3075/2018
Freigabe- und Baubeschluss über die Maßnahme "Partizipatorische Neugestaltung Platz an St. Adelheid" in Köln-Neubrück aus dem Programm "Starke Veedel – Starkes Köln" (Einzelmaßnahme 2.10.4 im Sozialraum Ostheim und Neubrück)
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Anlage 7 WC Anlage
77 Zeichen
Anlage 7(LQQHXHV.OHLGIU$GHOKHLG Öffentliche Toilette - 1-Raum-WC-Anlage
Anlage 0
2003 Zeichen
A N L A G E 0 Sard130619Az1Sb-3075-2018 Freigabe- und Baubeschluss über die Maßnahme "Partizipatorische Neugestaltung Platz an St. Adelheid" in Köln-Neubrück aus dem Programm "Starke Veedel – Starkes Köln" (Einzelmaßnahme 2.10.4 im Sozialraum Ostheim und Neubrück) Vorlage 3075/2018 hier: Begründung der Dringlichkeit Die Beschlussvorlage soll in den Sitzungen der Bezirksvertretung 8 – Kalk und des Ausschusses für Umwelt und Grün am 27.06.2019, des Jugendhilfeausschusses am 02.07.2019, des Stadtent- wicklungsausschusses am 04.07.2019, des Finanzausschusses am 08.07.2019 und des Rates am 09.07.2019 behandelt werden, um den Ablauf der geplanten Fördermaßnahme nicht zu gefährden. Der Antrag auf Bewilligung von Städtebaufördermitteln soll im Herbst 2020 bei der Bezirksregie- rung Köln gestellt werden. Grundlage hierfür ist die innerhalb der Verwaltung abgestimmte Objekt- planung mit dem Status Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung). Aufgrund der Komplexität der Pla- nungsaufgabe bestanden umfangreiche Klärungsbedarfe und die Notwendigkeit einer Überprüfung der Kostenkalkulation durch das Rechnungsprüfungsamt. Die Vorabstimmung konnte erst kurzfris- tig einvernehmlich abgeschlossen werden. Daher war es nicht möglich, die Vorlage fristwahrend auszufertigen. Es ist eine frühzeitige Weiterbeauftragung der Leistungsphasen 5 und 6 nach dem Beschluss ge- plant, um ohne größeren Zeitverlust an der Konkretisierung der Planung arbeiten zu können. Auf diese Weise soll der Zeitraum bis zur Bewilligung der Fördermittel zielführend genutzt werden, wei- tere Planungsschritte vorzubereiten und dem befristeten Zeitrahmen der Fördermaßnahme gerecht werden zu können, zumal der Umbau in zwei Bauabschnitten erfolgen muss. Der Fördermittelge- ber schreibt die Umsetzung und Schlussrechnung bis zum 31.12.2024 vor. Eine spätere Beratung durch den Rat würde zu einer erheblichen Verzögerung im Ablauf der Gesamtmaßnahme führen und die Fördermaßnahme insgesamt gefährden.
Anlage 2 Luftbild mit Markt
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20 0 20 40 60 80 10010 Meter Luftbild (Stand: 2014) Betrachtungsraum "Platz an St. Adelheid" in Köln - Neubrück Anlage 2 N
Anlage 6 Konzepte NEU
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Anlage 6 Seite 1 von 2 Ein neues Kleid für Adelheid Entwurfsplanung Seite 2 von 2 Anlage 6Ein neues Kleid für Adelheid Spielplatzkonzept
Anlage 9 Auszug AUG TOP 4.1.8 Neugestaltung St. Adelheid in Neubrück
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Geschäftsführung Ausschuss für Umwelt und Grün Frau Bültge-Oswald Telefon: (0221) 221-23702 E-Mail: barbara.bueltge-oswald@stadt -koeln.de Datum: 03.07.2019 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses Umwelt und Grün vom 27.06.2019 öffentlich 4.1.8 Freigabe- und Baubeschluss über die Maßnahme "Partizipatorische Neugestaltung Platz an St. Adelheid" in Köln-Neubrück aus dem Pro- gramm "Starke Veedel – Starkes Köln" (Einzelmaßnahme 2.10.4 im So- zialraum Ostheim und Neubrück) 3075/2018 SE Frau Dr. von Mikecz spricht das Thema „Klimaschutz in Köln“ an und bemerkt, dass dieser Platz in der Klimawandelstudie zur klimagerechten Metropole Köln als hoch belastet beschrieben werde. Sie fragt, wie dort klimawandelgerechte Planungen berücksichtigt seien. Auf dem letzten Plan sei in dieser Hinsicht nichts zu sehen, weder zusätzliches Grün, noch zusätzliche Verschattung. SB Herr Schallehn fragt, ob die LED-Beleuchtung insektenfreundlich sei. Er verweist in diesem Zusammenhang auf einen entsprechenden Beschluss des Ausschusses. RM Herr Becker bittet, wegen der parallel tagenden BV Kalk den Beschluss ohne Votum zu fassen. RM Frau Stahlhofen betont, dass die dort lebende Bevölkerung sehr daran interes- siert sei, dass dort eine positive Veränderung stattfinde. Nach kurzer Beratung über das weitere Verfahren stellt der Ausschussvorsitzende den Verweis der Vorlage „ohne Votum in die nachfolgenden Gremien“ zur Abstim- mung. Beschluss: Der Ausschuss Umwelt und Grün verweist die Beschlussvorlage ohne Votum in die nachfolgenden Gremien. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Anlage 4 Zusammenfassung Workshop 1
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Öffentlichkeitsbeteiligung vom 12.06.2018 Anlage 4 Workshop 1 Ein neues Kleid für Adelheid 6HLWHYRQ5 Anlage 4 Seite 2 von 5 Anlage 4 Seite 3 von 5 Anlage 4 Seite 4 von 5 Anlage 4 Seite 5 von 5
Anlage 3 Fotodokumentation NEU
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Anlage 3 (LQQHXHV.OHLGIU$GHOKHLG Fotodokumentation Platz an St. Adelheid nach Süden mit der kath. Kirche St. Adelheid Platz an St. Adelheid nach Osten mit Rasenfläche (links im Hintergrund) und der Ladenzeile mit Sparkasse KölnBonn Fußgängerzone mit vorhandenem Spielangebot nach Süden Kircheneigene Freifläche zwischen der Kirche St. Adelheid (rechts) und dem Spielangebot (links) nach Süden
Anlage 1 Betrachtungsraum
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geplante Neubauten der Kirchengemeinde St. Adelheid in die Umgestaltung einzu - EH]LHKHQGHV.LUFKHQJUXQGVWFN Spielplatz N Betrachtungsraum "Platz an St. Adelheid" LQ.|OQ1HXEUFN 0 5025 100 150 Meter Anlage 1
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/61/1
613 Sard Az
Vorlagen-Nummer
3075/2018
Freigabedatum
19.06.2019
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Freigabe- und Baubeschluss über die Maßnahme "Partizipatorische Neugestaltung Platz an St.
Adelheid" in Köln-Neubrück aus dem Programm "Starke Veedel – Starkes Köln"
(Einzelmaßnahme 2.10.4 im Sozialraum Ostheim und Neubrück)
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Der Rat:
1. stimmt der Neugestaltung des Platzes "An St. Adelheid" in Köln-Neubrück einschließlich eines
Spielplatzes zu und beauftragt die Verwaltung, auf der Grundlage der Entwurfsplanung (Anlage
6) – vorbehaltlich der Bewilligung von Städtebaufördermitteln – die Ausführungsplanung vorzu-
nehmen und die Maßnahme baulich umzusetzen. Die förderfähigen Gesamtkosten betragen ca.
1.500.000 €. Ausgehend von einer Förderquote von 70 % belaufen sich die zu erwartenden För-
dermittel auf ca. 1.050.000 €. Der Eigenanteil der Stadt Köln beläuft sich somit auf ca. 450.000 €;
2. beschließt unter gleichem Vorbehalt die Freigabe der benötigten investiven Auszahlungsermäch-
tigungen;
3. bewilligt Mittel zur Regulierung der Pflasterflächen aufgrund von Wurzelschäden der Bestands-
bäume;
4. beschließt die Errichtung einer 1-Raum-City-WC-Anlage auf dem Platz an St. Adelheid in Köln-
Neubrück, entsprechend der Entwurfsplanung (Anlage 6) und dem Detailplan (Anlage 7);
5. beschließt die – nicht förderfähige – Sanierung und Ertüchtigung der öffentlichen Beleuchtung.
Alternative
Der Rat lehnt die vorgelegte Entwurfsplanung ab. Die Beantragung von Städtebaufördermitteln wird
zurückgezogen. Die Umsetzung der Maßnahme entfällt.
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 27.06.2019
Ausschuss für Umwelt und Grün 27.06.2019
Jugendhilfeausschuss 02.07.2019
Stadtentwicklungsausschuss 04.07.2019
Finanzausschuss 08.07.2019
Rat 09.07.2019
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
1. Platz und Kinderspielplatz
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen 1.484.335 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 1.039.035 € 70 %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 15.708 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 10.995 € 70 %
2. Pflasterregulierung infolge von Wurzelschäden
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme ca. 100.000 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
3. Citytoilette
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme s. Folgeaufwendungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. 47.712 €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023
a) Erträge 2.000 €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
4. Sanierung/Ertüchtigung sowie Versetzung der öffentlichen Beleuchtung (nicht förderfähig)
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 37.604 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
3
Begründung:
1 Anlass und Ziel
Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2016 den Beschluss über das Integrierte Stadtentwicklungskon-
zept "Starke Veedel – Starkes Köln" als zukunftsweisendes Leitkonzept zur sozialraumorientierten
Stadtentwicklung (Vorlage-Nr. 2899/2016) gefasst.
Das sozialraumspezifische Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum Ostheim
und Neubrück wurde am 14.02.2019 vom Rat beschlossen (Vorlage-Nr. 3789/2018). Die Maßnahme
"Partizipatorische Neugestaltung Platz an St. Adelheid" ist im Maßnahmenpaket des sozialraumspezi-
fischen ISEK enthalten.
Der Platz an St. Adelheid mit der südlich angrenzenden Fußgängerzone und einer im Osten an-
schließenden Rasenfläche bildet den Kern des Stadtteilzentrums der Großsiedlung Neubrück, die in
den 1960er und 1970er Jahren errichtet wurde (s. Anlagen 1–3). Seit 2012 wurden diverse Aktivitäten
und Ideen entwickelt, um den nicht mehr zeitgemäßen öffentlichen Raum des Stadtteilzentrums auf-
zuwerten und Konflikte auszuräumen, die unter den Anwohnern und Nutzergruppen in den letzten
Jahren aufgetreten sind. Die Neugestaltung des Platzes an St. Adelheid und seiner Umgebung wurde
deshalb als Maßnahme in das Programm "Starke Veedel – Starkes Köln" (Einzelmaßnahme 2.10.4
im Sozialraum Ostheim und Neubrück) aufgenommen. Als vorrangiges Ziel der Maßnahme wurde
definiert, durch eine Umgestaltung die Aufenthaltsqualität für die Öffentlichkeit zu verbessern.
Als Teil der Maßnahme soll der bestehende, jedoch veraltete öffentliche Spielplatz im Süden des
Platzes an St. Adelheid zu einem ca. 300 m2 großen Spielplatz erweitert und in die Gesamtplanung
integriert werden. In die Umgestaltung einbezogen werden soll auch eine etwa 545 m2 große Freiflä-
che der Kirchengemeinde St. Adelheid, die öffentlich zugänglich ist (s. Anlage 1). Dadurch soll die
bestehende einheitliche Gestaltung des Platzraumes fortgeschrieben werden. Die Umgestaltung der
kirchlichen Fläche und ihre Mitbenutzung durch die Allgemeinheit wird durch den Abschluss eines
Gestattungsvertrages zwischen der Stadt Köln und der Kirche gesichert. Eine Absichtserklärung der
Kirchengemeinde und des Erzbischöflichen Generalvikariats zum Abschluss eines solchen Vertrages
liegt vor.
Um eine konsensfähige Gesamtkonzeption für den Platz an St. Adelheid und den Spielplatz zu entwi-
ckeln, war eine Öffentlichkeitsbeteiligung unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Ju-
gendlichen und die Einbeziehung örtlicher Akteure ein wesentliches Element der Aufgabenstellung.
Grundlagen für die Planung sollten auch bestehenden lokalen Ideen und Konzepte sein.
Die Neugestaltung soll durch Städtebaufördermittel in Höhe von 70 % der Gesamtkosten bezuschusst
werden, die inklusive der Planungskosten in einer Höhe von 1.260.540 € netto (1.500.043 € brutto)
nach aktuellem Planungsstand veranschlagt werden. Voraussetzung für den Förderantrag ist das
Vorliegen einer abgestimmten Entwurfsplanung (Leistungsphasen 1– 3 gemäß HOAI).
Die Bezirksvertretung Kalk hat am 07.12.2017 den Bedarf für die Durchführung der Maßnahme fest-
gestellt und deren Umsetzung beschlossen (3212/2017). Der Beschluss beinhaltet die stufenweise
Vergabe der Leistungsphasen an ein externes Planungsteam. Die Vergabe soll in Abhängigkeit von
den Voraussetzungen der öffentlichen Förderung und der Bewilligung der Mittel erfolgen. Ebenfalls
beschloss die Bezirksvertretung Kalk die Durchführung eines öffentlichen, aus zwei Veranstaltungen
bestehenden Workshops.
Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 14.12.2017 den Beschluss der Bezirksver-
tretung Kalk zustimmend zur Kenntnis genommen und angeregt, als Grundlage der ersten Work-
shopveranstaltung mindesten drei Entwürfe zu fertigen und mit den Bürgerinnen und Bürgern zu dis-
kutieren, damit diese ihre Anregungen besser einbringen können.
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2 Vergabe der Entwurfsplanung und Aufgabenstellung
Auf Grundlage der Kostenschätzung zum Bedarfsfeststellungbeschluss mussten die Planungsleistun-
gen (Leistungsphasen 1–9) bundesweit öffentlich ausgeschrieben werden. Als Ergebnis des Verga-
beverfahrens (3 Angebote) erhielt das Büro "Bauchplan ).( Baldauf Otto Okresek Landschaftsarchi-
tekten und Stadtplaner Partnerschaft mbb", München/Wien, im Mai 2018 den Zuschlag. Die Auftrags-
vergabe umfasste in einem ersten Paket die Entwurfsplanung (LP 1–3) inklusive der Öffentlichkeits-
beteiligung in Form von 2 lokalen Workshops.
Grundlagen für die Entwurfsplanung waren:
Dokumentation der im Vorfeld entwickelten Planungsideen der Neubrücker IG Marktplatz in-
klusive Ergebnis studentischer Wettbewerb 2013. Wünsche: mehr Grün, eine verbesserte Be-
leuchtung, bessere Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten, besondere gestalterische Elemente
(z.B. Brunnen, Maibaum, St. Martins Feuer), Einrichtung einer öffentlichen Toilette.
Eine Zusammenstellung der für die Neugestaltung des Platzes an St. Adelheid und seiner
Umgebung relevanten fachlichen Rahmenbedingungen (u.a. Leitungsbestand, die Feuer-
wehr-, Not- und Entsorgungszufahrten, die fußläufigen Hauptwegebeziehungen, der Neubrü-
cker Wochenmarkt, das Stadtteilfest "Adelheidiade" und das Martinsfest).
Informationen über die bereits genehmigten und kurz vor ihrer Ausführung stehenden Bau-
maßnahmen der Kirchengemeinde St. Adelheid.
Die Ergebnisse der vorausgegangenen Beteiligung der Neubrücker Kinder und Jugendlichen,
und die Spielplatzplanung der Kinder- und Jugendverwaltung, die der Bezirksvertretung am
08.12.2016 zur Beschlussfassung vorgelegt wurde.
Aufgabe des Planungsbüros war es, unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen und der
Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung realistische und umsetzbare Lösungsvorschläge zu entwi-
ckeln. Des Weiteren war der begrenzte, im Programm "Starke Veedel – Starkes Köln" für die Maß-
nahme vorgesehene Kostenrahmen, der nur beschränkte Eingriffe in den Bestand zulässt, zu beach-
ten.
3 Beteiligungsverfahren
Am 12.06. und am 07.07.2018 fanden zwei öffentliche Workshopveranstaltungen vor Ort in Neubrück
statt. Bei der ersten Veranstaltung waren etwa 60, bei der zweiten Veranstaltung etwa 45 Anwohne-
rinnen und Anwohner zugegen. Bei beiden Veranstaltungen veranschaulichte das Planungsbüro sei-
ne Planungen an einem Modell.
An beiden Terminen fand parallel auf dem Platz an St. Adelheid eine gesonderte Veranstaltung für
Kinder und Jugendliche statt, um auch ein kinder- und jugendgerechtes Beteiligungsformat anzubie-
ten. Die Initiative "Bugs" – Offene Kinder- und Jugendarbeit des Caritasverbandes für die Stadt Köln
e. V., die regelmäßig ihr mobiles Spielangebot auf dem Platz an St. Adelheid zur Verfügung stellt, war
an beiden Terminen gemeinsam mit der Sozialraumkoordination Ostheim und Neubrück unterstüt-
zend vor Ort. Bei beiden Veranstaltungen hat eine Abordnung der Kinder die Gelegenheit bekommen,
die speziellen Wünsche vor dem Plenum der Erwachsenen vorzutragen.
Für die erste Veranstaltung legte das Planungsbüro drei Entwurfsvarianten vor (s. Anlage 4), die sich
durch die räumlichen Schwerpunktsetzung der vorgeschlagenen Veränderungen deutlich voneinan-
der unterschieden. Viele Details wurden in diesem Stadium, das zunächst zur Klärung der strukturel-
len Fragen und der Verteilung der Funktionsbereiche dienen sollte, bewusst offen gelassen. Es wur-
den zahlreiche Wünsche nach einer besseren Ausstattung des Stadtteilzentrums mit Elementen wie
Bänken, Beleuchtung, einem Brunnen, einer öffentlichen Toilette etcetera vorgebracht. In allen Vari-
anten gingen die Verfasser von dem Erhalt der raumbildenden Platanen auf dem Platz und seiner
südlichen Verlängerung aus. Darüber hinaus blieb die schmale Fußgängerzone zwischen der Stadt-
teilbibliothek und der Ladenzeile in allen Vorschlägen von Veränderungen unberührt.
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Die Variante 1 "Mitmachplatz – Überall ein bisschen" streute verschiedene "Aktionsfelder" über den
gesamten öffentlichen Raum des Stadtteilzentrums und fand wegen ihrer offenen Konzeption und der
befürchteten Lärmstörungen bei den Bürgerinnen und Bürgern weniger Anklang.
Die Variante 2 "Inseln – Vier Inseln für Adél" schlug eine Konzentration auf vier organisch geformte
Handlungsräume vor, die dem Kinderspiel, dem Boulespiel, der Fitness und einer Leseecke vorbehal-
ten sein sollten. Die organische Ausformung dieser Bereiche und ihre Ausdehnung sind bei den Bür-
gerinnen und Bürgern nicht durchweg auf Anerkennung gestoßen, jedoch haben insbesondere der
Vorschlag eines Bouleplatzes als ruhige Freizeitnutzung auf der Rasenfläche und die Idee einer Fit-
ness-Zone im Süden des Stadtteilzentrums Anerkennung erfahren.
Mit der 3. Variante "Maxigrün -Tanzboden und Promenade” hat das Planungsbüro die stärksten Ein-
griffe in die vorhandene Struktur vorgeschlagen. Als markantes Element wurde eine Einfassung des
Platanenkarrees auf dem Platz durch podestartige Einbauten vorgeschlagen, die sich auf der Ostseite
bühnenartig aufweiten sollten ("Tanzboden"). Die Trennung der Platzmitte von ihrer Umgebung wurde
insgesamt – im Interesse der Marktnutzung und der Wegebeziehungen – kritisch gesehen. Auf nega-
tive Resonanz stießen auch die auf allen Platzseiten durch die Podeste gegebenen Sitzgelegenhei-
ten, mit denen Lärm und Verschmutzung assoziiert wurden. Angemahnt wurden des Weiteren kon-
ventionelle Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen. Durchweg positiv aufgenommen wurde das zweite
prägende Element dieses Vorschlages, das in einer intensiven Begrünung der Nordsüdachse durch
Baumgruppen und Pflanzpartien bestand ("Promenade"), wobei darauf hinwiesen wurde, dass Angst-
räume vermieden werden müssten. Um genügend Raum für die Baumpflanzungen der Promenade zu
schaffen, haben die Planverfasser in dieser Variante vorgeschlagen, den geplanten Spielplatzstandort
weiter nach Westen zu verschieben und einen Teil der kirchlichen Freifläche mit den hier vorhande-
nen Platanen in die Spielplatzfläche einzubeziehen. Dies stieß auf positive Resonanz.
Die Kinder und Jugendlichen haben ihre Wünsche weitgehend unabhängig von den ihnen vorgestell-
ten Planungsvarianten zum Ausdruck gebracht. Außer einer möglichst vielfältigen Geräteausstattung
des Kinderspielplatzes forderten sie vor allem die Möglichkeit, die öffentlichen Platz- und Fußgänger-
flächen für Aktivitäten (Markierungen für Spiel, Tischtennis, Basketball, Fußball etc.) nutzen zu kön-
nen. Den Vorschlag der Fitnesszone bewerteten sie positiv.
Die Auswertung der Anregungen erbrachte, dass die weitere Planung auf eine Kombination von Ele-
menten aus den Varianten 2 (Inseln) und 3 (Maxigrün) hinauslaufen würde.
Der für die zweite Veranstaltung erarbeitete Entwurfsvorschlag (s. Anlage 5) hat das Boulefeld und
die Fitnesszone aus Vorschlag 2 übernommen, deren organische Umrisse allerdings zugunsten einer
strengeren Form aufgegeben. Die Anordnung eines breiten Podestes als vielfältig für Open Air-
Veranstaltungen nutzbarer "Tanzboden" auf der Ostseite des Platzes wurde aus dem Vorschlag 3 in
das neue Konzept übertragen, auf die weiteren Platzrahmungen wurde jedoch verzichtet. Das Motiv
der "Promenade" wurde weiterentwickelt zu einem Boulevard, der von locker bepflanzten Baumgrup-
pen und Bänken begleitet wird. Im südlichen Teil sollen die dort bestehenden Tischtennisplatten wie-
derverwendet und neu angeordnet werden.
Die Ausdehnung des Spielplatzes wurde zugunsten einer reichhaltigeren Geräteausstattung vergrö-
ßert. Für den Spielplatz wurde eine Einfassung vorgesehen, deren Höhe zum Sitzen geeignet ist. Für
die Kinder und Jugendlichen wurde auf dem Platz an St. Adelheid die Markierung eines Basketball-
feldes vorgeschlagen. Zusätzlich empfahlen die Planer auf dem Platz und der südlichen Fußgänger-
zone einen farblich auf die Pflasterfläche aufgebrachten Parcours, der die einzelnen Raumteile zu-
sammenbindet und für Spiele genutzt werden kann.
In dem Vorschlag wurden auch weitere Elemente aus dem 1. Workshop verortet: ein Trinkbrunnen
auf der Ostseite des Platzes in der Nähe der Sparkasse KölnBonn, eine Citytoilette auf der Nordseite
der Stadtteilbibliothek, die Umgestaltung der schadhaften Feuerwehrzufahrt von der Robert-
Schumann-Straße unter Einbeziehung des benachbarten Fußweges, die dadurch mögliche Verbreite-
rung der Rasenfläche.
Auf Kritik stieß die den Wochenmarkt und die Stadtteilfeste beeinträchtigende Größe des Podests auf
6
der Ostseite des Platzes. Auch seine abriegelnde Wirkung für wichtige, den Platz querende fußläufige
Beziehungen wurde kritisch gesehen. Zudem befürchteten viele Anwohnerinnen und Anwohner star-
ke Lärmstörungen, da das Podest unter anderem Skateboarder anziehen könne. Auch das Basket-
ballfeld auf der Westseite des Platzes in unmittelbarer Nachbarschaft des Deutschordens-Wohnstiftes
traf wegen der mit dieser Nutzung verbundenen Lärmbelastung auf breite Ablehnung.
Die Kinder begrüßten den vorgeschlagenen Parcours, freuten sich über das Basketballfeld und
wünschten erneut weitere Spiel- und Sportangebote (wie Fußball) im öffentlichen Raum.
Im Ergebnis erbrachte die zweite Veranstaltung, dass eine konsensfähige Planung nur durch den
Verzicht auf das Basketballfeld und durch eine starke Reduzierung des Podestes möglich wäre.
4 Endgültige Entwurfsplanung
In Abstimmung mit der Verwaltung fand eine Überarbeitung der Planung statt (s. Anlage 6). Statt des
großen Podestes wurden – in Übereinstimmungen mit den Bedürfnissen des Wochenmarktes – zwei
deutlich kleinere Anlagen vorgesehen, die zur Gliederung des Platzraumes und als Sitzgelegenheiten
dienen. Auf die bisher auf dem Platz in Hochbeeten stehenden Felsenbirnen und die zwischen Ihnen
befindlichen Bänke soll zugunsten einer klareren Platzstruktur verzichtet werden. Auf Wunsch der
örtlichen Akteure wurden als besondere Elemente eine Feuerstelle für das Martinsfest und Bodenhül-
sen für den Maibaum in den zentralen Platz integriert.
Besonderer Wert wurde auf die Feinabstimmung der Entwurfsplanung in Bezug auf die Standorte der
geplanten Bäume und die Platzierung und Zahl der Ausstattungselemente wie Bänke, Leuchten,
Fahrradständer etcetera gelegt, um den umzugestaltenden Flächen in Zukunft eine größtmögliche
Aufenthaltsqualität zu sichern. Bauliche Einzelheiten zu den innerhalb der Podeste tiefer gelegenen
Baumbeeten und zur Herstellung der Laufstrecke werden in der Ausführungsplanung geklärt.
Als wichtiger Baustein wurde die endgültige Konzeption und Geräteausstattung für den Spielplatz
festgelegt. Der Spielplatz, der die hier bestehende Platanenreihe in sich aufnimmt, wird über eine
bespielbare Fläche von circa 365 m2 verfügen. Das Niveau des Spielplatzes soll mit Rücksicht auf die
Wurzeln der Platanen gegenüber der Umgebung um 20 cm angehoben werden; als Fallschutz ist
Kautschukmaterial vorgesehen. Durch die Wahl der Geräte und Einbauten (Rutsche, Bauchschaukel,
Kletterfelsen, Spielhaus, Kletterturm, Podestwelle, Trampolin) soll ein breites und interessantes
Spieleangebot geschaffen werden, das eine Vielzahl an unterschiedlichen Bewegungsabläufen för-
dert.
Die Umrandung des Spielplatzes soll Sitzauflagen mit Rückenlehnen erhalten, von denen sich ein Teil
dem Spielplatz zuwendet und ein Teil nach außen weist. Weitere Sitzgelegenheiten mit Lehnen sollen
auf dem Spielbereich benachbarten Podest angeordnet werden. Die Sitzgelegenheiten sollen in Be-
ton (vgl. Ottoplatz in Deutz) ausgeführt werden. Insgesamt soll dieser aufgrund seiner Sitzmöglichkei-
ten in unmittelbarer Nähe der Neubrücker Geschäfte schon heute beliebte Aufenthaltsort durch die
umgestaltete Form weiter an Bedeutung gewinnen.
Die Planung wird die in der DIN 18040-3 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 3: Öffent-
licher Verkehrs- und Freiraum – aufgeführten Grundprinzipien der barrierefreien Gestaltung einhalten.
Bei der Planung des Spielplatzes werden die vom Arbeitskreis Barrierefreies Köln erarbeiteten Krite-
rien für barrierefreie Spielplätze beachtet werden (siehe hierzu: Spielplatzbedarfsplanung der Stadt
Köln (Ds. Nr. 3067/2018)).
5 Ergänzende Elemente
Sanierungsbedarf der Pflasterflächen aufgrund von Wurzelschäden
Aufgrund von Wurzelschäden der aus der Erbauungszeit des Platzes stammenden Platanen ist es
erforderlich, Teilflächen der Pflasterflächen auf dem Platz an St. Adelheit höhenmäßig zu regulieren.
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Die Maßnahmen sollen gleichzeitig mit der Umgestaltung des Platzes durchgeführt werden. Die Kos-
ten hierfür werden auf rund 100.000 € brutto geschätzt.
Citytoilette
Am 17.12.2013 hat der Rat der Stadt Köln die Umsetzung eines städtischen Toilettenkonzepts be-
schlossen. Die Entwurfsplanung sieht für die Neugestaltung des Platzes an St. Adelheid an dem aus
dem beigefügten Lageplan (s. Anlage 6) ersichtlichen Standort eine 1-Raum-City-WC-Anlage vor
(Außenmaße ca. 4,18 m x 2,82 m, s. Anlage 7)
Nach verwaltungsinterner Prüfung stellt die Fläche nordöstlich der Stadtbibliothek (Gemarkung Lan-
genbrück; Flur 71, Flurstück 2590) einen geeigneten Standort für die Errichtung einer solchen
1-Raum-City-WC-Anlage dar. Bei der Auswahl des Standortes wurden die Vorgaben aus dem Toilet-
tenkonzept berücksichtigt. Insbesondere wurden die gute Zugänglichkeit für alle Benutzergruppen,
die Vermeidung von Angsträumen und von sogenannten Schmutzecken, die soziale Kontrolle sowie
städtebauliche und verkehrliche Aspekte bei der Auswahl des Standorts zu Grunde gelegt.
Sanierung und Ertüchtigung der öffentlichen Beleuchtung (nicht förderfähig)
Im Zuge der Umgestaltung sollen die vorhandenen Leuchten saniert und dem aktuellen Standard
entsprechend ertüchtigt werden. Hierzu sollen die Leuchten mit neuen Leuchtenköpfen (LED-
Technik) ausgestattet und die Leuchtenmasten mit einem einheitlichen Neuanstrich inklusive Graffiti-
Schutz versehen werden. Es ist davon auszugehen, dass in einigen Fällen auch eine Erneuerung der
Masten notwendig wird. Die Kosten für diese Maßnahmen werden auf rund 37.600 € brutto geschätzt.
Die Maßnahmen zur Ertüchtigung und Sanierung der Beleuchtung werden nach derzeitigem Stand im
Jahr 2022 umgesetzt.
24 x Austausch der Leuchtkörper in LED-Leuchtköpfe
à 1.000 € = 24.000 € (netto) / 28.560 € (brutto)
24 x neue Lackierung mit Graffiti-Schutz à 120 € = 2.800 € (netto) / 3.332 € (brutto)
8 x Austausch vorhandener Masten à 600 € = 4.800 € (netto) / 5.712 € (brutto)
Gesamt: = 31.600 € (netto) / 37.604 € (brutto)
Unter die förderfähigen Kosten fällt aus städtebaulichen Gründen die Neu-Errichtung von drei
Leuchten sowie das Versetzen von sechs Leuchten über 26.496 € netto (31.530 € brutto).
Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:
3 x Neu-Errichtung von Leuchten à 4.432,00 € (investiv) = 13.296 € (netto) / 15.822 € (brutto)
6 x Versetzen von Leuchten á 2.200 € (konsumtiv) 13.200 € (netto) / 15.708 € (brutto)
Gesamt: 26.496 € (netto) / 31.530 € (brutto)
Die Neu-Errichtung ist im investiven Teil (1.484.335 €) der Maßnahme berücksichtigt. Die Versetzung
von Leuchten stellt den ausgewiesenen konsumtiven Teil (15.708 €) der Gesamtmaßnahme dar.
Trinkbrunnen
In die Planung wurde ein Trinkbrunnen als Option aufgenommen. Falls das Angebot der Trinkbrunnen
seitens der Stadt Köln in den nächsten Jahren ausgeweitet wird und sich die Bezirksvertretung Kalk
für den Standort an St. Adelheid aussprechen sollte, könnte die Planung eines solchen Trinkbrunnens
in die Ausführungsplanung des Platzes aufgenommen werden, soweit eine Finanzierung innerhalb
der Budgetvorgaben künftiger Haushaltsjahre sichergestellt werden kann.
6 Zeitlicher Rahmen und Durchführung der Maßnahme
Bei Zustimmung der politischen Gremien wird im September 2019 ein Förderantrag zum Städte-
bauförderprogramm 2020 des Landes NRW gestellt. Erfahrungsgemäß können vom Fördergeber
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Bewilligungen zu diesem Programm erst in der 2. Jahreshälfte 2020 erwartet werden. Das enge Zeit-
fenster zur Umsetzung der Maßnahme innerhalb der Städtebauförderung des Programms „Starke
Veedel – Starkes Köln“ macht die Vergabe und Umsetzung der Leistungsphase 5 und 6 noch vor
einer Bewilligung der Maßnahme notwendig. Dieses Vorgehen ist förderunschädlich. Bei einem posi-
tiven Bescheid können im Anschluss daran die folgenden Leistungsphasen durchgeführt werden.
Sollte der Förderantrag nicht bewilligt werden, liegt das zusätzliche finanzielle Risiko für die Beauftra-
gung der Leistungsphasen 5 und 6 bei der Stadt Köln. Der Beginn der Umbauarbeiten ist für das Jahr
2021 vorgesehen.
Die Umgestaltungsarbeiten sollen in mehreren Bauabschnitten erfolgen, um die Funktionsfähigkeit
des Stadtteilzentrums und des Wochenmarktes aufrecht zu erhalten. Um das vollständige Angebot
des Wochenmarktes in allen Umbauphasen zu gewährleisten, soll während der Bauzeit ein Teil der
Marktstände auf den unmittelbar benachbarten Straßburger Platz verlagert werden.
Es wird damit gerechnet, dass die Baumaßnahmen der Kirchengemeinde St. Adelheid, für die die
Fläche zwischen der Stadtteilbibliothek und dem Kirchengelände als Baustelleneinrichtung genutzt
werden wird, abgeschlossen sind, wenn die Umgestaltung der Fußgängerzone beginnt.
7 Kosten und Finanzierung
Platz und Kinderspielplatz
Im Rahmen der Bedarfsfeststellung wurden Bedarfe in Höhe von 1.134.440 € brutto veranschlagt
(3212/2017). Die Konkretisierung der Planung im Rahmen des Beteiligungsverfahrens hat insbeson-
dere durch eine Vergrößerung der Spielplatzfläche (Auslobung ca. 300 m², Entwurfsplanung 365 m²)
in Verbindung mit einem umfassenderen Spielangebot zu einer Erhöhung der Kostenschätzung ge-
führt. Die Entwurfsplanung führt insgesamt zu einer deutlichen qualitativen Steigerung insbesondere
der von der Öffentlichkeit gewünschten Spiel- und Aufenthaltsfunktionen. Aufgrund der stark verän-
derten Marktsituation im Bausektor durch eine massive Erhöhung sämtlicher Baukosten seit Erstel-
lung der ersten Berechnung wurde bereits im Rahmen der ausführenden Büroausschreibung eine
Erhöhung der geschätzten Ausbaukosten erforderlich, um dem derzeitigen Markt gerecht zu werden.
Nach Kalkulation der vorliegenden Entwurfsplanung muss nun im Hinblick auf die künftig zu erwar-
tenden Kostensteigerungen im Bausektor, insbesondere unter Beachtung der Kostenentwicklung lau-
fender vergleichbarer Projekte, eine gesteigerte Summe von insgesamt 1.500.043 € brutto (hiervon
1.484.335 € investiv + 15.708 € konsumtiv) für die Gesamtmaßnahme (ohne Sanierungsbedarf der
Pflasterflächen aufgrund von Wurzelschäden, ohne Citytoilette und ohne Sanierung und Ertüchtigung
der öffentlichen Beleuchtung) angenommen werden. Die technisch wirtschaftliche Prüfung der Kos-
tenberechnung durch das Rechnungsprüfungsamt hat die Kosten bestätigt (s. Anlage 8).
Das aus Städtebauförderung co-finanzierte Projekt umfasst bauliche und konzeptionelle Maßnahmen,
welche insgesamt zu 70 % gefördert werden sollen. Hierbei werden Fördermittel aus dem Städte-
bauförderprogramm "Soziale Stadt" des Landes NRW in Höhe von 1.050.030 € brutto in Anspruch
genommen. Eine Nachförderung ist ausgeschlossen. Die Eigenmittel der Stadt Köln betragen zurzeit
450.013 € brutto.
Die Gesamtfinanzierung der Maßnahme steht im städtischen Haushalt im Teilfinanz- sowie Teiler-
gebnisplan 0902 - Stadtentwicklung zur Verfügung.
Die Maßnahme löst keine Beiträge nach Kommunalabgabengesetz aus.
Die Kosten für den Sanierungsbedarf der Pflasterflächen aufgrund von Wurzelschäden, für die Citytoi-
lette sowie für die Sanierung und Ertüchtigung der öffentlichen Beleuchtung sind nicht Bestandteil des
Förderrahmens.
Bei einem Teil der Herstellungskosten, deren konkrete Ermittlung sich erst im Zuge der weiteren Pla-
nungsphasen ergeben wird, handelt es sich um investive Maßnahmen im Festwert Grün. Die Herstel-
lung der Ausgleichsmaßnahmen stellt eine Investition im als Festwert bewerteten städtischen Grün-
vermögen dar. Da für den Festwert Grün gem. den Vorschriften des Neuen Kommunalen Finanzma-
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nagements (NKF) keine Abschreibungen zu verbuchen sind, fällt im Gegenzug für Neu- und Ersatzin-
vestitionen im Festwert neben der Investition gleichzeitig in voller Höhe Aufwand in der konsumtiven
Ergebnisrechnung an. Gleiches gilt analog für investive Einzahlungen, die gleichfalls einen Ertrag in
der Ergebnisrechnung darstellen. Daher ist hier als haushaltsmäßige Auswirkung sowohl die Investiti-
on als auch die ergebniswirksame Belastung auszuweisen.
Im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2020/2021 wurde der korrespondierende Fest-
wertaufwand im Teilplan 0902 Stadtentwicklung berücksichtigt
Die im Zuge der Pflege, Wartung und Instandhaltung entstehenden jährlichen Folgekosten für den
Platz An St. Adelheid werden im Rahmen der Unterhaltung vom zuständigen Amt für Straßen und
Verkehrsentwicklung übernommen.
Für die Pflege, Wartung und Instandhaltung der freiraumplanerischen Maßnahmen durch das Amt für
Landschaftspflege und Grünflächen werden die zu erwartenden jährlichen Folgekosten mit 7.674 €
netto inklusive Kosten für Personalaufwendungen kalkuliert. Entsprechende Mittel sind im Teilergeb-
nisplan 1301, Öffentliches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen berücksichtigt.
Die nach Fertigstellung der Maßnahme ab 2025 anfallenden jährlichen bilanziellen Abschreibungen in
Höhe von 30.000 € werden im Teilergebnisplan 1201, Straßen, Wege, Plätze in der Teilplanzeile 14,
Bilanzielle Abschreibungen in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungsverfahren entsprechend
eingeplant.
Regulierung der Pflasterflächen aufgrund von Wurzelschäden
Für den konsumtiven Anteil (Pflasterregulierung aufgrund von Wurzelschäden) werden Aufwendun-
gen in Höhe von rund 100.000 € erforderlich.
Entsprechende Mittel stehen im Teilergebnisplan 1201, Straßen, Wege, Plätze in der Teilplanzeile
13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen im HPL.-Entwurf 2020/21 einschließlich Mittel-
fristplanung in ausreichender Höhe zur Verfügung.
City-Toilette
Die durch die Anschaffung des Objektes sowie durch die Bauvorbereitung und Installation entstehen-
den Kosten tragen die AWB.
Die laufenden Betriebs- und Unterhaltungskosten inklusive der jährlichen Abschreibung der Investiti-
on in Höhe von 47.712,44 € geht zulasten der Stadt Köln (Etat des Toilettenkonzeptes). Es wird mit
jährlichen Einnahmen durch Nutzungsgebühren in Höhe von 2.000 € gerechnet.
Sanierung und Ertüchtigung der öffentlichen Beleuchtung
Für den konsumtiven Anteil (Sanierung und Ertüchtigung der öffentlichen Beleuchtung) werden Auf-
wendungen in Höhe von rund 37.600 € erforderlich.
Entsprechende Mittel stehen im städtischen Haushalt im Teilergebnisplan 0902 – Stadtentwicklung
zur Verfügung.
Anlage 10 Stellungnahme der Verwaltung zu den Fragen aus dem Ausschuss für Umwelt und Grün
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/ 2 A N L A G E 10 Freigabe- und Baubeschluss über die Maßnahme "Partizipatorische Neugestaltung Platz an St. Adelheid" in Köln-Neubrück aus dem Programm "Starke Veedel – Starkes Köln" (Einzelmaßnahme 2.10.4 im Sozialraum Ostheim und Neubrück) Vorlage 3075/2018 hier: Stellungnahme der Verwaltung zu Fragen des Ausschusses Umwelt und Grün am 27.06.2019 – siehe Anlage 9 – Fragen des Ausschusses Umwelt und Grün: 1. SE Frau Dr. von Mikecz spricht das Thema "Klimaschutz in Köln" an und bemerkt, dass dieser Platz in der Klimawandelstudie zur klimagerechten Metropole Köln als hoch belastet beschrieben werde. Sie fragt, wie dort klimawandelgerechte Planungen berücksichtigt seien. Auf dem letzten Plan sei in dieser Hinsicht nichts zu sehen, weder zusätzliches Grün, noch zusätzliche Verschattung. 2. SB Herr Schallehn fragt, ob die LED-Beleuchtung insektenfreundlich sei. Er verweist in diesem Zusammenhang auf einen entsprechenden Beschluss des Ausschusses. 3. RM Frau Stahlhofen betont, dass die dort lebende Bevölkerung sehr daran interessiert sei, dass dort eine positive Veränderung stattfinde. Stellungnahme der Verwaltung: Zu 1. Das Thema Klimaschutz ist bereits in der Aufgabenstellung unter Projektziele enthalten. Unter anderem wird hier die "Verbesserung des Mikroklimas durch Entsiegelung und Erhöhung des Grünanteils" berücksichtigt. Weiterhin wird als eins von drei operativen Zielen "Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen" benannt. Generell sollte eine Erhöhung des Grünanteils, insbesondere im Übergang zu den angrenzenden Freiräumen und Verkehrsflächen in die Planung einfließen. Entwurfsplanung: - Erhalt der vorhandenen Grünstrukturen (Erhalt der Platanen) - Intensive Begrünung der Nord-Süd-Achse: 4 Gemischte Baumwolken aus mehrstämmigen mittelgroßen Bäumen und die Ergänzung des Bestandes schaffen eine eigenständige Maßstäblichkeit für den Boulevard. Ihre freie Anordnung reagiert auf vorhandene Standorte. Blüh- und Farbaspekte im Herbst erfüllen den Wunsch aus der Öffentlichkeit nach intensiver Bepflanzung. Die Auswahl der Arten berücksichtigt eine Mischung aus klein- bis mittelkronigen Bäumen aus dem Grünhandbuch der Stadt - Nachhaltigkeit: Der Pflasterbelag wird nur an den beschädigten Stellen ausgebessert. Die vorhandene und intakte Belagsfläche wird weiterverwendet und mit farblichen Markierungen neu interpretiert. - Für die Spielflächen wird ein versickerungsoffenes, ungebundenes Fallschutzmaterial, welches den Wurzelbereich der Platanen schadlos integriert, in Betracht gezogen wird. Dies entspricht dem Planungsansatz nach Möglichkeit Fallschutzsand zu verwenden und Flächen zu entsiegeln. Im Planstand wird als "worst-case Szenario” eine EPDM- Lösung (Gummibelag) aufgezeigt und in die Kosten eingestellt. - 2 - Zu 2. Der Austausch und die Neuerrichtung der öffentlichen Beleuchtung werden von der RheinEnergie übernommen und aus dem Beleuchtungsbudget finanziert. Die RheinEnergie hat aufgrund des Beschlusses die Lichtfarbe ihrer Beleuchtungselemente angepasst, so dass bei allen kommenden Ertüchtigungen sowie Neuinstallationen die LED-Beleuchtung insektenfreundlich ist. Zu 3. Der Entwurf führt die in der Öffentlichkeitsbeteiligung besonders positiv benannten Aspekte aus den Varianten "Inseln" und "Maxigrün" zusammen. Auf die Wünsche der Öffentlichkeit, insbesondere der Kinder und Jugendlichen wurde intensiv eingegangen. Da alle vom Ausschuss Umwelt und Grün angesprochenen Punkte in der Planung berücksichtigt werden, empfiehlt die Verwaltung dem Rat, die Beschlussvorlage ungeändert zu beschließen.
Anlage 5 Zusammenfassung Workshop 2 NEU
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½GGFOUMJDILFJUTCFUFJMJHVOH WPN07.07.2018 Anlage 8PSLTIPQ2 (LQQHXHV.OHLGIU$GHOKHLG Seite 1 von 3 Anlage 5 Seite 2 von 3 Ein neues Kleid für Adelheid Seite 3 von 3 Anlage 5Ein neues Kleid für Adelheid
Anlage 8 Prüfung Kostenberechnung
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Anlage 8
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Ottoplatz
- Straßburger Platz
- An St. Adelheid
- Markt
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Details
- Aktenzeichen
- 3075/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 19.06.2019
- Erstellt
- 14.09.2018 09:46