Antrag von Frau Prof. Schock-Werner, als sachkundige Einwohnerin: Römer Mauer
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates AN/1704/2022 vom 14.10.2022
Stand: Am 25.10.2022 im Ausschuss Kunst und Kultur endgültig zurückgezogen.
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Antrag Frau Prof. Schock-Werner
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Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates von Frau Prof. Schock-Werner, als sachkundige Einwohnerin AN/1704/2022: Römer Mauer Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 25.10.2022 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, Sehr geehrte Damen und Herren, Der Förderverein römische Stadtmauer Köln bemüht sich u die Sanierung und Restaurierung der Römischen Stadtmauer am Mühlenbach. Die sorgfältigen Voruntersuchungen und die ersten Gründungsarbeiten ergaben, dass die Mauer nicht standfest ist. Es fanden sich zwei Stockwerk tiefe Hohlräume unter der Mauer, die nicht oder nur locker verfüllt waren. Damit ist die Sanierung der Mauer nicht mehr nur eine denkmalpflegerische Maßnahme, sondern ist auch aus Sicherheitsgründen notwendig. Ich stelle daher den Antrag, 600.000 Euro in den Haushalt einzustellen, auszuzahlen in zwei Raten 2023 und 2024, damit wir die Arbeiten mit der begonnenen Gründlichkeit fortführen können und die Gefahr eines Kollapses beseitigt ist. Mit freundlichen Grüßen Frau Prof. Barbara Schock-Werner Anlage 1: Gutachten zur Standfestigkeit -
Anlage 1 Stellungnahme Mühlenbach 17-49
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1 Köln, römische Stadtmauer Stellungnahme zur Standsicherheit der römischen Stadtmauer in Köln Teilabschnitt Mühlenbach 17-49 Die römische Stadtmauer im Bereich Mühlenbach 17-49 erstreckt s ich über ca. 77,5 m und weist eine Höhe von bis zu 5,55 m auf. Innenseitig ( Stadtseite) ist die Mauer über nahezu der gesamten Länge bis zur derzeitigen Mauerk rone mit Erdreich angeschüttet (siehe Plan Blatt-Nr. 1). Die vorhandene Wanddicke variiert sehr stark. In der Vergangenheit wurde die Außenseite zum Teil zur Gewinnung von Baumaterial abgetragen. Zusätzlich reduzierte sich der trag ende Querschnitt durch Erosion und Verwitterung. Anhand von Untersuchungsbohrung en wurden Wanddicken zwischen 0,90 m und 2,40 m festgestellt. Neben den aufgeführten Bestandsuntersuchungen sind für die Bere chnungen Bodenuntersuchungen erforderlich. Die Ermittlung der Bodenbeschaffenheit sowie der Bodenkennwerte wurden vom Bodengutachter Vogt aus Bedburg durchgeführt. Die Ergebnisse si nd im Gutachten vom 14.12.2021 zusammengefasst. Mit den Ergebnissen aus den Bodenuntersuchungen wurden unter Be rück- sichtigung der vorhandenen Wandquerschnitte sowie des geplanten Gelände- niveaus statische Berechnungen zur Ermittlung der Standsicherheit geführt. Die statischen Berechnungen ergeben, dass die rechnerische Standsicherheit der Mauer östlich des Turms mit einer Wanddicke von ca. 2,15 m gege ben ist. Die Mauer hält dem Erddruck sowie der angesetzten Verkehrslast von 5 kN/m² stand. Für den Abschnitt westlich des Turms konnte eine Standsicherhei t nachgewiesen werden, wenn die Mauerdicke mindestens 2,40 m beträgt. Bei geri ngeren Wanddicken sind Maßnahmen, wie z.B. eine Verankerung mittels Er danker, Schwab | Lemke Ingenieurbüro GmbH Gröppersgasse 1 51107 Köln GRÖPPERSGASSE 1 D-51107 KÖLN TEL +49 221 49 44 22 +49 221 49 49 59 FAX +49 221 497 34 46 BUERO@ SCHWAB-LEMKE.DE WWW. SCHWAB-LEMKE.DE GESCHÄFTSFÜHRER DIPL.-ING. M. LEMKE DIPL.-ING. G. MARSALA AMTSGERICHT KÖLN HRB 23867 _ 2 Abstützungen oder durch Ergänzung des Mauerwerks, zur Erzielung einer ausreichenden Standsicherheit erforderlich. Im Turmbereich wird die Standsicherheit durch den Teilneuaufbau des Turms und damit Abstützung der Wand erzielt. Die Standsicherheit der übri gen gefährdeten Wandabschnitte wird durch die geplanten Mauerergänzungen erreicht, so dass die Mauer als Schwergewichtswand dem Erddruck und der Verkehrslast stand hält. Voraussetzung für sämtliche Standsicherheitsnachweise ist eine ausreichend tragfähige Gründung bzw. Fundamentierung. Der Anlage 2 des Bodengutachtes ist zu entnehmen, dass der ausr eichend trag- fähige Boden in unterschiedlichen Tiefen anzutreffen ist. Im Tu rmbereich sowie westlich des ehemaligen Turms liegt der ausreichend tragfähige Boden tiefer als die erkundeten, vorhandenen Fundamentunterkanten der Wand. Zusätzlich wurde festgestellt, dass sich zahlreiche Hohlräume vor und unter der römischen Wand befinden. Wegen der unzureichenden Gründung sind neben den Maßnahmen im a uf- gehenden Wandgefüge zusätzliche Unterfangungsarbeiten erforderlich. Eine ausreichende Standsicherheit ist erst dann gegeben, wenn d ie Unter- fangungsmaßnahmen, die Mauerergänzungen sowie der Teilaufbau de s Turms hergestellt wurden. Aufgestellt, Köln den 06.09.2021 Ma/lk (Projekt-Nr. 2134) K2 K3 K4K1 K8 K6 K5 K7 Rekonstruktion römischer Turm 49,50 m ü.N.N. Schrägsockel UK Fundament Schurf 2 Schurf 1 Rekonstruktion Verlauf Wandkopf Wandansicht mit Rekonstruktion des Verlaufs der Stadtmauer M. 1:100 Wandaufbau: 0-50 cm, sehr klüftiges Mwk 50-110 cm, kompaktes Mwk mit einzelnen gebrochenen Steinen 110-240 cm, sehr kompaktes Mwk mit festem Kern Schnitt K 1 M. 1:100 49,50 m ü.N.N. Wandaufbau: 0-160 cm, kompaktes römische Mwk dahinter Hohlraum Schnitt K 2 M. 1:100 Wandaufbau: 0-12 cm, Ziegel-Mwk 12-70 cm, klüftiger Bruchstein 70-215 cm, kompakter Kern mit festem Mörtel Schnitt K 3 M. 1:100 47,00 m ü.N.N. Wandaufbau: 0- 36,5cm, Ziegel-Mwk 36,5-172 cm, Hohlraum dahinter Naturstein Schnitt K 4 M. 1:100 49,50 m ü.N.N. Wandaufbau: 0-36,5 cm, Ziegel- und Tuffstein-Mwk 36,5-50 cm, Tuffstein 50-90 cm, Naturstein-Mwk, fester Mörtel, Kern gebrochen Schnitt K 5 M. 1:100 Wandaufbau: 0-120 cm, Ziegel-Mwk mit festem Kern, teilweise gebrochen Schnitt K 7 M. 1:100 Wandaufbau: 0-130 cm, kompaktes römisches Naturstein-Mwk 130-200 cm, Naturstein-Mwk mit hohem Mörtelanteil, Kern gebrochen, aber fest Schnitt K 8 M. 1:100 49,50 m ü.N.N. 49,50 m ü.N.N. Wandaufbau: 0-45 cm, Ziegel-Mwk (Bereich ehemaliger Turm) Schnitt K 6 M. 1:100 ca. 4,72 ca. 2,35 ca. 4,50 ca. 1,60 ca. 4,85 ca. 2,15 ca. 365 ca. 1,72 ca. 4,84 ca. 1,00 ca. 75 ca. 5,35 ca. 1,10 ca. 45 ca. 90 ca. 5,35 ca. 1,10 ca. 37 ca. 1,20 ca. 2,00 ca. 3,93 H/B = 594 / 841 (0.50m²) Allplan 2015 Dat. gez.: Maßstab: Projekt-Nr.: Blatt-Nr.: Projekt: Bauteil: Gr 1 Index InstallationDatum Planverteilung BauherrPrüf.-Ing.ArchitektBaustelleBüro Datum Name ÄnderungInd. 1312 22.04.15Zeichnungsgrundlage: Römisch Germanisches Museum der Stadt Köln Archäologische Bodendenkmalpflege Alle Maßangaben und Wandverläufe beruhen auf stichpunktartigen Untersuchungen und wurden entsprechend dieser als Annahmen dargestellt. M 1:100 SCHWAB LEMKE INGENIEURBÜRO FÜR BAUKONSTRUKTIONEN GMBH Gröppersgasse 1 51107 Köln E-Mail: buero@schwab-lemke.de Tel.: 0221 / 49 44 22 Köln, Am Mühlenbach Römische Stadtmauer LEGENDE Römisches Mauerwerk Ergebnisse Bauuntersuchung, Schnitte
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