V/0347/2008
Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide, Jahresbericht 2007/2008
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Jahresbericht 2007/2008
137185 Zeichen
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
„Soziale Stadt“
Kinderhaus-Brüningheide
Jahresbericht
2007/2008
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Inhalt:
• Berichte aus den Handlungsfeldern
• Finanztableau
• Flyer der Gebietsmoderation
• Presseausschnitte
Redaktion: Maria-Luise Schwering und Frank Treutler Stadt Münster, Sozialamt
Mai 2008
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 3
1. Übersicht
Den Beginn der Umsetzungsphase des Programms Soziale Stadt Kinderhaus-
Brüningheide markiert die konstituierende Sitzung des Beirats Soziale Stadt am
05.06.2007; seinerzeit hatte der Beirat die generelle Zielausrichtung des Programm-
konzepts goutiert und beschlossen, welche Projekte im Jahr 2007 starten sollten;
zugleich hatte der Beirat den Umfang der Förderung je Projekt bis Ende 2007 festge-
legt. Auf dieser Grundlage hat die Programmkoordination (Sozialamt) mit den Trägern
der betreffenden Projekte Vereinbarungen über Ziele, Inhalte, Leistungsumfang, Qua-
litätsanforderungen, eingesetzte Ressourcen, Finanzierung, Zusammenarbeit sowie
Berichts- und Nachweispflichten abgeschlossen. Daraufhin wurden die Arbeiten im
Zusammenhang mit sämtlichen Projekten, deren Start bzw. Umsetzung im Jahr 2007
geplant war, zwischen Juni 2007 und Oktober 2007 sukzessive aufgenommen.
In seinem Hauptteil (Ziffer 2) zeichnet der Bericht die Aktivitäten und Erfahrungen,
nach Handlungsfeldern geordnet, nach. Einer zusammenfassenden Darstellung der
Ausgangslage folgt, bei mehreren Projekten, ein knapper Überblick über die Projekte
des Handlungsfelds. Einer kurzen Beschreibung der Startphase schließen sich aus-
wertende Anmerkungen über die bisherige Entwicklung des Handlungsfelds an. Au-
ßerdem wird die Durchführung jedes einzelnen Projekts dargestellt. Die Ausführun-
gen zu den Einzelprojekten schließen mit einer tabellarischen Übersicht, die über die
tatsächlichen Kosten in 2007 (2. Spalte) sowie die kalkulierten Kosten in 2008 ff. in-
formiert; die rechte Spalte weist die zuwendungsfähigen Gesamtkosten des jeweili-
gen Projekts aus
1. Eine Gesamtübersicht über die tatsächlichen Kosten in 2007 ergibt
sich aus Anlage 1.
Auf die Handlungsfelder 2 (Öffentlicher Raum) und 3 (Lokale Ökonomie) geht dieser
Bericht (noch) nicht ein. Mit Bezirksregierung und Beirat ist, dem Ratsbeschluss vom
12.03.2008 zur Vorlage V/0877/2007 entsprechend, abgestimmt, dass das Hand-
lungsfeld 2 erst in diesem Jahr erschlossen
2 und inhaltlich konkretisiert wird. Konkre-
tere Vorüberlegungen zur Ausformung des Handlungsfelds Lokale Ökonomie wird die
Verwaltung ebenfalls noch im Lauf dieses Jahres anstellen.
Die Beiträge des Berichts zeichnen, überwiegend aus der Perspektive der jeweiligen
Handlungsfelder und Projekte, die Verschiedenartigkeit und Vielfalt der Einzelaktivitä-
ten und Maßnahmen nach, die gegenwärtig, d. h. gleichzeitig, im Wohngebiet Brü-
ningheide stattfinden, der integrativen Idee der Sozialen Stadt entsprechend. Ebenso
finden sich in allen Handlungsfeldern Formen regelmäßigen Austauschs unter den
Akteuren sowie mit Bewohnerinnen und Bewohnern.
Darüber hinaus finden Aktivitäten abseits thematischer Grenzen eines Handlungs-
felds statt, die Bewohnerinnen und Bewohnern Raum und reale Chancen geben sol-
len, ihre eigenen Ideen, Vorstellungen, Wünsche und ihre Kritik in das Programm ein-
zubringen
3; schließlich sollen vor allem viele kleine, eher unspektakuläre Aktionen
den Menschen Gelegenheit geben, die Erfahrung zu machen und zu wiederholen: Ja,
wir in der Schleife können das selbst – und ich trage dazu bei.
1 Sofern die tatsächlichen Ausgaben in 2007 die zuvor kalkulierten unterschreiten, sind die Be-
träge der rechten Spalte mit den Zeilensummen nicht identisch.
2 Zur weiteren Vorbereitung des Projekts 2.02 (Spiel- und Freizeitzone) hat am 17.04.2008 ein
Startgespräch zwischen dem Handlungsfeldverantwortlichen sowie dem zuständigen Fachamt
und Akteuren im Wohngebiet stattgefunden.
3 Z. B. die Aktion „Stadtteilfest“ von Studie renden der Fachhochschule für öffentliche Verwal-
tung im Herbst 2007.
4 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
2. Handlungsfelder und Projekte
2.1 Handlungsfeld 1: Wohnen
Handlungsfeldverantwortliche: Gabriele Regenitter, Rainer Leskow, Amt für
Wohnungswesen
2.1.1 Ausgangslage
Im Rahmen des Handlungsfeldes Wohnen soll eine grundsätzliche Verbesserung der
Wohnsituation für alle vor Ort wohnenden Menschen erreicht werden. Eine teilweise
problematische Belegungssituation und auffällige Leerstände auf engem Raum prä-
gen das Bild im Quartier. Die bis zu 11-geschossigen Wohngebäude mit insgesamt
etwa 1.000 Wohneinheiten stammen aus den 70er Jahren und verfügen über unter-
schiedliche technische und bauliche Standards, die zum Teil auch zu erhöhten Ne-
benkosten führen.
In dieser Situation gilt es mit unterschiedlichen Instrumentarien die verschiedenen
Problemfelder herauszuarbeiten und sie soweit wie möglich mit den vor Ort vermie-
tenden Wohnungsunternehmen und der Bewohnerschaft anzugehen. Sofern Mängel
nicht beseitigt werden können, wird versucht, sie abzumildern. Vor diesem Hinter-
grund wurden dem Handlungsfeld Wohnen acht Projekte zugeordnet.
2.1.2 Projektübersicht
Die Vorhaben und Aktivitäten im Handlungsfeld Wohnen sind auf drei zentrale Zielka-
tegorien gerichtet:
a) Verbesserung der Wohn- bzw. Gebäudequalität einschließlich Sicherung be-
zahlbaren Wohnraums und ökologischer Nachhaltigkeit; diesem Zielbereich
sind das Schlüsselprojekt 1.01 (Energetische Gebäudesanierung) sowie die
beiden Impulsprojekte 1.06 (Das Quartier spart Strom) und 1.07 (Wettbewerb
„Solares Kinderhaus“) verpflichtet.
b) Mittelfristige Sicherung des Wohnungsbestandes mittels Perspektivplanungen
im Hinblick auf geänderte Anforderungen bestehender und künftiger Nachfra-
gegruppen sowie die Vorbereitung und Herrichtung gegenwärtig nicht genutz-
ter Flächen und Gebäudeteile für neue Nutzungen; dieser Zielbereich steht im
Zentrum des Schlüsselprojekts 1.02 (Marktanpassung des Wohnungsbestan-
des) sowie der Impulsprojekte 1.03 (Wohnzukunft für ältere und behinderte
Menschen) und 1.08 (Alternative Flächennutzung).
c) Die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Wohnungsunternehmen
und die Aktivierung der Bewohnerschaft zur Mitarbeit sowie zur Übernahme
von Verantwortung für ihr Wohnumfeld streben die Projekte 1.04 (Weiterent-
wicklung der Kooperationsvereinbarung) und 1.05 (Nachbarschaftsstärkung,
Mieterschulung) an.
2.1.3 Beschreibung der Startphase
Ausgangspunkt für die Umsetzung der Projekte des Handlungsfeldes Wohnen war
die Bildung eines Arbeitskreises mit der Wohnungswirtschaft und dem Amt für Woh-
nungswesen, die sog. Handlungsfeldkonferenz Wohnen, um die Projektinhalte ab-
zugleichen und ggf. anzupassen. Die Handlungsfeldkonferenz tagte in 2007 bedarfs-
orientiert an vier Terminen.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 5
Darüber hinaus wurden bereits bestehende Strukturen des Arbeitskreises der Woh-
nungsunternehmen auf der Ebene der vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
genutzt, um in drei Sitzungen von Dezem ber 2006 bis Dezember 2007 die Projektin-
halte des Handlungsfeldes Wohnen zu kommunizieren und weiter zu vernetzen.
Auf der Ebene der Mieterschaft konnte u. a. mit der Unterstützung der Wohnungsun-
ternehmen bisher 14 Personen gewonnen werden, die sich in der Funktion als Ver-
trauensmieter/innen einsetzen. Mehrere Einzelgespräche und drei Gesprächsrunden
mit allen Beteiligten ließen eine sehr positive Zusammenarbeit erkennen. Der Ar-
beitskreis der Vertrauensmieter/innen unterstützt das Fachamt bei der Entwicklung
und Organisation der Einzelprojekte und dient ferner der Vernetzung innerhalb der
Mieterschaft.
Alle Arbeitskreise konnten somit in 2007 ihre Aufgaben aufnehmen und arbeiten an
der gemeinsamen Umsetzung der Einzelprojekte. Die Vorbereitung und Durchführung
aller Sitzungen wird vom Projektleiter des Wohnungsamtes gewährleistet.
Planmäßig konnte das Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung als erstes Pro-
jekt in 2007 durchgeführt werden. Nach einer beschränkten Ausschreibung erhielt
das Planungsbüro bau.RAUM, Petra Müller, den Auftrag, ein Gebäudegutachten zu
erstellen.
2.1.4 Einschätzung seit 2007 und Ausblick ab Sommer 2008
Die vorbereitenden Aktivitäten und Projekte im Handlungsfeld Wohnen verliefen wäh-
rend der ersten Monate der Programmdurchführung planmäßig und, mit Blick auf die
Ergebnisse, insgesamt erfolgreich. Das Gutachten zur energetischen Gebäudesanie-
rung (Projekt 1.01), das in dieser Zeit im Mittelpunkt des Interesses der Handlungs-
feldkonferenz stand, haben alle der Kooperationsvereinbarung beigetretenen Woh-
nungsunternehmen ausdrücklich als sehr aussagekräftige und für Investitionsent-
scheidungen ebenso differenzierte wie handhabbare Grundlage gewürdigt.
Mit der Einrichtung der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte
in der Josef-Beckmann-Straße 5 – 7, die durch das Deutsche Rote Kreuz Kreisver-
band Münster e. V. betrieben wird, wurde ein Vorhaben umgesetzt, das, ohne aus-
gewiesener Bestandteil eines Projektes zu sein, genau die Zielperspektive des Pro-
jektes 1.03 (Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen) bedient. Die Einzüge
in die neu errichteten 11 Wohnungen konnten zu Beginn des Jahres 2008 abge-
schlossen werden.
Erfolgreich waren auch die Bemühungen, Arbeitskreise einzurichten, um die unter-
schiedlichen Vorhaben im Handlungsfeld Wohnen zu bearbeiten. Sowohl die Hand-
lungsfeldkonferenz als auch der Arbeitskreis der MitarbeiterInnen der Wohnungsun-
ternehmen und der Arbeitskreis der VertrauensmieterInnen setzten sich intensiv mit
den unterschiedlichen Inhalten auseinander und dienten in ihrem Engagement der
Vorbereitung der Einzelprojekte.
Die für 2008 geplanten Arbeitsschwerpunkte bzw. Terminziele betreffen:
Klärung der Frage, ob und ggf. mittels welcher Maßnahmen und in welchem Um-
fang die Wohnungswirtschaft die Resultate des Gutachtens zur energetischen
Gebäudesanierung in Investitionsentscheidungen übersetzt;
Vorstudie zur barrierefreien Erreichbarkeit eines Hauseingangs im Rahmen des
Projekts 1.03;
Verhandlungen mit einem weiteren Eigentümer (mit 55 WE im Wohngebiet), der
Kooperationsvereinbarung (Projekt 1.04) beizutreten;
6 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Aufbau eines Netzwerks zwischen den Wohnungsunternehmen, bestehenden und
sich entwickelnden Mieterbeiräten, Vertrauensmietern und dem Amt für Woh-
nungswesen;
Schulungen für Mieterinnen und Mieter (Projekt 1.05), Aufbau von Mietertreffs;
Umsetzung des Projekts 1.06 (Das Quartier spart Strom).
2.1.5 Die Projekte im einzelnen
1.01 Energetische Gebäudesanierung
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Wohnungswesen und Amt für Grünflä-
chen und Naturschutz) und die beteiligten Wohnungsunternehmen. Für den Wohn-
block Sprickmannstraße 37 hat das Planungsbüro bau.RAUM, Petra Müller, im 2.
Halbjahr 2007 ein detailliertes Gutachten zur energetischen Gebäudesanierung ein-
schließlich seiner Übertragbarkeit auf weitere Wohnungsbestände erstellt. Wie in dem
Gespräch im MBV am 21.02.2007 abgestimmt, orientiert sich die Studie an den Vor-
gaben des Energiepasses; auch sind die Ergebnisse als Grundlage für die Beantra-
gung von KfW-Mitteln geeignet. Die Ergebnisse wurden in den Sitzungen der Hand-
lungsfeldkonferenz Wohnen am 12.12.2007 und am 09.04.2008 vorgestellt und disku-
tiert.
Aktuell setzt sich die Wohnungswirtschaft mit der Überlegung auseinander, ob die
Ergebnisse des Gutachtens auf ihren Bestand umgesetzt werden können. Auch stellt
sich hier die Frage der Investitionsbereitschaft. In 2008 ist mit entsprechenden Ent-
scheidungen zu rechnen, die in einer der nächsten Handlungsfeldkonferenzen abge-
fragt und diskutiert werden.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsf.
insges.
Land / Bund 5.712 € 3.627,74 € 0 € 0 € 18.000 €
Stadt 1.904 € 1.209,25 € 0 € 0 € 6.000 €
Wohnungsunternehmen 1.904 € 1.209,25 € 0 € 0 € 6.000 €
Summen 9.520 € 6.046,24 € 0 € 0 € 30.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 15.000 € in 2007 für das Pro-
jekt freigegeben. Insgesamt sind Kosten von 15.556,24 € (brutto) angefallen.
Die Mittelüberschreitung gegenüber dem ve reinbarten Honorar (14.500 € inkl.
MWSt) um 7,4 % ist auf ergänzende Einz elleistungen zurückzuführen, die die
Projektträger veranlasst haben.
1.02 Marktanpassung des Wohnungsbestandes
In einem Modellprojekt soll eine marktangepasste Mischung von Wohnungen erreicht
werden, die der Nachfrage im Quartier entspricht. Darüber hinaus soll ein Handbuch
zum flexiblen Umgang mit Wohnungen für die Wohnungswirtschaft erstellt werden.
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Wohnungswesen) und die beteiligten
Wohnungsunternehmen. Wie in dem Gespräch im MBV am 21.02.2007 abgestimmt,
ist das Projekt 1.02 förderungsfähig, soweit die Wohnungsunternehmen bereit sind,
zugunsten der staatlichen Fördermittel einen höheren als kalkulierten Eigenanteil zu
übernehmen. Die der Kooperationsvereinbarung beigetretenen Wohnungsunterneh-
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 7
men haben sich daraufhin zunächst zur Übernahme eines Eigenanteils von bis zu
14.000 € bereit erklärt.
In der Handlungsfeldkonferenz am 09.04.2008 haben sich die Wohnungsunterneh-
men darauf verständigt, dass das ursprünglich angestrebte Modellprojekt nicht
durchgeführt wird. Die Erfahrungen der Wohnungsunternehmen mit dem Umbau von
Wohnungen ließen erkennen, dass erhebliche Investitionen erforderlich sein würden.
Somit wird auch kein Handbuch zum flexiblen Umgang mit Wohnungen für die Woh-
nungswirtschaft erstellt. Ferner ist in dem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass
mehrere Wohnungsunternehmen innerhalb des Quartiers über eine Vollvermietung
verfügen.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 0 € 11.000 € 11.000 € 0 € 22.000 €
Stadt 0 € 4.500 € 4.500 € 0 € 9.000 €
Wohnungsunternehmen 0 € 7.000 € 7.000 € 0 € 9.000 €
Summen 0 € 22.500 € 22.500 € 0 € 45.000 €
Die Stadt Münster wird evt. alternative Verwendungsmöglichkeiten der für dieses Pro-
jekt zunächst vorgesehenen und in den Jahren 2008 f. eingeplanten Mittel noch mit
der Bezirksregierung erörtern.
1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen
Im Rahmen des Projekts sollen Ansätze entwickelt werden, die Attraktivität des
Wohngebiets für ältere Menschen zu verbessern und damit die Bewohnerstruktur
insgesamt zu stärken; zugleich soll der Abbau von Barrieren das Interesse anderer
Nachfragegruppen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen ansprechen, im Wohngebiet zu
bleiben oder dorthin zu ziehen. Eine für das Jahr 2008 geplante Vorstudie sollte die
Kosten zur barrierefreien Erreichbarkeit der Wohnungen eines Wohnblocks oder
Wohnungseingangs ermitteln. Ferner sollen Neu- oder Umbauprojekte von Alten-
wohnanlagen, Serviceeinrichtungen, Tageseinrichtungen, einzelne Pflegeplätze in
Kombination mit Dienstleistungen für Ältere unter Einbeziehung von Dritten (z. B.
Wohlfahrtsverbände) unterstützt werden. Projektträger sind die Stadt Münster (Amt
für Wohnungswesen) und die beteiligten Wohnungsunternehmen. Einen ersten Zwi-
schenbericht zum Umsetzungsstand dieses Projekts hatte die Bezirksregierung be-
reits am 20.12.2007 erhalten.
Anstelle einer Vorstudie hat die Handlungsfeldkonferenz vom 09.04.2008 einver-
nehmlich beschlossen, anhand eines Ortstermins an der Josef-Beckmann-Straße ei-
nen kürzlich umgebauten Eingangsbereich zu begutachten und die hierfür vorliegen-
den Daten über die Kosten der Baumaßnahme soweit wie möglich innerhalb des Pro-
jektes zu nutzen, um die Gesamtkosten des Projektes 1.03 weiter zu senken. Der
Ortstermin wird voraussichtlich im Juni 2008 stattfinden.
Der Zielsetzung des Projektes, Neubau- oder Umbauprojekte von Altenwohnanlagen,
Serviceeinrichtungen, Tageseinrichtungen, einzelne Pflegeplätze in Kombination mit
Dienstleistungen für Ältere unter Einbeziehung von z. B. Wohlfahrtsverbänden zu för-
dern bzw. zu unterstützen, begegnet die Einrichtung einer ambulant betreuten Wohn-
8 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
gemeinschaft für Demenzerkrankte in der Josef-Beckmann-Straße 5 – 7; die
Wohn+Stadtbau GmbH baute in 2007 mit einem Finanzvolumen von 1,2 Millionen Eu-
ro sechs bestehende Mietwohnungen um, sodass auf 450 qm Wohnfläche eine am-
bulante Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte mit 11 Wohnungen entstand. Die-
ses Projekt richtet sich insbesondere an die Menschen im Wohnquartier. Die Zimmer
sind barrierefrei, es stehen Räumlichkeiten zur gemeinschaftlichen Nutzung in Form
einer offenen Wohnküche, einem großen Wohn- und Esszimmer sowie einer Ge-
meinschaftsloggia zur Verfügung. Die Betreuung und Begleitung übernimmt das
Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Münster e. V.. Darüber hinaus steht eine Gäste-
wohnung für Angehörige mit 60 qm Wohnfläche zur Verfügung, die für bis zu sechs
Personen ausgerichtet ist. Der Erstbezug konnte im Februar 2008 abgeschlossen
werden.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 0 € 4.500 € 4.500 € 0 € 9.000 €
Stadt 0 € 1.500 € 1.500 € 0 € 3.000 €
Maßnahmeträger 0 € 1.500 € 1.500 € 0 € 3.000 €
Summen 0 € 7.500 € 7.500 € 0 € 15.000 €
Inwieweit für 2008 f. kalkulierte Kosten tatsächlich anfallen werden, wird nach dem
Ortstermin im Juni 2008 geklärt.
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung
Der im Februar 2005 geschlossenen und weiter entwickelten Kooperationsvereinba-
rung zwischen der Wohn+Stadtbau GmbH, Babcock & Brown, Sahle Wohnen und
WohnSieGer GbR sollen möglichst alle Wohnungseigentümer im Programmgebiet
beitreten. Die Verbesserung der Wohnverhältnisse sowie die Stabilisierung der Be-
wohnerstrukturen stehen im Zentrum des Austauschs unter den Kooperationspart-
nern und ihrer gemeinsamen Aktivitäten. Über die Zusammenarbeit zwischen den
Wohnungsunternehmen hinaus soll ein Netzwerk zwischen den Wohnungsunterneh-
men, bestehenden und sich entwickelnden Mieterbeiräten und Vertrauensmietern
sowie dem Amt für Wohnungswesen aufgebaut und gesichert werden.
Alle vor Ort agierenden Wohnungsunternehmen sind an der Kooperationsvereinba-
rung beteiligt, bis auf den neuen Eigentümer eines Wohnungsbestandes mit 55
Wohneinheiten. Trotz mehrerer Gespräche mit dessen Hausverwaltung vor Ort konn-
te bis heute ein Beitritt zur Kooperationsvereinbarung noch nicht erzielt werden. In
2008 werden diesbezüglich neue Verhandlungen aufgenommen.
Im Rahmen der Gespräche mit den Wohnungsunternehmen werden die weiteren Zie-
le des Projektes,
¾ die Sicherung der langfristigen Zusammenarbeit,
¾ die Verbesserung der Wohnverhältnisse,
¾ der Erhalt und die Schaffung von sozial stabilen Bewohnerstrukturen in den ein-
zelnen Wohnhäusern,
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 9
in der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den o. a. Wohnungsunternehmen weiter
fortgeschrieben und erhalten in 2008 in den weiteren Einzelprojekten deutlichere
Konturen.
Ferner soll im Rahmen dieses Projektes ein Netzwerk zwischen den Wohnungsun-
ternehmen, bestehenden und sich entwickelnden Mieterbeiräten und Vertrauensmie-
tern sowie dem Wohnungsamt aufgebaut und gesichert werden. Die in 2007 durchge-
führten Arbeitskreissitzungen und Handlungsfeldkonferenzen sowie ihre Vernetzun-
gen lassen hier eine erste sehr positive Tendenz erkennen.
Finanzen:
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt.
1.05 Nachbarschaftsstärkung und MieterInnenschulung
Im Jahr 2008 sollen Kurse für alle Mieterinnen und Mieter des Quartiers, z. B. im Be-
reich des Mietrechts einschließlich mietvertraglicher Pflichten, Nebenkosten, Reno-
vierungsleistungen, etc. initiiert werden, insbesondere auch für Menschen mit Migra-
tionsvorgeschichte. Ferner sollen Mietertreffs bzw. -stammtische ebenfalls in 2008
eingerichtet werden, die auch der Begrüßung neuer Mieterinnen und Mieter dienen.
Gesellige Treffen in den Hausgemeinschaften sollen ebenfalls unterstützt werden.
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Wohnungswesen) in Kooperation mit
dem MieterInnenschutzverein sowie den Wohnungsunternehmen und Vertrauensmie-
terInnen.
Aufgrund der zahlreichen Gespräche mit den Vertrauensmieterinnen und –mietern
sowie einer Vertreterin des MieterInnenschutzvereins konnten die Weichen entspre-
chend gestellt werden. Die Wohnungswirtschaft wird dieses Vorhaben unterstützen.
Konzept, Anzahl und Ort der Schulungen werden aktuell noch erarbeitet.
Die ursprünglich angestrebte Überlegung, Mieterinnen und Mieter als Schiedsperso-
nen zu gewinnen, konnte jedoch aufgrund fehlender freiwilliger Personen bisher nicht
umgesetzt werden. Die persönlichen Anforderungen waren offensichtlich zu hoch.
Grundsätzlich wird angestrebt, dauerhaft Treffen für die Mieterschaft einzurichten, die
auch über die Förderdauer der Sozialen Stadt hinausgehen. Da in der Vergangenheit
einige Versuche hierzu scheiterten, wird dieses Bestreben als schwierig erachtet.
Finanzen:
Aufgrund des Zuwendungsbescheids der Bezirksregierung Münster werden Kosten
für dieses Projekt nicht als zuwendungsfähig anerkannt.
1.06 Das Quartier spart Strom
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Grünflächen und Umweltschutz) in Ko-
operation mit der EnergieAG. Das Projekt soll 2008 erstmalig umgesetzt werden.
Kontakte zu den Haushalten vor Ort sollen noch hergestellt werden, um über zahlrei-
che Möglichkeiten des Stromsparens aufzuklären. Hierbei können die Wohnungsun-
ternehmen und VertrauensmieterInnen als Multiplikatoren beitragen. Voraussichtlich
3 Modellhaushalte sollen gewonnen werden, das Einsparpotenzial in einem Ver-
suchszeitraum von einem Jahr zu ermitteln.
10 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Finanzen:
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt.
1.07 Wettbewerb „Solares Kinderhaus“
Projektträger ist die Stadt Münster (Amt für Grünflächen und Umweltschutz). In einem
Wohngebäude soll exemplarisch eine solarthermische Anlage zur Warmwasserberei-
tung errichtet werden, um möglicherweise andere Wohnungsunternehmen anzure-
gen, ihrerseits eine solche Anlage zu errichten. Darüber soll im Projektzusammen-
hang durch einen privaten Investor eine 80 kW Solarstromanlage auf dem Schulzent-
rum Kinderhaus errichtet werden. Jedoch konnte die Anlage auf Grund interner
Schwierigkeiten des Investors bislang noch nicht umgesetzt werden. Darüber hinaus
ist derzeit noch mit der Wohnungswirtschaft abzustimmen, welches Wohnungsunter-
nehmen eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung errichten wird.
Finanzen:
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt.
1.08 Alternative Flächennutzung – baulich und sozial
Einzelne Flächen des Wohngebiets werden gegenwärtig nicht oder anders als bei ih-
rer Fertigstellung geplant genutzt; einige von ihnen sind zudem gestalterisch wenig
ansprechend. Mit einzelnen Maßnahmen sollen städtebaulich störende bzw. fehlge-
nutzte Flächen beseitigt/verändert und die Gestaltung des Quartiers verbessert wer-
den. Darüber hinaus lassen sich einzelne Flächen für soziale und sportliche Aktivitä-
ten aller Bewohnerinnen und Bewohner um- oder neu gestalten, z. B. für Basketball-
oder Fußballfelder. Die Verwaltung wird mit der Bezirksregierung Münster klären, ob
Mittel nicht nur für eine Umsetzungsstudie, sondern auch für die konkrete Umsetzung
eines Vorhabens eingesetzt werden können. Projektträger ist die Stadt Münster (Amt
für Wohnungswesen in Kooperation mit dem Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung) und den VertrauensmieterInnen.
Eine erste Begehung des Quartiers mit den Vertrauensmieterinnen ergab am
28.03.2008 das Ergebnis, dass insgesamt drei Flächen nach Vorstellung dieses Ar-
beitskreises im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner aufgewertet werden sollten.
Dabei wurden der Spiel- und Fußballplatz der Brüningheide benannt, das Parkdeck
der Tiefgarage Ecke Sprickmannstraße/ Josef-Beckmann-Straße (Eigentümerin
WohnSieGer) als auch die Grünfläche an der Sprickmannstraße.
Die Aufbereitung des Spielplatzes an der Brüningheide wird derzeit mit dem Eigen-
tümer, Babcock & Brown, verhandelt. Die Ergebnisse zur Ausschreibung neuer
Spielgeräte liegen dem Eigentümer vor. Ein Ergebnis über die möglich Umsetzung
wird in den nächsten Wochen erwartet.
Das Parkdeck der o. a. Tiefgarage würde sich zur Errichtung eines Fußballplatzes
oder/und Basketballplatzes eignen. Die WohnSieGer GbR als Eigentümerin des
Parkdecks signalisierte bereits Zustimmung zur sportlichen Nutzung aller interessier-
ten Jugendlichen. Die Schlüsselgewalt würde der Hausmeister des Wohnungsunter-
nehmens ausüben und dadurch angemessene Ruhezeiten gewährleisten. Hierzu wird
es voraussichtlich noch weitere Gespräche und Ortstermine in 2008 geben. Die Maß-
nahme sollte dann bei entsprechenden baulichen Voraussetzungen und nach Klärung
noch bestehender finanzieller Fragen spätestens in 2009 umgesetzt werden.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 11
Finanzen:
Kosten Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 0 € 1.500 € 1.500 € 0 € 3.000 €
Stadt 0 € 500 € 500 € 0 € 500 €
Maßnahmeträger 0 € 500 € 500 € 0 € 500 €
Summen 0 € 2.500 € 2.500 € 0 € 5.000 €
Inwieweit für 2008 f. kalkulierte Mittel eingesetzt werden können, wird mit der Bezirks-
regierung geklärt.
12 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
2.2 Handlungsfeld 4: Integration
Handlungsfeldverantwortlicher: Thilo Heise, Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien
Wichtige Bedarfsgesichtspunkte denen die Maßnahmen und Projekte des Handlungs-
feldes begegnen sollen (bzw. für die Entwicklung der Projekte ausschlaggebend wa-
ren) sind die Stabilisierung des Zusammmenlebens von Menschen in unterschiedli-
chen kulturellen Zusammenhängen, die Förderung, Vermittlung und Integration von
Einzelprojekten und gruppenspezifischen Angeboten. Die Vermittlung von Methoden
zur aggressionsfreien Stress- und konstruktiven Konfliktbewältigung sollen in allen
Projekten zum Tragen kommen.
Generelle Ziele des Handlungsfeldes sind die nachhaltige Förderung der Migranten-
und Migrantinnenarbeit und die Unterstützung von Selbstorganisation durch Stärkung
des Gemeinwesens. Soziale Bindungen und die Entwicklung eines gewaltfreien Mit-
einanders sollen im Quartier gestärkt werden.
Inhaltlich sollen die einzelnen Projekte die Errichtung einer zentralen Anlaufstelle für
Menschen unterschiedlicher kultureller bzw. nationaler Zugehörigkeit ermöglichen.
Die Bildung und Begleitung multikultureller Mädchengruppen soll vorangetrieben
werden. Lern- und Trainingsmaßnahmen im Bereich von Gewaltprävention für Eltern
und Kinder sollen das Gesamtprojekt begleitend unterstützen.
Dabei sind soziale Institutionen, kulturelle Gruppen oder Vereine und das Amt für
Kinder, Jugendliche und Familien aktiv beteiligt.
Vor dem Start der Projekte wurde eine gemeinsame Projektpräsentation der Hand-
lungsfelder 4.0 und 6.0 für die Bewohnerinnen und Bewohner organisiert an der 30
Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wur-
den Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner
aufgenommen um so eine Beteiligung an der Entwicklung der einzelnen Projekte zu
ermöglichen.
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase arbeiten alle Projekte, deren Beginn in
2007 vorgesehen war, seit dem 01.10.2007. Innerhalb des Handlungsfeldes wurden
die Projektleiterinnen und Projektleiter durch regelmäßige Handlungsfeldtreffen ver-
netzt, die in 2007 dreimal stattfanden.
Projekte
4.01 Mädchenprojekt: Unser Alltag / Unsere Sorgen
Projektträger: Jugendsalon Sprickmannplatz
Im Rahmen des Mädchenprojekts „Unser Alltag / Unsere Sorgen“ gibt es zwei Mäd-
chengruppen die sich einmal wöchentlich treffen. Als Leiterinnen der Gruppen sind
insgesamt 3 Multiplikatoren eingesetzt, von denen 2 im Wohngebiet wohnen.
Die Mädchen die eine der zwei Gruppen bilden, hatten bereits zuvor Erfahrungen mit
einem ähnlichen Angebot gemacht, so dass die Gruppe sich schnell formierte und im
Juli 2007 starten konnte. Die Mädchen sind 14-16 Jahre alt, die Gruppe setzt sich
multikulturell zusammen.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 13
Im Verlauf weist diese Gruppe nur leichte Fluktuationen auf. Zwei Mädchen können
dieses Angebot aufgrund von Umzügen ni cht mehr wahrnehmen. Da im Gegenzug
andere Mädchen aus dem Freundeskreis der Teilnehmerinnen dazukamen liegt die
Gruppengröße stabil bei 8 Mädchen. Durchschnittlich besuchen 5 Mädchen die
Gruppenstunde.
Der Aufbau der anderen Gruppe gestaltete sich, auch durch den etwas größeren Al-
tersunterschied der Mädchen (14-17 Jahre) schwieriger. Sie entstand im Juli 2007
aus zwei Mädchen einer ehemaligen Gruppe, die aus ihrem Freundeskreis weitere
Mädchen für eine neue Gruppe begeistern konnten. In dieser Gruppe gibt es einen
festen Kern aus 6 Mädchen. Alle sind deutscher Herkunft. In der Regel nehmen 3-6
Mädchen an den Gruppenstunden teil. In Relation zur anderen Gruppe sind die Fluk-
tuationen etwas höher und zwei Mädchen nahmen irgendwann regelmäßig nicht
mehr an den Gruppenstunden teil. In beiden Gruppen sind die Mädchen für die Ges-
taltung der Gruppenstunden mitverantwortlich.
Die Aktivitäten im Jahr 2007 waren sehr breit gefächert. Überwiegend fanden die
Gruppenstunden im Begegnungszentrum statt. In diesem Rahmen wurde oft national
und international gekocht bzw. gebacken, DVD Filme angesehen und häufig kreativ
gearbeitet. Die Mädchen gestalteten selbst Armbänder, Schlüsselanhänger und Hals-
ketten, malten auf Leinwänden und bastelten Schachteln, die anschließend dekoriert
wurden. Außerdem wurden verschiedene Tanzstile ausprobiert, Fotos im Stadtteil
Kinderhaus gemacht und auch ein Fotoshooting fand statt.
Auch außerhalb des Begegnungszentrums trafen sie sich zu zahlreichen Aktivitäten .
Ausflüge zum Send (Kirmes), ins Kino, in die Eishalle oder zum Schwimmen, wie
auch der Besuch einer Kletterhalle und allgemeine sportliche Aktivitäten wurden ge-
meinsam organisiert und durchgeführt. Ebenso ein Planspiel, Eis essen und Besuche
in Schnellrestaurants.
Eine Besonderheit, nicht zuletzt durch ein besonders positives Feedback, stellte ein
gemeinsamer Tagesausflug beider Gruppen nach Dortmund dar.
Die wöchentlichen Interaktionen bieten den Mädchen einen sicheren Kontext, in dem
Gespräche und Diskussionen gut möglich sind. Häufige Inhalte sind Sexualität und
Verhütung, Streitschlichtung und Umgangsformen. Auch das Thema Familie, sowohl
die eigene als auch der gegebene familiäre Kontext, und die meist damit in Verbin-
dung stehenden kulturellen Hintergründe, Traditionen und Religion, sowie deren
Vereinbarkeit mit deutschen Lebensweisen, gehören zu den dominierenden Themati-
ken. In den letzten Monaten waren es aber in erster Linie die Zukunftsperspektiven,
die bei den Mädchen Gesprächsbedarf hervorriefen und mehrfach Diskussionen aus-
lösten.
So ist es auch (erneut) auf den Beginn verschiedener Berufsausbildungen zurückzu-
führen, dass einige Mädchen, die den Kern der oben beschriebenen Gruppe bilde-
ten, nicht mehr an den Treffen teilnehmen können. Hinzu kommt, dass andere Mäd-
chen nun einen Freund haben und deshalb die Gruppenstunden für sie weniger wich-
tig wurden. Durch den Mangel an Teilnehmerinnen hat sich diese Gruppe im Dezem-
ber 2007 mehr und mehr aufgelöst.
Aufgrund des bestehenden Bedarfs ist eine neue Gruppe jüngerer Mädchen bereits
geplant. Voraussichtlich werden erste Treffen zu Beginn des Sommers stattfinden.
Die andere Gruppe hingegen besteht mit insgesamt 8 Mädchen weiterhin, und wird
wie gewohnt gut frequentiert.
14 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Auch hier ist die Zukunftsplanung ein großes Thema, mit dem sich aktiv beschäftigt
wird. Primär wird sie durch die Auseinandersetzung mit der Berufswahl bestimmt. Po-
sitiv zu werten ist hierbei der Umgang miteinander, da die Mädchen sich untereinan-
der stützen und bestärken. Insbesondere die Mädchen mit etwas schlechteren Schul-
noten und unter Umständen geringeren Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, werden
von den Freundinnen motiviert.
Es ist zu erwarten, dass das Thema Zukunftsperspektiven nichts an Aktualität einbü-
ßen wird. Da mehrere Mädchen nach Abschluss der Realschule das Abitur machen
wollen und bereits darauf hin arbeiten, besteht hier ein großer Gesprächsbedarf.
Auch die individuelle Auseinandersetzung bezüglich der Vereinbarkeit von traditionel-
len Werten der Herkunftsländer mit der deutschen Lebensart dürfte weiterhin, und al-
tersbedingt auch noch zunehmend, Gesprächsbedarf bieten.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 960 € bis zu 1.800 € 1.800 € 840 € 5.400 €
Stadt 480 € bis zu 900 € 900 € 420 € 2.700 €
Maßnahmeträger 160 € bis zu 300 € 300 € 140 € 900 €
Summen 1.600 € bis zu 3.000 € 3.000 € 1.400 € 9.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 2.070 € in 2007 für das Projekt
freigegeben. Die in 2007 nicht veraus gabten Mittel werden in das Folgejahr
übertragen.
4.02 Integrationsarbeit vor Ort
Projektträger: Begegnungszentrum Sprickmannstrasse e.V.
Träger des Projektes 4.02 Integrationsarbeit vor Ort ist das Begegnungszentrum
Sprickmannstraße e. V. Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. hat im Sep-
tember mit der Umsetzung der Projekte begonnen. Hierfür wurde eine Dipl.-
Sozialarbeiterin mit einer Stundenzahl von 30 Stunden pro Woche eingestellt. Zusätz-
lich wurde ab 01.01.2008 eine Honorarkraft als Integrationsberater eingestellt. Beide
Mitarbeiter/innen haben eine Migrationsvorgeschichte.
In der Beratungswohnung Killingstraße 15 wurde eine Anlauf-, Beratungs- und Koor-
dinationsstelle für Menschen unterschiedlicher kultureller/nationaler Zugehörigkeit
eingerichtet. Durch Aushänge in Häusern, Briefkasteneinwurf, Infostand und eine In-
formationsveranstaltung wurden die Bewohner der Schleife auf das neue Angebot
aufmerksam gemacht.
Nach kurzer Anlaufphase und durch schnelle Mundpropaganda wurde das Angebot
der offenen Sprechstunden gerne angenommen. Besonders positive Resonanz be-
kamen die Sprechstunden von den älteren Migrantinnen und Migranten, da das An-
gebot vor Ort wohl schon sehnsüchtig erwartet worden war und ältere Menschen
entweder nicht sehr mobil sind oder nicht gerne in Büros gehen, wo man sie vielleicht
sprachlich nicht versteht, oder sie selber nicht genügend Deutsch sprechen, um die
Amtssprache zu verstehen und schämen sich mehr, als die jüngeren Leute. Der Be-
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 15
darf an Beratung war so groß, dass sehr viele Termine noch außerhalb der Sprech-
stunden, nach telefonischer Vereinbarung, vereinbart wurden.
In der Anfangsphase des Projektes sind alle, sich im Begegnungszentrum Sprick-
mannstraße e. V treffenden Gruppen besucht worden, um zu erfahren, welche The-
men für sie interessant wären und welche Angebote noch ins Leben gerufen werden
sollen. Im Dezember wurde jeden Mittwoch für Frauen ein Bastelkurs zum Thema:
Adventskalender selber gestalten und Kindern Freude machen, angeboten. Durch
das niederschwellige Angebot hat sich eine Frauengruppe gebildet, die sich jeden
Mittwoch in der Beratungswohnung trifft, selber die Themen für nächste Treffen erar-
beitet und mit Unterstützung der Integrationsberater vor Ort durchführt.
Es ist immer noch sehr schwer einige Bevölkerungsgruppen, insbesondere die Grup-
pe von Spätaussiedlern zur Selbstorganisation zu motivieren. Sie nehmen die
Sprechstunden gerne an, aber sobald sie selber tätig werden müssen, flüchten sie in
ihre alltägliche Probleme: schlechte Wohnsituation, mangelnde Sprachkenntnisse,
Geldsorgen usw. Aber Anfänge sind gemacht.
Leider ist es bislang nicht gelungen an den Vorbereitungen und der Durchführung des
Bewohnerfestes im Dezember 2007 aktiv teilzunehmen.
Die oben genannte Gruppe, die sich hauptsächlich aus Spätaussiedlerinnen zusam-
mensetzt sowie die Frauengruppen des Begegnungszentrums haben zusammen das
Fest zum Internationalen Frauentag 08.03.2008 vorbereitet. Das Fest fand sehr posi-
tive Resonanz bei den Frauen, war gut besucht und hatte großen Erfolg.
Zurzeit arbeitet das Begegnungszentrum intensiv im Projekt des Institutes für Ethno-
logie „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ Thema: Interkulturelle Be-
gegnungen (Interkulturelle Streitschlichter) mit.
Besonderer Wert wird auf gute Vernetzung und gute Zusammenarbeit zwischen un-
terschiedlichen Trägern, Vereinen und Organisationen gelegt. So werden/wurden
gemeinsam mit dem Internationalen Kulturverein ATRIUM e.V. verschiedene themati-
sche Abende und Ausflüge geplant und durchgeführt. Gut besucht war auch die vom
Begegnungszentrum und dem Heimatmuseum durchgeführte Ausstellung „Volk auf
dem Weg“ über die Geschichte von Russlanddeutschen.
Während der Zeit von September bis März wurde intensiv mit dem Familienzentrum
KITA Killingstraße gearbeitet und ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Durch die-
se Kooperation eröffnen sich dem Begegnungszentrum noch mehr Möglichkeiten ver-
schiedene Angebote den Bewohnerinnen und Bewohnern anzubieten. Zurzeit läuft in
der KITA ein Kurs zum Thema „Gesundheitsprophylaxe für Frauen“, weitere Angebo-
te sind in Vorbereitung.
Im Rahmen des Projektes wurde durch die Honorarkraft mit dem Aufbau eines „tür-
kisch-deutschen Netzwerkes“ begonnen.
Abschließend lässt sich bemerken, dass in den sieben Monaten viel erarbeitet und
erreicht worden ist.
16 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Finanzen:
Kosten Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 8.400 € bis zu 24.000 € 24.000 € 15.600 € 72.000 €
Stadt 4.200 € bis zu 12.000 € 12.000 € 7.800 € 36.000 €
Maßnahmeträger 1.400 € bis zu 4.000 € 4.000 € 2.600 € 12.000 €
Summen 14.000 € bis zu 40.000 € 40.000 € 26.000 € 120.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 14.000 € in 2007 für das Projekt frei-
gegeben.
4.03 Gewaltprävention
Projektträger: Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Städtische
Kindertageseinrichtung Killingstraße
Startphase:
Im Oktober 2007 startete der erste Selbstbehauptungs- und Gewaltpräventionskurs
mit dem „dojo-Team“ , einem Training gegen Gewalt. Am ersten Kurs nahmen zu-
nächst 11 Kinder (sechs Jungen, fünf Mädchen) im Alter von 5 -6 Jahren aus sieben
Nationen teil.
Am zweiten Kurs Ende Oktober nahmen wiederum 10 Kinder (6 Jungen, fünf Mäd-
chen) im Alter von 5 - 6 Jahren aus neun Nationen teil.
Am dritten Kurs nahmen 10 Kinder (fünf Junge n, fünf Mädchen) im Alter von 4 – 5
Jahren aus acht Nationen teil. Im letzten Kurs konnten zusätzlich die Kinder an ein-
zelnen Modulen teilnehmen, die zuvor an einzelnen Terminen gefehlt haben. Ein
Junge belegte sowohl Kurs 1 und Kurs 3.
Im November konnte parallel zum Training der Kinder ein Selbstbehauptungstraining
für Frauen bzw. Mütter, ebenfalls vom „dojo-Team“ angeboten werden. Dieser Kurs
wurde von 9 Frauen aus acht Nationen besucht. Dieses Angebot wurde wegen der
starken interkulturell geprägten und ausschließlich weiblichen Teilnehmerrunde von
Frau Wilde vom „dojo-Team“ durchgeführt.
Aktivitäten:
Alle Kurse beinhalten vier Vormittage mit intensiven Trainingseinheiten zu den Berei-
chen: Selbstbewusstsein,Selbstbehauptung,Nein, bzw. Halt-Stop einüben, Rollen-
spiele zu Situationen von Grenzverletzungen.
Den Abschluss bildet pro Kurs der vierte Termin, hier werden die vorangegangenen
Trainingseinheiten wiederholt und abschließend eingeübt. Alle Kurse sind so konzi-
piert, dass die pädagogisch tätigen Kräfte in den Kursen miteinbezogen werden, da-
mit sich Erlerntes durch deren Unterstützung im Gruppenalltag festigen kann.
Bisherige Erfahrungen:
Alle Kinder haben sehr motiviert an den Kursen teilgenommen. Dadurch entstand
auch der Wunsch bei den Müttern, diesen Kurs kennen zu lernen. Viele Kinder kön-
nen im Kita-Alltag Erlerntes abrufen z.B. „Halt-Stop“ oder „Lass mich in Ruhe“, wo
sie zuvor hilflos waren oder sehr schnell auch mit Körpereinsatz reagierten. Bei eini-
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 17
gen Kindern zeigt sich jedoch, dass diese Kurse nur eine kleine Hilfestellung bei ih-
rem Umgang mit Konflikten und Streitigkeiten sind, da außerhalb der gewohnten Kita-
Strukturen keine anderen Vorbilder vorhanden sind. In sehr vielen Familien herrscht
Konflikt- und Gewaltpotential bis hin zu schlimmen Fällen von häuslicher Gewalt, de-
ren Opfer überwiegend die Mütter/Frauen und Kinder sind. Für einige Väter besteht
ein Hausverbot (Fernbleiben von der Wohnung), welches meist schon nach sehr kur-
zer Zeit umgangen wird, die Kinder wachsen zum Teil in diesen Familienstrukturen
auf. Um diese Strukturen aufzubrechen, bedarf es einem Frühwarnsystem, welches
durch Kita-Kurse nicht aufzufangen ist.
Nach Auswertung des letzten Kurses gab es die Rückmeldung der pädagogischen
Mitarbeiter der Einrichtung, dass die Kursleiter im Kurs selbst konsequenter im Um-
gang mit den Kindern sein müssen. Dieses wurde in einem gemeinsamen Gespräch
mit dem „dojo-Team“ reflektiert und es wurden Tipps ausgetauscht.
Ausblick:
Die Kurse werden in 2008 weitergeführt, es ist ebenfalls geplant, einen weiteren Kurs
für Eltern anzubieten, möglicherweise in den Abendstunden. Im Rahmen des Mütter-
sprachkurses bzw. Vätersprachkurses (Start 17.04.08) soll bei den Teilnehmern ge-
worben werden. Für diese Angebote steht das „dojo-Team“ mit bereits reservierten
Kursen als Partner weiterhin zur Verfügung.
Darüber hinaus startet im Frühsommer ein weiteres Training, zunächst einmal wö-
chentlich nur für Jungen in unserer Einrichtung. Schwerpunkt soll die Verknüpfung
von Sport/Bewegung und pädagogischen Aspekten von Gewaltprävention/ Selbstbe-
hauptung sein. Für dieses Projekt konnte Frau Claudia Fischer, Kursleiterin bei
Westfalia Kinderhaus gewonnen werden. Ein Konzept hierzu wird zurzeit erstellt und
kann in der nächsten Projektleiterrunde vorgestellt werden.
Im Rahmen der Entwicklung der Kita Killingstraße zum Familienzentrum besteht die
Möglichkeit, mehrere Angebote auch über die Kita hinaus für den Sozialraum anzu-
bieten.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 1.020 € bis zu 1.620 € 1.635 € 1.425 € 5.700 €
Stadt 680 € bis zu 1.080 € 1.090 € 950 € 3.800 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 1.700 € bis zu 2.700 € 2.725 € 2.375 € 9.500 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 1.700 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
18 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
2.3 Handlungsfeld 5: Bildung
Handlungsfeldverantwortliche: Andrea Kalk, Amt für Schule und Weiterbildung,
Frank Philipp, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Dagmar Schwarte,
Gesundheitsamt
In diesem Bereich sind verschiedene Projekte zusammengefasst, die sich alle mit der
Verbesserung der Integrationschancen, der Teilhabe und der Stärkung der Eltern-
kompetenz befassen.
Über die verschiedenen pädagogischen Institutionen wie z.B. Kindertageseinrichtun-
gen, Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereine, Nachbarschaftseinrichtungen, Stadtteil-
initiativen u.a. und deren Kooperationspartner, wie z.B. Bildungsstätten, werden die
Menschen erreicht. Insbesondere die unmittelbare Einbeziehung der Bewohnerinnen
und Bewohner in die Angebotsentwicklung führt zu einer guten Inanspruchnahme und
Nachhaltigkeit der Projekte.
Die Angebote selbst reichen von der Sprachförderung – besonders für die Eltern -,
über Elternschulungen, den Einsatz von Familienhebammen bis hin zu schulischen
Unterstützungsangeboten. Ein wichtiges Projekt in dem Handlungsfeld ist die inter-
nationale Kulturarbeit.
Die Hauptziele für das gesamte Handlungsfeld liegen exemplarisch in folgenden Be-
reichen:
• die Einrichtungen und Initiativen nachhaltig in ihrer Bildungsfunktion stärken,
• die Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Möglichkeiten der Integration und
Beteiligung zu unterstützen und zu motivieren
• diese kontinuierlich zu aktivieren und
• ihnen adressatengemäße Beteiligungs- und Identifizierungsmöglichkeiten zu
geben.
Zielgruppen sind Familien, insbesondere die Eltern, Jugendliche mit Migrationsvorge-
schichte, Schüler/innen und Schüler etc..
Themen sind Sprachförderung, soziale und kulturelle Teilhabe, Gesundheitsförde-
rung, Elternkompetenz, schulische Förderung und Integration (regelmäßiger Schul-
besuch), Verbesserung der Ausbildung und der Berufsfindung. Akteure sind in der
Hauptsache die in den Einrichtungen / Weiterbildungsinstitutionen vorhandenen
Fachkräfte und zum Teil die Eltern selbst. Der große Vorbereitungsaufwand lag in der
Abstimmung der Maßnahmen insgesamt und auc h im Einzelnen, z.B. im Bereich der
Sprachförderung und der schulischen Förderung. Alle Projekte sind zwischen Som-
mer und Herbst 2007 gestartet. Die Projekte sind alle gut und mit hohen Teilneh-
mer/innenzahlen angelaufen.
Unter den Akteuren des Handlungsfelds haben Gespräche und Abstimmungen in
den einzelnen Teilprojekten, regelmäßige Treffen zwischen den Projektverantwortli-
chen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie regelmäßige Treffen und Ab-
sprachen der Handlungsfeldverantwortlichen stattgefunden. Zu den Inhalten gehörte
insbesondere die passgenaue Weiterentwicklung der jeweiligen Konzepte.
Erste Erfolge sind daran abzusehen, dass die Teilnehmer/innenzahlen insgesamt
sehr hoch sind. Es laufen Planungen, die Projekte auszuweiten.
Zu den Zielen ab Mitte 2008 gehört, dass weitere Einrichtungen und Orte einbezogen
werden sollen, um die Zugänge noch weiter zu verbessern. Bei den Projekten, z.B.
bei der Sprachförderung soll noch über weitere adressatengerechte Vermittlungsfor-
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 19
men nachgedacht werden, z.B. um Jugendliche zu erreichen. Darüber hinaus sind für
bestimmte Zielgruppen sind spezifischere und bedarfsgerechte Angebotsformen zu
entwickeln (z.B. Alleinerziehende, Russlanddeutsche)
Projekte
5.01 Wir verstehen uns
In diesem Projektfeld steht die Sprachförderung, insbesondere von Eltern, im Mittel-
punkt. Sprachförderung ist hier im umfassenden und ganzheitlichen Sinne verstanden
und bezieht die Anforderungen und Voraussetzungen mit ein, die sich aus alltagsbe-
zogenen und kulturintegrierenden Erfordernissen ergeben.
Damit sind Begleitmaßnahmen und frühzeitige Förder- und Beratungsangebote erfor-
derlich, die in Programmen „Eltern lernen – Kinder profitieren“, „Nachhilfeprojekt“ und
„Sure start“ angeboten werden:
„Eltern lernen – Kinder profitieren“
Projektträger sind die Kita’s Killingstraße, Moorhock und Brüningheide (ab April
2008); weitere Kita’s ab dem Sommer 2008 sind in der Planung).
Kooperationspartner für dieses Projekt sind das Haus der Familie Münster – Katholi-
sches Bildungsforum im Stadtdekanat Münster e.V. sowie jeweils für die einzelnen
Standorte.
Die Startphase verlief in beiden Einrichtungen in vergleichbarer Weise: Die Mütter
mussten für die Bildungsveranstaltung in mühsamer Einzelarbeit angesprochen und
motiviert werden. Erste gruppendynamische Prozesse wurden durch die Kursleitung
initiiert, erste tLernschritte unternommen.
Die Arbeitsweise ist in beiden Einrichtungen aufgrund der Projektziele ähnlich. An-
hand des Kindergartenalltags wird der Wortschatz in der deutschen Sprache erwei-
tert, der Alltag der Kinder erkundet und in Sprache gebracht, familienrelevante Fra-
gen thematisiert und auf diese Weise eine Erziehungspartnerschaft entwickelt. Gege-
benenfalls wird je nach Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen arbeitsteilig mit unter-
schiedlichem sprachlichem Niveau gearbeitet. Neben der Sprachlehrerin begleitet je-
weils eine Erzieherin den Kurs, damit der Transfer zwischen den Müttern und der Kita
gewährleistet ist. Aktivitäten wie Exkursionen im Stadtteil, kochen, backen usw. gehö-
ren ebenfalls zu den Inhalten dieser Veranstaltung.
Es hat sich gezeigt, dass jeweils erst nach einigen Monaten die Gruppe mit 8 – 10
Teilnehmerinnen stabil ist. Die Anfangsphase verläuft also zögerlich und mit großem
Aufwand an persönlicher Ansprache durch die Erzieherinnen. Nach der Stabilisie-
rungsphase entwickeln die Mütter großes Interesse am Kindergartenalltag und der
Entwicklung ihres Kindes, engagieren sich entsprechend ihren Möglichkeiten beim
Erlernen der deutschen Sprache und beginnen mit der Vernetzung untereinander. In
den Aufnahmegesprächen werden die Mütter bereits zu dieser Veranstaltung einge-
laden und nehmen bereits teil, obwohl ihre Kinder die Kita noch nicht besuchen. In-
zwischen sind auch Mütter im Sprachkurs, deren Kinder die entsprechende Kita nicht
besuchen.
Ausblick:
In beiden Einrichtungen soll die Bildungsveranstaltung „Mütter lernen – Kinder profi-
tieren“ weitergeführt werden. Darüber hinaus soll diese Veranstaltung in der Kita Brü-
ningheide in Kooperation mit dem Haus der Familie etabliert werden. In der Kita Kil-
20 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
lingstr. soll die Veranstaltung „Väter lernen – Kinder profitieren“ in Kooperation mit
dem Haus der Familie Münster durchgeführt werden. Weiteren Kindertageseinrich-
tungen soll eine Kooperation mit dem Projekt „Mütter lernen – Kinder profitieren“ an-
geboten werden.
„Nachhilfeprojekt und Sprachkurs für Erwachsene und Eltern“
Projektträger: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V., Josef- Beckmann-Str. 5,
48159 Münster
(Wichtige Kooperationspartner: z.B. Haus der Familie Münster, Schulen, Sozialbüro
u.a.)
Die Startphase wurde genutzt, um die Teilnehmer/innen der Kurse zu akquirieren.
Dies geschah in erster Linie in Beratungsgesprächen bei KAI oder im Sozialbüro Kin-
derhaus. Durch Mund zu Mund Propaganda sind zudem viele Interessierte aufmerk-
sam geworden und haben sich angemeldet. Erfahrene Dozentinnen waren über das
Haus der Familie und gemeinsame Projekte bekannt. Für das Nachhilfeprojekt waren
bereits viele Schülerinnen und Schüler auf der Warteliste, einige wurden von den
Schulen oder Beratungsstellen (Erziehungsberatungsstelle z.B.) an uns verwiesen.
Die Akquise der Nachhilfelehrerinnen bzw. Nachhilfelehrer war etwas aufwendiger.
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium und die Schülerstiftung Courage waren hier
wichtige Ansprechpartner. Bei einigen Besuchen in der Schule haben wir gezielt für
das Nachhilfeprojekt geworben. Geeignete erwachsene Nachhilfelehrer (pensionierte
Lehrer oder Hochschullehrer) wurden durch persönliche Ansprache geworben. Ge-
eignete Räumlichkeiten standen in der Josef-Beckmann-Str. 5 zur Verfügung.
Aktivitäten und konkrete Arbeit:
Nach einer Eingangsprüfung konnten wir die Teilnehmer/innen der Kurse den ent-
sprechenden Angeboten zuordnen. Wir stellten fest, dass das Niveau sehr niedrig ist;
viele Teilnehmerinnen haben nie eine Schule besucht und müssen erst alphabetisiert
werden.
Es gibt folgende Angebote:
Montag und Mittwoch von 9.00 – 10.30 Uhr Alphabetisierung und Deutsch als Fremd-
sprache Gruppe I mit 11 TeilnehmerInnen
Dienstag und Donnerstag von 9.00 – 10.30 Uhr Deutsch als Fremdsprache und Al-
phabetisierung Gruppe II mit 10 TeilnehmerInnen
Montag bis Donnerstag von 10.30 – 12.00 Uhr Alphabetisierung – schwache Gruppe
– mit 14 TeilnehmerInnen
Freitag von 9.00 – 12.00 Uhr Deutsch als Fremdsprache I mit 13 TeilnehmerInnen
Ab Januar 2008 zusätzlich:
Donnerstag von 9.00 – 12.00 Uhr afrikanische Frauen – Konversation mit 6 Teilneh-
merinnen
Mittwoch von 15.00 – 18.00 Uhr Deutsch als Fremdsprache II mit 10 TeilnehmerInnen
Die Teilnehmer/nnen kommen aus dem Irak, Iran, Kamerun, Kongo, Kosovo, Liba-
non, Litauen, Marokko, Nigeria, Pakistan, Polen, Russland, Somalia, Sri Lanka, Sy-
rien, Thailand, Türkei und der Ukraine. Die meisten TeilnehmerInnen sind Frauen,
meist Mütter mit mehreren Kindern. Aus diesem Grunde wird seit Januar 2008 paral-
lel eine Kinderbetreuung angeboten.
Im Nachhilfe- und Lernhilfeprojekt erhalten 87 Kinder eine gezielte Förderung. Sie
werden von 66 Nachhilfelehrern betreut. In der gezielten Einzelnachhhilfe werden 69
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 21
Schülerinnen und Schüler von 53 Lehrern in den Schwerpunktfächern Deutsch und
Mathe und auch in den Nebenfächern unterstützt. Hier steht die Verbesserung der
deutschen Sprache in allen Fächern im Vordergrund. Auch eine Matheaufgabe setzt
Deutschkenntnisse voraus. Die Schülerinnen und Schüler besuchen folgende Schu-
len: Grundschule West, Waldschule, Geschwister-Scholl-Gymnasium, Geschwister-
Scholl-Realschule, Uppenbergschule, Gehörlosenschule und einige Berufskollegs.
Der Nachhilfeunterricht findet wöchentlich für 1- 3 Stunden entweder in den Räumen
an der Josef-Beckmann-Str. 5 oder in den Haushalten der Schülerinnen und Schüler
oder Lehrer innen und Lehrer statt.
In der Lernhilfe für Grundschulkinder werden 18 Schülerinnen und Schüler von 13
meist ehrenamtlich tätigen Lehrern unterstützt. Diese Lernhilfe findet regelmäßig
Montag und Donnerstag von 16.00 – 17.00 Uhr in den Räumen von KAI statt. Die
Kinder kommen aus allen drei Grundschulen aus Kinderhaus und der Uppenberg-
schule.
Mit den Dozentinnen der Kurse und den Nachhilfelehrer/innen finden regelmäßige
Austauschtreffen statt. Bei Problemen oder Schwierigkeiten der Teilnehmer/innen
wird die fachliche soziale Beratung von KAI eingeschaltet. Die Dozentinnen haben
außerdem regelmäßige Treffen mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin des Kooperati-
onspartners „Haus der Familie Münster“.
Die Nachhilfelehrer/innen erfassen ihre Nachhilfestunden auf einem extra entworfe-
nen Formblatt, welches von den Schülern gegengezeichnet werden muss. Diese
Stundenzettel werden regelmäßig der hauptamtlichen Mitarbeiterin von KAI vorgelegt
und dann abgerechnet. Bei dieser Gelegenheit wird die Nachhilfe reflektiert.
Das Team der Lernhilfe für Grundschulkinder trifft sich regelmäßig zu einem Gedan-
kenaustausch. Hier werden auch neue Lernmaterialien vorgestellt, Kontakte zu den
Schulen und den Eltern besprochen und die Lebens- und Schulsituation der einzel-
nen Kinder mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin von KAI reflektiert.
Bisherige Erfahrungen:
Alle Teilnehmer/innen der Alphabetisierungs- und Sprachkurse nehmen sehr motiviert
die Angebote an. Sie berichten im Bekannten- und Freundeskreis von ihren positiven
Erfahrungen und werben so für die Teilnahme an den Kursen. Erfreulich ist es, wenn
Teilnehmerinnen des Alphabetisierungskurses, die nie eine Schule besucht haben,
schon mehrere Jahre , meist sehr isoliert und nur auf Familie ausgerichtet, hier leben,
von ihren positiven Erlebnissen berichten. Da ist es ein ganz großer Erfolg, wenn die-
se Frau, die zum Einkaufen geht, nun die Buchstaben ALDI oder REWE z.b. entzif-
fern kann. Ganz wichtig ist für die Teilnehmer/innen aber vor allem, dass sie die
häusliche Isolation verlassen und sich freuen, morgens in die Josef-Beckmann-Str. 5
zu gehen, um hier andere Menschen zu treffen und etwas zu lernen.
In dem fortgeschrittenen Kurs ist die Zielrichtung die Verbesserung der deutschen
Sprache und die Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen. Erfreulich ist es, dass bereits
zwei Teilnehmerinen einen weiterführenden Kurs bei einem anderen Träger über die
Arbeitsagentur besuchen.
Schwierig ist, dass die Teilnehmer/innen über ein sehr unterschiedliches niedriges
Niveau verfügen. Dies erfordert von den Dozentinnen eine sehr hohe Fachlichkeit
und Einfühlungsvermögen. Eine weitere Verunsicherung für die Teilnehmer/innen ist
der Druck der Arge und der Agentur für Arbeit, sehr frühzeitig einen Integrationskurs
zu besuchen. Hierzu sind die Teilnehmer/innen noch nicht in der Lage und ihre häus-
liche Situation (kleine Kinder im Haushalt) lässt es auch meist nicht zu. Wir bemühen
22 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
uns hier um Vermittlung, damit die Teilnehmer/innen zunächst bei KAI ein solides
Fundament erwerben können.
Die Kinder und Jugendlichen im Nachhilfe- und Lernprojekt sind meist hoch motiviert,
ihre deutsche Sprache zu verbessern, um dadurch in allen Fächern bessere Leistun-
gen erbringen zu können. Sie haben zudem einen persönlichen Ansprechpartner,
dem sie manchmal auch ihre persönlichen Probleme anvertrauen können.
Der Kontakt zu den einzelnen Klassenlehrern der unterschiedlichen Schulen könnte
noch intensiviert werden; hier fehlen die Kapazitäten der hauptamtlichen Mitarbeite-
rin. Die Eltern versprechen oft eine Kontaktvermittlung, scheitern aber meist selbst an
ihrem eigenen Unvermögen in sprachlicher und sozialer Hinsicht.
Für die sozial engagierten Nachhilfelehrer/innen ist das Projekt eine sehr gute Gele-
genheit, soziale und kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und zu akzeptieren. Sie
erhalten die Möglichkeiten, andere Kulturen kennen zulernen und Vorurteile abzu-
bauen. Über ihr soziales Engagement erhalten sie bei Bedarf eine schriftliche Bestä-
tigung, die im Zeugnis bescheinigt und bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz
positiv gesehen wird.
Die Kinder, die in dem Lernhilfeprojekt sind, nehmen einen sehr langen Tag auf sich,
um ihre schulischen Leistungen zu verbessern oder zu stabilisieren. Der Kontakt zu
den Grundschulen ist sehr gut und hilfreich. Eine intensivere Elternbeteiligung wäre
wünschenswert. Das Team der meist ehrenamtlichen Lernhilfelehrerinnen ist hoch
motiviert und sehr engagiert. Eine Stärkung der sozialen Kompetenzen ist für alle
Teilnehmer/innen aller Angebote ein Ziel.
Ganz wichtig bei allen Angeboten ist die enge Vernetzung mit der fachlichen sozialen
Beratung von KAI. Dies ist für die Teilnehmer/innen und Nachhilfeschüler/innen sehr
positiv und ermöglicht so eine schnelle Krisenintervention. Für die Nachhilfelehrer
und Dozenten ist es ebenfalls sehr wichtig und hilfreich, da sie auch immer wieder mit
problematischen Situationen (z.B. häusliche Gewalt) konfrontiert werden und hier pro-
fessionelle Unterstützung benötigen.
Ausblick:
Aufgrund immer neuer Nachfragen für die Kursangebote und das Nachhilfe- und
Lernhilfeprojekt werden die Angebote in der jetzigen Form weitergeführt. Die Errei-
chung der Ziele für die einzelnen Gruppen scheint sehr realistisch. Die Akquise neuer
Nachhilfelehrer/innen wird noch einige Ressourcen der hauptamtlichen Mitarbeiterin
erfordern. Die notwendige Elternarbeit soll durch informelle Treffen und erlebnisorien-
tierte Treffen mit Eltern und Kindern intensiviert werden.
Das Zusammenspiel der fachlichen sozialen Beratung von KAI und der Angebote im
Rahmen der Sozialen Stadt Kinderhaus in der Josef-Beckmann-Str. 5 sind wesentli-
ches Erfolgskriterium im Hinblick auf die Teilnehmer/innen – der Mitbürgerinnen und
Mitbürgern mit Migrationsvorgeschichte der Nordwestschleife in Kinderhaus.
„sure start“
Projektträger: Haus der Familie – katholisches Bildungsforum im Stadtdekanat Müns-
ter e.V. Kooperationspartner: Das Konzept Sure Start - Konzeption für die Arbeit mit
bildungs- und wirtschaftlich armen Müttern und ihren Babys wurde in Kooperation mit
dem Anna-Krückmann-Haus entwickelt. Als Kooperationspartner gelten darüber hin-
aus alle Institutionen (Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Pfarrgemeinden), Ärzte,
Jugendhilfeträger, Wohlfahrtsverbände, kommunale und kirchliche Einrichtungen des
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 23
Stadtteils (KSD), die mit dieser Zielgruppe im Kontakt sind und vom Träger im Vorfeld
miteinbezogen wurden.
Startphase:
• Breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit (persönliche Gespräche, Telefonate, An-
schreiben), um das Angebot den Kooperationspartnern vorzustellen und sie
mit einzubeziehen.
• Beim ersten Treffen am 04.05.07 kamen 2 Frauen mit ihren Kindern. Kontinu-
ierlich wuchs die Gruppe auf nun 9 Mütter und zeitweise 13 Kinder.
Beschreibung der Aktivitäten / der konkreten Arbeit:
Bei dem wöchentlich für 4 Stunden eingerichteten Treffen (incl. Vor- und Nachberei-
tung) werden Babys und Kleinkinder von bildungs- und wirtschaftlich armen Eltern
gemeinsam mit ihren Müttern gefördert. Der Förderbedarf ergibt sich aus den unter-
schiedlichen Problematiken, die die Frauen bzw. ihre Kinder mitbringen.
• Zu Beginn lädt ein kleiner Imbiss zur Stärkung ein, erste Gesprächsmöglichkeit.
• Begrüßungsritual mit allen Kindern und Müttern.
• Unterschiedliche, dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Bewe-
gungs- und Spielmöglichkeiten werden angeboten.
• Parallel dazu werden individuelle Einzelförderungen durchgeführt. Auf Wunsch
werden diese durch die Aufnahme von Videosequenzen mit Mutter und Kind an-
geregt. In einem 2. Schritt werden glückliche Momente in diesen Aufnahmen mit
der jeweiligen Mutter besprochen.
• Abschlussritual mit allen Müttern und Kindern.
Bisherigen Erfahrungen im Projekt:
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ein großer Bedarf nach diesem unterstüt-
zendem Konzept besteht. Da das Angebot wohnortnah möglich ist, kommen sowohl
deutsche Mütter als auch Frauen anderer Nationalität. Ihre familiäre Situation ist un-
terschiedlich (alleinerziehend. sehr junge Mutter) wie auch die jeweiligen Bedarfe
(gesundheitliche/psychische Beeinträchtigungen, Überlastung, soziale Isolation, Ent-
wicklungsverzögerung des Kindes). Mittlerweile können bei den Kindern erste positi-
ve Entwicklungen festgestellt werden, die im Zusammenhang mit diesem Angebot
gesehen werden dürfen.
Da dem Träger kurzfristig die Räumlichkeit im Parea-Familientreff gekündigt wurde,
muss nun nach einem neuen Veranstaltungsraum gesucht werden. Provisorisch steht
das St. Josef Pfarrheim zur Verfügung. Wohnortnah etwas anzubieten ist eine
Grundbedingung für diese Arbeit.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 18.000 € bis zu 43.353,60 € 42.529,20 € 35.557,20 € 139.440 €
Stadt 12.000 € bis zu 28.904,40 € 28.352,80 € 23.704,80 € 92.960 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 30.000 € bis zu 72.256,00 € 70. 882,00 € 59.262,00 € 232.400 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 30.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
24 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
5.02 Elternkompetenz stärken
Zwei Teilzeit–Stellen wurden in kommunaler Trägerschaft an der Grundschule Kin-
derhaus-West und der Uppenbergschule/ Primarstufe eingerichtet. Die Fachkräfte
kooperieren mit Beratungsstellen, KSD, Kinderhorten etc im Stadtteil und Stadtweit.
Zunächst wurden die Fachkräfte in der jeweiligen Schule mit dem Schulkonzept ver-
traut gemacht und die Einbindung in die Arbeit der Schule festgelegt. Darüber hinaus
wurden Kontakte im Stadtteil geknüpft.
Einzelgespräche mit Schülerinnen und Schülern bei welchen meist im wöchentlichen
Turnus Zielvereinbarungen getroffen und kontinuierlich überprüft werden.
Unterrichtsbegleitungen bei Schülerinnen und Schülern, welche aktiv den Unterricht
verweigern oder welche durch längeres Fehlen Hilfe bei der Reintegration in den
Klassenverband benötigen
Begleitungen zu Ämtern, Beratungsstellen und Ärzten
Organisieren von Dolmetschern
Hausbesuche im Rahmen der aufsuchenden Elternarbeit
Lehrerberatungsgespräche
Fallberatungen mit anderen Fachdiensten
Die Annahme der Angebote von Eltern und Schüler/innen ist durchweg sehr gut
Das Projekt wird von allen Beteiligten kontinuierlich weiterentwickelt.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 8.896,20 € bis zu 41.865,60 € 43.895,10 € 42.095,10 € 136.752 €
Stadt 5.930,80 € bis zu 27.910,40 € 29.263,40 € 28.063,40 € 91.168 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 14.827,00 € bis zu 69.776,00 € 73.158,50 € 70.158,50 € 227.920 €
Der Beirat hatte am 05.06.2007 Mittel von zunächst 30.000 € in 2007 für das Projekt
freigegeben. Da das Projekt erst nach den Herbstferien gestartet war, fiel der Finanz-
bedarf bis Ende 2007 geringer aus; die auf 14.827 € reduzierte Kalkulation (auf der
Basis der Kostenermittlung des Projektträgers) hat der Beirat am 27.11.2007 zur
Kenntnis genommen und die Mittel in 2008 wie oben ausgewiesen freigegeben.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 25
5.03 Stadteileltern
Projektträger sind die Kindertageseinricht ungen in Kinderhaus, die im Einzugsbereich
des „Programmgebietes 63.1 (Nordwestschleife) liegen bzw. die von Kindern aus die-
sem Wohnbereich besucht werden.
Dieses Projekt ist eng verknüpft ist mit dem Projekt „Wir verstehen uns“ (5.01).
Sprachförderung für Eltern ist eine zentrale Voraussetzung für ein integratives Kultur-
verständnis. Das Konzept „Stadtteileltern“ basiert darauf, das insbesondere der Besuch
von Kindertageseinrichtungen für Kinder mit Migrationsvorgeschichte gefördert werden
soll. Den Eltern kommt dabei eine bedeutende Rolle zu.
Umgekehrt ist eine Sprachförderung, die nicht alltagstaugliche und ganzheitliche För-
derung zum Inhalt hat, nur sehr eingeschränkt geeignet, die Bedarfe der Familien an-
gemessen zu berücksichtigen. Zu den alltagsbezogenen Anforderungen gehören ge-
eignete Begleitmaßnahmen wie z.B.
• die Kindertagesbetreuung, während die Eltern an Sprachfördermaßnahmen
teilnehmen,
• die Einbeziehung aller Familienmitglieder, z.B. die Väter oder auch älter Kin-
der,
• die Einübung und Förderung alltäglicher Situation in die Sprachförderung,
• die gesundheitliche Förderung u.a.
Besonders der frühe Beginn der Förderung junger Familien bietet gute Chancen für
die Anliegen der Förderung.
Durch die ganzheitliche und umfassende Verknüpfung des Konzeptes „Stadtteileltern“
mit den Konzepten aus dem Projekt „Wir verstehen uns“ (5.01) gewissermaßen für ei-
ne „Erziehungspartnerschaft“ zwischen Eltern und pädagogischen Einrichtungen zu
gewinnen, zeigt in den Kindertageseinrichtungen bereits in der Startphase erste Erfol-
ge.
Im Laufe der Weiterentwicklung des Handlungsfeldes werden gerade für den Aspekt
der „Erziehungspartnerschaft“ weitere Angebote entwickelt.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 3.000 € bis zu 7.518,60 € 7.290 € 6.095 € 23.903,60 €
Stadt 2.000 € bis zu 5.012,40 € 4.860 € 4.064 € 15.936,40 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 5.000 € bis zu 12.531,00 € 12.150 € 10.159 € 39.840 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 5.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Unter diesem Namen wurden verschiedene Projekte zur Gesundheitsförderung im
Stadtteil zusammengefasst. Projektträger ist das Gesundheitsamt. Kooperationspartner
sind die Kindertagesstätten vor Ort, die Kinderhauser Arbeitsloseninitiative u.a..
26 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Einen Schwerpunkt bildet die Hebammenhilfe für Schwangere, junge Mütter und Säug-
linge. Um hier möglichst viele Frauen zu erreichen, werden seit Herbst 2007 in den
Kindertagesstätten einmal pro Woche Hebammensprechstunden angeboten. Jede Kita
hat ihre Hebamme, die Frauen im persönlichen Gespräch berät, bei Bedarf weiter be-
treut oder an andere Institutionen, z.B. die Schwangerschaftsberatungsstellen u.a..
weitervermittelt. Neben der Familienhebamme des Gesundheitsamtes arbeiten hier
drei weitere freiberufliche Hebammen mit, die schon seit Jahren in Kinderhaus aktiv
sind.
Das Angebot der Sprechstunden wird von den Mitarbeiterinnen der Kitas begrüßt. Die
Erfahrungen der ersten Monate sind sehr positiv. Themen in der Beratung sind medizi-
nische Vorsorgen, Impfungen, Familienplanung, Ernährung und Pflege von Säuglingen
u.v.m..
Um möglichst mit vielen Frauen bzw. Müttern in Kontakt zu kommen, wurde in den
Räumen der Kinderhauser Arbeitsloseninitiative mit der Markusgemeinde einmal pro
Monat ein internationales Frauenfrühstück initiiert. Hier steht die Familienhebamme
des Gesundheitsamtes für Gesundheitsthemen zur Verfügung. Die Resonanz bei den
Frauen ist sehr groß. Es ist geplant, zu verschiedenen Gesundheitsthemen Referenten
einzuladen.
In der Kita Kinderhaus wurde ein Kochkurs für Mütter durchgeführt. Hier lernen Mütter,
gesunde Mahlzeiten für ihre Familie zuzubereiten. Die Nachfrage war so groß, dass
der Kurs neu aufgelegt wird.
Alle Kindertagesstätten beteiligen sich am Projekt „Ich geh zur U und du?“ der Bundes-
zentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit dem Ziel, die Inanspruchnahme der Vor-
sorgeuntersuchungen bei Kindern zu erhöhen. Dabei erhalten Kinder, die in der Kita
mit der Vorlage ihres Vorsorgeheftes die Teilnahme an einer Vorsorge belegen kön-
nen, ein T-shirt.
Weitere Angebote werden im laufenden Jahr mit den Akteuren vor Ort je nach Bedarf
abgestimmt.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 3.000 € bis zu 7.956 € 7.594 € 6.350 € 24.900 €
Stadt 2.000 € bis zu 5.304 € 5.063 € 4.233 € 16.600 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 5.000 € bis zu 13.260 € 12.657 € 10.583 € 41.500 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 5.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
5.06 Kontinuierliche Praxistage
Der Projektträger ist die Initiative für Beschäftigung, eine enge Kooperation mit Unter-
nehmen stadtweit sowie dem kommunalen Träger ist vereinbart.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 27
An der Uppenbergschule und der Waldschule Kinderhaus wurden zwei Teilzeitstellen
für sozialpädagogische Fachkräfte zur Etablierung kontinuierlicher Praxistage einge-
richtet. Schulspezifisch wurde die Arbeit der Fachkräfte konzipiert. Hier lag der
Schwerpunkt insbesondere auf Weiterentwicklung von schuleigenen Ansätzen.
Folgende Aktivitäten stehen im Vordergrund:
• Vorstellung des Projekts im Kollegium
• Vorstellung des Projekts bei den Schülerinnen und Schülern
• Vorgespräche mit den Schülerinnen und Schülern
• Kommunikation mit Betrieben
• Akquise von Praktikumsstellen
• Vor- und Nachbereitung mit den Schülerinnen und Schülern
• Betreuung der Schülerinnen und Schüler
Die Annahme bei den Schülerinnen und Schülern ist gut. Weitere Aussagen sind erst
langfristig zu treffen, da die Vorbereitung und Etablierung im Schuljahr einen längeren
zeitlichen Vorlauf und schulbezogene Anpassungen erfordern.
Es steht zu erwarten, dass schulformbezogen unterschiedliche Konzeptionen des glei-
chen Ansatzes durchgeführt werden. Dies gewährleistet eine Feinjustierung des Pro-
jekts gemäß der Projektziele in Abgleich der schulformbezogenen Möglichkeiten
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 7.128 € bis zu 31.443,72 € 32.229,81 € 28.776,00 € 99.600 €
Stadt 4.752 € bis zu 20.962,48 € 21.486,54 € 19.184,00 € 66.400 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 11.880 € bis zu 52.406,20 € 53.716,36 € 427.960,00 € 166.000 €
Der Beirat hatte am 05.06.2007 Mittel von zunächst bis zu 20.000 € in 2007 für das
Projekt freigegeben. Da das Projekt erst nach den Herbstferien gestartet war, fiel der
Finanzbedarf bis Ende 2007 geringer aus; die auf 11.880 € reduzierte Kalkulation (auf
der Basis der Kostenermittlung des Projektträgers) hat der Beirat am 27.11.2007 zur
Kenntnis genommen und die Mittel in 2008 wie oben ausgewiesen freigegeben.
5.07: Jugendkultur
Kinder- und Jugendeinrichtung Wuddi, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der
Stadt Münster in Kooperation mit Cactus Junges Theater e.V.
Die Startphase war gekennzeichnet durch folgende Aktivitäten:
Kontakte zu allen weiterführenden Schulen im Stadtteil
Werbeaktionen auf den Schulhöfen mit Stand-Up-Theater und Flyern
Die Anfangszeit (bis zum 31.3.2008 war durch folgende Aktivitäten gekennzeichnet:
Theaterpädagogisches Gruppenangebot mit folgenden Aktivitäten:
Schauspielübungen (verschiedene Gestiken und Mimiken)
Improvisation (Spontanität, Kreativitä t, Herauskristallisieren von Alltagsthe-
men)
thematische Übungen (Improvisationstheater mit thematischem Input)
28 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Tanzübungen (Verbindung von Theater und Tanz, speziell HipHop)
Folgende Erfahrungen lassen sich beschreiben:
Probleme
Die Jugendlichen kamen nur unregelmäßig und fehlten, ohne sich abzumelden.
Dadurch war es schwierig, bestimmte Übungen durchzuführen, besonders an der
Tanzchoreographie weiter zu arbeiten.
Die Gruppe bestand ausschließlich aus Mädchen, während die Gruppe durch zwei
junge Männer angeleitet wurde.
Bis auf eine Ausnahme kamen alle Teilnehmerinnen von einer Schule
(Geschwister-Scholl-Realschule).
Themenschwerpunkte
Probleme in der Schule
Freundschaft
Außenseiter
Erfolge und kritische Entwicklungen
Steigerung der Motivation der Jugendlichen an den Übungen (Spaß)
Verbesserung der Wahrnehmung des eigenen Körpers auf der Bühne
Gewinn von Spontanität und Selbstbewusstsein bei den Improvisationsübungen
Zugewinn an schauspielerischen Fähigkeiten
Erleichterung der thematischen Arbeit
Die Gruppe wurde kleiner und es war unmöglich bestimmte Übungen zu machen.
Dadurch verloren die verbliebenen Jugendlichen das Interesse und kamen auch nicht
mehr.
Ausblick
Veränderung der Zielgruppe in 12- bis 14- Jährige, um eine langfristige Arbeit auf-
zubauen (bislang 14-18 Jahre)
Ergänzung des theaterpädagogischen Teams durch eine erfahrene Theaterpäda-
gogin; sie kommt aus dem Stadtteil Münster-Kinderhaus und verfügt über zahlreiche
Kontakte zu Bewohnern/innen der Sozialen Stadt. Darüber hinaus verfügt sie über
Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schulen.
Neustart mit veränderten Angebotszeiten, erneute Vorstellung des Projektes an den
Schulen
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 2.250 € bis zu 2.250 € 2.250 € 2.250 € 9.000 €
Stadt 1.500 € bis zu 1.500 € 1.500 € 1.500 € 6.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 3.750 € bis zu 3.750 € 3.750 € 3.750 € 15.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 3.750 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 29
2.4 Handlungsfeld 6: Soziale Netze
Handlungsfeldverantwortlicher: Dieter Schmitz, Amt für Kinder, Jugendliche
und Familien
Wichtige Bedarfsgesichtspunkte denen die Maßnahmen und Projekte des Handlungs-
feldes begegnen sollen bzw. für die Entwicklung der Projekte ausschlaggebend waren
sind die Beratung und Krisenintervention in finanziellen Problemlagen, die Bewohner-
beteiligung durch Aktivierung einzelner Bewohner bzw. bestehender Gruppen mit dem
Ziel kulturelle und interkulturelle Projekte zu initiieren, die Partizipation finanzschwa-
cher Jugendlicher an integrativen Kultur-, Freizeit- und präventiven Angeboten, das In-
stallier en eines mobilen Beratungsangebotes im Sozialen Brennpunkt, die Bewe-
gungsförderung durch Sportangebote und die Installierung eines Drogenpräventions-
angebotes.
Generelle Ziele des Handlungsfeldes sind die BewohnerInnenaktivierung und –
beratung (insbesondere von BewohnerInnen mit Migrationsvorgeschichte), die Verbes-
serung der individuellen Freizeit- und B ildungssituation von Jugendlichen und die Sta-
bilisierung der sozialen Strukturen im Quartier durch Verbesserung des Zugangs zu
Präventiv- und Informationsangeboten.
Thematische Schwerpunkte des Handlungsfeldes sind die Errichtung einer Schuldner-
beratungsstelle vor Ort, die BewohnerInnenbeteiligung und die Stimulierung der Be-
wohnerInnen zur Durchführung inter-/ kultureller Veranstaltungen, der Aufbau einer
multikulturellen Jungensportgruppe, die Be wegungsförderung durch unterschiedliche
Sportangebote, die Einrichtung eines Notbudgets zur individuellen Förderung Jugendli-
cher, die Installierung eines Mobilen Beratungsangebotes im Zentrum des Wohngebie-
tes und Angebote zur Drogenprävention. Dabei sind soziale Institutionen, kulturelle
Gruppen oder Vereine und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien aktiv beteiligt.
Vor dem Start der Projekte wurde eine gemeinsame Projektpräsentation der Hand-
lungsfelder 4.0 und 6.0 für die Bewohnerinnen und Bewohner organisiert an der 30
Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wur-
den Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner
aufgenommen um so eine Beteiligung an der Entwicklung der einzelnen Projekte zu
ermöglichen.
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase arbeiten alle Projekte, deren Beginn in 2007
vorgesehen war, seit dem 01.10.2007. Innerhalb des Handlungsfeldes wurden die Pro-
jektleiterinnen und Projektleiter durch regelmäßige Handlungsfeldtreffen vernetzt, die in
2007 dreimal stattfanden.
Projekte
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
Projektträger: Ev. Beratungsdienste gGmbH des Diakonischen Werkes Münster
Zum 01.06.2007 wurden eine mit einem Stundenumfang von 19,25 Std./Woche einge-
richtet. Danach erfolgte die Anmietung und Einrichtung des Büros in den Räumlichkei-
ten der Kinderhauser Arbeitslosen-initiative (KAI) in der Josef-Beckmann-Straße 5,
48159 Münster-Kinderhaus. Das Büro befindet sich inmitten des regional zu betreuen-
den Handlungsfeldes.
30 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Erste Zusammenkünfte und Abstimmungspr ozesse innerhalb des Handlungsfeldes 6
zwecks Koordination der entsprechenden Unterprojekte; darüber hinaus fanden im
Rahmen der Beiratsarbeit erste Zusammenkünfte statt.
Kontaktaufnahme zu entsprechenden Einrichtungen und Institutionen vor Ort.Zur Kon-
taktaufnahme gehörte auch die Teilnahme an diversen Bürgerveranstaltungen vor Ort
und gezielte Öffentlichkeits- und Pressearbeit.
Ab Beginn des dritten Quartals wurde sofort mit der Übernahme konkreter Fallbetreu-
ungen begonnen und eine öffentliche Sprechstunde eingerichtet. Hierdurch konnte
auch die Struktur der inhaltlichen Arbeit weiter präzisiert werden.
Dies war auch Voraussetzung für die Entwi cklung einer strukturierten Zielsystematik
und eines Kennzahlensystems zur statistischen Begleitung der Aktivitäten.
Kurze Beschreibung der Aktivitäten und der konkreten Arbeit:
• Die konkreten Aktivitäten leiten sich ab aus dem entwickelten Zielsystem für das
Unterprojekt 6.01.
• Durchführung von Beratungen unterteilt nach verschiedenen Beratungsformen
wie etwa allgemeiner Schuldnerberatung, Informationen zur Insolvenzberatung,
Kurzberatung zu verschiedensten Themen und präventive Beratung.
• Durchführung aktiver Entschuldung in Form von kurzen oder langfristigen Betreu-
ungsverhältnissen (Kontaktaufnahme zu Gläubigern, Übernahme des kompletten
Schriftverkehrs, etc.). Hierzu gehört unter Umständen auch die Kontaktaufnahme
zur weiterführenden und fallabschließenden Beratungsstelle im Bereich der Insol-
venzberatung und ergänzenden sonstigen Hilfsangeboten.
• Vorbereitung und Durchführung von ersten Präventivveranstaltungen für unter-
schiedliche Zielgruppen. Hierzu gehört auch die weitere Suche nach weiterhin
geeigneten Kooperationspartnern, um möglichst viele verschiedene Zielgruppen
erreichen zu können.
• Wöchentliche Durchführung von Sprechstunden und Hausbesuchen nicht nur zur
Hilfe in bereits entstandenen Problemfällen sondern auch zur Vermeidung von
Schuldenproblematiken (Präventivansatz).
Wiedergabe bisheriger Erfahrungen im Projekt:
Erfolge:
• Einzelberatungen und Sprechstunden werden sehr gut angenommen (Präventiv-
ansatz).
• Präventive Veranstaltungen werden von den Anwesenden ebenfalls gut ange-
nommen und führten zu Folgeberatungen; weitere Themengebiete für Folgever-
anstaltungen wurden angeregt und sind in Vorbereitung.
• Hausbesuche werden vermehrt angefragt und eröffnen zusätzliche Zugangs- und
Beratungsmöglichkeiten und Hilfestellung für Betroffene.
• Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern gestaltet sich sehr konstruktiv.
• Zusammenarbeit mit externem Beratungsunternehmen hat zur verbesserten
Strukturierung der Zielsystematik beigetragen.
Probleme:
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 31
• Erreichen verschiedener für die präventive Arbeit relevanter Zielgruppen gestaltet
sich komplizierter als erwartet (z. B. Jugendliche, Schulen).
• Vereinzelt aggressives Verhalten der Betroffenen in Krisensituationen und Bera-
tungsgesprächen.
• Entstandene Schuldenproblematik als Ergebnis aus kriminellen Handlungen; dies
erschwert die Beratungssituation.
• Kulturelle Unterschiede bei entsprechenden ethnischen Zielgruppen.
• Individuelle Verschuldung als Tabuthema erschwert präventive Arbeit im Rahmen
öffentlicher Veranstaltungen.
• Sprach- und Verständigungsprobleme (z.B. Veranstaltungen mit 15 Teilnehmern
aus 9 verschiedenen Ländern).
Ausblick:
• Erreichen der gesetzten Ziele für Berichtszeitraum 2007 ist wahrscheinlich.
• Überwinden von Sprachproblematiken durch Einbeziehung von geeigneten und
vertrauenswürdigen Mitbewohnern aus dem Viertel.
• Wiederholte Kontaktaufnahme zu Grund- und Hauptschulen zur Platzierung prä-
ventiver Veranstaltungen im Unterrichtsplan.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 14.010 € bis zu 24.000 € 24.000 € 24.000 € 86.010 €
Stadt 7.005 € bis zu 12.000 € 12.000 € 12.000 € 43.005 €
Maßnahmeträger 2.335 € bis zu 4.000
€
4.000 € 4.000 € 14.335 €
Summen 23.350 € bis zu 40.000 € 40.000 € 40.000 € 143.350 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 23.350 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
Projekt 6.02 Lebenswelten kennenlernen, Soziokultur
Projektträger: Atrium e.V.
Träger des Projektes ist der Internationale Kulturverein Atrium e.V. Im Berichtszeitraum
bis Ende März 2008 wurden insgesamt 25 Veranstaltungen durchgeführt, der überwie-
gende Teil davon im Kulturzentrum ATRIUM. Sieben der Veranstaltungen wurden da-
bei aus dem Förderprogramm Soziale Stadt mitfinanziert. Sechs der Veranstaltungen
wurden als Kooperationsveranstaltungen mit anderen Trägern, zum Beispiel Früz e.V.,
Begegnungszentrum Sprickmannstraße.V., Parea e.V., Internationaler Kreis durchge-
führt. An weiteren Veranstaltungen haben Gesprächspartner z.B. aus den Kirchenge-
meinden, dem interreligiösen Arbeitskreis, der Verwaltung der Stadt Münster, aus örtli-
chen Schulen u.a. teilgenommen.
Die Organisation war für den erst im Dezember 2006 neu gegründeten Verein ein e-
normer Kraftakt. Dies umso mehr, da der Vereinsvorstand mit der Pächtersuche für
die Gastronomie noch bis September 2007 stark eingebunden war und derzeit – auf-
grund erneuter Suche für Mitte 2008 – die Konzentration auf die inhaltliche Arbeit er-
neut behindert ist. In der Veranstaltungsplanung konnte sich der Verein aber auf die
Erfahrungen aus der bisherigen Kulturarbeit im Atrium sowie die Mitwirkung von Per-
32 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
sonen z. B. aus dem internationalen Kreis stützen, so das die Startphase mit ersten
Veranstaltungen dennoch ohne jegliche Verzögerungen Mitte 2007 begonnen werden
konnte.
Mit dem Halbjahresprogramm 01-06 2008 wurden 5 Veranstaltungsreihen systemati-
siert und fortgeführt (Information + Dialog; Konzerte + Auftritte; Aktivitäten zu Festta-
gen; DIA – Abende; Ausstellungen) und 6 weitere begonnen (Partys; Filme zur Bil-
dung; Kids spezial; Lesungen; Ausflüge; Turniere). Als bisher erfolglos sind von den
letzteren lediglich die Reihen „Party“ sowie „Turniere“ aufgrund sehr geringer Teilneh-
merInnenzahl anzusehen. Auf besonders großes Interesse stießen Veranstaltungen
mit Themen des interkulturellen bzw. interreligiösen Dialogs sowie die Konzerte / Auf-
tritte als niedrigschwellige Konsum- + Kennenlern -Veranstaltungen.
Die Gesamtzahl der Teilnehmenden betrug 591 Personen; davon ein Anteil von 66 %
aus dem Soziale – Stadt – Gebiet (Schleife), 28 % aus dem Stadtteil Kinderhaus sowie
6 % aus dem weiteren Stadtgebiet. Die Anzahl der Personen mit Migrationshintergrund
lag bei 43 %; rechnet man die Zahl der Einheimischen mit Sinti / Roma – Hintergrund
ein bei rd. 50 %. 52 % der Teilnehmenden waren Frauen, wobei der Anteil der Frauen
bei den Personen mit Migrationshintergrund mit rd. 65 % höher war. Besonders hoch
war der Anteil von MigrantInnen mit ursprünglicher Herkunft aus der Türkei bzw. den
Mittelmeerländern und dem nahen Osten (Libanon, Irak, Iran...), der Anteil von Russ-
landdeutschen – bezogen auf den hohen Anteil an MieterInnen im Gebiet – jedoch ex-
trem niedrig. Der Anteil der Teilnehmenden mit Transfereinkommen liegt (geschätzt)
bei 45 bis 50 %.
Der inzwischen hohe Bekanntheitsgrad des Atrium spiegelt sich bisher nur teilweise in
der Teilnahme an Veranstaltungen wieder. Nach wie vor ist die Hemmschwelle bei Vie-
len hoch. Reaktionen wie: „Dürfen wir denn daran auch teilnehmen?“; „Ist das denn ei-
ne öffentliche Veranstaltung?“ zeigen dies. Der Grad der Direktansprache – auch ver-
mittelt über in anderen Zusammenhängen in der Schleife Aktive – muss daher erhöht
werden. Das Konzept der Verbindung von Bewirtung und Kulturveranstaltungen an ei-
nem Ort findet sich bestätigt – denn häufiger wurden Gastronomie - Gäste so auch di-
rekt auf Veranstaltungen aufmerksam und haben (tlw. nach Direktansprache) interes-
siert an Kulturveranstaltungen teilgenommen. TeilnehmerInnen von außerhalb der
Schleife rekrutieren sich bisher überwiegend aus dem Umfeld / Bekanntenkreis von in
Kinderhaus und Schleife aktiven Gruppen / Personen bzw. dem Umfeld z. B. der Kir-
chengemeinden oder der Politik. Das „normale Publikum“ geht bisher kaum „in die
Schleife“.
Trotz dieser Einschränkungen ist die Gesa mtteilnehmerinnenzahl in den ausgewerte-
ten neun Programmmonaten mit rd. 600 Personen überraschend hoch. Auch wenn die
in der Statistik enthaltenen Personen, die mehrfach oder relativ regelmäßig teilgenom-
men haben (ca. 36 %) die Mehrfachteilnahmen abgerechnet werden, so sind doch über
rd. 450 verschiedene Personen erreicht worden. Im Grundsatz entspricht auch die 2/3
(Schleife)– 1/3 (Kinderhaus) – Mischung dem Anliegen des Vereins nicht nur ein An-
gebot in der Schleife zu machen, sondern auch darüber hinaus integrativ zu wirken.
Dies gilt ebenso für die rd. 50/50 Mischung aus Teilnehmerinnen mit Migrationshin-
tergrund (ohne Sinti/Roma 43 %) und solchen ohne.
Bei den Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund ist allerdings auffallend, das hier
der Anteil der Personen türkischer / orientalischer / islamischer Herkunft weit über-
durchschnittlich ist. Dies ist wohl auch nur teilweise auf die bisherigen Themenstellun-
gen sowie Zusammensetzung der Aktiven zurückzuführen.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 33
Insbesondere der Anteil der Migranten aus der ehemaligen UDSSR scheint noch
schwerer als andere Gruppen zu einer aktiven Teilnahme oder gar Eigeninitiative /-
aktivität zu bewegen. Auch der steigende Anteil dieser Gruppe an der Bewohnerschaft
wirkt sich insoweit erschwerend aus. Durch auf diesen Personenkreis gezieltere The-
menstellungen soll hier in der zukünftigen Kulturarbeit gegen gesteuert werden. Zu be-
achten ist auch die weitere Nutzung der Räume des Kulturzentrums Atrium und der
Gastronomie durch Gruppen im Rahmen von Aktivitäten Dritter, beruht diese doch in
hohem Maße auf Initiativen und Kontakten von im Kulturverein und anderen Vereinen /
Organisationen aktiven Personen.
Neben der Vorbereitung der Durchführung der bereits für April, Mai und Juni geplanten
Veranstaltungen steht zurzeit die Planung des zweiten Halbjahres 2008 im Mittelpunkt
der Arbeit. Dies wird allerdings dadurch erschwert, da aufgrund der Kündigung des
derzeitigen Pächters die wirtschaftliche Basis ab Mitte 2008 noch nicht gesichert ist.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 1.350 € bis zu 1.350 € 1.350 € 1.350 € 5.400 €
Stadt 675 € bis zu 675 € 675 € 675 € 2.700 €
Maßnahmeträger 225 € bis zu 225 € 225 € 225 € 900 €
Summen 2.250 € bis zu 2.250 € 2.250 € 2.250 € 9.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 2.250 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
6.03 MigrantInnenbeteiligung/ BürgerInnenbeteiligung
Projektträger: Begegnungszentrum Sprickmannstrasse e.V.
Träger des Projektes 4.02 Integrationsarbeit vor Ort und des Projektes 6.03 Bürgerbe-
teiligung ist das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V.
Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. hat im September mit der Umset-
zung der Projekte begonnen.
In der Beratungswohnung Killingstraße 15 wurde eine Anlauf-, Beratungs- und Koordi-
nationsstelle für Menschen unterschiedlicher kultureller/nationaler Zugehörigkeit einge-
richtet. Durch Aushänge in Häusern, Briefkasteneinwurf, Infostand und eine Informati-
onsveranstaltung wurden die Bewohner der Schleife auf das neue Angebot aufmerk-
sam gemacht.
Nach kurzer Anlaufphase und durch schnelle Mundpropaganda wurde das Angebot der
offenen Sprechstunden gerne angenommen. Besonders positive Resonanz bekamen
die Sprechstunden von den älteren Migranten und Migrantinnen, da das Angebot vor
Ort wohl schon sehnsüchtig erwartet worden war und ältere Menschen entweder nicht
sehr mobil sind oder nicht gerne in Büros gehen, wo man Sie vielleicht sprachlich nicht
versteht, oder sie selber nicht genügend Deutsch sprechen, um die Amtssprache zu
verstehen und schämen sich mehr, als die jüngeren Leute. Der Bedarf an Beratung war
so groß, dass ich sehr viele Termine noch außerhalb der Sprechstunden, nach telefoni-
scher Vereinbarung, vereinbaren musste.
In der Anfangsphase des Projektes habe ich alle, sich im Begegnungszentrum Sprick-
mannstraße e. V treffenden, Gruppen besucht, um zu erfahren, welche Themen für sie
34 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
interessant wären und welche Angebote wir noch ins Leben rufen sollen. Im Dezember
wurde von mir jeden Mittwoch für Frauen ein Bastelkurs zum Thema: Adventskalender
selber gestalten und Kindern Freude machen, angeboten. Durch das niederschwellige
Angebot hat sich eine Frauengruppe gebildet, die sich jeden Mittwoch in der Bera-
tungswohnung trifft, selber die Themen für nächste Treffen erarbeitet und mit unserer
Unterstützung durchführt.
Es ist immer noch sehr schwer einige Bevölkerungsgruppen, insbesondere die Gruppe
von Spätaussiedlern zur Selbstorganisation zu motivieren. Sie nehmen die Sprech-
stunden gerne an, aber sobald sie selber tätig werden müssen, flüchten sie in ihre all-
tägliche Probleme: schlechte Wohnsituation, mangelnde Sprachkenntnisse, Geldsor-
gen usw. Aber Anfänge sind gemacht.
Leider ist es uns nicht gelungen, wegen der Kürze der Zeit an den Vorbereitungen und
der Durchführung des Bewohnerfestes im Dezember 2007 aktiv teilzunehmen,
Die oben genannte Gruppe, die hauptsächlich sich aus Spätaussiedlerinnen zusam-
mensetzt, und Frauengruppen des Begegnungszentrums haben zusammen mit mir
und meiner Kollegin Frau Berner das Fest zum internationalen Frauentag 08.03.2008
vorbereitet. Das Fest fand sehr positive Resonanz bei den Frauen, war gut besucht
und hatte großen Erfolg.
Zurzeit arbeitet das Begegnungszentrum intensiv im Projekt des Institutes für Ethnolo-
gie „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ Thema:Interkulturelle Begeg-
nungen (Interkulturelle Streitschlichter) mit.
Besonderer Wert wird auf gute Vernetzung und gute Zusammenarbeit zwischen unter-
schiedlichen Träger, Vereinen und Organisationen gelegt. So werden/wurden gemein-
sam mit Internationalen Kulturverein ATRIUM e.V. verschiedene thematische Abende
und Ausflüge geplant und durchgeführt. Gut besucht war auch die vom Begegnungs-
zentrum und dem Heimatmuseum durchgeführte Ausstellung „Volk auf dem Weg“ über
die Geschichte von Russlanddeutschen.
Während der Zeit von September bis März wurde intensiv mit dem Familienzentrum
KITA Killingstr. gearbeitet und ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Durch diese
Kooperation eröffnen sich dem Begegnungszentrum noch mehr Möglichkeiten ver-
schiedene Angebote den Bewohnern anzubieten. Zur Zeit läuft in der KITA ein Kurs
zum Thema „Gesundheitsprophylaxe für Frauen“, weitere Angebote sind in Vorberei-
tung.
Herr Keles war als Honorarkraft im Begegnungszentrum für den Bereich „Aufbau eines
türkisch.-deutschen Netzwerkes“ tätig. Seit Januar 2008 ist er Integrationsberater und
somit als zweiter Mitarbeiter im Projekt aktiv. Er ist vor allem für die Beratung und Be-
gleitung türkisch sprechender Klienten zuständig.
Abschließend lässt sich bemerken, dass in den sieben Monaten viel erarbeitet und
erreicht worden ist.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 35
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 1.200 € bis zu 2.400 € 2.400 € 1.200 € 7.200 €
Stadt 600 € bis zu 1.200 € 1.200 € 600 € 3.600 €
Maßnahmeträger 200 € bis zu 400 € 400 € 200 € 1.200 €
Summen 2.000 € bis zu 4.000 € 4.000 € 3.060 € 12.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 2.760 € in 2007 für das Projekt freige-
geben. Über den geringeren Mittelbedarf in 2007 wurde der Beirat am 27.11.2007 un-
terrichtet; zugleich hat der Beirat die Mittel auf die Folgejahre einschl. der in 2007 in-
soweit nicht benötigten Mittel wie oben ausgewiesen neu verteilt.
6.04 Jungenprojekt: Sport gegen Gewalt
Projektträger: Jugendsalon Sprickmannplatz
Start für das Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt war Juli 2007. Unter Einsatz von zwei
Multiplikatoren ( W. Sondermann / ehemaliger Anwohner und A. Diallo / AWO Jugend-
werk ) die als Leiter der Sportgruppe eingesetzt sind, wird regelmässig Samstag (
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr ) in der Turnhalle der Waldschule in Münster – Kinderhaus
Fussball gespielt.
Die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sind 16 Jahre bis 24 Jahre alt. Die Teil-
nehmerzahl an den Veranstaltungstagen schwank t zwischen 5 bis 20 Teilnehmern. Im
Mittel kommen regelmässig 10 Teilnehmer.
Bei schlechten Witterungsverhältnissen im Winter ( Nov./Dez. 2007 ) gab es jedoch
auch Veranstaltungstage an denen bis zu 25 Teilnehmer die Sporthalle aufsuchten.
Aufgrund der zu geringen Hallengrösse kam es immer wieder vor, dass Jugendliche
weggeschickt werden mussten.
Bis Ende 2007 betrug der Anteil Jugoslawischer Teilnehmer ca. 80 %, womit das ur-
sprüngliche Ziel einer multikulturellen Sportgruppe zu diesem Zeitpunkt noch nicht er-
reicht wurde. Seit Anfang 2008 nahm die Zahl der Jugoslawischen Teilnehmer stetig
ab, und der Anteil Türkischer, Arabischer und Somalischer Teilnehmer wuchs wieder-
um an.
Aus dieser Ausgangssituation heraus, soll langfristig versucht werden eine feste Fuss-
ballmannschaft zu formieren, in denen mög lichst viele unterschiedliche Nationalitäten
über den Sport zusammenfinden.
Dieses Ziel ist uns bisher nur Ansatzweise gelungen, aber wir sind hier recht zuver-
sichtlich dies langfristig zu erreichen.
Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel die Anbindung der Jugendlichen an einen der In
Münster – Kinderhaus ansässigen Sportvereine. Denn nur eine Vernetzung der Ju-
gendfreizeit- und Präventionsarbeit in enger Zusammenarbeit mit den Sportvereinen,
kann eine ganzheitliche und effektive Betreuung der Jugendlichen auf längere Sicht
gewährleisten.
36 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Finanzen:
Kosten Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 210 € bis zu 750 € 750 € 210 € 1.710 €
Stadt 105 € bis zu 375 € 375 € 105 € 960 €
Maßnahmeträger 35 € bis zu 125 € 125 € 35 € 320 €
Summen 350 € bis zu 1.250 € 1.250 € 350 € 3.200 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 350 € in 2007 für das Projekt freigege-
ben.
6.05 Integrative Jugend-/ Sozialarbeit
Projektträger: Arbeitskreis Jugend-Kinderhaus
Im Rahmen der Entwicklung von Projekt 6.05 ergab sich ein größerer Vorbereitungs-
aufwand. Zusammen mit dem Arbeitskreis Jugend Kinderhaus wurden in 2007 Förder-
richtlinien erarbeitet, die eine passgenaue Verwendung der finanziellen Mittel ermögli-
chen sollen. Die Startphase des Projektes verschob sich dadurch auf das letzte Quartal
2007. Die gestellten Anträge in Höhe von 711,00 € wurden vor allem im Förderbereich
II: Freizeit, Kultur, Erlebnislernen und im Förderbereich IV: Sport, Bewegungslernen
gestellt. Die Förderbereiche I: Bildung, Soziales Lernen und Förderbereich III: Kunst,
Musik, Kreatives Lernen wurden in der Startphase noch nicht angefragt.
Nach den Förderrichtlinien antragsberechtigt sind:
■ Freie Träger, Einrichtungen, die im Stadtteil Kinderhaus in der Jugendhilfe in
der Stadtzelle „Kinderhaus Nordwestschleife“ tätig sind.
■ Öffentliche Träger der Jugendhilfe im Sinne des SGB VIII, die in der Stadtzelle
“Kinderhaus Nordwestschleife“ tätig sind.
■ Schulen.
Über eine Förderung entscheidet in jedem Einzelfall das Amt für Kinder, Jugendliche
und Familien; sie umfasst
eine förderungs- und antragsbezogene Beratung und Information,
finanzielle Hilfen in Form von Zuschüssen.
Im Rahmen einer finanziellen Förderung können auf Antrag Entgelte bezuschusst wer-
den, die die Teilnahme von Jugendlichen im Al ter zwischen 12 und 18 Jahren an wich-
tigen integrativen Projekten ermöglicht, die von Freien Trägern, Einrichtungen, Verei-
nen und öffentlichen Trägern und Schulen in Kinderhaus angeboten werden. Weitere
Voraussetzungen sind, dass die angesprochenen Jugendlichen wegen zu geringen
Einkommens ihrer Familie die Kosten nicht selbst übernehmen können und im Wohn-
gebiet Brüningheide oder in einem unmittelbar angrenzenden Wohnbereich wohnen.
Die thematischen Bereiche der betreffenden Projekte sind nicht festgeschrieben. Pro
Jahr können Begünstigte bis zu 150 € pro Jahr erhalten, in begründeten Ausnahmefäl-
len mehr. Über die Vergabe entscheidet die Projektleitung in Absprache mit dem/der
Handlungsfeldbeauftragten.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 37
Finanzen:
Kosten Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 4.125 € bis zu 10.395 € 10.065 € 8.415 € 33.000 €
Stadt 2.750 € bis zu 6.930 € 6.710 € 5.610 € 22.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 €0 €0 € 0 €
Summen 6.875 € bis zu 17.325 € 16.775 € 14.025 € 55.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 6.875 € in 2007 für das Projekt freige-
geben.
Projekt 6.06 Mobile Jugend-/ Sozialarbeit
Projektträger : Kinder- und Jugendzentrum WUDDI des Amtes für Kinder, Jugendliche
und Familien der Stadt Münster
Startphase
Personalsuche zu Oktober 2007
zusätzliche Unterstützung durch FSJ
Materialbeschaffung
Gespräch mit der Projektmitarbeiterin vom Indro e.V.
Gespräch mit dem Mitarbeiter vom Jugendsalon
Personalsuche zu Januar 2008
ab Februar 2008 zusätzliche Unterstützung durch Arbeitsstunden nach § 16 Abs. 3
SGB II
Personalaufstockung ermöglicht Stadtteilbegehungen während der Wohnwagenzeit
ab Januar/ Februar 2008 Start der aufsuchenden Arbeit in Ergänzung zur Arbeit im
Wohnwagen am Spielplatz Killingstraße. Ziel: Mögliche Orte ausfindig machen, an
denen sich Jugendliche aufhalten, Stadtteilerkundung
Beschreibung der Aktivitäten / der konkreten Arbeit
Präsenz zeigen
Bekanntmachen der Mitarbeiter
Bekanntmachen des Wohnwagens
verlässliche und bedarfsgerechte Zeiten austesten
niedrigschwelliges Beratungsangebot
informeller Austausch (Kontaktphase)
Beziehungsarbeit (Aufbau verlässlicher Kontakte)
Themen und Interessen der Jugendlichen kennenlernen (Lebensweltorientierung)
Positionieren (Jugendliche sollen merken, dass die Mitarbeiter sie nicht vordergrün-
dig kontrollieren wollen.)
Hilfestellung geben (Hauptthemen: Schulden bzw. Handyverträge sowie Bewer-
bungshilfen)
Absprachen treffen und einhalten
Erhebung der Besucherzahlen
38 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Wiedergabe der bisherigen Erfahrungen im Projekt (Problem-/Themenschwerpunkte,
Kommunikation, Erfolge/Misserfolge)
Problem-/Themenschwerpunkte:
Vandalismus im Stadtteil
Kontaktarbeit der neuen Mitarbeiter
Standortanalyse
Präventive Arbeit (Problemlagen im Stadtteil und bei den Jugendlichen frühzeitig er-
kennen und wenn möglich intervenieren)
Aufklärungsarbeit (in Bezug auf Drogen und Alkohol)
Perspektivlosigkeit entgegenwirken durch Aufdecken neuer Handlungswege und
Möglichkeiten
▪ Kinder/ Jugendliche, die über 12 Jahre alt sind, erscheinen häufig in Begleitung ihrer
jüngeren Geschwister
▪ Themenschwerpunkte bei Kindern
: Möglichkeit geben die Freizeit zu gestalten,
ins Gespräch kommen
Kommunikation:
hinsichtlich Multiplikatoren
Austausch mit den Mitarbeitern vom Jugendsalon/ vom Indro e.V.
Informationen in Stadtteilarbeitskreisen
hinsichtlich Zielgruppe
Durch die ergänzende aufsuchende Arbeit trägt die Werbung für das Angebot erste
Erfolge.
Kritikpunkte:
Erreichung der jugendlichen Zielgruppe zunächst schleppend – da viele Kinder am
Standort des Wohnwagens sind und diese die älteren Jugendlichen eher zu distanzie-
rendem Verhalten verleiten.
Ausblick:
Es ist über ergänzende bedarfsorientierte Standorte nachzudenken, um die anvisierte
Zielgruppe besser zu erreichen.
Die Angebotszeiten müssen gerade in der Sommerzeit nach hinten verschoben wer-
den.
Ein Wohnwagenschild soll angefertigt werden.
Evtl. ist über ein zusätzliches Angebot nur für Kinder nachzudenken, damit man die
beiden Zielgruppen besser auseinander halten kann.
Finanzen:
Projektelemente werden im Rahmen des Impulsprojektes 6.05 aufgegriffen, sodass für
dieses Projekt gesonderte Kosten nicht veranschlagt sind.
6.07 Sport und Bewegung
Projektträger: Fachstelle Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fa-
milien der Stadt Münster
Im Projekt 6.07 ergab sich in 2007 ein höherer Entwicklungs- und Vorbereitungsauf-
wand. Dieser ergab sich vor allem durch die angestrebte Zusammenarbeit mit dem in
Kinderhaus ansässigen Sportverein „SC Westfalia Kinderhaus“ um eine nachhaltige
Entwicklung des Projektziels „Bewegungsförderung“ zu garantieren. Die Eckpunkte
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 39
dieser Zusammenarbeit: Tag des Sports, Reduzierung von Mitgliedsbeiträgen, Sport-
geräteverleih, Übungsleiterschulung für schwierige Zielgruppen, Aktion: „ein Tag mit
dem DFB Mobil“ und Fussballcamp für Jungen und Mädchen, werden erst in 2008 das
Projekt beleben.
Auch eine Zusammenarbeit mit der in Kinder haus ansässigen Kletterhalle „High Hill“
konnte vereinbart werden. Hier wurde vereinbart, dass eine Gruppe mit 4-6 Teilnehme-
rinnen einer Einrichtung im Stadtteil bzw. mit Teilnehmern aus der „Schleife“ einen
sechs-wöchigen . Kletterkurs buchen kann. Ein Übungsleiter wird der Gruppe während
der 1 ½ Std. gestellt. Ein Betreuer muß die Gruppe begleiten. Für die Zielgruppe wur-
den drei Altersgruppen vereinbart: Kinder (6 – 9 Jahre), Kinder (10 – 12 Jahre), Ju-
gendliche (13 – 15 Jahre).
Mit den oben beschriebenen Angeboten soll die Bewegungsförderung bzw. das Inte-
resse für Sportangebote bzw. sportliche Aktionen die Zielgruppe „Kinder und Jugendli-
che im Alter von 6-25 Jahren aus der Schleife“ erreichen und mit den Kooperations-
partnern SC Westfalia Kinderhaus und der Kletterhalle „High Hill“ den Spass am Sport
und der Bewegung fördern.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 2.070 € bis zu 1.890 € 2.745 € 2.295 € 9.000 €
Stadt 1.380 € bis zu 1.260 € 1.830 € 1.530 € 6.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 3.450 € bis zu 3.150 € 4.575 € 3.825 € 15.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 3.450 € in 2007 für das Projekt freige-
geben.
Projekt 6.08 Drogenprävention
Projektträger und Kooperationspartner: Träger des Projekts 6.08 ist der Drogenhilfe-
verein INDRO e.V. Kooperationspartner sind vor allem der Jugendsalon Sprick-
mannnstrasse und das Begegnungszentrum.
Startphase
Das Projekt hat zum 01.07.2007 seine Arbeit aufgenommen. Die Honorarstelle konnte
mit einer, in der Arbeit mit Drogenkonsumenten erfahrenen, Diplom-Pädagogin und
Suchtberaterin besetzt werden.
Um die Kooperationsmöglichkeiten mit Einrichtungen im Stadtteil zu erschließen, ha-
ben die zuständige Mitarbeiterin und die Projektleiterin die Angebote in sozialen Ein-
richtungen, Kulturvereinen und Gruppen vorgestellt.
Die aufsuchende Arbeitet gestaltete sich zunächst schwierig, da nur bedingt Kontakt zu
Jugendlichen geknüpft werden konnte. Durch kontinuierliche Präsenz der neuen Mitar-
beiterin und der Bekanntmachung des Angebots konnten jedoch inzwischen Kontakte
zu Cliquen geknüpft werden.
Das Konzept der Aktionstage wurde als Konsequenz aus den Praxiserfahrungen im
ersten Halbjahr leicht modifiziert.
40 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
Beschreibung der Aktivitäten / der konkreten Arbeit
Die konkrete Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche: zum einen in die aufsuchende Arbeit
und die Beratungssprechstunde in der Nord-West-Schleife, zum anderen werden jähr-
lich 3 Aktionstage zum Thema Sucht durchgeführt.
Die aufsuchende Arbeit wird 1-2 Stunden pro Woche durchgeführt, gelegentlich auch
zusammen mit den Mitarbeitern des Wohnwagenprojekts. Dabei werden vor allem Cli-
quen angesprochen, die durch Alkohol- bzw. Drogenkonsum auffallen. In Gesprächen
wird auf bestehende Beratungs- und Hilfeangebote verwiesen, auf Wunsch werden
auch Informationsmaterialien verteilt und ein individueller Beratungstermin vereinbart.
Die wöchentlich im Jugendsalon stattfindende Sprechstunde ist gezielt für Cannabis-
konsumenten eingeführt worden, da sich die Fachkräfte vor Ort einig darüber sind,
dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht. Bei Bedarf erfolgt eine Vermittlung
zur städtischen Drogenberatung und zur LWL-Klinik Münster.
Die Aktionstage, die in 2007 und 2008 statt fanden, hatten jeweils unterschiedliche
thematische Schwerpunkte: ein Tag behandelte das Thema Alkohol, ein Aktionstag
thematisierte vor allem Ängste und Fragen von Eltern und Anwohnern und ein Aktions-
tag informierte alle Altersgruppen gezielt über illegale Drogen.
Wiedergabe der bisherigen Erfahrungen im Projekt (Problem-/Themenschwerpunkte,
Kommunikation, Erfolge/Misserfolge)
Wie bereits erwähnt, gestaltete sich die aufsuchende Arbeit zunächst schwierig. Durch
kontinuierliche Präsenz der Mitarbeiterin und zahlreichen Aushängen in Geschäften
und den Hochhäusern in der Nord-West-Schleife ist das Angebot inzwischen bekannt
geworden. Auch das Konzept der Aktionstage musste leicht modifiziert werden, da das
erste halbe Jahr Aufklärung darüber brachte, dass eine der Zielgruppen (Jugendliche
zwischen 16 und 24 Jahren) nur zu erreichen ist, wenn der Aktionstag in ein bestehen-
des Angebot eingebettet wird. Aus diesem Grund finden die Aktionstage zukünftig im-
mer in Kooperation mit einer anderen Veranstaltung (z.B. Sommerfest BGZ, Angebot
im Rahmen des Ferienprogramms) statt.
Die Cannabissprechstunde wird zurzeit von einigen jugendlichen Konsumenten be-
sucht.
Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Einrichtungen in Kinderhaus funktioniert
gut. Bestehende Kontakte können sinnvoll genutzt werden, andere Kontakte haben
sich vor allem durch die Projektleitertreffen intensiviert.
Ausblick
Das bestehende Konzept aus aufsuchender Arbeit, regelmäßiger Sprechstunde und
Aktionstagen scheint sinnvoll und soll auch in 2008 durchgeführt werden.
Finanzen:
Kosten Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 1.200 € bis zu 1.920 € 1.800 € 960 € 5.880 €
Stadt 600 € bis zu 960 € 900 € 480 € 2.940 €
Maßnahmeträger 200 € bis zu 320 € 300 € 160 € 980 €
Summen 2.000 € bis zu 3.200 € 3.000 € 1.440 € 9.800 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 2.253 € in 2007 für das Projekt freige-
geben. Über den geringeren Mittelbedarf in 2007 wurde der Beirat am 27.11.2007 un-
terrichtet; zugleich hat der Beirat die Mittel auf die Folgejahre einschl. der in 2007 in-
soweit nicht benötigten Mittel wie oben ausgewiesen neu verteilt.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 41
2.5 Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement
Team des Quartiermanagements: Adelgund Schmitz (Sahle-Wohnen), Fatma Özde-
mir (Erzieherin in der Städtischen Kindertagesstätte Killingstraße), Hans Tillack (Be-
zirksleiter im Kommunalen Sozialdienst Nord), Jochen Temme (Leiter der Bezirksver-
waltung Münster-Nord).
2.5.1 Ausgangslage
Im Programmzusammenhang Soziale Stadt wird unter Quartiersmanagement ein loka-
ler Handlungsansatz verstanden, der eine ganzheitliche Verbesserung und Stabilisie-
rung der Lebensbedingungen im Wohngebiet anstrebt, einerseits mittels Ressourcen-
bündelung im Rahmen dieses Programms, andererseits durch Organisation und Akti-
vierung der Potentiale im Stadtteil; abgesehen von dieser funktionalen Begriffsdimen-
sion bezeichnet Quartiersmanagement in organisatorischer Hinsicht eine Instanz, die
als Bindeglied zwischen der Lebenswelt im Stadtteil, Politik, Verwaltung, Institutionen
und Unternehmen die Gebietsmoderation vor Ort wahrnimmt.
Im Zuge des dem Rat mit Vorlage V/0927/2006 vorgelegten, insbesondere angesichts
des gegenüber dem Antrag vom 27.05.2004 geänderten Finanzrahmens, modifizierten
Handlungskonzepts hatte die Verwaltung empfohlen, den für dieses Handlungsfeld
vorgesehenen Ansatz „Managementkosten“ von 100.000 € auf 25.000 € zu reduzieren.
Mit dieser Kürzung unmittelbar verbunden war zugleich das Erfordernis, gegenüber
klassischen Arrangements von Quartier smanagement, in deren Rahmen in der Regel
eine oder mehrere Quartiersmanager/innen hauptamtlich tätig werden, eine konzeptio-
nelle Alternative zu entwickeln. Daraus entstand das Modell eines Teams, deren Mit-
glieder aktuellen beruflichen Bezug zum Wohngebiet haben und die Aufgaben des
Quartiersmanagements arbeitsteilig und unbezahlt wahrnehmen.
2.5.2 Überblick über das Handlungsfeld
Für das Quartiersmanagement/für die Gebietsmoderation stehen drei Zielrichtungen im
Mittelpunkt:
1. Einbeziehung der Bewohnerschaft in das Projekt Soziale Stadt fördern ,
2. Vernetzung und Zusammenarbeit der einzelnen Handlungsfelder stärken,
3. durch eigene kleine Aktionen und Veranstaltungen das Projekt Soziale Stadt
immer wieder in die Bewohnerschaft und Öffentlichkeit bringen.
2.5.3 Startphase
Seit April 2007 trifft sich das Team der Gebietsmoderation regelmäßig 14-tägig, in der
Regel zusammen mit der Programmkoordination. Schwerpunkt der ersten Phase war,
das Projekt und das Team der Gebietsmoderation im Wohnquartier und bei den Ko-
operationspartnern bekannt zu machen. Hierzu wurden folgende Maßnahmen ergriffen:
- Erstellung und Ausstattung von fünf Informationsschaukästen, die im Wohnquartier
prominent platziert sind und Auskünfte über einzelne Projekte in der Sozialen Stadt
geben. Die Gebietsmoderation trägt Sorge, dass die Informationen in den Schau-
kästen immer aktuell sind.
- Durch begleitende Pressearbeit und einen Informationsflyer wurden die Gebiets-
moderatoren vorgestellt.
- Vorbereitungen für einen Internetauftritt des Projektes Soziale Stadt sind getroffen;
die Realisierung ergibt sich in den nächsten Monaten.
42 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
- Zu den Projektpartnern wurden Kontakte durch Teilnahme an Handlungsfeldkonfe-
renzen, Einzelkontakte, Projektbesuche gehalten. Im Team der Gebietsmoderation
gibt es eine interne Arbeitsteilung, wer Ansprechpartner für welches Projekt bzw.
Handlungsfeld ist.
- Wichtigen Kooperationspartnern im Quartier (z. B. Schulen und Kindertagesstätten)
wurden das Projekt Soziale Stadt noch einmal vorgestellt und die Gebietsmoderati-
on mit ihren Funktionen bekannt gemacht.
- Für alle Interessierten wurde eine wöchentliche Sprechstunde der Gebietsmodera-
tion mitten im Wohnquartier am Sprickmannplatz angeboten. Hier steht ein Raum
der Firma Sahle-Wohnen zur Verfügung. Diese Sprechstunde wird jedoch wenig
frequentiert, dass es aus Ressourcengründen sinnvoll ist, sie weiter fortzuführen.
- Um den Kontakt zur Bürgerschaft immer wieder zu intensivieren, wurde an Stelle
der Sprechstunde beschlossen, die Soziale Stadt mit ihren Projekten zu aktuellen
Anlässen im Wohnquartier immer wieder vorzustellen. Hierzu wurde ein auffälliges
Bäckerfahrrad beschafft, das zukünftig als Erkennungsmerkmal des Projektes,
speziell der Gebietsmoderation, dienen soll. In Form eines Veranstaltungskalen-
ders wurden Orte und Termine festgelegt, wo einzelne Mitglieder der Gebietsmode-
ration das Projekt immer wieder in der Öffentlichkeit vorstellen.
Unter dem Stichwort „Kleine Aktionen“ wurden bisher zwei Projekte realisiert:
- Im Rahmen von „Clean Kinderhaus“ wurde unter aktiver Beteiligung von Bürgerin-
nen und Bürgern des Wohnquartiers eine Pflanzaktion am Sprickmannplatz vorge-
nommen.
- In Kooperation mit dem Schlosshotel Wilkinghege und der Hauptschule Kinderhaus
wurde ein Benimmkursus für Schüler der Hauptschule mit sehr positiver Resonanz
auf allen Seiten durchgeführt.
- Weiter ist geplant, durch regelmäßige Aktionen das Projekt Soziale Stadt immer
wieder im Quartier sichtbar zu machen.
2.5.4 Einschätzung seit 2007 und Ausblick 2. Halbjahr 2008
Das Team der Gebietsmoderation arbeitet konstruktiv zusammen und steht in einem
guten Austausch mit allen Projektbeteiligten. Die Kontakte zu Projekten, Handlungsfel-
dern und Institutionen im Stadtteil sind ausgebaut und funktionieren ohne jegliche Rei-
bungsverluste.
Erste Ideen und Projekte zur Einbeziehung der Bewohner des Quartiers sind gestartet
bzw. geplant. Hier wird das Team der Gebietsmoderation einen wesentlichen weiteren
Arbeitsschwerpunkt auch im nächsten Halbjahr und darüber hinaus setzen.
Finanzen (Quartiersmanagement – Projekt 7.01):
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
insgesamt
Land / Bund 1.411,80 € bis zu 3.000 € 6.150 € 4.438,20 € 15.000 €
Stadt 941,20 € bis zu 2.000 € 4.100 € 2.958,80 € 10.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 2.353,00 € bis zu 5.000 € 10.250 € 7.397 € 25.000 €
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 43
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 4.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben.
Über den geringeren Mittelbedarf in 2007 wurde der Beirat am 27.11.2007 unterrichtet;
zugleich hat der Beirat die Mittel auf die Folgejahre einschl. der in 2007 insoweit nicht benö-
tigten Mittel wie oben ausgewiesen neu verteilt. Insgesamt wurden 2.405,60 € in 2007 ver-
ausgabt.
Finanzen (Quartiersfonds – Projekt 7.02):
Der Beirat hat am 27.11.2007 beschlossen, in 2008 auf der Grundlage von Eckpunkten zur
Verwendung, Mittel dieses Ansatzes erst in den Jahren 2009 f. einzusetzen.
44 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
2.6 Handlungsfeld 8: Selbstevaluation
Handlungsfeldverantwortlicher: Dr. Thomas Hauff, Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung
2.6.1 Anlass und Ausgangslage
Das Programm „Soziale Stadt NRW“ sieht als integralen Bestandteil der Programm-
durchführung eine prozessbegleitende Evaluation vor. Evaluation wird dabei als pro-
zessbegleitendes Instrument verstanden, um kontinuierlich Hinweise auf Erfolge und
Verbesserungsnotwendigkeiten in der Stadtteilarbeit zu erhalten. Große Bedeutung
wird insbesondere der Selbstevaluation beigemessen, d.h. Verfahren, bei denen Ak-
teure ihre eigene Tätigkeit systematisch und datenbasiert bewerten.
Ob die Projekte im Programm „Soziale Stadt NRW“ ihre selbst gesteckten Ziele tat-
sächlich erreichen, kann nur anhand vorab formulierter Kriterien beurteilt werden. Ein
wichtiges Anliegen der Evaluation ist es daher, die Zielentwicklung in den Stadtteilen
zu unterstützen und Verfahren zu entwickeln, mit denen kontinuierlich beobachtet und
ausgewertet wird, ob die Ziele erreicht werden.
Im Rahmen der Selbstevaluation sind v on den Kommunen zwei Bausteine zu bearbei-
ten:
• Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung
• Erhebung und Auswertung von Kontextindikatoren zur Stadtteilentwicklung
Dabei soll die „Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung“ konkret Folgen-
des leisten:
• Zeitnahe Bereitstellung von Informationen über den Fortschritt der Projekte für die
Projektbeteiligten sowie für die Programmbeteiligten (inkl. Beirat Soziale Stadt)
• Initiierung von Lernprozessen durch die Rückkopplung der Ergebnisse vor Ort, damit
Weiterentwicklung bzw. Optimierung der Projekte und kontinuierliche Verbesserung
des Programms
• Intensivierung des Dialogs und der Verständigungsprozesse auf der Stadtteilebene
• Darstellung der Erfolge und Wirkungen nach außen
Die „Erhebung und Auswertung von Kontextindikatoren zur Stadtteilentwicklung“ ver-
folgt als Ziel:
• Aussagen über die Entwicklung des Programmgebietes im Zeitverlauf (Schaffung ei-
nes Rahmens zur Einordnung der Projektverläufe in den einzelnen Handlungsfeldern)
• Schaffung von Vergleichsmöglichkeiten zur Entwicklung anderer Stadtteile bzw. Pro-
grammgebiete
• Schaffung von Vergleichsmöglichkeiten zur gesamtstädtischen Entwicklung
Als Grundlage für die prozessbegleitende Selbstevaluation haben das Ministerium für
Stadtentwicklung, Wohnen, Kultur und Sport NRW/MSWKS NRW (heute „Ministerium
für Bauen und Verkehr“) und das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
NRW (ILS) Leitlinien und das Handbuch „Zielentwicklung und Selbstevaluation in der
Sozialen Stadt NRW“ entwickelt, die den Rahmen für die städtischen Aktivitäten bilden.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 45
2.6.2 Projekte des Handlungsfelds im Überblick
Um von Beginn an die Qualitätssicherung und Optimierung der Programmdurchführung
sicherzustellen, hat sich das Handlungsfeld „Selbstevaluation“ zunächst auf das Pro-
jekt „Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung“ konzentriert. Das Projekt
umfasst vier Teile:
• Aufbau der Prozessorganisation, Entwicklung einer Grobplanung für die Selbsteva-
luation und Auswahl eines geeigneten Büros mit ausgewiesener Nutzer- und Betei-
ligungsorientierung zur praktischen Unterstützung der Selbstevaluation.
• Entwicklung eines bedarfs-/problembezogenen und konsistenten Zielsystems unter
enger Einbeziehung der Projektträger und Stadtteilakteure bis zum Ende des ersten
Projektjahrs.
• Entwicklung eines praxisorientierten Indikatorensets unter enger Einbeziehung der
Projektträger und Stadtteilakteure bis zum Beginn des zweiten Projektjahrs. Regel-
mäßige Erhebung von Daten und Informationen zur Füllung des abgestimmten Indi-
katorensets.
• Erstellung von regelmäßigen Berichten, Rückkoppelung der Berichte mit den Pro-
jektträgern und Stadtteilakteuren, Kommunikation der Ergebnisse nach außen.
Beteiligt an dem Projekt „Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung“ sind:
• Handlungsfeldverantwortlicher „Evaluation“ (Hr. Dr. Hauff) und Programmkoordina-
tion (Fr. Schwering, Hr. Treutler)
• Univation – Institut für Evaluation (Köln) als Auftragnehmer (Fr. Mäder, Hr. Dr. Se-
ligmann)
• Alle Handlungsfeldverantwortlichen
• Alle Projektleiterinnen und Projektleiter, Mitwirkende aus den Projekten
• Mitglieder des Beirats „Soziale Stadt“
Hinsichtlich des Projektes „Erhebung und Auswertung von Kontextindikatoren zur
Stadtteilentwicklung“ wurden zunächst im „Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung - Abt. Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik“ die Verfügbarkeit der
Indikatoren geprüft und geeignete Indikatoren aufbereitet. Der Prüfung lag eine vorläu-
fig abgestimmte Indikatorenliste des MSWKS NRW/ILS NRW/Städtenetz Soziale Stadt
NRW aus dem Jahr 2004 zu Grunde. Der landesweite Katalog an Kontextindikatoren
umfasst:
• Ca. 50 Indikatoren (geschlechter- und altersgruppendifferenziert)
• 10 inhaltliche Kategorien: u.a. Bevölkerung, Transferleistungen, Schule/Bildung, Ar-
beitsmarkt, Gesundheit, Wahlbeteiligung
• Jährliche Erhebung und Auswertung
Die Prüfung der Indikatoren anhand der vorläufigen Liste hat gezeigt, dass trotz grund-
sätzlich guter Datenlage in Münster die notwendige Kleinräumigkeit, d.h. das Vorliegen
der Daten für die Stadtzelle „Kinderhaus-Brüningheide“ nicht für alle Indikatoren gege-
ben ist. Zudem ist deutlich geworden, dass nicht alle 50 Indikatoren für Kinderhaus-
Brüningheide einschlägig sind. Daher wird es im nächsten Schritt darauf ankommen,
aussagekräftige Indikatoren mit entsprechender Datenverfügbarkeit für Kinderhaus-
Brüningheide auszuwählen.
46 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
2.6.3 Initiierung des Handlungsfelds „Selbstevaluation“ und Aktivitäten 2007/2008
• Im ersten Quartal 2007 wurde in enger Abstimmung zwischen Handlungsfeldver-
antwortlichem und Programmkoordination ein Evaluationsdesign zur externen Un-
terstützung der prozessbegleitenden Erfolgskontrolle (Baustein „Zielentwicklung und
Beobachtung der Zielerreichung“) unter Einbezug der Projektbeteiligten entwickelt.
• Die Stadt Münster hat im zweiten Quartal 2007 ein intensives Auswahlverfahren un-
ter qualifizierten Büros durchgeführt, aus dem Univation – auch aufgrund des nut-
zer- und beteiligungsorientierten Ansatzes – als Auftragnehmer hervorgegangen ist.
• Univation – Institut für Evaluation (Köln) ist im Juni 2007 mit der Erbringung von
Leistungen für die prozessbegleitende Selbstevaluation beauftragt worden.
Univation hat in enger Zusammenarbeit mit den Handlungsfeldverantwortlichen und
der Programmkoordination seit Mitte 2007 und im ersten Quartal 2008 folgende Leis-
tungen erbracht:
• Aufbereitung und Systematisierung der Programm- und Projektziele auf der Grund-
lage des Integrierten Handlungskonzeptes (Vorl. V/0197/2005, Anl. 3) und weiterer
Materialien
• Aufbereitung und Systematisierung der Indikatorenvorschläge auf der Grundlage
des Integrierten Handlungskonzeptes (Vorl. V/0197/2005, Anl. 3) und weiterer Mate-
rialien
• Entwicklung von Projektblättern für die im Jahr 2007 beginnenden Projekte
• Durchführung und Auswertung des „Auftaktworkshop“ (30.10.2007) mit den Projekt-
beteiligten zur Erarbeitung eines handlungsorientierten Zielsystems und eines pra-
xisorientierten Indikatorensystems (unter Mitwirkung des Beirats „Soziale Stadt“)
• Entwicklung von Erhebungsinstrumenten und –bögen für die einzelnen Projekte
• Durchführung und Auswertung des „Abstimmungsworkshops“ (11.03.2008) „Ziele –
Indikatoren - Erhebungsinstrumente“ mit den Projektbeteiligten und Mitgliedern des
Beirats „Soziale Stadt“
• Erstellung des Jahresberichts „Prozess begleitende Selbstevaluation“ im Entwurf
und Fertigstellung der Endfassung des Berichts (unter Einbezug der Ergebnisse des
Abstimmungsworkshops“).
2.6.4 Einschätzung der bisherigen Aktivitäten und Ausblick ab Sommer 2008
Im Handlungsfeld „Evaluation“ sind von Projektbeteiligten und Univation in enger Zu-
sammenarbeit mit den Handlungsfeldverantwortlichen und Programmkoordinatoren
bisher folgende Produkte erarbeitet worden:
• Handlungsorientiertes Zielsystem auf Programm- und Projektebene
• Ziele, Indikatoren und Erhebungsinstrumentarien für die einzelnen Projekte
• Projektblätter zur Darstellung der Ziele, Indikatoren, Erhebungsergebnisse
Damit wurden diejenigen Projektteile erbracht, die im „Integrierten Handlungskonzept“
für das Programmgebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ (Vorl. 0197/2005,
Anl. 3, S. 75/76) als Bestandteile der prozessbegleitenden Selbstevaluation für das
erste Projektjahr benannt wurden. Vor diesem Hintergrund ist der Projektstand als gut
zu bewerten.
Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008 47
Unter Bezugnahme auf den Entwurf des Jahresberichts von Univation (2007, S. 50
ff.) zum Stand der „prozessbegleitenden Erfolgskontrolle“ kann zum heutigen Zeit-
punkt folgende Zwischenbilanz gezogen werden:
• Der grundsätzliche Nutzen einer systematischen Zielformulierung und einer sys-
tematischen Beobachtung der Zielerreichung wird von nahezu allen Mitwirkenden
am Programm „Soziale Stadt“ erkannt und die Selbstevaluation daher in den Pro-
jekten umgesetzt.
• Der Prozess der Zielsystematisierung und damit der projektinternen und projekt-
übergreifenden Aufgabenklärung sowie des Herausarbeitens von Synergien hat
eingesetzt und ist insbesondere durch die Handlungsfeldkonferenzen und die bei-
den Workshops zur Selbstevaluation befördert worden.
• Für die Projekte bietet sich damit eine Steuerungsmöglichkeit an, mit der sie selbst
laufend überprüfen können, ob sie sich noch auf dem Weg befinden, den sie ein-
schlagen wollten oder ob Anpassungen notwendig werden, um das Ziel besser er-
reichen zu können.
• Für viele Beteiligte ist die systematische Zielentwicklung und die Methode, sich zu
Anfang auf überprüfbare und handhabbare Ziele festzulegen sowie passende Er-
hebungsinstrumente zu entwickeln, ein Lernprozess, der mit einigem Aufwand
verbunden ist.
• Die bisherigen Diskussionsprozesse haben bei vielen Projekten zur Präzisierung
der Ziele und zur Suche nach einem zielorientierten Projektdesign geführt. Damit
konnten eindeutig die in diesem Handlungsfeld intendierten Ziele, wie „aktive Un-
terstützung der Programmumsetzung und –steuerung“, „Intensivierung des Dia-
logs“, „Initiierung von Lernprozessen“ und „kontinuierliche Optimierung der Pro-
grammumsetzung“, erreicht werden.
Für das dritte und vierte Quartal 2008 ist auf Projektebene folgender Arbeitsablauf
vorgesehen:
• Erhebung der Daten über die Projektverläufe anhand der Erhebungsbögen in den
einzelnen Projekten
• Ende 2008/Anfang 2009: Zusammenführung der Daten auf Projekt- und Hand-
lungsfeldebene
• Diskussion der Ergebnisse innerhalb der Projekte und Handlungsfelder:
o Was haben wir gut erreicht, was ist nicht gelungen?
o Was bedeuten die Ergebnisse für die weitere Ausrichtung der Projekte?
o Welche Zielsetzungen/Aktivitäten sind wie anzupassen?
Grundlage für die weitere Arbeit bei der „Erhebung und Analyse der Kontextindikato-
ren“ wird der Abschlussbericht der Ruhr Universität Bochum (Prof. Strohmeier) im
Auftrag des Landes NRW und des Städtenetzes Soziale Stadt NRW zu den sozialen
Kontextbedingungen der Stadtteilentwicklung sein, der am 16.05.2008 auf der Ta-
gung „Ergebnisse der landesweiten Evaluation der Sozialen Stadt NRW“ vorgestellt
werden soll. Nach Auswertung dieses, laut Tagungsankündigung „beispielhaften In-
strumentariums“ kann ein abschließender Vorschlag über die Auswahl der Indikato-
ren für Kinderhaus-Brüningheide anhand der Kriterien „Aussagefähigkeit“ und „Da-
tenverfügbarkeit“ entwickelt werden.
Mit Hilfe dieser Kontextindikatoren kann die Entwicklung des Quartiers Kinderhaus-
Brüningheide im Zeitverlauf und im Vergleich zur Gesamtstadt aufbereitet werden.
Damit werden ein sozioökonomischer Rahm en und eine „Hintergrundfolie“ zur Ein-
48 Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide - Jahresbericht 2007/2008
ordnung der Projektverläufe im Programmgebiet geschaffen. Mit den Aussagen über
die Gebietsentwicklung und den Informationen über die Entwicklung der Projekte lie-
gen wesentliche Grundlagen vor, um den Beitrag der Projekte zum Programmerfolg
und letztlich den Programmerfolg selber einschätzen zu können.
Finanzen:
Kosten
Ausgaben
2007
geplant
2008
(verbindlich)
geplant
2008
(noch zur Ver-
fügung)
geplant
2009
geplant
2010
zuwendungsfähig
Insgesamt
Land / Bund 7.122,15 € 3.730,65 € 6.847,20 € 12.300 € 0 € 30.000 €
Stadt 4.748,10 € 2.487,10 € 4.564,80 € 8.200 € 0 € 20.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 11.870,25 € 6.217,75 € 11.412,00 € 20.500 € 0 € 50.000 €
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 11.870,25 € in 2007 sowie am 27.11.2007
weitere 6.217,75 € in 2008 für das Projekt freigegeben.
Anlage 1 zum Jahresbericht 2007/2008
"Soziale Stadt" Kinderhaus-Brüningheide
Handlungsfeld Titel Nr. Kategorie
Gesamtumfang
im
Projektzeitraum
tatsächl.
Aufwendungen
2007
Anteil
Bund/Land
2007
Anteil Stadt
2007
Anteil
Dritter 2007
1 Wohnen Energetische Gebäudesanierung 1 01 Schlüssel 30.000 9.520,00 5.712,00 1.904,00 1.904,00
Marktanpassung des Wohnungsbestandes 1 02 Schlüssel 45.000 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Öffentlicher Raum Spiel und Freizeitzone 2 02 Schlüssel 40.000 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Lokale Ökonomie Wertstoffe 3 01 Schlüssel 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzept stadtteilbez. Wirtsch.- u.A.förderung 3 02 Schlüssel 0 0,00 0,00 0,00 0,00
4 Integration Integrationsarbeit vor Ort 4 02 Schlüssel 120.000 14.000,00 8.400,00 4.200,00 1.400,00
5 Bildung Wir verstehen uns 5 01 Schlüssel 232.400 30.000,00 18.000,00 12.000,00 0,00
Elternkompetenz stärken 5 02 Schlüssel 242.360 14.827,00 8.896,20 5.930,80 0,00
Stadtteilmütter in Kindertageseinrichtungen 5 03 Schlüssel 39.840 5.000,00 3.000,00 2.000,00 0,00
Gesund aufwachsen in Kinderhaus 5 04 Schlüssel 41.500 5.000,00 3.000,00 2.000,00 0,00
Praxistage zum Übergang Schule-Beruf 5 06 Schlüssel 166.000 11.880,00 7.128,00 4.752,00 0,00
6 Soziale Netze Soziale Sicherung 6 01 Schlüssel 160.000 23.350,00 14.010,00 7.005,00 2.335,00
7 Managementkosten Projektkoordination 7 01 Schlüssel 25.000 2.405,60 1.443,36 962,24 0,00
8 Selbstevaluation Externer Gutachter 8 01 Schlüssel 50.000 11.870,25 7.122,15 4.748,10 0,00
1 Wohnen Wohnzukunft f. ält. Menschen 1 03 Impuls 15.000 0 0,00 0,00 0,00
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarungen 1 04 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Nachbarschaftsstärkung u. MieterInnenschulung 1 05 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Das Quartier spart Strom 1 06 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Wettbewerb 'Solares Kinderhaus' 1 07 Impuls 0 0 0,00 0,00
Alternative Flächennutzung, baulich und sozial 1 08 Impuls 5.000 0 0,00 0,00 0,00
Anlage 1 zum Jahresbericht 2007/2008
2 Öffentlicher Raum Städtebauliches u. lokale Maßnahmekonzept 2 01 Impuls 8.000 0 0,00 0,00 0,00
3 Lokale Ökonomie
4 Integration Mädchenprojekt 'Unser Alltag - unsere Sorgen' 4 01 Impuls 9.000 1.600,00 990,00 480,00 160,00
Gewaltprävention 4 03 Impuls 9.500 1.700,00 1.020,00 680,00 0,00
5 Bildung Starter Kids (siehe 5.04) 5 05 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Kinderhauser Jugendkultur 5 07 Impuls 15.000 3.750,00 2.250,00 1.500,00 0,00
Schulkulturtage Kinderhaus 5 08 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Internationale Kinderbibliothek 5 09 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
6 Soziale Netze Lebenswelten kennenlernen 6 02 Impuls 9.000 2.250,00 1.350,00 675,00 225,00
MigrantInnen-Beteiligung 6 03 Impuls 12.000 2.000,00 1.200,00 600,00 200,00
Jungenprojekt 6 04 Impuls 3.200 350,00 210,00 105,00 35,00
Integrative Jugend-Sozialarbeit 6 05 Impuls 55.000 6.875,00 4.125,00 2.750,00 0,00
Mobile Jugend-(sozial)arbeit 6 06 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Sport und Bewegung 6 07 Impuls 15.000 3.450,00 2.070,00 1.380,00 0,00
Drogenprävention 6 08 Impuls 9.800 2.000,00 1.200,00 600,00 200,00
7 Managementkosten Quartiersfonds 7 02 Impuls 15.000 0,00 0,00 0,00 0,00
Summen 1.372.600 151.827,85 91.126,71 54.272,14 6.459,00
Anmerkungen: In die Projekte 5.02 und 5.04 sind Stiftungsmittel von insges. 7.930,80 € in den städt. Anteil eingeflossen
Soziale Stadt Kinderhaus Soziale Stadt Kinderhaus
i
Kontakt:
Bezirksverwaltung Nord,
Telefon: (0251) 492 1601
Postanschrift:
Soziale Stadt Kinderhaus, Bezirksver-
waltung Nord, Idenbrockplatz 26, 48159
Münster
Wir kommen gerne mit
unserem Fahrrad oder
einem kleinen Infotisch
zu öffentlichen Veran-
staltungen im Stadtteil
Kinderhaus. Sprechen Sie uns an!
Stand: April 2008
V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Temme,
c/o Bezirksverwaltung Nord
Soziale Stadt
Soziale Stadt
Kinderhaus
Schuldnerberatung
Gewaltfreiheit
Kultur
Aktives
Mitmachen
Gesundheitsförderung
Bildung
Verbesserung der
WohnverhältnisseMiteinander der
Kulturen
Soziale Stadt Kinderhaus Soziale Stadt Kinderhaus
Ansprechpartner/innen:
Fatma
Özdemir
Tel.: (0251)
213433,
E-Mail:
kitakillingstrasse
@stadt-
muenster.de
Adelgund
Schmitz
Tel.: (0251)
215891
E-Mail:
adelgund.schmitz
@sahle.de
Hans-Joachim
Temme
Tel.: (0251)
492 - 1600
E-Mail:
temme@stadt-
muenster.de
Hans Tillack
Tel.: (0251)
492 - 5670
E-Mail:
tillackh@stadt-
muenster.de
Wozu ist die
Gebietsmoderation da?
Vier Personen, die sich in Kinderhaus
gut auskennen und gerne dort leben
oder arbeiten, gehören zur Gebietsmo-
deration.
Sie sollen dafür sorgen,
dass möglichst viele Informatio-
nen über laufende Projekte an
die Bewohner/innen des Wohn-
gebietes weiter gegeben werden
dass Ideen der Bewohner/innen
aufgegriffen werden
dass Nachfragen gestellt werden
können und an die richtigen
Ansprechpartner weitergeleitet
werden
dass ähnliche Ideen zusammen-
geführt werden, damit es leichter
wird sie umzusetzen
dass viele Menschen zum Mitma-
chen ermutigt werden.
Berichtsvorlage
1605 Zeichen
V/0347/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide; Jahresbericht 2007/2008 Beratungsfolge 27.05.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen Bericht 28.05.2008 Ausländerbeirat Bericht 28.05.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 04.06.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 05.06.2008 Stiftungskommission Bericht 10.06.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 10.06.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 11.06.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 12.06.2008 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 18.06.2008 Hauptausschuss Bericht 18.06.2008 Rat Bericht Bericht: Im Rahmen seines Beschlusses vom 13. 12.2006 zur Vorlage V/0927/2006 hatte der Rat die Verwaltung beauftragt, ihm jährliche Zwischenberichte über den Projektverlauf vorzulegen, die zuvor der Bezirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und Gremien sowie dem Ausländerbeirat vorgelegt werden. Ferner ist die Stadt Münster aufgrund der Zuwendungs- bescheide der Bezirksregierung Münster vom 14.12.2006 und vom 26.07.2007 verpflichtet, die Bezirksregierung jährlich über den Verlauf der Maßnahmen zu unterrichten. Dieser (erste) Bericht begegnet beiden Unterrichtungspflichten. In Vertretung Paal Stadtrat Vorlagen-Nr.: V/0347/2008 Auskunft erteilt: Herr Treutler Ruf: 492 50 26 E-Mail: Treutler@stadt-muenster.de Datum: 23.04.2008 Öffentliche Berichtsvorlage
Beratungsverlauf (11)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (8)
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Sprickmannstraße 37
- Killingstraße 15
- Sprickmannplatz
- Idenbrockplatz 26
- Brüningheide
- Wilkinghege
- Kinderhaus 5
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0347/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 29.04.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37