V/0351/2018
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide
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3.1. Arbeiter-Samariter-Bund - Konzept
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Vorwort
Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in
der Kinder-- und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung seine zweite
Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet Münster.
Dieses Konzept wird beijeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung... ist seit dem...der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter-Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Landesverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In- und
Ausland,
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes sind arbeiten wir am Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt in Wolbeck an der Petersheide
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach
sozialen Kriterien.
Aufnahmekriterien:
® Kinder aus dem Einzugsgebiet
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e Kinder berufstätiger Eltern
® Geschwisterkinder
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
® in 2Gruppn Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1}
e in 2 Gruppe Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2)
® in 1 Gruppe Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut (G 3)
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach $ 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es,
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten
und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team. Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes Aufeinander-Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung)
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft (Teilzeit)
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Wir kooperieren eng mit der ASB Kita am Carlo-Schmid-Weg. Auch im Hinblick auf das
pädagogische Personal nutzen wir das Synergiepotential.
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1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest ($ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:00 Uhr —- 16:30 Uhr
Freitag 7:00 Uhr — 15:00 Uhr
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats wird geprüft, ob ein
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr — 20:00 Uhr anzubieten.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
« Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VII)
« 5822a-25SGB Vill Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
® Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) —
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIIl
+ Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
«e Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut $ 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich-rechtliche Beiträge zu den Jahres-Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
« Tägliches Mittagessen 60,-€
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block-Buchungszeit mit täglichem
Mittagessen)
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en
«e 2 Tage Mittagessen 27,-€
(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen)
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB-Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens- und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
® Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
« Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
® Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen
Netzwerkes
« Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einem bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu
gestalten, bedarf es einer hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort- und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
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Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes. Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz. Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse,
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
Ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.”
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern- und Erfahrungsräume, die über ihre bis dahin gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale-
gefördert werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts-, Entwicklungs- und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung
und das Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
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Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche
Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische
Arbeit evaluiert.
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und
als Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs-,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu verschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durch
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
« Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
® Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
® Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme
zu finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und kritischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B.:
Teilhabe an einfachen dialogischen Gesprächssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen),
spontane Gesprächsrunden, Bewältigung von Konfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter
wenden. Im morgendlichen Sing- und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit
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sich und ihre Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre
Anliegen formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklungs- und
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur
erleichtert.
Die inklusiven altersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0-3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
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D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen,
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehren, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institution der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozesse anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für Kinder, ein Lebens- und Erfahrungsraum, der kein Kind ausschließt, Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren,
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“,
Zudem gibt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
. was
« wann und wie lange
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. wo
° wie
®e und mit wem es spielt.
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher/innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung von anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel- Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes Lernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließende Präsentation der
Ergebnisse.
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AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gibt es offene und geschlossene AGs, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbauen, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung- und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes
Bedürfnis jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
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Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle
spezielle Förderangebote eingeleitet.
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstützen die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre
Bewegungsfreude.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing- und
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung- nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt.“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachlich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
® Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lernen, Selbständigkeit, Orientierungs-
und Lernfähigkeit)
« Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
« Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
® Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
® Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
«e Intensivierung des selbständigen Handelns und der Eigenverantwortlichkeit
(zuhören, sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen
Auffassungen auseinandersetzen)
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® Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
« Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)
® Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen
anwenden und ggf. verändern)
In der Maxi-Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinblick auf die Schulreife gefördert, Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 - 6 Jahren.
In der Regel findet die Maxi-Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder
nachmittags) statt.
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind,
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben
somit eine kurze Eingewöhnungsphase,
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotionale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, Verständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
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Wir achten darauf - wenn möglich - das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
3.13, Interkulturelle Orientierung
Die Kindertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und
fremdländische Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird darauf
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen, Wir bieten eine gesunde,
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team-Dialog für eine abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE {Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.)
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h -— 9:30 h) sie essen
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer
Gruppe als Gemeinschaft essen.
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen,
Lebensmittelkunde usw.) durchgeführt.
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Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit aam
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das
Essen täglich frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische
Qualität des Essens sicher.
Durch die kurze Entfernung der beiden Kita-Standorte sind die Transportwege sehr kurz, die
frisch zubereiteten Speisen behalten ihre Qualität. Wir können den Kindern Mahlzeiten mit
einem hohen Anteil an regionalen und/oder ökologisch erzeugten Produkten anbieten.
Durch den Synergieeffekt der beiden Kitas können Ernährungseinschränkungen einzelner
Kinder gezielt berücksichtigt werden, der Einfluss auf die Qualität ist unmittelbar möglich.
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur
Ruhe kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, anregungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt,
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen
Perspektive zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Kuschelecke, Schlafraum, Lese- und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten Ansatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schränke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die unterschiedlichsten Materialien im Kreativ-, Bewegungs-,
Konstruktions-, Rollenspie- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
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ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bälle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info-Austausch mit
anderen Eltern.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.
Familienzentrumsaktivitäten z.B. Beratung, Unterstützung, Bildung, Austausch und
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw.
angeboten werden. Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten,
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und
Behörden, Kliniken sowie familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren
täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund-, Sonderschulen stehen wir, soweit die Erziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
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vr
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel- und Weiterführenden Schulen
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxisleitertreffen, Praxisbesuchen der
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit
und des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
® Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen, Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger
veröffentlicht
® Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
« Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
e Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
® Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen (vgl. iInterdisziplinäre
Zusammenarbeit)
« Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das
Qualitätsmanagement ( OB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, Erziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
« Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
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|
N
«e Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter/innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
e Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich, Bei
ansteckenden Krankheiten wie z, B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns
informiert, Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter/nnen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen. Alle
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu
verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
« Infektionsschutzgesetz
e Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7. Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in unserer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
®e Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
®e Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu
beheben
e Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen,
In der Bring- und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die notwendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude- und Außengeländebegehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben. Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
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+
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenguellen im Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil,
Neue Mitarbeiter/innen werden im Hinblick auf Sicherheits-, Gesundheits- und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter/innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
«e Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
®e Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
® Gewährleistung der Aufsichtspflicht
® Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
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8. Inhaltsverzeichnis
1.1
1.2
1.3
1.4
1,5
1,6
3,1
3.2
3.3
3.4
3.5
3,6
3.7
3.8
3,9
3.10
3.11
3.12
3.13
3.14
41
4.2
5.1
Vorwort
Träger
Allgemeines Leitbild
Lage
Aufnahmekriterien
Gruppen/ Gruppenstruktur
Team und Personalstruktur
Öffnungszeiten
Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Finanzielle Beiträge der Eltern
Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des
Arbeiter-Samariter-Bundes
Fachlichkeit
Selbstverständnis
Partizipation
3.3.1 Beschwerdemanagement
Inklusive altersgemischte Gruppen
Regeln
Freispiel
Projekte und AGs
Bildung/ päd. Arbeit
Kommunikation und Sprache
Bewegung
Maxi- Gruppe
Eingewöhnung und Aufnahme
Interkulturelle Orientierung
Ernährung
Räume
Raumplan
Außengelände bis Fertigstellung
Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Öffentlichkeitsarbeit
Qualitätsmanagement
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ONDNDHRHEHRGR
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6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
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4.2. FRÖBEL - Flyer
10430 Zeichen
Unternehmensleitbild der FrÖbel-GrUppe „Kompetenz für Kinder“: Mit diesem Leitgedanken be- treiben wir als gemeinnütziger, überregionaler Träger Kindergärten, Horte und familienunterstützende Dienst- leistungen. Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, von besonderem Förderbedarf und vom jeweiligen Geschlecht. editorial 4 die rechte der Kinder sind Fundament unserer ar- beit. schon unser namensgeber Friedrich Fröbel stellte als innovator der pädagogik das Kind als ei- genständiges individuum in den mittelpunkt seiner pädagogischen idee. diesem ideal und dieser tra- dition fühlen wir uns auch in Zukunft verpflichtet. Wir sind ein zuverlässiger partner für eltern und ihre Kinder und gewährleisten eine beziehungsbasierte und liebevolle erziehung und betreuung. Wir legen Wert darauf, menschen zu bilden, um sie darin zu unterstützen, selbstständige, selbstbewusste, vorur - teilsfreie und verantwortungsvolle mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden. Wir unter- stützen Kinder dabei, eigene Wertmaßstäbe zu ent- wickeln. Wir stehen für eine interkulturelle offenheit in unse- ren Kindergärten und horten, um menschen mit ei- nem vielfältigen kulturellen und sprachlichen le- benswelten an der bildung, erziehung und betreu- ung zu beteiligen. Wir leben alle Facetten einer in- klusiven pädagogik - Verschiedenheit ist unsere normalität. Wir leisten einen aktiven beitrag zu einer chancen- gerechten Gesellschaft, indem wir Kindern aus Familien aller schichten bestmögliche start- und bildungschancen ermöglichen. dies schließt die Unterstützung der eltern und Familien mit ein. die Gemeinschaft unserer Fördermitglieder und ehren- amtlichen Unterstützer ist hierbei eine wesentliche und wertvolle ressource. Wir engagieren uns für die anerkennung der profes- sion von erzieherinnen und erziehern im bereich der aus- und Weiterbildung, insbesondere durch mo- derne Fortbildungsangebote und die Förderung der akademischen Qualifikation in der Frühpäda- gogik - auch dafür steht unser motto „Kompetenz für Kinder“. Wir verstehen uns als partner aller, die für eine bil- dungsgerechte Gesellschaft eintreten. in diesem sinne setzen wir uns gemeinsam mit Verbänden, wissenschaftlichen organisationen, Unternehmen und öffentlichen trägern für optimale bedingun- gen des aufwachsens von Kindern ein. auf die Ver- einbarkeit von Familie und beruf legen wir großen Wert und schaffen dafür die notwendigen rah- menbedingungen. Wir handeln verantwortungsbewusst vor dem hinter grund der Größe und des Wachstums unserer organisation. Wir wollen diese entwicklung dazu nutzen, als gesellschaftspolitischer akteur maßstä- be für eine hohe Qualität in der Frühpädagogik zu setzen. FrÖbel steht als marke für eine qualitativ hochwer- tige pädagogik. diese wollen wir möglichst vielen Kindern und ihren Familien in deutschland zugäng- lich machen. Wir nehmen als überregionaler träger die herausforderung an, die in deutschland etab- lierten pädagogischen standards international zu verbreiten. FührUnGsleitbild der FrÖbel-GrUppe Führungskräfte bei FrÖbel erfüllen ihren auftrag, gezielt mitarbeiterinnen und mitarbeiter auszuwäh- len, die sich mit leidenschaft für Kinder engagie- ren, die deren entwicklung planen und fördern und sich für eine höhere Qualität in der Kindertagesbe- treuung einsetzen. Führungskräfte bei FrÖbel ge- ben als qualifizierte Leitungspersonen fachliche orientierung und impulse für die Weiterentwick- lung ihrer teams. Führungskräfte bei FrÖbel achten darauf, dass in ihren Teams unterschiedliche Qualifikationen und persönlichkeiten vertreten sind. sie legen beson- deren Wert auf heterogene t eams, in denen menschen verschiedener Generationen und Kultu- ren, mit verschiedenen a usbildungen und fach - lichen hintergründen sowie unterschiedlichen Geschlechts zusammen arbeiten. Führungskräfte bei FrÖbel bilden damit die Grundlage für einen vorurteilsbewussten Umgang miteinander und für eine inklusive pädagogik. Führungskräfte bei FrÖbel schaffen durch trans- parentes und klares Führungshandeln ein von Ver- trauen geprägtes arbeitsklima und binden mitar- beiterinnen und mitarbeiter frühzeitig in für sie re- levante Veränderungsprozesse ein. dabei planen, strukturieren und organisieren unsere Führungs- kräfte die arbeitsprozesse so, dass alle mitarbeite- rinnen und mitarbeiter sich mitverantwortlich ein- bringen können. Führen bedeutet offen zu kommunizieren, eigen- verantwortlich zu entscheiden und unternehme- risch zu handeln. Darüber hinaus reflektieren Füh- rungskräfte bei FrÖbel ihr handeln und setzen sich konstruktiv mit eigenen Fehlern und Fehlern ihrer mitarbeiterinnen und mitarbeiter auseinander. Führungskräfte bei FrÖbel begreifen innovative pädagogische Konzepte als herausfordernde ar - beitsfelder und stehen aktuellen bildungsthemen aufgeschlossen gegenüber. sie sind neugierig, ent- wickeln ideen und sind offen für Veränderungen. im sinne eines lebenslangen lernens vertiefen und stärken sie durch regelmäßige Fort- und Weiterbil- dung ihre fachliche Qualifikation und ihre Kompe- tenzen der personal- und teamentwicklung. Führungskräfte bei FrÖbel engagieren sich für op- timale start- und bildungschancen aller Kinder. sie stehen für eine interkulturelle offenheit und leben das pädagogische l eitbild und das Unterneh - mensleitbild der FrÖ bel-Gruppe. Führungskräfte folgen in ihrem anspruch und ihrem handeln den rechten der Kinder und setzen sich täglich für die- se ein. Führungshandeln bei FrÖbel bedeutet mo- delle zur Vereinbarkeit von Familie und beruf zu ver- wirklichen und damit gesellschaftspolitische akzen- te zu setzen. Führungskräfte bei FrÖbel sind t eil einer Gemein- schaft, die offen für Kooperationen mit dritten ist. sie schaffen n etzwerke mit und für Familien, ko - operieren mit politik, Verbänden und anderen t rä- gern, um ein stabiles Fundament für bildung in un- serer Gesellschaft zu schaffen. Führungskräfte bei FrÖbel übernehmen als expertin- nen und experten Verantwortung und erfüllen ihre Vorbildfunktion für eine hohe Qualität in der institutio- nellen bildung, erziehung und betreuung von Kindern. Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eigeninitiative und Engage- ment als grundlegende Prinzipien ihres Arbeitens verinnerlicht haben, sind die wichtigste Ressource von FRÖBEL. Alle Führungskräfte bei FRÖBEL tragen die Verantwortung, die dafür notwendigen Bedingungen bereitzustellen: editorial 5 bei uns sollen Kinder erfahren, was es heißt, eigene rechte zu haben, und erleben, dass diese sowohl für sie selbst als auch für erwachsene verbindliche maßstäbe im Umgang miteinander sind. damit sind für uns wesentliche und täglich wiederkehren- de herausforderungen verbunden: die herausforderung, die Individualität des einzelnen Kindes, seine besonderheiten, seinen Willen und seine rechte im pädagogischen alltag jederzeit zu achten und zu wahren und die Gren- zen des eigenen Verhaltens dabei zu erkennen. die herausforderung, Kinder dabei zu be gleiten, anzuregen und zu unterstützen, ihre eigenen Fragen und Interessen zu verfolgen, um sich so ein bild von sich und der Welt zu machen. die herausforderung, dass alle Kinder an der sozia- len Gemeinschaft im Kindergarten teilhaben und die rechte der jeweils anderen Kinder von allen geachtet und respektiert werden. l die herausforderung, Kindern gerade im hek- tischen alltag liebevolle und stabile Beziehungen und einen sicheren erfahrungsraum zu bieten. h die herausforderung, Kinder in ihrem famili - ären Umfeld wahrzunehmen und Eltern und Fami- lien aktiv einzubeziehen und zu beteiligen. i die herausforderung, die Qualität unserer Arbeit stets im sinne dieser rechte und der best- möglichen Förderung der Kinder laufend weiterzu- entwickeln. die herausforderung, das eigene pädago - gische Handeln immer wieder zu hinterfragen und zu reflektieren und uns fortzubilden. pädaGoGisches leitbild der FrÖbel-GrUppe mit diesem leitbild greifen wir diese rechte auf und erweitern und akzentuieren sie für unseren päda- gogischen alltag. Kinder erfahren in unseren ein- richtungen Gemeinschaft und lernen dadurch so- ziales handeln. im miteinander erkennen sie die Grenzen ihrer rechte darin, dass andere men- schen gleichermaßen anzuerkennende und zu re- spektierende rechte haben. n Kinder haben das Recht auf Bildung und die Entfaltung ihrer Persönlichkeit. sie haben ein recht auf die Zeit, die sie brauchen, um die Welt zu erfor- schen und ihre eigenen ideen zu verfolgen. Kinder haben das recht, Fragen zu stellen und eigene Antworten zu finden. q Kinder haben das Recht, so zu sein, wie sie sind: Junge oder mädchen, schüchtern, mutig, ängstlich, wild, unordentlich, kreativ, mit ihren indi- viduellen Fähigkeiten, ihrer jeweiligen sprache, ih- rer sozialen und kulturellen herkunft und ihrer fami- liären lebensweise. l Kinder haben das Recht auf Partizipation. dazu gehört, teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein, eigene entscheidungen zu treffen, die mit ih- nen selbst und dem leben in der Gemeinschaft zu tun haben, und den alltag aktiv mitzugestalten. Kinder haben das Recht auf Selbstbestim- mung. dazu gehört das recht, eigenen bedürfnis- sen und interessen nachgehen zu können, nein zu sagen und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie nicht müde sind, zu essen, wenn sie hung- rig sind und das zu essen, was ihnen schmeckt. m Kinder haben das Recht auf eigene Erfah- rungen. dies schließt ein zu lernen, mit risiken und herausforderungen umzugehen. E Kinder haben das Recht auf verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen zu erwachsenen, auf Kontakte und Freundschaften mit anderen Kindern und auf gemeinsam vereinbarte regeln, die orien- tierung und sicherheit bieten. Kinder haben das Recht auf kompetentes pädagogisches Personal sowie eine hohe Qualität der pädagogischen arbeit. Kinder sollen in unseren Kindergärten und Horten die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden. So unterstützen wir Kinder darin, selbstständige, selbstbewusste, vorur- teilsfreie und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden. in Unseren Kinder Gärten U nd horten Füllen W ir die r echte der Kinder tä Glich ne U mit l eben.
Anlage 1.2 Auswertungsformular_educcare
5423 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide Name und Adresse des Trägers: Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Alter Markt 36-42 50667 Köln 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige Kooperationen mit Unternehmen - Der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter Träger der freien Kinder- und Ju- gendhilfe - Betreiber von aktuell 30 Kindertageseinrichtungen bundesweit - Seit 2013 Betreiber der Betriebskita Lacki Kids in Münster-Hiltrup und ab 2019 Träger der Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck - Great Place To Work Auszeichnung in 2018 - Drei-Säulen-Modell: Bildungskonzept, Prozesse, Personalentwicklung - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der Arbeit - Kita wird als zweites Zuhause für Kinder gesehen - Individualität des Kindes steht im Vordergrund - Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines bestimmten Beobachtungssystems - Bilinguale Erziehung kann angeboten werden - Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen - Sprachbeobachtung nach BaSiK - Übergabebücher und Dokumentationen für die Erzieher/-innen Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, - Regelöffnungszeiten: 07.00-19.00 Uhr, Betreuung max. 9 Std. / Tag 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Partizipation im Kitaalltag integriert, viele Erfahrungen durch andere Einrichtungen - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und nach den Bedürfnissen gefördert auch hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern vorhanden - Einsatz von entsprechendem Personal wird gewährleistet 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschiedene päd. Bausteine - Rückzugsorte für Kinder schaffen, je nach den Bedürfnissen - Körpererfahrungen sammeln - Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen und umliegenden Kitas im Sozialraum - Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozialraum: Gemeinsame Feste, ge- meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw. - Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnliche Strukturen) - Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersonen / Großtagespflegestellen denk- bar - interkulturelle und generationenübergreifende Angebote - Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, Angebote je nach Bedarfen der Fami- lien im Stadtteil 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert (Berliner Modell) - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Regelmäßige Elterngespräche, Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, El- ternabende/-nachmittage usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Drei-Säulen-Modell: - 1. Bildungskonzept, 2. Prozesse (Pädagogik, Wirtschaftlichkeit, Personal), 3. Personal - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Synergieeffekte mit bestehender Einrichtung Lacki Kids und Middeler Straße erzielen - Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen zentralen Träger und Standort Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern - Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis- senschaften etc.), der dann für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und Leitungen zuständig ist 3 - Interne und externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Verschiedene standardisierte Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeiter/-innen, Eltern und Kinder als Qualitätssicherung - Personalentwicklungskonzept als wichtiger Baustein - Zusammenarbeit mit verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen zur Weiterent- wicklung - Bezahlung in Anlehnung an den TVöD - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Coach als Fachberatung - Bilingualität - Ausbau des Standortes Münster zur Nutzung von Synergieeffekten mit der bestehen- den Einrichtung in Hiltrup und der kommenden Einrichtung in Wolbeck
2. educcare - Bewerbung
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educcare Lösungen für Familie und Beruf GmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln educcare Lösungen für Familie und Beruf GmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Fon 0221 466 194 00 • Fax 0221 466 194 99 • E-Mail info@educcare.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 0144 872 959• BIC COLSDE33 • IBAN DE 68 37050198 0144872959 • Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB: 48030 • Ust-Idnr DE225340108 • Beirat: Prof. Gisela Lück, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Roland Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Herr Simon Westarp Hafenstraße 30 48153 Münster Sabrina Klein Projektentwicklung E-Mail: sabrina.klein @educcare.de Fon: 0221 466 194 33 Fax: 0221 466 194 99 Köln, 3. Mai 2018 Interessensbekundung für die Kindertageseinrichtungen in Amelsbüren und Wolbeck, Münster Sehr geehrter Herr Westarp, mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterla gen für die folgenden Kindertageseinrichtungen: 1. Kindertageseinrichtung in Amelsbüren an der Landsberger Straße (01/2018) 2. Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide (02/2018) Als bundesweit anerkannter Träger für Kindertagesstätten, steht educcare für ein ausgezeichnetes und international geprägtes Bildungskonzept. Ferner garantiert educcare über speziell zugeschnittene Prozesse und Strukturen, dass dieses Konzept auch nicht nur auf dem Papier steht, sondern für die Kinder, Eltern und Auftraggeber tagtäglich verlässlich erlebbar ist. Getragen wird dies durch professionelle Mitarbeiter/innen, deren Leidenschaft Kindertagesstätten sind. Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings seit dem 1. März 2013 in Hiltrup betreiben, sind wir bereits in Münster vertreten, sowie ab 2019 mit der neuen sechsgruppigen Einrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbeck. Wir würden uns freuen, wenn wir die Zusammenarbeit mit der Stadt Münster mit der Übernahme der Trägerschaft einer weiteren öffentlichen Kita intensivieren können. Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den Unterlagen. Mit freundlichen Grüßen Sabrina Klein Projektentwicklung
Anlage 1.4 Auswertungsformular_KleineRiesen
4867 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide Name und Adresse des Trägers: Kleine Riesen Nord gGmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co KG - Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertageseinrichtung in Betrieb - Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Betreiber von Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen - Betreiber von aktuell 26 Kindertageseinrichtungen bundesweit (hauptsächlich in NRW) - Ab 2018 Betreiber von vier Kindertageseinrichtungen in Münster plus eine zusätzliche Einrichtung in 2019 (inkl. der Dep. zur Einrichtung an der Heidestraße) - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor - Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschiedenen Migrati- onshintergründen, möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften - Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migration / Inklusi- on - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmitteln an - Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag - Angebote des päd. Kochens mit Sozialraumakteuren - Projekte zur Zahngesundheit - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita - Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen und Sportvereinen im Sozialraum - Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung - Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pro- jekte usw. - Kooperation mit Unternehmen im Sozialraum - Kooperation mit Kindertagespflege im Sozialraum - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert - Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Sportvereinen, Ärzten, Frühförderung, Be- trieben - Teilnahme an Arbeitskreisen und AG’s ist geplant 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fachberatung vor Ort in Münster - Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode - Bezahlung in Anlehnung an den TVöD - Kinderschutzkonzept liegt vor 3 4. Besondere Merkmale / Eignung - Möglichkeiten der verschiedenen Schwerpunktbildungen anhand der sozialräumlichen Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) - Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfernen Familien - Bereitschaft zur Übernahme von Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespfle- gepersonen
5. Kleine Risen Nord - Bewerbung und Konzept
91454 Zeichen
Bilinguale Kindertagesstätten
kleine Riesen Nord gGmbH I El!>linger Straße 69 I 73TH EHIingen
EINSCH REI BEN'·EINWU RF
Stadt Münster
Amt für Kinder Jugendliche und Familie
48127 Münster
Ihr Zeichen, 'hre Nachricht vom Unsere Zeichen , unsere Nachricht vom Teleton, Name Datum
(0711) 35 11640, JW 19.04.2018
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung
Wolbeck an der Petersheide
Ausschreibungsnummer 02/2018
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte "Wolbeck an der Petersheide" aufrechterhalten.
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können wir sicherstellen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Jelena Wahler
Geschäftsführerin
Kleine Riesen Nord gemelnnilt,~e GmbH 1 Esslinger Straße 69 173732 Esslingen 1 relefon : (07111 3S 11640 1relefa x: (0711) 3S 1164171 www .liltleliant •. de 1 info@li"leliants .de
GeschlftsfOhrer I Dipl.-Ing . Jelena Wahler, MBA (Duke) I Dipl. -Ina· Peter Wahler, MBA (Duke)
Sitz der Gesellschaft I Esslineen am Neckar I Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindu", 1 Volksbank Esslingen eG 1 IBAN OE!7 611901100244028001 1 Ble GENOOESlESS
• •
I
®
PADAGOGISCHES KONZEP
für die Kindertagesstätte in Münster, WollJeck an der Petersheide
Pädagogisches Konzept
Kindertagestätte Little Giants
in MlIn!>tl~r, WollJ ·ck Jn der P et ershcid
TRÄGE R
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen am Neckar
Tel : (0711) 35 1164 - 0
Fax: (0711) 351164 - 17
E-Mail : " !u~lllll1('gicll1 l :. d.:
Internet : ",,'>I'.V Iltllegl H1t df '
2
1. Allgemeine Angaben zum Träger .... ......................................................................................... ...... 5
1.1. Kontaktinformationen / Rechtsform ............................................. ........................................ 5
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ............................. .............................................. 5
2. Organisation und Verwaltung ........................................................... ............................................. 5
3. Angaben zur Trägerkonzeption ........................................... ................................................. 1
.......... 6
3.1. Leitbild ................................................................................ .............................................. .1. .......... 6
3.2. Werte .............. ........................................................... ..................... .......... .................................... 6
4. Pädagogisches Konzept ........................................................ .............................................................. . 7
4.1. Zielsetzung ......................... ............................................ .... ............. .. ........................................... 7
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ....................................................... ..... ............... 7
4.3. Grundsätze .......... .............................................................................................................. ........... 8
4.4. Philosophie ...................................... .. ................................................................ ................ ........... 9
4.5. Eingewöhnung ........................ ..... ............................................. ............ ..................................... 11
4.6 Partizipation der Kinder ................................................................. .... ...................... ............. 13
4.7. Pädagogik nach Altersgruppen ............................................................... ........................ ......... 13
2-24 Monate ......................... ....... ............................................................... ..... ........................ ..... 13
24-36 Monate ...................... .............................................................. ................... ....................... .15
Kindergarten & Vorschule ........................................................... .................................... ..... ......... 15
Pädagogische Angebote ................................................ .......................................................... ...... 17
5. Integration und interkulturelle Orientierung .................... .... .......................... .... ....................... ....... 17
5.1. Grundsätzliches .................... ........................................... ............................... ............ ....... ......... 18
5.2. Integration ................................................................................................. ....................... ......... 18
5.3. Inte rkulturelle Orientierung der Personalpolitik ............................................... .......... ......... ..... 18
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten ......................................................... ................ ....... 18
5.5 Genderthematik ................................ .... ............................................. ................................. ........ 19
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung .............................................. .............................. ......... 20
6.1 Elterngespräche ..................... ............................................... ............ .... .................... .......... .....20
6.2 Elternbefragung ................... .... .. ...................... ........ .................... ....................................... ..... 20
6.3 Elternbeirat ................. .............. ............................ .. .... ............................................ ............... .. 20
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt ................ ........................................... ..... ....... 21
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ....................................................... ..... ...... 21
9. Qualitätsmanagement .............. .............. .............................................. ................................ .... ........ 23
9.1. Dokumentation .................... ........................ ........................................................ ....................... 23
3
9.2. Elternbefragung ......................................... ............................. ................. ................................... 23
9.3. PersonalAusstattung ...................... ....................... ....... ........................... ............................ ........ 23
9.4. Hygieneplan ..................................................................................................................... ........... 23
9.5. Qualitätsmanagementhandbuch ................................................................................. ............... 23
9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-5igma - DMAIC) .................................................................... 24
9.7. Qualitätszirkel ............................................... ...................................................... ........................ 24
9.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft 5GB VIII, 8a .................................... .................................. ............ 25
9.9. Fachberatung .................... .......................... ..... ......................................................................... .. 25
9.10 . Pädagogische Tage ........................ ............................................................................................ 25
9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .... ........................................................................... 25
9.12. Leitungskonferenzen ............................................................................. ........................ ............ 25
9.13. Beschwerdemanagement i. 5. d. § 45 Abs. 2 Nr. 35GB VIII ............................. ........................ 25
9.14. Beschwerdemanagement ......................................................................................................... 26
10. Ernährung ......................................................................................................................................... 26
11. Personalmanagement ................... ................................ .................... ................ .................. ............. 26
11.1. Personalgewinnung ............................................................ ....................... ............................ ...27
11.2. M itarbeiterentwicklung ................... .................................................................. ....................... 27
12. Finanzmanagement ............................................................................................ .... ......................... 28
13. 5chutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. 5. d. § 8a 5GB VIII ....................................................... 29
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 30
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 30
Hygiene im 5anitärbereich .................. ................................................................................... ............ 30
Trinkwasserhygiene ......................................... ....................... ..... ................................. ..................... 31
Erste Hilfe ..................................................................... .............................................. ................. ....... 31
Küche ......................................................................... ................. ............................ ........................... 32
Handhygiene ........................................................... ................................ ................. .......................... 32
Flächenreinigung und Desinfektion ................................... ................................. ............................... 33
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Außenanlagen .. ............................ ...................................................................................................... 33
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Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen
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1.1. KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM
Kontaktdaten : Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
Geschäftsführer: Jelena Wahler, Peter Wahler
1.2, UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten,
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG
Pädagogik
Finanzen
Personalmanagement
Beschaffung
Elternarbeit
Investitionen
Qualitätsmanagement
Träger
Pädagogische Richtlinien
Wissensaustausch zwischen Ein
richtungen
Kinderschutz
Buchhaltung
Jahresabschluss
Controlling
Budgetierung
Bewerbermanagement
Lohnbuchhaltung
Fortbildung
360°-Feedback
Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito
renbuchhaltung
Vertragsgesta Itu ng
Elternbefragungen
Richtlinien zur Elternarbeit
Richtlinien zur Eingewölhnung
Budgetierung
Beschaffung von großen Investiti
onsgütern
Qualitätshandbuch
Audits
Beschwerdemanagment
Einrichtung
Frühkindliche Bildung (Pla
nung und Durchführung
von Angeboten)
Dokumentation
Weiterschreibung Konzep
tion
Kinderkonferenzen
Kassenbuch
Einkäufe
Bewerbu ngsgespräche
Beteiligung an Personalen
scheidungen
Reflexionsgespräche
Beteiligung an Fortbil
dungsentscheidungen
Bedarfsmeldung
Beschaffung und Bestel
lung
Elterngespräche
Beteiligung an Elternbefra
gungen
.....Elternabende und Feste QJ
Erziehungs- und Bildungs 00 :rn
~ partnerschaft EIndividuelle Eingewöhnun :::J
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Bedarfserhebung und - QJ
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CQualitätszirkel
Pädagogische Tage '(j)
EBeschwerden bearbeiten QJ
2Pund Arbeitskreise bilden 4:
5
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3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION
3.1. LEITBILD
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendamt und der Politik steht, um mit jeder neuen
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen.
3.2. WERTE
INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön
lichkeit.
INTElLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch
in der Gruppe oder geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder
Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so
ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von der Betreuerin lernen können.
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene ,
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß
nahmen für den Notfall vorgestellt.
PARTNERSCHAFT MIT DEN ElTERN: Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines
intensiven Austauschs zwischen Betreuerin und Eltern bedarf . Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich oder
mündlich über den Tag der Kinder informiert . Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei o c:
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a.Little Giants ausführlich dokumentiert . Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent Q)
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wicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden. c: o
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OllWÄRM E UND ZUWEN DU NG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen :ro
~dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen Möglichkeiten jedes Kind einer '
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NBetreuerin zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern ganz individuell während seiner Zeit bei c:
Little Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen .
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<!MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute
Kinderbetreuung gewährleisten können . Little Giants bietet, seinen Mitarbeitern einen sicheren und motivie
renden Arbeitsplatz, dan den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern
.0
6
nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Flexibel reag eren
wir auf die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleine zu
gute.
4.1. ZIELSETZUNG
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinan
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf ung
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeilten zur
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teil
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben.
4.2. BETREUUNGS-, BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSAUFTRAG
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele
begründet:
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle.
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu mac
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen, Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handel
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben .
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seel
der Kinder sichergestellt ist.
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmögliche
ständigkeit und Eigeninitiative.
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Krea +-'
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Q)Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen. N
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• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungs o:.:::
keiten vermitteln. '"Q)
..c u• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen . Kinder sollen sozi le Verhal '" 'ii'o
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 00
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• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind tt. Die "0
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pädagogischen Bezugspersonen fungieren als Mentoren und unterstützen das Kind beim von Wis-
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sen und Fähigkeiten . Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Probleml
gien zu entwickeln.
7
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, insbesondere mit allen im
Stadtteil verfügbaren Ressourcen ..
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen .
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset
zungen des KiBiz und der Stadt Münster.
4.3. GRUNDSÄTZE
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen
folgende vier Prinzipien zugrunde:
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS: Bei den Little
Giants ist jedes Kind einer Gruppe zugeordnet. Das pä
dagogische Personal in dieser ist für das Kind und da
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Betreuer
arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am bes
ten in gut organisierten Teams funktioniert. Darüber
hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch möglich,
eine hauptverantwortliche Betreuungsperson jedem
Kind und seiner Familie zuzuordnen.
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon
takt zu einer Betreuerin hat . Vielmehr ist stets klar,
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumentiert.
KLEINE GRUPPEN: Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger
das Kind, desto kleiner die Gruppe.
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu
ern .
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes
nach innigen Beziehungen und Bindung an Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Little Giants größ
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste AI
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt.
INDIVIDUEllE BETREU UNG : Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. ...
0.
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt . Es ist wichtig, dass <1l
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ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an
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derer Kinder abweichen. <1l
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Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi o
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rogen Handeins. :-0 ro a..
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Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants Konzept. Dadurch
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res
pektiert werden .
8
4.4. PHILOSOPHIE
Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat
tet, die im späteren Leben wichtig sind.
EIN PLATZ FÜR KINDER: Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.
AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv . Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie
selbst planen und ausführen lernen . Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und K nstler,
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen d Mög
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen . Dabei kommunizie
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracheriebnissen u d Kon
versation.
BETREUER SI N D MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eine
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten alters
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden elbst
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie uf die
Schule spielerisch vorbereitet.
ANGEMESSENE UMGEBUNG : Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebun ,in der
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigk iten tes-
I
ten und seine Grenzen kennenlernen . Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dats die Kin
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können : Beschriftete Regale benutzen Fatben,
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen . Spielorte beinhalte(1 einfa
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.
....Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Grupp a.
(l)
Nten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dan in einer C
oGruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähig iten, die :.<:
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in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten . .r: u
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DOKUMENTATION: Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung ei 00
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Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants. -0
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Betreuerinnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern in Portfolios . Quartalsweise
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setzten wir in der Regel" Mondey", im Ü3 B
"Grenzsteine der Entwicklung" als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, . weimal
9
jährlich mit den Eltern besprochen ..
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar . Diese wiederum hilft
der Betreuerin, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.
ELTE R N SIN D PARTN E R: Bei Lttle Giants sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin,
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wieder
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.
GRUN DLAG EN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick
lung. Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.
Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind:
Kinder lernen aktiv.
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet.
Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen .
" Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.
• Kinder lernen mit allen Sinnen.
Kinder lernen mit anderen.
Spielen bedeutet Lernen.
Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern jedes Kind individuell.
• Intelligenz hat viele Formen.
Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel
ist.
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft . Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen .
Die Aufgabe unserer Betreuer ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder bestmög
lich unterstützt.
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt.
Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert. Co
N• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die
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Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte :..:: o
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Herausforderungen bieten . Cl>
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Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen
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aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. o
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ro -cWir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib :ro
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liotheken. q:
• Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.
10
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, u ter Be
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.
e Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam gepla tes
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der spracherziehuni ' (so
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unse r Cen
ter, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder "begreifen" anstatt im klassischen inne
mit Lernstoff "berieselt" werden.
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS
• Wir und unsere Mitarbeiter sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und rfahrun
gen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit.
• Wir und unsere Mitarbeiter sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwer en un
serer Gesellschaft.
• Unsere Mitarbeiter sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht eise des
Kindes zu setzen.
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab un tau
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus.
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung u durch
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung.
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen.
4.5. EINGEWÖHNUNG
GRUNDSÄTZLICHES
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschi dlich ist.
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennun von den
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufind n.
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitp nkten,
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. t'. Eltern,
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrun stehen
müssen.
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben . Die Eingewöhnung ann und
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden die es
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehme
AUFKLÄRUNG DER ELTERN
....Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden ins eson 0..
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dere über folgende Themen informiert:
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• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung L
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• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität
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QOTrennungsstress beim Kind ro
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G Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung :ro a..
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11
DER ERSTE TAG
Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das
Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen
kennen lernt.
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuerin kennen lernen .
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein weiterer Kennenlerntag
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen
raum bleiben soll.
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge
holt werden kann.
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil,
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuerin
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall
sein, wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind.
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht sukzessive verlängert.
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können .
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuerin und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob
das Kind vollständig eingewöhnt ist, Cl.
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C• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte,
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~oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe
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besser abgesehen werden sollte. ..c u
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oÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN Oll
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Cl.Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das
«i Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder - es wechselt aus der
Position "des Ältesten" zur "Jüngsten". Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind,
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel
12
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten lIJber
gang, geht immer eine Erziehrin mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die ruppe
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude au den
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlus ängste,
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen . Üblicherweise funktioniert dann der tart im
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern - schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Grup im
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freun liche
Grüßen der Erzieher und Ihrer Zöglinge beschränkt
4.6 PARTIZIPATION DER KINDER
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sond rn auch
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft.
Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes al auch
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfe im
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabe selbst
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverb I ihre
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Ki erta
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen.
Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihne zu er
möglichen, sich Ihren Interessen zu widmen .
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkom etenz.
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals it den
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen .
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entsch
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten .
4.7. PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN
2-24 MONATE
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet . Jedes Kind en wickelt
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein . ....., a.
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Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu eben, C
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Vlfrei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, si d sie
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ubereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten ewusst
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'00und merken, dass sie Dinge erreichen können . Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Pr o
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rosern und können ihre Umwelt besser kennenlernen . '0
:ro a..
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn unti Spra -i
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen v(i)n Ver
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und ~ motio
nale Entwicklung .
13
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen, die sie brau
chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln:
INDIVIDUELLE BETREUUNG : Betreuer stellen in Kooperation mit den Eltern einen individuellen Betreuungs
plan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Betreuung bei
Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt.
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu
entwickeln . Unsere Betreuerinnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam
keit zu geben, die sie brauchen . Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort:
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden . Ob auf dem Schoß,
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei little Giants frühzeitig, die Magie von
Büchern und Geschichten zu schätzen.
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind,
Lernerfahrungen zu ermöglichen:
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen : Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben,
ziehen, usw.
• Sinneseindrücke. Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen,
Geruch, Geschmack und Gewicht.
• Kognitive Erfahrungen. Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge . Sie lernen
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt
werden, um Probleme zu lösen.
• Sprache und Musik : Unsere Betreuerinnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der
Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.
-c.• Persönliches Ausdruck svermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit O!
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Puppen und Kuscheitieren. o
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O!
..cELTERN ALS HAUPTBEZUG : Unsere Betreuerinnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind u
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durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag. tlll
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Zusätzlich zu klasssichen Vier-, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas "Ideen Boxen", in ro
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die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können. :ro
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14
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24 -36 MONATEI
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser P ogramm
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen i eine
zunehmend soziale Welt zu erleichtern.
Die Kommunikationsfähigkeit , die Zielstrebigkeit , das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit nd die
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind rustrie
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige braU{ hen des
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen . Ein ent
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen . eson
ders Zweijährige brauchen Betreuer , die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Ink nsistenz
akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen.
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem k eativen
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kinde n
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftli hes
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkomm nden
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden , Neugier zu wecken und um Abwechslun zu
schaffen . Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fö dern.
Typische Lerncenter sind :
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles,
etc.
Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeit ig ausüben können .
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen , oder erhalten ilfe um
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versa mein
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren . Die Kinder werden angeleitet kritische ~rfahrun
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Ke~ntnis
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncente r, die den Kind rn in
ihrem Raum gerecht werden.
Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denke Projek
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des AI t ags der
Kinder.
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N[ KIND ERGARTEN & VOR SCHULE
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Im Zentrum unserer Kindergarten - und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädago ische
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..c uAngebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen u zu ler .!!'
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Unsere Erzieherinnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematis hes und :cu
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-<inaturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln da . Ler
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden . Lerncen er bie
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern
15
und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem
sanften Übergang.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, etc.
Kinder entscheiden selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an.
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti
ger Bestandteil unserer Pädagogik.
Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
Auf Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere Erzieherinnen ständig neue
Lerncenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach
kunde, der Musikalischen- sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und
Projekte integriert.
Was ist im Kindergarten wichtig?
Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad-Wettren
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten.
Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule
Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden
und Spaß haben.
Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen
ter Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich eine überschaubare Zeit konzentriert am
Tisch.
In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert. ......
0..
CJ.)
Unsere Erzieherinnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise C
N
o :><:zusammen mit den Kooperationslehrern Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg Vl
CJ.)
reich in die Schule starten kann. ..c u
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Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den o
tlO rn
-0Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen :rn
0...
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor <i
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.
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16
IPÄD AG O GI SCHE ANG EBO TE -
S P RAC HERZ I E H U N G: Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, di
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemische
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Asp
seres Konzepts.
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darst
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Be ug auf
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte au gesagt.
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Rei e, Pup
penspiele und Rollenspiele.
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglic keiten
zu schaffen, die de~ Kind zeigen, das ~~themat~~ Bestandteil des täglichen L.ebens ist. Bereits Kleinkin~er ha
ben Freude am sortieren, ordnen und zahlen . Großere Kmder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimrrte
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffer ,Zuord
nungen und Reihen .
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN : Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig we den,
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen : fallende Gegenstände, gemischte Farben, besihlagene
Fenster oder das Wachstu m von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördeln ihre
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, au zupro
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erken en und
zu vermitteln wissen.
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch infache
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), S ifenbla
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messe z. B.
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc.
KUNST - UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und T nz lie-
I
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten Zlför
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten . Im rippen
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergarten Iter
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote e gänzt.
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze auf.
KOCHEN UND ERNÄHRUNG : Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ga ze Le
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen Päd~ogi
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßi gehen
die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbei.tern einkaufen. S i ~s auf
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden ge emsam
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht.
5. INTEGRATION UND INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG .
Little Giants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mltarbelatern
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.
17
5.1. GRUNDSÄTZLICHES
Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen :
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede
5.2. INTEGRATION
DIVERSITÄT UND KULTURElLE ViElFALT
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind . Wir begrüßen dies und
begegnen diesem "Anderssein" mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen .
SPRACHE
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In
tegration . Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut
tersprachlerniveau zu bringen .
WIDERSPIEGElUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden . Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert.
5.3 . INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt Mitarbeiterinnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind.
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten .
5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch
land anzukommen . Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren KiTas in den
18
Kölner Stadtteilen Gremberghoven und Ostheim . Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in nmittel
barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete.
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreiche Inter
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zu r indest
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der ferso
nalauswahl. Um Mitarbeitern die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuunt von
Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkita in Köln, die uch als
Schulungszentrum dient .
Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziell n auf
das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten . Stets gehen unsere Mitar eiter
individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden.
5.5 GENDERTHEMATIK
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstütze wir
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, eil
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir di
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und meh
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser G
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags.
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfülle
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, Bund
Master und Diplom - Absolventen)
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals in und
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung)
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsp echende
Altersmischung innerhalb des Teams
5. Menschen mit und ohne Behinderung
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeite und
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männlich Rollen
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Ve änderun
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbild r müssen
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04 08/2015)
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die B sis und
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der . inder,
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähi~keitenin
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen . Mädch~n wie Jun
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen . Auch deswe
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander v rknüpft.
19
Wir beobachten mit Hilfe des systemi schen Ansatzes die individuellen Ressourcen jed es Kindes (und deren Fa
milien) , versuchen diese herauszukri stallisi eren und unter stützen die Kleinen bei deren Weiter entwicklung . Die
ses setzt en wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglich st viele (Entscheidun gs-)
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstw ertgefühl
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei
tern , um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können .
6. FAMIlIENORIENTIERUNG UND ElTERNBETEILIGUNG
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle
einzubeziehen.
6.1 Elterngespräche
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des little Giants Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes
sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah
men durchzusprechen .
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle
zu vermitteln.
6.2 Elternbefragung
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt little Giants jährlich eine EI
ternbefragung durch . Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt :
Öffnungszeiten
Zufriedenheit des Kindes
Pädagogische Aktivitäten
• Ernährung
• Kundenfreundlichkeit
Ausstattung
Q)6.3 Elternbeirat .....
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Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo Q)
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kratisch gewählt.
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Die Aufgaben des Elternbeirates sind: c
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Vorschlags- und Beschwerdemanagement
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Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteili gen. Q)
Organisation von Festen
Spendenaktionen
20
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in
reich Elternarbeit .
Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kenne
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das EIernhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kom
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber
Aufmerksamkeit auf sich lenkt . Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu ko
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine
Lösung weiß. Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht allei
findet - es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet .
Hier sind dann die Erzieher gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen a
waltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer
zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzen einer
anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die
zen ihres Handeins zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgege
man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro
weisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Ge
den unsere Mitarbeiter im Umgang mit Gewalt geschult . Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, Schu
und Hilfen an . In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben mü
meinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten herauszu
danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmen plan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipi
Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den
gezogen. Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von Psychol
holt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pesonal
konsequente Umgang mit Gewalt gehört.
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>Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen 0 "0
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nen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtsc aft und :::I
c oKultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien a '';:;
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a. oKO O PERATION MIT G RUNDSCH U LEN o
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Wir planen eine enge Kooperation mit der nahegelegenen Nicolaischule Wolbeck aufzubauen. Hier k' nnten C
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die von uns betreuten Kindern das vorhandene Turnhalle mitnutzen.
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Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder die Räumlichkeiten der Kooperationsschulen besuche ,gegebe o
Enenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teilnehmen und parallel durch engste Zusamme arbeit :::I
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den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen. ro
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r...:SP ORTM Ö GLICH KEIT N
Auch nutzen wir die Sportmöglichkeiten des Stadtteils, hier ist eine Kooperation mit dem TV Wolbeck ange
dacht. Hier können unsere Kinder verschieden Sportarten ausprobieren . Für Handballbegeisterte mö hten
21
wir eine Zusammenarbeit mit dem Jugend Förderkreis HSG 78 e.V. auf den Weg bringen.
M USIK- U ND TA NZSCHU LEN
Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen
Unterricht zu genießen - hier planen wir insbesondere, die Musikschule Wolbeck wegen deren Angebote Mu
sikzwerge und musikalische Früherziehung anzusprechen. Zudem planen wir eine Kooperation mit den Tanz
gruppen des Karnevalsvereins ZiBoMo.
KOOPERATION M IT ANDEREN KIT AS
Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstäten an, aber auch mit
den nahegelegenen städtischen Kitas und die Kitas Angelstrolche und Lauheide werden wir intensiv zusammen
arbeiten. Gemeinsame Feste, kitaübergreifende Projekte oder einfache "Spielplatzverabredungen" sind praxis
nahe Möglichkeiten sich besser kennenzulernen und für unsere Kinder Freundschaften zu knüpfen, die sich
dann auch in den Grundschulen fortsetzen können .
KO OPERTATION MIT VEREI NEN
Wir planen eine Kooperation mit dem Gartenbauverein Wolbeck aufzubauen, um den Kindern einen intesiven
Kontakt mit der Natur zu vermitteln .
KOOPE RATION M IT UNTERN EHMEN
Auch versuchen wir immer mit ausgesuchten Unternehmen Kooperationen aufzubauen. Hier würden sich die
Tischlerei Fresmann besonders anbieten, da wir immer mitd den Kindergartenkindern gerne handwerklich tätig
sind . Aber auch andere kleinere Unternehmen im Stadtteil wie zum Beispiel Beratungsfirmen und Läden wer
den wir mit ins Boot zu holen .
Da Little Giants flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch in Wolbeck
nicht nur flexible, sondern auch lange Öffnungszeiten anbieten. Eine Übermittagbetreuung, Blocköffnungszei
ten und Extrazeit bei Bedarf, sind uns wichtig, insbesondere aber, dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch
ein pädagogisches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertages tlO
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Nstätten geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines "Babysitterservices" in den Nachmittgasstunden, +"'
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einen echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen die Möglich E
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keit, die Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entde >
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Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen +"'
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auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen . Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber 0.
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auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte angenom ::.:: o
men . In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein. tlO
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Die Konzeption ist das Konzept in die Praxis umgesetzt. ...
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22
9.1. DOKUMENTATION
TAGESBERICHTE
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende P nkte
informiert werden:
'" Laune des Kindes
• Mahlzeiten
• Windelwechsel und Stuhlgang
GI Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.
ENTWICKLU NGSPROFI LE
Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von" Mondey" und "Grenzsteine der Entwicklung" für jedes K nd quar
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basis ompe
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen .
9.2. ELTERNBEFRAGUNG
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich ine EI
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
• Öffnungszeiten
• Pädagogische Aktivitäten
• Ernährung
,. Kundenfreundlichkeit
9.3. PERSONALAUSSTATTUNG
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestperson lanfor
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen . Nicht nur werden
unsere Erzieher durch Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlastet, ~ondern
es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten Abs4hlüssen,
Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams merken tehr
I
schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergänzen, g mein
sam viel stärker als die Summe der Individuen sind.
...9.4. HYGIENEPLAN c
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00Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusamm nfassung cu
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cudes Hygieneplans findet sich in Anlage 3. E
...
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9.5. QUALlTÄTSMANAG EM ENTHAN DBUCH 0)
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats ualitäts
managementhandbuch dokumentiert .
23
9.6 . QUALlTÄTSSICHERUNGSMETHOOEN (6-SIGMA - OMAIC)
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u .).
-Verbesserungs
phase
[Implement]
Definieren
Datenerhebung
Analysieren
Verbe!tserungsphase
Überwachen
9 .7. QUALITÄTSZIRKEL
Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer
den die Merkmale des Prozesses definiert, die
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun
gen sind.
Sammlung von Daten über die derzeitige Aus
prägung der Merkmale des Prozesses.
Ursachen für Abweichung von den definierten
Leistungszielen identifizieren.
In der Verbesserungsphase sollen Lösungs
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase
identifizierten und ausgewählten Probleme
gefunden werden.
Verankerung der gefundenen Verbesserun
gen im Alltag.
~
(l)
EUm Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un (l)
cu
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sere Mitarbeiter in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefunden Lö
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sungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor. E
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.-:::Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einr ichtungsübergrei (ö
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fend auf Leitungsebene . Ci
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Zur Mode ration und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit
mit Rat und Tat zur Verfügung.
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24
9 .8 . INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle ines
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefo ische
Beratung . Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden wei ere
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erziehern, Eltner und Kindern auch die Einschaltung von and ren Be
ratungsstellen gehören können . Näheres in Kapitel 12.
9.9. FACHBERATUNG
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unsere Unter
nehmen haben wir Mitarbeiterinnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung du chzufüh
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zus ändig
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen ne trale
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, z m Bei
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet.
9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für
Fortschreibung der Konzeption;
Jahresplanung ;
Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel;
Teambuildingmaßnahmen
Gru ppensch u lungen
Umstrukturierung der pädagogischen Räume
9.11. KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine an ere Kin
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations-Trägers.
9.12. LEITUNGSKONFERENZEN
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little-Giants-Leitungen einer Region zu einer Leitungskonferenz, um inrich
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutausc en.
9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6-mal im Jahr Kinderkonferenz n abge ....,
c
Q)halten. Unsere Mitarbeiter sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich stzuhal E
Q)
ten, sodass diese in dem Zusammenhang von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. tlO
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c ro
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis . E
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Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wol n, könI
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauen person
regelmäßig ans Herz gelegt.
Bei Kleinkindern , die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten,
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.
25
9.14 . BESCHWERDEMANAGfMENT
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern .
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:
Eingang der Beschwerde
Deeskalation von Konflikten
Dokumentation / Analyse
Antwortzeit
Einbindung des Trägers / von externen Bera
tungsstellen
10. ERNÄHRUNG
Beschwerden können sowohl schriftlich als auch
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde
können pädagogische Mitarbeiter auf Gruppen
bzw. Leitungsebene oder der Träger sein.
Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden .
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter stets sach
lich, emotional zurückhaltend und lösungsorien
tiert sein .
Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich
sein, so wird im Team das Problem analysiert und
nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist
zu dokumentieren .
Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit
von zwei Wochen abzuarbeiten . Die Rückmeldung
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch
mündlich erfolgen .
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob
lem nicht kindertagesstätten intern gelöst werden
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal
ten . Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung
gemeinsam beschlossen und eingeleitet.
Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die
Weichen stellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt .
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen :
Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich
aus der Region. 0.0
C
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Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2). .... .r: :cu
• Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chili, warm oder cook and freeze) geliefert. E w
.. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. o ,....,
11. PERSONALMANAGEMENT
26
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere itarbei
ter als unsere wichtigste Ressource an .
11.1. PERSONALGEWINNUNG
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen erden
an die jeweilige Kita weitergeleitet .
In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesst ·ttenlei
tung entschieden, welche Bewerberinnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden .
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam etrof
fen.
11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten . Aus diesem Grund legen wir gr ßen
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.
WEITERBILDUNG
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils a die
Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Einrichtung angepasst sein . Gemeinsam mit der Mitarbeiterin bes richt
die Leitung welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiterin hat und welche Notwendigkeit das Untern
sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden .
REFLEXIONSG ESPRÄCHE
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verste en Re
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung die en soll.
DIVERSITÄT
Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowoml die
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeitern in individuellen Lebenslagen . So reagieren ir flexi
bel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas ufo
VERWAL TUNGSTÄTlGKEITEN
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeitern stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), ...,
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für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. aJ
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12. FINANZMANAGEMENT
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:
• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung
• Kostensteilen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung
• Controlling-System
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.
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28
13. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I. S. D. § SA 5GB VIII ':" '
SCHULUNG
Erkennen
• Die Leitung der Einrichtung ist Gefährdungsrisiko
bezüglich der Thematik zu schulen,
• Das Wissen ist durch jährliche
Information
Schulungen an die anderen DOkumentation erfahreneGefährdungsrisiko ....Mitarbeiter weiterzugeben, Fachkraft
(Leitung)
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)
./
" Risiko "
<. " ausgräumt / / - ---- - +-----. • Körperliche und seelische Gewalt
• Emotionale und körperlich Nein
gesundheitliche Vernachlässigung
Dokumentation Gespräch mit
• Sexueller Missbrauch Gespräch .... Erziehungs
• Versagung entscheidender existenzi berechtigten
eller Entwicklungschancen
/ Y,.INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT
Risiko " /
, , ausgräumt
~........ . ....
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene "' -"
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung Nein
und Einschätzung einer KindeswohIgefähr Hilfe- und Hinwirken auf
dung helfen , Es findet bis zum Abschluss des Beratungsplan Inanspruchnahme
von Hilfen
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not Ja
wendig auch im Gespräch mit den Eltern,
Dokumentation eratungsplader Schritte eingehalten?
Ja
Ja
Dokumentation eratungspla Neinerfolgreich
Nein
Dokumentation Ja Jugendamt
informieren
Ende
29
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS
Streich- und
Lebensmittel, die Kochfette
viel Stärke
Fleisch, Wurst und enthalten, wie
Fisch Getreideprodukte
und Kartoffeln
Milch und
Milchprodukte
Getränke (Wasser)
Gemüse und
Obst Hülsenfrüchte
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam - sie sind gesund.
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH
SAN IT ÄRAUSSTATTUNG
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö
sung zu versehen.
WARTUNG UND PflEGE
Die TOilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle
und Pflege wird dokumentiert.
WICKElBEREICHE
Die Wickel bereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter haben
nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine Ver
fahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.
30
BE- UND ENTlÜFTEN
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden
Zeitnah in Stand gesetzt.
TRINKWASSERHYGI ENE
LEGION ELLEN PROPHYLAXE
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen ird, bei
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu ver eiden .
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt .
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus dene Trink
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jede dritten
Tag benutzt oder alternativ gespült werden.
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverod ugn
jährlich durchgeführt.
ERSTE HILFE
ERSTE-H ILFE-INVE NTAR
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor :
• Verbandskasten nach DIN 13157 "Verbandskasten C"
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen . Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verban so ver
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hä e
gründlich gewaschen und desinfiziert.
REINIGUNG KONTAMINIERTER flÄCHEN
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verw ndung
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Fläche nochmals desinfizieren .
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von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend ird die
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NOTFALLKONTAKTE N
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Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge c
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hängt :
Polizei
31
.. Feuerwehr
Ärztlicher Bereitschaftsdienst
• Giftinformationszentrum
• Kinderarzt
KÜCHE
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so
wie über Lebensmittelhygiene geschult.
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIENE
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen
tiert:
.. Messung der Kühlschranktemperatur
c) Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch)
o Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan
Kontrolle auf Schädlinge
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.
HANDHYGIENE
Hände sind wie folgt zu waschen:
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.
B. Vor und Nach:
Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes
Verabreichen von Medizin
Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.
C. Nach:
Windelwechsel
Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang.
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi
schen des Mundes oder von Wunden.
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.
Berühren von Tieren. C
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.. Spiel im Sandkasten Cl...
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• Reinigung und Handhabung von Müll C
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·00• Berühren von Geld >
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• Handhabung von verschmutztem Geschirr N
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rnDiese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. c
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Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal
handtücher verwendet.
32
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.
FLÄCHENREINIG UNG UND DESI N FEKTION
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werde täglich
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal
fall ausreichend.
AUßENANLAGEN
Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Ma nahmen
ferngehalten .
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht.
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEI5UNG BEI HOHEN TEMPERATUREN
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen au deutlich
über 30 oe. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark a fheizen
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tage ,an
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wi möglich
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet:
• Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räu
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä
den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst ur
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhinde n.
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räume
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern.
• Wenn die Temperatur über 30 oe im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sin dann
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausc zu c
~schaffen. ::!.... rn• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 oe haben, sind Schia Iterna '
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0.tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Sc E
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che auch für über Dreijährige zu halten. I
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• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.
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o • Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken e innert I
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werden sollen, gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste - z .B. halbstündliche - "Trinkrunden" zu ma .c
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chen sind . c
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Q)Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wa ser ein
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• 3: cgeleitet werden. rn
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• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei C
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ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem W sser in ~
einem Eimer ertrinken können. 1ii >
(Y)• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mütz In tra
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gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, g f. auch tl.O
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cam späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Ab~r auch hier gilt : nur im scha.tten spi, len! <t
Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge•
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.
33
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen . Für den Auf
enthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein sollte, ungeeignet.
• Auch bedeckte KörpersteIlen sollen eingecremt werden.
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tempera
turen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung durch abholbe
rechtigte Personen einzuleiten.
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.
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Anlage 1.5 Auswertungsformular_Step Kids
5180 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide Name und Adresse des Trägers: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 15 Kindertageseinrichtungen (Schwerpunkt in NRW), acht weitere Kindertageseinrichtungen werden bis Sommer 2018 eröffnet - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Stepke beschäftigt zur Zeit ca. 300 Mitarbeiter/-innen, - Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe – der größte private Bildungs- anbieter Nordeuropas - Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum - Konzeptionsschwerpunkte z.B. Musik, Bewegung, Natur - Bilingualität durch Native Speaker in allen Einrichtungen - Alltagsintegrierte Sprachbildung (Situationsansatz) - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Individuelle Arbeit mit jedem Kind anhand dessen Bedarf - Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration - Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) - Einsatz von multiprofessionellen Teams - Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Bereich (Kinderparlament, Einbezug bei Stuhlkreisen) - Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mitarbeiter/-innen zur Fortbildung zu ak- tuellen Themen - Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Kitabus im Rahmen der Brückenprojekte für Flüchtlingskinder 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wenn möglich: Einrichtung einer Frischkostküche - Ganztägiges freies Angebot von Obst / Gemüse und Wasser - Regelmäßiges Schwimmen - Regelmäßige Wald- und Wiesentage - Entspannung in Form von Ruhephasen und Rückzugsorte durch gezielte Ausstattung der Räume 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Kitaleitungen sind angehalten den Sozialraum zu prüfen und Optionen zu nutzen - Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen geplant - Zusammenarbeit mit Schule ist von Seiten des Trägers erwünscht - Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeiter/-innen und Lehrpersonal an den Schu- len um die Vorschulgruppen an den Bedarfen der Schule auszurichten - Regelmäßige Kontakte zu z.B. Polizei und Feuerwehr, Beratungsstellen, versch. Äm- tern etc. - Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert, um guten Übergang in die Kita zu schaffen - Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden - Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellte Leitung, drei Vollzeitkräfte pro Gruppe - Interne Fortbildungsangebote durch die eigene Akademie für Mitarbeiter/-innen - Regionale Fachberatung für Münster - Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas umgesetzt - Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarbeiterumfragen - Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mitarbeiter/-innen zur Fortbildung zu ak- tuellen Themen - Bezahlung in Anlehnung an den TVöD - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter/-innen und auch Externe - Regelmäßige Angebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage - Bilingualität
3. Arbeiter-Samariter-Bund - Bewerbung
1573 Zeichen
AS Regionalverband Münsterland e.V. ASB-RV Münsterland e.V. - Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster Stadt Münster Gustav-Stresemann-Weg 62 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 48155 Münster Zentrale: 0251 / 2897 -0 Hafenstraße 30 Fax: 0251 12897 - 219 Ü Verwaltung: 0251 / 2897 - 100 48153 Münster Fax: 0251 / 2897-119 Mail: Info@asb-muenster.de Intemet: _ www.asb-muenster.de Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum 51 12 0022 0251-2897-301 26.04.2018 Sehr geehrte Damen und Herren, bezugnehmend auf unser Gespräch vom 20.04.2018 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide aufrechterhalten. Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 5 % zu übernehmen. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl gerne zur Verfügung. Freundliche Grüße SS Dirk Winter Geschäftsführer Bank für Sozialwirtschaft BIC: BESWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00 Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 Mreuen Steuernummer: 336 / 5754/4041 - IK-Nummer: 500 552 690 / (7) / Vorstand ($ 26 BGB): Andr& Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), IMIBARITATISCHEN Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt) WOHLFAHRIS- . “ \ PERBAND - eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 - Wir helfen hier und jetzt. a
4.1. FRÖBEL - Konzept
71329 Zeichen
FRÖBEL-Rahmenkonzeption 2., überarbeitete Auflage Impressum Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender), Alexanderstraße 9, 10178 Berlin Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich Satz und Grafik: LOVETO. Kommunikation, die bewegt. www.loveto.de Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden. Copyright FRÖBEL e. V. Oktober 2015, 2., überarbeitete Auflage Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung. Wir wünschen … … allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein - richtungen bei FRÖBEL bereichern. www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Seite 3 Inhalt FRÖBEL ................................................................................................................................................................................................................... 05 Kompetenz für Kinder ........................................................................................................................................................................ 05 Wie wir organisiert sind ...................................................................................................................................................................... 05 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel .................................................................................................................................. 07 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt ..................................................................................................................................... 08 Leitbild und Werte ................................................................................................................................................................................. 09 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte .................................................................. 09 Was Bildung für uns ist ........................................................................................................................................................................ 11 Beziehung als Prinzip .................................................................................................................................................................... 12 Individualisierung als Prinzip ................................................................................................................................................... 13 Partizipation als Prinzip ............................................................................................................................................................... 13 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit ............................................................................................ 14 Das pädagogische Profil von FRÖBEL .......................................................................................................................................... 16 Fachlicher Orientierungsrahmen .............................................................................................................................................. 16 FRÖBEL-Standards ................................................................................................................................................................................. 17 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung ....................................................................................................................... 17 Einrichtungsschwerpunkte ............................................................................................................................................................. 18 Umsetzung des pädagogischen Profils ............................................................................................................................... 19 Gestaltung des pädagogischen Alltags .................................................................................................................................... 20 Übergänge ................................................................................................................................................................................................. 21 Beobachtung und Dokumentation im Dialog ............................................................................................................... 23 Alltagsintegrierte Sprachförderung ........................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit der Grundschule ................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit Familien ..................................................................................................................................................... 25 Leitung und Team ................................................................................................................................................................................. 26 Kinderschutz ............................................................................................................................................................................................... 27 Ehrenamtliche im Alltag ................................................................................................................................................................... 29 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ...................................................................................................................................... 30 Qualität und Qualitätsentwicklung ................................................................................................................................................ 31 Fortbildung und Wissenstransfer ....................................................................................................................................................... 33 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung ........................................................................................................................ 34 Seite 5 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL Kompetenz für Kinder „Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er - wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst- bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie willkommen sind und im Mittelpunkt stehen. Chancengleichheit Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich - keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä- dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren Familien zu ermöglichen. Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil- habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent- wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter- schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten. à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14 Wie wir organisiert sind Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutschlands sowie in Australien, in der Türkei und in Polen. Gegenwärtig werden circa 12.500 Kinder von mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 145 Einrichtungen betreut. Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge - schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen Seite 6 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An - sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori- schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi- sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/ Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent - wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, Ehrenamt und Beschwerdemanagement. In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs - konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs - leitung. Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech- partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: www.froebel-gruppe.de Seite 7 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder- gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen - geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung. Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“. Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge - staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste. Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie - hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati- on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort- lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird. Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an - regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge - danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden. Seite 8 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah - men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält. Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich - tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver - fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi - schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge - bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt. LEITBILD EINRICHTUNGS- KONZEPTION RAHMEN- KONZEPTION Seite 9 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Leitbild und Werte Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro - zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort gemeinsam. Kinder Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor- ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse selbst gestalten. Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde - ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be - sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht. LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild Seite 10 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern und Familien Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge - borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda - gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“, S. 25 Pädagogische Fachkräfte Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver - schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied- lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach - kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor- derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach - kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33 Seite 11 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um- gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi - ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs - prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de - nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten. Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum- liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso - nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu - wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons- tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- stützen. Seite 12 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom- plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. ▲ Beziehung als Prinzip ▲ Individualisierung als Prinzip ▲ Partizipation als Prinzip Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre - chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind dabei bedeutsame Faktoren. ▲ Beziehung als Prinzip Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon- takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick - lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu - tenden Beziehungsaufbau. In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be - dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun - gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger wichtig sind. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein - sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag - fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen Seite 13 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen des sozialen Miteinanders erleben können. ▲ Individualisierung als Prinzip Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien - tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi - schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die Gründe dafür. Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be- dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro - zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt. ▲ Partizipation als Prinzip Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele- genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin - gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder- tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten. Seite 14 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er- weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago - gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und (biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis - kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd - agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent - sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte Betreuung. Sozioökonomische Vielfalt Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono - mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä - dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts - beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert. Seite 15 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Kulturelle und religiöse Vielfalt FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul - turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennenlernen können. Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in - terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för- dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrsprachigen Büchern. Kinder mit besonderem Förderbedarf Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti - ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent - wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un - terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten. In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor - malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder. Geschlechtssensible Pädagogik Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts - entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her - auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Erfahrungen erleben können. Seite 16 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Das pädagogische Profil von FRÖBEL Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge - kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen - gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus - prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. Fachlicher Orientierungsrahmen Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu. Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs - bereichen für uns als überregionale Orientierung: ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit ▲ Natur und kulturelle Umwelten Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge - setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den Bildungsprogrammen zu stärken. Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon - zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL. Seite 17 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda - gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni- ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk- te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi - pation und Individualisierung. FRÖBEL-Standards Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti - sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun - desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts- themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. Zu den FRÖBEL-Standards gehören: ▲ Zusammenarbeit mit Familien ▲ Gesunde Ernährung ▲ Übergänge ▲ Ausstattung ▲ Beobachtung und Dokumentation ▲ Beziehung ▲ Individualisierung ▲ Partizipation ▲ Qualitätsentwicklung FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd- sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 18 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge- meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder - gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer - den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein- tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi - alen Situation der Familie. Einrichtungsschwerpunkte Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein - richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu - ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge - meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und gelebtes Einrichtungsprofil. Seite 19 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umsetzung des pädagogischen Profils Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram - men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan - dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog (NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago - gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua - lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren. Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver - schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda - gogischen Fachkräfte zur Verfügung. In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif - tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den Einsatz in der Praxis. Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär - ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen. Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede - nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene pädagogische Schwerpunkte zu leben. 2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 20 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gestaltung des pädagogischen Alltags In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle - xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. Offen sein In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge - hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. Tagesstruktur Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant - wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie- rung und Struktur bieten. Zeit für Entwicklung Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat - tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu beschäftigen, die es interessieren. Seite 21 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gruppen von Kindern Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon- tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge - wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen Bildungsthemen gestaltet werden. Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh - men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene Möglichkeiten und Grenzen erproben. Offene Räume Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei - nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst. Übergänge Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über - gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst genommen und professionell begleitet. Eingewöhnung Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet. Seite 22 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin - dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages- einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels- weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa - milien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen. Übergang in die Grundschule Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin - dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu - tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die Schule und auf das Leben vorbereiten. Seite 23 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre- gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun - gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der Grundschule“, S. 24 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn- tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin - nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr. Beobachtung und Dokumentation im Dialog Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes - sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel - mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden. Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner - kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro- zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder folgen. Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Seite 24 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu - sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen. Alltagsintegrierte Sprachförderung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge - samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor - bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier - ten Sprachförderung. Zusammenarbeit mit der Grundschule Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an - gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen der Umgebung. Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen Fachkräften stattfindet. Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen. Seite 25 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Zusammenarbeit mit Familien Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens - voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs- kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami - lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher Teil des Geschehens sind. Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar - tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli - ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro- chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs - personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen Seite 26 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente des Alltags sichtbar gemacht. Beteiligung von Familien Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All- tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29 Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge - meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir - kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema - nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä- rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. Leitung und Team Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit - arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä - dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten. Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech - te, wie sie im Leitbild formuliert sind, kennenzulernen und zu leben. Bei Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht. Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus - tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht. Seite 27 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin - derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien - tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge - fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin - derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän- digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an. Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich- tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For - derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig Seite 28 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken - nen und umzusetzen. Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge - schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin - dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes- sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen und ihnen Sicherheit bieten. Präventiver Kinderschutz Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen werden oder unbekleidet umherlaufen. Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti - ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver - ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen. Seite 29 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umgang mit Beschwerden Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich - keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern. Ehrenamtliche im Alltag Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf - fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen. Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich - tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben. Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde- ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei- se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor. Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk- turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, Kindergärten und Horte integriert. Seite 30 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Vereinbarkeit von Familie und Beruf Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü - che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer - den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. Kooperationen mit Unternehmen Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Seite 31 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Qualität und Qualitätsentwicklung Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein- samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan - dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter - entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. Interne und externe Evaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015 3). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge- hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per - sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand- buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda - gogischen Arbeit. 3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. 4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden - bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren (3., Auflage). Berlin: Cornelsen. Seite 32 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in - nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück - meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän- derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen. Seite 33 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Fortbildung und Wissenstransfer Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter - essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi - schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech- nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis - senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln. Seite 34 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen. Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago - gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange - bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein - richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä - dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi - fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach - kräfte erweitern. Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä - ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen. FRÖBEL e.V. Alexanderstr. 9 10178 Berlin info@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de
6. Step Kids - Bewerbung
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GR Richtig gute Kia. Step Kids KiTas gGmbH « Am Friedrichshain 22 « 10407 Berlin Step Kids KiTas gGmbH Stadt Münster Am Friedrichshain 22 48 127 Münster nor kein Tel.: 030 209 271 71 Fax: 030 420 259 35 www.stepke-kitas.de Brit Linde Standortakquise Berlin, 1.5.2018 Verbindliches Angebot für Übernahme der Trägerschaft einer Agruppigen Kindertagesstätte in Wolbeck an der Petersheide Ausschreibungsnummer: 02/2018 Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft, für die 4gruppige Einrichtung in Wolbeck, entsprechend Ihrer Ausschreibung. Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses Angebot maßgeblich und verbindlich. Den festgesetzten Trägeranteil von 9% gemäß KiBiz wird Stepke bei dieser Agruppigen Einrichtung in vollem Umfang übernehmen. Stepke verzichtet weiterhin auf das Erheben von zusätzlichen Elternbeiträgen in Münster, mit Ausnahme des Essensgeldes. Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung. Mit freindlichen Grüßen Dr. Kurt B Geschäftsführer Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Registergericht: Amtsgericht Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Charlottenburg, HRB 149735 B Steuernummer: 29/026/63024 10407 Berlin
6.3. Step Kids - Broschüre
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Bausteine für die Zukunft Stepke-KiTas Wir machen KiTa. Richtig gute KiTa. Stepke-KiTas Wir machen KiTa. 2 Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns, Ihnen in dieser Broschüre unser innovatives Stepke- Konzept vorzustellen. Als bundesweit tätiger Träger setzen wir auf modernste Einrichtungen mit einem besonderen Raumkonzept und einer hervorragenden technischen Ausstattung. Unser Erfolg beruht auf unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser anspruchsvol - les pädagogisches Konzept umsetzen. So geben wir Kindern die besten Startvoraussetzungen mit optimalen Bildungschancen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die besonderen Merkmale unseres Konzeptes sind: 1. ein hoher Personalschlüssel, 2. täglich frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, 3. ganztägig bilinguale Betreuung, 4. Schwimmen, 5. eigene Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher in der Stepke Akademie. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir neue Wege und verwirklichen gerne Ihre individuellen Ideen von Kinderbe - treuung. Lassen Sie sich von unserem zukunftsweisenden Konzept begeistern und gehen Sie den Weg gemein- sam mit uns. Herzlich willkommen bei Stepke Ihre Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer Johannes Nagel Geschäftsführer Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung 3 Unsere Leistungsvielfalt Vorwort 2 Grundsätze unserer Pädagogik 4 Best-Practice Modelle 8 Situationsansatz 9 Emmi Pikler 10 Montessori-Pädagogik 12 Reggio-Pädagogik 14 Waldpädagogik 16 Unsere Einrichtungen 18 Bilinguale Erziehung 22 Vorschule 23 Gesunde Ernährung 24 Schwimmunterricht 26 Weitere Highlights 28 Service 30 Übernahme von Trägerschaften 32 Stepke-Betriebs-KiTas 34 Für Kommunen 36 Mobile KiTas 38 Stepke Akademie 40 Unsere Standorte 42 Impressum 43 Kontakt 44 Inhalt 4 5 Das Kind als Person Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst. Deshalb sehen wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Wir unter- stützen es darin, sich gesund zu entwickeln, seine Interessen und Begabun- gen zu finden, Neues zu lernen und seinen ganz eigenen Bildungsweg zu gestalten. Mit einer lernfördernden und anregungsreichen Architektur und Gestaltung der Räume unserer Einrichtungen unterstützen wir aktiv den Selbstbildungs-Prozess der Kinder. Alle Stepke-Einrichtungen haben vielfältige und anregende Lebens-, Lern-, Bewegungs- und Erfahrungsräume, in denen sich die Kinder sicher und geborgen fühlen und enge Bindungen zu Erwachsenen und anderen Kindern aufbauen können. Um alle Sinne der Kinder anzusprechen und zu aktivieren, umfassen unsere Angebote folgende Aspekte: • gesunde Ernährung, • Spiel und Spaß, • bilinguale Erziehung, • Bewegung und Schwimmen, • Musik und Kunst, • Natur und Technik, • Partizipation, • Vorschule. Bei unserer gesamten Arbeit betrachten wir Familie und Kindertageseinrichtung als sich ergänzende und eng miteinander verbundene Partner in der Lebenswelt des Kindes. Der Dialog mit den Eltern ist uns darum beson- ders wichtig. Mit regelmäßigen hausinternen Veranstaltungen bieten wir Räume zur Begegnung und ein von den Eltern geschätztes Forum für gemeinsamen Austausch. Grundsätze unserer Pädagogik 6 Bausteine unseres Konzepts 7 täglich frisch gekochte Vollverpflegung eigenes Vorschul- konzept Musik & Kunst ganztägige Bilingualität regelmäßige Wald- & Wiesen- wochen Schwimmen/ Psychomotorik Vermi�lung von Werten Das Kind im Fokus 8 Best-Practice- Modelle In allen Stepke-KiTas arbeiten wir gemäß bewährter und bekannter pädagogischer Ansätze. Die Teams in unseren Häusern sehen es als ihre Aufgabe an, unsere Konzeption regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Bedingungen und Strukturen anzupassen. So gelingt „Richtig gute KiTa.“ 9 Situationsansatz „Lernen in konkreten Situationen“ Kinder haben eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte aus eigenem Antrieb heraus. Gemeinsam entwicklen wir die Fragen und Ideen der Kinder mit Bezug auf ihre Lebens- welt weiter. Dadurch können wir die Kinder in ihrem Entwicklungspotenzial in konkreten Situationen verstehen; und die Kinder lernen, ihre Lebenswelt selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Orientierung an demokratischen Werten In unserer täglichen Arbeit unterstützen wir die Kinder in ihrem Streben nach Weiterentwicklung durch verlässliche Beziehungen, durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Sachkompetenz. Regelmäßige Kinder- konferenzen und tägliche Morgenkreise ermöglichen es, die Belange der Kinder und ihre Anliegen aufzunehmen und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Auch unsere pädagogischen Ziele von Autonomie, Solidarität und Kompetenz orientieren sich stets an demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen. 10 11 Pikler-Pädagogik „Tastend, behutsam und feinfühlig“ Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler wusste bereits in den 1930er Jahren, was aktuelle Forschungen bestätigen: Die ersten Erfahrungen, die ein Baby macht, sind unheimlich wichtig – und die meisten Erfahrungen sammelt ein Säugling, wenn er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Damit ist schon die Pflege des Kindes ein wichtiger Teil der Erziehung und des Aufbaus zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Kleinkind fühlt einen liebevollen Umgang durch Hände, die es „tastend, behutsam und feinfühlig“ pflegen. Es wird sich entspannen und sofort gut aufgehoben fühlen. Pflege ist Kommunikation Ob wickeln, waschen oder füttern: Durch den hohen Personalschlüssel in unseren Stepke-KiTas können wir jedem Kind unsere ungeteilte Aufmerk- samkeit schenken. Es erlebt Pflege als eine intensive zwischenmenschli - che Begegnung, an der es aktiv beteiligt ist. Jede Handlung wird sprachlich begleitet und das Kind spürt: „Ich werde wahrgenommen.“ So entstehen von Beginn an vertrauensvolle und entwicklungsfördernde Beziehungen zwi- schen dem Kind und seinen Bezugserziehern. 12 13 Montessori-Pädagogik „Folge dem Kind, es wird Dir seinen Weg zeigen!“ Ein Kind kann in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen – dies ist ein wichtiges Prinzip der Montessori-Pädagogik. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein zentrales Motto dieses entwicklungspsychologi - schen Ansatzes der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 bis 1952). Sie erwarb als erste Frau den Doktortitel der Medizin, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und entwickelte zunächst für Kinder mit geistiger Behinderung didaktische Materialien, mit denen diese erheblich gefördert werden konnten. Später übertrug sie ihr Konzept auf Kinder ohne Behinderung. Ihre Methode zeichnet sich dadurch aus, in einer didak- tisch vorbereiteten Umgebung die gesammelte, polarisierte Aufmerksamkeit des Kindes und damit seine Selbst- ständigkeit zu wecken. Dazu benutzte Maria Montessori besonderes pädagogisches Spielzeug („Montessori- Material“) sowie Übungen und Spiele. Kernstück ist die Freiarbeit Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, denn: In einer Umgebung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse und entwicklungspsychologischen Phasen abgestimmt ist, erwerben Kinder sehr viel Konzentra - tionsfähigkeit, Sozialverhalten und Handlungskompetenz. In Einrichtungen, die sich an Montessori orientie - ren, entscheidet jedes Kind selbst, mit welchen Arbeits- oder Spielmaterialien es sich beschäftigen möchte. Es bestimmt weitgehend selbst den Rhythmus und die Dauer seiner Beschäftigung und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder forschen, entdecken, toben, träumen oder kreativ sein möchte. Diese freie Entscheidung führt zu einer inneren Selbstdisziplin, die nicht von außen beeinflussbar ist. Besucher bewundern nicht selten die ruhige und entspannte Atmosphäre in der Freiarbeit in unseren Stepke-KiTas. Uns geht es darum, das Kind zu achten und zu respektieren, es als eigenständigen Menschen zu sehen, ihm Raum zu geben und ihm dabei zu helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. In allen Stepke-KiTas erhalten schon die Jüngsten die Gelegenheit, den eigenen Impulsen und Lernbedürfnissen zu folgen und ihren individuellen Lernweg zu gehen. So ist in unseren Einrichtungen schon der Alltag das Besondere. 14 Reggio-Pädagogik „Hundert Sprachen spricht ein Kind“ Viel Raum für den Forscherdrang der Kinder bietet die Reggio-Pädagogik, die von der UNESCO als weltbeste Vorschulpädagogik ausgezeichnet wurde. Die Erziehungsphilosophie ist in den kommunalen Kindertagesstätten der norditalienischen Stadt Reggio Emilia seit den 1960er Jahren entwickelt worden. Kinder werden als Forscher und Entdecker gesehen, von Geburt an neugierig, wissbegierig, kreativ, aktiv – und unermüdlich in ihrem Tun. Dabei verknüpfen sie Neues mit ihren bisherigen Erkenntnissen und erweitern auf diese Weise ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Kinder sind Schöpfer ihrer eigenen Entwicklung, sie sind Konstrukteure ihrer persönlichen Wirklichkeit. Der Raum als Erzieher In Anlehnung an die besondere Rolle der Architektur in der Reggio-Pädagogik haben unsere KiTa-Räume viel Licht und helle Farben, es gibt Pflanzen und Spiegel, die das Spiel mit der eigenen Identität ermöglichen, ein „Atelier“, Bühnen, Podeste, Bewegungsräume und „Denk“-Ecken. Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkei- ten zum Wahrnehmen, Gestalten und Experimentieren – bis hinein in den Waschraum: Hier finden sich Röhren, Gefäße, Siebe, Spiegel sowie Gegenstände, die untergehen oder schwimmen. Außerdem stellen wir den Kindern vor allem Material und Werkzeug zur Verfügung: Draht, Lehm, Holz, Gips, Farben und Papier, Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren. In unseren Stepke-KiTas fördern und unterstützen unsere Pädagogen sehr aufmerksam die kindliche Ausdrucksvielfalt. Denn Kinder haben „hundert Sprachen“, in denen sie denken, entdecken und ihre Geschichten erzählen. 15 16 17 Waldpädagogik „Frei von Lärm und Stress“ Böschungen, die von Wurzeln durchsetzt sind, Schlaglöcher in den Waldwegen, die sich bei Regen in kleine Seen verwandeln, umgestürzte Bäume, auf denen man klettern und wippen kann. Harte, steinige und weiche, mit Moos und Laub bedeckte Böden – alles echte Herausforderungen. In der Natur können Kinder (wieder) lernen, sich natürlich zu bewegen. Wälder und Wiesen bieten eine Fülle von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Berührungsempfindungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder passen sich dem unebenen Gelände an, hangeln sich hinauf, kugeln sich hinunter, balancieren, krabbeln, kriechen, waten. Das kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung. Das entwickelt die motorische Geschicklichkeit und die kognitiven Fähig- keiten. Die frische Luft stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die Stille im Wald differenziert das Wahrnehmungsvermögen und fördert innere Ruhe und Konzentration. Kreativ ohne vorgefertigtes Spielzeug Die spielzeugfreie Umgebung regt die Kreativität der Kinder an und unterstützt ihren Forscherdrang und ihre Selbstständigkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher führen deshalb regelmäßig Waldtage durch, planen ganze Waldwochen sowie besondere Naturprojekte für die Kinder und fördern damit ihre körperliche Robustheit, ihre Sportlichkeit und ihre Kreativität. Gemeinsam sammeln die Kinder unvergesseliche Naturerfahrungen, egal bei welchem Wetter! 18 Ein persönliches und modernes Raumkonzept In den Kindertageseinrichtungen der Stepke-KiTas spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Alle Einrichtungen sind gemäß unseres pädagogischen Konzeptes ausge - stattet. Unsere Erzieherinnen und Erzieher erfüllen in ihrer täglichen Arbeit die hohen Stepke-Standards, denn eine qualitativ hochwertige und an neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Praxis ausgerichtete Erziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit. Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindli - chen Lernens. In klar definierten Bereichen erhalten die Kinder bei uns genau die Orientierung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausge - richtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und genau deshalb laden sie die Kinder von Beginn an ein, die Welt zu erkunden. Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit ihrer Bezugserzieherin bzw. ihrem Bezugserzieher nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet, durch das die Kinder selbst zu den Wickelplätzen hochklettern können. Die Waschgelegenheiten grenzen unmit- telbar an, die Regale sind so ausgerichtet, dass alle Pflegeutensilien für die Erzieherinnen und Erzieher direkt in Griffweite sind. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, sodass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand möglich sind. Die Schlaf- und Ruheräume befinden sich in einem ruhigen und ungestörten Bereich innerhalb der KiTa. Sie sind mit Teppichen und Vorhängen ausgestattet, haben Fenster zur natürlichen Belüftung, eine dimmbare Beleuch- tung und ein Farbkonzept, das Ruhe ausstrahlt. Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafplatz. Die großzügigen Gruppen- und Aktionsräume verfügen über Spiegelwände, Snoezelen-Effekte und Rückzugsorte in Form von kleinen Höhlen und Nischen. Unsere Einrichtungen 19 KiTa HannaLegoranTo – Werder KiTa Matschpiraten – Köln KiTa Walnussweg – Köln KiTa Tal-Strolche – Wuppertal 20 21 22 Früh Englisch lernen Wir arbeiten nach der Immersi - onsmethode: Das Kind „taucht“ sozusagen völlig automatisch in eine zweite Sprache ein, denn es kommt täglich mit ihr in Berührung und wird mit ihr vertraut gemacht. Unser Ziel ist es, dass eine Englisch sprechende Fachkraft in jeder Gruppe die Kinder im Kindergartenalltag begleitet. Sie bietet die gleichen Aktivi - täten an wie die Deutsch sprechenden Kollegen - dabei spricht sie nur Englisch. Auf diese Art und Weise erfährt das Kind nicht nur die pädago - gischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch Englisch und geht wie selbstverständlich mit der Sprache um. Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser lernt es sie. Studien haben gezeigt, dass Kinder, wenn sie eine Sprache vor Vollendung des vierten Lebensjahres lernen, diese mit dem gleichen Teil des Gehirns lernen, mit dem sie auch ihre Muttersprache lernen. Weiterhin haben junge Kinder keinerlei Hemmungen und imitieren ganz natürlich die Aussprache der Native Speaker. Eine frühe Mehrsprachigkeit ist zudem mit weiteren, indirekten Vorteilen verbunden: Die Kinder entwickeln ein größeres Selbstvertrauen und ein gestärktes Bewusstsein für andere Kulturen. Bilinguale Erziehung 23 Für einen guten Schulstart Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit vor der Schule. Nach den Grundlagen der Konzep - tion kann sich die „Vorschulförde - rung“ nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkei - ten, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlrei- che wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge, zum Beispiel innerhalb unserer intensiven Waldwochen, sowie gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen Projektgruppen ist es uns möglich, kompetente Ansprechpart - ner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem ausführlichen Entwicklungsgespräch teilen wir den Eltern unsere Beobachtungen rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Beim Verlassen der KiTa erhalten die Kinder ihre Bildungsdokumentation in Form ihres Portfolios sowie eines Abschlussberichtes. Wir setzen uns in allen Einrichtungen engagiert dafür ein, dass die Kinder die besten Voraussetzungen für den Start in der Schule haben. Vorschule 24 25 Auf dem Weg zu FIT KID In unseren Stepke-KiTas sollen die Kinder vom ersten Tag an alles bekom- men, um sich optimal entwickeln zu können. Dazu gehört eine gesunde und natürlich schmackhafte Ernährung. Wir legen großen Wert auf das Leben einer ästhetischen Tischkultur und vermitteln den Kindern schon früh, wie wichtig die sozialen Aspekte des gemeinsamen Essens sind. Von Köchen ernährungsphysiologisch und kindgerecht zubereitete frische Mahlzeiten und Snacks gehören deshalb für uns zur gesunden „Rundum-Verpflegung“ der Kinder, denn KiTas tragen aufgrund ihres Mahlzei - tenangebotes zur Bildung des Ernährungsverhaltens von Kindern bei. Sie bieten somit die Möglichkeit, von Anfang an den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu legen. Um langfristig ein ernährungs- physiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot sicher zu stellen, haben wir begonnen, unsere KiTas von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen bereits für eine Einrichtung eine FIT KID-Zertifizierung erhalten. Natürlich gibt es aber auch mal Pommes Frites oder Schokoladen-Pudding. Was ist FIT KID? Im Rahmen der Zertifizierung werden folgende Kriterien überprüft: • Lebensmittel: Mittagsverflegung (optimale Lebensmittelauswahl und Anforderungen an den Speisenplan), • Speisenplanung und -herstellung: Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpfle- gung, Gestaltung des Speisenplans, • Lebenswelt: Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder (z.B. Essatmosphäre oder Essenszeiten). Die zertifizierte Verpflegung ist an diesem Logo zu erkennen: Gesunde Ernährung 26 Schwimmen lernen Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, viele kleine „Seepferdchen” auszubilden. Von Beginn an gewöhnen wir die Kinder spielerisch ans Wasser, sodass sie nach und nach völlig angstfrei mit diesem Element umgehen. Nicht schwimmen zu können, ist nicht nur lebensgefährlich für die Kinder. Es bringt sie auch um eine wunderbare Bewegungserfahrung. Denn Schwimmen schult den kompletten Bewegungsapparat und das Koordinationsvermögen. Früh mit Wasser und dem Schwimmen in Kontakt gebracht, werden die Kinder zu richtigen „Wasserratten“, die unheimlich stolz ihr erstes Schwimmabzeichen präsentieren. Und wer dann noch verschiedene Schwimmarten beherrscht, wird zum Star im Freibad – das gibt Selbstvertrauen! Großer Spaß für kleine „Wasserratten“ 27 28 Weitere Highlights Frisch aus dem eigenen Garten Die Stepke-Gärten in unseren Einrichtungen laden die Kinder zu sinnli - chen Erfahrungen ein: Eine Kräuterspirale, ein Tastpfad sowie Nutzbeete regen alle Sinne an und ermöglichen es darüber hinaus, jahreszeitlich bedingte Veränderungen zu beobachten, Pflanzen zu pflegen und Früchte zu ernten. Kinder brauchen besonders gute Bildungseinrichtungen Lerncomputer Eigenständigkeit, Experimentieren und Auseinandersetzung mit Neuen Medien sind Voraussetzung für verstehendes Lernen. Im Bereich der Medienkompetenz lernen die Kinder, sich in einer medial geprägten Welt zu orientieren, auszutauschen und sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. In unseren Gruppen finden die Kinder Lerncompu- ter, die unter Begleitung regelmäßig zum Einsatz kommen. 29 Aktionen Bei uns ist immer etwas los. An jahreszeitlichen Festen wie z.B. St. Martin werden Laternen gebastelt und erste haptische Erfahrungen mit Kleister und verschiedenem Kreativmaterial gemacht. Aber auch an Weihnach - ten, Nikolaus, Karneval und Ostern ist immer viel los in unseren KiTas. Sommerfeste, Basare oder Flohmärkte verbinden zudem immer wieder die Elternschaft mit dem KiTa-Alltag. Werkzeuge für die Kreativität In allen Stepke-KiTas sind die Angebote und vorbereiteten Umgebungen auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmt. Ob beim Sandmalen am Lichttisch, „Sich-Ausprobieren“ an Musikinstru - menten, Arbeiten an der Werkbank oder dem großflächigen Malen an Malstaffeleien bieten wir den Kindern in „natürlichen“ Lernsituationen täglich zahlreiche Herausforderungen und jede Menge Möglichkeiten für kindliches Forschen. 30 31 Wir für Sie In unseren KiTas bieten wir Platz für Austausch. Auch übergreifende Angebote für den Sozialraum wer- den immer gerne in Anspruch ge- nommen. Kindergeburtstag Unsere qualifizierten Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter gestalten in unseren KiTas individuelle Geburtstagspartys zu den Themen „Hexen und Hexenmeister“, „Ritter und Prinzessinnen“, „Gespenster“, „wilde Piraten“, „Elfen und Feen“ für Kinder zwischen drei und zehn Jahren. Krabbelgruppen Wir bieten Eltern aus dem Stadtteil an unseren Standorten die Möglich - keit, sich miteinander auszutauschen. Die Kinder können bereits erste Kontakte zu gleichaltrigen Kindern knüpfen. Erziehungsberatung Wir bieten eine niederschwellige Beratung in unseren Elterncafés an. Durch die Vereinbarung von Einzelgesprächsterminen durch unsere qualifizierten Hausleitungen unterstützen wir Eltern auch in schwierigen Lebenslagen. Kurse und Aktionen Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikali - sche Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kur- se, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Service 32 Übernahme von Trägerschaften Soll Ihre KiTa eine Stepke-KiTa werden? Dann sind wir Ihr Ansprechpartner! Als erfahrener Träger sind wir an der Übernahme von KiTas interessiert und sind für Sie ein verlässlicher Partner im gesamten Übergabeprozess: Wir stellen sicher, dass bei einer Trägerübernahme die Interessen des ehemaligen Trägers, aber auch die Inter- essen von Eltern, Kindern und Mitarbeitern stets berücksichtigt werden und der Übergang für alle Beteiligten eine positive Erfahrung darstellt. Durch eine kompetente Unterstützung in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Pädagogik gehen wir auf die Ängste und Sorgen von Eltern und Mitarbeitern, die ein Trägerwechsel mit sich bringt, ein und schaffen Vertrauen für die Zukunft. Familien und Kinder sollen die Betreuung erhalten, die sie gewohnt sind und zu Recht erwarten dürfen. Unser erprobter Prozess der Übernahme der Trägerschaft macht es Einrichtungen leichter, eine Entscheidung zu fällen, mit der sich alle wohlfühlen. Bei Interesse oder Fragen zu diesem Thema kontaktieren Sie uns und fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an! Für Träger 33 34 Stepke-Betriebs-KiTas Im Zeitalter zunehmender Arbeitsbelastungen und sich verändernder Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern steigen die Anforderun - gen an die Kinderbetreuung. Junge Familien möchten Familie und Beruf in Einklang bringen; und Sie als Unternehmen können hier Unterstützung leisten und von einem eigenen Betreuungsangebot enorm profitieren. Denn: Eine Betriebs-KiTa erhöht nicht nur Ihre Attraktivität als Arbeitge - ber, sondern führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten, geringeren Personal- und Betriebskosten und entspann- teren sowie motivierteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stepke begleitet Firmen und Organisationen professionell und zielorientiert bei der Entwicklung und Realisie - rung individueller Betreuungslösungen. Wir suchen die für Ihr Unternehmen wirtschaftlich sicherste Lösung und stehen Ihnen mit festen Ansprechpartnern und professionellem Know-how in jeder Projektphase zur Seite. So wird die Kinderbetreuung zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. Vereinbaren Sie gerne noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns und wir besprechen gemeinsam die optimale KiTa-Lösung für Sie. Weitere Informationen finden Sie online unter www.stepke-bekita.de. Fordern Sie auch unsere Broschüre zum Thema Stepke-Betriebs-KiTas an. Für Unternehmen 35 36 KiTas als Wett- bewerbsfaktor Kinder- und Familienfreundlichkeit sind entscheidende Faktoren im Wettbewerb um Einwohner. Wo sich Kinderbetreuungseinrichtun - gen an die Bedürfnisse von Kindern anpassen und den hohen Qualitäts- ansprüchen der Eltern entsprechen, lassen sich gerade junge Familien gerne nieder. In Zeiten knapper Ressourcen ist es daher umso wichtiger, keine Einschnitte bei der Kinderbetreuung vorzunehmen, sondern gezielt in erfolgversprechende Projekte zu investieren, die Kind und Beruf eltern- freundlich realisieren lassen. So fördern Sie eine positive demografische Entwicklung. Unsere Stepke-KiTas arbeiten kunden- und mitarbeiterorientiert, ohne dabei betriebswirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren. Wir bereichern mit unserer Qualität die Trägervielfalt in den Städten. Wir arbeiten innovativ, schnell und unürokratisch mit allen beteiligten Ämtern zusammen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz schnell und angemessen zu realisieren. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Betreuungslösun- gen, die auf unserer Basis-Konzeption aufbauen und passgenau an den Bedingungen des jeweiligen Standortes ausgerichtet sind. Für Kommunen 37 38 Ein ganz besonderes Angebot Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunterkünften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden. Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Flücht - lingsunterkünften im Einsatz und bieten den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von unseren Pädagoginnen und Pädagogen geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lebensraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet, unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. So gelingt die soziale und sprachliche Integration direkt am Ort! Mobile KiTas 39 40 STEPKE AkademieAS Für Wissenshungrige Wir legen großen Wert auf die fach- liche Qualifikation und Fortbildung unserer Mitarbeiter. Deshalb haben wir als ständige Weiterbildungs - maßnahme die Stepke Akademie ins Leben gerufen. Regelmäßig können sich interne und externe pädagogische Fachkräfte in praxisnahen Workshops gezielt und themenorientiert neues Wissen aneignen – immer nach dem neuesten Stand aus Forschung und Praxis. Alle Dozenten und Workshopleiter verfügen über eine langjährige Erfah - rung in ihrem Arbeitsfeld und sind seit mehreren Jahren unsere Bildungs- partner und Berater. Die Stepke Akademie ist für unsere Mitarbeiter kostenfrei. Für Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter anderer Träger erheben wir eine Teilnahmegebühr. Stepke-Mitarbeiter können sich zudem einrichtungsübergreifend in extra für ihren pädagogischen Schwerpunkt eingerichteten Qualitätszirkeln regelmäßig austauschen, die stets von unseren Fachberaterinnen praxis - nah begleitet werden. Weitere Informationen unter: www.stepke-kitas.de/stepke-akademie Stepke Akademie 41 42 Unsere Standorte Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Nordrhein-Wes� alen KiTa Löwenherz – Köln-Ostheim KiTa Matschpiraten – Köln-Roggendorf KiTa Niehler Pänz – Köln-Niehl KiTa Walnussweg – Köln-Merheim KiTa Wichtelstadt – Köln-Nippes KiTa Zollstöckchen – Köln-Zollstock KiTa Samoastraße – Wuppertal-Langerfeld KiTa Tal-Strolche – Wuppertal-Barmen Berlin/Brandenburg KiTa Am Mauerpark – Berlin-Mitt e KiTa HannaLegoranTo – Werder an der Havel KiTa Tannenzapfen – Zeesen Weitere Standorte sind deutschlandweit in Planung. stepke-kitas.de/standorte stepke-kitas.de/standorte/kita-standorte-in-planung/ 43 Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Impressum Herausgeber Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Tel.: 030-420 259 29 info@stepke-kitas.de www.stepke-kitas.de Stand August 2017 Text und Redakti on Petra Karl, Frauke Schitt ek, Sabine Schollas Gestaltung und Produkti on Christi na Delikoura, Sabine Schollas Bildnachweis Titel: Wojciech Gajda/fotolia.com S. 3: silviebliss/pixabay.com S. 4: Petro Feketa/fotolia.com S. 6: Pexels, isakarakus, mcconnmama, amyelizabethquinn, paologhedin/pixabay.com Brian A. Jackson/shutt erstock.com Trinity Kubassek/pexels.com S. 8: w8lift ed/pixabay.com S. 10: dagon/pixabay.com S. 12: Antony_Wegener/pixabay.com S. 16: Unsplash/pixabay.com S. 19-21: Stepke, Georg Krause S. 22: Sergey Novikov/shutt erstock.com S. 24: Sergiy Bykhunenko/fotolia.com S. 27: Thommy Wong/piqs.de S. 28: omgimages/istockphotos.com S. 29: Alex77UK/pixabay.com S. 30: hadesdaiphat/pixabay.com S. 33: Pezibear/pixabay.com S. 35: Oksana Kuzmina/fotolia.com S. 37: Pexels/pixabay.com S. 41: Rawpixel/istockphoto.com Stepke ist Teil der AcadeMedia Gruppe 44 Richtig gute KiTa. Johannes Nagel Geschäftsführer j.nagel@stepke-kitas.de Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung f.schittek@stepke-kitas.de Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer k.berlin@stepke-kitas.de Kontakt Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder Fragen? Wir stehen gerne für ein persönliches Gespräch bereit.
6.2. Step Kids - Kinderschutzkonzept
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Stepke Schutzkonzept Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung 2 1 Inhalt Präambel ......................................................................................................................... 3 Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4 1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5 1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5 1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5 2. Datenschutz …………….. ................................................................................................ 7 3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7 Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8 Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9 Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11 Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12 Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13 Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12 Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13 Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14 Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16 3 Präambel Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐, Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommen. 4 Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. (2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. 5 1. Kinderschutzauftrag 1.1 Vorgehensweisen im Überblick 1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen 2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. 4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 1.2 Ausführungen 1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumen tation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen. Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sin d aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisier t die Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. 6 2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden ka nn, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächste ilnehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, di e nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberec htigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert. 4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem: die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. 7 Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ AS D sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und ‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. 3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. D azu wird ein erweitertes Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erf olgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}. 8 Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen • Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm • Anlage 1: Beobachtungsbogen • Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) • Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan • Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) • Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) • Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) • Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durc h Fachkräfte in Institutionen 9 Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm Verantwort- lichkeiten Eingabe (Input) Ablaufdiagramm Ausgabe (Output) MA L FK Arbeitshilfe des Paritätischen Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2: Interner Beratungsplan Regionale Datei Der Fachbehörde Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- Und Hilfeplan Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 1 Ausgefüllt Anlage 2 Ausgefüllt Anlage 3 ausgefüllt Verdacht auf Kindswohlgefährdung Schritt 1 Erkennen und Dokumentieren Von Anhaltspunkten Schritt 2 Information an Leitung Und Team Schritt 3 Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft Schritt 4 Gemeinsame Risikoabschätzung Gesprächsvorbereitung Schritt 5 Gespräch mit Eltern / anderen Sorgeberechtigten 10 Verantwort- lichkeiten Eingabe (Input) Ablaufdiagramm Ausgabe (Output) MA L FK Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen Im Hilfe-planverfahren Alle Dokumente Anlage 5: Inanspruchnahme der Fachbehörde vorbereiten Anlage 3 ausgefüllt und unter- zeichnet Anlage 4 Ausgefüllt / Gesprächs- protokoll Protokoll und Beschluss Anlage 5 Ausgefüllt und unterzeichnet Schritt 6 Aufstellen eines Beratungs-/ Hilfeplans = Zielvereinbarungen Schritt 7 Maßnahmen der Zielvereinbarungen erreicht Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten zur weiteren Stabilisierung der Situation und weitere Beobachtung Schritt 8 Gemeinsame Risikoabschätzung und Absprachen über das weitere Vorgehen Schritt 10 Weiterleitung an Fachbehörde mit zeitgleicher Benachrichtigung der Eltern 1 1 Anlage 1: Beobachtungsbogen Datum: Name: 1. Beobachtung: □ eigene Beobachtung Name: □ Kollege □ Kollegin Adresse: □ andere Eltern □ sonstige: Telefon: 2. Angaben zum Kind: Name: Alter: Adresse: 3. Angaben zur Familie: Name: Adresse: Telefon: Sonstiges: 4. Inhalt der Beobachtung: 5. Nächste Schritte: □ Überprüfung im Team □ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am: □ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am: ☐ sonstiges ………………………………………………………………………………………………………………………….. 12 Anlage 2: Interner Beratungsplan Datum: Name: 1. Beteiligte: □ Pädagogin □ Kollege/in □ Leitung □ externe Fachkraft □ sonstige: 2. Angaben zum Kind: Name: Alter: 3. Einschätzung: 5. Maßnahmen: Weitere Beobachtung durch: □ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am: □ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am: □ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle: (Datenschutz beachten) □ sonstiges: 1 3 Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan Datum: Name: 1. Beteiligte: □ Eltern / Sorgeberechtigte □ Pädagogin □ Kollege/in □ Leitung □ externe Fachkraft □ sonstige: 2. Angaben zum Kind: Name: Alter: ……………………………………………………………….. …………………………….……………………………………. Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte Vertreter/in der Einrichtung 3. Absprachen: 4. Zeitstruktur: 12 Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher: Datum: Name : Name des Kindes 13 Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten Datum: Name: 1. Angaben zum Kind: Name: Alter: 2. Wann wurde entschieden: 3. Wer hat entschieden: □ Eltern / Sorgeberechtigte □ Leitung □ Externe Fachkraft □ sonstige: 4. Informationsfluss: Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte ☐ per Post am: ………………………………………………….................................................................. ☐ per Telefonat am: …………………………………………………………………………………………….. ☐ per persönlichem Gespräch am: ………………………………………………………………………. ☐ sonstiges: …………………………………………………………………………………………………………. Durch: □ Pädagogin □ hinzugezogene Fachkraft □ Leitung □ sonstige: ……………………………………………………………………………………………………………………………….. Information der externen Fachkraft durch: □ hinzugezogene Fachkraft □ Leitung □ sonstige: 14 Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung im familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen. 1. Unser Leitbild Durch die grundlegenden Orga nisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart. Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. Es ist u ns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit einem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige und individuelle Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang mit den Kindern voraus. 2. Präventive Maßnahmen Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermöglicht Stepke Kitas die Teilnahme an Fort - und Weiterbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB. In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert. Weiterhin bi etet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an. 3. Grenzverletzendes Verhalten Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Ein schreiten bei übergriffigen Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Formen körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie Stigmatisierungen. Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl des Kindes sicher zu stellen. 15 4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage) 1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, bzw. werden diese durch andere Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger. 2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertreter n des Trägers zunächst intern eingeschätzt und auf Plausibilität geprüft. 3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt. 4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert. 5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des Opferschutzes, in Kenntnis gesetzt. 6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt. 7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei der Strafverfolgungsbehörde 8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. 9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert. 16 Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen vom Paritätischen 17 18 Notizen: 19 15 Stand: 01.03.2017 Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen stepke‐kitas.de Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Stepke-KiTas Zweigstelle NRW Wittener Straße 324 42279 Wuppertal Tel.: +49 202 281 943 0 Fax: + 49 202 281 943 19 f.schittek@stepke-kitas.de
Anlage A
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Anlage A zur V/0351/2018 Kurzüberblick Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide zu übertra- gen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens- jahr. Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe- treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf. Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah- ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn- wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for- ciert. Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung an der Petersheide und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0587/2017 beschlossen. Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide zu übertragen. Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung an der Petersheide wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla- nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Finanzierung Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Petersheide betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für August bis Dezember 2020 437.600 € und für 2021 ff. 1.062.600 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für August bis De- zember 2020 bei 258.184 € und für 2021 ff. bei 626.934 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0587/2017 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine haushaltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2019ff. erfolgt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita- ausbauplanung. Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi- gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli- che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As- pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich- tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirtschaftsstandort.
Beschlussvorlage
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V/0351/2018 V/0351/2018 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide Beratungsfolge 13.06.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 19.06.2018 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 04.07.2018 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 04.07.2018 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte fünfgruppige Kinderta- geseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide dem Kinder- und Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter- Bund Regionalverband Münsterland e.V. (siehe Begründung zu Ziffer 3). Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.08.2020 geplant. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leis- tungsvereinbarung) zwischen dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. und der Stadt Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 5% vereinbart. Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Fa. AKG Bau- und Entwicklungsgesellschaft GmbH und Co KG (Vermieter) und dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münster- land e.V. getroffen. II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Petersheide betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 23.05.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Westarp,Frau Kratz- Trutti, Frau Pohl Telefon: 492-5134 Westarp@stadt-muenster.de - 2 - V/0351/2018 für August bis Dezember 2020 = 437.600 € für 2021 ff. = 1.062.600 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 5,00% 4,00% 59,00% Aug. - Dez. 2020 2021 Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zuschuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zuschuss gesamt 5 6 7 5 6 7 ASB 21.880,00 17.504,00 258.184,00 53.130,00 42.504,00 626.934,00 III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0587/2017 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine haus- haltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2019ff. erfolgt. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0587/2017 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung in Wolbeck beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 2 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche Bedarfe nach einer wöch entlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsb e- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. - 3 - V/0351/2018 Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 15.03.2018 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 06.04.2018 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 15.03.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 16.04. und 04.05.2018 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 04.05.2018. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen neuen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschriebenen Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale des Trägers Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. - 4 - V/0351/2018 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuß) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 5,00% 4,00% 59,00% educcare 4,00% 5,00% 60,00% Fröbel 9,00% 0,00% 55,00% Kleine Ri e- sen Nord 9,00% 0,00% 55,00% Step Kids 9,00% 0,00% 55,00% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Petersheide betragen ab 2021 ff. 1.062.600 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2021 ff Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 ASB 5,00% 53.130,00 4,00% 42.504,00 59,00% 626.934,00 Educcare 4,00% 42.504,00 5,00% 53.130,00 60,00% 637.560,00 Fröbel 9,00% 95.634,00 0,00% 0,00 55,00% 584.430,00 Kleine Rie- sen Nord 9,00% 95.634,00 0,00% 0,00 55,00% 584.430,00 Step Kids 9,00% 95.634,00 0,00% 0,00 55,00% 584.430,00 Die Träger Fröbel, Kleine Riesen Nord gGmbH und Step Kids bieten den vollen Trägeranteil von 9% für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. Die Träger ASB und educcare bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. - 5 - V/0351/2018 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlic h- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD) getätigt wird. Der Träger: ASB Regionalverband Münsterland e.V. Der Träger betreibt seit April 2017 eine Kindertageseinrichtung am Carlo-Schmid-Weg in Kinderhaus, ab 2019 eine Einrichtung an der Regina -Protmann-Straße und ab 2020 eine Einrichtung in Alt Angel- modde. Der Träger betreibt zusätzlich in anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als f reier Träger der Kinder - und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentl i- chen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsve r- fahren zudem das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bes tandteil der pädagogischen Aufga- benstellung in einer Kindertageseinrichtung. Insgesamt werden im Stadtbezirk Südost Angebote des ASB ausgebaut. Zusätzlich ist außerdem die Übernahme einer Trägerschaft für drei Großtagespfle- gestellen mit angestellten Tagespflegepersonen in Angelmodde/Gremmendorf in Planung. Der Träger: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger . Zurzeit be- treibt educcare eine Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup) und ab 2019 die Ein- richtung an der Middelerstraße in Wolbeck. Bundesweit ist er Betreiber von aktuell 30 Kindertagesein- richtungen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädag ogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie- hung. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten je nach Bedarf der Eltern an. Der Träger b e- nannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil, der Kooperation mit der Ki n- dertagespflege sowie möglicher Sy nergien zum Standort in Hiltrup und der Middelerstraße in Wo l- beck. Der Träger: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Dem Träger ist im letzten Trägerauswahlverfahren die Ki ta am Markweg übertragen worden, welche in 2019 eröffnet werden soll . Der Träger betreibt aktuell bundesweit 160 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die w e- sentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewe r- bungsverfahren für diesen Standort zudem Schwerpunkte im Bereich Gesundheit, Ernährung und Bewegung. Darüber hinaus sollen Vernetzungen und enge Kooperationen im Stadtteil, insbesondere mit der Nikolaischule und dem Wolbecker Tiergarten entstehen. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH In 2018 wird der Träger drei Kitas in Münster betreiben (Willingrott, Hermannschule, Pavillon und dauerhafte Einrichtung Albachten ). In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße und der Eichendorffstraße hinzukommen. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 29 Kindertageseinric h- tungen und ist als freier Träger der Kinder - und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vo r- gelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benann- te im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kinder- tageseinrichtung. Der Träger benannte darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in der Z u- sammenarbeit mit Kindertagespflegestellen an bereits bestehenden Kitastandorten vor. - 6 - V/0351/2018 Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit 15 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Ju gendhilfe aner- kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Au s- richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der regelmäßigen Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petershe i- de zu übertragen. Der ASB bietet einen Trägeranteil von 5%, während die Träger FRÖBEL, Kleine Riesen Nord gGmbH und Step Kids den vollen Trägeranteil von 9% und der Träger educcare einen Trägeranteil von 4% bieten. Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewe rbungsgesprächen des Trägers Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. sowie der anderen vier Träger waren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit/Pädagogik überzeugend. Dennoch empfiehlt die Verwaltung die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Ver- fahren an den Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. aus folgenden Gründen zu übertragen: - Bestehender Sozialraumbezug des Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. durch die vorausgegangene Flüchtlingsarbeit im Stadtbezirk Südost; - Zentrale Verwaltung und Geschäftsstelle des ASB im Stadtbezirk Südost; - Interesse des ASB, Leistungen im Bezirk Südost weiter auszubauen; - Planung des Aufbaus von drei Großtagespflegestellen mit angestellten T agespflegepersonen sowie enge Kooperation und Übergangsmöglichkeiten zwischen Kindertageseinrichtung und Kindertagespflege in Kombination und Übernahme eines Trägeranteils; Der Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. stellte im Bewerbungsverfah- ren Kooperationsbestrebungen im Stadtbezirk Südost, auch mit einer Großtagespflegestelle in Tr ä- gerschaft des ASB, in Aussicht. Im Bezirk Südost sollen zukünftig schwerpunktmäßig Angebote des Trägers ausgebaut werden. Durch eine weitere Träger übernahme in Wolbeck entstehen Synergien für den Träger aber auch für den Stadtteil Wolbeck durch eine sozialräumliche Vernetzung sonstiger Angebote des Trägers im Stadtbezirk Süd-Ost. Die bereits bestehenden und geplanten Angebote und Erfahrungen des Träg ers in diesem Umfang stellen somit ein Alleinstellungsmerkmal des Trägers Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. dar. Im Verfahren wurde beachtet, dass die Träger Kleine Riesen Nord gGmbH, FRÖBEL Bildung und Erziehung GmbH und Step Kids KiTas GmbH den vollen Trägeranteil bieten. Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird jedoch von der Verwaltung die Vergabe der Träge r- schaft an den ASB empfohlen. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, d ass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. - 7 - V/0351/2018 Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus fünf Bewerbern unter der gleichgewichteten Würdi- gung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: 1. Auswertungsformulare aller Träger 2. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 3. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e. V., Gus- tav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 4. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 5. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 6. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 2 bis 6: Anschreiben und Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0351/2018 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
4. FRÖBEL - Bewerbung
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A FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödienstr. 18-24 - 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Peteresheide (Ausschreibungsnummer: 02/2018), Zeichen: 51 10 0012 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Frau Pohl, hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange- bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung an der Petersheide in Münster-Wolbeck ab. Wie in unseren ausführlichen Bewerbungs- unterlagen aufgeführt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 9,0% zu leisten. Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH enrieb Nordrhein-Wesifalen FRÖBEL Kompetenz für Kinder Köln, 02. Mai 2018 Von Oliver Just Tel 02212999 42-71 just@froebel-gruppe.de FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH Komödienstr. 18-24 50667 Köln Tel 0221|29 99 42 60 Fax 0221|29 99 42 80 www.froebel-gruppe.de Geschäftsführung: Dr. Gudrun Rannacher Stefan Spieker (Sprecher) ‚Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Borgmann-Quade Bank für Sozialwirtschaft IBAN DE72 1002 0500 0003 3635 00 BIC BFSWDE33BER Amtsgericht Charlottenburg HRB 102668 B Sitz der Gesellschaft: Berlin Steuernummer 27/603/52722 Steuernummer des Organträgers 27/635/52999 Gläubiger-Identifikationsnummer DE1122200000342860
2.1. educcare - Konzept
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h RAUM FÜR INDIVIDUELLE MÖGLICHKEITEN Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für die neuen Kindertageseinrichtungen in Wolbeck, Münster F a m i l i e n f r e u n d l i c h i s t e r f o l g r e i c h ! Seite 2 von 71 Seite 3 von 71 Seite 4 von 71 Inhalt 1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag 10 3.1 educcare Bildungskonzept als pädagogische Basis ............ 11 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung des Bildungs-konzeptes ..... 13 3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 13 3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 23 3.3.11 Sprachliche Bildung/ Sprachförderung ........................................ 25 3.3.12 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 27 4 Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung ....................................28 4.1 Erfahrung als Krippenträger .................................................... 28 4.2 Erfahrung als Kindergartenträger ........................................... 30 5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................31 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 34 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 35 Seite 5 von 71 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 36 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger .......................................... 37 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 41 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ ...................................................................................... 42 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule ................................................................................................... 43 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 43 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 44 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 45 8 Tagesablauf ................................................................................................ 47 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 50 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung............................................................................................ 50 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 52 10 Personalmanagement ................................................................................ 60 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 61 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 64 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, Tarifbindung............................................................................................ 65 11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 66 Seite 6 von 71 1 Ausgangssituation Die lebendige Westfalenmetropole Münster steht für Geschichte mit Zukunft, Kulturhochburg, Fahrradparadies, Bischofsitz und Studentenstadt. Mit einem breiten Kulturprogramm und vielfältigen Freizeit - und Einkaufsangeboten lockt Münster jung und alt. Das Fahrrad, auch Leeze genannt, ist in Münster das meistgenutzte Ve r- kehrsmittel. Täglich sind mehr als 100.000 Menschen mit dem Rad unte r- wegs und es gibt mit 500.000 Fahrrädern doppelt so viele Räder wie Ei n- wohner. Damit ist Münster die Fahrradhauptstadt Deutschlands. Das Thema „Frieden“ hat in Münste r eine lange Tradition. Früher wurden in Münster Friedensverträge mit Weltgeltung geschlossen und auch heute noch präsentiert sich die Stadt weltoffen, tolerant und verantwortungsvoll. Mit der Friedensausstellung, die Ende April begonnen hat und noch bis A n- fang September 2018 in Münster verweilt, wird das Thema „Frieden“ in einer Gemeinschaftsausstellung vom Bistum Münster in den Mittelpunkt gestellt. Im Mai lockt der 101. Deutsche Katholikentag mit einem umfangreichen Kulturprogramm 5 Tage lang mehrere Ze hntausend Teilnehmer nach Mün s- ter. Die Nachfrage nach Kindertagesbetreuungsplätzen ist in Münster anhaltend hoch, denn Münster wächst weiter. Seit 2006 sind ca. 3.000 neue Plätze geschaffen worden und für die nächsten Jahre sollen noch mal genauso viele Plätze neu hinzukommen. Derzeit hat Münster eine fünfgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck au s- geschrieben. Die Einrichtung entsteht in der Petersheide in Wolbeck ist aktuell mit folgender Gruppenstruktur berücksichtigt: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren Seite 7 von 71 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings „Lacki Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet und eröffnet in 2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck. Durch die gesammelten Erfahrungen am Standort Münster und die sich durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergieef- fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages- einrichtung in Wolbeck. Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die Übernahme der Trägerschaft für die neue n Kitas und stellt dabei insbeso n- dere die folgenden Punkte dar: Darstellung der eigenen Kompetenzen Darstellung der eigenen Werthaltung Schwerpunkte Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung Integration, Inklusion und Genderthematik Leistungsbeschreibung Frühkindliche Bildung, Sprachliche Bildung Öffnungszeiten Sozialraumorientierung Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation Personalmanagement Seite 8 von 71 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ 2.1 Allgemeines educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem o. g. Anspruch des „neu Denkens“ gegründet. Antrieb sfeder waren persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie gemeinsame Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf folgenden Jahren konnten Personen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel , frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu verbessern. 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten Seit 2002 ist educcare bundesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare Bildungskindertagesstätten. Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand Mai 2018 verantwortet educcare 29 eigene Kindertagesstätten in fünf Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen. Beispielhafte Auftraggeber von educcare sind innovative Kommunen/Städte wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe und Darm- stadt sowie schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BA R- BOR sowie Miltenyi Biotec und Host Europe als auch Konzerne wie BASF SE, Bayer Crop Science, BMW Group. Seite 9 von 71 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel verantwortet educcare das Projektdesign und -management des Projektes „Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zi elsetzung, trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi- onen und Städte) zu erhöhen. 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat. Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Engli- schen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Seite 10 von 71 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e- hungs- und Bildungsauftrag „Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung möchten wir bestmöglich fördern und fordern. Anspruch von educcare ist es, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und elementarer Bildungsort zu sein Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen und engen Budgets zu unterstützen Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das unser Land dringend benötigt: Eine Bildung, die früh beginnt, die individuellen Potenziale der Kinder zu entwickeln. educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welche Kompetenzen gerade jetzt und in besonderer Ausprägung für das K ind von Bedeutung sind. Ziele, Seite 11 von 71 Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und selbstbewussten Menschen, gelingen kann. Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm ste ckt“ bildet die Grundlage aller Zielformulierungen. Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestaltung, Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonz ept näher erläutert. Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: eine Atmosphäre der Geborgenheit Beachtung, Zuwendung und Anerkennung Bindungen und Beziehungen die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. Wir sind davon überzeugt, d ass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. 3.1 educcare Bildungskonzept als pädagogische Basis Als pädagogische Basis dient das educcare Bildungs - und Erziehungskonzept. Es basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. Das Konzept baut auf den fortschrittlichsten nationalen und internationale n Bildungsplänen sowie wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf. Seite 12 von 71 Das educcare Bildungskonzept, unterteilt in die verschiedenen Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenzen je Bereich und formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und En twicklungsstufen. Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit Orientierung. 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende und ü berzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“ All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. Einfach nicht vergleichbar. Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichzeitig Liebe und Schutz gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer wieder in unseren Armen erholen kann. Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten – für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Seite 13 von 71 Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die dara uf folgende Bildungszeit in der Schule. 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung des Bildungs- konzeptes Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische Ausschnitte aus dem educcare Bildungskonzept darstellen. Es handelt sich hierbei eher um die Gr undlagen des pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Individuelle Förderung Partizipation der Kinder Kreativität als Bildungsansatz Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Sprachförderung Bewegungs- und Gesundheitsförderung Musikerziehung Natur und Naturwissenschaften Medien und Technik Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 3.3.1 Individuelle Förderung Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t- lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als unabdingbar v o- Seite 14 von 71 raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e- rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. S ie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist. Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e- matische und wertschätzende Beo bachtung und Dokumentation sowie la u- fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e- wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache, Kunst und Musik, Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n- übergreifend. 3.3.2 Partizipation der Kinder Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entspre- chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN - Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene einzube- ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die geschützte Atmosphäre der Kindertagesstätte ist ein ideales Lern - und Übungsfeld für gemeinschaftliches Handeln und das Einüben demokratischer Prozesse. Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich. Das Kindesalter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nich t jedoch für die Beteiligung als solche. Die Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus fähig sind, ihren Lebensalltag bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie entscheiden z.B., ob und womit sie spielen möchten. Aufgabe der Erzieher/in ist es hier, die indivi duellen Wün- sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch einen Teller wegräumen bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung für sich und andere. Seite 15 von 71 Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i- onen mit den pädagogischen Zielen des Konzeptes und den aktuellen Not- wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als unab- dingbar voraus. Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder sind: Redekreis / Morgenkreis Kinderkonferenz gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind, Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern kön- nen. Es ist die Bestätigung, mit jed er Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und kleine sowie große Welten gestalten zu können. 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz Das educcare Bildungs - und Betreuungskonzept formuliert durchgängig ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstb estimmung und –bewusstsein, sowie die Freiheit des Denkens und Handelns betont. Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besonderen Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein. Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Bildungskindertagesstä t- ten kreative, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle Lernorte sein müssen. So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferis che Tun innerhalb künstleri- scher Prozesse reduziert, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz „norma- len“ Alltag gesehen und gefördert. Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angeb ote primär unter dem Seite 16 von 71 Fokus der Entwicklung kreativen, individuellen Lernens geplant bzw. ausge- wertet werden. Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als „krea- tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur Verfü- gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskompetenz und zur grund- sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude herstel- len. Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich der Kinder erreicht werden sollen: Die Kinder in den educcare Einrichtungen vertrauen in ihre Fähi g- keit, schöpferisch zu denken und zu handeln. Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e- tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l- tig und umfassend. Durch die Klientel der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Auftraggebers könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben: bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die Qualität der Einrichtung ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische Grunderfahrungen, Medien / Technik, … intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des Kindes. Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländ es (Natur) in den pädagogischen Alltag die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s- freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i- schen Herausforderungen anregen Seite 17 von 71 zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o- operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge gestalten“, Frühförderstellen oder Familienberatungen) a n- gestrebt. 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines spielerischen Sprach erwerbs so gut wie nie wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der Kindertagesstätte gezielt zu fördern. Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der Sprache. Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen educcare Bildungskindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikati on wird – ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mimik, Gestik und begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern. Seite 18 von 71 Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natür lichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den Kindern in der zweiten Sprache, wodurch kein e Sprachvermischung zustande kommt. 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen, auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche Bewe- gungsfreude von Kindern zudem durch eine Raumgestaltung, die Körperer- fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite Ebenen, Hän- geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu fördern ist ein w e- sentlicher Bestandteil des educcare Bildungs- und Erziehungskonzeptes und wird entsprechend von den Erzieher/innen „selbstverständlich“ in den T a- gesablauf eingebunden. Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie erhalten zahlreiche In formationen über die Sinnessysteme und den Körper und machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die Identi- tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine Seite 19 von 71 körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale Ent- faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder vernachlässigt, gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ru- he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu. Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein... Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situatio- nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter Ein- satz der Muskulatur Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkei ten aufbauen: Z u- sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge – Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, F lüssigkeit in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen... Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, di e ein Mensch lebens- lang handhaben kann. Seite 20 von 71 3.3.6 Musikerziehung Der Aufbau von musischen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern. Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasie ein. Sie stellen den Ki n- dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprach der Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e- orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlic h Unmöglichem Gestalt geben. Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: aktives gestalterisches Lernen Erweiterung der Lebenskompetenzen Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften Kinder wollen die Zusammenhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergrün- den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten, Beschreiben, Vergle i- chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem Interesse und ihrer e i- genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der Chemie, Physik und Technik: Warum fallen die Blätter von den Bäumen? Seite 21 von 71 Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? Woraus besteht ein Regenbogen? Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den Forscher- geist und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen oder die diffuse Kennt- nis von etwas zu überprüfen. Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit kindorientier- ten Themen Teil des pädagogischen Al ltags – passend zum Entwicklungs- stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbezug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und entwickeln B e- wusstsein für den Umweltschutz. 3.3.8 Medien und Technik Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik auf. Sie zeigen Int e- resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank. Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus- schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i- chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nichts ver- schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend v erantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, agieren und reagieren. Kinder verstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD – Player, Telefon, Kamera, PC sind nur e inige Beispiele aus der Informations – und Kommunikationstechnik, mit denen Kinder heute selbstverständlich aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert. Kinder setzen die Seite 22 von 71 Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? Medien und Technik sind in diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit. Die Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildungsprozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e- chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktions- bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attraktive Herausforderungen. Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, Körpererfahrung und ästhetische Bildung. Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwechslungsreichtum und Rei z- überflutung sorgsam abzuwägen. Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektiv e Geschmacksvorstellun- gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je mehr Einfluss sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h- tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i- ge, vorbereitete Umgebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s- forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mat e- rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e- Seite 23 von 71 dene Wahrnehmung hera us und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der Raumgestaltung kommt in den educcare Bildungskindertagesstätten eine wichtige Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlic h- keitsentwicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingu n- gen wie Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lär m- pegel ist in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der Einrichtung beim Spielen und d er kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmende Fußb o- denbeläge ein Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als be i Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormonproduktion. In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, diese dienen zum einen als plat zsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten. Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: Sand, Wiese , fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n- derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbe reich für Kleins t- kinder. 3.3.10 Verpflegung Kinder sollen von Anfang an durch altersgerechte, vollwertige Ernährung einen gesunden Start ins Leben haben. In den educcare Einrichtungen we r- den unterschiedliche Verpflegungs systeme angeboten. Diese umfassen Frischküche, Tiefkühlverpflegung bei der die Mahlzeiten mit frisch zubereit e- Seite 24 von 71 ten Zutaten wie Rohkost, Salat oder Obst ergänzt werden oder die Verpfl e- gung über einen externen Caterer. Die Entscheidung für das richtige Ve r- pflegungssystem wird individuell mit unseren Kunden überprüft. Sicher g e- stellt werden bei allen Verpflegungssystemen die Einhaltung der educcare Hygienerichtlinien sowie die ernährungsphysiologischen Anforderungen im Sinne einer gesundheitsfördernden und ausgewogenen Ernährung. Getränkeangebot Wasser ist einer der wichtigste Bestandteil der Ernährung und wird für zah l- reiche Funktionen im Körper benötigt. Zum Beispiel reguliert Wasser die Körpertemperatur und den Transport der Nährstoffe im Körper. Ein Flüss ig- keitsmangel beeinträchtigt schnell die körperliche und geistige Leistungsf ä- higkeit von Kindern. Zudem brauchen Kinder bezogen auf ihr Körpergewicht mehr Wasser als Erwachsene. Deshalb bieten wir allen Kindern den ganzen Tag Wasser frei zugänglich an. Auc h aktiv bieten die Erzieher den Kindern die Getränke immer wieder an. Leitungswasser gilt als das am stärksten kontrollierte Lebensmittel und ist somit erste Wahl bei der Getränkeverso r- gung in educcare Einrichtungen Kleinstkinder erhalten häufig noch Gläs chen-Nahrung. Diese bringen die Eltern meist mit in die Einrichtung, da Vorlieben für bestimmte Produkte bestehen. Nach dieser Phase nehmen die Kinder normalerweise an den regelmäßigen, gemeinsamen Mahlzeiten teil. Für den Fall, dass Kinder weiterhin zum Bei- spiel eine spezielle Diät benötigen und Eltern das Essen mitbringen müssen, sind Vorkehrungen für Transport und Lagerung des Essens zu gewährlei s- ten. Eltern übernehmen in diesem Fall die Verantwortung für die Qualität des Essens. optimiX ist die Abkürz ung für „Optimierte Mischkost“, ein Ernährungskon - zept, das vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund entwickelt Seite 25 von 71 wurde. Es entspricht den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die richtige Ernährung von Kindern und Jugendlichen und basie rt auf den D- A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr. Die D -A-CH-Referenzwerte enthalten Empfehlungen, Richt - und Schätzwerte, die von Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam erarbeitet wurden. „Optimiert“ ist diese Kost in mehrfacher Hinsich t: Sie deckt den Bedarf an allen Nährstof - fen, die Kinder und Jugendliche für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit benötigen und dient zusätzlich der Prävention. optimiX trägt dazu bei, den sogenannten Zivilisationskrankheiten im Erwachsenenalter, z. B. He rz- Kreislauf-Krankheiten, Bluthochdruck, Osteoporose und Gicht, vorzubeugen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist: optimiX macht Spaß! Denn es berücksichtigt nicht nur die üblichen Ernährungsgewohnheiten in Deutschland, sondern auch das, was Kinder gerne essen. 3.3.11 Sprachliche Bildung/ Sprachförderung Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört werden. Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von Seite 26 von 71 Gefühlen und Bedürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als Ausdru cksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den Erwachsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen verantwortliche Vorbilder, Aner kennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. Kinder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen. Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Spr achentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspielen. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag. In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in einen Dialog einb ezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstabe n sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, sich mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Na men sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. Ziele der Sprachförderung: Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit Spaß erleben Seite 27 von 71 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun- gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und des Raumes sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor- bildfunktion) Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen in Sinn-zusammenhängen altersgemäße grammatikalische Kompetenz phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, Hausnummern, chinesische Zeichen) Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er- finden 3.3.12 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maxi mal 9 Stunden pro Tag betragen: Öffnungszeiten im Jahresverlauf: In der Regel haben educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Teamfortbildungstage vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. Öffnungszeiten je Tag: Seite 28 von 71 Die Öffnungszeiten sollt en sich nach den Anforderungen der Eltern richten. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern und der Kom mune, so dass auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann. Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Soz ial- und Jugendamt besprochen werden können. Dazu gehören z.B. die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch bezahlt. Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie auch unangekündigt). Notfallbetreuung Platzsharing. 4 Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung 4.1 Erfahrung als Krippenträger educcare betreibt aktuell 29 Bildungskindertagesstätten deutschlandweit, in jeder dieser Einrichtungen werden Krippenkinder im Alter von 0 bis 3 Jah ren betreut. Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind von herausragender B e- deutung für seine Entwicklung. Die Aufnahme eines Kindes in eine Klei n- kindgruppe ist in der Regel die erste außerhäusliche Betreuung für ein Kind. Dieser bedeutsame Übergang erfordert von allen Beteiligten, für die no t- wendigen Bedingungen Sorge zu tragen, die Kinder für ihre Entwicklung brauchen. Eltern stellen zu Recht hohe Ansprüche an die Kindertagesei n- Seite 29 von 71 richtungen. Sie möchten über di e Entwicklung ihres Kindes gut informiert und einbezogen werden. Damit sich ein Kind altersgerecht entwickeln kann und in einer Einrichtung angenommen fühlt, sind vor allem folgende Punkte wichtig: eine überschaubare Gruppengröße und ein altersentsprechen der Erzieher-Kind-Schlüssel, Fachkräfte, die über das Wissen verfügen, den jeweiligen Entwic k- lungs- und Sprachstand der Kinder in ihr Tun mit einzubeziehen, die Kontinuität der Beziehung zwischen Fachkraft und Kind, ein Verhalten der Fachkräfte, das sich u . a. auszeichnet durch: Re s- pekt und Akzeptanz, Verstehen der Gefühle und Denkstile der Ki n- der, wahrnehmende Beobachtung, Wahlmöglichkeiten und nicht - direktive Vorschläge, klar definierte Erziehungsziele, bewusste Fö r- derung und Ermutigung, ausreichende und ansprechende Räumlichkeiten sowie eine anr e- gende Umgebung, Bildungs- und Förderungsangebote, die die individuelle Entwicklung des Kindes berücksichtigen, eine Vielfalt altersentsprechender und entwicklungsfördernder Spielmaterialien, eine gelebte Erziehun gspartnerschaft, die bereits mit einem Eing e- wöhnungskonzept für die Kinder beginnt, welches Eltern und Ki n- dern die Übergangssituation erleichtert und gegenseitiges Vertrauen schafft, Führungsfähigkeiten der Einrichtungsleitung und ein gutes Teamkl i- ma, eine Verweildauer des Kindes in der Einrichtung, die sich an dem individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes orientiert. Mit bis zu 250 Kindern der BASF Mitarbeiter ist die educcare Bildungskinde r- tagesstätte Lukids die größte Betriebskrippe Deutschlands – die Krippe ist in Seite 30 von 71 vier Häuser aufgeteilt (Farbturm, Luftschloss, Tierreich und Wiesengrund) und bietet jedem Kind und seinen Eltern ein zweites Zuhause. Die Kinde r- krippe Lukids befindet sich auf dem rund 7 900 Quad ratmeter großen Areal des Mitarbeiterzentrums für Work-Life-Management der BASF. Hier entstand ein moderner Gebäudekomplex, um den Mitarbeitern ein vielfältiges Ang e- bot für alle Lebensphasen zu bieten. Unter anderem die Kinderkrippe mit 250 Betreuungsplätzen für Mitarbeiterkinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren. In Kleingruppen von maximal zehn Kindern findet eine individ u- elle Betreuung statt und die Öffnungszeiten sind abgestimmt auf die Arbeit s- zeiten der Mitarbeiter montags bis f reitags von 7:00 bis 18:00 Uhr. Eine Not- fallbetreuung LuKids adhoc ist weiterer Bestandteil der Einrichtung. edu c- care begleitet das Kita -Projekt des Chemiekonzerns von Anfang an - seit 2005. Die Kindertagesstätte BMW Group Strolchegarten ist eine Betriebskindert a- gesstätte für die Kinder der Mitarbeiter der BMW AG und ihrer Tochterg e- sellschaften sowie der BMW BKK, der BMW Stiftung Herbert Quandt und der Eberhard von Kuenheim Stiftung. Die Betriebskindertagesstätte bietet mit 17 Gruppen Platz für 234 Kinder. Davon sind 12 Gruppen Krippengrup- pen. Auch in den kommunalen Einrichtungen sind zahlreiche Krippengruppen vorhanden. So betreibt educcare in den fünf Einrichtungen in Stuttgart in s- gesamt 11 Krippengruppen mit Platz für insgesamt 110 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren. 4.2 Erfahrung als Kindergartenträger Jedes Kind hat ab seinem dritten Geburtstag bis zum Schuleintritt Anspruch auf den Besuch eines Kindergartens. Dadurch soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit g efördert werden. In 22 Kindertageseinrichtungen der insgesamt 29 educcare Einrichtungen sind Kindergartengruppen vorhanden. Seite 31 von 71 Beispiele: Die Bildungskindertagesstätte „Der bunte Luftballon“ in Overath bietet Platz für 74 Kinder im Alter von vier Monaten bi s zur Einschulung. Davon sind 62 Plätze, aufgeteilt auf 3 Kindergartengruppen, für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Die educcare Bildungskindertagesstätte auf dem LUO Campus ist eine sechsgruppige Kindertagesstätte, mit drei Kindergarten - und drei Krippengruppen, im Bessunger Stadtteil Darmstadts, angrenzend an die Lichtenbergschule. Die Kita gibt es seit November 2010 und bietet Platz für insgesamt 90 Kinder, davon sind 60 Kinder in den drei Kindergartengruppen im Alter von 3 bis 6 Jahren. Im Jahr 2008 wurde die „educcare Bildungskindertagesstätte Stuttgart Hasenbergstraße“ als Einrichtung in das Netzwerk der UNESCO - Projektschulen aufgenommen. Diese Auszeich nung drückt die Wertschätzung der pädagogischen Arbeit und der Aktivitäten im Bereic h frühkindlicher Bildung, und der besonderen Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich "Frühe Bildung", vor allem in der Zusammenarbeit mit Schulen, aus. Im April 2014 wurde eine weitere educcare Bildungskindertagesstätte in das Netzwerk aufgenommen: die „edu ccare Bildungskindertagesstätte Mühlwichtel“ in Karlsruhe. Beide Kindertagesstätten bieten regelmäßig Projekte zu UNESCO -Themen an und beide Einrichtungen leben in der täglichen Arbeit den UNESCO-Gedanken. 5 Integration, Inklusion und Genderthematik Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik “, die von der Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten. „Inklusive Bildung Seite 32 von 71 bedeutet, es allen Menschen in gleichem Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und i hr Potential zu entwickeln. Dieser Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“ educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlicht die Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und des Andersseins eines jeden Kindes mit all seinen Potentialen und Herausforderungen. Im Sinne und im Ansp ruch ermöglicht educcare allen Kindern, insbesondere auch den Kindern mit Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: Respektierung der eigenen Persönlichkeit Würde und Selbständigkeit Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen kulturelle Unterschiede und Vielfalt Wohlfühlen im familiären Umfeld. educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und nichtbehinderte Kinder so früh wie möglic h zusammenzuführen, da sich Einstellungen und Vorurteile bereits im Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt Bewertungen von Behinderung übernommen werden können. educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens: das Lernen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben Seite 33 von 71 die Vermeidung von Vorurteilen das unbefangene Aufeinander zugehen die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich für nichtbehinderte Kinder aus der Vielfalt an anderen Kontaktmöglichkeiten ergeben der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an gemeinsamen Spiel - und Lernorten, sondern schließen e in gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder, die ohne einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und Jugendamt, ggf. auch den Integrationshelfern. educcare Bildungseinrichtungen erf üllen nicht nur integrative Aufgaben im sozialen Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch eingebunden in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung. Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an d as Spielen und das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner/innen für die Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben wenn möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen Partnern und Institutionen. Seite 34 von 71 Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklu sionsarbeit ist neben der interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen Die educcare Bildungskindertagesstätten orientieren sich in be sonderer Weise an den Ideen der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO - Projektschulen/-Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu i nternationaler Verständigung und Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare Bildungskindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. So wurde beispielsweise die educcare Bildungskindertagesstätte in der Stuttgarter Hasenbergstraße von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbeitenden UNESCO Projektschule“ ernannt. Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s- weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgreiche Zukunft benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Vie l- falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t- ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Mu ltikulturalität werden in den Einrichtungen als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u- ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t- arbeiter/innen repräsentiert. Seite 35 von 71 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung Weder gegenüber dem einzelnen Kind noch gegenüber der Gesellschaft ist es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass hochwertige Bildung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel, mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i- ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u- nehmen, bei denen die verantwortl ichen Stellen besonderen Handlungsb e- darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n- schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell beglei- tet und umfassend gefördert wird. Anspruch von educcare ist es, dass die Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a- len Leben und erw eitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle Or i- entierung der educcare Bildungskindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / en g- lisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkis ch sein könnte. Zudem arbe i- ten die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Förderung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit kennen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in Seite 36 von 71 der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h- keiten zu schaffen. 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n- gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ und „Ein Kind i st, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a- len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt. Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gese llschaftli- chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkommen, und kein Kind soll ausgegrenzt werden. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend. Kinder mit Behinderung in den Alltag d er Kindertagesstätte zu integrieren bietet eine besondere Chance, Kinder für individuelle Unterschiede zu se n- sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l- ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lern en. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf bietet für alle Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen. Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten. Seite 37 von 71 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend gefördert werden können. Mit den Eltern und den Förderstellen muss abgewogen werden, was sinnvoll ist. Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache mit dem Jugendamt). Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erhalten durch eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger educcare Kinde rtagesstätten verstehen sich immer als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hierzu möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten. Das educcare Bildungs - und Erziehungskonzept bildet die fundierte und verbindliche Basis für die pädagogische Arbeit. Der So zialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des Profils der jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. Der Auftrag der educcare Bildungskindertagesstätte in Münster soll zum einen der Deckung des Bedarfs der Bild ung und Betreuung von neu zug e- zogenen Kindern unter sechs Jahren liegen, zum anderen in der anford e- rungsgerechten Unterstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kinder- tagesstätte bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integrierend wirken. Seite 38 von 71 Grundsätzliches zu Münster Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a- dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord (Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck) und Hiltrup (Amelsbü- ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert. Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer gro ßen Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i- lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t- zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. Strukturdaten zum Sozialraum Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein- wohner (Stand Dezember 2015). Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es ca. 7.700 Kinder. Wolbeck Der im Südosten gelegene Stadtteil Wolbeck ist durch seine landschaftliche Lage, lebendige Stadtteilkultur und das breite Schul - und Kitaangebot ein sehr beliebter Wohnort. Wolbeck liegt zwischen den beiden Flüssen Werse und Angel, umfasst eine Fläche von ca. 20,7 km² und war bis 1975 eine selbstständige Gemeinde. Derzeit leben rund 9.200 Menschen in Wolbeck (Stand Dezember 2015). Der Stadtteil spricht insbesonde re junge Familien an, da hier die Kombination aus Wohnen im Grünen mit zentraler Stadtran d- lage gegeben ist. In Wolbeck gibt es eine Grundschule, die Nikolaischule Wolbeck und zwei städtische Kitas mit Familienzentrum: die städtische Ki n- Seite 39 von 71 dertageseinrichtung am Drostenhof und die s tädtische Kindertageseinrich- tung Am Schulzentrum Wol beck, sowie 6 Kitas in freier Trägerschaft: die Kita „Holtrode“ der Outlaw gGmbH, den Isisgarten der Waldorfkindertage s- stätte e.V., den katholische Kindergarten St. Nikolaus“, die Kindertagesstätte „Regenbogen“ der Elterninitiative Regenbogenkindertagesstätten, die Ki n- dergruppe der Elterninitiative Lauheide e.V. und „Die Angelstrolche“ der Elterninitiative Die Angelstrolche e.V.. Der Stadtteil wächst durch die attraktive Wohnlage, sowie die gute Infr a- struktur mit einem breiten Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Fre i- zeitangeboten etc., kontinuierlich, deswegen ist auch der Bau einer 2. Grundschule geplant, um den Zuzügen – insbesondere junger Familien – gerecht zu werden. Die lebendige Stadtteilkultur umfasst neben dem wohl wichtigsten Ereignis im Wolbecker Jahresablauf, dem „Ziegenbocksmontag“ (Zibomo), einer sp e- ziellen Variante des Karnevals eine Woche vor Rosenmontag, auch zahlre i- che Angebote für Familien, Jugend und Kinder. So bietet die Musikschule Wolbeck musikalische Angebote für jedes Alter und a uch Sportinteressierte kommen in Wolbeck auf Ihre Kosten: Im Haus des Sports des TV Wolbeck gibt es ein großes Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien, beispiel s- weise Eltern-Kind-Turnen für Kinder im Alter von 1 -4 Jahren, kindgerechtes und spielerisches Kinderballett, sowie Schwimmangebote im ortsansässigen Hallenbad. Für Kinder und Jugendliche gibt es regelmäßige Freizeitangebote durch die Kirchengemeinden und durch einen Pfadfinderstamm der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg); und auch das Jugendzentrum Bahnhof Wo l- beck bietet eine Vielzahl an Freizeitbeschäftigungen an. Familien schätzen den Wolbecker Tiergarten als Naherholungsgebiet, der sich über eine Fläche von 288 Hektar erstreckt und zu den ältesten Wäldern im Münsterland zählt. Hier lässt sich eine Vielzahl an Pflanzen - und Tierar- ten entdecken. Seite 40 von 71 Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l- tern in Münster Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l- len Entfaltung in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen im educcare Bildungs - und Erziehungskonzept zum Beispiel: Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen (zum Beispiel mit den umliegenden Kitas in städtischer und freier Trägerschaft) kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e- bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, ge- meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r- se, Eltern-Kind-Zelten… Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und Verantwortung für sie zu übernehmen Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtt eilbezugs herstellen: umfeldadäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l- terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus der Kulturen; o.ä.) Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a- Seite 41 von 71 chige Informationen, Hilfen zur Erzi ehung, Unterstützung solidar i- scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten... educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen Trägern, wie der AWO, dem DRK und der katholischen und evangelischen Kirche, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche Struktu- ren geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifend e Fortbildungs - und Beratungsangebote anzubieten. Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in Wolbeck und Umgebung den Bedarf der Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen. 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Betreuung ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare schon in anderen Kommunen in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten: gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen gemeinsame Durchführung von Schulungen Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen Seite 42 von 71 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. educcare entwickelt zusammen mit Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung mus s somit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen werden. Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern Verantwortung für eine beständige, ganzheitliche Bildungs - und Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen Förderung für jedes einzelne Kind. Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwortung dafür, dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine zu gestaltende Übergangsphase ist, dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt, Seite 43 von 71 dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h- tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Information sabende, übergreifende Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des Übergangsprozesses). 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im Stuttgarter Westen (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von Familien soll die neue Kita den Eltern anforderungsgerechte Kinderbildung und -betreuung anbieten. Schwabschule Stuttgart Seite 44 von 71 Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten Bewohner im Ortsteil Wolbeck zur Verfügung stellen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens und des Dialogs zusätzlich gestärkt. educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen ste ts transparent halten und dynamisch weiterentwickeln. educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. educcare unterstützt die Stadt Münster darin, die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Familienfreundlichkeit ist für Unternehmen wie für Kommunen ein wichtiger Standortfaktor. Dies kann zu erfolgreichen Kooperationen zwischen Unternehmen und Stadtverwaltung führen. 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, die sich je nach Lebenssituation und Umfeld ändern können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von der hochwertigen Umsetzung unseres Bildungskonzeptes über die Beratung von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu offenen, generationenübergreifenden Angeboten. Seite 45 von 71 educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft. Folgende Partnerschaften werden angestrebt: Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbände n; Institutionen (z.B. mit (Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe Kindertagesstätten Jugend- und Familienhäusern Hilfen zur Erziehung Sprachförderprojekten Vereinen Vernetzung mit anderen Trägern Austausch über pädagogische Konzepte ggf. gemeinsame Schulungen Bereitstellung der Räumlichkeiten 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame Verantwortung mit den Eltern. Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe sowie Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer Seite 46 von 71 besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulturelle Zusammenhäng e und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine vertrauensvolle Partnerschaft entstehen und famil ienergänzend und - entlastend wirken kann. Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Rechnung. Alle Mi tarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult. Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am strukturierten Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse. Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell) vier (für Kinder un ter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese Gespräche) Seite 47 von 71 halbjährliche Elternbefragung jährliche Mitwirkung von El tern bei der Ausrichtung und Entwicklung der jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s- ergebnisse) Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit und den Alltag der Tagesstätte diverse Elternmitwirkungsmög lichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, Projekt-/Themengruppen) lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: „Rituale“, „Grenzen setzen“) 8 Tagesablauf Durch Rituale Orientierung und Halt geben. Strukturierung des Tagesablaufs Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im Kindergarten- und besonders im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes ausgegangen. So ist unser Tagesablauf eine Stütze für das Kind, aber keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“). Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame Obstfrühstück, das Mittagses sen sowie die Mittagsruhe und der Seite 48 von 71 nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e- tauscht. 8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bezugsgruppen - erste Fre i- spielphase 8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 9:00-Uhr Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m- men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne für den Tag; es wird gesungen, getanzt, gelacht un d da- nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück 9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase: Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l- nehmen wollen oder eigenen Wünsc hen nachgehen: z.B. im Garten spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i- sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l- tern darüber aus. 11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus. Seite 49 von 71 Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t- was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, ruht. Die Schlafdauer richtete sich individuell nach dem Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l- lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r- zieherin begrüßt. 15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase 15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag: Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit Kindern der anderen Gruppen statt. 15:45 Uhr 2. Entdeckerphase: Die Kinder können sich zwischen vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i- spiel. 17:00 Uhr Ende Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher Sprache gestaltet. Der Tagesablauf wird natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten. Seite 50 von 71 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsversprechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart). Beispiele für definierte Prozesse sind: Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis führender methodi scher und inh altlicher Konzepte (Beispiel für Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte Die Schwerpunkte der Förderung sind: Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz sowie Lebenskompetenzen Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/ Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind: Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s. auch educcare Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) Seite 51 von 71 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, Universität Mannheim Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Meth oden und Förderung: educcare Bildungs- und Betreuungskonzept mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… Best practice Methoden Beobachtung & Doku, Reflektion, Ange- botsplanung, -durchführung, …. (Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) Sozialkonstruktivistischer Ansatz Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz Elternpartnerschaft Basis- kompetenzen Förder- schwerpunkte Bildungspläne (national und international) Best practice Inhalte Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu- sik, Naturwissenschaft, …. (Kanada, Frankreich, Deutschland, …. ) Seite 52 von 71 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine transparente Qualität. educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf der anderen Seite betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen. Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die Transparenz in der Entwicklung des Kindes laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für Qualität und Wirtschaftlichkeit Seite 53 von 71 Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse: Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und Konsequenz der Umsetzung, und damit die hochwertige und verlässliche Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Bildungskindertag esstätte vor Ort. Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen. Zuverlässige und effiziente Umsetzung von Bildungskonzept und Anforderungen Pädagogisch • Review • Benchmarking • Kooperationen • ....... • Befragungen • Elterngespräche • ........ • Dokumentation • Beobachtung • Betriebswirtschaftlich • Nutzungsanalysen • Arbeitszeitmodelle • Modellförderung • ....... • Personalbedarf • Personalmanagement • ........ • Arbeitsteilung • Raum = 3 Erzieher • Strukturen und Prozesse • Review Seite 54 von 71 Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge geta n werden (Effektivität) und ob diese richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die kontinuierliche Analyse auf Basis des educcare Bildungskonzeptes. Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe Evaluation trennt, gehen in die Ana lyse der Arbeit auch noch folgende Informationen ein: jährliche Elternbefragung jährliche Kinderbefragung jährliche Mitarbeiterbefragung jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) jährliche Kinderbefragung Seite 55 von 71 An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kickoff Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an. Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt. Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen dokumentiert und an die Beteiligten Informationen verteilt. Beispiele für Kickoff-Workshop-Gruppen: Übergang Kita-Grundschule Räume bilden Öffentlichkeitsarbeit Kreativität als Bildungsansatz Seite 56 von 71 Als ein weiteres Beispiel für Prozesse wird aufgrund seiner Bedeutung für die individualisierte Bildung der Prozess der Beobachtung/Dokumentation dargestellt. Grafik zum Beispielprozess Beobachtungsmanagement: FB 1 Information zu Kind und Familie Basisdaten bei Aufnahme des Kindes Tagebuch Grundlage für die päd. Arbeit, Aktionen, Einschätzungen und Auswertungen regelmäßig und fortlaufend; spontane und gezielte Beobachtungen Lerngeschichte Kindordner / Ich-Buch Sammlung von Dokumentationen FB 3 Aktion und Auswertung FB 4 Kollegialer Austausch FB 5 Entwicklung im Verlauf Kreisdiagramm, zusammen mit FB 4 Grundlage für alle Elterngespräche FB 6 Individueller Entwicklungs- bogen Ergänzende Informationen für Erz. und Eltern alle 3-6 Monate je nach Alter von „6-18 Monaten“, „18-36 Monaten“, „36-72 Monaten“ FB 2 Gesamteinschätzung / Wohlbefinden der Gruppe nach 4-8 Wochen, danach vierteljährlich; alle Erzieher/-innen einer Gruppe Seite 57 von 71 Das in allen educcare Einrichtungen praktizierte System ist ein in sich geschlossener Kreislauf vom Erstkontakt (Anamnesebogen) über unterschiedliche Beobachtungsthemen hin zum Entwicklungsgespräch mit den Eltern. Der Sicherstellung des Wohlbefindens (Stichwort zweites Zuhause) jedes einzelnen Kindes gilt hier im ersten Schritt die Hauptaufmerksamkeit. Erst nach sichergestelltem Wohlbefinden kann die Bildungsarbeit beginnen. Basis des educcare Beobachtungssys tems b ilden praxiser probte Ansätze, u.a. das „process-oriented child monitoring system“. Das System vertritt die Sichtweise, Beobachtung als laufende und unabdingbare Voraussetzung für pädagogisches Handeln zu werten, motiviert aus der Zielsetzung, das einzelne Kind individuell zu erfassen. Laufend bedeutet: Verankerung im pädagogischen Alltag (Tagebuch) anstatt einer getrennten Tätigkeit. Unabdingbar bedeutet: Nicht diskutierbar, sondern verbindlicher Bestandteil der Arbeit. Entsprechende organisatorische Maßna hmen ermöglichen und verpflichten die Durchführung. Konkret bedeutet dies: Individuelle Beobachtungen, Lerngeschichten und Ent -wicklungsschritte werden fortlaufend auf Tagebuchseiten erfasst und regelmäßig ausgewertet. Eine erste Einschätzung der Kinder erfolgt unter dem Gesichtspunkt „zweites Zuhause“ und stellt Wohlbefinden und Engagiertheit in den Beobachtungsmittelpunkt. Seite 58 von 71 Der individuelle Entwicklungsbogen stellt sicher, dass alle Entwicklungsschritte erfasst werden . Er basiert auf den Kriterien der Entwicklungsdiagnostik und bindet Eltern mit ihren Beobachtungen zu Hause ein. Der regelmäßige Abgleich im Team / der Austausch in der Fachkonferenz ergänzt Blickwinkel und Einschätzungen und führt so zu einer komplexeren Sichtweise auf das Kind. Die Auswertung der Tagebuchaufzeichnungen, der individuelle Entwicklungsbogen und das Ich -Buch stellen eine hervorragende Bildungsbiografie des Kindes dar. Die Gesamteinschätzung des Kindes in den verschiedenen Bildungsbereichen dient als Grundlage für das Entwicklungsgespräch mit den Eltern und die Vereinbarungen für das weitere pädagogische Handeln. Die Häufigkeit der Gespräche ist abhängig vom Alter und der Entwicklung des Kindes (mindestens zweimal im Jahr, bei Kindern unter drei Jahren viermal je Jahr). und individuellen Anforderungen. Elterngespräche sind gekennzeich net durch gegen seitigen Respekt, eine partnerschaftliche Grundhaltung sowie eine offene und vorurteilsfreie Atmosphäre. Sie umfassen gemeinsames Nachdenken und das Gehen gemeinsamer Wege mit beidseitig hoher Verbindlichkeit. Jedes Elterngespräch ist ausgelegt auf ca. 60 Minuten Gesprächsinhalte. Die gemeinsamen Vereinbarungen werden protokolliert und wieder aufgegriffen. Seite 59 von 71 Kindgerechte und verlässliche Beobachtung bedarf eines professionellen Beobachtungsmanagements sowie vielfältiger Voraussetzungen zur Durchführung. Neben einer wertschätzenden „Beobachtungskultur“ und den damit verbundenen Einstellungen und der wahrzunehmenden Selb stverantwortung existieren viele weitere Voraussetzungen, damit individualisierte Pädagogik in der täglichen Praxis Wirklichkeit wird. Grafik mit einem Auszug an Themen rund um das Beobachtungs - management: Schulungen Coaching Team- reflexion Verfügungs- zeit Kultur ReviewDienstplanung Gestaltung Muss, Kann Schulung … Commit- ment Schulung … Ratio Coach zu Kita: 1: 8 2 Tage je Monat … Selbstver- ständnis Selbstverant- wortung 20% der Arbeitszeit Nutzung von Randzeiten Vertre- tungskräfte Wöchent- liche Kleinteams ¼ jährl. Fachkonfe- renzen 1-2 Konzept- tage /JahrIndiv. Begleitung Zeit am Kind Ausfall- planung Personal- entwicklung Jahrespla- nung Kontrolle im Review Eltern- befragung Schulungen Coaching Team- reflexion Verfügungs- zeit Kultur ReviewDienstplanung Gestaltung Muss, Kann Schulung … Commit- ment Schulung … Ratio Coach zu Kita: 1: 8 2 Tage je Monat … Selbstver- ständnis Selbstverant- wortung 20% der Arbeitszeit Nutzung von Randzeiten Vertre- tungskräfte Wöchent- liche Kleinteams ¼ jährl. Fachkonfe- renzen 1-2 Konzept- tage /JahrIndiv. Begleitung Zeit am Kind Ausfall- planung Personal- entwicklung Jahrespla- nung Kontrolle im Review Eltern- befragung FB 1 Information zu Kind und Familie Basisdaten bei Aufnahme des Kindes Tagebuch Grundlage für die päd. Arbeit, Aktionen, Einschätzungen und Auswertungen regelmäßig und fortlaufend; spontane und gezielte Beobachtungen Lerngeschichte Kindordner / Ich-Buch Sammlung von Dokumentationen FB 3 Aktion und Auswertung FB 4 Kollegialer Austausch FB 5 Entwicklung im Verlauf Kreisdiagramm, zusammen mit FB 4 Grundlage für alle Elterngespräche FB 6 Individueller Entwicklungs- bogen Ergänzende Informationen für Erz. und Eltern alle 3-6 Monate je nach Alter von „6-18 Monaten“, „18-36 Monaten“, „36-72 Monaten“ FB 2 Gesamteinschätzung / Wohlbefinden der Gruppe nach 4-8 Wochen, danach vierteljährlich; alle Erzieher/-innen einer Gruppe Seite 60 von 71 10 Personalmanagement Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt- zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und entwicklungsbezogenes pädagogisches Handeln umzusetzen, das heißt ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe. Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen ist unerlässlich, um für das einzelne Kind als auch für e ntwicklungs- homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu können. Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio - nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann. Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, erkennbarer und nachgewi esener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer Schwerpunkte. Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz und des Zutrauens sowie der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung. Seite 61 von 71 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und Kollegen zu schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv ihren/seinen Weg suchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen zu suchen, den Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, was immer bedeutet, lernen zu können. educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken. Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der Einrichtung bemerkbar wird. Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Teamordnung, die Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern getragen wird. 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, die die Fachkräfte vor Ort für die verlässliche Leistungserf üllung gegenüber Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen. Seite 62 von 71 Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfähig und lebenstüchtig), Einstellung zum Kind und zu den Eltern, Leidenschaft zu bestimmten Themen, Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: Sachkompetenz Handlungskompetenz Selbstkompetenz Reflektionskompetenz Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung zu dem ersten Arbeitstag). Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere: intensive Schulungen, kontinuierliches Coaching sowie laufendes Feedback, Reflektion, Projektarbeit. Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen. Seite 63 von 71 Grafik zu Rollen in der Pe rsonalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft: Exkurs educcare Commitment Schulungen Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach der Schulung eingeht. Beispiel hierfür sind die durch die teilnehmende Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Seite 64 von 71 Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den pädagogischen Alltag besprochen und festgeleg t. Das beschlossene Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine Umsetzung überprüft. Konkret bedeutet dies: erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag bereits terminlich vereinbart), im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept, Grundlagen Bildung und frühkindliche Bil dung, Beobachtung, Dokumentation, Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement. 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um das educcare Erziehungs- und Bildungskonzept und die hohe Qualität in den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtungen, die sich im Aufbau b efinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen , ohne selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st überflüssig zu machen. Seite 65 von 71 Verantwortung des Coaches Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt. Die benötigten Kompetenzen und Fachwis sen sind durch d ie Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach dem educcare Konzept. Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gestellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit umzusetzen. Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in der Zusammenarbeit mit der Kita Leitung. Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt. Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Deutschland. 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun- gen, Tarifbindung Qualität dank Professionalität Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich folgendes mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten: Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 Stunden pro Tag Seite 66 von 71 Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr) flexible Betreuungsangebote bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden kann educcare Bildungskonzept Notfallbetreuung (optional) Personal: bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen einspringen freigestellte Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen sowie mit einem besonderen Blick fü r Familien und das Gemeinwesen / den Sozialraum Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des Sozialraums ausgewählt fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis drei Tagen Entgelt angelehnt an TVöD In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse 11 Beweggründe für die Bewerbung Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft zu bewerben , unterteilen sich in zwei Bereiche. Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da in Münster durch Verwal- tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die folgenden Eigenschaften auszeichnet: Seite 67 von 71 Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt Qualitätsorientierte Ausrichtung Offenheit gegenüber neuen Trägern Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung Vernetzung der Träger Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erst rebenswert mit den Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen. Zweitens, spezifische Gründe für die Bewerbung für die Kita in Münster Wolbeck: Mit einer weiteren Einrichtung in Münster, und insbesondere im Stadtteil Wolbeck, ergeben sich Synergieeffekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in den Verzahnungsmöglichkeit en in den Themen Pädagogik und Betrieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen und Mitarbeiterinnen s o- wie gemeinsamen Management mit unterschiedlichen Th e- menschwerpunkten Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapaz i- täten und insbesondere bei unkomplizierter Aushilfe bei Personalengpässen (Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft- als auch Leitungsebene Seite 68 von 71 Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sowie gemei n- same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r- gien entstehen Potenziale si ch noch intensiver auf pädag o- gische Themen zu konzentrieren Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltrup und Wolbeck kann eine neue Wolbecker Kita - insbesondere im Aufbau und später im laufe nden Betrieb – sehr gut unte r- stützt werden, sodass hohe Qualität von Anfang an gewäh r- leistet wird. Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t- ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien und der Stadt Münster einbringen können: Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n- gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, so bildet die educcare Bildungskindertagesstätte „Der bunte Luftballon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der integrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste e.V.“ im Verbund das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfr a- gen, Entwicklungsauffälligkeiten, Förderbedarf, Sprach - und Bewegungsförderung, Therapieangeboten oder F ragen rund ums Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachku r- sen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Famil i- enzentrum kreative und spo rtliche Angebote für Kinder und Eltern, wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Seite 69 von 71 Frühförderung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angebote, z.B. Yoga, Zumba… Gerne bringen wir unsere Expertise auch in Familienzentren in Münster mit ein. Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r- ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h- landweit und auch in Münster durch die Bildungskindertagesstätte „Lacki Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Versorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau befindet und voraussichtlich 2019 eröffnet Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertagesstätte sehr zufrieden sind. Die letzte Befragung im Ze itraum 13.06.2017 – 27.06.2017 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h- mequote 53,2%) die Weiterempfehlungsquote bei 86% liegt. d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem. Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s- forderung zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen. Zur Über- nahme der Trägerschaft für die Einrichtung benötigen wir einen öffentlichen Zuschuss von insgesamt 96% der Betriebskosten nach Kibiz. Wir gehen davon aus, dass sich die Fördersituation mit dem neuen KiBiz ab 2019 positiv entwickelt und bereits getroffene Erhöhungen wie z.B. nach §21 f erhalten bleiben. Daher gehen wir bei unseren Finanzkalkulationen von Seite 70 von 71 einer zusätzlichen Förderung von ca. 50% des derzeitigen §21 f aus. Dies macht bei der ausgeschriebenen Einrichtung in Wolbeck einen jährlichen Betrag von ca. 62.000 Euro aus. Sollte die KiBiz F örderung nicht diesen Betrag decken, müsste die Finanzierung mit der Stadt Münster abgestimmt werden. Wir gehen von Mietkosten in Höhe der Mietförderung gemäß KiBiz (ca. 10,60 Euro) aus. Köln, 03.05.2018 Axel Thelen Sabrina Klein Geschäftsführer Projektentwicklerin Seite 71 von 71
6.1. Step Kids - Bewerbung
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1 Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH 2 Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Ansprechpartner: Frauke Schittek 0202 281 943 0 0160 872 321 4 f.schittek@stepke-kitas.de Stand: Oktober 2017 Herausgeber: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 3 Inhalt 1. Vorwort ......................................................................................................................... 5 2. Rahmenbedingungen ..................................................................................................... 5 2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ......................................................................... 6 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 4. Pädagogische Ziele und Inhalte .....................................................................................10 4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 5. Mehrsprachigkeit ..........................................................................................................12 6. Religiöse Erziehung .......................................................................................................13 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten ..............................................................................13 8. Das Freispiel .................................................................................................................14 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ............................................14 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 10. Vorschulerziehung ........................................................................................................15 11. Ein Tag in unserer Kita ..................................................................................................16 11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ...................................................................................................... 16 11.5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 18 11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung ................19 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 12.2. Teamsitzung .......................................................................................................................... 19 12.3. Stepke Akademie ................................................................................................................... 20 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern .........................................................20 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen .......22 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ....................................... 22 15. Öffentlichkeitsarbeit .....................................................................................................23 16. Gesunde Kinder ............................................................................................................23 16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 23 16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 23 16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 24 16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 25 16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 25 16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 25 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ...................................................25 17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 26 17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 27 4 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 27 18. U3-Bereich ....................................................................................................................27 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 28 18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 28 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 28 18.4. Motorik .................................................................................................................................. 28 18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 29 18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 29 18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 29 18.8. Essen und Trinken ................................................................................................................. 30 19. Unser Kinderschutz-Konzept .........................................................................................31 19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 32 19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 35 20. Inklusion .......................................................................................................................36 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ...................................................................................... 36 21. Tiergestützte Pädagogik ................................................................................................36 22. Stepke Qualitätsmanagement .......................................................................................37 22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse .............................................................................. 37 22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung .......................................................................... 39 23. Nachwort ......................................................................................................................41 5 1. Vorwort Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können. Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH. 2. Rahmenbedingungen 2.1. Der Träger “Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen 6 frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 2.2. Rechtliche Grundlagen Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. (www.national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des SGB VIII Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege § 22, 22a, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 0 bis 6 Jahren. Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie. 7 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal In der Step Kids KiTas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: sozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) Sportpädagogen Theaterpädagogen Musikpädagogen Kunstpädagogen Kinderpflegerinnen Kinderkrankenschwestern Ergänzungskräfte Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten Köche Reinigungskräfte Hausmeister Verwaltungskräfte Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) Alle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. Die jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger abgestimmt. Als anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten. 8 3.2. Öffnungszeiten Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten. Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 3.4. Aufnahmekriterien In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten Aufnahme: Alter des Kindes Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 3.5. Raumkonzept Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die Welt zu erkunden. Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit… 9 Bewegung – toben, tanzen… Pflege - wickeln, waschen, duschen… Schlafen - ausruhen, Stille erleben… Essen - Trinken Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… Experimentieren - konstruieren, bauen… Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu. Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen ein. 10 4. Pädagogische Ziele und Inhalte Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 4.1. Stand der aktuellen Forschung Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit sind. 4.1.1. Bindungsforschung Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen. Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen zurückkommen kann. Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus. 11 4.2. Hirnforschung und Lernen Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von elementarer Bedeutung. Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder berücksichtigen. In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv anregen. 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und Erprobungsfelder. Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf Gleichaltrige zu. Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten. 12 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - Entspannung und Konzentration im Snoezelraum Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei Step Kids Kitas gGmbH. Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von "SEI MAL STILL"! Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 5. Mehrsprachigkeit Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten Kontexten selbstverständlich genutzt wird. 13 Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen möchten. In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 6. Religiöse Erziehung Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl vermittelt: Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner Kultur. 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine unserer Einrichtungen besucht. Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu "beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und 14 werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu erlangen. Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 8. Das Freispiel Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet Verständigung und vieles mehr. Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder dazu eingeladen. Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch umzusetzen. 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret betreffen. In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest 15 installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 10. Vorschulerziehung Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen haben. 16 11. Ein Tag in unserer Kita 11.1. Zeit In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in ihren Aktivitäten unterbrochen werden. Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf beanspruchen Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder ergeben. 11.2. Ankommen In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in den Tag zu starten. 11.3. Morgenkreis Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern 17 unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die Hauptmahlzeit nicht essen möchte. Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht zu verlernen. Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 11.5. Ruhen und Schlafen Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor genannten Komponenten. Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 18 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE- Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 11.7. Nach Hause Gehen Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren. 19 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch Häuserübergreifend - stattfinden. 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit im Team. Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume umgestaltet. 12.2. Teamsitzung Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder projektspezifischen Teamtreffen. Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des 20 Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z.B.Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert und Tagesordnungspunkte gesammelt. Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption weiterentwickelt wird. 12.3. Stepke Akademie Mit unserem eigenen Fortbildungsprogramm der Stepke Akademie sagen wir bei Stepke ganz klar: Fortbildung ist uns wichtig! Unsere Fachforen und Qualitätszirkel schaffen Raum zum gegenseitigen Austausch und vermitteln aktuelle Erkenntnisse, die für die pädagogische Arbeit wichtig sind – praxisorientiert, spannend und direkt umsetzbar. Zielgruppe der Stepke Akademie sind sowohl interne wie auch externe pädagogische Fachkräfte. Für Stepke-Mitarbeiter besteht die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme während der Arbeitszeit. 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 13.1.1. Elternabende Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer gesellig-kreativen Form entsprechen. 21 13.1.2. Hospitationen Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 13.1.3. Hausbesuche Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine Bezugspädagogin an. 13.1.4. Beschwerdemanagement Grundsätzlich werden alle Anliegen der Eltern ernst genommen und mit den jeweiligen Ansprechpartnern lösungsorientiert behandelt. Dabei steht die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung unserer Arbeit im Vordergrund. Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen, sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah ein Termin vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird. Alle Eltern der Stepke Kitas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende Beschwerdeformular, direkt an die ErzieherInnen ihrer Gruppe zu wenden. Diese leiten das Formular umgehend an die Kita-Leitung weiter. Innerhalb von 2 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart. Die Kita-Leitung hat die Möglichkeit sich mit der Fachberatung und /oder der Geschäftsbereichsleitung auszutauschen, um kundenorientiert und zielgerichtet zu handeln. Beschwerden von Eltern sind für alle Stepke-Mitarbeiter als willkommene, konstruktive Kritik zu sehen. Beschwerdemanagement im Überblick: Teamebene – schriftliche Information über die Beschwerde werden entgegengenommen und an die Kita-Leitung weitergegeben. Leitungsebene – Die Kita-Leitung gibt den Eltern innerhalb von 2 Tagen eine Rückmeldung. Ggf. wird ein Gesprächstermin zur Problemlösung vereinbart. Ist die Kita-Leitung nicht im Haus, wird die Beschwerde sofort an die zuständige Fachberatung/Regionalleitung weiter gegeben. Träger – sollte in der Zusammenarbeit zwischen Kita-Leitung und Team und Eltern kein lösungsorientierter Ansatz im Beschwerdefall gefunden werden können, steht in jedem Fall Frauke Schittek als Träger zur Verfügung. Bei dieser Vorgehensweise wird sichergestellt, dass Probleme, Beschwerden, Kritikpunkte zeitnah mit den betreffenden Personen lösungsorientiert, effektiv und effizient herbeizuführen sind. Übergreifende Themen der Elternschaft werden vom Kita-Ausschuss gesammelt und in gemeinsamen Sitzungen, bei denen die Kita-Leitung dazu gebeten wird, bearbeitet. Die 22 Klärung von konzeptionellen, personellen und beitragsrechtlichen Fragen unterliegt dem Kita-Ausschuss. Der Eingang von schriftliche Beschwerden per Mail an die Zentrale wird sofort mit einer Eingangsbestätigung beantwortet. Deren Bearbeitung erfolgt innerhalb von 3 Tagen. Nach ca. 14 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache über die Zufriedenheit der Eltern über die Lösung der Beschwerde. Sollte diese noch nicht eindeutig vorliegen, sind weitere Gespräche zu führen, bis eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita wieder hergestellt ist. Der Träger ist davon in Kenntnis zu setzen. Das Hinzuziehen von Behörden und Ämtern durch den Kita-Ausschuss ist erst zu veranlassen, wenn alle zuvor genannten Maßnahmen keine befriedigende Lösung hervorgebracht haben. Der Kita-Ausschuss hat den Träger gleichzeitig über die Informationsweitergabe in Kenntnis zu setzen, damit auch dieser sich in Lösung der Probleme einbringen kann. 13.1.5. Evaluation Einmal im Jahr findet eine umfassende Umfrage in allen KiTas für Eltern, Fachkräfte und Office -Mitarbeiter satt. Die Ergebnisse dienen der Qualitätsweiterentwicklung. Die Fachberaterinnen werten die Umfrageergebnisse aus und spiegeln diese für die MA und Eltern in einer Zusammenfassung in die Einrichtungen zurück. In einer HL Sitzung werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert und entsprechen besprochen, sowie direkt Änderungslösungen gefunden und umgesetzt. Auch positives Feedback wird gerne weitergegeben und zurück gespiegelt. 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: anderen Kindertageseinrichtungen ASD und Soziale Beratungsstellen Jugendamt Polizei und Feuerwehr Gesundheitsamt Erziehungsberatungsstellen 23 Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 15. Öffentlichkeitsarbeit Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 16. Gesunde Kinder 16.1. Ernährung Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen berücksichtigt. Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. Die Eltern haben bei mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im Haus zu vereinbaren ist. Regelmäßig backen wir mit den Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen zu. 16.2. Bewegung Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich über Bewegung aus. Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine Wahrnehmung erfolgt über: 24 Sehsinn (optische Wahrnehmung), Hörsinn (akustische Wahrnehmung), Tastsinn (taktile Wahrnehmung), Geruchssinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. "Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." (H. Kükelhaus) Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie weiterzuentwickeln. "Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung bestimmen lassen." (E. Pikler) Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte Spielerische Wassergewöhnung Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe Waldtag 16.3. Schwimmen und Turnen Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln. 25 16.4. Schuhfreie Zone Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum Spielen ein. 16.5. Gesunde Zähne Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen. Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 16.6. Wald- Wiesentage Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und zum häufigen Fernsehkonsum. An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald befinden. 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke- Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen 26 Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der englischen Sprache ausdrücken zu können. Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und Methoden in der Sprachförderung ein. Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der Kinder. Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von zentraler Wichtigkeit. Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 17.1. Unsere Ziele: Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige Schlüsselkompetenz erleben Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und Benennen Wortschatzerweiterung Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken aufgebaut und präzisiert 27 17.2. Musik und Gesang Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen abzubauen. Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen arbeiten. 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der Bilderbuchbetrachtung integriert. Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern, Deutungsprozesse bewusst machen, Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen Geschichten selber weiter erfinden Eigene Geschichten erzählen lassen Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte immer weiter…) Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird und seine Freude entdeckt. Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m. 18. U3-Bereich Der U3-Bereich ist ein Schwerpunkt unserer Stepke-Einrichtungen. Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu erwähnen sind: 28 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 18.2. Feste Rituale Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit: Begrüßungs- und Abschiedsrituale Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) das gemeinsame Essen 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Fachkraft in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der Mittagsschlaf. Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 18.4. Motorik Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für großräumige Bewegung durch: 29 Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… Anregendes, vielseitiges Außengelände Ausflüge in die Natur Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 18.5. Gesundheit und Körperpflege Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in ihre Wickelsituation. Die Pflegesituation beinhaltet z.B.: Waschen von Gesicht und Händen Wickeln Zähne putzen Baden/Duschen bei Bedarf Nase putzen Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um die Eltern informieren und beraten zu können. Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 18.6. Ernährung Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu wahren. Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch geachtet, denn das Auge isst mit. Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen (Brei) vorbereitet. 18.7. Sauberkeitsentwicklung Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein wichtiger Punkt. Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern (Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens sauber ist. 30 Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen dazu setzt. Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper wahrzunehmen. Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 18.8. Essen und Trinken Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken … gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel nahe bringen … Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken. 31 19. Unser Kinderschutz-Konzept Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII Präambel Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. Der Gesetzeswortlaut § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. 32 In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. § 72a SGB VIII Persönliche Eignung Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 19.1. Kinderschutzauftrag 19.1.1. Vorgehensweise im Überblick I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 19.1.2. Ausführungen I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 33 Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 34 III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und –fähigkeit sind vor allem: die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von 35 sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 19.2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und –fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag). Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 36 20. Inklusion 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur eine Vision bleibt. 21. Tiergestützte Pädagogik Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die kindliche Entwicklung haben. Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern. Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in seinem Handeln. Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer Wahl dieses besondere Angebot vorhält. 37 22. Stepke Qualitätsmanagement 22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse Die Umsetzung des Stepke-Konzeptes ist die Grundlage der pädagogischen Arbeit in allen Stepke-Häusern. Wir wollen die Integrität der Organisation der Stepke-KiTas als kollektives Ganzes entwickeln, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den unten beschriebenen Zielen und Werten im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 1. Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit einem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. Alle Nationalitäten der Welt sind bei Stepke willkommen und werden mit hohem Engagement und besonderer Rücksichtnahme integriert. 2. In allen Stepke-KiTas finden wir eine freundliche, fröhliche Atmosphäre. Besucher der KiTa heißen wir willkommen und begleiten sie persönlich zum jeweiligen Termin. Es ist uns ein Bedürfnis von Wertschätzung, jeden Menschen, dem wir in der Kita begegnen freundlich zu grüßen und ggf. zu helfen. Wir achten auf eine zugewandte und verbindliche Umgangsweise zwischen Team und Küche, Stepke Facility und Verwaltung. 3. Jeder Stepke – MA legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Mit dem Tragen des Stepke-T-Shirts (zu offiziellen Anlässen, Festen und Feiern und in der Eingewöhnungszeit mit Namensschild) verdeutlichen wir unsere Verbundenheit zum Unternehmen und treten im Team als Gemeinschaft auf. 4. In den 4 Wochen der Eingewöhnung und in den ersten Wochen jeder neuen Stepke- Einrichtungen installieren wir einen Garderobendienst, der sich um die Belange derer bemüht, die die Kita betreten (Eltern, Großeltern, andere Bring- und Abholberechtigte). Wir erfüllen damit das Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung jener, die die KiTa besuchen. Der Garderobendienst ist in der Bring-und Abholzeit konstant vor Ort. Er begleitet durch eine zugewandte, fröhliche Art das Kommen und Gehen in der Kita. In neuen Einrichtungen schafft die Leitungspräsenz in dieser Phase durch die persönliche Begrüßung und Verabschiedung/ggf. als kompetenter Ansprechpartner Vertrauen. 5. Das MA QM- Handbuch gibt eine erste Orientierung für alle neuen MA. Jeder Stepke MA bekommt ein Handbuch bei Arbeitsbeginn für den persönlichen Gebrauch, um sich in Ruhe zu orientieren und unser Unternehmen in seiner Struktur kennen zu lernen. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist das Handbuch der Hausleitung zurück zu geben. 6. Jede Stepke KiTa wird täglich mit frisch gekochtem Essen aus einer Stepke Küche versorgt. Wichtig ist dabei, das die Qualität des Mittagessens auf der Grundlage der „Fit Kid“ -Zertifizierung für jede Kita als Standard festgelegt ist. Wir achten beim Transport darauf, dass die Qualität des Essens bei der Lieferung erhalten wird. 38 7. Sofern sich eine öffentliche Schwimmhalle in erreichbarer Nähe befindet, gehen die Kitas in Gruppen 1x wöchentlich mit den Kindern zum Schwimmen.(in der Regel ab 4 Jahren.) Die Schwimmbegleiter sind sich der hohen Verantwortung und Besonderheit dieses Angebots bewusst und zeichnen sich durch ein besonderes Maß an Vertrauen und Urteilsvermögen aus. Ein Schwimmlehrer schult regelmäßig die Schwimmbegleiter und begleitet die MA ins Schwimmbad. Er arbeitet konstant in den Gruppen mit. Stepke kann durch den Schwimmlehrer selber alle Abzeichen abnehmen. 8. Die wöchentlich stattfindenden Waldtage sind fester Bestandteil des Stepke- Konzeptes. Wir erfüllen das Bedürfnis der Verbindung der Kinder mit den natürlichen Ressourcen unserer Umgebung. Mit viel Fantasie und Entdeckungsfreude leben wir eine besondere Freiheit in der Natur. Die Waldtage verbringen die Kinder bei zulässiger Witterung von morgens bis nachmittags durchgängig im Wald. Ganze Waldwochen am Stück vertiefen das Angebot ein bis zweimal im Jahr. 9. Bilinguale Angebote führen Native Speaker oder auch MA mit sehr guten Englischkenntnissen durch. Unser Ziel ist es, in jeder Einrichtung/Gruppe Native Speaker zu beschäftigen, die alle nach der Immersionsmethode arbeiten. Sie erhalten jegliche Unterstützung aller MA, ihren besonderen Beitrag zur Umsetzung der Konzeption zu leisten. Durch regelmäßige Fortbildungen werden die Native Speaker kontinuierlich geschult und weitergebildet. 10. Mit viel Freude und Kreativität leben wir eine ästhetische Tischkultur. Wir geben den Kindern ein Gefühl von Ordnung und Gemeinschaft. So sind Frühstückstische beim gleitendem Frühstück immer frisch eingedeckt und einladend, mit kleinem Tischschmuck in der Mitte und ansprechen angerichteten Speisen, an denen sich die Kinder selbst bedienen. Ebenso bieten wir das Mittagessen in separaten Schüsseln tischweise an. Auch am Nachmittag ist der Tisch liebevoll eingedeckt. Eine ruhige, gemütliche Atmosphäre mit anregenden Tischgesprächen lassen die Mahlzeiten besondere Rituale in der Gemeinschaft erleben. 11. Wir schützen unsere hochwertige Raumausstattung und Materialien. Gern trägt jeder MA Sorge dafür, dass ein ordentlicher Gesamteindruck der Kita gewahrt wird. Mit viel Liebe zum Detail und Kreativität legen wir unsere Aufmerksamkeit auf eine kindgerechte, saubere und ästhetische Raumgestaltung. Die Wände der Räume behandeln wir besonders schonen und verzichten dabei auf Klebstreifen. 12. Alle Kitas sind fortschrittlich und modern mit WLAN ausgestattet. Wir sind in der Lage, mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein Lerncomputer, Smartboard und Tabletts zur Entwicklung pädagogisch fundierter Medienkompetenzen einzusetzen. Dabei ist es uns wichtig, zum einen technisches Verständnis, zum anderen das Verständnis von Inhalten und einem gesunden zeitlichen Gebrauch der Medien durch die Kinder zu entwickeln. 39 Diese 12 Punkte dienen der Einzigartigkeit unseres Unternehmens und ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Häuser, die Stepke als „Marke“ verbindet. Sie dienen dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Erkennbarkeit, ganz gleich, welche Größe das Haus hat und in welchem Bundesland und Wohngebiet die Einrichtung zu Hause ist. Darüber hinaus ist Raum für individuelle Herangehensweisen der Leitungen, standortbedingte Gegebenheiten und durch die Kompetenzen der Mitarbeiter bedingte Parameter, die jede Kita zu etwas Besonderem werden lassen. 22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung Die Fachberatungen der Stepke Kitas sind städtebezogen, bzw. regional eingesetzt. Ihre Tätigkeit teilt sich in zwei umfassende Bereiche: 22.2.1. Erstens: Begleitung Sie verbindet durch enge und regelmäßige fachliche, entwicklungs- und organisationsbezogene Begleitung der Leitung, die Mitarbeiter an der Basis in den Kitas mit dem Träger. Damit sorgt die FB für die Transparenz der Häuser zum Träger und umgekehrt und steht der HL in allen pädagogischen/ personellen und administrativen Bereichen und in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zur Seite. 22.2.2. Zweitens: Controlling Die Fachberatung ist für das Controlling der Stepke Standards, sowie die Umsetzung von aktuellen Absprachen und neuen Verfahren in den Häusern verantwortlich. Bei regelmäßigen Besuchen vor Ort wird dieses Controlling in der Ausübung des Qualitätsmanagements gewährleistet. Im Rahmen der Qualitätssicherung und – kontrolle erfüllt die FB folgende Aufgaben: • Qualifizierung und Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis der Stepke - Kitas • Organisations- und Personalentwicklung; • Sicherung der Qualitätsstandards und Begleitung bei der Umsetzung von Innovationen; • Mitgestaltung trägerspezifischer Zielsetzungen; • Umsetzung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen und • Kooperation und Vernetzung in den Städten und Bundesländern. Defizite im QM der Kita werden in einem Gesprächsprotokoll aufgezeichnet und mit einer Frist zur Abstellung festgehalten. Wird diese Frist nicht eingehalten, erfolgt in Absprache mit der Geschäftsbereichsleitung eine Zielvereinbarung, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt eine Abmahnung durch den Träger. Für alle Vorgänge und Prozesse in den Kitas steht die HL in der Pflicht. Die Fachberatung wird durch die Hausleitung aktiv in das Beschwerdemanagement einbezogen. Beschwerden, ggf. auch aus der Stepke Verwaltung werden an die Fachberatungsleitung weitergegeben. Diese bindet bei Bedarf einer Klärung die Geschäftsbereichsleitung/Geschäftsleitung ein. 22.2.3. Struktur und Zielsetzung der Fachberatung: Die Fachberatungsleitung vernetzt die regionalen Fachberatungen durch einen wöchentlichen Jour Fixe. Damit wird der regelmäßige Austausch, die Informationsweitergabe zum und vom Träger und die Transparenz der Arbeit an den verschiedenen Standorten sichergestellt. Die regionalen Fachberatungen führen im 8- wöchigen Rhythmus am jeweiligen Standort Hl-Sitzungen durch. Diese dienen neben der 40 Weitergabe der trägerrelevanten Themen dem fachlichen Austausch der HL. Zur Zielsetzung der Tätigkeit der Fachberatung gehören: • Vorbild für die wertschätzende Kommunikation im Unternehmen • Unterstützung der Mitarbeiterbindung • Umsetzung der Organisationsbedürfnisse • Bearbeitung des Beschwerdemanagements • Positive Außenwirkung • Entwicklung der pädagogischen Arbeit gemäß den individuellen Einrichtungszielen der Häuser • Entwicklung von Einrichtungsübergreifenden Stepke - Jahresthemen – für 2018/2019 erstmalig nach Auditveranstaltung im Juni 2018 (?) Die Aufgaben der Fachberatung gliedern sich nach den oben genannten Schwerpunkten in der Begleitung der Kitas konkret wie folgt: Trägervertretung: • Gespräche mit Eltern; vorrangig im Rahmen des Kitaausschusses/Elternrats • Konfliktsituationen mit Mitarbeitern, Leitung oder Träger • Teilnahme an schwierigen MA Gesprächen Kontrollfunktion: • Sicherstellung der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes • Ordnung, Sauberkeit der Einrichtungen • Sicherstellung der Umsetzung der festgelegten Standards durch den Träger • Umsetzung der Jahresplanung laut sozial-päd. Konferenz Weiterentwicklung des QM • durch Evaluationsauswertung Festlegung von Jahreszielen jeder Einrichtung und deren Reflektion am zu Beginn des neuen Kita-Jahres • Jahresversammlung zum Austausch aller Leitungen und dem Träger zur Entwicklung der pädagogischen und personellen Standards (siehe Audit unter 4) Begleitung und Beratung der Hausleitungen: • Regelmäßiger Kontakt vor Ort in den Kitas • Beratung in administrativen und pädagogischen Konzepten • Beratung bezüglich der Raumgestaltung, Anschaffungen, Material • Beratung in Führungsfragen zu Teamentwicklungsprozessen Hl Sitzung städtebezogen im Rhythmus von 8 Wochen (Köln/Wuppertal/Berlin und BB) Die Fachberatung ist maßgelblich an der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung beteiligt und sichert die Qualität der Standards an der Basis – in den Häusern. Den Slogan „Richtig gute Kita.“ sehen wir als Versprechen an die großen und kleinen Menschen im Unternehmen. Dem gerecht zu werden, dient unser täglicher, persönlicher Einsatz. 41 23. Nachwort Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.
Anlage 1.3 Auswertungsformular_Froebel
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1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide Name und Adresse des Trägers: FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH Komödienstraße 18-24 50667 Köln 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e.V. - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im paritätischen Gesamt- verband - Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbetreuung und Hilfen zur Erziehung (insgesamt über 160 Kitas in Deutschland) - Betreibt ab 2019 die Kindertageseinrichtung am Markweg in Münster - Philosophie des Friedrich Fröbel (Kinder verfügen über individuelles Bildungspotential) - Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Arbeit mit offenem Konzept - Ganzheitlicher pädagogischer Ansatz nach Friedrich Fröbel, Schwerpunkt möglicher- weise Ökologie/Nachhaltigkeit - Bilingualität ist geplant - Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung - Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr - Keine Schließungszeiten in den Ferien 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stell fol- gende Merkmale besonders hervor: - Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen - Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt, der durch die EU- Kinderrechtskonvention im Leitbild verankert ist - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams - Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderun- gen - Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Kin- der - Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichbar 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wenn möglich: Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur, Lernen von Essenszubereitung, Anlegen von Gemü- se-/ Kräuterbeeten) - Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körperlichen / seelischen Entspannung und Ruhe - Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Bewegungskitas 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakteure ist geplant - Kooperation mit Großtagespflege und Schule, um frühzeitig die Übergange zu gestal- ten - Erfahrung als Träger mit angestellten Tagespflegepersonen vorhanden - Gemeinsame Feste und Aktionen im Stadtteil - Schwerpunkt Ökologie und Nachhaltigkeit - Nutzung des Wolbecker Tiergartens - an Reggiopädagogik orientierte ReMida = Materialien, die in Industrie / Handwerk ab- fallen werden für Kitas, Schule weiterverwandt - Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant - Weiterentwicklung zum Familienzentrum gewünscht 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende, Hospitationen usw. finden statt - Elternlounge für Kontakte der Eltern untereinander - Gemeinsame Feste, Aktionen, Trödelmärkte, etc. - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement / Altersentlastung im Konzept verankert für Mitarbeiter/-innen ab 56. Lebensjahr - Zunächst regionale Fachberatung für Münster geplant - Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und Informati- onssystem) - Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu pädagogischen Themen - Kinderschutzkonzept liegt vor - Haustarifvertrag in Abstimmung mit der GEW / Anlehnung an den TVöD - Mitarbeiter/-innen in Vorbereitung auf Leitungsaufgaben durchlaufen ein zweijähriges Führungstrainee-Programm 4. Besondere Merkmale / Eignung - Keine Schließungszeiten in den Ferien - Träger ist spezifisch in der Kindertagesbetreuung tätig - Innovative Ausrichtung der Kitas an Bedarfen / Ressourcen der Standorte
Anlage 1.1 Auswertungsformular_ASB
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1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Wolbeck an der Petersheide Name und Adresse des Trägers: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.: 1972 - Anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe - Betreibt bereits ein Kita in Münster und ab 2019 zwei weitere Einrichtung - Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfahrtsverband - Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Landesverbänden sowie Kreis- und Ortsverbänden zusammen - Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und demokratische Grundsätze - Der ASB arbeitet parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden - Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Gesamtorganisation - Bestrebt den Bereich Kinder- und Jugendhilfe in Münster auszubauen - Drei Großtagespflegen mit angestellten Tagespflegepersonen in Münster sind in Pla- nung 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 5,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Schwerpunkte im Bereich Bewegung und gesunder Ernährung, Spezifizierung soll nach Bedarfen im Sozialraum erfolgen - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: Montag-Donnerstag von 07.00-16.30 Uhr und Freitag von 07.00- 15.00 Uhr, bei Bedarf bis 20.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist eine Selbstverständlichkeit - Mind. eine Fachkraft für den Bereich der Inklusion soll eingestellt werden - Bereits als Träger Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingshilfe und in der Betreuung von Kindern / Kindern mit Migrationshintergrund - Migration und Genderthematik wird in den Alltag integriert 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bewegungsförderung (Lernen mit Bewegung) - Gesundes Essen (Belieferung mit Frischkost aus bestehender Einrichtung in Kinder- haus für weitere Kita möglich) - Projekte zum Thema Ernährung / Gesundheit im Kitaalltag - Zusammenarbeit mit Frühförderung, Ergotherapie, Ärzten usw. - Angebote zur Verkehrserziehung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bereits bestehende Vernetzungen: - Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB, insbesondere im Bezirk Südost - Zentrale Verwaltung des ASB in Gremmendorf, Arbeit in der Flüchtlingshilfe in der Erstaufnahmeeinrichtung York-Kaserne Geplante Vernetzungen: - Vernetzungen mit den kirchlichen Trägern vor Ort, Schulen, Vereinen, Frühförderstel- len, Ärzten, Physio-, Ergotherapie und Alteneinrichtungen - Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen, Fachgremien und AG’s ist geplant und findet zum Teil schon statt - Übernahme von Trägerschaften von Großtagespflegestellen mit angestellten Großta- gespflegepersonen wird aktuell geplant - Angebote im Bezirk Südost als Schwerpunkt des ASB - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Feste und Aktionen für Familien - Hilfestellung und Begleitung von Familien in besonderen Lebenslagen 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen 3 - Multiprofessionelle und multikulturelle Teams in den Einrichtungen - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fachberatung vor Ort in Münster - Ein Qualitätsmanagement Handbuch ist implementiert und wird fortlaufend weiterent- wickelt - Bezahlung in Anlehnung an den TVöD - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Bezirk Südost als Schwerpunkt des ASB, Kooperation mit der Kindertagespflege ge- plant (Großtagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen in Planung) - Ausbau des stadtweiten Angebotes von Leistungen für Familien - Nutzung von Synergieeffekten durch mehrere Einrichtungen, z. B. Essenversorgung durch die Kita Grünschleife in Kinderhaus - Bereits in der Jugendarbeit in Wolbeck tätig
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (16)
- Middelerstraße
- Heidestraße
- Hafenstraße 30
- Meyerbeerstraße
- Eichendorffstraße
- Landsberger Straße
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Carlo-Schmid-Weg
- Markweg
- Regina-Protmann-Straße
- Willingrott
- Petersheide 1
- Kinderhaus
- Tiergarten
- Werse
- Holtrode
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Details
- Aktenzeichen
- V/0351/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.04.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37