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Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Pankratiusstraße
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Seite 1 von 4 Anlage 3: Anregungen aus der Bürgerversammlung zur Fahrradstraße Pankratiusstraße Anregung Ergebnis der Prüfung 1 Kantplatz 1.1 Kantplatz verkehrsberuhigt?! Kein Vorrang für Kfz! Über eine Neuregelung soll nach dem Umbau der Hoch- schulstraße (zum Verkehrsberuhigten Bereich) entschie- den werden. 1.2 Wie stellt man sich die Strecke Pankrati- usstraße Kantplatz Hochschulstraße vor? Nebenbemerkung: auf Fußgängerüberfüh- rungen haben Fahrradfahrer keinen Vor- rang vor Pkw´s (nur wenn sie schieben) Der Radverkehr fährt in einer Fahrradstraßen auf der Fahrbahn. Die Gehwege und damit auch der Platzbereich dürfen nur von radfahrenden Kindern unter 10 Jahren benutzt werden. 1.3 Können die „Rundungen“ am Kantplatz im Zuge der Maßnahmen so geändert werden, dass sowohl Pkw, als auch Fahr- radfahrer sie gefahrloser passieren kön- nen? (Felgenkillerstellen!!!) Die Stufen am Kantplatz wurden in den letzten Jahren mehrmals durch Fahrzeuge beschädigt und bereits des Öfteren repariert. Der EAD hat im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht zuletzt ein Provisorium mit Asphaltanrampungen herge- stellt. Die Stufen sollen nun mit einer geänderten Kurvengeo- metrie im Rahmen der Baumaßnahme Hochschulstraße neu gesetzt werden. Die Stadt Darmstadt hofft, damit den Zustand dauerhaft zu verbessern. 1.4 Was ist zur Behebung der rechtswidrigen und gefährlichen Nutzung von zuneh- mend mehr Radfahrern des Zebrastrei- fens am Kantplatz geplant? Die Fahrradstraße soll in der Pankratiusstraße beginnen. Der Radverkehr am Kantplatz ist ein separates Thema, dass nach dem Umbau der Hochschulstraße erneut zu bewerten ist. 1.5 Kantplatz: Übergang Pankratiusstr. Hochschulstr. Soll da etwas geändert werden, damit die Radfahrer nicht den Zebrastreifen ver- wenden? Die Fahrradstraße soll in der Pankratiusstraße beginnen. Der Radverkehr am Kantplatz ist ein separates Thema, dass nach dem Umbau der Hochschulstraße erneut zu bewerten ist. 1.6 Soll Hochschulstraße Vorfahrt erhalten? Über ei ne Neuregelung soll nach dem Umbau der Hoch- schulstraße (zum Verkehrsberuhigten Bereich) entschie- den werden. 1.7 Rechts-vor-Links auch für Hochschulstra- ße Fußgängerzone erst in Abstand von Kreuzung beginnen lassen (Beispiel Ruth- / Schlossgartenstr.) Über eine Neuregelung soll nach dem Umbau der Hoch- schulstraße (zum Verkehrsberuhigten Bereich) entschie- den werden. 1.8 Wie kam vorhandene Regelung Kantplatz zustande? Die zunächst vorgesehene Regelung Rechts-vor-links war nicht eindeutig und führte zu vielen Missverständnissen und Konflikten. Daher musste die ursprüngliche Vorfahrt- regelung abgeändert werden. Die heutige Vorfahrtrege- lung hat sich nach Einschätzung der Straßenverkehrsbe- hörde und Verkehrspolizei am besten bewährt. 1.9 Idee: Zebrastreifen nach Süden verlegen Das verlagert die Probleme auf die Südseite und wäre im Zuge der Radroute Lauteschlägerstraße genauso hinder- lich für den korrekt auf der Fahrbahn fahrenden Radver- kehr. Die vorgeschlagene Lage entspricht nicht den vorhande- nen Fußgängerbeziehungen. Seite 2 von 4 Anregung Ergebnis der Prüfung 2 Querung des Rhönrings 2.1 Problem Rhönringquerung: 50% der Au- tos blockieren. Dieses Problem wird bei der geplanten Umgestaltung der Kreuzung berücksichtigt. 2.2 Bitte prüfen, ob bei Fußgängergrün auch die Radfahrer aus der Heinheimerstr. Richtung Nord zeitgleich GRÜN bekom- men können. Das ist nicht machbar, weil der Radverkehr in der Hein- heimer Straße auf der Fahrbahn geführt und daher auch zusammen mit dem motorisierten Verkehr signalisiert wird. Die Fußgänger, die den Rhönring queren, bekom- men eine eigene Grünphase, die vor der Grünphase für die Heinheimer Straße freigeschaltet wird. Eine andere Reihenfolge wäre für die gesamte Kreuzung aufgrund längerer Räumzeiten und anderer Randbedingungen deut- lich ungünstiger. 3 Fußgänger 3.1 Parkplatzstreichung für Fußgänger wich- tig! Begründet aber nicht die „Vorfahrtstraße“ für die Radfahrer. Vielen Dank für Ihren Vorschlag. 3.2 Raum für Fußgänger! Kinder wollen nicht im Gänsemarsch lau- fen. Vielen Dank für Ihren Hinweis. 3.3 Ohne Fußwege laufen Fußgänger auf der Fahrbahn (siehe Lauteschlägerstraße). Vielen Dank für Ihren Hinweis. 3.4 Sitzgelegenheiten nicht vergessen. Prüfung bei der weiteren Planung, ob an einzelnen Stellen (z.B. Gehwegaufweitungen an Kreuzungen) der Raum für Sitzgelegenheiten vorhanden ist. 4 (Ausbau -)Details Nachteile Pflaster: erhöhter Rollwider- stand, Lärm, Auskratzen der Fugen beim Straßenkehren Vielen Dank für Ihren Hinweis. Bleibt ausgewiesener Schwerbehinder- tenparkplatz erhalten? (Pankr.-Ecke Wenckstraße) Ja, dieser bleibt selbstverständlich bestehen. 5 Geschwindigkeit der Kfz 5.1 Führt die Aufhebung von Rechts-vor-Links nicht dazu, dass gerade Autos generell schneller fahren? Grundsätzlich ja, allerdings ist in der Pankratiusstraße mit ihren schmalen Fahrbahnen zwischen Müllerstraße und Liebfrauenstraße (die Begegnungsverkehr nur an Kreuzungen oder in Park-Lücken erlauben), eine schnelle- re Geschwindigkeit von Kfz nicht zu befürchten. Außer- dem werden in einer Fahrradstraße die Radfahrenden das Tempo bestimmen. In den meisten Abschnitten können Autos die Radfahrer wegen Platzmangels ohnehin nicht überholen. 5.2 Sie achten sehr viel auf einen guten Fluss des Verkehrs. (Etwa durch Aufgabe von Parkraum). Dadurch wird der Verkehr mitunter zu schnell, wie man in der Lieb- frauenstraße sieht. Schön und gut. Aber es gibt dringendere Probleme im Radfahrnetz! Z. B. Radwege, die plötzlich zu Ende sind. 5.3 Entschleunigung für Autoverkehr durch partielle Hindernisse (Pfosten, Inseln, etc.) Barrieren im Straßenraum würden auch den Radverkehr behindern. Das ist nicht Sinn und Zweck einer Fahr- radstraße. Seite 3 von 4 Anregung Ergebnis der Prüfung 6 Parken 6.1 Parksituation: nach StVO auch heute un- zulässig! Laut Straßenverkehrsordnung ist das Parken auf Gehwe- gen nicht zulässig, es sei denn, es wird durch entspre- chende Beschilderung oder Markierung zugelassen. In Darmstadt wird es oft geduldet, wenn kein Park- oder Halteverbot besteht. 6.2 Ist Parken auf Gehweg erlaubt oder nur geduldet? 6.3 Warum wird in der Pankratiusstraße ille- gales Bordsteinparken kaum bis nicht geahndet? Wird diese Art des Wegschauens weniger, wenn die Fahrradstraße kommt? Der Begriff des illegalen Bordsteinparkens ist in der Stra- ßenverkehrsordnung (StVO) nicht gebräuchlich. Das Par- ken auf dem Gehweg ist grundsätzlich nicht zulässig, es sei denn, es ist durch Zeichen 315 StVO oder durch Park- flächenmarkierung angeordnet. Ist dies nicht der Fall, so regelt § 12 Abs. 4 StVO eindeutig, wo zu parken ist, näm- lich auf entlang der Fahrbahn angelegten Parkstreifen, ansonsten am rechten Fahrbahnrand. Im Ordnungswidrigkeitsrecht gilt jedoch das Opportuni- tätsprinzip, d.h. die Behörde entscheidet nach pflichtge- mäßem Ermessen ob und wie eingeschritten wird. Dies lässt auch die Möglichkeit zu, Fahrzeuge auf dem Gehweg zu dulden, wenn dies aufgrund der baulichen Gegeben- heiten möglich ist und keine weiteren Gründe entgegen stehen. Grundsätzlich nicht duldungsfähig ist das Parken auf dem Gehweg mit Behinderung, d.h. wenn der verblei- bende Restgehweg in der Regel 1 Meter unterschreitet. Rad fahrende Kinder, Mütter mit Kinderwagen und Roll- stuhlfahrern dürfen nicht daran gehindert werden, den Gehweg ordnungsgemäß zu benutzen. Sollte das Gehwegparken in der Pankratiusstraße in Zu- kunft nicht mehr gewollt sein, so ist dies von Seiten der Verwaltung und der Politik mit der Bürgerschaft zu kom- munizieren und umzusetzen. Die Kommunalpolizei wird die Umsetzung der Vorgaben durch entsprechende Kon- trollen begleiten. 6.4 Gegen Bürgersteigparker vorgehen Im Zeitraum 01.01. bis 02.04.2013 wurden bisher 1648 Fahrzeugführer verwarnt, weil sie auf dem Gehweg bzw. mit Behinderung parkten. Ansonsten siehe Ausführungen unter 6.3 6.5 Wie Gehwegparken tatsächlich verhin- dern? Falschparker Siehe Ausführungen unter 6.3 und 6.4. Faktisch ließe sich das Falschparken durch bauliche Maßnahmen oder durch den Einbau von Pollern verhin- dern. Im Einzelfall entscheidet die Straßenverkehrsbe- hörde und ordnet derartige Maßnahmen an. 6.6 Parkplätze werden dringend gebraucht! (evtl. eine Straßenseite auf Bürgersteig, andere auf der Straße parken mögl. wie in Kaupstraße) Die Prüfung hat ergeben, dass aufgrund der zu geringen Fahrbahnbreite das vorgeschlagene Parkmodell nicht umzusetzen ist. 6.7 Anwohnerparken im Martinsviertel kon- sequent einführen und durchsetzen Die Stadt Darmstadt sieht es vor, mittelfristig eine flä- chendeckende Parkraumbewirtschaftung einzuführen. Davon wäre auch das Martinsviertel betroffen. Hier könn- ten Bewohner dann nur noch mit Bewohnerparkauswei- sen parken. 6.8 Warum kein Anwohnerparken? 6.9 Anwohnerparkplätze Parkausweis 6.10 Paternoster-Garagen könnten wegfallende Parkplätze ersetzen. Seite 4 von 4 Anregung Ergebnis der Prüfung 6 Parken (Fortsetzung) 6.11 Öffnung TU-Parkhaus (ist meist halbleer) für Anwohner Dieses Modell wurde der TU Darmstadt bereits vorge- schlagen und von der Universität aus organisatorischen Gründen abgelehnt worden. 7 Allgemeines 7.1 Wie dürfen Fahrräder fahren, es muss für Autofahrer und Fußgänger einschätzbar sein, woher Fahrräder kommen. In Fahrradstraßen gilt das gleiche wie in allen anderen Straßen ohne benutzungspflichtigen Radweg: Fahrräder fahren auf der Fahrbahn, radfahrende Kinder unter 8 Jah- ren müssen, Kinder unter 10 Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren. Zusätzlich dürfen in Fahrradstraßen Rad- fahrende grundsätzlich nebeneinander fahren, trotzdem gilt das Rechtsfahrgebot. 7.2 Weniger aufwändige Planung, dafür mehr? Beispiel Bielefeld. Es wird in Darmstadt nicht bei sechs Fahrradstraßen bleiben; weitere sind angedacht. Der Stadt Darmstadt ist Klasse statt Masse wichtig. 7.3 Es gibt 1000 andere Probleme für Fahr- radfahrer in der Innenstadt! Bitte Prioritäten setzen und nicht einer Mode folgen. Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 7.4 „Anlieger frei“ heißt de facto „frei für al- le“! siehe Müllerstraße heute. Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 7.5 Warum grüne Markierung? Radwege sind allgemein Rot! Fahrradstraßen sind keine Radwege. Es gibt für sie keine Farbvorschriften. Grün steht für eine umweltschonende Mobilität und für die freie, ungehinderte Fahrt. 7.6 Bushaltestelle in Fahrradstraße? Keine andere Möglichkeit? Die vorhandene Bushaltestelle steht nicht im Konflikt mit der zukünftigen Fahrradstraße. Der Bus fährt langsam und die Haltestelle liegt am Fahrbahnrand mit ausrei- chend Raum zum Vorbeifahren. 7.7 Parallel zur Pankratiusstraße gibt es eine wunderbare Heinheimer Straße mit 2 Radwegen! Die Heinheimer Straße führt nicht zur Innenstadt und wird vor allem von Radfahrenden mit anderen Zielen im Osten von Darmstadt genutzt. 7.8 Das Problem ist also nicht der Fahrrad- verkehr (ich wollte, der wäre überall so unproblematisch wie in der Pankratius- straße), sondern die schmalen Bürger- steige! Was ändert die Fahrradstraße daran? Die Pankratiusstraße ist eine Hauptfußwegeverbindung. Die Planung der Fahrradstraße wird zum Anlass genom- men, auch auf die Bedingungen für den Fußverkehr (Bordsteinabsenkungen, Barrierefreiheit, Freihalten einer Mindestbreite) zu verbessern. 8 Kosten 8.1 Können irgendwelche Kosten auf die An- lieger umgelegt werden? Nein, für die Einrichtung einer Fahrradstraße werden die Kosten nicht auf die Anlieger umgelegt. 8.2 Kosten? Unterhalt? Die genaueren Kosten werden im Rahmen der weiteren Planung ermittelt. Die Unterhaltung von Straßen ist im- mer erforderlich, unabhängig davon, ob sie Fahrradstra- ßen sind oder nicht. 8.3 „Lösung“ Rhönring Wie hoch sind die Kosten der verschiede- nen Lösungen? Die genaueren Kosten werden im Rahmen der weiteren Planung ermittelt.
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 29.08.2013 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat III Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2013/0240 Magistratsbeschluss-Nr. Produkt-Nr.: 541010 Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6091 Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010 Betreff: Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Pankratiusstraße Vorlage vom: 21.08.2013 Beschlussvorschlag: 1. Der Einrichtung einer Fahrradstraße in der Pankratiusstraße mit einem Kostenaufwand von insgesamt ca. 41.000,00 Euro wird zugestimmt. 2. Dem Umbau der Kreuzung Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße und der Veränderung der Lichtsignalanlage zur Erhöhung der Sicherheit für querende Fußgänger und Radfahrer sowie der Neuorganisation der Verkehrserschließung der Vogelsbergstraße mit einem Kostenaufwand von insgesamt ca. 162.000,00 Euro wird zugestimmt. 3. Der Finanzierung aus Haushaltsausgaberesten in Höhe von 142.000,-- Euro und aus dem Haushaltsansatz aus 2013 in Höhe von 61.000,-- Euro der Kostenstelle 066-100-1000, Investitionsnummer 08066-6091 – Ausbau von Radwegen – wird zugestimmt. 4. Der Fällung eines Baumes, Baumnummer 44, wird zugestimmt. - 2 - Anlagen: Lageplan Fahrradstraße Pankratiusstraße Lageplan Umgestaltung der Kreuzungen Übersichtsplan Pankratiusstraße im Radroutennetz Bürgeranregungen und Prüfergebnisse Datenschutzrelevante Anlage: Folgekosten: Ja Nein Beschluss des Magistrats vom - 3 - Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.08.2013 Verfahren zur Planung von Fahrradstraßen Am Runden Tisch Radverkehr wurde Ende 2010 vereinbart, sich mit den Möglichkeiten von Fahrradstraßen zur Förderung des Radverkehrs zu befassen und hierzu ein begleitender „Sondertermin Fahrradstraßen“ ins Leben gerufen. Dieser hat das Auswahlverfahren, die Planung und die Bürgerbeteiligung intensiv begleitet. Teilnehmende waren Vertreter von Fraktionen, Verkehrsverbänden, lokalen Umwelt- und Bürgerinitiativen sowie der Verwaltung. Die ersten Planungsschritte und –ergebnisse wurden mit der Magistratsvorlage 2012/0261 „Planung von Fahrradstraßen für Darmstadt“ zur Kenntnis genommen. Darüber hinaus wurde beschlossen, die Planungen zu den Fahrradstraßen weiter zu betreiben und die Bürgerbeteiligungen weiterzuführen. In einer ersten Prioritätsstufe für die Umsetzung waren die Wilhelminenstraße, die Heinrich-Fuhr-Straße, die Pankratiusstraße, der Straßenzug Greinstraße – Im Erlich, der Schreberweg und der Straßenzug Im Harras – Rabenaustraße ausgewählt worden. Für diese Straßen wurde nach einer gründlichen Analyse der Rahmenbedingungen für den Radverkehr jeweils ein Konzept erstellt und Maßnahmen (Vorplanung) definiert. Dabei wurden folgende Aspekte berücksichtigt: • die Einbindung in das vorhandene Radverkehrsnetz, die Fahrradroutenführung und Wegweisung, • die Anschlüsse an weiterführende Strecken in den anschließenden Knotenpunkten, • die Minimierung von Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern (Kraftfahrzeugfahrer oder Fußgänger), • der Raumbedarf für die Begegnungsfälle der verschiedenen Fahrzeuge, • straßenverkehrsrechtliche Ausweisung als Fahrradstraße (Beschilderung), • Fahrbahnmarkierungen zur Verdeutlichung der Fahrradstraße, • und der Zustand der Fahrbahn-Oberflächen. Umfangreiche Informationen (Planungen, Bürgerbeteiligung, häufige Fragen, Runder Tisch Radverkehr, Pressespiegel etc.) zu den geplanten Fahrradstraßen sind im städtischen Internet veröffentlicht unter: http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrrad- strassen-fuer-darmstadt/index.htm Die Pankratiusstraße soll nun nach der Wilhelminenstraße als zweite Fahrradstraße in Darmstadt eingerichtet werden. Weiterentwicklung der Planung für die Pankratiusstraße Bereits in der Analyse- und Konzeptphase hat sich gezeigt, dass in der Pankratiusstraße neben dem Radverkehr vor allem die Fußgänger unter den derzeitigen Bedingungen leiden. Daher wurden von Anfang an, neben dem Radverkehr auch den Themen Barrierefreier Ausbau der Gehwege, Sicherstellung von Mindestbreiten für den Fußverkehr, sowie Sicherheit bei der Überquerung des Rhönrings große Aufmerksamkeit geschenkt. - 4 - Es wurden Verkehrszählungen und Videobeobachtungen durchgeführt und ausgewertet, eine Machbarkeitsstudie und verkehrstechnische Simulation zur Umgestaltung der Lichtsignalanlage Rhönring / Heimheimer Straße / Pankratiusstraße erstellt. Die Planungen wurden mit verschiedenen betroffenen Fachämtern, Eigenbetrieben, Dienststellen und Gremien abgestimmt. Die Bürger wurden im Rahmen einer Bürgerversammlung an der Vorplanung der Pankratiusstraße beteiligt. Die Ergebnisse der Beteiligung, der Abstimmungen und Auswertungen sowie der lichtsignaltechnischen Untersuchungen sind soweit möglich in die Planung eingeflossen. Verkehrsaufkommen Im Zeitraum von April bis Juni 2012 wurden Verkehrszählungen an verschiedenen Knotenpunkten in der Pankratiusstraße durchgeführt: zwei Ganztageszählungen mit Videobeobachtung an einem repräsentativen Werktag, sowie ergänzende Kurzzeit-Zählungen in den Spitzenzeiten am Morgen und am Samstagmittag. Der Verkehr setzt sich werktags folgendermaßen zusammen: Zählstelle Pankratiusstraße in Höhe von … Gesamt (Fahrzeuge/24h) davon Kfz Anteil davon Fahrrad Anteil Kantplatz 3.700 2.000 54% 1.700 46% Ruthsstraße 3.140 950 30% 2.190 70% Wenckstraße 2.780 820 30% 1.960 70% Barkhausstraße/ Rhönring 1.220 500 41% 720 59% Zufahrt Bürgerpark 1.740 390 29% 1.350 78% In der Pankratiusstraße wird das Kfz-Aufkommen in Höhe Kantplatz mit von der Zufahrt zum TUD- Parkhaus geprägt; nördlich davon wurden deutlich weniger Kfz gezählt. Samstags überwiegt der Radverkehr in allen Streckenabschnitten. Im Gesamtverlauf stellt der Radverkehr in der Pankratiusstraße heute schon die zahlenmäßig stärkste Verkehrsart dar. Die straßenverkehrsrechtliche Voraussetzung lt. StVO-VwV 2009 (Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung) für eine Fahrradstraße, dass der Radverkehr „die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist“, ist somit erfüllt. Circa ein halbes Jahr nach der Umgestaltungsmaßnahme soll anhand erneuter stichprobenartigen Verkehrszählungen festgestellt werden, inwieweit sich der Radverkehr und der Kfz-Verkehr in der Pankratiusstraße verändert haben. Bürgerbeteiligung Für die Pankratiusstraße wurde am 21.09.2012 im Heiner-Lehr-Zentrum eine Veranstaltung zur Bürgerinformation und -beteiligung durchgeführt. Neben den Einladungen über die örtliche Presse und den Internetauftritt der Stadt Darmstadt wurde auch mittels Plakaten in den Straßen und in Räumen mit Publikumsverkehr (Bildungseinrichtungen, Bibliotheken, Bürgerbüros etc.) sowie mittels öffentlich ausgelegten Einladungskarten auf die Veranstaltung hingewiesen. Die Anlieger der Pankratiusstraße bekamen die Einladung zusätzlich in den Briefkasten. Den ca. 50 Besuchern der Veranstaltung wurden Analyse, Konzept, Vorplanung und Planungsvarianten für die Rhönring-Überquerung und die Parkraumanordnung zwischen Müllerstraße und Liebfrauenstraße vorgestellt. Bei den Diskussionen gab es neben allgemeiner Zustimmung oder Kritik auch eine Fülle von konstruktiven Fragen und Anregungen seitens der Bürger. Diese wurden gesammelt und fachlich geprüft. Einige Vorschläge der Bürgerbeteiligung erwiesen sich bei der Prüfung als nicht gesetzes- oder regelkonform oder waren aus anderen Gründen nicht umsetzbar. Andere Punkte können sich möglicherweise durch die Einrichtung dieser Fahrradstraße und die Durchführung anderer Maßnahmen erübrigen, so dass sie zunächst zurückgestellt wurden und nach Einrichtung der - 5 - Fahrradstraße erneut geprüft werden sollen. Eine Tabelle mit allen angesprochenen Punkten und dem jeweiligen Prüfungsergebnis ist als Anlage beigefügt. In die Planung eingeflossen sind u.a.: • Neuregelung des Parkens im engen Bereich zwischen Müllerstraße und Wenckstraße: zukünftig nur noch einseitig • Umbau der Lichtsignalanlage und Anpassung des Lichtsignalprogramms am Knotenpunkt Rhönring/ Heinheimer Straße/ Pankratiusstraße, so dass zukünftig für querende Fußgänger und Radfahrende eine eigene Grünphase besteht • Berücksichtigung von Flächen für Straßenbewirtschaftung der anliegenden Gaststätten Weitere Punkte werden in andere Planungen oder Projekte aufgenommen: • Verkehrsberuhigung und Veränderung der Vorfahrtregelungen am Kantplatz (wird im Zusammenhang mit der Umbaumaßnahme Hochschulstraße zum Verkehrsberuhigten Bereich erneut beurteilt) • Veränderung des Kurvenradius an den Stufen am Kantplatz (wird mit der Umbaumaßnahme Hochschulstraße umgesetzt) • Anwohnerparken im Martinsviertel • Sitzgelegenheiten für Fußgänger (wird im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Gehwege geprüft) Eine Dokumentation des Bürgerinformationstermins mit allen gezeigten Vorträgen und weiteren Materialien ist im Internet veröffentlicht: http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrradstrassen-fuer- darmstadt/fahrradstrassen-veranstaltung-pankratiusstrasse/index.htm Straßenoberfläche Voraussetzung für eine akzeptable Befahrbarkeit mit dem Fahrrad sowie für die Aufbringung der Fahrbahnmarkierungen ist eine weitgehend schadensfreie und möglichst asphaltierte Straßenoberfläche. Da die Straßenoberfläche der Pankratiusstraße in einigen Abschnitten nördlich der Ruthsstraße jedoch schadhafte Stellen aufweist, muss zunächst untersucht werden, ob eine Erneuerung der Deckschicht ausreichend oder ob eine grundhafte Erneuerung auch der darunter liegenden Tragschichten nötig ist. Der Untergrund wurde vor Kurzem mit Hilfe von Bohrkernuntersuchungen geprüft, eine Entscheidung zur Art der Sanierung liegt noch nicht vor. Die Sanierung der Fahrbahn – und gegebenenfalls auch der Gehwege – ist unabhängig von der Einrichtung einer Fahrradstraße erforderlich. Die Sanierungsmaßnahmen werden aus Mitteln der Kostenstelle 066-100-1000, Investitionsnummer 08066-6999 - Straßenbausanierungs-programm - finanziert. - 6 - Gehwege Die Pankratiusstraße ist mit einem hohen Fußgängeraufkommen Hauptverbindung für Fußgänger zwischen einerseits der Innenstadt und dem Herrngarten und andererseits dem Martinsviertel und dem Bürgerpark Nord. An vielen Kreuzungen stellen hohe Bordsteinkanten für alle Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, aber auch für Kinderwagen oder radfahrende Kinder unter 10 Jahren ein Hindernis dar. Aufgrund der Bedeutung der Pankratiusstraße als Hauptfußwegeachse sollen die Gehwege an allen Kreuzungen barrierefrei gestaltet werden, wobei auch die Linienführung der Bordsteine an die heutigen Erfordernisse angepasst werden. Dies ist derzeit als separates Projekt in Planung und soll zeitnah zur Einrichtung der Fahrradstraße umgebaut werden. Fahrradstraße Pankratiusstraße Die Fahrradstraße wird im gesamten Verlauf der Pankratiusstraße zwischen Kantplatz und Bürgerpark Nord eingerichtet. Die Fahrradstraße wird prinzipiell für den Kfz-Verkehr freigegeben, d.h. die Bewohner und Besucher der Pankratiusstraße und der angrenzenden Straße können sie auch mit Kraftfahrzeugen weiterhin nutzen. Radfahrer haben jedoch Vorrang und dürfen beispielsweise auch nebeneinander fahren. Die derzeitige Verkehrsführung für den Kfz-Verkehr wird zwischen Kantplatz und Barkhausstraße beibehalten. Nördlich der Barkhausstraße sind Änderungen nötig, um eine sichere Führung des Radverkehrs über den Rhönring zu ermöglichen (siehe Abschnitt „Umbau der Kreuzung Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße“). Die Fahrradstraße wird durch Verkehrszeichen (Z 244 – Beginn einer Fahrradstraße und Z 244a – Ende einer Fahrradstraße) gekennzeichnet. Zusätzlich sollen Fahrbahnmarkierungen (grüne Bandmarkierung mit weißem Schriftzug) zu Beginn der Streckenabschnitte oder in Kreuzungsbereichen allen Verkehrsteilnehmern die neue Situation verdeutlichen. Gerade in einer der ersten Fahrradstraßen Darmstadts ist eine mehrfache und auffällige Kennzeichnung wichtig, da viele Verkehrsteilnehmer dieses Element der Straßenverkehrsordnung noch nicht kennen. Die vorhandene Radroutenbeschilderung am Kantplatz und am Rhönring wird entsprechend dem neuen Netzabschnitt Pankratiusstraße angepasst. Die Fahrradstraße soll gegenüber Straßen mit einer geringeren oder gleichwertigen Bedeutung Vorfahrt erhalten. Gegenüber den einmündenden Verkehrsberuhigten Bereichen Ruthsstraße und Fuhrmannstraße und dem Weg an der TU besteht heute schon Vorfahrt. An der Müllerstraße, Wenckstraße, Kaupstraße und Barkhausstraße wird diese Regelung neu eingerichtet. Bei der Liebfrauenstraße (vorfahrtsberechtigte Sammelstraße mit Buslinie) und dem Rhönring (Hauptverkehrsstraße) muss die Vorfahrt der Fahrradstraße jeweils unterbrochen werden. Der Straßenabschnitt zwischen Müllerstraße und Wenckstraße ist mit einer Breite von 10 m zwischen den Privatgrundstücken der engste Bereich in der gesamten Pankratiusstraße. Hier ist das Problem der beidseitig zugeparkten Gehwege besonders gravierend, es verbleibt weder für Fußgänger oder radfahrende Kinder auf den Gehwegen noch für Radfahrer auf der Straße im Begegnungsfall ausreichend Platz, was zu gefährlichen Situationen für den Radverkehr führen kann. Daher wird hier das Parken neu geordnet, indem auf der Westseite ein absolutes Halteverbot angeordnet und auf der Ostseite neben dem Gehweg auf der Fahrbahn Parkstände markiert werden. Es entfallen acht Möglichkeiten, ein Kraftfahrzeug regelwidrig auf dem Gehweg zu parken. In den Straßenabschnitten zwischen Wenckstraße und Liebfrauenstraße beträgt die Straßenraumbreite 11 m, hier ist die Situation für Fußgänger und Radfahrer etwas besser, auch wenn die ihnen zur Verfügung stehenden Räume noch lange nicht den Richtlinien entsprechen. Hier wäre eine grundlegende Verbesserung der Situation ebenfalls nur durch ein einseitiges Parkverbot zu erreichen. Aufgrund des Parkdrucks und der sehr kontroversen öffentlichen Diskussionen zu den Themen „Parkraummangel“ und „Freie Gehwege“ im Martinsviertel soll aber in diesen Straßenabschnitten das bisher beidseitig geduldete Parken zunächst nicht untersagt werden. Für den - 7 - Begegnungsfall Kfz / Rad sind aufgrund der geringen Abstände der einmündenden Straßen (alle 50 m bis 120 m) und der vielen Grundstückszufahrten genügend Ausweichstellen für eine gefahrlose Begegnung vorhanden. Im Abschnitt zwischen Liebfrauenstraße und Rhönring verkehrt der L-Bus. Auf der ca. 100 m langen Strecke liegt gegenüber der Einmündung Barkhausstraße die Endhaltestelle. Der Bus fährt mit deutlich verminderter Geschwindigkeit und ist daher für die Fahrradstraße als verträglich einzustufen. Umbau der Kreuzung Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße Zur Überquerung des Rhönrings für Fußgänger und Radfahrer bietet die derzeitige Situation nur unzureichende Möglichkeiten: • Fußgänger bemängeln ihre Sicherheit auf den Fußgängerfurten wegen gleichzeitigem Verkehr aus der Heinheimer Straße, insbesondere in der Furt zwischen Pankratiusstraße und Heinheimerstraße, wo wegen des langen Fahrweges der Linksabbieger aus der Heinheimer Straße der Vorrang für die Fußgänger nicht immer erkannt wird. • Eine Querung des Rhönrings auf dem Fahrrad ist heute straßenverkehrsrechtlich nicht möglich (von Norden und von Süden kommend besteht jeweils Rechtsabbiegegebot für alle Fahrzeuge), korrekt wäre abzusteigen und das Fahrrad als Fußgänger über die Furt bzw. Insel zu schieben. Ca. 85 % aller Radfahrenden nutzen fahrend die Fußgängerfurt. Der südliche Gehweg des Rhönrings ist – im Gegensatz zum nördlichen – nicht für Radfahrer freigegeben. Zu bestimmten Uhrzeiten (z.B. Schulbeginn und –ende) sind hier viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs, was unweigerlich zu Konflikten führt. Ca. 15 % der Radfahrer queren mithilfe eines als Mittelinsel fungierenden Pflasterstreifens den Rhönring. Dies ist nicht verkehrssicher, da der Streifen mit 1,60 m Breite keinen ausreichenden Schutzraum bietet und zudem für die Fahrtrichtung West-Ost im Rhönring zwei Fahrspuren vorhanden sind. Um für Fußgänger und Radfahrer gesicherte Querungsmöglichkeiten anbieten zu können, wurde zunächst von einem externen Büro eine verkehrstechnische Machbarkeitsstudie erstellt, die verschiedene Varianten auf verkehrsrechtliche Zulässigkeit und auf Leistungsfähigkeit geprüft hat. Eine Vollsignalisierung aller Verkehrsströme scheidet aus, weil sie eine Erhöhung der Umlaufzeit auf mindestens 120 Sekunden zur Folge haben würde. Vorgeschlagen wird die Variante, die für den gesamten Verkehr an dem Doppel-Knotenpunkt die wenigsten Einschränkungen zur Folge hat und am meisten Möglichkeiten für die Optimierung einzelner, heute stark beeinträchtigter Verkehrsbeziehungen bietet. Die LSA wird zukünftig mit drei statt mit zwei Phasen betrieben: 1. Hauptrichtung (Rhönring) 2. Nebenrichtung (Heinheimer Straße) 3. Fußgänger und Radfahrer über den Rhönring Der Pflasterstreifen und die schmale Mittelinsel werden zurückgebaut. Fußgänger und Radfahrer queren zukünftig gesichert und in einem Zug den Rhönring, ohne dass sie durch unaufmerksame Kfz- Fahrer gefährdet werden können. Für die aus dem Rhönring rechts in die Pankratiusstraße oder Heinheimer Straße abbiegenden Radfahrer wird ein weiterer Radfahrstreifen angelegt, um die vorhandene Lücke bis zum Radweg in der Heinheimer Straße zu schließen. Die Fußgängerfurt wird um ca. 5 m nach Osten verschoben, damit aus der Pankratiusstraße in den Rhönring einbiegende Fahrzeuge sich besser vor der Haltelinie aufstellen können. Dem Radverkehr wird das Queren des Rhönrings mit je einer Fahrradschleuse in den Zufahrten und mit einem eigenen Signal gesichert ermöglicht. - 8 - An der Einmündung Rhönring / Heinheimer Straße wird für den aus Richtung Osten nach links in die Heinheimer Straße abbiegenden Verkehr eine kurze separate Abbiegespur eingerichtet. Wartende Linksabbieger werden dann nicht mehr die Hauptrichtung behindern können. Die heutige Situation führt zur Überlastung der Kreuzung in der Hauptverkehrszeit. Außerdem werden Fußgänger und Radfahrer gefährdet, die bereits ein Grünsignal bekommen, wenn sich der Rückstau hinter den Linksabbiegern abbaut. Für die Linksabbiegespur wird die Fahrbahn auf einer Länge von rd. 30 m um 1,25 m verbreitert, die Fahrspuren in Gegenrichtung werden entsprechend angepasst. Der kurze Grünstreifen vor den Gebäuden Nr.89 und 91 einschließlich eines Straßenbaums (Nr. 44) entfällt. Dies wurde mit dem Grünflächenamt abgestimmt. Der Radfahrstreifen wird wie heute zur besseren Sichtbarkeit der Radfahrer im Kreuzungsbereich auf der Fahrbahn geführt und schließt erst nach der Kreuzung auf den gemeinsamen Geh- und Radweg des Rhönrings an. Der Abschnitt der Pankratiusstraße zwischen Barkhausstraße und Rhönring wird zur Einbahnstraße für Kfz in Richtung Norden. Am Rhönring muss wie bisher rechts eingebogen werden. Die rd. 250 Kfz pro Tag, die heute Richtung Süden in diesen Teil der Pankratiusstraße fahren, können zukünftig über die Heinheimer Straße oder die Arheilger Straße ins Martinsviertel abbiegen. Erschließung der Vogelsbergstraße und Neugestaltung der Einmündung in die Arheilger Straße Der Abschnitt der Pankratiusstraße zwischen Rhönring und Vogelsbergstraße (am Hahne-Schorsch- Platz) wird zur reinen Fahrradstraße, die im Zuge einer Hauptroute für rd. 1.350 Radfahrer täglich – aus Pankratiusstraße, Heinheimer Straße oder Rhönring kommend – zum Bürgerpark führt. Als Ausnahme sind nur Schulbusse zur Christoph-Graupner-Schule (Förderschule) auf der Fahrradstraße zugelassen. Alle anderen Kfz wie Anwohner oder Lehrkräfte oder Eltern der Schülerinnen und Schüler erreichen die Vogelsbergstraße zukünftig über die Arheilger Straße. Zu diesem Zweck werden die in der Vogelsbergstraße vorhandenen Poller an der Einmündung Arheilger Straße entfernt und östlich der Schule neu installiert. Die vorhandene Sackgasse wird sozusagen umgedreht. Zum Wenden für Pkw dient die Freihaltefläche vor der Feuerwehrzufahrt der Schule. - 9 - Die Vogelsbergstraße (Kfz-Aufkommen pro Tag ca. 390 Fahrten) wird zum Verkehrsberuhigten Bereich. Gleichzeitig wird eine weitere Lücke im Fuß- und Radwegenetz geschlossen, indem der Knotenpunkt Vogelsbergstraße/ Arheilger Straße so umgebaut wird, dass die Arheilger Straße von Radfahrern und Fußgängern im Schutz einer Verkehrsinsel gequert werden kann. Der Bedarf dafür ist offensichtlich, diese Verbindung wird heute schon von sehr vielen Menschen – Radfahrern wie Fußgängern – unerlaubterweise genutzt. Schulbusse müssen aus der Vogelsbergstraße rechts in Arheilger Straße einbiegen, können aber bei Bedarf an dem ca. 120 m entfernten Kreisverkehr wenden. Für Pkw sind an der neuen Einmündung alle Fahrtrichtungen zugelassen. Der Umbau der Kreuzung erfolgt größtenteils provisorisch, d.h. mit Markierung und Beschilderung und einer mobilen Verkehrsinsel, da für die Christoph-Graupner-Schule in den nächsten Jahren umfangreiche Bauarbeiten anstehen. Die Straße soll erst danach ihren endgültigen Ausbau, evtl. mit weiteren Veränderungen zugunsten des Schulverkehrs, erhalten. Diese Planung wurde mit der Leitung der Christoph-Graupner-Schule, dem EAD als Schulbusbetreiber und der Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit abgestimmt. Kosten Die Kosten (Bruttobeträge) für die beschriebenen Maßnahmen, Planungen, Voruntersuchungen und Beteiligungsverfahren betragen: Fahrradstraße Konzept 2.000 Euro Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 2.600 Euro Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig) 4.750 Euro Baukosten (Markierung und Beschilderung) 22.300 Euro Planung, Bauleitung und Unvorhersehbares 9.500 Euro Summe ca. 41.000 Euro Umbau der Kreuzungen Rhönring / Heinheimer Straße / Pankratiusstraße und Vogelsbergstraße / Arheilger Straße Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 3.900 Euro Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig)) 4.750 Euro Machbarkeitsuntersuchungen und Simulation für LSA 13.800 Euro Lichtsignalanlagen (Planung, Umbau, Steuergerät, Programmierung) 50.000 Euro Baukosten (Straßenbau, Markierung und Beschilderung) 69.000 Euro Planung, Bauleitung und Unvorhersehbares 20.900 Euro Summe ca. 162.000 Euro - 10 - Die Maßnahmen sind nicht beitragspflichtig. Nach Beschluss der Magistratsvorlage wird die Planung der Öffentlichkeit über die Medien und den städtischen Internetauftritt sowie den Anliegern über Informationsblätter vorgestellt. Die Originalpläne sind in der Magistratsgeschäftsstelle einzusehen. Darmstadt, 21.08.2013 III-66/2 S Tb 1163-Bro-Wg Nst. 2156 Die Dezernentin III Der Dezernent IV Brigitte Lindscheid André Schellenberg Stadträtin Stadtkämmerer
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K: \Autocod_Daten\66_2-S\Planung \Projekte\Fahrradstraßen\Fahrradstraßen_DA\Pankratlusstraße\2013_07_17_Fahrradstraße Pankratiusstraße_gez.dug Kreuzung Kaupstraße 77 Radverkehrs- Wegweisung Ergänzung Kontplatz MAN Bordstein, geplant Borsteinabsteinabsenkung, geplant Poller (vorhanden / geplant) LSA (vorhanden / geplant) Sperrfläche (vorhanden / geplant) Parkstandmarkierung (vorhanden / geplant) Grundstückszufahrt Rotmarkierung Fahrradschleuse Grünmarkierung Fahrradstraße Gelbmarkierung Fußgängerbereich Verkehrszeichen (vorhanden / geplant) Sn) Beginn Fahrradstraße am Kantplatz Lageplan Fahrradstraße Pankratiusstraße Abschnitt Müllerstraße - Wenckstraße N Nr. Datum Art Bearbeitet Zur Ausführung freigegeben Darmstadt Planung abgeschlossen Wissenschaftsstadt Darmstadt der Magistrat Straßenverkehrs- und Tiefbauamt . ae 1 Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Pankratiusstraße Pan. 1 Fahrradstraße Pankratiusstraße Plant Lageplan m= 5. Ju 2013 Straßenverkehrs. und ne 111-66/2-S TB-1163 Gezeichnet: Weber gez. Bob Datum __ 15.07.2013 Dipl.-Ing. (TH) Dieter Boß Amt gez. Brossnott| gez. Mertens | gez. Huber se scL nal. E77 Gras Z. Mitzeichnung gez. wait gez. Lauer
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K: \Autocod_Daten\66_2-S\Planung \Projekte\Fohrradstraßen\Fahrradstraßen_DA\Pankratlusstraße\2013_07_17_Fohrradstraße Ponkratiusstraße_gez.dug Kreuzung Vogelsbergstraße / Arheilger Straße Sg | > Kreuzung Rhönring 7 Heinheimer Straße 7 Pankratlusstraße —— Bordstein, geplant — —— Bordsteinabsenkung, geplant ® Poller (vorhanden / geplant) $ LSA (vorhanden / geplant) 77A Sperrfläche (vorhanden / geplant) N Parkstandmarkierung (vorhanden / geplant) y\ Grundstückszufahrt Rotmarkierung Fahrradschleuse Gelbmarkierung FuRgängerbereich @=ı E83 Verkehrszeichen (vorhanden / geplant) ® Nr. Datum Art Bearbeitet Zur Ausführung freigegeben Planung abgeschlossen Darmstadt... 5 Wissenschaftsstadt Darmstadt der Magistrat Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehlt-R6ERSPäARKräGRIsstraße Umgestaltung der Kreuzungen Rhönring / Pankratiusstraße und Vogelsbergstraße / Arheilger Straße Weber 17.07.2013 2. Mitzeichnung gez. Wolf
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City Anlage□2:□□Pankratiusstraße□im□Radroutennetz Hbf Licht- wiese Böllen- falltor Kranichstein ArheilgenArheilgen Universität Schulen Sport- stätten Martins- viertel Schiller- schule Herrn- garten
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0240
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 21.08.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00