wohnberechtigten Bevölkerung lag Ende 
2005 bei 278.925 Einwohnern. Diese leben in 144.856 
Haushalten. Die durchschnittliche Anzahl von Personen 
pro Haushalt liegt statistisch somit bei 1,9 Personen. 
 
Die Gesamtfläche der Stadt beträgt 302,87 km², daraus 
resultiert eine Einwohnerdichte von 920 E/km². 
 
Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäf- 
tigten lag im Jahre 2006 bei 130.117 Personen. Zu den 
Hauptwirtschaftszweigen zählen das Dienstleistungs-
gewerbe mit 54,4 %, Handel und Instandsetzung mit 
13,7 %, verarbeitendes Gewerbe mit 11,7 % und das 
Kredit- und Versicherungsgewerbe mit 8,1 %. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Beschreibung des Entsorgungsgebietes (Stadt Münster)

4 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Das in Deutschland geltende Abfallrecht ist bundes-, 
landesrechtlich und in Satzungen der kommunalen 
Entsorgungsträger geregelt. 
 
Das Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und 
Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von 
Abfällen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, KrW-
AbfG) vom 07.10.1996 gilt als Leitgesetz der Abfallwirt- 
schaft. 
 
Zweck des Gesetzes ist die Förderung der Kreislauf-
wirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen 
und die Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung 
von Abfällen. 
 
Folgerichtig sind durch den Erzeuger und Besitzer von 
Abfällen diese in erster Linie durch z.B. anlageninterne 
Kreislaufführung zu vermeiden, in zweiter Linie stofflich 
oder energetisch zu verwerten und erst dann ord- 
nungsgemäß zu beseitigen. 
 
Ergänzt wird das Bundesabfallrecht durch weitere un- 
tergesetzliche Regelungen, wie z.B. die Deponiever-
ordnung, Abfallablagerungsverordnung und Deponie- 
verwertungsverordnung. 
 
Große Bedeutung haben hierbei insbesondere auch die 
Technischen Anleitungen Abfall und Siedlungsabfall. 
Die Anforderungen an eine umweltverträgliche Ablage- 
rung werden in der Abfallablagerungsverordnung gere- 
gelt.  
 
Für das Land Nordrhein-Westfalen werden darüber 
hinaus weitere Bestimmungen im Abfallgesetz (Lande-
sabfallbesetz - LAbfG) geregelt. 
 
Im Folgenden werden weitere wesentliche Verordnun- 
gen und Gesetze vorgestellt, die wesentlichen Einfluss 
auf die Aufgabenerfüllung und die tägliche Arbeit der 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) haben. 
 
 
 
 
 
 
Verpackungsverordnung (VerpackV) 
 
Um den ständigen Anstieg der Verpackungsmengen 
entgegen zu wirken, wurde im Juni 1991 die Verord- 
nung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen 
(VerpackV) erlassen. Mit dieser Verordnung wurde eine 
Regelung im Sinne einer Produktverantwortung ge- 
schaffen, danach sind Hersteller und Vertreiber von der 
Herstellung bis zu dessen umweltgerechter Entsorgung 
für ihr Produkt verantwortlich und müssen diese vom 
Endverbraucher zurück nehmen und verwerten. Für die 
Rücknahme und die Verwertung der Verkaufsverpa- 
ckungen sind im Gesetz entsprechende Quoten festge-
schrieben. Die Verpflichtung zur Rücknahme entfällt, 
wenn durch ein System besteht, das gewährleistet, das 
die gebrauchten Verpackungen beim Endverbraucher 
abholt werden. 
 
Zum Zeitpunkt der Fortschreibung dieses AWK´s wird 
von Seiten der Bundesregierung an der fünften Verord- 
nung zur Änderung der Verpackungsverordnung gear- 
beitet. 
 
 
Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) 
 
Die Verordnung über die Entsorgung von gewerblichen 
Siedlungsabfällen und von bestimmten Bau- und Ab- 
bruchabfällen trat am 01. Januar 2003 in Kraft. Ziel der 
Verordnung ist die schadlose und möglichst hochwerti- 
ge Verwertung der von der Verordnung erfassten Abfäl- 
le. Die Verordnung bestimmt Anforderungen an die 
Getrennthaltung und an die Vorbehandlung von Gemi- 
schen.  
 
Gewerbliche Abfälle, die nicht verwertet werden, sind 
den zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträ- 
gern zu überlassen. Gem. § 7 GewAbfV haben Erzeu- 
ger und Besitzer Abfallbehälter im angemessenen Um-
fang nach den näheren Festlegungen des öffentlich-
rechtlichen Entsorgungsträgers, mindestens aber einen 
Behälter, zu nutzen. 
 
 
 
Rechtliche Grundlagen

5 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
 
Elektro- und Elektronik-Geräte-Gesetz (ElektroG) 
 
Durch das am 24. März 2005 in Kraft getretene Gesetz 
über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die 
umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elekt- 
ronikgeräten (ElektroG) haben Verbraucherinnen und 
Verbraucher in Deutschland die Möglichkeit, alte  
Elektro- oder Elektronikgeräte kostenlos bei kommuna- 
len Sammelstellen abzugeben. Die Hersteller sind ver- 
pflichtet, die dort gesammelten Altgeräte zurückzuneh- 
men und zu verwerten. 
Mit dem Gesetz soll verhindert werden, dass durch die 
gängige Entsorgung dieser Geräte über den Restabfall 
(Hausmüll) die Umwelt belastet wird. Die Altgeräte wer- 
den in folgende 10 Kategorien eingeteilt:  
 
• Haushaltsgroßgeräte – auch weiße Ware ge- 
nannt – z. B. Waschmaschine, Kühl- und Ge- 
frierschrank oder Herd 
 
• Haushaltskleingeräte - auch zur weißen Ware 
gehörend – z. B. Staubsauger, Kaffeemaschi- 
ne, Fön 
 
• Informations- und Kommunikationstechnik-
Geräte – z. B. Computer, Monitore, Drucker, 
Schreibmaschinen, etc. 
 
• Unterhaltungselektronikgeräte – auch braune 
Ware genannte – z. B. Fernseher, Videorecor- 
der, HiFi Anlagen, etc. 
 
• Beleuchtungskörper 
 
• Elektrische Werkzeuge 
 
• Spielzeug, sowie Sport- und Freizeitgeräte 
 
• Medizinprodukte 
 
• Überwachungs- und Kontrollinstrumente 
 
• Automatische Ausgabegeräte 
 
 
 
Altholzverordnung (AltholzV) 
 
Die Verordnung über die Anforderungen an die Verwer- 
tung und Beseitigung von Altholz (AltholzV) regelt die 
Verwertung (stofflich und energetisch) und die Beseiti- 
gung von Altholz in der Bundesrepublik Deutschland. 
Die Verordnung trat am 01. März 2003 in Kraft.  
 
Die Altholzverordnung teilt Altholz in verschiedene Ka- 
tegorien ein, die hinsichtlich der Entscheidung für eine 
Verwertung und Beseitigung wichtig sind: 
 
• A I Naturbelassenes oder mechanisch be- 
arbeitetes Altholz, praktisch nicht verunreinigt  
 
• A II Verleimtes, beschichtetes, lackiertes 
Altholz ohne halogenorganische Verbindungen 
und ohne Holzschutzmittel 
 
• AIII Altholz mit halogenorganischen Verbin- 
dungen in der Beschichtung ohne Holzschutz- 
mittel 
 
• A IV Mit Holzschutzmitteln behandeltes Alt- 
holz und Altholz, das aufgrund seiner Schad- 
stoffbelastung nicht den zuvor genannten Kate- 
gorien zugeordnet werden kann 
 
Althölzer der Kategorien AI und AII können einer stoffli- 
chen Verwertung zugeführt werden. Althölzer der Kate- 
gorien A III und AIV sind in einer geeigneten Anlage 
einer thermischen Verwertung zuzuführen. 
 
Erzeuger und Besitzer von Althölzern haben diese nach 
den Kategorien getrennt zu halten, soweit es für die 
weitere Verwertung erforderlich ist. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rechtliche Grundlagen

6 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Eine funktionierende Abfallwirtschaft ist auf die Beteili- 
gung aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Ihr 
abfallbewusstes Verhalten ist ausschlaggebend für 
Menge und Art der Abfälle, die in Münster entsorgt wer- 
den müssen. Die Verwertungsanlagen können nur dann 
störungsfrei betrieben werden, wenn Abfallbehälter und 
Recyclinghöfe richtig genutzt werden. Die Präsentation 
von Recyclingprodukten schafft zusätzliche Motivation 
zur Beteiligung am Gesamtsystem. Aus diesen Grün- 
den ist die Öffentlichkeitsarbeit zur Transparenz der 
Abfallwirtschaft ein wichtiger Baustein im AWK der 
Stadt Münster. 
 
Broschüren und Informationsmaterial 
 
Unverändert wichtig für die Information der Münsteraner 
Bürger und Bürgerinnen sind Broschüren zu allen The- 
men der Abfallvermeidung und Abfalltrennung.  
 
Zum Ende jeden Jahres erhalten alle Bürgerinnen und 
Bürger einen Entsorgungskalender mit den Abfuhrter-
minen für Biotonne, Gelben Sack, Restabfalltonne und 
Papiertonne, der aber auch andere wichtige Informatio- 
nen enthält. 
 
Weitere Flyer: 
 
 „Tonne, Sack und Co.“ (Abfalltrennung), 
 „Zu groß für die Tonne" (Sperrgut) 
 „Wo geht es zum Recyclinghof"“  
 „Sortiertafel“ in 7 verschiedenen Sprachen 
 
Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Veröffentli- 
chungen der AWM in Kooperation mit dem Presse- und 
Informationsamt der Stadt Münster zu verschiedenen 
Abfallthemen. 
 
Auf einer  DVD erhältlich ist, werden die verschiedenen 
Bereiche (Abfuhr, Stadtreinigung) der Abfallwirtschaft in 
Münster vorgestellt.  Aufgezeigt werden die unter- 
schiedlichen Wege der Abfälle, von der Sammlung bis 
zur Verwertung bzw. Entsorgung.  
 
 
 
Abfalltelefon 
 
Am Abfalltelefon werden allgemeine und übergeordnete 
Fragen zur Abfallwirtschaft, richtiger Abfalltrennung und 
-entsorgung beantwortet. Jährlich entstehen auf diesem 
Weg ungefähr 20.000 Kundenkontakte.  
 
 
 
Abfallpädagogik 
 
Zur Unterstützung von Schulen und Kitas, Vereinen und 
Verbänden und anderen Multiplikatoren, die zum The-
ma Abfall Wissen vermitteln möchten, stellen die AWM 
verschiedene Angebote zur Verfügung. Neben der per-
sönlichen oder telefonischen Beratung gibt es Informa- 
tionen im Klassensatz und eine Bibliothek mit Fachlite- 
ratur. Außerdem können Materialkisten zu verschiede- 
nen Themengebieten ausgeliehen werden. Sie enthal- 
ten für alle Altersgruppen Spiele, Bücher oder Video- 
kassetten zum Einsatz im Unterricht. 
Für Projektwochen oder Aktionstage werden Aktionshil- 
fen zum Verleih angeboten. 
 
 
 
Entsorgungszentrum- und Recyclinghofführungen   
 
Für Schulklassen, Vereine, Verbände und interessierte 
Gruppen bietet die AWM Führungen durch abfallwirt- 
schaftliche Anlagen an. Je nach Alter und Interessens- 
lage werden hier die unterschiedliche Anlagen besich- 
tigt und dabei verschiedene didaktische Mittel einge- 
setzt, um den Teilnehmern das Thema möglichst ein- 
fach und verständlich, für jüngere auch spielerisch, 
nahe zu bringen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abfallvermeidung und Abfallberatung  
Öffentlichkeitsarbeit

7 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Internet 
  
 
Das Internet ist inzwischen für viele Bürger und Bürge- 
rinnen unverzichtbares Informationsmedium. Die AWM 
sind seit September 2001 mit einem umfangreichen 
Internet-Auftritt (
www.awm.muenster.de ) vertreten, der 
kontinuierlich ausgebaut und aktualisiert wird. 
 
 
 
Initiativ-Kampagnen 
 
Im Rahmen von zwei Kampagnen greifen die AWM das 
Thema Stadtsauberkeit auf und versuchen die Bürge- 
rinnen und Bürger mit Humor und Information zu mehr 
Verantwortlichkeit für die Stadtsauberkeit zu bewegen. 
Eine dritte Kampagne ist für 2008 in Vorbereitung.   
 
Der breiten Öffentlichkeit soll deutlich gemacht we rden, 
dass eine saubere Stadt nicht nur von der -
gebührenfinanzierten- Straßenreinigung und Abfallwi rt- 
schaft abhängt, sondern auch vom Verhalten jedes 
einzelnen Bürgers. In erster Linie soll mit der Kam pag- 
ne die Eigeninitiative der Bevölkerung wieder neu m oti- 
viert werden, damit eine weitere ggf. gebührenfinanzier- 
te Verstärkung der AWM-Aktivitäten nicht erfolgen 
muss.  
 
Aufgegriffen werden die häufigsten Problemfelder im 
Bereich der Stadtsauberkeit von Münster: 
 
1. Littering 
2. Gelbe Säcke: falsche Befüllung 
3. Gelbe Säcke: Herausstellen zum falschen Ab- 
holtermin 
4. Sperrmüll: falsche Gegenstände werden her- 
ausgestellt Wilde Müllkippen 
5. Hundekot 
6. Wilde Müllablagerungen 
7. Großveranstaltungen (Weihnachtsmarkt, Ro- 
senmontag) 
 
 
 
 
 
 
 
In einer weiteren Kampagne sollen vor allem diejenigen 
erreicht werden, die bisher eher aus Unachtsamkeit und 
Gedankenlosigkeit Verunreinigungen verursacht haben.  
 
Eine dritte Kampagne ist für das Jahr 2008 in Planung. 
Auch hier steht die Stadtsauberkeit im Mittelpunkt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abfallvermeidung und Abfallberatung  
Öffentlichkeitsarbeit

8 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Papier, Pappe (PPK) 
 
Papier und Pappe 
0,0 
5.000,0 
10.000,0 
15.000,0 
20.000,0 
25.000,0 
30.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
Erfassungssysteme 
 
Papier und Pappe wird im Stadtgebiet der Stadt Müns- 
ter über die blaue Altpapiertonne flächendeckend in 
Privathaushalten erfasst. Die Erfassungsquote liegt 
damit bei ca. 85 %. Die Abfuhr erfolgt 14-täglich durch 
die AWM über die Behältergröße 120 l – 1.100 l. 
 
Die Nutzung der Altpapiertonne erfolgt auf freiwilliger 
Basis. Für die Nutzung wird keine separate Gebühr 
erhoben. 
 
Für gewerbliche Kunden besteht zusätzlich die Mög- 
lichkeit Altpapier über Container in den Größe 1,1 – 34 
m³ sowie über Presscontainer zu entsorgen. 
 
Verwertung  
 
Das erfasste Altpapier wird derzeit von zwei ortsansäs- 
sigen Firmen angenommen und einer weitergehenden 
stofflichen Verwertung zugeführt. 
 
 
 
 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Die blaue Altpapiertonne wird von der Bevölkerung der 
Stadt Münster sehr gut angenommen. Es ist daher auch 
nicht beabsichtigt, das Erfassungssystem vor dem Hin- 
tergrund der aktuellen Rahmenbedingungen zu ändern.  
 
 
 
 
Bioabfall  
 
Bioabfall 
0,0 
2.500,0 
5.000,0 
7.500,0 
10.000,0 
12.500,0 
15.000,0 
17.500,0 
20.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
Erfassungssysteme 
 
Für das gesamte Stadtgebiet Münster wird von den 
AWM aus hygienischen Gründen eine wöchentliche 
Bioabfuhr angeboten. Biotonnen sind in den Größen 35 
l, 60 l, 90 l, 120 l, und 240 l verfügbar. Gegen Gebühr 
kann ein Biofilterdeckel zur Verfügung gestellt werden.  
 
Der Anschlussgrad liegt derzeit bei ca. 77 % der an der 
Restabfallentsorgung angeschlossenen Grundstücke. 
Die Abfuhr erfolgt durch AWM in der Innenstadt über 
Zweikammerfahrzeuge und in den Außenbezirken über  
Einkammerfahrzeuge. Die AWM setzen für die Reini- 
gung der Behälter zwei Biotonnenwaschfahrzeuge ein. 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2007 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

9 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Verwertung 
 
Für die Behandlung der in Münster getrennt erfassten 
Bioabfälle ist ein Vertrag mit den Stadtwerken Münster 
abgeschlossen worden. Diese betreiben am Standort 
Zum Heidehof 87 eine Bioabfallvergärungsanlage mit 
einer Kapazität von ca. 18.000 Mg/a. 
 
In der Anlage werden die Bioabfälle zunächst von Stör- 
stoffen befreit und anschließend in einem Faulturm 
anaerob, d.h. unter Ausschluss von Sauerstoff, zu Bio- 
gas und dem Gärrest umgewandet. Das Biogas wird im 
benachbarten Blockheizkraftwerk (BHKW) energetisch 
genutzt. Der Gärrest wird in der Grünabfallkompostie- 
rungsanlage zu Kompost weiter verarbeitet. 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Auf Grund der guten Erfahrung soll an der separaten 
Erfassung der Bioabfälle festgehalten werden. Der Ver- 
trag mit den Stadtwerken Münster hat eine Laufzeit bis 
zum Jahr 2015, so dass eine Behandlung der Mengen 
sicher gestellt ist. 
 
 
Grünabfälle 
 
Grünabfälle 
0,0 
2.500,0 
5.000,0 
7.500,0 
10.000,0 
12.500,0 
15.000,0 
17.500,0 
20.000,0 
22.500,0 
25.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
 
 
 
Erfassungssysteme 
 
Grünabfälle werden in Münster sowohl über ein Hol- als 
auch über ein Bringsystem erfasst.  
 
Über die monatliche Sperrmüllsammlung erfolgt die 
haushaltsnahe Erfassung der Grünabfälle gebündelt 
oder über Gartenabfallsäcke im Holsystem. 
 
Zusätzlich werden auf jedem Recyclinghof Grünabfälle 
in Container angenommen.  
 
Verwertung 
 
Für die Behandlung der in Münster erfassten Grünabfäl- 
le betreiben die AWM am Standort Zum Heidehof 87 
eine Grünabfallkompostierungsanlage.  
 
In dieser Anlage werden die Grünabfälle gemeinsam 
mit dem Gärrückstand der Bioabfallvergärungsanlage 
zu hochwertigen, gütegesicherten Kompost verarbeitet. 
Anschließend erfolgt die Vermarktung des Kompostes. 
 
Der Absatz erfolgt bürgernah über die Recyclinghöfe 
der Stadt Münster und über eine Direktvermarktung in 
die Bereiche Garten- und Landschaftsbau, Landwirt- 
schaft und Privathaushalte. 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Aufgrund der guten Erfahrung mit der getrennten Erfas- 
sung der Grünabfälle und Verwertung des erzeugten 
Kompostes ist keine Änderung an dem bestehenden 
Verwertungsweg geplant. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

10 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Restabfall aus Haushaltungen 
 
Restabfall aus Haushaltungen 
0,0 
7.500,0 
15.000,0 
22.500,0 
30.000,0 
37.500,0 
45.000,0 
52.500,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
Erfassung 
 
Die Restabfallabfuhr erfolgt im Regelfall 14-tägig durch 
die AWM. Es werden Behältergrößen von 35l, 60l, 90l, 
120l, 240l 660l und 1.100l angeboten. Damit ist eine 
weitgehende Anpassung der Behältergröße an das 
individuelle Abfallaufkommen möglich. Die Abfuhr der 
Restabfallbehälter erfolgt im Innenstadtbereich mit 
Zweikammerfahrzeugen und in den anderen Gebieten 
mit Einkammerfahrzeugen. 
 
Für gewerbliche Kunden stehen darüber hinaus Contai- 
ner für Restabfälle in den Größen 1 – 34 m³ und Press- 
container zur Verfügung. 
 
Entsorgung 
 
Für die anfallenden Restabfälle hat die Stadt Münster 
mit der Firma Remondis GmbH & Co. KG einen Vertrag 
über die Errichtung und den Betrieb einer mechanisch-
biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBRA) 
abgeschlossen. Die Restabfälle werden in dieser Anla- 
ge gemäß den gesetzlichen Anforderungen behandelt 
und aufbereitet. 
 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Der Vertrag mit der Firma Remondis GmbH & Co. KG 
hat eine Laufzeit bis zum Jahre 2015, so dass die Ent- 
sorgung der anfallenden und den AWM angedienten 
Restabfällen sicher gestellt ist. 
 
 
 
 
 
 
 
Restabfall aus dem Gewerbe 
 
Gewerbeabfall 
0,0 
2.000,0 
4.000,0 
6.000,0 
8.000,0 
10.000,0 
12.000,0 
14.000,0 
16.000,0 
18.000,0 
20.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
Erfassung 
 
Die Gewerbebetriebe in Münster entsorgen ihre Rest-
abfälle ebenfalls über die Behälter der Systemabfuhr. 
Alternierend kann die Entsorgung über gesonderte 
Abroll- und Absetzkippercontainer erfolgen. 
Entsorgung 
 
Die Entsorgung der den AWM angedienten Abfälle aus 
dem Gewerbe erfolgt über die MBRA der Stadt Müns- 
ter. 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2007 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

11 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Die Liberalisierung des Entsorgungsmarktes durch die 
in der Vergangenheit erfolgte Gesetzgebung und 
Rechtssprechung führte insbesondere bei den Gewer- 
beabfällen zu erheblichen Problemen bei der Zuord- 
nung und Abgrenzung der Entsorgungszuständigkeit 
dieses Abfallstromes. Dies spiegelt sich auch in der 
oben dargestellten Mengenentwicklung für die Jahre 
2002 – 2006 wieder. Die aktuelle Entwicklung weist 
eine Stagnation im Rückgang der Mengen aus, so dass 
für die Folgejahre mit einem Aufkommen ähnlich wie in 
2006 gerechnet wird. 
 
Die Entsorgung der den AWM angedienten Abfälle ist 
über die MBRA der Stadt Münster sichergestellt. 
 
 
 
Leichtverpackungen (LVP) 
 
LVP Verpackungen 
0,0 
2.500,0 
5.000,0 
7.500,0 
10.000,0 
12.500,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
Erfassung 
 
Zu den Leichtverpackungen zählen Verkaufsverpa- 
ckungen aus Verbundmaterialien, Kunststoff und Metall, 
die mit dem grünen Punkt versehen sind. Die Samm- 
lung führen die AWM im Auftrag der DSD AG bis zum 
31.12.2007 durch. Die Erfassung erfolgt bei  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
den Haushaltungen und Gewerbebetrieben 14-tägig 
über Gelbe Säcke. Im Bedarfsfall werden auch größere 
Behälter (1.100 l) bereitgestellt. 
Verwertung 
 
Die erfassten Leichtverpackungen werden in Münster 
am Standort Zum Heidehof 52 umgeschlagen und zur 
Firma Stenau nach Ahaus zur weiteren Aufbereitung 
gebracht. Die Firma Stenau ist durch die DSD AG mit 
der Sortierung der Leichtverpackungen aus der Stadt 
Münster beauftragt. 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Die DSD AG hat im Jahre 2007 eine Neuausschreibung 
für die Dienstleistungen Sammlung und Sortierung für 
die Leichtverpackungen aus dem Stadtgebiet der Stadt 
Münster vorgenommen. 
 
Demnach soll die Sammlung der Leichtverpackungen 
ab dem 01.01.2008 für einen Zeitraum von 3 Jahren 
durch die Firma Remondis GmbH & Co. KG erfolgen.

12 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Sperrmüll 
 
Sperrmüll 
0,0 
1.000,0 
2.000,0 
3.000,0 
4.000,0 
5.000,0 
6.000,0 
7.000,0 
8.000,0 
9.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
Erfassung 
 
Die AWM führen im gesamten Stadtgebiet der Stadt 
Münster eine flächendeckende monatliche Sperr- und 
Wertstoffsammlung durch. Im Rahmen dieser Samm- 
lung werden Sperrmüll, Grünabfälle, Elektronikschrott 
und Kühl- und Gefriergeräte getrennt abgefahren. 
 
Entsorgung/Verwertung  
 
Die getrennt erfassten Sperrmüll- und Wertstoffmengen 
werden den entsprechenden Anlagen zur weiteren Be- 
handlung bzw. Verwertung zugewiesen. Der Sperrmüll 
gelangt zu MBRA Münster, Grünabfälle zur Grünabfall- 
kompostierung. Elektronikschrott und Kühl- und Ge- 
friergeräte werden im Rahmen des ElektroG der Ver- 
wertung zugeführt. 
 
Entwicklung  2008  – 2012  
 
Die AWM beabsichtigen grundsätzlich an dem System 
der Sperrmüll- und Wertstoffabfuhr festzuhalten. Ledig- 
lich für den Anteil des Elektronikschrotts und der Kühl- 
und Gefriergeräte wird ab 2008 die monatliche Regel- 
abfuhr auf ein Abrufsystem umgestellt. 
 
 
Altholz  
 
Altholz 
0,0 
500,0 
1.000,0 
1.500,0 
2.000,0 
2.500,0 
3.000,0 
3.500,0 
4.000,0 
4.500,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
Erfassung 
 
Althölzer der Kategorie AI bis AIII werden in Münster 
durch die AWM über die Recyclinghöfe getrennt erfasst. 
Zusätzlich können am Recyclinghof im Entsorgungs- 
zentrum Althölzer der Kategorie AIV abgegeben wer- 
den. 
 
Verwertung/Entsorgung 
 
Die Aufbereitung und Verwertung der erfassten Althöl- 
zer erfolgt durch ein von Seiten der AWM beauftragtem 
Unternehmen. Die Verwertung erfolgt stofflich und e- 
nergetisch. 
 
Entwicklung 2008 - 2012 
 
An der getrennten Erfassung und Einsammlung von 
Althölzern über die Recyclinghöfe soll festgehalten 
werden.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

13 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
Altmetall  
 
Altmetalle 
0,0 
500,0 
1.000,0 
1.500,0 
2.000,0 
2.500,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
 
Erfassung 
 
Die Erfassung der Altmetalle erfolgt in Containern über 
die Recyclinghöfe der AWM. 
 
Verwertung/Entsorgung 
 
Mit der Verwertung der getrennt erfassten Altmetalle 
haben die AWM  zwei ortsansässige Unternehmen der 
Metall- und Recyclingbranche in Münster beauftragt. 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Für die Erfassung der Altmetalle sind keine Änderungen 
geplant. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheits- 
dienstes  
 
Krankenhausabfälle 
0,0 
1.000,0 
2.000,0 
3.000,0 
4.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
Erfassung 
 
Die im Stadtgebiet der Stadt Münster anfallenden kran- 
kenhausspezifischen Abfälle aus Einrichtungen des 
Gesundheitsdienstes werden im Rahmen der regelmä- 
ßigen Restabfallabfuhr den AWM zur Beseitigung über- 
lassen. 
 
Die Erfassung erfolgt i.d.R. über 22 m³ Presscontainer. 
Diese werden über eine Umladestation der AWM am 
Standort Zum Heidehof 52 zu einer Transporteinheit 
zusammengestellt und entsorgt. 
  
 
Entsorgung 
 
Die AWM haben für die ordnungsgemäße Entsorgung 
der ihr überlassenen Krankenhausabfälle einen Vertrag 
mit der EGW Borken abgeschlossen. Auf Basis einer 
öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen der Stadt 
Münster und dem Kreis Borken entsorgt die EGW die 
Mengen über eine thermische Beseitigungsanlage. Eine 
Genehmigung der Bezirksregierung Münster über die 
öffentlich-rechtl. Vereinbarung liegt vor (Akt.-Z.:31.1.6-
Ms-01/2007). 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

14 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
Entwicklung 2008 - 2012 
 
Um die ordnungsgemäße und schadlose Beseitigung 
der Krankenhausabfälle (ASN 180104) auch 
zukünftig sicherstellen zu können, beabsichtigen die 
AWM mit der EGW für den Zeitraum der nächsten 5 
Jahre zu kooperieren bzw. zusammen zu arbeiten. 
 
 
Altglas 
 
 
Altglas 
0,0 
1.000,0 
2.000,0 
3.000,0 
4.000,0 
5.000,0 
6.000,0 
7.000,0 
8.000,0 
9.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
Erfassung 
 
Die Erfassung der Altglasmengen erfolgt im Stadtgebiet 
der Stadt Münster über 616 Depotcontainer im Auftrag 
der DSD AG. An insgesamt 336 Containerstandorten 
befindet sich mindestens je ein Depotcontainer für 
Weißglas und Buntglas (Grün- und Braunglas). An ca. 
91 Standorten stehen 3-Kammer-Depotcontainer, in 
denen die 3 Glasfraktionen Weiß-, Grün- und Braunglas 
farblich getrennt erfasst werden. 
 
Pro Containerstandort sind somit ca. 850 Einwohnern 
angeschlossen. 
 
 
 
 
 
 
Verwertung 
 
Die Verwertung des in Münster getrennt erfassten Alt- 
glases erfolgt über ein durch die DSD AG beauftragtes 
Unternehmen. In einer Aufbereitungsanlage werden die 
Mengen gebrochen, gesiebt und von Fremdstoffen be- 
freit. Anschließend erfolgt die Wiederverwertung in ei- 
ner Glashütte. 
 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Die AWM beabsichtigen, an dem zuvor beschriebenen 
Erfassungsweg fest zu halten.  
 
 
 
 
Straßenkehrricht 
 
 
Straßenkehrricht 
0,0 
1.000,0 
2.000,0 
3.000,0 
4.000,0 
5.000,0 
6.000,0 
7.000,0 
2002 2003 2004 2005 2006 
Jahr 
Menge in Mg 
 
 
Erfassung 
 
Die Reinigung von Straßen, Rinnsteinen und Radwe- 
gen erfolgt durch die Stadtreinigung der AWM im wö-
chentlichen oder 14 tätigem Rhythmus. Hierbei werden 
jährlich ca. 1,5 Mio. Kehrmeter gesäubert. 
 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

15 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Entsorgung 
 
Die im Stadtgebiet der Stadt Münster durch die Stra- 
ßenreinigung erfassten Mengen werden in der MBRA 
Münster verarbeitet. Aufgrund der organischen Belas- 
tung gelangen die Mengen in den biologischen Aufbe-
reitungsteil der Anlage. Nach entsprechender Behand- 
lung erfolgt die Ablagerung auf dem 3. BA der Zentral- 
deponie II.  
 
 
Entwicklung 2008 – 2012 
 
Die AWM haben mit dem Betreiber der MBRA einen 
Vertrag über die Mitbehandlung der in Münster anfal- 
lenden Straßenkehrrichtmengen abgeschlossen. Da- 
durch ist die ordnungsgemäße Entsorgung der Mengen 
in den nächsten Jahren gesichert. 
 
 
 
 
 
 
Sonstige Sammelsysteme 
 
 
Problemabfallsammlung  
 
Die Sammlung von Problemabfällen aus privaten 
Haushaltungen erfolgt über das flächendeckende Netz 
der Recycling- und Wertstoffhöfe. Während der Öff- 
nungszeiten erfolgt die Annahme über ein mobiles 
Schadstoffsammelsystem (außer Eulerstraße und Zum 
Heidehof). Für das Kleingewerbe gibt es zusätzlich eine 
Abgabemöglichkeit auf dem Betriebsgelände der AWM 
an der Rösnerstraße. 
 
Auf dem Betriebsgelände Rösnerstraße werden dar- 
über hinaus die erfassten Problemabfälle bis zur end- 
gültigen Entsorgung in zwei Zwischenlager gemäß den 
gesetzlichen Bestimmungen zwischengelagert. 
 
 
 
 
Die Entsorgung bzw. Wiederverwertung der einzelnen 
Problemabfälle erfolgt in Zusammenarbeit mit privaten 
Entsorgungsunternehmen. 
 
 
 
Elektronikschrott 
 
Mit dem Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgeräte- 
gesetzes sind die Hersteller mobiler Altgeräte zur kos- 
tenlosen Rücknahme verpflichtet.  
 
Besitzer von Altgeräten aus privaten Haushaltungen 
können diese an den Recyclinghöfen der Stadt Münster 
abgeben. 
 
An den Übergabestellen werden die Geräte in fünf Ge- 
rätegruppen separat angenommen und für die Abho- 
lung bereitgestellt: 
 
 
1. Haushaltsgroßgeräte, wie z. B. Waschmaschi- 
nen, Elektroherde, usw. 
 
2. Haushaltskleingeräte, wie Toaster, Staubsau- 
ger, elektrische Zahnbürsten, Wecker, usw. 
 
3. Geräte der Unterhaltungselektronik, Informati- 
ons- und Telekommunikationstechnik, wie z. B. 
Radio- und Fernsehgeräte, Videogeräte, Kame- 
ras, Laptops, Telefone, Anrufbeantworter, 
Rechner und Drucker. 
 
4. Kühlgeräte 
 
5. Gasentladungslampen (Leuchtstoffröhren) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

16 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Die Haushaltsgroßgeräte der Gruppe 1 werden durch 
die AWM über eine Eigenvermarktung direkt verwertet. 
 
Die Vermarktung der übrigen Geräte werden zentral 
über die Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) ge- 
steuert und dem Hersteller nach der Sammlung zur 
Verwertung übergeben. 
 
 
 
Altbatterien 
 
Mit dem Inkrafttreten der Batterieverordnung im Jahre 
1998 besteht für die Verkaufsstellen die Verpflichtung 
zur Rücknahme von Altbatterien und Akkumulatoren. 
Die AWM erfassen zusätzliche Mengen über die Recyc-
linghöfe und auf städtischen/öffentlichen Einrichtungen. 
 
Die Altbatterien werden hier nach Bedarf abgeholt. Eine 
von den Herstellern gegründete Stiftung Gemeinsames 
Rücknahme System (GRS) gewährleistet eine einheitli- 
che und flächendeckende Rücknahme verbrauchter 
Batterien und übernimmt dabei auch die von AWM ge- 
sammelten Mengen. 
 
 
Altkleider 
 
Die Erfassung von Altkleidern und –schuhen geschieht 
in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Verbänden in 
Münster. Die Verbände, unter Federführung des Deut-
schen Roten Kreuzes, übernehmen die alleinige Ver- 
marktung der gesammelten Mengen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zweiradreifen 
 
Gemeinsam mit dem Zweiradhandel initiierte die AWM 
ein Erfassungssystem für gebrauchte Schläuche und 
Reifen von Fahrrädern, Mofas, Mopeds und Rollstüh- 
len. Derzeit beteiligen sich 33 Zweiradhändler am Ent- 
sorgungsring Zweiradreifen. Sie nehmen in ihren Ge-
schäften Reifen und Schläuche an und bringen sie zur 
zentralen Sammelstelle am Recyclinghof Eulerstraße. 
Die AWM lassen diese über einen Altreifenhändler ver- 
werten. 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 
Jahre 2002 - 2006

17 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
Abfallmengenentwicklung 
 
Die Abfallmengenentwicklung für die Jahre 2002 – 2006 
ist in der folgenden Tabelle detailiert dargestellt. 
Dabei zeigt sich, dass sich die aus den privaten Haus- 
haltungen stammenden Abfälle in den vergangenen 5 
Jahren nicht wesentlich geändert haben. 
Lediglich im Bereich der erfassten hausmüllähnlichen 
Gewerbeabfälle ist ein starker Rückgang der Mengen 
zu verzeichnen. Ursache hierfür dürfte die Einführung 
und Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung im Jahre 
2005 sein. 
Erfreulich ist die Entwicklung im Wertstoffbereich. Ins- 
besondere konnte im Bereich Papier/Pappe ein kontinu- 
ierlicher Anstieg festgestellt werden. Ansonsten 
schwanken die erfassten Siedlungsabfallmengen über 
den Zeitraum 2002 -2006 im üblichen Rahmen. 
 
Mit der Inbetriebnahme der biologischen Stufe der me- 
chanisch-biologischen Restabfallbehandlungsanlage 
(MBRA) zum 01. Juni 2005, wird der gesamte in Müns-
ter anfallende Restabfall vorbehandelt, so dass der 
abzulagernde Anteil für die Deponie sich weiter verrin- 
gert hat. 
Zum anderen erhöht die MBRA den Anteil der zu ver- 
wertenden Abfälle nochmals deutlich. Dies führt dazu, 
dass insgesamt ca. 84 % der in Münster erfassten Sied- 
lungsabfälle einer Verwertung zugeführt werden. 
 
Siedlungsabfallbilanz Abfallaufkommen Stadt Münster 2002 - 2006 
Nr. 
 Abfallbezeichnung 2006 2005 2004 2003 2002 
1 Hausmüll 43.511 42.662 43.063 42.842 42.346 
2 hausmüllähnl. Gewerbeabf. 7.648 8.181 8.023 11.580 17.556 
3 Sperrmüll 7.673 7.956 8.438 8.037 7.174 
4 Marktabfälle 68 64 61 53 37 
5 Straßenkehricht 5.968 5.366 5.552 5.491 5.796 
6 gemischte Bau- und Abbruchabfälle 400 426 455 459 2.127 
7 Abfälle aus der Kanalreinigung  46 34 13 110 
8 Krankenhausabfälle 2.736 2.728 2.666 2.627 2.977 
9 Problemabfälle 330 286 230 245 232 
10 Bioabfälle 17.883 18.339 18.537 17.857 18.053 
11 Grünabfabfälle 20.740 22.312 22.640 20.483 23.039 
12 Papier und Pappe 25.691 21.740 21.604 20.220 19.120 
13 Glas 7.366 6.932 7.295 8.002 8.515 
14 Verpackungen 10.491 10.234 9.145 8.927 9.252 
15 Andere Metalle 1.362 1.386 1.347 1.366 1.961 
16 Altholz 3.966 3.733 3.246 3.036 3.353 
17 Geräte die FCKW enthalten in Stk. 10.005 9.598 9.096 8.074 6.053 
18 Elektrische Geräte 1072 743 629 531 501 
19 Bekleidungen, Textilien 994 953 850 781 759 
20 sonstige Wertstoffe 124 125 186 119 140 
21 Summe sonstige Abfälle 1.804 2.304 2.167 1.405 1.563 
22 Erde und Steine 16.211 12.154 44.916 54.033 40.624 
 Gesamtaufkommen der Abfallmengen Stadt Münster 
2002 - 2006

18 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
 
Die nachfolgende Statistik weist das Abfallmengen- 
aufkommen für das Jahr 2006 und eine Mengenprog- 
nose für das Jahr 2012 für die Stadt Münster aus.   
Auf der Basis der Einwohnerzahlen werden als Ver- 
gleichsgröße die Abfallmengen pro Einwohner und 
Jahr ausgewiesen. 
 
 
   Prognose Abfallmengen 
Abfallart Menge in t Menge in kg/E X a 
 Menge in t  Menge in kg/E X a 
 Jahr 2006 Jahr 2006 Jahr 2012 Jahr 2012 
  278.925 E  280.242 E 
     
Hausmüll 43.510,91 156,00 43.728,46 156,04 
Sperrmüll 7.673,24 27,51 7.711,61 27,52 
          
Gewerbeabfall 8.116,60 29,10 8.157,18 29,11 
Krankenhausabfälle 2.736,00 9,81 2.749,68 9,81 
sonstige Abfälle 1.805,02 6,47 1.814,05 6,47 
          
Bioabfall 17.883,43 64,12 17.972,85 64,13 
Grünabfall 20.739,57 74,36 20.843,27 74,38 
          
Papier/Pappe (PPK) 25.690,78 92,11 25.819,23 92,13 
Glas 7.365,58 26,41 7.402,41 26,41 
Leichtverpackungen (LVP) 10.491,47 37,61 10.543,93 37 ,62 
Altholz 3.965,91 14,22 3.985,74 14,22 
Altmetall 1.361,58 4,88 1.368,39 4,88 
sonstige Wertstoffe 123,70 0,44 124,32 0,44 
          
Straßenkehrricht 5.967,96 21,40 5.997,80 21,40 
Abfälle aus Sandfängen 356,00 1,28 357,78 1,28 
Klärschlamm 27.288,00 97,83 27.424,44 97,86 
Sieb- und Rechenrückstände 380,00 1,36 381,90 1,36 
         
E-Schrott 1.072,28  3,85 1.077,64  3,82 
Kühlgeräte 424,20  1,52 426,32  1,51 
Problemabfälle 329,56 1,18 331,21 1,18 
     
Siedlungsabfallmengen Stadt Münster 
Abfallaufkommen - und Abfallentwicklung 2002 - 2006 
Abfallmengenaufkommen Stadt Münster 2006 
und Abfallmengenprognose 2012

19 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
     
Abfallmengenprognose 2012 
 
Für die Prognose der Abfallmengen im Jahre 2012 
wurde zunächst die Bevölkerungsprognose der Stadt 
Münster herangezogen. 
 
Demnach weist die Prognose für das Jahr 2012 eine 
Gesamteinwohnerzahl in Höhe von 280.242 Personen 
aus. Diese Zahl drückt die Wohnberechtigte Bevölke-
rung der Stadt Münster aus, d. h., Erst und Zweit- 
wohnsitze sind hierin enthalten. 
 
Im Vergleich zur Einwohnerzahl im Jahre 2006 be- 
deutet dies eine geringe Steigerung von 1.317 Perso- 
nen oder ca. 0,05 %.  
 
Die Abfallwirtschaft war in den vergangenen Jahren 
von zahlreichen Gesetzesänderungen und neuen 
Verordnungen geprägt. In der Entsorgungsstruktur 
führte dies insbesondere bei den privaten Haushalten 
zu einer Änderung in der Sammellogistik mit dem 
Ergebnis einer erhöhten Wiederverwertung durch die 
Getrennthaltung von Abfällen. 
 
Weitere umfangreiche Anpassungen bzw. Änderun- 
gen in der Gesetzgebung auf Bundes- und Landes- 
ebene sind für die kommenden 5 Jahre nicht zu er- 
warten. 
 
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre und vor dem 
Hintergrund der Prognose der Einwohnerentwicklung 
muss daher davon ausgegangen werden, dass die 
Menge der den AWM angedienten Siedlungsabfällen 
sich im Jahre 2012 auf einem ähnlich hohen Niveau 
befinden wird wie heute. 
 
Abfallmengenaufkommen Stadt Münster 2006 
und Abfallmengenprognose 2012

20 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
Mit dem Inkrafttreten der Technischen Anleitung 
Siedlungsabfall (TASi) im Jahre 1993 begannen in 
Münster die Planungen für die Vorbehandung von 
Restabfällen. Im Juni 1994 stellte das damalige Amt 
für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft ein Konzept 
vor, mit dem ohne eine Müllverbrennungsanlage die 
gesetzlichen Bestimmungen der TASi erfüllt werden 
sollten. Der Rat der Stadt Münster fasste den 
richtungsweisenden Entschluss, die Restabfälle in 
Münster zukünftig in einem sogenannten kalten 
Verfahren zu behandeln.  Ziel dieses Verfahrens 
sollte es sein, durch verschiedene Behandlungsstufen 
möglichst viele Inhaltsstoffe des Restabfalls einer 
stofflichen und energetischen Verwertung zuzuführen 
und lediglich einen geringfügigen Rest in Über-
einstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben 
abzulagern.  
 
Damit begann für die Stadt und die AWM ein umfang-
reicher Prozess.  Zunächst wurde von Juni 1996 bis 
Sommer 1997 eine Pilotanlage für eine mechanisch-
biologische Restabfallbehandlungsanlage in Coerde 
betrieben und ein Anlagenkonzept entwickelt. Ende 
1998 wurden die Ergebnisse der Testphase 
umfangreich ökonomisch, ökologisch und technisch 
bewertet.  
 
Parallel wurde auch das gesamte Abfallwirtschafts-
konzept der Stadt Münster überarbeitet.  Die 
Abfallwirtschaft in Münster musste den Rahmen-
bedingungen der zukünftigen Anlage angepasst 
werden und es wurden weitere wichtige 
Entscheidungen für eine qualitativ hochwertige und 
ökologische Abfallwirtschaft getroffen.  Wichtige 
Meilensteine dieser Entwicklung  waren auch die 
Inbetriebnahme der Sickerwasserhandlungsanlage 
1996, die stadtweite Einführung von Bio- und Papier-
tonnen bis 1998 und die Fertigstellung der Bio-
abfallvergärungsanlage in den Jahren 1996 (1. 
Ausbaustufe) und 1999 (2. Ausbaustufe). 
 
 
 
 
 
 
Im März 1999 stimmte der Rat dem Konzept der 
AWM für die mechanisch-biologische Rest-
abfallbehandlung  abschließend zu und es folgte die 
Ausschreibung für den Bau und Betrieb der 
zukünftigen Anlage.  
 
Nachdem die heutige Firma Remondis GmbH & 
Co.KG Anfang 2001 den Zuschlag erhielt, wurde im 
Mai 2002 mit dem Bau der Anlage begonnen.  
 
Am 01.01.2003 ging der mechanische Teil der Anlage 
in Betrieb und im Verlauf des Jahres wurde der 3.  
Bauabschnitt der Zentraldeponie II, der später die  
Reststoffe aus der mechnisch-biologischen Restab-
fallbehandlungsanlage aufnehmen soll, gebaut. Die 
biologische Anlagenstufe und somit die gesamte 
Anlage gingen  zum 01. Juni 2005 (TASI Termin) in 
den Vollbetrieb. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verwertungs- und Behandlungsanlagen 
Mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage 
(MBRA) Stadt Münster

21 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
Die in der Stadt Münster erfassten Restabfälle werden 
vor dem Entladen zunächst verwogen. Anschließend 
werden im Anlieferungsbereich der mechanischen 
Sortieranlage durch Sichtkontrolle Störstoffe aussor- 
tiert. Die so vorbereiteten Abfälle werden mit einem 
Radlader mit Sortiergreifer einem Vorzerkleinerer zu-
geführt bzw. direkt in die Anlage geleitet. 
 
Über Förderbänder gelangt das Material zur 1. Sieb-
stufe. Der Siebüberlauf fällt zurück in den Annahme - 
bereich. Das Material mit einer Größe unter 220 mm 
gelangt in die 2. Siebtrommel. Hier wird das Feingu t 
(< 50 mm) abgeschieden. Es passiert anschließend  
die Metallabscheider und wird der Vergärung und der  
Nachrotte in der biologischen Stufe zugeführt.  
Der Stoffstrom von 50 bis 220 mm durchläuft eine 
Windsichtung. Die so erfassten Leichtstoffe werden 
über einen Luftkanal zur weiteren Aufbereitung tran s- 
portiert.  
 
Durch eine Nah-Infrarot-Spektroskopie werden ver- 
wertbare Kunststoff- und Papieranteile in der Leicht-
fraktion erkannt und automatisch aussortiert, um sie 
für die stoffliche bzw. energetische Verwertung bereit 
zu stellen.  
 
Der Rest, die sogenannte Schwerfraktion, wird zu- 
nächst über einen Metallscheider das Eisen-Metall 
und anschließend über einen Kunststofftrenner ein 
Teil der Kunststoffe  
 
 
entnommen. Der verbleibende Materialstrom wird als 
heizwertreiche Fraktion der thermischen Verwertung 
zugeleitet. 
Die verunreinigte Abluft der Anlage wird über eine 
Flächen- und Quellenabsaugung erfasst. Insgesamt 
können bis zu 75.000 m 3 /h abgesaugt werden. Die  
Nutzung und Weiterbehandlung der Abluft erfolgt 
anlagenintern in der biologischen Stufe und anschli e- 
ßend in der RTO (Regenerative Thermische Oxidati- 
on). 
 
 
 
 
 
 
 
MBRA Münster 
Anlagenbeschreibung  
Mechanischer Aufbereitungsteil

22 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
Das biologische Behandlungsverfahren der MBRA 
Münster besteht aus einer anaeroben und aeroben 
Behandlungsstufe. Ziel des Verfahrens ist die Herstel- 
lung eines ablagerungsfähigen Endproduktes, wel- 
ches die Anforderungen der Abfallablagerungsverord-
nung einhält und auf der Zentraldeponie II  der Sta dt 
Münster abgelagert werden kann. 
 
Behandelt wird die aus der mechanischen Behand- 
lungsstufe abgetrennte Feinfraktion < 50 mm. Ca. 65  
% (24.000 Mg/a) dieser Mengen gelangen in die Tro- 
ckenvergärung. Anschließend werden die verblei-
benden unbehandelten 35 % (13.000 Mg/a) mit dem 
Gärrest vermischt und die Mischung einer 6-wöchigen 
Tunnelrotte zugeführt.  
 
Zum Abbau und zur Stabilisierung  von organischen 
Abfällen wird das sogenannte Dranco-Verfahren ein- 
gesetzt.  Durch die anaerobe Vergärung gewinnt man 
aus dem organischen Abfall Energie in Form von 
Biogas, sowie einen hygienisch einwandfreien und 
stabilen Gärrest. Das Dranco-Verfahren ist ein eins tu- 
figer Prozess, der unter thermophilen Bedingungen 
bei ca. 48–55 ° C stattfindet. 
 
Das entstandene Biogas wird in einem Gasspeicher 
gesammelt und anschließend der Regenerativen 
Thermischen Oxidation (RTO) oder dem Blockheiz- 
kraftwerk (BHKW) zugeleitet. In der RTO wird ein Te il 
des  Biogases als Stützgas eingesetzt und ersetzt 
hierbei die für die Abluftbehandlung erforderliche Pri- 
märgasmenge, der verbleibende Rest wird in einer 
Motor-/Generatoreinheit in Elektrizität und Wärmeum - 
gewandelt.  
 
Die gesamte Elektrizitätsproduktion beträgt ca. 
1.750.000 kWh pro Jahr. Die nutzbare Wärme wird für 
die Dampfproduktion zur Erwärmung des Vergä- 
rungsverfahrens verwendet. Ein weiterer Teil wird z ur 
Produktion von Heißwasser für die Erwärmung des 
Sozialgebäudes verwendet. 
 
 
 
 
 
Nach der Vergärung, die bis zu 21 Tage dauert,  wir d 
der Gärrest mit der unbehandelten Feinfraktion ver-
mischt   und die Mischung einer Tunnelrotte zuge- 
führt.  Hier finden unter Sauerstoffzuführung  (aer ob) 
weitere Zersetzungsprozesse statt. Nach 6 Wochen 
hat sich das ursprüngliche Abfallgewicht um ca. 35 % 
verringert und das erdähnliche Material wird im 3. 
Bauabschnitt der ZDM II abgelagert. 
 
Die Abluft aller Tunnelreaktoren wird in einem ge- 
meinsamen Abluftkanal zusammengeführt und an das 
Abluftbehandlungssystem, bestehend aus Saurem 
Wäscher und RTO, übergeben. 
 
 
 
MBRA Münster 
Anlagenbeschreibung  
Biologischer Behandlungsteil

23 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
 
 
 
 
 
Seit der Stilllegung der ZDM I im Jahre 1980, wird in 
unmittelbarer Nähe die Zentraldeponie II (ZDM II) als 
verdichtete Hochdeponie betrieben. Das Deponievo- 
lumen beläuft sich insgesamt auf 7,3 Mio. Kubikmeter, 
das sich auf drei Bauabschnitte verteilt. Die Verfüllung 
der ersten beiden Bauabschnitte erfolgte von 1980 bis 
2005.  
 
Im Juli 2007 wurde mit der Abdichtung und Rekultivie- 
rung in Teilabschnitten begonnen. Die Arbeiten für  
 
 
die Rekultivierungsabschnitte I und II werden im Ok- 
tober 2008 abgeschlossen. 
 
 
Diese beiden Abschnitte umfassen eine Abdichtungs- 
fläche von ca. 5,0 ha. Das technische Konzept sieht 
für das Oberflächenabdichtungssystem den Einsatz 
einer Kunststoffdichtungsbahn (KDB) und einer dar- 
über liegenden Kapillarsperre als alternatives minera- 
lisches Dichtungselement vor. 
 
Durch die Abdichtung werden das Eindringen von 
Niederschlägen sowie der freie Gasaustritt verhindert. 
Die Rekultivierung  schafft durch die Anpflanzung 
verschiedener  Gehölze  neue Lebensräume für Pflan- 
zen und Tiere. Das entstehende Deponiegas wird 
über Gasbrunnen erfasst und im Blockheizkraftwerk 
zur Energiegewinnung genutzt.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Sickerwasser wird, über ein Pumpwerk in die 
Behandlungsanlage geleitet und gereinigt.  
 
Seit dem 01. Juni 2005 wird im 3. Bauabschnitt nur 
noch vorbehandelter Restabfall aus der mechanisch-
biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBRA) 
eingebaut.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In diesem Bauabschnitt sind zunächst 2,0 ha mit ei-
nem nutzbaren Verfüllvolumen von ca. 285 000 Ku- 
bikmeter für die Ablagerung vorgesehen. Die Laufzeit 
beträgt bei einer jährlichen Ablagerungsmenge von 
20.000-25.000 Mg ca. 15 Jahre.    
Durch die alleinige Ablagerung des vorbehandelten 
Restabfalls, kann im 3. Bauabschnitt auf eine Gaser- 
fassung verzichtet werden.  
Entsorgungszentrum Münster 
Die Zentraldeponie II der Stadt Münster

24 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
Die Bioabfallvergärungsanlage 
 
Seit  Dezember 1996 betreibt die Stadtwerke Münster 
GmbH im Entsorgungszentrum eine Vergärungsanla- 
ge für die über die Biotonne in Münster erfassten 
Bioabfälle. Durch die Erweiterung der Anlage im Jah- 
re 1999 können insgesamt ca. 18.000 Mg Bioabfälle 
pro Jahr verarbeitet werden. 
 
Nach der mechanischen Vorbereitung der Bioabfälle, 
bei der magnetische Störstoffe abgetrennt und die 
Abfälle zerkleinert werden, gelangen die Abfälle in die 
Suspenser. Hier wird der Bioabfall unter Zugabe von 
Wasser aufbereitet, die organischen Stoffe zerfasert 
und in eine pumpfähige Suspension überführt. 
Schwerstoffe wie z. B. Steine, Glas, Metalle oder Kno- 
chen sinken im Suspenser ab und werden über ein 
Doppelschleusensystem abgezogen. Mit Hilfe eines 
Rechens werden Leicht- und Schwimmstoffe von der 
Oberfläche entfernt.  Anschließend wird die Suspen-
sion über ein Sieb abgezogen und einem Faulturm 
zugeführt.  
 
Unter anaeroben, thermophilen Bedingungen mit 
einer Temperatur von ca. 60°  C, erfolgt die biologi- 
sche Umsetzung.  Bei diesem  3- wöchigen Vorgang 
entsteht Biogas, welches im benachbarten Blockheiz-
kraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt wird. Der 
Gärrückstand aus dem Prozess gelangt zur weiteren 
Verarbeitung in die Grünabfallkompostierungsanlage.  
Die Masse des Endproduktes beträgt ca. 45 % der 
Eingangsmasse an Bioabfall. 
 
 
Die Grünabfallkompostierung 
 
1989 wurde im Entsorgungszentrum Münster die 
Grünabfallkompostierung in Betrieb genommen. Hier 
werden die Grünabfälle sowie die Gärreststoffe aus 
der Bioabfallvergärungsanlage (insgesamt 26.000 
Mg/a) verarbeitet. 
 
Die Grünabfälle werden zunächst zerkleinert, mit Gär- 
resten vermischt und zu Rottemieten aufgesetzt. Die 
Abfälle werden einmal wöchentlich umgesetzt und bei 
Bedarf bewässert.   
 
Um die für diesen Prozess notwendige Sauerstoffver-
sorgung zu gewährleisten und die freigesetzte Wärme 
abführen zu können, wird das Material zunächst über 
eine Intensivrotte technisch belüftet. Dazu ist die Flä- 
che mit 25 Belüftungsrinnen ausgestattet. Die entste- 
hende Abluft wird von einem Ventilator abgesaugt und 
einem Biofilter zugeführt. Hier werden die luftverun- 
reinigenden Stoffe aus der Abluft auf der Oberfläche 
des Filtermaterials sorbiert und durch Mikroorganis- 
men abgebaut. Mit dem Abbau der organischen Sub- 
stanz durch Mikroorganismen nimmt das Volumen um 
26 % ab. 
 
Die anschließende Nachrotte des Grünabfall-
Frischkompostes erfolgt wiederum in Form von Drei- 
ecksmieten auf einer befestigten, unbelüfteten  Fläche 
und dauert rund 10 Wochen. Jetzt  müssen die Mieten 
nur noch alle 2 Wochen umgesetzt werden.   
 
Nach Beendigung des Rotteprozesses wird der güte- 
gesicherte Kompost in einer Siebanlage abgesiebt, im 
Kompostlager zwischengelagert und anschließend im 
Garten- und Landschaftsbau sowie in der Landwirt- 
schaft eingesetzt. Der Siebüberlauf wird in den Rotte- 
prozess zurückgeführt. Störstoffe aus dem Windsich-
ter (Folien) gelangen in die MBRA Münster. 
 
Betreiber der Anlage sind die Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster. 
 
 
 
 
Entsorgungszentrum Münster 
Bioabfallvergärungsanlage und Grünabfallkompostierung

25 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Wertstoffsortieranlage 
 
Seit dem Jahre 1989 betreibt die Firma Reiling MS – 
Recycling GmbH eine Wertstoffsortieranlage am 
Standort Zum Heidehof 87. Durch die geänderten 
gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der 
Gewerbeabfallverordnung, kam es in der Vergangen- 
heit zu Veränderungen in der Sammlung und Erfas- 
sung von Gewerbeabfällen aus Handel und Dienst- 
leistung innerhalb der Stadt Münster. Dies führte zu 
erheblichen Verschiebungen der Abfallmengen mit 
der Konsequenz, dass der ursprüngliche Ansatz, Ge- 
werbeabfälle in der beschriebenen Anlage zu sortie-
ren, wegfällt und somit vom Betreiber der Anlage ein- 
gestellt wurde. 
 
Derzeit werden in der Anlage Wertstoffe, wie Pa- 
pier/Pappen, Holz, Metalle und Styropor, angenom- 
men und für die Verwertung/Vermarktung vorbereitet. 
Die Jahreskapazität der Anlage beträgt 30.000 Mg. 
 
 
Umschlaghalle  Zum Heidehof 52  
 
Die AWM betreiben am Standort Zum Heidehof 52, in 
der ehemaligen Pilotanlage für Restabfallbehandlung, 
einen Umschlagplatz für die Abfallfraktionen Bioabfall 
(bei Ausfall Bioabfallvergärungsanlage), Pa- 
pier/Pappe, Leichtverpackungen und Krankenhausab- 
fall (ASN 180104). 
 
Da die Abfälle außerhalb von Münster zur Verwertung 
bzw. Entsorgung kommen, dient der Umschlag der 
Zusammenstellung wirtschaftlicher Einheiten für den 
Transport der Mengen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zwischenlager für überwachungsbedürftige Abfälle 
 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe betreiben seit 2003 am 
Standort der ehemaligen Bodensanierungsanlage 
Zum Heidehof 89 ein Zwischenlager für gefährliche 
Abfälle.   
 
Daneben können an diesem Standort getrennt ge- 
sammelte Elektro- und Elektronikgeräte und belastete 
Althölzer (A IV-Holz) bis zur Zusammenstellung einer 
Transporteinheit zwischengelagert werden.  
 
 
Recyclinghöfe 
 
Zur Sammlung von anfallenden Wertstoffen, Garten- 
und Problemabfällen sowie Sperrmüll aus Haushal- 
tungen werden in Münster derzeit insgesamt 10 Re- 
cycling- und Wertstoffhöfe durch die Abfallwirtschafts- 
betriebe der Stadt Münster betrieben. Die Höfe sind 
personell an bis zu 6 Tagen pro Woche besetzt und 
geöffnet. 
 
Auf den Höfen stehen Container und Behälter für 
verschiedene Abfallarten und Problemabfälle bereit. 
Neben den oben genannten Abfallarten können zu- 
sätzlich Holz, Metalle, Korken. Papier, Styropor, Texti- 
lien, Elektronikschrott ebenso wie Problemabfälle 
(z.B. Farben, Lacke, Batterien) abgegeben werden. 
 
Jährlich sind bis zu 500.000 Anlieferungen durch die 
Bürger- und Bürgerinnen der Stadt Münster zu ver- 
zeichnen. Neben der Annahme von Abfällen und 
Wertstoffen besteht die Möglichkeit, Kompost und 
Blumenerde aus eigener Herstellung zu erwerben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Entsorgungszentrum Münster 
Wertstoffsortieranlage, Umschlaghalle, Zwischenlager 
Recyclinghöfe

26 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
 
  
         
         
         
         
 
Das Blockheizkraftwerk 
 
Seit 1990 betreiben die Stadtwerke Münster GmbH 
auf dem Gelände des  Entsorgungszentrums ein 
Blockheizkraftwerk zur Verwertung von Deponiegas 
und Klärgas der benachbarten Hauptkläranlage.   
Durch biologisch-chemische Abbauprozesse  im De- 
poniekörper entsteht Gas, das sich zu etwa gleichen 
Teilen aus Kohlendioxid (CO2) und dem brennbaren 
Methan (CH 4) zusammensetzt. Dieses Gasgemisch 
ist mit Erdgas vergleichbar, auch wenn der Energie-
gehalt nur halb so hoch ist. Die Gasproduktion von 
Deponien setzt bereits nach einem Jahr ein und kann 
über Jahrzehnte andauern.   
Auf den Deponien I und II erfolgt die Gasfassung über 
Gasbrunnen, die über Sammelleitungen an das 
Blockheizkraftwerk  angeschlossen sind. 
Neben dem Deponiegas und Klärgas wird auch das 
Biogas aus der Bioabfallvergärungsanlage verwertet 
und in Strom und Wärme umgewandelt. Der entstan- 
dene Strom wird ins Ortsnetz eingespeist, die Wärme 
dient zur Versorgung der Hauptkläranlage,  dem Be- 
triebsgebäude des Entsorgungszentrums sowie der 
Bioabfallvergärungsanlage. 
 
 
Die Sickerwasserbehandlungsanlage 
 
Auf den Zentraldeponien I und II fällt Sickerwasser an, 
dass beim Durchsickern von Niederschlagswasser 
durch die Abfälle und deren Eigenfeuchte entsteht. 
Aufgrund der angereicherten Schadstoffe ist eine 
Vorreinigung vor der Ableitung erforderlich. Daher 
wird das Sickerwasser mit Drainageleitungen gefasst 
und über ein Speicherbecken zur Sickerwasserbe- 
handlungsanlage gepumpt.  
 
Dort wird das  Sickerwasser einer vierstufigen Be- 
handlung unterzogen, bevor es zur Endreinigung zur 
Hauptkläranlage geleitet wird. 
In der ersten Stufe, der biologischen Stufe, findet eine 
Umwandlung von organischem Kohlenstoff und Stick- 
stoff statt.  Dieses erfolgt mit Hilfe von  Mikroorganis- 
men (Belebtschlamm). Die adsorbierten Stoffe wer- 
den mit dem Überschussschlamm aus dem System 
ausgetragen.  
In der zweiten Behandlungsstufe werden die festen 
Inhaltstoffe des aus der biologischen Vorreinigung 
kommenden Sickerwassers abgeschieden. In einem 
Nachklärbecken  erfolgt die Abtrennung der Biomasse 
durch einen Absetzvorgang. Die Mehrschichtfiltration 
besteht aus parallel geschalteten Strängen, in denen 
sich  zur Biomassenrückhaltung und zur Abtrennung  
 
 
ungelöster  Verunreinigungen großflächige Filter- 
stränge befinden. 
Bei der chemischen Nachbehandlung (Nassoxidation) 
in der dritten Stufe  werden schwer abbaubare In- 
haltsstoffe durch Zugabe von starken Oxidationsmit-
teln (z. B. Ozon) oxidiert und damit deren Verbindun- 
gen zerstört.  Endprodukte dieser Stufe sind überwie- 
gend CO 2 und H 2O. 
Die in der Nassoxidation aufgespalteten Inhaltsstoffe 
werden in einer nachgeschalteten Biologie (Stufe 4) 
abgebaut. 
Die Sickerwasserbehandlungsanlage wird im Auftrag 
der AWM vom Tiefbauamt der Stadt Münster 
betrieben. 
 
 
 
 
 
 Entsorgungszentrum Münster 
Blockheizkraftwerk und Sickerwasserbehandlung

27 Abfallwirtschaftskonzept 2007 
 
  
         
         
         
         
 
 
Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben aus der 
Technischen Anleitung Siedlungsabfall und dem 
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz zum 
01.06.2005 führten zu erheblichen Veränderungen in 
der Abfallwirtschaft.  
 
Die Stadt Münster hat mit der Errichtung der mecha-
nisch-biologischen Restabfallbehandlungsanlage 
(MBRA Münster) und der Fertigstellung des 3. Bau- 
abschnittes der ZDM II die erforderlichen Schritte 
eingeleitet bzw. umgesetzt. 
 
Die aktuelle Abfallbilanz weist die Stoffströme der in 
Münster anfallenden und den AWM als öffentlich-
rechtlicher Entsorgungsträger angedienten Abfälle zur 
Beseitigung und Verwertung aus. Die Bilanz zeigt, 
dass mit stärkeren Veränderungen für die kommen- 
den Jahre nicht zu rechnen ist.  
 
Die Stadt Münster hat mit der  Firma Remondis 
GmbH & Co. KG einen Betreibervertrag über 10 Jahre 
abgeschlossen. Die Vertragslaufzeit endet im Jahre 
2015. Ein Weiterbetrieb der MBRA über diesen Zeit- 
raum hinaus ist geplant. 
  
Mit Datum 09.06.2000 wurde die Plangenehmigung 
zur Errichtung des 3. Bauabschnittes erteilt. Der A us- 
bau ist in 2 Abschnitten vorgesehen. Der Bauab- 
schnitt 3.1 wurde in 2005 in Betrieb genommen. Der 
Bauabschnitt 3.1 hat eine Aufstandsfläche von ca. 1,0 
ha und ein Verfüllvolumen von ca. 136.000 m³. Das 
geschätzte Verfüllende wird ungefähr für 2011 erwar - 
tet. Um einen überganslosen Weiterbetrieb zu ge- 
währleisten, sollen in 2008 die Ausführungsplanungen 
für den Bauabschnitt 3.2 aufgenommen werden. Bei 
einer Bauzeit von ca. 1 bis 11/2 Jahren ist mit ein er 
Fertigstellung im Sommer 2010 zu rechnen.  
 
Die Gesamtlaufzeit für den 3. Bauabschnitt der ZDM II 
der Stadt Münster beträgt ca. 17 Jahre. Das Verfül-
lende ist somit im Jahre 2022 erreicht. 
 
 
 
 
 
Mit dem Ausbau der Zentraldeponie II der Stadt 
Münster wird für die kommenden Jahre ein ausrei- 
chendes Verfüllvolumen für die Ablagerung der vor- 
behandelten Feinfraktion aus der MBRA Münster 
vorgehalten. 
 
Die Entsorgungssicherheit ist vor dem Hintergrund 
dieser Maßnahmen für die nächsten 10 Jahre sicher 
gestellt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wertstoff- und Abfallmengen 2002 - 2007 
  
Nachweis der Entsorgungssicherheit

Inhaltsverzeichnis der Anlage

2196 Zeichen

Abfallwirtschaftskonzept  
 
der Stadt Münster 
 
2007

Herausgeber: 
 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
Rösnerstraße 10 
 
48155 Münster 
 
Telefon: 0251 – 6052-0 
 
E-Mail: awm@stadt-muenster.de 
 
 
Erscheinungsdatum:  
 
November 2007

Seite 
 
Veranlassung und Zielsetzung      1 
 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Münster    2 
  
Beschreibung des Entsorgungsgebietes     3 
 
Rechtliche Grundlagen       4 
 
Abfallvermeidung und Abfallberatung     6 
  
Wertstoff- und Abfallmengen 2002 - 2006      8 
  
 Papier, Pappe         8 
 Bioabfall        8 
 Grünabfälle         9 
 Restabfall aus Haushaltungen     10 
 Restabfall aus dem Gewerbe     10 
 Leichtverpackungen      11 
 Sperrmüll       12 
 Altholz        12 
 Altmetall       13  
 Abfälle aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes  13 
 Altglas        14 
 Straßenkehricht       14 
 Sonstige Sammelsysteme     15 
 
Aufkommen der Abfallmengen Stadt Münster   17 
 
Abfallmengenprognose      18 
 
Verwertungs- und Behandlungsanlagen    20  
  
 MBRA Stadt Münster      20 
 Zentraldeponie II der Stadt Münster    23 
 Bioabfallvergärungsanlage     24 
 Grünabfallkompostierung     24 
 Wertstoffsortieranlage      25 
 Umschlaghalle        25 
 Zwischenlager für überwachungsbedürftige Abfälle  25 
 Recyclinghöfe       25 
 Blockheizkraftwerk      26 
 Sickerwasserbehandlungsanlage    26 
 
Nachweis der Entsorgungssicherheit     27 
 
 
 
Abfallwirtschaftskonzept Stadt Münster  
Inhaltsverzeichnis

AbfAblV  Abfallablagerungsverordnung 
 
 
AWK   Abfallwirtschaftskonzept 
 
 
AWM   Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
BHKW   Blockheizkraftwerk 
 
 
DepV   Deponieverordnung 
 
 
DSD   Duales System Deutschland 
 
 
E   Einwohner 
 
 
EZM    Entsorgungszentrum Münster 
 
 
KrW-/AbfG  Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz 
 
 
LAbfG NW  Landesabfallgesetz Nordrhein-Westfalen 
 
 
LVP    Leichtverpackungen 
 
 
MBRA   Mechanisch-biologische Restabfallbehandlungs anlage 
 
 
Mg   Megagramm (1 Mg = 1.000 kg) 
 
 
TASI    Technische Anleitung Siedlungsabfall 
 
 
ZDM II   Zentraldeponie II der Stadt Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Abfallwirtschaftskonzept Stadt Münster  
Abkürzungsverzeichnis

Beschlussvorlage

5922 Zeichen

V/0942/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Fortschreibung des kommunalen Abfallwirtschaftskonzeptes für die Stadt Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.11.2007 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
04.12.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
12.12.2007 Hauptausschuss Vorberatung 
12.12.2007 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Das Abfallwirtschaftskonzept (AWK) der Stadt Münster (s. Anlage) für die Jahre 2008 bis 2012 
wird beschlossen. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Kosten/Folgekosten anfallen. 
 
 
Begründung: 
 
Die kreisfreie Stadt Münster ist öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger gemäß §§ 13 und 15 Kreis-
laufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG). Die Aufgaben umfassen insbesondere 
 
 
• das Einsammeln und Befördern der ihr in ihrem Gebiet überlassenden Abfälle,  
 
• Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen und  
 
• die Beseitigung von Abfällen. 
 
Zur Erfüllung der Aufgaben hat die Stadt Münster die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) als 
eigenbetriebsähnliche Einrichtung gegründet. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0942/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Wöstmann 
Ruf: 
60 52 45 
E-Mail: 
WoestmannW@awm.stadt-
muenster.de  
Datum: 
12.11.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0942/2007 
Gemäß § 19 KrW-/AbfG sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger verpflichtet, Abfallwirt-
schaftkonzepte über die Verwertung und Beseitigung der ihr überlassenden Abfälle zu erstellen. 
Die Anforderungen an das Abfallwirtschaftkonzept werden im § 5a Landesabfallgesetz für das 
Land Nordrhein-Westfalen geregelt. 
 
Das vorliegende Abfallwirtschaftskonzept gibt eine Übersicht über den Stand der Abfallentsorgung 
in der Stadt Münster. Es enthält insbesondere 
 
 
• Angaben über Art, Menge und Verbleib der im Entsorgungsgebiet der Stadt Münster anfal-
lenden und  
 
• den Abfallwirtschaftsbetrieben der Stadt Münster überlassenen Abfälle, 
 
• die Darstellung der getroffenen und geplanten Maßnahmen zur Vermeidung und Verwer-
tung der überlassenen Abfälle, 
 
• den Nachweis einer zehnjährigen Entsorgungssicherheit, 
 
• die Darstellung der Zusammenarbeit/Kooperationen mit anderen öffentlich-rechtlichen Ent-
sorgungsträgern. 
 
 
Es ist die Fortschreibung des Abfallwirtschaftkonzeptes aus dem Jahre 2002 und gilt für die Jahre 
2008 bis 2012. 
 
War die Fortschreibung des Abfallwirtschaftkonzeptes im Jahre 2002 insbesondere noch von der 
notwendigen Umsetzung der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TA Siedlungsabfall) geprägt, 
so sind nunmehr die gesetzlichen Anforderungen an die Ablagerung von Restabfällen umgesetzt 
und erfüllt worden. 
 
Durch die Errichtung und den Betrieb der Me chanisch-biologischen Restabfallbehandlungsanlage 
(MBRA) in Münster werden seit dem 01.06.2005 die den Abfallwirtschaftsbetrieben der Stadt 
Münster angedienten Restabfälle gesetzeskonform vorbehandelt, verwertet und Reste aus der 
Behandlung auf der Zentraldeponie II der Stadt Münster (3. Bauabschnitt) abgelagert. 
 
Mit der Gesamtinbetriebnahme der MBRA der Stadt  Münster zum 01.06.2005 wurde gleichzeitig 
die Annahme unvorbehandelter Restabfälle auf dem 2. Bauabschnitt der Zentraldeponie II der 
Stadt Münster eingestellt. 
 
Im Juli 2007 wurde mit der Abdichtung und Rekultivierung in Teilabschnitten begonnen. Die Arbei-
ten für die Rekultivierungsabschnitte I und II werden im Oktober 2008 abgeschlossen. Diese bei-
den Abschnitte umfassen eine Abdichtungsfläche von ca. 5,0 ha. 
 
 
Abfallmengenbilanz und Abfallmengenprognose 
 
Die aktuelle Abfallbilanz im Abfallwirtschaftskonzept weist die Stoffströme der in Münster anfallen-
den und den AWM als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger angedienten Abfälle zur Beseiti-
gung und Verwertung aus. 
 
Die Abfallbilanz weist insgesamt eine positive Entwicklung im Anstieg der verwertbaren Abfälle 
aus. Diese, durch die Gesetzgebung umweltpolitisch gewollte Änderung in der Abfallwirtschaft, 
führt jedoch gleichzeitig zu einer Verringerung der zu beseitigenden und somit den AWM überlas-
senden Abfällen.

- 3 - 
V/0942/2007 
 
Für die Prognose der Abfallmengen im Jahre 2012 wurde zunächst die Bevölkerungsprognose der 
Stadt Münster herangezogen. Demnach ist für das Jahr 2012 mit einer Gesamteinwohnerzahl in 
Höhe von 280.242 Personen in Münster zu rechnen. Diese Zahl drückt die Gesamtzahl der  wohn-
berechtigten Bevölkerung der Stadt Münster aus, d. h., Erst und Zweitwohnsitze sind hierin enthal-
ten. Im Vergleich zur Einwohnerzahl im Jahre 2006 bedeutet dies eine geringe Steigerung von 
1.317 Personen oder ca. 0,05 %.  
 
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre und vor dem Hintergrund der Prognose der Einwohner-
entwicklung kann daher davon ausgegangen werden, dass die Menge der den AWM angedienten 
Siedlungsabfällen sich im Jahre 2012 auf einem ähnlich hohen Niveau befinden wird wie heute. 
 
 
Entsorgungssicherheit 
 
Die Stadt Münster hat mit der Errichtung der mechanisch-biologischen Restabfallbehandlungsan-
lage (MBRA Münster) und der Fertigstellung des 3.  Bauabschnittes der ZDM II die erforderlichen 
Schritte zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an eine zukunftsweisende Abfallwirtschaft 
in Münster eingeleitet bzw. umgesetzt. 
 
Die Stadt Münster hat mit der Firma Remondis GmbH & Co. KG einen Betreibervertrag über 10 
Jahre abgeschlossen. Die Vertragslaufzeit endet im Jahre 2015.  
 
Mit dem Ausbau der Zentraldeponie II der Stadt Münster wird für die kommenden Jahre ein ausrei-
chendes Verfüllvolumen für die Ablagerung der vorbehandelten Feinfraktion aus der MBRA Müns-
ter vorgehalten. 
 
Die Entsorgungssicherheit ist vor dem Hintergrund dieser Maßnahmen für die nächsten 10 Jahre 
sichergestellt. 
 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Bickeböller 
Stadtkämmerin 
 
Anlage: Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Münster 2007

Beratungsverlauf (4)

27.11.2007 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.12.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.1 Vorberatung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.12.2007 Hauptausschuss
TOP 23 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.12.2007 Rat
TOP 21 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Eulerstraße
  • Rösnerstraße 10
  • Zum Heidehof 87

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0942/2007
Typ
Vorlagen
Datum
07.11.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37