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V/0380/2020

Entwicklung Fachbereich Bildende Kunst

Vorlagen 12.05.2020

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 24.06.2020, TOP 36

Anlage A

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Beschlussvorlage

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Anlage A

1881 Zeichen

Anlage A zur V/0380/2020 
Kurzüberblick 
Mit Blick auf die Strukturen des Fachbereichs Bildende Kunst wurde in der Vorlage „Stärkung des 
Fachbereichs Bildende Kunst“ (V/0899/2018) der Bedarf deutlich gemacht, diese zu festigen und 
auszubauen, bereits bestehende Ansätze und Angebote weiterzuentwickeln und zukunftsweisend 
zu ergänzen. Vor diesem Hintergrund wurden seit Ende 2018 verschiedene Bereiche, insbeson-
dere jene der Vermittlung, der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Förderung aus- bzw. aufgebaut. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Vorlage wird das Ziel „Wir werden als ein kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte 
mit internationaler Ausstrahlung entwickeln“ verfolgt. 
Das Teilziel lautet „Entwicklung des Fachbereichs Bildende Kunst“. 
Zielerreichung: Dabei handelt es sich um ein fortlaufendes Projekt. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement / Kulturförderung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
 freiwillig 
Die Aufgabe beruht aus dem Beschluss der Vorlage V/0899/2018 „Stärkung des Fachbereichs Bil-
dende Kunst“. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
In mehreren Ausstellungen der Kunsthalle wurden seit Ende 2018 Themen wie die Gleichstel-
lung der Geschlechter und der Postkolonialismus thematisiert. Begleitend zur Ausstellung „Moon 
Machine, Landing“ (2020) gab es ein spezielles Angebot für Menschen mit Sehbehinderung, 
welches sich aus dem Inhalt der Ausstellung generiert hat.

Beschlussvorlage

23419 Zeichen

V/0380/2020 
V/0380/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Entwicklung Fachbereich Bildende Kunst 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   03.06.2020 Kulturausschuss Vorberatung 
   24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   24.06.2020 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt die Entwicklung des Fachbereichs Bildende Kunst zusti m-
mend zur Kenntnis. Er begrüßt die Weiterentwicklung des Vermittlungsprogramms der Kuns t-
halle Münster. 
 
2. Der Rat der Stadt Münster begrüßt, dass eine Systematisierung der Öffentlichen Sammlung 
durchgeführt wird und die  international bedeutende  Sammlung seitens der Stadt Münster 
erstmals umfassend präsentiert wird, wo mit ein erster Schritt  der Vermittlung der Sammlung 
unternommen wurde. 
 
3. Ausgehend von der Bekundung, im Jahr 2027 die Skulptur Projekte erneut in Münster auszu-
richten, begrüßt der Rat der Stadt Münster den Abschluss einer Absichtserklärung über die 
erneute Trägerschaft der Stadt Münster und des LWL für die Skulptur Projekte 2027 sowie  
den Beginn der Planungen. 
 
 
Begründung: 
 
Mit der Vorlage „Stärkung des Fachbereichs Bildende Kunst“ (V/0899/2018) griff die Verwaltung den 
Ratsantrag der Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen/GAL „Bildende Kunst noch stärker  fördern“ 
(A-R-/0089/2017) die Forderung auf , die bestehenden Strukturen im Fachbereich Bildende Kunst in 
wesentlichen Punkten weiterzuentwickeln, um auf die unterschiedlichen Ausprägungen der Gege n-
wartskunst zu reagieren. 
 
Kulturamt 
 
25.05.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Radtke 
Telefon: 492-4191 
Radtke@stadt-muenster.de

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V/0380/2020 
Mit Blick auf die bestehenden Strukturen des Fachbereichs Bildende Kunst wurde der Bedarf deutlich 
gemacht, diese zu festigen und auszubauen, die bereits bestehenden Ansätze und Angebote auf ihre 
Potenziale hin zu schärfen, weiterzuentwickeln und zukunftsweisend zu ergänzen. Dabei sollte s o-
wohl die Präsentation internationaler Kunst als auch die Förderung junger Kunst im Fokus stehen, 
wobei die überregionale Position und Aufmerksamkeit der St adt gefestigt werden soll. Vor diesem 
Hintergrund wurden seit Ende 2018 verschiedene Bereiche, insbesondere die Bereiche der Vermit t-
lung und Ansprache der Öffentlichkeit sowie der Förderung aus- bzw. aufgebaut. Ausstellungswesen, 
Vermittlung, Öffentliche S ammlung und Nachwuchsförderung werden als sich ergänzende Einheiten 
zusammen gedacht und im unmittelbaren Bezug zueinander gestaltet. 
 
 
Programm der Kunsthalle Münster 
 
In wechselnden Ausstellungen reagiert die Kunsthalle auf aktuelle Tendenzen und gesells chaftlich 
relevante Themen und nimmt diese in den Blick. Einzel - und Gruppenausstellungen spiegeln das l o-
kale, nationale und internationale Kunstgeschehen. Dabei versteht sich die Kunsthalle Münster s o-
wohl als Ort der sinnlichen Erfahrung, aber auch als Or t des Austauschs, der Diskussion und theor e-
tischen Auseinandersetzung. Mit ihrem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Gesprächen, Vo r-
trägen, Führungen, Filmprogrammen, Symposien und Performances fördert sie eine intensive Ause i-
nandersetzung mit der Kunst der Gegenwart sowie aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Dabei ist das 
Veranstaltungsprogramm eng mit den jeweiligen Ausstellungen bzw. ihren Inhalten verknüpft. So fan-
den im Rahmen der Ausstellung Tobias Euler, Thies Mynther, Veit Sprenger: Moon Machine, Landing 
unter anderem Führungen  für Menschen mit und ohne Sehbehinderung, ein Vortrag über die Arbeit 
im Archiv und Moondogs Art zu komponieren sowie ein Konzert statt. Im Rahmen der Ausstellung 
Katia Kameli. She Rekindled the Vividness of the Past  gab es ein mehrteiliges Filmprogramm über 
algerischen Film in Kooperation mit dem Cinema , ein Gespräch mit der Künstlerin sowie eine Fah r-
radführung mit dem Historiker Dr. Philipp Erdmann vom Stadtarchiv Münster . B ei Christiane Blatt-
mann. Un -Break My Walls  gab es u.a. ein Gespräch zwischen der Künstlerin und Oriane Durand, 
Leiterin Dortmunder Kunstverein und eine Performance des britischen Künstlers William Joys; bei der 
Ausstellung Mary Beth Edelson: Nobody Messes with Her  gab es neben mehreren Führungen der 
Kuratorin, einen Vortrag der feministischen Autorin Dr. Mithu Sanyal , ein Filmprogramm im 
Schloßtheater und ein Symposium, das zusammen mit dem feministischen Kollektiv And She Was 
Like: BÄM! (Köln/Berlin) organisiert wurde. Insbesondere das begleitende Prog ramm bietet den Be-
sucher/-Innen der Kunsthalle die Möglichkeit, mehr über die Künstler/-Innen, ihr Werk sowie den Kon-
text ihrer Arbeiten zu erfahren, zudem lädt es zum aktiven Austausch ein. Dabei hat die Kunsthalle im 
Rahmen der vergangenen Ausstellungsprojekte mit unterschiedlichen Institutionen in Münster koop e-
riert, darunter die Kunstakademie Münster, das Schloßtheater, das Stadtarchiv, das Cinema oder 
aber das Amt für Gleichstellung.  
 
Im Rahmen der Nachwuchsförderung kam es bei der 36. Ausgabe zu einer Neuausrichtung und Au f-
wertung der Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster . Die Förderpreisaus-
stellung ist ein besonderes Ausstellungsformat, das es Studierenden der Kun stakademie Münster 
ermöglicht, ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.  Hier wurde die Anzahl von 26 
auf 13 Studierende reduziert, dies ermöglichte eine engere inhaltliche Zusammenarbeit zwischen der 
Kunsthalle Münster und den Studie renden der Kunstakademie – abseits der Akademie  als Schutz-
raum fanden in der Zusammenarbeit mit dem Team der Kunsthalle Münster Fachgespräche und Dis-
kussionen mit den Studierenden zu ihren  bisherigen Arbeiten und ihrer künstlerischen Praxis statt. 
Zudem bedeutet die Reduzierung der Anzahl der Teilnehmer/ -Innen, dass für die Studierenden mehr 
Platz für eine angemessene Präsentation ihrer Arbeiten zur Verfügung stand; dies bot auch dem Pub-

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likum die Möglichkeit, sich intensiver mit jeder einzelnen Position ausei nanderzusetzen. Erstmals 
wurde die Förderpreisausstellung zudem regulär beworben, was ebenfalls eine Aufwertung des Au s-
stellungsformats bedeutete und Münsters junger Kunstszene zu einer verbesserten Sichtbarkeit ve r-
hilft, auch über die Stadtgrenzen hinaus. 
 
 
Neuauftritt der Kunsthalle Münster 
 
Um langfristig die Sichtbarkeit der Kunsthalle Münster zu verbessern und neue Zielgruppen anz u-
sprechen, wurden seit dem 1. Juli 2018 die Social -Media-Kanäle der Kunsthalle (Facebook, Inst a-
gram) aus- bzw. aufgebaut. Ende 2018 wurde zudem damit begonnen, ein neues Hausdesign für die 
Kunsthalle Münster zu entwickeln, das erstmals bei den Einladungskarten, Plakaten und Booklets zu 
der Ausstellung Mary Beth Edelson: Nobody Messes with Her zum Einsatz kam. Auch das Leitsystem 
im bzw. am Gebäude wurde sukzessive an die Gestaltung angepasst. Im Sommer 2019 folgten 
schließlich Briefpapier, Briefumschläge, Grußkarten, Visitenkarten und Pressemappen. 
 
Seit Ende Mai 2020 setzt sich d ie Gestaltungslinie der Kun sthalle Münster durch die neue Website 
(www.kunsthallemuenster.de) und den dazugehörigen Newsletter  nun auch im virtuellen Raum  fort. 
Ziel ist es, durch den n euen Online-Auftritt auf ein breiteres Publikum zuzugehen, neue Zielgru ppen 
zu erschließen und mehr Menschen für die zeitgenössische Kunst zu begeistern.  Die neue Website 
bedeutet eine deutlich verbesserte Sichtbarkeit der Institution.  Neben dem Ausstellungs- und Veran-
staltungsprogramm der Kunsthalle Münster wird erstmals auc h die Öffentliche Sammlung der Stadt 
Münster, die zum Fachbereich Bildende Kunst gehört und der Kunsthalle Münster angegliedert ist, 
seitens der Stadt Münster im Netz präsentiert.  Die Öffentliche Sammlung wird nach und nach aufg e-
arbeitet und auf der Websit e veröffentlicht. Damit ist es möglich die herausragende Sammlung von 
Kunst im öffentlichen Raum künftig auch über die Grenzen Münsters hinaus zu rezipieren. 
 
Durch erläuternde Texte zu den Ausstellungen und zur Sammlung dient die Website als wichtiges 
Werkzeug der Kunstvermittlung, zudem finden Mitschnitte von Vorträgen oder Künstler/ -
Innengespräche, Audio- und Videomaterial, Essays, die im Ausstellungskontext von der Kunsthalle 
Münster herausgegeben wurden, künftig Platz auf der Website und werden dem Publikum somit da u-
erhaft zur Verfügung gestellt. Mit der Arbeit The Curve (2019) der Künstlerin Adrian Williams konnte 
für die Website außerdem eine Dauerleihgabe gewonnen werden, die die Öffentliche Sammlung im 
virtuellen Raum fortführt und Fragestellungen des öffentlichen Raums weiterdenkt. 
 
Unterstützt und damit auch ermögli cht wurde das Vorhaben durch eine großzügige Förderung aus 
dem Investitionsfonds zur Ertüchtigung der kulturellen Infrastruktur des Ministeriums für Kultur und 
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 
 
 
Internationale Vernetzung 
 
Vom 16. bis 18. Oktobe r 2020 findet in Bielefeld, Herford, Münster und Osnabrück der jährliche  Kon-
gress des IKT (International Association of Curators of Contemporary Art ) statt (ursprünglich geplant 
für den 3. bis 5. April 2020). In den vergangenen Jahren war dieser u. a. in Danzig, Vilnius, Oslo,  
Brüssel, Miami und Havanna . Für die Ausrichtung des Kongresses haben sich die vier Städte z u-
sammengeschlossen, erstmals wird der Kongress damit von einer Region ausgerichtet.  Der IKT ist 
eine Mitgliederorganisation, die bedeutende Ku rator/-Innen aus der ganzen Welt zusammenbringt, 
um Wissen und Ideen auszutauschen und ihre beruflichen Netzwerke zu erweitern. Auch jenseits der

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V/0380/2020 
Skulptur Projekte bedeutet der Kongress somit eine bedeutende Aufmerksamkeit seitens der Fach-
welt für Münsters Kunstinstitutionen, aber auch die lokale Szene, die durch ausgewählte Atelierbes u-
che Gelegenheit hat, sich zu präsentieren. Der Kongress bietet in besonderem Maße die Möglichkeit 
für eine internationale fachliche Vernetzung der Institution.  
 
 
Stipendienprogramm Residence NRW+ 
 
Residence NRW+ basiert auf der Projektarbeit am vormaligen Stipendienort Schloss Ringenberg. Seit 
2001 wurde dort sukzessive eine Programmstruktur für die Künstler /-Innen und seit 2009 erstmals in 
Deutschland auch für Kuratoren-Stipendiat/-Innen entwickelt und erprobt. Neuer Residenzort für das 
hochkarätige Förderprogramm ist ab 2020 die Stadt Münster. Das Programm bildet eine bedeutende 
Erweiterung der Kunstlandschaft Münsters und ergänzt die bestehenden Strukturen aus  Institutionen 
wie der Kunsthalle Münster, dem LWL-Museum für Kunst und Kultur, dem Westfälischen Kunstverein, 
der Kunstakademie Münster und den bestehenden Atelierhäusern. Dadurch wird Münsters Rolle als 
Ausbildungsort im Bereich der Bildenden Kunst gestä rkt. Durch das Programm kommen neue Ei n-
flüsse in die Stadt, sowohl durch die Künstler/ -Innen als auch die Kurator/ -Innen, die darüber hinaus 
als Multiplikator/-Innen wirken. Das Programm startet am  1. Juli 2020 . Als Interimsunterkunft dient 
eine Immobilie am Wangeroogeweg 18. 
 
Residence NRW + ist ein neu gestartetes Programm der Spitzenförderung des besonders begabten 
Nachwuchses im Feld der bildenden Gegenwartskunst. Grundlage sind die Residenzstipendien, die 
seit über 40 Jahren das Kulturministerium des Landes NRW und die Kunststiftung NRW  vergeben, ab 
2021 fördert  erstmals auch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia ein Stipendium  (ursprünglich 
ebenfalls für 2020 vorgesehen, bedingt durch die Ausbreitung von Covid 19 auf 2021 verschoben). 
Pro Jahr sind dies vier zwölfmonatige Stipendien für bildende Künstler /-Innen (Altersgrenze: max. 40 
Jahre) aus NRW oder mit NRW -Bezug sowie drei (normalerweise vier) sechsmonatige Stipendien für 
Kurator/-Innen (Altersgrenze: max. 35 Jahre). Die Stipendien für Kün stler/-Innen werden zu gleichen 
Teilen durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und durch 
die Kunststiftung NRW gefördert. Die Stipendien für die Kurator/-Innen werden durch das Ministerium 
für Kultur und Wissenschaf t des Landes Nordrhein -Westfalen und durch Pro Helvetia gefördert. Die 
monatliche Stipendienzuwendung für Künstler /-Innen beträgt 1.450 Euro, jene für Kurator /-Innen 
1.250 Euro. Über die Stipendienvergabe entscheiden wechselnde Fachgremien. Für alle Stipen diat/-
Innen verbindlich ist die Bereitschaft, die Stipendienzeit gemeinsam am Residenzort zu verbringen, 
der ihnen geeignete Räume zum Leben und konzentrierten Arbeiten bietet. 
 
Angegliedert an die Kunsthalle Münster werden am neuen Residenzort die langjäh rigen Erfahrungen 
und Netzwerke eingebracht, mit dem Ziel individuelle Anliegen zu schärfen und die eigenen Ansätze 
wie Vorgehensweisen zu verfeinern. Mit den vier programmatischen Kernelementen, Austausch, Pr a-
xis, Betreuung und Netzwerk, bietet Residence NRW+ die bestmöglichen Bedingungen für die We i-
terentwicklung im jeweiligen Arbeitsfeld: Künstler /-Innen und Kurator/-Innen leben und arbeiten unter 
einem Dach. Die Künstler/-Innen stellen zum Stipendienende in einer Institution in NRW aus. Die K u-
rator/-Innen bilden ein Arbeitsduo, das in der Regel zwei über das Förderprogramm finanzierte Pr o-
jekte an wechselnden Kooperationsorten in ganz Nordrhein -Westfalen konzipiert und eigenveran t-
wortlich umsetzt. Damit erhält das Programm eine Strahlkraft über Münster hi naus; Münster wird d a-
mit zum Ausgangspunkt eines Netzwerks, das sich über zahlreiche Institutionen erstrecken wird. Bis-
herige Kooperationsorte waren Ausstellungshäuser wie das Stedelijk Museum Bureau Amsterdam, 
das Bonnefantenmuseum Maastricht, das Kröller-Müller Museum Otterlo, das Museum Arnhem, das 
Museum Abteiberg Mönchengladbach, das Museum für Gegenwartskunst Siegen, das Kaiser -

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Wilhelm Museum Krefeld, die Kunsthalle Düsseldorf, die Kunsthalle Münster, der Westfälische Kunst-
verein, das Museum Kurhaus Kleve, das Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg. 
 
Als Begleitung und Ansprechpartner für fachliche Fragen ist den Stipendiat /Innen eine Person mit 
langjähriger Erfahrung im Arbeitsfeld zur Seite gestellt. Die Betreuung ist ein Alleinstellungsmerkmal 
des Förderprogramms. Dazu zählen Arbeitstreffen (individuelle Atelierbesuche; Präsentationen in der 
Gruppe), Beratung bei Antragstellungen, Bewerbungen, Ausstellungsvorbereitungen, die Begleitung 
der Projekte der Kurator/-Innen, Exkursionen sowie Fachkonferenzen. Eine weitere Besonderheit ist, 
dass die Betreuung nicht mit dem Stipendium endet. Seit 2001 ist ein aktives Kooperations - und 
Alumninetzwerk gewachsen, mit derzeit über 180 deutschen und niederländischen Künstler /-Innen 
und Kurator /-Innen. Residence NRW + bindet die Alumni weiter in das laufende Programm ein und 
befördert über regelmäßige Netzwerktreffen den intensiven Austausch. 
 
 
Volontariat + Niedrigteilzeitkraft 
 
Nach dem Beschluss der Einrichtung eines Volontariats in der Vorlage „Stärkung des F achbereichs 
Bildende Kunst“ (V/0899/2018), konnte die Stelle zum 1. Juni 2019 erstmals besetzt werden. In den 
Aufgabenbereich des Volontariats fallen zum einen die Unterstützung der Leitung der Kunsthalle bei 
der Planung, Vorbereitung und Realisierung des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms in der 
Kunsthalle Münster sowie ev entueller weiterer Spielstätten.  Die Möglichkeit der Rea lisierung einer 
eigenen Ausstellung etwa im Projektraum Atelier 4.1 im Speicher II unter Einbeziehung der lokalen 
Szene stel lt darüber hinaus eine besondere Möglichkeit der Qualifizierung für den/die Volontär/ -In 
dar. Zum anderen fällt in den Aufgabenbereich des Volontariats die M itarbeit im Bereich der Vermit t-
lungsarbeit. Auch hier gilt es die Leitung der Kunsthalle Münster zu unterstützen, aber auch eigenver-
antwortlich Veranstaltungen im Rahmen des Vermittlungsprogramms zu konzipieren, zu organisieren 
und durchzuführen. Darüber hinaus gilt es die Leitung der Kunsthalle beim Erstellen fa chlicher Stel-
lungnahmen und Gut achten in Fragen der bildenden Kunst sowie bei allgemeinen Auf gaben des 
Fachbereichs Bildende Kunst durch Recherchen und Zuarbeit zu unterstützen.  Da der vielfältige Auf-
gabenbereich (Verwaltung, Betreuung der Öffentlichen Sammlung und die Abläufe in der Kunsthalle 
Münster) die Möglichkeit einer umfassenden Ausbildung im Fachbereich Bildende Kunst bietet, kann 
sich die Stadt Münster durch diese Form der befristeten Anstellung ebenfalls nachhaltig in der Nach-
wuchsförderung im Bereich der Bildenden Kunst etablieren. 
 
Um dem Auftrag  nachkommen zu können , die bestehenden Strukturen im Fachbereich Bildende 
Kunst in wesentlichen Punkten weiterzuent wickeln und auszubauen, wurde zum 15. März 2020 z u-
dem eine Niedrigteilzeitkraft (7 Std./Woche) eingestellt. Die Stelle ist zunäc hst auf ein Jahr befristet, 
eine Verstetigung ist beantragt. Die Niedrigteilzeitkraft ist damit betraut in enger Zusammenarbeit mit 
der Leitung der Kunsthalle Münster die Akten des Fachbereichs Bildende Kunst aufzuarbeiten. In der 
Vergangenheit konnte dies mangels Personals nur zum Teil systematisch erfasst werden. Die Akten-
aufarbeitung dient also einerseits einer künftigen Verschlankung der Arbeitsprozesse, andererseits 
bietet es die Grundlage, um mit der Öffentlichen Sammlung arbeiten zu können und stellt einen wich-
tigen Schritt für das Bewahren und Vermitteln der international bedeutenden Sammlung dar. 
 
 
Öffentliche Sammlung / Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel 
 
In Münster befindet sich eine der weltweit bedeutendsten, über Jahrzehnte gewachsenen Sam mlun-
gen von Kunst im öffentlichen Raum. Die Öffentliche Sammlung, die sich im Besitz der Stadt Münster

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befindet und zu einem großen Teil auf die vergangenen Ausgaben der Skulptur Projekte zurückgeht, 
ist Teil von Münsters Stadtbild, prägt dieses und ist aus diesem nicht mehr wegzudenken. Münster ist 
durch die Skulptur Projekte wie seine Öffentliche Sammlung zu einem Referenzort für eine kritisch -
reflektierte Auseinandersetzung von Gegenwartskunst und Öffentlichkeit geworden. Dass die Öffentli-
che Sammlung nicht in einem musealisierten Raum steht, sondern im sich stetig verändernden Stadt-
raum anzutreffen ist, hat sie zu einem Katalysator für eine fortwährende kritische Auseinandersetzung 
mit dem sich wandelnden Selbstverständnis der Stadt Münster gemacht – Prozesse, die sich unmi t-
telbar auf die Dynamik städtischer Identität und stadtplanerischer Entwicklungen auswirken.  
 
Die Öffentliche Sammlung im Stadtraum kann von jedem jederzeit kostenfrei aufgesucht werden und 
ist damit einer breiten Bevölkerungsschicht z ugänglich. Auch zwischen den alle zehn Jahre stattfi n-
denden Skulptur Projekten bietet die Sammlung damit die einzigartige Möglichkeit, sich mit Kunst im 
öffentlichen Raum auseinanderzusetzen, zudem wird sie stetig und auf hohem Niveau ausgebaut. 
Gerade durch die Weiterentwicklung werden Fragen von Öffen tlichkeit und öffentlichem Raum immer 
wieder neu aufgeworfen und verhandelt.  
 
Die Betreuung und Vermittlung der Sammlung ist ein fortwährender Prozess – als notwendiger Schritt 
wurde damit begonnen, alle vor liegenden Materialien zu den Objekten aufzuarbeiten (d. h. zunächst 
einmal zusammenzutragen, zu sichten, zu ordnen). Diesem Schritt folgt die Präsentation der Werke 
auf der neuen Website der Kunsthalle Münster. Dort werden zunächst rund 20 Arbeiten gezeigt , die 
mit dem Aufarbeiten der Öffentlichen Sammlung durch das Team der Kunsthalle sukzessive erweitert 
werden. Gerade hinsichtlich der Arbeit mit der Öffentlichen Sammlung ist die Online -Präsentation 
eine große Chance, da die Einträge stetig aktualisiert werden können und durch zusätzliches Material 
(Audio- und Videoaufnahmen, längere Essays) ergänzt werden können. Z ugleich stellt das Web 
gleichermaßen einen öffentlichen Raum dar, der allen offensteht. Die Präsentation auf der Website 
bietet darüber hinaus die Möglichkeit, hier mit einem Vermittlungsprogramm anzuknüpfen, da es nun 
einen Ort gibt, an dem dieses kommuniziert werden kann , Betreuung und Ansprechpartner/-Innen für 
die Sammlung klar sind. 
 
Der Ausbau der Vermittlungsarbeit und damit auch das deutl ichere Wahrnehmen des Bildungsau f-
trags der Kunsthalle Münster als städtischer Institution auch über die Ausstellungstätigkeit in den 
Räumen der Kunsthalle hinaus, ist ein Projekt, das das Team der Kunsthalle Münster in den ko m-
menden Jahren begleiten wird, insbesondere wenn es um die Erarbeitung von Vermittlungsformaten 
für die Öffentliche Sammlung geht. 
 
Erweitert wurde die Sammlung zuletzt durch Gerhard Richters Installation Zwei Graue Doppelspiegel 
für ein Pendel  in der Dominikanerkirche. Seit der Eröffnu ng im Juni 2018 wird auch dieses Werk 
durch die Kunsthalle Münster betreut. Für die Zeit bis zur erneuten sanierungsbedingten Schließung 
im Dezember 2019 wurde ein Führungskonzept für die Dominikanerkirche entwickelt und in Zusa m-
menarbeit mit Münster Marketing umgesetzt. Auf Basis der Erfahrungen, die in den ersten 1 ½ Jahren 
gesammelt werden konnten, wird d erzeit ein Vermittlungsprogramm  für die Zeit nach der Sanierung 
der Dominikanerkirche erarbeitet, das mit den künftig vorgesehen Nutzungen im Einklang s tattfinden 
kann. 
 
 
Skulptur Projekte 
 
Seit 1977 geben die Skulptur Projekte Münster kulturell, gesellschaftlich und stadtplanerisch wesentli-
che Impulse. Sie haben Münster urbaner und die Region Westfalen Lippe internationaler gemacht.

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Durch die Skulptur Projekte ist es gelungen, die Toleranz f ür Unbequemes und Fremdes stets zu b e-
fördern. Die Akzeptanz für experimentelle Formen der Kultur unserer Gegenwart und deren noch 
gänzlich unvertrauten Spielarten sind durch die Begegnung mit den Skulptur Projekten in den letzten 
40 Jahren enorm gestiegen. Münsters Ruf als Kulturstadt von internationalem Rang verdankt sie ganz 
gewiss auch den Skulptur Projekten, die in einem wechselseitig kritischen Dialog mit der Stadt und 
der Region stehen – und damit ein lebendiger, aber keinesfalls immer bequemer Bestan dteil des Le-
bens in Münster geworden sind.  Das komplexe, immer wieder neu zu verhandelnde Zusammenspiel 
Kunst, Stadt und Öffentlichkeit ist einzigartig. Die Genese und die konzeptuelle Weiterentwicklung der 
Skulptur Projekte sind unmittelbar mit der Stadt Münster verbunden. 
 
2017 hat der Rat der Stadt Münster die Absicht  bekundet, im Jahr 2027 die Skulptur Projekte erneut 
in Münster auszurichten und es begrüßt, wenn der LWL und Stadt Münster auch in Zukunft die Skulp-
tur Projekte gemeinsam veranstalten (V/0823/2017). Die Fortführung des bedeutenden Ausstellungs-
formats bedeutet einen Ausbau und eine Festigung des Renommees Münsters als international aner-
kanntem Kunststandort. Ausgehend von dieser Entscheidung wurde im Zuge der Vorbereitungen der 
Skulptur Projekte 2027 damit begonnen, gemeinsam mit dem LWL Fragen zur künftigen Organisat i-
onsstruktur zu diskutieren. Eine Steuerungsgruppe – bestehend aus Vertreter/-Innen von Stadt Müns-
ter und LWL – eruiert auf Grundlage der vorangegangenen Editionen die Bedarfe für  die Skulptur 
Projekte 2027. Von den beiden Veranstaltern werden gemeinsam Überlegungen hinsichtlich der no t-
wendigen Neubesetzung der künstlerischen Leitung angestellt, Fragen der Finanzierung etc. erörtert. 
 
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
 
Anlage A

Beratungsverlauf (3)

03.06.2020 Kulturausschuss
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 34 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
24.06.2020 Rat
TOP 36 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Wangeroogeweg 18

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Details

Aktenzeichen
V/0380/2020
Typ
Vorlagen
Datum
12.05.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37