3428/2020
Sachstandsbericht zum Projekt „Bildungslotsinnen und –lotsen“ 2020
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung Ausschuss
9060 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 18.12.2020 3428/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 13.04.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 18.01.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 21.01.2021 Jugendhilfeausschuss 26.01.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 28.01.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 28.01.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz) 28.01.2021 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.01.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 01.02.2021 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 01.02.2021 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 01.02.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 01.02.2021 Sachstandsbericht zum Projekt „Bildungslotsinnen und –lotsen„ 2020 Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Baustein des gesamtstädtischen Programms „Kinderstark“ im Rahmen der (ehemals) Kommunalen Präventionsketten, gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW. Verschiedene städtische Ämter sind beteiligt, federführend für das Gesamtprojekt ist das Dezernat IV. Hauptträger für das integrierte Projekt Bildungslots*innen ist das Kommunale Integrationszentrum (KI) im Amt für Integration und Vielfalt in Kooperation mit freien Trägern der Jugendhilfe. Handlungsbedarf/Ausgangssituation Geflüchtete Familien haben strukturell bedingt in den Unterkünften erschwerte Bedingungen und Zu- gänge zu Bildung und Teilhabe. Diese Situation wurde durch die Corona-Pandemie verstärkt und deutlich sichtbar. Insbesondere Schülerinnen und Schülern, die in Unterkünften für Geflüchtete untergebracht sind, fehlen vielfach die technischen Möglichkeiten (Ausstattung mit Laptop, Drucker, W-LAN etc.) und Rahmenbedingungen (ruhiger Lernraum, Unterstützung bei der Hausaufgabenbetreuung), um adäquat am Distanzlernen teilnehmen zu können. 2 Projektdurchführung und beteiligte Verantwortliche Die Interkulturellen Dienste (IKD) im KI übernehmen in den 9 Kölner Stadtbezirken federführend Auf- bau, Koordination und Begleitung des Projektes. Der IKD ist sehr gut vernetzt mit allen relevanten Trägern und Akteuren sozialer Angebote, so dass kurzfristig Sozialräume bzw. Flüchtlingsunterkünfte benannt werden konnten, in welchen ein beson- derer Unterstützungsbedarf besteht. Zur Durchführung wurden von Seiten der IKDs geeignete Träger der freien Jugendhilfe ausgewählt, welche bereits einen Zugang zu der Zielgruppe im jeweiligen Sozialraum haben bzw. im Handlungs- feld bereits über gute Erfahrungen verfügen und möglichst auch weitere Angebote für Geflüchtete bereit halten. Die Ziele sind, eine nachhaltige Anbindung und Hilfestellung für die Familien zu gewähr- leisten und Angebote des Regelsystems näher zu bringen. In Abstimmung mit den IKDs erstellten die Träger vor Ort sozialräumlich orientierte Konzepte und wurden mit der Umsetzung und Durchführung des Projektes beauftragt. Um die sozialräumliche Nähe und einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen, wurden insge- samt 14 Träger für 16 Lernorte ausgewählt. Bildungslots*innen Die Bildungslots*innen werden von den Trägern als Brücke zwischen Flüchtlingsunterkunft, Schule, Elternhaus und Schüler*innen eingesetzt. Die Bildungslots*innen sind Honorarkräfte, die über digitale Medienkompetenzen, pädagogische Grundkenntnisse wie auch über diverse Sprachkenntnisse verfügen, um die neuzugewanderten Kin- der auch in ihren Herkunftssprachen unterstützen zu können. Sie sind teilweise selbst neu zugewanderte (Lehramts-) Studierende oder auch andere mit der Ziel- gruppe vertraute Personen, die sich als Bildungslots*in eignen. Im Rahmen aufsuchender Arbeit und mit Unterstützung des Amtes für Wohnungswesen, den Trägern der Unterkünfte, Beratungsstellen und Ehrenamtlich Engagierten werden geflüchtete Schülerinnen und Schüler sowie die beteiligten Grundschulen auf das Lernangebot der Lernräume aufmerksam gemacht. Die Bildungslots*innen setzen sich mit den Grundschulen, an denen die betreuten Kinder beschult werden, in Verbindung, um sich über Unterrichtsinhalte und ggf. eingesetzte Medien zu informieren. Die Kinder werden individuell in den Lernräumen von den Lots*innen betreut. Qualifizierung der Bildungslotsen*innen Um die Bildungslots*innen adäquat für das Aufgabengebiet zu qualifizieren, wurden von Lehrkräften des KI zu Beginn der Projektphase zwei Schulungen durchgeführt. Themen der ersten Schulung waren „Seiteneinstieg für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler“ sowie „Rollenverständnis“ als Bildungslotsin bzw. Bildungslotse. Die zweite Schulung bestand aus vier Workshops à 2-3 Stunden zu den Themen „Methoden des Dis- tanzlernens“ und „Vermittlung digitaler Medienkompetenzen“. Das Thema ergab sich aus einer Bedarfsabfrage unter den Bildungslots*innen. Diese Schulung wurde extern vergeben und durch die Pacemaker-Initiative (Schrittmacher für digitale Schulen) durchgeführt. Somit wurden die Bildungslotsinnen und –lotsen professionell vorbereitet, um auch im Falle eines vollständigen Lockdowns mit den Grundschulkindern in Kontakt treten und diese ggf. auch aus- schließlich z.B. mit Hilfe von digitalen Lern-Apps unterstützen zu können. Im Dezember ist zur Qualitätssicherung und weiteren Bedarfserhebung noch eine Evaluations- und Feedbackrunde mit den Bildungslots*innen geplant. Bisheriger Projektverlauf und weitere Perspektiven In den ersten Monaten des Projekts wurden Familien identifiziert, aufgesucht und kontaktiert. Es fand wertvolle Beziehungsarbeit statt, die für einen langfristigen und nachhaltigen Lernerfolg wichtig ist. Das Vertrauen zu den Bildungslots*innen musste erst einmal hergestellt und das Vorhaben erklärt werden – sowohl gegenüber den Eltern als auch den Kindern. 3 Die Angebote werden je nach sozialräumlicher Orientierung in den Räumen der Träger, der Grund- schulen oder in den Flüchtlingsunterkünften selbst angeboten. Einige Corona bedingte Vorgaben erschwerten hierbei zunächst den Zugang und es kam zu Projekt- verzögerungen, z.B. durch eingeschränkte Raumnutzungsmöglichkeiten. Dennoch konnten kreative Lösungen gefunden werden, um Treffen (draußen, digital oder in Klein- gruppen) möglich zu machen und die Grundschulkinder bestmöglich zu unterstützen. Seit der Zeit des “Lock down light“ wurden die Angebote in den Wohnheimen auf eine 1:1 Betreuung umgestellt, da Gruppenangebote in den Unterkünften nicht mehr möglich waren. Über das Projekt werden Medienkompetenzen gestärkt, die einen erheblichen Beitrag zum Bildungs- erfolg leisten und perspektivisch noch mehr an Bedeutung gewinnen werden. Hier wird wichtige Präventionsarbeit geleistet, womit auch ein strategischer Baustein der Strategie „Kölner Kinder stärken“ im Rahmen der Kommunalen Präventionsketten bzw. „Kinderstark“ erfüllt wird. Durch die aufsuchenden Bildungslots*innen wird sichergestellt, dass geflüchtete Familien mit Kindern der Altersgruppe 6-10 Jahren aus den Unterkünften einen Zugang zu technischen Hilfsmitteln sowie regelmäßige Unterstützung bei den Hausaufgaben erhalten, die akut im Distanzlernen und darüber hinaus im digitalen Lernen benötigt werden. Bei diesem Angebot wird genau dort angesetzt, wo die Unterstützung (im Sinne der Kommunalen Präventionsketten) auch benötigt wird. Darüber hinaus tragen die Bildungslots*innen die Angebote des Trägers an geflüchtete Familien in Unterkünften heran, machen diese bekannt und erleichtern die Teilnahme. Perspektivisch sollen auch die Eltern verstärkt in das Projekt einbezogen werden, um Kontakte au- ßerhalb der Unterkünfte aufzubauen und ihnen bisher nicht bekannte bestehende Beratungs-, Hilfs- und Unterstützungsangebote der Träger bekannt zu machen. So steht neben der Bildungsarbeit auch wertvolle Familienarbeit. Das Netzwerk in den Sozialräumen wird hierbei bestmöglich eingesetzt und gleichzeitig werden die Institutionen vor Ort gestärkt, womit ein weiterer Aspekt der Strategie „Kölner Kinder stärken“ erfüllt wird. In der ersten Projektphase wurde der Bedarf an Elternarbeit in Verbindung mit Stärkung der Medien- kompetenz sehr deutlich und könnte mit Hilfe einer Anschlussförderung über eine Ausweitung der aufsuchenden Angebote und entsprechender Qualifizierung der Lots*innen, die bereits über vertrau- ensvollen Kontakt zu den Familien etabliert sind, gedeckt werden. Damit hätte das Projekt Bildungslots*innen auch einen breiteren bzw. ganzheitlichen Ansatz, in dem es nicht nur die Grundschulkinder betrachtet, sondern die ganze Familie als System in den Fokus nimmt. Angestrebt wird von Seiten des KI eine nachhaltige Förderung und Zugang zu Bildungseinrichtungen und Teilhabe der gesamten Familie. Hierzu ist eine weitere Finanzierung notwendig, die aktuell über das Programm „Kinderstark“ für das Jahr 2021 vom Land geprüft wird. Auch alternative oder aufstockende Finanzierungsmöglichkeiten über weitere Drittmittel werden derzeit angestrebt. In 2020 wurde das Projekt Bildungslotsen*innen über das Landes Programm „Kinderstark“ mit insge- samt 176.630 € gefördert. Gez. Reker
Beratungsverlauf (13)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3428/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 26.02.2021
- Erstellt
- 26.11.2020 14:03