2017/0388
Sachbericht Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg Zeitraum 2012 - 2016
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Sachbericht
Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Zeitraum 2012 bis 2016
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Inhaltsverzeichnis
1 Bildung ist Gemeinschaftsaufgabe! ............................................................................................ 3
1.1 Die Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg ........................................................... 4
1.2 Leitziele, inhaltliche Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien .......................................... 6
1.3 Die Umsetzungsstrukturen der Bildungsregion .................................................................... 7
1.4 Aufgaben und Ziele innerhalb der Strukturen und Gremien ................................................ 8
2 Inhaltliche Schwerpunkte der Bildungsregion............................................................................ 9
2.1 Inklusive Sozialräume und lebenslanges Lernen ................................................................... 9
2.3 Bildungsübergänge .............................................................................................................. 10
2.2 Ganztagsgrundschule .......................................................................................................... 12
2.4 Die Querschnittsthemen: Gender, interkulturelle Öffnung & Inklusion ............................. 15
3 Die Bildungskonferenzen: Wissenstransfer und Vernetzung ................................................... 18
4 Beteiligung der Bildungsregion an Bundesprogrammen zur Entwicklung des kommunalen
Bildungsmanagements ............................................................................................................. 19
4.1 Transferinitiative kommunales Bildungsmanagement ....................................................... 19
4.2 Programm „Bildung integriert“: Kommunales Bildungsmanagement und
Bildungsmonitoring ............................................................................................................. 20
4.3 Kommunale Koordinierungsstelle der Bildungsangebote für Neuzugewanderte ............. 21
5 Mitglieder des Bildungsbeirates ............................................................................................... 23
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
1 Bildung ist Gemeinschaftsaufgabe!
Bildung ist ein Schlüssel für ein funktionierendes Gesellschaftssystem und ein wichtiger Faktor für
die regionale Entwicklung. Die gemeinsame Bildungslandschaft bietet Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen vielfältige Lern- und Entwicklungsgelegenheiten und ermöglicht demokratische Teil-
habe und Chancengleichheit.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt -Dieburg arbeiten seit mehr als
vier Jahren an der Entwicklung einer gemeinsamen Bildungsregion. Mit dieser Gemeinschaftsau f-
gabe sollen die Chance auf Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit gefördert werden, die Bildungs-
angebote an den Lebenswelten orientiert und so die Talente aller Kinder, Jugendlichen und Er-
wachsenen in der Region bestmöglich gefördert werden. Um dies zu erreichen, arbeitet die Bil-
dungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg daran, die Aktivitäten und Bildungsangebote der
kommunalen Verwaltungen, der nicht -staatlichen sowie zi vilgesellschaftlichen Akteure so aufe i-
nander ab zustimmen, dass vorhandene Ressourcen gebündelt und bedarfsgerecht eingesetzt
werden.
In den vergangenen Jahren entwickelte Strukturen und Instrumente der Zusammenarbeit zeigen
Wirkung, so zum Beispiel im Rah men der Arbeit des Bildungsbeirates, der Lenkungsgruppe und
der Bildungskonferenzen sowie der Zusammenarbeit von an Bildung beteiligten Akteuren in der
Region.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist ein Bildungsbüro entstanden und in der Bildungsregion Darm-
stadt & Darmstadt-Dieburg die gemeinsame Geschäftsstelle Bildungsbeirat. In beiden Gebietskör-
perschaften werden derzeit ein Bildungsmanagement sowie Bildungsmonitoring aufgebaut. Bei
diesen Entwicklungen sind Stiftungen maßgeblich beteiligt.
Nur als Gemein schaftsaufgabe können die Bildungsakteure in der Region am Bedarf der Me n-
schen orientiert ihre Planung, ihr Handeln sowie die Strukturen und Ressourcen aufeinander a b-
stimmen.
Gelingensbedingungen sind:
Vom Kind, Jugendlichen, Erwachsenen ausgehendes Planen und Handeln
Sich vom Denken in Zuständigkeiten lösen
Als Verantwortungsgemeinschaft planen und handeln
Klares kommunalpolitisches „Ja“ für eine gemeinsame Bildungsregion und Auftrag an die
Akteure
Regionale Gesamtstrategie zur Bildung, und zwar bottom-up und top-down
Bedarfs- und zielgruppenorientierte Bildungsberichterstattung
Langfristig angelegte und professionell gestaltete Zusammenarbeit der Akteure
Sicherung der Nachhaltigkeit durch Unterstützungsstrukturen, Finanz - und Sachmittel, K o-
ordination und Informationen
Evaluation und Weiterentwicklung der Bildungsregion
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
1.1 Die Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg gab und gibt
es bereits in unterschiedlichen Handlungsfeldern gemeinsame Absprachen bzw. institutionalisie r-
te Zusammenarbeit. So gibt es beispielsweise eine gemeinsame Verkehrsgesellschaft (DADINA),
einen Zweckverband Abfallwirtschaft, eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle (unter Betei-
ligung des Odenwaldkreises) sowie ein gemeinsames Gesundheitsamt.
Im Bildungsbereich gibt es moderierte Arbeitstreffen und die gemeinsame Beauftragung eines
externen Beraters mit dem Ziel eines gemeinsamen Schulentwicklungsplans für berufliche Sch u-
len. Im Rahmen des Hessischen Landesprojektes „Pakt für den Nachmittag“ hat sich die Bildung s-
region erfolgreich um die Aufnahme als Pilotregion beworben.
Obwohl die gemeinsame Bewerbung um Aufnahme in das Bundesprogramm „Lernen vor Ort“
nicht erfolgreich war, haben die po litisch Verantwortlichen des Landkreises Darmstadt -Dieburg
sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschlossen, sich auch ohne Fördermittel auf den Weg
zur strukturierten Kooperation in bildungspolitischen Fragestellungen zu machen. Dabei war von
Anfang an die Kooperation mit Stiftungen ein wichtiger Baustein.
Im Dezember 2012 beschloss en der Kreistag des Landkreises Darmstadt -Dieburg sowie die Stadt-
verordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Einrichtung eines gemeinsamen
regionalen Bildungsbeirates im Rahmen einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG), mit dem
Ziel, eine kohärente Bildungsregion zu befördern . Die Vereinbarung zur Bildung der kommunalen
Arbeitsgemeinschaft trat im Frühjahr 2013 mit Unterschrift des Oberbürgermeisters der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt, des Landrates des Landkreises Darmstadt -Dieburg, der Schuldezernenten
von Stadt und Landkreis sowie der Sozialdezernentinnen von Stadt und Landkreis in Kraft.
Die Geschäftsordnung der KAG regelt die Struktur und Formen der Zusammen arbeit: Eine Len-
kungsgruppe, bestehend aus den jeweils für Jugendhilfe und für Schule zuständigen Dezernentin-
nen und Dezernenten der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt Dieburg,
dem Leiter des Staatlichen Schulamtes (zuständig für St adt und Landkreis), der Vorsitzenden des
regionalen Bildungsbeirats sowie deren Stellvertreter, steuert und koordiniert die organisator i-
schen und inhaltlichen Vorbereitungen für die Arbeit des regionalen Bildungsbeirats und der Bi l-
dungskonferenz.
Vorsitzende des Bildungsbeirates sowie der Lenkungsgruppe ist Sabine Süß , Leiterin der Koord i-
nierungsstelle Netzwerk Stiftungen und Bildung im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. . Ihr
Stellvertreter war bis zum 31.12.2016 Walter Hiller von der Software AG Stiftung.
Die Sitzungen der Lenkungsgruppe werden von der Verwaltungsgruppe der Bildungsregion, in der
für die Bildungsarbeit wesentliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadt und Landkreis ver-
treten sind, in Abstimmung mit der Geschäftsstelle Bildungsbeirat inhaltlich vor- und nachberei-
tet
Der Bildungsbeirat tagt zwei- bis dreimal jährlich. Ihm gehören neben den Mitgliedern der Le n-
kungsgruppe Vertretungen der folgenden Institutionen an: des Staatlichen Schulamtes (2 Mitgli e-
der), der Kreisversam mlung der Bürgermeister des Landkreises Darmstadt -Dieburg (1 Mitglied),
die Ausländerbeiräte der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -Dieburg
(jeweils 1 Mitglied), der Liga der freien Wohlfahrtsverbände (1 Mitglied), der Software AG -
Stiftung, der Bürgerstiftung Darmstadt, der Sozialstiftung Darmstadt -Dieburg (jeweils 1 Mitglied),
der Arbeitsagentur (1 Mitglied), der Polizei (1 Mitglied), der Jugendhilfeausschüsse der Wisse n-
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
schaftsstadt Darmstadt und des Fachausschusses zur Förderung de r Familie und Jugendhilfe des
Landkreises Darmstadt Dieburg (jeweils 1 Mitglied), der Bildungseinrichtungen in der Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt und im Landkreises Darmstadt -Dieburg (13 Mitglieder), der Behinderte n-
verbände (2 Mitglieder), der regionalen Wir tschaft (6 Mitglieder), der Gewerkschaften (2 Mitgli e-
der) sowie aus der ehrenamtlichen Jugendarbeit (2 Mitglieder).
Dem regionalen Bildungsbeirat gehören laut Geschäftsordnung bis zu insgesamt sechs weitere
sachkundige Personen ( Bildungsexperten und -expertinnen) aus Wissenschaft und Praxis an, die
von der Lenkungsgruppe benannt werden.
Aufgaben des Bildungsbeirates sind unter anderem die Diskussion und Verabschiedung von Hand-
lungsempfehlungen für die politisch gewählten Gremien der Gebietskörperschaften auf Basis der
Ergebnisse der Arbeitsgruppen und die Einladung und Durchführung der Bildungskonferenzen.
Jährlich findet eine öffentliche Bildungskonferenz statt. Zur Bildungskonferenz wird ein erweite r-
ter Kreis von institutionellen und nicht -institutionellen Akteurinnen und Akteure auf dem Gebiet
der Bildung, Erziehung und Betreuung sowie weitere an der Bildungsregion Interessierte eingela-
den, um Themen aus den Aufgabenfeldern des regionalen Bildungsbei rates zu erörtern und zu
diskutieren sowie Handlungsempfehlungen auszusprechen (§ 13 Abs. 1 der Geschäftsordnung).
Die Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg geht von einem weit gefassten Bildungsb e-
griff aus, dem das Verständnis des lebenslangen Lernens zugrunde liegt. Bestehende Ansätze der
Zusammenarbeit und Absprachen sollen ausgeweitet und alle Akteurinnen und Akteure mit ein-
bezogen werden. Dies wurde bei der Zusammensetzung des Bildungsbeirates berücksichtigt.
Bildung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die auf mehreren Ebenen Zuständigkeiten berührt. Allein
auf Ebene der Stadt - und Kreisverwaltung sind folgende Ämter involviert: das Schulamt bzw. die
Schulverwaltung, das Jugendamt, die Volkshochschule, das Interkulturelle Büro sowie das Büro für
Chancengleichheit, das Frauenbüro, das Seniorenbüro, das Büro für Wirtschaftsförderung und
Standortentwicklung sowie das Büro für Partnerschaften und Vereine.
Überall werden Bildungsangebote für verschiedene Zielgruppen der Bevölkerung gemacht. So
zum Beispiel Angebote vor Ort auf Ebene der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie in-
nerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt , die Angebote weiterer Bildungsträger wie Vereine,
Verbände, Stiftungen und weiterer Partner.
Neben dem formalen Lernen in Bildungsinstitutionen wie der Schule werden in der Bildungsregi-
on Darmstadt & Darmstadt -Dieburg das informelle und non-formale Lernen in den Blick geno m-
men, wie es beispielsweise in Vereinen, Kinder- und Jugendhäusern, Peer-Groups oder der Familie
stattfindet.
Strategische Themenfelder sind die Gestaltung der Bildungsübergänge, die Schulentwicklung, die
Entwicklung inklusiver Sozialräume, das Zusammenspiel zwischen formalem und non -formalem
Lernen im Kontext des lebenslangen Lernens sowie die Weiterbildung bzw. berufliche Bildung.
Die systematische Entwicklung einer regionalen Bildungslandschaft durch die Entwicklung eines
Bildungsmanagements wird als wesentlicher Beitrag im Rahmen der Stadt - und Kreisentwicklung
verstanden. Bildungsmanagement erfordert a ber auch eine valide Datenbasis, um dem Anspruch
gerecht zu werden, sachbezogene und fundierte bildungspolitische Entscheidungen treffen zu
können. Im Zuge dessen haben sich beide Gebietskörperschaften erfolgreich für die Teilnahme an
der Transferinitiativ e Kommunales Bildungsmanagement (Laufzeit bis voraussichtlich 2022) und
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
das Programm „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
beworben und bauen ein datenbasiertes Bildungsmanagement auf. Als ein wesentliches strategi-
sches Instrument hat die Lenkungsgruppe die Entwicklung eines regionalen Bildungsmonitorings
identifiziert.
Ein weiterer Baustein der Entwicklung der Bildungsregion ist die Teilnahme beider Gebietskörpe r-
schaften am BMBF -Programm „Kommunale Koordinierung de r Bildungsangebote für Neuzug e-
wanderte“. Auch hier erfolgt die Arbeit datenbasiert und in enger Abstimmung mit dem Bi l-
dungsmanagement sowie dem Bildungsmonitoring. Ziel ist es, Transparenz der Bildungsangebots-
landschaft zu schaffen, die lokalen Kräfte und das gesellschaftliche Zusammenwirken vor Ort zu
erhöhen sowie die ressortübergreifende Abstimmung und Koordinierung der zuständigen Ämter
und Einrichtungen inner- und außerhalb von Verwaltung zu optimieren.
1.2 Leitziele, inhaltliche Schwerpunkte und Umsetzungsstrategien
Leitziele
Bildungs- und Teilhabechancen verbessern
Bildungsgerechtigkeit fördern
Bildungsangebote an den Lebenswelten orientieren
Talente aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen fördern
Inhaltliche Schwerpunkte / Handlungsfelder
Inklusive Sozialräume und lebenslanges Lernen
Weiterbildung und berufliche Bildung
Bildungsübergänge
Schulentwicklung
Querschnittsthemen: Inklusion, Gender, interkulturelle Öffnung
Umsetzungsstrategien
Vielfältige Bildungsakteure einbinden
Zuständigkeitsbereiche verknüpfen & geeignete Handlungsstrategien erarbeiten
Vorhandene Ressourcen bündeln und bedarfsgerecht einsetzen
Seit 2016 Teilnahme an den BMBF -Programmen Transferinitiative Kommunales Bildung s-
management, „Bildung integriert“ sowie „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote
für Neuzugewanderte“
Entwicklung des Bildungsmonitorings als Steuerungsinstrument f lankierend zu den inhaltl i-
chen Schwerpunkten
Die Querschnittsthemen Inklusion, Gender sowie interkultur elle Öffnung werden stets mitge-
dacht. Hierzu entstehende Positionspapiere und Checklisten sind wichtige Ergebnisse zur Entwick-
lung der Bildungsregion.
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
1.3 Die Umsetzungsstrukturen der Bildungsregion
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AG: Arbeitsgruppe
KiTa: Kindertagesstätte
N.N.: noch zu benennen
Vors.: Vorsitz
Staatl. Schulamt DA -Di & DA: Staatliches Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und für die
Stadt Darmstadt
Stellv. Vors.: Stellvertretender Vorsitz
Bildungskonferenz
Öffentlich für alle Bildungsakteure
Regionaler Bildungsbeirat
Vors.: Sabine Süß
Stellv. Vors.: N.N.
Geschäftsstelle
Bildungsbeirat
Christina Flehr
Petra Fehrenbacher
Lenkungsgruppe
Vors.: Sabine Süß
Stellv.: N.N.
Stadträtin Barbara Akdeniz
Bürgermeister Rafael Reißer
Erster Kreisbeigeordneter Christel
Fleischmann
Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück
Staatl. Schulamt DA-Di & DA Ralph
von Kymmel
Verwaltungsgruppe
der Bildungsregion
Vors.: Sabine Süß
Stellv.: N.N.
Mitarbeiter und Mit-
arbeiterinnen der
Verwaltung der Bil-
dungsregion
Arbeitsgruppen & Forum
AG „Ganztag“
AG „Übergang Familie –
KiTa – Grundschule“
AG „Übergang
Grundschule – weiter-
führende Schule “
AG „Übergang
Schule – studien- & be-
rufsqualifizierende Bi l-
dungsgänge“
Forum „Inklusive Sozial-
räume & lebenslanges
Lernen“
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
1.4 Aufgaben und Ziele innerhalb der Strukturen und Gremien
Strukturen & Gremien Aufgaben/Ziele
Bildungsbeirat
46 Mitglieder (Stand 27.10.2017)
2 Sitzungen jährlich
Optional 1 Fachtag jährlich
Anregung von bildungspolitischen Maßnahmen ,
Beratung und Unterstützung z.B. zur:
Formulierung qualitativer Standards für das
Bildungssystem
Intensivierung und Verbesserung der Kooper a-
tion der Bildungsverantwortlichen
Förderung der Kooperation und Vernetzung
Schulentwicklung (u.a. Ganztagsgrundschule,
Bildungsübergänge und -beratung)
Lenkungsgruppe
4 Sitzungen jährlich sowie weitere nach
Bedarf
Strategische Entwicklung der Bildungsregion
Vor- und Nachbereitung des Bildungsbeirates
und der Bildungskonferenz
Erteilung von Aufträgen an die Geschäftsstelle
Entscheidung über Ressourcen
Bildungskonferenz
Jährliche öffentliche Veranstaltung
Wissenstransfer und Vernetzung
Impulse in der Zusammenarbeit von Stadt und
Landkreis in allen Bereichen von Bildung
Information für die Öffentlichkeit
Geschäftsstelle Bildungsbeirat
Zuständig für gesamte Bildungsregion
Organisatorische und administrative Unter-
stützung der Gremien der Bildungsregion sowie
Konzeptentwicklung
Vor- und Nachbereitung der Bildungskonferenz
Öffentlichkeitsarbeit
Gesamtziel: Sicherung der Nachhaltigkeit
Thematische Arbeitsgruppen (können
erweitert werden)
Ganztag
Übergang Familie – KiTa – Grundschule
Übergang Grundschule – weiterf. Schule
Übergang Schule – studien- & berufs-
qualifizierende Bildungsgänge
Inhaltliche Bearbeitung von Schwerpunkten der
Bildungsregion
Erstellung von Handlungsempfehlungen
Forum „Inklusive Sozialräume & leben s-
langes Lernen“
2 bis 4 Sitzungen jährlich
Fortlaufendes interdisziplinäres, einrichtungsübe r-
greifendes Forum mit Bildungsakteuren der Bi l-
dungsregion, um:
Inklusion zu verwirklichen
Chancen der Sozialraumorientierung, des i n-
formellen und non -formalen Lernens im L e-
bensverlauf aufzuzeigen und zu nutzen
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
2 Inhaltliche Schwerpunkte der Bildungsregion
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Inklusive Sozialräume & lebenslanges Lernen,
Weiterbildung & berufliche Bildung,
Bildungsübergänge,
Schulentwicklung sowie
Querschnittsthemen: Inklusion, Gender und interkulturelle Öffnung
wurden seit dem Jahr 2013 von temporären thematischen Arbeitsgruppen, einem Forum sowie in
ämterübergreifender Zusammenarbeit bearbeitet.
Es wurden Ist -Analysen erstellt, Ziele definiert, k onkrete Entwicklungsschritte benannt sowie
Handlungsempfehlungen an die Bildungsregion gerichtet. Die jährlichen Bildungskonferenzen
dienten hierbei der Information der breiten Öffentlichkeit über die jeweiligen Arbeitsstände sowie
dem Fachaustausch und der gemeinsamen Weiterentwicklung der Bildungsregion.
2.1 Inklusive Sozialräume und lebenslanges Lernen
Ziele
Im Zuge der Entwicklung des Schwerpunktes „Lebenslanges Lernen und inklusive Sozialräume“ ist
aus der Arbeitsgruppe „Inklusive Sozialräume und lebenslanges Lernen“ das gleichlautende F o-
rum als dauerhafte Einrichtung entstanden. Dem hier verwendeten Bildungsbegriff liegen forma-
les, non-formales und informelles Lernen gleichwertig und zirkulär zu Grunde.
Erklärtes Ziel ist Inklusion zu verwirklichen trotz mitunter starrer Systeme und Hindernisse der
institutionellen und gesetzlichen Möglichkeiten in der Bildungsregion. Weiterhin ist es Ziel, die
Chancen der Sozialraumorientierung voranzustellen und insbesondere das informelle und non -
formale Lernen in ihrer hohen Bedeutung im gesamten Lebensverlauf zu stärken.
Im Forum „Inklusive Sozialräume & lebenslanges Lernen“ arbeiten seit der 1. Bildungskonferenz
im Jahr 2013 interdisziplinär und einrichtungsübergreifend zwölf Mitglieder zusammen. Gegensei-
tiges Informieren aus den jeweiligen Kontexten sowie Inputs von Referentinnen und Referenten
flankieren die Arbeitstreffen.
Ergebnisse
Es wurde unter anderem eine Matrix zu den Fragen entwickelt:
Woran erkennen wir den Nutzen und die Wirksamkeit der Bildungsregion?
Wo liegen Hürden und wie können neue Zugänge zu Bildung erschlossen werden?
Hierzu wurden verschiedene Themen behandelt und im Rahmen der 2. Bildungskonferenz im Jahr
2014 in einer Präsentation vorgestellt : zur Integration, Inklusion, Sozialraumorientierung und zur
Bildung sowie zum Lernen, zur Benachteiligung und zum Abbau von Barrieren.
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Das Forum „Inklusive Sozialräume & lebenslanges Lernen“ entwickelt derzeit im Auftrag der
Lenkungsgruppe der Bildungsregion ein Positionspapier zum Schwerpunkt Inklusion.
Kontakt
Edda Haack I Regionales Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg
Telefon: 06151-921 129
Email: haack@dw-darmstadt.de
2.3 Bildungsübergänge
Ziele
Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben in Übergangsphasen unterschiedliche B elastungen
und müssen entsprechende Anpassungsleistungen vollziehen, so zum Beispiel beim Übergang von
der Familie in die Kin dertagesstätte. Wie Menschen einen Übergang meistern, hängt neben der
psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) auch von der Gestaltung des Übergangs ab sowie
von der Begleitung in Übergängen . Um Übergänge individuell und bestmöglich zu unterstützen,
wurden zum Schwerpunkt „Bildungsübergänge“ folgende Ziele formuliert:
Positive Gestaltung der Bildungsübergänge in der Bildungsregion
Erstellung einer Übersicht der Übergänge und Schnittstellen
Formulierung von Handlungsempfehlungen und Erwartungen an die Bildungsregion
Entwicklung und Umsetzung konkreter Vorhaben in der Bildungsregion
Ergebnisse
Um die Frage zu beantworten, wie für jeden Menschen in der Bildungsregion Darmstadt & Dar m-
stadt-Dieburg Anschlussfähigkeit gewährleisten werden kann , haben drei Arbeitsgruppen (AG)
zum Handlungsfeld „Bildungsübergänge“ gearbeitet, und zwar:
AG „Übergang Familie – Kindertagesstätte – Grundschule“
AG „Übergang Grundschule – weiterführende Schule “
AG „Übergang Schule – studien- & berufsqualifizierende Bildungsgänge“
Im Zuge der Arbeit der AGs haben sich die unterschiedlich en strukturellen Voraussetzungen von
Stadt und Landkreis sowie die heterogenen Einstiegsvoraussetzungen bei den Betroffenen und
ihren Familien als große Herausforderung gezeigt. Dennoch ließen sich gemeinsam Ist-Zustände,
Visionen und konkrete Handlungs- sowie Entwicklungsvorschläge formulieren.
Als von besonderer Bedeutung wurden die ersten Übergänge von der Familie in die Kindertages-
stätte und in die Grundschule herausgearbeitet. Hier erlebte positive Erfahrungen bei allen B e-
teiligten ermöglichen es, dass auch zukünftige Übergänge mit einer vertrauensvolle n und positi-
ven Haltung bewältigt werden können.
Die Analyse der Bildungsübergänge in der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg bilde-
te folgenden Ist-Zustand ab:
Heterogenität der Übergänge, Schnittstellen und beteiligten Akteure/Institutionen
Institutionell bedingte Grenzen der Durchlässigkeit und Mobilität
Kommunikation zwischen den Bildungseinrichtungen ist nicht ausreichend entwickelt
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Gegenseitige Erwartungen der abgebenden und aufnehmenden Einrichtung sind oftmals
unklar
Definierte Zielstellung für die Gestaltung der Übergänge fehlt
Übergangsgestaltung als gemeinsame Aufgabe ist nicht verbindlich geregelter konzeptionel-
ler Bestandteil der beteiligten Bildungsinstitutionen
Methodisch-didaktische Übergangsgestaltung ist unklar
Beteiligung der Eltern bei Übergangsregelung ist nicht klar geregelt
Soziale und migrationsbedingte Ungleichheiten
Veränderung der Wertigkeit von Abschlüssen
Es wurde eine Zusammenstellung der zentralen Übergangsschnittstellen für die Bildungsregion
entwickelt sowie ein Grundprinzip des idealen Übergangs formuliert. Dieses hat Gültigkeit für alle
Bildungsübergänge und bildet d ie b ei allen Bildungsübergängen zu beachtende n Aspekte von
Erziehungspartnerschaften, der Vernetzung und der Bewahrung von Erreichtem ab (siehe nac h-
folgende Abbildung).
Dieses Grundprinzip sollte als wesentliche Grundlage für die Entwicklung von Qualitätsstandards
in der Bildungsregion gesehen werden.
Abb.: Grundprinzip des idealen Übergangs, entwickelt von den AGs „Bildungsübergänge“ der Bildungsregion
Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Die Arbeitsgruppen zum Schwerpunkt „Bildungsübergänge“ haben die folgenden gemeinsamen
Handlungsempfehlungen an die Bildungsregion e ntwickelt, die die Umsetzung de r o.g. Ziele und
hierzu notwendige Maßnahmen ermöglichen sollen:
Erziehungspartnerschaft
Gemeinschaftsleistung
Kommunikation
Transparenz
Regelmäßigkeit/Kontinuität
Wertschätzende Haltung
Anerkennung der Vielfalt
Vernetzung aller Beteiligten
Strukturell angelegt
Organisiertes Ablaufverfahren
Gemeinsame Leitziele
Ritualisierte Übergänge
Wissen voneinander
Gegenseitige
Wertschätzung
Bewahrung von Erreichtem
Vertrauen erhalten
Anerkennung
Ressourcen identifizieren,
nutzen und schätzen
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Handlungsempfehlungen an die Bildungsregion
Behebung von institutionellen Koordinierungsdefiziten
Vernetzung der beteiligten Akteure/Institutionen
Zielgruppenspezifische Information (Transparenz über Bildungsangebote in der Region)
Professionelles Übergangsmanagement und Abbruchmanagement, so z.B. individuelle B e-
ratung und Begleitung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien
Von links: Gerhard Bruckmann Leiter Erasmus -Kittler-Schule Darmstadt , Prof. Dr. Bruder Vizepräsident der
TU Darmstadt und Martina Holl Leiterin des Studienseminars für berufliche Schulen der Hessischen Lehrkräfteakademie
auf der 4. Bildungskonferenz „Wir machen Bildung möglich!“ am 24. November 2016
Kontakt
Geschäftsstelle Bildungsbeirat I c/o Schulamt Darmstadt
Stadthaus Frankfurter Str. 71 I 64293 Darmstadt
Telefon: 06151-13-3039 I Email: geschaeftsstelle.bildungsbeirat@darmstadt.de
2.2 Ganztagsgrundschule
Im Rahmen der 1. Bildungskonferenz der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg am
7. November 2013 hat sich eine Arbeitsgruppe (AG) "Ganztag" gegründet. Diese hat nach ausführ-
lichen Diskussionen dem Bildungsbeirat der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg für
seine Sitzung am 20. Februar 2014 und weitere, folgenden Vorschlag unterbreitet:
Gemäß § 7 der Geschäftsordnung soll der Bildungsbeirat folgende bildungspolitische Maßnahme
auf den Weg bringen:
Die baldmögliche Umsetzung des von der AG entwickelte n rhythmisierten Konzepts für
Ganztagsgrundschulen.
Weiterhin soll sich die Lenkungsgruppe der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -
Dieburg für die politische und finanzielle Umsetzung des Konzepts einsetzen und dem Bi l-
dungsbeirat regelmäßig über den aktuellen Sachstand berichten.
Im Laufe des Jahres 2014 und beginnend mit der Umsetzung ab dem Schuljahr 2015/16 entwickel-
te sich durch den von der Landesregierung auf den Weg gebrachten „Pakt für den Nachmittag“
(PfdN) und die erfolgreiche Bewerbung der Bildungsregion als Pilotmodell eine Dynamik.
Im Schuljahr 2015/16 beteiligten sich aus dem Landkreis Darmstadt -Dieburg fünf Grundschulen
sowie zwei Grundschulen und eine Förderschule aus der Stadt Darmstadt; im Schuljahr 2016/17
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
sind es aktuell acht Landkreisschulen und fünf Stadtschulen. Hinzu kommt die Schloss-Schule in
Weiterstadt, die als Referenzschule und verbindliche, rhythmisierte Ganztagsgrundschule seit
dem Schuljahr 2013/14 genau das Modell praktiziert, das die AG „Ganztag“ favorisiert.
Die Erfahrungen der AG „Ganztag“ mit den PfdN- Schulen, welche als Vorläufer auf dem Weg zur
inklusiven, rhythmisierten, gebundenen Ganztagsgrundschule gesehen werden, zeigen ein breites
Spektrum unterschiedlicher Modelle mit unterschied lichen Trägern. Da die vom Kultusminister i-
um bereitgestellten Mittel auf eine Teilnahmequote von ca. 50% ausgelegt sind, der tatsächliche
Bedarf jedoch in vielen Schulen höher ist und wahrscheinlich eher zunimmt, ergibt sich hier eine
deutliche Finanzierungslücke.
Ziele
Das Staatliche Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt hat mit
dem Bildungsbeirat der Stadt Weiterstadt die Argumente für eine verbindliche Ganztagsgrun d-
schule bis 14.30 Uhr wie folgt zusammengefasst: Für eine Verlängerung der Verweilzeit der
Grundschulkinder in der Schule gibt es im Kern drei Begründungsstränge, sozial - und wirtschafts-
politische, bildungspolitische und pädagogische Gründe. Der notwendige Rahmen, um diese Fo r-
derungen zu erfüllen, ist die verpflichtende Ganztagsgrundschule für alle, in der Hausaufgaben
weitgehend entfallen und durch individuelle Lernzeiten während der Schulzeit ersetzt werden .
Hier stehen die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder im Fokus und der Fördergedanke
im Vordergrund.
Da die erfolgreiche Realisierung einer rhythmisierte n Ganztagsgrundschule die Akzeptanz aller
Beteiligten voraussetzt, wurde den bisherigen Ganztagsschulmodellen ein in Weiterstadt entw i-
ckeltes und erprobtes neues Ganztagsschulmodell an die S eite gestellt, das an vielen Schulen
konsensfähig ist. Dieses Modell wird seit dem Schuljahr 2013/14 an der Schloss -Schule in Weiter-
stadt realisiert und erfuhr bei seiner Vorstellung auf Fachtagungen sowohl seitens der Lehrkräfte
und Schulleitungen, vor allem aber auch der Elternschaft, große Zustimmung.
Die Eckpunkte des Grundschulmodells sind:
Verpflichtende Öffnungszeiten von 7 Stunden an vier bis fünf Tagen in der Woche, die
nach regionalem Bedarf organisiert wird (z.B. von 7.30 Uhr – 14.30 Uhr)
Rhythmisiertes Konzept mit einem Wechsel von Spannung und Entspannung und mit ge-
meinsamem und individuellem Lernen
Gemeinsame Mittagspause
Fortsetzung der Arbeit nach der Pause in einer für alle Schülerinnen und Schüler verbind-
lichen Struktur
Wichtige Dimensionen dieser Organisationsform sind:
Integrierte Lernkonzepte in rhythmisierter Form, d.h. eine Verzahnung von Unterricht,
Bildung, Betreuung, wobei durch die Einbindung von Lernzeiten auf die klassischen Hau s-
aufgaben verzichtet wird
Multiprofessionelle Teams, d.h. Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Hon o-
rarkräfte kooperieren mit einer gemeinsamen, am Kind orientierten Zielsetzung
Kostenpflichtige Betreuungsangebote werden im Anschluss bis 17.00 Uhr und in den Feri-
en angeboten bei möglichst hoher personeller Kontinuität und am selben Standort (Ko s-
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Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
tenträger sind hier Eltern, Kommunen und evtl. Schulträger : Die konkrete Aufteilung g e-
schieht vor Ort.)
Ergebnisse: Aufgabe und Auftrag für die Bildungsregion
Geht man von de r im Schulgesetz festgeschriebe nen verbindlichen Grundschulzeit aus, so ergibt
sich rechnerisch ein Zuschlag von etwa 55% auf die Grundversorgung, um die Anwesenheit aller
Kinder an 7 Zeitstunden zu garantieren. Durchaus unter Beachtung von pädagogischen Qualität s-
standards lässt sich dieser zusätzliche Bedarf zum einen durch Umwandlung von Lehrerstunden in
Honorarstunden und zum anderen durch die Beibehaltung der Klasse als Organisationseinheit auf
etwa 50% senken.
Da kurzfristig nicht zu erwarten ist, dass das Land Hessen diese Zusatzko sten für die Ganztag s-
grundschulen trägt, sind Zwischenlösungen und Übergangsmodelle notwendig . So sin d z.B.
„Ganztagsklassen“ denkbar und parallel dazu existierende Klassen mit dem üblichen Vormittag s-
schulangebot, ergänzt durch eine freiwillige Bet reuung. Ebenfalls denkbar sind Kooperationsm o-
delle, bei denen Kommunen und/oder Schulträger noch bestehende Finanzierungslücken abd e-
cken. Hierbei sind Qualitätsmerkmale zu definieren sowie eine Mindestanzahl von Lehrerstunden,
die aus dem „Ganztagszuschlag“ finanziert werden.
Eine in der Bildungslandschaft verankerte gemeinsame Verantwortung und Steuerungsstruktur
aller Beteiligten (Schule, Staatliches Schulamt, Kultusmini sterium, Schulträger, Kommune, f reie
und öffentliche Jugendhilfeträger) ist eine wesentliche Gelingensbedingung der Ganztagsgrund-
schule. Hier besteht ein Handlungsbedarf in der Bildungsregion, und zwar zum einen in der Unter-
stützung und Priorisierung von Schulen , die sich auf den Weg zur Ganztagsgrundschule machen,
und zum ander en in der Ausstattung mit den notwendigen Ressourcen , um den Schulen die er-
folgreiche Umsetzung des Modells „Ganztagsgrundschule“ zu ermöglichen.
Die AG „Ganztag“ hat die nachfolgenden Handlungsempfehlungen an die Bildungsregion ausg e-
sprochen. Diese wurden auf der 4 . Bildungskonferenz am 24.11.2016 ausführlich diskutiert und
von den Teilnehmenden befürwortet.
Handlungsempfehlungen an die Bildungsregion
Beauftragung eines Fachgremiums durch die Bildungsregion, um auf der Grundlage der bisher i-
gen Erfahrungen abgesich erte Kostenmodelle, pädagogisch durchdachte Raumkonzepte und O r-
ganisations- bzw. Umsetzungsmodelle zu erarbeiten und vorzulegen.
Die Bildungsregion unterstützt Schulen und Träger , die sich im Sinne des von der AG „Ganztag“
entwickelten Modells auf dem Weg zur Ganztagsgrundschule machen und begleitet sie dabei, z.B.
durch die Organisation von Austauschforen, Bereitstellung von Referent/innen, finanzielle Unter-
stützung bei der Gestaltung pädagogischer Tage, Coaching.
Einrichtung eines runden Tisches mit allen am Ganztag beteiligten Akteuren: Um den Prozess
der Ganztagsgrundschulentwicklung professionell zu gestalten, ist es notwendig, dass alle Akteure
regelmäßig in den Austausch und die Zusammenarbeit gehen. Hierzu zählen u.a. das Staatliche
Schulamt, das Schulamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt, des Schulservice des Landkreises, die
Jugendämter, Sozialämter, Schulen und freie Träger.
15
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Arbeitsphase zum Schwerpunkt Ganztagsschule in der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg im Rahmen der
4. Bildungskonferenz im Rahmen der „Wir machen Bildung möglich!“ am 24 November 2016
Kontakt
Gerhardt Kraft I Schulleiter Schloss-Schule Gräfenhausen I Email: g.kraft@schulen.ladadi.de
Sabine Michel-Sturm I Schulleiterin Erich Kästner-Schule Darmstadt
Email: Sabine.Michel-Sturm@darmstadt.de
Dagmar Rosenbrock I Staatliches Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt
Darmstadt I Email: Dagmar.Rosenbrock@kultus.hessen.de
Manfred Schiwy I ehem. Schulleiter Gersprenzschule Reinheim
Email: manfred-schiwy@t-online.de
Dr. Walter Schnitzspan I Vorsitzender Bildungsbeirat Weiterstadt I Email: schnitzspan@t-online.de
2.4 Die Querschnittsthemen: Gender, interkulturelle Öffnung & Inklusion
Gender
Ziele
Bildungsbereiche unter Geschlechter- bzw. Genderperspektive zu betrachten, ist ein Baustein der
Geschlechterdemokratie. Hierzu bedarf es einer Gender kompetenz. Im Zusammenhang mit den
unterschiedlichen Bildungsbereichen und im Hinblick auf lebenslanges Lernen braucht es hierfür
vor allem die Fähigk eit zur Reflexion. Ebenso benötigt es Motivation , um geschlechtsspezifische
Strukturen in Institutionen und im Alltagshandeln aufzuschlüsseln.
Ergebnisse
Das Büro für Chancengleichheit der Kreisverwaltung Darmstadt -Dieburg erarbeitet derzeit im
Auftrag der Lenkungsgruppe der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg ein Positionspa-
pier für das Querschnittsthema Geschlecht/Gender in der Bildungsr egion. Hierzu gehören Über-
schriften wie: „Das Gehirn tr ägt kein Geschlechterkorsett“, „Geschlechterunterschiede zwischen
Dramatisierung und erfreulicher Vielfalt“, „Schulische Bildung und Geschlecht: Ein unmittelbarer
Zusammenhang?“, „Männer schrauben, Frauen pflegen – Berufliche Segregation in Deutschland“,
„Informelles Lernen – Viele können mehr, als in Zertifikaten sichtbar wird “. Dieses Papier wird als
16
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Diskussionsgrundlage gesehen und muss mit den verschiedenen Akteuren der Bildungsregion
langfristig diskutiert und abgestimmt werden.
Eine erste Diskussion mit Akteurinnen und Akteuren der Bildungsregion ist bei der 4. Bildungskon-
ferenz „Wir machen Bildung möglich!“ am 24. November 2016 erfolgt.
Kontakt
Monika Abendschein I Büro für Chancengleichheit Landkreis Darmstadt-Dieburg
Telefon: 06151-881 1040 I Email: m.abendschein@ladadi.de
Interkulturelle Öffnung
Ziele
Chancengleichheit und vielfaltsbewusste Bildung aller Menschen in der Bildungsregion sind w e-
sentliche Ziele zum Schwerpunkt „Interkulturelle Öffnung“. Hierzu zählen:
Stärkung des Bewusstseins für die Potenziale aller Lernformen formaler, non-formaler und
informeller Art
Verdeutlichung der Bedeutung lokaler kultursensibler Sozialraumstruktur en z.B. Migra n-
tenmilieus
Reflexion über das interkulturelle Klima von Institutionen, deren Willkommens - und Aner-
kennungskultur wie auch die Kontakte und Kooperationen im Sozialraum
Rollenreflexion der Fachkräfte zu interkulturellen Situationen und interkultureller Kompe-
tenz
Einsatz und Beschäftigung von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund
Konkrete Projektvorschläge und Werkzeuge zur Interkulturellen Öffnung, wegweisende In-
tegrationsansätze und Checkliste zur interkulturellen Öffnung
Ergebnisse
Im Auftrag der Lenkungsgruppe der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg hat das I n-
terkulturelle Büro des Landkreises Darmstadt -Dieburg ein Positionspa pier zur kultursensiblen
Öffnung¹ der Bildungsregion erarbeitet . Dieses wurde sowohl in der Lenkungsgruppe der Bi l-
dungsregion als auch im Bildungsbeirat diskutiert und verabschiedet. Als Weiterführung des Pos i-
tionspapiers wurde eine Checkliste zur Interkulturellen Öffnung ² entwickelt, die in der Lenkungs-
gruppe sowie im Bildungsbeirat vorgestellt wurde.
Die Verabschiedung des Positionspapiers in der Lenkungsgruppe der Bildungsregion zeigt, dass die
Verantwortlichen bereit sind, das Bildungswesen vor Ort aktiv weiterzuentwickeln.
17
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Handlungsempfehlungen an die Bildungsregion
Die Umsetzung einer vielfaltbewussten Bildung ist ein Prozess. Aufgabe der zuständigen Akteuri n-
nen und Akteure im Landkreis Darmstadt-Dieburg und in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist es
nun, den Rahmen, der mit diesem Positionspapier abgesteckt ist, je nach ihren bildungspolit i-
schen Schwerpunktsetzungen auszufüllen.
In der nächsten Phase müssen die Ergebnisse gesichert und nachhaltig verankert werden. D ies
kann u.a. sichergestellt werden durch:
Öffentlichkeitsarbeit & Evaluationsverfahren
Institutionelle Anwendung und Verankerung der Checkliste
Überprüfung und Weiterentwicklung des Schwerpunktes interkulturelle Öffnung
Kontakt
Rosemarie Lück I Sozial- und Jugenddezernentin Kreisbeigeordnete Landkreis Darmstadt-Dieburg
Telefon: 06151-881 1400 I Email: dezernat-b@ladadi.de
Sabine Hahn I Büroleitung der Sozial- und Jugenddezernentin
Telefon: 06151-881 2182 I Email: s.hahn@ladadi.de
Inklusion
Ziele
Die Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg hat das Ziel, die Bildungsteilhabe aller Me n-
schen in der Region zu ermöglichen. Inklusion und Sozialraumorientierung sind hierbei zentrale
Handlungsfelder.
Inklusion wird als Weitung des Nebeneinanders hin zum Miteinander in Vielfalt verstanden. Inklu-
sion ist, wenn jeder Mensch die Möglichkeit erhält, sich vollständig und gleichberechtigt an allen
gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen , und zwar von Anfang an und unabhä ngig von indiv i-
duellen Fähigkeiten, ethnischer oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Alter, Weltanschauung und
sexueller Ausrichtung. Sozialraumorientierung zeigt sich hierbei im zielgruppenübergreifenden
und auf Sozialräume bezogenen Handeln.
Ergebnisse
Das Querschnittsthema „Inklusion“ wird in der Bildungsregion vom Forum „Inklusive Sozialräume
& lebenslanges Lernen“ thematisch bearbeitet. Um die zuvor genannten Ziele zu erreichen, erar-
beitet das Forum „Inklusion und inklusive Sozialräume“ derzeit ein Positionspapier im Auftrag der
Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg.
Aktuelle Entwicklung im schulischen Bereich
Die Wichtigkeit des gemeinsamen Schwerpunktes „Inklusion“ für die W issenschaftsstadt Darm-
stadt sowie den Landkreis Darmstadt-Dieburg zeigt sich in vielen Bereichen beider Gebietskörper-
schaften. So ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit dem Jahr 2016 Pilotregion „inklusiver
Schulbündnisse“³ des Landes Hessen. Hier arbei ten in enger Kooperation mit dem Staatlichen
Schulamt für den Landkreis Darmstadt -Dieburg & die Stadt Darmstadt alle Schulen der Stadt in
inklusiven Schulbündnissen. Der Landkreis Darmstadt -Dieburg wird ab Sommer 2017 als Region
„Inklusiver Schulbündnisse“ starten.
18
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Kontakt
Edda Haack I Regionales Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg
Telefon: 06151-921 129 I Email: haack@dw-darmstadt.de
Vanessa Dyroff I Fachberaterin Staatliches Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die
Stadt Darmstadt
Email: vanessa.dyroff@kultus.hessen.de
3 Die Bildungskonferenzen: Wissenstransfer und Vernetzung
Die jährlichen öffentlichen Bildungskonferenz en sind Orte des Wissenstransfers und der Vernet-
zung. Sie geben Impulse für die Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis in allen Bereichen von
Bildung. Zugleich sind sie konkrete Arbeitsort e, um die Gemeinschaftsaufgabe von Kommune
und Landkreis zu bewerkstelligen, allen Menschen gleichermaßen Zu gang zu Bildung zu ermö g-
lichen, die in der Region vorhandenen Potenziale zu verknü pfen und optimal zu nutzen.
19
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
1. Bildungskonferenz 7. November 2013
Vortrag zu: „Qualitätsmerkmale einer regionalen Bildungslandschaft“ von Wolfgang Rombey,
Stadtdirektor a. D. der Stadt Aachen
2. Bildungskonferenz 19. November 2014
Vortrag zu: „Lernen: Räume, Gelegenheiten, Voraussetzungen“ von Prof. Dr. Thomas Olk (Univer-
sität Halle-Wittenberg)
3. Bildungskonferenz 10. November 2015
Vortrag zu: „Funktionen und Möglichkeiten eines kommunalen Bildungsmonitorings“ von
Prof. Dr. Hans Döbert (ehemals Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung
(DIPF))
4. Bildungskonferenz „Wir machen Bildung möglich!“ 24. November 2016
Ein gemeinsamer Blick auf mehr als drei Jahre Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
und anstehende Herausforderungen.
4 Beteiligung der Bildungsregion an Bundesprogrammen zur Entwic k-
lung des kommunalen Bildungsmanagements
4.1 Transferinitiative kommunales Bildungsmanagement
Im Rahmen der Förderinitiative „Transferagenturen Kommunales Bildungsmanagemen t“ des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden bundesweit Transferagenturen etabliert,
die Kommunen helfen sollen, ihre Ausgangssituation zu analysieren, Entwicklungsbedarf zu identi-
fizieren und bei der Umsetzung eines kommunalen Bildungsmanagements zu begleiten zu unte r-
stützen.
Der Landkreis Darmstadt -Dieburg und die Wissenschaftsstadt Darmstadt haben ihre Zusamme n-
arbeit in bildungspolitischen Fragen ausgebaut und im September 2015 eine verbindliche Zielver-
einbarung mit der Transferagentur Hessen geschlossen.
Erklärtes Ziel ist die Weiterentwicklung der Bildungsregion und die Professionalisierung des Bi l-
dungsmanagements - von frühkindlicher Bildung über Schule bis zum lebenslangen Lernen - auf
der Grundlage von verlässlichen Daten. Die Transferagentur Hessen bietet dabei ein System der
Unterstützungsleistungen an, das aus den Bausteinen Veranstaltungen, Beratung und Begleitung,
Qualifizierung und Coaching besteht.
Konkrete erste Schritte sind die Festlegung von Kennzahlen, mit denen sich bildungspolitische
Fragestellungen messbar darstellen lassen, die Bestandsaufnahme der Bildungsangebote in der
Region und die Umsetzung von Bildungszielen in den jeweiligen Verwaltungen von Stadt und
Landkreis.
Kontakt
Siehe Seite 21
20
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
4.2 Programm „Bildung integriert“: Kommunales Bildungsmanagement
und Bildungsmonitoring
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt legt mit der Einführung eines kommunalen datenbasierten
Bildungsmanagements den Fokus auf den koordiniert en Ausbau ihrer Bildungslandschaft. G e-
meinsam mit allen in der Bildung verantwortlichen und engagierten Akteur en ist das Ziel, geli n-
gende Bildungsbiographien für alle Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu
gestalten.
Hierzu hat sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt um die Förderung durch das Programm „Bildung
integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beworben. Gefördert mit Mitteln
des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) werden die zwei Projektstelle n Bi l-
dungsmanagement und Bildungsmonitoring ab dem Jahr 2016 bis Ende des Jahres 2018.
Die zentrale Aufgabe ist die Erstellung eines 1. Darmstädter Bildungsberichts, der die Bildung s-
landschaft in der Stadt mit belastbaren Daten unterlegt. Im Fokus der Datenanalyse steht dabei
die Frage, welchen Personen der Zugang zu Bildung erschwert ist.
Das langfristige Ziel des Projekts ist die Etablierung einer eng vernetzten Bildungslandschaft in
der Wissenschaftsstadt Darmstadt, in der Bildungsakteure aus versch iedenen Institutionen zu
gemeinsam getragenen Verabredungen und abgestimmten Bildungsangeboten gelangen.
Auch der Landkreis Darmstadt -Dieburg wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Bildung int e-
griert“ bei der Erreichung des Ziels gefördert, Chancengleichhei t im Bildungswesen für alle Me n-
schen der Region herzustellen - unabhängig von Alter, Herkunft, Einkommen und bereits vorha n-
dener Bildung/Ausbildung. Dazu sollen die Zugänge zu Bildungsangeboten und -einrichtungen so
gestaltet werden, dass alle daran teilhaben können. Es soll eine Angebotsstruktur entwickelt we r-
den, die sich einerseits am konkreten Bedarf der Bevölkerung orientiert und sich andererseits im
Bereich des finanziell Machbaren bewegt.
Datenbasiertes Bildungsmanagement wird im Landkreis Darmstadt -Dieburg im Wesentlichen als
Steuerungsunterstützung verstanden. Die erhobenen Daten im Rahmen des Bildungsmonitoring s
sollen als Argumentationshilfen in politischen Entscheidungsprozessen dienen. Eine wesentliche
Herausforderung hierbei ist der demografis che Wandel. Zwar ist die Bevölkerungsentwicklung im
Landkreis Darmstadt -Dieburg insgesamt stabil, bezogen auf die 23 Städte und Gemeinden mit
ihren insgesamt 98 Ortsteilen jedoch heterogen. So gibt es Städte und Gemeinden, die „boomen“
und sogar ein positi ves Geburtensaldo verzeichnen können, es gibt aber auch Städte und G e-
meinden, deren Altersstruktur sich gravierend verändert. Insgesamt ist in der Region zudem ein
weitreichender soziodemographischer Wandel zu beobachten, der sich beispielsweise in einer
unterschiedlichen Altersstruktur der Menschen mit /ohne Migrationshintergrund bemerkbar
macht.
Um die Bildungsregion, aber auch die kreisangehörigen Kommunen oder weitere Bildungsakteure
überhaupt in die Lage zu versetzen, „demografiefest“ zu planen, werden verlässliche Daten, Ana-
lysen und Prognosen benötigt, die möglichst bis auf Ortsteilebene heruntergebrochen sind. Um
eine Fehleranfälligkeit bei der Interpretation von Daten zu vermeiden und um keine einseitigen
Schlussfolgerungen zu ziehen, ist dabei ein U mdenken erforderlich. Komplexe gesellschaftliche
Entwicklungen wie der demografische Wandel erfordern eine interdisziplinäre Betrachtung. Das –
immer noch – vorherrschende Denken in isolierten Fachbereichen muss überwunden werden in
Richtung eines vernetzten Ansatzes.
21
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
Weitere Aufgaben sind die Koordination und Organisation der Bildungsberatung innerhalb des
regionalen Kontextes. Ein wichtiger Baustein hierbei ist das Angebot des Hessencampus. Bi l-
dungsberatung sollte dabei nahe an den Menschen sein und desha lb dezentral im Sozialraum
angeboten werden. Gleichzeitig sollten die Bildungsberaterinnen und Berater eine genaue Kennt-
nis der regional vorhandenen Angebote haben, um auf Initiativen der benachbarten Stadt oder
Gemeinde aufmerksam machen zu können – auch über die Grenzen des Landkreises hinaus.
Verabredet ist der regelhafte Austausch der beiden Projekte „Bildung integriert Darmstadt -
Dieburg “ und „Bildung integriert Darmstadt“ , um die Professionalisierung der Bildungsregion
Darmstadt & Darmstadt-Dieburg voranzutreiben.
Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Schulamt
Dr. Monika Krutsch
Bildungsmanagement
Telefon: 06151-13 3875
Email: monika.krutsch@darmstadt.de
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Bildungsbüro
Anja Simon und Anna Barrett
Telefon: 06151-881 1511
Email: bildungsbuero@ladadi.de
4.3 Kommunale Koordinierungsstelle der Bildungsangebote
für Neuzugewanderte
Zuwanderung im Sinne des oben genannten Programms umfasst sowohl die Zielgruppe der g e-
flüchteten Menschen als auch der Menschen, die im Zuge der Freizügigkeit aus osteuropäischen
Ländern in die Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg kamen , und auch einige, die in
internationalen Firmen untergekommen sind. Viele dieser, seit wenigen Jahren hier lebenden
Neubürgern haben erschwerten Zugang zur Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Für die Integration von neuzugewanderten Menschen in unsere Gesellschaft hat Bildung eine
herausragende Schlüsselfunktion. Sie ist Voraussetzung für den Bildungserfolg in Schule und Au s-
bildung, den Zugang zum Arbeitsmarkt und Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens. Diese
Übergänge erfolgreich zu gestalten, soll für neuzugewanderte Menschen leichter und besser mög-
lich gemacht werden, um so letztlich die Chancengleichheit hinsichtlich des Bildungserwerbs zu
verbessern.
Dieses Vorhaben ist nur zu verwirklichen, wenn die hierfür relevanten Bildungsakteure vor Ort
identifiziert und deren Angebo te gesichtet werden, um diese ausgerichtet am Bedarf der Neuz u-
gewanderten aufeinander abstimmen zu können. Hierzu müssen notwendige zusätzliche Maß-
nahmen und Gremien geschaffen werden. Bestehende Strukturen sollen mit einbezo gen und da-
rauf aufgebaut werden, um Ressourcen und Wissen effizienter zu nutzen. Es gibt eine reiche A n-
gebotslandschaft an Haupt- und Ehrenamtlichen, die großartige Arbeit leisten, aber denen mitu n-
ter Kontakt, ein Netzwerk oder Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen in der Verwaltung
fehlen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Stadt Darmstadt mit der Fina n-
zierung einer kommunalen Koordinierungsstelle und den Landkreis Darmstadt -Dieburg mit der
Geschäftsstelle Bildungsbeirat I 07.12.2016
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
22
Finanzierung von zwei kommunalen Koordinierungsstellen – bedingt durch die hohe Einwohne r-
zahl – der Bildungsangebote für Neuzugewanderte im Rahmen von zunächst 2 Jahren.
Die wichtigsten Ziele der kommunalen Koordinierungsstellen, von denen über 300 in Deutschland
und knapp 30 in Hessen geschaffen wurden:
Schnittstelle und Vermittler zwischen den lokalen Bildungsakteuren, der Verwaltung und
den politischen Verantwortlichen zu sein, und Herstellung von Transparenz
Entlang einer lebenslangen Bildungsbiografie – von der Grundbildung, dem frühkindlichen
Bereich, der schulischen Bildung, der Ausbildung und des Studiums hin zur Arbeitsmarkqua-
lifizierung – Zu- und Übergänge zu erleichtern.
Der Bezug zu datenbasierten Grundlagen und das Agieren auf der Steuerungsebene führen zu
enger Zusammenarbeit der Koordinationsstell e mit dem Bildungsmanagement und mit dem Bi l-
dungsmonitoring in der Bildungsregion.
Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Schulamt
Kommunale Koordinierung der
Bildungsangebote für Neuzugewanderte
Katja Abzieher
Telefon: 06151-13 3369
Email: katja.abzieher@darmstadt.de
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Interkulturelles Büro
Bildungskoordinatorinnen
Charlotte Kroll und Nina Schwenzl
Telefon: 06151-881 1582, 06151-881 1581
Email: interkulturellesbuero@ladadi.de
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
23
5 Mitglieder des Bildungsbeirates
Mitglieder
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Landkreis
Darmstadt-Dieburg
Vorsitz
Vorsitz (und Moderation) Sabine Süß
Stellv. Vorsitz N.N.
Dezernentinnen und Dezernenten
Schuldezernenten Rafael Reißer Christel Fleischmann
Sozial-/Jugenddezernentinnen Barbara Akdeniz Rosemarie Lück
Kreisversammlung der Bürgermeister
Karl Hartmann
Bildungseinrichtungen/-gremien
Staatliches Schulamt DA-Di & DA Ralph von Kymmel
Hess. Lehrkräfteakademie Martina Holl
Hauptelternbeirat Judith Elbe Petra Wrede
Stadt-/Kreiselternbeirat Richard Jordan Ingo Rademacher
Stadt-/Kreisschülerrat Nicolai Koch Jeremias Meyer
Grundschulen Sabine Michel-Sturm N.N.
Weiterführende Schulen Meinhard Hiemez Silke Schulz-Mandl
Berufliche Schulen Gerhard Bruckmann
Evangelische Hochschule
Darmstadt
Prof. Dr. Marion Großklaus-Seidel
Hochschule Darmstadt Prof. Dr.-Ing. Manfred Loch
Technische Universität Darmstadt Prof. Dr.-Ing. Ralph Bruder
Grundbildungszentrum
Bildungswerk der Hessischen Wirt-
schaft e.V. Region Südhessen
Eugen Breining
Bildungsexpertinnen und -experten
Regionale Bildungsexpertise Gerd Blecher Dr. Walter Schnitzspan
Liga Freie Wohlfahrtsverbände
Edda Haack
Ausländerbeiräte
Dorothea Mondry Donato Girardi
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
24
Mitglieder
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Landkreis
Darmstadt-Dieburg
Ehrenamtliche Jugendarbeit
Siad Al-Nahawi Martin Göbel
Ausschuss Kinder- und Jugendarbeit
Michael Lindner Ute Teuchner
Seniorenvertretung
Bernd Nürnberg Hannelore Walz-Kirschbaum
Stiftungen
Netzwerk Stiftungen und
Bildung im Bundesverband
deutscher Stiftungen
Sabine Süß
Bürgerstiftung Darmstadt Dr. Markus Hoschek
Sozialstiftung Darmstadt-
Dieburg
Dagmar Wucherpfennig
Behindertenverbände
Lebenshilfe Darmstadt &
Darmstadt-Dieburg
Elisabeth Bautz-Nebeling Belinda Mann
Wirtschaft
Industrie- und Handelskammer
Darmstadt
Hans-Heinrich Benda
Handwerkskammer Frankfurt-
Rhein-Main
Dr. Christof Riess
VhU Darmstadt und Südhessen Reinhold Stämmler
Merck KGaA Dr. Christa Jansen
Caparol GmbH N.N.
Sparkasse Darmstadt & Darm-
stadt-Dieburg
Dr. Sascha Ahnert
Gewerkschaften
Deutscher Gewerkschaftsbund Jürgen Planert
Gewerkschaft für Erziehung
und Wissenschaft
Klaus Armbruster
Arbeitsagentur
Birgit Förster
Polizei
N.N.
N.N.: Noch zu benennen
Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Gestaltung der
regionalen Bildungslandschaft Darmstadt & Darmstadt-Dieburg
25
Zum Weiterlesen
¹ Positionspapier „Kultursensible Öffnung der Bildungsregion Stadt Darmstadt und Landkreis
Darmstadt-Dieburg im Kontext von lebenslangem Lernen“: https://www.ladadi.de/gesellschaft-
soziales/migration-und-integration/integration/interkulturelles-buero/wir-koordination.html
² „Checkliste Interkulturelle Öffnung“ zur kultursensiblen Öffnung der Bildungsregion Stadt Darm-
stadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg: https://www.ladadi.de/gesellschaft-soziales/migration-
und-integration/integration/interkulturelles-buero/wir-koordination.html
³ Inklusion, Modellregionen „Inklusive Bildung“ und „Inklusive Schulbündnisse“:
https://kultusministerium.hessen.de/schule/individuelle-foerderung/sonderpaedagogische-
foederung-inklusion/inklusion
anlage 2
2058 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
15.11.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II
an die Stadtverordne tenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat V
Amt: Schulamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
II 40
V 50 51
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0388
Magistratsbeschluss -Nr.
463
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 040-000-0100 Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Sachbericht Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg
Zeitraum 2012 - 2016
Vorlage vom: 02.11.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den Sachbericht Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg für den
Zeitraum 2012 – 2016 zur Kenntnis.
Anlagen: Sachbericht_Bildungsregion_2016_1
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 22.11.2017
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 2. November 2017:
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt am
18.12.2012 und des Kreistages des Landkreises Darmstadt-Dieburg am 17.12.2012 wurde eine
kommunale Arbeitsgemeinschaft sowie die Gründung der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -
Dieburg vereinbart. Im Zuge dessen arbeiten die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis
Darmstadt-Dieburg an der Entwicklung der gemeinsamen Bildungsregion.
Der Sachbericht zur Bildungsregion für den Zeitraum 2012 – 2016 gibt Auskunft über die Historie
der Bildungsregion, die inhaltlichen Schwerpunkte sowie Strukturen und Ergebnisse.
Darmstadt, 02. November 2017
Dezernat II Dezernat V
Rafael Reißer Barbara Akdeniz
Bürgermeister Sozialdezernentin
2017/0388
1976 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
15.11.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II
an die Stadtverordne tenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat V
Amt: Schulamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0388
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 040-000-0100 Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Sachbericht Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -Dieburg
Zeitraum 2012 - 2016
Vorlage vom: 02.11.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den Sachbericht Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt-Dieburg für den
Zeitraum 2012 – 2016 zur Kenntnis.
Anlagen: Sachbericht_Bildungsregion_2016_1
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 2. November 2017:
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt am
18.12.2012 und des Kreistages des Landkreises Darmstadt-Dieburg am 17.12.2012 wurde eine
kommunale Arbeitsgemeinschaft sowie die Gründung der Bildungsregion Darmstadt & Darmstadt -
Dieburg vereinbart. Im Zuge dessen arbeiten die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis
Darmstadt-Dieburg an der Entwicklung der gemeinsamen Bildungsregion.
Der Sachbericht zur Bildungsregion für den Zeitraum 2012 – 2016 gibt Auskunft über die Historie
der Bildungsregion, die inhaltlichen Schwerpunkte sowie Strukturen und Ergebnisse.
Darmstadt, 02. November 2017
Dezernat II Dezernat V
Rafael Reißer Barbara Akdeniz
Bürgermeister Sozialdezernentin
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Frankfurter Straße 71i
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0388
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 02.11.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00