V/0664/2022
Mittelbereitstellung zur Weiterführung der Profilierung des kulturellen Markenkernes sowie zur einmaligen Aufstockung der Betriebsmittel des Bürgerhaus Bennohaus
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Beschlussvorlage
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V/0664/2022 V/0664/2022 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Mittelbereitstellung zur Weiterführung der Profilierung des kulturellen Markenkernes sowie zur einmaligen Aufstockung der Betriebsmittel des Bürgerhaus Bennohaus Beratungsfolge 15.11.2022 Kulturausschuss Vorberatung 06.12.2022 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 14.12.2022 Hauptausschuss Vorberatung 14.12.2022 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster nimmt den in der Begründung dargestellten Stand der Weiterent- wicklung des Bürgerhauses Bennohaus zur Kenntnis. 2. Dem Arbeitskreis Ost e.V. (AKO e.V.) werden zweckgebunden für die Fortführung des Profilie- rungsprozesses des Bennohauses und die Durchführung erster darauf bezogener Maßnah- men vorhandene Mittel in Höhe von 36.250 Euro zur Verfügung gestellt. 3. Für den AKO e.V. wird ein einmaliger Betriebskostenzuschuss in Höhe von 63.750 Euro zur Aufstockung der Rücklagen beschlossen. Diese dienen als Betriebssicherung und für Investi- tionen, die aus dem Profilierungsprozess abgeleitet werden. 4. Die Deckung dieser Zuschüsse erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und kapitalisierten ehemaligen Personalaufwendungen nach Berentung des ehemaligen städtisch angestellten Leiters des Bennohauses. II. Finanzielle Auswirkungen: Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen stehen im Haushaltsplan 2022 wie folgt zur Verfügung. Kulturamt 09.11.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schnell Frau Schw alm Telefon: 492-4100 Telefon: 492-4110 Schnell@stadt-muenster.de Schw alm@stadt- muenster.de - 2 - V/0664/2022 Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Produktgruppe 0401 Kulturmanagement/ Kulturförderung Zeile 15 Transferaufwendungen 2022 36.250 Zeile 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen 2022 63.750 Summe 100.000 Begründung: 1.0. Das Potenzial des Bennohauses für den Stadtteil und für Münster in Zeiten des dynami- schen Wandels Die aktuellen Krisenzeiten machen einmal mehr deutlich, welchen zentralen Beitrag insbesondere auch Orte der Kunst und Kultur in Bezug auf das persönliche und gesellschaftliche Selbstverständnis in einer Stadt leisten. Als Orte der Demokratie bieten sie Raum für Impulse, Reflexion und Austausch. Die Pandemie hat in diesem Zusammenhang den enormen Bedarf an öffentlichen Orten im nahen Lebensumfeld aufgezeigt, an denen Begegnung und Inspiration im Fokus steht. Der Erhalt, die Wei- terentwicklung und der Aufbau von Stadtteilkulturhäusern für die Kulturlandschaft einer wachsenden Stadt ist vor diesem Hintergrund eine wichtige Aufgabe. Das Bennohaus spielt im Netzwerk der Stadt- teilkulturhäuser in Münster eine zentrale Rolle, da es in Bezug auf seine Trägerstruktur, seine archi- tektonischen und räumlichen Ressourcen sowie wegen seines langjährigen Erfahrungswissens in Bezug auf Medien- und Stadtteilkultur sowohl für die Bürgerschaft, für Kooperationspartner*innen und für lokale Kulturschaffende (Profis und Laien) eine Plattform für kulturelle Teilhabe sowie künstleri- schen und kulturellen Ausdruck bieten kann. Es bietet das Potenzial, ein lebendiger Ort der Begeg- nung der Menschen des Stadtteils und gleichzeitig ein attraktiver Kunst - und Kulturort für alle Men- schen aus Münster und darüber hinaus zu sein. 1.1. Erzielte Meilensteine in der Weiterentwicklung des Bürgerhauses Bennohaus Im Zuge der Neubesetzung der Leitungsposition des Bennohauses, die nach Berentung des ehemali- gen städtisch angestellten Leiters im Jahr 2 017 durch den Trägerverein Arbeitskreis Ostviertel e.V. (AKO e.V.) erfolgte, wurde im Einvernehmen von AKO e.V. und Kulturverwaltung die Chance und Notwendigkeit einer Überarbeitung des Nutzungskonzeptes des Bennohauses herausgestellt (V/0900/2018). Wesentlicher Hintergrund und Maßgabe war dabei insbesondere auch, den in einem sehr hohen Maße durch EU-Projekte und Drittmittel (quer-)finanzierten Betrieb des Hauses im Sinne der Risikominderung für den Trägerverein AKO e.V. in einen langfristig soliden und in sgesamt „schlankeren“ Betrieb umzustellen. Beschlossen wurde zudem, dass die bisher für die Funktion der Leitungsposition bereitgestellten Mittel kapitalisiert und vom Kulturamt auf der Basis jeweils erforderli- cher politischer Beschlüsse im Sinne und im Ko ntext der Weiterentwicklung des Bennohauses zu bewirtschaften sind. (s. dazu weiter hinten unter 3.0.) In einem ersten Schritt konnte der AKO e.V. damit im Jahr 2018 das Institut für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung e.V. aus Düsseldorf für eine externe Prozessbegleitung beauftra- gen. Als Kernziel für einen weiteren folgenden Prozess wurde die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts durch den Auftragnehmer benannt, das dazu dient, übergeordnete inhaltliche und konzeptionelle Schwerpunkte zu setzen, um das kulturelle Profil des Bennohauses zu schärfen. In einem Gutachten wurden dafür drei Handlungsfelder herausgearbeitet, um damit die lokale und stadtweite Ausstrah- lung des Bennohauses zu unterstützen. Dabei geht es, um - 3 - V/0664/2022 1. die Positionierung des Bennohauses als Plattform und Dienstleister für Menschen des Stadt- teils, für professionelle Kunstschaffende und Kulturschaffende vor allem aus der Kulturland- schaft Münsters und für Kooperationspartner*innen. 2. die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität im Haus. 3. die Verbesserung der baulichen Außenwirkung und Freiflächen um das Haus. Der AKO e.V. hat umgehend mit der Umsetzung erster zu realisierender Schritte, die den Empfehlun- gen folgen, begonnen. Er brachte sukzessiv die erforderliche Umstrukturierung der Arbeitsbereiche und Arbeitsabläufe sowie den damit verbundenen und notwendigen Abbau von Personalstellen auf den Weg. Damit einher ging die schrittweise Neuausrichtung der wirtschaftlichen Grundlagen insbe- sondere im Zusammenhang mit seiner Förderstruktur. Parallel dazu wurde der Fokus zunächst auf die Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie die Schaffung eines Kultur -Cafés gesetzt, da diese Maßnahmen zunächst notwendige Voraussetzungen waren, um als attraktiver Aufenthalts- und Be- gegnungsort wahrgenommen zu werden. Durch Billigkeitsleistungen der Bezirksregierung Münster in Höhe von 15.469,67 Euro und weiteren Corona-Sondermitteln im Jahr 2021 war es außerdem mög- lich, die Seminarräume und den Medienbereich technisch teilweise neu auszustatten sowie den Ver- anstaltungssaal architektonisch und technisch zeitgemäß aufzuwerten. Mit dem aus oben genannten kapitalisierten Personalaufwendungen gedeckten und vom Rat beschlossenen Investitionskostenzu- schuss in Höhe von 45.000 Euro für die Küche des Bennohauses (V/04 96/2021) konnte eine neue gastronomische Infrastruktur etabliert werden. So war es möglich, mit den neuen, in der Kulturszene verankerten Pächtern des Cafés ein Konzept zu verwirklichen, das Gastronomie und Kulturerlebnis verzahnt. In Eigenregie werden sei tdem regelmäßig kleinere Veranstaltungen angeboten, die u. a. auch dazu beigetragen haben, dass neue Zielgruppen erreicht wurden. Im Sinne einer gesteigerten Aufenthaltsqualität im Gesamtgebäude konnten darüber hinaus durch Förderung und die Zusammen- arbeit mit dem Amt für Immobilienmanagement verschiedene weitere Maßnahmen in Gang gebracht oder bereits abgeschlossen werden. Dazu gehören der Anstrich der Außenfassade, Lichtarbeiten, Parkett-, Maler-, Tischlerarbeiten in den Kursräumen sowie die künstlerische Gestaltung des Ein- gangsbereiches. In inhaltlich-programmatischer Hinsicht wurden erste Schritte hinsichtlich des weite- ren Aufbaus von lokalen und gesamtstädtischen Kooperationen und Netzwerken unternommen. Zu- dem wurden weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit und Zielgruppenanspra- che umgesetzt, darunter u.a. ein vollständiger Relaunch des bisherigen Webauftrittes. 1.0. Fortführung des Profilierungsprozesses zu einem tragfähigen Gesamtkonzept Anknüpfend und aufbauend auf diese Maßnahmen soll es im Jahr 2023 vor allem um das noch zu erarbeitende Gesamtkonzept gehen, dessen Entwicklung durch die organisatorischen Folgen der Pandemie und den zweifachen Wechsel in der Geschäftsführung verzögert worden ist. Das o.g. Gut- achten hat dafür die Begle itung durch eine externe Prozessbegleitung mit fachlicher Expertise emp- fohlen. Die Schwerpunktsetzung solle dabei aus dem vorhandenen Erfahrungswissen der Einrichtung sowie den lokalen und gesamtstädtischen Bedarfen heraus entwickelt werden. Perspektivisch sollte dieser Prozess auch die sich abzeichnenden räumlichen Veränderungen nach Auszug des Ruderver- eins im Souterrain (ca. Mitte 2023) sowie im Umfeld des Bennohauses berücksichtigen. Herausgear- beitet wurde bereits, dass es Formate braucht, die es ermöglichen, die Bedarfe aus der Bürgerschaft besser zu verstehen und eine zeitgemäße Mitgestaltung des Programmes ermöglichen, um so u. a. auch dazu beizutragen, das lokale Ehrenamt zu stärken oder aufzubauen. Flankierend biete das Bennohaus das Potenzial, sich auch wegen seiner exponierten Lage am Kanal als gesamtstädtisch wirksamer Kulturort zu etablieren. Mit den (perspektivisch) neuen Angebotsstrukturen durch die B - Side, dem Hansakulturforum, der multifunktionalen Aula der Mathilde -Anneke-Gesamtschule sowie den möglichen weiteren Entwicklungen der städtebaulichen Modellquartiere (u.a. Hawerkamp) befin- det sich der Osten Münsters in einem starken Wandlungsprozess, der dafür attraktive Rahmenbedin- gungen bietet. Diese kulturellen Entwicklungen sind bei der Profili erung zu berücksichtigen, damit sich die Kulturorte mit ihren spezifischen Kompetenzen und Schwerpunkten gut ergänzen und gegen- seitig bereichern. - 4 - V/0664/2022 Als besondere Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung des Markenkerns des Bennohauses in diesem sozialräumlichen Umfeld sowie im gesamtstädtischen Kontext hat das Gutachten zum einen die bereits vorhandenen Ansätze im Bereich der „Medienarbeit, Medienpädagogik, Bürgermedien sowie zum anderen „die interkulturelle Öffnung und Angebote“ aufgezeigt. Die Relevanz dieses An- satzes, der sowohl vielfältige und diverse Kulturbegegnung als auch die Auseinandersetzung mit Me- dien in den Blick nimmt, wird insbesondere auch durch die Erfahrungen und Auswirkungen in Pan- demiezeiten nicht nur massiv unterstrichen, sondern erweist sich in besonderem Maße als zukunfts- weisend. Denn zu beobachten ist auf der einen Seite eine starke Dynamik in den Digitalisierungspro- zessen der künstlerischen und kulturellen Produktion sowie der damit zusammenhängenden Kom- munikations- und Rezeptionskultur. Auf der anderen Seite zeigt ein Gegentrend gerade auch den Bedarf nach physischen und analogen Begegnungen auf. Festzustellen ist, dass der Kulturbetrieb in Pandemiezeiten durch diese beiden Bewegungen deutlich hybrider und crossmedialer geworden ist. Als Seismografen der Veränderung reagieren Kunstschaffende und Kulturschaffende mit neuen For- men des künstlerischen Ausdrucks auf diese aktuellen Transformationsprozesse, in denen sich u. a. das Bewegtbild zum zentralen Medium unserer Zeit entwickelt hat. Kunst- und Kulturschaffende nut- zen zunehmend die digitale Welt beispielsweise als Ort künstlerischen Verhandelns oder verknüpfen aktuelle lokale und globale gesellschafts-politische Themen, indem sie digitale und analoge Räume als Präsentationsort nutzen. Es entstehen neue und ungewohnte Ästhetiken, die die starke Verände- rung der Produktion und Rezeption von Bild- und Raumwelten verdeutlichen. 2.1 Nische in der Kulturlandschaft: künstlerisch-kulturelle Medienarbeit Münster verfügt über eine vielfältige Kulturlandschaft. Was jedoch fehlt, ist ein öffentlicher, zentraler und physischer Ort, der das weite Spektrum der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Digitali- sierung der Gesellschaft sichtbar macht, und der deut lich über medientechnischen Vermittlung und Unterstützung hinausgeht. Es fehlt ein Ort der Präsentation und des Diskurses über die in den künst- lerischen Projekten verarbeiteten Lebensrealitäten, Kulturen, Geschichten, Erfahrungen, Ästhetiken und Sprachen. Neben seiner Funktion als Ort der Stadtteilkultur könnte vor diesem Hintergrund ein zukünftiger kultureller Markenkern des Bennohauses in der Schnittstelle zwischen Digitalität und Kunst und Kultur sein. Als Plattform könnte es die erforderliche technische Infrastruktur für Medien- Kunstschaffende bieten und ihre Vernetzung mittels Workshops, Fortbildungen und Fachdiskursen unterstützen. Durch Kursangebote für alle Altersstufen könnte es mit einem niederschwelligen, inter- disziplinären, innovativen und kulturell hochwertigen Programm der Bürgerschaft Möglichkeiten der Orientierung in einer digitalisierten Welt ermöglichen und zur visuellen Kompetenz der Stadtgesell- schaft beitragen. Die Weltaneignung und die Persönlichkeitsentwicklung insbesondere von Kindern und Jugendlichen wird zunehmend auch durch digitale Bildwelten geprägt sind. Die Nutzung geschieht nicht selten rela- tiv unkritisch bzw. uninformiert und mit wenig Verständnis ode r Wissen darüber, ob, warum und wie die eigene Wahrnehmung, das Konsumverhalten oder sogar die Persönlichkeitsentwicklung mitbeein- flusst wird. Folgerichtig bedarf es in Zeiten dynamischen Fortschreitens von Digitalisierung, der Ver- mittlung von Kompetenzen hinsichtlich der Rezeption, der künstlerischen und dramaturgischen Pro- duktionen sowie der kritischen Reflexion von digitalen Bild - und Raumwelten, um einen qualitativen Umgang mit ihnen zu ermöglichen. Mit aktiven Vermittlungsformaten, die den gegenseitige n Aus- tausch fördern, könnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene digitale Bild- und Raumwelten (besser) verstehen lernen, indem sie diese analysieren, mit ihnen experimentieren und selbst gestaltend tätig sind und indem sie Künstler*innen aus dem breiten Spektrum virtueller und digitaler Kunst kennenler- nen. Im Fokus könnte die Auseinandersetzung mit Bildern und Räumen in Film, Foto, Grafik, Illustra- tion, Kommunikationsdesign, Szenografie, Architektur, Medienkunst, Performances und Installationen sowie das Ge stalten und Produzieren von Bildreportagen, On -Air-Designs, Visuelle-Artist-Formaten und Game-Designs bis hin zu non-narrativen, multimedialen Installationen stehen. Als Plattform könn- te das Bennohaus so Raum für neuartige Kooperationsmodelle aus Bildung, Hochschule, Kunst, For- schung, Wissenschaft, Film-, Medien- und Interkultur und Bürgerschaft geben. - 5 - V/0664/2022 Bereits zu Anfang der Pandemie hat das Bennohaus auf diese Wandlungsprozesse reagiert, indem es neue Wege der Medienarbeit und -unterstützung eingeleitet hat. Auf der einen Seite konnte es – besonders in Zeiten der Lockdowns – viele Kulturakteure bei ihrer digitalen Präsenz unterstützen. Mit dem digi:lab (Kunst und Kultur im digitalen Raum) hat es erste neue Kooperationswege gestartet. Zusammen mit der Filmwerkstatt Münster e.V. wurde ein Labor zum Thema „Kunst und Kultur im digi- talen Raum“ konzipiert, um neue Formen und Formate zu erproben. Fragen, die hierbei aufgegriffen wurden, reichten von rein technischen Fragen zu Möglichkeiten und Anforderung bis hin z u Fragen der Darstellung (Performance vor und mit der Kamera) und digitalen Interaktionsformaten. Darüber hinaus bietet das Haus seit 2021 vermehrt Kulturveranstaltungen an der Schnittstelle von Musik und Video durch den Medienkünstler und Pächter der Benn ohaus-Gastronomie. Hier finden regelmäßig medienkünstlerische Veranstaltungen statt, die Kulturschaffende aus dieser Sparte in Kontakt mit dem Bennohaus bringen. Diese veränderten Ansätze hin zu einer kulturellen und künstlerischen Me- dienarbeit werden verstärkt durch die deutlich zunehmenden Kooperationsanfragen von Kunstschaf- fenden an das Bennohaus, da sie hier gute Rahmenbedingungen für ihre künstlerische Produktion und Präsentation finden. Beabsichtigt ist im Jahr 2023 das Projekt „Art, Action, Science“ durchzufüh- ren, das künstlerische Medienarbeit mit gesellschafts-relevanten Phänomenen, die wissenschaftlich untersucht werden, verknüpft. Das einwöchige Kunst- und Wissenschaftscamp beleuchtet das Thema „Die dystopischen 20er – das Propagandajahrzehnt – gestern wie heute“. Wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Einbindung und Ansprache eines vielfältigen (lokalen und globalen) Publikums. Au- ßerdem ist beabsichtigt, eines der wichtigsten internationalen Treffen für professionelle Künst- ler*innen, Fachleute und Leidenschaftliche der Audio- Visual- Performing- Arts zu Gast im Bennohaus zu haben – das „Live Performers Meeting“ (https://liveperformersmeeting.net), welches u.a. schon in Rom und Amsterdam stattfa nd. Die Durchführung in Münster stellt eine große Chance dar, dieses neue Feld künstlerischen Ausdrucks zu präsentieren und innovative Impulse für die städtische Kultur- landschaft zu setzen. 2.2. Konkretisierung und finanzielle Mittel des partizipativ aufgebauten Profilierungsprozesses Um das Gesamtkonzept für das Haus im Sinne dieser „profilierten Plattform“ zu konkretisieren, soll ein Expertenteam beauftragt werden, das sowohl Kompetenzen in der inhaltlichen als auch wirtschaft- lichen Transformation von Kultureinrichtungen mitbringt. Dieses entwickelt gemeinsam mit dem AKO e.V., dem Team des Bennohauses sowie Vertreter*innen des Kulturamtes einen Kommunikationspro- zess, der Bedarfe und Potenz iale von möglichen Kooperationspartnern (z.B. Filmwerkstatt e.V., Fachbereich Film der Kunstakademie Münster, Fachschule für Design etc.) , Kulturbildungspartnern (z.B. die benachbarte Mathilde -Anneke-Schule), Nutzer- und Zielgruppen des Bennohauses sowie von möglichen Künstler*innen und Kulturakteuren, die das Bennohaus als Produktions - und Auffüh- rungsort nutzen möchten, ermittelt und in den weiteren Prozess einbindet. Vorgesehene Instrumente und Bestandteile dafür sind eine digitale Umfrage, Schlüsselpersonen- und Multiplikatoren-Interviews, interne Kommunikationsforen, ein öffentliches Kultur -Barcamp sowie die Einbindung von Impulsge- bern und best-practice-Beispielen (u.a. im Bereich profilierter Medien-Kunsthäusern) in anderen Städ- ten. Bestandteil und Ziel ist zudem, den herausgearbeiteten definierten Markenkern bereits durch erste Mikromaßnahmen und Pilotprojekte strategisch aufzubauen und zu stärken, um so langfristig ein möglichst breites und diverses Publikum einzubinden und zu erreichen. Konkret geht es dabei um die die Beschäftigung mit folgenden drei Teilbereichen und den mit ihnen verbundenen Fragen: Stadtteilkulturangebote (Weiterbildung, Bühnenprogramm, Mitgestaltung) Wie können die aktuellen Stadtteilkulturbedarfe gut erhoben und übersetzt werden? Wo öffnen sich Räume für Mitgestaltung des Hauses? Wo kann vorhandenes ehrenamtliches Engagement weiter- entwickelt werden? Welche Formen der Betreuung, Unterstützung und Anerkennung braucht es? Wie kann das Veranstaltungs - und Ausstellungsmanagements wei ter qualifiziert und profiliert werden? Wie finden hier gesellschaftlich relevante Themen Platz? Wie kann ein guter Mix aus Profi - und Laien-Präsentation entwickelt werden? Welche Pilotprojekte können Ansätze testen? Wie können Querschnittsthemen wie Digitalität, Diversität und Nachhaltigkeit mitgedacht werden? Welche Konse- quenzen bedeutet das für die weitere Fokussierung und Qualifizierung der Stellenprofile? - 6 - V/0664/2022 Projekte und Festivals der Medienkunst Welche Rahmenbedingungen und Strukturen braucht es, um vor Ort künstlerische Freiräume, in de- nen mit crossmedialen Bild- und Raumwelten experimentiert und ggf. auch gescheitert werden kann, zu schaffen? Welche Unterstützung braucht es für die Produktion und die Präsentation von Medien- kunst? Wie kann ein Überblick über die lokalen Fassetten der Medienkunst und ihrer Akteure gewonnen werden? Welche Expertise kann von „außen“ eingeholt werden? Welche lokalen, gesamtstädtischen, regionalen und bundesweiten Kooperationspartner*innen könnten für den Projekt -/Festivalbereich gewonnen werden? Welche Rollen braucht es, um qualitativ hochwertige künstlerische Projekte zu realisieren? Welche Qualifizierungsschritte braucht es für das Personal des Bennohauses? Welche Mikro- und Makromaßnahmen können daraus für die kulturelle technische Infrastruktur oder die archi- tektonische Gestaltung der Gebäude abgleitet werden? Künstlerische und ästhetische Medienvermittlung Welche Vermittlungsformate können den bewussten und kritischen Umgang mit analogen und digita- len Bild- und Raumwelten fördern? Wie kann eine kulturelle und ästhetische Medienvermittlung aus- sehen, die Kinder und Jugendliche nicht nur in der technischen Anwendung stärkt, sondern diese zur künstlerischen Gestaltung von digitalen Räume befähigt und so einen selbstbestimmten , kritischen Medienumgang fördert? Wie können junge Menschen ihr Nutzerwissen einbringen? Welcher Bedarf wird hier für Erwachsene und Senior*innen gesehen? Welche Künstler*innen können diese Formate entwickeln und durchführen? Wie kann das Team des Bennohauses sein Erfahrungswissen einbrin- gen und tragfähige Kooperationsmodelle aufbauen? Wie können Pilotprojekte, deren Bestandteil auch die Präsentation sind, umgesetzt werden? Welche Förderprogramme können ggf. dafür genutzt werden? Welche Organisationsstruktur lässt sich daraus für das Bennohaus ableiten? Wie kann das Haus in diesem Zusammenhang z.B. auf die Institutionswirklichkeit von Schule eingehen? Für die Umsetzung dieser vertiefenden Bestands - und Potenzialanalyse inklusive erster Pilot - und Mikromaßnahmen sollen dem AKO e.V. die im Jahr 2022 verbliebenen kapitalisierten Personalauf- wendungen in Höhe von 36.250 Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Verwendung der Mittel ist zweckgebunden und die damit verbundenen Beauftragungen und Ausgaben sind mit dem Kulturamt abzustimmen. Ziel des Prozesses ist es, ein zukunftsfähiges (inhaltlich, programmatisch und wirt- schaftlich) Gesamtkonzept mit Schwerpunkten und Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln, das den Umgang mit den jährlich verbleibenden kapitalisierten Mitteln in Höhe von 36.250 Euro dauerhaft de- finiert und vom Rat der Stadt Münster abschließend beschlossen wird. (V/0900/2018). 2.0. Einmaliger Betriebskostenzuschuss als Schutz vor Krisen und für notwendige Investiti- onen Nach Berentung des ehemaligen städtisch angestellten Leiters des Bennohauses war eine Neube- setzung mittels Personalgestellung aus personalrechtlichen Gründen nicht mehr möglich. Die bisher für diese Funktion bereitgestellten Mittel in Höhe von 91.250 Euro jährlich wurden ab 2019 kapitali- siert und ergebnisneutral innerhalb der Produktgruppe 0401 Kulturmanagement/ Kulturförderung von den Personalaufwendungen in die Sachaufwendungen umgeschichtet. Die Neubesetzung der Lei- tungsposition des Bennohauses erfolgte vom Trägerverein AKO e.V. Hierfür erhält der Verein ab 2019 einen erhöhten jährlichen Personalkostenzuschuss in Höhe von insgesamt 218.290 Euro. Der Erhöhungsbetrag von jährlich 55.000 Euro wird aus den kapitalisierten Personalaufwendungen finan- ziert. Die im Rahmen der Kapitalisierung nach Abzug des Personalkostenzuschusses verbleibenden finanziellen Mittel in Höhe von 36.250 Euro jährlich werden vom Kulturamt bewirtschaftet (V/0900/2018). Über die weitere langfristige Verwendung soll auf der Basis der Ergebnisse eines ex- ternen Beratungsprozesses zum Nutzungskonzept des Bennohauses durch die Gremien des Rates entschieden werden. Über die ordnungsgemäße Mittelverwendung ist dem Kulturausschuss zu be- richten (V/0974/2019). Bereits im Rahmen der Ermächtigungsübe rtragung für das Jahr 2021 wurde beantragt, dass die im Jahr 2020 vorhandenen Restmittel in Höhe von 72.581,00 Euro zur einmaligen Aufstockung des Betriebskostenzuschusses an den AKO e. V. verwendet werden sollen. Mit Ratsbe- schluss vom 23.06.2021 konnten zunächst Mittel bewilligt werden, um die dringende Investitionen zur - 7 - V/0664/2022 Instandhaltung des Küchenbereiches im Bennohaus durchzuführen, mit denen es möglich war das bereits beschriebene Kultur-Café zu eröffnen (V/0496/2021). Der Hinweis auf einen notwendigen Be- triebskostenzuschuss an den AKO e. V. wurde daher im Antrag der Ermächtigungsübertragung für das Jahr 2022 wiederaufgenommen. Beziffert wurde hier die Höhe der nunmehr vorhandenen Rest- mittel mit 63.750 Euro. 3.1. Empfehlung des Gutachtens im Kontext der Wirtschaftlichkeit Das in 2019 erstellte Gutachten des beauftragten Instituts für sozialraumorientierte Praxis-forschung und -entwicklung e.V. hat auch Hinweise in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit der Einrichtung gegeben. Es wurde dem AKO e.V. empfohlen, dem hohen Risiko eines stark über Projekte und Drittmittel finan- zierten Betriebes durch Anpassung der Ausrichtung und des Angebots des Hauses sowie der dafür erforderlichen (und langfristig finanzierbaren) Personalausstattung entgegenzuwirken. Diese Ein- schätzung wurde auch vor dem Hintergrund gegeben, da es in den zurückliegenden Jahren starke Veränderungen in den Förderstrukturen auf Landes- und EU-Ebene gegeben hat, die u.a. dazu ge- führt haben, dass regelmäßige Mittel in 6 -stelliger Höhe weggebrochen sind und bereits im Betrach- tungszeitraum der Gutachter die entsprechend nicht durch Drittmittel gedeckten Personalkosten durch Rückgriff auf die Rücklage des Vereins finanziert werden mussten. Dieser Umstand hat sich während der Corona -Pandemie weiter verschärft, da in Folge der durch die Krise ausgelösten not- wendigen Schließungen Projekte nicht weitergeführt werden und anfallende Personalkosten nicht anteilig finanziert werden konnten. Gleichzeitig sind die Einnahmen von Teilnehmerbeiträgen sowie die Vermietung von Geräten und Räumen nahezu vollständig eingebrochen. In 2021 machte sich der Personalabbau bei den Personalkosten, die gegenüber 2019 um 95.000 Euro abgebaut werden konn- ten, bemerkbar. Gleichzeitig konnten in 2021 Förderprojekte weitergeführt, abgesch lossen und neu bewilligt werden mit dem Ziel, darüber wieder ein Anteil der Personalkosten zu refinanzieren. Der Anteil der durch Projektzuschüsse finanzierten Personalkosten ist von 27,4% in 2017 auf 20,2% in 2020 (Pandemiejahr) gesunken und vor dem besch riebenen Hintergrund in 2021 auf 33,9% gestie- gen. Die kontinuierlich laufende Umstrukturierung im Hinblick auf die Wechselwirkung zwischen För- der- und Personalmitteln zielen darauf, dass in sukzessive machbaren Schritten die weitest gehende Unabhängigkeit von internationalen Förderprogrammen erreicht wird. Diese sollen zukünftig nur ver- einzelt beantragt werden. 3.2. Eingeleiteter Umstrukturierungsprozess Die ersten Transformationsschritte der Einrichtung in den Jahren 2018 bis 2020 konnte und musste vor allem mit Rückgriff auf die Rücklagen des Vereins bewältigt werden, da die entstandenen Defizite (2018 Fehlbetrag 39.520,28 Euro / 2019 Fehlbetrag 65.395,06 Euro / 2020 Fehlbetrag 65.897,16 Eu- ro) so finanziert werden konnten. Die Rücklagen reduzierten sich somit jährlich um die ausgewiese- nen Fehlbeträge und reichten schließlich in 2020 nicht mehr zur Deckung des erzielten Jahresfehlbe- trages aus, weswegen erstmals in 2020 ein Bilanzverlust in Höhe von -65.897,16 auftrat. Durch den eingeleiteten Personalabbau, die Wiederaufnahme und Erweiterung der Raumvermietungen sowie der Bewilligung von Sonderförderungen und Investitionskostenzuschüssen (z.B. 40.000,00 Euro durch den kommunalen Corona-Fonds, 15.469,67 Euro Billigkeitsleistungen der Bezirksregierung für die Bildungsstätte oder Seniorenförderung durch das Sozialamt und den kommunalen Investitions- kostenzuschuss für die Küche in Höhe von 45.000,00 Euro (V/0974/2019) ) erwirtschaftete der Verein einen Jahresüberschuss von 43.337,21 Euro, der jedoch komplett in d ie Tilgung des Verlustes des Vorjahres floss. Damit stand der Verein am Ende des Jahres 2021 immer noch bei einem Bilanzver- lust von -22.559,95 Euro. 3.3. Einmaliger Betriebskostenzuschuss zur Aufstockung von Rücklagen Damit stehen dem AKO e.V. aktuell Rücklagen 64.388,02 Euro zur Verfügung. Rücklagen sind Ei- genkapitalbestandteile des AKO e.V., die zur Absicherung der laufenden Liquidität dienen. Da die - 8 - V/0664/2022 Arbeit des AKO e.V. u.a. aus Zuschüssen von mehrjährig laufenden Projekten finanziert wird, die zum Teil zu Beginn eines Wirtschaftsjahres noch nicht (weiter) bewilligt sind, sind Rücklagen zur Absiche- rung laufenden Personal- und Sachkosten, möglicher Rückzahlungen von Zuschüssen, zur Anspa- rung von Mitteln für notwendige u nd/oder zukunftssichernde Investitionen sowie zum Ausgleich von Verlusten notwendig. Bei einer Höhe von ca. 500.000 Euro bis 600.000 Euro an Gesamtausgaben sind nach Empfehlungen des Wirtschaftsprüfers dauerhaft Rücklagen von ca. ¼ der Gesamtausga- ben notwendig. Umgerechnet wären aktuell ca. 137.500 Euro notwendig. Dem Trägerverein AKO e.V. des Bürgerhauses Bennohaus sollen vor diesem Hintergrund die beim Kulturamt angesparten Mittel in Höhe von 63.750,00 Euro als einmalige Aufstockung der Rücklagen zur Verfügung gestellt werden. Somit stünden dem Verein 128.138.02 Euro zur Existenzsicherung und für Investitionen, die aus dem Profilierungsprozess abgeleitet werden, zur Verfügung. i.V. gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A
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Anlage A zur V/0664/2022 Kurzüberblick Seit dem in 2019 vorgelegten Gutachten des beauftragten Instituts für sozialraumorientierte Pra- xisforschung und -entwicklung e.V. hat sich der Arbeitskreis Ostviertel e.V. (AKO e.V.) und das Team des Bennohauses den herausgearbeiteten Handlungsfeldern angenommen. Mit der Ver- besserung der Aufenthaltsqualität und der gestalterischen Außenwirkung des Hauses sowie mit der begonnenen Umstrukturierung der Ausrichtung der Förderstruktur und dem damit verbunde- nen Personalabbau hat sich das Bennohaus positiv weiterentwickelt. Der Profilierungsprozess soll nun mit externer Unterstützung weitergeführt werden, um ein zukunftsfähiges (inhaltlich, pro- grammatisch und wirtschaftlich) Gesamtkonzept mit Schwerpunkten und Alleinstellungsmerkma- len zu entwickeln, dass auch den zukünftigen Umgang mit den jährlich verbleibenden kapitalisier- ten Mitteln definiert, um dies vom Rat beschließen zu lassen (V/0900/2018). Für die Durchführung des Prozesses und für erste darauf bezogene Maßnahmen werden dem AKO e.V. Mittel in der Höhe von 36.250 Euro zur Verfügung gestellt. Unterstützend dazu soll der Betriebskostenzuschuss in der Höhe von 63.750,00 Euro einmalig aufgestockt werden, um auch damit den Transformationsprozess positiv zu unterstützen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung „Kulturelle Aktivitäten für den Stadtteil und aus dem Stadtteil werden in den dafür von öffentlicher Hand sowie bürgerschaftlich/ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen ermöglicht und in verschie- denen Stadtteilen aufrechterhalten. Die Zielerreichung wird exemplarisch gemessen an der Ver- teilung der Aufwendungen auf sowohl kommunal als auch bürgerschaftlich/frei betriebene Einrich- tungen. Es wird angestrebt, in allen Stadtteilen ein eigenes Kulturangebot aufrecht zu erhalten bzw. es auszubauen.“ Die Weiterführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses soll u.a. auch Leitgedanken des Nachhaltigkeitsprozesses der Stadt Münster mitdenken, u.a. geht es hier um die Themen Schaffung von Kulturteilhabe, Entwicklung eines bedarfsgerechten und zeitge- mäßen Kulturangebotes sowie der achtsame und multifunktionale Umgang mit der Ressource Raum für soziokulturelles Leben in der wachsenden Stadt Münster. Finanzierung Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2022 enthalten? X Ja Nein teilw. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0664/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.10.2022
- Erstellt
- 24.10.2022 11:48