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2030/2017

Sachstandsbericht zum Neubau des Schaugewächshauses und der Orangerie im Botanischen Garten

Mitteilung Ausschuss 05.07.2017

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft, Sitzung am 18.09.2017, TOP 7.1

Anlage Statusbericht 02

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Anlage Statusbericht 02

10344 Zeichen

PROJEKT-STATUS-BERICHT NR.: 02 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Projektname: Neubau Schaugewächshaus und Orangerien im Botanischen Garten Köln 
Berichtszeitraum: Stand Juli 2017 
Zuständiger Projektleiter: Herr Karsten Wickert (262/16) 
Projektstart: 2009 bis 2011,Unterbrechung bis 2015, Aufnahme und Baubeschluss Juni 2015  
Projektende: Überarbeitung der Leistungsphase 3 steht vor Abschluss, daher sind derzeit nur 
Zeitangaben unter Vorbehalt möglich 
Projektbeschreibung: 
Neubau des Schaugewächshauses und der Orangerie im Botanischen Garten für exotische 
Tropen- und Wüstenpflanzen. Errichtung des Neubaus als bogenförmige Stahl/Glaskonstruktion. 
Neubau eines Verbindungs- und Ausstellungsganges (Orangerie) zum Subtropenhaus. Das 
Subtropenhaus bleibt erhalten und ist nicht Gegenstand des Projektes. 
Eigenrealisierung des Projektes im Sondereigentum der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln. 
 
Sachstand 
Die ersten Planungen zum Schaugewächshaus wurden 2011 abgeschlossen. Zur Kostenreduzierung 
wurden die Gebäudehülle und die innere Aufteilung verändert, sowie auf geplante Teile wie ein Café 
und WC-Anlage (da beides im Garten vorhanden) verzichtet. Die für den Bereich Architektur 
überarbeitete Planung wurde dem Rat 2015 vorgestellt und von diesem mit Baubeschluss genehmigt. 
Die Anpassungen der übrigen planerischen Gewerke sollten nach der Entscheidung angepasst und 
überarbeitet werden.  
 
Für die Bereiche Statik und Bauphysik war aufgrund der geänderten Kubatur eine neue 
Entwurfsplanung erforderlich. Zudem zeigte sich, dass die 5 Jahre alten, für eine andere Hülle 
gefertigten Planungen – vor allem TGA – mehr Bearbeitungsbedarf hatten, als angenommen. Neue 
Erkenntnisse, fachliche Weiterentwicklung und veränderte Rechtslagen (insbes. Brandschutz) führten 
dazu, dass sich die GW und das Amt 67 dazu entschlossen haben, den Erkenntnissen mit den Planern 
nachzugehen und daran zu arbeiten. Dies erfolgte im Sinne der Qualitätssicherung der Entwurfsplanung 
und vor allem um eine sichere Basis für die spätere Realisierung zu gewinnen, sowie eine belastbare 
Kostenberechnung und Terminplanung zu erstellen. (Sachstand 11/2016) 
 
Im Weiteren führten notwendige Qualitätsanpassungen im Bereich TGA zu Kostensteigerungen 
gegenüber der Ursprungsplanung. Auch durch die Baupreissteigerung sind zusätzliche finanzielle 
Belastungen entstanden. 
 
Um das gesetzte Kostenziel dennoch zu erreichen, wurden Einsparpotenziale in allen Bereichen 
identifiziert. Hierzu haben mehrere umfangreiche Gesprächsrunden mit dem Nutzer Botanischer Garten 
und allen Planern stattgefunden. Die Einhaltung des Kostenziels ist mit großen Herausforderungen und 
Einschnitten verbunden, die der Nutzer aktiv mit erarbeitet hat und von ihm mitgetragen wird. Auch der 
Beschluss zur eintrittsfreien Nutzung wurde planerisch umgesetzt. Dies hatte in Teilbereichen 
Überarbeitungen zur Folge, die zurzeit finalisiert werden.  
 
Der Botanische Garten als Nutzer hat nicht nur mit wertvollen Vorschlägen intensiv zu den 
Einsparungen beigetragen sondern unterstützt die Einhaltung des Kostenziels mit umfangreichen 
Eigenleistungen (z.B. Auslagerung und Pflanzungen). Durch die zeitlich aufwändigen Überarbeitungen 
und durch komplexe Vorbereitungsarbeiten im Bestand hat sich eine Verzögerung zur 
Ursprungsplanung ergeben.

Qualität:  
 
Die Überarbeitung der Planung erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Nutzer, allen 
beteiligten Planern sowie der PL/PS mit dem Ziel, die Attraktivität des Neubaus trotz der 
erforderlichen Einschnitte zur Einhaltung des gesetzten Kostenrahmens zu erhalten. 
Im Rahmen der Bestandserhaltung und –verbesserung soll parallel zum Neubauprojekt eine 
rollstuhlgerechte Ertüchtigung des Subtropenhauses erfolgen – so dass dieses im Zusammenhang 
mit dem neuen Schaugewächshaus und der zwischenliegenden Orangerie auch für Rollstuhlfahrer 
zugänglich ist.  
Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten im Bestand werden notwendige vorhandene 
Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Diese Arbeiten sind teilweise bereits erfolgt. Sie 
müssen vor Baubeginn fertiggestellt werden, um den lfd. Betrieb des Gartens mit Sammlungs- und 
Anzuchthäusern zu sichern.  
 
Bereits durchgeführte Maßnahmen:  
 
 Die Auslagerung der ca. 4.500 Pflanzen aus Tropen und Wüsten wurde fristgerecht durch 
den Botanischen Garten (mit Unterstützung durch Fachfirmen bei den 40 Großpflanzen) 
bis September 2016 abgeschlossen. Die Tropenpflanzen wurden in Anzucht/Sammlungen 
bzw. ein Gewächshaus in der Stadtgärtnerei Poll transferiert und werden dort gut versorgt.  
 Der Neubau des erforderlichen Thermofolienhauses (für die Wüstenpflanzen) wurde im Juli 
2016 im Botanischen Garten mit mehrtägiger intensiver Unterstützung der Mitarbeiter fertig 
gestellt. 
 Schüttgutboxen wurden in neuer Lage zum Oktober 2016 neu erstellt. 
 250 Großpflanzen aus dem Außenbereich wurden in Vorbereitung der Baustelle durch den 
Botanischen Garten und mit Unterstützung bei 45 Bäumen durch Fachfirmen im Winter 
2016/17 in andere Gartenbereiche verpflanzt. 
 Ein Baustellen-Verkehrsplan wurde im Frühjahr 2017 erstellt und wird den Erfordernissen 
gemäß aktualisiert. 
 Die erforderliche Verlagerung der Betriebsgaragen wurde im Juni 2017 durch einen 
Neubau der Garagen an anderer Stelle umgesetzt  
 Die Erweiterung eines vorhandenen Technik-/ Pumpenhauses zugunsten des Anschlusses 
der zu bauenden Orangerie an TGA und Zisterne sowie zur Verlagerung der Osmose-
Anlage läuft derzeit. 
 Notwendige Suchschachtungen nach Wurzeln der Naturdenkmäler und Großbäume für die 
Errichtung der Baustraße und Gebäude wurden durchgeführt und die Planungen 
angepasst, um eine Schädigung auszuschließen. 
Vorbereitende Maßnahmen zu notwendigen Arbeiten zur Erhaltung des Bestandes wie 
Umverlegungen bzw. Umschlüsse von Grundleitungen sind in Planung bzw. in Arbeit. 
 Die notwendige Verlegung der Fernwärmetrasse (entlang Eingang Amsterdamer Str.) 
durch die RheinEnergie wird im Juli fertig gestellt. Der Rückbau der alten Fernwärme-
Leitungen muss im Anschluss noch erfolgen. 
 Es haben parallel zu den Planungsarbeiten erforderliche umfangreiche Abstimmungen mit 
weiteren Beteiligten wie z.B. Denkmalpflege, Gesundheitsamt, Bauaufsicht, Feuerwehr, 
Amt für Straßen und Verkehrstechnik etc. stattgefunden. 
 Die Leistungsverzeichnisse für den Abbruch des alten Schaugewächshauses und die 
erforderliche Baustelleneinrichtung sind submittiert.

Kosten: 
 
Gemäß Ratsbeschluss vom Juni 2015 belaufen sich die Kosten auf 
11.366.400 Euro brutto. Der Rat hat im Weiteren beschlossen, die Planungskosten 
der Architekten als Schenkung des „Freundeskreises Botanischer Garten Köln e.V.“ in 
Höhe von insgesamt 380.000 Euro brutto anzunehmen. 
 
Das Kostenziel der Ratsvorlage soll trotz der bestehenden Herausforderungen 
unbedingt eingehalten werden. Dabei wird die Nutzbarkeit und Attraktivität im 
Rahmen dieser Zielsetzung genau betrachtet. Nach Vorlage der fertiggestellten 
Entwurfsplanung mit Kostenberechnung beim Rechnungsprüfungsamt wird hierüber 
erneut berichtet. 
Beschlüsse: 
 
Ratsbeschluss vom 23.06.2016 (DS-Nr. 0912/2015) 
Der Rat beschließt, die Planungskosten der Architekten zum Ersatzneubau Schaugewächshaus 
Botanischer Garten als Schenkung des „Freundeskreises Botanischer Garten e.V.“ in Höhe von 
380.000 Euro brutto anzunehmen. 
Gleichzeitig genehmigt der Rat den aktualisierten Entwurf und die Kostenberechnung für den 
Ersatzneubau des Schaugewächshauses einschl. des Moduls der Orangerie mit Gesamtkosten 
von 11.366.400 Euro brutto und beauftragt die Verwaltung mit der Weiterplanung und 
Baudurchführung. Die Orangerie stellt die geschlossene Verbindung des Ersatzneubaus zum 
Bestand Subtropenhaus dar und ermöglicht durch eine vergrößerte Ausstellungsfläche eine 
größere Attraktivität, mit der auch höhere Eintrittszahlen und – entgelte erzielt werden können. 
Ferner entfällt die in naher Zukunft notwendige Ertüchtigung des Verbindungsganges zwischen 
Schauhaus und Subtropenhaus. Sollte nach Vorliegen der endgültigen Kostenberechnung, die 
dem RPA vorzulegen ist, der vorgenannte Kostenrahmen überschritten werden, so ist die 
Angelegenheit dem Rat erneut zur Beschlussfassung vorzulegen. 
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Wirtschaftsplanes der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln. 
 
Beschluss zum Antrag AN/0691/2017 (Umwelt und Grün 04.05.2017) 
Durch den Beschluss des AUG vom 04.05.17 soll der Eintritt in die neuen Schaugewächshäuser 
weiterhin kostenlos bleiben.  
Termine:  
 
Mit der fortgeschrittenen Überarbeitung der Leistungsphase 3 wurde die 
Terminplanung fortgeschrieben, diese steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der 
Freigabe der Kostenberechnung durch das Rechnungsprüfungsamt.  
 
Die Baustelleneinrichtung mit Bauzaun und Baustraße (zunächst für den Abbruch) 
ist für September 2017 geplant. Danach wird der Garteneingang „Amsterdamer Str.“ 
sowie der unmittelbare Bereich um die alten Schauhäuser bis zum Abschluss der 
Baumaßnahme für die Besucher gesperrt. 
 
Der Abriss des alten Schaugewächshauses soll von Dezember 2017 bis März 2018 
erfolgen. Der Antrag zur Genehmigung des Abbruchs ist in Vorbereitung. In zeitlicher 
Abstimmung mit der Freigabe der Kostenberechnung durch das Rechnungsprüfungs-
amt soll Baubeginn für den Rohbau im Sommer 2018 sein. Der Bauantrag für den 
Neubau wird parallel vorbereitet.

Besonderheiten:  
Notwendigkeit der Verlagerung und des Erhalts der sehr wertvollen Pflanzenkollektionen. Sehr 
begrenztes Baufeld. Beachtung der jahreszeitlichen Beschränkungen bei den Pflanzarbeiten 
(Tropen-/Wüstenpflanzen). Strikte Beachtung des Artenschutzes. Einschränkungen durch 
laufenden Betrieb des Botanischen Gartens und des Betriebshofes. Auflagen des 
Denkmalschutzes und des Landschaftsschutzes (z.B. Erhaltung des Naturdenkmals Libanonzeder 
im Baufeld; Schutz aller Großbäume im/um das Baufeld). Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit 
wegen besonderem Interesse der Besucher und Medien. 
 
Beauftragungen: 
Architektur: Königs Architekten, Köln 
Projektsteuerung: Arcadis, Köln (seit 11/2016) 
TGA: CSZ, Berlin (seit 07/2016) 
Landschaftsplanung: RMP Lenzen, Bonn 
Statik: ABP Assmann, Dortmund 
Bauphysik: ISRW Klapdor, Düsseldorf 
Brandschutz: Prüfkollegiumbau, Köln 
SiGeKo: AGB Müller, Köln

Mitteilung Ausschuss

522 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/26 
 
Vorlagen-Nummer  05.07.2017 
 2030/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 18.09.2017 
 
Sachstandsbericht zum Neubau des Schaugewächshauses und der Orangerie im Botanischen 
Garten 
Die Verwaltung gibt den aktuellen Sachstandsbericht zum Neubau des Schaugewächshauses und 
der Orangerie im Botanischen Garten mit Stand vom Juli 2017 zur Kenntnis (Anlage). 
 
 
 
gez. Höing

Beratungsverlauf (2)

07.07.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.09.2017 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2030/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.07.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27