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V/0347/2008

Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide, Jahresbericht 2007/2008

Vorlagen 29.04.2008

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Jahresbericht 2007/2008

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Jahresbericht 2007/2008

137185 Zeichen

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008  
 
 
 
 
 
 
 
 
„Soziale Stadt“ 
Kinderhaus-Brüningheide 
   
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
          
 
 
 
 
 
Jahresbericht 
2007/2008

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
Inhalt: 
 
 
• Berichte aus den Handlungsfeldern 
 
• Finanztableau  
 
• Flyer der Gebietsmoderation 
 
• Presseausschnitte 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Redaktion: Maria-Luise Schwering und Frank Treutler Stadt Münster, Sozialamt 
 
Mai 2008

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 3 
1. Übersicht  
 
 Den Beginn der Umsetzungsphase des Programms Soziale Stadt Kinderhaus-
Brüningheide markiert die konstituierende Sitzung des Beirats Soziale Stadt am 
05.06.2007; seinerzeit hatte der Beirat die generelle Zielausrichtung des Programm-
konzepts goutiert und beschlossen, welche Projekte im Jahr 2007 starten sollten; 
zugleich hatte der Beirat den Umfang der Förderung je Projekt bis Ende 2007 festge-
legt. Auf dieser Grundlage hat die Programmkoordination (Sozialamt) mit den Trägern 
der betreffenden Projekte Vereinbarungen über Ziele, Inhalte, Leistungsumfang, Qua-
litätsanforderungen, eingesetzte Ressourcen, Finanzierung, Zusammenarbeit sowie 
Berichts- und Nachweispflichten abgeschlossen. Daraufhin wurden die Arbeiten im 
Zusammenhang mit sämtlichen Projekten, deren Start bzw. Umsetzung im Jahr 2007 
geplant war, zwischen Juni 2007 und Oktober 2007 sukzessive aufgenommen.  
 
 In seinem Hauptteil (Ziffer 2) zeichnet der Bericht die Aktivitäten und Erfahrungen, 
nach Handlungsfeldern geordnet, nach. Einer zusammenfassenden Darstellung der 
Ausgangslage folgt, bei mehreren Projekten, ein knapper Überblick über die Projekte 
des Handlungsfelds. Einer kurzen Beschreibung der Startphase schließen sich aus-
wertende Anmerkungen über die bisherige Entwicklung des Handlungsfelds an. Au-
ßerdem wird die Durchführung jedes einzelnen Projekts dargestellt. Die Ausführun-
gen zu den Einzelprojekten schließen mit einer tabellarischen Übersicht, die über die 
tatsächlichen Kosten in 2007 (2. Spalte) sowie die kalkulierten Kosten in 2008 ff. in-
formiert; die rechte Spalte weist die zuwendungsfähigen Gesamtkosten des jeweili-
gen Projekts aus
1. Eine Gesamtübersicht über die tatsächlichen Kosten in 2007 ergibt 
sich aus Anlage 1. 
 
 Auf die Handlungsfelder 2 (Öffentlicher Raum) und 3 (Lokale Ökonomie) geht dieser 
Bericht (noch) nicht ein. Mit Bezirksregierung und Beirat ist, dem Ratsbeschluss vom 
12.03.2008 zur Vorlage V/0877/2007 entsprechend, abgestimmt, dass das Hand-
lungsfeld 2 erst in diesem Jahr erschlossen
2 und inhaltlich konkretisiert wird. Konkre-
tere Vorüberlegungen zur Ausformung des Handlungsfelds Lokale Ökonomie wird die 
Verwaltung ebenfalls noch im Lauf dieses Jahres anstellen. 
 
 Die Beiträge des Berichts zeichnen, überwiegend aus der Perspektive der jeweiligen 
Handlungsfelder und Projekte, die Verschiedenartigkeit und Vielfalt der Einzelaktivitä-
ten und Maßnahmen nach, die gegenwärtig, d. h. gleichzeitig, im Wohngebiet Brü-
ningheide stattfinden, der integrativen Idee der Sozialen Stadt entsprechend. Ebenso 
finden sich in allen Handlungsfeldern Formen regelmäßigen Austauschs unter den 
Akteuren sowie mit Bewohnerinnen und Bewohnern.  
 
 Darüber hinaus finden Aktivitäten abseits thematischer Grenzen eines Handlungs-
felds statt, die Bewohnerinnen und Bewohnern Raum und reale Chancen geben sol-
len, ihre eigenen Ideen, Vorstellungen, Wünsche und ihre Kritik in das Programm ein-
zubringen
3; schließlich sollen vor allem viele kleine, eher unspektakuläre Aktionen 
den Menschen Gelegenheit geben, die Erfahrung zu machen und zu wiederholen: Ja, 
wir in der Schleife können das selbst – und ich trage dazu bei.  
 
  
                                                
 
1  Sofern die tatsächlichen Ausgaben in 2007 die zuvor kalkulierten unterschreiten, sind die Be-
träge der rechten Spalte mit den Zeilensummen nicht identisch.  
2  Zur weiteren Vorbereitung des Projekts 2.02 (Spiel- und Freizeitzone) hat am 17.04.2008 ein 
Startgespräch zwischen dem Handlungsfeldverantwortlichen sowie dem zuständigen Fachamt 
und Akteuren im Wohngebiet stattgefunden. 
3  Z. B. die Aktion „Stadtteilfest“ von Studie renden der Fachhochschule für öffentliche Verwal-
tung im Herbst 2007.

4                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
2. Handlungsfelder und Projekte 
 
2.1 Handlungsfeld 1: Wohnen  
 
 Handlungsfeldverantwortliche: Gabriele Regenitter, Rainer Leskow, Amt für 
 Wohnungswesen 
 
2.1.1 Ausgangslage 
 
 Im Rahmen des Handlungsfeldes Wohnen soll eine grundsätzliche Verbesserung der 
Wohnsituation für alle vor Ort wohnenden Menschen erreicht werden. Eine teilweise 
problematische Belegungssituation und auffällige Leerstände auf engem Raum prä-
gen das Bild im Quartier. Die bis zu 11-geschossigen Wohngebäude mit insgesamt 
etwa 1.000 Wohneinheiten stammen aus den 70er Jahren und verfügen über unter-
schiedliche technische und bauliche Standards, die zum Teil auch zu erhöhten Ne-
benkosten führen.  
  
 In dieser Situation gilt es mit unterschiedlichen Instrumentarien die verschiedenen 
Problemfelder herauszuarbeiten und sie soweit wie möglich mit den vor Ort vermie-
tenden Wohnungsunternehmen und der Bewohnerschaft anzugehen. Sofern Mängel 
nicht beseitigt werden können, wird versucht, sie abzumildern. Vor diesem Hinter-
grund wurden dem Handlungsfeld Wohnen acht Projekte zugeordnet. 
 
2.1.2 Projektübersicht 
 
 Die Vorhaben und Aktivitäten im Handlungsfeld Wohnen sind auf drei zentrale Zielka-
tegorien gerichtet: 
 
 a) Verbesserung der Wohn- bzw. Gebäudequalität einschließlich Sicherung be-
zahlbaren Wohnraums und ökologischer Nachhaltigkeit; diesem Zielbereich 
sind das Schlüsselprojekt 1.01 (Energetische Gebäudesanierung) sowie die 
beiden Impulsprojekte 1.06 (Das Quartier spart Strom) und 1.07 (Wettbewerb 
„Solares Kinderhaus“) verpflichtet. 
 
 b) Mittelfristige Sicherung des Wohnungsbestandes mittels Perspektivplanungen 
im Hinblick auf geänderte Anforderungen bestehender und künftiger Nachfra-
gegruppen sowie die Vorbereitung und Herrichtung gegenwärtig nicht genutz-
ter Flächen und Gebäudeteile für neue Nutzungen; dieser Zielbereich steht im 
Zentrum des Schlüsselprojekts 1.02 (Marktanpassung des Wohnungsbestan-
des) sowie der Impulsprojekte 1.03 (Wohnzukunft für ältere und behinderte 
Menschen) und 1.08 (Alternative Flächennutzung). 
 
 c) Die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Wohnungsunternehmen 
und die Aktivierung der Bewohnerschaft zur Mitarbeit sowie zur Übernahme 
von Verantwortung für ihr Wohnumfeld streben die Projekte 1.04 (Weiterent-
wicklung der Kooperationsvereinbarung) und 1.05 (Nachbarschaftsstärkung, 
Mieterschulung) an. 
 
2.1.3 Beschreibung der Startphase 
 
Ausgangspunkt für die Umsetzung der Projekte des Handlungsfeldes Wohnen war 
die Bildung eines Arbeitskreises mit der Wohnungswirtschaft und dem Amt für Woh-
nungswesen, die sog. Handlungsfeldkonferenz Wohnen, um die Projektinhalte ab-
zugleichen und ggf. anzupassen. Die Handlungsfeldkonferenz tagte in 2007 bedarfs-
orientiert an vier Terminen.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 5 
Darüber hinaus wurden bereits bestehende Strukturen des Arbeitskreises der Woh-
nungsunternehmen auf der Ebene der vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
genutzt, um in drei Sitzungen von Dezem ber 2006 bis Dezember 2007 die Projektin-
halte des Handlungsfeldes Wohnen zu kommunizieren und weiter zu vernetzen. 
 
Auf der Ebene der Mieterschaft konnte u. a. mit der Unterstützung der Wohnungsun-
ternehmen bisher 14 Personen gewonnen werden, die sich in der Funktion als Ver-
trauensmieter/innen einsetzen. Mehrere Einzelgespräche und drei Gesprächsrunden 
mit allen Beteiligten ließen eine sehr positive Zusammenarbeit erkennen. Der Ar-
beitskreis der Vertrauensmieter/innen unterstützt das Fachamt bei der Entwicklung 
und Organisation der Einzelprojekte und dient ferner der Vernetzung innerhalb der 
Mieterschaft.  
 
Alle Arbeitskreise konnten somit in 2007 ihre Aufgaben aufnehmen und arbeiten an 
der gemeinsamen Umsetzung der Einzelprojekte. Die Vorbereitung und Durchführung 
aller Sitzungen wird vom Projektleiter des Wohnungsamtes gewährleistet. 
 
Planmäßig konnte das Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung als erstes Pro-
jekt in 2007 durchgeführt werden. Nach einer beschränkten Ausschreibung erhielt 
das Planungsbüro bau.RAUM, Petra Müller, den Auftrag, ein Gebäudegutachten zu 
erstellen.  
 
2.1.4 Einschätzung seit 2007 und Ausblick ab Sommer 2008 
 
Die vorbereitenden Aktivitäten und Projekte im Handlungsfeld Wohnen verliefen wäh-
rend der ersten Monate der Programmdurchführung planmäßig und, mit Blick auf die 
Ergebnisse, insgesamt erfolgreich. Das Gutachten zur energetischen Gebäudesanie-
rung (Projekt 1.01), das in dieser Zeit im Mittelpunkt des Interesses der Handlungs-
feldkonferenz stand, haben alle der Kooperationsvereinbarung beigetretenen Woh-
nungsunternehmen ausdrücklich als sehr aussagekräftige und für Investitionsent-
scheidungen ebenso differenzierte wie handhabbare Grundlage gewürdigt.  
 
Mit der Einrichtung der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte 
in der Josef-Beckmann-Straße 5 – 7, die durch das Deutsche Rote Kreuz Kreisver-
band Münster e. V. betrieben wird, wurde ein Vorhaben umgesetzt, das, ohne aus-
gewiesener Bestandteil eines Projektes zu sein, genau die Zielperspektive des Pro-
jektes 1.03 (Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen) bedient. Die Einzüge 
in die neu errichteten 11 Wohnungen konnten zu Beginn des Jahres 2008 abge-
schlossen werden.  
 
Erfolgreich waren auch die Bemühungen, Arbeitskreise einzurichten, um die unter-
schiedlichen Vorhaben im Handlungsfeld Wohnen zu bearbeiten. Sowohl die Hand-
lungsfeldkonferenz als auch der Arbeitskreis der MitarbeiterInnen der Wohnungsun-
ternehmen und der Arbeitskreis der VertrauensmieterInnen setzten sich intensiv mit 
den unterschiedlichen Inhalten auseinander und dienten in ihrem Engagement der 
Vorbereitung der Einzelprojekte.  
 
Die für 2008 geplanten Arbeitsschwerpunkte bzw. Terminziele betreffen: 
ƒ Klärung der Frage, ob und ggf. mittels welcher Maßnahmen und in welchem Um-
fang die Wohnungswirtschaft die Resultate des Gutachtens zur energetischen 
Gebäudesanierung in Investitionsentscheidungen übersetzt;  
ƒ Vorstudie zur barrierefreien Erreichbarkeit eines Hauseingangs im Rahmen des 
Projekts 1.03; 
ƒ Verhandlungen mit einem weiteren Eigentümer (mit 55 WE im Wohngebiet), der 
Kooperationsvereinbarung (Projekt 1.04) beizutreten;

6                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
ƒ Aufbau eines Netzwerks zwischen den Wohnungsunternehmen, bestehenden und 
sich entwickelnden Mieterbeiräten, Vertrauensmietern und dem Amt für Woh-
nungswesen; 
ƒ Schulungen für Mieterinnen und Mieter (Projekt 1.05), Aufbau von Mietertreffs; 
ƒ Umsetzung des Projekts 1.06 (Das Quartier spart Strom). 
 
2.1.5 Die Projekte im einzelnen 
 
1.01 Energetische Gebäudesanierung 
 
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Wohnungswesen und Amt für Grünflä-
chen und Naturschutz) und die beteiligten Wohnungsunternehmen. Für den Wohn-
block Sprickmannstraße 37 hat das Planungsbüro bau.RAUM, Petra Müller, im 2. 
Halbjahr 2007 ein detailliertes Gutachten zur energetischen Gebäudesanierung ein-
schließlich seiner Übertragbarkeit auf weitere Wohnungsbestände erstellt. Wie in dem 
Gespräch im MBV am 21.02.2007 abgestimmt, orientiert sich die Studie an den Vor-
gaben des Energiepasses; auch sind die Ergebnisse als Grundlage für die Beantra-
gung von KfW-Mitteln geeignet. Die Ergebnisse wurden in den Sitzungen der Hand-
lungsfeldkonferenz Wohnen am 12.12.2007 und am 09.04.2008 vorgestellt und disku-
tiert.  
 
Aktuell setzt sich die Wohnungswirtschaft mit der Überlegung auseinander, ob die 
Ergebnisse des Gutachtens auf ihren Bestand umgesetzt werden können. Auch stellt 
sich hier die Frage der Investitionsbereitschaft. In 2008 ist mit entsprechenden Ent-
scheidungen zu rechnen, die in einer der nächsten Handlungsfeldkonferenzen abge-
fragt und diskutiert werden. 
 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben  
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsf. 
insges. 
Land / Bund 5.712 € 3.627,74 € 0 € 0 € 18.000 €
Stadt 1.904 € 1.209,25 € 0 € 0 € 6.000 €
Wohnungsunternehmen         1.904 € 1.209,25 € 0 € 0 € 6.000 €
Summen 9.520 € 6.046,24 € 0 € 0 € 30.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 15.000 € in 2007 für das Pro-
jekt freigegeben. Insgesamt sind Kosten von 15.556,24 € (brutto) angefallen. 
Die Mittelüberschreitung gegenüber dem ve reinbarten Honorar (14.500 € inkl. 
MWSt) um 7,4 % ist auf ergänzende Einz elleistungen zurückzuführen, die die 
Projektträger veranlasst haben.  
 
1.02 Marktanpassung des Wohnungsbestandes 
 
In einem Modellprojekt soll eine marktangepasste Mischung von Wohnungen erreicht 
werden, die der Nachfrage im Quartier entspricht. Darüber hinaus soll ein Handbuch 
zum flexiblen Umgang mit Wohnungen für die Wohnungswirtschaft erstellt werden. 
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Wohnungswesen) und die beteiligten 
Wohnungsunternehmen. Wie in dem Gespräch im MBV am 21.02.2007 abgestimmt, 
ist das Projekt 1.02 förderungsfähig, soweit die Wohnungsunternehmen bereit sind, 
zugunsten der staatlichen Fördermittel einen höheren als kalkulierten Eigenanteil zu 
übernehmen. Die der Kooperationsvereinbarung beigetretenen Wohnungsunterneh-

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 7 
men haben sich daraufhin zunächst zur Übernahme eines Eigenanteils von bis zu 
14.000 € bereit erklärt. 
 
In der Handlungsfeldkonferenz am 09.04.2008 haben sich die Wohnungsunterneh-
men darauf verständigt, dass das ursprünglich angestrebte Modellprojekt nicht 
durchgeführt wird. Die Erfahrungen der Wohnungsunternehmen mit dem Umbau von 
Wohnungen ließen erkennen, dass erhebliche Investitionen erforderlich sein würden. 
Somit wird auch kein Handbuch zum flexiblen Umgang mit Wohnungen für die Woh-
nungswirtschaft erstellt. Ferner ist in dem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass 
mehrere Wohnungsunternehmen innerhalb des Quartiers über eine Vollvermietung 
verfügen.  
 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 0 € 11.000 € 11.000 € 0 € 22.000 €
Stadt 0 € 4.500 € 4.500 € 0 € 9.000 €
Wohnungsunternehmen 0 € 7.000 € 7.000 € 0 € 9.000 €
Summen 0 € 22.500 € 22.500 € 0 € 45.000 €
 
 Die Stadt Münster wird evt. alternative Verwendungsmöglichkeiten der für dieses Pro-
jekt zunächst vorgesehenen und in den Jahren 2008 f. eingeplanten Mittel noch mit 
der Bezirksregierung erörtern.  
 
 
1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen 
 
Im Rahmen des Projekts sollen Ansätze entwickelt werden, die Attraktivität des 
Wohngebiets für ältere Menschen zu verbessern und damit die Bewohnerstruktur 
insgesamt zu stärken; zugleich soll der Abbau von Barrieren das Interesse anderer 
Nachfragegruppen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen ansprechen, im Wohngebiet zu 
bleiben oder dorthin zu ziehen. Eine für das Jahr 2008 geplante Vorstudie sollte die 
Kosten zur barrierefreien Erreichbarkeit der Wohnungen eines Wohnblocks oder 
Wohnungseingangs ermitteln. Ferner sollen Neu- oder Umbauprojekte von Alten-
wohnanlagen, Serviceeinrichtungen, Tageseinrichtungen, einzelne Pflegeplätze in 
Kombination mit Dienstleistungen für Ältere unter Einbeziehung von Dritten (z. B. 
Wohlfahrtsverbände) unterstützt werden. Projektträger sind die Stadt Münster (Amt 
für Wohnungswesen) und die beteiligten Wohnungsunternehmen. Einen ersten Zwi-
schenbericht zum Umsetzungsstand dieses Projekts hatte die Bezirksregierung be-
reits am 20.12.2007 erhalten. 
 
Anstelle einer Vorstudie hat die Handlungsfeldkonferenz vom 09.04.2008 einver-
nehmlich beschlossen, anhand eines Ortstermins an der Josef-Beckmann-Straße ei-
nen kürzlich umgebauten Eingangsbereich zu begutachten und die hierfür vorliegen-
den Daten über die Kosten der Baumaßnahme soweit wie möglich innerhalb des Pro-
jektes zu nutzen, um die Gesamtkosten des Projektes 1.03 weiter zu senken. Der 
Ortstermin wird voraussichtlich im Juni 2008 stattfinden. 
 
Der Zielsetzung des Projektes, Neubau- oder Umbauprojekte von Altenwohnanlagen, 
Serviceeinrichtungen, Tageseinrichtungen, einzelne Pflegeplätze in Kombination mit 
Dienstleistungen für Ältere unter Einbeziehung von z. B. Wohlfahrtsverbänden zu för-
dern bzw. zu unterstützen, begegnet die Einrichtung einer ambulant betreuten Wohn-

8                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
gemeinschaft für Demenzerkrankte in der Josef-Beckmann-Straße 5 – 7; die 
Wohn+Stadtbau GmbH baute in 2007 mit einem Finanzvolumen von 1,2 Millionen Eu-
ro sechs bestehende Mietwohnungen um, sodass auf 450 qm Wohnfläche eine am-
bulante Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte mit 11 Wohnungen entstand. Die-
ses Projekt richtet sich insbesondere an die Menschen im Wohnquartier. Die Zimmer 
sind barrierefrei, es stehen Räumlichkeiten zur gemeinschaftlichen Nutzung in Form 
einer offenen Wohnküche, einem großen Wohn- und Esszimmer sowie einer Ge-
meinschaftsloggia zur Verfügung. Die Betreuung und Begleitung übernimmt das 
Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Münster e. V.. Darüber hinaus steht eine Gäste-
wohnung für Angehörige mit 60 qm Wohnfläche zur Verfügung, die für bis zu sechs 
Personen ausgerichtet ist. Der Erstbezug konnte im Februar 2008 abgeschlossen 
werden.  
 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 0 € 4.500 € 4.500 € 0 €      9.000 € 
Stadt 0 € 1.500 € 1.500 € 0 € 3.000 €
Maßnahmeträger 0 € 1.500 €    1.500 € 0 € 3.000 €
Summen 0 € 7.500 € 7.500 € 0 € 15.000 €
 
Inwieweit für 2008 f. kalkulierte Kosten tatsächlich anfallen werden, wird nach dem 
Ortstermin im Juni 2008 geklärt. 
 
 
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung 
 
Der im Februar 2005 geschlossenen und weiter entwickelten Kooperationsvereinba-
rung zwischen der Wohn+Stadtbau GmbH, Babcock & Brown, Sahle Wohnen und 
WohnSieGer GbR sollen möglichst alle Wohnungseigentümer im Programmgebiet 
beitreten. Die Verbesserung der Wohnverhältnisse sowie die Stabilisierung der Be-
wohnerstrukturen stehen im Zentrum des Austauschs unter den Kooperationspart-
nern und ihrer gemeinsamen Aktivitäten. Über die Zusammenarbeit zwischen den 
Wohnungsunternehmen hinaus soll ein Netzwerk zwischen den Wohnungsunterneh-
men, bestehenden und sich entwickelnden Mieterbeiräten und Vertrauensmietern 
sowie dem Amt für Wohnungswesen aufgebaut und gesichert werden. 
 
Alle vor Ort agierenden Wohnungsunternehmen sind an der Kooperationsvereinba-
rung beteiligt, bis auf den neuen Eigentümer eines Wohnungsbestandes mit 55 
Wohneinheiten. Trotz mehrerer Gespräche mit dessen Hausverwaltung vor Ort konn-
te bis heute ein Beitritt zur Kooperationsvereinbarung noch nicht erzielt werden. In 
2008 werden diesbezüglich neue Verhandlungen aufgenommen. 
 
Im Rahmen der Gespräche mit den Wohnungsunternehmen werden die weiteren Zie-
le des Projektes, 
 
¾ die Sicherung der langfristigen Zusammenarbeit, 
¾ die Verbesserung der Wohnverhältnisse, 
¾ der Erhalt und die Schaffung von sozial stabilen Bewohnerstrukturen in den ein-
zelnen Wohnhäusern,

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 9 
in der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den o. a. Wohnungsunternehmen weiter 
fortgeschrieben und erhalten in 2008 in den weiteren Einzelprojekten deutlichere 
Konturen. 
 
Ferner soll im Rahmen dieses Projektes ein Netzwerk zwischen den Wohnungsun-
ternehmen, bestehenden und sich entwickelnden Mieterbeiräten und Vertrauensmie-
tern sowie dem Wohnungsamt aufgebaut und gesichert werden. Die in 2007 durchge-
führten Arbeitskreissitzungen und Handlungsfeldkonferenzen sowie ihre Vernetzun-
gen lassen hier eine erste sehr positive Tendenz erkennen.  
 
Finanzen: 
 
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt. 
 
 
1.05 Nachbarschaftsstärkung und MieterInnenschulung
 
 
Im Jahr 2008 sollen Kurse für alle Mieterinnen und Mieter des Quartiers, z. B. im Be-
reich des Mietrechts einschließlich mietvertraglicher Pflichten, Nebenkosten, Reno-
vierungsleistungen, etc. initiiert werden, insbesondere auch für Menschen mit Migra-
tionsvorgeschichte. Ferner sollen Mietertreffs bzw. -stammtische ebenfalls in 2008 
eingerichtet werden, die auch der Begrüßung neuer Mieterinnen und Mieter dienen. 
Gesellige Treffen in den Hausgemeinschaften sollen ebenfalls unterstützt werden. 
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Wohnungswesen) in Kooperation mit 
dem MieterInnenschutzverein sowie den Wohnungsunternehmen und Vertrauensmie-
terInnen.  
 
Aufgrund der zahlreichen Gespräche mit den Vertrauensmieterinnen und –mietern 
sowie einer Vertreterin des MieterInnenschutzvereins konnten die Weichen entspre-
chend gestellt werden. Die Wohnungswirtschaft wird dieses Vorhaben unterstützen. 
Konzept, Anzahl und Ort der Schulungen werden aktuell noch erarbeitet.  
 
Die ursprünglich angestrebte Überlegung, Mieterinnen und Mieter als Schiedsperso-
nen zu gewinnen, konnte jedoch aufgrund fehlender freiwilliger Personen bisher nicht 
umgesetzt werden. Die persönlichen Anforderungen waren offensichtlich zu hoch.  
 
Grundsätzlich wird angestrebt, dauerhaft Treffen für die Mieterschaft einzurichten, die 
auch über die Förderdauer der Sozialen Stadt hinausgehen. Da in der Vergangenheit 
einige Versuche hierzu scheiterten, wird dieses Bestreben als schwierig erachtet. 
 
 Finanzen: 
 
Aufgrund des Zuwendungsbescheids der Bezirksregierung Münster werden Kosten 
für dieses Projekt nicht als zuwendungsfähig anerkannt. 
 
 
1.06 Das Quartier spart Strom
 
 
Projektträger sind die Stadt Münster (Amt für Grünflächen und Umweltschutz) in Ko-
operation mit der EnergieAG. Das Projekt soll 2008 erstmalig umgesetzt werden. 
Kontakte zu den Haushalten vor Ort sollen noch hergestellt werden, um über zahlrei-
che Möglichkeiten des Stromsparens aufzuklären. Hierbei können die Wohnungsun-
ternehmen und VertrauensmieterInnen als Multiplikatoren beitragen. Voraussichtlich 
3 Modellhaushalte sollen gewonnen werden, das Einsparpotenzial in einem Ver-
suchszeitraum von einem Jahr zu ermitteln.

10                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
Finanzen: 
 
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt. 
 
 
1.07 Wettbewerb „Solares Kinderhaus“   
 
Projektträger ist die Stadt Münster (Amt für Grünflächen und Umweltschutz). In einem 
Wohngebäude soll exemplarisch eine solarthermische Anlage zur Warmwasserberei-
tung errichtet werden, um möglicherweise andere Wohnungsunternehmen anzure-
gen, ihrerseits eine solche Anlage zu errichten. Darüber soll im Projektzusammen-
hang durch einen privaten Investor eine 80 kW Solarstromanlage auf dem Schulzent-
rum Kinderhaus errichtet werden. Jedoch konnte die Anlage auf Grund interner 
Schwierigkeiten des Investors bislang noch nicht umgesetzt werden. Darüber hinaus 
ist derzeit noch mit der Wohnungswirtschaft abzustimmen, welches Wohnungsunter-
nehmen eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung errichten wird.  
 
Finanzen: 
 
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt. 
 
 
1.08 Alternative Flächennutzung – baulich und sozial
 
 
Einzelne Flächen des Wohngebiets werden gegenwärtig nicht oder anders als bei ih-
rer Fertigstellung geplant genutzt; einige von ihnen sind zudem gestalterisch wenig 
ansprechend. Mit einzelnen Maßnahmen sollen städtebaulich störende bzw. fehlge-
nutzte Flächen beseitigt/verändert und die Gestaltung des Quartiers verbessert wer-
den. Darüber hinaus lassen sich einzelne Flächen für soziale und sportliche Aktivitä-
ten aller Bewohnerinnen und Bewohner um- oder neu gestalten, z. B. für Basketball- 
oder Fußballfelder. Die Verwaltung wird mit der Bezirksregierung Münster klären, ob 
Mittel nicht nur für eine Umsetzungsstudie, sondern auch für die konkrete Umsetzung 
eines Vorhabens eingesetzt werden können. Projektträger ist die Stadt Münster (Amt 
für Wohnungswesen in Kooperation mit dem Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
Verkehrsplanung) und den VertrauensmieterInnen. 
 
Eine erste Begehung des Quartiers mit den Vertrauensmieterinnen ergab am 
28.03.2008 das Ergebnis, dass insgesamt drei Flächen nach Vorstellung dieses Ar-
beitskreises im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner aufgewertet werden sollten. 
Dabei wurden der Spiel- und Fußballplatz der Brüningheide benannt, das Parkdeck 
der Tiefgarage Ecke Sprickmannstraße/ Josef-Beckmann-Straße (Eigentümerin 
WohnSieGer) als auch die Grünfläche an der Sprickmannstraße.  
 
Die Aufbereitung des Spielplatzes an der Brüningheide wird derzeit mit dem Eigen-
tümer, Babcock & Brown, verhandelt. Die Ergebnisse zur Ausschreibung neuer 
Spielgeräte liegen dem Eigentümer vor. Ein Ergebnis über die möglich Umsetzung 
wird in den nächsten Wochen erwartet. 
 
Das Parkdeck der o. a. Tiefgarage würde sich zur Errichtung eines Fußballplatzes 
oder/und Basketballplatzes eignen. Die WohnSieGer GbR als Eigentümerin des 
Parkdecks signalisierte bereits Zustimmung zur sportlichen Nutzung aller interessier-
ten Jugendlichen. Die Schlüsselgewalt würde der Hausmeister des Wohnungsunter-
nehmens ausüben und dadurch angemessene Ruhezeiten gewährleisten. Hierzu wird 
es voraussichtlich noch weitere Gespräche und Ortstermine in 2008 geben. Die Maß-
nahme sollte dann bei entsprechenden baulichen Voraussetzungen und nach Klärung 
noch bestehender finanzieller Fragen spätestens in 2009 umgesetzt werden.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 11 
Finanzen: 
 
Kosten Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 0 € 1.500 € 1.500 € 0 €     3.000 €
Stadt 0 € 500 € 500 € 0 € 500 €
Maßnahmeträger 0 € 500 € 500 € 0 € 500 €
Summen 0 € 2.500 € 2.500 € 0 € 5.000 €
 
Inwieweit für 2008 f. kalkulierte Mittel eingesetzt werden können, wird mit der Bezirks-
regierung geklärt.

12                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
 
2.2  Handlungsfeld 4: Integration  
 
 Handlungsfeldverantwortlicher: Thilo Heise, Amt für Kinder, Jugendliche und 
 Familien 
 
 
 Wichtige Bedarfsgesichtspunkte denen die Maßnahmen und Projekte des Handlungs-
feldes begegnen sollen (bzw. für die Entwicklung der Projekte ausschlaggebend wa-
ren) sind die Stabilisierung des Zusammmenlebens von Menschen in unterschiedli-
chen kulturellen Zusammenhängen, die Förderung, Vermittlung und Integration von 
Einzelprojekten und gruppenspezifischen Angeboten. Die Vermittlung von Methoden 
zur aggressionsfreien Stress- und konstruktiven Konfliktbewältigung sollen in allen 
Projekten zum Tragen kommen. 
 
 Generelle Ziele des Handlungsfeldes sind die nachhaltige Förderung der Migranten- 
und Migrantinnenarbeit und die Unterstützung von Selbstorganisation durch Stärkung 
des Gemeinwesens. Soziale Bindungen und die Entwicklung eines gewaltfreien Mit-
einanders sollen im Quartier gestärkt werden. 
 
 Inhaltlich sollen die einzelnen Projekte die Errichtung einer zentralen Anlaufstelle für 
Menschen unterschiedlicher kultureller bzw. nationaler Zugehörigkeit ermöglichen. 
Die Bildung und Begleitung multikultureller Mädchengruppen soll vorangetrieben 
werden. Lern- und Trainingsmaßnahmen im Bereich von Gewaltprävention für Eltern 
und Kinder sollen das Gesamtprojekt begleitend unterstützen. 
 Dabei sind soziale Institutionen, kulturelle Gruppen oder Vereine und das Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien aktiv beteiligt. 
 
 Vor dem Start der Projekte wurde eine gemeinsame Projektpräsentation der Hand-
lungsfelder 4.0 und 6.0 für die Bewohnerinnen und Bewohner organisiert an der 30 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen.  Im Rahmen dieser Veranstaltung wur-
den Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner 
aufgenommen um so eine Beteiligung  an der Entwicklung der einzelnen Projekte zu 
ermöglichen. 
 
 Nach einer intensiven Vorbereitungsphase arbeiten alle Projekte, deren Beginn in 
2007 vorgesehen war, seit dem 01.10.2007. Innerhalb des Handlungsfeldes wurden 
die Projektleiterinnen und Projektleiter durch regelmäßige Handlungsfeldtreffen ver-
netzt, die in 2007 dreimal stattfanden.  
 
 Projekte  
 
 4.01  Mädchenprojekt: Unser Alltag / Unsere Sorgen
 
 
 Projektträger: Jugendsalon Sprickmannplatz 
 
 Im Rahmen des Mädchenprojekts „Unser Alltag / Unsere Sorgen“ gibt es zwei Mäd-
chengruppen die sich einmal wöchentlich treffen. Als Leiterinnen der Gruppen sind 
insgesamt 3 Multiplikatoren eingesetzt, von denen 2 im Wohngebiet wohnen. 
 
 Die Mädchen die eine der zwei Gruppen bilden, hatten bereits zuvor Erfahrungen mit 
einem ähnlichen Angebot gemacht, so dass die Gruppe sich schnell formierte und im 
Juli 2007 starten konnte. Die Mädchen sind 14-16 Jahre alt, die Gruppe setzt sich 
multikulturell zusammen.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 13 
 Im Verlauf weist diese Gruppe nur leichte Fluktuationen auf. Zwei Mädchen können 
dieses Angebot aufgrund von Umzügen ni cht mehr wahrnehmen. Da im Gegenzug 
andere Mädchen aus dem Freundeskreis der Teilnehmerinnen dazukamen liegt die 
Gruppengröße stabil bei 8 Mädchen. Durchschnittlich besuchen 5 Mädchen die 
Gruppenstunde.   
 
 Der Aufbau der anderen Gruppe gestaltete sich, auch durch den etwas größeren Al-
tersunterschied der Mädchen (14-17 Jahre) schwieriger. Sie entstand im Juli 2007 
aus zwei Mädchen einer ehemaligen Gruppe, die aus ihrem Freundeskreis weitere 
Mädchen für eine neue Gruppe begeistern konnten. In dieser Gruppe gibt es einen 
festen Kern aus 6 Mädchen. Alle sind deutscher Herkunft. In der Regel nehmen 3-6 
Mädchen an den Gruppenstunden teil. In Relation zur anderen Gruppe sind die Fluk-
tuationen etwas höher und zwei Mädchen nahmen irgendwann regelmäßig nicht 
mehr an den Gruppenstunden teil. In beiden Gruppen sind die Mädchen für die Ges-
taltung der Gruppenstunden mitverantwortlich. 
 
 Die Aktivitäten im Jahr 2007 waren sehr breit gefächert. Überwiegend fanden die 
Gruppenstunden im Begegnungszentrum statt. In diesem Rahmen wurde oft national 
und international gekocht bzw. gebacken, DVD Filme angesehen und häufig kreativ 
gearbeitet. Die Mädchen gestalteten selbst Armbänder, Schlüsselanhänger und Hals-
ketten, malten auf Leinwänden und bastelten Schachteln, die anschließend dekoriert 
wurden. Außerdem wurden verschiedene Tanzstile ausprobiert, Fotos im Stadtteil 
Kinderhaus gemacht und auch ein Fotoshooting fand statt. 
 
 Auch außerhalb des Begegnungszentrums trafen sie sich zu zahlreichen Aktivitäten . 
Ausflüge zum Send (Kirmes), ins Kino, in die Eishalle oder zum Schwimmen, wie 
auch der Besuch einer Kletterhalle und allgemeine sportliche Aktivitäten wurden ge-
meinsam organisiert und durchgeführt. Ebenso ein Planspiel, Eis essen und Besuche 
in Schnellrestaurants.  
 
 Eine Besonderheit, nicht zuletzt durch ein besonders positives Feedback, stellte ein 
gemeinsamer Tagesausflug beider Gruppen nach Dortmund dar. 
 
 Die wöchentlichen Interaktionen bieten den Mädchen einen sicheren Kontext, in dem 
Gespräche und Diskussionen gut möglich sind. Häufige Inhalte sind Sexualität und 
Verhütung, Streitschlichtung und Umgangsformen. Auch das Thema Familie, sowohl 
die eigene als auch der gegebene familiäre Kontext, und die meist damit in Verbin-
dung stehenden  kulturellen Hintergründe, Traditionen und Religion,  sowie deren 
Vereinbarkeit mit deutschen Lebensweisen, gehören zu den dominierenden Themati-
ken. In den letzten Monaten waren es aber in erster Linie die Zukunftsperspektiven, 
die bei den Mädchen Gesprächsbedarf hervorriefen und mehrfach Diskussionen aus-
lösten.  
 
 So ist es auch (erneut) auf den Beginn verschiedener Berufsausbildungen zurückzu-
führen, dass einige Mädchen, die den Kern der oben  beschriebenen Gruppe bilde-
ten, nicht mehr an den Treffen teilnehmen können. Hinzu kommt, dass andere Mäd-
chen nun einen Freund haben und deshalb die Gruppenstunden für sie weniger wich-
tig wurden. Durch den Mangel an Teilnehmerinnen hat sich diese Gruppe im Dezem-
ber 2007 mehr und mehr aufgelöst.  
 
 Aufgrund des bestehenden Bedarfs ist eine neue Gruppe jüngerer Mädchen bereits 
geplant. Voraussichtlich werden erste Treffen zu Beginn des Sommers stattfinden. 
 
 Die andere Gruppe hingegen besteht mit insgesamt 8 Mädchen weiterhin, und wird 
wie gewohnt gut frequentiert.

14                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
 Auch hier ist die Zukunftsplanung ein großes Thema, mit dem sich aktiv beschäftigt 
wird. Primär wird sie durch die Auseinandersetzung mit der Berufswahl bestimmt. Po-
sitiv zu werten ist hierbei der Umgang miteinander, da die Mädchen sich untereinan-
der stützen und bestärken. Insbesondere die Mädchen mit etwas schlechteren Schul-
noten und unter Umständen geringeren Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, werden 
von den Freundinnen motiviert.  
 
 Es ist zu erwarten, dass das Thema Zukunftsperspektiven nichts an Aktualität einbü-
ßen wird. Da mehrere Mädchen nach Abschluss der Realschule das Abitur machen 
wollen und bereits darauf hin arbeiten, besteht hier ein großer Gesprächsbedarf.  
Auch die individuelle Auseinandersetzung bezüglich der Vereinbarkeit von traditionel-
len Werten der Herkunftsländer mit der deutschen Lebensart dürfte weiterhin, und al-
tersbedingt auch noch zunehmend, Gesprächsbedarf bieten.  
 
 Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 960 € bis zu 1.800 € 1.800 € 840 € 5.400 €
Stadt 480 €    bis zu   900 € 900 € 420 € 2.700 €
Maßnahmeträger 160 €    bis zu   300 € 300 € 140 € 900 €
Summen 1.600 € bis zu 3.000 € 3.000 € 1.400 € 9.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 2.070 € in 2007 für das Projekt 
freigegeben. Die in 2007 nicht veraus gabten Mittel werden in das Folgejahr 
übertragen.  
 
 
 4.02 Integrationsarbeit vor Ort
  
 
 Projektträger: Begegnungszentrum Sprickmannstrasse e.V. 
 
 Träger des Projektes 4.02 Integrationsarbeit vor Ort ist das Begegnungszentrum 
Sprickmannstraße e. V. Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. hat im Sep-
tember mit der Umsetzung der Projekte begonnen. Hierfür wurde eine Dipl.-
Sozialarbeiterin mit einer Stundenzahl von 30 Stunden pro Woche eingestellt. Zusätz-
lich wurde ab 01.01.2008 eine Honorarkraft als Integrationsberater eingestellt. Beide 
Mitarbeiter/innen haben eine Migrationsvorgeschichte. 
 
 In der Beratungswohnung Killingstraße 15 wurde eine Anlauf-, Beratungs- und Koor-
dinationsstelle für Menschen unterschiedlicher kultureller/nationaler Zugehörigkeit 
eingerichtet. Durch Aushänge in Häusern, Briefkasteneinwurf, Infostand und eine In-
formationsveranstaltung wurden die Bewohner der Schleife auf das neue Angebot 
aufmerksam gemacht.  
 
 Nach kurzer Anlaufphase und durch schnelle Mundpropaganda wurde das Angebot 
der offenen Sprechstunden gerne angenommen. Besonders positive Resonanz be-
kamen die Sprechstunden von den älteren Migrantinnen  und Migranten, da das An-
gebot vor Ort wohl schon sehnsüchtig erwartet worden war und ältere Menschen 
entweder nicht sehr mobil sind oder nicht gerne in Büros gehen, wo man sie vielleicht 
sprachlich nicht versteht, oder sie selber nicht genügend Deutsch sprechen, um die 
Amtssprache zu verstehen und schämen sich mehr, als die jüngeren Leute. Der Be-

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 15 
darf an Beratung war so groß, dass sehr viele Termine noch außerhalb der Sprech-
stunden, nach telefonischer Vereinbarung, vereinbart wurden.  
 
 In der Anfangsphase des Projektes sind alle, sich im Begegnungszentrum Sprick-
mannstraße e. V treffenden Gruppen besucht worden, um zu erfahren, welche The-
men für sie interessant wären und welche Angebote noch ins Leben gerufen werden 
sollen. Im Dezember wurde jeden Mittwoch für Frauen ein Bastelkurs zum Thema: 
Adventskalender selber gestalten und Kindern Freude machen, angeboten. Durch 
das niederschwellige Angebot hat sich eine Frauengruppe gebildet, die sich jeden 
Mittwoch in der Beratungswohnung trifft, selber die Themen für nächste Treffen erar-
beitet und mit  Unterstützung der Integrationsberater vor Ort durchführt.  
 
 Es ist immer noch sehr schwer einige Bevölkerungsgruppen, insbesondere die Grup-
pe von Spätaussiedlern zur Selbstorganisation zu motivieren. Sie nehmen die 
Sprechstunden gerne an, aber sobald sie selber tätig werden müssen, flüchten sie in 
ihre alltägliche Probleme: schlechte Wohnsituation, mangelnde Sprachkenntnisse, 
Geldsorgen usw. Aber Anfänge sind gemacht. 
 
 Leider ist es bislang nicht gelungen an den Vorbereitungen und der Durchführung des 
Bewohnerfestes im Dezember 2007 aktiv teilzunehmen.  
 
 Die oben genannte Gruppe, die sich hauptsächlich aus Spätaussiedlerinnen zusam-
mensetzt sowie die Frauengruppen des Begegnungszentrums haben zusammen das 
Fest zum  Internationalen Frauentag 08.03.2008 vorbereitet. Das Fest fand sehr posi-
tive Resonanz bei den Frauen, war gut besucht und hatte großen Erfolg.  
 
 Zurzeit arbeitet das Begegnungszentrum intensiv im Projekt des Institutes für Ethno-
logie „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ Thema: Interkulturelle Be-
gegnungen (Interkulturelle Streitschlichter) mit.  
 
 Besonderer Wert wird auf gute Vernetzung und gute Zusammenarbeit zwischen un-
terschiedlichen Trägern, Vereinen und Organisationen gelegt. So werden/wurden 
gemeinsam mit dem Internationalen Kulturverein ATRIUM e.V. verschiedene themati-
sche Abende und Ausflüge geplant und durchgeführt. Gut besucht war auch die vom 
Begegnungszentrum und dem Heimatmuseum durchgeführte Ausstellung „Volk auf 
dem Weg“ über die Geschichte von Russlanddeutschen.  
 
 Während der Zeit von September bis März  wurde intensiv mit dem Familienzentrum 
KITA Killingstraße gearbeitet und ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Durch die-
se Kooperation eröffnen sich dem Begegnungszentrum noch mehr Möglichkeiten ver-
schiedene Angebote den Bewohnerinnen und Bewohnern anzubieten. Zurzeit läuft in 
der KITA ein Kurs zum Thema „Gesundheitsprophylaxe  für Frauen“, weitere Angebo-
te sind in Vorbereitung. 
 
 Im Rahmen des Projektes wurde durch die Honorarkraft mit dem Aufbau eines „tür-
kisch-deutschen Netzwerkes“ begonnen.  
 
 Abschließend lässt sich bemerken, dass in den sieben Monaten viel erarbeitet und 
erreicht worden ist.

16                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
Finanzen: 
 
Kosten Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 8.400 € bis zu 24.000 € 24.000 € 15.600 € 72.000 €
Stadt 4.200 €   bis zu 12.000 €     12.000 € 7.800 € 36.000 €
Maßnahmeträger  1.400 €   bis zu   4.000 € 4.000 € 2.600 € 12.000 €
Summen 14.000 € bis zu 40.000 € 40.000 € 26.000 € 120.000 €
 
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 14.000 € in 2007 für das Projekt frei-
gegeben.  
 
 
 4.03 Gewaltprävention
 
 
 Projektträger: Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Städtische 
Kindertageseinrichtung Killingstraße 
 
 Startphase: 
 Im Oktober 2007 startete der erste Selbstbehauptungs- und Gewaltpräventionskurs 
 mit dem „dojo-Team“ , einem Training gegen Gewalt. Am ersten Kurs nahmen zu-
nächst 11 Kinder (sechs Jungen, fünf Mädchen) im Alter von 5 -6 Jahren aus sieben 
Nationen teil. 
 
 Am zweiten Kurs Ende Oktober nahmen wiederum 10 Kinder (6 Jungen, fünf Mäd-
 chen) im Alter von 5 - 6 Jahren aus neun Nationen teil. 
 
 Am dritten Kurs nahmen 10 Kinder (fünf Junge n, fünf Mädchen) im  Alter von 4 – 5 
Jahren aus acht Nationen teil. Im letzten Kurs konnten zusätzlich die Kinder an ein-
zelnen Modulen teilnehmen, die zuvor an einzelnen Terminen gefehlt haben. Ein 
Junge belegte sowohl Kurs 1 und Kurs 3. 
 
 Im November konnte parallel zum Training der Kinder ein Selbstbehauptungstraining 
für Frauen bzw. Mütter, ebenfalls vom „dojo-Team“ angeboten werden. Dieser Kurs 
wurde von 9 Frauen aus acht Nationen besucht. Dieses Angebot wurde wegen der 
starken interkulturell geprägten und ausschließlich weiblichen Teilnehmerrunde von 
Frau Wilde vom „dojo-Team“ durchgeführt.  
 
 Aktivitäten: 
 Alle Kurse beinhalten vier Vormittage mit intensiven Trainingseinheiten zu den Berei-
chen: Selbstbewusstsein,Selbstbehauptung,Nein, bzw. Halt-Stop einüben, Rollen-
spiele zu Situationen von Grenzverletzungen. 
 
 Den Abschluss bildet pro Kurs der vierte Termin, hier werden die vorangegangenen 
Trainingseinheiten wiederholt und abschließend eingeübt. Alle Kurse sind so konzi-
piert, dass die pädagogisch tätigen Kräfte in den Kursen miteinbezogen werden, da-
mit sich Erlerntes durch deren Unterstützung im Gruppenalltag festigen kann. 
 
 Bisherige Erfahrungen: 
 Alle Kinder haben sehr motiviert an den Kursen teilgenommen. Dadurch entstand 
auch der Wunsch bei den Müttern, diesen Kurs kennen zu lernen. Viele Kinder kön-
nen im Kita-Alltag Erlerntes abrufen z.B. „Halt-Stop“ oder  „Lass mich in Ruhe“, wo 
sie zuvor hilflos waren oder sehr schnell auch mit Körpereinsatz reagierten. Bei eini-

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 17 
gen Kindern zeigt sich jedoch, dass diese Kurse nur eine kleine Hilfestellung bei ih-
rem Umgang mit Konflikten und Streitigkeiten sind, da außerhalb der gewohnten Kita-
Strukturen keine anderen Vorbilder vorhanden sind. In sehr vielen Familien herrscht 
Konflikt- und Gewaltpotential bis hin zu schlimmen Fällen von häuslicher Gewalt, de-
ren Opfer überwiegend die Mütter/Frauen und Kinder sind. Für einige Väter besteht 
ein Hausverbot (Fernbleiben von der Wohnung), welches meist schon nach sehr kur-
zer Zeit umgangen wird, die Kinder wachsen zum Teil in diesen Familienstrukturen 
auf.  Um diese Strukturen aufzubrechen, bedarf es einem Frühwarnsystem, welches 
durch Kita-Kurse nicht aufzufangen ist. 
 
 Nach Auswertung des letzten Kurses gab es die Rückmeldung der pädagogischen 
Mitarbeiter der Einrichtung, dass die Kursleiter im Kurs selbst  konsequenter im Um-
gang mit den Kindern sein müssen. Dieses wurde in einem gemeinsamen Gespräch 
mit dem „dojo-Team“ reflektiert und es wurden Tipps ausgetauscht. 
 
 Ausblick: 
 Die Kurse werden in 2008 weitergeführt, es ist ebenfalls geplant, einen weiteren Kurs 
für Eltern anzubieten, möglicherweise in den Abendstunden. Im Rahmen des Mütter-
sprachkurses bzw. Vätersprachkurses (Start 17.04.08) soll bei den Teilnehmern ge-
worben werden. Für diese Angebote steht das „dojo-Team“ mit bereits reservierten 
Kursen als Partner weiterhin zur Verfügung. 
 
 Darüber hinaus startet im Frühsommer ein weiteres Training, zunächst einmal wö-
chentlich nur für Jungen in unserer Einrichtung. Schwerpunkt soll die Verknüpfung 
von  Sport/Bewegung und pädagogischen Aspekten von Gewaltprävention/ Selbstbe-
hauptung sein. Für dieses Projekt konnte Frau Claudia Fischer, Kursleiterin bei 
Westfalia Kinderhaus gewonnen werden. Ein Konzept hierzu wird zurzeit erstellt und 
kann in der nächsten Projektleiterrunde vorgestellt werden. 
 
 Im Rahmen der Entwicklung der Kita Killingstraße zum Familienzentrum besteht die 
Möglichkeit, mehrere Angebote auch über die Kita hinaus für den Sozialraum anzu-
bieten. 
 
 Finanzen: 
  
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 1.020 € bis zu 1.620 € 1.635 € 1.425 € 5.700 €
Stadt 680 € bis zu 1.080 € 1.090 € 950 € 3.800 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 1.700 € bis zu 2.700 € 2.725 € 2.375 € 9.500 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 1.700 € in 2007 für das Projekt freigegeben.

18                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
2.3 Handlungsfeld 5: Bildung 
 
 Handlungsfeldverantwortliche: Andrea Kalk, Amt für Schule und Weiterbildung, 
Frank Philipp, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Dagmar Schwarte, 
Gesundheitsamt 
 
 In diesem Bereich sind verschiedene Projekte zusammengefasst, die sich alle mit der 
Verbesserung der Integrationschancen, der Teilhabe und der Stärkung der Eltern-
kompetenz befassen. 
 
 Über die verschiedenen pädagogischen Institutionen wie z.B. Kindertageseinrichtun-
gen, Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereine, Nachbarschaftseinrichtungen, Stadtteil-
initiativen u.a. und deren Kooperationspartner, wie z.B. Bildungsstätten, werden die 
Menschen erreicht. Insbesondere die unmittelbare Einbeziehung der Bewohnerinnen 
und Bewohner in die Angebotsentwicklung führt zu einer guten Inanspruchnahme und 
Nachhaltigkeit der Projekte. 
 
 Die Angebote selbst reichen von der Sprachförderung – besonders für die Eltern -, 
über Elternschulungen, den Einsatz von Familienhebammen bis hin zu schulischen 
Unterstützungsangeboten. Ein wichtiges Projekt  in dem Handlungsfeld ist die inter-
nationale Kulturarbeit. 
 
 Die Hauptziele für das gesamte Handlungsfeld liegen exemplarisch in folgenden Be-
reichen: 
• die Einrichtungen und Initiativen nachhaltig in ihrer Bildungsfunktion stärken, 
• die Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Möglichkeiten der Integration und 
Beteiligung zu unterstützen und zu motivieren 
• diese kontinuierlich zu aktivieren und 
• ihnen adressatengemäße Beteiligungs- und Identifizierungsmöglichkeiten zu 
geben. 
 
 Zielgruppen sind Familien, insbesondere die Eltern, Jugendliche mit Migrationsvorge-
schichte, Schüler/innen und Schüler etc.. 
 
 Themen sind Sprachförderung, soziale und kulturelle Teilhabe, Gesundheitsförde-
rung, Elternkompetenz, schulische Förderung und Integration (regelmäßiger Schul-
besuch), Verbesserung der Ausbildung und der Berufsfindung. Akteure sind in der 
Hauptsache die in den Einrichtungen / Weiterbildungsinstitutionen vorhandenen 
Fachkräfte und zum Teil die Eltern selbst. Der große Vorbereitungsaufwand lag in der 
Abstimmung der Maßnahmen insgesamt und auc h im Einzelnen, z.B. im Bereich der 
Sprachförderung und der schulischen Förderung. Alle Projekte sind zwischen Som-
mer und Herbst 2007 gestartet. Die Projekte sind alle gut und mit hohen Teilneh-
mer/innenzahlen angelaufen. 
    Unter den Akteuren des Handlungsfelds haben Gespräche und Abstimmungen in 
den einzelnen Teilprojekten, regelmäßige Treffen zwischen den Projektverantwortli-
chen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie regelmäßige Treffen und Ab-
sprachen der Handlungsfeldverantwortlichen stattgefunden. Zu den Inhalten gehörte 
insbesondere die passgenaue Weiterentwicklung der jeweiligen Konzepte. 
 
 Erste Erfolge sind daran abzusehen, dass die Teilnehmer/innenzahlen insgesamt 
sehr hoch sind. Es laufen Planungen, die Projekte auszuweiten. 
 
 Zu den Zielen ab Mitte 2008 gehört, dass weitere Einrichtungen und Orte einbezogen 
werden sollen, um die Zugänge noch weiter zu verbessern. Bei den Projekten, z.B. 
bei der Sprachförderung soll noch über weitere adressatengerechte Vermittlungsfor-

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 19 
men nachgedacht werden, z.B. um Jugendliche zu erreichen. Darüber hinaus sind für 
bestimmte Zielgruppen sind spezifischere und bedarfsgerechte Angebotsformen zu 
entwickeln (z.B. Alleinerziehende, Russlanddeutsche) 
 
  Projekte 
 
  5.01 Wir verstehen uns 
 
 In diesem Projektfeld steht die Sprachförderung, insbesondere von Eltern, im Mittel-
punkt. Sprachförderung ist hier im umfassenden und ganzheitlichen Sinne verstanden 
und bezieht die Anforderungen und Voraussetzungen mit ein, die sich aus alltagsbe-
zogenen und kulturintegrierenden Erfordernissen ergeben.  
 
 Damit sind Begleitmaßnahmen und frühzeitige Förder- und Beratungsangebote erfor-
derlich, die in Programmen „Eltern lernen – Kinder profitieren“, „Nachhilfeprojekt“ und 
„Sure start“ angeboten werden: 
 
 „Eltern lernen – Kinder profitieren“ 
 
 Projektträger sind die Kita’s Killingstraße, Moorhock und Brüningheide (ab April 
2008); weitere Kita’s ab dem Sommer 2008 sind in der Planung).  
 
 Kooperationspartner für dieses Projekt sind das Haus der Familie Münster – Katholi-
sches Bildungsforum im Stadtdekanat Münster e.V. sowie jeweils für die einzelnen 
Standorte. 
 
 Die Startphase verlief in beiden Einrichtungen in vergleichbarer Weise: Die Mütter 
mussten für die Bildungsveranstaltung in mühsamer Einzelarbeit angesprochen und 
motiviert werden. Erste gruppendynamische Prozesse wurden durch die Kursleitung 
initiiert, erste tLernschritte unternommen. 
 
 Die Arbeitsweise ist in beiden Einrichtungen aufgrund der Projektziele ähnlich. An-
hand des Kindergartenalltags wird der Wortschatz in der deutschen Sprache erwei-
tert, der Alltag der Kinder erkundet und in Sprache gebracht, familienrelevante Fra-
gen thematisiert und auf diese Weise eine Erziehungspartnerschaft entwickelt. Gege-
benenfalls wird je nach Vorkenntnissen der Teilnehmerinnen arbeitsteilig mit unter-
schiedlichem sprachlichem Niveau gearbeitet. Neben der Sprachlehrerin begleitet je-
weils eine Erzieherin den Kurs, damit der Transfer zwischen den Müttern und der Kita 
gewährleistet ist. Aktivitäten wie Exkursionen im Stadtteil, kochen, backen usw. gehö-
ren ebenfalls zu den Inhalten dieser Veranstaltung.  
 
 Es hat sich gezeigt, dass jeweils erst nach einigen Monaten die Gruppe mit 8 – 10 
Teilnehmerinnen stabil ist. Die Anfangsphase verläuft also zögerlich und mit großem 
Aufwand an persönlicher Ansprache durch die Erzieherinnen. Nach der Stabilisie-
rungsphase entwickeln die Mütter großes Interesse am Kindergartenalltag und der 
Entwicklung ihres Kindes, engagieren sich entsprechend ihren Möglichkeiten beim 
Erlernen der deutschen Sprache und beginnen mit der Vernetzung untereinander. In 
den Aufnahmegesprächen werden die Mütter bereits zu dieser Veranstaltung einge-
laden und nehmen bereits teil, obwohl ihre Kinder die Kita noch nicht besuchen. In-
zwischen sind auch Mütter im Sprachkurs, deren Kinder die entsprechende Kita nicht 
besuchen. 
 
 Ausblick: 
 In beiden Einrichtungen soll die Bildungsveranstaltung „Mütter lernen – Kinder profi-
tieren“ weitergeführt werden. Darüber hinaus soll diese Veranstaltung in der Kita Brü-
ningheide in Kooperation mit dem Haus der Familie etabliert werden. In der Kita Kil-

20                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
lingstr. soll die Veranstaltung „Väter lernen – Kinder profitieren“ in Kooperation mit 
dem Haus der Familie Münster durchgeführt werden. Weiteren Kindertageseinrich-
tungen soll eine Kooperation mit dem Projekt „Mütter lernen – Kinder profitieren“ an-
geboten werden. 
 
 „Nachhilfeprojekt und Sprachkurs für Erwachsene und Eltern“ 
 
 Projektträger: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V., Josef- Beckmann-Str. 5, 
 48159 Münster 
 (Wichtige Kooperationspartner: z.B. Haus der Familie Münster, Schulen, Sozialbüro 
 u.a.) 
 
 Die Startphase wurde genutzt, um die Teilnehmer/innen der Kurse zu akquirieren. 
Dies geschah in erster Linie in Beratungsgesprächen bei KAI oder im Sozialbüro Kin-
derhaus. Durch Mund zu Mund Propaganda sind zudem viele Interessierte aufmerk-
sam geworden und haben sich angemeldet. Erfahrene Dozentinnen waren über das 
Haus der Familie und gemeinsame Projekte bekannt. Für das Nachhilfeprojekt waren 
bereits viele Schülerinnen und Schüler auf der Warteliste, einige wurden von den 
Schulen oder Beratungsstellen (Erziehungsberatungsstelle z.B.) an uns verwiesen. 
 
 Die Akquise der Nachhilfelehrerinnen bzw. Nachhilfelehrer war etwas aufwendiger. 
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium und die Schülerstiftung Courage waren hier 
wichtige Ansprechpartner. Bei einigen Besuchen in der Schule haben wir gezielt für 
das Nachhilfeprojekt geworben. Geeignete erwachsene Nachhilfelehrer (pensionierte 
Lehrer oder Hochschullehrer) wurden durch persönliche Ansprache geworben. Ge-
eignete Räumlichkeiten standen in der Josef-Beckmann-Str. 5 zur Verfügung. 
 
 Aktivitäten und konkrete Arbeit: 
 
 Nach einer Eingangsprüfung konnten wir die Teilnehmer/innen der Kurse den ent-
sprechenden Angeboten zuordnen. Wir stellten fest, dass das Niveau sehr niedrig ist; 
viele Teilnehmerinnen haben nie eine Schule besucht und müssen erst alphabetisiert 
werden. 
 
 Es gibt folgende Angebote: 
 Montag und Mittwoch von 9.00 – 10.30 Uhr Alphabetisierung und Deutsch als Fremd-
sprache Gruppe I mit 11 TeilnehmerInnen 
 Dienstag und Donnerstag von 9.00 – 10.30 Uhr Deutsch als Fremdsprache und Al-
phabetisierung Gruppe II mit 10 TeilnehmerInnen 
 Montag bis Donnerstag von 10.30 – 12.00 Uhr Alphabetisierung – schwache Gruppe 
– mit 14 TeilnehmerInnen 
 Freitag von 9.00 – 12.00 Uhr Deutsch als Fremdsprache I mit 13 TeilnehmerInnen 
 
 Ab Januar 2008 zusätzlich: 
 Donnerstag von 9.00 – 12.00 Uhr afrikanische Frauen – Konversation mit 6 Teilneh-
 merinnen 
 Mittwoch von 15.00 – 18.00 Uhr Deutsch als Fremdsprache II mit 10 TeilnehmerInnen 
 
 Die Teilnehmer/nnen kommen aus dem Irak, Iran, Kamerun, Kongo, Kosovo, Liba-
non, Litauen, Marokko, Nigeria, Pakistan, Polen, Russland, Somalia, Sri Lanka, Sy-
rien, Thailand, Türkei und der Ukraine. Die meisten TeilnehmerInnen sind Frauen, 
meist Mütter mit mehreren Kindern. Aus diesem Grunde wird seit Januar 2008 paral-
lel eine Kinderbetreuung angeboten. 
 
 Im Nachhilfe- und Lernhilfeprojekt erhalten 87 Kinder eine gezielte Förderung. Sie 
werden von 66 Nachhilfelehrern betreut. In der gezielten Einzelnachhhilfe werden 69

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 21 
Schülerinnen und Schüler von 53 Lehrern in den Schwerpunktfächern Deutsch und 
Mathe und auch in den Nebenfächern unterstützt. Hier steht die Verbesserung der 
deutschen Sprache in allen Fächern im Vordergrund. Auch eine Matheaufgabe setzt 
Deutschkenntnisse voraus. Die Schülerinnen und Schüler besuchen folgende Schu-
len: Grundschule West, Waldschule, Geschwister-Scholl-Gymnasium, Geschwister-
Scholl-Realschule, Uppenbergschule, Gehörlosenschule und einige Berufskollegs. 
Der Nachhilfeunterricht findet wöchentlich für 1- 3 Stunden entweder in den Räumen 
an der Josef-Beckmann-Str. 5 oder in den Haushalten der Schülerinnen und Schüler 
oder Lehrer innen und Lehrer statt. 
 
 In der Lernhilfe für Grundschulkinder werden 18 Schülerinnen und Schüler von 13 
 meist ehrenamtlich tätigen Lehrern unterstützt. Diese Lernhilfe findet regelmäßig 
 Montag und Donnerstag von 16.00 – 17.00 Uhr in den Räumen von KAI statt. Die 
 Kinder kommen aus  allen drei Grundschulen aus Kinderhaus und der Uppenberg-
 schule. 
 
 Mit den Dozentinnen der Kurse und den Nachhilfelehrer/innen finden regelmäßige 
Austauschtreffen statt. Bei Problemen oder Schwierigkeiten der Teilnehmer/innen 
wird die fachliche soziale Beratung von KAI eingeschaltet. Die Dozentinnen haben 
außerdem regelmäßige Treffen mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin des Kooperati-
onspartners „Haus der Familie Münster“.  
 
 Die Nachhilfelehrer/innen erfassen ihre Nachhilfestunden auf einem extra entworfe-
nen Formblatt, welches von den Schülern gegengezeichnet werden muss. Diese 
Stundenzettel werden regelmäßig der hauptamtlichen Mitarbeiterin von KAI vorgelegt 
und dann abgerechnet. Bei dieser Gelegenheit wird die Nachhilfe reflektiert.  
 
 Das Team der Lernhilfe für Grundschulkinder trifft sich regelmäßig zu einem Gedan-
kenaustausch. Hier werden auch neue Lernmaterialien vorgestellt, Kontakte zu den 
Schulen und den Eltern besprochen und die Lebens- und Schulsituation der einzel-
nen Kinder mit der hauptamtlichen Mitarbeiterin von KAI reflektiert. 
 
 Bisherige Erfahrungen: 
 
 Alle Teilnehmer/innen der Alphabetisierungs- und Sprachkurse nehmen sehr motiviert 
die Angebote an. Sie berichten im Bekannten- und Freundeskreis von ihren positiven 
Erfahrungen und werben so für die Teilnahme an den Kursen. Erfreulich ist es, wenn 
Teilnehmerinnen des Alphabetisierungskurses, die nie eine Schule besucht haben, 
schon mehrere Jahre , meist sehr isoliert und nur auf Familie ausgerichtet, hier leben, 
von ihren positiven Erlebnissen berichten. Da ist es ein ganz großer Erfolg, wenn die-
se Frau, die zum Einkaufen geht, nun die Buchstaben ALDI oder REWE z.b. entzif-
fern kann. Ganz wichtig ist für die Teilnehmer/innen aber vor allem, dass sie die 
häusliche Isolation verlassen und sich freuen, morgens in die Josef-Beckmann-Str. 5 
zu gehen, um hier andere Menschen zu treffen und etwas zu lernen. 
 
 In dem fortgeschrittenen Kurs ist die Zielrichtung die Verbesserung der deutschen 
Sprache und die Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen. Erfreulich ist es, dass bereits 
zwei Teilnehmerinen einen weiterführenden Kurs bei einem anderen Träger über die 
Arbeitsagentur besuchen. 
 
 Schwierig ist, dass die Teilnehmer/innen über ein sehr unterschiedliches niedriges 
Niveau verfügen. Dies erfordert von den Dozentinnen eine sehr hohe Fachlichkeit 
und Einfühlungsvermögen. Eine weitere Verunsicherung für die Teilnehmer/innen ist 
der Druck der Arge und der Agentur für Arbeit, sehr frühzeitig einen Integrationskurs 
zu besuchen. Hierzu sind die Teilnehmer/innen noch nicht in der Lage und ihre häus-
liche Situation (kleine Kinder im Haushalt) lässt es auch meist nicht zu. Wir bemühen

22                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
uns hier um Vermittlung, damit die Teilnehmer/innen zunächst bei KAI ein solides 
Fundament erwerben können. 
 
 Die Kinder und Jugendlichen im Nachhilfe- und Lernprojekt sind meist hoch motiviert, 
ihre deutsche Sprache zu verbessern, um dadurch in allen Fächern bessere Leistun-
gen erbringen zu können. Sie haben zudem einen persönlichen Ansprechpartner, 
dem sie manchmal auch ihre persönlichen Probleme anvertrauen können. 
 
 Der Kontakt zu den einzelnen Klassenlehrern der unterschiedlichen Schulen könnte 
noch intensiviert werden; hier fehlen die Kapazitäten der hauptamtlichen Mitarbeite-
rin. Die Eltern versprechen oft eine Kontaktvermittlung, scheitern aber meist selbst an 
ihrem eigenen Unvermögen in sprachlicher und sozialer Hinsicht. 
 
 Für die sozial engagierten Nachhilfelehrer/innen ist das Projekt  eine sehr gute Gele-
genheit, soziale und kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und zu akzeptieren. Sie 
erhalten die Möglichkeiten, andere Kulturen kennen zulernen und Vorurteile abzu-
bauen. Über ihr soziales Engagement erhalten sie bei Bedarf eine schriftliche Bestä-
tigung, die im Zeugnis bescheinigt und bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz 
positiv gesehen wird.  
 
 Die Kinder, die in dem Lernhilfeprojekt sind, nehmen einen sehr langen Tag auf sich, 
um ihre schulischen Leistungen zu verbessern oder zu stabilisieren. Der Kontakt zu 
den Grundschulen ist sehr gut und hilfreich. Eine intensivere Elternbeteiligung wäre 
wünschenswert. Das Team der meist ehrenamtlichen Lernhilfelehrerinnen ist hoch 
motiviert und sehr engagiert. Eine Stärkung der sozialen Kompetenzen ist für alle 
Teilnehmer/innen aller Angebote ein Ziel. 
 
 Ganz wichtig bei allen Angeboten ist die enge Vernetzung mit der fachlichen sozialen 
Beratung von KAI. Dies ist für die Teilnehmer/innen und Nachhilfeschüler/innen sehr 
positiv und ermöglicht so eine schnelle Krisenintervention. Für die Nachhilfelehrer 
und Dozenten ist es ebenfalls sehr wichtig und hilfreich, da sie auch immer wieder mit 
problematischen Situationen (z.B. häusliche Gewalt) konfrontiert werden und hier pro-
fessionelle Unterstützung benötigen. 
 
 Ausblick: 
 
 Aufgrund immer neuer Nachfragen für die Kursangebote und das Nachhilfe- und 
Lernhilfeprojekt werden die Angebote in der jetzigen Form weitergeführt. Die Errei-
chung der Ziele für die einzelnen Gruppen scheint sehr realistisch. Die Akquise neuer 
Nachhilfelehrer/innen wird noch einige Ressourcen der hauptamtlichen Mitarbeiterin 
erfordern. Die notwendige Elternarbeit soll durch informelle Treffen und erlebnisorien-
tierte Treffen mit Eltern und Kindern intensiviert werden. 
 
 Das Zusammenspiel der fachlichen sozialen Beratung von KAI und der Angebote im 
Rahmen der Sozialen Stadt Kinderhaus in der Josef-Beckmann-Str. 5 sind wesentli-
ches Erfolgskriterium im Hinblick auf die Teilnehmer/innen – der Mitbürgerinnen und 
Mitbürgern mit Migrationsvorgeschichte der Nordwestschleife in Kinderhaus. 
 
  „sure start“ 
 
  Projektträger: Haus der Familie – katholisches Bildungsforum im Stadtdekanat Müns-
ter e.V. Kooperationspartner: Das Konzept Sure Start  - Konzeption für die Arbeit mit 
bildungs- und wirtschaftlich armen Müttern und ihren Babys wurde in Kooperation mit 
dem Anna-Krückmann-Haus entwickelt. Als Kooperationspartner gelten darüber hin-
aus alle Institutionen (Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Pfarrgemeinden), Ärzte, 
Jugendhilfeträger, Wohlfahrtsverbände, kommunale und kirchliche Einrichtungen des

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 23 
Stadtteils (KSD), die mit dieser Zielgruppe im Kontakt sind und vom Träger im Vorfeld 
miteinbezogen wurden. 
 
  Startphase:  
• Breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit (persönliche Gespräche, Telefonate, An-
schreiben), um das Angebot den Kooperationspartnern vorzustellen und sie 
mit einzubeziehen. 
• Beim ersten Treffen am 04.05.07 kamen 2 Frauen mit ihren Kindern. Kontinu-
ierlich wuchs die Gruppe auf nun 9 Mütter und zeitweise 13 Kinder. 
 
  Beschreibung der Aktivitäten / der konkreten Arbeit: 
 Bei dem wöchentlich für 4 Stunden eingerichteten Treffen (incl. Vor- und Nachberei-
tung) werden Babys und Kleinkinder von bildungs- und wirtschaftlich armen Eltern 
gemeinsam mit ihren Müttern gefördert. Der Förderbedarf ergibt sich aus den unter-
schiedlichen Problematiken, die die Frauen bzw. ihre Kinder mitbringen. 
 
• Zu Beginn lädt ein kleiner Imbiss zur Stärkung ein, erste Gesprächsmöglichkeit.  
• Begrüßungsritual mit allen Kindern und Müttern. 
• Unterschiedliche, dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Bewe-
gungs- und Spielmöglichkeiten werden angeboten. 
• Parallel dazu werden individuelle Einzelförderungen durchgeführt. Auf Wunsch 
werden diese durch die Aufnahme von Videosequenzen mit Mutter und Kind an-
geregt. In einem 2. Schritt werden glückliche Momente in diesen Aufnahmen mit 
der jeweiligen Mutter besprochen.  
• Abschlussritual mit allen Müttern und Kindern. 
 
  Bisherigen Erfahrungen im Projekt: 
  Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ein großer Bedarf nach diesem unterstüt-
zendem Konzept besteht. Da das Angebot wohnortnah möglich ist, kommen sowohl 
deutsche Mütter als auch Frauen anderer Nationalität. Ihre familiäre Situation ist un-
terschiedlich (alleinerziehend. sehr junge Mutter) wie auch die jeweiligen Bedarfe 
(gesundheitliche/psychische Beeinträchtigungen, Überlastung, soziale Isolation, Ent-
wicklungsverzögerung des Kindes). Mittlerweile können bei den Kindern erste positi-
ve Entwicklungen festgestellt werden, die im Zusammenhang mit diesem Angebot 
gesehen werden dürfen.  
 
  Da dem Träger kurzfristig die Räumlichkeit im Parea-Familientreff gekündigt wurde, 
muss nun nach einem neuen Veranstaltungsraum gesucht werden. Provisorisch steht 
das St. Josef Pfarrheim zur Verfügung. Wohnortnah etwas anzubieten ist eine 
Grundbedingung für diese Arbeit. 
 
  Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 18.000 €   bis zu 43.353,60 € 42.529,20 € 35.557,20 € 139.440 €
Stadt 12.000 € bis zu 28.904,40 € 28.352,80 € 23.704,80 € 92.960 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 30.000 € bis zu 72.256,00 € 70. 882,00 € 59.262,00 € 232.400 €
 
  Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 30.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben.

24                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
5.02 Elternkompetenz stärken 
 
  Zwei Teilzeit–Stellen wurden in kommunaler Trägerschaft an der Grundschule Kin-
derhaus-West und der Uppenbergschule/ Primarstufe eingerichtet. Die Fachkräfte 
kooperieren mit Beratungsstellen, KSD, Kinderhorten etc im Stadtteil und Stadtweit.  
 
  Zunächst wurden die Fachkräfte in der jeweiligen Schule mit dem Schulkonzept ver-
traut gemacht und die Einbindung in die Arbeit der Schule festgelegt. Darüber hinaus 
wurden Kontakte im Stadtteil geknüpft. 
 
 Einzelgespräche mit Schülerinnen und Schülern  bei welchen meist im wöchentlichen 
 Turnus Zielvereinbarungen getroffen und kontinuierlich überprüft werden.  
 Unterrichtsbegleitungen bei Schülerinnen und Schülern, welche aktiv den Unterricht 
verweigern oder welche durch längeres Fehlen Hilfe bei der Reintegration in den 
Klassenverband benötigen  
 Begleitungen zu Ämtern, Beratungsstellen und Ärzten 
 Organisieren von Dolmetschern 
 Hausbesuche im Rahmen der aufsuchenden Elternarbeit 
 Lehrerberatungsgespräche 
 Fallberatungen mit anderen Fachdiensten 
 
  Die Annahme der Angebote von Eltern und Schüler/innen ist durchweg sehr gut 
 
 Das Projekt wird von allen Beteiligten kontinuierlich weiterentwickelt. 
 
  Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 8.896,20 € bis zu 41.865,60 € 43.895,10 € 42.095,10 € 136.752 €
Stadt 5.930,80 € bis zu 27.910,40 € 29.263,40 € 28.063,40 € 91.168 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 14.827,00 € bis zu 69.776,00  € 73.158,50 € 70.158,50 € 227.920 €
 
 Der Beirat hatte am 05.06.2007 Mittel von zunächst 30.000 € in 2007 für das Projekt 
freigegeben. Da das Projekt erst nach den Herbstferien gestartet war, fiel der Finanz-
bedarf bis Ende 2007 geringer aus; die auf 14.827 € reduzierte Kalkulation (auf der 
Basis der Kostenermittlung des Projektträgers) hat der Beirat am 27.11.2007 zur 
Kenntnis genommen und die Mittel in 2008 wie oben ausgewiesen freigegeben.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 25 
 5.03 Stadteileltern  
 
 Projektträger sind die Kindertageseinricht ungen in Kinderhaus, die im Einzugsbereich 
des „Programmgebietes 63.1 (Nordwestschleife) liegen bzw. die von Kindern aus die-
sem Wohnbereich besucht werden. 
 
 Dieses Projekt ist eng verknüpft ist mit dem Projekt „Wir verstehen uns“ (5.01). 
 
 Sprachförderung für Eltern ist eine zentrale Voraussetzung für ein integratives Kultur-
verständnis. Das Konzept „Stadtteileltern“ basiert darauf, das insbesondere der Besuch 
von Kindertageseinrichtungen für Kinder mit Migrationsvorgeschichte gefördert werden 
soll. Den Eltern kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. 
 
 Umgekehrt ist eine Sprachförderung, die nicht alltagstaugliche und ganzheitliche För-
derung zum Inhalt hat, nur sehr eingeschränkt geeignet, die Bedarfe der Familien an-
gemessen zu berücksichtigen. Zu den alltagsbezogenen Anforderungen gehören ge-
eignete Begleitmaßnahmen wie z.B. 
 
• die Kindertagesbetreuung, während die Eltern an Sprachfördermaßnahmen 
teilnehmen, 
• die Einbeziehung aller Familienmitglieder, z.B. die Väter oder auch älter Kin-
der, 
• die Einübung und Förderung alltäglicher Situation in die Sprachförderung, 
• die gesundheitliche Förderung u.a. 
 
 Besonders der frühe Beginn der Förderung junger Familien bietet gute Chancen für 
 die Anliegen der Förderung. 
 
 Durch die ganzheitliche und umfassende Verknüpfung des Konzeptes „Stadtteileltern“ 
mit den Konzepten aus dem Projekt „Wir verstehen uns“ (5.01) gewissermaßen für ei-
ne „Erziehungspartnerschaft“ zwischen Eltern und pädagogischen Einrichtungen zu 
gewinnen, zeigt in den Kindertageseinrichtungen bereits in der Startphase erste Erfol-
ge. 
 
  Im Laufe der Weiterentwicklung des Handlungsfeldes werden gerade für den Aspekt 
 der „Erziehungspartnerschaft“ weitere Angebote entwickelt. 
 
 Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 3.000 € bis zu 7.518,60 € 7.290 € 6.095 € 23.903,60 €
Stadt 2.000 € bis zu 5.012,40 € 4.860 € 4.064 € 15.936,40 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 5.000 € bis zu 12.531,00 € 12.150 € 10.159 € 39.840 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 5.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben. 
 
 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus 
 
 Unter diesem Namen wurden verschiedene Projekte zur Gesundheitsförderung im 
Stadtteil zusammengefasst. Projektträger ist das Gesundheitsamt. Kooperationspartner 
sind die Kindertagesstätten vor Ort, die Kinderhauser Arbeitsloseninitiative u.a..

26                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
 
 Einen Schwerpunkt bildet die Hebammenhilfe für Schwangere, junge Mütter und Säug-
linge. Um hier möglichst viele Frauen zu erreichen, werden seit Herbst 2007 in den 
Kindertagesstätten einmal pro Woche Hebammensprechstunden angeboten. Jede Kita 
hat ihre Hebamme, die Frauen im persönlichen Gespräch berät, bei Bedarf weiter be-
treut oder an andere Institutionen, z.B. die Schwangerschaftsberatungsstellen u.a.. 
weitervermittelt. Neben der Familienhebamme des Gesundheitsamtes arbeiten hier 
drei weitere freiberufliche Hebammen mit, die schon seit Jahren in Kinderhaus aktiv 
sind. 
 
 Das Angebot der Sprechstunden wird von den Mitarbeiterinnen der Kitas  begrüßt. Die 
Erfahrungen der ersten Monate sind sehr positiv. Themen in der Beratung sind medizi-
nische Vorsorgen, Impfungen, Familienplanung, Ernährung und Pflege von Säuglingen 
u.v.m.. 
 
 Um möglichst mit vielen Frauen bzw. Müttern in Kontakt zu kommen, wurde in den 
Räumen der Kinderhauser Arbeitsloseninitiative mit der Markusgemeinde einmal pro 
Monat ein internationales Frauenfrühstück initiiert. Hier steht die Familienhebamme 
des Gesundheitsamtes für Gesundheitsthemen zur Verfügung. Die Resonanz bei den 
Frauen ist sehr groß. Es ist geplant, zu verschiedenen Gesundheitsthemen Referenten 
einzuladen. 
 
 In der Kita Kinderhaus wurde ein Kochkurs für Mütter durchgeführt. Hier lernen Mütter, 
gesunde Mahlzeiten für ihre Familie zuzubereiten. Die Nachfrage war so groß, dass 
der Kurs neu aufgelegt wird. 
 
 Alle Kindertagesstätten beteiligen sich am Projekt „Ich geh zur U und du?“ der Bundes-
zentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit dem Ziel, die Inanspruchnahme der Vor-
sorgeuntersuchungen bei Kindern zu erhöhen. Dabei erhalten Kinder, die in der Kita 
mit der Vorlage ihres Vorsorgeheftes die Teilnahme an einer Vorsorge belegen kön-
nen, ein T-shirt. 
 
 Weitere Angebote werden im laufenden Jahr mit den Akteuren vor Ort je nach Bedarf 
 abgestimmt. 
 
 Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 3.000 € bis zu 7.956 € 7.594 € 6.350 € 24.900 €
Stadt 2.000 € bis zu 5.304 € 5.063 € 4.233 € 16.600 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 5.000 € bis zu 13.260 € 12.657 € 10.583 € 41.500 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 5.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben. 
 
 
 5.06 Kontinuierliche Praxistage
 
  
   Der Projektträger ist die Initiative für Beschäftigung, eine enge Kooperation mit Unter-  
nehmen stadtweit sowie dem kommunalen Träger ist vereinbart.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 27 
  An der Uppenbergschule und der Waldschule Kinderhaus wurden zwei Teilzeitstellen        
für sozialpädagogische Fachkräfte zur Etablierung kontinuierlicher Praxistage einge-
richtet. Schulspezifisch wurde die Arbeit der Fachkräfte konzipiert. Hier lag der 
Schwerpunkt insbesondere auf Weiterentwicklung von schuleigenen Ansätzen. 
 
  Folgende Aktivitäten stehen im Vordergrund: 
• Vorstellung des Projekts im Kollegium 
• Vorstellung des Projekts bei den Schülerinnen und Schülern 
• Vorgespräche mit den Schülerinnen und Schülern 
• Kommunikation mit Betrieben 
• Akquise von Praktikumsstellen 
• Vor- und Nachbereitung mit den Schülerinnen und Schülern 
• Betreuung der Schülerinnen und Schüler 
 
 Die Annahme bei den Schülerinnen und Schülern ist gut. Weitere Aussagen sind erst 
langfristig zu treffen, da die Vorbereitung und Etablierung im Schuljahr einen längeren 
zeitlichen Vorlauf und schulbezogene Anpassungen erfordern. 
 
 Es steht zu erwarten, dass schulformbezogen unterschiedliche Konzeptionen des glei-
chen Ansatzes durchgeführt werden. Dies gewährleistet eine Feinjustierung des Pro-
jekts gemäß der Projektziele in Abgleich der schulformbezogenen Möglichkeiten 
 
 Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 7.128 € bis zu 31.443,72 € 32.229,81 € 28.776,00 € 99.600 €
Stadt 4.752 € bis zu 20.962,48 € 21.486,54 € 19.184,00 € 66.400 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 11.880 € bis zu 52.406,20 € 53.716,36 € 427.960,00 € 166.000 €
 
 Der Beirat hatte am 05.06.2007 Mittel von zunächst bis zu 20.000 € in 2007 für das 
Projekt freigegeben. Da das Projekt erst nach den Herbstferien gestartet war, fiel der 
Finanzbedarf bis Ende 2007 geringer aus; die auf 11.880 € reduzierte Kalkulation (auf 
der Basis der Kostenermittlung des Projektträgers) hat der Beirat am 27.11.2007 zur 
Kenntnis genommen und die Mittel in 2008 wie oben ausgewiesen freigegeben. 
 
 5.07: Jugendkultur
 
 
 Kinder- und Jugendeinrichtung Wuddi, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der 
 Stadt Münster in Kooperation mit Cactus Junges Theater e.V. 
 
  Die Startphase war gekennzeichnet durch folgende Aktivitäten: 
ƒ Kontakte zu allen weiterführenden Schulen im Stadtteil 
ƒ Werbeaktionen auf den Schulhöfen mit Stand-Up-Theater und Flyern 
 
  Die Anfangszeit (bis zum 31.3.2008 war durch folgende Aktivitäten gekennzeichnet: 
ƒ Theaterpädagogisches Gruppenangebot mit folgenden Aktivitäten: 
   Schauspielübungen (verschiedene Gestiken und Mimiken) 
  Improvisation (Spontanität, Kreativitä t, Herauskristallisieren von Alltagsthe-
men) 
   thematische Übungen (Improvisationstheater mit thematischem Input)

28                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
   Tanzübungen (Verbindung von Theater und Tanz, speziell HipHop) 
 
 Folgende Erfahrungen lassen sich beschreiben: 
 Probleme 
ƒ Die Jugendlichen kamen nur unregelmäßig und fehlten, ohne sich abzumelden. 
Dadurch war es schwierig, bestimmte Übungen durchzuführen, besonders an der 
Tanzchoreographie weiter zu arbeiten. 
ƒ Die Gruppe bestand ausschließlich aus Mädchen, während die Gruppe durch zwei 
junge Männer angeleitet wurde. 
ƒ Bis auf eine Ausnahme kamen alle Teilnehmerinnen von einer Schule 
(Geschwister-Scholl-Realschule).  
 Themenschwerpunkte 
ƒ Probleme in der Schule 
ƒ Freundschaft 
ƒ Außenseiter 
 Erfolge und kritische Entwicklungen 
ƒ Steigerung der Motivation der Jugendlichen an den Übungen (Spaß) 
ƒ Verbesserung der Wahrnehmung des eigenen Körpers auf der Bühne  
ƒ Gewinn von Spontanität und Selbstbewusstsein bei den Improvisationsübungen 
ƒ Zugewinn an schauspielerischen Fähigkeiten  
ƒ Erleichterung der thematischen Arbeit 
ƒ Die Gruppe wurde kleiner und es war unmöglich bestimmte Übungen zu machen. 
Dadurch verloren die verbliebenen Jugendlichen das Interesse und kamen auch nicht 
mehr. 
 
 Ausblick  
 
ƒ Veränderung der Zielgruppe in 12- bis 14- Jährige, um eine langfristige Arbeit auf-
zubauen (bislang 14-18 Jahre) 
ƒ Ergänzung des theaterpädagogischen Teams durch eine erfahrene Theaterpäda-
gogin; sie kommt aus dem Stadtteil Münster-Kinderhaus und verfügt über zahlreiche 
Kontakte zu Bewohnern/innen der Sozialen Stadt. Darüber hinaus verfügt sie über 
Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schulen. 
ƒ Neustart mit veränderten Angebotszeiten, erneute Vorstellung des Projektes an den 
Schulen 
 
 Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
 2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 2.250 € bis zu 2.250 € 2.250 € 2.250 € 9.000 € 
Stadt 1.500 € bis zu 1.500 € 1.500 € 1.500 € 6.000 € 
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 3.750 € bis zu 3.750 € 3.750 € 3.750 € 15.000 € 
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 3.750 € in 2007 für das Projekt freigegeben.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 29 
2.4 Handlungsfeld 6: Soziale Netze 
 
 Handlungsfeldverantwortlicher: Dieter Schmitz, Amt für Kinder, Jugendliche 
 und Familien  
 
 Wichtige Bedarfsgesichtspunkte denen die Maßnahmen und Projekte des Handlungs-
feldes begegnen sollen bzw. für die Entwicklung der Projekte ausschlaggebend waren 
sind die Beratung und Krisenintervention in finanziellen Problemlagen, die Bewohner-
beteiligung durch Aktivierung einzelner Bewohner bzw. bestehender Gruppen mit dem 
Ziel kulturelle und interkulturelle Projekte zu initiieren, die Partizipation finanzschwa-
cher Jugendlicher an integrativen Kultur-, Freizeit- und präventiven Angeboten, das In-
stallier en eines mobilen Beratungsangebotes im Sozialen Brennpunkt, die Bewe-
gungsförderung durch Sportangebote und die Installierung eines Drogenpräventions-
angebotes. 
 
 Generelle Ziele des Handlungsfeldes sind die BewohnerInnenaktivierung und –
beratung (insbesondere von BewohnerInnen mit Migrationsvorgeschichte), die Verbes-
serung der individuellen Freizeit- und B ildungssituation von Jugendlichen und die Sta-
bilisierung der sozialen Strukturen im Quartier durch Verbesserung des Zugangs zu 
Präventiv- und Informationsangeboten. 
 
 Thematische Schwerpunkte des Handlungsfeldes sind die Errichtung einer Schuldner-
beratungsstelle vor Ort, die BewohnerInnenbeteiligung und die Stimulierung der Be-
wohnerInnen zur Durchführung inter-/ kultureller Veranstaltungen, der Aufbau einer 
multikulturellen Jungensportgruppe, die Be wegungsförderung durch unterschiedliche 
Sportangebote, die Einrichtung eines Notbudgets zur individuellen Förderung Jugendli-
cher, die Installierung eines Mobilen Beratungsangebotes im Zentrum des Wohngebie-
tes und Angebote zur Drogenprävention. Dabei sind soziale Institutionen, kulturelle 
Gruppen oder Vereine und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien aktiv beteiligt.  
 
 Vor dem Start der Projekte wurde eine gemeinsame Projektpräsentation der Hand-
lungsfelder 4.0 und 6.0 für die Bewohnerinnen und Bewohner organisiert an der 30 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen.  Im Rahmen dieser Veranstaltung wur-
den Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner 
aufgenommen um so eine Beteiligung  an der Entwicklung der einzelnen Projekte zu 
ermöglichen. 
 
 Nach einer intensiven Vorbereitungsphase arbeiten alle Projekte, deren Beginn in 2007 
vorgesehen war, seit dem 01.10.2007. Innerhalb des Handlungsfeldes wurden die Pro-
jektleiterinnen und Projektleiter durch regelmäßige Handlungsfeldtreffen vernetzt, die in 
2007 dreimal stattfanden.  
 
 Projekte  
 
 Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
 
 
 Projektträger: Ev. Beratungsdienste gGmbH des Diakonischen Werkes Münster             
          Zum 01.06.2007 wurden eine mit einem Stundenumfang von 19,25 Std./Woche einge-
richtet. Danach erfolgte die Anmietung und Einrichtung des Büros in den Räumlichkei-
ten der Kinderhauser Arbeitslosen-initiative (KAI) in der Josef-Beckmann-Straße 5, 
48159 Münster-Kinderhaus. Das Büro befindet sich inmitten des regional zu betreuen-
den Handlungsfeldes.

30                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
 Erste Zusammenkünfte und Abstimmungspr ozesse innerhalb des Handlungsfeldes 6 
zwecks Koordination der entsprechenden Unterprojekte; darüber hinaus fanden im 
Rahmen der Beiratsarbeit erste Zusammenkünfte statt. 
 
 Kontaktaufnahme zu entsprechenden Einrichtungen und Institutionen vor Ort.Zur Kon-
taktaufnahme gehörte auch die Teilnahme an diversen Bürgerveranstaltungen vor Ort 
und gezielte Öffentlichkeits- und Pressearbeit. 
 
 Ab Beginn des dritten Quartals wurde sofort mit der Übernahme konkreter Fallbetreu-
ungen begonnen und eine öffentliche Sprechstunde eingerichtet. Hierdurch konnte 
auch die Struktur der inhaltlichen Arbeit weiter präzisiert werden.  
 
 Dies war auch Voraussetzung für die Entwi cklung einer strukturierten Zielsystematik 
und eines Kennzahlensystems zur statistischen Begleitung der Aktivitäten. 
 
 Kurze Beschreibung der Aktivitäten und der konkreten Arbeit: 
 
• Die konkreten Aktivitäten leiten sich ab aus dem entwickelten Zielsystem für das 
Unterprojekt 6.01. 
 
• Durchführung von Beratungen unterteilt nach verschiedenen Beratungsformen 
wie etwa allgemeiner Schuldnerberatung, Informationen zur Insolvenzberatung, 
Kurzberatung zu verschiedensten Themen und präventive Beratung.  
 
• Durchführung aktiver Entschuldung in Form von kurzen oder langfristigen Betreu-
ungsverhältnissen (Kontaktaufnahme zu Gläubigern, Übernahme des kompletten 
Schriftverkehrs, etc.). Hierzu gehört unter Umständen auch die Kontaktaufnahme 
zur weiterführenden und fallabschließenden Beratungsstelle im Bereich der Insol-
venzberatung und ergänzenden sonstigen Hilfsangeboten. 
 
• Vorbereitung und Durchführung von ersten Präventivveranstaltungen für unter-
schiedliche Zielgruppen. Hierzu gehört auch die weitere Suche nach weiterhin 
geeigneten Kooperationspartnern, um möglichst viele verschiedene Zielgruppen 
erreichen zu können. 
 
• Wöchentliche Durchführung von Sprechstunden und Hausbesuchen nicht nur zur 
Hilfe in bereits entstandenen Problemfällen sondern auch zur Vermeidung von 
Schuldenproblematiken (Präventivansatz). 
 
 Wiedergabe bisheriger Erfahrungen im Projekt: 
 
 Erfolge:  
• Einzelberatungen und Sprechstunden werden sehr gut angenommen (Präventiv-
ansatz).  
• Präventive Veranstaltungen werden von den Anwesenden ebenfalls gut ange-
nommen und führten zu Folgeberatungen; weitere Themengebiete für Folgever-
anstaltungen wurden angeregt und sind in Vorbereitung.  
• Hausbesuche werden vermehrt angefragt und eröffnen zusätzliche Zugangs- und 
Beratungsmöglichkeiten und Hilfestellung für Betroffene.  
• Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern gestaltet sich sehr konstruktiv.  
• Zusammenarbeit mit externem Beratungsunternehmen hat zur verbesserten 
Strukturierung der Zielsystematik beigetragen. 
 
 Probleme:

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 31 
• Erreichen verschiedener für die präventive Arbeit relevanter Zielgruppen gestaltet 
sich komplizierter als erwartet (z. B. Jugendliche, Schulen).  
• Vereinzelt aggressives Verhalten der Betroffenen in Krisensituationen und Bera-
tungsgesprächen.  
• Entstandene Schuldenproblematik als Ergebnis aus kriminellen Handlungen; dies 
erschwert die Beratungssituation.  
• Kulturelle Unterschiede bei entsprechenden ethnischen Zielgruppen.   
• Individuelle Verschuldung als Tabuthema erschwert präventive Arbeit im Rahmen 
öffentlicher Veranstaltungen.  
• Sprach- und Verständigungsprobleme (z.B. Veranstaltungen mit 15 Teilnehmern 
aus 9 verschiedenen Ländern).  
 
 Ausblick:  
• Erreichen der gesetzten Ziele für Berichtszeitraum  2007 ist wahrscheinlich.   
• Überwinden von Sprachproblematiken durch Einbeziehung von geeigneten und 
vertrauenswürdigen Mitbewohnern aus dem Viertel.  
• Wiederholte Kontaktaufnahme zu Grund- und Hauptschulen zur Platzierung prä-
ventiver Veranstaltungen im Unterrichtsplan.  
 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 14.010 € bis zu 24.000 € 24.000 € 24.000 € 86.010 €
Stadt 7.005 € bis zu 12.000 € 12.000 € 12.000 € 43.005 €
Maßnahmeträger 2.335 €     bis zu   4.000 
€ 
4.000 € 4.000 € 14.335 €
Summen 23.350 € bis zu 40.000 € 40.000 € 40.000 € 143.350 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 23.350 € in 2007 für das Projekt freigegeben. 
 
  
 Projekt 6.02 Lebenswelten kennenlernen, Soziokultur
 
 
 Projektträger: Atrium e.V. 
 
 Träger des Projektes ist der Internationale Kulturverein Atrium e.V. Im Berichtszeitraum 
bis Ende März 2008 wurden insgesamt 25 Veranstaltungen durchgeführt, der überwie-
gende Teil davon im Kulturzentrum ATRIUM. Sieben der Veranstaltungen wurden da-
bei aus dem Förderprogramm Soziale Stadt mitfinanziert. Sechs der Veranstaltungen 
wurden als Kooperationsveranstaltungen mit anderen Trägern, zum Beispiel Früz e.V.,  
Begegnungszentrum Sprickmannstraße.V., Parea e.V., Internationaler Kreis durchge-
führt. An weiteren Veranstaltungen haben Gesprächspartner z.B. aus den Kirchenge-
meinden, dem interreligiösen Arbeitskreis, der Verwaltung der Stadt Münster, aus örtli-
chen Schulen u.a. teilgenommen.  
 
 Die Organisation war für den erst im Dezember 2006 neu gegründeten Verein ein e-
normer Kraftakt.  Dies umso mehr, da der Vereinsvorstand mit der Pächtersuche für 
die Gastronomie noch bis September 2007 stark eingebunden war und derzeit – auf-
grund erneuter Suche für Mitte 2008 – die Konzentration auf die inhaltliche Arbeit er-
neut behindert ist. In der Veranstaltungsplanung konnte sich der Verein aber auf die 
Erfahrungen aus der bisherigen Kulturarbeit im  Atrium sowie die Mitwirkung von Per-

32                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
sonen z. B. aus dem internationalen Kreis stützen, so das die Startphase mit ersten 
Veranstaltungen dennoch ohne jegliche Verzögerungen Mitte 2007 begonnen werden 
konnte. 
 
Mit dem Halbjahresprogramm 01-06 2008 wurden 5 Veranstaltungsreihen systemati-
siert und fortgeführt (Information + Dialog; Konzerte + Auftritte; Aktivitäten zu Festta-
gen; DIA – Abende; Ausstellungen)  und 6 weitere begonnen (Partys; Filme zur Bil-
dung; Kids spezial; Lesungen; Ausflüge; Turniere). Als bisher erfolglos sind von den 
letzteren lediglich die Reihen „Party“ sowie „Turniere“ aufgrund sehr geringer Teilneh-
merInnenzahl anzusehen. Auf besonders großes Interesse stießen Veranstaltungen 
mit Themen des interkulturellen bzw. interreligiösen Dialogs sowie die  Konzerte / Auf-
tritte als niedrigschwellige Konsum- + Kennenlern -Veranstaltungen.  
 
Die Gesamtzahl der Teilnehmenden betrug 591 Personen; davon ein Anteil von 66 % 
aus dem Soziale – Stadt – Gebiet (Schleife), 28 % aus dem Stadtteil Kinderhaus sowie 
6 % aus dem weiteren Stadtgebiet. Die Anzahl der Personen mit Migrationshintergrund 
lag bei 43 %; rechnet man die Zahl der Einheimischen mit Sinti / Roma – Hintergrund 
ein bei rd. 50 %. 52 % der Teilnehmenden waren Frauen, wobei der Anteil der Frauen 
bei den Personen mit Migrationshintergrund mit rd. 65 % höher war. Besonders hoch 
war der Anteil von MigrantInnen mit ursprünglicher Herkunft aus der Türkei bzw. den 
Mittelmeerländern und dem nahen Osten (Libanon, Irak, Iran...), der Anteil von Russ-
landdeutschen – bezogen auf den hohen Anteil an MieterInnen im Gebiet – jedoch ex-
trem niedrig. Der Anteil der Teilnehmenden mit Transfereinkommen liegt (geschätzt) 
bei 45 bis 50 %. 
 
 Der inzwischen hohe Bekanntheitsgrad des Atrium spiegelt sich bisher nur teilweise in 
der Teilnahme an Veranstaltungen wieder. Nach wie vor ist die Hemmschwelle bei Vie-
len hoch. Reaktionen wie: „Dürfen wir denn daran auch teilnehmen?“; „Ist das denn ei-
ne öffentliche Veranstaltung?“ zeigen dies. Der Grad der Direktansprache – auch ver-
mittelt über in anderen Zusammenhängen in der Schleife Aktive – muss daher erhöht 
werden. Das Konzept der Verbindung von Bewirtung und Kulturveranstaltungen an ei-
nem Ort findet sich bestätigt – denn häufiger wurden Gastronomie - Gäste so auch di-
rekt auf Veranstaltungen aufmerksam und haben (tlw. nach Direktansprache) interes-
siert an Kulturveranstaltungen teilgenommen. TeilnehmerInnen von außerhalb der 
Schleife rekrutieren sich bisher überwiegend aus dem Umfeld / Bekanntenkreis von in 
Kinderhaus und Schleife aktiven Gruppen / Personen bzw. dem Umfeld z. B. der Kir-
chengemeinden oder der Politik. Das „normale Publikum“ geht bisher kaum „in die 
Schleife“.  
 
Trotz dieser Einschränkungen ist die Gesa mtteilnehmerinnenzahl in den ausgewerte-
ten neun Programmmonaten mit rd. 600 Personen überraschend hoch. Auch wenn die 
in der Statistik enthaltenen Personen, die mehrfach oder relativ regelmäßig teilgenom-
men haben (ca. 36 %) die Mehrfachteilnahmen abgerechnet werden, so sind doch über 
rd. 450 verschiedene Personen erreicht worden. Im Grundsatz entspricht auch die 2/3 
(Schleife)– 1/3  (Kinderhaus) – Mischung dem Anliegen des Vereins nicht nur ein An-
gebot in der Schleife zu machen, sondern auch darüber hinaus integrativ zu wirken. 
Dies gilt ebenso für die rd. 50/50 Mischung aus Teilnehmerinnen mit Migrationshin-
tergrund (ohne Sinti/Roma 43 %) und solchen ohne. 
 
Bei den Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund ist allerdings auffallend, das hier 
der Anteil der Personen türkischer / orientalischer / islamischer Herkunft weit über-
durchschnittlich ist. Dies ist wohl auch nur teilweise auf die bisherigen Themenstellun-
gen sowie Zusammensetzung der Aktiven zurückzuführen.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 33 
 Insbesondere der Anteil der Migranten aus der ehemaligen UDSSR scheint noch 
schwerer als andere Gruppen zu einer aktiven Teilnahme oder gar Eigeninitiative /-
aktivität zu bewegen. Auch der steigende Anteil dieser Gruppe an der Bewohnerschaft 
wirkt sich insoweit erschwerend aus. Durch auf diesen Personenkreis gezieltere The-
menstellungen soll hier in der zukünftigen Kulturarbeit gegen gesteuert werden. Zu be-
achten ist auch die weitere Nutzung der Räume des Kulturzentrums Atrium und der 
Gastronomie durch Gruppen im Rahmen von Aktivitäten Dritter, beruht diese doch in 
hohem Maße auf Initiativen und Kontakten von im Kulturverein und anderen Vereinen / 
Organisationen aktiven Personen.  
 
 Neben der Vorbereitung der Durchführung der bereits für April, Mai und Juni geplanten 
Veranstaltungen steht zurzeit die Planung des zweiten Halbjahres 2008 im Mittelpunkt 
der Arbeit. Dies wird allerdings dadurch erschwert, da aufgrund der Kündigung des 
derzeitigen Pächters die wirtschaftliche Basis ab Mitte 2008 noch nicht gesichert ist.   
 
 Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 1.350 € bis zu 1.350 € 1.350 € 1.350 € 5.400 €
Stadt 675 € bis zu    675 € 675 € 675 € 2.700 €
Maßnahmeträger 225 € bis zu    225 € 225 € 225 € 900 €
Summen 2.250 € bis zu 2.250 € 2.250 € 2.250 € 9.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 2.250 € in 2007 für das Projekt freigegeben. 
 
 
 6.03 MigrantInnenbeteiligung/  BürgerInnenbeteiligung
    
 
 Projektträger: Begegnungszentrum Sprickmannstrasse e.V. 
 
 Träger des Projektes 4.02 Integrationsarbeit vor Ort und des Projektes 6.03 Bürgerbe-
teiligung ist das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V.  
 Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. hat im September mit der Umset-
zung der Projekte begonnen.  
 In der Beratungswohnung Killingstraße 15 wurde eine Anlauf-, Beratungs- und Koordi-
nationsstelle für Menschen unterschiedlicher kultureller/nationaler Zugehörigkeit einge-
richtet. Durch Aushänge in Häusern, Briefkasteneinwurf, Infostand und eine Informati-
onsveranstaltung wurden die Bewohner der Schleife auf das neue Angebot aufmerk-
sam gemacht.  
 
 Nach kurzer Anlaufphase und durch schnelle Mundpropaganda wurde das Angebot der 
offenen Sprechstunden gerne angenommen. Besonders positive Resonanz bekamen 
die Sprechstunden von den älteren Migranten und Migrantinnen, da das Angebot vor 
Ort wohl schon sehnsüchtig erwartet worden war und ältere Menschen entweder nicht 
sehr mobil sind oder nicht gerne in Büros gehen, wo man Sie vielleicht sprachlich nicht 
versteht, oder sie selber nicht genügend Deutsch sprechen, um die Amtssprache zu 
verstehen und schämen sich mehr, als die jüngeren Leute. Der Bedarf an Beratung war 
so groß, dass ich sehr viele Termine noch außerhalb der Sprechstunden, nach telefoni-
scher Vereinbarung, vereinbaren musste.  
 
 In der Anfangsphase des Projektes habe ich alle, sich im Begegnungszentrum Sprick-
mannstraße e. V treffenden, Gruppen besucht, um zu erfahren, welche Themen für sie

34                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
interessant wären und welche Angebote wir noch ins Leben rufen sollen. Im Dezember 
wurde von mir jeden Mittwoch für Frauen ein Bastelkurs zum Thema: Adventskalender 
selber gestalten und Kindern Freude machen, angeboten. Durch das niederschwellige 
Angebot hat sich eine Frauengruppe gebildet, die sich jeden Mittwoch in der Bera-
tungswohnung trifft, selber die Themen für nächste Treffen erarbeitet und mit unserer 
Unterstützung durchführt.  
 
 Es ist immer noch sehr schwer einige Bevölkerungsgruppen, insbesondere die Gruppe 
von Spätaussiedlern zur Selbstorganisation zu motivieren. Sie nehmen die Sprech-
stunden gerne an, aber sobald sie selber tätig werden müssen, flüchten sie in ihre all-
tägliche Probleme: schlechte Wohnsituation, mangelnde Sprachkenntnisse, Geldsor-
gen usw. Aber Anfänge sind gemacht. 
 
 Leider ist es uns nicht gelungen, wegen der Kürze der Zeit an den Vorbereitungen und 
der Durchführung des Bewohnerfestes im Dezember 2007 aktiv teilzunehmen,   
 
 Die oben genannte Gruppe, die hauptsächlich sich aus Spätaussiedlerinnen zusam-
mensetzt, und Frauengruppen des Begegnungszentrums haben zusammen mit mir 
und meiner Kollegin Frau Berner das Fest zum  internationalen Frauentag 08.03.2008 
vorbereitet. Das Fest fand sehr positive Resonanz bei den Frauen, war gut besucht 
und hatte großen Erfolg.  
 Zurzeit arbeitet das Begegnungszentrum intensiv im Projekt des Institutes für Ethnolo-
gie „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ Thema:Interkulturelle Begeg-
nungen (Interkulturelle Streitschlichter) mit. 
 
 Besonderer Wert wird auf gute Vernetzung und gute Zusammenarbeit zwischen unter-
schiedlichen Träger, Vereinen und Organisationen gelegt. So werden/wurden gemein-
sam mit Internationalen Kulturverein ATRIUM e.V. verschiedene thematische Abende 
und Ausflüge geplant und durchgeführt. Gut besucht war auch die vom Begegnungs-
zentrum und dem Heimatmuseum durchgeführte Ausstellung „Volk auf dem Weg“ über 
die Geschichte von Russlanddeutschen.  
 
 Während der Zeit von September bis März wurde intensiv mit dem Familienzentrum 
KITA Killingstr. gearbeitet und ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Durch diese 
Kooperation eröffnen sich dem Begegnungszentrum noch mehr Möglichkeiten ver-
schiedene Angebote den Bewohnern anzubieten. Zur Zeit läuft in der KITA ein Kurs 
zum Thema „Gesundheitsprophylaxe  für Frauen“, weitere Angebote sind in Vorberei-
tung. 
 
 Herr Keles war als Honorarkraft im Begegnungszentrum für den Bereich „Aufbau eines 
türkisch.-deutschen Netzwerkes“ tätig. Seit Januar 2008 ist er Integrationsberater und 
somit als zweiter Mitarbeiter im Projekt aktiv. Er ist vor allem für die Beratung und Be-
gleitung türkisch sprechender Klienten zuständig. 
 
 Abschließend lässt sich bemerken, dass in den sieben Monaten viel erarbeitet und 
erreicht worden ist.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 35 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben  
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 1.200 € bis zu 2.400 € 2.400 € 1.200 € 7.200 €
Stadt 600 € bis zu 1.200 € 1.200 € 600 € 3.600 €
Maßnahmeträger 200 € bis zu     400 € 400 €       200 € 1.200 €
Summen 2.000 € bis zu 4.000 € 4.000 € 3.060 € 12.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 2.760 € in 2007 für das Projekt freige-
geben. Über den geringeren Mittelbedarf in 2007 wurde der Beirat am 27.11.2007 un-
terrichtet; zugleich hat der Beirat die Mittel auf die Folgejahre einschl. der in 2007 in-
soweit nicht benötigten Mittel wie oben ausgewiesen neu verteilt. 
 
 
 6.04 Jungenprojekt: Sport gegen Gewalt
 
 
 Projektträger: Jugendsalon Sprickmannplatz 
 
 Start für das Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt war Juli 2007. Unter Einsatz von zwei 
Multiplikatoren ( W. Sondermann / ehemaliger Anwohner und A. Diallo / AWO Jugend-
werk )  die als Leiter der Sportgruppe eingesetzt sind, wird regelmässig Samstag ( 
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr ) in der Turnhalle der Waldschule in Münster – Kinderhaus 
Fussball gespielt. 
 
 Die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sind 16 Jahre bis 24 Jahre alt. Die Teil-
nehmerzahl an den Veranstaltungstagen schwank t zwischen 5 bis 20 Teilnehmern. Im 
Mittel kommen regelmässig 10 Teilnehmer.  
 
 Bei schlechten Witterungsverhältnissen im Winter ( Nov./Dez. 2007 ) gab es jedoch 
auch Veranstaltungstage an denen bis zu 25 Teilnehmer die Sporthalle aufsuchten. 
Aufgrund der zu geringen Hallengrösse kam es immer wieder vor, dass Jugendliche 
weggeschickt werden mussten. 
 
 Bis Ende 2007 betrug der Anteil Jugoslawischer Teilnehmer ca. 80 %, womit das ur-
sprüngliche Ziel einer multikulturellen Sportgruppe zu diesem Zeitpunkt noch nicht er-
reicht wurde. Seit Anfang 2008  nahm die Zahl der Jugoslawischen Teilnehmer stetig 
ab, und der Anteil Türkischer, Arabischer und Somalischer Teilnehmer wuchs wieder-
um an. 
 
 Aus dieser Ausgangssituation heraus, soll langfristig versucht werden eine feste Fuss-
ballmannschaft zu formieren, in denen mög lichst viele unterschiedliche Nationalitäten 
über den Sport zusammenfinden. 
 Dieses Ziel ist uns bisher nur Ansatzweise gelungen, aber wir sind hier recht zuver-
sichtlich dies langfristig zu erreichen. 
 
 Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel die Anbindung der Jugendlichen an einen der In 
Münster – Kinderhaus ansässigen Sportvereine. Denn nur eine Vernetzung der Ju-
gendfreizeit- und Präventionsarbeit in enger Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, 
kann eine ganzheitliche  und effektive Betreuung der Jugendlichen auf längere Sicht 
gewährleisten.

36                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
Finanzen: 
 
Kosten Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund  210 €  bis zu    750 € 750 € 210 € 1.710 €
Stadt 105 €  bis zu    375 € 375 € 105 € 960 €
Maßnahmeträger 35 € bis zu    125 € 125 € 35 € 320 €
Summen 350 € bis zu 1.250 € 1.250 € 350 € 3.200 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 350 € in 2007 für das Projekt freigege-
ben. 
 
 
 6.05 Integrative Jugend-/ Sozialarbeit
 
 Projektträger: Arbeitskreis Jugend-Kinderhaus 
 
 Im Rahmen der Entwicklung von Projekt 6.05 ergab sich ein größerer Vorbereitungs-
aufwand. Zusammen mit dem Arbeitskreis Jugend Kinderhaus wurden in 2007 Förder-
richtlinien erarbeitet, die eine passgenaue Verwendung der finanziellen Mittel ermögli-
chen sollen. Die Startphase des Projektes verschob sich dadurch auf das letzte Quartal 
2007. Die gestellten Anträge in Höhe von 711,00 € wurden vor allem im Förderbereich 
II: Freizeit, Kultur, Erlebnislernen und im Förderbereich IV: Sport, Bewegungslernen 
gestellt. Die Förderbereiche I: Bildung, Soziales Lernen und Förderbereich III: Kunst, 
Musik, Kreatives Lernen wurden in der Startphase noch nicht angefragt. 
 Nach den Förderrichtlinien antragsberechtigt sind: 
      ■ Freie Träger, Einrichtungen, die im Stadtteil Kinderhaus in der Jugendhilfe in          
der  Stadtzelle „Kinderhaus Nordwestschleife“ tätig sind. 
      ■ Öffentliche Träger der Jugendhilfe im Sinne des SGB VIII, die in der Stadtzelle  
         “Kinderhaus Nordwestschleife“ tätig sind. 
      ■ Schulen. 
 
 Über eine Förderung entscheidet in jedem Einzelfall das Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien; sie umfasst  
ƒ eine förderungs- und antragsbezogene Beratung und Information, 
ƒ finanzielle Hilfen in Form von Zuschüssen. 
 
 Im Rahmen einer finanziellen Förderung können auf Antrag Entgelte bezuschusst wer-
den, die die Teilnahme von Jugendlichen im Al ter zwischen 12 und 18 Jahren an wich-
tigen integrativen Projekten ermöglicht, die von Freien Trägern, Einrichtungen, Verei-
nen und öffentlichen Trägern und Schulen in Kinderhaus angeboten werden. Weitere 
Voraussetzungen sind, dass die angesprochenen Jugendlichen wegen zu geringen 
Einkommens ihrer Familie die Kosten nicht selbst übernehmen können und im Wohn-
gebiet Brüningheide oder in einem unmittelbar angrenzenden Wohnbereich wohnen. 
Die thematischen Bereiche der betreffenden Projekte sind nicht festgeschrieben. Pro 
Jahr können Begünstigte bis zu 150 € pro Jahr erhalten, in begründeten Ausnahmefäl-
len mehr. Über die Vergabe entscheidet die Projektleitung in Absprache mit dem/der       
Handlungsfeldbeauftragten.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 37 
Finanzen: 
 
Kosten Ausgaben  
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 4.125 € bis zu 10.395 € 10.065 € 8.415 € 33.000 €
Stadt 2.750 €     bis zu   6.930 € 6.710 € 5.610 € 22.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0  €0  €0  €  0 €
Summen     6.875 € bis zu 17.325 € 16.775 € 14.025 € 55.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 6.875 € in 2007 für das Projekt freige-
geben. 
 
 
Projekt 6.06 Mobile Jugend-/ Sozialarbeit 
 
Projektträger : Kinder- und Jugendzentrum WUDDI des Amtes für Kinder, Jugendliche 
und Familien der Stadt Münster 
  
 Startphase 
 
ƒ Personalsuche zu Oktober 2007 
ƒ zusätzliche Unterstützung durch FSJ 
ƒ Materialbeschaffung 
ƒ Gespräch mit der Projektmitarbeiterin vom Indro e.V. 
ƒ Gespräch mit dem Mitarbeiter vom Jugendsalon  
ƒ Personalsuche zu Januar 2008 
ƒ ab Februar 2008 zusätzliche Unterstützung durch Arbeitsstunden nach § 16 Abs. 3 
SGB II 
ƒ Personalaufstockung ermöglicht Stadtteilbegehungen während der Wohnwagenzeit 
ƒ ab Januar/ Februar 2008 Start der aufsuchenden Arbeit in Ergänzung zur Arbeit im 
Wohnwagen am Spielplatz Killingstraße. Ziel: Mögliche Orte ausfindig machen, an 
denen sich Jugendliche aufhalten, Stadtteilerkundung 
 
 Beschreibung der Aktivitäten / der konkreten Arbeit  
 
ƒ Präsenz zeigen 
ƒ Bekanntmachen der Mitarbeiter 
ƒ Bekanntmachen des Wohnwagens 
ƒ verlässliche und bedarfsgerechte Zeiten austesten 
ƒ niedrigschwelliges Beratungsangebot 
ƒ informeller Austausch (Kontaktphase) 
ƒ Beziehungsarbeit (Aufbau verlässlicher Kontakte) 
ƒ Themen und Interessen der Jugendlichen kennenlernen (Lebensweltorientierung) 
ƒ Positionieren (Jugendliche sollen merken, dass die Mitarbeiter sie nicht vordergrün-
dig kontrollieren wollen.) 
ƒ Hilfestellung geben (Hauptthemen: Schulden bzw. Handyverträge sowie Bewer-
bungshilfen) 
ƒ Absprachen treffen und einhalten 
ƒ Erhebung der Besucherzahlen

38                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
  Wiedergabe der bisherigen Erfahrungen im Projekt (Problem-/Themenschwerpunkte, 
Kommunikation, Erfolge/Misserfolge) 
 
 Problem-/Themenschwerpunkte:  
 
ƒ Vandalismus im Stadtteil 
ƒ Kontaktarbeit der neuen Mitarbeiter 
ƒ Standortanalyse 
ƒ Präventive Arbeit (Problemlagen im Stadtteil und bei den Jugendlichen frühzeitig er-
kennen und wenn möglich intervenieren) 
ƒ Aufklärungsarbeit (in Bezug auf Drogen und Alkohol) 
ƒ Perspektivlosigkeit entgegenwirken durch Aufdecken neuer Handlungswege und 
Möglichkeiten 
▪ Kinder/ Jugendliche, die über 12 Jahre alt sind, erscheinen häufig in Begleitung ihrer  
     jüngeren Geschwister 
▪ Themenschwerpunkte bei Kindern
: Möglichkeit geben die Freizeit zu gestalten, 
 ins Gespräch kommen 
Kommunikation: 
  hinsichtlich Multiplikatoren  
  Austausch mit den Mitarbeitern vom Jugendsalon/ vom Indro e.V. 
  Informationen in Stadtteilarbeitskreisen   
 
  hinsichtlich Zielgruppe
 
  Durch die ergänzende aufsuchende Arbeit trägt die Werbung für das Angebot erste 
Erfolge. 
Kritikpunkte: 
Erreichung der jugendlichen Zielgruppe zunächst schleppend – da viele Kinder am 
Standort des Wohnwagens sind und diese die älteren Jugendlichen eher zu distanzie-
rendem Verhalten verleiten. 
 
  Ausblick: 
ƒ Es ist über ergänzende bedarfsorientierte Standorte nachzudenken, um die anvisierte 
Zielgruppe besser zu erreichen. 
ƒ Die Angebotszeiten müssen gerade in der Sommerzeit nach hinten verschoben wer-
den. 
ƒ Ein Wohnwagenschild soll angefertigt werden. 
ƒ Evtl. ist über ein zusätzliches Angebot nur für Kinder nachzudenken, damit man die 
beiden Zielgruppen besser auseinander halten kann.  
 
Finanzen: 
 
Projektelemente werden im Rahmen des Impulsprojektes 6.05 aufgegriffen, sodass für 
dieses Projekt gesonderte Kosten nicht veranschlagt sind. 
 
 
6.07 Sport und Bewegung
 
 
Projektträger: Fachstelle Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fa-
milien der Stadt Münster 
 
Im Projekt 6.07 ergab sich in 2007 ein höherer Entwicklungs- und Vorbereitungsauf-
wand. Dieser ergab sich vor allem durch die angestrebte Zusammenarbeit mit dem in 
Kinderhaus ansässigen Sportverein „SC Westfalia Kinderhaus“ um eine nachhaltige 
Entwicklung des Projektziels „Bewegungsförderung“ zu garantieren. Die Eckpunkte

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 39 
dieser Zusammenarbeit: Tag des Sports, Reduzierung von Mitgliedsbeiträgen, Sport-
geräteverleih, Übungsleiterschulung für schwierige Zielgruppen, Aktion: „ein Tag mit 
dem DFB Mobil“ und Fussballcamp für Jungen und Mädchen, werden erst in 2008 das 
Projekt beleben. 
 
Auch eine Zusammenarbeit mit der in Kinder haus ansässigen Kletterhalle „High Hill“ 
konnte vereinbart werden. Hier wurde vereinbart, dass eine Gruppe mit 4-6 Teilnehme-
rinnen einer Einrichtung im Stadtteil bzw. mit Teilnehmern aus der „Schleife“ einen 
sechs-wöchigen .  Kletterkurs buchen kann. Ein Übungsleiter wird der Gruppe während 
der 1 ½  Std. gestellt. Ein Betreuer muß die Gruppe begleiten. Für die Zielgruppe wur-
den drei Altersgruppen vereinbart: Kinder (6 – 9 Jahre), Kinder (10 – 12 Jahre), Ju-
gendliche (13 – 15 Jahre). 
 
Mit den oben beschriebenen Angeboten soll die Bewegungsförderung bzw. das Inte-
resse für  Sportangebote bzw. sportliche Aktionen die Zielgruppe „Kinder und Jugendli-
che im Alter von 6-25 Jahren aus der Schleife“ erreichen und mit den Kooperations-
partnern SC Westfalia Kinderhaus und der Kletterhalle „High Hill“ den Spass am Sport 
und der Bewegung fördern. 
 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
 2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 2.070 € bis zu 1.890 € 2.745 € 2.295 € 9.000 €
Stadt 1.380 € bis zu 1.260 € 1.830 € 1.530 € 6.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 3.450 € bis zu 3.150 € 4.575 € 3.825 € 15.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 3.450 € in 2007 für das Projekt freige-
geben. 
 
      
Projekt 6.08 Drogenprävention 
Projektträger und Kooperationspartner: Träger des Projekts 6.08 ist der Drogenhilfe-
verein INDRO e.V. Kooperationspartner sind vor allem der Jugendsalon Sprick-
mannnstrasse und das Begegnungszentrum.  
 
Startphase 
Das Projekt hat zum 01.07.2007 seine Arbeit aufgenommen. Die Honorarstelle konnte 
mit einer, in der Arbeit mit Drogenkonsumenten erfahrenen, Diplom-Pädagogin und 
Suchtberaterin besetzt werden. 
Um die Kooperationsmöglichkeiten mit Einrichtungen im Stadtteil zu erschließen, ha-
ben die zuständige Mitarbeiterin und die Projektleiterin die Angebote in sozialen Ein-
richtungen, Kulturvereinen und Gruppen vorgestellt. 
Die aufsuchende Arbeitet gestaltete sich zunächst schwierig, da nur bedingt Kontakt zu 
Jugendlichen geknüpft werden konnte. Durch kontinuierliche Präsenz der neuen Mitar-
beiterin und der  Bekanntmachung des Angebots konnten jedoch inzwischen Kontakte 
zu Cliquen geknüpft werden. 
Das Konzept der Aktionstage wurde als Konsequenz aus den Praxiserfahrungen im 
ersten Halbjahr leicht modifiziert.

40                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
Beschreibung der Aktivitäten / der konkreten Arbeit 
Die konkrete Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche: zum einen in die aufsuchende Arbeit 
und  die Beratungssprechstunde in der Nord-West-Schleife, zum anderen werden jähr-
lich 3 Aktionstage zum Thema Sucht durchgeführt. 
Die aufsuchende Arbeit wird 1-2 Stunden pro Woche durchgeführt, gelegentlich auch 
zusammen mit den Mitarbeitern des Wohnwagenprojekts. Dabei werden vor allem Cli-
quen angesprochen, die durch Alkohol- bzw. Drogenkonsum auffallen. In Gesprächen 
wird auf bestehende Beratungs- und Hilfeangebote verwiesen, auf Wunsch werden 
auch Informationsmaterialien verteilt und ein individueller Beratungstermin vereinbart. 
Die wöchentlich im Jugendsalon stattfindende Sprechstunde ist gezielt für Cannabis-
konsumenten eingeführt worden, da sich die Fachkräfte vor Ort einig darüber sind, 
dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht. Bei Bedarf erfolgt eine Vermittlung 
zur städtischen Drogenberatung und zur LWL-Klinik Münster. 
Die Aktionstage, die in 2007 und 2008 statt fanden, hatten jeweils unterschiedliche 
thematische Schwerpunkte: ein Tag behandelte das Thema Alkohol, ein Aktionstag 
thematisierte vor allem Ängste und Fragen von Eltern und Anwohnern und ein Aktions-
tag informierte alle Altersgruppen gezielt über illegale Drogen. 
 
Wiedergabe der bisherigen Erfahrungen im Projekt (Problem-/Themenschwerpunkte, 
Kommunikation, Erfolge/Misserfolge) 
Wie bereits erwähnt, gestaltete sich die aufsuchende Arbeit zunächst schwierig. Durch 
kontinuierliche Präsenz der Mitarbeiterin und zahlreichen Aushängen in Geschäften 
und den Hochhäusern in der Nord-West-Schleife ist das Angebot inzwischen bekannt 
geworden.  Auch das Konzept der Aktionstage musste leicht modifiziert werden, da das 
erste halbe Jahr Aufklärung darüber brachte, dass eine der  Zielgruppen (Jugendliche 
zwischen 16 und 24 Jahren) nur zu erreichen ist, wenn der Aktionstag in ein bestehen-
des Angebot eingebettet wird. Aus diesem Grund finden die Aktionstage zukünftig im-
mer in Kooperation mit einer anderen Veranstaltung (z.B. Sommerfest BGZ, Angebot 
im Rahmen des Ferienprogramms) statt. 
Die Cannabissprechstunde wird zurzeit von einigen jugendlichen Konsumenten be-
sucht. 
Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Einrichtungen in Kinderhaus funktioniert 
gut. Bestehende Kontakte können sinnvoll genutzt werden, andere Kontakte haben 
sich vor allem durch die Projektleitertreffen intensiviert. 
 
Ausblick  
Das bestehende Konzept aus aufsuchender Arbeit, regelmäßiger Sprechstunde und 
Aktionstagen scheint sinnvoll und soll auch in 2008 durchgeführt werden.  
 
Finanzen: 
 
Kosten Ausgaben 
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 1.200 € bis zu 1.920 € 1.800 € 960 € 5.880 €
Stadt 600 €  bis zu   960 € 900 € 480 € 2.940 €
Maßnahmeträger 200 €  bis zu   320 € 300 € 160 € 980 €
Summen 2.000 € bis zu 3.200 € 3.000 € 1.440 € 9.800 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 2.253 € in 2007 für das Projekt freige-
geben. Über den geringeren Mittelbedarf in 2007 wurde der Beirat am 27.11.2007 un-
terrichtet; zugleich hat der Beirat die Mittel auf die Folgejahre einschl. der in 2007 in-
soweit nicht benötigten Mittel wie oben ausgewiesen neu verteilt.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 41 
 
2.5 Handlungsfeld 7:  Quartiersmanagement 
 
Team des Quartiermanagements: Adelgund Schmitz (Sahle-Wohnen), Fatma Özde-
mir (Erzieherin in der Städtischen Kindertagesstätte Killingstraße), Hans Tillack (Be-
zirksleiter im Kommunalen Sozialdienst Nord), Jochen Temme (Leiter der Bezirksver-
waltung Münster-Nord). 
2.5.1 Ausgangslage 
 
 Im Programmzusammenhang Soziale Stadt wird unter Quartiersmanagement ein loka-
ler Handlungsansatz verstanden, der eine ganzheitliche Verbesserung und Stabilisie-
rung der Lebensbedingungen im Wohngebiet anstrebt, einerseits mittels Ressourcen-
bündelung im Rahmen dieses Programms, andererseits durch Organisation und Akti-
vierung der Potentiale im Stadtteil; abgesehen von dieser funktionalen Begriffsdimen-
sion bezeichnet Quartiersmanagement in organisatorischer Hinsicht eine Instanz, die 
als Bindeglied zwischen der Lebenswelt im Stadtteil, Politik, Verwaltung, Institutionen 
und Unternehmen die Gebietsmoderation vor Ort wahrnimmt.  
 
 Im Zuge des dem Rat mit Vorlage V/0927/2006 vorgelegten, insbesondere angesichts 
des gegenüber dem Antrag vom 27.05.2004 geänderten Finanzrahmens, modifizierten 
Handlungskonzepts hatte die Verwaltung empfohlen, den für dieses Handlungsfeld 
vorgesehenen Ansatz „Managementkosten“ von 100.000 € auf 25.000 € zu reduzieren. 
Mit dieser Kürzung unmittelbar verbunden war zugleich das Erfordernis, gegenüber 
klassischen Arrangements von Quartier smanagement, in deren Rahmen in der Regel 
eine oder mehrere Quartiersmanager/innen hauptamtlich tätig werden, eine konzeptio-
nelle Alternative zu entwickeln. Daraus entstand das Modell eines Teams, deren Mit-
glieder aktuellen beruflichen Bezug zum Wohngebiet haben und die Aufgaben des 
Quartiersmanagements arbeitsteilig und unbezahlt wahrnehmen.  
2.5.2 Überblick über das Handlungsfeld 
 
Für das Quartiersmanagement/für die Gebietsmoderation stehen drei Zielrichtungen im 
Mittelpunkt:  
1.    Einbeziehung der Bewohnerschaft in das Projekt Soziale Stadt fördern , 
2. Vernetzung und Zusammenarbeit der einzelnen Handlungsfelder stärken, 
3. durch eigene kleine Aktionen und Veranstaltungen das Projekt Soziale Stadt 
immer wieder in die Bewohnerschaft und Öffentlichkeit  bringen.  
2.5.3 Startphase 
 
Seit April 2007 trifft sich das Team der Gebietsmoderation regelmäßig 14-tägig, in der 
Regel zusammen mit der Programmkoordination. Schwerpunkt der ersten Phase war, 
das Projekt und das Team der Gebietsmoderation im Wohnquartier und bei den Ko-
operationspartnern bekannt zu machen. Hierzu wurden folgende Maßnahmen ergriffen: 
 
- Erstellung und Ausstattung von fünf Informationsschaukästen, die im Wohnquartier 
prominent platziert sind und Auskünfte über einzelne Projekte in der Sozialen Stadt 
geben. Die Gebietsmoderation trägt Sorge, dass die Informationen in den Schau-
kästen immer aktuell sind. 
- Durch begleitende Pressearbeit und einen Informationsflyer wurden die Gebiets-
moderatoren vorgestellt.  
- Vorbereitungen für einen Internetauftritt des Projektes Soziale Stadt sind getroffen; 
die Realisierung ergibt sich in den nächsten Monaten.

42                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
- Zu den Projektpartnern wurden Kontakte durch Teilnahme an Handlungsfeldkonfe-
renzen, Einzelkontakte, Projektbesuche gehalten. Im Team der Gebietsmoderation 
gibt es eine interne Arbeitsteilung, wer Ansprechpartner für welches Projekt bzw. 
Handlungsfeld ist. 
- Wichtigen Kooperationspartnern im Quartier (z. B. Schulen und Kindertagesstätten) 
wurden das Projekt Soziale Stadt noch einmal vorgestellt und die Gebietsmoderati-
on mit ihren Funktionen bekannt gemacht. 
- Für alle Interessierten wurde eine wöchentliche Sprechstunde der Gebietsmodera-
tion mitten im Wohnquartier am Sprickmannplatz angeboten. Hier steht ein Raum 
der Firma Sahle-Wohnen zur Verfügung. Diese Sprechstunde wird jedoch wenig 
frequentiert, dass es aus Ressourcengründen sinnvoll ist, sie weiter fortzuführen. 
- Um den Kontakt zur Bürgerschaft immer wieder zu intensivieren, wurde an Stelle 
der Sprechstunde beschlossen, die Soziale Stadt mit ihren Projekten zu aktuellen 
Anlässen im Wohnquartier immer wieder vorzustellen. Hierzu wurde ein auffälliges 
Bäckerfahrrad beschafft, das zukünftig als Erkennungsmerkmal des Projektes, 
speziell der Gebietsmoderation, dienen soll. In Form eines Veranstaltungskalen-
ders wurden Orte und Termine festgelegt, wo einzelne Mitglieder der Gebietsmode-
ration das Projekt immer wieder in der Öffentlichkeit vorstellen. 
 
Unter dem Stichwort „Kleine Aktionen“ wurden bisher zwei Projekte realisiert: 
 
- Im Rahmen von „Clean Kinderhaus“ wurde unter aktiver Beteiligung von Bürgerin-
nen und  Bürgern des Wohnquartiers eine Pflanzaktion am Sprickmannplatz vorge-
nommen. 
- In Kooperation mit dem Schlosshotel Wilkinghege und der Hauptschule Kinderhaus 
wurde ein Benimmkursus für Schüler der Hauptschule mit sehr positiver Resonanz 
auf allen Seiten durchgeführt. 
- Weiter ist geplant, durch regelmäßige Aktionen das Projekt Soziale Stadt immer 
wieder im Quartier sichtbar zu machen. 
 
2.5.4 Einschätzung seit 2007 und Ausblick 2. Halbjahr 2008 
 
 Das Team der Gebietsmoderation arbeitet konstruktiv zusammen und steht in einem 
guten Austausch mit allen Projektbeteiligten. Die Kontakte zu Projekten, Handlungsfel-
dern und Institutionen im Stadtteil sind ausgebaut und funktionieren ohne jegliche Rei-
bungsverluste.  
 
 Erste Ideen und Projekte zur Einbeziehung der Bewohner des Quartiers sind gestartet 
bzw. geplant. Hier wird das Team der Gebietsmoderation einen wesentlichen weiteren 
Arbeitsschwerpunkt auch im nächsten Halbjahr und darüber hinaus setzen. 
 
 
Finanzen (Quartiersmanagement – Projekt 7.01): 
 
Kosten 
Ausgaben  
2007 
geplant 
2008 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
insgesamt 
Land / Bund 1.411,80 € bis zu 3.000 € 6.150 € 4.438,20 € 15.000 €
Stadt 941,20 € bis zu 2.000 € 4.100 € 2.958,80 € 10.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen  2.353,00 € bis zu 5.000 € 10.250 € 7.397 € 25.000 €

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 43 
Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von bis zu 4.000 € in 2007 für das Projekt freigegeben. 
Über den geringeren Mittelbedarf in 2007 wurde der Beirat am 27.11.2007 unterrichtet; 
zugleich hat der Beirat die Mittel auf die Folgejahre einschl. der in 2007 insoweit nicht benö-
tigten Mittel wie oben ausgewiesen neu verteilt. Insgesamt wurden 2.405,60 € in 2007 ver-
ausgabt. 
 
Finanzen (Quartiersfonds – Projekt 7.02): 
 
Der Beirat hat am 27.11.2007 beschlossen, in 2008 auf der Grundlage von Eckpunkten zur 
Verwendung, Mittel dieses Ansatzes erst in den Jahren 2009 f. einzusetzen.

44                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
2.6 Handlungsfeld 8: Selbstevaluation  
 
Handlungsfeldverantwortlicher: Dr. Thomas Hauff, Amt für Stadtentwicklung, 
Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
2.6.1  Anlass und Ausgangslage 
Das Programm „Soziale Stadt NRW“ sieht als integralen Bestandteil der Programm-
durchführung eine prozessbegleitende Evaluation vor. Evaluation wird dabei als pro-
zessbegleitendes Instrument verstanden, um kontinuierlich Hinweise auf Erfolge und 
Verbesserungsnotwendigkeiten in der Stadtteilarbeit zu erhalten. Große Bedeutung 
wird insbesondere der Selbstevaluation beigemessen, d.h. Verfahren, bei denen Ak-
teure ihre eigene Tätigkeit systematisch und datenbasiert bewerten.  
 
Ob die Projekte im Programm „Soziale Stadt NRW“ ihre selbst gesteckten Ziele tat-
sächlich erreichen, kann nur anhand vorab formulierter Kriterien beurteilt werden. Ein 
wichtiges Anliegen der Evaluation ist es daher, die Zielentwicklung in den Stadtteilen 
zu unterstützen und Verfahren zu entwickeln, mit denen kontinuierlich beobachtet und 
ausgewertet wird, ob die Ziele erreicht werden.  
 
Im Rahmen der Selbstevaluation sind v on den Kommunen zwei Bausteine zu bearbei-
ten: 
• Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung 
• Erhebung und Auswertung von Kontextindikatoren zur Stadtteilentwicklung 
 
Dabei soll die „Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung“ konkret Folgen-
des leisten: 
• Zeitnahe Bereitstellung von Informationen über den Fortschritt der Projekte für die 
Projektbeteiligten sowie für die Programmbeteiligten (inkl. Beirat Soziale Stadt) 
• Initiierung von Lernprozessen durch die Rückkopplung der Ergebnisse vor Ort, damit 
Weiterentwicklung bzw. Optimierung der Projekte und kontinuierliche Verbesserung 
des Programms  
• Intensivierung des Dialogs und der Verständigungsprozesse auf der Stadtteilebene 
• Darstellung der Erfolge und Wirkungen nach außen 
 
Die „Erhebung und Auswertung von Kontextindikatoren zur Stadtteilentwicklung“ ver-
folgt als Ziel: 
• Aussagen über die Entwicklung des Programmgebietes im Zeitverlauf (Schaffung ei-
nes Rahmens zur Einordnung der Projektverläufe in den einzelnen Handlungsfeldern) 
• Schaffung von Vergleichsmöglichkeiten zur Entwicklung anderer Stadtteile bzw. Pro-
grammgebiete 
• Schaffung von Vergleichsmöglichkeiten zur gesamtstädtischen Entwicklung 
 
Als Grundlage für die prozessbegleitende Selbstevaluation haben das Ministerium für 
Stadtentwicklung, Wohnen, Kultur und Sport NRW/MSWKS NRW (heute „Ministerium 
für Bauen und Verkehr“) und das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung 
NRW (ILS) Leitlinien und das Handbuch „Zielentwicklung und Selbstevaluation in der 
Sozialen Stadt NRW“ entwickelt, die den Rahmen für die städtischen Aktivitäten bilden.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 45 
2.6.2 Projekte des Handlungsfelds im Überblick 
 Um von Beginn an die Qualitätssicherung und Optimierung der Programmdurchführung 
sicherzustellen, hat sich das Handlungsfeld  „Selbstevaluation“ zunächst auf das Pro-
jekt „Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung“  konzentriert. Das Projekt 
umfasst vier Teile: 
• Aufbau der Prozessorganisation, Entwicklung einer Grobplanung für die Selbsteva-
luation und Auswahl eines geeigneten Büros mit ausgewiesener Nutzer- und Betei-
ligungsorientierung zur praktischen Unterstützung der Selbstevaluation. 
• Entwicklung eines bedarfs-/problembezogenen und konsistenten Zielsystems unter 
enger Einbeziehung der Projektträger und Stadtteilakteure bis zum Ende des ersten 
Projektjahrs.  
• Entwicklung eines praxisorientierten Indikatorensets unter enger Einbeziehung der 
Projektträger und Stadtteilakteure bis zum Beginn des zweiten Projektjahrs. Regel-
mäßige Erhebung von Daten und Informationen zur Füllung des abgestimmten Indi-
katorensets.  
• Erstellung von regelmäßigen Berichten, Rückkoppelung der Berichte mit den Pro-
jektträgern und Stadtteilakteuren, Kommunikation der Ergebnisse nach außen. 
 
 Beteiligt an dem Projekt „Zielentwicklung und Beobachtung der Zielerreichung“ sind: 
• Handlungsfeldverantwortlicher „Evaluation“ (Hr. Dr. Hauff) und Programmkoordina-
tion (Fr. Schwering, Hr. Treutler) 
• Univation – Institut für Evaluation (Köln) als Auftragnehmer (Fr. Mäder, Hr. Dr. Se-
ligmann) 
• Alle Handlungsfeldverantwortlichen 
• Alle Projektleiterinnen und Projektleiter, Mitwirkende aus den Projekten 
• Mitglieder des Beirats „Soziale Stadt“  
 
 Hinsichtlich des Projektes „Erhebung und Auswertung von Kontextindikatoren zur 
Stadtteilentwicklung“ wurden zunächst im „Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
Verkehrsplanung - Abt. Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik“ die Verfügbarkeit der 
Indikatoren geprüft und geeignete Indikatoren aufbereitet. Der Prüfung lag eine vorläu-
fig abgestimmte Indikatorenliste des MSWKS NRW/ILS NRW/Städtenetz Soziale Stadt 
NRW aus dem Jahr 2004 zu Grunde. Der landesweite Katalog an Kontextindikatoren 
umfasst: 
• Ca. 50 Indikatoren (geschlechter- und altersgruppendifferenziert) 
• 10 inhaltliche Kategorien: u.a. Bevölkerung, Transferleistungen, Schule/Bildung, Ar-
beitsmarkt, Gesundheit, Wahlbeteiligung 
• Jährliche Erhebung und Auswertung 
 
 Die Prüfung der Indikatoren anhand der vorläufigen Liste hat gezeigt, dass trotz grund-
sätzlich guter Datenlage in Münster die notwendige Kleinräumigkeit, d.h. das Vorliegen 
der Daten für die Stadtzelle „Kinderhaus-Brüningheide“ nicht für alle Indikatoren gege-
ben ist. Zudem ist deutlich geworden, dass nicht alle 50 Indikatoren für Kinderhaus-
Brüningheide einschlägig sind. Daher wird es im nächsten Schritt darauf ankommen, 
aussagekräftige Indikatoren mit entsprechender Datenverfügbarkeit für Kinderhaus-
Brüningheide auszuwählen.

46                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
2.6.3 Initiierung des Handlungsfelds „Selbstevaluation“ und Aktivitäten 2007/2008 
• Im ersten Quartal 2007 wurde in enger Abstimmung zwischen Handlungsfeldver-
antwortlichem und Programmkoordination ein Evaluationsdesign zur externen Un-
terstützung der prozessbegleitenden Erfolgskontrolle (Baustein „Zielentwicklung und 
Beobachtung der Zielerreichung“) unter Einbezug der Projektbeteiligten entwickelt. 
• Die Stadt Münster hat im zweiten Quartal 2007 ein intensives Auswahlverfahren un-
ter qualifizierten Büros durchgeführt, aus dem Univation – auch aufgrund des nut-
zer- und beteiligungsorientierten Ansatzes – als Auftragnehmer hervorgegangen ist. 
• Univation – Institut für Evaluation (Köln) ist im Juni 2007 mit der Erbringung von 
Leistungen für die prozessbegleitende Selbstevaluation beauftragt worden. 
 
 Univation hat in enger Zusammenarbeit mit den Handlungsfeldverantwortlichen und 
der Programmkoordination seit Mitte 2007 und im ersten Quartal 2008 folgende Leis-
tungen erbracht: 
• Aufbereitung und Systematisierung der Programm- und Projektziele auf der Grund-
lage des Integrierten Handlungskonzeptes (Vorl. V/0197/2005, Anl. 3) und weiterer 
Materialien 
• Aufbereitung und Systematisierung der Indikatorenvorschläge auf der Grundlage 
des Integrierten Handlungskonzeptes (Vorl. V/0197/2005, Anl. 3) und weiterer Mate-
rialien 
• Entwicklung von Projektblättern für die im Jahr 2007 beginnenden Projekte  
• Durchführung und Auswertung des „Auftaktworkshop“ (30.10.2007) mit den Projekt-
beteiligten zur Erarbeitung eines handlungsorientierten Zielsystems und eines pra-
xisorientierten Indikatorensystems (unter Mitwirkung des Beirats „Soziale Stadt“) 
• Entwicklung von Erhebungsinstrumenten und –bögen für die einzelnen Projekte  
• Durchführung und Auswertung des „Abstimmungsworkshops“ (11.03.2008) „Ziele – 
Indikatoren - Erhebungsinstrumente“ mit den Projektbeteiligten und Mitgliedern des 
Beirats „Soziale Stadt“  
• Erstellung des Jahresberichts „Prozess begleitende Selbstevaluation“ im Entwurf 
und Fertigstellung der Endfassung des Berichts (unter Einbezug der Ergebnisse des 
Abstimmungsworkshops“). 
 
2.6.4  Einschätzung der bisherigen Aktivitäten und Ausblick ab Sommer 2008 
Im Handlungsfeld „Evaluation“ sind von Projektbeteiligten und Univation in enger Zu-
sammenarbeit mit den Handlungsfeldverantwortlichen und Programmkoordinatoren 
bisher folgende Produkte erarbeitet worden: 
• Handlungsorientiertes Zielsystem auf Programm- und Projektebene  
• Ziele, Indikatoren und Erhebungsinstrumentarien für die einzelnen Projekte 
• Projektblätter zur Darstellung der Ziele, Indikatoren, Erhebungsergebnisse 
 
Damit wurden diejenigen Projektteile erbracht, die im „Integrierten Handlungskonzept“ 
für das Programmgebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ (Vorl. 0197/2005, 
Anl. 3, S. 75/76) als Bestandteile der prozessbegleitenden Selbstevaluation für das 
erste Projektjahr benannt wurden. Vor diesem Hintergrund ist der Projektstand als gut 
zu bewerten.

Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 47 
Unter Bezugnahme auf den Entwurf des Jahresberichts von Univation (2007, S. 50 
ff.) zum Stand der „prozessbegleitenden Erfolgskontrolle“ kann zum heutigen Zeit-
punkt folgende Zwischenbilanz gezogen werden: 
• Der grundsätzliche Nutzen einer systematischen Zielformulierung und einer sys-
tematischen Beobachtung der Zielerreichung wird von nahezu allen Mitwirkenden 
am Programm „Soziale Stadt“ erkannt und die Selbstevaluation daher in den Pro-
jekten umgesetzt. 
• Der Prozess der Zielsystematisierung und damit der projektinternen und projekt-
übergreifenden Aufgabenklärung sowie des Herausarbeitens von Synergien hat 
eingesetzt und ist insbesondere durch die Handlungsfeldkonferenzen und die bei-
den Workshops zur Selbstevaluation befördert worden. 
• Für die Projekte bietet sich damit eine Steuerungsmöglichkeit an, mit der sie selbst 
laufend überprüfen können, ob sie sich noch auf dem Weg befinden, den sie ein-
schlagen wollten oder ob Anpassungen notwendig werden, um das Ziel besser er-
reichen zu können. 
• Für viele Beteiligte ist die systematische Zielentwicklung und die Methode, sich zu 
Anfang auf überprüfbare und handhabbare Ziele festzulegen sowie passende Er-
hebungsinstrumente zu entwickeln, ein Lernprozess, der mit einigem Aufwand 
verbunden ist.  
• Die bisherigen Diskussionsprozesse haben bei vielen Projekten zur Präzisierung 
der Ziele und zur Suche nach einem zielorientierten Projektdesign geführt. Damit 
konnten eindeutig die in diesem Handlungsfeld intendierten Ziele, wie „aktive Un-
terstützung der Programmumsetzung und –steuerung“, „Intensivierung des Dia-
logs“, „Initiierung von Lernprozessen“ und „kontinuierliche Optimierung der Pro-
grammumsetzung“, erreicht werden. 
 
 Für das dritte und vierte Quartal 2008 ist auf Projektebene folgender Arbeitsablauf 
vorgesehen: 
• Erhebung der Daten über die Projektverläufe anhand der Erhebungsbögen in den 
einzelnen Projekten 
• Ende 2008/Anfang 2009: Zusammenführung der Daten auf Projekt- und Hand-
lungsfeldebene  
• Diskussion der Ergebnisse innerhalb der Projekte und Handlungsfelder: 
o Was haben wir gut erreicht, was ist nicht gelungen? 
o Was bedeuten die Ergebnisse für die weitere Ausrichtung der Projekte? 
o Welche Zielsetzungen/Aktivitäten sind wie anzupassen? 
 
Grundlage für die weitere Arbeit bei der „Erhebung und Analyse der Kontextindikato-
ren“ wird der Abschlussbericht der Ruhr Universität Bochum (Prof. Strohmeier) im 
Auftrag des Landes NRW und des Städtenetzes Soziale Stadt NRW zu den sozialen 
Kontextbedingungen der Stadtteilentwicklung sein, der am 16.05.2008 auf der Ta-
gung „Ergebnisse der landesweiten Evaluation der Sozialen Stadt NRW“ vorgestellt 
werden soll. Nach Auswertung dieses, laut Tagungsankündigung „beispielhaften In-
strumentariums“ kann ein abschließender Vorschlag über die Auswahl der Indikato-
ren für Kinderhaus-Brüningheide anhand der Kriterien „Aussagefähigkeit“ und „Da-
tenverfügbarkeit“ entwickelt werden. 
 
Mit Hilfe dieser Kontextindikatoren kann die Entwicklung des Quartiers Kinderhaus-
Brüningheide im Zeitverlauf und im Vergleich zur Gesamtstadt aufbereitet werden. 
Damit werden ein sozioökonomischer Rahm en und eine „Hintergrundfolie“ zur Ein-

48                                             Programm Soziale Stadt – Münster-Kinderhaus, Brüningheide  -   Jahresbericht 2007/2008 
ordnung der Projektverläufe im Programmgebiet geschaffen. Mit den Aussagen über 
die Gebietsentwicklung und den Informationen über die Entwicklung der Projekte lie-
gen wesentliche Grundlagen vor, um den Beitrag der Projekte zum Programmerfolg 
und letztlich den Programmerfolg selber einschätzen zu können.   
 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben  
2007 
geplant 
2008  
(verbindlich) 
geplant 
2008 
(noch zur Ver-
fügung) 
geplant 
2009 
geplant 
2010 
zuwendungsfähig 
Insgesamt 
Land / Bund 7.122,15 € 3.730,65 € 6.847,20 € 12.300 € 0 € 30.000 €
Stadt 4.748,10 € 2.487,10 € 4.564,80 € 8.200 € 0 € 20.000 €
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
Summen 11.870,25 € 6.217,75 € 11.412,00 € 20.500 € 0 € 50.000 €
 
 Der Beirat hat am 05.06.2007 Mittel von 11.870,25 € in 2007 sowie am 27.11.2007 
weitere 6.217,75 € in 2008 für das Projekt freigegeben.

Anlage 1 zum Jahresbericht 2007/2008 
"Soziale Stadt" Kinderhaus-Brüningheide 
Handlungsfeld Titel Nr. Kategorie
Gesamtumfang 
im 
Projektzeitraum 
tatsächl. 
Aufwendungen 
2007        
Anteil 
Bund/Land 
2007
Anteil Stadt 
2007
Anteil 
Dritter 2007
1 Wohnen Energetische Gebäudesanierung 1 01 Schlüssel 30.000 9.520,00 5.712,00 1.904,00 1.904,00
Marktanpassung des Wohnungsbestandes 1 02 Schlüssel 45.000 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Öffentlicher Raum Spiel und Freizeitzone 2 02 Schlüssel 40.000 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Lokale Ökonomie Wertstoffe 3 01 Schlüssel 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzept stadtteilbez. Wirtsch.- u.A.förderung 3 02 Schlüssel 0 0,00 0,00 0,00 0,00
4 Integration Integrationsarbeit vor Ort 4 02 Schlüssel 120.000 14.000,00 8.400,00 4.200,00 1.400,00
5 Bildung Wir verstehen uns 5 01 Schlüssel 232.400 30.000,00 18.000,00 12.000,00 0,00
Elternkompetenz stärken 5 02 Schlüssel 242.360 14.827,00 8.896,20 5.930,80 0,00
Stadtteilmütter in Kindertageseinrichtungen 5 03 Schlüssel 39.840 5.000,00 3.000,00 2.000,00 0,00
Gesund aufwachsen in Kinderhaus 5 04 Schlüssel 41.500 5.000,00 3.000,00 2.000,00 0,00
Praxistage zum Übergang Schule-Beruf 5 06 Schlüssel 166.000 11.880,00 7.128,00 4.752,00 0,00
6 Soziale Netze Soziale Sicherung 6 01 Schlüssel 160.000 23.350,00 14.010,00 7.005,00 2.335,00
7 Managementkosten Projektkoordination 7 01 Schlüssel 25.000 2.405,60 1.443,36 962,24 0,00
8 Selbstevaluation Externer Gutachter 8 01 Schlüssel 50.000 11.870,25 7.122,15 4.748,10 0,00
1 Wohnen Wohnzukunft f. ält. Menschen 1 03 Impuls 15.000 0 0,00 0,00 0,00
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarungen 1 04 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Nachbarschaftsstärkung u. MieterInnenschulung 1 05 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Das Quartier spart Strom 1 06 Impuls 0 0 0,00 0,00 0,00
Wettbewerb 'Solares Kinderhaus' 1 07 Impuls 0 0 0,00 0,00
Alternative Flächennutzung, baulich und sozial 1 08 Impuls 5.000 0 0,00 0,00 0,00

Anlage 1 zum Jahresbericht 2007/2008 
2 Öffentlicher Raum Städtebauliches u. lokale Maßnahmekonzept 2 01 Impuls 8.000 0 0,00 0,00 0,00
3 Lokale Ökonomie
4 Integration Mädchenprojekt 'Unser Alltag - unsere Sorgen' 4 01 Impuls 9.000 1.600,00 990,00 480,00 160,00
Gewaltprävention 4 03 Impuls 9.500 1.700,00 1.020,00 680,00 0,00
5 Bildung Starter Kids (siehe 5.04) 5 05 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Kinderhauser Jugendkultur 5 07 Impuls 15.000 3.750,00 2.250,00 1.500,00 0,00
Schulkulturtage Kinderhaus 5 08 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Internationale Kinderbibliothek 5 09 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
6 Soziale Netze Lebenswelten kennenlernen 6 02 Impuls 9.000 2.250,00 1.350,00 675,00 225,00
MigrantInnen-Beteiligung 6 03 Impuls 12.000 2.000,00 1.200,00 600,00 200,00
Jungenprojekt 6 04 Impuls 3.200 350,00 210,00 105,00 35,00
Integrative Jugend-Sozialarbeit 6 05 Impuls 55.000 6.875,00 4.125,00 2.750,00 0,00
Mobile Jugend-(sozial)arbeit 6 06 Impuls 0 0,00 0,00 0,00 0,00
Sport und Bewegung 6 07 Impuls 15.000 3.450,00 2.070,00 1.380,00 0,00
Drogenprävention 6 08 Impuls 9.800 2.000,00 1.200,00 600,00 200,00
7 Managementkosten Quartiersfonds 7 02 Impuls 15.000 0,00 0,00 0,00 0,00
Summen 1.372.600 151.827,85 91.126,71 54.272,14 6.459,00
Anmerkungen: In die Projekte 5.02 und 5.04 sind Stiftungsmittel von insges. 7.930,80 € in den städt. Anteil eingeflossen

Soziale Stadt Kinderhaus Soziale Stadt Kinderhaus
i
 
Kontakt:
Bezirksverwaltung Nord, 
Telefon: (0251) 492 1601
Postanschrift: 
Soziale Stadt Kinderhaus, Bezirksver-
waltung Nord, Idenbrockplatz 26, 48159 
Münster
Wir kommen gerne mit 
unserem Fahrrad oder 
einem kleinen Infotisch 
zu öffentlichen Veran-
staltungen im Stadtteil 
Kinderhaus. Sprechen Sie uns an!
Stand: April 2008
V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Temme, 
c/o Bezirksverwaltung Nord
    
Soziale Stadt
Soziale Stadt
Kinderhaus
Schuldnerberatung
Gewaltfreiheit
Kultur
Aktives 
Mitmachen
Gesundheitsförderung
Bildung
Verbesserung der 
WohnverhältnisseMiteinander der 
Kulturen

Soziale Stadt Kinderhaus Soziale Stadt Kinderhaus
Ansprechpartner/innen:
Fatma  
Özdemir 
Tel.: (0251) 
213433,
E-Mail:
kitakillingstrasse 
@stadt- 
muenster.de
Adelgund 
Schmitz 
Tel.: (0251) 
215891
E-Mail:  
adelgund.schmitz
@sahle.de
Hans-Joachim 
Temme 
Tel.: (0251) 
492 - 1600
E-Mail: 
temme@stadt- 
muenster.de
Hans Tillack 
Tel.: (0251)
492 - 5670
E-Mail:  
tillackh@stadt-
muenster.de
Wozu ist die 
Gebietsmoderation da?
Vier Personen, die sich in Kinderhaus 
gut auskennen und gerne dort leben 
oder arbeiten, gehören zur Gebietsmo-
deration.
Sie sollen dafür sorgen,
	 dass möglichst viele Informatio-
nen über laufende Projekte an 
die Bewohner/innen des Wohn-
gebietes weiter gegeben werden
	 dass Ideen der Bewohner/innen 
aufgegriffen werden
	 dass Nachfragen gestellt werden 
können und an die richtigen 
Ansprechpartner weitergeleitet 
werden
	 dass ähnliche Ideen zusammen-
geführt werden, damit es leichter 
wird sie umzusetzen
	 dass viele Menschen zum Mitma-
chen ermutigt werden.

Berichtsvorlage

1605 Zeichen

V/0347/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide; Jahresbericht 2007/2008 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.05.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
 Bericht 
28.05.2008 Ausländerbeirat Bericht
28.05.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht
04.06.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht
05.06.2008 Stiftungskommission Bericht
10.06.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht
10.06.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht
11.06.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht
12.06.2008 Ausschuss für Gleichstellung Bericht
18.06.2008 Hauptausschuss Bericht
18.06.2008 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
Im Rahmen seines Beschlusses vom 13. 12.2006 zur Vorlage V/0927/2006 hatte der Rat die 
Verwaltung beauftragt, ihm jährliche Zwischenberichte über den Projektverlauf vorzulegen, die 
zuvor der Bezirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und Gremien sowie 
dem Ausländerbeirat vorgelegt werden. Ferner ist die Stadt Münster aufgrund der Zuwendungs-
bescheide der Bezirksregierung Münster vom 14.12.2006 und vom 26.07.2007 verpflichtet, die 
Bezirksregierung jährlich über den Verlauf der Maßnahmen zu unterrichten. Dieser (erste) Bericht 
begegnet beiden Unterrichtungspflichten.  
 
 
In Vertretung 
 
 
 
Paal 
Stadtrat 
 
 
 
  
Vorlagen-Nr.: 
V/0347/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Treutler 
Ruf: 
492 50 26 
E-Mail: 
Treutler@stadt-muenster.de 
Datum: 
23.04.2008 
Öffentliche Berichtsvorlage

Beratungsverlauf (11)

27.05.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.05.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.05.2008 Sitzung
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.06.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.06.2008 Stiftungskommission
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.06.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 2.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.06.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
11.06.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.06.2008 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.06.2008 Hauptausschuss
TOP 28 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.06.2008 Rat
TOP 27 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Josef-Beckmann-Straße 5
  • Sprickmannstraße 37
  • Killingstraße 15
  • Sprickmannplatz
  • Idenbrockplatz 26
  • Brüningheide
  • Wilkinghege
  • Kinderhaus 5

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0347/2008
Typ
Vorlagen
Datum
29.04.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37