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A-R/0059/2020

Interessen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen: Fahrradstraßen richtig planen

Antrag an den Rat 18.08.2020

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 26.08.2020, TOP 65.2

a-r-0059-2020-Fahrradstraßen besser machen

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a-r-0059-2020-Fahrradstraßen besser machen

4912 Zeichen

Antrag an den Rat A-R/0059/2020 
 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster 
Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Tel. (0251) 45 314 
Fax (0251) 511 750 
 
 
17.08.2020 
Interessen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen:  
Fahrradstraßen richtig planen  
Ratsantrag zur sofortigen Beschlussfassung  
 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
 
1. Die Verwaltung wird aufgefordert, im Rahmen der Planungen zur Umsetzung der Qualitäts-
standards für Fahrradstraßen Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich drei bis vier Monate vor 
Beginn der Umsetzung einer Maßnahme zu beteiligen. Dabei gilt es, über geplante Maßnah-
men an der jeweiligen Straße rechtzeitig und umfassend zu informieren und Anregungen auf 
ihre Machbarkeit zu prüfen und, wenn möglich, umzusetzen.   
2. Die Verwaltung wird ferner aufgefordert zu prüfen, wie auf den Fahrradstraßen eine dauerhafte 
Verkehrsberuhigung herbeigeführt werden kann. Dabei sind bauliche Eingriffe in die Struktur 
der Straße (versenkbare Poller, andere bauliche Veränderungen etc.) genauso zu berücksichti-
gen wie die Durchführung regelmäßiger Geschwindigkeitskontrollen.  
3. Um den Autoverkehr in den Fahrradstraßen weiter zu verlangsamen, prüft die Verwaltung die 
Umsetzung verkehrsrechtlicher Maßnahmen, einschließlich der Einführung von Einbahn- 
und/oder Anwohnerstraßen. Ziel ist eine einheitliche Vorgehensweise. 
4. Angesichts der z. T. bereits erfolgten Baumaßnahmen an verschiedenen Fahrradstraßen wird 
die Verwaltung aufgefordert zu überprüfen, wie und wo auch in Änderung der bisherigen Pla-
nungen für Anwohner*innen Parkplätze auf einer Seite erhalten werden können und wo Kurz-
zeitparken ausgewiesen werden kann. Kurzzeitparkplätze sollen insbesondere für Handwerks-
betriebe, Pflegedienste oder für Praxen ausgewiesen werden, für die kurze Wege gewährleis-
tet sein müssen.  
 
Begründung: 
 
Fahrradstraßen sind ein unverzichtbarer Teil der Verkehrswende in unserer Stadt. Fahrradstraßen 
müssen sichtbar, aber auch sicher sein. Gegenüber dem im Rat beschlossenen Konzept zeigt die 
Praxis, dass deutliche Veränderungen notwendig sind - u.a. hin zu mehr Verkehrsberuhigung und 
weniger Durchgangsverkehr. In zahlreichen Gesprächen ist in den vergangenen Wochen deutlich 
geworden, dass Fahrradstraßen neben Fahrrädern überwiegend nur noch für den 
Anwohner*innenverkehr geöffnet bleiben sollten - hier sind zur Zeit sehr unterschiedliche Regelungen 
praktiziert worden. Dazu gehört auch, dass im Sinne der Sicherheit bestehende Tempolimits auch 
überwacht werden müssen. 
 
Zudem sind individuelle Lösungen an den Fahrradstraßen nötig, um kurzfristig Entlastung für die 
Parksituation vor Ort zu schaffen und eine Verkehrsberuhigung zugunsten der Sicherheit von 
Radfahrenden und Fußgänger*innen herbeizuführen: 
1.) Der geplante Wegfall der Stellplätze an der Max-Winkelmann-Straße trifft Anwohnerinnen und 
Anwohner genauso wie anliegende Gewerbetreibende, wie den Inhaber einer Praxis für

2 
 
 
 
Krankengymnastik, der auf einen kurzen Zugang seiner Patientinnen und Patienten zur Praxis 
angewiesen ist. Wir fordern daher die Verwaltung auf, ihre bisherigen Pläne zur Parksituation 
an der Max-Winkelmann-Straße zu überarbeiten und mindestens auf einer Seite der Fahrbahn 
Kurzzeit- und Anwohnerparkplätze zu schaffen. 
2.) Auf der Grundlage des anliegenden Entwurfs des Anliegers und Architekten Jörg Preckel soll 
eine Veränderung der bisherigen Planungen zur Parksituation an der Hittorfstraße 
vorgenommen werden. Danach sollen (wie an der Goldstraße, die ebenfalls Fahrradstraße ist) 
Parkflächen zwischen den Bäumen an der Straße markiert werden. Nach Möglichkeit sollen 
diese Parkplätze für Anwohnerparken ausgewiesen werden. Außerdem soll eine 
Einbahnstraßenregelung für die Hittorfstraße geprüft werden, um den Durchgangsverkehr zu 
reduzieren. 
3.) Am Lindberghweg soll nach den Wünschen von Anwohnerinnen und Anwohnern die 
Durchfahrt für Autoverkehr möglichst begrenzt werden. Dafür soll die Anlage versenkbarer 
Poller am Eingang zur Straße geprüft werden, wodurch die Durchfahrt auf Anwohner*innen 
und Rettungsfahrzeuge begrenzt würde.  
4.) An der Dieckstraße kritisieren Anwohnerinnen und Anwohner insbesondere, dass hier 
Dauerparker mit ihren Wohnmobilen Parkplätze blockieren. Hier sind regelmäßige 
Kontrollen und die Ausweisung von Anwohnerparkplätzen erforderlich. Auch eine 
Einbahnstraßenregelung soll zur Verkehrsberuhigung in Betracht gezogen werden.  
 
 
 
  
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Fraktion im Rat der Stadt Münster 
 
Dr. Michael Jung   Stephan Brinktrine    Michael Dauskardt  
Doris Feldmann   Philipp Hagemann   Marius Herwig  
Dr. Cornelia Jäger   Mathias Kersting   Michael Kleyboldt 
Marianne Koch   Thomas Kollmann   Gaby Kubig-Steltig 
Hedwig Liekefedt   Mustafa Schat    Anne Schulze Wintzler  
Petra Seyfferth   Ludger Steinmann   Beate Vilhjalmsson  
     Maria Winkel

Beratungsverlauf (1)

26.08.2020 Rat
TOP 65.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Bahnhofstraße 9
  • Max-Winkelmann-Straße
  • Hittorfstraße
  • Goldstraße
  • Dieckstraße
  • Lindberghweg

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Details

Aktenzeichen
A-R/0059/2020
Typ
Antrag an den Rat
Datum
18.08.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37