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2013/0240

Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Pankratiusstraße

Magistratsvorlage 21.08.2013

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Anlage 3:  
Anregungen aus der Bürgerversammlung zur Fahrradstraße Pankratiusstraße  
 
 Anregung  Ergebnis der Prüfung  
1 Kantplatz  
1.1 Kantplatz verkehrsberuhigt?! 
Kein Vorrang für Kfz! 
Über eine  Neuregelung soll nach dem Umbau der Hoch- 
schulstraße (zum Verkehrsberuhigten Bereich) entschie- 
den werden. 
1.2 Wie stellt man sich die Strecke Pankrati- 
usstraße Kantplatz  Hochschulstraße 
vor? 
Nebenbemerkung: auf Fußgängerüberfüh- 
rungen haben Fahrradfahrer keinen Vor- 
rang vor Pkw´s (nur wenn sie schieben) 
Der Radverkehr fährt in einer Fahrradstraßen auf der 
Fahrbahn. Die Gehwege und damit auch der Platzbereich 
dürfen nur von radfahrenden Kindern unter 10 Jahren 
benutzt werden. 
 
1.3 Können die „Rundungen“ am Kantplatz 
im Zuge der Maßnahmen so geändert 
werden, dass sowohl Pkw, als auch Fahr- 
radfahrer sie gefahrloser passieren kön- 
nen? (Felgenkillerstellen!!!) 
Die Stufen am Kantplatz wurden in den letzten Jahren 
mehrmals durch Fahrzeuge beschädigt und bereits des 
Öfteren repariert. 
Der EAD hat im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht 
zuletzt ein Provisorium mit Asphaltanrampungen herge- 
stellt. 
Die Stufen sollen nun mit einer geänderten Kurvengeo- 
metrie im Rahmen der Baumaßnahme Hochschulstraße 
neu gesetzt werden. 
Die Stadt Darmstadt hofft, damit den Zustand dauerhaft 
zu verbessern. 
1.4 Was ist zur Behebung der rechtswidrigen 
und gefährlichen Nutzung von zuneh- 
mend mehr Radfahrern des Zebrastrei- 
fens am Kantplatz geplant? 
Die Fahrradstraße soll in der Pankratiusstraße beginnen. 
Der Radverkehr am Kantplatz ist ein separates Thema, 
dass nach dem Umbau der Hochschulstraße erneut zu 
bewerten ist. 
 
1.5 Kantplatz: 
Übergang Pankratiusstr.  Hochschulstr. 
 
Soll da etwas geändert werden, damit die 
Radfahrer nicht den Zebrastreifen ver- 
wenden? 
Die Fahrradstraße soll in der Pankratiusstraße beginnen. 
Der Radverkehr am Kantplatz ist ein separates Thema, 
dass nach dem Umbau der Hochschulstraße erneut zu 
bewerten ist. 
 
1.6 Soll Hochschulstraße Vorfahrt erhalten? Über ei ne  Neuregelung soll nach dem Umbau der Hoch- 
schulstraße (zum Verkehrsberuhigten Bereich) entschie- 
den werden.  
1.7 Rechts-vor-Links auch für Hochschulstra- 
ße Fußgängerzone erst in Abstand von 
Kreuzung beginnen lassen (Beispiel Ruth-
/ Schlossgartenstr.) 
Über eine  Neuregelung soll nach dem Umbau der Hoch- 
schulstraße (zum Verkehrsberuhigten Bereich) entschie- 
den werden. 
 
1.8 Wie kam vorhandene Regelung Kantplatz 
zustande? 
Die zunächst vorgesehene Regelung Rechts-vor-links  war 
nicht eindeutig und führte zu vielen Missverständnissen 
und Konflikten. Daher musste die ursprüngliche Vorfahrt- 
regelung abgeändert werden. Die heutige Vorfahrtrege- 
lung hat sich nach Einschätzung der Straßenverkehrsbe- 
hörde und Verkehrspolizei am besten bewährt. 
 
1.9 Idee: Zebrastreifen nach Süden verlegen Das verlagert die Probleme auf die Südseite und wäre im 
Zuge der Radroute Lauteschlägerstraße genauso hinder- 
lich für den korrekt auf der Fahrbahn fahrenden Radver- 
kehr.  
Die vorgeschlagene Lage entspricht nicht den vorhande- 
nen Fußgängerbeziehungen.

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 Anregung  Ergebnis der Prüfung  
2 Querung des Rhönrings  
2.1 Problem Rhönringquerung: 50% der Au- 
tos blockieren. 
Dieses Problem wird bei der geplanten Umgestaltung der 
Kreuzung berücksichtigt. 
 
2.2 Bitte prüfen, ob bei Fußgängergrün auch 
die Radfahrer aus der Heinheimerstr. 
Richtung Nord zeitgleich GRÜN bekom- 
men können. 
Das ist nicht machbar, weil der Radverkehr in der Hein- 
heimer Straße auf der Fahrbahn geführt und daher auch 
zusammen mit dem motorisierten Verkehr signalisiert 
wird. Die Fußgänger, die den Rhönring queren, bekom- 
men eine eigene Grünphase, die vor der Grünphase für 
die Heinheimer Straße freigeschaltet wird. Eine andere 
Reihenfolge wäre für die gesamte Kreuzung aufgrund 
längerer Räumzeiten und anderer Randbedingungen deut- 
lich ungünstiger. 
3 Fußgänger  
3.1 Parkplatzstreichung für Fußgänger wich- 
tig! 
Begründet aber nicht die „Vorfahrtstraße“ 
für die Radfahrer. 
Vielen Dank für Ihren Vorschlag. 
 
3.2 Raum für Fußgänger! 
Kinder wollen nicht im Gänsemarsch lau- 
fen. 
Vielen Dank für Ihren Hinweis. 
 
3.3 Ohne Fußwege laufen Fußgänger auf der 
Fahrbahn (siehe Lauteschlägerstraße). 
Vielen Dank für Ihren Hinweis. 
 
3.4 Sitzgelegenheiten nicht vergessen. Prüfung bei der weiteren Planung, ob an einzelnen Stellen 
(z.B. Gehwegaufweitungen an Kreuzungen) der Raum für 
Sitzgelegenheiten vorhanden ist.  
4 (Ausbau -)Details  
 Nachteile Pflaster: erhöhter Rollwider- 
stand,  Lärm, Auskratzen der Fugen beim 
Straßenkehren 
Vielen Dank für Ihren Hinweis. 
 Bleibt ausgewiesener Schwerbehinder- 
tenparkplatz erhalten? (Pankr.-Ecke 
Wenckstraße) 
Ja, dieser  bleibt selbstverständlich bestehen. 
 
5 Geschwindigkeit der Kfz  
5.1 Führt die Aufhebung von Rechts-vor-Links 
nicht dazu, dass gerade Autos generell 
schneller fahren? 
Grundsätzlich ja, allerdings ist in der Pankratiusstraße 
mit ihren schmalen Fahrbahnen zwischen Müllerstraße 
und Liebfrauenstraße (die Begegnungsverkehr nur an 
Kreuzungen oder in Park-Lücken erlauben), eine schnelle- 
re Geschwindigkeit von  Kfz nicht zu befürchten. Außer- 
dem werden in einer Fahrradstraße die Radfahrenden das 
Tempo bestimmen. In den meisten Abschnitten können 
Autos  die Radfahrer  wegen Platzmangels ohnehin nicht 
überholen. 
 
5.2 Sie achten sehr viel auf einen guten Fluss 
des Verkehrs. (Etwa durch Aufgabe von 
Parkraum). Dadurch wird der Verkehr 
mitunter zu schnell, wie man in der Lieb- 
frauenstraße sieht.  
Schön und gut. Aber es gibt dringendere 
Probleme im Radfahrnetz! Z. B. Radwege, 
die plötzlich zu Ende sind. 
5.3 Entschleunigung für Autoverkehr durch 
partielle Hindernisse (Pfosten, Inseln, 
etc.) 
Barrieren im Straßenraum würden auch den Radverkehr 
behindern. Das ist nicht Sinn und Zweck  einer Fahr- 
radstraße.

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 Anregung  Ergebnis der Prüfung  
6 Parken  
6.1 Parksituation: nach StVO auch heute un- 
zulässig! 
Laut Straßenverkehrsordnung ist das Parken auf Gehwe- 
gen nicht zulässig, es sei denn, es wird durch entspre- 
chende Beschilderung oder Markierung zugelassen. In 
Darmstadt wird es oft geduldet, wenn kein Park- oder 
Halteverbot besteht. 
 
6.2 Ist Parken auf Gehweg erlaubt oder nur 
geduldet? 
6.3 Warum wird in der Pankratiusstraße ille- 
gales Bordsteinparken kaum bis nicht 
geahndet? 
Wird diese Art des Wegschauens weniger, 
wenn die Fahrradstraße kommt? 
Der Begriff des illegalen Bordsteinparkens ist in der Stra- 
ßenverkehrsordnung (StVO) nicht gebräuchlich. Das Par- 
ken auf dem Gehweg ist grundsätzlich nicht zulässig, es 
sei denn, es ist durch Zeichen 315 StVO oder durch Park- 
flächenmarkierung angeordnet. Ist dies nicht der Fall, so 
regelt § 12 Abs. 4 StVO eindeutig, wo zu parken ist, näm- 
lich auf entlang der Fahrbahn angelegten Parkstreifen, 
ansonsten am rechten Fahrbahnrand. 
Im Ordnungswidrigkeitsrecht gilt jedoch das Opportuni- 
tätsprinzip, d.h. die Behörde entscheidet nach pflichtge- 
mäßem Ermessen ob und wie eingeschritten wird. Dies 
lässt auch die Möglichkeit zu, Fahrzeuge auf dem Gehweg 
zu dulden, wenn dies aufgrund der baulichen Gegeben- 
heiten möglich ist und keine weiteren Gründe entgegen 
stehen. Grundsätzlich nicht duldungsfähig ist das Parken 
auf dem Gehweg mit Behinderung, d.h. wenn der verblei- 
bende Restgehweg in der Regel 1 Meter unterschreitet. 
Rad fahrende Kinder, Mütter mit Kinderwagen und Roll- 
stuhlfahrern dürfen nicht daran gehindert werden, den 
Gehweg ordnungsgemäß zu benutzen. 
Sollte das Gehwegparken in der Pankratiusstraße in Zu- 
kunft nicht mehr gewollt sein, so ist dies von Seiten der 
Verwaltung und der Politik mit der Bürgerschaft zu kom- 
munizieren und umzusetzen. Die Kommunalpolizei wird 
die Umsetzung der Vorgaben durch entsprechende Kon-
trollen begleiten. 
6.4 Gegen Bürgersteigparker vorgehen Im Zeitraum 01.01. bis 02.04.2013 wurden bisher 1648 
Fahrzeugführer verwarnt, weil sie auf dem Gehweg bzw. 
mit Behinderung parkten.  Ansonsten siehe Ausführungen 
unter 6.3 
6.5 Wie Gehwegparken tatsächlich verhin- 
dern?  Falschparker 
Siehe Ausführungen unter 6.3 und 6.4.  
Faktisch ließe sich das Falschparken durch bauliche 
Maßnahmen oder durch den Einbau von Pollern verhin-
dern. Im Einzelfall entscheidet die  Straßenverkehrsbe- 
hörde und ordnet derartige Maßnahmen an. 
6.6 Parkplätze werden dringend gebraucht! 
(evtl. eine Straßenseite auf Bürgersteig, 
andere auf der Straße parken mögl. wie 
in Kaupstraße) 
Die Prüfung hat ergeben, dass aufgrund der zu geringen 
Fahrbahnbreite das vorgeschlagene Parkmodell nicht 
umzusetzen ist. 
 
6.7 Anwohnerparken im Martinsviertel kon- 
sequent einführen und durchsetzen 
Die Stadt Darmstadt sieht es vor, mittelfristig eine flä- 
chendeckende Parkraumbewirtschaftung einzuführen. 
Davon wäre auch das Martinsviertel  betroffen. Hier könn- 
ten Bewohner dann nur noch mit Bewohnerparkauswei- 
sen parken. 
 
6.8 Warum kein Anwohnerparken? 
6.9 Anwohnerparkplätze  Parkausweis 
6.10  Paternoster-Garagen könnten wegfallende 
Parkplätze ersetzen.

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 Anregung  Ergebnis der Prüfung  
6 Parken  (Fortsetzung)  
6.11  Öffnung TU-Parkhaus (ist meist halbleer) 
für Anwohner 
Dieses Modell wurde der TU Darmstadt bereits vorge-
schlagen und von der Universität aus organisatorischen 
Gründen abgelehnt worden. 
 
7 Allgemeines  
7.1 Wie dürfen Fahrräder fahren, es muss für 
Autofahrer und Fußgänger einschätzbar 
sein, woher Fahrräder kommen. 
In Fahrradstraßen gilt das gleiche wie in allen anderen 
Straßen ohne benutzungspflichtigen Radweg: Fahrräder 
fahren auf der Fahrbahn, radfahrende Kinder unter 8 Jah- 
ren müssen, Kinder unter 10 Jahren dürfen auf dem 
Gehweg fahren.  Zusätzlich dürfen in Fahrradstraßen Rad- 
fahrende grundsätzlich nebeneinander fahren, trotzdem 
gilt das Rechtsfahrgebot. 
 
7.2 Weniger aufwändige Planung, dafür 
mehr? Beispiel Bielefeld. 
Es wird in Darmstadt nicht bei sechs Fahrradstraßen 
bleiben; weitere sind angedacht. Der Stadt Darmstadt ist 
Klasse statt Masse wichtig. 
 
7.3 Es gibt 1000 andere Probleme für Fahr- 
radfahrer in der Innenstadt! 
Bitte Prioritäten setzen und nicht einer 
Mode folgen. 
Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 
 
7.4 „Anlieger frei“ heißt de facto „frei für al- 
le“! siehe Müllerstraße heute. 
Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 
 
7.5 Warum grüne Markierung? 
Radwege sind allgemein Rot! 
Fahrradstraßen sind keine Radwege. Es gibt für sie keine 
Farbvorschriften.  
Grün steht für eine umweltschonende Mobilität und für 
die freie, ungehinderte Fahrt. 
 
7.6 Bushaltestelle in Fahrradstraße? Keine 
andere Möglichkeit? 
Die vorhandene Bushaltestelle steht nicht im Konflikt mit 
der zukünftigen Fahrradstraße. Der Bus fährt langsam 
und die Haltestelle liegt am Fahrbahnrand mit ausrei- 
chend Raum zum Vorbeifahren. 
7.7 Parallel zur Pankratiusstraße gibt es eine 
wunderbare Heinheimer Straße mit 2 
Radwegen! 
Die Heinheimer Straße führt nicht zur Innenstadt und 
wird vor allem von Radfahrenden mit anderen Zielen im 
Osten von Darmstadt genutzt. 
7.8 Das Problem ist also nicht der Fahrrad- 
verkehr (ich wollte, der wäre überall so 
unproblematisch wie in der Pankratius- 
straße), sondern die schmalen Bürger- 
steige! 
Was ändert die Fahrradstraße daran? 
Die Pankratiusstraße ist eine Hauptfußwegeverbindung. 
Die Planung der Fahrradstraße wird zum Anlass genom- 
men, auch auf die Bedingungen für den Fußverkehr 
(Bordsteinabsenkungen, Barrierefreiheit, Freihalten einer 
Mindestbreite) zu verbessern.
  
8 Kosten  
8.1 Können irgendwelche Kosten auf die An- 
lieger umgelegt werden? 
Nein, für die Einrichtung einer Fahrradstraße werden die 
Kosten nicht auf die Anlieger umgelegt. 
8.2 Kosten? Unterhalt? Die genaueren  Kosten werden  im Rahmen der weiteren 
Planung ermittelt. Die Unterhaltung von Straßen ist im- 
mer erforderlich, unabhängig davon, ob sie Fahrradstra- 
ßen sind oder nicht. 
8.3 „Lösung“ Rhönring  
Wie hoch sind die Kosten der verschiede- 
nen Lösungen? 
Die genaueren  Kosten werden im Rahmen der weiteren 
Planung ermittelt.

2013/0240

23372 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
29.08.2013 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Straßenverkehrs- und 
Tiefbauamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0240 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6091 
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010 
 
Betreff: Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Pankratiusstraße 
 
Vorlage vom: 21.08.2013 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Einrichtung einer Fahrradstraße in der Pankratiusstraße mit einem Kostenaufwand von 
insgesamt ca. 41.000,00 Euro wird zugestimmt. 
2. Dem Umbau der Kreuzung Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße und der 
Veränderung der Lichtsignalanlage zur Erhöhung der Sicherheit für querende Fußgänger und 
Radfahrer sowie der Neuorganisation der Verkehrserschließung der Vogelsbergstraße mit einem 
Kostenaufwand von insgesamt ca. 162.000,00 Euro wird zugestimmt. 
3. Der Finanzierung aus Haushaltsausgaberesten in Höhe von 142.000,-- Euro und aus dem 
Haushaltsansatz aus 2013 in Höhe von 61.000,-- Euro der Kostenstelle 066-100-1000, 
Investitionsnummer 08066-6091 – Ausbau von Radwegen – wird zugestimmt. 
4. Der Fällung eines Baumes, Baumnummer 44, wird zugestimmt.

- 2 - 
Anlagen: Lageplan Fahrradstraße Pankratiusstraße 
Lageplan Umgestaltung der Kreuzungen 
Übersichtsplan Pankratiusstraße im Radroutennetz 
Bürgeranregungen und Prüfergebnisse 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.08.2013  
 
 
Verfahren zur Planung von Fahrradstraßen 
Am Runden Tisch Radverkehr wurde Ende 2010 vereinbart, sich mit den Möglichkeiten von 
Fahrradstraßen zur Förderung des Radverkehrs zu befassen und hierzu ein begleitender 
„Sondertermin Fahrradstraßen“ ins Leben gerufen. Dieser hat das Auswahlverfahren, die Planung und 
die Bürgerbeteiligung intensiv begleitet. Teilnehmende waren Vertreter von Fraktionen, 
Verkehrsverbänden, lokalen Umwelt- und Bürgerinitiativen sowie der Verwaltung. 
 
Die ersten Planungsschritte und –ergebnisse wurden mit der Magistratsvorlage 2012/0261 „Planung 
von Fahrradstraßen für Darmstadt“ zur Kenntnis genommen. Darüber hinaus wurde beschlossen, die 
Planungen zu den Fahrradstraßen weiter zu betreiben und die Bürgerbeteiligungen weiterzuführen. In 
einer ersten Prioritätsstufe für die Umsetzung waren die Wilhelminenstraße, die Heinrich-Fuhr-Straße, 
die Pankratiusstraße, der Straßenzug Greinstraße – Im Erlich, der Schreberweg und der Straßenzug 
Im Harras – Rabenaustraße ausgewählt worden. 
 
Für diese Straßen wurde nach einer gründlichen Analyse der Rahmenbedingungen für den 
Radverkehr jeweils ein Konzept erstellt und Maßnahmen (Vorplanung) definiert. Dabei wurden 
folgende Aspekte berücksichtigt: 
• die Einbindung in das vorhandene Radverkehrsnetz, die Fahrradroutenführung und Wegweisung, 
• die Anschlüsse an weiterführende Strecken in den anschließenden Knotenpunkten, 
• die Minimierung von Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern (Kraftfahrzeugfahrer  
oder Fußgänger), 
• der Raumbedarf für die Begegnungsfälle der verschiedenen Fahrzeuge, 
• straßenverkehrsrechtliche Ausweisung als Fahrradstraße (Beschilderung), 
• Fahrbahnmarkierungen zur Verdeutlichung der Fahrradstraße, 
• und der Zustand der Fahrbahn-Oberflächen. 
 
Umfangreiche Informationen (Planungen, Bürgerbeteiligung, häufige Fragen, Runder Tisch 
Radverkehr, Pressespiegel etc.) zu den geplanten Fahrradstraßen sind im städtischen Internet 
veröffentlicht unter: http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrrad-
strassen-fuer-darmstadt/index.htm 
Die Pankratiusstraße soll nun nach der Wilhelminenstraße als zweite Fahrradstraße in Darmstadt 
eingerichtet werden. 
 
Weiterentwicklung der Planung für die Pankratiusstraße
 
Bereits in der Analyse- und Konzeptphase hat sich gezeigt, dass in der Pankratiusstraße neben dem 
Radverkehr vor allem die Fußgänger unter den derzeitigen Bedingungen leiden. Daher wurden von 
Anfang an, neben dem Radverkehr auch den Themen Barrierefreier Ausbau der Gehwege, 
Sicherstellung von Mindestbreiten für den Fußverkehr, sowie Sicherheit bei der Überquerung des 
Rhönrings große Aufmerksamkeit geschenkt.

- 4 - 
Es wurden Verkehrszählungen und Videobeobachtungen durchgeführt und ausgewertet, eine 
Machbarkeitsstudie und verkehrstechnische Simulation zur Umgestaltung der Lichtsignalanlage 
Rhönring / Heimheimer Straße / Pankratiusstraße erstellt. Die Planungen wurden mit verschiedenen 
betroffenen Fachämtern, Eigenbetrieben, Dienststellen und Gremien  abgestimmt. Die Bürger wurden 
im Rahmen einer Bürgerversammlung an der Vorplanung der Pankratiusstraße beteiligt. 
Die Ergebnisse der Beteiligung, der Abstimmungen und Auswertungen sowie der 
lichtsignaltechnischen Untersuchungen sind soweit möglich in die Planung eingeflossen.  
 
Verkehrsaufkommen  
Im Zeitraum von April bis Juni 2012 wurden Verkehrszählungen an verschiedenen Knotenpunkten in 
der Pankratiusstraße durchgeführt: zwei Ganztageszählungen mit Videobeobachtung an einem 
repräsentativen Werktag, sowie ergänzende Kurzzeit-Zählungen in den Spitzenzeiten am Morgen und 
am Samstagmittag. Der Verkehr setzt sich werktags folgendermaßen zusammen: 
 
Zählstelle  
Pankratiusstraße in Höhe von …  
Gesamt 
(Fahrzeuge/24h) 
davon  
Kfz 
 
Anteil 
davon 
Fahrrad 
 
Anteil 
Kantplatz 3.700 2.000 54% 1.700 46% 
Ruthsstraße 3.140 950 30% 2.190 70% 
Wenckstraße 2.780 820 30% 1.960 70% 
Barkhausstraße/ Rhönring 1.220 500 41% 720 59% 
Zufahrt Bürgerpark 1.740 390 29% 1.350 78% 
 
In der Pankratiusstraße wird das Kfz-Aufkommen in Höhe Kantplatz mit von der Zufahrt zum TUD-
Parkhaus geprägt; nördlich davon wurden deutlich weniger Kfz gezählt. Samstags überwiegt der 
Radverkehr in allen Streckenabschnitten. Im Gesamtverlauf stellt der Radverkehr in der 
Pankratiusstraße heute schon die zahlenmäßig stärkste Verkehrsart dar. 
Die straßenverkehrsrechtliche Voraussetzung lt. StVO-VwV 2009 (Verwaltungsvorschrift zur 
Straßenverkehrsordnung) für eine Fahrradstraße, dass der Radverkehr „die vorherrschende 
Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist“, ist somit erfüllt. 
 
Circa ein halbes Jahr nach der Umgestaltungsmaßnahme soll anhand erneuter stichprobenartigen 
Verkehrszählungen festgestellt werden, inwieweit sich der Radverkehr und der Kfz-Verkehr in der 
Pankratiusstraße verändert haben. 
 
Bürgerbeteiligung  
Für die Pankratiusstraße wurde am 21.09.2012 im Heiner-Lehr-Zentrum eine Veranstaltung zur 
Bürgerinformation und -beteiligung durchgeführt. Neben den Einladungen über die örtliche Presse und 
den Internetauftritt der Stadt Darmstadt wurde auch mittels Plakaten in den Straßen und in Räumen 
mit Publikumsverkehr (Bildungseinrichtungen, Bibliotheken, Bürgerbüros etc.) sowie mittels öffentlich 
ausgelegten Einladungskarten auf die Veranstaltung hingewiesen. Die Anlieger der Pankratiusstraße 
bekamen die Einladung zusätzlich in den Briefkasten. Den ca. 50 Besuchern der Veranstaltung 
wurden Analyse, Konzept, Vorplanung und Planungsvarianten für die Rhönring-Überquerung und die 
Parkraumanordnung zwischen Müllerstraße und Liebfrauenstraße vorgestellt. 
 
Bei den Diskussionen gab es neben allgemeiner Zustimmung oder Kritik auch eine Fülle von 
konstruktiven Fragen und Anregungen seitens der Bürger. Diese wurden gesammelt und fachlich 
geprüft. Einige Vorschläge der Bürgerbeteiligung erwiesen sich bei der Prüfung als nicht gesetzes- 
oder regelkonform oder waren aus anderen Gründen nicht umsetzbar. Andere Punkte können sich 
möglicherweise durch die Einrichtung dieser Fahrradstraße und die Durchführung anderer 
Maßnahmen erübrigen, so dass sie zunächst zurückgestellt wurden und nach Einrichtung der

- 5 - 
Fahrradstraße erneut geprüft werden sollen. Eine Tabelle mit allen angesprochenen Punkten und dem 
jeweiligen Prüfungsergebnis ist als Anlage beigefügt. 
 
In die Planung eingeflossen sind u.a.: 
• Neuregelung des Parkens im engen Bereich zwischen Müllerstraße und Wenckstraße: zukünftig 
nur noch einseitig 
• Umbau der Lichtsignalanlage und Anpassung des Lichtsignalprogramms am Knotenpunkt 
Rhönring/ Heinheimer Straße/ Pankratiusstraße, so dass zukünftig für querende Fußgänger und 
Radfahrende eine eigene Grünphase besteht 
• Berücksichtigung von Flächen für Straßenbewirtschaftung der anliegenden Gaststätten 
 
Weitere Punkte werden in andere Planungen oder Projekte aufgenommen: 
• Verkehrsberuhigung und Veränderung der Vorfahrtregelungen am Kantplatz (wird im 
Zusammenhang mit der Umbaumaßnahme Hochschulstraße zum Verkehrsberuhigten Bereich 
erneut beurteilt) 
• Veränderung des Kurvenradius an den Stufen am Kantplatz (wird mit der Umbaumaßnahme 
Hochschulstraße umgesetzt) 
• Anwohnerparken im Martinsviertel  
• Sitzgelegenheiten für Fußgänger (wird im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Gehwege 
geprüft) 
 
Eine Dokumentation des Bürgerinformationstermins mit allen gezeigten Vorträgen und weiteren 
Materialien ist im Internet veröffentlicht:  
http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrradstrassen-fuer-
darmstadt/fahrradstrassen-veranstaltung-pankratiusstrasse/index.htm 
 
Straßenoberfläche 
Voraussetzung für eine akzeptable Befahrbarkeit mit dem Fahrrad sowie für die Aufbringung der 
Fahrbahnmarkierungen ist eine weitgehend schadensfreie und möglichst asphaltierte 
Straßenoberfläche.  
Da die Straßenoberfläche der Pankratiusstraße in einigen Abschnitten nördlich der Ruthsstraße 
jedoch schadhafte Stellen aufweist, muss zunächst untersucht werden, ob eine Erneuerung der 
Deckschicht ausreichend oder ob eine grundhafte Erneuerung auch der darunter liegenden 
Tragschichten nötig ist. Der Untergrund wurde vor Kurzem mit Hilfe von Bohrkernuntersuchungen 
geprüft, eine Entscheidung zur Art der Sanierung liegt noch nicht vor. 
Die Sanierung der Fahrbahn – und gegebenenfalls auch der Gehwege – ist unabhängig von der 
Einrichtung einer Fahrradstraße erforderlich. Die Sanierungsmaßnahmen werden aus Mitteln der 
Kostenstelle 066-100-1000, Investitionsnummer 08066-6999 - Straßenbausanierungs-programm - 
finanziert.

- 6 - 
Gehwege 
Die Pankratiusstraße ist mit einem hohen Fußgängeraufkommen Hauptverbindung für Fußgänger 
zwischen einerseits der Innenstadt und dem Herrngarten und andererseits dem Martinsviertel und 
dem Bürgerpark Nord. An vielen Kreuzungen stellen hohe Bordsteinkanten für alle Menschen mit 
Mobilitätseinschränkungen, aber auch für Kinderwagen oder radfahrende Kinder unter 10 Jahren ein 
Hindernis dar.  
Aufgrund der Bedeutung der Pankratiusstraße als Hauptfußwegeachse sollen die Gehwege an allen 
Kreuzungen barrierefrei gestaltet werden, wobei auch die Linienführung der Bordsteine an die 
heutigen Erfordernisse angepasst werden. Dies ist derzeit als separates Projekt in Planung und soll 
zeitnah zur Einrichtung der Fahrradstraße umgebaut werden.  
 
Fahrradstraße Pankratiusstraße 
Die Fahrradstraße wird im gesamten Verlauf der Pankratiusstraße zwischen Kantplatz und Bürgerpark 
Nord eingerichtet. Die Fahrradstraße wird prinzipiell für den Kfz-Verkehr freigegeben, d.h. die 
Bewohner und Besucher der Pankratiusstraße und der angrenzenden Straße können sie auch mit 
Kraftfahrzeugen weiterhin nutzen. Radfahrer haben jedoch Vorrang und dürfen beispielsweise auch 
nebeneinander fahren. Die derzeitige Verkehrsführung für den Kfz-Verkehr wird zwischen Kantplatz 
und Barkhausstraße beibehalten. Nördlich der Barkhausstraße sind Änderungen nötig, um eine 
sichere Führung des Radverkehrs über den Rhönring zu ermöglichen (siehe Abschnitt „Umbau der 
Kreuzung Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße“).  
 
Die Fahrradstraße wird durch Verkehrszeichen (Z 244 – Beginn einer Fahrradstraße und Z 244a – 
Ende einer Fahrradstraße) gekennzeichnet. Zusätzlich sollen Fahrbahnmarkierungen (grüne 
Bandmarkierung mit weißem Schriftzug) zu Beginn der Streckenabschnitte oder in 
Kreuzungsbereichen allen Verkehrsteilnehmern die neue Situation verdeutlichen. Gerade in einer der 
ersten Fahrradstraßen Darmstadts ist eine mehrfache und auffällige Kennzeichnung wichtig, da viele 
Verkehrsteilnehmer dieses Element der Straßenverkehrsordnung noch nicht kennen. Die vorhandene 
Radroutenbeschilderung am Kantplatz und am Rhönring wird entsprechend dem neuen Netzabschnitt 
Pankratiusstraße angepasst. 
 
Die Fahrradstraße soll gegenüber Straßen mit einer geringeren oder gleichwertigen Bedeutung 
Vorfahrt erhalten. Gegenüber den einmündenden Verkehrsberuhigten Bereichen Ruthsstraße und 
Fuhrmannstraße und dem Weg an der TU besteht heute schon Vorfahrt. An der Müllerstraße, 
Wenckstraße, Kaupstraße und Barkhausstraße wird diese Regelung neu eingerichtet. Bei der 
Liebfrauenstraße (vorfahrtsberechtigte Sammelstraße mit Buslinie) und dem Rhönring 
(Hauptverkehrsstraße) muss die Vorfahrt der Fahrradstraße jeweils unterbrochen werden.  
 
Der Straßenabschnitt zwischen Müllerstraße und Wenckstraße ist mit einer Breite von 10 m zwischen 
den Privatgrundstücken der engste Bereich in der gesamten Pankratiusstraße. Hier ist das Problem 
der beidseitig zugeparkten Gehwege besonders gravierend, es verbleibt weder für Fußgänger oder 
radfahrende Kinder auf den Gehwegen noch für Radfahrer auf der Straße im Begegnungsfall 
ausreichend Platz, was zu gefährlichen Situationen für den Radverkehr führen kann. Daher wird hier 
das Parken neu geordnet, indem auf der Westseite ein absolutes Halteverbot angeordnet und auf der 
Ostseite neben dem Gehweg auf der Fahrbahn Parkstände markiert werden. Es entfallen acht 
Möglichkeiten, ein Kraftfahrzeug regelwidrig auf dem Gehweg zu parken. 
 
In den Straßenabschnitten zwischen Wenckstraße und Liebfrauenstraße beträgt die 
Straßenraumbreite 11 m, hier ist die Situation für Fußgänger und Radfahrer etwas besser, auch wenn 
die ihnen zur Verfügung stehenden Räume noch lange nicht den Richtlinien entsprechen. Hier wäre 
eine grundlegende Verbesserung der Situation ebenfalls nur durch ein einseitiges Parkverbot zu 
erreichen. Aufgrund des Parkdrucks und der sehr kontroversen öffentlichen Diskussionen zu den 
Themen „Parkraummangel“ und „Freie Gehwege“ im Martinsviertel soll aber in diesen 
Straßenabschnitten das bisher beidseitig geduldete Parken zunächst nicht untersagt werden. Für den

- 7 - 
Begegnungsfall Kfz / Rad sind aufgrund der geringen Abstände der einmündenden Straßen (alle 50 m 
bis 120 m) und der vielen Grundstückszufahrten genügend Ausweichstellen für eine gefahrlose 
Begegnung vorhanden. 
 
Im Abschnitt zwischen Liebfrauenstraße und Rhönring verkehrt der L-Bus. Auf der ca. 100 m langen 
Strecke liegt gegenüber der Einmündung Barkhausstraße die Endhaltestelle. Der Bus fährt mit 
deutlich verminderter Geschwindigkeit und ist daher für die Fahrradstraße als verträglich einzustufen.  
 
Umbau der Kreuzung Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße  
Zur Überquerung des Rhönrings für Fußgänger und Radfahrer bietet die derzeitige Situation nur 
unzureichende Möglichkeiten:  
• Fußgänger bemängeln ihre Sicherheit auf den Fußgängerfurten wegen gleichzeitigem Verkehr aus 
der Heinheimer Straße, insbesondere in der Furt zwischen Pankratiusstraße und 
Heinheimerstraße, wo wegen des langen Fahrweges der Linksabbieger aus der Heinheimer Straße 
der Vorrang für die Fußgänger nicht immer erkannt wird. 
• Eine Querung des Rhönrings auf dem Fahrrad ist heute straßenverkehrsrechtlich nicht möglich 
(von Norden und von Süden kommend besteht jeweils Rechtsabbiegegebot für alle Fahrzeuge), 
korrekt wäre abzusteigen und das Fahrrad als Fußgänger über die Furt bzw. Insel zu schieben. 
 
Ca. 85 % aller Radfahrenden nutzen fahrend die Fußgängerfurt. Der südliche Gehweg des Rhönrings 
ist – im Gegensatz zum nördlichen – nicht für Radfahrer freigegeben. Zu bestimmten Uhrzeiten (z.B. 
Schulbeginn und –ende) sind hier viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs, was unweigerlich zu 
Konflikten führt.  
Ca. 15 % der Radfahrer queren mithilfe eines als Mittelinsel fungierenden Pflasterstreifens den 
Rhönring. Dies ist nicht verkehrssicher, da der Streifen mit 1,60 m Breite keinen ausreichenden 
Schutzraum bietet und zudem für die Fahrtrichtung West-Ost im Rhönring zwei Fahrspuren vorhanden 
sind. 
 
Um für Fußgänger und Radfahrer gesicherte Querungsmöglichkeiten anbieten zu können, wurde 
zunächst von einem externen Büro eine verkehrstechnische Machbarkeitsstudie erstellt, die 
verschiedene Varianten auf verkehrsrechtliche Zulässigkeit und auf Leistungsfähigkeit geprüft hat. 
Eine Vollsignalisierung aller Verkehrsströme scheidet aus, weil sie eine Erhöhung der Umlaufzeit auf 
mindestens 120 Sekunden zur Folge haben würde. Vorgeschlagen wird die Variante, die für den 
gesamten Verkehr an dem Doppel-Knotenpunkt die wenigsten Einschränkungen zur Folge hat und am 
meisten Möglichkeiten für die Optimierung einzelner, heute stark beeinträchtigter 
Verkehrsbeziehungen bietet. 
 
Die LSA wird zukünftig mit drei statt mit zwei Phasen betrieben:  
1. Hauptrichtung (Rhönring) 
2. Nebenrichtung (Heinheimer Straße) 
3. Fußgänger und Radfahrer über den Rhönring 
 
 
Der Pflasterstreifen und die schmale Mittelinsel werden zurückgebaut. Fußgänger und Radfahrer 
queren zukünftig gesichert und in einem Zug den Rhönring, ohne dass sie durch unaufmerksame Kfz-
Fahrer gefährdet werden können. Für die aus dem Rhönring rechts in die Pankratiusstraße oder 
Heinheimer Straße abbiegenden Radfahrer wird ein weiterer Radfahrstreifen angelegt, um die 
vorhandene Lücke bis zum Radweg in der Heinheimer Straße zu schließen. Die Fußgängerfurt wird 
um ca. 5 m nach Osten verschoben, damit aus der Pankratiusstraße in den Rhönring einbiegende 
Fahrzeuge sich besser vor der Haltelinie aufstellen können. Dem Radverkehr wird das Queren des 
Rhönrings mit je einer Fahrradschleuse in den Zufahrten und mit einem eigenen Signal gesichert 
ermöglicht.

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An der Einmündung Rhönring / Heinheimer Straße wird für den aus Richtung Osten nach links in die 
Heinheimer Straße abbiegenden Verkehr eine kurze separate Abbiegespur eingerichtet. Wartende 
Linksabbieger werden dann nicht mehr die  Hauptrichtung behindern können. Die heutige Situation 
führt zur Überlastung der Kreuzung in der Hauptverkehrszeit. Außerdem werden Fußgänger und 
Radfahrer gefährdet, die bereits ein Grünsignal bekommen, wenn sich der Rückstau hinter den 
Linksabbiegern abbaut. Für die Linksabbiegespur wird die Fahrbahn auf einer Länge von rd. 30 m um 
1,25 m verbreitert, die Fahrspuren in Gegenrichtung werden entsprechend angepasst. Der kurze 
Grünstreifen vor den Gebäuden Nr.89 und 91 einschließlich eines Straßenbaums (Nr. 44) entfällt. 
Dies wurde mit dem Grünflächenamt abgestimmt. Der Radfahrstreifen wird wie heute zur besseren 
Sichtbarkeit der Radfahrer im Kreuzungsbereich auf der Fahrbahn geführt und schließt erst nach der 
Kreuzung auf den gemeinsamen Geh- und Radweg des Rhönrings an. 
 
Der Abschnitt der Pankratiusstraße zwischen Barkhausstraße und Rhönring wird zur Einbahnstraße 
für Kfz in Richtung Norden. Am Rhönring muss wie bisher rechts eingebogen werden.  
Die rd. 250 Kfz pro Tag, die heute Richtung Süden in diesen Teil der Pankratiusstraße fahren, können 
zukünftig über die Heinheimer Straße oder die Arheilger Straße ins Martinsviertel abbiegen. 
 
Erschließung der Vogelsbergstraße und Neugestaltung der Einmündung in die Arheilger Straße 
Der Abschnitt der Pankratiusstraße zwischen Rhönring und Vogelsbergstraße (am Hahne-Schorsch-
Platz) wird zur reinen Fahrradstraße, die im Zuge einer  Hauptroute für rd. 1.350 Radfahrer täglich – 
aus Pankratiusstraße, Heinheimer Straße oder Rhönring kommend – zum Bürgerpark führt. Als 
Ausnahme sind nur Schulbusse zur Christoph-Graupner-Schule (Förderschule) auf der Fahrradstraße 
zugelassen. Alle anderen Kfz wie Anwohner oder Lehrkräfte oder Eltern der Schülerinnen und Schüler 
erreichen die Vogelsbergstraße zukünftig über die Arheilger Straße. Zu diesem Zweck werden die in 
der Vogelsbergstraße vorhandenen Poller an der Einmündung Arheilger Straße entfernt und östlich 
der Schule neu installiert. Die vorhandene Sackgasse wird sozusagen umgedreht. Zum Wenden für 
Pkw dient die Freihaltefläche vor der Feuerwehrzufahrt der Schule.

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Die Vogelsbergstraße (Kfz-Aufkommen pro Tag ca. 390 Fahrten) wird zum Verkehrsberuhigten 
Bereich. Gleichzeitig wird eine weitere Lücke im Fuß- und Radwegenetz geschlossen, indem der 
Knotenpunkt Vogelsbergstraße/ Arheilger Straße so umgebaut wird, dass die Arheilger Straße von 
Radfahrern und Fußgängern im Schutz einer Verkehrsinsel gequert werden kann. Der Bedarf dafür ist 
offensichtlich, diese Verbindung wird heute schon von sehr vielen Menschen – Radfahrern wie 
Fußgängern – unerlaubterweise  genutzt. Schulbusse müssen aus der Vogelsbergstraße rechts in 
Arheilger Straße einbiegen, können aber bei Bedarf an dem ca. 120 m entfernten Kreisverkehr 
wenden. Für Pkw sind an der neuen Einmündung alle Fahrtrichtungen zugelassen. 
 
Der Umbau der Kreuzung erfolgt größtenteils provisorisch, d.h. mit Markierung und Beschilderung und 
einer mobilen Verkehrsinsel, da für die Christoph-Graupner-Schule in den nächsten Jahren 
umfangreiche Bauarbeiten anstehen. Die Straße soll erst danach ihren endgültigen Ausbau, evtl. mit 
weiteren Veränderungen zugunsten des Schulverkehrs, erhalten.  
Diese Planung wurde mit der Leitung der Christoph-Graupner-Schule, dem EAD als 
Schulbusbetreiber und der Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit abgestimmt.  
 
Kosten 
Die Kosten (Bruttobeträge) für die beschriebenen Maßnahmen, Planungen, Voruntersuchungen und 
Beteiligungsverfahren betragen: 
 
Fahrradstraße 
Konzept 2.000  Euro 
Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 2.600  Euro 
Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig) 4.750  Euro 
Baukosten (Markierung und Beschilderung) 22.300  Euro 
Planung, Bauleitung und Unvorhersehbares 9.500  Euro 
Summe ca. 41.000  Euro 
 
Umbau der Kreuzungen  Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße 
und Vogelsbergstraße / Arheilger Straße 
Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 3.900  Euro 
Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig)) 4.750  Euro 
Machbarkeitsuntersuchungen und Simulation für LSA 13.800  Euro 
Lichtsignalanlagen (Planung, Umbau, Steuergerät, Programmierung) 50.000  Euro 
Baukosten (Straßenbau, Markierung und Beschilderung) 69.000  Euro 
Planung, Bauleitung und Unvorhersehbares 20.900  Euro 
Summe ca. 162.000  Euro

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Die Maßnahmen sind nicht beitragspflichtig. 
 
Nach Beschluss der Magistratsvorlage wird die Planung der Öffentlichkeit über die Medien und den 
städtischen Internetauftritt sowie den Anliegern über Informationsblätter vorgestellt. 
Die Originalpläne sind in der Magistratsgeschäftsstelle einzusehen.  
 
 
Darmstadt, 21.08.2013  
III-66/2 S Tb 1163-Bro-Wg 
Nst. 2156 
 
 
Die Dezernentin III Der Dezernent IV 
 
 
 
Brigitte Lindscheid André Schellenberg 
Stadträtin Stadtkämmerer

anlage 1

1199 Zeichen

K: \Autocod_Daten\66_2-S\Planung \Projekte\Fahrradstraßen\Fahrradstraßen_DA\Pankratlusstraße\2013_07_17_Fahrradstraße Pankratiusstraße_gez.dug

Kreuzung Kaupstraße

77

Radverkehrs-
Wegweisung

Ergänzung Kontplatz

MAN

Bordstein, geplant
Borsteinabsteinabsenkung, geplant

Poller (vorhanden / geplant)

LSA (vorhanden / geplant)

Sperrfläche (vorhanden / geplant)
Parkstandmarkierung (vorhanden / geplant)
Grundstückszufahrt

Rotmarkierung Fahrradschleuse
Grünmarkierung Fahrradstraße
Gelbmarkierung Fußgängerbereich

Verkehrszeichen (vorhanden / geplant)

Sn)

Beginn Fahrradstraße am Kantplatz

Lageplan Fahrradstraße Pankratiusstraße

Abschnitt Müllerstraße - Wenckstraße

N
Nr. Datum Art Bearbeitet
Zur Ausführung freigegeben
Darmstadt
Planung abgeschlossen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
der Magistrat
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt
. ae 1
Verbesserungen für den Fuß- und
Radverkehr in der Pankratiusstraße Pan. 1
Fahrradstraße Pankratiusstraße Plant Lageplan
m=
5. Ju 2013 Straßenverkehrs. und
ne 111-66/2-S TB-1163
Gezeichnet: Weber
gez. Bob Datum __ 15.07.2013
Dipl.-Ing. (TH) Dieter Boß
Amt gez. Brossnott| gez. Mertens | gez. Huber
se scL nal.
E77 Gras
Z. Mitzeichnung gez. wait gez. Lauer

anlage 2

976 Zeichen

K: \Autocod_Daten\66_2-S\Planung \Projekte\Fohrradstraßen\Fahrradstraßen_DA\Pankratlusstraße\2013_07_17_Fohrradstraße Ponkratiusstraße_gez.dug

Kreuzung Vogelsbergstraße / Arheilger Straße

Sg

| >

Kreuzung Rhönring 7 Heinheimer Straße 7 Pankratlusstraße

—— Bordstein, geplant
— ——  Bordsteinabsenkung, geplant

® Poller (vorhanden / geplant)

$ LSA (vorhanden / geplant)

77A Sperrfläche (vorhanden / geplant)

N Parkstandmarkierung (vorhanden / geplant)
y\ Grundstückszufahrt
Rotmarkierung Fahrradschleuse
Gelbmarkierung FuRgängerbereich
@=ı E83 Verkehrszeichen (vorhanden / geplant)

®

Nr. Datum Art

Bearbeitet

Zur Ausführung freigegeben

Planung abgeschlossen

Darmstadt... 5

Wissenschaftsstadt

Darmstadt

der Magistrat

Straßenverkehrs- und Tiefbauamt

Verbesserungen für den Fuß- und

Radverkehlt-R6ERSPäARKräGRIsstraße

Umgestaltung der Kreuzungen
Rhönring / Pankratiusstraße

und Vogelsbergstraße / Arheilger Straße

Weber

17.07.2013

2. Mitzeichnung gez. Wolf

anlage 3

197 Zeichen

City
Anlage□2:□□Pankratiusstraße□im□Radroutennetz
Hbf
Licht-
wiese
Böllen-
falltor
Kranichstein
ArheilgenArheilgen
Universität
Schulen
Sport-
stätten
Martins- viertel
Schiller-
schule
Herrn-
garten

Beratungsverlauf (4)

TOP 6
TOP 349 beschließend
TOP 11 beschließend
TOP 9

Orte (24)

  • Pankratiusstraße
  • Hochschulstraße
  • Schloßgartenstraße
  • Heinheimer Straße 7
  • Lauteschlägerstraße
  • Wenckstraße 2
  • Müllerstraße
  • Kaupstraße 77
  • Arheilger Straße
  • Vogelsbergstraße
  • Wilhelminenstraße
  • Heinrich-Fuhr-Straße
  • Rabenaustraße
  • Ruthsstraße 3
  • Barkhausstraße
  • Fuhrmannstraße
  • Kantplatz 3
  • Rhönring 1
  • Schreberweg
  • Schulstraße
  • Greinstraße
  • Im Erlich
  • Im Harras
  • Sackgasse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2013/0240
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.08.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00